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sadasha

♚ Ehrengold - Muemmi

Decktaxe: 240 J.

♚ Ehrengold - Muemmi
sadasha, 10 Feb. 2017
Cooper, Rinnaja, Tassila und 2 anderen gefällt das.
    • sadasha
      Verjährte Berichte
      Pflegebericht
      Heute fand ich mal wieder Zeit, meine Pferde besuchen zu können. Mein Bestand hatte sich großartig verändert, was mich wirklich froh machte. Ich hatte mehrere Pferde zurück genommen und somit musste ich mir einen eigenen kleinen Hof leisten, alle Pferde waren untergebracht und wurden ständig perfekt versorgt und geritten. Heute wollte ich jedoch alles ruhiger angehen und einen Ausritt starten.Ich hatte mehrere Freunde eingeladen und wollte mit allen einen Ausritt machen, welcher natürlich bei jedem in Erinnerung bleiben sollte. Mit meinen Gehilfen machte ich alle Pferde fertig und sah mich kurz bei meinen Schützlingen um. Cover the Sun, Winterzauber und Ejadon. Ink and Feathers hatte sich durch die Hilfe meines nun neuen Reitlehrers super gemacht und nun hoffte ich, das ich bald mit ihr Turniere starten kann. Aber auch Sungold genießt die frische Luft auf dem Land, genauso wie mein neues Pferd, Ehrengold. Er kam aus einem großen Gestüt, welches sich auf einem riesigen Landstück befand. Er stand dort mit mehr als 50 Pferden zusammen und kam manchmal dadurch etwas zu kurz. Da ich hier eine Freundin gefunden habe, die sich gerne mit Englischen Vollblütern aus Zuchtställen beschäftigt, wird Ehrengold super gefördert. Sacramento und Foundation, meine anderen beiden Vollblüter genossen ihre Zeit, denn sie mussten noch nicht unter Reitern arbeiten, dafür waren sie zum Glück noch zu jung. Aber was Darym betrifft, dieser war nun wieder in meinem Zuchtverband ein angesehener Zuchthengst. Ich liebte jedes Pferd, welches ich besitzte, doch durch die wenige Zeit die ich hatte, musste ich diese immer mehr anderen Menschen anvertrauen. Als alle anderen da waren, stiegen wir auch schon auf und ich gab einige Anweisungen, damit alle nichts machten, was vielleicht falsch wäre. Als alle dann fertig waren und alles perfekt sitzte, ritten wir auch los. Ich natürlich auf meinem Hengst Ejadon. Gemütlich ritten wir die langen Felder entlang und genossen die frische Luft, den Wind und das Rauschen des Flusses, welcher sich neben uns erstreckte. Als einer von hinten rief 'Galopp!!', sah ich zurück und blieb stehen. Derjenige ritt vor, auf Ehrengold, und fragte ich dann erneut. Ich antwortete nur, das Ehrengold zu schnell wäre und sie sich mit Sicherheit nicht halten könnte, aber ein Versuch wäre es wert, ihrer Meinung nach. Somit suchte ich eines der längsten Felder aus und die, die galoppieren wollten, stellten sich vorne hin, die die nicht wollten, blieben hinten und würden das Feld im Trab oder Schritt langreiten. Als alle bereit waren, ging es auch schon los. Im hohen Tempo hielt Ejadon mit Ehrengold Schritt, Darym und Sungold waren weiter zurück. Aber später machte auch Ejadon schlapp und verfiel keuchend in den Schritt und musste sich erstmal erholen. Ehrengold wurde später auch angehalten und kam im Trab wieder auf uns zu. Damit alle nicht verkrampften ritten wir im ruhigen Schritt weiter, Winterzauber und Inki hinter uns allen. Nach mehreren Stunden kamen wir auch wieder an und machten die Pferde Koppel fertig. Danach plauderten wir im Reiterstübchen noch etwas. (c) Joyful

      Pflegebericht
      Heute ging es mal wieder mit vollem Elan in den Stall, da ich einen neuen Hengst bekommen hatte und diesen wollte ich jetzt noch einmal genauer unter die Lupe nehmen. Es machte momentan total viel Spaß mit meinen Tieren etwas zu unternehmen und vor allem wenn ich mit anderen noch etwas mache. Zusammen machte alles viel mehr Spaß, vorher war das mit Ejadon anders.
      Gähnend kam ich in den Stall und begrüßte jedes Pferd einzeln, erst Ejadon, dann Sungold und Inki. Die anderen folgten später. Kurz nach dem begrüßen nahm ich mir vor alle Ställe alleine sauber zu machen. Würde ja bestimmt nicht zu lange dauern, also auf auf! Schnell war die Box von Winterzauber gemacht und die Box von meinem neuen Hengst Giacomo folgte sofort danach. Alle standen im Moment draußen auf den großen Koppeln und ich beendete meine Arbeit, nachdem ich alle Boxen fertig hatte. Ich holte danach den Futterwagen und verteilte das Futter in jeder Box. Ehrengold und Foundation bekamen heute nur die halbe Portion, da sie beide nicht alles aufgegessen hatten. Nachdem Sacramento in seiner Box stand konnte ich dann die restlichen holen. Sacra verstand sich momentan mit den meisten nicht so sehr und da ich Streit und Auseinandersetzungen vermeiden wollte, kam er eben zuerst in die Box. Genüsslich fraß er seinen Hafer und ein guter Bekannter holte Darym von der Koppel und brachte ihn in seine Box. Grinsend sah ich den hübschen Hengst an und streichelte ihn kurz. Cover the Sun folgte zum Schluss und ich lachte leise auf, als der Hengst überall herumschnüffelte und beinahe den Futtereimer anknabberte. Nachdem alle Tiere versorgt waren, holte ich meinen Hengst Ejadon aus seiner Box und sattelte ihn, damit wir ausreiten konnten. Der Hengst stand ruhig am Putzplatz und ich machte seine Türkisfarbene Bandagen ran, dann konnte es los gehen. Ich stieg auf und ritt auf dem großen Feld entlang, dort konnte er sich wenigstens kurz austoben und sich ebenfalls entspannen. So gefiel er mir. Sein Galopp wurde immer weicher und geschmeidiger, ich musste ihn kaum noch mit meinen Händen dirigieren, sondern meine Schenkel taten alles für mich. Nach knapp 2 Stunden kamen wir wieder zu Hause an. Nachdem Ejadon abgesattelt war, brachte ich ihn auf die Koppel und friedlich fing er an zu grasen. (c) Joyful

      Pflegebericht
      Heute fuhr ich zu Winnie denn sie hatte mir versprochen, dass ich ein bis zwei Pferde von ihr Reiten könnte. Mit voller vorfreude fuhr ich zu ihr und schaute mir die 2 an. Der erste war Ehrengold, den ich bei muemmi schon für kurze zeit als rb hatte und wegen persönlichen gründen wieder aufhören musste. Nun war er verkauft und stand quitsch fidel bei Winnie. Der Braune hengst scheint mich noch zu erkennen, denn er lies einen schrilles Wiehern gegen meine richtung . „ Der scheint dich schon zu mögen!“ meinte winie die von alldem nichts wusste. „ Och,.... ich kenne ihn schon, er war schonmal meine Reitbeteiligung bei Muemmi!“ sagte ich ihr mit dem Grinsen. „ Na da haben sich ja wieder die richtigen zusammengefunden!“ meinte sie und deutete auf Ehrengold ,der mit gewölbten Hals am zaun herumtänzelte, weil er es kaum erwarten konnte das ich ihn liebkoste. „ Ist ja gut mein Junge!“ lachte ich und steckte ihm eine Karotte zu. „ Na dann brauch ich mir keine gedanken machen ob ihr klar kommt!“ grinste winie und übergab mir den Strick. „ He Bursche, was hälst du von nem flotten ritt?!“ fragte ich und klickte den Strick ein. Ein ungeduldiges Hufscharren lies mir zeigen das er bereit war. Ich öffnete das gatter und verschloss es wieder hinter uns. Dann gingen wir auf den Putzplatz und ich fing an den Hengsten zu säubern. Mit geschlossenen Augen stand er da und genoss die Aktion. Ich beschloss heute mit ihm ins Gelände zu gehen ohne Sattel. Als ich fertig war schmiss ich nur eine schabracke rauf, ich wollte nicht unbedingt dreckig werden und zäumte ihn auf. Als mich winie sah meinte sie nur ob das gut geht.
      „ Ja klar!“ lachte ich und lief mit einem gemütlichen schritt aus den Hof.
      Ehrengold benahm sich vorbildlich. Im wald angekommen trabte ich ihn auf dem weichen Waldboden an . Seine mähne flatterten mir ins gesicht und der wind blies warm gegen uns, als eine Galloppstrecke kam, lies ich meinen hengst schneller werden und der wind durchwusselte meine Haare. Es war so als ob ich fliegen würde. Wir waren eins. Ehrengold schnaubte zufrieden und gab sein Bestes. Ich verlangsamte das Tempo und gold verinngerte sofort. „ guter junge!“ lobte ich ihn, und lies ihn im bach trinken, dann trieb ich ihn in den Bach, so das er bis zum bauch im wasser stand. Ehrengold untersuchte das feuchte nass und als er draufkam das man ja seine reiterin auf dem rücken nass spritzen kann, fing er mit den vorderhuf stakr gegen das wasser aufzuplanschen. Ihm macht es schichtlich spaß. Weniger als 2 minuten war ich pitsche patsche nass. „ Mensch ehrengold! Ich bin schon geduscht!“ lachte ich und zwankte ihn in seinen mähnenkamm. Nun streckte er seine nüstern nach hinten als wolle er überprüfen ob ich noch oben hockte. Nach einer weile hatte er wohl keine lust mehr, also gingen wir wieder auf dem Weg nachhause. Bei unsere neuen Galloppstrecke gallopierten wir an. Ehrengold hatte wirklich einen starken Gallop. Nun kam die straße dort liefen wir artig im Schritt am rand entlang. Einige Autos fuhren mit gehupe und viel zu schnell an uns vorbei, wie diese leute mich aufregten doch mein kleiner Schatz blieb artig und lief entspannt richtung heimat. Da es draußen fast 30 grad hatte musste ich mir keine gedanken machen das er sich vielleicht verkühlen konnte. Ich brachte ihn auf die Weide, dann zeigte mir wienie meine zweite Reitbeteiligung, zu dieser ich morgen gehen würde da heute meine zeit schon vorbei war und ich arbeiten gehen musste. (c) Kruemmelchen

      Pflegebericht
      Meine warmen Füße traten auf den kalten, rauen Boden. Es war Winter und der Frost machte sich breit. Es war irgendwie beängstigend, wenn man daran dachte, das bald überall Schnee liegen würde. Aber irgendwo, war es dann doch wieder ein schöner Gedanke. Im tiefen Schnee, bei Sonnenschein im großen Gelände ausreiten. An vereisten Bächen entlang traben und auf den großen Feldern galoppieren. Einfach grandios.
      Das Holz knirschte unter meinen Füßen. Ich stand auf. Heute konnte ich endlich wieder in den Stall. Nach langer Zeit, endlich mal wieder. Freude stieg in mir auf. Ich konnte es nicht fassen. Fast einen Monat konnte ich meine Lieblinge nicht versorgen und sehen. Welch ein Glück, das es Stallarbeiter ging. Ich zog mir meinen Mantel über und räumte meine Kaffeetasse vom Küchentisch. "Ich fahr' dann mal" murmelte ich kurz zu meinem Freund, welcher orientierungslos in der Zeitung blätterte. Es kam ein dumpfes 'Hmm' und ich lief aus dem Haus. Er war nicht sonderlich begeistert, was das 'Pferde haben' betrifft. Aber er akzeptierte es. Und wenn nicht, dann hätte er sich damit abfinden müssen.
      Der harte Boden unter meinen Reitstiefeln fühlte sich schrecklich an. Das würde die Pferdehufe auch nicht besonders schonen. Da durfte heute jedoch der Tierarzt endlich mal seine Inspektion verrichten. Ich lächtelte, als ich den warmen, nach Pferd riechenden Stall betrat. Es war sauber und aufgeräumt. Die Pferde schnauften in ihren Boxen und ich strich behutsam Darym über die Nase. Der Hengst sah mich mit seinen großen, dunklen Augen an und ich lief weiter. Wahrscheinlich waren alle genauso überrascht wie ich, das ich auch mal wieder kam. "Hallo, auch mal wieder Zeit gehabt?" eine wohlige Stimme hallte durch den Stall und ich drehte mich um. Eine kleine, zierliche Person trat zu mir und sie lächelte. Es war ein herzliches Lächeln, keineswegs gezwungen oder aufgesetzt. Es war Anna. Ihre langen brauen, glatten Haare waren zu einem Zopf gebunden und ihr Pullover war überseht mit Stroh. "Ja, endlich. Ich habe das Ganze schon vermisst" erklärte ich ihr freundlich und streckte ihr die Hand entgegen. Mit einem kessen Satz - "Haben wir mal wieder im Stroh gespielt" reichte ich ihr die Hand und sie lächelte. "Ist gar nicht so einfach die großen Heuballen zu verteilen. Die Tiere fressen ja ununterbrochen" grinste sie und nahm meinen Satz kein bisschen böse. "Das dürfen sie ruhig. Winterspeck ist immer gut. Nächstes Jahr können wir ja wieder trainieren.". Anna sah mich mit leuchtenden Augen an und sah zu Foundation, dem jungen Hengst auf der rechten Seite. "Fundi hat letztens wieder Zicken gemacht. Durch den Stall gerannt und zum Futter. Der Kleine wird immer wilder" schmunzelte sie und seufzte. "So kenn ich ihn nicht. Muss ja ganz schön was verpasst haben" murmelte ich enttäuscht und schüttelte den Kopf. "Ich muss mich jetzt aber trotzdem schnell um etwas kümmern. Wir sehen uns" mit diesen Worten verabschiedete ich mich und lief die Gasse entlang. Jedes Pferd streckte erwartungsvoll den Kopf raus, in der Hoffnung etwas zu Essen zu kriegen.
      Nachdem ich alle Tiere versorgt hatte, schnappte ich mir Ejadon und sattelte ihn flott, ehe ich dann in die Reithalle lief und aufstieg. Der Hengst spielte aufgeregt mit den Ohren und schnaubte kurz. "Ganz ruhig" besänftigte ich ihn und ritt im Schritt ruhig durch die Halle. Anna mit Ehrengold war ebenfalls hier drin, würde hoffentlich kein Gezanke geben; Und selbst wenn, man konnte beide gut in Zaum halten.
      Nach 30 Minuten Training lief ich dann mit ihm wieder in den Stall, wo er genüsslich sein Futter fraß, Sacramento und Giacomo brachte ich nach draußen auf die Koppel, wo die beiden etwas verschnaufen konnten, da eine riesen Aufregung im Stall war. Die zwei Fohlen Malcolm und Cover spielten 'wilde Sau' und ließen sich leider nur schwer einfangen. Später hatten wir es aber doch noch geschafft.
      Ink and Feathers und Sungold wurden bereits in ihren neuen Stall gebracht und dort versorgt. Hoffentlich würden sie auch weiterhin eine gute Pflege bekommen. (c) Joyful

      Pflegebericht
      Ich hatte Winniee versprochen, mich um ihre Pferde zu kümmern, da sie keine Zeit hatte. Als meine Mum mich abgeliefert hatte, schaute ich mich neugierig auf dem großen Hof um. Als ich den Stall entdeckt hatte, ging ich darauf zu und betrat den Stall. Nun hielt ich ausschau nach dem Informationsbrett. Als ich es gefunden hatte, nahm ich den Zettel ab auf dem mein Name stand und laß diesen. Okay, das war ja nicht viel. Also suchte ich nun die Sattelkammer. Als ich diese gefunden hatte holte ich dort die Sachen von Ejadon. Als ich die Box des Hengstes gefunden hatte, stellte ich erst die Putzkiste daneben ab und öffnete dann die Boxentür. Als ich ihn begrüßt hatte, legte ich ihm das Halfter an und befestigte den Führstrick daran. Anschließend führte ich ihn aus der Box und band ihn davor an. Nun öffnete ich die Putzkiste und nahm den Striegel und die Kardätsche heraus und fing an ihn zu putzen. Nach einer gefühlten ewigkeit war ich dann fertig und legte die beiden Bürsten wieder zurück in die Putzkiste. Dort nahm ich dann den Hufkratzer heraus und fing mit seinem linken Vorderhuf an. Als ich auch die anderen drei sauber hatte, legte ich den Hufkratzer zurück und machte mich nun daran, sein Langhaar zu entwirren und von Strohhalmen zu entfernen. Ich schloss die Putzkiste wieder und band nun den Hengst los. Ich wollte ihn solange auf die Weide bringen, während ich die anderen Pferde versorgte. Also führte ich ihn dorthin und räumte seine Putzkiste auf. In der Sattelkammer nahm ich gleich die Sachen von Sacramento mit. Als ich auch seine Box gefunden hatte, stellte ich die Putzkiste ab und öffnete die Boxentür. Ich begrüßte ihn kurz indem ich ihn kraulte und legte ihm dann das Halfter an. Anschließend befestigte ich noch den Führstrick am Halfter und führte ihn aus seiner Box und band ihn davor an. Nun öffnete ich die Putzkiste und nahm den Striegel und die Kardätsche heraus. Ich fing an ihn zu putzen und als ich fertig war, legte ich die beiden Bürsten wieder zurück in die Putzkiste und nahm den Hufkratzer heraus, mit dem ich seine Hufe auskratzte. Anschließend legte ich den Hufkratzer wieder zurück und machte mich nun daran, sein Langhaar zu entwirren und einzelne Strohhalme zu entfernen. Anschließend band ich ihn los und brachte ihn zu Ejadon auf die Weide. Auf dem Weg zur Sattelkammer nahm ich die Putzkiste von Sacramento mit und stellte sie dort wieder an ihren Platz. Anschließend nahm ich die Sachen von Casanova mit. Bei der Box des Hengstes angekommen, stellte ich die Putzkiste daneben ab und öffnete die Boxentür. Nachdem ich auch ihn begrüßt hatte, legte ich ihm sein Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte ihn aus der Box heraus um ihn davor anzubinden. Als ich Striegel und Kardätsche heraus genommen hatte, fing ich an ihn zu putzen bis er schließlich sauber war. Anschließend kratzte ich ihm noch die Hufe aus und entwirrte sein Langhaar. Danach band ich ihn los und brachte ihn zu Ejadon und Sacramento auf die Weide. Ich nahm unterwegs die Putzkiste von ihm mit und verstaute sie in der Sattelkammer, dort nahm ich die Sachen von Ehrengold mit. Als ich an seiner Box angekommen war, stellte ich dort die Putzkiste ab und öffnete nun seine Boxentür. Ich legte ihm das Halfter an, befestigte den Führstrick am Halfter und führte ihn aus der Box heraus. Als ich ihn angebunden hatte, öffnete ich die Putzkiste und nahm Striegel und Kardätsche heraus und fing an ihn zu putzen. Als ich damit fertig und er sauber war, legte ich die Bürsten wieder zurück und nahm nun den Hufkratzer heraus und reinigte seine Hufe. Als ich den Hufkratzer wieder in die Putzkiste gelegt hatte, machte ich mich daran sein Langhaar zu entfernen. Anschließend als ich mit allem fertig war, brachte ich ihn zu den anderen auf die Weide. Als ich die Putzkiste aufgeräumt hatte, nahm ich die Sachen von Darym mit. Der Hengst schaute schon neugierig aus seiner Box, als ich bei ihm ankam. Ich kraulte ihn hinter seinem Ohr und legte ihm dann das Halfter an. Ich öffnete noch schnell die Boxentür und befestigte dann den Führstrick am Halfter und führte ihn aus der Box. Als ich ihn abgebunden hatte, öffnete ich die Putzkiste und nahm Striegel und Kardätsche heraus. Nun fing ich an ihn zu putzen. Als ich fertig war, legte ich die Bürsten wieder zurück in die Putzkiste und nahm den Hufkratzer heraus. Als auch seine Hufe fertig waren, legte ich den Hufkratzer wieder zurück und entwirrte noch sein Langhaar. Anschließend band ich ihn los und brachte ihn auf die Weide zu den anderen Hengsten. Nun war nur noch ein Hengst dran. Ein kleines aufgewecktes Hengstfohlen. Da ich nicht wusste ob er schon halfterführig war, nahm ich nur eine Bürste mit. Halfter und Führstrick nahm ich vorsichtshalber auch mit. Als ich an seiner Box angekommen war, öffnete ich die Boxentür und sah, das der kleine Hengst, kurz genannt Burnin´ gerade vor sich hindösend im Stroh lag. Ich streichelte ihn vorsichtig am Hals. Er öffnete sofort seine Augen und schaute mich neugierig an. Nun fuhr ich vorsichtig mit der Bürste über seinen Rücken, was ihm offenbar gefiel. Also machte ich weiter, bis ich fertig war. Nun legte ich ihm vorsichtig das Halfter an und befestigte den Führstrick daran. Als der kleine sich daran machte, aufzustehen, stand ich auch auf und lief ein paar schritte aus der Box heraus. Der kleine Hengst folgte mir erst zögernd, folgte mir aber dann doch aus der Box. Mit etwas nerven und geduld hatte ich auch ihn auf die Weide gebracht. Ich verstaute noch schnell die ganzen Sachen in der Sattelkammer und fegte anschließend noch die Stallgasse. Anschließend rief ich meine Mum an, damit sie mich abholen konnte. (c) Krümmelmonster

      Sammelbericht
      Es war soweit, ich machte mich auf den Weg zum Hof von Joyful. Ich sollte mich heute um ihre drei Pferde kümmern da sie heute weg musste. Es war ziemlich neblig als ich aus dem Bus stieg, denn ihr Hof war mehrere Kilometer von meinem entfernt und meine Mama hatte nicht sonderlich Lust mich früh Morgens zu fahren. Dann hatte ich etwa noch zehn Minuten Fussmarsch bis ich ihren Hof betrat. „Hallo Layanna, ich muss auch schon los. Ich habe dir doch alles am Telefon erklärt, oder?“, meinte Joyful freundlich als sie gerade etwas in ihr Auto packte. „Klar, mach dir keine Sorgen“, winkte ich grinsend ab. Sie nickte mir lächelnd zu und im nächsten Moment war sie schon vom Hof gefahren. „Na dann los“, murmelte ich und lief in den Stall. Ihre drei Pferde Sacramento, Ehrengold, Laith. Ich blieb bei Laith stehen und betrachtete ihr Boxenschild. „Na du hübsche? Komm, wir putzen dich mal“, mit diesem Satz nahm ich das Halfter von dem Haken und streifte es der Holsteinerstute über die Ohren. Dann führte ich sie aus ihrer Box auf den Putzplatz und holte aus der Sattelkammer ihre Putzbox. Ich putzte sie so lange bis sie glänzte, oder zumindest fast. Dann kratzte ich noch ihre Hufe aus und holte dann aus der Sattelkammer eine Longe. Danach führte ich sie in die Reithalle. Ich liess sie jeweils auf jeder Hand im Schritt laufen und danach liess ich sie traben. Da ich wusste das Laith eine Dressur und Spring Begabung hatte, stellte ich noch einige Cavalettlis auf und liess sie darüber traben und einmal sogar darüber Galoppieren. Als wir fertig waren, gab ich ihr ein Leckerli und sie durfte auf die Weide. Gut, das erste Pferd von drei war bewegt. Mit schnellen Schritten war ich wieder im Stall und blickte auf ein Boxenschild. „Ehrengold...“, murmelte ich leise und erblickte ein grosses Pferd, was ich auf ein Englisches Vollblut schätzte. Ich nahm das Halfter von dem Hacken und streifte es dem Riesen über die Ohren. „Fein“, lobte ich und klickte den Strick an das Halfter und führte ihn zum Putzplatz. Natürlich musste ich wieder in die Sattelkammer laufen und die Putzbox von Ehrengold holen, aber Bewegung schadet nicht, was? Ich fing an, Ehrengold zu putzen und schliesslich die Hufe auszukratzen. Ihn wollte ich heute ein bisschen reiten. In der Sattelkammer holte ich seine Reitsachen und fing an ihn zu Satteln und zu Trensen. Nach wenigen Minuten standen wir beide in der Reithalle, und ich versuchte auf den Riesen zu kommen. Dies gelang mir nach mehreren Versuchen. Ich ritt ihn erst einmal warm und danach ritt ich ihn einige Runden im Trab. Zu guter Schluss Galoppierte ich noch ein bisschen und ritt ihn dann ab. Als ich ihn abgesattelt hatte, brachte ich ihn ebenfalls auf die Weide. Gut, jetzt musste nur noch Sacramento bewegt werden. Ich entschied mich, mit ihm ein bisschen am Waldrand spazieren zu gehen. Zuerst führte ich ihn allerdings zu den Putzplätzen und putzte ihn gründlich. Dann ging unsere kleine Tour auch schon los. Beim führen merkte ich, das er ziemlich faul war. Als ich dann auch los joggte um ihn zum traben zu bringen, machte er nur widerwillig mit. Na ja, was soll's. Zurück beim Hof liess ich ihn auf die Weide wo er dann plötzlich ohne Probleme Galoppieren konnte. Ich musste leicht grinsen. Dann nahm ich die Schubkarre und die Mistgabel und machte mich ans Boxen ausmisten.
      Als ich die Boxen sauber ausgemistet hatte, brachte ich die Pferde wieder in die Boxen und fütterte sie. Es war nun auch schon bald Zeit zu gehen. Ich putzte noch Ehrengolds Zaumzeug und wischte den ganzen Platz. Danach lief ich zur Bushaltestelle und wartete auf meinen Bus. (c) Joyful


      Pflegebericht Joyfuls Pferde // Nr 1
      Da ich versprochen hatte, mich um Joyfuls Pferd zu kümmern, würde ich heute damit anfangen. Ich betrat Joyfuls Stall und sah einen dunklen Kopf, der mir entgegenblickte: Sacramento xx. Ich halfterte den Hengst und führte ihn aus der Box um ihn zu putzen. Danach brachte ich den Vollbluthengst auf Joyfuls Laufband, stellte das Trainingsprogramm auf 4, wo das Laufband hochfuhr und Sacramento sogar traben musste. Währenddessen kümmerte ich mich um ein weiteres Pferd Ehrengold, das zweite englische Vollblut von Joyful. Er stand auf dem Paddock, wo ich ihn in den Stall brachte, ihn ebenfalls putzte und anschließend in die Reithalle der Anlage brachte. Dort konnte sich der Hengst genug auspowern. Ausgelassen flitzte er durch die Halle und baute ab und an einen Buckler ein. 15 Minuten später wurde ihm langweilig und ich brachte Ehrengold in seine Box. Auch Sacramento wartete bereits auf dem stillstehenden Laufband. Ich holte ihn vom Band und brachte ihn auf den frei gewordenen Paddock. Weiter gings mit Pferd Nummer 3, Laith, einer großen Holsteoinerstute. Ich holte sie aus ihrer Box, putzte sie, und legte ihr den Longiergurt an. Gamaschen kamen an die Pferdebeine, genau wie die Hufglocken an die Vorderhufe. Anschließend wurde getrenst, dann gings mit Longierpeitsche bepackt ins Roundpen. Ich longierte Laith ausgebunden eine halbe Stunde auf beiden Seiten in allen Gangarten. Danach brachte ich die hübsche Stute auf den Paddock. Nun gings zum letzten Pferd Countdown, einem auffällig gezeichneten Holsteinerhengst. Er stand neben Ehrengold auf dem Paddock. Ich putzte ihn im Stall und sattelte ihn anschließend. Ich beschloss, Countdown eine dreiviertel Stunde auf dem Reitplatz zu reiten. Es klappte richtig gut und ich fühlte mich wohl auf seinem Rücken. Nach getaner Arbeit brachte ich den Hengst zurück in seine Box und holte Ehrengold ebenfalls rein. Ich schrieb Joyful noch schnell einen Zettel:
      "Sacramento: Halbe Stunde Laufband Stufe 4
      Ehrengold: 15 Minuten Laufenlassen
      Laith: Halbe Stunde ausgebunden Longiert
      Countdown: 45 Minuten auf dem Reitplatz geritten.
      Gruß Stelli"


      Ein Besuch bei Joyful
      (Sacramento xx & Ehrengold & Laith & Countdown & Amara)
      Es war ein sonniger Tag, als ich meine Augen öffnete und in die Sonne blickte, die in mein Fenster strahlte. Ein Lächeln huschte über meine Lippen und ich stand auf, ehe ich mich flott duschte, anzog und fertig machte. Nun sagte ich meiner Mum noch Bescheid und ging hinaus Kurze Zeit später tauchte sie auch auf und kam lächelnd mir entgegen, ehe wir ins Auto stiegen. Ausgeschlafen ließ meine Mutter den Motor an, machte das Navigationsgerät ein und tippte die Daten zu Joyful's Hof ein und fuhr von unseren kleinen Gestüt Richtung Hauptstraß. Von dem mussten wir ein gutes Stück fahren, um zu Joyful zu kommen. Verträumt blickte ich aus dem Fenster und legte meinen Reiterhelm zur Seite, da ich wohl das ein oder andere Pferd etwas auf dem Platz bewegen würde, sofern sie einen hatte, was ich mir sichtlich denken konnte. Nach einer knappen halben Stunde fuhren wir von der großen Straße ab und bogen einen schmaleren, sichtlich Landwirtschaftlicheren Weg ein. Die Straße war unendlich lang, doch irgendwann tauchten neben uns Bäume, Wiesen, Flüsse und noch vieles mehr auf. Ein wahre Traumumgebung, dachte ich mir lächelnd, ehe von weiten ein schönes Gestüt auftauchte und dies wohl ihres war. Einen Augenblick später erreichten wir ihr schön es Gestüt und hielten an, während ich ausstieg und mich umsah.
      Nun kam mir ein freundliches Gesicht entgegen und grüßte mich genauso nett wie man Telefon von gestern. ,,Hallo! Du musst Samsisam sein? Die Pflegerin für meine Pferde heute oder?´´. ich lächelte schüchtern und nickte: ,,Ja die bin ich!´´, antwortete ich ihr freundlich. Sie lächelte erneut: ,,Dann zeig ich dir mal im flotten Durchgang meinen Hof!´´, schlug sie vor und ich stimmte ihr mit einen Nicken zu, ehe ich meiner Mutter zulächelte und ihr zum Abschied winkte. Sofort entspannte sich ihre Miene: ,,Ok bis später Schätzchen!´´, rief sie mir noch zu und ich verrollte die Augen: ,,Mum?!´´, sagte ich verärgert, ehe sie lachte und einstieg. Ich sah mit halbroten Gesicht zu Joyful und sie lächelte nur und meinte: ,,Ach ist doch nicht so schlimm!´´. Wieder huschte ein Lächeln über mein Gesicht, ehe wir weitergingen und sie mir den Hof zeigte. Er war groß schön und hatte so gut wie alles... Nachdem ich alles nun wusste, verabschiedete Sie sich und verschwand, ehe ich mich auf den Weg zum Stall machte.
      Sofort lugten mir fünf hübsche Pferdeköpfe entgegen und ich weiteres Lächeln kroch über meine Lippen, ehe ich mir den ersten Hengst vornahm. Es war Sacramento ein wunderschönes Vollblut! Nun öffnete ich die Boxentüre und hakte den Führstrick ein und führte den Hengst aus der Box, Richtung Putzplatz. Dort angekommen band ich ihn fest und holte sein Putzzeug, plus einen normalen Vielseitigkeit's-Sattel von ihm, da ich ja leider kein Jockey war zum Rennen trainieren. Zufrieden machte ich den Putzkasten auf und holte den Striegel und Kardätsche raus und begann sanft über sein Fell zu Striegeln, dass nur von etwas Staub und Heu befallen war. Nachdem ich mit den Fell fertig war, holte ich den Hufkratzer heraus und säuberte seine Hufe, ehe ich den Kamm holte und seine Mähne, sowie Schweif kämmte. Schnell war der Gute fertig und ich legte ihm seine Ausrüstung an, ehe ich ihn zum Reitplatz führte, da heute sonniges Wetter war und aufstieg. Es war ziemlich schön auf so einen Vollblut zu sitzen. Lächelnd ritt ich Sacra warm und trabte nach ein paar Runden an, ehe ich noch etwas im Leichtgalopp ein paar Bahnrunden und Bahnfiguren durchzog. Nun war er genug bewegt und ich stieg ab, führte ihn zum Putzplatz und legte seine Ausrüstung ab, ehe ich nochmals über sein Fell putze, die Hufe auskratze und die Mähne kämmte.Dann brachte ich seine Sachen weg und lies ihn auf die Weide. Nun war das nächste Pferd dran, Ehrengold. Schöner Name, dachte ich mir öffnete die Box und hakte den Führstrick ein, ehe ich ihn zum Putzplatz führte und ihn anband. Dann schnappte ich mir sein Zeug plus Springsattel, aus der Sattelkammer, die übrigens schön beschriftet war und ging zurück zu Ehrengold, der mich neugierig musterte. ich lächelte und täschelte seinen kräftigen Hals, ehe ich Kardätsche und Striegel aus dem Putzkasten holte. Daraufhin säuberte ich gründlich sein Fell, an allen Stellen und nahm natürlich für die Beine und den Kopf die weichere Bürste. Danach legte ich die Putzuntensilien wieder zurück, nahm den Hufkratzer heraus und säuberte gründlich alle vier Hufe. Dann legte ich diesen Weg und kämmte sein langhaar, ehe ich ihm die Ausrüstung anlegte und zum Springplatz führte. Dort angekommen stieg ich auf und ritt den Guten erstmal im Schritt warm, dann im Trab und Schlussendlich im Galopp. Daraufhin nahm ich mir die ersten Hindernisse vor und überwand sie perfekt mit Ehrengold, bis vielleicht ein paar Ausnahmen. Nach 20 Minuten stieg ich ab und führte ihn zurück zum Putzplatz, nahm die Ausrüstung ab, kämmte sein Langhaar erneut und säuberte die Hufe sowie putzte sein Fell, brachte sein Zeug weg und dann kam er auf die Weide. Nun kam eine Holsteinerstute namens Laith dran. Sie war richtig hübsch, musste man schon sagen.Lächelnd holte ich sie aus der Box heraus und führte sie zum Putzplatz, band sie fest und holte ihre Ausrüstung. Den Laith würde ich in Dressur fördern. Entspannt nahm ich mir ihre Fell vor, putzte es gründlich und säuberte ihre Hufe genauso sauber, ehe ich noch sanft ihr Langhaar durchkämmte. Nun war sie sauber und sie bekam ihre Ausrüstung ran, ehe ich sie zum Reitplatz führte und dort aufstieg. Sofort begann ich sie am langen Zügel warm zu reiten und konnte nach einer Weile schon die ersten Figuren wagen. Also gab ich Paraden und testete ihr Dressurkönnen, sie war schon ziemlich hoch dabei, was mich wunderte, dass sie noch nicht Dressurturniere gewonnen hatte. Daher trainierte ich sie ein wenig weiter und bemerkte schon tolle Erfolge, ehe ich sie trocken ritt und abstieg. Entspannt führte ich sie zurück zum Putzplatz, legte ihre Ausrüstung ab, striegelte über ihr Fell, säuberte die Hufe und kämmte ihr Langhaar. Dann brachte ich ihre Sachen zurück und führte sie auf die Weide.
      Dann holte ich Ehrengold und Sacramento von der Weide und brachte sie in ihre Boxen. Nun holte ich den nächsten Hengst heraus und brachte Countdown zum Putzplatz, ehe ich noch seine Putzsachen holte und Longiergurt mit Leine. Also nahm ich mir wieder Kardätsche und Striegel und säuberte gründlich sein wunderschönes geschecktes Fell. Daraufhin kratze ich seine vier Hufe sauber aus, kämmte seine Mähne sowie Schweif gründlich durch und legte ihm die Longiersachen an, ehe ich ihn zum Reitplatz führte und ordentlich longierte. Erst durfte er sich warmgehen und danach mal traben, ehe ich ihn noch galoppieren lies und die Seite wechselte. Dort das gleiche Spektakel, dann waren wir fertig und ich führte Countdown zurück zum Putzplatz. Dort säuberte ich nochmals über sein Fell, kratze die Hufe aus und kämmte seine Mähne und räumte die Ausrüstung weg. Daraufhin brachte ich den Hübschen auf die Weide. Nun war die Letzte in der Runde dran, sie schien neu zu sein, da sie auf der Weide stand, also ließ ich die Stute Amara erstmal in Ruhe und betrachtete die Hübsche Stute nur kurz, ehe ich beschloss die Boxen noch zu misten.
      Also ging ich in die Ställe, band die anderen beiden draußen an und mistete die ganzen Ställe gut eine Viertelstunde. Danach kam neues Stroh hinein und ich füllte in die leeren Tröge Wasser hinein. Dann blickte ich auf die Futtermengen Runden und tat genau die Menge bei allen hinein. Dann stellte ich Ehrengold und Sacramento wieder in ihre großen Boxen und holte Laith und Countdown von der Weide und brachte sie auch in ihre Boxen. Die Stute Amara tat ich dann, nachdem ich Joyful fragte, da es Abend wurde, auch in ihre Box. Nun fegte ich noch den Putzplatz sauber und brachte den Dreck zum Misthaufen, äppelte die Reitplätze ab und brachte diesen kleinen Haufen auch zum Misthaufen. Daraufhin fegte ich nochmals durch die Stallgasse und räumte noch die Sattelkammer etwas auf. Dann war ich mit allen Arbeiten so gut wie fertig. Lächelnd gab ich jeden der fünf Pferde ein schönes Leckerli und ging zu Joy's Haus. Dort klingelte ich nochmals und als sie kam, sagte ich ihr, dass ich alle Arbeiten führ Heute erledigt habe und nun nach hause fahre. Sie nickte glücklich und wünschte mir eine schöne Heimfahrt. Meine Mutter rief ich nun an und sie kam in Kürze hier auch an, dann fuhren wir zufrieden nach Hause und ich erzählte ihr von meinen heutigen Tag. (c) Samsisam

      Ausritt mit zwei Vollbütern
      Wir lebten zwar noch nicht sehr lange hier in der Gegend, aber inzwischen hatte auch ich schon einige Beziehungen zu den ein oder anderen Reitern aufgebaut. Dazu gehörte auch Joyful, welche ich vor einigen Wochen auf einen Stutbuchwettbewerb begleitet hatte und sogar selbst hatte mitreiten dürfen. Heute schrieb sie mir eine SMS und fragte mich, ob ich Lust auf ein Ründchen Reiten hätte. Natürlich stimmte ich sofort zu und machte mich auch direkt danach fertig, um kurz danach schon mit dem Rad loszufahren. Es war inzwischen 19 Uhr und die Hitze verabschiedete sich langsam wieder. Dennoch war es eigentlich kaum auszuhalten, weshalb ich mir während des Fahrens Zeit ließ und erst kurz vor um acht bei Joyful erschien. Sie schien das auch recht wenig zu jucken, sondern begrüßte mich herzlich und drückte mir erst einmal ein Glas Limonade in die Hand. Nachdem ich etwas getrunken hatte, gingen wir gemeinsam zu den Weiden und Joyful reichte mir ein großes dunkelblaues Halfter. „Meine beiden Vollbluthengste müssen unbedingt im Training bleiben, also dachte ich, ein ausdauernder Ausritt würde ihnen nicht schaden.“ grinste sie und machte mich mit Sacramento bekannt, während sie sich den anderen Braunen, namens Ehrengold, schnappte. Gemeinsam marschierten wir zum Putzplatz, wo wir gar nicht lange brauchten, denn beide Hengste waren sehr sauber. Schnell waren die Pferde gesattelt und wir konnten auch schon los. Joyful entschied sich für eine Waldrunde. Bis dahin würden wir die Hengste im Schritt Erwärmen und auf einer Wiese vor dem Wald, übten wir ein wenig Schenkelweichen und Volten, damit die Muskeln locker wurden. Denn als wir unter den Bäumen entlang ritten, ging die Arbeit los. Gemeinsam trabten wir fast eine Viertelstunde nebenher, das war sowohl für Pferd als auch für Reiter anstrengend. Denn der Weg stieg manchmal an und sank dann auch wieder, machte wiederum aber auch viele Kurven. Nach diesem Part machten wir eine knappe Schrittpause, ehe wir dann in den Arbeitsgalopp überwechselten. Es war gar nicht so leicht, denn großen Hengst unter mir in einem konstanten Tempo zu halten, bei Joyful und Ehrengold sah das wesentlich einfacher aus. Eine halbe Stunde zogen wir das durch und parierten dann wieder zum Schritt durch. Als Heimstrecke hatte Joyful eine große Wiese gewählt. „Jetzt können die beiden nochmal zeigen, was sie draufhaben.“ grinste sie und gab Ehrengold eine strengere Galopphilfe. Sofort reagierte der Hengst darauf und ehe ich mich versah, war auch Sacramento schon auf der Strecke und die beiden Hengste rannten im vollen Tempo Kopf an Kopf. Es war einfach ein unglaubliches Gefühl, wahrlich wie fliegen! Danach waren sowohl Reiter als auch Pferde kaputt. Gemeinsam marschierten wir zurück zum Hof. Dort kühlten wir den Hengsten die Beine ab und dann durfte sie auf ihre Weide. „Gwen? Wenn du Lust und Zeit hast, könntest du dich morgen vielleicht um meine Hengst Countdown kümmern? Ein wenig Dressurarbeit würde ihm nicht schaden. Nur bin ich ab morgen Mittag nicht mehr da. Ich werde zwar frühs füttern, aber es wäre super, wenn du auch Stallarbeit und die Abendfütterung übernehmen könntest. Ich bin erst Übermorgen wieder da.“ Ich nickte lächelnd und freute mich innerlich schon auf die Arbeit, außerdem bedankte ich mich bei Joyful für ihr Vertrauen und machte mich dann auf den Heimweg. (c) Gwen

      Zu Besuch bei Joyful
      Tapfer lenkte ich ich mein Auto durch die Schweren Böen. Mein Scheibenwischer war auf der Schnellsten Stufe doch der Regen der auf meine Windschutzscheibe prasselte versperrte Mir dennoch die Sicht. Mit zusammengekniffenen Augen und weit vorgelehnt rangierte Ich meinen Geländewagen auf den Parkplatz von Joyful's Hof. Ich drehte den Schlüssel im Zündloch um und zog mir die Kapuze tief ins Gesicht ehe ich die Autotür öffnete und Mich in den Orkan wagte. Ich lief im Laufschritt in Richtung Stall und zog mir die Kapuze erleichtert vom Kopf als ich endlich im trockenen stand. Nun konnte ich Mich auf meine Arbeit konzentrieren.
      Ich ging zu "Ehrengold's" Box und nahm sein Halfter von der Halterung ehe ich die Box entriegelte und den Hengst Liebevoll begrüßte "Hallo mein Großer" flüsterte Ich dem erfolgreichem Hengst ins Ohr. Behutsam halfterte ich Ihn auf und Schloss den Backenriemen. Dann führte ich den Jungen EVB Hengst auf die Stallgasse. Ich führte den Strick durch die Öse und machte einen Sicherheitsknoten. Schnell verschwand Ich in der Sattelkammer um Ehrengolds Putzbox zu holen. Den Braunen fand ich bettelnd auf der Stallgasse. Ich ignoriert seine Geste und fing einfach an ihn zu Putzen. Nach jedem Bürsten Strich säuberte Ich den Striegel an der Weichen Kardätsche. Anschließend kratzte ich dem Hengst die Hufe aus und kontrollierte seine Eisen. Um die Stehmähne kümmerte Ich mich nicht, aber umso mehr um den Buschigen Schweif welchen Ich ordentlich Verlas und zuletzt Vorsichtig Durchkämmte. Dann widmete Ich mich Ehrengold's Gesicht. Mit einem Weichen Lammfell Handschuh strich Ich durch das Markante Gesicht. Zuletzt säuberte Ich Augen und Nüstern des Blüters. Dann schäkerte Ich noch ein wenig mit Ihm. Als der Orkan mit seiner vollen Wucht blies zog ich es vor den etwas Nervösen Hengst lieber wieder in seine Sichere Box zu bringen und mich in mein Warmes Heim zu retten. © bei Aska

      Umzug nach Spanien – Das „Haras Equitador“
      Teil 1
      Es fing an mit einem stressigen Morgen, ich stand auf schaltete das Radio an und zog mir warme Sachen an, schaltete die Kaffeemaschine an und setzte mich auf die Couch um einige Papiere zu beobachten. Es war nun halb sieben in der Früh, um sieben Uhr sollten die Männer kommen. Überall stapelten sich Kisten und ich war froh noch einen Kaffee genießen zu können. Ich werde nicht alles mit holen, dachte ich mir, denn die Pferde hier müssen noch versorgt werden da sie bisher nirgends hinkommen konnten. Es war und ist immer noch eine schwere Entscheidung wen ich mit holen werde und von wem ich mich verabschieden werde. Ich trank den Kaffee aus und schaute auf mein Handy; ein Unbekannter Anruf. Ich hatte nicht den drang zurückzurufen und schaute aus dem Fenster, wo ein Riesiger Laster in das Grundstück hineinfuhr. Ich stolperte die Treppen hinunter und zog mir eine Jacke über und schlüpfte in meine Stiefelletten. Langsam ging ich zum Laster hinüber wo ein Mann geduldig auf mich wartete. „Hallo, danke das ihr so früh hier seid“, begann ich. „Kein Problem. So, wo fangen wir denn an?“, fragte mich der Mann, er trug ein blaues Hemd und hatte einen leichten Stoppelbart und dunkelgrüne Augen. „Eh... Also die Sachen sind alle markiert beziehungsweise schon in Kisten einsortiert, mein Bruder wird ihnen dabei helfen, solange mach ich anderweitige Arbeit.“, sagte ich mich einem leichten grinsen, welches der Mann erwidert hatte und begann mich zu den Ställen. Emperador, Lisonjera und Emperador standen dort und müssten mitgenommen werden. Sie schienen noch nichts zu ahnen und kauerten genüsslich an dem Heu herum. Alle Pferde die ich nach Spanien mitnehmen würde wurden schon vom Tierarzt untersucht und durften mit, alles war geklärt, trotz allem hatte ich meine Bedenken, es war eine lange Reise. Wir müssen durch Frankreich fahren und dann nach ungefähr dreizehn Stunden Autofahrt in El Papiol ankommen, natürlich wird das wohl länger als nur dreizehn Stunden dauern, denn wir wollen den Pferden keinen großen Stress bereiten und einige Pausen mit einarbeiten. Etwas in Gedanken versetzt verabschiedete ich mich von den dreien und ging rüber zur Weide wo ich Cadence, Insane und Halluzination begutachtete. Ich war mir hier jedoch noch nicht sicher ob ich nicht noch welche mit holen würde, es tut schon weh sich von den Pferden zu verabschieden. Ich schaute über die Weide und ging anschließend wieder. Ich habe mich entschieden meine Zucht auf Barockpferde zu spezialisieren, beziehungsweise auf Lusitanos, Andalusier und Friesen. Jedoch wollte ich noch einige Privatpferde haben, einfach weil ich diese Pferde zu sehr liebe um sie wegzugeben. Unter anderem währen das Douglas, Albaran ox, Soldiers Pride und Sir Lancelote. Beim Gedanken so viele Pferde hier zu lassen kamen mir etwas die Tränen, andererseits habe ich diese Entscheidung gefällt, habe lange darüber nachgedacht. Währen dessen sind die Männer gut am Werk und tragen gerade einen Tisch in den Laster hinein. Ich schaute Traurig über die Weiden, sah die großen Shire Horses, die große Vielfalt aller Rassen. Ich hing sehr stark an ihnen, jetzt gibt es kein zurück mehr. Während ich mich lange Gedanken machte, mir Sorgen machte und an die Zukunft in Spanien dachte, riss mich der schrecklich peinliche Klingelton von meinem Handy aus den Träumen. Ich starrte auf das Display, Unbekannter Anrufer. Ich war nicht wirklich heiß drauf abzunehmen, drückte daher auf Ablehnen und entfernte mich vom Zaun und ging rüber zum Laster. „Ich helf' mal mit“ sagte ich etwas kleinlaut und ging in das Haus hinein. Der Geruch von Kaffee ging über das ganze Haus. Derweil waren anderthalb Stunden vergangen, so fragte ich die Jungs ob sie nicht eine Pause haben wollten. Anschließend saßen wir im Wohnzimmer auf einigen Kisten und ich machte den Kaffee, ich hatte einige Tassen aus der Kiste herausgefischt. „Schmeckt Klasse, Dankeschön“, hörte ich Reihenweise und ich nickte nur mit einem leichten grinsen. Der Mann vorhin, der mit den dunkelgrünen Augen, er schaute mich die ganze Zeit an. Es viel mir schwer seinen Blick zu erwidern, und immer als dies Geschah musste ich peinlich grinsen. Nun war es neun Uhr und ich lehnte mich gegen die Küchentheke, als erneut mein Handy klingelte. Dieser Klingelton war schrecklich, allerdings fingen alle an zu lachen und etwas beschämt drückte ich auf den Ablehnen Knopf. Ich mochte diesen Klingelton und würde ihn nicht ändern wollen. Wer könnte das nur sein der mich andauernd erreichen wollte. Etwas besorgte schaute ich auf mein Handy nachdem ich es wegsteckte. „Wieso gehst du nicht dran?“ fragte dieser ziemlich gutaussehende Mann der mich mit seinem Blick gefesselt hatte. „Ich weiß nicht wer das ist oder sein könnte...“ etwas lächerlich hörte sich das schon an, aber ich hasse es, wenn man in Ungewissheit Telefoniert. „Hast du Angst?“ der Mann fing heftig an zu lachen und ich starrte ihn böse an. Ja, irgendwie hatte er Recht. Ich seufzte und legte mein Handy ab. Es stand noch soviel herum, zu viel. Ich ging hoch in mein Zimmer, mitten auf der Treppe hörte ich wieder mein Handy klingeln, welches aber Abrupt stoppte, ich schaute hinunter und rannte wieder ins Wohnzimmer. „Hallo... Hier ist Mike... Die Frage ist wer sind sie..“ Ich hörte aufmerksam zu und setzte mich neben Mike, so hieß er anscheinend. Er funkelte mich mit seinen grünen Augen an während ich ihn fragen musterte. „Wer ist da?!“ „Irgendein David.“ Etwas sprachlos saß ich da und wusste zunächst nicht was ich tun sollte, doch schnell drückte mir Mike mein Handy ans Ohr und begann wieder mit der Arbeit, verabschiedete sich mit einem Augenzwinkern und ging hinaus. „Ehm... Hey!“ stotterte ich leicht in mein Handy rein. „Was gibt’s?“ fragte ich, doch das einzige was er erwiderte, war. „Wer ist Mike?!“ Ich grinste in mich hinein, beantwortete seine Frage jedoch nicht. Er wiederholte diese Frage andauernd, anschließend hatte er angeboten beim Umzug mitzuhelfen, ich nahm die Hilfe dankend an, und nach einer Halben Stunde stand er auf dem Hof herum und schaute sich um. Ich kenne David schon lange, 4 Jahre ungefähr. Damals waren wir so was wie zwei verliebte. Und vor nicht allzu langer Zeit trafen wir uns wieder, zusammen mit Samarti, er war dort Trainer, und Gehilfe, so etwas in der Richtung jedenfalls. Es war komisch, diese Begegnung hatte etwas magisches. Und nun, wo ich ihn dastehen sehe... Allerdings habe ich meine Gefühle für ihn schon länger abgelegt. Etwas mulmig im Bauch begab ich mich nach draußen, vergaß meine Jacke und kehrte nochmal zurück um mir die Jacke anzuziehen. Ich sah das er immer näher kam und ich lächelte ihn an. Wir begrüßten und mit einer Umarmung und wir begannen ein Gespräch zu halten. Wie ich es handhaben werde, den ganzen Umzug. Es war viel zu machen. Wir redeten und redeten, über alles mögliche, was die letzten Jahre so passiert ist. Es tat gut, unheimlich gut. Wir gingen den Plan durch, heute werden wir - also ich und David, da er sich dazu bereit erklärte – alle Pferde pflegen und versorgen die hier bleiben. Am nächsten morgen machen wir dann alle Anhänger klar und fahren nach Spanien. Ich freute mich, sehr sogar. Wir hatten nun den ganzen Nachmittag Zeit hier aufzuräumen. Wir fingen im Stall an, dort stand Husky und Burnin' Awake and Lifeless, die werden hier bleiben. Während David sich an Husky ran machte kümmerte ich mich um das Fohlen. Ich putzte ihn und füllte seine Box neu ein, sowie das Wasser dort. Zum Schluss gab ich ihm noch einige Leckerlies mit in die Box hinein. David wurde ungefähr Rechtzeitig fertig, derweil erzählte er mir von seiner Ausbildung als Pferdeausbilder. Als ich ihn kennen gelernt hatte, hatte er noch Fußball gespielt, was er aber immer noch drauf hätte, meinte er zumindest. Zusammen watschelten wir rüber zur Weide, dort begab ich mich zunächst zu Schachfigur, Meine Fäden, Aloha from Hell und Heartbeat. David beschäftige sich derweil mit Glanzstück, Blümchen, Talmih und Possibility. Schachfigur war schon lange bei mir, ich habe ihn nun gute fünf Jahre hier auf dem Gestüt, sowie meine Fäden immer mein kleiner Schatz war. Ich hatte schöne Erinnerungen mit ihnen. Zunächst mussten wir sie mit einem Halfter mitnehmen und dann banden wir sie alle draußen an. Wir putzen sie, striegelten sie, und ich konnte mir eine kleine Träne nicht verkneifen. David sah dies, er achtete sehr auf mich. Er kam auf mich zu und umarmte mich. Ich erwiderte diese Umarmung, er drückte mich fest an sich. Ich öffnete meine Augen und schaute auf seine braunen, starken behaarten Armen. Ich atmete seinen Duft ein, wie ich diesen vergessen hatte. Er ließ nicht los. Lange Zeit standen wir ineinander, ich spürte seinen Herzschlag. Meine Arme fingen an Wehzutun und ich ließ locker, er merkte dies und tat das gleiche. Wir starrten uns an, verlegend drehte ich mich weg und griff eine Bürste und das Fell von Heartbeat zu säubern. Die etwas zickige Stute lies dies aber gut ergehen. Genau wie mit Aloha from Hell, dies wunderte mich sehr, er war inzwischen erwachsen geworden, er ist nicht mehr so böse wie früher. David war fertig, ich auch. Zusammen brachten wir die Pferde wieder zurück auf die Weide. Mit Putzzeug und Leckereien bewaffnet gingen wir zu den Ponys, hier verabschieden wir uns von Herbstraum, Star, Dancer in the Moonlight, Alufolie, little Jim, Shalom, Spotte Dreams und Kronjuwel. Ja, Douglas wird unser einziges Pony in Spanien sein. Währen wir mühsam begannen die Pferde nacheinander zu putzen begann David ein Gespräch zu beginnen. „Du Jenny. Würde es dir was ausmachen, wenn ich mitkommen würde? Also, ich meine ob ich dich begleiten dürfte...“ etwas fragend schaute ich ihn an, was meinte er damit? „Ehm, willst du wirklich 12 Stunden hin und herfahren?“ ich lachte kurz und schaute zu ihm rüber, er jedoch lachte kein bisschen. „Nein damit meinte ich. Du weißt doch, ich komm eigentlich aus Spanien und so weiter. Ich habe vor einigen Jahren schon überlegt umzuziehen, also zurück nach Spanien eigentlich Tuilla, aber...“ Ich schaute ihn erstaunt an, wartete, doch es kam nichts mehr aus seinem Mund. „Also... wenn du möchtest kannst du eine Weile auf meinem Gestüt leben, bis du halt ein Wohnsitz für dich gefunden hast...“ Sagte ich etwas kleinlaut, habe ich das gerade wirklich gesagt? Ich habe nicht einmal darüber nachgedacht, doch sein leuchten in den Augen ließ alle meine Sorgen verschwinden. „Dein Ernst?!“ ich nickte, er umfiel mich mit einer deftigen Umarmung und flüsterte mir ein Danke ins Ohr. Ich war nicht sicher ob ich jetzt lachen sollte oder nicht, aber es würde bestimmt schön werden. Dann wäre ich nicht ganz alleine, und hätte eine große Hilfe an meiner Seite. Je länger ich darüber nachdachte, desto mehr gefiel mir die Vorstellung. Nachdem wir auch damit fertig waren, die Ponys von Dreck zu befreien, kam mir der Mann von vorhin, Mike entgegen. Je näher ich ihn betrachtete desto Attraktiver fand ich ihn. Ich setzte ein lächeln auf und wartete was er zu berichten hatte. „Ja. Also wir sind jetzt erst mal fertig mit der Arbeit hier. Sättel und das ganze andere Zeug holen wir dann Morgen. Morgen früh fahren wir dann los.“ Er drückte mir seine Hand hin um sich zu verabschieden. „Danke, na also dann bis morgen früh“ grinste ich, er ging und ich spürte einen kleinen Zettel der an meiner Hand klebte. Ich drehte mich weg und schaute auf meine Hand. Was sollte das? Ich öffnete den Zettel, schaute zu Mike, die mit einem Auto wegfuhren und wieder auf den Zettel. Ich öffnete ihn langsam, ohne zu bemerken dass David hinter mit stand. Mike 01805 4646. Ich kicherte, David jedoch sah ziemlich sauer aus. „Okay, wer ist Mike?!“ „Das war doch der Mann eben.“ sagte ich Trocken. Mit verschränkten Armen stand er da. Wieso wollte er alles wissen? „Der ist der Typ der... Na ja, er ist der Umzugshelfer. Ich kenne ihn gar nicht“ „Wieso hat er dir dann seine Nummer gegeben?!“ „Vielleicht findet er mich hübsch“ Sagte ich kleinlaut und musste kichern. „Na los, lass die anderen Pferde pflegen, will heute noch fertig werden.“ Er nickte und als wir die Pferde wieder zurückbringen wollte, fragte er mich wieso ich nicht ans Handy gegangen bin als er versucht hatte mich anzurufen. Ich erklärte das ich Angst hatte beziehungsweise es nicht mag wenn mich Leute anrufen die ich nicht gespeichert hatte, dass Mike dann ran gegangen wäre da ich mein Handy liegen lassen hab und so weiter. Etwas mürrisch trotteten wir zur nächsten Weide, wo meine Vollblüter standen. Es war bereits sieben Uhr, wir pflegten Muh!, Saddy, Silberstern, Mike, Khadir, Teasie und Arsil auf der Weide. Ja wir mussten alle selbstständig pflegen, da ich meine Stallburschen und Helfer bereits gekündigt hatte. Es war um einiges Anstrengender als ich dachte, zum Glück waren sie nur etwas staubig und weniger verschlammt. Auch Laurencio, Fine Frency, Season's Princess, Draugsa, Casablanca, Yanetha, Puppenspieler, Aerith und Silenc Dream, sowie meine zwei Shire Horses Tigra und Rayon de Solei haben lange gedauert. Wir haben es so ausgemacht, er kratzt die Hufen aus, er Striegelt, und ich Bürste das Fell nochmal gründlich und Kämme das Langhaar durch. Anschließend war ich doch sehr, sehr dankbar das David hier aufgekreuzt ist, wir waren ein gutes Team. Mit ihm ging die Zeit schnell vorbei, und ehe wir es sahen, war es schon zehn Uhr. Und wir waren fertig. Erschöpft ließen wir uns in meinem Haus unter, der fast völlig Leerstand. Das einzige was noch hier war, war die Kaffeemaschine und mein Bett. Ich führte ihn ins Haus hinein. Wir haben noch etwas geredet, haben gelacht, bis in die Nacht hinein. „Wir müssten mal schlafen, morgen ist ein langer Anstrengender Tag.“ Sagte ich Vorsichtig und schaute ihm Tief in die Augen. „Danke. Danke für alles, wirklich, du warst mir heute mehr als nur eine große Hilfe...“ Sagte ich als wir beide an der Tür standen. „Bis morgen früh dann“ Sagte er und hielt mir die Hand hin. „Warte, nicht dein Ernst oder“ Ich lachte laut als ich den Zettel in meiner Hand entdeckte. „Bis morgen dann“, sagte er und lächelte mir Herzhaft zu. Ich lehnte mich mit verschränkten Armen gegen die Säule und sah ihm hinterher, bis er ganz verschwunden war. Es war spät am Abend, fast zu spät. Ich legte mich auf mein Bett, schaute auf meine Koffer, dann wieder auf den Zettel, mit dem ich in der Hand einschlief.
      Am nächsten morgen schaute ich verdutzt auf mein Handy, ich habe 4 Wecker übersprungen und bin erst jetzt, um halb 7 aufgewacht. Ich hatte immer viele Wecker gestellt, da ich zu feste und zulange schlafe, ich habe meinen Schlafrhythmus ausgeschaltet und könnte den Tag durchschlafen, vor allem da ich letzte Nacht relativ spät schlafen gegangen war. Total in Eile stand ich auf und rutschte über den Linoleum Boden schnell ins Badezimmer. Ich hatte eigentlich keine Zeit mich fertig zu machen, verschmockt wollte ich allerdings auch nicht auftauchen. Also schmierte ich mir sachte den Eyeliner auf und etwas Wimperntusche und stürmte anschließend raus. Es war schon alles am Gange, viele Pferde wurden schon verkauft, fast alle sind verschwunden. Heute wollten wir uns auf die Pferde konzentrieren die wir verladen müssten. Auch Erstaunlicherweise nahmen wir zwei neue Pferde an, Fury und Ehrengold. Fury hatte eine außergewöhnliche Dressurbegabung und Ehrengold war ein erfolgreiches Rennpferd, welches ich außerdem als Privatpferd nutzen werde. Heute war der Achte März, Frauentag; dachte ich und schaute hinaus. Die Möbel waren nun alle ausgeräumt, der Laster würde jetzt losfahren, nach Spanien. Ich freute mich wirklich, trotzdem machte mir der lange Transport einige Sorgen. David wollte mitkommen, ob er das Ernst meinte würde sich heute herausstellen. Es wäre merkwürdig, aber ich würde nicht sagen das es falsch wäre, auch wenn ich ihn lange Zeit nicht gesehen habe. Ich lehnte mich gegen die Mauer und schaute mein altes Gestütshaus an. Es würde mir fehlen, dachte ich mir. Die Zeit hier war sehr schön, viele Erinnerungen stecken hier fest. Der Typ, der mir seine Handynummer anzetteln wollte kam auf mich zu, wie war noch gleich sein Name? Als er anfing zu sprechen, fiel es mir wieder ein – Mike. Er war wirklich sehr attraktiv, vor allem vom nahen. Eine Sache die ich nicht Verstand war, wieso hatte er mir seine Handynummer gegeben, wenn ich sowieso nach Spanien ziehen würde? Wir redeten eine Weile, die Zeit verging schnell, er erklärte mir nebensächlich das die Nummer für Notfälle wäre, und er direkt nach Spanien fahren würde, würde mir etwas fehlen – na klar. Trotzdem schmeichelte es mich sehr, es war angenehm mit ihm zu reden, ich hatte lange kein so Intensives Gespräch mehr, außer mit David. Als der Name in meinem Gedächtnis fiel wurde das Gespräch zwischen mir und Mike immer erzwingender für mich, er jedoch hörte gar nicht auf zu reden, kam mir immer Näher, körperlich und auch innerlich. Wir saßen auf den Treppen, er hockte vor mir und wir starrten uns gegenseitig an, ich konnte seine Augen genau betrachten, die leuchteten sehr hell als er immer zu mir hochschaute, die Sonne war stark, und das früh am Morgen, allgemein war es ein schönes Wetter. „Du Mike, ich muss mich langsam um die Pferde kümmern, tut mir Leid, aber die müssen heute noch hier weg“,sagte ich mit einem grinsen und ohne zu Fragen folgte er mir. Auf David warten würde keinen Sinn mehr machen, er würde zu spät oder gar nicht kommen, beides war mir recht, irgendwie war ich sauer auf ihn. Etwas stur ging ich in den Stall hinein und schaute auf meine Notizblätter, wo alle Pferde aufgelistet waren. „Ja, ich hab keine Ahnung wie wir das machen sollen“ lachte ich etwas unsicher. „Kennst du dich mit Pferden aus?“ fragte ich Mike, der jedoch hysterisch mit einem Kopfschütteln verneinte. Ich seufzte und grinste ihn an. Emperador und Negresco würden auf jedenfall in einen Transporter kommen... Fury könnte auch hinein. Ich grübelte und entschied mich dann noch für Ehrengold, die vier würden in einen Transporter kommen. Der zweite wäre dann Lisonjera, Cadence, Chramisa und Flame. Blümchen mit Zingara, Amalia und Black Star, Exorzismus mit Everland's Calucci, Raufbold und Kinderlachen. Ich musste wieder überlegen. Ich skizzierte alle Möglichkeiten auf das Notizheft. Soldiers Pride war als Stute noch übrig, mit Insane, Douglas und Albaran ox sollte das kein Problem sein, dachte ich mir. Gut dann wären nur noch Pichon, Suger, Lucero und Chronos übrig, es geht perfekt auf, dachte ich mir und grinste in mich hinein. Derweil saß Mike gelangweilt dar und schaute mich stark an, er wendete seinen Blick nicht von mir und ich fühlte mich dabei etwas unwohl und drehte mich lachend zur Seite. Etwas unerwartet umarmte er mich von hinten, um klemmte meinen zierlichen Körper mit seinen festen Armen, die sich jedoch so weich und angenehm anfühlten. Ich fühlte seinen leichten Atem an meinem Nacken, Gänsehaut bildete sich über meinen gesamten Körper. Umarmungen von hinten waren wirklich schön. „Und schon fertig?“ flüsterte er mir ins Ohr und ich drehte mich langsam zu ihm und nahm etwas Abstand von seinem Gesicht, er sah wirklich gut aus, aber ich kannte ich kaum. Ich zeigte ihm die Zeichnung, er schaute fragend drauf, als könnte er damit nichts anfangen. Ich grinste ihn an und ging hinaus. Die Transporter wurden nun eingefahren, zumindest einer war jetzt da. Und darin David. Total verwundert stand ich da und begutachtete ihn, wie er aus dem Auto stieg. Zuerst dachte ich er wäre aus dem Transporter ausgestiegen, sein Auto parkte jedoch knapp dahinter. Er hatte ein breites lächeln aufgesetzt. Ein lächeln, was einen selber direkt zum lachen erzwingt. Schon von weitem sah ich seine funkelnden braunen Augen. Es war ein komisches Gefühl, sollte ich mich jetzt freuen oder sauer sein das er zu spät ist? Wobei er eigentlich ja nicht zu spät ist, ich war kurz davor die Pferde einzuladen. Als er greif nahe vor mir stand wurde er langsamer und schaute mir über den Rücken, dort, wo Mike stand. Er umarmte mich feste, drückte mich an sich ran, etwas ruckartig und schnell kam das ganze und ich musste erstmals meine Hände ordnen, bis ich bemerkte das ich ihm fast an dem Gesäß gefasst habe umkam mich ein unwohles Gefühl, angrenzend an Peinlichkeit. Ich kletterte mit meinen Fingern seinen Rücken hoch um ihn dort zu Packen und anschließend um die Umarmung zu erwidern. Ich lag unter Zeitdruck, das machte ich David auch klar, zeigte ihm die Zeichnung und wir machten und auf die Pferde zu transportieren. Ich hatte davor einige Pferde untersuchen lassen, um sicherzustellen dass sie für den Transport gesund sind. Wir mussten uns wirklich beeilen, zunächst kümmerten wir uns um die Stuten, ich hatte jeweils zwei gepackt und er auch. Nach kleinem zögern der Stuten standen sie auch im Transporter drinnen. Das gleiche wiederholten wir auch mit allen anderen Pferden, die jedoch etwas mehr Terror gemacht haben. Etwas genervt stand ich da und schaute Exorzismus an, der einfach nicht hineinwollte. Ich seufzte, und solange ich Exorzismus überreden wollte hineinzugehen, war David schon fleißig dabei die anderen zu verfrachten. Eine Ewigkeit verging, Wasser müsste hineingeschüttet werden, Essen, dies das. Etwas gestresst rannte ich um die Gegend. Ich war eben dabei etwas Heu zu holen, als ich sah das Exorzismus freiwillig mit David mitging. Meine Kieferladen fielen hinunter und ich schaute David geschockt an. „Schätzchen, du bist zu gestresst, komm mal runter.“ Sagte er als er auf mich zukam, und mir das Heu abnahm. Schätzchen, was soll das denn jetzt bitte heißen, versucht er mich jetzt zu provozieren? Vielleicht hatte er Recht, ich sollte wirklich mal etwas runterkommen. Stunden vergangen, Pferde verladet, Möbelwagen bereits losgefahren. Mike beobachtete uns währenddessen die ganze Zeit, er wollte uns helfen, konnte mit Pferden allerdings nicht wirklich viel anfangen, immerhin war er eine kleine Hilfe. „Ich hab kein Bock mehr“ jaulte ich böse. „Tja der Transport wird das beste haha. Nein, wird ganz normal und ruhig verlaufen, du könntest im Auto sogar etwas schlafen, nur weißt du ja selber das wir eine kleine Pausen machen müssten.“ beruhigte David mich. „Ja ja“ sagte ich ironisch genervt, lächelte ihn aber groß an. Ich schaute mich um, Mike war immer noch da. Irgendwie verwunderte mich das, er könnte schon längst Zuhause sein, die Möbel hatte er schon in der früh verladen. Inzwischen war es Vierzehn Uhr, und wir würden jeden Moment losfahren. Anstatt mich aber dafür vorzubereiten ging ich nochmal in meinem Gestüt herum, in meinem Gestütshaus, die Weiden entlang, die Boxen. Es war so schön hier. Ich werde das hier sehr vermissen. Ich setzte mich nieder und eine kleine Träne floss mir über die Wange. Ich wollte zwar nicht weinen, aber verhindern konnte ich es trotzdem nicht. Der Blick war wunderschön, dieser Geruch. Die Gegend war mir in den letzten 5 Jahren so vertraut gewesen, ich habe hier so viele neue nette Leute kennen gelernt. Ich atmete noch einmal den Geruch tief ein, als ich Schritte hörte. Mike kam mit schnellen Schritten auf mich zu „Hey, die anderen wollen jetzt losfahren, willst du nicht mit?“ er lächelte mich herzlich an, er war wirklich ein netter Mensch. Ich nickte und ging neben ihm her. Wieder standen wir auf dem Parkplatz und ich schaute zu Mike hinauf. „Jetzt heißt es wohl Abschied nehmen...“ Ich kannte ihn zwei Tage, trotzdem fühlte ich den kleinen Trennungsschmerz. Zunächst nickte er, was aber zu einem langsamen Kopfschütteln wurde. „Nein“ sagte er ernst. Ich schaute ihn fragend an. Was war den jetzt los – dachte ich. „Ich erklär's dir in der Pause.“ Ich sah nur noch wie er zu einem der Autos in den Beifahrersitz stieg. Ich brachte nur ein hörbares 'Häh' heraus und sah zu David, der mich an meinem Arm packte und zu seinem Auto drängte. Ich stieg ein, schnallte mich an, was David ebenfalls tat. Ich drückte auf irgendwelche Knöpfe in seinem Armaturenbrett bis ich Musik fand. Er hörte ausschließlich spanische Musik, was mir nach einer Stunde Autofahrt jedoch tierisch auf den Senkel ging. Im Radio lief auf nur Schrott dachte ich mir, und genau für so etwas hab ich mitgedacht und eine CD gebrannt, mit wirklich guter Musik, zumindest Musik die mir gefällt, und bei anderen Leuten eigentlich auch relativ gut ankommen. Der Bass ließ das Auto vibrieren, ich liebe das Gefühl, dachte ich mir nur und lehnte mich nach hinten. Als ich meine Augen wieder öffnete, nachdem ich kurz gedöst habe wegen der schön ruhigen Musik schaute ich David an, der angestrengt der Straße folgte. Ich begutachtete sein gesamtes Gesicht, seine Gesichtszüge waren sehr Maskulin, er hatte einen leichten Bart, schön gegelte Dunkelbraune, fast Schwarze Haare. Eine schöne gebräunte Hautfarbe und diese Augen... sie ließen mich jedes mal dahinschmelzen. David war schon attraktive, sehr sogar. Immer wieder faszinierte er mich, er war makellos. Das lange Anstarren was ich an ihm vollübt hatte, machte ihn Aufmerksam auf mich. Wir waren auf der Autobahn, ein langer Augenkontakt würde nicht kommen, doch dieser kleine Augenblick, wo er mir tief in die Augen geschaut hatte, auch nur für den Bruchteil einer Sekunde... Es war wunderschön. Ein Gefühl ist in mir hochgekommen, beschreiben würde ich ihn als kleinen Schock, wie wenn du im Schlaf träumst du fällst oder stolperst irgendwo hinunter. So würde ich das Gefühl beschreiben. Es war nicht unangenehm, keineswegs, ich genoss es sogar. Ich konnte meine Augen nicht von ihm wenden, ich musterte seinen Gesamten Körper, was er anhatte, wie er atmete, wie oft er blinzelte. Bis ich anschließend eindöste. Ungefähr Acht Stunden Autofahrt haben wir nun hinter uns gelassen. Ich wurde wach als wir Lyon überquert hatten, wir machten in Grenoble die Pause. Die Pause würde ungefähr zwei Stunden dauern, den Part danach würde ich fahren, weswegen ich die Autofahrt jetzt erst mal geschlafen habe. Wir hatten viele Helfer dabei, wir ließen sie die Arbeit mit den Pferden machen, helften jedoch hier und da noch mit, die Pferde durften am Waldrand grasen und bekamen etwas Auslauf. Ich legte mich wieder Müde ins Auto um etwas Schlaf zu bekommen, auch David döste vor sich hin. Ein hupen rüttelte uns beide Wach, genervt schaute ich hinaus, es sah so aus als müssten wir bald wieder losfahren. Da ich ziemlich kritisch mit meinen Pferden war, wachte ich stets über die Gesundheit der Pferde. Bei der Menge ist es jedoch recht schwer einen Überblick zu behalten, also stieg ich zunächst erstmals aus dem Auto und schwankte stehend. Als ich wieder etwas zu mir kam und ich mir zutraute zu gehen, machte ich eine kleine Rundtour. Jeder der Pferde schien das Gras zu genießen, wie lange wir eben eingenickt waren weiß ich nicht, David schläft jedenfalls noch. Ich sah wie Chronos bereits wieder in den Transporter gebracht wird, und schnell schnappte ich mir einen der Stuten um bei dem anderen Transportwagen mitzuhelfen. Mir war noch ganz schwindelig vom schlafen eben. Ich zog meine Blicke über alle Pferde die nun Verladen wurden, es gab einige Unklarheiten wer in welche Box kommen sollte, zum Glück hatte ich meine Aufzeichnungen noch dabei und konnte strikte Anweisungen geben. Das ganze verlief recht stressig, jedoch war das ziemlich schnell geschafft, ich glaube keiner der Leute hatte mehr großen Bock noch irgendwie viel zu machen und würden sich freuen endlich da zu sein. Ich schielte zu dem PKW wo ich eben mit David saß, der aber immer noch auf dem Armaturenbrett am schlafen schien. So langsam aber sicher wurde ich immer wacher und etwas nervös wurde ich von Mike's blicken, die ich immer stets von meinem Blickwinkel beobachtete. Als ich dann sah das er näher kam bekam ich leichte Panik und wusste momentan nicht wie ich handeln sollte. Das war immer so wenn ich müde bin. „Hey, na wie geht’s? Endlich erledigt, nicht wahr? Ich bin Hundemüde, aber du siehst ja richtig... ehm bekifft aus?“ sagte er und fiel in verlegenes Gelächter. „Ha ha“ lachte ich ironisch und grinste ihn offen an. „Dabei bin ich jetzt relativ wach geworden, ich freue mich auf die Autofahrt“ sagte ich und schaute direkt in seine Augen. „Also ich leg mich darein schlafen oder so ich kann nicht mehr“ „Ja, David ruht sich auch schon 'ne Weile aus... na ja, ich mach mich dann mal zum Auto, wir sehen uns dann schätze ich mal.“ Er nickte mir zu und unsere Wegen schieden sich. Ich rückte zum Beifahrersitz und schob David etwas zur Seite sodass ich zu dem Gangknüppel kam. Da ich wohl die einzigste war, die den Weg kannte, musste ich fortfahren. Das Navigationsgerät war in dem Fall nicht sehr Hilfreich, wäre ich danach gefahren wären wir sonst wo gelandet. Das Karten studieren hatte sich also gelohnt. Ich war komischer Weise ganz gut gelaunt, die Sonne ging langsam unter und auf der Autobahn sah man viele kleine Glühwürmchen die ein Rennen bestreiten, also Autos. Ich pulte meine CD aus dem Beifahrerfach heraus und steckte sie in die CD Anlage, wo ich gleich ganz Laut stellte. Somit war David dann auch wach, und er war wirklich sauer das ich ihn aus seinem Schlaf geholt habe, aber sonst könnte ich nicht wach bleiben. Die Boxen dröhnten und das Fahrerlebnis wurde immer intensiver. David immer angepisster. Jedenfalls konnte ich mich nun besser auf wieder wach bleiben und die Straße konzentrieren. Nebenbei erzählte mir David von seinen Träumen, wo ich mit einem Ohr zuhörte und verständnisvoll nickte, so wie ich es immer tat wenn es mal nicht anders ging. Meine Hände schwitzten am Lenkrad, es war sehr warm hier, auch Nachts. Zwei weitere Stunden waren vergangen und meine Augen gaben die Kraft auf, sie waren trocken und schwer, ich konnte sie kaum noch aufhalten. Im Gegensatz zu David der die ganze Zeit geschlafen hat. An einer Raststätte wechselten wir die Plätze und auf einem Reisekissen machte ich es mir Gemütlich. Zwei Stunden Schlaf... dachte ich mir. Mir wurde nach einiger Zeit übel, als ich die Augen geschlossen hatte, und bemerkte wie hysterisch David nach mir packte. Ich bemerkte das das Auto langsam stehen blieb, David wusste nicht wohin. Daraufhin musste ich wieder das Steuer übernehmen, und es ging wieder ab auf die Autobahn, die Karte war zwar auf Spanien, da ich meine Verloren hatte, aber David konnte gut Spanisch und ich hatte die Karte wirklich gut studiert, ich wollte mich auf keinen Fall verlaufen. Ich war sehr gespannt auf das Gestüt, es war bereits renoviert sodass wir direkt einziehen und uns einleben konnten, nur die Möbel mussten nur noch aufgestellt werden. Wir waren fast da, wir hatten die Französische Grenze überschritten und steuerten direkt nach Katalonien. Nicht mehr lange und wir wären angekommen. Wäre der Verkehr nicht so nervig. Das Grundstück lag etwas abseits, nähe eines Waldes in einer etwas höher liegenden Gegend. Anschließend, nach aufregenden vierzig Minuten sind wir endlich angekommen. Ich war sehr aufgeregt, wollte das Gestüt so schnell wie möglich besichtigen. Ich hoffte auch das die Pferde ihren Platz hier finden würden, beziehungsweise dass sie sich wohlfühlen, aber ein zurück gäbe es sowieso nicht, auch für mich wäre das eine Gewaltige Umstellung, ich muss Spanisch lernen und so weiter, ich habe das Grundwissen bereits für die Sprache, meine Aussprache ist grässlich, aber es sollte für den Anfang reichen. Am Gestütstor stand bereits der Markler, der mir den Schlüssel nun übergeben würde. Ich öffnete die Autotür, wechselte einige Worte mit dem alten Mann und fuhr weiter, nachdem er das Tor geöffnet und sich verabschiedet hatte. (c) Kirbeeh

      Hufpflege vom Kleinen Sprung
      Wieder kam HuskyJenny mit einem Braunen. Dieses mal war er aber um einiges schmaler, und lebhafter. Ich tippte auf ein Vollblut und bekam Recht. Ein 7 järhiger Englischer Vollblut Hengst namens Ehrengold. Schon als er mir entgegen lief, konnte ich sehen, dieser Junge hatte definitiv keine Probleme mit seinen Hufen. Er fußte locker ab und schlurfte auch nicht. Natürlich bekam auch Ehrengold ein Stück Karotte von mir. Er kaute angeregt und ich kontrollierte seine Beine und Hufe. Ich drückte und fühlte, zum Glück konnte ich nichts finden. "Besser könnte es mit Eisen nicht aussehen. Hier muss ich gar nicht weiter schauen, der ist top fit.", sagte ich lächelnd zu Jenny und klopfte dem Vollblut den Hals. "Dann kannst du jetzt die Letzte holen.", meinte ich und trank von meinem Wasser. (c) Waiting

      Haras Equitador Teil 2
      Regnerischer Tag in der Provinz Katalonien. Inzwischen haben wir uns gut eingelebt, leben nun seit einem halben Jahr auf dem Gestüt. Alles hat seinen Platz gefunden. Das Wetter war immer schön angenehm, langsam neigt es sich zur Winterzeit. Allerdings war von der Kälte kaum etwas zu spüren. Leider hatte ich in letzter Zeit ziemlich viel um die Ohren, die Zucht sollte längst stehen, doch die Umbauten des Grundstückes waren enorm. Alles im Spanischen Stil, eine Finca als Gestüt sozusagen. Vor allem gefielen mir die neuen Boxen. Heute ging alles ums pflegen. Ich habe die Pferde in drei Rassen unterteilt, anschließend zusätzlich meine Freizeitpferde. Ich begann mit den Andalusiern. Ich führe Cadence als erstes aus der Box hinaus und ließ sie dort stehen. Sie machte keine Faxen und wisch mir kaum von der Seite. Ich bemühte mich das Stroh ordentlich zu wechseln. Anschließend füllte ich noch Wasser auf, Futter gab es später. Danach kamen Emperador, Negresco und Lisonjera. Alle drei vor kurzem Gekört wurden, worauf ich richtig stolz bin. Darauf folgten Suger, Lucero, Fury, Ezio und Marismeño. Araña und Inquestador waren ziemliche Frischlinge auf dem Hof, daher habe ich mich bei denen ziemlich viel Zeit gelassen. Beide hatten schon einige Turniergewinne, allerdings waren sie trotzdem noch die unerfahrensten. Ich musste sie getrennt halten, wegen der Geschlechtertrennung. Also musste ich einen kleinen Weg hinter mir legen, nachdem ich Araña bereits bepflegt habe. Inquestador war ein richtig temperamentvoller Hengst. Er ist kohlrabenschwarz und schimmerte aus allen Ecken seines Körpers. Er ist noch nicht lange bei uns, es ist auch schwer sich mit ihm in Verbindung zu setzen, sprich sein Vertrauen zu gewinnen. Ich legte ihm ein weißes Halfter an und führte ihn aus der Box raus. Es ging relativ schnell und ich bewegte ihn langsam wieder hinein. Das Gebäude der Lusitanos war am nähsten so trottete ich vor mich hin. David kam mir entgegen. Ja, er lebte inzwischen hier, eine Liebesromanze hat es allerdings nicht gegeben. Er ist sozusagen jetzt mein kleiner Helfer, mit Pferden kann er jetzt auch endlich was anfangen. Ich ging zu den Stuten, er zu den Hengsten. Na ja, nach Flame und Chramisa ging ich anschließend zu David um nachzusehen. Chronos und Calucci waren schon fertig und er war gerade bei Raufbold dran. Ich ging zu Pichon um da zu helfen, und anschließend zu King of Darkness. Letzendlich sind wir bei Gaviao stehen geblieben. Er ist ziemlich gewachsen das halbe Jahr das er schon hier ist. Wir teilten uns erneut auf, diesmal ging er zu Exorzismus, ich wollte ihm auch etwas Spaß gönnen. Zingara, Amalia und Black Star ließen sich leicht händigen. Die Boxen waren schnell fertig, so blieben nur noch acht. Nach nochmals einer Stunde hatten Ochrasy, Ehrengold, Insane, Heartbeat, Blümchen, Douglas, Albaran und Soldiers Pride ebenfalls eine schön ausgeräumte Box. Für heute wollte ich eigentlich nicht noch mehr machen. Allerdings hat mich David doch noch überreden können heute auszureiten. Das Wetter war eigentlich ganz angenehm, ich hatte einen dünnen Pullover an und eine lange Hose mit hässlich Verdreckten Stiefeln, die ich erst mal auswechselte. Ich wusste direkt das ich Inquestador reiten wollte, und David nahm Marismeño. Wir putzten und sattelten sie. Langsam gingen wir die Steigung hoch an den Waldrand. Umgeben von Bäumen fingen wir an das Tempo zu erhöhen und mit voller Freude rasten die zwei Andalusierhengste los. Ich hatte uns ein kleines Picknick gemacht, Sandwichs und Obst. An einer Lichtung machten wir rast und ließen die Pferde essen, währenddessen wir uns auf den Boden schmissen und genüsslich aßen. Als es langsam dunkel wurde stiegen wir wieder auf die Pferde für einen Rückweg. Als wir ankamen stellten wir sie wieder in die Boxen. Das wars für mich, dachte ich, und begab mich in meine kleine Hütte nieder. (c) Kirbeeh

      Haras Equitador III
      Heftige Böen wüteten über das schöne Catalonien und riss einige Bäume mit sich. Ziemlich unüblich für die eigentlich schöne und warme Provinz. Die Äste klapperten gegen die Rollläden und die Betonwand, als ich mich endlich aufrappelte um aufzustehen. Glücklicherweise war es nicht allzu früh und so rollte ich mich um fünf Uhr aus dem Bett. Ich musste die Pferde reinbringen die noch auf der Weide standen, realisierte ich viel zu früh und schlüpfte in meine verfranzten Lieblingspantoffeln und suchte mir was annehmbares zum anziehen an. Ich entschied mich für meinen Schlafanzug, da ich mir ohnehin eine Jacke anziehen würde und blickte kurz in den Spiegel. Ich machte mich frisch, spritzte mir Wasser ins Gesicht, danach schminkte ich mich dezent um riesige Augenringe zu überdecken und kämmte meine wilden Haare zurecht. Ich starrte verwirrt auf den dunkelbraunen hölzernen Küchenboden als ich an meinem Kaffee, der gar nicht mehr nach Kaffee schmeckte, nippte. Noch in träumen vertieft weckte mich eine vertraute tiefe Stimme. David stolzierte munter in die Küche hinein und schenkte mir sein Colgate lächeln. Ich grinste zurück. Inzwischen waren wir ein Jahr in Spanien, es war wunderschön hier. Ich vermisse das alte Leben in Deutschland zwar, allerdings erwartet mich hier ein langes aufregendes Leben. Spanisch hab ich auch gelernt, so halb. Ich besuchte jeden zweiten Tag den Deutsch-Spanisch Unterricht um hier besser klarzukommen. Allerdings bin ich der totale Sprachmuffel und durch meine Aussprache verstand mich sowieso keiner, also kämpfte ich mich grundsätzlich mit meinem Englisch durch. Auch wenn David mich anspornte wie sonst keiner, es war schwer. Heute war wieder einer dieser tollen Spanischkurs Tagen. Es war immer ein gemischtes Gefühl wenn ich in den Raum eintrete. Immer um Punkt neun Uhr trafen wir uns alle und begannen erst mal zu erzählen was wir den Tag alles gemacht haben. Ich sag dann einfach das ich Kaffee getrunken habe und fertig, bekannt war zwar das ich ein Gestüt hatte, aber durch meine Kaffee Geschichten haben sie wohl den Anschein das ich Personal habe der die ganze Arbeit macht. Schön wärs, aber ganz ohne mich geht’s auch nicht. Zum Glück habe ich David, denn die Stallburschen verstehen kein Wort Deutsch. Um Halb sechs machte ich mich schließlich auf den Weg nach draußen, das Wetter wurde kaum schlimmer, aber auch nicht besser. Ich öffnete die Haustür und bekam den Sturm erst mal richtig mit. Ich liebe stürme, aber nicht die Arbeit die damit verbunden war, in Deutschland waren sie recht häufiger, wobei ich das nach einem Jahr Aufenthalt hier kaum beurteilen kann. Die Haare klatschten mir in mein Gesicht hin und her, ich kehrte um um mir meine Haare festzubinden. Derweil wartete David auf mich. Rasch kam ich die Treppe schmiegte mich an David vorbei, aus der Haustür raus. „Das übliche, nur diesmal müssen die Pferde auf den Weiden in die Boxen.“ sagte ich und bekam nur ein stumpfes nicken. Unterteilt sind die Weiden Grundsätzlich in Geschlechtern, da wir nicht unerwarteten Nachwuchs wollen. Ich begab mich auf die zweite Weide, da ich David auf die erste dirigiert habe. Hier standen Blümchen, Soldiers Pride, Heartbeat, und Your Possibe Past. Es war eine recht kleine Weide, allerdings mit einem Weidehüttchen wo sich alle hineindrängten. Der Sturm hatte einige Baumfetzen herumgewirbelt, wirklich schlimm war es allerdings nicht. Trotzdem sollte ich mich etwas beeilen denn ich wusste nicht wie das noch ausarten würde. Nach einem kleinem Ausflug ins nächstgelegene Hüttchen packte ich mir vier Halfter und Stricks. Ich öffnete das Weidentor, betritt die Wiese und schloss das Tor zunächst. Dann ging ich auf die vier zu die sich zusammenknüllten und pickte mir eine nach der anderen heraus. Sie waren alle relativ aufgedreht und nervös, was ich nur dem Wetter zuordnen kann. Ich humpelte die Hügel der Wiese zum Tor entlang, es hat wohl auch etwas geregnet, realisierte ich und führte alle aus dem Tor hinaus, welches ich anschließend wieder verschloss. Ich führte sie mehrere Meter herum zu ihren Boxen. Dort platzierte ich sie zunächst und begab mich auf die anderen Weiden. Währenddessen hatte David seine Arbeit ebenfalls erledigt und hatte Albaran ox, Douglas, Insane, Ehrengold, Ochrasy und April Snow zu ihren Boxen geführt. Er kam auf mich zu. „Danke“ sagte ich und fuhr fort:“So die Friesen sollten jetzt auch kein Problem sein, die sind alle noch auf der Weide, wegen den anderen unterhalten wir uns gleich, ich schnappe mir wieder die Stuten.“
      Die Weide war nicht weit von der wo ich eben war, David allerdings musste mit dem Anhänger wegfahren um Exorzismus und Modjo abzuholen, sie waren ziemlich temperamentvolle Hengste und sollten die Damenwelt hier nicht in Chaos versetzen. Von der ferne sah ich Black Star, Amelia und Zingara herumtrabem. Anscheinend genossen sie die kleinen Böen. Mit etwas schnellerem Schritt ging ich auf sie zu und befestigte sie um sie zu ihren Boxen zu führen. Ich führte eine nach den anderen in ihre zugehörigen Boxen und verschloss sie sorgfältig. In den Gängen hörte sich der Sturm noch gefährlicher an, als er eigentlich war. Damit sollten die Friesen allesamt gesichert sein. Die Stallangestellten sollten jeden Augenblick kommen, es wartet eine Menge Arbeit auf sie. Aber die Spanier arbeiten gerne für den Lohn. Als ich rausging sah ich David im Auto, hintendran der Anhänger mit zwei wohl gebauten Friesen. David war also auch fertig, wie schnell der das alles schafft. Anscheinend trödelte ich zu viel, dachte ich und sah auf die Uhr. Es war schon bald neun Uhr, ich hatte noch eine Stunde um den Rest der Pferde hineinzuverfrachten. Schnell ging ich meine imaginäre Liste durch. Von den Lusitanos waren King of Darkness, Pichon, Flame, Chronos, Gaviao und Ariabolo noch auf der Weide, während Chramisa, Calucci, Raudbold und Kinderlachen schon stationiert waren. Es waren zuviele, also musste ich mit David teilen. „Wir müssen jetzt teilen“ ich sah ihn genervt an, ich hatte keine Lust mehr, gleich noch zum Spanischkurs. „Also du wieder Hengste, ich Stuten?“ Er nickte. „Ich hol dann Flame mit erstmals, und kümmere mich dann noch um Chronos und Ariabolo.“ Wir machten uns auf den Weg, und erst mal musste ich Flame mit mir nehmen da sie die einzige Stute war, zusammen mit den anderen Hengsten wollte ich sie auch nicht führen. Es ging alles schneller als Gedacht, so waren alle Lusitanos auch in den Boxen. Die Zeit drängte und ich musste los. Ich ging in das Haus zurück, suchte mir die Materialien zusammen und verabschiedete mich von David. „So ich muss jetzt los zum Kurs. Von den Andalusiern sind Emperador, Negresco, Suger, Lucero, Ezio, Fury, Marismeño und Inquestador in den Boxen, also alle Hengste. Cadence, Lisonjera, Araña und Echo sollten eigentlich kein Problem für dich sein. Falls doch, die Stallhelfer sollten jeden Augenblick kommen, da kannst du die ja Fragen. So ich bin in einer halben Stunde wieder da.“ Ich umarmte ihn und machte mich auf zu meinem Motorrad und auf dem Weg zur Schule. Ich fühlte den Seitenwind beim fahren was ziemlich ungemütlich war. Angekommen zog ich den Helm aus und ging zum Haupteingang der Schule. Es war eine gewöhnliche Schule für Kinder. Ich suchte den Raum und klopfte. Das Gesicht des Lehrers kam mir entgegen, mit seinem super heißem Akzent begrüßte er mich. Ola Ola. Mit der Zeit gewöhnt man sich an die Sprache. Ich war die einzige erwachsene in dem Kurs, unangenehm war es nicht wirklich, nur verwunderlich. Hier sitzen viele Deutsche Kinder, dessen Eltern sich entschieden haben hier hin zuziehen um ihrem Job nachzukommen. Das hätten meine Kinder sein können. Heute lernten wir eine weitere Zeitform und mehr Vokabeln. Aber zunächst, erst einmal schön erzählen was wir so gemacht haben. Ja also ich bin durch peitschende Äste aufgewacht und musste erst mal drei dutzend Pferde woanderhinschleppen. Dachte ich, als ich allerdings an der Reihe war, war es wie ein Mantra, welches ich täglich aufsagte. „Ich bin heute aufgestanden. Dann habe ich meine Zähne geputzt. Dann habe ich Kaffee getrunken.“ Diesen Satz konnte ich in und auswendig. Der Lehrer hatte wohl nichts dagegen und kicherte nur verlegen und schaute nach unten. Sein Deutsch war äußerst Charmant, mit dem Spanischem Unterton, es macht Spaß ihm zuzuhören. Er ist ein lustiger zuvorkommender Mensch und es ist wirklich niedlich wie er mit seinen jüngeren Schülern umgeht. Als die Stunde zuende war, die Kinder raus stürmten und ich gemütlich die Sachen zusammenpackte, kam der Lehrer mir entgegen. Erst fing er an etwas Spanisches zu plappern, ich konnte nur einige Wörter heraushören wie 'Essen'. Das wars auch. Fragend schaute ich ihn an, das einzige was ich zurückbekam war ein lächeln. Er kam mir ungemütlich nahe, dann ging er wieder zu seinem Pult. „Ob sie mal Zeit haben, ich würde sie gerne zum Essen einladen.“ Oh. Ich dachte zuerst er wollte Essen von mir weil er so hungrig wäre. Etwas mit dem Lehrer anfangen, nein. Verdutzt schaute ich ihn an. „Na ja, wissen sie, ich habe nicht oft Zeit, und nur sehr wenig, ich weiß nicht ob wir uns da einigen könnten.“ sagte ich mit nervöser Stimme. Es war eine komische Situation da ich nie etwas anderes in ihm gesehen habe. „Ich würde sie gerne näher kennen lernen.“ sagte er selbstsicher. Wooh, dachte ich mir. Er ist schon attraktiv, aber irgendwie habe ich keine Zeit für einen Freund, selbst für einfache Freunde bleibt die Zeit zu knapp. Ich habe wenig Freizeit, und wenn ich welche habe dann benutze ich sie um etwas zu malen, oder um zu spielen. „Ich würde gerne... aber wie gesagt ich finde wirklich schwer Zeit.“ Ich hoffe das sollte ihm jetzt bewusst sein, das ich absolut keine Zeit habe. „Wie wärs mit morgen um 21:00 Uhr?“ Ich hab doch gesagt ich habe keine Zeit. Jedenfalls morgens und mittags. Und Nachmittags, Abends eigentlich schon aber na ja. Warum eigentlich nicht. „Ok.“ War das einzige was ich rausbrachte. „Ich hole sie ab.“ Wie jetzt, der weiß doch gar nicht wo ich wohne. Anscheinend schon, denn sonst hätte er mich jetzt gefragt. Seufzend ging ich aus der Tür heraus und schaute ihn noch ein letztes mal an. So jetzt kann ich mich wieder meiner Arbeit widmen. Ich hoffe David hat es mit dem Pferden hingekriegt. Ich stieg auf mein Motorrad und bretterte los. Angekommen sah ich ein bevölkertes Grundstück. Mehrere Autos waren aufeinander gereiht, Autos von den Stallhilfen. Die hatten nun einiges zu tun, sie mussten nun so gut wie alle Stallboxen ausmisten. Ich ging durch die Gänge in den Ställen und beobachtete sie. Sie schuften zwar viel, aber auch für einen guten Lohn, daher pass ich gut auf das sie ihre Arbeit gut machen. Nach einer Kontrolle aller Boxen nahm ich mir eine Schubkarre und platzierte einen Sack mit Essen für die Pferde drauf. Wieder ging ich Reihum und portionierte den einzelnen Pferden ihre Mahlzeiten. (c) Kirbeeh

      Pflegebericht
      Unerwarteter Weise hatte mich ein Anruf von Jenny erreicht und sie hatte gefragt, ob ich ihr helfen könnte. Natürlich hatte ich ihr zugestimmt und war nun auf dem Weg zu ihr. Am Stall angekommen sah ich, dass die Pferde bereits auf der Weide waren. Jenny kam auf mich zu und fragte mich dann „ Kannst du mir vielleicht gleich beim ausmisten helfen?“ Ich bejahte dies natürlich und lief mit ihr dann in den Stall. Dort waren nur noch Echo und Suger. Ich holte die zwei aus ihrem Boxen und lobte die beiden. Ich kannte sie bereits, da sie auf meinem Hof gestanden hatten. Als erstes brachte ich Echo auf die Weide der Stuten und dann Suger zu den anderen Hengsten. Ich ging wieder in den Stall und half dann Jenny beim ausmisten der vielen Boxen. Danach richteten wir gemeinsam das Futter her und fegten den Stall. Ich ging neben ihr raus und meinte dann zu ihr „ Darf ich vielleicht meine alten Pferde reiten?“ Jenny fand diese Idee sehr gut und meinte sie wieder ein paar andere in der Zeit reiten. Ich holte als erstes Lucero und ging dann mit Jenny rein. Sie hatte sich Raufbold geholt und ich konnte gar nicht aufhören ihn zu bewundern. Ich lobte Lucero nochmal und band ihn dann vor seiner Box an. Gemeinsam mit Jenny ging ich in die Putzkammer und holte seine Putzbox aus dem Schrank. Jenny tat es mir mit Raufbolds Kiste gleich. Ich putzte den Hengst und machte ihn dann für das Reiten fertig. Jenny und ich gingen gemeinsam auf den Platz und ritten dort die beiden Hengste nebeneinander warm. Danach begannen wir beide mit ihnen zu arbeiten. Die Hengste machten beide sehr gut mit und wir ritten sie ab. Die zwei durften schließlich in ihre Box und schlugen sich dort die Bäuche voll. Gemeinsam gingen wir wieder nach draußen und dort holten wir Pichon und Kinderlachen. Jenny hatte die beiden Putzboxen bereits hergerichtet und wir konnten so gleich loslegen. „ Wollen wir eine Runde ins Gelände gehen?“ fragte sie mich und ich nickte knapp. Ich freute mich bereits auf das Gebiet um den Hof herum. Ich mochte Spanien sehr und es war nicht, dass erste Mal das ich hier war. Im Gedanken machte ich Pichon fertig und wir gingen raus. Ich stieg auf den Rappen und wartete dann auf Jenny. Diese stieg auf ihren Hengst und wir ritten los. Kinderlachen schnaubte tief ab und Pichon tat es ihm gleich. Das Gelände war wirklich sehr hübsch und Jenny hatte es gut so ein großes Gebiet zu besitzen. „ Dein Hof und die Umgebung sind wirklich wundervoll“ meinte ich dann und sie bedanke sich dafür. Während unserem Ausritt unterhielten wir uns viel über die Pferde und ihre zukünftige Zucht und meine Zucht. Die beiden Hengste kamen nach dem Ausritt auch wieder in den Stall und fraßen auch. Wir besprachen unseren restlichen Tagesplan und machten aus, dass ich Suger und Echo auf jeden Fall noch bewegen würde. Jenny würde noch Calucci und Ehrengold reiten. Ich holte also Echo und Calucci rein während sie unser Zubehör herrichtete. Wir machten die Pferde fertig und gingen dann wieder auf den Platz. Als erstes ritten wir die beiden warm und übten dann diverse Dressurübungen. Nach dem Training durften auch sie in ihre Boxen und Suger und Ehrengold standen auf der Liste. Mittlerweile fing es bereits zu dämmern an und so entschlossen wir uns in die Halle zu gehen und nur noch leichte Sachen zu üben. Die beiden machten sehr gut mit und durften dann auch in die Boxen. Nachdem wir alles aufgeräumt hatten, holten wir Arana, Inquestador, Marsimeno und Fury von der Weide in den Stall. Jenny war mir sichtlich dankbar, dass ich ihr dabei auch noch half, denn es würde immer dunkler. Ezio Auditore de Firenze, Negresco, Cadence und Emperador folgten den Pferden die bereits im Stall waren. Die Weiden hatten sich bereits gut geleert doch einiges hatten wir noch vor und uns so beeilten wir uns die restlichen Pferde reinzuholen. Müde setzten wir uns danach nach draußen und tranken noch kurz etwas. „Danke, dass du mir geholten hast“ meinte sie dann zu mir und ich erklärte ihr, dass ich ihr immer wieder helfen würde und es mir sehr Spaß gemacht hatte. Gemeinsam gingen wir auf meinen Wagen zu und sprachen noch ein bisschen. Dann fuhr ich heim und ging noch duschen. Ich schaute mir noch einen Film an mit Simon, dem Bruder meiner Freundin. (c) Friese
    • sadasha
      Verjährte Berichte
      Großer Pflegebericht für alle Pferde des Gestütes Naundorf
      © Muemmi | 06. September 2016 | 5129 Zeichen

      Seit dem letzten Bericht sind folgende Pferde auf der Gnadenweide bzw. haben das Gestüt Naundorf verlassen:

      Narnia, Darkwood´s Storm Dancing Feather, Small Joker likes Dun,
      Firewalker, Oline, Inka Dakaprio, Awolnation, Efeumond,
      Reebook, Coda, Admiral´s Valentin, Armani, Miami´s Blue Boy,
      Apfelblüte, Tringle, La Luna

      ---------------------------------------------------------


      Neubau für die Turnierpferde des Gestütes
      Fleming, Amber, Caja, Dante, Aquentino, Reykja, Checkpoint, Mon Amie, Thor, Taciturn

      Hauptstall der Zucht
      Aeastas Amor, Zingara, Ehrengold, Ravallo, Seana, Red Diamond II, Weyganda, Lacura, Polarfuchs, Rasputin, Trink auf´s Leben, Little Sweetness, Butch, Tainted Love Toffifee


      Westflügel der Naundorfer Welshzucht
      Occani, Seidenfell, Orchidee´s Nikita, Prima Teutonia, Zimtmond´s Haselnuss, Leona, Primadonna, Love me Lara, Miro, Landwein´s Erdbeerpflücker, Take a Bow, La Luna, Sweet Poison
      Neu hinzugekommen

      Die große Trauerweide in der Mitte des Hofplatzes färbte sich ganz langsam in ein herbstliches Braun und auch die anderen Bäume verloren schon langsam ihr sommersattes Grün. Auf dem Gestüt hatte sich über die letzten Monate viel getan, viele Pferde haben uns verlassen und einige sind auf die Gnadenweide für ihren Lebensabend gewechselt. Auch einige Fohlen hatten ihren Weg dorthin gefunden, denn ich würde bald mit meinen Turnierpferden abreisen und nach England ziehen. Das Naundorfer Gestüt mit den Welshponys würde mit den Gnadenweidenpferden weiterhin in Naundorf bestehen bleiben und unter Isabellas Leitung, einer jungen Züchterin, die ich über die letzten Marktverkäufe kennen gelernt und dann für mich eingestellt hatte, laufen. Ich wollte mich jetzt vorranging darum bemühen, mir meinen Lebenstraum zu erfüllen und hatte mit den erwirtschafteten Gewinnen ein kleineres Landhaus südwestlich von London gepachtet. Das alte Landhaus erinnerte mich an Jane Austens Longbourn und sollte mit einem schönen Garten und einigen Stallungen für Gäste und Urlauber eingerichtet werden. Der richtige Name fehlte mir noch für das Anwesen, aber es sollte der Ausgangspunkt für eine internationale Karriere werden. Vorrangig hatte ich dafür Dante, Fleming, Aquentino und Reykja im Visier, aber vor allem sollte Amber jetzt richtig durchstarten. Die mittlerweile 7-jährige Cremellostute war mein ganzer Stolz und ich hoffte, mit ihr in England den richten Start zu finden. Doch bis es soweit war, würde es noch eine Weile dauern, die Geschäfte liefen gut, aber es gab noch den ein oder anderen Papierkram und noch ein paar Verkäufe, die getätigt werden mussten. Auch die Ausbildung der Pferde durfte nicht vernachlässigt werden. All das schwirrte mir durch den Kopf, als ich nach dem kurzen Frühstück mit Idefix, der mittlerweile schon etwas in die Jahre gekommen war, in den Welshstall hinüber ging und fütterte. Occani war als Fohlen kurz auf meinem Hof gewesen, jetzt kam sie von der Käuferin zurück und stand schon einige Wochen bei den Welshpferden. Sie sollte mit ihrer guten Abstammung die Runde komplett machen. Mit ihr auf der Weide standen Seidenfell, Nikita, Teutonia, Zimtmond, Leona, Primadonna, Lara und Luna, bis letztere an ihre neue Besitzerin ging. Bei den Hengsten waren nur noch Miro, Bow, Poison und Landwein übrig. Alle Ponys waren in einem sehr guten Zustand und erfreuten sich bester Gesundheit. Die ungekörten Mädels bespaßten derzeit die letzten Ferienkinder mit ihren Familien und die Hengste deckten auf anderen Höfen private Stuten. So spielten die Welshis einen guten Teil des Hofgeldes ein, auch wenn die Zucht noch weiter brach lag. Als ich fertig war, lief ich hinüber zu meinen alten Zuchtpferden, die ebenfalls auf dem Gestüt bleiben sollten. Sie hatten sich hier ihren Stammkundenbaum aufgebaut und waren sehr beliebt, derzeit trug Seana ein Fohlen für Eddi. Ihre Bekanntheit wollte ich aber nicht mit ihnen selbst, sondern über meine Turnierpferde international machen, weswegen ich sie auch wegen der Kapazität in Deutschland ließ. Auch hier waren drei bekannte alte Hasen zurück gekommen. Aestas Amor und Ehrengold, zwei Rennpferde, die viel geleistet hatten und bei der alten Besitzerin leider nicht mehr die Liebe und Zuwendung erhielten, die sie verdienten. Finanziell sah es auf dem Hof wohl nicht mehr so gut aus, weswegen die beiden rechtzeitig zu mir kamen und nun wieder in vollem Glanze da standen. Ehrengold war ebenfalls ein beliebter Deckhengst geworden und sorgte nicht nur auf meinem Gestüt für süße, langbeinige Babys. Neben den beiden hatte auch die wunderschöne Friesenstute Zingara ihren Weg zurück zu mir gefunden, die ich vor Jahren sehr lange besessen hatte. Auch sie musste aufgepeppelt werden und hatte leider einige Verhaltensschäden mitgenommen. Sie traute außer mir noch keinem anderen wirklich, machte sich aber von Tag zu Tag besser. Da sie wohl nicht mehr geritten werden konnte, zog ich aus ihr recht schnell ein Fohlen, Thor von Thorontos, der mit auf die Reise nach England gehen sollte. Und dann waren da die üblichen Verdächtigen: Ravi, Seana, Säufer, Toffifee, der dicke Butch, Sweety, Polarfuchs, Rasputin, Lacura, Weyganda und Red Diamond. Alle waren ausnahmslos gesund und mampften ihren Hafer und ihr Müsli, während ich die Stallungen mistete und die Gasse kehrte. Als auch hier die Arbeit getan war, ging es für mich hinüber zu den Pferden, deren Papiere ich für die Abreise im nächsten Frühjahr herrichtete. Amber und Fleming sollten mir noch im Herbst folgen, insgesamt sollten mitgehen neben den bereits genannten auch noch die süße Taciturn, die ich so ins Herz geschlossen hatte, dass ich sie unbedingt auf dem englischen Hof haben wollte, sowie Checkpoint, Mon Amie und Caja. Checkpoint hatte die Tage etwas Probleme mit dem Heustaub und durfte deswegen den ganzen Tag auf die Koppel, die ich ihm extra anders abgesteckt hatte, ansonsten war auch hier soweit alles in bester Ordnung. Nach meiner Hofrunde musste ich allerdings wieder zurück ins Büro. Erst Abends, wenn alles erledigt war, wollte ich noch mit Amber Springen und Reki Dressur üben.

      Aktuelle Pflege

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      Großer Pflegebericht für alle Pferde des Gestütes Naundorf
      © Muemmi | 22. Januar 2017 | 12971 Zeichen


      Neubau für die Turnierpferde des Gestütes
      Lillifee, Bifröst, Skadi, Medivh, Reykja, Aquentino, Possy Pleasure Mainstream, Webster, Davina, Oak´s Lake Mountain, Mon Amie, Amber, Caja, Checkpoint, Meilenstein, Thor, Taciturn, Heros

      Hauptstall der Zucht
      Starlight Express II, Zarin, Elanor, Augen auf! Ich komme, Fleming, Dante, Aestas Amor, Zingara, Ehrengold, Ravallo, Seana, Red Diamond II, Weyganda, Lacura, Polarfuchs, Rasputin, Trink auf´s Leben, Little Sweetness, Butch, Tainted Love Toffifee

      Westflügel der Naundorfer Welshzucht
      Occani, Seidenfell, Orchidee´s Nikita, Prima Teutonia, Zimtmond´s Haselnuss, Love me Lara, Miro, Landwein´s Erdbeerpflücker, Take a Bow, Sweet Poison
      (Pferde sind seit Herbst 2016 offiziell im Besitz von kira)

      Dave´s Bewerbung

      Der Himmel war dunkel und das Schneegestöber zuckerte die ganze Landschaft innerhalb von Minuten noch weiter ein, als eh schon. Wir hatten heute morgen erst geräumt, aber es lag jetzt schon am frühen Nachmittag 5cm frischer Schnee und das, obwohl die Naundorfgegend nicht wirklich für solches Wetter bekannt ist. Idefix war die letzten Wochen nicht mehr aus dem Haupthaus gekommen, der Kleine war mittlerweile alt geworden und folgte mir mit seinen 12 Jahren nicht mehr wirklich überall hin. Ich war ziemlich traurig, als mir die Tierärztin beim letzten Besuch riet, ihn zu schonen und nicht mehr unbeaufsichtigt über den Hof rennen zu lassen, da er mittlerweile immer schlechter sah und hörte. Und zusätzlich kamen jetzt die kalten Temperaturen, die seine Gesundheit stark forderten. So beschränkten sich unsere gemeinsamen Stunden immer mehr auf den Abend, in denen er sich zu mir ins Bett kuschelte und neben mir schlafen durfte. Ich wischte mir bei den Gedanken die feuchten Augen, räumte den Rest des Schnees auf die Seite und klopfte mir die Stiefel ab, bevor ich in die Stallungen ging. Es hatte sich in den letzten Wochen einiges getan, ich hatte ganz spontan die Leitung der Fahrturniere übernommen, obwohl ich davon am allerwenigsten Ahnung hatte. Das Sportzentrum richtete sie seit sieben Wochen unter der Leitung eines Freundes von Tom, meinem Bereiter in der hohen Dressur, aus. Aber der hatte mir nach der Auswertung bekannt gegeben, dass er das schon ab nächster Woche nicht mehr machen würde. Noch ein Punkt, der mich in die Mangel nahm. Sofort schrieb ich die Stelle offiziell aus, denn auch Mia, Susan und Leo waren in anderen Disziplinen ausgebildet. „Naja, dann können wir auch offiziell Fahren ausbilden!“ „Falls jemand die Vollzeitstelle so schnell antritt!“ meinte ich zu Leo, der ganz begeistert vom Fahren war. Wir hatten auch darüber gesprochen, ihn neben der Military auch dort ausbilden zu lassen. Ich war wirklich stolz auf meine beiden Azubis, die sich hier schon wie zu Hause fühlten und wirklich verlässlich waren. Ich konnte allen alles anvertrauen und war wirklich glücklich, dass sich Naundorf so entwickelt hatte. Die Pläne, nach England zu gehen, hatten sich immer mehr auf Eis gelegt, obwohl die Welsh-Pferde schon verkauft waren. Kira hatte sie schon vor Wochen auf dem Papier erworben, dennoch standen sie bis zum Frühjahr noch hier auf dem SPZ. Ich ging deswegen so oft ich noch konnte hinüber und streichelte der hübschen Scheckenstute Nikita, der hellen Seidenfell und der munteren Teutonia über die süßen Köpfe. Ich wurde ihnen einfach nicht mehr gerecht und hatte mich entschieden, die Zucht im Ganzen abzugeben. Das umfasste damit auch Haselnuss, Occani, Lara, Miro, Erdbeere, Bow und den talentierten Poison. Lediglich Lillifee, ein Stutfohlen aus der Lara würde bei mir bleiben. Sie stand derzeit mit Taciturn und Bifröst in einer Box. Letzterer war erst vor kurzem unerwartet zurück auf meinen Hof gekommen. Ich fütterte die Stuten, mistete den abgetrennten Offenstall und füllte die Heuraufen. Den Hengsten gab ich ebenfalls mehr Heu zu fressen, damit sie es warm hatten und streute frisch ein. Gerade als ich mit dem Kehren fertig war, klingelte mein Handy. Auf der anderen Seite der Leitung eine tiefe Männerstimme, zwar jung aber erfahren und sehr sympathisch. Ich konnte gar nicht sagen, wie froh ich war, als es um die ausgeschriebene Stelle ging. Er hatte sie von einem Bekannten Tom´s erfahren, der ebenfalls seine ehemaligen Arbeitskollegen über unsere Situation unterrichtet hatte. Er würde noch heute nach Naundorf für ein Gespräch kommen, sofern das so zeitig möglich wäre. Ich sagte sofort zu und machte ein Treffen für den späten Nachmittag aus. Immer noch ziemlich platt steckte ich das Handy wieder ein, lief weiter zu Taciturns Box und gab auch ihr und den beiden Babys zu fressen. Bifröst war langsam etwas aufmüpfig, ich musste ihn also bald trennen oder legen lassen. „Das entscheide ich beim nächsten Mal!“ flüsterte ich und strich ihm über die kurze Mähne. Ich bürstete Taciturns dicke Mähne, flocht sie im Zopf zusammen und kratzte ihr die Hufe aus. Sie hatte ebenfalls wöchentlich Starts bei den Fahrturnieren und bezauberte mich immer wieder aufs Neue, weswegen ich ihr genauso viel Aufmerksamkeit zukommen ließ, wie meinen Sportlern. Sie war auch eine der Einzigen, die mit mir kuschelte und immer wenn ich mich nicht gut fühlte, kam ich zu ihr und den beiden Zwergen. Sie würde immer die gute Seele von Naundorf bleiben. Nach einer halben Stunde strich ich ihr nochmal durch den Schopf, verließ die Box und lief hinüber ins Haupthaus. „Mia! Rate mal, wer uns heute Nachmittag besuchen kommt!“ rief ich meiner Vertreterin und besten Freundin zu. Sie konnte es auch nicht glauben, stieß Tom sofort darauf an, der vom Dressurtraining mit Reykja und Webster kam und war genauso glücklich wie ich. „Na, hoffentlich passt der dann auch hier rein!“ meinte Willi, der ebenfalls ins Haupthaus gekommen war und sich gerade den Schnee abklopfte. Mit Leo und Susan aßen wir dann zusammen zu Mittag, ich knuddelte ein wenig mit Idefix, bevor ich mich als Letzte fertig machte für den Kontrollgang. Susan, meine zweite Azubi jetzt im zweiten Lehrjahr, begleitete mich auf die Koppeln. Alle Hengste waren heute draußen, da es durch den Schneefall nicht so kalt war wie sonst. Fleming und Dante, meine zwei jüngsten Körsieger lieferten sich am Zaun ein Wettrennen, als sie uns kommen sahen und scheuchten den Rest der Gruppe mit Amor, Ehrengold, Red Diamond, Socke, Flemings Vater Ravallo, Rasputin, Weyganda, Checkpoint, Polarfuchs, Säufer, Butch und Zarin auf. Zarin war der Einzige, der nur hochsah, kurz mittrabte und sich dann zurück zum Heu verzog. „Den holen wir nach unserer Kontrolle rein, ich möchte ihn langsam an die Koppel und die Anstrengung gewöhnen. Ich bin mir da noch nicht so sicher.“ Susan nickte und stieg mit mir durch den Zaun. Der Berberfuchs war deutlich schlanker, als ich ihn von meinem Verkauf viele Jahre zuvor in Erinnerung hatte. Er war seit zwei Wochen auf meinem Hof und machte sich gut, aber war wie Starlight Express, der ebenfalls vor vielen Jahren vom Gestüt Ammersee aus verkauft wurde, ein Pflegefall geworden. Verwahrlost und hungernd hatte ich die beiden aufgenommen und aufgepeppelt. Der anfängliche Eindruck war aber schlimmer als befürchtet, auch der seelische Schaden schien sich jetzt schon langsam abzubauen. Der Shettyhengst war für die große Gruppe zu klein, weswegen er einen großen eigenen Paddock besaß und bei Thor, meinem Friesenfohlen stand. Susan und ich liefen die Sportlerweide ab, kontrollierten die Zäune, die Leitungen und die Wassertröge. Brav folgte der Berber Susan, als diese ihn mit Möhren und Äpfeln zu sich brachte und ihm den Führstrick anlegte. „Ich werde mich um die Fohlen kümmern, wenn ich eh schon rüber gehe!“ meinte sie und ich nickte. Gemeint war neben Thor auch die hübsche Meilenstein, die jetzt schon Susans Liebling war. Ich ließ sie diese so oft es ging mitversorgen und sie dankte es mir, indem sie auch ihre anderen Pflichten ernst nahm. Willi fuhr den Misthaufen gerade zusammen, als ich um den Trakt lief und mich zu den Stuten aufmachte. Skadi war im Schnee schwer zu erkennen und löste sich erst kurz vor ihrem Stop bei mir aus ihrem Umfeld. „Nana, was bist du heute schnell unterwegs!“ Ich klopfte ihr den Hals und drückte Zingaras Nase auf die Seite, die wie Yin und Yang immer an Skadi hing. „Meine zwei schönen Friesen...“ murmelte ich, Zingara immer noch suchend nach Leckerchen ihre Nüstern an meinen Taschen. „Jetzt lass das doch mal!“ lachte ich und ging ohne zu Zögern durch das Grüppchen, zu dem sich Mainstream, Seana und Davina gesellt hatten. Mon Amie, Lake, Amber, Caja, Sweety und Augen auf standen paarweise oder vereinzelt über die Weide verteilt und suchten unter der Decke aus Schnee und Eis etwas Gras. Reykja war wohl wie Webster von Tom im Stall gelassen worden, nachdem er mit ihnen trainiert hatte. Da fiel mir Elanor ein, eine weitere Scheckenstute, die Seana sehr ähnlich sah. Ich blickte mich nach ihr um und sah sie dann doch neben Amber stehen. Auf die hatte ich es abgesehen und holte mir Halfter und Strick, nachdem auch auf der Stutenweide alles in Ordnung war. Etwas zögerlich folgte sie mir in den Stall, unentschieden, ob sie lieber bei ihren Freundinnen auf der Weide in der Kälte bleiben wollte oder ob sie mit mir im Warmen arbeiten wollte. Durch das Hufgeklapper rief ich den letzten Vierbeiner auf meinem Hof auf den Plan. Tainted Love Toffifee, mein einziger gekrönter Quarterhengst auf dem SPZ stand in seiner Box und wartete auf seine neue Besitzerin. Auch er würde uns noch heute verlassen, weswegen ich ihn geputzt und hergerichtet in seiner Box gelassen hatte. Er sah neugierig über die Türe und beobachtete mich dabei, wie ich Amber von Schnee und Dreck befreite und sie anschließend sattelte und trenste. Ich wollte mit ihr regelmäßig trainieren und forderte sie immer wieder in der größeren Halle, die wir über die Wintermonate fürs Springtraining eingerichtet hatten. Nach ungefähr einer Stunde ritt ich sie ab und sah auf die Uhr. Das Treffen! Ich war knapp dran, führte Amber zurück in die Stallungen und kam an unserer Hoflichtung vorbei. Zwischen den Ästen der Hecken sah ich ein fremdes Auto parken, ein schwarzer, älterer Geländewagen. Ich hatte noch 10 Minuten, sattelte Amber ab und warf ihr die Abschwitzdecke über. Gerade als ich den Sattel in die Kammer gebracht hatte und zurück kam, stand ein Mann bei ihr, streichelte ihr den Hals und sah sie sich genau an. Ich hielt inne, betrachtete die Szene kurz und trat dann auf die beiden zu. „Kann ich Ihnen helfen?“ Lächelnd trat ich neben ihn, legte den Kopf schief – und erstarrte. Er lächelte ebenfalls, als er mich mit seinen hellen blauen Augen ansah und mir die Hand hinstreckte. „Sie müssen Frau Goeke sein, mein Name ist Lange, wir haben vorhin telefoniert.“ Seine Stimme passte so gar nicht zu ihm, er machte auf mich einen gemischten Eindruck – wahnsinnig jung und wahnsinnig erfahren zugleich und das, obwohl er ungefähr 10 Jahre älter war als ich. Nun wieder bei Sinnen, ergriff ich seine Hand. „Ja, bin ich, aber nenn mich Luisa. Wir duzen uns hier alle auf dem Hof.“ meinte ich. „Dave.“ er lächelte immer noch. „Hübsche Stute. Deine?“ „Ja, ich bilde hier die Springer aus. Tom ist für Dressur zuständig und bildet die Azubis Susan und Leo aus, die im Springen gehen, Leo vertieft in Military. Mia macht derzeit schwerpunktmäßig Distanz, hat aber auch die Zulassung in Dressur, was eher ihr Steckenpferd ist. Leider fehlt uns jetzt jemand fürs Fahren.“ Ich lächle wieder. „Und da komme ich ins Spiel?“ fragt er und lächelt zurück. „Richtig. Wenn du mich Amber noch schnell weg bringen lässt, dann zeige ich dir den Hof und du kannst mir mal ein wenig erzählen, was du bis jetzt so gemacht hast.“ Er nickt und ich führte meine Warmblutstute den Gang hinunter, bevor wir eine kurze Runde über das SPZ drehen und dann ins Haupthaus einkehren. Mia ist ebenso erstaunt und wirft mir eine eindeutige Geste zu, als sie Dave begrüßt und dann zum Stalldienst der Hengste hinüber geht. Wir betreten die Küche, in deren Ecke sich Idefix eingerollt hat. Er knurrt kurz, als er den Mann sieht. „Alles gut Idefix, braver Hund.“ meine ich, kraule ihn kurz hinter den Ohren und biete Dave etwas zu trinken an. „Unser Hofhund. Ist allerdings schon sehr alt, begleitet mich seit er ein Welpe war. Er sieht nur nicht mehr so gut, weswegen er jetzt die Küche hütet.“ Dave nickt nur stumm, nimmt die heiße Tasse Kaffee dankend an und berichtet mir, dass er seit längerem eine feste Stelle als Trainer sucht. „Hauptsächlich bin ich ebenfalls im Military unterwegs, ich würde als einzige Prämisse meine Hengste Medivh und Heros mitbringen wollen. Allerdings war mein Vater viel im Fahrsport tätig, weswegen meine Ausbildung dort fast besser ist.“ „Wegen den Pferden wäre das kein Problem, das SPZ hat genug Platz und auch Möglichkeiten, falls du sie weiter ausbilden möchtest. Es wäre nur recht schnell die Organisation der Fahrturniere zu stemmen.“ Er freute sich sichtlich, anscheinend hatte er bis jetzt Probleme mit diesem Wunsch. Ich sprach mit ihm die Details durch und bot ihm eine Probezeit von zwei Wochen an, die Dave glücklicherweise sofort annahm. Sollte sich die Zusammenarbeit danach als gut herausstellen, würde der Vertrag dauerhaft gültig. Ich gab ihm die Papiere mit, vereinbarte den ersten Arbeitstag für übermorgen und verabschiedete mich von ihm. Als sein Auto den Hof verließ, kam Mia zurück, stupste mich an und lachte. „Luisa, wenn du den nicht nimmst...“ „Hab ich schon, hat die Papiere mitgenommen!“ unterbrach ich sie und zwinkerte. „Endlich mal ein heißer Typ auf dem Hof!“ „Das hab ich gehört!“ Willi warf uns einen gespielt bösen Blick vom Traktor zu, von dem er gerade abstieg und das Hallentor schloß. Mia und ich lachten laut, nahmen Willi in den Arm und gingen zusammen ins Haupthaus zurück.
    • sadasha
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      16. Mai 2017 | von sadasha
      Widerwillig knurrend schaltete ich nach vier Snooze Durchgängen meinen Wecker aus und rappelte mich hoch. Gerade als ich mein Schlafzimmer verlassen wollte hämmerte es gegen die Türe: „Aufstehen, Frühstück wird kalt!“ rief meine Mutter und sah mich erschrocken an, als ich sofort die Tür öffnete und vor ihr stand. „Morgen.“ murrte ich und glitt an ihr vorbei ins Bad um mich fertig zu machen. Nach etwa einer halben Stunde hatte ich so viel Kaffee intus, dass ich voller Tatendrang war. Ein kurzer Blick auf den Arbeitsplan verriet mir, dass ich heute den Vormittag bei meinen Vollblütern verbringen würde. Gine hatte die Offenställe von Mr. Raw Depression, Ehrengold und CHH‘ Lamperd schon geöffnet, sodass die Hengste nach draußen gehen konnten. Die Stuten jedoch warteten noch ungeduldig darauf herausgelassen zu werden. Blütenzauber streckte ihren Kopf in die Stallgasse, als ich mit den passenden Halftern näher kam. Neben Blütenzauber, nahm ich auch Bear Totem’s Denali, LMR Lady Luna samt Little Miss Backyard, Scarlet in Birth samt Stars of Magic und Riven in a Dream samt Rouge Trap mit raus. Natürlich musste ich mehrmals laufen. Immer eine Stute links, eine rechts. Hatte die Stute ein Fohlen bei Fuß, so lief es ohne mein Zutun mit. Nachdem alle Stuten auf dr Weide standen kümmerte ich mich um die Youngsters. Golden Sugar und PFS Strolch standen zusammen mit Raving Hope Slayer auf der Bachelor Weide. CHH‘ Classic Spring hatte Gine gerade im Training. PFS‘ Savory Blossom war mit einem der Jockeys auf dem Weg zur Ovalbahn.

      „Jetzt sind es nur noch wir beide.“ sagte ich zu Moulan, während ich meiner Rappstute das Halfter überstreifte. Moulan ließ das bei mir mittlerweile ohne Angst zu. Auf der verlassenen Stallgasse machte ich sie fest und holte ihren Putzkoffer. Beim Putzen ließ ich mir ordentlich Zeit und untersuchte meine Stute auch auf Ungeziefer oder Schrammen. Moulan war im besten Zustand seit Langem. Wir hatten seit ein paar Tagen die Testergebnisse ihrer Farbgene da. Sie war ein reinerbiger Rappe, was mir sehr zusagte. Zwar war mir die Farbe meiner Pferde im Grunde egal, wenn ich jedoch die Wahl habe würde ich immer mehr zum Braunen oder Rappen tendieren als zum Fuchs. Bei der nächsten Decksaison ist Moulan auch dabei. Mit 10 Jahren war sie eine verhältnismäßig alte Maidenstute, doch sie brauchte die Zeit.

      Eine halbe Stunde später stand ich mit Moulan auf dem Springplatz. Vor dem Platz hatten es sich meine Mutter und Kerry gemütlich gemacht. „Was machst du hier?“ wollte ich Kerry wissen, die ich heute nicht eingeplant hatte. Sie lächelte nur und wank ab. Weiß der Himmel was sie wieder hatte. Ich dachte nicht weiter daran und konzentrierte mich auf Moulan unter mir. Wir nahmen zuerst ein paar Cavalettis zum warm werden, bevor ich sie auf den aufgebauten Parcours brachte. Fehlerfrei waren unsere Durchgänge heute nicht, jedoch hatte ich das Schwierigkeitslevel erhöht. Sie musste engere Kurven gehen und sich schneller auf die neuen Hindernisse einstellen als üblich. Am Ende konnten wir aber doch zufrieden sein. Ein Durchgang ohne gefallene Stange war wirklich lobenswert für eine Stute, die eigentlich nicht als Springpferd geboren ist. Nach dem Abreiten lobte ich Moulan abermals und brachte sie schließlich mit ihrer Abschwitzdecke auf die Weide zu den anderen Stuten. Der Vormittag war damit vorbei.

      Nach der Mittagspause setzte ich mich in meinen Wagen. „Wohin willst du?“ Kerry… Die hatte ich schon ganz vergessen. „Zum Pineforest Stable.“ gab ich knapp zurück und legte den Sicherheitsgurt an. „Aha, was machst du da?“ sie warf einen suchenden Blick auf den Beifahrersitz neben mich. „Ich besuche dort ein Fohlen, das ich gekauft habe.“ Kerry fing an zu strahlen. „Darf ich mit?“ Natürlich sagte ich nicht Nein. Ich hätte keinen triftigen Grund gehabt.
      Auf dem Gestüt von Occulta Smith herrschte regen Treiben. Kerry war begeistert wie viele Pferde und Mitarbeiter es hier gab. An jeder Ecke blieb sie stehen um sich etwas genauer anzusehen. Ich hingegen lief suchend von Gebäude zu Gebäude bis ich Occulta fand. Wir grüßten uns herzlich, bevor sie mich zu PFS‘ Storm Cat führte. Das junge Schimmelstutfohlen tollte auf der Weide und man sah ihr Rennpotential ganz deutlich. Ich war begeistert. Bis zuletzt hatte ich immer versucht mich mehr auf meinen Sport zu fokussieren, doch jetzt da ich eine eigene Ovalbahn hatte, hatte ich die freie Wahl. „Und immer noch zufrieden mit deiner Wahl?“ wollte Occulta wissen und ich nickte. Mehr als das. Ein Schimmelfohlen war schon immer mein Traum. Mit Storm Cat wurde dieser erfüllt. Eine ganze Weile blieb ich am Zaun stehen und sah meinem zukünftigen Pferd zu. Kerry lief währenddessen überall herum, bis sie auch das irgendwann langweilig fand und wieder zurück wollte.

      Erst gegen Abend trafen wir wieder auf dem Bear Brook EC ein. Der Feierabendverkehr hatte uns voll erwischt. Gut zwei Stunden standen wir im Stau. Erst als ich die drei auf der Weide sah fiel mir ein, dass ich sie vollkommen vergessen hatte. „Mist…“ murmelte ich und Kerry sah mich mitfühlend, aber verwirrt an. „Was denn?“ fragte sie. „Eigentlich hätte ich heute Iseabail, Felan und Lady Lyneth Bowen bewegen sollen.“ gab ich zurück und sprang aus dem Wagen, als ich ihn geparkt hatte. Gine war noch immer auf dem Hof, zumindest stand ihr Wagen hier. Ohne Kerry weiter zu beachten suchte ich sie und fand sie in der beleuchteten Reithalle. „Es tut mir leid, Gine. Hast du die drei auch noch bewegt?“ fragte ich. Gine saß gerade auf Mister Blockhead und es sah ganz so aus, als wäre sie gerade fertig mit ihm. Sie nickte lächelnd. „Alles gut, deine Mutter hat mir geholfen und die Reitponystuten mit bewegt.“ Das hieß Princess Sansa, Iceflower, Arcany und Eismärchen waren auch beschäftigt worden. „Wen hast du noch gemacht?“ fragte ich, da ich meine Gedanken gerade nicht sortieren konnte. „Samson, Niffler, Pendragon, PFS‘ Heart of Ocean und Zuckerwatte.“ gab sie zurück und stieg ab. „Das reicht für heute oder?“ fragte sie neckend. „Isaac kam aber auch noch, er hat Come Back Cupcake gemacht und sich dann um Emrys, Mephisto und Vikar gekümmert.“ Nun war ich komplett raus. „Morgen wird es besser.“ versprach ich. Mir tat es wirklich leid, die beiden so allein gelassen zu haben, aber mein Kopf ist heute Morgen anscheinend im Bett geblieben.
    • sadasha
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      24. Juni 2017 | 17308 Zeichen von adoptedfox und sadasha
      Ich öffnete die Augen und stellte erschrocken fest dass ich auf dem Boden eingeschlafen sein musste. Unaufhörlich klopfte es an der Haustür und jemand rief nach mir. Mühsam richtete ich mich auf, drehte den Schlüssel um und öffnete die Tür. "Was machst du denn hier?" fragte ich Hunter und sah die Leute hinter ihm an "...ist etwas passiert?". Verdutzt stand er da und versuchte zu begreifen was da gerade vor sich ging. Einer der Rettungsmänner schob ihn zur Seite um nach dem Rechten zu sehen, noch bevor Hunter antworten konnte. "Ist alles in Ordnung bei Ihnen?" fragte er mich und stellte seinen Rettungskoffer ab. Ich sah zu Hunter und legte den Kopf schief. "Ich denke schon, Ja." antwortete ich und sah wieder zu ihm. "Was erwartest du, wenn du auf dem Boden liegst und dich nicht rührst?!" sagte Hunter vorwurfsvoll und ich sah ihn erneut an "Ich fühlte mich nicht gut und bin eingeschlafen!" log ich und entschuldigte mich beim Rettungsteam für den Aufruhr. Während die Rettungskräfte zum nächsten Einsatz fuhren und die Bauarbeiter wieder an ihre Arbeit gingen, blieb Hunter noch stehen und sah mich weiterhin vorwurfsvoll an. "Soll ich wieder fahren?" fragte er. Ich war im Zwiespalt. Einerseits hatte ich ihn gern in meiner Nähe, andererseits hatte ich die Befürchtung am Abend davor zu weit gegangen zu sein. Während mein Magen und mein Hirn sich stritten bat ich ihn herein und trat zur Seite.

      Er ging an mir vorbei in die Küche und lehnte sich an die Theke. Ich hoffte dass ich nicht so schlecht aussah, wie ich mich fühlte und mied seinen Blick.

      “Wieso zur Hölle hast du auf dem Boden vor deiner Tür geschlafen?!”
      “Ich bin eingeschlafen! Es war nicht geplant dass ich so lange dort sitze.”
      “Aha. Das erklärt natürlich alles.” sagte er sarkastisch schmunzelnd.
      Macht er sich da gerade wirklich über mich lustig?
      “Für mich ist das nicht so lustig wie für dich, Hunter!” fuhr ich ihn an und verschränkte die Arme.

      ”Dann sprich mit mir.”
      Ich sah zu Boden und begann auf meiner Unterlippe zu kauen. Das hab ich nun davon schoss es mir durch den Kopf und ich atmete hörbar aus.
      “Hunter ich will dich nicht anlügen. Ich bin gern in deiner Nähe und auch wenn ich mich manchmal frage, was mit dir denn nicht stimmt, hab ich dich echt gern. Ich habe nicht nachgedacht gestern, es tut mir Leid.” brach ich heraus und sah zur Tür.

      “Und deshalb hast du vor deiner Tür auf dem Boden geschlafen?” meinte er grinsend.
      “Ich war niedergeschlagen und wusste nicht was ich sonst machen sollte.”
      “Bist du denn jetzt ausgeschlafen?”
      Ich verdrehte die Augen und antwortete knapp “Ja”.
      “Also kein Kaffee nötig?”
      “Ehrlich gesagt ist mir gerade übel. Du kannst dir ja einen machen.” sagte ich und ging ins Badezimmer. Ich stellte den Wasserhahn an und putzte mir die Zähne. Da ich noch immer die gleiche Kleidung wie gestern trug ging ich ins Schlafzimmer und zog mich um.
      Hunter machte sich derweil einen Kaffee. Als ich zurück in die Küche ging stand er, in der einen Hand seine Tasse Kaffee, in der anderen Hand eine Zigarette, im Türrahmen.
      “Hast du mir vorhin überhaupt zugehört?” frage ich betreten und blieb in der Küche stehen.
      “Ja.” sagte er, doch in seiner Stimme schwang Unsicherheit mit. Ihm war bewusst, dass das jetzt auf etwas hinausläuft, was ihm unangenehm werden könnte.
      “Es tut mir wirklich Leid und wenn ich die Zeit zurückdrehen könnte würde ich es tun.”
      Hunter ließ ein tiefes Brummen vernehmen. Dachte der jetzt nach?

      Da ich Angst hatte ihn zu bedrängen ging ich an ihm vorbei in den Hof um zu sehen wie die Bauarbeiter voran kamen. Als einer der Arbeiter zu mir sah hielt ich beide Daumen in die Höhe um ihm zu zeigen, dass ich zufrieden war. Hunter stand noch immer im Türrahmen und dachte nach. Ich ging zu ihm und fragte ob alles in Ordnung sei. Es war sein Glück, dass in dem Moment sein Handy klingelte. Er hob entschuldigend die Hand und nahm das Gespräch an. Da er selbst kaum antwortete wusste ich nicht worum es in dem Telefonat ging. Ich nahm ihm seine leere Kaffeetasse ab und brachte sie in die Küche. Es schien so, als würde er von Sekunde zu Sekunde nervöser. Mit dem Auflegen spurtete er mir entgegen. “ES GEHT LOS!” Erschrocken sah ich ihn an. “Was ist denn passiert?” - “Ich muss zu meinem Hof! Sofort!” Er rannte zu seinem Wagen und stieg ein.Ich zog die Haustür zu und folgte ihm. “Antworte mir gefälligst!” fuhr ich ihn an und hielt die Tür fest damit er sie nicht schließen konnte.

      ”Das letzte Fohlen kommt! Jetzt lass mich! - BITTE!”
      “Rutsch rüber ich fahre, du bist viel zu aufgedreht!” sagte ich und deutete an ihn auf den Beifahrersitz zu schieben, sollte er sich weigern. Einen kurzen Moment sah er mich kritisch an, entschied sich dann jedoch nachzugeben und sich auf den Beifahrersitz zu setzen. Die Schlüssel steckten bereits. Ich startete den Motor, wendete den Wagen geschickt und fuhr auf die Straße. Die Fahrt über wurde Hunter so nervös, dass er tatsächlich anfing zu reden. Er erzählte mir von seiner Stute und dem Hengst von dem er sie hatte decken lassen und dass er sich auf das Fohlen schon freute, seit er den Hof übernommen hatte. Aufmerksam hörte ich ihm zu. So redselig hatte ich ihn bislang noch nicht erlebt. Ich missachtete die Geschwindigkeitsbegrenzungen und war froh, dass wir in keinen Stau gerieten. Nach gerade einmal 45 Minuten erreichten wir den Hof und ich parkte Hunters Wagen. Noch bevor ich den die Schlüssel abgezogen hatte sprang Hunter raus. Ich folgte ihm in den Stall wo Gine bereits aufgeregt vor der Box von Slap Happy stand.
      “Wie sieht’s aus?” fragte Hunter und Gine versuchte ihn zu beruhigen. “Es läuft alles wie es soll.” - “Kann ich in die Box?” fragte er und fast gleichzeitig antworteten Gine und ich mit einem deutlichen “Nein!”. Nervös tigerte Hunter vor der Box hin und her. “Sicher, dass alles okay ist?” fragte er ständig. Irgendwann hielt Gine ihn fest. “Hunter. Du hast schon so oft so etwas mitgemacht. WAS IST DEIN PROBLEM?” Mit mahnendem Blick sah sie ihn an. Ich strich in kreisenden Bewegungen über seinen Rücken. “Wenn etwas nicht ok ist können wir eingreifen Hunter. Du steckst Slap Happy noch mit deiner Unruhe an!” sagte ich ruhig und ließ meine Hand sinken als ich Gines Blick bemerkte. Mit einem mal sprang Hunter wieder an die Box. “Ich sehe was!” Es dauerte nur wenige Minuten bis das Fohlen, dass er What Rainbow taufte, endlich im Stroh lag. Gine schob die Boxentüre auf und ging rein um die Erstversorgung zu übernehmen. Hunter stiefelte wie selbstverständlich hinterher und hockte sich runter zum Kopf seiner Stute.” “Herzlichen Glückwunsch Mister Crowley, es ist eine Stute!” sagte ich freudig und ging näher an die Boxentür heran. “Und sie ist gesund!” fügte Gine hinzu. “Und jetzt alle raus hier!” Gine machte eine ausladende Geste. Hunter rührte sich jedoch keinen Zentimeter. “Na komm, lass die beiden sich kennenlernen.” sagte ich und strich Hunter über den Nacken. Er brummte unzufrieden, richtete sich aber auf und ging mit mir raus. “Ich mache dann weiter, ja?” sagte Gine und sah Hunter eindringlich an, der eher verwirrt zu sein schien. Gine bemerkte das und formulierte um: “Die restlichen Pferde wollen ja noch bewegt werden.” Das klang nun schon fast vorwurfsvoll. “Ist alles ok mit Gine? Sie wirkte etwas genervt.” fragte ich Hunter und sah ihr nach. Er zog den Kopf zwischen die Schultern. “Keine Ahnung.” “Ich geh mal nach ihr sehen.” sagte ich und ließ ihn bei Slap Happy stehen. Ich lief über den Hof und entdeckte Gine an einer der Weiden. “Alles ok bei dir?” fragte ich und stellte mich neben sie an den Zaun. “Was ist das eigentlich mit Dir und Hunter, hm?” fragte sie und klang wenig erfreut. Fragend sah ich sie an “Was meinst du?”. “Er ist andauernd bei Dir, bleibt sogar über Nacht und dieses ewige angefasse…” sie brach mitten im Satz ab und wedelte mit ihren Händen durch die Luft.
      Als Hunter zum Rauchen den Stall verließ sah er, dass Gine und ich uns unterhielten. Er beschloss jedoch erstmal aufzurauchen, bevor er zu uns kam. “Ihr streitet?” fragte er verblüfft. “Ihr kennt euch nicht mal wirklich.” Verzweifelt sah ich an Gine vorbei: “Ich weiß nicht ob wir uns streiten, ich komme eigentlich gar nicht zu Wort.” Gine warf mir einen abfälligen Blick zu. Sie sah zu Hunter und überlegte, was sie ihm an den Kopf werfen könnte. Was keiner bemerkte war, dass Isaac auf die Gruppe zukam. Ein Pferd zu seiner linken und eines zu seiner rechten. Als er uns erreichte hielt er an. “Steht ihr hier nur rum oder können wir wieder an die Arbeit gehen?” fragte er und hielt Gine den Strick von Iseabail hin und Hunter den von Lady Lyneth Bowen. “Hunter setzt sich heute garantiert nicht mehr aufs Pferd.” sagte Gine zickig und zog mit ihrer Stute ab. Hilflos sah ich Hunter an und sagte traurig: “Das wollte ich wirklich nicht!”. Isaac nahm Hunter den Strick ab und folgte Gine. “Lust auf einen Ausritt?” Hunter sah zu den Hengsten rüber, die relativ unruhig auf ihren Weiden standen. Ich war mir nicht sicher ob die Frage ernst gemeint war. “Hältst du das für eine gute Idee?” fragte ich nochmal nach um mich zu vergewissern, dass er mich nicht auf den Arm nahm. “Hätte ich gefragt wenn nicht?” Wieso eigentlich nicht? dachte ich und stimmte dem Ausritt zu. Ich half Hunter dabei Ehrengold und Mr. Raw Depression von der Weide zu holen und folgte ihm in den Stall, wo wir die Pferde für den Ausritt vorbereiteten. “Wäre dir eine Schutzweste genehm?” fragte er und nach kurzem Überlegen schüttelte ich den Kopf. “Okay.” sagte er und reichte mir einen der Reithelme. Ich nahm ihm dankend den Helm ab und setzte ihn auf. Hunter tat es mir gleich, zog seine Reithandschuhe an und führte Ehrengold raus um dort aufzusitzen. Ich legte Mr. Raw Depression die Zügel um den Hals und folgte Hunter. Als ich im Sattel saß stellte ich die Steigbügel auf meine Länge ein und rief zu Hunter: “Ich bin bereit!”
      Er lächelte und ritt los. Ehrengold war sehr aufgedreht und man sah, dass Hunter Schwierigkeiten hatte ihn zurück zu halten. Ich schloss zu ihm auf und hoffte, dass Ray nicht angesteckt wurde. “Kommst du zurecht?” fragte ich und war gerade dabei den Zügel von Ehrengold zu greifen, als dieser einen Satz nach vorne machte. Da er sofort stehen blieb, fiel Hunter nach vorne. Der Hengst jedoch rannte gleich weiter, Zügelfreiheit hatte er ja nun. ”Hey!” rief ich und galoppierte Ray an. Er kam jedoch nicht annähernd hinterher. Noch bevor ich Ehrengold erreichte, lag Hunter schon am Boden. Ehrengold war zu nah an die Stallwand gekommen, sodass Hunter hängen blieb und aus dem Sattel gezogen wurde. Im Affekt riss ich Ray am Zügel um ihn zum Stehen bleiben zu zwingen und sprang ab. “Bleib ja hier!” sagte ich zu Ray und lief zu Hunter der stöhnend am Boden lag. “Beweg dich so wenig wie möglich!” wies ich ihn an und wollte mein Telefon aus der Tasche ziehen, stellte aber fest dass ich es zuhause liegen lassen hab. Da sich sein Telefon deutlich in seiner Hosentasche abzeichnete zog ich es raus und wählte den Notruf. Hektisch erklärte ich die Situation und gab die Adresse durch. Man versicherte mir in 10 Minuten da zu sein. Ich lief zurück zu Ray und brachte ihn auf die Weide wo ich ihm Sattel und Zaumzeug abnahm und in die Wiese am Tor legte. Ich ging zu Hunter und hockte mich neben ihm auf den Boden. Er hatte sich mittlerweile etwas gefasst. “Wo ist Ehrengold?” fragte er und versuchte sich aufzurappeln. “Ich kann es dir nicht sagen, er ist in Richtung der Felder gelaufen. Tut dir was weh?” fragte ich besorgt. Er schüttelte den Kopf und war mehr damit beschäftigt sich aufzurichten. Sobald er jedoch den linken Fuß aufsetzte sackte er keuchend zusammen. “Hunter!” rief ich und versagte beim Versuch ihn zu stützen. “Tu mir einen Gefallen und bleib am Boden. Der Krankenwagen wird gleich da sein!” sagte ich ernst und drückte ihn zurück auf den Boden. “Und Ehrengold?” wollte er wissen. Ich nahm sein Gesicht in meine Hände und sah ihn mahnend an. “Hunter, du bleibst hier! Und ich bei dir, ob es dir lieb ist oder nicht!”
      Der Krankenwagen bog auf die Straße ein und ich trat auf den Weg um ihn zu uns zu winken. Er hielt neben uns an und einer der Sanitäter stieg aus. Ich erklärte ihm den Unfallhergang und sagte, dass Hunter Probleme beim Aufstehen hatte. Der Sanitäter hockte sich vor Hunter und tastete seinen Knöchel ab. “Das müssen wir röntgen, tut mir Leid.” sagte er und sah zu Hunter auf. Just in dem Moment kamen Gine und Isaac an den Ort des Geschehens. “Wir haben Ehrengold auf dem Feld eingesammelt. Was ist passiert?” fragte Isaac. ”Ehrengold ist durchgegangen und Hunter ist an der Stallwand hängen geblieben. Er kann nicht aufstehen.” antwortete ich und half dem Sanitäter dabei Hunter in den Krankenwagen zu bringen. “Und wer kam auf die bescheuerte Idee ein Rennpferd auszureiten?!” warf Gine ein. “Jetzt fahr mal einen Gang runter, Gine! Wir haben uns das letzte Mal noch gut verstanden, was ist denn auf einmal los?” fuhr ich sie an. Ich mochte sie gern seitdem wir gemeinsam bei den Reiterspielen antraten und war langsam aber sicher genervt von ihrem heutigen Verhalten. “Das weißt du sicher ganz genau.” sagte sie biestig und machte auf dem Absatz kehrt.
      Aus dem Nichts kam der Sanitäter wieder. “Möchte jemand mitfahren?” fragte er freundlich ohne auf die hitzige Situation einzugehen. Ich sah zu Gine, die abrupt stehen blieb. “Gine ich werde mich nicht mit dir streiten. Er hat mir gestern eindeutig zu verstehen gegeben, dass er kein Interesse an mir hat. Du musst dir also keine Sorgen machen.” Ein Funke Genugtuung machte sich auf Gines Gesicht breit. Ich lehnte mich zu Hunter in den Krankenwagen und gab ihm sein Telefon wieder. “Gine, wir sollten uns um die Pferde kümmern.” Isaac packte sie am Arm und drehte sie zu sich um. Es war ihm ernst und Gine erkannte das. Trotzdem wollte sie sich nicht so einfach geschlagen geben. “Du ha-” - “Geh bitte mit ihm!” meldete sich Hunter zu Wort, bevor Gine ihren Satz vervollständigen konnte. Perplex sah ich zu Hunter in den Krankenwagen. “Das ist schon in Ordnung, ich komm damit klar!” sagte ich und versuchte zu verbergen, dass mich die “Gine-Angelegenheit” nicht kalt ließ. “Also kommen sie mit?!” Der Sanitäter wirkte gestresst und schob mich einfach in den Wagen um nicht noch länger warten zu müssen. Widerwillig setzte ich mich neben Hunter und versuchte ihn nicht anzusehen. “Hätte ich gewusst, dass Gine Interesse an dir hat, dann hätte ich dich in Ruhe gelassen, Hunter. Ich wollte keinen Streit entfachen.” sagte ich leise. Der Sanitäter hatte inzwischen seinen Helm abgenommen und die Infusion angeschlossen.


      Vorsichtig klopfte ich an die Zimmertür und öffnete sie einen Spalt. “Wie geht es dir?” fragte ich als ich Hunter im Krankenbett liegen sah. Es war spät geworden. Zu seinem Glück war der Knöchel nicht gebrochen, sondern nur verstaucht. “Großartig.” log er. Ich blieb an seinem Bettende stehen und fühlte mich schlecht. “Ich weiß ich entschuldige mich in letzter Zeit sehr oft, aber es tut mir wirklich leid!” sagte ich und mied seinen Blick. Hunter setzte sich auf. “Der Ausritt war meine Idee.” stellte er fest. “Ich meinte nicht den Ausritt!” korrigierte ich ihn und schmunzelte.

      “Nicht? Was war denn noch?”
      Ich sah ihn mahnend an. “Du machst mich wahnsinnig!” und musste nun doch lachen.
      “Wieso?” Er grinste.
      “Du weißt ganz genau wieso, Hunter.”
      “Nein, klär mich bitte auf.”
      “Wenn es dir besser gehen würde, würde ich dir jetzt am liebsten eine knallen.” gestand ich.
      “Das wäre aber nicht nett.”

      Ich ging nicht auf seine Sticheleien ein und sah ihn an. Es würde mir schwerfallen mich nicht bei ihm zu melden, allein schon weil ich ein von ihm gezogenes Fohlen hatte und weil er mein Hufschmied war.

      “Aha.” sagte er. “Hab ich es jetzt geschafft? Du schweigst.”
      “Gewöhn dich besser schonmal daran. Ich bin ungern das fünfte Rad am Wagen.”
      Jetzt war er verwirrt. “Wie kommst du darauf?”
      “Du und Gine. Ich möchte mich da wirklich nicht einmischen.”
      Er lachte hart. “Gine und ich?!” wiederholte er immer noch lachend. “Das ist nicht und wird auch nie sein, glaub mir.”
      Ich sah ihn verwirrt an. “Aber ihr Verhalten vorhin…?”
      “Was weiß ich, was sie da geritten hat...”

      Ich begann auf meiner Unterlippe zu kauen und sah zu Boden. Die Antwort sollte mich zufrieden stimmen, doch das tat sie nicht. Er hatte mich abgewiesen und das musste ich akzeptieren. “Trotzdem. Ich bin zu weit gegangen Hunter und ich werde das erst verarbeiten müssen.”
      Hunter brummte verständnisvoll und ließ sich wieder in seine Kissen sinken.

      Am nächsten Tag ging es ihm wieder so gut, dass er das Krankenhaus verlassen durfte. Zwar erstmal auf Krücken, aber immerhin. Als er auf den Hof kam sah er zuerst nach den beiden Hengsten um sicherzugehen, dass es ihnen gut ging. Dann meldete er sich bei seinen Eltern und seinem Personal zurück. Irgendwann gegen Mittag bekam ich eine Nachricht von ihm: “Ist bei dir alles Okay?” wollte er wissen. Hat er jetzt Langeweile? dachte ich und legte das Telefon erstmal ohne zu antworten wieder weg. Er hatte mir noch immer keine zufriedenstellende Antwort auf die essentiellen Fragen vom Tag zuvor gegeben und irgendwie hatte ich das Gefühl auch keine mehr zu bekommen und das kränkte mich.Ich widmete mich wieder der Stallarbeit. Die Bauarbeiter hatten gestern noch das Fundament ausgegossen. Das würde jetzt erstmal ein paar Tage trocknen müssen.
    • sadasha
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      25. Oktober 2017 | 13.287 Zeichen von sadasha

      „Jetzt bleib doch mal stehen!“ Kerry folgte mir schon den halben Tag und versuchte in ein Gespräch zu kommen. Aber ich hatte besseres zu tun, so besorgt sie auch wirkte. Ich war nun mehrere Monate in der Weltgeschichte unterwegs und hatte nun endlich Zeit für meine Pferde. Dass ich diese Zeit nicht für Kerry opfern würde, musste sie doch früher oder später begreifen. Verzweifelt seufzte sie, als ich die Boxentür zu Verdine aufschob. „Gut, dann halt so. Ich komme mit Braddock mit! Mir egal was du jetzt mit Verdine vor hattest!“ beschloss Kerry und wirkte stolz, endlich einen Weg gefunden zu haben mit mir zu sprechen. Schweigend machten wir die Pferde fertig und gingen dann in die Reithalle. Mirko war hier gerade dabei den Hufschlag wieder plan zu ziehen, also begnügten wir uns zum Warmreiten mit Zirkelreiterei. Braddock ‚The Parrot‘ schlurfte unter Kerry vor sich hin. Wenn Ruby das sehen würde, würde sie beide Hände über den Kopf schlagen. „Jetzt erzähl doch mal.“ forderte Kerry schließlich und sah mich erwartungsvoll an. „Du bist seit zwei Tagen wieder da und hast Nichts erzählt!“ beschwerte sie sich. „Was soll ich denn erzählen?“ brummte ich widerwillig und ging nun, da dieser gerade gezogen war, mit Verdine auf den Hufschlag. „Ich hab gearbeitet…“ antwortete ich schließlich und hörte wie Kerry abermals seufzte. „Und es ist nichts Spannendes passiert? Du warst doch auch bei deiner Freundin!“ fragte sie genervt. Ich lachte heiser. „Davon erzähle ich dir nicht.“ sagte ich bestimmt und galoppierte Verdine an, die sich freute endlich ans arbeiten zu kommen. Braddock und Kerry schlurften noch immer im Schritt und wenn Kerry es doch mal schaffte sich halbwegs durchzusetzen im langsamen Trab, vor sich hin. „Früher hast du mehr erzählt!“ sagte Kerry enttäuscht, als ich auf ihrer Höhe war. Für mich war das Gespräch beendet und so warf ich ihr nur einen flüchtigen Blick zu und widmete mich dann wieder Verdine. „Du siehst gestresst aus, deshalb hake ich nach.“ fing Kerry wieder an. „Wir machen uns alle Sorgen!“ Tief ausatmend parierte ich Verdine zum Schritt und sah rüber zu Kerry, die in der Mitte eines Zirkels stand und Braddock machen ließ, was er wollte. „Wenn du nicht willst dass er sich gleich mit dir wälzt, solltest du die Zügel aufnehmen.“ warnte ich sie die Stirn in Falten gelegt. Hektisch zog Kerry die Zügel zu sich, sodass Braddock den Kopf hob und seine Aufmerksamkeit wieder bei Kerry war. „Warum ich gestresst bin ist privat.“ sagte ich ruhig und versuchte den erstaunten Blick von Kerry zu ignorieren. „Auf einmal?“ flüsterte sie niedergeschlagen und ließ Braddocks Kopf abermals sinken. „Fängst du wieder an alles in dich hinein zu fressen, wie damals als wir uns kennenlernten?“ sagte sie noch immer leise, aber so laut, dass ich sie gut verstehen konnte. „Das war etwas anderes.“ meinte ich kühl und lobte Verdine, da sie heute trotz meiner gedanklichen Abwesenheit gut mitmachte. Kopfschüttelnd stieg Kerry ab. „Wenn du meinst.“ sagte sie abweisend und brachte Ruby’s Pony zurück in seine Box. Wirklich bewegt wurde Braddock nicht, aber das würde Ruby heute Abend schon merken. Ich arbeitete mit Verdine noch ein paar Minuten, ehe ich sie abritt und im Anschluss auf die Stutenweide brachte. Bis zum Abend beschäftigte ich noch Happy Fantasy und Felan. Mikro und Beth hatten sich ausgiebig mit den Fohlen befasst. Bear Brooks Denahi, What Rainbow, Fantastic Sonata, Rouge Trap, PFS Strolch, Golden Sugar, Little Miss Backyard, PFS‘ Storm Cat, Stars of Magic und CHH‘ Classic Spring standen in kleinen Gruppen aneinander gekuschelt auf den beiden Absetzerweiden. May und José hatten PFS‘ Savory Blossom, Raving Hope Slayer, Ehrengold, Moulan, Bear Totem’s Denali und Blütenzauber im Galopprennen trainiert. Gegen Abend kam Ruby um nach ihrem Pony zu sehen und beschäftigte dann auch noch Iseabail und Lady Lyneth Bowen.

      Am nächsten Tag war ich nach einer beinahe schlaflosen Nacht früh auf den Beinen und machte die beiden Junghengste Vikar und Mephisto soweit fertig. Die beiden waren noch nicht fertig eingeritten und so longierte ich sie vorbereitend. Der Beritt für die beiden würde außerhalb stattfinden. Anschließend machte ich mit Thomas, der ebenfalls noch nicht beritten war etwas Freidressur. Der große Hengst war nicht ganz so roh wie die beiden Tinker und würde unter meiner Hand fertig eingeritten. Ruby kam heute schon vormittags zum Stall. Nachdem sie mit ihrem Pony durch war schnappte sie sich Magical Touch von der Weide und putzte sie übergründlich, flechtete ihr Langhaar neu ein und begleitete mich dann auf einen Ausritt, bei dem ich Slap Happy ritt. „Wie kommt es, dass du so früh hier bist?“ wollte ich wissen und lächelte Ruby an, die sich in ihrer Zeit auf dem Hof verdammt gut gemacht hatte. Wenn sie so weiter macht, dann würde sie sicher eine gute Reiterkarriere hinlegen. „Ich hab heute keine Schule, weil zu viele Lehrer ausgefallen sind.“ erzählte sie mit einem breiten Grinsen im Gesicht. Ich lachte kurz und trabte Scheppi dann an. Ruby folgte. „Aber nächste Woche hab ich ein paar Klausuren…“ fügte Ruby ernüchtert hinzu. „Ich bin froh, wenn ich endlich fertig bin.“ Schweigend schmunzelte ich. Alles was ich jetzt hätte sagen können, wird Ruby oft genug von Erwachsenen hören. Also beließ ich es dabei. Als wir wieder auf dem Hof waren kam uns Max mit Riven in a Dream und Scarlet in Birth entgegen, die er wohl zur Ovalbahn brachte. Ich kümmerte mich den Rest des Tages um Mr. Raw Depression und LMR Lady Luna. Kerry hielt sich heute fern von mir und versuchte Niffler und Benji in den Griff zu bekommen, die heute besonders aufmüpfig waren. Gegen Abend sah ich dass Abby sich mit Mister Blockhead beschäftigte. Der Tinkerhengst war noch recht neu auf dem Hof und zeigte durchaus Talent für die Dressur. Allerdings hätte ich nicht vermutet, dass Abby so viel aus ihm herausholen konnte wie ich da gerade sah. Da ich mit meinen Aufgaben für heute abgeschlossen hatte verweilte ich an der Bande und sah mir das Training an. Abby war ein Profi und ließ sich von Zuschauern nicht stören. Im Gegenteil, es schien sie anzufachen noch mehr Enthusiasmus reinzustecken. „Sieht gut aus, nicht wahr?!“ erschrocken fuhr ich herum und hätte Isaac beinahe eine Klatsche verpasst. Doch er hatte damit gerechnet und meinen Unterarm gepackt, bevor ich ihn erreichte. „Woah, ruhig Brauner!“ meinte er lachend und ließ mich los. „Du kommst spät.“ merkte ich an. „Ich komme immer spät, das ist eine Kunst für sich.“ meinte Isaac grinsend. Ich lachte und sah wieder zu Abby, die diese Anspielung wohl gehört hatte und angewidert den Kopf schüttelte. „Gehen dir die Witze aus?“ rief sie zu Isaac, doch Isaac fand sich immer noch äußert amüsant und ließ sich nichts anderes einreden. „Wie war deine Fortbildung?“ wollte ich wissen und ging mit Isaac ins Haus, wo wir ausgiebig über die Arbeit der letzten und der nächsten Tage sprachen. Kerry saß immer noch recht bockig daneben und schüttelte hie und da den Kopf. Als Isaac sich verabschiedete sah Kerry mich wieder mit diesem erwartungsvollen Blick an. „Was denn?“ fragte ich genervt. „Ihr habt euch mehrere Stunden nur über die Arbeit unterhalten? Im Ernst jetzt?“ sagte sie mit steinerner Miene. Ich zog den Kopf zwischen die Schultern. „Kann es sein, dass du das Problem hast, Kerry?“ fragte ich ein wenig forscher als gewollt. Ertappt sah sie mich an. „Ich bin nicht Gine!“ beteuerte sie empört und machte auf dem Absatz kehrt. „Dann mach nicht die gleichen Fehler wie sie.“ In Kerrys Gesicht mischte sich Traurigkeit. Für einen kurzen Moment sah es so aus, als würde sie noch etwas erwidern. Doch dann verabschiedete sie sich mit einer vollkommen deplatzierten Reserviertheit und verschwand. Was für eine scheußliche Lage…

      „Kerry hat sich heute und morgen krank gemeldet.“ meldete Mrs Clayton, als ich am nächsten Morgen zusammen mit Pitch im Halbschlaf die Treppe runterlief um mir den ersten Kaffee zu holen. „Was hat sie denn?“ fragte ich teilnahmslos, da ich noch nicht ganz begriffen hatte wer und was vor sich ging. „Hat sie nicht gesagt.“ Ich ließ ein Brummen vernehmen und nahm meine Tasse aus der Spülmaschine, trocknete sie kurz ab und nahm mir etwas frisch aufgebrühten Kaffee. „Soll ich hier bleiben?“ fragte ich den nächstbesten Mitarbeiter, der rein kam. Beth schüttelte eifrig den Kopf. „Fahr ruhig, wir kommen klar.“ sagte sie fröhlich und nahm sich ebenfalls eine Tasse Kaffee. Da meine nun leer war bedankte ich mich und schnappte mir Unterlagen, Leine, Jacke und Schlüssel, zog meine Schuhe an und ging mit Pitch raus. Regen. Immer noch regnete es und stürmisch war es noch dazu. Pitch, der mittlerweile kniehoch gewachsen war zog die Rute ein. Das war absolut nicht unser Wetter und die paar Meter bis zum Auto reichten aus um uns beide zu durchnässen. Der Weg führte uns heute zu einer Show für regionale Pferdezuchten. Zwar stellte ich selber nicht aus, aber es war immer gut zu wissen, mit wem man Kontakte schließen konnte.

      Auf der Show gab es viele Züchter der typisch britischen Rassen. Darunter auch einige Clydesdale und Shire Horse Züchter und ich glaubte sogar zwei Drum Horse Hengste zu sehen. Shire und Clydesdale Züchter verpönten Drum Horses meistens, da sie noch nicht lange als eigenständige Rasse galten. Ich für meinen Teil fand sowohl die einen, als auch die anderen interessant. Allerdings gefielen mir die heute anwesenden Drum Horses nicht so gut. Sie war zu schlaksig und zudem hatten sie beide eine Tovero Scheckung, was ich mit allen Mitteln zu vermeiden suchte. Sehr schön waren jedoch einige Shires. Kräftig gebaut mit ordentlich Halsung und Fesselbehang. Vor einem Exemplar blieb ich stehen. Ein Brauner ohne Blesse, mit vier symmetrisch weißen Beinen. Ein bisschen Weiß hatte er an der Stirn. Das Langhaar war zu shiretypisch verflochten und ließ die eigentliche Länge nur erahnen. Eigentlich war an diesem Pferd nicht viel Besonderes. Den Braunton hatten 90% aller braunen Shires und auch das nur sehr kleine Kopfabzeichen war nicht allzu selten. Es war seine Ausstrahlung die mir gefiel. Acht Jahre alt, gefahren und geritten, mit überschaubarer Showkarriere. Wie ich so das Informationsblatt durchlas sah ich aus dem Augenwinkel, wie sich ein Mann näherte. Neugierig wie Pitch war zog er leicht in dessen Richtung. Als der Mann neben mir stehenblieb und mich freundlich anlächelte wandte ich mich zu ihm. „Sie sehen aus, als hätten sie Ahnung?“ begann der schmale Mann etwas unsicher und sah kurz zu Pitch, den ich daraufhin zu mir zog. „Ich bin Züchter. Hunter Crowley.“ stellte ich mich vor und lächelte den Mann aufmunternd an. „Was für Pferde züchten sie, Sir?“ fragte er übertrieben höflich. „Hauptsächlich Englische Vollblüter.“ Und sie Mr …?“ Ich hatte den Herrn kalt erwischt. Eilig stellte er sich als Jayden Buck vor. „Ich baue mir gerade eine Shire Zucht auf.“ erklärte er und zeigte mir stolz seinen Deckhengst Clairkson. Er sah dem Hengst hier vor uns sogar ein wenig ähnlich, war aber wesentlich dunkler in der Farbe und hatte unregelmäßigere Beinabzeichen. Wir unterhielten uns eine Weile über die Pferdezucht, worauf man zu achten hatte und was bei den Shires als Zuchtziel galt. „Woher kennt ihr euch bei den Shires aus?“ wollte Jayden wissen, der mich noch immer siezte. „Ich habe eine Shire Stute für die Drum Horse Zucht.“ erklärte ich und rechnete eigentlich schon mit einem abfälligen Kommentar. Doch Jayden war interessiert. Mitten im Gespräch darüber ob Drum Horse eine sinnvolle Zucht war oder nicht, brach ich ab. Im Gehen fiel mir eine schwarze Stute auf, die im miserablen Zustand war. „Wieso stellt man sie hier aus?“ fragte ich empört. Die Stute hieß Bad Medicine und war lackschwarz. Sähe sie nicht aus wie ein Flickenteppich durch die ganzen Narben, wäre sie sicher ein hübsches Exemplar ihrer Rasse. Nicht ganz typisch, da weiße Beine eigentlich höchst erwünscht waren, aber ein Hingucker alle male. Auch Jaydens Blick haftete auf der Stute. „Die werden doch untersucht, bevor sie herkommen. Wie kann sie dann hier stehen?“ fragte er und warf einen Blick auf das Informationsblatt. In großen Lettern stand dort „Rette mich“. Es handelte sich hier also um ein Rettungspferd, aus schlechten Verhältnissen. Man suchte über die Show jemanden, der sich der Stute annahm. „Was hältst du davon?“ fragte mich Jayden und versuchte die Stute anzulocken, die sich im hintersten Eck ihres begrenzten Platzes verkrochen hatte. „Nicht viel.“ meinte ich knapp und musste eiskalt auf Jayden wirken, der es tatsächlich geschafft hatte, dass Bad Medicine ein paar Schritte auf uns zu tat. „Wieso nicht?“ fragte er ebenso knapp ohne den Blick von der Stute abzuwenden. „Weil man nicht weiß ob man es je wieder gerade biegen kann, was da falsch gemacht wurde.“ erklärte ich stumpf. „Dafür hätte ich keine Zeit.“ Jayden hatte dafür wenig Verständnis, ließ mir aber meine Meinung. Wir beschlossen gemeinsam etwas zu Essen und verabschiedeten uns nach dem gegenseitigen Versprechen in Kontakt zu bleiben was die Zucht betrifft. Ich machte zusammen mit Pitch noch einen Abstecher zu den Englischen Vollblütern, bevor wir uns auf den Heimweg machten. Zu Hause schrieb ich Käthe von meinem Tag und fragte gleichzeitig wie es bei ihr aussieht. Wir hatten seit einer gefühlten Ewigkeit nicht gesprochen.
    • sadasha
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      13. Februar 2018 | 14487 Zeichen von adoptedfox und sadasha

      Hunter | Mit Kopfzerbrechen lag ich wach. Käthe benahm sich wie ein Teenager, der nicht wusste ob er gute oder schlechte Laune hatte. Mit Sicherheit kam es mir auch nur so vor, aber es nervte mich. Ein Blick auf die Uhr verriet mir, dass es bereits 2 Uhr morgens war. Noch drei Stunden um Schlaf zu finden, bis der Arbeitstag beginnt. Eigentlich hatte Käthe nichts Schlimmes verbrochen. Wir hatten wenig Kontakt und als wir uns zufällig trafen war es komisch. Da kann Käthe auch nichts für, oder doch? Pitch riss mich aus meinen Gedanken. Er träumte und schlug dabei mit seinen Pfoten gegen das Bett, was mich richtig wach machte. Zwar kannte ich die Geräusche schon und sie versetzten mich nicht mehr in einen Schockzustand wie beim ersten Mal als ich sie hörte, aber dennoch saß ich jetzt kerzengerade im Bett und beobachtete den schwarzen Rüden. Punkt 5 Uhr sprang Pitch auf und lief im Zimmer auf und ab. Es dauerte nicht lange, bis mich das Geräusch der Krallen auf dem Parkett so nervte, dass ich aufstand um ihn rauszulassen. Bei der Gelegenheit machte ich mich gleich auch fertig für den Tag und bereitete im Anschluss Pitchs Frühstück vor. Mrs Clayton machte nebenbei Kaffee und warf ab und an einen argwöhnischen Blick auf das rohe Fleisch. „Das riecht fürchterlich.“ klagte sie und sog den Duft der ersten Tasse Kaffee ein um den Gestank loszuwerden. „Für Pitch duftet das gut.“ erwiderte ich und deutete zum Retriever, dem der Sabber schon aus den Lefzen hing. Da er dazu neigte sein Futter in einem Drei-Meter-Radius um sich herum zu verteilen wenn er fraß, fütterte ich ihn seit ein paar Monaten draußen. Auch heute stellte ich die Schüssel vor die Türe und Pitch trottete fröhlich hinterher um sein Frühstück auf dem überdachten Platz zu genießen.
      Ein paar Stunden später stand ich mit Kerry in der Reithalle und half ihr mit Vikar und Mephisto. Die beiden Junghengste waren zur Zeit im Beritt und bekamen daher besonders viel Aufmerksamkeit. Kerry hatte es mit Hilfe einer Trainerin bereits geschafft sie an das Zubehör und Reitergewicht zu gewöhnen, sodass nun die richtige Arbeit anfing. Nach gut zwei Stunden saßen wir wieder ab und brachten die zwei in ihre Boxen. “Ist bei Käthe und dir eigentlich alles in Ordnung?” fragte Kerry. “Wieso fragst du?” Wollte sie jetzt wirklich über meine Beziehung sprechen? “Weil sie lange nicht mehr hier war und du warst schon lange nicht mehr bei ihr. Am Hof gehen schon Gerüchte rund, dass es bei euch kriselt.” - “Gerüchte?” fragte ich lachend. “Jetzt lenk nicht ab! Ist alles in Ordnung?” - “Ich weiß es selbst nicht.” meinte ich schulterzuckend und machte mich auf die Suche nach Pitch. “Du solltest mit ihr sprechen, wenn du nichtmal selbst weißt was Sache ist. Das meine ich nicht nur als Psychologin, sondern auch Freundin.” Wahrscheinlich hatte sie damit recht. Sie hatte Recht. Ohne vorher anzurufen packte ich Pitch in den Wagen, den ich irgendwo bei den Weiden aufgegabelt hatte und fuhr los.

      Käthe | “Soll ich dir sicher keinen Helm bringen?” rief Erin mir über den Platz zu. Ich lachte gespielt und verneinte während ich damit beschäftigt war Smooth Gravity zu parieren. Die Stute machte es mir alles andere als einfach. Als ich sie endlich dort hatte wo ich sie wollte hielt ich neben Erin an und rieb mir mit dem Ärmel den Schweiß von der Stirn. “Du hättest sie Probe reiten sollen.” sagte sie vorwurfsvoll und reichte mir eine Flasche Wasser. “Sie muss sich erst einleben. Gib ihr etwas Zeit!” erwiderte ich und nahm einen kräftigen Schluck. “Einen Versuch noch!” motivierte ich mich selbst und nahm die Zügel auf. Konzentriert trabte ich die Stute an und wechselte durch die ganze Bahn um die Stute anzugaloppieren. Gravity kam mir jedoch einen Schritt zuvor und machte einen gewaltigen Satz nach vorn um mich abzusetzen. Was ihr gelang. “Du hättest dir einen Helm aufsetzen sollen.”

      Stöhnend rappelte ich mich auf und rieb mir die Schulter. “Was machst du denn hier?” fragte ich Hunter und lief zu Gravity die am Zaun stand und mich beobachtete. “Nach dir sehen.” gab er trocken zurück. “Jetzt hast du mich ja gesehen.” antwortete ich und öffnete das Tor um Gravity zurück in den Stall zu bringen. “Ich lass euch besser allein, ja?” flüsterte Erin und lächelte mir aufmunternd zu bevor sie ging. Ich zog der Stute die Zügel über den Hals, nahm die Trense ab und zog ihr ein Halfter an damit ich sie in der Stallgasse anbinden konnte. “Ich wollte nach dir sehen, weil wir sprechen müssen.” sagte er genervt. “Ich hör dir zu.” sagte ich ohne ihn anzusehen, nahm der Stute den Sattel ab und brachte ihn zusammen mit dem Zaum in die Sattelkammer. Mit schmerzverzerrtem Gesicht hob ich den Sattel auf seinen Platz und ging zurück zu Gravity und Hunter. Ich nahm den Hufkratzer aus der Putzbox und hob einen Huf der Stute an. “Du wolltest mit mir sprechen.” erinnerte ich Hunter und begann damit ihren Huf auszukratzen. “Hast du dich verletzt?” wollte er wissen und bemühte sich um eine nicht allzu besorgte Miene zu machen. “Natürlich habe ich mich verletzt, ich wurde gerade in hohem Bogen abgesetzt.” gab ich genervt zurück und drängte mich an ihm vorbei. “Dann fahre ich dich jetzt zum Krankenhaus.” - “Nein das wirst du nicht.” unterbrach ich ihn und sah auf. “Es geht mir gut. Zwei oder drei Tage, dann ist alles wieder in Ordnung.” - “Das.” Er packte mir forsch an die Schulter. “Ist nicht in zwei, drei Tagen wieder in Ordnung.” Ich stöhnte vor Schmerz auf und gab ihm aus Reflex eine Ohrfeige. “Was sollte das?” fragte ich und sah ihn vorwurfsvoll an. Er ignorierte meine Frage und bugsierte mich zu seinem Wagen. Pitch folgte uns fröhlich. “Ich bleibe hier!” fuhr ich ihn an und stemmte meine Hand gegen die Tür damit er sie nicht öffnen konnte. “Damit es schlimmer wird und du für Wochen ausgeknockt wirst, weil du nicht sofort zum Arzt gehen wolltest? Machst du das immer so? Sachen aufschieben?”- “Aufschieben?” fragte ich und wirbelte herum damit ich ihn ansehen konnte. “Du meinst also ich schiebe Sachen auf, ja?” - “Ja.” - “Zum Beispiel?” fragte ich und verschränkte die Arme. Er verdrehte genervt die Augen. “Jetzt gerade, zum Beispiel. Aber wenn du nicht willst. Dann geh halt und sitz es aus.” Er ließ mich los. “Ich bin auch der Meinung du solltest das abklären lassen…” warf Erin ein die, allem Anschein nach, schon eine Zeit lang in der Haustür stand und mitgehört hatte. Ich sah sie an und atmete hörbar aus. “Ich muss mich um…” begann ich, musste aber unterbrechen als Hunter die Wagentür öffnete und mich auf den Sitz schob. “Danke!” rief er Erin zu und ließ sich auf den Fahrersitz fallen. Er zog die Tür zu und verriegelte das Fahrzeug. “Hunter! Das ist Entführung!” rief ich und sah ihn an. “Sobald du aus dem Krankenhaus raus bist, fahre ich dich gerne zur Polizei, damit du mich anzeigen kannst.” meinte er spitz und fuhr los. Genervt schnallte ich mich an und sah aus dem Fenster. Die Fahrt über sprachen wir kein Wort miteinander. Auch im Krankenhaus schien es nicht besser zu werden. Die Notaufnahme war brechend voll und man teilte mir mit, dass es zirka 2 Stunden dauern würde bevor ich dran war. Nervös kaute ich auf meiner Unterlippe herum und ging nach draußen, wo ich mir von einem jungen Mann, der etwa mein Alter hatte, eine Zigarette lieh. Normalerweise rauchte ich nicht, aber manchmal war es eine Erfüllung.

      Hunter | Ich ging davon aus, dass Käthe frische Luft schnappen wollte, daher folgte ich ihr nicht sondern wartete geduldig. Als ich geistesabwesend aus dem Fenster sah konnte ich meinen Augen nicht glauben. Käthe mit einer Zigarette? Seit wann rauchte sie? Ohne nachzudenken ging ich raus und sah sie verwirrt an. “Was hab ich noch verpasst?” fragte ich fast schon enttäuscht, dass ich nichtmal davon etwas wusste. “Ich habe drei neue Pferde und habe die mobile Pferdepflege aufgegeben um meine Trainerlizenz zu erhalten und… sonst eigentlich nichts.” antwortete sie und blies mir den Rauch entgegen. Resigniert nickte ich und zog meine Schachtel Zigaretten aus der Tasche um mir eine anzumachen. “Wie sieht es bei dir aus?” fragte sie und sah mich an. “Wenn sich bei mir etwas Großes bewegt hätte, wüsstest du davon.” - “Das ist also der Grund weswegen du dich nicht mehr gemeldet hast.” - “Was?” verwirrt sah ich sie an. Ich hatte keine Lust wieder zu diskutieren. “Ach vergiss es!” sagte sie, warf ihre Zigarette auf den Boden und ging wieder hinein.

      Nach zwei Stunden wurde Käthe endlich aufgerufen. Die Schulter und der Ellenbogen waren geprellt und der Arzt riet ihr sich zu schonen. Dass sie das nicht tun würde stand außer Frage. “Wieso hast du dich nicht gemeldet?” fragte Käthe leise. “Weil ich nicht sicher war ob es richtig wäre. Deinem Vater ging es nicht gut und ich dachte du würdest dich lieber erstmal auf ihn konzentrieren. Ich wollte nicht stören. Ich war mir sicher, dass du dich gemeldet hättest, wenn es wieder passt.” - “Danke, jetzt fühle ich mich schlecht!” rief sie und rutschte tiefer in den Sitz hinein. Ich lachte leise. “Noch schlechter?” Doch anstatt zu antworten nickte sie nur. “Ich habe oft überlegt dir zu schreiben oder einfach vorbei zu fahren aber ich wollte dich nicht mit meinen Problemen belasten.” Seufzend stieg ich aus und ging um den Wagen herum um Käthe die Tür zu öffnen. “Also waren wir in etwa gleich blöd.” schloss ich und warf die Tür zu, nachdem Käthe ausgestiegen war. “Kann man so sagen, ja.” antwortete sie und lächelte. Wie sie da stand, noch immer an den Wagen gelehnt und lächelnd trotz ihrer Verletzung an der Schulter, war sie der schönste Mensch, den ich mir jetzt gerade vorstellen konnte. Es fühlte sich an als hätte jemand die Zeit angehalten, doch mein Herz raste dagegen an. Wie gerne würde ich sie jetzt... Doch ich hielt mich zurück. Wir hatten gerade erst unseren bisher größten Konflikt gelöst und da konnte ich jetzt nicht... oder doch? Unwillkürlich sah ich mich vor ihr, hatte meine Hände an ihre Hüfte gelegt und berührte sanft ihre Lippen mit meinen. Es war kein richtiger Kuss, es war mehr eine kaum spürbare Berührung. Doch sie weckte mich aus meiner Trance. Ein eiskalter Schauer durchlief meinen Körper und riss mich ein paar Schritte von ihr weg. Noch immer pochte mein Herz so stark, als wolle es mir aus der Brust springen. Ich atmete hörbar aus und fuhr mir durch die Haare, während ich mich langsam wieder beruhigte und zu ihr umdrehte. “Ist alles in Ordnung?” fragte Käthe besorgt und rieb sich die verletzte Schulter. “Alles Bestens.” gab ich verschmitzt lächelnd zurück. “Ich muss leider wieder fahren. Isaac ist heute quasi Alleine mit den Pferden und da muss ich mithelfen.” - “Schreiben wir heute Abend miteinander?” fragte sie, während sie auf mich zu kam und umarmte. “Ich habe dich wirklich vermisst.” flüsterte sie leise und lehnte ihren Kopf auf meine Brust. “Ich hab dich auch vermisst. Ich schreibe dir wenn wir mit den Pferden durch sind.” Ich konnte sie zwar nicht sehen, spürte aber dass sie zufrieden lächelte. “Dann schaue ich mal wie weit Erin mit den Pferden ist.” - “Melde dich, wenn du mich brauchst. Ich kann Isaac auch mal alleine lassen.” meinte ich schmunzelnd und öffnete die Fahrertür. “Mache ich, versprochen!” sagte sie lächelnd und entfernte sich ein paar Schritte vom Wagen damit ich fahren konnte.

      “Auch mal wieder da?” rief mi Isaac zu, der gerade mit Mr. Raw Depression von den Feldern zurück auf den Hof kam, als ich aus meinem Wagen stieg. Es war mittlerweile Spätnachmittag und eigentlich hätte ich ihm helfen müssen die Pferde zu versorgen, weil Kerry nur bis mittags da war. Entschuldigend hob ich die Hände und kam mit Pitch im Schlepptau zu ihm. “Es kam leider etwas dazwischen. Wer muss noch gemacht werden?” Isaac taxierte mich kritisch, während er Mr. Raw Depression auf eine unscheinbare, ruhige Art die Leviten las, da der Hengst versuchte einfach weiterzulaufen, obwohl Isaac stehen geblieben war. “Du kannst deine Vollblüter als abgehakt sehen. Ehrengold, Raving Hope Slayer und PFS Strolch hatte Kelly noch auf die Rennbahn gelassen und Slap Happy, Blütenzauber, Bear Totem’s Denali, Moulan, Riven in a Dream, Scarlet in Birth, LMR Lady Luna, PFS’ Savory Blossom, Happy Fantasy und CHH’ Classic Spring hab ich in der Führanlage laufen lassen. Golden Sugar, Stars of Magic, PFS’ Storm Cat, Little Miss Backyard, Fantastic Sonata, Rouge Trap, What Rainbow und Bear Brooks Denahi hat Kerry glaube ich zusammen von der einen zur anderen Weide geschickt. Keine Ahnung welcher Sinn dahinter stand, aber die Fohlen sind damit alle bedient gewesen, sodass ich sie zwischendurch nur zurück in die Boxen gebracht hatte. Immerhin soll es kommende Nacht wieder frieren. Achja, Benji und Niffler haben sich heute in den Haaren gehabt, die hab ich jetzt getrennt gestellt. Nicht dass du dich wunderst. Wir müssten jetzt noch die Großen machen und Verdine.” - “War Ruby da?” Isaac nickte. “Ja, war sie. Sie hat Braddock ‘The Parrot’ bewegt und ist dann wieder abgezischt. Die war wegen irgendwas verstört, schlechte Noten, Beziehungsdrama, weiß der Geier… Apropos Beziehungsdrama…” Wieder taxierte der Ire mich und wartete auf eine Antwort. Doch ich beschloss nicht auf diese Anspielung einzugehen. “Gut, dann schnappe ich mir als erstes Iseabail und Lady Lyneth Bowen. Du nimmst dir bitte Magical Touch und Felan vor.”
      Gesagt getan, beide machten wir uns an die Arbeit. Isaac ließ immer wieder Sticheleien vom Stapel und versuchte aus mir herauszuquetschen was denn jetzt mit Käthe und mir war, doch ich genoss es ihm den Gefallen nicht zu machen. Soll er ruhig ein bisschen grübeln, wenn es ihn so brennend interessierte. Nachdem die Stuten bewegt waren, blieben uns nur noch Mister Blockhead und Thomas. Als auch diese beiden Hengste zufrieden und müde in ihren Boxen standen war es schon längst Dunkel geworden. Die Uhr zeigte 11 Uhr abends. “Danke.” sagte ich knapp als Isaac sich in seinen Wagen schwang. “Du weißt, dass du dich immer auf mich verlassen kannst.” gab er zurück und knallt die Tür zu um loszufahren. Lachend wandte ich mich ab und ging noch einmal über den Hof um alle Tore und Türen zu kontrollieren. Nebenbei sammelte ich Pitch ein, der sich in einer leeren Box auf Mäusesuche begeben hatte. “Komm Junge.” rief ich und der schwarze Rüde folgte, wenn auch widerwillig. Als ich mir sicher war, dass der Hof gut abgeriegelt war ging ich ins Haus und sprang erstmal unter die Dusche, ehe ich mich aufs Bett warf und mein Telefon aus der Tasche kramte um mich bei Käthe dafür zu entschuldigen, dass es so spät geworden war.
    • sadasha
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      11. Juni 2018 | 13.173 Zeichen von sadasha
      Neuzugänge

      Als mitten in der Nacht das Telefon klingelte drehte ich mich zuerst noch einmal auf die andere Seite, in der Hoffnung den schrillen Ton ignorieren zu können. Doch sobald ich mich umgedreht hatte leckte mit Pitch hektisch über das Gesicht. Genervt schob ich ihn von mir weg und richtete mich ächzend mit einem Blick auf die Uhr auf. Wer zur Hölle ruft um 2:37am an? Die Vorwahl sagte mir nichts und das konnte nur bedeuten, dass der Anrufer von weit weg kam. Wenigstens erklärte das auch die irre Zeit. Verschlafen nahm ich das Gespräch an und brummte ins Telefon. "Ehm… Hunter?" Ich brummte erneut. Eine Frau war am anderen Ende der Leitung und die Verbindung stand eher schlecht als recht, sodass der Ton knisternd und rauschen bei mir ankam. "Hey! Wir hatten uns doch über deine Tinker unterhalten! Und was du suchst und ja… Ich hab eine tolle gefunden, Pearl carrier und… du wolltest keine Fohlen oder?" Nachdenklich schwieg ich. Cooper aus Kanada war am Telefon, doch auch bei ihr musste es jetzt schon spät sein. "Schläfst du auch mal?" brummte ich ohne ihre Frage zu beantworten. Sie lachte. "Ist doch noch früh hier! Oh, hab ich dich geweckt? -" sie brabbelte eine Entschuldigung und redete dann über ein Fohlen, das sie ebenfalls entdeckt hatte. "Double Dilute! Du suchtest doch sowas oder nicht? Und eine Stute! Warte, ich schicke dir Fotos. Und… Hunter ich hab die zwei gekauft, du kannst also nicht Nein sagen. Im Zweifelsfall werden die sicher auch klasse Therapiepferde für deine… Freun-, Kollegin?" Ich hatte nach Fotos mein Gehör eingestellt und kramte nach meinem Laptop. Pitch hatte seinen Kopf auf dem Bett abgelegt und sah mir schwanzwedelnd dabei zu wie ich versuchte klar zu werden. "Warte kurz, der Laptop braucht Strom…" unterbrach ich Cooper. "...und ich brauche Kaffee."

      Nachdem ich mir einen Kaffee gemacht und Pitch auf den Hof gelassen hatte, setzte ich mich mit dem Laptop ins Wohnzimmer wo auch das Ladekabel lag. Die Stute war bereits eingeritten und gefahren und komplett durchgetestet was Erbkrankheiten und Farben betraf. Für mich also perfekt und dass sie Pearl Trägerin war würde später noch mit Mephisto interessant werden. Das Tinkerfohlen war sehr kompakt gebaut trotz der Größe und sie sah auch ansonsten korrekt aus. Hier wurde nicht nur wegen der Farbe gezüchtet. Trotzdem sah ich mir auch die Linien der kleinen Stute ausgiebig an, ehe ich mich bei Cooper bedankte. Gemeinsam planten wir die Überfahrt nach England und klärten das Finanzielle. Als ich auflegte wurde es schon hell und auch Cooper war jetzt müde. Wir wünschten uns also noch eine gute Nacht und legten dann auf. Ich jedoch blieb jetzt wach. Ich ging ins Bad um zu Duschen und mich für den Tag fertig zu machen. Noch bevor einer der Angestellten eintrudelte hatte ich die Fütterung fertig, die ersten Pferde auf die Weiden gebracht und mistete die ersten paar Boxen, bis Beth zum Arbeitstag kam und mir das Werkzeug aus der Hand schnappte. "Guten Morgen!" meinte sie fröhlich und lächelte mich an. "Du hast wohl nichts Besseres zu tun, hm?" Ich verneinte grinsend und streckte mich ausgiebig, ehe ich aus Benjis Box ging. Der kleine Hengst stand zusammen mit seinem Shettykumpel Niffler auf einer doppelt gesicherten Weide aus denen sie nicht mehr ausbüchsen konnten. Zu meiner Überraschung kam mir Ruby entgegen, als ich Thomas von der Weide holen wollte um mit ihm zu arbeiten. Sie hatte ihren Ponyhengst Braddock 'The Parrot' an der Hand. "Mit dir habe ich erst am Nachmittag gerechnet. Keine Schule heute?" Sie grinste über beide Ohren und nickte. "Richtig. Es sind viele Lehrer krank und deshalb dürfen heute zwei Klassen zu Hause bleiben. Ich bin unter den Glücklichen." - "Na dann viel Spaß." meinte ich und ging weiter zu meinem Drum Horse Hengst. "Achja Hunter?!" rief Ruby noch und ich blieb kurz stehen. "Später kommen noch ein paar Freundinnen, können wir uns die Shettys dann leihen? Nur auf dem Hofplatz etwas Spielen mit den Ponys?" Ich nickte und gab ihr einen Daumen hoch, ehe ich wieder kehrt machte. Thomas stand zusammen mit Tank am Rand der Weide, wo das höchste Gras wuchs. Doch im Gegensatz zum Rappen graste er nicht, sondern beobachtete aufmerksam mein Verhalten. Vielleicht erkannte er, dass ich sein Halfter mitschleppte. Jedenfalls trabte er ein paar Schritte auf mich zu, sodass auch Tank kurz aufsah um zu überprüfen was seinen Kumpel aufmischte. "Guter Junge." lobte ich den Schecken und streichelte den kräftigen Hals, als er bei mir stand und sich das Halfter überziehen ließ. Den fast vierjährigen Hengst hatte ich seit Kurzem unterm Sattel und er machte sich soweit ganz gut. Die langen Beine bekam er noch nicht immer richtig geordnet, doch dafür übten wir das ja. Auch heute sattelte und zäumte ich ihn. In der noch recht kühlen Reithalle longierte ich Thomas zuerst ab und schwang mich dann in den Sattel. Im Moment arbeiteten wir an seinem Trab und den Übergängen zum Schritt. Hier und da, wenn die Motivation stimmte versuchten wir es auch schon mit kurzen Galoppphasen. Doch die waren kaum nennenswert und wirklich schlacksig in der Ausführung. In Trab und Schrott kam Thomas aber schon gut runter, lernte sich zu entspannen und versuchte es mir Recht zu machen.
      Nach der Session mit dem Drum Horse Hengst rief ich bei Käthe an. Sie erzählte mir vom ein oder anderen Neuzugang und dass sie nun aufpassen müsse nicht noch mehr Pferde ins Boot zu holen. Ich erklärte ihr, dass es mir da im Moment nicht viel anders ging. Die beiden Neuzugänge Stonery und Hester würden wohl nächste Woche eintreffen. "Achja und wenn du ja jetzt eine Rappstute hast verlange ich ein Shooting zusammen mit Moulan und als Kontrast vielleicht Smooth Gravity, sollten die sich verstehen." meinte ich und lächelte bei dem Bild, das ich mir da zusammenstellte. Echo's Maiden sollte die Rappstute heißen. "Mit blauen Augen!" Ich war sehr gespannt sie kennenzulernen. "Und wenn du so denkst, kannst du Sympathy of the Devil auch gleich mit einplanen. Die ist auch schwarz-weiß." Ich brummte wohlwollend. "Und wen hat dir Occulta noch verkauft?" fragte ich neugierg. "Einen Hengst." sagte sie aufgeregt. "Valentine's Cantastor heißt er. Ein Brauner." Da ging mir sofort ein Licht auf. "Den habe ich gesehen, als ich sie mal besucht habe. Holst du die zwei ab oder werden sie dir gebracht?" Käthe schwieg. "Ich sehe dich nicht, das ist dir aber klar oder?" fragte ich vorsichtig. "Ja klar… Keine Ahnung, das haben wir noch nicht geklärt." Ich lachte leise. "Gut, ich komme später vorbei. Bearing Spots und Compliment erkennen mich vielleicht schon nicht mehr, so lange war ich nicht mehr da." Wir legten auf. Kerry hatte mittlerweile Vikar und Mister Blockhead für heute fertig, sodass sie nur noch die Stuten übrig hatte. "Venetia und Magical Touch spanne ich mir an und bin für etwa eine Stunde im Gelände." erklärte ich und ging mit den Halftern der beiden Stuten auf die Weide. Erleichtert dankte sie mir und schnappte sich das Halfter von Felan. Max und José sind fleißig mit CHH' Classic Spring und PFS Strolch. Die beiden Vollblüter räumten auf den Rennen aktuell viele Schleifen ab. Bald würde ich Bear Brooks Denahi ebenfalls auf die Rennbahn schicken, doch ihr fehlte es noch an Ausbildung.
      Während ich mit den beiden Tinkerstuten unterwegs war überlegte ich was ich am nächsten Tag unternehmen wollte. Die beiden benahmen sich vorbildlich und wir hatten eine sehr entspannte Runde um das Gestüt herum. Die Schatten der Bäume ließen die brennende Sonne nicht zu uns durchdringen, sodass wir immer noch fit waren als wir auf den Hof zurück kehrten. "Crowley, sie sollten was essen!" rief mir Mrs. Clayton von der Türe zu. Ich brachte zuerst die beiden Stuten zurück auf die Weiden und schob die Kutsche die letzten paar Zentimeter in die Scheune, ehe ich zum Essen kam. Danach setzte ich mich mit Pitch ins Auto und fuhr nach Nottingham um Käthe zu besuchen.

      "Erin ist mit Hibana unterwegs." erklärte Käthe und küsste mich sanft zur Begrüßung. "Wir haben den Hof für uns!" Hinter ihr stand Amistad und stupste sie ungeduldig an. "Wir bringen den kurz weg ja? Dann zeig ich dir auf dem Rückweg Echo's Maiden und dann gehen wir rein. Die beiden anderen sind ja noch nicht hier. Aber ich hab Fotos!" erzählte sie stolz. Dass ich auch nach den beiden Fohlen gucken würde war selbstverständlich. For an Angel streckte neugierig den Kopf aus der Box, als wir an ihr vorbeigingen. Amistad war auch nicht abgeneigt gegenüber der hübschen Stute, doch Käthe kannte keine Gnade und zog den Scheckhengst weiter bis zu seiner Box. "Wo sind denn die Kleinen?" wollte ich wissen. Käthe zeigte nach draußen und ich beschleunigte meinen Schritt. Bearing Spots und Compliment standen gleich draußen, wenn man aus dem Stall kam und warteten darauf reingeholt zu werden. "Die sollen noch draußen bleiben, Hunter!" rief Käthe, als ich das Tor öffnete um mich auf die Weide zu mogeln. Sofort kamen die beiden zu mir und taxierten mich neugierig. Doch Leckerchen hatte ich heute nicht dabei. Besonders Compliment hatte nochmal einen ordentlichen Wachstumsschub. Ich ließ meinen Blick über die anderen Weiden schweifen. Grenzfee stand auch noch draußen zusammen mit der neuen Rappstute. Smarty Jones war der einzige, den ich noch nicht gesehen hatte. Aber er würde dann wohl in seiner Box stehen. Pitch fing an zu quängeln, weil ich ihn nicht mit auf die Weide gelassen hatte und bevor er richtig laut wurde kam ich lieber wieder raus und ging mit ihm Käthe hinterher ins Haus. Hier tauschten wir uns über unser beider Neuzugänge aus. "Ach, ich hab ganz vergessen dir Echo's Maiden zu zeigen." sagte Käthe schockiert. Doch ich unterbrach sie, ehe sie weitersprechen konnte. "Ich hab sie eben schon gesehen. Sie sieht toll aus. Wunderbar groß!" - "Und ihr Fell ist total samtig!" fügte Käthe hinzu woraufhin ich schmunzelte.

      Wir waren erst spät wieder heim gefahren und so schaffte ich es in dieser Nacht wieder nicht den verlorenen Schlaf nachzuholen. Doch es half nichts. Wenigstens war Kerry früher da und hatte sich schon Iseabail und Lady Lyneth Bowen gewidmet. Ich ging daher sofort über zu meinen Vollblütern. Kerry würde später noch Xana bespaßen. Ich begann mit Happy Fantasy. Die Stute kam grundsätzlich etwas zu kurz und deshalb gehörte mein Vormittag heute gänzlich ihr. Ich putzte sie ausgiebig, sattelte sie dann und ging mit ihr auf die Militarystrecke in Mitten der Rennbahn. Von hier aus konnte ich meinen Jockey bei der Arbeit zusehen. Sie hatten heute die Oldies Ehrengold und Mikado aus dem Stall geholt. In der Mittagspause erklärte ich den beiden dass ich mir als nächstes Mr. Raw Depression rausnahm. Die beiden nickten und sagten dann dass sie PFS' Savory Blossom und Raving Hope Slayer rennen wollten.
      Ich freute mich sehr, als am Nachmittag Isaac aus dem Urlaub kam. Übersäht mit noch mehr Sommersprossen als üblich und mit heller Fläche rund um die Augen, weil er wohl die Sonnebrille nicht abgenommen hatte bevor er sich an den Strand gelegt hatte. Freundschaftlich begrüßten wir uns und gingen zusammen in den Stall. Blütenzauber und Riven in a Dream waren die nächsten, die wir uns vornahmen. So heiß wie es war zogen wir uns in die Reithalle zurück, wo auch Abby schon den ganzen Tag war. Sie hatte sich mit Moulan beschäftigt und jetzt gerade ritt sie Scarlet in Birth warm. "Beth macht das mit den Fohlen gut oder?" fragte Isaac, der unsere Stallhilfe vor seinem Urlaub auserkoren hatte die Fohlenarbeit zu übernehmen. Sie hatte damit zu Beginn sehr zu kämpfen. "Sie hat sich gut mit ihnen eingespielt, ja." gab ich zurück. Besonders das Hengstfohlen Golden Sugar hatte sie ganz gut im Griff. Die Flausen von PFS' Storm Cat oder Stars of Magic waren dagegen ein Witz. Als wir mit den beiden Stuten fertig waren hatte Beth gerade Little Miss Backyard an der linken und Fantastic Sonata an der rechten Hand. "Könnt ihr nicht noch die letzten beiden übernehmen?" flehte sie und Isaac und ich tauschten vielsagende Blicke aus. Wir stimmten aber zu. So konnte Beth mit der Stallarbeit weiter machen und Isaac und ich schnappten uns What Rainbow und Rouge Trap. Die beiden Stuten brannten schon darauf die Welt zu erkunden. Als wir jedoch mit ihnen nach draußen gehen wollten um eine Runde um den Hof herum zu machen scheuten sie und wollten lieber wieder zurückgehen. Wir tasteten uns also eine Ecke vorsichtiger heran und ließen die beiden Stutfohlen in Ruhe gucken und das Tempo selbst bestimmen. Weit kamen wir so zwar nicht, aber wir konnten das Führtraining mit einem positiven Gefühl abschließen, als wir nach einer halben Stunde auf den Hof zurück kehrten um die Fohlen in ihre Boxen zu bringen wo sie übernachten würden.
      Am nächsten Tag hatten die meisten Pferde frei und so konzentrierte ich mich auf Slap Happy. Isaac hatte sich Bear Totem's Denali fertig gemacht und Kerry nahm LMR Lady Luna mit auf einen gemeinsamen morgendlichen Ausritt. Am Nachmittag kümmerten sich die beiden um Verdine und Tainted Whiz Gun, sodass ich frei hatte. Ich nutzte die Zeit um mit Pitch zum See zu gehen und die Woche ruhig ausklingen zu lassen. Nächste Woche würden die beiden Neuzugänge eintreffen und die Stallordnung wieder mal aufmischen.
    • sadasha
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      01. November 2018 | von sadasha
      Schnelle Pflege für alle Pferde

      Nachdem ich endlich vom Arzt das Go bekommen habe meine Pferde wieder zum teil selbst zu versorgen, machte ich mich heute früh gleich auf in den Stall um bei der Fütterung auszuhelfen. Ich fing bei meinen Zuchtstuten an um sie als erste auf ihre Weide bringen zu können. LMR Lady Luna, PFS' Savory Blossom und Scarlet in Birth streckten schon neugierig die Köpfe aus der Box, als sie den Fuggerwagen hörte. Slap Happy kam erst zur Tür, als ich bereits vor ihr stand. Als Boxennachbarin wurde dann auch Mikado neugierig. Riven in a Dream war noch im Halbschlaf und musste erstmal aufstehen, als sie das Futter hörte. Ich versuchte noch ein Foto davon zu machen, wie sie in ihrer Box lag, doch ich war zu langsam und erwischte sie mitten in der Bewegung. Die Dunkelheit gab dann den Rest dazu, das Bild war komplett verschwommen. Als nächstes waren Moulan, Blütenzauber und Bear Totem's Denali an der Reihe. Die Vollblut Zuchtstuten waren damit fertig. Nach der Fütterung kamen sie auf ihre Weide. Jetzt waren Tainted Whiz Gun, Verdine und Happy Fantasy bereit für ihr Frühstück. Die bunte Truppe stand nicht mit den Zuchtstuten auf einer Weide. Sie hatte ein eigenes Weideplätzchen und war so harmonisch, dass ich sie gar nicht in die große Herde werfen wollte. Die "Youngsters" hingegen schon. CHH' Classic Spring, PFS' Storm Cat, Rouge Trap, Fantastic Sonata und Essence of Life konnten sich schonmal daran gewöhnen mit tragenden Stuten und Fohlen umzugehen. Sie waren meine Anwärter. Die Jährlingsstuten Little Miss Backyard, Stars of Magic und What Rainbow standen zusammen mit Hester auf einer Weide weiter weg von ihren Mutterstuten. Das Absetzen hatten sie bereits hinter sich, doch ehe sie wieder zu den Großen kommen, würde noch etwas Zeit versteichen. Framed in Fantasy, mein neuster Zuwachs stand zusammen mit Braddock 'The Parrot', Niffler und Benji auf einer Weide, da ich aktuell keine Hengstfohlen außer ihm auf dem Hof hatte. Als die Fütterung der Stuten durch war öffnete ich die Paddockboxen der Hengste. Dabei ließ ich zuerst die älteren Hengste raus. Ehrengold und Mr. Raw Depression und danach Reverence. Zuletzt kamen Raving Hope Slayer und PFS Strolch auf ihre Paddocks.
      Mirko hatte sich in der Zwischenzeit um den zweiten Stalltrakt gekümmert und Xana, Stonery, Venetia, Felan, Magical Touch, Delmara, Iseabail, Lady Lyneth Bowen und Uschi komplett versorgt. Beth war noch dabei die Kaltbluthengste raus zu bringen. Maeyr, Schneemann und Mister Blockhead hatte ich schon draußen gesehen. Tank, Buck or Two, Thomas, Vikar und Mephisto standen noch in ihren Boxen. Ich hatte noch zwanzig Minuten Zeit um eine Box fertig zu machen für den heutigen Neuankömmling. Ramira, eine Tinkerstute, die auch Kerry gut gefallen wird. Sie war charakterlich einwandfrei und genoß bislang ein sehr liebevolles zu Hause in dem sie ordentlich in der Freiarbeit gefördert wurde. Für ein Therapiepferd exzellente Voraussetzungen. Nach der langen Reise aus Deutschland würde sie erstmal Ruhe brauchen. Ich streute deshalb so ein, dass sie es gemütlich hatte. Futter würde sie Portionsweise mitbringen, sodass ich mir darum vorerst keine Gedanken machen musste. Futterumstellungen hatte ich nun schon zu genüge umgesetzt und auch Ramira wird damit sicher gut zurecht kommen, sobald ich damit beginne. Ich legte ein paar saftige Möhren in den Futterkrug und öffnete das Fenster zum Innenhof. Damit war ich mit meinem Tagesplan fertig.
    • sadasha
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      1. April 2019 | von sadasha
      Frühlingseinbruch

      Den Kopf auf eine Hand gestützt, saß ich auf dem Hocker in der Sattelkammer. Ich starrte die offene Dose Lederfett an, die vor mir auf dem Boden stand, sah sie jedoch nicht. Ich war mit meinen Gedanken bei meinen Eltern, suchte Lösungen für das Dilemma, das sich um sie wob, wie ein giftiges Netz. Die Nachricht vom Schlaganfall meines Vaters hatte mich vor zwei Tagen aus der Bahn geworfen. Meine Mutter war vollkommen aufgelöst und lief herum wie ein aufgescheuchtes Huhn, wenn man sie besuchte. Sie fand sich alleine nur schwer zurecht. Jahrzehnte lang hatte sie meinen Vater an ihrer Seite, ihr Ruhepol, ihr Anker. Jetzt war er im Krankenhaus und kämpfte mit den Folgen des Schlaganfalls. Die Ärzte wollten uns nicht zu viel versprechen, er würde vielleicht wieder gehen lernen, vielleicht wieder sprechen können, aber sein Geist war sehr mitgenommen. Ich hatte meine Mutter wegen ihrer ebenfalls schlechten Verfassung nach Hause geholt. Hier konnte ich immer ein Auge auf sie werfen, sie ablenken. Mein Team half mir dabei und es zeigte bereits Wirkung. Aber war das die Lösung? Sicher nicht. Ich musste mir für die Zukunft etwas anderes überlegen.
      Ich seufzte und riss mich aus meinem Gedankenkarussell. Jemand hatte die Tür hinter mir geöffnet. Als ich mich umwandte sah ich, dass es Kerry war. Sie brachte Sattel und Trense von Vikar nach ihrem Training zurück. „Vikar kam heute aus dem Schwitzen kaum noch raus. Auch die anderen Kaltblüter tun sich schwer mit dem plötzlichen Frühlingseinbruch. Kannst du mir helfen sie zu scheren? Ich bin mit der Maschine so unsicher.“, fragte sie, als sie das Zubehör fertig verstaut hatte und sich zum Gehen wandte. Ich nickte zum Sattel auf dem Bock vor mir. „Ich mach den noch fertig, dann komme ich.“
      Kerry hatte Tank auf die Stallgasse geholt und ihn gründlich geputzt. Der Shirehengst sah mich aufmerksam an, als ich mich mit der Schermaschine näherte. Er war meistens entspannt. Das Scheren kannte er und gerade ihm mit seinem schwarzen Fell, war es immer eine große Erleichterung, wenn wir ihm beim Fellwechsel halfen. „Ich hol schon mal den nächsten Kandidaten, dann kann ich Putzen, solange du Tank scherst.“ Abermals nickte ich und schloss die Maschine am Strom an. Ich stellte eine recht kurze Haarlänge ein und begann am Hals gegen den Strich zu scheren. Kerry hatte die Mähne fest eingeflochten, sodass sie mich jetzt nicht störte, selbst wenn sich Tank einmal schüttelte. Ich nahm mir die Zeit um langsam die Bahnen zu ziehen und auf Unebenheiten zu achten. Schließlich wollte ich den Hengst nicht verletzen. Immer wenn ich absetzte prüfte ich die Temperatur der Schermaschine. Wurde sie zu heiß, setzte ich für ein paar Minuten aus, damit sie sich abkühlen konnte. Nach Tank war Felan an der Reihe. Kerry brachte den Hengst weg und ich ging eine Stallgasse weiter um die Schimmelstute zu scheren. Felan war auch sehr ausgeglichen und ruhig. Der Krach der Schermaschine machte ihr nichts. Ihre dunkle Haut ließ das Fell grau erscheinen. Kerry half mir beim Po und hob den Schweif an, da Felan ihn nicht von selbst hochnahm, wenn ich in die Gegend kam. Dadurch dass die Stute deutlich kleiner war, als Tank war ich auch viel schneller mit dem Scheren fertig. Kerry hatte dennoch schon das nächste Pferd fertig geputzt. Schneemann war zwar auch weiß, hatte aber eine helle Haut, da er kein Schimmel war. Er bekam eher einen rosa Touch, wo die Haut durchschimmerte. Während ich ihn scherte, putzte Kerry Uschi, deren Dapples beim Schervorgang deutlicher zum Vorschein kamen. Eine Herausforderung stellte Maeyr dar. Der Hengst war mal wieder in Höchstform und schnappte immer wieder nach mir, wenn ihm eine Stelle nicht passte. Als ich seine Spinnereien satt hatte bat ich Kerry ihn abzulenken, damit ich den Schervogang in Ruhe abschließen konnte. Auch Mister Blockhead war nicht begeistert vom heutigen Tagesprogramm. Nach ihm legten wir erstmal eine Pause ein und aßen zu Mittag.
      „Holt ihr die anderen? Wir haben für Alle gekocht.“, bat meine Mutter, als wir die Küche betraten. Sie sah glücklich aus. Mrs. Clayton deckte im Hintergrund den Tisch. Es roch köstlich nach gebratenem Fleisch und Rosmarin. Kerry und ich teilten uns auf und holten den Rest des Teams. Ein so üppiges Essen hatten wir selten. Meistens gab es Eintöpfe, Suppen, irgendwas, das sich schnell für eine große Truppe anrichten ließ. Jetzt wo Mrs. Clayton jedoch die Hilfe von meiner Mutter hatte tischten sie gemeinsam auf. Sie waren ein ausgezeichnetes Team. „Als nächstes scheren wir Mephisto und Buck or Two. Dann sind es nur noch die übrigen Stuten.“, erklärte Kerry. Liz sah auf. „Das macht ihr also den ganzen Tag! Vielleicht könnte man bei der Gelegenheit die Fohlen an das Geräusch gewöhnen?“, schlug sie vor. Ein zustimmendes Murren ging durch die Reihe, da niemand den Mund leer hatte um in Worten zu antworten. Den Rest des Essens diskutierten wir aus wie dir das Fohlentraining am besten einbringen konnten ohne die Kleinen komplett zu verschrecken. Am besten ging das mit den sehr routinierten Stuten. Xana, Venetia, Ramira und Sovereign boten sich an.
      Nach dem Essen ging es dann an die Umsetzung. Ich begann damit die Stuten zu scheren und Kerry sah immer mal wieder mit einem der Fohlen vorbei. Zuerst mit Hester, die das Alles recht wenig interessierte. Gut für sie, denn als Tinker würde die später öfter in den Genuss kommen zum Fellwechsel geschoren zu werden. Aber auch die Vollblutfohlen Little Miss Backyard, What Rainbow und Framed in Fantasy konnten sich mit dem Geräusch und dem Vorgang etwas vertraut machen. Als die vier Stuten unseres Vertrauens durch waren mit Scheren, fehlte nur noch Stonery. Auch sie wurde heute von überschüssigem Winterfell befreit und anschließend mit einer leichten Decke eingedeckt.
      Der nächste Tag begann ganz standardmäßig. Es war für mich schon so normal, meine Mutter im Haus zu haben, dass es sich unnatürlich anfühlte, sie demnächst wieder wegzuschicken, damit sie weiter mit meinem Vater leben konnte. Doch für den Moment genoss ich ihre Anwesenheit und ihre Hilfsbereitschaft im Haushalt. Sie hatte sogar Pitch raus gelassen, sodass ich sofort an die Arbeit mit den Pferden gehen konnte. Ich schnappte mir zuerst Ehrengold und Sunday Morning und steckte sie in die Führanlage, die beiden braunen Hengste verstanden sich erstaunlich gut und so konnte man sie halbwegs unbeaufsichtigt ihre Runden drehen lassen. Von der Reithalle aus konnte ich sie beobachten. Ich machte mir Riven in a Dream fertig und wärmte sie zuerst einmal gründlich auf. Als ich damit fertig war betrat Isaac mit Mikado in die Halle. „Keine Stangen aufgebaut? Bist du krank?“ Ich lachte. „Kein Bedarf. Aber nur zu, wenn du Stangenarbeit machen möchtest: Fühl dich frei.“, gab ich zurück und trabte Riven an. Isaac beließ es für seine erste Trainingseinheit des Tages dabei und baute erst nachdem er Mikado weggebracht hatte ein paar Stangenlektionen auf. Ich hatte nun PFS Strolch unter mir und nutzte die Stangen ebenfalls. Da Isaac jetzt den Halbbruder PFS' Straight Alignment ritt kamen wir mit den Abständen in etwa hin, wenngleich Ally ein Stückchen kleiner war. Die Schrittlänge war erstaunlicher Weise recht ähnlich. Nach dem Mittag schnappte ich mir zuerst Golden Sugar und später Reverence und machte ihn für den Geländeparcours fertig, der sich endlich wieder bereiten ließ, nach all den nassen Tagen. Die Hofeigene Strecke hatte ich für mich alleine, da heute nur Isaac als Trainer auf dem Hof war. Er blieb jedoch den Tag über in der Halle. Die Stuten PFS' Savory Blossom und Essence of Life würde das freuen, da sie sonst gleich gewaschen werden müssten, was keine von ihnen sonderlich mochte. In der Führanlage liefen, als ich von meiner Geländesession zurück kam, Rouge Trap, PFS' Storm Cat, Tainted Whiz Gun und CHH' Classic Spring. Damit waren die Vollblüter für heute bewegt. Frei war mein Nachmittag jedoch trotzdem nicht, da ich noch ein paar Besorgungen für die Schmiede machen musste. Erst als ich spät Abends wieder nach Hause kam, hatte ich endlich frei und konnte mit Pitch die Ruhe genießen.
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    Gnadenweide | Pferdehimmel
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    Datum:
    10 Feb. 2017
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    Hengst
    05. Juli 2007
    Rasse Englisches Vollblut
    Stockmaß/Endmaß 172cm
    Fellfarbe Brauner
    Geno Ee AA

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    Charaktereigenschaften
    Lernwillig, Energiegeladen, Lauffreudig, Mutig, Lieb, Lebhaft

    Vorgeschichte
    Ehrengold kann auf eine großartige Karriere zurückblicken. Als Deckhengst ist er bekannt wie ein bunter Hund und als Rennpferd besonders im Distanzsport erfolgreich. Er durfte schon viele Nachkommen zeugen, von denen einer erfolgreicher als der nächste ist und nun darf er seine Karriere auf dem Bear Brook EC fortsetzen.

    Beschreibung
    Der temperamentvolle und treue Ehrengold wird seinem Namen stets gerecht. Er ist Gold wert für jeden Reiter eine Versicherung und ein Training perfekt auszuführen ist für den Hengst selbstverständlich Ehrensache. Auf den ersten Blick ist an Ehrengold nicht viel Außergewöhnliches. Er ist eben ein typisches Englisches Vollblut, doch es steckt so viel mehr in ihm als nur ein Sportobjekt. Er ist ein Hengst mit sehr viel Seele und er sucht die Aufmerksamkeit seiner Menschen. In ruhigen Momenten lässt er sich gerne verwöhnen und mutiert vom stattlichen Hengst zum Kuschelpony.


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    Trainingsplan
    Eingeritten ✔ | Eingefahren x

    Schleifenaufstieg | Trainingsaufstieg | Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Variationen

    Dressur E A L

    Lektionen der Dressur: E A L LM LP

    Springen E A L

    Show Jumping: E A* A** L

    Military E A

    Eventing (British Eventing, national): BE80(T)
    BE90 BE100

    Galopprennen E A L M S
    Ausgleichsrennen|Hindernisrennen: AIV AIII AII AI | AU AM AG
    Flachrennen: 800m 1000m 1250m 1500m 1750m 2000m 2250m 2500m 3000m 3400m


    Distanz E A L M S

    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4 CEN* CEN** CEN***

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    Offiziell
    100. Distanzturnier | 210. Galopprennen | 156. Distanzturnier | 261. Galopprennen | 290. Distanzturnier
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    Inoffiziell

    keine

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    Von Solo xx
    Von Sir Lemon Ice xx Aus der Professional Illusion xx

    Aus der Shew O' Gold
    Von Guaranteed Gold Aus der Shew


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    HK 337

    Eingetragene Zucht Bear Brook EC
    Züchter/Herkunft Privatzucht Ammersee
    Besitzer sadasha (Hunter Crowley)
    VKR/Ersteller Muemmi

    Nachkommen
    Final Destination IV aus der Herzblatt
    Chiccory Ox aus der Black Pearl
    Efeumond aus der Blütenzauber
    Foundation aus der Unbekannt
    Elane aus der Apple
    Vacanes d´automne aus der Valley Victoria
    Eau Bénite aus der Valley Victoria

    Exciting Force aus der Saphira

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    Letzter Tierarztbesuch unbekannt
    Gesamteindruck unbekannt


    Letzte Zahnpflege überfällig
    Letzte Wurmkur überfällig
    Letzte Impfung überfällig


    Letzter Hufschmiedbesuch unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert nein


    Beschlag vorne keiner
    Beschlag hinten keiner


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