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♔ Leon [LEW]

Lewitzer, Hengst, *2012, nicht zugelassen [21 Punkte]

♔ Leon [LEW]
Flair, 6 Nov. 2018
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      Verjährte Pflege des Hengstes Leon

      Das Jahr 2017 - Jahresrückblick
      17. Dezember 2017 ©FrauHolle

      Was für ein Jahr! Im Januar hatte ich mir meinen Traum von einem eigenen Hof erfüllt. Gleich an Neujahr hatte ich mit meiner Familie und meinen Freunden angefangen die ersten Ställe zu renovieren. Den ganzen Januar durch hatten wir Tag und Nacht geschuftet: Die Halle bekam einen neuen Boden, die Boxen wurden gestrichen und das Reiterstübchen wurde komplett renoviert. Wir karrten Haufenweise neuen Sand auf die Paddocks und in die neu gebauten Unterstände und auch eine große Liegehalle für den Aktivstall bauten wir alle gemeinsam. Doch die ganze Arbeit hatte sich mehr als gelohnt und dank meiner vielen Helfer konnte ich am 23. Januar meine erstes eigenes Pony auf die Küstenranch holen: Lumikello durfte als erstes Pferd in den neuen Aktivstall ziehen. Ich war stolz wie Oskar und verbrachte Stunden damit, Lumi im neuen Stall zu beobachten. Wir wurden schnell zu einem guten Team und auch heute, fast ein Jahr später, kann ich mich wirklich glücklich mit ihm schätzen. Natürlich sollte Lumikello nicht alleine bleiben und so kaufte ich schon drei Tage später einen Freund für ihn. Fallen Godness und Lumi verstanden sich auf Anhieb und auch ich war zufrieden mit dem jungen Hengst. Leider merkte ich mit der Zeit, dass Fallen und ich nicht wirklich zusammenpassten, sodass ich ihn im Sommer an meine Schwester verkaufte.
      Auch die Shettystute Rabea und der Falabellahengst Treebeard zogen bald darauf bei mir ein, genau wie Tinkerstute Ramira. Doch fünf Pferde waren mir noch nicht genug, sodass ich regelmäßig neue Pferde auf meinem Hof begrüßen durfte. Mit Lamiro hatte ich einen perfekten besten Freund für Treebeard gefunden, denn die zwei sind seid Lamiros Ankunft unzertrennlich. Auch Rabea sollte natürlich eine kleine Herde bekommen, und so erweiterte ich die Miniranch und kaufte My Hope Nymeria. Im März nahm ich dann eine neue Herausforderung an und kaufte mir die beiden Fohlen Devils Trap und Nabiri, die den Stuten auf der Miniranch Gesellschaft leisten durften.
      Ich lebte mich immer mehr auf meinem Hof ein und der Alltag mit und bei den Pferden spielte sich so langsam ein. Während ich mich zwischendurch immer wieder auf die Reise quer durch Europa machte, um meinem Beruf als Trainerin nachzugehen und mir ein bisschen Geld zu verdienen, konnte ich die Pferde problemlos einige Tage alleine lassen, in denen sich eine Freundin von mir um die Fütterung der Pferde kümmerte. An den Wochenenden fuhr ich immer regelmäßiger zu Turnieren und holte erste Schleifen und Siege auf die Ranch, die ich stolz im Reiterstübchen aufhängte.
      Im April zogen dann Wednesday, Contia Socks, sowie Lady Felize auf meinen Hof. Mit Lady Felize hatte ich einen sehr guten Fang gemacht. Wir trainierten jeden Tag, bestritten jede Woche teilweise mehrere Turniere und holten einen Sieg nach dem anderen. Im September erlebte ich dann das Highlight des Jahres: Felize Körung! Ich konnte es kaum glauben, wie gut sie sich innerhalb von einem halben Jahr bei mir entwickelt hatte und konnte sie voller Stolz mein erstes gekröntes Pferd nennen. Doch auch Harvey, die zusammen mit Miss Monty und Rumkugel im Mai auf meinen Hof zog, machte sich im Turniersport sehr gut und ich war mir sicher, dass auch sie es Anfang nächsten Jahres zur Krönung schaffte.
      Im Juni wurde die Miniranch durch Funny Sugar noch einmal aufgemischt und auch die Stutenherde war mit Jule nun endlich komplett. Ich nahm nicht nur mit Harvey und Lady Felize an Turnieren teil, sondern auch die Shettys überraschten mich wieder, indem sie einige Siege in Fahrturnieren absahnten. Mit dem Kauf von Burnout erhoffte ich mir ein weiteres Turnierpferd und ich war mir ziemlich sicher, dass ich 2018 mit ihm durchstarten kann. Im Oktober zog dann mein letztes Pferd für dieses Jahr ein. Lewitzerhengst Leon hatte es mir total angetan und ich bereute es auf keinen Fall, ihn zu mir geholt zu haben.
      Ich war nicht nur stolz darauf, was ich innerhalb eines Jahres alles erreicht hatte, sondern auch überglücklich, jedes einzelne dieser Pferde zu besitzen. Das Jahr 2017 war wirklich überaus perfekt und ich freute mich schon riesig darauf, im neuen Jahr sowohl als Trainerin, als auch als mit meinen Pferden, durchzustarten. Mal sehen, was 2018 so mit sich bringt!


      Ein Sommertag im Stall
      29. Mai 2018 ©FrauHolle

      Pünktlich um 6 Uhr am Morgen klingelte mein Wecker. Ich schaltete das laute Piepen aus und blieb noch einen Moment liegen. Dann wälzte ich mich auf die rechte Seite und griff nach meinem Smartphone, um meine Neuigkeiten zu checken. Ich öffnete meine Wetter-App. Sonne, Sonne und noch mehr Sonne, dachte ich. Heute Nachmittag zeigte mein Handy über 30 Grad an. Ich musste mich schleunigst an die Arbeit machen, um zumindest die Stallarbeit zu erledigen, bevor die Temperaturen anstiegen. Nach einem schnellen Besuch im Badezimmer schlenderte ich nach draußen. Ich füllte zuerst bei den Stuten, dann bei den Hengsten und schließlich auch bei den Minis das Wasser auf und befüllte die Heuraufen und -netze mit frischem Heu. Danach äppelte ich die Sandflächen in den Offenställen und im Aktivstall ab und harkte das auf dem Boden liegende Heu zu einem Haufen zusammen. Schon jetzt war die Luft ziemlich schwül und ich kam ordentlich ins Schwitzen. Doch ich hatte noch viel vor und nach einer kurzen Trinkpause machte ich mich daran, die Ponys zu beschäftigen.
      Zuerst brachte ich die Aktivstall-Hengste, die den heutigen Vormittag auf der großen Wiese verbringen durften, nacheinander auf die andere Straßenseite. Leon und Burnout machten den Anfang, danach folgten Rumkugel und Lumikello. Den vieren war die Freude sichtlich ins Gesicht geschrieben, denn sie stürzten sich begeistert auf das frische Gras. Ich hängte die Halfter zurück an ihren Platz und holte Felize Dressursattel, Trense und Putzzeug aus der Sattelkammer und stellte diese an den Putzplatz. Für Lady Felize stand heute lockeres Dressurtraining auf dem Plan. Im Nu hatte ich die Stute geputzt und gesattelt und saß schließlich gegen 10 Uhr im Sattel. Obwohl ich viele Schrittpausen machte und das Programm ans Wetter anpasste, war Felize bei den Temperaturen nach dem Training ordentlich nassgeschwitzt. Ich nahm ihr den Sattel mit der vollgeschwitzten Schabracke ab und duschte die Stute am Waschplatz. Kaputt aber zufrieden schmiss Felize sich sofort in den Sand, als ich sie zurück zu ihren Freundinnen brachte. I
      nzwischen war die Mittagszeit angebrochen und die Sonne stand schon ziemlich hoch. Auch ich brauchte dringend eine Abkühlung und so zog ich mir eine kurze Hose an, schnappte mir Ramira, Miss Monty und Nabiri und machte einen Spaziergang an den Strand. Artig folgten die drei mir am Strick bis zum Wasser. Monty stürzte sich sofort ins kühle Nass und plantschte drauf los. Ramira musste sich erst einmal an das kalte Wasser gewöhnen und tastete sich langsam immer weiter rein. Nabiri hingegen war eher nicht so begeistert von der ganzen Sache, doch war am Ende durch Montys Rumgeplansche unfreiwiligerweise genauso nass wie die anderen. Ich versuchte noch ein Stückchen am Wasser entlang zu gehen, doch das gestaltete sich mit drei Pferden, die alle unterschiedlichen Mist im Kopf hatten, eher schwierig. Nachdem Monty sich noch genüsslich im Sand paniert hatte, machten wir uns auf den Rückweg.
      Zurück auf dem Hof holte ich die Hengste von der Weide. Zwar wären die vier wahrscheinlich gerne noch länger dort geblieben, doch einen ganzen Tag Gras waren sie nicht gewohnt. Doch das war auch ganz gut so, denn so konnten Funny Sugar, Contia Socks, Rabea, My hope Nymeria und Wednesday den Nachmittag auf der Weide verbringen. Nachdem ich die fünf in zwei Etappen zur Weide geführt hatte, gönnte ich mir eine kleine Mittagspause und setzte mich mit einem Salat und einer kühlen Cola in den Schatten. In der Sonne war es nun kaum auszuhalten und auch die Ponys suchten auf ihren Weiden und Paddocks nach Schatten. Durch die Reithalle lag der kleine Reitplatz zum Glück im Schatten und so konnte ich dort nach der Mittagspause ein wenig Bodenarbeit machen. Tinkerstute Jule hatte inzwischen viel Freude an der Bodenarbeit entwickelt und selbst bei diesem Wetter war sie konzentriert bei der Sache. Wir übten ein paar Zirkuslektionen und das Seitwärtsgehen über eine Stange. Nach einer guten halben Stunde lobte ich Jule zufrieden, duschte ihr die Beine und brachte sie zurück zu den Stuten.
      Ich holte das Halfter für Devils Trap aus der Sattelkammer und holte das kleine Shettyfohlen vom Paddock. Devil hatte bis vor kurzem noch panische Angst vor Wasser und so übten wir nun jeden Tag abwechselnd mit dem Wasserschlauch und der Nordsee. Inzwischen bleibt Devil schon ruhig stehen, wenn ich ihr mit dem Wasserschlauch die Beine abspritze. Und auch ins Meer traute sie sich Stück für Stück immer weiter rein. Bei der Hitze heute wollte ich versuchten, Devil komplett abzuduschen und war gespannt, wie sie reagieren wird. Ich begann an den Hufen und tastete mich von dort immer weiter nach oben. Devil guckte etwas skeptisch doch langsam merkte sie, dass das kühle Wasser an ihrem Bauch doch ganz angenehm sein kann. Ich gab ich zur Belohnung ein Stück Karotte und spritzte dann vorsichtig ihre Brust ab. Devil zuckte kurz zusammen, doch duldete dann mein Vorhaben, ohne sich auch nur einen Zentimeter zu bewegen. Das sollte für heute erst einmal reichen. Ich schaltete das Wasser ab und kraulte Devil den Hals. Zusammen mit Nabiri stellte ich sie auf den Springplatz, wo die beiden den restlichen Tag den Rasenmäher spielen durften.
      Als nächstes kümmerte ich mich um Lamiro und Treebeard. Ich putze die beiden, baute Zügel an Lamiros Halfter und schwang mich auf seinen Rücken. Mit Treebeard als Handpferd ritt ich Richtung Strand. Bei Lamiro war ich mir inzwischen hundertprozentig sicher, dass ich ihm auch ohne Sattel und Trense am Strand vertrauen konnte. Ich ritt in einem gemütlichen Schritt im flachen Wasser am Strand entlang. Treebeard blieb ab und zu stehen und steckte seine Nase ins Wasser, trabte dann aber immer wieder direkt seinem großen Freund hinterher. Ich ritt noch ein kleines Stück weiter ins Wasser herein und die beiden Ponys fingen an, sich gegenseitig nass zu machen. Auch ich blieb auf Lamiros Rücken natürlich nicht trocken, doch das war eine wunderbare Abkühlung. Nachdem wir alle drei ordentlich nass waren, ritt ich zurück zum Hof und brachte die beiden wieder in den Offenstall. Ich füllte noch einmal alle Tränken mit frischem Wasser, brachte den Pferden neues Heu und ging schließlich ins Haus, um mir etwas trockenes anzuziehen.
      Nach dem Abendbrot holte ich die fünf Minis von der Weide. Inzwischen war es glücklicherweise nicht mehr so warm und die Sonne verschwand so langsam am Horizont. Perfekt, um noch einen kleinen Ritt mit Harvey einzulegen. Rasch holte ich die Sachen aus der Sattelkammer und machte das Pferd fertig. Pünktlich zum Sonnenuntergang stieg ich auf dem großen Reitplatz in den Sattel. Harvey hatte vor kurzem die Stutenkrönung geschafft und ich hatte das Gefühl, dass sie seitdem nochmal einen großen Schritt nach vorne gemacht hatte. Ihre Gänge waren wunderschön und auch die Leistung unterm Sattel konnte sich sehen lassen. Nicht nur als Turnierpferd, sondern auch als Freizeitpferd machte sie mich jeden Tag aufs neue wieder stolz. Das Dressurtraining mit ihr rundete diesen, wenn auch ziemlich heißen und anstrengenden, aber wunderschönen Tag perfekt ab. Nachdem ich Hervey versorgt und Devil und Nabiri zurück zu den anderen gestellt hatte, machte ich noch einmal einen Rundgang über den Hof und viel schließlich todmüde und völlig fertig in mein Bett!


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      Leon | Prophylaxe| 3245 Zeichen

      Für mich ging es immer noch nicht nach Hause. Mittlerweile war ich 5 Tage unterwegs und die Aufträge wurden nicht weniger. Ich genießte das Reisen und konnte zwischen der Arbeit und einige freie Stunden genießen. Heute freute mich darauf eine junge Dame mit dem Namen Denise begrüßen zu dürfen. Ihr Hof 'Künstenranch' genannt, lag in Sankt Peter Ordning an der Nordsee. Ich reiste von meinem letzten Auftrag mit dem Zug an, mietete aber vor Ort erneut einen Wagen und konnte mir ein schönes Hotel in der nähe der Ranch leisten. Glücklich telefonierte ich mit Simon un fragte ob alles in Kanada in Ordnung ist. Mit sehr beruhigtem Gewissen konnte ich dann zwei Tage entspannen bis es mich beim dritten auf die Ranch verschlug. Zwei Tage waren mir auch genug. Ich freute mich heute den Auftrag zu machen und heute Abend zurück zu fliegen. Selbst meine Flugangst war mir egal, Hauptsache wieder zurück auf meine Rennbahn.

      Die Begrüßung war unglaublich freundlich und mir wurden von Denise sogar einige Sachen die ich für die Untersuchung benötigte abgenommen. Wir verstanden uns auf Anhieb sehr gut und tauschten uns aus. Sie erzählte mir das sie Trainerin sei. "Ohh. Wirklich? Ich bräuchte unbedingt eine neue Stammtrainerin für meine Rennpferde. Wir haben zwar vor Ort Trainer, aber einige Einheiten von einer anderes Sichtweise wäre perfekt" sagte ich aufgeregt. "Leider ist Galopprennen nicht wirklich mein Spezialgebiet, aber, ich lese mich noch mal ein und komm dann vorbei und werde es versuchen" sagte sie zuversichtlich und wir machten einen Termin aus. Kurz darauf tranken wir einen Kaffee und unser Bauch verschlug uns in ein kleines Restaurant. Nachdem wir wieder zurück waren gingen wir in die Stallungen der Hengste, damit ich Leon untersuchen konnte. "Er ist ein Lewitzer Hengst". "Sogar mit guter Abstammung" unterbrach ich sie und entschuldigte mich sofort. Lachen fuhr sie fort während ich mich dem Hengst vorstellte. Für mich ist es sehr eigenartig ein Pferd solcher Größe zu begutachten, da ich sonst immer riesige Pferde vor der Nase habe. Leon war sehr umgänglich und störte sich kaum daran als ich seinen Körper nach Auffälligkeiten untersuchte. Auch den Blick auf die Augen und Ohren, sowie des Pupillenreflexes störte ihn nicht. "Na. Das nenn ich mal entspanntes arbeiten". Wir lachten. "Die Vitalzeichen, heißt Blutdruck, Herzfrequenz, Atmung und Temperatur sind sehr gut". Ohne großer Pause ging ich weiter zur Grundimmunisierung. Während Denise den Hengst am Kopf festhielt setzte ich die zwei Impfungen. Bei der ersten versuchte er sich zu drehen und drängte mich in eine komische Lage, sodass ich abbrechen musste. Unbeeindruckt machte ich jedoch weiter und er fand sich mit der Situation ab. "Wow. Der kleine Kerl hat ja beachtliche Springleistungen". Stolz zeigte mir Denise seine Schleifen. "Tja. Dann kann der Junge ja bald an einer Körung teilnehmen. Er wird keine Probleme haben!". Sie nickte. "Also. Der kleine darf 24 Stunden, am besten 48 Stunden nur leicht bewegt werden. Zudem müsstet ihr in der Zeit seine Temperatur überprüfen. Wenn er Fieber bekommen sollte bitte einen lokalen Tierarzt kontaktieren" erklärte ich. Wir verabschiedeten uns und freuten uns auf das erneute Treffen auf meinem Hof.


      Ein Sonntag auf der Küstenranch
      02. September 2018 ©FrauHolle


      Nach einer gefühlten Ewigkeit hatte ich heute endlich mal wieder einen freien Sonntag und ich freute ich riesig darauf, den Tag auf meinem Hof mit den Pferden zu verbringen. Pünktlich um 7 Uhr klingelte mein Wecker. Ich machte mir Frühstück und war kurze Zeit später gestärkt und mit Stallklamotten draußen bei den Pferden. Bevor ich mich an die Stallarbeit machte, brachte ich Rumkugel, Burnout, Lamiro und Treebeard auf die Weide, denn die vier Hengste hatten heute Pause und durften den Sonntag auf der großen Weide verbringen.Die anderen Pferde wurden von mir mit frischem Wasser und Heu versorgt, dann machte ich mich ans Absammeln der Paddocks und mistete die Unterstände aus. Kurz vor 10 Uhr war ich fertig mit der Stallarbeit und machte mich ans Training.
      Zum Einstieg des Tages hatte ich etwas Springtraining mit Leon geplant. Der junge Lewitzerhengst hatte diese Saison einige Schleifen und Siege mit nach Hause gebracht und ich freute mich total, ihn schon bald auf einer Körung vorzustellen. Auch wenn seine Turniersaison bereits vorbei war, mussten wir natürlich bis zur Körung im Training bleiben und so ging ich regelmäßig mit ihm auf den Springplatz oder ins Gelände. Inzwischen war Leon, trotz seiner Größe, zu einem echten Springprofi geworden und das Training mit ihm machte jedes Mal aufs Neue wieder Spaß. Zum Aufwärmen drehte ich eine „Hofrunde“, so nannte ich die zehnminütige Ausreitrunde einmal um den Hof herum. Wir machten uns im Trab und Galopp auf dem Springplatz warm, bevor ich mit dem Springen begann. Leon war wirklich sehr zuverlässig beim Springen und ich konnte mir immer sicher sein, dass er den Absprung noch rettete. Nach einer guten Stunde machte ich zufrieden Feierabend und brachte Leon zurück auf den Paddock. Ich schnappte mir Funny Sugar und Zenja, denn die beiden hatten heute Nachmittag die Aufgabe den Springplatz zu mähen und ich war mir sehr sicher, dass die beiden jungen Stuten dieser Aufgabe gewachsen waren.
      Nach einer kleinen Mittagspause schnappte ich mir My Hope Nymeria, Nabiri und Contia Socks, um mit den drei Stuten eine Runde spazieren zu gehen. Ich halfterte alle drei auf und machte mich auf den Weg Richtung Strand. Zum Glück war gerade Ebbe und so konnten wir gemütlich durchs Watt spazieren. Die Ponys blieben völlig entspannt und trotteten neben mir her. Wir liefen durch einige Priele, drehten schließlich um und liefen zurück Richtung Hof. Nach einer guten Dreiviertelstunde standen die drei wieder auf dem Paddock. Nachdem ich Devils Trap eine halbe Stunde lang longiert hatte, machte ich Lady Felize und Jule bereit für einen Ausritt. Jule hatte sich in letzter Zeit als gutes Handpferd entpuppt und so konnte ich bei einem Ausritt gleich zwei Pferde bewegen. Wir drehten eine Runde durch den Wald, trabten kleine Feldwege entlang und gaben auf einem Stoppelfeld in der Nähe des Hofs so richtig Gas. Erschöpft aber zufrieden kehrten wir zum Hof zurück, wo ich beiden Pferden eine große Portion Müsli gab. Auch ich hatte jetzt erst einmal genug Action und so longierte ich erst Lumikello und dann Miss Monty. Während Lumi es eher gemütlich anging und sich etwas zögerlich von mir über die Trabstangen bitten ließ, konnte ich Monty vor lauter Energie kaum stoppen. Das war eindeutig ein Zeichen, dass ich öfter etwas mit ihr machen musste und genau das nahm ich mir auch für die nächsten Wochen vor.
      Inzwischen war es schon ziemlich spät und ich legte eine kleine Pause im Haus ein, um Abendbrot zu essen. Doch es waren noch längst nicht alle Pferde bewegt und so sattelte ich nach dem Abendbrot meine Tinkerstute Ramira, um mit ihr etwas auf dem Reitplatz zu arbeiten. Sie war inzwischen seit eineinhalb Jahren bei mir und ich war wirklich stolz auf ihre Entwicklung. Zwar hatte Ramira viel Zeit zum Lernen gebraucht, doch ich hatte ihr die Zeit gerne gegeben. Nicht nur unterm Reiter hatte sie sich deutlich verbessert, sondern auch ihr Charakter hatte sich in letzter Zeit stark zum positiven entwickelt. Für nächstes Jahr hatte ich mir vorgenommen Ramira einzufahren und war sehr gespannt, ob wir eventuell bald unser erstes Turnier melden konnten. Zum Abschluss eines wunderbaren Tages mit meinen Pferden schnappte ich mir die beiden Shettydamen Wednesday und Rabea, sowie meine bereits gekrönte Stute Harvey, und machte mich ein letztes Mal für heute auf den Weg zum Strand. Gemütlich liefen wir dem Sonnenuntergang entgegen und die Pferde plantschten in der Nordsee, bis die Sonne schließlich am Horizont verschwand.
      Am Abend holte ich die vier Hengste von der Weide zurück auf die Paddocks und auch Funny und Zenja durften zurück in ihre Herde. Ich füllte noch alle Raufen mit frischem Heu und füllte die Tränken mit Wasser, dann machte ich mich völlig erschöpft aber sehr zufrieden mit dem Tag auf den Weg ins Bett. Was ein Tag!
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      20.12.2018 | Weihnachtszeit

      Bajana, Chin Chin, Leon, Cheveyo, Eskari, Angel's Kiss und Kjarkur.

      Bibbernd saß ich an der Bande und sah dem regen Treiben in der kleinen Halle am Haupthaus zu. Langsam aber sicher haben sich auch die wetterfestesten unserer Bereiter in die überdachte Reithalle zurückgezogen um dem kalten und nassen Wetter zu entkommen. Aufgrund der Wetterverhältnisse musste der Geländeplatz gesperrt werden - noch in der letzten Woche hat sich Daitona beinahe mit Marie hingelegt. Die beiden tasten sich langsam aber sicher an die ersten Sprünge, und Marie kommt mit der wilden Stute immer besser zurecht. Nicht ganz unschuldig daran ist womöglich ihr kleiner Rapphengst Ravenclaw. Dank seiner gelassenen Art hat sie einiges an Selbstvertrauen gewinnen können. Bei seiner Ausbildung lief alles ohne Vorfälle einwandfrei. Er ließ sich mittlerweile in allen Grundgangarten reiten und arbeitete stets aufmerksam mit.
      "Soll ich euch mal den Spiegel aufschieben?", fragte ich Philipp, der gerade dabei war die ersten Runden auf Catchy zu zu reiten, und Marie, die gerade mit Ravenclaw an den Seitengängen arbeitete. Ein wildes "Ja!" kam allerdings von Janina aus der hintersten Ecke. Sie bereitete aktuell Galantis für die Krönung vor, und war äußerst gut mit der Entwicklung der Stute zufrieden. Mittlerweile war sie auf einem sicheren A-Niveau und Janina arbeitete auf die ersten L-Lektionen hin. Die fliegenden Galoppwechsel werden zwar erst in der M abgefragt, jedoch beherrschte Galantis diese jetzt schon. Zwar nicht schön, aber das Prinzip saß! Lachend schob ich die Hallentür auf, machte mich zum Spiegel und schon dann auch diesen auf. Catchy fand das alles äußerst spannend, was selbst den griesgrämigen Philipp amüsierte. Er stellte den jungen Hengst vor den Spiegel, und ließ ihn sich bestaunen. Der kleine gepunktete Vollbluthengst war von sich sehr begeistert und prustete, sodass der Spiegel an seinen Nüstern beschlug. "Soll ich euch im Stübchen schon einmal den Kamin anfeuern und Kaffee bereitstellen?", fragte ich Philipp, während ich Catchys sehnigen Hals tätschelte. Er hatte sich wirklich zu einem Prachtkerl entwickelt. "Was für eine Frage!", entgegnete Philipp. Und so machte ich mich auf den Weg zum Stübchen, wo ich das kleingehackte Feuerholz vom Stapel nahm und in den Ofen legte. Danach machte ich mich daran, in der Futterkammer das Abendessen für die Pferde vorzubereiten. Mittlerweile ist der Bestand zu groß geworden, dass ich und Jodie noch zwei weitere Stallungen anbauten. Ich war wirklich stolz auf das, was wir mittlerweile geschaffen hatten und vor allem war ich auf unsere wunderschöne Nachzucht stolz. La Cadence, unser erstes Stutfohlen hat ihre beiden Fohlenschauen als Gewinnerin verlassen dürfen. Mit diesem Erfolg hat niemand von uns gerechnet. Die Konkurrenz war nämlich in beiden Fällen wirklich sehr stark, und dennoch haben wir uns so gut mit der Kleinen präsentiert, dass wir eine Schleife mit nach Hause nehmen konnten. Das Jahr 2018 können wir in jeder Hinsicht wirklich positiv beenden.
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      30.04.2019 | Tanz in den Mai

      NLeon, Cheveyo, Chin Chin, Bajana, Eskari, Angel's Kiss, und Kjarkur

      Unser Pferdebestand wuchs und wuchs. Der Nachwuchs war mehr als zufriedenstellend und Jodie und ich waren wirklich glücklich in unserem kleinen Paradies. Heute war ein warmer, sommerlicher Tag. Die Sonne schien und es herrschten Temperaturen von 20-22°. Das beste Wetter um den tag draussen zu verbringen. Das galt ebenfalls für die Pferde: Ich hatte sie schon gegen 5 Uhr in der Früh auf die Weiden verteilt, wo sie sich eifrig über das Gras hermachten. Insgesamt sahen alle Pferde gut aus, und hatten die Wurmkuren, die sie zum Anweiden bekommen hatten, gut weggesteckt. Am schönsten war der Anblick auf der Hausweide, wo die Stuten mit ihren Fohlen standen. Die kleinen strotzen nur so vor Lebensenergie und galoppierten wie die Weltmeister von morgen über die Weide. Besonders auf La Cadence war ich persönlich so stolz: Die kleine konnte in den beiden ersten Fohlenschauen überzeugen und räumte gleich zwei mal als Gewinnerin ab. Das war einfach die schönste Bestätigung, die man sich als Züchter wünschen kann. Nun wuchs sie langsam aber sicher zu einer selbstbewussten Jungstute heran. Ihr hübsches zierliches Köpfchen war das markanteste an ihr, in edler dunkler Jacke wird sie auf jeden Fall einiges her machen. Während ich am Zaun stand und die wilden Halbstarken begutachtete stellte Philipp sich neben mich und fragte: "Und? von welchen wirst du dich in den kommenden jahren trennen?" Dabei konnte er sich ein Grinsen nicht verkneifen, er wusste ganz genau, dass sie alle bleiben würden. "Pff...", machte ich nur. "Ich denke an Flavor's Feverdream." Ich versuchte wirklich überzeugend zu klingen, doch er durchschaute mich sofort "Das beste Springblut?", er tat geschockt, musste gleichzeitig allerdings wieder grinsen. Ich gab mich geschlagen. "Quatsch, sowas würde ich doch nicht machen", sagte ich und musste auch ein wenig grinsen. "Mit dem wirst du alles springen können, da bin ich mir sicher. Selbst wenn er klein bleibt - Du bist ja auch nicht der Größte unter den Springreitern!" Ich lachte und klopfte ihm die Schulter, er jedoch machte das betroffenste Gesicht auf Erden. Diesmal fiel ihm nichts ein, zumindest nicht schnell genug. "Falls er klein bleibt, bleibe ich eben bei Pleasure und Yuno, die beiden reichen mir völlig aus!" "Soso", ich zog die eine Augenbraue hoch "Und was ist wenn die beiden in dieser Saison Dressur laufen sollen?" Er sah mich erschüttert an: "Nicht dein Ernst!" Diesmal kaufte er es mir ab. Ich lachte und er grinste wieder. Wir standen zusammen da und schauten uns die Fohlen gemeinsam an. Heute war ein anstrengender Tag. Gemeinsam mit Jodie, Marie und Janina haben wir den Größten Teil der Pferde bewegt bekommen, die anderen hatten heute einen Koppeltag. Das würde sicher auch nicht schaden. Doch bei der Masse an Tieren musste das individuelle Training sehr gut organisiert werden. Mittlerweile hatte jedes Pferd seinen Trainingsplan, den Jodie während ihrer Krankheit für jedes einzelne ausgeklügelt hatte. Das war wirklich hilfreich, und vor allem half es dabei, die Pausen besser zu timen. Der Abend verlief locker und entspannt. Wir grillten zusammen, lachten, tranken etwas (die Minderjährigen Reitbeteiligungen, die ebenfalls eingeladen warn, zu kommen, bekamen selbstverständliche nur alkoholfreie Getränke) und feierten unsere gemeinsamen Erfolge.
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      16.09.2019 | Umzug auf den Löwenhof

      Bajana, Chin Chin, Leon, Cheveyo, Eskari, Angel's Kiss, Zimt, Natsu's Little Harley und Kjarkur.

      Der Pferdebestand wurde immer größer, sodass Isa und Jodie bschlossen, sich von den Ponys zu trennen. Allerdings ergab sich eine tolle Möglichkeit, denn es hat sich ein Käufer aufgetan, der gleich alle Ponys für eine angehende Zucht übernehmen wollte. Auch wenn bei Einzelverkäufen vermutlich mehr rausgesprungen wäre, war es ein schöner Gedanke, alle Ponys beisammen zu wissen. Bevor Bajana, Chin Chin, Leon, Cheveyo, Eskari, Angel's Kiss, Zimt, Natsu's Little Harley und Kjarkur in ihr neues Heim ziehen würden, kümmerten sich ihre Reitbeteiligungen um sie. Der Abschied würde besonders für die Mädchen schmerzhaft sein, doch Isa versicherte ihnen, dass es auf dem Gestüt von der Nordwacht immer etwas zum reiten für die beiden 14-jährigen geben würde. Die Ponys waren alle in einem tollen Zustand, und wir sind alle gespannt auf das, was wir in naher Zukunft von den kleinen Pferdchen hören werden!
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  • Album:
    Löwenhof
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    6 Nov. 2018
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    LEON
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    Grunddaten:

    Name: Leon
    Rasse: Lewitzer
    Geburtsjahr: 2012
    Geschlecht: Hengst
    Stockmaß: 1,43
    Farbe: Braunschecke
    Abzeichen: , Stern, Schnippe, h.r.: Krone, Scheckungsbedingt



    Besitzdaten:

    Besitzer: Flair

    Vorbesitzer: Frau Holle
    Ersteller: Nuray
    VKR: verfallen

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    Abstammung:

    von: Elliot


    von: Piccolo's Blaze

    [von: unbekannt aus der: unbekannt]

    aus der: Alice von Landwein
    [von: unbekannt aus der: unbekannt]


    aus der: Donatella


    von: unbekannt
    [von: unbekannt aus der: unbekannt]

    aus der: Goldherz
    [von: unbekannt aus der: unbekannt]

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    Körung:

    Zur Zucht zugelassen: nein
    [Gewinnerthema]
    [Schleife]

    Richtspruch Exterieur:
    [folgt]

    Richtspruch Interieur:
    [folgt]


    weitere Zuchterfolge

    keine


    Zuchtdaten

    Stammt aus der Zucht: -
    Eingetragene Zucht: nicht zugelassen

    Nachkommen:
    keine

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    Charakter:

    folgt.

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    Ausbildungstand:

    Dressur: A
    Springen: S**

    Gelände: E
    Distanz: E
    Rennen: L
    Western: E

    Fahren: E

    Schwerpunktdisziplinen: Springen
    Eignung: Springen, Dressur, Galopp

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    Turniererfolge:

    463. Springturnier (1. Platz)
    327. Distanzturnier (2. Platz)
    474. Dressurturnier (1. Platz)
    426. Galopprennen (1. Platz)
    232. Synchronspringen (3. Platz)
    233. Synchronspringen (1. Platz)
    336. Distanzturnier (1. Platz)
    234. Synchronspringen (3. Platz)
    235. Synchronspringen (3. Platz)
    238. Synchronspringen (1. Platz)
    438. Galopprennen (1. Platz)
    491. Springturnier (2. Platz)
    511. Springturnier (1. Platz)


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