Flair

♛ Angel's Kiss [WELSH]

Welsh B, Stute, *2004, zugelassen

♛ Angel's Kiss [WELSH]
Flair, 21 Nov. 2018
Bracelet, sadasha und Tassila gefällt das.
    • Flair
      Verjährte Pflege der Stute Angel's Kiss

      Weihnachten naht ...
      Es war schon dunkel als ich von der Schule nach Hause kam. Ich hatte infolge vergessener Huasaufgaben nach sitzen müssen.Ich lief sofort zu den Stallungen. Drt traff ich Elisa und meinen Vater an. Mein Vater mistete gerade die Boxen aus und Elisa sattelte Angels Kiss. "Hallo!" begrüsste ich die beiden und lief dann schnell zur Sattelkammer , dort wechselte ich im Eiltempo meine Schuhe und die Jacke, den Schulranzen stellte ich ebenfalls dort ab.
      "Michelle, wie war das nach sitzen?" fragte mich Elisa neckend. "Super" gab ich grinsend zurück und holte Shihan aus der Box um ihn zu striegeln. "Gehst du mit Angels Kiss noch in die Halle?" fragte ich Elisa während ich den nervösen Hnegst strieglte, ich beruhigte ihn ihn dem ich immer wieder leise auf ihn einredete. "Jep, ihr kann ein wenig Training wirklich nicht schaden" sagte Elisa und setzte ihren Reithelm auf. Ich nickte zustimmend und fragte dann meinen Vater nach seinem tag. Elisa führte Angel zur Halle.
      Nach dem ich Shihan gestriegelt hatte, puzte ich noch Pharlap und machte dann Rcae is Hope fertig damit ich ihn noch kurz longieren konnte. Auch wenn nun Rennpause war musste der schwarze Deckhengst in Form bleiben. "Ich gehe mit ihm auf den Reitplatz um Elisa nicht zu stören" sagte ich zu meinem Vater, dieser nickte und sagte, dass es aber besser wäre wenn ich nciht zu lange machen würde, schliesslich sollte ich auch noch lernen und Huasaufgaben erledigen. Ihc ncikte und führte mein Pferd nach draussen. Race is Hope freute sich sichtlich über die Bewegung.
      Nach dem kurzen Training stellte ich ihn zurück in seine Box und sah nach Far Cry und Spahira, den beiden besten Zuchtstuten des Gestüts. Leider waren sie auch die einzigen, was ich wirklich gerne ändern wollte.
      Nun beeilte ich mich Efeu, meine Turnierstute zu satteln und machte mich auf den Weg zur Halle. Heute stand etwas Dressurtraining an. Elisa war in der zwischen Zeit mit Angels Traing fertig udn die stute stan in ihrer Box und kaute zufrieden ihr Heu.
      Efeu ging wirklich toll, die Stute war locker und folgsam, nach einer halben Stunde Training, hörten wir auf. Ich lobte die Stute udn brachte sie zurück in ihre Box.
      13 Dez. 2011

      Eine neue Gestütsleiterin!
      Ar
      tohrn war zurück. Sie war ein jahr lang Jockey und trainierin auf dem Gestüt gewesen, dabie hatte sie uns viele Erfolge nach hause gebracht und viele Pferde bestens gefördert. leider hatte sie uns dann verlassen um ihr Wissen zu erweitern, den sie wollte noch besser werden, so das sie eines Tages ein Gestüt leitenbn konnte.
      Gestern hatte ich einen Anruf bekommen und mir war mitgeteilt worden das sien interesse hatte wieder bei usn zu arbieten, sie fragte ob wir eine Stelle frei hätten.
      Leider hatten wir im moment genug Jockeys udn Stallhelfer, teilte ich ihr mit udn fragte sie dann aus was sie in der zwischenzeit gemacht hatte. Sie erzählte das sie ihr Wissen als Trainerin verbessert hatte und weiterbildung in rihctung Gestütsleiterin gemacht hatte. Ich war begeistert!
      Zufälliger weise hatte unser Gestütsleiter vor einem Monat gekündigt udn wir hatten seit dem keinen qualifizierten Ersatz gefunden.
      Das brachte mcih auf eine Idee. Ich erzählte ihr das wir uns nun mehr auf die zucht konsentrierten aber auhc mit der ausbildung der jungen Pferde.
      race is Hope war gekrönt worden udn wir hatten mit ihm und Pharlap nun zwei Zuchthengste. Zudem hatten wir jan noch die Araberhengste Shihan und Requiem.
      Ebenfalls erzählte ich das wir noch andere Rassen züchteten udn jemanden brauchten der sich um das Orangisatorische udn das Training kümmerte. Wir suchten um es genau ^zu sagen einen neuen Gestütsleiter.
      Ich machte ihr ein gutes Angebot udn sagte ihr dann sie sich in den nachtsen tagen bei mir melden sollte.
      dann hängte ich auf und ging in den Stall.
      Ich sattelte Efeu und ritt mit ihm zur Halle wo wir unser Dressurtraining abhielten wie jeden Sonntag. Der hengst machte sich wirjklich sehr gut und ich gab ihm zufreiden ein Leckerlie.
      Dann ritt ich mit Honigkuchen aus und nahm Angels Kiss als Handpferd. Zum Schluss longierte ich noch Race is Hope und Pharlap.
      Später holte ich Saphira und Far Cry von der Stutenweide. Dann füterte ich Dragon, Ambition, Vai Alida udn Fairground attraction.
      15 Jan. 2012

      Der Frühling naht und die Snowboardsaison endet leider...[/I]
      Nun war wohl endgültig fertig mit dem snowboardfahren. Der Frühling war nun endgültig da und es war an manchen Tagen bis zu 20 Grad C warm manchmal sogar noch mehr. Ich freute mich wirklich darüber, denn nun konnte ich wieder draussen auf dem grossen Reitplatzt meine Runden drehen oder mich im Gelände bei einem langen Ausritt entspannen.
      Aber das ganze wurde davon getrübt das ich nun mein geliebtes Snowboard, bis im November, im Keller verstauen konnte.
      Ich seufzte, legte mein Tagebuch bei Seite und stand auf. ich sprang die Treppe herunter und knallte fast in meine Mutter. "Wo willst du hin?" fragte sie mich. "Ich geh zu den Pferden. "Ich wollte mit Pharlap ausreiten und Shihan als Handpferd mitnehmen und danach hatte ich vor mit Efeu auf den Platz zu gehen", erklärte ich ihr. Sie nickte und sagte dann:" Okay, ich wünsche dir viel Spass. Ach, und Honigkuchen hab ich vorher schon geritten, und Angelskiss habe ich longiert." Ich nickte und verabschiedete mich dann ging ich nach draussen und steuerte die Ställe an.
      Ich lief an der Fohlenkoppel vorbei. Deadly Ambition hob den Kopf und wieherte leise. Ich hilft an und lehnte mich an den Zaun. Black Dragon und Vai Alida hatten mich nun ebenfalls entdeckt. Alle drei kamen auf mich zu getrabt. Alle drei waren zu staatlichen Zweijährigen herangewachsen und liefen nun schon seit einiger Zeit unterm Sattel. Bald würde sich her raus stellen ob in innen das Talent zum Rennpferd steckte. Ich streichelte die drei ein wenig und verabschiedete mich dann. Es war erst Nachmittag, was bedeutete dass die Kleinen noch einige Stunden an der frischen Luft verbringen würden bevor wir sie zurück in den Stall bringen würden. Dort würden sie ihr Abendessen bekommen.
      Ich kam zum Stall. Saphira und Far Cry waren hoch tragend und dösten friedlich im Paddock vor ihren Boxen. Beide würden in nächster Zeit fohlen. Ich war schon wahnsinnig gespannt auf den kommenden Nachwuchs.
      Ich betrat den Stall und wurde von John begrüsst. Er war der einzige Pferdepfleger den ich im Moment hatte. Er hatte gerade Race is Hope in der Waschbox angebunden und spritze seine Beine ab. "Wie war das Training?" fragte ich ihn neugierig. Race is Hope war zwar mittlerweile gekrönt, lief aber immer noch Rennen und gehörte immer noch zu den besten der Welt. Seine Zuchtkarriere würde erst später starten. John erzählte ausführlich vom Training. "Sind Morengo und Love me tender draussen?", erkundigte ich mich. Die beiden und Race waren mittlerweile die einzigen Rennpferde des Gestüts. "Jo, ich hab sie heute Morgen geritten nun Erholen sie sich." Erklärte er und band Race los um ihn ebenfalls nach Draussen zu bringen. Ich begleitete ihn, da ich so oder so nach den anderen beiden gucken wollte. Race wurde im Paddock neben Morengo untergebrachte. Neben ihnen stand Love me Tender auf ihrem eigenen Paddock. Ich gab allen drei ein Stück Karotte und streichelte sie ein wenig.
      "Willst du mit mir Ausreiten? Ich reite Shihan und du Pahrlap?" fragte ich John. Da es einfach viel lustiger war zu zweit auszureiten. John war einverstanden. Wir gingen in den Stall und sattelten unsere Pferde. Dann ritten wir los. Shihan machte wie immer ein riesen Theater, er stieg, buckelte und sprang in die Luft. Jedoch liess er sich nach einiger Zeit von Pharlaps Ruhe anstecken, so dass auch ich mich ein wenig entspannen konnte.
      Am Abend holten wir die Pferde hinein und fütterten diese. Ich erzählte John und meinen Eltern nach der Fütterung bei einer Tasse Kaffee von meinen Plänen meine Zuchtpferde die bei Samartie standen zurück zu holen. Die anderen fanden die Idee gut, da es nicht fair war samarti die ganze arbeit zu überlassen.
      9 Apr. 2012

      Wie die Zeit verfliegt ...
      Wenn man an Sommerferien denkt, fallen einem hunderte Sachen ein. Sommerferien scheinen endlos. Man hat das Gefühl, man habe alle Zeit der Welt und man nimmt sich wahnsinnig viel vor. Doch dann stellt man fest das sechs einhalb Wochen eigentlich gar nicht so viel Zeit ist, das die schneller vorbei sind als man denkt. Vielleicht liegt das daran das man sich einfach viel zu viel vornimmt. Naja ist eigentlich auch egal. Warscheinlich sind die Sommerferien so kurz, weil man sich einfach viel zu viel vornimmt.
      Ich war die ersten zwei Wochen bei Verwandten die ein kleines Restaurant besitzen, um zu arbeiten und zur selben Zeit ein wenig Französisch zu lernen. Danach war ich eine Woche zu Hause. Dann musste ich wieder packen, da ich zuerst das Mittelerdefest besuchte, dann nach Rust in den Europapark reiste und schliesslich verbrachte ich noch ein paar Tage in Burgund, das ist in Frankreich.
      Nun war ich wieder zurück. Eine Freundin war hin und wieder mit Opium, Efeu und Angels Kiss ausgeritten. Die anderen Pferden haben ihre Ferien genossen. Ausgemistet und Gefüttert hatte unser Stallbursche.Momentan hatten wir ja nicht mehr viele Pferde. Dreizehn sind es noch, früher waren es noch um die 60 Pferde. Aber diese Zeiten waren wohl vorbei.
      Ich ging nach draussen und überquerte den Hof. Im Pferdestall angekommen begrüsste ich alle Pferde dann nahm ich die Halfter vom hacken und führte Pharlap, Shihan, Efeu, Saphira, Far Cry, Race is Hope, Morengo, Love me Tender, Opium nach Draussen auf die Weide. Danach mistete ich die Boxen aus nd fegte die stallgasse.
      Am Nachmitag kamen Freunde vorbei und wir ritten mit Efeu, Saphira und Far Cry aus.
      14 Aug. 2012

      Freedom
      Pflegebericht für alle meine Pferde

      Wenn ich dir dabei zusehe wie du mit ungezwungener Freude über die Wiese galoppierst, fühle ich mich grenzenlos, grenzenlos Frei.
      Die Meisten würden sagen dass du nur ein Pferd bist.
      Aber für mich bist du mehr, durch dich weiss ich was grenzenlose Freiheit ist.
      Du bringst mich zum lachen, lässt mich alles andere vergessen.
      Du bist mein geliebtes Pferd und mein bester Freund.
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      Oft vermisse ich die Zeiten alls hier so viel Trubel herrschte. Die vielen Rennpferde und das Traning fehlen mir. Nicht zu vergessen die vielen Rennen und Turniere.
      Es ist hier recht still geworden, doch wir haben immer noch eine beachtliche Anzahl Pferde. 45 Pferde bekommen bei uns ihr Gnadenbrot und in den Ställen stehen immer noch 14 Pferde.
      Mein Vater füttert die Tiere drei mal täglich und bringt sie morgends auf die Koppel und abends zurück in ihre Boxen.
      Ich helfe ihm dabei, zusätzlich kümmere ich mich um die kleine Zucht und Reitschule, sowie die einzelnen Turnierpferde.
      Opium wird hin und wieder in der Reitschule gebraucht, dazwischen reite ich ihn und starte mit ihm auf Turnieren. Angelskiss und Love me Tender laufen ebenfalls in der Reitschule. Dahiba und Elanor werden in der Reitschule und in der Zucht eingesetzt. Honigkuchen wird gerade eingeritten.
      Efeu ist mein Turnierpferd. Pharlap, Race is Hope, Requiem, Shihan und Becks werden als Deckhengste angeboten.
      Far Cry, Rubina und Saphira sind hauptsächlich in der Zucht.
      Morengo läuft immer noch Rennen.Fada Fid wird auf Dressurturnieren vorgestellt. Ambition, Dragon und Vai Alida befinden sich im Moment auf der Fohlenweide.
      21 Sep. 2012

      Pflegebericht für alle Pferde
      Ich stand früh morgens auf um noch vor der Arbeit mich um meine Pferde zu kümmern. Alls ich denn Stalltrakt betratt waren unser Stallbursche und mein Vater schon fest am arbeiten. Sie hatten allen Pferden schon ihr Kraftfutter gegeben und fingen jetzt an das Heu zu verteilen. Normalerweise kamen die Pferde nachdem sie ihr Kraftfutter bekommen hatten direkt raus auf die Paddocks wo sie ihr Heu bekamen., da es aber in Strömen regneten bekamen sie ihr Heu drinnen und würden erst nach dem Mittag für raus kommen. Ich begrüsste meinen Liebling Pharlap und gab ihm einen halben Apfel. Dann holte ich die Schubkarre und mistete seine Box aus. Danach mistete ich Shihans Box aus. Der Grausschimmel sah mich wie immer ein wenig ängstlich an und wich zur Seite als ich mit der Mistgabel kam. Nach dem ich seine Box ausgemistet hatte mistete ich noch die von Morengo und Race is Hope aus. Danach streute ich die Boxen frisch ein. Die restlichen Boxen hatten die anderen ausgemistet. Nach dem ausmisten sattelte ich Efeu und ging mit ihr in die Halle. Wir machten ein wenig Dressur und am ende sprangen wir noch über ein paar Kreuze. Ich sattelte die Stute danach ab und brachte sie zurück in ihre Box. als nächstes sah ich schnell bei den Jährlingen vorbei. Black Dragon, Vai Alida und Deadly Ambition standen in einem kleinen Offenstall. Ich gab allen drei ein Leckerlie und streichelte sie kurz. Dann holte ich frisches Heu für die Dreie. Ausgemistet hatte mein Vater schon. Die drei Kleinen würden nächste Woche auf die Auktion kommen und verkauft werden. Zurück im Hauptstall sattelte ich Honigkuchen und ging mit ihr ebenfalls in die Halle. Ich wärmte sie gut auf bevor ich mit dem Springen anfing. Wir nahmen ein paar kleinere Hindernisse und bis am Schluss sprangen wir einen Parcours auf A Höhe. Nach dem Training machte ich erstmal eine Pause. Danach ging ich zu den beiden Zuchtstuten Far Cry und Saphira. Ich legte den beiden eine Regendecke auf und brachte sie auf ihre Paddocks. Da die beiden nicht mehr geritten wurden, wollte ich das sie wenigstens ein wenig nach draussen kamen. Im Stalltrack traf ich dann auf unsere Bereiterin. Sie hatte eine 70% stelle bei uns und war für die Ausbildung der Pferde zuständig. Sie sattelte Opium und ging mit ihm draussen auf den Springplatz, ich schnappte mir Love me Tender und beschloss auszureiten, da es aufgehört hatte zu regnen. Als ich vom Ausritt zurück kam war es Zeit fürs Mittagessen. Am nachmittag brachten wir alle Pferde auf ihre Paddocks. Danach hatte ich mit Nacro Reitunttericht. Unsere Bereiterin hatte am Nachmittag noch Requiem und Elanor geritten. Um zirka 18:00 brachten wir die Pferde hinein und fütterten sie, danach hatten wir Feierabend.
      19 Mai 2013

      Helly25 - Hufschmiedsammelbericht für die Pferde von miimichelle(Pharlap)
      Heute waren die Hufe von miimichelle's Pferden an der Reihe, überprüft, ausgeschnitten und beschlagen zu werden. Ich kam ein bisschen zu spät, denn mein Auto hatte vorzeitig den Geist aufgegeben. Das erste Pferd, Pharlap, stand schon fertig angebunden da. Ich streichelte ihn kurz, dann holte ich meine Werkzeuge. Pharlap beäugte mich neugierig, als ich an seinen Hufen arbeitete. Zuerst kratzte ich ihm gründlich die Hufe aus, dann überprüfte ich eben jene nach Beschädigungen, Entzündungen oder Ähnlichem. Danach machte ich einen Probeschnitt, bei dem ich feststellte, dass nicht sehr viel ausgeschnitten werden musste. Dann entfernte ich das wenige lose Sohlenhorn bei allen Hufen, was sich Pharlap ebenfalls brav gefallen ließ. Danach raspelte ich noch ein wenig an den Hufen herum, und schon waren wir auch damit fertig. Ich ließ ihn probeweise ein wenig traben und galoppieren. Die Hufe waren jetzt wieder in Ordnung. Ich streichelte Pharlap noch einmal, dann bereitete ich die Hufeisen vor. Er beobachtete mich neugierig, während ich das Hufeisen, das ich vorher gründlich angepasst hatte, mit den Nägeln in seinen linken Vorderhuf schlug. Die Nagelenden, die dann auf der anderen Seite wieder herauskamen, verbog ich mit meinem Hammer, den ich aus meinem Koffer kramte. Diese Prozedur wiederholte ich auch noch mit den anderen 3 Hufen, dann benutzte ich den Knipser, um die noch aus dem Hufende herausragenden Nägel zu entfernen. Als wir alle Hufe beschlagen hatten, bekam Pharlap noch eine Möhre von mir, dann prüfte ich, ob die Hufeisen auch richtig saßen, indem ich daran zog und ihn kurz herumlaufen ließ. Alles saß perfekt. Kurz darauf verabschiedete ich mich von Pharlap und wiederholte die Prozedur nach und nach mit den anderen Pferden. Saphira's Hufe waren noch so gut wie in Ordnung, ich musste nur noch ein wenig daran herumraspeln, das wenige lose Sohlenhorn entfernen und sie dann beschlagen. Bei Shihan sah das wiederum ganz anders aus, bei ihm musste ziemlich viel ausgeschnitten werden und ich musste eine ganze Weile auf den Hufeisen herumschlagen, um sie richtig anzupassen, bevor ich sie an seinen Hufen anbringen konnte. Morengo's Hufe waren ein wenig eingerissen, weil sie schon ungewöhnlich lang waren, aber das konnte ich korrigieren, indem ich einfach ein wenig daran raspelte und feilte. Außerdem musste nur sehr wenig loses Sohlenhorn entfernt werden und das Beschlagen lief auch ganz hervorragend. BeiFar Cry's Hufen war ziemlich viel loses Sohlenhorn vorhanden, aber viel verändern musste ich nicht mehr an ihren Hufen. Beim Beschlagen wurde sie ein wenig zickig, ich konnte sie aber mit einem Leckerli milde stimmen. Die Hufe von Race is Hope waren auch noch so gut wie in Ordnung, ich musste kaum daran herumraspeln, jedoch musste ich eine Menge loses Sohlenhorn entfernen. Das Beschlagen verlief schnell und unauffällig. Dann kam Efeu an die Reihe. Ihre Hufe sahen mehr oder weniger in Ordnung aus, aber daran herumraspeln und -feilen musste ich trotzdem, und das Entfernen des vielen losen Sohlenhorns blieb auch nicht aus. Beim Beschlagen der Hufe verhielt sie sich tadellos. Nach Efeu kam Angels Kiss an die Reihe. Ihre Hufe waren so weit in Ordnung, nur machte sie mir ziemliche Schwierigkeiten beim Aufnehmen der Hufe. Ich raspelte noch ein wenig an ihnen herum und entfernte das lose Sohlenhorn, dann beschlug ich ihre Hufe. Das nächste Pferd, Sterrenhof's Opium, hatte leicht eingerissene Hufenden, was ich mittels raspeln und wieder in Form bringen korrigierte. Das Entfernen des wenigen losen Sohlenhorns und das Beschlagen klappte hervorragend. Danach kam Fada Fid an die Reihe. Ihre Hufe waren noch verhältnismäßig in Ordnung, ich musste nur wenig an ihnen herumraspeln und es war auch nicht viel loses Sohlenhorn zum Entfernen da. Das Beschlagen klappte ohne große Probleme. Nach ihr kam Rubina an die Reihe. Ihre Hufe waren mehr oder weniger in Ordnung, ich musste verhältnismäßig wenig daran herumraspeln und nur wenig loses Sohlenhorn entfernen. Danach kam Beck's Experience an die Reihe. Seine niedlichen, kleinen Hufe waren noch beinahe in Ordnung, ich musste bloß eine Weile daran herumraspeln, und es musste verhältnismäßig viel loses Sohlenhorn entfernt werden. Auch das Beschlagen verlief ohne große Schwierigkeiten. Ihm folgte Eleanor, die 7 Jahre alte Holsteiner-Pinto-Mix Stute. Auch bei ihr musste eine Menge loses Sohlenhorn entfernt werden, und ich musste eine Weile an ihnen herunraspeln. Beim Beschlagen blieb sie ruhig und gelassen stehen. Danach war Requiem an der Reihe. Seine Hufe waren noch eingermaßen in Ordnung, und er ließ sich das Entfernen des losen Sohlenhorns und das Raspeln an seinen Hufen ruhig gefallen. Nur beim Beschlagen legte er ein wenig die Ohren an. Als letztes kam Nacromancer in the Dark an die Reihe. Er war ein wenig zickig und ließ sich nur schwer dazu überreden, still zu stehen. Seine Hufe brauchten nur wenig bearbeitet zu werden, es war nur wenig loses Sohlenhorn zum Entfernen vorhanden und es genügte eine kurze Raspelei um die Hufe wieder in die richtige Länge zu bringen. Das Beschlagen gefiel ihm gar nicht, aber er blieb verhältnismäßig ruhig stehen. Als ich alle Pferdehufe überprüft hatte, packte ich meine Sachen zusammen und fuhr vom Hof.
      20 Mai 2013

      Sportpferde vom Rosenhof
      "Rosenhof", murmelte ich nachdenklich und feierliche Stimmung machte sich in mir breit. Ja, das passte! Ich sass mit meiner Familie und dem Gestütsteam gemütlich bei einer Tasse Kaffee im Reiterstübbchen.
      Da wir in den nächsten Wochen unser Zuchtprogramm komplett umstellen würden, und auch der Hof einen neuen Anstrich bekamm, musste ein neuer Name her. So kamm es das unser Gestüt Rosenhof genannt wurde und unsere Zucht "Sportpferde vom Rosenhof" genannt wurde.
      Wir starteten einen Neuanfang und ich war hochmotiviert!
      Die Zucht wurde komplett über den Haufen geworfen. Von Eddie bekamm ich drei neue Zuchttiere Cazador, Chaira und Morrigan. Drei Westernpferde, die in der alten Zucht fehl am PLatz gewesen wären, aber perfekt zum Rosenhof passten. Vonn nun an wurden hie rnämlich für alle sparten des Pferdesports Pferde gezüchtet. As Zuchtziel waren Athleten für den Sport.
      Darunter kamen Vollblüter, Warmblüter, Halbblüter, Westernpferde und Sportponys.
      Aber nun genug geplant! Die Pferde mussten hineingeholt und gefüttert werden. Da es mittlerweile nachts schon etwas abkühlte, waren die Pferde Tagsüber von sechs Uhr Morgens bis sieben Uhr Abends auf den Weiden. Nachts kamen sie zurück in den Offenstall oder auf die Paddock Boxen. Ich und John, unser Stallbursche, schnappten uns je zwei Halfter und liefen zu den Wiesen. Zuerst holten wir die Zuchttiere herein. Wir gingen zuerts zur Hengstweide welche am nächsten zum Stall lag. Ich schnappte mir Cazador und Requiem. John halfterte Race is Hope und Morrigan. Becks, der Kleinste im Bunde trottete seinem neuen besten Freund Cazador hinterher. Wir brachten die fünf in ihre Boxen. Dann holte ich Pharlap und Shihan während John, die fünf Hengste schon mal fütterte. Pharlap und Shihan waren unzertrennlich. Pharlap, der unglaublich ruhig und gutmütig ist, ist für den ängstlichen und stets nervösen Shihan der Fels in der Brandung. "Na, meine zwei Schönen", berüsste ich die zwei. Pharlap liess sich sofort aufhalftern, Shihan dagegen kam nur zögerlich näher. Mit langsamen Bewegungen und behutsamen zureden zog ich ihm schliesslich das Halfter über die Ohren.
      Als die Hengste versorgt waren holten wir noch die Stuten (Far Cry, Saphira, Ciara, Elanor, Rubina und Angels Kiss). Diese erhielten in ihren Boxen ihr Heu und ihr Mineralfutter.
      Nun mussten noch die Sportler versorgt werden. Momentan waren das nur 8 Pferde, welche aber alle einzigartige Stärken und Talente aufwiesen. Morengo stand mit Opium, Dragon und Nacro auf der Wiese. Die Stuten (Moulan, Fada Fid, Vai Alida und Efeu) kamen in ihren kleinen Offenstall. Wir gaben ihnen Heu und Kraftfutter. Danach waren wir für Heute fertig.
      7 Sep. 2013

      Adventszeit
      Verschlafen betrat ich um 7 Uhr morgens die Küche. Es war Sonntag morgen doch an Ausschlafen war nicht zu denken. Die Pferde wollten versorgt werden. Ich machte mir eine heisse Schokolade und setzte mich an den Küchentisch. Plötzlich viel die Haustüre auf und mein Vater und John, unser Pferdepfleger betraten den Raum, begleitet von einen kalten Luftzug. Ich begrüsste die beiden, welche sich mit eine Tasse Kaffee an den Tisch sitzen. "So die Pferde sind schon mal gefüttert", sagte mein Vater. Ich nickte verstehend. "Nach dem Frühstück lassen wir sie auf die Paddocks und danach müssen wir noch ausmisten", fuhr er weiter.
      Gesagt getan, nach dem Frühstück machten wir uns daran die Pferde auf die Paddocks zu bringen und auszumisten.
      Nach der Arbeit lief ich zu den Padocks und holte mit John zusammen unsere beiden Youngster Vai Alida und Black Dragon. Beide wurden im Frühjahr drei Jahre alt und die beiden wurden vorbereitet für die kommende Rennsaison. Wir putzen die beiden in der Stallgasse und legten ihnen Nierendecken unter die Trainingssättel. Sicherheitshalber schraubten wir noch stollen in die Hufeisen. Dann ritten wir los. Da die Bahn hart gefroren war, drehten wir im Schritt und Trab eine Stunde im Gelände. Danach sattelten wir die zwei ab und brachten sie zurück auf die Paddocks.
      Da es erst um halb Eins Mittagessen war und wir noch eine Stunde Zeit hatten bis dahin, entschieden wir uns noch Fada Fid und Morengo zu longieren.
      Morengo war mittlerweile schon 6 Jahre alt und langsam am Ende seiner Karriere. Er würde nächstes Jahr nur noch wenige Rennen laufen und dann hoffentlich in die Zucht gehen. Fada Fid longierten wir nur locker, da die Ausbilderin Samartie momentan mit ihr arbeitete.
      Nach dem Mittag tauchte noch meine Freundin Maria und meine Mutter auf. Maria ritt täglich Requiem und Morrigan.
      Meine Mutter brachte Far Cry, Saphira, Rubina und Elanor in die Führanlage. Ich und John ritten am Nachmittag Opium und Efeu in der Reithalle des Reha Centers neben an.
      Dann holten wir Moulan und Race is Hope. Die beiden waren ebenfalls schon erfahrene Rennpferde. Moulan würde nächstes Jahr ihre letzte Saison laufen und auch Race is Hope würde warscheinlich nur noch zwei Jahre im Sport bleiben bevor er sich ganz der Zucht witmen wird.
      Am Nachmittag fuhr ich dann mit meiner Mutter in die Stadt zur örtlichen Schneiderin um unsere neue Turnierkollektion abzuholen.
      Die Abendfütterung würden dann John und mein Vater übernehmen.
      15 Dez. 2013

      Frühlingsstimmung
      Wie ich den Frühling liebte! Als ich heute Morgen um 7 Uhr das Haus verliess zwitscherten schon die Vögel und der Himmel war in hübsches Rosa getaucht. Ich lächelte und zog meine pinke Jacke an, auf deren Rücken Rosenhof stand. Mein Vater war schon im Stall und mistete die Boxen aus. Der Stall hatte 40 Boxen mit Paddocks davon waren aber nur gut die Hälfte besetzt. Er hatte bereits Moulans, Morengos und Efeus Box ausgemistet. „Ich hole das Müsli für die Pferde“, rief ich und machte mich auf zur Futterkammer. Die Pferde fingen unruhig an zu scharren in freudiger Erwartung auf das Frühstück. Ich gab jedem seine Portion bestehend aus Mineral- und Kraftfutter. Dann verteilte ich noch etwas Heu. Die grössere Portion würden die Pferde allerdings erst auf dem Paddock kriegen.
      Ich schaute auf meine Uhr und stellte fest dass ich mich beeilen musste, denn in einer knappen halben Stunde kam meine Trainerin. Ich hatte mit Opium Dressurtraining in der Halle. Ich sattelte den 10 Jahre alten Braunen und machte mich auf den Weg zur Halle. Ich wärmte ihn im Schritt und Trab auf. Dann kam auch schon meine Trainerin. Mit Opium befand ich mich momentan auf A Niveau aber wir wollten dieses Jahr endlich L starten.
      Nach dem Training sattelte ich Opium ab und brachte ihn auf seinen Paddock.
      Danach sattelte ich Efeu und ging mit ihr auf den Springplatz wir mussten trainieren für die anstehenden Vielseitigkeitsturniere. Vor dem Mittagessen ritt ich noch mit Vai Alida aus. John und Melissa zwei Jockeys, welche auch im Stall halfen hatten am Morgen mit Morengo, Moulan, Black Dragon und Vai Alida gearbeitet.
      Nach dem gemeinsamen Mittagessen holte ich Pharlap und Shihan von ihrem gemeinsamen Padock und ritt mit Shihan als Handpferd aus. Race is Hope durfte auf die Rennbahn und die Westernpferde Chaira, Morrigan und Cazador bekamen Besuch von unserer Westerntrainerin die, die drei zweimal pro Woche auf die Wettkämpfe vorbereitet. Saphira, Far Cry, Elanor und Angels Kiss durften heute den Tag auf der Weide geniessen. Als Zuchtstuten wurden sie nur noch leicht Dressurmässig gearbeitet oder ausgeritten.
      Am Abend holten wir zuerst alle Pferde herein, dann fütterten wir sie und am Schluss äppelten wir noch die Paddocks ab.
      31 März 2014

      Tierarztbesuch
      Heute war ein besonderer Tag! Eigentlich hatte ich mit dem Gestüt schon genug zu tun, da ich aber ein abgeschlossenes Studium in Tiermedizin hatte und dieses Wissen nicht verlieren möchte, arbeite ich während drei Tagen je halbtags in der Tierklinik Rosenhof. Diese lag praktischerweise auf dem Hof. Am Montag, Mittwoch und Donnerstagmorgen war ich also als Tierärztin unterwegs. Diesmal waren aber nicht externe Patienten auf dem Programm, sondern meine eigenen Pferde. Ich packte 21 Wurmkuren und Impfungen in meine Arzt Tasche und machte mich auf den Weg zum Stall. Heute hatten John und mein Vater die Pferde absichtlich in ihren Boxen gelassen. Ich begann zuerst im Stallteil der Sportpferde. Zuerst war Moulan an der Reihe. Da ich meine Pferde täglich sah, ritt und putze wusste ich sehr gut um ihre Gesundheit, so das ich sie nicht durchchecken musste. Als nächstes Zeit bei einer Hengstkörung starten so das ich mir ihn genauer ansah. Er war fit, frass gut und verhielt sich normal. Beim impfen war er ganz brav und auch die Wurmkur nahm er ohne grosses Theater an. Ich klopfte ihm lobend den Hals und ging zu Efeu die in der benachbarten Box untergebracht war. Die junge, auffällige Stute war meine Hoffnung für den Busch. Ich hoffte mit ihr Platzierungen in der Vielseitigkeit sammeln zu können. Ich impfte und entwurmte sie und ging dann zum nächsten Pferd. Opium war heute etwas Nervös. Der Braune stampfte ungeduldig als ich seine Box betrat. Ich lächelte und hielt ihm um ihn abzulenken ein Leckerli hin. Dann war es auch schon vorbei. Ich schloss die Boxentür hinter mir, dann war Fada Fid an der Reihe. Auch sie war ruck zuck fertig, so das Vai Alida dran war. Die junge Stute mochte weder Spritzen noch Wurmkuren. Also band ich sie an und gab ihr zur Beschäftigung etwas Müsli. Als ich sie impfte schlug sie mit dem Schweif und schnappte in die Luft. Ich lobte sie und löste den Strick. Dann folgten noch Black Dragon und die kleine Noblesse.
      Als ich im ersten Stalltrakt fertig war, half ich Melissa die Pferde auf ihre Paddocks zu bringen. Anschliessend waren die Zuchtpferde an der Reihe.
      Als erstes kümmerte ich mich um Phar Lap. Der grosse Fuchswallach war einer meiner Lieblinge. Ich hatte ihn schon sehr lange. Wir waren ein echtes Team und hatten schon viel miteinander erreicht. Er liess die Prozedur brav über sich ergehen. Als nächstes war eine von Phar Laps Stuten an der Reihe. Saphira war eine meiner besten Zuchtstuten, auch sie war sehr umgänglich und liess sich impfen und entwurmen. Nun war Shihan an der Reihe. Der Schimmel war eines der schwierigsten Pferde auf dem Hof. Er liess sich nur von mir reiten und ich war die einzige der er komplett vertraute. Ich legte ihm das Halfter und gab ihm Äpfel und Möhren dann impfte ich ihn so schnell ich konnte. Er wich ängstlich zur Seite und sah mich mit weit aufgerissenen Augen an. Ich redete beruhigend auf ihn ein und gab ihm noch mehr Leckereien dann gab ich ihm noch schnell die Wurmkur. Ich entschuldigte mich mit meinem Angsthasen und streichelte ihn. Ich hatte ziemlich viel Zeit mit Shihan verbracht so dass ich mich nun ein bisschen beeilen musste. Als nächstes impfte ich Far Cry, Angels Kiss und Race is Hope. Dann waren Rubina und Beck an der Reihe. Im Eiltempo impfte ich noch Elanor und Requiem. Requiem hatte ein ebensolches Schicksal wie Shihan erlitten. Irgendwie hatte ich ein Händchen für solche Pferde. Requiem war zudem Shihans Sohn. War so etwas Schicksal? Nun waren noch meine drei amerikaner an der Reihe. Die drei Westernpferde hatte ich von Edfriend erhalten. Ich mochte die drei auch wenn ich eigentlich mehr die Dressurreiterin war. Eddie hatte mir die drei geschenkt und als Gegenleistung würde ich sie nie mehr verkaufen.
      So, nun war es also wieder einmal für ein halbes Jahr geschaft. Ich half John noch die Zuchtpferde raus zu bringen dann machte ich mich noch schnell auf dem Weg zum nächsten Kunden.
      1 Apr. 2014

      Grosse Pläne
      Letzte Woche bekam ich von Eowin und Ravenna einen Anruf. Eowin war die Präsidentin von EC und Ravenna war ebenfalls sehr engagiert in der Reitsport Szene. Sie wollten alle Reitvereine unter einem Dachverband zusammen bringen. Ich war zuerst etwas misstrauisch liess mich dann aber mitreisen. Ich würde also wieder den Joelle Galopp auf die Beine stemmen und Ravenna würde mir dabei helfen. Zusätzlich beschloss ich den Fahrsport ebenfalls noch zu übernehmen und Ravenna würde sich um das Distanzreiten und Eowin um die Englische Reitweise kümmern.
      Ich ging also in mein Büro und setzte alle Hebel in Bewegung um dem Joelle Galopp in kürzester Zeit wieder zu altem Glanz zu verhelfen. In letzter Zeit hatte ich meine private Rennpferdezucht sowieso zurück geschraubt und war auch Turniermässig weniger aktiv gewesen. Nun wollte ich vermehrt meine Energie in das neue Projekt stecken.
      Nach einigen Anrufen und einiger interessanten Diskussionen war es auch schon Mittag. Ich verliess das Büro und ging zum Stall. Dort half ich John bei der Mittagsfütterung. „Reitest du am Nachmittag Black und Morengo auf der Bahn?“ fragte mich John. „Jap, ich denke ich werde sie heute einige Runden locker Traben und dann Intervallsprints machen um an der Geschwindigkeit zu arbeiten“, antwortete ich und streichelte meinen Liebling Morengo. Dann lief ich rüber zur Tafel und studierte das heutige Programm. „Du reitest in diesem Fall Black und Moulan und Melissa wird sich um Refren, Fada und Opium kümmern“, sagte ich und half dann John weiter mit dem verteilen des Heus. Da es seit Tagen regnete blieben die Pferden in ihren Paddockboxen. Das bedeutete mehr Arbeit für uns, war aber besser für die hügeligen Weiden und die Pferde die dort leicht ausrutschen und sich verletzen konnten.
      Ich beobachtete John bei der Arbeit . Er war arbeite zügig und sorgfältig. Die Pferde mochten ihn sehr und er hatte sich vom Stallburschen zu einem begnadeten Jockey hochgearbeitet. Er trug Jeans und ein T-Shirt. Sein Haar war kurz geschnitten und Dunkelbraun. Wieso war mir eigentlich nie aufgefallen wie gut er aussah? „Du, John, willst du nach dem Training mit mir ausreiten? Efeu braucht noch etwas Bewegung und du kannst einen der Hengste reiten“, fragte ich und sah ihn an.
      „Du willst bei dem Wetter ausreiten?! Du bist aber schon ein bischen verrückt?“, sagte er grinsend. Ich lächelte und nickte. „Gut, ich nehme dann aber Race“, sagte er. John mochte Herausforderungen und der dunkle Hengst war voller unkontrollierter Energie. Ich wusste das er fasziniert von dem Tier war und er wusste es mit Pferden wie Race umzugehen.
      Als wir mit dem Füttern fertig waren gingen wir ins Haus. Meine Mutter hatte für alle gekocht und rief uns zu wir sollen doch schon einmal Platz nehmen. Alle Angestellten des Gestüts Rosenhofs assen bei uns Zuhause. Kaum hatten wir uns hingesetzte kamen auch schon mein Vater und Melissa zu Tür herein spaziert. Mein Bruder folgte ihnen.
      Nach dem Essen ritten wir die uns zugeteilten Pferde. Mein Bruder wollte einen kaputten Zaum reparieren und mein Vater fuhr ins Dorf um Kraftfutter zu kaufen.
      Das Training der einzelnen Pferde lief gut und ich war zufrieden. Danach sattelte ich Efeu und John Race. "Ich habe mir überlegt alle Zuchtpferde auf Carente auszuschreiben", erzählte ich John als wir aufstiegen und im Schritt gemütlich los ritten. "Dann würden die Pferde mehr gesehen werden und das würde sicherlich zusätzliche Einnahmen bringen." John nichte und sagte dass, das sich gut anhören würde. "Aber nun lass uns auch mal über was nicht geschäftliches reden", schlug John grinsend vor. Ich musste ebenfalls grinsen. Er hatte rehct ich dachte ständig nur an den Stall und die Pferde. Aber sonst existierte auch kaum etwas in meinem Leben. "Gut, über was willst du sonst reden?" fragte ich neugierig. "Über dich ...", sagte John ernst lächelte dabei aber. Ich schluckte. Was sollte das jetzt wieder heissen? "ÄHM, okay?"
      "Willst du mir morgen abend ausgehen?" fragte John weiter und in seinem Blick lag etwas herrausforderndes. Ich sah ihn etwas überrascht an. Mit JOhn ausgehen? Meinte er das wirklich ernst? ich mochte John, aber er arbeite für meine Familie und ich hatte deswegen nie mehr als einen Freund ihn ihm gesehen. "Ist das ein Date?", fragte ich vorsichtig. "Kommt darauf an wie du es betrachtest. Nun sag schon Ja!"
      Also willigte ich ein. Nach unserem Gespräch galoppierten wir noch eine Runde durchs Gelände. Danach tratten wir den Heimweg an um nicht zu spät nach Hause zu kommen. Wir sattelten Efeu und Race ab und stellten sie shconmal in ihre Boxen. Mein Vater hatte schon Requiem und Beck von der Hengstweide geholt. Ich half ihm anschliessend Pharlap und Shihan hinein zu holen. Johnund Melissa führten die stuten hinein. Anschliessend verteilte ich an alle ihr KraftFutter und die anderen verteilen das Heu. Dann fegte ich noch mit Melissa die Stallgassen und ich erzählte ihr von John. Ich hatte ein Date! Man war das aufregend :)
      1 Sep. 2014

      Eddi - Gekonntes Einspringen
      Es war bereits nach 17 Uhr als mich plötzlich ein wichtiger Anruf ereilte. „Eddi? Oh Eddi! Gott sei Dank! Endlich erreiche ich jemanden!“, ertönte eine erleichterte Stimme. „Ich bins! Fiona! Du kannst dich nicht zufällig die kommenden drei Tage um meine Pferde kümmern? Ich hatte einen bösen Unfall und liege im Krankenhaus und Melissa schafft das nicht alleine!“, erzählte Fiona mir die Kurzfassung und natürlich sagte ich sofort zu! Nachdem ich aufgelegt hatte, scheuchte ich Ethan und Kat auf, damit sie sich um unsere Vierbeiner kümmern würden, während ich mich bereits warm einpackte und dann ins Auto stieg, um mich auf den Weg zum Rosenhof.
      Eine Stunde später war ich auch dort und fand eine definitiv gestresste Melissa. Na ja, eigentlich war sie mit den Nerven schon am Ende. „Ich schaffe das einfach nicht!“, stöhnte sie und schüttelte den Kopf. Ich munterte sie auf und gönnte ihr eine kurze Pause, ehe wir die letzten Boxen im Stall misteten und frisch einstreuten. Zu zweit ging das natürlich definitiv schneller von der Hand, aber mit den Pferden würden wir noch die Hände voll zu tun haben! „Also ich habe heute nicht annähernd alle geschafft. Alleine ist das fast unmöglich!“, erklärte sie mir und zählte dann, was sie geschafft hatte.
      Das Stutfohlen Perfect Noblesse hatte seine tägliche Portion Erziehung erhalten. Danach hatte sie Citation und Dahiba longiert, ehe sie noch Refren geritten war. „Ich dachte ja, ich schaffe alle…“, murmelte sie, während sie mir zwei Halfter zuwarf, doch dann schüttelte sie nur den Kopf. Draußen war es bereits fast dunkel, dabei mussten noch alle Pferde in den Stall. Die kamen dafür aber auch direkt freiwillig zu uns. Ich holte Black Dragon und Fada Fid von ihren Paddocks in den Stall, während Melissa die beiden Stuten Vai Alida und Moulan einfing. Dann waren noch Morengo, Efeu und Opium an der Reihe.
      Während wir zu den weiter entfernten Weiden liefen, erzählte Melissa weiter. „Ich bin dann mit Cazador ausgeritten und hatte Morrigan als Handpferd. Eigentlich wollte ich mit Chaira auch eine Runde drehen, aber die muss heute eine Auseinandersetzung mit Elanor gehabt haben, weil sie ein wenig lahmte“, das überprüften wir direkt, aber auf dem Weg zum Stall lief Chaira wieder viel klarer, trotzdem zickten sich die beiden Stuten weiterhin an. Ich führte Rubina und Angels Kiss und die beiden wollten sich dann tatsächlich auch noch zoffen! Umso froher war ich, als die dann in ihren Boxen standen. Melissa bereitete dann bereits das Abendbrot für die Pferde vor, während ich die Hengste Requiem und Race is Hope in den Stall holte.
      Auch Saphira und Far Cry folgten mir brav und ließen sich dann ihr Futter schmecken. Shihan hingegen machte ein riesiges Theater, weil er mich nicht kannte und lief mit mindestens einem Meter Abstand neben mir. Dafür begrüßte mich Pharlap mit einem Wiehern, der Hengst war einfach ein Engel! Plötzlich ertönte ein leises Wiehern und beinahe hätte ich die kleine Becks Experience vergessen! Als dann auch der Zwerg im Stall stand, half ich Melissa noch bei der restlichen Fütterung und dann hatten wir es geschafft. Nun machten wir uns an die Planung für den morgigen Tagesablauf und das Training.
      12 März 2015

      So viele Helfer
      Pflegebericht

      Croccantino, Butterblume, Verdine, Roi du Soleil, Lillifee, Star, Vanity, Angel´s Kiss, Nesquik, Sally, Alice von Landwein, Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu, Antigone, Knives and Pens, Siana, Drachenlady, White Dance, Juwel der Stille, De Luxe

      Es war schon Winter, aber zu meiner Freude erinnerte das Wetter einen noch eher an laue Herbsttage. Somit wehte mir auch kein eisiger, schneidender Wind entgegen, als ich aus dem großzügig gebauten Einfamilienhaus trat. Seit kurzem hatten wir zwei Wohnungen in unserem Haus abgetrennt, aus vorher mehr oder weniger genutzen Räumen. Weniger, musste ich eingestehen. Und Lars hatte schon Pläne für weitere Wohnungen. Nicht das er neuerdings sich als Vermieter versuchte, nein, wir hatten nun Angestellte. Wie merkwürdig das klingt. Ich hatte mich immer alleine um meine Pferde, meinen Hof gekümmert. Aber nun war ich doch glücklich über Lars rationale Denkweise, denn inzwischen war die Größe des Hofes und Menge der Tiere nur noch schwer alleine zu bewältigen. Und somit hatten sich jetzt Peter, alteingesessener Pferdewirt, und Alexandra, welche bisher im Beritt und Reitunterricht tätig gewesen war, aber sich hier auch um die Pflege kümmern würde, dort einquartiert. Bisher verstand ich mich mit beiden recht gut, aber was konnte man schon nach so kurzer Zeit sagen.

      Alex kam grade aus der Tür hinter mir, „Ausnahmsweise kein Regen.“ Nickend stimmte ich ihr zu, denn es war zwar immer noch recht mild, aber wir hatten einige Tage des Dauerregens erlebt. „Ich hoffe der Boden ist nicht mehr so schlammig, ich wollte heute mit Blümchen eine Trainingseinheit im Gelände absolvieren.“, auf diese Idee war ich gekommen nachdem Cata mal wieder da gewesen war. Denn momentan schien Butterblume wohl eine Blockade, mental gesehen, zu haben. Denn trotz Talent und Können hatte sie nun beim Springen Schwierigkeiten. Im Gelände, kleine Hindernisse und Motivation durch andere Pferde(ich hatte Lars dazu verdonnert mir Gesellschaft zu leisten und eine Freundin würde auch mitkommen), hoffte ich würde sie den Spaß bei der Sache wieder finden und über ihren Schatten springen und letzteres wohl auch wortwörtlich. Alex nickte verstehend. „Du bewegst am besten heute erstmal die Zuchtstuten.“, teilte ich ihr mit. Wiederum nickte sie und verschwand Richtung der Besagten.

      Zu den Zuchtstuten zählten alle meine prämierten Stuten, welche zumeist gerade tragend waren und somit nur für einige Zeit aufs Paddock gelassen werden mussten oder für einige Runden in die Führmaschiene kamen. Zum Glück konnte man die Paddocks wieder nutzen. Schweigsames Mädchen, dachte ich noch kopfschüttelnd und machte mich Richtung Nebenstall auf, denn erst würde ich mich heute noch um meinen liebsten Croccantino kümmern. Auf dem Weg zu dessen Box kam ich an Peter vorbei, welcher eifrig, aber dennoch irgendwie gemütlich, dabei war die Boxen zu misten. „Morgen, Frau Esenbeck!“, grüßte er mich. „Morgen Peter, schon so weit?“ „Ja man muss doch anpacken!“ Lächelnd reichte ich ihm den Stroballen, welcher vor der Box lag. Er hat trotz der frühen Stunde schon gute Arbeit geleistet. „Machst du gleich mal Pause und teilst die Morgenrationen aus?“, fragte ich ihn. „Ist schon in Arbeit!“, kam die Antwort, die von der Tonlage nicht hätte passender für so einen alten, bodenstämmigen Mann hätte sein können.

      Mit dem gesattelten Croccantino machte ich mich Richtung Halle auf. Die Reitplätze sahen noch zu unfreundlich aus, auch wenn die Sonne sich gerade durch die Wolkendecke gekämpft hatte. Wenn es so bliebe würde der Ausritt heute schön werden. Croc war derzeit in allen wichtigen Sparten auf L Stand und hatte beste Aussichten ein top Sport- und Zuchtpferd zu werden. Die Körung hatte er zu meiner großen Freude erfolgreich absolviert und würde nun im nächsten Frühjahr mit 5 Jahren bei den Großen anfangen mit zu mischen. Eine lockere Stunde hatte ich angesetzt und so ließ ich ihn nach einer Aufwärmphase ruhig antraben. Mittlerweile war er recht routiniert unter dem Sattel und wundervoll feinfühlig. Nach einigen einfachen Übergängen war der Gute auch munter bei der Sache dabei . Wir nahmen Galopp – Schritt Übergänge hinzu und nachdem er diese talentiert meisterte wagte ich mich auch an den Halt aus dem Galopp. Zu meiner Freude schaffte er es nach ein paar Anläufen. Zwar schien er mir etwas nervös, dass ich etwas von ihm forderte, was er noch nicht kannte, und der Halt war noch ein wenig ruckelig. Dennoch machte er seine Sache super und schien aufmerksam dabei zu sein. Seine Ohren schlackerten etwas hin und her aufmerksam was als nächstes folgen würde. Fröhlich klopfte ich ihm den Hals. Im weiteren Verlauf fragte ich nur bekannte Lektionen ab. Etwas Außengalopp, Kehrtwendungen und das Vergrößern und Verkleinern des Viereckes. An der Bande lag die Abschwitzdecke bereit, welche ich nach dem Training mit Schwung über den Pferderücken schmiss.

      Als Croc wieder in seiner Box stand, nun auch verspätet sein Müsli mampfend und ich aus der Box trat kam eine grinsende Gestalt die Stallgasse entlang auf mich zu. Mit lauter Stimme trällerte sie mir fröhlich entgegen: „Da versteckst du dich also! Wie geht’s dir? Hier findet man ja niemanden ohne GPS-Gerät und Lageplan!“ Ebenfalls grinsend trat ich ihr entgegen:“Louisa! Schön dich zu sehen! Gut, ich hab viel zu tun, aber das macht mich ja alles nur glücklich. Hast du Lars schon begrüßt?“ Besagter kam in diesem Moment um die Ecke, lächelte und beantwortete meine Frage: „Noch nicht, aber das holen wir schon nach! Na kleine Schwester? Gut hergefunden?“ Er umarmte Louisa herzlich, welche darauf im Anschluss mir in die Arme fiel. Als sie von mir abließ schaute mich meine Freundin und jündere Schwester meines festen Freundes an: „Wie ich dich kenne hast du schon was geplant oder?“ „Wir gehen ausreiten, das schöne Wetter muss man doch nutzen!“ „Dann geh ich mich mal grade umziehen, okay?“ „Mach das! Mich hat sie auch noch zum Ausritt abkommandiert.“, Lars klopfte seiner Schwester auf die Schulter. „Als ob du was dagegen hättest!“, meinte diese keck und verschwand richtung Stalltür. „Ich steh nicht so auf Kaffeklatsch !“, rief Lars Louisa noch hinter her. Danach verschwand auch er um Roi du Soleil fertig zu machen. Ich selber wandte mich Butterblume zu, als ich mit dieser ferig war, ging ich nach Louisa schauen, welche bei Verdine zugange war. „Diese hier ist aber neu, oder?“ „Ja, ich dachte mir sie passt zu dir! Lieb ist sie … und sie springt nicht gerne!“, kicherte ich wofür ich eine rausgestreckte Zunge erntete. „Aber gut, dass ich nicht springen muss.“, meinte Louisa sanft lächelnd. Als ich mir sicher war das Louisa problemlos mit Verdine klar kam, die Stute schien meine Freundin zu mögen, wurde diese doch sachte angestupst, ging ich auf die Suche nach Alex.

      „Lillifee, Star, Vanity, Angel´s Kiss, Nesquik, Sally, Alice von Landwein, Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu, Antigone, Knives and Pens und Siana?“,zählte ich alle auf, man konnte ja nicht wissen ob schon alle Pferde im Petto hatte. „Ja, alle bewegt und wieder glücklich und sauber in der Box!“, meinte sie lächelnd. Ich musste auch grinsen: “Sehr schön! Ich bin jetzt mit Lars und seiner Schwester auf Butterblümchen, Verdine und Roi im Gelände. Du kannst ja noch Drachenlady zusammen mit De Luxe aufs Paddock bringen und White Dance und Juwel der Stille reiten, was du mit den beiden genau machst kannst du dir aussuchen!“ „Mir fällt schon was ein!“

      Das Gelände schien wie gedacht eine positive Wirkung auf Blümchen zu haben. Motiviert lief sie an der Spitze auch wenn Roi immer wieder versuchte sich vor zu drängeln. Darauf hin beschlossen wir ihn ans Ende zu verbannen. Lars war ganz froh nach hinten etwas Platz zu haben, denn der Hengst schien es heute echt hinter den Ohren zu haben und machte Lars das leben schwer. Währenddessen genossen Louisa und ich vor ihm den Ausritt und Verdine und Butterblümchen schienen sich zusammen stark gegenüber dem hinter ihnen randalierendem Hengst zu fühlen. Mit Verdine hatte ich das Richtige Pferd für Louisa ausgesucht, die Stute war brav zu bewegen, wenn auch etwas ängstlich, doch damit konnte meine Freundin umgehen. Als wir eine Strecke erreichten, welche von einigen kleineren Hindernissen gesäumt wurde gingen wir in den Galopp. Die ersten Sprünge ließen wir noch aus, doch dann merkte ich wie Blümchen unter mir zappelig wurde und den an ihr vorbei ziehenden Hürden nachschielte. Louisa und Lars würden nicht Springen, dazu war Roi zu aufgekratzt heute. Louisa und Verdine waren sich einstimmig sicher, dass der Ausritt ohne Sprünge spaßiger sei. Somit lenkte ich vor dem nächsten Baumstamm alleine ab und ging auf die Nebenspur des Waldweges. Gekonnt zog Blümchen an, taxierte und übersprang sorgenfrei das kleine Hinderniss. Neben uns galoppierten die zwei anderen Paare. Vorne ruhig Verdine, hinten zwei etwas muffelige Männer.

      Als wir wieder am Hof ankamen war Roi doch endlich mal zu ruhe gekommen und Lars konnte grade verschnaufen. Aber dieses Glück währte nicht lange, schon fing der Hengst wieder an zu blödeln. Etwas missmutig saß Lars ab und verschwand, sich im gehen eine Gerte und Longe greifend Richtung Halle. „Da wird jetzt aber einer Ärger bekommen.“ „Das ist der Doofe selber Schuld, soll er doch Lars nicht so ärgern!“, meinte ich schmunzelnd. „Aber lustig wars auch irgendwie“, gedankenverloren streichelte Louisa Verdine, welche das sichtlich genoss. Als ich absaß betrachtete ich Butterblümchen, welche endlich wieder eine Freude an den Tag gelegt hatte beim Springen, wie früher. Vielleicht ist sie noch nicht reif für Tuniere? Louisa verschwand ebenso wie ich in einen der Stalltrakte und das Pfderd abzusattel und zu putzen. Später würden wir uns noch alle im Haus wieder sehen, wo sie für die Dauer ihres Aufenthaltes ein Gästezimmer mit Bad bezogen hatte. Ich freute mich jedes Mal wieder wenn eine meiner Freundinnen für einige Zeit zu Besuch kam.

      Reitunterricht
      Pflegebericht

      Lillifee, Star, Vanity, Angel´s Kiss, Nesquik, Sally, Alice von Landwein, Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu, Antigone, Knives and Pens, Siana, Drachenlady, White Dance, Juwel der Stille, De Luxe, Butterblume, Croccantino, Fairy Tale, Baroness of the Guard

      Der Sommer ließ dieses Jahr auf sich warten, auch wenn man hier auf dem Gestüt in mancher Hinsicht darüber eher froh war. Nicht nass geschwitzt nach dem Reiten, keine nervigen Horden von Fliegen und Bremsen – dafür ab mieses Wetter und Massen an Mücken. „Mist!“, missmutig schlug ich auf eine dieser Plagen, welche sich gemütlich auf meinem Ar niedergelassen hatte um mich dann zu stechen. „Schon wieder?“ Lars und ich waren zusammen zu einem morgendlichen Ausritt mit Croccantino und Butterblume aufgebrochen. Lars hielt sich wacker auf dem hochmotivierten Hengst, während ich eher die größeren Schwierigkeiten hatte. Zwar hatte sich Butterblumes Verhalten im Gelände schon deutlich verbessert in den letzten Wochen, dennoch war sie immer noch gefährlich. Aus diesem Grund trug auch ich, ein völliger Reitwesten-Hasser, eine dieser steifen Dinger. Noch war es ruhig unter mir und mit energischen Hilfen ließ sich die Stute ruhig halten.

      Als wir zum Stall zurück kamen war ich einerseits froh drum, andererseits hätte ich noch Stunden zusammen mit meinem Freund und den Pferden durch den Wald dümpeln können. Nun gut ich war völlig zerstochen trotz Insektenspray und Butterblume nach einer erwarteten Panikattacke nass geschwitzt, aber ich war oben geblieben und sie hatte sich wieder beruhigt. Wie sensibel nur ein Pferd sein kann. Der Absturz einer Trainerin hatte sie sehr mitgenommen, weshalb das Gelände immer noch schwer war bei Blümchen. Croc sah im Gegensatz dazu aus als hätte er nichts gemacht. „Ich bring Croc noch auf das Paddock!“, rief mir Lars zu schon auf dem Weg dahin. Als ich Richtung Anbindeplatz ging sah ich auch Peter schon geschäftig die Boxen misten, während mir Marion entgegenkam. Links und rechts die Welsh Stuten Lillifee, Star und Vanity, während dessen Fohlen hinterher sprangen. Die Gruppe bewegte sich gemütlich durch die Stallgasse hinaus Richtung Weiden. Butterblue und ich konnten unseren Weg fortsetzen. Hier im Stall war sie wie immer das liebste und süßeste Stütchen überhaupt, auch etwas schreckhaft, aber nicht so panisch wie im Gelände. Nachdem ich Blümchen abgesattelt und Abgeduscht hatte stellt ich die Stute unter das Solarium zu trocknen. Auch ihre Muskulatur konnte das zum entspannen gebrauchen.

      Währenddessen machte ich mich auf den Weg White Dance zu holen. Ich hatte recht gehabt, denn die Stute sah mal wieder eher braun als cremellofarben aus. So hatte ich nun genügend Zeit dies wieder zu korrigieren, denn meine Reitkinder würden erst in einer Stunde fertig auf den Ponys sitzen. Die Stunde würde ich von White Dance aus halten, was aber kein Problem darstellte, da die drei Mädels mit 12, 13 und 10 Jahren schon gute Reiterinnen waren. Heute war Dressur angesagt.

      Butterblümchen stand völlig entspannt da als ich mit White Dance eintraf, etwas verschlafen blinzelte sie mir entgegen, entschied aber dann das alles okay sei und döste weiter. Bevor ich mich ans säubern der Welsh Stute machte, checkte ich nochmal die Tafel für die Reitschüler. Marie auf Drachenlady, Vera auf Juwel der Stille und Annalena auf De Luxe – das sollte hinhauen. Auch wenn die 12 Jährige Vera lieber Drachenlady ritt, so war doch sinnvoller das die 10 Jährige und Körperlich kleinste der drei Mädchen auch das kleinste Pony ritt. Und Vera würde es auch mal gut tun ein Pferd zu reiten was sie etwas mehr fordern würde als Drachenlady es tat.

      Während ich die schmutz Flecken von White Dance schrubbte, sah ich durch das Fenster abwechselnd Marion und Alex, welche wohl beschlossen hatte Marion zu helfen, die Zuchtstuten samt Fohlen vorbei führen. Alle nicht tragenden Stuten ohne Fohlen kamen erst in die Führmaschine und danach dann mit den anderen Zuchtstuten auf die Weide. Erst kamen Angel´s Kiss, Nesquik, Sally und Alice von Landwein vorbei. Danach folgten die beiden Pflegerinnen mit Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu und Antigone, deren freches Palomino Sabino Stutfohlen seinen ganz eigenen Weg zu laufen schien, denn 2 Minuten nachdem die Stuten schon vorbei waren düste es noch quietschend im Hof herum. Mit den letzten Stuten Siana und Knives and Pens ließ sich aber auch dieser kleine Wirbelwind mit einfangen und wurde dann weniger erfreut von beiden Seiten am Halfter hinterher gezogen.

      Schließlich war White Dance auch fertig und während diese unter dem Solarium trocknete, brachte ich Butterblume in ihre Box. Danach ging ich noch kurz bei meinen Reitmädchen vorbei schauen, ob auch alle ihr Pony samt Zubehör gefunden hatten. „Wie läuft’s bei euch? Alles gut?“, rief ich ihnen zu. „Hallo!“ „Ja!“ „Supi!“ Kam es mir entgegen, die Mädels waren fleißig die Pferde am fertig machen. Marie kam mir entgegen mit Sattelzeug, „Ist das hier richtig für Drachenlady?“. „Ja“, lächelte ich sie an und schon hüpfte sie zu dem Fuchspony zurück. „Ich seh euch in 20 Minuten in der Halle! Und die Pferde aufgewärmt!“, sagte ich in die Runde und ging zurück zu meiner Stute, die inzwischen trocken war.

      White Dance kam in die Führmaschine, während ich ihr Sattelzeug raussuchte, dann hatte ich es wen sie fertig aufgewärmt war schneller. In Reitkleidung lief ich sowieso schon den ganzen Tag herum. Währenddessen lief ich mit einem Heuballen zu einem der etwas abseits der Stallgebäude gelegenen Paddocks mit großem Laufstall. Draußen standen grade meine kleine Zuchtbereicherung Fairy Tale, ein buntes Welsh B Stutfohlen aus diesem Jahr, und Baroness of the Guard aus 2014. Nessi war ein Fellpony und entwickelte sich immer mehr zu eine echten Pferd. Ich schmiss den Heuballen in die überdachte Raufe und schon wurde es auch im Laufstall unruhig. Ich hatte keine Zeit mehr die Fohlen und Jungpferde zu beobachten die nun hinaus kamen, denn ich wollte als Reitlehrerin nicht zu meiner eigenen Stunde zu spät kommen.

      Die Mädels saßen vorbildlich schon auf ihren Ponys, welche auch schon eingelaufen aussahen. So schwang ich mich auch direkt auf meine Stute ehe ich begann. Erst wurde Leichtgetrabt, die Mädels sollten möglichst viele Schritt-Trab Übergänge und anders herum einbauen. „Nicht in den Ecken Vera! So kann das nur unschön werden!“ „Annalena geh mal auf den Zirkel im Schritt, wenn die Luxi dir so weg rennt kann das nicht vernünftig werden! Kommt erst mal zur Ruhe!“ White Dance Ohren schwangen neugierig hin und her, das hatte sie so auch noch nicht erlebt. Dennoch arbeitete sie willig mit. Danach befassten wir uns mit dem Aussitzen, gingen Schlangenlinie und übten den Halt auf X. Marie hatte noch etwas Schwierigkeiten, hüpfte sie doch im Ponytrab noch recht unruhig auf ihrem kleinen Pferd. „Marie wenn du nicht mehr kannst darfst du zwischendurch auch leichttraben.“ Ein Nicken kam mir entgegen. Zum Ende hin durften alle nacheinander noch Galoppiren auf beiden Händen was bis auf die üblichen Fehler klappt, alle Ponys galoppierten brav und keiner ging durch. Nach dem Abreiten mussten die Mädchen ihre Ponys wieder versorgen, aber das wussten und konnten sie auch. Ich versorgte ebenso meine Stute ehe ich nochmal nach meinen Reitkindern schaute. Für mich war es eine neue Erfahrung zu unterrichten, aber es gefiel mir bisher gut. Die Idee hatte Lars gehabt, sowohl um noch etwas Geld einzubringen, die Ponys zu bewegen und Werbung für unser Gestüt zu machen, denn wir verkauften ja schließlich zum Teil zukünftige Kinderponys.

      30.12.2016 - Pflegebericht - kira

      Etwas außer Atem öffnete ich das Tor der Koppel. Ich hatte es leider mal wieder eilig und so war ich zur Stutenweide in Gesellschaft von Jascha gejoggt. Die Halfter der Stuten hingen a Zaun und so schnappte ich mir flott die von Lillifee, Star, Vanity und Draculas Wife. Nach einigem Gebrassel hatte ich auch schließlich alle vier Stuten auf der schlammigen Weide erwischt. Da die Zuchtstuten eh keine Eisen trugen hatte diese auch wenig Probleme sich auf dem aufgeweichten Boden zu bewegen, ich im Gegensatz rutschte nur so vor mich hin. Nachdem ich das Gatter endlich wieder verschlossen hatte ging es im Vergleich zum Hinweg recht gemütlich zurück. Denn auch wenn die Stuten gerne auf der Weide waren, so gab es doch im Stall ihr abendliches Futter. Einzig die kleine Zicke Lillifee drängelte, doch gegen das noch nicht mal 1,30 große Pony konnte ich mich doch recht locker behaupten. Jascha hatte ich inzwischen aus dem Blick verloren, aber er würde schon wieder auftauchen. Kurz vor dem Stall kam mir Alex entgegen:“ Angel´s Kiss, Nesquik, Sally, Alice von Landwein, Happy Steffi und Nosferatu hab ich schon reingebracht. Soll ich die Cobs auch noch holen?“ Unsere eigentliche Pflegerin der Zuchtstuten war momentan krank so lief auf dem Hof alles etwas drunter und drüber, aber da alle mitanpackten ließ essich doch bewerkstelligen. „Ja, das wäre gut!“ Auf der Weide warteten noch Knives and Pens und Siana, ich selber hatte keine Zeit die beiden rein zu holen. Die neue Welsh Cob Stute Argenté Noir war noch nicht in die ganze Zuchtstutenherde integriert, sodass sie heute im Stall geblieben war, abgesehen von etwas Freilaufen in der Halle. Sie war erst vor Kurzen zusammen mit einem Cob Hengst aus England bei mir eingetroffen, wo sie vorher auf dem Pineforrest-Gestüt gelebt hatte. Als sie mir angeboten wurde war ich ziemlich begeistert gewesen, da sie nicht nur optisch sondern auch mit ihren Leistungen überzeugen konnte, auch wenn sie etwas eigenwillig sein konnte.

      Nachdem die Pony Stuten glücklich ihr Futter mümmelten schaute ich noch einmal nach Antigone. Die Fellpony Stute war schon mittags rein gestellt worden, nachdem sie ausgerutscht war und daraufhin leicht lahmte. Doch nachdem ich sie kurz in der Halle laufen lief konnte ich sie beruhigter wieder in die Box bringen. Ein Tierarzt schien nicht notwendig. Zwar hatte sie ein paar Schrammen an der Hinterhand, aber es zeigte sich keine Schwellung und das Lahmen war auch schon deutlich zurück gegangen. Die Schrammen wurden einfach aus der Stallapotheke behandelt und die Stute weiterhin genau beobachtet um wenn nötig doch sofort einen Tierarzt hinzu zu ziehen.

      Zuletzt hatte ich noch zwei Pferde zu longieren. Dunkel war es schon lange, so war ich Glücklich mit Croccantino in die hell ausgeleuchtete Halle zu können. Der Hengst war im ersten Moment etwas irritiert, denn trotz seines jungen Alters stand äußerst selten Longieren auf dem Trainingsplan. Dennoch wusste er noch genau was von ihm verlangt wurde. Nachdem er kurz seine schlimmen 5 Minuten gehabt hatte lief er brav und gleichmäßig im Zirkel. Zu einer Trainingseinheit unter dem Sattel fehlte die Zeit. Nach etwa 20minuten ging es auch wieder zum Stall, wo der Hengst wieder in seine Box kam. Die Abschwitzdecke durfte er erst noch anbehalten. Diese würde ich später gegen seine normale Stalldecke tauschen.

      Das zweite Pferd, welches ich longierte war Drachenlady. Sie gehörte zu meinen langjährigsten Pferden und war für ihr Alter von 11 Jahren erst in verhältnismäßig tiefen Klassen unterwegs. Doch das wollten wir langsam ändern und sie vielleicht doch einmal als eine unserer Zuchtstuten begrüßen können. So war sie inzwischen regelmäßig im Training und auch öfter mal an der Longe. Das Longieren mit der Kleinen Stute verlief wie gehabt problemlos, war sie doch ein Seelchen von Pony, weshalb ich sie auch gerne in Reitstunden einsetzte.

      Als ich zum Haus schlurfte wartete Jascha schon vor der Tür: „Naa, wo hast du dich denn rumgetrieben?“ Der mittlerweile nicht mehr wirklich kleine Hund wedelte begeistert aufgrund der Aufmerksamkeit mit dem Schwanz. Sobald die Tür einen Spalt offen war flitzte er in sein Körbchen und ich musste jetzt auch endlich ins Bett, da ich am nächsten Tag sonst nicht frühgenug aus diesem raus kam.

      13.06.2017 - Kostümparty für die einen, Arbeit für die anderen - Canyon
      Pflegebericht

      "Das ist doch albern."
      "Nein, das ist niedlich."
      "Haha." Sie lachte trocken und bedachte ihn mit einem ungläubigen Blick. "Und ich bin der Weihnachtsmann."
      "Da bist du aber nicht sehr glaubwürdig!" Diesmal blickte er gespielt abschätzig vom Pferd aus auf seine Freundin herab, streckte ihr dann jedoch als Zeichen eines Scherzes die Zunge raus.
      "Ich bin ohne Kostüm genauso glaubwürdig wie du es mit Kostüm bist, das habe ich versucht dir damit verständlich zu machen!" Sie versuchte sich aus dieser Lage wieder zu befreien, da ihr jedoch nichts passendes einfiel, verschränkte sie die Arme und schaute absichtlich in eine andere Richtung.
      "Bekomme ich nun trotz des oberniedlichen Hasenkostüms eine Aufmunterung? Immerhin bin ich hier, um die Ehre unseres Gestüts zu verteidigen!"
      "In einem Hasenkostüm!?" Entsetzt blickte sie ihn wieder an. "Du ziehst unsere Ehre in den Dreck!"
      "Weißt du was mir gerade einfällt? Ich weiß noch was "Ehre" auf Russisch heißt!"
      Diesmal musste sie lachen und als sie sich auf die Zehenspitzen stellte, um ihm einen Kuss auf die Lippen zu drücken, lächelte sie liebevoll. "Ich gebe es zu, es ist wirklich niedlich!"
      "Sagte ich doch!" Seine Brust schwoll an und er grinste schon wieder.
      "Jaja...", nuschelte sie. "Wir sehen uns nachher, holst du mich ab?"
      "Immer doch, Liebling, immer doch!"

      Die Kostümparty auf dem Gestüt Milky Way war eine der bekanntesten weit und breit. Viele Besucher kamen mit und ohne Pferd, doch waren sie stets verkleidet, wie es die Regeln besagten. Die einzige, welche heute nicht in eine, lächerlichen oder gruseligen Kostüm steckte, war-
      "Charlotte von Eylenstein." Freundlich streckte sie ihre Hand aus und ergriff die des Mannes. "Peter", meinte dieser nur. Charly tat es gut, nach so langer Zeit wieder ihre Muttersprache sprechen zu können. Fast hatte sie das Gefühl, sie verlernt zu haben. Es lähmte ihr die Zunge und die Wörter, welche sie so viele Jahre lang Tag für Tag gebraucht hatte, schienen hinter all den anderen Dingen in ihrem Kopf verschwunden zu sein. Deswegen nickte sie nur kurz und lächelte zögerlich.
      "Hat dir Kira bereits eine Einführung gegeben?"
      "Nur ganz kurz." Meinte sie. "Das Nötigste eben."
      Peter brummte. "Ok, dann komm mit."
      Der morgendliche Schein der Sonne kroch erst langsam über die Spitzen der hügeligen Landschaft und ließ das Gestüt trotzt des warmen Sommers noch kühl und leer erscheinen. Einige Autos besiedelten schon den Parkplatz und bis zum Nachmittag würden es noch einige mehr werden. Kira hatte sich wie immer jede Menge Mühe für ihre reichlichen Gäste gegeben, Nico freute sich jetzt auf die Mahlzeiten - er mochte deutsches Essen.
      Peter verlor nicht viele weitere Worte, sondern teilte Charly einige Pferde im Hengststall zu, drückte ihr einen Futterplan in die Hand und sie versuchte ihr bestes, das ihr fremde Fütterungsprinzip in die Tat umzusetzen.
      "Ponys, Ponys, Ponys-" murmelte sie und fuhr mit dem Finger die Liste herab. Es waren einige Tiere zu füttern und die Zeit drängte. Die meisten Pferden mussten auf den Weiden sein, bevor der Ansturm an Gästen auf das Gestüt drängte.
      Sie begann, wie man meisten begann. Ganz vorne am Anfang. Obwohl sie unter zeitlicher Anspannung stand, nahm sie sich für jedes Pferd kurz Zeit. Admiral war also der erste, bei welchem sie die Tränke kontrollierte und Heu nachfüllte. Danach folgten viele weitere Ponys: Coco's Landzauber, Armani, Golden Pirate, A Le Hop, All Pride, Auftakt, BonnyBoy, Single Malt, Fürst der Finsternis, Dracula, Daydreaming Sorrow, Legacy of Gold, Look At My Hair und Frisco. Sie war reichlich überrascht, dass der größte Teil der kleinen Pferde erfolgreich gekört war.
      Die Hengste würden heute jedoch drinnen bleiben. Zu viele fremde Pferde waren unterwegs, sodass Charly nach getaner Arbeit bei den Hengsten zu den Stuten ging. Hier lernte sie Alexandra kennen. Diese war ein paar Jahre jünger als sie, aber Charly mochte ihr nettes Lächeln und die beiden Frauen verstanden sich, ohne viel von einander zu wissen. Was Pferde und ein kleines Lächeln bewirken konnten, dachte Charly und griff das Halfter an der ersten Box. Alexandra und Peter hatten bereits die Stuten gefüttert, sodass diese nun auf die Weiden sollten. "Imma zwe auf einma'", hatte Peter gesagt, während Charly nur verständnislos geschaut und Alexandra gelacht hatte. Peter hatte erst nicht gewusst, was er getan hatte, lachte dann jedoch auch, als er es verstand.
      Lilifee und Star hießen die ersten beiden Stuten. Charly mochte einfallslose Namen nicht, verzieh es den beiden jedoch durch ihr hübsches Aussehen sehr schnell. Peter griff sich Vanity und Angel's Kiss, während Alexandra Nesquik und Sally nahm. Die Ponys kannten den Weg schon fast selbst und weit war er auch nicht, sodass nach kurzer Zeit auch Alice von Landwein, Draculas Wife, Happy Steffi, Nosferatu, Argenté Noir, Knives and Pens, Siana und Antigone auf der Weide waren. Peter klopfte sich zufrieden die Händen an der Hose ab. "Jut, dann geht jetzt ener zu den Trainingspferden und die anderen beiden zum Nebenstall. Alex machst du dat? Ich nehme Charly mit, schicke sie dir jedoch, sobald wir fertig sind." Die beiden Frauen nickten zustimmend und machten sich auf den Weg zu den jeweiligen Pferden.
      Die sieben Trainingspferde standen nicht weit abseits. Auch sie mussten gefüttert und anschließend auf die Weide gebracht werden. Wieder gab es für sie einen Futterplan, während Peter das von ihr vorbereitete Futter zu den Pferden brachte.
      "Das ist für Viona und das ist für Nandalee", sagte sie und deutete auf zwei Eimer. "Als nächstes kommen dann Drachenlady und-", sie stockte, "-Wie konntest du nur?" Zweifelnd blickte sie zu Peter auf. "Heißt der wirklich so?" Peter nickte und griff stumm zu den Eimern, während Charly sich kurz lachend schüttelte. Gerade habe ich mich noch über die Namen beschwert, dachte sie, aber jetzt-.
      Zum Schluss kamen nur noch I like it, Club can't handel me und Roi du Soleil und auch diese kamen, nachdem sie genüsslich aufgefressen hatten auf die Weide.
      "Geh' du jetz ma zu Alexandra, ich mache die Boxen hier alleine." Charly nickte und machte sich auf den Weg zum Nebenstall, welche gerade einen unglaublich niedlichen Miniatur Hengst namens Umpalumpa den Schweif kämmte.
      "Ah sehr gut! Dich könnte ich jetzt gut gebrauchen! Du musst mir mal mit Croccantino und ZM's Zanaro helfen, ich würde die beiden gerne in die Führanlage bringen." Sie drückte Charly den jungen Vollblut Hengst Zanaro in die Hände, während sie selbst Croc nahm. "Nachher kommen auch noch Butterblume und Lady Moon, aber die will ich nicht zur gleichen Zeit-" Sie brach ab, denn aus einer der benachbarten Boxen drang ein lautes klagendes Wiehern. "Das ist Stromer's Painting Gold, die mag es nicht, wenn man sie alleine lässt. Vielleicht nehme ich sie nachher mit in die Führanlage." Sie verließ den Stall und Charly folgte ihr. "Aber erst nach dem Mittagessen, logischerweise." Fügte sie noch hinzu.

      Der Nachmittag war erstaunlich Pferdeleer. Nur hin und wieder wurden ein paar Pferde in die Führanlage gebracht und nach kurzer Zeit wieder abgeholt. Ansonsten machte Charly genau die Arbeit, welche sie von Zuhause gewöhnt war. Boxen sauber machen und Weiden abäppeln.
      "Ach wie viel angenehmer wäre das Leben, wenn es auch Pferdetoiletten mit Spülung gäbe." Meinte sie am späten Abend zu ihrem Freund. Ihre Arbeitskleidung hatte reichlich gelitten und ihre Haare waren von Staub und Dreck überzogen. Nico derweilen saß immer noch im blauen Hasenkostüm auf einer der Partybänke und hielt eine Flasche Bier in der Hand. Als Charly diese erblickte, seufzte sie. "Sage nicht, dass ich nun auch noch Autofahren muss!"
      "Keine Angst Schatz, ich habe erfolgreich unsere Ehre verteidigt und eines der beliebten Gästezimmer ergattert!" Seine Brust schwoll vor Stolz.
      "Hoffentlich hast du auch etwas Werbung für unser Gestüt gemacht, das war schließlich deine Aufgabe."
      "Natürlich! Was denkst du denn von mir?" Empört richtete er sich auf. "Dass ich ein Taugenichts bin oder was?"
      Charly hustete. "Ach nö nö, quatsch!" Sie hustete wieder.
      "Glaube mir, die werden uns in Scharen besuchen kommen! Wenn ich eines bin, dann überzeugend und weißt du was? Ich habe noch einen Meilenstein heute erreicht!" Zweifelnd blickte Charly auf. "Lass dich überraschen Hase, lass dich überraschen."
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      09.11.2017 | Winterzauber

      Ravenclaw, Mimi Magical, Jonquil, Valerian, Cosmic Dawn, Bijou,
      Shyvana, Nemax, Waikiki, Macaruja, Daitona, Angel's Kiss, Eskari und Kjarkur.

      Ich fröstelte und zog mir mit zittrigen Händen die Ärmel über meine eiskalten Finger. In der Halle war Marie gerade mit Ravenclaw beschäftigt. Sie gewöhnte den kleinen Träumer langsam aber sicher an Sattel und Trense. Er trabte locker an der Longe, und gehorchte Maries Stimmkommandos artig. Janina war ebenfalls in der Halle und bewegte gerade Waikiki. Mit Nemax und Macaruja war sie bereits fertig. Außerdem hatte sie heute erstmals Cosmic unter dem Sattel, um ihn auch in der Dressur fit zu halten. Bisher war der Hengst überwiegend auf dem Springplatz oder im Gelände geritten worden, weshalb er etwas hitzig geworden ist. Philipp hatte sich heute bereits schon Daitona, Valerian, Mimi und Shyvana gewidmet, Marie würde nachher noch Bijou reiten und ich übernehme Jonquil und Angel, während die beiden Reitbeteiligungen sich heute um die Ponyhengste Eskari und Kjarkur kümmerten. Lisa und Emily hatten sich auf meine Anzeige gemeldet. Zwei Freundinnen, die bereits einige Erfahrungen auf Turnieren sammeln konnten, und denen der Reitunterricht einfach nicht genügte. Lisa ist 16 Jahre jung und kümmert sich um den Isländerhengst Kjarkur, währens Emily ein Jahr älter ist und sich Eskari widmet. Die beiden haben sich bisher als sehr zuverlässig erwiesen, und kamen mit den Ponys schnell zurecht.
      Mittlerweile haben sich einige Pferde auf dem Gestüt angesammelt, und wenn in Zukunft noch zwei weitere Warmblutrassen, nämlich Hannoveraner und Holsteiner, in die Zucht mit aufgenommen werden, dann müsste definitiv weiteres Personal eingestellt werden. Jodie übernahm in letzter Zeit die Arbeit im Büro, und wir waren zu viert mit allen 14 Pferden mehr als ausgelastet. Bald würden noch zwei weitere Pferde dazukommen: Ein Holsteinerhengst und eine Hannoveranerstute. Beide waren von interessanter Blutlinie und ansonsten völlig unverbraucht. Philipp hat darauf geschworen, dass der Hengst im Springen sehr weit kommen würde, während die Stute ein kleines Überraschungspaket sein wird. Janina hoffte darauf, dass sie Dressurbegabt ist, denn optisch wäre sie der reinste Knaller mit den vier weißen Stiefeln und dem weißen Schweif.
      ich schaute auf die Uhr. Halb 5, draußen wurde es bereits Dunkel. "Möchtet ihr nachher einen Glühwein oder einen Kakao? Ich geh jetzt ins Stübchen und wärme mich auf", fragte ich in die Halle, worauf hin beide einen Kakao bestellten. "Stelle ich euch dann gleich auf die Bande", sagte ich, und wanderte zum Stübchen. Drinnen war es schön behaglich warm, der Ofen feuerte wirklich gut. Ich drückte den Kakao-Knopf auf dem Automaten, zwei mal, und brachte die Becher nach einer kurzen "Hand-Auftau-Einheit" vor dem Ofen zu den beiden Reiterinnen in der Halle. Janina bedankte sich, hielt Waikiki an und griff nach ihrem Becher. Ich machte mich auf den Weg zu Jonquil, um sie zum reiten fertig zu machen. Die kleine Stute freute sich, mich zu sehen und ich schob ihr wie immer einen Apfel zu. "Huhu meine Liebe", begrüßte ich die Stute, halfterte sie auf und führte sie aus der Box auf die Gasse, wo ich sie festband. Dann nahm ich ihre Winterdecke herunter und musterte das geschorene Fell. Hübsch ist das ja nicht geworden, da müsste ich Philipp noch einen Tacken zu sagen. Ich sah vorerst darüber hinweg und begann damit, die Stute zu putzen. "So langsam wird es richtig kalt, kleine Maus, was?" Als hätte Jonquil mich verstanden, stöhnte sie leise und schloss ihre Augen, ich lachte, und bemerkte das draußen die ersten Schneeflocken rieselten.
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      07.02.2018 | Hallo 2018!

      NWS Dreamcatcher, Devil May Cry, Nemax, Cosmic Dawn, Bijou, Ravenclaw, Valerian, Golden Ebano, Shiryō,
      Mimi Magical, Jonquil, NWS No Mercy, Belle Fleur, Waikiki, Macaruja, Daitona, Galantis, Shyvana und Black Eyed Smoky.


      "Achte einfach mal auf seine Unterlippe." Marie beobachtete ihr dösendes Pferd nachdenklich. Sie übte gerade das Aufsteigen mit ihrem Rappschwarzen Hengst Ravenclaw. Dabei hat sie mit vehementen Einwürfen seitens Raven gerechnet, doch er entspannte sich so sehr, dass sie an seiner psychischen Anwesenheit zweifelte. Sicherlich waren die beiden mittlerweile miteinander vertraut - Marie hat so viel Bodenarbeit mit ihm gemacht, dass sie mehr Ausdauer als das ein oder andere Pferd in meinem Stall haben musste. Und er entwickelte sich dabei zu einem wahren Goldstück. Es konnte sogar Dinge auf Kommando apportieren, so etwas verrücktes hatte ich zuvor noch nicht gesehen. Marie gab ihm einen Klaps auf seine Schulter: "Huhu Pony, Anwesenheitspflicht." Raven gähnte ausgiebig, und betrachtete Marie mit großen Kulleraugen. Jetzt war er wach. Ich musste schmunzeln. "Dann drücke ich dir mal die Daumen, dass er dir bei den ersten Schrittversuchen nicht einpennt, Marie!" Sie grinste schief und lobte den Hengst, als sie sich über seinen Rücken beugte. Ich machte mich währenddessen auf den Weg in die Stallgasse, um zu füttern.
      Philipp machte gerade Cosmic fertig und war nicht sonderlich gesprächig. Ich wies ihn kurz darauf hin, dass Marie die kleine Halle mit Janina belegt hatte, und er somit nach draußen auf den Platz oder in die große Halle nebenan verbannt wurde. Cosmic schnaubte erschüttert, als würde er das persönlich nehmen. Philipp lächelte kurz und meinte nur: "Soso, das Wildpferd wird also gebändigt." Ich lächelte zurück und stellte Cosmics Futter in einem Eimer vor seiner Box ab. "Schmeiß ihm das nachher noch rein, ja?" Philipp nickte und legte dem großen Fuchs den Sattel auf. In letzter Zeit war es stiller geworden, Janina und Philipp waren mit dem aktuellen Bestand an Pferden absolut überfordert, daher hatte ich einige Anzeigen geschaltet, in denen Verstärkung fürs Team gesucht wird. Es gab tatsächlich auch schon einige Bewerbungen, mit denen ich mich dringend auseinandersetzen sollte. Jodie lag mit der Grippe flach, sodass ich irgendwie doppelt belastet war. Nebenbei mussten auch noch die ganzen Kürtermine geplant und das Training der Pferde getaktet werden. Diese Aufgaben fielen eigentlich in Jodies Bereich, doch jetzt war sie krank. Der Start in das Neue Jahr verlief ebenfalls chaotisch: Zwischen etlichen Körungen lief der Transport zwei neuer Westfalen schief, was nicht nur viel Zeit, sondern auch wertvolle Nerven kostete. Mittlerweile spannte ich für solche Geschichten Janina mit ein, denn diese Frau hatte offensichtlich Nerven aus Stahl. Gedankenumwoben scheffelte ich Hafer und Pellets in die Tröge der Pferde und prüfte mit einem kurzen Blick, ob die Decken noch vernünftig lagen. Das letzte, was wir jetzt noch gebrauchen könnten, wäre ein krankes Pferd. Als alle Pferde versorgt waren, machte ich mich auf den Weg ins Stübchen, machte mir dort einen Kaffee und suchte nach den Bewerbungsunterlagen. Zwischen den Zeilen schaute ich ab und zu durch das große Fenster in die Reithalle, um Raven, Marie und Janina zuzusehen. Mittlerweile saß Marie oben - Janina hatte den Rappen an der Hand und führte ihn vorsichtig einige Schritte vor. Er ging noch etwas zögerlich, machte aber keine Anstalten unartig zu sein. Marie lobte ihr Pferd ausgiebig und ich gönnte ihr diesen Erfolg. Seit sie Ravenclaw hatte, ist sie so viel selbstbewusster geworden. Mit Dai, ihrer kleinen Erzfeindin, hatte sie sich mittlerweile gut zurechtgefunden, was mit Sicherheit auch mit iherer Arbeit mit Ravenclaw zusammenhing. Unwillkürlich musste ich an meine kleine Lieblingsstute Jonquil denken. Sie hatte auch enorme Fortschritte gemacht. Während ich sie zuhause trainiert habe, hat Philipp sie zu einigen Turnieren mitgenommen, um mit ihr als Zweitpferd zu starten, und die kleine Apfelschimmelstute erwies sich auf dem Turnier stets als sehr ehrgeizig, wo sie sich zuhause als aufmüpfig erwies. Als würde man einen Schalter umlegen, dachte ich. Ein Fohlen von ihr und Cosmic würde vermutlich wahnsinnig toll werden. Nicht nur vom Potenzial her, nein, sondern auch charakterlich. Ich schweifte in meinen Gedanken ab, bis ich mich träumend auf meinem Platz im Stübchen erwischte. Ich sollte mich wahrlich mit wichtigeren Dingen, wie zum Beispiel dieser Bewerbung von Fabienne, Saskia, Jenny, Tobias und Maximilian. Diese fünf Kandidaten hatte Jodie (vor ihrem krankheitsbedingten Ausfall) bereits in die engere Auswahl sortiert. Unwillkürlich dachte ich an mich, Janina und Philipp. Wir hatten uns damals ganz ungezwungen zusammengefunden. Zuerst zu Pferd als Konkurrenten auf dem Platz, später als Sportkollegen an dem Pommesstand und eines Tages eben auch als Freunde auf dem Reiterball vor ca 6 Jahren. Irgendwie hatten wir uns auf Anhieb gut verstanden, hatten oftmals (auf keinen Fall immer!) dieselben Ansichten zum Thema Pferd und Reiterei, und so kam es zu dem, was im Hier und Jetzt stattfindet. Müde legte ich die Bewerbungen an die Seite und schwelgte in den alten Zeiten...
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      07.07.2018 | Eingekehrte Ruhe

      Millenium GC, For Pleasure, NWS Dreamcatcher, Devil May Cry, Nemax, Cosmic Dawn, Bijou, Ravenclaw, Valerian, Golden Ebano, Shiryō,

      Mimi Magical, Jonquil, NWS No Mercy, Belle Fleur, Waikiki, Macaruja, Daitona, Galantis, Shotgun, Cherrypie, Shyvana und Black Eyed Smoky,
      Eskari, Bajana, Chin Chin, Angels Kiss und Kjarkur, Ciri Riannon, Flavor's Feverdream, PFS Catching Fire und La Cadence.

      Mein Handy zeigt 4:50 an, als ich vergnügt aus dem Stall ging. Die Pferde waren alle gefüttert und versorgt, ich konnte jetzt noch kurz etwas Schlaf nachholen, mich später in die Sonne legen und den Stall den Händen meiner Mitarbeiter überlassen. Heute habe ich ausnahmsweise mal frei. Nachdem wir unsere kleine Familie um zwei weitere Bereiter und zwei Pferdewirte erweitert haben, ist der Alltag (verhältnismäßig) um einiges entschleunigt worden. Turnierwochenenden waren noch immer stressig, aber sobald unser LKW, auf den tatsächlich 5 Pferde passen werden, finanziert wird, würde auch das leidige Fahren zu den Turnierplätzen ein Ende nehmen. Unseren Pferden geht es zur Zeit prächtig, einzig unser Neuankömmling For Pleasure hatte etwas mit der Umstellung zu kämpfen. Der große Fuchs hat den Besitzer schon des öfteren gewechselt, doch hier sollte er nun seinen Endplatz genießen. Philipp hat ihn geleast, wollte noch ein wenig aus ihm herauskitzeln, sodass er eines Tages als Deckhengst einsetztbar ist, und letztenendes dann sein Gnadenbrot hier auf dem Gestüt genießen darf. Seine Erfolge im Springen, und auch seine Rittigkeit hatten mich gleich überzeugt, sodass ich ihn mit der Stute Millenium GC, welche die Mutter unserer Galantis ist, kaufte. Damit wurde der Hannoveranerbestand enorm erweitert. Außerdem durften neben den beiden Hannoveranern auch zwei Stuten hier einziehen: Die Holsteinerstute Shotgun und die Trakehnerstute Cherrypie. Beide lebten sich schnell ein und Cherrypie konnte unter Janina sogar schon einige leichte Klassen im Springen erfolgreich abschließen. Jetzt würde die Stute sicherlich von Philipp weiter geritten werden, um auch in den hohen Klassen erfolgreich zu sein. Insgesamt läuft alles gut, denn neben den Pferden haben sich auch vier weitere Mitarbeiter gut eingelebt. Malte und Saskia zählen zu den beiden neuen Bereitern, wobei beide mit dem Schwerpunkt Springen zu uns auf den Hof kamen. Die beiden Pferdewirte, Alexander (kurz Alex gennant) und Pierre waren ebenfalls nun Teil des Teams. Zuerst herrschte eine gewisse Zurückhaltung, jedoch legte sich diese Stimmung schnell, da alle vier "Neuen" eine super aufgeschlossenen und sehr umgängliche Art hatten. Marie machte mit Raven stetig Fortschritte. Der umgängliche Rappe lässt sich mittlerweile in allen Grundgangarten Reiten und lässt sich auch bei neuen Aufgaben nicht aus der Fassung bringen. Marie entwickelte sich mit dem Pferd, und sie traute sich mit meinen Pferden auch immer mehr zu. Mit Daitona hat sie sich mittlerweile wirklich angefreundet. Sowohl Dressuraufgaben als auch kleine Hüpfer waren mit der hitzigen Rappstute keine Probleme mehr. Jodie hatte einiges mit ihrem Shop zu tun, der eigentlich schon im Februar hätte eröffnen sollen, wegen ihrem Krankheitsbedingten Ausfall verzögerte sich die Eröffnung allerdings. Insgesamt schien alles seinen Lauf zu nehmen: Die Turniertage liefen zur Zeit gut, unsere Fohlen kamen alle gesund zur Welt und die Atmosphäre am Stall war wirklich toll.
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      20.12.2018 | Weihnachtszeit

      Bajana, Chin Chin, Leon, Cheveyo, Eskari, Angel's Kiss und Kjarkur.

      Bibbernd saß ich an der Bande und sah dem regen Treiben in der kleinen Halle am Haupthaus zu. Langsam aber sicher haben sich auch die wetterfestesten unserer Bereiter in die überdachte Reithalle zurückgezogen um dem kalten und nassen Wetter zu entkommen. Aufgrund der Wetterverhältnisse musste der Geländeplatz gesperrt werden - noch in der letzten Woche hat sich Daitona beinahe mit Marie hingelegt. Die beiden tasten sich langsam aber sicher an die ersten Sprünge, und Marie kommt mit der wilden Stute immer besser zurecht. Nicht ganz unschuldig daran ist womöglich ihr kleiner Rapphengst Ravenclaw. Dank seiner gelassenen Art hat sie einiges an Selbstvertrauen gewinnen können. Bei seiner Ausbildung lief alles ohne Vorfälle einwandfrei. Er ließ sich mittlerweile in allen Grundgangarten reiten und arbeitete stets aufmerksam mit.
      "Soll ich euch mal den Spiegel aufschieben?", fragte ich Philipp, der gerade dabei war die ersten Runden auf Catchy zu zu reiten, und Marie, die gerade mit Ravenclaw an den Seitengängen arbeitete. Ein wildes "Ja!" kam allerdings von Janina aus der hintersten Ecke. Sie bereitete aktuell Galantis für die Krönung vor, und war äußerst gut mit der Entwicklung der Stute zufrieden. Mittlerweile war sie auf einem sicheren A-Niveau und Janina arbeitete auf die ersten L-Lektionen hin. Die fliegenden Galoppwechsel werden zwar erst in der M abgefragt, jedoch beherrschte Galantis diese jetzt schon. Zwar nicht schön, aber das Prinzip saß! Lachend schob ich die Hallentür auf, machte mich zum Spiegel und schon dann auch diesen auf. Catchy fand das alles äußerst spannend, was selbst den griesgrämigen Philipp amüsierte. Er stellte den jungen Hengst vor den Spiegel, und ließ ihn sich bestaunen. Der kleine gepunktete Vollbluthengst war von sich sehr begeistert und prustete, sodass der Spiegel an seinen Nüstern beschlug. "Soll ich euch im Stübchen schon einmal den Kamin anfeuern und Kaffee bereitstellen?", fragte ich Philipp, während ich Catchys sehnigen Hals tätschelte. Er hatte sich wirklich zu einem Prachtkerl entwickelt. "Was für eine Frage!", entgegnete Philipp. Und so machte ich mich auf den Weg zum Stübchen, wo ich das kleingehackte Feuerholz vom Stapel nahm und in den Ofen legte. Danach machte ich mich daran, in der Futterkammer das Abendessen für die Pferde vorzubereiten. Mittlerweile ist der Bestand zu groß geworden, dass ich und Jodie noch zwei weitere Stallungen anbauten. Ich war wirklich stolz auf das, was wir mittlerweile geschaffen hatten und vor allem war ich auf unsere wunderschöne Nachzucht stolz. La Cadence, unser erstes Stutfohlen hat ihre beiden Fohlenschauen als Gewinnerin verlassen dürfen. Mit diesem Erfolg hat niemand von uns gerechnet. Die Konkurrenz war nämlich in beiden Fällen wirklich sehr stark, und dennoch haben wir uns so gut mit der Kleinen präsentiert, dass wir eine Schleife mit nach Hause nehmen konnten. Das Jahr 2018 können wir in jeder Hinsicht wirklich positiv beenden.
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      16.09.2019 | Umzug auf den Löwenhof

      Bajana, Chin Chin, Leon, Cheveyo, Eskari, Angel's Kiss, Zimt, Natsu's Little Harley und Kjarkur.

      Der Pferdebestand wurde immer größer, sodass Isa und Jodie bschlossen, sich von den Ponys zu trennen. Allerdings ergab sich eine tolle Möglichkeit, denn es hat sich ein Käufer aufgetan, der gleich alle Ponys für eine angehende Zucht übernehmen wollte. Auch wenn bei Einzelverkäufen vermutlich mehr rausgesprungen wäre, war es ein schöner Gedanke, alle Ponys beisammen zu wissen. Bevor Bajana, Chin Chin, Leon, Cheveyo, Eskari, Angel's Kiss, Zimt, Natsu's Little Harley und Kjarkur in ihr neues Heim ziehen würden, kümmerten sich ihre Reitbeteiligungen um sie. Der Abschied würde besonders für die Mädchen schmerzhaft sein, doch Isa versicherte ihnen, dass es auf dem Gestüt von der Nordwacht immer etwas zum reiten für die beiden 14-jährigen geben würde. Die Ponys waren alle in einem tollen Zustand, und wir sind alle gespannt auf das, was wir in naher Zukunft von den kleinen Pferdchen hören werden!
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  • Album:
    Löwenhof
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    Datum:
    21 Nov. 2018
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    ANGEL'S KISS
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    Grunddaten:

    Name: Angel's Kiss
    Rasse: Welsh B
    Geburtsjahr: 2004
    Geschlecht: Stute
    Stockmaß: 1,30
    Farbe: Fuchs
    Abzeichen: Blesse, 2x weiße Fessel



    Besitzdaten:

    Besitzer: Flair

    Vorbesitzer: kira
    Ersteller: sweetvelvetrose
    VKR: sweetvelvetrose

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    Abstammung:

    von: Angel's Fly


    von: unbekannt

    [von: unbekannt aus der: unbekannt]

    von: unbekannt
    [von: unbekannt aus der: unbekannt]


    aus der: Morrigan


    von: unbekannt
    [von: unbekannt aus der: unbekannt]

    von: unbekannt
    [von: unbekannt aus der: unbekannt]

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    Körung:

    Zur Zucht zugelassen: ja
    Gewinnerin der [BSK 272] Ponies unter 1,35m
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    Richtspruch Exterieur:
    [folgt]

    Richtspruch Interieur:
    [folgt]


    weitere Zuchterfolge


    3. Platz 20. Stute des Monats Wahl (Juni 2010)

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    Zuchtdaten

    Stammt aus der Zucht: -
    Eingetragene Zucht: Gestüt von der Nordwacht

    Nachkommen:
    keine

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    Charakter:

    Angel's Kiss ist eine jähzornige kleine Stute, die gerne einmal ihren Willen durchsetzt. Weil sie
    recht eigensinnig ist, und des öfteren auf verrückte Gedanken kommt, ist sie auch kein Kinderpony,
    sondern gehört in erfahrene Hände. Ihre Gänge sind eher unauffällig, jedoch ist sie sehr bequem,
    auch wenn sie öfter auf stur schaltet. Angel weiß sofort, wenn es auf etwas ankommt: Auf dem
    Turnierplatz geht sie, als würde sie einen Schalter umlegen, und ihr Eigensinn verwandelt sich in
    Zielstrebigkeit. Im Grossen und Ganzen ist sie gut erzogen und manchmal sogar eine echte
    Schmusekatze.

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    Ausbildungstand:

    Dressur: A

    Springen: E
    Gelände: L

    Distanz: E
    Rennen: L
    Western: A

    Fahren: M

    Schwerpunktdisziplinen: Fahren
    Eignung: Fahren, Dressur, Gelände, Springen

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    Turniererfolge:

    3. Platz 69. Fahrturnier

    3. Platz 160. Dressurturnier
    3.Platz 98. Militaryturnier
    1. Platz 82. Fahrturnier
    3. Platz 176. Galopprennen
    1. Platz 202. Galopprennen
    3. Platz 210. Westernturnier
    3. Platz 139. Militaryturnier

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