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Veija

♂ Wildfire xx

7 Körpunkte

♂ Wildfire xx
Veija, 30 Dez. 2016
adoptedfox und Cooper gefällt das.
    • Veija
      November 2014, by Islandpony
      Pferdeklinik Horsefever, Komplettcheck

      Auch heute ging es wieder weiter mit meiner Arbeit als Tierärztin. Ich saß schon seit geraumer Zeit im Auto und fuhr über alle möglichen Schnellstraßen um zum Quarter- und Painthorsegestüt von Verena zu kommen. Hier hatte ich einige Pferde komplett durchzuchecken. Ich mochte Paint Horses, deswegen freute ich mich ganz besonders auf den heutigen Auftrag.
      Diesmal fand ich den Hof fast direkt. Schon vom weiten sah ich hübsche, in allen Farben gescheckte Pferde auf den Koppeln stehen. Aber auch einfarbige Pferde entdeckte ich. Welche ich wohl behandeln würde? In der E-Mail stand, ich solle einfach ins erste Stallgebäude kommen, Verena würde dort schon mit dem ersten Pferd auf mich warten. Also stieg ich aus dem Auto und lief dann in das erste Gebäude, das ich sah. Dort stand bereits eine junge Frau neben einem englischen Vollblut. Nanu, doch kein Paint Horse… Und auch kein Quarter. Na ja, egal. „Hallo, ich bin die Tierärztin“, stellte ich mich vor. „Oh, hallo. Ich bin Verena und das ist Drag Me To Hell. Dein erster Kandidat“, antwortete Verena. „Okay, dann fange ich doch mal an“, meinte ich und ging zu der hübschen Palominostute hin. „Na du?“, fragte ich leise und hielt ihr meine Hand zum Beschnuppern hin. Sie schnaubte freundlich und stieß mich dann schwungvoll mit der Nase an. Offensichtlich wollte sie ein Leckerli. Aber… so schön sie auch war, so ein Verhalten konnte ich nicht belohnen. Also ignorierte ich sie einfach. Hinterher würde sie wie jeder meine Patienten etwas bekommen. Als erstes fasste ich an die Ganasche und maß die PAT-Werte. 37 Pulsschläge in der Minute. Ein normaler Ruhepuls. Die Atmung betrug meiner Zählung nach 12 Züge in der Minute. Während ich das maß stand die Stute brav still, was aber wahrscheinlich damit zusammenhing, dass sie von Verena gekrault wurde. Als ich jedoch das Thermometer nahm, sah ich ein freches Blitzen in den Augen. Ich wollte auf die Stute zu gehen und messen, aber sie drehte sich um drei Schritte. Ich folgte ihr und versuchte es wieder. Genau dasselbe wie vorher. Wir drehten uns dreimal herum, bevor ich sie am Kopf erwischte und festhielt. „So geht es nicht!“, schimpfte ich sie aus und hielt sie dann gemeinsam mit Verena fest. Das Schimpfen schien jedoch nichts genutzt zu haben. Jetzt ging sie rückwärts. So band ich sie schließlich beidseitig sehr eng an und konnte damit die Temperatur messen. Ganz schön frech. Wenn sie noch Angst gehabt hätte, hätte ich das ja verstanden, aber sie wollte mich ja nur verarschen. Es piepste. 37,8 Grad. Im grünen Bereich. „Kannst du sie mir bitte einmal vortraben?“, bat ich Verena und sie nickte. Dann gingen wir raus auf den Hof und die beiden liefen im Trab einmal auf und ab. Sie lahmte nicht und es schien auch keine Verspannungen zu geben. Also kein Problem. Die Augen leuchteten in einem frechen Schwarz und die Zähne waren auch in Ordnung. Jetzt noch Impfen und die Wurmkur, dann waren wir fertig. „Kannst du sie bitte halten? Nicht das sie beim Impfen erschreckt“, bat ich Verena. Sie nickte. Dann bereitete ich die Spritzen gegen Influenza, Tetanus und Tollwut vor. Neugierig sah Drag Me To Hell mich an. Ich nahm die Influenza Impfung und setzte sie. Die Stute ließ sich davon nicht aus der Ruhe bringen und knabberte meine Jacke an. So ging es auch mit Tetanus und Tollwut weiter. Auch auf die Wurmkur reagierte sie sehr brav. „Na du bist aber eine Liebe“, lobte ich sie und Verena brachte sie zurück in den Stall. Dann gingen wir weiter zum nächsten Pferd.
      Als nächstes war eine braune Stute namens Supernova an der Reihe. Wieder ein Englisches Vollblut. Inzwischen hatte Verena mich jedoch aufgeklärt, dass ich heute nur diese Rasse zum Behandeln hatte. Die Braune stand bereits angebunden am Putzplatz und blickte mir gelassen entgegen. Ich begrüßte sie, indem ich sie an meiner Hand schnuppern ließ und dann über den Hals strich. Sie blieb völlig entspannt, als ich den Puls maß. 30 Schläge pro Minute. Das war völlig in Ordnung. Bei der Atmung zählte ich 11 Züge. Dann maß ich die Temperatur. Verwundert sah die Stute mich an, ließ sich jedoch nicht aus der Ruhe bringen. 38,0 Grad. Also waren die PAT-Werte in Ordnung. Dann nahm Verena die Stute am Strick und trabte einmal über den Hof. Sie lief klar und hatte wunderschöne Gänge. „Gut, laufen tut sie Prima!“, rief ich Verena zu. Sie kam zu mir zurück und ich begutachtete Augen und Zähne der Braunen Stute. Die Augen waren hübsch, tränten jedoch ein wenig. Ich machte mir ein wenig Sorgen darüber und zog deswegen eine kleine Tube mit Creme aus der Tasche. „Einfach jeden Tag rund ums Auge cremen, lieber zu viel als zu wenig. Nicht, dass es noch eine Entzündung gibt“, erklärte ich Verena. Sie nickte. „Und in den nächsten drei Tagen nicht allzu starkem Wind aussetzen“, fügte ich noch hinzu. Die Zähne waren völlig in Ordnung, da gab es nichts zu meckern. Dann bereitete ich die Impfungen vor. „Ist sie bei so was brav?“, fragte ich vorsichtshalber noch mal nach, bevor ich die Influenza-Impfung setzte. „Sie ist eigentlich immer brav“, antwortete Verena stolz. Das stimmte. Supernova stand bei allen drei Impfungen, sowie bei der Wurmkur völlig brav still und döste sogar ein wenig. Damit war die Braune Stute fertig.
      Als nächstes wartete eine süße Red Roan Stute mit dem Namen „I´ve got the Moves Like Jagger“ auf mich. Neugierig kam sie uns gleich entgegen, nahm das Begrüßungsleckerli von Verena und schnupperte mich dann erstmal neugierig von oben nach unten ab. „Du bist ja eine Liebe“, sagte ich und kraulte sie hinter den Ohren. Sie schloss entspannt die Augen und ließ mich machen. Die Pulswerte betrugen 29 Schläge pro Minute. Ziemlich wenig, aber das machte mir keine Sorgen, so tiefenentspannt wie die Süße war. Pro Minute waren es zehn Atemzüge. Nun kam das Thermometer an die Reihe. Ein wenig verunsichert beäugte Jagger mich und trat einen Schritt zur Seite. Trotz ihrer Unsicherheit ließ sie sich brav die Temperatur messen und ich kraulte sie dabei. 37,9 Grad. Die Augen waren hübsch und leuchteten. Und die Zähne waren zwar ein wenig schief, jedoch nicht bedenklich. „Bitte auch vortraben“, bat ich Verena. Diese nickte und band die Stute los. Dann führte sie sie aus der Stallgasse auf den Hof und schnalzte. Brav lief Jagger mit und ich konnte keine Probleme erkennen. Dann bereitete ich die Impfstoffe vor. Die Wurmkur sollte die Stute als Tablette bekommen. Ich impfte als Erstes Tollwut. Oder zumindest versuchte ich es. Aber als Jagger die Spritze nur sah, wich sie schon erschrocken nach hinten auf. Das fand sie gruselig. „Hoppala, ist doch nur ein kleiner Pieks, dann ist es vorbei“, beruhigte ich sie. Trotzdem wollte sie mich nicht ranlassen. Erst als Verena und einer ihrer Stallburschen sie gemeinsam festhielten, schaffte ich es, mich ihr zu nähern und die Spritze zu setzen. Nervös tänzelte Jagger los, aber als drei Leute sie mit vereinten Kräften beruhigten, entspannte sie sich wieder. „War doch gar nicht so schlimm“, beruhigte ich sie und setzte gleich noch Tollwut. Diesmal erschrak sie nicht mehr. Offensichtlich war es nur das unbekannte Ding gewesen. Auch bei Tetanus passierte jetzt nichts mehr. „Siehst du? Schon vorbei“, sagte ich ruhig und gab ihr dann eine Schüssel mit Futter und der Wurmkurtablette drin. Das fraß sie brav und damit war sie dann auch entlassen. „Du warst doch ganz lieb“, lobte ich sie. Dann brachte Verena sie zurück in ihre Box.
      Als nächstes war die Stute „Faster“ an der Reihe. „Achtung, sie hat Angst vor Tierärzten“, warnte Verena mich bevor ich zu der braunen Stute hinging. Ich nickte. „Das bekommen wir schon hin“, sagte ich zuversichtlich. Faster stand bereits angebunden in der Stallgasse und sah uns neugierig entgegen. Als sie jedoch mich als Tierärztin erkannte, blähte sie erschrocken die Nüstern und wich nach hinten. „Hui, hat da jemand Schiss?“, fragte ich mit lieber, beruhigender Stimme. Sie entspannte sich bei diesem Klang zusehends, kam jedoch nicht näher auf mich zu. „Schau mal, stell dir vor, du bist bei deinem nächsten Rennen krank, weil ich dich nicht untersucht habe“, sprach ich weiter. Es war eigentlich völlig egal, was ich sagte. Hauptsache, sie hörte meine Stimme. Trotzdem wollte ich beim Thema bleiben und nicht über Koala Bären sprechen. „Das wäre doch schrecklich oder?“, meinte ich. Langsam kam sie auf mich zu und ich konnte sie am Hals kraulen. „Und wir können es auch ganz schnell hinter uns bringen. Du musst nur gut machen“, beruhigte ich sie weiter. Während ich kraulte, fuhr ich vorsichtig mit einer Hand zur Ganasche, um den Puls zu messen. 45 Schläge pro Minute. Ziemlich hoch, aber da sie sich gerade ganz schön erschrocken hatte, schob ich das darauf. Die Atmung betrug 14 Züge in der Minute. Das war noch ziemlich normal, wenn auch ein bisschen schnell. Dann kam das Thermometer. Hier half mir Verena wieder, indem sie Faster festhielt. Als Verena da war, beruhigte sich die Stute. Trotzdem zuckte sie ziemlich, während ich die Temperatur maß. 37,6 Grad. Okay, die PAT-Werte waren kein Problem. Dann ließ Verena die Stute vortraben. Ich sah keine Gangfehler und nickte ihr zu. Die Augen waren völlig in Ordnung, genauso wie die Zähne. Da ich nicht wollte, dass Faster bei den Spritzen Angst bekam, gab ich ihr die Impfungen als Tabletten, genau wie die Wurmkur. Das akzeptierte sie gut. Danach führte Verena die Stute wieder in ihre Box.
      Das nächste Pferd war ein brauner Hengst, welcher bereits im Hengststall angebunden war. Er trug den Namen Firewalker. Mit einem freundlichen Schnauben begrüßte er Verena und kuschelte sich gleich an sie. Ein süßes Pferd. „Ich halte ihn einfach. Wenn ich dabei bin, ist er meistens braver“, erklärte Verena mir und band den Hengst los. Ich nickte und streichelte den Großen erstmal zur Begrüßung. Er beschnupperte mich freundlich und ließ es dann brav über sich ergehen, dass ich den Puls maß. 35 Schläge pro Minute. Mittelfeld. Super. Die Atmung betrug 12 Züge in der Minute. Während Verena ihn kraulte, konnte ich auch ganz leicht die Temperatur messen. 37,9 Grad. Auch okay. Die Augen leuchteten und ich konnte keine Anzeichen von bevorstehenden Entzündungen entdecken. Mit den Zähnen verhielt es sich genauso. „Bitte einmal vortraben“, bat ich. Verena nickte und trabte mit Firewalker einmal über den Hof. Er lief klar und ganz problemlos. „Alles klar. Dann nur noch Impfen und Wurmkur“, rief ich Verena zu und sie kam wieder zu mir. Ich bereitete die drei Impfungen und die Wurmkur, die er auch als Spritze bekommen sollte, vor. Dann spritzte ich die Influenza Impfung. Während Verena ihn beruhigte, stand der Hengst ganz ruhig und brav da. Bald waren wir mit den Spritzen fertig. Dann ging es weiter zum nächsten Pferd.
      Als letztes für heute war der Jährling Wildfire xx an der Reihe. Er kam gleich an die Boxentür, um uns zu begrüßen. Ich hielt ihm die Hand hin und ließ ihn schnuppern. Offenbar fand er meinen Geruch interessant. Verena holte ihn raus und band ihn an. Brav stand er da und beäugte mich neugierig. Er ließ sich den Puls messen. 39 Schläge pro Minute waren in Ordnung. Die Atmung betrug 13 Züge pro Minute. Auch das war völlig okay. Dann kam ich mit dem Thermometer. Zuerst beschnupperte der Kleine das Ding und stufte es dann wohl als uninteressant ein. Jedenfalls ließ er sich brav die Temperatur messen. 38,1 Grad. Komplett in Ordnung. Die Augen leuchteten lebensfroh. Und die Zähne waren auch in Ordnung. Noch voll klein. Süß. „Bitte auch mal vortraben“, bat ich Verena. Sie nickte, band Wildfire los und trabte mit ihm los. Die Gänge waren noch ein wenig unsicher, aber er war ja auch noch klein. Trotzdem lahmte er nicht und das war ja die Hauptsache. Ich nickte Verena zu und bereitete dann die drei Impfungen vor. Vorsichtig spritzte ich ihm die Influenza Impfung. Wildfire sah mich erschrocken an, aber blieb ansonsten ruhig. „Ist doch alles gut“, beruhigte ich ihn. Bei den beiden anderen Impfungen blieb er ruhiger. Dann spritzte ich noch die Wurmkur ganz hinten auf die Zunge. Er schluckte es brav. Damit waren alle Pferde fertig. Verena brachte Wildfire noch rein und dann verabschiedeten wir uns und ich fuhr zurück nach Hause.
    • Veija
      November 2014, by Zion
      Hufschmiede Kaltes Eisen

      Nach dem frühstücken, machte ich mich auf den Weg zu Veija.
      Denn ich sollte einem Pferd von ihr die Hufe machen. Heute war ein noch sehr junger Evb Hengst dran. Da Angie sich heute um die Pferde kümmerte, war ich auf mich allein gestellt. Als ich ankam war es recht kalt und ich zog noch eine Jacke an. Ich stieg aus dem Auto und ging gleich Richtung Stall. So ziemlich in der Mitte des Stalls war Wildfires Box. Ich holte ihn langsam raus und band ihn an. Dann holte ich meine Werkzeuge. dann fing ich an, ich nahm langsam seinen Huf und fing an zu feilen. Erst war er misstrauisch, aber er gut mitgemacht.
      "Ganz fein machst du das.", lobte ich ihn.
      So mit dem kürzen waren wir fertig und ich gab ihm dafür ein Leckerli. Dann machte ich langsam weiter, jetzt mussten die Hufe ausgeschnitten werden. Hierbei zog er mir öfters den Huf aus der hand, aber ich beruhigte ihn dann wieder. Ich nahm erneut seinen Huf und schnitt ihn aus. So machte ich es bei allen Hufen. Ab da an war er ganz brav und bekam immer ein Leckerli. Nun ging es zur vorletzten Sache, das korrigieren. Zwei seiner Hufe waren eingerissen. Ich nahm wieder meine Feile und feilte die Hufe bis sie wieder in guter Form waren. Da Wildfire das Geräusch schon kannte machte er kein Theater.
      "Fast fertig!, sagte ich zu ihm.
      Ich holte noch mein Huffett und die Strahpflege. beide Sachen waren extra für den Winter. Ich strich die Pflege für den Strahl vorsichtig auf. Er zuckte kurz, aber dann war er ganz ruhig. So zum Schluss noch das Huffett drauf. Wildfire wirkte hierbei wie ein erfahrenes Pferd, weil er ganz gechillt mitmachte. "So Fertig! Du hast es geschafft.", erklärte ich ihm. Wir machten noch einen Probelauf und dann durfte er wieder in die Box. "Tschüss Wildfire!", verabschiedete ich mich von ihm. Dann ging ich wieder zum Auto und fuhr los.
    • Veija
      Dezember 2014, by Veija
      Longentraining

      Es war schon später Abend, als ich endlich dazu kam, mich mal ein wenig um meinen neuen Jährling zu kümmern. Wildfire hies der Gute und war ein echter Hingucker. Große, lange und vor allem schlanke braun- schwarze Beine, einen feinen kleinen Kopf mit großen Ohren, einer Blesse die der meiner Bella ähnelt und einen freschen Blick. Das war der kleine Filly. Lächelnd betrat ich seine Box, mit der er sich notgedrungen hatte anfreunden müssen. "Ja ich weiß, ist nicht so deines Kleine, gell?", fragte ich ihn und wie zur Bestätigung lies sich der Kleine auf mein Niveau herab, drehte seinen Kopf vom Heunetz weg und schaute mich verdutzt an. "Genau mir dir red ich, junger Herr", fuhr ich ihn lachend an und nahm seinen Kopf zu mir, ehe ich ihm sein Halfter anlegte. Im Moment war er der Einzige, der ein Showhalfter als normales Halfter hatte, da er es immer wieder schaffte, sich mit den einfachen Halftern loszureisen und sie kaputt zu machen. Die Lederhalfter hielten da ein wenig mehr aus.
      Nach einem kleinen Kampf, ob er sich nun das Halfter anziehen lies oder nicht, hatte ich ihn an seiner Box in der Stallgasse angebunden und nahm ihm die Decke ab. Ich strich einmal vorsichtig durch sein Fell und klopfte ihm kurz auf die Kruppe. Er, der an seinem Führstrick rumgespielt hatte, erschreckte sich natürlich zu Tode und sprang quietschend rüber. Nur schade, dass er ja angebunden war! Sein Kopf blieb also hängen und sofort stand er wieder da, wo er vorher gestanden hatte. "Ich wars nicht Schuld", sagte ich ausweichend und musste kurz zu Caleb schauen, der uns beobachtet hatte. Er fing an zu grinsen. "He wants to test himself, just let him", fügte er beiläufig hinzu. Ich nickte nur und legte Fillys Decke rüber, ehe ich sein Putzzeug holte. Das Putzen verlief ohne Probleme und der Herr konnte sich auch mal benehmen, weshalb er und ich recht schnell in der Halle waren. Ich klickte die Longe in sein Halfter ein und schickte ihn von mir weg. Der Hengst zuckte verspielt mit den Ohren und sprang mit einem riesen Satz von mir weg. So schnell, dass ich nicht genug Longe nachgeben konnte und mitgezogen wurde.
      Kurz schüttelte ich den Kopf, ehe ich die Longe wieder aufwickelte und ihn im Trab um mich herum schickte. Das Ganze würden wir gleich ein weiteres Mal üben, so ging es definitiv nicht. Ruhig parierte ich ihn zum Stand durch, ehe ich ihn kurz lobteund in die andere Richtung stellte, um ihn erneut von mir wegzuschicken. Diesmal trabte er locker nach außen, bog sich schön rund und trabte langsam vor sich hin. "Eeeeeaaaasy", sagte ich ein paar Mal, damit er langsamer wurde. Das klappte auch, so dass er nun im Schritt seine Runden ging. "Good Boy", lobte ich ihn. Denn wenn wir bald nach Amerika gingen, würden die Trainer alle englisch mit ihnen reden, weshalb ich sie schon langsam daran gewöhnte. Als er es wohl satt hatte so langsam zu gehen, fing er an rumzuspielen. Er schüttelte den Kopf, riss ihn hoch oder lies ihn tief sinken, bog ihn und schnappte nach der Longe, die ich ihm jedoch mit einem leichten Ruck und einem Zischgeräusch wieder aus dem Maul holte. Aber das Beste war, dass der Hengst immer wieder einen Galoppsprung machte. Lächelnd beobachtete ich sein Spiel und gab ihm Küsschen. Aufgeregt zuckten seine Ohren hin und her, ehe er mit einem Satz nach vorne schoss. Ich hatte ihn noch nie galoppieren sehen, weshalb ich von diesem Anblick wirklich geschockt war. Augenblicklich gab ich ihm die ganze Longe frei und sah zu, wie er um mich herum fegte. "Eeeeeaaaasyyy", sagte ich ein paar Mal laut, ehe ich langsam die Longe wieder enger nahm. Als er völlig außer Puste neben mir stand, gab ich ihm ein Leckerli und klopfte lobend seinen Hals. "Good Boy, really good." Damit er sich selbst noch ein wenig bewegen konnte, machte ich die Longe ab und schickte ihn lieb von mir weg. Dann geschah wieder etwas, was ich nicht erwartet hatte: er blickte mich an und trabte dann tatsächlich im Kreis um mich herum. Nun fehlten mir wirklich die Worte. "Filly du bist grandios, mein Junge", sprach ich stolz zu ihm und machte für meine Mitarbeiter ein Foto. Kaum zu fassen, schrieb ich drunter und schickte es allen in Whats App. Für Caleb fügte ich noch hinzu: unbelievable.
      Alle drei waren sichtlich erstaunt über die Leistung des Hengstes und wollten sofort nach uns schauen kommen, doch ich kam ihnen zuvor und hatte den Hengst wieder zu mir gerufen und die Longe angeklickt, ehe wir die Halle verliesen und meinen Mitarbeitern entgegen gingen. "Ooooh, I want to see it now", sagte Caleb schmollend, doch ich lachte nur. "An other time", sagte ich schulterzuckend und drückte ihm den Hengst in die Hand. "Lightly blanket and a big hand of oatmeal, sugar beet chips and lucerne. And also look at the water and give him a lot of hay. He worked very hard", befahl ich ihm und lächelte kurz, als er mich böse ansah. "Love you tou, darling", sagte ich um ihn zu ärgern und ging dann ins Haus, wo ich noch ein wenig Papierkram erledigen musste.
    • Veija
      Januar 2015, by Veija
      Koppelgang

      Völlig gestresst war ich meine Angestellten am Zusammenpfeifen. Nichts klappte, und die Vollblüter waren nervös wie sonstwas, weshalb ich noch wuschiger wurde. Drag me to Hell musste von L auf M gebracht werden, Supernova ebenfalls, Jagger von A auf L, Faster ebenfalls von A auf L und Firewalker auch. Filly wollte bewegt werden und Abby musste noch in Dressur weitergebildet werden. Nämlich von E auf A, aber von einer bekannten Trainerin, nicht von mir oder meinen Leuten selbst.
      "Caleb!", fauchte ich ihn an und betrachtete Filly, der mit angelegten Ohren hinter ihm herstapste. "Be careful, please don't pull him like that", pflegte ich bei und sah, wie Filly beim Klang meiner Stimme die Ohren nach vorne legte. "Gooood boy.", sagte ich leise und streichelte ihm kurz über den Kopf. "Alexis, hast du Hell und Nova schon fertig?", rief ich zu ihr rüber und sah mir Aaron an, der wohl doch Angst vor Abby hatte. "Gleich", rief Alexis rüber, doch ich war schon auf dem Weg zu Aaron. "Hey, lass mich dir helfen", befahl ich ihm im freundlichen Ton und nahm ihm den Führstrick ab. "Stell dich so neben sie..", erklärte ich und ging ein paar Schritte. "Wenn sie dir zu weit nach vorne kommt, box sie mit deinem Ellenbogen in die Schulter, und schick sie rückwärts. Sie soll gefälligst hinter dir gehen", sagte ich lächelnd und demonstrierte ihm, was ich meinte. Ich gab ihm den Strick wieder und er musste sie ein paar Mal rückwärtsgehen lassen, ehe sie den Kampf aufgab und er lächelnd zu mir sah. "Gut, nun bring sie nach hinten auf die Kleine Weide, Caleb, go with Aaron and take Filly to the meadow right from Abby then", sagte ich und lies die Beiden ziehen, während ich zu Alexis ging. Hell und Nova waren soweit fertig, ich half Alexis nur noch sie zu bandagieren, ehe wir uns die Helme schnappten und zur neuen Ovalbahn gingen. Ich musste Drag ein paar Mal rüberschieben, weil sie mich ständig über den Haufen rennen wollte. Na das konnte ja lustig werden, dachte ich mir und gab Alexis noch ein paar Anweisungen, wie sie sich verhalten sollte, wenn Nova überschwänglich wurde und unkontrolliert losgaloppierte. Zu erst sollte sie sie laufen lassen, ehe sie sie runterriegeln sollte. Ich hatte Caleb beauftragt, sobald er mit Filly fertig war, Gipsy zu satteln und ihn als Track-Pony zu holen. Außer Caleb lies ich wirklich keinen auf meinen geliebten Gipsy... Er sollte am Ziel warten und uns entgegenkomm. Hinzu kam dann noch Aaron auf Emilio, jedoch mit englischer Ausrüstung, um Caleb ein wenig zur Seite zu stehen.
      Gesagt getan: Wir gingen in die Startboxen, was schon mehr als schwierig war, da Hell wie eine Diva rumzickte und sich einfach nicht gefangen bekam. Irgendwann reichte es mir dann auch, so dass ich abstieg und sie mit starkem Rucken am Zügel zum Rückwärtsgehen zwang. Sie kam mit ihrem Hintern an der Startbox an und drückte sich ängstlich dagegen. "Lass es jetzt!", schnauzte ich sie an und schwang mich in den Sattel. Nova stand schon bereit und auch wir bequemten uns nun in die Box. Ich drückte auf den Timer und nun hieß es warten. 10..9..8..7..6..5..4..3..2..1.. Klack. Die Türen sprangen auf und Hell bäumte sich in der Box auf, während Nova aus der Startbox herausschoss. "Was zur..", fluchte ich und drückte ihr meine Fersen in die Rippen, nachdem sie wieder auf allen Vieren stand. Nun sprang sie wie von der Tarantel gestochen aus der Box und preschte Nova hinterher. Heute klappte auch wirklich gar nichts, denn ich merkte, dass ich Hell nicht zurückgenommen bekam, weil sie Nova einfach nur überholen wollte. Na hoffentlich tat sie sich dabei nicht weh. Nova war noch 3 Pferdelängen entfernt, als ich Calebs und Aarons geschockte Gesichter in der Ferne sah. Aaron war schon auf dem Sprung, um uns abzufangen, doch Caleb hielt ihn fest. Gut so. Caleb verstand die Kunst des Reitens um Längen besser als Aaron, doch der junge Mann lernte ja noch. Kurz pfiff ich Alexis zu. Sie schien es gehört zu haben, denn sie versuchte Nova langsamer zu bekommen. Endlich kamen wir neben ihnen an und ich nickte. Erneut schossen beide Pferde in vollem Tempo nach vorne. Nova hatte noch nie eine Chance gegen Hell gehabt, da die Stute einfach um Längen größer war und auch an Schnelligkeit einiges mehr beweisen konnte. Aaron schaute uns nur geschockt an, als wir zwischen den Beiden hindurch galoppierten. Emilio waren die beiden schnellen Pferde nicht so geheuer, weshalb er geschockt nach hinten sprang. Doch Aaron konnte sich halten, weshalb nichts passierte. Langsam liesen wir die Pferde auslaufen und klopften die Hälse der verschwitzten Stuten. "What the hell..", fing Caleb an, als er und Aaron zu uns aufschlossen. "Did she rised in the box?!", Caleb schien völlig verwirrt. "Yeah, but it's okay. If she does it at a real race, she would be also fast enough to get placed I think. But we have to train it. It should not happen anymore. It's too dangerous.", erklärte ich ihm und schwang mich von Hells Rücken. Die anderen drei stiegen auch ab, ehe wir alle Pferde zurück brachten, sie absattelten, ihnen Decken auflegten und sie in die frisch gemisteten Boxen stellten, wo sie sich sofort auf ihr Kraftfutter stürzten- alle bis auf Emilio, da er weiterhin Track Pony spielen musste.Wir tauschten sie dann gegen die drei schon gesattelten Vollblüter Jagger, Faster und Walker. Caleb ritt Walker, ich Faster und Alexis Jagger. Es war mir zu gefährlich Aaron auf eines der Vollblüter zu setzen. Er war zwar schonmal ein Rennen mitgelaufen, jedoch reichte das auch vollkommen für den Anfang. Mit Emilio zusammen war er als "Tracker" wirklich besser aufgehoben.
      Zu viert gingen wir dann also zur Bahn. Aaron und Emilio stellten sich an das Ende unserer Strecke und wir versuchten, die drei in die Boxen zu bekommen, ehe ich den Timer stellte. 10..9..8..7..6..5..4..3..2..1..Klack. Die Türen öffneten sich und ich hörte, wie Caleb Walker lautstark antrieb. Dieser Spinner. Er war eben doch nur die Westernpferde gewöhnt. Lachend trieb ich meine Faster an und preschte los. Sie konnte sich gut neben Walker halten, doch Jagger war schneller. Es kam also doch auf die Größe an, dachte ich mir- war ja eben bei Nova und Hell genauso gewesen. Es dauerte wirklich nicht lange, bis wir ins Ziel einliefen. Alexis hatte mit Jagger gewonnen, danach kam Caleb mit Walker und das Schlusslicht bildeten Faster und ich. Ich hatte die Stute jedoch bewusst zurückgenommen, da sie ja auch nicht mehr die Jüngste war. Eigentlich lief sie auch nur aus Spaß mit. Das hier war auch ihre letzte Stufenerhöhung- obwohl: vielleicht packte sie die Klasse M auch noch. Dann war aber genug.
      Wir lobten die Pferde und brachten sie wieder in die Stallungen, ehe wir sie absattelten, kurz die Hufe kontrollierten, ihnen Decken auflegten und sie wieder in die Boxen konnten. Aaron und Alexis gingen Filly und Abby holen und Caleb und ich kontrollierten noch einmal die Beine der Rennpferde, ehe wir ins Haus gingen. Aaron und Alexis kamen schon zurecht.
      Heute war ein erfolgreicher Tag gewesen. Hell und Nova waren im Galopprennen auf der Klasse M, Faster, Jagger und Walker auf der Klasse L. In ein paar Wochen ging es dann weiter.
    • Veija
      Januar 2015, by Veija
      Anyway you want it

      Müde öffnete ich meine Augen und sah aus dem Fenster. Schnee. Wohin das Auge reichte. Ein Blick auf das Termometer bestätigte meine Vermutung: -3 Grad. Eigentlich noch fast zu kalt, um etwas mit den jungen Pferden zu machen. Doch sie wollten auch trainiert und bewegt werden, weshalb ich mich dann doch von meinem Bett ins Bad schleppte. Bevor ich das Wasser der Dusche aufdrehte, hörte ich Alexis und Caleb streiten. Aaron, der wie immer nur traurig daneben stand, versuchte den Streit zu schlichten doch kam nicht sonderlich weit. Caleb war eben doch mehr Mann als er. Ich drehte das Wasser auf und lies mich von der Wärme mitziehen. Alles um mich herum verschwand für eine kurze Weile, ehe ich durch ein lautes Pochen an die Badezimmertür aus meiner Trance gerissen wurde. Es war Alexis, die wie von der Tarantel gestochen an meine Tür hämmerte. Doch sie war nicht allein. Ich hörte die Stimmen von Caleb und Aaron. Na toll, dachte ich mir und wickelte mich schnell in ein Handtuch ein. Ich schlüpfte in meine Hausschuhe und ging etwas genervt zur Tür. "Was??", fauchte ich sie an und betrachtete dann zu erst Alexis, dann Aaron und zum Schluss Caleb, der mich belustigt anschaute. Mir war schon lange aufgefallen, dass er mich seit geraumer Zeit anders anschaute, als er seine Chefin anschauen sollte. Doch... wobei.. eigentlich gefielen mir seine Blicke.
      "So.. was ist los?", fragte ich die drei und wandte mich mehr an Alexis, als an die zwei Kerle. "Wir haben ein... Problem", rückte die junge Dame langsam raus. "Ja... und was für eins?", fragte ich nach und traf auf schweigende, auf den Boden gerichtete Blicke. "Mein Gott Leute..", fing ich an zu fluchen und quetschte mir durch die 3 hindurch in mein Zimmer. Promt knallte ich ihnen die Tür vor der Nase zu, zog mich flink um und band meine nassen Haare zu einem Dutt zusammen. Dann ging ich nach unten und setzte mich an den Frühstückstisch. Gekonnt ignorierte ich die drei Schweigsamen und schmierte mir genüsslich mein Butterbrot. Als keiner mit der Sprache rausrückte, ergriff ich wieder das Wort: "So Leute.. heute kümmern wir uns um die Kleinen. Ich brauche euch alle drei. Also, mitkommen." Bei dem letzten Wort lächelte ich alle meine drei Mitarbeiter kurz an. Wir zogen uns warm an und gingen dann gemeinsam in den Stall, wo die Kleinen standen. Ich beauftragte Caleb nach den ganz kleinen zu schauen. So mistete, fütterte und streichelte er Aquila, Harley und Princess. Ich selbst kümmerte mich um mein Sorgenkind Lena, ihre Freundin Holly und Striga. Heute kam keines der Fohlen auf die Weide, da es mir zu kalt dazu war. Auch die Großen blieben bei diesem Schneegestöber im warmen Stall. Aaron kümmerte sich derweil um die Jungs: Ready for Action, I'm a King Bee, Enjoy Nature, Gulrót, Wildfire, Cay Chicco Charly. Alexis kümmerte sich um die restlichen vier Damen: Hope, Secret, Wusel und Náttdís. Alles klappte sehr gut und schon waren die Kleinen versorgt. Freudig über diese schnelle Arbeit drückte ich allen Fohlen noch ein Lekerli in die Maulspalte, ehe ich mich den drei Zweibeinern zuwandte: "Also, sagt mir jetzt einer, was los ist?", fragte ich sie und schaute sie skeptisch an. Da mir jedoch noch immer niemand sagen konnte, was los war, ging ich schweigend zu meinen Sportpferden und fing mit dem misten an.
      Nach einiger Zeit kam Caleb dann dazu, um mir zu helfen. Immer wieder schaute er kurz zu mir rüber. Irgendwann hielt ich es nicht mehr aus: "Caleb.. how can I interpret your squints?", fragte ich ihn unsicher. Doch seine Antwort schockte mich noch mehr: "Anyway you want it."
    • Veija
      Februar 2015, by Loulou
      Kontrolle, impfen und chippen

      Heute hatte ich wieder einen Großauftrag vor mir. Ich sollte alle Pferde von Verena behandeln. Von meiner Wohnung bis zu ihr war es nicht sehr weit, weshalb ich sehr schnell bei ihr war. Außerdem freute ich mich, da ich meine Beiden Pferde Snuff und Steel Heart besuchen konnte. Leider mussten mich meine Pferde verlassen, da ich beruflich bedingt umziehen musste und die Pferde nicht mitkommen konnten.
      Bei Verena angekommen verwickelte mich Caleb zunächst in ein Gespräch und wollte mich gar nicht mehr gehen lassen. Als ich mich dann endlich von ihm lösen konnte, kam mir Verena auch schon entgegen und umarmte mich lächelnd. Wir redeten eine Weile, bevor wir uns zu dem ersten Pferd begaben. Die erste war Drag me to Hell, die ihre alte Besitzerin sofort erkannte. Sie wiehrte mir freudig entgegen und streckte ihren Kopf aus der Box heraus, um gestreichelt zu werden. "Na mein Mädchen?", sagte ich und nahm sie raus. Es folgte eine allgemeine Untersuchung aller Vitalwerte, doch die waren top in Ordnung. Ich schaute mir ihren Pass an, ehe ich die nötigen Impfungen auffrischte und ihr die Wurmkur verpasste. Zum Schluss wurde sie gechippt, was ihr nicht so wirklich gefiel, aber das musste sein.
      Schon waren wir mit ihr fertig, ehe Verena schon das zweite Pferd holte. Es war Supernova, die mich auch noch erkannte. Lächelnd streichelte ich ihren Kopf und überprüfte ebenfalls ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie. Fertig war auch Nova.
      Nun kam Verena mit einer wunderschönen Red Roan Sabino Stute. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Als nächstes war Faster an der Reihe. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Nun war ein Hengst an der Reihe. Firewalker hies der Gute. Auch seine Vitalzeichen wurden überprüft, seine Imfpungen aufgefirscht, die Wurmkur verpasst und der Chip unter die Haut gesetzt. Das Selbe geschah auch mit dem kleinen Hengst Filly. Augen auf betrachtete ich nur durch die Box hindurch, ihr fehlte nichts, da der Tierarzt erst vor Kurzem nach ihr geschaut hatte.
      Wir waren fertig mit den Englischen Vollblütern und gingen zu den 3 Pferden der Angestellten. Der alte Wallach Emilio war der erste, um den ich mich kümmerte. Ich checkte seine Vitalzeichen, frischte Impfungen auf, gab ihm die Wurmkur und setzte den Chip unter seine Haut. Alles lies er brav über sich ergehen, ehe ich ihm ein Lekerli hinstreckte, welches er genüsslich fraß.
      Das nächste Pferd war Black Ops. Sie kannte ich auch noch, auch wenn sie sich nicht mehr an mich erinnern konnte. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Das letzte Pferd der drei war ein Isländer Mix, mit einer sehr schönen Farbe. Die Kleine war zunächst etwas zickig, doch auch hier klappte alles. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Der erste im Sportstall war Gipsy. Ihn kannte ich auch noch. Er war neben Bella Verenas Lieblingspferd. Ich konnte mir nicht vorstellen, was wohl geschehen würde, wenn einem der Beiden etwas zustoßen würde. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor seine Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihm eine Wurmkur und chippte ihn. Schon war der Wallach fertig.
      Die nächste war eine sehr ungewöhnliche Stute. Eine Kreuzung aus Quarter Horse und Andalusier. Doch auch ihre außergewöhnliche Rasse konnte sie nicht vor dem Tierarzt schützen. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Es folgten Skrúður, Vin, Hængur, Gulrót, Harley, Náttdís und Eldrian Antrax, deren Vitalzeichen alle in Ordnung waren, weshalb ich sie impfen konnte bzw die Impfungen auffrischen konnte. Allen verpasste ich eine Wurmkur und chippte die Pferde, die noch nicht gechippt waren.
      Bei Snuff und Steel Heart ging ich besonders gründlich vor, da die Beiden erst vor ein paar Tagen in Verenas Stall gewechselt hatten. Die beiden hatten etwas erhöhte Temperatur, doch das kam durch den Stress und die ganzen neuen Pferde. Dennoch konnte ich impfen, Wurmkur verpassen und chippen. Schon waren wir mit den Sportpferden fertig, weshalb Verena und ich zu den Westernpferden gingen. Zu erst waren die Hengste dran.
      Die ersten waren Genuine und Spooky. Es folgten Ready for Action und Stütchen. Mit Stütchen war natürlich Funky Powerbabe gemeint, doch für mich und Verena war er mehr weiblich, als männlich. Genau so stellte er sich auf an, als wir chippen wollten. Doch es sei ihm verziehen. Die nächsten waren King Bee, Enjoy und Ali. Gefolgt von What Lies Ahead, Gun and Slide und Charly. Bei ihnen klappte auch alles super, weshalb ich schnell bei Flintstone, Sympath und Siku war.
      Nun kam der schwierigste Kandidat: Zues. Impfen mussten wir mit dem Blasrohr, die Wurmkur mischten wir ihm in sein Futter. An chippen war nicht zu denken.
      Schon waren wir fertig mit den Hengsten, weshalb es zu den Stuten ging. Die erste war Bella, die mich neugierig beäugte. Sie kannte mich ja auch schon lange. Lächelnd klopfte ich ihren Hals, ehe ich ihre Vitalzeichen untersuchte, sie impfte, ihr die Wurmkur gab und schließlich chippte.
      Bei Snapper Little Lena war das Ganze etwas schwieriger. Die Stute war nämlich blind und reagierte auf alles ganz anders, als die anderen Pferde. Wir holten ihr Holly Golightly zur Hilfe, damit sie sich an ihr orientieren konnte. Ständig hatte sie ihre Nase an Hollys Fell, um sich zu vergewissern, dass sie noch da ist. Die Untersuchung verlief noch sehr gut. Das impfen und die Wurmkur ging auch noch, nur das chippen machte ihr und Holly ein wenig Probleme. Doch alles verlief gut, weshalb wir uns den restlichen Pferden widmen konnten.
      Princess Gun, Vice, Devil, Cherokee Rose, Amarula, Moonrise, Summertime, Dawn of Hope, Honey, Angelic Desolation, Born to Die, Comeback of a fallen Goddess, Croatoan, Raised from Hell, Sheza, Secret, Wusel und Crow. Mal verlief die Untersuchung sehr gut, mal hatten wir ein paar Probleme. Doch nun waren wir fertig und Verena zeigte mir noch voller Stolz ihr erstes Paint Horse Fohlen. Aquila. "Wirklich eine Schönheit", sagte ich und wir gingen noch ein wenig ins Haus, um zu reden. Schließlich verabschiedete ich mich von ihr und ihren Mitarbeitern, ehe ich nach Hause fuhr.
    • Veija
      April 2015, by Veija
      Darling

      Schon früh am Morgen waren meine Mitarbeiter und ich auf den Beinen. Schließlich stand heute eine Art "Frühlingsputz" an, in dem wir alle Pferde bewegen wollten und ihnen ein wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen.
      Wir begannen im Stutentrakt, wo Caleb, Aaron, Alexis, Aliena und ich nacheinander Bella, Princess, Devil Rosy, Amarula, Shadow, Summer und Like Honey and Milk in die Führanlage brachten, ehe wir uns um die Boxen kümmerten. Nach einer halben Stunde waren diese wieder sauber, so dass wir in jede Box einen Sack "Streupellets" schütteten, ehe wir die Heunetze auffüllten, das Wasser kontrollierten und jedem Pferd seine Ration Kraftfutter dosierten. Dann kamen die 8 Pferde wieder rein. An eine Pause war jedoch nicht zu denken, da wir nun Angelic Desolation, Bailey, Goddess, Croatoan, Sheza, Crow, Grace & Pluie in die Führanlage brachten, ehe wir auch deren Boxen ausmisteten. Raised from Hell und Annie blieben im Stall. Annie sollte sich noch ein wenig einleben, bevor es an die Arbeit ging. Raised from Hell bekamen wir nur mit Mühe ausgemistet, da sie noch nicht wirklich händelbar war. Seufzend schüttelte ich den Kopf. Sie war wohl ein Pferd, dass man brechen musste, um mit ihr arbeiten zu können. Caleb und ich würden uns in der nächsten Zeit wohl mit ihr beschäftigen müssen... Nun kamen die 8 wieder rein und stürzten sich auf ihr Kraftfutter.
      Weiter ging es zu den Hengsten. Gen, Spooky, Funky, Ali, Winny, Blue, Flint und Pathy kamen ebenfalls in die Führanlage. Siku stellten wir in den Round Pen, Sol kam kurz auf die Koppel. Zues stand noch immer in Penals eingezwängt auf einem Stück der Koppel, weshalb wir ihn nicht ausmisten mussten. Erneut waren wir nach einer guten halben Stunde fertig, so dass alle Pferde wieder in ihre Boxen zurück konnten- ganz zum Leidwesen von Sol, dem das bisschen Gras, was zur Zeit auf der Wiese war, sichtlich schmeckte.
      Weiter ging es zu den Vollblütern, wo wir in den letzten Tagen zwei Neuzugänge bekommen hatten.
      Erneut brachten wir die Pferde in die Führanlage. So waren Hell, Nova, Jagger, Faster, Abby, Zucker, Manni und April innerhalb 5 Minuten in Bewegung. Faster stellten wir in den Round Pen, da wir ihn nicht gerne mit den Stuten zusammenliesen. Nach etwa einer halben Stunde waren wir soweit fertig, dass die Pferde wieder reinkonnten.
      Es war fast geschafft, denn es fehlten nur noch 2 Stallteile. Nun waren wir also bei den Sportpferden angelangt: Gipsy kam auf die Koppel, Skrudi, Vin, Haengur und Glaeta kamen zusammen mit Ops, Oca, Snuff und Heart in die Führanlage. Emilio, Antrax, Maracuja, Callus und Kunis stellte ich auf verschiedene Koppeln. Für die Pferde viel zu schnell waren wir fertig mit der Arbeit, denn sie wollten liebend gerne noch weiter grasen. Doch alles fanden wieder ihren Platz in ihren Boxen.
      Nun gingen wir zu den Jungpferden in den großen Offenstall. Lächelnd begrüßten wir Lil, Holly, Action, King, Enjoy, Striga, Gulrót, Peppy, Dawn, Wildfire, Harley, Charly, Secret, Wusel, Náttdís, Aquila, Nucu und Nani. Wir verbannten alle Fohlen aus dem überdachten Bereich des Stalls, so dass wir in Ruhe ausmisten konnten. Aliena und Alexis gingen zudem noch über die Koppel und äfpelten diese ab. Als wie fertig waren, konnten die Fohlen und Jungpferde wieder unter den überdachten Teil. Es fing nun ziemlich stark an zu regnen, weshalb alle unter Dach wollten. Natürlich spielte Wildfire wieder mit dem Stroh und schmiss alles durch den Stall. Lachend schauten wir den Tieren zu, ehe wir überlegten, ihnen beim nächsten Misten auch Pellets zu geben. Doch uns war es lieber, die Fohlen schliefen im warmen Stroh.
      Wieder im Hauptstall angekommen, zog mich Caleb zur Seite. "So... something changed", sagte er unerwartet zu mir und ich merkte, wie mein Herz in meiner Brust hämmerte. "Something changed?", fragte ich ihn. "Yes, darling", sagte er in seinem charmanten Ton. In letzter Zeit hatte er mich immer öfter darling genannt, ohne dass er mir wirklich aufgefallen war- naja, jetzt viel es mir auf. "I'm sorry..", sagte er noch leise, ehe er seine Lippen auf die Meinen presste. Völlig verwirrt reagierte ich einfach gar nicht und stand stocksteif vor ihm, ehe ich den Kuss leicht erwiderte. Viel zu plötzlich löste er sich von mir und verschwand einfach in der regnerischen Nacht. "Wow..", sagte ich leise und strich mir über die Lippen, bevor ich ein unterdrücktes Lachen hörte. Aaron hatte uns gesehen. "Na was der Kerl vorhat...", sagte er unschuldig und zuckte mit den Schultern. Natürlich wusste er über Calebs Vorhaben bescheid, doch er wollte mir nichts verraten. Verwirrt ging dann also zurück ins Haus, wo ich mich nach dem Duschen sofort ins Bett legte.
    • Veija
      Juni 2015, by Veija
      Thunderstorm? Are you kidding?!

      Benommen schaute ich auf die Uhr. Schon 12? Draußen krachte es einmal laut, was mich zusammenfahren lies. Der Wetterbericht hatte doch Recht behalten. Es schüttete wie aus Eimern und immer wieder zuckten Blitze vom Himmel, gefolgt von einem höllischen Lärm. Ich stand auf und blickte nach draußen. Ich konnte meinen Augen kaum trauen! Da standen meine Pferde, im Gewitter!
      Sofort war ich hellwach und zog mich mehr schlecht als Recht an, ehe ich nach unten stürmte und meine Mitarbeiter zusammenrief: "WER von euch hat die Pferde raus gestellt?!", fragte ich die vier doch keiner wollte mir antworten. "Leute, Regenjacken an und ab! Guckt dass die alle zurück in den Stall kommen!", fauchte ich sie an und zog mir ebenfalls meine Regenjacke an, ehe ich zu den Zuchtstallungen stürmte. Bella, Amarula, Grace und Nova bekam ich alle zusammen in den Stall, ehe mir Brother, Spooky und Funky schnappte und sie in den Stall brachte. Eigentlich musste ich die Pferde nur von ihren Paddocks in den Stall scheuchen, doch das war leichter gesagt, als getan. Schließlich sahen alle Boxen aus wie Sau, weil sich noch niemand erbarmt hatte, diese zu misten. Kurz seufzte ich. Also musste ich nachher ran.
      Nun ging es weiter zu den Vollblütern. Hell, Jagger, Faster, Augen auf, Zucker und Wild Reflex waren von der Koppel schon wieder in ihrem Stall. Lamperd, Nyanda, Sacramento, Scoubidou, Seattle Slew, Pria und Horror brachten Caleb und ich noch zusammen in ihre Stallungen. Auch die beiden Stalltrakte der Vollblüter waren noch nicht gemacht. Seufzend verdrehte ich die Augen und machte mich nun mit Caleb und Aaron im Schlepptau auf zum Trainingsstall. Zum Glück hatten Aliena und Alexis schon fast die Hälfte der Pferde im Stall! So befanden sich Genuine, Gipsy, Lil Princess, Skrudi, Wimpy, Cherokee, What Lies Ahead, Gun and Slide, Moon, Summertime, Dawn of Hope, Emilio. Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Goddess, Sheza, Sweety und Siku schon im Stall. So holten wir zu fünft noch Náttdís, Eldrian, Solitary, Pluie, Cauldron, Annie, Silver, Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, King Gun, Sue und Ravi in den Stall. Auch ihre Boxen mussten alle noch gemacht werden, doch zunächst gingen wir zu den Jungpferden am Offenstall.
      Crescent Wolf, Crow, Holly, Harley, Ocarina, Raised from Hell, Lena, Striga, Aquila und Peppy Ann kamen in den Offenstall für die Stuten, dessen Stalltür ich schließen konnte, damit die Pferde für den Tag drin blieben. Zues musste leider in seinem provisorischen Paddock bleiben, so Leid es mir tat. Wildfire, Omira, Kunis und Gunna Whiz kamen in ihren Offenstall, wo ich ebenfalls die Tür schloss. Seufzend trug ich nun jedem auf, welche Pferde er zu misten und zu füttern hatte.
      Also ging ich in den Zuchtstall und kümmerte mich um die dortigen Pferde. Im Moment erwartete keines der Tiere Nachwuchs, was auch nicht so schlecht war, denn ich war ja gerade erst dabei, eine Zucht aufzubauen. Da konnten die Tiere ruhig noch ihr Leben genießen, fernab vom täglichen Training. Eigentlich hatten es die Zuchtpferde und die Jungpferde bei mir am Besten. Sie konnten den ganzen Tag fressen und ihr Leben genießen.
      Kurz lachte ich, ehe ich kopfschüttelnd den Stall verlies. Ich war schon fertig und bereitete nun das Mittagessen vor, was wir um geschlagene 17 Uhr essen würden. Tja, die Pferde gingen eben vor.
    • Veija
      Juli 2015, by Veija
      Destiny

      Langsam reckte ich mich in meinem Bett, ehe ich mich dann doch begannte und aufstand. Nach einer kurzen Dusche, die mal wieder sinnlos war, da ich in einer Stunde wieder nach Pferd riechen würde, zog ich mir eine Jeans und ein kurzes, kariertes Hemd an. Natürlich durfte mein Hut nicht fehlen, wobei ich heute einen schwarzen anzog. Meine Haare band ich davor noch zu einem tiefen Zopf, ehe ich in meine Boots schlüpfte und nach unten an den Frühstückstisch ging, den Aaron freundlicherweise schon gedeckt hatte. "Danke", sagte ich zu ihm, ehe ich mich an den ansonsten leeren Tisch setzte. "Wo ist der Rest?", fragte ich ihn dann, worauf er nur mit einem schulterzucken antwortete. Auch gut, dachte ich mir und schmierte mir mein Brot, ehe ich die neuste Post checkte, die seit neustens Nachts mit der Zeitung kam. Es war mir ganz recht, da ich Post sowie Zeitung dann schon am Frühstückstisch lesen konnte, allerdings tat mir der Postbote leid, da es nachts doch ein wenig ungemütlich hier draußen wurde- besonders im Winter.
      In letzter Zeit bekam ich vermehrt Bewerbungen zu Praktikas oder Ausbildungen, ja auch Jobanfragen! "Eigentlich könnten wir hier noch Unterstützung gebrauchen, oder Aaron? Besonders wenn wir bald auf das neue Gestüt ziehen.", sagte ich mehr zu mir selbst als zu ihm, ehe ich ein Räuspern in der Tür vernahm. Da stand ein fremder junger Mann in Jeans und Karohemd, der bestohlen zu Boden sah. "Ja, bitte?", fragte ich ihn, ehe ich einen Blick hinter ihn warf. Dort stand Caleb und schaute mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. "Mein Auto ist hier in der Nähe liegen geblieben, ich habe eine kleinen Isländerhengst dabei und wir wussten nicht wohin, leider habe ich hier mit meinem Handy keinen Empfang", erklärte er mir kleinlaut, ehe ich einen Blick mit Caleb tauschte und ihm zunickte. Das hieß, dass der Fremde wohl keine bösen Absichten vorhatte und ich mit Aaron zusammen wohl mit ihm klarkommen würde. "Wo ist dein Pferd denn?", fragte ich ihn dann, ehe ich ein fremdes Wiehren hörte und nach draußen sah, wo ich einen kleinen Red Dun farbenen Isländerhengst sah, der wie verrückt um Alexis herumtänzelte.
      "Gut, lass uns mal nach deinem Pferd schauen", sagte ich und stand auf. Er wollte zwar protestieren, ich stahl mich jedoch einfach an ihm vorbei und ging zu dem Hengst der sich panisch umsah. "Whoaaaa", sagte ich leise und beruhigend zu dem Tier und nahm ihn Alexis aus der Hand, ehe wir auf den Stall zugingen. "Ich stelle ihn gerade in eine Box, abseits meiner Pferde, dann kann er sich ein wenig beruhigen, ehe wir den Wagen holen und zu deinem Auto fahren, okay?", fragte ich ihn und wartete die Antwort nicht ab, vernahm jedoch aus dem Augenwinkel ein kurzes Nicken.
      "Wie heißt er denn?", fragte ich ihn beiläufig und nickte dann. "Dynur, ein schöner Name", erwiderte ich dann, ehe Caleb schon mit dem Pick Up auf dem Hof stand, in den der Fremde und ich einstiegen. "Wie heißt du eigentlich?", kam es mir dann in den Sinn, ehe ich einen Blick über die Schulter zu dem Mann warf, der auf der Rückbank des Pick Ups Platz genommen hatte. "Riley", sagte der junge Mann leise. "Riley Fortin." "Ein schöner Name.."murmelte ich noch, ehe auch ich mich vorstellte. "Ich bin Verena O'Connor und der Herr hier neben mit ist Caleb O'Dell."
      Nun waren wir auch an seinem Auto angekommen, welches sich Caleb sofort anschaute. In dieser Zeit unterhielt ich mich weiterhin mit Riley, da Caleb ihm unmissverständlich erklärt hatte, dass er niemanden brauchte, der ihm über die Schulter schaute. "Nimm's ihm nicht krumm, er ist eben so", erklärte ich ihm schulterzuckend, worauf hin er mich nur fragend ansah. "Wo wolltest du eigentlich hin?", fragte ich ihn dann. "Ach.. ich fahre ein wenig durch die Gegend, immer auf der Suche nach einem Job", antwortete er mir und Caleb blickte kurz mit einer hochgezogenern Augenbraue zu mir, ehe er sich die Hände an seiner Hose abklopfte und zu uns kam."Der hier fährt nirgendwo mehr hin, der Motor ist hin", erklärte er Riley, der die Hände über dem Kopf zusammenschlug. "Und jetzt?", murmelte er eher zu sich selbst als zu uns, dennoch beantwortete ich seine Frage für ihn: "Da du ja ein Pferd hast, wirst du ja wohl reiten können. Wie wärs wenn du ein paar Tage bei uns bleibst und im Stall bei den Pferden hilfst, dafür brauchst du nichts zu bezahlen?", fragte ich ihn und er nickte dankend. "Gut, lass uns zurückfahren, wir rufen einen Abschleppdienst."
      Eine gute Stunde später waren wir samt seinem Auto und Hänger auf der Ranch. Riley ging natürlich sofort zu seinem Hensgt, der sich grummelnd an ihn schmiegte.
      Ich räusperte mich kurz. "Nichts da, an die Arbeit junger Mann!", sagte ich lachend und ging mit ihm zum Offenstall, wo die Jungpferde standen. Wir hatten vorher noch Kraftfutter gemischt, welches wir in die Futterraufen im Stall schütteten. Außerdem standen verteilt auf den Koppeln Eimer, damit auch die rangniedrigeren Pferde Energie bekamen. Viele verteufelten ja das Kraftfutter bei Jungpferden, da es nur in den Kopf gehen solle, doch ich war ein totaler Befürworter. Man sah es den Tieren an, dass sie allmählich immer kräftiger wurden.
      Zunächst ließ sich kein Pferd blicken, ehe ich laut nach ihnen rief.Zu erst kamen Crescent Wolf, Magnificient Crow und Natsu's Little Harley. DIcht dahinter Miss Holly Golightly und Snapper Little Lena, wobei diese nie bei der Gruppe waren sondern immer den Eimer nahmen, der am weitesten vom Stall weg war.
      Ocarina of Time kam auch noch zum Stall, während Raised from Hell nie zum Fressen kam. Das würde noch lustig werden mit der Stute, dachte ich mir seufzend und betrachtete Striga und Princess Peppy Ann, die sich immer mehr angefreundet hatten in letzter Zeit. Auch Aquila T Mistery und Bella'S Dun Gotta Gun standen immer zusammen und hielten sich auch ein wenig vom Stall weg, da sie zusammen mit Gunna Whiz die jüngsten Vertreter waren.
      Bei den Stuten fertig ging es zu den Hengsten. Wildfire kam sofort auf uns zugerannt und wollte seine Streicheleinheiten abholen, die Riley ihm auch gab. Kunis kam auch sofort zu uns, während Lil Nucu Omira sich ein wenig Zeit ließ, dann aber auch zu uns kam. Zues bekam kein Kraftfutter, der hatte genug Energie und zeigte sie uns jedes Mal aufs Neue, wenn wir zu ihm gingen. "Was ist denn mit dem passiert?", wollte Riley wissen. "Ich habe ihn vom Schlachter aus schlechter Haltung geholt, wurde leider viel zu früh von der Mutter getrennt und war immer Rangniedrigster. Aufgrund seiner Farbe, da ich ja auch auf Farbe züchte, konnte ich den Hengst nicht stehen lassen. Mal schauen, was aus ihm wird", erklärte ich ihm, ehe wir zu den Vollblütern gingen.
      Die Pferde waren auch aufgeteilt nach Stuten und Hengsten und standen bei dem schönen Wetter alle auf der Koppel. Die übliche Bande, also Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf ich komme, Zuckerschock und Wild Reflex, kamen sofort angelaufen, als sie uns mit den Eimern sahen. Rasch waren sie im Stall am Trog, um die ersten zu sein, die etwas zu fressen bekommen. Nyanda, Praimos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid und Deadly Ambition ließen sich deutlich mehr Zeit, ehe sie doch langsam in den Stall kamen. Gott sei Dank vertrugen sie sich alle super gut, weshalb es be ihnen nie Kämpfe oder ähnliches gab.
      Bei den Hengsten waren Firewalker und Lamperd recht schnell bei uns, ehe nach und nach Sacramento, Scoubidou und Seattle Slew kamen, die sich wohl nich nicht so wohl bei mir fühlten- leider. Nun schauten wir in der Zuchtstallung vorbei, wo alle Pferde auf ihren Paddocks standen. Lächelnd bekamen Bella Dun Del Cielo. Spooks Gotta Gun, Supernova, Funky Powerbabe, Amarula van Helsing, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Soul Sisters Brother of Time und Stormbringer, meiner neusten Ergänzung der bunten Truppe, ihr Futter. Im Trainingsstall trafen wir kein Pferd an, da diese alle auf der Koppel standen und sich den Bauch vollschlugen.
      Je nach Training bekamen dann Genuine Lil Cut, Cielos Double Dun It, Lil Princess Gun, Skrúður
      Wimpys Little Devil, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Crusing's Dawn of Hope, Emilio, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat Cat, My sweet little Secret, Siku, Náttdís, Eldiran Antrax, Solitary, Marly's Pluie, Cauldron of Renascence, Annie get your Gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Hollywood's King Gun, Black Sue Dun It, Ravi, Blazing Flame, Snuff, HGT's Enjoy Nature, Ahyoka und schließlich die zwei neusten Woodstock Lady und Call of Pripyat ihr Futter. "Fertig", sagte ich und sah auf die Uhr. Ich war um 6 aufgestanden, um 18 Uhr waren wir jetzt fertig mit den Pferden. "Ach Dynur fehlt noch, oder?", fragte ich ihn und ging wieder in die Futterkammer, wo wir das Futter für den jungen Hengst vorbereiteten, dem Riley es dann auch gleich brachte.
      Nun gingen wir rein und setzten uns an den Küchentisch, wo meine anderen Mitarbeiter schon etwas gekocht hatten. Zusammen aßen wir zu Abend, ehe wir ins Büro gingen und ein wenig Papierkram regelten. "Ab sofort bist du auf Zeit hier eingestellt, Riley. So wie du heute mit den Pferden umgegangen bist, kannst du auch gerne länger bleiben, da wir hier dringend neue Unterstützung gebrauchen könnten!", erklärte ich ihm doch er nickte dankend ab. "Ich bleibe erstmal diesen Monat, dann können wir ja weiter sehen", erklärte er lächelnd, drückte mir die Hand und verließ mein Büro.
      Nach einem Blick auf den Kalender stockte mir fast der Atem. Morgen würden Catalina und Clarence kommen!
      Schnell schlich ich mich also ins Bett, um morgen ausgeruht früh aufzustehen.
    • Veija
      Oktober 2015, by Veija
      Besuch bei den Kleinen

      Als ich mein Tagebuch zuschlug musste ich schon lachen. "Die Kleinen", hatte ich eben noch hineingeschrieben, dabei waren sie ja gar nicht mehr so klein. Ich legte das Buch weg und schaute aus dem Fenster, von dem ich die Kleinen natürlich nicht sehen konnte. Kurz seufzte ich, zog mich an und ging dann nach unten, um zum Offenstall zu gehen. Vorher schaute ich jedoch bei Zues vorbei. Endlich hatte ich verstanden, dass ich nicht alleine mit ihm klar kam, weshalb ich mir Hilfe gesucht hatte. Die ehemalige Besitzerin von Stormi hatte sich angeboten, mir ein wenig unter die Arme zu greifen. In den nächsten Tagen würde entweder sie, oder ihr Mitarbeiter Hansi vorbeikommen, um sich das Tier mal anzuschauen.
      Dann ging es zum Offenstall, wo ich mir zunächst die Hengste anschaute. Wildfire xx kam brav auf mich zugetrottet und holte seine Streicheleinheiten ab. "Braver Junge, was?", sagte ich und kraulte seinen Schopf, ehe ich ihn zur Seite schob und ein paar Mal laut pfiff. Wildfire legte zwar kurz die Ohren an, drehte sich aber dann irgendwann weg und fing an zu fressen. Dann kamen auch schon Lil Nucu Omira und Gunna Whiz angetrabt, die sich wohl ziemlich angefreundet hatten. Doch auch Bella's Dun Gotta Gun, Call of Pripyat, Dynur fra Frelsi, Bellamy' O, Days Gone By, Kunis und Funky's Wild Berry waren nicht weit und nach und nach, kamen alle angetrottet. Ich kontrollierte alle Pferde auf äußere Verletzungen, äpfelte den kleinen Paddock und den Offenstall ab, füllte das Heunetz nach und ging dann zu den Stuten rüber.
      Sofort angetrottet kamen Snapper Little Lena und Miss Holly Golightly. Die beiden waren sehr, sehr groß geworden in letzter Zeit und kamen auch bald in den Trainingsstall. Nur Lenas Blindheit machte mir zu schaffen, doch damit würden wir auch klar kommen. Nun piff ich, wie bei den Hengsten zuvor, ein paar Mal, ehe schon die ersten Pferde zu mir kamen. Striga und Natsu's Little Harley waren ganz vorne dabei, Raised from Hell und Ocarina of Time hoben erst gar nicht die Köpfe. Plötzlich stupste mich jemand von hinten an, ehe ich Aquila T Mistery's Schopf streichelte und mich weiter umsah. Magnificient Crow und Crescent Moon standen auch weiter hinten auf der Koppel, kamen jedoch ebenfalls angetrabt, als ich noch einmal pfiff. Ich kontrollierte alle Pferde auf äußere Verletzungen, äpfelte Paddock und Stall ab, ehe ich die Heunetze befüllte. Dann ging ich auch schon wieder ins Haus, um mich dem Papierkram zu widmen.
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  • Album:
    BRR Verkaufsstallung
    Hochgeladen von:
    Veija
    Datum:
    30 Dez. 2016
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    EXIF Data

    File Size:
    167 KB
    Mime Type:
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    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Exterieur
    Name: Wildfire xx
    Rufname: Filly
    Alter: 11.1, 8 Jahre
    Geschlecht: Hengst
    Größe: 1,60m
    Rasse: Englisches Vollblut
    Fellfarbe: Bay minimal Roan (EeAarnRn)


    Stammbaum
    von: Chiccory ox
    von: Ehrengold
    aus der: Black Pearl
    aus der: unbekannt

    Charakter:
    Filly ist eigentlich die Bezeichnung für ein weibliches Fohlen. Am Anfang dachten seine Besitzer aufgrund seines feinen Kopfes und wirklich schmalen Körperbaus, dass er eine Stute wäre. Nun hat er diese Bezeichnung als Spitznamen behalten. Filly ist mit Sicherheit seinem Verhalten nach zu urteilen kein Fohlen mehr. Wenn er sich mit einem anderen Pferd versteht und es Ärger gibt, geht er auch mal mit angelegten Ohren auf das andere Pferd los, um seine Freunde zu verteidigen. Jedoch weiß der Kleine immer genau, wann es Zeit zu gehen ist. So bekommt er kaum Tritte oder Bisse ab, da er nicht nur intelligent, sondern auch wahnsinnig schnell ist. Wenn er galoppiert kann kaum ein Pferd mithalten, weshalb der Kleine sich später einmal auf der Rennbahn besonders gut machen wird.
    In Bezug auf Menschen ist er recht neugierig und kommt immer mit gespitzten Ohren, wenn man ihn ruft.


    Zuchtinfos

    Gekört/Gekrönt: nein

    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer:
    Gezüchtet bei/Zucht:

    VKR: kira

    Kaufpreis: Joellen
    Zu Verkaufen: nein


    Qualifikationen:

    eingeritten
    nicht eingefahren


    Dressur E
    Springen E
    Military E
    Distanz E
    Galopprennen A

    Western

    Erfolge:
    [​IMG]
    1. Platz Fohlenspringen ab 1,5 Jahren

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    3. Platz 294. Distanzturnier, 2. Platz 298. Distanzturnier, 2. Platz 413. Galopprennen

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand:
    Letzter Besuch: Mai 2016

    Hufschmied:
    Letzter Besuch: Juni 2016
    Beschlag: keiner

    Puzzle PNG