sadasha

♚ Sacred Assault

♚ Sacred Assault
sadasha, 13 Nov. 2017
Veija, adoptedfox, Occulta und 3 anderen gefällt das.
    • sadasha
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      12. Dezember 2017 | 9061 Zeichen von sadasha

      Das Gestüt Caenheide liegt auf dem Flachland, wo in der Regel nur sehr wenig bis kein Schnee liegen bleibt, egal wie kalt der Winter wird. Dieses Jahr jedoch war ein „Einmal im Jahrzehnt“-Winter. Seit nun fast einer Woche schneit es jeden Tag und der Boden konnte das kühle Nass schon nach ein paar Stunden nicht mehr aufsaugen. Die ganze Gegend wurde in Weiß getunkt. Eine eisige Brise wehte Franziska um die Nase, als sie dick eingepackt in den Stall ging um Sabine bei der Versorgung der Pferde zu helfen. Die beiden Frauen freuten sich über den Schnee, wenngleich er den Verkehr auf den Straßen deutlich erschwerte. Die Pferde wurden nur noch in kleinen Gruppen auf die Weiden gelassen um die Verletzungsgefahr zu verringern. Die besonders wertvollen Zuchtpferde wurden sogar nur zum Training rausgebracht.
      In Gedanken versunken füllte Franziska einen Futtertrog nach dem anderen und brachte dabei beinahe die Futterpläne durcheinander. „Woran denkst du?“ wollte ihre Freundin wissen. Verträumt lächelnd wandte sich Franziska zu ihr um zu antworten. „Heute kommen neue Pferde an und wir haben endlich Namen für das Fohlen aus Morgane. Ich hoffe auf eine Schimmelstute, dann würde es meins werden. Leon hätte gerne einen Hengst, den er dann General taufen kann.“ Die junge Frau schnaubte verächtlich und zeigte eine herablassende Handbewegung. Sabine wusste, dass sie dazu nichts sagen sollte und lächelte nur vielsagend. In die kleinen Reibereien der Zieglers sollte man sich als Angestellter nicht einmischen. Man konnte nie wissen ob es Ernst oder Spiel war. In der Regel klärte sich diese Frage mit der Zeit von selbst. „Ich hoffe nur, dass es ein braves Fohlen wird.“ sagte die ältere Frau schließlich in ihrer sanften Art.

      Nach der Fütterung war der gesamte Stall erfüllt von den Kaugeräuschen der Pferde. Hier und da schnaubte eines oder schlug mit dem Schweif gegen die Boxenwand. Irgendein Fohlen rief weit hinten im Stall nach seiner Mutter, was ein paar der Stuten dazu veranlasste ihr Frühstück zu unterbrechen und in Richtung des Rufes zu lauschen. Alles wirkte sehr idyllisch und warm, während Franziska draußen an die klirrende Kälte erinnert wurde. In einer Stunde sollte Deo Volente zusammen mit St Pauli eintreffen. Die beiden Rapphengste sind eine gute Ergänzung für die Trakehnerzucht. Beide waren begabte Springpferde und konnten schon die ein oder andere gute Nachzucht vorweisen. Einen jungen Hengst hatte Franziska erst vor Kurzem gekauft. Sie wusste zwar, dass sie keinen Bedarf mehr an weiteren Hengsten hatten, aber Sacred Assault hatte ihr unglaublich gut gefallen. Der Fünfjährige sollte zunächst schonend eingeritten werden. Das knirschen des Schnees verriet Franziska, dass Sabine nun bei ihr stand. Ohne sich umzudrehen fragte sie: „Sind die Boxen für die Neuankömmlinge fertig?“ – „Ja. Die vier können kommen.“ gab sie im Vorbeigehen zurück. „Kaffee?“ rief sie ihrer Chefin zu ohne sich noch einmal umzudrehen. Franziska sog die klare, kühle Luft tief ein und ging im Ausatmen los. Neue Pferde waren immer mit viel Aufregung verbunden und heute kamen gleich vier an. Als sie in die Küche kam stand ihr Mann bereits vor der Kaffeemaschine. Gespielt tadelnd sah sie ihn an. Er grüßte die beiden Frauen fröhlich und schenkte dann auch ihnen je eine Tasse Kaffee ein, ehe er sich setzte. „Was machen wir nur?“ fragte Franziska verzweifelt. „Können wir die Pferde nicht nach und nach zu uns holen, wie das normale Menschen machen?“ Sie lachte leise und auch auf Leons Lippen zeichnete sich ein verwegenes Lächeln ab. „Seit wann sind wir schon normal, Liebes? Wir packen das schon! Vier sind Nichts im Vergleich zur Übernahme der Phoenix Valley Pferde. Das machen wir mit Links.“ – „Besser nicht mit Links.“ korrigierte Franziska ihn sofort. Im Laufe des Morgens gesellten sich auch Dominik Seiler und Anna Schwab dazu, was die Runde komplett machte. Die beiden Trainer unterhielten sich angeregt, als sie das Haus wieder verließen um an die Arbeit zu gehen. Sie hatten im Moment viel damit zu tun, die beiden Stuten Leveneza und Ases Maskwamozi einzureiten. Seit Kurzem war Sacred Assault noch mit von der Partie. Doch sie wirkten keinesfalls überfordert. Das Ehepaar Ziegler hatte ein zuverlässiges, gut funktionierendes Team aufgebaut. Das Training der Turnier- und Zuchtpferde wurde gerecht, je nach verfügbarer Zeit unter allen Mitarbeitern aufgeteilt.

      Nun war der Tagesablauf heute etwas anders. Die Trainer machten sich zwar über ihre Berittpferde her, Franziska, Leon und Sabine jedoch warteten ungeduldig auf die Ankunft der beiden neuen Hengste. Mit gut 30 Minuten Verspätung fuhr dann endlich der Trailer auf den Hof. „Das müssen sie sein!“ sagte Franziska aufgeregt und sprang auf um rauszurennen und auf dem glatten Boden auszurutschen. „Vorsicht!“ rief ihr Mann und fing sie etwas unbeholfen auf, bevor sie sich verletzen konnte. Beschämt lächelte sie ihn an und ging dann deutlich bedachter auf den Trailer zu, der mittlerweile zum Stehen gekommen war. Eine Frau um die 40 trat aus der Fahrertüre und begrüßte die Drei höflich. „Zweimal Lackschwarz?“ scherzte sie. Leon und Franziska nickten aufgeregt und rieben sich frierend die Hände, während Sabine und der Gast die Trailertüre weit aufschoben. Zwischen den Hengsten hatte man eine Box frei gelassen. Eigentlich konnte man mit diesem Fahrzeug insgesamt vier Pferde transportieren. „In den leeren Boxen waren zwei Wallache, die ich vor diesen beiden in ihre neuen zu Hause gebracht habe. Sie waren also nur auf dem letzten Stück so isoliert.“ erklärte sie. Wieder nickte das Ehepaar angespannt, voller Vorfreude. Die beiden Hengste sahen schläfrig aus und machten keine Anstalten von selbst aus dem Trailer zu steigen. Franziska konnte es ihnen nicht verübeln. Im Trailer herrschte eine schnuckelige Wärme und der Geruch von frischem Stroh und Heu lag in der Luft. Sabine löste den Strick von Deo Volente und schob seine Tür beherzt auf. Das schabende Geräusch der Schiene weckte die Gemüter der Rappen und Bewegung kam in die Szene. Sabine führte den älteren Hengst ruhig zur Reithalle, wo er sich erst einmal lösen konnte, nachdem sie ihm die Transportgamaschen abgenommen hatte. Danach ging es zum ersten Mal in seine neue Box. St Pauli bekam anschließend die gleiche Behandlung. Nachdem beide Hengste dampfend und ihre erste Futterration kauend in ihren neuen Boxen standen kehrte Sabine zurück auf den Innenhof. Die Dame mit dem Trailer war schon längst wieder abgefahren und Franziska und Leon warteten auf sie um die Ankunft der nächsten Pferde zu besprechen.

      Die beiden Stuten Shorty und Aphedril könnten unterschiedlicher kaum sein. Bei Shorty stand außerdem noch nicht fest, ob sie auf dem Gestüt bleiben würde. Overo Schecken wollte das Ehepaar eigentlich nicht in ihrer Zucht haben, Ghost Merchant wurde deshalb schon in seine wohl verdiente Rente geschickt. Shorty jedoch war noch jung. Einzig ihre Abstammung und ihr Potential waren interessant. Die Zeit würde zeigen, wie sich ihre Zukunft geben wird. Aphedril, das stand fest, würde ihren Lebensabend auf diesem Gestüt verbringen. Leon hatte sich gleich in diese Stute verliebt und er würde sie selbst einreiten, nachdem sie sich eingewöhnt hatte. Vom Gebäude her war die Tigerscheckstute ein klasse Allrounder und würde ihn in der Vielseitigkeit sehr glücklich machen, wenn sie sich wie erhofft entwickelte.

      Am Nachmittag spitzte sich die Wetterlage wie bisher jeden Tag dieser Woche erneut zu. Der Wind nahm zu und auch der Schneefall wurde heftiger. Dicke Flocken fielen dicht an dicht auf den eh schon weißen Boden. Schneeverwehungen verblendeten die Übergänge von Straßen und Wegen und an eine Weiterarbeit Draußen war nicht zu denken. In der Halle tummelten sich Dominik, Anna und Leon mit ihren Schützlingen. Franziska und Sabine beschäftigten sich derweil mit den Fohlen und bereiteten im Anschluss das Essen für die Mannschaft vor. Abends hatte das bunte Treiben in Halle und Stall endlich ein Ende. Es wurden heute nicht alle Pferde bewegt, das war aber bei einem Team dieser Größe und Pferden dieser Menge nicht ungewöhnlich. Zufrieden aßen die Fünf und berichteten von ihren Fortschritten.Dominik und Anna blieben dabei immer wieder bei ihren Berittpferden hängen, wobei Leon sich darauf versteifte wie toll Corde de la cerise doch heute mitgearbeitet habe. Franziska und Sabine tauschten immer wieder argwöhnische Blicke aus und lachten an den denkbar unmöglichsten Stellen, weil sie die Euphorie ihres Teams als sehr überheblich empfanden. Es herrschte Hochstimmung, während draußen das Chaos wütete. Sie ahnten noch nicht, dass der viele Schnee auch für sie noch Tücken bereit hielt. Er nagte jetzt schon an den Barrikaden und es fehlte nur noch ein Müh um die ersten Steine zum fallen zu bringen.
      Aber für heute schien die Welt noch perfekt zu sein. Die vorweihnachtliche Stimmung, die neuen Pferde, die Erfolge im Training. Das alles ließ nur Gutes verheißen. Nicht im Traum dachten die Fünf daran, dass irgendetwas in den nächsten Tagen ihre Stimmung kippen könnte. Niemals.
    • sadasha
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      16. Februar 2018 | 6274 Zeichen von sadasha

      Sie musste sich ja unbedingt Reitponys holen. Jetzt hat sie den Salat. Wenig begeistert sah Leon seiner Frau dabei zu wie sie versuchte die Reitponyhengste Thornheart und PFS’ Heart of Ocean davon abzuhalten sich gegenseitig zu Tode zu beißen. Er wartete darauf gerufen zu werden und just in diesem Moment: “Leon! Komm mal bitte!” Schmunzelnd lief er rüber und legte sich gespielt nachdenklich eine Hand ans Kinn. “Jetzt lass das, das ist nicht witzig!” Franziska war verzweifelt darum bemüht wenigstens einen der Hengste vom Boxenfenster weg zu halten. Leon lachte gehässig. “Du hast recht. Aber... “ Er kam nicht dazu seinen Satz zu Ende zu sprechen, da Franziska ihn beherzt weg schubste. “Hallooo? Jemand zu Hause?” rief sie nun ebenfalls lachend. “Wir müssen die Hengste umordnen. So geht’s nicht.” Leon zog entgeistert die Brauen hoch. “Ach WIRKLICH?” meinte er sarkastisch und nahm sich nun den anderen der beiden Hengste vor. “Welchen möchtest du woanders haben?” Franziska überlegte kurz und beschloss dann Thornheart wegzubringen, da immerhin er der Neuzugang war. Ocean hatte das Hausrecht. Gemeinsam sortierten sie das Geplänkel und brachten den jüngeren der beiden Hengste erstmal in Einzelhaft auf eine Weide. Mittlerweile hatte sich Sabine auf dem Hof eingefunden und war sichtlich verwirrt von der leeren Box neben Ocean. “Lass dir das von Franzi erklären. Ich nehm mir jetzt St Pauli raus, der ist weniger auf Drama aus, wenn du verstehst was ich meine.” scherzte Leon und tat wie geheißen.
      Währenddessen hatte Franziska Phoebe und Leveneza von der Weide geholt. Die beiden Jungstuten benötigten nur noch etwas Feinschliff um vom Fohlen-und Jungpferde-ABC zu den Vorbereitungen des Beritts überzugehen. Die junge Deutsche übte deshalb fleißig die Geländesicherheit. Die beiden Stuten machten sich wunderbar und zeigten sich unbeeindruckt von den meisten Gegebenheiten solange sie gemeinsam ausgeführt wurden. Sabine mistete unterdessen die Boxen, während Dome und Anna Ases Maskwamozi und Aphedril im Training hatten. Die beiden Tigerschecken waren noch nicht beritten und machten noch ein paar Probleme in der Vorbereitung. Doch die Trainer übten sich in Geduld mit den beiden Knalltüten.
      Als Leon von seinem Ausritt mit Pauli heimkehrte beobachtete er die beiden auf dem Reitplatz. “Sieht chaotisch aus. Wo ist denn das Problem?” wollte er wissen, bekam jedoch nur ein. “Geh wieder arbeiten, Klugscheißer!” von der genervten Anna zugeschrien. Dafür würde sie sich später reuemütig entschuldigen. Immerhin war Leon ihr Chef, aber in Stresssituation reagierte die junge Frau gerne mal etwas voreilig. Leon hob entschuldigend die Hände und ging in den Stall um nun Scared Assault, St Paulis Sohn fertig zu machen. “Ey, das ist meiner.” beschwerte sich Franziska, als sie ihn dabei erwischte. Prüfend blickte er sich um. “Dann nimm du eben Vakany. Die ist meine, aber ich weiß wie gern du sie reitest.” Er warf ihr einen Kuss zu und widmete sich dann wieder dem Rappen neben ihm. Franziska murmelte irgendwas vor sich her, während sie zu Vakany schlenderte und sie schließlich aus der Box holte. “Wieso weißt du das?” fragte Franziska schließlich, kurz bevor Leon mit Sacred Assault die Gasse verließ. “Weil du meine Frau bist und ich Alles über dich weiß.” Wie er das so sagte klang es gruselig. Franziska erschauderte und lachte dann. “Ja ja klar…” meinte sie und wank ab. Leon lachte gespielt irre und machte sich auf den Weg zur Reithalle.

      “Franzi?” Sabine war mit dem Misten fertig und stand nun an der Bande der Reithalle um Franziska und Vakany beim Training zu beobachten. Leon und Sacred Assault beschlagnahmten den hinteren Teil der Halle. “Sagmal, was ist denn bei den Ponyhengsten los?” Im Trab kam Franziska zur Bande. “Gut, dass du das erwähnst. Du bist ja jetzt fertig oder?” Sabine nickte. “Wir müssen Thornheart von den anderen Hengsten trennen, der ist streitlustig. Hast du vielleicht Lust dir da etwas zu überlegen? Du hast da so viel Erfahrung mit.” Dem bittenden Blick ihrer Chefin konnte Sabine nicht widerstehen. Sanft lächelte sie. “Mache ich. Soll ich mich danach um die restlichen Fohlen kümmern?” fragte sie. Franziska überlegte kurz. “Stracciatella und Skittles mache ich nachher noch. aber du könntest Focus noch übernehmen.” - “So machen wirs.” Gleich machte sie kehrt und ging an die Arbeit. “Ich freue mich schon auf General und Devotion.” fügte Leon hinzu, dessen Gedanken zu den Fohlen abgeschweift waren, die noch gar nicht auf dieser Welt weilten. “Lebst du jemals im Hier und Jetzt, mein Schatz?” fragte Franziska liebevoll lächelnd. “Tue ich! Pensive Cuddlepot und Louvré zum Beispiel mache ich nachdem ich mit ihm hier fertig bin. Die hast du in deiner Planung nämlich vergessen. Siebhirn.” Er zwinkerte um ihr zu zeigen, dass er das nicht bissig meinte und Franziska lachte. “Die beiden sind Neu, was erwartest du von mir! Nenn mich nicht so! Das bekommst du später zurück!” drohte sie immer noch lachend und galoppierte Vakany an. Leon brummte schmunzelnd und verkniff sich seinen Kommentar zu dieser Drohung.
      Gegen Nachmittag stand der Weidewechsel an. Senda Oscura, Estrada Dourada, Paminta, May Bee, Yuno, Morgane, Corde de la cerise, S’Cada, Fix the Flame, Princess Sansa, Arcany, Eismärchen und Busted Cherry Cake wurden reingeholt und die Hengste Ghost Merchant, Cadeau, Ostid OC, Deo Volente, Pauli und sein Sohn, Red Diamond, Emrys und die Streithähne wurden auf die kleinen Weiden aufgeteilt. Der Tage neigte sich schon bald dem Ende zu. Sabine war schon am Nachmittag in den Feierabend gegangen und Anna und Dominik blieben bis zum Abendessen. Erst als alle Mitarbeiter den Hof verlassen hatten schlossen Leon und Franziska sämtliche Türen und Tore ab. Schließlich sah Franziska ihren Mann tadelnd an. “So, jetzt bist du fällig!” Verwirrt stand Leon da, bis ihm die Geschichte von heute Mittag wieder einfiel. “Du hast es also nicht vergessen?” Sie schüttelte mit dem Kopf. “Ich habe die Zeit genutzt um meine Rache zu planen.” Hämisch grinsend kam sie näher. Leon hatte keine Chance ihr zu entfliehen. Im Endeffekt hatte auch er Spaß an diesem Spiel. Sie ließen den Tag nun ausklingen und die Arbeit und die damit verbundenen Sorgen fielen wie eine schwere Last von ihnen ab, ehe sie sich schlafen legten.
    • sadasha
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      28. April 2018 | 8564 Zeichen von sadasha

      "Ich liebe ihn, Leon!" schwärmte Franziska, während sie den bunten Hengst unter ihr kraulte, der wohlig schnaubte. Eine halbe Stunde waren die beiden auf dem Reitplatz bei schwülwarmen Wetter. Leon kam gerade von einem Ausritt mit Ghost Merchant zurück. Der alte Hengst genoß seinen Ruhestand und musste nicht mehr so hart arbeiten wie seine jüngeren Kollegen. Red Diamond, auf dem Franziska gerade saß war sogar noch ein bisschen älter. Die beiden Rentner würden ihre guten Gene vielleicht noch ein paar mal vererben, ehe sie auch aus der Zucht herausgezogen würden. Dass Franziska ihren Schecken liebte wusste Leon schon. Dennoch freute er sich darüber seine Frau glücklich zu sehen und lächelte seelig, während er sie dabei beobachtete wie weiter mit dem Pferd arbeitete. "Eh Faulpelz!" beschwerte sich Dominik, als er aus der Reithalle kam. "Nicht rumstehen, weiter arbeiten." Leon nickte. "Wen hast du schon fertig?" erkundigte er sich und sein Springreiter dachte nach, bevor er die Pferde aufzähle: "Busted Cherry Cake, Morgane, Corde de la Cerise und Yuno." Abermals nickte Leon. Die beiden tragenden Stuten hätte er sowieso nicht großartig bewegen können. "Keine Lust auf die Hengste?" Dominik lachte rau und schüttelte den Kopf. "Anna hat sich die Hengste vorgenommen und wie du siehst kommen die Stuten auch bei euch beiden etwas zu kurz heute." Er deutete auf Franziska und Leon. "Ich bring die Gute hier jetzt rein. Wenn du nicht noch weiter nutzlos herumstehen willst, kannst du mir ja folgen, damit wir als nächstes zusammen ins Gelände gehen können. May Bee freut sich sicher das Wissen aus eurem Training weiter zu festigen. Und ich komme mit Paminta mit." Ohne zu antworten nahm Leon die Zügel seines Hengstes auf und wandte sich zum Gehen. Ein Blick in den Himmel verhieß jedoch nichts Gutes. Er ahnte, dass sich etwas zusammenbraute und zweifelte an Dominiks Idee jetzt auf die Geländestrecke zu gehen. Vermutlich war es auch nur die Angst davor sein Wissen zu prüfen. Schließlich hatte Leon sich immer ganz gut vor den Cross Country Pferden gedrückt, seit er vom Lehrgang wieder heim gekommen war. Wenigstens würde er gleich nicht alleine sein. Falls etwas passierte, war gleich Hilfe zur Stelle.
      Franziska beendete alsbald die Session mit ihrem Liebling und nahm sich als nächstes Deo Volente aus der Box. Der Rappe stand mit seinen sieben Jahren in der Blüte seines Lebens. Besonders im Springen war er begabt, doch Franziska forderte auch ihn heute in der Dressur. Er befand sich auf E Niveau, würde aber mit etwas Hilfe auch eine A Dressur schaffen, da war sich die Blondine sicher. Sorgfältig putzte sie das seidige Fell und holte dann Sattel und trense aus der Kammer. Im Verbeilaufen sah sie Anna, die gerade Cadeau zurück in seine Box brachte. Franziska beobachtete sie aus dem Augenwinkel dabei, wie sie als nächstes St Pauli fertig machte. Heute morgen hatte sich Anna mit den Jungpferden Sacred Assault und Thavila beschäftigt. Deo schlug unruhig mit dem Schweif, als Franziska den Sattelgurt anzog. "Zieh den Bauch ein!" scherzte sie und streichelte den Rappen kurz, ehe sie in die Zügel griff und ihn auf den Reitplatz führte. Schwungvoll stieg sie auf und ritt den Rappen im Schritt an. Sie ließ ihm viel Zügel, sodass er sich noch strecken konnte. Beim Warmreiten legte die Reiterin nicht allzu viel Wert auf Formvollendung. Deo nutzte seine Freiheit und schnaubte über den sandigen Boden. Erst als Anna mit Paulchen ebenfalls auf den Reitplatz kam hob er neugierig den Kopf und wurde wieder unruhiger. Franziska war nun gezwungen die Zügel richtig aufzunehmen. Die beiden Hengste hatten sich für diesen Tag entschieden nicht gut Freund zu sein. Beide spielten sich etwas auf und machten es den Reiterinnen schwer sich voll und ganz auf die Reiterei zu konzentrieren. Doch auch mit solchen Situationen mussten sie umgehen. Auf Turnieren ließ sich so etwas auch nicht unbedingt vermeiden.

      Nachdem der Tag gut verlaufen war begannen Leon und Franziska den nächsten Tag mit dem Training von Fix the Flame und S'Cada.Es war regnerisch und hatte sich das Paar in ihrer Reithalle einen kleinen Parcours aus Cavaletti und Stangen aufgebaut. Die beiden Stuten wurde jedoch vorher zuerst gründlich warm geritten, ehe mit der Stangenarbeit angefangen wurde. Irgendwann gesellten sich Dominik und Anna mit Ostid OC und Vakany dazu.Der Fuchshengst war jedoch deutlich abgelenkt von so viel weiblicher Präsenz. Dominik verabschiedete sich deshalb ins Gelände, nachdem Ostid gut aufgewärmt war. Zwar konnte er bei dem Wetter nicht viel anstellen im Gelände, doch er würde wissen was er tut. Nach der Mittagspause sah Franziska bei Sabine nach dem Rechten. Die ältere Frau übernahm das Fohlentraining. Gerade hatte sie Phoebe zwischen und heute früh hatte sie mit Pensive Cuddlepot geübt. Die hübsche Scheckstute machte große Fortschritte beim Führtraining. "Kann ich dir helfen? Die meisten Pferde haben heute Pause und das schaffen die drei schon ohne mich." fragte Franziska. Sabine lächelte. "Sehr gerne! Ich bringe die Kleine eben weg. Dann können wir mit Stracciatella und Skittles eine Runde gehen." Gesagt getan. Franziska holte aus der Sattelkammer die beiden Fohlenhalfter und zwei Stricke und kam Sabine dann auf dem Weg zur Fohlenbox entgegen. Die beiden Stutfohlen freuten sich endlich Auslauf zu bekommen. "Das Wetter ist leider so unbeständig und wir wollen die jungen Pferde nicht bei Gewitter und Sturm draußen stehen haben." entschuldigte sich Franziska und kassierte eine tadelnden Blick ihrer Mitarbeiterin. "Hör auf dich zu rechtfertigen. Ich weiß, dass ihr nur das Beste für eure Pferde wollt." Draußen sahen sie zwei wie Leon mit Aphedril in die Halle ging. "Viel Spaß mein Schatz." rief er seiner Frau zu und verschwand im Dunkeln.
      Nach dem Spaziergang standen die Boxen von Leveneza, Ases Maskwamozi und Emrys leer. Die drei Jungpferde standen in den Kinderschuhen was ihren Beritt betraf und Franziska hielt es für keine gute Idee die drei gleichzeitig in einer Halle zu haben. Doch wenn Leon da anderer Meinung war, musste sie darauf vertrauen, dass er die Situation unter Kontrolle hatte. Doch auch Sabine wirkte nicht begeistert von dieser Konstellation. Sie brummte leise vor sich hin, ehe sie mit einer Idee aufkam. "Am besten machen wir weiter wie bisher und nehmen und einfach die nächsten zwei Fohlen raus." Sie zuckte mit den Schultern. "Gute Idee." meinte Franziska und stülpte das Halfter, das eben noch an Skittles Kopf saß über Nase und Ohren von Louvré. Sabine nahm sich stattdessen Focus vor. Bei diesem Spaziergang redeten die zwei viel über die Reitponys. Thornheart hatte sich auf dem Gestüt prächtig entwickelt und würde bald für die wichtigen Prüfungen vorbereitet werden. Auch das ein oder andere turnier sollte der kleine Hengst laufen. Anna hatte sichtlich Spaß an ihm und allein durch seinen schönen Körperbau und die Farbe war der Hengst interessant für die Sportponyzucht. "Stell dir vor, wenn Pleasing groß ist. Ein Fohlen von den beiden!" schwärmte Franziska und brachte Sabine damit zum Lachen. "Das kann ich mir noch nicht vorstellen, Liebes." Pleasing war einfach noch zu klein. Doch jeder Genetikliebhaber würde erkennen welch Farbpotential in dieser Anpaarung steckte. "Apropros Ponys… Golden Samurai wurde seit zwei Tagen nicht bewegt und ich glaube heute wird es mal wieder Zeit. Das Wetter ist zwar blöd, aber für einen Ausritt reichts. Solange die anderen die Halle blockieren?" Franziska nickte. "Gute Idee. Dann komme ich mit PFS' Heart of Ocean mit. Die vertragen sich zwar nicht gut, aber wir müssen ja nicht aneinander kleben." Die beiden Frauen machten sich mit diesem Vorsatz auf den Heimweg und putzten im Anschluss die beiden ausgesuchten Hengste. In der Halle bewegten Anna, Leon und Dominik aktuell die übrigen Ponys: Eismärchen, Arcany und Princess Sansa.
      Spät am Abend als die Mitarbeiter das Gestüt schon verlassen hatten sattelten Franziska und Leon abermals Pferde. Die beiden Morgan Stuten Senda Oscura und Estrada Dourada durften die frische Gewitterluft schnuppern. Es hatte sich mächtig abgekühlt und die Thermik hatte jetzt ausgesetzt. Das Gewitter war kurz und heftig. "Wie lange glaubst du halten uns Morgane und Corde de la Cerise noch vor, was sie tragen? Ich möchte meine Devotion haben!" fragte Leon seine Frau auf halber Strecke. Sie zog eine Grimasse. "Wen fragst du da? Ich möchte auch endlich meinen General!" Dass die beiden Stuten zu ihrer Überraschung noch am nächsten Tag mit nur wenigen Stunden Abstand fohlen würden, konnten sie nicht ahnen.
    • sadasha
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      13. Juli 2018 | 3190 Zeichen von sadasha

      Hufschmiedbericht

      Da ich gerade sowieso in Deutschland unterwegs war fuhr ich noch zum Gestüt Caenheide, das wie der Kunde zuvor drei Pferde zu beschlagen hatte und spontan angerufen hatte ob und wann ich denn Zeit hätte. Wie der Zufall es wollte passte es den Zieglers auch, wenn ich gleich vorbeikommen würde. Ich hielt also in einer Straßenmulde um mein Navi neu einzustellen und fuhr dann ein ganzes Stück zurück bis ich im niederrheinischen Gebiet das Gestüt Caenheide fand. Etwas distanziert begrüßte mich Frau Ziegler, was mich irritierte. Schließlich kannten wir uns bereits und es war meines Wissens nach nichts vorgefallen was unsere Beziehung beeinträchtigt haben könnte. Ihr entging mein Stirnrunzeln und sie brachte mich gleich in die Stallungen der Stuten. „Yuno läuft etwas lahm. Wenn sie neu beschlagen wird, sollte das beachtet werden.“ Ich nickte stumm und ließ mir die Fuchsstute zeigen. Sie lief tatsächlich lahm, vermutlich vorne. Verbunden mit ein paar Streicheleinheiten sah ich mir jeden ihrer Hufe und jedes der Beine an um einen möglichen Grund für ihr verändertes Laufen zu finden. Ich fand am rechten Vorderhuf eine recht oberflächliche Verletzung die gerade noch im vorderen Drittel des Hufs lag. Sobald ich sie berührte zog die Stute den Huf weg, kam jedoch nicht weit weil ich dagegen hielt. Franziska Ziegler stand besorgt daneben. „Kannst du das ohne Tierarzt behandeln?“ fragte sie und klang nun endlich weniger distanziert, sondern eher sensibel und vorsichtig. Ich ließ Yuno den Huf absetzen und ging zurück zu Franziska. „Nein. Sie wird Antibiotika brauchen und die kann ich ihr nicht geben.“ Franziska nickte und suchte die Nummer ihres Tierarztes. Zu ihrem Glück bot dieser an in etwa einer Stunde vorbei zu kommen. In der Zwischenzeit beschlug ich May Bee neu, der es blendend ging. Der Tierarzt war bereits da und hatte sich Yuno angesehen, als ich mit May Bee fertig war. Wir besprachen die Vorgehensweise und behandelten Yunos Verletzung dann nach bestem Wissen und Gewissen. Schließlich hatte ich auch bei ihr alle Hufe ausgeschnitten und frisch beschlagen. Die Wunde am Vorderhuf wurde gesäubert und desinfiziert. Alles weitere besprach der Tierarzt von der Lindenweide, der auch der Tierarzt meiner Pferde war mit Franziska Ziegler selbst. Ich ging nun dazu über Vakany neu zu beschlagen. Die ungewöhnliche Scheckstute war mir bereits auf Turnieren aufgefallen. Sie ließ die Beschlagsprozedur geduldig über sich ergehen, ehe ich sie zurück in ihre Box brachte. Gerade als ich dachte ich sie fertig fiel Franziska noch ein Pferd ein, das ich beschlagen könnte. Sacred Assault, ein Rapphengst mit ungewöhnlich lauten Abzeichen und blauen Augen sollte erstmals beschlagen werden. Wie gewöhnlich schnitt ich seine Hufe zuerst aus und passte dann die Sporteisen an jeden einzelnen an, ehe ich sie mit ein paar Nägeln aufschlug. „Vielen Dank, Hunter.“ sagte Franziska und wirkte furchtbar erschöpft. „Yuno wird schon wieder, das ist keine schlimme Verletzung.“ tröstete ich sie und lächelte aufmunternd. Sie lachte sarkastisch. „Dein Wort in Gottes Ohr.“ gab sie zurück und nahm mich in eine kurze Umarmung zum Abschied, ehe ich Pitch einsammelte und wieder heim fuhr.
    • Elsaria
      Tierklinik zur Lindenweide

      Erneuter Besuch bei Familie Ziegler


      Kaum war ich zuhause angekommen erreichte mich frau Ziegler, bei ihr ich heute Morgen gewesen war. Sie hatte den Hengst vergessen und wollte unbedingt noch an der Hengstkörung teilnehmen und bat mich so schnell wie möglich zu kommen, also entschloss ich heute etwas an Überstunden zu nehmen und fuhr nachdem ich meinen Arztkoffer gepackt hatte zu Familie Ziegler. Als ich endlich ankam, war Sacred Assault schon bereit. Er war ein nachkommen von meiner Stute Bolonya Joleen. Ich bat Franziska ihn mir vorzutraben, seine Gänge waren klar. Nun machte ich die Beugeprobe und auch nach dieser Probe konnte ich nichts feststellen. Nun ging es an der genaueren Untersuchung und bat Franziska den Hengst zu sichern. Ich kannte seine Mutter gut genug und weiß nicht was er so von ihr geerbt bekommen hatte. Der Stattliche Hengst hatte sich wirklich gut gemacht. Er war inzwischen 5 Jahre alt und gut in Form. Sein Maul war vollkommen in Ordnung und auch Augen und Ohren waren sehr gut. Nun tastete ich den Rappen ab und hörte seine Lungen herz und Darm Gegend ab. Nun konnte ich die Zähne machen, da hatte ich aber nicht viel zu machen, nachdem bekam er die wurmkur. Assault war brav zu guter Letzt bekommt er noch die Impfung. Auch da benahm sich der Hengst vorbildlich und ich war stolz das so ein Hengst aus meiner Zucht stammt. Nun trug ich alles in seinen Pass ein und verabschiedete mich von Franziska und fuhr nachhause.
    • sadasha
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      14. Juli 2018 | 5945 Zeichen von adoptedfox
      von Landsberg Trainingscenter | Springtraining Stufe E - A

      Erin | Aufgeregt saß ich im Taxi auf dem Weg nach Caenheide, wo meine Auftraggeberin Frau Ziegler wahrscheinlich schon auf mich wartete. Der Flieger von England nach Deutschland landete zwar pünktlich, mein vorübergehender Chauffeur jedoch fuhr geradewegs in den Berufsverkehr und das kostete Zeit und Nerven. Als wir den Hof, der im Naturschutzgebiet lag, erreichten bezahlte ich den Mann, der sich abermals entschuldigte, nahm meinen Koffer und ging zum Hauptgebäude. “Frau Ziegler? Es tut mir so Leid - mein Fahrer ist geradewegs in den Berufsverkehr gefahren…” entschuldigte ich mich bei der Frau die mir die Tür geöffnet hatte. Sie lächelte beschwichtigend und bot mir an, mir das Gelände zu zeigen bevor ich mit dem Training beginnen würde. Dankend nahm ich an und folgte ihr. Caenheide hatte einiges zu bieten, sowohl für Pferde als auch für den Reiter. Frau Ziegler ging in eine der Stallungen und stellte mir meinen heutigen Trainingspartner vor, Sacred Assault. “Bisher haben wir ihn natürlich regelmäßig zum Freispringen eingetragen, sind kleine Sprungkombinationen mit etwa 70-80cm Höhe geritten und haben Stangenarbeit ins Training mit eingebaut. Die Grundlage hat der Große also.” erklärte sie und kraulte dem großen Rapphengst den Mähnenkamm. Ich nickte. “Dann wird das heutige Training für ihn ein… wie sagt man in Deutschland? A Cinch?” Fragend sah Frau Ziegler mich an. “Sie meinen ein Kinderspiel? Ja, das wird es sicher!” stimmte sie mir zu und lachte. Bevor sie ging und mich mit dem Hengst alleine ließ, zeigte sie mir noch die Sattelkammer und den Sattel. Ich nahm seine Putzbox direkt mit und begann den Hengst gründlich zu putzen, nachdem ich ihn aus seiner Box in die Stallgasse geführt- und angebunden hatte. Anders, als ich es von den Pferden zuhause gewohnt war, war der Hengst ungeduldig und bewegte sich immerzu. Ich zeigte mich geduldig und begann mit ihm zu reden, um ihn bei Laune zu halten. Als ich den Hengst fertig geputzt hatte sammelte ich die Putzutensilien zusammen und brachte die Putzbox zurück in die Sattelkammer, wo ich mir ein paar Springgamaschen- und Streichkappen suchte zum Schutz der Beine. Ich wurde in einem Spind fündig und suchte die passende Größe für den Trakehner heraus, bevor ich zu ihm zurück ging und ihm die Gamaschen anlegte. “Gleich kannst du dich verausgaben.” sagte ich und holte auch den Sattel und die Trense. Draußen war es mild und der Himmel zugezogen. Ich setzte meinen Helm auf und führte den Hengst zum Springplatz, wo bereits ein paar Hindernisse verschiedener Größen aufgebaut waren. Sacred Assault stieß ein grelles Wiehern aus und bekam von einer der Weiden auch eine Antwort. Ich zog die Steigbügel nach unten und stellte sie auf meine Länge ein, bevor ich in den Zwiesel griff und mich mit Schwung in den Sattel setzte. Mit 179cm Stockmaß war der Hengst sogar größer als mein eigenes Pferd. Im Schritt ritt ich ein paar Runden auf der ganzen Bahn und trabte dann an um den Hengst aufzuwärmen. Nachdem er damit begann auf dem Gebiss zu kauen hielt ich ihn für einen Moment und gurtete nach um mit dem Training beginnen zu können. Sacred Assault war sofort bei der Sache als ich ihn angaloppierte und an den Hindernissen vorbei ritt. Ich hielt eine konstante Verbindung zum Pferdemaul und taxierte dann das erste Hindernis. Es war ein einfaches Rick mit etwa 80 Zentimeter Höhe und somit optimal um den Hengst auf weitere Sprünge vorzubereiten. Während ich das nächste Hindernis taxierte zog der Hengst das Tempo an und ich stieß ein “Wuhu!” aus. Im Sprung gab ich dem Hengst die Zügel vor, damit er sich entsprechend aufwölben konnte. Die Bascule war beim Springen überaus wichtig, da ein Pferd, welches den Kopf hoch trägt und die Wirbelsäule nicht wölbt, die Beine nicht hoch genug anheben konnte. Sacred Assault meisterte sowohl die Kombinationen, als auch den Tripplebarren, dessen Stangen Frau Ziegler während des Trainings auf eine angemessene Höhe legte. “Das Rick da hinten liegt auf 1.10m.” rief Frau Ziegler mir zu und deutete auf das grün/weiß gestreifte Hindernis. Ich nickte und wechselte durch den Zirkel um das Hindernis anzureiten. Ich hielt den Hengst etwas zurück und zählte die Galoppsprünge vor dem Absprung mit. Wir überwunden das Hindernis fehlerfrei. Ich galoppierte noch zwei Runden auf dem Zirkel bevor ich den Hengst in den Trab parierte und auf der Bahn ritt. “Er legt ordentlich an Tempo drauf sobald er an den Sprung geht. Das kann gut und schlecht sein. Euer Trainer soll beim nächsten Mal darauf achten!” rief ich Frau Ziegler zu die sich Notizen zu machen schien. Auf ihrer Höhe parierte ich durch und hielt den Hengst neben ihr an, der ordentlich geschwitzt hatte und klopfte lobend seinen Hals. “Ich meine Dominik trainiert häufig auf Zeit, aber da muss ich mit ihm sprechen.” sagte sie und ich nickte. “Er soll die nächsten Einheiten in einem kontrollierten, gleichbleibenden Tempo reiten. Wenn er vor den Hindernissen unkontrolliert anzieht und mit den Beinen durcheinander kommt, springt er falsch ab.” erklärte ich und ließ mir von Sacred Assault die Zügel aus der Hand kauen. “Danke. Wenn sie das Training beenden bringen sie ihn bitte wieder in seine Box, ein Pfleger wird ihn dann auf eine der Weiden bringen.” sagte sie und verabschiedete sich von mir. Ich ritt den Hengst noch ein paar Runden auf dem Platz trocken, bevor ich abstieg, den Gurt lockerte und ihn zurück in die Stallanlage führte in der sich seine Box befand. Ich brachte ihn in seine Box und nahm ihm dort die Gamaschen, den Sattel und die Trense ab und prüfte ob sich jemand im Stall befand, bevor ich ihm ein Lakritz-Leckerchen anbot. Der Hengst nahm es zwischen seine Lippen und zerkaute es genüsslich. Ich verabschiedete mich von dem großen Rappen und brachte alles in die Sattelkammer. Da mein Rückflug erst in ein paar Stunden geplant war, entschloss ich mich noch etwas die Gegend zu erkunden. Wer weiß, wann ich das nächste Mal in Deutschland sein würde?
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  • Album:
    Caenheide
    Hochgeladen von:
    sadasha
    Datum:
    13 Nov. 2017
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    Kommentare:
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  • [​IMG]
    Hengst
    12. Juni | 5 Jahre
    Rasse Trakehner
    Stockmaß/Endmaß 179cm
    Fellfarbe Rappe
    Geno EE aa W20

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    Charaktereigenschaften
    verspielt, temperamentvoll, klug

    Beschreibung
    Entsprechend seiner Abstammung ist Sacred Assault ein Sportpferd durch und durch. Er zeigt viel Vermögen am Sprung und hat zugleich Spaß an Dressuraufgaben. Er liebt es nachzudenken und fordert nicht nur körperliche Auslastung. Im Umgang ist der Trakehner typisch Hengst. Bei rossigen Stuten in seiner Nähe wird er unruhig und Freunde unter Hengsten sucht er sich aus. Mit seinem Vater verträgt sich Sacred Assault leider absolut nicht.Gegenüber Menschen weiß der Rappe sich stets zu benehmen und präsentiert sich immer von seiner besten Seite. Mit viel Feuer ist er kein Pferd für Anfänger.

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    Trainingsplan
    Eingeritten ✔ | Eingefahren x

    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Dressur E A L M S

    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M S


    Springen E A L M S
    Show Jumping: E A* A** L M* M** S* S** S*** S****

    Military E A L M S

    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****


    Distanz E A L M S
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4 CEN* CEN** CEN***

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    Offiziell
    235. Synchronspringen | 237. Synchronspringen | 238. Synchronspringen | 243. Synchronspringen | 245. Synchronspringen
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    361. Militaryturnier | 246. Synchronspringen | 247. Synchronspringen | 364. Militaryturnier | 250. Synchronspringen
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    251. Synchronspringen
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    Inoffiziell

    keine

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    Von Sankt Pauli

    Aus der Bolonya Joleen

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    HK 497

    Eingetragene Zucht Caenheide
    Züchter/Herkunft Gestüt zur Lindenweide (Elsaria)
    Besitzer sadasha (Franziska Ziegler)
    VKR/Ersteller sadasha


    Nachkommen
    keine


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    Letzter Tierarztbesuch 13. Juli 2018
    Gesamteindruck gut


    Letzte Zahnpflege 13. Juli 2018
    Letzte Wurmkur 13. Juli 2018
    Letzte Impfung 13. Juli 2018


    Letzter Hufschmiedbesuch 13. Juli 2018
    Ausgeschnitten/Korrigiert 13. Juli 2018


    Beschlag vorne Sportbeschlag
    Beschlag hinten Sportbeschlag


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