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Jackie

♂ First von Rothen | gekört

♂ First von Rothen | gekört
Jackie, 26 Okt. 2015
sadasha, Veija, Salera und 2 anderen gefällt das.
    • Jackie

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      31. März 2016 - Westerntraining L-M
      3515 Zeichen © Veija


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      Lana Galopprennen A-L, Windsor Galopprennen E-A, Picola Western E-A, First von Rothen Western L-M

      Heute war ich wieder auf dem Weg zu Amy, mitgenommen hatte ich mir heute Aliena, da sie nicht nur Ahnung vom Westernsport hatte, sondern sich auch auf einem Rennpferd halten konnte. Naja, wahre Rennpferde würden wir heute nicht sehen, eher zwei Haflinger, die ihr Glück versuchen wollten.
      Da Amy auch in Kanada lebte, war die Reise recht kurz. Wir begrüßten uns flüchtig, ehe es zu den Pferden ging. Anfangen würden wir mit den beiden Haflingern Lana und Windsor, von denen wir die Stute von A nach L und den Hengst von E nach A bringen wollten. Unsere erste Trainingseinheit verbrachten wir also damit, Windsor an die Startanlage zu gewöhnen und mit Lana aus der Startbox heraus angaloppieren, egal welchen Quatsch das Pferd neben ihr machte. Zunächst war sie etwas verwirrt, dass sie alleine losgaloppierte, doch nach einer Weile hatten wir Windsor dann auch soweit, dass er zumindest aus dem Stand heraus angaloppierte und Lana nachjagte, wenn er auch aufgrund fehlender Kondition nicht weit kam. Wir besprachen kurz mit Amy, dass sie noch einiges an Windsors Kondition machen musste, ehe wir die beiden Haflinger fertig für die Box machten und uns Picola und First von Rothen schnappten, die wir in Western trainieren sollten. Amy konnte sich auf keine Klasse festlegen, weshalb wir bei First einfach die Basics festigen wollten, zunächst mit Wassertrense, dann mit Kandarre, da er ab Klasse M mit Kandarre laufen musste, Picola wollten wir die Westernreitkunst einfach mal ein wenig näher bringen, so dass sie zumindest am langen Zügel geradeaus laufen konnte. Aliena ritt Picola und ich schnappte mir den Hengst, blieb dabei bewusst in einem großen Abstand zu der Stute. Heute ritt ich ihn nur mit Wassertrense, aber schon mit einer Hand, was ihn wirklich zu verwirren schien. Nach einer Weile gewöhnte er sich jedoch daran, dass er viel weniger Hilfen, dafür aber präzisere, bekam und trottete seiner Wege.
      Als ich fertig war schaute ich zu Aliena rüber, die mit einem Pferd kämpfen musste, die gar nicht einsah mit Sporen geritten zu werden und auf stur stellte. "Versuch dann einfach mehr mit den Waden zu treiben, weniger mit den Sporen...", gab ich ihr einen Rat und klopfte kurz Firsts Hals. "Nimm die rum!", sagte ich dann energisch, als Picola erneut ausgetreten hatte. "Kopf aus Bein und treib sie mit den Sporen rum", sagte ich beobachtete, wie Aliena die Stute in einem kleinen Kreis drehte. "Jetzt lass sie kurz stehen und gib ihr die Chance, freiwillig nach vorne zu gehen. Wenn sie wieder austritt, nimm sie so lange rum bis sie den Quatsch sein lässt", erklärte ich ihr. Sie nickte verständnisvoll und gab der Stute genug Zeit, zu entscheiden, ob sie weiter Stress haben wollte, oder ob sie einfach nach vorne gehen würde. Sie entschied sich dann dazu, brav zu sein und ging ruhig nach vorne. "Gut, lenk sie zu mir und dann ist Schluss für heute", sagte ich und machte First dann im Stall fertig.
      Die nächsten zwei Tage galoppierten wir mit Lana und Windsor 500 Meter, damit der Hengst ein wenig Kondition aufbauen konnte. Mit den beiden anderen Pferden übten wir nur das losgelassene Laufen mit so wenig Hilfen wie möglich. Ab dem dritten Tag lief First dann auf Kandarre. Zu erst war es sehr ungewohnt für ihn, so viel Stange im Maul zu haben, doch er gewöhnte sich dran. Auch das einhändig reiten war bald kein Problem mehr.
      Nach einer Woche Training stand dann wieder die Abreise an. Lange würden wir jedoch nicht weg sein, da im nächsten Monat wieder fünf ihrer Pferde anstehen würden.
    • Jackie
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      29. April 2016 - Distanztraining M-S
      4660 Zeichen © BellaS

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      Distanztraining für Picola, Windsor und HL‘ Figaros Schattelfalter (E → A) My blue Gun (A → L), Suburb Lights und Golden Samurai (L → M) und First von Rothen (M → S) | 4660 Zeichen | © BellaS
      Ich hasste Massenritte. Eine einsame Trainerin, haufenweise unterschiedliche Leute, haufenweise Pferde auf jedem Trainingsstand. Kurz gesagt, heillose Verwirrung, massenhaft Arbeit und einen ganzen Tag Stress. Wunderbare Aussichten. Ich hatte das Gefühl, dass mich jedes Mal wenn ich zu Amy Flemming nach Heartland fuhr, so ein Tag erwartete. Massendistanztraining organisieren und offiziell machen. Immer das selbe. Sogar die Pferde blieben oft die gleichen. Heute gab es allerdings eine Besonderheit, die mir das Leben gleichzeitig erleichterte und erschwerte. Sieben Pferde am Start und alle gehörten einer einzigen Reiterin. Amy Flemming in höchst eigener Person. Da ich mir das Chaos mit unbekannten Reitern auf, für sie dann, unbekannten Pferden ersparen wollte, hatte ich heute zwei Mitglieder meines Teams dabei. Diese stellte ich dann auch erst einmal vor, als Amy uns am Tor begrüßte. „Hast du Verstärkung mitgebracht?“ „Ist auch nötig.“ Ich grinste. „Finley McLean und...“, ich deutete auf meinen Freund „Robin Jonssen.“ Sobald Amy auch die beiden Männer begrüßt hatte, ging es direkt an die Arbeit. Als erstes mussten wir die Pferde unter uns aufteilen. Für die, die nur die kurze Strecke, E auf A gehen mussten, hatten wir keine Reiter. Wir würden Picola, Windsor und Schattenfalter als Handpferde mitgehen lassen, was für die jungen Pferde wahrscheinlich sowieso angenehmer war. Da Finley das Westernreiten liebte, beanspruchte er blue Gun. Ich würde First von Rothen reiten, da er heute die weiteste Strecke würde gehen müssen. Golden Samurai war schnell von Amy belegt und so blieb für Robin noch der, etwa isi-große, und recht faule Haflingerhengst Suburb Lights. Die drei jüngeren Pferde waren schnell aufgeteilt und so machten wir und schließlich ans satteln. Ich kannte Rothen. Ein sehr schicker, umgänglicher und vor allem kräftiger Anglo-Araber. Gedacht als Veredler für Amys Haflinger. Ein verlässliches Pferd, das nebenbei auch noch nett anzusehen war. Robin hatte es mit Lights allerdings weniger gut getroffen. Der Hengst zickte und versuchte ständig seinen Kopf an allem zu reiben, was ihm in die Quere kam.Ein Verhalten wie Katzen es zeigten, wenn sie etwas als ihren Besitz markieren wollten. „Der hat doch irgendwo ein paar falsche Gene abgekriegt.“ Robin, der sonst ein sehr geduldiger Mensch war, schien schon jetzt angenervt. Das konnte lustig werden. Dass keiner von uns lange warten musste, war auch schon ein Wunder, aber irgendwie schaffen wir es, die fremden Pferde in Windeseile reitfertig zu machen. Ein letzter Check des Sattelzeuges, ungefähre Wegeinteilung mit Pausen. Wasser in die Satteltaschen und auf ging es. Inzwischen waren mit die schnurgeraden, recht langweiligen Wege und Hartland so vertraut, dass ich die Augen schloss, so lange wir im Schritt ritten. Ich hatte als einzige kein Handpferd zu bewältigen, da meine Strecke die längste sein würde. Zumindest noch nicht. Nach vielleicht einer halben Stunde übernahm ich dann Picola von Robin, der mit der feurigen Stute und seinem faulen Hengst ziemlich überfordert war. Von einem Baum am Wegesrand mussten wir einen Ast als provisorische Gerte für ihn abbrechen und ich war heil froh, dass mein Pferd heute verhältnismäßig motiviert vor sich hin trabte. Trotzdem legten wir die erste Pause nach 10 Kilometern ein. Hier verließ uns Finley, der mit My blue Gun und Windsor zurück nach Hartland reiten würde. Bisher ein ziemlich schweigsamer und ereignisloser Distanzritt. Bei Amy waren zum Glück immer nur einzelne Testritte notwendig, um die Stufen zu erhöhen. Eigentlich war es mein Job ein Pferd wirklich hoch zu trainieren, doch Amy erledigte das für mich. Ich musste nur verifizieren. So ging keins der Pferde der geforderte Strecke zum ersten Mal und alle hielten Recht gut durch. Nach weiteren fünf Kilometern war Halbzeit für Amy und Robin. Ich übergab ihnen Picola und als ihre Pferde wieder bei normaler Pulsfrequenz angekommen waren, kehrten auch sie um. Noch einmal fünf Kilometer geradeaus trieb ich meinen Fuchs an, dann konnten auch wir umkehren. Zwanzig lange Kilometer, immer wieder von Pausen unterbrochen, zurück zur Heartlandfarm. Mein Hintern protestiere schon bei dem Gedanken. Er protestierte immer, spätestens nach der Halbzeit eines Distanzrittes. Allerdings war ein solcher auch irgendwann vorbei. Endlich angekommen, wurde mir mein Pferd abgenommen. Das war immer schön, wenn man als letztes zurück kehrte. Man bekam einen Versorgungs-Service fürs Trainingspferd. Ich kümmerte mich um den erforderlichen Parpierkram, hörte mir Robins entnervte Tiraden über Suburb Lights an und entspannte mich. Wieder ein Monatstraining geschafft.
    • Jackie
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      25. Mai 2016 - Die Kür
      3000 Zeichen © Gwen


      First von Rothen war ein Allrounder durch und durch. Und nun sollte unser Araber in Haflinger-Optik doch tatsächlich an seiner ersten Hengstkörung teilnehmen. Die Chancen standen mehr als gut und bei all den gedrückten Daumen konnte es eigentlich gar nicht schiefgehen. First war heute auch in Höchstform. Schon die Hängerfahrt zum Turniergelände und das Aufwärmen waren kein Problem gewesen.
      Nun standen wir geschniegelt und gestriegelt auf dem Abreiteplatz und waren beide aufgewärmt. Ich wurde ja mit jeder Minute die verging immer aufgeregter, hätte ich nicht meine moralische Unterstützung am Zaun stehen gehabt. Fast das gesamte Heartland-Team hatte sich versammelt, immerhin kündigte sich hier vielleicht schon der nächste Zuchthengst an und das wollte schließlich keiner verpassen!
      Für First und mich ging es nun jedoch in die Halle, denn endlich ertönte unser Aufruf. Die Erleichterung wich aber ganz schnell wieder der Aufregung und ich atmete mehrmals tief durch, ehe ich First antraben ließ und ihn ein wenig zurück ins Arbeitstempo nahm. So ging es für uns nun Richtung Halle und dann auch direkt hinein.
      Auf den Tribünen waren allerhand Menschen versammelt, so dass ich erst einmal schlucken musste, doch dann fokussierte ich X und konzentrierte mich nur noch auf unsere einstudierte Kür. Die war kein großartiger Augenschmaus, aber sie besaß alle Anforderungen für diese Hengstkörung. Den Beginn machte das Anhalten bei X und das Grüßen der Richter.
      First stand geschlossen und ruhig da, dennoch jederzeit bereit, auf meine Hilfen zu hören. Und als die Hilfe zum Antraben kam, war er auch direkt da und wir bogen auf die linke Hand ab. Entspannt ritten wir die lange Seite entlang und gingen dann auf den Zirkel. Zwei Runden konnte First nun seine schöne Biegung zeigen, ehe wir wieder ganze Bahn gingen und an der langen Seite eine doppelte Schlangenlinie zeigten.
      Kurz darauf galoppierten wir bei A an und auch wenn First sehr motiviert los sprang, konnte ich ihn gut wieder einfangen und er zeigte eine schöne, saubere Galoppade. bis zur nächsten kurzen Seite ritten wir, dann parierte ich wieder durch. Erst zum Trab und dann direkt zum Schritt, denn eine Gangart fehlte auf der linken Hand noch, dann waren wir auch schon hier fertig und wechselten durch die ganze Bahn.
      Auf der rechten Seite kam nicht viel Neues. Hier blieben wir vorerst im Schritt und drehten eine Zirkelrunde, ehe ich First an der Mitte der kurzen Seite antraben ließ und an der folgenden langen Seite zwei Volten ritt. Noch ein wenig zeigte ich seinen Trab und wechselte dann in den Galopp. Dies war der Moment, mit welchem wir alle Anforderungen gezeigt hatten. Ein bisschen erleichtert war ich ja, dass alles so problemlos verlief.
      Für uns ging es im versammelten Trab auf die Mittellinie und geradewegs auf X zu. Dort parierten wir geschlossen durch und verabschiedeten uns von den Richtern. Nachdem sie uns zunickten, gab ich First den langen Zügel und verließ entspannt im Schritt die Halle. Geschafft!
      [3000 Zeichen | von Gwen | gezählt auf zeichenzähler.de]
    • Jackie

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      25. Mai 2016 - Tierarztbesuch
      3910 Zeichen © Jackie

      Amy bat Ty ein Tag zuvor ihren Anglo-Araber First von Rothen zu untersuchen. "Er soll morgen zur Kür und ich möchte das er bis dahin fit ist". Darum fuhr Ty zur Heartlandfarm um seiner Freundin einen gefallen zu tun. Als er aus dem Wagen stieg, lief ihm Amy schon entgegen "Hallo mein Großer. Da bist du ja wieder", Ty drehte sich scherzend um und suchte nach einem Pferd. Dann zeigte er mit den Finger auf sich und fragte: "Meinst du etwa mich?", seine Freundin lachte und drückte ihn einen Kuss auf die Lippen. "Hoffen wir mal das alles gut geht" Zusammen gingen sie in den Stall, in dem Amy First erstmal untergebracht hat, damit Ty ihn schnell untersuchen konnte. "Ok. Dann können wir an..", Amy runzelte die Stirn und fragte plötzlich "Wo ist eigentlich Cassandra ?", Ty rollte seine Augen "Sie muss in der Klinik bleiben, falls jemand kommen sollte" - "Ah ok, was wolltest du noch gleich sagen ?" sie kicherte und schaute ihn unschuldig an. "Wir können anfangen. Führst du bitte den Hengst vor ?", Amy nickte und wartete auf Tys Aussage. "Keine guten Neuigkeiten Amy." Ihre Augen weiteten sich "WAS ?! Warum ?! Willst du mir sagen, dass er jetzt - einen Tag vor der Kür lahmt ?" sie wurde bleich im Gesicht. Ty überlegte eine Weile. "Ich weiß nicht, er sieht verspannt auf und geht nicht taktklar", Amy seufzte. "Dafür ist er gut ernährt. Ein wenig zu gut. Du solltest ihn nicht so lange auf der Weide stellen. Oder auf einem Paddock.", Amy nickte und wartete darauf das ihr Freund den Hengst abtastete. "Ich spüre nichts Auffälliges. Fell ist auch in Ordnung. Am besten schauen wir gleich mal nach woher die Verspannung kommt." - "Okay." Er bückte sich und beugte jeden Huf einmal, konnte aber nichts verdächtiges finden. Auch als er sich seine Zähne, die Nüstern, seine Augen & Ohren ansah, sah alles beim alten aus. "Ich messe jetzt noch die Temperatur und überprüfe seine Atmung, dann sind wir mit dem Routinemäßigen Zeug schon mal durch.", Amy wartete gespannt ab. Ty nahm sein Stethoskop, lauschte und legte es wieder bei Seite. Als er zum Thermometer griff, First Schweif anhob und das Ergebnis sah, drehte er sich zu Amy um und sagte mit einer erleichterten Miene: "Temperatur normal, Atmung auch. Also können wir eine Impfung durchführen. Kann sein, dass sich First auch nur vertreten hat." Amy lächelte, wenn auch etwas verwirrt. Sollte sie ihr Pferd vernachlässigen und ihn auf der Kür vorführen, oder ihn untersuchen lassen ? "Amy was ist los ?", Ty sah wie verzweifelt sie war. "Ach, ich weiß einfach nicht was ich tun soll. Würde ich First vernachlässigen wenn ich ihn morgen vorführe und erst danach untersuchen lasse ?", sie streichelte ihr Pferd um sich zu beruhigen. "Ich werde mir seinen Gang noch mal ansehen. Wenn ich erstmal nichts finde, untersuche ich ihn morgen. Hätte er starke Schmerzen, hätte er es auch gezeigt." Amy war sich nicht ganz sicher ob Ty das sagte, damit sie wieder glücklich war - oder ob es wirklich stimmte. Sie nickte schließlich. "Ich gebe ihm jetzt den Impfstoff und verabreiche ihm die Wurmkur. Halt ihn bitte fest und pass auf das er sich nicht bewegt.", Amy nickte und fasste den Strick kürzer. Währenddessen streichelte sie sacht den Kopf des Pferdes und wartete darauf das Ty fertig war. "Und jetzt führ in bitte noch einmal vor", Amy ging los und hoffte das es ihrem Pferd gut ging. "Es ist das Bein hinten rechts.", Ty ging auf sein Hinterbein zu und fühlte mit der Hand von oben bis unten, ob er irgendwelche Schwellungen bemerkte oder nicht. "Ne Amy, ich spüre nichts. Ich schau ihn mir morgen noch mal an! Tu ihn sicherhaltshalber in die Box stellen und bisschen im Schritt bewegen, damit er sich schont. Wenn du morgen reitest, dann halt dich etwas zurück und überlaste ihn nicht." Amy war sich immer noch nicht sicher ob es eine gute Idee war. Manchmal musste man jedoch Risiko eingehen, ja - auch sie. Ob sie vielleicht geblendet vom Ruhm war ?
    • Jackie
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      7. Juni 2016 - Das Aufgewichtsrennen
      8351 Zeichen © Jackie

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      "Viel Spaß beim Rennen" eine junge Frau welche an der Kasse stand, drückte die Karten für das Rennen, sowie das Programmheft in die Hand der ungeduldigen Gäste. Manche blickten schon genervt von so viel Freundlichkeit in die Menschenansammlung - andere bewunderten voller Vorfreude das große Anwesen, auf dem in einer Stunde das große Rennen stattfinden würde.
      Zunächst wurden die Pferde im Führring vorgestellt. Ein Blick in das Programmheft verrieht, dass insgesamt zwei Rennen mit je elf Pferden stattfand. Schließlich versammelten sich die Zuschauer vor dem runden Gatter um die Pferde zu betrachten. "Schau mal! Die Nummer 1! Ich habe gehört sie hat schon vier Rennen gewonnen", ein kleiner Junge zerrte am Ärmel seiner Mutter. "Schon, aber die Nummer 5 war auch nicht gerade erfolglos". Überall tauschten sich Zuschauer über die teilnehmenden Pferde aus. Als eine weibliche Stimme aus dem Lautsprecher erschallte. "Willkommen auf den Aufgewichtsrennen. Das erste Rennen findet in einer dreiviertelstunde statt. Teilnehmen tun die Nummer 1 "Caspian of the Moonlightvalley mit Charly Lancaster" dieses Pferd hat bereits vier Rennen gewonnen, die Nummer 2 "Duke of Darkness mit Jani Rednisch" zwei Rennen gewonnen, Die Nummer 3 "Faster mit Janice Anderson" ebenfalls zwei Rennen gewonnen, die Nummer 4 "Sacramento mit Aiden Nicholas Clark" noch keine Rennen gewonnen, stammt allerdings vom erfolgreichen Ehrengold und der Khiara El Assuad ab. Die Nummer 5 "I've got the moves like jagger mit Lucas Bergström" hat schon ganze drei Rennen gewonnen. Die Nummer 6 "Riverside mit Valerie Wincox" ein erfolgreiches Rennen. Ebenso die Nummer 7 Vai Alida von Trader Joe, aus der Valley Victoria, geritten von Michelle Rose. Die Nummer 8 "Valentines Alysheba mit Cinaéd O'Mordha" wird heute wohl ihr erstes Rennen laufen. Die Nummer 9 "Chuckling Dancing Mess mit Max Nygaard", ebenfalls einen Sieg. Die Nummer 10 "Kagami El Assuad mit Samantha O'Neil" ist bereits zwei erfolgreiche Rennen gelaufen und stammt aus Pawaneeh und ebenfalls Khiara El Assuad ab. Die Nummer 11 ist die wohl jüngste Starterin im Rennen. "Stromers Painting Gold mit Kira Esenbeck" vom erfolgreichen Stromer, aus der Painting Shadows. Auch sie wird heute wohl ihr erstes Rennen laufen.", die Stimme legte eine kurze Pause ein. "Nun ich wünsche euch allen viel Glück beim wetten! Der Wettschalter ist nun eröffnet.
      Es dauerte nicht lange und die Wetten wurden abgegeben. Die Zuschauer suchten sich einen Platz zum sitzen oder zum stehen und hielten nervös ihre Wett-Quitting in der Hand. "Oh schau nur! Es geht los! Die Pferde werden in die Startboxen gebracht!", ein junges Mädchen zeigte aufgeregt auf die 11 Pferde, welche nervös Kreise drehten um der Startbox zu entweichen. Als es dann schließlich soweit war, dauerte es keine 30 Sekunden ehe die Pferde starteten. In Startbox 1 befand sich die Nummer 4, sie hatte gute Chancen die anderen zu überholen, an zweiter Stelle war die Nummer 3, während Stromer's Painting Gold in Startbox 3 stand. Auf einmal preschten alle Pferde gleichzeitig los. Es war ein atemberaubender Anblick. Der erste Enttäuschte Ausruf, kam von einem Mann, welcher auf die Nummer 2 gewettet hat. "LAUF SCHON!", rief er. Doch auch nun hörte man die Stimme des Kommentators. "Sacramento und Kagami El Assuad geben einen atemberaubenden Start ab, beide führen Kopf an Kopf. Sacramento holt Kagami ein... doch was ist das, Vai Alida kommt von hinten und überholt Sacramento." Es dauerte nicht lange, als von hinten die Nummer 3 aufholte. "Faster überholt, Vai Alida fällt zurück, Faster holt auf. Faster liegt vorne! Duke of Darkness wagt einen Angriff und überholt Faster und Vai Alida. Doch Faster lässt sich nicht aufhalten und führt wieder an erster Stelle. Duke of Darkness hinten dran. Die Beiden nähern sich der Ziellinie, die Pferde geben ihr Bestes! 1700m sind erreicht! Faster holt auf, Faster läuft in die Zielgerade, Duke of Darkness bleibt zurück... Vai Alida holt auf. Faster ist über die Ziellinie! Vai Alida hinterher!", überrascht verstummte der Kommentator für eine Sekunde "Doch was ist das! I've got the Moves Like Jagger prescht an Duke of Darkness vorbei und macht tatsächlich den dritten Platz! Knapp geführt von Duke of Darkness. Chuckling Dancing Mess läuft als nächster über die Ziellinie, dicht gefolgt von Stromers Painting Gold und Caspian of the Moonlightvalley. Jetzt kommt auch Kagami El Assuad und Valentines Alysheba in das Ziel! Riverside mit Valerie Wincox belegen leider den letzten Platz.
      Die Menge jubelte, gerade zu den letzten 200 Metern hin wurde es auf der Tribüne immer lauter. Lediglich ein paar Menschen die nicht auf das Siegerpferd gesetzt hatten, schmissen ihre Qutting sauer zu Boden. "So ein Mist", fluchte ein älterer Herr, welcher offenbar die Niete erwischt hatte. Die Gewinner begaben sich mittlerweile zur Kasse um ihren Gewinn ausgezahlt zu bekommen, während die Siegerehrung begann. Während Faster von Tim Fleming im Kreis geführt wurde und darauf wartete abgespritzt zu werden, bestieg Janice Anderson das Siegerpodest und nahm den Pokal entgegen. Neben ihr Lucas Bergström und Michelle Rose.
      Die Zweite Runde stand an und die Zuschauer hatten erneut Zeit sich die Pferde anzusehen, um auf ihren Favoriten zu setzen. "Wir haben heute einen absoluten Top Favoriten", sagte die Stimme aus dem Lautsprecher. "Success Story XX geritten von Meg Smith. Hat bereits 8 erfolgreiche Rennen gelaufen. Aber auch CHH' Lamperd geritten von José Prestes weist mit seinen 5 Siegen ein großartiges Potential auf. Zuckerschock mit 3 Siegen steht damit ebenfalls auf der Liste der Favoriten." Schließlich meldete sich wieder die junge Frauenstimme, welche schon zu Beginn kommentiert hat. "Es startet die Nummer 1 "One Cool Cat mit Rita Ferrero", die Nummer 2 "Badriyah mit Jani Rednisch", die Nummer 3 "First von Rothen mit Amy Fleming", die Nummer 4 "Priamos Ruffia Kincsem mit Aiden Nicholas Clark", die Nummer 5 "Ikarus mit Kathrin McAlistair", die Nummer 6 "Silberstern mit Abby Montgomery", die Nummer 7 "Hidden-Flyer mit John Jonson", die Nummer 8,9 und 10 habe ich vorhin bereits genannt und die Nummer 11 "ZM's Zanaro mit Andrew Cole". Nun, ich wünsche euch wieder viel Erfolg beim wetten!", die Stimme verstummte und die Menge stürzte sich auf die Wettschalter und Tribünen. Jeden Moment sollte es soweit sein.
      Nachdem auch das letzte Pferd für das zweite Rennen in der Box war, herrschte eine kurze Weile Stille. Mit einem Mal ging es los, die Pferde startete und der Kommentator griff zu Mikrofon. "CHH' Lamperd legt einen perfekten Start ab! Er führt an der Spitze. Badriyah wagt einen Versuch zu Überholen. Badriyah überholt One Cool Cat und First von Rothen. Badriyah führt. Lamperd holt auf. Lamperd führt. First von Rothen holt Badriyah auf. First von Rothen bleibt hinter Lamperd. Priamos Ruffia Kincsem holt auf, Priamos und First laufen Kopf an Kopf, Lamperd führt immer noch, nahe gefolgt von ZM's Zanaro. Zanaro liegt zurück, Zuckerschock wagt einen Angriff von hinten, wird jedoch von First von Rothen ausgebremst. Die Pferde nähern sich der Zielgeraden. Lamperd immer noch an erster Stelle, dicht gefolgt von First von Rothen. Hinter ihm Priamos. Nur noch wenige Meter! Lamperd führt an erster Stelle! First von Rothen läuft nach ihm über die Ziellinie, gefolgt von Priamos. Auf den vierten Platz Badriyah gleich im Anschluss Zanaro und als sechster erst Success Story XX. Was ein Jammer! Erst jetzt laufen Ikarus, One Cool Cat und Zuckerschock über die Ziellinie. Silberstern liegt leider weit als letzter zurück!", die Stimme verstummte und das aufgeregte Publikum stürmte erneut zum Wettschalter um auch hier die Gewinne abzuholen. Auch für die zweite Runde standen die Jockeys auf den Podest um den Pokal überreicht zu bekommen. José Prestes auf der höhsten Treppe und gleich daneben Amy Fleming und Aiden Nicholas Clark. Amy lächelte ihrem Vater zu "Dad, gleich zwei Siege an einem Tag! Ist das nicht der wahnsinn!", ihre Worte überschlugen sich beinahe vor Aufregung. "Das war ein wirklich spannendes Kopf-an-Kopf Rennen", sagte währenddessen ein Mädchen zu ihrem Freund. Dieser nickte und drückte ihr einen liebevollen Kuss auf den Mund, zusammen gingen sie Hand in Hand auf den Weg Richtung Parplatz. Andere Zuschauer blieben im Restaurant, während die Besitzer noch ein Meeting hielten.
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    • Canyon
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      24. Juli 2016 - Ray kommt zu Besuch!
      32.438 Zeichen © Canyon

      "Boar Stanley, hast du noch nen Bier in deinem Rucksack? Bei dieser Schweinehitze kratz ich ja voll ab."
      "Ian alter, kauf dir selbst nen Bier und halt endlich deine Fresse, sonst klebe ich sie dir mit Panzertape zu."
      Ich schlug meine Hand vors Gesicht und atmete tief durch. Alles wird gut, alles wird gut, sagte ich mir, bevor ich die Hand wieder vom Gesicht wegnahm und meinen Blick wieder Richtung Decke wandte. Eine einsame Spinne hatte sich dort in der Ecke ein Netz gesponnen und wartete nun vergebens darauf, dass eine Fliege den Weg dort hinein fand. Allerdings schienen auch die Fliegen der Sommerhitze in irgendeiner dunklen Ecke entkommen zu wollen und so wartete die Spinne vergebens.
      Nur noch knapp eine Stunde, sagte ich mir, dann wäre ich endlich am Ziel meiner Reise.
      Seit, ich blickte auf die Uhr, genau zwei Stunden und 43 Minuten saß ich nun schon in dem Abteil eines verrauchten, stinkenden Zuges, welcher stetig gen Westen fuhr, genau auf Alberta zu.
      Ich wusste selbst nicht, warum ich den Zug genommen hatte und nicht etwas Einfacheres und schnelleres, wie zum Beispiel ein Flugzeug, aber anscheinend hatte ich mir die Fahrt viel angenehmer vorgestellt, als sie im Endeffekt geworden war.
      Eine kleine Jungsbande, alle so um Anfang zwanzig, waren kurz nach mir eingestiegen, schimpften sich seit dem gegenseitig voll und hatten zusammen nun schon den zweiten Kasten Bier geleert. Ein dritter fehlte.
      Ich hatte sogar die Langeweile gehabt, mir die Namen aller zu merken und kannte nun nicht nur Stanley und Ian mit Vorname, sondern auch Frank, Kevin und Steven, welche zusammen so sehr stanken, wie ein ganzer Kühlschrank voll saurer Milch und ich wusste, wovon ich redete.
      Ich schloss meine Augen, versuchte die nervigen Stimmen der Jungs zu ignorieren und vielleicht noch etwas Schlaf zu finden, bevor ich in Millarville ankommen würde.
      Und tatsächlich. Als ich kurz darauf von einem nuschelnden Schaffner geweckt wurde, der so etwas Ähnliches murmelte wie: "Sir, sie müssen aussteigen, Millarville.", wurde mir bewusst, dass ich tatsächlich geschlafen hatte.
      Meine unangenehme Begleitung schien mittlerweile auch ausgestiegen zu sein, oder zumindest konnte ich sie nirgends mehr entdecken. Solch schräge Menschen. Wenn ich überlegte, dass es auf der Welt davon so viele gab...
      Ich schnappte mir meinen Rucksack und meine Jacke vom Hacken und verließ dann eilig den Zug und fand mich, wie erwartet, auf dem Bahnhof von Millarville wieder.
      Noch etwas orientierungslos blickte ich mich um, wurde jedoch kurz darauf von einer jungen Frau begrüßt, welche mir ihre Hand hinhielt und meinte: "Lou Fleming. Sie müssen Ray Greenwald sein, nehme ich an?"
      Ich nickte. "Richtig, freut mich ihre Bekanntschaft zu machen!"
      Ich hatte keine Ahnung, was mich dazu angetrieben hatte auf die Anzeige der Heartland Ranch zu klicken, welche für einige Wochen etwas Aushilfe suchte, allerdings hatte es mich gejuckt, wieder einmal ein neues Gestüt und neue Pferde kennenzulernen, seitdem die letzte Ranch, für welche ich gearbeitet hatte, den Bach herunter gegangen war. Nun würde ich den Sommer auf dem Zuchtgestüt für Haflinger arbeiten und hoffentlich einige nette Menschen kennenlernen.
      Lou brachte mich zu ihrem Auto, mit welchem wir dann den letzten Abschnitt meiner Reise hinter uns brachten. Während sie mich nun Richtung Heartland kutschierte, erzählte sie mir schon das Wichtigste vom Ablauf des Tages. So bekam ich mit, dass es außerdem dem Zuchtstall der Haflinger noch einen Nebenstall mit jeder Menge anderer Pferde gab. Lou teilte mich auch schon für die erste Zeit im Nebenstall ein, später würde ich dann auch wechseln, um auch die anderen Pferde kennenzulernen.
      Die Heartlandranch war ein riesiges Anwesen mit jeder Menge Weiden und vielen Möglichkeiten Pferde zu trainieren und zu reiten. Bereits auf den ersten Blick konnte ich einen Springplatz, Paddocks und ein großes Stallgebäude erkennen.
      Das Wohnhaus, in welchem ich die nächsten Wochen auch ein Zimmer haben würde, lag gleich auf der linken Seite und besaß nach hinten hin eine gigantische Aussicht auf einen See, welchen ich wohl auch die nächste Zeit genießen durfte.
      Nachdem wir den Wagen abgestellt hatten, zeigte mir Lou mein Zimmer und ließ mir etwas Zeit, mich einzurichten. Viel war es ja nicht: Etwas Arbeitskleidung und ein paar wichtige Dinge für den Alltag, mehr würde ich wahrscheinlich nicht brauchen.
      Eine halbe Stunde später trag ich Lou vor dem Wohnhaus, von wo aus sie mich als Erstes zum Stall führte.
      Ich schüttelte jede Menge Hände, hörte mir Namen an (Amy, Jack, Mallory, Ty und noch viele mehr) und durfte einen ersten Blick auf die Pferde werfen.
      Ich war kein wirklich guter Reiter, hatte mich nur mal hier und da aus Spaß auf ein Pferd gesetzt, und trotzdem mochte ich diese kraftvollen und eleganten Geschöpfe, weswegen ich mich auch dafür entschieden hatte, ein einfacher Stallbursche zu werden. Man lernte viele verschiedene Menschen kennen, hatte einen vollen Arbeitstag, jedoch ständig voller Abwechslung und man hatte immer mit Tieren zu tun.
      Die junge Mallory konnte es kaum abwarten, dass Lou zurück ins Haupthaus ging und mich den anderen überließ, denn kaum war sie weg, hatte ich eine kleine Fessel am Fuß, welche mir unbedingt das ganze Gestüt und die Pferde zeigen wollte.
      Es war gerade erst früher Nachmittag, doch ich war jetzt schon so geschafft vom Tag, dass ich meine Augen mit aller Kraft davon abhalten musste, zuzufallen. Die frühe und lange Zugfahrt und die unangenehme Begleitung hatten mich doch anscheinend ganz schön geschafft.
      Für heute war ich noch nicht in die Arbeit angebunden, morgen früh musste ich jedoch um sieben auf der Matte stehen und das am besten wach!
      Dank Mallory lernte ich einige der Mitarbeiter gut kennen und konnte mir schonmal einen ersten Eindruck verschaffen, allerdings bedankte ich mich irgendwann bei ihr und meinte, dass ich wohl heute zeitig ins Bett müsse. Sie schien etwas enttäuscht und zog eine kleine Schnute, jedoch versprach ich ihr, dass sie die nächsten Wochen noch genügend von mir haben könnte.
      Mein erster Tag auf der Ranch ging dann zum Glück doch noch ganz entspannend zu Ende, so dass ich am Abend früh und schnell einschlafen konnte.
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      Der nächste Tag begann tatsächlich recht früh, allerdings war ich dies ja auch schon von meinen anderen Arbeitsstellen gewöhnt. Vor allem im Sommer freute man sich dann, in der frühen Morgenkälte arbeiten zu dürfen, als in der Hitze des Mittags.
      Nach einem gemeinsamen Frühstück mit all denen, die auf der Ranch arbeiteten, begaben wir uns in den Stall.
      Jack Bartlett, der Besitzer der Ranch, wie mir Mallory mitgeteilt hatte, hatte sich netterweise dafür bereit erklärt, die ersten Tage mein "Aufpasser" zu sein, bevor ich wohl von selber wissen würde, was anstand.
      Obwohl Jack schon recht alt aussah, ich traute mich nicht ganz so zu schätzen, wer weiß, vielleicht war er auch noch gar nicht so alt, hatte er noch ganz schön viel Kraft in seinen Knochen. Mit seinen knorrigen Händen hob er noch jede Schubkarre und jeden Wassereimer, ohne auch nur zu stöhnen. Wie peinlich, das schaffte ja noch nicht mal ich!
      Jack und ich waren heute eingeteilt, uns um die Jungpferdefraktion zu kümmern. Das waren gar nicht allzu wenige und waren dazu noch die unterschiedlichsten Rassen. Ich konnte einige Trakehner ausfindig machen, aber auch Englische Vollblüter und einen Isländer. Eine interessante Mischung hier! Unterschiedlich alt waren sie auch noch alle.
      Zuerst stand das Füttern an der Reihe. Jeder bekam seine Portion Kraftfutter, sowie etwas Heu. In jeder Box kontrollierten wir dann auch noch das Wasser, bevor wir damit begonnen, die Youngster auf den Weiden zu verteilen.
      "Ray!" rief mich Jack durch den Stall. "Komm mal her."
      Ich kam aus einer der Boxen und schritt zu Jack, welcher im Gang stand und auf mich wartete. "Wir fangen mit den beiden Stuten an, die kommen auf eine andere Weide als die Hengste. Da du noch nicht weißt wohin, muss ich wohl mitkommen. Morgen machst du das aber alleine."
      Ich nickte und fühlte mich fast so wie in meiner Ausbildungszeit, der Mann hatte echt Selbstvertrauen.
      Die eine der kleinen Stuten hieß Maelis und war eine überaus hübsche Trakehnerstute, während die andere den verdammt niedlichen Namen Puppy trug. Natürlich bekam ich die kleine Isländerstute, während Jack Maelis das Halfter umlegte. Zum Glück waren die Weiden hier ja nicht allzu weit auseinander, sodass wir recht schnell wieder zurück im Stall waren, um auch die Hengste nach draußen zu bringen.
      Jack betrachtete mich im Stall eingehend, bevor er kurz seine Nasenflügel nach oben zog und mich dann fragte: "Meinst du, du schaffst drei Pferde auf einmal? Dann müssen wir nicht doppelt gehen und außerdem mögen diese kleinen Racker es sowieso nicht, wenn man sie von ihren Freunden trennte."
      Ich zuckte mit den Schultern. "Klaro, warum nicht!"
      Jack brummte kurz, bevor er mir meine Anweisungen gab. "Gut, dann schnappe dir mal Par Dieux, Findus und Dead Snow, wir treffen uns gleich vor dem Stall."
      Zugegeben, es war doch gar nicht so einfach, drei übermütige Hengste zusammen aus den Boxen zu holen und durch die enge Stallgasse nach draußen zu bringen, allerdings wollte ich Jack unbedingt zeigen, dass ich es voll drauf hatte. Bei diesem Gedanken musste sogar ich lachen.
      Jack war natürlich schneller gewesen und wartete draußen bereits mit Castiel, Cilion und Cabbalero, drei feurigen Jungpferden, welche, magischerweise, alle mit C begannen. Magic!
      Der Weg mit drei Pferden zu den Koppeln war definitiv weitaus anstrengender als mit einem. Ständig wechselte einer der drei die Seite, blieb plötzlich stehen oder drängelte sich an einem anderen vorbei.
      Jacks Rat war nur: "Zeig ihnen wo der Hacken hängt, die machen sonst nur Blödsinn mit dir"
      Er hatte ja leicht Reden, würde ich das bereits seit dreißig Jahren jeden Morgen machen, hätte ich das bestimmt auch drauf. Bestimmt...
      Als wir zurückkamen hatten die anderen Mitarbeiter bereits die anderen Pferde auf die Weiden gebracht, sodass nun natürlich die richtige Stallarbeit anstand. Boxen ausmisten, neues Stroh und Heu holen und Stallgasse fegen; Es war bereits Mittag, als auch diese Arbeit erledigt war.
      Nach einer Mittagspause ging die Arbeit weiter. Diesmal arbeiteten wir allerdings viel weitgefächerter und jeder ging seinem Job nach.
      Amy konnte ich immer wieder mit Pferden auf den Platz gehen sehen, andere äppelten die Weiden ab oder reparierten Zäune. Ich musste zugeben, zu diesem Zeitpunkt war ich etwas überfordert, hoffte jedoch, dass dies schnell jemand mitbekommen würde.
      Und tatsächlich: Der junge Ty schien dies zu bemerken und half mir, in dem er mir eine Schubkarre vor die Nase stellte. "Komm Ray, abäppeln!"
      Ich seufzte, diese Arbeit hatte ich schon immer geliebt!
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      Die nächsten Tage verliefen meist recht gleich. Ich war am Morgen weiterhin für die Jungpferde zuständig und ich musste sagen, dass ich mich jeden Tag verbesserte und die Fohlen auch besser kennenlernte. Auch am Nachmittag fand ich nun des Öfteren viel schneller einen Arbeitsplatz, je tiefer ich in der ganzen Rancharbeit drinnen steckte. Zum Abäppeln dazugekommen war jetzt auch, dass ich des Öfteren dabei half, die Pferde zum Training von der Weide zu holen und vorzubereiten, mit den Jungpferden spazieren zu gehen oder mit dem Traktor umherzufahren und Dinge von A nach B zu schleppen. Vor allem gefiel mir die freundliche Stimmung und die gute Zusammenarbeit unter den Mitarbeitern, sodass ich die Ranch am liebsten gar nicht mehr verlassen wollte.
      Nach einigen Tagen sagte mir Jack dann, dass es für mich bei den Fohlen zu Ende war und ich zu den Großpferden gelassen wurde.
      Hier arbeitete ich meist zusammen mit Ty oder Lou, welche mich die ersten Tage immer gut begleiteten.
      Jeden Morgen und jeden Abend, brachte und holte ich die Pferde von den Weiden und dazwischen die Zeit verging wie im Flug.
      Die ersten Tage war ich wieder für die Stuten verantwortlich, wovon es doch erstaunlich wenige gab. Wikotikabesa, Mon Chérie, The Death Angel und Cindarella waren alle vier leicht zu händeln und ich liebte den Alltag mit den vier Stuten. Doch trotzdem hieß es auch irgendwann für mich, weiter gehts, denn natürlich wollte ich auch noch die unhaffigen Hengste kennenlernen, bevor es für mich zu den Zuchtpferden gehen würde.
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      Ich konnte mir gar nicht vorstellen, was die Heartlandranch so mit Hengsten hatte, denn davon gab es hier im Übermaß, was ich natürlich nicht schlimm fand. Es war nur - etwas mehr Arbeit.
      Um all die Hengste früh auf ihre Weiden zu bringen, benötigten wir dringend mehr Hände, die mit anpackten. So stießen zu mir, Amy und Ty auch noch Caleb und Chase, welche beide nicht ganz so mein Typ waren, allerdings musste ich ja nur mit ihnen zusammen arbeiten können.
      Damit keine Pferde verloren gehen würden, trafen wir uns jeden Morgen kurz zu einer Besprechung im Stall, welche meist von Amy oder Ty geführt wurde. Vor allem am ersten Morgen war ich noch etwas überfordert, da ich die meisten der Pferde noch nicht allzu gut kannte. Natürlich hatte ich den ein oder anderen schonmal geputzt oder für den Hufschmied festgehalten, aber das war es dann auch schon.
      "Da Ray ab heute für einige Tage hier mit helfen wird," meinte Ty am ersten Morgen zu den anderen, "Wird die Aufteilung etwas anders sein." Und dann teilte er zu. Es waren dreizehn Pferde und jeden Morgen etwa vier bis fünf Helfer im Stall. Es war daher mit Sicherheit so, dass wir nicht alle Pferde auf einmal verschiffen konnten.
      Ich würde zweimal laufen, einmal mit Jim Beam Bastian, einem hübschen Welsh C Hengst, und mit Celsius, einem Deutschen Reitpony. Das zweite Mal teilte mir Ty nur einen großen gepunkteten Hengst zu, an der Boxentür stand: Herbert. Innerlich musste ich laut auflachen. Allerdings schien der Name Herbert für alle schon so normal geworden zu sein, dass das außer mir kein anderer witzig fand.
      Jeden Morgen brachte ich nun diese drei auf die Weide, mistete auch ihre Boxen aus und holte sie am Abend wieder hinein. Ich verstand die anderen ja, dass hier Ordnung angesagt war, aber etwas langweilig war es schon.
      Da Ty wegen seines Jobs als Tierarzt nicht immer da sein konnte und auch der ein oder andere mal frei hatte, gab es dann auch Tage, an denen ich noch andere Pferde nach draußen bringen durfte.
      So war ich einmal ganz erstaunt, als ich zurück in den Stall kam und mir Caleb zwei große dunkle Hengste in die Hand drückte und meinte, dass ich die nach draußen bringen sollte. Ich war ganz erstaunt, tat aber wie mir geheißen.
      Die beiden kannte ich schon etwas, oder jedenfalls hatte ich mir ihre Namen von den Boxenschildern gemerkt. Der Friese besaß den anmutigen Namen Luzifer, die Farbe und der Name waren genau der gleiche wie von meiner alten Katze, und der Trakehner hieß The Black Death. Ich konnte mich noch daran erinnern, dass es bei den Stuten eine gegeben hatte, die auch Trakehner gewesen war und so einen ähnlichen Namen getragen hatte.
      Zum Glück war es keine ganz so schwierige Aufgabe, die beiden auf die Weiden zu bringen, auch wenn Death etwas temperamentvoll und eigensinnig war, dafür behielt jedenfalls Luzifer die Ruhe, sodass beide dort landeten, wo sie hingehörten.
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      Einmal die Woche hatte ich frei. Immer an unterschiedlichen Tagen, was mich aber nicht störte. Mein nächster freier Tag fiel dieses Mal jedoch auf einen Samstag. Auch diesen nutzte ich wieder gründlich, um etwas schlaf nachzuholen und stand so erst kurz vor dem Mittag auf, um mir in der Küche etwas zum Frühstück zu machen.
      Wenig später traf ich im Stall mal wieder Mallory, welche sich natürlich riesig freute mich zu sehen. Sie faselte mich natürlich wieder mit den neuesten Geschichten zu und ich schaffte es, ihr jedenfalls mit einem halben Ohr zuzuhören.
      Mit dem anderen war ich in den Trubel im Stall vertieft. Ich genoss es, einfach mal die anderen entspannt zu beobachten.
      Ty brachte gerade ein großes hübsches Saddlebred, der Name war glaube ich Prince of the half moon oder so, nach draußen und kurz darauf kam Amy mit den beiden kleineren Lakritz und Skywalker hinterher. Auch sie verschwand durch einen Ausgang nach draußen, sodass ich nun Mallory auch meine andere Hälfte des Ohrs schenken musste.
      "Ray, was hältst du eigentlich von einem Ausritt? Ich bin mir sicher, dass Amy damit einverstanden wäre. Bist du bis jetzt eigentlich schonmal hier ausgeritten?"
      Ich brauchte etwas länger um ihren Worten folgen zu können, bevor ich zu einer Antwort ansetzte. Ich wusste nur noch nicht so ganz was ich sagen sollte, weswegen nur ein "Hä" oder so aus meinem Mund kam.
      "Jaja, ein Ausritt! Du hast doch heute frei oder? Bei diesem schönen Wetter MUSS man einfach das Gelände rund um Heartland kennenlernen, wirklich!"
      Ich zuckte mit den Schultern. "Ach Mal, ich weiß nicht, ich bin nicht gerade wirklich ein guter Reiter und ob man mir hier ein Pferd zutraut, bei den ganzen wertvollen Pferde..." versuchte ich mich herauszureden.
      "Ach Quatschradatsch, ich kläre das mit Amy und Ty sobald sie zurück sind, die werden bestimmt nichts dagegen haben!" meinte sie und rannte in Richtung Weiden.
      Ich seufzte. Ein Ausritt, wo ich beweisen konnte, dass ich es nicht konnte, war eigentlich das Letzte was ich jetzt wollte. Ich ließ mich vor dem Stall auf einer Bank nieder und genoss die warmen Sonnenstrahlen auf meinem Gesicht. Die Temperaturen waren bereits die letzten Tage angenehm gewesen. Nicht zu warm, nicht zu kalt, ohne Regen, aber mit einer leichten Dauerbrise im Gesicht, welche einem die Mücken von den Armen wehte. Perfekt, vor allem bei einem Ausritt...
      Als Mallory mit Ty und Amy zurückkam, schien sie die Beiden schon davon überzeugt zu haben, einen Ausritt zu machen. Es war jetzt Mittagszeit, so dass die Zeit für alle da war.
      Wie es der Zufall so wollte, stieß auch Lou einige Minuten später noch zu uns. Auch sie schien sich auf einen Ausritt zu freuen.
      Der zweite Zufall war, dass noch fünf Pferde im Stall standen. Eins für jeden von uns. So langsam fingen meine Beine an zu zittern und meine Gedanken wirbelten umher wie die Gemüsesuppe in der Schulkantine, wenn die dicke Köchin wild mit dem Löffel in dieser herum rührte. Jedenfalls war das zu meiner Schulzeit so gewesen. Ich hasste Gemüsesuppe.
      Ich nahm mir kurz die Zeit um durchzuatmen, bevor mich auch schon Ty rief. "Ray? Komm, ich zeige dir dein Pferd!" schallte seine Stimme durch den Stall.
      Oh nein, oh nein, das würde mein Untergang sein! Lou und Amy würden mich vom Hof werfen und das bestimmt ohne Bezahlung, wenn sie sahen, was ich mit ihren armen Pferden anstellte. Ich war erledigt, ich würde mein restliches Leben von Harz IV leben müssen, ich... Plötzlich tauchte Mallory neben mir auf und zupfte mir am Ärmel. "Wo bleibst du denn Ray, wir müssen uns etwas beeilen!" Dann zog sie mich zu Ty, welcher vor einer Box mit einem mittelgroßen aber übermäßig hübsch gescheckten Hengst, an dessen Boxentür nur "I See You" stand. Na etwas gruselig war der Name ja schon!
      "Bittschön", meinte Ty und deutete auf die Box. "Ein überaus ruhiger und nervenstarker Hengst. Der wird dir bestimmt gefallen, wie ich dich kenne!" meinte Ty mit einem freundlichen Lachen. "Sage mir einfach Bescheid, sobald du Hilfe brauchst oder Satteln möchtest. Einer von uns wird dir bestimmt helfen."
      Ich nickte nur leicht eingeschüchtert und murmelte ein "Danke", mit welchem sich Ty aber zufriedengab und sich dann zu seinem eigenen Pferd begab.
      "Ray, du siehst ja fast so aus als hättest du Angst? Wie witzig!" Mallory lachte, bevor sie sich hüpfend zu einer Box, einige Meter neben meiner, aufmachte.
      Ok, sagte ich mir, Putzen ist doch kein Problem, das hatte ich jetzt schon oft gemacht, kein Problem. Sachte schob ich die Boxentür auf und hielt Isee (ich nannte den jetzt einfach so) meine Hand hin. "Na du?" flüsterte ich, "Du nimmst es mir doch bestimmt nicht übel, wenn ich vielleicht nicht so gut reiten kann, oder?"
      I See You blickte mich einfach mit dunklen Augen an, ohne mit der Wimper zu zucken. Ich deutete das jetzt mal als "Ja".
      Putzen war zum Glück wirklich nicht so schwer, beim Satteln holte ich mir dann aber die Hilfe von Mallory, welche mir Isees Sattel zeigte und diesen dann auch mit mir zusammen auf den Rücken des Hengstes verfrachtete. So ein Westernsattel hatte doch schon ganz schön Gewicht! Die Trense hängte ich erstmal nur an das Horn (ach, was war ich stolz, dass mir dieser Begriff einfiel!) und half dann auch Mallory, ihr Pferd zu satteln. Gegenseitige Hilfe uns so... Das junge Mädchen durfte einen großen und kräftigen Knabstrupper Hengst namens Panino reiten, was bedeutete, dass der Sattel noch weiter hochgestemmt werden musste, als bei Isee. Ich hätte wohl doch ab und zu etwas Sport machen sollen, dachte ich bei mir.
      Als auch Panino fertig war, ging ich wieder zurück zu Isee, welcher nun nur noch getrenst werden musste. Nur noch, was für eine Ironie! Der Hengst schien es nicht einzusehen, dass Gebiss in den Mund zu nehmen und so peinlich es mir dann auch war, ich rief Mal ein weiteres mal um Hilfe an. Sie schaffte es innerhalb von Sekunden, was mich noch mehr verunsicherte, ob ich einem Ausritt gewachsen war, aber jetzt gab es kein Zurück mehr.
      Als alle fünf mit ihren Pferden vor dem Stall standen, ging es ans Aufsteigen. Mallory hatte mit ihrem Knabbi als Jüngste tatsächlich das größte Pferd erwischt, während Lou mit dem Quarter Horse As War Fades das kleinste Pferd hatte. Ich lag dann irgendwo in der Mitte, was ich ganz praktisch fand.
      Die anderen beiden Pferde kannte ich noch nicht beim Namen, aber Mal half mir wie immer weiter. "Das Pferd bei Ty heißt My Blue Gun und Amy reitet Azzurro, den Barockpinto." erklärte sie mir auf meine Bitte hin.
      Ich war ganz geschickt, in dem ich die Bank, auf welcher ich mich vor kurzem noch gesonnt hatte, als Aufstiegshilfe nutzte und auch wenn mir dabei der schlecht sitzende Helm verrutschte, so kam ich trotzdem ganz gut rauf, wie ich fand.
      Im Endeffekt war der Ausritt dann doch gar nicht so schlimm gewesen; Ty, Amy und Lou hatten mir immer wieder Tipps, aber auch Lob gegeben und anscheinend waren sie doch gar nicht so verwundert darüber gewesen, dass ich kein Grand Prix Reiter war, zum Glück! Ich hatte mir also wohl unnötigerweise Gedanken gemacht.
      Im Schritt, wie aber auch im Galopp hatte ich mich gut im Sattel halten können, was mich besonders stolz machte. Isee war wirklich ruhig, auch wenn er ganz aufgeregt getänzelt hatte, als wir an der großen Rinderwiese vorbeigeritten sind. Das Cuttingblut steckte bei ihm wirklich im ganzen Körper!
      Auch wenn es nur ein gemütlicher Ausritt gewesen war, so hatte ich viel gelernt und die Ranch war mir noch ein Stückchen näher ans Herz gewachsen.
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      Nach der Hälfte meiner Zeit, traute man mir nun zu, mich um die Zuchtpferde zu kümmern. Das waren noch mehr, als die Nichtzuchtpferde aus dem Nebenstall und mein größtes Problem war, dass sie alle gleich aussahen.
      Selbst nach den ersten Tagen kannte ich nur ein paar markante Pferde, welche vielleicht eine dunklere Farbe besaßen oder dessen Mähne unnatürlich lang war.
      Vor allem war mir da natürlich Golden Samurai aufgefallen, ein überaus stattlicher und prächtiger Hengst, welcher sogar schon seine Körung hinter sich hatte. Figaros Schattenfalter war, im Gegenteil zu der hellen Masse der anderen, viel dunkler, fast schwarz und so wie mir Amy erklärte, nannte man seine Farbe Kohlfuchs.
      Außer den Haffis gab es dann noch fünf Pferde, welche zur Veredlung da waren, aber auch die hatten diesen Haflinger-Farbton. Faster das große Englische Vollblut und dann noch vier Araber. So wie ich das mit bekommen hatte, waren Golden Girl und Pearl Arabische Vollblüter, während First von Rothen ein Anglo-Araber war und Everyday As It Comes eine Shagya-Araber Stute. Also eine bunte Mischung.
      Der Rest der Pferde, ja wie sollte ich es ausdrücken, bei denen fiel es mir schwer sie mir wirklich zu merken.
      Bei den Stuten gab es da eine Picola und eine Lana und die freche Calla und dann hörte es mit Namen auf. Alle anderen kannten diese natürlich und machten sich regelmäßig, aber ohne böse auf mich zu sein, sich über mich lustig. Auch Mallory, welche nach der Schule oft ihre Freizeit auf dem Gestüt verbrachte, fragte mich eines Tages: "Also ehrlich Ray, wie hast du es nur bis jetzt geschafft durchs Leben zu kommen, wenn du dir noch nicht mal so ein paar einfache Dinge merken kannst?"
      Einfach, sie hatte gut reden, das war ein 20 Kilometer Lauf für mein Gehirn, wenn ich versuchen würde all die Namen dort zu speichern! Und trotzdem gab ich mir jeden Tag aufs neue Mühe und wiederholte den Namen jedes Pferdes fünfmal, bis ich fast alle konnte.
      Die grazile, recht große Stute hieß L'ombre de la Lune, oder einfach nur Lune genannt. Die, die man immer von der Koppel ziehen musste, weil sie mal wieder nicht aufhören wollte zu fressen, hieß Nimué und die mit der langen gelockten Mähne war Money in a Bank. So ging das weiter. Ich suchte bei jedem Haffi eine auffällige Eigenschaft und versuchte den Namen darum zu puzzeln. Nordsterns Mähne leuchtete zum Beispiel so hell wie ein Nordstern, die Farbe von Golden Diamond war sehr extrem und die lange Mähne von Mrs. Pretty hatte genau die gleiche Farbe wie ihr Fell.
      Die jüngste hieß Mirabella und war so ein Sonnenschein, dass ich mich am ersten Tag in sie verliebte. Verschmust und anhänglich, genau mein Geschmack!
      Ich konnte Ty und Amy nicht davon überzeugen, dass sie mich nicht mehr auf die armen Pferde setzen sollten, aber sie ließen gar nicht mit sich reden und gaben mir weiterhin Reitunterricht, was ich natürlich nicht bereute! Reiten war toll, nur war man als Junge in der Schule gleich Außenseiter gewesen, wenn man geritten ist und später hatte ich nie das Geld dazu gehabt. Beide waren außerdem davon überzeugt, dass das ganze nur auf einem Haflinger stattfinden sollte, wenn ich schon einmal auf der Heartland Ranch war.
      So saß ich den einen Nachmittag mal auf der alten Meike, sonntags dann auf Nachtigall und des Öfteren auf Little Baby, welche sich besonders gut reiten ließ, wie ich fand.
      Auf Amsterdam Girl saß ich nur einmal und das auch recht kurz, bevor sie beschlossen hatte, mich mit einem Hüpfer in den Sand zu versetzen und mir mein Bein dann leider so wehgetan hatte, dass ich es kein zweites Mal versuchen konnte. Aber das gehörte nunmal auch zum Reiten dazu, im Sand zu landen.
      Auf dem Rücken einer Stute fühlte ich mich wohl, weswegen man es mir auch nicht übel nahm, dass ich mich nicht mal auf einen der berühmten Heartlandhengste setzen wollte.
      Bei den Hengsten hatte ich nämlich leider auch das gleiche Problem wie bei den Stuten, die Namen wollten einfach nicht in meinen Kopf. Außer L'ombre de la Figaro, welchen ich von Turnieren und so kannte, waren es einfach alles Haffis für mich.
      Eines Abends nahm ich mir dann mal die Zeit und ging die Stallgasse entlang, während ich mir jeden Namen notierte und mit meiner nicht allzu guten Handykamera von jedem Pferd ein Bild machte. Bis Mitternacht saß ich dann in meinem kleinen Zimmer und sortierte die Namen den Pferden zu, um am nächsten Tag jeden mit meinem Wissen zu überraschen.
      Die Pferde mit S waren besonders schlimm. Samie, Small Joker, Sunshine Shadow, Surburb Lights und Sternsinger. Das schlimme war ja, dass sie dann auch noch alle gleich aussahen! Surburb Lights (oder einfach Bubis) Mähne war recht lang, die von Sunshine allerdings auch, weswegen es für mich immer schwer war auf die Anweisung von Ty hin ("Hole mal den und den von Weide" und so) auf Anhieb das richtige Pferd zu erkennen.
      Abajo, Bonito und Burberry waren noch leichter zu erkennen als Jargo, Windsor, Askan und Franzl von Falkenstein, DOCH irgendwann hatte ich es drauf. Aber so was von richtig. Früh, wenn alle auf die Weiden gebracht wurden, zwischendurch zum Reiten und zum Arbeiten und abends, als alle Pferde wieder zurück in den Stall kamen, ich wusste, wer Abajo war, wer Franzl und wer Sunshine. Mit viel Arbeit hatte ich das für mich unmögliche geschafft und jedem Pferd in meinem Kopf einen Platz gegeben, wo es hoffentlich noch lange bleiben würde.
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      Kurz bevor ich Heartland wieder verlassen würde, fragten mich Ty und Amy eines Samstagnachmittags, ob ich nicht morgen mit zu einem in der Nähe gelegenen Verkaufshof kommen wollte. Die beiden wollten nach Pferden Ausschau halten, welche vielleicht für ihre Zucht praktisch wären.
      Ich fuhr ohne jegliches Vorherwissen mit zu den Briar Ridge Stables, doch als ich bereits durch die Fensterscheibe des Wagens blickte, merkte ich, dass das nicht ganz so mein Geschmack war. Zu spießig, war mein erster Gedanke.
      Amy schien die Besitzer zu kennen und auch wenn sie das nicht sagte, so hatte sie doch anscheinend eine kleine Abneigung gegen diese.
      Wie mir mein erstes Gefühl bereits bestätigt hatte, fanden wir, oder besser gesagt Amy und Ty, hier keine passenden Pferde, auch wenn einige wirklich vielversprechend aussahen!
      Auf dem Green Briar Ridge gab es Pferde jeder Rasse, jedes Aussehens und jeder Größe und so war eine breite Auswahl an Interessenten damit abgedeckt. Und so stach mir vor allem eine junge Isländerstute namens Rékja in die Augen, aber auch ihre Nachbarin, ein interessant gepunktetes Warmblut namens Double Diamonds fiel mir sofort auf.
      Amy und Ty standen einige Zeit vor einer Box, in welcher ein Isländer stand, welcher vom Aussehen her viele Ähnlichkeiten mit einem Haffi hatte. Bjatur hieß dieser laut einem Schild an der Box.
      Eine Box daneben stand Acacia, allerdings schon verkauft, wie ein großes rotes Schild besagte und noch eine Box weiter stand ein Hengst namens Heros. Hübsch aber leider auch nicht mein Ding.
      Da der Besuch auf dem Gestüt nicht der gewünschte Erfolg gewesen war, entschieden wir uns einstimmig dafür, noch etwas anderes zu machen. Eis essen, da waren wir uns alle einig. Nachdem ich die letzten Wochen nur auf der Ranch verbracht hatte, tat es gut endlich mal wieder draußen zu sein und auch wenn Stadtluft nicht besonders gut roch, so hatte ich sie doch vermisst.
      Meine Zeit auf der Heartland Ranch war bald vorbei, besser gesagt nur noch zwei Tage, bis ich wieder in Millarville in den Zug steigen würde und mit diesem diesmal in die entgegengesetzte Richtung, nach Osten nämlich, fahren würde.
      Umso mehr genoss ich deswegen die letzten paar Stunden mit meinen neuen Freunden, wie ich sie hoffentlich nennen durfte.
      Amy und ich fanden auch eine neue Gemeinsamkeit: Wir beide waren ganz vernarrt in Stracciatella Eis. Ich liebte Stracciatella!
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      Zwei Tage später war es dann auch soweit: Ich hatte mein Zimmer gründlich geputzt, all meine Kleidung und Souvenirs eingesteckt, ein letztes Mal Reitunterricht bekommen und nochmal alle Mitarbeiter verabschiedet und alle Pferde gestreichelt, denn nun ging es für mich nach Hause. Nach Hause, das hörte sich fast komisch an, denn in den letzten Wochen war die Heartland Ranch zu meinem "Zuhause" geworden und es zerbrach mir fast das Herz, diese nun wieder verlassen zu müssen.
      Aber wer weiß, vielleicht würde meine Hilfe ja auch irgendwann mal wieder gefordert sein und dann würde ich zur Stelle sein!
      Als ich in Millarville in den Zug einstiegt und auf einem Platz am Fenster Platz nahm, störten mich noch nicht mal die lauten Geräusche der Jugendlichen, oder die Spinne in der Ecke oder die stickige Luft, ich hatte einfach nur ein zufriedenes Lächeln auf den Lippen, blickte entspannt in die Zukunft und winkte Lou, Ty und Amy ein letztes Mal, welche mich alle mit zum Bahnhof gebracht hatten.
      Auch wenn ich es nie für möglich gehalten hatte, so hatte die Heartland Ranch mir gezeigt, was ich wirklich wollte und nun wusste ich, in welche Richtung ich laufen sollte, um meinen Weg zu finden.
    • Jackie
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      08. Dezember 2016 - Tierarztbesuch (Tupferprobe)
      3346 Zeichen © Rinnaja


      Ich bekam einen Anruf von Amy Fleming, sie sagte ich sollte vorbeikommen um einem Hengst und einer Stute eine Tupferproben zu entnehmen und sie untersuchen zu lassen. Ich sagte "Kein Problem", machte mich auf den Weg und legte auf. Ich packte meine sieben Sachen zusammen und dann ging es auch schon los. Mein Weg führte mich diesmal zu einer Ranch namens Heartland in Kanada Alberta. Nach einer Stute ruhiger Fahrt wie ich empfand, kam ich auf den Hof an. Ich schaute mich um und machte mich auf die Suche nach einer der Flemings. Ich guckte zuerst im Stall, wo ich nur einen Stallburschen antraf, der mit sagte das Amy auf der Weide war um sich die Pferde anzusehen und um zu kontrollieren ob alles okay sei. Ich bedanke mich und machte mich auf den Weg zur Weide. Immer den Schotterweg entlang, wie es mir der Stallhelfer gesagt hatte und siehe da, ich fand Amy. Wir begrüßten uns herzlich und sie fragte auch gleich, mit wem wir anfangen wollten. Ich meinte zu ihr "Nehmen wir Beide am besten mit, so komme ich später am Hengst leichter ran". Ich nahm die Stute und sie den Hengst, bis später Ty den Hengst nahm um mit ihn wenig zu laufen während wir beschäftigt waren. Damit er nicht voll kommen durch drehte. Amy band für mich Meikes Schweif hoch, so konnte ich mir meine Sachen zu Recht legen und mir die Handschuhe anziehen. Amy meinte nach paar Sekunden, das sie fertig sei und ich bedanke mich und nahm ein Tupfer um ihr ein wenig Sekret abzunehmen für die anschließende Laboruntersuchung. Ich machte danach noch die Standard Untersuchung bevor ich Amy bat die Stute zur Seite zu stellen, damit wir noch von Schattenfalter Sekret nehmen konnten. Der Hengst spielte sich natürlich auf, aber Ty hatte ihn sehr gut unter Kontrolle. Ich holte neue Handschuhe und machte die ganze Prozedur auch bei Schattenfalter. Aber diesmal brauchte ich drei Tupfer. Ich entnahm ihn Sekret aus drei Stellen und packte die Proben ein. Auch ihn untersuchte ich kurz und streichelt ihn. "Du warst ein braver Kerl!", ich lobte ihn sagte, das ich fertig sei und die Pferde zurück auf die Weide könnten. Also packte ich auch die letzte Probe ein und räumte alles weg bis Amy wieder kam und ich ihr kurz und knapp alles erzählte. "Ich habe auch eine Probe von den anderen Hengsten entnommen, wie du es gesagt hast". Ich sagte auch, dass ich in drei Tagen mich noch mal melden würde, da dann die Testergebnisse da wären. Sie nickte mir freundlich zu und meinte kein Problem. Ich verabschiedete mich von Amy und Ty bevor ich ging.
    • Jackie
      Fair Field Stable
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      02. Januar 2017 - Eine Stallhilfe
      1816 Zeichen © Ionia

      Nun ist es schon der vorletzte Tag und heute waren die Vollblüter an der Reihe und ich hatte mich schon von Anfang an auf diese gefreut. Dier erste war ZM´s Sweety Candypie, sie schlief beim putzen fast ein und war wirklich angenehm. PFS`Bring me to Life war auch mit seinen zwei Jahren wirklich brav, er sah mich nur oft an, aber stand sehr still und schnaufte oft. Auch Silberstern war wie die anderen beiden total brav und ausgeglichen, weshalb ich wirklich gut weiter kam. Everyday As It Comes erstaunte mich auch wirklich, bis jetzt waren alle sehr lieb und auch sie änderte daran nichts und Jackies Pferde sind alle wirklich super erzogen. Faster tippelte etwas herum, aber das störte mich nicht wirklich, da ich sie gut putzen konnte und mich nicht einschränkte. Pearl war wirklich mein kleiner Traum, sie war so ruhig und diese Farbe war unglaublich. Sie ist einfach ein Träumchen und am liebsten hätte ich sie einfach mitgenommen aber ich musste ja weiter machen. Golden Girl wollte mich die ganze zeit kuscheln, welshalb es wirklich witzig war, aber sie ist wirklich ein Herzenspferd, so liebevoll. First von Rothen war ein Kraftpaket und wirklich wunderschön, obwohl er sehr stämig war. Ich putzte ihn und es war wirklich angenehm heute, da bis jetzt keiner probleme machte. Zuletzt kamen jetzt die Fohlen und Burnin` Castiel war wirklich angenehm, er war zwar wirklich froh als ich fertig war aber er machte auch keine Faxen. Valentines Cilion war der einzige problematische, er sprang herum und wieherte freudig. Er machte es mir wirklich schwer, aber mit viel Geduld schaffte ich es wirklich gut. Danach trank ich mit Jackie Kafee und wir gingen mit ein paar Fohlen spazieren. Und wir ließen den letzten Abend zusammen wirklich gut ausklingen, was es mir wirklich schwer machte morgen abend abzureisen.
    • Wolfszeit
      PFLEGEBERICHT
      30.04.2107, Wolfszeit


      Heute ging es zu Jackies Vollblüter. Ich sollte die Pferd füttern, etwas bewegen und auf die Koppel stellen. Ich ging in den Stall und machte das Futter für alle fertig um es dann zu füttern. Als alle Pferd mampften sorgte ich für einen Heu Nachschub in allen Boxen und begann damit Sweety Candypie, Bring me to Life, Silberstern und Everyday As It Comes in die Führanlage zu bringen. Als alle darin standen schaltete ich diese an und ging zurück in den Stall. Während die vier Pferde liefen logierte ich Faster im Schritt, Trab und Galopp. Als ich ihn fertig logiert hatte tauschte ich die vier Pferde in der Führanlage gegen Pearl, Golden Girl und First von Rothen aus. Die beiden Fohlen Burning' Castiel und Valatines Cillion ließ ich zusammen etwas in der Halle spielen. Sie tollten fröhlich umher und als sie halbwegs ausgepowert waren brachte erst die beiden und dann die vier Pferde aus der Führanlage auf die Koppel. Auch die anderen 5 Pferde folgten. Als diese alle zufrieden auf der Koppel grasen machte ich mich auf den Nach hause weg.
    • Muemmi
      Pflegebericht für alle Pferde von Jackie
      06.09.2017 | (c) Muemmi
      Haflinger
      Abajo, Sternsinger, L´ombre de la Figaro, Golden Samurai, Mirabella, Nimué, Money in a Bank, Nordstern, Meike, Mrs. Pretty, Little Baby, Burberry, Suburb Lights, Jargo, Golden Diamond, Sunshine Shadow, Amsterdam Girl, Bonito, Askan, Calla, Nachtigall, Small Joker, Samie, Wendy, Picola, HL´ Figaros Schattenfalter, Franzl von Falkenstein, Lana, L´ombre da la Luna, Lady Äppel, Windsor

      Turner Valley Ranch
      Lütt Lorbas, Pünktchen, Jim Beam Bastian, Wookie (Highlandrind), Celsius, Skywalker, Panino, Cabbalero, Par Dieux, Mon Chérie, Puppy Findus II, Cindarella, Prince of the half Moon, Puppy

      Verkaufspferde
      Bjatur, Double Diamonds, Rékja, Herbert, Lakritz, The Death Angel, The Black Death

      Vollblüter
      Burnin ´ Castiel, Valentines Cilion, Laheeb al Amara ox, ZM´s Sweety Candypie, PFS ´ Bring me to Life, Silberstern, Everyday As It Comes, Faster, Pearl, Golden Girl, First von Rothen

      Westernpferde
      Tainted Love Toffifee, Hollywoods Silver Dream, Kristy Killings, Changa, Black Sue Dun It, Tainted Whiz Gun, Sheza Bat Cat, Annie get your Gun, What Lies Ahead, HGT´s Enjoy Nature, Cherokee Rose, Abigail, Possibility, My Blue Gun, As War Fades, HGT´s Dead Snow, I See You, Wikotikabesa


      Die Steine knirschten unter den Reifen meines Geländewagens, als ich über dem Weg zu Jackies Hof fuhr. Ich hielt den Xtrail auf dem Parkplatz, stieg aus und hievte meine Tasche vom Rücksitz. Ich war schon früher auf Jackies Hof gewesen und kannte mich aus. Ich schlenderte durch die Stallungen, als ich meine Tasche im Haupthaus gebunkert hatte und sah mich nach den Pferden um. Jackie hatte mich vor einigen Wochen beauftragt, mich um ihre Pferde zu kümmern und sie gegebenenfalls Korrektur zu reiten. Da es sich mittlerweile um einige Pferde handelte, würden mich im Laufe des Tages Leo, Tom und Mia unterstützen, sobald sie auf unserem Hof mit den täglichen Aufgaben fertig wären. Ich fing an zu misten, füttern und die Haflinger auf die Weiden zu führen. Ich mochte die kleinen Lichtfüchse wie Abajo, Meike, Nordstern Sternsinger und Figaro. Mirabella kannte ich noch als Fohlen, Golden Samurai, Nimué, Money, Little Baby, Burberry, Suburb, Jargo, Diamond, Shadow, Amsterdam, Bonito, Askan, Calla, Nachtigall, Joker, Samie, Wendy, Picola, Schattenfalter, Falkenstein, Lana, Luna, Lady Äppel und Windsor folgten. Ich brauchte fast eine halbe Stunde, um nur die Haflinger auf ihre Weide zu bringen. Da hörte ich auf dem Hof ein weiteres Auto ankommen. Ich winkte von weitem den Dreien und ging auf sie zu. Mia würde sich den Westernpferden annehmen und sich um die Hübschen kümmern. Sie war bezaubert von Tainted Whiz Gun, einer Tochter von Toffifee, der mittlerweile auch Jackie gehörte. Sie führte Silver Dream, Kristy, Changa und Black Sue hinaus auf die Weide, während Leo zu den Verkaufspferden ging. Bjatur, Diamond, Rékja, Herbert, Lakritz, Angel und Black Death waren schnell versorgt und ihre Boxen gemacht. Da ging Leo Mia zur Hand und mistete die Boxen der Westernpferde, während sie Bat Cat, Annie, Lies Ahead, Enjoy Nature, Rose, Abigail, Possibility, Blue Gun, War Fades, Dead Snow, I See You und Wikotikabesa ebenfalls hinaus auf die Weiden brachte und mit Leo zusammen die Boxen fertig mistete. Währenddessen machte sich Tom bei den Pferden der Turner Valley Ranch zu schaffen und kümmerte sich um die Lieblinge Lorbas, Pünktchen, Jim Beam, Celsius, Skywalker, Panino, Cabbalero, Par Dieux, Mon Chérie, Puppy Findus, Cindarella, Prince of the half Moon und Puppy. Wir brauchten den ganzen Tag, um die Stallungen zu misten, die Gassen zu kehren, die Pferde zu putzen, striegeln und versorgen. Als ich bei den Haflingern fertig war, ging ich hinüber den zu Vollblütern, da mein Gebiet ja immer noch bei den schwierigen, übermütigen und jungen Pferden lag. Castiel, Cilion, Amara, Candypie, Bring me to Life, Silberstern, Everyday, Faster, Perl, Golden Girl und First von Rothen waren aber ganz zauberhafte Pferde und genossen die Aufmerksamkeit. Auch ihre Boxen mistete ich, kratze ihre Hufe aus, fütterte sie und brachte sie dann auf die Weide. „Und jetzt reiten wir noch eine Runde aus.“ beschloss Tom am Ende. Wir vier sahen uns grinsend an und jeder suchte sich aus den Schönheiten Jackies ein passendes Pferd aus zum Abschluss dieses arbeitsreichen Tages.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Jackie
    Datum:
    26 Okt. 2015
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    Von unbekannt
    Von unbekannt
    Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt
    Aus der unbekannt
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    Hengst
    21.10.2015
    (3 Jahre gealtert)
    Rasse Anglo-Araber
    Stockmaß 155cm
    Deckhaar Fuchs (mit Flaxen)
    Abzeichen Schnippe, Blesse, 4x Krone
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    Mein lieber First von Rothen - ein stemmiger Anglo-Araber welchen ich von einem wohlhabenen Arabergestüt als Veredler gekauft habe. First weißt die perfekten Merkmale als Deckhengst für Haflinger auf. Fuchs, Flaxengen, stemmig. Ein Grund weshalb man ihn nicht mehr haben wollte. Was will man denn schon mit einem stemmigen Araber ? Das passt doch nicht zusammen. Darum bin ich um so glücklicher ihn gefunden zu haben.

    Besitzer Jackie (Amy Fleming)
    VKR/Ersteller Jackie
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    Galopprennen E A L
    M S
    Springen E A L M S
    Fahren E A L
    Western E A
    L M S S* S** S***
    Distanz E A L M S S* S** S***

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    2. Platz - 320 Westernturnier
    2. Platz - 256 Fahrturnier
    2. Platz - 259 Fahrturnier
    3. Platz - 318 Galopprennen
    2. Platz - 320 Galopprennen
    1. Platz - 337 Springturnier
    2. Platz - 339 Springturnier
    2. Platz - JV Aufgewichtsrennen

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    First von Rothen ist eingeritten und am Hänger gewöhnt, oder waren es bloß Beruhigungsmittel ?

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    HK481 - Alle Hengste

    Eingetragene Zucht Heartlandfarm
    Gekört Ja

    Nachkommen
    keine

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    Letzter Tierarztbesuch 11.11.2015
    Was wurde getan:

    First wurde geimpft, gechippt und gründlich kontrolliert. Er befindet sich im Zahnwechsel, weshalb er am Kopf sehr empfindlich sein könnte. First hat eine schwache Erkältung, welche Homöophatisch behandelt wird. Ein Blutbild wurde zudem beigelegt.

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    Letzter Hufschmiedbesuch 25.01.2016
    Was wurde getan:

    Der Hufschmied hat Roths Hufe ausgeschnitten, kontrolliert, ordentlich geraspelt und ihn mit Slidingeisen beschlagen.
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