1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Jackie

♀ Wikotikabesa || Paint Horse | 9 Punkte (bzw. 11)

♀ Wikotikabesa || Paint Horse | 9 Punkte (bzw. 11)
Jackie, 15 Okt. 2013
    • Jackie
      Alte Pflegeberichte | (c) Eselchen

      „Wow. Was für eine hübsche Stute.“
      „In der Tat. Sie ist wirklich ein Prachtexemplar.“
      Es war soweit:
      Wikotikabesa betrat zum ersten Mal ihr neues Zuhause.

      Vor knapp 15 Minuten war Calypso mit dem großen Anhänger auf den frisch renovierten Hof gefahren und wir hatten Wika gerade ausgeladen.
      Heute sollte sie sich einfach ein wenig in ihrer neuen Umgebung umschauen.
      Vorerst würde sie in dem großzügigen Offenstall stehen, bis mehr Pferde auf dem Hof waren.
      Calypso und ich unterhielten uns, während die junge Stute gerade aufgeregt Luft durch ihre Nüstern prustete.
      „Ist gut Mädchen. Die Anderen kommen morgen. Bis dahin musst du dich gedulden.“, sagte Calypso freundlich zu der Stute und lächelte mich dann an.
      „Denk dran – die Kleine hat ganz schön Pfeffer im Po.“
      „Das werde ich. Aber genau das wollte ich ja. Einen anspruchsvollen Partner.“, stellte ich lächelnd fest und schnalzte der unruhigen Stute zu.
      „Na Maus? Ist der Stall in Ordnung oder willst du lieber in der Reithalle schlafen?“, fragte ich ironisch und lachte.
      „So. Ich glaube, dass ich mich jetzt wieder auf dem Heimweg mache.“, sagte Calypso und rief Wika noch ein kurzes „Mach’s gut Hübsche! Pass schön auf dich auf, ja?“ hinterher.

      Eine Viertelstunde später rumpelte der leere Hänger vom Hof und ich gesellte mich wieder zu Wika.
      Die Sonne schien wirklich hell und tauchte den gesamten Hof in ein kräftiges Strahlen.
      Die hübsche Stute erkundete neugierig ihr neues Zuhause während ich mich außerhalb des Geheges auf dem Rasen niederließ und leise mit der Stute redete.
      Ab und an sang ich auch ein bisschen und ließ den Mittag zum frühen Nachmittag werden.
      Wika war zwar immer noch etwas beunruhigt, aber immerhin hatte sie sich nun dazu hingerissen ein wenig zu grasen.
      „Wika? Ich glaube ich muss dich kurz alleine lassen. Mein Magen knurrt.“
      Also erhob ich mich und ging zum Haupthaus, während die Maus kurz schnaubte und mir dann verwundert nachblickte.
      „Was? Du lässt mich echt alleine? So ganz alleine? Ist das dein Ernst? Naja – ich hab das Gras.“, schienen ihre Augen zu sagen.

      Einige Minuten später kam ich mit einem Käsebrötchen und einem kleingeschnittenen Apfel wieder.
      „So – da bin ich wieder. Und? War das so schlimm?“, fragte ich spaßend und ließ mich wieder auf dem Boden nieder.
      Genüsslich kaute ich auf meinem Käsebrötchen, während Wikotikabesa ein wenig am Gras knabberte.
      Sie war inzwischen recht entspannt und genoss die zarten Sonnenstrahlen.
      Ihr Fell schimmerte wie frisch gebadet (was Calypso vielleicht wirklich getan hatte) und ihre kleinen Hufe wurden von dem kurzen, aber kräftigen Grashalmen umrandet.
      Ab und zu schlug sie mit ihrem Schweif nach nervigen Bremsen und es schien ihr hier schon ganz gut zu gefallen.
      Als das Käsebrötchen dann vollständig in meinem Bauch verschwunden war, ging ich durch das Tor auf die Wiese.
      „Wika? Möchtest du einen Apfel?“, fragte ich so lieblich wie möglich und fing an zu lachen.
      Langsam ging ich auf die Stute zu, die mich interessiert anschaute.
      Ein leisen Schnauben glitt über ihre Lippen und als ich nur noch zwei Schritte von ihr weg war, blieb ich stehen.
      „Na – das bisschen Weg zu mir wirst du schon schaffen.“, alberte ich und legte ein Stück Apfel auf meine Hand, welche ich ihr dann entgegenstreckte.
      Sie wollte diesen Apfel unbedingt, aber nein – bewegen wollte Madame sich ja nicht.
      Naja. Nach einigen gescheiterten Versuchen das Apfelstück zu bekommen, ohne sich bewegen zu müssen, ging sie dann einen Schritt auf mich zu.
      „Braves Mädchen.“, flüsterte ich fröhlich und gab ihr noch ein Stück.
      Den Rest des Nachmittages verbrachte ich damit, ihr den restlichen Apfel zu verfüttern und mich ein bisschen mit ihr bekannt zu machen.
      Als dann die untergehende Sonne, den Hof in einen roten Schimmer tauchte, bereitete ich der Stute ihr Futter und blieb noch einige Zeit bei ihr, bis ich dann zurück ins Haupthaus lief.
      3833 Zeichen

      Wikotikabesa hatte sich bereits hier eingelebt und schon etwas Vertrauen zu mir gefasst. Als die Stute mich erblickte entfuhr ihr ein leises Brummeln und sie trottete zum Tor, zu welchen auch ich ging. Langsam streckte ich meine Hand nach ihr aus und streichelte zärtlich über ihre Nüstern.
      „Na Süße? Wie geht’s dir?“, fragte ich sie leise und lächelte. In ihr hatte ich eine wahre Begleiterin gefunden – das wusste ich schon jetzt.
      „Na los – lass mich mal eben ein bisschen hier saubermachen.“, sagte ich zu ihr und ich bekam ein entspanntes Schnauben als Antwort.
      Mit einem Klick entriegelte ich das Tor und betrat den Offenstall, wo ich mir direkt einen Appelboy und eine Mistkarre schnappte. Innerhalb weniger Minuten waren die Haufen weg und ich konnte mit dem Besen noch den Boden säubern.
      „Weißt du Maus – heute bekommst du endlich Gesellschaft von zwei taffen Jungs.“

      Knappe zwei Stunden später war Wika auf der Matschweide untergebracht und ein großer Hänger fuhr die Auffahrt hinauf.
      Amjad Amir und Faras wurden von mir direkt in den Offenstall gebracht, wo sie sich erst mal erholen sollten.
      Allerdings waren die Beiden viel zu beeindruckt von der neuen Situation und so streunten die beiden jungen Hengste mit gehobenen Schweifen und geblähten Nüstern durch den Offenstall und erkundeten Alles. Faras hielt sich sehr hinter Ami und man konnte direkt erkennen, dass der junge Hengst ein kleines Sensibelchen war.
      „So Jungs – ihr könnt jetzt noch nen bisschen hier rumdackeln, während ich mich mit meinem Mädchen beschäftige!“, sagte ich den beiden und nahm mir aus der Sattelkammer des Offenstalles das Halfter und den Putzkasten vonWika.
      Auf der Matschweide angekommen streifte ich der Stute ihr Halfter über und ging mit ihr zum großen Hauptstall. Es war ein gutes Gefühl sie hier auf dem neuem Putzplatz anzubinden und ganz in Ruhe zu putzen und mit ihr zu schmusen.
      „Ach Maus – Meinst du, dass die Beiden sich einkriegen? Ich hoffe es zumindest.“, spaßte ich ein bisschen und brachte Wika’s Fell zum Glänzen. Ab und an tönte ein leises Schnaufen über den Putzplatz und ich musste lächeln, als Wika anfing zu dösen.
      Nach einer knappen Stunde des Betüddelns, brachte ich Wika zum allerersten Mal in ihre Box. Dort hatte ich Heu und einige Möhren und Äpfel für sie bereitgestellt, welche sie auch sofort entdeckte.
      Während die kleine Maus das Obst naschte, öffnete ich die Tür zum Paddock ganz.
      „So Süße! Jetzt hole ich mal die beiden Jungs rüber. Mal schau’n was die hierzu sagen.“

      Gesagt getan: An jeder Hand einen jungen und unberechenbaren Hengst ging ich zum Hauptstall. Ab und an hatte ich echt Schwierigkeiten die beiden Jungspunde unter Kontrolle zu halten aber schließlich konnte ich Faras am Putzplatz anbinden und Ami ruhig in den Stall führen. Dort wurde er vonWika schon lautstark begrüßt und ein Lächeln zierte meine Lippen.
      „Und? Was sagst du zu der Schnitte?“
      Ich brachte den jungen Hengst in seine Box, öffnete die Tür zum Paddock und zog mich wieder zurück. Von draußen konnte ich Faras wiehern hören, der seinen Kumpel schon jetzt vermisste.
      Also brachte ich auch diesen jungen Hengst in seine Box und öffnete dort die Tür.


      „So Jungs – das war’s für heute. Gleich gibt’s noch Futter und dann gehen alle in die Heia. Okay?“, trällerte ich und verschwand in der Futterkammer ...
      3295 Zeichen

      „Guten Morgen!“, rief ich auf den leeren Hof und lachte über mich selbst.
      Du hast doch echt nen Schaden …
      Ich hatte wirklich gute Laune – ein begeistertes Grinsen lag auf meinen Lippen und ich hatte das Bedürfnis wie ein Einhorn zum Stall zu hüpfen.
      Das gestaltete sich zwar Alles andere als Anmutig, aber ich konnte meiner Freude Ausdruck verleihen.

      „Guten Morgen ihr Süßen! Und wie habt ihr geschlafen? Ich hoffe mal gut – denn heute zieht eine neue Schnitte hier ein! Ach und Wika – heute geht’s endlich auf den Reitplatz!“, trällerte ich als ich den Stall betrat und das Futter bereitstellte.
      Ich laberte die drei Mäuse zu wie eine Irre, aber das hielt sie auch nicht von ihrem Frühstück ab.

      „So – wer von euch will denn als erstes raus?“, fragte ich spaßhaft und grinste. Wika und die Jungs musste ich ja voneinander trennen – Das bedeutete, dass die zwei Jungs auf die eine kleine Wiese und Wika auf die andere sollten.
      Ami war wie immer der schnellste beim Fressen und so schnappte ich mir das schwarze Halfter von seiner Boxentür und zog es ihm über.
      „Meine Güte! Ami – dass du beim Fressen überhaupt noch Luft bekommst, ist echt ein Wunder.“, erzählte ich dem jungen Vollblut und öffnete dann die Boxentür, um ihn auf den Hof hinaus zu führen. Ami tänzelte und war vor Aufregung total hibbelig – wie immer.
      Er war nun mal ein temperamentvoller, energiegeladener Blüter. Mit Mühe konnte ich den Hengst bei mir halten und nach einem kurzen Weg voller Ungeheuer, ließ ich ihn auf die Weide.
      Ganz wie man von ihm erwarten könnte, rannte er wie ein Irrer hinaus ins Grüne und buckelte sich seine Freude aus dem Leib.
      „Denk dran Schatz! Wir gehen heute auch auf den Reitplatz!“, rief ich ihm hinterher und schloss das Tor, ehe ich in einem flotten Laufschritt und singend zum Stall zurück ging.
      Faras war die Ruhe selbst – er fraß in Ruhe, schaute ab und an zu Wika und genoss das Obst im Futter, als wenn es die letzte Portion seines Lebens wäre.
      Wika war inzwischen auch fertig und brummelte leise, als ich zu ihr ging und in die Box schlüpfte.
      „Hey Mäuschen.“, flüsterte ich. „Hm? Wollen wir heute mal probieren, ob ich dich reiten kann?“
      Langsam holte ich das Halfter von der Boxentür und streifte es ihr über. Die Süße zog es sich quasi von alleine an und wartete nur darauf, dass ich es verschloss.
      „Hach – du bist ein Schatz.“, sagte ich leise und kraulte ihren Mähnenkamm. Vorsichtig fing die Stute an, an meinem Arm Fellpflege zu betreiben und so kuschelte ich einige Momente mit ihr, ehe ich die Boxentür öffnete und die gelassene Stute zur weiten kleinen Weide brachte.
      Ami hatte sich in der Zwischenzeit wieder beruhigt und graste gemütlich. Allerdings nur bis er Wika entdeckte.
      Ein spitzes Wiehern entfuhr ihm und wieder tänzelte er am Zaun auf und ab – so als wenn er sich Wika präsentieren wollen würde.
      Seine Nüstern waren gebläht und sein Schweif zur Fahne aufgestellt.
      „Ami, du Charmeur!“, kicherte ich und tätschelte Wika’s Hals, die von dem Schauspiel sichtlich begeistert war. Ein leises Brummeln ertönte ihrerseits und ich musste lachen.
      „Meine Güte! Ihr seid vielleicht zwei süße Turteltäubchen!“, mit diesen Worten ließ ich Wika auf die Weide neben der von Ami und sah, wie sie langsam zum Zaun trottete, um dann Ami zu beschnuppern und ihn dann anzuquietschen.
      Ich musste lachen und zog mich dann wieder zurück, um Faras zu holen.
      Im Stall angekommen wurde ich von einem lauten Wiehern begrüßt. Faras war ungeduldig geworden, als Wika verschwunden war.
      „Hey Stinker! Willst du auch auf die Weide?“, fragte ich den jungen Hengst spaßig und schlüpfte mit Halfter bewaffnet in seine Box.
      Der schüchterne Hengst wartete stumm, als ich ihm das Halfter anlegte und schnupperte dann vorsichtig an meinem Arm, als ich anfing seinen Hals zu streicheln.
      „Schatzi – Wollen wir heute mal nen bisschen an der Longe laufen?“, fragte ich ihn leise und öffnete die Boxentür, um ihn auf die Weide zu bringen.
      Der junge Blüter war unsicherer als Ami, aber ruhiger. Ab und an war er ein bisschen ängstlich, aber er ließ sich schnell wieder beruhigen.
      Entspannt kamen wir an der Wiese an und ich ließ ihn zu Ami. Wika hatte sich dem Gras zu gewendet und Ami und Faras fingen direkt an sich zu beißen und zu treten.
      „Müsst ihr immer so grob zueinander sein? Das ist ja unglaublich.“, rief ich ihnen zu und grinste.
      Das Spiel zwischen den beiden Hengsten fesselte mich ein wenig und ich beobachtete sie einige Minuten, ehe ich zurück zum Stall trottete, um die Boxen auszumisten.

      Dort angekommen galt mein erster Blick der Uhr.
      „Hm. 8 Uhr. In knapp drei Stunden sollte Nara hier eintreffen.“, laberte ich vor mich hin und schaltete dann das Radio an.
      Leise mitsingend schnappte ich mir eine Schuppkarre und einen Appelboy aus dem kleinen Lagerraum und ging dann zu der ersten Box.
      Ami hatte wohl eine etwas unruhige Nacht, denn die Äpfel waren quer durch die Box verteilt und die Einstreu war völlig zerwühlt.
      „Na dann – auf ins Getümmel!“, trällerte ich und begann die Äpfel aus der Einstreu zu fischen.
      Nachdem ich dann auch die mit Urin vollgesogene Einstreu auf die Karre geladen hatte, wendete ich mich dem Paddock zu. Hier waren nur zwei Haufen und diese waren auch schnell verschwunden.
      „Meine Güte … Eine ganze Karre voll … Ami hat nen neuen Rekord aufgestellt.“, erzählte ich mir selbst und fuhr mit der Karre zum Misthaufen, wo ich diese mit einem Schwung leerte.
      Wieder im Stall angekommen, widmete ich mich dann Faras Box. Der kleine Stinker hatte nicht gepinkelt und nur wenige Haufen gesetzt und so war ich innerhalb kürzester Zeit mit seiner Box fertig.
      Die Karre war noch nicht mal halb voll und so machte ich direkt mit Wika’s Box weiter.
      Die Maus hatte auch nicht rumgesaut – zwar mehr als Faras, aber es war trotzdem noch kein Vergleich zu Ami’s Box.
      Mit der nun fast vollen Schuppkarre fuhr ich wieder zum Misthaufen und leerte sie dort.
      Dann brachte ich sie wieder in den kleinen Lagerraum im Stall und nahm mir dann einen Ballen Einstreu, mit dem ich die Boxen wieder auffüllte. Zum Schluss nahm ich mir noch einen Ballen Heu, den ich in den Raufen verteilte.
      „Sooooo … Das wäre geschafft.“, sagte ich und bereitete dann die Box für unseren Neuankömmling vor.
      Nara sollte in die Box neben Wika und so streute ich diese ordentlich ein und befüllte kurz die Heuraufe.
      Das Radio trällerte vor sich hin und ich fegte die Stallgasse, ehe ich in die Sattelkammer ging und mir einen Schrank für Nara aussuchte und ihren Namen auf ein Schild schrieb, um es dann an dem Schrank anzubringen.

      „So – Nara kann kommen!“, sagte ich zu mir selbst und ging dann in mein Haus, um ordentlich zu frühstücken.


      Eine Stunde später trat ich wieder auf den sonnigen Hof und grinste über beide Ohren. Es war viertel vor 10 – ich konnte also noch mit einem meiner Mäuse arbeiten, bevor Nara hier eintreffen würde.
      Dann nutze ich doch mal die Zeit und schnappe mir Ami – dann hab ich den auch nen bisschen ruhiger, wenn Nara ankommt.
      Wie ein kleines Mädchen, dass gerade ein pinkes Einhorn geschenkt bekommen hat, rannte ich in den Stall und holte mir einen Strick, einen Putzkasten, eine Longe, einen Kappzaum, eine Peitsche und Leckerlies, ehe ich Alles außer den Führstrick am Putzplatz ablud.
      Dann stolzierte ich zur kleinen Weide, auf der Faras und Ami nun ruhig grasten.
      „Ami? Wollen wir mal probieren, ob du auch normal an der Longe gehen kannst?“, rief ich ihm spaßhaft zu und betrat die Wiese.
      Der junge Hengst hob seinen Kopf und beäugte mich erwartungsvoll, als ich auf ihn zuging und seinen Hals streichelte. Leise redete ich mit ihm und gab ihm ein Leckerchen, ehe ich den Strick an seinem Halfter festmachte.
      „Braver Junge – so schlimm ist das doch gar nicht, oder?“, fragte ich ihn lächelnd und ging mit ihm in Richtung Tor.
      Faras folgte uns und ich merkte, dass Ami sich anspannte – er fand die Idee die Weide zu verlassen, wohl ganz spannend.
      „Wehe, du benimmst dich jetzt nicht!“, drohte ich ihm lachend und öffnete das Tor.
      Sofort stolzierte Ami auf den Weg und ignorierte mich einfach.
      Mit Mühe schloss ich das Tor hinter ihm – sah einen entsetzten Faras – und versuchte ihn wieder auf mich aufmerksam zu machen.
      „Ami – Stopp. Hier spielt die Musik.“, sagte ich und zog den Hengst an meine Seite.
      Der junge Bursche hatte sich zu seiner vollen Größe aufgebaut und schaute aufgeregt umher.
      Leise rief ich seinen Namen und hielt ein Leckerchen vor seine Nase – und siehe da – er konzentrierte sich auf mich.
      „So – und jetzt gehen wir wie gesittete Leute hinüber zum Putzplatz.“, erzählte ich ihm und ging los.
      Auch wenn Ami eigentlich nicht hinter mir her wollte, brachte ich ihn mit einem kurzen Zug am Strick dazu loszulaufen.
      „Braaaver Junge. Super machst du das!“, lobte ich den jungen Hengst und gab ihm ein Leckerchen.
      So schafften wir es mit wenigen Zwischenfällen zum Putzplatz und ich band Ami an.
      „Na wenigstens hast du dich nicht so eingesaut!“, sagte ich fröhlich und nahm mir grinsend einen Striegel aus dem Putzkasten.
      Mit leichtem Druck und kreisenden Bewegungen brachte ich den Staub in Ami’s Fell an die Oberfläche, während der Hengst Alles in seiner Reichweite erkundete.
      Nebenbei erzählte ich ihm von Nara und nachdem ich sein Fell noch mit einer Kardätsche wieder geglättet hatte, glänzte sein schwarzes Fell wie eine Speckschwarte.
      „Hübscher Kerl!“, sagte ich zu ihm und lachte. Ein Leckerchen wanderte in sein weiches Maul und ich säuberte seinen Kopf mit einer weichen Bürste, bevor ich seinen Schopf und seine Mähne mit einer Bürste kämmte. Danach bürstete ich noch seinen Schweif und putzte seine schlanken Beine mit einer Wurzelbürste.
      „So, Schatzi. Jetzt noch die Hufe und dann können wir was gegen deinen Speckbauch tun!“
      Ein breites Grinsen lag auf meinen Lippen und ich kratzte die kleinen Hufe sorgsam aus.
      „Na dann wollen wir mal schaun, was du zu dem Kappzaum sagst.“
      Ich öffnete sein Halfter und zog es ihm über den Hals, damit er nicht weglief. Dann hob ich den Kappzaum vom Boden auf und zog ihm Ami auf.
      „Schick, schick! Steht dir Ami!“, sagte ich und gab ihm ein Leckerchen, ehe ich den Kappzaum verschnallte, die Longe einhakte und ihm das Halfter vom Hals nahm.
      „Dann schauen wir doch mal, was du an der Longe so kannst.“, erzählte ich ihm und wir erreichten mit einiger Bestechung in Form von Leckerchen den Roundpen.
      Dort legte ich die Peitsche zur Seite, ehe ich ihn auf den Sand führte.
      „Und was sagst du hierzu? Sieh mal – da hinten sind auch Faras und Wika!“, sagte ich und streichelte ihn.
      Er war aufgeregt – keine Frage. Aber das würden wir schon hinbekommen.
      Leise schnalzte ich und drückte den jungen Hengst von mir weg. Das führte dazu, dass er mich verdutzt ansah und sofort wieder auf mich zukam, als ich den Druck wegnahm.
      „Ami – du sollst eigentlich jetzt rausgehen!“, tadelte ich lachend und überlegte.
      Hmmmm … Ich glaube ich führe ihn außen rum und gehe dann langsam immer weiter von ihm weg. Dann brauch ich auch eine Peitsche. Genau! So mach ich’s!
      Gesagt getan: Ami hinter mir herlaufend holte ich die Peitsche und verschloss erneut das Tor.
      Dann ging ich mit Ami auf den Hufschlag und führte ihn einige Runden, ehe ich langsam einen gewissen Abstand zwischen Amis Kopf und meiner Schulter aufbaute.
      Jedes Mal wenn er versuchte mir mit in die Mitte zu folgen, brachte ich ihn mit Hilfe der Peitsche wieder auf den Zirkel und als ich knapp anderthalb Meter von ihm entfernt war, richtete ich meinen Körper auf seinen Widerrist aus.
      „Braver Junge!“, lobte ich und ging nun seitwärts auf meinem inneren Kreis. Nach und nach vergrößerte ich den Abstand und schließlich stand ich in der Mitte des Roundpens, während Ami langsam seinen Runden auf dem Hufschlag drehte.
      „Super machst du das! Klasse!“ Ich lobte den jungen Blüter ausgiebieg und ging dann wieder auf ihn zu. Mit wachen Augen sah er mich an und empfing freudig ein Leckerchen.
      „Super! Das war toll Ami!“, sagte ich ihm und streichelte seinen weichen Hals.
      „Was meinst du? Kannst du das auch auf der anderen Hand?“
      Nach einer kurzen Schmuseeinheit wendete ich mit Ami und machte dann genau dasselbe, wie ich es nur wenige Minuten zu vor schon einmal gemacht hatte.
      Ami machte das super – ab und an versuchte er wieder in die Mitte zu kommen, aber er verstand so langsam, dass er einfach seine Runden drehen sollte.
      „Okay – das reicht Ami! Das war wirklich toll! Klasse!“, sagte ich nach einigen Minuten und ging wieder zu dem Hengst, um ihm ein Leckerchen zu geben.
      Danach verließ ich mit ihm den Reitplatz und ging wieder zum Putzplatz, wo ich den Kappzaum gegen das Halfter tauschte, um ihn wieder auf die Weide zu bringen.
      Auf dem Weg dorthin war Ami ruhiger als heute Morgen und ich lobte ihn ausgiebig, bevor ich ihn auf der kleinen Weide zu Faras ließ.
      Ich beobachtete die drei noch einige Momente, ehe ich in einem flotten Laufschritt wieder zum Stallgebäude ging. Dort angekommen räumte ich kurz den Putzplatz auf und fegte den Boden.
      Nara muss jeden Moment hier ankommen. Ich freu mich schon so!

      Gespannt lief ich auf dem Putzplatz auf und ab, bis ich das Schnurren eines Motors hörte.
      Augenblicklich blieb ich stehen und blickte in die Richtung, aus der das Geräusch kam.
      Und tatsächlich – es war Zasa, die mit dem Pferdeanhänger hintendran kurz vor dem Haupthaus anhielt.
      „Hey Eselchen!“, rief sie mir entgegen, als sie ausstieg und ich kam langsam auf sie zu.
      „Hey Zasa! Schön, dass du sie bringst. Ich bin schon so gespannt!“, sagte ich und wir verweilten kurz in einem Smalltalk.
      Dann endlich lud sie Nara aus und die sportliche Stute stand zum ersten Mal auf meinem Grund und Boden.
      „Hey Süße. Wow – du bist noch schöner, als beim Kennenlernen!“, sagte ich leise und näherte mich ihr.
      Die Nüstern der jungen Stute waren gebläht und sie war sichtlich angespannt. Als ich ihren Hals sanft streichelte, beachtete sie mich gar nicht – sie wieherte laut und bekam direkt eine Antwort von meinen anderen Pferden, die sich in kurzer Entfernung an den Zäunen aufgestellt hatten.
      „Wie wär’s wenn wir sie direkt zu Wika lassen?“, fragte ich Zasa, die daraufhin nickte.
      Also führte Zasa Nara und ich ging neben den beiden her. Auf dem Weg zur Weide, tänzelte Nara aufgeregt und wieherte einige Male. Ihre Nüstern waren komplett gebläht und ihre Augen waren interessiert auf die drei Spanner vor uns gerichtet.
      Wenige Minuten später hatte Zasa die junge Stute zu Wika auf die Weide gelassen und nun erklang lautes Gequietsche und die beiden Stuten klären in einigen Bissen und Tritten die Rangordnung.
      Am Ende der Kebbeleien hatte sich Wika eindeutig über Nara gestellt und es kehrte Ruhe auf der Weide ein. Faras und Ami beäugten die Neue ausgiebig und ab und zu schallte ein leises Wiehern über den Zaun.
      Zasa und ich gingen noch kurz in das Haupthaus, wo wir einen Kaffee tranken und den Kaufvertrag unterzeichneten, ehe Zasa sich wieder verabschiedete und vom Hof fuhr.

      Nachdem ich mich durch ein kleines Mittagessen gestärkt hatte, trat ich wieder hinaus auf den Hof. Die Sonne strahlte immer noch unglaublich stark und es war wirklich heiß geworden.
      Langsam trottete ich zu den kleinen Weiden und beobachtete meine kleine Herde.
      Ein Lächeln lag auf meinen Lippen und ich wollte mich gerade auf dem Gras niederlassen, als mein Handy klingelte.
      Eine Bekannte von mir erzählte, dass sie dringend einige Ponies abgeben müsste und ob ich nicht ein oder zwei aufnehmen könnte.
      So wie ich bin sagte ich kurzer Hand ja, suchte mir im Haupthaus das nötige Kleingeld zusammen und fuhr dann zu ihrem Hof.
      Dort erwartete sie mich schon und präsentierte mir stolz den kleinen Shetty Hengst Ying Yang, der mir frech entgegen schaute.
      „Na du? Wie sieht’s aus? Willst du mitkommen?“, fragte ich ihn lächelnd und hielt ihm meine Hand zum Beschnuppern hin.
      Er ging auf das Angebot ein, beschnupperte meine Hand und ich konnte dann vorsichtig seinen wuscheligen Schopf von seinen Augen streichen.
      „Braver kleiner Kerl!“, sagte ich leise und schaute CatyCat vielversprechend an.
      Innerhalb weniger Minuten, wechselte das Geld den Besitzer – genauso wie Ying Yang – und ich fuhr mit einem Pony im Hänger wieder zurück zum Hof. Dort angekommen brachte ich den kleinen Racker sofort zum Anbindeplatz und band ihn dort an.
      Kurze Zeit später, brachte ich ihn in eine frisch eingestreute Box und öffnete die Paddocktür. Sofort fing Yin an Alles zu untersuchen und schien sichtlich begeistert von dem Heu in der Raufe zu sein.
      Schade. Jetzt ist es schon fast 20 Uhr … Tja … Dann werde ich wohl nächstes Mal mit Wika und Faras arbeiten müssen. Aber dafür haben wir ja jetzt noch ein kleines Maskottchen.

      Ich verschloss die Boxentür hinter mir und trat hinaus auf den Hof, ehe ich die Vier in ihre Boxen brachte und das Futter vorbereitete und verteilte.
      Es herrschte Aufregung – allerdings verflog diese sofort mit dem ersten Futter, das in einem Trog landete.
      „Gute Nacht ihr Süßen! Wir sehen uns morgen wieder!“, sagte ich noch ehe ich das Licht im Stall ausschaltete und hinüber zum Haupthaus ging.


      16831 Zeichen
    • Jackie
      Die Überraschung | 4746 Zeichen | (c) Jackie

      [​IMG]
      "Danke Sarah!" Amy umarmte ihre Freundin. 1 Woche ist jetzt schon vergangen seitdem sie im Krankenhaus lag. Es gab ein Unwetter und Amy wurde von einem herunterkommenden Ast schwer verletzt. Es war Ty der ihr half und Hilfe holte. Nun war der Tag gekommen an dem sie endgültig das Krankenhaus verlassen durfte. Sarah und Ty kamen jeden Tag zu Besuch und erzählten Amy den aktuellen Stand. Was Amy allerdings nicht erwartete, das Sarah bei ihrem letzten Besuch ihr komplettes Leben erneut verändern würde. "Du kannst neben meinem Zimmer schlafen, an freien Zimmern scheitert es sicher nicht", Amy lächelte Sarah entgegen. Sarah würde nach Heartland ziehen und bei ihr wohnen. Sarah öffnete die Tür. Das Wohnhaus wurde erst gestern renoviert, weshalb immernoch einige lose Bretter auf dem Hof lagen. "Cayden soll sie nacher aus dem Weg räumen, nicht das ein Pferd verletzt." Amy hat die letzten Jahre schon einiges erlebt. Nichts ist unmöglich... wirklich gar nichts. Ty, Amys bester Freund und Stallbursche der Farm, stützte Amy beim gehen. Als Amy schließlich das Haus betrat, blieb ihr fast das Herz stehen.

      Luftballoons, überall ! Und ein Tuch mit der Aufschrift "Willkommen zu Hause Amy!" hing an der Decke. Aber nicht nur das war die einzigste Überraschung. Unter ihrem Satz stand ein weiterer "Willkommen zu Hause Sarah!". Sarah errötete. Ihr wurde warm ums Herz. "Ist das alles für uns?" fragte Amy zögernd. Jack, Amys Großvater nickte und schenkte ihr das süßeste Lächeln das sie je in seinem Gesicht erkannte. Sie legte ihren Arm um ihre Freundin die ebenso überrascht neben ihr stand. "Willkommen zu Hause Sarah!!" flüsterte ihr Amy grinsend ins Ohr. "Ab sofort kann die Party beginnen" scherzte Amy und setzte sich auf einen Stuhl im Esszimmer. Das Esszimmer war geräumig und ebenso rustikal gehalten wie das restliche Haus. "Telefon für dich!" rief Lou und hielt ihr schön den Höhrer entgegen. Amy sah zu Sarah "Tja es hat sich eben nichts verändert." die Mädchen kicherten und Amy nahm den Höhrer entgegen. "Amy Fleming, wie kann ich behilflich sein ?". Eine weibliche Stimme meldete sich. "Hallo, hier ist Samanta" Amys Blick erweichte. "AH Samanta! Ich freue mich das Sie sich doch noch gemeldet haben. Es geht um Wikotikabesa richtig ?" eine kurze Pause, dann meldete sich die Stimme wieder. "Ja. Ja ganz genau! Ich wollte nachfragen ob es machbar wäre wenn ich sie heute vorbei bringen würde, ich habe gehört du bist noch etwas mitgenommen vom Unfall" Amy stimmte ihr zu.

      Ty stand am Herd während die beiden sich über den Neuankömmling unterhielten. "Noch ein Pferd ? Hat Amy langsam nicht genug ?" murmelte er nachdenklich. "Aber gut... wenn sie es benötigt." Ty war die Sorte von Junge, die nur das wollten was sie brauchten. Alles andere wäre unnötig. Er half wo man Hilfe benötigte, wie auf der Heartlandfarm ! Immerhin mussten seelisch verletzte Pferde wieder auf 'Vordermann' gebracht werden. Nach dem Telefonat trug er frisch gebratene Pfannkuchen zum Tisch rüber. "Hier Amy" sagte er mit einer sanften Stimme und beugte sich tiefer zu ihr als nötig. Amy sah zu ihm hoch. Ty war 1 Kopf größer als sie und sah schon ziemlich pfiffig aus. "E-Eh... Danke" sagte sie zögernd und zog den warmen, süßen Duft der Pfannkuchen durch ihre Nase. "Oh das duftet köstlich ! Hast du gut gemacht Ty!" Hörte man Jack sagen, als dieser gerade das Esszimmer betrat. Bevor Wikotikabesa ankommen sollte, unterhielt sich die Familie samt des Personals miteinander am Tisch, nur Cayden, der neue Praktikant war noch nicht da.

      "Freut mich sie wieder zu sehen!" begrüßte Amy Samanta, die gerade aus ihrem Auto steig. "Die Freude ist ganz meiner seits !" Samanta schüttelte ihre Hand, bemerkte dabei das Amy noch mit Krücken unterwegs war. "Die Stute ist zwar noch nicht so ganz an Hänger vertraut, aber wir haben sie letzendlich doch noch in den Hänger bekommen." erklärte die junge Frau beim aufklappen der Hängertür. Amy nickte bloß und sah neugierig in den Hänger. Da stand sie, Wikotikabesa! Die Paint Horse Stute in die sich Amy so verliebt hat. Sie sollte Amys erstes Westernpferd sein, Amys erstes...
      "Ich nehm sie dir schon ab." sagte Amy selbstsicher und stützte sich auf eine ihrer Krücken. Die andere nahm ihr Sarah ab die gerade aus der Haustür kam. "Ich habe mein Zimmer jetzt eingeräumt." sagte sie schnell und beobachtete den gelassen Blick der Paint Stute. "Ihr Blick kann täuschen." warnte Samanta scherzend. Amy führte die Stute in den Hauptsstall. Dieser stand knapp gegenüber vom Zuchtstall. "Sarah, holst du Ty ? Er könnte ihr schon mal das Heu frisch machen! Ausgemistet hat glaube ich Lou oder Jack schon." Sarah nickte und ging ins Haus.

      Kaum komm ich aus dem Krankenhaus, läuft alles Kopf über. Dachte sich Amy und grinste.
    • Jackie
      Eine ziemliche Herausforderung | 10635 Zeichen | (c) Jackie

      4. Kapitel - Eine ziemliche Herausforderung

      Amy stand bereits um 5 Uhr morgens auf. Sie stand in der Küche und schmierte sich ein Marmeladenbrot, dabei hörte man sie leise Fluchen. "Amy ruh dich aus, Amy leg dich hin, Amy tu dies, Amy tu das! Mal im Ernst, so schlecht geht es mir doch gar nicht!", doch in diesen Moment stolperte sie nach vorne. "MIST!" sie fing sich gerade noch am Tisch auf. Beinahe... aber nur beinahe... hätte ich wieder eine Woche im Rollstuhl verbringen können. Das rothaarige Mädchen schlang ihr Brot runter und schlüpfte in ihre Latzhose um mit der Stallarbeit zu beginnen. Ihr war es egal ob ihr was passierte, immerhin mussten die Pferde versorgt werden. Was steht heute denn überhaupt an ? Amy kramte einen Notizzettel aus ihrer Hosentasche und las laut vor "Black Bird wird verkauft, sie muss geputzt und gefüttert werden, gegen Nachmittag ihre Box ausmisten. Talitha 1 Pferd von Zaii wird zum ausbilden gebracht, bitte eine Box frei machen (ausmisten) und Futter auffüllen." Sie hob ihre Augenbrauen. Oh, wie wundervoll. Wahrscheinlich darf ich beim ausbilden mal wieder nur zusehen... Amy kam sich nutzlos vor. Sie sah wieder auf den Zettel "Abajo und Blettur wird heute angekommen, bitte zwei Boxen frisch machen. Lakritz trainieren (Gelassenheitsspaziergang) und Findus an sein Halfter gewöhnen. Außerdem soll Figaro, Nachtigall und Money decken." Amys Augen wurden größer "Heilige... das schaff ich niemals !! Ich werde Ty, Cayden und Sarah fragen müssen ! Vielleicht hat Lou auch Zeit."

      Es war halb 6 und die Pferde mussten gefüttert werden. Amy mischte Hafer, Kleie und einige wichtige Kräuter individuell für die Pferde an. Black Bird bekam Melissenblätter in ihr Futter, damit sie den Transport heute beruhigt entgegentreten konnte. Aus dem Stall vernahm man ein fröhliches brubbeln und schnauben. Amy streute frisches Heu in Prince, Cindarellas, Luzifers, Puppys, Lakritzs, Findus und Wikotikabesas Box. Die restlichen Pferde standen über Nacht auf der Weide. Moon und Figaro sowieso. Anschließend prüfte Amy die Wassertränken, diese funktionierten einwandsfrei. Ah! Was ist das ?! Etwas knabberte an Amys Schulter, sie drehte sich überrascht um und sah Puppy. "Huch! Wie kommst du denn hier hin ?" offensichtlich habe ich beim Heu auffüllen nicht aufgepasst... dachte sie sich. Sie nahm das Fohlen am Halfter und führte es zurück in die Box. "Du bist mir ja ein Schlawiener" Amy grinste und schloss die Boxentür. Dann strich sie sich mit ihren Handrücken über die Stirn. "Das wäre erstmal geschafft... jetzt muss noch der Zuchtstall gemacht werden... füttern, Tränken kontrollieren..." sie seufzte. Gerade als sie sich umdrehen wollte erschrak sie. "TY!" Ihr bester Freund und Stallbursche stand hinter ihr. "MENSCH! Du hast mich fast zu Tode erschreckt..." Ty lachte. "Nette Begrüßung. Brauchst du vielleicht Hilfe ?" ihr grinste auffordernd.Wahrscheinlich stand er die letzten Minuten schon hier... dann war es bestimmt Ty weshalb Puppy ausgebrochen ist. Sie reichte ihm den Futtereimer entgegen. "Zuchttrackt... füttern, Tränken kontrollieren. Ich mach die Bo... achja, ich kann ja nicht." sie deutete genervt auf ihre Krücken. "Ich werde die Weidenpferde putzen." Ty sah sie wehleidig an. "Scheint als hätten wir heute ganz schön viel zu tun."
      "Darauf kannst du wetten Ty!" Amy seufzte wieder. "Ich hoffe Cayden kommt pünktlich."

      Mit langsamen Strichen verwöhnte sie ihre Trakehnerstute Mon Chérie. Währenddessen sprach sie zu ihr. Amy sprach immer mit ihren Lieblingen wenn ihr was auf dem Herzen lag. "Ach Chérie, wir haben heute noch so viel zu tun... und ich fühle mich so eingeschränkt ! Nur wegen diesen doofen Unwetter musste ich ins Krankenhaus und darf jetzt erstmal eine Woche mit Krücken rumlaufen... dabei würde ich doch so gerne mit dir ausreiten..." Sie strich der Stute sanft über den Rücken und lehnte ihren Körper an ihren Bauch an, sie spürte die Wärme des Pferdekörpers. Mon Chérie schnaubte. "Ich weiß, du hast leider auch keinen Ratschlag für mich. Aber Süße ? Ist dir aufgefallen das Ty momentan etwas anders mir gegenüber ist ? Vielleicht bilde ich mir das auch einfach nur ein...". Amy putzte ihre Flanken als sie eine Stimme von hinten vernahm. "Bestimmt nicht Amy." Es war ihre Freundin Sarah. Es war bereits vormittag. "Kann ich helfen?" Amy sah nach hinten. "Leider ja, ich wünschte wir hätten nicht so viel Arbeit." Sarah lächelte sie an. "Vielleicht solltest du dir einen weiteren Stallburschen zulegen." Daran habe ich auch schon gedacht... Amy schmunzelte. Putzte währenddessen weiter. "Machst du Chéries Hufe ? Danach müssen 2 Stallboxen freigemacht werden, Futter auffüllen und Tränken prüfen. Immerhin kommt heute Abajo und Blettur an." Sarah lächelte. "Blettur..." flüsterte sie geistesabwesend. Blettur war Sarahs erstes Fohlen das sie mit Moonlight Shadow bekommen hat. Sie hatte ihn (Blettur) sofort gekauft als man ihn wieder verkaufen wollte. Nun wird er sein Leben auf Heartland verbringen. "Ich geh kurz rein und ess mir noch eine Kleinigkeit, vielleicht finde ich Cayden." Amy fiel es sofort auf als ihre Freundin auf den Namen errötete. "Nanana, habe ich da etwas verpasst?" fragte sie sie grinsend. Sarah schüttelte verschämt den Kopf. "Ich bring Chérie schon weg, kümmer du dich um dein Essen." Sarah zwinkerte ihr zu. Wie schön wenn man Freunde hat.

      "Hallo!" Cayden stieg gerade aus seinem Wagen als Amy aus der Türschwelle trat. "Gut das du kommst !!" in dem Moment kam auch Lou an. "Wieso?" fragte sie ihre Schwester. "Lou wir haben heute noch so viel zu tun! Cayden machst du bitte eine Box frisch ? Heute kommt ein auszubildenes Pferd. Und Lou ? Könntest du Lakritz spatzieren führen ? Aber arbeite mit ihm ! Er soll lernen gelassen am Strick zu gehen. Ich denke du schaffst das ohne mich". Sie lächelte ihre Schwester an. Lou sah allerdings alles andere als überzeugt aus. "Bist du dir sicher?" Amy nickte kräftig. "Cayden wenn du fertig bist, putz bitte Black Bird. Sie wird heute verkauft. Und wenn du auch damit fertig bist, müssen die Weidenpferde geputzt werden." Lou blickte zu Cayden und anschließend zu Amy. "Und die dreckigen Boxen?" Amy seufzte. "Die müssen auch noch ausgemistet werden." Lou schüttelte den Kopf. "So kann das nicht weitergehen! Bis das alles fertig ist, ist es schon spät am Abend. Amy wie hast du dir das vorgestellt ?! Wir brauchen Unterstützung." Amy verzog das Gesicht. "Wenn du jemanden findest..." Doch sie musste sich eingestehen das sie auf Lou vertrauen konnte. Sie war die Person die sich mit solchen Dingen auskannte.

      Ty war mit dem füttern fertig. Amy entdeckte ihn im Stall, er war gerade dabei Death und Angel zu putzen. "Hey, ich helfe dir!" rief Amy durch die Gasse. Ty lächelte verständnisvoll. "Das ist sehr lieb von dir. Ich muss nachher noch den Gang durchkehren, aber das erst wenn alle Pferde geputzt sind." Amy sah ihn dankbar an. "Was würden wir nur ohne dich machen! Ich bin so froh das du immer zu uns hälst. Selbst als dich Val Grant abwerben wollte." Ty musste lachen. "Zu DENEN wäre ich selbst in meinen schlimmsten Alpträumen nicht hingegangen!". Die beiden himmelten sich nahe zu an. "Als Amy Death Rücken striegelte spürte sie kurz Tys Hand an ihrer. Er striegelte den Hengst auf der anderen Seite. Eine beklemmte Röte stieg in ihr Gesicht welches sie süß wirken ließ. "Ty wie wäre es eigentlich mit einem Stallfest? Lou sucht außerdem noch Stallburschen, alleine schaffen wir das nicht mehr." Ty dachte nach. Stallfeste sind doch schön. "Ja wieso nicht. Ich mein vielleicht finden wir ja auch einen Stallburschen nach dem Stallfest." Amy war froh das Ty so dachte wie sie. "Ich bin froh dich zu haben!" sagte Amy verträumt. Ty sah ihr in die Augen. Sein Blick war gar fesselnd. "Was meinst du ?"
      "Na, ohne dich wäre es tot langweilig!" sie zog das tot in die Länge und zwinkerte ihm zu. Ty grinste. "Sowas hört man doch gerne!". "Wann decken wir die Stuten ? Nach dem Talitha angekommen ist ?" Ty nickte. "Und nachdem Svartur da war um Black Bird abzuholen." Amy nickte "Das wird wohl das Beste sein."

      Als Zaii mit Talitha auf dem Hof einfuhr, waren bereits alle Weidenpferde geputzt. Es war 2 Uhr und das gröbste an Arbeit war Gott sei Dank geschafft. Talitha sollte sich heute an ihre neue Box gewöhnen, weshalb erstmal nicht trainiert werden sollte. "Na da ist ja die Süße." scherzte Amy und umarmte Zaii. Zaii kam nicht zum ersten mal nach Heartland um ihre Pferde ausbilden zu lassen. "Freut mich dich wieder zu sehen!" begrüßte sie Amy. Ty stand neben ihr. Sarah war bereits im Gelände verschwunden, sie wollte ihr Pferd Moonlight Shadow reiten. Der Schwarzwald war eine traumhafte Landschaft für Ausritte. "Also nur longieren?" fragte Amy freundlich nach. "Ja, das wäre sehr lieb." Amy nickte. "Natürlich." Ty nahm ihr das Pferd ab und führte es in die Box. "Möchtest du noch auf einen Kaffee ins Haus kommen?", doch Zaii lehnte ab. "Ich habe noch so viel zu tun." das überraschte Amy nicht. "Ist bei uns leider genau das selbe." Die Mädchen lächelten sich noch ein letztes mal an, ehe Zaii vom Hof fuhr. Eine Stunde später kam Svartur an, um Black Bird zu holen. Ty war die Nacht zuvor nochmal mit Black Bird um den Hänger gegangen, damit sie heute keine zicken machte. Und es wirkte. Ty war nach Amy ein Speziallist wenn es um die Ausbildung von Pferden ging. Amy sah zu Ty als Svartur nach einer halben Stunde wieder fuhr. "Wirst du sie vermissen?" Amy legte ihren Kopf an seine Schulter. "Ja. Aber nun hat sie einen guten Besitzer gefunden."

      Amy und Ty standen am Zaun der Zuchtweide. Dort standen Figaro und Nachtigall. Es war nicht das erste mal das die 2 verpaart wurden. "Ich bin stolz auf ihn." flüsterte Amy ihren Freund ins Ohr. Ty sah zu Figaro. Dieser knabberte an Nachtigall und folgte ihr. "Er hat schon viele schöne Fohlen gezeugt, nicht wahr ?" - "Ja." sagte Amy verträumt. Das Tys Schulter so schön warm ist...Nachtigall wollte nicht so recht, aber Figaro schaffte es schließlich sie zu befruchten. Es dauerte zwar länger als geplant, aber es war endlich geschafft "So mein Lieber, spar dir noch etwas für die nächste Stute." Scherzte Amy während sie Nachtigall von der Weide führte. Ty holte Money. "Meinst du er packt das ohne Hilfe?"
      "Mal schauen." sagte Amy und setzte sich auf das Gatter. Ty stand hinter ihr und hielt sie fest. Cayden und Sarah gewöhnten währenddessen Findus an Halfter und Decke. Am Abend sollten sie von dem Spektakel erzählen, auch Lou die Lakritz spazieren führte. Gegen Nachmittag kamen auch Abajo und Blettur an, diese wurden von Großvater Jack empfangen.
      Im Ganzen, dieser Tag war für alle eine ziemliche Herausforderung.
    • Jackie
      Tierarztbesuch | 2537 Zeichen | (c) MackTheHeist

      Heute sollte ich Amy und vier ihrer Pferde einen Besuch abstatten. Auf dem Programm stand die Komplettimpfung und chippen. Als ich aus meinem Auto ausstieg fand ich Amy im Stall. Sie hatte schon das erste Pferd aus der Box geholt und brachte es raus. Freundlich begrüßte sie mich und stellte mir die Paint Stute als Wikotikabesa vor. Es war ein hübsches Pferd, das auch recht ruhig zu sein schien. "So. Dann wollen wir mal anfangen", sagte ich und holte eine mit Impfstoff gefüllte Spritze aus meiner Tasche. Die Stute stand ganz ruhig da, während ich ihr den Impfstoff verabreichte. "Ein feines Pferd", sagte ich zu Amy und sie lächelte glücklich. "Ja, sie ist wirklich ein tolles Pferd. Allerdings braucht sie eine starke Hand sonst setzt sie auch mal ihren eigenen Willen durch.", erwiderte die Besitzerin. Ich lachte. "Ja, die haben sie wohl." Dann holte ich einen Rasierer aus meiner Tasche und rasierte vorsichtig das Fell an der Stelle ab, wo später der Chip gesetzt werden würde. Dann nahm ich ein Tuch mit Desinfiktionsmittel und tupfte es auf die rasierte Stelle. Dann holte ich eine Spritze mit Betäubungsmittel, damit die Stute keine Schmerzen beim Chippen bekommen konnte. Als das erledigt war, setzte ich schnell den Chip und prüfte dann noch mit dem Lesegerät, ob er richtig saß. Alles in bester Ordnung. "Das wäre es dann für sie." Amy nickte und brachte Wikotikabesa zurück in den Stall. Während ich meine Hände desinifizierte und neue Handschuhe anzog holte sie das nächste Pferd, den Quarter Hengst I See You. Auch ihn impfte ich mit dem Komplettimpfstoff. Dann kam wieder das selbe. Rasieren, desinfizieren, betäuben, Chip setzen, Kontrolle, fertig. Der Hengst benahm sich sehr gut und war die ganze Zeit über ruhig. Das nächste Pferd war der Haflingerhengst Windsor. Amy hatte mich schon vorher gewarnt, dass er ziemlich verspielt sei und alles in sein Maul nehme. Und tatsächlich. Gerade als zum Impfen ansetzen wollte, schnappte der Hengst die Spritze und sah uns frech an. Amy und ich sahen uns kurz an und verfielen in schallendes Gelächter. Bevor Windsor aber die nächsten Gegenstände in sein Maul nehmen konnte, lenkte Amy ihn mit Karotten ab. Als Windsor auch geimpft und gechippt war, kam der nächste und letzte Patient, Abajo, ein Haflingerhengst, der nicht mehr der jüngste war. Er wollte sich nicht so wirklich mit dem Rasierer anfreunden, aber letztendlich schafften wir es doch auch ihn zu impfen und chippen. Nachdem Amy ihn weggebracht hatte, evrabschiedete ich mich und fuhr zufrieden von ihrem Hof.
    • Jackie
      Bald ist Weihnachten | 1195 Zeichen | (c) Jackie

      [​IMG]
      "Ty ?" fragte Amy den jungen Stallburschen als sie an der Koppel standen. "Ja ?" sein Blick war weich und vertrauensvoll. "Es sieht wunderschön aus... Abends, mit den Lichterketten... und der Himmel ist heute auch so..." - "Schön." vervollständigte Ty ihren Satz und lächelte sie sanft an. Plötzlich begann ihre Magengrube zu kribbeln. "Genau. Schön." murmelte sie abwesend und sah dem NeuankömmlingDead Snow zu, wie Wiko sie liebkoste. Ty legte seine Hand um ihre Taille und zog sie an sich. Es war ein Moment den sowohl Ty, als auch Amy nicht vergessen würden. Und so standen beide nebeneinander und genossen einfach nur den Abend. Nach einigen Minuten wurde jedoch die Stille von Amy unterbrochen. "Bald ist ja der Weihnachtsball." begann sie und sah Ty an. Ihre Wangen begannen zu glühen und sie verkniff sich ein Grinsen. Ty hörte ihr aufmerksam zu und wartete ab. "Möchtest du eventuell..." sie schluckte bemüht, "Mit mir zusammen zum Ball gehen ?". Ihre grauen Augen blitzten auf und sie wurde unübersehbar rot. Ty grinste breit. "Natürlich, My Lady." Er zwinkerte ihr zu und lehnte sich wieder an das Gatter. Ist das jetzt ein Date ? überlegte Amy scharf.Unglaublich... ich und Ty...
    • Jackie
      Nimaya erleichtert mir das Leben | 6751 Zeichen | (c) Nimaya

      Sehr früh weckte mich mein Wecker und ich schaltete ihn genervt aus. Heute sollte ich in den Stall zu Amy und mich um ihre Pferde kümmern, darauf freute ich mich schon sehr und sprang voller Übermut aus dem Bett und stolperte über meine eigenen Hausschuhe. 'Autsch.' Aus meinem Schrank nahm ich mir eine frische Reithose und einen dicken Wollpullover, damit machte ich mich dann auf den Weg in die Küche um mir dort ein Marmeladenbrot zu schmieren.
      Als das Brot verschlungen und das Glas Wasser ausgetrunken war, ging ich in den Flur, zog mir die Stiefel und Jacke an und setzte mich ins Auto und fuhr los zu Amy.
      Auf dem Hof war es sehr still als ich ankam, was mich jedoch nicht davon abhielt in den Stall zu huschen. Dort war es sehr warm und es duftete herrlich nach Heu und Pferden. Einige Köpfe mit braunen Kulleraugen schauten mir neugierig entgegen als ich den Weg zur Futterkammer entlang ging.
      Während ich die Eimer für die Pferde richtete, hörte ich einige Pferde ungeduldig schnaufen und andere scharten am Boden. Als ich den Pferden ihr Futter in die Tröge gab und sie zufrieden mampften, kehrte ich die Stallgasse, die Futterkammer und die Sattelkammer.
      Nachdem ich mich vergewissert habe, dass die Wasserspender der Pferde gingen und sie alles aufgegessen hatten, brachte ich die Fohlen Findus II, Puppy, Par Dieux und HGT's Dead Snow zusammen auf die Weide. Ich sah ihnen zu wie sie auf die Koppel preschten und hinterher miteinander wild spielten. Danach brachte ich noch die Haflingerfohlen Picola, L'Ombre de la Lune, Mirabella und Figaros Schattenfalter gemeinsam auf eine Koppel. Auch sie stürmten davon und spielten wild miteinander.
      Bevor ich mich um die anderen Pferde kümmern wollte, mistete ich die Boxen der Fohlen aus. Es beantspruchte sehr viel Zeit, obwohl ich nur das Nasse und die Pferdeäpfel rausmachte und frischen Stroh darüber warf. Auch bekamen sie frisches Heu in die Box gelegt. Nachdem die Boxen der Fohlen gesäubert waren, wollte ich eine kurze Pause einlegen und mich um ein paar der Pferde zu kümmern. Deshalb betrat ich Cinderellas Box mit ihrem Halfter in der Hand. Ich halfterte sie auf und band sie am Putzplatz an. Einen Putzkasten hatte ich mir schon bereit gestellt, den ich für alle Pferde benutzen würde. Mit der Kardätsche putzte ich sanft über ihr grau-geschecktes Fell und strich vom Hals zur Schulter hin. Sie schien es sehr zu genießen. Ich strich ihr mit der Wurzelbürste über die Beine und kratze ihr die Hufe aus. Hinterher führte ich sie ein bisschen auf dem Hof herum, ließ sie einen Graßbüschel abreißen und brachte sie wieder in ihre Box.
      Ich ging an Mon Chérie vorbei, die mir den Kopf entgegen streckte. Kurz hielt ich inne und sah die hübsche Trakehnerstute an. Sie wollte ich in der Box stehen lassen und gab ihr eine Möhre, ehe ich mich wieder an die Arbeit machte.
      Nachdem ich nun alle Boxen ordentlich gesäubert hatte und frisches Stroh darüber schmieß und Heu in eine Ecke legte, wollte ich mich noch um die anderen Pferde kümmern, also begab ich mich in Wikotikabesas Box, halfterte sie auf und brachte sie an den Putzplatz, wo ich mich um die Pflege ihres Fells und ihrer Hufe kümmerte. Da sie sehr temperamentvoll ist, wollte ich noch nichts mit ihr machen, deswegen ging ich auch mit ihr nur ein bisschen auf dem Hof spazieren und brachte sie dann wieder in ihre Box. Ich traute mich noch nicht so recht an alles Pferde. Ich wollte zunächst bei allen ein bisschen Vertrauen aufbauen, ehe ich mich auf den Rücken der wundervollen Tiere schwang. I See You wollte ich ein wenig auf dem Platz laufen lassen, damit er sich die Beine vertreten konnte. Ich putzte ihn zuerst und kratzte auch ihm die Hufe aus und ging dann mit ihm gemeinsam auf den Platz. Ich halfterte ihn erstmal nicht ab, aber löste den Strick. Er schaute neugierig und lief dann los. Ich nahm die Gerte, die hier rumlag und wollte ihn damit ein bisschen antreiben, deshalb stellte ich mich mitten auf den Platz und trieb ihn mit Stimme und Gerte so gut es ging an. Erst als ich das Gefühl hatte, jetzt ist genug, lockte ich ihn zu mir und befestigte den wieder den Strick am Halfter. Ich führte ihn zurück in seine Box und gab ihm eine Möhre.
      Lakritz, The Death Angel, Luzifer, Prince Of The Half Moon und The Black Death befreite ich nur gründlich vom Schmutz, kratzte die Hufe aus und lief mit ihnen nur kurz auf dem Hof spazieren. Auch putzte ich Hollywood Undead II gründlich, doch sie sattelte ich und ging mit ihr auf den Platz. Ziemlich nervös stieg ich auf, nachdem ich mit ihr kurz Laufen war um ihr dann den Sattelgurt ordentlich zuzuziehen. Ich konnte mich nicht immer davor drücken, die Pferde nicht zu reiten. Oben drauf, merkte ich nichts von ihren 1,60m und sie war sehr brav. Ich ritt sie im Schritt warm und trabte dann langsam an. Sie hatte einen wirklich schwungvollen Trab und ich war sehr gespannt auf ihren Galopp, denn ich gleich danach ausprobieren wollte. Hollywood Undead II war eine wirklich feine Dame und ich war mir sicher, dass sie sehr gut auf Tunieren reiten würde. Ich ging mit ihre ein paar Bahnfiguren im Trab und im Schritt. Nach einiger Zeit hielt ich sie an, stieg ab und legte ihr die Abschwitzdecke über. Ich lief noch eine Weile mit ihr auf dem Platz um sie Trocken zu bekommen und brachte sie dann wieder an den Putzplatz. Ich sattelte und trenste sie ab, kratzte die Hufen aus und brachte sie dann wieder in ihre Box. Ich gab Hollywood Undead II eine Möhre zur Belohnung und wollte mich dann noch um die Haflinger kümmern.
      Ich putzte L'ombre de la Figaro, Askan, Sternsinger, Lana und Jargo von Kopf bis Hufe, bewegte sie nur kurz auf dem Hof und brachte sie wieder in ihre Box zurück. Samie putzte ich ebenfalls, lief dann aber auch noch eine kleine Runde um den Stall, an einigen Feldern entlang und brachte ihn, nachdem seine Hufe von dem Schmutz befreit waren, zurück in seine Box. Mit Windsor und Abajo tat ich das selbe, ging aber mit beiden zur Rechter und zur Linken um den Stall herum, ließ sie hier und da einen Graßbuschel abfressen und brachte sie hinterher wieder in ihre Boxen.
      Es war schon sehr spät und ich wollte meinen Tag langsam beenden, deshalb brachte ich sie Fohlen wieder in ihre Boxen und gab jedem der Pferde eine Möhre.
      Little Baby, Money in a Bank, Nachtigall, Amsterdam Girl, Meike, Nordstern, Sunshine Shadow, Golden Diamond, Bonito und Mrs. Pretty bekamen von mir eine Möhre und ich versprach ihnen, dass ich mich beim nächsten Mal zuerst um sie alle kümmern würde. Wenige von ihnen schnaubten mir liebevoll hinterher und bei Suburb Lights blieb ich einen Moment stehen. Er bekam eine Möhre von mir und ich tätschelte ihn kurz am Hals und verschwand dann. Ich schloss die Tür vom Stall, stieg in mein Auto und fuhr entspannt nach Hause.
    • Jackie
      Bei den Haflingern | 9809 Zeichen | (c) medy

      Bei den Haflinger
      [SIZE=medium]© medy | 9809 Zeichen[/SIZE]

      [SIZE=10pt]Gemütlich nippe ich an meine Kaffeetasse. Heute darf ich den Tag bei Amy und ihren vielen Pferden verbringen, ich freue mich schon, die grosse Haflingerzucht kennen zu lernen. Um zehn Uhr soll es dann losgehen, bis dahin habe ich noch ein bisschen Zeit. Nicht einmal das schlechte Wetter kann meine Stimmung ruinieren. Fröhlich räume ich das Geschirr ab und packe meine Sachen zusammen, gehe aus dem Haus und schon sitze ich im Auto, auf dem Weg zu Amy. Das Gestüt kenne ich schon, allerdings nicht so gut. Nach einigen langen Minuten komme ich endlich an, Amy und Ty warten schon auf mich. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht steige ich aus und begrüsse sie. „Tut mir leid, dass ich zu spät komme, es hatte wieder einmal Stau gegeben“, entschuldige ich mich für meine Unpünktlichkeit. „Ach, das macht doch nichts, wir haben ja genug Zeit“, winkt Amy ab. Dann erklärt mir Ty das Programm für Heute. „Ok, alles klar“, lächle ich die beiden an und hole meine Sachen aus dem Auto. Zuerst steht komplett Fütterung an; Amy und Ty haben schon alles vorbereitet, so dass ich nur noch das Futter in die Boxen tun muss, Gesagt – getan.[/SIZE]

      [SIZE=10pt]„Komm, ich zeig dir mal den ganzen Hof“, meint Ty zu mir und schon marschieren wir zu den Weiden los. Zuerst zeigt er mir die Zuchtpferde, und ich komme gar nicht mehr aus dem Staunen heraus; die Haflinger haben es mir angetan. Ty schmunzelt und stellt mir dann die Pferde vor; „ Siehst du die Dunkle Stute, hinten im Ecken? Das ist Meike. Rechts neben ihr steht Nordstern, und links vonMeike, dass ist Jargo.“ Ich gebe mir Mühe, mir die Namen zu merken und schon fährt Ty fort. Bald schon habe ich Nachtigall, Amsterdam Girl, Askan, Golden Diamond, Windsor sowie auch Suburb Lights, Sunshine Shadow, Sternsinger und Mrs. Pretty kennengelernt, ehe ich Ty bitte, eine Pause einzulegen, um mir die Namen zu merken. „Dass wirst du nie und nimmer schaffen“, spottete Ty mit einem Lächeln auf dem Gesicht. „Wir werden ja sehen“, grinse ich. Dann wende ich mich wieder den Haflinger zu. Friedlich grasen sie nebeneinander, es sind wirklich schöne Pferde. „Ty? Wie heissen den die Pferde dort hinten rechts?“, frage ich ihn. „ Also, von links nach rechts, das sind Samie, Figaro, Little Baby, Money in a Bank, Bonito und Abajo. Und rate mal, welches Fohlen Picolaheisst.“, er zeigt zu den Fohlen. Ich begutachte die süssen Fohlen und entscheide mich dann für einen ganz hellen Haflinger. „Vielleicht die?“, frage ich Ty. „Nein, dass ist L’Ombre de la Lune, Picolaist das Stutfohlen neben Mirabella. Mirabella kennst du ja, nicht?“, antwortet er. Ich nicke und erinnere mich an die Fohlenschau, die ich gemeinsam mit Mirabella gemeistert habe. Die Kleine war ganz brav und folgte fantastisch. „Und hinter Mirabella, das ist Schattenfalter. So, dass wären dann mal die Haflinger“, reisst mich Ty nun aus meinen Gedanken. Dann schaut er nach oben in den Himmel und verzieht das Gesicht. Ich folge seinem Blick, es sieht so aus, als würde es bald anfangen zu regnen. „Also, machen wir uns an die Arbeit?“, frage ich Ty, denn wir sollten noch einige Boxen ausmisten. „Ja, gehen wir“, antwortet er. Ich werfe noch einen Blick auf die Haflinger, ehe wir zu den Stallungen gehen. „ Du kannst ansonsten die Boxen von den Haflinger Fohlen übernehmen, ok?“, lächelt mich Amy an, die mir eine Mistgabel in die Hand drückt. „Ja, alles klar“[/SIZE]

      [SIZE=10pt]Nachdem ich alle vier Boxen der Fohlen ausgemistet habe, miste ich auch noch Lakritz’s undHollywood Undead’s Box aus. Lakritz ist ein brauner Isländerhengst und Hollywood ein Palomino – Trakehner. Plötzlich fängt es draussen zu donnern an. „Oh-Oh“, murmle ich. Dann geht es auch schon los, es prasselt wie aus dem Kessel Regen. Amy rennt hastig in die Sattelkammer, holt haufenweise Halfter und wirft mir einige zu: „ Wir müssen die Pferde in die Boxen tun“, erklärt sie. Dann eile ich auch schon los, Richtung Weide der `Nicht-Haflinger`. Schnell öffne ich das Gatter, gehe rein und streife Prince of the Half Moon und Wikotikabesa die Halfter über. Auch The death Angel und The Black Death bekommen von mir ein Halfter angelegt. Mit je zwei Stricke in der Hand gehe ich dann mit den Pferden zu den Boxen. Sobald sie in den Boxen sind, und das Wetter wird immer schlimmer, nun hagelt und blitzt es schon, hole ich die anderen Pferden auch noch von den Weiden. Luzifer, Lakritz, I see You, Hollywood Undead, Mon Chérie sind nun mit Hilfe von Ty sicher in ihren Boxen. Auch die Fohlen Findus, Puppy, Par Dieux, Dead Snow, Cabbalero und Valentines Cilion haben wir von den Weiden geholt. Um die Haflinger haben sich Amy und das andere Personal gekümmert.[/SIZE]

      [SIZE=10pt]„Uff, geschafft“, seufze ich. „Ich wäre froh, wenn du noch Windsor, Abajo und Samie putzen würdest“, sagt Amy später zu mir. „Ok, dann putze ich die mal gründlich durch“, antworte ich ihr lächelnd. Also hole ich nun Windsor aus seiner Box und binde ihn an. „Jaa, jetzt wirst du wieder mal verwöhnt“, erkläre ich ihm, währendem ich sein dreckiges Fell begutachte. „Du hast es dringend nötig, geputzt zu werden!“, lache ich. Nun schlabbert er meine Hand auf, die ich aber schnell zurückziehe. „Ne ne du, zuerst die Arbeit“ Schnell ist sein Fell wieder ganz hell, und man sieht wieder seine Fellfarbe. Nachdem ich ihn noch ein bisschen verwöhnt habe, bringe ich ihn wieder zurück in die Box . „Machs gut, mein Hübscher!“, verabschiede ich mich von ihm, ehe ich zu Abajo’sBox gehe und mich mit Abajo bekannt mache. „Gefällt dir das Wetter? Mir nicht. Ich hoffe es lässt nacher ein wenig nach“, plaudere ich mit ihm. Auch ihn putze ich gründlich durch, bis sein Fell fast glänzt. „Jetzt bist du wieder ein ganz Hübscher!“ Und wieder bringe ich das Pferd zurück in die Box und hole Samie raus. Und wieder putze ich den hübschen Hengst gründlich durch. Ein paar mal versucht er, mir einige Pferdekekse zu klauen, jedoch ohne Erfolg, denn leider war meine Jacke zwischen seinem Maul und den Keksen. „Du bist ja ein Verfressener, ne? Aber ganz ein süsses Verfressener!“ Nachdem ich ihn auch wieder versorgt habe, suche ich Amy auf und frage sie, ob ich nun etwas mit Figaro unternehmen sollte. „ Wenn du magst, kannst[/SIZE]
      [SIZE=10pt]du mit ihm in der Halle springen", antwortet sie mir. „ Liebend gerne!“, strahle ich sie an.[/SIZE]

      [SIZE=10pt]Nachdem ich Figaro geputzt, gesattelt und gezäumt habe, schnappe ich mir eine Gerte und gehe mit ihm in die Halle. In der Halle waren schon Sprunghindernisse aufgestellt, verwundert schaue ich mich um und erblicke Ty, der mir zuwinkt: „Ich hab schon mal alles aufgestellt“ „Oh, danke das ist lieb!“, antworte ich. Nun steige ich in den Sattel, Figaro bleibt ruhig stehen. Ich gurte nochmals nach und verstelle die Steigbügel, damit alles passt. „So, dann wollen wir mal, mein Bursche“ Im Schritt und Trab lockere ich ihn auf, ehe ich nach einigen Runden das erste Hindernis in Visier nehme. Ich gebe Figaro Schenkelhilfen, und schon fällt er in einen ruhigen Galopp. Wie immer zähle ich in Gedanken die Galoppsprünge ab, ehe wir über das Hindernis schiessen. Wow, Figaro kann wirklich gut springen. Wir überspringen einige Hindernisse, ehe ich ihn wieder trocken reite. „Und, wie ist es so, Figaro zu reiten?“, fragt mich Amy, die in der Zwischenzeit auch in die Halle gekommen ist. „Er ist fantastisch! Du kannst wirklich stolz sein, ihn im Besitz zu haben“ Ich lobe Figaro und steige dann ab. „Das hast du ganz super gemacht!“, lobe ich ihn nochmals. Schnell sattle ich ihn ab und putze ihn, kratze im die Hufe aus und bringe ihn in seine Box. Nun gönne ich mir eine kleine Pause, in der ich Figaro betüddle.[/SIZE]

      [SIZE=10pt]„Nun bist du an der Reihe, du kleiner Wildfang“, begrüsse ich Cabbalero, ein hübscher Fuchs. Cabbalero ist ein Trakehner Fohlen, der wie gesagt, nicht so ein Einfacher ist. Amy hat mir aber erklärt, dass er in letzter Zeit ruhiger geworden ist. Heute sollte ich mit ihm ein Join Up machen, zuerst putze ich ihn aber noch. Nachdem sein Fell wieder rot strahlt, kratze ich ihm seine kleine Hufe aus und lobe ihn. Zum Glück hat das Wetter nachgelassen, so dass wir im Roundpen unser Join Up machen können. Auf dem Weg zum Roundpen tänzelt Cabbalero nervös auf seinen langen Beine und schüttelt hin und wieder seine kurze Mähne. Im Roundpen ziehe ich ihm das Halfter ab und schicke ihn an dem Rand des Roundpen’s. Mit dem Seil in meiner rechten Hand fuchtle ich herum, mache mich gross und beänstigend, sofort prescht Cabbalero los. Schultern parallel zu seinen Schultern, Auge in Auge. Im Jagdgalopp rennt er und buckelt, bis ich ihn die Seite wechseln lasse. Wieder lasse ich ihn einige Runden rennen. Dann, endlich wird er langsamer, sein Inneres Ohr ist auf mich gerichtet und er senkt den Kopf. Ich warte noch einen Moment. Und siehe da, er fängt an zu Kauen. Das ist das Zeichen, auf dass ich gewartet habe. Ich stelle mich passiv, wende mich von Cabbalero ab und warte. Vorsichtig und zaghaft nähert er sich mir, bis er schliesslich seinen warmen Atem mir in den Nacken prustet. Langsam, sodass ich ihn nicht erschrecke, drehe ich mich um und kraule ihn, ohne ihm in die Augen zu schauen. „Braver Junge!“ Dann hat auch Cabbalero nun Feierabend. Zum Schluss füttertere ich Cillion, Castiel und Panino.[/SIZE]

      [SIZE=10pt]„Ich muss sagen, ihr habt es hier wirklich schön“, sage ich zu Amy und Ty. Amy hat mir ein Kaffee angeboten, und ich habe eingewilligt. Doch nun muss ich bald heim. „ Also der Tag war anstrengend, aber schön“, setze ich fort. Amy antwortet: „ Ich denke ohne dich hätten wir das heute nicht geschafft“ „Ach was“, winke ich ab. „Also, dann begleiten wir dich noch zum Auto“, grinst Ty und wir erheben uns. Draussen werfe ich noch einen Blick auf die vielen hübschen Pferde. „Machts gut, ihr Hübschen“, flüstere ich ihnen zu. Bevor ich ins Auto steige, verabschiede ich mich von Amy und Ty. „Also, bis dann ein anderes Mal!“, rufe ich ihnen noch zu, bevor ich mit dem Auto wegfahre.[/SIZE]
    • Jackie
      Brand auf Heartland (Teil 1+2) | 13453 Zeichen | (c) Jackie

      "Schatz, Sarah kommt heute zu besuch", meine Augen strahlten bei dem Gedanken meine beste Freundin wieder zu sehen. "Und was habt ihr geplant ?" fragte er neugierig. "Auf jeden Fall reiten. Sarah hatte gesagt sie hätte eine besondere Überraschung für mich. Irgend so ein Keltisches Ritual" - "Hört sich ja interessant an." Ty gab mir einen Kuss, ging in den Flur und zog sich seine Jacke an. "Ich bring mal die Pferde auf die Weide."

      Als es klingelte, stürmte ich aufgeregt zur Tür. Es war Sarah. "SARAH!" ich umarmte sie stürmisch und zog sie ins Haus. "Mensch es ist so toll dich zu sehen!", begrüßte sie mich und sah sich um. "Bei euch sieht es immer noch so schön rustikal aus.", bewundernd blickte sie Richtung Kamin. "Ja, ich mag es Rustikal. Aber sag mal Sarah, was ist denn deine Überraschung so genau ?" Sarah nahm meine Hand und blickte zur Decke, als wolle sie sich etwas vorstellen. "Du kennst doch sicherlich noch das letzte Fest - das Fruchtbarkeitsfest, auch genannt Imbolc". Ich nickte. Sarah drehte sich spontan auf mich zu und sagte aufgeregt: "Wie wäre es mit einem Fruchtbarkeitsfest auf Heartland?!". Tatsächlich blickte ich sie überrascht an. "Wie stellst du dir das vor ?" Sarah erklärte mir ihren Plan und ich stimmte ihr begeistert zu.​

      Der Tag des Imbolcs

      Als wir alles vorbereitet hatten und die ersten Gäste ankamen, stieg mein Herzschlag in die Höhe. "Mensch das wird der Hammer", rief ich begeistert aus und umarmte Sarah. Ty stand neben mir und grinste bloß schief. "Ich hatte mich nie so für Rituale oder Keltische Feste interessiert." Sarah und ich sahen ihn böse an. "Hey guck mal, da ist ja diese blöde Kuh Ashley." grunzte ich abwägig und blickte in ihre Richtung. "Wer hat die denn eingeladen?" murmelte Sarah. "Also ich jedenfalls nicht." Ashley kam auf uns zu. "Na, ihr hockt ja wie die Hühner auf der Stange beieinander." ich verdrehte die Augen -"Wer hat dich denn eingeladen. Und jetzt erzähl mir nicht das du dich für Keltische Feste interessierst." Ashley lachte bloß. "Wieso auch nicht.", dann drehte sie uns den Rücken zu und ging in die Menschenmenge. "Unglaublich ! WAS denkt sie sich nur dabei!" schnauzte ich meinem Freund entgegen. "Einfach so aufzutauchen und uns das ganze Fest zu ruinieren! Unglaublich, so eine Tussi. Und hast du gehört was sie sagte, wir hocken wie die HÜHNER auf einer Stange!? Das ist doch wohl das lächerlichste was ich je gehört habe." Sarah seufzte. "Komm lass uns einfach Spaß haben." Ich nahm mir einen der selbst gebrauten Cocktails und trank ihn in einen Zug. Ty legte seine Hand auf meine Schulter. "Amy wehe du trinkst aus Frust wegen diesem Mädchen.", doch ich ignorierte ihn. "Lass uns doch zum Lagerfeuer gehen." seine warmen braunen Augen durchbohrten mich und ich gab schließlich nach. "Ja Ty, du hast Recht."

      Am Lagerfeuer angekommen traute ich meine Augen nicht. Ashley stand an den Boxen des Zuchtstalls. Dort wo seit wenigen Wochen unser Fohlen Calla, mit Mrs.Pretty hauste. "Na du.." Ashley's Hand glitt über das flauschige Fell des Haflinger-Fohlens. Ich biss meine Zähne zusammen. "Mach nur eine falsche Bewegung, und ich bringe dich um". Dachte ich voller Hass. Doch Ashley redete nur auf das kleine Wesen ein. "Amy, du musst dir keine Gedanken um sie machen. Sie ist einfach nur dumm." Sarah versuchte mich abzulenken. "Wahrscheinlich hast du recht." gab ich zu. Ty umarmte mich innig und gab mir einen Kuss nach dem anderen, erst auf die Wange, dann auf den Hals, und schließlich auf den Mund. Es war so romantisch mit seinen Mann der Träume vor einem Lagerfeuer zu sitzen und sich einfach nur zu lieben. Es gab nichts schöneres.

      Als das Fest der Fruchtbarkeit (Als guten Start für unsere Zucht) vorbei war, legte ich mich in mein Bett. Sarah schlief im Bett neben an. Um die Überreste der Feier wollte ich mich morgen kümmern. Ich schloss meine Augen... doch durch einen seltsamen Geruch wurde ich wach. Ich atmete tief ein, meine Nase arbeitete sich aus dem Bett. Bis mir plötzlich einfiel was das für ein Geruch war. Bissiger Rauch... FEUER! "FEUER!" panisch schrie ich durch die ganze Wohnung. Rannte in jedem Zimmer um Sarah, Grandpa, Lou und Ty zu warnen. "FEUUERR!", keine 10 Sekunden stürmten wir über den Hof, da man schon deutlich sehen konnte aus welcher Richtung das Feuer kam. "DER ZUCHTSTALL!!!" Mein Herz blieb stehen als ich an Calla dachte. "TY TY !! TY CALLA UND PRETTY!" meine Stimme bebte vor Angst. Ty und ich rannten zum Stall in denen man schon panisches wiehern hören konnte. Grandpa rief die Feuerwehr an und Lou holte etwas zum löschen. "Ty wir können sie nicht dem Feuer überlassen!" Tränen liefen von allen Seiten meiner Wange hinab...



      ... das Feuer breitete sich immer weiter aus, meine Gedanken schlugen Loopings. Was soll ich nur machen ? Meine schönen Pferde, meine armen Lieblinge, ich kann sie nicht dem Tod überlassen, bis die Feuerwehr da ist, ist doch alles schon verloren. In meinem Gedanken spielten sich Bilder ab. Bilder von Callas Geburt, von Little Baby, wie sie Figaro zur Welt brachte und wie ich mit Meike mehrere Turniere gewann. Aber auch wie in schlechten Zeiten, als das Unwetter aufkam und ich von Figaro fiel und schließlich im Krankenhaus aufwachte. Wie Sarah tagelang um mich gesorgt hat, bis ich wieder laufen konnte. Und wie ich mit Ty am See zusammen kam. Als er mich im Wasser umschlang, seine nassen Haare an die meine legte und wie er mir zuflüsterte das er mich liebte. Und so viel meine Entscheidung, ich hielt mir mein T-Shirt vor dem Mund und stürmte in den Stall. Auf meine Familie und meine Freunde, welche mir entgegen schrien achtete ich nicht. Die Welt war wie verstummt. Nur ich war da, ich, das Feuer und meine Pferde. Als ich das Scheunentor hektisch öffnete, spürte ich die Hitze in meinem ganzen Körper aufsteigen. Eine gewaltige Rauchwolke kam mir entgegen, doch darum kümmerte ich mich nicht. Ich stürzte mich auf jede Box die mir in die Augen kam um diese zu öffnen. Das glühendheiße Metall prägte sich auf meinen Fingern, ich musste husten, es tat so weh, es fühlte sich so an, als wolle der stechende Rauch meinen Hals wegätzen. Ich zog an den Halftern, mit der Hoffnung das die Pferde selber den Ausgang fanden. Als ich mich zur nächsten Box umdrehte, sah ich das ich nicht alleine war. Ty hielt ebenfalls sein T-Shirt vor dem Mund, ich sah das er kreidebleich war. Vor Angst, vor Sorge ?
      Plötzlich knarzte die Decke, als ich über mich blickte, war es zu spät. Ein brennender Balken fiel auf eines der Pferde hinab. Meine Augen weiteten sich panisch. "TY!! Bring die anderen Pferde nach draußen!" Wie in Zeitlupe versuchte sich Figaro vom brennenden Balken zu befreien, welcher sich geradewegs durch sein Fell brannte. Ich erblickte mein ein und alles, das Pferd welches mich durch mein ganzes Gestüts-Leben begleitet hat. Man hätte schon fast sagen können, das ich mit meinen Tränen das Feuer löschen konnte, aber als ich mit allen Mitteln versuchte das glühend heiße Holz zu entfernen, glaubte ich schon die Hoffnung zu verlieren. Vielleicht würde es klappen wenn ich meine Hände frei habe. Ohne auf die Konsequenzen zu achten, ließ ich mein T-Shirt los und griff in das lodernde Feuer. Ich schrie vor Schmerz, so wie Trauer über dem was meinem armen Pferd passiert war. Aber auch Figaros Blick war voller Schmerz erfüllt. Ich spürte nasse Kälte an meinen Fingern, dann verlor ich das Bewusstsein (Wie schon das letzte mal).
      Die Feuerwehr kümmerte sich nun um den Rest. Löschen, löschen, löschen. Während Ty und Jack die Pferde in Sicherheit brachten. Allesamt voller Panik, ein Einsatzteam trug mich aus dem Stall und halfen Figaro aus seinem Elend. Als sie den Hengst aus dem Stall befördert bekamen, gaben sie ihm eine Betäubungsspritze, so das Figaro zu Boden fiel und seine Schmerzen vergessen konnte.

      "Schwesterherz", liebevoll beäugte mich Lou. Sie streichelte sanft meine Stirn. Ich blinzelte benommen, noch sah ich alles verschwommen. FIGARO! Ich zuckte zusammen, sah die letzte Nacht vor mir. Wie Figaro sich versuchte vom brennenden Balken zu retten, wie ich mich ins Feuer stürzte... Ty, ty, Ty, bring die anderen Pferde in Sicherheit. Ty, bitte, bitte Ty, rette dich und die Pferde - ich liebe dich! Lou drückte meinen Arm. "Alles wird gut, ich bin bei dir". Erneut schlug ich die Augen auf, diesmal erkannte ich ihr Gesicht, ihre dunklen Haare und ihre blauen Augen. Lou war so viel schöner als ich. "Wa.. Was ist passiert?" murmelnd sah ich Lou an. "Es ist alles gut"Alles ist gut ? Was ist mit Figaro ? Mit Ty ? Warum sagt sie denn nichts ? Bei Mum hat sie auch nicht gesagt! Also ist gar nicht alles gut. LOU sag mir verdammt noch mal was passiert ist. In meinen Gedanken spielte sich ein Dialog ab, selber brachte ich kaum ein Wort über die Lippen. "Lou, bitte sag.. mir", meine Augen zuckten aufgeregt, schließlich beugte sich Lou über mich:
      "Es ist alles gut, Figaro konnte befreit werden und befindet sich momentan im Aufwachraum von Clinic Cean. Er hat eine Betäubungsspritze bekommen, aber wir wissen nicht ob er schwere Schäden erlitten hat. Wir wissen auch nicht ob er durchkommen wird. Wäre Ty nicht mit dir gekommen, geschweige denn, wärst du nicht in den Stall gerannt, so wäre die Überlebenschance der Pferde gering, bis hin zu unmöglich. Amy du warst so mutig! Aber du solltest dich jetzt ausruhen, du sieht furchtbar aus.", stöhnend bestätigte ich das was meine Schwester sagte, ein Zeichen dafür - das ich ihr zugehört habe. Lou gab mir einen letzten Kuss auf die Wange und verabschiedete sich. Nun war ich alleine im Zimmer. Krankenhäuser, ich konnte Krankenhäuser nie leiden. Diese sterile Art, helle, kalte Farben, stinkende Betten, nervige Nachbarn und unangenehme Ärzte und Schwestern. Und dann diese Langweile, diese niemals endende Langeweile, bis man endlich nach Hause darf. Ich hob meine Hände, sie schmerzten unerträglich. Als ich sie sah, durchfuhr mich ein schauer. Brandnarben, bis über meinen Handrücken. Sie sahen furchtbar aus, waren aber auch die Bestätigung dafür, das ich unsere Pferde gerettet hatte. Niedergeschlagen ließ ich mich ins Bett fallen. Oh , was habe ich nur getan. war es das richtige, oder war es doch das falsche ?

      So vergingen Tage und Wochen, bis ich endlich aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Hin und wieder besuchten mich meine Familie, aber auch mein Freund Ty. Sarah brachte mir ständig Blumen mit, und sagte mir, wie leid es doch täte. " Ach Sarah, Du musst dich nicht dafür entschuldigen, du kannst Du selber nichts dafür." als ich meinen Satz ausgesprochen hatte, musste ich selber darüber nachdenken. Wie es das Feuer eigentlich entstanden, wenn Sarah nichts dafür kann, der weiß dann. Dann fiel es mir wieder ein, das letzte Mal im Stall war doch dieser Ashley, sie schien mir von Anfang an so seltsam. Vielleicht war sie es die das Feuer im Stall gelegt hat. Schnell erzählte ich meiner Freundin Sarah, meine Vermutung. Sie sah mich mit großen Augen an. "Glaubst du echt das es Ashley war ? Ich mein ja sie war das letzte Mal im Stall, aber dass Ashley so etwas tun sollte das glaube ich weniger." - "Vielleicht magst du Recht haben, aber trotzdem die ganze Sache bereitet mir Sorgen. Ich mein in der letzten Nacht, wäre fast mein Pferd Figaro gestorben. vielleicht wollte Ashley das, damit ich keine Turniere mehr reiten kann." - "Ach Amy, du glaubst doch wohl nicht selbst dass Ashley so egoistisch ist, dass sie dein Pferd umbringen würde, nur damit du keine Turniere mehr reiten kannst." nachdenklich sah ich sie an. "Der ollen Kuh traue ich alles zu". Dann stand Sarah auf und ging zur Tür. "Ich hole Lou. Ich denk mal heute wird dein letzter Tag sein, dann kannst du wieder nachhause", lachend sah ich sie an: "Das will ich doch hoffen!"
      Und so dauerte es nicht mehr lange, bis ich zurück nachhause kehrte. Doch als ich sah was aus unserem Hof geworden ist, breitete sich erneut einen Gefühl aus Kummer und Trauer in mir auf. Schwarze verbrannte Scheunen, und teilweise zusammengebrochene Häuser, zierten unser Gestüt. Nur vom weitem konnte ich unsere Pferde auf den Wiesen grasen sehen. Ob sie wussten was in geschehen ist, dass sie fast gestorben wären. Ich blickte über die Wiesen, mit meiner Hand schirmte ich das Sonnenlicht ab. Ich erschrak als ich eine Hand auf meiner Schulter spürte, es war Ty. "Mensch Amy, bin ich froh das du wieder da bist. Du weißt ja gar nicht was in den letzten Wochen passiert ist. Aber mach dir keine Sorgen, Figaro geht es gut". "Was hälst du davon, wenn wir erst einmal die Pferde füttern ? Die kleine Calla wartet schon ungeduldig auf ihr Frühstück." Ty küsste mich liebevoll. Ich lächelte verwirrt "Woher habt ihr das Heu genommen ?" - "Occulta Smith, hat uns eine ordentliche Spende rüber gereicht. Bei ihr stehen zur Zeit auch die Zuchtpferde, nur Calla nicht, die grast lieber bei den anderen Fohlen.", Ty und ich, nahmen nun das Heu aus einer Scheune (oder zumindest das, was noch davon übrig geblieben ist) und streuten es auf die Weiden aus. Gierig fraß die kleine Haflingerdame das Vitaminreiche Grünzeugs. "Amy ? Ich habe etwas für dich". Verwundert sah ich ihn an. "Wie meinst du das? Oder eher gesagt, was hast du für mich ?". Ty räusperte sich. "Ein anderes Mal Amy, jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür." Vielen Dank Ty! Jetzt werde ich wohl vor Neugier nicht mehr schlafen können. Aber was will er mir denn schenken ? Und vor allem wieso nicht jetzt ? Was ist an diesem Zeitpunkt so schlimm ? Ich verstehe das nicht!
    • Jackie
      Stallhilfe auf Heartland | 7940 Zeichen | (c) Keroseno

      Gähnend und mit einem "Coffee To Go" von der Tanke stieg ich wieder in meinen schwarzen Pickup. Mit einer Hand rangierte ich den Wagen aus der Parklücke und machte mein Navi an um mich auf den Weg nach Heartland zu machen. Nach gut 30 Minuten Fahrtzeit kam ich auf dem Großzügigen Gehöft von Amy und Ty an. Ich parkte meinen Wagen und hüpfte raus and die kühle Luft. Ich trank den letzten Schluck meines inzwischen kalten Kaffees aus und lief im Eilschritt den langen Weg zu den Haflingern hoch. Dort angekommen verschwand ich sofort in der Futterkammer und füllte den Futterwagen mit den nötigen Futtermitteln. Ich ging die Stallgasse hinunter und fing mit Figaro an. "Hallo mein Großer" lächelte ich und kraulte ihm die Stirn. Er grummelte mir zu als er merkte was ich vor mir herschob. Ich lachte und schüttete die auf der Stalltafel angegeben Menge an Futter in den Trog. Die anderen Pferde wurden zusehends unruhig, und ich beeilte mich auch Samie seine Morgenration zu verabreichen. Auch Little Baby spähte mir bereits gierig aus ihrer Box entgegen. Money in a Bank jedoch interessierte sich mehr für Streicheleinheiten als für ihr Futter und so tätschelte ich ihr den Hals und fuhr ihr durch den üppigen Schopf. Als ich mich zu Nachtigall wand, schnaufte Money empört und wandte sich schließlich auch ihrem Futter zu. Als nächstes war Askan an der Reihe. Der hübsche Lehmfuchs Hengst in den ich mich, zugegebener Maße ein wenig verliebt hatte. Er erntete Extra Streicheleinheiten und bekam dann auch seine zugeteilte Ration an Kraftfutter. Als ich Amsterdam Girl die Kelle mit Kraftfutter in den Trog kippte und ihre Nachbarin Meike neugierig zwischen den Boxenstäben hervorguckte quietschte Sie empört und legte die Ohren an. Lachend besänftigte ich sie und gab der verdutzten Meike ihr Futter. Die junge Stute Nordstern Stand in der hintersten Ecke der Box und blickte verunsichert drein als ich ihr Pellets in den Trog kippte. Ich ermutigte sie und hielt ihr meine Hand hin. Unsicher spielte sie mit den Ohren und machte einige Schritte auf mich zu. Hastig beschnüffelte sie meine Hand und stürzte sich dann auf ihr Futter. Surburb Lights Strecke mir Munter den Kopf entgegen und schubbelte sich kurz an meinem Rücken als ich mich zu dem Futterwagen drehte. Lachend kippte ich das Futter in den Trog doch sie schien empört das kein Apfel dabei war. Nun war ich bei einem relativ großen Hengst angelangt, der mir besonders gefiel. Sunshine Shadow. "Na hübscher?" Lächelte ich und gab ihm seinen Hafer. Von nebenan kam ein empörtes Grummeln von Sternsinger. Der kleine Hengst hatte wohl Angst vergessen zu werden. Schnell kraulte ich ihm die schmale Stirn und versorgte ihn. "Na plüschi?" Lachte ich als mir die Zweijährige Mirabella gierig den Kopf entgegenreckte. Ihre blauen Augen machten sie zu etwas besonderen und ich fragte mich ob da nicht doch noch unbekannte Gene drinsteckten. Nun war die Jährlingsstute Picola dran, die mich erst mal in einem unbeobachteten Moment in den Po kniff. Empört fuhr ich rum und schnipste ihr lachend gegen die kleine Schnute, ehe ich ihr ein paar Pellets gab und mich Jargo zuwand. Der Hengst starrte den Wagen wie hypnotisiert an und brummelte als ich ihm sein Frühstück gönnte.
      Nun war ich bei Abajo angelangt, ein großer, dunkler aber schon etwas älterer Herr. Er beachtete mich kaum und stürzte sich gierig auf sein Futter. Der nächste Kandidat
      Windsor klaute mir mein Schlüsselbund und so
      musste ich es erst wieder aus den Tiefen seiner Box bergen. Lachend widmete ich mich Schattenfalter der für seine zwei Jahre bereits sehr groß war. Der dunkle Hengst döste immer noch Seelenruhig als ich mit der Futterkarre bereits zum nächsten Pferd weiter rollte. Calla war eine sehr plüschige Jähelingsstute die ich besonders ins Herz geschlossen hatte, und so schmuste ich noch einige Zeit mit ihr ehe ich den Wagen wieder in die Futterkammer zurück brachte. Als ich aus dem Stall kam musste ich feststellen das es angefangen hatte zu regnen, und so zog ich mir schnell die Kapuze meines Parkers über den Kopf und joggte zum Haupstall. Wieder im trockenen rief ich ein Guten Morgen in die Runde ging die Gasse hoch in die Futterkammer. Ich fing mit Prince an. Der Palomino Hengst blickte mir freundlich entgegen und fraß sein Kraftfutter in aller Ruhe. Nun war Black Death an der Reihe. Mein heimlicher Liebling. Das Riesentier reckte mir den hübschen Kopf entgegen und seine Augen verzauberten mich auf der Stelle. Von nebenan kam ein hohes empörtes Wiehern. "Cindy." Lachte ich Kopfschüttelnd und tätschelte ihr den Hals. Ihre Nachbarin The Death Angel schlug mit dem Vorderbein bereits vor ihre Boxentür und ich gab ihr das Futter bevor sie sich noch verletzte. Nun war Luzifer an der Reihe. Der große Friese schlug unwillkürlich mit dem Kopf vor lauter Vorfreude. Lachend gönnte ich ihm sein Frühstück und gab auch Lackritz, der Flauschkugel nebenan sein Futter. Nun wollte Findus meine volle Aufmerksamkeit. Die wilde Mischung reckte mir mit großen Augen den Kopf entgegen und ich streichelte ihm über die Weichen Nüstern. Nun war Puppy an der Reihe. Wie es aussah war sie eine der jüngsten hier. Aber hübsch war sie bereits jetzt. So fütterte ich auch den Rest der Pferde. Anschließend brachte ich sie auf die Weide als erstes holte ich Mon Cherie, Wikotikabesa und die restlichen Stuten die keine Fohlen hatten und brachte sie auf die Weide. Als nächstes waren I See you, Panino und Azzurro an der Reihe ihre Freizeit auszuleben. Nun schnappte ich mir Par Dieux, Cabbalero, Valentines Cilion, Burnin' Castiel HGT's Dead Snow, die restlichen Fohlen und die Mutterstuten auf eine Weide. Jetzt waren die Boxen wieder frei und ich hatte die Gelegenheit die vom der Nacht dreckigen Boxen auszumisten und neu einzustreuen. Damit die Knochenarbeit schneller vonstatten ging, schaltete ich mir das Stallradio ein und hatte schon bald einen neuen Ohrwurm. Nach einer guten Stunde waren die Boxen wieder bezugsfähig und ich widmete mich den Hafis, welche ich auch auf die entsprechenden Weisen brachte und die Boxen wieder frisch machte. Nassgeschwitzt und um einige Schichten Klamotten erleichtert schob ich die letzte Schubkarre mit dreckigem Einstreu zum Mist und leerte sie. Jetzt überlegte ich mir wen ich reiten wollte. Ich entschied mich für den nicht ganz so einfachen Death und lief pfeifend zur Koppel um den Jungen Hengst wieder abzuholen. Zuerst zierte er sich aufhalten zu lassen, doch dies war nach einer kleinen Diskussion bereits passé. So latschten wir gemeinsam zum Stall und ich band ihn am Putzplatz an. Ich putzte ihn auf Hochglanz, legte ihm seine Gamaschen und Glocken am und sattelte ihn bevor ich mich in meine Stiefel quetschte und meinen Helm aufsetzte. Dann trennte ich Death und stieg auf. Am langen Zügel Ritt ich ihm zum Dressurplatz. Dort angekommen ritt ich ihn 10 Minuten am hingegeben Zügel warm und fing dann mit ein paar Schenkelweichen im Schritt am. Dann lies ich ihn fleißig vorwärts abwärts traben und galoppieren. Im Galopp musste ich ein paar mal deutlich regulieren, doch mit der Zeit wurde er auch dort immer gehorsamer. Als fing ich an mit Schenkelweichen im Trab und ließ ihn danach sofort angaloppieren und auf dem Zirkel galoppieren. Ich bemühte mich dem Hengst immer etwas anderes zu bieten damit ihm nicht langweilig wurde. Nach einer Dreiviertelstunde intensiver Dressurarbeit ritt ich ihn am langen Zügel trocken und legte ihm die Abschwitzdecke über die Kruppe die ich mitgenommen hatte da es etwas frisch und windig war. Ich fasste den Entschluss noch eine kleine Runde im Wald zu drehen, wo der Riese trotz dem anstrengenden Training noch immer voller Gehwille war. Als wir auf den Hof zurückkamen, sattelte ich ihn ab und stellte ihm in die Box. Ich holte auch all die anderen Pferde rein und machte die Abendrunde. Ich fütterte sie uns verteilte Heu ehe ich mich bei Amy und Ty verabschiedete und Hundemüde nachhause fuhr und ins Bett fiel.
    • Jackie
      Pflegebericht für den Notfall:

      Es war ein schöner Frühlingstag. Mit einem Lächeln im Gesicht begrüßte ich meine Pferde Prince of the half Moon, The Black Death, The Death Angel und Cindarella . Ich holte den Futtereimer um Luzifer, Lakritz, Findus und Puppy zu füttern. Anschließend nahm ich den Wassereimer und füllte Mon Cheriés , Wikotikabesa, I see you und Par Deux Tränke nach. Cabbalero, Valentines Castielle, Panino und Valentines Cillion brachte ich auf die Koppel. Azzuro, Skywalker, Dead Snow und Maelis longierte ich entspannt im Roundpen. Mein neues Pferd Herbert verlud ich aus dem Hänger und führte ihn in sein neues Heim. Anschließend versorgte ich meine Haflinger Bande. Ich trainierte L'ombre de la Figaro, seine Mutter Little Baby, seinen Vater Jargo und seinen Halbbruder Samie. Money in a Bank, Amsterdam Girl, Nachtigall und Askan striegelte ich ausgiebig. Meike, Nordstern, Suburb Lights, Sunshine Shadow und Sternsingers Box, mistete ich ordentlich aus. Ty half mir die Fohlen L'ombre de la Lune, Mirabella, Calla, Piccola, und Figaros Schattenfalter auf die Koppel zu bringen. Mrs. Pretty, Golden Diamond, Bonito und Abajo führte ich mit Ty und Mellorie spazieren. Nur noch Windsor blieb übrig, diesen trainierte ich in Springen.

      Solch ein Notfallbericht wird sich nicht aneignen.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Jackie
    Datum:
    15 Okt. 2013
    Klicks:
    1.600
    Kommentare:
    24
  • [​IMG]
    --
    [​IMG]
    Stute
    6 Jahre
    Rasse Paint Horse
    Stockmaß 157cm
    Deckhaar Roan mit Tobianoscheckung
    Abzeichen Blesse, Stiefel vorne, hoch weißer Fuß HR
    [​IMG]

    temperamentvoll, personenbezogen, lernwillig, verschmust
    Wiki ist ein wahres Traumpferd. Vom äußerlichen her ein wahrer Hingucker und auch ihr Wesen ist einzigartig. Sie ist sehr temperamentvoll, also nichts für Anfänger. Sie braucht eine starke Hand die sie führt, der sie vertrauen kann, denn dann geht sie mit einem durch dick und dünn. Sie lernt schnell dazu und man merkt förmlich das sie lernen will und immer wieder neue Herausforderungen braucht. Natürlich liebt auch sie Streicheleinheiten und mal einen kleinen Spaziergang im Wald.

    Besitzer Jackie (Amy Fleming)
    VKR/Ersteller Janina2604
    [​IMG]

    [​IMG][​IMG][​IMG]

    333. Westernturnier
    282 Fahrturnier
    285 Fahrturnier

    ——————————————————————————————————
    Galopprennen E
    Springen E A
    Military E
    Western E A L
    Dressur E
    Distanz E
    Fahren E A L
    Gang E

    Wendigkeit -N-
    Farbig = Trainer
    [​IMG]
    Eingetragene Zucht
    Gekört Nein

    Nachkommen
    keine
    [​IMG]
    Letzter Tierarztbesuch 01.12.2013
    Was wurde getan:


    [​IMG]
    Letzter Hufschmiedbesuch 10.10.2016
    Was wurde getan:

    Slidingeisen und Stahleisen, kontrolle und ausschneiden

    ——————————————————————————————————
    PNG | Puzzel PNG | JPG