Veija

★ DunIts Smart Investment, AQH

Leihmutterschaft: 335 Joellen, Stand: 1. August '17

★ DunIts Smart Investment, AQH
Veija, 17 Aug. 2017
Wolfszeit gefällt das.
    • Veija
      Reining LK 5 - LK 4

      Januar 2016, by Veija
      "Beweg deinen Arsch!", sagte ich murrend zu Caleb und zog ihm die Decke vom Leib. "Wieso bist du eigentlich noch im Bett?! Du weißt genau so gut wie ich, wie viel zu tun ist!", knurrte ich ihn an. "Lass mich, ich hab Kopfweh", sagte er und riss mir die Decke aus den Fingern. "Caleb!", knurrte ich erneut und zog an der Decke. "Wir haben Aspirin, jetzt mach!" "Na gut", murrte er und griff nach meinen Armen, so dass ich, unbeholfen wie ich war, wegrutschte. Mit einem Ruck zog er mich auf sie drauf ins Bett. "Und was bekomm ich dafür?", fragte er mich süffisant grinsend, wie er es so oft tat, und zog mich näher an sich ran. "Caleb, lass das!", sagte ich und strampelte mich frei. Hätte er mich wirklich festgehalten, hätte ich keinerlei Chancen gehabt, doch er ließ locker und ich flog etwas weniger elegant auf den Boden. Schnell rappelte ich mich auf. "Steh jetzt auf!", sagte ich sauer und verließ mich hochrotem Kopf sein Zimmer. Natürlich musste ich im Flur auf Alexis stoßen. "Was ist denn mit dir passiert?", fragte sie mich und ich nuschelte nur in meinen nicht vorhandenen Bart hinein. "Nichts, an die Arbeit! Schick alle in die Reithalle, da teil ich die verdammten Aufgaben ein", maulte ich sie an und verschwand in meinem Zimmer. Ich knallte die Tür zu und sank daran herunter. Warum machte Caleb sowas immer? Warum tat er mir das immer wieder an? Er hatte mir mehr als deutlich gezeigt, dass ich keine Chance bei ihm hatte. Ich hatte mich mit Svejn vergnügt und auf einmal schien Caleb wieder Interesse zu haben? Verrückte Welt. Nichts desto trotz musste ich mich wieder aufraffen und zur Reithalle gehen, die Pferde mussten trainiert werden. An der Halle warteten schon alle auf ihre Befehle und ich zückte kurz mein Handy, um den Plan für diesen Monat vorzulesen. "Folgende Pferde müssen wir trainieren: Eldrian Antrax Trail LK 5 auf LK 4, Kunis, Blazing Flame, Ahyoka und Western Dancer in Dressur von E nach A, Monster Delusion & Versatilely Gold in Dressur A nach L sowie Zuckerschok in Dressur von L nach M. Priamos Ruffia Kincsem in Springen von E nach A, Marly's Plui & Annie get your Gun in der Pleasure, Pluie LK 2 auf 1, Annie LK 5 auf 4. Crescent Wolf, My Sweet Little Secret, Magnificient Crow, Miss Holly Golightly, Snapper Little Lena & Only Known in Texas müssen eingeritten werden, von Holly und Lena lasst ihr jedoch die Finger, die mache ich.", erklärte ich und machte eine kurze Pause. "Nun die Diziplin, für die unsere Ranch eigentlich bekannt ist. DunIts Smart Investment & Chocolate Dream Reining LK 5 auf 4. HGT's Enjoy Nature LK 4 auf 3, Comeback of a fallen Goddess LK 3 auf 2. Gun and Slide, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat & Your possible Pasts LK 2 auf 1. Bekommen wir das hin?", warf ich dann in die Runde und bekam von allen ein lautes "JA" zu hören. "Gut, wer macht wen?", fragte ich dann in die Runde und sah zu erst zu Caleb, Aliena und Amy Lee, meinen drei Westerncracks. "Ich mach Gun and Slide, Sympathy for the Devil, Sheza bat Cat, Your possible Pasts, Comeback of a fallen Goddess, Marly's Pluie und..." "Ich glaub das reicht erstmal", sagte ich lachend. Calebs Leidenschaft war das Training, weshalb ich ihn auch immer zu erst fragte. Er war einfach der Beste von uns allen. "Ich nehme dann Annie get your Gun, DunIts Smart Investment, Chocolate Dream, Only Known in Texas, Magnificient Crow und My sweet little Secret.", sagte Amy Lee und notierte sich die Namen in ihrem Handy. "Ich nehme dann Eldrian Antrax, Crescent Wolf und HGT's Enjoy Nature.", erklärte Aliena und verschwand sogleich, um mit den Tieren anzufangen. "Caleb du nimmst dir Murphy mit, Aliena du nimmst dir Finn mit", sagte ich noch und schaute zu Octavia und Bellamy. "Ihr beide kommt nachher mit mir mit", sagte ich lächelnd. Ich hatte es gerne, wenn Bellamy und seine Schwester zusammen waren, denn Bellamy konnte sehr aufbrausend werden, wenn er nicht wusste, wo seine Schwester war. "Aliena, Riley und Aaron, welche Pferde macht ihr?", fragte ich dann und blickte zu den dreien rüber. Aaron war der erste der sich meldete: "Ich will Priamos Ruffia Kincsem, Monster Delusion und Versatilely Gold machen", erklärte er und ich nickte. "Riley du?", fragte ich den jungen Mann dann. "Ich mache Western Dancer und Kunis", erklärte er und schaute nun zu Alexis, die als letzte an der Reihe war. "Ich mache dann Blazing Flame, Ahyoka und Zuckerschock", schlussfolgerte sie und ging an die Arbeit. Heute und auch die nächsten Tage würde es voll werden in der Halle und auf dem Round Pen. Die Reitplätze waren leider unbrauchbar im Moment. "Dann kommt Bellamy und Octavia, gehen wir die Pferde holen", erklärte ich lächelnd und ging vor. Mein Weg führte mich zur Koppel, auf der Holly und Lena standen. Beide standen dösend im Schnee und auf einen Pfiff hin hoben sie den Kopf, um auf mich zuzukommen. Lena hatte es momentan gar nicht leicht, denn durch ihre Blindheit und den Schnee konnte sie den Boden nicht gut unter sich fühlen, weshalb sie nur zögernd hinter Holly hertrabte. "Na ihr zwei Hübschen, alles gut?", fragte ich streichelte die beiden. "Octavia nimm dir Holly", sagte ich und reichte ihr das Halfter. Ich selbst holte mir Lena, die das Ganze Prozedere von wegen Aufhalftern und Putzen nur zu gut kannte. Mit den beiden Pferden gingen wir in ihre Boxen, da der Putzplatz komplett belegt war und ich mit Lena bis jetzt immer in der Box gestanden hatte, um sie zu putzen. "Bellamy du kannst deiner Schwester helfen, bei Lena würde ich das gerne alleine machen", erklärte ich und sah den fragenden Blick. "Stimmt, das könnt ihr ja gar nicht wissen.. Lena wurde hier auf dem Hof geboren und hat im Fohlenalter wegen einer schlimmen Augenentzündung das Augenlicht verloren, sie ist komplett blind, leider. Deshalb bin ich bei ihr auch so vorsichtig und lass eigentlich niemanden an sie heran.", erklärte ich. "Und die kann man später trotzdem reiten?", fragte Bellamy mich und ich nickte. "Ja genau, die kann man später auch reiten. Du wirst sehen, dass sie mal ein tolles Pferd werden wird", sagte ich zu ihm und nahm Lena die Decke ab, ehe ich anfing sie zu putzen. Was ich dann machte? Das war schon so zur Routine geworden, dass ich es gar nicht großartig aufführe: Gewöhnung an die Kommandos im Round Pen, Sattel auflegen, Trense drauf, immer wieder longieren, bei Lena viel mit Stimme arbeiten, Reiter drauf, und und und. Am Ende des Monats waren nun alle Pferde in den jeweiligen Klassen aufgestuft.
    • Veija
      Aushilfe im Trainingsstall

      März 2016, by Canyon
      Nachdem ich zusammen mit Octavia bereits die Jungpferde versorgt und betüddelt hatte, ging es für uns beide weiter zu den großen Pferden, bei welchen wir auch Verena und ein paar andere Mitarbeiter trafen. So schnell wie sie konnte, hatte mich Octavia abgeladen und war dann an die andere Seite des Stalls verschwunden, wo ich John erkennen konnte.
      Zum Glück hatte Verena jetzt die Verantwortung übernommen und sagte mir was zu tun war.
      Sie begleitete mich zu den Hengsten, denn auch diese wollten so langsam auf die Weiden gebracht werden, um das angenehme Wetter etwas genießen zu können. Es waren nicht viele, sodass ich nur einmal würde laufen müssen. HGT's Enjoy Nature kannte ich bereits von einem Distanztraining, weswegen mir Verena auch gleich sein Halfter in die Hand drückte. Dazu bekam ich noch Gun an Slide, ein ebenfalls sehr ausgeglichener und ruhiger Hengst. Da Verena ihre Pferde etwas besser kannte, nahm sie sich den etwas schwierigeren Possibility und den nervösen, aber trotzdem überaus hübschen Hollywood King Gun. Ein Mitarbeiter, ich glaube er hieß Arthur oder Aaron oder so was, nahm gleich noch die beiden verbleibenden Pferde, also den Wallach Cielos Double Dun It und Sympathy for the Devil. Zu dritt brachten wir die drei Pferde auf ihre Weiden, bevor wir uns wieder zurück in den Stall begaben und dort uns noch um die Stuten kümmerten.
      Die Stuten waren hier definitiv in der Überzahl, sodass sich zu uns dreien nun auch wieder Octavia und John dazu gesellten, damit wir zu dritt nicht allzu oft zu den Koppeln laufen mussten.
      »Only Known in Texas und Annie get your Gun kommen in die Führanlage, sobald alle Pferde auf den Weiden sind. Alle anderen kommen raus.« gab Verena an alle die Anweisungen, bevor sie die Pferde auf die Mitarbeiter aufteilte. Je mehr jetzt mit Hand anpackten, desto schneller ging alles.
      »Aaron«, so hieß er also, »Du nimmst Miss Holly Golightly und Snapper Little Lena, Octavia am besten Marly's Pluie und Sheza bat cat. John – Du kannst Comeback of a fallen Goddess, sowie Your possible Pasts auf die Koppel führen. Ich würde dann DunIts Smart Investment und My sweet little Secret. Mio, für dich bleiben dann noch Magnificent Crow und Striga. Ich hoffe mal, dass alle mir jetzt ordentlich zugehört haben, damit nichts schief geht!«
      Striga kannte ich schon, da war sie noch ein Fohlen, weswegen ich mich freute zu hören, dass ich sie mal wieder sehen konnte. Natürlich war aus dem hübschen Fohlen eine noch viel hübschere Jungstute geworden, welche genauso artig wie früher war. Crow kannte ich zwar noch nicht und war mit ihr im Umgang etwas vorsichtiger, doch auch sie war recht geduldig und trotzdem etwas nervös. Ich halfterte beide Stuten auf und führte sie dann aus ihren Boxen und hinaus aus dem Stall, wo bereits Verena mit Candy und Sweety auf mich wartete, da ich ja den Weg zu den Weiden noch nicht wirklich kannte.
      Als alle Pferde auf ihren Weiden waren, ging ich zurück in den Stall und führte mit Verena noch die beiden anderen Stuten in die Führanlage. Ich bekam die hübsche Texas und Verena nahm sich Annie, welche sich beide auf etwas Laufen zu freuen schienen.
      Da nun auch hier alle Pferde versorgt waren, ging ich mit Verena zu den nächsten Pferden, welche auch noch etwas Pflege brauchten.
    • Veija
      Hufschmiedbesuch

      März 2016, by Vhioti
      Alexis blinzelte einmal, als sie sah wie Possibility und die Tunte vor dem u-förmigen Stall angebunden waren und Verena nun mit dem einzigen Wallach für heute ankam. “Magst du Candy holen? Und hör auf zu starren, vielen Dank!”, bemerkte ich kokett, und Alexis lief an Verena vorbei, und flüsterte ihrer Cousine auf dem Weg zur Koppel etwas ins Ohr. Verena kicherte und scheuchte sie dann weg. “Was habe ich jetzt falsch gemacht?” Verena lachte erneut und stützte sich an der Tunte ab. “Lass sie.”, sie winkte ab, und dann begann ich mit der Arbeit. Für heute durfte ich auf der großflächigen Ranch von Verena bleiben; nach ihrem Auftrag kam noch ein kleiner Eilauftrag von Svejn, den ich ja auch schon einmal getroffen hatte.
      “Na, wollen wir mit dir anfangen, Possibility?”, der Braunschimmel guckte mich mit einer endlosen Traurigkeit an, und am liebsten hätte ich nur mit ihm gekuschelt, aber alleine das Hufheben war schon ein Vertrauensakt für ihn. Es dauerte recht lange, bis ich das überschüssige Horn entfernen konnte. Seine Hufe waren aber in einem allgemeinhin exzellenten Zustand, nur das Außenhorn war etwas spröde, deshalb pinselte ich sie zusätzlich mit Huffett ein. Die Hufeisen wollte ich später anbringen, man wollte es sich ja nicht verscherzen. Dann ging ich zur Tunte. Der stürmische Hengst stubste mich ständig an. “Ich hab nichts zum Futtern, siehst du?”, ich streckte beide Hände aus, in denen erst einmal nur der Hufkratzer drin war, und schaute mir die Hufe genau an. “Du hättest keinen Tag später anrufen sollen, Verena. Die sind schon sehr lang.”, merkte ich an und entfernte erst die alten Hufeisen. “Willst du die behalten?”, fragte ich nach, während mein Kopf etwa auf Hufhöhe war. Ich verstand die Antwort nicht, arbeitete mich aber vor und raspelte vor allem das Außenhorn ab, und streckte anschließend meinen Rücken durch. Gipsy, der Wallach, erhielt genau die gleiche Prozedur, musste aber etwas mehr Geduld aufbringen als Funky. Die Strahlfurche wirkte verwachsen. “Kannst du mir bitte das kleinere Hufmesser geben?”, mir wurde das Werkzeug gereicht, und ich konnte die Arbeit fortsetzen. Nur Candy war mit mir nicht einverstanden. Verena schaute sie bitterböse an, als die berühmte Tochter von mehrfach prämierten und sehr erfolgreichen Westernpferden mir erst sämtliche Hufe wegzog und anschließend fast das Knie traf. Das war aber auch mir zu verschulden, denn ich wusste ja von vornherein dass sie kein einfaches Pferd war. Die Schönheit besaß recht kurze Hornwände, sodass ich ein wenig daran herumfeilte und es dann dabei beließ.
      In der Pause, die ich den Pferden könnte, heißte ich den mobilen Gasofen an, und bereitete die Sliding- und Stahlhufeisen vor. Funky Powerbabe hatte ja schon vorher die gleiche Kombination getragen, und nach einem kleinen Schreckmoment, als das heiße Eisen an seinen Huf angepasst und befestigt wurde, konnte er direkt schon mit zwei Äpfelchen wieder auf den Paddock gehen. Auch der Wallach fand sich damit ab, dass es Zeit wurde für neue Eisen, und Gipsy wurde noch ausreichend gelobt. Alexis führte ihn weg. “So, wen als nächstes? Candy oder Possy?”, fragend sah ich Verena an. Die grübelte eine Weile, kraulte die Ohren des Schimmels und sah dann an mir vorbei auf Svejn, der sich an uns herangeschlichen hatte. “Ich würde sagen, Candy.”, schlug die Reiterin vor. Ich nickte nur, und griff dann zu den Eisen, verglich die Größe und nahm anschließend zwei andere, die mir doch passender wirkten. Alleine das leise Zischeln des Ofens versetzte Candys Ohren in Bewegung. Sie stierte zu mir hin, dann warf sie den Kopf zur anderen Seite, an der nun Svejn stand. Somit war sie ein wenig abgelenkt, während ich die erst die Stahleisen anbrachte und dann einen Moment verstreichen ließ. Sie als Barhufer musste sich erst daran gewöhnen, schnappte dann einmal nach mir, als ich sie streicheln wollte, weshalb sie kurz darauf eine mentale Watsche von Verena erhielt. Jetzt blieb sie ruhig, aber hatte den Gemütszustand eines beleidigten Teenagers, während ich nun emsig die Hufeisen anklöppelte und mir dann den Schweiß von der Stirn wischte. Meine Möhre bekam sie trotzdem.
      “Ei ei ei. Eine so schöne Stute mit der besten Abstammung, die man sich wünschen kann, und schon so zickig.”, murmelte ich und trank einen Schluck Wasser. Alexis führte DunIts Smart Investment, wie sie ja eigentlich hieß, auch weg, über den Platz zu den Paddocks. “Nicht unbedingt zickig. Verwöhnt durch ihren hohen Status.”, brummte Svejn. Verena schnaufte nur. Weiter ging es mit Possibility. Das Quarter Horse ahnte nichts von alledem, was jetzt passierte. Dafür aber stand Verena an seinem Kopf und kraulte ihm hinter den Ohren, bis alles vorbei war. Der Hengst war immer noch leicht aufgeregt, schon als ich alles weggepackt hatte und ihm eine Belohnung gab. Auch das letzte Pferd wurde nun weggebracht, und ich sah, wie Possibility zögerlich Huf um Huf setzte. Daran musste er sich jetzt gewöhnen. Svejn räusperte sich anschließend. Oh ja, stimmt.
    • Veija
      Hunter under Saddle LK 5 - LK 4 + die gemeine Bärenfalle

      Juni 2016, by Veija
      "Na komm.", sagte ich und zog die müde Candy hinter mit her. Das Wetter machte ihr zu schaffen. Für sie war es hier anscheinend zu heiß. Aber vermutlich war an ihrer Laune der dauernde Umschwung zwischen warm und Sonne, sowie Gewitter, Regen und kalt- nass schuld. "Aber es nützt nichts Maus, wir müssen trainieren.", sagte ich klopfte ihr kurz auf den Hals, ehe ich sie am Putzplatz anband. Sie war eben auf der Koppel gewesen und hatte sich von oben bis unten eingesaut. "Vielleicht wasch ich dich einfach?", überlegte ich und sah Bellamy um die Ecke huschen. "Hey!", sagte ich laut und legte kurz eine Hand auf Candys Rücken, da sie die Ohren angelegt hatte. "Wohin so schnell?", fragte ich den jungen Mann und sah, wie er mit hochrotem Kopf hinter der Ecke hervor kam. "Na los, spucks aus, was ist los?", fragte ich ihn und verschränkte dann die Arme vor der Brust. "Ähm...", fing er an und kratzte sich verlegen am Kopf. "Nichts.. wichtiges..", murmelte er dann und trat von einem auf das andere Bein. "Na dann hau ab.", lachte ich, da ich ihn nicht länger auf die Folter spannen wollte. "Na was der wohl vorhatte?", sagte ich zu Candy und nahm sie mit nach draußen, wo ich sie an der Stallgasse anband. Hier hatten wir einen Wasserschlauch, mit dem ich auch sofort anfing, sie zu waschen. Ich begann an den Beinen, damit sie sich an das Wasser gewöhnte, ehe ich diese langsam nach oben wanderte und auch den Rest von ihr wusch. Auf einem der Märkte, die ab und an hier in der Nähe stattfanden, hatte ich Pferdeshampoo gekauft, womit ich das Fell, aber auch Mähne und Schweif ordentlich einrieb. Schnell war alles rausgewaschen und ich bearbeitete die Stute ein wenig mit dem Schweifmesser, damit das Fell schneller trocknete. Da das einige Zeit dauerte, führte ich sie noch eine Runde über den Hof, ehe ich sie sattelte und mit ihr auf den Platz ging. "Was hast du mit Candy gemacht?", lachte Aaron und schaute sich die Stute an. "Einen Englischsattel, eine richtige Satteldecke, Bandagen mit Unterlagen, eine englische Trense.. was trainierst du?", fragte er dann. "Hunter under Saddle, willst du zuschauen?", fragte ich und lachte. "Gerne!", sagte er und kam mit zum Platz. "Eigentlich ist Hunter under Saddle gar nicht so viel anders als Pleasure, nur reitet man hier in englischer Ausrüstung und hat Zügelkontakt.", erklärte ich ihm. "Das ist ja interessant.", sagte er und ich nickte. "Ja, wobei ich nicht genau weiß, was das noch mit den richtigen Cowboys und den Ranchpferden zu tun hat, aber egal.", lachte ich. "Wenn die Stute gut darin ist, warum wollte man sie nicht fördern?", meinte ich dann und gurtete nach. "Pluster dich nicht immer so auf...", tadelte ich die Stute und setzte mich dann in den Sattel, ehe ich von oben nochmal die Steigbügel nochmal an meine Beine anpasste. Dann ging es los. Zunächst wärmte ich die Stute in allen Gangarten am lockeren Zügel auf. Candys Trab war wahnsinnig harrt zu sitzen, weshalb ich umso glücklicher war, dass ich bei Hunter under Saddle leichttraben musste.
      Als ich die Zügel annahm und mit dem richtigen Training anfangen wollte, zeigte mir die Stute wieder ihren Dickschädel. "Lass das!", murrte ich und schickte sie in einem kleinen Kreis um sich selbst, wohl darauf bedacht, dass sie sich die Übung nicht vereinfachte, indem sie einen Spin machte, nein. Sie sollte schön ihre Beinchen bewegen. Ich schnalzte ein paar Mal, damit sie schneller lief, ehe ich sie wieder gerade richtete und ihr frei stellte, ob sie mitarbeiten wollte, oder ob sie nochmal im Kreis gehen wollte. Sie gab jedoch nach und trabte brav auf dem Zirkel. Ich hatte mir heute den Dressurplatz ausgesucht, da dort der Sand nicht so tief war. Auf dem Platz standen jedoch ein paar Fützen, wehshalb die weißen Bandagen nicht lange weiß blieben, aber seis drum, wir hatten ja eine Waschmaschine. Nach ein paar Runden Trab auf dem Zirkel galoppierte ich sie an, was sie auch super gut machte. Da sie ein Reiningpferd war, konnte sie sowohl langsam, als auch schnell galoppieren. Für Hunter under Saddle brauchte ich jedoch einen langsamen Galopp, den ich auch wirklich ausnutzte und soweit verlangsamte, dass sie fast so langsam galoppierte, wie sie trabte. Dann jedoch ließ ich ihr wieder etwas mehr Platz, so dass sie zwar langsam, aber ordentlich galoppieren konnte. "Ich hasse diese Pleasuregalopp- Hoppelpferde", sagte ich lachend zu Aaron, als ich an ihm vorbei ritt. "Hoppelpferde?", fragte er mich und ich demonstrierte ihm was ich meinte. Ich verlangsamte Candy an der langen Seite der Bahn wieder so weit, dass sie ihre Hinterhand nach innen schieben musste, um überhaupt noch galoppieren zu können. "Siehst du? Sie schiebt die Hinterhand nach innen weg, da sie sonst nicht mehr galoppieren kann, dafür ist sie einfach zu langsam.", erklärte ich ihm und ließ Candy eine Runde richtig galoppieren- nicht, dass sie sich den Quatsch angewöhnte. Erst dann gönnte ich ihr eine Schrittpause und erklärte Aaron noch einiges, was er wissen wollte. "Und Hunterpferde.. wie groß werden die?" "Hunterpferde können gut und gerne an die 170-180cm groß werden, wie die großen Springpferde.", sagte ich und musste bei seinem geschockten Blick lachen. "Und was haben wir hier?", fragte er mich dann. "Reiningpferde, Aaron. Das sind fast alles Reiningpferde.", erklärte ich ihm. "Ja und warum gehst du mit Candy HuS?", fragte er mich dann wissbegierig. "Warum nicht? Es ist immer praktisch, sich und seine Pferde in so vielen Sparten wie möglich zu zeigen. So bekommt man einen größeren Kundenstand und bleibt mehr im Gespräch.", sagte ich. "Marketing also." "Naja, so ähnlich.", meinte ich schulterzuckend und trieb Candy wieder zum Trab an. Eigentlich musste ich sie nicht wirklich trainieren, sie konnte ohne Probleme eine Hunter under Saddle Klasse in der LK 4 laufen, doch ganz ohne Training wollte ich sie da nicht hineinschicken, weshalb wir jetzt hier auf dem Platz standen.
      Nach etwa guten 1,5 Stunden Training hatte ich den Entschluss gefasst, mit meiner Zeitbombe noch eine Runde ins Gelände zu gehen. Warum auch immer, hatte sie panische Angst vor allem, was im Gelände so herumlief. Traktoren, Autos oder Motorräder waren da zwar kein Problem, aber Vögel zum Beispiel waren der Horror. Ich wollte nur die kleine Runde bis zum See gehen, doch soweit kamen wir gar nicht. Als wir nach links abbogen, um zum See zu gehen, blieb die Stute stocksteif stehen und plusterte sich auf. Sie riss den Kopf hoch und machte sich groß, denn das, was da vor uns stand war kein Vogel. "Candy... eeeeasyyy...", sagte ich immer wieder, damit sie mich nicht abwarf, den vor uns stand ein Bär! Vielleicht sogar der, der Bucks getötet hatte. Vorsichtig gab ich Hilfen zum Roll Back, schnalzte einmal und bekam Candy tatsächlich dazu, sich umzudrehen und im Galopp davon zu preschen. Halten ließ sie sich fast gar nicht mehr, bis wir wieder am Hof angekommen waren und Caleb uns panisch entgegen gelaufen kam. "What happened?!", fragte er und griff mir in die Zügel, damit Candy endlich wieder zur Ruhe kam und nicht wie eine Bekloppte im Kreis lief. "We... we just saw the bear! Maybe the Bear who killed Svejns beloved Bucks!", sagte ich aufgeregt und Caleb nickte. "I.. just wanna shoot the fucking bear.", sagte er kühl. "I know, Caleb. I know.", seufzte ich und stieg von Candys Rücken, als er sie endlich dazu gebracht hatte, still zu stehen. "Thanks.", sagte ich knapp und ging dann in den Stall, um sie fertig für die Box zu machen. Sie bekam noch einen Apfel als Belohnung, ehe ich ins Haus ging und an den Computer setzte. Der Bär musste verschwinden.
    • Veija
      Cutting LK 5 - LK 4

      Juli 2016, by Veija
      Heute schnappte ich mir meine geliebte DunIts Smart Investment aka Candy, um zu schauen, wie begat sie am Rind war. Ich hatte sie schon fertig gemacht zum Reiten, so dass mir Caleb eben mit dem Rind half, nachdem ich die Stute auf dem Platz aufgewärmt hatte. Ganz untypisch sah man eines meiner Pferde heute mit zweitem Sattelgurt, also einem Bauchgurt. Eigentlich war ich absolut kein Fan davon, aber beim Cutting war der Gurt doch sehr angebracht.
      Caleb verfrachtete das Kalb also auf den Reiplatz und lehnte sich süffisant grinsend an den Zaun- was auch sonst, denn er wollte ja meine Niederlage sehen, wenn ich im Sand landete. Ich nahm die Zügel zunächst in zwei Hände, weil ich Candy an das Kalb heran führen wollte, doch schneller als ich mich versah, sprang sie dem Tier nach. Erschrocken hielt ich mich mit beiden Händen am Sattelhorn fest, womit ich Candy natürlich im Maul herumzog und so ihren Unmut auf mich lenkte. "Ist gut, warte doch..", sagte ich und nahm die Zügel locker durchhängend in die linke Hand, ehe meine rechte Hand sich sofort wieder auf den Sattelknauf legte. Als das Kalb wieder auf uns zukam, sprang Candy wie eine Verrückte vor ihm herum, kaum zu glauben für ein Pferd, was bis jetzt noch nie am Rind gearbeitet hatte. Immer mal wieder nahm ich die Hand vom Knauf, flog dann jedoch nur so im Sattel hin und her, so dass ich mich lieber wieder da abstützte, ehe ich runterfiel. Caleb schien sich da am Zaun herrlich zu amüsieren, ehe Svejn auftauchte. Mist, dachte ich. Caleb und Svejn hatten es nicht wirklich aufeinander stehen. Sollte ich jetzt runterfallen, würde Caleb über den Zaun springen und mir helfen. Svejn war noch an den Rollstuhl gebunden- konnte mir also nicht helfen. 'Fall jetzt bloß nicht runter...' betete ich und versuchte, Candy vom Kalb weg zu lenken, was mir nach einigen Versuchen auch gelang, ehe ich zum Zaun trabte. "Und, sieht doch gar nicht so schlecht aus, oder?", sagte ich lachend und Caleb nickte zustimmend, während Svejn mich nur mürrisch ansah. Er musste dringend wieder aufs Pferd, denn je länger er in diesem Stuhl verbrachte, desto schlechter wurde seine Laune. "Das sieht ganz schön.. gefährlich aus." "Gefährlich?", sagte Caleb dann kopfschüttelnd. "Roping ist gefährlich, das da nicht.", sagte er und bekam sofort einen wütenden Blick meines Freundes zugeworfen. Grinsend verschränkte ich die Arme vor der Brust. "Habt euch lieb, Jungs. Ich will kein Geza...", ich konnte meinen Satz nichtmal beenden, da sprang Candy zur Seite und starrte dem kleinen Kalb in die Augen. Das Kalb sprang nach rechts, Candy sprang nach links. Fast schon zu langsam flog meine rechte Hand an den Sattelknauf, denn beinahe hätte es mich aus dem Sattel gehauen. "Caleb, hol das Kalb weg!", sagte ich energisch und versuchte erneut, Candy vom Tier wegzubekommen. Ich stieg ab und hielt sie an den Zügeln fest, damit sie mich nicht doch noch in den Sand setzte. Kurz unterhielt ich mich noch mit Svejn, ehe er wieder weg rollte. Dann ging ich zu Caleb. "Du weißt doch, dass es ihm nicht gut geht, lass ihn doch in Ruhe!", fluchte ich und starrte in sein fragendes Gesicht. Wenn ich so schnell deutsch redete, verstand er nichts davon. "He's not feeling very well, he misses riding but his situation will last for a while so just don't talk to him like that.", murmelte ich in meinem, noch immer, schlechten Englisch und sah nur zu, wier er augenrollend nickte und dann mit dem Kalb im Hänger zu den Weiden verschwand. Wir hatten ein paar eigene Rinder, die seit einer Weile ein paar Kälber hatten, so dass wir schön damit üben konnten. Roping wurde jedoch nicht mit ihnen trainiert, ich wollte die kleinen Tiere nicht quälen, und Roping war nunmal Tierquälerei.
      Im Stall traf ich dann auf einen weiteren Konflikt. "Lass das einfach bleiben.", knurrte Bellamy Murphy an und gab ihm einen Schlag gegen die Schulter. Murphy, der nicht klein zu kriegen war, baute sich wieder vor ihm auf, ehe ich entschlossenen Schrittes dazwischen ging. "Jungs, Schluss, auf der Stelle!", sagt ich energisch und schaute in betretene Gesichter. "Was ist hier los?", fragte ich und schaute von Bellamy zu Murphy und wieder zurück, ehe mir Finn und Octavia ins Auge fielen. "Habt ihr zwei auch was damit zu tun?" "Ja." "Nein.", kam es zu erst von Octavia, dann von Finn. "Dann zisch ab, Finn.", sagte ich und ließ Octavia mit einer Handbewegung meinerseits näher zu uns kommen. "Also, was war los?", fragte ich nochmal. "Er hat..." "Sie hat..." "Aber ich hab.." "Okay, einer nach dem anderen. Octavia.. was war los?", wandte ich mich dann an die junge Dame und sah, wie sie betreten den Kopf senkte. Nun kam Caleb auch dazu. "Murphy du gehst mit Caleb mit, Bellamy und Octavia ihr kommt mit mir mit.", sagte ich und zog die beiden am Ärmel mit mir mit, ehe ich sie mit verschränkten Armen ansah. "Also?", fragte ich zum dritten und hoffentlich letzten mal. "Murphy hat mich geküsst.", sagte Octavia kleinlaut und ich sah, wie Bellamy die Fäuste ballte. Ich legte meine Hand sachte um eine der Seinen und schaute ihn an. "Und du bist sauer geworden?", fragte ich ihn und er nickte. "Ach Bellamy...", murmelte ich nur und nahm meine Hand wieder zu mir. Teenies. "Und... wolltest du geküsst werden?", meinte ich dann schief grinsend an Octavia gewandt. "Nein." "Na also... hast du ihm das gesagt?" "Ja.." "Hat er das verstanden?" "Nein." "Er hat sie bedrängt...", kam es dann kleinlaut von Bellamy, der doch wieder die Fäuste ballte. "Ich werde mit ihm reden, okay? Hier wird keiner geschlagen.", sagte ich mit Nachdruck und legte Bellamy die Hand auf die Schulter. "Ok?", fragte ich nochmal und sah zwischen den Geschwistern hin und her. "Okay.", sagten sie beide im Einklang und ich nickte, ehe ich zu Caleb und Murphy ging. Letzteren zog ich, ganz zu seiner Überraschung, am Ärmel mit mir mit. "So, deine Seite der Geschichte will ich jetzt hören.", sagte ich scharf und verschwänkte die Arme vor der Brust. Murphy sah mich mit einem arroganten Blick an, den er wirklich gut drauf hatte. "Ich höre?", wiederholte ich nochmal und kam mir wie eine viel zu strenge Mutter vor, die ihren Sohn zur Rede stellte. Murphy jedoch schwieg. "Ich kann dir für die Aktion weiß Gott keinen Hausarrest erteilen, aber wir haben eine Menge Boxen, die gemistet werden müssen.", sagte ich mit Nachdruck und schaute ihn auffordernd an. "Wie siehts aus?". fragte ich dann und wartete. "Ich hab sie geküsst." "Ja, soweit war ich auch schon. Und dann?" "Und dann ist Bellamy dazwischen." "Der hat mir grade gesagt, dass du Octavia gegen ihren Willen geküsst hast. Stimmt das?" "Ja, das stimmt. Irgendwann musste ich es einfach wagen." "Puuuh...", atmete ich dann aus. "Ich möchte, dass du zu Octavia, nur zu Octavia, ich nehm Bellamy mit weg, gehst und sagst, dass es dir Leid tut und es nicht wieder vorkommt. Verstanden?", sagte ich und schaute ihm zu, wie er nickte. "Gut, komm mit." Zusammen gingen wir zu den beiden, ich zerrte Bellamy weg und Murphy entschuldigte sich bei Octavia. Eigentlich hatte ich heute nur Candy trainieren wollen, aber auf was für Dinge man stößt, wenn man nur mal die Augen aufmacht.
    • Veija
      Pflege

      September 2016, by BellaS
      „Verena, du hast schlicht und einfach zu viele Pferde.“, beendete ich das Telefonat. Den nächsten Tag würde ich wohl oder übel auf der Gips Reminder Ranch in Kanada verbringen, um Verena O‘Connor ein wenig unter die Arme zu greifen.
      Am nächsten Morgen bekam ich von einer abgehetzten Verena mit entschuldigendem Blick eine Liste in die Hand gedrückt. „Du weißt ja wo alles ist.“, meinte sie etwas zerknirscht und hastete direkt davon. Na das fing ja gut an. Ganze fünfzehn Pferde hatte sie mir zugeteilt. Was früher der Trau eins jeden kleinen Reitermädchens gewesen war, war nun purer Stress.
      Ich begann im Stall der Vollblüter. Teasie, My lovely horror Kid, Arsil und Bahar waren allesamt Araber, die nicht unbedingt groß bewegt werden mussten. Ich suchte mir freie Paddocks und lud die vier dort ab. Für ihre Bewegung würden sie heute selbst sorgen müssen und ich hatte schon 4 von 15 Tieren versorgt. Als ich das letzte Pferd auf der Liste sah, Kristy Killings, eine Stute aus dem Zuchtstall, holte ich sie kurzerhand aus ihrer Box und stellte sie zu Teasie. Die beiden würden sich hoffentlich vertragen. Nun widmete ich mich den Pferden aus dem Trainingsstall. Dun Its Smart Investment, genannt Candy, wollte ich meine fehlenden Kenntnisse im Westernsattel nicht antun, daher musste sie an der Longe laufen. Das stellte sich auch schnell als gute Idee heraus, denn sie war eine pure Zicke, mit der ich im unbekannten Sattel wohl nur schwer fertig geworden wäre. Auch der Hengst Hollywood King Gun, genannt Husky, kam an die Longe, da er mir mit seinen drei Jahren noch viel zu jung zum reiten vorkam. Dass Westernpferde in diesem Alter schon längst eingeritten waren und bereits erfolgreich Turniere gingen, erfuhr ich erst am Abend von Verena, als ich ihr von meinem Tag berichtete. Als nächstes kam eine Stute, neben die Verena eine Notiz geschrieben hatte. Sie wurde nämlich unsicher, sobald der Reiter sie nicht führte, ansonsten war die lammfromm. Sweet little Secret war ihr Name. Da ich aber endlich reiten wollte, verzichtete ich einfach auf den Sattel und ging ohne auf den Platz. So war ich wieder vollkommen sicher und konnte die Stute führen, die sich wirklich vorbildlich benahm.
      Zwischendurch machte ich eine kurze Pause um mir etwas zu Essen zu holen und tobte dann mit den vier Fohlen von meiner Liste, Dun Gotta Gun, Bellamy, Wild Berry und Blossom Magic etwas im Roundpen. Anschließend durften auch die Kleinen auf den Paddock, denn ihrem Bewegungsdrang war noch nicht genüge getan. Nun blieben noch drei Pferde. Zwei Stuten und ein Hengst, der aus übler Haltung kam und sich schwer händeln ließ. Zues hieß er. Da ich hier nun wirklich nicht riskieren wollte in den Sattel zu steigen, machten wir ein bisschen Schrecktraining am Boden. Obwohl ich heute eigentlich nichts schaffen musste, erzielten wir ein paar Erfolge und ich war recht zufrieden. Auch wenn ich momentan nicht offiziell trainierte, war doch noch viel vom Trainer in mir übrig. Die zwei Stuten, VK Aquila T Mistery und Snapper Little Lena durften nals letzte sogar einen kleinen Spaziergang genießen. Obwohl beide Stuten es durchaus in sich hatten, konnte ich den kleinen Eindruck Kanadas genießen. Am Abend berichtete ich dann noch Verena. Ich musste eindeutig mal Unterricht im Westernsattel nehmen. Obwohl ich schon hin und wieder auf einem westerngerittenem Pferd gesessen hatte, war ich noch nicht mal ansatzweise sicher und das sagte ich Verena auch. Schließlich war es doch Zeit für die lange Heimreise und erst auf dem Fahrersitz des Leihwagens merkte ich, wie müde ich war.
    • Veija
      Springen E- A

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      September 2016, by Bracelet
      Fliegen. Das war definitiv keine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Zumindest nicht solange es nicht auf dem Rücken eines Pferdes stattfand. Nervös krallte ich mich in die Armlehne des dunkelgrünen Sessels des Airbusses. ,,Evangeline. Gib's endlich zu du hast Flugangst.'',stieß Joey neben mir augenrollend aus. ,,Ich? Nein. Ich doch nicht.'',tat ich ihn daraufhin genervt ab. Möglichweise hatte er Recht. Doch es half nichts. Ich wollte unbedingt nach Kanada. Ich hatte bereits Fotos gesehen und unser Reiseziel war wirklich absolut traumhaft. Es würde sich lohnen.
      Einige Stunden später hatte ich endlich wieder festen Boden unter den Füßen. Am liebsten hätte ich diesen geküsst, was ich auch tatsächlich beinahe mehr oder weniger freiwillig getan hätte, da meine Knie so unfassbar weich geworden waren. ,,Komm endlich.'',meckerte Joey schon wieder. Ich schnaufte und trottete hinter dem großgewachsenen Schnösel hinterher. Auch wenn er manchmal noch so süß aussah; mit seinen dunkelbraunen, zotteligen Haaren und seinen mittelgrünen Augen, hätte ich mir in diesem Moment nur gewünscht, dass das Karma ein einziges Mal den Richtigen erwischen würde. Immerhin war es nicht okay was er vor kurzem getan hatte.
      ,,Oh guten Tag.'',sagte ich freundlich als wir endlich auf der wunderschönen Ranch angekommen waren und mir die Besitzerin, eine relativ junge Frau, die Hand reichte. ,,Ich habe euch schon zwei Zimmer frei gemacht. Ich zeige sie euch schnell.'',entgegnete sie etwas schüchtern und ging voraus. Ich zog meinen unpassenden, pinken Mädchenkoffer hinter mir her und folgte ihr. Als wir angekommen waren traute ich erst meinen Augen gar nicht. Das Zimmer war wirklich schön. Etwas rustikaler eingerichtet; ganz im Westernstil. Sehr hell und freundlich. Das Bett sah am bequemsten aus und schien mich nach dem Langstreckenzug magisch anzuziehen. ,,Das hier ist deins, Evangeline.'',sagte die Dame und stellte sich mir anschließend als Verena O'Connor vor. Anschließend bot sie mir das Du-Wort an und meinte, wir könnten uns erst mal ausruhen und morgen zeige sie uns dann die Pferde und das Anwesen.
      Nach einer wunderbaren, erholsamen Nacht und einem ausgiebigem Frühstück schlüpfte ich in meine Reitbekleidung. So ging es dann in Verenas Büro und sie zeigte uns die Pferde und das Whiteboard mit den Trainingsplänen. Zusammen mit Joey sollte ich diesen Monat, welchen ich zur Gänze auf der Gips Reminder Ranch verbringen durfte, 11 Pferde trainieren.
      Das erste Training stand eine Stunde später auch schon an. Es ging auf einen mehr oder weniger entspannten Distanzritt. Die beiden Pferde dabei waren zwei edle Vollblüter. Araber. Eine Rasse mit der ich sonst eher wenig zu tun hatte. Dennoch war ich angenehm überrascht als ich begann mit dem schönen Schecken Bahar zu arbeiten. Schon beim Putzen und Satteln stellte sich heraus, dass er ein überaus angenehmes Gemüt hatte. Er war sofort aufgeschlossen mir gegenüber und sehr gehorsam. Joey befasste sich zur selben Zeit mit Teasie. Die ebenso bildhübsche Scheckstute schien allerdings das Stillstehen in der Stallgasse absolut nicht leiden zu können. Genervt scharrte sie mit dem Huf und trippelte auf der Stelle hin und her.
      Der Ritt an sich gestaltete sich für mich sehr angenehm. Bahar ging gut vorwärts und hatte eine absolut atemberaubende Ausdauer. Auch Teasie, deren Vorwärtsdrang von Joey sogar noch gezügelt werden musste, machte eine gute Figur. Wir erkundeten das Gelände im Umkreis der Ranch und kontrollierten immer wieder, bei den regelmäßigen Pausen, die Herzfrequenz der beiden Pferde. Es sah gut aus. Die Distanzklasse A würden sie wohl ohne Probleme erreichen können.
      Als wir nach diesem kleinen Probetraining wieder am Stall ankamen durften sich die beiden auf der Koppel ausruhen, während ich und Joey schon zu den nächsten beiden Kandidaten gingen. Arsil und My lovely Horror Kid, ebenfalls zwei hoch im Blut stehende Pferde sollten ihre Ausdauer verbessern und anschließend auf der Distanzklasse A stehen. Joey entschied sich dabei für Arsil. Ich machte mich mit Horror vertraut, welche ihrem Namen heute höchste Ehre machen sollte. Zuerst zeigte sie sich freundlich und ließ sich beim Putzen verwöhnen. Doch sobald ich mit dem Sattel kam war klar: Diese Stute hatte überhaupt keine Lust mit mir zu arbeiten. Sie schlug genervt mit dem Schweif und warf ihren Kopf immer wieder hoch in die Luft. Einmal versuchte sie mich zu beißen, konnte aber durch den etwas kürzeren Anbindestrick nicht. Als sie dann startklar war und wir zum Platz Warmreiten gehen wollten zeigte sie wunderschöne Seitengänge im Kreis um mich herum. ,,Heey!'',stieß ich energisch auf und gab ihr einen Impuls mit dem Zügel. Es half kurzzeitig. Dann testete sie mich weiter auf meine Führungsqualitäten. Einige Minuten später schien ich mich vom Boden aus durchgesetzt zu haben. Aber kaum saß ich im Sattel begann die Schwerstarbeit von vorne. Zuerst wollte sie mir nicht Schritt gehen sondern Traben. Dann ließe sie sich nicht mehr antraben sondern ging rückwärts. Dennoch blieb ich hart und wir setzten unsere Trainingseinheit fort. Sobald sie etwas müder wurde schien das Problem behoben. Doch dann galoppierte sie wie von einer Biene gestochen an und hielt ganz plötzlich. daraufhin folgte ein fliegender Übergang in eine Galopppirouette. Dann sprang sie hoch in die Luft und riss mir die Zügel aus der Hand. Irgendwie schaffte ich es dennoch mich zu halten und sie einzufangen. Anschließend verhielt sie sich allerdings ungewöhnlich gehorsam und unsere Trainingseinheit wurde unerwartet dennoch ein voller Erfolg. So störrisch sie anfangs auch war. Talent hatte sie allemal und auch Arsil hinkte ihr um nichts hinterher.
      Nach diesem anstrengenden Ritt gönnte ich mir erst mal eine kleine Mittagspause. Anschließend wollte ich etwas Dressurarbeit mit Shiryo, einem Pferd, welches mich in meiner Zeit bei Verena besonders faszinierte. Sie war wirklich ganz besonders; eigen. Ich putzte sie sehr ausgiebig bei unserer ersten Begegnung. Im Glauben der Cremello würde anschließend für längere Zeit weiß bleiben. Nunja - zumindest ein guter Vorsatz war es und die Stute war tip-top für die Dressurstunde herausgeputzt. Anschließend legte ich ihr eine dunkelblaue Schabracke auf den Rücken, sattelte sie und stattete ihre Beine mit ebenso dunkelblauen Bandagen aus. Dann noch schnell getrenst und schon konnte es los gehen. Unsere Trainingseinheit startete mit ausgiebigen zehn Minuten Schritt am langen Zügel. Shio, wie sie von allen liebevoll genannt wurde, genoss die Bewegung und ebenso das gemütliche dahin schleichen während ihr Stallkamerad Firewalker bereits fleißig arbeitete. Er wurde ebenfalls von der Einsteiger- auf die Anfängerklasse ausgebildet und war voll und ganz konzentriert bei der Sache. Shio tat es ihm anschließend gleich während ich unterschiedliche Hufschlagfiguren und Tempiwechsel mit ihr vollführte. Die engeren Volten und Trabverstärkungen lagen ihr besonders gut. Das aus dem Trab anhalten gelang hingegen am wenigsten, was die neuen Lektionen anging. Sie schien sich nicht allzu gerne plötzlich abzustoppen beziehungsweise heute generell stehen zu bleiben. Dennoch verlief das Training erfolgreich und würde wohl bei erneuter Vertiefung bald Früchte tragen.
      Zu guter Letzt für den heutigen Tag folgte eine Springtrainingseinheit mit Dun Its Smart Investment. Die wunderschöne Stute war zwar etwas stur aber dennoch sehr mutig und wendig, was sie für die Anfängerklasse im Springsport natürlich sehr interessant machte. Sie schien Talent zu haben. Möglicherweise konnte man da noch mehr rausholen aber dies würde sich wohl in Zukunft zeigen. In der heutigen Stunde nahm ich zuerst ein paar kleinere Sprünge mit zwei Vorlegestangen aus dem Trab. Dann ein etwas höheres Kreuz mit Vorlegestange aus dem Galopp. Nach einem besonders schönen Sprung ließ ich es für heute gut sein. Sie sollte immerhin mit einem positiven Bild vor Augen die heutige Einheit beenden. ,,Guuuutes Mädchen!'',lobte ich sie und streichelte sie am Hals ehe ich die letzten paar Schrittrunden mit ihr begann.
      Am darauffolgenden Tag begann ich erneut mit Candy, wie Verena sie zu nennen pflegte. Heute sollte es schon etwas anspruchsvoller werden. Ich hatte mir zuvor einen kleinen Parcours aufgebaut, den ich am Ende der Stunde mit ihr absolvieren wollte. Für den Anfang hieß es jedoch wieder fleißig aufwärmen, dann ein paar Bodenstangen auf gerader und gebogener Linie im Trab, ein paar im Galopp, überspringen und anschließend ein kleines Kreuz nehmen. Diesmal ohne Vorlegestange. Da dies so gut klappte ritt ich sie schon bald auf einige Sprünge des Parcours einzeln zu. Sie zog sehr schön und ließ sich jedoch auch immer gut zurück nehmen. Obwohl Springen für Westernpferde wohl eine sehr ungewöhnliche Aufgabe war mauserte sie sich zur Musterschülerin. Der Parcours am Ende überraschte mich noch einmal mehr. Was für ein tolles Pferd!
      Kurz darauf baute ich die Hindernisse etwas höher. Joey würde Gun and Slide im Springen von A nach L trainieren und ich würde vom Boden aus Aaron unterrichten, der mir von Anfang an sehr symphytisch war. Er würde mit meiner Hilfe mit seiner bildhübschen Stute Scarlet Sun eine Klasse höher erreichen. Zumindest hieß es das für die Stute - der Reiter selbst war bereits bis Anfang M sattelfest. Generell fand ich, dass er wirklich gut ritt. Ein paar Kleinigkeiten gab es natürlich auszumerzen aber ich war fest davon überzeugt, dass er Scarlet gut ausbilden würde. Sie war ebenfalls ein sehr artiges Exemplar und machte alles gut mit.
      Nach einer erfolgreichen Reitstunde ging es für mich und Joey dann Mittagessen. Danach longierte ich Shio über ein paar Bodenstangen um ihr ihren Rücken noch ein wenig mehr zu stärken und ihren Vorwärts-Abwärts-Drang etwas zu unterstützen. Danach ging es mit Joey ins Gelände. Er ritt Hollywood King Gun und ich die bildhübsche My Sweet Little Secret, welche im Military von E nach A trainiert werden sollten. Nach kurzer Zeit aufwärmen teilten sich meine und Joeys Wege. Ich ritt mit Sweety gemütlich noch ein wenig Schritt hinaus ins Gelände. Dabei dachte ich darüber nach wie Joe nur auf die Idee gekommen war einfach nicht mehr im Stall aufzukreuzen und dann plötzlich mein Ausbildungspferd mit in ein anderes Gestüt zu nehmen. Ich war absolut enttäuscht von ihm. Die Stute war mir sehr ans Herz gewachsen und er wusste dies. ,,Wiieh.'',riss es mich aus den Gedanken und Sweety unter mir scheute vor einem Baumstamm neben uns. SIe ging mit ihren Vorderbeinen augenblicklich in die Höh, drehte sich und galoppierte wie wildgeworden in Richtung Stall. Ich nahm augenblicklich die Zügel an. Kaum Reaktion. Meine Hilfegebung wurde stärker. Ich zupfte kurz an den Zügeln. Immer noch keine Reaktion. ,,Heeey Ruuhig.'',versuchte ich es noch einmal mit dem Einsatz meiner ruhigen Stimme ehe ich beschloss sie mir vorne umzudrehen. Sie stockte und reduzierte in der Wendung ihr Tempo. Dann ging sie rückwärts. Mir war klar - dies war wohl ein langwierigeres Problem.
      Im Laufe des kommenden Monats trainierten ich und Joey Verenas Pferde weiter. Candy zum Beispiel wurde ein ausgezeichnetes Springpferd, Shio ein tolles Dressurtalent und Sweety lernte mutiger zu werden, über Naturhindernisse der Klasse A zu springen und im Gelände, zumindest unter meiner Leitung, nicht panisch zur Ranch zurück zu laufen, wenn sie vor etwas Angst bekam. Damit war unsere Arbeit auch schon getan und ich und Joey verabschiedeten uns freundlich von unseren tollen Gastgebern.
    • Veija
      Auftakt in ein neues Leben

      Oktober 2016, by Veija
      In den letzten Wochen war viel auf der Ranch passiert. Ein ganzer Haufen Pferde hatte uns verlassen, ein paar waren dazu gekommen. Einige Mitarbeiter und ich hatten an einem Dressurturnier teilgenommen, an dem Aaron und Augen auf! Ich komme, sogar den ersten Platz gemacht hatten!
      Worauf wir besonders stolz waren war, dass Bellamy und Zuckerschock es geschafft hatten, den 3. Platz zu ergattern! Sehr zum Leidwesen von Octavia, die Bellamy regelrecht angeschrien hatte, weil sie eine Platzierung ergattern wollte. Nun waren wieder alle Zuhause und es hätte ja Ruhe einkehren können, wenn da nicht noch immer die Idee wäre, um zu ziehen. Svejn und ich wollten uns heute einen potenziellen Hof anschauen, denn die Ambitionen der Gips Reminder Ranch hatten sich ein wenig geändert, und auch dieser Hof gab nicht mehr das her, was er einmal versprochen hatte.
      "Svejn jetzt komm schon!", sagte ich etwas genervt und drehte den Autoschlüssel in meiner Hand hin und her. "Ich komm ja schon...", sagte er genervt und humpelt voran. Er durfte mittlerweile wieder laufen und auch reiten, aber das Laufen schien ihm noch ziemliche Probleme zu machen, weshalb er seinen Alltag lieber reitend verbrachte- zum Leidwesen seines Physiotherapeuten, denn dieser hatte ihm verboten, zu viel zu reiten. Aber er kannte Svejn mittlerweile ja sehr gut, er konnte nicht ohne reiten.
      Endlich waren wir im Auto und ich konnte los fahren. Die Fahrt verlief eigentlich relativ stillschweigend, denn Svejn musste sich auf sein Handy konzentrieren, um mir den Weg zu sagen- ich musste mich auf die Straße konzentrieren, denn diese Ranch lag wirklich weit ab vom Schuss, aber dennoch in der Nähe der Ferienranch und unserer alten Ranch.
      Dort angekommen schauten wir uns schon skeptisch um, denn die gesamte Ranch wirkte verlassen, überall waren die Zäune kaputt, Hecken und hohes Gras wucherten überall. "Hm, nicht das, was ich mir erhofft hatte.", sagte ich niedergeschlagen zu Svejn, der wohl meine Meinung teilte. "Komm, wir gehen erst mal zum Haus und lassen uns alles zeigen.", meinte er schulterzuckend und zusammen gingen wir zum Haupthaus, wo auch schon auf uns gewartet wurde. "Guten Morgen Mr. & Miss O'Connor.", sagte die junge Dame, die weder Svejn noch ich korrigierten. Svejns Name war einfach zu kompliziert. "Vorweg muss ich ihnen leider sagen, dass die Ranch in keinem guten Zustand ist, denn mein Vater ist vor etwa einem Jahr von uns gegangen und seit dem steht die Ranch leer.", erklärte sie und und fing an, uns eine kurze Runde durch das Haus zu führen. "Warum hatte ihr Vater eigentlich ein so großes Haus?", fragte ich die Dame dann bei der Tatsache, dass hier mein Team dreimal reinpassen würde. "Sie werden gleich bei der Führung sehen, dass sie hier eine riesige Ranch betreten haben. Deshalb ist auch das Haus sehr groß.", sagte sie und führte uns aus dem Haus heraus in die obere Ecke der Ranch. Dort waren zwei Offenställe mit 3 großen Koppeln. "Hier könntest du deine Pferde hin stellen.", sagte ich freudig mit einem Blick auf den Offenstall, bei dem eine große Koppel war. "Und hier könnten die Jungpferde stehen.", schwärmte ich, ehe wir weiter gingen. Es gab ein kleines Gemüsefeld, einen See und nun kamen wir an der Rennbahn an. "Wow.", sagte ich begeistert. Es war um mich geschehen, diese Ranch würde unser neues Zuhause werden. Svejn hatte meinen Blick gesehen und zwanghaft gelächelt, wir würden so viel Arbeit in die Ranch stecken müssen, bevor wir hier einziehen konnten, doch er wusste, dass wir das schaffen konnten.
      Die junge Frau zeigte uns noch den Rest der Ranch, zum Beispiel die drei großen Ställe mit Paddocks und Koppeln, die Offenställe, die Reithalle aber auch die beiden Reitplätze. Neben der Ranch gab es noch einiges an Weideland und einen großen Wald, den wir mit kaufen konnten. "Wir werden uns morgen melden.", verabschiedeten wir uns dann, ehe wir uns auf den Weg nach Hause machten. Diese Fahrt verlief wesentlich lauter. Ich quatschte Svejn die Ohren voll mit der Ranch und dass ich sie unbedingt haben wollte, auch wenn sie einfach viel zu groß für uns war. "Aber wir könnten Einsteller nehmen.", meinte ich dann und er nickte.
      Am Abend erzählte ich meinen Mitarbeitern von der Ranch und schon am nächsten Morgen befand ich mich wieder dort- diesmal in Begleitung von Caleb, damit er sich ein Bild vom Hof machen konnte. Ich legte noch immer viel Wert auf seine Meinung, weshalb ich sein OK haben wollte, bevor ich den Kaufvertrag unterschreiben wollte. Er segnete die Ranch ab und ich unterschrieb den Kaufvertrag, nachdem ich den Preis noch ein wenig gedrückt hatte. Nun kamen die verkauften Pferde der Ranch zugute, denn ohne diesen Verkauf hätten wir die neue Ranch nicht kaufen können und solange wir noch hier lebten, konnten wir die alte Ranch nicht verkaufen.
      So kam es, dass wir eine ganze Weile erst die Pferde auf der alten Ranch versorgten und dann auf die neue Ranch fuhren, um die Zäune zu reparieren, die Stallungen neu zu verputzen, und und und.

      Nun war der Tag des Umzugs endlich gekommen, auf den ich schon so lange gewartet hatte. Leider würde es nur ewig dauern, alle Pferde rüber zu bekommen, denn wir hatten noch immer 63 Pferde. Vermutlich würden bald noch ein paar Pferde den Besitzer wechseln, aber diese 63 Tiere würden allesamt mit auf die neue Ranch kommen. Ein grober Plan, wo welche Pferde hinkamen, war schon gemacht- und da man hier in Kanada oder generell in Amerika nicht so zimperlich war, was Pferde verladen anging, hatten wir uns ein paar einfache Trailer geliehen, in die die Pferde einfach hinein sprangen. Um jedoch trotzdem Verletzungen zu vermeiden, würden alle Pferde Transportgamaschen tragen, denn ganz leichtsinnig musste man ja nicht sein.
      Anfangen wollten wir mit den Jungpferden, da diese am längsten brauchen würden, bis wir sie im Hänger hatten. VK A Gun Colored Lena, Like Twist and Gun, VK Drag's Solo Queen, PFS' Blossom Magic sowie Wimpys Little Devil und ihr Fohlen GRH's Unbroken Soul of a Devil waren die ersten Pferde, die wir verluden und zur neuen Gips Reminder Ranch fuhren. Es dauerte eine ganze Weile, bis wir die Tiere im Trailer hatten, doch sobald alle drin waren, waren wir ruck zuck auf der neuen Ranch und konnten die Tiere auf die Koppel entlassen. Wimpys Little Devil war wirklich ein Ruhepol, was ich nicht gedacht hatte. Ich ließ sie mit ihrem Fohlen noch ein paar Tage bei den Stutfohlen laufen, ehe Devil abgesetzt wurde und die Stute ihre Box im Trainingsstall bezog, denn wir wollten sie wieder aufbauen und im Sport laufen lassen.
      Die nächsten Pferde waren die Hengstfohlen VK Bellas Dun Gotta Gun, Bellamy' O, VK Funky's Wild Berry und PFS' VK' Snap in Style. Zusätzlich fuhren noch Cielos Double Dun It und Chocolate Dream mit. Choco und Gipsy fanden ihren Platz in ihren Stallungen, die anderen Pferde kamen auf die Koppel.
      Nun schauten wir erneut ein wenig nach den Plätzen, wo die Pferde hinkommen sollten, so dass wir in windesweile Arsil, Bahar, Daryl gone Mad, Golden Ebano, Sacramento XX, Scoubidou, Silberstern, Seattle Slew, Turf Runnder, Wildfire, Firewalker, Stiffler, Drag me to Hell, Drama Baby, My lovely Horror Kid, Nyanda, Priamos Ruffia Kincem, Shiryō, Supernova, Teasie, Wolfs Bane, Zuckerschock, Abraham van Helsing, Alan's Psychedelic Breakfast , Cauldron of Renascence , Eldrian Antrax, Funky Powerbabe, Gun and Slide, Hollywood King Gun, Hollywood's Silver Dream, Spooks Gotta Gun, Stormbringer, Amarula van Helsing, Augen auf! Ich komme, Bella Dun Del Cielo, Kristy Killings , Marly's Pluie , Snuff, Blazing Flame, Comeback of a fallen Goddess, Dakota, DunIts Smart Investment, My sweet little Secret, Ocarina of Time, Raspberry, Scarlet Sun, Snapper Little Lena, Striga, VK Aquila T Mistery, Samug, Thjalve van de Jötunheimr und Moon's Pumpkin auf der neuen Ranch hatten. Lediglich bei Zues und Raised from Hell hatten wir unsere Probleme, so dass wir sie beide sedieren mussten, um sie verladen zu können. Sie fanden auch beide einen Platz auf den Koppeln, wo sie 24/7 stehen würden, bis wir mit ihrem Training weiter gekommen waren, dass wir sie anfassen konnten. Zues würde auch bald kastriert werden. Zwar war das schade um seine Abstammung, aber wir konnten das Risiko nicht mehr eingehen und hofften, dass er es als Wallach zumindest ein wenig einfacher haben würde als jetzt als Hengst.
      Erschöpft fiel ich am Abend auf die Couch. "Ich glaube morgen gibts nen freien Tag.", lachte ich und schaute in die Runde, denn noch waren alle Mitarbeiter in der Stube bei mir. "Also.. Pferde misten, füttern und auf die Koppel bringen morgens. Es wir keins trainiert, geritten oder sonst was. Macht, was ihr wollt.", lachte ich und schaute in eine Runde zufrieden nickender Gesichter.
    • Veija
      Wildpferde?

      Oktober 2016, by Veija
      "So ganz begeistert bin ich ja wirklich nicht davon...", meinte Octavia zu mir und schaute dem letzten Pferd zu, wie es von uns weg galoppierte. "Glaub mir O, das ist das Beste, bis wir was Neues gefunden haben.", erklärte ich ihr. "Lass die Tiere, sie gehören ja noch uns. Sie können jetzt aber einfach eine Weile Pferd sein. Besonders Zues freut sich darüber.", sagte ich lachend und ging nochmal alle 8 Pferde durch. Zues stand ganz im Abseits, VK A Gun Colored Lena und VK Funky's Wild Berry sowie VK Bellas Dun Gotta Gun und Snapper Little Lena standen zusammen auf einem Fleck und grasten. Eldrian Antrax war irgendwo verschwunden, DunIts Smart Investment stand zusammen mit GRH's Unbroken Soul of a Devil bei den Wäldern. Seattle Slew galoppierte aufgeregt am Zaun entlang. Wir hatten zwar Hengste und Stuten getrennt, aber wenn es dann doch zu ungewünschten Fohlen kommen sollte, war dem so.
      Einzig und allein Dakota und Raspberry standen im Stall. Diese beiden hatten wir nicht mit auf die Koppel gebracht, denn meine Schwester und ich wollten mit ihnen auf Reisen gehen. Bracelet hatte uns eingeladen nach.. nunja, Norwegen? Finnland? Schweden? Naja, irgendwo nach da oben zu kommen. Flüchtig kannte ich die junge Frau auch und war ihr wirklich dankbar, dass sie uns für eine Weile aufnehmen wollte. "Komm O, lass uns gehen.", meinte ich dann und schaute auf meine Uhr. So langsam war es Zeit fürs Bett. "Aber was ist.. was ist wenn Zues oder Snapper Little Lena komplett wild werden? Wenn wir sie nicht mehr anfassen können? Nachher haben wir eine 9- köpfige Herde Wildpferde.", meinte sie verzweifelt und zog an meinem Ärmel, damit ich stehen blieb und zu den Pferden schaute. "Wir machen nur einen Abstecher bei Bracelet. Wir bleiben kein ganzes Jahr da. Den Pferden tut das nichts- und selbst wenn, wir bekommen das schon wieder in den Griff.", erklärte ich ihr und nahm sie in den Arm. "Wirst schon sehen, es geht alles gut.", lächelte ich und wir gingen gemeinsam in das kleine Haus, in dem wir im Moment wohnten. Es war noch immer nicht geklärt, was die Explosion ausgelöst hatte und warum manche Zäune der Koppel kaputt gewesen waren, so dass einige der Pferde schon vorher weggelaufen waren. Doch sobald das geklärt wäre, würden wir das Geld von der Versicherung bekommen und konnten neu anfangen.
    • Veija
      Weihnachtliche Nachwehen

      Dezember 2016, by Veija
      "Du kannst doch nicht einfach...", fing ich an und starrte meine Schwester fassungslos an. "Du hast die alle zurückgekauft? Wie.. ? Wie hast du die alle wieder bekommen? Und vor allem: wo sollen wir mit denen hin? Wir haben hier keinen Platz O..." "Wir ziehen wieder nach Kanada.", sagte meine Schwester bestimmend und breitete eine Karte vor mir aus. "Schau mal, so könnte unsere neue Ranch aussehen. Aber es gibt tausende Ranchs in Kanada, wir können kaufen, was wir wollen! Wir haben so viel Geld...", schwärmte sie und so langsam gefiel mir die Idee doch ein wenig. Nicht, dass Bracelet keine wunderbare Gastgeberin war- wir wollten bald wieder etwas eigenes haben und wieder alle Pferde um uns herum haben, so wie es sich gehörte. "Wen hast du denn alles wieder gekauft?", fragte ich sie dann, damit ich die ungefähren Kosten im Blick behalten konnte. "Drama Baby, Wildfire, Priamos Ruffia Kincsem, Snap in Style und Blossom Magic.", trällerte sie freudig und ich schlug mir mit der Hand an den Kopf. "Oh mein Gott. Was sollen wir denn mit den ganzen Vollblütern?!" "Trainieren Bell! Trainieren! Wir führen das Erbe der Gips Reminder Ranch fort und bringen die Pferde auf die Rennbahn! Das ist das, was Verena wollte und was sie gerade aufbauen wollte!", tadelte Octavia mich beinahe und ich nickte. "Ja, ja du hast recht."
      "Es waren zwei schöne Tage hier mit Auguri, sie hat Dakota sogar neues Zubehör gekauft... aber lass uns noch vor Silvester zurück nach Kanada fliegen.", bat sie mich und ich schaute mich flehend an. "Vor Silvester wird das glaube ich nichts mehr werden... schließlich müssen wir das zu erst mit Brace besprechen, wir schulden ihr ja auch Geld." "Jetzt sei kein Spielverderber Bell, wir schaffen das.", pflichtete Octavia mir bei. Kurz seufzte ich. "Na gut, ziehen wir zurück nach Kanada!"

      Ein paar Tage später
      "Was haben wir noch vergessen?", fragte ich meine Schwester und schaute die drei dick eingepackten Pferde an. Alan's Psychedelic Breakfast, Dakota und Raspberry hatten alle drei ihre Transportgamaschen und die verschiedenen Decken an, die sie während dem Transport im Flugzeug schützen würden. Bei Bracelet hatten wir uns schon verabschiedet. Traurig war sie schon sehr, dass wir sie so schnell wieder verlassen würden, aber sie konnte uns verstehen und freute sich, dass wir uns eine neue Ranch gekauft hatten und es nun endlich wieder geschafft hatten, unseren Hintern hoch zu bekommen und uns aufzurappeln- schließlich wurden wir ja auch nicht jünger.
      Es dauerte eine ganze Weile, bis die Pferde im Flugzeug waren, schließlich wurden sie alle drei sediert und dann eingeladen. Auch der Flug schien sich schier ewig hinzuziehen, weshalb die Pferde dann umso froher waren, als sie endlich über die Koppeln unserer kanadischen Ranch galoppieren konnten. "Wir holen die anderen aber auch jetzt sofort, was sagst du O?", fragte ich meine Schwester und sie nickte. So dauerte es nicht lange, ehe wir Magic Lanijos, den wir erst vor kurzem gekauft hatten, GRH's Unbroken Magic, Baby Doll Melody, VK Bella's Dun Gotta Gun, It's me, Amira!, Gun and Slide, Vaena, die uns bald verlassen würde, Seattle Slew, Wolfs Bane, GRH's Unbroken Soul of a Devil, VK A Gun Colored Lena, Zues, DunIts Smart Investment, Snapper Little Lena und VK Funky's Wild Berry auf der Ranch hatten. In den nächsten Tagen würden dann noch die fehlenden Pferde folgen, ehe die Ranch wieder komplett war und wir mit dem weiteren Training beginnen konnten. Ich freute mich schon riesig darauf, endlich die anderen Pferde wieder in die Arme zu schließen.
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  • Album:
    BRR Hauptstall ♀ I
    Hochgeladen von:
    Veija
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    17 Aug. 2017
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  • Exterieur
    Name: DunIts Smart Investment
    Rufname: Candy
    Alter: 7 Jahre
    Geschlecht: Stute
    Größe: 1,60m
    Rasse: American Quarter Horse
    Fellfarbe: Dunalino (eeaanCrDD)


    Stammbaum
    von: Hollywoods Silver Dream
    von: Elasso
    aus der: unbekannt

    aus der: Bella Cielo
    von: Notch
    aus der: Sheza German

    Charakter:
    Candy, wie sie von mir liebevoll genannt wird, ist eine direkte Hollywood Dun It Tochter, und das gleich dreifach! Sowohl Notch als auch Sheza sind Enkel des berühmten Hollywood Dun It, aber auch bei Hollywood's Silver Dream findet man den Millionen teuren Hengst im Stammbaum. Dementsprechend finden sich bekannte Namen wie Hollywod Jac 86, Doc Bar, Gallo Del Cielo und Topsail Cody wieder.
    Zudem ist Candy's Oma mütterlicherseits, eine begabte Cuttingstute, was Candy nicht nur alle Türen und Tore in der Reiningwelt öffnet, sondern auch viele in der Cuttingwelt.

    Candy ist durch und durch eine Zicke. Wenn ihr etwas nicht passt stellt sie sich stur. In der Herde ist sie wahnsinnig dominant, was das zusammenstellen mit anderen Pferden mehr als schwierig gestaltet.
    Unter dem Sattel testet sie gerne wer denn nun der Chef ist, lässt sich aber ansonsten sehr gut reiten. Ihr Trab ist leider sehr hart zu sitzen, ihr Galopp dafür aber umso weicher und raumgreifender.


    Zuchtinfos

    Gekört/Gekrönt: ja
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    [SK 447] Alle Stuten
    Nachkommen: BR Dress to Impress, von Gun and Slide
    BR Alans Smart Dream, von Alan's Psychedelic Breakfast

    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer:
    Gezüchtet bei/Zucht: Verena O'Connor, VK Performance Horses der Gips Reminder Ranch

    VKR: sadasha

    Kaufpreis: 1500 Joellen
    Zu Verkaufen: nein


    Qualifikationen:

    eingeritten
    eingefahren


    Dressur E
    Springen A
    Military E
    Distanz E
    Galopprennen E

    Western

    Reining LK 4
    Cutting LK 4

    Hunter under Saddle LK 2

    Erfolge:
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    3. Platz 371. Springturnier, 2. Platz 258. Militaryturnier, 3. Platz 373. Springturnier, 3. Platz 262. Distanzturnier, 2. Platz 342. Westernturnier, 2. Platz 344. Westernturnier, 3. Platz 381. Dressurturnier, 3. Platz 267. Militaryturnier, 3. Platz 349. Westernturnier, 1. Platz 383. Dressurturnier, Gewinnerin SW 460 Pferde mit Abstammung

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand:
    Krankheiten: Kopper
    Letzter Besuch:

    Hufschmied:
    Letzter Besuch: März 2016
    Beschlag: Stahleisen vorne, Slidingeisen hinten

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    Langhaar
    Offizieller HG