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Jackie

♀ Cherokee Rose | Missouri Foxtrotter | gekrönt

♀ Cherokee Rose | Missouri Foxtrotter | gekrönt
Jackie, 10 Okt. 2016
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    • Jackie
      Hilltop Ranch
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      07. August 2014 - Tierarztbesuch
      3081 Zeichen © Eddi


      Mein Weg führte heute zu einer Freundin von mir in Canada. Sie war die Woche verhindert und ich sollte mich um ihre Verkaufspferde kümmern. Ich hatte mich in einem Rappen verguckt und musste sagen, ich war froh Alan’s Psychedelic Breaksfast longieren zu dürfen. Der große Rappe zeigte sich von einer tollen Seite und hörte auf die Signale die man ihm gab. Als ich mit dem Longieren fertig war, brachte ich ihn auf eine Weide und machte mich wieder in den Verkaufspferdestall um die Overo-Stute Annie get your Gun. Die Stute schaute mich neugierig an und testete mich zu Beginn auch gleich aus. Ich putzte sie und sattelte sie dann ehe ich mir Blazing Flame schnappte und auch sie putzte. Ich nahm sie als Handpferd mit und machte einen Ausritt auf Annie. Die Stuten vertrugen sich gut und als ich wiederkam, schnappte ich mir die 2 Jährige Stute Colonel’s Charity und machte ein wenig Bodenarbeit mit ihr. Auch sie arbeitete gut mit und als nächste kam Comeback of a fallen Goddess um diese zu longieren. Ebenso tat ich es mit Crescent Wolf und dem Junghengst Dynur. Allesamt longierte ich sie in allen Gangarten und hatte mit letzteren einiges zu kämpfen.
      HGT’s Enjoy Nature war ein schicker Brauner und mit ihm gönnte ich mir eine kleine Pause und zum Abschluss einen Spaziergang.
      Am nächsten Tag stand ich früh auf um die nächsten Pferde zu arbeiten. Die erste war It’s me, Amira! , die ich auf einen morgendlichen Spaziergang begleitete. Kunis war weniger gut drauf heute und so machte ich mit ihm nichts, ich putzte ihn nur und stellte ihn dann auf die Weide. Magnificent Crow arbeitete ich unterm Sattel und machte viel Galopparbeit, welche ihr sichtlich gut tat. Sie schnaubte oft ab und ich lobte sie am Ende. Miss Holly Golightly hatte eine interessante Farbe und auch sie ritt ich heute. Ich putzte und sattelte sie. Ritt ein wenig in der Halle und Aaron kam mit Moon’s Naela in die Halle. „Danke, dass du mir hilfst“, lächelte ich und stieg dann ab. Only known in Texas war so verdammt zickig, dass ich sie nur auf die Weide stellte. Sheza Bat Cat war ein Fohlen von meiner ehemaligen Stute und so war sie genauso ruhig wie sie und so ritt ich mit ihr aus, so wie mit den Freizeitpferden und Western Dancer. Pount’s Püppchen war eine artige Stute. Soviel ich wusste war sie ein Araber-mix, doch war sie nicht zu temperamentvoll wie ich zu Anfang angenommen hatte. Hot Spot war auch eine liebenswerte Stute und ihr Charakter machte sie zum Top-Pferd für die Ferienranch. Black Sue Dun It, ein Engel in schwarzer Jacke und Fell aus Seide. Ihre Gänge waren federnd und gut zu sitzen, sodass sie mir kaum aus dem Kopf ging. Striga war eine interessante Stute mit mir noch unbekannter Rasse. Sie war nämlich ein Azteca. Sie putzte ich gemütlich und longierte sie dann in allen Grundgangarten.
    • Jackie
      Hilltop Ranch
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      25. August 2014 - Rübenschnitzel
      10.582 Zeichen © Veija

      Gähnend erhob ich mich aus meinem Bett. Heute würde ich mich um alle meine Pferde kümmern. Das hieß, ich hatte einen sehr langen Tag vor mir. Langsam torkelte ich ins Badezimmer und stieg in die Dusche. Gestern Abend hatte ich mich einfach nur müde ins Bett geschmissen, da der ständige Regen einen einfach nur müde machte. Als ich fertig mit duschen war, zog ich mir eine Jeans an, meine Reitstiefel, eine langärmige Bluse und einen weißen Westernhut. Den, den ich so gut wie immer trug wenn ich auf dem Hof rumlief. Nun doch endlich wach sprang ich die Treppe runter, schnappte mir einen Apfel und ging über den Hof in den Stall. Zu erst wollte ich nach meinen vier Schätzen sehen. Mit Schätzen meinte ich meine Englischen Vollblüter. Zur Zeit hatte ich 4 Stuten, doch bald kam noch ein Hengst dazu, der meine Mädels bestimmt aufmischen würde... Generell waren in letzter Zeit sehr viele neue Pferde hinzugekommen, doch ich würde mich ja wie gesagt heute gut um alle Tiere kümmern.
      Das erste Pferd war Hell, die heute sehr unruhig wirkte. "Na mein Mädchen", flüsterte ich ihr zu und seufzte leise. Ich musste mich wirklich mehr mit meinen Tieren beschäftigen. Die Stute legte die Ohren an und blickte mich skeptisch durch die Gitter an. "Ist ja gut...", flüsterte ich und holte mir ihr Halfter. Die vier kamen heute in die Führanlage, damit sie langsam wieder Muskeln aufbauten. Schließlich hatten sie lange gestanden. Das lange Stehen war auch ein Grund, weshalb ich mir bald Hilfe auf den Hof holen wollte. Jemanden, der die Tiere morgens auf die Koppel brachte und Abends wieder reinholte. Nicht mehr und nicht weniger. Und das auch nur, wenn ich wegen dem Ausbildungsbetrieb nicht hier war. Oder er würde sich auch in meinem Betrieb einfinden, damit wir schneller arbeiten konnten, denn es standen noch immer Aufträge an.
      Als ich Hell dann nach einigem Probieren aufgehalftert hatte, kratzte ich ihr schnell die Hufen aus und brachte sie in die Führanlage. Es folgten mit weniger Schwierigkeiten Supernova, ihre beste Freundin, Faster und Jagger. Ich stellte die Anlage so ein, dass sie im langsamen Schritt vor sich hin trotten konnten, und nicht sofort weitergeschoben wurden, wenn sie einmal kurz stehen blieben. Ich hatte schon zu viele schlechte Erfahrungen mit diesen Anlagen gemacht, als dass ich sie schneller einstellte. Zurück im Stall fing ich an die Boxen der vier zu misten. Ich war damit nun doch recht schnell fertig. Die Tränken der EV's waren kontrolliert und sie hatten genügend Heu. Nun jedoch kam die Schwierigere Aufgabe. Das Mischen des Zusatzfutters. Ich konnte das überhaupt nicht leiden und vermischte mich ständig, weshalb ich lieber zu wenig als zu viel gab. Zu erst schnappte ich mir Hells Eimer. Da die Stute zur Zeit weder im Sport noch in Umständen war, bekam sie von allem ein wenig. Vom Hafer, der Luzerne, der Kleie, den Gerstenflocken und den Maisflocken bekam sie je eine halbe Schaufel. Von den Rübenschnitzeln gab es eine Ganze.
      Nova und Faster bekamen das Selbe, Jagger bekam nur eine halbe Schaufel Rübenschnitzel.
      Als ich damit fertig war, ging ich zur Führanlage und stellte sie ein wenig schneller, so dass die Pferde traben mussten. Da ich ja dabeistand, konnte ich mir genau die Bewegungsabläufe der einzelnen Tiere anschauen. Da ich keine Auffälligkeiten feststellen konnte, stellte ich die Anlage aus und nahm Hell und Nova zusammen an die Hand. Die anderen Beiden konnten noch kurz warten. Nachdem ich nochmal die Hufen kontrolliert hatte, kamen die zwei in die Box und stürzten sich sofort auf ihr Kraftfutter. Ab sofort würden sie das jeden Tag bekommen. Jedoch anders rationiert, wenn sie wieder im Training standen. Ich ging zurück und holte Faster und Jagger. Die beiden älteren Stuten trotteten gemütlich neben mir her und warteten geduldig, bis ich nach dem Hufekratzen ihre Halfter abgenommen hatte und sie sich auf ihr Futter stürzen konnten. Nun waren schon einmal ein paar Pferde geschafft, doch es standen noch viele weitere vor mir und der Tag war noch lang. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass wir gerade erst 8 Uhr hatten. Das hatte wirklich sehr fix gegangen.
      Nun waren meine Hengste an der Reihe. Ich ging die Stallgasse entlang und an jeder Box wurden mir Nasen entgegen gestreckt. Kurz überlegte ich, ehe ich die Halfter von Ready for Action, End of Day, King Bee und Enjoy Nature holte. Enjoy Nature und End of Day nahm ich in die Linke, Action und King Bee in die rechte Hand. Mit den vier Fohlen ging ich auf die Koppel und lies sie toben. Am Ende des Abends würde ich sie wieder reinholen, denn immer eingesperrt in der Box war für die Kleinen alles andere als gut. Als ich das gemacht hatte, mistete ich ihre Boxen aus und kontrollierte ihre Tränken. Dann gab ich jedem Fohlen ausreichend Heu und betrachtete mit das Kraftfutter. Jedes Fohlen bekam eine Schaufel Hafer und eine halbe Schaufel Rübenschnitzel. Vom Rest jeweils nur eine Hand voll. Ich wollte die Mägen der Kleinen nicht zu sehr belasten. Trotzdem sollten die Tiere groß und stark werden. Als ich damit fertig war, überlegte ich was ich mit den anderen Hengsten anstellen konnte. Blue, Winny, Dead, Funky und Gen wollte ich auf die Koppel bringen. Nur Spooky wollte ich ein wenig reiten. Schließlich neigte sich der Tag doch schneller dem Ende als gedacht. Natürlich konnte ich sie nicht zusammen an die Hand nehmen, weshalb ich jeden Hengst einzeln auf die Koppel brachte. Sie hatten alle einen kleinen abgetrennten Teil für sich, weit weg von den Stuten, da ich ja wusste wie meine Hengste reagieren konnten. Als die 5 nun auf der Koppel waren, ging ich zu Spooky und begrüßte ihn kurz. Da ich mich nun doch etwas beeilen musste, putzte ich ihn schnell und schwang mich nach dem satteln in den Sattel. Der Hengst kannte mich ja schon und wusste auch was ich von ihm verlangte, weshalb er brav unter mir her ging. Eigentlich hatte ich heute nicht so recht Lust den Hengst ordentlich zu reiten, weshalb es bei ein paar Runden Schritt, Trab und Galopp blieb. Im Stall sattelte ich ihn wieder ab und kontrollierte die Hufe. Jedoch war er nicht fertig mit Arbeiten, denn der Kleine war ziemlich dick geworden. Ich führte ihn in die Führanlage und stellte sie ein. Dort musste er noch ein wenig abspecken.
      Dann fing ich an die Boxen auszumisten. Die der Hengstfohlen waren schon fertig, weshalb ich nur noch die der sechs großen Hengste machen musste. Alles in allem waren die Tiere sehr pflegeleicht, weshalb ich dort recht schnell fertig war. Ich kontrollierte die Tränken und gab allen Heu, ehe ich das Kraftfutter rationierte. Genuine bekam eine halbe Schaufel Hafer, Luzerne, Kleie, Gesternflocken, Maisflocken und Rübenschnitzel. Das Selbe bekamen auch Dead, Blue und Winny. Funky bekam eine ganze Schaufel Rübenschnitzel und für Spooky musste ich wieder anders rationieren. Der Hengst bekam eine ganze Schaufel Hafer und eine Ganze Rübenschnitzel, Luzerne, Kleie, Gerstenflocken und Maisflocken gab es jeweils eine Halbe. Nach einem Blick auf die Uhr ging ich zu Spooky, und befreite ihn aus der Führanlage, ehe ich ihn in die Box brachte und er sich schnaubend auf sein Futter stürzte. Auch die anderen Hengste kamen nach und nach wieder in ihre Boxen, ehe ich mir die Hengstfohlen schnappte und auch sie wieder in den Stall brachte. Es war mir dabei doch zu gefährlich, die Stuten neben die Hengste auf die Koppel zu stellen. Seien die Hengste noch so klein. Als ich damit fertig war, ging ich zu meinen Stuten. Ohne groß zu fackeln kamen Bella, Lena, Holly, Princess, Vice, Devil, Rosy und Amarula auf die Koppel. Amarula, Devil und Rosy bekamen jedoch jede einen seperaten Teil auf der Koppel, da sie noch relativ neu in der Gruppe waren. Ich flitzte in den Stall und mistete alle Boxen aus, ehe ich die Tränken kontrollierte und den Pferden ihr Heu gab. Das Kraftfutter rationieren klappte dieses Mal sehr einfach, da alle erwachsenen Pferde von Allem eine halbe Schaufel bekamen. Die beiden Fohlen Snapper Little Lena und Miss Holly Golightly bekamen jede eine halbe Schaufel Hafer, eine halbe Schaufel Rübenschnitzel und vom Rest jeweils nur 1-2 Hände, wie die Hengstfohlen.
      Als ich damit fertig war, ging ich die Tiere wieder einsammeln. Zwar hatten sie nur gute 1 1/2 Stunden auf der Koppel gestanden, aber besser als nichts.
      Ich schnappte mir zu erst Holly und Lena. Bei Lena musste ich verdammt vorsichtig sein mit dem was ich tat, da die kleine blind war. Um so wichtiger war es, dass ich sie immer mit Holly zusammen hatte, da die kleine Rappstute der Blinden zeigte wo sie langgehen konnte und sie auch warnte, vor allem was ihr gefährlich werden konnte. "Hallo Lena", sagte ich zu der Kleinen und streichelte ihren Kopf. Natürlich lagen ihre Ohren flach am Kopf, doch wer konnte es ihr verübeln? Ich fragte mich nur stark, wie ich sie longieren konnte, oder ob das komplett flach fiel.. Ich würde schon sehen. Ruck zuck standen die Beiden in ihren Boxen und vorsichtig tastete sich Lena mit ihrem Kopf vor, bis sie im Kraftfuttereimer versank und wie Holly genüsslich kaute. Als nächstes holte ich Bella, Princess und Vice rein. Devil, Rose und Amarula brachte ich alle einzeln rein, was natürlich wieder etwas dauerte. Als sie jedoch alle drinnen waren, konnte ich mich der letzten Gruppe Pferde widmen, die ich in meinem Stall fand. Meine kleine aber feine Turniertruppe, die keine war. Da ich mich ein wenig beeilen musste, brachte ich Chocolate zusammen mit Gipsy auf die Koppel, Striga zusammen mit Gulrót, Palimé mit Vin, und Skrúður zusammen mit Hængur und Maxi. Schnell mistete ich die Ställe aus, kontrollierte die Tränken und gab den Tieren Heu.
      Gipsy und Choco bekamen vom Kraftfutter von allem eine halbe Schaufel und von den Rübenschnitzeln eine ganze, die erwachsenen Isis bekamen von allem eine halbe Schaufel. Striga und Gulrót bekamen von den Schnitzeln eine halbe Schaufel und vom Hafer eine Halbe, vom Rest jeweils nur 2 Hände voll.
      Als nun alle ihr Futter hatten, ging ich auf die Koppel und holte zu erst Striga und Gulrót rein. Dann Gipsy und Chocolate. Dann Palimé und Vin und zum Schluss die 3 Isländerhengste. Als alle zufrieden kauend in ihrer Box standen, wischte ich mir einmal über die Stirn. Nicht viel gearbeitet mit den Pferden heute und trotzdem total k.o. Leicht unzufrieden ging ich ins Haus und schnappte mir etwas zu essen, ehe ich entschied mir doch etwas Richtiges zu machen. Die nächsten Tage würde ich die Pferde der Reihe nach durchtrainieren, und mir endlich einen Stallburschen einstellen, denn so konnte es definitiv nicht weitergehen.
    • Jackie
      Hilltop Ranch
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      05. September 2014 - Dressurtraining E-A (Dressurlektionen E-A)
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      Ich war erneut auf dem Weg in die Türkei, zum Gestüt von Verena, dort war ich erst vor wenigen Wochen und habe ihr Pferd Amarula zur A Dressur ausgebildet. Diesmal sollte ich ihre Stute Cherokee Rose, ein Missouri Foxtrotter, weiterbilden und zwar, von der A Dressur zu L Dressur. Ich war aufgeregt und voller Vorfreude, als ich aus dem Flugzeug stieg, was bereits in der Türkei gelandet war. „Auf zu Verena.“, stummelte ich vor mich hin und lief zu der Stelle, an der Verena schon das letzte Mal auf mich gewartete hatte. Tatsächlich fand ich sie schon nach wenigen Minuten. „Diesmal kannte ich den Weg schon.“, lachte ich und umarmte Verena zur Begrüßung. „Wie geht es dir?“, meinte sie. „Sehr gut. Ich bin gespannt, ob sich was an deiner Ranch geändert hat.“,sagte ich. „Nichts, denke ich. Nur das du diesmal bei Rose ziemlich viele Stimmkommandos geben musst.“, lächelte sie. „Ja, ich erinnere mich.“, brummelte ich vor mich hin. „Da bin ich ja nicht so gut drin.“, fügte ich lachend hinzu. „Ach, das ist halb so schlimm.“, beruhigte mich Verena. Wir machten uns auf den Weg zu ihrer Ranch und als wir dort angekommen waren, brachte ich meine Sachen in das Zimmer, das ich schon letztes Mal belegte. So schnell wie ich in dem Rau war, war ich auch wieder draußen an der frischen Luft und ließ mir von Verena Rose zeigen. „Das ist sie.“,erklärte sie mir und deutete mit einem Finger auf eine hübsche Scheckstute, die ruhig auf der Weide graste. Ich nickte und nahm mir das Halfter, das für die Stute bestimmt war und begab mich auf den Weg zu ihr. „Hallo du Hübsche.“,lächelte ich die Stute an. „Wir haben das Vergnügen die nächsten Tage?“, fragte ich sie spielerisch. Ich halfterte sie auf und führte sie zum Putzplatz, an dem ich sie anband und putzte. Anschließend ließ ich mir Sattel und Trense zeigen und nahm diese gleich mit. Ich hatte die Stute fertig gemacht und lief mit ihr zum Reitplatz. Ich öffnete das Gatter, gurtete in der Mitte des Platzes nach und stellte die Steigbügel auf meine Länge ein. Nun war es soweit und ehe ich auf Rose saß, trabte sie auch schon los. „Rose! Easy.“, brach es aus mir heraus. Ich zog leicht an den Zügel und die Stute reagierte. „Wow, mal ein ganz anderer Schritt.“, meinte ich überrascht zu Verena, die sich auf das Gatter gesetzt hatte. „Ja, toll, nicht wahr?“, fragte sie mich. Ich nickte kurz und konzentrierte mich wieder auf die Stute unter mir. Ich ließ sie erst ein bisschen im Schritt herumeiern um sie warm zu reiten. Gleich übte ich das lenken auf Gewicht und ritt einige Bahnfiguren, wie Volten, Zirkel, durch den Zirkel wechseln, durch die Länge der Bahn geritten und aus dem Zirkel wechseln. Nach ein paar Runden trabte ich die Stute an. Ich begann leichtzutraben und arbeitete mich immer mehr an die Haltung von Rose heran. Rose war eine ziemliche Zicke und sah es am Anfang garnicht ein den Kopf runter zu nehmen, ganz im Gegenteil, sie riss ihn sogar ab und zu höher hinauf. Das wurde dann aber gleich Bestraft und ich versuchte, dies mit der Stimme zu tun, wie es mir Verena geraten hatte. Es dauerte noch einige Runden, bis ich mich durchgebissen hatte und anfangen konnte Rose in die korrekte Haltung zu bringen. Ich gab ihr Paraden, verkleinerte Zirkel und ritt viele Wendungen, das half meisten etwas mit dazu. Jetzt wurde es immer leichter, Rose am Zügel gehen zu lassen. Ich bog auf die Diagonale ab, schob meine Hände etwas vor und trieb Rose mehr vorwärts, sodass sie etwas zulegte. „Braves Mädchen.“, lobte ich die Stute. Ich ließ sie nach einer Volte wieder in den Schritt fallen und begann, die Kehrtwendung auf der Vorder- und Hinterhand abzufragen. Das sollte sie bereits kennen, denn diese Aufgaben, gab es auch in der A Dressur. Ich beschloss heute, am ersten Tag meines Trainings, einige Übungen der A Dressur zu reiten, um Rose besser kennen zu lernen und einschätzen zu können, denn wie ich gehört habe, ist Rose kein einfaches Pferd. Kurz nachdem ich die Übungen ein paar Mal durchritt, trabte ich sie wieder an. Diesmal blieb ich sitzen. An einer offenen Zirkelseite, ließ ich Rose im Trab überstreichen. Die Hilfengebung sollte sie von der A Dressur im Galopp schon kennen. Rose schlug sich tapfer, doch legte danach einen Vollstop hin und blieb stur stehen. „Rose!“, ermahnte ich die Stute. Nach einer kurzen Diskussion trabte sie ohne Probleme wieder an. „Man muss dir zeigen wer der Boss ist, nicht wahr?“, lächelte ich. In der nächsten Ecke wollte ich Rose angaloppieren, doch sie fiel in einen.. nun ja, etwas anderen Gang. Sie trabte in einem hohen Tempo los und schnaubte dabei ab. „Schon gut. Ein Fehler des Reiters.“, gab ich zu und versuchte sie wieder zu versammeln. In der nächsten Ecke versuchte ich erneut mein Glück, was diesmal klappte. Ich lobte die Stute und ging auf den Zirkel, währenddessen schien eine kleine Last von Rose zu fallen, denn plötzlich lief sie schön locker und gelassen. „Dauert es bei ihr immer ein bisschen Länger, bis sie sich entspannt?“, fragte ich Verena. Diese nickte und meinte: „Ja, ist ganz normal.“ Ich galoppierte sie auf der ganzen Bahn und ließ sie nach einer Runde ausfallen. „Easy.“, meinte ich. Ja, ich musste zugeben, dass ich überrascht war wie sie auf Stimmte reagierte. Ich wendete auf die Mittellinie ab, gab ich beidseitig Paraden, sagte: „Woah.“ und ließ die Stute halten. „Braves Mädchen. Toll gemacht!“,meinte ich zu ihr. Nach ein paar Sekunden stillstand, drückte ich meine Beine pulsartig in den Bauch und trabte Rose wieder an. An der nächsten langen Seite galoppierte ich Rose wieder an. Diesmal funktionierte alles, wie es funktionieren sollte und ich drehte ein paar Zirkelrunden bevor ich sie ausfallen ließ. Ich ritt einen Handwechsel und parierte sie zum Schritt durch. Ich lobte sie kurz. Nun galoppierte ich sie aus dem Schritt, an der offenen Zirkelseite an und ließ sie einmal herum galoppieren. Kurz vor X gab ich ihr die Hilfen zum Durchparieren in den Schritt und wartete auf ihre Reaktion, die kurz darauf folgte. Nach X stellte ich sie um, gab ihr die Hilfen zum Angaloppieren und pochte mit meinem inneren Bein an ihren Bauch. Auch diesmal sprang sie an und das sogar im richtigen Galopp. So wie es schien, wurde der einfache Galoppwechsel mit ihr schon einmal geübt, was mir natürlich einige Arbeit abnahm. Zufrieden trabte ich die Stute ab und ließ mir die Zügel aus der Hand kauen. „Feines Mädchen.“, lobte ich sie nochmal und klopfte ihr auf den Hals. Jetzt ließ ich sie noch einige Runden im Schritt drehen, bevor ich sie zum Putzplatz bracht, absattelte und abtrenste. Ich räumte ihre Sachen weg und band sie los. Ich führte sie wieder auf die Koppel, wo sie erst einmal Dampf abließ und ein paar Buckler zeigte. „Sie hat Power.“, lachte Verena. „Das habe ich beim Reiten gemerkt. Sie versucht einen ganz schön auszutricksen und es sieht wahrscheinlich garnicht so schwer aus wie es ist.“, lächelte ich. Wir gingen ins Haus und aßen zu Abend. Ich verabschiedete mich für die Nacht von Verena und ging zu Bett. Ein anstrengender Tag war zu Ende gegangen.

      Die Sonne ging gerade auf, als ich mir meine Reitsachen anzog und hinunter in die Küche des Hauses ging um zu frühstücken. Ich aß ein Brötchen und ging anschließend nach draußen um Verena im Stall zu helfen. „Morgen.“, stieß ich noch Müde heraus. „Guten Morgen.“,antwortete mir Verena lächelnd. Ich brachte ihre Pferde auf die Koppel, ließ Rose aber gleich innen, half ihr beim Misten und unterhielt mich mit ihr über die unterschiedlichsten Themen. Nach ungefähr einer Stunde machten wie zusammen Rose fertig. Auf dem Platz stieg ich auf und ritt die Stute warm. Schon im Schritt begann ich mit Bahnfiguren der L Klasse. Zum Beispiel wurde die Kehrtvolte und die Volte kleiner und es kamen doppelte Schlangenlinien hinzu. Nach ein paar Übungen trabte ich die Stute an und ließ sie ihren Takt finden, bevor ich an der Haltung arbeitete. Im Trab begann ich, nachdem ich aussaß mit dem Überstreichen und übte dies ein paar Male. Was gut funktionierte. Bald galoppierte ich Rose an, was in einer kurzen Diskussion endete, aber gleich geklärt war. Ich galoppierte rund eineinhalb Zirkel auf jeder Hand, bevor sie auch im Galopp am Zügel gehen ließ. Ich ritt drei einfache Galoppwechsel und lobte sie, als das ohne Probleme funktionierte. Nun wechselte ich durch die ganze Bahn, ohne Galoppwechsel. Ich stellte sie nach außen und ließ mein, jetzt inneres, Bein hinten. Ich galoppierte im Außengalopp eine halbe Runde herum, bevor ich sie ausfielen ließ. „Super!“, lobte ich Rose. Ich lenkte sie jetzt schon fast nurnoch auf Gewicht und gab ihr viele Stimmkommandos, alles was mir eben einfiel. Ich wendete im Trab auf die Mittellinie ab und sagte: „Woah!“ und schon stand Rose wie aus einem Ei geschält. „Gut!“, lobte ich die Stute und klopfte ihr auf den Hals. Ich war zufrieden. Jetzt schon. Denn wir hatten noch eine Menge Arbeit vor uns. Ich gab ihr die Hilfen zum antraben und schon trabte sie wieder. Ich galoppierte sie wieder an und wechselte erneut durch die ganze Bahn. Diesmal sprang Rose aber in den Kreuzgalopp, sodass ich sie durchparierte und versuchte, indem ich sie nach außen stellte und das jetztige innere Bein zurücklegte, im Außengalopp anzugaloppieren. Tatsächlich! Es funktionierte! Ich lobte sie kräftig und konzentrierte mich danach sofort weiter, ich galoppierte um die kurze Seite herum und wechselte anschließend wieder durch die ganze Bahn, um jetzt wieder in den richtigen Galopp zu kommen. Kurz klopfte ich der Stute auf den Hals und galoppierte weiter. Ich ritt Schlangenlinien durch die ganze Bahn mit 2 Bögen, um sie daran zu gewöhnen, kurz hintereinanderfolgende einfache Wechsel zu tätigen. Sogar dies war kein Problem für Rose. Doch als wir wieder am Hufschlag ankamen, blieb sie erneut wie angewurzelt stehen und hopste vorne hoch. „Nein!“, ermahnte ich sie und touchierte sie mit der Gerte auf der Brust. Genervt tat die Stute das, was sie tun sollte und lief wieder los. In der Ecke ließ ich sie aus dem Schritt angaloppierten und versuchte mich erneut an Schlangenlinien durch die ganze Bahn. Diesmal mit 3 Bögen. Als dies nach ein paar Versuchen klappte, trabte ich die Stute lobend ab. Heute hatte sie wirklich gut gearbeitet und die nächsten Tage konnte ich mich weiter voran arbeiten, um sie schon am Ende der Woche L Dressurpferd nennen zu können. Ich ritt Rose noch ein paar Runden ab, dann nahm Verena sie mir ab und brachte sie anschließend auf die Koppel. Ich bedankte mich und ging mit Verena zu Amarula, die ich vor ein paar Wochen weiterausbildete. Verena zeigte mir, dass die beiden viel geübt hatten und ritt vor mir eine A Dressuraufgabe durch. „Außen Parade.“, lächelte ich sie an als sie im Galopp an mir vorbei sauste. Sie nickte und befolgte meinen Rat. Nun lief Amarula richtig ordentlich ihre Dressuraufgabe durch. „Willst du?“, fragte mich Verena. Ich nickte lächelnd, nahm meinen Helm und setzte mich auf die Stute. Ich ritt erst etwas umher und begann schließlich, ein paar A Dressurlektionen zu wiederholen. „Sie weiß alles noch.“, grinste ich als ich fertig war. Diesmal übernahm ich das abtrensen und absatteln, sowie das zurückbringen auf die Weide. Nch eine ganze Weile beobachtete ich mit Verena ihre Pferdeherde. „Wie läuft es eigentlich bei dir am Hof.“, fragte sie mich. „Wir sind kräftig am Arbeiten, sodass bald die ersten Pferde einziehen können.“, gab ich zu. „Aber es ist sehr anstrengend und nervenraubend, weshalb ich froh bin, jetzt bei dir hier zu sein und Rose trainieren zu können.“, fügte ich hinzu. Der Tag nahm bald sein Ende und ich ging zu Bett.

      Die nächsten Tage trainierte ich mit Rose einige Lektionen der L Dressur. Manche vertiefte ich und manche, begann ich ihr zu lernen. Sie schlug sich nicht schlecht, doch leider hatte ich ab und an eine Diskussion mit ihr. Sie gab wahrscheinlich nie auf und sie wird vermutlich ihr Leben lang versuchen, durchzukommen, mit dem, was sie will. Aber halb so schlimm, ich kam damit klar und Verena auch. Das war die Hauptsache. Ich trainierte fleißig und schon bald hatten wir nur noch wenig zu üben. Tag für Tag wurde alles besser und ich konnte immer mehr mit Rose machen. Es waren natürlich auch Rückschritte dabei, doch von diesen ließ ich mich nicht aufhaltren. Ich verfolgte mein Ziel, in einer Woche mit Rose fertig zu werden. Immer näher rückte der Tag, an dem ich wieder nach Hause fliegen sollte und ich hatte Rose schon viel gelernt. Heute saß ich wieder auf ihrem Rücken und ging zur Abwechslung mit Rose auf eine Wiese zum Trainieren. Ich ritt wieder mein normal Warmreitprogramm durch und startete anschließend. "So meine Kleine.", begann ich. "Was üben wir heute?", fügte ich lachend hinzu. Ich freute mich, darüber, dass ich jetzt schon überlegen musste, was ich noch vertiefen muss, oder ob ich etwas neues anfangen musste. Ich trabte die Stute an und gab ihr Paraden. Willig gab sie nach und lief schön am Zügel. Ich galoppierte sie an und begann, Außengalopp zu üben. Ich wechselte durch die ganze Bahn, stellte sie bei X nicht um, ritt sie an der kurzen Seite vorbei und bog auf den Zirkel ab. Ich bemerkte, dass Rose sich damit noch unheimlich schwer tat und das sie eigentlich sofort umspringen wollte, doch was sein muss, muss sein. Ich blieb konstant und gab kein bisschen nach, erst, als wir wieder an der langen Seite waren, parierte ich sie durch. Ich lobte sie kräftig, denn das hatte sie nun verdient. Aus dem Schritt galoppierte ich sie wieder an, nachdem ich sie ein paar Runden Pause machen lassen hatte. Ich wechselte diesmal aus dem Zirkel, wieder ohne Galoppwechsel. Ich versuchte, wieder einen Zirkel zu reiten, was auf dieser Hand besser klappte, als auf der anderen. "Das ist deine bessere Hand, nicht wahr?", meinte ich zu der Stute. Ich absolvierte an der nächsten kurzen Seite einen einfachen Galoppwechsel und begann mit Schlangenlinien durch die ganze Bahn. Immer vor X parierte ich sie zum Schritt, danach galoppierte ich sie auf der anderen Hand an. Rose tat so, als ob das für sie das einfachste auf der Welt wäre und schwebte nur im Galopp. Wieder im Schritt angekommen, stolzierte sie nur förmlich über den Platz, als ich sie so stark lobte, dass meine Hand wehtat. Ich ließ ihr wieder ein paar Runden Pause und trabte sie danach an. An jeder offenen Zirkelseite ließ ich sie abwechselnd überstreichen und zulegen. Da sie heute besonders gut war, beschloss ich, nurnoch im Schritt weiterzuarbeiten und übte die Kurzkehrtwendung. Denn mit dieser, hatte sie die meisten Probleme. Am Ende meiner heutigen Trainsingarbeit, begab ich mich zurück in den Stall, um dort Rose zu verpflegen und wieder auf die Koppel zu bringen. Schon in 2 Tagen war es soweit und ich musste wieder abreisen, was mir persöhnlich schwer viel, aber Alltag geworden war. Immerhin war ich diesmal wirklich zufrieden mit meiner Arbeit und hatte nicht irgendwelche Zweifel, dass ich etwas Falsch gemacht haben könnte. An diesem Tag suchte ich mir noch eine L Dressur heraus, um sie morgen mit Rose durchzureiten. Nach kurzem Suchen hatte ich eine schöne, schwerere L Dressur gefunden. Ich wollte gleich eine schwierigere um zu sehen, ob wirklich alles passte. So ging der Tag wieder zu ende und ich ließ den Abend noch schön mit Verena auskingen. Wieder unterhielten wir uns viel. Diesmal mehr über Rose.

      Der nächste Morgen kam schnell und so schnell wie der Morgen kam, saß ich auch schon auf dem Pferd. Ich angagierte Verena als Vorleserin für mein heutiges Projekt und ritt Rose bereits war. "Ja genau die L.", meinte ich zu Verena, die fragend zu mir sah. "Die hat es aber in sich.", meinte sie nur und ließ sie sich durch. Nach einer Weile begannen wir. Rose machte super mit und reagierte sensibel auf meine Hilfen. Sie schien äußerst konzentriert und gut bei der Sache. Es machte sehr viel Spaß die Stute zu reiten und ich konnte es kaum erwarten, später zu Verena zu sagen, dass sie wieder die Aufgabe reiten sollte. Gesagt - getan. Nachdem ich mit Rose die Aufgabe erfolgreich bestanden hatte, befahl ich Verena, ja ich denke, man kann es befehlen nennen, sich auf ihre Stute zu setzten und dasselbe durchzureiten. Sie nickte nur kurz und lächelte voller Vorfreude. Ich laß ihr die Aufgabe vor und begutachtete wie sie mit Rose umging. Auch Verena absolvierte diese Aufgabe und sprang nach dem Abreiten von Rose und fiel mir um den Hals. "Danke.", sagte sie glücklich. "Sie lässt sich total schön reiten, genau wie Amarula! Du hast auch sie schön weitergebildet! Ich bin zufrieden.", meinte sie. "Keine Ursache.", erklärte ich ihr. "Du musst alles nur immer wieder wiederholen und durchreiten. Falls ich irgendwann mal wieder hierher komme, bestehe ich darauf, sie reiten zu dürfen.", lachte ich.

      Der Tag der Abreise war wieder da. Ich packte meine Sachen und verabschiedete ich von Amarula, indem ich sie nochmal reiten durfte. Anschließend ging ich zu Rose. "Das du mir auch schön deine Sachen weiter so machst, wie du sie mit mir gemacht hast!", flüsterte ich der Stute ins Ohr. "Du hast sehr schnell, sehr viel gelernt, und obwohl unsere Diskussionen nicht einfach waren, haben wir sie überwunden. Ich war wirklich überrascht, dass du es soweit gebracht hattest.", gestand ich ihr. Zu guter Letzt schoss ich noch ein Foto von ihr und ging dann zu Verena. Sie fuhr mich auch nun wieder zum Flughafen. Dort, standen wir kurz vor den Tränen. Wir sind richtig gute Freunde geworden und das alles nur wegen den Pferden. Verena und ich umarmten uns und redeten noch eine Weile, bis der Aufruf kam, dass die Passagiere meines Flugs ins Flugzeug eintreten können. Ich lächelte kurz und stotterte: "Tschüss." "Bis bald.", meinte Verena und winkte. Ich werde Rose, Amarula und Verena bestimmt stark vermissen.
    • Jackie
      Hilltop Ranch
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      23. Oktober 2014 - Aaron der Neuzugang
      13.148 Zeichen © Veija

      Aus Verenas Sicht:
      Hektisch hüpfte ich aus dem Bett und mein Blick flog zur Uhr. Verdammt, dachte ich mir. Mein neuer Trainer und Stallbursche würde bald ankommen. Ich musste die Dusche heute bleiben lassen und lief einfach in Alexis' Zimme rein. "Aufstehn, Aaron ist fast da!", sagte ich und drehte mich um. Ich sah gerade noch, wie sie erschrocken aus dem Bett fiel und dumpf auf dem Boden aufkam. "Sorry!", sagte ich gerade noch so, da hüpfte ich schon die Treppe runter, während ich mir meine Stiefel anzog. Ich öffnete die Haustür und da stand er schon. "Ich..äh.. wollte gerade klopfen", sagte er und grinste verlegen. Da stand er nun, unser neuer Trainer und Stallbursche. Ich konnte wirklich Hilfe gebrauchen. Besonders wenn ich mal ein paar Wochen weg war um Pferde zu trainieren, beruhigte es mich ungemein, wenn ich neben meiner Cousine und Auszubildenden noch jemanden am Stall hatte, der Ahnung von Pferden hatte. Sein fragender Blick riss mich aus den Gedanken. "Äh, ja klar! Willkommen auf der Gips Reminder Ranch. Ich bin Verena, die Leiterin des Hofes. Und da ist Alexis, meine Cousine und Auszubildende", gerade hatte ich den Satz beendet, lief Alexis schon die Treppe runter und fiel beinahe noch hin, hätte ich sie nicht so halb aufgefangen. "Pass auf", zischte ich leise, während sie Aaron überschwänglich die Hand schüttelte.
      "Na dann wollen wir mal..", sagte ich nun wieder lächelnd zu dem Neuen und zeigte ihm zunächst sein Zimmer. Es lag zwischen meinem und dem von Alexis. Der Arme tat mir jetzt schon leid.
      "Alexis?", fragte ich und drehte mich um. Natürlich stand sie genau hinter mir. "Würdest du Frühstück machen, ich zeig Aaron den Hof." Missmutig willigte sie ein und Aaron und ich verliesen die obere Etage, um nach draußen zu gehen. "Wir sind gerade erst aufgestanden, deshalb stehen noch alle Pferde im Stall", sagte ich zu ihm und führte ihn ein wenig auf der Anlage herum, ehe wir in den Stall gingen. Er war begeisterter Springreiter und natürlich gefiel ihm unser Springplatz besonders gut. Nur fehlte uns leider noch ein Pferd für ihn. Doch das würde sich bald schon noch finden.
      Im Stall angekommen, gingen wir zu erst die Stuten der Westernstallung durch. Bella, Lena, Holly, Princess, Vice, Devil, Cherokee, Amarula, Dancing, Summer und Hope. Besonders gefielen ihm Cherokee und Wimpy, da die beiden ein wenig eigen waren, was ihren Charakter anging. Danach gingen wir zu den Hengsten der Westernstallung und ich zeigte ihm Gen, Spooky, Ready for Action, Pow, Dayli, King, Enjoy, Ali, Winny und Blue. Spooky fand er aufgrund seiner Farbe sehr interessant und auch Blue entlockte ihm ein Lächeln. Er war kein so großer Westernfan, doch er sagte, er würde die ganze Materie gerne erlernen.
      Die Englischen Volllbüter interessierten ihn auch sehr, und er konnte gar nicht sagen ob er Hell, Nova, Jagger, Faster oder Walker am tollsten fand.
      "Nun kommen wir zum letzen Teil, meinen Sportpferden", sagte ich und zeigte ihm die restlichen Pferde: Choco, Gipsy, Striga, Skrúður, Vin, Hængur, Maxi, Palimé, Gulrót, mein neues Fohlen Peppy und meine beiden DRP's Cuba und Spirit.
      "Der Tekke und die Reitponys machen etwas her", sagte er. "Springen die auch?", fragte er mich dann, was ich mit einem Nicken beantwortete. "Generell kannst du mit allen meinen Pferden springen, doch wir werden die noch ein richtiges Springpferd hier auf den Hof holen, versprochen", sagte ich lächelnd und konnte das Strahlen in seinen Augen erkennen.
      Nachdem wir mit der Inspektion fertig waren, gingen wir ins Haus, wo Alexis uns das Frühstück gemacht hatte. Während des Frühstücks erzählte Aaron uns einiges aus seinem Leben, und dass seine Familie früher einmal Pferde gehabt hatte, doch er war zu groß für sie geworden und ein richtiges Springpferd konnten sie sich nicht leisten. Nachdem dannd er Hog, wo er Springstunden nahm, bankrott gegangen ist, hatte er den Traum vom Springen aufgegeben. Meine Anzeige hatte ihm neuen Mut gemacht, weshalb er nun hier war, um wieder mit Pferden zu arbeiten. "Das höre ich gerne!", sagte ich. "Wie wärs denn mit einem kleinen Ausritt? Alexis?", fragte ich in die Runde und sah in das vor Glück grinsende Gesicht meiner Cousine, was wohl ein eindeutiges 'Ja' war. "Aaron?", fragte ich nun an ihn gewandt und er antwortete: "Na klar, warum nicht", antwortete er lächelnd und ich biss ein letzes Mal in mein Brötchen. "Alex, räumst du ab? Ich mach dein Pferd dann soweit fertig, bis du zu uns kommst", sagte ich und blickte nun in ein sehr, sehr verärgertes Gesicht. Doch ich hatte noch ein Attentat auf sie vor, dass sie nicht ausschlagen würde. Zusammen mir Aaron ging ich dann wieder die Pferde durch, bis er sich für eines entschieden hatte. Er wollte Choco näher kennenlernen und holte ihn schonmal aus der Box, band ihn an dieser an und fing an zu putzen. Ich war mir nicht ganz sicher, welches Pferd ich holen sollte und suchte deshalb zu erst das Pferd für Alexis aus. Sie hätte mich sicher umgebacht, hätte ich ihr einen der Isländer geholt, weshalb ich sie auf meinen gelehrigen, aber stütmischen Pow setzte.
      Ich war in der Versuchung, Devil zu reiten, doch damit hätte ich die beiden Hengste verrückt gemacht, weshalb ich mich für meinen Wallach Gipsy entschied. Ein wenig Abwechslung tat ihm sicherlich gut.
      Nachdem ich Gipsy und Pow geputzte hatte, kam Alexis in den Stall und steuerte sofort den Hengst an. Sie wusste genau, dass ich niemanden außer mir Gipsy reiten lies, da er mein ein und alles war.
      Aaron sah etwas unbeholfen mit dem Westernsattel aus, weshalb ich Alexis anwies ihm zu helfen. Etwas anderes erregte meine Neugierde. Peppy brummelte ein wenig unbeholfen und tapste um ihre Mutter herum. Ihre Vorderbeine standen ein wenig komisch, weshalb ich sofort meinen Tierarzt des Vertrauens anrief. "Hallo Dr. Canary, hier ist Verena. Wäre es möglich, dass Sie in den nächsten Tagen einmal vorbeikämen? Mein vor kurzem geborenes Stutfohlen läuft nicht klar und scheint Probleme mit den Vorderbeinen zu haben....Ja, ja ok. Gut. Es wird jemand hier sein", antwortete ich ihr und legte auf. "Was ist los?", Alexis hatte sich hinter mich gestellt und schaute Peppy zu, wie sie langsam in der Box umherging. Auch Aaron hatte sich zu uns gesellt. "Ich habe gerade den Tierarzt angerufen, Dr. Canary soll sich die Stute in den nächsten Tagen einmal ansehen." Damit war das Gespräch beendet und ich machte mich daran, Gipsy zu satteln. Alle drei Pferde hatten einfache Wassertrensen im Maul und ihre älteren Sättel. Auch die Pads waren ein wenig älter. Die neuen Sachen, die ich vor kurzem gekauft hatte, wurden nur für die Shows benutzt. Ich zog allen drei noch Bandagen an, ehe ich den Sattelgurt bei Gipsy nochmals nachzog und als erste auf den Hof ging. Dort schwang ich mich hoch und ging vor. Hinter mir Aaron, als Schlusslicht Alexis. Ich zeigte den Beiden, doch vor allem Aaron die Gegend. Wir ritten an einem Fluss vorbei, der in einen See mündete. "Hier kann man im Sommer sehr gut mit den Pferden schwimmen. Ist auch hier in der Gegend der einzige See, in den man mit Pferden rein darf", erklärte ich den beiden, ehe wir umdrehten und ein Stück galoppierten. Ich hatte mich neben Aaron gesellt, weil ich sehen wollte, ob er sich auf dem Tekken halten konnte- aber auch, weil Choco manchmal ganz schön abgehen konnte, wenn er wollte. Nach dem kurzen Galopp ging ich wieder nach vorne und dann waren wir auch schon wieder am Hof, sattelten die drei Pferde ab und brachten sie auf die Koppel. Nun waren die anderen Pferde dran und ich beauftragte Aaron, sich um die Englischen Vollblüter zu kümmern, während ich mich um die Hengste und Stuten der Westernstallung kümmerte und Alexis sich um die Turnierpferde.

      Aus Aarons Sicht:
      Ich hatte von meiner Chefin den Auftrag bekommen, mich um die Englischen Volllbüter zu kümmern. Auf Hell sollte ich besonders aufpassen, da sie wohl eine kleine Zicke war. Etwas unsicher betrachtete ich mir die Palominostute, aber ebenso die Braune in der Nachbarbox, die ständig ihren Kopf zu Hell neigte und sie anbrummelte. Die Beiden schienen sich wohl zu verstehen, weshalb ich sie ans Halfter nahm und sie zusammen nach draußen auf die Koppel brachte. Nova, wie an dem Schild der Braunen stand, war das Gegenteil der hellen Stute. Sie war ruhig und gelassen, aber auch etwas trotzig, wenn ich nicht den Weg ging, den sie gehen wollte. An der Koppel angekommen, zog ich zu erst ihr Halfter aus, was sich als großer Fehler bewies, denn als sie davon galoppierte, setzte Hell einfach nach, riss den Kopf hoch und galoppierte ebenfalls über die Koppel. "Mist..", fluchte ich und ging ihr nach. Etwas widerwillig kam sie dann doch auf mich zu und lies sich das Halfter ausziehen. Meine Chefin hatte zum Glück nichts davon mitbekommen, weshalb ich nun die anderen Pferde rausholte. Jagger und Faster brachte ich auch zusammen raus. Als letztes war dann der braune Hengst dran, der mich wohl besonders ins Herz zu schließen schien. "Mal ein Kerl unter den ganzen Weibern, nicht war mein Junge?", fragte ich den Hengst und streichelte seinen Kopf, den er mir sanft in die Hand schmiegte. Er musste leider alleine stehen, da er nicht mit den Stuten zusammendurfte. Doch er konnte über den Zaun hinweg mit ihnen schmusen- es sei denn, eine von ihnen kam zum schmusen zu ihm rüber. "Armer Junge..", flüsterte ich, ehe ich die Halfter an die Zaunpfähle hing, in den Stall ging und mit dem Ausmisten anfing. Meine Chefin hatte Recht gehabt: heute morgen war noch niemand im Stall gewesen, weshalb ich einiges zu tun hatte mit ausmisten, Wasser geben und füttern. Das Füttern war so eine Sache für sich, da jedes Pferd unterschiedliche Kraftfutteranteile bekam. Bis ich da drin war, würde es wohl eine ganze Weile dauern...

      Aus Alexis' Sicht:
      Murrend stiefelte ich zu den Turnierpferden rüber. Alexis mach dies, Alexis mach das, Alexis mach mach mach.. summte ich vor mich hin, ehe ich an den Boxen ankam. Choco und Gipsy waren schon draußen. Die nächsten die ich also rausbringen konnte waren Palimé und ihr Fohlen Peppy. Zu ihnen auf die Koppel stellte ich noch Gulrót und Striga, damit die Fohlen und Jungpferde ein wenig zusammen waren. Dann brachte ich Skrúdur, Maxi und Haengur auf die selbe Koppel. Ich überlegte kurz ob ich Spirit dazu stellen konnte. Aber sie hatten genug Platz um sich aus dem Weg zu gehen, weshalb ich ihn also zu den beiden Hengsten stellte. Dann waren nur noch Vin und Cuba da, die ich doch zu den Fohlen und Palimé stellte. Dann war meine Palominostute nicht ganz so überfordert mit den Kleinen. Kaum waren alle draußen, fing ich auch schon an die Boxen zu misten und ihnen Wasser und Futter zu geben...

      Aus Verenas Sicht:
      Ich musste mich um die meisten Pferde kümmern, doch das war kein Problem, denn mir gehörten sie ja auch alle. Ich hatte mich mit dem Handy schon auf die Suche nach einem Springpferd für Aaron gemacht, und mir waren auch schon ein paar ins Auge gesprungen, doch ich war mir noch nicht so sicher, ob ich sie holen würde, denn Aaron war erst einen Tag hier. Die Verkäuferin war mir jedoch sehr vertraut, und falls sie nichts für Aaron waren, würde sie die Pferde auch zurücknehmen.
      Am Westernstall brachte ich zu erst die Fohlen zusammen auf eine Koppel. Lena, Holly, Hope, Ready for Action, King, Enjoy und End waren glücklich nochmal miteinander draußen sein zu dürfen. Bald konnte ich sie nicht mehr zusammen auf die Koppel bringen, da einige eingeritten würden und ins Training kamen. Doch solange sie klein waren, konnten sie ihr Leben noch genießen. Gen und Spooky brachte ich zu Pow auf die Koppel, der bis dato alleine gestanden hatte. Ali, Blue und Winny kamen auch zusammen. Dann waren die Hengste auch schon alle draußen. Bei den Stuten brachte ich Devil und Amarula zu Palimé, Vin und Cuba. Da Palimé die Chefin dieser Herde war, würden Devil und Amarula sich unterordnen müssen.
      Bella brachte ich mit Vice und Cherokee auf die Koppel, ehe als letztes meine beiden neueren Pferde rausstellte: Summer und Moon, wie ich sie gerne nannte. Als alle draußen waren, mistete ich die Boxen und stattete sie alle mit Heu aus, ehe ich jedem der Pferde Kraftfutter rationierte, bevor ich Alexis und Aaron ins Haus schickte etwas zu kochen, denn es war schon Abend geworden in der wunderschönen Türkei und es war schon am Dämmern. Nun mussten alle Pferde wieder rein, was ich auch in einer dreiviertel Stunde geschafft hatte.
      Ich ging ins Haus, wo die beiden auf mich warteten und wir gemeinsam etwas aßen. "Und wie gefällt es dir bis jetzt hier, Aaron?", fragte ich ihn. "Ganz gut, wirklich!", antwortete er mir und grinste bis über beide Ohren. Ich lies es damit gut sein und lächelte kurz. "Morgen ist wieder viel zu tun, geht euch ausruhen, ich räum das hier auf", sagte ich und fing an die Spülmaschine einzuräumen. Die beiden gingen nach oben, während ich die Küche in Ordnung brachte und die Person anrief, von der ich die Springpferde kaufen wollte. Ich durfte mir die Tiere mal anschauen kommen.
      Voller Vorfreude ging ich noch einmal kurz durch den Stall, um zu schauen, ob auch wirklich alles in Ordnung war. Dann ging ich ins Bett. Morgen würde ich die Tiere gucken fahren.
    • Jackie
      Hilltop Ranch
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      30. Januar 2015 - Westerntraining E-A (Reining LK5 - LK4)
      7230 Zeichen © Veija

      Heute war wieder einer der Tage, an denen ich gar nicht aus dem Bett aufstehen wollte. Ich hatte mir so viel vorgenommen, was ich am Ende des Tages erledigt haben wollte, dass ich es jetzt schon für einen Fehler hielt und am morgigen Tag vor Muskelkater sterben würde.
      Seufzend erhob ich mich aus dem Bett und ging duschen, ehe ich mir meine Thermoreithose und einen warmen Pulli anzog. Dazu meine gefütterten Stiefel. Mit einer dicken Jacke bewaffnet ging ich nach unten, um etwas zu essen. Caleb und die anderen waren schon im Stall und machten ihre Pferde fertig. Natürlich war ich wieder die Letzte. Doch da ich die Chefin war, war das egal.
      Ich zog also meine dicke Jacke an und ging in den Stutentrakt, wo ich zunächst Bella auf die Koppel brachte. Sie brauchte heute nicht trainiert zu werden, weshalb sie ihr Leben heute im Schnee genießen durfte. Zwar stand sie alleine draußen, doch es kamen später noch andere Pferde dazu.
      Caleb hatte sich Lil Princess Gun geschnappt, Aaron machte Vice fertig, ich holte Devil aus der Box und Alexis sattelte gerade Cherokee Rose. Princess sollte in Western von der LK 5 auf die LK 4 in der Reining gebracht werden, Vice ebenfalls, Devil von der LK 4 auf die LK 3 und Rosy ebenfalls auf die Lk 4. Doch das war noch nicht alles. Ich wollte heute alle meine Pferde mit Hilfe meiner Angestellten weiterbilden. Also ans Werk:
      Devil zickte mal wieder rum wie sie es so oft tat, doch nach einer Weile war sie genau wie die anderen Pferde gesattelt und wir gingen in die Halle. Nach dem Nachgurten schwangen wir uns alle in die Sättel und ritten die Pferde warm. Während Caleb Alexis und Aaron erklärte, wie sie die Pferde zu trainieren hatten und anfingen erste Spins zu drehen, übte ich mit Devil das angaloppieren auf der richtigen Hand, das Stoppen und die Roll Backs. Immer wieder schaute ich zu meinen Angestellten rüber, wie sie die Pferde ritten. Doch mit Calebs Hilfe hatten sie die Tiere bald so weit, dass sie ordentliche Spins konnten, Back Ups kein Problem mehr waren, sie einfache Galoppwechsel ritten konnten und die Tiere langsame Roll Backs konnten. Zufrieden lächelte ich und klopfte Devil den Hals, ehe ich eine leichte Pattern durchritt und sie definitiv in der LK 3 starten konnte. Ich schwang mich vom Pferd, schnappte mir Vice und schwang mich auf ihren Rücken, während Aaron Devil wegbrachte. Auch mit Vice ritt ich eine einfache Pattern um zu schauen, ob sie in der LK 4 starten konnte. Ja, sie konnte. Ich stieg ab, übergab sie Alexis und setzte mich auf Cherokee, die natürlich total rumzickte und es nicht einsah, mit Sporen geritten zu werden. Doch sie fügte sich ihrem Schicksal und ritt Caleb und Princess genau hinterher, da wir die selbe Pattern ritten. Es war zwar etwas umständlich, doch es klappte. Sehr zufrieden lobten wir die Pferde und brachten sie wieder in den Stall, wo Aaron und Alexis schon Summer und Honey sattelten. Ich machte mein Pferd fertig und brachte sie mit Decke auf die Koppel zu den Anderen. Auch Princess kam auf die Koppel, ehe Caleb und ich uns Amarula und Moon fertig machten. Moon wurde mit Bosal geritten, weshalb ich sie lieber selber übernahm, als sie dem radikalen Caleb zu überlassen. Auch wenn es mir nicht gefiel, dass er meine Zicke Amarula ritt. Nach und nach waren wir fertig mit satteln und gingen in die Halle, wo wir uns nach dem Nachgurten in die Sättel schwangen. Da wir alle Pferde von der LK 5 in die LK 4 bringen mussten, war das Training klar: Caleb und ich machten vor, Aaron und Alexis machten nach. So dauerte es nicht lange, bis die Pferde langsame Spins beherrschten, Back Ups kein Problem mehr waren und die Roll Backs einigermaßen klappten. Alles musste heute etwas schneller gehen, weshalb wir die Pferde schon in den Stall brachten, sie absattelten, ihnen die Decken auflegten und sie auf die Koppel brachten.
      Die nächsten Pferde waren die neueren Pferde, mit denen wir etwas langsamer machen mussten. So waren wir sehr schnell mit Angelic Desolation, Born to Die, Goddess und Croatoan in der Halle und brachten ihnen die Grundlagen der Westernkunst bei. Jedoch dauerte es bei ihnen doch etwas länger, so dass wir Goddess, also das Pferd, das schneller lernte, gegen Sheza tauschten. Sheza war durch ihre Platzierungen sehr talentier, weshalb wir sie auch sehr schnell fertig hatten und alle Pferde absatteln und auf die Koppel bringen konnten. Nun folgten die Hengste.
      Genuine Lil Cut, Funky Powerbabe, Dead or Alive und What Lies Ahead waren die nächsten Kandidaten. Auch diese mussten in der Westernklasse von der LK 5 auf die LK 4 gebracht werden.
      Nach dem putzen und satteln waren wir erneut schnell in der Halle und ritten die Pferde warm, ehe die Übungen an der Reihe waren. Die 4 lernten schnell, weshalb wir nach knapp einer halben Stunde richtigem Training fertig waren und wir sie wieder in den Stall bringen konnten. Wir sattelten ab, legten die Decken auf und brachten sie auf die Koppel. Mittlerweile schneite es einzelne Flöckchen, weshalb die nächsten Pferde leider nicht mehr auf die Koppel kommen würden.
      Es folgten die letzten vier Pferde. Zues konnte man ja sowieso nicht anpacken- noch. So machten wir Gun and Slide, Flintstone, Sympathy for the Devil und Siku fertig. Auch sie waren alle relativ neue Pferde und brauchten lange zum warm werden mit uns. Doch es dauerte nicht lange, da liefen sie einzelne Figuren der Westernreitere beinahe perfekt, weshalb wir hier auch nach knapp einer Stunde fertig waren. Wir brachten sie zurück in den Stall und stellten sie dann doch auf die Koppel. Hengste waren nicht so empfindlich wie die Stuten oder unsere Fohlen.
      Draußen war es jetzt schon dunkel, doch die restlichen Pferde wollten auch noch trainiert werden. Doch nun wurde es kompliziert: Ich sollte Gipsy reiten und von der LK 4 in die LK 3 bringen, Aaron würde Emilio im Springen von E nach A bringen, Alexis würde Black Ops von E nach A im Springen bringen und Caleb würde Snuff in der Dressur weiterbringen. Das sah nach einem riesen Durcheinander in der Halle aus, als Caleb Trabstangen aufbaute, Alexis und Aaron die Hindernisse richteten und ich mittendrin mit Gipsy lief. Wir entschieden uns dann um, so dass Alexis und Aaron die Hälfte der Halle nutzen konnten, sowie Caleb und ich die Andere, da wir weniger Utensilien brauchten. Gipsy war wie immer leicht zu reiten und war sehr schnell in allen Lektionen sicher, weshalb ich ihn rasch gegen Steel Heart tauschte, die ich vor kurzem erst eingeritten hatte. Aber auch sie machte gut mit und wir hielten und sehr an Snuff und Caleb, da sie ja die selben Übungen machten wie wir. Aaron und Alexis waren schon vor uns aus der Halle verschwunden, da sie ja auch früher angefangen hatten. Auch Caleb ging irgendwann, so dass ich alleine mit Snuff in der Halle war. Lächelnd lobte ich die Stute, als sie sich schön bog, um die Kehrtvolte zu reiten. Sie war wirklich talentiert, weshalb ich es auch für heute gut sein lies.
      Als ich mit ihr in den Stall ging um sie abzusatteln, waren schon alle Boxen gemistet und alle Pferde wieder in ihren Boxen. Zufrieden sattelte ich die Stute ab und stellte sie weg, nachdem ich sie gelobt hatte. Nächsten Monat hatte ich mehr Zeit für die Pferde und würde sie alle ordentlich trainieren.
    • Jackie
      Hilltop Ranch
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      02. Februar 2015 - Tierarztbesuch
      6497 Zeichen © Yumika

      Heute hatte ich wieder einen Großauftrag vor mir. Ich sollte alle Pferde von Verena behandeln. Von meiner Wohnung bis zu ihr war es nicht sehr weit, weshalb ich sehr schnell bei ihr war. Außerdem freute ich mich, da ich meine Beiden Pferde Snuff und Steel Heart besuchen konnte. Leider mussten mich meine Pferde verlassen, da ich beruflich bedingt umziehen musste und die Pferde nicht mitkommen konnten.
      Bei Verena angekommen verwickelte mich Caleb zunächst in ein Gespräch und wollte mich gar nicht mehr gehen lassen. Als ich mich dann endlich von ihm lösen konnte, kam mir Verena auch schon entgegen und umarmte mich lächelnd. Wir redeten eine Weile, bevor wir uns zu dem ersten Pferd begaben. Die erste war Drag me to Hell, die ihre alte Besitzerin sofort erkannte. Sie wiehrte mir freudig entgegen und streckte ihren Kopf aus der Box heraus, um gestreichelt zu werden. "Na mein Mädchen?", sagte ich und nahm sie raus. Es folgte eine allgemeine Untersuchung aller Vitalwerte, doch die waren top in Ordnung. Ich schaute mir ihren Pass an, ehe ich die nötigen Impfungen auffrischte und ihr die Wurmkur verpasste. Zum Schluss wurde sie gechippt, was ihr nicht so wirklich gefiel, aber das musste sein.
      Schon waren wir mit ihr fertig, ehe Verena schon das zweite Pferd holte. Es war Supernova, die mich auch noch erkannte. Lächelnd streichelte ich ihren Kopf und überprüfte ebenfalls ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie. Fertig war auch Nova.
      Nun kam Verena mit einer wunderschönen Red Roan Sabino Stute. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Als nächstes war Faster an der Reihe. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Nun war ein Hengst an der Reihe. Firewalker hies der Gute. Auch seine Vitalzeichen wurden überprüft, seine Imfpungen aufgefirscht, die Wurmkur verpasst und der Chip unter die Haut gesetzt. Das Selbe geschah auch mit dem kleinen Hengst Filly. Augen auf betrachtete ich nur durch die Box hindurch, ihr fehlte nichts, da der Tierarzt erst vor Kurzem nach ihr geschaut hatte.
      Wir waren fertig mit den Englischen Vollblütern und gingen zu den 3 Pferden der Angestellten. Der alte Wallach Emilio war der erste, um den ich mich kümmerte. Ich checkte seine Vitalzeichen, frischte Impfungen auf, gab ihm die Wurmkur und setzte den Chip unter seine Haut. Alles lies er brav über sich ergehen, ehe ich ihm ein Lekerli hinstreckte, welches er genüsslich fraß.
      Das nächste Pferd war Black Ops. Sie kannte ich auch noch, auch wenn sie sich nicht mehr an mich erinnern konnte. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Das letzte Pferd der drei war ein Isländer Mix, mit einer sehr schönen Farbe. Die Kleine war zunächst etwas zickig, doch auch hier klappte alles. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Der erste im Sportstall war Gipsy. Ihn kannte ich auch noch. Er war neben Bella Verenas Lieblingspferd. Ich konnte mir nicht vorstellen, was wohl geschehen würde, wenn einem der Beiden etwas zustoßen würde. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor seine Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihm eine Wurmkur und chippte ihn. Schon war der Wallach fertig.
      Die nächste war eine sehr ungewöhnliche Stute. Eine Kreuzung aus Quarter Horse und Andalusier. Doch auch ihre außergewöhnliche Rasse konnte sie nicht vor dem Tierarzt schützen. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Es folgten Skrúður, Vin, Hængur, Gulrót, Harley, Náttdís und Eldrian Antrax, deren Vitalzeichen alle in Ordnung waren, weshalb ich sie impfen konnte bzw die Impfungen auffrischen konnte. Allen verpasste ich eine Wurmkur und chippte die Pferde, die noch nicht gechippt waren.
      Bei Snuff und Steel Heart ging ich besonders gründlich vor, da die Beiden erst vor ein paar Tagen in Verenas Stall gewechselt hatten. Die beiden hatten etwas erhöhte Temperatur, doch das kam durch den Stress und die ganzen neuen Pferde. Dennoch konnte ich impfen, Wurmkur verpassen und chippen. Schon waren wir mit den Sportpferden fertig, weshalb Verena und ich zu den Westernpferden gingen. Zu erst waren die Hengste dran.
      Die ersten waren Genuine und Spooky. Es folgten Ready for Action und Stütchen. Mit Stütchen war natürlich Funky Powerbabe gemeint, doch für mich und Verena war er mehr weiblich, als männlich. Genau so stellte er sich auf an, als wir chippen wollten. Doch es sei ihm verziehen. Die nächsten waren King Bee, Enjoy und Ali. Gefolgt von What Lies Ahead, Gun and Slide und Charly. Bei ihnen klappte auch alles super, weshalb ich schnell bei Flintstone, Sympath und Siku war.
      Nun kam der schwierigste Kandidat: Zues. Impfen mussten wir mit dem Blasrohr, die Wurmkur mischten wir ihm in sein Futter. An chippen war nicht zu denken.
      Schon waren wir fertig mit den Hengsten, weshalb es zu den Stuten ging. Die erste war Bella, die mich neugierig beäugte. Sie kannte mich ja auch schon lange. Lächelnd klopfte ich ihren Hals, ehe ich ihre Vitalzeichen untersuchte, sie impfte, ihr die Wurmkur gab und schließlich chippte.
      Bei Snapper Little Lena war das Ganze etwas schwieriger. Die Stute war nämlich blind und reagierte auf alles ganz anders, als die anderen Pferde. Wir holten ihr Holly Golightly zur Hilfe, damit sie sich an ihr orientieren konnte. Ständig hatte sie ihre Nase an Hollys Fell, um sich zu vergewissern, dass sie noch da ist. Die Untersuchung verlief noch sehr gut. Das impfen und die Wurmkur ging auch noch, nur das chippen machte ihr und Holly ein wenig Probleme. Doch alles verlief gut, weshalb wir uns den restlichen Pferden widmen konnten.
      Princess Gun, Vice, Devil, Cherokee Rose, Amarula, Moonrise, Summertime, Dawn of Hope, Honey, Angelic Desolation, Born to Die, Comeback of a fallen Goddess, Croatoan, Raised from Hell, Sheza, Secret, Wusel und Crow. Mal verlief die Untersuchung sehr gut, mal hatten wir ein paar Probleme. Doch nun waren wir fertig und Verena zeigte mir noch voller Stolz ihr erstes Paint Horse Fohlen. Aquila. "Wirklich eine Schönheit", sagte ich und wir gingen noch ein wenig ins Haus, um zu reden. Schließlich verabschiedete ich mich von ihr und ihren Mitarbeitern, ehe ich nach Hause fuhr.
    • Jackie
      Hilltop Ranch
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      28. Februar 2015 - Distanztraining E-A (EL - EVG1)
      4231 Zeichen © Veija

      Im Moment war mal wieder gar keine Zeit für die Pferde. Ein Wunder, dass ich mit dem Trainieren nachkam. Doch heute würden wir uns um alle Tiere kümmern, schließlich sollten sie bald Kör- und Krönbereit sein!
      Ich schmiss Bellas Vielseitigkeitssattel auf ihren Rücken, Aliena kümmerte sich um Princess, Alexis kümmerte sich um Wimpy, Caleb um Amarula und Aaron um Shadow, die mit Abstand die bravste von allen war.
      Die Strecke war schnell ausgesucht: die selbe wie für alle anderen Pferde, die wir auf A bringen wollten. Also ging es nach dem satteln schon los. Zunächst über den Hof, auf den Feldweg. Dann eine lange Schrittstrecke, einen Berg hoch im Galopp, ein wenig Trab, eine lange Schritstrecke, eine Galoppstrecke und eine lange Trabstrecke. Dann waren wir auch schon wieder daheim und konnten sagen, dass die Pferde mit ein wenig mehr Training fertig für die Klasse A waren. Fertig für ihre Box stellten wir die 5 Pferde weg, ehe 5 andere an der Reihe waren.
      Nun ging es um Summer, Honey, Ally, Bailey und Goddess. Wir entschieden uns spontan, wer wen reiten sollte, wobei ich mich für Goddess entschied. Schließlich konnte ich nicht immer die selben Pferde reiten- aber es gab welche, auf die ich niemand sonst lies; normalerweiße. Zu diesen Pferden gehörten Gipsy und Bella.
      Also ging es ans satteln. Wir brauchten ein wenig länger, als vorher, weil die 5 auf der Koppel gestanden hatten und dementsprechend aussahen. Doch endlich ging es los!
      Wir ritten die selbe Strecke wie eben: zunächst über den Hof, auf den Feldweg. Dann eine lange Schrittstrecke, einen Berg hoch im Galopp, ein wenig Trab, eine lange Schritstrecke, eine Galoppstrecke und eine lange Trabstrecke. Dann waren wir auch schon wieder daheim. Leider dämmerte es nun, weshalb diese fünf die Letzten für heute waren. Nach dem absatteln kamen sie in die Box, wo sie reichlich Heu und Kraftfutter bekamen, damit das Training in den nächsten Tagen besser weitergehen konnte. Nun gingen alle ins Bett und freuten sich auf morgen- oder auch nicht. Denn es stand noch mehr Arbeit an.
      Schon am frühen Morgen waren wir alle auf den Beinen und machten Toy, Sheza, Grace, Gen und Spooky fertig.
      Nun standen wir vor der Frage, wer die Hengste reiten sollte. Zum Schluss entschieden wir uns dafür, dass ich meinen geliebten Spooky ritt und Caleb sich Gen schnappte. Aliena ritt Toy, Alexis Sheza und Aaron Grace. Nach dem satteln also ritten wir auf den Hof, wo wir uns nach dem nachgurten auf die Pferde setzten. Wir ritten die selbe Strecke wie am Tag zuvor und konnten am Ende des Trainings 5 erfolgreich in der Klasse A laufenden Pferde vorstellen. Etwas schneller als gestern machten wir die Tiere für die Koppel fertig, ehe neue fünf folgten. Funky, Ali, Winny, Blue und Flint. Auch mit ihnen waren wir ruck zuck auf der Strecke und wieder zurück. Für zehn Pferde hatten wir heute noch Zeit. Doch wir alle wollten Feierabend machen, weshalb wir uns doch sehr beeilten. Die nächsten waren: Dash, Suke, Sol, Gipsy und Emil.
      Hier waren die Reiter sofort klar- naja, zwei davon. Gipsy würde ich reiten und Emilio würde von keinem Anderen außer außer Aaron geritten werden. Nach dem satteln ging es auf die Pferde und auf die Strecke. Weil wir ein wenig auf den alten Wallach achten mussten, blieben Aaron und ich ein wenig zurück, während die anderen drei ihre Pferde ganz normal trainierten. In dieser Zeit verquatschten Aaron und ich uns, so dass wir viel zu spät am Hof ankamen, und es schon dunkel wurde. Da wir nichts riskieren wollten, beließen wir es für heute dabei und brachten alle Pferde weg.
      Am morgigen Tag waren alle ziemlich schlecht gelaunt. Sie hatten alle Muskelkater- verständlicherweise. Doch die Arbeit musste getan werden und wir waren fast fertig!
      Es fehlten nur noch: Skrudi, Vin, Hartmut, Letty, Ops, Snuff, Heart und Maracuja, die bald wieder zurück an Ofagwa gehen würde. Nichts desto trotz, trainierte ich sie mit.
      Wir mussten die Pferde zwar aufteilen, und mit Snuff, Heart und Cuja zu dritt gehen, doch es lohnte sich allemal.
      Am Ende des Tages waren alle Pferde in Distanz auf der Klasse A angelangt! Wir hatten zwar über einen Monat mit dem ganzen Training gebraucht, doch hauptsache wir konnten sie jetzt weiter fördern.
    • Jackie
      Hilltop Ranch
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      17. März 2015 - Distanztraining A-L (EVG1 - EVG2)
      2394 Zeichen © Veija

      Heute waren also die anderen Vollblüter dran mit dem Training. Ich hing schon ziemlich hinterher, weshalb das Training doch sehr kurz ausfallen würde. Lächelnd schmiss ich Hells Vielseitigkeitssattel auf ihren Rücken, während ich Alexis beim satteln von Jagger zusah, Caleb beim satteln von Walker und Aaron beim satteln von Walker. Meine drei Mitarbeiter kannten die Pferde um einiges besser wie meine neue Auszubildende Aliena. Doch damit sie auch mitreiten konnte, drückte ich ihr Rosy in die Hand. Zwar schaute Aliena mich etwas skeptisch an, doch ich nickte ihr lächelnd zu. Rosy konnte locker mit den Vollblütern mitlaufen, wenn man sie richtig handhabte. Ein Problem gab es jedoch noch: Ich lies Caleb nicht gerne meine Pferde reiten. Er war immer recht grob und unsanft zu ihnen, weshalb er meinen Hengst bekommen hatte, auch wenn Walker, der wirklich keiner Fliege etwas zu Leide tun konnte, mir etwas Leid tat.
      Nachdem nun alle Pferde gesattelt waren, zogen alle die Reithelme und ihre Schutzwesten an, ehe wir auf den Hof gingen, dort nachgurteten und uns auf den Rücken der Pferde schwangen.
      Ich ritt hinter Caleb und Walker her, die ich aus "Sicherheitsgründen" wegen den Stuten nach vorne verbannt hatte. Ich hatte Caleb den Weg ausführlich erklärt, und er war ihn auch die letzten Tage mit mir geritten, weshalb er die Truppe anführen konnte. Aliena ritt mit Rosy neben mir und Hell, weil wir Hells Freundin Nova nicht dabei hatten. Hinter uns waren Alexis und Aaron mit Jagger und Faster, die auch ein Herz und eine Seele waren.
      Nach einer Weile schlug Caleb nun den Weg zur Galoppstrecke ein, und wir trieben die Pferde an, so dass wir im lockeren Galopp den Berg hoch galoppierten. Oben angekommen parierten wir zum Trab durch und trabten eine lange Strecke, ehe wieder eine kurze zum Schritt gehen folgte. Dann kam noch eine etwas längere Galoppstrecke, eine Trabstrecke und schon waren wir fast wieder zu Hause. Diesen Weg würden wir jetzt einige Tage hintereinander reiten, so dass die Pferde immer länger traben und galoppieren konnten, damit sie konditionsmäßig keine Probleme hatten, mit Arabern oder anderen Distanzpferden mit zu halten.
      Am Hof angekommen sattelten wir ab, brachten alle Pferde mit leichten Decken in ihre Boxen, verteilten Heu und kontrollierten Wasser, gaben jedem Pferd seine Ration Kraftfutter und widmeten uns dann dem Training anderer Pferde.
    • Jackie
      Hilltop Ranch
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      02. April 2015 - Darling
      4672 Zeichen © Veija

      Schon früh am Morgen waren meine Mitarbeiter und ich auf den Beinen. Schließlich stand heute eine Art "Frühlingsputz" an, in dem wir alle Pferde bewegen wollten und ihnen ein wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen.
      Wir begannen im Stutentrakt, wo Caleb, Aaron, Alexis, Aliena und ich nacheinander Bella, Princess, Devil Rosy, Amarula, Shadow, Summer und Like Honey and Milk in die Führanlage brachten, ehe wir uns um die Boxen kümmerten. Nach einer halben Stunde waren diese wieder sauber, so dass wir in jede Box einen Sack "Streupellets" schütteten, ehe wir die Heunetze auffüllten, das Wasser kontrollierten und jedem Pferd seine Ration Kraftfutter dosierten. Dann kamen die 8 Pferde wieder rein. An eine Pause war jedoch nicht zu denken, da wir nun Angelic Desolation, Bailey, Goddess, Croatoan, Sheza, Crow, Grace & Pluie in die Führanlage brachten, ehe wir auch deren Boxen ausmisteten. Raised from Hell und Annie blieben im Stall. Annie sollte sich noch ein wenig einleben, bevor es an die Arbeit ging. Raised from Hell bekamen wir nur mit Mühe ausgemistet, da sie noch nicht wirklich händelbar war. Seufzend schüttelte ich den Kopf. Sie war wohl ein Pferd, dass man brechen musste, um mit ihr arbeiten zu können. Caleb und ich würden uns in der nächsten Zeit wohl mit ihr beschäftigen müssen... Nun kamen die 8 wieder rein und stürzten sich auf ihr Kraftfutter.
      Weiter ging es zu den Hengsten. Gen, Spooky, Funky, Ali, Winny, Blue, Flint und Pathy kamen ebenfalls in die Führanlage. Siku stellten wir in den Round Pen, Sol kam kurz auf die Koppel. Zues stand noch immer in Penals eingezwängt auf einem Stück der Koppel, weshalb wir ihn nicht ausmisten mussten. Erneut waren wir nach einer guten halben Stunde fertig, so dass alle Pferde wieder in ihre Boxen zurück konnten- ganz zum Leidwesen von Sol, dem das bisschen Gras, was zur Zeit auf der Wiese war, sichtlich schmeckte.
      Weiter ging es zu den Vollblütern, wo wir in den letzten Tagen zwei Neuzugänge bekommen hatten.
      Erneut brachten wir die Pferde in die Führanlage. So waren Hell, Nova, Jagger, Faster, Abby, Zucker, Manni und April innerhalb 5 Minuten in Bewegung. Faster stellten wir in den Round Pen, da wir ihn nicht gerne mit den Stuten zusammenliesen. Nach etwa einer halben Stunde waren wir soweit fertig, dass die Pferde wieder reinkonnten.
      Es war fast geschafft, denn es fehlten nur noch 2 Stallteile. Nun waren wir also bei den Sportpferden angelangt: Gipsy kam auf die Koppel, Skrudi, Vin, Haengur und Glaeta kamen zusammen mit Ops, Oca, Snuff und Heart in die Führanlage. Emilio, Antrax, Maracuja, Callus und Kunis stellte ich auf verschiedene Koppeln. Für die Pferde viel zu schnell waren wir fertig mit der Arbeit, denn sie wollten liebend gerne noch weiter grasen. Doch alles fanden wieder ihren Platz in ihren Boxen.
      Nun gingen wir zu den Jungpferden in den großen Offenstall. Lächelnd begrüßten wir Lil, Holly, Action, King, Enjoy, Striga, Gulrót, Peppy, Dawn, Wildfire, Harley, Charly, Secret, Wusel, Náttdís, Aquila, Nucu und Nani. Wir verbannten alle Fohlen aus dem überdachten Bereich des Stalls, so dass wir in Ruhe ausmisten konnten. Aliena und Alexis gingen zudem noch über die Koppel und äfpelten diese ab. Als wie fertig waren, konnten die Fohlen und Jungpferde wieder unter den überdachten Teil. Es fing nun ziemlich stark an zu regnen, weshalb alle unter Dach wollten. Natürlich spielte Wildfire wieder mit dem Stroh und schmiss alles durch den Stall. Lachend schauten wir den Tieren zu, ehe wir überlegten, ihnen beim nächsten Misten auch Pellets zu geben. Doch uns war es lieber, die Fohlen schliefen im warmen Stroh.
      Wieder im Hauptstall angekommen, zog mich Caleb zur Seite. "So... something changed", sagte er unerwartet zu mir und ich merkte, wie mein Herz in meiner Brust hämmerte. "Something changed?", fragte ich ihn. "Yes, darling", sagte er in seinem charmanten Ton. In letzter Zeit hatte er mich immer öfter darling genannt, ohne dass er mir wirklich aufgefallen war- naja, jetzt viel es mir auf. "I'm sorry..", sagte er noch leise, ehe er seine Lippen auf die Meinen presste. Völlig verwirrt reagierte ich einfach gar nicht und stand stocksteif vor ihm, ehe ich den Kuss leicht erwiderte. Viel zu plötzlich löste er sich von mir und verschwand einfach in der regnerischen Nacht. "Wow..", sagte ich leise und strich mir über die Lippen, bevor ich ein unterdrücktes Lachen hörte. Aaron hatte uns gesehen. "Na was der Kerl vorhat...", sagte er unschuldig und zuckte mit den Schultern. Natürlich wusste er über Calebs Vorhaben bescheid, doch er wollte mir nichts verraten. Verwirrt ging dann also zurück ins Haus, wo ich mich nach dem Duschen sofort ins Bett legte.
    • Jackie
      Hilltop Ranch
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      27. April 2015 - Distanztraining L-M (EVG2 - EVG3)
      12.522 Zeichen © Ravenna

      Während des Fluges in Richtung Kanada hatte ich die Unterlagen noch einmal genau studiert – eine Rennstute sollte ich die Hindernisse näher bringen und einer mir bekannten Stute in der Diztanz voran bringen. Es freute mich nach so langer Zeit mal wieder den Kontinent meiner Geburt aber vor allem den meiner Ahnen wieder zu sehen. Cherokee Rose war ich bereits auf einem Gangturnier begegnet, hatte sie also bereits einmal in Aktion gesehen – nun war ich ziemlich gespannt darauf sie zu trainieren. Kurze Distanzritte von einer länge bis zu 60 Kilometern bestritt sie bereits ohne weitere Probleme, weshalb ein Training auf mittlere Distanzen ziemlich einfach von statten ging - schließlich war sie bereits körperlich und psychisch an verlängerte, harte Arbeit gewohnt. Die wechselhaften Anforderungen an Umgebung, Bodenverhältnisse sowie Klima und auch Futter waren ihr nicht vollkommen unbekannt. Die Arbeit die ich bei meinem kurzen Besuch nicht machen konnte unternahm Verena bereits vorort – Wanderritte, gerade solche über weite Distanzen machten es dem Pferd möglich sich an die Arbeit zu gewöhnen. Mit den Pferden auf Sarah´s Hof starteten wir mit Wochenenden, bis hin zu verlängerten Wochen in denen wir unterwegs waren. Selbst in langsamen Tempo von 6 oder 7, was ungefähr bedeutete das für einen Kilometer 7 Minuten beansprucht wurden, käme das Pferd innerhalb der Wertung an. Deswegen würde ich Cherokee nach den ersten Kennlernritten wohl in langsamen Ritten auf eine Distanz von 75 Kilometern bringen, schauen wie sie diesen Ritt verkraftete und ihr anschließend zwei Tage Ruhe gönnen. Danach konnte mit dem dazugehörigen Ausdauer und Aufbautraining begonnen werden, dafür müsste ich nicht einmal eine erneute lange Strecke unternehmen. Meistens reichten dafür Tagesdistanzen von 30 KM um diese dann fast durchgehend in einem Tempo von 4 oder 5 laufen zu lassen, das könnte in einem wichtigen Rennen auch auf die mittleren Distanzen ausgebaut werden. In den zwei Tagen der Ruhe konnte ich mich anschließend eingehender mit der englischen Vollblutstute beschäftigen. Für den Moment jedoch ließ ich mir den gebrachten Orangensaft schmecken, lehnte mich zurück und genoss den restlichen Flug.


      Eine sehr freundliche Verena begrüßte mich in fast akzentfreiem Englisch – hier musste ich mich nicht zwingend mit meinen paar Brocken Deutsch durcharbeiten, ich war noch am lernen,seitdem ich auf Caed Crevan lebte. „Dann zeig ich dir zunächst fix den Hof, die beiden Pfleger lernst du sicher noch kennen und zum Schluss stell ich dir die beiden Stuten vor. Sarah hat gar nicht erwähnt das sie nicht persönlich kommt!“ erklärte sie nachdem ich mich vorgestellt hatte. „Sie und Cayden stecken vollkommen in der Vorbereitung für die Hochzeit auf dem Hof.“ gab ich als Statement ab und ließ mich durch die hellen Ställe führen und zu den Orten, die ich demnächst zum Arbeiten benötigen würde. „Das hier ist Aliena, sie ist für Cherokee zuständig. Alexis ist wohl gerade mit Hell unterwegs, also wirst du die kleine später kennenlernen.“

      In der nächsten halben Stunde lernte ich die Pflegerin etwas genauer kennen, konnte ihr beim füttern der Stute helfen und merkte schnell das sie manchmal etwas unhaltsam, gar zickig war. Beim gemeinsamen Abendbrot wurde ich ein wenig darüber ausgefragt, wie es denn Argo und Stormy ging und natürlich besprach ich mit ihr das Training der nächsten Woche. „Wow, da hab ich dir jetzt aber eine Menge aufgebrummt, was?“ Ich zuckte nur mit den Schultern „Nicht viel mehr als bei uns auf dem Hof auch zu tun ist, wobei ihr mehr Pferde hier habt.“


      Ausgeschlafen ging es am nächsten Tag in den Stall zu Cherokee, Aliena war mir behilflich in Dingen wie – Wo ist nochmal der Sattel? Hielt mir allerdings auch die kleine Zicke ein wenig im Schach, zunächst ging es für uns beide auf den Platz. Ich musste mich hier nicht erst auf einen Westernsattel einfuchsen, da die Stute auch in der Dressur ausgebildet war – nur für die lange Distanz würde ich in den Westernsattel wechseln, der war schließlich darauf ausgelegt lange drin zu sitzten. Mit kleinen Tempowechseln, vielen Biegungen und Rückwärtsrichten machte ich die Stute aufmerksam, manchmal war sie zwar eher der Meinung jetzt am Tor stehen bleiben zu müssen oder doch lieber in den Galopp fallen zu müssen. Trotz all ihrer kleinen Proben gewöhnten wir uns beide schnell aneinander, sodass ich Aliena einfach darum bat, das Gatter zu öffnen. In der Begleitung von Alexis auf der Vollblutstute Hell ging es eine Runde ins Gelände – dabei nutzte ich gleich die Chance ein wenig über die andere zu trainierende Stute zu erfahren. „Die einzelnen Sprünge bei uns auf dem Hof kennt sie schon ein bisschen, normale Oxer überspringt sie ohne Furcht. Nur ein richtiges Training für das Military hatte sie bisher noch nicht so wirklich, die paar Mal die wir da waren zählen nicht.“

      „Gut zu wissen, also müsste da ja fast gar nicht so viel getan werden. Wobei sie wahrscheinlich wie Ikarus dazu neigen wird auf die Hindernisse zu zurasen, das macht wohl das Rennblut in ihnen.“ Alexis lachte und nickte „Ja manchmal übertreibt er es mit dem Tempo wirklich!“

      Der Ausritt verlief fast ohne Probleme, Cherokee brach das eine oder andere Mal nach außen weg um mich zu testen, aber ich rechnete ihr hoch an – sie buckelte nicht!


      Am nächsten Tag schließlich versorgte mich Verena mit genügend Wasser, reichte mir eine dicke Karte und zur Not ein GPS Gerät, das ich nicht vom Weg abkommen würde – auf halber Strecke würde sie auf mich warten um das Wasser auszutauschen. Mit Cherokee hatte ich extra eine Strecke heraus gesucht, die mit ausreichend Gewässern für die Stute besiedelt war. Mit einer dickeren Wind und Regenjacke, einem stilechten Cowbayhut(in meinem Fall mit Federn geschmückt) und etwas an Proviant schwang ich mich in den Sattel. Der von Natur aus zügige Gang der Stute brachte uns bald außer Sicht des Hofes. Mit einem guten Tempo machten wir schnell Kilometer wett, manchmal tölteten wir auch kleinere Strecken wobei ich viele Entspannungsphasen lies, öfter abstieg um den Puls und die Temperatur zu testen. Bei jedem Zeichen von „Schwäche“ würde ich das ganze abblasen. Manche der Strecken absolvierte ich auch indem ich neben der Stute her lief. Cherokee zeigte sich in ihrem Element, sie begann freudig mitzuarbeiten, blieb aufmerksam und lief gut vorwärts. Auf der Hälfte ließen wir ihr eine gute Stunde an Pause, sodass ich auch ein wenig verschnaufen konnte. Halt hatten wir gemacht an einem kleinen See – Cherokee stand mit allen Vieren bis zu den Fesseln im Wasser und döste ein wenig vor sich her. Ich berichtete Verena von den vereinzelten Hirschen die ich gesehen hatte, dem Adler und den Bärenspuren „Wunderschöne Landschaft habt ihr hier definitiv auch!“ lobte ich anschließend. Der Weg zurück verlief weniger ereignislos wie auf der Hintour – und begegneten einige andere Reiter, die uns ein ganzes Stück begleiteten. Darüber freute ich mich natürlich besonders, da sie mir doch mehr vom Land erzählen konnten als ich durch reine Beobachtung mitbekam.

      Erst später am Abend kehrten ein erschöpfter Reiter und ein erschöpftes Pferd zurück auf die Ranch, ich war fast froh als Aliena anbot sich um die Stute zu kümmern – ich hatte doch deutlich Muskelkater zwischen den Beinen.


      Während sich jedoch Cherokee ausruhen konnte ging es für mich weiter an die Arbeit mit der jungen Vollblutstute Hell.

      Frisch aus den Federn, geduscht und satt gefuttert befand ich mich nun mit Hell am Halter auf der Hofinternen Geländestrecke, die Hindernisse die ich ihr bisher gezeigt hatte waren Hell minder egal gewesen. Der Wassergraben war nicht ganz der Fall der Fälle gewesen mit Argusaugen hatte sie das Wasser beobachtet, ein wenig gezögert ehe Hell sich durch ein Leckerli überzeugen ließ hindurch zu gehen. Ich musste nur einen Weg finden, dass sie später darüber hinweg gehen würde. Später würde Hell einen Baumstamm überwinden müssen, dahinter ein Becken voller Wasser. Bis es jedoch dahin kommen würde musste sie einige Turniere bestreiten, während dieser Zeit würde Verena viel mit Wasser üben müssen um sie daran zu gewöhnen. Mit Alex zusammen kehrte ich in Richtung Hof zurück, dort half sie mir netterweise beim fertig machen der Stute,dann setzte mich auf ihren Rücken und kehrte mit ihr in die Halle zurück. Ich wollte zunächst ihre Manier am Sprung in einem umschlossenen Areal prüfen ehe ich auf die Strecke zurück ging. Die ersten paar Sprünge machten mir recht schnell klar – die junge Stute machte auch am Sprung eine gute Figur.

      Am Nachmittag holte ich mir die Stute noch einmal aus dem Stall, ging diesmal direkt mit ihr auf die Strecke. Kleine Baumstämme, die zu Trabstangen auf dem Boden lagen machten den Anfang, da ich sie erst einmal daran gewöhnen wollte. Es folgte ein erster Sprung über eine kleine Hecke, den sie zunächst ein wenig widerspenstig nahm. Mit einem gewissen Mut machte sie sich an den Ziellauf, zögerte einen Moment ehe ich Hell die Waden energisch in den Bauch drückte und sie anschließend doch noch absprang.

      Also zog ich im leichten Trab einen Zirkel um das Hindernis herum um noch einmal darüber hinweg zu springen.

      Ein zweites und auch das dritte Mal erzielten das Ergebnis – sie sprang ohne weitere Probleme. Nun folgten auch die weiteren Hindernisse in der Strecke, bis auf den Wassergraben denn da galoppierte sie einfach hindurch.

      Da es früher Abend wurde machte ich Schluss, den Wassergraben konnte ich auch noch später in Angriff nehmen.

      Ich erzählte Verena beim Abendbrot von unseren Erfolgen an diesem Tag, sie schien darüber zu strahlen „Das klingt wirklich toll!“

      „Ich habe daran gedacht morgen mal Alexis die Sprünge nehmen zu lassen, schließlich pflegt sie Hell täglich.“ Verena stimmte mir nickend zu.

      Mit einer der Baumstammstangen ging ich am nächsten Tag hinüber zu dem Wassergraben und legte jeweils eine dahinter und davor. Nun sollte Alexis erst die kleineren Hindernisse nehmen, die Hecke als letztes und anschließend den Wassergraben angehen. Siehe da was einige Stämme ausmachten – Hell rannte nicht hindurch sondern sprang darüber hinweg!

      Der Wassergraben stellte nicht länger ein Problem dar, Drag me to Hell sprang geübt über die einzelnen Hindernisse. Nun musste nur noch ein wenig an der Raserei gearbeitet werden, aber Alexis hatte dafür auch eine schnelle Idee – sobald die Stute zu heiß wurde drehte sie einen Zirkel im Trab und ging das Hindernis von neuem an. Irgendwann schien die kleine Stute so genervt und lies es vorerst bleiben.

      Ansonsten musste bei Hell nun einfach die Routine dazu kommen, mit jedem Training würde dies der Fall werden, aber so wie sie sich bisher zeigte sollten keine Probleme bei den Turnieren bestehen.


      Neben dem Training mit Drag me to Hell fand ich auch Zeit nach unserem „Höllenritt“, die Stute Cherokee im Round Pen zu *longieren*. Hier testete wie lange sie ohne einen Puls von 70 zu erreichen im Trab aushalten konnte und das ganze auch in der ihrer Rasse eigenen Gangart. Im Grunde war sowohl für Pferd als auch für Reiter der Tölt die angenehmere Gangart, hier zeigte auch Cherokee keine ausnahme – eine halbe Stunde mit genügend Aufwärmung brachte ihre Kondition hervor. Dabei neigte sie nicht zu sinnlosem Rennen, konzentriert gelang es ihr in einer Gangart zu bleiben. Um ehrlich zu sein hatte ich solches Verhalten gar nicht von ihr erwartet – sie zeigte sich zielstrebig, vielleicht gefiel ihr die Distanz auch einfach und deswegen arbeitete sie mit? Ich zuckte mit den Schultern, nahm sie für diesen Mittag aus dem Pen und gönnte ihr den darauf folgenden Tag eine Ausszeit.

      Erst am zweiten Tag widmete ich mich wieder einem Intervalltraining von Cherokee, absolvierte mit ihr einen Ausritt von knapp 20 Kilometern in moderatem Wechsel von Tempo 4 und 6 – unsere zurückgelegte Zeit betrug knapp 94 Minuten, womit wir wirklich ziemlich gut in der Zeit lagen!

      „Wenn ihr das Training von Cherokee jetzt nicht schleifen lasst, dann kann sie ohne weitere Schäden an mittleren Distanzen teilnehmen. Um jedoch auch höhere Distanzen zu gehen, müsste sie vom Charakter her einfach kooperativer mit dem Menschen werden….ihr gezicke macht es in Gefahrensituationen gefährlich für sie und den Reiter. Aber auch mittlere Distanzen werden oft veranstaltet, also werden ihr denke ich schon passende Turniere finden!“

      „Mhm...tja unsere Rose ist da eben etwas eigen, aber so hat jedes Pferd seine Ecken und Kanten“ lachte Verena beim Abendessen dieses Tages. Schon am nächsten würde ich den Rückflug antreten.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Jackie
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    10 Okt. 2016
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  • Abstammung
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    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt


    Exterieur
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    Stute
    10.10.2011
    (5 Jahre gealtert)
    Rasse: Missouri Foxtrotter
    Stockmaß: 157 cm
    Gewicht: 533kg
    Deckhaar: Palomino Splash
    Abzeichen: Unregelmäßige Laterne, 4x hochweiße Beine


    Interieur / Beschreibung
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    Verhalten in der Box: Aggressiv
    Verhalten auf der Weide: Abseits der Herde

    Charaktereigenschaften:

    Ausgeglichen ●● Unausgeglichen
    Aufmerksam Unaufmerksam
    Intelligent
    ●● Unintelligent
    Sozial
    ●● Unsozial

    Begabt ●●●● Unbegabt
    Ruhig●●● Nervös

    Loyal ●●●● Untreu
    Gutmütig
    ●●● Boshaft

    Nervenstark ●●● Scheu
    Temperamentvoll
    ●●● Faul


    Rosy lebte vor einiger Zeit auf der Gips Reminder Ranch, wo er von Octavia Blake ausgebildet und trainiert wurde. Nach einer Zuchtumstellung, stand er schließlich zum Verkauf. Octavia wand sich an Kit Bailey, da sie ebenfalls in Calgary, Kanada lebt und die beiden sich bereits persönlich kannten.

    Rosy ist, wenn man sie zum ersten Mal sieht, eine kleine Zicke die immer recht behalten will und mit der man beim Reiten ständig disktutieren muss, ob sie bestimmte Dinge jetzt macht oder auch nicht. Doch im Grunde ist sie eine liebevolle und anhängliche Stute, wenn man einmal ihr Vertrauen gewonnen hat. Den Umzug nach Hilltop hat sie leider nicht so gut verkraftet. Kit ist ihr schlechtes Benehmen ziemlich schnell aufgefallen. Wahrscheinlich spielt sowohl der Stall als auch Besitzerwechsel eine Rolle. Sie erhofft sich Rosy wieder einzubringen.

    Weide: Stutweide
    Unterbringung: Paddock & Weide
    Einstreu: Sand & Stroh im Unterstand

    Futtersorte: 7.5kg Heu, 1kg Naturell, 300g Weizenkleie
    Fütterungszeiten: 8:00 Uhr Heu, 17:00 Uhr Kraftfutter


    Besitzer: Jackie (Hilltop Ranch)
    VKR/Ersteller: Veija / Gaitano


    Qualifizierungen & Erfolge
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    ● Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential

    Western E A L M S S* S** S***
    Western Pleasure: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1

    Reining: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1

    Dressur E A L M
    Lektionen der Dressur: E A L LM LP


    Springen E A L
    Stilspringen & Zeitspringen: E A A* A** L

    Military E A L M

    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****


    Galopprennen E A L
    Ausgleichsrennen: AIV AIII AII
    Flachrennen: 800m 1000m 1250m

    Fahren E A L

    Trabrennen: 800m 1000m 1600m

    Distanz E A L M S
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2 EVG3 EVG4

    Gangreiten E A L M S
    Viergang: V1 V2 V4 V5 V6


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Offiziell


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    2. Platz - 282 Dressurturnier

    2. Platz - 290 Dressurturnier
    1. Platz - 269 Galopprennen
    2. Platz - 272 Galopprennen
    2. Platz - 210 Fahrturnier
    1. Platz - 212 Militaryturnier
    2. Platz - 11 Gangturnier
    2. Platz - 21 Gangturnier
    3. Platz - 95 Gangturnier


    Inoffiziell
    -

    Zuchtverband
    -


    GHP - Prüfungen
    -


    Gewinnsumme: x
    Verursachte Kosten: x


    Ausbildung und Zuchtdaten
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    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔

    Westernpferdeausbildung mit speziellem Potential (ab 3 Jahre)
    Einreiten ✔ | Einfahren ✔ | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x | Hindernisgewöhnung x | Startboxgewöhnung x

    1 = Sehr gelassen, 6 = schlechtes / unsicheres Verhalten
    ● Angeboren
    Antrainiert Prüfung Abgeschlossen


    Fremde Umgebungen: 6 5 4 3 2 1
    Platz/Halle: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Hufschmied: 6 5 4 3 2 1
    Tierarzt: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Wasser: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Gelände: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Straßen: 6 5 4 3 2 1 ✪

    Stangenarbeit: 3 2 1
    Longenarbeit: 3 2 1 ✪

    Verladefromm: 3 2 1 ✪

    Schrecktraining: 3 2 1

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Pferdepass

    [​IMG]
    SK 431 - Alle Rassen

    Gencode: ee aa Crcr Oo SplSpl
    Zur Zucht zugelassen: Ja
    Eingetragene Zucht: Hilltop Ranch
    Züchter/Herkunft: Oktavia Blake / Gips Reminder Ranch
    Trächtig [] Nächste Rosse (alle 21 Tage): 25/6 - 30/6

    Nachkommen
    1/5

    1. Western Dancer
    2.
    3.
    4.
    5.


    Gesundheitszustand
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    Letzter Tierarztbesuch: 02.02.2015
    Chipnummer: 124 4 56 176212509
    zuletzt kontrolliert [x]

    Letzte Zahnpflege (jedes Jahr) überfällig

    Wurmkur (jedes Jahr) überfällig
    Tollwut Impfung (jedes Jahr) überfällig
    Tetanus Impfung (alle 2 Jahre) überfällig
    Influenza Impfung
    (alle 6 Monate) überfällig
    EHV-1 + EHV-4
    (alle 6 Monate) überfällig


    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:


    Letzter Hufschmiedbesuch: 12.10.2016
    Ausgeschnitten/Korrigiert: 12.10.2016
    Hufbeschaffenheit:
    Hufkrankheit/en:

    Beschlag vorne: Stahleisen
    Beschlag hinten: Slidingeisen


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
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    Spind: x