Veija

☆ General's Coming Home, AQH

18 Körpunkte (+2HS von August)

☆ General's Coming Home, AQH
Veija, 22 Dez. 2017
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    • Veija
      Umweiden oder auch: Wer keine Arbeit hat macht sich eben welche!

      September 2015, by Friese
      Ich führte The Circle of Unbroken neben Hall of Fame über die Stallgasse. Ich hatte die Lichter schon sehr früh heute angemacht und war nun schon mit meiner Arbeit in vollem Gange. Verschlafen schlürfte Rachel neben der fitten Joyce zu mir in den Stall. Beide sahen mich sahen mich total geschockt an. „Guten Morgen“ meinte ich dann fröhlich zu den zweien. „ Du meintest ja gestern du willst die Pferde umstellen, aber wir haben jetzt acht. Warum bist DU da schon wach?“ fragte mich Joyce lachend. Die zwei sahen sich um und staunten dann noch mehr. Ich hatte alle Boxenschilder bereits an die neue Box gehängt und den Großteil von unseren Pferden auf die Weide gebracht. Sie sahen sich weiter um. „ Wo sind denn die anderen Pferde?“ Ich ging an ihnen vorbei und meinte dann „ Draußen auf den Koppeln. Simon hat mir geholfen“ Dieser war mittlerweile jedoch duschen, weil er zu seiner Freundin fahren wollte. Meine zwei Freundinnen folgten mir nach draußen. Gemeinsam standen wir an der Weide der Hengste und sprachen weiter drüber ab, welches Pferd wo stehen würde. „ Wir sollten uns auch nochmal über die nächsten Turniere und die weitere Planung der Zucht unterhalten“ sagte ich mit ein bisschen Nachdruck in der Stimme. Wir kamen mit allem sehr gut voran seitdem wir auf dem neuen Hof waren. In kurzer Zeit hatten wir viele Zuchtpferde begrüßen dürfen und auch selbst ein paar gekört bekommen. „ Was muss heute noch alles gemacht werden?“ fragte Joyce und riss mich mal wieder aus meinen Gedanken. Rachel erklärte, dass sie mit ein paar ihrer Pferde für das nächste Turnier trainieren wollte. Ich stimmte ihr zu und gemeinsam gingen wir wieder in den Stall. Das Ausmisten war schnell erledigt, da wir drei gut zusammen halfen und schon ein eingespieltes Team waren was die Aufgaben anging. Joyce mistete, ich fuhr den Mist weg und brachte dann neues Heu und Rachel verteilte es in den Boxen. So waren bei uns immer mindestens zwei Schubkarren in Gebrauch und man hörte zwischen durch ein Knallen oder Knarren. „ Wir sollten die letzten schönen Tage eigentlich noch nutzen bevor es dann Winter wird. Das Sattelzeug einiger Pferde müsste nämlich auch mal gefettet werden“ meinte sie dann und ich nickte kurz. Ich stand auf dem Gang und bohrte die letzten Namensschilder an die Boxen während die anderen das Futter richteten. „Mal schauen wie die Hengste ihre neue Boxenordnung so finden. Auf den Koppeln stelle ich sie auch gleich noch in andere Gruppen. Ich wollte nur, dass sie erstmal noch ein bisschen entspannen können.“ Mit diesen Worten ging ich aus dem Stall und zu meinen Hengsten. Ich hatte bereits eine der leeren großen Koppel in kleinere unterteilt, da die Gruppen nun überschaubarer werden sollten und nicht mehr alle 18 Hengste zusammen stehen sollten. Als erstes holte ich Circle und Hall von der großen Weide und ging mit ihnen zu den vier abgegrenzten Stücken. Gemeinsam stellte ich sie auf die erste, welche auf der linken Seite lag. Zwischen den vier Stücken hatte ich ein Stück frei gelassen, damit ich sie zwischen durch führen konnte. Ich lobte die zwei und ging dann wieder zur Weide. Von dieser holte ich San Diago und Coming Home. Sie stellte ich zu den anderen zweien. Ich musste nicht damit rechnen, dass es zu arge Kämpfe gab, da sie ihre Rangfolge untereinander schon ausgemacht hatten. Der ein oder andere würde die Rangfolge durch die neuen Gruppen vielleicht in Frage stellen, aber auch dies würde sich bald geregelt haben. Im Gedanken holte ich Hrafn von der großen Weide. Ihn brachte ich auf die kleinste der vier Weiden. Fahd und Mökkur folgten Hengst und irgendwie tat der Araber mir schon leid, dass er mit zwei Fohlen auf einer Weide stand. Ich hatte es mir auch lange überlegt, dennoch war ich zum Entschluss gekommen, dass es für ihn so am besten war. Er hatte sich in der Gruppe zwischen den anderen Hengsten nicht sonderlich wohl gefühlt, da er doch wahnsinnig sensibel war. Ich war der Meinung, dass deswegen der schüchterne Mökkur zu ihm passte. Als nächstes holte ich meinen schwarzen Berber. Ich brachte ihn auf seine neue Weide, welche neben der meiner anderen vier Hengste lag. „ Brav Ameer“ meinte ich zu ihm und ging dann wieder auf die große Weide zurück. Riverside und Rosenprinz holte ich zu ihm auf die Weide und ging ein weiteres Mal zurück. Müde streckte ich mich. Auf der Weide angekommen, klinkte ich den Strick in das Halfter meines Hengstes. Ich führte Lambardo zu den dreien auf die Weide. Bis jetzt waren alle noch ruhig und ich musste mir noch keine Sorgen machen, dass etwas passiert. Die letzte Weide war am schwierigsten. Sie war auch die größte mit 5 Pferden. Ich holt Flopp oder Hopp wieder von der Weide und stellte ihn dann auf die große abgetrennte Weide. Nun waren es nicht mehr viele Pferde, welche auf die Weide mussten. Während ich wieder an der alten Weide ankam, hörte ich schon ein paar laute Wieherer. Mit Dashing Blade an der Hand ging ich wieder zu den neuen abgetrennten Stücken. Dort sah ich wie sich Circle und Sanny stritten. Die beiden machten anscheinend gerade ihre neue Rangfolge aus. Ich war mir ganz sicher, dass Circle sich nicht einfach so von ihm unterdrücken lassen würde. Ich brachte Dashing auf die Weide zu Flopp oder Hopp. Dann sah ich kurz nach den zwei Streithähnen und den anderen Koppeln. Ich ließ die zwei einfach ihren Kampf selbst austragen und ging dann wieder zu der großen Weide. Von dort holte ich Magic Attack und Ice Black. Auch sie kamen auf die größte der vier Weiden. Bei ihnen blieb ich kurz stehen. Ice Black legte seine Ohren tief in den Nacken und ging so auf die anderen zu. Er wollte anscheinend seine Position in der Herde klar stellen und nicht wieder im Mittelfeld der Herde sein. Bis jetzt war aber der eigentliche Chef der Herde auf der Weide. Ich holte Brookton von der Koppel. Er war der vorletzte der Gruppe und bei ihm hatte ich mir eigentlich keine Sorgen. Zwei Hengste fehlten insgesamt noch. Diese holte ich auch zusammen. Walking the Damon stellte ich zu der einen Gruppe und Galawayn zu der ersten Gruppe. Zwischen Circle und Sanny wurde es nun auch schon ruhiger und ich machte mir keine Sorgen, dass es zwischen den beiden nicht klappte. Als ich mich umdrehte sah ich wie Damon auf Ice Black zuging. Er schnappte nach ihm und beide galoppierten über die Weide. Immer wieder buckelte Ice Black nach ihm. Ich seufzte kurz und ging dann in das Haupthaus. Die anderen zweien saßen dort bereits auch schon. „ Ich war gerade mit Café Latte beim trainieren. Er hat so toll mitgemacht“ erzählte uns Joyce und Rachel fügte hinzu, dass sie es gesehen hatte, als sie mit Zot auf dem Platz war. Die zwei hatten anscheinend schon mehr erledigt wie heute. „ Ich muss morgen die Hengst dann genauer anschauen und die Wunden versorgen. Soll ich mich um eines eurer Pferde dann auch noch kümmern und untersuchen?“ sagte ich zu den zweien. Rachel antwortete mir, dass sie ihre selbst erst ein bisschen angeschaut hatte und keiner was hatte. Joyce fügte hinzu, dass sie morgen mithelfen würde und ihre Pferde auch gleich anschauen würde. Ich lächelte und nickte dann. „Ich schau mal schnell nach den Stuten und hol sie dann auch schon rein“ meinte ich und stand dann auf. Bei den Stuten war alles in Ordnung. Mein erster Weg wieder in den Stall war mit Face Down und Gabi, welche nebeneinander in den ersten zwei Boxen standen. Ich ging wieder raus und holte Cup Cake und Easy Going. Ich ging mit ihnen rein und stellte sie gegenüber den anderen zwei Westernpferden. Ihnen folgten Spotted Face, Luna, Hollywood Undead und Kristy Killings. Ich ging ein weiteres Mal auf die Weide und holte meine Englische Vollblutdame Coulee. Die Stute folgte mir lieb und schnaubte auch lieb ab. Die nächsten waren Shay Petit und Lysanne. Sie folgten auch lieb und ich brachte sie in ihre neuen Boxen. Ich empfand die neue Stallordnung und Boxenordnung als viel besser. Die letzten zwei die noch in ihre Boxen mussten waren Prides Heart and Perfektion und Northern Dancer. Sie kamen in die letzten zwei Boxen auf der rechten Seite. Bis die zwei dann verstaut waren hatte der Großteil meiner Stuten schon gefressen. Ruhig kehrte ich den Gang draußen. Nun waren die Hengste an der Reihe. Bei ihnen war es die ganze Zeit ruhig gewesen während ich die Stuten in den Stall gebracht hatte. Als erstes brachte ich Mökkur und Hrafn in ihre Boxen. Ihnen folgte in die dritte Box des Hengstkomplexes mein Araber Fahd. Somit war die erste Koppel schon leer. Die zweite Koppel war auch mit zwei Gängen leer, da ich beim ersten Mal Riverside und Rosenprinz in ihre Boxen führen konnte und dann Lambardo und Ameer. Sie standen den anderen drei Hengsten gegenüber. Die nächste Weide war nun die schwierigste. Ich holte als erstes die zwei Kämpfer rein. Walking the Damon und Ice Black hatten beide ihre Ohren tief in den Nacken gelegt und ich führte den einen auf die rechte Seite und schließlich den anderen auf die linke. Schnell ging ich wieder nach draußen, da es langsam dunkel wurde. Ich holte Dashing Blade und Magic Attack rein und stellte sie beide auf die linke Seite. Brookton und Flopp oder Hopp nahmen den Platz ihnen gegenüber an. Müde gähnte ich und war froh, dass es jetzt nur noch 5 Hengste waren. Als erstes holte ich Galawayn und San Diago herein. Der eine kam auf die rechte Seite und der andere auf die linke. Die zwei fraßen wie die anderen und ich holte meine letzten drei Hengste rein. Diese drei nahm ich auf einmal mit rein. Circle und Coming Home kamen auf die linke Seite. Der letzte war dann Hall of Fame, welcher auf die rechte Seite kam. Auch die Hengste hatten schon gefressen und so fegte ich nur noch schnell. Dann ging ich ins Haus und duschte.
    • Veija
      Pflegebericht

      Januar 2016, by Friese
      Ich hatte heute einen langen Tag vor mir, da ich und Simon uns vorgenommen hatten meinen Hengsten mal wieder einen ‚Wellnesstag‘ zu gönnen. Dieser beinhaltete ausgiebige Putzen meiner Lieblinge und ein paar Ausritte. Wirklich arbeiten wollte ich heute mit keinem. Gerade Hall of Fame und die anderen Kandidaten, welche ich gerade für die Zucht vorbereitete hatten sich ein bisschen Ruhe und Entspannung nach dem vielen Training verdient. Simon war wie immer eine willkommene Unterstützung und ich war echt froh, dass er damals mit Rachel in mein Leben getreten war. Ich konnte mir mein Leben ohne ihn, Rachel, Joyce und die anderen gar nicht mehr vorstellen. Alle samt waren mir in den letzten Monaten sehr ans Herz gewachsen und ich wusste auch, dass Joyce und Rachel mehr wie nur Zuchtpartner waren. Sie waren wirklich gute Freundinnen geworden. Ohne sie hätte ich die Schicksalsschläge in letzter Zeit wahrscheinlich auch nicht so einfach weggesteckt.
      Simon war wie immer motivierter als ich aber das war ja auch keine Kunst. Ich wollte mir als erstes meinen Liebling The Cirle of Unbroken vornehmen und Simon wollte sich ein bisschen um Ameer kümmern. Ich hatte den kleinen genauso wie jedes meiner Pferde sehr ins Herz geschlossen und freute mich für ihn, genauso wie für alle, über den heutigen Tag. Ich putzte Circle bis er wieder glänzte wie eine Speckschwarte. Er schien dies auch sichtlich zu genießen und schnaubte oft ab. Irgendwann fing er dann auch ganz entspannt an zu dösen und streckte seinen Kopf nur noch selten nach vorne. Der Hengst war einfach wieder wo ganz anders mit seinen Gedanken und das war auch nicht schlimm. Nach seiner Vergangenheit war ich wirklich froh, dass er immer noch einen Charakter aus Gold hatte. Mein Blick schweifte immer wieder zu Simon. Dieser hatte den kleinen Hengst wirklich auf Hochglanz poliert. Sein schwarzes Fell hatte nun wieder einen ganz besonderen Glanz und auch er schien sichtlich zufrieden. Aber auch Simon hatte ein Lächeln im Gesicht, welches zeigte, dass er sehr zufrieden mit seiner Arbeit war. Wir kratzen noch die Hufe der beiden aus, wofür ich meinen großen Liebling leider auch wieder aus seinen Träumen reißen musste. Nachdem wir damit fertig waren, kamen die beiden in ihre Boxen. Auf der Weide waren sie heute schon gewesen, da wir sie im Morgengrauen schon raus gestellt hatten.
      Als nächstes standen Hall of Fame und Chester auf der Liste. Draußen sah es eher aus als hätten wir Herbst und nicht kurz nach Silvester. Es lag kein Schnee, sondern dichter Nebel zog sich über die Weiden. Während wir auf die Weiden zugingen unterhielten wir uns über die Planung der nächsten Tage, die kommenden Turniere und welche Pferde denn bald zur Zucht eingesetzt werden konnten. Ich schlenderte auf meinen Hengst zu, welcher mir zur Begrüßung seinen warmen Atem ins Gesicht puste. Ich umarmte seinen Hals kurz und nahm ihn dann an den Führstrick. Ich ging zum Tor und verließ mit ihm die Weide. Die Begrüßung bei Chester und Simon viel nicht so herzlich aus, aber das war auch nicht zu erwarten. Das war beim Großteil der Pferde so. Keines war so ein Herzenspferd wie Hall of Fame. Er kam bei jedem gut an und mochte eigentlich auch immer jeden. Gemeinsam liefen wir zum Stall, dort putzte ich den Hengst ausgiebig und sah immer wieder zu Simon. Er schien keine Probleme mit dem Warmblut zu haben. „ Wollen wir mit den beiden gleich raus?“ fragte ich ihn und er nickte. „ Du wolltest ja eh mit Hall raus. Das weiß ich auch ohne dass du es sagst“ meinte er dann lachend. „ Gar nicht wahr!“ protestierte ich kurz, doch ich wusste natürlich, dass Simon rechte hatte. Wir holten das Sattelzeug der beiden Hengste und machten sie dann soweit fertig. Draußen stiegen wir auf und ritten von dem gepflasterten Hof auf einen kleinen Nebenweg. Ich ließ meinem Hengst die Zügel lang und er streckte sich entspannt ab. Genauso machte es Simon auch und Chester nahm seinen Kopf auch kurz runter, jedoch schnaubte er nicht ab. Ihm war das ganze anscheinend nicht ganz so Geheuer. Eigentlich war er es ja gewöhnt von anderen Leuten geritten zu werden. Vielleicht hatte er einfach einen schlechten Tag, soll auch mal vorkommen. Wir gingen eine große Runde, welche zum Großteil aus Schritt bestand. Die kleineren Passagen waren einmal Trab und kurzer Galopp am langen Zügel, damit die beiden sich auch austoben konnten. Wieder am Hof angekommen putzten wir die beiden nochmal ausgiebig und brachten sie dann auch in ihre Boxen.
      Wir holten Aldaire und Galawayn aus ihren Boxen und lobten sie dann. Aldaire war noch nicht lange auf unserem Hof und so wollten wir auch mit den beiden Hengsten nur ein bisschen mit den beiden ins Gelände. Als erstes holte ich das Putzzeug der beiden und Simon band die Hengste an. Zwei wirklich tolle Tiere. Stattliche Berberhengste, welche unsere Zucht kräftig unterstützen sollten. Ich ging zu Simon und wir begannen beide die zwei zu putzen. Dann holten wir das Sattelzeug und machten sie fertig. Das Putzen hatte mal wieder lange gedauert, da sie es ja genauso verdient hatten wie die anderen und auch glänzen sollten wie die anderen beiden. Ich lobte meinen Hengst und stieg dann auf dem Platz auf seinen Rücken. Wir wollten die beiden dort erstmal warmreiten, damit Aldaire sich auch schon ein bisschen an diesen gewöhnen konnte. Ich klopfte sanft seinen Hals und sah dann wieder zu Simon. Dieser lobte Gala auch ein paar Mal und nachdem die Hengste warm waren und sich beruhigt hatten, ritten wir in das Gelände. Dort ritten wir den Großteil am fast langen Zügel. Die beiden sollten einfach nur ein bisschen entspannen und gerade Aldaire sollte sich an die Umgebung gewöhnen. Bald würde es auch für ihn mit dem Training losgehen, doch das hatte noch Zeit. Wir sprachen ein bisschen über alles mögliche was so die letzten Tage passiert war. Ich lobte Aldaire immer wieder und schließlich trabten wir dann auch eine Runde und die zwei schnaubten kräftig ab. Sanft klopfte ich danach seinen Hals nochmal und am nächsten Hang parierten wir durch. Nachdem wir wieder auf der Geraden waren, galoppierten wir wieder an. Dies geschah auch alles am langen Zügel und ich merkte, dass der Hengst großen Spaß hatte sich endlich bewegen zu können. Galawayn schien auch Lust an dem Ausritt zu haben. Ich klopfte sanft nochmal den Hals des Hengstes und parierte ihn schließlich durch. Wir ritten die beiden im Gelände noch ab und putzten sie dann. Wie die anderen kamen sie auch in ihre Boxen.
      Die nächsten beiden waren Hollywood King Gun und San Diago. Ich wollte Husky reiten, da er nicht gerade einfach war und Sanny heute auch Ruhe bekommen sollte. Gemeinsam putzten wir sie und ich lobte meinen Hengst immer wieder. Wir machten die beiden Hengste für den Platz fertig und führten sie dann aus. Die beiden waren für ihre Verhältnisse noch sehr ruhig, doch der Schein konnte auch trügen. Ich klopfte Husky nochmal den Hals und stieg dann auf dem Platz auf seine Rücken. Mittlerweile war es dunkel geworden und wir hatten das Flutlicht auf dem Platz anmachen müssen. Auch Sanny stieg auf den Rücken des gefleckten Hengstes. Wir ritten die beiden nebeneinander warm und fingen dann wieder mit den Übungen an. Die beiden sollte wenigstens ein bisschen Arbeiten. Nicht viel aber das bisschen würden sie auch aushalten. Die Arbeit hielt sich auch in Grenzen und die Hengste hatten sich nicht viel anzustrengen. Wir ritten danach wieder ab und brachten die beiden zu den anderen in den Stall. Coming Home stand bereits schon im Stall und ich putzte ihn auch noch kurz. In der Zwischenzeit räumte Simon den Stall auf und versorgte die anderen Pferde. Ich brachte den Hengst danach auch wieder in seine Box und ließ auch ihn fressen. Danach gingen ich und Simon ins Haus und aßen noch ein bisschen.
    • Veija
      Fohlen ABC

      Februar 2016, by Friese
      Still schweigend saßen Amy und Ty auf dem Koppelzaun. Tys Arm lag um die Schulter des Mädchens, die Beiden genossen die Ruhe. Amy beugte sich hinüber zu seinem Ohr und hauchte ihm entgegen: "Ty, ich liebe dich". Er küsste sie liebevoll, glücklich über ihre Worte. "Ich dich doch auch", plötzlich wurden das verliebte Pärchen von einer schrillen Mädchenstimme in die Gegenwart gebracht. "AMY ich würde mich wirklich sehr freuen wenn du mir mal helfen könntest !!", Mallory fauchte sie an und lächelte Ty ein wenig sarkastisch an. "Ihr könnt ein ander mal in eurem Traumland schwelgen"
      "Mallory du bist einfach unmöglich ! Wir haben so schon kaum Zeit für uns", Amy war wirklich aufgeregt, sprang schließlich vom Koppeltor und folgte dem Mädchen. Ty tat es ihr gleich. "Fünf frische Boxen und eine saubere Stallgasse, das kannst du doch nicht ernsthaft von mir verlangen", Mallory deutete mit den Finger auf die dreckigen Boxen der Vorgänger.
      "Also möglich ist es schon..." räusperte sich Amy "Aber du hast Recht. Lisann Hohbuchen sollte in wenigen Stunden ankommen. "Ty willst du mir helfen ?", Amy sah ihn mit großen unwiederstehlichen Augen an. Er lachte "Dir doch immer". Amy und Mallory nahmen sich je eine Schubkarre, während Ty mit der Mistgabel bereits die Boxen aushob. Es dauerte nicht all zu lang bis die Boxen sauber und frisch eingestreut waren. Zu dritt ging es eben schneller. Amy wollte bereits aus dem Stall eilen, als sie beinahe einer jungen Frau in die Arme lief. "Nicht so stürmisch", erwiderte sie lachend. "Oh verzeihung!", Amy lief rot an "Ich bin Amy Fleming, meine Schwester Lou hat mit ihnen gesprochen... Ich nehme an, dass hier sind Moon River und Polka Dot?"
      "Ganz genau !"
      "Nun, Lou wird sie gleich auf die Ferienranch bringen, in der Zeit gönnen wir den Pferden etwas Pause. Gegen drei Uhr würde ich dann mit ihnen und Moon River ein Join Up machen", Lisann lächelte - begeistert über Amys Motivation. "Ich freue mich schon drauf" Ty nahm ihr die Pferde ab und führte sie in den Stall, da kam Lou und verwickelte Lisann in einem Gespräch. "Woher kommen sie denn ?", fragte Lou sie interessiert. "Deutschland, Nabburg"
      "Du liebe Zeit ! Sie haben ja einen ganz schön weiten Weg hinterlegt !" Lisann lachte und ging mit Lou zum Jeep. Amy stand währendessen vor Polkas Box, lehnte sich über die Tür um hinunter zum kleinen Shetty zu gucken. "Du willst also longiert werden ?", Polka schnaubte und verlor etwas schnodder beim blasen mit den Nüstern, Amys Gesicht wurde nass, sie lachte und wischte sich den Schleim aus dem Gesicht. "Du bist mir ja eine! Ruh dich erst einmal aus. Du hattest einen langen Weg hinter dir" Amy spürte mit einem Mal Tys warme Hand auf ihrer Schulter, sie drehte sich um und umarmte ihren Freund. "Wir könnten doch mit Schattenfalter arbeiten, er ist mittlerweile alt genug um eingeritten zu werden." Ty zögerte, lächelte verlegen und antwortete schließlich: "Würde ich ja gerne, aber ich muss mit Scott zu einem Kunden, das ist wichtig."
      "Oh... hm ok" ein wenig enttäuscht gab Amy ihm einen Kuss, lächelte schließlich und wünschte ihm viel Spaß.
      *
      Amy führte den Kohlfuchs in den Roundpen, holte anschließend ihr Sattelzeug und begann mit einem Join Up. Das sollte das satteln nachher erleichtern. Nachdem Figaros Schattenfalter die Zeichen gegeben hat, damit Amy mit dem Join up aufhören konnte, nahm zu zunächst eine Satteldecke. Sie zeigte die Decke dem Haflinger ehe sie sie auf den Rücken legte. Anschließend ging sie auf die rechte Seite des Pferdes um auch von dort die Decke drauf zu legen. Schattenfalter spitzte interessiert die Ohren. Das gleiche Prinzip wiederholte sie mit dem Sattel, erst nachdem sie den Sattel auf beide Seiten aufgelegt hatte, gurtete sie ihn langsam feste. Schattenfalter lehnte die Ohren an, Amy beruhigte ihn - tächelte seinen Hals und flüsterte "Guter Junge, fein machst du das". Es wirkte, er entspannte sich und entlastete sein Hinterbein. Nun war die Trense an der Reihe. Amy rieb seinen Kopf, brachte ihn zum entspannen und nahm die Trense um sie ihn zu zeigen. Er schnupperte interessiert an sie. Schließlich stülpte Amy ihm die Trense über und lobte ihn begeistert. "Super machst du das ! Braver Junge !". Als nächstes übte Amy auf der linken Seite, mit ihren Handflächen Druck auf den Sattel, das gleiche wiederholte sie auf der rechten Seite. Nachdem sie sicher gehen konnte, dass sich Schattenfalter an den Druck gewöhnt hatte, stieg sie in den Sattel und klopfte seinen Hals. Nun gab es zwei Möglichkeiten. Entweder er fing an für eine kurze Zeit zu buckeln, oder er vertraute ihr und blieb ruhig. Schattenfalter entschied sich wohl für die zweite Möglichkeit, er brubbelte kurz, stieß einen lauten Atemstoß aus und trottelte im Kreis durch den Roundpen. Nachdem er sich an Amys Gewicht und dem Sattel gewöhnt hatte, ließ Amy ihn kurze Zeit traben und auch eine Weile galoppieren. Sie lobte ihn ausführlich als er alles einwandsfrei machte. Schließlich stieg sie ab um ihn zurück in die Box zu bringen. Es war wichtig das Training mit einer positiven Erfahrung zu beenden.
      *
      Als Amy den Haflingerhengst putzte, hörte sie einen Jeep auf den Hof fahren. Entweder war Lou wieder zurück, oder eine weitere Kunden war angekommen. Sie legte das Putzzeug zurück und ging aus den Stall. Tatsächlich eine fremde Frau stieg aus, an ihrem Jeep befand sich ein Hänger in dem zwei Pferde waren. "Hallo ?", begrüßte Amy sie, wenn auch ein wenig fragend. Anscheinend hatte Lou ihr wohl etwas vergessen gehabt zu sagen ?.
      "Ich bin Amy", stellte sich das Mädchen vor, reichte der Frau die Hand und drückte sie fest.
      "Schön dich kennenzulernen, ich bin Kira Esenbeck"
      "Freut mich, hatten sie mit meiner Schwester gesprochen ? Ich wusste gar nicht das heute noch ein Kunde kommen wollte."
      "Oh nein, tut mir sehr Leid - Ich sollte eigentlich erst in einer Woche ankommen, allerdings ist es mir ziemlich wichtig, dass Valentines Candy Fireflies und Zanaro eingeritten werden. Ich möchte sie schon bald auf einem Turnier melden, allerdings haben die beiden noch nie ein Hindernis gesehen". Amy fühlte sich unbehaglich, sie hatte so schon alle Hände voll zu tun.
      "Wissen sie ich...", ehe Amy aussprach kam ihr Lou dazwischen. Anscheinend kam sie gerade von der Ferienranch zurück. "Hallo Kira! Sie sind ja früh dran ! Schön sie zu sehen", Lou lächelte sie an und schüttelte ihre Hand. "Weißt du Lou, ich wollte gerade sagen dass...", als könnte Lou Gedanken lesen sagte sie schnell :"Dass Amy ihren Auftrag gerne früher annimmt!", Amy blickte ihre Schwester ein wenig ärgerlich an. Kira lächelte begeistert. "Wirklich ? Das wäre echt super lieb ! Danke Amy !"
      "Kira, wenn du willst zeige ich dir mal unseren Hof", Lou wollte gerade los legen und ihre Führung beginnen, als Amy sie am Arm fasst und ihr etwas entgegen flüsterte "Kannst du mal kommen ?"
      "KÖnnten sie mich einen Augenblick entschuldigen ?", fragte Lou höflich und folgte ihrer Schwester. "Lou du weißt doch, ich habe so viel zu tun ! Ich schaff das irgendwann nicht mehr."
      "Ich weiß, aber weißt du wer Kira Esenbeck ist !? Hast du noch nie was von ihr gehört ?"
      "Ehm... Nein Lou?"
      "Kira ist eine sehr erfolgreiche Springreiterin. Wenn sie extra nach Heartland kommt... Dann können wir doch nicht ablehnen ! Sie kommt auch aus Deutschland, außerdem würde das unserer Farm echt gut tun !", Amy schmollte, seufzte und gab nach "Naja, vielleicht hast du ja Recht."
      Lou führte ihren Rundgang fort, während Amy die Pferde aus dem Hänger entlud. Es waren wirklich prachtvolle Junghengste. Am meisten hatte es ihr Zanaro angetan. Der braune Vollbluthengst."Na dann wollen wir euch doch mal in die Box bringen. Für heute hatten die Pferde genug Aufregung, lediglich Moon River könnte ein Join Up vertragen.
      *
      15 Uhr, Amy hatte Moon River bereits aus der Box gebracht. Sie führte sie in den Roundpen und wartete auf Lisann. Schließlich nahm sie die junge Frau war, welche freudig auf sie zu lief. "Amy, bin ich glücklich, dass du solche Ausbildungsmethoden anbietest. "Kein Ding, kann ich dich Lisa nennen ?"
      "Ja, warum auch nicht". Lisa lächelte freundlich und fragte was sie nun tun müsste. "Ok Lisa, nimm zuerst Moon River und löse ihren Strick".
      "Ihren Strick lösen ? Dann habe ich doch gar keine Kontrolle mehr über mein Pferd ?", Amy lächelte "Tu es einfach". Zögernd löste Lisa den Strick. Moon trottelte durch den Roundpen, witterte den Geruch der Pferde welche zu vor drinnen waren und blickte zu Lisa. "Und nun ?"
      "Du musst sie scheuchen ! Nimm den Strick und schmeiß ihn nach dem Pferd. Aber nicht zu sehr, sie sollte einfach nur wegrennen und in Bewegung bleiben. "Ok ?", etwas verwirrt schmiss Lisa den Strick. Zog ihn wieder zu sich und wiederholte das Spektakel. Moon guckte etwas doof nachdem sie einen Hopser zur Seite gemacht hatte. "Ich glaube das funktioniert nicht", sagte Lisa seufzend. "Du musst es ernergischer machen. Mach dabei einen Schritt auf sie zu und schmeiß deine Arme in die Luft. Du musst bedrohlich aussehen."
      "Bedrohlich ? Dann mach ich ihr doch Angst !", Lisa blickte etwas verwirrt zu Amy, sie wusste nicht ob sie es wirklich tun sollte "Ich kann mir nicht vorstellen das Moon mir darauf hin vertrauen wird".
      "Doch. Du zeigst ihr, dass du das Ranghöchste "Pferd" bist. Wenn sie dir Zeichen gibt, weil sie aufhören möchte vor dir wegzulaufen, dann lass den Strick fallen und dreh dich weg von ihr. Sie wird dir dann vertrauen, weil sie weiß, dass du sie schützen würdest wenn Gefahr besteht."
      "Hm ok. Das hört sich plausibel an. Aber woher weiß ich wann sie mir Zeichen gibt ?"
      "Das sag ich dir dann. Aber jetzt scheuch sie endlich", Amy lachte und stellte sich an das Gatter. Lisa hob schließlich die Arme und wedelte mit dem Strick, nun gab die Stute Gas, ein wenig irritiert warum ihr Besitzer auf einmal so bedrohlich war. Lisa machte weitere Schritte auf ihr Pferd zu. "Gut machst du das !", rief Amy der jungen Frau zu. Lisa wurde schon etwas rot im Gesicht, nicht nur für das Pferd - sondern auch für denjenigen der es scheuchte, war diese Aufgabe sehr anstrengend. "Nicht aufgeben. Sie ist noch nicht so weit !", Amy motivierte Lisa. Doch es machte den Anschein als würde die Stute sich weigern ihrer Besitzerin vertrauen zu wollen. "Amy, was hat das zu bedeuten ? Sie will mir keine Zeichen geben...", Amy konnte hören wie verzweifelt Lisa war. "Keine Sorge, das bedeutet, dass sie einen starken Charakter hat und sich durchsetzen möchte. Das ist sogesehen gut. Aber wir wollen ja, dass sie dir vertraut also hör bloß nicht auf." Lisa taumelte immer erschöpfter durch den Roundpen, schmiss den Strick nach ihrem Pferd, und hob die Arme bedrohlich nach oben. "Ruf ihr zu ! Lass sie schneller laufen!", Amy spürte die Spannung zwischen den Beiden, am liebsten hätte sie es für Lisa übernommen, schließlich war die Frau wirklich fix und fertig. Aber das Join-Up bestand aus Pferd und Reiter und nicht Pferd und Trainer. "LAUF ENDLICH!", Lisa fasste ihre letzte Kraft zusammen und schrie. Moon macht einen Satz nach vorne, wurde schneller und begann schließlich mit den Zähnen zu kauen und ihr Ohr nach innen zu drehen. "Da! Lisa! Siehst du es ? Das ist das Signal!". Lisa sah in der Tat das sich etwas an der Stute verändert hatte. Sie wirkte erschöpfter, genau so wie sie selbst. "Hör auf und dreh dich um". Lisa ließ den Strick fallen und drehte sich vom Pferd weg, ihr Blick sank Richtung Boden, ihre Arme baumelten neben ihren Körper. Langsam ging die Stute zu Lisa, blieb stehen, wartete und streckte schließlich den Kopf aus. Moons Nüstern berührten die Schultern der jungen Frau, welche plötzlich vollkommen erleichtert da stand und den Kopf hob. Langsam drehte sich Lisa um und sah ihr Pferd. Nahezu aufgelöst umarmte sie ihre Stute, rieb ihr Fell und sprach: "Fein gemacht, du bist eine so liebe Stute!". Amy lächelte zufrieden "Siehst du, es hat geklappt".
      "Ja Amy, das war echt etwas völlig anderes."
      "Und weißt du was das schöne an einem Join Up ist ?", Amy grinste schief.
      "Das Vertrauen ?"
      "Ja! Dein Pferd arbeitet jetzt viel besser mit dir, es ist ruhiger, weil sie dir vertrauen kann."
      "Ich muss schon sagen, das war wirklich schwieriger als ich gedacht hatte". Lisa rieb sich den Schweiß von der Stirn und lächelte immer noch ihre feine Stute an. "Komm, lass uns sie zurück in die Box stellen. Braucht sie eine Abschwitzdecke ? Ich habe noch mehrere in der Sattelkammer." Lisa bedankte sich für Amys Gastfreundschaft und begab sich mit ihr den Stall.
      *
      Es wurde sehr schnell dunkel. Amy beschloss mit Ty die Pferde zu füttern ehe sie selbst zu Abend aßen. Amy mischte das Trockenfutter für die Hengste zusammen, sie griff nach dem Eimer und ging durch die Stallgasse des Zuchtstalles. Den Zuchtstall hatten sie erst vor kurzem noch restauriert und vergrößert. Die Boxen sahen rustikal aus und überall standen Haflinger. Einzige Ausnahme, First von Rothen. Amys Anglo-Araber. Sie war so glücklich mit ihm. Mit den Gedanken bei Ty, füllte sie das Futter aus dem Eimer in die Futterbehälter. Einige der Haflinger standen noch auf der Wiese gegenüber vom Stall. So konnte sie ganz in Ruhe Golden Samurais und Figaros Futter auffüllen. Ty beschäftigte sich währenddessen mit dem auffüllen des Heus. Hochmotiviert begab er sich zur Stutenweide um die Heuraufe aufzufüllen. Die neugierige Haflingerstute Calla trabte schnell auf ihn zu. "Na du, wie geht es dir ?", lächelnd betäschelte er die Stute, sie war Lous Liebling und eines der ersten eigenen Zuchtfohlen. Die Arbeit flog nur so davon, zu guter letzt fütterten Amy und Ty die Neuankömmlinge und kontrollierten die Wassertränke. "Schau mal wie entspannt Moon aussieht", sagte Amy vollkommen glücklich und lehnte sich nebenbei an Ty. Er schlang seinen Arm um sie und küsste sie sacht. Ein Räuspern aus der Ecke. Es war Lisann. "Hey, ich wollte noch einen Abendspaziergang machen und dachte mir, dass ich gleich meine zwei Lieblinge besuchen könnte."
      "Sie gewöhnen sich wirklich schnell Lisa. Gefällt es dir denn hier auf Heartland ? Ich mein Kanada ist ein ganz schöner Unterschied zu Deutschland". Sie musterte die kleine Frau. "Ja! Ich finde es hier wirklich sehr harmonisch. Viel entspannter als in Deutschland. Wissen Sie...", Amy sprach ihr dazwischen "Du.. Du kannst mich gerne Duzen".
      "Weißt du... In Deutschland ist so viel Hektik. Alle wollen möglichst schnell wo anders hin. Alle müssen rund um die Uhr arbeiten...."
      "Das hört sich echt nicht schön an, aber hier müssen wir auch rund um die Uhr arbeiten", sagte Amy vergnügt.
      "Das schon, aber wenigstens ist das hier körperliche Arbeit, Arbeit mit Tieren. Ich bin Rechtsanwältin und ich muss sagen, dass mein Leben nicht so aufregend ist wie man meinen könnte." Amy dachte über Lisas Worte nach. "Du findest bestimmt noch deinen Weg", sprach sie schließlich. Amy dachte an Viktor nach, er hatte ihr geholfen mit Caballero wieder eins zu werden. "Nun Lisa, wenn du willst kannst du mit uns Abendessen", schlug Amy vor und lächelte. Lisa nahm das Angebot an und folgte den Beiden in das Farmhaus. Lou stand am Herd und schüttete das Nudelwasser ab. "Setzt euch doch, ich habe heute etwas Thailändisches gemacht".
      "Lou muss das sein ? Wir sind hier schließlich in Kanada", nölte Mallory durch das Esszimmer. Lou nahm die Pfanne und stellte sie auf den rustikalen Holztisch ab. Erst jetzt bemerkte sie Lisa "Hallo! Schön sie zu sehen". Lisa und Lou unterhielten sich munter, während Amy und Ty das Essen genossen, wenn auch bedingt. Amys Großvater Jack lachte laut - im gesamten war es eine wirklich harmonische Stimmung am Tisch. Nach dem Abendessen verbrachte Amy noch einige Zeit mit Ty ehe sie sich schlafen legte.
      *
      Ein schriller Klingelton holte Amy aus ihrem Tiefschlaf. Zeit zum füttern! Sie betrat den Stall und entdeckte ihren Freund in den Boxen der Pferde, er bereitete die Boxen vor für die Haflinger welche gleich von der Weide geholt werden sollten. "Ty, auf dich ist einfach immer verlass", sie gab ihm einen Guten-Morgen-Kuss und half ihm bei der Arbeit. "Ich fange gleich mit Polka Dot an, sie an der Longe zu gewöhnen. Wenn du willst kannst du mir helfen"
      "Das ist lieb gemeint Amy, aber ich muss gleich wieder los. Scott...", er lächelte etwas unbehaglich, doch Amy verstand ihn. "Mach nur, keine Sorge." Nachdem Ty zu Scott fuhr, brachte Amy die Shetty Stute aus der Box um in den Roundpen zu gehen.
      *
      Im Roundpen angekommen schnallte Amy die Longe an das Halfter des Shettys. In ihrer rechten Hand befand sich eine lange Longierpeitschte, diese stellte sie erst einmal bei Seite. Anschließend führte sie Polka zunächst im Schritt durch den Roundpen um sie an die etwas schwere Longe zu gewöhnen. Die Shetty Stute trottelte langsam mit ihr mit. Bald hat sich ihre Faulheit ausgespielt und sie müsste sich anstrengen. Amy begann damit, die Stute wie bei einem Join Up mit einem Schritt nach vorne, die Arme mit der Longe in den Händen nach oben zu schmeißen. Polka begann auf den Hufschlag zu traben. Nun griff Amy nach der Peitsche um das kleine Bändelchen hinter dem Pony schleifen zu lassen. Polka sollte nicht gleich in Berührung mit ihr kommen, sondern lediglich zur Kenntnis nehmen, dass eine Peitsche existierte. Immer wenn das Pony versuchte den Hufschlag zu verlassen, trat Amy einen Schritt auf sie zu um ihr den Weg abzuschneiden. Gleichzeitig gab die kleine Stute etwas mehr Gas, wodurch Amy wieder zurück gehen musste. Nicht nur die Stute auch Amy selber musste ständig in Bewegung bleiben. "Ok, feilen wir nun etwas an den Gangarten". Durch ruhige Worte wie "Whoo", oder "Easy", brachte Amy das Pony in den Schritt. Sie ließ die Longe länger werden, benutzte die Peitsche nun gar nicht mehr, nur in Notfällen wenn das Pony andeutete stehen zu bleiben. "Gutes Mädchen", lobte sie sie. Schließlich schnalzte sie und wedelte behutsam mit der langen Peitsche. Polka trabte, versuchte erneut die Richtung zu ändern, in dem sie sich vom Hufschlag zwang. Doch Amy macht einen großen Schritt auf sie zu und hob die Arme in die Luft. Polka lief wieder auf den Hufschlag entlang. "So ist fein, fein machst du das", Amy lobte sie ständig. Sie schnalzte erneut, schwang die Peitsche und hob die Arme. Nun galoppierte das kleine Shetty mit flinken Beinchen im Kreis. Es sah wirklich himmlich aus, wie das kleine Fellbündel mit den vielen Flecken im Roundpen lief und aufgeregte schnaubte und grunzte. "Ich glaube du bist ein kleines Schwein, kann das sein ?" - Amy dachte an ihr Erlebnis in der Box zurück, da hatte Polka sie vollgeschnoddert. Amy achtete weiterhin darauf, dass die Stute nicht den Weg abschnitt. Nach dem die Grundgangarten saßen, musste sie lernen die Richtung zu wechseln. Amy blieb stehen und fasste die Longe kürzer. Das Shetty trottelte auf sie zu und blieb schließlich stehen. In geschwinder Bewegung änderte Amy die Richtung um das Pony von der anderen Seite anzutreiben. Nun trabte Polka mit schnellen Schritten auf den rechten Hufschlag, immer wieder schüttelte die kleine Stute den Kopf und schnaubte erschöpft. "Immer weiter laufen Polka, nicht nachlassen", versuchte Amy die Stute zu motivieren. Sie schwang sanft die Peitsche hinter dem Shetty, Polka galoppierte. Nach einigen Runden ließ Amy sie wieder im entspannten Schritt gehen. Die Stute senkte den Kopf und bließ mit den Nüstern im Sand. Als ihr einige feine Körnchen in die Nüstern gerieten, flemte das Pony. Amy grinste breit. Sie machte einen Schritt auf Polka zu, wechselte wieder gewand die Richtung, sodass Polka wieder auf den linken Hufschlag ging. Dies wiederholte Amy einige Male, damit Polka genau wusste, wann sie den Hufschlag wechseln sollte. "Wow! Sie macht das echt gut!", sprach Lisann, welche von hinten auftauchte. Amy drückte ihr die Longe in die Hand. "Bitte probier es auch mal aus, sie soll es schließlich nicht nur bei mir können". Lisann nahm die Peitsche und bewegte sie sachte, sodass Polka registierte im Kreis zu gehen. "Sobald sie zu dir kommen möchte, mach einen Schritt auf sie zu und schneid ihr den Weg ab". Tatsächlich versuchte Polka nach wenigen Minuten abzukürzen, aber Lisa hatte sie gut im Griff. "Braves Mädchen", lobte Amy die Stute. "Nun wechsel mal den Hufschlag, mach einen Schritt auf sie zu und schneid ihr schnell den Weg ab damit sie sich dreht". Lisa machte dies großartig "Polka reagiert echt klasse auf die Hilfen. Danke ! Das hat mir echt eine Menge arbeit erspart". Nach dem longieren brachten sie die Shetty Stute zurück in die Box.
      *
      "Ich würde sagen damit wäre meine Arbeit getan", sagte Amy erleichtert. Lisa lächelte, zögerte und sprach schließlich "Da wäre noch was...", Amy hob eine Augenbraue in die Höhe. "So ? Was denn ?"
      "Weißt du, ich habe ein Angebot als Jockey bekommen"
      "Das ist ja großartig, wo denn ?"
      "Nicht weit weg von hier..." Amy lachte, stupste die kleine Frau an und sagte euphorisch: "Hey das ist doch großartig ! Aber was ist dem denn im Weg ?"
      "Ich habe noch keine Unterkunft. Ich will jetzt aber auch nicht zurück nach Deutschland, wenn ich mir hier eine Bleibe ansehen kann. Du weißt ja, im Internet sind die Fotos meistens nicht die Realität. Ich würde mich freuen wenn ich etwas länger bleiben könnte". Amy dachte nach. Eigentlich bräuchten sie die Boxen von Polka und Moon River. Aber da kam ihr eine Idee. "Geben sich deine Pferde auch mit einem Offenstall zufrieden ? Wir bräuchten noch die Boxen".
      "Aber sicher doch Amy! Ich bin froh, dass du mir so zur Seite stehst". Der Umzug von Polka Dot und Moon River erfolgte noch am Mittag, Lisa und Amy führten die Pferde in den Offenstall, indem sie von My Blue Gun schon begrüßt wurden. "Ich denke Lou hat nichts dagegen wenn du noch einige Tage auf der Ferienranch bleibst."
      *
      "Was stand denn noch für heute an ?", Amy dachte nach und blickte sich im Stall um. "Zanaro und Fireflies müssten eingeritten werden." Sie begann mit dem Vollblut. Zanaro tänzelte nervös am Strick zum Roundpen. Amy musste aufpassen, dass er ihr den Strick nicht aus der Hand riss. Es wäre am besten wenn sie ihm die Nacht Lavendel und etwas Hopfen in sein Futter mengen würde. Diese Kräuter sind gut gegen Nervösität und zur Beruhigung. Schließlich lößte Amy den Strick am Halfter, als sie im Roundpen angelangt waren. Ohne Ty hatte sie mehr Arbeit, daher ließ sie den Hengst erstmal alleine um in der Zeit Sattel und Zaumzeug zu holen. Draußen stand die Sonne bereits so hoch, das Amy von den hellen Strahlen geblendet wurde. Mit einer Hand über den Augen suchte sie den Stall um die Sattelkammer zu betreten. Kira hatte extra Sattelzeug und Zaumzeug maßschneidern lassen und Amy gegeben, damit die Beiden Pferde keine Druckstellen bekamen. Ein qualitativer Sattel war schließlich von großer Bedeutung. In der Sattelkammer griff Amy nach dem Zubehör für Zanaro, im schnellen Schritt ächzte sie zurück zum Roundpen. Es war ein ganz schön weiter Weg mit Zaumzeug und Sattel, aber Amy trug schwerere Westernsättel Tag ein Tag aus. Den Sattel legte sie nun auf einen der Holzbalken ab, welche das Pferd eingrenzten. Die Trense hing sie am Tor auf. Als sie den Roundpen betrat befestigte sie wieder den Strick an sein Halfter um ihn im Notfall festhalten zu können. Den Strick legte sie nun locker über seinen Hals. Amy griff nach der Satteldecke, hielt sie ihm vor die Augen und wartete bis er sie registriert hatte. Zanaro roch leicht verängstigt an der Decke. "Guter Junge", lobte sie ihn sofort. Seine Ohren richteten sich nach vorne auf als er bemerkte das nichts geschah. Amy verhielt sich sehr ruhig um den Hengst nicht zu verängstigen. Schließlich ging sie auf die rechte Seite und legte die Decke auf seinen Rücken. Erneut lobte sie den Hengst durch Worte und Streicheleinheiten. Dann nahm sie die Satteldecke vom Rücken und ging auf die linke Seite des Pferdes. Erneut legte sie die Decke auf seinen Rücken. Zanaro reckte den Kopf zum Rücken und schnupperte an der unheimlichen Decke. "Super machst du das", Amy kraulte seinen Hals und ging nun zum Sattel. Mit dem Sattel zwischen den Händen stapfte sie durch den Sand zum Pferd, sie bewegte sich langsam damit der Hengst Zeit hatte sich ein Bild von dem Sattel zu machen. Schließlich wiederholte sie das Spektakel, welches sie bei der Satteldecke angewendet hatte - diesmal jedoch mit dem Sattel. Als Zanaro sicher war, dass ihm tatsächlich nichts geschah, griff Amy unter seinem Bauch nach dem Gurt des Sattels um ihn zuerst locker und dann etwas fester -fest zu binden. Zanaro trat mit den Hinterhufen nach dem Gurt, einen solchen Druck hatte er schließlich noch nie gespürt. Amys Hände waren glücklicherweise nicht mehr unter dem Bauch, weshalb sie sich keine Sorgen machen musste verletzt zu werden. Sie lobte das Pferd sobald es aufhörte nach dem Gurt zu treten. Als der Gurt schließlich fest genug war, gab sie dem Pferd eine Belohnung und kraulte es zwischen den Ohren. "Siehst du, nichts passiert". Nun ging sie rüber zum Tor um die Trense zu holen. Zanaros Halfter legte sie ihm um den Hals, vorsichtig zog sie ihm die Trense über den Kopf. Als er schließlich auf das kalte Gebiss biss, erschrak er und riss den Kopf in die Höhe. "Ruhig, mein Junge", sprach Amy sanft und leise um das Pferd zu beruhigen. Er nachdem der Hengst ruhig da stand und nichts anstellte, griff sie nach den Zügeln um ihn durch den Roundpen zu führen. Sie zeigte ihm das Gatter, das Tor, sie öffnete es sogar. Schließlich blieb sie stehen und hiefte sich in den Sattel. Im Schritt ritt sie im Zirkel. "Super!", begeistert tätchelte sie das Vollblut, stolz war sie auf sich selber. "AMYYY?!", es war Chase der suchend über den Hof grölte. Zanaro erschrack und buckelte, er schmiss sein Hinterteil in die Lüfte und trat mit den Hinterbeinen um sich. Seine Hufe donnerten gegen den Holzzaun, wodurch er sich lediglich noch mehr erschreckte. Amy hatte Schwierigkeiten im Sattel zu bleiben, hier gab es nirgendwo ein Horn zum festhalten. Sie fasste die Zügel kürzer, ihr Körper hing nun schon über Zanaros Hals. Zanaro raste voraus, buckelte, riss den Kopf nach unten und warf Amy in der Kurve schließlich ab. "AAH", sie prallte auf den Boden auf, stöhnte und brachte sich schnell in Sicherheit. Erst jetzt blickte sie zu Chase, welcher auf einmal neben ihr stand um ihr aufzuhelfen. "Hast du dir was getan?", fragte er mit besorgter Miene. "Allerdings ! Mir tut alles weh", antwortete sie genervt. "Sag mal, was fällt dir eigentlich ein so über den Hof zu brüllen !?"
      "Sorry Mademoiselle! Ich dachte du bist die ultimative Pferdeflüsterin", er scherzte und zog die Brauen in die Höhe. Amy klopfte sich den Sand von den Beinen ab und sah Chase grimmig an. "Und überhaupt, was suchst du eigentlich hier ?"
      "Chase Powers Power-Gebiss", er präsentierte ihr ein einfaches gebrochenes Gebiss. "Was soll der Scheiß Chase ? Das ist das Gebiss einer einfachen Wassertrense...", sie blickte ihn zu tiefst genervt an. Wegen ihm war sie auch noch vom Pferd gefallen und konnte das Training mit Zanaro nicht positiv beenden. "Toll Danke Chase, wegen diesem Pille-Pall hast du mein Training ruiniert.", sie drehte sich weg von ihm und wollte wieder in den Roundpen, Chase jedoch griff nach ihrem Arm und sagte: "Warte doch Amy, ich will dass du es als erstes ausprobierst"
      "Wirklich sehr witzig Chase. Vielen Dank, ich hätte mich über nichts mehr gefreut, als eine einfache Wassertrense... Nein im Ernst, ich habe genug Wassertrensen im Stall, da brauch ich dein Power-Gebiss nicht auch noch".
      "Na gut, ich gebe zu, dass meine Manieren zu wünschen übrig lassen, aber probier es doch mal aus, bitte Amy. Wenn ich erzähle, dass du das Gebiss mit Begeisterung benutzt, dann lässt es sich bestimmt hervorragend verkaufen"
      "Mag sein, aber wer sagt denn, dass ich es hervorragend finde !?", Amy griff nach dem Gebiss welches er immer noch in seiner Hand präsentierte "Ich benutze es um Fireflies an die Trense zu gewöhnen, aber dann gib bitte endlich Ruhe und verschwinde, Ja !?" - Chase grinste motiviert, völlig überzeugt von sich selbst und lehnte sich an das Gatter an. Während Amy Zanaro zurück in den Stall brachte, kam Ty gerade von den Koppeln. Als er Chase sah blieb er abrupt stehen und blickte den Typen scharf an. Chase nahm ihn nicht war, Amy kam mit dem Holsteiner aus dem Stall und führte ihn in den Roundpen. Zu viel des guten, Tys Eifersucht platzte. Wenigstens hatte er mehr Verstand als Amy. Wie konnte sich Amy nur mit diesen Idiot abgeben ? Angekratzt ging Ty in den Stall um sich mit der alltäglichen Arbeit abzulenken.
      Amy löste den Strick vom Halfter, welches locker am Kopf des Hengstes lag. Schließlich fuchtelte sie mit dem Strick und ihren Armen durch die Luft um das Pferd fortzujagen. Im schnellen Schritt folgte sie dem Pferd. "Lauf !", forderte sie ihn. Fireflies quietschte lauthals und buckelte mehrmals. Davon ließ sich Amy jedoch nicht beirren, oder gar einschüchtern. Im Gegenteil, nun wurde sie etwas aggressiver und trat einige Schritte auf das Pferd zu. Offenbar tat die Bewegung dem Braunschecken sogar gut, Fireflies beruhigte sich und galoppierte wenige Minuten später etwas entspannter im Kreis, er schnaufte und kaute mit den Zähnen. Die Ohren waren immer noch nach vorne gerichtet. "Na los!", rief das Mädchen. Sie hatte inzwischen ihren heimlichen Beobachter vergessen. Chase liebäugelte das Mädchen, welche vollkommen in ihrem Element war. Der Hengst hechtete durch den Ring und richtete sein inneres Ohr schließlich auf Amy. Als sie es wahrgenommen hatte blieb sie stehen, ihre Arme hingen nun zum Boden, ihr Atem schwer. Sie drehte sich vom Pferd weg und wartete ab. Im ruhigen Schritt ging Fireflies auf Amy zu und prustete ihr in den Nacken. Er knabberte an ihr "In meinem Nacken findest du sicherlich nichts zu fressen", sagte Amy lachend und streichelte den Hengst sacht. Ty, welcher die Boxen ausmistete hörte seine Freundin lachen. Er lief rot an und schuftete härter. "Lacht sie etwa wegen Chase ?", dieser Idiot ging ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf. Wieso tat Amy nur so etwas ? "Chase, wenn du willst kannst du mir helfen" - sagte sie kühl und drückte ihm den Strick in die Hand. "Einer so hübschen Dame helfe ich doch gerne", er schmachtete sie an und zwinkerte ihr schelmisch zu. "Hör auf, das ist ja widerlich", sagte Amy etwas entsetzt. Doch Chase grinste nur. Nachdem sie sicher war, dass Chase auch mit dem Pferd stehen blieb, ging sie in den Stall um Sattel und Zaumzeug zu holen. Dort traf sie auf Ty. "Hey!", sagte sie etwas überrascht. "Wie kommts dass du freiwillig die Boxen ausmistet", scherzte sie und warf ihm ein süßes Lächeln entgegen. "Wie kommts dass du auf einmal mit Chase arbeitest ?", Amy erkannte wie genervt Ty war. Sie seufzte, griff sich in die Haare und ging Richtung Sattelkammer. "Du kennst ihn. Das Arschloch hat sich wieder selbst eingeladen".
      "Dann entlädt man ihn gefälligst wieder!", rief ihr Ty hinterher. Schnell griff Amy nach einem klassischen Sattel, welchen Kira ihr gestellt hatte. Dann das Zaumzeug und schleunigst zurück zum Pferd. "Ty, wenn das so einfach wäre", sagte sie ihm beim vorbeigehen. Er stützte sich auf die Mistgabel ab und blickte ihr hinterher. "Sie kann so sonderbar sein" dachte er.
      "Danke", sagte sie stumpf als sie Chase sah und der Hengst weiterhin brav neben ihm stand. Sie legte Sattel und Zaumzeug auf den Zaun ab und griff nach der Satteldecke. Dann legte sie die Satteldecke auf die rechte und anschließend auf die linke Seite des Pferdes ab. Fireflies ließ die Prozedur brav über sich ergehen. Nun nahm Amy den Sattel, legte ihn auch auf die rechte und schließlich auf die linke Seite des Pferdes ab. Auch hier blieb Fireflies ruhig. Er zuckte kurz zusammen, entspannte sich aber relativ schnell. Amy atmete konzentriert ein und gurtete den Sattel locker um den Bauch. Der Hengst könnte sich schon mal an etwas Druck gewöhnen, in der Zeit wollte Amy das Gebiss der Trense umtauschen, um Chase endlich loszuwerden. Sie kam sich ein wenig blöd vor, als sie das gebrochene Gebiss mit dem vorherigen gebrochenen Gebiss tauschte. Ruhig hielt sie dem Holsteiner die Trense vor die Nüstern, er beschnupperte sie vorsichtig, nun zog Amy ihm die Trense über. Schnell kaute Fireflies auf das kalte Metall rum, in der Hoffnung diese fiese Kälte loszuwerden. "Guter Junge", lobte Amy ihn und tächelte seinen Hals. Sie klopfte ihm über die Schulter und kraulte ihn zwischen den Ohren. "Ganz fein machst du das", während sie sprach zog sie die Trense etwas zu, damit sie richtig saß. Anschließend gurtete sie das Pferd nach und stellte sich sicher, dass er entspannt genug war damit sie aufsteigen konnte. "Und diesmal bleib auch ruhig!", mahnte sie den Burschen als sie aufstieg. Langsam zog sie sich in den Sattel und streichelte von oben den Hals des Hengstes. "Fein...", flüsterte sie ihm leise zu. Seine Ohren richteten sich nach hinten. Sie wartete eine Weile bis sich Fireflies an ihr Gewicht gewöhnt hatte. Dann trieb sie ihn leicht an, drückte ihre Beine an seinen Bauch und ritt im Schritt im Roundpen. "Guter Junge!", lobte sie ihn. "Gutes Mädchen", äffte Chase ihr nach. "Böser Junge", äffte Amy zurück. Beide kicherten. Ty bekam es aus Entfernung mit, ihm war gar nicht nach kichern zumute. Ty konnte es einfach nicht verstehen, wieso ging Amy überhaupt auf ihn ein. Merkt sie denn nicht, dass er mit ihr flirtet ? Er hätte meinen können, dass zwischen den Beiden etwas war. Melancholisch widmete er sich seiner Arbeit.
      "So, dann wollen wir mal sehen ob du auch traben möchtest", Amy trieb ihm und ritt locker durch den Ring. Sie hielt die Zügel etwas locker, aber so, dass sie ihm Notfall eingreifen konnte. Fireflies Kopf war gesenkt, anfangs hatte er etwas Gleichgewichtsprobleme, wackelte unbeholfen im Kreis, aber fing sich nach einigen Minuten. Amy lobte ihn erneut und beendete das Training mit einem erfolgreichen Trab "Morgen wollen wir weiter machen", sagte sie entschlossen und stieg ab. Sie kramte eines ihrer Belohnungen aus der Tasche und überreichte es dem Hengst. Gierig zermalmte er das Leckerchen zwischen seinen Backen. Amy führte Fireflies zurück in den Stall um ihn von dort aus abzusatteln. Das Gebiss wusch im nächstgelegenen Becken und entfernte es schließlich von der Trense um es wieder auszutauschen. "Hier bitte", sie drückte Chase das triefende Gebiss in die Hand und funkelte ihn entschieden an. "Und nun verzieh dich". Sie drehte ihm den Rücken zu und deckte den Holsteiner ein.
      *
      Ein Blick auf die Uhr, "Schon 16 Uhr!", stieß Amy erschrocken aus, sie hatte noch gar nichts gegessen. Ehe sie jedoch in die Küche ging sah sie noch mal nach Ty. Er sah genervt aus, gar nicht so glücklich wie üblicherweise. Amy bekam Schuldgefühle und ging schmollend auf ihren Freund zu. "Ty. Ty es tut mir Leid, ich hätte energischer sein sollen und mich nicht von ihm beeinflussen lassen sollen". Er drehte sich zur ihr und blickte sie etwas enttäuscht an. "Es ist ja nicht nur das. Ich habe das Gefühl, dass er was von dir will". Nun prustete das Mädchen laut. "Was ? Von mir !? Das soll doch wohl ein Scherz sein". Ty kam sich verarscht vor. Nun, nur etwas lauter, bestätigte er seine Theorie und sah Amy mit ernster Miene an. "Hm. Ich glaube nicht Ty, Chase ist einfach nur etwas verrückt weißt du".
      "Amy, ich glaube du willst die Wahrheit nur nicht wahr haben", sprach er entschieden und fuhr mit seiner Arbeit fort. "Nein im Ernst Ty, Chase will doch nichts von mir. Wir sind ja noch nicht mals richtige Freunde!", sie fasste nach seiner Schulter und kam ihm näher. "Bitte Ty, sei deshalb nicht unglücklich. Ich liebe DICH doch.", bedrückt gab er seiner Freundin einen Kuss. "Wie wäre es wenn wir heute Abend einen Film zusammen gucken ?", schlug Amy vor. Ihre Augen funkelten vor Freude, diesem Lächeln konnte Ty nicht widerstehen. "Überredet."
      *
      Lou suchte Amy in der Küche auf. "Gott sei Dank, endlich habe ich dich gefunden!", rief sie erleichtert. "Was ist denn los ?", hakte Amy fragend nach. "Wir bekommen gleich Besuch von einer Misses Wincox. Du sollst ihr Pferd in Dressur trainieren.", Amy stöhnte auf "Aber Lou, die Boxen sind voll"
      "Ich weiß, was ein Glück das Rachel in Kanada wohnt. Also mach dich schon mal startklar." Schnell schnappte sich Amy ihr Butterbrot und zog sich ihre Jacke über, draußen hörte man schon den Jeep auf den Hof fahren. Eine junge Frau stieg aus und lud ihr Pferd aus dem Hänger.

      Rachel stand wenige Minuten später am Gatter und sah Amy beim reiten zu, das Mädchen versuchte so gut wie möglich der jungen Dame zu erklären was sie tat, damit Rachel mit Loveletter selbst umgehen konnte. Sie ritt ganze Bahnen ehe sie mit kleineren Volten, und schließlich Zirkeln begann. Im Arbeitstrab ritt Amy den Araberhengst im Kreis, verkleinerte diesen ehe sie in der Ecke kehrt machte um durch die halbe Bahn zu wechseln. Auf X blieb sie einen Moment stehen, der Vollbluthengst sollte eine Weile still stehen, Amy zog an den Zogeln, schnalzte und lehnte die Füße nach vorne. Nun ging er rückwärts. Schnell lobte sie ihn durch ein Schulterklopfen und galoppierte durch die ganze Bahn. Ruhig und gelassen flog Amy über den Platz hinfort und begann mit der schwierigsten Übung. Der Traversale. Sie benötigte einige Anläufe bis der Hengst auf ihre Hilfen reagierte. Nach einem erfolgreichen Training stieg sie schließlich ab und betüddelte den Hengst liebevoll. "Kommst du in nächster Zeit öfters her ?", fragte Amy Rachel. "Ja, wäre besser oder ?"
      "Ich würde mich weiter um ihn kümmern, damit er die Traversale perfekt beherrscht".
      "Klingt gut. Wir bleiben dann in Kontakt ja ?"
      "Ja!", Amy verabschiedete sich von Rachel, welche ihr Pferd schon mal absattelte und zurück in den Hänger verlud.
      *
      Erleichtert ließ sich Amy in das Sofa plumpsen. Neben ihr saß Ty, welcher seinen Arm um ihre Schulter legte. "Das war ein verdammt beschissener Tag", sprach sich Amy von der Seele. "Ich bin so glücklich, dass wir zwei endlich Zeit für uns haben." Ty drückte Amy an sich und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. "An welchen Film hast du gedacht ?", fragte er sie. Amy antwortete nicht. "Schatz?", nun blickte er auf das blondhaarige Mädchen hinab, Ty registrierte, dass ihre Augen geschlossen waren. Seufzend stand er vom Sofa auf und bewunderte einen kleinen Augenblick seine Freundin. Anschließend hob er sie auf seinen Arm und trug sie auf ihr Bett. Dort legte er sie sachte auf die Matratze und deckte sie liebevoll zu. Amy blinzelte ihn verträumt an ehe sie schließlich in einen Tiefschlaf fiel. Da Ty eh auf den Dachboden schlief, beschloss er die Nacht neben Amy zu schlafen. Immerhin waren sie Beide zusammen und Jack konnte schließlich nicht ewig das letzte Wort haben.

      Um so größer war die Überraschung als Amy am nächsten morgen die Augen öffnete und genüsslich gähnte. Sie richtete sich langsam auf und erkannte schnell das sie nicht alleine war. Als sie Ty erblickte, richtete sich ihr Blick blitzschnell auf ihren Körper. Erleichtert stellte sie fest, dass sie noch Kleidung trug. Nun, als sie sich im klaren war, dass sie ihr Date verschlafen hatte, zupfte sie an Tys Bettdecke um ihn so angenehm wie nur möglich zu wecken. "Ty. Ty ? Ty.", wiederholte sie und pikste ihn nun. Er blinzelte mit schweren Augen. Seine Augen schmerzten durch das Licht, er drehte den Kopf und lächelte Amy an. "Guten Morgen mein Siebenschläfer", scherzte er mit einer Anspielung auf gestern. Amys Haare lagen kreuz und quer über ihr Gesicht, sie grinste und entschuldigte sich für ihre gestrige Abwesenheit.
      Nach einem Frühstück beschloss sie mit Ty die alltägliche Arbeit zu verrichten um schließlich die Pferde zu trainieren. Rachel sollte wieder gegen Nachmittag eintreffen, nun aber wollte sich Amy noch mal mit Kiras Pferden beschäftigen. Amy nahm sich vor, die gestrigen Übungen zu wiederholen um den beiden Jungpferden etwas mehr Sicherheit zu beschaffen.
      *
      Es waren bereits mehrere Tage vergangen an denen Amy mit den Jungpferden gearbeitet hatte, nun glaubte sie wären Kiras Pferde soweit um geritten,- und am Hindernis gewöhnt zu werden. Amy ging also in den Trainingsstall um Fireflies aus seiner Box zu führen und ihn anschließend zu satteln. Sie führte den Holsteiner zum Reitplatz, welcher gegenüber vom Stall lag. Dort angekommen gurtete sie den Sattel noch mal nach. Artig blieb der Hengst auf der Stelle stehen und spitzte die Ohren in Amys Richtung. "Scheint als hättest du gute Arbeit geleistet", sprach auf einmal Kira, welche Amy bis zum Platz gefolgt ist. "Danke, das ist von Pferd zu Pferd aber auch unterschiedlich", Amy lächelte und stieg in den Sattel. "Kira, ich möchte, dass du morgen selber reitest, es bringt ja nichts wenn sich die Pferde nur unter meinem Hintern so vorbildlich benehmen", sie kicherte und trieb Fireflies an. Mit großen Schritten ging der Hengst den Hufschlag entlang, wollte sich zwar ständig in die Mitte drehen, doch Amy drückte ihn zurück auf die Bahn. Wenn Fireflies erstmal verstand wo er hingehörte, würde er diese Manieren nicht mehr ausleben wollen. In der Ecke machte Amy kehrt um anschließend eine Volte zu reiten. Fireflies dehnte sich und schnaubte erleichtert. Anschließend ritt Amy den Hengst im Trab warm. "Kaum zu glauben, er ist ein richtiger Mann!", Kira schien glücklich, voller Stolz betrachtete sie ihren Hengst. "Irgendwann müssen sie ja groß werden", scherzte Amy. Zu guter letzt ritt sie den Hengst im Galopp, dabei machte Fireflies einen Freudensbuckler. Die Frühlingsgefühle, es war so typisch für Hengste. "So Kira, scheint als hätte sich die Arbeit gelohnt. Ich werde ihn jetzt an Hindernisse vertraut machen und morgen reitest du ihn noch mal, ok ?", Kira nickte und Amy stieg vom Pferd. Fireflies blieb auf der Stelle stehen als Amy in aller Seelenruhe die Holzbalken hinter den Busch herauskramte. Nun sah der Hengst das Ungetüm, seine Augen weiteten sich, er lehnte seine Ohren an. Amy ließ die Stange auf den Boden fallen ehe sie zum Hengst ging. Sie griff nach den Zügeln und führte ihn vorerst über den Platz. Sie wartete durch den tiefen Sand, geradewegs auf die bunt gemalte Stange zu. Fireflies erkannte schnell wohin Amy gehen wollte und stemmte seine Hufe in den Sand. Er zupfte in kurzen Abständen am Strick, doch der Hengst lies sich keinen Zentimeter bewegen. Also redete sie auf den Holsteiner ein und kramte währenddessen ein Leckerchen aus ihrer Jackentasche. Fireflies spitzte die Ohren und streckte seinen Hals nach dem Leckerbissen aus, doch Amy ging einen Schritt rückwärts, sodass sein Hals allein nicht ausreichte. Also lief Fireflies mutig und mit zögernden Schritten auf Amy zu. Nachdem er bereits fünf Schritte überstanden hatte, lobte Amy ihn und gab ihm schließlich die Belohnung. Diesen Vorgang wiederholte sie, bis sie an der Stange angelangt waren. Dort klopfte sie seinen Hals und ließ ihn an den langen Ungetüm schnuppern. Fireflies begriff schnell, dass das Ding harmlos war. Neugierig stieß er seinen Huf gegen die Stange, scharrte in den Sand und flehmte nachdem ein Sandkorn in seine Nüstern geflogen war. "Guter Junge", betonte Amy und blickte Kira erleichtert an. "Das klappt doch prima!". Amy stellte nun ein kleines Cavaletti und einen kleinen Steilsprung auf. Anschließend stieg sie auf Kiras Pferd auf und ritt auf das Cavaletti zu. Fireflies roch zuerst an das Hindernis und machte anschließend einen großen Schritt über den winzigen Sprung. "Er ist verrückt! Du hättest sehen müssen wie er seine Beine hochgehoben hat. Als bestünde der Boden unter ihm aus Lava, oder als würde die Stange brennen". Kira kicherte amüsiert und sah Amy weiterhin bei der Arbeit zu. Konzentriert trabte das Mädchen nun auf die Stange zu. Sie fixierte das kleine Cavaletti und trieb Fireflies als er kurz vor dem Hindernis war. Eine Vollbremsung, hätte ihr gerade noch gefehlt, also vermittelte sie ihm Mut. Und tatsächlich, Firefließ hob im Trab seine Beine an um das Hindernis ohne darüber nachzudenken zu überqueren. Nun ritt Amy im Galopp auf das Cavaletti zu, erneut trieb sie ihn kurz vor dem Hindernis und stellte erleichtert fest, dass Firefließ einen kleinen Hopser über die Stangen machte. Schnell lobte sie. "Super!", kommentierte Kira vom Gatter aus. Ehe Amy den kleinen Steilsprung fixierte, ließ sie den Hengst vorher an dem größeren Hindernis schnuppern. Er sollte sich damit vertraut machen, dass ihm nicht passiert sobald er dem Hindernis zu nahe kommt. Sie ritt einen Kreis um den Sprung, lobte ihn immer wieder und fixierte den Steilsprung schließlich im Galopp an. Kurz darauf trieb sie ihn erneut und flog schließlich mit Leichtigkeit über das Hindernis hinweg. "Wow!", rief sie der Besitzerin zu. "Er ist echt ein Naturtalent", schnaufend rieb Amy sich die Haare aus dem Gesicht und lobte den Hengst euphorisch.
      *
      Nach dem Training ging Amy in die Küche um sich eine Flasche Wasser zu gönnen. Lou fing sie jedoch ab und erklärte ihr das in wenigen Minuten eine Amerikanerin ankommen sollte. Joyce McConnor. Amy sollte ihr Pferd in Dressur trainieren. "Kein Problem", sagte Amy knapp und trank eine ordentliche Menge. Nachdem ihr Durst gestillt war, wartete sie draußen mit Lou auf den Hof. "Sie sollte jetzt kommen", sprach Lou und wartete. Tatsächlich, ein Jeep mit Anhänger fuhr über den sandigen Boden und hielt vor den beiden Frauen an. Amy half der jungen Frau, der sie sich schnell vorstellte, beim verladen (bzw. ausladen) des Pferdes. Nachdem sie Kathargo gesattelt hatten, wollte Amy ihn auf den Platz reiten um zu gucken wie er sich anstellen würde. Joyce hing am Gatter und sah dem Mädchen zu. "Ich werde Katahgo noch die nächsten Wochen trainieren müssen, du kannst währendessen gerne auf der Ferienranch übernachten". Nachdem der Hengst warm geritten war, ritt Amy im Mittelschritt den Hufschlag entlang ging dann aber in den Mitteltrab über. Der Hengst glitt über den Platz. Nun ritt Amy einen Zirkel im Arbeitsgalopp. Für die E-Prüfung wird Kathargo nicht all zu viel können müssen. Damit Amy das reiten in Schlangenlinien üben konnte, half ihr Joyce beim aufstellen der Pylonen. Nun konnte Amy schöne gleichmäßige Kreise reiten. Perfekt damit der Hengst sich ein wenig dehnen konnte. Schließlich wechselte sie aus dem Zirkel und trabte eine ganze Bahn leicht, danach wechselte sie durch die Bahn und hielt bei X an. "Er macht sich gut. Am besten gebe ich dir bis zur Prüfung Reitstunden. Ich soll ja nicht mit deinem Pferd an der Prüfung teilnehmen", sagte Amy lachend und klopfte den schwitzenden Hannoveraner den Hals.
      *
      Währendessen fuhr eine weitere Amerikanerin nach Kanada um ihre Pferde zu trainieren. Sie begab sich jedoch nach Briar Ridge. Vel Stanton begrüßte sie mit ihrem breitesten Lächeln und rief zwei Stallburschen welche die Pferde in die Box führen sollten. "Es freut mich das sie gut angekommen sind Elena.", während Vel der jungen Frau ihren Trainer vorstellte, wurden Elenas Pferde bereits zum Geländeparcours geführt. "Steve Commonwelth und Roger Kellington werden sich um Bellami und Kahlua kümmern. Du kannst gerne zusehen". Vel Stanton führte Elena zum Geländeparcours. Eine große weitflächige Weide war mit Baumstämmen, Hecken und Hügeln bestückt. "Natürlich reicht unser Parcours auch in die Wälder hinein, für den Anfang empfehlen wir jedoch die Wiese". Die Wiese erstreckte sich über mehrere tausend Meter, Steve stieg auf Kahlua auf und ritt auf das erste Hindernis zu. Er taxierte es genaustens an und trieb das Pferd kurz bevor damit es gar nicht erst dazu kam zu verzögern. Nun ritt er die Wiese hinunter, über einen Baumstamm hinweg. Kahlua stellte sich gut an. Die schicke, Niederländische Warmblutstute galoppierte über den weichen Boden hinweg über Lehmhügel und bewachsenen Hecken. Selbst die Holzbalken jagten ihr keine Angst ein. Da die Stute mit dem Geländereiten noch nicht so sehr vertraut war, fiel die Strecke jedoch etwas kurz aus. Ca. 5 Minuten lief die Stute in einem ruhigen, gleichmäßigen Tempo, ehe sie bei ihrer Besitzerin wieder ankam. "Wir würden die Pferde in den kommenden Wochen weiter trainieren und für die zukünftigen Turniere vorbereiten. Elena lächelte die ältere Dame an und nickte stumm, schließlich sprach sie "Das glingt gut. Könnte Roger mir einmal Bellami vorreiten ?"
      "Selbstverständlich", sprach Vel und gab dem Trainer die Anwesiung sich startklar zu machen. Bellami, ebenfalls eine Niederländische Warmblut Stute, tänzelte ungeduldig von einer Stelle zur anderen, ehe Roger seine Hacke in die Flanke drückte. Sie pretschte über den unebenen Boden hinweg. Bellami hatte bereits Geländeerfahrung gemacht, was sie auch bewies, als sie über die Hindernisse hinweg sprang. Lehm wirbelte durch die Luft gegen den Pferdebauch. Roger trieb die Stute als sie eine Hecke antaxierten, Bellami sprang früh genug ab und segelte über das Gestrüpp hinweg. Anschließend sprang sie einen Berg hinauf und glitt diesen vorsichtig wieder hinunter. Roger lobte die schnaufende Stute, ritt über mehrere Baumstämme hinweg zurück die Wiese hinauf um Bellami vor Vel Stanton wieder zum stehen zu bringen. "Wie gesagt, wir haben sehr potentielle Trainer, ihr Pferd wird in wenigen Wochen nicht mehr wiederzuerkennen sein." Elena lachte "Das wäre ja schon schön, kann man auch Unterricht nehmen ? So könnte ich auch dazu lernen."
      "Aber sicher doch", sprach Vel und lächelte. Sie führte Elena zurück zum Stall um sie mit allem vertraut zu machen, was sie wissen sollte. Da Elena von weiter her kam, beschloss sie die Wochen über in Kanada zu verbringen. "Vel, wissen sie wo ich übernachten könnte ?"
      "Wir selber bieten keine Schlafplätze mehr an, aber die Heartlandfarm neben an könnte ein paar Almosen vertragen", sagte sie schief lächelnd mit einem ironischen Unterton.
      *
      So traf Elena auf Amy. "Guten Tag ?", sprach sie verwirrt und blickte die schick gekleidete Frau an. Elena lächelte dezent und fragte nach einer Übernachtungsmöglichkeit. "Meine Schwester besitzt eine Ferienranch, ich kann sie ihnen eben holen". Amy brauchte sich nicht umdrehen, Lou stand bereits hinter den Beiden. Offenbar hatte sie das Gespräch von draußen gehört. "Selbverständlich haben wir noch freie Plätze, bringen sie ein Pferd mit ?", hakte sie fachmännisch nach. "Nein, meine Pferde stehen derzeit bei Briar Ridge", Amy blickte Lou genervt an, Elena fuhr fort: "Aber ich habe ein Fohlen mitgenommen welches mit den Grundlagen vertraut gemacht werden sollte".
      "Da kann ich Ihnen weiterhelfen", sagte Amy zufrieden "Wo finde ich denn den Frechdachs ?". Elena half dem Mädchen beim öffnen der Hängertür. Das Fohlen wollte offenbar ziemlich dringend aus dem Hänger. Amy wollte heute noch mit General's Coming Home arbeiten, also begann sie damit dem Quarter Hengst ein Halfter aus und an zu ziehen, damit sie ihn anschließend über den Hof führen konnte. Das erwies sich als eine Schwierigkeit, da der Hengst nicht einmal daran dachte dem Mädchen zu folgen. Mithilfe von Leckereien hatte sie vor ihn von der Stelle zu bewegen und an dem Strick vertraut zu machen. Als nächstes sollte der Fuchs geputzt werden. Sie befestigte den Strick an einer Putzstange und zeigte ihm jedes der Utensilien womit sie ihn hübsch machen wollte. Mit einer Kardätsche strich sie ihm über sein Fell. Bürsten und Kämme schien er zu aktzeptieren und teilweise sogar auch zu genießen, selbst die Hufe hob er nach wenigen Versuchen hoch. So konnte Amy sie problemlos auskratzen. In der Zeit, die Elena auf Heartland bleiben würde, hatte Amy vor das Fohlen an alle Grundlagen zu gewöhnen, die zum Fohlen ABC gehören. Zunächst aber müsse sie Kiras Pferd an Hindernisse gewöhnen.
      *
      Den Abend beendete Amy indem sie Zanaro an Hindernisse gewöhnte. Dazu holte sie den Vollblut Hengst aus der Box um ihn zu putzen und anschließend zu satteln. Sie führte den Braunen an der Trense auf den Reitplatz. In dem Moment kam Mallory um die Ecke. "Hey Amy, was machst du da ?"
      "Du kommst mir gerade echt gelegen ! Kannst du mal Zanaro halten ? Ich muss die Hindernisse aufstellen"
      "Ehm klar!", sie nahm ihr die Zügel ab und beobachtete das blondhaarige Mädchen. Amy hob die Stangen auf, die sie auf den Boden legte. Nachdem Amy einige Cavalettis aufgestellt hatte, sowie zwei kleine Steilsprünge, nahm sie Mallory den Hengst wieder ab. Mallory sah ihr vom Gatter aus zu und bewunderte den Vollblut Hengst, welcher nahezu vor lauter Selbstbewusstsein strotzte. Amy führte Zanaro über den Platz und zeigte ihm die liegenden Stangen, neugierig schnupperte er an den steifen Balken und ging desinteressiert weiter. Auch die kleinen Steilsprünge sah er ungeniert an. Nachdem sie den "Parcours" abgegangen war, stieg sie in den Sattel und ritt den Hengst warm. Im Schritt maschierten die beiden auf die Trabstangen zu, Zanaro machten einen großen Schritt über die Balken hinweg und ging zurück auf den Hufschlag. Das ganze wiederholte Amy erneut im Trab. Schließlich trabte sie auf das Cavaletti zu. Zanaro hob die Hufe etwas höher. Amy wiederholte die Übung mehrere Male um sicher zu gehen das Zanaro die Stangen auch nicht zufällig überwand. Nachdem sie die Stangen auch etwas höher überwunden hatten, wagte sich Amy an den Steilsprung. Sie gab Zanaro eine Galopphilfe und blieb auf der ganzen Bahn ehe sie auf das Hindernis zu ritt. Konzentriert taxierte sie den Steilsprung und verlagerte ihr Gewicht nach vorne. Zanaro machte einen Satz über das kleine Hindernis und kam schließlich wieder auf den Boden auf. Amy wiederholte den Sprung erneut und ritt das verschwitzte Pferd trocken. Nachdem sie Zanaro abgesattelt und eingedeckt hatte, erzählte sie Kira vom Erfolg. Die Wochen wollte sie noch sehen wie sich Kira auf ihr eigenes Pferd machte. Am Abend stand für Amy jedoch fest - Zunächst würde sie Urlaub benötigen !
    • Veija
      Pflegebericht

      August 2016, by Friese
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.

      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.
      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.
    • Veija
      Umzug Teil II

      Oktober 2016, by Sevannie und Friese
      Friese
      „ Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.
      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.
      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.

      Sevannie
      Auf dem alten Hof angekommen, überkamen mich einige Erinnerungen. Vor einigen Wochen erst hatte ich den Sturz mit Get a Movie gehabt. Uns beiden ging es gut, doch seither war da etwas die Bindung angeknackst, nur konnte ich nicht sagen an wem es wirklich gelegen hatte, dass wir gestürtzt waren. Der Scheckhengst war beim Springen immer aufmerksam, auch im Gelände brachte ihn nichts aus der Ruhe. Anscheinend waren wir beide etwas Unaufmerksam gewesen, daher hatte ich mich derzeit an der Bodenarbeit mit ihm versucht, doch halfen tat es nicht wirklich. Vielleicht brachte ja der neue Umzug dann wieder ein neues Umfeld und neue Begebenheiten mit sich, so das dies auch wieder was wird. Ich holte den Hengst in den frühen Morgenstunden aus seiner Box, ich hatte mal wieder nicht wirklich schlafen können und daher machte ich mich daran, ihn zu putzen und seine Transportausrüstung ihm anzulegen. Nachdem ich mit Get a Movie fertig war, torkelte auch Elena schlaftrunken in den Stalltrakt des alten Hofes. ,,Guten Morgen.'',murmelte sie und musterte mich mit meinem Hengst. ,,Morgen.'',murmelte ich leise und streichelte über die Scheckung am Halse von dem Hannoveraner. ,,Get ist feritg.'',murmelte ich und sie nickte nur. Kurz musterte ich erneut seine Beine, welche keine Blessuren aufwiesen, nein es war eindeutig nur ein seelischer Knacks - bei uns beiden. Er hatte zwar einige Tage gelahmt und ich hatte einige böse Hämatome, doch nichts gebrochen oder geprellt. Nur ich hatte wie ein Schlosshund geweint, weil mir es für meinen Hengst so leid tat. Ich führte ihn zum LKW, welcher wiedereinmal der Transporter darstellte. In diesem hatte ich Heu und Wasser für die Fahrt bereitgestellt, wie es eben üblich war. Zuerst kam Get rein, danach folgte Clouds Angel, welcher von Elena fertig gemacht worden war. Tyler brachte währenddessen die ganze Ausrüstung der Pferde in den Hänger, sowie das Auto. Er fuhr extra, da wir mit einem Schwung gleich alle Hengste rüber schaffen wollten. Wir verluden nach Cloud noch Cinnemont's Accento, Schwachkopf, Admiral's Wings, For Pleasure und Antaris. Damit waren die meisten schon einmal drin. Wir legten eine kurze Kaffeepause ein, ehe es weiter ging. Zum Glück waren meine Hengste diesen 'Stress' gewohnt und fühlten sich in dem geräumigen LKW sehr wohl, wie es mir schien. Irgendwelche Probleme untereinander gab es ja auch nicht, da alle zusammen auf der Koppel standen und sich kannten. Nach der kleinen Pause ging es dann weiter mit Starmen, Burnin' Awake and Lifeless, Kaltenbach's Ostwind, Karthago, Hero of Heaven und Ramires. Damit waren alle meine Hengst verladen und ich half Tyler noch mit dem restlichen Equipment. Als alles, aber auch wirklich alles, der Hengste verstaut war, ging es dann endlich los auf dem Weg zum Flughafen.
      ...
      Der Flug kam mir immer länger vor, umso öfters wir diesen tätigten. Das Schlimme war ja wir hatten noch zwei bis drei Flüge vor uns. Ich hatte etwas Bange vor den nächsten Flügen, vor allem vor dem mit den Kleinen.. Immer wieder biss ich mir nervös auf die Unterlippe, wenn ich über solche Sachen nach dachte, ehe dann auch schon die Landung angesagt wurde. Kurz sprang mein Herz etwas höher und ich schnallte mich wieder an, Elena schlief tief und fest, so tat ich dies für sie und weckte sie sanft. ,,Wir landen gleich.'',murmelte ich und schmunzelte bedenklich, ehe sie dieses Schmunzeln erwiderte.
      Nach gut vier Stunden kamen wir mit zwei LKW's auf dem Hof an. Wie immer brauchten wir hier mehr Hänger, als ind er alten Heimat, aber das war ja alles kein Problem. Wir ließen nicht viel Zeit vergehen und luden die Pferde aus, sie durften sofort auf die Weide und sich dort etwas die Beine vertreten, nach und nach wurden die Hänger leerer und die Weiden füllten sich wieder mit Leben, da die Hengste auch hier und dort mal buckelten vor Freude. Schmunzelnd betrachtete ich das ganze, doch war bei Gedanken immer noch bei Get und dem Unfall, sowie bei dem Umzug der Fohlen. ,,Alles in Ordnung?'',murmelte Elena, welche neben mir stande und ich nickte nur kurz. ,,Ja klar.'',murmelte ich und drehte mich um zum Stalltrakt und lief auf diesen zu. Linus hatte auch hier alles vorbereitet und die Boxen waren startklar für die Hengste. Hoffentlich war der Umzug schnell gemeistert und ich fand dann eventuell mehr Schlaf. Es dauerte nicht lange und der Abend brach an, so holten wir die Pferde, welche bis jetzt schon auf dem Hof waren, in ihre Boxen rein und gaben ihnen ihr Futter. ,,Ich hab noch Essen von heute Mittag, für euch beide.'',meinte Linus mit einem Lächeln und ich winkte dankend ab. ,,Ich dusche und lege mich ins Bett. Ich hab keinen Hunger.'',murmelte ich und schmunzelte kurz, ehe ich dann auch schon meinen Plan in die Tat umsetzte. Als ich im Bett lag hörte ich Elena und Linus noch reden, ehe ich dann die Augen schloss und versuchte zu schlafen.
      ...
      Der nächste Morgen war wieder einmal mit Hektik geplant, denn seitdem ich diese Schlafstörungen hatte, verschlief ich kontinuirlich.. Elena hatte mich kurz vor knapp geweckt, so war ich noch schnell ins Badezimmer gehüpft und stand nun mehr als verschlafen neben ihr am Flughafen, darauf wartend, dass wir endlich in das Flugzeug konnten. Auch diesen Flug fand ich erneut keinen Schlaf, Elena hingegen schon. Heute Abend noch würde der nächste Flieger gehen, so hofften wir das Zuhause alles bereits geklappt hat und Tyler und Simon klar kamen, denn viel Zeit blieb nicht. Wir kamen nur kurz auf den Hof, halfen noch die restlichen Pferde in den Hänger zu laden, ehe es dann wieder los ging. Mit Tyler hatte ich heute kein Wort gewechselt, auch wenn er es versucht hatte. Mein Fokus lag zur Zeit einzig und alleine auf meinen Pferden, das sie alle ohne Probleme in Deutschland ankamen und und und.. Mein Kopf war voll und der Stress für mich viel zu Groß. Ebenso die Zukunftsängste die mich zur Zeit etwas plagten.. - Wie lief das Geschäft in Deutschland als Tierarzt? Wie würde die Zucht laufen und der Verkauf der Fohlen? Würde es diesmal der letzte Hof sein den wir beziehen würden? Fragen um Fragen und keiner konnte mir Antwort geben. Da blieb eben die Zeit mit Tyler auf der Strecke, aber wir waren ja auch nicht zusammen oder so was, auch wenn Elena desöfteren nachgehakt hatte. Kurz lächelte ich, als ich daran dachte wie sie immer und immer wieder nachstocherte. Ich blickte auf die Hänger, insgesamt waren es 16 Pferde die nun die Reise antraten. In dem einem Hänger befanden sich die Stuten; Irritable, Gameover, Shiny Sunlight, Royal Rubina, Millenium GC, Epona, Golden Wonder, Lotte Buff und Alice Cullen. Im anderen Hänger meine kleinen Schützlinge, welche ich aus verschiedenen Gründen bei mir aufgenommen hatte; Velvedere, Staccato, Klein aber Oho, Calero, Neskur, Wild Reflex und Massacre Boy. Damit war der heutige Umzug dieser Pferde vorbei, morgen gäbe es erneut einen solchen Stress mit den Fohlen und in drei Tagen kämen dann noch die Kaltblüter und die zwei Welsh-Ponies. Tief atemte ich ein und aus und blickte kurz zu Tyler, Simon und Elena, welche etwas abseits standen und redeten. Vielleicht über mich? Ich blickte auf die Uhr und seufze auf. ,,Elena wir müssen.'',rief ich zu der kleinen Gruppe und Tyler nickte Elena zu, ehe er auf mich zu kam. Kurz schenkte er mir ein Lächeln, ehe er in den einen LKW einstieg. ,,Ty, was machst du da?'',fragte ich nach und lief zum Führerhaus. ,,Ich komme mit dir. Elena wollte sich mit Simon hier um die Pferde kümmern, um deine Fohlen etc.'',murmelte er und ich blickte zu Elena welche mich herzlichst anlächelte und winkte. Kurz verengten sich meine Augen, ehe ich diese Entscheidung akzeptierte, immerhin kannte sich mich zu gut und sie kannte vor allem meine Fohlen auch am Besten. Ich nickte kurz und lief zum anderen LKW, Ty fuhr vor und ich hinter her.
      ...
      Mitten in der Nacht kamen wir auf dem neuen Hof an, wir ließen die Pferde natürlich nicht auf die Weide, sondern führten sie in ihre neuen Boxen. Während des Flugs hatte Tyler das Gespräch gesucht, doch ich blieb ruhig und hatte dann so getan als würde ich schlafen. Ich wollte erst einmal den Umzug hinter mich bringen, ehe er mich vollprabbeln konnte. Als die Stuten und auch die 'Privatpferde' in ihren Boxen waren, bekamen sie noch etwas Kraftfutter und durften dann auch ihre Ruhe genießen. ,,Ein anstrengender Tag.'',murmelte ich leise und blickte kurz zu Tyler, bevor ich dann zum Haupthaus lief. Er ergriff sanft meine Hand und zog mich mit. ,,Was hast du denn vor? Wir müssen schlafen, morgen früh geht es früh los und..'' - ,,- pscht!'',murrte er kurz, dennoch sanft und zog mich in eine Box. ,,Wir werden schlafen, aber nicht in einem normalen Bett.'',grinste er keck und ich schüttelte den Kopf. ,,Für sowas haben wir keine Zeit, Ty. Wir sind mitten im Umzug, was ist wenn wir verschlafen oder sonst was?'',murmelte ich fraglich und blickte mich in der Box um. Es waren Decken bereitgelegt und auch einige Strohballen. Süß war es schon, aber für so etwas hatten wir definitv keine Zeit, eigentlich. ,,Ich will doch nur das es dir gut geht.'',murmelte er und setzte sich auf die Strohballen, ehe er mich zu sich zog. Unwillkürlich landete ich auf seinem Schoß, atmete tief ein und aus und schüttelte etwas den Kopf.. ,,Tyler, ich hab zuviel im Kopf ich will doch einfach nur..'' - ,,-Entspannen.'',beendet er meinen Satz und strich mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr. ,,Aber nicht so! Ich will den...'' - ,,Umzug hinter dich bringen und das alles wieder normal läuft, in deiner gewohnten Rutine.'',beendet er erneut meinen Satz und ich blickte ihn leicht verärgert an. Er legte sich gegen die Wand zurück und zog mich weiter an seine Brust. Kurz schloss ich die Augen und vergaß alles um mich herum. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen und ich vergaß den leichten Ärger über Tyler, genoss einfach die Ruhe, das Kauen der Pferde im Hintergrund, bevor ich dann tatsächlich einschlief.
      ...
      Mein Handy weckte mich mit einem lauten, schrillen Ton, welchen ich seit neustem als Wecker hatte. Ich schrak auf und blickte mich in der Box um. Die Decke über mich gewunden und es roch seltsamer weiße nach Kaffee im Stall. Ebenso hörte ich die Pferde immer noch kauen. Oder wieder? Ich rieb mir verschlafen die Augen und stand auf. Was ein Tag, oder eher eine Nacht.. Ich stand auf und blickte mich um, Tyler kam gerade mit einer Tasse Kaffee in die Box gelaufen und einem Teller mit zwei belegten Brötchen darauf. ,,Guten Morgen.'',lächelte er und übergab mir das Frühstück, ehe ich mich wieder setzte und einen Schluck vom Kaffee nahm. ,,Morgen und Danke.'',schmunzelte ich herzhaft und blickte ihn an. ,,Gut geschlafen?'',fragte er nach und ich nickte, als ich gerade in das Brötchen hinein biss. ,,Ja! Und wie.'',murmelte ich mit halbvollen Mund und er lächelte, ehe er sich wieder weg machte. Ich frühstückte zu Ende und folgte ihm dann. Kurz blickte ich mich im neuen Stalltrakt um, ehe ich auf die Uhr schaute. Es war noch einiges an Zeit übrig. So machte ich mich auf den Weg in das Haupthaus und machte mich in das Badezimmer. Nach gut einer halben Stunde war ich dann auch wieder fertig für den Tag und machte mich runter zu den LKW's. Tyler stand startklar am Hof und ich musterte ihn kurz. ,,Danke.'',murmelte ich leise, als ich vor ihm stand und er nickte. ,,Nicht dafür.'',murmelte er ebenso leise und ich umarmte ihn. So machten wir uns wieder auf den Weg zum alten Hof..
      ...
      ,,Das ständige Pendel geht mir langsam auf die Nerven, zum Glück ist es das letzte mal!'',murrte ich mittlerweile etwas sauer und blickte auf den kleinen Bildschirm im Flugzeug. Die Fohlen hatten wir gestern rüber gebracht und sie hatten es alles gut überstanden. Ich hatte mir nämlich bei ihnen gestern die Zeit genommen und hab sie abends beim reinholen noch durchgecheckt. Ich hatte bei ihnen am meisten Sorge, dass es irgendwie nicht gut laufen würde. Elena war seitdem auf dem neuen Hof geblieben und ich war gerade auf der letzten Reise zum neuen Hof mit Tyler an meiner Seite. Im Gepäck waren die letzten dreiundzwanzig Pferde. Die Kaltblüter und die beiden Welsh-Ponies. Damit wäre der Umzug erledigt, da wir jeden Tag auch immer wieder Umzugskartons geschleppt hatten, waren unser Hab und Gut, abgesehen von den Pferden, auch alles auf dem neuen Hof. ,,Danach haben wir es endlich geschafft.'',murmelte Tyler leise und streichelte mir mit seinem Daumen über meine Hand, ehe er seine wieder entfernte und sich durch die kurzen Haare griff. Kurz blickte ich auf dem Fenster, ehe ein letztes Mal das signal ertönte man solle sich anschnallen. Tyler und ich taten dies auch sofort, ehe die Ansage ertönte das wir gleich landeten. Nach mehreren Stunden war dann auch alles geregelt und wir konnten endlich los fahren. Auf dem Hof angekommen luden wir erneut die Pferde nach und nach aus. Tyler übernahm Amaretto und Winter's End. Ich nahm mir Hermann, Elena nahm Götterdämmerung, Simon nahm Battle Scars und Linus übernahm King of Night. Somit war der erste Hänger fast leer. Die Kaltblüterhengste kamen auf eine extra Weide und buckelte sich dort for Freude erst einmal aus. Die zwei Welsh- Ponies kamen zu den anderen 'Privatpferden' - zu der Hengstkoppel derer. Die nächsten sechs Pferde wurden aus dem ersten Hänger entladen; A Brave Hearts Freedom, Time to go, Darling, Sharon IV, Geoffrey's Brother, Hope in Despair und Arikado. Auch die sechs Hengste wurden auf ihre Weide gebracht, ehe ich zu der Fohlenweide hinüber blickte, auf welcher sich meine Fohlen und die von Elena freudig austobten. Sie dürften die ersten Tage noch die Ruhe genießen, da wir sonst auch erst einmal alles einrichten mussten und einiges an Papierkram zu erledigen hatten. Mit Amaretto und Winter's End brachten wir auch die letzten beiden Pferde aus dem ersten Hänger, welche nun entgültig leer war. Es stand der letzte Hänger an, der mit meinen Kaltblüterstuten. Die ersten die auf die Weide gebracht wurden, waren: Wolkentraum, Golden Gate, Augenblick, Ch's De la Luna, Winter Cloud und Hermelin Jaela. Auch die Stuten preschten erst eine Runde im Galopp über die Weide, machten jedoch auch Halt an den verteilten Heustationen. Noch hatten wir keine Raufen, daher war das Heu lose auf dem Boden verteilt. Es war wie gesagt noch alles eher Roh hier, doch auch bald wären solche Kleinigkeiten Geschichte. Die letzten fünf Stuten, welche da waren Roxy, Grey Love, Walking to the Moonlight, Calacirya und unser Neuzugang und das passende Gegenstück zu Hermann -> Hannelore. Auch diese fünf Stuten preschten erneut im Galopp los, ehe sie auch Halt machten an den Heustationen. Schmunzelnd betrachtete ich das Schauspiel und legte dann das Halfter von Hannelore weg. Tief atmete ich ein und wieder aus, schloss die Augen und lächelte kurz. Es war endlich geschafft, alle Pferde waren nun hier in Deutschland auf dem neuen Gestüt! Innerlich kam ein kleiner Siegesschrei und natürlich ganz viel Freude, doch ich bewahrte die Ruhe und machte mich zur Fohlenweide. Über diese tobten in kleinen Grüppchen verteilt unter anderem meine fünfzehn Sprösslinge, welche auch teilweise bald auf die Weide der Großen kamen. Karl, Gino und Tomenko hielten sich etwas Abseits von dem Getümmel und herum Gebuckel der anderen. Sie fraßen lieber gemütlich ihr Heu. Saevita, Soulmate's Death, Bajau und Torte bildeten die erste Gruppe und fegten im Galopp über die ellenlange Weide. Mir fiel immernoch ein Stein vom Herzen, wenn ich dran dachte, dass es meinen Kleinen so gut ging und sie so unbeschwert ihre Fohlenzeit genossen. Rando, Be my Sunshine, Pancake Killer, Ramazotti Amaro und Dark sweet Temptation waren die zweite Gruppe und rangelten sich unter einander etwas, während Krisu, Quintessa und Millenium's Pride eher wie zwei verliebte Stutfohlen auf die jungen Hengste vom anderen Zaunende rüber blickten. Auch im Fohlenalter waren die Geschlechter getrennt. Elena kam neben mich getreten und blickte auf ebenfalls auf die Fohlen. ,,Wir haben es wieder einmal geschafft.'',lächelte sie und blickte mich dann an. Schmunzelnd nickte ich und sah dann auch zu ihr. ,,Wieder einmal und hoffentlich auch das letzte Mal, hoffentlich ist das nun der Hof, von dem wir sagen können, dass er für immer unser ist.'',murmelte ich nachdenklich und sie zwickte mich kurz in die Seite. ,,Jetzt hör auf so zu denken!'',grinste sie keck und lief dann zu Simon, Linus und Tyler, welche vor dem Stalltrakt standen.
      Hör auf.. hallten ihre Worte mit sanfter Stimme in meinem Kopf nach und ich blickte auf die Viere. Kurz biss ich mir auf die Unterlippe, ehe ich wieder auf die Fohlen blickte, von den ganzen Gedanken und Ängsten der letzten Tage gefesselt. Gefesselt von dem Moment, wo ich auch entfliehen konnte, als mir Tyler in dieser nicht ganz so einfachen Zeit geholfen hat.. Lächelnd machte ich auf dem Absatz kehrt und lief zu den Vieren. ,,Wo ist der Sekt? Ich glaube wir haben was zum Anstoßen!'',grinste ich freudig und biss mir erneut auf die Unterlippe. Elena wackelte mit beiden Flaschen in den Händen vor meine Nase herum. ,,Hier!'',grinste sie ebenfalls so froh und munter wie ich, ehe die Korken knallten und wir uns einige Gartenstühle schnappten und uns vor den Stalltrakt setzten. Ein gelungener Umzug musste natürlich auch etwas gefeiert werden.
    • Veija
      Pflegebericht

      Februar 2017, by Friese
      Die Pflege der Jungpferde stand heute an und so ging es für mich bereits früh morgens in den Aktivstall. Ich mistete und fütterte alle. Nachdem ich damit fertig war, schaute ich nach allen Pferden. Ich schaute als erstes nach den Stuten und dann nach den Hengsten. Ich klopfte ihnen die Hälse und klackte den ersten Strick in Erdbeerflavours Halfter. Er folgte mir brav aus dem Aktivstall und ich band ihn am Putzplatz an. Dort putzte ich den kleinen Hengst und ging schließlich eine Runde mit ihm spazieren. Nachdem ich wieder am Hof war, putzte ich ihn nochmal und brachte ihn dann wieder in den Aktivstall. Dort fraß er in Ruhe und ich holte mir General’s Coming Home. Auch ihn putzte ich und klopfte ihn den Hals. Ich ließ ihn in der Halle ein bisschen laufen und nachdem er sich ein bisschen ausgetobt hatte. Bald würde er auch ein bisschen mehr trainieren dürfen, denn schließlich wurde er schon 3 Jahre. Ich fing ihn wieder ein und brachte ihn zurück zu den anderen beiden. Ich holte Easy Going und Northern Dancer von der Weide. Ich putzte die beiden Stuten und ging spazieren. Hierbei konnten sowohl ich als auch die Stuten gut entspannen. Ich brachte sie wieder auf die Weiden und ging dann wieder auf den Hengstaktivstall. Dort holte ich PFS‘ Stromer’s Victory und klopfte ihm den Hals. Auch er war schon zwei Jahre alt. Ich klopfte ihm sanft den Hals und ließ auch ihn ein bisschen in der Halle laufen. Mir war wichtig, dass er sich jetzt schon an diese gewöhnte. Schließlich sollte er in einem Jahr auch hier ausgebildet werden. Die letzten die nun noch fehlte waren Averything Black und Gabriella. Ich putzte sie und ging dann nochmal eine kleine Runde mit ihnen spazieren. Nach dem Spaziergang klopfte ich sanft ihren Hals und brachte sie zurück in den Aktivstall. Ich klopfte sanft ihren Hals und ließ sie in aller Ruhe laufen. Ich räumte noch weiter im Stall auf und kümmerte mich schließlich noch um die buchhalterischen Sachen.
    • Veija
      Besuch bei den Jungpferden

      September 2017, by Friese
      Natürlich waren die Fohlen im stressigen Stallalltag viel zu kurz gekommen. Dies sollte heute endlich geändert werden. Ich machte mich auf den Weg zu den Aktivställen. Genau deshalb war es nicht schlimm, dass die Fohlen und Jungpferde nicht oft arbeiten mussten. Sie hatten genug Bewegung in ihrem Stall und Kontakt zu Menschen hatten sie auch, da Simon sie jeden Tag fütterte und putze. Als erstes war Easy Going an der Reihe. Die Stute sollte demnächst eingeritten werden und hierfür wollte ich nochmal mit ihr arbeiten. Ich putzte sie und hängte sie schließlich an die Doppellonge. Gemeinsam gingen wir zum Platz und ich führte Easy warm. In aller Ruhe klopfte ich ihr den Hals und begann dann mit der Arbeit an der Longe. Simon hatte mir versprochen, dass er in der Zwischenzeit die Aktivställe ausmisten und die Futtertröge auffüllen würde. Ich war ihm hierfür sehr dankbar, weil dann könnte ich mich besser beziehungsweise länger mit den Jungpferden beschäftigen. Zurück aus meinen Gedanken wand ich mich wieder Easy Going zu. Ich klopfte ihr nochmal den Hals und fing dann richtig mit der Arbeit an. Hierbei band ich alle drei Gangarten ein und auch beide Hände wurden abgedeckt. Nachdem ich mit ihr fertig war, brachte ich sie wieder zu den anderen Pferden. Ich klopfte ihr sanft den Hals und holte mir im Gegenzug Roses are Red und Averything Black. Die beiden Fohlenstuten durfte ein bisschen in der Halle rennen und mit dem großen Ball spielen, welchen wir für das Fußballspielen mit den Pferden verwendeten. Ich wollte auch, dass sie hierdurch ein bisschen die Angst vor so raschelnden Gegenständen verloren. Ich schoss den Ball in ihre Richtung und sie galoppierten beide los. Roses bockte in die Richtung und Avery schoss wie ein geölter Pfeil durch die Halle. Ich beruhigte die Beiden ein bisschen und schoss noch ein paar Mal den Ball. Nach einer gewissen Zeit hatten sie sich wieder beruhigt und ich brachte sie in den Stall. Ich wollte nun noch mit General’s Coming Home arbeiten und eventuell mit Erdbeerflavour. Mit Coming Home ging ich eine schöne Runde um den Stall spazieren, damit er das Gelände auch mal wieder zu sehen bekam. Hierbei stellte er sich wirklich gut an und war sehr brav. Ich war stolz auf den Hengst und auch für ihn würde ich die nächsten Tage oder Wochen einen Ausbilder suchen wollen. Mir war es immer ganz Recht, wenn andere Leute das Einreiten übernahmen, vor allem weil ich aktuell gerade keine Zeit hatte. Ich holte Erdbeer aus dem Stall als ich Coming zurück brachte. Auch mit ihm würde ich spazieren gehen und dann war es für heute auch schon geschafft. Mein Zeitplan ließ es leider nicht mehr zu sich um Gabriella, PFS‘ Northern Dancer und PFS‘ Stormer’s Victory zu kümmern, aber das würde bestimmt in den nächsten Tagen passieren und Simon hatte sie ja bereits geputzt. Erdbeere stellte sich nicht so brav an wie Coming Home beim Spaziergang sondern bockte immer wieder ein bisschen. In der Halle ließ er dann seine ganze Power durch Buckeln und Steigen raus. Scheinbar spielten die anderen Hengst wohl doch nicht so mit ihm wie es geplant war, aber sie waren auch schon ein bisschen älter als er. Ich klopfte dem Hengst den Hals und brachte ihn schließlich wieder auf die Weide. Meinen restlichen Tag musste ich nun im Büro verbringen.
    • Veija
      Whisk(e)y on the rocks

      November 2017, by Veija
      Octavia
      Fröhlich schlenderte ich am Zaun der Südkoppeln vorbei und betrachtete die Pferde, die ich ganz offiziell mein Eigen nennen durfte. Fünf Stuten und ein Wallach zierten meine kleine, aber sehr bunte Truppe. Minnie Maus, meine Rappstute, die ich vor einiger Zeit von Gwendolyn abgekauft hatte, zierte die Truppe als kleinstes Pferd. Knapp darüber kam Hot Spot, die nur acht Zentimer größer war, aber um einiges größer aussah. Nun wurde es etwas komplizierter. Im Pass standen die Größen der Pferde genau, doch ich versuchte nur sie anhand der jetzigen Situation einzuordnen. Ich vermutete, dass als nächstes Flashlight folgte. Sie sah minimal kleiner aus als mein Wallach Magic Lanijos. Wer nun aber von Lani und Raspberry größer oder kleiner war, konnte ich nicht einschätzen, sie sahen irgendwie gleich groß aus. Die letzte im Bunde, Samarra, stand noch immer etwas abseits der Truppe. Ich schätzte, dass sie ungefähr so groß wie Raspberry war, konnte es aber nicht genau sagen. Allesamt waren sie wundervolle Wegbegleiter und ich wollte niemanden von ihnen missen.
      Als Test schlüpfte ich durch den Zaun, holte ein paar Leckerlis aus meiner Tasche und schnalzte ein paar Mal. Sofort flogen die Köpfe in die Luft und ich sah aus dem Augenwinkel, dass Minnie Maus und Raspberry auf mich zugaloppiert kamen. Samarra und Lani bewegten sich nicht vom Fleck, senkten die Köpfe wieder und fraßen weiter. Hot Spot und Flashlight kamen eher gemütlich auf mich zu. "Na ihr Beiden..", sagte ich liebevoll und tätschelte die Hälse der beiden Stuten, ehe ich ihnen ein Leckerli gab. Auch Spot und Flashlight bekamen ihre Portion.
      Als ich näher zu Lani und Samarra hinging, nahm die Stute reißaus und trabte von mir weg. Lani allerdings blieb stehen und bekam als Belohnung auch ein Leckerli. Samarra ging leider leer aus, da sie nicht zu mir kommen wollte.
      Wenig später ging ich nach drinnen und setzte mich an den Computer, um mir mal wieder ein paar Pferdeanzeigen anzusehen. Dabei stieß ich auf Whiskey. "Hey Travis schau mal, wie findest du den?", fragte ich meinen Mitarbeiter, der gerade hinter mir vorbei ging. Er drehte auf dem Absatz um und schaute mir über die Schulter. "Der hat ja eine tolle Farbe...", murmelte er. "Ja, der passt farblich total hier her, findest du nicht?", lachte ich und scrollte ein wenig runter. "1,70m, Red Dun Overo.", las ich vor. Damit wäre er der Größte von meinen Pferden, dachte ich in Gedanken versunken. "Der Charakter scheint nicht ganz einfach.", sagte Travis dann und ich löste mich wieder von meinen Gedanken, um auf den Bildschirm zu schauen. "Ja das stimmt...aber er wäre eine Herausforderung- und sehr wahrscheinlich würde ich ihn kastrieren, damit er mit meiner kleinen Truppe zusammen stehen kann.", sagte ich und las weiter. "Oh, der gehört sogar Elena!", lachte ich. "Gehst du mir bitte mal Bellamy holen?", fragte ich Travis und er nickte, ehe er verschwand.
      Nach einiger Zeit kam er mit Bell im Schlepptau wieder. "Bell schau mal, den würde ich gerne kaufen als Erweiterung meiner Truppe. Zum Geländespringen ist er noch nicht zu gebrauchen, aber ich denke das bekomme ich irgendwann hin.", sagte ich und fügte noch hinzu, bevor Bellamy etwas sagen konnte: "... und er gehört Elena. Lust auf einen Abstecher nach Deutschland?", fragte ich ihn und sah, wie er zwar mit den Augen rollte, dann aber lächelnd 'ja' sagte.

      Nur ein paar Tage waren vergangen, doch nun saßen wir im Flieger und waren fast an unserem Ziel angekommen. Wir, das waren Bellamy, Dell, Betsy und ich. Die Anderen hatten leider in Amerika bleiben müssen. Eine Ranch führte sich schließlich nicht von alleine. Eigentlich hatte ich mit Bellamy alleine fliegen wollen, aber Betsy hatte unbedingt mitgewollt und ich hatte sie auch nicht davon abbringen können. Deshalb saß sie nun mit ihrem Vater zusammen ein paar Reihen hinter uns und schlief. Sie war so aufgeregt gewesen, viele neue Pferde zu sehen, dass sie irgendwann einfach eingeschlafen war, während sie die Namen von Elenas Pferden säuselte. Ich schaute aus dem Fenster und merkte, wie ich langsam eindöste.
      "O, aufstehen. Hey, O...", hörte ich eine leise Stimme und öffnete langsam die Augen. Ich schaute aus dem Fenster und erschreckte mich kurz, als ich keine Landschaft, sondern Beton sah. "Sind wir abgestürzt?!", fragte ich erschrocken und Bellamy lachte. "Nein, gelandet. Komm jetzt, Dell und Betsy warten schon draußen.", erklärte mein Bruder mir und wir gingen nach draußen, warteten auf unser Gepäck und riefen uns dann ein Taxi, welches uns zu Elena und ihrem Gestüt bringen sollte.
      Die Fahrt dauerte eine Weile und Betsy fragte alle fünf Sekunden, wann wir denn da wären. Sie freute sich so darauf, die Tiere zu sehen, dass sie schon gar nicht mehr ruhig sitzen bleiben konnte. "Guck mal, Pferde!", rief sie plötzlich und alle im Wagen zuckten zusammen, einschließlich dem Taxifahrer. "Betsy nicht so laut.", tadelte Dell sie und sie sagte noch einmal, diesmal aber etwas leiser: "Da sind Pferde, Daddy."
      Wir bezahlten das Taxi und bedankten uns herzlich, bevor wir auf das Haupthaus zusteuerten und Elena nach draußen kam. "Hallo ihr alle.", begrüßte sie uns herzlich und Bellamy und ich umarmten sie, ehe ich ihr Dell und Betsy vorstellte. "Magst du uns vielleicht erst ein wenig den Hof und die Pferde zeigen? Betsy stirbt sonst noch vor Neugierde.", lachte ich und legte meine Hand auf die Schulter des Mädchens, die keine Sekunde ruhig stehen konnte. "Na gut, dann kommt mit.", sagte Elena freundlicherweise. "Welche Pferde interessieren dich denn am Meisten, Betsy?", fragte Elena sie und blieb kurz stehen. "Ponys!", sagte sie und Elena nickte. "Davon haben wir einige hier.", lächelte sie und führte uns auf direktem Weg zu einer Koppel, die voll von kleinen, gescheckten Ponys war. "Wow!", sagte Betsy. "Wie heißen die alle?" Elena kratzte sich am Kopf und fing dann an zu erzählen. "Das dunkelrote Pferd da hinten mit dem weißen Kopf und den Flecken...." "Du meinst Scheckung.", warf Betsy ein und Elena lachte. Da schien wohl jemand schon Ahnung von Pferden zu haben. "Na gut.. der Dunkelfuchsschecke da hinten mit dem weißen Kopf und dem blauen Auge heißt Paintball Gun. Den habe ich ganz neu gekauft, er ist noch gar nicht so lange hier. Die Braunscheckstute mit den vielen braunen Punkten in ihrer Scheckung ist Xanti. Die hat ein Temperament, das kann ich dir sagen! Das fast ganz weiße Pferd mit dem dunkelbraunen Schweif und der braun weißen Mähne ist Didga." "Witziger Name.", warf Betsy ein und ließ Elena dann weiter erzählen: "Der Palomino da ist Boston. Ein kleiner Angeber. Ruf ihn mal, dann siehst du es.", erklärte sie ihr und Betsy fing an, den Hengst zu rufen. Er hob den Kopf und kam an den Zaun getrabt, nur um dann sogleich im gestreckten Galopp davon zu preschen. "Siehst du.", sagte Elena und alle lachten. "Dann haben wir noch Shades of Grey, der Graue da hinten. Rechts neben ihm steht Vermillion." "Woooow.", sagte Betsy. "Der ist hübsch!" "Ja, das ist er. Aber leider nicht ganz einfach. Er ist sehr schüchtern." "Oh, das ist schade. Also kann ich ihn nicht streicheln?" "Nein, leider nicht.", enttäuschte Elena die Kleine und klopfte ihr auf die Schulter. "Die kleine schwarze Stute, die jetzt hier zu uns kommt ist River's Batida de Coco. Die kannst du streicheln.", sagte sie zu ihr und Dell hob seine Tochter hoch, damit sie besser an das Pferd heran kam, denn der Zaun war im Weg. "Wir schauen uns die Westernpferde noch an.", sagte mein Bruder dann zu Dell und Betsy. "Bleibt ihr hier?" "Bleiben wir hier, Betsy?" "Ja, Daddy." "Also wir bleiben hier.", lachte Dell und Elena, Bellamy und ich gingen zu einer anderen Koppel, auf der die Westernpferde standen. "War ja klar, dass du dir die anschauen musst.", murmelte Elena und Bellamy lachte. "Wieso, hast du Angst ich klau sie dir?", fragte er und Elena verdrehte die Augen. "Nein. Nur dass du an meinem Training was zu meckern hast und wie sie aussehen.", meinte sie und Bellamy legte den Kopf schief, ehe er lachte. "Ach quatsch. So schlimm bin ich nun auch nicht.", meinte er und ich fiel ein wenig hinter den Beiden zurück. Bahnte sich da etwas an? Hoffentlich nicht, dachte ich und ging wieder ein wenig zügiger, nachdem sich Bellamy zu mir umgedreht und mich auffordernd angeschaut hatte.
      An den Koppeln angekommen fiel mir sofort ein Pferd ins Auge, welche sich als Easy Going herausstellte. "Wow, was ein hübsches Pferd!", sagte ich und schaute mich auf der Koppel weiter um, während Elena erzählte: "Der Fuchs da hinten mit dem Badger Face ist General's Coming Home, ein Sohn von General Jack und Miss Independant." "Oh, von der Stute haben wir auch den ein oder anderen Nachkommen.", meinte Bellamy. "Hast du General Jack eigentlich noch? Verena hatte mir mal von ihm erzählt.", fragte Bellamy und sah Elena fragend an. "Klar hab ich den noch.", sagte sie und schaute auf die Koppel. "Aber gehen wir doch mal zu Whiskey, deshalb seit ihr doch hier.", schlug Elena dann vor und wir folgten ihr unauffällig.
      Auf dem Weg zu dem Hengst trafen wir auch Dell und Betsy wieder. "Wir gehen nun unser neues Pferd anschauen.", sagte ich zu der Kleinen und sah, wie groß ihre Augen wurden. Da freute sich jemand. "Hier ist er.", sagte Elena dann und zeigte auf einen missmutig gelaunten Rotfalben. "Der schaut aber böse.", stellte die Kleine fest und ging zusammen mit Dell umher, um sich die anderen Pferde anzuschauen. "Wir können ihn mal rausholen und in der Halle laufen lassen.", schlug Elena vor und ich nickte. Sie holte ihn aus der Box und zusammen gingen wir in die Halle, wo sie ihn ein wenig laufen ließ. Er war ziemlich ungestüm und schien gar nicht richtig zu wissen, war er hier eigentlich sollte. "Du musst dir im Klaren darüber sein, dass er kein einfaches Pferd ist.", sagte Elena zu mir und ich nickte. "Er ist eine Herausforderung. Und geh nicht mit ihm ins Gelände, bevor du ihn wirklich ordentlich auf dem Platz reiten kannst.", riet sie mir und ich nickte ebenfalls. "Trotzdem will ich ihn haben.", sagte ich dann und wir fingen ihn wieder ein, um ihn in die Box zu bringen. Noch am Abend kam ein Tierarzt und untersuchte ihn, ehe wir den Abend bei einem gemütlichen Abendessen ausklingen ließen.
      Am nächsten Morgen reisten wir wieder ab. "Aber wir kommen schon nochmal wieder hier her, oder?", fragte Betsy in die Runde, nachdem der Hengst im Flieger war. Elena, die uns zum Flughafen begleitet hatte lachte. "Darum bitte ich doch.", sagte sie und schaute verräterisch in Bellamys Richtung. Er übersah das natürlich und winkte ihr nur zum Abschied- Trottel. Typisch Bellamy, dachte ich und umarmte Elena zum Abschied, ehe wir die Heimreise antraten.

      Ein paar Tage später hatten wir den Hengst bei uns auf der Ranch, wo wir ihn zusammen mit Lani auf die Koppel stellten. Whiskey schien auf Lani ziemlich neugierig zu sein und wollte ihn beschnuppern, doch unser Wallach fand das gar nicht so toll. "Mensch Lani...", sagte ich und schaute zu Bellamy. "Scheint so als hätten wir einen Whisky on the rocks.", meinte er beiläufig und zuckte mit den Schultern. "Wie meinst du das denn?", fragte ich ihn sichtlich verwirrt und wartete auf eine Antwort. "Na, Whisky liebt jeder. Aber sobald man Eiswürfel dazupackt, verwässert er sich und schmeckt nicht mehr so gut, den mögen nicht viele. Lani scheint unseren Whiskey auch nicht zu mögen- noch nicht.", erklärte mir Bellamy und ich lachte nur, ehe ich meinen Blick wieder auf die Koppel richtete.
    • Veija
      Einreiten
      Mai 2018, by Veija
      Caleb
      "Guuut machst du das!", lobte ich Betsy, die mit Gun and Slide in einem Kreis um mich herum trabte. Sie half mir in letztes Zeit wahnsinnig viel mit den Westernpferden und fand immer mehr Spaß daran. Dell war nicht so begeistert, dass ich sie auf dem Hengst reiten ließ, doch ich versicherte ihm immer wieder, dass Blue Betsys beste Option war, etwas zu lernen. Schließlich hatte sie mit ihm zusammen auch den Bodenarbeitskurs bestritten und kannte ihn mittlerweile schon ziemlich gut. "Okay, halt ihn mal an.", gab ich ihr die Anweisung und sie hielt Blue an. Dann richtete sie ihn auf meinen Befehl langsam rückwärts. "Gut, genau. Geh mal im Schritt bis auf die Hälfte der Bahn. Halt ihn an, mach eine 90 Grad Drehung und komm wieder zu mir zurück. Bei der Drehung legst du nur die Zügel an seinen Hals, lass die Beine weg. Der soll nur eine halbe Drehung machen, keinen Spin. Falls er sich weiter dreht, sofort die Zügel in die Mitte und whoa sagen. Fall mir ja nicht runter.", lachte ich scherzhaft und sah ihr zu. Sie war wirklich gut und lernte unglaublich schnell. Ich schickte sie noch ein paar Mal so von mir weg, ehe sie das ganze auf beiden Händen auch im Trab konnte. "Magst du heute mal galoppieren?", fragte ich sie und sie nickte stolz. "Sag das aber nicht deinem Papa.", meinte ich lachend und klopfte kurz Blues Hals. "Wann immer du dich unsicher fühlst oder glaubst, ihn nicht mehr gebremst zu bekommen, halt dich am Sattelhorn fest und sag whoa. Blue bleibt dann stehen.", erklärte ich ihr denn ich sah, dass sie sich ein bisschen unsicher fühlte. "Okay?", fragte ich sie dann. "Okay.", antwortete sie nun stolz und ritt Blue auf den Zirkel. Sie ging zunächst eine Runde im Schritt um mich herum, ehe sie ihn angaloppierte. Blue sprang sofort richtig an und blieb, für ihn untypisch, in einem langsameren Galopp. Er war mit das beste und feinfühligste Pferd hier auf dem Hof und ein ganz besonderes Pferd für mich. Betsy galoppierte drei Runden, ehe sie ihn in den Trab und schließlich in den Schritt zurück nahm. "Andere Seite.", sagte ich und drehte mich um, um ihr dabei zuzusehen, wie sie auf der anderen Hand galoppierte, als ich Dell und Bellamy am Zaun stehen sah. Dell sah gar nicht begeistert aus, Bellamy jedoch schon. "Lass dich nicht beirren von den Beiden, du schaffst das!", gab ich ihr Mut und sie nickte. Sie ritt zu erst eine Runde im Schritt, dann galoppierte sie an. Blue sprang hier ein wenig holpriger und auf dem falschen Bein an, sprang dann jedoch um und galoppierte wieder so schön langsam wie eben. Nach drei Runden parierte seine junge Reiterin ihn zum Schritt durch und blieb dann stehen. Stolz umarmte sie den Hals des Hengstes und sprang dann runter. Fertig für heute. Auch ich ging schließlich zu ihr an den Zaun, denn sie war zu den beiden Zuschauern gegangen. "Und, sah doch gut aus.", sagte ich stolz und klopfte erst Betsy auf die Schulter, dann Blue auf die Kruppe. "Das sah wirklich gut aus.", sagte Bellamy lobend zu Betsy, welche stolz nickte und dann zu ihrem Vater sah. "Du wirst wirklich immer besser.", sagte dieser und das kleine Mädchen fing an, über beide Ohren zu grinsen. Ein Lob von ihrem Vater! Damit hatte sie sicher nicht gerechnet. Betsy gab mir Blues Zügel und verschwand dann mit ihrem Vater im Haus. Essenszeit. Bellamy blieb noch bei mir stehen und erklärte mir den neuen Arbeitsplan der nächsten Wochen. Ich sollte mit Zues ein wenig weiter kommen und einen ganzen Haufen Pferde einreiten. GRH's Aquila Mistery, GRH's Funky's Wild Berry, GRH's Unbroken Magic, GRH's Unbroken Soul of a Deil, Gunners Stylish Gangster, Honey's Aleshanee, Easy Going und General's Coming Home. Wenn ich Hilfe bräuchte, sollte ich mich an Laurence wenden. Er würde die nächsten Tage nicht vor Ort sein und übertrug mir die Verantwortung für den Hof. "Wo fährst du denn hin?", fragte ich ihn. "Verwandte besuchen. Weiß nicht genau, wie lange ich weg bin. Aber rechne mal mit einer Woche.", erklärte er mir, strich Blue kurz über die Nase und verschwand dann.
      Das konnte ja noch lustig werden, mit so vielen Pferden die alle das gleiche Training brauchten.
      Jetzt jedoch war Blue an der Reihe. Ich hatte ihn zu erst nicht Korrektur reiten wollen, doch nachdem er falsch angaloppiert war, wollte ich mal schauen, was da los war. Ich stellte die Steigbügel wieder länger und stieg auf, da war Betsy auch schon wieder da. Kurz lachte ich. "Kannst du niemand anderen nerven?", fragte ich sie und sie schüttelte den Kopf, ehe sie eine Möhre hinter ihrem Rücken heraus zauberte. "Die kannst du ihm gleich geben, warte noch ein paar Minuten.", sagte ich und nahm die Zügel auf. Da Blue wegen der Reitstunde eine Wassertrense an hatte, ritt ich ihn heute auch mit zwei Händen. Er sollte damit genauso präzise laufen wie mit der Kandarre, weshalb ich die Trensen auch nun nicht getauscht hatte. Ich galoppierte ihn zu erst auf dem Zirkel an, der gut geklappt hatte vorhin. Er sprang auch dieses Mal richtig an und ich ließ ihn auf der großen Spur schneller werden, ehe ich ihn auf der Kleinen zurück nahm. An X parierte ich zum Trab durch, auch wenn er einen Fliegenden Galoppwechsel machen wollte und nahm ihn dann zum Schritt zurück. So ritt ich ihn eine Runde im Schritt, ehe ich ihn wieder angaloppierte. Er sprang auch sofort richtig an, so dass ich ihn hier auch schneller und langsamer galoppieren ließ. Den letzten Kreis schloss ich nicht, sondern galoppierte am Zaun vorbei, und stoppte ihn kurz vor Ende mit einem Sliding Stop. Sofort nahm ich die Zügel an und gab ihm Kommando zum Back Up, was er fleißig machte. Dann hielt ich ihn an und lobte ihn kurz. Er durfte ein wenig verschnaufen, ehe ich die Zügel nach links nahm und er sich eine halbe Runde drehen sollte. Dann trabte ich ihn an und ritt ihn zu X, wo ich ihn aus dem Trab stoppte und sogleich Hilfen zum Spin gab. Zu erst rechts herum, dann links herum. Das klappte einwandfrei und ich ritt ihn ein paar Minuten am losen Zügel im Schritt ab. "Hast du gesehen, Betsy?", fragte ich als ich an ihr vorbei ritt. "Irgendwann kannst du das auch, wenn ich dich weiter trainiere." Ich sah wie ihre Augen groß wurden. "Ja, meinst du?", fragte sie mich und ich nickte. "Ja, aber natürlich. Du musst nur dran bleiben.", erklärte ich ihr und schwang mich von Blues Rücken. "Genug gearbeitet für heute mein Junge.", sagte ich, klopfte seinen Hals und ließ Betsy ihm endlich die Möhre geben. Freudig zerkaute er sie und wir gingen zu dritt zum Stall. "Ich hab die nächsten Wochen viel mit Einreiten zu tun. Wenn du willst, kannst du mir helfen.", sagte ich und sie sprang beinahe auf und ab vor Freude. "Gerne!", sagte sie und ich nickte.
      Blue war schnell versorgt, so dass ich mir heute als erstes Zues schnappte, den ich zwar nicht einreiten, aber arbeiten sollte. Mittlerweile war der anzufassen, ließ sich putzen und auch die Hufe waren kein Problem mehr. Im Round Pen arbeiteten wir seit einer ganzen Weile am nötigen Respekt, von dem er nicht sonderlich viel gegenüber Menschen hatte. Ich schickte ihn von mir weg und ließ ihn zunächst das Tempo bestimmen. Dann fing ich an. Schritt-, Trab- und Galoppübergänge sowie Richtungswechsel bestimmte ich nun. Zu erst widersetzte er sich mir gehörig, durchbrach meine Barriere oder trat nach mir. Ich ließ ihm das Ganze jedoch nicht durchgehen und blieb konsequent, so dass er nach einer Weile des Kämpfens einsah, dass ich hier der Chef war. Zues fing an zu kauen und sah sichtlich fertig aus. Also holte ich ihn zu mir, übte nochmal das Berühren am ganzen Körper und brachte ihn dann weg. Die nächsten Tage würde ich ihn immer mal wieder dazwischen dran nehmen, so dass er im Training blieb.
      Weiter ging es heute mit Easy Going. Die Stute war schon 8 und seit sie hier war hatte ich schon viel mit ihr gearbeitet, so dass ich sie heute im Round Pen gesattelt reiten konnte. Betsy staunte nicht schlecht, als ich auf dem Rücken der hellen Stute meine Runden drehte, denn bis vor zwei Wochen war an aufsitzen nicht zu denken. Sie machte sich jedoch immer besser, auch wenn sie ihren eigensinnigen Kopf des Öfteren durchsetzen wollte. Heute nahm ich zum Schritt und Trab auch den Galopp hinzu und ging nach dem Warmreiten vom Round Pen auf den Platz. Dort ritt ich sie zunächst ganze Bahn im Schritt und Trab, ehe ich sie auf dem Zirkel angaloppierte. Das klappte auf beiden Händen einigermaßen gut, so dass ich sie noch ein paar Bahnfiguren ritt und dann wieder zum Stall brachte. Ich sattelte sie ab und sah gerade Laurence, wie er mit Gangster vom anderen Round Pen zurück kam. Voll gesattelt und getrenst. "Das hast du aber schnell hinbekommen.", sagte ich nicht wenig begeistert und schaute mir den schicken Hengst an. "Wie lange hast du den bis jetzt? Vier Wochen?", fragte ich ihn. "Heute auf den Tag 4 Wochen. Der macht sich super. Wir sind schon an Reiningmanövern dran.", schwärmte er und ich lachte. "Dein nächster Crack ?" "Mein nächster Crack.", antwortete er nur, schnalzte, und ging mit seinem neuen Pferd in die Stallgasse. Ich machte mich mit Betsy auf den Weg zur Koppel, um Aquila zu holen, als Octavia um die Ecke kam. "Octavia!", rief Betsy erfreut und lief in ihre Arme. "Wir wollen Aquila reiten, kommst du mit?", fragte sie und O nickte. "Was treibt dich denn zu uns?", fragte ich sie und sie lachte nur. "Wollte mal sehen, ob ihr auch ohne mich zurecht kommt.", meinte sie schulterzuckend und nahm Aquila ans Halfter, ehe ich zu Magic ging und sie einfing. Auch Shanee, die seit kurzem bei uns war, schnappte ich mir noch, damit wir nicht nochmal zur Koppel laufen mussten. "Darf ich auch eins holen?", fragte mich Betsy aber ich schüttelte den Kopf. "Erinnerst du dich noch daran als ich sagte, dass nicht alle Pferde so lieb sind wie Blue?", fragte ich sie und sie nickte. "Die hier sind noch sehr jung und ich will nicht, dass sie dich über den Haufen rennen, wenn sie sich erschrecken.", erklärte ich ihr und sie nickte. "Klingt logisch.", meinte sie schulterzuckend und als wir am Putzplatz ankamen, durfte sie Shanee doch ganz kurz halten, während ich Magic anband. Schon jetzt merkte man, dass Shanee um einiges lieber und verschmuster war als Magic oder Aquila. "Wenn du magst kannst du Shanee putzen, pass aber ein bisschen auf.", sagte ich und Betsy nickte freudig. Sofort verschwand sie und kam mit ihrem Putzzeug wieder, womit sie auch gleich anfing die Stute zu putzen. Mit Aquila und Magic waren wir schnell fertig, so dass O zu Round Pen 2 und Betsy und ich mit Magic und Shanee zu Round Pen 2 gingen. Wir stellten Shanee in den Paddock neben den Round Pen, Magic nahm ich mit rein. Ich hatte eben schon ein Pad und einen Sattel auf die Panels gelegt, so dass ich Magic zunächst ein wenig longierte, ehe ich sie mit zum Rand nahm und sie am Pad schnuppern ließ. Wir hatten hier bis jetzt nur Pferde gehabt, die sich einfach und problemlos einreiten ließen. Auch Magic schien sich nicht am Pad zu stören, als ich es immer wieder auf ihren Rücken legte, wieder runter nahm und ihr gegen Brust, Bauch, Beine und Kruppe auf beiden Seiten klopfte. Irgendwann ließ ich es dann auf ihrem Rücken liegen, ehe ich den Sattel runter holte und sie auch daran schnuppern ließ. Dann legte ich ihn ihr auf den Rücken und schloss den Gurt. Das fand sie zunächst gar nicht so witzig, doch sie kannte das ja auch schon. Ich schickte sie wieder von mir weg und ließ sie im Schritt, Trab und Galopp mitsamt Sattel um mich herum laufen. Dann holte ich sie wieder zu mir in die Mitte und stellte mich neben sie. Ich rüttelte ein wenig am Sattel, sprang immer wieder ein wenig an ihr hoch und ließ es dann gut sein für heute, denn man merkte, dass sie sichtlich genug hatte.
      Mit Shanee klappte das ganze viel besser und ich konnte mich heute auch schon auf sie drauf setzen. Im Laufe des Abends machte ich mit Babytunte, Devil und Coming Home die selben Übungen.
      Das machte ich generell mit jedem der Pferde jeden Tag. Sie wurden ein wenig ablongiert, es folgte der Sattel und dann folgten zu erst die Übungen vom Boden, dann vom Sattel aus. Nach zwei Wochen konnte ich auf allen Pferden sitzen und sie im Round Pen Schritt, Trab und Galopp reiten. Nach weiteren vier Wochen konnte ich alle auf dem Platz in allen Gangarten reiten und fing an, ihnen einzelne Reining Manöver beizubringen. Am besten entwickelte sich jedoch Gangster, den Laurence ganz unter seine Fittische geholt hatte. Aber auch Zues machte sich super und akzeptierte mittlerweile den Sattel. An Reiten war bei ihm jedoch noch lange nicht zu denken.
    • Veija
      Neue Stallungen und Ausbau des Geländes
      Juni 2018, by Veija
      Bellamy
      Immer wieder war uns aufgefallen, dass es nicht die beste Idee war, die Stuten, Wallache und Hengste dieser Ranch so nah beieinander zu halten. Wir hatten einige Hengste, die waren bisher nur Turniere gelaufen und wussten gar nicht, was es heißt, eine Stute zu decken, doch ein paar hatten dies schon gemacht und stellten sich natürlich besonders an, wenn die rossigen Stuten in der Nähe waren. So hatten sich alle Mitarbeiter der Ranch zusammen gesetzt und überlegt, wie wir das ändern konnten. Hier auf dem Gelände standen noch viele Gebäude leer. So entschieden wir uns dafür, einen Stalltrakt umzubauen, um die Hengste auch räumlich weiter von den Stuten zu trennen.

      Zwei Monate später
      Zwei Monate hatte der ganze Umbau gedauert, doch endlich waren wir damit fertig und unsere Hengste konnten umziehen. Angefangen bei Smart Lil Vulture, der seit kurzem Caleb gehörte und sein ganzer Stolz hier auf der Ranch war. Er schien regelrecht verrückt nach diesem Pferd zu sein und wir waren uns alle sicher, dass sie es noch weit bringen würden- obwohl beide hitzige Sturköpfe waren. Aber vielleicht auch gerade deshalb. Das nächste Pferd war unser geliebter Zues, der jedoch keine Box, sondern ein Paddockabteil bekam, denn in der Box war er noch immer ungenießbar. Das nächste Pferd, welches in eine Box kam war Alan's Psychedelic Breakfast. Auch eines unserer liebsten Pferde. Als nächstes folgten Genuine Lil Cut und Gun and Slide. Schon beim Führen merkte man, dass man zwei absolut verschiedene Pferde an der Hand hatte. Denn Gen plusterte sich auf und brummelte alles und jeden an, während Blue ruhig neben seinem Führer her ging. Als diese beiden ihre neue Box bezogen hatten, gingen wir zurück und holten Hollywoods Silver Dream, Chapter 24 und Chocolate Shades. Auch diese fanden schnell ihren Platz in der Box. Wir wollten sie heute in der Box lassen, damit sie sich an ihr neues Zuhause gewöhnten, ehe sie am nächsten Tag wieder auf die Koppeln und die Paddocks kamen. Nun war Citizen Fang an der Reihe. Der Hengst würde zwar bald kastriert werden, aber noch war er ja Hengst und konnte nicht im alten Stall stehen bleiben. Zusammen mit ihm holten wir General's Coming Home und GRH's Bella's Dun Gotta Gun. Auch diese Pferde fanden schnell ihren Platz, wobei wir vielleicht das ein oder andere Pferd später nochmal tauschen würden, denn sie kamen nicht alle miteinander zurecht. Bei Menschen war dies ja auch oft so, dass manche sich einfach nicht riechen konnten.
      Zurück im alten Stall schnappten wir uns nun GRH's Funky's Wild Berry, GRH's Unbroken Soul of a Devil und Gunners Styled Gangster, der auch noch nicht allzu lange bei uns war. Das letzte Pferd war unser Appaloosahengst Whinney. Damit waren alle 15 Hengste in ihren neuen Stall umgezogen und wir beobachteten sie eine Weile, ehe wir mit gutem Gewissen in den alten Stall zurück gingen, und anfingen, die Stuten auf ihre Koppel zu bringen. Wir hatten uns dazu entschieden, sie ab sofort als ganze Gruppe zusammen zu lassen. So schnappten wir uns zu erst Chou, Colonels Smokin Gun und Heretic Anthem. Nachdem diese drei auf der Koppel waren entschieden wir uns dazu, immer je zwei Pferde auf einmal zu holen, denn sonst wären wir morgen noch dran. So waren die nächsten Pferde Baby Doll Melody, Bella Cielo, DunIts Smart Investment, Ginny my Love, Jade und Kristy Killings. Alle sechs freuten sich sichtlich, nun endlich und eigentlich viel zu spät über die Weide rennen zu dürfen. Als nächstes folgten dann Raised from Hell, Wimpys Little Devil, A Walking Honor, Black Sue Dun It, unser Wallach Cielos und Easy Going. Auch sie waren im Nu auf der Koppel und galoppierten ihrer Herde hinterher. Es folgten Face Down, GRH's A Gun Colored Lena, GRH's Aquila T Mistery, GRH's Unbroken Magic, Honey's Alehshanee und Magnificient Crow. Wir waren immer wieder erstaunt, wie viele farblich unterschiedliche Pferde wir doch hatten. Einfach ein bunter Haufen an Westernpferden mit den unterschiedlichsten Begabungen und Stärken. Es folgten nun My sweet little Secret, Snapper Little Lena, Stormborn und unser Mischlingspferd Striga. Dann waren alle Stuten auf der Koppel. "Hat denn niemand eine Kamera dabei?", fragte ich lachend und sah mich um. "Niemand? Wirklich? Hm.", sagte ich und zuckte mit den Schultern. Die Stuten und unser Wallach standen alle an dem kleinen See, der sich mitten auf der Wiese befand und tranken. Das wäre der perfekte Schnappschuss für unsere Homepage gewesen, weshalb wir auch Ylvie angestellt hatten. Aber wenn niemand etwas dabei hatte, dann konnte ich es nicht ändern. "So, nicht rumstehen, die Boxen wollen gemistet werden.", sagte ich lachend und scheuchte alle an die Arbeit, während ich noch eine Weile hier stand und meinen Pferden zusah. Verena und auch die anderen der Gips Reminder Ranch hatten ein riesiges Erbe hinterlassen, welches gepflegt und ausgebaut werden wollte. Wer weiß, vielleicht würden wir ab dem nächsten Jahr Zuchtfohlen verkaufen. Bislang hatten wir die Fohlen eher für uns behalten aber wer konnte schon in die Zukunft sehen.
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  • Album:
    BCM Hauptstall ♂
    Hochgeladen von:
    Veija
    Datum:
    22 Dez. 2017
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    EXIF Data

    File Size:
    158,5 KB
    Mime Type:
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    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Exterieur
    Name: General's Coming Home
    Rufname: Homy
    Alter: 19.02.2014, 4 Jahre
    Geschlecht: Hengst
    Größe: 1,65m
    Rasse: American Quarter Horse
    Fellfarbe: Fuchs (eeAa) (Splash)


    Stammbaum
    von: General Jack
    aus der: Miss Independent
    von: Eye of the Storm
    aus der: Rose Colored Gun

    Charakter:
    Homy ist ein aufmerksamer Hengst, welcher Streit mit anderen Pferden eher aus dem Weg geht, als diesen anzufangen. Des Weiteren verteidigt er seine Bezugsperson und ist von dieser auch leicht zu reiten. Coming ist ein sehr loyales Pferd.

    Zitat Snoopy:
    "Die junge Stute entstand aus einem Wunsch. Ich Snoopy wollte schon immer ein schwarzes , reinrassiges Quarter Horse Fohlen haben, suchte mir auch hierfür passende Eltern aus. Die beide mega tolle Quarters waren und einfach nur gute Gene hatten. Durch Zufall entstanden sogar Zwillinge! Doch zwei Fohlen waren eigentlich nicht geplant, weshalb ich die Besitzern von General Jack, dem Deckhengst fragte ob sie das Fuchsfohlen wollte, wie man bis jetzt die Farbe entziffern konnte. Diese konnte nicht Nein sagen und verliebte sich sofort in dieses und so kam es dann dazu das ich die Kleine Roxana bei mir auf nahm."


    Zuchtinfos

    Gekört/Gekrönt: nein

    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer: Friese
    Gezüchtet bei/Zucht:

    VKR: Snoopy

    Kaufpreis: Rabatt auf Einreiten von einem Pferd, Wunschfohlen aus ihm und einer meiner Stuten
    Zu Verkaufen: nein


    Qualifikationen:

    eingeritten
    nicht eingefahren


    Dressur E
    Springen E
    Military E
    Distanz E
    Galopprennen E

    Western

    Erfolge:
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    1. Platz 537. Springturnier, 1. Platz 475. Galopprennen, 1. Platz 382. Distanzturnier, 1. Platz 383. Distanzturnier, 2. Platz 477. Galopprennen, 2. Platz 540. Dressurturnier, 1. Platz 394. Militaryturnier, 1. Platz 541. Dressurturnier, 2. Platz 290. Synchronspringen, 1. Platz 557. Springturnier, 1. Platz 557. Dressurturnier, 2. Platz 292. Synchronspringen, 2. PLatz 486. Galopprennen, 1. Platz 293. Synchronspringen

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand:
    Letzter Besuch:

    Hufschmied:
    Letzter Besuch: August 2019
    Beschlag: Stahleisen vorne, Slidingeisen hinten

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    Offizieller Hintergrund