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Tassila

♂ Joaquín | 7 Punkte PRE

Eltern: 3 P. | Erfolge: 1 P. | Training: 1 P. | Foto: 2 P.

♂ Joaquín | 7 Punkte PRE
Tassila, 3 Okt. 2016
sadasha, Zion, AliciaFarina und 2 anderen gefällt das.
    • Tassila
      Gwen - 10.09.'14
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      Schwarzbären, Bisons & Co - Ein Wanderritt durch Kanada

      (c) Gwen | 33.538 Zeichen
      Schon seit heute Morgen wuselte ich über das Gestüt und hatte immer noch allerhand zu tun. Joline half mir bei der Vorbereitung für die Gäste, welche heute Nachmittag bei uns eintrudeln würden, denn es wieder eine neue Veranstaltung an, welche ich schon seit längerem plante: Ein dreitägiger Wanderritt durch Kanada.
      Die Anmeldung im Internet hatten wir keine Stunde lang offen lassen können, schon waren Formulare über Formulare eingetrudelt und wir mussten sie direkt wieder schließen. Der Wanderritt war nur für sechs Leute konzipiert, so dass wir lediglich vier der ganzen Mails annehmen konnten.
      Das Ganze war nun schon einige Wochen her und so hatte sich jeder der Teilnehmer individuell auf den Wanderritt vorbereiten können. Sie durften gerne eigene Sachen mitbringen, aber für die Grundausstattung sorgten wir – schon aus dem Grund, dass die Pferde nicht unter zu viel Kram zusammen brechen sollten.
      Während wir hier nun jedoch alles vorbereiteten, war Elisa gar nicht da. Momentan war sie überall unterwegs, nur nicht auf ihrem eigenen Gestüt. Dieses stand momentan unter der Leitung von Matthew, aber dem sollte man eher weniger zu nahe kommen, denn warum auch immer hatte er eine tierisch schlechte Laune.
      Auch Joline hatte die Nase schon wieder gestrichen voll. „Weißt du, ich wollte ihn nur fragen, ob er die Boxen vorbereitet“, schimpfte sie, „aber stattdessen grummelt er mich nur an, steigt auf Capri und haut ab“, kopfschüttelnd bereitete Joline mit mir das letzte Gästezimmer vor, während sie noch lange über Matthews Verhalten echauffierte.
      Die Zeit verging ruckzuck und Mittag war schon lange vorbei. Die Gästezimmer hatten wir nun hinter uns gebracht, dennoch waren wir noch nicht annähernd fertig.
      „Joline? Kannst du dich um das Essen kümmern? Unsere Gäste werden nach der langen Reise sicherlich hungrig sein“, meinte ich zu ihr und verließ dann das Gästehaus. Da Matthew sich nicht für unsere Besucher verantwortlich zu fühlen schien, musste ich mich um die vier Boxen kümmern.
      Während ich noch die Heunetze füllte, hörte ich schon das erste Auto auf den Hof fahren. Es war die bekannte Züchterin Tassila, welche das erste Mal auf unser Gestüt kam.
      Dementsprechend war sie kurzerhand an dem Parkplatz vorbeigefahren. Lächelnd erklärte ich ihr den Weg und lief dem fahrenden Auto hinterher.
      Auf dem Parkplatz begrüßte ich sie erst einmal in aller Ruhe und dann luden wir auch schon ihr Pferd aus. „Das ist Joaquin“, stellte sie mir ihr PRE vor. Der Hengst war ein Perlino und wunderschön.
      „Solche Pferde sieht man nicht oft in Kanada“, lachte ich und kraulte ihm kurz die Stirn, ehe ich Tassila und ihrem Pferd den Weg zu den Stallungen zeigte. Joaquin schien die neue Umgebung keineswegs zu stören, stattdessen blickte er sich neugierig um und war schon auf Erkundungstour unterwegs.
      Der Hengst kam in eine große helle Box mit Paddock und er machte sich direkt an dem frischen Heu zu schaffen. „Ich habe mir gedacht, dass es ganz gut wäre, wenn die Pferde die erste Nacht in eine unserer Boxen verbringen“, erklärte ich Tassila lächelnd und sie nickte mir zustimmend zu.
      Kurz darauf leitete ich sie an Joline weiter, welche ihr das Gästezimmer zeigen würde, denn ich musste zurück zum Parkplatz, um den nächsten Gast zu begrüßen.
      „Hey Maren!“, rief ich erfreut und winkte der Fahrerin schon von weiten zu. Bisher war sie bei allen Veranstaltungen von WHT dabei gewesen und anscheinend änderte sich daran auch so schnell nichts.
      „Na, wen hast du diesmal mit?“, fragte ich neugierig und linste in den Hänger hinein. „Das ist For an Angel, eine junge Vollblutstute“, erklärte Maren mir und lud sie aus. Sie war ein wunderschönes braunes Tier mit einigen Spots und einfach ein wahrer Hingucker!
      „Ein hübsches Pferd“, meinte ich und Maren lachte mir zu. „Und ein richtiges Arbeitstier! Manchmal habe ich Angst, dass sie sich selbst übernimmt, deshalb wollen wir auch bei dem Wanderritt mitmachen“, seufzte Maren und tätschelte der Stute den Hals.
      Auch jetzt war die Stute schon wieder voller Elan und wuselte erst einmal durch ihre Box, ehe sie sich entspannte und anfing, die neue Gegend zu erkunden. Maren zeigte ich direkt ihr Zimmer, wo schon ihre Zimmergenossin Tassila ihre Sachen auspackte.
      „Unten im Speisesaal gibt es dann erst einmal etwas zu Essen und danach geht es an die Besprechungen“, klärte ich die beiden auf und ließ sie dann kurzerhand alleine.
      Zwischendurch traf ich Joline, welche auch ständig unterwegs war und alles vorbereitete – dort noch Handtücher hinbrachte und bereits den Tisch deckte. „Mache dir nicht so viel Stress!“, meinte ich lachend und lief zurück zum Parkplatz.
      Dort kam auch schon Zairina eingetrudelt. „Na auf dich habe ich ja gewartet!“, grinste ich und umarmte meine gute Freundin herzlich. „Wie ich hörte, ist Elisa gar nicht zugegen?“, fragte sie ironisch und lachte. Ich schüttelte nur grinsend den Kopf und lud mit ihr gemeinsam ihre Stute aus.
      Scylla brachten wir dann direkt in ihre Box, welche neben der von Angel lag, so dass die beiden nicht alleine waren. Scylla war ganz ruhig und entspannt und schien keinen Stress an sich heran zu lassen.
      Ich brachte Zai in ihr Zimmer. „Wundert euch nicht, ihr verbringt die Nacht zu dritt in einem Zimmer, aber es ist nur eine Nacht und unser vierter Mitreiter ist eben ein Kerl und ehe jemand alleine schlafen muss“, mehr schien ich nicht sagen zu müssen und die Mädels grinsten mich nur an.
      Auf den genannten Kerl durften wir dann auch noch ziemlich lange warten. Die drei anderen Mitreiterinnen saßen bereits im Saal und aßen, als der letzte Wagen endlich auf den Hof fuhr.
      Sarah hatte mich schon vorgewarnt, dass ihr Freund Cayden momentan etwas launisch sein könnte. Seit dem Ritt durch Schottland hatten die beiden sich ziemlich zerstritten und Cayden schien momentan einiges an Abstand zu gebrauchen, so dass er nach Kanada gereist war.
      Aber Cayden war tatsächlich ein richtiger Stinkstiefel. „Na du wirst dich ja prima mit Matthew verstehen“, murmelte ich zu mir selbst, nachdem Cayden mich nicht einmal wirklich begrüßt hatte, sondern nur sein Pferd auslud.
      „Wo soll sie hin?“, fragte er unruhig und ich zeigte ihn den Weg zu Willows Box. Die schwarze Stute orientierte sich erst einmal ein Weilchen und schließlich sprach Cayden doch noch ein Wörtchen mit mir.
      „Willow ist auf der rechten Seite so gut wie blind“, erklärte mir Cayden und ich blickte ihn stirnrunzelnd an. Mit so einem Pferd wollte er bei einem Wanderritt mitmachen? „Na ja, ganz so schlimm ist es nicht. Sie scheint noch Licht und Schatten zu erkennen und da sie vom Gemüt her einfach wunderbar ist, kommt sie sehr gut zurecht“, beruhigte er mich und ich nickte zu.
      „Also keine Pferde auf der rechten Seite?“, fragte ich noch einmal nach und Cayden nickte. Na ja, so wirklich zum Reden würde er auf dem Ritt eh nicht zu gebrauchen sein, da war es nicht so wild, wenn Willow alleine lief, ohne jemanden an ihrer Seite.
      Im Essenssaal wurde Cayden von den anderen herzlich begrüßt, doch selbst grummelte er nur ein leises „Hallo“, ehe er sich zum Essen mit Abstand zu den anderen niederließ.
      Auch Joline und ich aßen noch etwas, ehe wir mit den Besprechungen beginnen wollten. Es war noch allerhand zu klären, ehe wir uns Morgen auf den Wanderritt begeben konnten und das sollte auch jeden unserer Mitreiter erreichen.
      „So, dann fangen wir mal ganz allgemein an“, meinte ich lächelnd, nachdem ich aufgestanden war. „Morgen früh begeben wir uns dann auf unseren Wanderritt, aber vorher muss noch einiges geklärt werden. Zuerst wird Joline euch über die einzuhaltenden Regeln belehren“, sagte ich und gab das Wort an Joline ab.
      In den Belehrungen ging es vor allem darum, die Gruppe nie ohne Erlaubnis zu verlassen, stets auf uns Führer zu hören und kein Risiko einzugehen. Des weiteren gab es noch einmal einige Formulare, welche ausgefüllt und unterschrieben werden mussten, damit wir keine Probleme mit plötzlich aufmüpfigen Teilnehmern bekamen.
      „Nun habe ich hier für euch noch eine Karte, auf welcher der Standpunkt von CHS und unsere Trailroute eingezeichnet ist. Auf der Rückseite findet ihr auch eine kurze Erläuterung unseres Ritts“, erklärte ich und gab die Karte aus. „Außerdem bekommt ihr noch einen Zeitplan, damit ihr in etwa wisst, wann es losgeht“
      Es dauerte noch lange, ehe wir mit allem fertig waren und dann war es draußen bereits dunkel. Unsere Gäste verschwanden in ihre Zimmer, während wir noch den nächtlichen Rundgang durch die Stallungen machten.
      Danach gingen auch wir früh zu Bett, um Morgen ausgeschlafen zu sein, denn mit einem Wanderritt war nicht zu spaßen.
      Früh um sechs machte ich alle Gäste munter. Während ich bei den Mädels grinsend ein „Guten Morgen!“, hinein rief, beließ ich es an Caydens Zimmertür beim Anklopfen.
      Julien stand in der Küche und kümmerte sich um das Frühstück, während Joline und ich geschwind die Tische deckten. Heute gab es ein typisches Bauernfrühstück à la Rührei, Bratkartoffeln und was alles dazu gehörte.
      Wir hatten dieses deftige Mahl gewählt, da der erste Teil des Ritts anstrengend werden würde und vorher gab es nicht noch einmal etwas zum schnabulieren. Allerdings beklagte sich auch keiner der Gäste – im Gegenteil, sie schlugen richtig zu!
      Schon eine halbe Stunde später waren wir im Stall unterwegs. Die Pferde hatte Matthew schon heute früh versorgt, so dass wir sie nun putzen und satteln konnten. Ich hatte gestern schon meine Tinkerstute Magic mit hierher gebracht, denn sie würde mich auf dem Wanderritt begleiten.
      Nachdem alle Pferde gesattelt am Putzplatz standen, teilten wir die Ausrüstung aus. Jeder bekam große kompakte Satteltaschen und dann eine Liste, worauf alle wichtigen Sachen zum abhaken standen.
      Diese teilten wir nacheinander aus und fragten zum Schluss noch einmal alles ab. „So – noch einmal gut zuhören und sich sofort melden, wenn etwas fällt!“, zog ich die Aufmerksamkeit auf mich. „Wasserflasche. Taschenlampe. Feuerzeug. Lederfett. Zinksalbe. Reparaturset. Seile. Ersatzhalfter. Regencape. Zeltplane. Schlafsack. Isomatte. Ersatzkleidung. Wanderreithalfter unter Zäumung.“, aufmerksam blickte ich mich um. Alle nickten mir zu und so konnten wir uns nun endgültig auf den Weg machen.
      Wir führten die Pferde aus dem Stall und schwangen uns in die Sättel. „Joline und ich reiten voraus. Ihr könnt euch dahinter eingliedern wie ihr möchtet“, erklärte ich lächelnd und trieb Magic an, welche direkt fleißig vorwärts lief.
      Joline ritt ihre Stute Filly neben mich und befestigte gerade das GPS-Gerät an ihrem Sattel. „Alles klar, jetzt kann nichts mehr schiefgehen“, grinste sie mich an und ich konnte nur zurückgrinsen – ich war so gespannt wie der Ritt werden würde!
      Das erste Stück zum Moon Lake legten wir in recht kurzer Zeit zurück, da sowohl Pferde als auch Reiter ausgeruht und motiviert waren. Dennoch legte ich allen stets nahe, dass sie ihre Kräfte sparen sollten.
      „Heute steht für uns noch ein anstrengender Aufstieg an. Dort werdet ihr viel Kraft brauchen“, erklärte ich den Reitern ernst, denn wenn wir hinauf zu Strathclair reiten würden, würde das Gelände sich schnell von riesigen Wiesen in einen steinigen Bergaufstieg wandeln.
      Den Moon Lake erreichten wir nach einer Dreiviertelstunde. Dort machten wir auch kurz Halt und beobachteten eine Elchkuh mit Kalb, welche den Morgen am See verbrachten und ausgiebig tranken.
      Für Joline und mich wurde solch ein Anblick allmählich zur Gewohnheit, doch für die anderen war ein Elch in echt vollkommen neu.
      „Gott, sind die riesig!“, stöhnte Zai und bat darum, den Tieren nicht unbedingt zu nahe zu kommen. Ich grinste sie an. „Ach, da werden wir noch viel furchterregenderes entdecken“, lachte ich ihr zu und Zai starrte mich nur mit großen Augen an.
      Das erste Stück unseres Trails führte uns mitten durch die unberührte Wildnis des Nationalparks. Wir ritten direkt vom Moon Lake hinüber zum Vermillion River und auf diesem Stückchen gingen wir mit unserem Kräften sehr sparsam um. Den größten Teil brachten wir im Schritt und Trab hinter uns, nur manchmal galoppierten wir auch.
      Während wir uns durch die Pampa kämpften, entdeckten wir auch allerhand Tiere. Zuerst stießen wir auf die Bisonherde des Nationalparks. „Sie wurden hier extra angesiedelt und ziehen das gesamte Jahr über durch den Park“, erklärte ich den Reitern, welche staunend die riesigen zotteligen Tiere betrachteten.
      Während die Pferde große Augen machten, beachteten uns die Bisons gar nicht. Sie waren neugierige Wanderer und Reiter gewöhnt, es schien ihnen sogar Spaß zu machen, eine besondere Attraktion zu sein.
      Wir ritten weiter und hatten mit einigen zugewachsenen Pfaden zu tun.
      „Igitt!“, quietschte Maren erschrocken und alle drehten sich direkt um. Maren war vollkommen in Spinnenweben gehüllt, denn ihre Stute hatte spontan entschieden, sich durch eine vermeintliche Lücke zwischen zwei Büschen kämpfen zu müssen, allerdings war das die Heimat einer großen Kreuzspinne gewesen und dementsprechend groß und dicht war auch das Netz.
      Tassila drehte ihren Hengst lachend um und half Maren dabei, sich aus dem Netzgewirr zu befreien. Maren sorgte bei allen für einen lauten Lacher – bei fast allen. Cayden ritt ganz hinten und wirkte ziemlich abwesend. Seufzend wechselte ich kurz einen Blick mit Joline, ehe wir das Tempo wieder aufnahmen und uns weiter durch die Wildnis kämpften.
      „Ab jetzt müsst ihr alle ordentlich hintereinander reiten! Denn manche Stellen hier sind wie eine Art Sumpf, also gut aufpassen!“, rief Joline nach hinten und wartete bis alle ihr zunickten.
      Joline ritt vorne weg und der Rest folgte ihr. Erst Zai, Maren, Tassila und zum Schluss ritt Cayden. Nach ihm hielt ich öfters Ausschau, denn Willow war halbblind und falls etwas von der Seite kommen sollte, wusste niemand, wie die Stute reagieren würde. Aus dem Grunde ritt ich auch als Schlusslicht der Gruppe und überwachte das Ganze.
      Fast drei Stunden ritten wir durch die Pampa, ehe sich die Vegetation allmählich lichtete und die Bergkette am Horizont immer näher kam. Plötzlich merkten die Reiter auch, dass der Aufstieg höher werden würde als gedacht.
      „Die werden ja immer größer!“, lachte Tassila unruhig und blickte zur Bergspitze hinauf. Niemand erwartete so eine Bergkette mitten in einem Nationalpark, doch Kanada hatte allerhand zu bieten.
      Eine halbe Stunde später waren wir auch endlich am Fuß des Aufstiegs angelangt. Wir erklärten den Teilnehmern, wie sie ihren Pferden den Aufstieg erleichtern konnten und dann ging es auch schon los.
      Joline ließ ich wieder vorne reiten, während ich mich als Katzenauge an das Ende der Gruppe setzte und mit Magic als letzte den Aufstieg bewältigte.
      Der Weg war sehr verschlungen, aber so ging der steile Hang viel besser von Statten. Wir benötigten dennoch beinahe eine Stunde, ehe wir endlich oben ankamen. Zwischenzeitlich hatte sich Angel geweigert, weiter zu gehen, als ihr der Aufstieg zu anstrengend wurde.
      Doch Maren hatte nicht lange gebraucht, um ihre Stute zu überzeugen, dass es nicht so unendlich war wie es schien und dann waren wir endlich oben. Dort machten wir auch eine ausgiebige Pause am Vermillion River. Die Pferde wurden abgesattelt und durften erst einmal ausgiebig trinken und im Wasser plantschen, ehe sie grasen durften.
      Wir setzten uns neben sie und packten selber unser Mittagessen aus, denn auch uns knurrte der Magen! Die drei Mädels unterhielten sich angeregt, während sich Cayden wieder mit Willow etwas abseits gesetzt hatte. Doch wir ließen ihn in Ruhe, denn die schien er jetzt am meisten zu brauchen.
      Lange hielt die Pause aber nicht an, denn daran sollten sich weder Zwei- noch Vierbeiner gewöhnen. „Aufsatteln!“, kündigte Joline unseren Weiterritt an und auch wir machten unsere Pferde fertig. Filly und Magic waren nicht annähernd kaputt, allerdings gingen sie auch regelmäßig Wander- und Distanzritte mit.
      Dieses Glück hatte auch Willow, welche aktiv auf Distanz trainiert wurde. Scylla schien den Ritt auch ganz gut zu verkraften. Bei Joaquin und Angel sah man jedoch schon, dass sie so etwas kaum gewöhnt waren.
      Durch das relativ ruhige Tempo hielten alle Pferde aber sehr gut aus und die frische Bergluft brachte wieder Leben in die müden Glieder. 15 Kilometer würden wir dem Trail „Strathclair“ folgen, also hatten wir noch allerhand vor uns.
      Doch die Aussicht ließ alle den langen Ritt vergessen. Von hier oben konnte man beinahe über den gesamten Nationalpark blicken und wir entdeckten so viele neue Tiere!
      Die Steinböcke hüpften mit einer unglaublichen Leichtigkeit die Hänge hinauf und herab, auch die Murmeltiere zeigten sich in unserer Gegenwart und von Weiten konnten wir auch die Silhouette eines Luchses entdecken, der jedoch wieder sehr schnell verschwand.
      „Irgendwie sehen kanadische Luchse anders aus, als unsere europäischen“, meinte Tassila stirnrunzelnd und ich nickte ihr zu. „Oh ja, vom Körperbau sind sie auch anders. Sie haben viel längere Glieder, sind aber trotzdem wesentlich kleiner als sie eurasischen Luchse. Und sie haben natürlich viel dickeres Fell“, erklärte ich lachend und Tassila nickte begeistert.
      Wir waren lange zwischen den schroffen Bergwänden unterwegs, welche sich stetig mit einigen Bergwiesen abwechselten und auch die Überreste einiger Gletscher bekamen wir zu sehen, ehe der Abstieg allmählich in Sicht kam.
      Erneut erklärten wir, was die Reiter zu beachten hatten und dass sie ihre Pferde möglichst selbst entscheiden lassen sollten, wie sie den Abstieg bewältigten. So kamen wir auch alle unbeschadet am Fuß des Berges an und standen direkt im Wald.
      „Hier gibt es echt jede Vegetation!“, staunte Maren und schaute sich um, denn rund herum standen nun große Laub- und Nadelbäume. Einige färbten sich inzwischen schon bunt, denn der Herbst hielt allmählich Einzug in Kanada.
      Wir ritten noch einige Zeit durch den Wald und Joline erzählte einiges über die Entstehung des Riding Mountain Nationalparks, aber auch einiges über die Flora und Fauna. Ich war ab und an einige interessante Hinweise ein und so brachten wir auch dieses Stück des Rittes hinter uns.
      Bisher waren alle noch bester Laune, auch wenn die Müdigkeit ab und an schon einzusetzen drohte. Dann weckten wir Pferd und Reiter mit einem flotten Trab auf und schon ging es munter weiter.
      Wir erreichten den Minnedose River, wo die Pferde kurz pausieren und trinken durften. Alle wateten auch kurz in den Fluss hinein, außer Scylla und wie wir schnell erfuhren, war die hübsche Stute wasserscheu.
      „Das sollte sie schnell ablegen, denn am Clear Lake müssen wir durch das Wasser“, meinte Joline lachend.
      Den Rest des Rittes schafften wir dann schneller als gedacht. Durch einen kleinen Umweg gelangten wir noch an den Long Lake, ehe wir uns auf den Weg zu unserem Nachtlager machten. Die Reiter waren begeistert von der herrlichen Landschaft und den ganzen Seen. Tiere konnte man eigentlich überall sehen, wenn man nur aufmerksam die Umgebung beobachtete. Für die Pferde war der Ritt natürlich auch eine vollkommen neue Erfahrung und jeder schien auf seine eigene Art damit umzugehen.
      Es war kurz vor sechs Uhr abends, als wir endlich unseren Rastplatz am Lake Audy erreichten. Inzwischen dämmerte es schon langsam und alle fielen müde aus ihren Sätteln. Dennoch waren alle bereit, noch einmal die Kräfte zu sammeln. Erst wurden die Pferde versorgt – abgesattelt und gefüttert.
      Am Lake Audy gab es den Luxus von kleinen Paddocks für die vierbeinigen Freunde von uns Reitern. So mussten wir uns keine Gedanken um Willow machen, welche laut Cayden zu gerne Knoten löste. Stattdessen bekam jedes Pferd seinen eigenen kleinen Corral und so konnten wir beruhigt gehen.
      Nachdem die Pferde gründlich versorgt waren und bereits dösten, machten wir uns an den Aufbau der Zelte. Dabei teilten sich immer zwei Leute ein Zelt. Zai und Tassila zogen gemeinsam in eins, Maren und Joline packten sich eins und ich teilte mir eines mit Cayden.
      „Und wehe ich höre dich einmal meckern“, meinte ich warnend, grinste ihn aber an und warf ihm drei Heringe zu. Inzwischen schien er wieder etwas lockerer zu werden und lächelte zaghaft zurück.
      Als unsere Unterkünfte standen, machten wir uns an das kleine Lagerfeuer, um welches wir dann den restlichen Abend verbrachten und unser Abendbrot aufwärmen konnten.
      Während wir Frauen schon unsere Dosensuppe schlürften, sprang Cayden am Ufer des Sees herum und keiner von uns wusste, was er da trieb. Erst als er eine Viertelstunde später zurückkehrte und uns stolz angrinsten, wussten wir, was er gemacht hatte.
      „Tada! Eine Forelle und was für ein Prachtstück!“, meinte er stolz, schlug den quirligen Fisch kurz auf das Genick und machte sich sein Abendbrot fertig. Wir konnten ihn dabei nur grinsend beobachten.
      Während des Abends am Lagerfeuer wurde der vorher sehr ruhige Cayden wieder etwas gesprächiger und erzählte uns allerhand Geschichten aus Schottland. Ebenso taute Tassila immer mehr auf und begann von ihrem Zuhause zu erzählen, was natürlich alle brennend interessierte, da sie noch einmal aus einer vollkommen anderen Ecke der Erde kam.
      Doch auch an diesem Abend gingen wir früh zu Bett, denn Morgen würde es wieder in aller Frühe losgehen und Morgen stand auch ein ganz besonderes Event an.
      Am nächsten Morgen klagten alle über steife Glieder, doch als sie aus den Zelten kletterten und den Sonnenaufgang über dem See entdeckten, waren alle Schmerzen vergessen. „Unglaublich!“, meinte Zai nur, welche sich allmählich in die kanadische Landschaft zu verlieben schien.
      Joline und ich beobachteten alle nur grinsend und dann machten wir uns fertig. Für die meisten war es ungewohnt, mitten in der Wildnis Zähne zu putzen und sich am See zu waschen, doch auch daran gewöhnte man sich schnell.
      Dann gab es für Pferde und Reiter ein ausgiebiges Frühstück, ehe die Zelte abgebaut und die Pferde gesattelt wurden. Schon saßen wir wieder alle auf unseren Vierbeinern und waren bereit zum Abmarsch.
      „Den ersten Teil der Strecke geht es wieder durch dichten Wald. Danach folgt ein etwas freieres Gelände, ehe wir auch schon am Clear Lake ankommen“, erklärte Joline den Reitern, wendete dann Filly und ritt voran.
      Der Rest folgte ihr still, alle waren noch recht müde und so gingen wir den zweiten Tag auch etwas ruhiger an. Im Wald war es noch recht kühl, so dass bald jeder seine wärmere Jacke angezogen hatte.
      Das eigentlich kurze Stück zum Clear Lake zog sich wegen des Geländes ins Unendliche. Wir mussten steinige Hänge erklimmen und wieder hinabsteigen und uns durch unwegsames Gelände kämpfen, doch dann wurden wir erneut belohnt.
      Wir kamen auf eine Anhöhe von welcher wir über den gigantischen Clear Lake blicken konnten. „Und diesen Fluss umreiten wir“, meinte ich lachend und zog die Linie des Weges nach, welchen wir vor uns hatten.
      Ungläubige Blicke trafen mich, doch dann packte alle die Motivation. Da das Gelände wieder viel angenehmer war, konnten wir auch traben und galoppieren und so kamen wir schnell zu unserem Ziel: dem Wasagamack-Indianerreservat.
      Damit hatte wohl kaum einer gerechnet und alle waren fasziniert, als sich vor uns tatsächlich Tipis aufbauten und Indianer umherliefen. Von dem Häuptling wurden wir herzlich in Empfang genommen und kurzerhand wurden unsere vierbeinigen Freunde versorgt und auf Paddocks untergebracht.
      Natürlich war vieles nur Show für Touristen wie uns, denn heutzutage lebten auch die Ojibway-Indianer in normalen Häusern und trugen normale Kleidung, dennoch blieb sie am meisten mit der Natur verbunden und das merkte man dem Reservat auch deutlich an.
      Wir blieben zum Mittagessen und wurden mit einem feierlichen Indianertanz begrüßt. Danach saßen wir alle um einen großen Kessel herum, aus welchem ein köstlicher Duft herausstieg.
      Die lange Pause genossen alle sichtlich und nebenbei erfuhren wir noch viel über die Geschichte der kanadischen Indianer. Sie lebten schon lange in diesem Teil von Manitoba bis sie 1937 vertrieben wurden.
      Erst als das Wasagamack-Indianerreservat gegründet wurde, kehrten die Ojibway-Indianer zurück. Sie hatten ihre eigene Bräuche und einige durften wir heute sogar kennenlernen. Auch wenn die Ojibway lieber für sich waren, fanden sie es dennoch schön, dass auch andere Menschen sich für ihr Volk interessierten.
      Es war bereits Nachmittag, als wir wieder die Pferde sattelten und uns auf den Weg machten. Wir würden noch einen Teil des Clear Lakes umrunden, um dann an einem eingezeichneten Platz unser Nachtlager aufzuschlagen.
      Durch das Indianerreservat hatten wir einiges an Zeit eingebüßt, weshalb Joline und ich den heutigen Ritt kürzer als die anderen Tage geplant hatte und das auch zu recht.
      Den Clear Lake zu umreiten war gar nicht so einfach, denn manche Stellen waren überflutet oder gar nicht mehr passierbar. Doch wir kamen für unsere Verhältnisse recht schnell vorwärts bis wir zur großen Überquerung kamen.
      Der Clear Lake und der South Lake waren miteinander verbunden und genau an dieser Stelle mussten wir rüber. Joline ritt mit Filly voran, welche fleißig durch das Wasser stapfte.
      Cayden folgte ihr mit Willow ohne Probleme und auch Maren bekam ihre Stute schnell dazu, durch das Wasser zu gehen. Für Joaquin war auch diese Überquerung ein Kinderspiel und Tassila war sichtlich stolz auf ihre Andalusierhengst.
      Nur Scylla weigerte sich unentwegt, auch nur einen Schritt in das kühle Nass zu machen, bisher hatte sie alle anderen Gewässer auch erfolgreich umgehen können. Ich war eiskalt und ritt mit Magic hinüber und hinsichtlich der Tatsache, dass nun alle ihre Pferdefreunde auf der anderen Seite des Wassers waren, setzte Scylla zum Sprung an – keine Ahnung, was sie sich dabei dachte! - und plantschte direkt in die tiefste Stelle des Wassers.
      Zai und sie wurden pitschnass und Scylla schwamm todesmutig zum anderen Ufer. Wir anderen mussten uns ein Grinsen verkneifen, denn während unsere Pferde durch die flachen Stellen gewatet waren, hatte sich Scylla den nassen Weg gewählt.
      Wir legten eine kurze Pause ein, damit Zai sich trockene Sachen anziehen konnte und machten uns dann auf den weiteren Weg. Bis zum Campingplatz war es noch ein Stück und wir waren noch gut zwei Stunden unterwegs.
      Diesmal kamen wir etwas eher am Nachtlager an und hatten mehr Zeit, welche wir aber auch brauchten. Hier gab es nicht den Luxus von Corrals, also mussten Seile gespannt werden.
      Zuerst eines, an denen die Pferde befestigt wurden. Willow wurde mittels zwei Stricke befestigt und damit sie auch nicht abhauen konnte, falls sie sich doch lösen sollte, bauten wir aus den restlichen Seilen eine Art Paddock um die Pferde rundherum.
      Als das geschafft war, wurden wieder die Zelte aufgebaut und alle Sachen sicher verstaut. „Und packe dein Essen schön weg, nicht das die Grizzly-Bären kommen“, ärgerte ich Zai grinsend und machte mich daran das Lagerfeuer aufzubauen.
      Heute fing Cayden für uns alle einen Fisch, wir versuchten es alle, aber außer Tassila hatte sonst niemand Glück, einen der flinken Fische zu fangen. Das ausnehmen der Fische überließen wir zudem Cayden, denn darauf hatte keiner von uns wirklich Lust.
      Dennoch schmeckte es wirklich köstlich und als Extra gab es noch Brot dazu und so konnte man es sich mitten in der Wildnis doch richtig gut gehen lassen!
      Den letzten Abend hatten wir länger als sonst am Lagerfeuer verbracht, denn das Eis war dann endgültig gebrochen und so kamen wir alle aus dem erzählen nicht mehr heraus.
      Umso mühsamer war dann jedoch das Aufstehen am nächsten Morgen, doch länger schlafen konnten wir uns bei der langen Strecke die noch vor uns lag nicht leisten. Also weckte Joline uns alle streng auf und wir machten uns fertig.
      Morgens kurz nach sechs aus dem Zelt in die nebelige Kälte Kanadas zu steigen, war wirklich nichts für Warmduscher und sich dann noch mit eiskalten Wasser zu waschen – brrr, ich glaube das war für uns alle eine ganz neue Erfahrung.
      An diesem Morgen merkte man, das der Herbst nun endgültig Einzug gehalten hatte. Die Pferde hatten die Nacht auch aneinander gekuschelt verbracht, warteten aber schon gierig auf ihr Frühstück.
      „So, nun ist auch unser Gepäck leichter, wo das gesamte Essen und Futter weg ist“, meinte Maren grinsend und verschnallte gerade ihre Taschen wieder auf dem Pferderücken.
      Die Zelte hatten wir schnell abgebaut und wir saßen auch schnell und vor allem warm eingepackt wieder auf den Pferden. „Bereit zum Abmarsch!“, lachte Cayden und streckte die Faust in den Himmel.
      Die letzten Tage schienen ihm wirklich gut getan zu haben und ich hoffte sehr, dass sich auch in Schottland alles wieder einrenken würde. Doch nun stand noch ein langer Ritt vor uns!
      Unser erstes Ziel waren die Grey Owl's Cabin, welche wir gegen Mittag erreichen würden. Dort wartete eine warme Mahlzeit auf uns und wir konnten uns auch kurz aufwärmen.
      Dennoch war der Weg dorthin weit. Wir mussten noch den restlichen Clear Lake umreiten und dann ging es wieder ein langes Stück durch die Wildnis Kanadas. Dabei entdeckten wir tatsächlich noch einen Grizzly-Bären! Auch wenn nur von weit weit weg, für Zai war furchteinflößend genug, um uns direkt zum weiterreiten zu drängen.
      Oft trafen wir hier unten nun die Wapitihirsche, welche besonders in den Tälern lebten. Doch vor uns stand nun schon der nächste Aufstieg an, denn die Grey Owl's Cabin lagen oben auf der Spitze des Bergs.
      Erneut mussten Pferd und Reiter alle Kräfte sammeln, um auch diesen Berg zu erklimmen. Dafür erwartete uns oben dann eine genug tuende Pause!
      Die Pferde wurden abgesattelt und durften auf kleineren Corrals grasen, während wir Reiter von einer netten älteren Lady bekocht wurden und nun gab es endlich wieder etwas ordentliches warmes zu Essen! Und das würden wir auch brauchen, denn bis zum Hof zurück war es noch ein langes weites Stück.
      Nach der ausgiebigen Pause ging es dann aber auch schon direkt weiter und wir hatten mit dem Abstieg zu kämpfen. Der eigentliche Weg war durch umgefallene Bäume versperrt, also mussten wir uns durch die verwucherten Pfade nach unten kämpfen, das war für alle eine Herausforderung.
      Umso erleichterter waren wir, endlich wieder ebenen Boden unter den Hufen zu haben. Unser nächstes Ziel war der Grayling Lake und hierzu mussten wir ein langes Stück reiten.
      Irgendwann kamen wir auf einen breiten Weg. „Das ist unsere Straße“, erklärte Joline und alle starrten sie ungläubig an. „Aber das ist doch nur ein breiter Trampelpfad?“, fragte Maren ungläubig und schaute sich um.
      Für uns waren diese Straße normal, immerhin sollte durch einen Nationalpark auch nicht zwingend etwas geteert werden, doch für Außenstehende schien das unglaublich zu sein.
      Auf unserem Heimweg begegneten wir noch drei Seen, an welchen wir jeweils eine kurze Pause machten, denn der lange Heimweg forderte die Nerven von jedem. Zuerst kamen wir an den Grayling Lake, danach folgte der Bead Lake, ehe der Tanner Lake folgte. Die Abkühlungen taten allen gut und so ließ sich der lange Weg doch noch erträglich gestalten.
      Unsere Mitreiter unterdrückten ein „Wann sind wir endlich da?“, und versuchten einfach entspannt weiterzureiten und die Landschaft zu genießen. Joline und ich wussten jedoch, dass wir bald da sein würden und forderten die Gruppe zu einem Galopp auf.
      So kamen wir schneller voran und irgendwann sah man von weitem auch schon den Moon Lake. Plötzlich wurde allen bewusst, dass sich der Ritt dem Ende zuneigte und plötzlich wollte keiner mehr nerven, wann wir denn endlich zu Hause ankommen würden.
      Stattdessen wurde die Gruppe ruhiger und jeder ging noch einmal in sich, genoss wirklich die Natur und das Zusammensein mit seinem Pferd. Als wir dann am Moon Lake ankamen, dämmerte es bereits und die Sonne ging allmählich unter.
      Als wir plötzlich vor den Toren Crown Hills standen, hielten wir an und blickten noch einmal zurück. Hinter uns ging die Sonne gerade unter und tauchte alles in ein rötlich-goldenes Licht.
      Still ritten wir auf den Hof und versorgten die Pferde, welche die kommende Nacht wieder in kuschelig warmen Boxen verbringen durften. Wir kümmerten uns um unsere Ausrüstung und als wir mit allem fertig waren, schnappte ich mir meine Teilnehmer und führte sie hinter in den Garten.
      Dort hatte Matthew ein herrlich großes Lagerfeuer aufgebaut und gemeinsam mit Julien hatte er sich um das Essen gekümmert. Es gab ein herrlich hergerichtetes Barbeque und wir stürzten uns wie verhungerte Wölfe darauf.
      Heute würden wir nicht früh zu Bett gehen müssen, heute konnten wir so lange um das Lagerfeuer herum sitzen und reden, bis es wieder hell wurde.
      Auch Matthew gesellte sich zu uns und unterhielt sich vor allem mit Cayden. „Na da haben sich ja zwei gefunden“, meinte ich grinsend zu Joline, welche mir zustimmend zunickte, die beiden sturen Esel passten perfekt zueinander.
      Auch die morgigen Abfahrtspläne waren im Gespräch und alle wollten erst einmal ordentlich ausschlafen und frühstücken, ehe sie sich auf den Heimweg machen wollten. Es war kaum zu glauben, dass die letzten drei Tage sich so schnell dem Ende zugeneigt hatten und wir hier schon an unserem letzten Abend zusammensaßen.
      Auch die anderen konnten es kaum glauben und wollten sich nur schwer von Kanada trennen. Keinem fiel es leicht, daran denken zu müssen, morgen schon wieder nach Hause zu fahren.
      Cayden überlegte sogar noch, ein wenig länger bei uns zu bleiben, anscheinend wollte er noch einiges mit Matthew unternehmen, nachdem die beiden sich nun so prächtig verstanden.
      Plötzlich waren beide wieder voller Tatendrang und planten unendlich viele Sachen, obwohl sie vor drei Tagen noch beide in Grummelstimmung gewesen waren. Aber das verstanden wir eh nicht, es waren eben Männer und die bleiben eben ein wahres Rätsel.
    • Tassila
      Pflege: Occulta - 25.02.'15
      Ich hatte wiedermal einiges vor: Die Pferde von TC Performance mussten versorgt werden. Ich machte mich ohne zu Zögern an die Arbeit. Zunächst ging ich zu Joaquín, dem prächtigen Andalusier. Ich band ihn am Zaun an, mistete seine Weide, säuberte die Tränke, brachte frisches Heu und Stroh und legte ein paar Äpfel und etwas frisches Brot auf den Heuhaufen. Anschliessend entwirrte ich die lange Mähne etwas, ehe ich ihn zurück in die Freiheit entliess. Dasselbe tat ich auch mit Alonso, Lullaby, Airborne, Silmaril, Todd und Acapulco. Als ich mit diesen Weiden fertig war, longierte ich Lullaby etwas. Die Stute lief schwungvoll und locker, hatte aber einen grossen Überschuss an Energie.

      Als nächstes kümmerte ich mich um die Westernpferde, die im Stall standen. Ich kümmerte mich besonders liebevoll um meine ehemalige Stute Aerith, die sich offenbar rasch wieder eingelebt hatte und sich hervorragend mit Bit verstand. Am ende des Tages war ich müde, aber glücklich, denn es waren alles wunderbare Pferde auf dem Hof und die Arbeit hatte Spass gemacht.
    • Tassila
      Pflege: Eddi - 12.07.'15
      Wenn man selber nichts zu tun hatte, dann griff man guten Freunden gerne unter die Arme. Heute war ich deshalb bei Huhn unterwegs und konnte mal wieder das herrliche Gelände von TC Performance genießen. Zuerst mussten alle Pferde gefüttert und auf die Weide gebracht werden. Hilfe hatte ich dabei von Huhns Stallburschen und so ging das Ganze recht fix. Ebenso schnell waren auch die Boxen gemistet, frisch eingestreut und die Heunetze aufgefüllt. Auch die Weiden hatten wir dann schnell abgemistet und die Tränken und Heunetze kontrolliert, so konnte ich mich also direkt mit den Pferden beschäftigen.
      Zuerst schaute ich bei den beiden Stuten Aerith und scs Might bite a Bit vorbei. Sie teilten sich eine Weide und dementsprechend gut befreundet waren sie auch. Ich band Aerith am Zaun an und putzte sie gründlich. Danach war auch Might an der Reihe und dann waren mich die beiden auch schon wieder los. Nun ging es aber erst richtig los, denn Huhn hatte noch ein paar mehr Pferde. Dabei fing ich bei Acapulco goes for Gold an. Den Hengst fand ich atemberaubend schön und es war absolut faszinierend, wie sein Fell in der Sonne leuchtete. "Wenn sie dich jemand verkaufen sollte. Hier bin ich!", meinte ich lachend zu ihm, nahm ihm das Halfter ab und entließ ihn wieder auf die Weide.
      Nun war scs Sweeney Todd an der Reihe. Der Barockpinto war nicht zu verachten und da er ab und an Beschäftigung benötigte, sorgte ich heute dafür, indem ich ihn ordentlich longierte. Mit Huhns Araberhengst scs Silmaril hingegen ging ich nur eine Runde spazieren und meisterte mit dem Hengst einige gefährliche Situationen wie Bäume oder Gras. Als das geschafft war, konnte ich mich ein wenig bei scs Suddenly Airborne entspannen, denn der Westernhengst war die Ruhe selbst, angenehm! Danach machte ich mich noch daran, scs Sing my Lullaby, Allons-y Alonso, Joaquín und tc Roses never Die ordentlich zu putzen und je nachdem wie sie drauf waren auch zu longieren. Das ließ ganz gut und danach hatten wir es auch geschafft. Die Pferde waren allesamt versorgt und ich konnte mich zufrieden auf den Heimweg machen.
    • Tassila
      Pflege: AlfurElfe - 12.03.'16
      Wieder einmal war ich auf dem Weg zu einem anderen Hof, dieses Mal allerdings nicht zum Trainieren, sondern um mich um einige Pferde von Tassila zu kümmern. Friese hatte mich kontaktiert und hatte gefragt, ob ich diese Aufgabe übernehmen würde, denn Tassila hatte in letzter Zeit nicht mehr sehr viel Zeit für ihre Tiere gefunden.
      Auf dem Hof angekommen orientierte ich mich zuallererst, bevor ich in den Stall ging um die Pferde, die auf meiner Liste standen, zu suchen. Als erste holte ich Aerith aus ihrer Box. Ich putzte die Rappstute gründlich, bevor ich ihr ihr Futter. Auch scs Might bite a bit würde gut versorgt, bevor ich die beiden gemeinsam auf die Weide brachte. Im benachbarten Stall gab es allerdings um einiges mehr zu tun. Die junge Stute tc Roses never die wartete schon ungeduldigin ihrer Box und freute sich sehr, als sie nachdem Putzen und Füttern endlich zusammen mit scs Sing my Lullaby auf die Weide durfte. In der nächsten Box stand Joaquín, der sich während des Putzens sehr viel seriöser gab als die Stuten, sich aber dennoch freute, als ich ihn auf seine Weide brachte. Auch Allons-y Alonso war eher der stolze Typ von Hengst, welcher sich gut benahm. Sein Fell war schon als ich ihn aus der Box holte komplett sauber, weshalb es nicht lange dauerte, bis auch er sich auf der Weide austoben durfte. Auch scs Suddenly Airborn bekam, nachdem ich sehr lange gebraucht hatte, um ihr Langhaar von den Stohstückchen zu befreien, ihre tägliche Portion Futter und durfte dann auf die Weide. Nun waren es nur noch drei Pferde, um die ich mich kümmern musste. Deshalb holte ich scs Silmaril und scs Sweeney Todd aus der Box und band beide mit einem großen Sicherheitsabstand auf dem Hof an. Silmarils Fell war nur etwas staubig und so konnte der Hengst schon etwas fressen, während ich Sweeney Todd putzte. Die beiden könnten Aich bald auf die Weide, und ich holte Acapulco goes for Gold holen. Er war schon etwas ungeduldig geworden, weil er wohl nicht gerne alleine im Stall stand, weshalb sich das Putzen etwas schwieriger gestaltete. Aber schließlich entließ ich auch ihn auf die Weide. Den restlichen Vormittag war ich damit beschäftigt, die Boxen der Pferde auszumisten, was relativ lange dauerte, aber am Nachmittag hatte ich frei, bevor ich in jede Box ein gefülltes Heunetz für die Nacht hängte und dann die Pferde nach und nach in den Stall holte. Um acht Uhr schließlich schloss ich die Stalltüren, bevor ich mich auf den Heimweg machte. Es war ein langer Tag gewesen.
    • Tassila
      Pflege: Occulta - 20.08.'16
      Nachdenklich spazierte ich über den Parkplatz vom TC Performance Gestüt. Ich hatte vor Monaten versprochen, mich ein wenig um Lullaby und ein paar andere Pferde zu kümmern, doch seither hatte ich so viel zu tun gehabt und dann noch die Sache mit Stromer - ich hatte tatsächlich vergessen, mich nochmal zu melden. Deshalb war ich heute hier, um endlich Bekanntschaft mit meinem neuen "Pflegepferd" zu machen. Ich entdeckte Huhn im Stallgang und begrüsste sie etwas schüchtern. Sie hatte am Telefon bereits versichert, dass es ihr egal war, wenn ich erst jetzt kam, aber ich fühlte mich deswegen trotzdem etwas schlecht wo ich doch wusste, dass sie neben ihrem Job nicht allzuviel Zeit für die Pferde hatte. Sie zeigte mir die Putzsachen und die Ausrüstung von Lullaby, dann führte sie mich zu ihrer Box. Ich hatte die Fuchsstute schon einmal gehütet, aber damals nur longiert. Heute durfte ich sie zum ersten Mal reiten. Huhn überliess uns unserem Schicksal und ich holte die Stute aus ihrer Box. Sie überrempelte mich schon dabei beinahe. "Na das fängt ja gut an, Mädchen", murmelte ich skeptisch. Offenbar wusste Lullaby sehr genau, was sie wollte. Und es war nicht arbeiten. "Keine Angst, wir machen einen gemütlichen Ausritt." Ich wollte noch nicht gleich am ersten Tag mit ihr auf die Bahn, sondern sie erstmal richtig kennenlernen. Ich putzte das Fuchsfell ausgiebig und sorgte dafür, dass die Abzeichen wieder weiss wurden und nicht mehr staubig oder grasgrün waren. Auch den hübschen Kopf der Dreijährigen bürstete ich sauber. Dann entwirrte ich das Langhaar und kratzte die Hufe aus. Zu guter Letzt sattelte ich die Stute, wobei sie mich mit einem Blick ansah, als wollte sie ausrufen: "Spinnst du??". Ich liess mich von ihrem Gezappel nicht beeindrucken und führte sie nach dem Zäumen nach draussen. Aufsitzen klappte einigermassen, denn sie drehte sich sofort um, als ich knapp im Sattel hing und wollte in einem zackigen Schritt davonlaufen. Ich zog mich ganz nach oben und nahm die Zügel gerade rechtzeitig auf um zu verhindern, dass wir zur Weide liefen. Als die Stute merkte, dass ich es ernst meinte und wir auf die Strasse anstelle des Sandplatzes abbogen, richtete sie die Ohren nach vorne und war plötzlich wie ausgewechselt. Sie schritt mit stolz erhobenem Kopf am Strassenrand entlang und trotzte jedem Auto, das vorbeibrauste. Ich war froh, dass die Stute so Verkehrssicher war. Dennoch bogen wir nach kurzer Zeit in einen Wald ab und genossen die kühlere Luft im Schatten. Ich trabte an und wir joggten uns auf den Waldwegen warm. Dann entdeckte ich den ersten guten Galoppweg. Da konnte ich nicht widerstehen - ich galoppierte die Stute auf dem Mittelstreifen an und wechselte in den leichten Sitz. Sie war Feuer und Flamme für dieses schnellere Tempo und schob ordentlich von hinten. Ausserdem konnte nichts die Stute beeindrucken: wir ritten vorbei an Hexenhäuschen, Baumstämmen und sogar an einem Reh - nirgends scheute die Stute. Und ich kannte genug Pferde, die spätestens beim Reh einen gefühlten Herzstillstand bekommen hätten! Jedenfalls galoppierten wir kurze Zeit später über ein Feld und dann dem Waldrand entlang. Ich konnte gar nicht mehr aufhören, so toll lief Lullaby. Umso mehr freute ich mich bei dem Gedanken, sie bald auf der Bahn zu reiten. Wir kamen nach über einer Stunde zurück und ich fragte mich, ob ich das junge Oferd nicht zu sehr überfordert hatte. Doch als ich sah, dass sie trotz des heissen Wetters nicht stark geschwitzt hatte und ihr Blick noch immer voller Feuer war, liess ich diese Sorgen auch fallen. Nun liess ich Lullaby noch etwas auf die Weide, was sie sich reichlich verdient hatte, und mistete inzwischen ihre Box aus. Ich brachte ihr eine Portion Heu und zwei Äpfel - man gönnt sich ja sonst nichts - und versorgte ihre Ausrüstung.
      Zufrieden sah ich mich um und entdeckte Aerith. Die lackschwarze Quarter Stute, die einmal auch in meinem Besitz gewesen war, erkannte mich anscheinend nciht wieder, oder aber ich war zu uninteressant. Das änderte sich, als ich ihr eine Karotte hinstreckte. Ich beschloss, Huhn noch etwas unter die Arme zu greifen und begann, Aeriths Box ebenfalls auszumisten. Als ich fast fertig war, kam sie durch die Tür spaziert und wirkte erstaunt, aber dankbar. Sie bot mir an, dass ich noch ein paar andere Pferde reiten könne, wenn ich wollte und ich beschloss prompt, mich als Dank dafür um alle Pferde zu kümmern. So kam es, dass ich zunächst Aeriths und Might bite a Bit's Boxen fertig machte, danach aber noch weiter ging zu Roses never Die, Acapulco goes for Gold und Suddently Airborne. Von Acapulco und Airborne war ich so begeistert, dass ich die beiden auch reiten wollte. Jedoch riet mir Huhn davon ab, auf Acapulcos Rücken zu steigen, da der Hengst fremden Reitern gegenüber sehr eigen war. Also longierte ich ihn stattdessen über Stangen und Cavalettis. Mit Airborne ging ich auf den Platz und übte auf Huhns Empfehlung hin Barrel Racing. Die Stute liebte die Geschwindigkeit und war sehr wendig. So machte das Training richtig Spass! Danach war sie aber ziemlich verschwitzt, also duschte ich sie gründlich ab und stellte sie zu Lullaby auf die Weide.
      Übrig blieben noch weitere vier Pferde: ein wunderschöner P.R.E namens Joaquín, ein cooles Fahrpferd mit Namen Allons-y Allonso, die Araberstute Silmaril und der abenteuerliche Mix Sweeny Todd. Ich mistete bei allen vieren die Boxen und brachte sie den restlichen Nachmittag auf die Weide zu den anderen. Dann liess ich Huhn in Ruhe und verabschiedete mich auf bald.
    • Tassila
      Training Dressur E auf A : Samanta - 24.12.'16 1 Punkt
      Part zwei meiner Weihnachtsüberraschung für Tassila, war ein weitere Dressurtraining. Dieses Mal mit dem Andalusier-Hengst Joaquín. Wir hatten uns vier Wochen nach meinem letzten Training verabredet und als ich und Juan auf ihrem Hof eintrafen, erwartete sie uns bereits. Ich hatte den Spanier mit an Bord, weil Tassila mir erklärt hatte, dass Joaquín barock geritten wurde und owbohl ich mich etwas damit auskannte, so hatte ich doch lieber Juan an meiner Seite, der mir hilfreiche Tipps würde gegeben können. An den Lektionen an sich unterschied sich der barocke Reitstil nur wenig. Sie zeigte uns zunächst, wo wir unterkommen konnten und führte uns anschließend zu dem beeindruckenden Hengst. "Super Pferd", kommentierte Juan prompt. Er liebte - ebenso wie ich - die spanischen Rassen. Bei ihm lag das aber wohl eher am Nationalstolz. Wir machten uns mit ihm erstmal bekannt und nachdem ich festgestellt hatte, dass er einen ruhigen Charakter besaß, beschlossen wir gleich heute mit der ersten Proberunde zu beginnen. Wir ließen uns von Tassila alles zeigen und gingen dann gemeinsam mit ihr in die Halle. Nachdem ich aufgestiegen war, stellte sich Juan in die Mitte und kommentierte, was ich tat. "Gut so", lobte er mich am Ende der Stunde und ich streckte ihm auf Grund seines gönnerhaften Tons die Zunge heraus. "Das hier ist nichts anderes, als das was ich auch zu Hause mache." Er lachte und wir beendeten das Training schließlich, nachdem ich den Hengst trocken geritten hatte. Er war ein unkomplizierter Zeitgenosse, der sich durch nichts aus der Ruhe bringen ließ und reagierte fein auf meine Hilfen. Noch unterschied sich wirklich nichts von der englischen Reitweise. Das würde erst in den höheren Klassen kommen. Man legte in der barocken Reitkunst mehr Wert auf Piaffe, Passage und diverse Seitengänge. Alles andere wurde zwar auch trainiert, aber eben nicht so intensiv. Die nächsten Tage verbrachte ich damit, Joaquín besser kennen zu lernen und mich auf ihn einzustimmen. Immer wieder baute ich vorbereitende Übungen, wie zum Beispiel Tempounterschiede mit ein, um ihn auf das richtige Training vorzubereiten. Am wichtigsten erschien es mir momentan ihm erstmal die neuen Tempi Mitteltrab und Mittelgalopp beizubringen. Durch die vielen Tempowechsel sowie die Übergänge vom Trab in den Schritt und vom Galopp in den Trab, bereitete ich ihn darauf vor, mehr aus der Hinterhand heraus zu reagieren. Ein Pluspunkt war, dass er wirklich sauber an den Hilfen stand, sodass ich dort nicht viel zu arbeiten hatte. Mitteltrab und Mittelgalopp stellten für den Hengst zu Anfang eine Herausforderung dar, doch nach drei Wochen zeigte er die ersten Ansätze zu Mitteltrab und Mittelgalopp. Während ich daran arbeitete, wendete ich mich gleichzeitig den Schritt-Galopp-Übergängen zu. Hier zeigte sich, dass er mehr Probleme mit dem Übergang aus dem Galopp zum Schritt hatte, da er eher vorwärtsdrängend war und ihm deshalb die 'Geschwindigkeitserhöhung' einfacher fiel. Doch dank seiner soliden Grundausbildung dauerte es nur wenige Tage bis er die Übergänge beherrschte, sodass wir uns den weiteren Lektionen zuwenden konnten. Juan überwachte unser Training, hatte aber nur wenig auszusetzen und meinte irgendwann, er sei hier ja wohl völlig überflüssig. Das war natürlich übertrieben. "Stell dich nicht so an. Bin halt besser als du gedacht hast." Ich streckte ihm die Zunge raus und lachte, als er mir eine Grimasse schnitt. In den kommenden zwei Wochen wendete ich mich dem Rückwärtsrichten und dem Viereck verkleinern und vergrößern zu. Hier hatte ich kaum Probleme mit Joaquín. Er reagierte hier ebeneso fein auf die Hilfen, wie auch bei den anderen Lektionen. Rückwärtsrichten fand er am Anfang nicht ganz so toll, aber mit der Zeit fiel es ihm leichter und man merkte, dass er nicht mehr so angespannt wie zu Anfang war. Beim Viereck verkleinern und vergrößern hatten wir keinerlei Schwierigkeiten. Er kannte bereits diverse Seitengänge und so fiel es ihm leicht, die Hilfen umzusetzen, sodass ich hier nur zwei Tage brauchte, um ihn ordentlich diese Lektion gehen zu lassen. Nach insgesamt sieben Wochen konnte ich das Training mit dem Hengst beenden. Es hatte wirklich Spaß gemacht und auch Juan war begeistert gewesen. Immer mal hatte er den Hengst ebenfalls geritten und man hatte gesehen, dass er - obwohl er die Lektionen ebenso ritt, wie ich es tat - irgendwie trotzdem einen anderen Stil hatte. Tassila war zufrieden mit unserer gemeinsamen Leistung und das beruhigte mich. Am letzten Tag erklärten wir ihr, welche Hilfen sie zu geben hatte und woran sie noch arbeiten musste. "Am meisten solltest du dich auf die Tempi, also Mitteltrab und Mittelgalopp konzentrieren. Er macht das gut, aber er braucht Übung, damit er es vertiefen kann. Auch die Schritt-Galopp-Übergänge sowie das Rückwärtsrichten solltest du noch öfter wiederholen. Insgesamt musst du natürlich am Ball bleiben, damit es sich festigt, aber achte eben besonders auf die Lektionen, die ich dir genannt habe." Wir verabschiedeten uns von Tassila. "Wenn noch irgendetwas sein sollte, dann kannst du dich jederzeit bei mir melden."
      © Samanta | 5117 Zeichen
    • Tassila
      Pflege April - Normalität im Ausnahmezustand

      Auf dem großen Anwesen in Irland hatte sich nach den einschneidenden Ereignissen wieder soetwas wie Normalität eingestellt. Die verbliebenen Pferde werden täglich trainiert, sogar einige Neuankömmlinge haben sich hier eingefunden. Dennoch laufen die Planungen hinter den Kulissen auf Hochtouren, ein Umzug ist geplant, zurück auf's europäische Festland, genauer in die ostbayerische Gegend. Ein mögliches neues zu Hause wurde schon ausgekundschaftet, ein altes Herrenhaus mit Gutsanlage.

      Bis es soweit ist, geht das Leben auf der grünen Insel seinen gewohnten Lauf:
      die drei prämierten Stuten Dublin, Aerith und Might bite a Bit genießen ihr Leben größtenteils auf den weitläufigen Weiden, da sie nicht mehr aktiv im Turnierbetrieb gehen, werden sie nur leicht gearbeitet. Die größten Freizeitler jedoch sind die Youngsters: Gigolo's Smokin Silverado, Depressed Mr. Dexterity, Here comes Copycat und Golden Redstar. Die Junghengste bilden eine harmonische Gruppe (meistens zumindest) und lernen nebenher im täglichen Handling die Grundlagen des guten Umgangs mit Menschen.
      Die aktiven Turnierpferde sind ebenfalls in Gruppen aufgeteilt auf verschiedene Weiden, wo sie nach Möglichkeit mehrere Stunden täglich verbringen. Trainiert wird dann je nach Disziplinen: Chuckling Dancing Mess, Silmaril und Seleya, die Langstreckenläufer sind meist in der Umgebung unterwegs um auf verschiedenen Terrains und Steigungen zu trainieren.
      Die verbliebenen Galopper Suddenly Airborne und Sing my Lullaby sind bereits in aller Frühe auf der oft noch nebligen Grasbahn oder der kleineren Sandstrecke anzutreffen.
      In der Reithalle und den Aussenplätzen ist immer etwas los, wenn die Dressur- und Vielseitigkeitspferde sowie die Quarter Horses trainieren: Lune de Miel, Efeu, Aquila, Joaquín, Sweeney, Alonso, Acapulco und Roses never Die.
    • Tassila
      Pflege Dezember - Eine Herde zieht um

      VK Golden Redstar, Depressed Mr. Dexterity, Moya, Here comes Copycat, Gigolo's smokin Silverado, Orpheus, scs Sweeney Todd, scs Silmaril, Lune de Miel, Efeu, scs Sing my Lullaby, tc Roses never Die, scs Suddenly Airborne, Joaquín, Allons-y Alonso, Belfalas, Connerie, Seleya, tc My little colored Ken, Aquila, tc Amor Casdove, Official Legito, Laith, Chuckling Dancing Mess, Valentine's Dublin, Acapulco goes for Gold, Aerith, scs Might bite a Bit

      "Auf den Neuanfang!" Die Erleichterung ist jedem der im Kreis Stehenden im Gesicht anzusehen, als sie alle mit Sektgläsern anstoßen. Die Gestütsleiterin, Pfleger, Bereiter und Umzugshelfer sehen müde aus, aber glücklich. Denn 28 Pferde werden heute ihre erste Nacht im neuen Heim in Ostbayern verbringen, hinter ihnen und der Crew liegt eine Reise über Land und durch die Luft. Gerade für die Jungpfperde war die lange Reise kräftezährend, letztendlich ging aber alles bis auf kleinigkeiten reibungslos über die Bühne. Jetzt sind alle Pferde auf die Stallgebäude aufgeteilt, die letzten Reste vom Abendessen werden vernichtet und nurnoch gelegentliches Schnauben ist zu hören, es kehrt Ruhe ein.
      Die Crew zieht sich ins Haupthaus zurück, Freunde vor Ort haben Gulasch für alle vorbereitet um die Reisenden willkommen zu heißen.
    • Tassila
      Pflege Mai

      Moya, Orpheus, Here comes Copycat, Gigolo's smokin Silverado, Depressed Mr. Dexterity, Lune de Miel, Efeu, VK Golden Redstar, Official Legito, Laith, Connerie, tc Roses never Die, Chuckling dancing Mess, Valentine's Dublin, scs Silmaril, Seleya, Belfalas, tc Amor Casdove, scs Sweeney Todd, Allons-y Alonso, Hibiskus, tc My little colored Ken, scs Suddenly Airborne, scs Might Bite a Bit, Acapulco goes for Gold, Aerith, scs Sing my Lullaby, Aquila, Joaquín


      Der Sommer hat Einzug gehalten in Bayern, und das schon im April. Temperaturen bis 28 Grad haben jeden auf dem Hof den eisigen Winter vergessen lassen und die Pferde haben endlich wieder frisches Grün. Zunächst stundenweise werden die Gruppen auf die Koppeln losgelassen, und wie jedes Jahr ist der erste Weidegang eine rasante Angelegenheit.

      Zudem beginnt die Turniersaison und erste Erfolge gibt es auch schon zu verbuchen. Jedes Wochenende schwärmen die Reiter aus, auf Veranstaltungen in allen Sparten des Sports sind die Teams zu finden. Zu Hause läuft das alltägliche Training und es laufen die Planungen für das geplante Hoffest, das Ende Juli stattfinden soll..
    • Tassila
      Pflege August

      Moya, Orpheus, Here comes Copycat, Gigolo's smokin Silverado, Depressed Mr. Dexterity, Lune de Miel, Efeu, VK Golden Redstar, Official Legito, Laith, Connerie, tc Roses never Die, Chuckling dancing Mess, Valentine's Dublin, scs Silmaril, Seleya, Belfalas, tc Amor Casdove, scs Sweeney Todd, Allons-y Alonso, Hibiskus, tc My little colored Ken, scs Suddenly Airborne, scs Might Bite a Bit, Acapulco goes for Gold, Aerith, scs Sing my Lullaby, Aquila, Joaquín, Albatros, Vintage Brass Affaire

      "... und gegen Abend steigendes Gewitterrisiko in Teilen der Oberpfalz und Niederbayern..." - hatte gestern Abend zumindest der Wetterfrosch der lokalen Radiostation behauptet, wobei das mal wieder alles oder nichts heißen konnte. In diesem Falle: nichts, kein Tröpfchen Regen ging im Tal nieder, die anhaltende Hitze ging langsam aber sicher jedem hier auf den Geist. Ausser vielleicht den Wüstenpferden, die fühlen sich wahrscheinlich gerade wie im Land ihrer Ahnen. Für die Normalsterblichen heißen Temperaturen bis zu 36° aber vor allem eines: Training nur in den Morgenstunden und Abends. Auch sind die für Pferde zugänglichen Gewässer der Umgebung ein sehr populärer Anlaufpunkt, kaum ein Ausritt kommt daran vorbei. Man munkelt, dass auch schon berittene Exkursionen losgeschickt wurden, um die Qualität der Eisdielen der umliegenden Dörfer zu erforschen...
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Tassila
    Datum:
    3 Okt. 2016
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    EXIF Data

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    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • [​IMG]

    Abstammung
    Von: Unbekannt

    Aus der: Echo
    Suger x Sahnebonbon

    Grunddaten
    Geburtstag & Alter: 11.5. ; 4 Jahre
    Geburtsort: (Deutschland)
    Geschlecht: Hengst
    Rasse: Andalusier
    Fellfarbe: Perlino (Ee,Aa,CrCr)
    Stockmaß: 1,60 m

    Abzeichen
    Kopf: Keilstern
    Beine: Fessel (v.l.)

    Charakterbeschreibung
    charmant, intelligent, mutig, souverän auch in ungewohnten Situationen

    Ausbildung & Fitness
    Gesundheit: sehr gut
    TA: //
    HS: //
    T: Dressur E-A (Samanta, 24.12.16)
    Einsatz: Dressur

    Zuchtdaten
    Prämiert: nein
    Besitzer: Tassila

    Erfolge
    SW 404
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    Nachkommen //​