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Jackie

♀ Calla | gekrönt

♀ Calla | gekrönt
Jackie, 24 Aug. 2015
    • Jackie
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      2. Juli 2014 - 1. Annäherungsversuche
      1522 Zeichen © Jackie


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      Wenige Wochen davor...
      "Ty! Ty, schnell ! Das Fohlen kommt !" Ty eilte in Rekordgeschwindigkeit an. Für einen Tierarzt war es jetzt schon zu spät. "Schau, da ist schon ihr Huf zu sehen." Ich strich mir nervös durch die Haare. Das hier ist immerhin meine erste Fohlengeburt bei der ich Hilfe leisten muss. Wir warteten ab ob Mrs. Pretty genügend Kraft besaß das kleine Fohlen von alleine zu gebären. Doch nach gut 10 Minuten war die Stute schon vollkommen erschöpft. "Pretty du schaffst das", ich rieb sie mit Stroh trocken, Ty kontrollierte die Wehen, das das Fohlen auch ja' nicht auf der falschen Seite liegt, oder gar stecken bleibt. Doch nach einer halben Stunde war es vorbei. Vollkommen verschwitzt blinzelte Pretty zu ihrem Neugeborenen, ihre Nüstern näherten sich dem Fohlen, welches erschöpft im Stroh lag. "Es ist so süß", flüsterte ich meinem Freund zu. Ty nickte still. "Weißt du schon wie du sie nennen willst ?" - "Calla, sie soll Calla heißen."

      Derzeit...
      Calla graste gelassen auf der Weide. Ty hatte versprochen in wenigen Tagen mit dem Fohlentraining anzufangen, nachher sei es zu spät. Ich kletterte über den Holzzaun um mich zu den Stuten auf die Weide zu gesellen, dort setzte ich mich hin. Neugierig blickte Calla zu mir. Ich musste grinsen, als sie ein paar Schritte auf mich zu machte. Ich stand langsam auf. Noch etwas scheu wich Calla zurück, fasste sich jedoch und trabte neugierig auf mich zu. "Na mein Süßer Flauschkopf." Als ich ihr meine Hand entgegen hielt, schnupperte sie vorsichtig...
    • Jackie
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      3. Juli 2014 - Das lodernde Feuer
      4667 Zeichen © Jackie


      "Schatz, Sarah kommt heute zu besuch", meine Augen strahlten bei dem Gedanken meine beste Freundin wieder zu sehen. "Und was habt ihr geplant ?" fragte er neugierig. "Auf jeden Fall reiten. Sarah hatte gesagt sie hätte eine besondere Überraschung für mich. Irgend so ein Keltisches Ritual" - "Hört sich ja interessant an." Ty gab mir einen Kuss, ging in den Flur und zog sich seine Jacke an. "Ich bring mal die Pferde auf die Weide."
      Als es klingelte, stürmte ich aufgeregt zur Tür. Es war Sarah. "SARAH!" ich umarmte sie stürmisch und zog sie ins Haus. "Mensch es ist so toll dich zu sehen!", begrüßte sie mich und sah sich um. "Bei euch sieht es immer noch so schön rustikal aus.", bewundernd blickte sie Richtung Kamin. "Ja, ich mag es Rustikal. Aber sag mal Sarah, was ist denn deine Überraschung so genau ?" Sarah nahm meine Hand und blickte zur Decke, als wolle sie sich etwas vorstellen. "Du kennst doch sicherlich noch das letzte Fest - das Fruchtbarkeitsfest, auch genannt Imbolc". Ich nickte. Sarah drehte sich spontan auf mich zu und sagte aufgeregt: "Wie wäre es mit einem Fruchtbarkeitsfest auf Heartland?!". Tatsächlich blickte ich sie überrascht an. "Wie stellst du dir das vor ?" Sarah erklärte mir ihren Plan und ich stimmte ihr begeistert zu.
      Der Tag des Imbolcs
      Als wir alles vorbereitet hatten und die ersten Gäste ankamen, stieg mein Herzschlag in die Höhe. "Mensch das wird der Hammer", rief ich begeistert aus und umarmte Sarah. Ty stand neben mir und grinste bloß schief. "Ich hatte mich nie so für Rituale oder Keltische Feste interessiert." Sarah und ich sahen ihn böse an. "Hey guck mal, da ist ja diese blöde Kuh Ashley." grunzte ich abwägig und blickte in ihre Richtung. "Wer hat die denn eingeladen?" murmelte Sarah. "Also ich jedenfalls nicht." Ashley kam auf uns zu. "Na, ihr hockt ja wie die Hühner auf der Stange beieinander." ich verdrehte die Augen -"Wer hat dich denn eingeladen. Und jetzt erzähl mir nicht das du dich für Keltische Feste interessierst." Ashley lachte bloß. "Wieso auch nicht.", dann drehte sie uns den Rücken zu und ging in die Menschenmenge. "Unglaublich ! WAS denkt sie sich nur dabei!" schnauzte ich meinem Freund entgegen. "Einfach so aufzutauchen und uns das ganze Fest zu ruinieren! Unglaublich, so eine Tussi. Und hast du gehört was sie sagte, wir hocken wie die HÜHNER auf einer Stange!? Das ist doch wohl das lächerlichste was ich je gehört habe." Sarah seufzte. "Komm lass uns einfach Spaß haben." Ich nahm mir einen der selbst gebrauten Cocktails und trank ihn in einen Zug. Ty legte seine Hand auf meine Schulter. "Amy wehe du trinkst aus Frust wegen diesem Mädchen.", doch ich ignorierte ihn. "Lass uns doch zum Lagerfeuer gehen." seine warmen braunen Augen durchbohrten mich und ich gab schließlich nach. "Ja Ty, du hast Recht."

      Am Lagerfeuer angekommen traute ich meine Augen nicht. Ashley stand an den Boxen des Zuchtstalls. Dort wo seit wenigen Wochen unser Fohlen Calla, mit Mrs.Pretty hauste. "Na du.." Ashley's Hand glitt über das flauschige Fell des Haflinger-Fohlens. Ich biss meine Zähne zusammen. "Mach nur eine falsche Bewegung, und ich bringe dich um". Dachte ich voller Hass. Doch Ashley redete nur auf das kleine Wesen ein. "Amy, du musst dir keine Gedanken um sie machen. Sie ist einfach nur dumm." Sarah versuchte mich abzulenken. "Wahrscheinlich hast du recht." gab ich zu. Ty umarmte mich innig und gab mir einen Kuss nach dem anderen, erst auf die Wange, dann auf den Hals, und schließlich auf den Mund. Es war so romantisch mit seinen Mann der Träume vor einem Lagerfeuer zu sitzen und sich einfach nur zu lieben. Es gab nichts schöneres.


      Als das Fest der Fruchtbarkeit (Als guten Start für unsere Zucht) vorbei war, legte ich mich in mein Bett. Sarah schlief im Bett neben an. Um die Überreste der Feier wollte ich mich morgen kümmern. Ich schloss meine Augen... doch durch einen seltsamen Geruch wurde ich wach. Ich atmete tief ein, meine Nase arbeitete sich aus dem Bett. Bis mir plötzlich einfiel was das für ein Geruch war. Bissiger Rauch... FEUER! "FEUER!" panisch schrie ich durch die ganze Wohnung. Rannte in jedem Zimmer um Sarah, Grandpa, Lou und Ty zu warnen. "FEUUERR!", keine 10 Sekunden stürmten wir über den Hof, da man schon deutlich sehen konnte aus welcher Richtung das Feuer kam. "DER ZUCHTSTALL!!!" Mein Herz blieb stehen als ich an Calla dachte. "TY TY !! TY CALLA UND PRETTY!" meine Stimme bebte vor Angst. Ty und ich rannten zum Stall in denen man schon panisches wiehern hören konnte. Grandpa rief die Feuerwehr an und Lou holte etwas zum löschen. "Ty wir können sie nicht dem Feuer überlassen!" Tränen liefen von allen Seiten meiner Wange hinab....
    • Jackie
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      7. Juli 2014 - Tierarztbesuch
      7704 Zeichen © Aya


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      Das Telefon klingelte in meiner Tierarztpraxis nun regelmäßig und mein Terminkalender wurde immer voller. Als ich heute aufwachte, bemerkte ich sofort den rot angestrichenen Namen auf dem Kalender und brauchte etwas Zeit, um meine verschmierte Schrift zu lesen. "Amy: Calla", stand dort in krickeliger Handschrift und ich seufzte, ehe ich aufstand, mir eine Jeans und ein lockeres T-Shirt anzog und die Treppe hinunter stolperte. Tierärztin zu werden war immer mein Traum gewesen, und auch wenn es jetzt stressig wäre, würde ich niemals aufhören, morgens aufzuwachen und daran zu denken, welcher Patient heute an der Reihe wäre. "Brötchen, Brötchen ...", murmelte ich, als ich durch die Schränke in der Küche suchte, fand aber nirgendswo die Packung mit frisch gebackenen Brötchen. "Dann wirds wohl ne Karotte!", sagte ich lächelnd, schnappte mir eine Karotte aus dem Kühlschrank und schälte sie. Seit Kindheitsalter hatte ich eine besondere Liebe für Karotten, wieso auch immer, und ich könnte zum Frühstück Karottensaft trinken, zum Mittagessen Karottenauflauf, als Nachtisch Karottenkuchen, und zum Abendessen Karottenbrot - Mir würde alles schmecken. Ich summte ein Lied vor mich hin, brach ab und zu aber ab, als ich die Karotte abbiss. Schnell hatte ich alles vorbereitet für die Untersuchung von Amys Haflingerfohlen. Ich kannte Amys Zucht schon länger und hatte sogar ab und an überlegt, ein Fohlen in Auftrag zu geben, wollte mich dann aber doch erst einmal auf meinen Beruf konzentrieren. Ich zog mir meine roten Vans an, die aber jetzt vom Schlamm und Matsch an den vielen Ställen, an denen ich war, eher schwarz waren, und ging im Hopserlauf aus meiner Praxis heraus. Ich hatte zwar keine Nachbarn, aber jeden Morgen um Punkt 8:40 Uhr kam der Postbote, der sozusagen jetzt mein bester Freund war. "Hallöchen, Alfred!", begrüßte ich den jüngeren Mann, der in gelbem Anzug vor meiner Tür stand. "Ich dachte schon, du hättest mich vergessen! Zwei Minuten zu spät!", scherzte ich und nahm ihm die Briefe ab, darunter auch einige Bestätigungen von Überweisungen, die ich sofort am Logo meiner Bank erkannte. "Dich würde ich doch niemals vergessen, Aya!", sagte er grinsend, verabschiedete sich und radelte weg, während ich die Briefe auf meinen Tisch legte und schließlich zurück in mein Auto stieg. "So, jetzt gehts zu Amy Fleming!", murmelte ich, gab die Adresse vom Hof in mein Navi ein und nicht einmal 20 Minuten später fuhr ich die Auffahrt hoch. "Da ist aber wer überpünktlich!", erschrak mich eine Stimme von hinten und ich drehte mich um, um eine rothaarige, junge Frau hinter meinem Auto stehen zu sehen. "Und da ist wer wohl Frau Fleming?", fragte ich und Amy nickte grinsend. "Für dich aber Amy. Komm, Calla steht schon in der Stallgasse!", sagte sie und führte mich einen langen Weg vorbei an einem Teich bis zum Zuchtstall. "Darf ich vorstellen? Madame Calla!", sagte sie und öffnete die Stalltür. Meine Augen gewöhnten sich schnell an die Helle aus den lichtüberfluteten Fenstern und Lampen und ich erkannte ein kleines Haflingerfohlen, welches an einer der vielen Boxen angebunden stand. "Hallöchen, Kleines!", sagte ich in heller Stimme und bückte mich nieder. "Sie ist erst ein paar Wochen alt, habe ich dir ja erzählt.", erklärte mir Amy und ich nickte. "Dann machen wir uns doch gleich mal ans Werk.", murmelte ich und öffnete meinen Koffer, den ich aus meinem Auto zum Stall geschleppt hatte. Wie immer zog ich mir weiße Handschuhe an und ließ Calla meine Hände kurz beschnuppern. Sie nutzte die Möglichkeit natürlich, um an dem lockeren Ende der Handschuhe an meinen Fingern zu ziehen, und ehe ich mich versah, hatte das Haflingerfohlen mir die Handschuhe ausgezogen. "Hey, das sind meine!", rief ich empört und Calla sah mich mit Hundeblick an, gab mir die Handschuhe zurück und stand ziemlich still, als ich anfing, ihren Körper abzutasten. Das einzige, was ich erkannte, war eine kleine Wunde an ihrem Bauch, wahrscheinlich von der Nabelschnur, aber ich erkannte nichts anderes auffälliges. Ich nahm ein wenig Blauspray und sprühte es auf die Wunde, und Calla erschrak leicht, hüpfte aber nicht weg. "Braves Mädchen!", lobte ich sie und holte dann mein Röntgengerät. Calla wollte zwar nicht still stehen, aber das Röntgenbild war einigermaßen erkennbar, also verließ ich mich auf mein Gerät und überprüfte alle Knochen. "Sie ist ein wenig überbaut im Hintern, aber das passiert ja oft mit Fohlen. Aber Brüche oder Knochenfrakturen sehe ich keine.", erklärte ich Amy, die sich interessiert das Röntgengerät anblickte. "So, jetzt überprüfe ich noch ihre PAT-Werte, dann gehts ans Impfen.", sagte ich und holte das Stethoskop aus meinem Koffer. Ihr Herzschlag war normal, nicht erhöht und nicht zu langsam. Dann zählte ich ihre Atemzüge, die auch regelmäßig und nicht zu schwer waren, und überprüfte ihren Puls. "Feines Mädchen!", lobte ich sie, als sie während der ganzen Prozedur still stand. Ich füllte dann die Spritze mit den Impfungen auf und ließ Calla sie vorsichtig beschnuppern, ehe ich eine Falte in ihrem Hals suchte und die Spritze langsam einführte. Calla zuckte zusammen, aber als sie bemerkte, dass Jackie neben ihr stand und sie beruhigend streichelte, blieb sie ruhig. Das Impfen war schnell vorüber und das kleine Loch blutete nicht einmal, daher wischte ich es nur ab und desinfizierte die Stelle. Amy wollte noch eine Augen- und Zahnuntersuchung und daher zog ich mir neue Handschuhe an, ehe ich mich vor ihren Kopf stellte. Erst beobachtete ich, wie sich ihre Augen bewegten, und Calla war anscheinend sehr neugierig, was ich da wohl machte (die Impfung war natürlich wieder komplett vergessen). Sie beschnupperte mich mehrere male und stupste mich auch an, aber ich beobachtete nur ihre Augen, mit denen aber alles okay schien. Dann bat ich Amy, ihren Kopf festzuhalten, was sie auch tat, und öffnete vorsichtig ihr rechtes Auge. Ich überprüfte es auf mögliche Fremdkörper und Wunden, aber als das Auge nur ein wenig tränte, ließ ich ihr Auge los. Das gleiche machte ich beim linken Auge und alles schien okay zu sein, allerdings holte ich zur Sicherheit noch einmal eine Taschenlampe und überprüfte alles. "Also blind scheint sie nicht zu sein!", scherzte ich und Amy grinste. Dann schob ich vorsichtig meinen Daumen in ihre Maulspalte und widerwillig öffnete sie ihr Maul, streckte mir dabei stolz ihre gelben Zähne entgegen und ich lächelte ein wenig, als ich ihren Mund nicht einmal fest halten musste. Ich überprüfte ihr Zahnfleisch auf Entzündungen und Wunden, dann überprüfte ich ihre Zähne, die aber alle in die perfekte Richtung wachsten. Sie waren natürlich noch klein und schleifen müsste ich sie daher nicht. Das einzige, was jetzt noch fehlte, war jetzt das chippen. Ich hatte die Spritze dafür natürlich schon gestern Abend vorbereitet, denn sowas war Feinarbeit und heute morgen hätte ich das kaum hingekriegt. Ich nahm mir also eine gute Stelle vor und der Chip war ziemlich schnell eingeführt. Calla bemerkte das aber kaum, weil Amy ihr gerade eine Karotte gab. "So, jetzt nur noch alles eintragen!", sagte ich lächelnd und holte meinen Computer aus dem Koffer, gab die Chipnummer ein und füllte das Formular mit der Hilfe von Amy ein. "So, jetzt ist Amy Fleming die offizielle Besitzerin von Calla.", grinste ich und Amy lächelte stolz. "Also für ihren ersten Tierarztbesuch war sie doch schon ganz mutig, was?", sagte ich lächelnd und Amy lachte. "Sie ist ein kleiner Frechdachs, ja.", stimmte sie zu und wir verabschiedeten uns, und während ich meine Sachen zusammenpackte, führte sie das Fohlen zurück in ihre Box zu ihrer Mutter, aber nicht bevor Calla mich noch einmal am Rücken anstupste und gemütlich brummelte.
    • Jackie
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      7. Juli 2014 - Fohlen ABC
      1956 Zeichen © Ravenna


      *aus Sicht eines unbekannten Pflegers*
      Mit schwungvollen Schritten trieb es mich in den Stall zu der kleinen Haflingerstute Calla - die kleine hatte die ersten Monate auf der Weide verbracht, doch nun war es an der Zeit sie auch an andere Dinge des Lebens zu gewöhnen. Das Halfter, sowie geführt werden hatte meine Chefin Amy bereits übernommen, doch wollte ich ihr heute das Putzzeug etwas näher bringen. So holte ich Ms. Pretty zusammen mit ihrem Fohlen am Halfter vom Stutenpaddock, noch hielt sie sich sehr an ihre Mutter unternahm jedoch auch des Öfteren kleine Ausflüge. Im ersten Moment sperrte sie sich vor dem halfter, stellte die kleinen Füßchen in den Sand und blieb stehen, doch da Mama Pretty weiter lief war das bald Schnee von gestern. Ich band ihre Mutter an und legte den Strick des Fohlens um den Hals der Mama, denn so konnte sie noch immer in der Nähe der Mutter stehen. Dann huschte ich davon in den Stall, sah von weitem Jack laufen und besorgte mir einen Striegel und einen Hufauskratzer. Die Stute derweil hatte ihre Mum beinahe komplett mit dem Strick umwickelt und wusste selbst nicht mehr Recht wie sie sich Bewegen sollte. Ich entknotete die beiden von einander, um mich dann wieder Calla zu widmen. Ich zeigte ihr die beiden Unbekannten Gegenstände, sie zeigte keine Angst und schnupperte Neugierig daran herum und zeigte sogar Ambitionen den Hufkratzer anzuknabbern. Ein Lächeln konnte ich mir nicht länger verkneifen. Also verbrachte ich die nächsten Minuten damit, dem Fohlen das gestriegelt werden näher zu bringen. Was bei dem lebendigen Fohlen gar nicht so einfach war! Anschließend widmeten wir uns dem Hufe geben – das war erstmal ebenfalls nicht einfach, sie konnte ihr Gleichgewicht nicht lange halten da sie lieber den Körper bog um mir am Arsch zu schnuppern. Jedesmal wenn sie halbwegs gut stand erhielt sie ein Lob. Doch nach einer Viertelstunde brach ich das Training wieder ab um das Fohlen nicht zu überfordern und brachte Mutter und Fohlen zurück.
    • Jackie
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      8. Juli 2014 - Hufschmiedbesuch
      6539 Zeichen © Bracelet


      Es war ein warmer aber etwas schwüler Sommertag als ich gegen neuen Uhr vormittags auf Amy Flemings Gestüt ankam. Ich parkte meinen Wagen nahe des Haflingerstalles, wo ich mich um drei Pferde kümmern sollte. Da ich bereits zuvor mit der Gestütsbesitzerin gesprochen hatte wusste ich schon was mich heute erwartete.
      Gemächlich stieg ich also aus meinem Wagen und öffnete den Kofferraum. In diesem stand ein spezieller Ofen, welchen ich schon einmal einschaltete um warm zu werden. Nun nahm ich meine Lederschürze heraus und band sie mir um. In der Sekunde kam auch schon Amy Fleming auf mich zu. Sie begrüßte mich sehr freundlich und meinte, ich könnte ihr sofort folgen da die Pferde schon alle geputzt waren und bereit standen.

      Im Stall angekommen ging es erstmal in die Stallgasse, wo auch schon Sternsinger stand. Der hübsche Haflinger wirkte etwas ängstlich, also gab ich ihm zur Bestechung ein Leckerli. ,,Du brauchst keine Angst vor mir zu haben, du bekommst nur neue Hufeisen, damit du besser gehen kannst.'',sagte ich liebevoll und streichelte sanft seinen Hals.
      Er schien langsam Vertrauen in mich zu haben, weshalb ich beschloss mit der Hufkontrolle zu beginnen. Er gab mir brav sein Bein und zeigte sich auch sonst sehr kooperativ. Ms. Fleming lobte ihn dabei einige Male:,,Braver Junge.''.
      ,,Nungut. Seine Hufe sind in einem sehr guten Zustand, mir sind weder gröbere Unebenheiten noch Risse oder ähnliches aufgefallen. Trocken sind die Hufe eigentlich auch nicht und ich glaube, neue Eisen wären kein Problem, auch wenn die Alten noch in Takt wären.'',sagte ich und fügte noch hinzu:,,Allerdings würde ich diesmal tatsächlich zu Stolleneisen raten. Ich habe spezielle Hufeisen bei denen Sie die Stollen auch herausdrehen können. Wenn Sie nun ein Turnier bestreiten, dass auf Rasen stattfindet rutscht so das Pferd weitaus weniger, beziehungsweise hat das Pferd viel mehr Halt als ohne Stollen.''
      Da seine Besitzerin zustimmte machte ich mich daran die alten Hufeisen mithilfe einer speziellen Zange herunterzunehmen. Zuvor legte ich ein Handtuch unter, damit das Eisen nach herunterfallen kein Geräusch machte. ,,Sehr gut.'',sagte ich und lobte Sternsinger, da er das ganze wirklich brav mitmachte.
      Nun ging es ans Ausschneiden. Dabei entfernte ich altes Horn vom Huf. Vorallem war dies loses Sohlenhorn, welches die Pferde in groben Fällen sogar beim Gehen hindern konnte. Außerdem schnitt ich dabei den Strahl wieder in Form, was ebenfalls von Zeit zu Zeit nötig war.
      Danach ließ ich ihn seinen Huf auf einen Hufblock stellen, wo ich den Huf noch schnell in Form raspelte und ihn somit bereit für die Hufeisen machte, welche ich anschließend anfertigte. Die neuen Eisen nagelte ich dann auf seinen Huf auf und verbog die überstehenden Nägel so, dass sie nicht weiter bedeutsam waren.
      Da sich seine Besitzerin ein Lorbeerenhuföl wünschte, pinselte ich es ihm dann noch schnell auf seinen Huf. ,,Ich gebe Ihnen später noch zwei Behälter davon und das Werkzeug zum herausdrehen der Stollen.'',sagte ich dabei.
      Zum Schluss führte mir Amy Fleming ihren Hengst nocheinmal im Schritt und Trab vor, um sicherzugehen, dass alles saß. Das tat es auch und somit machten wir mit dem nächsten Pferd weiter.

      Jenes war ebenfalls ein hübscher Haflingerhengst. Dieser trug den mystischen Namen Sunshine Shadow. Im Vergleich zu Sternsinger bemerkte er mich schon sehr früh und spitzte auch schon neugierig seine Ohren in meine Richtung. Ich ging vorsichtig auf ihn zu und bot ihm ein Leckerchen, dass er allerdings mistrauisch verweigerte. Erst als seine Besitzerin es ihm sprichwörtlich vor die Nase hielt nahm er es an.
      Trotzdem beugte ich mich hinunter zu seinen Hufen und betrachete sie. ,,Die Hufe sind ebenfalls in guten Zustand. Allerdings eines der Eisen wäre beinahe abgegangen, also umso besser das wir das nun ändern werden. Da mir ansonsten eigentlich nichts gröberes auffällt können wir gleich beginnen ihn zu beschlagen. Was ich allerdings noch raten würde ist, im Sommer hier und da einmal etwas Wasser über die Hufe zu spritzen, was hilft sie vor Trockenheit zu schützen. Zumindest sagt man das.'',meinte ich lächelnd.
      Danach entfernte ich auch seine Eisen und brachte seine Hufe in eine schöne Form. Dies tat ich wie auch zuvor bei Sternsinger, mit einer Hufraspel,die sich hierfür sehr gut eignete. Der Hengst war dabei sehr brav und zog kein einziges Mal seinen Huf weg, was mir die Sache sehr leicht machte.
      Anschließend ging ich mit den alten Eisen zu meinem Wagen. Ich verglich die Größe der alten Eisen mit der, der neuen. Als ich die passenden Hufeisen gefunden hatte, erhitzte ich sie erst im Ofen. Dann nahm ich sie mit einer Zange heraus und hämmerte sie auf einem Amboss in Form. Nun brannte ich sie im Wasserbecken auf und ließ sie abkühlen. Kurz darauf ging ich auch schon wieder zurück zu Sunshine Shadow und Ms. Fleming.
      Hier nahm ich einige passende Nägel und nagelte die Eisen behutsam auf seine Hufe. Auch dabei war er total brav und ließ die gesamte Prozedur über sich ergehen.
      Zum Schluss wurde auch er mit Huföl eingepinselt und ebenfalls vorgeführt. Die Eisen saßen perfekt und nun konnte ich seine Besitzerin auch schon wieder auf die Weide entlassen.

      Das letzte Pferdchen, um welches ich mich kümern sollte war ein bezauberndes Fohlen. Die Kleine wirkte etwas verschreckt, was klar war, da sie wohl heute ihren ersten Hufschmiedtermin hatte. ,,Na du?'',sagte ich in einem liebevollen Ton und kniete mich zu Calla auf den Boden. Sie sah mich mit ihren kleinen, braunen Äugchen an und spitzte interessiert aber schüchtern ihre Öhrchen. ,,Du bist ja eine Süße.'',sagte ich lieb und gab ihr ein kleines Leckerchen, welches mit Ms. Fleming zuvor genemigt hatte. Sie nahm es vorsichtig an und ich streichelte sie eine Weile.
      Danach tippte ich vorsichtig ihr Bein an und gehorsam gab sie mir dieses auch. ,,Braav.'',lobte ich und betrachtete das kleine Hüfchen gründlich. Dies tat ich auch bei den übrigen drei Hufen. ,,Ja, wie ich mir schon gedacht habe passt hier alles tip top. Sie hat schöne Hufe, ich denke sie wird wohl ihr gesamtes Leben keine wirklichen Probleme haben. Zumindest sieht es im Moment ganz danach aus.''
      ,,So das wars auch schon.'',sagte ich und stand langsam wieder auf. Ich lobte das Stütchen und seine besitzerin brachte es wieder weg.

      Zuguterletzt gab ich Amy Fleming noch zwei Behälter Huföl und erklärte ihr, wie sie die Stollen am besten heraus und wieder hineinbekam. Danach gab ich ihr einen 'Stollenkasten' und verabschiedete mich von ihr. Dann fuhr ich auch schon wieder.
    • Jackie
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      31. Juli 2014 - Brand auf Heartland
      13.453 Zeichen © Jackie


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      "Schatz, Sarah kommt heute zu besuch", meine Augen strahlten bei dem Gedanken meine beste Freundin wieder zu sehen. "Und was habt ihr geplant ?" fragte er neugierig. "Auf jeden Fall reiten. Sarah hatte gesagt sie hätte eine besondere Überraschung für mich. Irgend so ein Keltisches Ritual" - "Hört sich ja interessant an." Ty gab mir einen Kuss, ging in den Flur und zog sich seine Jacke an. "Ich bring mal die Pferde auf die Weide."

      Als es klingelte, stürmte ich aufgeregt zur Tür. Es war Sarah. "SARAH!" ich umarmte sie stürmisch und zog sie ins Haus. "Mensch es ist so toll dich zu sehen!", begrüßte sie mich und sah sich um. "Bei euch sieht es immer noch so schön rustikal aus.", bewundernd blickte sie Richtung Kamin. "Ja, ich mag es Rustikal. Aber sag mal Sarah, was ist denn deine Überraschung so genau ?" Sarah nahm meine Hand und blickte zur Decke, als wolle sie sich etwas vorstellen. "Du kennst doch sicherlich noch das letzte Fest - das Fruchtbarkeitsfest, auch genannt Imbolc". Ich nickte. Sarah drehte sich spontan auf mich zu und sagte aufgeregt: "Wie wäre es mit einem Fruchtbarkeitsfest auf Heartland?!". Tatsächlich blickte ich sie überrascht an. "Wie stellst du dir das vor ?" Sarah erklärte mir ihren Plan und ich stimmte ihr begeistert zu.

      Der Tag des Imbolcs

      Als wir alles vorbereitet hatten und die ersten Gäste ankamen, stieg mein Herzschlag in die Höhe. "Mensch das wird der Hammer", rief ich begeistert aus und umarmte Sarah. Ty stand neben mir und grinste bloß schief. "Ich hatte mich nie so für Rituale oder Keltische Feste interessiert." Sarah und ich sahen ihn böse an. "Hey guck mal, da ist ja diese blöde Kuh Ashley." grunzte ich abwägig und blickte in ihre Richtung. "Wer hat die denn eingeladen?" murmelte Sarah. "Also ich jedenfalls nicht." Ashley kam auf uns zu. "Na, ihr hockt ja wie die Hühner auf der Stange beieinander." ich verdrehte die Augen -"Wer hat dich denn eingeladen. Und jetzt erzähl mir nicht das du dich für Keltische Feste interessierst." Ashley lachte bloß. "Wieso auch nicht.", dann drehte sie uns den Rücken zu und ging in die Menschenmenge. "Unglaublich ! WAS denkt sie sich nur dabei!" schnauzte ich meinem Freund entgegen. "Einfach so aufzutauchen und uns das ganze Fest zu ruinieren! Unglaublich, so eine Tussi. Und hast du gehört was sie sagte, wir hocken wie die HÜHNER auf einer Stange!? Das ist doch wohl das lächerlichste was ich je gehört habe." Sarah seufzte. "Komm lass uns einfach Spaß haben." Ich nahm mir einen der selbst gebrauten Cocktails und trank ihn in einen Zug. Ty legte seine Hand auf meine Schulter. "Amy wehe du trinkst aus Frust wegen diesem Mädchen.", doch ich ignorierte ihn. "Lass uns doch zum Lagerfeuer gehen." seine warmen braunen Augen durchbohrten mich und ich gab schließlich nach. "Ja Ty, du hast Recht."

      Am Lagerfeuer angekommen traute ich meine Augen nicht. Ashley stand an den Boxen des Zuchtstalls. Dort wo seit wenigen Wochen unser Fohlen Calla, mit Mrs.Pretty hauste. "Na du.." Ashley's Hand glitt über das flauschige Fell des Haflinger-Fohlens. Ich biss meine Zähne zusammen. "Mach nur eine falsche Bewegung, und ich bringe dich um". Dachte ich voller Hass. Doch Ashley redete nur auf das kleine Wesen ein. "Amy, du musst dir keine Gedanken um sie machen. Sie ist einfach nur dumm." Sarah versuchte mich abzulenken. "Wahrscheinlich hast du recht." gab ich zu. Ty umarmte mich innig und gab mir einen Kuss nach dem anderen, erst auf die Wange, dann auf den Hals, und schließlich auf den Mund. Es war so romantisch mit seinen Mann der Träume vor einem Lagerfeuer zu sitzen und sich einfach nur zu lieben. Es gab nichts schöneres.

      Als das Fest der Fruchtbarkeit (Als guten Start für unsere Zucht) vorbei war, legte ich mich in mein Bett. Sarah schlief im Bett neben an. Um die Überreste der Feier wollte ich mich morgen kümmern. Ich schloss meine Augen... doch durch einen seltsamen Geruch wurde ich wach. Ich atmete tief ein, meine Nase arbeitete sich aus dem Bett. Bis mir plötzlich einfiel was das für ein Geruch war. Bissiger Rauch... FEUER! "FEUER!" panisch schrie ich durch die ganze Wohnung. Rannte in jedem Zimmer um Sarah, Grandpa, Lou und Ty zu warnen. "FEUUERR!", keine 10 Sekunden stürmten wir über den Hof, da man schon deutlich sehen konnte aus welcher Richtung das Feuer kam. "DER ZUCHTSTALL!!!" Mein Herz blieb stehen als ich an Calla dachte. "TY TY !! TY CALLA UND PRETTY!" meine Stimme bebte vor Angst. Ty und ich rannten zum Stall in denen man schon panisches wiehern hören konnte. Grandpa rief die Feuerwehr an und Lou holte etwas zum löschen. "Ty wir können sie nicht dem Feuer überlassen!" Tränen liefen von allen Seiten meiner Wange hinab...

      ... das Feuer breitete sich immer weiter aus, meine Gedanken schlugen Loopings. Was soll ich nur machen ? Meine schönen Pferde, meine armen Lieblinge, ich kann sie nicht dem Tod überlassen, bis die Feuerwehr da ist, ist doch alles schon verloren. In meinem Gedanken spielten sich Bilder ab. Bilder von Callas Geburt, von Little Baby, wie sie Figaro zur Welt brachte und wie ich mit Meike mehrere Turniere gewann. Aber auch wie in schlechten Zeiten, als das Unwetter aufkam und ich von Figaro fiel und schließlich im Krankenhaus aufwachte. Wie Sarah tagelang um mich gesorgt hat, bis ich wieder laufen konnte. Und wie ich mit Ty am See zusammen kam. Als er mich im Wasser umschlang, seine nassen Haare an die meine legte und wie er mir zuflüsterte das er mich liebte. Und so viel meine Entscheidung, ich hielt mir mein T-Shirt vor dem Mund und stürmte in den Stall. Auf meine Familie und meine Freunde, welche mir entgegen schrien achtete ich nicht. Die Welt war wie verstummt. Nur ich war da, ich, das Feuer und meine Pferde. Als ich das Scheunentor hektisch öffnete, spürte ich die Hitze in meinem ganzen Körper aufsteigen. Eine gewaltige Rauchwolke kam mir entgegen, doch darum kümmerte ich mich nicht. Ich stürzte mich auf jede Box die mir in die Augen kam um diese zu öffnen. Das glühendheiße Metall prägte sich auf meinen Fingern, ich musste husten, es tat so weh, es fühlte sich so an, als wolle der stechende Rauch meinen Hals wegätzen. Ich zog an den Halftern, mit der Hoffnung das die Pferde selber den Ausgang fanden. Als ich mich zur nächsten Box umdrehte, sah ich das ich nicht alleine war. Ty hielt ebenfalls sein T-Shirt vor dem Mund, ich sah das er kreidebleich war. Vor Angst, vor Sorge ?
      Plötzlich knarzte die Decke, als ich über mich blickte, war es zu spät. Ein brennender Balken fiel auf eines der Pferde hinab. Meine Augen weiteten sich panisch. "TY!! Bring die anderen Pferde nach draußen!" Wie in Zeitlupe versuchte sich Figaro vom brennenden Balken zu befreien, welcher sich geradewegs durch sein Fell brannte. Ich erblickte mein ein und alles, das Pferd welches mich durch mein ganzes Gestüts-Leben begleitet hat. Man hätte schon fast sagen können, das ich mit meinen Tränen das Feuer löschen konnte, aber als ich mit allen Mitteln versuchte das glühend heiße Holz zu entfernen, glaubte ich schon die Hoffnung zu verlieren. Vielleicht würde es klappen wenn ich meine Hände frei habe. Ohne auf die Konsequenzen zu achten, ließ ich mein T-Shirt los und griff in das lodernde Feuer. Ich schrie vor Schmerz, so wie Trauer über dem was meinem armen Pferd passiert war. Aber auch Figaros Blick war voller Schmerz erfüllt. Ich spürte nasse Kälte an meinen Fingern, dann verlor ich das Bewusstsein (Wie schon das letzte mal).
      Die Feuerwehr kümmerte sich nun um den Rest. Löschen, löschen, löschen. Während Ty und Jack die Pferde in Sicherheit brachten. Allesamt voller Panik, ein Einsatzteam trug mich aus dem Stall und halfen Figaro aus seinem Elend. Als sie den Hengst aus dem Stall befördert bekamen, gaben sie ihm eine Betäubungsspritze, so das Figaro zu Boden fiel und seine Schmerzen vergessen konnte.

      "Schwesterherz", liebevoll beäugte mich Lou. Sie streichelte sanft meine Stirn. Ich blinzelte benommen, noch sah ich alles verschwommen. FIGARO! Ich zuckte zusammen, sah die letzte Nacht vor mir. Wie Figaro sich versuchte vom brennenden Balken zu retten, wie ich mich ins Feuer stürzte... Ty, ty, Ty, bring die anderen Pferde in Sicherheit. Ty, bitte, bitte Ty, rette dich und die Pferde - ich liebe dich! Lou drückte meinen Arm. "Alles wird gut, ich bin bei dir". Erneut schlug ich die Augen auf, diesmal erkannte ich ihr Gesicht, ihre dunklen Haare und ihre blauen Augen. Lou war so viel schöner als ich. "Wa.. Was ist passiert?" murmelnd sah ich Lou an. "Es ist alles gut"Alles ist gut ? Was ist mit Figaro ? Mit Ty ? Warum sagt sie denn nichts ? Bei Mum hat sie auch nicht gesagt! Also ist gar nicht alles gut. LOU sag mir verdammt noch mal was passiert ist. In meinen Gedanken spielte sich ein Dialog ab, selber brachte ich kaum ein Wort über die Lippen. "Lou, bitte sag.. mir", meine Augen zuckten aufgeregt, schließlich beugte sich Lou über mich:
      "Es ist alles gut, Figaro konnte befreit werden und befindet sich momentan im Aufwachraum von Clinic Cean. Er hat eine Betäubungsspritze bekommen, aber wir wissen nicht ob er schwere Schäden erlitten hat. Wir wissen auch nicht ob er durchkommen wird. Wäre Ty nicht mit dir gekommen, geschweige denn, wärst du nicht in den Stall gerannt, so wäre die Überlebenschance der Pferde gering, bis hin zu unmöglich. Amy du warst so mutig! Aber du solltest dich jetzt ausruhen, du sieht furchtbar aus.", stöhnend bestätigte ich das was meine Schwester sagte, ein Zeichen dafür - das ich ihr zugehört habe. Lou gab mir einen letzten Kuss auf die Wange und verabschiedete sich. Nun war ich alleine im Zimmer. Krankenhäuser, ich konnte Krankenhäuser nie leiden. Diese sterile Art, helle, kalte Farben, stinkende Betten, nervige Nachbarn und unangenehme Ärzte und Schwestern. Und dann diese Langweile, diese niemals endende Langeweile, bis man endlich nach Hause darf. Ich hob meine Hände, sie schmerzten unerträglich. Als ich sie sah, durchfuhr mich ein schauer. Brandnarben, bis über meinen Handrücken. Sie sahen furchtbar aus, waren aber auch die Bestätigung dafür, das ich unsere Pferde gerettet hatte. Niedergeschlagen ließ ich mich ins Bett fallen. Oh , was habe ich nur getan. war es das richtige, oder war es doch das falsche ?

      So vergingen Tage und Wochen, bis ich endlich aus dem Krankenhaus entlassen wurde. Hin und wieder besuchten mich meine Familie, aber auch mein Freund Ty. Sarah brachte mir ständig Blumen mit, und sagte mir, wie leid es doch täte. " Ach Sarah, Du musst dich nicht dafür entschuldigen, du kannst Du selber nichts dafür." als ich meinen Satz ausgesprochen hatte, musste ich selber darüber nachdenken. Wie es das Feuer eigentlich entstanden, wenn Sarah nichts dafür kann, der weiß dann. Dann fiel es mir wieder ein, das letzte Mal im Stall war doch dieser Ashley, sie schien mir von Anfang an so seltsam. Vielleicht war sie es die das Feuer im Stall gelegt hat. Schnell erzählte ich meiner Freundin Sarah, meine Vermutung. Sie sah mich mit großen Augen an. "Glaubst du echt das es Ashley war ? Ich mein ja sie war das letzte Mal im Stall, aber dass Ashley so etwas tun sollte das glaube ich weniger." - "Vielleicht magst du Recht haben, aber trotzdem die ganze Sache bereitet mir Sorgen. Ich mein in der letzten Nacht, wäre fast mein Pferd Figaro gestorben. vielleicht wollte Ashley das, damit ich keine Turniere mehr reiten kann." - "Ach Amy, du glaubst doch wohl nicht selbst dass Ashley so egoistisch ist, dass sie dein Pferd umbringen würde, nur damit du keine Turniere mehr reiten kannst." nachdenklich sah ich sie an. "Der ollen Kuh traue ich alles zu". Dann stand Sarah auf und ging zur Tür. "Ich hole Lou. Ich denk mal heute wird dein letzter Tag sein, dann kannst du wieder nachhause", lachend sah ich sie an: "Das will ich doch hoffen!"
      Und so dauerte es nicht mehr lange, bis ich zurück nachhause kehrte. Doch als ich sah was aus unserem Hof geworden ist, breitete sich erneut einen Gefühl aus Kummer und Trauer in mir auf. Schwarze verbrannte Scheunen, und teilweise zusammengebrochene Häuser, zierten unser Gestüt. Nur vom weitem konnte ich unsere Pferde auf den Wiesen grasen sehen. Ob sie wussten was in geschehen ist, dass sie fast gestorben wären. Ich blickte über die Wiesen, mit meiner Hand schirmte ich das Sonnenlicht ab. Ich erschrak als ich eine Hand auf meiner Schulter spürte, es war Ty. "Mensch Amy, bin ich froh das du wieder da bist. Du weißt ja gar nicht was in den letzten Wochen passiert ist. Aber mach dir keine Sorgen, Figaro geht es gut". "Was hälst du davon, wenn wir erst einmal die Pferde füttern ? Die kleine Calla wartet schon ungeduldig auf ihr Frühstück." Ty küsste mich liebevoll. Ich lächelte verwirrt "Woher habt ihr das Heu genommen ?" - "Occulta Smith, hat uns eine ordentliche Spende rüber gereicht. Bei ihr stehen zur Zeit auch die Zuchtpferde, nur Calla nicht, die grast lieber bei den anderen Fohlen.", Ty und ich, nahmen nun das Heu aus einer Scheune (oder zumindest das, was noch davon übrig geblieben ist) und streuten es auf die Weiden aus. Gierig fraß die kleine Haflingerdame das Vitaminreiche Grünzeugs. "Amy ? Ich habe etwas für dich". Verwundert sah ich ihn an. "Wie meinst du das? Oder eher gesagt, was hast du für mich ?". Ty räusperte sich. "Ein anderes Mal Amy, jetzt ist nicht der richtige Zeitpunkt dafür." Vielen Dank Ty! Jetzt werde ich wohl vor Neugier nicht mehr schlafen können. Aber was will er mir denn schenken ? Und vor allem wieso nicht jetzt ? Was ist an diesem Zeitpunkt so schlimm ? Ich verstehe das nicht!
    • Jackie
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      3. September 2014 - Eine Stallhilfe
      7940 Zeichen © Jackie


      Gähnend und mit einem "Coffee To Go" von der Tanke stieg ich wieder in meinen schwarzen Pickup. Mit einer Hand rangierte ich den Wagen aus der Parklücke und machte mein Navi an um mich auf den Weg nach Heartland zu machen. Nach gut 30 Minuten Fahrtzeit kam ich auf dem Großzügigen Gehöft von Amy und Ty an. Ich parkte meinen Wagen und hüpfte raus and die kühle Luft. Ich trank den letzten Schluck meines inzwischen kalten Kaffees aus und lief im Eilschritt den langen Weg zu den Haflingern hoch. Dort angekommen verschwand ich sofort in der Futterkammer und füllte den Futterwagen mit den nötigen Futtermitteln. Ich ging die Stallgasse hinunter und fing mit Figaro an. "Hallo mein Großer" lächelte ich und kraulte ihm die Stirn. Er grummelte mir zu als er merkte was ich vor mir herschob. Ich lachte und schüttete die auf der Stalltafel angegeben Menge an Futter in den Trog. Die anderen Pferde wurden zusehends unruhig, und ich beeilte mich auch Samie seine Morgenration zu verabreichen. Auch Little Baby spähte mir bereits gierig aus ihrer Box entgegen. Money in a Bank jedoch interessierte sich mehr für Streicheleinheiten als für ihr Futter und so tätschelte ich ihr den Hals und fuhr ihr durch den üppigen Schopf. Als ich mich zu Nachtigall wand, schnaufte Money empört und wandte sich schließlich auch ihrem Futter zu. Als nächstes war Askan an der Reihe. Der hübsche Lehmfuchs Hengst in den ich mich, zugegebener Maße ein wenig verliebt hatte. Er erntete Extra Streicheleinheiten und bekam dann auch seine zugeteilte Ration an Kraftfutter. Als ich Amsterdam Girl die Kelle mit Kraftfutter in den Trog kippte und ihre Nachbarin Meike neugierig zwischen den Boxenstäben hervorguckte quietschte Sie empört und legte die Ohren an. Lachend besänftigte ich sie und gab der verdutzten Meike ihr Futter. Die junge Stute Nordstern Stand in der hintersten Ecke der Box und blickte verunsichert drein als ich ihr Pellets in den Trog kippte. Ich ermutigte sie und hielt ihr meine Hand hin. Unsicher spielte sie mit den Ohren und machte einige Schritte auf mich zu. Hastig beschnüffelte sie meine Hand und stürzte sich dann auf ihr Futter. Surburb Lights Strecke mir Munter den Kopf entgegen und schubbelte sich kurz an meinem Rücken als ich mich zu dem Futterwagen drehte. Lachend kippte ich das Futter in den Trog doch sie schien empört das kein Apfel dabei war. Nun war ich bei einem relativ großen Hengst angelangt, der mir besonders gefiel. Sunshine Shadow. "Na hübscher?" Lächelte ich und gab ihm seinen Hafer. Von nebenan kam ein empörtes Grummeln von Sternsinger. Der kleine Hengst hatte wohl Angst vergessen zu werden. Schnell kraulte ich ihm die schmale Stirn und versorgte ihn. "Na plüschi?" Lachte ich als mir die Zweijährige Mirabella gierig den Kopf entgegenreckte. Ihre blauen Augen machten sie zu etwas besonderen und ich fragte mich ob da nicht doch noch unbekannte Gene drinsteckten. Nun war die Jährlingsstute Picola dran, die mich erst mal in einem unbeobachteten Moment in den Po kniff. Empört fuhr ich rum und schnipste ihr lachend gegen die kleine Schnute, ehe ich ihr ein paar Pellets gab und mich Jargo zuwand. Der Hengst starrte den Wagen wie hypnotisiert an und brummelte als ich ihm sein Frühstück gönnte.
      Nun war ich bei Abajo angelangt, ein großer, dunkler aber schon etwas älterer Herr. Er beachtete mich kaum und stürzte sich gierig auf sein Futter. Der nächste Kandidat
      Windsor klaute mir mein Schlüsselbund und so
      musste ich es erst wieder aus den Tiefen seiner Box bergen. Lachend widmete ich mich Schattenfalter der für seine zwei Jahre bereits sehr groß war. Der dunkle Hengst döste immer noch Seelenruhig als ich mit der Futterkarre bereits zum nächsten Pferd weiter rollte. Calla war eine sehr plüschige Jähelingsstute die ich besonders ins Herz geschlossen hatte, und so schmuste ich noch einige Zeit mit ihr ehe ich den Wagen wieder in die Futterkammer zurück brachte. Als ich aus dem Stall kam musste ich feststellen das es angefangen hatte zu regnen, und so zog ich mir schnell die Kapuze meines Parkers über den Kopf und joggte zum Haupstall. Wieder im trockenen rief ich ein Guten Morgen in die Runde ging die Gasse hoch in die Futterkammer. Ich fing mit Prince an. Der Palomino Hengst blickte mir freundlich entgegen und fraß sein Kraftfutter in aller Ruhe. Nun war Black Death an der Reihe. Mein heimlicher Liebling. Das Riesentier reckte mir den hübschen Kopf entgegen und seine Augen verzauberten mich auf der Stelle. Von nebenan kam ein hohes empörtes Wiehern. "Cindy." Lachte ich Kopfschüttelnd und tätschelte ihr den Hals. Ihre Nachbarin The Death Angel schlug mit dem Vorderbein bereits vor ihre Boxentür und ich gab ihr das Futter bevor sie sich noch verletzte. Nun war Luzifer an der Reihe. Der große Friese schlug unwillkürlich mit dem Kopf vor lauter Vorfreude. Lachend gönnte ich ihm sein Frühstück und gab auch Lackritz, der Flauschkugel nebenan sein Futter. Nun wollte Findus meine volle Aufmerksamkeit. Die wilde Mischung reckte mir mit großen Augen den Kopf entgegen und ich streichelte ihm über die Weichen Nüstern. Nun war Puppy an der Reihe. Wie es aussah war sie eine der jüngsten hier. Aber hübsch war sie bereits jetzt. So fütterte ich auch den Rest der Pferde. Anschließend brachte ich sie auf die Weide als erstes holte ich Mon Cherie, Wikotikabesa und die restlichen Stuten die keine Fohlen hatten und brachte sie auf die Weide. Als nächstes waren I See you, Panino und Azzurro an der Reihe ihre Freizeit auszuleben. Nun schnappte ich mir Par Dieux, Cabbalero, Valentines Cilion, Burnin' Castiel HGT's Dead Snow, die restlichen Fohlen und die Mutterstuten auf eine Weide. Jetzt waren die Boxen wieder frei und ich hatte die Gelegenheit die vom der Nacht dreckigen Boxen auszumisten und neu einzustreuen. Damit die Knochenarbeit schneller vonstatten ging, schaltete ich mir das Stallradio ein und hatte schon bald einen neuen Ohrwurm. Nach einer guten Stunde waren die Boxen wieder bezugsfähig und ich widmete mich den Hafis, welche ich auch auf die entsprechenden Weisen brachte und die Boxen wieder frisch machte. Nassgeschwitzt und um einige Schichten Klamotten erleichtert schob ich die letzte Schubkarre mit dreckigem Einstreu zum Mist und leerte sie. Jetzt überlegte ich mir wen ich reiten wollte. Ich entschied mich für den nicht ganz so einfachen Death und lief pfeifend zur Koppel um den Jungen Hengst wieder abzuholen. Zuerst zierte er sich aufhalten zu lassen, doch dies war nach einer kleinen Diskussion bereits passé. So latschten wir gemeinsam zum Stall und ich band ihn am Putzplatz an. Ich putzte ihn auf Hochglanz, legte ihm seine Gamaschen und Glocken am und sattelte ihn bevor ich mich in meine Stiefel quetschte und meinen Helm aufsetzte. Dann trennte ich Death und stieg auf. Am langen Zügel Ritt ich ihm zum Dressurplatz. Dort angekommen ritt ich ihn 10 Minuten am hingegeben Zügel warm und fing dann mit ein paar Schenkelweichen im Schritt am. Dann lies ich ihn fleißig vorwärts abwärts traben und galoppieren. Im Galopp musste ich ein paar mal deutlich regulieren, doch mit der Zeit wurde er auch dort immer gehorsamer. Als fing ich an mit Schenkelweichen im Trab und ließ ihn danach sofort angaloppieren und auf dem Zirkel galoppieren. Ich bemühte mich dem Hengst immer etwas anderes zu bieten damit ihm nicht langweilig wurde. Nach einer Dreiviertelstunde intensiver Dressurarbeit ritt ich ihn am langen Zügel trocken und legte ihm die Abschwitzdecke über die Kruppe die ich mitgenommen hatte da es etwas frisch und windig war. Ich fasste den Entschluss noch eine kleine Runde im Wald zu drehen, wo der Riese trotz dem anstrengenden Training noch immer voller Gehwille war. Als wir auf den Hof zurückkamen, sattelte ich ihn ab und stellte ihm in die Box. Ich holte auch all die anderen Pferde rein und machte die Abendrunde. Ich fütterte sie uns verteilte Heu ehe ich mich bei Amy und Ty verabschiedete und Hundemüde nachhause fuhr und ins Bett fiel.
    • Jackie
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      30. Januar 2015 - Zirzensen Training
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      Noch ehe ich mir eines der Fohlen schnappen konnte, wurde ich heute von Picola und Mirabella fast überannt. Die beiden Stutenfohlen bestanden auf einer ausgiebigen Schmuseeinheit ehe ich mit ihnen das Hufe geben für den Tierarzt und den Hufschmied üben konnte. L´Ombre de la Lune hingegen konnte ich heute für gar nichts begeistern, deswegen ließ ich sie einfach auf der Koppel grasen. Mit Figaros Nachtschatten übte ich ein wenig das führen, auf dass er später mal ruhig und gelassen neben seinem Reiter laufen würde. Mit Calla übte ich spielerisch ein paar zirzinsische Lektionen, da die junge Stute lernwillig war und sich schnell für neues begeistern konnte.
      Danach ging ich weiter zu L´Ombre de la Figaro um mit ihm Springen zu trainieren. Er sollte fit für die nächste Turniersaison werden, vielleicht würden wir ein paar Turniere mit ihm gehen. Mit Samie machte ich heute Longentraining, da ich ihn zu nichts anderem begeistern konnte. Er lief langsam und zeigte mir deutlich, dass für ihn heute kein Arbeitstag war, eher ein Tag um seine Faulheit ganz und gar auszuleben. Mit Little Baby ging ich heute eine ins Gelände, eine Schrittrunde. Mit ihr hatte ich die letzten Tage exzessiv geübt und ich wollte einfach ein wenig Ruhe gönnen bevor ich wieder mit ihr ins Training ging. Money in a Bank gönnte ich heute eine ausgiebige Schmusestunde ehe ich auch mit ihr ins Gelände ging. Sie liebte die Ausritte und wer war ich ihr diese Freude zu verweigern? Ich würde die kommenden Wochen eh wieder mit ihr trainieren, so konnten wir uns jetzt ganz entspannt der schönen Natur widmen. Mit Nachtigall hatte ich heute im Training ein paar kleine Schwierigkeiten, da sie ihr Temperament voll ausspielte. Sie wollte um jeden Preis rennen, was sich an der langen Seite der Halle bemerkbar machte. Sie war auch aus dem Gallopp kaum in den Trab zu bekommen weswegen ich ihr das rennen auf der Koppel nach dem Training von Herzen gönnte. Hoffentlich tobte sie sich aus, dann war sie morgen bestimmt leichter zu reiten. Askan hingegen war heute arbeitswillig und sprang schon fast sobald er die Hindernisse beim Eintreten in die Halle entdeckte. Sobald ich ihn aufgewärmt hatte ging ich mit ihm geschmeidig über die Hindernisse und entspannte mich zusehends.
      Da Amsterdam Girl meinte, sie müsse heute einmal wieder zickig sein, longierte ich sie nur. An der Longe buckelte sie und weigerte sich auch manchmal vorwärts zu gehen und ich war froh sie nach dem Training wieder auf die Weide zu bringen. Mit Meike machte ich ein paar zirzinsische Lektionen bevor ich sie an die Longe nahm. Die lernwillige Stute freute sich sichtlich über das leichte Training. Mit Nordstern arbeitete ich etwas an ihrer Gelassenheit, da die Stute manchmal noch ein wenig schreckhaft war. Danach ließ ich auch sie über die Weide toben. Mit Suburb Lights machte ich ein wenig Dressurtraining, kam jedoch nicht weit, da sich der Hengst heute dachte, dass er keine Lust hatte. Träge zog er seine Bahnen und an die hohe Kunst war heute nicht zu denken. Dafür war er wieder einmal sehr verschmust und so verbrachte ich die Zeit lieber damit mit ihm zu kuscheln als wirklich mit ihm zu arbeiten. Dafür war Sunshine Shadow heute arbeitswillig und so trainierte ich im Gelände ein wenig seine Kondition für die anstehenden Distanzritte.
      Mit Sternsinger schmuste ich ausgiebig und machte ein wenig Gelassenheitstraining mit ihm, um ihn auf die Turniere vorzubereiten. Auch sein Vertrauen zu mir wollte ich ein wenig trainieren um ihm seine Ängstlichkeit zu nehmen. Mit Golden Diamond übte ich heute ein paar Zirkuslektionen um ihr ein wenig Abwechslung zu bieten. Dankbar nahm die lernwillige Stute das Angebot an. Mit Bonito hatte ich eigentlich vorgehabt ein wenig auf dem Platz zu arbeiten, aber der Sturkopf wollte lieber ins Gelände. Er stellte sich auf den Hof und war nicht zum Reitplatz zu bringen. Also gut, dann eben Gelände. Dort blühte er auf und ich konnte ein paar Übungen in den Ausritt mit einbauen. Mit Mrs Pretty übte ich Reining, was ihr nicht so ganz gefiel, doch ich blieb stur. Die Turniersaison stand vor der Tür und ich überlegte mir mit ihr zu Turnieren zu gehen. Dazu musste ich aber noch ein ganzes Stück mit ihr arbeiten. Um Jargo Abwechslung zum Alltag zu bieten versuchte ich heute einige Übungen aus dem Nature Horsmannship mit ihm. Begeistert nahm er die Übungen an und zeigte Arbeitseifer. Mit Abajo wollte ich dressur üben. Der Arbeitswillen überzeugte mich schon fast, sodass ich unachtsam wurde, was der schlaue Hengst dazu nutzte auszubrechen. Von da ab wurde es etwas schwieriger, allerdings schafften wir das Training doch noch ganz gut abzuschließen. Auch mit Windsor trainierte ich Dressur, nur um ihm die abtrainierten Kilos später wieder als Leckerlis während der nachfolgenden Schmuseeinheit wieder auf die Rippen zu füttern. Der Haflingerhengst war heute so niedlich und brav gewesen im Training, da hatte er sich die Leckerlis wahrlich verdient.
    • Jackie
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      19. März 2015 - Tierarztbesuch
      13.425 Zeichen © SopherlMacaulay


      Also gut, ran an die Arbeit! Dachte ich mir als ich den Stall betrat. Verschlafen blinzelten mich die Tiere an denn heute hatte ich mich früh zu ihnen begeben. Die Routineuntersuchung stand an und ich hatte Jackie zugesichert, dass ich mich heute ihren Haflingern widmen würde.
      Das Fressen war schon verteilt worden, weswegen einige noch genüsslich malmten, andre sich jedoch schon wieder ins Stroh hatten zurückplumpsen lassen hatten. Ich fegte zuerst noch einmal die Stallgasse, bis sie meinen Sauberkeitsansprüchen genügte, stellte meine Arzttasche vor die erste Box und holte Figaro heraus. Der ruhige Hangst sah mich unter halb geschlossenen Lidern an und döste schon wieder als ich ihn abtastete. Vom Hals über den Rücken zu den Beinen – alles in Ordnung. Mit den Hufen tat ich mir heut etwas schwer, als ich diese anhob, lehnte er sich dösig an mich – so ein Haflinger war schwer wenn er einen als Stütze gebrauchte! Nichts desto trotz waren auch die Hufe schnell kontrolliert und waren genauso gesund wie die Augen, die Figaro nur ungern öffnete und die Zähne, die er sich heute schon eher kontrollieren ließ.
      Samie ließ sich nur unwillig von seiner Futterkrippe wegholen, er suchte sie gerade noch nach einem letzten Fitzelchen ab. Ärgerlich grummelte er, als ich ihn auf der Stallgasse anband. Dennoch ließ er sich untersuchen. Eigentlich war er ja ein total lieber Kerl, der mir auch keine Schwierigkeiten machte. Er war halt nur verfressen und hätte noch gern etwas länger nach etwas essbarem gesucht. Rücken, Beine und Hufe machten eine gute Figur, aus den Augen blitzte es neugierig heraus und die Zähne waren auch in Ordnung, auch wenn hier und da noch ein essesnrest hing. Ich streichelte ihn liebevoll und scherzte dass er sich keine Notration aufbewaren musste, er käme ja bald auf die Weide.
      Baby machte mir auch keinerlei Schwierigkeiten als ich sie endlich aus der Box draußen hatte. Die Stute hatte heute wohl beschlossen einen Schneckentag einzulegen, denn ich hatte das Gefühl im laufen einzuschlafen als ich sie aus der Box holte. Dafür war die verschmuste Stute eine liebe Patientin die alles mit sich machen ließ. Schnell war abgeklärt dass ihr nichts fehlte, auch wenn es etwas langwierig gewesen war ihren Mund aufzukriegen. Dafür belohnte sie mich in dem sie sich liebevoll ankuschelte – eines der schönsten Geschenke das sie einem machen konnte.
      Money hingegen hatte heute ihren zickigen Tag. So kam es mir zumindest vor. Sie blieb ruhig, grummelte jedoch und als ich ihren Körper und die Beine kontrolliert hatte, ließ sie sich nur widerwillig die Hufe kontrollieren. Augen gingen dann wieder, jedoch das Maul bekam ich nur mit Hilfe eines Leckerlis auf. Und doch waren alle in Ordnung. Ich brummelte Money an warum sie mir das denn nicht gleich hatte zeigen können, schnappte mir sie, Samie, Baby und Figaro und brachte die vier erstmal auf die Weide. Zurück im Stall fegte ich noch einmal die Gasse und schnappte mir dann Nachtigall.
      Die Stute wollte ihrem Namen heute alle Ehre machen und wieherte in den höchsten Tönen die sie herausbrachte. Ich untersuchte sie daher mit Argusaugen, ob sie irgendwas hatte, das kannte ich von ihr ja gar nicht. Am Rücken war nichts, an den Beinen erkannte ich jedoch das Problem. Sie musste sich irgendwo aufgeschrammt haben, am Bein war eine Blutkruste zu sehen und auch abwinkeln ließ sich das Bein nur schlecht. Ich vermutete eine Entzündung und spritzte schnell ein Schmerzmittel ein, damit ich die Wunde säubern konnte. Auch das war schnell getan, zum Abschluss noch eine antiseptische Salbe aufgetragen und das Bein bandagiert. Noch eine Antibiotikaspritze und das Bein war soweit versorgt. Noch die augen kontrolliert, die mich dankbar ansahen, es sah so aus als hätte ihr das Bein wohl die ganze Nacht Schmerzen bereitet. Die Zähne waren auch in Ordnung, Zeit die Stute in die Box zu bringen. Vorerst, beschloss ich, würde sie in der Box bleiben, ich würde das Bein morgen noch einmal kontrollieren.
      Askan scharrte praktisch schon mit den Hufen. Er hatte gesehn dass ich ein paar Pferde nach der Untersuchung auf die Koppel gebracht hatte und da wollte er wohl auch hin. Kaum hatte ich die Boxentür offen, trabte er auch schon heraus und stellte sich so hin, dass ich überall gut hinkam. Ich musste furchtbar lachen, band ihn an und untersuchte ihn. Er war in exzellenter Verfassung, keine Verspannung, Beine und Füße in gutem zustand, wache Augen und ein Paradebeispiel von Gebiss. Mal ganz abgesehn davon dass er super aussah und eine enorme Ausstrahlung hatte. Der temperamentvolle Hengst faszinierte mich.
      Temperamentvoll war er wirklich, denn als ich Amsterdam aus der Box holte, wieherte ungläubig, als könne er es nicht fassen, dass ich ihn nicht sofort auf die Weide brachte. Ich grinste und wandte mich der Stute zu, ein wenig musste Askan sich noch gedulden. Er machte zudem seine Nachbarin noch verrückt, sie war heute zickiger als sonst. Ich hatte sie schon kurz angebunden, jedoch keifte sie Askan an und stampfte mit ihren Hufen auf den Boden, was es mir nicht gerade leicht machte sie zu untersuchen. Doch schnell war auch ihr Gesundheitszustand als wunderbar eingetragen und ich ließ sie weiterzicken, denn es warteten noch mehr Hafis auf mich.
      Meike war zwar farbtechnisch mein Liebling, da sie so schön dunkel war, allerdings machte auch sie mir heute das Leben schwer. Sie wollte Amsterdam zurechtweisen, die sich von Askan provozieren ließ, welcher sie demonstrativ anwieherte. Wobei, ich war mir bei ihm nicht sicher ob er nicht nach der Weide schrie. Ich band Meike an und schnappte mir Askan um ihn wieder in die Box zurück zu bringen. Beleidigt sah er mich an, dann war aber wenigstens Ruhe. Und Meike ließ sich auch wunderbar untersuchen. Wobeis das bei ihr gar nicht gebraucht hätte. Auch sie war gesund und strotzte nur so vor Energie.
      Nordstern wollte nach dem Getöse erst gar nicht aus der Box. Nur zaghaft folgte sie mir und als sie endlich draußen stand, sah sie sich nervös um. Ich ließ mich nicht aus der Ruhe bringen und untersuchte sie langsam wie gründlich, was ihr ein wenig Sicherheit gab. Bis auf ein paar nervöse Verspannungen, die sich bestimmt am Abend wieder gelegt hatten, hatte sie nichts. So, jetzt. Askan herausgeholt, Meike und Askan auf der einen und Amsterdam und Nordstern auf der andren ließ ich die vier zur Weide traben und war froh dass sie sich nun draußen anzickten und nicht mehr den ganzen Stall verrückt machten.
      Nach einer erneuten Kehrrunde weckte ich Bubi aus seinem Schlaf. Gemächlich folgte er mir und war wie immer mehr daran interessiert mit mir zu schmusen als sich untersuchen zu lassen. Nach dem Stress gerade kam mir eine kleine Schmuserunde grade recht, jedoch verlor ich das Ziel auch nicht aus den Augen und so wanderte mein Blick kurz darauf prüfend über Körper, Beine, Hufe, augen und Maul. Alles in Ordnung soweit mit ihm, ich konnte mich Sun widmen. Dem hatte der Stress von vorhin auch nichts ausgemacht und er folgte mir bereitwillig auf die Stallgasse. Auch er war schnell untersucht, ebenso gesund wie sein Nachbar.
      Sternsinger sah sich erst vorsichtig um ehe er mir auf die Stallgasse folgte. Der junge Hengst hatte noch nicht so richtig Vertrauen zu mir gefasst, daher ließ ich es ruhig angehn. Er sah sich nach links und rechts um während ich ihn abtastete und Augen und Mund kontrollierte. Bis auf seine Nervosität ging es ihm richtig gut und das nervöse würden wir auch noch hinbekommen.
      Golden Diamond hatte s sich auch zur Aufgabe gemacht mich zu trainieren. Die Stute folgte mir nur sehr widerwillig in die Stallgasse und lies sich genauso widerwillig untersuchen. Immer wieder drehte sich sich nach mir um, schlug mich mit dem Schweif und kniff Augen und Maul zusammen.
      Ich seufzte und war sehr froh als ich auch diese vier auf die Koppel gebracht und die Stallgasse gesäubert hatte.
      Bonito hingegen machte den ganzen Stress wieder wett. Er schmiegte sich an und wollte mich schon gar nicht mehr fort lassen. Er hob auch ganz brav alle Hufe von selber an und schob mir die zu untersuchenden Körperteile regelrecht hin, dass ich mich schon fast kaum bewegen musste. Mit einem Lächeln auf dem Gesicht holte ich Mr Pretty aus der Box. Die Stute schob sich einmal mehr ins Rampenlicht in dem sie sich erstmal im Sonnenlicht platzierte, welches langsam immer heller den Stall durchflutete. Auch wollte sie zuerst gestreichelt werden und ein paar nette Worte bei der Untersuchung schadeten auch nicht. Für das Lob arbeitete sie aber auch gut mit, auch wenn sie den Kopf nicht gerne senkte, dazu genoss sie mit geschlossenen Augen und hochgerecktem Kopf zu sehr die Sonne die den Stall aufwärmte.
      Jargo drängte quasi aus der Box hinaus. Die Untersuchung wollte er nicht über sich ergehen lassen, er wollte sofort hinaus. Doch weit gefehlt, diesmal gelang es mir meinen Dickkopf durchzusetzen. Auch wenn er die Untersuchung nicht gebraucht hätte. Der Körper strotzte vor Kraft, die Hufe waren in tadellosem Zustand und die Zähne waren bereit das Gras zu zermahlen. Aus den Augen strahlte so eine Energie, dass ich mich beeilte Abajo aus der Box zu holen. Der erwies sich heute auch als Querulant und strebte wie Jargo dem Ausgang zu, dass ich mich mit beiden Füßen in den Boden stemmen musste um ihn aufzuhalten. Verärgert grummelte er als ich ihn anband und mit der Untersuchung begannt. Ich merkte deutlich wie er die Muskeln anspannte und auch die Beine waren schwierig zu untersuchen, da er die ganze Zeit auf dem Boden herum stampfte. Dass er mich nicht bei der Untersuchung des Mauls zwickte war alles denn langsam verwandelte sich der Ausdruck in seinen Augen von Unmut zu Wut.
      Als ich die vier zur Koppel brachte flog ich praktisch dahin. Jargo und Abajo hatten es so eilig dass sie wohl beschlossen hatten mir das fliegen beizubringen. Ich freute mich als ich das Tor hinter ihnen geschlossen hatte und mich ans kehren machte – nur noch 2 erwachsene Tiere und dann nur noch die Jährlinge. Die Kleinen würden zwar lebendig sein jedoch noch nicht so schwer zurück zu halten wie die Großen.
      Mit Freude holte ich Windsor aus der Box. Natürlich musste er mich erst mal wieder beknabbern bevor er sich den Gitterstäben und seinem Führstrick zuwandte. Wenigstens war er gut beschäftigt und ich konnte ihn in Ruhe untersuchen. Als ich mir seinen Mund ansah fand er meine Haare zwar spannender, aber auch den Mund hatte ich, dank seiner hervorragenden Gesundheit, schnell inspiziert. Ich überließ ihm seinem Knabberwahn und wandte mich Joker zu, den ich nur mit Überredungskünsten aus der Box bekam. Ein wenig scheu war er noch, aber nachdem ich mich schon im Vorfeld ein wenig mit ihm befasst hatte, ließ auch er sich brav von mir untersuchen. Beim Kopf musste ich ein wenig vorsichtig sein, jedoch war auch das schnell geschafft und ich konnte die beiden auch schnell nach draußen bringen.
      Nun noch die Jährlinge. Als erstes holte ich unsere Jüngste heraus, Calla. Die junge Stute, bei der wir erst vor kurzem begonnen hatten sie abzusetzten, blickte neugierig in der Gegend rum und wollte mich gar nicht loslassen. Meinen Arztkittel fand sie besonders toll und wurde zur Giraffe, als ich um sie herumwanderte, nur um den Kittel nicht loslassen zu müssen. Jedoch ging die Untersuchung schnell vonstatten, denn Calla war zwar neugierig aber total brav und bei bester Gesundheit.
      Figaros Schattenfalter folgte mir nur vorsichtig. Bei ihm ließ ich Vorsicht walten und ging alles langsam an, der Kleine war verwahrlost wieder zu uns zurückgekommen und brauchte erstmal Zeit bis er den Menschen wieder vertrauen konnte. Aber abgesehn von den seelischen Narben ging es ihm gut. Er hatte auch wieder zugenommen und sein Fell gewann auch langsam wieder an Glanz.
      Die wachen Augen sahen mir aufmerksam zu, als ich ihn abtastete und seine Hufe kontrollierte. Auch die Zähne waren in Ordnung und aus den Augen sprühte Lebensfreude. Zufrieden darüber, dass Amy ihn wieder auf die Beine bekommen hatte, wandte ich mich Lune zu. Die junge Stute war heute aufgeweckt und kaum zum Stillstehen zu bekommen. Abtasten ging grad noch, aber für die Beine und Hufe wünschte ich mir schon fast einen Schraubstock im Boden um den Huf einzuspannen. Wenigstens gab sie sich redlich Mühe mich nicht aus Versehen zu treffen.
      Dabei hätte sie sich gar nicht so anstellen brauchen, bei ihr war alles in bester Ordnung.
      Picola zeigte sich heute mal wieder temperamentvoll. Lauthals wieherte sie als sie aus der Box herauskam und das anbinden wurde eine Wissenschaft für sich. Jedoch konnte ich sie so platzieren, dass die Sonne sie wärmte, was sie sehr genoss. Das gab mir ein wenig ruhe für die Untersuchung, solang ich nicht die Sonne verdeckte. Als ich die Beine untersuchte, gab sie Unmutslaute von sich, schließlich kühlten ihre zarten Beinchen gerade ab! Auch ins Maul wollte sie sich nicht schauen lassen, das gelang mir nur unter lautstarkem Prozess. Mit einem leichten Klaps auf den Hintern verabschiedete ich mich von ihr um mich um Mirabella zu kümmern. Diese hatte heute ihren verschmusten Tag und brauchte viele Streicheleinheiten ehe sie der Untersuchung zustimmte. Auch musste ich immer wieder unterbrechen um sie zu streicheln. Das zog sich und Figaros Schattenfalte wieherte sie ungeduldig an, woraufhin Mirabella es sich nicht nehmen ließ zurückzuzicken.
      Ich war froh als ich die Jährlinge auf die Weide gebracht hatte und die Stallgasse ein letztes Mal fegte.
    • Jackie
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      19. März 2015 - Eine Stallhilfe
      13.425 Zeichen © SopherlMacaulay


      Nachdem die Turniersaison schon fast begonnen hatte, übte ich vermehrt mit Figaro, der heute aber mal so gar keine Lust hatte. Dauernd versuchte er stehen zu bleiben und mir die Zügel aus der Hand zu reißen was mir das Training erschwerte, doch es half nichts, da mussten wir beide jetzt durch. Samie hingegen forderte mich heute, der neugierige Hengst musste auf unserem Spaziergang alles begutachten und es war schon eher ein Stop and Go. Aber Hauptsache er hatte seinen Spaß und der Ruhetag tat ihm gut. Little Baby meisterte das für sie vorgesehene Trainingsprogramm zur vollsten Zufriedenheit. Heute war führte ich sie an Hindernisse heran, oder versuchte es zumindest. Neugierig machte die Stute mit. Money hatte heute Hummeln im Hintern, sodass an ordentliches Training gar nicht zu denken war. Ständig rannte sie mir quer über den Reitplatz, was mich dazu veranlasste mit ihr ins Gelände zu gehen und sie sich auf den Rennstrecken austoben zu lassen.
      Nachtigall wurde zuerst von mir an den Hängern vorbeigeführt, schonmal vorbereitet für das spätere Hängertraining ehe ich mit ihr in die Halle ging und trainierte.
      Askan bereitete mir heute eine wahre Sternstunde. Mit Eifer flog er über die Hindernisse. Mit ihm hatte ich am Springtraining richtig Spaß. Amsterdam hatte es heute auf mich abgesehn. Ständig drängte sie an den Reitplatzrand oder buckelte was ihre Beine hergaben. Sie wollte mich unbedingt vom Rücken runter haben und sie schaffte es auch. Nicht mit mir dachte ich mir jedoch und saß wieder auf. Das überraschte sie derart, dass sie den Rest des Trainings brav war. Mit Meike legte ich heute ein Vertrauenstraining ein. Die Stute hatte mir die letzte Zeit gezeigt dass sie nicht viel von mir hielt, so ging ich im Gelände mit ihr spazieren und führte sie über enge Wege und Stege um ihr zu zeigen, dass sie sich auf mich verlassen konnte. Auch mit Nordstern konnte ich heute nicht auf den Platz, die junge Stute war heute etwas schreckhaft. So drehte ich eine kleine Runde zu Fuß mit ihr und ließ sie schnell wieder auf die Koppel. Bubi war heute Faulpelz in Person und ließ sich gerade mal zu ein paar Trabrunden auf dem Reitplatz überreden bevor er seine Füße in den Boden stemmte und nicht einen Schritt mehr weiter tat. Sunshine machte jedoch alles wieder wett. Ich hatte ein Ausdauertraining heute angesetzt, welches er mit Bravour meisterte. Sternsinger und ich waren heute für eine Springstunde eingetragen. Es war zwar nicht unbedingt leicht ihn über die Hindernisse zu bekommen, er hatte heute seinen ängstlichen Tag und scheute vor fast allem. Trotz alledem hatte er sich am Ende der Stunde ein Leckerli verdient. Diamond hatte ihren wilden Tag. Stillstehen war heute nicht wirklich etwas für sie, weswegen ich sie heute nur longierte. Nachdem ich ein paar Mal beinahe umgerannt worden wäre, war ich froh mit Bonito ins Gelände zu gehen. Ohne Sattel zockelten wir durchs Gelände und ließen uns die Sonne auf den Pelz scheinen. Mit Mrs Pretty hatte ich heute Reining geplant, doch die Stute wollte es ruhig angehen lassen, weswegen ich auf ein Trailtraining umschwenkte. Mit Dickkopf Jargo war heute kein richtiges Training möglich, da es ihm mehr gefiel herumzustehn und sich die Sonne auf den Pelz brennen zu lassen. Also machte ich mit ihm nur ein wenig Bodenarbeit. Abajo hingegen war heute eifrig bei der Sache, weswegen ich mit ihm Dressur trainierte. Der Hengst folgte meiner Zügelführung willig und war ein echtes Traumpferd. Auch mit Windsor war ein Dressurtraining angesetzt und er machte wunderbar mit. Die Hufe flogen hoch und die Halswölbung war so perfekt dass ich mich kurz einmal zu den olympischen Spielen träumte. Joker holte mich von der Wolke sieben wieder zurück. Auch er war heute äußerst arbeitswillig, verzieh mir aber keine Unaufmerksamkeit ohne Unfug zu machen.
      Calla hatte die letzten Tage beim zirzensischen Training so wunderbar mit gemacht, dass ich ihr einen Ruhetag gönnte. Figaros Schattenfalter hatte heute Auslauf nötig, weswegen ich mit ihm einen Spaziergang machte und dabei gleich das führen trainierte. Bei Lune begann ich mit dem Fohlen ABC. So langsam wollte ich sie darauf einstimmen und die nächsten Tage daran noch weiter mit ihr arbeiten. Auch mit Picola fging ich ins Gelände, ein wenig ihre Gelassenheit schulen. Mit Mirabella ging ich ein wenig auf dem Springplatz umher und legte die ein oder andre Stange auf den Boden um das Jungtier schon einmal mit Hindernissen bekannt zu machen.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Jackie
    Datum:
    24 Aug. 2015
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  • Abstammung
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    Von Jargo
    Von Abajo Aus der unbekannt

    Aus der Mrs. Pretty
    Von unbekannt Aus der unbekannt


    Exterieur
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    Stute
    06.01.2014
    (4 Jahre gealtert)
    Rasse: Haflinger
    Stockmaß: 150cm
    Gewicht: 476kg
    Deckhaar: Lichtfuchs
    Abzeichen: Blume


    Interieur / Beschreibung
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    Verhalten in der Box: Gelangweilt
    Verhalten auf der Weide: Neutral


    Charaktereigenschaften:

    Ausgeglichen ●● Unausgeglichen
    Aufmerksam Unaufmerksam
    Intelligent
    ●● Unintelligent
    Sozial
    ●● Unsozial

    Begabt ●● Unbegabt
    Ruhig ●●● Nervös
    Loyal ●●●● Untreu
    Gutmütig
    ●●● Boshaft

    Nervenstark ●● Scheu
    Temperamentvoll ●●● Faul

    Calla, das erste Fohlen aus eigener Zucht, welches Amy für sich behalten hat. Amy gab ihr den Namen Calla (=Blume), wegen des Abzeichens auf ihrer Stirn. Als Fohlen war Calla allermanns Liebling. Das kleine flauschige Wollknäul von Pferd. Mittlerweile ist ihr Fell jedoch rausgewachsen und Calla zu einem temperamentvollen Sportpferd geworden.

    Schon als Fohlen musste Calla immer und überall alles anknabbern. Leider hat sich an dieser Unart in den Jahren nichts geändert. Aber auch ihre Neugierde ist geblieben, daher ist es schwer mit Calla zu trainieren - da ihre Konzentration immer wo anders ist. Was jedoch nicht heißt, dass die Stute nicht intelligent ist. Im Gegenteil, sie lernt sogar ziemlich schnell, außerdem weißt sie großes Potential im Springreiten auf. Die Stute ist äußerst gutmütig, benötigt jedoch eine richtige Bezugsperson um wirklich loyal ihren Besitzer gegenüber zu sein. Da Calla schnell scheut und bei ihrem hohen Temperament sofort das Weite suchen möchte, benötigt sie einen erfahrenen Reiter.

    Weide: Stutweide
    Unterbringung: Weide

    Einstreu: Stroh im Unterstand
    Futtersorte: 7kg Heu, 1.2kg Kraftfutter, 300g Weizenkleie
    Fütterungszeiten: 8:00 Uhr Heu, 17:00 Uhr Kraftfutter


    Besitzer: Jackie (Amy Fleming)
    VKR/Ersteller: Jackie


    Qualifizierungen & Erfolge
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    ● Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential
    Oben = Joelle Qualifikation | Unten = Qualifikation durch TB's

    Western E A L M S
    Trail: LK5 LK4 LK3 LK 2 LK1


    Springen E A L M S S* S** S***
    Stilspringen & Zeitspringen: E A A* A** L M M* M** S S* S** S*** S**** S*****

    Military E A L M S S* S** S***
    Geländestrecke: CIC/CCI* CIC/CCI** CIC/CCI*** CIC/CCI****

    Distanz E A L
    Distanzritte: EL EVG1 EVG2

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    Offiziell

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    1. Platz - 234 Militaryturnier
    1. Platz - 238 Militaryturnier
    3. Platz - 343 Springturnier
    2. Platz - 109 Synchronspringen
    2. Platz - 110 Synchronspringen
    3. Platz - 348 Dressurturnier
    3. Platz - 317 Westernturnier
    1. Platz - 323 Westernturnier

    3. Platz - 324 Westernturnier

    Inoffiziell
    -

    Zuchtverband

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    Beste Jungstute 7.95
    Leistungsschau "August 2016"

    GHP - Prüfungen
    -

    Gewinnsumme: x
    Verursachte Kosten: x


    Ausbildung und Zuchtdaten
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    Trainingsplan
    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren x

    Springpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten ✔ | Hindernisgewöhnung x | Stangenarbeit x | Gelassenheitstraining x

    1 = Sehr gelassen, 6 = schlechtes / unsicheres Verhalten
    ● Angeboren
    Antrainiert Prüfung Abgeschlossen


    Fremde Umgebungen: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Platz/Halle: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Hufschmied: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Tierarzt: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Wasser: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Gelände: 6 5 4 3 2 1 ✪
    Straßen: 6 5 4 3 2 1 ✪

    Stangenarbeit: 3 2 1
    Longenarbeit: 3 2 1 ✪

    Verladefromm: 3 2 1 ✪

    Schrecktraining: 3 2 1

    Bodenarbeit
    Treiben & Bremsen x | Durchparieren, Antraben/Galoppieren, Anhalten (Kommando) x
    Abstand zum Pferd x | Wenden & Handwechsel x | Auf Komando kommen x

    Freiheitsdressur / Zirzensik
    Rückwärts-weichen x | Liegen x | Sitzen x | Stehen x
    Spanischer Schritt x | Steigen x | Kompliment x


    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    Pferdepass

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    SK440 - Ponys & Kaltblüter

    Gencode: ee aa ff
    Zur Zucht zugelassen: ja
    Eingetragene Zucht: Heartlandfarm
    Züchter/Herkunft: Amy Fleming / Heartlandfarm

    Trächtig [] Nächste Rosse (alle 30 Tage): 01/6 - 5/6

    Nachkommen
    0/5

    1.
    2.
    3.
    4.

    5.

    Gesundheitszustand
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    Letzter Tierarztbesuch: 06.09.2016
    Chipnummer: 124 4 80 736628819
    zuletzt kontrolliert [x]

    Letzte Zahnpflege (jedes Jahr) überfällig

    Wurmkur (jedes Jahr) überfällig
    Tollwut Impfung (jedes Jahr) überfällig
    Tetanus Impfung (alle 2 Jahre) überfällig
    Influenza Impfung
    (alle 6 Monate) überfällig
    EHV-1 + EHV-4
    (alle 6 Monate) überfällig


    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:


    Letzter Hufschmiedbesuch: 26.10.2015
    Ausgeschnitten/Korrigiert: 26.10.2015
    Hufbeschaffenheit:
    Hufkrankheit/en:

    Beschlag vorne: -
    Beschlag hinten: -


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    Spind: x