Flair

♚ Cheveyo [LEW]

Lewitzer, Hengst, *2002, zugelassen [Decktaxe]

♚ Cheveyo [LEW]
Flair, 22 Okt. 2018
    • Flair
      Verjährte Trainings-, Schmied-, und Tierarztberichte des Hengstes Cheveyo

      Eddi
      Trainingsbericht - Juli 2015
      Bucks und Angus | Fahren A auf L © Ravenna

      Wir hatten mittlerweile zumindest das Zimmer von Angus von Caed Crevan auf unseren neuen Platz gebracht. Zudem hatte ich einige Händler vom Festland kontaktiert um nach einem guten Pferd für Lia zu suchen. In der näheren Auswahl war auch eine Haflingerstute von Julie gewesen, allerdings hätte diese noch angeritten werden müssen. Zwar unterstützte sie mich fleißig beim Anreiten von Topas, aber zu 100 % sicher schien sie sich nicht oder zumindest noch nicht zu fühlen. Cheveyo war mittlerweile angekommen, leichte Bodenarbeit hatten wir ebenfalls schon gemacht. In den Sattel wollte ich eventuell heute Abend steigen, nur zuvor wollte ich Catalina besuchen. Jedenfalls hatte ich Lia das erzählt. In Wahrheit hatte ich zwei Pferde gefunden die sie sich mal anschauen sollte. Ein Warmblut knapp 13 Jahre, zwar ohne Abstammung aber Lia wollte ja auch erste Erfahrungen auf Turnieren machen, da würde ein ruhiger älterer Wallach gut sein. Außerdem hatte er wohl eine 10 jährige Fjordstute. Bilder hatte ich selbst nicht eingefordert, Lia sollte die Schlussendliche Entscheidung treffen. Ich deckte den provisorischen Küchentisch, Angus hatte ich noch im Bett liegen gelassen da Cayden ihn später holen wollte. Lia hatte noch vor dem Frühstück einen Ausflug in den Stall gemacht um dort die Box von Argenté Noir zu säubern. Die Stute hatte sich ein wenig vertreten, deswegen hatten wir sie eine Woche in der Box mit Außenpaddock stehen lassen. Jetzt stand sie noch unter der Dusche um fertig für den Besuch bei Catalina zu sein bzw. Maeve denn ihre beste Freundin wohnte ebenfalls in Movern.

      ~Stunden später~

      Unschuldig grinsend rieb ich mir die Schulter, die Lia soeben mit der Faust sanft geboxt hatte. „Hätte ich das gewusst hätte ich Reitsachen mitgenommen!“ jammerte sie soeben. „Alles schon hinten im Auto.“ dabei streckte ich die Zunge nach ihr aus. Es war wunderbar zu sehen wie sich ein glückliches Lächeln auf ihrem Gesicht ausbreitete, dann den Anschnaller löste um zum Kofferraum zu flitzen. Während der Zeit schälte ich mich selbst aus dem Auto, rief den Herren an um unsere Ankunft anzukündigen. Der Herr älteren Alters kam auf uns zu, Lia hibbelte auf ihren Hacken hin und her vor Aufregung.

      Beide Pferde waren bereits von der Tochter des Mannes gesattelt worden, sodass wir mit beiden auf den Platz gehen konnten. Lia ritt den großen Warmblutwallach etwa 1,76 m Groß mit vier hochweißen Füßen bei fuchsfarbenem Fell. Die Fjordstute war einfach unwahrscheinlich fett, dafür allerdings ziemlich flott unterwegs, denn sie raste Lia auf dem Warmblut einfach hinterher. Es dauerte eine ganze Weile bis sie dem großen Pferd nicht mehr in den Arsch rennen wollte. Trotzdem stand für mich schnell fest, diese Stute würde wohl nicht zu uns kommen. Training war natürlich alles, aber eine solide Grundausbildung schien sie nicht genossen zu haben. Desweiteren hatte Lia mir schon zugeflüstert das der Funke einfach nicht übersprang.

      Mit dem Wallach schien sie sich zwar anfreunden zu können, er lief auch wunderbar mit ihr durch die Bahn und schien tatsächlich mehr zu können. Nach dem Ritt stieg sie ab und kam mit dem Wallach am Zügel zu mir ein nachdenklicher Ausdruck lag auf ihrem Gesicht. „Und?“ unschlüssig zuckte die Kleine mit den Schultern, strich ihm über die Nüstern. „Er ist wahnsinnig lieb, mit ihm könnte ich sicher etwas erreichen aber „ kurz stockte sie hielt inne im Streicheln und sah mich dann wieder an. „Aber ich würde schon lieber bei einem Pony bleiben, die bin ich einfach gewohnt.“

      Also machten wir den Wallach wieder Weide fertig, da kam die Tochter mit einem kleineren Pony an uns vorbei. Ein hübscher Brauner mit Stehmähne, der seine Umgebung aufmerksam beobachtete. Sowohl Lia als auch ich starrten dem hübschen Tier hinterher, als der ältere Mann bei uns stehen blieb. „Aye Sassanach, do you like our Italian horse? He´s just a few days in Scotland, not exactly the age you where searching for, but if you wish to try him?“ Lia wirbelte begeisternd nickend zu mir herum, ich hatte jedoch etwas ganz anderes an dem Pferd entdeckt, es war ein Hengst. „I can see he´s still a stallion, wouldn´t think he´s the right horse for a 14 year old girl?“

      „Cielo is calm for his age, my seven year old grandchild could tame this stallion. When I remember it right his breed is called Arravani, but we should look for the breeding paper.“

      „Die Rasse ist mir eigentlich ziemlich egal!“ flüsterte Lia mir zu „Blettur bin ich doch auch schon mal geritten und Moon auch!“ Ich zuckte mit den Schultern im Grunde hatte sie ja Recht.

      Eine gute Viertelstunde später saß Lia im Sattel von Cielo. Ein breites Lächeln auf den Lippen als sie über ein kleines Cavaletti mit dem knapp 6 jährigen Hengst sprang. Es sah aus als gehöre sie dorthin. Trotzdem die beiden gut miteinander auskamen, vereinbarten wir zwei Probemonate mit dem jungen Hengst und machten einen Termin für die Abholung am nächsten Tag.


      Mit einer fröhlichen Lia fuhr ich anschließend nach Hause um das Training unserer nicht ganz heimischen Pferde anzugehen. Topas wollte ich heute zuerst im Round Pen ein wenig bewegen und anschließend mit ihr auf den Platz. Mittlerweile hatten wir uns vom ersten Reitergewicht zu ersten Übungen im Sattel hochgearbeitet. Die junge Stute stellte sich dabei nach wie vor hervorragend an. Auch Cata hatte uns bereits einen kleinen Besuch abgestattet um sich in den Sattel ihrer Lewitzerstute zu schwingen. Momentan arbeiteten wir besonders an der Balance in den einzelnen Gangarten, damit Topas lernte sich selbst zu tragen. Probleme stellten sich jetzt erst langsam ein, denn die junge Stute bot uns zwar die Anlehnung fast von selbst an neigte jedoch viel eher dazu sich einzurollen, weshalb wir Topas immer wieder hoch holen mussten. In Anbetracht der Tatsache jedoch das sie erst die knapp dritte Woche im Sattel war, ging das schon in Ordnung.

      Nach einer kurzen Longiereinheit, schwang ich mich in den Sattel der Lewitzerstute. Im Schritt folgten wir erst der ganzen Bahn um sie zu beschäftigen, ehe ich sie auch über die Trabstangen in der Mitte der Bahn laufen ließ. Ihr Trab war noch nicht allzu ausbalanciert, aber die Stangen ging sie an ohne ein Geräusch zu hinterlassen. „Feeein..“ lobte ich sie, vollführte noch eine Volte um dann noch einmal hinüber zu gehen. Schon eine Viertelstunde später machte ich Schluss, da die Mittagssonne jetzt begann erbarmungslos auf die Erde zu sengen begann.

      Cayden hatte uns ein Mittagessen vorbereitet, danach brachte ich Angus in sein Bett und las ihm noch eine Geschichte vor. Lia hatte noch ein paar Schularbeiten vorzubereiten, denn ihre Ferien würden erst in der nächsten Woche beginnen, somit hatten wir knapp 2 oder 3 Stunden freie Zeit. Wir bereiteten Cheveyo vor um ihn vor die Kutsche zu spannen, dabei bestieg Cayden dann seinen Hengst Darym um auch ihm ein wenig Bewegung zu verschaffen. Cheveyo machte sich gut vor unserem kleinen Trainingssulky, sodass ich auch schon kleinere Übungen einbauen wollte. Cayden hielt daraufhin den Hengst samt Sulky fest, während ich einige der toten jungen Äste die hier auf der Anhöhe standen in der Mitte zu brechen um sie in einem Slalom aufzubauen. Zwischen jedem Stück des Stockes ließ ich etwa drei bis vier Meter Platz, stieg dann wieder in den Sulky um den Hengst durch das Slalom zu dirigieren. Die Übung dauerte nicht lange, aber Cheveyo verstand schnell was von ihm verlangt wurde, so schafften wir den Slalom sogar im Trab ohne die Stöcker zu überfahren. „Er stellt sich wirklich nicht dumm an. Willst du ihn morgen auf einer richtigen Pacoursbahn ausprobieren, dann basteln wir was auf der abgetrennten Wiese.“ verwirrt sah ich hinüber zu Cayden. Wir sprachen mittlerweile mit Lia und auch den anderen hier in Schottland so viel in Englisch, das es sich wahnsinnig ulkig anfühlte plötzlich meine eigentliche Muttersprache zu hören. Ich lachte leise zuckte dann mit meinen Schultern „Ich denke es wäre sicherlich eine gute Idee ihn auf so eine Bahn vorzubereiten. Ab der Klasse L wird es schließlich etwas schwerer mit dem Parcours. Dabei gibt es eine Brücke, den Slalom und einen Abhang, außerdem gibt es immer eine extra Aufgabe zu bewältigen auf den Turnieren. Wenn wir dort mit ihm starten wollen sollte er ziemlich viel kennenlernen. Deswegen fände ich eine Abwechslung zwischen Schrecktraining, Training vor dem Sulky passend für sein Fahrtraining. Zusätzlich wollte ich mit ihm auch auf den Pacours gehen für sein Springtraining.“ Cayden nickte mir wohlwollend zu, sagte jedoch nichts weiteres zu mir.

      Als wir nach gut 1-2 Stunden wieder auf den Hof kamen schwirrte eine aufgeregte Lia gerade um das Haupthaus, dabei rief sie aufgeregt nach Angus. Besorgt brachten wir Darym und Cheveyo an den Anbindeplatz. „Was ist los?“ fragte Cayden Lia, die zu uns gerannt kam. „Ich hab meine Hausaufgaben erledigt als ich mal nach Angus schauen wollte, da war er plötzlich weg!“ Mir fiele fast die Augen aus dem Kopf, sah dann besorgt zu Cayden. Wo sollte er denn hin sein?

      Jetzt machten wir uns alle drei auf die Suche nach Angus, weit konnte er ja schließlich nicht sein. Der kleine Quatschkopf liebte kleine Versteckspiele, allerdings hatten wir ihn bisher immer davon schleichen sehen, da er dabei zu lachen pflegte. „Sucht nach Corvus, der Hund hängt ja ständig an Angus Fersen.“ rief ich den beiden hinterher, die Richtung Stall und Garage suchen wollten und ich in Richtung der Pferdewiesen.

      Kaum hatte ich diese erreicht, erhielt ich eine Nachricht auf meinem Handy

      >>Komm in den Stall.<<

      Also drehte ich wieder bei joggte in Richtung unseres Stalls, denn sie schienen Angus gefunden zu haben. Vielleicht hatte er sich wieder in den Heuboden verkrochen, der kleine Junge neigte dazu seitdem seine Mutter so krank geworden war sich zu verstecken.Die Tatsache das er noch nicht bei uns angekommen war spielte sicherlich auch eine große Rolle bei Angus Verhalten. Nach wie vor kannte ich mich besser mit Pferden aus als mit Kindern, trotzdem gab ich mir Mühe mit dem Kleinen eine Verbindung aufzubauen.

      Im Stall legte Cayden den Finger auf die Lippen mir bedeutend das ich leise bleiben sollte, deutete dann in die Box direkt vor sich, ich schluckte, es war die Box von Bucks. Dort drinnen bot sich mir ein mehr als interessantes Bild. Angus lag in einer Ecke der Box zusammen gekuschelt mit Corvus an seiner Seite. Das wirklich beeindruckende an dieser Szene war jedoch Bucks, der ehemalige Hengst stand dicht bei den beiden, sein kleiner,schmaler Kopf hing nach unten schwebte über den Schlafenden. Es sah fast so aus als würde mein kleines Wildpferd über die beiden wachen. Ich legte meine Hände und den Kopf auf den Rand der Box die Tür begann leise zu knarren und Bucks hob den Kopf in unsere Richtung. Noch war der neu gewordene Wallach von seiner OP vor knapp zwei Tagen etwas wackelig auf den Beinen, aber trotzdem schien es nicht so als würde er dem kleinen Jungen etwas tun. „Pass gut auf ihn auf.“ flüsterte ich leise.

      Obwohl Bucks so ruhig war platzierte ich mich mit einem Buch auf dem Außenpaddock um die beiden unter Beobachtung zu haben. Bucks kam sogar zu mir gelaufen, ließ sich ein wenig streicheln und blieb in der Sonne dösend stehen. Gegen Nachmittag rieb sich unser Angus schließlich die Augen, gähnte laut und kroch über Corvus hinweg. Sich noch die Augen reibend kam er auf mich zu, plumpste auf meine gekreuzten Beine und verkündete das er Durst habe. „Da dann holen wir dir jetzt mal was.“

      Auf dem Weg zum Haupthaus sinnierte ich über mein gar nicht mehr so wildes Pferd nach. Ob die Kastration den Anstoß gegeben hatte oder ob sich das Training endlich irgendwie auszahlte. Wir hatten ihn jetzt mehr als ein Jahr bei uns, er wurde kräftiger und seine Wunden an den Beinen sind nur noch kleine fellose Stellen. Es schien als würden auch seine seelischen Wunden täglich besser werden, darüber freute ich mich an diesem Tag fast am meisten.

      Eddi
      Trainingsbericht - August 2015
      Der namenlose Hof | Fahren L auf M © Ravenna

      Der Postbote kam mit seinem Auto direkt die Straße nach unten gefahren die zum neuen Hof führte, es war seltsam noch keinen richtigen Namen für ihn zu haben. Trotzdem musste ich jetzt auf der Hut sein, Corvus konnte im tiefsten Schlummer liegen hörte er den Wagen der Post erwachte er. Mr. McRaghaen pflegte ihm stets ein Leckerli zu geben, nur musste ich aufpassen das der kleine Racker von einem Hund nicht von dem Auto erfasst wurde. Angus spielte gerade noch ziemlich vergnügt in seinem selbstgebauten – zumindest mit Caydens Hilfe – Sandkasten, bei dem Motorengeräusch erhob sich der Junge und blickte sich um. „Komm her Angus!“ rief ich ihn zu mir an die Hand, wir warteten auf ein Paket für ihn. Während also Angus aus dem Sandkasten trat, sich die Hosenbeine abklopfte und auf staksigen Beinen auf mich zu kam, raste ein kleiner schwarzer Schatten um die Hausecke herum. Cayden war hinter dem Haus geblieben um dort die frei laufenden Stuten unter Beobachtung zu haben. Corvus rannte mit einem Affenzahn in Richtung der Einfahrt, dem Punkt dem auch Angus zusteuerte, da ich hier stand. Ich biss die Zähne aufeinander bleckte sie um dann noch Rufen zu wollen „Achtung Angus!“ als der Parson Russel und der Junge auch schon zusammen stießen, übereinander fielen und von jedem ein Schreckensschrei zu hören war. „Corvus!“ kam es von einem empörten Angus der sich den schwarzen Hund von den Knien schob und es sich betrachtete, dabei floss nicht eine Träne. Ich überbrückte die Distanz zu meinem Sohn – eine Aussage die fast noch komischer war als die Tatsache das der Hof keinen Namen hatte, um ihm auf zu helfen. „Alles in Ordnung bei dir?“ Angus blickte mit zusammen gekniffenen Augen in Richtung Corvus, schob die Unterlippe nach vorn und nickte dann aber. Ich bot ihm meine Hand an der er sich nach oben zog.

      Nach dem Frühstück hatte Angus den Zusammenstoß mit Corvus schon wieder vergessen, da er unserem Balljunkie den kleinen roten Ball immer wieder warf. „Heute gibt’s wieder ne Menge zu tun, ich wollte mit Topas und dir auf Noir heute auf die Militarystrecke von Caed Crevan. Cayden was hast du vor?“ Mein Mann schluckte den letzten Rest seines Tees herunter „Die Boxen im Stall müssen teilweise neue Türen bekommen ehe wir da Pferde hinein stellen können und die Bretter von Round Pen sollten wohl auch mal erneuert werden. Ansonsten kann ich dir heute auch noch Antaris abnehmen mit dem Dressurtraining, hab mich gestern beim erneuern der Holzlatte die Darym geschrottet hat schon mit ihm angefreundet. Nebenbei hab ich natürlich ein Auge auf Angus. Wollten heute Abend nicht auch Siobhan und Ty zum Grillen vorbei schauen?“ Ich bestätigte seine Frage, freute mich schon auf den Abend. Durch den Umzug wohnten wir nun noch näher an Classical Harmony als zuvor, sodass wir nun noch öfter gemeinsam waren.

      Mit Lia räumte ich noch den Tisch auf ehe es in Richtung Paddock ging um die beiden Stuten zu holen. „Reiten wir hin oder wollen wir fahren, Sarah?“ fragte mich Lia „Was willst du?“

      Lia kratzte unsicher an der Bürste herum, schien erst mit der Sprache nicht heraus zu rücken „Naja, wir hatten lange keinen Ausritt mehr.“ So war es beschlossene Sache, es würde ein längerer Ritt werden, danach ein paar der Geländesprünge. Topas war bisher nur einmal mit mir zusammen dort gewesen, Noir kannte die Strecke schon um einiges besser. Außer ihrer Erfahrung an den Geländesprüngen war sie auch schon zwei Klassen über der erst kürzlich unter dem Sattel stehenden Stute, aber Topas strengte sich an um auch einmal dorthin zu kommen. Catalina war bereits das ein oder andere Mal selbst mit ihr durch den Parcours gesprungen.

      Angekommen am Ort der Begierde spürte ich schon deutlich wie es Lia schwerer fiel die aufgeregte Noir ruhig zu halten. Innerhalb des Platzes war sie manchmal kaum zu motivieren, im Military hatte sie jedoch vollkommen ihre Leidenschaft gefunden. Topas war um einiges ruhiger, weshalb ich es für besser hielt die Pferde zu tauschen. Obwohl Topas noch so jung war machte es mich fast stolz das ich sie einer Jugendlichen anvertrauen konnte, zwar brachte sie diese Ruhe auch von Natur aus mit allerdings war manches auch viel Training. Nach dem Tausch versuchten wir uns erst an den weniger großen Sprüngen, die meist einfach nur aus Strohballen und kleineren Kreuzen bestand. Mit jedem Sprung wurde auch Topas ruhiger, während Noir immer hitziger wurde und zwischen den Sprüngen manchmal zu buckeln begann. „Bleib du mit Topas erst mal hier, während ich den ersten Parcours durch springe danach bist du einmal mit Topas an der Reihe?“

      Mit den Sprüngen direkt vor der Nase ließ sich Noir kaum noch bremsen, trotzdem zeigte sich ihre ruhige Ader und zumindest die Bremse zwischen den Sprüngen kannte sie. Heute nahm ich den Sprung aus einem großen Baumstamm, vor dem eine größere Hecke stand dahinter jedoch war ein kleines Wasserbecken. Noir zog die Beine an, sprang hinüber nur um bei der Landung den Kopf hoch zu reißen und etwas steif im Wasser stehen zu bleiben. Ich trieb sie weiter, trabte nach dem Sprung an und drehte eine Runde zwischen den Hindernissen und machte den Sprung noch einmal. Dieses Mal sprang sie weniger hoch als weit, landete nicht im Wasser , sodass wir den Parcours für sie ohne Probleme beenden konnten. Nachdem sich Noir entwas abgekühlt hatte stieg ich ab, gab Lia noch ein paar letzte Instruktionen dann ging es für sie los. Nachdem wir bei Topas nun komplett auf Gebisslos umgestellt hatten, war das auch für Lia zu Anfang eine ganz neue Erfahrung gewesen, an die sie sich wirklich schnell gewöhnt hatte. Topas zeigte sich nun weitaus zufriedener und ließ sich von der Jugendlichen in dem Parcours mit feinsten Hilfen führen. Mit ihren jungen Jahren sprang sie souverän über die ersten Militarysprünge, die nur aus kleinen Hecken, kleinen Gartenstühlen und einem Wassergraben bestanden. In der nächsten Woche wollte ich Lia und Topas auf einem kleinen Turnier starten lassen für die Klasse A, hier auf der Strecke war Topas heute schon über ein paar höhere Sprünge gehopst nun müssten die beiden nur noch ein wenig üben. Nebenbei übte sie sich auch noch mit Cielo fleißig in der Dressur, um auch mit ihm einmal Turniere zu starten. Um die beiden Pferde nach dem Springen ein bisschen zu schonen legten wir einen Stopp auf Caed Crevan ein, wo Aiden und Hansi gerade dabei waren die Ställe zu reinigen, Kathi war in der Stadt einkaufen.

      Als sich Noir und auch Topas erholt zu haben schienen machten wir uns am Mittag wieder auf den Rückweg zu unserem – noch – namenslosen Hof.


      Nachdem die Latten am Round Pen erneuert waren, ich den Knirps mit Mittagessen versorgt und danach ins Bett verfrachtet hatte, machte ich mich gemeinsam mit Hund und Babyphone auf zum Stall. Dort fischte ich aus dem Haufen Halfter das von Antaris heraus um ihn noch ein wenig zu putzten um anschließend an der Arbeit für die Dressur zu arbeiten, wie ich es Sarah versprochen hatte. Nach einem Monat unter dem Sattel ließ sich Taris schon ohne weiteres im Mitteltrab und dem Mittelgalopp arbeiten, wohingegen der einfache Galoppwechsel noch Probleme bereitete, wie mir meine Frau erklärt hatte. Nach der ersten Kennlernphase ritt ich den Hengst warm, bevor wir uns der Versammlung widmeten, die gerade für höhere Lektionen besonders wichtig waren. Mit vollem Eifer ließ sich Taris von mir durch das Viereck führen, die Ohren dabei Aufmersam zu mir – der Hengst gefiel mir wirklich gut. Vor allem war er, jetzt mal abgesehen von Darym, das auch meiner Größe richtig tragen konnte. Mit voller Konzentration widmete ich mich also weiterhin seiner Stellung und Biegung, die gerade bei der 10 Meter Volte noch nicht so sonderlich zu klappen schien. Falls er die nötige Versammlung für die Volte fand, sich besser bremsen ließ in seinem Tempo würde es auch hin hauen mit dem einfachen Galoppwechsel. Probeweise hatte ich es auch schon probiert, seine Reaktion auf die Galopphilfe nach der Schrittphase kam etwas verzögert vor allem aber ziemlich holperig. Deswegen widmete ich mich nun besonders den Übergängen der verschiedenen Gangarten, damit sie flüssiger wurden. Erst dann konnte man den Galoppwechsel noch genauer angehen. Am Ende der Stunde hatte Taris die Wechsel schon flüssiger auf dem Kasten, ließ sich außerdem prima auf der Volte halten ohne nach außen über die Schulter zu gehen. Der Hengst machte wirklich gute Fortschritte. Anschließend stieg ich aus dem Sattel, brachte ihn auf den Paddock zu den anderen Hengsten zurück. Cheveyo sollte heute Nachmittag einige neue Lektionen vor der Kutsche absolvieren, dazu wollte ich allerdings auf Sarah und Lia warten. Zumindest hatten sie mir bereits geschrieben sie seien auf dem Rückweg – hoffentlich bevor es so aus Eimern zu schütten begann, wie es die Wolken am Himmel vermuten ließen.

      Mitten im Nieselregen kamen wir dann auch endlich am Hof an, die letzten Kilometer waren wir im Galopp geritten. Komplett nass waren wir nicht, aber wir hatten zwei offensichtlich geschaffte Pferde. Zum letzten Überputzten ließen sie die Köpfe leicht hängen mit halb geschlossenen Augen. Wir brachten sie noch zurück auf den Paddock, liefen hinüber zum Platz und dann begann es richtig zu stürmen. Die große Eiche in unserem Hinterhof wurde mächtig von links nach rechts geschwungen, sodass wir uns einen freien Nachmittag einräumten. Auch Angus kam bald aus seinem Zimmer, rieb sich etwas verträumt noch die Augen und kam zu mir gerannt. In der Hand hielt ich mein momentanes Buch „Runenschicksal“ auch Angus zeigte reges Interesse an Büchern, sah auf mein Buch und trottete dann zum Buchregal um auch sich eins zu holen. Noch konnte der Junge natürlich nicht selbst lesen, ließ sich von Cayden oder mir aber sehr gern vorlesen. „Lesen?“ dabei hielt er das große Märchenbuch nach oben, legte den Kopf leicht schief. Diese Geste verleitete mein Hirn dazu an einen Hund zu denken, ich grinste breit. „Welche Geschichte?“ fragte ich ihn. Unschlüssig ließ er sich auf dem flauschigen Teppich nieder, blätterte und wählte dann wie ich dachte irgendwas, verkündete dann aber „König Drosselbart!“ Also legte ich mein Buch beiseite, setzte mich im Schneidersitz neben ihn und begann zu lesen, ich fand es klasse das selbst deutsche Märchen auf Englisch übersetzt wurden.

      Nachdem es fast den ganzen Nachmittag hindurch geregnet hatte widmete ich mich den Zubehör für Cheveyo, denn ihn wollte ich mal wieder vor die Kutsche spannen. Auf einer der Wiesen hatten wir bereits einen Parcours für ihn und folgende Trainingspferde die vielleicht vor der Kutsche trainiert werden können. Dort gab es mittlerweile eine kleine Brücke, einen natürlichen Abhang und natürlich der Slalom. Ansonsten ging es um die Ausführung der Kommandos im Zusammenspiel von Fahrer und Pferd -dabei war nicht nur ich beteiligt sondern auch Cayden hatte in den letzten Tagen mit ihm geübt. Im Grunde war Cheveyo schon fast das was man einen „alten Hasen“ vor der Kutsche nennen konnte, er kannte alle Elemente eines Parcours jetzt ging es einfach um die Verfeinerung. Im Sulky kannte er die Übungen bereits, weshalb wir uns heute für die breitere, richtige Kutsche entschieden um die Übergänge zu Üben und dann zur Entlastung eine Runde ins Gelände zu gehen. Auch Angus war dieses Mal von der Partie, gehalten von Lia zu meiner rechten Seite, er liebte das Kutschefahren wirklich.

      Nachdem wir uns in einer langen Schrittphase und kleineren Einwürfen im Trab aufgewärmt hatten, machte ich gezielte Übergänge mit ihm da gerade diese zwischen Trab und Galopp an der Kutsche schwerer fielen. Mit jedem Wechsel den wir machten wurde er Routinierter auch mit der richtigen Kutsche, denn diese würde ab der neuen Klasse auch auf den M Turnieren zu nutzten sein, Sulkys waren nicht länger zulässig. „Wo wollen wir hin, Angus?“ „Kühe!!“ verkündete der kleine Junge aufgeregt, also schlug ich den Weg in Richtung des Farmers ein. Dieser hatte eine kleine Herde von Highlandrindern wie sie hier an fast jeder Ecke gehalten wurden und Angus war neben Pferden auch ein großer Rinderfan.

      Auf dem Hof konnten wir eine kleine Pause einlegen, denn von hier bekamen wir auch seit kurzem unser Mineralfutter für Corvus und natürlich frische Milch. Der ältere Bauer freute sich immer über unsere Besuche, die Tatsache das wir mit den Pferden kamen, immer wieder erhielt Cheveyo ein kleines Leckerli. Schon immer vor dem Hof wurde er deutlich schneller und schien sich zu freuen.

      Auch heute hatte der Herr einen Apfel übrig, während Lia mit Angus zu den kleinen Rindern ging. „Wir wollen wieder ein paar Flaschen der Milch mitnehmen, Futter reicht uns erst einmal noch.“

      Nachdem ich die Flaschen erhalten hatte packte ich sie in die Kutsche, leistete danach Lia und ihrem Bruder Gesellschaft. Angus hatte ein paar Tränen in den Augen „Sie verkaufen die jungen Rinder aus dem letzten Jahr, Angus hat Angst um seine Wookie“

      Wookie war ein neugieriges Jungrind, das sich besonders gern zwischen den bereits großen Hörnern streichen ließ. „Wookie wird schon ein tolles zu Hause finden.“ tröstete ich den Knirps, nahm ihn auf den Arm und wir machten uns auf den Heimweg.

      Am Abend brachte Cayden ihn ins Bett und bekam den Verkauf von Wookie unter die Nase gerieben, welchen Ausmaß dies noch nehmen würde ahnte ich zu diesem Moment nicht.

      Eddi
      Trainingsbericht - September 2015
      Dressur E auf A © Ravenna

      Der Abend war wundervoll gewesen, wir hatten uns ein kleines Picknick im Stall schmecken lassen, da sich Angus geweigert hatte von Bucks Seite zu gehen, nachdem sich unser Wallach eine Wunde am Bein geleistet hatte. Mit dicken Decken war es auzuhalten gewesen, anschließend hatten wir einander Geschichten erzählt – im Grunde nur leicht geänderte Versionen der Edda. Nachts im Bett an Cayden gekuschelt schon halb im Schlaf „Meinst du das sind die richtigen Geschichten für einen dreijährigen Jungen?“ nuschelte ich leise. Erst herrschte Stille, deswegen dachte ich mein Mann sei bereits eingeschlafen da hörte ich ein kleines Seufzen. „Bisher scheint er die Legenden um Thor und Loki zu mögen. Gestern hat er Zayir angefangen mit Führstricken an die Box zu binden und ihn den gefärhlichen Fenriswolf zu nennen. Solange er nicht von Riesen unter seinem Bett träumt oder der Totenwelt, wieso sollte das nicht sein?“ Lange ließ ich mir die Worte nicht durch den Kopf gehen, da der Schlaf mich übermannte.

      Nach dem Aufstehen machte ich eine Runde Porridge für Lia und Angus bevor ich sie anschließend nach Craighnure in Kindergarten und Schule brachte. Es war erst Angus zweiter Tag im Kindergarten, vom ersten war er nicht gerade begeistert gewesen. Er hatte schließlich Bucks und Zayir nicht dabei, für ihn war der Hof sein Paradies und der Kindergarten nur ein kleiner Abklatsch. Mit einem Freund würde sich das sicherlich noch legen. Nun zwei Stunden später rollte mein Auto auf den Parkplatz, stockiger Nebel hing über dem Hof.Jetzt würde ich mich um Cheveyo kümmern können um die letzten paar Übungen der A Dressur mit ihm noch einmal abzufragen. Cheveyo hatte eine solide Grundausbildung genossen, wurde von seiner Besitzerin Eddi schon vorher auf Turnieren vorgestellt und sogar einige Erfolge vorzuweisen gehabt. Durch seine Lernwilligkeit, machte er das Training wunderbar einfach.
      Ich holte den Hengst von der Koppel, putze ihn , schwang ich mich anschließend in den Sattel. Sein Schritt kennzeichnete sich durch lange Schritte, aber auf der ersten Runde auf der Bahn versuchte er gleich zum Tor des Platzes zu laufen – energisch behielt ich ihn auf dem Hufschlag, nach dem dritten Mal gab er es auf…soweit so gut. Die letzten Wochen hatte er eher vor der Kutsche verbracht und testete ein bisschen herum was er machen musste und was nicht. Für den Stufenwechsel benötigten wir einige wenige Sachen, die der Hengst bereits ansatzweise konnte wie Beispielsweise die verschiedenen Hufschlagfiguren sowie die Tempowechsel in den einzelnen Gangarten. Die Schwierigkeiten könnten beim einfachen Galoppwechsel anfangen und eventuell dem Rückwärtsrichten. Es lief genauso wie ich es mir gedacht hatte, verschiedene Tempowechsel, Ansätze zum Rückwärtsrichten.

      Dann im Verlauf der nächsten Tage wechselten Lia und ich uns mit dem Training ab – schließlich wollte ich wissen das er auch mit anderen Reitern klar kam. Da Cheveyo bereits den Außengalopp kannte, war das Training für den Galoppwechsel nicht sonderlich schwierig. Auf der diagonalen wechselten in den Galopp – bremsten ab für den Schritt um ihn zu stellen und gleich darauf wieder anzugaloppieren. Ich zählte insgesamt 6 Schritte…drei zu viel, doch diese Übung hatte er schon sehr gut hinbekommen. Er stellte sich bei mir etwas besser an als bei Lia, aber meiner Ziehtochter fehlte es einfach noch ein wenig an der nötigen Technik.
      Trotzdem machten wir sichtbare Fortschritte, weshalb ich mich doch traute unser erstes A Turnier in der Dressur mit Cheveyo zu melden.


      Eddi
      Trainingsbericht
      - November 2015
      Dressur A auf L © Ravenna

      Da Cheveyos Besitzerin zugesagt hatte das ich sein Training beenden sollte, führte mich mein Weg zu ihm. Oder vielleicht auch dem was nach drei Tagen Regen noch von dem Schecken übrig geblieben war.

      Geduldig entfernte ich die Dreckkruste aus dem Fell, nahm dabei das Schweißmesser zur Hilfe. Dabei störte mich der Geruch nach Kuh doch ziemlich,da ich hier im Rinderstall putzte. In diesen Augenblicken fragte ich mich ob ich nicht doch den Hof von Sarah hätte kaufen sollen. Trotzdem war die Arbeit schneller erledigt als erwartet,sodass ich mich schnell auf dem improvisierten Reitplatz wieder fand. Nach der langweiligen Führung am Morgen genoss ich es jetzt im Sattel des Hengstes zu sitzen. In den ersten Tagen hatte ich eher Bodenarbeit gemacht als alles andere,auch da die Zeit gefehlt hatte. Schließlich war Verena zu Besuch gewesen wir hatten Moon hierher transportiert und gestern war sie abgereist.

      Mit etwas Mühe stellte ich mir die Bügel am Sattel einm schwang mich anschließend hinein. Es war doch eine ganze Weile her, das ich in einem Dressursattel saß. Im Schritt begann ich den Hengst und natürlich auch mich selbst warm zu machen. Mit Stangen aus dem Baumarkt hatte ich mir auch schon Cavalettis gebastelt, über die Cheveyo nun auf dem Zirkel gehen sollte. Nach jeder Cavalettistange vollbrachten wir eine kleine Volte ehe es über die nächste und steigerte dies dann auch im Trab immer weiter. Langsam holte ich den Hengst näher in die Anlehnung spürte wie er lockerer wurde und sich besser biegen ließ.

      Nun konnte ich auch testen in welchen Lektionen Sarah den Hengst breits ausgebildet hatte,wobei mir die Besitzerin Eddi doch eine Menge verraten konnte. Die versammelten Gangarten beherrschte der Hengst bereits im Schlaf, auch die Hinterhandwendung klappte reibungslos. In der Kurzkehrt haperte es noch ziemlich da es an der Versammlung fehlte,aber daran ließ sich arbeiten. Nach diesem ersten Training hatte ich gesichtet was noch geändert werden konnte in den nächsten Tagen,denn ich hatte frei bekommen. Die Kurzkehrt besaß bereits gute Ansätze,musste nur etwas aufgepeppt werden.

      Mit dem folgenden Training bekam ich bei ihm mehr Sicherheit was auch die Zusammenarbeit mit Cheveyo um einiges erhöhte. Insgesamt war der Hengst unkompliziert, was mich freute da ich doch einige Schwierigkeiten mit Zues gehabt hatte. Trotzdem hatte icb tatsächlich zwei neue Aufträge erhalten, die mich persönlich sehr freuten. Die Kurzkehrt funktionierte immer besser, weshalb ich den Hengst jetzt einfach für eine Körung eingetragen hatte. Bei dem Gedanken rutschte mir allerdings doch das Herz in die Hose.

      Mit dem Hengst am Zügel bewegte ich mich mit deutlich Muskelkater vom Platz, war eine ganze Weile her das ich kontinuierlich im Sattel gesessen hatte. Die Körung würde ich schon irgendwie überstehen können, allerdings gab es einen Grund wieso ich eher Trainingsjockey gewesen war damals.

      Eddi
      Hufschmiedbericht - Juli 2015
      © Bracelet

      Heute ging es wieder mal zu Sarah McAlistair, die mich gebeten hat mir 3 ihrer Trainingspferde anzusehen. Leider hatte ich heute nicht so viel Zeit, also gingen wir sofort in den Stall, wo die 3 schon bereit standen.
      Als Erstes sahen wir uns Cheveyo an. Seine Hufe waren gut gepflegt, was man deutlich erkennen konnte. Sie wiesen kaum Risse oder wild gewuchertes Horn auf. Fehlstellungen gab es auch keine. Dennoch beschloss ich, ihn auszuschneiden. Dabei spielte er super mit und machte keine Umstände, weshalb wir auch rasch wieder fertig waren. Zur Belohnung bekam er noch einen leckeren Apfel, welchen er zufrieden aus meiner Hand nahm.
      Danach entließen wir ihn wieder in seine Box.

      Eddi
      Tierarztbericht - Juli 2015
      © Sevannie

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      Kaum war ich mit Sarah's Privatpferden fertig, rief sie mich gestern an ob ich denn nicht ihre Trainingspferde auch mal durchchecken und impfen könnte. Natürlich hatte ich dies bejaht, abgesehen davon wollte ich meinen kleinen Antaris mal wieder sehen. Naja so klein war er sicherlich nicht mehr, denn ich konnte mir gut vorstellen das er mittlerweile einiges an Muskeln aufgebaut hatte und Sarah ihn zu einen prächtigen Hengst hat werden lassen! So war ich nun schon mächtig gespannt auf meinen Liebling, natürlich auch auf die anderen Pferde. Mit meinem Koffer im Schlepptau sowie Tyler ebenfalls, machte ich mich auf den Weg zum Golf 4 Combi. Ja ein neues Dienstautochen war nun da, ebenfalls mit dem Logo auf der Seite, denn ich wollte ja nun endlich auch die Tierarztklinik etwas in Schuss bringen. Zudem konnte ich im Combi alles nötige im Kofferraum verstauen. Als ich dann im Auto saß musste ich nur noch auf Tyler warten, welches sich umgezogen hatte. Von der Reithose in die normale verwaschene Jeans. Das weiße Shirt mit den Pferdesabberflecken hatte er angelassen. Naja wie sollte man es ihm verübeln, bei Sarah's Pferde wurde er das letzte mal nur angesabbert! Nach einigen Stunden der Fahrt waren wir eigentlich schon ziemlich erledigt, aber Sarah hatte natürlich mitgedacht. Sie hatte mal wieder einen Kuchen gebacken und lud uns zu Kaffee und Kuchen ein. Natürlich sagten wir dazu nicht nein.


      Nach der Stärkung ging es dann aber ans Eingemachte. Wir liefen in den Stall, wo Sarah schon alle Trainingspferde untergebracht hatte. Als erstes näherten wir uns einem Scheckhengst. ,,Das ist Cheveyo, ein Lewitzerhengst und von Eddi.'', ich nickte, gut zu wissen wem die Pferde so waren. Nebendran stand auch schon mein Antaris. Ich zügelte mich jedoch um ihn nicht anzugaffen, sondern nachher erst wenn ich bei ihm war. ,,So dann wollen wir mal.'',murmelte ich und stellte mein Köfferchen neben die Boxentür und Sarah halfterte derweil den Hengst auf. Er brummelte und beäugte mich zuerst etwas skeptisch, ehe er mich anstupste. ,,Na du.'',murmelte ich und streichelte ihn, ehe ich dann auch schon mit dem Abtasten anfing. Zuerst der Bauch, dann der Rücken, die Beine ebenso genauso wie die Kruppe und der Rest der an dem Pferd dran war. Hier waren keine Auffälligkeiten zu sehen, so schaute ich mir seine Augen an. Diese tränten nicht und trüb schienen sie mir auch nicht. Sanft lobte ich kurz den Hengst der tadellos Tyler absabberte. Ein Schmunzeln verkniff ich mir nicht, aber den dummen Spruch den ich eigentlich auf Lager hatte. Also machte ich auch weiter, schaute Cheveyo ins Maul und blickte mir sein Zahnfleisch an, sowie die Zähne. Alles schien in bester Ordnung also ging ich zum Abhören über. Ich nahm mir mein Stethoskop und hörte seine Atemfrequenz sowie seinen Puls ab. Seine Atemfrequenz lag bei 16 Atemzügen pro Minute und sein Puls bei 40 Schlägen pro Minute. Diese Werte waren also auch im Normbereich. Erneut gab es ein Lob von mir, auch im allgemeinen wie toll dieser Hengst das alles machte. Man könnte fast meinen er wäre sediert so ruhig war er. Ich wischte kurz über das Stethoskop, ehe ich dann das Thermometer schnappte und die Körpertemperatur von dem Hengst maß. ,,37,8°C, wir können also bedenkenlos impfen.'',meinte ich und schmunzelte, Sarah tat es mir gleich. Nachdem ich auch das Thermometer wieder desinfizierte, zog ich die Spritze auf. Machte einen kleinen Impf-Cocktail. Ich schnappte mir einen feuchten und einen trockenen Tupfer, der feuchte war in Desinfektionsmittel eingetaucht. Mit diesem Tupfer desinfizierte ich die Stelle zuerst, ehe ich dann die Spritze injizierte. Hier zuckte der Hengst kurz, doch er besann sich eines besseren und blieb wieder ruhig stehen. Nachdem der 'Cocktail' gespritzt war, drückte ich für eine kurze Zeit den trockenen Tupfer auf die Stelle wo ich die Spritze injiziert hatte. Die Spritze und die beiden Tupfer kamen dann in den Müll. ,,So mein Großer, du darfst jetzt noch etwas Müsli mit Wurmkurpaste fressen und dann bist du auch schon durch mit allem.'',schmunzelte ich und streichelte ihn. Also bereiteten wir auch diese Mischung vor und Tyler passte auf, das der Hengst auch alles auffraß. Sarah und ich machte uns dann schon einmal zu Antaris. Ich halfterte ihn auf und band ihn an, ehe ich meinen Großen erst einmal knuddelte. ,,Na mein Großer.'',murmelte ich und streichelte ihn. ,,Dir scheint es hier ja prächtig zu gehen!'',meinte ich lächelnd und begutachtete ihn. Er war wirklich ein Prachthengst geworden und ich freute mich schon darauf wenn er wieder nach Hause kam, denn ohne ihn fehlte irgendwie etwas. ,,Liebchen, so leid es mir tut, ich muss dich heute aber leider etwas Ärgern..'',murmelte ich leise und begann dann den braunen Hengst abzutasten. Beim Abtasten fiel mir nichts weiteres auf, auch die Augen und das Maul waren in Ordnung. So begann ich dann ihn abzuhorchen. Seine Atemfrequenz lag bei 14 Atemzügen pro Minute und sein Puls bei 36 Schlägen pro Minute, somit war hier auch alles im grünen Bereich. Beim Messen der Körpertemperatur machte er einige Faxen, aber Tyler kam ja noch rechtzeitig um den Hengst ebenfalls festzuhalten. Cheveyo hatte somit auch alles schön brav weggeputzt. Nachdem ich endlich die Körpertemperatur von Antaris hatte blickte ich auf das Thermometer. ,,38,1°C'',murmelte ich und im nächsten Moment zog ich schon wieder eine Spritze auf. Schnell war diese injiziert denn das Impfen kannte der guten Mann schon, nur das Messen hatte ich nie so wirklich bei ihm hinbekommen. Nun denn. Nachdem die Impfungen drin waren, gab es für ihn ebenfalls ein gefundenes Fressen, denn er bekam ebenfalls die Paste mit Müsli vermischt. So wie ich Antaris kannte schlang er alles regelrecht hinunter. Somit konnte man sich wenigstens sicher sein das er auch alles fraß. Ich halfterte meinen Braunen ab und hängte das Halfter an die Boxentür, ehe ich diese schloss. Als nächstes kam eine Stute dran, sie war ebenfalls ein Lewitzer, genauso wie mein erster Patient. Und sie kam mir unheimlich bekannt vor! ,, Ist das Cata's Stute? Topas' Comtesse?'' - ,,Ja, genau!'',lächelte sie und ich nickte. ,,Wusste ich es doch sie schon einmal gesehen zu haben. Cata hatte mir ganz stolz total viele Bilder per Mail zukommen lassen!'',meinte ich schmunzelnd und blickte die hübsche Stute an. Ja damit hatte Cata wirklich einen guten Fang gemacht. Nachdem Sarah die Stute aufgehalftert und festgebunden hatte, begann ich sie abzutasten. Auch blickte ich ihr in die Augen und in ihr Maul, doch nirgends stellte ich etwas auffälliges fest. Ich maß die Körpertemperatur und hörte sie davor noch ab, auch hier waren die Werte im Normbereich und somit machte ich mich wieder ans Impfen. Wieder schnappte ich mir die zwei verschiedenen Tupfer, injizierte die Spritze und danach gab es die Wurmkurpaste mit Müsli zum Fressen. Auch diese Stute war somit schnell erledigt und Tyler mittlerweile wieder durchgesabbert, oder eher sein Shirt war es. Ich schmunzelte und blickte zu ihm. ,,Nur noch eine Stute, dann hast du es wieder geschafft.'',meinte ich schmunzelnd und er verdrehte die Augen. ,,Schön das du dich wieder drüber lustig machen kannst.'',murrte er und musste dann aber auch lächeln. ,,Ach Ty, du weißt doch wie das halt so bei meinen Patienten ist. Lieber so als wenn sie dich beißen würden, oder?'', meinte ich dann wieder und blickte die Stute an. ,,Sie ist von Occulta und nicht ganz so einfach, ich glaube nicht das sie dich ansabbern wird.'',erklärte uns Sarah und sie blickte zu Tyler. ,,Ist ja gut.'',murmelte er und schmunzelte dann, ehe Sarah die Stute aufhalfterte und festband. Auch Agente Noir streichelte ich erst und dann begann ich sie abzutasten. Hier ließ sie sich gut von Sarah ablenken auch beim Abhören war noch alles okay. Die Werte waren leicht überhöht aber sicherlich nur wegen der Aufregung, also nicht der Redewert. Ich begann dann die Körpertemperatur zu messen, doch die Stute wehrte sich dagegen. Sarah hielt sie vorne am Halfter und ich entfernte mich von der Hinterhand. Beim zweiten Versuch klappte dann auch alles und die Temperatur war im Normbereich. ,,So dann nur noch Impfen und die Wurmkur, dann hast du es geschafft.'',murmelte ich und bot ihr eine Möhre an, welche sie annahm. Sie fraß sie genüsslich während ich die Spritze vorbereitete. Tyler desinfizierte die Stelle, ich injizierte die Spritze und dann drückte Tyler wieder auf die Stelle mit dem trockenen Tupfer. Sanft lobte ich sie und gab zu dem Müsli noch ein zwei Möhren dazu, ehe Sarah sie dann abhalfterte als sie brav das Müsli und die Paste verschlungen hatte. ,,Gut.. Das war es dann erst mal wieder. Bis demnächst, aber pass mir gut auf meinen Liebling auf!'',meinte ich lächelnd und verabschiedete mich dann wieder von Sarah. Zusammen mit Tyler und meinem Köfferchen ging es wieder zum Wagen und ab nach Hause.


      Zasa Hufschmiedbericht Cheveyo, Flopp oder Hopp, Caplin , Nandalee , Nachtschwärmer

      Wir hatten uns verfahren. Mitten in der Pampa hatten Smetti und ich auch keinen Empfang. Ich schaute verzweifelt auf mein Arbeitshandy. Einem schwarzen Blackberry mit einer Miniaturtastatur mit der ich mich auch noch schwer tat. Ich versuchte zwanghaft Zasa zu erreichen und war echt froh als ich sie nach abermaligen Versuchen endlich am Telefon zu hören. Mit bedauern teilte ich ihr mit das es wohl noch etwas dauern würde.

      Nach gut 40 Minuten erreichten wir doch noch den Hof. Wir hatten es geschafft, betraten den Stall und sahen auch gleich die Junge frau und ihren Scheckhengst. Das musste Cheveyo sein. Eine wahnsinnige Ausstrahlung hatten alle ihre Pferde und am meisten hatte es mir der Shettyhengst „Flopp oder Hopp“ angetan. Ihn kannte ich sogar noch von Elena. Smetti machte sich schon mit Cheveyo bekannt und kürzte ihm ordentlich die Hufe. Er war die Ruhe selbst, die ganze Zeit döste er und ließ den Auszubildenden seine Arbeit machen bis ich dann einsprang und dem Lewitzer die Hufeisen anpasste und aufnagelte. Als er fertig war, kam der freche Shettyhengst dran und zeigte uns wie prächtig er war und wie er uns aufgrund seiner mangelnden Größe an der Nase herumführen konnte. Der Rappe machte es Smetti unerträglich schwer die Hufe zu kürzen und zu feilen, da er so klein war. „Das nächste Shetty machst du, Rachel“, hatte er mürrisch gesagt. Ich hatte nur beiläufig zugestimmt, weil ich das Prozedere mit den kleinen schon kannte. Er gab sich nicht so leicht zufrieden und hielt auch nichts vom Still halten, ganz im Gegensatz zu unserem ersten Kunden, der so schön brav gedöst hatte. Er trickste meinen Azubi lieber aus, bis ich dann zum Aufnageln meiner kleinsten Hufeisengröße drankam und ihn etwas härter anpackte als Smetti. Ein wenig besser funktionierte es dann schon als es bei Smetti der Fall war. Er war erstaunt, kraulte dem Hengst die weiße Stirn und genoss seine kurze Pause bis Zasa uns ihren neuen fischäugigen Friesen vorstellte und wir auch ihm die Hufe kürzten und die Hufeisen aufschlugen. Caplin war toll. Sehr schick sogar und auch sein Verhalten war sehr schön. Nur als er wie die anderen sein Leckerli bekam, begann er zu betteln und sein Babyface wurde ausgepackt. Die nächsten zwei Opfer waren die Schimmelstute Nandalee und der Haflinger Nachtschwärmer. Nandalee verhielt sich echt schwierig, ganz und gar nicht wie eine Stute. Eher ein Hengst auf Anabolika. Sie entsprach schon eher der Sparte Rebellin und zeigte uns dies bei unserer Arbeit auch sehr deutlich. Smetti hatte nur Mühe sich durchzusetzen und auch ich hatte so meine Probleme beim Aufnageln der Hufeisen. Nachtschwärmer hingegen war so das komplette Gegenteil von ihr und wir konnten unsere Arbeit in Ruhe und auch langsam von Statten gehen lassen. Ich war froh, dass ich abends gemütlich und an meinen Partner gekuschelt auf der Couch liegen würde. Nachtschwärmer machte ich im Alleingang – Hufe wurden gekürzt, geraspelt und gefeilt. Eine kleine Korrektur der Fehlstellung wurde vorgenommen und die Hufeisen angepasst und draufgenagelt. Endlich waren wir mit dem Großauftrag fertig geworden und konnten noch eine kurze Pause auf dem Hof machen ehe wir uns auf den Heimweg machten.
      by Sosox3
    • Flair
      Verjährte Pflege des Hengstes Cheveyo

      Eddi
      Pflegebericht - Oktober 2014

      Ich hatte das Projekt „Lewitzerzucht“ nun aktiver ins Auge gefasst und war seit längerem auf der Suche nach potenziellen Zuchtpferden. Auf einem kleinen Lewitzerhof schien ich auch fündig zu werden. Es war mehr ein Familienbetrieb und die Kleinzüchter waren wirklich sehr nett. Sie gaben sich sehr viel Mühe und jedes ihrer Pferde war individuell und etwas besonderes!
      Es hatte nicht lange gedauert und ich hatte schon von weiten zwei wunderschöne Hengste entdeckt! Ein bunter Fuchsschecke und ein großer Braunschecke. Anfangs war ich von beiden begeistert, doch der Fuchsschecke war mir mit seinen 2 Jahren dann doch zu jung. Umso toller fand ich jedoch den Braunschecken Cheveyo, welcher auf mich wie ein wahrgewordener Mädchentraum wirkte!
      Ihn zu reiten war einmalig und es stand schnell fest, dass ich ihn nehmen würde. Und als ich die ganzen tollen Pferde sah, wollte ich auch unbedingt noch eine Stute mit nach Hause nehmen, also ließ ich mir auch diese vorführen und vorreiten.
      „Das ist Bella. 10 Jahre alt, hatte schon ein Fohlen und ist wirklich eine Liebe!“, erklärten mir die Besitzer und die kleine Rappstute war auch wirklich süß, nur fiel sie leider so gar nicht in mein Wunschschema. Auch die darauffolgenden Stuten waren nicht das wahre. Als ich die Hoffnung schon fast aufgegeben hatte, durfte ich Sikari kennenlernen. „Sie ist allerdings schon 12 Jahre.“, warnten mich die Besitzer vor, doch ich fand die Stute von Anfang an perfekt.
      „Cheveyo und Sikari!“, rief ich glücklich und besiegelte den Kauf per Handschlag. Schon in ein paar Wochen würden zwei neue Schecken auf dem Gestüt einziehen dürfen und die Zucht voran treiben!

      Eddi
      Pflegebericht - März 2015

      „Leute? Das Teil habe ich nicht umsonst „Trainingsstall“ getauft“, seufzte ich und schaute Kat und Ethan genervt an. Ich gebe ja zu, ein richtiger Stall war unsere Ranch nicht, aber trotzdem sollten die Stuten und Hengste auf die Leistungsprüfungen vorbereitet werden! Und was ich am wenigsten leiden konnte, waren Menschen, die sich mit mir um die Bedeutung eines blöden Wortes stritten, anstatt einfach ihre Arbeit zu machen.
      Ich beendete diese Diskussion einfach, indem ich ihnen wortlos den Rücken zukehrte, ein Halfter schnappte und nach draußen verschwand. Der Tag hatte eindeutig zu wenig Stunden ich und ich wollte diese zumindest ein wenig nutzen. Als erste sollte Animby an der Reihe sein. Die junge Stute hatte ich in letzter Zeit arg vernachlässigt, dementsprechend wurde es wieder Zeit, mit ihr zu arbeiten. Doch erst einmal putzte und sattelte ich sie ausgiebig.
      Dann gingen wir in die Halle, wo ich sie aufwärmte und mich dann in den Sattel schwang. Wir trainierten die Grundlagen, übten bessere Gangwechsel, das Anhalten und Antraben. Animby lernte schnell und gab sich alle Mühe und wenn sie mich nicht verstand, gab sie mir das vorsichtig zu verstehen und so konnte ich es ihr noch einmal in Ruhe erklären. Zufrieden beendete ich dann die Stunde und versorgte Animby.
      Nun holte ich erst Sir Benny Miles und dann Deadly Ambition von der Weide, um beide im Stall anzubinden. Kat sollte Miles ordentlich putzen, ihm dann die Transportdecke und die Gamaschen anlegen. Das Gleiche tat ich auch mit Ambition, während Ethan für uns den Hänger vorbereitete und vor den Stall fuhr. Dann lud ich die beiden Vollblüter ein und wir machten uns auf die fast einstündige Fahrt zur nächstgelegenen Rennbahn.
      Dort luden wir beide Pferde aus, gönnten ihnen eine kurze Pause, ehe sie auch schon vorbereitet wurden. Ich hatte nur einen Jockey engagiert, denn die Stute würde ich selbst reiten. Vorsichtig legte ich Deadly Ambition den Trainingssattel auf und machte sie fertig. Danach half Ethan mir hinauf und ich ritt sie auf der Ovalbahn warm. Der Jockey, Joe, ritt des Öfteren Pferde für mich und verstand sich sofort mit Miles.
      Nachdem wir uns aufgewärmt hatten, ritten wir die Pferde nebeneinander im leichten Galopp und als wir den 800er Pfosten erreichten, ließen wir ihnen mehr Freiraum. Deadly Ambition hatte schon die ganze Zeit widerwillig das Tempo zurückgehalten und stob nun sofort los. Miles ließ sich das aber nicht zweimal sagen und jagte direkt hinterher. Meine Stute konnte sehr gut beschleunigen, aber ihr fehlte es noch an Ausdauer und Erfahrung, die Miles hingegen in Massen besaß.
      Dementsprechend endete das Rennen äußerst interessant Kopf an Kopf und wir verloren nur knapp. Beide Zeiten waren aber ideal und so machten wir uns zufrieden auf den Heimweg. Dort wurden die Vollblüter von Kat versorgt, während ich mir bereits The Unwritten Performance fertig machte und mit der Stute in die Halle ging. Ich wärmte sie ausgiebig auf und dann widmeten wir uns der Stangenarbeit, damit ich ihre Hinterhand besser aktivieren konnte. Außerdem sollte Unwritten mehr auf ihre Beine achten und diese besser koordinieren, denn manchmal stolperte die Stute tatsächlich über ihre eigenen Hufe.
      Danach waren die beiden neuen Lewitzer an der Reihe, welche eigentlich wirklich noch aufgebaut werden mussten, Dementsprechend longierte ich Sikari ausgiebig und nahm auch die Stangen hinzu um die Stute aufzulockern. Danach schwang ich mich noch in Cheveyos Sattel und wärmte ihn erst einmal ausgiebig für unsere Dressurarbeit auf. Mit diesem Schecken zu arbeiten war ein Traum und ich war überglücklich, dass er in meinem Stall stand und ich mit ihm arbeiten durfte.
      Das Gleiche galt für den Oldenburger Café au Lait. Der heute allerdings für Ethans Reitunterricht herhalten musste. Ethan konnte reiten, aber nicht besonders gut. Aber Café war das perfekte Pferd für ihn und die beiden lernten gemeinsam ziemlich schnell, so dass auch die heutige Stunde schon wesentlich besser aussah als die letzten, dafür dann aber Pferd und Reiter auch echt k.o. waren. Während Ethan seinen geliebten Warmblüter versorgte, holte ich Talya aus der Box.
      Ich liebte diese kleine Lewitzerstute abgöttisch und hätte mir kein besseres Fohlen aus Fiorina vorstellen können als sie. Talya war aufmerksam, liebenswürdig und lernte dermaßen schnell, dass ich mich jetzt schon auf die Zeit freute, wenn sie selber als Zuchtstute agieren würde. Heute stand für meine Hübsche aber nur ein lockeres Longentraining an, da wir die letzten beiden Tage unter dem Sattel gearbeitet hatten und sich ihre Muskeln natürlich nicht überarbeiten sollten. Dennoch machte Talya wie immer motiviert mit und hatte sich so ihren morgigen freien Tag schnell verdient.
      Stirnrunzelnd holte ich Ehawee von der Weide und putzte die Traberstute in aller Ruhe. Dann massierte ich sie ausgiebig und löste die eine oder andere Verspannung der Stute, ehe ich sie seufzend betrachtete. Ich fand Ehawee wundervoll, aber ich konnte mich noch nicht so ganz entscheiden, in welche Richtung ich die Stute nun fördern wollte. Dementsprechend sattelte ich sie heute und arbeitete nur die Grundlagen heraus, um zu schauen, was Ehawee alles konnte und wo es noch fehlte. Tatsächlich schien die Stute eine große Begabung für die Dressur zu haben und das würde ich weiterhin im Auge behalten.
      Dressur war ein tolles Stichwort für Touchdown! Der siebenjährige Hengst hasste die Dressur, denn sie bedeutete Arbeit. Er war jetzt schon ein wahres Talent darin, sich jeglichen Mühen zu entziehen und momentan arbeitete ich daran, dass so gut wie möglich zu vermeiden, auch wenn das leider gar nicht so leicht war, wie gehofft. Ganz im Gegensatz dazu stand Heart of Ocean. Dieser Reitponyhengst war jedem Reiter eine pure Freude. Auch heute zeigte er sich wieder von der besten Seite und arbeitete motiviert mit, so dass ich ihn nach einer Stunde zufrieden auf die Weide entließ.
      Als letztes stattete ich den neusten Pferden einen kurzen Besuch ab. Die Criollostute Chepi nahm ich auf einen kleinen Spaziergang mit, um ihr die Ranch zu zeigen und ihr ein wenig Abwechslung zu verschaffen, ansonsten hatte sie aber ein wenig Ruhezeit. Danach holte ich mir Strigoi und putzte die Stute ausgiebig, ließ sie kurz in der Halle toben und brachte sie dann wieder zurück. Die Welshstute sollte mich erst einmal kennenlernen dürfen, ehe sie irgendwas machen musste. Und gleiches galt auch für Hugo Boss, auch wenn es mich schon jetzt in den Fingern juckte, mit dem Reitponyhengst zu arbeiten und am liebsten hätte ich ihn schon auf einer Körung vorgestellt, aber mein Herz sagte mir, dass das einfach noch zu früh war und so wollte ich noch ein wenig abwarten, ehe dann wirklich für ihn die Zeit kommen würde.
      Die letzte die heute versorgte war Acacia. Ich hatte sie von Soso zurück gekauft und nun stand meine Schwere Warmblutstute wieder bei mir in den vier Wänden. Ich putzte sie ausgiebig und zeigte ihr während ein bisschen Bodenarbeit die neue Halle. Noch hatte Acacia sich noch nicht so wirklich eingelebt, aber es wurde langsam, natürlich wollte ich der Stute aber auch genügend Zeit lassen und so brachte ich sie danach wieder zurück in ihre Box. Alle Pferde bekamen noch ihr abendliches Futter, ehe auch ich müde in mein Haus verschwand, duschte und mich dann auf die Couch bequemte.

      Eddi
      Pflegebericht - März 2014
      Schnitzeljagd zu zweit

      Während meine kleine Isländerstute bereits wieder in ihrer wohlig warmen Box stand und sich von den Torturen ihres Reiterspiels erholte, musste Cheveyo nun als nächster daran glauben. „Mach uns keine Schande!“, flüsterte ich ihm lächelnd ins Ohr und führte ihn aus dem Stall. Draußen wartete bereits Elisas auf uns, die schon fertig auf Cardillacs Rücken saß. Ihr Hengst schaute sich angewidert um, zumindest hätte ich seinen Blick so interpretiert und auch meinen lieben Schecken musterte er eher herabwürdigend. „Habe noch nie ein Pferd mit so einer Mimik gesehen“, meinte ich zu Elisa und starrte Cardillac wütend an. Der drehte nur den Kopf weg und würdigte mich den Rest des Tages keines Blickes mehr. Aber das war Cheveyo und mir lieber, anstatt böse angestarrt zu werden. Gemeinsam machten wir uns auf den Weg, denn wir nahmen zusammen an der diesjährigen Schnitzeljagd teil. Drei von uns vieren schienen sich auch ernsthaft darauf zu freuen, der vierte hingegen schaute ziemlich genervt aus der Wäsche. „Ignoriere meine königliche Majestät, er ist heute nicht gut drauf“, säuselte Elisa und umarmte ihren geliebten Perlino, der sich dadurch gleich noch arroganter aufführte. „Du findest nicht, dass du ihn ein bisschen zu sehr verhätschelst, oder?“, fragte ich mit hochgezogener Augenbraue, aber Elisa schüttelte nur glücklich den Kopf. Cheveyo und ich wollten uns nicht länger mit solchen Dämlichkeiten aufhalten, weshalb wir uns schon einmal auf den Weg zum Start machten. Dort erhielten wir eine Karte, einen Block mit Stift und noch einmal viele liebe Worte. „Als ob wir auf eine Jahrhundertreise gehen“, flüsterte ich Elisa grinsend zu und gemeinsam trabten wir an, um möglichst schnell zur ersten Station zu gelangen: dem Wald.
      „Öh…“, etwas ratlos standen wir vor einem Kasten, der an einen Baum genagelt war, allerdings nicht mit normalen Mitteln aufging. Cardillac scharrte bereits ungeduldig mit den Hufen, weil ihm langweilig wurde. „Ruhe, Königsgau- pferd. Wenn du ‘ne Idee hast, kannst du sie uns gerne sagen!“, knurrte ich ihn an und dabei schüttelte Cardillac nur den Kopf und starrte nach oben. „Nei…“, wollte ich ihn schon ermahnen, allerdings wusste der kleine Kerl es mal wieder besser. Im Gegensatz zu Elisa und mir hatte er das dicke Seil entdeckt, welches von unserem Briefkasten hinüber zu einem weiter entfernten Baum verlief. Schweigend und ohne Cardillac eines Blickes zu würdigen, ritt ich hinüber und zog am Seil. Binnen Sekunden öffnete sich der Briefkasten und Elisa hielt die erste Frage in der Hand. „Wo befindet sich bei dem Pferd das Knie?“, las Elisa laut vor und ich starrte Cardillac herausfordernd an. „Sag bloß, dass weißt du nicht?“, murmelte ich mehr zu mir, so dass Elisa es gar nicht hörte. „An den Hinterbeinen“, sagte ich knapp zu Elisa und sie kritzelte das fleißig auf. Dann machten wir uns auch schon auf den Weg zur nächsten Station.
      Die bestand eigentlich nur aus einem kleinen Bach, aber Cardillac weigerte sich direkt von Anfang an, dem Bach auch nur zu nahe zu kommen, so dass wir die Pferde etwas weiter weg an einem Baum anbanden, während Elisa und ich uns an die Arbeit machten, um das Floß zu uns zu ziehen und endlich die zweite Frage zu erhaschen. „Wieder so eine Besserwisserfrage“, stöhnte ich genervt und reichte Elisa den Zettel. Ich hätte wahrscheinlich bei Cheveyo nachzählen müssen, um zu wissen, wie viele Zähne ein Hengst hatte, Elisa kannte die Antwort auch so: 40. Die Station war also auch erledigt und so konnten wir direkt weiter. Auch wenn Cardillac gefühlte Ewigkeiten brauchte, um durch das Bächlein zu staksen und ja nicht nass zu werden.
      Die dritte hatte es dann aber echt in sich. Es war ein Labyrinth in einem Gerstenfeld und natürlich waren Cheveyo und ich diejenigen, die sich dadurch kämpfen durften, während Elisa mit ihrem edlen Cardillac davor stehen blieb. „Danke!“, rief ich sarkastisch und wir machten uns auf den Weg. Ich glaube Elisa leitete uns mindestens fünfmal in eine Sackgasse und dreimal davon war Cardillac schuld, weil er eiskalt davon lief und Elisa sich nicht konzentrieren konnte. Irgendwann hatten wir die Frage und den Ausweg fand ich dann dank Cheveyo und seinem guten Orientierungssinn, denn sonst wären wir noch Ewigkeiten darin gefangen gewesen. Die dritte Frage war einfach und schnell beantwortet und so hatten wir die Schnitzeljagd auch bald hinter uns. Zum Glück!
      Die letzte Station gefiel Cardillac ja gar nicht, denn der Abstand von zwei Metern zwischen ihm und Cheveyo war ihm definitiv zu klein, aber da musste er durch und da er ja auch gerne gewinnen wollte, musste er sich mit unserer Nähe anfreunden. Cheveyo ignorierte den Hengst neben sich inzwischen gekonnt und ich tat es ihm seufzend gleich, alles andere war reine Energieverschwendung. Mit Leichtigkeit überwanden die Hengste den Parcours und auch Elisa und ich machten keine schlechte Figur. So hatten wir die letzte Station geschafft und auch schnell die letzte Frage geantwortet. Im gestreckten Galopp beendeten wir die Schnitzeljagd mit dem Überqueren der Ziellinie. Dort wartete auf unsere beiden Hengste jeweils ein eigener Paddock mit Wasser und Heu und auch wir Reiter konnten uns eine Pause gönnen und bekamen etwas zu Essen und zu Trinken. Abgesehen von allerhand Dingen war uns die Schnitzeljagd doch ganz gut gelungen!

      Eddi
      Pflegebericht - Mai 2015

      Es war bereits 14 Uhr und die gesamte Stallarbeit war geschafft, also wurde es mal wieder Zeit für eine kleine Entspannung. Kat und Ethan schienen sich genauso danach zu sehnen wie ich, also machte ich mich auf den Weg zur Hengstweide, von welcher ich fix Piccolo, Cheveyo und Vertigo holte. Die drei Scheckhengste trotteten entspannt hinter mir her. Seitdem die Sommersaison eröffnet war, waren alle drei wieder etwas runter geworden, aber es hielt sich zum Glück noch in Grenzen, die Frage war, wie lange noch.

      Im Stall warteten schon meine beiden anderen Mitreiter auf ihre Pferde. Während ich Kat den Strick von Vertigo reichte und Ethan Cheveyo bekam, behielt ich den kleinen Chaoten Piccolo bei mir. Die anderen beiden waren noch nicht so lange dabei, als dass ich ihnen meinen kleinen Wildfang antun wollte und das war, auch wenn er körperlich vielleicht nicht der Größte war.

      Wir putzten die drei ordentlich und dann bekamen sie die Sidepulls und Fellsättel drauf. Der Grund unserer Öko-Ausrüstung war unser Ausreitziel: Der See. Bei der Hitze die momentan herrschte, und da hatten wir erst Mai!, hatte niemand großartig Lust noch viel zu arbeiten und so wollten wir uns lieber allesamt eine Abkühlung gönnen.

      Barfuß und mit kurzen Hosen schwangen wir uns in die Sättel und machten uns auf den Weg. Cheveyo schritt direkt voran wie man es von dem selbstbewussten Kerl gewöhnt war. Vertigo war die Ruhe selbst und so entspannte sich auch bald Kat auf seinem Rücken. Nur Piccolo musste erst einmal ein wenig Theater machen. Ein Ausritt mit zwei anderen Hengsten war schon aufregend!

      Dafür war er dann der letzte, der sich endlich in das kühle Nass traute! Während die anderen beiden schon fröhlich drin herum plantschten und Ethan sogar schon ein Ründchen mit seinem Schecken geschwommen war, weigerte sich Piccolo partout, auch nur einen Schritt ins Wasser zu machen, bis es ihm doch zu doof wurde und wir auch endlich drin standen.

      Wir plantschten eine gute Stunde, ehe wir uns zum Trocknen ins Gras legten und die Pferde fressen durften. Vorbildlich wie sie waren blieben sie auch bei uns und so musste auf dem Heimweg auch niemand zu Fuß gehen, wenn, dann wäre das sowieso ich gewesen, immerhin war Piccolo der einzige hier, der kein Benehmen hatte.

      Eddi
      Pflegebericht - Juli 2015
      Ankunft auf Caed Crevan © Ravenna

      „Gut das ist also Cheveyo?“ fragte ich neugierig als Eddi mir den hübschen Lewitzerhengst von der Rampe führte. Innerlich musste ich lächeln, Aiden hätte dieser Hengst sehr gefallen – Cheveyo war ein Native Wort für „Geisterkrieger“ jetzt allerdings wusste ich nicht welcher Sprache es genau entsprach, tippte allerdings auf Algonkin. Neugierig sah sich der Hengst nach links und rechts um nahm alles um sich herum in Augenschein, wirkte jedoch matt.

      Was allerdings der stundenlangen Reise hier her zuzuschreiben war. „Ja das ist der Hengst, ich bin wahnsinnig froh, das du ihn hier trainieren kannst. Auch wenn es mir ein wenig schwer fällt ihn hier zu lassen, so viele Punkte hat er ja nicht gesammelt bisher.“

      Ich zuckte mit den Schultern, führte sie und den Hengst zum Offenstall. „Wir bekommen ihn schon auf Vordermann und bereit für eine Körung. Erstmal darf er sich eingewöhnen und dann in ein zwei Tagen wird Cheveyo das erste Training absolvieren können.“

      Wir entließen ihn dann zu den anderen, es gab einige Rangeleien, aber Darym schlichtete sie schnell. „Dann hol ich dir jetzt mal Bucks, oder?“

      Eddi
      Pflegebericht - Oktober 2015

      Ich saß tatsächlich mal wieder in einem Flugzeug und hatte dieses Mal sogar ganz angenehme Sitznachbarn erwischt, mit denen man sich ab und an unterhalten konnte. Wohin es dieses Mal ging? Nach Craighnure, zum jungen Ehepaar McAlistair. Grund dafür war einer meiner potenziellen Zuchthengste, bei welchem es sich um Cheveyo handelte, denn mein hübscher Schecke war circa vor vier Monaten umgezogen, da ich ihn in Sarah McAlistairs Obhut bezüglich seiner Hengstkörung gegeben hatte. Ich erhielt auch öfters Bilder und Berichte, wie er sich machte und ich muss sagen: Ich war stolz auf meinen Kerl und Sarah wirklich dankbar für die Mühen, die sie auf sich nahm.
      Cheveyo stand langsam vor seinem Durchbruch und dementsprechend würde es für meinen Hengst eventuell in ein bis zwei Monaten schon wieder nach Hause gehen. Dennoch wollte ich ihn gerne einmal besuchen und schauen, wie er sich denn so machte. Natürlich freute sich Sarah über Besuch und lud mich herzlich ein, zwei Tage bei ihnen zu wohnen. Der Weg war sogar verhältnismäßig angenehm, zumindest wenn man es sich leisten konnte, denn dann war es mit Flugzeug und Taxi kein Problem den kleinen Hof in Craighnure zu erreichen.
      Viel Gepäck hatte ich nicht mit, lange wollte ich auch nicht bleiben und so hatte der Taxifahrer auch nicht viel zu tun, als er mich an der Einfahrt des Hofes herausließ und wieder im Wald entschwand. Mit meiner kleinen Reisetasche über der Schulter wanderte ich den hübschen Weg entlang und stand ziemlich schnell inmitten des Hofes. Nur zu sehen war keiner, obwohl, das war vielleicht gelogen.
      Ein Stück hinter dem großen Haupthaus sah ich…Hörner? Die schienen zu einem sehr flauschigen Rind zu gehören und an diesem doch recht großen Tier hing ein kleiner Junge, der vielleicht gerade einmal um die drei bis vier Jahre war.
      Ich näherte mich dem irrwitzigen Bild etwas und wurde auch direkt entdeckt. Der kleine Junge ließ von seinem scheinbaren Freund ab und kam auf mich zugestiefelt. „Wer bist du?“, war das erste, was ich zu hören bekam und ich musste erst einmal lachen, ehe ich mich vorstellte und dann die Frage zurückgab - direkt mit einem „Du weißt nicht zufällig wo der Rest von euch ist?“ hinterher.
      Angus, so hieß er, schien das aber ziemlich genau zu wissen, nahm mich bei der Hand und führte mich gefühlt kreuz und quer über den Hof, bis ich dann tatsächlich vor Sarah und Cayden stand. „Na hallo!“, meinte Sarah lachend und bedankte sich bei Angus dafür, dass er mich heile hierhergeführt hatte. Dann widmete Sarah sich direkt mir und zeigte mir das Gästezimmer, wo ich meine Sachen ausbreiten konnte. Ich würde nur heute Nachmittag bleiben, übernachten und morgen früh schon wieder entschwinden, denn ich wollte der kleinen Familie nicht zu lange auf den Nerv gehen.
      Dementsprechend war aber auch direkt heute der Besuch bei Cheveyo fällig und zu dem brachte Sarah mich dann auch direkt. Mein Scheckhengst entdeckte ich im Offenstall natürlich direkt. Er stand zufrieden am Heunetz und mümmelte vor sich hin. „Er ist echt angenehm, weil er sich mit allen und allem versteht“, erklärte Sarah lachend und erzählte mir dann einiges von seinem Training.
      Besonders interessant fand ich, dass der Hübsche Fahren trainiert wurde und das auch durchaus sehr gut machte, deshalb lud Sarah mich auch auf eine kleine Kutschfahrt samt Hengst ein. Dabei durfte ich auch Lia kennenlernen, Adoptivtochter und 14-jährige Schwester von Angus, welche auch ab und an mit bei den Trainingspferden half. Deshalb kannte sie auch Cheveyo schon gut und machte ihn für die Kutschfahrt fertig.
      Wir hatten heute großes Glück mit dem Wetter, es war zwar nicht sonnig und warm, aber es war trocken und ab und an sah man sogar den ein oder anderen Sonnenstrahl. Mit auf die Kutschfahrt kam Angus, damit der Rest sich um die Pferde kümmern konnte, ohne immer ein Auge auf den Dreijährigen haben zu müssen.
      Während der Fahrt erfuhr ich auch mehr über Wookie. Das erste, was ich auf dem Hof entdeckt hatte. Wookie war ein Highlandrind und das Ein und Alles für Angus, dementsprechend begeistert erzählte er auch von seinem geliebten Tier. Sarah musste nur die ganze Zeit grinsen, während sie ihrem Sohn zuhörte. „Am Ende wird er noch Wookie reiten wollen statt die Pferde“, meinte ich lachend und Sarah schaute mich entsetzt an: „Oh Gott, bring ihn ja nicht auf solche Ideen!“, lachte sie warnend.
      Alles in allem war es eine herrliche Kutschfahrt und Cheveyo benahm sich wirklich mehr als vorbildlich, da verliebte man sich direkt wieder neu in das eigene Pferd. Obwohl wir sogar recht lange unterwegs gewesen waren, war er kaum verschwitzt und so war er auch schnell versorgt, als wir zum Hof zurückkehrten. Dort half ich am Abend noch mit im Stall, wenn ich hier schon kostenlos übernachten durfte, konnte ich auch mit Hand anlegen. Danach gab es Abendbrot und dann ging es für mich auch schon früh ins Bett, denn Morgen um sieben Uhr würde bereits das Taxi auf mich warten.

      Eddi
      Pflegebericht - November 2015
      © Lanie

      Mein Atem zeigte sich in kleinen weißen Wölkchen, als meine gefrorenen Finger versuchten, das Schlüsselloch des alten VW Polos zu finden. Die Sonne kroch gerade erst über die Hügel, die ersten Strahlen kratzten gerade mal am Frost auf den Dächern. Sie war also alles andere als ein freundlicher Helfer.
      Die kalte Schnauze, die sich immer wieder zwischen meine Finger und der Autotür schob, tat ihr Übriges. Erst versuchte ich, den Borzoi mit dem Bein wegzuschieben, doch Misha wäre nicht Misha wenn ihn das interessieren würde, nein; vor wenigen Monaten noch wäre er jetzt an mir hochgesprungen, bis ich am Boden lag. Das Training tat ihm gut, doch ab und zu kam der Jagdhund aus ihm heraus. Mit einem scharfen „Sitz!“ konnte ich ihn dann letztendlich beruhigen und endlich, endlich das Auto verschließen.
      Mist, jetzt war ich hundertpro zu spät. Die Tasche, die ich vor wenigen Minuten achtlos neben den Reifen geschmissen hatte, schulterte ich schnell auf und schnappte mir Mishas Leine. Mit seinen langen Beinen trottete er gemütlich neben mir her und blieb sogar beifuß, als ich auf die Koppeln zuging.
      Nur vier Pferde fand ich dort, jedes in einem eigens abgesteckten Viereck. Von einem Mann namens Svejn Álfarsson, mit dem ich gestern noch telefoniert hatte, war keine Spur. Mishas Leine fest umklammert trat ich dann weiter an einen Zaun heran und sah mir das Pony auf der Koppel genauer an. Es streckte mir seinen Kopf entgegen und schnupperte neugierig an meinen immer noch eiskalten Fingern. „Na, ausgeschlafen?“ flüsterte ich ihm zu, als ich über die weichen Nüstern kraulte.
      „Ich sehe, du hast Cheveyo schon kennen gelernt.“
      Wie aus dem Nichts tauchte die Stimme hinter mir auf und wie vom Blitz getroffen zuckte ich zusammen. Selbst Misha, der sich gerade erst hingelegt hatte und aus dieser Position schwer aufzuschrecken war, hüpfte sofort wieder auf alle Viere. Als ich mich umdrehte, stand vor mir ein Mann, der ungefähr meine Größe hatte, mit schwarzen Haaren, in denen Heu steckte. Die Stimme kam mir jedoch bekannt vor, also strich ihr mir schnell eine Strähne aus dem Gesicht und streckte ihm meine Hand entgegen.
      „Faye O’Donnell, ich glaube, wir haben telefoniert?“
      Sein Gesicht verzog sich zu einem breiten Grinsen. „Ja, das haben wir. Svejn Álfarsson.“ Dann nahm er meine Hand und schüttelte sie fest. Mit einem Kopfnicken zeigte er in Richtung Cheveyo. „Wie ich sehe, hast du schon Freundschaft geschlossen?“
      „Mehr oder weniger,“ gab ich lächelnd zu. Dann sah ich mit an, wie Misha sich vor mich drängelte und Svejns Hand beschnüffelte. Svejns Gesicht beim Anblick des Borzois war unbeschreiblich – eine Mischung aus „Oh, Hund!“ und „Was zur Hölle?“, die ich mittlerweile schon oft genug gesehen hatte. Gerade, als er den Mund aufmachen wollte, fiel ich ihm ins Wort. „Oh, und das ist Misha.“
      „Ist das -?“
      „Ein Borzoi,“ sagte ich. „Eine Art Windhund, der aussieht wie ein halbes Pferd. Dachte, der macht sich ganz gut auf einem Reiterhof.“ Daraufhin musste Svejn schmunzeln. Hinter uns schnaubte Cheveyo, was den Mann von meinem komisch aussehenden Hund ablenkte.
      „Genau, Cheveyo. Also, erstmal würde ich vorschlagen, du hilfst mir beim Füttern und Abäppeln, dann sehen wir weiter.“
      „Aye, Sir!“
      Nachdem die vier Ponys mit Heu versorgt waren, zeigte mir Svejn alles Mögliche in der Scheune; die Schubkarre, das Sattelzeug der Pferde, das Kraftfutter, dass Cheveyo später nach der Arbeit bekommen sollte. „Aber erst die Arbeit,“ wurde ich ermahnt, also schnappte ich mir die Schaufel und stapfte Svejn hinterher.
      Wie der brave Hund, der Misha war, lag er während des Abmistens brav im Gras und döste, während ich hart schuftete. Doch bei vier Pferden war das auch schnell geschehen, auch, wenn Svejn es mit Geschichten über die Pferde ausschmückte. So erfuhr ich einiges über den Scheckhengst Cheveyo und was mich später erwarten würde: nicht viel. „Er ist ein ziemliches Verlasspferd,“ wurde mir erklärt und, dass ich von ihm bestimmt noch einmal etwas lernen könnte.
      Als ich dann Svejns OK bekam, holte ich den Scheckhengst von der Weide. Mit sicheren Schritten folgte er mir über die matschige Wiese, ließ sich brav von mir putzen und für eine kleine Longiereinheit vorbereiten.
      Unter Svejns (und Mishas) wachsamen Auge führte ich Cheveyo erst eine Runde über den Reitplatz, der wohl einer eine Wiese war, und stellte mich dann auf der Mittellinie auf. Fast auf Anhieb verstand Cheveyo, was ich von ihm wollte, und streckte sich auf der Zirkellinie sofort ins vorwärts-abwärts. Diese Motivation hielt die nächste halbe Stunde an; im Trab als auch im Galopp zeigte der Hengst sich von seiner besten Seite, ließ sich mit Stimmkommandos versammeln und verstärken, sogar das Angaloppieren aus dem Schritt klappte nach einigem Probieren. Zur Belohnung bekam er einen Apfel von mir zum Kraftfutter dazu, so als kleine Einschleimtaktik.
      Mishas Leine fest umklammert folgte ich Svejn wieder zurück zur Koppel, auf der Cheveyo das tat was weiße Pferde allzu gerne taten, wenn es matschig war: er wälzte sich in der größten Dreckpfütze. „Das ist dann wohl dein Problem,“ scherzte ich und stieß Svejn in die Seite. Der zog ein Gesicht wie drei Tage Regenwetter. Und das war wahrer, als man denken könnte, denn es hatte in der letzten Woche täglich geregnet.
      Nach einem weiterem Händedruck und einem feuchten Nasenstupser von Misha machte ich mich zurück in Richtung Auto. Dass Misha total verdreckt war, merkte ich erst, als es sich der Rüde schon auf der Rückbank bequem gemacht hatte. Grummelnd steckte ich den Schlüssel in die Zündung und startete den Polo. Wenigstens hatte ich noch genug Zeit, die Sitze zu reinigen, wenn ich erst zuhause angekommen war.

      Eddi
      Pflegebericht - Dezember 2015
      Weihnachten!

      Pünktlich sieben Uhr morgens trällerte mein Wecker „Shake up the happiness, wake up the happiness…“ und versetzte mich zurück in das Gefühl der letzten Tage. Vor kurzem waren wir umgezogen und hatten es Anfang Dezember dann endlich geschafft, dass alle Pferde auf das neue Gestüt zogen und nun stand mir ein Neubeginn vor. Nochmal von vorne, aber es fühlte sich richtig und gut an.
      Seit Tagen verbrachten nun ich und die Pfleger vor allem auch Zeit damit, alles weihnachtlich zu schmücken, denn am 23. Dezember würden wir unsere Weihnachtsfeier haben und bis da waren es nun nur noch knapp vierundzwanzig Stunden, in denen allerhand geschafft werden musste. Die Pferde hatten zwischenzeitlich ein wenig Pause gehabt, denn ich hatte mich erst einmal ordnen müssen.
      Da das Gestüt aber über genügend Weiden verfügte, verbrachten sie ihre freie Zeit eben dort. Da der Winter momentan auch gar kein Winter war, konnten sie auch ungestört über die fast schon zu grünen Wiesen toben und ich musste ein wenig aufpassen, dass sie mir nichts zerstörten, aber so lange es trocken blieb, war alles gut. Tatsächlich war es dieses Jahr wirklich kein Winter. Stattdessen hatten wir täglich um die 15 Grad und Sonnenschein, es war eher wie Frühling.
      Dementsprechend fiel es alle Beteiligten schwer, sich wirklich in ein Winterfeeling zu versetzen, aber es blieb uns ja nichts anderes übrig, wenn in zwei Tagen Weihnachten sein würde. An sich hatte ich an dem Tag meinem ganzen Personal frei geben wollen, aber sie wollten zumindest bis Mittag noch ihren Dienst verrichten und mich bei der großen Anzahl an Pferden unterstützen. Dafür dankte ich ihnen sehr und am morgigen Abend würde jeder noch eine kleine Überraschung von mir erhalten.
      Doch nun musste ich mich erst einmal aus dem Bett schälen und mich allmählich fertig machen, denn die Pferde warteten schon auf ihr Frühstück und dann wollten sie auch schon hinaus auf die Weide. Bisher hatte ich nicht viel Personal, weshalb ich selbst noch kräftig mit anpackte. Jeder hatte eine bestimmte Aufgabe verteilt bekommen, weshalb sie Pferde schon gefüttert waren, als ich angezogen und gefrühstückt in den Stall trat. Stattdessen ging es nun auf die Weide. Immer mit zwei Pferden verließ ich den Stall und brachte sie auf ihre bestimmte Weide. Um dem Personal einen Leitfaden zu geben, hing zum einen im Stall ein großer Plan und zum anderen stand sowohl an den Boxen als auch an den Weiden, wer wo hingehörte. So konnte ich mir sicher sein, dass alle Pferde dorthin kamen, wo hin sie sollten.
      Die Fohlen waren heute wieder besonders aufgeregt, für sie konnte es nie schnell genug nach draußen gehen. Besonders Hidden Flyer und Exciting Force waren immer sehr stürmisch. Die beiden Vollblutfohlen waren noch nicht sonderlich lange in meinem Besitz, weshalb ich sie bisher nur schwer einschätzen konnte, aber ich gab mir Mühe und so langsam kam ich dahinter. Zumindest rissen sie sich inzwischen nicht mehr samt Halfter und Strick los, sondern warteten, bis ich diese entfernt hatten.
      Heute sollte ein normaler Alltag anstehen, trotz der Tatsache, dass der 22. Dezember war, hatten wir noch genügend Anmeldungen für unsere heutigen Reitstunden. Eine würde ich halten, die andere würde auf das Konto einer mobilen Reitlehrerin gehen. Doch vorher wollte ich das sonnige Wetter für einen Ausritt nutzen. Leider fand sich spontan kein Mitreiter, weshalb ich entschied, mich selbst auf Deep Silent Complete zu schwingen und Come Whatever May als Handpferd zu nehmen.
      Die beiden Warmblutstuten kannten sich schon lange und kamen sehr gut miteinander aus, es würde also ein ruhiger und entspannter Ausritt werden, so etwas hatte mir gefehlt! Danach konnte ich dann guten Gewissens in den Tag starten. Tatsächlich waren wir auch nur eineinhalb Stunden unterwegs und nachdem beide Stuten gut versorgt wieder auf der Weide standen, erwarteten mich schon die Reitstunden.
      Die erste Reitstunde hatte etwas eher begonnen, da die Reitlehrerin heute Nachmittag noch woanders hin musste. In ihr liefen nur Herbsttraum und Hugo Boss. Beide unter sehr erfahrenen und talentierten Nachwuchsreitern, welche eine wirklich gute Figur auf den Ponys machten und den Unterricht der Reitlehrerin befürwortete ich auch sehr. Meine Reitstunde würde für fünf Reiter sein, es war ausnahmsweise Abteilungsreiten, was ich ungern machte, aber es konnte auch Spaß machen.
      Ich muss ehrlich sein, die Lewitzer setzte ich an liebsten in den Reitstunden ein. Immerhin züchtete ich sie als talentierte Sportponys für Kinder und Jugendliche. Dementsprechend besaßen sie auch einen ruhigen und rücksichtsvollen Charakter, waren aber denn wirklich talentiert. Das war auch der Grund, weshalb ich für meine Reitstunde Donatella, Elliot, They call her Fiorina, Talya und Carachillo ausgesucht hatte. Schnell waren die Pferde verteilt und die Reiter damit beschäftigt, sie vorzubereiten, denn das musste man bei uns noch alleine machen. Sie hatten dafür gut eine halbe Stunde, je nachdem ob sie eher oder später kamen. Pünktlich um zwölf startete dann meine Reitstunde. Ich ließ sie die Pferde erst einmal aufwärmen und gab den ein oder anderen schon ein paar Tipps. Wir wechselten immer zwischen Abteilungsreiten und freiem Reiten, bei zweiteren nahm ich sie mir auch gerne mal einzeln auf dem Zirkel vor. Es lief wirklich gut, auch wenn ich das Gefühl hatte, danach schon heiser zu sein, aber was tat man nicht für die Jugend!
      Auch das Versorgen der Pferde beobachtete ich aufmerksam und war erst zufrieden, als es sowohl den Pferden als auch der Ausrüstung wirklich gut ging. Einer meiner Reiter schien gerade im Stress zu sein, denn ich fing ihm auf den Hof ab, wo er im fliegenden Wechsel von einem Pferd aufs andere sprang. Gerade kam er mit Scheherazade vom Distanztraining zurück und war nun schon auf halben Weg, um mit Cual Maniaca die nächste Runde anzutreten. Deshalb nahm ich ihm ein wenig Arbeit ab und führte meine braune Araberstute trocken, ehe ich sie noch abbürstete und dann auf die Weide brachte. Scheherazade barg sehr viel Potenzial, doch bisher hatte es sich noch nicht wirklich entfaltet. Leider.
      Da der morgige Tag gefüllt sein würde mit dem Programm unseres Weihnachtsfestes, hatte ich spontan eine Longenstunde doch noch auf heute geschoben. Das Pferd dafür war Kürbis, sie war ideal für die kleine Sechsjährige, welche uns hoffentlich öfters besuchen würde. Gemeinsam machten wir das Pferd fertig. Das Mädchen war sehr wissbegierig und scheute sich auch nicht, direkt nachzufragen. Heute machten wir an der Longe nur leichte Übungen, um ihre Balance und Konzentration zu stärken. Abschließend durfte sie noch ein paar Runden traben, ehe ich sie noch eine Runde um den Hof führte und dann war auch schon Schluss. Ohne Protest ging das zwar auch nicht, aber kommende Woche würde sie ja schon wieder da sein.
      Das Reitschulgeschäft konnte ganz lukrativ sein und ohne würde ich kurz über lang nicht auskommen, wiederum war mir aber das Wohl meiner Pferde wichtig und so basierte mein Prinzip darauf, dass auf jede Reitstunde mindestens zwei Korrekturstunden kamen und ein Pferd nie wirklich öfters als ein bis zweimal in der Woche lief. So dringend nötig hatten wir das Geld dann auch wieder nicht.
      Für den heutigen Nachmittag stand aber noch allerhand an. Ich wollte zumindest auch ein wenig mit helfen und es gab das ein oder andere Pferd, was wirklich nur ich ritt. Das war aus Prinzip Pajero. Den Schecken hatte ich schon, seitdem er ein Fohlen war, weshalb wir eine enge Bindung zueinander hatten. Für heute hatte ich mal wieder ein wenig Geländetraining eingeplant, das liebte er ja abgöttisch und besonders talentiert war er auch.
      Nach Pajero wartete schon mein zweiter Liebling: Thorondor. Jahrelang war ich seine Reitbeteiligung gewesen, dann war er in meinen Besitz gewandert und nun stand der wunderschöne Rappe bei mir im Stall und ging meinem Personal auf den Keks, denn er hatte einen sehr speziellen Charakter. Doch die Freiarbeit machte mit ihm tierisch Spaß und jeder bewunderte den Ausdruck und die Motivation des Pferdes, während wir über den Reitplatz tobten, es war wie immer sehr erleichternd.
      Für den heutigen Tag stand noch ein Springtraining mit Classic Gold an und eine Kutschfahrt mit Little Chocolate Chip. Danach telefonierte ich noch mit Occulta, welche momentan Naimibia als Leihstute für ein Fohlen besaß, schon bald würde meine hübsche Stute zurückkehren, da Occulta gerade dabei war, das Fohlen abzusetzen. Es war ein Traum von Reitpony geworden und wurde schon jetzt (zurecht) bewundert.

      Am kommenden Tag stand die Weihnachtsfeier an. Da diese pünktlich 13 Uhr beginnen sollte hieß es, den restlichen Kram schon vorher fertig zu machen und das war allerhand. Zum einen ritt ich vorher noch Allelujah, denn der hatte sich inzwischen seinen Ruf bei meinen Reitern gemacht und wurde tunlichst gemieden, weshalb ich die einzige war, die ihn vor allem gerne ritt. Danach longierte ich noch meinen Zwerg Hoppla, damit der kleine Kerl über den Winter weg nicht zu kräftig wurde und als letztes ließ ich noch einmal allen Stress von mir abfallen, während ich mit Albertino eine gemütliche Runde ins Gelände ging.
      Und dann ging schon unser Programm los! Beginnen tat das Ganze mit einem Führzügelwettbewerb. Endlich hatten wir eine Beschäftigung für unsere Zwerge gefunden. Werina und Mondscheinsonate liefen auch öfters als Gespann vor der Kutsche, aber Window blieb da immer ein wenig alleine im Nichtstun. Führzügelwettbewerbe und das Training mit den Zwergen machte ihm hingegen riesigen Spaß und unsere kleine Flauschkugel nahm tatsächlich ein wenig ab!
      Occani und Heartbreaker brauchten ein wenig mehr Beschäftigung. Zwar waren beide super kinderlieb und sehr geduldig, aber man sah ihnen doch an, dass es ihnen wesentlich mehr Spaß machte, gefordert zu werden. Sei es nun in der Dressur, im Springen oder im Gelände. Die beiden Welshs waren einfach für alles zu haben.
      Aus diesem Grunde hatten wir angeboten, die ein oder anderen kleinen Reiterinnen darauf vorzubereiten und alle waren wie verrückt gewesen. Es gab natürlich Schleifchen zu gewinnen und für jeden einen Nikolausstiefel mit Leckereien, so dass niemand leer ausging. Das Publikum hatte auch sichtlich Spaß! Danach sollten die Großen zeigen, was sie konnten, denn nun kam eine Hengstquadrille!
      „Bei der Auswahl der Pferde für die Hengstquadrille hatte ich lange mit mir gehapert, denn diese Pferde repräsentierten das Gestüt und sollten auch potenzielle Züchter anlocken. Also hatte ich versucht, so viel wie möglich mit einzubringen: Pawaneeh als Vertreter unserer Vollblüter, Cover the Sun lief als Sportpferd mit, Aristo zeigte die barocke Seite des Gestüts und zu guter hatte ich mich noch für Dissident Aggressor entschieden.
      Ich hatte alles dabei haben wollen und es war mir gelungen! Ich selbst saß auf Dissident Aggressor und jedes Pferd zeigte eine besondere Lektion, so dass Dissi und ich einen Spin zeigten, Aristo die Piaffe, Cover the Sun eine Pirouette und Pawaneeh überzeugte mit seinen Seitengängen. Der Applaus sprach auf jeden Fall für sich!
      Da ich wusste, wie beliebt es bei kleinen Kindern war, boten wir eine Art Ponyreiten an. Es waren immer größere Spaziergänge in das umliegende Gelände, circa eine Viertelstunde, bei welcher die Kinder geführt wurden. Dafür hatte ich Milka Luflee, Hyreygur, Varulv und Cheveyo ausgewählt, allesamt waren Hingucker aber totenbrav und das war das Wichtigste.
      Die Weihnachtsfeier war toll und alle hatten viel Spaß. Gegen 18 Uhr verließen allmählich alle das Gestüt und mit meinen engsten Leuten machte ich noch einen nächtlichen Ausritt bei Vollmond. Gut, nächtlich war übertrieben, aber 19 Uhr war es eben schon stockduster. Wir waren zu viert unterwegs und ritten unsere ruhigen Westernstuten: Kisshimbye, Like Honey and Milk, Ice Coffee und Apache’s Tomahawk. Schöner konnte man es nicht haben. Der Abend endete mit einer Weihnachtsfeier mit einem reichen Büffet und einer Dankesrede samt Geschenken für alle. Dann rückte auch der 24. Schon näher und ich würde allerhand zu tun haben.

      Wirklich viel Zeit hatte ich nicht, ich wollte alles schaffen, aber auch pünktlich 18 Uhr zu Hause sein, das hieß, dass spätestens halb fünf alles geschafft sein musste. Aus diesem Grund stand ich heute wesentlich eher auf, um nach der Fütterung direkt Khiara El Assuad, Golden Ebano und CH’S Sun is Shining in die Führmaschine zu packen.
      Während die drei beschäftigt waren, longierte ich meinen Junghengst Altyn, welcher sich momentan mehr als gut machte und mit dem ich wirklich zufrieden war. Dann widmete ich meine Aufmerksamkeit meinem Neuzugang Cola, welcher immer noch ein wenig in sich gekehrt war, was ich versuchte, mit Bodenarbeit aufzulockern. Wir machten Fortschritte, allerdings eben nur kleine. Da ich heute noch meinen Pferden etwas Gutes tun wollte, ritt ich noch Feuervogel und Morning Sun. Ich wusste, dass die beiden Reitponys sonst vor Langeweile vergingen.
      Da ich noch ein wenig Hilfe von meinem Personal am Morgen hatte, waren auch Lila Wolken, Possy Pleasure Mainstream und Sika bereits bewegt. Für Autumn Leave in the Sky und Dr. Insektor hatte sich auch noch jemand gefunden und so hatte ich doch schon fast meine Liste geschafft. Es war bereits früher Nachmittag, als ich noch zu einem Ausritt mit Flintstone und Schneeleopard aufbrach.
      Danach machte ich alles für den Abend bereit, denn die Pferde bekamen jeweils eine Extraportion Möhren, weil Weihnachten war. Dann ging ich zu meiner Kontrollrunde in den Fohlenstall. Amadahy, Frozen Bubble, Korah, Nabiri, Panta Rhei und Roswell vertraten stolz meine Lewitzerzucht. Es waren allesamt herrliche Nachkommen, auf welche ich mehr als stolz sein konnte.
      Auch über meine Welshponys konnte ich mich nicht beklagen. Acariya wurde von Tag zu Tag schöner, Sacre Fleur langsam immer selbstbewusster und zu Herbstmond brauchte ich nichts sagen, die wurde eh von alles und jedem geliebt und das zurecht! Shawnée und Siberia waren ja damals mehr Zufall gewesen, dennoch wollte ich die beiden Welsh Ds nicht mehr missen und auch heute bekamen sie wieder ihre Portion Knuddeln.
      Vor den Boxen von CH’s Destiny Horror und Hollybrook’s Fairy Bluebird blieb ich etwas länger stehen. Beide waren nun langsam bereit für den nächsten Schritt in ihr Dasein als Reitpferd, nur ich zögerte noch ein wenig, ich wollte ihnen so viel Zeit wie möglich geben. Das Gleiche galt für Tiny Girl, doch mein AMH unterschätzte ich zu gerne und wenn ich das tat, zeigte sie es mir auch deutlich.
      Der Tag neigte sich dem Ende und halb fünf standen alle Pferde in frisch gemachten Boxen, mit ihrer Ladung Heu für die Nacht. So konnte ich guten Gewissens duschen und mich umziehen, um dann pünktlich auf den Familienfest zu erscheinen.

      Von meiner Familie konnte kaum einer nachvollziehen, dass ich meine Feiertage mit den Pferden verbrachte, statt mit der Familie, obwohl ich zu jeder Feier trotzdem pünktlich kam, dennoch standen die Vierbeiner an erster Stelle. Diesen Morgen arbeitete ich ein wenig mit den Junghengst Abendprinz und Cruel Twist of Fate. Danach war HGT’s Unitato an der Reihe und dann noch Outlaw Torn. Die Jungpferde brauchten allerhand Beschäftigung, doch ich kam momentan kaum hinterher.
      Deshalb hatte Prazzy’s Goldbell allerhand Flausen im Kopf, genauso wie Paddington und gemeinsam machten sie nur Unsinn! War ich da immer froh über Caruso, der sich nichts anmerken ließ und ein Engel war. Am Ende meines Fohlenrundgangs betüddelte ich noch ein wenig Mon petit écrou, ehe ich mich an die richtige Arbeit machte.
      Vertigo, Caillou und Piccolos Blaze mussten geritten werden. Calimero II sollte noch longiert werden und dann wollte ich zumindest noch mit Joyce oder Sika eine Runde ins Gelände, für die Jungstuten war diese Erfahrung mehr als wichtig. Die restlichen würde ich auf die kommenden Feiertage schieben müssen, denn heute Nachmittag stand bereits die nächste Familienbevölkerung statt.
      Während dieser plante ich aber nur die kommenden Tage. Am morgigen Tag sah ich mich früh mit Amazed Marlin ausreiten, ehe ich gemeinsam mit Hákur neue Lektionen in Angriff nahm. Dann würde ich HGT’s End of Day longieren und an seinen Rückenmuskeln arbeiten, ehe ich etwas bodenarbeitstechnisches mit Fandango machen wollte.
      Am 27. Dezember ging es dann gemeinsam mit drei Freundinnen ins Gelände. Ich selbst ritt Quintesse, während ich den Rest auf Caribic Sue, Freeway und Walking in the Air verfrachtet hatte und dann stand tatsächlich schon fast 2016 vor der Tür! Ich würde Zarin und Golden Ebano ihre homöopathischen Tropfen am 31. Geben müssen, damit sie nicht vollkommen explodierten, wenn dann überall das Feuerwerk losging.
      Zum Glück bestand mein Stall größtenteils aus Pferden, denen das egal war .Call me a Twist und Bandit war das schnuppe, die würde auch neben einem Feuerwerk herlaufen. Morrigan war da nicht viel anders, nur He’s called Trüffel konnte ich da nicht so gut einschätzen, aber das würde sich noch zeigen, nun musste ich erst einmal diese Familienfeier hinter mich bringen!

      Eddi
      Gestüt Sapala
      Frühjahrsputz
      02. April 2016

      Kurz nach Neujahr hatte unser Umzug stattgefunden, so dass wir nun seit fast vier Monaten in Holland lebten. Wie ich es bereits gewohnt war, zog sich alles unglaublich. Es hatte gut zwei Monate gedauert, bis alle Pferde umgezogen waren und ein festes Team hatte ich auch noch nicht, da war ich noch fleißig auf der Suche, aber trotzdem kehrte allmählich eine Routine ein. Und ich liebte unser Gestüt. Den Namen hatte ich so übernommen und so lebten wir nun auf Gestüt Sapala.
      Es lag zwischen Wäldern und Wiesen, ziemlich im Abseits und stellte eine herrliche Anlage da. Das wichtigste war zu Hauf vorhanden: Weiden. Zudem besaßen wir zwei Reitplätze und zwei Hallen plus weitere Trainingsmöglichkeiten wie eine Führanlage und zwei Longierzirkel. Und natürlich gigantische Stallungen, was für uns nun mehr als nötig war. Ganz nebenbei war ich ja in mein Wohnhaus verliebt, hier konnte man sich wohlfühlen!
      Den Pferden gefiel es auch, das spürte man deutlich und das Gelände war auch einfach mehr als idyllisch, denn außer unseren Heuwiesen gab es rundum kaum etwas anderes als Felder, Wiesen und Wälder. Ich war endlich in meinem Traumzuhause angekommen und wenn man sich etwas mehr Zeit nahm, war man mit einem halbstündigen Ritt auch direkt am Meer. Wir befanden uns im Friesland, genauer gesagt in Aurich und ziemlich nah an der Küste.
      Die frische Meeresluft tat allen gut und momentan arbeitete ich auch eine lange Liste an Bewerbungen ab, denn wir waren begehrter als gedacht. Nun war schon April 2016 und wie immer erfasste mich die Frühjahrsputz-Laune. Es gab schließlich immer etwas zu tun und es gab auch noch genug Kisten, die noch ungeöffnet irgendwo standen. Besonders in den Sattelkammern hatte ich bisher nur das Nötigste untergebracht, meine Pferde hatten zu viel Kram!
      Die waren momentan übrigens alle in ihrer Schonfrist. Der Umzug war auch für die kräftezehrend gewesen, aber glücklich waren wir alle. Außer ich in dem Moment, denn gerade klingelte mein Wecker – 5 Uhr in der Früh. Bisher sah es an Mitarbeitern noch mager aus, dementsprechend musste ich selber kräftig mit anpacken was Fütterung, Rausbringen und Misten betraf. Dazu kamen der Papierkram und die Vorstellungsgespräche und so bekam ich kaum noch die Gelegenheit zum Reiten.
      Angezogen, frisch gemacht und gefrühstückt tauchte ich im Stall auf und grüßte knapp die anderen Pfleger, die bereits angetanzt waren. Es war kurz nach sechs und draußen tatsächlich schon hell. Oh ich freute mich so auf den Sommer! Dann würden die Pferde auch 24 Stunden auf den Weiden stehen und wir hätten ein bisschen Arbeit weniger. Aber wirklich nur ein bisschen, denn im Sommer wollte ich alle wieder in Höchstform sehen – mich eingeschlossen.
      Füttern und Rausbringen fraß Zeit. Nachdem dann auch gemistet war, war es schon fast 10 Uhr und ich würde mich für das nächste Vorstellungsgespräch fertig machen müssen. Leider überzeugte mich der Herr um die 30 Jahre weder im Gespräch noch auf dem Pferd. Als Dressurtrainer hatte er sich beworben, weshalb ich ihm für den Proberitt Aristo ausgesucht hatte, einer unserer Dressurässer. Doch sein „Was, ein Barockpferd?“ hatte mich eigentlich direkt abgeschreckt und so hatte ich zwar ein freundliches „Ich melde mich noch einmal bei Ihnen“ herausgebracht, war aber erleichtert, als er weg war.
      Stattdessen ging der Stress direkt weiter, denn heute sollten einige neue Pferde kommen. Ich war dafür bekannt, regelmäßig aufzustocken und da meine liebe Freundin Julie aus privaten Gründen ihren Hof auflöste, kamen einige Pferde aus Schottland zu uns. Zum einen Van Deyk, ein toller Trakehnerhengst mit großem Potenzial, auf dessen Dasein ich mich schon jetzt freute. Des weiteren Ayumi, ein tolles Fohlen aus der Zucht von Siobhan, was mit einer tollen Abstammung daher kam. Dann noch Key, eine Vollblutstute, welche ich noch aus meiner Nasty Past Zeit kannte. Und als letztes was ganz witziges: Ridcully, ein American Miniature Horse. Er sollte das Gegenstück zu meiner Hollybrook’s Tiny Girl werden und dementsprechend war er sofort eingezogen.
      Heute tanzten die drei an, doch während ich noch gut eine Stunde Zeit hatte, schaute ich bei den ehemaligen Neuzugängen an. Die beiden Vollblutfohen Hidden Flyer und Exciting Force waren mir sehr schnell ans Herz gewachsen und entwickelten sich prächtig, ich hatte mich in beide wirklich verguckt. Da wir ja ein riesiges Gestüt hatten, kamen auch Anfang des Jahres zwei Reitponys zurück. Elisa hatte leider verkleinert und so kehrten Never look back und Raunchy’s Limited zurück. Hatte ich sie noch als zerzauste Jungpferde nach Townsend Acres gegeben, kamen sie nun als schicke Turnierponys zurück. Elisa verstand eindeutig etwas von ihrer Rasse und ihrem Geschäft.
      Dementsprechend hatte sie sich auch über Absinth’s erfolgreiche Körung gefreut und war sich sicher, dass Allelujah und Morning Sun genauso schnell ihre Punkte sammeln würden. Ich hatte da ja noch allerhand zu tun, denn sie waren nicht die einzigen Pferde, die in eine Körung geschickt werden sollten. Priorität hatte auch immer noch Feuervogel, den hätte mir Elisa sicherlich auch trotz Verkleinerung aus den Händen gerissen.
      Selbst bei unserem zerstruppelten Neuzugang Cola hatte sie bei ihrem Besuch (natürlich hatte sie ihre beiden Schätze eigens vorbei bringen müssen) neugierig begutachtet. Sie sah das Potenzial, was hinter dem vernachlässigten Pferd steckte. Wir beide kannten Cola schon sehr lange vom Sehen und Hören. Ich musste auch sagen, dass er sich wirklich ganz gut machte, genauso wie seine Leidensgenossin Autumn Leave in the Sky. Beide stammten aus schlechter Haltung und wurden bei uns nun wieder aufgebaut.
      Bei ihrem Besuch hatte Elisa natürlich meine Reitponys auf den Kopf gestellt. Paddington hatte sie unbedingt einen Besuch abstatten müssen und gestaunt, wie schnell der kleine Kerl wuchs. Mit Hugo Boss und Carachillo hatten wir einen entspannten Ausritt gemacht und ausgiebig geplappert, so wie es sich für zwei Frauen gehörte, ehe sie auch noch ihren Senf zu Naimibia und Sika gegeben hatte.
      Naimibia war schon gekört und bereits von ein paar Fohlen stolze Mutter, bei Sika sah ich das ja noch nicht so, doch Elisa ermunterte mich und sah die Rappscheckstute auch schon gekört. Während ich so schön in Gedanken schwelgte, kam der Transporter an und die neuen Pferde mussten versorgt und ausgeladen werden.
      Während Van Deyk erst einmal seine Box mit Paddock bezog, wollte ich Ridcully und das Stutfohlen direkt vergesellschaften. Auf einer kleineren Weide traf Ridcully auf Heartbreaker. Mein Welshhengst war der Chef unserer Zwergengruppe und wenn er Ridcully akzeptierte, würde das auch der Rest tun. Der Rest, das waren Window und Hoppla auch beide problemlos und so stand Ridcully eine halbe Stunde später bei unseren Zwergenhengsten und genoss das herrliche Wetter.
      Ayumi sollte heute nur auf CH’s Destiny Horror und Mon petit écrou treffen. Beides eher ruhigere und ältere Jungpferde und dementsprechend perfekt geeignet und siehe da, es klappte wirklich gut und auch das Fohlen war untergebracht. Um auch Van Deyk noch etwas Abwechslung zu bieten, ging ich mit dem Schecken eine kleine Runde über das Gestüt und kennte ihn etwas lernen.
      So wirklich zum Frühjahrsputz kam ich heute ja nicht, denn es standen noch zwei Schnupperstunden an. Ich hatte entschieden, im kleinen Rahmen gutes Reiten anzubieten und nutzte die Chance einer Ponyschule, um meine Zwerge unter einen Deckel zu bekommen. Da die Ponyhengste heute aber schon genug Aktion hatten, waren die Mädels an der Reihe.
      Tatsächlich hatte sich sogar jemand für Little Chocolate Chip gefunden. Ein kleines dreijähriges Mädchen schwärmte von Ponys und ihre Mutti schien selbst pferdevernarrt zu sein und so kamen sie heute mal zu Besuch. Auch Mondscheinsonate, Occani und Werina waren heute an der Reihe. Alle Kinder waren unter 10 Jahre und bekamen beim Putzen und Satteln die Unterstützung von mir und ihren Eltern (zumeist die Mütter).
      Als alle fertig waren, gingen wir auf den Reitplatz, wo wir erst ein kleines bisschen Theorie paukten und es dann endlich in den Sattel ging und wir die ersten kleinen Runden drehten und auch allerhand Übungen machten. Die Ponyschule war eine schöne Idee, aber ich brauchte auf jeden Fall Helfer. Zum Glück waren es heute nur Schnupperstunden, aber Kinder und Eltern waren mehr als begeistert und so war auch ich glücklich.
      Zweiteres war eine Reitstunde für Fortgeschrittene und unter 18-Jährige. Altersbeschränkungen waren mir an sich egal, aber für das Klima in der Stunde war so etwas doch immer sehr angenehm und die Erwachsenen waren auch immer lieber unter sich. Als Schulpferde hatten sich bereits damals unsere Lewitzer bewährt und auch heute wählte ich fünf von ihnen. Cheveyo, Donatella, They call her Fiorina, Piccolo’s Blaze und Elliot. Die Mädels waren begeistert von ihren Schecken und auch davon, dass man bei uns die Pferde selbst holte und fertig machte.
      Natürlich kontrollierte ich alles und gab Tipps, aber sie machten das wirklich gut. Auch im Viereck konnten sich die fünf Reiterinnen sehen lassen. Natürlich hatten sie ihre Fehler und Probleme, aber genau deshalb kamen sie ja zu uns. Anscheinend kamen diese Schnupperstunden mehr als gut an und während die Mädels quatschend abritten, baute ich meine Geschäftsidee aus, indem ich auch Reitstunden für reine Jungsgruppen und Senioren anbieten wollte. Alles Gruppen, die man so anlocken konnte.
      Mein Prinzip war lediglich, dass für das Pferd pro Reitstunde mind. zwei Korrekturstunden kamen, so dass einerseits sehr gute Schulpferde vorhanden waren, aber eben auch diese nicht überstrapaziert worden. Also würde sich das Pensum auch mehr als Gering halten. Nachdem alle Pferde versorgt waren, ging ich Lewitzerliste kurz durch:
      Vertigo wollte ich im Turniersport, so fiel er als Reitpferd für Schüler weg und bei Talya war ich mir auch nicht sicher, ob es das Richtige war. Genauso wie bei Elliot. Er hatte seine Sache heute gut gemacht, aber ich glaube, Caillou konnte ich mir da besser vorstellen. Und Amazed Marlin ließ ich bisher auch lieber außen vor, sie sollte sich auf ihre Krönung konzentrieren.
      Zum Glück hatten die Fohlen nicht solche Probleme. Sowohl Amadahy, Frozen Bubble, Nabiri und Rosewell als auch die beiden Hengstfohlen Panta Rhei und Calimero II tobten mit dem Rest zufrieden über die Weiden. Aber irgendwann würde auch für sie der Ernst des Pferdelebens kommen. Obwohl, sie hatte noch Zeit.
      Den Nachmittag verbrauchte ich im Büro und plante für die Fohlen. Das machte ich gerne und es war auch nötig, denn so erinnerte ich mich wieder daran, dass ich einige „Fohlen“ hatte, die schon längst nicht mehr so klein waren wie ich dachte, sondern schon mehr als bereit. Hollybrook’s Fairy Bluebird war eine tolle Ponystute geworden, nun bald sechs Jahre, hatte bisher aber noch keinen Reiter gesehen.
      Das Gleiche galt für Prazzy’s Goldbell, dabei wollte ich meinen geliebten Pajero-Sohn gerne langsam unter dem Sattel sehen, er würde seinem Vater alle Ehre machen! Apropos, einen Ausritt mit Pajero würde ich mir heute Abend noch gönnen müssen, zum Glück blieb es immer länger hell. Ach, ich war doch ganz froh, den Winter hinter mir zu haben, auch wenn der Sommer sicherlich wieder heiß werden würde.
      Bei Outlaw Torn war ich mir bezüglich der Ausbildung sehr unschlüssig. Er war bald vier und schon sehr weit, eben weil das bei Paint Horses so gehandhabt wurde, aber genau deshalb wollte ich ihm Zeit lassen und es war ja nicht so, als wäre das Reiten für ihn essentiell wichtig. Das sahen HGT’s Unitato und Cruel Twist of Fate nicht anders und so ließ ich meinen Westernpferden gerne mehr Zeit.
      Und dann gab es da noch meine Welshnachkommen. Alle behalten, nachdem die ältere Generation verkauft worden war. Herbstmond und Acariya waren bisher immer noch meine Favoriten, aber auch Sacre Fleur liebte ich, ebenso wie Shawnée und Sibiria, auch wenn ich nicht recht wusste, was ich mit zwei Welsh D Stuten anfangen sollte, aber irgendwas würde sich schon finden.
      Dann gab es da nur noch Abendprinz und Caruso. Zwei Fohlen sondergleichen, die ich beide sehr liebte. Geplant war in weiter Zukunft ein Fohlen aus Fairy von Zarin, welches als Gegenstück für Caruso dienen sollte, aber im Gegensatz zu Zarin war Fairy noch nicht gekört.
      Und dann hatte ich mich in die Araber verguckt, neben Abendprinz gab es bisher zwei Stuten: Scheherazade und CH’s Sun is Shining. Zwei wunderbare Tiere und eine sogar schön gekrönt. Aus der Zucht meiner besten Freundin Sammy würde mich auch noch ein wahrer Wüstenstürmer erwarten, aber bisher war er noch nicht so weit, ich freute mich aber schon auf ihn.
      Den heutigen Abend verbrachte ich zu meiner Freude dann doch noch auf den Pferd und erkundete mit Pajero die neuen Wege rund um das Gestüt und freute mich natürlich riesig, denn es war so toll! Irgendwann mussten wir einen großen Ritt ans Meer machen, aus unserer Frankreich-Zeit wusste ich, wie sehr Pajero das liebte.

      Am nächsten Morgen ging es wieder früh raus und wieder war viel los, wie eigentlich jeden Tag auf dem Gestüt. Zur Abwechslung beschäftigte ich am Morgen aber erst einmal Thorondor mit viel Bodenarbeit, damit mein Berber nicht verrückt wurde, denn nur Weide war für ihn einfach gar nichts und so war er einer der wenigen, die mich mindestens fünfmal die Woche zu Gesicht bekamen.
      Ach und die Führanlage hatte ich sehr schnell ins Herz geschlossen. Spätestens als sie Pawaneeh und Golden Ebano die nötige Bewegung verschaffte. Bei Classic Gold und Khiara El Assuad war die aber noch wichtiger. Die Vollblüter wären mir sonst explodiert. Wer witzigerweise auch richtig Gefallen daran fand, war Freeway, unsere Tinkerstute. Eigentlich ein Pferd, was ich nie in die Führanlage gepackt hätte, aber sie liebte es.
      Heute war mal wieder Bewegungstag, gestern hatte ich ja Pause gehabt. Am Morgen longierte ich Deep Silent Complete und Herbsttraum, ehe ich mit Come Whatever May auf den Springplatz ging. Flott weiter ging es mit einem Ausritt: Apaches Tomahawk als Reitpferd und Caribic Sue als Handpferd. Was die Bewegung betraf, kamen mir die Schnupperstunden recht. Heute war wieder eine und so waren Kürbis, Lila Wolken, Milka Luflee, Walking in the Air und Quintesse beschäftigt und ich auch.
      Danach hätte ich zu gerne eine Pause gehabt, raffte mich aber noch auf Like Honey and Milk zu longieren. Ihre Vorbesitzerin war immer sehr hinterher, dass es der Stute gut ging und so kam sie auch jetzt definitiv nicht zu kurz. Eine Pause stand an und die genoss ich auch wirklich, denn heute Abend hatte ich etwas Besonderes für meine treuen Pfleger geplant. Bisher dachten sie, sie würden zu einer Besprechung antanzen müssen, dementsprechend ahnten sie nichts.
      Doch als es dann so weit war, eröffnete ich ihnen einen Ausritt an den Strand und alle waren begeistert. Wir waren zu elft, also eine ziemlich große Mannschaft, die gute und ruhige Pferde benötigte. Guten Gewissens hatte ich mir direkt Schneeleopard rausgepickt und dann die beiden Westernstuten Ice Coffee und Kisshimbye. Flintstone und Joyce kamen auch zum Einsatz. Die Hälfte war abgedeckt. Für mich hatte ich Fandango rausgesucht, mein kleiner Sonderling im Stall und so fehlten nur noch fünf Pferde und wir waren vollständig. Call me a Twist und Dissident Aggressor waren sowas von mit dabei und dann nahm ich noch Bandit und Albertino mit. Als letztes hatte Varulv die Ehre und so ging es gefühlt auf einen Riesen-Ausritt, den alle Beteiligten sehr genossen, denn am Strand erwartete uns auch noch ein Lagerfeuer.

      Obwohl ich weder trank noch irgendwas desgleichen tat, fühlte ich mich am nächsten Morgen verkatert. Ein langer Ritt plus ein langer Abend waren nichts für jemanden, dessen Wecker fünf Uhr morgens klingelte und so kam ich auch fast zu spät zum Proberitt meiner eventuellen neuen Reitlehrerin. Diese hatte ich auf Altyn gesetzt, was etwas fies war, aber mir dann auch direkt zeigte, dass sie die richtige war, denn mein junger Hengst lief unter ihr wirklich traumhaft, nachdem sie zusammengefunden hatten.
      Halb dösend bespaßte ich nach diesem Erfolg Cover the Sun im Longierzirkel mit etwas Stangenarbeit. Die nutzte ich kurz darauf auch noch einmal mit Possy Pleasure Mainstream, um Rücken- und Bauchmuskeln zu aktivieren. Eigentlich war meine Liste heute mehr als lang, aber aus privaten Gründen bekamen Hákur und HGT’s End of Day frei, so dass ich nur mit Dr. Insektor ins Dressurtraining musste und danach eine Pause im Gelände mit Cual Maniaca einlegte.
      „Ich bewundere dich für dein Durchhaltevermögen!“, hörte ich dann am Telefon, als ich mit meiner Mutti bezüglich meines Geburtstags Ende April sprach, denn ich lud sie nach Holland ein. Und bisher waren sie nicht abgeneigt. Währenddessen ließ ich He’s called Trüffel und Hýreygur freispringen, aber trotz maximaler 50cm war zweiterer einfach nicht begabt.
      Mein Abend endete wieder mal auf dem Pferderücken, nämlich auf Morrigans, welcher mich entspannt gen Gestüt trug, nachdem wir einmal über die schöne Waldwiese gejagt waren und nun genüsslich entspannt in unseren Feierabend spazierten.

      Zasa
      Wildes Trubel in Luggala

      Wie jeden morgen klingelte mein Wecker punkt 6. Schon fast wie ein Ritual zog ich meine Stallklamotten an, griff mir auf den Weg die kalte Tasse Kaffee von gestern nachmittag und schlürfte sie genüsslich weg..mehr oder weniger genüsslich sagen wir. Mit Luna bei Seite ging mein erster Weg in die Boxenställe, dort steht seit gestern Abend bereits Colour Paint, welcher wie ich auf seinen neuen Kumpel wartete. Vor kurzem hab ich einen schicken Lewitzer Hengst namens Cheveyo gefunden. Ein 16jähriger gekörter Mann, gefahren und viel allgm gefördert, mit wunderbaren Bewegungen und viel Ausstrahlung. Perfekt für Zasa dacht ich mir.
      Luggala wird bald etwas umgestaltet werden, es wird die Möglichkeit geben Lehrgänge auf unseren Pferden zu bestreiten, sowie Ausritte etc., die Zucht von Shetlandponys und Friesen wird kristalisiert und ich möchte meine Reit- und Ausbildungsart den Menschen nahebringen. Oder vllt doch ganz anders..man ist ja kreativ in der Lebensplanung *grins*. Genug ins leere gedacht, mistete ich in Ruhe Clouds Box, meine Pferde waren Futter erst ab um 7 gewohnt, also alles im Lot. Ich streute ein und fütterte meinen gierigen Scheißer endlich. Gar genervt von mir, von wegen: Warum mehrt die Alte so?! steckte er seinen Kopf in den Trog während ich den Stall verlies. Nun ging es in den Zweiteiler-Offenstall, nämlich zu meinen gelieben Zwergen. Nach dem mich alle Shettys erfolgreich angefressen hatten mit viel Suchmühe in die Hosentaschen steckten, begann ich auch hier neu einzustreuen und füllte alle Raufen mit Heu. Nun waren Fraena, Dragon Fly, Spencer und Flop grundversorgt..ja er ist wieder bei mir da die Käuferin wegen einem Zuchtumstiegs auf mich zurück kam, aber hey, nun wird er hier bleiben und mit Spencer das Wallach sein genießen. Weiter ging es im Offenstall von Crazy in Love, Jinx, Shyvana, Emese und der neuen..schon wieder nix erzählt. Nienke, eine hübsche Friesenstute, Niederlande geboren, durfte vor 2 Tagen ebenfalls Luggala begrüßen. Sie ist 6 Jahre alt, im schweren Typ stehend und soll bei mir neben der speziellen Reitweise, Dressur gefördert werden. Auch hier im Stall versorgte ich fix alle, bis es dann zu den Hengsten Calle Cool und Shapaan, welche ich genau wie die Ponys und Fohlen Nandalee, All About, Nachtfalke, Forza, Nachtschwärmer und Meilenstein grundversorgte.
      Mit vorerst ruhigem Gewissen spazierte ich wieder zurück ins Haus, wichtige Planungen standen an!


      Zasa
      Endlich Sommer in Luggala!

      Wie gewohnt schmiss mich erneut die Sonne aus dem Bett, vllt waren es auch die Vögel, aber wach ist wach. Ich zog mich also direkt an, schlenderte in die Küche und schon ging der erste Weg zu meinen vierbeinigen Freunden. Zunächst ging es zum Offenstall von Caplin v. Hoel und Calle Cool. Die zweit Chaoten warteten bereits ungeduldig am Zauntor, ließen mich beinahe nicht rein. Mit großen Lachen drängte ich die zwei Perlen zur Seite und schnappte mir direkt die Gabel.
      Ich lockerte das Stroh im Stall auf, streute ein wenig frisch darüber und füllte beide Heunetze. Wie typisch gierte Calle direkt aufs Futter zu, während sich Caplin nochmal ausgiebig kraulen lies bis doch das frische Heu interessanter wurde. Mein nächster Halt war der Offenstall meiner drei gekörten Sportliebhabern Chaveyo, Shapaan und Colour Paint. Wie ebend schon wurde ich freudig begrüßt und auch hier gab es frisches Stroh, sowie Heu. Momentan füttere ich kaum Kraftfutter zu, da die Gräser ausreichend versorgten. Lediglich Shapaan bekam früh sein Mineralmüsli, mit 19 und vielen Erfolgen in der Tasche, darf er da ruhig etwas zusätzlich Kraft bekommen. Mein letzter Halt bei den Offenställen war der Stall von meinen zwei Shettyhengsten Flop oder Hop und What does the fox say. Hier gab es ausnahmsweise nur frisches Stroh, Shettys sind ja bekanntlich Vielfraße, weshalb das grün auf der Wiese mehr als ausreichte. Auch die zwei genossen ihre Streicheleinheiten bis es letztendlich zur Sommerkoppel ging, wo meine Stuten und Fohlen bis Oktober einquartiert sind. Ich checkte hier nur den Zustand von Meilenstein, Nandalee, Nachtschwärmer, Jinx, Spencer...ja dem einzigen Wallach hier, Kaabal, Snottles Peppermint, Nienke und Crying Dream. Allen ging es augenscheinlich gut, sodass ich beschloss zur Sattelkammer zu gehen.
      Leider hab ich es nicht geschafft zu reiten, doch dafür haben wir morgen großes vor, Kaabal lernt nämlich den ersten Reiter auf ihrem Rücken kennen.
      Nun war es bereits 16 Uhr und ich wurde immer ungeduldiger, denn es zogen zwei neue Pferde im schönen Luggala ein.
      Diesmal hatte ich sogar einen ganz lieben Service, welcher mir die Pferde direkt auf dem Hof brachte, da mein Auto derzeit in der Werkstatt ist.
      Bei einer guten Freundin, wo ich vor kurzen Cheveyo erstanden hab, kaufte ich nun auch Donatella und Caillou. Beides ebenfalls gekörte Lewitzer, Stute und Hengst.
      Zwei junge tolle Ponys, für Sport sowie Zucht.
      Nachdem endlich der Hänger zu sehen war, platzte ich fast vor Freude. Wir öffneten den Hänger, Stute und Hengst schauten neugierig, zwischen beiden war ein Platz frei. Sie hatten etwas geschwitzt, weshalb wir sie kurz abduschten und dann zu den Boxen brachten. Ich stellte Cheveyo zwischen beide, zwar standen so auch Hengst und Stute nebeneinander, jedoch war Chev eher der Wallach unter ihnen. Da sie ihn schnell wiedererkannten, stellte sich auch schnell Ruhe ein. Ich fütterte nun allen nocheinmal etwas Heu, unterschrieb die Papiere und verzog mich erst einmal in mein Haus.
      Ausruhen vor morgen.


      Zasa Der Weihnachtsmann naht!

      Es ist bereits sehr frisch und eisig geworden in Luggala. Heute stand ein kurzer Stallcheck auf dem Plan, da ich später wohl ein neues Pferd empfangen würde.
      Ich war schon putzmunter als mich der Wecker versuchte aus dem Schlaf zu reißen. Nach einer ruhigen Tasse Kaffee und einem kleinen Frühstück machte ich mich auf den Weg in den 2. Offenstall wo mich Calle Cool und Caplin v. Hoel schon freudig erwarteten. Ich fütterte die beiden Rappen zunächst ihr tägliches Kraftfutter, bevor ich anfing das Stroh neu aufzustreuen, sowie das Heu in den Vorrichtungen zu verteilen. Nun schnappte ich mir die Karre und befreite die Koppel von sämtlichen Pferdeäpfeln. Als die beiden Burschen fertig waren, schnappte ich mir die rumliegenden Putzsachen und putze sie kurz über. Nun ging der Weg zu meinen anderen männlichen, in den Offenstall Nummer 3..lustig, denn der 1. war immer noch frei. Genau wie bei den Friesen, fütterte ich die 4 Burschen und säuberte stall und Koppel. Auch Calour Paint, Alvari, Nachtschwärmer und Descarado freuten sich über die kleine Putzeinheit. Im Offenstall 4. standen meine 3 Stuten, Kabaal, Fraena v. Hulshóf und Mahamadou. Nach kurzem Streitschlichten, da sich die Zicken um ihr Futter beklauten, ging es auch hier wie bei den anderen zur Sache.
      Ich legte eine kurze Mittagspause kam auch schon der heiß erwartete Anruf, das mein Neuzugang mich gleich erwarten würde. Der schöne Rapphengst Thorin, ein Noriker, darf nun das Leben auf Luggala mit meinen anderen 9 Pferden genießen. Ihn erwartet eine abwechslungsreiche Ausbildung, er soll kein Sportpferd werden, aber er darf wohl gefördert werden.


      Zasa Kurz-Besuch

      Der Wecker klingelte früh, die Sonne schien bereits und es schien heute ein etwas wärmerer Tag zu werden. Nach meinem allmorgendlichen Kaffee, sprang ich in meine schon leicht schmutzigen Arbeitsklamotten und machte mich raus in die Ställe.
      Im kleinen Offenstall 2 begrüßte ich zuerst Calle Cool sowie Caplin van Hoel. Die zwei Friesenhengste tretelten schon ungeduldig vor sich her.
      Nach dem das Kraftfutter verschlungen war sperrte ich den Unterstand zu und fing an gründlich zu misten. In einer der Ecken kam eine Strohmatte, der Rest war eher trocken gestaltet..es ist einfach besser für die Hufe.
      Nun lief ich das Paddock nach Äpfeln ab, öffnete das Tor und erlaube den zwei Hengsten nun freien Zugang zur Koppel.
      Der nächste Stop war der Offenstall 3, dort standen Colour Paint, Nachtschwärmer, Alvari und Thorin. Ebenfalls eine kleine Gruppe von Hengsten, welche sich sehr harmonisch zusammen gefügt haben. Ähnlich wie bei den Friesen, ging es auch hier zu, allerdings bekamen nur Colour Paint und Alvari ein wenig Kraftfutter.
      Als ich hier fertig war, öffnete ich nun auch den Koppelzugang.
      Laut Wetterbericht soll es nun keinen Bodenfrost mehr geben, weshalb ich die Offenställe wohl bald Sommer-tauglich machen müsste.
      Als letztes besuchte ich meine Stuten, Kabaal, Mahamadou und Fraena. Von ihnen bekam keiner Kraftfutter, allerdings verteilte ich ein wenig Heu zum knappern in ihrem Unterstand.
      Später ging es an das Training.


      Zasa Kurzer Pflegebericht für alle Pferde

      Es frostet bereits also bepackte ich mich mit sämtlichen Jacken und marschierte los zu den Ställen. Mein morgendlicher Kaffee hielt mich wenigstens etwas warm.
      Im ersten Offenstall begrüßte ich Thorin und All Pride. Die zwei Hengste mit großem Größenunterschied verstanden sich prächtig.
      Ich mistete etwas, streute ein und gab den Burschen Heu und Kraftfutter. Genau so machte ich es auch im zweiten Offenstall bei Calle Cool, Caplin van Hoel und Appolinaris. Im dritten Offenstall begrüßte ich die letzte Gruppe von Hengsten. Hier wohnen Colour Paint, Nachtschwärmer und Alvari. Die bunte aber ruhige Mischung klappte auch hier super. Auch die drei mistete und fütterte ich. Die Stuten stehen alle zusammen im vierten Offenstall. Kabaal, Fraena, Mahamadou, Glamour's Rubina, Happy Steffi und Shari wohnen hier. Im Stutenstall gab es immer mehr zutun, mehr zu misten, mehr zu füttern, weshalb es bereits kurz vor 12 war, als ich alles geschafft hatte. In den nächsten Tagen stand wieder etwas Training auf dem Plan.


      Zasa Kurzer Pflegebericht für alle Pferde

      Mittlerweile kehrte endlich der Frühling in Luggala wieder ein. Die Sonne blinzelte bereits, als ich meine Augen langsam öffnete. Etwas verschlafen kroch ich aus meinem Bett und stolperte in die Küche hinunter. Ich wollte heute schnell die Pferde versorgen, ehe ich die Planungen für die kommende Zeit starten werde.
      Viel hat sich hier getan, und endlich werden die Pferde wieder mehr im Mittelpunkt stehen können.
      Nach einem kleinen Frühstück mit Denkpause, startete ich in den Offenstall 1 zu Thorin und dem kleinen All Pride. Da beide gut im Futter standen und aktuell nicht viel arbeiten, bekamen sie nur ihre Ration Heu und ein paar Möhren, nachdem ich den Offenstall abäppelte und neu einstreute.
      Die Ställe waren noch abgesteckt, da es die letzten Wochen so extrem matschig war, jedoch durften sie ab heute wieder die kompletten Ausläufe betreten.
      Im nächsten Offenstall standen Calle Cool, Caplin v. Hoel und Apollinaris. hier fütterte ich noch zusätzlich ein wenig Hafer bei. Auch sie mistete ich und steckte den Bereich wieder zurück. Nur noch zwei Gruppen an Pferden mussten versorgt werden, bevor es mit dem Auto in die Stadt ging.
      Colour Paint, Nachtschwärmer und Alvari waren nach schnellen zehn Minuten glücklich und auch im letzten Stall beeilte ich mich voran zu kommen.
      Hier brauchte ich allerdings am längsten, denn Kabaal, die kleine Fraena v. Hulshof, Mahamadou, Glamour's Rubina, Happy Steffi und Shari brauchten ein wenig mehr Aufmerksamkeit.
      Nun mussten ein paar Besorgungen gemacht werden, Papiere weg geschickt und noch nötige Dinge eingekauft werden.


      Zasa Kurzer Pflegebreicht für alle Pferde

      *brrr* Trotz Sonne wurde dieser Tag mit klappernden Zähnen begonnen. Keine 10 Grad waren es die Nacht gewesen, sodass ich meinen Kaffee schnell schlürfte um mich ein wenig aufzuwärmen und Motivation zu schöpfen. Nun machte ich das Kind fertig, ja es gab Nachwuchs in Luggala. Die kleine, Nora, hatte einen guten Tag, sodass ich sie ohne Bedenken in die Obhut von einer Freundin geben konnte. Sie kam täglich, damit ich wenigstens ein wenig für meine Pferde da sein konnte..außerdem hatte sie meine Pferde während meiner Schwangerschaft geritten. Im ersten Offenstall begrüßten mich lautstark Thorin und All Pride. Die beiden Jung warteten auf ihren Hafersnack. Nach dem Füttern, mistete ich schnell ab und streute neues Stroh über. Ich kontrollierte auch die Tränke ehe es in den nächsten Offenstall zu Caplin v. Hoel, Calle Cool und Appolinaris ging. Die drei Barocken Hengste genossen ein paar Streicheleinheiten. Auch hier mistete ich und gab den Burschen noch frisches Heu. Da alle derzeit pausierten, gibt es immer nur am Abend Kraftfutter. Nun warteten Colour Paint, Nachtschwärmer, und Alvari auf ihr Frühstück. Das selbe Spiel, jedoch putzte ich Cloud schnell über um ihn später schneller fertig machen zu können. Die Stuten Kabaal, Fraena v. Hulshof, Mahamadou, Glamours Rubina, Happi Steffi und Shari. Hier dauerte es am längsten, ehe alle an ihrem Platz waren und gemächlich fraßen. Nur klein Fräni holte sich noch ein paar extra Möhren bei mir ab, indem sie mächtig nervte. Nach dem misten rief auch schon meine Freundin an. Das Kind rufte.
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      20.12.2018 | Weihnachtszeit

      Bajana, Chin Chin, Leon, Cheveyo, Eskari, Angel's Kiss und Kjarkur.

      Bibbernd saß ich an der Bande und sah dem regen Treiben in der kleinen Halle am Haupthaus zu. Langsam aber sicher haben sich auch die wetterfestesten unserer Bereiter in die überdachte Reithalle zurückgezogen um dem kalten und nassen Wetter zu entkommen. Aufgrund der Wetterverhältnisse musste der Geländeplatz gesperrt werden - noch in der letzten Woche hat sich Daitona beinahe mit Marie hingelegt. Die beiden tasten sich langsam aber sicher an die ersten Sprünge, und Marie kommt mit der wilden Stute immer besser zurecht. Nicht ganz unschuldig daran ist womöglich ihr kleiner Rapphengst Ravenclaw. Dank seiner gelassenen Art hat sie einiges an Selbstvertrauen gewinnen können. Bei seiner Ausbildung lief alles ohne Vorfälle einwandfrei. Er ließ sich mittlerweile in allen Grundgangarten reiten und arbeitete stets aufmerksam mit.
      "Soll ich euch mal den Spiegel aufschieben?", fragte ich Philipp, der gerade dabei war die ersten Runden auf Catchy zu zu reiten, und Marie, die gerade mit Ravenclaw an den Seitengängen arbeitete. Ein wildes "Ja!" kam allerdings von Janina aus der hintersten Ecke. Sie bereitete aktuell Galantis für die Krönung vor, und war äußerst gut mit der Entwicklung der Stute zufrieden. Mittlerweile war sie auf einem sicheren A-Niveau und Janina arbeitete auf die ersten L-Lektionen hin. Die fliegenden Galoppwechsel werden zwar erst in der M abgefragt, jedoch beherrschte Galantis diese jetzt schon. Zwar nicht schön, aber das Prinzip saß! Lachend schob ich die Hallentür auf, machte mich zum Spiegel und schon dann auch diesen auf. Catchy fand das alles äußerst spannend, was selbst den griesgrämigen Philipp amüsierte. Er stellte den jungen Hengst vor den Spiegel, und ließ ihn sich bestaunen. Der kleine gepunktete Vollbluthengst war von sich sehr begeistert und prustete, sodass der Spiegel an seinen Nüstern beschlug. "Soll ich euch im Stübchen schon einmal den Kamin anfeuern und Kaffee bereitstellen?", fragte ich Philipp, während ich Catchys sehnigen Hals tätschelte. Er hatte sich wirklich zu einem Prachtkerl entwickelt. "Was für eine Frage!", entgegnete Philipp. Und so machte ich mich auf den Weg zum Stübchen, wo ich das kleingehackte Feuerholz vom Stapel nahm und in den Ofen legte. Danach machte ich mich daran, in der Futterkammer das Abendessen für die Pferde vorzubereiten. Mittlerweile ist der Bestand zu groß geworden, dass ich und Jodie noch zwei weitere Stallungen anbauten. Ich war wirklich stolz auf das, was wir mittlerweile geschaffen hatten und vor allem war ich auf unsere wunderschöne Nachzucht stolz. La Cadence, unser erstes Stutfohlen hat ihre beiden Fohlenschauen als Gewinnerin verlassen dürfen. Mit diesem Erfolg hat niemand von uns gerechnet. Die Konkurrenz war nämlich in beiden Fällen wirklich sehr stark, und dennoch haben wir uns so gut mit der Kleinen präsentiert, dass wir eine Schleife mit nach Hause nehmen konnten. Das Jahr 2018 können wir in jeder Hinsicht wirklich positiv beenden.
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      30.04.2019 | Tanz in den Mai

      NLeon, Cheveyo, Chin Chin, Bajana, Eskari, Angel's Kiss, und Kjarkur

      Unser Pferdebestand wuchs und wuchs. Der Nachwuchs war mehr als zufriedenstellend und Jodie und ich waren wirklich glücklich in unserem kleinen Paradies. Heute war ein warmer, sommerlicher Tag. Die Sonne schien und es herrschten Temperaturen von 20-22°. Das beste Wetter um den tag draussen zu verbringen. Das galt ebenfalls für die Pferde: Ich hatte sie schon gegen 5 Uhr in der Früh auf die Weiden verteilt, wo sie sich eifrig über das Gras hermachten. Insgesamt sahen alle Pferde gut aus, und hatten die Wurmkuren, die sie zum Anweiden bekommen hatten, gut weggesteckt. Am schönsten war der Anblick auf der Hausweide, wo die Stuten mit ihren Fohlen standen. Die kleinen strotzen nur so vor Lebensenergie und galoppierten wie die Weltmeister von morgen über die Weide. Besonders auf La Cadence war ich persönlich so stolz: Die kleine konnte in den beiden ersten Fohlenschauen überzeugen und räumte gleich zwei mal als Gewinnerin ab. Das war einfach die schönste Bestätigung, die man sich als Züchter wünschen kann. Nun wuchs sie langsam aber sicher zu einer selbstbewussten Jungstute heran. Ihr hübsches zierliches Köpfchen war das markanteste an ihr, in edler dunkler Jacke wird sie auf jeden Fall einiges her machen. Während ich am Zaun stand und die wilden Halbstarken begutachtete stellte Philipp sich neben mich und fragte: "Und? von welchen wirst du dich in den kommenden jahren trennen?" Dabei konnte er sich ein Grinsen nicht verkneifen, er wusste ganz genau, dass sie alle bleiben würden. "Pff...", machte ich nur. "Ich denke an Flavor's Feverdream." Ich versuchte wirklich überzeugend zu klingen, doch er durchschaute mich sofort "Das beste Springblut?", er tat geschockt, musste gleichzeitig allerdings wieder grinsen. Ich gab mich geschlagen. "Quatsch, sowas würde ich doch nicht machen", sagte ich und musste auch ein wenig grinsen. "Mit dem wirst du alles springen können, da bin ich mir sicher. Selbst wenn er klein bleibt - Du bist ja auch nicht der Größte unter den Springreitern!" Ich lachte und klopfte ihm die Schulter, er jedoch machte das betroffenste Gesicht auf Erden. Diesmal fiel ihm nichts ein, zumindest nicht schnell genug. "Falls er klein bleibt, bleibe ich eben bei Pleasure und Yuno, die beiden reichen mir völlig aus!" "Soso", ich zog die eine Augenbraue hoch "Und was ist wenn die beiden in dieser Saison Dressur laufen sollen?" Er sah mich erschüttert an: "Nicht dein Ernst!" Diesmal kaufte er es mir ab. Ich lachte und er grinste wieder. Wir standen zusammen da und schauten uns die Fohlen gemeinsam an. Heute war ein anstrengender Tag. Gemeinsam mit Jodie, Marie und Janina haben wir den Größten Teil der Pferde bewegt bekommen, die anderen hatten heute einen Koppeltag. Das würde sicher auch nicht schaden. Doch bei der Masse an Tieren musste das individuelle Training sehr gut organisiert werden. Mittlerweile hatte jedes Pferd seinen Trainingsplan, den Jodie während ihrer Krankheit für jedes einzelne ausgeklügelt hatte. Das war wirklich hilfreich, und vor allem half es dabei, die Pausen besser zu timen. Der Abend verlief locker und entspannt. Wir grillten zusammen, lachten, tranken etwas (die Minderjährigen Reitbeteiligungen, die ebenfalls eingeladen warn, zu kommen, bekamen selbstverständliche nur alkoholfreie Getränke) und feierten unsere gemeinsamen Erfolge.
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      16.09.2019 | Umzug auf den Löwenhof

      Bajana, Chin Chin, Leon, Cheveyo, Eskari, Angel's Kiss, Zimt, Natsu's Little Harley und Kjarkur.

      Der Pferdebestand wurde immer größer, sodass Isa und Jodie bschlossen, sich von den Ponys zu trennen. Allerdings ergab sich eine tolle Möglichkeit, denn es hat sich ein Käufer aufgetan, der gleich alle Ponys für eine angehende Zucht übernehmen wollte. Auch wenn bei Einzelverkäufen vermutlich mehr rausgesprungen wäre, war es ein schöner Gedanke, alle Ponys beisammen zu wissen. Bevor Bajana, Chin Chin, Leon, Cheveyo, Eskari, Angel's Kiss, Zimt, Natsu's Little Harley und Kjarkur in ihr neues Heim ziehen würden, kümmerten sich ihre Reitbeteiligungen um sie. Der Abschied würde besonders für die Mädchen schmerzhaft sein, doch Isa versicherte ihnen, dass es auf dem Gestüt von der Nordwacht immer etwas zum reiten für die beiden 14-jährigen geben würde. Die Ponys waren alle in einem tollen Zustand, und wir sind alle gespannt auf das, was wir in naher Zukunft von den kleinen Pferdchen hören werden!
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  • Album:
    Löwenhof
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    Datum:
    22 Okt. 2018
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  • ~Cheveyo~
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    -Abstammung-

    Aus der Beauty
    unbk. x unbk.

    Von dem Champ
    unbk. x unbk.

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    -Interieur-
    Cheveyo ist wahrscheinlich der Traum aller jungen Pferdemädchen: Er ist ein pures Verlasspferd und schenkt seinem Reiter stets sein vollstes Vertrauen. Er ist immer engagiert bei der Arbeit mit dabei und ein wirklich sehr guter Lehrer für jeden Reiter - sei es Anfänger, Fortgeschrittener oder Profi.Cheveyo hat eine sehr ausgiebige Ausbildung hinter sich, welche schnell Früchte getragen hat. Er ist nicht nur ein Verlasspferd, sondern auch ein richtiges Sportpferd. In der Dressur überzeugt er mit fantastischen Gängen, während er auch am Sprung eine einwandfreie Manier zeigt und im Gelände unerschrocken ist.Vermutlich hat er deshalb auch seinen Namen "Geisterkrieger" erhalten, denn der Hengst ist furchtlos und selbstbewusst, aber dennoch nie dominant oder aufdringlich. Man könnte fast sagen, ein richtiges Mädchenpferd!
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    -Exterieur-

    Rasse: Lewitzer
    Alter: 16
    Fellfarbe: Braunschecke
    Stockmaß: 1,50m
    Geschlecht: Hengst
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    -Ausbildung-

    Eingeritten nein

    Springen: E
    Dressur: L
    Distanz: L

    Military: A
    Fahren: S*

    Eignung: Fahren, Dressur

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    -Zuchtdaten-

    Gekört: ja
    In der Zucht: -
    Nachkommen: -
    Vorkaufsrecht: verfallen
    Ersteller: Sweetvelvetrose
    Besitzer: Flair
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    -Erfolge-
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    2. Platz 193. Militaryturnier
    2. Platz 230. Fahrturnier
    2. Platz 328. Dressurturnier
    3. Platz 4. Synchronfahren
    1. Platz 222. Distanzturnier
    3. Platz 247. Fahrturnier
    3. Platz 250. Fahrturnier
    2. Platz 246. Distanzturnier
    [HK 477] Hengste mit mind. 3 Turnierschleifen
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    -Gesundheit-

    Gesundheit: Hervorragend
    Geimpft: 21.07.15
    Hufzustand: Hervorragend
    Ausgeschnitten: 26.07.15
    Hufeisen: -