Veija

☆ Tortured Witch HMJ 6693, AQH

HMJ: 130 Punkte, 5 Krönpunkte

☆ Tortured Witch HMJ 6693, AQH
Veija, 7 Okt. 2019
Wolfszeit und Canyon gefällt das.
    • Veija
      Ein erster Blick
      Oktober 2019, by Veija
      Caleb
      Heute war es endlich soweit und die Pferde für das Makeover wurden eingeteilt. Seit Wochen schon mied ich den Teil der Ranch, auf dem die Tiere untergebracht waren. Als ich von der Beschlagnahmung hunderter Pferde von der Pferdemafia gehört hatte, war mir zunächst das Herz in die Hose gerutscht. Was sollte mit all den Pferden passieren? War der Schlachter nun ihr letzter Ausweg?
      Als ich dann erfuhr, dass 15 Tieren durch ein Makeover eine neue Chance gegeben werden sollte, hatte ich keine Sekunde gezögert und meine Hilfe angeboten. Natürlich wollte ich selbst auch mitmachen. Da das Ganze schlussendlich auf meiner Ranch stattfinden sollte und ich dadurch vorher nicht in Kontakt mit den Pferden kommen durfte, wurde ich von Teilen meiner Ranch verbannt. Heute durfte ich einen ersten Blick auf die Tiere werfen, zusammen mit 14 anderen Menschen, die den Pferden ein neues Zuhause bieten wollten. Wir der Zufall es so wollte, fiel mein Los auf eine lackschwarze Quarter Horse Stute. "Die hat mir von Anfang an gefallen.", meinte Laurence zwinkernd und schaute sich das Tier genauer an. Laurence und auch Cayce hatten sich um die Pferde gekümmert, seit sie angekommen waren. Hatten sie gefüttert, getränkt und sich um die medizinischen Angelegenheiten gekümmert. Octavia und Betsy hatte ich ebenfalls verboten in die Nähe der Pferde zu gehen. Für Betsy war es zu gefährlich und Octavia hätte sich verplappert. Für Cayce war es schon schwer genug gewesen, mir nicht von den Pferden zu erzählen. Oft hatte er angefangen, sich dann jedoch lachend die Hand vor den Mund gehalten und den Raum verlassen. Laurence hatte es dagegen wirklich super hinbekommen. Aus ihm hatte ich kein einziges Wort rausbekommen.
      "Was meinst du was die schon alles erlebt hat?", fragte ich Laurence und ging einen Schritt näher an die Stute heran. Sie legte sofort ein Öhrchen an und ihr Blick veränderte sich, wurde glasiger und abwesender. "Ich weiß es nicht. Die wird aber auf jeden Fall nicht allzu einfach. Wenn ich mir so die anderen anschaue.", meinte Laurence und ich nickte. "Aber unterschätz die anderen Pferde nicht. Ich glaube da sind ein paar harte Brocken dabei.", erwiderte ich und machte wieder einen Schritt von der schwarzen Stute weg. Ihr Ohr glitt langsam wieder nach vorne und auch ihr Blick änderte sich wieder. "Hast du das gesehen?", fragte Laurence mich und ich hörte in seiner Stimme, wie aufgeregt er nun war. "Ich glaube die ist super sensibel. Zeigt mit kleinen Regungen wo bei ihr Schluss ist. Wenn du das rausbekommst, wie sie mit dir kommuniziert, dann findest du schnell einen Zugang zu ihr."
      Und da hatte er Recht. Ich bedrängte die Stute nicht, testete aber ein wenig aus. Ging mal wieder einen Schritt näher auf sie zu, dann wieder einen halben Weg. Nur, um noch etwas näher zu gehen.
      Schließlich stellte ich mich wieder neben Laurence. "Es sind jetzt auch viele Menschen hier. Ich lass sie mal ein wenig in Ruhe und komm später wieder. Mir... ist aber auch schon ein Name eingefallen.", sagte ich zu Laurence und schaute in sein fragendes Gesicht. "Tortured Witch." "Wie kommst du darauf?" "Ich finde... vom ersten Eindruck sieht sie aus wie eine kleine, giftige Hexe. Wenn du sie dir aber länger anschaust, und wie ich eben den Test mit den Schritten machst, ist sie gar keine giftige Hexe. Ich glaube sie hat einfach schon einiges erlebt." "Da magst du Recht haben." "Also hat unsere HMJ 6693 einen Namen. Tortured Witch.", verkündete ich und ging sofort zu Nicolaus, um ihm meine Entscheidung mitzuteilen. Die Pferde mussten schließlich alle auf ihre neuen Namen registriert werden.
      Am Abend wollte ich das Füttern meines neuen Pferdes selbst übernehmen. Ich stand in der Futterkammer des Hauptstalles und sah auch hier fremde Leute herum laufen. Ein paar der Menschen kannte ich, ein paar waren mir gänzlich fremd. Erst heute Mittag hatte ich eine junge Dame dabei beobachtet, wie sie Gangster gestreichelt hatte. Ich hatte nichts dagegen und war froh, dass ich mit dem Stellen der Location helfen konnte, aber so viele (noch) fremde Menschen auf meiner Ranch gefiel mir gar nicht. Ich hielt meine Mitarbeiter deshalb dazu an, ihre Augen und Ohren noch besser offen zu halten. Auch wenn es Probleme mit den Eventpferden geben sollte. In meinen kleinen Eimer hatte ich ein wenig Müsli gefüllt und ein paar Möhren und Äpfel kleingeschnitten. Ich stellte den Eimer auf meine Schubkarre, wo schon ein leerer Eimer und ein kleiner Heuballen drauf standen. Mit der Schubkarre fuhr ich zu Witch, stellte die Schubkarre ab und füllte Wasser mit dem Schlauch in den leeren Eimer, ehe ich diesen in den Eimer in ihrer Box entleerte. Mit beiden Ohren hin und her zuckend stand sie in der hintersten Ecke ihrer Box und beäugte mich. Ich füllte ihr Heu auf und hängte den Eimer vorsichtig in ihre Box. "Good girl.", sagte ich immer wieder beruhigend und entfernte mich wieder von der Box. Erst als ich meine vier Schritte Abstand zwischen ihr und mir zurückgelegt hatte, kam sie nach vorne zum Eimer und steckte langsam ihre Nase hinein. Vier Schritte. Vier Schritte Abstand. Damit konnte ich arbeiten.
      5109 Zeichen = 4 Punkte
      Canyon gefällt das.
    • Veija
      Schlammige Witch
      Oktober 2019, by Veija
      Caleb
      Es waren nun schon ein paar Tage vergangen und einige der Pferde und Leute waren nach Hause gereist. Meine HMJ 6693, Tortured Witch stand mittlerweile auf ihrem Teil der Koppel, von dem aus sie meine anderen Pferde sehen konnte. Ich hatte sie zuerst mit Sue vergesellschaften wollen, doch ich bereitete sie gerade auf ihre Krönung vor, weshalb ich mir bei ihr keine Verletzung leisten konnte. Deshalb wollte ich es mit Gipsy versuchen. Ich hatte ihn auf die freie Koppel neben sie gestellt und er gab sich wirklich alle Mühe, mit ihr in Kontakt zu treten. Witch sah das jedoch ganz anders und hatte da absolut keine Lust drauf. Woran ich das merkte? Sie hielt sie immer ganz weit weg von ihm auf. Ich ging gerade mit einer ganzen Jacke voll Möhren bewaffnet auf Gipsys Koppel. Ich lockte ihn mit mir ganz nah an den Zaun und fing an, ihn damit zu füttern. Witch stand in einiger Entfernung und schaute sich das Ganze an. Ihre kleinen Öhrchen zuckten hin und her und sie machte, ganz langsam, immer mal wieder einen kleinen Schritt auf uns zu. Dass sie nicht boshaft war hatte ich schon herausgefunden. Nur wahnsinnig unsicher. Ich wartete eine ganze Weile, ehe ich es einfach wagte. Ich kletterte durch den Zaun auf Witch's Seite und hielt ihr mit ausgestrecktem Arm eine der Möhren hin. Sie kam auf mich zu. Ganz langsam setzte sie einen Huf vor den Anderen. Wieder blieb sie etwa vier Schritte vor mir stehen. Vorsichtig streckte sie ihren Hals... und streckte ihn... und streckte ihn. Sogar ihre Lippen spitzte sie in Richtung der Möhre. Aber sie kam nicht an mich ran. Frustriert zog sie ihren Hals wieder ein und schien zu überlegen. Doch statt etwas zu tun, stand sie einfach nur da und schaute mich an. Da ich ihr in den letzten Tagen immer den Futtereimer reingehängt hatte, musste sie wissen, dass ich Futter bedeutete. Aber so richtig traute sie sich nicht. Vorsichtig ging ich in die Hocke, legte ein paar Möhren auf den Boden und ging langsam rückwärts von ihr weg. Bei jedem meiner Schritte beäugte sie mich und ließ mich nicht aus ihrem Blick. Dann jedoch setzte sie sich in Bewegung und senkte den Kopf, um die Möhren zu fressen. "Goood giiirl.", sagte ich immer wieder, so wie ich es die letzten Tage ständig gemacht hatte, wenn ich sie gefüttert hatte. Witch fraß ihre Möhren, hob ihren Kopf und schaute mich kurz an. Dann wandte sie sich ab und ging wieder. Ich war wirklich darauf gespannt, was für ein Pferd unter der Schlammschicht zum Vorschein kommen würde.
      2480 Zeichen = 3 Punkte
    • Veija
      Wandel
      November 2019, by Veija
      Caleb
      HMJ 6693, Tortured Witch machte sich gut. Wirklich. Es ging zwar nur mit kleinen Schritten vorwärts, aber es ging voran. Aus den vier Schritten Abstand waren mittlerweile einer geworden. Oder ein halber. Jedenfalls so, dass ich sie nicht berühren konnte. Also ich könnte schon, wenn ich meinen Arm ausstrecken würde. Aber ich wollte sie nicht überfordern, da sie mir ganz klar zeigte, dass sie mir zwar ein bisschen vertraute, aber eben noch nicht ganz. Heute stand ich wieder auf der Koppel, hatte Möhren mitgebracht und fütterte sie damit. Sie fraß mir heute zum ersten Mal aus der Hand, nicht vom Boden aus. Sollte ich es heute wagen? Ja.
      Dann tat ich es einfach. Ich streckte meinen Arm aus und berührte sie. Zu erst vorsichtig an der Nüster, dann langsam am Kinn und an ihrem Hals. Witch beäugte mich argwöhnig, schien meiner Hand hinterher zu schauen, blieb aber stehen. "Goood giiirl.", sagte ich lobend zu ihr und kraulte ihren Widerrist, was ihr ziemlich zu gefallen schien.
      So machten wir weiter, Tag für Tag. Ich brachte ihr Möhren und durfte sie jedes Mal ein bisschen mehr anfassen und meine Finger durch ihr Fell gleiten lassen. Auch ein Halfter ließ sie sich mittlerweile anziehen. Sie folgte mir auch, zwar nicht sonderlich willig und nur zögerlich, aber sie folgte mir. Ich hatte mich auch schon daran gewagt, sie ein wenig zu putzen, damit sie wieder wie ein Pferd aussah. Die Arbeit mit ihr machte Spaß, sie war kein typisches Jungpferd, sondern ein Pferd, was nichts kannte und schlechte Erfahrungen gemacht hatte. Deshalb musste ich bei ihr auch anders vorgehen, als bei meinen anderen Pferden.
      Führen konnte ich sie nun nach ein paar Tagen richtig. Sie folgte mir willig und blieb kaum noch stehen. Schreckhaft war sie an der Hand auch nicht mehr wirklich, eher interessiert an allem drum und dran. Bis jetzt hatte ich sie noch nicht von der Koppel herunter geführt, sondern nur dort hoch und runter. Zum Üben hatte ich dort auch Stangen hingelegt und sonstige Gegenstände, die sie frei kennen lernen konnte. Eine Plane, die ich mit Erde im Boden befestigt hatte, lag auch dort. Ich hatte Witch schon des Öfteren dort gesehen, wie sie um sie herum getänzelt war. Doch drauf getraut hatte sie sich noch nicht. Das war aber auch nicht schlimm. Mit Cielos verstand sie sich immer besser. Bald würde ich sie auch zusammen lassen, dann konnte er ihr auch zeigen, was es hieß, ein Pferd zu sein. Vielleicht würde er ihr auch die Plane näher bringen, es war alles möglich.
      "Komm Witch.", sagte ich und führte sie wieder um die Plane herum, ließ sie stehen und kraulte ihren Hals. Hufe geben fand sie noch ziemlich doof, machte aber dennoch willig mit. Hinten schien sie immer noch kein Gleichgewicht finden zu können, weshalb ich bald einen Tierarzt drauf schauen lassen wollte. Vielleicht lag es wirklich an ihrem Rücken. Ich lobte sie dennoch für ihren Versuch und machte ihr das Halfter nun ab. Bald kam eine Maßanfertigung eines Bekannten, der für alle Eventpferde ein eigenes Halfter entwerfen wollte. Darauf freute ich mich schon besonders!
      Ich verließ die Koppel, streichelte Gipsy noch kurz über die Nase und ging dann ins Büro, an meinen Laptop. Ich musste noch ein paar E-Mails zu Pferden beantworten. Dass Witch nicht das einzige neue Pferd bleiben würde, war klar gewesen. Von Chattahoochee Hills war Kholáya zu uns gestoßen. Eine 7- Jährige Paint Horse Stute. Eine wirklich hübsche Rappscheckstute. Frosty Lagoon, eine 4 - Jährige braune Quarter Horse Stute und eine 8 Monate alte Fuchsstute, Blue Fire Cat, hatten wir zusammen von einem Reiningzüchter aus den USA erstanden. Elsa, wie Frosty Lagoon genannt wird, ist schon einige Turniere gelaufen und hat für ihre 4 Jahre einiges auf dem Kasten. Von Cat müssen wir uns, wie bei jedem Fohlen, wohl überraschen lassen. Im Umgang ist sie allerdings jetzt schon ein Schatz.
      Ebenfalls aus den USa, aber von einem Cuttingzüchter, haben wir Captains Blue Crystal erstanden. Eine 3 - Jährige Fuchsstute, die gerade eingeritten worden ist und ihre ersten Schritte unter dem Sattel läuft. Da die Bow River Ranch nun auch einen ganzen Haufen Rinder besitzt, fand ich es für sehr sinnvoll, noch ein weiteres Cuttingpferd, neben Gunners Styled Gangster und Wimpys Little Devil, auf die Ranch zu holen.
      Ein alter Bekannter ist Cruel Twist of Fate. Wir hatten ihn abgegeben, da wir ein paar Hengste verkaufen wollten. Leider war er im Tierschutz gelandet, dann wieder aufh Chattahoochee Hills. Ohne zu zögern hatten wir ihn wieder bei uns aufgenommen. Ein Hengst mehr oder weniger, auf jeden Fall hatte er hier nun ein richtiges Zuhause und würde nicht wieder vom Hof gehen. Ich spielte jedoch mit dem Gedanken, ihn kastrieren zu lassen. Mit seiner Abstammung haben wir schon ein paar Pferde hier auf dem Hof, die Charakterlich und auch Potenzialmäßig vielleicht eher zur Zucht geeignet sind, als er. Doch das stand alles noch nicht fest. Ich würde bald das Training mit ihm aufnehmen. Dann würde sich rausstellen, ob seine Zukunft in Richtung Zucht, oder in Richtung Ranchpferd gehen würde.
      Ebenfalls neu und wirklich ein sehr sehr guter Kauf war die 2 - Jährige Paint Horse Stute Gun Sophie. Sie stammt aus einer Zuchtauflösung und wird mit Gangster irgendwann einmal wunderschöne, hoffentlich genauso talentierte Fohlen bringen.
      So war auf der Bow River Ranch immer etwas los. Mit großen Schritten ging es auch nun auf Weihnachten zu. Dann war der Hof schon ein Jahr in meinem Besitz. Auf das nächste Jahr freute ich mich schon besonders, denn es waren viele der Stuten tragend und erwarteten ein Fohlen.
      5575 Zeichen, 4 Punkte
    • Veija
      Streicheln erlaubt?
      November 2019, by Veija
      Betsy
      Heute war ein schöner Tag gewesen. In der Schule hatte ich gut aufgepasst, meine Hausaufgaben waren alle erledigt und den Nachmittag hatte ich damit verbracht, mit meiner Freundin und zwei Pferden von Caleb auszureiten. Heute Abend wollte ich eigentlich nur noch ein bisschen Fernseh schauen, sofern mein Dad mir das erlaubte. Aus meinem Plan wurde allerdings nichts, denn ich verteilte, wie jeden Abend, ein paar Möhren an die Pferde und wollte auch Gipsy welche bringen. Gipsy stand zur Zeit auf einer Koppel neben dem Eventpferd, ich glaube ihr Name war Tortured Witch. Ihre seltsame Nummer konnte ich mir nie richtig merken. HMJ 6693? Hjm irgendwas? Nein, Tortured Witch HMJ 9963 war richtig. Wie ich mir da sicher sein konnte? Ich grinste kurz in mich hinein. Ich war schon alt genug, dass ich lesen konnte. Es stand nämlich am Zauntor.
      Neben ihrem Namen waren eine ganze Menge durchgestrichene Wörter und auch Symbole dort zu sehen. Nicht füttern, nicht anfassen. Nicht rufen... Generell durfte man irgendwie mit dem Pferd gar nichts machen. Nicht nur Caleb, sondern auch mein Vater hatten mir die letzten Tage immer wieder gepredigt, dass ich nicht zu ihr gehen durfte. Bei Zues verstand ich das, Zues war wirklich ein schwieriges Pferd. Aber Blacky? Ja ich wusste, dass sie nicht so hieß. Aber die Abkürzung Witch fand ich doof und Blacky passte viel besser zu ihr, vor allem da unsere Sue ja Sue hieß und deswegen der Name Blacky noch frei war.
      Blacky stand friedlich auf der Wiese und fraß. Eigentlich wie ein ganz normales Pferd. Ich ging zu erst zu Gipsy, fütterte ihm ein paar Möhren und wollte dann gehen. Doch Blacky hatte den Kopf gehoben und war in meine Richtung gekommen. Ich zögerte. Ein Verbot, war ja ein Verbot... aber eigentlich.. wenn mich keiner sah, dann hatte ich auch nichts falsch gemacht. Langsam ging ich auf das Gatter zu, behielt die Stute gut im Auge, starrte sie aber nicht an. "Ich geb dir nur eine Möhre, braves Pferd.", sagte ich leider und streckte meine Hand durch das Gatter. Blacky schaute mich an. Sie schaute mich ganz schön lange an. Ich zählte in meinem Kopf runter... 60...59....58.... von einer Minute bis zu 0, dann würde ich gehen. 20...19...18...17.. oh! Sie hatte einen Schritt nach vorne gemacht. Dann noch einen, und noch einen! Sie kam so nah an mich heran, bis sie mit ihrem Mäulchen an meine Hand und die Möhre dran kam. Als sie sie gepackt hatte, zog sie ihren Kopf schnell wieder weg und ließ die Möhre fallen. Erneut schaute sie mich an. "Ich hab die schon nicht vergiftet liebe Blacky.", lachte ich und hielt ihr noch eine Möhre hin. Diese nahm sie sich wieder ganz vorsichtig und ließ sie auf den Boden vor sich fallen. "Ich versteh dich nicht, Blacky.", seufzte ich. Ob ich mal versuchen konnte sie zu streicheln? Wenn mich jemand sah würde ich eh schon Ärger bekommen... also war es eigentlich egal. Ich drehte meine Hand und streckte sie in ihre Richtung aus. Blacky kam wieder langsam näher und schnupperte zunächst an der Hand. Ganz vorsichtig öffnete ich sie und strich ihr über die Nüstern. Blacky atmete hörbar aus, blieb aber stehen. "Du bist kein böses Pferd, oder?", fragte ich sie leise und strich nun langsam über die Wange der Stute. "Du bist überhaupt nicht böse. Aber jemand ist böse zu dir gewesen.", sagte ich weiter. "Ich weiß dass du mir nicht antworten kannst, aber vielleicht wirst du mein neuer Zuhörer. Hier ist so viel los auf der Ranch und du bist ja neu. Jemand muss dich ja mal aufklären, wie das hier so läuft.", meinte ich.
      "Eigentlich ist das Leben hier ganz einfach. Du musst nur lieb sein. Dann geht es dir gut und keiner ist böse auf dich. Und hören... du musst auf Caleb und die anderen Erwachsenen hören. Das ist das wichtigste. Oh nein! Lieb sein ist wichtiger.", erklärte ich der Stute. "Und wenn du schön lieb bist, dann darfst du auch bald zu den anderen Pferden. Gipsy ist zwar ein toller Partner, aber wie toll wäre es, wenn du zu den anderen Pferden dürfest? Ich glaube du kämst in den Stall. Zumindest nachts. Da ist es auch schön warm. Sie haben ja wieder Schnee gemeldet.", ich seufzte. Der Sommer war viel zu kurz gewesen. Einen Teil des Sommers hatten wir alle ja noch in Albuquerque verbracht. Das wae toll gewesen! Soooo unglaublich warm! Und dann waren wir hierher gezogen. Ich mochte es hier. Keine Frage. Aber es war so lange kalt. Der Sommer war kurz und der Winter dauerte zu lange. Naja, zu lange nicht. Man gewöhnte sich dran. Vor allem da wir eine Halle hatten, die quasi immer warm war. Und ausreiten konnte man hier so schön! Nicht so wie in New Mexico. Da war alles so... grade gewesen. Und vertrocknet. Ja, alles war irgendwie vertrocknet gewesen. Und hier waren Hüge und Wasser... und Wälder... und viel mehr Wiesen. Und Wege! Nicht zu vergessen die schönen Wege die an schöne Orte führten. Caleb hatte mir versprochen, meine Stute Black Sue Dun It und mich bald einmal mitzunehmen zu den Rindern. Und nach High River. Da konnten wir hinreiten! Ich war zwar schon einmal da gewesen, aber nicht mit dem Pferd, nur mit dem Auto. Und auch nur ganz kurz im Café. "Wie du siehst, Blacky, gibt es hier noch ganz viel zu entdecken. Sei also nicht traurig oder... böse. Sei schön lieb und vielleicht kannst du dann mal mit nach High River kommen. Die haben in dem Café sogar Pferdeplätzchen! Ganz allein für Pferde. Hab mal eins probiert, war ziemlich eklig. Keine Ahnung was da drin war, aber mir hat es nicht geschmeckt.", erklärte ich Blacky und sah dann auf die Uhr. "Oh oh.. Caleb kommt gleich. Bis bald liebe Blacky."
      5545 Zeichen = 4 Punkte
    • Veija
      Streicheln erlaubt.
      10. November 2019 , by Veija
      Caleb
      Am vergangenen Abend hatte ich Betsy bei Tortured Witch HMJ 9963 gesehen gehabt. Mein erster Instinkt war gewesen, sie sofort von dem Pferd wegzuziehen. Aber die Kleine hatte etwas, etwas dass sie wirklich mit Pferden verbandt. Mir war schon öfter aufgefallen, dass Kinder mit einigen der Tiere viel besser klar kamen, als andere. Vor allem kleine Kinder und Fohlen. Eine stumme Verbindung. Keine Ahnung was es war.
      So hatte ich also abgewartet. In der Hoffnung, dass wirklich nichts passieren würde und sie nicht gleich schreiend auf dem Boden liegen und sich die Hand oder den Arm halten würde. Witch als auch Betsy hatten mich beide wahnsinnig positiv überrascht. Betsy hatte ihr so viel zu erzählen gehabt und Witch war ganz ruhig geblieben. Hatte die Möhren zwar auf den Boden fallen lassen, die Betsy ihr gegeben hatte, aber später konnte das Mädchen die Stute streicheln.
      Ich war immer mehr der Meinung, dass die Stute wahnsinnig unsicher und schüchtern war, nicht boshaft. "Hey Betsy komm mal her!", rief ich der Kleinen zu, als sie gerade im Stall versuchte ungesehen an mir vorbei zu kommen. "Ja?", fragte sie kleinlaut und kam langsam zu mir. "Hast du was ausgefressen oder warum so zögernd?", fragte ich sie lachend, legte meinen Arm um sie und ging mit ihr zu Futterkammer. Dort schnappte ich mir ein paar Möhren und gab sie ihr. "Kommst du mit zu Gipsy und Witch?", fragte ich sie und sah in ihre immer größer werdenden Augen. "Ich darf die Möhren Blacky geben?", fragte sie und sah in mein verdutztes Gesicht. "Witch. Tortured Witch mein ich." "Blacky... gefällt mir. Vielleicht nennen wir sie wirklich um. Hört sich auch viel netter an, als Witch.", meinte ich und nickte. "Aber ja. Du darfst die 'Blacky' geben."
      Bei den Pferden angekommen gingen wir zu erst zu Gipsy, der natürlich sofort und ohne zu zögern zu uns kam. Danach stellten wir uns ans Tor zu Blacky. Die Stute beäugte uns, kam dann aber langsam zu uns. Wir hielten ihr die Möhren hin und sie blieb zu meiner Verwunderung sogar stehen, als wir beide sie streichelten. "Das hätte ich nicht gedacht.", sagte ich zu Betsy und und schaute das Mädchen an. "Warst du schonmal bei Witch gewesen?", fragte ich sie und sah, wie sie verlegen den Blick abwandte. "Ja...", sagte ich leise. "Gestern. Aber ich hab aufgepasst. Und es ist nichts passiert!", sagte sie dann. Ich nickte und klopfte ihr sachte auf die Schulter. "Wenn du hier vor dem Tor stehen bleibst darfst du sie füttern und streicheln. Aber nicht reingehen. Ich glaube du tust ihr echt gut, im Gegensatz zu vor ein paar Tagen ist sie wirklich ein bisschen mehr aufgetaut."
      2606 Zeichen = 3 Punkte
    • Veija
      Möhrchen für Blacky
      12.11.2019, by Veija
      Bellamy
      Caleb hatte uns vorgestern erzählt, dass er mit Betsy bei Blacky gewesen war. Mit dem Namen konnte natürlich niemand etwas anfangen. Als er dann aber sagte, Betsy hätte die Eventstute Tortured Witch HMJ 6693 in Blacky umbenannt, weil sie Witch so gemein fände, war uns allen klar, wovon er sprach. Wir hatten nun alle eine Aufgabe bekommen: damit sie sich mehr an Menschen gewöhnte, sollte jeder Mitarbeiter einmal am Tag bei ihr vorbei gehen und ihr ein paar Leckerlis oder Streicheleinheiten anbieten. Ich war also an der Futterkammer vorbei gegangen und hatte mir vier Möhren geschnappt, denn Witch schien diese besonders gerne zu fressen, wie Caleb und auch Betsy mir erzählt hatten. An der Koppel angekommen gab ich Gipsy eine, ehe ich zu Witch ging. Ich betrat ihre Koppel zögerlich, blieb auch am Tor stehen und ließ sie zu mir kommen. Sie war schon viel zutraulicher geworden. Ich sah auch, dass sie das alte Knotenhalfter nicht mehr an hatte sondern ein Anderes. "Hey Wi... Blacky.", sagte ich und streckte meine freie Hand nach ihr aus. Vorsichtig stupste sie diese an und schnupperte daran. "Ich hab dir Möhren mitgebracht.", sagte ich zu ihr und hielt ihr eine hin. Sie schaute mich lange an, ehe sie ihren Hals streckte und sich die Möhre schnappte, die sie promt auf den Boden fallen ließ. Das selbe machte sie mit den andere Möhren auch. Bis auf die letzte, dort zögerte sie länger, ehe sie sie mir aus der Hand nahm und tatsächlich fraß. Als ich die anderen wieder vom Boden aufheben wollte, legte sie beide Ohren an und riss den Kopf hoch. "Gut, dann friss sie so.", meinte ich knapp und ging einen Schritt nach hinten. Nachdem Blacky sich nicht rührte, streckte ich meine Hand wieder nach ihrer Nase aus. Sie ließ sich streicheln, so dass ich mich langsam neben sie stellte, dabei aber einen großen Bogen um die auf dem Boden liegenden Möhren machte. Ihren Hals durfte ich ohne Zögern streicheln, ihren Rücken und ihre Kruppe waren auch kein Problem. Da würde Caleb sich freuen! "Tschüss Blacky.", sagte ich knapp und verließ die Koppel. Schon beim Rausgehen fing Blacky an, die Möhren zu fressen. Futterneid war wohl noch ein sehr großes Thema für sie.
      Am Abend traf ich Caleb und erzählte ihm, was ich mit Blacky gemacht hatte. "Das ist gut. Wenn wir alle das jetzt jeden Tag machen wird sie schnell merken, dass Menschen ihr nichts böses wollen. Ist vielleicht nicht ganz so gut, dass es so viele verschiedene sind, aber auch viele verschiedene Menschen tun ihr nichts, streicheln sie nur und bringen ihr etwas zu fressen.", erklärte er. "Wir machen das mal ein paar Tage so weiter und dann nehm ich mir sie mal mit auf den Platz."
      2653 Zeichen = 3 Punkte
    • Veija
      Fohlen ABC - Trainingsbericht
      13.11.2019, by Veija
      Caleb
      Die letzten Tage hatten wir damit verbracht, der Stute näher zu kommen. Sie ließ sich nun bereits am Körper anfassen. Heute wollte ich das Training intensivieren, denn ich war der Meinung, dass sie nun für das Fohlen ABC bereit war.
      Ich ging zu Tortured Witch HMJ 9963 auf die Koppel. Ihr erbärmliches Knotenhalfter hatte ich mittlerweile getauscht und ihr ein richtig schönes, petrolfarbenes angezogen. Bald würde das Halfter von Royal Peerage kommen. Darauf war ich wirklich schon gespannt.
      Blacky kam sofort zu mir, als ich die Koppel betrat. Sie war durch den täglichen Kontakt mit Menschen richtig zutraulich geworden. In ihr steckte eben doch ein einfaches, gutmütiges Quarter, mit einem sanften Charakter. Das merkte man von Tag zu Tag mehr.
      Ich streichelte die Stute und gab ihr ein Leckerli, dann klickte ich den Strick ein und ging mit ihr eine Runde über die Koppel. Sie folgte mir mittlerweile schon gut, so dass ich sie einfach mit in den Stall nahm und an einer Box anband. Falls sie sich losreißen würde, schloss ich das Tor auf beiden Seiten und schaltete das Licht an. Blacky schaute sich im leeren Stall um und wiehrte einmal. Sie schien sich mit Gipsy über den Zaun schon angefreundet zu haben. Das war wirklich gut. Kontakt tat ihr gut und ich würde den Wallach auch später zu ihr auf die Koppel lassen, beziehungsweise das Tor, was die beiden Koppeln trennte, aufmachen, so dass sie zueinander laufen konnten.
      Mit einer Putzbox bewaffnet ging ich wieder zu der Stute zurück, klappte die Box auf und fing an, sie zu bürsten. Das kannte sie auch schon, ich hatte das auf der Koppel schon einige Male gemacht. Das Abbürsten an den Beinen kannte sie auch schon, ebenso das Mähne und Schweif bürsten und die Hufe auskratzen. Da stand sie noch immer nicht hundert Prozent, aber es wurde immer besser, denn sie fand ihr Gleichgewicht immer schneller.
      Da sie sich so gut benommen hatte, ging ich noch eine kurze Runde mit ihr spazieren. Auch da folgte sie mir immer besser und ich überlegte, was ich in den nächsten Tagen alles mit ihr machen würde. Am morgigen Tag hatte ich selbst keine Zeit, weshalb ich Bellamy mit ihr auf den Platz schicken würde, um sie dort ein wenig laufen zu lassen. Er sollte ihr nur vorher Beinschoner anziehen, damit sie sich nicht verletzte.
      "Trainingsbericht" = 4 Punkte
    • Cooper

      Tierarztbericht | Tortured Witch HMJ 6693
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      Es war eine Weile her seit ich als Tierarzt unterwegs war. So kam es mir zumindest vor. In Wirklichkeit war es erst zwei Wochen her, was für die meisten Menschen nicht wirklich lange ist. Dennoch ist die Arbeit als Tierarzt Teil meiner Persönlichkeit und fehlt mir sofort, wenn ich einige Tage nicht im Dienst bin. Allerdings waren die letzten Wochen im Wettbewerb des „Horse Makeovers“ aber sehr turbulent und Liav benötigte meine volle Aufmerksamkeit. Nun hatte ich aber einige Tage Freiraum, da wir auch eine professionelle Trainerin auf Chattahoochee Hill’s hatte und Liav somit mir ihr Trainiert wurde.

      Ich stellte mich auf den Besuch bei Caleb O‘ Dell ein. Ich kannte ihn schon länger. Früher war ich schon einige male bei ihnen gewesen und hatte seine Westernpferde veterinär betreut. Ich informierte meinen Auftraggeber über mein kommen und bereitete alles für den Flug vor. Obwohl ich in Kanada blieb, war es zwei Tage Autofahrt bis nach Alberta von Québec aus. Somit meldete ich alle Anmeldepflichtigen Medikamente und Instrumente an und plante meinen Aufenthalt. In Québec war es schon minus drei Grad. Zudem hatten wir dauerhaft Schneeschauer. Den Abend vor dem Flug schaute ich nach dem Wetter in Alberta. Dort war es um ein paar Grad wärmer.

      Der Tag der Anreise war ohne große Pläne. Ich ruhte mich etwas im Hotelzimmer aus und informierte Caleb telefonisch, dass ich am nächsten Tag um acht Uhr früh bei ihnen seien würde. Der Schlaf war erholsam und der nächste Morgen sehr entspannt und durchgeplant. Mit dem Leihwagen fuhr ich dann auf die Bow River Ranch. Caleb erwartete mich schon freudig. Unsere Begrüßung war sehr freundschaftlich und wir unterhielten und tauschten uns sofort über das ganze Geschehen des „Horse Makeovers“ aus. Zudem lud Caleb mich auf eine Tasse Kaffee ein, die ich auch nicht ablehnen konnte. Somit verraten wir uns ein wenig in das Gespräch und erzählten auch von dem Geschehen außerhalb des Makeovers. Dann kamen wir wieder auf unsere Wettbewerbspferde zurück und somit auch auf Tortured Witch HMJ6693. Caleb erzählte das die Stute Gleichgewichtsprobleme hatte, wenn hinten die Hufe hochgehoben wird und wollte somit eine gründlichere Untersuchung des Rückens. „Okay, das hört sich gut an. Ich schaue mir den Rücken mal an. Aber um ehrlich zu sein glaube ich, dass das Problem wohl eher am vestibulären System liegt. Dieses macht eben das Gleichgewicht und ist einer der Basissinne für die Sinnesverarbeitung. Aber wir schauen mal“. Ein bisschen überrannt schaute mich Caleb an, lächelte und nickte. „Ja, ich habe als Trainer selbst schon davon gehört. Aber mich noch nicht so damit auseinandergesetzt“. Nachdem ich meine Sätze beendete und führte mich dann zu American Quater Horse Stute.

      Vorab hatte mich Caleb schon über das Verhalten der Stute aufgeklärt und ging davon aus das eine Sedierung wohl vom Vorteil wäre. Nach der Begrüßung und des Kennenlernens von Witch, war ich ebenfalls der Meinung. Auch meine Anwesenheit störte die Stute ungemein. Die Beruhigungsspritze zu geben war sehr schwierig. Mit dem Sichtschutzhalfter war es aber möglich sie schnell zu injizieren und dann war es Zeit abzuwarten bis diese wirkte. Die Wirkung lies nicht lange auf sich warten, auch das Sichtschutzhalfter behielten wir zu Sicherheit an. Caleb stand neben der Stute und streichelte und beruhigte sie. Währenddessen kontrollierte ich eben die Vitalzeichen und ging dann sofort zum Rücken. Wie erwartet war dort nichts Auffälliges. Ich tastete den Bereich vorsichtig ab und machte einen kurzen Funktionstest. Auch die beine tastete ich ab und führte einen Funktionstest durch. Es schien keine Entzündung und auch keine knöcherne Veränderung vorzuliegen. Zwar war die Stute ein wenig benebelt von der Sedierung, dennoch lies ich Caleb die problematische Handlung ausführen, um mir einen klareren Überblick zu verschaffen. Daraufhin machte ich ebenfalls einige Tests, um meine Hypothese der Schädigung der vestibulären Wahrnehmung zu unterstützen. Tatsächlich hatte ich auch recht behalten und dies war Ursache. Nachdem wir Witch beruhigt hatten setzten wir uns an den Tisch und ich versuchte ihm zu erklären, warum um weshalb das zu Stande gekommen war. „Also grundsätzlich wird der Gleichgewichtssinn schon im Mutterleib ausgebildet. Sobald das Fohlen seinen Kopf hebt und versucht aufzustehen, wird der Gleichgewichtssinn stimuliert und geschult. Alles, was danach an Bewegung hinzukommt – die Beine koordinieren, sich aufrichten, laufen, stoppen, fressen – trainiert und schult das Gleichgewicht. Das Fohlen lernt, mit der Schwerkraft umzugehen und den Körper im Gleichgewicht zu halten. Je mehr sich ein Fohlen gleich zu Beginn bewegen kann, je mehr wird auch das Gleichgewicht geschult. Ich gehe davon aus das Witch diese Möglichkeit eben nicht genügend hatte und somit einige Probleme hat. Zudem entspricht die Kraft der Muskulatur in der Hinterhand nicht der Rasse“. Gespannt hörte mein Klient zu und nickte. „Und nun?“ erwiderte er. Ich lächelte „Keine Sorge, Witch ist nicht stark betroffen, aber wie du schon sagtest, einige Einschränkungen hat sie schon. Um das System zu festigen und zu trainieren sind vor allem viele Richtungswechsel und Übergänge förderlich sowie auch, Bodentraining, Bewegung und Koordinationsübungen, Arbeit auf unterschiedlichen Untergründen, Podest Training sowie Arbeit auf der Pferdewippe“. Caleb nahm alles schriftlich auf und wir erstellten für die Stute ein kleines Programm. Er bedankte sich ausgiebig und ich verabschiedete mich noch von Witch. „Halte mich bitte auf den laufendend. Eventuell findest du ja eine Fortbildung, die das Thema mehr aufgreift“ sagte ich lächelnd und verabschiedete mich dann auch von Caleb.
      4819 Zeichen | ohne Leerzeichen | by Cooper
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    • Veija
      Einreiten - Trainingsbericht
      Dezember 2019, by Veija
      Caleb
      Nun war wieder fast ein Monat vergangen. Ein Monat intensiven Trainings, der Tränen, aber auch der Freude. Ich hatte mich so gut wie jeden Tag mit meiner Tortured Witch HMJ 6693 beschäftigt gehabt. Ihr die Angst vor vielen neuen Dingen genommen und sie auf das Einreiten vorbereitet gehabt. Wir hatten viel Zeit damit verbracht, ihr das Longieren näher zu bringen, was sie anfangs einfach nicht hatte verstehen wollen. Mit viel Schweiß und Nerven hatte ich es geschafft, dass sie jetzt ordentlich an der Longe lief und auch schon den Sattel trug. Drauf gesessen hatte ich nun schon einige Male ganz kurz, aber richtig eingeritten konnte man noch nicht zu der Stute sagen.
      Ich hatte mir eigentlich gedacht, dass sie besonders schreckhaft beim Einreiten sein würde. Aber Witch stellte sich wirklich gut an. Sie verstand sehr schnell, behielt die gelernten Dinge auch bei und wusste am nächsten Tag noch, was ich am Vortag abgefragt hatte. Alles in allem könnte ich nicht glücklicher sein, wenn es da nicht den Zeitdruck geben würde. Ich stand in ständigem Kontakt mit den anderen Mitreitern und es waren schon fast alle viel weiter als Witch und ich. Ein bisschen frustrierte es mich schon, dass ich nicht wirklich weiter kam, aber leider gab es auf der Ranch noch andere Dinge zu tun, wie sich nur um ein Pferd zu kümmern.
      Heute hatte sich Cayce bereit erklärt, mir die Stute schon zu satteln und aufzuwärmen, so dass ich vorher in Calgary noch ein paar Dinge erledigen konnte.
      Als ich aus der Stadt zurückkam, konnte ich sofort loslegen. "Thanks Cayce.", sagte ich zu dem jungen Mann und übernahm mein Pferd. "Was zeigen wir zwei eigentlich an der Makeover Show, hm?", fragte ich die Stute und stellte mich neben sie, um nochmal ein bisschen am Sattel zu wackeln und Aufsteigversuche zu machen. Witch war heute wirklich die Ruhe selbst, so dass ich nicht lange wartete und mich in den Sattel schwang. Ich lobte sie ganz doll und trieb sie an. Die ersten Schritte zum Reitpferd waren getan!

      Ein paar Wochen später konnten wir uns wirklich schon sehen lassen. Witch ging fleißig im Schritt und Trab vorwärts, der Galopp haperte noch ein bisschen, aber daran arbeiteten wir. Wir arbeiteten auch schon an den ersten Reiningmanövern. Klar, dass ich versuchen würde, sie in diese Richtung auszubilden. Wenn wir uns noch ein bisschen dran hielten, könnten wir vielleicht sogar eine Reining an der Makeover Show zeigen. Fürs erste war ich allerdings schon einmal froh, dass sie sauber lief und keine Unarten unter dem Sattel zeigte. Es hatte sich also doch gelohnt, so lange damit zu warten, sie einzureiten.
      "Trainingsbericht" = 4 Punkte
    • Elsaria
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      Heute machte ich mich auf den Weg nach Calgary zu einem weiteren Kunden. Dieses Pferd war speziell den dieses Pferd ist bei makeover dabei sie wurde von der Pferdemafia gerettet. Ich sollte ihr die Hufen ausschneiden. Ich hatte alles geregelt und holte von Caleb einige informationen wie weit Tortured Witch. Ich kam gegen 9 Uhr auf dem Hof an. Dort hatte ich Beastly Domina kennengelernt und auch schon am verzweifeln. "Hello Girl!" hörte ich hinter mir. " Hello Caleb!" sagte ich und lächelte leicht. " Na wie läufts mit ähm Domina?!" fragte Caleb mich. " Ich muss sagen sehr gut, wir gehen an ihren guten Tagen schon auf Tuniere und sie ist sehr erfolgreich. Manchmal habe ich aber das gefühl das wir wieder back to the roods gehen.... da hat sie alles vergessen !" erzählte ich ihm. " Oh sie geht schon tuniere? vielleicht ist das ihr zuviel druck?!" überlegte Caleb. " Sie geht 1 mal im monat auf tuniere! Daheim ist sie ein schatz aber an fremde orten da wirft es sie wieder etwas zurück, ich muss mir überlegen wie ich weiter voran gehen werde. hilfst du mir bei Witch?!" fragte ich. " Na logo girl, ich hole sie!" grinste er und machte sich auf den weg um die Stute zu holen. Ich stellte meinen Bock beim Putzplatz ab . Ich musste nicht lange warten da kam die schwarze schönheit. " Wenn sie nicht ruhig ist können wir sie Sedieren!" meinte Caleb. "Hast du zeit?!" fragte ich ihn. " Ja schon" gab er verdutzt an. "Ich habe den ganzen Tag zeit, ich bin nicht so ein fan von sedierung beim Hufschmied... Sie soll mich ja nicht piecksen verbinden!" sagte ich. " Okay!" kam von Caleb. " Hallo witch!" begrüßte die schwarze schönheit. Ich redete langsam und beruhigend auf die Stute ein. In einer hand hatte ich möhrchenstücken parat. Ich gab ihr immer wieder eine und streichelte sanft die stute. Sie war noch sehr angespannt. " Good Girl!" hörte ich Caleb immer wieder sagen. Ich hob ihr erstes Bein an und lobte sie. Dann knippste ich das horn weg was überschüssig war . Dann zog witch mir ihr bein weg, ich war ihr wohl zu langsam. Ganz ruhig meine Süße! und holte mir ihr bein wieder. ich raspelte es rund und fettete sie gleich ein. Dann ging ich zu ihrem hinterbein und begann mit der arbeit. Die anderen beine ging auch sehr gut. Witch benahm sich sehr vorbildlich. Ich lobte sie ausgibig und gab ihr meine restlichen möhrchen. " Gut Gemacht!" lobte ich sie. Caleb brachte sie weg während ich den platz sauber machte und dann verabschiedeten wir uns voneinander. 2475
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  • Album:
    BRR Hauptstall ♀ II
    Hochgeladen von:
    Veija
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    7 Okt. 2019
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  • [​IMG]
    Exterieur
    Name: Tortured Witch HMJ 6693
    Rufname: Witch
    Alter: 8 Jahre, 2012
    Geschlecht: Stute
    Größe: 1,53m
    Rasse: American Quarter Horse
    Fellfarbe: Black


    Stammbaum
    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    Charakter & Geschichte:
    HMJ 6693 oder besser gesagt Tortured Witch stammt aus einer Auflösung einer illegalen Pferdemafia. Witch ist kaum sozialisiert, natürlich nicht eingeritten und sehr unerfahren im Umgang mit Menschen. Wenn man die Stute zum ersten Mal sieht, springt einem ihr trauriger, fast gebrochener Blick ins Auge. Neben ihren meist angelegten Ohren ist das etwas, was sie ausmacht. Wir wissen nicht genau, was sie bis jetzt alles erleiden musste. Wir sind uns aber sicher, dass sie Menschen gegenüber nicht aus Boshaftigkeit handelt, sondern sich nicht anders zu helfen oder zu wehren weiß. Sie wirkt schell überfordert, droht dann deutlich, schnappt oder tritt jedoch nicht sofort. Daran kann Caleb anknüpfen.

    Zuchtinfos
    Gekört/Gekrönt: nein

    Besitzer: Veija (Caleb O'Dell)
    Vorbesitzer:
    Gezüchtet bei/Zucht:

    VKR: Canyon

    Kaufpreis: "200 Joellen"
    Zu Verkaufen: nein


    Qualifikationen:

    - anfassen
    - putzen
    - führen
    - Hufe geben

    eingeritten
    nicht eingefahren

    Dressur E
    Springen E
    Military E
    Distanz E
    Galopprennen E

    Western


    Erfolge:
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    1. Platz 568. Springturnier, 1. Platz 302. Synchronspringen, 1. Platz 516. Westernturnier, 1. Platz 517. Westernturnier, 1. Platz 304. Synchronspringen
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    Teilnahme am HMJ 2019

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand:
    Letzter Besuch:

    Hufschmied:
    Letzter Besuch:
    Beschlag: