1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Jackie

♀ Lady Äppel | gekrönt

♀ Lady Äppel | gekrönt
Jackie, 26 Aug. 2015
    • Jackie
      [​IMG]
      3. August 2015 - Eine Stallhilfe
      5240 Zeichen © Veija


      Heute war ich auf dem Weg zur Heartland Farm- also zu Amy Fleming. Sie hatte im Internet eine Anzeige aufgegeben, bei der sie dringend um Hilfe bei der Pflege ihrer Pferde bat. Da ich schon ein paar ihrer Pferde geritten hatte meldete ich mich sofort und fuhr nun also mit dem Wagen auf ihren Hof. Dort angekommen begrüßte sie mich kurz, ehe sie wegen eines dringenden Termins vom Hof verschwand. Da ich mich schon ein wenig auskannte, ging ich sofort zu ihrem Haflingerstall und fing mit dem ersten Pferd an. Nimué war eine 2-Jährige Haflingerstute, die nur Flausen im Kopf hatte. Ich wollte sie aufhalftern, da hob sie den Kopf und knabberte einfach den Strick an. "Ey, lass das!", sagte ich zog ihn ihr aus dem Maul, ehe ich es dann doch schaffte das Halfter über ihren Kopf zu bekommen.Dann brachte ich sie raus auf die Koppel, ehe ich wieder in den Stall ging um das nächste Pferd raus zu bringen. Burberry war der nächste Kandidat, den ich auf eine andere Koppel stellte. Da ich mir nicht sicher war wo hin mit den Halftern, zog ich sie einfach den Pferden aus und hängte sie wieder an die Box. Schließlich musste ich die Pferde ja auch wieder reinbringen. Das nächste Pferd war Lady Äppel. Bei ihrem Namen musste ich leicht schmunzeln, da ich dabei sofort an das Gerät "Apple" dachte, ehe ich an Äpfel denken mussten und mein Bauch sich knurrend zu Wort meldete. Doch noch war die Arbeit nicht getan, schließlich wollten alle Pferde auf die Koppel!
      Das nächste Pferd war Small Joker. Ein westernmäßig gerittener, recht heller Haflinger. Ein wunderschönes Pferd. Doch als ich Calla sah, war es um mich geschehen. Ich liebkoste das wunderschöne Fohlen und wollte es gar nicht mehr gehen lassen, doch es drängte um auf die Koppel zu kommen. Das nächste Pferd war nun Figaros Schattenfalter, den ich recht schnell auf der Koppel hatte. Nun hatte ich noch 6 Pferde vor mir, ehe ich mein Frühstück auspacken würde. So brachte ich nacheinander Windsor, Abajo, Jargo, Mrs. Pretty, L'Ombre de la Lune und Bonito auf die Koppel. Bei Bonito musste ich schmunzeln. Ich hatte ihn für Amy auf einer Körung geritten und seit dem hatte er sich wirklich verändert! Er war wirklich kräftig geworden und ich hatte auch schon einige Fohlen von ihm gesehen- ein wunderschönes Pferd. Nun machte ich eine kurze Frühstückspause und aß meinen Apfel und ein Brot, ehe ich wieder an die Arbeit ging. Nun kamen Golden Diamond, Picola, Mirabella, Sternsinger, Sunshine Shadow und Suburb Lights auf die Koppel. Zu meinem Glück hatte Amy einen Koppelplan aufgehangen, damit ich wusste, welches Pferd auf welche Weide kam. Nun waren es noch 9 Haflinger, die ich auf die Koppel bringen musste. Nordstern, Meike, Amersterdam Girl, Askan, Nachtigall, Money in a Bank, Little Baby, Samie und L'ombre de la Figaro. Auf letzteren achtete ich besonders, da ich wusste, dass er einer von Amys Lieblingen war.
      Nun ging es zum anderen Stall, schließlich wollten die anderen Pferde auch auf die Koppel und nicht den ganzen Tag im Stall stehen!
      Das erste Pferd, welches ich auf die Koppel brachte, war Rékja. Eine wirklich schicke Isländerstute gefolgt von As War Fades, für den ich mal Interesse gezeigt hatte. Wenn nachher noch Zeit bleiben würde, würde ich ihn noch kurz reiten, doch jetzt war keine Zeit dazu. Nach War Fades kamen Herbert, Maelis, Skywalker, HGT's Dead Snow, auch ein wunderschönes Westernpferd, Azzurro, Panino und Burnin' Castiel auf die Koppeln.
      Es folgten Valentines Cilion, Cabbalero, der sich wirklich gut gemacht hatte, I see you und Wikotikabesa. An diese Stute konnte ich mich noch besonders erinnern, da Amy und ich uns beinaje gestritten hatten, wer denn nun ihr Besitzer sei. Wir hatten sie beide besucht und Probe geritten und wollten sie beide haben. Durch ein Missverständnis kamen wir beide am gleichen Tag mit Hängern an und wollten sie mitnehmen. Da sie aber an Amy verkauft war, ging ich leer aus. Umso mehr freute ich mich, ein paar Minuten mit der wunderschönen Stute verbringen zu können. Doch da die Arbeit nicht wartete, musste es weiter gehen. So brachte ich Par Dieux, Mon Chérie, Puppy, Findus II, Lakritz, Luzifer, The Death Angel, Cindarella, The Black Death und Prince of the half moon auf die Koppeln, ehe es ans ausmisten ging. Bei so vielen Pferden war ich natürlich den ganzen Tag beschäftigt, so dass ich erst abends um 10 Uhr alle Pferde wieder im Stall hatte. Jedes der Tiere hatte seine Ration Heu bekommen. Nach einem Plan, den Amy im Stall hängen hatte, hatte ich allen Pferde Kraftfutter rationiert und war schließlich an As War Fades' Box stehen geblieben. Schmunzelnd betrachtete ich den Hengst, ehe ich ihn doch nochmal aus der Box holte und mit ihm in die Halle ging. Ich longierte ihn eine Weile, ehe ich ein paar Trailübungen vom Boden aus machte. Der Hengst machte willig mit und ich lobte ihn zum Schluss, indem ich ihm den Hals klopfte. "Guter Junge", sagte ich und brachte ihn wieder in den Stall. Ich hatte ihn doch nicht mehr reiten wollen, da ich von Amy keine Erlaubnis bekommen hatte, eines der Tiere zu satteln. Wäre dann etwas passiert, hätte ich nicht so gut dagestanden. Vielleicht würde sich irgendwann anders die Gelegenheit ergeben, den Hengst und auch Amys Paint Stute Wikotikabesa zu reiten.
    • Jackie
      [​IMG]
      Join Up Training & die neue Cavallo Decke
      3806 Zeichen © Jackie & Catalina


      [​IMG]
      "LOS LAUF!" Amy hebte die Arme, ihr Gesicht war schon ganz rot vor lauter Anstrengung. Immer wieder scheuchte sie die hübsche Haflingerstute durch den Roundpen. Lady richtete schon die Ohren zu Amy. Als Amy ihre Arme fallen lassen wollte, begann Lady sie jedoch auszutricksen. Sie lief kreuz und quer. Genervt rollte Amy ihre Augen. "Du blödes.." sie hielt sich zurück. Seufzte enttäuscht und scheuchte sie weiter. Ziel dieses Join Ups, war das Vertrauen von Lady Äppel zu gewinnen. Immerhin hatte Amy noch mehr mit ihr vor. Sie beschloss erst dann mit dem Join Up aufzuhören, wenn es einen positiven Erfolg gab. Nach 10 Minuten Trab und Galopp gab Lady doch noch Ruhe. Die Stute gab Amy die Signale und bewegte sich im Schritt zu ihr. Amy lobte sie. "Brav, so ist fein". Anschließend führte sie Lady in den Stall.
      Etwas ungeduldig stieß Lady Amy mit ihrem Maul an. Die gerade beendete Join-Up Lektion war ein Fortschritt für beide. In aller Ruhe machte das blondhaarige Mädchen den Panikknoten fertig, nun zupfte sie am Strick und nickte zufrieden. Die Stute wirkte jetzt schon etwas entspannter und so hatte sie kein Problem damit, dass der Putzkasten an ihren Vorderhufen stand und Amy ihre Hufe auskratzte und dann noch den Dreck herausbürstete. Mit der Hand strich sie über ihren Bauch, ehe sie mit den hinteren Hufen weitermachte, als sie Ty in der Box von Nachtigall sah. Die Heugabel in seinen Händen schabte unangenehm über den Boden, dann häufte er das dreckige Stroh auf und warf es auf die Schubkarre. Amy konnte sich ein Lächeln nicht verkneifen, machte dann aber mit der Stute weiter. Der Geruch von frischem Stroh, Pferd und Mist lag in der Luft, und sie genoss das Atmen schon sehr. Schnell duckte sie sich unter Ladys Hals durch, um aus dem Putzkasten eine normale Bürste und Kardätsche zu holen. So dreckig war die Haflingerstute nun auch nicht. Trotzdem vernachlässigte sie nicht ihre Beine und die Unterseite ihres Bauches, die vom Sand etwas verschmutzt waren. Die hübsche Stute schüttelte sich, als das Mädchen langsam ihren Bauch putzen wollte, und trippelte dann zur Seite, sodass sie schon fast an der Boxtür stand und sie erstaunt ansah, als wolle sie sagen 'Was denkst du eigentlich, was du da machst?' Und ihren Argwohn verstand Amy tatsächlich. Welches Lebewesen wollte das? Beruhigend schob sie die Hafidame wieder so hin, dass Amy sie von beiden Seiten noch putzen konnte und ihr dann ihre hübsche lindgrüne Abschwitzdecke von Cavallo anlegte. Amy drückte ihren Rücken durch, und zückte ihr Handy. So erwartungsvoll wie Lady Äppel mich nun ansah, mit den Hufen scharrte und dann schnaubte, konnte Amy nicht anders. Es klickte leise, dann hatte sie die nun saubere und äußerst hübsche Stute abgelichtet.
      Mit einer Ration Kraftfutter stiefelte sie dann auf ihre Box zu. Schließlich brauchte sie ja auch ihre tägliche Ration an Futter, damit das Training die nächsten Tage auch besser klappte als heute. Es gab noch einen Apfel, dann klopfte Amy ihr liebevoll auf den Hals, schloss die Tür und stellte den Eimer auf das Eimerregal. Plötzlich legten sich zwei Arme um ihre Hüfte. "Hi, Amy.", wisperte Ty in ihr rechtes Ohr. Amy wand sich aus der Umarmung, und drehte sich lächelnd um. "Hi Ty. Bist du mit dem Stall schon fertig?" "Nein. Jemand lenkt mich ab.", übermütig zwinkerte er ihr zu. Sie wurde ein wenig rot. "Ich war doch leise, mein Lieber. Oder war es Ladys hübsche Decke?", sie erkannte, worauf er hinaus wollte. "Das eher weniger.", erwiderte ihr Freund und trat auf sie zu. "So?" Ty nickte, senkte dann seinen Kopf und legte seine Hände auf ihre Hüften. Ehe jedoch sich ihre Lippen berühren konnten, hörte Amy Lady auffordernd wiehern und dann mit den Hufen gegen das Holz ihrer Wand trat. Die beiden zuckten kurz, traten dann zurück und schauten sich verlegen an.
      3806 Zeichen by Jackie (1. Abschnitt) und Catalina
    • Jackie
      [​IMG]
      28. September 2015 - Tierarztbesuch
      2437 Zeichen © Elsaria


      [​IMG]

      Nun als ich gerade ins Auto stieg klingelte mein Handy, Miri war am Apparat. „ Bist du noch in England? Wenn ja müsstest du zu Heartland Farm zwei Pferde checken und impfen und eine Wurmkur verabreichen!“, teilte diese mir mit. „ Ich mach mich auf dem Weg! Ich schicke dir Corinna mit den Blutproben her, bitte teil mir mit wenn das Ergebnis- da ist “ sagte ich und legte auf. Ich startete den Motor und fuhr vom Hof in die andere Richtung. Den Weg zur Heartlandfarm kannte ich bereits.

      Im Radio läuft gerade „Lieblingsmensch!“. Ich mochte das Lied irgendwie. Nach einer Stunde Fahrt kam ich auf Heartland an und wurde bereits von Amy erwartet. „Hallo!“ begrüßte ich sie. „ Hallo, diesmal hab ich Lady Äppel und Figaro für Sie!“ sagte Amy mir. Zuerst wollte ich Lady Äppel sehen , sie führte mir die Stute vor und ich konnte nichts feststellen. Auch der Grundcheck verriet mir nichts neues. Die Stute war vollkommen okay, also konnte ich problemlos impfen und verabreichte ihr noch die Wurmkur die sie nur widerwillig nahm. Ich konnte sie ja verstehen.
      Lady war für heute fertig und so konnte Figaro kommen.

      Nun kam wohl der berühmteste Haflinger England´s sogar bis nach Craignure hörte man von ihm und seinen züchterischen Erfolgen. Nun sah ich den 5 jährigen Hengst persönlich live. Amy holte ihren ganzen Stolz aus seiner Unterkunft und stellte ihn mir vor. Ich ließ ihn zuerst im Schritt und Trab vorführen, danach kam wie bekanntlich die Beugeproben an die Reihe und auch da weiß Figaro keine Anzeichen auf Lahmheit oder anderen Störenfrieden. Nun öffnete ich sein Maul. Brav lies Figaro es gewähren, für Notfälle hatte ich immer eine Maulsperre dabei, ein Riesen teil, sehr unangenehm finde ich aber bei manchen Pferden unumgänglich aber bei Figaro kein Problem. Sein Zahnfleisch sah schön rosig aus und war feucht, die Zähne waren in Ordnung, nun ging es weiter Nüstern und Augen waren in Ordnung. Ohren ebenfalls, dort lies er sich zwar nicht so gerne anfassen, wie bei den meisten Pferden lies es aber gewähren. Dann hörte ich noch Lunge Herz und Darmgegend ab um innere Krankheiten so gut es geht auszuschließen, um genauer zu werden müsste man jedes mal ein Blutbild machen lassen was auch ins Geld gehen kann. Aber ich fand es ist alles in Ordnung. Figaro machte ja auch einen guten Eindruck. So konnte ich problemlos impfen und eine Ladung der Wurmkur verabreichen. Nun war auch der Hengst fertig und ich flog nach hause.
    • Jackie
      [​IMG]
      31. Dezember 2011 - Die Kür
      1686 Zeichen © Elsaria


      Rückblick

      Aufgeregt richtete ich meine neue Stute, heute war ein sehr wichtiger Tag für mich. Denn heute war eine Körung und ich nahm mit meiner neuen Stute teil, ich besaß sie noch nicht so lange. Aber ich hatte Vertrauen in sie. Als ich gerade mit dem letzten Zöpfchen fertig wurde wurde ich schon aufgrufen. Ich schwang mich in den Sattel und ritt im schönen Arbeitsschritt in die Halle ein. Bei X blieben wir stehen und grüßten die Richter mit einer handbewegung. Nun trieb ich meine Stute in den Mitteltrab und ritt bis c und machte da eine volte. Dann ritten wir am Rand bis zu F dort machten wir eine Traversahle nach links und dann gingen wir in den verstärkten mitteltrab. Laddy Äppel zeigte sich heute sehr anmutig unbemerkt lobte ich meine Stute und nun trieb ich sie in den Gallopp und saß sie sehr gut aus. Ihr Gallopp war raumgreiffend und gleichmäßig. Lady Äppel gab mir ihren Rücken, dann parrierte ich sie in den schritt und zeigte dort eine kehrt wendung. Nun zeigten wir eine kleine piaffe und Ritten nochmals im schönen Arbeitsgallopp zur mittellinie bei X bleiben wir stehen und ich fing an zu reden. " Meine Damen und Herren, Liebe Richter, hier sehen sie eine wunderschöne Haflingerstute Laddy Äppel. sie ist 8 Jahre alt und würde ihre Farbe und Talente vererben. Sie hat hervorragende Eltern, diese sehr erfolgreich in Sport und Zucht waren, leider sind beide elternteile verstorben. Lady Äppel wäre für mich und meiner Zuchtpartnerin Jackie eine enorme bereicherung unserer Haflingerzucht Osenau!. Damit beendete ich meine Rede, und ritt noch einmal ne runde im Arbeitsschritt und verließ im gleichen Tempo die halle. Nun musste ich nur noch auf das endergebnis warten.
    • Jackie
      [​IMG]
      23. November 2014 - Kutschfahrt
      11.289 Zeichen © Ravenna


      Rückblick

      Mit einem Pott Tee hockte ich gerade etwas verschlafen am Küchentisch - gestern spät ins Bett gekommen und früh aufwachen war eine super Kombination. Fazit des ganzen war einfach das ich mich fühlte wie von einem Pferd überrannt - mit Pferd jedoch lag ich nicht allzu sehr daneben. Gestern in den späten Abendstunden waren vier Pferde angekommen zusammen mit Hansi der sie geholt hatte. Zwei von ihnen fanden hier in Schottland wieder ihre alten Bekannten - meinen ersten Hengst Moon und auch Blettur hatten ihren Weg zurück in meinen Besitz gefunden. Bei Moon war die Ausbildung zum Therapiepferd beendet und wir start v en einen Versuch wie ihm die Steine aufz den Wiesen belasten würden. Zusätzlich kehrte auch Smaug auf den Hof zurück zu einem Training bei uns auf dem Gelände. Auch ein neues Gesicht kam auf den Hof - dieses Mal hatte jedoch nicht ich "zugegriffen" neben Smarty in der Ausbildung hatte sich Cayden einen gekörten Hengst namens Darym gekauft um seinem Hobby dem Springen wieder nachgehen zu können,denn unsere Ponys kamen darin nicht sonderlich weit. Also hatten wir die Boxen vorbereitet, anschließend hatten wir gewartet bis alle Hengste da waren und sich auch eingelebt. Etwas traurig blickte ich auf Moons Mähne - sie war rappelkurz und stand nun. Vina hatte sie abschneiden müssen nachdem eines der Kids mit dem sie arbeitete seinen Kaugummi in Moons Mähne hinterließ. Nicht sehr erfreulich,aber die konnte immerhin nach wachsen.

      Die Tagesplanung für heute sah so aus das ich mal wieder bei Julie vorbei schauen würde - ein paar ihrer Pferde trainieren. Maeve und Lia würden mich dabei begleiten - sie freuten sich auch mal andere Pferde reiten zu können, zumindest die 13 jährige Maeve, Lia hatte sich im Schulsport den Arm gebrochen. Bis zur Genesung musste sie mit der Kutsche vorlieb nehmen,diese und Willow würden uns zu Julie begleiten. Plötzlich hörte ich irgendwen die Treppen heraufpoltern, den ich anhand der leichten Schritte als Kathrin einstufte, die Stimme die kurz darauf verkündete "Es ist da!Es ist da!" bestätigte meine Vermutung. Verwirrt hob ich den Kopf wartete bis die Tür aufschwang ehe ich fragte "Was genau ist da?" Kathi war etwas außer Atem erzählte dann jedoch " Die Ergebnisse der Körung von Storm und Uprising! Die beiden haben es geschafft. " Damit begann ich ihr Lächeln zu erwidern "Großartig, nur brauchen wir mehr Stuten, damit die Zucht starten kann! Bis jetzt haben wir uns etwas zu sehr auf die Hengste konzentriert. " das kam nicht von ungefähr, es war tatsächlich so. Besonders Willow hatte ich meine Aufmerksamkeit geschenkt,auch Thowra hatte Training erhalten,doch seit geraumer Zeit hatte ich nicht mehr in Greens Sattel gesessen oder dem von Yoomee - dies hatte Kathi eher getan als ich. "Fürs Protokoll ich bin heute mit den Mädels bei Julie, die Kutsche und Willow sind mit dabei. Sagst du Hansi er soll sich heute mal mit Smaug ein wenig beschäftigen? " Kathi nickte,lies mir dann die beiden Körungsbescheinigungen da und verschwand wieder nach unten. Der Tee war in der Zwischenzeit mehr als kalt geworden,also trank ich ihn fix aus ehe auch ich hinunter zum Stall ging. Bevor ich los wollte zu Julie blieb noch genügend Zeit um mich um Bucks zu kümmern - in den vergangenen zwei Monaten seitdem der Dreh vorbei hatte er sich wirklich gemacht. Mittlerweile durften auch andere als ich an seiner Box stehen

      ohne das er panisch wurde, das Halter akzeptierte er ohne Probleme und beim führen benahm er sich nicht mehr " wie ein Wildhengst" - in der letzten Woche hatte ich sogar Maeve und Lia Bucks unter Aufsicht abwechselnd putzen lassen. Er blieb unsicher, beäugte alles mit Argwohn aber ergab sich wie es schien in sein Schicksal. Seine Mähne und der Schweif wuchsen nach, die Narben schienen ebenfalls gut zu verheilen ,wenn auch die seelischen blieben. Sobald ich mit Bucks arbeitete durfte ich die Hunde nicht frei laufen lassen, sie machten ihn nervös. Da er solche Fortschritte machte wollte ich in der nächsten Zeit Maren zu mir holen um sich die Wunden noch einmal anzuschauen. Im Stall angekommen begrüßte ich der Reihe nach Bucks,Blettur und auch Moon mit einem sanften Kuss auf die Nüstern. Am Nachmittag oder dem späten Abend würden wir sie alle zum Rest der Hengste bringen. Mit dem Halter von Willow in der Hand lief ich zum Stuten Paddock - in der Menge brauchte ich nicht lang um die ruhige Rappstute zu finden. Putzen war wie immer eine entspannende Sache, die seichten Striche zu ziehen beruhigte meine Seele, die oft wild umher zu wirbeln schien - die Arbeit nutzten um die Arbeit zu vergessen.

      Mit ein paar Schwierigkeiten legte ich Willow das Geschirr für die Kutsche an - für die Handschuhe musste ich noch einmal ins Haus,denn es war schon ein wenig kalt. Aiden half mir anschließend die doch recht sperrige Kutsche aus der Abstellkammer der Halle zu holen, Willow richtig hinein zu spannen - anschließend erklärte er mir noch wie ich Julies Stute Lady Äppel dazu machen konnte. Julie besaß keine Kutsche mehr,aber für Willow hatten wir uns extra eine besorgen müssen.

      Auf dem Weg zum Hof von Julie sammelte ich die beiden Mädels ein - ein entspannter Schritt brachte uns in einer knappen halben Stunde zu unserem Ziel. Begrüßt wurden wir von Julies Lockenkopf der uns das Eingangstor öffnete, es aufhielt und hinter uns zunächst einmal schloss. „Ich hab Lady Äppel schon mal geputzt, genauso wie Ayumi und für eines der Mädchen l Amadea von der Koppel geholt. Für die andere müssen wir sehen wer passt“ Lia hob betrübt den Arm mit ihrem verletzten Arm „Hab mir den Arm gebrochen und nehm mit der Kutsche vorlieb.“ Julie nahm es mit einem mitleidigen Lächeln zur Kenntnis, während wir also Lady neben Willow in die Kutsche spannten half Lia Maeve beim Satteln der Haflingerstute. „Wie geht es dir sonst so momentan?“ fragte Julie mich gerade heraus, wir hatten uns seit dem Filmdreh vor zwei Monaten kaum gesehen. „Wunderbar…Cayden und ich haben uns allerdings noch immer auf keinen Termin für die Hochzeit geeinigt.“

      Im gemütlichen Schritt bewegte sich unser Trott vom Hof – Lia hielt den Strick der zweijährigen Ayumi in der Hand, Maeve ritt auf Amadea voraus um das Tempo zu bestimmen und die Stuten vor der Kutsche mussten sich erst aneinander gewöhnen. Sie kannten sich bereits von gemeinsamen Ausritten, aber vor der Kutsche war es für sie komplett neu. Gerade da Lady auf der halbblinden Seite von Willow lief, doch schien sie damit eher weniger Probleme zu haben wie ich es gedacht hätte. Wir folgten zunächst der „Hauptstraße“ in Richtung Craighnure, um dann einen Bogen um die Stadt zu schlagen. Wir würden eine ganze Weile unterwegs sein, aber größtenteils im Schritt, sodass alle Mitglieder unserer Truppe Fuß halten konnten. Nach der ersten halben Stunde begann Maeve immer mal wieder auszuprobieren was die Stute so konnte – korrekte Anlehnung, von hinten an die Truppe heran traben und versuchte auch Amadea nur mit den Schenkeln zu lenken. Julie stupste mich an „Die kleine macht ihre Sache nicht schlecht.“ Ich nickte ihr zu…Maeve war die geschicktere der beiden Mädchen und ritt sogar sehr gern einmal ohne Sattel auf Little Grey.

      Unser Ausflug dauerte nur drei Stunden, anschließend durften sich die Pferde ausruhen – Willow zusammen mit Amadea und Lady auf der Weide. Julie und ich holten uns zwei der Hengste von der Weide um ein wenig auf dem Platz zu trainieren und Lia und Maeve wollten unbedingt mit Lambardo und Salea spazieren gehen. Ich jedoch schüttelte den Kopf „Ihr kennt die beiden nicht und allein lass ich euch mit denen nicht durch die Gegend wandern, putzt sie meinetwegen und geht abwechselnd in den Round Pen mit ihnen. Spazieren vielleicht mal ein anderes Mal.“ Mit hängenden Köpfen machten sie sich davon, aber auch Julie stimmte mir dabei zu. „Dann mops ich mir jetzt den Burberry zum longieren und du wolltest noch was mit Deyk machen oder?“ „Genau der gute ist wieder bei mir gelandet, war vielleicht nicht ganz so geplant gewesen, aber im Grunde bin ich doch froh den Stinker wieder hier zu haben.“ Nebeneinander putzten wir die beiden Hengste im Stall selbst schwatzten die beiden Mädels lauthals beim putzten der kleinen Scheckstute Salea. „Na die beiden haben ja ordentlich ihren Spaß.“ Grinste mich Julie über den Rücken des Schecken an „Oh ja wie ein ganzer Sack Flöhe“

      Auf dem Platz konzentrierte ich mich dann doch eher auf den etwas sensiblen Burberry, der in seinen jungen Jahren bereits für zu Stur eingeschätzt worden war, doch der Hengst benötigte einfach eine feine Hand und eine Aufgabe die ihn nicht überforderte. Da seine Schritt – Trabwechsel oftmals noch etwas steif waren, arbeitete ich heute gerade daran ein wenig. Hatte ihm dafür den Kappzaum angelegt um besser wirken zu können – brav ließ er sich von mir in allen Gangarten dirigieren versuchte die verschiedenen Tempounterschiede auszuführen und ließ es sich dabei nicht nehmen auch ein paar Dinge zu hinterfragen die ich von ihm verlangte. Ab und an gab mir Julie ein paar Tipps in meiner Arbeit mit ihm, wofür ich sehr dankbar war, denn auch ich war ja nicht perfekt. Julie mit Deyk widmete sich auch kleineren Korrekturen, die sich im Zuge des Besitzerwechsels eingeschlichen hatte – er ging teilweise eher einer Giraffe gleich durch die Bahn, brauchte lange um sich zu entspannen, locker zu werden und selbst dann zeigte er sich ab und an etwas widerwillig. „ich glaube da muss mal der Sattler vorbei kommen…hab schon in der Vermutung das der Sattel nicht ganz passt. Bis dahin heißt es dann erstmal wieder Bodenarbeit….hier ist es ja nicht so einfach einen Sattler zu finden.“ Oh ja…die Geschichte mit den Sätteln kannte ich nur zu sehr zu gut…es war wirklich schwer einen Sattler zu finden. „Tja…dafür leben wir auf einer Insel.“ Meinte ich ohne viel Überzeugung und grinste breit. Maeve und Lia kamen gerade mit dem Shettyhengst Lambardo wieder aus dem Round Pen, denn die junge Stute hatten sie erstmal nur geputzt, denn Salea hatte gestern wohl genug Bewegung erhalten. „Wollen wir deine Lipizzaner ein paar Runden in der Halle laufen lassen, während die Mädels ein wenig Guinness bespaßen?“ Gesagt getan – mit ein wenig überputzten machten wir uns daran die unterschiedlichen Hengste in die Halle zu entlassen. Während der jüngere Conversano sofort begeistert Versengeld gab und immer wieder im Stechtrab um Maestoso herum lief, sah der erstmal wenig begeistert aus. Doch es dauerte nicht lange da ließ sich auch der ältere Hengst von dem anderen anstecken und beide zogen eine Weile ihre Runde. Anschließend gesellten wir uns zu Guinness und den Mädels auf den Platz, die dort ein paar Stangen L´s aufgebaut hatten, ein kleines Cavaletti und versuchten den Hengst darüber hinweg zu führen. Der Tinkerhengst verhöckerte die beiden ganz schön – nur wenn sie ihm Leckerli vor die Nase hielten folgte er ihnen ohne Probleme. „Na da bekommt er heute Abend wohl kein Futter…oder zumindest weniger, wenn er so viel nebenbei bekommt. Wenn ihr wohllt könnt ihr für heute gehen, Appolino schaff ich für heute noch selbst – Danke vielmals für euren Besuch!“ Damit verabschiedeten wir uns alle von einander, Lia´s Mutter holte die beiden ab, ich schwang mich auf den Rücken von Willow und ging so zurück, die Kutsche würde ich irgendwann in der Woche abholen kommen.
    • Jackie
      [​IMG]
      6. November 2014 - Kutschfahrt
      34.722 Zeichen © Ravenna & BluePearl


      Rückblick

      Es war so weit. Meg war gestern in Glasgow gelandet. Etwas später als gedacht, da die Piloten gestreikt hatten, aber egal. Ein kurzer Anruf hatte uns mitgeteilt, dass sie sicher gelandet war. Ihre Koffer hatte sie auch schon. Sie hatte die Nacht im Hotel verbracht und heute wollten wir sie dann abholen. Die Fahrt würde je 4 Stunden dauern, sodass sie den Großteil des Tages unterwegs sein würde. Da ich mit dem Baby beschäftigt war, hatte sich Ty bereiterklärt sie abzuholen. Er hat mir nicht mal eine Wahl gelassen, aber so kenne ich meinen Verlobten. Er wollte nur, dass es mir und dem Baby gut ging. Da Fionn gerne sich spazieren fahren lässt, schnappte ich mir Lovegame am Halfter und ging spazieren. Heute war ein schöner Herbsttag, aber dennoch waren wir beide dick eingepackt. Marie schwitzte sich auf dem Platz mit Was immer du tust warm, während Mark Terminator longierte. Er lahmte nicht mehr und da wir nicht genau wussten, woher er diese Lahmheit wollte ich, dass Mark langsam mit dem Training anfing. Ty war am Haus geblieben und hatte auf Cayden gewartet. Gemeinsam wollten sie losfahren und Meg holen, sowie Ghost.

      Mich hatte die Nachricht erreicht, dass Monster ihren Hof auflöste und so war es gekommen, dass ich Interesse an Ghost geäußert hatte. Der Tinkerhengst war genau der richtige Partner für meine 3 Hengste und er würde auch ein gute Reitpferd abgeben. Zuerst für Ronja und später dann für meinen kleinen Schatz. Sie könnten gemeinsam aufwachsen. Vielleicht würde es auch dazu führen, dass Bergkristall wieder etwas lebhafter wurde. Ich hatte Sarah davon erzählt und da sie die Patin war, wollte sie Ghost Fionn später zur Taufe schenken. Da er mit gleichaltrigen zusammenstehen sollte, haben wir uns dazu entschieden, dass er erstmal bei Sarah stehen würde. Zusammen mit Braum und Smarty hätten sie eine kleine Junghengsteherde.

      Vor dem Spaziergang hatte ich Sarah angerufen um ihr zu bestätigen, dass Ghost nun vom Flughafen abgeholt werden konnte und auch Meg nun zu uns stoßen würde. Ich war sehr gespannt darauf, ein weiteres Teammitglied begrüßen zu dürfen. „Cayden und Ty werden bestimmt eine schöne Fahrt haben. Ghost steht bereit und ich habe dem Personal Bescheid gegeben, dass die beiden ihn abholen werden. Brauchst du noch Hilfe bei der Vorbereitung der Box?“

      „Wow, na das ist doch auch eine tolle Nachricht!“ versicherte ich Siobhan. „Lass nur. Das ist schon alles fertig. Mit Braum und Smarty hat er gute Gesellschaft.“ Wir quasselten noch eine Weile weiter, ehe ich mich wieder zu meinen Pferden aufmachte.

      Im Kinderwagen lag mein Engel. In der rechten Hand hielt ich den Strick von Lovegame. Ich verabschiede mich von meinem Mann mit einem Kuss und schob Fionnn Richtung Wald. Lovegame trottete neben uns her und vertuschte immer wieder, ihre Nüstern in den Wagen zu halten um zu sehen, wer da lag.

      0000ffIch wartete schon auf Cayden. Wir mussten uns etwas beeilen, damit wir pünktlich zur Fähre kamen und Meg abholen konnten. Ich wollte Siobhan nicht reisen lassen, da sie mit Fionn genug zu tun hatte und Ruhe brauchte. Momentan schlief er ruhiger, aber ich wusste, dass sie diesen Schlaf auch brauchte. Sie sollte sich ausruhen und zu Kräften kommen. Zudem wäre es für beide anstrengend gewesen, so lange hin und her zu fahren. Als Cayden auf den Hof fuhr, stieg ich zu ihm ein und begrüßte ihn. „Hey. Na, hat dich Sarah nicht gehen lassen oder hattest du Probleme mit dem Hänger, dass du so spät kommst“, fragte ich ihn.

      "Tja ein bisschen von beidem würde ich sagen. Sie wollte mit den Mädels noch auf eine Kutschtour mit Willow gegangen und hatte ein wenig Schwierigkeiten mit der neuen Kutsche. Da musste ich dann ein wenig ran. Jetzt brauchst sie nur noch das Geschirr anlegen und alles andere ist schon fertig. Aber mit dem Hänger ist alles Okay, aber das Auto war ein wenig zu gemüllt und das hielt auf. Jetzt können wir aber los...von wo müssen wir Meg denn abholen?" fragte ich Ty über die Autotüren hinweg.

      0000ff„Wir müssen nach Glasgow. Sie hat sich dort ein Hotel genommen. Die Pferde stehen auch dort. Deswegen passt es sich so gut und sie kann gleich etwas mit anpacken“, meinte ich zu ihm. Nun lagen 4 Stunden Fahrt vor uns. Das war der einzige Nachteil, wenn man auf einer Insel wohnte. Das Festland war weit weg. „Ich hab mir gedacht, dass wir sie abholen und dann rüberfahren zu den Pferden. Dann können wir alle einsammeln und schnell wieder nach Hause fahren.“

      "Klingt nach einem super Plan. Wollen wir uns abwechseln oder fährt einer durch, anschließend dann der andere zurück?" Es würde eine ganze Weile dauern bis wir da waren, also würde ich die erste Variante wohl bevorzugen. "Wie macht sich denn Fionn eigentlich?" unbewusst war ich hinüber ins Gälische gewechselt, denn Ty war einer der wenigen mit dem ich die Sprache frei heraus sprechen konnte und der mich dann auch verstand.

      0000ff„Lass uns lieber zwischendurch wechseln. 4 Stunden ist schon lang. Das möchte ich nicht durchfahren, wenn ich es nicht sein muss. Wir wollen ja heile hin und zurück“, antwortete ich ihm. Es war entspannt in Gälisch zu reden. Cayden war der einzige, mit dem ich es sprechen konnte. „Fionn macht sich gut. Er schläft länger und so bin ich auch wieder in unser Bett gezogen. Einmal in der Nacht wird er wach, aber damit kann ich leben. Ansonsten ist er eher ein ruhiges Baby, dass alles erkunden will. Er hat auch angefangen zu krabbeln, sodass wir alles abriegeln müssen, wo er rauf und runter könnte.“

      "Oh ja....alles Kinderfest machen wird nen Haufen Arbeit, falls du Hilfe benötigst sag einfach Bescheid." Zusammen stiegen wir in das Auto ein. "Nächstes Ziel - Glasgow!" sagte ich und begann den Motor zu starten.

      0000ff„Daran werde ich dich erinnern mein Freund. Mir ist auch zu Ohren gekommen, dass du dich gut als Babysitter machst. Das werden wir wohl demnächst in Anspruch nehmen müssen.“ Wir stiegen ins Auto und fuhren los. „Ich muss aufs Festland- zum Gericht. Mein Fall wird neu aufgerollt. Wieso weiß ich nicht. Damals hat mir schon keiner geglaubt. Wieso sollte es jetzt anders sein?“

      Es war ein gewagter Schritt, zwar hatten wir damals die selbe Grundschule besucht, doch eine Freundschaft hatte es nicht gegeben. Erst als ich hier in Auchnacraigh zu wohnen begannen und sich auch unsere Frauen besser verstanden hatten hatte es soetwas gegeben. Ab und an trafen wir uns für einen gemeinsamen Ausritt, hatten im Sommer zusammen das Heu gemacht oder diverse andere Dinge. Manchmal gab es ein Bier nach der Arbeit, aber nie hatte ich gefragt wieso er seinerzeit im Gefängnis gelandet und später auf Classical Harmony. "Ich nehme an das ist etwas gutes, vielleicht glaubt die dieses Mal jemand, aber....in welcher Angelegenheit. Was hat dich damals in diesen Schlamassel geritten?"

      0000ffIch seufzte. „Wenn ich das wüsste, würde ich um einiges schlauer sein. Mein Vater war Jockey. Er war gar nicht mal so schlecht. Klar, man verdient nicht so viel, dass man in Saus und Braus leben kann, aber es hat uns über die Runden gebracht. Er hatte dann viele Probleme, als er vermehrt Rennen geritten ist, die besser bezahlt worden sind. Ich kann dir nicht genau sagen was los war, aber sie haben ihn dann tot im Stall gefunden. Angeblich eine Überdosis, aber das hätte er niemals getan. Er hat für den Sport gelebt und für die Pferde. Das war sein Leben, sein Ding. Ich hab mich dann um meine Mum gekümmert und mit diversen Jobs probiert, uns übers Wasser zu halten. Erst hab eich gedacht, dass sie mich aus gutem Willen eingestellt haben auf der Rennbahn, aber sie haben mir die Sachbeschädigung und das gestohlene Geld in die Schuhe geschoben. Da ich früher auffällig gewesen war, hat mich das Strafmaß voll erwischt. Was soll man den auch tun, wenn man kein Geld hat und sich nichts kaufen kann? Ich gebe ja zu, dass es falsch war. Sie haben mich eingesperrt und aufgrund guter Führung stand dann die Wiedereingliederung in die Gesellschaft an. Ich sollte arbeiten und Siobhan war die einzige, die jemanden gebrauchen konnte. Sie war gerade erst hier her gezogen und außer Mark und Marie gab es keine Fachkräfte. Auch hätte sie niemanden einstellen können, da der Hof sich finanziell nicht trug. Da war es ganz gut, dass ich bezahlt wurde und sie mir nur Arbeit geben musste. Anfangs habe ich rebelliert, da ich nicht mit Pferden arbeiten wollte. Sie haben mich zu sehr an meinen Vater erinnert. Andererseits habe ich es aber auch vermisst. Letztendlich habe ich mich entschieden dann doch nett zu ihr zu sein. Sie war es auch zu mir, obwohl ich so ein Arsch war. Zudem wollte ich das Erbe meines Vaters achten.

      Ich zog die Augenbrauen ein wenig nach oben während ich angestrengt zuhörte. "Dämliche Angelegenheit, nur zu hoffen das alles gut für dich ausgeht." Wenn ich daran dachte das es vielleicht nicht gut ausgehen würde? Was sollte aus Siobhan und dem gemeinsamen Sohn denken....daran mochte ich gar nicht wirklich denken.

      0000ffIch stimmte ihm zu. Meine größte Angst war es, dass es zu viel für Siobhan werden würde. Sie war eine starke Frau, aber irgendwann spielen die Kräfte nunmal nicht mehr mit. Ich weiß, dass sie der Kleine ganz schön auf Trap hält. „Ich denke mal, dass sie mich nicht nochmal einsperren können. Ich habe meine Strafe abgesessen. Vielleicht gibt es neue Spuren zu dem wirklichen Täter, denn ich war es nicht. Zeitweise war es ja ganz cool für einen gefährlichen Typen gehalten zu werden, aber das bin nunmal nicht ich. Vorallem schauen einen die Leute komisch an und an jeder Ecke wird getuschelt. Wenn ich doch dort bleiben muss, dann kümmere dich bitte gut um meine Verlobte und unseren Sohn.“

      Ich musste mich dazu zwingend den Fuß auf dem Pedal des Wagens zu lassen. Es war ein wahnsinniger Vertrauensbeweis den er da äußerte "N atürlich, aber das wird schon alles gut werden." Zumindest hoffte ich an meine Antwort...aber was sollte schon genau passieren?

      0000ff„Das hoffe ich doch. Dennoch kann man nie wissen, was sie mir dieses Mal unterstellen“, sagte ich zu ihm. „Ich weiß, dass ich unschuldig bin. Ich weiß nicht, was Siobhan darüber denkt. Ich habe ihr diese Geschichte nie so richtig erzählt. Sie weiß halt, warum ich verurteilt worden bin und ich habe ihr gesagt, dass ich es nicht war. Aber mehr weiß sie nicht. Ich will sie damit auch nicht belasten. Das ist alter Krempel, denn ich hinter mir lassen wollte. Ich habe jetzt ein gutes Leben, eine tolle Verlobte und meine eigene kleine Familie. Ich bin glücklich und dann kommt so ein Mist ins Haus geflattert“, klagte ich mein Leid. „Harte Zeiten kommen auf uns zu und ich meine nicht nur den Winter.“

      Bei dem Wort Familie zog sich etwas in meinem Herzen zusammen, ich würde mit Sarah nie ein Kind haben....das war mir nur zu schmerzlich bewusst. Auf einer Art zerriss es mir das Herz, auf der anderen Seite wusste ich nicht damit umzugehen. Sie dann mit Fionn auf dem Arm zu sehen, tat beinahe noch mehr weh als die Vorstellung das sein eigen Fleisch und Blut nicht die Chance gehabt hatte zu Leben. "Harte Zeiten wird es wohl ganz gut treffen, aber lass uns nicht weiter darüber reden. Die Fahrt wird sonst nur unnötig in die Länge gezogen mit solch betrüblichem Zeugs."

      0000ff„Das stimmt. Ich musste mit dir darüber reden, damit ich ruhigen Gewissens aufs Festland fahren kann, wenn es soweit ist. Ich habe zwar nichts zu befürchten, aber man weiß ja nie und mir ist es wichtig, dass für Siobhan und Fionn gesorgt wird.“ Damit ließ ich das Thema dann auch sein. Es schien ihm nicht gut zu gehen und ich wusste nicht mal wieso. Hatte ich was verpasst? „Ich bin wirklich gespannt, wie Ghost so ist. Auch auf Meg bin ich gespannt. Eddie meinte, dass sie eine tolle Auszubildene ist.“

      „Eine Auszubildende ist immer eine tolle Sache! Wir hatten auf Heartland das letzte Mal welche, aber Caed Crevan ist dafür noch nicht qualifiziert. Lohnt sich es sich das Geld für die Prüfung auszugeben?“ Wir hatten schon einmal darüber gesprochen, es war jedoch wieder in den Schatten gerückt als der Filmdreh begann. Ich hatte den leicht verwirrten Ausdruck in seinem Gesicht gesehen, überlegte dann einen kurzen Augenblick…wenn er Siobhan nicht alles über das Gericht und die Gründe dafür erzählt hatte, so war es wahrscheinlich das auch er nichts von dem Abbruch der Schwangerschaft von Sarah wusste. „Siobhan hat es dir nicht erzählt,oder?“

      0000ff„Das kann ich dir nicht beantworten. Siobhan hatte diese Entscheidung in Deutschland getroffen, als sie nicht mal ahnte, dass sie auswandern würde. Wir suchen ja schon lange nach einer Aushilfe und es meldet sich keiner. Vielleicht würde eine Ausbildung dieses Mangel aufheben“, meinte ich zu ihm. „Ich hab da eh keine Ahnung. Ich habe keine Ausbildung gemacht. Ich hab nur die Lizenzen für die Rennen gemacht.“ Was meinte er nur damit ? „Was soll sie mir erzählt haben?“ Ich wusste, dass ich ihr noch von meiner dunklen Zeit erzählen muss, aber mit dem Baby war alles anders geworden und ich wollte sie nicht beunruhigen.

      Ich hatte eine konkrete Frage gestellt zu dem was mich bedrückte, also wie sollte er eine bessere Antwort geben? „Ich bin mir nichtmal sicher ob Siobhan es auch weiß..vor dem Filmdreh, bevor ich zu diesem Ritt nach Kanada bin. Etwa um die Zeit in der wir Bucks wieder einfingen und Sarah im Krankenhaus lag, wegen ihrer Eileiterentzündung.“ Ich holte tief Luft, unbemerkt drückte ich auch etwas mehr auf das Gaspedal, sodass wir über die Landstraße mit knapp 80 km/h fuhren. Der Dreck flog beständig an das Metallgehäuse des Autos „Da stellten die Ärzte fest das Sarah Schwanger war“ kam es mir endlich über die Lippen, meine Anspannung jedoch blieb und mein Fuß verwahrte auf dem Gaspedal.

      0000ffIch hörte ihm zu. „Cayden, nimm den Fuß vom Gas, bitte. Ich wollte heil ankommen und dein Auto glaube ich auch.“ So wie er reagierte, schien er damit nicht glücklich zu sein. Sarah sah auch nicht schwanger aus. Der Filmdreh lag ja schon eine Weile zurück und auch ihr Krankenhausaufenthalt. „Sie hat es verloren“, fragt eich nach. Anders könnte ich mir nicht erklären, wieso er traurig und zugleich wütend aussah.

      Verbittert lachte ich auf, leckte mir mit der Zunge über meine trockenen Lippen um so irgendwie wieder zu Worten zu kommen, der Fuß kam nur etwas widerwillig vom Gas herunter. Meine Wut, meine Enttäuschung darüber würden wohl noch eine ganze Weile in mir lodern. Aber…oh ihr Götter, ich liebte diese Frau viel zu sehr um sie aufgeben zu können, um ein „uns“ einfach so in den das Gras der Heide dieses Landes zu werfen. „Damit hätte ich mich noch abfinden können. Nein, sie hat es abgetrieben…ohne zuvor mit mir darüber zu sprechen.“

      0000ffEs schockierte mich zu hören, dass sie abgetrieben hatte. Und dann auch noch ohne es ihm zu sagen. „Das tut mir sehr Leid für dich Cayden. Deswegen hattet ihr auch den Streit und du bist nach Kanada gegangen, oder?“ Oh man. Ich plappere unaufhörbar von Fionn. Das musste seine Wunden bestimmt wieder aufgerissen haben. „Habt ihr das den jetzt geklärt? Wenn es dir zu viel ist, dann suchen wir uns jemand anderen, der auf Fionn aufpasst, wenn wir zum Gericht müssen.“

      "Nein, wir haben beinahe alles geklärt. Bleibt ist natürlich die Tatsache, das ich noch immer gern eine Familie hätte. Irgendwie geb ich die Hoffnung nicht allzu schnell auf...vielleicht braucht sie einfach ein wenig Zeit." Innerhalb war ich nicht ganz so ruhig wie ich vorgab, aber tatsächlich hatte ich noch einen kleinen Funken an Hoffnung.

      0000ff„Ihr werdet bestimmt Familie haben. Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie das gar nicht möchte. Wenn du dich danach sehnst ein Würmchen zu betuddeln, kannst du gerne vorbei kommen. Siobhan hat mir erzählt, wie liebevoll du dich um Fionn gekümmert hast, als sie bei euch war.Wie sind dankbar , wenn wir Zeit für uns haben. Klar, Babys sind nicht einfach, aber mit der Zeit wird es leichter. Ich würde gerne noch ein Geschwisterchen für Fionn haben. Es wäre schön, wenn sie zu zweit wären. Aber ich weiß nicht wie Siobhan darüber denkt. Zudem ist es momentan eh noch zu früh darüber nachzudenken. Erstmal werden wir wohl heiraten mit anschließender Taufe“, meinte ich zu ihm. Ich hoffe so sehr für ihn, dass die beiden eine Familei gründeten. Wenn sie kein Baby wollte, könnte sie auch ein Kind adoptieren.

      "Ja...unsere Hochzeit steht ja nun auch erst einmal an, auch wenn wir uns noch nicht auf einen wirklichen Termin geeinigt haben" an den Tag an dem ich sie gefragt hatte, dachte ich noch heute gern zurück....wie viel Angst hatte ich zuvor gehabt überhaupt diesen Schritt zu wagen. Nach all dem was vorher gewesen war, das wir uns gerade erst versöhnt hatten. Stattdessen hatte sie meine Erwartungen übertroffen...bald würde auch sie den Namen meiner Familie tragen. Ein Schauer der Freude lief über meinen Rücken, endlich entspannte sich auch mein gesamter Körper wieder ein wenig. "Fionn wird immer willkommen in unserem Hause sein...ganz gleich worum es geht."

      0000ff„Einen Termin haben wir auch noch nicht. Sibohan möchte gerne im Frühsommer heiraten. Im Winter ist es zu kalt und im Sommer schwitzt man sich die Seele aus dem Leib. Daher werden wir wohl zwischen Mai und Juni heiraten. Ich freue mich schon darauf. Dann kann ich sie offiziell meine Frau nennen“, antwortete ich ihm. „Das freut mich zu hören. Ich bin auch froh, dass Sarah Patin wird. Zusammen mit Mark haben wir zwei tolle Paare, die sich um unseren Sohn kümmern würden, wenn etwas passiert.“ Man wusste ja nie was das Leben für einen bereit hält. Die Fährüberfahrt verging schnell. Jetzt nur noch in die Stadt fahren.

      „Genau, Frühsommer oder früher Herbst wäre perfekt. Im Grunde hatten wir sogar einen Tag – den ersten Mai, Beltaine, dort sind wir uns letztes Jahr zum ersten Mal begegnet. Zwar sind wir noch längst nicht so lang ein Paar aber immerhin. Da in diesem Jahr an dem Tag jedoch Amy´s Hof in Österreich in Flammen aufging, wollte Sarah diesen Termin ungern nehmen.“ Noch immer erinnerte ich mich an diese Nacht im Mai….Feuerriten….Fruchtbarkeitsriten…welch eine Ironie hatte sie gefangen genommen in denen beide Dinge eingetroffen waren. In jener Nacht war Heartland den Flammen übergeben worden, gleichzeitig hatte Sarah mir erzählt es sei wohl auch die Nacht gewesen in der unser Kind gezeugt worden war. Vielleicht ein weiterer unausgesprochener Grund an diesem Tag nicht in den Bund der Ehe einzutreten. Ich schüttelte den Kopf *Denk nicht länger daran* schollt ich mich in Gedanken. „Dann sollten wir auch bald tauschen,oder?“

      0000ffIch nickte. „Lass uns an der nächsten Raststätte tauschen. Irgendwie bin ich schon etwas nervös wegen Meg. Es ist für sie bestimmt komisch, alles hinter sich zu lassen und hier weiter zu machen. Sie ist ja noch so jung. Hoffentlich war es für sie keine Fehlentscheidung. Vielleicht vermisst sie ihre Eltern und ihre Freunde so sehr, dass es ihr hier nicht gut geht.“

      „Sie hat ja nun auch bei Eddi in Frankreich gelebt, kam sie denn auch von dort?“ Da die Bundesstraße nicht sonderlich groß war, fuhr ich nur an den Rand – Raststätten gab es hier kaum. Wir tauschten einmal und schon ging es weiter in Richtung Glasgow

      0000ff„Ja, sie kommt von dort. Das wird für uns alle eine neue Erfahrung. Zum Glück sind Siobhan und Mark Ausbilder, sodass wir das auf jeden Fall hinkriegen werden uns um die zu kümmern. Auch mit der Schule ist schon alles geklärt. Sie wird Fernunterricht bekommen, da sie sonst auf dem Festland auch eine Wohnung bräuchte und das geht nicht“ meinte ich zu ihm und fuhr weiter. Ich dachte, wir wären schon viel weiter in Stadtnähe.

      „Wow…kann sie denn gut Deutsch oder Englisch…oder müsst ihr dann auch auf Französisch umsatteln?“ dabei sah ich grinsend zu ihm hinüber – das konnte ich mir nicht so richtig vorstellen, aber zumindest war es eine gute Vorstellung

      0000ff„Sie kann wohl Deutsch ganz gut und Englisch kann sie auch. Sie war auf einer Schule, die die Sprachen angeboten hat als Kurse. Ich bin mal gespannt, wie es wird. Gälisch wird sie wohl nicht können“, meinte ich zu ihm und lachte. Ja, darauf mussten wir achten,wenn wir sie gleich begrüßten. Man merkt es kaum, wenn man die ganze Zeit Gälisch spricht und dann wieder wechseln muss.

      „Ist toll auch mal in der guten alten Sprache zu reden…Sarah besitzt nicht den Elan die Sprache zu lernen. Zwar mag sie Recht damit haben, das sie am Aussterben ist, doch reden die Clan´s seit Generationen in ihr und wenn wir es schon nicht geschafft haben das Schottland wieder unabhängig von Großbritannien ist, dann eben so!“ Vor einigen Wochen hatte es Wahlen gegeben, nur ganz knapp waren wir an der Unabhängigkeit vorbei…irgendwie hätte ich mir wieder ein freies Schottland gewünscht. Wie in den Zeiten meiner Ahnen. „Wie standest du zu der Sache?“

      0000ff„Ganz ehrlich ? Ich hab das nicht groß mitbekommen. Ich hatte mit dem Hof und unserem Kleinen so viel zu tun, dass ich gar nicht mehr über solche Themen nachgedacht habe. Ich war nur froh ins Bett zu fallen und zu schlafen. Es geht ganz schön an die Substanz wenig zu schlafen und dann den ganzen Tag über Siobhans Ausfall mit aufzufangen“, sagte ich zu ihm. Ich wusste nicht, was wirklich besser gewesen wäre. Klar, einerseits wäre es dann so wie früher, aber was würde das für die Wirtschaft bedeuten?

      „Gut, daran habe ich nicht gedacht. Nun ja man kann es nicht ändern.“ Wir fuhren gerade an einem Straßenschild vorbei – Glaskow 42 Kilometer „Wow wir haben es bald geschafft!“ Ich war gespannt auf den jungen Hengst, er war hier auf dem Hof geboren worden und Kathi hatte ihn einmal in ihrem Besitz gehabt und er sollte erstmal zu uns herum. Wir würden ihn trainieren und dann dem kleinen Fionn zu seiner Taufe schenken.

      0000ffBald war es soweit und ich freute mich schon darauf Meg in unserem Team begrüßen zu können. „Stimmt. Jetzt wäre ich jedenfalls wieder so weit , dass ich die Medien verfolgen kann. Fionn schläft immer öfters durch, sodass ich auch ausgeruht bin.“, meinte ich zu ihm. Der Kleine war nun fast 2 M onate alt und man spürte schon, dass es besser wurde mit dem Schlafen.

      „Schon zwei Monate…wahnsinnig wie die Zeit beginnt zu rennen!“ erstaunt blickte ich meinen neu gewonnenen Freund an. Die Straße wurde nun immer größer, mehr Autos waren um uns herum, wo wir sonst allein gewesen waren

      0000ffNicht mehr lange und wir hatten die Stadt erreicht. Der Verkehr wurde dichter und ich lenkte uns zum Hotel, damit wir Meg abholen könnten. Wir hatten ihr gesagt, dass sie gleich mit helfen würde, ein Pferd abzuholen, sodass sie Reitklamotten tragen sollte.

      Endlich aus dem Auto steigen zu können fühlte sich wunderbar an –ich streckte meine müden Knochen ein wenig in jede Richtung, die Gelenke in meinen Schultern begannen ein wenig zu knacken. Dann sah ich mich um – am Hotel sollte sich auch der Stall der Pferde befinden, dort irgendwo würde Ghost auf uns warten. Ein den Bildern zu schließen stattlicher Tinkerhengst von knapp drei Jahren.

      0000ffVor dem Hoteleingang stand ein Mädchen, dass zu der Beschreibung von Meg passte. Ich ging zu ihr und wie ich es mir schon gedacht hatte, war es unsere Auszubildende. Ich begrüßte sie herzlich und stellte ihr dann Cayden vor. Gemeinsam luden wir ihre Koffer ins Auto. Sie erzählte, dass der Flug gut war und sie auch ein schöner Zimmer gehabt hatte. „Cayden, wir müssen auf die andere Seite des Flughafens“, meinte ich zu ihm. Meg hatte schon nach gefragt gehabt, wo der Stall war.

      Wir stiegen also alle gemeinsam in das Auto, schnallten uns an ehe der Motor angelassen wurde und ich vom Hof den Hotels rollte. Meg wies mir vom Rücksitz aus den Weg – in einem Englisch deren Aussprache man deutlich ihre französische Herkunft anmerkte, irgendwie machte dieser sie jedoch auch sympathisch. Dort angekommen stiefelten Ty und Meg in Richtung des Stalles während ich die Klappe des Hängers aufmachte – wir gingen nicht davon aus das Ghost sofort hinauf gehen würde.

      0000ffGemeinsam mit Meg ließ ich mich zu der Box des Tinkers führen. Er schien ganz ruhig zu sein. Ich ließ ihn erstmal meine Handfläche beschnuppern und halfterte ihn dann. Er war jetzt 3 Jahre alt und war auch halfterführig. Meg hatte ihm die Transportgamaschen angelegt, während ich ihn hielt. Als wir dann zum Hänger gingen machte er immer so komische Schritte wegen den Gamaschen. Beim Hänger wartete Cayden auf uns. Meg und Cayden standen neben der Rampe. Langsam führte ich den Hengst davor. Nur zögerlich und mit gutem Zureden folgte er mir in den Hänger, wo ich ihn anband und ihn lobte. Die beiden schlossen die Hängerklappe und auf ging es Richtung Heimat.

      „Und was hast du vor nach der Ausbildung zu machen Meg?“ fragte ich nach hinten, während es zurück auf die Bundesstraße ging – wir hatten wieder eine lange Fahrt vor uns die ich nicht schweigend verbringen wollte. Auf dem Rücksitz sah mich Meg verwirrt an, blickte dann zu Ty herüber der wie von einer Tarantel gestochen begann zu lachen….war die Frage falsch gewesen?

      0000ff„Cayden, Englisch kein Gälisch“, sagte ich zu ihm in gälisch. „Er will nur wissen, was du nach der Ausbildung vor hast“; sagte ich zu ihr. „Ich weiß es noch nicht“, antwortete Meg. „Erstmal wollte ich die Ausbildung beenden und dann sehen wo es mich hinzieht.“

      Ich sank etwas in meinem Sitz zusammen „Oh“ kam es mir über die Lippen…da war es mir dann doch nicht so einfach gefallen wie zuvor behauptet. „Aber ich hab nach meiner Ausbildung, dem Praktika´s in Deutschland auch lange nicht gewusst was ich mit mir anfangen soll, bis meine Lebensgefährtin kam und wir eine Zucht anfingen. Du müsstet Sarah sogar kennen, sie hat letztes Jahr Kürbis und Varulv von Eddi gekauft.“

      800000„Ja, stimmt. Ich habe sie kurz gesehen, als sie die beiden Pferde vom Hof geholt hat“, antwortete ich ihm. „Ich denke, ich werde schauen wohin der Wind mich trägt. Ich habe ja noch 2 Jahre Zeit um herauszufinden, was ich danach machen will.“

      Ich hatte angenommen, das sie in ihrem letzten Jahr war dabei sie noch in ihrem ersten – so konnte es sich wenden. Der Weg zurück würde sicher etwas länger dauern, auf der Autobahn fuhr ich selten über 80 km/h, doch im Inneren des Hängers bewegte sich die ganze Zeit nichts. „Hast du ein Problem mit gutem altem Scotish Folk? Dann würde ich das Radio etwas an machen“ wir hatten noch nicht wirklich ein Thema gefunden, über das wir reden konnten….sie würde uns wahrscheinlich für „Uncool“ halten.

      800000Ich hatte keine Ahnung wovon er da sprach und da ich nicht gleich den zweiten Eindruck auch versauen wollte meinte ich, dass es mich nicht stören würde. Ich schaute gespannt raus auf die Landschaft, die sich mir bot.

      Die Musik von Gaelic Storm brachte uns langsam in Richtung Fährstation – wir wechselten ab und an Worte aber Meg schien nicht sonderlich Wortreich zu sein, oder aber es lag daran, das wir tatsächlich Männer waren. In diesem Alter war es eben ein wenig verwirrend – ich kannte es aus meiner eigenen Jugend….damals…war eigentlich noch gar nicht so weit zurück.

      800000Oh man. Es war hier so schön. Es war viel schöner als ich es mir vorgestellt hatte. Und hier würde ich wohnen und arbeiten. Es war die richtige Entscheidung gewesen. Das wusste ich jetzt mit Sicherheit. Eine Band dröhnt aus dem Radio. Es war für mich ungewöhnlich, aber okay. Die beiden Männer schienen sich gut zu verstehen. Ich war anfangs immer etwas schüchtern.

      Meg schaute die gesamte Fahrt über wie gebannt aus dem Fenster, eben solchen Blick hatte ich zum ersten Mal bei Sarah gesehen, als wir hier her gezogen waren. Wenn auch damals alles unter eine gewaltigen Schicht Schnee gelegen hatte. „Wie es die Sagen der Highlands beschrieben wird, nicht wahr?“ fragte ich sie – dieses Mal in Englisch – nach dem was sie in diesem Moment fühlte. Noch ein paar Kilometer und Ty und ich würden die Plätze tauschen.

      800000„Ja“, antwortete ich staunend. „Ihr habt es hier so schön. Obwohl etwas mehr Sonne wäre schon schön. Meine Eltern haben mir geschrieben, dass sie 20°C haben. Die werden sich aber auch schnell wieder abkühlen“, meinte ich. Es war alles so erschlagend.

      „Willkommen in Schottland, wenn es nicht gerade regnet, dann gibt es Nebel oder aber beides gemeinsam, selbst im höchsten Sommer gibt es nur um die 25 Grad – das macht die Nähe zum Meer. Da wir auch noch auf einer Insel wohnen, macht es das nicht unbedingt besser“ Es tat mir Leid für die Kleine, sie würde ihr Festland sicher eine ganze Weile noch vermissen.

      800000„Das wird bestimmt eine Umstellung werden. Ich finde es nicht schlimm, wenn es nicht so heiß wird im Sommer. Das ist ja weder für uns angenehm noch für die Tiere“, meinte ich. Ab und an haben wir im Sommer nichts mit den Pferden gemacht, da es einfach viel zu warm gewesen war.

      „Oh ja, in meinem Jahr in Deutschland hab ich es im Sommer kaum ausgehalten, mir war es viel zu warm und die Pferde waren auch dezent gestresst von diesem Wetter.“ Wir hatten eine gute Strecke geschafft, da hielten wir zum ersten Mal an, sahen nach dem Hengst in seinem Hänger und anschließend fuhr Ty die Strecke bis zum Hof zurück.

      800000„Ja, es ist zwischenzeitlich immer sehr warm gewesen. Daher wird es schön sein, wenn es jetzt nicht so heiß ist. Ich freue mich hier zu sein“, antwortete ich. Ich fühlte mich hier gut aufgehoben. Die beiden waren nett und ich hatte ein gutes Gefühl.

      Als wir am Hof ankamen war es bereits stockdunkel, meine Gelenke fühlten sich an wie eingefroren obwohl mir im eigentlichen Sinne warm war. Außerhalb des Transporters streckte ich meine etwas müden Glieder erneut – den ganzen Tag so im Auto zu verbringen war schon hart. „Dann befreien wir auch mal Ghost aus seinem dunklen Gefängnis“ Meg stieg durch die kleine Tür vorn am Hänger, während Ty und ich die Klappe herunter ließen, dann die Stange wegnahmen und beobachteten wie Meg den Hengst langsam mit Bedacht nach unten führte. Der Hengst spielte mit den Ohren, zog einmal scharf die Luft ein um sie mit einem lautstarken Wiehern wieder entweichen zu lassen – als wolle er allen verkünden ,dass er angekommen war. Im Stall stand bereits in der Box neben der er stehen sollte Bucks – der noch immer nicht die gesamte Zeit bei den Hengsten draußen stand. Sarah hatte einfach Angst er würde erneut reiß aus nehmen, doch zumindest ließ er sich von ihr mittlerweile ein Halfter anlegen und sogar führen. Langsam aber sicher konnte man bei seinen Fortschritten zusehen. "Komm dem lieber nicht zu nahe....noch ist er nicht ganz kuriert, warnte ich die Praktikantin.

      800000Es war bereits dunkel, als wir ankamen. Ich konnte nicht viel erkennen, aber ich morgen war auch noch ein Tag. Ich führte den schönen Hengst die Rampe hinunter. Er machte seine Sache gut und ich klopfte ihm den Hals. Dann führte ich ihn zu seiner neuen Box. „Was ist mit ihm passiert“, fragte ich nach. Ghost lief in der Box herum.

      „Schlechte Menschen in der Vergangenheit…dann hatte er eine Rippenverletztung, die zuerst nicht richtig versorgt wurde. Als er zu uns kam war dann ein Gewitter bei dem einige Pferde ausrissen, da er regelrechte Panik vor Menschen hatte gelang es uns 5 Wochen nicht ihn wieder fangen zu können. Zu allem Übel wurde er auch noch von einem kleinen Rudel von Wölfen angegriffen. Meine zukünftige Frau ist zwar seine bisherige Bezugsperson, lässt sich Halftern und führen aber auf manche Menschen ist er noch immer nicht gut zu sprechen.“ Bucks bewies es mal wieder, denn er drückte sich mit nicht zu sehenden Ohren an die Rückwand der Box um genug Abstand zwischen uns zu bringen.

      800000Ich hörte ihm zu. Es hörte sich an, als würde Bucks viel durchgemacht haben. Es tat mir Leid, dass er so eine schlechte Vergangenheit hatte. Aber er schien Fortschritte zu machen, wenn ich Cayden glauben schenken dürfte. Ghost hatte hier einen guten Platz. Sarah schien ein Händchen für Pferde zu haben, wenn sie es geschafft hat, den wilden Hengst zu zähmen.

      Meg schaute eine Weile in die Box von Bucks, ehe sie ihren Blick wieder Ghosts zuwandte. „Dann lassen wir die beiden einfach mal in Ruhe, oder? Und ihr müsst ja auch noch nach Classical Harmony.“

      0000ff„Ja. Komm Meg. Wir müssen los. Du musst ja noch dein Zimmer beziehen und zu Abend essen“, meinte ich. Gemeinsam fuhren wir los nach Hause. Meine Verlobte wartete sicher auf uns beiden.

      Sehnsüchtig wartete ich auf die Rückkehr von Ty und auf die Ankunft von Meg. Wir hatten ein Schild im Hof aufgehangen mit einem Herzlich Willkommen. Es war bereits dunkel und ich hatte gerade Fionn gestillt, als das Auto auf den Hof fuhr. Mit meinem Sohn auf dem Arm trat ich auf die Veranda. Die beiden stiegen aus und ich hieß Meg auf Classical Harmony herzlich willkommen. Ich führte sie gleich rein ins Haupthaus. Sie hatte sicherlich Hunger. Mein Verlobter trug ihre Koffer in ihre Wohnung hinter den Stutenställen. Gemeinsam aßen wir zu viert zu Abend. Meg schien erschöpft zu sein von dem langen Tag, was ich ihr nicht verübeln konnte. Mir ging es nicht anders. Wir unterhielten uns über ihren Flug und dann brachten wir sie in ihr neues Zuhause. Sie schien es zu mögen, was mich freute. Wir ließen sie dann alleine, damit sie sich einrichten konnte. Wir wohnten ja sehr nah beieinander, sodass sie schnell bei uns sein könnte, wenn etwas ist. Als auch der Kleine schlief, kroch ich zu Ty unter die Decke. „Was haben die Pferde heute getan“, frage er mich. „Kiss ist und heute von der Wiese ausgebüchst, als ich Flying Rook reingeholt habe um sie zu longieren. Aber sie ist nicht weit gekommen. Der Kinderwagen war zu interessant. Allison und Ronja waren da und haben sich um Tollkirsche gekümmert. Sie schien es richtig zu genießen so betüddelt zu werden. Sunnivah habe ich heute einen Ruhetag gegönnt. Ich möchte, dass Meg sie morgen reiten, damit ich sehen kann, wie viel sie schon kann. Mark und Marie sind noch mit Illuminata und Cry ausgeritten. Es war wohl ganz gut. Die beiden hatten Pfeffer im Hintern. Aber nunja- sie sind noch jung“, erzählte ich ihm. Er berichtete mir von der Fahrt und dann schliefen wir ein.

      Ich erzählte Cayden am Abend noch von unserem kleinen Ausritt mit den Mädels und Willow vor der Kutsche "Die kleine macht sich wirklich immer besser. Immer wieder erstaunlich wie sie es meistert, obwohl sie auf dem einen Auge beinahe blind ist! Ach ja...unterwegs haben wir noch Julie getroffen - mit dem Ausbildungsbetrieb läufts momentan so das sie kaum ihre eigenen Pferde bewältigen kann und da die Arme nicht so viel Unterstützung hat wie wir werd ich wohl mal wieder vorbei gucken. Ihre Lady Äppel ist ebenfalls eingefahren - dann nehm ich noch Willow dazu und die Mädels können eins der Pferde reiten" Das alles stand erst noch in Planung und ich musste Julie erst noch um Erlaubnis fragen, doch war ich mir sicher sie hätte keine Probleme. Noch während der Film seinem Ende zu ging fand Cayden neben mir in den Schlaf....auch ich folgte ihm bald darauf.
    • Jackie
      [​IMG]
      8. April 2014 - Karnevalsparade
      5864 Zeichen © Julie


      Rückblick

      Hastig raffte ich meinen Rock um dann ungelenk auf Lady Äppel aufzusitzen. Warum nochmal hatte ich die Idee mit dem Rokkokokleid nochmal gut gefunden? Maren, die sich schon elegant auf Katniss geschwungen hatte, saß im Damensattel, als ob sie das jeden Tag machen würde. Ihr helllila Kleid fiel elegant an ihr herab und grinsend beobachtete sie meinen ungeschickten Aufstiegsversuch. Bis ihre Stute plötzlich, vermeintlich grundlos, zur Seite sprang. Schnell reagierte sie und versuchte ihr Mädchen zu beruhigen, welches hektisch hin und her tänzelte. Nun ebenfalls grinsend rückte ich mich im Sattel zurecht und zupfte an meinem Kleid, welches die gleiche Farbe hatte, herum, bis ich mit der Lage zufrieden war. „Können wir los?“, fragte ich sie. „Ja, sie müsste sich wieder halbwegs eingekriegt haben. Na das kann ja heiter werden.“, meinte Maren lächelnd und gab ihrer Stute einen leichten Schenkeldruck, worauf sie mürrisch schnaubte und in einen hektischen Stechtrab verfiel. „Hey, so nicht. Etwas ruhiger wenns geht.“, meinte Maren und machte sich im Sattel schwer, worauf hin Katniss unwillig in den Schritt verfiel.
      Schnell machte ich mich daran, Lady neben sie zu lenken, achtete jedoch darauf, dass etwas Abstand zwischen den Stuten bestand, da ich wusste, dass Katniss hie und da gern mal schnappte, auch wenn ich meiner Partnerin dahingehend vertraute, dass sie das rechtzeitig unterbinden würde.
      Die ersten Meter ging auch alles gut. Ich fühlte mich richtig schick, mit dem Kleid, nur die Perücke wurde schön langsam heiß. Neben dem Kleid hatten wir nämlich eine typische weiße hochtoupierte Perücke, wie sie damals modern war auf und hatten unsere Gesichter mit Puder bleich geschminkt – bleiche Gesichter waren zu dieser Zeit nämlich absolut schick! – dazu auffälliges Augenmakeup und roten Lippenstift.
      Die Ponys waren ganz klassisch barock ausgestattet. Eine alte Kandare, unter dem Damensattel eine, farblich zu den Pferden passende, Samtschabracke – die zwar niemand sah – und ein schwarzes Vorderzeug, das mit silbernen Steinen geschmückt war. Den Pferden hatten wir außerdem die Schweife eingeflochten. Ich hatte der Lady einen spanischen Zopf geflochten, während Katniss Mähne mangels Länge, klassisch eingeflochten war.
      „Katniss, spinnst du?“, hörte ich Maren rufen, während ich meinen Korb entgegennahm, der mit Blumen und Bonbons gefüllt war.
      Gerade noch konnte ich erkennen, wie Katniss nach der Person schnappen wollte, die Maren ihren Korb geben wollte. Ich seufzte. Ja das konnte wirklich heiter werden. Maren’s Liebe für schwierige Pferde war manchmal mehr als anstrengend. Aber nun gut, jedem das Seine.
      „Thor, Odin…oder irgendwer, lasst uns das heil überstehen und Spaß haben.“, murmelte ich leise gen Himmel während ich darauf achtete, das Lady mit Katniss gleichauf ging.
      „Hast du gerade was gesagt?“, fragte mich Maren. „Hab nur leise angefangen mit…DA SIN WA DABEI DAT IS PRIMA…!“, meinte ich und begann das allzu bekannte lautstark zu trällern, wobei mich verwunderte das Katniss meine Katzenmusik nicht im Geringsten zu stören schien. Maren lachte lauthals auf und stimmte dann in das Lied ein. Mehr falsch als richtig, trällerten wir das Lied während wir im Schritt die Strecke entlangritten. Zwischendurch warfen wir immer wieder Bonbons und Blumen in die Menge oder winkten den Schaulustigen zu, wenn wir mal wieder standen, wobei wir da eher mehr mit den Ponys zu kämpfen hatten. Katniss schien es nämlich zu hassen wenn es nicht weiterging, und fing an ungeduldig hin und her zu tänzeln und immer nervöser zu werden, womit sie Lady, die in der Regel auf solchen Veranstaltungen eher ruhig war, ansteckte die dann ebenfalls anfing sich wie ne Irre aufzuführen.
      Ansonsten schien sich Katniss mittlerweile entweder an den Trubel gewöhnt zu haben oder sich damit abgefunden zu haben, dass sie da sowieso durchmusste. Auf jeden Fall trottete sie, zwar immer noch eher in nem Stechschritt wie in nem gemütlichen Zuckelschritt, ruhig dahin und sah gelangweilt nach vorne. Ladys Ohren hingegen spielten neugierig, um ja jedes der unbekannten Geräusche aufzunehmen, und brummelte hie und da. So lange sie ruhig blieb und ich nicht das Gefühl hatte, dass sie sich gleich in ne Zeitbombe verwandelte, ließ ich sie gewähren und trällerte das Lied fröhlich vor mich hin.
      Ich fand Karneval klasse und Paraden liebte ich sowieso.
      Als es gegen dem Ende der Strecke zuging, waren unsere Körbe leer, die Stimmen heiser und mir sowie auch Maren heiß unter der Perücke. Trotzdem gaben wir nochmal alles, sangen und grinsten uns die Seele aus dem Leib und stiegen schließlich zufrieden und glücklich ab, wobei es in meinem Fall eher ein Herunterfallen war, was Maren natürlich mit einem schadenfrohen Lachen quittieren musste. Als wir im Tumult die Pferd e wegführten, um sie zu versorgen, blieb ich noch ein paar Mal stehen, da ein paar kleine Kinder Lady streicheln wollten. Katniss genauso, doch Maren verwies da galant auf mein Pony, da ihr Mädchen nicht unbedingt freundlich zu Kindern war, sondern sehr zickig sein konnte, wie allgemein zu fremden Menschen.
      Lady hingegen, ließ geduldig alles über sich ergehen und schien die Aufmerksamkeit die ihr zuteil wurde auch zu genießen. Diverse Leckereien wie Äpfel, nahm sie auch artig und mit spitzen Lippen an, nur ein übereifriges Kind musste ich einmal höflich zurückhalten, da Leberkäse nun nicht unbedingt unter Pferdefreundliche Nahrung fiel, ebenso wie das triefende Brötchen, worin er sich befand. Stattdessen kramte ich ein Leckerli hervor, welches ich dem enttäuschten Kind in die Hand drückte, mit den Worten, das wäre viel besser für den Blondschopf. Da die Welt der Kleinen nun wieder in Ordnung war und Maren außerdem schön langsam ungeduldig wurde, ging ich rasch weiter in Richtung Pferdeanhänger, wo wir die Pferde absattelten und versorgten und nebenbei fröhlich schwatzten.
    • Jackie
      [​IMG]
      28. September 2015 - Dressurtraining L - M
      2392 Zeichen © Samanta


      [​IMG]
      Lady Äpple würde mit mir in die Dressur starten. Ich hatte mich für die Stute entschieden, weil sie das gewisse Temperament besaß, das sie für die Dressur qualifizierte. Ich machte sie fertig und ritt sie dann erst einmal auf dem Abreiteplatz warm. Sie war heute besonders zickig, wohl wegen der fremden Umgebung und weil sie auch meine Anspannung fühlte. Dennoch schaffte ich es, dass sie auf meine Hilfen hörte. Wir würden die Prüfung schaffen, davon war ich überzeugt. Auch diese Stute wollte ich durch die Teilnahme an diesem Turnier eine Leistungsklasse höher steigen lassen. Schließlich wurden wir aufgerufen und ich ritt die Stute zum Dressurviereck. Ich hatte beschlossen mit Kandare zu starten. Nachdem ich die Richter gegrüßt hatte und der Start freigegeben wurde, trabte ich die Stute an und ging bei C auf die linke Hand. Zunächst zeigte ich sie im Mitteltrab, bevor ich bei F durch die ganze Bahn wechselte und sie im starken Trab gehen ließ. Die Stute erweiterte gut ihren Rahmen und das ein oder andere Raunen drang zu mir durch. Jaja, das alte Vorurteil, Haflinger wären faul und zu nichts zu gebrauchen hielt sich leider hartnäckig. Vor H nahm ich sie wieder etwas zurück und ging dann auf den Zirkel, um sie anzugaloppieren. Die Stute galoppierte korrekt an und nach einer Runde auf dem Zirkel, wechselte ich aus dem Zirkel und ließ sie einen fliegenden Galoppwechsel machen. Ich ging wieder ganze Bahn und ließ sie bei B zum Halten kommen. Einige Sekunden blieben wir in dieser Haltung, bevor ich sie wieder im Schritt angehen ließ. Schließlich trabte ich sie an und zeigte eine Traversale mit ihr. Es klappte tadellos. Ich war wirklich sehr zufrieden mit ihr. Auch den Rest der Prüfung brachten wir mit Bravour hinter uns, wie ich fand. Sie stand korrekt an den Hilfen, zeigte ihr ausdrucksstarken Gänge und präsentierte sich von ihrer besten Seite. Ich war wirklich stolz auf sie. Kein einziger Fehler war uns unterlaufen und das machte mich doch schon sehr stolz. Ich verabschiedete mich am Ende der Prüfung von den Richtern und verließ dann im Schritt das Viereck. Nun mussten wir einfach hoffen, dass die Richter unsere Vorführung zu würdigen wussten. Durch unsere Teilnahme an diesem Dressurturnier gelang es mir, die Stute eine Stufe höher in der Dressur zu qualifizieren. Sie hatte die Prüfung bestanden und sich gut geschlagen. Ich war einfach nur stolz auf sie.
    • Jackie
      [​IMG]
      24. Oktober 2015 - Lune wird eingeritten
      12.195 Zeichen © Jackie


      Voller Tatendrang stürzte ich mich in den Stall hinein. "Ok Ty, ich möchte dass du heute selbst ein Pferd einreitest !" - mein Freund blickte mich völlig erstaunt an. Dann kam ein leises "Ich ?" aus seinem Mund. Ich gab ihn einen flüchtigen Kuss. Ein Kopfnicken bestätigte seine Frage. "Lune ist noch nicht eingeritten, darum wirst du dich kümmern"

      "Aber ich habe doch gar keine Ahnung wie das geht"

      "Darum bin ich ja hier". Lächelnd reichte ich ihm den Strich und das Halfter. "Zieh es ihr über", anschließend führte er die junge Haflingerstute aus dem Stall. Brav und ahnungslos folgte sie dem Stallburschen. Ich holte in der Zwischenzeit einen Dummy, welcher die Stute an das Gewicht eines Reiters gewöhnen soll. Nachdem ich den Dummy zum Roundpen getragen hatte, eilte ich erneut in den Stall um Trense, Sattelpad und Westernsattel zu holen. Ich hätte zwar vor, Lune in Zunft ohne Gebiss zu reiten - doch sollte sie sich an das Gebiss gewöhnen, sollte ich es irgendwann mal benötigen. Ty wartete artig im Roundpen und verwöhnte in der Zwischenzeit die Stute mit sanften Fingerbewegungen. Ich rollte mit den Augen als ich den dösenden Blick der Stute sah. "Lass uns beginnen", Ty nahm den Strick auf "Ich werde Lune nun für dich halten. Als erstes werden wir sie mit dem Gewicht des Dummys vertraut machen. Drücke erstmal mit den Handflächen auf ihren Rücken, nicht all zu fest - aber es sollte Druck vorhanden sein." Ty befolgte meinen Anweisungen und verlagerte sein Gewicht in seine Handflächen. Lune zuckte kurz zusammen, anschließend beschnupperte sie Ty neugierig. Ich kraulte die Stute sanft, sodass Ty nun den Dummy auf den Rücken legen konnte. "Sei vorsichtig und lege ihn mit ruhigen Bewegungen drauf. Wir wollen die Stute nicht verängstigen". Als der Dummy ihren Rücken erreichte, wollte die Stute nach vorne los preschen. Doch ich hatte sie fest im Griff und beruhigte sie, indem ich ihre Stirn mit Kreisbewegungen kraulte. "So ist braaav", murmelte ich mit tiefer Stimme. "Das machst du gut Ty. Ich führe Lune nun eine Runde durch den Roundpen. Lune taumelte neben mir her, kämpfte immer noch mit dem 'Ding' auf ihren Rücken. Dennoch vertraute sie mir und versuchte nicht zu buckeln, oder los zu rennen. Nachdem ich wieder stehen blieb, sagte ich Ty, er solle den Dummy vom Pferd nehmen und das Westernpad auf den Rücken legen. Dieses akzeptierte Lune, es war schließlich leichter als der Dummy - außerdem war sie an Decken gewöhnt. "Und jetzt den Sattel" - Die Stute wollte immer wieder ausweichen, als sie das riesige Monster sah - doch dazu ließ ich ihr keine Wahl. Ehe sie in Panik geriert, rieb ich sie sanft mit Lavendelöl ein, das lenkte sie ein wenig ab. "So ist gut Ty, und jetzt drauf damit". Möglichst sanft, schwang er den Sattel über den Rücken. Nun trat Lune aus, machte einen kleinen Buckler und wollte erneut lospreschen. "Sie weicht jetzt nicht aus, will aber den Sattel von ihrem Rücken bekommen. Ist ja selbstverständlich wenn man sich in ihre Lage versetzt", erklärte ich Ty. Ich hielt sie auf, führte sie stattdessen noch mal eine Runde. Wir mussten aufpassen, dass der Sattel nicht vom Rücken fiel - immerhin war er noch nicht fest gegurtet. "Ty, den Gurt... mach ihn erstmal locker." Lune lehnte die die Ohren nach hinten, der Gurt war recht locker angezogen - dennoch so fest, dass der Sattel nicht runterfallen konnte. "Wir longieren sie erstmal. Dann regt sie sich ab." Wie auch beim Join-Up scheuchten wir die Stute durch den Zirkel. Sie richtete relativ schnell die Ohren nach innen und begann zu kauen. Es war immerhin nicht das erste mal das Lune ein Join-Up machte. Nachdem die Stute zu uns lief, fuhren wir mit dem Training fort. „Nun die Trense“, ich reichte dem Jungen die dunkelbraune Westerntrense und machte ihm Platz. „Halt am besten ein Leckerchen unter dem Gebiss“. Leckerchen ? Die Stute nahm die Trense nichts ahnend entgegen. Das war unser Vorteil ! Lune war an manchen Tagen echt verfressen. Mümmelnd genoss sie das Banenen-Apfel-Leckerchen und sabberte fröhlich auf den Sand. „Besser ging es nicht oder?“

      „Nein, besser hätte es gar nicht werden können“.

      Wir lachten und lobten die Stute. Ehe sie sich gegen die Trense wehrte, reichten wir ihr das nächste Leckerchen. Lune hatte richtig Spaß sich mit solchen Köstlichkeiten bedienen zu lassen. Ob sie die Trense überhaupt wahr nahm ? „Wir führen sie erstmal ok?“, Ty nickte, nahm die Zügel und führte die Stute durch den Roundpen. Sanft redeten wir auf sie ein, lobten sie und reichten hin und wieder die ein oder andere Köstlichkeit entgegen. Nun war die Stute entspannt genug, damit wir nachgurten konnten. Ty zog den Gurt an. Lune stöhnte etwas, das war sie einfach noch nicht gewohnt. „Ty, ich steig lieber zuerst auf, für den Fall der Fälle“

      „Ich kann das auch gerne machen“, bestand Ty. Also überließ ich ihm die Zügel und beobachtete ihn wie er mit einem Mal auf dem Pferd saß. Die Zügel blieben locker, ich fixierte Lune zur Sicherheit, sie sollte ja nicht gleich lospreschen. „Und jetzt lob sie kräftig“. Sie wurde nahezu verwöhnt. Während Ty sie streichelte, ihren Hals klatschte und sie lobte, versorgte ich sie mit Bananen Leckerchen. „Super Lune!“. „Und jetzt mach langsam Ty.“, er ritt im Schritt durch den Zirkel. Hielt zwischendurch mal an, wurde manchmal schneller. Die Zügel blieben locker.

      Nach einer guten Stunde, hatten wir es geschafft Lune in allen Gangarten zu reiten. Natürlich mussten wir die Übung mehrmals wiederholen, ansonsten könnte man nicht sicher gehen, dass sie wirklich reitbar ist.



      „Ty, kümmer du dich um Lune... Futter, Wasser, Striegeln, eindecken. Ich trainiere nämlich jetzt Windsor.“ Windsor war ein robuster Haflinger. Er hatte bereits ein Dressurturnier gewonnen und wurde mehrmals trainiert. Ich war stolz ihn im Stall stehen zu haben. Elsaria, eine nette Frau mit welcher ich vor Jahren mal Kontakt hatte – war die ehemalige Besitzerin von Windsor. Mit ihr hatte ich in früheren Zeiten mal über eine Haflingerzucht nachgedacht. Es ist traurig, dass wir Windsor nun eine so lange Zeit besaßen und er immer noch nicht gekört war. Aber das Leben war leider kein Ponyhof. Also trainierten wir ihn regelmäßig um ihn für die Kör, aber auch für die kommenden Turniere in Form zu halten. Windsor war für ein Haflinger recht erfahren was die Dressur angeht. Darum musste er heute für das S-Niveau vorbereitet werden. Diesen Monat müssten wir das halten aus der Passage, die Traversalverschiebung im Galopp, eine halbe und ganze Pirouette im versammelten Galopp, den fliegenden Galoppwechsel, die Schaukel, die Piaffe und die Passage üben. Aber auch einige neue Bahnfiguren würden auf uns zu kommen. Da ich mich die letzten Tage bereits mit Windsor beschäftigt hatte, lag es nun an mir die ganzen Lektionen zu wiederholen. Auf die Piaffe freute ich mich am meisten. Es war einfach das schönste, zu merken wie das Pferd unter dem Sattel eines der schwierigsten Anforderungen erfüllt. Ich ritt Windsor zunächst im Schritt warm, anschließend trabte ich im versammelten Trab auf den Hufschlag eine ganze Bahn. Windsor sollte im Takt kommen. Gott sei Dank war heute kein regnerischer Tag. Sonst hätte ich gar nicht üben können. Leider besaßen wir auf Heartland keine Reithalle, aber wir dachte alle ernsthaft darüber nach eine zuzulegen. Doch fehlte uns dafür noch ein wenig mehr Platz. Nach 10 Minuten kam Ty zu mir. Er beobachtete mich und Windsor gespannt. „Was tust du da?“, fragte er neugierig „Das hier ist eine Traversal. Ich werde ihn nun angaloppieren um die Traversalverschiebung zu üben“. Nach der Traversalverschiebung erfolgte der fliegende Galoppwechsel. Auf der linken Hand, ritt ich eine 10 Meter Volte im Galopp. Windsor arbeitete anständig mit. Ich ritt wieder auf den Zirkel, wechselte dann erneut im fliegendem Galopp und steuerte auf die ganze Bahn zu. Ich nahm die Zügel auf und bremste Windsor in den Trab ab. In der Ecke machte ich kehrt, anschließend führte ich eine Passage aus. Ich ritt in die Mitte des Platzes, zügelte ihn erneut und gab ihm eine Beinhilfe wodurch er die Piaffe ausübte. Mit hoch angehobenen Beinen stolzierte Windsor mittig des Platzes. Ty klatschte begeistert. „Mensch, der ist ja richtig gut geworden“. Ich zog meinen imaginären Zylinder ab und verbeugte mich vor ihm. Wir lachten zusammen „Klappt super!“ In einer Travers ritt ich zurück zum Hufschlag, zügelte Windsor in einen versammelten Schritt und ritt ihn anschließend zum Tor. „Ich würde sagen er ist fertig für das nächste Turnier!“, Ty blickte stolz auf mich „Der ist echt ein Naturtalent.“.

      Nachdem wir Windsor in den Stall gebracht hatten, übernahm Caleb und deckte den schwitzenden Haflinger ein. „Fütterst du ihn?“, fragte ich den Stallburschen. „Ja“, Caleb griff bereits zum Futtereimer und bewegte sich Richtung Futterkammer. „Caleb warte, ich komme mit!“ - rief ich noch schnell hinterher. Mir fiel nämlich ein, dass wir die restlichen Pferde auch noch füttern wollten. Das würde eine Ewigkeit dauern. Gut das Mellory und Ty uns zur Hand gehen wollten. „So gab es endlich eine Möglichkeit Mellory zu beschäftigen“, dachte ich amüsiert.



      Wir begannen im Zuchtstall. Mit mehreren Schubkarren voller Heu, begaben wir uns auf den Hof. „Lass uns zuerst zur Stuten und Fohlenweide gehen“. Die sogenannte Zuchtweide. Mellory folgte mir. Caleb und Ty fuhren mit einem Traktor zur Hengstweide. Da wir nur einen Traktor besaßen mussten wir eben die Schubkarren voll Heu schieben. Auf der Stutenweide angekommen, füllte ich mit Mellory die große Heuraufe. Lana, Figaros Schattenfalter, L'ombre de la Lune, Lady Äppel, Golden Diamond und Amsterdam Girl galoppierten gierig auf die Raufe zu. Genüsslich fraßen sie das frische Heu. „Ich sehe schon, das wird nicht ausreichen. Lass uns noch mal zurück gehen und die Schubkarren füllen.

      In der Zwischenzeit füllten Caleb und Ty die Heuraufe auf der Hengstweide auf. Windsor, Bonito, Sunshine Shadow, Askan, Samie, aber auch Small Joker stürmten zu dem frischen Futter. Waren Haflinger eigentlich immer so verfressen ? Jargo schlief unter dem Unterstand, neben ihm stand Burberry. „Ich glaube der Unterstand müsste auch mal wieder gemistet werden“, Ty seufzte. Da kam L'ombe de la Figaro auf die beiden zugetrabt. „Ja, du bist bestimmt gleicher Meinung was?“ er kraulte den Hengst. Suburb Lights kam schließlich auch zu der Herde galoppiert um vom Heu zu fressen. Golden Samurai döste in der Herbstsonne und Sternsinger schmuste mit Abajo. „Caleb lass und mal den Offenstall ausmisten“. Caleb stöhnte, gab aber dann nach.

      Mellory und ich erreichten wieder die Stutenweide, und wir begaben uns zur zweiten Raufe. Als wir diese aufgefüllt hatten, kamen schon die kleinen Fohlen Picola und Mirabella auf sie zu. Fröhlich knabberten die beiden an unseren Jacken. Mrs. Pretty und Little Baby trottelten entspannt zu der zweiten Raufe um sich schließlich auch etwas zu gönnen. Aber auch Calla und Nachtigall kamen nach. Nordstern und Meike schienen kein Interesse zu haben, sie blieben lieber mit Money in a Bank und Nimué zusammen am Fluss um zu trinken. Die Haflinger wären hiermit versorgt. „Lass uns nun zu der anderen Stutenweide gehen. Vorher müssen wir aber noch mal Heu auffüllen“ - Leider war der Alltag auf Heartland nicht immer amüsant. Darum mussten wir uns auch solchen monotonen Aufgaben widmen. Auf der anderen Stutenweide standen Rékja, Maelis, Wikotikabesa, Puppy, Mon Chérie, The Death Angel, Burnin Castiel, Valentines Cillion, Par Dieux, Cabbalero, Findus, HGT's Dead Snow und die kleine Cindarella. Während wir uns um die Heuraufen der Stuten kümmerten, waren Ty und Caleb mit dem ausmisten des Offenstalls fertig. Sie fuhren mit dem Trecker durch und schoben den Mist nach draußen. Als sie fertig waren begaben sie sich zur Hengstweide um auch die anderen Hengste zu versorgen. The Black Death, Prince of the Half Moon, Laktritz und Luzifer, Azzurro, Skywalker, Panino und Herbert, standen mit Celsius, As war Fades und I See you zusammen in einer Herde.



      Nun waren alle Pferde versorgt. Erleichtert und doch völlig ausgepowert verbrachten wir den Abend gemeinsam im Wohnzimmer. „Wir sollten echt mehr Stallburschen einstellen“. Sagte Lou zu uns. „Ihr seht ja völlig fertig aus!“.
    • Jackie
      [​IMG]
      29. November 2015 - Hufschmiedbesuch
      3993 Zeichen © Bracelet


      Einmal wieder führten mich meine Wege, beziehungsweise mein Beruf als Hufschmied, nach Heartland. Nachdem ich schon Bekanntschaft mit Amy Flemings gemacht habe, die mittlerweile eine gute Freundin von mir war, rief mich nun Ty Borden auf das Gestüt.
      Ich parkte meinen Wagen wie gewohnt vor dem großen, schönen Zuchtstall. Dann nahm ich entspannt meine Schürze, legte sie mir um und holte meinen Hufschmiedkoffer aus dem Wagen.
      ,,Hallöchen.'',sagte eine Stimme aus dem Hintergrund. Ich drehte mich um und sah erstmal nur ein T-Shirt. Dann guckte ich hoch und sah in die braunen Augen meines Auftraggebers. ,,Aaa so sieht er also aus.'',murmelte ich. ,,Entschuldige?'',fragte er etwas verwirrt. ,,Ää nichts nichts.'',sagte ich und grinste in mich hinein, da mir Amy schon einiges über den Kerl hier erzählt hatte, ich aber nie ein Bild zu den Geschichten hatte. ,,Also wo sind denn meine Patienten?'',fuhr ich fort.
      Er führte mich daraufhin in den Stall, wo schon 5 hübsche Hafis blitz und blank geputzt auf mich warteten.
      Zuerst schaute ich mir Figaros Schattenfalter an. Er war ein wunderschönes, interessant gefärbtes Fohlen, welches nun die ersten Eindrücke mit einem Hufschmied sammelte. Wie immer wenn dies der Fall war versuchte ich das Prozedere spielerisch aufzubauen und alles ganz vorsichtig und ungezwungen zu machen. Bein gab der Zweijährige sehr brav und guckte neugierig nach Hinten, während ich seine Hufe kontrollierte und anschließend ausschnitt. Er legte dabei neugierig das Köpfchen schief und spitzte entzückend die kleinen, plüschigen Öhrchen. ,,Braav.'',lobte ich dann, nachdem ich den Huf auch etwas korrigiert hatte und Hufbalsam aufgetragen hatte.
      Dann war Lady Äppel dran. Die bildhübsche Hafistute war von Anfang an freundlich und sanft. Beschnupperte mich immer wieder und beäugte mich etwas, während ich auch ihre Hufe auf alle möglichen Faktoren kontrollierte. Es war etwas loses Horn vorhanden, welches ich kurzerhand mit meinem Hufrinnenmesser entfernte. Auch die Hufform korrigierte ich etwas. Noch war sie nicht beschlagen. Dies sollte sich heute aber ändern. Sie bekam nämlich einen schicken Kunststoffeisen. Sie lief sofort sehr gut darauf und schien gut damit zurecht zu kommen, weshalb sie auch gleich auf die Koppel toben durfte nachdem sie Hufbalsam bekommen hatte.
      Während Ty sie dort hin brachte kontrollierte ich Windsors Hufe. Dabei stand er ganz gelassen da und untersuchte meinen Hufschmiedkoffer auf mögliche Leckerreien. ,,Hach Schnucki da wirst du leider nichts finden.'',sagte ich lächelnd und machte mich daran, seine alten Hufeisen herunterzunehmen. Er spitzte ein Ohr in meine Richtung, hörte kurz auf zu suchen, als ob er mich verstanden hätte, dachte dann aber kurz nach und schnupperte dann weiter an dem silbernen Klotz. Das entlockte mir ein Lachen. Ich seufzte grinsend und schnitt ihn sorgfältig aus. Anschließend kürzte ich die Hufe und bereitete sie mit der Feile auf die neuen Hufeisen vor. Kunststoffeisen. Wie auch bei Lady, wie sie Ty genannt hatte. Nachdem ich die Hufeisen erwärmt, aufgebrannt, zurechtgehämmert und aufgenagelt hatte bekam Windsor noch etwas Hufbalsam.
      Danach war Golden Diamond dran. Auch sie machte gut mit, weshalb ihre Hufe schnell durchgecheckt waren. Dann nahm ich die Eisen herunter und feilte die Trageflächen gerade. Ausgeschnitten wurde die Brave ebenso und auch ihr Strahl wurde wieder in Form gebracht, da er etwas verwachsen war, was aber häufig vorkam. Anschließend bekam sie einen Aluminiumbeschlag mit Stollen und Hufbalsam auf die hübschen Hüfchen.
      Zu guter Letzt war Sunshine Shadow dran. Ein sehr ausgeglichener Hengst, wie ich fand. Er bekam ebenso eine Hufkontrolle, bekam die alten Eisen herunter, Hufbalsam und wurde Ausgeschnitten, sowie Korrigiert. Dabei zeigte er sich außerordentlich gehorsam und machte keine Probleme. Auch beim Aufbrennen oder Aufnageln des neuen Aluminiumbeschlags samt Stollen blieb er gelassen.
      Danach verabschiedete ich mich von Ty und fuhr wieder nach Hause.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Jackie
    Datum:
    26 Aug. 2015
    Klicks:
    1.662
    Kommentare:
    17

    EXIF Data

    File Size:
    66,1 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    600px
    Height:
    400px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Abstammung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt


    Exterieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Stute
    08.09.2004
    (12 Jahre gealtert)
    Rasse: Haflinger
    Stockmaß: 148cm
    Gewicht: 532kg
    Deckhaar: Lichtfuchs
    Abzeichen: Blesse


    Interieur / Beschreibung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Verhalten in der Box: Ruhig
    Verhalten auf der Weide: Neutral


    Charaktereigenschaften:

    Ausgeglichen ●●Unausgeglichen
    Aufmerksam Unaufmerksam
    Intelligent
    ●● Unintelligent
    Sozial
    ●● Unsozial

    Begabt ●● Unbegabt
    Ruhig ●●● Nervös
    Loyal ●● Untreu
    Gutmütig ●●● Boshaft
    Nervenstark ●●●● Scheu
    Temperamentvoll ●● Faul

    Lady Äppel lebte die letzten Jahre als Freizeitpferd auf einem kleinen Gestüt. Als Amy jedoch auf der Suche nach einer guten Zuchtstute war, fiel ihr das edle Tier sofort auf. Keine Stunde später hatte sie ein Verkaufsangebot an den Besitzer geschrieben, welches jedoch abgelehnt wurde. Doch das warten zahlte sich später aus. Nachdem ungefähr ein halbes Jahr vergangen war, stand Lady Äppel im Verkauf. Amy bot gleich ein kleines Vermögen auf die Stute und hatte Glück. Wenige Tage später konnte sie die Stute ihr Eigen nennen.

    Lady Äppel, kurz Lady, ist eine bildhübsche Stute mit viel Temperament. Auch wenn sie sehr lieb im Umgang ist, ist sie nicht unbedingt ein Anfängerpony. Gerade wenn man mit ihr ins Gelände geht - ist sie unaufhaltbar sobald ein Gras oder Feldweg sichtbar ist. Dann bekommt man die Haflingerstute nur schwer vom Fleck. Gerade schlecht für unsichere Reiter, da sie hibbelig auf der Stelle tänzelt und ständig den Kopf zu Boden reist. Sie testet gerne ihre Reiter durch. Wenn man jedoch ihr Vertrauen erlangt hat und weiß wie man sie vom Fleck bekommt, ist sie sehr angenehm zu reiten. Doch sei gewarnt, Lady neigt dazu unaufmerksam zu sein, weshalb sie leicht ablenkbar ist.

    Weide: Stutweide
    Unterbringung: Weide & Box

    Einstreu: German Horse Pellets
    Futtersorte: 7.5kg Heu, 0.5kg Kraftfutter, 300g Weizenkleie
    Fütterungszeiten: 8:00 Uhr Heu, 17:30 Uhr Kraftfutter


    Besitzer: Jackie (Heartlandfarm)
    VKR/Ersteller: Julie / Monsterflosse


    Qualifizierungen & Erfolge
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    ● Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Qualifikation durch TB's

    Dressur E A L M S S
    Lektionen der Dressur: E A L LM LP M S


    Springen E A L M
    Stilspringen & Zeitspringen: E A A* A** L M M* M**

    Military E A L M
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****

    Wendigkeit E A


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Offiziell
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]

    1. Platz - 56 Synchronspringen
    3. Platz - 275 Dressurturnier
    2. Platz - 255 Dressurturnier
    RS36 - Karnevalsparade

    Inoffiziell
    [​IMG]

    1. Platz - V1 Dressurreiten

    Zuchtverband
    -

    GHP - Prüfungen
    -

    Gewinnsumme: x
    Verursachte Kosten: x


    Ausbildung und Zuchtdaten
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren x


    Dressurpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten ✔ | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x

    1 = Sehr gelassen, 6 = schlechtes / unsicheres Verhalten
    ● Angeboren
    Antrainiert Prüfung Abgeschlossen


    Fremde Umgebungen: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Platz/Halle: 6 5 4 3 2 1
    Hufschmied: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Tierarzt: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Wasser: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Gelände: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Straßen: 6 5 4 3 2 1

    Stangenarbeit: 3 2 1
    Longenarbeit: 3 2 1 ✪

    Verladefromm: 3 2 1 ✪

    Schrecktraining: 3 2 1

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Pferdepass

    [​IMG]
    BSK376

    Gencode: ee aa ff
    Zur Zucht zugelassen: ja
    Eingetragene Zucht: Heartlandfarm
    Züchter/Herkunft: unbekannt

    Trächtig [] Nächste Rosse (alle 30 Tage): 29/05 - 03/06

    Nachkommen
    3/5

    1. Nevaeh
    2. Eternity
    3. Burberry

    4.
    5.


    Gesundheitszustand
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch: 28.09.2015
    Chipnummer: 124 4 80 ?
    zuletzt kontrolliert [x]

    Letzte Zahnpflege (jedes Jahr) überfällig

    Wurmkur (jedes Jahr) überfällig
    Tollwut Impfung (jedes Jahr) überfällig
    Tetanus Impfung (alle 2 Jahre) überfällig
    Influenza Impfung
    (alle 6 Monate) überfällig
    EHV-1 + EHV-4
    (alle 6 Monate) überfällig


    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:


    Letzter Hufschmiedbesuch: 29.11.2015
    Ausgeschnitten/Korrigiert:
    Hufbeschaffenheit:
    Hufkrankheit/en:

    Beschlag vorne: -
    Beschlag hinten: -


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    PNG | Puzzel PNG | JPG

    Spind: x