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Veija

★ Genuine Lil Cut, APH

Decktaxe: 190 Joellen, Stand: 1. August '17

★ Genuine Lil Cut, APH
Veija, 17 Aug. 2017
Rinnaja gefällt das.
    • Veija
      umzug... Umzug... UMZUG!

      Oktober 2013, by Veija
      „Dann ist soweit alles klar mit den Pferden im Flieger?“, fragte ich laut in das Handy in meiner Hand und lauschte. „Ja, Papiere sind dabei. Ja, der Tierarzt war auch da.. jaaa, auch alles da“, sagte ich nun endgültig genervt. Der Mann am Telefon hatte anscheinend absolut, und damit meine ich wirklich keine Ahnung von Pferden. Ich hatte ihm die letzen Tage alle Papiere zugeschickt, die er brauchte um meine Pferde fliegen zu lassen. Nun rief er schon wieder an ob er nun alles hätte. Nerviger Mensch. „Ja gut. Sie können mich in ca. 2 Stunden am Flughafen erwarten. Tschau“, entnervt legte ich auf. Kurz zischte ich. Als ob ich nicht schon genug um die Ohren hätte, aber ich konnte den guten Mann ja auch verstehen. Entnervt zog ich mir meine Jacke an und trug meine Koffer in den Wagen, der sich allmählich wirklich füllte. In Finnland würde es kalt werden, weshalb ich die letzen Tage noch dicke Klamotten shoppen gewesen bin. Ich würde Deutschland wirklich vermissen, aber ich hatte ja immer die Chance zu meinen Eltern auf den Hof zurückzukommen. Diese beiden waren es auch, die 3 meiner Pferde hierbehielten. Und zwar Mrs. Flauschig, Sparrow Feather und Mary Sue. Ich wollte die Verkaufspferde nicht mit nach Finnland holen, um sie dann wieder nach Deutschland zu importieren, falls sie verkauft wären. Aber meine Eltern würden das schon machen.. Wo wir gerade dabei waren, was machte mein Vater da? „Dad..? Was.. was machst du denn da?“, fragte ich ihn leicht grinsend und trat näher zu ihm und dem Hänger. Ertappt drehte er sich um und lächelte mich an. „Schau Kleine was deine Mama und ich die letzen Tage gemacht haben“, sagte er glücklich und hielt mit ein paar Halfter hin. Ich nahm ihm eines ab und schaute es mir an. „Ihr habt die Namen draufgestickt? Wie süß von euch“, sagte ich lächelnd und umarmte ihn. „Und für dich haben wir auch was“, sprach er dann noch immer lächelnd. „Hier“, er hielt mir ein Armband aus geflochtenem Pferdehaar hin. „Danke“, hauchte ich nur und umarmte ihn nochmals. Erst jetzt viel mir auf, dass meine Mutter nicht da war. „Wo ist Mama?“, fragte ich dann etwas skeptisch. Mein Vater zeigte in den Stall und dahin verschwand ich dann auch. „Hey Ma, was machst du da?“, fragte ich sie mit hochgezogener Augenbraue und blickte zu Bella. „Ich zieh ihnen nur schon die Gamaschen an und zieh die Decken über. Die Hengste kannst du schon einladen“; antwortete sie mir freundlich. Also ging ich zu den Boxen der Hengste. Alle schön angebunden in ihren Boxen mit Decken und Transportgamaschen. Als erstes holte ich den ruhigsten von den Hengsten raus, nämlich

      Chocolate Dream. Der Hengst schnaubte einmal, ehe ich ihn am Hänger anband. Er sollte zwischen den beiden anderen Hengsten und den Stuten stehen. Nur ich hatte ihn als 'Beruhigung' für die Anderen an den Hänger binden wollen. Also ging ich zurück in den Stall und schnappte mir den gerade erst angekommenen Spooks Gotta Gun. Dieser blickte sich neugierig um und wiehrte einmal, was Choco sofort erwiderte. Schritt für Schritt ging es in den Hänger, ehe er auf seinem Platz stand und angebunden war. Ich schob die Trennwand rum und klopfte ihm noch einmal beruhigend den Hals, da er zunehmend nervös wurde. Als nächstes war Genuine Lil Cut dran, der sich auch seinem Schicksal hingab und die Rampe hochging. Ich band ihn neben Spooky an und schloss ebenfalls die Trennwand. Dann kam Choco rein, den mit dem ich das Selbe machte wie mit den beiden anderen. Meine Mutter hatte die Stuten fertig gemacht, weshalb das Einladen, mit Ausnahme von Snapper Little Lena, ziemlich zügig ging. Die kleine Stute hatte nicht in den Hänger gehen wollen.. Mit Hilfe von Bella und Holly
      hatte ich es dann doch geschafft. Meine Eltern saßen schon im Hänger. Erneut kontrollierte ich alles. Schon ging es los. Die Fahrt zum Flughafen verlief problemlos und der Mann, der mich die letzen Tage so genervt hatte, schien nun doch freundlich gesinnt und wollte unbedingt die beiden Fohlen streicheln. Kurz lächelte ich. Das Einladen ins Flugzeug verlief zu meinem Erstaunen wahnsinnig schnell und ohne Probleme. Der Tierarzt schaute sich alle Pferde nochmal gründlich an und gab mir eine Art 'Beruhigungsdrops' für Lil mit, die sich tierisch aufregte. Die konnte ich ins Futter mischen und sie waren nicht sonderlich stark. Wir wollten alle nur vermeiden, dass sich eines der Pferde verletzte. Auch Gen machte ein wenig Theater und sah es überhaupt nicht ein, ganz weit weg von den Stuten zu stehen. Doch er beruhigte sich wieder. Das zugehörige Zubehör kam ebenfalls in das Abteil, in dem die Pferde standen. Mein Gepäck kam nicht wie üblich in den Gepäckraum, es kam auf Wunsch von mir auch in das Abteil in dem die Pferde standen. Dann verabschiedete ich meine Eltern und stieg in den Flieger. Der Flug verlief schnell und von weitem sah ich schon den Pferdehänger und den entfernt verwandten Freund meines Vater, der mich und die Pferde zu meinem neuen Hof und zu Tikka brachte. Als erstes luden wir die beiden Fohlen aus, dann Bella und zu guter Letzt die 3 Hengste. Erst dann begaben wir uns andas Zubehör der Tiere und an meine Koffer. Als alles eingeladen war, blickte ich mich noch einmal kurz um. Es war doch kälter als in Deutschland, aber ich würde mich schon daran gewöhnen müssen. Ich stieg ein und wir machten uns ohne viele Gespräche auf zu Tikkas Hof. Der Hänger hielt vor dem Stallgebäude, in dem Tikka schon auf mich wartete. „Hey“, sagte ich lächelnd zu ihr und ging auf sie zu, um sie kurz zu umarmen. Sie erwiderte meine Begrüßung und wir unterhielten uns noch ein wenig, bevor ich zum Hänger ging und ein Pferd nach dem Anderen mit Hilfe von Tikka ihre beziehungsweise seine Box bekam. Ich tauschte die Transportsachen gegen normale, etwas dickere Decken und verstaute alles in der Sattelkammer. Mein Gepäck trug ich ins Haus, ehe ich mich nochmals kurz auf dem Hof umsah. Doch nicht ohne mich von Verwandten von mir zu verabschieden. Er fuhr vom Hof und ich fiel am Ende des Tages totmüde ins Bett. Morgen würde ich mein neues Leben beginnen.
    • Veija
      Kurzer Pflegebericht für alle Pferde

      März 2014 , by Veija
      In der letzen Zeit hatte ich immer weniger Zeit für meine Pferde, was mir wirklich sehr leid tat. Heute kam ich endlich dazu, mich wieder ein wenig um alle zu kümmern. Doch für viel reichte es leider nicht.
      Vor Kurzem war eine neue Englische Vollblutstute auf Tikkas und meinen Hof gezogen. Faster hieß die Große und sie entwickelte sich prächtig. Sie verstand sich wunderbar mit den anderen Englischen Vollblütern und besonders gut mit Jagger, was mich sehr freute. Ich begab mich also in den Stall und brachte zu erst die Englischen Vollblüter auf die Koppel. Zu erst Faster und Jagger, dann Nova und Hell. Alle vier stellte ich auf die Selbe, da ich besonderen Wert darauf legte, dass die Tiere ein wenig rassespezifisch standen und sie sich so optimal austoben konnten. Nachdem diese vier draußen standen, brachte ich Bella, Vice und Princess nacheinander auf eine andere Koppel. Lil und Holly folgten und kamen ebenfalls zu den anderen drei Pferden.
      Endlich waren die Hengste an der Reihe, die schon unruhig umher tänzelten, weil sie endlich raus wollten. Im Moment hatte ich ein paar Probleme mit einigen von den männlichen Pferden. Genuine und Spooky gingen in letzer Zeit immer öfter aufeinander los, weshalb ich sie leider trennen musste. Da Gipsy sowie Choco die beiden ruhigsten männlichen Pferde waren, stellte ich Genuine mit Gipsy zusammen und Spooky mit Choco. So hatte jeder einen Partner und benahm sich wenigstens. Da ich die Hengstfohlen jedoch nicht allein auf eine Koppel stellen wollte, war Funky der Babysitter der Kleinen und so kam er zusammen mit Ready for Action, End, King Bee und Enjoy zusammen.
      Nachdem alle Pferde auf der Koppel waren fing ich an mit Ausmisten, was ewig dauerte.. Als ich dann jedoch endlich fertig war, fütterte ich alle Pferde und holte sie nacheinander wieder in den Stall. Dies tat ich jedoch erst am Abend. Bei jedem Tier putzte ich noch einmal kurz über und kontrollierte die Hufen auf Steinchen, ehe jedes Tier wieder in seiner Box Platz nahm und ich mich auf den Weg ins Bett machte.
      Die nächsten Tage würde ich mich besonders um jedes Tier kümmern.
    • Veija
      Pflegebericht für alle meine Pferde

      August 2014, by Veija
      Gähnend erhob ich mich aus meinem Bett. Heute würde ich mich um alle meine Pferde kümmern. Das hieß, ich hatte einen sehr langen Tag vor mir. Langsam torkelte ich ins Badezimmer und stieg in die Dusche. Gestern Abend hatte ich mich einfach nur müde ins Bett geschmissen, da der ständige Regen einen einfach nur müde machte. Als ich fertig mit duschen war, zog ich mir eine Jeans an, meine Reitstiefel, eine langärmige Bluse und einen weißen Westernhut. Den, den ich so gut wie immer trug wenn ich auf dem Hof rumlief. Nun doch endlich wach sprang ich die Treppe runter, schnappte mir einen Apfel und ging über den Hof in den Stall. Zu erst wollte ich nach meinen vier Schätzen sehen. Mit Schätzen meinte ich meine Englischen Vollblüter. Zur Zeit hatte ich 4 Stuten, doch bald kam noch ein Hengst dazu, der meine Mädels bestimmt aufmischen würde..
      Generell waren in letzter Zeit sehr viele neue Pferde hinzugekommen, doch ich würde mich ja wie gesagt heute gut um alle Tiere kümmern.
      Das erste Pferd war Hell, die heute sehr unruhig wirkte. "Na mein Mädchen", flüsterte ich ihr zu und seufzte leise. Ich musste mich wirklich mehr mit meinen Tieren beschäftigen. Die Stute legte die Ohren an und blickte mich skeptisch durch die Gitter an. "Ist ja gut...", flüsterte ich und holte mir ihr Halfter. Die vier kamen heute in die Führanlage, damit sie langsam wieder Muskeln aufbauten. Schließlich hatten sie lange gestanden. Das lange Stehen war auch ein Grund, weshalb ich mir bald Hilfe auf den Hof holen wollte. Jemanden, der die Tiere morgens auf die Koppel brachte und Abends wieder reinholte. Nicht mehr und nicht weniger. Und das auch nur, wenn ich wegen dem Ausbildungsbetrieb nicht hier war. Oder er würde sich auch in meinem Betrieb einfinden, damit wir schneller arbeiten konnten, denn es standen noch immer Aufträge an.
      Als ich Hell dann nach einigem Probieren aufgehalftert hatte, kratzte ich ihr schnell die Hufen aus und brachte sie in die Führanlage. Es folgten mit weniger Schwierigkeiten Supernova, ihre beste Freundin, Faster und Jagger. Ich stellte die Anlage so ein, dass sie im langsamen Schritt vor sich hin trotten konnten, und nicht sofort weitergeschoben wurden, wenn sie einmal kurz stehen blieben. Ich hatte schon zu viele schlechte Erfahrungen mit diesen Anlagen gemacht, als dass ich sie schneller einstellte. Zurück im Stall fing ich an die Boxen der vier zu misten. Ich war damit nun doch recht schnell fertig. Die Tränken der EV's waren kontrolliert und sie hatten genügend Heu. Nun jedoch kam die Schwierigere Aufgabe. Das Mischen des Zusatzfutters. Ich konnte das überhaupt nicht leiden und vermischte mich ständig, weshalb ich lieber zu wenig als zu viel gab. Zu erst schnappte ich mir Hells Eimer. Da die Stute zur Zeit weder im Sport noch in Umständen war, bekam sie von allem ein wenig. Vom Hafer, der Luzerne, der Kleie, den Gerstenflocken und den Maisflocken bekam sie je eine halbe Schaufel. Von den Rübenschnitzeln gab es eine Ganze.
      Nova und Faster bekamen das Selbe, Jagger bekam nur eine halbe Schaufel Rübenschnitzel.
      Als ich damit fertig war, ging ich zur Führanlage und stellte sie ein wenig schneller, so dass die Pferde traben mussten. Da ich ja dabeistand, konnte ich mir genau die Bewegungsabläufe der einzelnen Tiere anschauen. Da ich keine Auffälligkeiten feststellen konnte, stellte ich die Anlage aus und nahm Hell und Nova zusammen an die Hand. Die anderen Beiden konnten noch kurz warten. Nachdem ich nochmal die Hufen kontrolliert hatte, kamen die zwei in die Box und stürzten sich sofort auf ihr Kraftfutter. Ab sofort würden sie das jeden Tag bekommen. Jedoch anders rationiert, wenn sie wieder im Training standen. Ich ging zurück und holte Faster und Jagger. Die beiden älteren Stuten trotteten gemütlich neben mir her und warteten geduldig, bis ich nach dem Hufekratzen ihre Halfter abgenommen hatte und sie sich auf ihr Futter stürzen konnten. Nun waren schon einmal ein paar Pferde geschafft, doch es standen noch viele weitere vor mir und der Tag war noch lang. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass wir gerade erst 8 Uhr hatten. Das hatte wirklich sehr fix gegangen.
      Nun waren meine Hengste an der Reihe. Ich ging die Stallgasse entlang und an jeder Box wurden mir Nasen entgegen gestreckt. Kurz überlegte ich, ehe ich die Halfter von Ready for Action, End of Day, King Bee und Enjoy Nature holte. Enjoy Nature und End of Day nahm ich in die Linke, Action und King Bee in die rechte Hand. Mit den vier Fohlen ging ich auf die Koppel und lies sie toben. Am Ende des Abends würde ich sie wieder reinholen, denn immer eingesperrt in der Box war für die Kleinen alles andere als gut. Als ich das gemacht hatte, mistete ich ihre Boxen aus und kontrollierte ihre Tränken. Dann gab ich jedem Fohlen ausreichend Heu und betrachtete mit das Kraftfutter. Jedes Fohlen bekam eine Schaufel Hafer und eine halbe Schaufel Rübenschnitzel. Vom Rest jeweils nur eine Hand voll. Ich wollte die Mägen der Kleinen nicht zu sehr belasten. Trotzdem sollten die Tiere groß und stark werden. Als ich damit fertig war, überlegte ich was ich mit den anderen Hengsten anstellen konnte. Blue, Winny, Dead, Funky und Gen wollte ich auf die Koppel bringen. Nur Spooky wollte ich ein wenig reiten. Schließlich neigte sich der Tag doch schneller dem Ende als gedacht. Natürlich konnte ich sie nicht zusammen an die Hand nehmen, weshalb ich jeden Hengst einzeln auf die Koppel brachte. Sie hatten alle einen kleinen abgetrennten Teil für sich, weit weg von den Stuten, da ich ja wusste wie meine Hengste reagieren konnten. Als die 5 nun auf der Koppel waren, ging ich zu Spooky und begrüßte ihn kurz. Da ich mich nun doch etwas beeilen musste, putzte ich ihn schnell und schwang mich nach dem satteln in den Sattel. Der Hengst kannte mich ja schon und wusste auch was ich von ihm verlangte, weshalb er brav unter mir her ging. Eigentlich hatte ich heute nicht so recht Lust den Hengst ordentlich zu reiten, weshalb es bei ein paar Runden Schritt, Trab und Galopp blieb. Im Stall sattelte ich ihn wieder ab und kontrollierte die Hufe. Jedoch war er nicht fertig mit Arbeiten, denn der Kleine war ziemlich dick geworden. Ich führte ihn in die Führanlage und stellte sie ein. Dort musste er noch ein wenig abspecken.
      Dann fing ich an die Boxen auszumisten. Die der Hengstfohlen waren schon fertig, weshalb ich nur noch die der sechs großen Hengste machen musste. Alles in allem waren die Tiere sehr pflegeleicht, weshalb ich dort recht schnell fertig war. Ich kontrollierte die Tränken und gab allen Heu, ehe ich das Kraftfutter rationierte. Genuine bekam eine halbe Schaufel Hafer, Luzerne, Kleie, Gesternflocken, Maisflocken und Rübenschnitzel. Das Selbe bekamen auch Dead, Blue und Winny. Funky bekam eine ganze Schaufel Rübenschnitzel und für Spooky musste ich wieder anders rationieren. Der Hengst bekam eine ganze Schaufel Hafer und eine Ganze Rübenschnitzel, Luzerne, Kleie, Gerstenflocken und Maisflocken gab es jeweils eine Halbe. Nach einem Blick auf die Uhr ging ich zu Spooky, und befreite ihn aus der Führanlage, ehe ich ihn in die Box brachte und er sich schnaubend auf sein Futter stürzte. Auch die anderen Hengste kamen nach und nach wieder in ihre Boxen, ehe ich mir die Hengstfohlen schnappte und auch sie wieder in den Stall brachte. Es war mir dabei doch zu gefährlich, die Stuten neben die Hengste auf die Koppel zu stellen. Seien die Hengste noch so klein. Als ich damit fertig war, ging ich zu meinen Stuten. Ohne groß zu fackeln kamen Bella, Lena, Holly, Princess, Vice, Devil, Rosy und Amarula auf die Koppel. Amarula, Devil und Rosy bekamen jedoch jede einen seperaten Teil auf der Koppel, da sie noch relativ neu in der Gruppe waren. Ich flitzte in den Stall und mistete alle Boxen aus, ehe ich die Tränken kontrollierte und den Pferden ihr Heu gab. Das Kraftfutter rationieren klappte dieses Mal sehr einfach, da alle erwachsenen Pferde von Allem eine halbe Schaufel bekamen. Die beiden Fohlen Snapper Little Lena und Miss Holly Golightly bekamen jede eine halbe Schaufel Hafer, eine halbe Schaufel Rübenschnitzel und vom Rest jeweils nur 1-2 Hände, wie die Hengstfohlen.
      Als ich damit fertig war, ging ich die Tiere wieder einsammeln. Zwar hatten sie nur gute 1 1/2 Stunden auf der Koppel gestanden, aber besser als nichts.
      Ich schnappte mir zu erst Holly und Lena. Bei Lena musste ich verdammt vorsichtig sein mit dem was ich tat, da die kleine blind war. Um so wichtiger war es, dass ich sie immer mit Holly zusammen hatte, da die kleine Rappstute der Blinden zeigte wo sie langgehen konnte und sie auch warnte, vor allem was ihr gefährlich werden konnte. "Hallo Lena", sagte ich zu der Kleinen und streichelte ihren Kopf. Natürlich lagen ihre Ohren flach am Kopf, doch wer konnte es ihr verübeln? Ich fragte mich nur stark, wie ich sie longieren konnte, oder ob das komplett flach fiel.. Ich würde schon sehen. Ruck zuck standen die Beiden in ihren Boxen und vorsichtig tastete sich Lena mit ihrem Kopf vor, bis sie im Kraftfuttereimer versank und wie Holly genüsslich kaute. Als nächstes holte ich Bella, Princess und Vice rein. Devil, Rose und Amarula brachte ich alle einzeln rein, was natürlich wieder etwas dauerte. Als sie jedoch alle drinnen waren, konnte ich mich der letzten Gruppe Pferde widmen, die ich in meinem Stall fand. Meine kleine aber feine Turniertruppe, die keine war. Da ich mich ein wenig beeilen musste, brachte ich Chocolate zusammen mit Gipsy auf die Koppel, Striga zusammen mit Gulrót, Palimé mit Vin, und Skrúður zusammen mit Hængur und Maxi. Schnell mistete ich die Ställe aus, kontrollierte die Tränken und gab den Tieren Heu.
      Gipsy und Choco bekamen vom Kraftfutter von allem eine halbe Schaufel und von den Rübenschnitzeln eine ganze, die erwachsenen Isis bekamen von allem eine halbe Schaufel. Striga und Gulrót bekamen von den Schnitzeln eine halbe Schaufel und vom Hafer eine Halbe, vom Rest jeweils nur 2 Hände voll.
      Als nun alle ihr Futter hatten, ging ich auf die Koppel und holte zu erst Striga und Gulrót rein. Dann Gipsy und Chocolate. Dann Palimé und Vin und zum Schluss die 3 Isländerhengste. Als alle zufrieden kauend in ihrer Box standen, wischte ich mir einmal über die Stirn. Nicht viel gearbeitet mit den Pferden heute und trotzdem total k.o. Leicht unzufrieden ging ich ins Haus und schnappte mir etwas zu essen, ehe ich entschied mir doch etwas Richtiges zu machen. Die nächsten Tage würde ich die Pferde der Reihe nach durchtrainieren, und mir endlich einen Stallburschen einstellen, denn so konnte es definitiv nicht weitergehen.
    • Veija
      Aaron, der Neuzugang

      Oktober 2014, by Veija
      Aus Verenas Sicht:
      Hektisch hüpfte ich aus dem Bett und mein Blick flog zur Uhr. Verdammt, dachte ich mir. Mein neuer Trainer und Stallbursche würde bald ankommen. Ich musste die Dusche heute bleiben lassen und lief einfach in Alexis' Zimme rein. "Aufstehn, Aaron ist fast da!", sagte ich und drehte mich um. Ich sah gerade noch, wie sie erschrocken aus dem Bett fiel und dumpf auf dem Boden aufkam. "Sorry!", sagte ich gerade noch so, da hüpfte ich schon die Treppe runter, während ich mir meine Stiefel anzog. Ich öffnete die Haustür und da stand er schon. "Ich..äh.. wollte gerade klopfen", sagte er und grinste verlegen. Da stand er nun, unser neuer Trainer und Stallbursche. Ich konnte wirklich Hilfe gebrauchen. Besonders wenn ich mal ein paar Wochen weg war um Pferde zu trainieren, beruhigte es mich ungemein, wenn ich neben meiner Cousine und Auszubildenden noch jemanden am Stall hatte, der Ahnung von Pferden hatte. Sein fragender Blick riss mich aus den Gedanken. "Äh, ja klar! Willkommen auf der Gips Reminder Ranch. Ich bin Verena, die Leiterin des Hofes. Und da ist Alexis, meine Cousine und Auszubildende", gerade hatte ich den Satz beendet, lief Alexis schon die Treppe runter und fiel beinahe noch hin, hätte ich sie nicht so halb aufgefangen. "Pass auf", zischte ich leise, während sie Aaron überschwänglich die Hand schüttelte.
      "Na dann wollen wir mal..", sagte ich nun wieder lächelnd zu dem Neuen und zeigte ihm zunächst sein Zimmer. Es lag zwischen meinem und dem von Alexis. Der Arme tat mir jetzt schon leid.
      "Alexis?", fragte ich und drehte mich um. Natürlich stand sie genau hinter mir. "Würdest du Frühstück machen, ich zeig Aaron den Hof." Missmutig willigte sie ein und Aaron und ich verliesen die obere Etage, um nach draußen zu gehen. "Wir sind gerade erst aufgestanden, deshalb stehen noch alle Pferde im Stall", sagte ich zu ihm und führte ihn ein wenig auf der Anlage herum, ehe wir in den Stall gingen. Er war begeisterter Springreiter und natürlich gefiel ihm unser Springplatz besonders gut. Nur fehlte uns leider noch ein Pferd für ihn. Doch das würde sich bald schon noch finden.
      Im Stall angekommen, gingen wir zu erst die Stuten der Westernstallung durch. Bella, Lena, Holly, Princess, Vice, Devil, Cherokee, Amarula, Dancing, Summer und Hope. Besonders gefielen ihm Cherokee und Wimpy, da die beiden ein wenig eigen waren, was ihren Charakter anging. Danach gingen wir zu den Hengsten der Westernstallung und ich zeigte ihm Gen, Spooky, Ready for Action, Pow, Dayli, King, Enjoy, Ali, Winny und Blue. Spooky fand er aufgrund seiner Farbe sehr interessant und auch Blue entlockte ihm ein Lächeln. Er war kein so großer Westernfan, doch er sagte, er würde die ganze Materie gerne erlernen.
      Die Englischen Volllbüter interessierten ihn auch sehr, und er konnte gar nicht sagen ob er Hell, Nova, Jagger, Faster oder Walker am tollsten fand.
      "Nun kommen wir zum letzen Teil, meinen Sportpferden", sagte ich und zeigte ihm die restlichen Pferde: Choco, Gipsy, Striga, Skrúður, Vin, Hængur, Maxi, Palimé, Gulrót, mein neues Fohlen Peppy und meine beiden DRP's Cuba und Spirit.
      "Der Tekke und die Reitponys machen etwas her", sagte er. "Springen die auch?", fragte er mich dann, was ich mit einem Nicken beantwortete. "Generell kannst du mit allen meinen Pferden springen, doch wir werden die noch ein richtiges Springpferd hier auf den Hof holen, versprochen", sagte ich lächelnd und konnte das Strahlen in seinen Augen erkennen.
      Nachdem wir mit der Inspektion fertig waren, gingen wir ins Haus, wo Alexis uns das Frühstück gemacht hatte. Während des Frühstücks erzählte Aaron uns einiges aus seinem Leben, und dass seine Familie früher einmal Pferde gehabt hatte, doch er war zu groß für sie geworden und ein richtiges Springpferd konnten sie sich nicht leisten. Nachdem dannd er Hog, wo er Springstunden nahm, bankrott gegangen ist, hatte er den Traum vom Springen aufgegeben. Meine Anzeige hatte ihm neuen Mut gemacht, weshalb er nun hier war, um wieder mit Pferden zu arbeiten. "Das höre ich gerne!", sagte ich. "Wie wärs denn mit einem kleinen Ausritt? Alexis?", fragte ich in die Runde und sah in das vor Glück grinsende Gesicht meiner Cousine, was wohl ein eindeutiges 'Ja' war. "Aaron?", fragte ich nun an ihn gewandt und er antwortete: "Na klar, warum nicht", antwortete er lächelnd und ich biss ein letzes Mal in mein Brötchen. "Alex, räumst du ab? Ich mach dein Pferd dann soweit fertig, bis du zu uns kommst", sagte ich und blickte nun in ein sehr, sehr verärgertes Gesicht. Doch ich hatte noch ein Attentat auf sie vor, dass sie nicht ausschlagen würde. Zusammen mir Aaron ging ich dann wieder die Pferde durch, bis er sich für eines entschieden hatte. Er wollte Choco näher kennenlernen und holte ihn schonmal aus der Box, band ihn an dieser an und fing an zu putzen. Ich war mir nicht ganz sicher, welches Pferd ich holen sollte und suchte deshalb zu erst das Pferd für Alexis aus. Sie hätte mich sicher umgebacht, hätte ich ihr einen der Isländer geholt, weshalb ich sie auf meinen gelehrigen, aber stütmischen Pow setzte.
      Ich war in der Versuchung, Devil zu reiten, doch damit hätte ich die beiden Hengste verrückt gemacht, weshalb ich mich für meinen Wallach Gipsy entschied. Ein wenig Abwechslung tat ihm sicherlich gut.
      Nachdem ich Gipsy und Pow geputzte hatte, kam Alexis in den Stall und steuerte sofort den Hengst an. Sie wusste genau, dass ich niemanden außer mir Gipsy reiten lies, da er mein ein und alles war.
      Aaron sah etwas unbeholfen mit dem Westernsattel aus, weshalb ich Alexis anwies ihm zu helfen. Etwas anderes erregte meine Neugierde. Peppy brummelte ein wenig unbeholfen und tapste um ihre Mutter herum. Ihre Vorderbeine standen ein wenig komisch, weshalb ich sofort meinen Tierarzt des Vertrauens anrief. "Hallo Dr. Canary, hier ist Verena. Wäre es möglich, dass Sie in den nächsten Tagen einmal vorbeikämen? Mein vor kurzem geborenes Stutfohlen läuft nicht klar und scheint Probleme mit den Vorderbeinen zu haben....Ja, ja ok. Gut. Es wird jemand hier sein", antwortete ich ihr und legte auf. "Was ist los?", Alexis hatte sich hinter mich gestellt und schaute Peppy zu, wie sie langsam in der Box umherging. Auch Aaron hatte sich zu uns gesellt. "Ich habe gerade den Tierarzt angerufen, Dr. Canary soll sich die Stute in den nächsten Tagen einmal ansehen." Damit war das Gespräch beendet und ich machte mich daran, Gipsy zu satteln. Alle drei Pferde hatten einfache Wassertrensen im Maul und ihre älteren Sättel. Auch die Pads waren ein wenig älter. Die neuen Sachen, die ich vor kurzem gekauft hatte, wurden nur für die Shows benutzt. Ich zog allen drei noch Bandagen an, ehe ich den Sattelgurt bei Gipsy nochmals nachzog und als erste auf den Hof ging. Dort schwang ich mich hoch und ging vor. Hinter mir Aaron, als Schlusslicht Alexis. Ich zeigte den Beiden, doch vor allem Aaron die Gegend. Wir ritten an einem Fluss vorbei, der in einen See mündete. "Hier kann man im Sommer sehr gut mit den Pferden schwimmen. Ist auch hier in der Gegend der einzige See, in den man mit Pferden rein darf", erklärte ich den beiden, ehe wir umdrehten und ein Stück galoppierten. Ich hatte mich neben Aaron gesellt, weil ich sehen wollte, ob er sich auf dem Tekken halten konnte- aber auch, weil Choco manchmal ganz schön abgehen konnte, wenn er wollte. Nach dem kurzen Galopp ging ich wieder nach vorne und dann waren wir auch schon wieder am Hof, sattelten die drei Pferde ab und brachten sie auf die Koppel. Nun waren die anderen Pferde dran und ich beauftragte Aaron, sich um die Englischen Vollblüter zu kümmern, während ich mich um die Hengste und Stuten der Westernstallung kümmerte und Alexis sich um die Turnierpferde.

      Aus Aarons Sicht:
      Ich hatte von meiner Chefin den Auftrag bekommen, mich um die Englischen Volllbüter zu kümmern. Auf Hell sollte ich besonders aufpassen, da sie wohl eine kleine Zicke war. Etwas unsicher betrachtete ich mir die Palominostute, aber ebenso die Braune in der Nachbarbox, die ständig ihren Kopf zu Hell neigte und sie anbrummelte. Die Beiden schienen sich wohl zu verstehen, weshalb ich sie ans Halfter nahm und sie zusammen nach draußen auf die Koppel brachte. Nova, wie an dem Schild der Braunen stand, war das Gegenteil der hellen Stute. Sie war ruhig und gelassen, aber auch etwas trotzig, wenn ich nicht den Weg ging, den sie gehen wollte. An der Koppel angekommen, zog ich zu erst ihr Halfter aus, was sich als großer Fehler bewies, denn als sie davon galoppierte, setzte Hell einfach nach, riss den Kopf hoch und galoppierte ebenfalls über die Koppel. "Mist..", fluchte ich und ging ihr nach. Etwas widerwillig kam sie dann doch auf mich zu und lies sich das Halfter ausziehen. Meine Chefin hatte zum Glück nichts davon mitbekommen, weshalb ich nun die anderen Pferde rausholte. Jagger und Faster brachte ich auch zusammen raus. Als letztes war dann der braune Hengst dran, der mich wohl besonders ins Herz zu schließen schien. "Mal ein Kerl unter den ganzen Weibern, nicht war mein Junge?", fragte ich den Hengst und streichelte seinen Kopf, den er mir sanft in die Hand schmiegte. Er musste leider alleine stehen, da er nicht mit den Stuten zusammendurfte. Doch er konnte über den Zaun hinweg mit ihnen schmusen- es sei denn, eine von ihnen kam zum schmusen zu ihm rüber. "Armer Junge..", flüsterte ich, ehe ich die Halfter an die Zaunpfähle hing, in den Stall ging und mit dem Ausmisten anfing. Meine Chefin hatte Recht gehabt: heute morgen war noch niemand im Stall gewesen, weshalb ich einiges zu tun hatte mit ausmisten, Wasser geben und füttern. Das Füttern war so eine Sache für sich, da jedes Pferd unterschiedliche Kraftfutteranteile bekam. Bis ich da drin war, würde es wohl eine ganze Weile dauern...

      Aus Alexis' Sicht:
      Murrend stiefelte ich zu den Turnierpferden rüber. Alexis mach dies, Alexis mach das, Alexis mach mach mach.. summte ich vor mich hin, ehe ich an den Boxen ankam. Choco und Gipsy waren schon draußen. Die nächsten die ich also rausbringen konnte waren Palimé und ihr Fohlen Peppy. Zu ihnen auf die Koppel stellte ich noch Gulrót und Striga, damit die Fohlen und Jungpferde ein wenig zusammen waren. Dann brachte ich Skrúdur, Maxi und Haengur auf die selbe Koppel. Ich überlegte kurz ob ich Spirit dazu stellen konnte. Aber sie hatten genug Platz um sich aus dem Weg zu gehen, weshalb ich ihn also zu den beiden Hengsten stellte. Dann waren nur noch Vin und Cuba da, die ich doch zu den Fohlen und Palimé stellte. Dann war meine Palominostute nicht ganz so überfordert mit den Kleinen. Kaum waren alle draußen, fing ich auch schon an die Boxen zu misten und ihnen Wasser und Futter zu geben...

      Aus Verenas Sicht:
      Ich musste mich um die meisten Pferde kümmern, doch das war kein Problem, denn mir gehörten sie ja auch alle. Ich hatte mich mit dem Handy schon auf die Suche nach einem Springpferd für Aaron gemacht, und mir waren auch schon ein paar ins Auge gesprungen, doch ich war mir noch nicht so sicher, ob ich sie holen würde, denn Aaron war erst einen Tag hier. Die Verkäuferin war mir jedoch sehr vertraut, und falls sie nichts für Aaron waren, würde sie die Pferde auch zurücknehmen.
      Am Westernstall brachte ich zu erst die Fohlen zusammen auf eine Koppel. Lena, Holly, Hope, Ready for Action, King, Enjoy und End waren glücklich nochmal miteinander draußen sein zu dürfen. Bald konnte ich sie nicht mehr zusammen auf die Koppel bringen, da einige eingeritten würden und ins Training kamen. Doch solange sie klein waren, konnten sie ihr Leben noch genießen. Gen und Spooky brachte ich zu Pow auf die Koppel, der bis dato alleine gestanden hatte. Ali, Blue und Winny kamen auch zusammen. Dann waren die Hengste auch schon alle draußen. Bei den Stuten brachte ich Devil und Amarula zu Palimé, Vin und Cuba. Da Palimé die Chefin dieser Herde war, würden Devil und Amarula sich unterordnen müssen.
      Bella brachte ich mit Vice und Cherokee auf die Koppel, ehe als letztes meine beiden neueren Pferde rausstellte: Summer und Moon, wie ich sie gerne nannte. Als alle draußen waren, mistete ich die Boxen und stattete sie alle mit Heu aus, ehe ich jedem der Pferde Kraftfutter rationierte, bevor ich Alexis und Aaron ins Haus schickte etwas zu kochen, denn es war schon Abend geworden in der wunderschönen Türkei und es war schon am Dämmern. Nun mussten alle Pferde wieder rein, was ich auch in einer dreiviertel Stunde geschafft hatte.
      Ich ging ins Haus, wo die beiden auf mich warteten und wir gemeinsam etwas aßen. "Und wie gefällt es dir bis jetzt hier, Aaron?", fragte ich ihn. "Ganz gut, wirklich!", antwortete er mir und grinste bis über beide Ohren. Ich lies es damit gut sein und lächelte kurz. "Morgen ist wieder viel zu tun, geht euch ausruhen, ich räum das hier auf", sagte ich und fing an die Spülmaschine einzuräumen. Die beiden gingen nach oben, während ich die Küche in Ordnung brachte und die Person anrief, von der ich die Springpferde kaufen wollte. Ich durfte mir die Tiere mal anschauen kommen.
      Voller Vorfreude ging ich noch einmal kurz durch den Stall, um zu schauen, ob auch wirklich alles in Ordnung war. Dann ging ich ins Bett. Morgen würde ich die Tiere gucken fahren.
    • Veija
      Reining LK 5 - LK 4

      Januar 2015, by Veija
      Heute war wieder einer der Tage, an denen ich gar nicht aus dem Bett aufstehen wollte. Ich hatte mir so viel vorgenommen, was ich am Ende des Tages erledigt haben wollte, dass ich es jetzt schon für einen Fehler hielt und am morgigen Tag vor Muskelkater sterben würde.
      Seufzend erhob ich mich aus dem Bett und ging duschen, ehe ich mir meine Thermoreithose und einen warmen Pulli anzog. Dazu meine gefütterten Stiefel. Mit einer dicken Jacke bewaffnet ging ich nach unten, um etwas zu essen. Caleb und die anderen waren schon im Stall und machten ihre Pferde fertig. Natürlich war ich wieder die Letzte. Doch da ich die Chefin war, war das egal.
      Ich zog also meine dicke Jacke an und ging in den Stutentrakt, wo ich zunächst Bella auf die Koppel brachte. Sie brauchte heute nicht trainiert zu werden, weshalb sie ihr Leben heute im Schnee genießen durfte. Zwar stand sie alleine draußen, doch es kamen später noch andere Pferde dazu.
      Caleb hatte sich Lil Princess Gun geschnappt, Aaron machte Vice fertig, ich holte Devil aus der Box und Alexis sattelte gerade Cherokee Rose. Princess sollte in Western von der LK 5 auf die LK 4 in der Reining gebracht werden, Vice ebenfalls, Devil von der LK 4 auf die LK 3 und Rosy ebenfalls auf die Lk 4. Doch das war noch nicht alles. Ich wollte heute alle meine Pferde mit Hilfe meiner Angestellten weiterbilden. Also ans Werk:
      Devil zickte mal wieder rum wie sie es so oft tat, doch nach einer Weile war sie genau wie die anderen Pferde gesattelt und wir gingen in die Halle. Nach dem Nachgurten schwangen wir uns alle in die Sättel und ritten die Pferde warm. Während Caleb Alexis und Aaron erklärte, wie sie die Pferde zu trainieren hatten und anfingen erste Spins zu drehen, übte ich mit Devil das angaloppieren auf der richtigen Hand, das Stoppen und die Roll Backs. Immer wieder schaute ich zu meinen Angestellten rüber, wie sie die Pferde ritten. Doch mit Calebs Hilfe hatten sie die Tiere bald so weit, dass sie ordentliche Spins konnten, Back Ups kein Problem mehr waren, sie einfache Galoppwechsel ritten konnten und die Tiere langsame Roll Backs konnten. Zufrieden lächelte ich und klopfte Devil den Hals, ehe ich eine leichte Pattern durchritt und sie definitiv in der LK 3 starten konnte. Ich schwang mich vom Pferd, schnappte mir Vice und schwang mich auf ihren Rücken, während Aaron Devil wegbrachte. Auch mit Vice ritt ich eine einfache Pattern um zu schauen, ob sie in der LK 4 starten konnte. Ja, sie konnte. Ich stieg ab, übergab sie Alexis und setzte mich auf Cherokee, die natürlich total rumzickte und es nicht einsah, mit Sporen geritten zu werden. Doch sie fügte sich ihrem Schicksal und ritt Caleb und Princess genau hinterher, da wir die selbe Pattern ritten. Es war zwar etwas umständlich, doch es klappte. Sehr zufrieden lobten wir die Pferde und brachten sie wieder in den Stall, wo Aaron und Alexis schon Summer und Honey sattelten. Ich machte mein Pferd fertig und brachte sie mit Decke auf die Koppel zu den Anderen. Auch Princess kam auf die Koppel, ehe Caleb und ich uns Amarula und Moon fertig machten. Moon wurde mit Bosal geritten, weshalb ich sie lieber selber übernahm, als sie dem radikalen Caleb zu überlassen. Auch wenn es mir nicht gefiel, dass er meine Zicke Amarula ritt. Nach und nach waren wir fertig mit satteln und gingen in die Halle, wo wir uns nach dem Nachgurten in die Sättel schwangen. Da wir alle Pferde von der LK 5 in die LK 4 bringen mussten, war das Training klar: Caleb und ich machten vor, Aaron und Alexis machten nach. So dauerte es nicht lange, bis die Pferde langsame Spins beherrschten, Back Ups kein Problem mehr waren und die Roll Backs einigermaßen klappten. Alles musste heute etwas schneller gehen, weshalb wir die Pferde schon in den Stall brachten, sie absattelten, ihnen die Decken auflegten und sie auf die Koppel brachten.
      Die nächsten Pferde waren die neueren Pferde, mit denen wir etwas langsamer machen mussten. So waren wir sehr schnell mit Angelic Desolation, Born to Die, Goddess und Croatoan in der Halle und brachten ihnen die Grundlagen der Westernkunst bei. Jedoch dauerte es bei ihnen doch etwas länger, so dass wir Goddess, also das Pferd, das schneller lernte, gegen Sheza tauschten. Sheza war durch ihre Platzierungen sehr talentier, weshalb wir sie auch sehr schnell fertig hatten und alle Pferde absatteln und auf die Koppel bringen konnten. Nun folgten die Hengste.
      Genuine Lil Cut, Funky Powerbabe, Dead or Alive und What Lies Ahead waren die nächsten Kandidaten. Auch diese mussten in der Westernklasse von der LK 5 auf die LK 4 gebracht werden.
      Nach dem putzen und satteln waren wir erneut schnell in der Halle und ritten die Pferde warm, ehe die Übungen an der Reihe waren. Die 4 lernten schnell, weshalb wir nach knapp einer halben Stunde richtigem Training fertig waren und wir sie wieder in den Stall bringen konnten. Wir sattelten ab, legten die Decken auf und brachten sie auf die Koppel. Mittlerweile schneite es einzelne Flöckchen, weshalb die nächsten Pferde leider nicht mehr auf die Koppel kommen würden.
      Es folgten die letzten vier Pferde. Zues konnte man ja sowieso nicht anpacken- noch. So machten wir Gun and Slide, Flintstone, Sympathy for the Devil und Siku fertig. Auch sie waren alle relativ neue Pferde und brauchten lange zum warm werden mit uns. Doch es dauerte nicht lange, da liefen sie einzelne Figuren der Westernreitere beinahe perfekt, weshalb wir hier auch nach knapp einer Stunde fertig waren. Wir brachten sie zurück in den Stall und stellten sie dann doch auf die Koppel. Hengste waren nicht so empfindlich wie die Stuten oder unsere Fohlen.
      Draußen war es jetzt schon dunkel, doch die restlichen Pferde wollten auch noch trainiert werden. Doch nun wurde es kompliziert: Ich sollte Gipsy reiten und von der LK 4 in die LK 3 bringen, Aaron würde Emilio im Springen von E nach A bringen, Alexis würde Black Ops von E nach A im Springen bringen und Caleb würde Snuff in der Dressur weiterbringen. Das sah nach einem riesen Durcheinander in der Halle aus, als Caleb Trabstangen aufbaute, Alexis und Aaron die Hindernisse richteten und ich mittendrin mit Gipsy lief. Wir entschieden uns dann um, so dass Alexis und Aaron die Hälfte der Halle nutzen konnten, sowie Caleb und ich die Andere, da wir weniger Utensilien brauchten. Gipsy war wie immer leicht zu reiten und war sehr schnell in allen Lektionen sicher, weshalb ich ihn rasch gegen Steel Heart tauschte, die ich vor kurzem erst eingeritten hatte. Aber auch sie machte gut mit und wir hielten und sehr an Snuff und Caleb, da sie ja die selben Übungen machten wie wir. Aaron und Alexis waren schon vor uns aus der Halle verschwunden, da sie ja auch früher angefangen hatten. Auch Caleb ging irgendwann, so dass ich alleine mit Snuff in der Halle war. Lächelnd lobte ich die Stute, als sie sich schön bog, um die Kehrtvolte zu reiten. Sie war wirklich talentiert, weshalb ich es auch für heute gut sein lies.
      Als ich mit ihr in den Stall ging um sie abzusatteln, waren schon alle Boxen gemistet und alle Pferde wieder in ihren Boxen. Zufrieden sattelte ich die Stute ab und stellte sie weg, nachdem ich sie gelobt hatte. Nächsten Monat hatte ich mehr Zeit für die Pferde und würde sie alle ordentlich trainieren.
    • Veija
      Tierarztbericht für alle Pferde

      Februar 2015, by Loulou
      Heute hatte ich wieder einen Großauftrag vor mir. Ich sollte alle Pferde von Verena behandeln. Von meiner Wohnung bis zu ihr war es nicht sehr weit, weshalb ich sehr schnell bei ihr war. Außerdem freute ich mich, da ich meine Beiden Pferde Snuff und Steel Heart besuchen konnte. Leider mussten mich meine Pferde verlassen, da ich beruflich bedingt umziehen musste und die Pferde nicht mitkommen konnten.
      Bei Verena angekommen verwickelte mich Caleb zunächst in ein Gespräch und wollte mich gar nicht mehr gehen lassen. Als ich mich dann endlich von ihm lösen konnte, kam mir Verena auch schon entgegen und umarmte mich lächelnd. Wir redeten eine Weile, bevor wir uns zu dem ersten Pferd begaben. Die erste war Drag me to Hell, die ihre alte Besitzerin sofort erkannte. Sie wiehrte mir freudig entgegen und streckte ihren Kopf aus der Box heraus, um gestreichelt zu werden. "Na mein Mädchen?", sagte ich und nahm sie raus. Es folgte eine allgemeine Untersuchung aller Vitalwerte, doch die waren top in Ordnung. Ich schaute mir ihren Pass an, ehe ich die nötigen Impfungen auffrischte und ihr die Wurmkur verpasste. Zum Schluss wurde sie gechippt, was ihr nicht so wirklich gefiel, aber das musste sein.
      Schon waren wir mit ihr fertig, ehe Verena schon das zweite Pferd holte. Es war Supernova, die mich auch noch erkannte. Lächelnd streichelte ich ihren Kopf und überprüfte ebenfalls ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie. Fertig war auch Nova.
      Nun kam Verena mit einer wunderschönen Red Roan Sabino Stute. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Als nächstes war Faster an der Reihe. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Nun war ein Hengst an der Reihe. Firewalker hies der Gute. Auch seine Vitalzeichen wurden überprüft, seine Imfpungen aufgefirscht, die Wurmkur verpasst und der Chip unter die Haut gesetzt. Das Selbe geschah auch mit dem kleinen Hengst Filly. Augen auf betrachtete ich nur durch die Box hindurch, ihr fehlte nichts, da der Tierarzt erst vor Kurzem nach ihr geschaut hatte.
      Wir waren fertig mit den Englischen Vollblütern und gingen zu den 3 Pferden der Angestellten. Der alte Wallach Emilio war der erste, um den ich mich kümmerte. Ich checkte seine Vitalzeichen, frischte Impfungen auf, gab ihm die Wurmkur und setzte den Chip unter seine Haut. Alles lies er brav über sich ergehen, ehe ich ihm ein Lekerli hinstreckte, welches er genüsslich fraß.
      Das nächste Pferd war Black Ops. Sie kannte ich auch noch, auch wenn sie sich nicht mehr an mich erinnern konnte. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Das letzte Pferd der drei war ein Isländer Mix, mit einer sehr schönen Farbe. Die Kleine war zunächst etwas zickig, doch auch hier klappte alles. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Der erste im Sportstall war Gipsy. Ihn kannte ich auch noch. Er war neben Bella Verenas Lieblingspferd. Ich konnte mir nicht vorstellen, was wohl geschehen würde, wenn einem der Beiden etwas zustoßen würde. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor seine Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihm eine Wurmkur und chippte ihn. Schon war der Wallach fertig.
      Die nächste war eine sehr ungewöhnliche Stute. Eine Kreuzung aus Quarter Horse und Andalusier. Doch auch ihre außergewöhnliche Rasse konnte sie nicht vor dem Tierarzt schützen. Ich überprüfte wie bei den anderen zuvor ihre Vitalzeichen, frischte die Impfungen auf, gab ihr eine Wurmkur und chippte sie.
      Es folgten Skrúður, Vin, Hængur, Gulrót, Harley, Náttdís und Eldrian Antrax, deren Vitalzeichen alle in Ordnung waren, weshalb ich sie impfen konnte bzw die Impfungen auffrischen konnte. Allen verpasste ich eine Wurmkur und chippte die Pferde, die noch nicht gechippt waren.
      Bei Snuff und Steel Heart ging ich besonders gründlich vor, da die Beiden erst vor ein paar Tagen in Verenas Stall gewechselt hatten. Die beiden hatten etwas erhöhte Temperatur, doch das kam durch den Stress und die ganzen neuen Pferde. Dennoch konnte ich impfen, Wurmkur verpassen und chippen. Schon waren wir mit den Sportpferden fertig, weshalb Verena und ich zu den Westernpferden gingen. Zu erst waren die Hengste dran.
      Die ersten waren Genuine und Spooky. Es folgten Ready for Action und Stütchen. Mit Stütchen war natürlich Funky Powerbabe gemeint, doch für mich und Verena war er mehr weiblich, als männlich. Genau so stellte er sich auf an, als wir chippen wollten. Doch es sei ihm verziehen. Die nächsten waren King Bee, Enjoy und Ali. Gefolgt von What Lies Ahead, Gun and Slide und Charly. Bei ihnen klappte auch alles super, weshalb ich schnell bei Flintstone, Sympath und Siku war.
      Nun kam der schwierigste Kandidat: Zues. Impfen mussten wir mit dem Blasrohr, die Wurmkur mischten wir ihm in sein Futter. An chippen war nicht zu denken.
      Schon waren wir fertig mit den Hengsten, weshalb es zu den Stuten ging. Die erste war Bella, die mich neugierig beäugte. Sie kannte mich ja auch schon lange. Lächelnd klopfte ich ihren Hals, ehe ich ihre Vitalzeichen untersuchte, sie impfte, ihr die Wurmkur gab und schließlich chippte.
      Bei Snapper Little Lena war das Ganze etwas schwieriger. Die Stute war nämlich blind und reagierte auf alles ganz anders, als die anderen Pferde. Wir holten ihr Holly Golightly zur Hilfe, damit sie sich an ihr orientieren konnte. Ständig hatte sie ihre Nase an Hollys Fell, um sich zu vergewissern, dass sie noch da ist. Die Untersuchung verlief noch sehr gut. Das impfen und die Wurmkur ging auch noch, nur das chippen machte ihr und Holly ein wenig Probleme. Doch alles verlief gut, weshalb wir uns den restlichen Pferden widmen konnten.
      Princess Gun, Vice, Devil, Cherokee Rose, Amarula, Moonrise, Summertime, Dawn of Hope, Honey, Angelic Desolation, Born to Die, Comeback of a fallen Goddess, Croatoan, Raised from Hell, Sheza, Secret, Wusel und Crow. Mal verlief die Untersuchung sehr gut, mal hatten wir ein paar Probleme. Doch nun waren wir fertig und Verena zeigte mir noch voller Stolz ihr erstes Paint Horse Fohlen. Aquila. "Wirklich eine Schönheit", sagte ich und wir gingen noch ein wenig ins Haus, um zu reden. Schließlich verabschiedete ich mich von ihr und ihren Mitarbeitern, ehe ich nach Hause fuhr.
    • Veija
      Distanz E auf A

      Februar 2015, by Veija
      Im Moment war mal wieder gar keine Zeit für die Pferde. Ein Wunder, dass ich mit dem Trainieren nachkam. Doch heute würden wir uns um alle Tiere kümmern, schließlich sollten sie bald Kör- und Krönbereit sein!
      Ich schmiss Bellas Vielseitigkeitssattel auf ihren Rücken, Aliena kümmerte sich um Princess, Alexis kümmerte sich um Wimpy, Caleb um Amarula und Aaron um Shadow, die mit Abstand die bravste von allen war.
      Die Strecke war schnell ausgesucht: die selbe wie für alle anderen Pferde, die wir auf A bringen wollten. Also ging es nach dem satteln schon los. Zunächst über den Hof, auf den Feldweg. Dann eine lange Schrittstrecke, einen Berg hoch im Galopp, ein wenig Trab, eine lange Schritstrecke, eine Galoppstrecke und eine lange Trabstrecke. Dann waren wir auch schon wieder daheim und konnten sagen, dass die Pferde mit ein wenig mehr Training fertig für die Klasse A waren. Fertig für ihre Box stellten wir die 5 Pferde weg, ehe 5 andere an der Reihe waren.
      Nun ging es um Summer, Honey, Ally, Bailey und Goddess. Wir entschieden uns spontan, wer wen reiten sollte, wobei ich mich für Goddess entschied. Schließlich konnte ich nicht immer die selben Pferde reiten- aber es gab welche, auf die ich niemand sonst lies; normalerweiße. Zu diesen Pferden gehörten Gipsy und Bella.
      Also ging es ans satteln. Wir brauchten ein wenig länger, als vorher, weil die 5 auf der Koppel gestanden hatten und dementsprechend aussahen. Doch endlich ging es los!
      Wir ritten die selbe Strecke wie eben: zunächst über den Hof, auf den Feldweg. Dann eine lange Schrittstrecke, einen Berg hoch im Galopp, ein wenig Trab, eine lange Schritstrecke, eine Galoppstrecke und eine lange Trabstrecke. Dann waren wir auch schon wieder daheim. Leider dämmerte es nun, weshalb diese fünf die Letzten für heute waren. Nach dem absatteln kamen sie in die Box, wo sie reichlich Heu und Kraftfutter bekamen, damit das Training in den nächsten Tagen besser weitergehen konnte. Nun gingen alle ins Bett und freuten sich auf morgen- oder auch nicht. Denn es stand noch mehr Arbeit an.
      Schon am frühen Morgen waren wir alle auf den Beinen und machten Toy, Sheza, Grace, Gen und Spooky fertig.
      Nun standen wir vor der Frage, wer die Hengste reiten sollte. Zum Schluss entschieden wir uns dafür, dass ich meinen geliebten Spooky ritt und Caleb sich Gen schnappte. Aliena ritt Toy, Alexis Sheza und Aaron Grace. Nach dem satteln also ritten wir auf den Hof, wo wir uns nach dem nachgurten auf die Pferde setzten. Wir ritten die selbe Strecke wie am Tag zuvor und konnten am Ende des Trainings 5 erfolgreich in der Klasse A laufenden Pferde vorstellen. Etwas schneller als gestern machten wir die Tiere für die Koppel fertig, ehe neue fünf folgten. Funky, Ali, Winny, Blue und Flint. Auch mit ihnen waren wir ruck zuck auf der Strecke und wieder zurück. Für zehn Pferde hatten wir heute noch Zeit. Doch wir alle wollten Feierabend machen, weshalb wir uns doch sehr beeilten. Die nächsten waren: Dash, Suke, Sol, Gipsy und Emil.
      Hier waren die Reiter sofort klar- naja, zwei davon. Gipsy würde ich reiten und Emilio würde von keinem Anderen außer außer Aaron geritten werden. Nach dem satteln ging es auf die Pferde und auf die Strecke. Weil wir ein wenig auf den alten Wallach achten mussten, blieben Aaron und ich ein wenig zurück, während die anderen drei ihre Pferde ganz normal trainierten. In dieser Zeit verquatschten Aaron und ich uns, so dass wir viel zu spät am Hof ankamen, und es schon dunkel wurde. Da wir nichts riskieren wollten, beließen wir es für heute dabei und brachten alle Pferde weg.
      Am morgigen Tag waren alle ziemlich schlecht gelaunt. Sie hatten alle Muskelkater- verständlicherweise. Doch die Arbeit musste getan werden und wir waren fast fertig!
      Es fehlten nur noch: Skrudi, Vin, Hartmut, Letty, Ops, Snuff, Heart und Maracuja, die bald wieder zurück an Ofagwa gehen würde. Nichts desto trotz, trainierte ich sie mit.
      Wir mussten die Pferde zwar aufteilen, und mit Snuff, Heart und Cuja zu dritt gehen, doch es lohnte sich allemal.
      Am Ende des Tages waren alle Pferde in Distanz auf der Klasse A angelangt! Wir hatten zwar über einen Monat mit dem ganzen Training gebraucht, doch hauptsache wir konnten sie jetzt weiter fördern.
    • Veija
      Distanz A auf L

      März 2015, by Veija
      Ein Blick auf meine Uhr sagte mir, dass es Zeit war, aufzustehen. Wow.. Müde erhob ich mich aus meinem Bett und schlurfte ins Bad, wo ich mir die Haare zu einem Zopf zusammenband und kurz die Zähne putzte, ehe ich nach unten in die Küche ging. Natürlich nicht, ohne alle meine Mitarbeiter zu wecken, die komischerweise genauso wie ich verschlafen hatten.
      Ebenfalls müde kamen alle nacheinander in die Küche. "So.. heute wollte ich wieder ein paar Pferde trainieren.. Ich reite Spooky, Caleb und Gen, Aaron du Funky, Aliena Ali und Alexis, du reitest Winny. Auf auf!", sagte ich und verschwand selbst im Stall, nachdem ich mir meine Jacke vom Mantelbrett genommen hatte. Im Stall angekommen machte ich mir Spooky fertig und schnwang mich auf dem Hof in den Sattel, wo ich auf die Anderen wartete.
      Als dann alle da waren, ging es los. Die Pferde waren alle ziemlich gelassen und so konnten wir ohne große Probleme unsere Runde gehen. Da die Tiere doch noch sehr fit waren, schlug ich einen etwas anderen Weg ein, bei dem wir einen langen Galopp einlegen konnten. Am Schluss war Ali doch ein wenig am Schnaufen, weil er sonst nie so lange Strecken galoppieren musste und seine Gesundheit auch ein wenig angeschlagen war.
      So ritten wir also zurück auf den Hof, schwangen uns von den Pferden und kümmerten uns darum, dass die Tiere wieder in ihre Boxen kamen. Nach Ali würde bald mal ein Tierarzt schauen, sobald ich wieder einen erreichen konnte.
    • Veija
      Darling

      April 2015, by Veija
      Schon früh am Morgen waren meine Mitarbeiter und ich auf den Beinen. Schließlich stand heute eine Art "Frühlingsputz" an, in dem wir alle Pferde bewegen wollten und ihnen ein wenig Aufmerksamkeit zukommen lassen.
      Wir begannen im Stutentrakt, wo Caleb, Aaron, Alexis, Aliena und ich nacheinander Bella, Princess, Devil Rosy, Amarula, Shadow, Summer und Like Honey and Milk in die Führanlage brachten, ehe wir uns um die Boxen kümmerten. Nach einer halben Stunde waren diese wieder sauber, so dass wir in jede Box einen Sack "Streupellets" schütteten, ehe wir die Heunetze auffüllten, das Wasser kontrollierten und jedem Pferd seine Ration Kraftfutter dosierten. Dann kamen die 8 Pferde wieder rein. An eine Pause war jedoch nicht zu denken, da wir nun Angelic Desolation, Bailey, Goddess, Croatoan, Sheza, Crow, Grace & Pluie in die Führanlage brachten, ehe wir auch deren Boxen ausmisteten. Raised from Hell und Annie blieben im Stall. Annie sollte sich noch ein wenig einleben, bevor es an die Arbeit ging. Raised from Hell bekamen wir nur mit Mühe ausgemistet, da sie noch nicht wirklich händelbar war. Seufzend schüttelte ich den Kopf. Sie war wohl ein Pferd, dass man brechen musste, um mit ihr arbeiten zu können. Caleb und ich würden uns in der nächsten Zeit wohl mit ihr beschäftigen müssen... Nun kamen die 8 wieder rein und stürzten sich auf ihr Kraftfutter.
      Weiter ging es zu den Hengsten. Gen, Spooky, Funky, Ali, Winny, Blue, Flint und Pathy kamen ebenfalls in die Führanlage. Siku stellten wir in den Round Pen, Sol kam kurz auf die Koppel. Zues stand noch immer in Penals eingezwängt auf einem Stück der Koppel, weshalb wir ihn nicht ausmisten mussten. Erneut waren wir nach einer guten halben Stunde fertig, so dass alle Pferde wieder in ihre Boxen zurück konnten- ganz zum Leidwesen von Sol, dem das bisschen Gras, was zur Zeit auf der Wiese war, sichtlich schmeckte.
      Weiter ging es zu den Vollblütern, wo wir in den letzten Tagen zwei Neuzugänge bekommen hatten.
      Erneut brachten wir die Pferde in die Führanlage. So waren Hell, Nova, Jagger, Faster, Abby, Zucker, Manni und April innerhalb 5 Minuten in Bewegung. Faster stellten wir in den Round Pen, da wir ihn nicht gerne mit den Stuten zusammenliesen. Nach etwa einer halben Stunde waren wir soweit fertig, dass die Pferde wieder reinkonnten.
      Es war fast geschafft, denn es fehlten nur noch 2 Stallteile. Nun waren wir also bei den Sportpferden angelangt: Gipsy kam auf die Koppel, Skrudi, Vin, Haengur und Glaeta kamen zusammen mit Ops, Oca, Snuff und Heart in die Führanlage. Emilio, Antrax, Maracuja, Callus und Kunis stellte ich auf verschiedene Koppeln. Für die Pferde viel zu schnell waren wir fertig mit der Arbeit, denn sie wollten liebend gerne noch weiter grasen. Doch alles fanden wieder ihren Platz in ihren Boxen.
      Nun gingen wir zu den Jungpferden in den großen Offenstall. Lächelnd begrüßten wir Lil, Holly, Action, King, Enjoy, Striga, Gulrót, Peppy, Dawn, Wildfire, Harley, Charly, Secret, Wusel, Náttdís, Aquila, Nucu und Nani. Wir verbannten alle Fohlen aus dem überdachten Bereich des Stalls, so dass wir in Ruhe ausmisten konnten. Aliena und Alexis gingen zudem noch über die Koppel und äfpelten diese ab. Als wie fertig waren, konnten die Fohlen und Jungpferde wieder unter den überdachten Teil. Es fing nun ziemlich stark an zu regnen, weshalb alle unter Dach wollten. Natürlich spielte Wildfire wieder mit dem Stroh und schmiss alles durch den Stall. Lachend schauten wir den Tieren zu, ehe wir überlegten, ihnen beim nächsten Misten auch Pellets zu geben. Doch uns war es lieber, die Fohlen schliefen im warmen Stroh.
      Wieder im Hauptstall angekommen, zog mich Caleb zur Seite. "So... something changed", sagte er unerwartet zu mir und ich merkte, wie mein Herz in meiner Brust hämmerte. "Something changed?", fragte ich ihn. "Yes, darling", sagte er in seinem charmanten Ton. In letzter Zeit hatte er mich immer öfter darling genannt, ohne dass er mir wirklich aufgefallen war- naja, jetzt viel es mir auf. "I'm sorry..", sagte er noch leise, ehe er seine Lippen auf die Meinen presste. Völlig verwirrt reagierte ich einfach gar nicht und stand stocksteif vor ihm, ehe ich den Kuss leicht erwiderte. Viel zu plötzlich löste er sich von mir und verschwand einfach in der regnerischen Nacht. "Wow..", sagte ich leise und strich mir über die Lippen, bevor ich ein unterdrücktes Lachen hörte. Aaron hatte uns gesehen. "Na was der Kerl vorhat...", sagte er unschuldig und zuckte mit den Schultern. Natürlich wusste er über Calebs Vorhaben bescheid, doch er wollte mir nichts verraten. Verwirrt ging dann also zurück ins Haus, wo ich mich nach dem Duschen sofort ins Bett legte.
    • Veija
      Distanztraining L auf M

      April 2015, by Catalina
      "Ladies and Gentlemen, we approach Calgary Airport in approximately 25 minutes. Due to the heavy storms in Alberta we will land ten minutes later. We apologize for the circumstances. This is captain Steven Corth, thank you for flying with Air Transat and have a nice stay in Canada.", es knackte in den Lautsprechern. Eine Stewardess fragte nach meinem Befinden. Ich gab zurück, dass ich nur sehr müde sei. Das stimmte auch. Nach der ganzen Fliegerei, mal nach Kanada, dann nach Deutschland, Schottland und jetzt wieder Kanada. Nichts gegen Amerikas kleinen Bruder, aber ich war sehr geschafft und musste direkt danach wieder zu der Ranch von Verena. Merkwürdig, sie gab in der letzten Zeit häufig Aufträge bei mir...Auf Eldrian freute ich mich sogar ehrlich gesagt. Und auf einen schönen Distanzritt. 70 km waren ein gutes Stück. Und zusammen mit dem Strahlemann Caleb würde ich mir dann das schöne Kanada (haha!) ansehen.
      Dieses Mal fuhr ich mit dem Taxi. Da ich für mindestens anderthalb Wochen in Calgary bleiben würde, wären die ungefähr 87$ pro Fahrt ein Geschenk. Ich winkte gerade ein Taxi zu mir und nannte ihm mein Ziel. Sofort ging es wieder los. Die doch kleine Großstadt Calgary wich kleineren Farmen und größeren Eigentumsgrundstücken. Schließlich fuhr das Taxi die lange Auffahrt bis zum Parkplatz. Der Taxifahrer bekam seine 88$ und brauste wieder weg. Es herrschte reger Betrieb. Pfleger und andere Personen führten Pferde – gesattelt wie ungesattelt – in verschiedene Richtungen, und ich fand mich wieder bei den Ferienwohnungen ein. Dort hatte ich ein Zimmer erhalten, obwohl ich mehrmals dankend abgelehnt hatte. Mir wurde das Zimmer gezeigt, danach zog ich meine Reitstiefeletten an und schaute in den Stallungen nach, auf welcher Weide sich Eldrian befand. Er stand derzeit auf der kleineren Koppel, die direkt hinter der größten hinter den Gaststallungen war. Vorerst aber bereitete ich alles vor für das Satteln und Putzen. Plötzlich trat eine junge Brünette vor mir. "Ja?" "Sind Sie eine neue Trainerin?", fragte sie leicht argwöhnisch. Ich stellte mich gerade hin und musterte sie. Sie wies gewisse Ähnlichkeiten mit Verena auf. Musste ihre Cousine sein. "Ich soll über die nächste Zeit drei von Verenas Pferden trainieren." "Ach, Sie sind Catalina? Wie läuft's mit Steel?", fragte sie. "Recht gut. Gewöhnt sich so langsam an mich, hat aber immer noch Probleme mit Menschen.", antwortete ich und marschierte los zu den Weiden. Unhöflich, aber ich war nicht zum Tratschen hier her geflogen. Auf der Koppel grasten einige Hengste, darunter auch der Criollo, den ich suchte. "Eldrian!", rief ich einmal laut und hielt ihm die geschlossene Faust hin. Klug wie er war, trabte er auf mich zu und griff sich mit den Lippen die Möhre, die zwischen meinen Fingern hervorlugte. "Braver Kerl.", ich streichelte seinen Kopf und halfterte ihn auf.
      Die Putzgasse war leer. Eldrian kratzte seinen Kopf an einer nahestehenden Säule. Währenddessen kramte ich in seinem Putzkasten nach einer Wurzelbürste. Ein Gummistriegel wäre heute nicht nötig, ebenso wenig wie ein Schweißmesser. Ich arbeitete still den oberflächlichen Dreck aus seinem Fell, und stützte mich dabei an seinem Körper ab, damit ich die Balance nicht verlor. Auch am Bauch war genug Gras für einen halben Sommer, und so war der Boden nach geraumer Zeit von Fell, Dreck und Gras bedeckt. Dann ging ich mit der Kardätsche noch einmal rüber und kämmte sorgsam seinen Behang. Am Kopf angekommen, schnippte ich ein paar Erdkrumen aus der Nähe seiner Augen weg; er schloss die Lider, danach stubste er mich an und wollte gestreichelt werden. Doch dann wand er den Kopf ab und stampfte mit den Hufen. "Sturkopf.", brummte ich und sattelte den Hengst auf. Geduldig zuppelte ich die Schabracke gerade und gurtete langsam nach. Wie bei meinem alten Reitpferd zeigte auch er, aus was für einem Holz er geschnitten war. Auch beim Trensen riss er wieder den Kopf hoch, den Stirnriemen konnte ich fast nicht korrigieren. "So, los gehts." Auf dem Platz angekommen, führte ich ihn direkt zum Dressurplatz.
      Dort kontrollierte ich den Gurt ein weiteres Mal, bevor ich mich am Sattel festhielt und schwungvoll Platz nahm. Der Criollohengst lief gut unter seinem Sattel und folgte meinen Anweisungen, auf ganzer Bahn im Schritt zu gehen. Der Hengst kannte das folgende Prozedere nur zu gut; nach einigen Runden im Trab – er ging sehr schnell, wollte schon galoppieren – gurtete ich noch einmal nach, dann durfte er weiter gehen. Um die Muskeln und Gelenke vorzubereiten bedurfte es nun auch großer Schlangenlinien und Zirkel.
      Nach einer halben Runde im Galopp zügelte ich ihn und trabte mit ihm auf dem zweiten Hufschlag und wägte die heutige Lektion mit ihm ab. Ich hatte die nächsten Tage noch genügend Zeit, ihn zu trainieren, heute würde es nur ein paar Bahnfiguren geben. Also fing ich direkt mit Schlangenlinien an. Schwungvoll setzte er sich in Bewegung. Über die Runden verkleinerte ich die Bögen, und am Ende des zweiten Bogens bei K bereitete ich eine Kehrtwende vor. Die war leider etwas holperig, also ging ich mit dem Hengst weiter und stellte dann die Zügel aufrechter hin, damit er sich gut in die Wendung biegen konnte und kurz vor E wieder auf dem Hufschlag ganze Bahn ging. Ein Ruf erschallte über den Platz. Vom Platz schräg gegenüber, der Westernplatz, wie ich gelernt hatte, ritt Verena auf Silver an das Gatter. Im flotten Trab hielt ich vor ihr an, streckte kurz meine Arme aus und lachte auf, als Silver und Eldrian sich lautstark begrüßten. "Na, hattest du einen guten Flug?" "Ich hasse Turbulenzen." "Tja, Alberta ist halt ein windiges Plätzchen.", erwiderte Verena. "Heute abend gibt es ein kleines Barbecue am Haupthaus. Du bist gerne eingeladen, sofern du möchtest." Mit einem kurzen Blick auf die Uhr nickte ich. "Ich mache noch zwanzig Minuten mit Eldrian weiter, dann nehme ich mir Gen für einen kleinen Ausritt vor. Ich dachte an Millarville. Sind ungefähr 20 Kilometer. Über die Wochen will ich es mit ihm nach Bluerock Wildland schaffen." "Das sind aber nicht genau 70 km, Cata." "Die zweihundert Meter schenk ich dir." "Also, schaffst du das? Um acht geht's los." "Naja, müsste knapp werden. Und ein schönes Stück Fleisch kann ich niemals ablehnen!", Verena pflichtete mir lachend bei, dann trieb sie Silver auf das Stallgebäude zu. Eldrian hingegen hatte andere Pläne. Der Overo wollte nicht mehr und so waren die nächsten Minuten eine Qual im wahrsten Sinne des Wortes. Ich verfluchte mich, keine Gerte beizuhaben, und trieb den Hengst mit kurz gehaltenen Zügeln zurück auf den Hufschlag. Es folgten leichtere Lektionen der E-Dressur und auch ein Bahnwechsel. Zum Abschluss galoppierte er auf dem Zirkel beim Erreichen des Hufschlages an, und wirkte beinahe schon enttäuscht, als ich ihn schon nach einer Runde durchparieren ließ und auf der Mittellinie von ihm abstieg. Ich band die Steigbügel hoch, lockerte den Gurt um zwei Löcher und kratzte direkt die Hufe aus. Dann führte ich ihn über den Weg zum Stall, sattelte ihn ab und gab ihm einen halben Apfel. Da er ab 15 Uhr in die Box sollte, kniff ich einmal ein Auge zu und ging weiter zu Gen.
      Das Paint Horse stand in seiner Box, und schaute aus dem Tor nach draußen. Als er mich hörte, drehte er sich um. "Hallo, Gen.", sagte ich und musste einen Schritt zurück gehen, da er sich einmal lange schüttelte und dann flemmte. Doch vorerst führte ich ihn nach draußen und schaute ihn mir einmal an. Der typisch hängende Kopf lehnte leicht an seinem Strick, und gelangweilt knabberte er an ihm. Also putzte ich ihn und nahm dann einen Fellsattel für den Hengst. Eigentlich konnte ich auch gut mit einem Vielseitigkeitssattel auf ihm reiten, aber meine Rückenschmerzen plagten mich immer noch und der Lammfellsattel war immer bequem. Ich trenste den Hengst auf, und weil mir langweilig war, flocht ich seine Mähne noch kurz. Auf dem Hof dann liefen mir Caleb und ein anderer Hengst entgegen. "Verena told me to go with you. That's Winny. Nice blaze, right?" Tatsächlich hatte der Foxtrotter, wie mir später bekannt wurde, eine außergewöhnliche Kopfzeichnung. Caleb reichte mir dann einen Rucksack mit Wasser. Als wir anschließend aufsaßen, erklärte der Pfleger mir grob den Weg, stellte sich aber bei diesem Ritt als Vorreiter heraus und trabte dann direkt vom Grundstück.
      Zuerst ging es von den belebten Straßen hinunter. Glücklicherweise trug ich eine gefütterte Jacke, ansonsten würde ich wohl frieren. Caleb führte uns auf einen kleinen Feldweg, der zwischen Feldern und kleinen, abgezäumten Weiden hindurch ging, der sich mehr oder weniger durch die Umwelt wand. Bei einem arg mitgenommenen Baum verging die Zeit im Fluge – im Galopp ging es halt einfach schneller. An einer Weggabelung, die teilweise von hohen Büschen gesäumt war, blieb Caleb kurz stehen und zeigte dann auf das Grün. Es hoppelten zwei Wildhasen heraus. Sie blieben am Boden gekauert, und schnüffelten angeregt an der Luft. Winny beäugte die Hoppler misstrauisch. gen ging einen Schritt zurück. Dann rasten die Hasen weg, schlugen Hacken und waren schon bald verschwunden. Hatte Caleb das gewusst? Nach der kleinen Pause ging es dann weiter. Es wurde ländlicher; in raschen Trab-/Schrittübergängen hatten wir dann so nach einer dreiviertel Stunde laut Caleb 5 Kilometer (plus die drei von dem Gestüt bis zu der Abzweigung) hinter uns gebracht. Daher gab es bei einer kleinen Scheune, die mitten im Nichts stand, eine Pause. Der Foxtrotter und das Painthorse grasten ein wenig, während wir ihnen die Hufe auskratzten, und soffen dann das Wasser, das wir mit hatten. Wolken zogen auf. "Those ain't rain clouds. Still we'd better hurry up.", sagte der Pfleger mit einem Blick nach oben und setzte sich dann synchron mit mir in den Sattel. Im Mitteltrab zogen wir dann an Feldern und kleineren Höfen vorbei, Kinder und Hunde rannten uns ein wenig hinterher und lachten beziehungsweise bellten laut. Just in diesem Moment machte der Hengst einen Sliding Stop. Staub und Gras wirbelte auf, und für diese Glanzleistung gab ich ihm 9 von 10 möglichen Punkten. Einen Punkt Abzug gab es dafür, dass sich der Hengst ab jetzt komplett weigerte, weiter zu gehen. "Ach, komm schon!", genervt stieß ich einen Schwall Luft aus. Antreiben oder mit der Gerte anticken funktionierte nicht; er ging dann immer zurück. Also ging ich mit ihm in kleinen Kreisen um seine Achse, bis er irgendwann so vertieft darin war, dass er überhaupt nicht gemerkt hatte, wie ich mit ihm gerade aus hinter Winny her trabte. Erwischt. Der Hengst schüttelte den Kopf, als hätte er sich darüber geärgert, so ausgetrickst zu werden. Ich gab die Hände etwas vor, als wir wieder galoppierten, und nach wenigen Metern wieder trabten. Langsam schwitzten die Pferde schon. Daher veranschlagten wir eine Schrittpause. Aber auch dabei gingen die Hengste flott.
      Es war Abend. Gen hatte zwar noch zweimal so eine Sache versucht, musste dann aber weitergehen. Tja, leg dich niemals mit einer Trainerin an, hatte ich gedacht, als ich den verschwitzten Hengst abrieb und dann auf die Weide entließ. Nach einer entspannenden Dusche ging es nun zum Grillen. Dort stellte Verena mir nacheinander die Pfleger, Trainer und Azubis vor, die auf ihrer Ranch lebten und arbeiteten. Und dann ging es schon mit dem Grillen los. Neben verschiedenen Sorten Fleisch, Fisch und Geflügel standen uns Baguette, Brötchen, Salate und Saucen zur Verfügung. "Also, wie läufts bei euch gerade?" Ich bestrich ein Brötchen mit Kräuterbutter und legte dann zwei Gurkenscheiben drüber. "Ganz gut. Ich bin vor ein paar Tagen nach Schottland umgezogen. Steel geht es gut, wir mussten sie etwas sedieren. Und wir arbeiten jetzt viel mit einander. Jeden Tag zweimal eine Stunde, Bodenarbeit mit Vertrauensübungen." Verena nickte. "Fleisch ist fertig!", rief Alexis kurz darauf. Und so machten wir uns über das Essen her.
      Am nächsten Morgen machte ich mit Cauldron weiter. Das Pony stand auch auf der Weide, war allerdings nicht so verdreckt wie Eldrian. Obwohl auch er Bekanntschaft mit der Wurzelbürste und der Kardätsche machen musste. Der Hengst erinnerte mich sofort an Blacky. Wobei mein Isländer dabei nicht so ruhig war, wenn ich seine Mähne kämmte. Die paar Strohhalme in seinem Behang konnten rasch herausgefriemelt werden. Mein Magen grummelte. Das Grillen gestern war unglaublich lustig. Es gab Annekdoten aus dem Leben der Arbeiter, halbverbranntes Fleisch – welch ein Graus – und Lagerfeuerlieder. Und dabei spreche ich auch von Spongebobs Lagerfeuerlied-Lied. Ich wurde krebsrot und versteckte mein Gesicht am Hals des Ponys. Callus, wie er auch genannt wurde, knabberte sogleich an meiner Jacke herum. Dann schnaubte er einmal und stampfte kräftig mit dem Huf auf. "Ja ja, ist ja gut." Ich stellte seinen Putzkasten weg und brachte direkt danach sein Sattelzeug mit.
      Die rote Schabracke mit den weißen Schriftzügen sah einfach nur schnieke aus. In Gedanken beschloss ich, Verena nach dem Händler zu fragen, während ich meinen Helm aufsetzte, die Steigbügel einstellte und mich dann auf seinen Rücken setzte. Vom Stall bis zum Platz brauchten wir in etwa drei Minuten, das Gatter war bereits offen. Der Grund dafür war, dass Verena auch auf dem Dressurplatz war. Sie ritt auf einem Rappschecken. "Verena? Woher hast du Callus' Schabracke?" Die Ausbilderin ritt im Schritt neben mir her. "War ein Geschenk von seinem Vorbesitzer. Ich kann gleich mal schauen, woher ich sie habe, warum?" "So eine könnte ich für Steel und Blacky gut gebrauchen. Und ich habe da noch ein Auge auf diese Rennstute geworfen..." Verena lachte auf. Sie ging nun neben mir her auf dem Zirkel. "Ich sehe, du wirst zu einer richtigen Pferdebesitzerin." "Was soll das denn heißen?" "Dass du dich auf jede Richtung hin konzentrierst. Fehlt dir halt nur ein Westernpferd..." "Bin noch nie Western geritten."
      Nach einer Viertelstunde Aufwärmen neben Verena gab es dann auch einen Galopp- und Trabwechsel. Der Hengst war gut auszusitzen in den Ecken und übertrieb es auch nicht. Das war sehr löblich. Nach etwa anderthalb Runden Galopp trabte er dann locker aus. Er ging recht raumgreifend, was das Abwenden auf den Zirkel für ihn sehr leichter machte. Ich überprüfte die Anlehnungen der E- und A-Dressur, da, wie mir Alexis gestern berichtet hatte, sie mit ihm einige Bahnfiguren gegangen war. Das Prinzip der Mittelzirkel und der Volten waren ihm nicht unbekannt, auch wenn er die Volte am liebsten über den halben Platz gezogen hätte. Nach und nach verkleinerten wir die Volte, und legten dann eine Schrittpause ein. Diese nutzte das 6-jährige Pony dazu, zu pinkeln. Dann trat er auch noch in die Pfütze hinein. Wir trabten wieder an und versuchten eine weitere Volte bei B, anschließend eine Wendung aus der Ecke und dann eine Kehrtwende auf der Vorderhand. Der Arme war gerade etwas überfordert, daher durfte er locker auf der ganzen Bahn traben, bis wir drei Zirkel bei A ritten und dann beim Hufschlag eine Schlangenlinie machten. Noch etwa zwanzig Minuten weiter übten wir die Figuren der A-Dressur, bis ich die Füße aus den Steigbügeln nahm und ihn dann einfach herumstromern ließ. Dann stieg ich ab, band die Steigbügel hoch und führte ihn an den Zügeln direkt in den Stall.
      Als ich den Hengst absattelte, stieß ich in der Sattelkammer mit Caleb zusammen. Der schnappte sich gerade ein Westernpad und eine Trense. Auch ich wollte jetzt mit Eldrian kurz weiter machen, und danach auf der Ovalbahn mit Gen trainieren.

      Drei Tage später...
      Eldrian und Callus machten sich gut. Ich hatte jeden Tag mit ihnen insgesamt zwei bis drei Stunden geübt, bin dabei auf Kleinigkeiten wie das korrekte Hufaufsetzen eingegangen oder den Gangwechsel in den Ecken oder bei X. Weil mir das Training mit Callus aber so viel Spaß gemacht hatte, erfolgten auch Anlehnungen der L-Dressur. Er schien richtig Spaß daran zu haben, enge Volten zu gehen oder Kehrtwendungen zu bestreiten. Eldrian brauchte etwas mehr 'Liebe' und Geduld, bis er sich in den Kopf gesetzt hatte, doch einfach mal mitzumachen anstatt gegen mich zu kämpfen.
      Und heute stand die Distanzprüfung, wie ich sie still und heimlich getauft hatte, an. Auch Caleb hatte mit mir fleißig auf der Ovalbahn und in der näheren Umgebung trainiert, und schon am frühen Morgen – okay, es war 8 Uhr, standen wir in der Küche und packten Proviant ein. Der Ritt zu den Bluerock Wildlands würde mindestens drei Stunden dauern. Daher befanden sich Wasserflaschen und Putzzeug in den Rucksäcken, und auch ein paar Äpfel und Brote. "Did you ever rode such a long distance?" "Never. The longest distance I had was like 40 kilometers." Caleb nickte nur. Wir brachten die Taschen zum Stall, wo wir dann die Pferde holten und putzten. Doch bevor wir dann aufsaßen durften sie noch an der Tränke vor dem Stall saufen, ehe wir aufsaßen. Ich hatte wieder meinen Lammfellsattel, Caleb schien im Westernsattel sehr bequem zu sitzen und schnalzte dann.
      Wie bei den letzten Ritten ging es erst einmal nach Millarville. Der Wind frischte auf und zog dunkle Regenwolken mit sich. Von Millarville aus gingen wir in Galopp- und Trabsequenzen weiter westlich, bis uns der nun eintretende Regen dazu zwang, bei einem Stall anzuhalten. Es war ein recht langer Regenschauer, und so durften die Pferde ungesattelt etwas an einem Platz innerhalb des Stallgebäudes trinken und einen Apfel fressen. Caleb und ich nutzten die Zeit, um uns auch etwas aufzufrischen und gelegentlich einen besorgten Blick nach draußen zu werfen. Natürlich hatten wir beide das Wetter der vergangenen Tage und auch das zukünftige verfolgt. Es wäre natürlich schrecklich, wenn es länger als eine halbe Stunde regnen würde. Nicht nur, dass dadurch Tageslicht verloren gehen würde; die Wege könnten auch unpässlich werden. Schließlich hörte es auf und wir machten uns wieder auf den Weg.
      Spätestens jetzt war ein Umkehren angeraten. Wir trabten nun durch ein Reservat. Außer einer Hütte an der Grenze – wir mussten unsere Pässe zeigen – waren wir auf keine Menschen getroffen. Das Reservat war ein Territorium der hier ansässigen Pioniere gewesen. Jetzt bewohnten Elche, Hirsche, Wölfe und Kleinbären das etwa 15 ha große Gebiet. Zum Glück kamen die Wölfe nur zur Dämmerung heraus, und die Bären waren zu scheu, um sich blicken zu lassen. Gen musste einmal pinkeln und einen Haufen hinterlassen. Ich saß ab, und schauffelte den Dung in eine Papptüte und beseitigte sie in einem der Komposteimer, die hier am Wegesrand standen. Sofort danach trabten wir weiter. Winny schien die Gegend gut zu kennen und achtete so nicht wirklich darauf, über die Holzbrücke zu stapfen, unter der sich ein tosender Flusslauf befand. Gen setzte zögerlich einen Huf nach dem anderen auf das Holz, schaute das rauschende Nass an und trabte dann plötzlich dem Foxtrotter hinterher. Ansonsten geschah nichts besonderes. Außer Vogelrufen, einem Falken und raschelnden Büschen war es sehr ruhig, und ich konnte die Stille wirklich geniessen. Die letzten hundert Meter des Reservats brachten wir im Galopp hinter uns, danach mussten wir weitertraben, da wir nun bergaufwärts ritten und der Boden kieselig war.
      Tatsächlich hatte es gut 8 Stunden gedauert, die insgesamt 140 Kilometer hinter uns zu bringen. Als wir beide noch die Auffahrt hochjagten, seufzten wir glücklich auf, festen Boden unter den Füßen zu spüren und schnell die Hengste zu versorgen. Und sobald die auf der Weide waren, wälzten sie sich im Matsch und rieben sich genüsslich. "Oh I'd like to do that, too.", sagte ich und lehnte mich an den Zaun. "You want to get dirty?" Ich lachte. "Jesus, Caleb no! I was thinking about something more relaxing. I'll take a long shower. Luckily my flight is tomorrow in the evening. I can just take some time of, before I need to train my own horses." Somit verabschiedete ich mich langsam von allen Leuten der Ranch und machte mich fertig für den Flug nach Hause.

      Die Pferde
      - Genuine Lil Cut (M-Distanz)
      - Eldrian Anthrax (A-Dressur)
      - Cauldron (A-Dressur)
      - What Lies Ahead (M-Distanz)

      haben alle mit Erfolg an ihrem jeweiligen Training der Legacy of Scotland Trainerin Catalina teilgenommen.
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  • Album:
    BRR Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Veija
    Datum:
    17 Aug. 2017
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    EXIF Data

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  • Exterieur
    Name: Genuine Lil Cut
    Rufname: Gen
    Alter: 2010, 10 Jahre
    Geschlecht: Hengst
    Größe: 1,52m
    Rasse: American Paint Horse
    Fellfarbe: Sorrel Splashed White


    Stammbaum
    von: unbekannt
    aus der: Colonels Smokin Gun
    von: Blue See
    aus der: Mountan Game

    Charakter:
    Gen macht seiner Gattung alle Ehre. Als wunderschöner Gunnernachkomme bringt er alles mit was diese Pferde auch haben - ebenso den weißen Kopf. Der Hengst braucht eine starke Hand die ihm zeigt, was er darf und was nicht. Zudem hat er beim Reiten seinen eigenen Kopf. Wenn er etwas nicht will, will er nicht. Da kann der Reiter oben drauf machen was er will. Es sei denn, eben genannter hat längeren Atem als der Hengst und dieser gibt klein bei.

    Zuchtinfos

    Gekört/Gekrönt: ja
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    [HK 476] Alle Rassen

    Nachkommen:
    BR Colonels Lil Joker

    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer: kira, Veija
    Gezüchtet bei/Zucht:

    VKR: Nuray

    Kaufpreis: - Joellen
    Zu Verkaufen: nein


    Qualifikationen:

    eingeritten
    eingefahren


    Dressur E
    Springen A
    Military E
    Distanz S
    Galopprennen E

    Western

    Reining LK 1
    Cutting LK 4

    Erfolge:
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    3. Platz 167. Militaryturnier, 3. Platz 244. Westernturnier, 3. Platz 294. Westernturnier

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand: geimpft, gechippt, entwurmt
    Letzter Besuch: September 2015

    Hufschmied:
    Letzter Besuch: Juli 2015
    Beschlag: keiner

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    Offizieller Hintergrund