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sadasha

♛ Lady Lyneth Bowen

Drum Horse | Stute | Silver Dapple | Jackie

♛ Lady Lyneth Bowen
sadasha, 21 Okt. 2016
Occulta, AlfurElfe, Rinnaja und 3 anderen gefällt das.
    • sadasha
      Pferdepass
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      von Jackie
      Zion und AliciaFarina gefällt das.
    • sadasha
      14. November 2016
      Vorbereitungen
      Mephisto (Fohlen ABC - Teil 1)
      Lady Lyneth Bowen | Vikar | Samson

      Hunter | Es war bereits Mittag, als ich von der Rennbahn zurückkam um die restlichen Arbeiten auf dem Gestüt anzugehen. Mephisto würde heute eine Trainingseinheit bekommen, mit ganz viel Pflege. Der junge Hengst genoss die Zeiten, in denen man sich nur um ihn kümmerte. Besonders die Kinder hatten massig Spaß an dem immer größer werdenden Palominoschecken.
      Der Hengst stand seit heute Vormittag draußen auf der Weide, zusammen mit Vikar, der schon um einiges älter war. Voll Motivation schnappte ich mir Mephistos Halfter und betrat die Koppel. „Mephisto! Komm her!“ rief ich quer über die Wiese, die heute mehr schlammig als grün war. Lange durften hier keine Pferde mehr drauf stehen, sonst würde hier nichts mehr wachsen ohne dass man neu aussäht. Mephisto kam natürlich nicht von selbst. Seufzend bahnte ich mir einen Weg über die schon wieder trockenen Stellen der Wiese bis hin zu dem Junghengst, den ich haben wollte. Ruhig blieb er stehen und beobachtete mich bei meinen Umwegen, bis zu ihm. Er ließ sich ohne weitere Probleme aufhalftern und kam dann mit zurück zum Stall. Übrigens war von seiner Scheckung kaum noch etwas zu sehen, die Übergänge verschwammen im trockenen Dreck, der vom Wälzen an ihm haftete. Auch im Langhaar hatten sich ein paar trockene Erdbröckchen gebildet.
      In der Stallgasse machte ich Mephisto fest. Wir hatten hier unsere Ruhe, die Pferde in diesem Abteil standen alle auf den Weiden.

      Gine | Voll Energie fuhr ich zur Arbeit. Einen Coffee to Go im Becherhalter des Autos und das Chart-Radio voll aufgedreht. Laut mitsingend fuhr ich auf den Hof, schnappte mir Kaffee und Sporttasche und ging mit federnden Schritten ins Haupthaus um die Crowleys zu grüßen. Hunter war schon unterwegs zur Rennbahn, wie mir seine Eltern berichteten. „Wollte er nicht die Kaltblüter machen?“ Mr. Crowley Senior zuckte nur die Schultern und wandte sich dann wieder seiner Zeitung zu. „Na gut...“ murmelte ich. Mit etwas gedämmter Laune ging ich ins Bad um mich umzuziehen. Wenn Hunter es nicht machte, musste ich wohl ein wenig Vorarbeit leisten. Gedankenverloren machte ich meinen Zopf neu, der sich beim Umziehen etwas gelöst hatte. „Ihr könnt Hunter ja sagen, dass ich Lady Lyneth Bowie...“ - „Bowen!“ - „Genau... schon gemacht hab.“
      Gesagt getan. Die Stute wurde seit ihrer Ankunft vor etwa einer Woche noch nicht richtig gearbeitet. Als ich mit Halfter und Strick auf die Weide trat stieg meine Lust wieder ins Unermessliche. Motiviert pfiff ich nach der großen Drum Horse Stute, welche mich aufmerksam vom Ende der Koppel beobachtete. „Wieso stehen die eigentlich immer am Arsch der Welt?“ lachte ich und lobte Samson kurz dafür, dass er sofort angetrabt kam auf meinen Pfiff hin. Aber ihn meinte ich heute nicht. Energisch arbeitete ich mich vor bis ich Lynn das Halfter überstreifen konnte. Neugierig kam sie mit mir. Neben ihr fühlte sogar ich mich klein und das obwohl ich mit fast 170cm eine normale Größe für eine Frau hatte.
      „So meine Kleine.“ flüsterte ich fürsorglich, während ich die dicke Mähne ein wenig nach hinten Strich um sie unter dem Hals kraulen zu können. „Jetzt putzen wir dich erstmal.“ - Nach zehn Minuten putzen war ich mit dem Groben fertig. Beim Behang müsste ich nochmal separat dran, den würde ich am liebsten verlesen so unsicher war ich mir mit der Pflege. Erstmal kümmerte ich mich um das Deckhaar, den Kopf und das Langhaar. Mittlerweile war ich beim normalen Striegel angekommen und fegte den restlichen Staub und lose Haare aus dem nun glänzenden Fell der Drum Horse Stute. Lynn wurde immer unruhiger, wollte aber gefallen und riss sich sichtlich zusammen. „Gutes Mädchen.“ lobte ich sie immer zwischendurch. Das Bürsten von Mähne und Schweif stellte meine Geduld jedoch auf die Probe. Immer wieder riss mir Lynn die Strähnen aus der Hand, die ich gerade versuchte zu entwirren. Der Prozess dauerte dadurch nur noch länger als nötig. Als ich fertig war hockte ich mich seufzend zum Behang runter. Hilflos begann ich auch diesen durchzubürsten, doch ich hatte nicht das Gefühl bis zur letzten Strähne durchzukommen. „Miss Houghton...“ ertönte plötzlich eine vertraute Stimme hinter mir. Erschrocken wirbelte ich herum und machte Lynn damit noch nervöser, als sie eh schon war. Es war George Crowley. Er lachte, was die Situation für mich etwas erträglicher machte. „Ja?“ fragte ich, als ich mich beruhigt hatte und streichelte die Stute neben mir, um sie ein wenig zu beruhigen. „Sie haben noch nie so dichten Behang gepflegt oder?“ er schmunzelte. Da war er seinem Sohn wirklich sehr ähnlich, fast wie eine ältere Version von ihm, nur mit hellen Augen statt dunklen. Ein wenig beschämt schüttelte ich den Kopf. „Kein Problem, Miss Houghton. Schauen sie, sie machen das so...“ er nahm mir die kleine Bürste ab und griff nach einem Kamm und Mähnenspray. „Sie arbeiten am besten von innen nach außen, wenn möglich.“ erklärte er mir. Er bearbeitete den Behang wie selbstverständlich, dabei hatte er doch selbst nie so fellige Pferde... Woher kannte er diese Vorgehensweise? Interessiert beobachtete ich, wie der Behang immer seidiger und sauberer wurde. Als Mr. Crowley Senior fertig war sah man einen deutlichen Unterschied zu den anderen drei Füßen. „Ach...“ meinte er stöhnen, als er sich aufrichtete und den Rücken hielt, der beträchtlich knackste, als er ihn durchbog. „Wenn sie den Behang fertig haben, sollten sie sich auch um die Hufwände etwas sorgfältiger kümmern als bei anderen Pferden. So schwere Pferde sind da manchmal ein wenig anfälliger für Krankheiten, Ungeziefer und Verletzungen.“ - „Okay, danke!“ Ich war total baff und musste die Informationen erstmal einsortieren, ehe ich weiter denken konnte. „Mr. Crowley?“ sagte ich just in dem Moment, wo er eigentlich weiter ziehen wollte. Als er stehen blieb und sich mir wieder zuwandte sprach ich weiter. „Hatten sie früher auch Kaltblüter mit so viel Behang? Abgesehen von Samson?“ Wobei Samson deutlich weniger Behang hatte als Lynn. Mr. Crowley lächelte. „Ja, wir hatten für ein paar Jahre Gypsy Cobs. In der Regel hatten die auch so viel Behang. Aber lassen wir uns da später drüber sprechen.“ sagte er freundlich mit Blick auf die nun etwas tänzelnde Stute neben mir. „Oh... Ja... Natürlich.“ gab ich zu und machte mit seiner Technik weiter mit den anderen drei Beinen von Lynn. Die Stute beruhigte sich wieder etwas, vermutlich weil sie mir auch nicht auf Füße oder Hände treten wollte. Auf Mr. Crowleys Rat hin kümmerte ich mich besonders um die Hufwände, beim Reinigen der riesigen Schüsseln. Wenige Minuten später war Lady Lyneth Bowen komplett sauber und konnte an die Arbeit gehen. „Miss Houghton?“ wieder zuckte ich zusammen und wandte fragend mich um. „Der hier müsste passen.“ Mr. Crowley reichte mir einen riesigen Kappzaum. „Woher haben sie den?“ fragte ich verblüfft. „Er ist alt, war ein Fehlkauf als wir Samson ausgestattet haben. Seitdem hängt er ungenutzt in der Kammer.“ Interessiert sah ich mir den Zaum an und prüfte die Sollbruchstellen auf ihren Zustand. „Dafür dass er nur herumhing sieht er gut aus.“ meinte ich und konnte kaum glauben, dass er schon so alt sein sollte. Mr. Crowley lachte. „Hunter hat ihn gut gepflegt.“ So schnell wie er kam, war Mr. Crowley auch wieder verschwunden. Tatsächlich passte der alte Kappzaum nach ein paar Längenanpassungen auf Lyneths Kopf. Bevor die Stute noch unruhiger wurde führte ich sie gleich nach dem Aufzäumen in die Halle und begann damit sie zu longieren. Sie kannte das, das merkte man sofort. Sie hielt ohne Umstände so viel Abstand, dass die Longe ein wenig durchhing und reagierte fein auf die Hilfe, die man ihr gab. Auch für der Peitsche hatte sie keine Angst und ließ sich dadurch noch besser koordinieren. Nach einigen Aufwärmrunden im Schritt schnalzte ich ein paar mal im Takt und schob mit der Peitsche hinterher, damit Lyneth antrabte. Mit ordentlich Schub aus der Hinterhand donnerte sie los. Im ersten Moment befürchtete ich schon, dass sie gleich angaloppieren würde, doch sie hatte nur ein paar sehr enthusiastische Ausfallschritte gemacht, bis sie in ein angenehmes Tempo fiel womit ich arbeiten konnte.

      Hunter | Es dauerte lange bis ich den fest sitzenden Dreck aus dem eigentlich so weichem Fell gebürstet hatte. Mephisto ließ das Prozedere recht ruhig über sich ergehen, selbst als ich aus lauter Verzweiflung zum Metallstriegel griff um einen besonders hartnäckigen Fleck grob zu lösen, bis er sich mit der Wurzelbürste aus dem Fell ziehen ließ. Allenfalls warf er mir einen aufmerksamen Blick zu, stupste mich an oder zog an dem Teil meiner Kleidung an den er gerade ran kam. Einmal zog er mir sogar das Bein weg, sodass ich mit dem Kinn unsanft auf den Boden schlug. Er war zwar noch klein, hatte aber den Überraschungseffekt auf seiner Seite. Die meiste Zeit über döste er verträumt vor sich hin und ließ mich einfach machen. Als endlich das ganze Fohlen wieder sauber und mehr oder weniger fluffig vor mir stand, kratzte ich noch die Hufe aus und räumte anschließend die Putzsachen weg. Am Halfter führte ich ihn ein wenig über den Hof, bis ich mit ihm die Reithalle betrat um ihn laufen zu lassen. Gine war gerade mit Lyneth fertig, als wir kamen. „Wie macht sie sich?“ fragte ich und musterte die große Stute aufmerksam. Sie war ein Prachtexemplar. Drum Horses hatte ich für mich entdeckt, als Kerry mich auf einen Mittelaltermarkt geschleppt hatte. Mittlerweile kam Kerry auf den Hof um zu reiten und nicht mehr um mich zu therapieren. Sie war jetzt eine Freundin und kein Therapeut mehr, wenngleich die Situation immer noch seltsam war. Mit der Zeit gewöhnte ich mich daran und vergaß, dass sie mich lesen konnte wie ein Buch, wenn sie denn wollte. Beim Marktbesuch jedoch bewies sie mir, dass sie nicht daran interessiert war alles über mich zu wissen. Sie hatte viel mehr Spaß daran mir ihre Welt zu zeigen. Diese Märkte waren immer etwas, für das sich meine Eltern interessiert hatten und ich war das ein oder andere mal als Kind dabei. Irgendwann fehlte jedoch die Zeit und die gleichaltrige Gesellschaft um am Ball zu bleiben. Morgen stand wieder ein Marktbesuch an, diesmal würde sich Kerry passend zum Thema kleiden und uns dadurch näher an die Veranstalter bringen. Ich ließ sie machen, interessant fand ich das Ganze ja schon. Solange ich nicht zum zubern gezwungen wurde, konnte sie alles mit mir machen was man auf so einem Markt tun konnte.
      Gedankenverloren hatte ich gar nicht gehört was Gine mir von Lyneth erzählt hatte. „Du hörst ja gar nicht zu!“ maulte sie empört und riss mich damit aus meinen Tagträumen. „Entschuldige...“ mit einem Lächeln versuchte ich sie zu besänftigen. „Was hast du gesagt?“ - „Bis wann hast du denn noch zugehört?“ fragte sie fast schon genervt. 'Bis... gar nicht?' dachte ich und verwarf den Gedanken diese Worte laut auszusprechen sofort wieder. Zu meinem Glück beendete Gine das Gespräch und zog weiter mit den Worten. „Da hab ich jetzt keine Zeit für. Bis später.“ Entschuldigend rief ich ihr noch hinterher, dass wir später reden konnten, beim Essen. Plötzlich fiel mir wieder ein wieso ich überhaupt in der Halle stand. Mephisto sah sich neugierig um, blieb aber so ruhig stehen, dass ich ihn in meiner Träumerei komplett vergessen hatte. Erst als ich den Strick aus seinem Halfter löste sprang der junge Hengst weg und rannte ein wenig umher. Gut fünfzehn Minuten hielt ich ihn in Bewegung, bis ich ihn wieder einfing und auf die Weide zu Vikar brachte.
      Auf dem Rückweg zum Stall um den Strick an seinen Ort zu bringen sah ich wie jemand an die Hauswand gelehnt wartete. Als ich näher kam wurden die Details klarer und ich erkannte dass es Kerry war. Sie hatte eine Tasche bei sich und sah aus, als hätte sie heute ihren Soll schon erledigt. Freudig begrüßte ich sie. „Wie war deine Reitstunde mit Isaac?“ fragte ich neugierig. Mit einem vielsagendem Blick tat sie diese Frage ab. Die Stunde war also nicht ganz zu ihrer Zufriedenheit verlaufen. Mehr Informationen müsste ich von Isaac erfahren. „Hunter, ich hab einen Überfall für morgen geplant.“ sagte Kerry ernst. Lachend sah ich sie an. „Du hättest mich nicht warnen dürfen, wenn es ein Überfall werden sollte.“ korrigierte ich, doch ihr ernstes Gesicht beunruhigte mich. „Witzig...“ tadelte sie mir sarkastisch. „Lass uns reingehen, geh duschen und dann erkläre ich dir was es mit der Tasche und dem Überfall auf sich hat.“ Mir entging nicht, dass Kerry mich immer wieder prüfend ansah und von oben bis unten musterte. Was zur Hölle hatte sie vor? Ich tat wie mir gehießen und kam später frisch geduscht ins große Wohnzimmer im unteren Bereich des Wohnhauses. Gine und Kerry unterhielten sich angeregt und griffen immer wieder in die große Tasche von Kerry, die nun offen auf dem Tisch stand. Es war Kleidung darin. Etwas zurückhaltend betrat ich den Raum und schloss die Türe so leise, wie es eben ging um keine Aufmerksamkeit zu erhaschen. Doch als die Tür ins Schloss fiel verstummten die beiden Frauen und ich konnte ihre Blicke im Nacken spüren. Als ich mich umdrehte lächelte ich verlegen. „Ich kann auch wieder...“ fing ich an und deutete eine Gehbewegung zur Tür an. Sofort schüttelten die beiden ihre Köpfe. „Komm her.“ meinte Kerry und tat ein paar schritt auf mich zu, um mich sicher zu ihrer Tasche zu geleiten. Jetzt wo ich einmal da musterte ich die oben liegenden Kleidungsstücke, bzw. das was man davon sah. Es waren dunkle oder erdfarbene Kleider in Leinenoptik. Schlicht, ein Teil hatte eine Stickerei am Saum. Was da im einzelnen lag würde ich wohl noch früh genug erfahren. Erstmal nahm ich auf dem Sofa platz und sah die beiden Frauen fragend an. „Wie war das jetzt mit dem Überfall?“ fragte ich und bemühte mich darum Desinteresse vorzutäuschen. Gine grinste bis über beide Ohren. Kerry schmunzelte und griff erneut in die Tasche. Es war gruselig! Wie zwei Hexen, die einen bitterbösen Plan geschmiedet hatten. „Keine Sorge, es ist nichts Schlimmes.“ - „Dann ist es was Schlimmes.“ gab ich ohne nachzudenken zurück und erntete einen bösen Blick von Gine. Kerry schmunzelte weiterhin. Als sie das Teil, das sie suchte gefunden hatte ließ sie es uns mit einem erfreuten „AHA!“ wissen und zog es aus der Tasche. Es war ein Umschlag. „Das hier sind die Karten für den Markt morgen. Schau rein.“ Eine leise Stimme in meinem Kopf fragte ob ich das wirklich wollte und ob ich nicht bereits wüsste, was die Karten sagen. Eine andere Stimme war so laut und neugierig, dass ich den Umschlag öffnete und las was da stand.

      „8. Mittelalter-Lagerey zu Lincolnshire
      Hunter Crowley – Altertümliche (Huf-)Schmiedekunst – Neuzugang

      Anlagen: Tagesabläufe, Lageplan, Anfahrt, Kontaktdaten“

      Stirnrunzelnd blätterte ich durch die Anlagen und verschaffte mir einen Überblick. Als ich alles gesehen hatte sah ich auf. „Ich hab ein paar Fragen.“ sagte ich ernst und Kerry nickte. „Was genau ist mit 'altertümlicher Schmiedekunst' gemeint? Ich hab keine Ahnung davon!“ Behutsam legte sie mir eine Hand auf die Schulter und sah mich durchdringend an. „Du hast etwa 12 Stunden Zeit, alles darüber zu lernen.“ sagte sie mit einem nur schwer zu deutenden Blick. Mir war die Kinnlade runter geklappt und ich rang nach Worten, die mir aus dieser Situation helfen konnten. Irgendwann fing Kerry schallend an zu lachen. „Du bist so leicht zu verunsichern, weißt du das?“ - „Wie meins-“ - „Du bist die erste Zeit jemandem untergestellt, der dir das alte Handwerk zeigt. Keine Panik.“ Man sah sichtlich wie enttäuscht sie war, dass ihr Scherz schon vorbei war. Sie hätte mich nur zu gerne noch weiter damit aufgezogen. Immer noch brachte ich kein Wort raus, meine Gedanken sponnen sich um die Infos aus den Anlagen und darum was mich mit dem Rest der Tasche erwartete, die noch immer auf dem Tisch vor uns stand. Mit einem Mal warf mir Gine ein paar Sachen auf den Schoß. „Probier das mal an. In deinen normalen Klamotten kannst du da morgen nicht aufkreuzen.“ - „Als was werdet ihr da sein?“ fragte ich neugierig. Gine hob die Hände neben den Kopf. „Ich werde nicht dabei sein, irgendjemand muss sich ja um deinen Hof kümmern, während du weg bist.“ - „Isaac? Meine Eltern? Die Kids?“ zählte ich belustigt auf, doch ich wusste was Gine meinte und stand deshalb auf um in einen anderen Raum zu gehen, um mich umzuziehen.
      Einige Minuten später kam ich zurück. Ich trug eine dunkelrote Leinenhose, ein helles Hemd und einen Gürtel aus Leder. „Sind die immer barfuß gegangen oder krieg ich noch Socken und Stiefel?“ fragte ich, doch bevor ich mich setzen konnte hatte Kerry mir schon ein anderes Set Klamotten in die Hände gedrückt. „Abmarsch!“ befahl sie mir und ich ging mich abermals umziehen. Als ich zurück kam hatte ich eine erdfarbene Hose, ein schwarzes Hemd und den Langgürtel von eben an. „Besser.“ Kerry und Gine nickten anerkennend. „Deine 'Socken' müssen wir dir kurz erklären.“ sagte Kerry und zeigte mir ein Bündel Stoff, das mich an Bandagen für Pferde erinnerte. „Im Grunde läuft das wie bei den Pferden, nur hast du hier keinen Klettstreifen als Verschluss.“ fing sie an und begann mein linkes Bein zu bandagieren. Als sie oben angekommen war sprach sie weiter. „Das hier ist eine mini Tuchnadel. Eigentlich brauchst du die bei dieser Wickel nicht, aber für den Anfang gibt sie dir mehr Sicherheit, falls deine Wickeltechnik nicht ganz ausgereift ist. Schau hin, so macht man die fest. Achte darauf nicht nur den oberen Lappen zu durchstechen, sonst bringt die nichts.“ Sie nahm das weitere Ende der Bandage in die Hand, das deutlich dünner war als der Rest. „ Das kannst du jetzt einfach oben ein paar mal rumwickeln oder für etwas mehr Halt über Kreuz nach unten und dann wieder nach oben. So.“ während sie sprach wickelte Kelly eine Art Muster um die Bandage herum und knotete das Ende oben fest. „Fertig. Jetzt mach du das andere Bein selbst.“ erwartungsvoll sah sie mich an und reichte mir die zweite Wickel. Das bandagieren an sich konnte ich gut, wenngleich es etwas merkwürdig war sich selbst und nicht eines der Pferde zu bandagieren. Beim Befestigen der Nadel hatte ich zuerst meine Schwierigkeiten beide Stofflagen zu erwischen, doch auch das bekam ich nach ein paar Fehlversuchen hin. Zuletzt probierte ich die hübsche Wickelung des dünneren Stoffes nachzuahmen, bekam es aber bei Weitem nicht so gut hin wie Kerry. Nach dem x-ten Versuch zog sie mein Bein zu sich rüber, sodass ich fast vom Sofa rutschte. „Oh. Sry Hunter, ich hab vergessen dass du da ja dran hängst.“ meinte sie lachend und beendete die Wickelei. Gine reichte mir ein paar alte Lederschuhe, die ich gleich anzog. „Wenn du nicht barfuß in den Schuh gehen willst kannst du dir vor dem bandagieren auch sowas über den Fuß ziehen. Gine hielt mir einen sockenartigen Lappen vors Gesicht. „Okay.“ - „Das andere Set geht zurück, das hatte nicht recht gepasst. Aber du kriegst noch einen Wams und einen Gehrock für kältere Tage.“ - „Hatten die sowas überhaupt?“ Gine sah mich tadelndem Blick an. „Später schon, du bist in jedem Fall kein Wikinger.“ erklärte sie mir. „Dein Stil reicht schon sehr nahe an die Renaissance.“ sicher schien sie sich nicht zu sein. „Sollte ich nicht wissen aus welcher Zeit ich komme?“ fragte ich verwirrt und die beiden nickten. „Super.“ - „Sag einfach dass du erst seit heute dabei bist und die werden dir deinen Kopf verschonen. Du sollst ja erstmal reinkommen.“ warf Kerry ein, die sich bisher relativ zurück gehalten hatte.
      Bis zum nächsten Morgen versuche ich neben ein paar Stunden Schlaf auch ein bisschen was über die alte Schmiedekunst in Erfahrung zu bringen. Natürlich hatte ich während meiner Ausbildung viel Theoretisches gelernt, aber wirklich angewandt hatte ich diese alten Verfahren nie. Wieso auch, wenn die neue Technik weitaus bequemer, besser und schneller war? Bevor wir losfuhren prüfte ich noch einmal ob alle Mitarbeiter und Pferde soweit versorgt waren und ich ruhigen Gewissens für eine Woche den Hof verlassen konnte. Erst als Kerry mir gegenüberstand ließ ich von Isaac ab, dem ich eine kleine Aufgabe nach der anderen erteilte, die in der Woche erledigt werden musste. „Hunter es reicht. Jetzt komm!“ ungeduldig zog sie mich am Arm und nach einem letzten Hinweis, sich um die Jungpferde zu kümmern, gab ich ihr nach. Im Auto herrschte eine unangenehme Stille, bis wir auf das Gelände des Lagers fuhren und sofort ein paar Bekannte von Kerry zum Auto kamen, die ebenfalls gerade erst angekommen waren.
    • sadasha
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      26. Januar 2017 | 8861 Zeichen von sadasha
      Pflege für die Drum Horse und Vollblutzucht, sowie Come Back Cupcake, Arcany + Emrys

      Hunter | Aus irgendeinem Grund war Gine eifersüchtig auf Kerry. Das wusste ich nun. Kerry kam deshalb nur noch selten auf den Hof und Gine sprach kein Wort mehr mit mir, bzw. nur das Nötigste. Das hatten wir schon mal. In der Anfangszeit. Gine müsste mittlerweile wissen, das ich kein Interesse an ihr hatte. Isaac stand zwischen den Stühlen und machte stets einen auf diplomatisch: „Ich verstehe euch ja beide...“ Genervt ging ich meiner Arbeit nach. Dieses Jahr standen wieder einige Termine für meine Stuten an. Der Deckplan war eng gestrickt und je früher ich da Struktur reinbrachte umso besser. Neben den Deckterminen musste ich außerdem meine Jungpferde weiter bringen. Die Fohlen waren jetzt groß genug um langsam an Trense und Sattel gewöhnt zu werden, auch mit leichter Bodenarbeit konnte man anfangen. Allen voran lag PFS' Savory Blossom. Die Spotted Timeout Tochter war schon weiter als die anderen drei Jungpferde. Sie war allerdings auch die älteste. Die jüngste war CHH' Classic Spring. Doch sie holt gut auf und passt sich den nächst älteren Genossen an. Raving Hope Slayer und Bearing Spots waren in der Hinsicht sehr sozial und engagierten sich.
      Neu dazu gekommen, während meiner Abwesenheit sind
      Riven in a Dream und LMR Lady Luna. Die beiden bunten Vollblutstuten sorgten hier auf dem Hof bei ihrer Ankunft für Aufsehen. Niemand wusste davon und da ich nicht anwesend war und auch kein Mobiltelefon nutzen konnte, blickten meine Angestellten ins Blaue. Natürlich kümmerten sie sich sorgfältig darum die Stuten zu versorgen. Sobald ich wieder zu Hause war schickte ich Riven gleich wieder weg. Sie bekam eine privilegierte Ausbildung. In Norwegen wird sie nun auf ihre Zukunft vorbereitet. LMR Lady Luna wollte ich selber weiter fördern. Neben diesen Planungen schaffte ich es außerdem noch Moulan auf eine Zuchtshow zu bringen und vorzustellen. Hier warteten wir noch auf die Ergebnisse, Scarlet in Birth war auch bald soweit. Wenn ich so daran denke macht es mich sehr stolz zu sehen wie weit ich mit meiner Vollblutzucht schon gekommen war. Mit Slap Happy, Bearing Totem's Denali, Blütenzauber, CHH' Lamperd und Mr. Raw Depression hatte ich einen großartigen Start hingelegt. Mit der Unterstützung von Freunden und anderen lokalen Züchtern schaffte ich es weitere Anwärter zu gewinnen. Dank Isaac, Gine und meinen Eltern setzte sich außerdem der Gedanke in die Realität um eine Kaltblutrasse auf den Hof zu holen. Durch die Drum Horses hatten wir nicht nur eine sondern gleich drei mögliche Kaltblutrassen, nach denen wir Ausschau halten konnten. Iseabail, Lady Lyneth Bowen, Felan, Mephisto und Vikar hatten wir nun schon. Erstmal sollte es bei diesen fünf bleiben. Sämtliche Pferde aus dem Verkaufsstall hatten uns derweil verlassen. Die Konzentration lag also voll bei den eigenen Pferden. Um die Hand voll Einstaller kümmerten sich die jeweiligen Besitzer. „Hunger?!“ Meine Mutter hielt mir einen Teller Essen unter die Nase und riss mich damit aus meinen Tagträumen. „Ja, danke.“ sagte ich immer noch etwas verträumt und probierte von dem Essen. Meine Mutter verschwand sofort wieder. „Du solltest mal wieder mit uns essen.“ sagte sie noch, als sie den Raum verließ und schloss dann die Tür.

      Gine | Wie immer tat Hunter ganz so, als wäre er vollkommen unschuldig. Anstatt mal mit mir zu reden. Nein, der Herr bleibt stumm, wie immer. Was erwarte ich eigentlich? Und Isaac war noch schlimmer. Der schlug sich immer mehr auf Hunters Seite, dabei müsste er mich doch am besten verstehen... Wenigstens konnte ich mich mit der Arbeit ablenken. Hunter tat es mir gleich. Und dass Kerry nicht mehr so oft hier war kam mir auch zu Gute. Sie stand sowieso immer nur im Weg, wenn man die Pferde bewegen wollte. „Ich hab einen Tipp für dich.“ meinte Isaac plötzlich, der ebenfalls in der Reithalle war, als ich Arcany longierte. Emrys lief freudig nebenher. „Ach ja?“ meinte ich säuerlich. „Dann schieß mal los.“ Er schmunzelte. Wieso war er immer gut gelaunt? „Wieso sprichst DU ihn nicht an?“ fragte er immer noch grinsend. „Weil ICH nicht das Problem bin.“ erwiderte ich. Er lachte. „Glaubst du er versteht das, ohne dass du es ihm sagst?“ Nachdenklich vergaß ich fast mich mitzudrehen, während Arcany um mich herumlief. „Mhmmm...“ Isaac hatte recht, aber das wollte ich keinesfalls zugeben. Aber wenn ich Hunter anspreche, bin ich eh nur die wieder Doofe. Also beließ ich es dabei. Da würde ich eher mit Kerry sprechen... Kopfschüttelnd verwarf ich den letzten Gedankengang und konzentrierte mich wieder auf die Fuchsstute und deren Fohlen am anderen Ende der Longe. „Ehrlich, Gine. Reif ist das von keinem von euch. Sei doch mal die Erwachsenere von euch beiden.“ beendete Isaac das Gespräch, während er mit seiner Come Back Cupcake die Halle verließ. Ihn stumm nachäffend holte ich Arcany zu mir um sie noch ein paar Minuten freilaufen zu lassen, bevor ich die Longenstunde beendete.
      Wieder im Stall traf ich auf Hunter. „Hi.“ meinte ich knapp und schlängelte mich an ihm vorbei, da er, wie konnte es anders sein, mitten im Weg stand mit seiner Slap Happy. „Warte.“ er hielt mich am Oberarm zurück und sah mich durchdringend an. „Was ist eigentlich los?“ fragte er ernst. Tief seufzend machte ich wieder einen Schritt zurück. „Willst du jetzt wirklich kurz vor der Arbeit darüber sprechen?“ fragte ich und verschränkte die Arme. Er musterte mich kurz und trenste dann, die schon gesattelte Braune auf, während er weitersprach. „Erzähl, ich höre dir zu.“ - „So nicht.“ meinte ich eingeschnappt und wandte mich ab zum Gehen. „Oor wirklich. Gine! Dann schnapp dir Bear und komm mit verdammt!“ fauchte er mich an und deutete auf die Box der Roanstute. „Geputzt ist sie ja schon.“ Nach einem kurzen Blick zu Slap Happy, dann zu Bear und wieder zurück zu Hunter entschied ich mich. „Aber nur, wenn wir keine Springstrecke laufen.“ - „Dann aber eine längere.“ Hunter wollte einen Kompromiss. Ich stimmte zu und beeilte mich Bear Totem's Denali fürden Ritt vorzubereiten.
      Wir waren gut eine Stunde unterwegs, bevor ich anfing mit Hunter über mein Problem zu sprechen. Und siehe da, er war auch pissed. „Kerry ist schuld.“ hielt ich fest und bekam dafür sofort einen Rüffel. Kerry sei seine Therapie und er brauche sie. Ob ihr diese Wortwahl gefallen hätte? Ich ließ das unkommentiert. „Ich hab sogar schon überlegt einfach zu gehen, nur damit ich dich nicht mehr sehen muss.“ meinte ich geknickt. „Was hielt dich davon ab?“ wollte er wissen. Gute Frage. Das wusste ich selbst nicht so genau. „Die Pferde...“ antwortete ich schließlich. Hunter wusste genau, dass es das nicht war. „Okay, Gine. Wir müssen festhalten, dass wir zwei niemals enge Freunde werden und schon gar nicht etwas darüber hinaus. Und wenn du das nicht akzeptieren kannst, dann musst du gehen.“ Hunter sagte das so ernst, dass es mehr weh tat als wenn man seine Hände auf heiße Herdplatten legen würde. Traurig blickte ich auf den Pferdehals vor mir, der sich im Takt auf und ab bewegte. „Das heißt nicht, dass wir uns hassen müssen.“ fügte Hunter hinzu und lächelte behutsam zu mir rüber. Die nächste Zeit schwieg ich und war stets darauf bedacht eine Pferdelänge hinter ihm zu reiten, damit er nicht sah wie mich seine Worte verletzt hatten.


      Hunter | Erst als wir wieder auf den Hof kamen sah ich, dass Gine aufgelöst war. Ich wusste nicht so recht wie ich damit umzugehen hatte, immerhin wollte ich keine falschen Zeichen senden. Immer wieder während wir die Pferde absattelten prüfte ich ob sie standhaft blieb oder komplett zusammenbrach. Als meine Mutter auf die Stallgasse kam und uns sah fiel mir ein Stein vom Herzen. Sie kümmerte sich nun um Gine und tröstete sie. Als die beiden Vollblutstuten wieder in ihren Boxen standen und alles Sattelzeug in der Kammer lag waren meine Mom und Gine schon ins Haus gegangen. Isaac packte derweil seine Sachen zusammen, da er Feierabend machen wollte. „Habt ihr gesprochen?“ fragte er neugierig als er mich sah. Ich nickte und ging zu ihm. „Habt ihr alles geklärt?“ Ich nickte abermals, wenn auch zögerlich. Ob Gine mich verstanden hatte und meinen Stand akzeptieren würde wusste ich nämlich nicht. „Wieso ist sie so fertig?“ fragte er dann. Schulterzuckend sah ich ihn an. „Sie hat sich vermutlich mehr erhofft.“ Isaac lachte. „Ach was!“ meinte er dann. „Ja was soll ich denn machen? Soll ich sie anlügen?“ fragte ich genervt. Isaac schüttelte immer noch grinsend den Kopf. „Nein, du hast das schon richtig gemacht.“ Er legte mir eine Hand auf die Schulter, während er das sagte. „Ich glaube sie wird nicht mehr lange bleiben.“ sagte ich nun etwas geknickt. Gine war zu einem festen Bestandteil des Hofes geworden. Man würde sie vermissen, wenn sie auf einmal nicht mehr da wäre. „Dann mach was, damit sie nicht geht.“ Verdattert sah ich zu ihm auf. „Was soll ich denn machen?“ Nun zuckte er mit den Schultern. „Überleg dir was.“
    • sadasha
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      14. April 2017 | 14.024 Zeichen von Friese
      Trainingscenter Sportpferdegestüt Jasmund | Dressur E-A

      Heute sollten gleich zwei Pferde bei mir ankommen. Diese würden von ihren Besitzern gebracht werden, da ich ja schlecht mit einem Pferd noch zu jemand anderen fliegen könnte. Hunter Crowley würde mir Lady Lyneth Bowen bringen und Lucius Jenkins seinen Hengst Amador. Die Boxen für beide waren bereits hergerichtet und ich schloss für den Anfang noch die Türen zum Paddock. Ich freute mich schon die beiden kennenzulernen. Gerade Amador. Dieser musste einen sehr speziellen Charakter haben. Kurze Zeit später hörte ich Simon schon nach mir rufen. Scheinbar war einer meiner Kunden angekommen und sie würden mich beim Auslanden brauchen. Ich lief zu ihnen und begrüßte Hunter Crowley, welcher gerade dabei war seine Kaltblutdame aus dem Hänger zu holen. Ich half ihm dabei und wir brachten sie zusammen zum Stall. Dort besprachen wir alles und ließen die Stute in aller Ruhe ein bisschen Fressen. Zusammen gingen wir zu meinem Büro und sprachen nochmal in allen Kleinigkeiten genau durch. Wir schrieben einen vorläufigen Trainingsplan und ich hörte wie ein weiterer Hänger auf den Hof fuhr. „ Wir haben dann alles geklärt oder?“ fragte ich und verabschiedete ihn. Draußen grüßte ich Lucius Jenkins. Auch ihm half ich beim Ausladen und zusammen brachten wir Amador in seine Box. Der Hengst stellte sich jetzt schon ein bisschen an und ich war noch gespannter auf das Training. Zusammen mit Lucius ging ich ins Büro und besprach mit ihm alles genau. Er legte mir immer wieder ans Herz, dass der Hengst nicht gerade lieb oder brav war. Wir erstellten aufgrund ein paar Videos von ihm und seiner Beschreibung schon mal einen vorläufigen Trainingsplan. Alles Weitere würde ich in die Hand nehmen. Hierfür hatte ich sowohl von Hunter als auch von Lucius die Erlaubnis bekommen. Ich schaute abends nochmal nach den Pferden und versorgte sie ein letztes Mal für diesen Tag.

      Nach ein paar Tagen hatten sich die beiden an ihr Übergangszuhause gewöhnt und das Training konnte beginnen. Ich holte als erstes Lady Lyneth Bowen aus der Box und klopfte ihr den Hals. In aller Ruhe putzte ich sie und begann dann damit sie zu satteln und zu trensen. Ich klopfte ihr nochmal den Hals und zog meinen Protektor und meinen Helm an. Ich führte die Stute zum Platz und stieg dort auf ihren Rücken. Auf dem Platz ritt ich Lyneth in aller Ruhe warm. Sie kaute brav auf dem Gebiss ab und ging bereits relativ früh in die vorwärts-abwärts Bewegung. Dies würde mir die weitere Arbeit mit ihr erleichtern, denn ich hatte erwartet, dass es ihr schwerer fallen würde in diese Bewegung zu gehen. Ich lobte sie nochmal und ritt sie in alle den Bahnfiguren und Gangarten, welche die Stute bisher kannte und konnte. Das Reiten heute sollte nur nochmal zur Trainingsplanüberarbeitung dienen. Ich merkte, dass sie im Trab wahnsinniges Potenzial hatte und auch ihr Galopp war weich auszusitzen. Ich hatte aber auch einfach lange nicht mehr auf einem so klobigen Pferd gesessen. War doch eine ganz andere Hausnummer als meine Warmblüter. Die Stute ging gemütlich voran, im Vergleich zu meinen Warmblütern war sie auch ein bisschen faul. Ich freute mich jetzt schon auf das weitere Training, denn sie hatte eine wahnsinnig gute Aufnahmefähigkeit. Hin und wieder sah sie sich auch ein bisschen um und ich hatte auch einiges daran zu tun sie zu beruhigen. Wir beendeten das Training damit, dass ich die Stute in aller Ruhe abritt. Sie hatte nachdem wir uns noch zusammengefunden hatte, perfekt mit gemacht und sich voll und ganz auf mich konzentriert.

      Ich brachte die Stute auf die Weide und ließ sie dort in aller Ruhe graßen und laufen. Ich räumte noch das Zubehör auf und holte Amador aus seiner Box. Er legte die Ohren tief ins Genick und ich war jetzt schon ein bisschen von ihm genervt. Ob es wirklich das richtige gewesen war, den Auftrag anzunehmen? Ich hatte zwar auch ein paar extreme Pferde im Stall, aber er war vielleicht eine ganz eigene Nummer. Ich putzte ihn in aller Ruhe und begann damit ihn zu satteln und zu trensen. Der Hengst hatte hierbei die ganze Zeit seine Ohren im Nacken. Ich machte ihn komplett fertig und ging auf den Platz. Dort ritt ich ihn warm. Natürlich hatte ich meinen Protektor und meinen Helm an. Nachdem er warm war, begann ich die Lektionen des L-Niveaus abzufragen. Er legte oft die Ohren in den Nacken und trat nach hinten aus. Wirklich begeistert schien er nicht, aber Lucius hatte mich schon vorgewarnt, dass ich mit ihm keine Freude haben würde. Ich versuchte trotzdem wenigstens ein bisschen mit dem Hengst voran zukommen. Nach einer sehr anstrengenden halben Stunde ritt ich ihn ab. Er hatte für die Jahreszeit ordentlich schwitzen müssen. Sein Winterfell war ja nicht zu dick, da es in Kalifornien ja wärmer war als hier. Nach dem Abreiten führte ich ihn zum Stall. Dort trenste ich ihn ab. Als nächstes folgte der Sattel und ich legte ihm eine Decke über. Ich führte ihn noch ein bisschen trocken und brachte ihn mit einer frischen Abschwitzdecke auf die Weide. Ich schaute nach meinen anderen Pferden und Lady Lyneth Bowen. Als nächstes kümmerte ich mich noch um das Futter. Meine eignen Pferde wollten heute auch noch geritten werden und so folgte dies nach dem füttern. Spät am Abend holten wir alle die Pferde nach drinnen und ich klopfte meinen Trainingspferden noch die Hälse.

      Am nächsten Morgen ging das Training wieder mit Lyneth los. Ich putzte sie und machte sie schließlich komplett fertig. Sie folgte mir brav auf den Platz und lief mir gelangweilt hinterher. Sie wirkte wirklich müde und unmotiviert, also würde das Training heute auch anstrengend werden. Ich schüttelte den Kopf und stieg am Mittelpunkt auf ihren Rücken. Die Stute trottete nur so vor sich hin und ich ließ sie erst am langen Zügel laufen. Ich klopfte ihr den Hals und nach weiteren 5 Minuten nahm ich dann die Zügel auf. Ich wollte heute mal wieder auf E-Niveau arbeiten und die Grundlagen noch weiter festigen. Die Stute tat sich hin und wieder noch mit dem Arbeitstrab ein bisschen schwer, aber sonst war alles schon sehr gut und sie machte von Minute zu Minute besser mit. Nachdem wir einen guten Abschluss gefunden hatten, beendete ich das Training und ritt sie in aller Ruhe ab. Ich klopfte ihr den Hals und stieg nach einer guten viertel Stunde von ihrem Rücken. Gemeinsam gingen wir zum Stall und ich trenste und sattelte sie ab. Ich legte ihr eine Abschwitzdecke auf und führte sie noch ein bisschen trocken. Mit einer frischen Decke ging es auf die Weide. Aus dem Stall holte ich mir dann Amador und machte auch ihn fertig. Er hatte, wer würde es ahnen, mal wieder schlechte Laune. Ich klopfte ihm also aufbauend den Hals und versuchte alles so positiv wie möglich für ihn und mich zu gestalten. Über ein weiteres Training mit ihm würde ich mich jetzt schon definitiv nicht freuen. Ich zog den Gurt nach und verschnallte die Trense nochmal richtig. In aller Ruhe führte ich ihm zum Platz und klopfte ihm ein weiteres Mal den Hals. Als nächstes führte ich ihn zehn Minuten lang warm und nahm mir dann die Longe. Mir war fast klar, dass heute irgendwas anders war. Wie wenn man es im Blut hatte beziehungsweise im Gefühl. Ich klopfte ihm nochmal den Hals und machte ihn für das Longieren fertig. Ich hängte ihn an diese und ließ ihn einfach ein bisschen laufen. Er buckelte wie ein Wilder los und mir war jetzt schon klar, dass es zu gefährlich werden würde, ihn heute noch zu reiten. Ich parierte ihn durch und sattelte ihn ab. Dies war einfach besser, wenn mir jetzt schon klar war, dass ich ihn nicht mehr reiten würde. Ich legte den Sattel über eine der Holzstangen des Platzes. Gemeinsam ging ich mit Amador wieder zur Platzmitte und ließ ihn dort traben. Hin und wieder riss er den Kopf hoch und legte die Ohren tief in den Nacken. Im Galopp buckelte er und versuchte sich mit mir gewaltig anzulegen. Er drehte mir den Hintern zu, stieg und versuchte rückwärts zu gehen und mich mitzuziehen. Ich zeigte ihm aber wer hier der Chef war und wer nicht. Klar eigentlich sollte man als Partner arbeiten, aber mir war klar, dass das Pferd deutliche Anweisungen brauchen würde und somit eine leichte Hierarchie. Nachdem das Longieren dazu führte, dass wir beide nur noch gestresster wurden, ließ ich ihn ein paar Runden einfach nur galoppieren und sich ausspinnen. Morgen würde das richtige Training wieder losgehen. Ich klopfte dem Hengst den Hals, als er sich wieder ein bisschen entspannt hatte. Wir gingen zum Stall, dort holte ich schnell eine Decke und führte den Schimmel auf dem Platz weiter ab. Nachdem er trocken war, durfte auch er mit einer frischen Decke auf die Weide. Ich räumte alles auf und rechte den Platz. Ich fegte die Stallgasse und richtete das Futter wieder her. Nun kamen meine eigenen Pferde an der Reihe. Ich wollte mal wieder mit Vision arbeiten. Das hatte ich mir schon länger vorgenommen. Das Training mit ihm lief sehr gut und dauerte somit länger als das mit Amador. Ich klopfte Vision den Hals und richtete dann noch das Futter für die anderen Ställe her. Simon, Tyler und Linus holten die Pferde abends wieder rein, während Joy und ich das Abendessen herrichteten.

      Die nächsten Tage waren wieder sehr mit Training vollgepackt. Bei Lady Lyneth Bowen standen Mitteltrab und Mittelgalopp auf dem Plan. Der Rest würde danach drankommen und so gestaltete ich das Training immer um die eigentliche Aufgabe herum unterschiedlich. Sie sollte ja schließlich nicht die Lust an allem verlieren. Die tägliche Arbeit war mit viel Lob und zugleich dem Ausgleich auf der Weide verbunden.

      Bei Amador war das Training schon ein bisschen anstrengender und das vorrankommen gestaltete sich schwerer. Der Hengst versuchte den Großteil der Zeit einfach gegen mich zu arbeiten. Dies war auch beim heutigen Training wieder Fall. Mittlerweile waren die beiden schon über zwei Wochen bei mir und Lyneth kam der A-Dressur immer näher. Die Gangarten saßen bei beiden Pferden nun schon und Amador konnte auch die beiden Bahnfiguren, welche er zwischen der L-Lektion und der M-Lektion lernen musste. Heute standen Schulterherein und das Halten aus dem Galopp auf dem Plan. Ich führte den Hengst warm und longierte ihn in aller Ruhe ab. Der Hengst schnaute ruhig und ich war der festen Meinung heute würde ein guter Trainingstag werden. Ich stieg auf seinen Rücken und ritt ihn weiter warm. Nachdem ich damit fertig war, übte ich die Aufgaben mit dem Hengst. Er machte heute wirklich gut mit und ich war echt stolz auf ihn. Das Training verlief wirklich reibungslos und ich hörte mit einem guten Gefühl auf. Ich ließ ihm die Zügel lang und ritt in aller Ruhe ab. Aus einem mir nicht erklärbaren Schritt, schoss Amador auf einmal los und haute einen Hacken in sein Gebuckel. Da ich nach dem heutigen Trainingserfolg nicht wirklich darauf vorbereitet war, hing ich nun an seinem Hals. Er stieg und meine einzige Möglichkeit war, mich fallen zu lassen. Natürlich viel ich auch noch doof auf meinen Arm. Amador galoppierte weiter und buckelte. Ich versuchte ihn einzufangen und nach gut fünf Minuten geling mir das auch. Ich ging mit ihm zum Trainingsstall, wobei ich schon höllische Schmerzen im Arm hatte. Das absatteln und abtrensen machte es natürlich auch nicht besser. Amador lief nervös in seiner Box auf und ab. Simon hörte scheinbar wie der Hengst sich aufführte, denn er kam in den Stall gelaufen. Er versuchte als erstes den Hengst zu beruhigen und sah dann zu mir. „ Alles okay? Ist war passiert?“ fragte er mich und ich schüttelte auf die erste Frage den Kopf. „ Er hat beim Abreiten auf einmal angefangen zu spinnen und ich bin runter gefallen. Ich glaube wir sollten ins Krankenhaus fahren, mein Arm tut höllisch weh“ erklärte ich und seufzte dann. Er nickte und wir gingen noch schnell auf unser Zimmer. Dort half er mir bei Umziehen und wir sagten den anderen Bescheid. Im Krankenhaus stellte sich raus, dass ich mir den Arm schwer geprellt hatte und eine leichte Gehirnerschütterung hatte. Das war zwar schlimm, aber besser als ich befürchtet hatte. Ich durfte nur leider die nächsten Wochen über nicht reiten und auch nicht im Stall arbeiten. Auf dem Heimweg rief ich Lucius an und erzählte ihm alles. Er war scheinbar auch sehr besorgt und wir besprachen wie es weiter gehen sollte. Der Hengst würde bei uns bleiben und von Simon trainiert werden. Jedoch würde er jetzt ein paar Tage Bodenarbeit verordnet bekommen. Der nächste den ich anrufen musste war Hunter. Auch ihm erklärte ich alles und sagte ihm, dass Simon das restliche Training der Stute übernehmen würde. Er stimmte dem zu und wollte bereits ein paar Tage vorher kommen und uns unter die Arme greifen beim Training. Ich fand dieses Angebot sehr nett und stimmte zu.

      Die Tage Bodenarbeit hatten Amador gut getan. Er hatte sich wieder ein bisschen beruhigt und Simon und er kamen im Training besser zu Recht als ich und der Hengst zuvor. Ich stand trotzdem jedes Mal am Platzrand und sah aufmerksam zu. Auch er und Lyneth kamen gut klar und er hatte sie bei Hunters Ankunft auf einem fast sicheren A-Niveau. Den letzten Feinschliff nahm ich gemeinsam mit Hunter vor. Ich gab ihm Reitunterricht auf der Stute und sagte ihm, wie er welche Aufgabe reiten sollte. Bei seiner Abreise, stellte ich ihm das Zertifikat aus und bescheinigte so, dass die Stute nun auf A-Niveau laufen durfte und auch konnte. Ich bedankte mich herzlich bei ihm für seine Unterstützung. Er hatte mir die letzten Tage wirklich viel Arbeit übernommen und gut unter die Arme gegriffen. Gut, dass seine Angestellten so viel auf dem eignen Hof übernehmen konnten.

      Amador blieb eine Woche länger bei uns als Lady Lyneth Bowen, aber auch er lief bei seiner Abreise auf einem soliden Niveau. Ich gab Lucius das Zertifikat über die M-Dressur mit und ich merkte richtig, dass es ihm höllisch leid tat, war passiert war. „Du kannst nichts dafür. Ich war einfach nicht aufmerksam genug und hätte es ja besser wissen müssen“ meinte ich zu ihm und versuchte so ihn ein bisschen zu beruhigen. Er verabschiedete sich von mir und flog gemeinsam mit seinem Hengst wieder nach Kalifornien.
    • sadasha
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      10. Mai 2017 | 12409 Zeichen von Rinnaja
      Ausbildungscenter Beacon Lodge | Dressur A-L
      Hunter, Hunter, Hunter sagte ich mir im Gedanken als ich mir am Morgen Heißen Frischen Kaffee in meiner Tasse Kippte. Es war sehr, sehr früh und Alles auf dem Hof schlief noch tief und fest. Ich setzte mich kurz am Tisch hin und trank meinen Kaffee entspannt und guckte auf die Liste was zu machen war bei ihm. Leise sprach ich zu mir, es war mal Idee in der Nähe zu sehen so oft wie ich bei ihn auf Hof bin und anderes rum. Meine Sachen hatte ich schon gestern gepackt und alles mit meinen Leuten auf dem Hof abgesprochen, damit alles reibungslos lief wenn ich weg war. Nach der Entspannungszeit, so dass ich wach werden konnte nahm ich alle meine Sachen und machte mich auf den Weg nach Ost-England. Ich haute meine ganzen Sachen ins Auto und fuhr los, da es eine gute Strecke war. Ich kam Spät abends an, zwar k.o. aber munter. Bevor ich ausstieg gönnte ich mir noch eine Kippe vor dem Gestüt im Auto und entspannte dabei. Bevor mich eine Stimme raus Riss und mich Erschrak. Was machst du denn da. Erschrak mich Hunter mit diesen Worten. Ich guckte ihn erschrocken und mit leichten Lachen auf den Lippen kann. "Du weiß schon dass das nicht gesund ist." sagte er noch neben bei. Leise sagte ich grinsen ist klar mein Kleineketten Raucher und stieg auf um ihm um hals zu fallen und ihn zu gegrüßten. Wo merkte das es ihn wo recht Peinlich war aber das war mir egal. Da wir uns lange kannten Mittlerweile. "Hättest ja auch drinnen Rauchen können" meinte er und kam aus meinem Griff raus und verschwand in meinem Kofferraum um meine Sachen raus zu holen. "Jetzt komm aber schnell rein und ruhe dich aus. Morgen wird ein langer Tag." sagte er leicht abwesend. Ich lief ihm nach und war sehr erstaunt dass er so viel redet sonst war er immer schweigsam und sagte nichts und zog sein Ding durch. Drinnen angekommen erwarteten mich Hunters Eltern Mr. & Mrs. Crowley. Ich begrüßte beide Herzlich und Folgte Hunter weiter der mich zu einen Klein Zimmer brachte. Ohne nach zu denken warf er erst mal meinen Rucksack aufs Bett und stellte den Koffer ab. So hier dein Zimmer sagte er locker raus. "Gleich gibt es Abendbrot. Ich denke schon dass du hungrig bist" Leicht verwirrt guckte ich noch meinem Rucksack nach, den er mal so locker aufs Bett geschmissen hatte. Als ich ihn fragen wollte was das sollte war er schon verschwunden und überlies mich meinen Schicksal nach dem Motto. Ich packte ein paar Sachen in die Tasche und packte alles zurecht bevor ich runter ging und natürlich raus. Erst mal Luft schnappen dachte ich mir und machte mich auf dem Weg zu den stellen um mir die Pferde an zusehen mit den ich morgen Arbeiten wurde. Erst ging ich zu Iseabail und guckte mir die Shire Horse Stute an. Sie war recht groß aber zum Glück wird sie Hunter Reiten. Da muss ich aber noch an meiner Überredungskunst arbeiten. Das war aber mein kleinstes Problem. Als nächstes ging ich zu Lady Lyneth Bowen, die auch nicht grade ein Schoßhund war mit ihren fast 2m. Auch hier guckte ich auf meine Liste was gemacht werden sollte. Zum Glück mussten beide Pferde in Dressur trainiert werden. Aber das wurde ich schon wie schaffen. Erst mal wieder raus aus Stall. Ich hoffte diesmal eine ganz in Ruhe rauchen zu können, ohne dass mich jemand erschrak oder dass mich jemand zu quackte was ich von meinem Hof kannte. In der Nähe des Haupthauses fand ich einen ruhigen schönen Platz wo ich mich hinsetzte und die Abendluft genoss und eine rauchte. Ich ging neben meine Plante für Morgen durch und genoss die Luft. Ich guckte auf die Uhr fast 23uhr naja dachte ich mir bin ja so oder so ne Nachteule und wurde sofort mit der Arbeit beginnen aber ich ging zurück ins Haus und sagte Gute Nacht. Also ich um 4.30 wach wurde machte ich mich Fertig und ging runter in die Küche es war noch keiner wach. Das war ich gewöhnt von Zuhause da pennte auch alles bis zum Mittag wenn kein Wecken wurde. Ich suchte alles zusammen um Kaffee zu machen und saß mich an den Tisch am Fenster und genoss die Ruhe. Ich wartet bis 6Uhr als ich hoch ging und beschloss Hunter zu wecken. Ob das eine gesunde Einstellung war, war mir nicht klar. Bewaffnet mit eine Tasse voll Kaffee die auf Hunter Nachttisch packte weckte ich ihn. Er guckte mich Komisch an. Mit einen Auge da sein Gesicht im Kopfkissen Gedruckt hatte. Mit einem launischem aber freundlichem „Morgen“ begrüßte er mich. Ich sagte Guten Morgen zu hin und lachte mach dich fertig wird langer Tag. Mit ein kurzen Knurren von ihm verschwand ich aus dem Zimmer um wieder in die Küche zu gehen und raus zu gehen um Kaffee und Kippe zu mir zunehmen. Ich hatte alles schon zurecht gesucht in den Eineinhalb Stunden und alles hingelegt sodass ich später nur noch Putzen musste. Ich hatte in der Zeit 2 weitere Leute auf dem Hof kennen gelernt. Einmal Gine und dann Isaac, die beide sehr freundlich waren zu mir und mir halfen alles zusammen zu suchen. Da mich aber selber kaum mit anderen Weibliches genossen verstand war auch nur Kurz und Herzlich. Da ich nicht viel zu sagen hatte. Ich wartet fast eine Stute bevor Hunter doch beschloss auf zu stehen und runter zu kommen. Ich saß draußen und genoss die frische warme Luft. Es war echt warm für diese Jahres Zeit. Als Hunter sich neben mir saß und versuchte seine Haare zum Zopf zu, zu binden. Ich grinste nur und sagte abermals "Guten Morgen, Zickchen" und lachte dann auf. Er guckte mich nur komisch an und sagte beiläufig "Mit wem fangen wir an?" Ich konnte ihn gestern überreden selbst seine Riesen Pferde zu Reiten was mich Happy machte. Nicht das mich die Große Stören wurde aber wann sieht man mal ein Mann auf Pferd Reiten. Eher selten! Ich antworte ihm da drauf dass es egal wäre und er es sich selber aussuchen durfte mit wem wir anfangen würden, da wir viel Zeit hatten. Hunter holte aus seiner Tasche seine Kippen raus und bot mir eine an. Ich nahm sie danken an und er sagte den fangen wir am besten mit Iseabail an. Ich lachte und sagte "Gut, deine Entscheidung." Wir rauchten auf und machten uns an die Arbeit. Hunter holte Iseabail von der Weide und ich suchte alles zusammen was wir brauchen für die Arbeit. Ich guckte auf meinen Zettel und überlegt mir was am besten war und wir trainierten. Hunter war dabei Iseabail zu Putzen und sie fertig zu machen für das Training. Wir beide gingen unser Liebling Beschäftigung nach uns gegen seitig Tot schweigen. Das lag wohl uns beiden sehr gut im Blut. Hunter sagte wann FERTIG und das so laut das ich erschrak. Es machte ihn scheinbar spaß mich zu erschrecken oder zu verarschen. Ich guckte ihn erschrocken an, da ich echt vertieft war die Trainingseinheiten durch zu gehen. Ich sagte den nur macht dir spaß war mein Freund. Er lachte und sagt kurz und knapp ja. Zusammen gingen wir zum Reitplatz und Hunter kontrollierte alles und sie auf. Ich guckte Hunter Kurz zu als er Iseabail warm ritt. Er ritt ganz entspannt und machte ein paar Bahnfiguren wie, Ganze Bahn, Ritt auf dem Zirkel und machte paar einfache Schlangenlinien. Ich sagte zu Hunter dass wir heute aus der Kehrt und die Volte übten. Hunter sag nicht begeistert aus aber stimmte mir zu und sagte das sie da die meisten Probleme hatte und wo her ich das Weiß. Ich guckte nur entsetzt und meinte zu Hunter ob er Alzheimer hatte, da er es mir am Telefon gesagt hatte. Er Brummelte vor sich hin und Ritt weiter. Ich erklärte Hunter wie und wann er es machen sollte. "Um eine korrekte Volte zu reiten, muss du dein Pferd nach innen stellen und biegen." sagte ich ihm, besser gesagt rief ich ihm zu. Wie stark die Biegung ausfällt, Hang vom Radius der Volte ab. Rief gleich Hinter her als Hunter los meckern wollte. Gleich daraufhin rief ich "Das Pferd soll dabei gut auf dein inneres Bein reagieren und die geforderte Biegung in der kompletten Volte beibehalten." Ich sah wie Hunter mit Iseabail kämpfte damit sie sich so bog wie er es gerne hätte. Ich sagte den noch ganz frech zu ihm, dass wir das so lang heute machten bis es zu 40% stimmte. Begeistert war Hunter nicht und versuchte es immer wieder. Bis ich beschloss ihm zu helfen und vom Boden aus den beiden zu helfen und Hunter von oben die entsprechenden Hilfen gab. Nach ein paar Mal schafften es wir alle 3 zusammen und ich beschloss es Hunter noch mal allein machen zulassen. Die ersten 2 Anläufe klappten dennoch nicht allein. Aber Hunter war so verbissen, dass er es schaffen wollte. Ich lachte und meinte "Gut so! Dickköpfigkeit zahlt sich aus." Nach weiteren 5 Versuchen schafften sie die Volte mit einem Radius und entsprechender, passender Biegung. Ich beschloss mit dieser Übung auf zu hören und sagte das konnte ihr weiter ohne mich trainieren sollte kein Problem sein. Hunters Gesicht war mittlerweile echt rot angelaufen. Man sah ihn aber nicht an ob es vor Wut war oder vor Anstrengung. Die nächste Hufschlagfigur war aus der Ecke Kehrt. Ich sagte zu ihm "Aus der Ecke Kehrt ist eine Möglichkeit die Hand zu wechseln." Die Übung ist zusammen gesetzt aus einer Halben Volte und ein teil geradeaus Reiten. Hunter sah nicht begeistert aus und sagte beiläufig "Du hast gesagt wir machen was anderes.“Ich lachte und stimmte ihm zu und sagte ja wir machen ja auch was anderes. Er sagt nur leise vor sich hin "Glaub nicht." Aber aus der Eck kehrt klappe die mal sehr gut. Ich glaubte aber nur weil Hunter es schnell durch ziehen wollte und Sich Richtig konzentrierte. Nach einer Stunde harter Arbeit Ritt Hunter Iseabail ab. Als Iseabail abgeritten war ging wir zusammen zum Stall wo wird Iseabail Weide Fertig machten. Ich fragte Hunter ob alles Okay sei da er echt ein Roten Kopf hatte. Er sagte nur kurz ja es sei alles okay und das eine echt harte Lehrerin sein und das ungewohnt für ihn sei. Ich lachte und meinte nur das es Gewohnheit sei und ich versuchte nächste runde es ruhig an zu gehen. Er guckte mich erschrocken an wie nächste runde haute er Richtig raus. Naja sagte ich es wartet ja noch Lady Lyneth Bowen auf uns. Mist die hatte ich total vergessen sagte er nur. Wir brachten Iseabail weg und Hunter brachte Lady Lyneth Bowen und verschwand den erst mal schnell so meinte er. Ich machte Lady Lyneth Bowen Fertig und ging mit hier auch zum Reitplatz. Ich kontrollierte alles und schwang mich die mal selber in den Sattel da Hunter langer als ein paar Minuten verschwand. Er meine doch noch es geht recht schnell naja jetzt ist er fast 20 min weg. Ich Ritt Lady Lyneth Bowen erst mal ein paar Runden warm. Ich versuchte mit Lady Lyneth Bowen Aus dem Zirkel zu wechseln und guckte das sie sich gut biegt dabei. Als wir das im Schritt gemacht hatten versuchte ich es auch im trab aber da war es mit dem Gut biegen vorbei und ich muss es immer wieder versuchen. Ich entschloss abzusteigen und neben ihr zu laufen und sie zu biegen allein war das viel schwer als zu 2 aber auf Wort tausche Hunter wieder auf und guckt mir zu. Ich lachte und meinte nur ein paar Minuten ja. Er meine waren ja nur ein paar Minuten muss mich nur wenig Wasser ins Gesicht schmeißen. Ich steig wieder auf und Bat Hunter mir zu helfen Lady Lyneth Bowen zu biegen damit alles Klappte und sehe da zu Zweit war es echt viel leichter und das biegen und das Zirkel reiten Klappte ganz gut. Hunter saß sich auf die Absperrung und Guckte mir zu wie ich Lady Lyneth Bowen versuchte mir gefügig zu machen. Die Stute war faul und Unausgeglichen jetzt war mir klar wieso Hunter sie nicht so gerne Reiten wollte und er nur paar Minuten wie er sagt weg war. Ich ritt auch mit Lady Lyneth Bowen Aus der Ecke Kehrt und versuchte sie auch zu biegen aber es klappt nicht mir ihr egal wie oft wir es versuchten. Ich sagte zu Hunter dass die unbedingt trainiert werden sollte damit sie weiter kommen konnte in Dressur. Er meinte nur das es kein Problem sei und er es Gine sagen wurde da sie für Dressur zuständig sein. Ich ritt Lady Lyneth Bowen ab und zusammen brachten wir die Stute weg. Es war noch viel Zeit, Ich guckte Hunter nach gemacht Arbeit an und meinte nur was machen wir jetzt mein Flug geht erst Morgen früh. Er Zuckte nur mit den Schultern und meinte wir konnten einen Ausritt machen und er wurde mir die schöne Umgebung des Hofes Zeiten. Ich lachte ja klar können wir machen. Neben bei machte ich mir eine Kippe an und genoss sie und bat Hunter auch eine an und sagt man wir muss echt mit diesen Mist auf Horen. Er lachte und nahm sich eine und meine das konnte aber noch Jahre dauern. Nach der Kippe machten wir noch einen Ausritt bevor ich die Reise wieder nach Hause machte.
    • sadasha
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      16. Mai 2017 | von sadasha
      Widerwillig knurrend schaltete ich nach vier Snooze Durchgängen meinen Wecker aus und rappelte mich hoch. Gerade als ich mein Schlafzimmer verlassen wollte hämmerte es gegen die Türe: „Aufstehen, Frühstück wird kalt!“ rief meine Mutter und sah mich erschrocken an, als ich sofort die Tür öffnete und vor ihr stand. „Morgen.“ murrte ich und glitt an ihr vorbei ins Bad um mich fertig zu machen. Nach etwa einer halben Stunde hatte ich so viel Kaffee intus, dass ich voller Tatendrang war. Ein kurzer Blick auf den Arbeitsplan verriet mir, dass ich heute den Vormittag bei meinen Vollblütern verbringen würde. Gine hatte die Offenställe von Mr. Raw Depression, Ehrengold und CHH‘ Lamperd schon geöffnet, sodass die Hengste nach draußen gehen konnten. Die Stuten jedoch warteten noch ungeduldig darauf herausgelassen zu werden. Blütenzauber streckte ihren Kopf in die Stallgasse, als ich mit den passenden Halftern näher kam. Neben Blütenzauber, nahm ich auch Bear Totem’s Denali, LMR Lady Luna samt Little Miss Backyard, Scarlet in Birth samt Stars of Magic und Riven in a Dream samt Rouge Trap mit raus. Natürlich musste ich mehrmals laufen. Immer eine Stute links, eine rechts. Hatte die Stute ein Fohlen bei Fuß, so lief es ohne mein Zutun mit. Nachdem alle Stuten auf dr Weide standen kümmerte ich mich um die Youngsters. Golden Sugar und PFS Strolch standen zusammen mit Raving Hope Slayer auf der Bachelor Weide. CHH‘ Classic Spring hatte Gine gerade im Training. PFS‘ Savory Blossom war mit einem der Jockeys auf dem Weg zur Ovalbahn.

      „Jetzt sind es nur noch wir beide.“ sagte ich zu Moulan, während ich meiner Rappstute das Halfter überstreifte. Moulan ließ das bei mir mittlerweile ohne Angst zu. Auf der verlassenen Stallgasse machte ich sie fest und holte ihren Putzkoffer. Beim Putzen ließ ich mir ordentlich Zeit und untersuchte meine Stute auch auf Ungeziefer oder Schrammen. Moulan war im besten Zustand seit Langem. Wir hatten seit ein paar Tagen die Testergebnisse ihrer Farbgene da. Sie war ein reinerbiger Rappe, was mir sehr zusagte. Zwar war mir die Farbe meiner Pferde im Grunde egal, wenn ich jedoch die Wahl habe würde ich immer mehr zum Braunen oder Rappen tendieren als zum Fuchs. Bei der nächsten Decksaison ist Moulan auch dabei. Mit 10 Jahren war sie eine verhältnismäßig alte Maidenstute, doch sie brauchte die Zeit.

      Eine halbe Stunde später stand ich mit Moulan auf dem Springplatz. Vor dem Platz hatten es sich meine Mutter und Kerry gemütlich gemacht. „Was machst du hier?“ wollte ich Kerry wissen, die ich heute nicht eingeplant hatte. Sie lächelte nur und wank ab. Weiß der Himmel was sie wieder hatte. Ich dachte nicht weiter daran und konzentrierte mich auf Moulan unter mir. Wir nahmen zuerst ein paar Cavalettis zum warm werden, bevor ich sie auf den aufgebauten Parcours brachte. Fehlerfrei waren unsere Durchgänge heute nicht, jedoch hatte ich das Schwierigkeitslevel erhöht. Sie musste engere Kurven gehen und sich schneller auf die neuen Hindernisse einstellen als üblich. Am Ende konnten wir aber doch zufrieden sein. Ein Durchgang ohne gefallene Stange war wirklich lobenswert für eine Stute, die eigentlich nicht als Springpferd geboren ist. Nach dem Abreiten lobte ich Moulan abermals und brachte sie schließlich mit ihrer Abschwitzdecke auf die Weide zu den anderen Stuten. Der Vormittag war damit vorbei.

      Nach der Mittagspause setzte ich mich in meinen Wagen. „Wohin willst du?“ Kerry… Die hatte ich schon ganz vergessen. „Zum Pineforest Stable.“ gab ich knapp zurück und legte den Sicherheitsgurt an. „Aha, was machst du da?“ sie warf einen suchenden Blick auf den Beifahrersitz neben mich. „Ich besuche dort ein Fohlen, das ich gekauft habe.“ Kerry fing an zu strahlen. „Darf ich mit?“ Natürlich sagte ich nicht Nein. Ich hätte keinen triftigen Grund gehabt.
      Auf dem Gestüt von Occulta Smith herrschte regen Treiben. Kerry war begeistert wie viele Pferde und Mitarbeiter es hier gab. An jeder Ecke blieb sie stehen um sich etwas genauer anzusehen. Ich hingegen lief suchend von Gebäude zu Gebäude bis ich Occulta fand. Wir grüßten uns herzlich, bevor sie mich zu PFS‘ Storm Cat führte. Das junge Schimmelstutfohlen tollte auf der Weide und man sah ihr Rennpotential ganz deutlich. Ich war begeistert. Bis zuletzt hatte ich immer versucht mich mehr auf meinen Sport zu fokussieren, doch jetzt da ich eine eigene Ovalbahn hatte, hatte ich die freie Wahl. „Und immer noch zufrieden mit deiner Wahl?“ wollte Occulta wissen und ich nickte. Mehr als das. Ein Schimmelfohlen war schon immer mein Traum. Mit Storm Cat wurde dieser erfüllt. Eine ganze Weile blieb ich am Zaun stehen und sah meinem zukünftigen Pferd zu. Kerry lief währenddessen überall herum, bis sie auch das irgendwann langweilig fand und wieder zurück wollte.

      Erst gegen Abend trafen wir wieder auf dem Bear Brook EC ein. Der Feierabendverkehr hatte uns voll erwischt. Gut zwei Stunden standen wir im Stau. Erst als ich die drei auf der Weide sah fiel mir ein, dass ich sie vollkommen vergessen hatte. „Mist…“ murmelte ich und Kerry sah mich mitfühlend, aber verwirrt an. „Was denn?“ fragte sie. „Eigentlich hätte ich heute Iseabail, Felan und Lady Lyneth Bowen bewegen sollen.“ gab ich zurück und sprang aus dem Wagen, als ich ihn geparkt hatte. Gine war noch immer auf dem Hof, zumindest stand ihr Wagen hier. Ohne Kerry weiter zu beachten suchte ich sie und fand sie in der beleuchteten Reithalle. „Es tut mir leid, Gine. Hast du die drei auch noch bewegt?“ fragte ich. Gine saß gerade auf Mister Blockhead und es sah ganz so aus, als wäre sie gerade fertig mit ihm. Sie nickte lächelnd. „Alles gut, deine Mutter hat mir geholfen und die Reitponystuten mit bewegt.“ Das hieß Princess Sansa, Iceflower, Arcany und Eismärchen waren auch beschäftigt worden. „Wen hast du noch gemacht?“ fragte ich, da ich meine Gedanken gerade nicht sortieren konnte. „Samson, Niffler, Pendragon, PFS‘ Heart of Ocean und Zuckerwatte.“ gab sie zurück und stieg ab. „Das reicht für heute oder?“ fragte sie neckend. „Isaac kam aber auch noch, er hat Come Back Cupcake gemacht und sich dann um Emrys, Mephisto und Vikar gekümmert.“ Nun war ich komplett raus. „Morgen wird es besser.“ versprach ich. Mir tat es wirklich leid, die beiden so allein gelassen zu haben, aber mein Kopf ist heute Morgen anscheinend im Bett geblieben.
    • sadasha
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      25. Oktober 2017 | 13.287 Zeichen von sadasha

      „Jetzt bleib doch mal stehen!“ Kerry folgte mir schon den halben Tag und versuchte in ein Gespräch zu kommen. Aber ich hatte besseres zu tun, so besorgt sie auch wirkte. Ich war nun mehrere Monate in der Weltgeschichte unterwegs und hatte nun endlich Zeit für meine Pferde. Dass ich diese Zeit nicht für Kerry opfern würde, musste sie doch früher oder später begreifen. Verzweifelt seufzte sie, als ich die Boxentür zu Verdine aufschob. „Gut, dann halt so. Ich komme mit Braddock mit! Mir egal was du jetzt mit Verdine vor hattest!“ beschloss Kerry und wirkte stolz, endlich einen Weg gefunden zu haben mit mir zu sprechen. Schweigend machten wir die Pferde fertig und gingen dann in die Reithalle. Mirko war hier gerade dabei den Hufschlag wieder plan zu ziehen, also begnügten wir uns zum Warmreiten mit Zirkelreiterei. Braddock ‚The Parrot‘ schlurfte unter Kerry vor sich hin. Wenn Ruby das sehen würde, würde sie beide Hände über den Kopf schlagen. „Jetzt erzähl doch mal.“ forderte Kerry schließlich und sah mich erwartungsvoll an. „Du bist seit zwei Tagen wieder da und hast Nichts erzählt!“ beschwerte sie sich. „Was soll ich denn erzählen?“ brummte ich widerwillig und ging nun, da dieser gerade gezogen war, mit Verdine auf den Hufschlag. „Ich hab gearbeitet…“ antwortete ich schließlich und hörte wie Kerry abermals seufzte. „Und es ist nichts Spannendes passiert? Du warst doch auch bei deiner Freundin!“ fragte sie genervt. Ich lachte heiser. „Davon erzähle ich dir nicht.“ sagte ich bestimmt und galoppierte Verdine an, die sich freute endlich ans arbeiten zu kommen. Braddock und Kerry schlurften noch immer im Schritt und wenn Kerry es doch mal schaffte sich halbwegs durchzusetzen im langsamen Trab, vor sich hin. „Früher hast du mehr erzählt!“ sagte Kerry enttäuscht, als ich auf ihrer Höhe war. Für mich war das Gespräch beendet und so warf ich ihr nur einen flüchtigen Blick zu und widmete mich dann wieder Verdine. „Du siehst gestresst aus, deshalb hake ich nach.“ fing Kerry wieder an. „Wir machen uns alle Sorgen!“ Tief ausatmend parierte ich Verdine zum Schritt und sah rüber zu Kerry, die in der Mitte eines Zirkels stand und Braddock machen ließ, was er wollte. „Wenn du nicht willst dass er sich gleich mit dir wälzt, solltest du die Zügel aufnehmen.“ warnte ich sie die Stirn in Falten gelegt. Hektisch zog Kerry die Zügel zu sich, sodass Braddock den Kopf hob und seine Aufmerksamkeit wieder bei Kerry war. „Warum ich gestresst bin ist privat.“ sagte ich ruhig und versuchte den erstaunten Blick von Kerry zu ignorieren. „Auf einmal?“ flüsterte sie niedergeschlagen und ließ Braddocks Kopf abermals sinken. „Fängst du wieder an alles in dich hinein zu fressen, wie damals als wir uns kennenlernten?“ sagte sie noch immer leise, aber so laut, dass ich sie gut verstehen konnte. „Das war etwas anderes.“ meinte ich kühl und lobte Verdine, da sie heute trotz meiner gedanklichen Abwesenheit gut mitmachte. Kopfschüttelnd stieg Kerry ab. „Wenn du meinst.“ sagte sie abweisend und brachte Ruby’s Pony zurück in seine Box. Wirklich bewegt wurde Braddock nicht, aber das würde Ruby heute Abend schon merken. Ich arbeitete mit Verdine noch ein paar Minuten, ehe ich sie abritt und im Anschluss auf die Stutenweide brachte. Bis zum Abend beschäftigte ich noch Happy Fantasy und Felan. Mikro und Beth hatten sich ausgiebig mit den Fohlen befasst. Bear Brooks Denahi, What Rainbow, Fantastic Sonata, Rouge Trap, PFS Strolch, Golden Sugar, Little Miss Backyard, PFS‘ Storm Cat, Stars of Magic und CHH‘ Classic Spring standen in kleinen Gruppen aneinander gekuschelt auf den beiden Absetzerweiden. May und José hatten PFS‘ Savory Blossom, Raving Hope Slayer, Ehrengold, Moulan, Bear Totem’s Denali und Blütenzauber im Galopprennen trainiert. Gegen Abend kam Ruby um nach ihrem Pony zu sehen und beschäftigte dann auch noch Iseabail und Lady Lyneth Bowen.

      Am nächsten Tag war ich nach einer beinahe schlaflosen Nacht früh auf den Beinen und machte die beiden Junghengste Vikar und Mephisto soweit fertig. Die beiden waren noch nicht fertig eingeritten und so longierte ich sie vorbereitend. Der Beritt für die beiden würde außerhalb stattfinden. Anschließend machte ich mit Thomas, der ebenfalls noch nicht beritten war etwas Freidressur. Der große Hengst war nicht ganz so roh wie die beiden Tinker und würde unter meiner Hand fertig eingeritten. Ruby kam heute schon vormittags zum Stall. Nachdem sie mit ihrem Pony durch war schnappte sie sich Magical Touch von der Weide und putzte sie übergründlich, flechtete ihr Langhaar neu ein und begleitete mich dann auf einen Ausritt, bei dem ich Slap Happy ritt. „Wie kommt es, dass du so früh hier bist?“ wollte ich wissen und lächelte Ruby an, die sich in ihrer Zeit auf dem Hof verdammt gut gemacht hatte. Wenn sie so weiter macht, dann würde sie sicher eine gute Reiterkarriere hinlegen. „Ich hab heute keine Schule, weil zu viele Lehrer ausgefallen sind.“ erzählte sie mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Ich lachte kurz und trabte Scheppi dann an. Ruby folgte. „Aber nächste Woche hab ich ein paar Klausuren…“ fügte Ruby ernüchtert hinzu. „Ich bin froh, wenn ich endlich fertig bin.“ Schweigend schmunzelte ich. Alles was ich jetzt hätte sagen können, wird Ruby oft genug von Erwachsenen hören. Also beließ ich es dabei. Als wir wieder auf dem Hof waren kam uns Max mit Riven in a Dream und Scarlet in Birth entgegen, die er wohl zur Ovalbahn brachte. Ich kümmerte mich den Rest des Tages um Mr. Raw Depression und LMR Lady Luna. Kerry hielt sich heute fern von mir und versuchte Niffler und Benji in den Griff zu bekommen, die heute besonders aufmüpfig waren. Gegen Abend sah ich dass Abby sich mit Mister Blockhead beschäftigte. Der Tinkerhengst war noch recht neu auf dem Hof und zeigte durchaus Talent für die Dressur. Allerdings hätte ich nicht vermutet, dass Abby so viel aus ihm herausholen konnte wie ich da gerade sah. Da ich mit meinen Aufgaben für heute abgeschlossen hatte verweilte ich an der Bande und sah mir das Training an. Abby war ein Profi und ließ sich von Zuschauern nicht stören. Im Gegenteil, es schien sie anzufachen noch mehr Enthusiasmus reinzustecken. „Sieht gut aus, nicht wahr?!“ erschrocken fuhr ich herum und hätte Isaac beinahe eine Klatsche verpasst. Doch er hatte damit gerechnet und meinen Unterarm gepackt, bevor ich ihn erreichte. „Woah, ruhig Brauner!“ meinte er lachend und ließ mich los. „Du kommst spät.“ merkte ich an. „Ich komme immer spät, das ist eine Kunst für sich.“ meinte Isaac grinsend. Ich lachte und sah wieder zu Abby, die diese Anspielung wohl gehört hatte und angewidert den Kopf schüttelte. „Gehen dir die Witze aus?“ rief sie zu Isaac, doch Isaac fand sich immer noch äußert amüsant und ließ sich nichts anderes einreden. „Wie war deine Fortbildung?“ wollte ich wissen und ging mit Isaac ins Haus, wo wir ausgiebig über die Arbeit der letzten und der nächsten Tage sprachen. Kerry saß immer noch recht bockig daneben und schüttelte hie und da den Kopf. Als Isaac sich verabschiedete sah Kerry mich wieder mit diesem erwartungsvollen Blick an. „Was denn?“ fragte ich genervt. „Ihr habt euch mehrere Stunden nur über die Arbeit unterhalten? Im Ernst jetzt?“ sagte sie mit steinerner Miene. Ich zog den Kopf zwischen die Schultern. „Kann es sein, dass du das Problem hast, Kerry?“ fragte ich ein wenig forscher als gewollt. Ertappt sah sie mich an. „Ich bin nicht Gine!“ beteuerte sie empört und machte auf dem Absatz kehrt. „Dann mach nicht die gleichen Fehler wie sie.“ In Kerrys Gesicht mischte sich Traurigkeit. Für einen kurzen Moment sah es so aus, als würde sie noch etwas erwidern. Doch dann verabschiedete sie sich mit einer vollkommen deplatzierten Reserviertheit und verschwand. Was für eine scheußliche Lage…

      „Kerry hat sich heute und morgen krank gemeldet.“ meldete Mrs Clayton, als ich am nächsten Morgen zusammen mit Pitch im Halbschlaf die Treppe runterlief um mir den ersten Kaffee zu holen. „Was hat sie denn?“ fragte ich teilnahmslos, da ich noch nicht ganz begriffen hatte wer und was vor sich ging. „Hat sie nicht gesagt.“ Ich ließ ein Brummen vernehmen und nahm meine Tasse aus der Spülmaschine, trocknete sie kurz ab und nahm mir etwas frisch aufgebrühten Kaffee. „Soll ich hier bleiben?“ fragte ich den nächstbesten Mitarbeiter, der rein kam. Beth schüttelte eifrig den Kopf. „Fahr ruhig, wir kommen klar.“ sagte sie fröhlich und nahm sich ebenfalls eine Tasse Kaffee. Da meine nun leer war bedankte ich mich und schnappte mir Unterlagen, Leine, Jacke und Schlüssel, zog meine Schuhe an und ging mit Pitch raus. Regen. Immer noch regnete es und stürmisch war es noch dazu. Pitch, der mittlerweile kniehoch gewachsen war zog die Rute ein. Das war absolut nicht unser Wetter und die paar Meter bis zum Auto reichten aus um uns beide zu durchnässen. Der Weg führte uns heute zu einer Show für regionale Pferdezuchten. Zwar stellte ich selber nicht aus, aber es war immer gut zu wissen, mit wem man Kontakte schließen konnte.

      Auf der Show gab es viele Züchter der typisch britischen Rassen. Darunter auch einige Clydesdale und Shire Horse Züchter und ich glaubte sogar zwei Drum Horse Hengste zu sehen. Shire und Clydesdale Züchter verpönten Drum Horses meistens, da sie noch nicht lange als eigenständige Rasse galten. Ich für meinen Teil fand sowohl die einen, als auch die anderen interessant. Allerdings gefielen mir die heute anwesenden Drum Horses nicht so gut. Sie war zu schlaksig und zudem hatten sie beide eine Tovero Scheckung, was ich mit allen Mitteln zu vermeiden suchte. Sehr schön waren jedoch einige Shires. Kräftig gebaut mit ordentlich Halsung und Fesselbehang. Vor einem Exemplar blieb ich stehen. Ein Brauner ohne Blesse, mit vier symmetrisch weißen Beinen. Ein bisschen Weiß hatte er an der Stirn. Das Langhaar war zu shiretypisch verflochten und ließ die eigentliche Länge nur erahnen. Eigentlich war an diesem Pferd nicht viel Besonderes. Den Braunton hatten 90% aller braunen Shires und auch das nur sehr kleine Kopfabzeichen war nicht allzu selten. Es war seine Ausstrahlung die mir gefiel. Acht Jahre alt, gefahren und geritten, mit überschaubarer Showkarriere. Wie ich so das Informationsblatt durchlas sah ich aus dem Augenwinkel, wie sich ein Mann näherte. Neugierig wie Pitch war zog er leicht in dessen Richtung. Als der Mann neben mir stehenblieb und mich freundlich anlächelte wandte ich mich zu ihm. „Sie sehen aus, als hätten sie Ahnung?“ begann der schmale Mann etwas unsicher und sah kurz zu Pitch, den ich daraufhin zu mir zog. „Ich bin Züchter. Hunter Crowley.“ stellte ich mich vor und lächelte den Mann aufmunternd an. „Was für Pferde züchten sie, Sir?“ fragte er übertrieben höflich. „Hauptsächlich Englische Vollblüter.“ Und sie Mr …?“ Ich hatte den Herrn kalt erwischt. Eilig stellte er sich als Jayden Buck vor. „Ich baue mir gerade eine Shire Zucht auf.“ erklärte er und zeigte mir stolz seinen Deckhengst Clairkson. Er sah dem Hengst hier vor uns sogar ein wenig ähnlich, war aber wesentlich dunkler in der Farbe und hatte unregelmäßigere Beinabzeichen. Wir unterhielten uns eine Weile über die Pferdezucht, worauf man zu achten hatte und was bei den Shires als Zuchtziel galt. „Woher kennt ihr euch bei den Shires aus?“ wollte Jayden wissen, der mich noch immer siezte. „Ich habe eine Shire Stute für die Drum Horse Zucht.“ erklärte ich und rechnete eigentlich schon mit einem abfälligen Kommentar. Doch Jayden war interessiert. Mitten im Gespräch darüber ob Drum Horse eine sinnvolle Zucht war oder nicht, brach ich ab. Im Gehen fiel mir eine schwarze Stute auf, die im miserablen Zustand war. „Wieso stellt man sie hier aus?“ fragte ich empört. Die Stute hieß Bad Medicine und war lackschwarz. Sähe sie nicht aus wie ein Flickenteppich durch die ganzen Narben, wäre sie sicher ein hübsches Exemplar ihrer Rasse. Nicht ganz typisch, da weiße Beine eigentlich höchst erwünscht waren, aber ein Hingucker alle male. Auch Jaydens Blick haftete auf der Stute. „Die werden doch untersucht, bevor sie herkommen. Wie kann sie dann hier stehen?“ fragte er und warf einen Blick auf das Informationsblatt. In großen Lettern stand dort „Rette mich“. Es handelte sich hier also um ein Rettungspferd, aus schlechten Verhältnissen. Man suchte über die Show jemanden, der sich der Stute annahm. „Was hältst du davon?“ fragte mich Jayden und versuchte die Stute anzulocken, die sich im hintersten Eck ihres begrenzten Platzes verkrochen hatte. „Nicht viel.“ meinte ich knapp und musste eiskalt auf Jayden wirken, der es tatsächlich geschafft hatte, dass Bad Medicine ein paar Schritte auf uns zu tat. „Wieso nicht?“ fragte er ebenso knapp ohne den Blick von der Stute abzuwenden. „Weil man nicht weiß ob man es je wieder gerade biegen kann, was da falsch gemacht wurde.“ erklärte ich stumpf. „Dafür hätte ich keine Zeit.“ Jayden hatte dafür wenig Verständnis, ließ mir aber meine Meinung. Wir beschlossen gemeinsam etwas zu Essen und verabschiedeten uns nach dem gegenseitigen Versprechen in Kontakt zu bleiben was die Zucht betrifft. Ich machte zusammen mit Pitch noch einen Abstecher zu den Englischen Vollblütern, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Zu Hause schrieb ich Käthe von meinem Tag und fragte gleichzeitig wie es bei ihr aussieht. Wir hatten seit einer gefühlten Ewigkeit nicht gesprochen.
    • sadasha
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      13. Februar 2018 | 3877 Zeichen von Calypso
      Rook's Bay Stables Mobiler Tierarzt | Tierarztbericht für Lady Lyneth Bowen, PFS' Savory Blossom und Raving Hope Slayer

      Es ging wieder mal zum Bear Brook EC zu Hunter Crowley. Ich freute mich jedes mal dorthin zu fahren, es war immerhin nicht so weit weg wie meine sonstigen Termine. Gegen Mittag kam ich an und wurde sogleich von Beth Carroll, einer Stallhilfe, in Empfang genommen. „Ich bin heute bei den Untersuchungen dabei, Mr. Crowley ist leider beschäftigt.“ erklärte sie mir und führte mich zu den Stallungen der Stuten. Dort wartete Lady Lyneth Bowen auf mich, eine über 1,90 m große Drum Horse Stute. Ich staunte nicht schlecht als ich sie sah und mich mit ihr bekannt machte. Beth holte sie aus der Box und band sie an. Ich musste mich schon ganz schön strecken um sie abtasten zu können und die kräftigen Beine erst waren nicht leicht aber machbar. Danach wurde sie abgehört und Beth führte sie mir im Schritt und Trab vor. Die Stute sah gut aus und so konnte ich gleich weiter machen mit impfen. Es war immer wieder erstaunlich wie ulkig sich doch die ganz Großen unter den Pferden bei Spritzen verhielten. „Hey Große ist doch alles gut, ist gleich vorbei.“ in einer ruhigen Minute stach ich gekonnt zu und lobte Lady Lyneth Bowen. Zum Schluss kontrollierte ich den Chip und bereitete dann alles vor für die Zahnbehandlung. Wasser und Stromanschluss war vorhanden und so konnten wir gleich loslegen. Da Lady Lyneth so groß war konnte ich problemlos in ihr Maul schauen. Das Maulgatter nahm sie schließlich dann auch kooperativ an. Zum Glück war nicht viel bei ihr zu machen, hier und da ein paar Haken ausgleichen. Das konnte ich alles mit der Handraspel machen, damit arbeitete ich auch viel lieber. Nach einer halben Stunde war ich mit den Zähnen fertig und Lady Lyneth durfte entlassen werden.
      Beth kam dann mit einer Englischen Vollblut Stute zurück, Savory Blossom. Die auffällig gezeichnete Stute war nicht so begeistert von meinem Besuch. Beth musste sie direkt am Halfter festhalten um kleine, bissige Attacken von ihr in Zaum zu halten. Ich hatte einiges zu tun um richtig an sie heran zu kommen und zu untersuchen. Selbst beim abhören brauchten wir etliche Versuche bis sie endlich etwas still stand. Beim Impfen genau das gleiche, es war die reinste Tortur für uns und das Pferd, wir versuchten sie ständig zu loben und zu beruhigen um Stress zu vermeiden. Nachdem der Chip kontrolliert wurde führte Beth die Stute ein paar Runden auf dem Hof umher. Ich machte derweil alles bereit für die Zahnbehandlung. Ich hatte sogar überlegt Savory Blossom zu sedieren für die Untersuchung, aber den Gedanken warf ich wieder beiseite, das würden wir auch so hinkriegen. Zuerst schaute ich mir die Zähne so an, ohne Maulgatter, dann musste es aber doch drauf. Nach einigen hin und her ergab sich die Stute ihrem Schicksal. Auch bei ihr mussten nur die Backenzähne ein wenig angepasst werden und dann war sie auch fertig. Ich strich mir die Haare hinter´s Ohr und atmete tief ein und aus. „Gut, dann mal her mit dem nächsten.“ Beth schmunzelte und führte die Stute weg. Ich packte meine Sachen zusammen, da wir in einen anderen Stalltrakt mussten. Dort angekommen packte ich wieder alles aus dem Auto und Beth brachte Raving Hope Slayer. Ein wunderschöner dunkelbrauner Hengst, wie ich fand. „Er hier sollte jetzt keine Probleme machen.“ erklärte Beth und ich musste unwillkürlich schmunzeln. Aber es stimmte, er ließ sich brav abtasten und abhören und selbst bei der Spritze war er so ausgeglichen. Sein Gangbild war auch unauffällig. Letzter Punkt für heute, nochmals Zähne. Raving Hope Slayer spitzte die Ohren und sah interessiert zu wie ich alles vorbereitete. Ein Blick in sein Maul und ich wusste gleich was zu tun war. Ein bisschen die Schneidezähne kürzen und das war´s dann auch schon. So langsam war ich wirklich geschafft von den paar Stunden und räumte meine Sachen zusammen. Dann übergab ich Beth die Wurmkuren für die drei Pferde und ließ liebe Grüße an Hunter bestellen.
    • sadasha
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      23. Februar 2018 | 5436 Zeichen von sadasha
      Bear Brook Farrier | Hufschmiedbericht für Lady Lyneth Bowen, PFS' Savory Blossom und Raving Hope Slayer

      Müde starrte ich auf den Wecker neben mir und sah ihm dabei zu, wie er die Zahlen minütlich änderte. Es hatte etwas beruhigendes zu wissen, dass man ja ausschlafen konnte. Ohne Zwang konnte ich so lange im Bett liegen, wie es mir beliebt. Ächzend streckte ich mich und drehte mich auf die andere Seite, wo mich sogleich bestialischer Gestank begrüßte. “Urrgh, Pitch!” stöhnte ich heiser und richtete mich auf. Der schwarze Rüde legte seine Pfote auf die Matratze und sah mich auffordernd an. “Runter!” drohte ich ihm und er nahm die Pfote wieder weg. Winselnd lief er zur Tür und sah mich von dort aus an. Er war aufgeregt, ja gestresst. Kein Wunder, er war die letzten acht Stunden hier im Zimmer und musste sich bestimmt mal erleichtern. Immer noch angewidert von der unschönen Weckweise meines Hundes zog ich mich an und warf Pitch aus dem Haus, damit er seine “Morgenrunde” auf dem Hof drehen konnte. Währenddessen ging ich ins Bad und machte mich fertig, trank eine Tasse kalt gewordenen Kaffees und begrüßte dann mein Team. “Eh, Schlafmütze.” Isaac erkannte man gleich am irischen Akzent. Er saß gerade auf Lady Luna und ließ sie am lockeren Zügel über den Springplatz laufen. “Was gibt’s?” fragte ich stirnrunzelnd und verschaffte mir einen Überblick über den Platz. “Bevor du den ganzen Tag damit verbringst deinem Team im Weg zu stehen könntest du die drei Pferde neu beschlagen, die du bald auf der Zuchtschau präsentieren willst.” Issac sagte das zwar auf seine humorvolle Art, doch ich wusste dass es ernster gemeint war, als ein Außenstehender es wohl vermuten würde. Ich nickte. “Ich stehe meinem Team also im Weg?” wiederholte ich, doch Isaac ignorierte die Anspielung und nahm die Zügel der Vollblutstute auf um mit dem Training zu beginnen. Eigentlich wollte ich heute zu Käthe fahren. Aber Isaac hatte recht. Die drei Pferde mussten beschlagen werden, noch bevor es zur Prüfung ging. Nachdem ich eine Kleinigkeit gegessen hatte bereitete ich die Schmiede vor und schnappte mir dann den ersten Kandidaten. Raving Hope Slayer war heute guter Dinge. Neugierig streckte er mir seinen Kopf entgegen, als ich die Stallgasse entlang lief um sein Halfter zu holen, das irgendjemand verlegt hatte. Der Dreijährige machte sich großartig auf Pferderennen und ich konnte es kaum erwarten ihn auch in der Vielseitigkeit schulen zu können. Doch das musste noch ein paar Jahre warten. Motiviert kam der Schwarzbraune mit zur Schmiede und untersuchte Alles, was sich in seiner Reichweite befand. “Das kennst du doch schon.” sagte ich leise, während ich mir meinen Arbeitsgürtel umlegte in dem sämtliches Zubehör steckte, das ich am Mann brauchte. Mit ein wenig Gewalt löste ich die alten Eisen. Eines davon kam mir fast von selbst entgegen. Nicht mehr lange und es wäre abgefallen. Ich tat also wirklich gut daran Isaacs Rat zu befolgen. Nachdem die alten Eisen runter waren schnitt ich das alte Horn zurück und arbeitete den Strahl frei. Erst jetzt nahm ich die neuen Eisen zur Hand und passte sie den Hufen an um sie im Anschluss mit jeweils vier Kupfernägeln anzuschlagen. Zur Belohnung steckte ich dem Vollbluthengst eine Leckerei zu und brachte ihn auf seinen Paddock. Hier konnte er sich austoben und die neuen Eisen gleich einlaufen. Wo ich gerade bei den Weiden war holte ich auch gleich den nächsten Kandidaten ab. PFS’ Savory Blossom hatte heute keine Lust mit mir zu kommen. Sie stand in der hintersten Ecke der Stutenweide und trabte mit angelegten Ohren vor mir weg, als ich näher kam. Das Problem war nun, dass sich die junge Stute nicht mal mit Futter bestechen ließ. Dann bemerkte ich ein Lachen vom Weidenzaun. “Anstatt dich lustig zu machen, könntest du mir kurz helfen.” rief ich Isaac bestimmt zu, der daraufhin angelaufen kam. Er hatte gerade Lady Luna auf die Weide gebracht. Wenn er schon die Zeit hatte mir dabei zuzusehen, wie ich versuchte das Böhnchen einzufangen, konnte er mir genauso gut dabei helfen. Wir teilten uns auf und schafften es schließlich ihr das Halfter überzuziehen und den Strick einzuhaken. Isaac ließ das unkommentiert und so führte ich die Zicke wie Raver vor ihr zur Schmiede. Auch bei ihr musste ich die Eisen erneuern und das alte Horn zurückschneiden. Nur war Böhnchen eine ganze Ecke hibbeliger. Immer wieder zog sie mir den Huf weg, schlug mir ihren Schweif um die Ohren oder fummelte an meinem Gürtel herum. Es war anstrengend keinen zu haben, der diesen unruhigen Geist ablenken konnte, aber am Ende stand auch Savory Blossom frisch beschlagen und ausgeschnitten auf der Weide und war bereit für die Zuchtprüfung am Ende des Monats. Zu guter letzt war Lady Lyneth Bowen an der Reihe. Die schwere Stute brauchte einen Spezialbeschlag. Es war angenehm mit ihr ein ruhiges, ja sogar faules Pferd zur Schmiede zu bringen. Zwar waren ihre Beine und Hufe die schwersten, aber sie machte einem das Handwerk wenigstens nicht so schwer wie Böhnchen es tat. In aller Ruhe löste ich die alten Eisen und schnitt im Anschluss die Hufe aus. Zwischendurch steckte ich ihr das ein oder andere Leckerli zu, da sie wirklich sehr brav war. Schließlich nagelte ich auch bei ihr die neuen Eisen auf und entließ sie zurück auf die Stutenweide. Isaac lächelte mich zufrieden an, als ich ihn das nächste Mal traf. “Hiermit hast du offiziell die Erlaubnis deinem Team im Weg zustehen.” erklärte er mir, als würde er mir einen Orden überreichen. Doch ich hatte bereits andere Pläne für meinen Feierabend.
    • sadasha
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      11. Juni 2018 | 13.173 Zeichen von sadasha
      Neuzugänge

      Als mitten in der Nacht das Telefon klingelte drehte ich mich zuerst noch einmal auf die andere Seite, in der Hoffnung den schrillen Ton ignorieren zu können. Doch sobald ich mich umgedreht hatte leckte mit Pitch hektisch über das Gesicht. Genervt schob ich ihn von mir weg und richtete mich ächzend mit einem Blick auf die Uhr auf. Wer zur Hölle ruft um 2:37am an? Die Vorwahl sagte mir nichts und das konnte nur bedeuten, dass der Anrufer von weit weg kam. Wenigstens erklärte das auch die irre Zeit. Verschlafen nahm ich das Gespräch an und brummte ins Telefon. "Ehm… Hunter?" Ich brummte erneut. Eine Frau war am anderen Ende der Leitung und die Verbindung stand eher schlecht als recht, sodass der Ton knisternd und rauschen bei mir ankam. "Hey! Wir hatten uns doch über deine Tinker unterhalten! Und was du suchst und ja… Ich hab eine tolle gefunden, Pearl carrier und… du wolltest keine Fohlen oder?" Nachdenklich schwieg ich. Cooper aus Kanada war am Telefon, doch auch bei ihr musste es jetzt schon spät sein. "Schläfst du auch mal?" brummte ich ohne ihre Frage zu beantworten. Sie lachte. "Ist doch noch früh hier! Oh, hab ich dich geweckt? -" sie brabbelte eine Entschuldigung und redete dann über ein Fohlen, das sie ebenfalls entdeckt hatte. "Double Dilute! Du suchtest doch sowas oder nicht? Und eine Stute! Warte, ich schicke dir Fotos. Und… Hunter ich hab die zwei gekauft, du kannst also nicht Nein sagen. Im Zweifelsfall werden die sicher auch klasse Therapiepferde für deine… Freun-, Kollegin?" Ich hatte nach Fotos mein Gehör eingestellt und kramte nach meinem Laptop. Pitch hatte seinen Kopf auf dem Bett abgelegt und sah mir schwanzwedelnd dabei zu wie ich versuchte klar zu werden. "Warte kurz, der Laptop braucht Strom…" unterbrach ich Cooper. "...und ich brauche Kaffee."

      Nachdem ich mir einen Kaffee gemacht und Pitch auf den Hof gelassen hatte, setzte ich mich mit dem Laptop ins Wohnzimmer wo auch das Ladekabel lag. Die Stute war bereits eingeritten und gefahren und komplett durchgetestet was Erbkrankheiten und Farben betraf. Für mich also perfekt und dass sie Pearl Trägerin war würde später noch mit Mephisto interessant werden. Das Tinkerfohlen war sehr kompakt gebaut trotz der Größe und sie sah auch ansonsten korrekt aus. Hier wurde nicht nur wegen der Farbe gezüchtet. Trotzdem sah ich mir auch die Linien der kleinen Stute ausgiebig an, ehe ich mich bei Cooper bedankte. Gemeinsam planten wir die Überfahrt nach England und klärten das Finanzielle. Als ich auflegte wurde es schon hell und auch Cooper war jetzt müde. Wir wünschten uns also noch eine gute Nacht und legten dann auf. Ich jedoch blieb jetzt wach. Ich ging ins Bad um zu Duschen und mich für den Tag fertig zu machen. Noch bevor einer der Angestellten eintrudelte hatte ich die Fütterung fertig, die ersten Pferde auf die Weiden gebracht und mistete die ersten paar Boxen, bis Beth zum Arbeitstag kam und mir das Werkzeug aus der Hand schnappte. "Guten Morgen!" meinte sie fröhlich und lächelte mich an. "Du hast wohl nichts Besseres zu tun, hm?" Ich verneinte grinsend und streckte mich ausgiebig, ehe ich aus Benjis Box ging. Der kleine Hengst stand zusammen mit seinem Shettykumpel Niffler auf einer doppelt gesicherten Weide aus denen sie nicht mehr ausbüchsen konnten. Zu meiner Überraschung kam mir Ruby entgegen, als ich Thomas von der Weide holen wollte um mit ihm zu arbeiten. Sie hatte ihren Ponyhengst Braddock 'The Parrot' an der Hand. "Mit dir habe ich erst am Nachmittag gerechnet. Keine Schule heute?" Sie grinste über beide Ohren und nickte. "Richtig. Es sind viele Lehrer krank und deshalb dürfen heute zwei Klassen zu Hause bleiben. Ich bin unter den Glücklichen." - "Na dann viel Spaß." meinte ich und ging weiter zu meinem Drum Horse Hengst. "Achja Hunter?!" rief Ruby noch und ich blieb kurz stehen. "Später kommen noch ein paar Freundinnen, können wir uns die Shettys dann leihen? Nur auf dem Hofplatz etwas Spielen mit den Ponys?" Ich nickte und gab ihr einen Daumen hoch, ehe ich wieder kehrt machte. Thomas stand zusammen mit Tank am Rand der Weide, wo das höchste Gras wuchs. Doch im Gegensatz zum Rappen graste er nicht, sondern beobachtete aufmerksam mein Verhalten. Vielleicht erkannte er, dass ich sein Halfter mitschleppte. Jedenfalls trabte er ein paar Schritte auf mich zu, sodass auch Tank kurz aufsah um zu überprüfen was seinen Kumpel aufmischte. "Guter Junge." lobte ich den Schecken und streichelte den kräftigen Hals, als er bei mir stand und sich das Halfter überziehen ließ. Den fast vierjährigen Hengst hatte ich seit Kurzem unterm Sattel und er machte sich soweit ganz gut. Die langen Beine bekam er noch nicht immer richtig geordnet, doch dafür übten wir das ja. Auch heute sattelte und zäumte ich ihn. In der noch recht kühlen Reithalle longierte ich Thomas zuerst ab und schwang mich dann in den Sattel. Im Moment arbeiteten wir an seinem Trab und den Übergängen zum Schritt. Hier und da, wenn die Motivation stimmte versuchten wir es auch schon mit kurzen Galoppphasen. Doch die waren kaum nennenswert und wirklich schlacksig in der Ausführung. In Trab und Schrott kam Thomas aber schon gut runter, lernte sich zu entspannen und versuchte es mir Recht zu machen.
      Nach der Session mit dem Drum Horse Hengst rief ich bei Käthe an. Sie erzählte mir vom ein oder anderen Neuzugang und dass sie nun aufpassen müsse nicht noch mehr Pferde ins Boot zu holen. Ich erklärte ihr, dass es mir da im Moment nicht viel anders ging. Die beiden Neuzugänge Stonery und Hester würden wohl nächste Woche eintreffen. "Achja und wenn du ja jetzt eine Rappstute hast verlange ich ein Shooting zusammen mit Moulan und als Kontrast vielleicht Smooth Gravity, sollten die sich verstehen." meinte ich und lächelte bei dem Bild, das ich mir da zusammenstellte. Echo's Maiden sollte die Rappstute heißen. "Mit blauen Augen!" Ich war sehr gespannt sie kennenzulernen. "Und wenn du so denkst, kannst du Sympathy of the Devil auch gleich mit einplanen. Die ist auch schwarz-weiß." Ich brummte wohlwollend. "Und wen hat dir Occulta noch verkauft?" fragte ich neugierg. "Einen Hengst." sagte sie aufgeregt. "Valentine's Cantastor heißt er. Ein Brauner." Da ging mir sofort ein Licht auf. "Den habe ich gesehen, als ich sie mal besucht habe. Holst du die zwei ab oder werden sie dir gebracht?" Käthe schwieg. "Ich sehe dich nicht, das ist dir aber klar oder?" fragte ich vorsichtig. "Ja klar… Keine Ahnung, das haben wir noch nicht geklärt." Ich lachte leise. "Gut, ich komme später vorbei. Bearing Spots und Compliment erkennen mich vielleicht schon nicht mehr, so lange war ich nicht mehr da." Wir legten auf. Kerry hatte mittlerweile Vikar und Mister Blockhead für heute fertig, sodass sie nur noch die Stuten übrig hatte. "Venetia und Magical Touch spanne ich mir an und bin für etwa eine Stunde im Gelände." erklärte ich und ging mit den Halftern der beiden Stuten auf die Weide. Erleichtert dankte sie mir und schnappte sich das Halfter von Felan. Max und José sind fleißig mit CHH' Classic Spring und PFS Strolch. Die beiden Vollblüter räumten auf den Rennen aktuell viele Schleifen ab. Bald würde ich Bear Brooks Denahi ebenfalls auf die Rennbahn schicken, doch ihr fehlte es noch an Ausbildung.
      Während ich mit den beiden Tinkerstuten unterwegs war überlegte ich was ich am nächsten Tag unternehmen wollte. Die beiden benahmen sich vorbildlich und wir hatten eine sehr entspannte Runde um das Gestüt herum. Die Schatten der Bäume ließen die brennende Sonne nicht zu uns durchdringen, sodass wir immer noch fit waren als wir auf den Hof zurück kehrten. "Crowley, sie sollten was essen!" rief mir Mrs. Clayton von der Türe zu. Ich brachte zuerst die beiden Stuten zurück auf die Weiden und schob die Kutsche die letzten paar Zentimeter in die Scheune, ehe ich zum Essen kam. Danach setzte ich mich mit Pitch ins Auto und fuhr nach Nottingham um Käthe zu besuchen.

      "Erin ist mit Hibana unterwegs." erklärte Käthe und küsste mich sanft zur Begrüßung. "Wir haben den Hof für uns!" Hinter ihr stand Amistad und stupste sie ungeduldig an. "Wir bringen den kurz weg ja? Dann zeig ich dir auf dem Rückweg Echo's Maiden und dann gehen wir rein. Die beiden anderen sind ja noch nicht hier. Aber ich hab Fotos!" erzählte sie stolz. Dass ich auch nach den beiden Fohlen gucken würde war selbstverständlich. For an Angel streckte neugierig den Kopf aus der Box, als wir an ihr vorbeigingen. Amistad war auch nicht abgeneigt gegenüber der hübschen Stute, doch Käthe kannte keine Gnade und zog den Scheckhengst weiter bis zu seiner Box. "Wo sind denn die Kleinen?" wollte ich wissen. Käthe zeigte nach draußen und ich beschleunigte meinen Schritt. Bearing Spots und Compliment standen gleich draußen, wenn man aus dem Stall kam und warteten darauf reingeholt zu werden. "Die sollen noch draußen bleiben, Hunter!" rief Käthe, als ich das Tor öffnete um mich auf die Weide zu mogeln. Sofort kamen die beiden zu mir und taxierten mich neugierig. Doch Leckerchen hatte ich heute nicht dabei. Besonders Compliment hatte nochmal einen ordentlichen Wachstumsschub. Ich ließ meinen Blick über die anderen Weiden schweifen. Grenzfee stand auch noch draußen zusammen mit der neuen Rappstute. Smarty Jones war der einzige, den ich noch nicht gesehen hatte. Aber er würde dann wohl in seiner Box stehen. Pitch fing an zu quängeln, weil ich ihn nicht mit auf die Weide gelassen hatte und bevor er richtig laut wurde kam ich lieber wieder raus und ging mit ihm Käthe hinterher ins Haus. Hier tauschten wir uns über unser beider Neuzugänge aus. "Ach, ich hab ganz vergessen dir Echo's Maiden zu zeigen." sagte Käthe schockiert. Doch ich unterbrach sie, ehe sie weitersprechen konnte. "Ich hab sie eben schon gesehen. Sie sieht toll aus. Wunderbar groß!" - "Und ihr Fell ist total samtig!" fügte Käthe hinzu woraufhin ich schmunzelte.

      Wir waren erst spät wieder heim gefahren und so schaffte ich es in dieser Nacht wieder nicht den verlorenen Schlaf nachzuholen. Doch es half nichts. Wenigstens war Kerry früher da und hatte sich schon Iseabail und Lady Lyneth Bowen gewidmet. Ich ging daher sofort über zu meinen Vollblütern. Kerry würde später noch Xana bespaßen. Ich begann mit Happy Fantasy. Die Stute kam grundsätzlich etwas zu kurz und deshalb gehörte mein Vormittag heute gänzlich ihr. Ich putzte sie ausgiebig, sattelte sie dann und ging mit ihr auf die Militarystrecke in Mitten der Rennbahn. Von hier aus konnte ich meinen Jockey bei der Arbeit zusehen. Sie hatten heute die Oldies Ehrengold und Mikado aus dem Stall geholt. In der Mittagspause erklärte ich den beiden dass ich mir als nächstes Mr. Raw Depression rausnahm. Die beiden nickten und sagten dann dass sie PFS' Savory Blossom und Raving Hope Slayer rennen wollten.
      Ich freute mich sehr, als am Nachmittag Isaac aus dem Urlaub kam. Übersäht mit noch mehr Sommersprossen als üblich und mit heller Fläche rund um die Augen, weil er wohl die Sonnebrille nicht abgenommen hatte bevor er sich an den Strand gelegt hatte. Freundschaftlich begrüßten wir uns und gingen zusammen in den Stall. Blütenzauber und Riven in a Dream waren die nächsten, die wir uns vornahmen. So heiß wie es war zogen wir uns in die Reithalle zurück, wo auch Abby schon den ganzen Tag war. Sie hatte sich mit Moulan beschäftigt und jetzt gerade ritt sie Scarlet in Birth warm. "Beth macht das mit den Fohlen gut oder?" fragte Isaac, der unsere Stallhilfe vor seinem Urlaub auserkoren hatte die Fohlenarbeit zu übernehmen. Sie hatte damit zu Beginn sehr zu kämpfen. "Sie hat sich gut mit ihnen eingespielt, ja." gab ich zurück. Besonders das Hengstfohlen Golden Sugar hatte sie ganz gut im Griff. Die Flausen von PFS' Storm Cat oder Stars of Magic waren dagegen ein Witz. Als wir mit den beiden Stuten fertig waren hatte Beth gerade Little Miss Backyard an der linken und Fantastic Sonata an der rechten Hand. "Könnt ihr nicht noch die letzten beiden übernehmen?" flehte sie und Isaac und ich tauschten vielsagende Blicke aus. Wir stimmten aber zu. So konnte Beth mit der Stallarbeit weiter machen und Isaac und ich schnappten uns What Rainbow und Rouge Trap. Die beiden Stuten brannten schon darauf die Welt zu erkunden. Als wir jedoch mit ihnen nach draußen gehen wollten um eine Runde um den Hof herum zu machen scheuten sie und wollten lieber wieder zurückgehen. Wir tasteten uns also eine Ecke vorsichtiger heran und ließen die beiden Stutfohlen in Ruhe gucken und das Tempo selbst bestimmen. Weit kamen wir so zwar nicht, aber wir konnten das Führtraining mit einem positiven Gefühl abschließen, als wir nach einer halben Stunde auf den Hof zurück kehrten um die Fohlen in ihre Boxen zu bringen wo sie übernachten würden.
      Am nächsten Tag hatten die meisten Pferde frei und so konzentrierte ich mich auf Slap Happy. Isaac hatte sich Bear Totem's Denali fertig gemacht und Kerry nahm LMR Lady Luna mit auf einen gemeinsamen morgendlichen Ausritt. Am Nachmittag kümmerten sich die beiden um Verdine und Tainted Whiz Gun, sodass ich frei hatte. Ich nutzte die Zeit um mit Pitch zum See zu gehen und die Woche ruhig ausklingen zu lassen. Nächste Woche würden die beiden Neuzugänge eintreffen und die Stallordnung wieder mal aufmischen.
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    Gnadenweide | Pferdehimmel
    Hochgeladen von:
    sadasha
    Datum:
    21 Okt. 2016
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    Stute
    04. Mai 2011 | 7 Jahre
    Rasse
    Drum Horse
    Stockmaß/Endmaß 192cm
    Fellfarbe Silver Dapple
    Geno EE aa nZ

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    Charaktereigenschaften
    Unausgeglichen, Faul, Loyal, Aufmerksam

    Vorgeschichte
    Gezüchtet und aufgewachsen auf dem Gestüt von Alicia Grey, wurde Lynn schließlich an ihr neues zu Hause in Lincolnshire, UK gegeben. Hier wird sie als erste Drum Horse Stute in eine ereignisreiche Zukunft gehen.

    Beschreibung
    Als Hoffnungsträger ist Lynn sehr sozial, aufmerksam, intelligent und nervenstark. In der Herde hat sie daher keine Probleme, das Dreigestirn ist eine gut ausgeglichene und loyale Gruppe. Die liebe Lynn ist brav im Umgang, zeigt sich jedoch bei Arbeit recht faul und unausgeglichen. Manchmal ist sie so nervös dabei, dass man sich mehr damit beschäftigt sie runter zu bekommen, als tatsächlich zu arbeiten. Dennoch hat sie viel Potential, das noch ausgeschöpft werden möchte.
    Mit einem Stockmaß von 192cm ist Lynn das größte Pferd auf dem Gestüt. Für sie wurde eine neue Weideordnung in die Freizeitpferde gebracht, sodass es dort nun zwei Gruppen gibt: Die Kleinpferde und die Großpferde.


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    Trainingsplan
    Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔

    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Dressur E A L

    Lektionen der Dressur: E A L


    Western E A L M S
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK2 LK1


    Fahren E A L M S
    Dressurprüfung: CAI-A1 CAI-A2 CAI-A4
    Ausdauerprüfung: CAI-M-A1 CAI-M-A2 CAI-M-A4
    Hindernisfahren: CAI-C-A1 CAI-C-A2 CAI-CA4


    Wendigkeit E A L M S

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    Offiziell
    RS 68
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    SW 458
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    325. Fahrturnier | 339. Fahrturnier | 342. Fahrturnier | 360. Fahrturnier | 361. Fahrturnier
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    365. Fahrturnier | 430. Westernturnier
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    Inoffiziell

    keine

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    Von Big John
    Von Black Darkness Aus der Tigra

    Aus der Lady Lu
    Von Lucky Diamond Aus der Lady Ann


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    SK 456

    Eingetragene Zucht Bear Brook EC

    Besitzer sadasha (Hunter Crowley)
    VKR/Ersteller Jackie

    Nachkommen
    keine

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    Letzter Tierarztbesuch 13. Februar 2018
    Gesamteindruck sehr gut


    Letzte Zahnpflege 13. Februar 2018
    Letzte Wurmkur 13. Februar 2018
    Letzte Impfung 13. Februar 2018


    Letzter Hufschmiedbesuch 23. Feburar 2018
    Ausgeschnitten/Korrigiert 23. Feburar 2018


    Beschlag vorne Spezialbeschlag
    Beschlag hinten Spezialbeschlag


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    PNG | Puzzel PNG | Offizieller Hintergrund