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Jackie

♀ Calla | gekrönt

♀ Calla | gekrönt
Jackie, 24 Aug. 2015
    • Jackie
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      3. August 2015 - Eine Stallhilfe
      5240 Zeichen © Veija


      Heute war ich auf dem Weg zur Heartland Farm- also zu Amy Fleming. Sie hatte im Internet eine Anzeige aufgegeben, bei der sie dringend um Hilfe bei der Pflege ihrer Pferde bat. Da ich schon ein paar ihrer Pferde geritten hatte meldete ich mich sofort und fuhr nun also mit dem Wagen auf ihren Hof. Dort angekommen begrüßte sie mich kurz, ehe sie wegen eines dringenden Termins vom Hof verschwand. Da ich mich schon ein wenig auskannte, ging ich sofort zu ihrem Haflingerstall und fing mit dem ersten Pferd an. Nimué war eine 2-Jährige Haflingerstute, die nur Flausen im Kopf hatte. Ich wollte sie aufhalftern, da hob sie den Kopf und knabberte einfach den Strick an. "Ey, lass das!", sagte ich zog ihn ihr aus dem Maul, ehe ich es dann doch schaffte das Halfter über ihren Kopf zu bekommen.Dann brachte ich sie raus auf die Koppel, ehe ich wieder in den Stall ging um das nächste Pferd raus zu bringen. Burberry war der nächste Kandidat, den ich auf eine andere Koppel stellte. Da ich mir nicht sicher war wo hin mit den Halftern, zog ich sie einfach den Pferden aus und hängte sie wieder an die Box. Schließlich musste ich die Pferde ja auch wieder reinbringen. Das nächste Pferd war Lady Äppel. Bei ihrem Namen musste ich leicht schmunzeln, da ich dabei sofort an das Gerät "Apple" dachte, ehe ich an Äpfel denken mussten und mein Bauch sich knurrend zu Wort meldete. Doch noch war die Arbeit nicht getan, schließlich wollten alle Pferde auf die Koppel!
      Das nächste Pferd war Small Joker. Ein westernmäßig gerittener, recht heller Haflinger. Ein wunderschönes Pferd. Doch als ich Calla sah, war es um mich geschehen. Ich liebkoste das wunderschöne Fohlen und wollte es gar nicht mehr gehen lassen, doch es drängte um auf die Koppel zu kommen. Das nächste Pferd war nun Figaros Schattenfalter, den ich recht schnell auf der Koppel hatte. Nun hatte ich noch 6 Pferde vor mir, ehe ich mein Frühstück auspacken würde. So brachte ich nacheinander Windsor, Abajo, Jargo, Mrs. Pretty, L'Ombre de la Lune und Bonito auf die Koppel. Bei Bonito musste ich schmunzeln. Ich hatte ihn für Amy auf einer Körung geritten und seit dem hatte er sich wirklich verändert! Er war wirklich kräftig geworden und ich hatte auch schon einige Fohlen von ihm gesehen- ein wunderschönes Pferd. Nun machte ich eine kurze Frühstückspause und aß meinen Apfel und ein Brot, ehe ich wieder an die Arbeit ging. Nun kamen Golden Diamond, Picola, Mirabella, Sternsinger, Sunshine Shadow und Suburb Lights auf die Koppel. Zu meinem Glück hatte Amy einen Koppelplan aufgehangen, damit ich wusste, welches Pferd auf welche Weide kam. Nun waren es noch 9 Haflinger, die ich auf die Koppel bringen musste. Nordstern, Meike, Amersterdam Girl, Askan, Nachtigall, Money in a Bank, Little Baby, Samie und L'ombre de la Figaro. Auf letzteren achtete ich besonders, da ich wusste, dass er einer von Amys Lieblingen war.
      Nun ging es zum anderen Stall, schließlich wollten die anderen Pferde auch auf die Koppel und nicht den ganzen Tag im Stall stehen!
      Das erste Pferd, welches ich auf die Koppel brachte, war Rékja. Eine wirklich schicke Isländerstute gefolgt von As War Fades, für den ich mal Interesse gezeigt hatte. Wenn nachher noch Zeit bleiben würde, würde ich ihn noch kurz reiten, doch jetzt war keine Zeit dazu. Nach War Fades kamen Herbert, Maelis, Skywalker, HGT's Dead Snow, auch ein wunderschönes Westernpferd, Azzurro, Panino und Burnin' Castiel auf die Koppeln.
      Es folgten Valentines Cilion, Cabbalero, der sich wirklich gut gemacht hatte, I see you und Wikotikabesa. An diese Stute konnte ich mich noch besonders erinnern, da Amy und ich uns beinaje gestritten hatten, wer denn nun ihr Besitzer sei. Wir hatten sie beide besucht und Probe geritten und wollten sie beide haben. Durch ein Missverständnis kamen wir beide am gleichen Tag mit Hängern an und wollten sie mitnehmen. Da sie aber an Amy verkauft war, ging ich leer aus. Umso mehr freute ich mich, ein paar Minuten mit der wunderschönen Stute verbringen zu können. Doch da die Arbeit nicht wartete, musste es weiter gehen. So brachte ich Par Dieux, Mon Chérie, Puppy, Findus II, Lakritz, Luzifer, The Death Angel, Cindarella, The Black Death und Prince of the half moon auf die Koppeln, ehe es ans ausmisten ging. Bei so vielen Pferden war ich natürlich den ganzen Tag beschäftigt, so dass ich erst abends um 10 Uhr alle Pferde wieder im Stall hatte. Jedes der Tiere hatte seine Ration Heu bekommen. Nach einem Plan, den Amy im Stall hängen hatte, hatte ich allen Pferde Kraftfutter rationiert und war schließlich an As War Fades' Box stehen geblieben. Schmunzelnd betrachtete ich den Hengst, ehe ich ihn doch nochmal aus der Box holte und mit ihm in die Halle ging. Ich longierte ihn eine Weile, ehe ich ein paar Trailübungen vom Boden aus machte. Der Hengst machte willig mit und ich lobte ihn zum Schluss, indem ich ihm den Hals klopfte. "Guter Junge", sagte ich und brachte ihn wieder in den Stall. Ich hatte ihn doch nicht mehr reiten wollen, da ich von Amy keine Erlaubnis bekommen hatte, eines der Tiere zu satteln. Wäre dann etwas passiert, hätte ich nicht so gut dagestanden. Vielleicht würde sich irgendwann anders die Gelegenheit ergeben, den Hengst und auch Amys Paint Stute Wikotikabesa zu reiten.
    • Jackie
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      1. September 2015 - Fohlen ABC
      4852 Zeichen © Svartur


      Etwas aufgeregt war ich ja nun schon als ich die letzten Sachen ins Auto legte und mich von den beiden anderen verabschiedete. Ich hatte beschlossen wieder mit der Pferdeausbildung weiterzumachen und war auf dem Weg zu meiner ersten Kundin. Die nette Frau hatte mich angerufen und wir hatten sofort den ersten Termin für ihre junge Stute Calla vereinbart. Die Hafistute kannte bereits einige Dinge wie das Führen und Putzen, doch anscheinend will sie partout nicht stillstehen. Bevor ich mir weiter Gedanken machen konnte setzte ich mich endgültig ins Auto und fuhr los. Nach kurzer Zeit kam ich bei am Hof an und wurde sofort begrüßt. „Guten Tag, mein Name ist Amy Fleming – ich vermute du bist Fynja?“, sagte sie zu mir. Ich bejahte lachend und unterhielt mich ein wenig mit ihr ehe wir zu den Weiden rüber gingen. Dort schauten wir den Fohlen beim toben zu während Amy mir noch einige Infos zu Calla gab und mir die Stute selber zeigte. Anschließend musste sie weg zu einem Termin, doch ich wusste nun Bescheid wo sich alles am Hof befand und machte mich zunächst so auf den Weg zu der kleinen Stute. Zunächst setzte ich mich ein wenig zu ihr auf die Wiese damit sie mich kennenlernen konnte und kraulte sie ausgiebig. Calla genoss die Massage sichtlich und so war die anfängliche Schüchternheit der Stute gegenüber mir schnell vergessen. Da dies so gut geklappt hatte verließ ich die Weide kurz und holte das Halfter. Calla ließ sich das Halfter problemlos anziehen und folgte mir auch ohne großes Zögern – da hatten Amy und ihr Team wirklich gute Arbeit geleistet! Am Putzplatz jedoch war sie dann unruhig und fing an wie beschrieben immer hin und her zu laufen. Ich ignorierte ihr Gerenne und widmete mich ihrem Fell. Nachdem ich mit einem Abtasten herausgefunden hatte, dass sie sich überall problemlos berühren ließ putzte ich sie ein wenig. Immer wieder gab es zwischendurch Phasen in denen Calla gut still stand, sodass ich sie sofort ausgiebig lobte. Beim Hufe auskratzen bahnte sich allerdings ein kleines Problem an, zwar ließ sie sich vorne problemlos die Hufe auskratzen, doch hinten konnte sie das Gleichgewicht noch nicht halten und strampelte daher. Ich nahm den Huf zunächst nach vorne unter den Bauch, da es dort einfacher ist für junge Pferde sich auszubalancieren ehe ich den Huf langsam nach hinten nahm in die gewohnte Position zum auskratzen. Da sie sich vorher etwas stabilisiert hatte stand sie schon deutlich besser und ich konnte den Huf säubern. Mit den anderen beiden Hufen machte ich das selbe ehe ich die erste Trainingseinheit beendete, da ich die Geduld der Jährigen nicht überstrapazieren wollte.

      Nachmittags wiederholte ich das Programm, jedoch nicht ganz so ausführlich, da ich mit ihr noch auf den Reitplatz wollte. Dort hatte ich eine Plastikplane auf dem Boden ausgebreitet und zwei Regenschirme auf den Boden gelegt. Calla spitzte schon beim Anblick die Ohren und wurde leicht zögerlich. Ich schnalzte zwei Mal energisch, damit sie weiter lief und lobte sie dann sofort als sie mir folgte. Anfangs ging ich einfach außen um die Gegenstände herum damit sie diese kennenlernte, erst nach gut zehn Minuten ging ich etwas näher zu den Regenschirmen. Calla hatte inzwischen etwas die Neugierde gepackt, sodass sie die Schirme neugierig beschnupperte. Für die erste Einheit war das ein großer Erfolg! Ich lobte sie ausgiebig und brachte sie dann wieder zurück in den Stall, bevor ich mich auf den Heimweg machte.

      Die nächsten sechs Tage trainierten wir weiter so zwei Mal am Tag. Calla entwickelte sich super und die Phasen, in denen sie still stand wurden immer länger, jedoch teilte ich Amy mit, dass die Arbeit nicht damit getan war, dass ich sie eine Woche trainierte, sondern dass die Pfleger und sie da konsequent dran bleiben müssten, damit sie nicht wieder in alte Muster verfällt. Auch im Schrecktraining waren die Schirme schon bald keine Probleme mehr und auch mit der Plane befassten wir uns näher. Zwar scheute Calla zu Beginn etwas sobald sie einen Fuß auf die knisternde Plane setzte, doch nachdem sie verstanden hatte, dass nichts passierte hatte sie damit auch kein Problem – sie war wirklich eine ganz feine und gelehrige Stute! Das Schrecktraining hatte auch noch einen tollen Nebeneffekt bei jungen Pferden – sie lernen, dass sie dem Menschen vertrauen können und dass sie immer aufmerksam sein müssen beim führen, da immer wieder angehalten wird oder unerwartete Wendungen kommen. Die Woche verging wie im Fluge und am meinem letzten Abend setzte ich mich nochmal mit Amy zusammen und teilte ihr mit, wie sie am besten mir Calla weiter arbeiten würden damit sie noch geduldiger werden würde. Danach setzte ich mich wieder ins Auto und fuhr nach Hause – wobei ich Calla in Zukunft sicherlich noch auf Turnieren oder anderweitig in der Zukunft sehen werde!
    • Jackie
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      19. Oktober 2015 - Einreiten
      9768 Zeichen © Samanta


      Genau eine Woche später war ich wieder auf dem Weg zur Heartlandfarm von Amy. Ich hatte die Woche gut genutzt und mich mit meinen Pferden beschäftigt, mich aber auch genügend erholt, um die 13 stündige Reise anzutreten. Dieses Mal hatte ich den stillen Alan dazu überreden können, mich zum Flughafen zu fahren. Die Fahrt verlief viel schweigsamer, als beim letzten mal und mein Proviant beschränkte sich nur auf das nötigste. Ich hatte Isabella dennoch versichern müssen, dass ich ganz sicher genug zu essen bekommen und nicht vom Fleisch fallen würde. Nachdem ich mich von all meinen Angestellten und den Pferden verabschiedet hatte, war es dann auch schon losgegangen. "Pass auf dich auf",sagte Alan und winkte zum Abschied. Ich nickte und wendete mich ab, um zum Check-in zu gehen. Stattdessen drehte ich mich noch einmal um und umarmte Alan, der die Umarmung nach kurzem Zögern erwiderte."Pass ja gut auf meine Pferde auf",sagte ich und löste mich dann wieder von ihm. Er nickte bloß, aber ich wusste, dass ich mich auf ihn und die anderen verlassen konnte. Wenig später saß ich im Flugzeug. Trotz einiger Turbulenzen kamen wir Gott sei Dank sicher wieder am Boden an. Die erste Panne passierte, als ich feststellen musste, dass das gemietete Auto nicht wie bestellt da war. Ein kurzes Telefonat mit der Autovermietung reichte aber, um mir einen Ersatzwagen zur Verfügung zu stellen. Offenbar war bei der Bestellung irgendetwas schief gegangen. Nach einer Stunde Warten kam dann auch endlich der Wagen und ich konnte ihn ohne Probleme übernehmen. Nun, jedenfalls fast. Als ich ihn starten wollte, tat sich erst einmal nichts. Ich zog den Schlüssel und steckte ihn noch einmal ein und dann startete der Wagen ohne Probleme. Ganz toll. Das fängt ja rosig an. Etwas abgespannt kam ich schließlich auf der Ranch an. Amys gute Laune ließ auch meine Laune gleich steigen und sie konnte ja nun wirklich nichts für die beschwerliche Reise."Hey, schön dich wiederzusehen."Sie umarmte mich und ich erwiderte die Umarmung. "Bring schnell deine Sachen rein und dann zeige ich dir Calla. Leider kann ich wieder nicht viel dabei sein. Es gibt einfach so viel zu tun, aber wenn du Hilfe brauchst, dann sag einfach mir oder jemand anderem bescheid und dann wirst du Hilfe bekommen."Ich nickte nach diesem Redeschwall bloß und brachte wie von ihr gewünscht die Sachen nach drinnen. "Wie war die Reise",frage Amy mich, nachdem ich wieder unten war."Anstregend",gab ich zur Antwort und grinste schief,"Pannen, Chaos,Katastrophen. So könnte man es wohl beschreiben."Sie lachte und führte mich dann zu Calla. Die junge Stute kannte schon das Fohlen-ABC, wie Amy mir erklärte und sei eigentlich auch ganz brav, wenn sie nicht gerade an irgendetwas knabbern wollte. Sie blieb noch ein bisschen da und half mir die Stute zu putzen. Danach verabschiedete sie sich aber auch schon wieder und ließ mich mit der Stute alleine. Calla hatte während des Putzens immer wieder versucht an meiner Jackentasche und diversen anderen Stellen meiner Kleidung zu knabbern. Ich verzieh ihr das, weil sie noch jung war, ermahnte sie aber dennoch, denn wenn sie älter war, dann würde diese Angewohnheit vielleicht ins Beißen übergehen. "Hey, was soll der Mist",sagte ich zum wiederholten Male, als sie versuchte an meiner Jackentasche zu knabbern. Nachdem ich mich mit ihr vertraut gemacht hatte, wollte ich sie erst einmal ein bisschen führen. Das stellte sich als überhaupt kein Problem heraus. Sie war folgsam und neugierig, aber nicht aufsässig und ging brav neben mir her. Hier musste wirklich nichts mehr getan werden. Für heute ließ ich es gut sein. Trotz meiner Müdigkeit gesellte ich mich zum Abendessen dazu und unterhielt mich noch eine Weile mit allen, bevor ich dann doch todmüde ins Bett fiel. Die nächsten Tage verbrachte ich damit, mich mit Calla bekannt zu machen und sie auch schon an die Longe zu nehmen. Ich fand immer jemanden, der kurz Zeit hatte, um die Stute um mich herumzuführen. Langsam merkte ich, dass sie sich schon mehr auf mich konzentrierte, als auf denjenigen, der sie führte und nach einigen weiteren Tagen klappte es, dass sie einigermaßen rund um mich herum lief. Zwischenzeitlich drängelte sie nochmal weg oder versuchte zu mir in die Mitte zu gelangen, aber im Schritt und Trab funktionierte es schon ganz gut. Ich trainierte jeden Tag mit der Stute.Manchmal einmal am Tag, manchmal auch zweimal. Einen Tag in der Woche hatte sie 'frei'. Ich beschäftigte mich aber auch an diesem Tag mit ihr, putzte sie oder ging mit ihr spazieren, damit sie Vertrauen zu mir aufbaute. Nach einigen Wochen beschloss ich, sie langsam an den Sattel zu gewöhnen. Erst einmal benutzte ich nur einen Longiergurt. Den fand sie schon sehr komisch und an der Longe versuchte sie mehrmals den Gurt durch Buckeln loszuwerden. Ich bat Amy von nun an beim Training dabei zu sein und sie erst einmal zu führen. Nach und nach gewöhnte sich die Stute an den Gurt, sodass wir beschlossen, dass es Zeit für den Sattel wurde. Auch den fand Calla nicht besonders toll, aber durch den Gurt war sie wenigstens schon etwas daran gewöhnt. Amy führte sie am Anfang wieder, damit sie eine Bezugsperson an ihrer Seite hatte, die ihr Sicherheit gab. Schließlich jedoch konnte ich sie in allen drei Gangarten mit Sattel longieren. Das Gewöhnen an die Trense stellte sich nicht als so großes Problem heraus. Am Anfang knatschte sie noch ziemlich auf dem Gebiss herum, aber nach und nach stellte sie das ein und schon nach wenigen Wochen konnte ich sie ohne Probleme longieren. Nach weiteren Trainingstagen, die ich eingeschoben hatte, um das Vertrauen zu festigen, bat ich Amy und Ty mir zu helfen. Ty hielt Calla vorne fest und Amy half mir dabei, mich vorsichtig über ihren Rücken zu legen. Wie ein nasser Sack hing ich über dem Rücken des Pferdes und redete beruhigend auf sie ein. Etwas nervös war Calla schon, aber sie blieb stehen. Wir wiederholten das ganze nach zweimal und beendeten dann das Training für heute. Die nächste Woche übten wir jeden Tag mit ihr und man merkte, dass sie immer entspannter wurde. Als ich schließlich versuchte das Bein über ihren Rücken zu nehmen, machte sie einen Satz zur Seite und ich landete im Dreck."Gleich nochmal",kommentierte ich und versuchte es ein weiteres Mal. Dieses Mal blieb sie ruhiger stehen und ich war auch darauf vorbereitet, sodass ich mich halten konnte. Als ich mich langsam aufrichtete, merkte ich, dass sie zunehmends nervös wurde, sodass ich es für heute gut sein ließ und wieder langsam herunterrutschte. Es dauerte noch eine ganze Weile, bis ich mich schließlich aufrichten konnte und wir die ersten Schritte am Strick gingen, aber nach und nach wurde es besser. Als ich versuchte probeweise die Zügel etwas aufzunehmen und die Schenkel anzudrücken, zuckte sie bloß zusammen, blieb aber ansonsten ruhig. Ich setzte von nun an immer wieder mal Zügel und Schenkel ein und merkte, dass sie langsam zu begreifen schien, was ich von ihr wollte, ließ sich von mir lenken, antreiben und anhalten und ich bat Amy nun die Stute an die Longe zu nehmen. Es klappte gut. Beim Traben war sie noch etwas unsicher und im Galopp versuchte sie mich abzubuckeln, aber ansonsten war es wirklich schon gut. Jeden Tag nahm Amy oder wer auch immer Zeit hatte mich an die Longe und ich merkte, dass Calla sich immer mehr auf mich einzustellen begann. Schließlich der letzte Schritt: das freie Reiten. Mittlerweile lief die Stute für ihre Verhältnisse gut am Zügel, natürlich noch nicht konstant, aber das war etwas, worauf ich viel Wert legte. Sie mussten wenigstens schon einmal eine Ahnung davon haben, um später dann weiter in der Dressur gehen zu können. Die junge Stute hatte viel Energie, die sie gerne loswurde. Sie arbeitete fleißig mit und wollte gefordert werden. Wenn es ihr zu langweilig wurde, dann zeigte sie einem das schon unmissverständlich. Wir hatten es geschafft, ich konnte die Stute frei reiten, sie reagierte gut auf meine Hilfen und ging annähernd am Zügel. Nun mussten wir nur noch sehen, ob sie auch Amy als Reiterin akzeptierte. Das tat sie. Die beiden harmonierten nicht von Anfang an, aber das wäre auch ein Ding der Unmöglichkeit. Ich gab ihr einige Tipps und Anregungen, die sie übernehmen konnte, wenn sie wollte, aber nicht musste. Sie würden ihren eigenen Weg schon finden. Der Abschied fiel mir schwer, aber ich freute mich auch auf zu Hause. Viel zu lange war ich weggewesen, sodass wir vereinbarten, dass ich in zwei Wochen erst wieder kommen würde. "Danke, dass du dir die Zeit genommen hast",sagte Amy zum Abschied und ich lächelte." Jederzeit wieder sehr gerne."Sie lächelte und meinte dann:"Ich hätte es ja auch selbst gemacht, aber die Ranch ist so viel Arbeit und manche Pferde kommen da einfach zu kurz. Jeder braucht wohl ab und zu etwas Hilfe."Ein etwas wehmütiger Ausdruck trat in ihren Blick, sodass ich sie zum Abschied noch einmal umarmte."Wir sehen uns in zwei Wochen. Ich bewundere euch wirklich alle sehr."Es wurde noch eine längere Abschiedsprozedur, aber schließlich stieg ich in meinen Mietwagen und fuhr zum Flughafen. Der Flug verlief ohne Turbulenzen, aber auf dem Heimweg gab unser Auto den Geist auf. Alan fluchte und sagte so viel, wie ich ihn noch nie in seinem ganzen Leben hatte Reden können, aber Gott sei Dank konnten Jonathan und Isabella uns abholen. Der Wagen wurde von einem befreundeten Bauern abgeschleppt und in die Werkstatt gebracht. Nach über 14 Stunden Reise war ich schließlich zu Hause und wollte nur noch eines: schlafen! Ich war so müde, dass ich einfach ins Bett fiel ohne mich umzuziehen. So merkte ich auch nicht, wie Alan noch einmal rein kam, mir meine Schuhe auszog und die Decke über mich breitete. In zwei Wochen würde ich wieder in Kanada sein und ich freute mich schon darauf.

      © Samanta | 9768 Zeichen | überprüft mit lettercount.com
    • Jackie
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      24. Oktober 2015 - Lune wird eingeritten
      12.195 Zeichen © Jackie


      Voller Tatendrang stürzte ich mich in den Stall hinein. "Ok Ty, ich möchte dass du heute selbst ein Pferd einreitest !" - mein Freund blickte mich völlig erstaunt an. Dann kam ein leises "Ich ?" aus seinem Mund. Ich gab ihn einen flüchtigen Kuss. Ein Kopfnicken bestätigte seine Frage. "Lune ist noch nicht eingeritten, darum wirst du dich kümmern"

      "Aber ich habe doch gar keine Ahnung wie das geht"

      "Darum bin ich ja hier". Lächelnd reichte ich ihm den Strich und das Halfter. "Zieh es ihr über", anschließend führte er die junge Haflingerstute aus dem Stall. Brav und ahnungslos folgte sie dem Stallburschen. Ich holte in der Zwischenzeit einen Dummy, welcher die Stute an das Gewicht eines Reiters gewöhnen soll. Nachdem ich den Dummy zum Roundpen getragen hatte, eilte ich erneut in den Stall um Trense, Sattelpad und Westernsattel zu holen. Ich hätte zwar vor, Lune in Zunft ohne Gebiss zu reiten - doch sollte sie sich an das Gebiss gewöhnen, sollte ich es irgendwann mal benötigen. Ty wartete artig im Roundpen und verwöhnte in der Zwischenzeit die Stute mit sanften Fingerbewegungen. Ich rollte mit den Augen als ich den dösenden Blick der Stute sah. "Lass uns beginnen", Ty nahm den Strick auf "Ich werde Lune nun für dich halten. Als erstes werden wir sie mit dem Gewicht des Dummys vertraut machen. Drücke erstmal mit den Handflächen auf ihren Rücken, nicht all zu fest - aber es sollte Druck vorhanden sein." Ty befolgte meinen Anweisungen und verlagerte sein Gewicht in seine Handflächen. Lune zuckte kurz zusammen, anschließend beschnupperte sie Ty neugierig. Ich kraulte die Stute sanft, sodass Ty nun den Dummy auf den Rücken legen konnte. "Sei vorsichtig und lege ihn mit ruhigen Bewegungen drauf. Wir wollen die Stute nicht verängstigen". Als der Dummy ihren Rücken erreichte, wollte die Stute nach vorne los preschen. Doch ich hatte sie fest im Griff und beruhigte sie, indem ich ihre Stirn mit Kreisbewegungen kraulte. "So ist braaav", murmelte ich mit tiefer Stimme. "Das machst du gut Ty. Ich führe Lune nun eine Runde durch den Roundpen. Lune taumelte neben mir her, kämpfte immer noch mit dem 'Ding' auf ihren Rücken. Dennoch vertraute sie mir und versuchte nicht zu buckeln, oder los zu rennen. Nachdem ich wieder stehen blieb, sagte ich Ty, er solle den Dummy vom Pferd nehmen und das Westernpad auf den Rücken legen. Dieses akzeptierte Lune, es war schließlich leichter als der Dummy - außerdem war sie an Decken gewöhnt. "Und jetzt den Sattel" - Die Stute wollte immer wieder ausweichen, als sie das riesige Monster sah - doch dazu ließ ich ihr keine Wahl. Ehe sie in Panik geriert, rieb ich sie sanft mit Lavendelöl ein, das lenkte sie ein wenig ab. "So ist gut Ty, und jetzt drauf damit". Möglichst sanft, schwang er den Sattel über den Rücken. Nun trat Lune aus, machte einen kleinen Buckler und wollte erneut lospreschen. "Sie weicht jetzt nicht aus, will aber den Sattel von ihrem Rücken bekommen. Ist ja selbstverständlich wenn man sich in ihre Lage versetzt", erklärte ich Ty. Ich hielt sie auf, führte sie stattdessen noch mal eine Runde. Wir mussten aufpassen, dass der Sattel nicht vom Rücken fiel - immerhin war er noch nicht fest gegurtet. "Ty, den Gurt... mach ihn erstmal locker." Lune lehnte die die Ohren nach hinten, der Gurt war recht locker angezogen - dennoch so fest, dass der Sattel nicht runterfallen konnte. "Wir longieren sie erstmal. Dann regt sie sich ab." Wie auch beim Join-Up scheuchten wir die Stute durch den Zirkel. Sie richtete relativ schnell die Ohren nach innen und begann zu kauen. Es war immerhin nicht das erste mal das Lune ein Join-Up machte. Nachdem die Stute zu uns lief, fuhren wir mit dem Training fort. „Nun die Trense“, ich reichte dem Jungen die dunkelbraune Westerntrense und machte ihm Platz. „Halt am besten ein Leckerchen unter dem Gebiss“. Leckerchen ? Die Stute nahm die Trense nichts ahnend entgegen. Das war unser Vorteil ! Lune war an manchen Tagen echt verfressen. Mümmelnd genoss sie das Banenen-Apfel-Leckerchen und sabberte fröhlich auf den Sand. „Besser ging es nicht oder?“

      „Nein, besser hätte es gar nicht werden können“.

      Wir lachten und lobten die Stute. Ehe sie sich gegen die Trense wehrte, reichten wir ihr das nächste Leckerchen. Lune hatte richtig Spaß sich mit solchen Köstlichkeiten bedienen zu lassen. Ob sie die Trense überhaupt wahr nahm ? „Wir führen sie erstmal ok?“, Ty nickte, nahm die Zügel und führte die Stute durch den Roundpen. Sanft redeten wir auf sie ein, lobten sie und reichten hin und wieder die ein oder andere Köstlichkeit entgegen. Nun war die Stute entspannt genug, damit wir nachgurten konnten. Ty zog den Gurt an. Lune stöhnte etwas, das war sie einfach noch nicht gewohnt. „Ty, ich steig lieber zuerst auf, für den Fall der Fälle“

      „Ich kann das auch gerne machen“, bestand Ty. Also überließ ich ihm die Zügel und beobachtete ihn wie er mit einem Mal auf dem Pferd saß. Die Zügel blieben locker, ich fixierte Lune zur Sicherheit, sie sollte ja nicht gleich lospreschen. „Und jetzt lob sie kräftig“. Sie wurde nahezu verwöhnt. Während Ty sie streichelte, ihren Hals klatschte und sie lobte, versorgte ich sie mit Bananen Leckerchen. „Super Lune!“. „Und jetzt mach langsam Ty.“, er ritt im Schritt durch den Zirkel. Hielt zwischendurch mal an, wurde manchmal schneller. Die Zügel blieben locker.

      Nach einer guten Stunde, hatten wir es geschafft Lune in allen Gangarten zu reiten. Natürlich mussten wir die Übung mehrmals wiederholen, ansonsten könnte man nicht sicher gehen, dass sie wirklich reitbar ist.



      „Ty, kümmer du dich um Lune... Futter, Wasser, Striegeln, eindecken. Ich trainiere nämlich jetzt Windsor.“ Windsor war ein robuster Haflinger. Er hatte bereits ein Dressurturnier gewonnen und wurde mehrmals trainiert. Ich war stolz ihn im Stall stehen zu haben. Elsaria, eine nette Frau mit welcher ich vor Jahren mal Kontakt hatte – war die ehemalige Besitzerin von Windsor. Mit ihr hatte ich in früheren Zeiten mal über eine Haflingerzucht nachgedacht. Es ist traurig, dass wir Windsor nun eine so lange Zeit besaßen und er immer noch nicht gekört war. Aber das Leben war leider kein Ponyhof. Also trainierten wir ihn regelmäßig um ihn für die Kör, aber auch für die kommenden Turniere in Form zu halten. Windsor war für ein Haflinger recht erfahren was die Dressur angeht. Darum musste er heute für das S-Niveau vorbereitet werden. Diesen Monat müssten wir das halten aus der Passage, die Traversalverschiebung im Galopp, eine halbe und ganze Pirouette im versammelten Galopp, den fliegenden Galoppwechsel, die Schaukel, die Piaffe und die Passage üben. Aber auch einige neue Bahnfiguren würden auf uns zu kommen. Da ich mich die letzten Tage bereits mit Windsor beschäftigt hatte, lag es nun an mir die ganzen Lektionen zu wiederholen. Auf die Piaffe freute ich mich am meisten. Es war einfach das schönste, zu merken wie das Pferd unter dem Sattel eines der schwierigsten Anforderungen erfüllt. Ich ritt Windsor zunächst im Schritt warm, anschließend trabte ich im versammelten Trab auf den Hufschlag eine ganze Bahn. Windsor sollte im Takt kommen. Gott sei Dank war heute kein regnerischer Tag. Sonst hätte ich gar nicht üben können. Leider besaßen wir auf Heartland keine Reithalle, aber wir dachte alle ernsthaft darüber nach eine zuzulegen. Doch fehlte uns dafür noch ein wenig mehr Platz. Nach 10 Minuten kam Ty zu mir. Er beobachtete mich und Windsor gespannt. „Was tust du da?“, fragte er neugierig „Das hier ist eine Traversal. Ich werde ihn nun angaloppieren um die Traversalverschiebung zu üben“. Nach der Traversalverschiebung erfolgte der fliegende Galoppwechsel. Auf der linken Hand, ritt ich eine 10 Meter Volte im Galopp. Windsor arbeitete anständig mit. Ich ritt wieder auf den Zirkel, wechselte dann erneut im fliegendem Galopp und steuerte auf die ganze Bahn zu. Ich nahm die Zügel auf und bremste Windsor in den Trab ab. In der Ecke machte ich kehrt, anschließend führte ich eine Passage aus. Ich ritt in die Mitte des Platzes, zügelte ihn erneut und gab ihm eine Beinhilfe wodurch er die Piaffe ausübte. Mit hoch angehobenen Beinen stolzierte Windsor mittig des Platzes. Ty klatschte begeistert. „Mensch, der ist ja richtig gut geworden“. Ich zog meinen imaginären Zylinder ab und verbeugte mich vor ihm. Wir lachten zusammen „Klappt super!“ In einer Travers ritt ich zurück zum Hufschlag, zügelte Windsor in einen versammelten Schritt und ritt ihn anschließend zum Tor. „Ich würde sagen er ist fertig für das nächste Turnier!“, Ty blickte stolz auf mich „Der ist echt ein Naturtalent.“.

      Nachdem wir Windsor in den Stall gebracht hatten, übernahm Caleb und deckte den schwitzenden Haflinger ein. „Fütterst du ihn?“, fragte ich den Stallburschen. „Ja“, Caleb griff bereits zum Futtereimer und bewegte sich Richtung Futterkammer. „Caleb warte, ich komme mit!“ - rief ich noch schnell hinterher. Mir fiel nämlich ein, dass wir die restlichen Pferde auch noch füttern wollten. Das würde eine Ewigkeit dauern. Gut das Mellory und Ty uns zur Hand gehen wollten. „So gab es endlich eine Möglichkeit Mellory zu beschäftigen“, dachte ich amüsiert.



      Wir begannen im Zuchtstall. Mit mehreren Schubkarren voller Heu, begaben wir uns auf den Hof. „Lass uns zuerst zur Stuten und Fohlenweide gehen“. Die sogenannte Zuchtweide. Mellory folgte mir. Caleb und Ty fuhren mit einem Traktor zur Hengstweide. Da wir nur einen Traktor besaßen mussten wir eben die Schubkarren voll Heu schieben. Auf der Stutenweide angekommen, füllte ich mit Mellory die große Heuraufe. Lana, Figaros Schattenfalter, L'ombre de la Lune, Lady Äppel, Golden Diamond und Amsterdam Girl galoppierten gierig auf die Raufe zu. Genüsslich fraßen sie das frische Heu. „Ich sehe schon, das wird nicht ausreichen. Lass uns noch mal zurück gehen und die Schubkarren füllen.

      In der Zwischenzeit füllten Caleb und Ty die Heuraufe auf der Hengstweide auf. Windsor, Bonito, Sunshine Shadow, Askan, Samie, aber auch Small Joker stürmten zu dem frischen Futter. Waren Haflinger eigentlich immer so verfressen ? Jargo schlief unter dem Unterstand, neben ihm stand Burberry. „Ich glaube der Unterstand müsste auch mal wieder gemistet werden“, Ty seufzte. Da kam L'ombe de la Figaro auf die beiden zugetrabt. „Ja, du bist bestimmt gleicher Meinung was?“ er kraulte den Hengst. Suburb Lights kam schließlich auch zu der Herde galoppiert um vom Heu zu fressen. Golden Samurai döste in der Herbstsonne und Sternsinger schmuste mit Abajo. „Caleb lass und mal den Offenstall ausmisten“. Caleb stöhnte, gab aber dann nach.

      Mellory und ich erreichten wieder die Stutenweide, und wir begaben uns zur zweiten Raufe. Als wir diese aufgefüllt hatten, kamen schon die kleinen Fohlen Picola und Mirabella auf sie zu. Fröhlich knabberten die beiden an unseren Jacken. Mrs. Pretty und Little Baby trottelten entspannt zu der zweiten Raufe um sich schließlich auch etwas zu gönnen. Aber auch Calla und Nachtigall kamen nach. Nordstern und Meike schienen kein Interesse zu haben, sie blieben lieber mit Money in a Bank und Nimué zusammen am Fluss um zu trinken. Die Haflinger wären hiermit versorgt. „Lass uns nun zu der anderen Stutenweide gehen. Vorher müssen wir aber noch mal Heu auffüllen“ - Leider war der Alltag auf Heartland nicht immer amüsant. Darum mussten wir uns auch solchen monotonen Aufgaben widmen. Auf der anderen Stutenweide standen Rékja, Maelis, Wikotikabesa, Puppy, Mon Chérie, The Death Angel, Burnin Castiel, Valentines Cillion, Par Dieux, Cabbalero, Findus, HGT's Dead Snow und die kleine Cindarella. Während wir uns um die Heuraufen der Stuten kümmerten, waren Ty und Caleb mit dem ausmisten des Offenstalls fertig. Sie fuhren mit dem Trecker durch und schoben den Mist nach draußen. Als sie fertig waren begaben sie sich zur Hengstweide um auch die anderen Hengste zu versorgen. The Black Death, Prince of the Half Moon, Laktritz und Luzifer, Azzurro, Skywalker, Panino und Herbert, standen mit Celsius, As war Fades und I See you zusammen in einer Herde.



      Nun waren alle Pferde versorgt. Erleichtert und doch völlig ausgepowert verbrachten wir den Abend gemeinsam im Wohnzimmer. „Wir sollten echt mehr Stallburschen einstellen“. Sagte Lou zu uns. „Ihr seht ja völlig fertig aus!“.
    • Jackie

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      26. Oktober 2015 - Hufschmiedbesuch
      11.820 Zeichen © Bracelet


      Am Morgen des 25. Oktobers 2015 kam ich schon gegen 7 Uhr auf das wunderbare Haflingersport und Zuchtgestüt Heartland, welches unter der Führung der Familie Fleming stand. Vor einer Woche hatte ich von dieser auch meinen Auftrag bekommen. Leider war es mir nicht möglich früher anzureisen, da mein eigenes Gestüt, welches kurz vor dem Umzug nach Schweden stand und mich dementsprechend dringend brauchte.
      Wie dem auch sei, nun war ich hier; in Millarville, Kanada. Ich hatte mir solange ich hier war einen größeren Jeep ausgeliehen, in welchem mein ganzer Kram zu verstauen war. Hufmesser, Feilen, Zangen, Hufeisen, Hammer und alles Mögliche andere, ja - sogar ein spezieller Eisen-Ofen war mit dabei.
      Kälte. Dies war das erste, was mich hier auf dem Anwesen in Empfang nahm. ,,Brr.'',stieß ich aus und wickelte mich schnell in meine Jacke, die ich nun in Windeseile zuzippte. Dann ging ich nach hinten um mein Köfferchen, in dem die wichtigsten Utensilien waren, aus dem Auto zu nehmen.
      ,,Was machst du da?'',hörte ich eine Stimme aus dem Hintergrund sagen. Ich drehte mich um und blickte in die großen, braunen Augen eines braunhaarigen Mädchens. Sie lächelte mich an und fragte ,,Achso - du bist die Hufschmiedin, oder?''. Ich nickte kurz, nahm mein Köfferchen aus dem Kofferraum und sagte lieb:,,Jap. Und wer bist du?'' ,,Georgie.'',entgegnete sie als mich dann auch schon Amy, mit der ich zuvor telefoniert hatte, begrüßte.
      Diese führte mich anschließend auch zu den Pferden. Sie erzählte mir auf dem Weg, dass sie schon im Vorhinein alle geputzt hatte und ich nun nur mehr meine Arbeit tun müsse. Amy Fleming war, wie gewohnt, sehr sympathisch, weshalb mir dieser Auftrag heute wohl ebenso sympathisch erschien. Dennoch entschieden das dann immernoch die Pferde. Also sahen wir mal.
      Mein erster vierbeiniger Patient war Bonito, ein überaus kräftiger, hübscher Haflingerhengst. Er erschien mir von Anfang an sehr ruhig und ausgeglichen, weshalb ich mir beinahe sicher war, dass ich keine Probleme mit ihm haben würde, was sich nachher bestätigte.
      Er stand ganz brav da und gab gehorsam immer sein Bein her, wenn ich ihn im Laufe des Prozedere darum bat. Als erstes begann ich mit der Hufkontrolle. Dabei begutachtete ich die Hufstellung, den Winkel des Hufhorns, Strahl und Sohle, sowie sein Gangbild in Form eines Vortrabens. Mit diesem wurde auch begonnen. Dabei durfte Amy laufen und ich guckte kritisch auf Bonitos Hufe. Alles gut. Sowohl im Trab als auch im Schritt zeigte sich nichts ungewöhnliches oder auffälliges. Was den Hufzustand an sich betraf, stellte ich fest, dass diese zwar sehr gut gepflegt waren, dennoch aber Eisen brauchte. Dies hatte Amy mir aber zuvor schon berichtet, denn er sollte ganz spezielle Slidingeisen bekommen, die ich üblicherweise nicht im Repertoire hatte und extra besorgen musste.
      Nun - hier waren sie. Die im Vorfeld besprochene Größe passte optimal, weshalb ich die Eisen nun nur noch in meinem Ofen erwärmen und aufbrennen musste. Selbst diese, oftmals kritische, Angelegenheit meisterte Bonito ohne mit der Wimper zu zucken. Er war anscheinend schon ein alter Hase in diesem 'Business'. Zu guter Letzt bekam der Hübsche noch auf allen vier Hufen eine gute Schicht Hufbalsam, woraufhin diese wunderbar glänzten. Dann durfte er auch wieder auf die Wiese, da ich ihn, noch vorm beschlagen, ausgeschnitten und korrigiert hatte und nun alles wieder in bester Ordnung war.
      Die nächste Kandidatin war Calla, die Blume. Diese Stute gefiel mir besonders gut, da sie diesen süßen, verhätschelten Welpenblick absolut beherrschte und mich damit ganz und gar in ihren Bann zog. Im Juli diesen Jahres hatte ich die Jährlingsstute zum ersten Mal besucht. Nun fand das Widersehen statt.
      ,,Na du?'',sagte ich zu ihr. Sie spitzte daraufhin neugierig ihre kleinen Öhrchen und tapselte auf mich zu. ,,Wiieh.'' Ich grinste. ob sie mich tatsächlich noch kannte, oder nur an dem Leckerchen in meiner Jackentasche interessiert war, wusste ich nicht. Möglicherweise war es auch eine Mischung aus Beidem. ,,Hier.'',sagte ich dann grinsend und hielt ihr meine Hand samt dem Leckerli hin. Amy lachte: ,,Sie bekommt wirklich immer was sie will.''
      Nach einer kleinen Annäherungsphase begann ich dann auch ihre Hufe zu kontrollieren, wobei ich wieder darauf achtete, dass sie das ganze so angenehm wie möglich empfand. Immerhin waren die jetzigen Eindrücke Callas prägend für den Verlauf des Rests ihres Lebens. Sie schien es aber gar nicht nicht zu genießen, dass ich und Amy ihr so viel Aufmerksamkeit schenkten. Im Gegenteil. Sie machte brav mit und schnaubte hin und wieder.
      Die Hüfchen waren ausgezeichnet. Bloß etwas Ausschneiden war von Nöten, weshalb ich dann mit meinem Hufrinnenmesser das lose, beziehungsweise überschüssige, Horn von ihren Hufen entfernte und auch ihren Strahl etwas korrigierte.
      Danach war sie auch schon fertig und bekam nur noch ein wenig Hufbalsam aufgepinselt ehe sie wieder zurück zum Spielen mit den Anderen durfte.
      ,,Und das ist Nachtigall.'',sagte Amy. Auch dieses Stütchen war außerordentlich hübsch, kein Wunder dass sie gekört war.
      Nachdem ich sie etwas schnuppern ließ und sie sich an mich gewöhnt hatte begutachtete ich auch ihre Hufe. Anders als bei den beiden ersten Pferden, wollte Nachtigall nicht so recht ihre Beine heben, tat dies dann im Endeffekt aber trotzdem. Es war mir klar, dass sie mich wohl etwas testete, was völlig okay war. Hätte ja sein können, dass ich sie dann gleich wieder in Ruhe gelassen hätte.
      Was bei der Stute außer Ausschneiden nötig war, war eine Kürzung der Hufe, welche ich sehr behutsam aber effektiv vollzog, nachdem ich ihre alten Hufeisen heruntergab. Nachdem dies getan war, bereitete ich die Trageflächen auf den neuen Beschlag vor. Dazu wurde gefeilt und geraspelt bis alles schön glatt war. Dies bat dann das optimale Fundament für den neuen Slidingbeschlag, welchen ich ihr daraufhin verpasste. Den letzten Schliff gab ich, durch das Aufpinseln des Hufbalsams.
      Auch Small Joker und Samie, meine nächsten Clienten, wurden nach einer ausführlichen Kontrolle von ihren alten Eisen getrennt und, nachdem ihre Hufe ausgeschnitten und korrigiert wurden, neu mit Slidinghufeisen beschlagen.
      Dann folgte Nordstern. Ein hübsches, erst etwas schüchternes Pony. Nach ein wenig Schnuppern wachte sie allerdings langsam auf und zeigte etwas Entspannung. Bei der Hufkontrolle fiel auf, dass sie sehr trockene Hufe hatte, die kleine, aber eher tiefe Risse aufwiesen. Dies sollte natürlich lieber nicht sein, weshalb ich Amy sagte, dass sie bei dieser Stute einfach doppelt so oft einfetten, beziehungsweise einbalsamieren sollte, als bei den anderen Pferden. Es konnte in diesem Fall nicht schaden und war für den Winter auch ganz gut, da das Hufbalsam, welches ich Amy extra für dieses Pony mitgenommen hatte vor der Kälte schützte. Um gleich damit anzufangen fettete ich alle vier Hüfchen ordentlich mit dem Zeug ein.
      Danach ging es zu Money in a Bank, welche kontrolliert, mit Hufbalsam bepinselt, ausgeschnitten und korrigiert wurde. Ebenso fand bei ihr ein Umstieg von Militaryeisen auf die deutlich leichtere Variante der Kunststoffesen statt. Dies klappte sehr gut und ohne Komplikationen, da die Stute sehr brav im Umgang war.
      Das nächste Pony war Nimué. Sie schien mich von Anfang an zu mögen und bewies aufs neue, wie gut die Pferde der Familie Fleming erzogen waren.
      Bei der Kontrolle Nimué's Hufen machte ich jedoch die Entdeckung, dass die Kleine eine sehr starke Abnutzung der Trageflächen hatte und deswegen dringend Hufeisen benötigte, ehe sich eine Fehlstellung einschleichen konnte.
      Bevor ich sie allerdings beschlagen konnte musste sie ausgeschnitten werden. Ebenso musste ich ihre Hufe etwas in Form raspeln, damit die Eisen gleichmäßig saßen. Erst dann konnte ich die Größe der Eisen bestimmen und diese anschließend auf Nimués Hufe aufbrennen, wobei die junge Stute sich erst etwas erschrak, dann jedoch nach und nach gelassener wurde. Danach wurden die Eisen im kalten Wasserbad versenkt und aufgenagelt, wobei die junge Stute außerordentlich brav war.
      Zu guter Letzt wurde auch bei ihr Hufbalsam aufgetragen.
      Daraufhin kontrollierte ich Jargo und Mrs. Pretty, bei welchen alles in bester Ordnung war. Dennoch wurden Beide ausgeschnitten und leicht in der Hufform korrigiert, damit die neuen Eisen gut saßen. Die Neuen waren nun allerdings keine Stahleisen mehr sondern eine Variante aus Kunststoff, mit welcher ich auch Nimué beschlagen hatte. Das Besondere an diesen Eisen war, neben des optimalen Gewichtes, dass sie beim Laufen den Stoß dämpfen und somit die Gelenke schonen.
      Und auch zwei weitere Pferde bekamen, nach ausgiebiger Kontrolle und einer leichten Hufkorrektur und Ausschneiden, leichte Kunststoffeisen. Dabei handelte sich um Suburb Lights und Little Baby. Bei Suburb Lights sorgten die Eisen für eine langfristige Korrektur der Hufstellung, welche nicht optimal war. Die neuen Eisen waren so angepasst, dass sie wie eine Einlage wirkten und das Stellungsproblem behoben. Bei Little Baby sollten die Eisen lediglich das Fortschreiten der Hufabnutzung verhindern. Die Beiden bekamen ebenfalls etwas Hufbalsam, für etwas mehr Feuchtigkeit.
      Mein nächster Patient war der bekannte L'ombre de la Figaro. Er war der wohl gefragteste Deckhengst dieses Gestüts und umso dringender war die Behebung eines Problems. Figaro, wie er liebevoll genannt wurde, lahmte nämlich seit zwei Tagen und konnte so seine zuchttechnischen Pflichten nicht erfüllen. Ebenso belastete natürlich einfach die Unklarheit über den Gesundheitszustandes des Hengstes.
      Erst ließ ich ihn mir im Schritt vorführen und anschließend auch im Trab. Ich beobachtete das ganze sehr genau und stellte fest, dass er, wenn er stand wohl kaum Schmerzen haben konnte. Dies las ich seines Erscheinungsbildes ab. Also musste das Problem entweder am Stoß, also der Belastung, oder am Eisen liegen, was sich bestätigte. Es war schlichtwegs etwas locker; Von außen kaum bis gar nicht bemerkbar, für das Pferd allerdings störend und, je mehr diesem Problem Beachtung geschenkt wurde, konnte es das Gangbild beeinflussen. Dadurch, dass das Pferd dem nervenden Gefühl ein Ende setzen will.
      Gottseidank ließ sich das schnell beheben. ,,Klick klick.'',schon waren die Nägel heraus geklippst und das Eisen konnte abgenommen werden.
      Dann wurde noch der Rest kontrolliert und die Hufe ausgeschnitten. Eine Korrektur war nicht mehr notwendig. Bloß ein neuer Beschlag sollte her. Diesmal zwei Paar Aluminiumeisen mit Stollen zum hinein und herausschrauben.
      Dann wurden die Hufe noch mit Balsam bepinselt und Figaro ging es wieder bestens.
      Der nächste war Abajo. Ein Pferd mit sehr interessanter Fellfarbe. Er war nämlich ein Lehmfuchs, und nach all den Lichtfüchsen, eine wahre Besonderheit für mich, zumal ich diese Färbung noch nie in echt beobachten konnte.
      Die Hufkontrolle bei Abajo verlief sehr gut und zeigte, dass er sehr gesunde und harte Hufe hatte. Dennoch mussten die alten Hufeisen herunter, ausgeschnitten und korrigiert werden und anschließend neue Slidingeisen drauf. Dabei war er sehr gutmütig und brav, was mir die Arbeit sehr leicht machte. Zum Schluss bekam er auch noch etwas Hufbalsam.
      Und last but not least: Picola und Mirabella. Zwei Fohlis, die kontrolliert und ausgeschnitten werden sollen. Eine Korrektur war bei Beiden nicht notwendig. Die Zusammenarbeit mit Amy klappte sehr gut, da sie die Fohlen kraulte, während ich meine Arbeit tat, und sie dadurch ganz entspannt und kooperativ waren. Ich hoffe, sie haben nun einen positiven Eindruck vom Schmied. Es wirkte jedenfalls vor Ort so.
      Nun hatte Jackie noch 6 Behälter Hufbalsam, weshalb ich ihr 3 neue Fläschchen mit gab.
      Dann war es bereits 17 Uhr und ich entschied mich sofort die Heimreise anzutreten. Amy verabschiedete mich und ich fuhr dann guten Gewissens nach Hause.
    • Jackie
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      06. November 2015 - Bodenarbeit / Zum Burzeltag alles... ?
      14.601 Zeichen © Catalina


      Zum Burzeltag alles...?

      Irgendwie hatte ich es doch in den tiefsten Tiefen meines Kopfes erahnt: Die Fünfzehnjährige in ihren Ferien mit nach Alberta mitzunehmen war nicht wirklich von Vorteil. Aber da Danielles Eltern ja einen Trip durch Skandinavien machen wollten hatte sie sich entschieden, sich ein kleines Taschengeld mit zuverdienen. Klein war wohlbemerkt nicht der treffendste Begriff, da allein der Flug ihr Taschengeld gleich nochmal übertraf. So saß das junge Teenagermädchen neben mir am Fenster, summte ein Lied vor sich hin das nicht zu ihrer typischen Rock/Pop-Sammlung passte und las ein Magazin. Vogue, auf dem Cover waren sowohl Cara Delevingne als auch Katy Perry zu sehen. Zu gerne hätte ich auch reingelugt, aber ich war ja keine 17 mehr und las dementsprechend andere … Lektüre. Belustigt schaute ich sie an, als sie verträumt in die Wolken starrte. „Du bist noch nie geflogen, richtig?“ Danielle schüttelte den Kopf. „Du fliegst jeden Monat nach Amerika oder in Europa rum. Das ist so cool!“, sagte sie und lächelte mich strahlend an.
      *
      Die Leihwagenfirma hatte mir wieder einen schwarzen Geländewagen zur Verfügung gestellt. Mittlerweile brauche ich nur noch meinen Namen und die Dauer des Aufenthalts anzugeben, tja, ich war halt häufiger in Kanada unterwegs. Alberta erstrahlte in einem klaren Blau, und obwohl es weder San Francisco oder New York war schaute die Kleinstädterin die großen Gebäudekomplexen erstaunt an. „Willkommen in Kanada, Danielle Olsen.“, meinte ich und lenkte den Wagen auf die großzügige Zufahrt zum Highway.
      Auf der Heartlandfarm angekommen, schnappte ich unsere Taschen und zog Danielle in das Hauptgebäude. Ein Glück wussten die meisten hier Bescheid dass ich sie mitgenommen hatte. Die Einzige die mir Sorgen bereitete war, o Wunder, Mellory. Nach unserer letzten Begegnung war sie unangenehm in mein Gehirn hinein gelasert worden. Kein Wunder, sie hatte mich ja des Pferdediebstahls bezichtigt. Bei der Erinnerung daran wurde ich knallrot im Gesicht. Ein helles Blitzen ließ mich vor Schreck die Taschen fallen lassen. „Haha, ich hab dich geblitzdingenst!“, Danielles HTC funkelte mir entgegen, und schon steckte sie es weg. Immer noch geflasht strich ich mir eine Strähne aus dem Gesicht und seufzte. „Wenn ich arbeite lässt du dein Handy schön in deiner Hosentasche, ja? Ich weiß nicht genau, wie Amy reagiert, wenn du ihre Pferde fotografierst, verstanden?“
      „Kein Problem, sind doch alle fotogen! Hallo!“, entgegnete mir Amy lachend. Sie trug statt des üblichen Holzfällerhemds ein T-Shirt mit Streifen und eine weite Jeans. Sofort umarmte sie mich, schunkelte ein Stückchen hin und her und grüßte dann auch Danielle mit ihrer sonst so freundlichen und warmen Art. „Wie wär's wenn ich dir die Anlage zeige, dann kann Catalina schon mit dem Training anfangen.“ Danielle nickte zögerlich. „Du hast gesagt-“ „Ich habe gesagt, dass du bei der Bodenarbeit mithelfen kannst. Lana ist da ein Stück weit zu hoch für dich, Dani. Außerdem – ich bin die Hauptverdienerin, schon vergessen? Stell keinen Unsinn an, und genieß die Zeit, die du hier ohne Arbeit verbringen wirst, ja?“, ich kopfte ihr auf die Schulter, schob unser Gepäck an ein Sofa und ging direkt zum Stall.

      „Nein nein, der Hafer kommt in die separaten Boxen! Die Futtermischungen stellst du in die Regale zu den dazugehörigen Beschriftungen! Mensch Mellory so schwer ist das doch nicht, du weißt das doch alles!“, Verzweiflung drang aus Lous Stimme, als sie das Mädchen anwies, das Futter richtig hinzustellen. Als hätte Mellory noch nie eine Futterkammer gestanden, ließ sie dann einen Bottich mit Leckerlies stehen und rief über ihre Schulter hinweg, dass sie ihre Hausaufgaben ganz vergessen habe. Lou wollte schon ansetzen, seufzte dann aber und schaute mich eher verwirrt an. „Guten Tag Louise. Wie ich sehe ist Mellory immer noch so...einzigartig wie eh und je.“, sagte ich und stellte die Leckerlies zu den anderen hin. „Du kannst dir gar nicht vorstellen, wie schlimm das mit ihr geworden ist! Direkt nachdem du heimgefahren bist hat sie im Stall Nachtwache geschoben, aus Angst, du könntest eines unserer Pferde stehlen. Das ist natürlich abwegig. Ich meine, Haflinger sind vielseitige Ponys, aber das ist ja nicht dein Zuchtziel, also...“ Ich lehnte mich an eines der Regale und schaute auf eine Kiste mit Erdbeerstücken. „Ihr füttert sie mit getrockneten Erdbeeren?“ „Oh du kannst dir gar nicht vorstellen, wie schmackhaft das ist. Gibt zwar nichts was besser ist als Hundekekse, aber die Ponys genießen das. Ist nicht gesünder als eine Möhre oder ein Apfel, aber was soll's? Ein Stück Schokolade hat noch keinem Kind geschadet.“, erklärte sie, und prüfte weiterhin den Bestand des Futters. Ich zuckte mit den Schultern und ging auf die Box von Lana zu. Das Schloss der Tür war vorsorglich noch mit einem Fahrradschloss versiegelt, denn die Stute wusste sich ihren Weg zu bahnen. Ich merkte schon von vornherein, wie starrköpfig sie war.

      Als sie angebunden vor dem Platz stand, prüfte ich den Panikknoten gleich zweimal und beeilte mich, um das Gatter des Reitplatzes zu öffnen. Doch Lana blieb mit hängendem Kopf stehen und wartete darauf, von mir wieder befreit zu werden. Kaum folgte sie mir steckte ihr Maul in meiner Jackentasche. Ich wurde ja eingehend davor gewarnt, etwas Leckeres oder auch Gefährliches in meinen Taschen aufzubewahren. Gut, das kannte ich ja auch vom Punktestrolch. Lana bewies sich als ein Könnerpferd unterm Sattel. Die ersten zwanzig Minuten kamen wir leider nicht direkt zum Springen, aber dafür zeigte sie, wie toll sie sich unter dem Sattel gebähren konnte. Als sie dann aber mitkriegte, dass ich einfach ruhig dagegen arbeitete, kam auch sie runter von ihrem Trip. Ich war schon halb durchgeschwitzt und schälte mich aus meiner Jacke. Ein Glück standen Amy und Danielle am Platz und nahmen sie mir ab. „Hast du dich eingelebt auf ihr?“ Ich schüttelte den Kopf und gab keine weitere Antwort. Lana grunzte auf einmal und machte ein glucksendes Geräusch. Es hörte sich an wie eine Mischung aus Husten und Schluckauf, doch ich beachtete es gar nicht, sondern führte sie im Trab direkt auf die Hindernisse zu. Automatisch sprang sie an, wendete aber kurz vor dem Sprung ab und zog den Kopf zur Seite. Beim nächsten Mal klappte es aber. Sie entschloss sich dazu, meinen Anweisungen doch Folge zu leisten und sprang flink über den Parcours.

      Nach einer guten halben Stunde schwitzen, springen und fluchen saß ich ab. Meine Reithose klebte an den Oberschenkeln, und ächzend zog ich an dem Stoff. „Baah ich hasse das!“, sagte ich mit ärgerlicher Stimme und setzte die Kappe ab. Amy nahm mir ihre Stute ab, lockerte den Sattelgurt und bat uns beide dann, ihr kurz beim Abäppeln zu helfen. „Gerne doch, machen wir.“, sagte Danielle und krempelte die Ärmel hoch. Seufzend legte ich meine Jacke am Zaun ab und schlenderte neben ihr her zur Zuchtweide.

      Bei unserer eintönigen Arbeit wurden wir von Caleb und Ty unterstützt. Amy und Mellory arbeiteten stumm einige Meter weiter weg von uns. „Morgen hat Amy ja Geburtstag. Bäckst du irgendwas typisch deutsches, Catalina?“ Das hatte ich ganz vergessen. Nachdenklich stützte ich mich auf der Mistgabel ab. „Klar, kann ich gerne machen. Mist, das habe ich wirklich verdrängt. Gut, dass du mich dran erinnert hast, Ty.“, ich lachte, als Caleb mit einem Rutsch auf seinen Hintern fiel. Ich hatte es gar nicht gemerkt, da verging die Zeit schon sehr fix und es war schon fast Nachmittag.

      „Du nimmst Nimué und lässt sie auf dem Platz an der Longe warmlaufen, ich geh noch kurz eine andere Hose anziehen, ja?“, für die beiden anderen Stuten, die wir trainieren sollten, also Calla und Nimué war schon Vorabendbrotzeit; man merkte ihnen die Unlust an. Das ich Danielle mit den Stuten alleine ließ hatte auch einen anderen Grund. Ich musste dringend wohin und kam kurz darauf erfrischt mit einer Jeanshose zum Platz. Doch ich blieb etwas weiter weg stehen und lächelte. Die beiden Ponys pflegten sich gegenseitig, Danielle stand zwischen ihnen und kraulte ihnen den Hals. Das herrliche Bild wurde noch herrlicher, als Nimué sich dann ein wenig umdrehte und dasselbe Spielchen auch mit ihrer neuen Freundin machte. Dumm nur, dass Calla das gar nicht mehr toll fand und ihrer Gefährtin das Maul wegstieß. Danielle griff sofort in die Stricke und hielt sie auf Abstand. „Super reagiert, Dani. Komm, ich nehm dir Calla ab, dann fangen wir an, okay? Heute geht es erst einmal nur um Bodenarbeit und das Gewöhnen an Peitsche und Gerte, morgen geht’s mit den Cavalettis weiter.“, erklärte ich und wir teilten uns auf dem Platz auf. Danielle wirkte sehr selbstsicher bei dem, was sie tat. Denn obschon die Stuten an Longe und auch an Peitschen gewöhnt waren, so zuckte Nimué jedenfalls gelegentlich zusammen, wenn sie von dem fiesen Ding gepiekt wurde. Daher ließ ich Calla durchparieren und bat Dani einfach, mit der Peitsche sanft über den Körper der Stute zu streifen während sie stand. Eine Weile lang lief alles gut. Ich drehte mich munter im Kreis, trieb Calla an und schaute auf meinen Schützling. Wiehernd gab Nimué dann doch ein Lebenszeichen von sich. Mit hocherhobenen Kopf musterte sie nun die weiße Peitsche, die direkt vor ihre Nase gehalten wurde, und kaute darauf herum, entschied sich dann aber dafür, es doch nicht zu mögen und schüttelte den Kopf. Mit Calla wechselte ich die Seite und machte mit ihr genau das gleiche wie Dani es mit Nimué machte. Die Stute schien sich nicht darüber zu freuen, als sie im Stand Bekanntschaft mit der Peitsche machte und legte die Ohren an. Meine Hand strich behutsam über ihr Fell, und ihre Anspannung löste sich. Ihre Wachsamkeit verlor sie dadurch aber nicht. Ihre Ohren waren gespitzt, als die Peitsche über ihre Kruppe bis zur Schweifrübe wanderte und dann plötzlich weg war. „Ist gut, Dani! Wir machen Schluss für heute!“
      Die drei Haflinger bekamen noch jeweils einen Apfel und eine getrocknete Erdbeere (ürgs) und durften dann auf der frisch geäppelte Weide ihren Feierabend genießen.

      Auf den Hacken hin und her wippend und mit hinter dem Rücken verschränkten Armen wartete ich ungeduldig mit den anderen Arbeitern der Farm in der Eingangshalle auf Amy. Als diese dann gähnend die Treppe hinunter schlurfte, staunte sie nicht schlecht über unsere Version von Happy Birthday und wurde einzeln von jedem gratuliert. Dann blieb sie grinsend vor mir stehen. „Alles Liebe, Amy!“, ich umarmte sie herzlich und reichte ihr dann einen Umschlag. Ungeduldig knibbelte sie ihn auf und machte große Augen. „Noch mehr Training für die Ponys? Sogar mit Wassertherapie? Nein Cata wie klasse!“, sie lachte einmal auf. „Klar, ich bin so oft zu euch gekommen, da lade ich dich und drei Pferde zu mir ein. England ist auch recht schön, weißt du.“, ich ließ den Satz ausklingen und hörte nur noch Gequietsche. „Du bist fantastisch!“, bedankte sich das Burzelkind und blies dann noch eine kleine Torte mit Kerzen aus, die wir mittags als Nachtisch verzehren wollten.

      Weiter zu Lana. Sie wirkte beim Putzen regelrecht relaxt, genoss auch das Massieren mit dem Gummistriegel sowie das Säubern der Hufe. Nach dem Satteln ging es fix auf den Springplatz, damit da heute Nachmittag die zwei anderen Stuten trainiert werden konnten. Gelassen wärmten wir uns auf, nahmen uns alle Zeit der Welt und fingen dann mit dem Springen an. Lana zuckte nicht mal, als wir etwas haarscharf über eine Hecke und dann über zwei direkt hintereinander stehende Stangen sprangen und uns in die Kurven legten, um es noch über die Hürden zu schaffen. Mehr als nur Zufrieden gönnte ich ihr einige Schrittpausen, die auch ich nutzen konnte, um zum Atmen zu kommen. Es dauerte nicht lange, da stießen auch Mellory und Danielle dazu und wollten gar nicht mehr aufhören zu schnattern und zu geiern. Ich verdrehte dazu nur die Augen und spielte mit dem Tempo der Stute. Eigentlich könnte sie auch etwas schneller laufen. So ritten wir Runde um Runde, begleitet von dem Gebrabbel der Mädels, bis ich endlich absitzen konnte um dann noch Lana fertig zu machen.
      -
      „Sag mal, warum steht Lana draußen am Springplatz und pöllert gegen die Cavalettis, Cata?“ Mittagszeit. Wir aßen Bohneneintopf mit Rindfleisch. Ich saß mit dem Rücken zum Fenster und schaute sofort erstaunt aus dem Fenster, und wirklich wahr – die Ponystute haute gelangweilt gegen die Stangen. „Hast du das Vorhängeschloss zugemacht, Dani?“, die Tochter Maxines nickte nur beklemmt und ich sprang auf. Mit großen Schritten erreichte ich die Stute und führte sie dann langsam in den Stall. Besorgt schaute ich mir ihre Beine an, denn das Holz war sehr hart und konnte schon einige Blessuren verursachen. Ich konnte nichts erkennen, stellte die Stute trotzdem ein und hängte das Schloss ein. „Scott? Schaust du dir gleich mal Lanas Vorderbeine an? Ich bin mir nicht sicher, ob ich sie heute trainieren kann oder ob ich sie nicht verletze.“ Der Tierarzt nickte nur, aß aber in aller Ruhe weiter. Es eilte ja nicht.


      Nach dem Kuchen gab es für mich eine Runde Mittagsschlaf. Fluffig und lecker war der Kuchen ohne Frage – aber so mächtig wie eine Schwarzwälder Kirschtorte. Dann konnte ich gemeinsam mit Dani die Jungstuten bewegen. Lana war nicht verletzt; trotzdem sollte sie sich heute ausruhen. Mit den Vorreitern der Hindernisse (→ Cavaletti) bastelten wir einen kleinen Parcours auf dem Platz, den wir mit den Ponys entlang gehen und auch traben wollten. Die Hafis fanden Gefallen daran, sich hüpfend fortzubewegen. Die Motivationsstöckchen waren ihnen immer noch nicht geheuer; also mussten wir vorsichtig damit umgehen.
      *
      Schon nach drei Tagen Aufenthalt saßen wir wieder in unserem Wagen. Danielle saß neben mir und war eifrig dabei, Mellory zu texten. Amy kam auf uns zu gelaufen, ich ließ die Fensterscheibe runter wirren. „Ist noch was?“, fragte ich und drehte den Kopf zu ihr hin. „Ich wollte mich noch bedanken für das Geschenk, und sagen dass ich dich wahrscheinlich schon bald besuchen werde. Ohne Mellory.“, den letzten Satz wisperte sie mir ins Ohr. Denn die Quasselstrippen waren jetzt Besties.
    • Jackie

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      17. November 2015 - Tierarztbesuch
      10.117 Zeichen © Elsaria


      Heute war ein Großauftrag von Amy Flemming eingangen. Hatte sie plötzlich einen Geldsegen? Ich richtete gerade mein Auto her als mein Handy klingelte. „ Tierklinik van Helsing Adrianna?!“ sagte ich. „ Hey hier ist Amy ich wollte das weitere persönlich mit dir bereden , ich hab ja 10 Pferde in Auftrag gegeben kann man über den Preis verhandeln Zubehör Sets oder so?!“ fragte amy. Ich überlegte eigentlich bestand ich auf bares, aber ein neues zubehörset bräuchte ich auch dringend. Schließlich willigte ich ein. Ich machte mich nun auf dem weg zu Amy. Da ich sehr viel zu tun hatte kam ich auch recht früh auf dem Hof an. Ich fing mitNachtigall an. Ich ließ mir die Stute vor traben. Ihre Bewegungen waren in Ordnung leicht federnd und taktklar. Dann schaute ich mir die Zähne und Zahnfleisch an, auch diese waren vollkommen in Ordnung. Nüstern, Augen, Ohren waren auch gut zu guter letzt hörte ich Lunge, Herz und Darmgegend einmal in der Ruhephase ab und einmal nach leichter Arbeit. Auch dort war nichts festzustellen. Die Stute war vollkommen gesund. So konnte ich sie Impfen, Wurmkur verabreichen und zu guter letzt Chipen. Das war eine spritze was etwas weh tat. Nachtigall´s Chipnummer trug ich in ihr Pass ein. << DE34678894055868>>. So würde man sie überall wieder finden. Nachtigall war heute sehr brav. Ich lobte die Stute und bat nun den nächsten rauszuholen Small Joker der Haflingerhengst kann auch mal zickig werden sonst sei er aber anhänglich und verschmust und das stimmte alle mal. Ständig versuchte Joker seinen Kopf unter meinen Kittel zu bekommen. Ich ließ mich nicht beirren und ließ ihn mir vor traben. Schon n beim herausführen der Box viel mir auf das Joker vorne rechts lahmte. Trotzdem machte ich die beuge probe, und da sah man es gut. „ Joker lahmt. Ist er irgendwie was vorgefallen?!“ fragte ich Amy. Amy verneinte. „ Lahmen kann verschiedene gründe haben, z.b. unpassender Sattel, er hat es zu kalt, Steinchen im Huf oder er hat was an den sehnen und Knochen, das müssten wir dann per röntgen feststellen!“ sagte ich. Zahnfleisch und Zähne waren in Ordnung. Nüstern und Augen waren auch optimal und dann hörte ich ihn ab. Dann drückte ich ihn ab und merkte wie er im Rücken nachgab. „ Wann wurde sein Sattel angepasst? Wenn dieser nicht sein kann, leg ihm eine 150g Decke tags und nachts über auf, dann hat er es einfach zu kalt. Vielleicht kriegen wir so das lahmen dann in den Griff.! Wenns nicht besser geht musst du noch einen Termin zum röntgen machen!“ sagte ich zu amy. Wege des lahmens konnte ich trotzdem weiter fortführen. Ich impfte den Hengsten, drückte ihm eine Wurmkur rein, die er widerwillig schluckte und dann bekam auch er seinen Chip. „Na Joker vorerst hast du hinter dir!“ sagte ich lobend zum Hengsten und ließ mir nun Samie holen. Nun kam ein 9 Jähriger Haflingerhengst auf mich zu. Ich sah seinen Bewegungsablauf alles in Ordnung ist aber faul.Der etwas zurückhaltende Hengst musterte mich argwöhnisch an und ich kontrollierte erstmals Zahnfleisch und Zähne. Die Zähne müssten als nächstes gemacht werden, aber dies bespreche ich mit Amy zum Schluss alles nochmal sagen.. Samie war Patient Nummer 3 von 10. Augen und Ohren sowie Nüstern waren in Ordnung. Dann hörte ich Lunge Herz und Darmgegend ab und da zeigte der 9jährige keine Auffälligkeiten. Frech stupste mich der kleine Kerl an. „Hey gefalle ich dir etwa?!“ scherzte ich mit dem Hengsten und kraulte ihn ein wenig. Dann impfte ich ihn und gab ihm seine Wurmkur. Auch ihn musste ich ihn Chippen. Gekonnt setzte ich die Spritze und nun war ach Samie fertig. Nun kam Money

      Die hübsche Haflingerstute wartete bereits am Putzplatz auf mich. Zuerst ließ ich sie mir vorlaufen, und da entdeckte ich keinerlei Auffälligkeiten. Dann kontrollierte ich Maul Zähne und Zahnfleisch, auch diese waren in bester Form. Nun sah ich mir die Augen genauer an und auch diese waren gut. Ich tastete die Stute gründlich ab und hörte mir zum Schluss noch alles an auch da war alles in Ordnung so konnte ich money beruhigt impfen, ihren Chip verabreichen und eine Wurmkur eindrücken. Amy lud mich freundlicherweise zum Mittagessen ein, da ich noch einiges zu tun hatte. Zum Glück hatte ich nur Amy als Termin und so konnte ich mich voll und ganz auf ihre Schützlinge konzentrieren. Ich machte eine halbe Stunde mittags pause und genoss das leckere essen was wohl lou zubereitet hatte. Kesselfleisch, mit Sauerkraut war einfach der Hammer. Als nächstes kam Nimué mir wurde nimué vorgeführt und da zeigte sie mir schon deutliche Lahmheit an. So dass ich die Beugeprobe sein gelassen habe. Die Lahmheit hatte verschiedene Faktoren, vielleicht hat sie sich einfach nur vertreten und brauchte nur ein paar tage ruhe oder eine Entzündung an den Bändern. „Wenn das nicht besser wird müssen wir röntgen!!“ gab ich Bescheid und schaute mir die Stute nun weiter hin an. Zahnfleisch und Zähne waren in Ordnung Augen und Ohren auch dann Tastete ich die stute genau ab auch an den Beinen. Ich konnte leichte wärme an dem kranken Bein fühlen und hatte gute dinge das dies kein schwerer Fall von Lahmheit war. Nach dem ich sie abgetastet hatte hörte ich mir Lunge Herz und Darmgegend an als diese in Ordnung war, impfte ich die stute, und verabreichte ihren Chip und zu guter letzt noch die Wurmkur. Nimué ließ sich alles gut übergehen, und als nächstes kam Mrs. Pretty. „Sie hatte zuletzt Seelenmangel!“ sagte mir Amy. Jedoch zuerst ließ ich sie mir vorlaufen und dann fing ich mit meiner Arbeit an. Ich kontrollierte Maul Augen und Nüstern. Diese zeigten mir keine Auffälligkeiten beim abtasten passte ich nicht richtig auf und stolperte über meinen eigenen Arztkoffer und landete etwas unsanft auf der Stallgasse. „ Haben sie sich was getan?!“ erkundigte amy sich lachend. „ nein nein alles in Ordnung!“ sagte ich und stand auf und klopfte mir den Staub vom Kittel und setzte meine Arbeit fort. Nach dem abtasten hörte ich alles ab. Nun nahm ich Blutproben für das kontrollieren an selenmangel und schickte eine meine Mitarbeiterin sofort los in das befreundete englische Labor die dies schnell untersuchen konnten. Ich hoffte das ich die Ergebnisse bald auf dem Tisch hatte. Nun impfte ich sie und chippte sie und gab ihr noch die Wurmkur.

      Wie wäre mit einem Kaffee? Die 4 letzten brauchen ja nur noch durch gecheckt und geimpft und entwurmt werden und Kaffee geht immer!“ hörten wir lou rufen. „ Für eine Tasse kaffe bin ich immer zu haben! Lachte ich grinsend. Nach 15 Minuten gings weiter als nächstes kam Meike dran. Ich ließ sie vorlaufen und da war alles in Ordnung. Ich kontrollierte die Zähne und Zahnfleisch, diese waren im besten zustand. Nüstern und Augen sahen sehr gut aus. Dann tastete ich die Stute ab und achtete auf ihre Reaktionen als die stute ruhig blieb verriet es mir das es keine schmerzen empfand. Dann hörte ich noch Lunge Herz und Darmflora ab und als diese auch in Ordnung waren konnte ich Meike in ruhe impfen und ihre Wurmkur verabreichen. Nun kam Calla eine weitere Haflingerstute von Amy. Routiniert zeigte mir die Pflegerin die Stute, nach 7 Pferden sind wir ein eingespieltes Team. Meine Augen ruhten auf die Beine der stute, ihre Bewegungen waren leicht und federnd, taktklar und kraftvoll. Nun setzte ich meine Arbeit fort. Das gründliche Durch checken verlief ohne große Auffälligkeiten. Nach dem abhören impfte ich die Stute und gab ihr noch eine Wurmkur. Nun kam Bonito der Haflingerhengst zeigte mir sein können. Auch er war lahm frei und taktklar. Ein Blick ins Maul verriet mir jedoch das Bonito bald zum Zahnarzt müsste um diese zu schleifen. Aber sonst war alles in Ordnung. Nun schaute ich mir Augen an. „ Das rechte Auge beginnt leider schon den grauen Star zu entwickeln, was in seinem alter durchaus mal vorkommen kann.erklärte ich ihr. Dann tastete ich den Hengsten ab und hörte mir noch Darm Lunge und Herz an, diese waren in Ordnung und so konnte ich impfen und entwurmen. „ Das mit dem Auge ist nichts schlimmes, Bonito würde sich daran gewöhnen, sie müssen auf der rechten Seite nun schnelle Bewegungen so gut wie möglich vermeiden, auf dem Phantom oder Natursprung ist das für den Hengst keine Behinderung!“ fügte ich noch hinzu und nun kam Sunshine Shadow der letzte Patient heute. Man zeigte ihn mir, sein laufen war sehr gut, taktklar und fein säuberlich ausgeführt. Maul war in Ordnung Kopfpartei ebenso , dann tastete ich ihn ab auch da nichts auffällig dann hörte ich ihn ab Lunge Herz und Darm auch da sind die Geräusche vollkommen normal so das ich ihn impfen und entwurmen konnte. Nun klingelte mein Handy. „ Adria?!“ sagte ich. „ Oh hallo Mrs Pettison, kein Seelenmangel mehr? Das ist in Ordnung, danke für die schnelle Zusammenarbeit.!“ Sagte ich und legte auf. Dann schrieb ich Amy noch alles auf.



      Was bei einem neuen Termin gemacht werden müsste:

      Small Joker – aufgrund starkerlahmheit röntgen

      Samie- Zahnarzt

      Nimué – leichte jedoch deutlich zu sehende Lahmheit ( evtl. röntgen wenn diese nicht besser wird)

      Bonito – Zahnarzt



      Nachdem ich alles zusammengepackt hatte, trug ich meine Ergebnisse in die jeweiligen Pferdepässe ein und redete noch eine weile mit Amy. Im großen und Ganzen war ich sehr zufrieden mit den zuständen ihrer Pferde, oft möchte ich mir wünschen das es mehrere Züchter und Pferdehalter die so penibel auf das Wohl ihrer Pferde stehen und sich vor hohen Kosten nicht scheuen. Mann kann überall sparen, aber an gutem Zubehör und vor allem an der Gesundheit des Tieres jedoch nie! Gegen 20:30 stieg ich in mein PKW und machte mich noch auf die lange fahrt nachhause, den morgen müsste ich mir noch einige Pferde ansehen. Im Auto hoffte ich noch das amy Flemming mit mir zufrieden war, auch wenn der Termin recht lange dauerte, aber ich hatte es einfach lieber jedes einzelne Pferd genauer anzusehen als nur schnell schnell um möglichst viel zu schaffen wie einige meiner Kollegen leider so arbeiten. Mir liegt das Wohl meiner Patienten an erster Stelle.
    • Jackie
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      17. November 2015 - Zu Besuch bei Catalina Dixon
      24.411 Zeichen © Jackie


      Bevor ich mit Golden Samurai, Pearl und First von Rothen zu Catalina fuhr...

      "Ty würdest du mal bitte kommen ?", rief ich über meine Schulter hinweg - in der Hoffnung das Ty mich hören konnte. Ty, welcher sich in der Futterkammer befand, war mit seinen eigenen Kram beschäftigt und konnte mich somit nicht hören. Ich seufzte, drehte mich um, um schließlich nach Ty zu suchen. "Tyy!", rief ich durch den Stall - "Amy ? Was ist ?", er wirkte überrascht. "Hast du dich um die Boxen gekümmert ?", heute sollten drei Trainingspferde ankommen, welche für die nächste Kür fit gemacht werden sollten. "Ich habe die Boxen ausgemistet und war gerade dabei das Futter zu holen". Ich gab ihm einen Kuss, als Zeichen meiner Dankbarkeit. "Wir müssen echt mal jemanden finden der deine Arbeit übernimmt. Sonst bleibt uns ja niemals etwas Zeit für uns beide" er lächelte müde.

      Auf dem Hof hörte man bereits einen größeren Transporter einfahren. Es waren Jill K. Facer und Hunter Crowley. Als Hunter vor den Ställen anhielt, half er seiner Cousine aus dem Auto. Die knapp 30 jährige wunk mir zu, was mein Herz einen Satz höher schlugen ließ. Ich kannte die beiden noch nicht persönlich, bis jetzt hatten wir uns lediglich über emails ausgetauscht. Von daher war ich um so aufgeregter die Beiden endlich zu sehen. Jill war mir schon auf Anhieb sympathisch - sie war eine der wenigen, die trotz meines jungen Alters nicht an meiner Arbeit zweifelte. "Huhu Jiiill!" rief ich laut und strahlte über beide Ohren. Ich reichte ihr die Hand und stellte mich vor "Amy Fleming, am besten bringen wir erst einmal die Pferde unter, danach kann ich dich ja mal Rum führen. " - "na da sag ich doch nicht nein", antwortete Jill. Ty half Hunter und nahm Iceflower und Denila ab, während Hunter Princess Samsa führte. Schnell stellte sich heraus, welche von den drei Pferden am schwierigsten zu händeln sein würde. Princess hob den Kopf, blähte die Nüstern weit auf und gab schrilles Wiehern vom sich. Dabei weigerte sie sich abrupt nur einen Schritt weiter zu gehen. Ich wartete ab und beobachtete Hunter, in der Hoffnung zu sehen, wie man in einer solchen Situation mit Princess umgehen sollte. Hunter versetzte ihr einen klaps mit dem Strick und zuppelte in kurzen Abständen daran um die Stute aufzufordern weiterzugehen. Und tatsächlich, Princess machte einen großen Schritt nach vorn. Ich ging voraus und zeigte den Gästen die zukünftigen Boxen ihrer Pferde. "Wir besitzen einen eigenen Stall für Trainingspferde, die Boxen sind schon frisch zurecht gemacht. Die Weide für die Trainingspferde befindet sich auch hinter dem Stall." stolz deutete ich mit meiner Hand auf die geräumigen Holzboxen. "Sehr rustikal ", sagte Hunter schmunzelnd. "Aber nun gut", ich öffnete die Boxentür und beobachtete Hunter dabei, wie er Princess in die Box verfrachtete. Währenddessen führte Ty Iceflower und Denila in ihre eigenen Boxen. "Nun, die drei sollten sich für heute erst einmal ausruhen. Wenn ihr mich begleiten würdet", ich führte die beiden in unser kleines Farmhaus und machte ihnen am Esstisch platz. Lou reichte ihnen die Hand, ihre braunen Augen strahlten richtig vor Freude. "Wollt ihr Tee oder Kaffee trinken ?", fragte Lou durch den Raum. Ty meldete sich natürlich als erstes, "Ich nehm einen Kaffee, Jack möchte glaube ich auch.", grummelnd bestätigte Jack, dass Ty richtig lag. Schließlich meldete sich Hunter zu Wort. "Ich probiere heute mal einen Tee, Jill hätte auch gerne einen". Ich setzte mich zu ihnen am Tisch und ging den Trainingsvertrag durch. "Hier bitte einmal unterschreiben.... und dort bräuchte ich auch noch mal deine Unterschrift, danke !". Wenige Minuten später reichte uns Lou einen Rooibus-Tee. Meine Lieblingssorte. Gemütlich plauderten wir noch eine Weile, ehe Jill und Hunter wieder abreisten.
      "Macht es gut! Bis demnächst!", rief ich den beiden zu. "Siehst du Ty, hat doch zeitlich perfekt gepasst", sagte ich erleichtert. Kurz darauf traf auch schon Adriana van Helsing ein, sie war unsere Stammtierärztin und versorgte die Haflinger fast monatlich. Letztens hatte ich mit Adriana über Sir Outlaw gesprochen. Ein fuchsiger Trakehner Hengst. Adriana war am verzweifeln, weil er manchmal echt ein Sturkopf sein konnte, dabei musste er doch für die Zucht fertig gemacht werden. Also erklärte ich mich bereit ihn zu trainieren, gegen ein wenig Hilfe auf Heartland. Adriana willigte ein und war nun auf den Weg mit Sir Outlaw. Ich begrüßte die Tierärztin freudig, nahm ihr den Hengst ab und führte ihn - wenn auch mit Schwierigkeiten, in die frisch gemacht Box. Im Trainingstall blickte Iceflower ihn neugierig an, ein Hengst sieht man schließlich nicht alle Tage. Damit Adriana den weiten Weg nicht umsonst gefahren ist, kümmerte sie sich noch um Sunshine Shadow, Bonito, Calla, Nachtigall, Small Joker, Samie, Money in a Bank, Nimué, Meike und Mrs. Pretty. Leider mussten wir feststellen, dass Bonito bereits den grauen Star entwickelte, aber irgendwann musste es ja dazu kommen. Da wir heute noch zu Catalina fahren, bzw. teilweise fliegen wollten. Würde es eine lange Reise werden, weshalb wir wahrscheinlich erst morgen ankommen würden. Also machten wir uns jetzt schon auf den Weg und verabschiedeten uns von Adriana, welche noch ihren Sachen packte. Lou würde noch ein Weilchen mit ihr reden ehe sie sie gehen lassen würde.
      Ty verlud nur noch die drei Pferde in den großen Transporter und setzte sich schließlich an das Steuer.

      Nachdem wir bei Catalina waren....

      Nachdem ich mich von Catalina, Dani und Oscar verabschiedet hatte und mit Ty vom Hof fuhr, überkam mich glatt ein wenig 'Heimweh' - aber nicht nach Heartland, nein ganz im Gegenteil. Die letzten Tage waren wirklich aufregend und vor allem erholend. "Hast ja komische Freunde Amy", sagte Chase in einem scharfen Ton und grinste schelmisch, als hätte er gerade einen guten Witz gemacht. Soraya blickte ihn mit großen Augen an, aber auch ich drehte mich über den Beifahrersitz hinweg um ihn nahezu entgeistert anzublicken. "Sag mal, was ist dein Problem Chase !?", Ty der am Steuer saß versuchte sich zu konzentrieren. Chase blieb kühl und zog seine Brauen hoch, in einem völlig arroganten Ton sagte er bloß "Na, hast du gesehen wie unfreundlich die sind ? Und wirklich berühmt scheinen die ja jetzt auch nicht zu sein". Ich fauchte ihn wütend an "Du tickst wohl nicht richtig !! Catalina ist eine der besten Trainerinnen die ich kenne ! Wenn nicht sogar besser als ich! Hast du dich schon mal angesehen Chase ? Du bist ein egoistisches Arsc...", Soraya wirkte ein wenig aufgelöst, blickte mich flehend an und sprach mir ins Wort "Bitte regt euch ab!", ich konnte ihr Verhalten nachvollziehen, immerhin war Chase ihr Freund. Doch brachte ich es nicht über mein Herz, Soraya die Wahrheit über Chase zu erzählen. Triumphierend grinste Chase mich an, als hätte er gerade im Lotto gewonnen - Soraya zu liebe blieb ich jedoch ruhig. Ty wütete innerlich - seine Gedanken brodelten, was er doch alles am liebsten Chase angetan hätte. Als ich mich umdrehte um den Streit ein Ende zu mache... "VORSICHT REH!", entgeistert schrie ich Ty an, nun erkannten auch meine 'Freunde' auf der Rückbank, dass wir Ty vollkommen abgelenkt hatten.

      Quietschende Autoreifen, eine Vollbremsung, ich duckte mich blitzartig und spürte nur noch wie das gewaltige Tier auf die Kühlerhaube und schließlich in die Windschutzscheibe einschlug. Ich richtete mich in Zeitlupe auf, blinzelte immer noch erschrocken und tastete meinen Körper ab. "Seit ihr alle Ok ?", sagte ich kleinlaut - immer noch geschockt. Soraya schluchzte leise, wurde aber gleich schon von Chase beruhigt. Ty, welcher neben mir saß blutete am Kopf. "Ty ? TY !", das Reh ist durch die Windschutzscheibe geflogen, sodass der Kopf teilweise im Auto hing. Ty saß bewusstlos auf dem Fahrersitz. Ich schnallte ihn schnell ab und kletterte aus der Beifahrertür. Schnell hechtete ich zur Fahrerseite um ihn mir genauer anzusehen. Ich fasste seinen Kopf, suchte nach weiteren Verletzungen - konnte aber beruhigt feststellen, dass es nur eine Schnittwunde am Kopf war, welche durch eine Glasscherbe verursacht wurde. "Soraya ruf bitte einen Krankenwagen an !". Als wäre der Streit von eben vergessen, griff Soraya zu ihrem Handy und wählte die 112.

      Mein Handy klingelte. "Amy, oh Gott sei Dank ist euch nichts passiert !", es war Lou welche außer sich war. "Ich war gerade gelandet und wollte Golden Girl aus dem Hänger holen, als Jack mich anrief, dass ihr im Krankenhaus seit". Lous Stimme nach zu urteilen, hörte sie sich an, als hätte sie einen Marathon hinterlegt. "Alles gut Lou, Ty war nur bewusstlos. Gott sei Dank nichts schlimmes. Es geht ihm wieder besser. Fahr zu Catalina und geb ihr bescheid, dass wir noch mal zurück kommen", antwortete ich in knappen Sätzen, denn der Akku meines Handys schrumpfte auch immer mehr. "Hab dich lieb", sagte ich ihr noch schnell ehe ich auflegte. Ich griff nach meinem Handy, da es noch etwas wichtiges zu erledigen gab. In meiner Kontaktliste wählte ich Jack aus, meinen Großvater. Es dauerte eine Weile bis er dran ging. "Jack Bartlett von der Heartlandfarm" - "Jack ! Du weißt ja was passiert ist, heute schaffen wir es jedenfalls nicht nach Hause. Es ist wichtig, dass die Pferde und vor allem die Trainingspferde versorgt werden. Außerdem müssten Suburb Lights, Faster, Iceflower, Bear Totem's Denali und Princess Sansa trainiert werden. Hmm, ich weiß dass du das nicht kannst Jack... Lou ist auch nicht da... Mallory könnte sich um Suburb und Iceflower kümmern, Bubi habe ich letztens erst eingefahren - da sollte es keine Probleme geben, die Beiden müsste einige Runden an der Kutsche laufen." da kam mir ein Einfall, Dad war ja auf der Rennbahn beschäftigt, also konnte er sich um Faster und Denali kümmern. Schnell teilte ich meine Idee am Handy mit. Jack klang weniger begeistert, was aber daran lag, dass er Tim nicht leiden konnte. Das war mir jedoch egal. "Grandpa das ist wirklich wichtig ! Sag Caleb er soll sich um Princess kümmern, fahren... er ist am erfahrensten, Princess kann nämlich manchmal stur sein. Achja, da wäre noch was! Könntest du Ben anrufen, er sollte Sir Outlaw in Dressur und Amsterdam Girl in Springen trainieren ? Die Stute müsste noch für das nächste Turnier flott gemacht werden und Ben kommt einfach am besten mit sturen Pferden zurecht" - "Ja liebes, jetzt seh lieber zu, dass du eine Bleibe für heute Nacht findest."

      Als Ty einige Stunden später entlassen wurde, fuhren wir nach Cambridge zurück. Der Mietwagen mit dem wir den weiten Weg zurück fuhren, stellte sich als sehr teuer raus, was auch daran lag, dass er einen großen Transporter ziehen musste. Catalina staunte nicht schlecht als wir wieder ankamen, offenbar waren wir etwas schneller als Lou. "Was ist denn mit euch passiert ?", fragte sie lächelnd - "Wildunfall", entgegnete ich knapp. "Lou sollte gleich da sein, sie bringt Golden Girl mit". Nun kam auch Oscar an "Kommt, ich helfe euch beim verladen der Pferde... die müssen bestimmt hungrig und durstig sein....". Drinnen in Catalinas Wohnung saßen wir beisammen und aßen zu Abend, Chase blieb irgendwie außergewöhnlich ruhig. Woher der Sinneswandel ? Als ich gerade meine Nudel in den Mund stopfte, klingelte es an der Tür. "Das ist Lou!", sagte ich etwas lauter und stand auf, voller Freude meine Schwester wieder zu sehen. Ich umarmte sie nachdem ich die Tür öffnete: "Gott sei Dank ist euch nichts passiert", sagte sie noch mal - nach dem Autounfall meiner Mutter, war eben nichts mehr wie es früher einmal war.

      Währenddessen auf Heartland...

      Jack hatte Mallory bescheid gegeben, dass sie sich um Bubi und Iceflower kümmern sollte. Also striegelte sie die beiden Pferde, bevor sie sie an die kleine Kutsche spannte. Sowohl Bubi als auch Fleur waren erfahren genug um zu wissen was sie zu tun hatten. Jack half dem Mädchen beim aufspannen und schlug schließlich vor selber mit zu fahren. Das war wahrscheinlich gar nicht mal so eine schlechte Idee, da Mallory einfach viel (!) zu jung war. Sie hatte zwar Erfahrung im Springreiten, aber gefahren ist sie bis jetzt nicht oft. Jack setzte sich schließlich auf die Kutsche und drückte Mallory die Peitsche in die Hand. "Nun, es ist ganz einfach, du nimmst die Zügel auf und treibst die Pferde erst einmal an." Bubi bemerkte jedoch, neben wem er überhaupt stand. Der kleine Haflingerhengst stellte seine Ohren auf und versuchte die junge Stute zu beschnuppern. Jacks lautes Machtwort jedoch ermahnte ihn, sodass sich der Hengst wieder zu konzentrieren begann. Mallory schwang liebevoll die Peitsche, wodurch die Pferde einen Schritt nach vorne wagten. "Lass uns die gewöhnliche Waldstrecke entlang fahren. Das sollte für ein Pferd mit mittlerem Niveau ausreichen. Das junge Mädchen lenkte die Pferde an den Wegesrand, sollte jemand entgegen kommen. Nach 10 Minuten konnte sie nun rechts in den Wald abbiegen. "Wir sollten später an Tims Rindern vorbeikommen, wir reiten praktisch einen Rundweg". Nachdem die Pferde warm gelaufen waren, trieb Mallory die Beiden ein wenig mehr an. Im Trab flogen sie über den Waldboden hinweg, Bubi und Fleur waren mit Schreckmomenten vertraut, weshalb der 'Ausritt' auch durch den Wald ging und nicht auf dem Reitplatz. Bubi schnaubte angestrengt, aber auch Flower hatte ordentlich zu kämpfen. "Mallory, das machst du sehr gut", Jack wusste wie man einen motivieren konnte, denn das Mädchen strahlte über beide Ohren hinweg. Sie ließ die Pferde einige Minuten lang traben, ehe sie wieder Schritt gehen durften. nach einer halben Stunde hielten sie schließlich an, um den Pferden eine Pause zu gönnen. Jack reichte Mallory ein Sandwich, welches er zuvor eingepackt hatte. Da konnte Mallory nicht nein sagen, sofort griff sie danach und verschlang es gierig. "Mensch Jack! Ich hatte vielleicht einen Hunger ! Du bist meine letzte Rettung", schwärmte sie begeistert. Die Pferde tranken währenddessen aus einem kleinen Bach um sich etwas zu kühlen. Nachdem sich alle ausgeruht hatten ging es schließlich weiter. Es dauerte nicht lange als Mallory an der Rinderwiese entlang fuhr. Bubi blickte die großen, gehörten Rinder mit großen Augen an, er wollte glatt einen Sprung zur Seite machen, doch blieb er stattdessen stehen. War auch gescheiter von ihm. Als er merkte das Iceflower völlig ungeniert nach vorne blickte, trottelte er schließlich weiter neben ihr her. Mallory musste nur noch an Feld und Weiden vorbei, bis sie auf der Heartlandfarm ankam. "Hat doch super geklappt!", lobte Jack sie und half ihr bei den beiden Pferden. Iceflower wurde eingedeckt und schließlich in die Box gestellt. "Morgen früh kann sie wieder auf die Weide".

      Ben, Lisas Neffe stand bereits im Stall und sattelte Sir Outlaw. Er hatte den Hengst absolut unter Kontrolle. Ben war ein sehr erfahrener Reiter, doch Amy war nicht immer mit ihm einer Meinung. Während Lisa mit Jack im Wohnzimmer saß, zu Mittag aß und einen Kaffee trank - ritt Ben den Hengst auf den Platz warm. Jack erzählte ihr von Mallorys ersten 'Fahrstunde' und wie er ihr dabei geholfen hätte. Schade das Amy nicht da war, um die Beiden zu sehen. Da Jack und Lisa sich nur am Wochenende sahen, war es immer etwas besonders. Nachdem Outlaw warm war, trabte Ben im starken Trab auf den Hufschlag. Outlaw jedoch war gar nicht in guter Stimmung, er war ja auch nicht zu Hause. Ben jedoch blieb ungeniert und trieb ihn weiter an, gab ihn einen kleinen Klaps mit der Gerte und blieb im Körper gestreckt. Nun trabte der Hengst in federnden Schritten über den Platz, ritt einen Zirkel, anschließend durch die halbe Bahn und eine kleine Volte. Ben trieb den Hengst energisch an, Outlaw riss den Kopf in die Höhe und schnaubte angestrengt. "Los Junge, stell dich nicht so an!", Ben war wirklich eiskalt wie ein Fisch. Aber sein Pferd Red bewies, dass es ihm trotz seiner Methoden voll und ganz vertraut. Gut es gab Momente wo Amy ihm weiterhelfen musste - aber im großen und ganzen gehorschte ihm Red auf's Wort. Outlaw kam gar nicht erst dazu sich zu wiedersetzen. Also senkte er den Kopf und galoppierte in einem weichen, ruhigen Galopp auf den Zirkel. Nachdem er sich gefangen hatte und Ben die Zügel lockerer lassen konnte, machte er durch die Ecke kehrt und parierte ihn in den Trab. "Eine Traversale kannst du bestimmt noch nicht oder ?", murmelnd testete er alle möglichen Hilfen für die Dressur, aber vergebens - Outlaw wusste echt nicht was Ben von ihm wollte. Also stieg er ab, nahm die Gerte und half dem Pferd. Ben übte die Bewegungen, die Outlaw auszuführen hatte wenn er im Sattel saß. Natürlich musste Outlaw ihn austricksen und wollte glatt ein Reißaus machen. Doch Ben griff schnell nach den Zügeln, trieb ihn zurück und brachte ihn auf seinen Ursprünglichen Platz. "Stell dich nicht so an!", mahnte er den Hengst und arbeitete anschließend an die Traversale weiter. Für das nächste mal sollte man es vom Sattel aus probieren.
      Nach einer halben Stunde Arbeit und einer halben Stunde Training, brachte er Outlaw zurück in die Box und griff sich anschließend Amsterdam Girl. Girly sollte im Springen trainiert werden, Amy hatte die Wochen zuvor mit ihr gearbeitet, also musste Ben nur noch die Hindernisse aufstellen und das machen was er am besten konnte. Wieder ritt er die Stute warm ehe er sie springen ließ. Anschließend taxierte er einfache Trabstangen und begann mit niedrigen Steilsprüngen. Als Girly nun warm genug war, probierte er es mit einem Oxer. Leider hatte sie zu viel Geschwindigkeit drauf, weshalb ihr eine Stange zu Boden fiel. Also sprang Ben erneut vom Pferd ab und hob die Stange wieder auf. Girly blieb brav stehen. Er versuchte es erneut. Diesmal zügelte er die Stute ein klein wenig, passte den Moment an und verlagerte sein Gewicht nach vorne. Mit einem Satz war der Haflinger über den Oxer hinweg, ohne auch nur die Stange zu berühren. Der Junge lobte die Dame und ritt den restlichen Parcours mehrmals ab.

      Tim jedoch hatte Faster und Denila bereits abgeholt. Er fuhr die beiden zur Rennstrecke in Alberta. "Hallo Janice", begrüßte er seine schlanke, wirklich attraktive Freundin. Janice Wayne war ein Jokey und wirklich sehr erfahren in ihrem Beruf. Leider war sie mehr auf Geld aus. "Wow, die sehen ja wirklich richtig gut aus!", Janice bewunderte Faster "Die hier hat schon viel Erfahrung gesammelt, kann das sein ?" - Tim nickte. "Amy hat vor sie mir zu verkaufen. Ich glaube mit ihr hier könnten wir einige Gewinne ernten. Aber das hier ist Denila, ein Trainingspferd. Sie sollte später auch auf Rennen starten. Könntest du die Beiden für mich flott machen ?". Janice nickte, küsste Tim schließlich innig und begab sich auf den Weg zum Rennstall. Tim gab ihr noch einen kleinen Klaps auf ihren Hintern, ehe er ihr folgte. Faster und Denila standen angebunden vor dem Rennstall, während Tim Denilas Fell seidig bürstete, begab sich Janice mit Faster auf die Rennbahn. In einer Übungsstartbox, wartete sie darauf bis man ihr die Tür öffnete... und dann mit einem Mal, schoss Faster aus der Box und preschte am Zaun entlang. Janice zügelte sie erst ein mal, sodass sie nicht ihre ganze Energie unnötig verpowerte. In einem angenehm schnellen Galopp stürmte Faster auf die Kurve hinzu. Janice zügelte sie ein klein wenig weiter, und gab nach der Kurve ordentlich nach. Nun zischte die Stute wie von der Tarantel gestochen über die Bahn hinweg, sie streckte ihren Körper und schnaufte begeistert. Als Janice die Zielgerade sehen konnte, trieb sie das Vollblut mit der Gerte ein klein wenig an, sodass es an Geschwindigkeit zunahm. Es war wirklich erstaunlich, dass sich die junge Frau auf das Pferd halten konnte. Völlig verschwitzt und außer Atmen kamen sie am Ziel an und wurden immer langsamer. Als Janice sie schließlich zum stehen brachte, fragte sie einen Mitarbeiter nach der Zeit. "68 Sekunden, Eine Minute und acht Sekunden". Janice hob erstaunt die Augenbrauen. "Diese Stute ist der Wahnsinn ! Die hat echt was drauf !!", begeistert berichtete sie Tim von der Zeit... Zukunftspläne eröffneten sich bereits den Beiden. Nun war jedoch Denila an der Reihe. Tim half Janice in den Sattel und führte sie zur Rennstrecke. Denila müsste eine kürzere Strecke laufen, sie war schließlich noch nicht so weit wie Faster. Nach dem Startsignal preschte auch sie über die Bahn. Deutlich langsamer als Faster, aber dazu war sie ja da - um trainiert zu werden. Janice gab ihr Zügel, damit sie sich schön strecken konnte und an Tempo zunahm. Im Gegensatz zu Faster musste Denila nicht so weit galoppieren, darum näherte sich die Zielgerade relativ schnell. Janice gab ihr die Gerte um schneller zu werden, die Stute arbeitete brav mit und begann ebenfalls zu schwitzen. Denilas Zeit betrug 84 Sekunden. Sie müsste daher noch sehr gefördert werden, ein Fortschritt war jedoch garantiert. Denila wurde nach einer weiteren Runde, welche sie diesmal mit 76.1 Sekunden abschloss eingedeckt. Das war immerhin eine Verbesserung von 7.9 Sekunden und somit schon ein Erfolg. Tim kümmerte sich um die Pferde, während Janice sich in ihrem Wohnwagen umzog. Er verabschiedete sich mit einem Kuss und fuhr Faster und Denila zurück zur Heartlandfarm. Unterwegs traf er auf Caleb an, welcher mit Princess zu kämpfen hatte.

      Caleb saß auf einen kleinen Sulky, an dem Princess Sansa gespannt war. Sansa war eine dickköpfige Prinzessin, die offenbar Freude daran empfindet, ihren Reiter das Leben zu erschweren. Als Tim - manchmal ein richtiger Dummkopf, auch noch begann zu hupen, preschte die Stute mitsamt des Sulkys an der Straße entlang. Beinahe war sie so schnell wie Tim mit dem Anhänger, indem sich Faster und Denila befanden. Caleb war glücklicherweise sehr erfahren, was Zicken angeht - Ashley, seine verlobte war ja wohl das beste Beispiel. "WHOO", er zog schnell an den Zügeln, redete beruhigend auf die Stute ein und ließ sie schließlich im Schritt die Straße entlang gehen. Sie wirkte sehr aufgescheucht, was man nicht gerade als positiv empfinden konnte. Prinzessin hatte ihn sowieso den ganzen Weg über ausgetrickst und verarscht. "Bin ich froh wenn Amy wieder da ist", murmelte er genervt und versuchte wenigstens etwas Kontrolle über die Stute zu bekommen. Er ließ sie antraben, sodass sie etwas Energie verlieren konnte. Dabei zuppelte er leicht an den Zügeln, damit sie ihren Kopf senkt - dies tat er sobald sie ihren Kopf in die Höhe riss um ihn zu ärgern. Nur noch wenige Meter und er erreichte die Farm. Caleb war wirklich aufgebracht, dass ausgerechnet er mit dieser Zicke arbeiten musste. Aber beim putzen war sie natürlich der Engel auf Erden! Er beschloss morgen erneut mit ihr zu arbeiten, damit das Training nicht völlig für die Katz war. Nachdem er die Stute abgedeckt in die Box gestellt hatte, kontrollierte er die Heunetze, ob sie auch gefüllt seien. Bis zum morgen sollten sie ausreichen, Caleb begab sich schließlich in die Futterkammer um etwas Mash anzurühren. Er mischte Baldiranwurzeln und Melissenblätter in Princess Eimer. Diese sollten gegen Nervösität wirken und die Stute ein wenig beruhigen. Caleb wusste die Wirkung der Heilkräuter nicht von alleine, denn Amy hatte einen kleinen Zettel an ihrer Box gehangen. "Sollte sie mal wieder bockig werden...", las er noch mal vom Zettel ab. Zu guter Letzt, kümmerte sich Caleb um die Haflingerfohlen Figaros Schattenfalter, Picola und Mirabella. Er brachte sie von der Weide in den Stall und deckte sie mit warmen Stalldecken ein. Da es nun immer kühler wurde, war es gerade für die Fohlen von Bedeutung, eine Decke zu tragen. Schnell durchwuschelte er Mirabellas lockige Mähne und zog den dreien die Halfter aus, welche er an der Boxentür aufhing. Nachdem er kurz die Stallgasse durchgekehrt hatte, schaltete er das Licht aus und verabschiedete sich von Jack. "Danke das du uns geholfen hast ! Nimm dir diese Woche einen Tag mal frei", sagte Jack voller Dankbarkeit. Caleb lächelte auf einmal putzmunter "Wow ! Dann kann ich was mit Ashley unternehmen", antwortete er begeistert und ging zu seinem Truck. Daraufhin fuhr er zu seinem Wohnwagen nach Hause, wo ihn Ashley bereits erwartete. "Du bist heute aber spät dran", sagte sie etwas kühl. Caleb ließ sich von ihrer Art nicht stören, gab ihr stattdessen einen warmen Kuss und entgegnete glücklich "Dafür hast du mich für diese Woche einen Tag lang nur für dich!". Dass sich Ashley über seine Aussage freuen würde, wurde sofort deutlich. Sie quietschte begeistert und fiel ihrem Verlobten um den Hals. "Ich liebe dich Caleb!"
    • Jackie
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      30. November 2015 - Military E-A
      17.338 Zeichen © Jackie


      "Hast du immer noch nichts von Amy gehört ?", fragte ich Jack mit einem leicht verzweifelten Ton. "Nein, scheint so als gäbe es keinen Empfang. Zuletzt sagte sie, dass sie im Schnee stecken blieb. (Ja es war ein Wildunfall, aber Schnee ist dann doch realistischer ^^) und sie eine Weile in Cambridge bleiben müssten. Aber bis jetzt habe ich immer noch nichts neues von ihnen gehört". Ich seufzte, "Dann bleibt die Arbeit wohl an uns hängen", - "An dich, .. an dich" wiederholte Jack und hustete kurz. Es war bitterkalt und ich musste mir heute eine dicke Jacke überziehen. Ich brauchte nicht mal aus dem Fenster gucken, um zu erkennen, dass es einen Schneesturm geben würde. "Heute sollte Mr. Raw Depression" ankommen, murmelte Jack. Er ging zur Kaffeemaschine um sich ein Käffchen zum aufwärmen zu machen. "Heute ?? Hier ist doch alles zu geschneit... viel zu gefährlich", nun zog ich mir meine Handschuhe und eine warme Mütze über. "Ich weiß Caleb, wir werden sehen. Hunter wollte noch mal mit Jill vorbei kommen.", ich seuftze... noch mehr Arbeit für mich.

      Im Stall angekommen begann ich erst mal mit der Stallarbeit. Ich bereitete das Futter vor und holte eine Schubkarre aus der Gasse. "Was machst du da ?", überraschte mich plötzlich eine weibliche Kinderstimme. Ich dreht mich um und erkannte Georgies Gesicht. "Was ich mache ? Ich gebe dir jetzt einen Auftrag", sagte ich mit einem grinsen im Gesicht... "Was denn für einen Auftrag ?", Georgies Augen strahlten - endlich konnte sie sich nützlich machen. Ich drückte ihr Futtereimer und Schaufel in die Hand. "Die Pferde füttern... wenn du Mallory siehst, sag ihr bitte sie soll zu mir kommen. Ich muss jetzt die Pferde trainieren". Ob sie wirklich Spaß daran hatte ? Georgie rannte voller Energie mit dem Futtereimer durch die Gasse und füllte den Hafer in die Futterbehälter. Amy hatte ihr vor einigen Wochen gezeigt gehabt, wie viel welches Pferd etwas bekommt, daher konnte ich ihr mit guten Gewissen diese Aufgabe zuteilen. Ich stapfte über den verschneiten Hof zum Zuchtstall und ging zu Callas Box. Leider musste ich feststellen, dass die Stute auf der Weide stand... "Drecks Kälte", grummelte ich verärgert. Griff dann Callas Halfter und bewegte mich bibbernd zur Weide. Schnell zog ich der Stute das Halfter über, nach streicheln und schmusen war mir gerade nicht zu mute. Auch die Stute schien wohl erleichtert zu sein endlich in den warmen Stall zu kommen... nicht für lange, aber wenigstens etwas. Ich band die Stute vor der Box fest, holte den Putzkasten und ein großes Handtuch aus der Ecke und rubbelte das warme, lange Winterfell trocken. Die Stute dampfte blickte aus dem Stall hinaus und stieß ein lautes wiehern aus. "Ich mags auch nicht wirklich alleine zu sein", antwortete ich zu ihr. Als ich jedoch sah wer den Stall betrat, wusste ich weshalb sie gewiehert hat. "Hey Caleb!", begrüßte mich Hunter freudig. "Ihr seit also angekommen?" begeistert umarmte ich den dunkelhaarigen Kerl. "Wo ist Jill ?", - "Die trinkt mit Jack einen Tee, was machst du denn ?", an seiner linken hielt er Raw Depression, welcher mit gespitzten Ohren zu Calla blickte. "Ich wollte die Stute gerade im Gelände reiten. Wird ein ziemlich schwieriges Training, der Boden kann sehr rutschig sein" - "Military ?", fragte Hunter mit einem Schmunzeln auf den Lippen. "Ja genau, Raw Depression sollte doch auch trainiert werden ? Warum kommst du nicht einfach mit?", Hunter schien von der Idee begeistert zu sein "Gerne, dann können wir uns gleich messen", ich lachte und sah das Raw bereits gesattelt war. "Ich beeile mich noch eben", schnell, aber vorsichtig bürstete ich Callas verklebte Mähne und kratzte ihre Hufe aus. Nun eilte ich zur Sattelkammer um sie für das Training auszustatten.

      Gelassen lief die kleine Haflingerstute neben dem Vollbluthengst. Ich hatte dennoch zu kämpfen damit sie sich benam. Amy hatte sie erst vor wenigen Wochen eingeritten, weshalb sie erst einmal einen erfahrenen Reiter benötigte. Nämlich mich. Hunter hatte den Hengst offenbar sehr gut im Griff, dieser schien mir am gelassensten von uns allen. "Wohin müssen wir ?" Hunter zügelte Raw um etwas weiter hinter mir zu bleiben. "Richtung Felder, der High River scheint mir um diese Jahreszeit zu gefährlich zu sein. Zumindest für das, was wir vorhaben". Nach einigen Minuten Schritt gehen, trabte ich an. Wir ritten unter dem Tor an der Hofeinfahrt vorbei und steuerten auf die Felder zu. "Die Felder gehören den Stantons, auch sie nutzen sie zum trainieren. Zumindest dann wenn sie unfruchtbar oder gefroren sind. Die Monate über dürfen wir sie schließlich zum trainieren nutzen. Aber auch nur, weil Amy seit einiger Zeit mit Ashley befreundet ist und Jack einen recht guten Draht zu ihrer Mutter hat." Hunter trabte mit Raw an den Hindernissen vorbei. Machte sich mit ihnen vertraut. Calla blickte sie stattdessen argwöhnisch an. Es war von großer Wichtigkeit, dass ich es bei ihr langsam anging. Darum wollte ich für's erste mit ihr über niedrige Baumstämme springen und an Gräben vorbei reiten. Calla sollte aber auch die Berge hinausklettern, wobei ich dort aufpassen musste - da alles sehr glatt sein könnte. "Ok wollen wir anfangen ?", fragte Hunter. Er nickte und begab sich am Startpunkt, welchen ich ihm vorher gezeigt hatte. Der Schnee lag nicht all zu tief, weshalb wir glatte Stellen besser sehen konnten. Im trab ritten wir eine Gerade, damit uns das angaloppieren leichter fiel. Wir galoppierten langsam zum ersten Hindernis. Ein Baumstamm umgeben von eingeschneiten Büschen. Noch schien Calla mit Raw synchron zu sein. Dies änderte sich jedoch sehr schnell, da die Stute glaubte einen Geist gesehen zu haben. Sie machte nach dem Sprung einen Satz zur Seite, sodass ich Schwierigkeiten bekam mich im Sattel zu halten. Ich konzentrierte mich jedoch und drosselte ihr Tempo ein wenig. Hunter war schon weiter voraus und sprang über mehrere Holzbretter hinweg. Ich trieb Calla und galoppierte etwas schneller Richtung Hindernis um Hunter einzuholen. Doch musste ich sie ein klein wenig bremsen ehe sie abspringen konnte. Calla machte einen Satz, wie ein kleines Rehkitz sprang sie über die Bretter und gab von selbst Gas um den süßen Raw einzuholen. "Wie siehts bei dir aus ?", rief ich Hunter zu. "Ist schon arg rutschig. Raw hat seine Schwierigkeiten und bei dir ?" - "Ja, gut dass unsere Pferde nicht beschlagen sind... wir sollten aber Schneegrip drauf tun. Dann haben sie mehr halt". -"Das stimmt, da hast du wohl Recht!". Ich ritt am Graben vorbei, korrigierte dabei Calla im Galopp, damit sie nicht einfach ausweichen konnte.. Als nächstes kam ein Lehmhügel über dem die Pferde springen mussten. Calla holte den Hengst langsam ein, dieser war ihr jedoch immer noch eine Pferdelänge voraus. Hunter richtete sich nach vorne, verlagerte sein Gewicht und gab dem Pferd mehr Zügel. Der Vollblut segelte über den Hügel hinweg und suchte auf den Boden nach halt. Nun war Calla an der Reihe, auch sie machte einen Satz über den Hügel hinweg, wurde aber langsamer als sie aufkam. Ich lobte sie indem ich ihren Hals klopfte und ritt mit Hunter den restlichen Parcours ab. Hunter war mir zum Ende hin weiter voraus, Calla war also noch lange nicht so weit. "Hunter wie lange willst du und Jill bleiben ?", fragte ich ihn interessiert. "Eigentlich nur einen Tag. Aber wir hatten unterwegs schon Probleme hier her zu kommen. Vielleicht wäre es besser wenn wir darüber schlafen.", plötzlich kam mir ein Einfall "Lisa Stillman, die Freundin von Jack - sie besitzt ein Vollblut Gestüt nur wenige Kilometer von hier. Wir könnten die Pferde zum trainierten mitnehmen. Lisas Reithalle eignet sich dafür nämlich sehr gut. Wir besitzen sowas leider nicht. Zumindest könnten wir zusammen trainieren, solange wie ihr hier sein werdet", Hunter nickte - "Hört sich super an!".

      Nach gut 20 Minuten erreichten wir Heartland, ich staunte nicht schlecht, als ich Jack auf Nimué sitzend sah. Er ritt die junge Stute auf den Reitplatz gegenüber vom Stall. "Jack ?! Was machst du da!", lauthals rief ich dem alten Mann zu, welcher wohl hochkonzentriert war. Er konnte mich nicht hören. "Du weißt ja wo es zum Stall geht", daraufhin ritt ich zu Amys Großvater und wiederholte mich. "Jack ? Was machst du denn da ??" erst jetzt sah er mich an und lächelte, wenn auch ein wenig grimmig - was wahrscheinlich sein gräulicher Schnauzbart verursachte. "Hm du siehst doch, dass ich sie trainiere". Ich dachte ich hätte mich verhört. Würde mir Jack tatsächlich bei der Arbeit helfen ? "Wie ? Echt jetzt ?", verwundert sah ich ihm bei der Arbeit zu. Er ritt die Stute im Jog auf den Hufschlag, ritt dabei einige Kreise und stoppte zwischendurch immer wieder. Es war wirklich interessant. Jack war ein solch erfahrener Westernreiter, dass er genau wusste was er zu tun hatte um die Stute zu kontrollieren. Dagegen war ich ein Praktikant. "Ja", antwortete er nach einer langen Zeit "Ich trainiere mit ihr die Grundbefehle, damit sie auf den Reiter hört wenn man ihr Hilfen gibt". Calla döste in der Zwischenzeit. Ihr Körper lehnte sich ein bisschen nach links. "Das macht du echt gut Jack. Was ist eigentlich mit Winterdecken ? Ich habe keine Abschwitzdecke mitgenommen..." ich schluckte nervös. Denn jetzt erst fiel mir auf - wie stark Calla eigentlich zu dampfen begann. Hier jetzt rumzustehen wäre gar nicht mal so gut für das Pferd. "CALEB!", rief er energisch "Wie oft soll man es dir noch sagen? Schaff deinen Hintern samt des Pferdes in den Stall und deck die Stute ein! Wenn Amy das erfährt. Calla ist ihr Heiligtum. Unsere Pferde sind zwar an Kälte gewöhnt, aber Calla ist noch jung und weniger abgehärtet" ich wartete keine Sekunde länger ab und ritt schnell zum Stall rüber. Mensch, wo war denn auch immer mein Verstand geblieben ? Fürsorglich, wohl eher mit schlechtem gewissen, sattelte ich den Haflinger ab und legte Sattel, Schabracke und Trense vorerst auf Sattelbock und Trensenhalter ab. Wie gut das alles nötige bereits vor der Box stand. So konnte ich Callas Halfter und Decke aufnehmen um die Sachen der Stute umzulegen. Sie spitzte ihre Ohren, schnupperte an der Decke und brummelte sanft. Ich streichelte ihren nassen Hals und gab ihr noch ein Apfel-Malz Leckerchen als Belohnung. "Du bist eine liebe Stute", ich nahm den Führstrick um die Stute in die Box zu stellen. Die Weide wäre jetzt nicht das Richtige für sie. Ich gab ihr klein geschnittene Ingwerwurzeln in ihr Futter, als Absicherung gegen Erkältung. Amy würde mir den Kopf abreißen wenn ihr was zustoßen würde.

      Hunter machte es sich am Esstisch bequem. Jill saß neben ihn und trank einen heißen Tee. Als ich das Wohnhaus betrat, sah ich mit wem sich die beiden unterhielten. Es war Tim, welcher zu Besuch war. "Ganz schön stürmisch da draußen nicht wahr ?", sagte er mit einer heiteren Stimme. Ich nickte, "Ist jetzt aber wieder was ruhiger geworden. Heute morgen war es viel schlimmer - Aber Hallo Tim! Was machst du hier?", Tim zwinkerte mir zu und lächelte Jill an. "Ist Lou da?", fragte er gelassen. Ich schüttelte meinen Kopf "Die ist doch in Cambridge". Tim stand auf, sah mich eindringlich ein. "Was will die denn da ?" - ein wenig perplex über seine Reaktion zuckte ich die Schultern ehe ich langsam und vorsichtig antwortete "Golden Girl trainieren lassen ?". Tim stöhnte auf. "Ich wollte sie abholen, sie sollte doch nach Foothill" ich wusste nicht so recht was ich darauf sagen sollte. Immerhin war ich bloß der Stallbursche. "Naja Tim, bis Amy wieder kommt wird es wohl eine Weile dauern." Der Vater seufzte verärgert "Na toll, jetzt werd ich wohl eine Woche auf mein Pferd warten können" ich versuchte ihn zu beruhigen, indem ich ihm versicherte das Catalina Dixon einen guten Job macht und sich um Girly hervorragend kümmern würde. "Das glaube ich dir, aber Girly sollte auf der Rennbahn trainiert werden!" - "Audauertraining ist doch ebenfalls vom Vorteil?", Tim war und blieb ein Sturkopf, genau so wie Jack. Wahrscheinlich mochten sich die Beiden daher nicht. Ich blickte noch mal flüchtig aus dem Fenster, bekam darauf hin jedoch einen Schock. Draußen war alles zu geschneit. Es fielen riesige Flocken vom Himmel hinab, welche sich direkt auf den Boden niederließen. Es war so kalt, dass sie aneinander hafteten. "Verdammte ...!", rief ich plötzlich aus "Ich muss doch noch Windsor trainieren!". Hunter blickte mich unsicher an. "Caleb, vielleicht kannst du ihn ja später trainieren ? Bei dem Wetter ...", auch er erkannte nun, dass er nicht mehr aus Millarville kam. "Hm. Ihr habt doch Gästebette oder?". Jack musste lachen, man konnte Hunters Verzweiflung richtig ansehen. "Keine Sorge, alles vorhanden", sagte er knapp. "Hat jemand Mallory gesehen ? Sie hat sich bis jetzt immer noch nicht bei mir gemeldet". Mallory war normalerweise immer in der Menschenmenge zu sehen. "HALLO!", die Tür wurde ausgestoßen, ein völlig verschneites Mädchen betrat den Raum. Es war Mallory mit Georgie. Beide zogen ihre nassen Jacken aus und hingen sie auf den Kleiderständer auf. Mallory stellte ihre Stiefel vor dem Kleiderständer und klopfte sich den Schnee von der Hose. "Arbeit erfolgreich abgeschlossen!", sagte sie Stolz in die Runde. Wir blickten sie fragend an. "Na, ich habe gehört Amy würde nicht so schnell wieder kommen und Caleb benötigt meine Hilfe. Da habe ich Windsor trainiert.", ich blickte sie verdutzt an. "Wie jetzt ? Ich habe dir doch gar nicht gesagt was du machen sollst". Das Mädchen grinste über beide Ohren hinweg. "Ich weiß, darum habe ich ja auch Jack gefragt!" nun kam Jack auf Mallory zu, half Georgie beim ausziehen und sagte zu den beiden Mädchen "Setzt euch doch bitte erst einmal hin", in der Zwischenzeit machte Jack einen heißen Kakao. "Wer möchte alles ?", Jill und die beiden Kinder meldeten sich und freuten sich über das heiße Getränk. Die Türe polterte durch den kalten Wind, welcher an das Farmhaus vorbei zog. "Erzähl Mallory, was hast du mit dem Haflinger angestellt ?", ich beugte mich neugierig zu ihr rüber und wartete auf eine Antwort. "Windsor war zuerst gar nicht so begeistert in der Kälte arbeiten zu müssen. Aber Jack hat mir gezeigt was ich machen muss, damit er den Kopf nach unten anzog und den Hals ein wenig wölbt. Er sollte ihn nicht ständig hoch schmeißen.",
      "Und hat es auch geklappt?" - "Ja, prima. Danach bin ich einige Bahnfiguren getrabt, damit Windsor sich auf die Arbeit konzentrieren konnte. Das hat er echt gut gemacht."
      "Du weißt aber noch nicht wie eine Traversale geht oder ?" - "Nein, darum ist mir Jack zur Hand gekommen und hat es mir gezeigt. Windsor ist jetzt prima vorbereitet auf das nächste Turnier. Ich hoffe so, dass er gekört wird."
      "Ganz bestimmt", ich lächelte ihr dankbar entgegen und setzte mir einen Kaffee auf. "Es gibt doch nichts schöneres, als ein Schneesturm und ein heißes Getränk..." - als mich Jack jedoch prüfend ansah, wurde mir bewusst, dass ich etwas ganz wichtiges vergessen hatte. "Caleb,... die Pferde sind doch im Stall oder ?", ich schluckte. "Nicht alle".

      Urplötzlich stand Jack auf und stampfte wütend aus dem Haus Richtung Ställe um die Halfter zu holen. "Man kann sich echt nie auf dich verlassen!", schimpfte er zu sich selbst - ich konnte ihn hören, stürzte ihm gleich nach und entschuldigte mich im Vorbeigehen zig mal. Jack jedoch hörte mir nicht zu. Mallory und Georgie kamen nachträglich angelaufen. Hunter wollte die Beiden begleiten, doch wollte er sich lieber um Jill kümmern, in dem hohen Schnee würde sie nicht so leicht, geschweige denn schnell fort kommen. Mit Halftern bewaffnet, teilten wir uns um jeweils 2-3 Pferde von der Weide zu holen. Ich versuchte Golden Samurai einzufangen, welcher temperamentvoll über die Weide preschte und mit den Hinterbeinen ausschlug. Sein Körper war schon völlig verschneit. Es war wichtig, dass die Pferde ins Warme kommen, damit sie nicht krank wurden. Nachdem sich der Hengst endlich wieder gefangen hatte, stürzte ich mich auf ihn und holte ihn von der Weide. Im Schlepptau Figaros Schattenfalter und L'ombre de la Figaro. Jack befand sich auf der Stutenweide und brachte die zierlichen Fohlen in den Stall. Mirabella, Picola und die noch junge Stute L'ombre de la Lune trottelten ihn hinterher. Mallory und Georgie nahmen je ein Pferd mit, die Mädchen waren noch sehr klein und hatten wenig Kontrolle über zwei, geschweige denn drei Pferde. Also nahm Mallory die Zuchtstute Lady Äppel und Georgie den Hengst Burberry.

      Als alle im Stall standen, ging Jack zurück in das Wohnzimmer, wo Hunter und Jill auf die vier warteten. "Es tut mir Leid, auf unseren Stallburschen kann man sich manchmal echt nicht verlassen", grummelte er verärgert. Ich hatte ein schlechtes Gewissen "Es tut mir ja Leid Jack ! Wirklich... Ich bin wohl eher für Rodeo reiten gemacht..."
      "Komm mir jetzt nicht mit deinem Rodeo reiten! Auch ein Rodeo Futzi weiß wie man ein Pferd versorgt, damit es nicht krank wird". Er blickte mich finster an. Ob dies nun Konsequenzen hätte ? "Ok Jack. Du hast Recht. Ich wollte dennoch nicht, dass es soweit kommt", es herrschte eine betrübte Stimmung am Tisch. Jacks Miene lockerte sich wieder, anscheinend hatte er sich beruhigt. *Klingeling* Das Telefon klingelte, sofort stürzte sich Jack auf den Hörer, in der Hoffnung Amy würde sich melden. "Hallo ? Spreche ich hier mit den Flemmings ?" betrübt antwortete er der Person am Hörer.

      © Jackie | 17.338 Zeichen
    • Jackie
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      31. Dezember 2015 - Westerntraining A-L
      3135 Zeichen © Jackie


      - Aus Amys Sicht -
      "Habt ihr alles was ihr braucht ?", fragte ich in die Runde, Jack, Lou, Ty, Georgina und Mallory waren völlig außer sich. "Amy, das ist so cool - so ein Wanderritt habe ich schon ewig nicht mehr gemacht.", die kleine Georgie war ebenfalls begeistert "Du ewig nicht mehr ? Ich bis jetzt noch gar nicht!". Ich lächelte liebevoll, es war so schön wenn man jemanden glücklich machen konnte. Ich stieg auf die Haflingerstute Calla auf, fasste die Westernzügel und rückte meinen Hut zurecht. Ty saß auf der Zuchtstute Nimué, ein wirklich zuverlässiges Jungpferd, ausgebildet bei den besten Trainern, nämlich dem WHT Ausbildungscenter und mir persönlich! Lou auf As War Fades, Jack auf My Blue Gun und Mallory auf Suburb Lights schienen auch bereit zu sein. Lediglich Georgie hatte etwas Probleme in den Sattel zu kommen. L'ombre de la Lune tänzelte ungeduldig über den Hof, sodass das kleine Mädchen nicht aufsteigen konnte. "Setz dich durch, ich helf dir!", schnell stieg ich ab, damit wir heute noch los konnten. Dann half ich meiner Stiefschwester in den Sattel und stieg selber wieder auf. "Sind wir nun soweit ?", nach einer lauten Bestätigung ritt ich vor. "Komm Ty...", Ich lächelte ihn an, lachte etwas und unterhielt mich mit ihm. "Amy, ich finde es toll, dass du uns nicht wie Dreck behandelst. Im Gegensatz zu dieser Vel Stanton.. Als Stallbursche war man echt am Arsch." ich rollte amüsiert mit den Augen. "Ist doch klar Ty!".
      Heute wollten wir unsere Pferde etwas in Western trainieren, da nicht alle mit den Umgang von Westernpferden vertraut waren, erklärte ich es ihnen unterwegs. Ich zeigte meiner Familie, aber auch meinen Freunden wie sie die Zügel halten mussten, im Sattel sitzen sollten und ihr Pferd richtig lenken. Später sollte jeder selber ein Westernkommando ausführen. "Wenn wir jetzt angaloppieren, lehnt euch im Sattel nach vorne, haltet die Zügel über den Hals und lasst euer Pferd laufen. Das wird später nützlich sein wenn ihr es in Reining reiten wollt. Aber auch wenn ihr ein Round up machen wollt. "Amy? Was ist ein Round Up?", fragte mich Georgie verdutzt. Unter mir befanden sich mehr Springreiter als Westernreiter. "Round Up... kannst auch Kühe treiben dazu sagen." - "Ah Ok."
      Nach 20 Minuten trieben wir unsere Pferde schließlich an um auf ganzer Strecke zu galoppieren. "Einfach die Zügel nahe anziehen um einen schnellen Stop einzuführen". Ich führte es ihnen nach einigen Metern vor, trieb Calla schließlich etwas und lehnte die Zügel nach Links. Sie führte einen Spin durch. Lou staunte nicht schlecht. "Woher hast du das gelernt ?" - "Caleb hat es mir gezeigt", antwortete ich begeistert.
      Die restlichen Stunden die wir auf unseren Pferden ritten, übten wir weitere Westernlektionen. Ich war stolz auf mich, dass die anderen so bereitwillig waren etwas neues zu lernen! Scheint als wäre ich eine gute Lehrerin. Nach einem 4 Stündigen Ausritt sattelten wir die Pferde ab und stellten sie auf die Weide. Die Haflinger, aber auch das Quarter und das Paint Horse konnten nun eine Stufe höher in Western aufsteigen. Ich könnte ihnen nun neue Lektionen beibringen, was eine Freude!
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Jackie
    Datum:
    24 Aug. 2015
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  • Abstammung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Von Jargo
    Von Abajo Aus der unbekannt

    Aus der Mrs. Pretty
    Von unbekannt Aus der unbekannt


    Exterieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Stute
    06.01.2014
    (4 Jahre gealtert)
    Rasse: Haflinger
    Stockmaß: 150cm
    Gewicht: 476kg
    Deckhaar: Lichtfuchs
    Abzeichen: Blume


    Interieur / Beschreibung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Verhalten in der Box: Gelangweilt
    Verhalten auf der Weide: Neutral


    Charaktereigenschaften:

    Ausgeglichen ●● Unausgeglichen
    Aufmerksam Unaufmerksam
    Intelligent
    ●● Unintelligent
    Sozial
    ●● Unsozial

    Begabt ●● Unbegabt
    Ruhig ●●● Nervös
    Loyal ●●●● Untreu
    Gutmütig
    ●●● Boshaft

    Nervenstark ●● Scheu
    Temperamentvoll ●●● Faul

    Calla, das erste Fohlen aus eigener Zucht, welches Amy für sich behalten hat. Amy gab ihr den Namen Calla (=Blume), wegen des Abzeichens auf ihrer Stirn. Als Fohlen war Calla allermanns Liebling. Das kleine flauschige Wollknäul von Pferd. Mittlerweile ist ihr Fell jedoch rausgewachsen und Calla zu einem temperamentvollen Sportpferd geworden.

    Schon als Fohlen musste Calla immer und überall alles anknabbern. Leider hat sich an dieser Unart in den Jahren nichts geändert. Aber auch ihre Neugierde ist geblieben, daher ist es schwer mit Calla zu trainieren - da ihre Konzentration immer wo anders ist. Was jedoch nicht heißt, dass die Stute nicht intelligent ist. Im Gegenteil, sie lernt sogar ziemlich schnell, außerdem weißt sie großes Potential im Springreiten auf. Die Stute ist äußerst gutmütig, benötigt jedoch eine richtige Bezugsperson um wirklich loyal ihren Besitzer gegenüber zu sein. Da Calla schnell scheut und bei ihrem hohen Temperament sofort das Weite suchen möchte, benötigt sie einen erfahrenen Reiter.

    Weide: Stutweide
    Unterbringung: Weide

    Einstreu: Stroh im Unterstand
    Futtersorte: 7kg Heu, 1.2kg Kraftfutter, 300g Weizenkleie
    Fütterungszeiten: 8:00 Uhr Heu, 17:00 Uhr Kraftfutter


    Besitzer: Jackie (Amy Fleming)
    VKR/Ersteller: Jackie


    Qualifizierungen & Erfolge
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    ● Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Qualifikation durch TB's

    Western E A L M S
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1


    Springen E A L M S S* S** S***
    Stilspringen & Zeitspringen: E A A* A** L M M* M** S S* S** S*** S**** S*****

    Military E A L M S S* S** S***
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****

    Distanz E A L
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2

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    Offiziell

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    1. Platz - 234 Militaryturnier
    1. Platz - 238 Militaryturnier
    3. Platz - 343 Springturnier
    2. Platz - 109 Synchronspringen
    2. Platz - 110 Synchronspringen
    3. Platz - 348 Dressurturnier
    3. Platz - 317 Westernturnier
    1. Platz - 323 Westernturnier

    3. Platz - 324 Westernturnier

    Inoffiziell
    -

    Zuchtverband

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    Beste Jungstute 7.95
    Leistungsschau "August 2016"

    GHP - Prüfungen
    -

    Gewinnsumme: x
    Verursachte Kosten: x


    Ausbildung und Zuchtdaten
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    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren x

    Springpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten ✔ | Hindernisgewöhnung x | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x

    1 = Sehr gelassen, 6 = schlechtes / unsicheres Verhalten
    ● Angeboren
    Antrainiert Prüfung Abgeschlossen


    Fremde Umgebungen: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Platz/Halle: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Hufschmied: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Tierarzt: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Wasser: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Gelände: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Straßen: 6 5 4 3 2 1 ✪

    Stangenarbeit: 3 2 1
    Longenarbeit: 3 2 1 ✪

    Verladefromm: 3 2 1 ✪

    Schrecktraining: 3 2 1

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Pferdepass

    [​IMG]
    SK440 - Ponys & Kaltblüter

    Gencode: ee aa ff
    Zur Zucht zugelassen: ja
    Eingetragene Zucht: Heartlandfarm
    Züchter/Herkunft: Amy Fleming / Heartlandfarm

    Trächtig [] Nächste Rosse (alle 30 Tage): 01/6 - 5/6

    Nachkommen
    0/5

    1.
    2.
    3.
    4.

    5.

    Gesundheitszustand
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Letzter Tierarztbesuch: 06.09.2016
    Chipnummer: 124 4 80 736628819
    zuletzt kontrolliert [x]

    Letzte Zahnpflege (jedes Jahr) überfällig

    Wurmkur (jedes Jahr) überfällig
    Tollwut Impfung (jedes Jahr) überfällig
    Tetanus Impfung (alle 2 Jahre) überfällig
    Influenza Impfung
    (alle 6 Monate) überfällig
    EHV-1 + EHV-4
    (alle 6 Monate) überfällig


    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:


    Letzter Hufschmiedbesuch: 26.10.2015
    Ausgeschnitten/Korrigiert: 26.10.2015
    Hufbeschaffenheit:
    Hufkrankheit/en:

    Beschlag vorne: -
    Beschlag hinten: -


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    PNG | Puzzel PNG | JPG

    Spind: x