Veija

☆ Black Sue Dun It, AQH

15 Krönpunkte (+2HS von August)

☆ Black Sue Dun It, AQH
Veija, 30 Apr. 2018
    • Veija
      Thunderstorm are you kidding ?!
      Juni 2015, by Veija
      Benommen schaute ich auf die Uhr. Schon 12? Draußen krachte es einmal laut, was mich zusammenfahren lies. Der Wetterbericht hatte doch Recht behalten. Es schüttete wie aus Eimern und immer wieder zuckten Blitze vom Himmel, gefolgt von einem höllischen Lärm. Ich stand auf und blickte nach draußen. Ich konnte meinen Augen kaum trauen! Da standen meine Pferde, im Gewitter!
      Sofort war ich hellwach und zog mich mehr schlecht als Recht an, ehe ich nach unten stürmte und meine Mitarbeiter zusammenrief: "WER von euch hat die Pferde raus gestellt?!", fragte ich die vier doch keiner wollte mir antworten. "Leute, Regenjacken an und ab! Guckt dass die alle zurück in den Stall kommen!", fauchte ich sie an und zog mir ebenfalls meine Regenjacke an, ehe ich zu den Zuchtstallungen stürmte. Bella, Amarula, Grace und Nova bekam ich alle zusammen in den Stall, ehe mir Brother, Spooky und Funky schnappte und sie in den Stall brachte. Eigentlich musste ich die Pferde nur von ihren Paddocks in den Stall scheuchen, doch das war leichter gesagt, als getan. Schließlich sahen alle Boxen aus wie Sau, weil sich noch niemand erbarmt hatte, diese zu misten. Kurz seufzte ich. Also musste ich nachher ran.
      Nun ging es weiter zu den Vollblütern. Hell, Jagger, Faster, Augen auf, Zucker und Wild Reflex waren von der Koppel schon wieder in ihrem Stall. Lamperd, Nyanda, Sacramento, Scoubidou, Seattle Slew, Pria und Horror brachten Caleb und ich noch zusammen in ihre Stallungen. Auch die beiden Stalltrakte der Vollblüter waren noch nicht gemacht. Seufzend verdrehte ich die Augen und machte mich nun mit Caleb und Aaron im Schlepptau auf zum Trainingsstall. Zum Glück hatten Aliena und Alexis schon fast die Hälfte der Pferde im Stall! So befanden sich Genuine, Gipsy, Lil Princess, Skrudi, Wimpy, Cherokee, What Lies Ahead, Gun and Slide, Moon, Summertime, Dawn of Hope, Emilio. Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Goddess, Sheza, Sweety und Siku schon im Stall. So holten wir zu fünft noch Náttdís, Eldrian, Solitary, Pluie, Cauldron, Annie, Silver, Blue Gun, Possible Pasts, Smoking Chex, King Gun, Sue und Ravi in den Stall. Auch ihre Boxen mussten alle noch gemacht werden, doch zunächst gingen wir zu den Jungpferden am Offenstall.
      Crescent Wolf, Crow, Holly, Harley, Ocarina, Raised from Hell, Lena, Striga, Aquila und Peppy Ann kamen in den Offenstall für die Stuten, dessen Stalltür ich schließen konnte, damit die Pferde für den Tag drin blieben. Zues musste leider in seinem provisorischen Paddock bleiben, so Leid es mir tat. Wildfire, Omira, Kunis und Gunna Whiz kamen in ihren Offenstall, wo ich ebenfalls die Tür schloss. Seufzend trug ich nun jedem auf, welche Pferde er zu misten und zu füttern hatte.
      Also ging ich in den Zuchtstall und kümmerte mich um die dortigen Pferde. Im Moment erwartete keines der Tiere Nachwuchs, was auch nicht so schlecht war, denn ich war ja gerade erst dabei, eine Zucht aufzubauen. Da konnten die Tiere ruhig noch ihr Leben genießen, fernab vom täglichen Training. Eigentlich hatten es die Zuchtpferde und die Jungpferde bei mir am Besten. Sie konnten den ganzen Tag fressen und ihr Leben genießen.
      Kurz lachte ich, ehe ich kopfschüttelnd den Stall verlies. Ich war schon fertig und bereitete nun das Mittagessen vor, was wir um geschlagene 17 Uhr essen würden. Tja, die Pferde gingen eben vor.

      Pole Bending LK 5 - LK4
      Juni 2015, by Veija
      [...]Diese Woche hatte ich mir etwas lustiges vorgenommen, denn so viele verschiedene Diziplinen hatte ich noch nie kombiniert trainiert. Dawn of Hope und My sweet little Secret sollten eingeritten werden, Amarula und Abby in Dressur von A auf L gebracht werden, What Lies Ahead in Gangreiten von E auf A, Hollywood King Gun im Barrel Race auf LK 4, Black Sue Dun It im Pole Banding auf LK 4, Marly's Pluie in Pleasure auf LK 3, Comeback of a fallen Goddess in Cutting auf LK 4 und Like Honey and Milk in Hunter under Saddle auf LK 4. Anfangen wollte ich mit Dawn of Hope und Secret. An den ersten beiden Tagen longierte ich sie nur zweimal am Tag eine halbe Stunde, ehe ich am dritten Tag schon den Sattel drauflegte und damit longierte. Beide Pferde schickten sich so gut, dass ich schon am fünften im Sattel saß. Ich ritt Beide noch mit Bosal, um ihnen nicht unnötig im Maul herum zu zerren. Nach zwei Wochen liefen sie mit Wassertrense locker ihre Runden. In der Zwischenzeit hatten Aaron und Alexis Amarula und Abby in der Dressur trainiert und sie beide erfolgreich auf die Stufe L gebracht! Das Gangreiten mit What Lies Ahead erwies sich auch als sehr gut und so lief er nach 2 Tagen in der Stufe A. Mit Hollywood King Gun und Black Sue fuhr ich auf einen Nachbarhof, der mehr auf diese beiden Diziplinen beschränkt war und mir so wertvolle Tipps geben konnte. Die beiden Pferde waren zwar noch etwas langsam, aber das würde sich mit der Zeit legen. Einige Tage später fand ich mich auf einem anderen Hof mit Goddess ein, der sich auf Cutting spezialisiert hatte und mir immer wieder ihre Rinder zur Verfügung stellte. Goddess war ein Naturtalent und spielte nur so mit dem Rind, so dass ich beinahe keine Hilfen geben musste. Auf die Frage hin, ob die Stute zum Verkauf stünde, schüttelte ich nur lachend den Kopf. Als letzte war Honey dran, die ich rasch mit einem Englischsattel sattelte und fertig fürs Training machte. Da sie an sich schon wunderschöne Gangarten hatte und sehr weich zu sitzen war, beendeten wir das Training recht flink und sie konnte wieder auf die Koppel. Geschafft.[...]

      Darling
      Juli 2015, by Veija
      Langsam reckte ich mich in meinem Bett, ehe ich mich dann doch begannte und aufstand. Nach einer kurzen Dusche, die mal wieder sinnlos war, da ich in einer Stunde wieder nach Pferd riechen würde, zog ich mir eine Jeans und ein kurzes, kariertes Hemd an. Natürlich durfte mein Hut nicht fehlen, wobei ich heute einen schwarzen anzog. Meine Haare band ich davor noch zu einem tiefen Zopf, ehe ich in meine Boots schlüpfte und nach unten an den Frühstückstisch ging, den Aaron freundlicherweise schon gedeckt hatte. "Danke", sagte ich zu ihm, ehe ich mich an den ansonsten leeren Tisch setzte. "Wo ist der Rest?", fragte ich ihn dann, worauf er nur mit einem schulterzucken antwortete. Auch gut, dachte ich mir und schmierte mir mein Brot, ehe ich die neuste Post checkte, die seit neustens Nachts mit der Zeitung kam. Es war mir ganz recht, da ich Post sowie Zeitung dann schon am Frühstückstisch lesen konnte, allerdings tat mir der Postbote leid, da es nachts doch ein wenig ungemütlich hier draußen wurde- besonders im Winter.
      In letzter Zeit bekam ich vermehrt Bewerbungen zu Praktikas oder Ausbildungen, ja auch Jobanfragen! "Eigentlich könnten wir hier noch Unterstützung gebrauchen, oder Aaron? Besonders wenn wir bald auf das neue Gestüt ziehen.", sagte ich mehr zu mir selbst als zu ihm, ehe ich ein Räuspern in der Tür vernahm. Da stand ein fremder junger Mann in Jeans und Karohemd, der bestohlen zu Boden sah. "Ja, bitte?", fragte ich ihn, ehe ich einen Blick hinter ihn warf. Dort stand Caleb und schaute mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. "Mein Auto ist hier in der Nähe liegen geblieben, ich habe eine kleinen Isländerhengst dabei und wir wussten nicht wohin, leider habe ich hier mit meinem Handy keinen Empfang", erklärte er mir kleinlaut, ehe ich einen Blick mit Caleb tauschte und ihm zunickte. Das hieß, dass der Fremde wohl keine bösen Absichten vorhatte und ich mit Aaron zusammen wohl mit ihm klarkommen würde. "Wo ist dein Pferd denn?", fragte ich ihn dann, ehe ich ein fremdes Wiehren hörte und nach draußen sah, wo ich einen kleinen Red Dun farbenen Isländerhengst sah, der wie verrückt um Alexis herumtänzelte.
      "Gut, lass uns mal nach deinem Pferd schauen", sagte ich und stand auf. Er wollte zwar protestieren, ich stahl mich jedoch einfach an ihm vorbei und ging zu dem Hengst der sich panisch umsah. "Whoaaaa", sagte ich leise und beruhigend zu dem Tier und nahm ihn Alexis aus der Hand, ehe wir auf den Stall zugingen. "Ich stelle ihn gerade in eine Box, abseits meiner Pferde, dann kann er sich ein wenig beruhigen, ehe wir den Wagen holen und zu deinem Auto fahren, okay?", fragte ich ihn und wartete die Antwort nicht ab, vernahm jedoch aus dem Augenwinkel ein kurzes Nicken.
      "Wie heißt er denn?", fragte ich ihn beiläufig und nickte dann. "Dynur, ein schöner Name", erwiderte ich dann, ehe Caleb schon mit dem Pick Up auf dem Hof stand, in den der Fremde und ich einstiegen. "Wie heißt du eigentlich?", kam es mir dann in den Sinn, ehe ich einen Blick über die Schulter zu dem Mann warf, der auf der Rückbank des Pick Ups Platz genommen hatte. "Riley", sagte der junge Mann leise. "Riley Fortin." "Ein schöner Name.."murmelte ich noch, ehe auch ich mich vorstellte. "Ich bin Verena O'Connor und der Herr hier neben mit ist Caleb O'Dell."
      Nun waren wir auch an seinem Auto angekommen, welches sich Caleb sofort anschaute. In dieser Zeit unterhielt ich mich weiterhin mit Riley, da Caleb ihm unmissverständlich erklärt hatte, dass er niemanden brauchte, der ihm über die Schulter schaute. "Nimm's ihm nicht krumm, er ist eben so", erklärte ich ihm schulterzuckend, worauf hin er mich nur fragend ansah. "Wo wolltest du eigentlich hin?", fragte ich ihn dann. "Ach.. ich fahre ein wenig durch die Gegend, immer auf der Suche nach einem Job", antwortete er mir und Caleb blickte kurz mit einer hochgezogenern Augenbraue zu mir, ehe er sich die Hände an seiner Hose abklopfte und zu uns kam."Der hier fährt nirgendwo mehr hin, der Motor ist hin", erklärte er Riley, der die Hände über dem Kopf zusammenschlug. "Und jetzt?", murmelte er eher zu sich selbst als zu uns, dennoch beantwortete ich seine Frage für ihn: "Da du ja ein Pferd hast, wirst du ja wohl reiten können. Wie wärs wenn du ein paar Tage bei uns bleibst und im Stall bei den Pferden hilfst, dafür brauchst du nichts zu bezahlen?", fragte ich ihn und er nickte dankend. "Gut, lass uns zurückfahren, wir rufen einen Abschleppdienst."
      Eine gute Stunde später waren wir samt seinem Auto und Hänger auf der Ranch. Riley ging natürlich sofort zu seinem Hensgt, der sich grummelnd an ihn schmiegte.
      Ich räusperte mich kurz. "Nichts da, an die Arbeit junger Mann!", sagte ich lachend und ging mit ihm zum Offenstall, wo die Jungpferde standen. Wir hatten vorher noch Kraftfutter gemischt, welches wir in die Futterraufen im Stall schütteten. Außerdem standen verteilt auf den Koppeln Eimer, damit auch die rangniedrigeren Pferde Energie bekamen. Viele verteufelten ja das Kraftfutter bei Jungpferden, da es nur in den Kopf gehen solle, doch ich war ein totaler Befürworter. Man sah es den Tieren an, dass sie allmählich immer kräftiger wurden.
      Zunächst ließ sich kein Pferd blicken, ehe ich laut nach ihnen rief.Zu erst kamen Crescent Wolf, Magnificient Crow und Natsu's Little Harley. DIcht dahinter Miss Holly Golightly und Snapper Little Lena, wobei diese nie bei der Gruppe waren sondern immer den Eimer nahmen, der am weitesten vom Stall weg war.
      Ocarina of Time kam auch noch zum Stall, während Raised from Hell nie zum Fressen kam. Das würde noch lustig werden mit der Stute, dachte ich mir seufzend und betrachtete Striga und Princess Peppy Ann, die sich immer mehr angefreundet hatten in letzter Zeit. Auch Aquila T Mistery und Bella'S Dun Gotta Gun standen immer zusammen und hielten sich auch ein wenig vom Stall weg, da sie zusammen mit Gunna Whiz die jüngsten Vertreter waren.
      Bei den Stuten fertig ging es zu den Hengsten. Wildfire kam sofort auf uns zugerannt und wollte seine Streicheleinheiten abholen, die Riley ihm auch gab. Kunis kam auch sofort zu uns, während Lil Nucu Omira sich ein wenig Zeit ließ, dann aber auch zu uns kam. Zues bekam kein Kraftfutter, der hatte genug Energie und zeigte sie uns jedes Mal aufs Neue, wenn wir zu ihm gingen. "Was ist denn mit dem passiert?", wollte Riley wissen. "Ich habe ihn vom Schlachter aus schlechter Haltung geholt, wurde leider viel zu früh von der Mutter getrennt und war immer Rangniedrigster. Aufgrund seiner Farbe, da ich ja auch auf Farbe züchte, konnte ich den Hengst nicht stehen lassen. Mal schauen, was aus ihm wird", erklärte ich ihm, ehe wir zu den Vollblütern gingen.
      Die Pferde waren auch aufgeteilt nach Stuten und Hengsten und standen bei dem schönen Wetter alle auf der Koppel. Die übliche Bande, also Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf ich komme, Zuckerschock und Wild Reflex, kamen sofort angelaufen, als sie uns mit den Eimern sahen. Rasch waren sie im Stall am Trog, um die ersten zu sein, die etwas zu fressen bekommen. Nyanda, Praimos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid und Deadly Ambition ließen sich deutlich mehr Zeit, ehe sie doch langsam in den Stall kamen. Gott sei Dank vertrugen sie sich alle super gut, weshalb es be ihnen nie Kämpfe oder ähnliches gab.
      Bei den Hengsten waren Firewalker und Lamperd recht schnell bei uns, ehe nach und nach Sacramento, Scoubidou und Seattle Slew kamen, die sich wohl nich nicht so wohl bei mir fühlten- leider. Nun schauten wir in der Zuchtstallung vorbei, wo alle Pferde auf ihren Paddocks standen. Lächelnd bekamen Bella Dun Del Cielo. Spooks Gotta Gun, Supernova, Funky Powerbabe, Amarula van Helsing, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Soul Sisters Brother of Time und Stormbringer, meiner neusten Ergänzung der bunten Truppe, ihr Futter. Im Trainingsstall trafen wir kein Pferd an, da diese alle auf der Koppel standen und sich den Bauch vollschlugen.
      Je nach Training bekamen dann Genuine Lil Cut, Cielos Double Dun It, Lil Princess Gun, Skrúður
      Wimpys Little Devil, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Crusing's Dawn of Hope, Emilio, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat Cat, My sweet little Secret, Siku, Náttdís, Eldiran Antrax, Solitary, Marly's Pluie, Cauldron of Renascence, Annie get your Gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Hollywood's King Gun, Black Sue Dun It, Ravi, Blazing Flame, Snuff, HGT's Enjoy Nature, Ahyoka und schließlich die zwei neusten Woodstock Lady und Call of Pripyat ihr Futter. "Fertig", sagte ich und sah auf die Uhr. Ich war um 6 aufgestanden, um 18 Uhr waren wir jetzt fertig mit den Pferden. "Ach Dynur fehlt noch, oder?", fragte ich ihn und ging wieder in die Futterkammer, wo wir das Futter für den jungen Hengst vorbereiteten, dem Riley es dann auch gleich brachte.
      Nun gingen wir rein und setzten uns an den Küchentisch, wo meine anderen Mitarbeiter schon etwas gekocht hatten. Zusammen aßen wir zu Abend, ehe wir ins Büro gingen und ein wenig Papierkram regelten. "Ab sofort bist du auf Zeit hier eingestellt, Riley. So wie du heute mit den Pferden umgegangen bist, kannst du auch gerne länger bleiben, da wir hier dringend neue Unterstützung gebrauchen könnten!", erklärte ich ihm doch er nickte dankend ab. "Ich bleibe erstmal diesen Monat, dann können wir ja weiter sehen", erklärte er lächelnd, drückte mir die Hand und verließ mein Büro.
      Nach einem Blick auf den Kalender stockte mir fast der Atem. Morgen würden Catalina und Clarence kommen!
      Schnell schlich ich mich also ins Bett, um morgen ausgeruht früh aufzustehen.

      Pole Bending LK 4 - LK 3
      Juli 2015, by Veija
      Mit Caleb und Aliena stand ich draußen vor dem Trainingsstall und wank Aaron zu, wie er mit dem Trailer fahren sollte. Als er dann richtig stand, konnten wir Like Honey and Milk, Hollywood King Gun und Black Sue Dun It einladen. Wo wir hin wollten? Zu einem Nachbarn von uns, der eine riesige Halle mit Tonnen und Stangen hatte, damit wir King und Sue richtig trainieren konnten. Nebenbei würde ich Honey & Milk reiten, da sowieso genug Platz in der Halle war und man sie locker mit den beiden anderen laufen lassen konnte.
      Wir schmissen Aaron also aus dem Truck, Caleb übernahm das Steuer, ich setzte mich missmutig nach hinten und überlies Aliena den Platz vorne. Ich war noch immer sauer auf Caleb, wegen der Sache mit Aliena.
      Bei unserem Nachbarn angekommen luden wir die drei Pferde aus, die wir im übrigen schon fertig gesattelt in den Hänger gestellt hatten. In Amerika und Kanada war das wohl üblicher, als in Deutschland. So konnten wir nach einer kurzen Begrüßung sofort in die Halle, stiegen in die Sättel und ritten die Pferde warm. Aliena auf Sue, Caleb auf King und ich selbst auf Honey. Honey entwickelte sich immer mehr zu einem "Englisch"- Crack, denn das Springen als auch das reiten mit englischer Ausrüstung machte ihr unglaublich Spaß, weshalb ich sie wohl vor allem in Hunter under Saddle, Hunter Hack, Hunt seat Equitation und auch in der Pleasure fördern wollte. King Gun machte sich mit Caleb ganz gut um den Tonnen. Er konnte wahnsinnig gut das Gleichgewicht halten und lag fast quer auf dem Boden, wenn er die Barrels umrundete!
      Black Sue war ebenso wendig wie der Hengst. Flink galoppierte sie um die Poles herum, ohne auch nur eine so umzudrücken, dass sie den Boden berührte. Berühren durften die Pferde die Poles ja- nur nicht "umschmeißen".
      Mit Honey übte ich zunächst viele Schritt-Trab- & Standübergänge, ehe ich den Galopp dazu nahm und die Zügel immer lockerer ließ, bis ich nur noch einen sehr leichten Kontakt zum Maul hatte. Das typische durchhängen der Zügel war hier nicht gerne gesehen. Laut Richtbuch sollten die Pferde auch im normalen Westernsport mit leicht angenommenen Zügeln reiten, doch warum das niemand tat, war mir schleierhaft.
      Ich war viel früher fertig als die anderen, weshalb ich Honey noch ein wenig an der Hand grasen ließ, ehe auch Caleb und Aliena kamen. Sie quasselten wild durcheinander, ehe ich die Hand hob und zu erst auf Aliena zeigte. "Sie macht sich wirklich gut. Reagiert fein auf die Hilfen, kommt mit dem Galoppwechseln super klar am Ende, wenn wir wieder zurückgaloppieren müssen und und und. Sie ist echt top!", erklärte sie mir froh, ehe ich auf Caleb zeigte. "Er macht seine Sache auch gut. Du hast ihn ja gesehen, was ein bomben Gleichgewicht er hat!", erzählte er mir, ehe wir die Pferde dann in den Trailer luden, uns verabschiedeten und nach Hause fuhren. Nächsten Monat würden wir wieder her kommen. Daheim angekommen wurden die Pferde abgesattelt und noch auf die Koppel gestellt. Ein paar Stunden konnten sie noch grasen.

      Pole Bending LK 3 - LK 2
      August 2015, by Veija
      "Hopp, hopp, hopp!", sagte ich und schubste Alexis weiter den Flur entlang. "Pferde trainieren!" "Aber ich will nicht!" "Du musst aber" - seufzen. Nicht nur von Alexis, sondern auch von Riley, der mitllerweile bei uns ziemlich eingespannt wurde und anpacken musste, wo gerade Not am Mann war. "Ja, Riley, du auch", sagte ich etwas schnippisch zu ihm und schob auch ihn den Gang entlang. "Come on", sagte Caleb und schnippte seine Kippe weg. Seit neustem rauchte er, was mir gar nicht in den Kram passte. "Caleb!", fauchte ich ihn an und sofort zuckte er zusammen, hob die Zigarette auf und schmiss sie, als sie ganz aus war, in den Mülleimer. "You should stop smoking.. it smells terrible!", sagte ich ihm doch er rollte nur mit den Augen und ging dann auf den Stall zu, wo die Arbeit auf uns wartete. Ich nehme mir Skrúður und Trainiere ihn in Distanz von L auf M, Riley und Alexis ihr trainiert Eldrian Antrax und Cauldron of Renascence in Dressur von A auf L, Alexis, Aaron und Caleb ihr schnappt euch Snuff, Lovely Summertime und Sympathy for the Devil und trainiert sie in Springen von A auf L. Gebongt?", fragte ich alle und bekam ein nicken zur antwort. "Gut, an die Arbeit!", verkündete ich fröhlich und ging zur ox von Skrudi, um ihn mir fertig zu machen. Nach dem putzen schmiss ich ihm seine Decke und einen Vielseitigkeitssattel auf den Rücken, ehe ich ihm die Trense anlegte und mit einem Helm auf dem Kopf den Hof verließ. Im Moment regnete es sehr viel hier in Kanada, weshalb ich für Training außerhalb der Halle immer passende Momente abwarten musste. Diesmal schien ich jedoch Glück zu haben und konnte mir ruhig Zeit lassen mit unserem Ritt. Als ich um die Ecke bog, sah ich schon wie Eldrian sich in der Dressur versuchte und an den neuen Übungen scheiterte. Kurz grinste ich. Der Hengst hatte sich so gut gemacht und war für meine Poloponyzucht so relevant, dass er das einfach hinbekommen musste, da glaubte ich fest an ihn. Skrudi war von seiner Kondition her schon sehr gut, weshalb ich sofort traben und galoppieren konnte, als wir aufgewärmt waren. Wir ritten eine Strecke, die er schon sehr gut kannte, aber diesmal zügiger und auch ein paar kleine Umwege, damit die Strecke länger wurde. Nach einer guten Stunde rief mich Alexis an, welche Pferde nun an der Reihe waren. "Schnappt euch Ravi, Blazing Flame, Lil Princess Gun, Wimpys Little Devil und What Lies Ahead. Trainiert sie in Military von E nach A. Wenn einer von euch früher fertig ist, holt der sich noch Woodstock Lady. Dann machen wir Schluss für heute.", gab ich Anweisungen und hörte, wie ALexis im Hintergrund die Pferde verteilte. Dann legte sie auf. Ich trieb Skrudi ein wenig an, damit er mir nicht unter dem Hintern einschlief. "Guter Junge", sagte ich und klopfte seinen Hals, der schon ordentlich nass vom Schwitzen war, weshalb ich mich entschied, umzudrehen. Schließlich wollte ich nicht, dass der Hengst krank wurde.

      Auf dem Rückweg begegnete ich Caleb, der mir mit Woodstock Lady entgegen kam. Wir nickten uns kurz zu, ehe ich auf dem Hof ankam, Skrudi schnell absattelte und ihm eine Decke auflegte. Dann machte brachte ich ihn in seine Box und gab ihm noch seine Kraftfutterportion. Da die anderen wohl noch lange nicht zurückkommen würden, entschied ich mich dazu, Like Honey and Milk zu satteln und in Hunter under Saddle von LK 3 auf LK 2 zu bringen. Gesagt getan. Nach 10 Minuten war ich mit ihr in der Halle und ging die Grundlagen nochmal alle durch. Honey fand es komischerweise heute gar nicht lustig, dass sie ständig Zug im Maul hatte, doch da musste sie durch, weil ich sie hier nicht mit durchängenden Zügeln reiten konnte. So stand mir eine ganze Stunde voller Diskussionen und Streitereien an, bis Honey einigermaßen ordentlich lief. Ich ließ sie dann aber auch in Ruhe, weil ich unser Training mit einem positiven Ergebnis abschließen wollte. Dann brachte ich sie wieder in ihre Box. Im Stall traf ich die anderen, weshalb wir nun ins Haus gingen und gemeinsam zu Abend aßen.

      Am nächsten Tag ging es wieder früh los. Naja, was hieß früh, es war 10 Uhr. Von 7 bis 10 hatten wir die Pferde gefüttert und auf die Koppeln gebracht, jetzt ging es ans Training. "Caleb, Aliena, Alexis, Aaron und Riley, ihr teilt euch folgende Pferde auf: Annie get your Gun Trail LK 2 auf LK 1, Hot Smoking Chex Trail LK 3 auf LK 2, My Blue Gun & Your possible Pasts Reining LK 3 auf LK 2 und Enjoy Nature Reining LK 5 auf LK 4. Ich fahre mit Hollywood King Gun und Black Sue DunIt zu unseren Nachbarn, um sie in Barrel Race und Pole Banding weiter zu bringen. Bis heut Abend dann!", verkündete ich die Tagesplanung. Alle nickten zufrieden, weshalb ich nun in den Stall ging und mir King und Sue schnappte, die ich sattelte und in den Hänger stellte. Hier war es üblich, dass die Tiere komplett gesattelt in den Hänger kamen. Natürlich trennte ich die beiden großräumig voneinander, doch ich hatte wenig Hengste, die ausgeprägte Hengstmanieren hatten, so dass ich mir da keine Sorgen machen musste. Bei der Halle angekommen kam mir der Besitzer entgegen der mir seinen Azubi vorstellte. "Oh gut, willst du reiten? Ich hab zwei Pferde dabei, kann jedoch nur eins davon reiten, gleichzeitig geht ja schlecht.. dann kannst du direkt mal andere Pferde kennen lernen.", schlug ich dem jungen Mann vor, der aufgeregt nickte. "Gut, komm mit", sagte ich und führte ihn zum Hänger, wo wir zu erst meine rabenschwarze Sue ausluden, die ich ihm in die Hand drückte, ehe ich meinen Hengst aus dem Henger holte. Er hatte kaum Zeit die Pferde zu bewundern, da war ich schon beinahe bei der Halle. "Kommst du?", fragte ich ihn und hielt ihm die Tür auf. Die Halle war so groß, dass wir gleichzeigt Barrel Race und Pole Banding trainieren konnten. Gemeinsam wärmten wir die Pferde also auf, ehe es losging. Mit King hatte ich gerade mehr zu kämpfen als der junge Mann mit Sue, bei denen es super klappte. King reagierte kaum auf meine Hilfen, wir fielen sogar bei der zweiten Tonne einmal hin. Da der Hengst jedoch sehr flink war, stand er kurze Zeit wieder auf den Beinen. Ich hatte mir natürlich aus Reflex am Sattelknauf festgehalten und konnte noch rechtzeigtig mein Bein wegziehen, bevor er auf es draufgefallen wäre.. Nach einer kurzen Pause machten wir jedoch weiter, da es langsam spät wurde und wir das Training heute noch abschließen mussten. Mittags hatten mich die anderen angerufen, wen sie noch trainieren sollten. Arbeit war ja genug da, weshalb ich ihnen noch Comeback of a fallen Goddess und Marly's Pluie aufs Auge drückte. Goddess musste in Cutting von LK 4 auf LK 3 gebracht werden. Pluie in der Pleasure von LK 3 auf LK 2.

      Als ich dann spät am Abend heim kam, waren alle Pferde versorgt in ihren Boxen. King und Sue stellte ich noch dazu, gab ihnen Kraftfutter und ging dann erschöpft ins Bett.

      Neuzugänge für die Ferienranch
      Mai 2016, by Veija
      Amüsant lächelnd schlenderte ich über den Hof, schaute immer wieder auf die Uhr und sah mich leicht panisch um. Ich hatte drei neue Pferde gekauft, zwei davon Quarter Horses und einen Araber, wobei Black Sue Dun It schon seit heute Morgen da war, in den Truck verladen werden musste und mit auf die andere Ranch fahren musste. Nach den Quartern würde kein Hahn krähen, aber sobald jemand die Araberstute sah, würde mein Vorhaben auffliegen. Ich hatte seit längerem die Idee, neben der Gips Reminder Ranch eine kleine Ferienranch mit maximal fünf Pferden zu betreiben. Drei waren schon da, zwei weitere würde ich bald noch finden.
      Endlich kam der Truck und ich winkte dem Fahrer wild gestikulierend zu, dass er nicht zu weit reinfahren sollte, so dass niemand dumme Fragen stellte. Wenn ich Pferde zum Training oder für Turniere wegfuhr, fuhr ich mit den eigenem Auto und dem eigenen Hänger. Es musste ja etwas faul sein, wenn ein so großer Truck auf den Hof kam, wobei ich mich fragte, warum das Teil für drei Pferde so groß war.
      Schnell lief ich also in den Stall und nahm Sue aus der Box, die schon fertig angezogen war- das hieß, ich hatte ihr eine Transportdecke und Transportgamaschen angezogen und da sie so brav war, war sie innerhalb von zwei Minuten verladen und wir verließen den Hof. Es dauerte keine zwanzig Minuten, ehe wir auf einen kleinen Hof abbogen, auf dem die Pferde vorerst untergebracht waren. Freunde von mir wohnten hier und würden sich auf mit um das Projekt Ferienranch kümmern, da sie mir auch ihren Hof zur Verfügung gestellt hatten. Viel gab es hier nicht, einen kleinen Stall für 10 Pferde, eine Scheune, eine kleine Reithalle und ein Wohnhaus, in dem es jedoch noch 2 Ferienwohnungen gab. "Hallo!", begrüßte ich die Frau, die gerade alleine zu Hause war, denn ihr Mann war um diese Zeit arbeiten. "Was bringst du uns denn schönes, Liebes?", fragte sie und ich lächelte nur. Die Frau, welche ich schon seit ich hier lebte immer nur Miss D. nannte, war eine kleinere Frau mitte vierzig mit blond-grauen Haaren, die ein Dauerlächeln auf dem Gesicht trug. Zusammen mit ihr und dem Fahrer des Trucks gingen wir zur Laderampe, wo ich zu erst Black Sue Dun It auslud und dem Mann in die Hand drückte, dann Changa, eine helle Grulla Stute mit blauen Augen, und zum Schluss I'll never leave you, eine schicke Flaxen Chestnut Araberstute, die ebenso als Goldisabell durchgehen würde. "Da hast du aber drei Prachtexemplare ergattert.", lobte mich Miss D. und wir brachten die drei Pferde in den leeren Stall. "Wie lange stehen hier schon keine Pferde mehr?", fragte ich die Frau und sah den traurigen Blick in ihren Augen. "Schon viel zu lange, Kindchen.", antwortete sie mir und es war für mich klar, dass ich nicht wieter nachfragen sollte. Über die Tragödie, die hier damals passiert war, wusste ich leider gar nichts. Jeden den ich fragte wusste es nicht, erzählte einfach irgendwas oder schwieg, weil es so schlimm gewesen war.
      "Ich wette die drei werden sich wohl fühlen.", sagte ich zu der Frau, als wir alle drei in ihre Box gestellt hatten. Die Türen zu den Außenpaddocks waren noch abgeschlossen, da die Zäune noch nicht ganz fertig waren. "Ja, bestimmt.", antwortete sie lächelnd und ich nickte. "Wir sehen uns in ein paar Tagen.", sagte ich drückte Sue noch einmal kurz an mich. Sie war gerade erst wieder bei mir und schon wieder getrennt von mir. Geknickt lächelte ich, getrennt von mir konnte man es nicht nennen, nur einen Ausritt entfernt.

      Dressur E - A
      Juli 2016, by AliciaFarina
      Mein Weg führte mich auf den Hof von einer guten Freundin von mir. Verena betreibt in Kanada die Gips Reminder Ranch, ich war schon oft dort, auch schon mit meinen Pferden um diese auszubilden. Dieses Mal war ich da um ihre Ferienranch Pferde auszubilden. Wieder einmal begleiteten mich drei meiner Reitbeteiligungen, Lena, Lina und Lucy.
      Nach meiner Ankunft machten wir uns mit den Pferden vertraut. Wir teilten sie unter uns auf und fingen mit der Arbeit an. Die vier machten es uns leicht, sodass wir nach anderthalb Wochen schon fertig mit dem Training waren und die letzten Tage gemütlich ausklingen ließen.

      Aushilfe
      September 2016, by unbekannt
      Mein Weg führte heute zu einer Freundin von mir in Canada. Sie war die Woche verhindert und ich sollte mich um ihre Verkaufspferde kümmern. Ich hatte mich in einem Rappen verguckt und musste sagen, ich war froh Alan’s Psychedelic Breaksfast longieren zu dürfen. Der große Rappe zeigte sich von einer tollen Seite und hörte auf die Signale die man ihm gab. Als ich mit dem Longieren fertig war, brachte ich ihn auf eine Weide und machte mich wieder in den Verkaufspferdestall um die Overo-Stute Annie get your Gun. Die Stute schaute mich neugierig an und testete mich zu Beginn auch gleich aus. Ich putzte sie und sattelte sie dann ehe ich mir Blazing Flame schnappte und auch sie putzte. Ich nahm sie als Handpferd mit und machte einen Ausritt auf Annie. Die Stuten vertrugen sich gut und als ich wiederkam, schnappte ich mir die 2 Jährige Stute Colonel’s Charity und machte ein wenig Bodenarbeit mit ihr. Auch sie arbeitete gut mit und als nächste kam Comeback of a fallen Goddess um diese zu longieren. Ebenso tat ich es mit Crescent Wolf und dem Junghengst Dynur. Allesamt longierte ich sie in allen Gangarten und hatte mit letzteren einiges zu kämpfen.
      HGT’s Enjoy Nature war ein schicker Brauner und mit ihm gönnte ich mir eine kleine Pause und zum Abschluss einen Spaziergang.
      Am nächsten Tag stand ich früh auf um die nächsten Pferde zu arbeiten. Die erste war It’s me, Amira! , die ich auf einen morgendlichen Spaziergang begleitete. Kunis war weniger gut drauf heute und so machte ich mit ihm nichts, ich putzte ihn nur und stellte ihn dann auf die Weide. Magnificent Crow arbeitete ich unterm Sattel und machte viel Galopparbeit, welche ihr sichtlich gut tat. Sie schnaubte oft ab und ich lobte sie am Ende. Miss Holly Golightly hatte eine interessante Farbe und auch sie ritt ich heute. Ich putzte und sattelte sie. Ritt ein wenig in der Halle und Aaron kam mit Moon’s Naela in die Halle. „Danke, dass du mir hilfst“, lächelte ich und stieg dann ab. Only known in Texas war so verdammt zickig, dass ich sie nur auf die Weide stellte. Sheza Bat Cat war ein Fohlen von meiner ehemaligen Stute und so war sie genauso ruhig wie sie und so ritt ich mit ihr aus, so wie mit den Freizeitpferden und Western Dancer. Pount’s Püppchen war eine artige Stute. Soviel ich wusste war sie ein Araber-mix, doch war sie nicht zu temperamentvoll wie ich zu Anfang angenommen hatte. Hot Spot war auch eine liebenswerte Stute und ihr Charakter machte sie zum Top-Pferd für die Ferienranch. Black Sue Dun It, ein Engel in schwarzer Jacke und Fell aus Seide. Ihre Gänge waren federnd und gut zu sitzen, sodass sie mir kaum aus dem Kopf ging. Striga war eine interessante Stute mit mir noch unbekannter Rasse. Sie war nämlich ein Azteca. Sie putzte ich gemütlich und longierte sie dann in allen Grundgangarten.

      Hufschmiedbesuch
      Oktober 2016, by Rinnaja
      Es war mal wieder Zeit zu Mr. & Mrs. Dearings zu gehen. Sie hatten schon vor zwei Wochen bei mir ein Termin gemacht aber da ich voll ausgelastet war kam ich erst Heute zu der Familie zufahren. Ich sollte bei zwei Stuten normale Hufkontrolle machen und aie Hufen ausschneiden. Als auf Hof ankam, wurde ich auch gleich herzlich begrüßt und mir wurden auch gleich beide Stuten gezeigt. Heute war schönes Wetter so das ich beim Putzplatz arbeiten konnte, wo ich mich wohler fühlte als in einer Stallgasse zu arbeiten. Es war auch viel los auf dem Hof so das ich Glück haben konnte, das mir jemand helfen wurde. Aber lauf Mr.Daerings aussage waren die beiden Stuten ehe ruhig vielleicht ein oder andere rum Gezicke aber sonst ruhig Zeit genossen. Ich holte meine Sachen aus dem Wagen in der zwischen Zeit brachte mir ein Jungen Mädchen schon Black Sue DunIt entgegen. Ich bad das kleine Mädchen Black Sue DunIt da anzubinden, bevor ich die Stute begrüßte. Ich nahm den ersten Huf und fing an mit der Nipper den träger kurzer zu machen und anschließen die Hufsohle zurecht zu schneiden. In der zwischen Zeit waren auch schau Lustig um mich herum eingetroffen aber so was Sorte mich recht wenig, da ich es gewohnt war. Als mit Huf Nr. 1 fertig war, machte ich mich ganz gelassen an die 3 anderen Hufen ran. Mansche Leute guckten weiter zu manche , machten hiere Arbeit weiter auf den Hof. Ich hatte auch viele Fragen die so locker mal neben bei beantwortet. Als Black Sue DunIt fertig war brachte sie ein mit Arbeiter vom Hof wieder zurück auf die weide. Ich habe gehört das die Stute leicht wild und irrewurde, wenn sie den ganz Tag im Stall wahre. Da war sehr dankbar das sie vor ab bewegt wurde und auf der Weide stand. Mit hieren Hufen war alles Okay zwar war kleiner Riss drine in einen der Hufen aber er war jetzt nicht so schlimm das, was machen musste. Als ich alles zu Seite packte und meine schmust auf Haufen fegte wurde mir von einen Arbeiter auf Hof schon Changa gebracht.Ich bedankte mich und guckte mir die Stute an und dachte nur was für ein schöner Koperbau für eine Quarter Horse Stute genau, wie es sein sollte. Auch ihre Farbe gefiel mir echt gut. Ich kannte zwar nur gescheckte Quarter Horse Stuten aber auch einfarbige ob wohl wie gesagt, mehr Bunte sah. Ich machte mich auch hier an die Arbeit und fing an die Hufe mit einen Nipper zu bearbeiten bevor ich wiederum mit den Hufmesser handlang. Zum Guten letztnatürlich auf die Raspel. Ein anderes kleines Mädchen hatte ich nach und nach die Schritt erklärt das war kein Problem da Changa die ruhe selbst war und an ihren Frühstrick rum knapperte. Ich machte mit den nästen Hufen weiter immer weiter, bis ich auch bei Changa alle Hufen fertig hatte. Ich brachte sie die mal selber weg und gab hier ein Apfel was eigentlich immer machte wenn ich, wo auf Hof war. Damit wollte ich mich meist bei den Pferden bedanken für hiere geduld und ruhe. Ich machte den Fuhrstrick ab und Changa wierte freudig und ging zu den anderen Pferden in ein zügigen Tab. Ich legte den Fuhrstrick zu den anderen und suchte die Hof-Besitzer. Ich fand Mr Dearings und erklärte alles und das alles okay mit den Hufen sei. Er bedanke sich und ich raumte alles weg und machte sauber, bevor ich mich verabschiedet und von Hof führ. Bis zum nästen mal.

      Eine Stallhilfe
      Januar 2017, by Ionia
      Tag 3. Ich hatte unglaublich schlecht geschlafen, somit war auch meine Arbeitseifer und Laune ziemlich im Keller. Jackie bot mir an heute eine Pauuse zu machen und einfach einen Tag länger zu bleiben, doch das konnte ich mir wirklich ncht leisten. Ann hatte zwar alles im Griff, jedoch wollte ich auch schnell zu meinen eigenen Lieblingen wieder zurück. Ich stapfte also schlecht gelaunt aus dem Haus, der Himmel war bevölkt und ließ kaum Sonne durch. Ich schnappte mir als erstes Hollywoods Silver Dream, der etwas scheue Hengst war ziemlich ruhig, auch wenn er mir nicht ganz traute. Als nächstes kamen Kristy Killings, Changa und Black Sue Dun It. Ich war wirklich froh, dass heute nicht mehr dran waren, obwohl bis jetzt alle wirklich gut mit machten. Tainted Whiz Gun war extrem nerös, weshalb sie andauernd wegtippelte und mich probierte zu beobachten. Sheza Bat Cat, Annie get your Gun und What Lies Ahaed waren wiederum ruhiger und so ging es mir auch besser. Langsam wollte icih aber fertig werden und holte HGT´s Enjoy Nature, Cherokee Rose und Abigail und putzte ihr Fell wein sauber, kämmte die Mähne und krazte die Hufe aus. Danach kamen Possibility, My Blue Gun und As War Fades, wobei ich mich ein bisschen in Possibility verliebte und alle drei sauber machte. Ich achtete darauf, dass ich My Blue Gun und as War Fades etwas entfernt von Possibility anband, damit sie sich nicht streiten. Nun holte ich I See You und Wikotikabesa, da sie die letzten Pferde waren und sich auch wirklich gut benahmen. Zu letzt war nun HGT´s Dead Snow und das kleine Fhlen war wirklich süß und war sehr lieb. Als ich ihn wegbrachte tippelte er herum und sprang hin und wieder. Ich war so fertig, dass ich einfach ins Bett ging und schlief.

      Pflegebericht
      April 2017, by Wolfszeit
      Heute ging es zu Jackies Westernpferden. Ich sollte die Pferd füttern, etwas bewegen und auf die Koppel stellen. Um den Rest würde sich jemand anderes kümmern. Zuerst ging ich in den Stall und machte das Futter für alle Pferde fertig um es dann zu füttern. Als alle Pferd glücklich Mampfen sorgte ich für dafür da allen Boxen genug Heu war und begann damit Hollywoods Silver Dream, Kristy Killings, Changa und Black Sue Done it nacheinander in die Führanlage zu bringen. Als alle Pferde darin waren schaltet ich die Anlage an. Während die vier Pferde liefen longierte ich Tainted Whiz Gun. Als ich sie fertig longiert hatte tauschte ich die vier in der Führanlage gegen Sheza Bat Cat, Annie Get Your Gun, What Lies Ahead und Enjoy Nature aus. Währenddessen ließ ich Cherokee Rose im Round Pen laufen um danach erneut die Pferd in der Führanlage gegen Abigail, Possibility, My blue Gun und As War Fades auszutauschen. Anschließen lief ich erst I see you und anschließend Wikotikabesa im Round Pen laufen Dead Snow ließ ich etwas in der Halle spielen und rennen bevor ich alle Pferde nacheinander auf die Koppel brachte. Als alle Pferde zufrieden grasten machte ich mich auf den nach Hause Weg.

      Pflegebericht für alle Pferde von Jackie
      September 2017, by Muemmi
      Haflinger
      Abajo, Sternsinger, L´ombre de la Figaro, Golden Samurai, Mirabella, Nimué, Money in a Bank, Nordstern, Meike, Mrs. Pretty, Little Baby, Burberry, Suburb Lights, Jargo, Golden Diamond, Sunshine Shadow, Amsterdam Girl, Bonito, Askan, Calla, Nachtigall, Small Joker, Samie, Wendy, Picola, HL´ Figaros Schattenfalter, Franzl von Falkenstein, Lana, L´ombre da la Luna, Lady Äppel, Windsor

      Turner Valley Ranch
      Lütt Lorbas, Pünktchen, Jim Beam Bastian, Wookie (Highlandrind), Celsius, Skywalker, Panino, Cabbalero, Par Dieux, Mon Chérie, Puppy Findus II, Cindarella, Prince of the half Moon, Puppy

      Verkaufspferde
      Bjatur, Double Diamonds, Rékja, Herbert, Lakritz, The Death Angel, The Black Death

      Vollblüter
      Burnin ´ Castiel, Valentines Cilion, Laheeb al Amara ox, ZM´s Sweety Candypie, PFS ´ Bring me to Life, Silberstern, Everyday As It Comes, Faster, Pearl, Golden Girl, First von Rothen

      Westernpferde
      Tainted Love Toffifee, Hollywoods Silver Dream, Kristy Killings, Changa, Black Sue Dun It, Tainted Whiz Gun, Sheza Bat Cat, Annie get your Gun, What Lies Ahead, HGT´s Enjoy Nature, Cherokee Rose, Abigail, Possibility, My Blue Gun, As War Fades, HGT´s Dead Snow, I See You, Wikotikabesa

      Die Steine knirschten unter den Reifen meines Geländewagens, als ich über dem Weg zu Jackies Hof fuhr. Ich hielt den Xtrail auf dem Parkplatz, stieg aus und hievte meine Tasche vom Rücksitz. Ich war schon früher auf Jackies Hof gewesen und kannte mich aus. Ich schlenderte durch die Stallungen, als ich meine Tasche im Haupthaus gebunkert hatte und sah mich nach den Pferden um. Jackie hatte mich vor einigen Wochen beauftragt, mich um ihre Pferde zu kümmern und sie gegebenenfalls Korrektur zu reiten. Da es sich mittlerweile um einige Pferde handelte, würden mich im Laufe des Tages Leo, Tom und Mia unterstützen, sobald sie auf unserem Hof mit den täglichen Aufgaben fertig wären. Ich fing an zu misten, füttern und die Haflinger auf die Weiden zu führen. Ich mochte die kleinen Lichtfüchse wie Abajo, Meike, Nordstern Sternsinger und Figaro. Mirabella kannte ich noch als Fohlen, Golden Samurai, Nimué, Money, Little Baby, Burberry, Suburb, Jargo, Diamond, Shadow, Amsterdam, Bonito, Askan, Calla, Nachtigall, Joker, Samie, Wendy, Picola, Schattenfalter, Falkenstein, Lana, Luna, Lady Äppel und Windsor folgten. Ich brauchte fast eine halbe Stunde, um nur die Haflinger auf ihre Weide zu bringen. Da hörte ich auf dem Hof ein weiteres Auto ankommen. Ich winkte von weitem den Dreien und ging auf sie zu. Mia würde sich den Westernpferden annehmen und sich um die Hübschen kümmern. Sie war bezaubert von Tainted Whiz Gun, einer Tochter von Toffifee, der mittlerweile auch Jackie gehörte. Sie führte Silver Dream, Kristy, Changa und Black Sue hinaus auf die Weide, während Leo zu den Verkaufspferden ging. Bjatur, Diamond, Rékja, Herbert, Lakritz, Angel und Black Death waren schnell versorgt und ihre Boxen gemacht. Da ging Leo Mia zur Hand und mistete die Boxen der Westernpferde, während sie Bat Cat, Annie, Lies Ahead, Enjoy Nature, Rose, Abigail, Possibility, Blue Gun, War Fades, Dead Snow, I See You und Wikotikabesa ebenfalls hinaus auf die Weiden brachte und mit Leo zusammen die Boxen fertig mistete. Währenddessen machte sich Tom bei den Pferden der Turner Valley Ranch zu schaffen und kümmerte sich um die Lieblinge Lorbas, Pünktchen, Jim Beam, Celsius, Skywalker, Panino, Cabbalero, Par Dieux, Mon Chérie, Puppy Findus, Cindarella, Prince of the half Moon und Puppy. Wir brauchten den ganzen Tag, um die Stallungen zu misten, die Gassen zu kehren, die Pferde zu putzen, striegeln und versorgen. Als ich bei den Haflingern fertig war, ging ich hinüber den zu Vollblütern, da mein Gebiet ja immer noch bei den schwierigen, übermütigen und jungen Pferden lag. Castiel, Cilion, Amara, Candypie, Bring me to Life, Silberstern, Everyday, Faster, Perl, Golden Girl und First von Rothen waren aber ganz zauberhafte Pferde und genossen die Aufmerksamkeit. Auch ihre Boxen mistete ich, kratze ihre Hufe aus, fütterte sie und brachte sie dann auf die Weide. „Und jetzt reiten wir noch eine Runde aus.“ beschloss Tom am Ende. Wir vier sahen uns grinsend an und jeder suchte sich aus den Schönheiten Jackies ein passendes Pferd aus zum Abschluss dieses arbeitsreichen Tages.
    • Veija
      Alle Wege führen bekanntlicherweise nach Rom - oder eben nach Hause
      April 2018, by Veija
      Caleb
      Ich hatte gerade fertig geraucht und drückte meine Zigarette auf dem Teerweg aus, als ich Bellamy fluchend um die Ecke schneiden sah. "Darf doch nicht wahr sein... hier geht kein Pferd mehr weg... immer dieser Müll...", hörte ich ihn fluchen, ehe ich ganz schnell die Reste der Zigarette beseitigte, bevor ich seine Wut deswegen abbekam. "Hey Bellamy.", rief ich und er blieb stehen, die Hände zu Fäusten geballt. "Was ist dir denn passiert?", fragte ich ihn und er schaute mich wirklich tierisch wütend an. "Eben kam ein Anruf aus einem Schlachthof. Black Sue Dun It, Kristy Killings und Hollywoods Silver Dream stehen da, die haben uns als ehemalige Besitzer ausgemacht. Die anderen sind alle schon tot!", fluchte er weiter. "Welche anderen?", fragte ich ihn und war darauf gefasst ein paar Namen zu hören, die ich nicht hören wollte. "Changa, die zu erst bei uns und dann auf der alten Ferienranch gestanden hatte, Sheza bat Cat, Annie get your Gun die wir von klein auf hatten, die beiden Missouri Foxtrotter What Lies Ahead und Cherokee Rose, Enjoy Nature, Possibility und My Blue Gun.", erklärte er mir und zählte sie an seinen Fingern ab. "Und noch ein paar, waren aber vorher nicht unsere gewesen." Nun musste auch ich schlucken. Es waren einige dabei, die ich aufgezogen und angeritten hatte. "Alle tot?", fragte ich Bellamy noch mal. "Jap, alle tot. Wie gesagt, die 3 eben genannten konnten noch früh genug gerettet werden, sind aber in einem erbärmlichen Zustand. Wir fahren sie gleich holen- beziehungsweise du und ich fahren sie holen. Häng den Truck bitte an.", befahl er mir und stampfte davon. Oh oh... dachte ich mir und ging zum Auto, hängte den Hänger an und fuhr vor die Tür. Dort wartete ich bis Bellamy eingestiegen war und wir fuhren zum Flughafen, wo wir die Pferde aufsammeln würden, denn sie kamen aus unserer alten Heimat: Kanada. Am Flughafen angekommen warteten die Leute, die die Pferde begleitet hatten, schon auf uns. Kristy Killings sah besser aus als die Anderen, sie hatte nicht so lange beim Schlachter gestanden als Sue und Dreamy. Wir nahmen die Pferde in Empfang, luden sie ein und schauten, das wir weg kamen, ohne jemanden umzubringen- dabei konnten sie doch alle nichts für diesen Zustand.
      Auf dem Blakes Crow Meadow angekommen hatten sich natürlich alle versammelt, um die Neuankömmlinge zu begutachten. Ich lud als erstes Dreamy aus, der wirklich abgemagert und schlacksig war. Seine Hufe waren auch nicht die besten. Ich streichelte ihm kurz über den Kopf, ehe ich ihn auf eine kleine Koppel brachte, wo er sich sofort hinlegte. Die Reise hatte ihn wirklich geschafft. Sue sah nicht viel besser aus. Sie kam zusammen mit Kristy Killings auch eine kleine Koppel, wo sie sich auch sofort hinlegte und ihre gescheckte Freundin die Umgebung im Blick hielt. "Ich ruf gleich mal den Tierarzt und den Hufschmied an. Je schneller die ordentlich untersucht werden, desto schneller sind sie wieder fit und sehen nicht so schlimm aus.", sagte ich Bellamy und er nickte. "Halt mich auf dem Laufenden.", sagte er und verschwand dann im Haus.
      Ich fuhr das Auto und den Hänger weg, ehe ich mich an den Zaun von Sue und Kristy stellte und Betsy sich zu mir gesellte. "Wieso sehen die Pferde so dünn aus?", fragte sie mich und ich überlegte, was ich ihr sagen sollte. "Wir hatten sie verkauft und sie hatten ein wirklich gutes Zuhause. Irgendwas ist da leider mehr als schief gelaufen, so dass sie beim Schlachte gelandet sind. Zum Glück hat man uns ausfindig gemacht und sie konnten noch gerettet werden. Viele unserer alten Pferde sind leider tot.", erklärte ich ihr und legte ihr meine Hand auf die Schulter. "Das ist sehr traurig, aber diese drei haben es wieder zu uns geschafft und bleiben hier, bis sie irgendwann einmal sterben.", sagte ich weiter und Betsy nickte. "Kommst du mit zu den Fohlen?", fragte sie mich dann. "Die sind alle soooo süß.", schwärmte sie und ich nickte. "Ausnahmsweise."
    • Eddi
      Pferdepraxis Sapala
      Mai 2018, by Eddi
      Für mich ging es heute nach New Mexico auf die Blakes Crow Meadow Ranch in Albuquerque. Caleb O'Dell hatte vor ein paar Tagen in der Praxis angerufen, denn die Ranch hatte kürzlich drei neue Pferde bekommen, die allesamt in einem mehr als schlechten Zustand waren. So war es meine Aufgabe, die drei heute zu untersuchen und zu schauen, was ihnen fehlte. Es waren eigentlich keine unbekannten Pferde, aber da das Schicksal manchmal unfair war, hatten die drei einen mehr als unschönen Weg hinter sich. Caleb hatte sie vor dem Schlachter gerettet und wollte sie nun wieder aufpäppeln.
      Als ich auf die Ranch fuhr, wartete er auch schon vor dem Stall auf mich und nahm mich herzlich im Empfang. Wir gingen direkt in den Stall und dort stand am Putzplatz auch schon das erste Pferd. Es handelte sich um die Paint Stute Kristy Killings. Die eigentlich hübsche Scheckstute sah aktuell mager und zerzaust aus und hatte auch nicht besonders viel Interesse an uns. Ich bat Caleb, sie mir einmal im Schritt und Trab vorzuführen.
      Die Gänge waren taktklar und sie lief auch locker und verhältnismäßig motiviert, so dass man davon ausgehen konnte, dass der Bewegungsapparat in Ordnung war. Also banden wir sie wieder am Putzplatz an und ich schaute in Ohren, Augen und Maul. An den Zähnen mussten wir definitiv was machen, denn da waren einige Haken zu sehen. Aber erst einmal hörte ich noch Herz und Lunge ab und tastete Kristy Killings ab. Aufgrund des stumpfen Fells riet ich Caleb dazu, jetzt in der Anfangszeit auch ein besonderes hochwertiges Mineralfutter mitzufüttern, in dem von allem ein bisschen mehr enthalten war, als es normal nötig war.
      Ansonsten würde der Zustand der Stute einfach nur Zeit brauchen, denn sie sah so im Großen und Ganzen recht fit aus. Stattdessen bekam sie aber direkt eine Wurmkur gespritzt und danach kümmerten wir uns noch um die Zähne. Kristy Killings stand ohne Betäubung ruhig mit der Maulsperre da, so dass ich ohne Probleme die Zähne raspeln und korrigieren konnte. Danach war die Stute auch schon fertig. Impfungen waren bei ihr auch überfällig, doch das würden wir auf einen späteren Termin legen müssen.
      Als nächstes war der Hengst Hollywoods Silver Dream an der Reihe. Auch er sah nicht besonders fit aus und bei ihm war die Wahrscheinlichkeit auch sehr hoch, dass er definitiv unter Würmern litt. Caleb bestätigte mir die Vermutung auch. Dementsprechend bekam er eine wesentlich stärkere Dosis und ich ließ Caleb eine zweite Spritze da, die er direkt am Folgetag geben sollte.
      Bei so akuten Wurmbefall musste man schnell handeln. Immerhin waren die Zähne in Ordnung, die Schleimhäute sahen gut aus und auch sonst schien er ganz fit zu sein für seine Verhältnisse. Der Hengst hatte hier und da Schmarren, ich vermutete mal, man war mit ihm nicht besonders zögerlich umhergesprungen, wahrscheinlich allein schon aus der Tatsache, dass er ein Hengst war. Caleb hatte aber bereits alles mit Wundspray versorgt und es sah auch keine Wunde so grenzwertig aus, als hätte ich eingreifen müssen.
      So war auch Pferd Nummer zwei erst einmal fertig. Auch für seine Impfungen würde im Verlauf des Monats ein Tierarzt nochmal kommen müssen. Nun aber zur letzten Stute: Black Sue Dun It. Caleb bezeichnete sie als Sorgenkind und ich sah auch schnell, warum. Die Rappstute hatte kahle Stellen an den Hinterbeinen und ich musste Calebs Vermutung bestätigen, dass die Stute Milben mitgebracht hatte.
      Dementsprechend war auch ihr Gesamtzustand, denn die Schädlinge zogen ziemlich an ihrer Gesundheit. Zusätzlich mussten auch bei ihr die Zähne gemacht werden, so dass ich heute nur die Zähne machte und sie dann gegen die Milben spritzte. Die Wirkung der Spritzen war enorm, machte das Pferd aber auch ganz schön fertig. Ich warnte Caleb also vor, dass die Stute die nächsten zwei Tage noch schlechter aussehen und mehr Fell verlieren würde. Das war aber der normale Prozess, denn der Körper würde sich nun von den Milben verabschieden, danach würde es dann schnell bergauf gehen.
      Zusätzlich ließ ich ihm eine Wurmkur da, die er dann in drei Tagen geben sollte. Den Impftermin sollte er gemeinsam mit den anderen beiden Pferden machen und generell sollte vor allem Black Sue Dun It vorerst noch mindestens zwei Wochen in Quarantäne bleiben. Abschließend gab ich ihm für die Beine noch ein spezielles Waschmittel mit, um die Milben auch von außen zu bekämpfen und die Beine zu reinigen. "Wenn du die nächsten zwei Tage einmal täglich wäschst, reicht das. Die Spritze macht den Rest", erklärte ich und dann durfte auch die Stute entschwinden. Ich drückte Caleb für seine drei Schützlinge die Daumen und machte mich dann auf den Heimweg.
    • Veija
      Sorgenkinder
      Mai 2015, by Veija
      Caleb
      Kaum hatten wir den Schock verdaut gehabt, dass Chocolate Dream, GRH's Aquila T Mistery, Cielos, Bella Cielo und Wimpys Little Devil fast das Ende ihrer Zeit vor Augen gehabt hatten, da folgte auch schon der nächste Schock. Kristy Killings, Hollywoods Silver Dream und Black Sue Dun It sollten das gleiche Schicksal erfahren, wie die anderen Westernpferde, die wir verkauft hatten.
      Zum Glück hatten wir diese drei noch retten können, wenn auch in einem miserablen Zustand. Mein Weg führte mich zu erst zu dem kleinen Paddock, auf dem Sue und Kristy standen. Kristy bekam seit sie hier war ein hochwertiges Mineralfutter, so dass sie mittlerweile schon wieder viel besser aus sah und auch ihr Winterfell alle losgeworden war. Eddi, unser Tierarzt, hatte mir noch die Impfungen für sie dagelassen, so dass ich mir die Stute aufhalfterte und mit zum Putzplatz holte. Dort band ich sie an und setzte ihr die Spritzen. Sie zuckte nervös mit den Ohren und sah mich böse an, doch das verkraftete ich schon. Heute wollte ich mich auch um ihre Hufe kümmern, denn diese waren auch mittlerweile viel zu lang. Ich holte mir also mein Equipment und fing beim ersten Huf an. Wenn man auf einer Ranch arbeitete, lernte man solche Dinge zwangsläufig, so dass ich nach etwa einer Stunde alle vier Hufe fertig geschnitten und geraspelt hatte. Es war wirklich nötig gewesen und mir war bewusst, dass Kristy sich erst einmal wieder an die kurzen Hufe gewöhnen musste, doch das würde sie schon schaffen. Ich putzte einmal kurz über und schnitt ihr dann auch die Mähne. Diese war nämlich leider so verfilzt, dass sie nicht mehr zu retten war. Ein Paint Horse mit Stehmähne sah doch auch ganz gut aus, oder nicht? Auch der Schweif musste ein Stück dran glauben, so dass sie nun erschreckender weise wie ein ganz anderes Pferd aussah. "Huch, wer ist das denn?", fragte Betsy, die um die Ecke kam und sich normalerweise jedes Pferd der Ranch mit Name und Stammbaum merken konnte. "Jetzt überleg aber mal. Steht mit Sue auf dem Paddock.", gab ich ihr eine Hilfe und sah dann, wie ihr kleines Gehirn anfing zu denken. "Kristy Killings, na klar!", rief sie begeistert und streichelte kurz den Hals der Stute. "Wieso hast du denn die Mähne und den Schweif so kurz gemacht?", fragte sie mich dann und ich lachte kurz. Kinder hatten immer so viele Fragen. "Die Mähne war ganz verfilzt und ich hätte sie nie aufgekämmt bekommen, deshalb hab ich sie abgeschnitten. Und den Schweif auch. Das mach ich bei Sue und Hollywood gleich auch. Willst du mir helfen?", fragte ich sie dann und sie nickte begeistert. Vielleicht mochte ich die Kleine ja doch. Zumindest ein bisschen, schmunzelte ich, löste Kristys Strick und brachte sie zurück auf den Paddock. Sue kam sofort zu uns und lies sich super einfangen, so dass ich Betsy den Strick in die Hand gab. "Sei aber konsequent. Sie hat auf dich zu achten und dich weder zu überholen, noch in deinen Bereich einzudringen.", sagte ich ihr. "Das ist wichtig.", erklärte ich ihr dann weiter und wir gingen ohne Probleme zum Putzplatz. "Halt sie kurz fest, ich hole einen Besen und kehr hier grade ein wenig sauber.", sagte ich und ließ sie stehen. Ich kannte Sue. Sie würde keiner Fliege was zu leide tun und ich kannte Betsy. Sie konnte sich mittlerweile mit den Pferden ganz gut selbst helfen, denn als ich wieder kam kraulte sie Sue zwischen den Ohren und fühlte sich ganz ertappt, als ich sie grinsend ansah. Ich kehrte kurz Hufreste und Fell beiseite, ehe ich Betsy zeigte, wo sie Sue anbinden sollte. Den Anbindeknoten hatte sie mittlerweile drauf, auch wenn ich ihr sagte, sie solle sie kürzer anbinden, da sich der Abstand sowieso immer vergrößerte, wenn die Pferde daran zogen.
      Auch Sue schien es besser zu gehen. Ich hatte sie die letzten zwei Wochen auf einen Einzelpaddock gestellt, erst seit gestern war sie wieder mit Kristy zusammen, denn Eddi hatte mir gesagt ich solle sie auf jeden Fall noch in Quarantäne halten. Sie war die ersten Tage nach dem Tierarztbesuch wirklich nicht sonderlich fit gewesen, hatte kaum gefressen und sah sehr träge aus. Das lag jedoch an den ganzen Krankheiten, die an ihr zehrten. Zwei Tage lang hatte ich sie mit dem Milbenwaschmittel gewaschen und gehofft, dass es ihr bald besser gehen würde. Und nach ein paar Tagen war es dann auch so gewesen. Sie hatte wieder gefressen und sah allgemein fitter aus. Auch sie hatte hochwertiges Mineralfutter bekommen, damit sie wieder ein paar Kilo mehr auf die Rippen bekam. Heute waren also die Hufe dran, die Mähne und der Schweif mussten ab und ich musste sie noch impfen. "Betsy stell dich mal auf die andere Seite und kraul ihren Hals. Ich impfe sie dann schnell.", sagte ich und zog die Spritzen auf. Sue benahm sich wirklich vorbildlich und zuckte nicht mal mit der Wimper. "Wenn du willst, kannst du sie putzen, während ich die Hufe mache.", sagte ich und sah nun in strahlende Kinderaugen. "Oh ja, gerne!", sagte sie nur und verschwand im Stall, um das Putzzeug zu holen. Dann kam sie wieder und fing an. Ich bearbeitete derweil Sues Hufe, die ein wenig besser als die von Kristy waren, so dass ich hier schneller fertig war. Ich rasierte ihr noch die Mähne ab und kürzte den Schweif. Dann war sie auch schon fertig. "Schnapp dir mal drei Möhren. Eine für Sue, eine für Kristy und eine für Hollywood. Denk aber dran, auch wenn du die Möhren in der Hand hast ist es wichtig, dass Sue deinen Bereich akzeptiert und dich nicht anrempelt oder rüberschubst.", erklärte ich und sie nickte. Schneller als ich schauen konnte war sie im Stall verschwunden und kam mit drei Möhren zurück. Eine gab sie Sue jetzt, die sich wirklich darüber freute. Dann band sie sie los und wir gingen zum Paddock zurück, wo wir die Stute wieder rein stellten. Nun war Hollywood an der Reihe. Ich wartete noch bis Betsy die Möhre an Kristy gegeben hatte und ging dann zu Hollywood. "Gib ihm mal die Möhre. Dann nehm ich ihn raus.", sagte ich und sie hielt ihm die Möhre hin. Er fraß sie genüsslich und brummelte Betsy leise an. "Darf ich ihn auch nehmen?", fragte sie und ich schüttelte den Kopf, ehe ich Hollywood das Halfter und die Führkette anlegte. "Nein, der ist seit er weg war unberechenbar geworden, ich nehm ihn lieber selbst. Halt auch ein bisschen Abstand zu uns und geh vor mir her.", befahl ich ihr und sie nickte. Betsy war wirklich die einzige Person hier, die mein Autorität nie in Frage stellte und einfach das tat, was ich ihr sagte. So trottete sie vor mir her und der Hengst und ich folgten ihr. Als wir an Sue und Kristy vorbei kamen fing er an zu tänzeln, zu brummeln und wollte in ihre Richtung. Ein paar mal ruckte ich an der Kette und ermahnte ihn, das sein zu lassen. Er gab sich seinem Schicksal hin und hörte auch auf, trabte aber regelrecht neben mir her. Wie ich diese Power in den Hengsten vermisst hatte, als ich nicht hier gearbeitet hatte. Ich seufzte kurz. "Betsy kehrst du einmal kurz?", fragte ich sie und sie nickte. Dann konnte ich den Hengst anbinden und verpasste ihm sofort die Impfung. Auch er bekam hochwertiges Mineralfutter, was wir allerdings absetzten würden, denn er hatte wieder genug Power und sah körperlich auch wieder ordentlich aus- und einen Hengst, der nichts tat außer auf der Koppel zu stehen und zu fressen, mit Mineralfutter vollzustopfen, kam einem Selbstmord gleich. "Bleib von ihm ein bisschen weg.", ermahnte ich Betsy, die auf Hollywood zukam und ihn streicheln wollte. "Es sind nicht alles so liebe Kinderpferde wie Sue, das muss dir klar sein.", sagte ich und fing an, die Hufe des silbernen Hengstes zu machen. Schnell war ich fertig und untersuchte seinen Körper nochmal auf die Wunden, die er gehabt hatte, als er hier ankam. Sie waren jedoch alle verheilt, so dass ich ihm auch die Mähne abrasierte und den Schweif kürzte, ehe ich ihn wieder zurück auf den Paddock brachte. "Was machst du jeeetzt?", fragte Betsy mich und ich lachte kurz in mich hinein. Meine Arbeit schien also doch so spannend zu sein, dass ich heute Babysitter spielen musste. "Nach den anderen fünf Pferden sehen, die wir in einem ebenfalls erbärmlichen Zustand bekommen haben. Wenn du willst, kannst du mitkommen.", sagte ich und sie nickte erfreut.
      Zu erst war Choco an der Reihe, der in der Nähe von Hollywood auf einem Paddock stand. Ich hatte in letzter Zeit viel mit ihm gearbeitet und er hatte das Vertrauen in Männer wiedererlangt. Bald würden wir dann mit dem Reining Training weitermachen, um zu schauen, was er noch drauf hatte. "Betsy willst du vielleicht noch in den Stall laufen und Lekerlis für die fünf Pferde holen, die wir jetzt noch anschauen?", fragte ich sie, ehe sie nickte und im Eiltempo verschwand. Ich ging derweil zu Choco und kraulte ihm den Hals. Er war wirklich besser drauf und auch wieder anhänglicher, so, wie ich ihn von Verena gekannt hatte. Betsy kam jetzt auch schon zurück und hatte einen ganz roten Kopf vom Rennen. Ich lachte kurz und rief sie zu mir rein. "Choco sei lieb.", sagte ich mahnend und ließ Betsy ihm dann ein Lekerli geben. Dann gingen wir weiter zu Gipsy, Wimpy, Aquila und Bella. Auch sie bekamen alle ihre Lekerli- Ration und hatten sich seit der Zeit, die sie hier waren, wirklich gemacht. Auch bei ihnen würde das Training bald wieder los gehen. "Komm, lass uns jetzt reingehen.", sagte ich zu Betsy. "Es ist Zeit fürs Mittagessen und es ist sowieso schon zu warm, um mit den Pferden jetzt etwas zu machen.", erklärte ich und zusammen gingen wir zum Haus, wo Betsy sofort in die Arme ihres Vaters lief und ihm von ihrem aufregenden Tag mit mir erzählte.
    • Veija
      Neue Stallungen und Ausbau des Geländes
      Juni 2018, by Veija
      Bellamy
      Immer wieder war uns aufgefallen, dass es nicht die beste Idee war, die Stuten, Wallache und Hengste dieser Ranch so nah beieinander zu halten. Wir hatten einige Hengste, die waren bisher nur Turniere gelaufen und wussten gar nicht, was es heißt, eine Stute zu decken, doch ein paar hatten dies schon gemacht und stellten sich natürlich besonders an, wenn die rossigen Stuten in der Nähe waren. So hatten sich alle Mitarbeiter der Ranch zusammen gesetzt und überlegt, wie wir das ändern konnten. Hier auf dem Gelände standen noch viele Gebäude leer. So entschieden wir uns dafür, einen Stalltrakt umzubauen, um die Hengste auch räumlich weiter von den Stuten zu trennen.

      Zwei Monate später
      Zwei Monate hatte der ganze Umbau gedauert, doch endlich waren wir damit fertig und unsere Hengste konnten umziehen. Angefangen bei Smart Lil Vulture, der seit kurzem Caleb gehörte und sein ganzer Stolz hier auf der Ranch war. Er schien regelrecht verrückt nach diesem Pferd zu sein und wir waren uns alle sicher, dass sie es noch weit bringen würden- obwohl beide hitzige Sturköpfe waren. Aber vielleicht auch gerade deshalb. Das nächste Pferd war unser geliebter Zues, der jedoch keine Box, sondern ein Paddockabteil bekam, denn in der Box war er noch immer ungenießbar. Das nächste Pferd, welches in eine Box kam war Alan's Psychedelic Breakfast. Auch eines unserer liebsten Pferde. Als nächstes folgten Genuine Lil Cut und Gun and Slide. Schon beim Führen merkte man, dass man zwei absolut verschiedene Pferde an der Hand hatte. Denn Gen plusterte sich auf und brummelte alles und jeden an, während Blue ruhig neben seinem Führer her ging. Als diese beiden ihre neue Box bezogen hatten, gingen wir zurück und holten Hollywoods Silver Dream, Chapter 24 und Chocolate Shades. Auch diese fanden schnell ihren Platz in der Box. Wir wollten sie heute in der Box lassen, damit sie sich an ihr neues Zuhause gewöhnten, ehe sie am nächsten Tag wieder auf die Koppeln und die Paddocks kamen. Nun war Citizen Fang an der Reihe. Der Hengst würde zwar bald kastriert werden, aber noch war er ja Hengst und konnte nicht im alten Stall stehen bleiben. Zusammen mit ihm holten wir General's Coming Home und GRH's Bella's Dun Gotta Gun. Auch diese Pferde fanden schnell ihren Platz, wobei wir vielleicht das ein oder andere Pferd später nochmal tauschen würden, denn sie kamen nicht alle miteinander zurecht. Bei Menschen war dies ja auch oft so, dass manche sich einfach nicht riechen konnten.
      Zurück im alten Stall schnappten wir uns nun GRH's Funky's Wild Berry, GRH's Unbroken Soul of a Devil und Gunners Styled Gangster, der auch noch nicht allzu lange bei uns war. Das letzte Pferd war unser Appaloosahengst Whinney. Damit waren alle 15 Hengste in ihren neuen Stall umgezogen und wir beobachteten sie eine Weile, ehe wir mit gutem Gewissen in den alten Stall zurück gingen, und anfingen, die Stuten auf ihre Koppel zu bringen. Wir hatten uns dazu entschieden, sie ab sofort als ganze Gruppe zusammen zu lassen. So schnappten wir uns zu erst Chou, Colonels Smokin Gun und Heretic Anthem. Nachdem diese drei auf der Koppel waren entschieden wir uns dazu, immer je zwei Pferde auf einmal zu holen, denn sonst wären wir morgen noch dran. So waren die nächsten Pferde Baby Doll Melody, Bella Cielo, DunIts Smart Investment, Ginny my Love, Jade und Kristy Killings. Alle sechs freuten sich sichtlich, nun endlich und eigentlich viel zu spät über die Weide rennen zu dürfen. Als nächstes folgten dann Raised from Hell, Wimpys Little Devil, A Walking Honor, Black Sue Dun It, unser Wallach Cielos und Easy Going. Auch sie waren im Nu auf der Koppel und galoppierten ihrer Herde hinterher. Es folgten Face Down, GRH's A Gun Colored Lena, GRH's Aquila T Mistery, GRH's Unbroken Magic, Honey's Alehshanee und Magnificient Crow. Wir waren immer wieder erstaunt, wie viele farblich unterschiedliche Pferde wir doch hatten. Einfach ein bunter Haufen an Westernpferden mit den unterschiedlichsten Begabungen und Stärken. Es folgten nun My sweet little Secret, Snapper Little Lena, Stormborn und unser Mischlingspferd Striga. Dann waren alle Stuten auf der Koppel. "Hat denn niemand eine Kamera dabei?", fragte ich lachend und sah mich um. "Niemand? Wirklich? Hm.", sagte ich und zuckte mit den Schultern. Die Stuten und unser Wallach standen alle an dem kleinen See, der sich mitten auf der Wiese befand und tranken. Das wäre der perfekte Schnappschuss für unsere Homepage gewesen, weshalb wir auch Ylvie angestellt hatten. Aber wenn niemand etwas dabei hatte, dann konnte ich es nicht ändern. "So, nicht rumstehen, die Boxen wollen gemistet werden.", sagte ich lachend und scheuchte alle an die Arbeit, während ich noch eine Weile hier stand und meinen Pferden zusah. Verena und auch die anderen der Gips Reminder Ranch hatten ein riesiges Erbe hinterlassen, welches gepflegt und ausgebaut werden wollte. Wer weiß, vielleicht würden wir ab dem nächsten Jahr Zuchtfohlen verkaufen. Bislang hatten wir die Fohlen eher für uns behalten aber wer konnte schon in die Zukunft sehen.
    • Veija
      Pleasure LK 5 - LK 4
      Juli 2018, by Veija
      Laurence
      Octavia war heute zu Besuch auf der Ranch und wollte uns bei dem Training der Pferde etwas unter die Arme greifen. Ich war darüber doch sehr froh, denn so konnten wir mit vier Pferde gemeinsam auf den Platz gehen und schon auf Turnierniveau trainieren. Ich würde heute meine Stute GRH's A Gun Colored Lena reiten, die ich schon bald zur Krönung schicken konnte, worauf die ganze Ranch unglaublich stolz war. Octavia würde Black Sue Dun It reiten, die sie auch schon am fertig machen war. Caleb würde sich Chou schnappen und Bellamy würde A Walking Honor reiten. Alle Pferde sollten in der Pleasure von der LK 5 in die LK 4 aufgestuft werden.
      Relativ schnell fanden wir uns also alle auf dem Platz ein. Da ich heute das Kommando über alle Reiter und Pferde übernahm, befahl ich allen, die Pferde zu erst im Schritt und lockeren Trab warm zu reiten. Auch Lena und ich ritten uns ein wenig warm. Da es hier so wahnsinnig heiß war, dauerte das auch wirklich nicht lange und wir konnten mit dem Training anfangen. Dazu rief ich wieder alle in die Mitte. "Wir reiten jetzt alle ganze Bahnen, ich gebe die Kommandos zu Richtungswechseln oder Tempowechseln. Wichtig ist, dass ihr die Pferde wirklich gerade haltet. Die sollen nicht durch die Gegend gucken und die sollen auch nicht über die Schultern einfallen.", erklärte ich alle und schickte Caleb vor. Gefolgt von Octavia, Bellamy und zum Schluss mir. "Überholt werden darf natürlich, aber rempelt keinen um.", fügte ich noch an und so gingen wir im Schritt auf der linken Hand unsere Runden. Honey und Chou waren doch recht langsam in ihrem Schritt, Sue und Lena allerdings überholten die beiden anderen Pferde, wobei Lena noch die schnellste war und ich mich so sehr schnell an der Spitze unserer kleinen Truppe wiederfand. "Traben.", gab ich die kurze Anweisung und trieb Lena zum Trab an. Trab war gar nicht ihre Gangart. Sie galoppierte für ihr Leben gerne und ich sah es schon kommen, dass wir beim Galopp gleich ein riesiges Chaos haben würden. Immer wenn ich um die Kurve ritt, schaute ich mich nach hinten um. Das, was ich sah, sah wirklich gut aus, so dass ich das Kommando zum Schritt gab. Wir ritten etwa eine halbe Runde im Schritt, ehe ich wieder zum Traben animierte und wir schließlich angaloppierten. "Halte sie alle etwas zurück, lasst sie aber noch flüssig laufen.", sagte ich und sie taten alle, was ich ihnen gesagt hatte. Lena und ich galoppierten vorne weg und überholten sogar Chou noch, die heute wohl wirklich keine Lust zu galoppieren hatte. Nach einer Weile gab ich wieder das Kommando zum Traben und schließlich zum Schritt gehen, ehe wir die Hand wechselten und auf dieser genau das Selbe machten. Dann ritten wir die Pferde trocken und brachten sie wieder auf die Koppeln. Octavia wollte uns noch weiter helfen, weshalb wir uns heute noch Easy Going, Face Down, GRH's Aquila T Mistery und Heretic Anthem vorknöpften. Auch sie alle wollten wir in der Pleasure für die LK 4 trainieren, weshalb wir das selbe machten wie eben mit den anderen Pferden. Die einen stellten sich besser darin an, die anderen eher nicht so gut. Doch alle erreichten das Niveau, welches wir für sie vorgesehen hatten. Es musste natürlich noch mehr Training folgen, doch fürs erste wollten wir es dabei belassen. Octavia verabschiedete sich wieder und so waren wir hier wieder zu dritt.
      Den ganzen Nachmittag über hatten die Pferde alle Pause, ehe wir am Abend nochmals die Pläne studierten und zu dem Entschluss kamen, dass wir die anderen Stuten auch noch trainieren wollten.
      GRH's Unbroken Magic, Honey's Aleshanee und Magnificient Crow waren als nächstes an der Reihe. Magic und Shanee wurden von mir und Bellamy geritten. Sie sollten ebenfalls in der Pleasure aufgestuft werden. Crow wurde von Caleb geritten, denn sie sollte in der Reining auf die LK 2 gebracht werden. Caleb ging deshalb auf den großen Reitplatz, Bellamy und ich fanden uns auf dem Kleinen wieder und trainierten dort unsere beiden Pferde. Beide waren noch jung und erst vor kurzem eingeritten worden, so dass wir hier auf jeden Fall mehr zu tun hatten und es würde auch nicht mit ein paar Mal reiten getan sein. Ab und zu warf ich einen Blick rüber zum großen Reitplatz, auf dem Caleb gerade mit Crow einen Sliding Stop sondergleichen hinlegte. Gleich nachdem sie standen, gab er die Hilfen zum Roll Back und Crow sprang rum. Es fiel ihr jedoch sichtlich schwer, so dass ich glaubte, dass bei der LK 2 für sie Schluss sein würde. Sie war eben doch nicht so perfekt gebaut für diese Disziplin. Doch das war auf keinen Fall schlimm, denn wir züchteten hier auf dem Blakes Crow Meadow ja Allrounder, also hätte sie auf jeden Fall auch weiterhin einen Platz hier auf der Ranch.
      "Lassen wir gut sein für heute, Bellamy.", erklärte ich dem jungen Mann dann und wir ritten zum Stutenstall, wo wir die beiden Pferde absattelten, ihnen ihr Kraftfutter gaben und sie dann wieder auf die Koppel brachten. "Vier Pferde fehlen noch, dann haben wir sie alle für diesen Monat.", sagte ich zu dem jungen Mann und er überlegte kurz. "Lass die heute auch noch machen, wenn wir schon dran sind.", sagte er und ich gab diese Anweisung an Caleb weiter. Er nickte und suchte sich sofort Snapper Little Lena raus, die er in der Reining von der LK 4 auf die LK 3 bringen wollte. Er hatte irgendwie einen Narren an der blinden Stute gefressen. Bellamy schnappte sich My sweet little Secret und wollte sie im Trail auf die LK 2 bringen. Ebenfalls an Caleb übergab ich Stormborn, die auch auf die LK 3 in der Reining gebracht werden sollte. Für mich blieb dann noch Striga übrig, die ich einreiten und dann in der Pleasure in die LK 4 bringen wollte.
      Wir hatten also in diesem Monat mehr als genug zu tun, ohne uns um die Jungpferde oder die Hengste zu kümmern. Auch blieb das Training der Zuchtpferde zur Zeit noch aus, doch in ein paar Tagen würde dies wieder aufgenommen werden. So trainierten wir jeden Morgen und jeden Abend unsere zugeteilten Pferde, halfen uns bei Problemen gegenseitig und unterstützten uns, so wie es sein sollte. Am Ende des Monats hatten wir dann alle Tiere eine Stufe weiter
    • Veija
      What it's like to be a cowboy
      September 2018, by Veija
      Caleb
      „Grab your fuckin‘ hat and get on your damn horse, Murphy!“ - genau diese Worte hätten Bellamy entsprungen sein können. Doch nun war ich es, der Jonathan Murphy so nett darauf hinwies, seinen Cowboyhut aufzuheben und wieder auf sein Pferd zu steigen. Eigentlich war ich ein Genügsmensch, vor allem was das Training junger Pferde, aber auch Reitanfänger anging, doch Murphy war heute einfach nicht mehr zu helfen. Angefangen hatte der Morgen recht schön. Ich war mal wieder neben Ylvi aufgewacht, hatte die Boxen gemacht und mich auf einen kleinen Ausritt mit meinem Hengst Smart Lil Vulture gemacht. Er wurde immer besser und das Training wollten wir auch bald wieder aufnehmen. Doch dann kam es. Bellamy verdonnerte mich dazu, die Zäune der neuen Koppeln abzureiten. Warum? Tja.. ich hatte mir in letzter Zeit ein paar Fehler erlaubt, angefangen von den Tagen die Ylvi und ich einfach blau gemacht hatten, bis zu dem Punkt, an dem ich dem Native einen Kinnhaken verpasst hatte. Irgendwie hatte Bellamy ein Gespräch zwischen Ylvi und mir mitbekommen und war dann hellhörig geworden. Dazu kam noch, dass ich mir unterwegs ein paar Rinder diverser Cowboys anschauen sollte, denn Bell überlegte, Rinder auf die Ranch zu holen. Alleine wäre das auch kein Problem gewesen, doch ich sollte Murphy mitholen, da ich ja nur Schritt reiten sollte und er endlich Reiterfahrung brauchte. Bellamy und er konnten sich nicht so wirklich leiden, wobei ihre Hahnenkämpfe nachgelassen hatten, seit O nicht mehr da war. Hier standen wir nun, an der 6. Koppel und Murphys Hut hatte zum gefühlten 1000 mal einen Abgang gemacht. Irgendwann platzt auch mir der Faden.
      „C‘mon.“, sagte ich genervt und drehte Wimpys Little Devil einmal im Kreis. Sie war irgendwie das Pferd, welches ich in letzter Zeit mit am häufigsten ritt und welches ich wirklich ins Herz geschlossen hatte. Murphy hatte ich auf Black Sue Dun It gesetzt. Sie war eines der ruhigsten Pferde, natürlich neben Blue, und machte sich mit am Besten als Anfängerpferd. Wie man sie allerdings ständig dazu brachte anzutraben und Kurven zu laufen war mir bis jetzt ein Rätsel.
      Murphy murrte etwas, stieg ab und hob seinen Hut vom Boden auf. Dann setzte er sich wieder auf sein Pferd. Devil fing an ungeduldig mit den Hufen zu scharren, denn sie war das Rumstehen und Warten wirklich Leid.
      „Das nächste Mal tacker ich dir das Ding am Kopf fest.“, murrte ich und sah dann wieder zu ihm. „Können wir jetzt weiter?“, fragte ich ihn dann und er nickte. Endlich.
      Unterwegs hatte ich kein Loch im Zaun entdeckt, aber auch Rinder hatten wir kaum gesehen. „Wir reiten einen Umweg durch die Stadt, ich wollte noch mit Louis sprechen.“, sagte ich zu dem Jungen „Cowboy“ und drehte Wimpy einmal um 180 Grad, ehe ich in Murphys verdattertes Gesicht schaute, wie er damit beschäftigt war, Sue zu bremsen und nicht in mich rein zu reiten. „Also so langsam frag ich mich warum du hier bist.“ „Weil Bellamy mich dazu verdonnert hat?“ „Nein, ich meine auf der Ranch. Warum du auf der Ranch bist.“ „Es ist Arbeit.“, antwortete er nur, klopfte seine Beine an Sues Bauch und ritt dann wieder neben mir her. „Wir reiten die Abkürzung, die ich letztens auch mit Ylvi geritten bin. Einmal durch den Fluss und den Abhang hoch. Lass die Zügel lang und lehn dich nach hinten. Sue geht mir nur hinter her.“, erklärte ich ihm und sah in sein nervöses Gesicht. „Keine Sorge, Sue weiß was sie tut und sie kann das. Zieh nur nicht am Zügel, verstanden?“ „Verstanden.“, sagte er zu mir und ich nickte.
      So wandte ich Wimpy nach einem Stück gerader Strecke an den Koppeln vorbei nach rechts ab, wo wir eine ganze Weile einem Feldweg folgten und dann zum Fluss kamen. „Ich such eine Stelle aus die nicht so steil zum Übergang ist.“ Murphy nickte schweigend.
      Ich fand sogar ein paar Meter weiter einen Übergang, wo man sogar mit dem Auto hätte durchfahren können. So ersparten wir es uns, einmal den Abhang runter und wieder hoch zu müssen. Stattdessen konnten wir einfach gerade durchreiten. „Wenn sie trinken will lass sie, aber sobald sie anfängt mit den Vorderbeinen zu schlagen treib sie weiter. Sonst legt sie sich hin und dann liegst du im Fluss. Und der Sattel ist nass.“, lachte ich und trieb Wimpy vorwärts. Wasser war sowieso nicht so ihr Ding, weshalb sie wie ein Storch, stacksig durchs Wasser watete.“ Am anderen Uferende klopfte ich mir einmal die Hosenbeine ab, denn auch sie hatten ein paar Spritzer abbekommen. Dann drehte ich mich zu Murphy um und fing schallend an zu lachen. Er hatte die Beine nach oben gezogen und eins sogar auf Sues Hals abgelegt. Sue war mit angelegten Ohren und eingezogenem Schweif stehen geblieben und schaute gar nicht so glücklich zu uns rüber. „Beine runter…. schnalzen… treiben…“, rief ich ihm zwischen meinem Lachen zu. Schade, dass ich mein Handy nicht dabei hatte. Das wäre ein tolles Bild für die Crew der Ranch geworden. Es dauerte eine Weile bis er die Beine runternahm und Sue antrieb. Die schwarze Stute war sogar noch etwas mehr als fünf Zentimeter größer als Wimpy und Murphy ein wenig kleiner als ich, weshalb ihn das Wasser kaum berührte. “Wir haben über 30 Grad, eigentlich müsstest du froh über ein wenig Abkühlung sein.“, scherzte ich und wischte mir die Tränen aus den Augen. „Na wenigstens hast du deinen Hut noch.“, neckte ich ihn weiter und trieb meine Stute dann wieder an. „Halt dich mal am Horn fest.“, sagte ich knapp und ohne eine Antwort abzuwarten trieb ich Wimpy zum Trab an. Sue trabte sofort los und folgte mir. “Festhalten.”, sagte ich nochmal und gab Wimpy Küsschen, woraufhin sie sofort angaloppierte und Sue uns in einem lockeren Galopp folgte. Ich hielt meine Stute gerade, sah jedoch immer wieder mal nach hinten, was Murphy so machte. Er funkelte mich wütend, aber auch unsicher zugleich an, hielt sich aber wacker auf dem Pferd. Ein Glück hatte ich ihm die Rappstute gegeben, von einem der anderen Pferde wäre er längst abgeworfen worden, denn nicht alle hatten einen so wunderschön weichen Galopp wie die zwei Pferde, die wir ritten.
      Als der Feldweg zu Ende war parierte ich mein Pferd wieder zum Schritt durch und gab Sue per Kommando zu verstehen, dass sie auch wieder Schritt gehen sollte. “I didn’t expect what it’s like to be a cowboy…”, murmelte Murphy. “You got to be kidding me… This has absolutly nothing to do with being a cowboy.. nothing at all.”, feixte ich zurück und war ihn und die anderen ‘Anfänger’ so langsam wirklich Leid. Sobald ich zurück auf der Ranch war, würde ich Bellamy sagen, dass er endlich ein paar richtige Cowboys einstellen sollte, ansonsten würde ich die Ranch verlassen - oder zumindest wieder ein paar Tage Terror schieben.

      In der Stadt angekommen besprach ich mein Anliegen schnell mit Louis. In der Zeit konnte Murphy sich ausruhen… beziehungsweise trank er einen Schnaps an der Bar gegen die Schmerzen. Auf Louis sarkastischen Hinweis, dass man damit schneller vom Pferd fiel, ging er überhaupt nicht ein und winkte nur kurz ab. Kurz nach Murphys Stärkung setzten wir uns wieder auf die Pferde und ritten zunächst eine ganze Weile Schritt, ehe ich ihn anwies sich wieder am Horn festzuhalten und ich die Pferde in einen lockeren Galopp antrieb- wohlbemerkt, locker. Auf der Ranch angekommen drückte ich ihm beide Pferde in die Hand und befahl ihm, sie abzusatteln, kurz abzuwaschen und dann wieder auf die Koppel zu bringen. Sie hatten ihren Job für heute getan. Und er sollte nicht vergessen, ihnen ein paar Möhren zu geben. Ich derweil machte mich dann auf den Weg, um Bellamy zu suchen.
      Der stand im Stall und schien gerade von einem Ausritt mit Alan’s Psychedelic Breakfast zurückgekommen zu sein. “Jo Bellamy.”, sagte ich und er drehte sich fragend zu mir um. “Bin wieder da, du musst deinen Arbeitern das Reiten beibringen. Am Besten hättest du damit gestern schon angefangen.”, murmelte ich und blieb dann, an eine Boxentür gelehnt, vor ihm stehen. “Was hast du auf dem Herzen?”, fragte er mich und hob den Sattel von Alans nassem Rücken, um ihn dann vor der Box auf den dort angebrachten Ständer zu hängen. “Ich hätte hier gerne ein paar Cowboys. Nicht nur Stallhelfer die nicht reiten können. Jungs, die mir mit anpacken können und die zumindest ein Pferd galoppieren können, ohne auszusehen, als würde ihr Kopf gleich platzen. Ylvi kann zwar reiten und hilft mir, aber ihr Job hier ist eigentlich etwas anderes.”, erklärte ich ihm. “Als würde ihr Kopf gleich platzen?”, fragte Bellamy mich dann und ich rollte kurz mit den Augen. “Ja, genau das habe ich gerade gesagt.” “Ich habe mich, ehrlich gesagt, schon umgehört nach ein paar neuen Männern.”, sagte Bellamy mir und ich wurde hellhörig. „Die kommen in den nächsten Tagen vorbei. Nimm die unter deine Fittiche und sag mir dann, wen du nehmen willst.“ Ich grummelte etwas, dass wohl einem ‚Danke‘ gleichkommen sollte und verschwand wieder meiner Wege. Na dann hatte ich die nächsten Tage ja etwas zu tun.
    • Veija
      Halloween Platzhalter
    • Veija
      This fragile heart
      November 2018, by Ravenna & Veija
      Ylvi
      “Was genau hast du denn vor? “ kam die Frage von Caleb als ich hinunter in die Küche kam. Um meine Schulter hing die Kamera, in meiner Tasche befand sich der Rest meiner Ausrüstung. “Louis will in die Stadt, das wollte ich direkt mal nutzen um Fotos zu machen. Ich hab da auf dem Tisch eine Liste mit Zeugs das ich außerdem kaufen soll von Bellamy, Murphy und so. Falls du auch etwas möchtest schreib es einfach mit auf.” Wir fuhren nicht oft nach Albuquerque, wenn einer dann doch fuhr - bekam er immer so eine Liste in die Hand gedrückt. Caleb und ich waren gerade eine knappe Woche wieder zurück auf der Ranch. Während er sich direkt in die Arbeit hatte gestürzt, musste ich einige Schritte zurück schalten. Ich hatte zwei Tage mit Schwindel zu kämpfen gehabt, mir war Regelmäßig schlecht gewesen. Bellamy hatte mir drei Tage Ruhe verordnet...auch Caleb war immer wieder im Gästehaus erschienen. Wie ein rastloser Kojote war er mir vorgekommen. “Bist du dafür wieder fit genug?” “Klar das war nur ein Migräneanfall.. zu wenig getrunken. Ein bisschen Stress.” Log ich, denn Schwindel war noch immer ein Bestandteil meines Zustandes. Caleb zog eine Augenbraue nach oben. “Louis ist bei mir. Was soll schon schief gehen?” “Dann mach dir einen guten Tag.” damit setzte er sich seinen Hut auf, verschwand aus der Haustür. Ich griff nach meiner Liste, tatsächlich hatte Caleb etwas darauf ergänzt. Seinen liebsten Tabak und Bier...und dahinter…”richtiges” in gutem Deutsch. Ich schmunzelte. Als er das erste Mal gefahren war hatte ich das ebenfalls geschrieben. Nach einem kurzen Frühstück, schlenderte ich schon mal nach draußen. Louis würde mich in den nächsten 10 Minuten abholen kommen.
      Mein Blick folgte gerade Murphy der mit einem der Quarter am Strick in Richtung der Führanlage ging. Ich zog die leichte Jacke etwas enger um mich, jetzt gegen 7 Uhr waren noch knapp 14 ºC, erst später würde es wärmer werden.
      Erst als ich wieder zur Auffahrt sah fiel mir der Geländewagen auf der, reichlich Staub aufwirbelnd, auf mich zugefahren kam. Natürlich wusste ich das Louis nicht allzu viel Geld hatte, doch dieser Wagen hatte nicht nur einen used-rostig Look, er war tatsächlich verrostet. In Deutschland wär das Teil wahrscheinlich niemals durch den TÜV gekommen. Ich starrte also den Wagen etwas entgeistert an, während ein lässig gekleideter Louis aus dem Wagen stieg. Unter einem roten Tuch auf dem Kopf lugten seine ordentlich in Zöpfe gelegten Haare hervor, eine kleine Feder flatterte im Wind. Auf dem Tuch selbst trug er ein Basecap das vielleicht mal rot gewesen sein könnte, mit einer Aufschrift die kein Mensch lesen konnte. Ein schwarzes Shirt, eine Jeans. Nichts im Vergleich zu seinem Aufzug in der Regalia. Ohne die Zöpfe, hätte man ihn auch gut und gerne für einen Latino halten können. “Du starrst, Kari-win.” sagte er lachend. “Was?” “Du starrst mich an.” “Nicht dich.. deinen Wagen. Fahren wir damit nach Albuquerque?” Louis legte den Kopf schief, schob die Lippen nach vorn(eine Geste die er oft machte, auch bei Lilly hatte ich es schon beobachtet) . “Ja, wieso?” Ich zuckte die Schultern. Immerhin war er bis hierher gekommen. “Lass uns los fahren.”
      “Willst du mir nicht erst noch den neuen von Caleb zeigen? “ Ich schüttelte den Kopf. “Das kann Caleb schön selbst machen. Komm damit wir heute Abend wieder zu Hause sind.”
      Die Sitzbank des Geländewagens war durchgehend, eine Vorrichtung zum Anschnallen war immerhin vorhanden. Louis lächelte als mein Verschluss einklickte, dann suchte er selbst nach dem Sicherheitsgurt - ein Indiz dafür, dass er das sonst nicht Tat vermutete ich einfach mal.
      Wir redeten nicht viel. Ob diese Eigenschaft Caleb wohl von Louis hatte? Daher nutze ich die Zeit um die Landschaft die an mir vorbei zog zu fotografieren, einige kleine Filme zu drehen. “Du bist nicht gut darin nichts zu tun, nicht wahr Kari-win?” Ich ließ meine Kamera sinken, statt einer Antwort gab ich eine Gegenfrage “Was bedeutet das eigentlich?” “Was?” feixte er.” “Win bedeutet Mädchen das weiß ich. Aber das davor.. ich hab es gegoogelt, aber ich wusste nichtmal genau wie es geschrieben wird.” “Rabe” Rabe? Ich verzog die Brauen.. “Raben-Mädchen?” Louis nickte. “Doch nicht etwa weil ich meinte ich wäre sicherlich eine Rabenmutter.” Kopfschütteln. “Verräst du es mir?” beinahe erwartete ich ein weiteres Kopfschütteln, aber es kam eine Antwort. “Dein Haar ist wie das Gefieder eines Raben. Außerdem habe ich von dir geträumt, darin hast du dich in einen Raben verwandelt. Deshalb gab ich dir diesen Namen.” Er hatte also von mir geträumt? Träume hatten etwas besonderes in sich.. ich selbst träumte intensiv des Nachts. Wie oft wachte ich auf, mit nassen Wangen. Nicht immer konnte ich mich an den Inhalt erinnern. Doch seltsamerweise, handelten auch manche meiner Träume von Raben. “Scheint mir kein schlechter Name zu sein. “ murmelte ich, lächelte. Nein das war er nicht.

      In der Stadt steuerten wir als erstes das Einkaufszentrum an. Jeder einen eigenen Wagen, erledigten wir die Einkäufe. Den Tabak für Caleb fand ich nicht, bis Louis mir verriet den gäbe es nur in bestimmten Läden im Stadtinneren. Soweit nach Albuquerque hatte ich eigentlich gar nicht fahren wollen. Trotzdem landete der Einkauf in etlichen Tüten auf der Ladenfläche des Wagens. Mittlerweile war die Temperatur deutlich gestiegen, ich entledigte mich daher meiner Jacke, im Top ließen sich knapp 29 °C leichter ertragen. Mal ganz davon abgesehen das der Wagen keine Klimaanlage besaß. “Ylvi, fang.” mir blieb gerade genug Zeit um den mir zugeworfenen Gegenstand zu erfassen, er prallte gegen meine Hand, gefangen hatte ich ihn allerdings nicht. Als ich mich danach bückte hielt ich den Autoschlüssel in der Hand. “Ich?” meine Stimme klang fasst ein wenig hoch, zu hoch. Ich räusperte mich “Bist du dir sicher?” Keine Antwort, stattdessen nahm Louis auf dem Beifahrersitz platz. Also stiefelte ich herum, setzte mich hinter das Lenkrad und hatte bei der Größe das Gefühl einen Panzer zu fahren. Es war zweierlei seltsam wieder Auto zu fahren - gerade mit dem Verkehr. Aber wie man so schön sagte, es war etwas das man wohl nie verlernen würde. Ich musste nur ein wenig umgewöhnung leisten, denn ich hatte hier keinen Schaltwagen. Vom Old Town ging es immer Richtung Osten der Stadt, das Sandia Peak Tramway war unser Ziel. ich wollte die Stadt ein wenig von oben sehen, hübsche Fotos machen die ich meiner Familie senden könnte. Ich musste ja nicht zugeben das ich die meiste Zeit eigentlich nur auf der Ranch herum lungerte.
      Begleitet von Native Rap (ich hatte bis hierhin gar nicht gewusst das es diesen tatsächlich gab) fuhr ich den Highway bis zur Talbahn. Ich sah hinauf , vor uns erstreckten sich die Sandia Mountains. Ich zog uns beiden ein Ticket für die Bahn. Mit uns stieg noch eine Masse aus älteren Leuten und Kindern ein. Ich drängte mich in eine der Ecken..mir zitterten schon die Hände. Ich hatte vergessen das mir enge Räume, große Höhen und viele Menschen missfielen. Louis schien das aufzufallen. Er stand dort, sah mich fragend an. “Panikattacken bei größeren Massen an Menschen manchmal.” flüsterte ich. Die sonst so selbstbewusste Ylvi ganz kleinlaut...wie ich das hasste. Immerhin war es besser geworden. Vor einigen Jahren hätte mich niemand hier rein zwängen können. In mir kämpfen verschiedene Emotionen, bevor ich sie gesichtet und sortiert hätte geht die Sonne unter. Louis Arme greifen von hinten um meinen Körper. Fest genug um klar zu machen das ein Entkommen unmöglich war. Ich mutierte zum Stock. “Hör mir zu” langsam geht er zurück, ich merke wie er gegen die Stange in inneren der Gondel lehnt. “Solange ich dabei bin, brauchst du keine Angst haben. Verstanden?” ich nicke, konzentriere mich einfach nur auf ihn. Auf die ungewohnte Umarmung seinerseits, ich wurde weicher in meiner Anspannung, mein Kopf legte sich gegen seine Schulter. Mein rasend Herz kam zur Ruhe, mit geschlossenen Augen konnte ich die anderen vollkommen ausblenden. Verbissenes Schweigen. Keine gute Basis für eine Unterhaltung. Das Rauschen der Motoren, die Stimmen neben uns. Vielleicht genügte das auch. Ich drücke seinen Unterarm, bringe nur ein gehauchtes “Danke” über die Lippen. “Wofür?” “Für das hier.” ich spüre ihn lachen als das ich es wirklich höre. Er neigt sich nah genug zu mir, sein Atem streicht mein Ohr. “Was meinst du?” Ich zuckte mit dem Kopf nach hinten gegen ihn. “Das weißt du ganz genau.” murmel ich, kaum mehr als ein Wispern gegen das Stimmengewirr um uns herum. Ob er es überhaupt gehört hatte? Louis zuckt die Schultern, der Impuls geht durch uns beide..so nah sind wir uns. “Schau nach draußen. Bevor die Bahn eröffnet wurde flog ein Passagierflugzeug gegen den Berg. Sieh genau hin dann kannst du dort noch einige Bruchstücke sehen.” Louis hatte uns beide gedreht, deutete hinunter. Ich gab mir wirklich Mühe, konnte allerdings nichts erkennen. “Ich seh da nix.” kam es mir fast ein wenig enttäuscht über die Lippen. “Besser?” “Was?” “Deine Angst.” er löste sich ein wenig von mir, ich blinzelte, sah auf meine Hände. “Kein Zittern.” verkündete ich, wackelte mit den Händen vor seinem Gesicht. Louis nickte anerkennend. Im nächsten Moment endete unsere Fahrt, denn insgesamt dauerte sie nur 15 Minuten. Wir stiegen aus. Entschieden uns zunächst einen Happen zu Essen ehe wir ein wenig auf Erkundungstour gehen würden. Das Essen war nicht schlecht. Jedoch bestellte ich nur einen Salat. Mir war schon wieder schlecht. Auch Louis schien das zu bemerken. “Caleb hat geschrieben das ich ein Auge auf dich haben soll.” Ach? “Hat er das ja?” ich klang genervt, missmutig erhob mich von meinem Stuhl klammerte mich an diesen bis die Motten verschwunden waren. Dann ging ich - gut das wir die Rechnung bereits bezahlt hatten.
      Wieder diese Emotionen, ich hielt die Luft an, schluckte alles herunter, öffnete dann wieder die Augen. Louis war mir gefolgt lief den Weg hinunter hinter mir her. An einem kleinen Aufstieg holte er mich ein, ich musste stehen bleiben um nach Luft zu schnappen. Eigentlich kam er sogar ganz praktisch. Er hatte nach meiner Hand gegriffen, während ich gerade das Gleichgewicht verlor, hielt er mich an der Hüfte fest. Louis dirigierte mich auf einen Felsen setzte mich ab, nahm daneben Platz. “Was stört dich daran?” “Ich ...er..” ja was störte mich daran? “Ich verstehe nicht wieso. Ich bin doch nur..ich. Um mich hat sich nie jemand wirklich gekümmert...und ich um keinen anderen. Er bringt mich vollkommen aus dem Konzept.” faselte ich unwirsch. “Ylvi..ich hab ihn seit Verena nicht so gesehen.” Ich sah ihn verdutzt an…Wie? “Das er sich um jemanden tatsächlich sorgt.” “Was spielt das schon für eine Rolle? Auf meine seltsame Art habe ich mich in ihn verliebt, aber ich kann niemals den Platz dieser Frau einnehmen.” damit war es raus. Die Lüge die ich versucht hatte in mir aufrecht zu halten, zerbrach. Und die Wahrheit das ich niemals gegen eine Tote Frau ankam. “Sie war seine Wölfin.” murmelte Louis. Mussten diese Natives eigentlich immer in Rätseln sprechen? “Er ist ein Wolf..auch wenn er manchmal versucht das zu verdrängen so braucht er doch einen festen Familienstand neben sich. Er vermag manchmal um sich zu beißen, aber die Menschen die ihm wirklich wichtig sind beschützt er. Erinnerst du dich an das Relay? Den Typen. Wärst du ihm egal. Er hätte ihm keine verpasst. Sieh. Verena mag seine Wölfin gewesen sein. Diese Chance hat er verstreichen lassen. Aber weißt du was?” er kam mir noch näher, griff nach meinem Arm. “Wölfe und Raben leben schon immer in einer Symbiose. Vielleicht hat der Große Geist euch zusammengeführt? Gib nicht auf, gib allem Zeit...vielleicht fügt sich alles.Triff dich mit anderen, quäle dich nicht. Vielleicht findet Caleb bald was er sucht.” ich horchte auf. Hatten sich Bellamy und Louis hinter meinem Rücken verbündet? Ich hörte mich hohl auflachen “Hast du das auch geträumt?” Es strömte so viel auf mich ein, dass ich nicht wusste, was los war..Wieso hatte ich Louis anvertraut, dass ich tatsächlich Gefühle für Caleb entwickelt hatte? Louis zuckte mit den Schulter, zwinkerte und lächelte. Anschließend nahm er mich in den Arm. “Du brauchst jetzt einen guten Freund...wann immer du willst, sei gewiss, dass Lilly und ich für dich da sind. Verstanden?” Mein Herz wollte nicht aufhören zu rasen. Wieder die Motten in meinem Sichtfeld. Dann setzte mein Herz für einen Herzschlag aus...nicht rein metaphorisch, es tat es wirklich. Ich war nicht mehr in der Lage Louis für seine ehrlichen Worte zu danken. Um mich herum wurde es schwarz.


      Caleb
      Ich saß noch immer auf der Ladefläche meines Pick Ups und kaute auf einem Grashalm herum. Es war nicht so, dass ich nichts zu tun hätte, ganz im Gegenteil. Gleich würde noch ein Cowboy kommen und sich um die Stelle als Rancharbeiter bewerben. Trainer konnte er auch sein, aber das war zweitrangig. Mit Bellamy, Laurence und mir hatte die Ranch eigentlich erstmal genug Trainer. „Hey, hey, hey Cowboy.“, stand auf einmal Betsy mit ihrer Quietschestimme und dem breiten Grinsen im Gesicht hinter meinem Wagen. „Wann darf ich Blue nochmal reiten?“, fragte sie mich und ich schlug mir in Gedanken mit der Hand gegen den Kopf. Klar, Betsy und Blue. Wie hatte ich das vergessen können. „Tut mit Leid, Betsy. Ich weiß nicht wo mir gerade der Kopf steht.“, entschuldigte ich mich bei ihr doch sie zuckte mit den Schultern. „Dann jetzt, Cowboy? Du hast ja anscheinend eh nichts zu tun gerade…“, sagte sie grinsend. Wann hatte sie eigentlich angefangen mich Cowboy statt Caleb zu nennen? Ich seufzte, rollte mit den Augen und sprang dann von der Ladefläche herunter. „Na gut, lass uns Blue holen gehen.“
      Wenig später standen wir mit dem gesattelten Gun and Slide auf dem Reitplatz. Ich hatte ihn schon ein wenig abgeritten. Wenn man solche voll im Training stehenden Pferde nicht täglich ritt, merkte man ihnen sofort den Muskel- und Konditionsabbau an. „Wann willst du denn mal auf einem Turnier starten?“ fragte ich Betsy und hängte ihr die kleinen Bügel ums Sattelhorn. „Wenn ich etwas besser bin?“, fragte sie und gab mir ihren Fuß, damit ihr ihr aufs Pferd helfen konnte. „Wenn du dich dran hälst bist du sehr schnell sehr viel besser.“, sagte ich lachend und wir hatten eine wirklich tolle gemeinsame Stunde. Betsy wurde wirklich jedes Mal besser und ich schwor mir, sie mindestens zweimal die Woche zu unterrichten. So entkam ich Bellamys sinnlosen Aufgaben, die die Stallburschen erledigen konnten und hatte trotzdem etwas zu tun. Ylvi war schon eine Weile mit Louis weg, weshalb ich sie heute nicht nerven konnte. “Lust auf einen kleinen Ausritt?”, fragte ich Betsy und sie nickte freudig. “Gut, gib mir fünf Minuten, ich hole Alan.”, sagte ich und verschwand im Stall. Dort machte ich mir in Windeseile Alan’s Psychedelic Breakfast fertig und ritt zurück zum Platz, wo ich das Mädchen aufsammelte und dann mit ihr das Gelände verließ. “Weißt du bald ist in einem kleinen Ort hier in der Gegend ein Turnier. Du könntest doch eine Disziplin starten?”, fragte ich Betsy irgendwann und streckte mich einmal kurz. Junge, Junge. Heute war wirklich ein Tag, an dem ich nicht viel arbeiten würde, so fertig war ich.
      “So ein richtiges Rodeo?”, fragte sie und ich sah die Vorfreude in ihren Augen. “Ja, aber ein Kleines.”, antwortete ich ihr und blickte zu ihr rüber, doch alle Freude war aus ihrem Gesicht gewichen. “Was.. was ist los?”, fragte ich sie und hielt Alan an. Auch Blue blieb automatisch stehen, als ich ein leises ‘whoa’ zusagte. “Ich kann nicht.”, antwortete sie knapp und trabte Blue an. Ich schickte Alan hinter ihr her und trabte vor sie, so dass sie wieder anhalten musste. “Wieso?”, fragte ich sie und griff nun in die Zügel von Blue, damit sie nicht wieder abhauen konnte. “Da sind viele Mädchen aus meiner… Klasse… und die sind alle besser als ich… ich kann da nicht hin, ich würde mich blamieren…”, sagte sie nun traurig und ich ließ die Zügel wieder los. “Welche Disziplinen machen die anderen Mädchen aus deiner Klasse denn?”, fragte ich sie schließlich, als wir weiter ritten. “Die meisten machen Pole Bending oder Barrel Racing…”, erklärte sie mir und ich lachte kurz auf. “Weißt du, dass Bellamy eine Stute hat, die im Pole Bending in der LK 2 läuft? Sue!”, erklärte ich ihr stolz und hielt Blue wieder an. “Wenn ich dir mit Sue helfe, würdest du dann starten?”, fragte ich sie. Ich hasste nichts mehr wie kleine Gören, die anderen nichts gönnten- und wenn ich Betsy so helfen, und den Mädels eins auswischen konnte, warum nicht. “Das würdest du tun?”, fragte sie mich und schaute mich mit großen Augen an. “Klar.”, erklärte ich und wendete Blue, damit wir uns auf den Rückweg machen konnten. “Ich muss nur noch meinen Vater davon überzeugen…”, murmelte sie und sah zu mir hoch. “Lass das mal meine Sorge sein. Wir zeigen es diesen Gören. Gib mir fünf!”
      Wieder am Hof angekommen machten wir die Pferde fertig, brachten sie auf ihre Paddocks und ich trug dem Mädchen auf, sich auf den Paddocks umzusehen und die abzuäppeln, auf denen kein Pferd stand. Nicht alle Tiere waren so lieb wie Blue oder Alan, da musste man mit ihr nichts riskieren. “Ich gehe dann mal Dell suchen.”, erklärte ich ihr und winkte kurz, ehe ich zum Hauptstall ging und mir dort den Mitarbeiterplan ansah. Dell müsste jetzt im Nebenstall sein und die Boxen misten. Ich ging dort hin und fand ihn auch in einer der Boxen. “Hey Dell.”, begrüßte ich den blonden Mann und hatte sofort seine Aufmerksamkeit. Ich war normalerweise nicht der Mensch für lange Gespräche mit den anderen Mitarbeitern, aber das hier war mir wichtig, denn diese kleine Frau wuchs mir immer mehr ans Herz. “Hör mal.. in der Nähe ist bald ein kleines Rodeo, bei dem ich gerne Betsy starten lassen würde und…hey, lass mich erst einmal ausreden, bevor du protestierst.”, murmelte ich meinen Satz und schaute ihn kurz wütend an. “Ich habe da einerseits an Betsy und Blue gedacht. Pleasure, Trail, Ranch Riding, Horsemanship.. sowas können die beiden rocken.” “Aber?”, fragte er mich dann und ich lehnte mich an die Boxentür. “Aber… nun kommt der Haken. Die anderen Gören aus ihrer Klasse sind auch da- und du weißt wie Mädchen sind… Betsy möchte nicht starten, weil die anderen alle Pole Bending oder Barrel Racing gehen, und die anderen Disziplinen ihrer nicht würdig sind.”, erklärte ich weiter. “Und…?” “Und… wir haben Black Sue Dun It. Sie läuft in der LK 2 und könnte mit Betsy zusammen den ersten Platz machen. Sie ist ein Schatz und ein besseres Pferd kann sie gar nicht haben. Was meinst du wie neidisch die anderen werden, wenn sie erst einmal erfahren, wem die Pferde gehören und wo Betsy überhaupt wohnt!”, sagte ich dann und wartete auf eine Antwort von Betsys Vater. “Hm.. na gut von mir aus. Wehe sie fällt runter, Caleb. Dann Gnade dir Gott.” “War das eine Drohung?”, fragte ich ihn augenzwinkernd und er zuckte mit den Schultern. “Solltest du nicht trainieren, wenn sie gewinnen soll?”, fragte er mich und ich nickte ihm dankend zu. Danach verschwand ich aus dem Stall und schnappte mir sofort Sue von der hinteren Koppel. Ich sattelte sie und ging dann zu den Paddocks, wo sich Betsy mit der Schubkarre herum ärgerte. “Hey Kleine, kommst du mit? Dein Vater hat ja gesagt.”, erklärte ich ihr und sofort strahlte ihr kleines Gesicht wieder. “Wirklich? Oh mein Gott!”, rief sie, ließ die Gabel fallen und kam auf uns zugelaufen. “Hey, immer langsam mit den jungen Pferden.”, sagte ich und hielt ihr eine Hand vor die Brust. “Pferde… langsam.. das weißt du doch.”, tadelte ich sie und drückte ihr dann die Zügel in die Hand. Wir gingen auf den kleinen Platz. Von dessen Rand holte ich die Poles und stellte sie großzügig auf. Wir fingen schließlich von vorne an. “Lass mich zu erst. Sie steht im Moment auch nicht voll im Training. Wer weiß, was sie noch kann.”, sagte ich zu Betsy und schickte sie auf den Zaun, auf den sie sich setzte und mir gespannt zusah. Da ich mich doch dazu entschieden hatte, zu erst zu reiten, stellte ich die Poles so hin, wie sie auch auf dem Turnier stehen würden, denn ich wollte ja sehen, was die Stute noch konnte. Ich wärmte sie ein wenig auf, galoppierte sie kurz und fragte die Fliegenden Galoppwechsel ab, von denen sie gleich eine ganze Menge brauchen würde. Dann ritt ich zum Eingang des Platzes und merkte schon, wie sie unruhig wurde. Als ich sie endlich laufen ließ schoss sie regelrecht nach vorne und umsprang eine Stange nach der Anderen. Nur die Letzte schaffte sie nicht ganz und musste so den Bogen viel zu groß nehmen, um wieder nach vorne galoppieren zu können. Ich stoppte sie am Ausgang und sah dann zu Betsy. “Und, meinst du die anderen werden neidisch?”, lachte ich und schaute in ein Gesicht, dessen Kinnlade herunter gefallen war, und noch nicht wieder aufgesammelt zu sein schien. “Na komm, du bist dran.”, sagte ich, übergab ihr das Pferd und stellte die Poles wieder weiter auseinander. “Schritt. Nur Schritt. Fang hinten an. Das verbindet sie nicht mit einem wirklichen Run. Wenn das klappt, Trab. Galoppiert wird heute noch nicht.”, erklärte ich ihr und sah sofort die Enttäuschung in ihrem Gesicht. “Du würdest schneller unten liegen, als dir lieb ist…”, murmelte ich und setzte mich dann auf den Zaun. “Und nimm sie einhändig. Dann kannst du dich später im Galopp wenn nötig am Sattelhorn festhalten.”, erklärte ich ihr und sie nahm die Zügel in die rechte Hand. Im Schritt klappte das ganze schon sehr gut. “Gut, trab mal an.”, rief ich ihr zu. “Nimm sie aber vorher kurz an, sie soll schön versammelt traben und dir nicht unter deinem Hintern wegrennen.” Betsy war eine gute Reitschülerin. Sie tat immer genau das, was man ihr sagte- und sie war gut darin. Beim Traben fing Sue an sich wunderschön in die Richtungen zu biegen, in die Betsy sie haben wollte. “Vielleicht versuchen wir gleich doch mal ein wenig Galopp. Galoppier sie mal auf dem Zirkel auf beiden Händen, damit du dich an sie gewöhnst.”, erklärte ich ihr und schaute ihr zu, ehe mein Handy klingelte. Normalerweise hatte ich das Ding nie dabei, doch heute morgen hatte ich es eingesteckt, als Ylvi mit Louis gefahren war. Und genau der rief mich gerade an. Louis. “Hey Louis…”, sagte ich und konnte gar nicht weiterreden, so schnell redete er. “Welches Krankenhaus, ich bin unterwegs.”, sagte ich außer Atem und schaute zu Betsy und Sue rüber. “Betsy etwas stimmt mit Ylvi nicht, Louis hat angerufen. Reite Sue ab und bring sie weg, sag den anderen Bescheid, ich muss sofort ins Krankenhaus.” Betsy nickte, hielt Sue an und sah mich mitfühlend an. “Okay.”, meinte sie leise und ich sprang vom Zaun, rannte zum Wagen und fuhr in das Krankenhaus, welches mir Louis gesagt hatte.
      Ich stürmte hinein und wurde natürlich von allen Menschen dort sonderbar angesehen, was dieses Mal nicht nur an meinen Cowboyklamotten lag, sondern auch daran, wie hektisch ich mich nach Louis umsah. Schließlich tauchte er in meinem Blickfeld auf. Er kam auf mich zu, legte einen Arm um mich und klopfte mir kurz auf den Rücken, was ich ihm gleich tat. “Wo ist sie? Was ist passiert?”


      Louis
      Ich gab zu etwas Angst auf caleb zu treffen hatte ich schon, gerade als er so gehetzt in den Warteraum gerannt kam. Die Fahrt hierher dauerte eine gute Stunde Fahrt. ich musste nicht auf die Uhr schauen um zu Wissen das er sehr viel schneller hierher gefahren war.
      Ich war im ersten Moment vollkommen Hilflos gewesen als Ylvi mir plötzlich zusammengesackt war. Ich hatte ihr im ersten Moment auf die Wange geschlagen, schon vorher hatte ich mitbekommen wie sie vermehrt geblinzelt hatte. Ich scholt mich einen Idioten. Als ich schließlich bemerkt hatte das sie einen vollkommen ungleichmäßigen Herzschlag hatte, zückte ich sofort mein Handy um den Notruf zu holen. Es wurde sofort ein Hubschrauber auf den Weg geschickt, unterdessen hatte die Frau am Telefon mit ernster Stimme Anweisungen zur Herzmassage gegeben. Ich hatte das ganze schon einmal getan, ich hatte jedoch etwas erschrocken die Luft eingezogen als ich die Narbe auf ihrem Brustkorb erkannt hatte. Ich hatte trotzdem fleißig die Massage begonnen. Nur eine Viertelstunde später landete der Hubschrauber, die Ärzte nahmen mich beiseite, taten ihre Arbeit. Kurz vor dem Abflug teilten sie mir noch mit in welches Krankenhaus sie gebracht werden sollte. Was genau mit ihr war - sagte mir niemand. Zunächst dachte ich auch gar nicht daran Caleb anzurufen. Im dauerlauf war ich den Berg wieder runter gerannt, in die Gondel eingestiegen und nervös im leeren Abteil auf und ab gegangen. Erst im Krankenhaus, auf meine Frage hin was denn nun mit ihr sei kam Calebs Name ins Gespräch. Ein Afroamerikaner mit schriller Frisur, nahm mich beiseite, in der Hand einige Papiere. “Entschuldigen Sie Sir. Sie gehören nicht zum direkten Verwandtenkreis, daher kann ich Ihnen nur sagen - sie ist soweit stabil. Für weitere Instruktionen benötigen wir die Person die in Ihrer Patientenverfügung steht.“ Ich horchte auf. War Ylvi also bereits in diesem Krankenhaus vorstellig geworden? Stammte daher diese Narbe? “Kennen Sie jemanden namens Caleb O’Dell? Er steht hier als Ansprechpartner drinnen” der Typ vor mir wedelte mit den Papieren in seiner Hand. Caleb! “Ich werde ihn direkt anrufen!”
      “Caleb? Caleb! Hör zu. Ich bin hier gerade im Krankenhaus. Kannst du her kommen, Ylvi ist hier..”

      Ich blinzelte, kehrte aus meiner Erinnerung zurück in die Gegenwart, sprang auf um Caleb in Empfang zu nehmen. “Ich bin leider genauso ratlos wie du, Kumpel. Mir wollen sie nicht viel sagen. Ich bin weder Verwandt mit ihr, noch ihr Ehemann..noch” “na ich doch genau so wenig!” kam es hektisch, wütend von Caleb. Ich verzog mein Gesicht, streckte vorwurfsvoll die Lippe nach vorn. “Lass mich doch ausreden. Dein Name steht in Ylvis Patientenverfügung.” Caleb, japste nach Luft, drehte mir den Kopf zu. Verwirrung stand ihm ins Gesicht geschrieben. Aber noch bevor er reagieren konnte, kam auch schon der Pfleger von zuvor. Sein Name war Gordon. “Mr. O’Dell nehm ich an?” Caleb nickte. “Gehen wir dort hinüber um zu reden.” Ich wollte zunächst zurück bleiben, aber Caleb zog mich an meiner Schulter hinter sich her. Gordon war zunächst nicht ganz überzeugt, aber Calebs geknurrtes. “Er sollte es auch erfahren.” ließ den Afroamerikaner nur die Schultern zucken. Also wurden wir in eine Art Nebenraum des Wartezimmers geführt.

      Caleb
      “Patientenverfügung? Mein Name? Was? Wieso das denn?”, ging es weiter und meine Sorge wisch Verwirrung. Was hatte mein Name da verloren? Hatte sie keine Familie oder Freunde oder… da fiel es mir ein. Freunde. Wir waren wirklich gute Freunde geworden, wenn nicht auch viel mehr. Vielleicht stand er deshalb drin?
      Im sogenannten Nebenzimmer tigerte ich auf und ab und konnte gar nicht still stehen, bis mich Louis am Arm packte und mich in die Richtung des Pflegers drehte. Seine Hand, die sich in meinen Arm krallte, ließ mir gar keine andere Möglichkeit, als auf der Stelle stehen zu bleiben und ihm zuzuhören.
      “Wie Sie ja eben schon mitbekommen haben, stehen Sie, Mr. O’Dell, als Ansprechpartner in Ylvis Patientenverfügung. Das berechtigt sie dazu, Entscheidungen bezüglich des Abschaltens der Geräte zu treffen und..” “Des Abschaltens der was?”, fiel ich ihm ins Wort. Der Griff um meinen Arm wurde stärker. “Hör zu, halt den Mund.”, zischte Louis und sah mich eindringlich an. Der Pfleger wechselte erneut einen Blick zwischen uns beiden, ehe er sich räusperte und dann wieder ansetzte. “Es berechtigt Sie dazu, über das Abschalten der Geräte im Notfall zu bestimmen. Dies ist hier jedoch nicht der Fall.”, machte der Mann weiter und war einen Schritt zurück gewichen, als ich Ansätze gemacht hatte, einen Schritt auf ihn zuzugehen. “Ms. Seidl hat einen Herzschrittmacher. Irgendwann sind auch dort die Batterien leer und müssen getauscht werden. Dies ist kein Problem, wenn sich der Patient an die vereinbarten Termine hält. Leider hat Ms. Seidl dies nicht getan. Sie ist nicht zu ihrem Termin erschienen und auch auf ärztliche Schreiben nicht erschienen. So kam es, wie es kommen musste. Die Batterien haben den Geist aufgegeben. Ms. Seidl hatte Glück, dass sie in der Nähe eines Krankenhauses war, denn sonst würden wir jetzt nicht so miteinander reden…”, erklärte er und ich ballte die Hand zur Faust, was den Pfleger erneut nach hinten gehen ließ. Louis nickte ihm jedoch zu, er hatte meinen Arm noch immer fest im Griff. Das ließ den Mann vor uns wohl etwas entspannen, er hatte wohl Angst, dass ich ihn schlug. “Ms. Seidl befindet sich gerade im OP, die Batterien müssen ausgetauscht werden. Und sie Mr. O’Dell, sollten in Zukunft darauf achten, dass sie ihre Termine einhält.”, sagte er noch und wandte sich zum Gehen ab, ehe er sich noch einmal umdrehte. “Ich halte sie auf dem Laufenden, bitte warten Sie im Wartezimmer.”, damit verließ er den Raum, ließ die Tür als erkennbaren Hinweis offen und warf nochmal einen Blick über die Schulter. “Idiot da…”, murmelte ich und Louis ließ mich endlich los. “Wie konnte sie die Termine nur nicht einhalten...”, knurrte ich und sah in Louis ratloses Gesicht. “Komm, lass uns ins Wartezimmer gehen bevor wir wirklich noch eins auf den Deckel bekommen. Mehr als warten können wir schließlich nicht.” Also gingen wir ins Wartezimmer und setzten uns zu den anderen Menschen. Manche vergruben ihre Gesichter in ihren Händen, manche starrten einfach in die Leere. “Ich hasse Wartezimmer…”, murmelte ich und nahm nun endlich meinen Cowboyhut vom Kopf, um ihn auf meine Beine zu legen, was wieder seltsame Blicke auf mich zog. “Noch nie einen Cowboy gesehen oder was?!”, feixte ich die Personen an, die ganz schnell in andere Richtungen schauten. Als ich mir jedoch die Sporen ab machte, sah ich aus dem Augenwinkel, dass sie mich wieder alle ansahen. Wo war ich hier nur gelandet?

      Ylvi
      Mir schwirrte der Kopf...mir war unfassbar übel..und ich hörte ein Surren in meinen Ohren, das meinem verwirrten Verstand nicht vorwärts half. Der Geruch nach Desinfektionsmittel stand mir in der Nase, noch ohne die Augen zu öffnen wusste ich das ich in einem Krankenhaus lag.
      Ich blinzelte, sah vorerst nur verschwommen, dann klarer eine Gestalt auf einem Stuhl neben mir sitzen. Der Kopf war auf das Bett gesunken, die Augen geschlossen. Ich blinzelte verwirrt, sah mich im Raum um. Die Gestalt war Caleb, an meinem Fußende lag sein Hut, darauf die Sporen. Er schien zu schlafen, sonst war der Raum leer. Mein Kopf versuchte die letzten Stunden ins Gedächtnis zu holen. War ich nicht mit Louis unterwegs gewesen? Der Raum war Dunkel, nur Licht kam aus dem Fenster in der Tür. In meiner Hand steckte eine Kanüle, durch die Flüssigkeit in mich hinein lief. Das Surren stammte von dem Gerät das meinen Herzschlag aufzeichnete. Jetzt kamen mir meine Übelkeit bei der Wanderung wieder in den Sinn...mein Herz schien den Geist aufgegeben zu haben. Natürlich...schließlich hatte ich den Termin vergessen. Ich hatte darauf spekuliert noch Zeit zu haben. Sicherlich hatten sie Caleb diese Information gegeben...Ob er wohl sauer war das er und nicht meine Eltern in der Verfügung standen? Sie hatten sich all die Jahre Sorgen um mich machen müssen..ich hatte ihnen das nicht aufbürden wollen über den Ozean zu reisen um Entscheidungen zu treffen, die meine Gesundheit anbelangten. Ich streckte meine Hand aus, stoppte kurz...dann strich ich mit ihr über Calebs Wangen..ohne Worte. Ich hatte Angst den wenigen Mageninhalt von mir zu geben den ich vielleicht noch hatte. Es dauerte ein wenig, dann schreckte Caleb plötzlich nach oben, schien für einen Moment verwirrt wo er sich befand, dann fiel sein Blick auf mich.

      Caleb
      Einen ganzen Sturm hatten wir in diesem blöden Wartezimmer verbringen müssen, unter kritischen Augen der anderen Personen, die auf jemanden oder etwas warteten. Ich war wohl eingeknickt, denn wach würde ich, als mich Louis in die Seite stieß und mir sagte, er müsse nach Hause. Schließlich hätte er eine Bar zu führen und er konnte so kurzfristig keinen Ersatz besorgen oder gar schließen. Also saß alleine dort herum und fing irgendwann an, im Raum auf und ab zu tigern, wie ich es vorher im Nebenraum auch schon gemacht hatte- natürlich noch immer unter kritischen Augen. Irgendwann stand eine Frau auf, legte mir die Hand auf die Schulter und zeigte auf meinen Platz, auf dem mein Hut und meine Sporen lagen. „Herumlaufen bringt auch nichts, setzen Sie sich. Sie machen uns alle noch nervöser, als wir es ohnehin schon sind.“, legte sie mir nahe und ich nickte stumm, setzte mich wieder hin.
      So langsam wurde es leerer im Wartezimmer. Immer mehr Menschen gingen. Die Einen freudestrahlend, die anderen weinend und mit verquollenen Gesichtern. Endlich kam ein Pfleger herein und steuerte auf mich zu. Ich sprang sofort auf und mit einem lauten Klirren fielen meine Sporen auf den Boden. „Und?“, fragte ich ihn aufgeregt, doch er wies mich an mein Zeug aufzuheben und mitzukommen. Das tat ich dann auch und folgte ihm bis vor ein Zimmer. „Sie hat die OP gut überstanden und ist auch schon aus der Narkose aufgewacht. Sie ist jedoch gleich wieder eingeschlafen, da sie sehr erschöpft ist. Sie können gerne rein gehen und warten, lassen sie sie aber schlafen.“, dabei zeigte er auf meine Sporen, die eben einen heiden Krach gemacht hatten. „Alles klar. Dankeschön.“, sagte ich und der Mann nickte, ehe er verschwand. Hier stand ich nun, alleine vor Ylvis Zimmer. Nur eine Tür trennte uns. Als ich endlich Mut gefasst hatte, drückte ich die Tür leise auf und ging hinein. Meine Sachen legte ich leise auf dem kleinen Tisch ab, ehe ich mir einen Stuhl neben das Bett zog und mich dann darauf setzte. Nun hieß es wieder warten.
      Ich schien erneut eingeschlafen zu sein, denn jemand berührte meine Wange, als ich hochschreckte. Etwas orientierungslos schaute ich mich um, ehe ich Ylvi ansah und meine erste Freude, sie lebendig zu sehen, Wut wisch. Ich setzte an, hielt dann jedoch den Mund, da es ihr wirklich nicht gut zu gehen schien. So saß ich einfach hier, hatte ihre Hand ergriffen und meinen Kopf wieder auf ihr Bett gelegt.

      Ylvi
      Kurz flackerte es in seinem Blick, ein Schatten von Wut. Dann griff seine Hand nach der meinen, ein Schatten eines Lächelns auf den Lippen. Dann legte er den Kopf wieder auf das Bett, sein Gesicht dem meinen zugewandt.
      Ich schloss kurz die Augen, öffnete sie dann nochmal..ich spürte noch immer seinen Blick auf mir. Schwach drückte ich seine Hand. Unwillig die Stille zu durchbrechen...mit Anbruch der Dämmerung durfte er mir seinen Zorn gern entgegen bringen. Für den Moment war ich froh ihn an meiner Seite zu wissen. Mein Versuch wach zu bleiben scheiterte, alsbald rief mich der Schlaf wieder in seine Fänge.

      Erst als es fast rüde an der Tür klopfte, eine rundliche Schwester mit Essen in den Raum stürmte, das Tablett auf den Tisch lud und wieder verschwand wurde ich wach. Auch Caleb schreckte hoch, ließ ein stöhnen von sich hören..die Position in der er geschlafen hatte war sicherlich alles als bequem. Mich wunderte ohnehin wieso er noch hier war. In Deutschland durfte niemals jemand über Nacht bleiben..wie oft hatte ich im Krankenhaus nach meiner Mutter gerufen. Ich schob die Erinnerung beiseite. Sah etwas ungläubig auf das Essen auf dem Tablett. Kulinarisch wertvoll würde es wahrscheinlich auch hier nicht sein. Um eine Basis an Konversation zu schaffen deutete ich auf das Essen…”Hunger?” meine Stimme klang kratzig von der wenigen Nutzung der letzten Stunden.

      Caleb
      Es dauerte nicht lange, da hörte ich von Ylvi ein leises, regelmäßiges Atmen. Sie schien wieder eingeschlafen zu sein. Lange überlegte ich, was ich tun sollte, entschied mich dann jedoch das Zimmer kurz zu verlassen und etwas essen zu gehen, solange die Cafeteria noch auf hatte.
      Gesagt getan. Vorsichtig zog ich meine Hand aus der Ihren und verließ leise das Zimmer. Schnell hatte ich den Essraum gefunden und bestellte mir etwas. Zum Glück hatte ich mein Portmonee eingesteckt gehabt, welches ich im Wagen liegen gehabt hatte. Ich bezahlte, setzte mich an den Tisch und aß. So langsam wurde es leerer hier und der Pfleger, dem ich am Nachmittag anscheinend Angst gemacht hatte, kam mit ernster Miene auf mich zu. „Die Besuchszeit ist fast vorbei.“, sagte er mir und ich stand vom Tisch auf, legte meine Serviette auf das Tablett und sah ihn an. „Wenn Sie über Nacht bleiben möchten, müssen Sie sich vorne anmelden. Ansonsten muss ich Sie bitten, das Krankenhaus zu verlassen und…“ „Alles klar. Ich bringe mein Tablett weg und werde mich anmelden. Danke.“, antwortete ich ihm. Er nickte, machte kehrt und verschwand, während ich meine Sachen weg räumte, mir noch eine Flasche Wasser kaufte, mich für die Nacht anmeldete und dann wieder zu Ylvi ins Zimmer ging. Sie schlief noch, weshalb ich mich wieder zu ihr setzte und meinen Kopf auf das Bett legte.
      Irgendwann schien auch ich eingeschlafen zu sein, denn ich wachte durch einen Knall auf. Eine scheinbar noch unfreundlichere Frau als der Pfleger hatte Ylvis Essen auf den Tisch geknallt. Sofort legte ich eine Hand in meinen Nacken. „Ouch.“, meinte ich und dehnte meinen Hals ein wenig. Auf Ylvis Frage schüttelte ich nur den Kopf. „Ich hatte mir eben was geholt, als ich kurz raus war. Ess du nur. Und dann erzählst du mir, was zum Teufel du dir dabei gedacht hast.“, fing ich meinen Satz an und wurde zum Ende hin doch wütend. Ja, was hatte sie sich nur dabei gedacht?!

      Ylvi
      Zweifelnd sah ich zu dem Tablett, eine trockene Scheibe Brot...Käse der sich nach oben rollte. Ein Glas Wasser...und ein Joghurt. Narkosen schlugen mir auf den Magen. Das hatten sie schon immer. Ich rutschte langsam in eine sitzende Position, stellte das Bett darauf ein. Caleb half mir, legte das Kissen in meinen Rücken. Zunächst trank ich das Glas Wasser, wurde dabei ein wenig behindert, denn ein Schlauch unterstützte mich noch beim Atmen...sie rutschten mir ständig über die Ohren. Andererseits tat die Kanüle in meiner Hand bei jeder Bewegung weh. Langsam war auch das ziehen der Narbe an der Brust zu spüren. Wieder war sie geöffnet worden. Erst war es der Unfall gewesen, dann die Langzeitfolgen, schließlich der entdeckte Herzfehler. Man hatte mir als ich 14 war den Herzschrittmacher eingesetzt...zu oft hatte mein fragiles Herz einige Schläge ausgesetzt. Damals hatte man erklärt nach etwa 10 bis 15 Jahren würden die Batterien ihren Dienst versagen. In Deutschland hatte man mich noch einmal untersucht...in Albuquerque hatten sie mir ein Krankenhaus genannt. Dieses hatte die Kontrolle fortführen sollen. Den ersten Termin hatte ich tatsächlich mit Absicht verstreichen lassen. Ich hatte keinen eigenen Wagen gehabt, wollte Bellamy und Caleb nicht stören. Vor allem nachdem Caleb und meine erste Begegnung so wenig vielversprechend ausgesehen hatte. Anschließend war ich so eingespannt gewesen in meine Arbeit, die Hilfe auf der Ranch das ich es schlichtweg vergessen hatte. Dann hatte mich Caleb für ein paar Tage nach Dublin entführt. Ich griff wenig überzeugt nach dem Jogurt, er schmeckte künstlich nach Erdbeere, ran meine Kehle hinab und schien nun schwer in meinem Magen zu liegen. Die einfache Antwort auf Calebs Frage war - nichts. Ich hatte nicht nachgedacht...unbedarft gehandelt...zu sehr “im Moment” gelebt. Bei dieser Sache hatte ich es übertrieben...und ich hatte Angst diese simplen Worte an Caleb zu richten. Ich hatte seinen Vorwurf gehört...und trotzdem ehrte es ihn. Das er hier war, die Nacht hier verbracht hatte...das alles bewies das ich ihm nicht egal war. Sorge stand ihm ebenso im Gesicht wie die Wut. Ich kratze den Becher nicht aus, stellte ihn fort...seufzte und hob weniger Scheu den Blick. “Nichts. Ich habe mir nichts dabei gedacht. Das war dumm...das weiß ich.” ich war drauf und dran ein “aber” mitanzufügen ließ es dann jedoch besser sein. Ich wollte den Wolf nicht grollen hören, obwohl es ihm in der Brust sitzen musste.

      Caleb
      Der Joghurt schien ihr wirklich nicht zu schmecken, so langsam und zaghaft sie ihn löffelte. Wobei es auch sein konnte, dass ihr Kopf nach einer passenden Antwort auf meine Frage suchte, denn anstatt mir zu antworten, hatte sie sich aufgesetzt, getrunken und dann angefangen zu essen. Ich war aufgestanden und zum Fenster gegangen. Die Aussicht aus ihrem Zimmer war wirklich hässlich, sie konnte direkt auf die viel befahrene Straße schauen und auf der gegenüberliegenden Seite standen Häuser. Die Stadt konnte man gar nicht mit der Weitläufigkeit der Ranch vergleichen. Ich wusste genau, warum mich Louis nach meinem Rodeounfall so schnell es ging aus dem Krankenhaus geholt hatte- ich wäre darin zu Grunde gegangen. Es hatte zwar ewig gedauert, bis ich ohne Schmerzen einen Fuß in den Steigbügel hatte setzen können und bei Gott, Louis hatte mich fast wieder aufs Pferd geprügelt. In Gedanken hatte ich das Zimmer, das Krankenhaus und diese Stadt verlassen, als ich Ylvis zögerliche Stimme hinter mir hörte. Ich drehte mich um und sah sie an. Nichts? Sie hatte sich nichts dabei gedacht? War das ihr Ernst? Ich gab ein genervtes Grummeln von mir, setzte mich wieder auf den Stuhl an ihrem Bett, rückte aber ein wenig nach hinten, damit sie mehr Platz zum Essen hatte. “Und wie lange musst du noch hier bleiben? Ich müsste nämlich wieder zurück auf die Ranch…”, sagte ich dann, ohne auf ihre Antwort einzugehen. Diese Genugtuung würde ich ihr nicht geben, sollte sie ein bisschen schmoren.

      Ylvi
      Ich zuckte zusammen.. “Du nimmst mich mit.” sprach ich fast ein wenig zu flehentlich und ich hasste meinen Ton. “Ich geh hier sonst ein.” Caleb schien mir nicht zu widersprechen.
      Innerhalb von 10 Minuten hatten wir eine Schwester organisiert, ihr mitgeteilt das wir gehen würden. Einer der Ärzte sprach im Vertrauen zu mir...aber ich wollte nicht länger als nötig bleiben. Wundversorgung kannte ich mittlerweile zu genüge. Da sie mich nicht zwingen konnten, unterschrieben sie meine Entlassungspapiere.
      Ein Pfleger war es der mich neben Caleb her schob, dieser hatte seinen Hut wieder auf dem Kopf, die Sporen baumelten an seinem Gürtel, klirrten Klangvoll aneinander. Am Ausgang half mir Caleb auf die Füße, doch statt mich selbst Laufen zu lassen hob er mich ohne Umschweife auf seinen Arm. Nur das Aufstehen hatte mich meine ganze Kraft gekostet, ich schämte mich. Murmelte ein leises Dankeschön als er mich sanft auf dem Sitz des Wagens ab setzte. Wir schwiegen auch als wir die Stadt noch verließen...als wir auf dem Highway Richtung Blakes Crow Meadow waren atmete ich hörbar aus...eine Anspannung wich endlich von meinen Schultern. “Caleb..könnten wir uns darauf einigen Bellamy nichts davon zu erzählen?” ich sah auf meinen Schoß “Ich will nicht das er davon weiß.”

      Caleb
      Die Fahrt verlief schweigend. Jeder von uns war mit seinen eigenen Gedanken beschäftigt. Während ich das Lenkrad ab und zu fester umfasste, gar zerquetschte, war Ylvis Blick fast die ganze Zeit gesenkt, oder sie schaute zum Fenster hinaus.
      Endlich stellte sie mir die Frage, über die sie die ganze Zeit nachgedacht zu haben schien. Ich musste jedoch den Kopf schütteln, sah kurz zu ihr rüber und sagte dann: „Dieses Versprechen kann ich dir nicht geben. Als Louis angerufen hatte, war ich gerade mit Betsy am Trainieren. Ich habe ihr gesagt sie soll allen Bescheid sagen. Was du ihnen nun sagen wirst, das bleibt dir überlassen. Doch sie wissen, dass ich zu dir ins Krankenhaus gefahren bin. Bellamy möchte dich übrigens bitten, im Haupthaus zu bleiben. Unser Haus ist zu weit ab vom Schuss, wenn etwas ist.“ Je weiter ich sprach desto entgeisterter schaute sie mich an. Hilflos zuckte ich mit den Schultern. „Ich bin nur der Bote. Und wenn ich ab… später wieder arbeiten muss, bist du fast die ganze Zeit alleine im Haus.“, erklärte ich ihr und sie nickte zaghaft.
      Als wir auf den großen Hof führen kamen schon die anderen Mitarbeiter der Ranch raus und stellten sich vor meinen Pick Up. „So… your turn.“, sagte ich, stieg aus, öffnete ihre Tür und nahm ihr Gepäck aus dem Wagen. „Ylvi gehts dir gut??“, fragte Bellamy und ging einen Schritt auf sie zu, um ihr zu helfen, sollte sie sich helfen lassen.

      Ylvi
      Ich biss mir von innen auf die Lippen...hart, mein Blick huschte nach rechts aus dem Fenster, darauf konzentriert nicht zu weinen. Meine Nase kribbelte. Ich wollte nicht das alle Bescheid wussten. Wollte die Sorge der anderen nicht sehen. Ich würde gut und gerne vier Wochen ausfallen bis die Wunden halbwegs geheilt waren, noch einmal vier Wochen ehe ich wieder leichte Arbeit verrichten könnte. Sehr viel länger bis überhaupt daran zu denken war das ich wieder in den Sattel stieg. Vor allem aber wollte ich nicht ins Haupthaus ziehen...das Gästehaus hätte mir die Möglichkeit gegeben mich zurück zu ziehen vom Geschehen der anderen.
      Viel mehr hatte ich jedoch das Szenario im Kopf das Caleb mich los werden wollte, auch wenn mein Verstand wusste das dies gar nicht stimmen konnte, sponn sich mein Geist so etwas aus. Mein Herz zog sich dabei krampfhaft zusammen...und mir kam wieder in den Kopf wieso ich die Liebe schon immer verabscheut hatte. Sie machte uns Schwach, abhängig von anderen...nicht mehr in der Lage rational zu denken. Ich hasste wie ich fühlte, hasste meinen derzeitigen Zustand, hasste das mein Herz sich so an Caleb gebunden hatte. Vielleicht wäre es ja doch gar nicht schlecht gewesen, wenn mein dummes Herz seinen Dienst für immer versagt hätte. Doch das war auch nicht wirklich wahr...ich liebte das Leben in all seinen Facetten. Nur eben nicht mein fragiles Herz.
    • Veija
      Kontrollritt

      November 2018, by Veija
      Caleb
      Ich hatte mir meinen Hengst Smart Lil Vulture gesattelt und wollte mit ihm die Hengstkoppeln und Paddocks abreiten, um sicher zu stellen, dass die Zäune noch in Ordnung waren und keiner repariert werden müsste. Als erstes wollte ich bei Zues anfangen vorbei. Er hatte ein wunderschönes Stück Koppel ganz für sich alleine. Von dort aus konnte er über einen Pfad und einen Paddock in den Stall und in eine Box gehen. So haben wir ihn im Blick und er muss in den Stall gehen, um seine kleine Portion Kraftfutter zu bekommen. GRH's Funky's Wild Berry und GRH's Unbroken Soul of a Devil stehen zusammen auf der nächsten Koppel. Die zwei scheinen wirklich unzertrennlich, obwohl sie Hengste sind. Vielleicht haben sie das mit ihren jungen Jahren ja noch nicht mitbekommen. Das nächste Koppelstück ist leer, dann folgen die von Hollywoods Silver Dream, Gunners Styled Gangster, Genuine Lil Cut und Chapter 24. Es folgt wieder eine freie Koppel, ehe der Teil kommt, in dem Chocolate Shades, General's Coming Home und GRH's Bella's Dun Gotta Gun stehen. Lachend, aber auch Kopfschüttelnd stellte ich fest, dass alle Pferde noch da waren. Die jetzt fehlenden standen direkt am oder im Stall, da sie zur Zeit im Training standen. Ich ritt noch ein wenig weiter und schaute mir auch die hinteren Zäune an. Zurück ritt ich nicht mehr hinten sondern vorne vorbei und warf auch da einen Blick um mich herum. Es war jedoch alles soweit in Ordnung, weshalb ich meinen Job guten Gewissens beendete und mich in Richtung der Stutenkoppeln machte, denn auch da sollte ich nach dem Rechten sehen. Vulture tauschte ich jedoch gegen Cielos, da dieser nicht hengstig reagieren würde.
      Neu in der Stutentruppe waren Lady Blue Skip und California Rose, die doch noch etwas abseits standen, aber zusammen. Die anderen Pferde standen mehr oder weniger als Gruppe zusammen. Bella Cielo konnte ich sehen, Colonels Smokin Gun, die Chefin DunIts Smart Investment und Ginny my Love. GRH's A Gun Colored Lena stand auch etwas abseits. Sie hatte sich nach ihrer bestanden Krönung eine kleine Koppelpause verdient. Bald würde jedoch auch bei ihr das Training wieder losgehen. Jade stand wie immer in der Nähe von Chou. Kristy Killings stand im Schatten eines Baumes, bei dem auch Raised from Hell und Wimpys Little Devil standen. Ein Wunder, normalerweise nahmen die beiden Stuten reißaus voneinander. Auch A Walking Honor und Black Sue Dun It grasten zusammen. Da hatten sich auch zwei gefunden. Easy Going konnte ich zu erst nicht von Ginger Rose unterscheiden, doch als ich näher heran ritt, sah ich den Unterschied. Auf jeden Fall waren sie beide da! Auch Face Down war nicht weit. Sie war auch ein Herz und eine Seele mit ihrer Freundin Easy Going. GRH's Aquila T Mistery sah immer besser aus und GRH's Unbroken Magic tat es ihr gleich. Die Roanscheckstute legte immer mehr an Muskeln zu, so dass Training bald richtig anfangen konnte. Die Grundlagen des Reitens kannte sie ja schon, bald würde es dann ernst werden. Honey's Aleshanee graste auch freidlich zwischen Magnificient Crow und My sweet little Secret. Nur Only Known in Texas musste die Herde wieder aufmischen. Verrücktes Pferd.
      Picture of a Ghost, unsere neue Rappstute, hatte sich auch gut eingelebt bei uns. Sie sah Snapper Little Lena's alter Freundin sehr ähnlich, und obwohl Lena blind war, hielt sie sich jetzt sehr an diese Stute. Zu guter letzte fehlten noch zwei Pferde auf meiner Liste, die ich nach für nach abgehakt hatte. Striga und Stormborn. Nach einem kurzen Ritt über die weitläufige Koppel fand ich sie auch an der Wasserstelle. Alle Pferde waren da und jedem ging es gut. Kein Grund zur Sorge. Als letztes ritt ich einmal am Zaun vorbei und musste einige Stellen auch ausbessern, aber im Großen und Ganzen war der Zaun in Ordnung.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    BCM Hauptstall ♀
    Hochgeladen von:
    Veija
    Datum:
    30 Apr. 2018
    Klicks:
    463
    Kommentare:
    16

    EXIF Data

    File Size:
    140,4 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Exterieur
    Name: Black Sue Dun It
    Rufname: Sue
    Alter: 01.05.2011, 7 Jahre
    Geschlecht: Stute
    Größe: 1,56m
    Rasse: American Quarter Horse
    Fellfarbe: Rappe (EEAA)


    Stammbaum
    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    Charakter:
    "Sue", wie sie liebevoll von allen genannt wird, ist ein wirklicher Schatz. Sie ist aufgeschlossen, immer die Ruhe selbst und fleißig. Unter dem Reiter zeigt sie immer ihr Bestes und sie hat ein riesiges Potenzial, was sie unter dem richtigen Reiter auch zeigen kann. Zu anderen Pferden ist sie stets aufgeschlossen. Was sie jedoch ziemlich verrückt macht, ist den ganzen Tag in der Box zu stehen.
    Auf dem Turnierplatz kann sie unter Umständen schon einmal richtig aufdrehen, weshalb es bei ihr nicht unüblich ist, die Arena rückwärts zu betreten und dann beim Startschuss schnell umzudrehen.


    Zuchtinfos

    Gekört/Gekrönt: nein

    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer: Jackie
    Gezüchtet bei/Zucht: -

    VKR: Occu (abgelaufen)

    Kaufpreis: 0 Joellen
    Zu Verkaufen: nein


    Qualifikationen:

    eingeritten
    eingefahren


    Dressur A
    Springen E
    Military E
    Distanz E
    Galopprennen E

    Western
    Pole Bending LK 1
    Pleasure LK 4
    Hunter Hack LK 4

    Erfolge:
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    3. Platz 406. Distanzturnier, 2. Platz 429. Fahrturnier, 1. PLatz 502. Westernturnier, 3. Platz 402. Militaryturnier, 2. Platz 430. Fahrturnier, 1. Platz 503. Westernturnier, 2. Platz 478. Galopprennen, 3. Platz 505. Westernturnier

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand:
    Letzter Besuch: Mai 2018

    Hufschmied:
    Letzter Besuch: August 2019
    Beschlag: Stahleisen vorne, Slidingeisen hinten

    PNG
    Puzzle PNG
    Offizieller HG