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Veija

★ Baby Doll Melody, Appi

★ Baby Doll Melody, Appi
Veija, 17 Aug. 2017
    • Veija
      Neues im Stall

      März 2014, by jojomaus
      Früh auf den Beinen, wie eigentlich jeden Tag, hatte ich nach dem erstem versorgen der Pferde nur eins im Sinn. Die neue Box für Baby Doll Melody fertig zu machen und einen Bereich der Stutkoppel abzugrenzen. Nach den beiden Proberitten war ich fest entschlossen sie zu kaufen. Jay hatte nur lächelnd den Kopf geschüttelt und gemeint ich solle machen was ich wollte. Nun das hatte ich auch gemacht, auch eigentlich wie immer. Nachdem die Box hergerichtet war kamen nun vorerst alle Stuten auf die Koppel, während Samantha vorerst im Stall blieb. San, wie ich die Stute liebevoll nannte, hatte sich zum Glück von ihrer Erkältung erholt und war auf dem gutem Weg wieder mehr wie ein gesundes Pferd auszusehen. Ein wenig Gewicht musste sie noch zulegen, aber die ersten Longiereinheit konnte ich heute mit ihr wagen.
      Bei den Hengsten im Stall durften zuerst Phey und French auf die Koppel, wobei ich jeden einzeln dort hin führen musste, da man beide zusammen nicht halten konnte. Sie ließen sich auch gleich auf ein Rangelndes Rennspiel ein und ignorierten mich komplett. So machte ich mich recht schnell wieder auf den Weg zu Brave Quintus, dem guten musste ich noch seine Schrammen versorgen. Auch er war auf dem Weg der Besserung, bei ihm würde es allerdings noch länger dauern als bei Samantha.
      Leider musste ich ihn auf eine extra Koppel stellen, da er sich so überhaupt nicht mit Phey vertrug und ich keine weiteren Verletzungen bei ihm Riskieren wollte. Eine bessere Lösung hatte ich bis jetzt noch nicht gefunden.
      Die Ankunft von Baby Doll war für den Vormittag angekündigt, da zu der Zeit der Verkehr noch recht ruhig war, und so wartete ich gespannt auf meine neue Appaloosastute während ich San am Putzplatz zurecht machte für eine kleine Longiereinheit. Die Hannoveraner Stute zeigte sich heute wieder einmal von ihrer zickigen Seite vor allem als ich versuchte ihr Gesicht zu säubern, den Rest der Putzaktion ließ sie sich jedoch gefallen. Selbst das Hufe säubern klappte erstaunlich gut. Als ich jedoch Longiergurt und Trense anlegen wollte versuchte sie erneut nach mir zu schnappen und drehte und wendete ihren Kopf herum in der Hoffnung mir zu entkommen. Doch bis auf ein `mir fast auf die Füße treten` erreichte die Fuchsstute überhaupt nichts. Am Ende war Longiergurt und Trense angelegt und passte wie angegossen und San schnaubte ergeben. Am Reitplatz angekommen schickte ich sie gleich von mir Weg in den Zirkel und begann sie warm laufen zu lassen, zu erst auf der Linken Hand und anschließend auf der rechten. Als ich sie zum traben animierte warf sie den Kopf hoch und versuchte sich zu weigern. Doch so schnell gab ich nicht auf. Nach energischem treiben trabte meine Fuchsstute gehorsam an und man konnte ihre eleganten Bewegungen erahnen. Ich Arbeitete noch einige Zeit mit San bis sie anfängliche Erschöpfung zeigte und führte sie dann noch etwas im Schritt herum um ihren Gehorsam ein wenig zu festigen. Anschließend putzte ich Samantha über, verwöhnte sie mit einigen Apfelstücken und entließ sie dann zu den anderen Stuten auf die Koppel.
      Die restliche Zeit vertrieb ich mir damit den Hof zu fegen, das war mal wieder dringend notwendig. Als ich das Auto kommen hörte verstaute ich schnell den Besen. Veija stieg aus und wir begrüßten einander freundlich. "Wie war die Fahrt? Habt ihr gut her gefunden?", erkundigte ich mich bei ihr, während ich ihr half die Verladerampe hinunter zu lassen. "Die Fahrt war recht lang, aber zum Glück ohne besondere Vorkommnisse." Baby Doll drehte ihren schönen Kopf zu uns und wieherte leise. "Ja mein Mädchen, du kommst ja sofort raus.", beruhigte Veija die junge Stute und zu mir gewandt fuhr sie fort: "Wo soll sie denn zum eingewöhnen hin, nach der langen Fahrt stelle ich sie ungern in die Box. Ein bisschen Bewegung würde ihr gut tun." "Kein Problem, ich habe eine Koppel bei unseren Stuten abgegrenzt, dort kann sie die anderen erst einmal beschnuppern." Ich geleitete beide zu der genannten Koppel und wir ließen Dolly dort laufen. Flying Star stand aufgeregt am Zaun und begutachtete die neue Stute. Ihr Motto war es schon zeitig allen klar zu machen das sie das Sagen hatte. Auch unsere anderen Mädels trotteten neugierig heran um den Neuling zu begrüßen. Bis jetzt sah alles harmonisch aus und einer Vergesellschaftung stand wohl nichts im Wege, solange Fly ihre Position halten durfte.
    • Veija
      Arbeitserleichterung

      Mai 2014, by jojomaus
      Um mir ein wenig Unterstützung zu gewährleisten hatte Jay sich um Reitbeteiligungen für ihre Hottis gekümmert und ich muss ehrlich zu geben das es mir ganz gelegen kam. So konnte ich mich voll und ganz um die Ausbildung von French und meine anderen Schützlinge kümmern.
      Alle Stuten außer Cetera und Samantha waren schon auf der Koppel und heute sollte auch Baby Doll Melody zu ihnen auf die Koppel, ohne Abtrennung. Beschnuppert und an einander gewöhnt hatten sie sich nun schon genug und so war ich gespannt wie die Zusammenführung funktionierte. Nervös trappelte die Stute an der Hand, als ich das Tor zur Koppel öffnete und wartete ungeduldig bis ich den Strick vom Halfter löste. Flying Star kam sofort zu uns um den Neuankömmling einmal ohne Zaun dazwischen zu beschnuppern und schnell klar zu machen das sie die Leitstute hier war. Nach beschnuppern, verschiedenen Quitschtönen und Haschespielen beruhigten sich die Stuten schnell wieder und widmeten sich der Futteraufnahme. Baby Doll wurde akzeptiert, fraß aber noch alleine am Rand der Gruppe. Ich war froh zu sehen das es so glimpflich verlaufen war. Während der Stallarbeit sah ich immer wieder einmal zur Stutkoppel, nur um sicher zu gehen das noch alles Ok war. Mein kleines Stutfohlen Filia freundete sich recht schnell mit Baby Doll an und wich ihr nicht weit von der Seite. Am Nachmittag holte ich Baby Doll von der Koppel um ein wenig Bodenarbeit mit ihr zu machen. Interessiert folgte sie mir zum Putzplatz und ließ sich von mir mit Striegel, Kardätsche und Schmusebürste verwöhnen. Anschließend hob sie auf Kommando nach einander jeden Huf und ließ diese von mir säubern. Dann ließ ich meine Appaloosastute kurz alleine um den Reitplatz vorzubereiten. Brav wartete die Stute dort und blickte sich ein wenig auf dem Hof um. Währenddessen legte ich schnell Stangen zurecht. Zwei Stangenreihen in verschiedenen Abständen, ein Stangen-L, eine Sackgasse und einzelne Stangen. Das war zwar recht viel für den Anfang aber ich wollte vorbereitet sein wenn sich Dolly gut machte. Ich musste erst einmal sehen in wie weit sie mit den Stangen zurecht kam. Auf dem Weg zurück zu meiner süßen Stute wurde ich von ihr schon leise wiehernd begrüßt. Ich öffnete den Sicherheitsknoten und führte mein Mädchen auf den Platz, dort drehten wir ein, zwei Runden um mit allem was da lag vertraut zu werden. Dolly war die Ruhe selbst und beschnupperte sogar die Stangen. Probehalber führte ich sie über die erste Stangenreihe und sie hob artig ihre Hufen und ließ sich darüber führen. Mit dem Blick nach unten behielt sie zwar die Stangen noch im Auge, aber ich war zufrieden und gab ihr ein dickes Lob. So beschäftigten wir uns eine ganze Weile. Ab und an ließ ich sie anhalten, entweder vor einer Stange, über einer oder hinter einer. Als wir beide immer sicherer und flüssiger über die Stangen setzten und auch das Rückwärtsrichten funktionierte übten wir die Sackgasse. Man sollte immer aufhören wenn es am schönsten war und so beendete ich das Bodentraining mit einem positiven Erlebnis, dem erfolgreichen passieren der Sackgasse. Nach einem dicken Lob führte ich Baby Doll zurück zu Koppel und ließ sie dort laufen.
    • Veija
      Hufpflege vom Kleinen Sprung

      Juli 2014, by Boralie
      Mein nächster Termin war bei jojomaus, mit ihrer Stute Baby Doll Melody. Dort angekommen, packte ich mein Werkzeug und meinen Hufbock aus und legte mir meine Schürze an. jojomaus kam auch gleich mit ihrer Stute. Wir begrüßten uns und ich gab Melody ein Stück Karotte. Schon beim Gehen sah ich, dass ihre Hufe schief wuchsen und auch viel zu lang waren. Zügig machte ich mich an die Arbeit.
      Zuerst legte ich ihren Huf auf den Bock und stabalisierte ihn mit meinem Knie, dann begann ich mit meinem Messer das Zerfallshorn, was hier reichlich vorhanden war, abzuschaben. Danach kürzte ich die viel zu langen Trachten und Hufwände auf Sohlenniveau. Abschließen raspelte ich noch Unebenheiten und eventuelle scharfe Kanten ab. "Bei ihr musst du darauf achten, dass sie sich viel bewegt, damit die Hufe gut durchblutet werden, da sonst die Hufe wieder schief wachsen.", erklärte ich jojomaus und ließ den Huf ab. Nun stellte ich ihn gestreckt auf den Bock und fertigte eine Mustang-Role mit der Raspel an.
      Diese Arbeitsschritte verfolgte ich bei allen anderen Hufen ebenso. Ich erklärte jojomaus immer wieder, wie sie Melody am besten helfen könnte. "Bei ihr sollte man die Hufe öfter kontrollieren und wieder zurecht schneiden.", meinte ich und klopfte der Stute den Hals. jojomaus führte mir sie nochmal vor. "Sie wird jetzt einige Zeit wohl ein wenig empfindlicher sein, du solltest vielleicht über Hufschuhe nachdenken. Sie schützen die Hufe vor spitzen Steinen, die sie als schmerzhaft empfinden könnte. Aber Bewegung hat bei ihr trotzdem oberste Priorität!", sagte ich zu jojomaus und streifte mir meine Schürze ab.
      Während jojomaus Baby Doll Melody versorgte, räumte ich mein Werkzeug und mein Hufbock wieder ins Auto. Auch meine Schürze verstaute ich, dann verabschiedeten wir uns und ich fuhr vom Hof.
    • Veija
      Erster Ausritt

      Juli 2014, by jojomaus
      Baby Doll war eine überaus freundliche, verspielte Stute was sie mir jedes Mal wieder vermittelte wenn ich sie auf der Weide besuchte. Auch heute kam sie wieder in einem mordstempo angerast um kurz vor mir ab zu bremsen und mich daraufhin an zu stupsen. Mit einem Leckerchen lockte ich sie ins Halfter und führte sie zum Putzplatz, heute wollten wir ausreiten. Freudig, wie es ihrer Natur entsprach folgte sie mir. Der Putzplatz bedeutete ja oft genug das man mit ihr arbeiten wollte und sie liebte es wenn man sich mit ihr beschäftigte. Ich putzte sie also gründlich und überprüfte auch ihre Hufe, bevor ich Sattel und Zaumzeug holte und sie zurecht machte. In der Zeit gesellte sich Jay mit Cetera zu uns. Auch die Trakehnerstute wurde geputzt und zurecht gemacht. „Puh das verspricht heute wieder echt warm zu werden, mehr als Ausreiten kann man da nicht wirklich.“, meinte ich zu Jay während ich in den Sattel stieg. Sobald auch meine Freundin im Sattel saß ging es los Richtung Wald. Baby Doll war ein wenig nervös, war ihr die Umgebung doch noch fremd, doch die Anwesenheit von Cetera gab ihr halt. Man sah ihr an wie sie sich nach der älteren Stute richtete und je länger wir unterwegs waren desto entspannter wurde die Appaloosastute. Der Highlight des Ausfluges war der See. Dort schaffte ich es sogar spielerisch Baby Doll ins Wasser zu bekommen. Wir hatten eine Schöne und Spaßige Zeit dort am Strand, mussten aber tierisch aufpassen das Cetera kein Gras zu fassen bekam. Auf dem Rückweg hatten wir genug Zeit zu trocknen, die Vierbeiner sowie auch wir Zweibeiner, aber auch der ein oder andere Spurt war noch drin. Am Ende als wir wieder auf dem Hof eintrudelten waren wir alle ausgelastet und hatten einen schönen Ausritt gehabt. Wir befreiten beide Stuten von Sattel und Trense, überprüften noch einmal die Hufe ehe wir beide zum Paddock brachten. Die Gelegenheit wurde auch gleich genutzt um sich ausgiebig zu wälzen. Jay und ich schauten den beiden noch ein wenig dabei zu. „Ich hätt jetzt Lust auf ein Eis. Komm Jay ich lad dich ein.“, lächelnd verließen wir unsere zwei süßen und fuhren zur Eisdiele.
    • Veija
      Extreme Trail

      August 2014, by Gwen
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      Der letzte Gast fuhr gerade, als Elisa mich auch schon zurück ins Haus rief. Heute herrschte ein reger Wechsel, denn Menschen gingen und kamen.
      Gestern hatte ich die erste Gruppe des Extreme Trails gehabt, heute würde die zweite kommen. Es hatten sich schlichtweg so viele angemeldet, dass ich zu erfreut gewesen war, als dass ich jemanden hätte absagen können.
      Für Elisa und mich hieß das nun Stress, denn die Gästezimmer mussten wieder frisch hergerichtet werden.
      Während wir Mädels uns darum kümmerten, durften die Jungs sich um die Unterkünfte der Pferde kümmern. „Was brauchen wir denn alles?“ rief Matthew fragend die Treppe hinauf und ich starrte stirnrunzelnd auf meine Liste.
      „Eine Weide, eine Box mit Paddock und zwei Offenstallplätze!“ rief ich zurück und fing dann das Kissen auf, was Elisa direkt in meine Richtung warf, um es frisch zu beziehen.
      Leider musste ich Elisa für die letzten zwei Zimmer alleine lassen, denn die Zeitpläne mussten noch dringend ausgedruckt werden und ich brauchte auch meine Aufzeichnungen, wenn alles geregelt ablaufen sollte.
      Punkt neun Uhr fuhr dann jedoch schon der erste Wagen auf den Hof.
      Matthew diente uns als Parkplatzwärter und so kamen alle unsere Gäste sicher an. Ganz pünktlich war Rachel, aus deren Hänger ein hohes Wiehern drang. „Acacia hat die letzten Wochen eher weniger Bewegung gehabt, dementsprechend ist sie auch drauf.“ erklärte Rachel scherzhaft.
      Zwei Minuten später bewies uns die Stute aber, wie satt sie die Hängerfahrt hatte, als sie rückwärts hinaussprang und sich beinahe losriss.
      Zum Glück war Matthew gerade in der Nähe und sprang ein, um sich den Strick zu schnappen. Die Stute zog unweigerlich daran und war ziemlich fest der Meinung, Rabats machen zu müssen. „Ich bringe sie erst einmal zum Austoben auf eine Weide und danach in ihren Offenstall.“
      Ich nickte Matthew zu und bat Rachel stattdessen mir ins Gästehaus zu folgen, damit ich ihr ihr Zimmer für die kommende Nacht zeigen konnte. „Um zwölf gibt es dann Mittagessen und dort besprechen wir noch einmal alles.“ meinte ich lächelnd und verließ sie auch schon wieder.
      Denn die nächsten Gäste kamen bereits. Nun benötigte ich allerdings auch Elisas Hilfe.
      Jessica und Verena fuhren hintereinander auf den Parkplatz und so teilten wir uns auf. Während ich Jessica und ihre Stute Hrydja begrüßte, kümmerte sich Elisa um Verena und den jungen Wallach Cielos Double Dun It.
      Hrydja war zwar eine kleine Zicke, aber sonst benahm sie sich brav und schien ihre eigene Weide sofort toll zu finden. Jessica zeigte ich ihr Zimmer und machte sie direkt mit ihrer Zimmergenossin Rachel bekannt.
      Nun fehlte nur noch eine Teilnehmerin und kurz darauf kam auch Jojo angefahren. Bisher kannten wir uns nur vom Sehen und Hören und ich freute mich riesig, eine neue Kundin zu haben. „Herzlich Willkommen auf Crown Hill!“ begrüßte ich sie und half ihr beim Ausladen ihrer Stute Baby Doll Melody.
      Nachdem die hübsche Stute zufrieden in ihrem Offenstall stand und Jojo ihr Zimmer gezeigt bekommen hatte, trafen wir uns kurz vor zwölf zum Mittagessen.
      „Bevor ihr euch jetzt erst einmal die Bäuche vollschlagt, noch ein kurzer Überblick.“ rief ich die vier Teilnehmer zusammen und teilte die Zeitpläne aus. „14 Uhr beginnt die erste Einheit. Wir treffen uns vor dem Stall und zwar mit der Ausrüstung für Bodenarbeit. Denn die erste Einheit wird vom Boden sein, erst bei der zweiten werdet ihr im Sattel sitzen.“ erklärte ich lächelnd, erzählte noch kurz etwas und beantwortete alle Fragen, ehe es an das Essen ging.
      Alle waren überpünktlich am Stall und wir konnten gemeinsam hinauf zum Extreme Trail marschieren.
      „Für den Extreme Trail haben wir einen Teil der Geländestrecke geopfert und umgebaut. Die eigentliche Idee stammt aus den USA und dient dort als wichtige Trainingsmethode für Geländepferde. Aber auch von Reitern jeglicher Weise wird dieser Trail gerne genutzt, denn er bereitet Pferd und Reiter auf gewisse Hindernisse vor, die doch einmal unerwartet im Gelände auftreten könnten.“
      Lächelnd zeigte ich ihnen das doch recht große Areal. „Hier habt ihr einen Plan, worauf alle Hindernisse verzeichnet sind.“ meinte ich und gab die Zettel aus.
      Neugierige Blicke sowohl von Mensch als auch von Pferd entstanden und ich entschied, den Parcours erst einmal gemeinsam abzugehen. „Wir schauen uns jedes Hindernis erst einmal in Ruhe an.“ beruhigte ich die Reiter.
      Während des Durchgangs erklärte ich die unterschiedlichen Möglichkeiten, wie man den Trail betreten konnte und erzählte auch zu jedem Hindernis einige Kniffe und Tricks. „Entscheidend ist immer das Vertrauen zwischen Mensch und Pferd. Aber nicht nur das Pferd muss euch vertrauen, sondern auch ihr dem Pferd.“ meinte ich augenzwinkernd.
      Oftmals gingen viele Reiter zwar souverän an die Sache, trauten aber ihrem Pferd dennoch nicht alles zu und so kam es oft dazu, dass die Pferde doch nicht so wollten wie der Reiter.
      „Das sind die Hängebrücke und der Balancierbalken. Mehr oder weniger die anspruchsvollsten Übungen, dafür aber auch die effektivsten.“ erklärte ich und musste lachen, als ich den ein oder anderen geschockten Blick sah.
      Danach zeigte ich ihnen noch den Teich und am Ende des Rundgangs standen wir alle oben auf dem höchsten Hügel und blickten über die wunderschönen Weiten des Nationalparks.
      „Podeste fördern auch das Selbstvertrauen des Pferdes selbst und sind klasse Übungen für introvertierte Pferde.“ erklärte ich noch.
      Dann ließ ich die Teilnehmer erst einmal in Ruhe. Sie sollten sich selbst Ziele setzen und selber ausprobieren, eine Beziehung zu ihrem Pferd schaffen und den Mut haben, Neues auszuprobieren. Ich war dabei heimlicher Beobachter und gab da und dort Tipps.
      Mein erster Weg führte mich zu Verena und ihrem jungen Wallach Gipsy. Hier trafen Erfahrenheit und Unerfahrenheit aufeinander. Für Verena als geübte Westernreiterin gab es hier nicht wirklich ein Hindernis, doch für Gipsy war alles neu.
      „Verena? Fang mit den einfachen Dingen an. Gehe zum Beispiel erst einmal nur die Steintreppe hinauf und wieder hinunter und zeige Gipsy so, dass du weißt, wo er langgehen muss, damit alles klappt. Dann steigere die Übungen, stärke das Vertrauen durch den Teich oder das Wurzelfeld und achte nicht nur auf seine Unkonzentriertheit.“ erklärte ich ihr und beobachtete die beiden ein Weilchen.
      „Du verlangst von deinem Pferd vollkommene Konzentration, aber diese musst du auch ihm zurückgeben. Konzentriere dich auf Gipsy, fühle in ihn und versuche ihn zu verstehen. Für ihn sind das nicht nur Wurzeln, sondern anfänglich unüberwindbare Hindernisse, zeig ihm, dass das nicht stimmt.“
      Und irgendwann machte es Klick und die beiden arbeiteten toll zusammen. Zufrieden wandte ich mich ab und beobachtete stattdessen Jojo und ihre Stute.
      Sie ging ganz behutsam an die Sache und wollte es nicht direkt übertreiben, doch ich sah sofort, dass die beiden mehr konnten. „Testet euch ruhig mal aus! Geht durch den Teich, übt im Baumstamm-Mikado und erklimmt gemeinsam den hohen Hügel.“ ermutigte ich die beiden.
      Anfangs zweifelten sie noch gegenseitig an sich, doch dann merkten sie, dass man dem anderen sehr wohl vertrauen konnte, denn beide waren darauf bedacht, immer heile aus den Hindernissen herauszukommen und dabei konnten sie sich gemeinsam helfen.
      Sie machten Fortschritte, langsam aber sicher. Rachel musste ich stattdessen ein wenig zurückpfeifen.
      Ihre Stute war sehr unruhig und kaum bei der Sache. Doch während Rachel sich darüber Gedanken machte, wurde Acacia noch abwesender. „Konzentriere dich auf deine Stute! Denke wie sie, fühle wie sie. Nicht über das Was und Wie Gedanken machen, sondern einfach machen!“ rief ich ihnen zu.
      Sobald Rachel sich auf ihre Stute konzentrierte, änderte sich schlagartig das Verhältnis der beiden und sie wurden beide ruhiger und konzentrierter. Auch wenn diese Verbindung noch nicht durchgängig war, es war zumindest ein sehr guter Anfang.
      Stirnrunzelnd blickte ich mich um, denn ich konnte Jessica und ihre Isländerstute nicht entdecken. Ein paar Minuten später konnte ich mich aber wieder entspannen, denn die beiden tauchten aus dem Graben auf.
      Hrydja war nicht unbedingt begeistert von Jessicas Ansporn und schnell zogen sie sich gegenseitig herunter, denn die Stute war gewiss kein einfaches Pferd.
      Sie weigerte sich durch den Zick-Zack-Weg zu gehen und auch in das Wasser wollte sie nicht. Irgendwo fehlte auch hier die gegenseitige Konzentration. Jessica musste sich auf ihre Stute einlassen und statt ein Gegeneinander musste ein Miteinander entstehen.
      „Jessica, denk dran! Es gibt kein du und Hrydja, sondern nur ein wir!“ meinte ich und lächelte glücklich. Die Idee von dem Extreme Trail war klasse gewesen, denn er förderte die Beziehungen zwischen den Paaren ungemein.
      Wir verbrachten fast zwei Stunden auf dem Platz, ehe ich die Gruppe zusammen rief und Pause ankündigte. „17 Uhr geht es dann gesattelt weiter.“ meinte ich lächelnd und entließ die Zwei- und Vierbeiner in ihre Pause.
      Auch diesmal waren alle wieder pünktlich und saßen diesmal auf ihren Pferden. Die Paare machten alle einen ausgeruhten Ausdruck, so dass ich sie guten Gewissens wieder in den Trail schicken konnte.
      „Ab sofort müsst ihr euren Pferden vollkommen vertrauen, ansonsten klappen die Übungen nicht.“ rief ich ihnen noch hinterher und setzte mich dann auf meinen Beobachterposten.
      Die erste Zeit sollten sie wieder selbst testen und ausprobieren. Schauen, was zu ihnen und ihren Pferden passte.
      Die Anspannung der letzten Stunden war vollkommen einer gut gelaunten Gruppe gewichen. So kam ich kaum noch zum Einsatz, denn sobald jemand Probleme hatte, wurde schon von selbst geholfen und Tipps gegeben.
      Manchmal half es auch einfach, wenn ein anderes Pferd noch mit dabei war und eine bessere Vertrauensbasis schaffte.
      Verenas Gipsy liebte zum Beispiel das Wasser, er hätte den ganzen Tag im Teich stehen und plantschen können. Hrydja hingegen ging am liebsten in die Luft, sobald Jessica nur in die Nähe des Wassers ritt.
      Doch als die Isländerstute den Wallach plantschen sah, wollte auch sie das kühle Nass einmal austesten und wurde zunehmend mutiger.
      Acacia und Rachel waren inzwischen auch entspannter unterwegs und es gab keine Reibereien mehr zwischen den beiden. Sie hatten Spaß an dem Trail gefunden und testeten gerade die Hängebrücke aus.
      Zu Rachels Freude schritt Acacia auch todesmutig über die Brücke und als sie es geschafft hatten, waren beide stolz.
      Jojo und ihre Stute fanden schneller zusammen als gedacht und freudig erzählte sie mir, dass sie nun nicht mehr an der kurzen Zeit des Zusammenseins zweifelte, denn die Zeit war vollkommen egal, Hauptsache man vertraute einander.
      Diese Aussage konnte ich so unterschreiben und aus diesem Grund rief ich die Gruppe mal wieder zusammen. „Nun mal etwas Abwechslung für euch: Wir wechseln die Pferde!“ grinste ich frech.
      „Rachel nimmt Gipsy und Verena dafür Acacia. Jessica schnappt sich Melody und Jojo schwing sich in Hrydjas Sattelt.“ erklärte ich.
      Diese Übung würde sowohl die Reiter als auch die Pferde schulen und ich war sehr gespannt wie sich die acht machen würden.
      Anfangs herrschte ein reges Chaos, denn der plötzliche Wechsel sorgte doch erst einmal für Verunsicherung. Doch nachdem diese erst einmal entwichen war, legten sich alle ins Zeug.
      Jeder ging anders an die Hindernisse heran und das tat auch den Pferden gut, so lernte jeder einen neuen Weg und beharrte nicht nur auf dem bereits getesteten.
      Auf einem fremden Pferd saß man ohne Vorurteile und man hatte gar keine andere Wahl, als ihm zu vertrauen. Ein gutes Pferd vertraute sich stets auch einem fremden Reiter an und dieses Phänomen durfte ich auch heute sehen.
      Die letzte Einheit war ein voller Erfolg und alle waren sichtlich erfreut über ihre Fortschritte. Es dämmerte bereits, während wir noch im Gras saßen, uns unterhielten und die Pferde grasen ließen.
      Dann machten wir uns auf den Heimweg und während die Pferde versorgt wurden, gesellte ich mich zu Elisa und Matthew.
      Denn die beiden bereiteten gerade unseren Lagerfeuer- und Grillabend vor. Natürlich wollten wir noch einige Kontakte knüpfen und als die Teilnehmer vom Stall kamen, freuten sich alle riesig über dieses besondere Abendessen.
      Wir saßen noch lange redend am Lagerfeuer und kämpften mit Marshmellows und Knüppelbrot.
      Der nächste Morgen begann deswegen leider trotzdem nicht später. Stattdessen waren um sieben schon alle Pferde versorgt und der Frühstückstisch gedeckt.
      Jojo und Verena mussten nämlich auch früh wieder los und so sollte alles schon um diese Uhrzeit bereit sein.
      Dennoch frühstückten wir noch gemeinsam und halfen auch beim Verladen von den Pferden. Als die ersten beiden weg waren, wurde es auch allmählich für Rachel Zeit, welche sich noch herzlich von uns verabschiedete.
      Als letzte verließ Jessica das Gestüt und dann kehrte plötzlich Ruhe ein. Eine enorme Last fiel von mir ab und auch wenn nun noch alles wieder frisch hergerichtet werden musste, konnte ich nun sagen, dass die kommende Woche stressfrei sein würde.
      „Ich werde sie vermissen.“ grinste Elisa mich an und ich knuffte sie nur in die Seite.
    • Veija
      Tierarztbesuch

      August 2014, by SopherlMacaulay
      Obwohl ich dieses Mal recht früh da war, war auf dem Hof schon eifriger Betrieb und Jojo lief mir entgegen als ich aus dem Auto stieg. Ich grinste sie an. „Grüß dich Frühaufsteherin!“ Ich ließ mich von ihr zu meiner Patientin führen. Eine bildhübsche Appaloosa Stute wurde mir vorgestellt, die mich mit wachen Augen musterte. Interessiert schnoberte sie an mir herum und ich ließ sie erst schnuppern bevor ich mit der Untersuchung anfing. Neugierig sah die Stute mir zu als ich sie gründlich untersuchte – sogar der Kopf kam zwischen den Beinen durch, als ich ihr Hinterbeine abtastete. Die Stute nahm es ganz genau und wollte alles sehen was ich machte. Als ich zu ihrem Kopf kam und mir ihre Nüstern ansah begann sie sogar leicht zu schielen, so fokusiert war sie. Darüber musste ich dann doch lachen. Eine so aufmerksame Stute war mir noch nicht untergekommen.
      Einmal kurz umgedreht und mit Jojo gesprochen – schon hatte ich ein Pferdemaul an meiner Hosentasche rumknabbern. Ich lobte Baby für ihre Aufmerksamkeit und natürlich durfte auch das Leckerlie dass sie sich erschnuppert hatte nicht fehlen. Als die Stute fertig war und erneut an meine Hosentasche wollte musste ich sie allerdings enttäuschen. Statt eines weiteren Leckerlies gabs diesmal einen prüfenden Blick in den Mund, den sie anstandslos über sich ergehen lies. Beleidigt schnaubte sie als ich ihren Mund wieder schloss und drehte sich zu ihrer Besitzerin. Ja ja, wie gemein Tierärzte doch manchmal waren...
      Gemeinsam brachten wir die Stute noch auf die Weide wo sie sich dann blitzschnell Jojos Händen entwand und davon schoss. Ein lautes Wiehern erklang zum Abschied und ich machte mich wieder auf den Weg zu meinem Auto.
    • Veija
      Westernübung

      November 2014, by jojomaus
      Endlich hatte ich etwas Zeit um den Reitplatz für mein nächstes Training mit Baby Doll vorzubereiten. Ich schnappte mir aus der Sattelkammer drei Pylone und stellte auf den Platz zu einem Dreieck auf, den Abstand lief ich ab und passte ihn entsprechend an. Da ich mit meiner Appaloosastute diese Übung das erste mal versuchte wollte ich uns nicht überfordern. Frohen Mutes begab ich mich zur Koppel und rief nach Dolly. Diese horchte auf kam aber nicht sofort. Neugierig wie unsere Mädels nun mal waren, war ich schnell umringt von Pferdemäulern. Ich fischte mir, mehr oder weniger, meine Dolly heraus und kämpfte mich von der Koppel herunter. Am Putzplatz angekommen nahm ich mir viel Zeit mit dem Striegeln, dem verlesen von Mähne und Schweif, sowie dem Hufe auskratzen. Anschließend holte ich Dollys Westernsattel und Trense und legte beides an. Dolly war eine ganz liebe und unkomplizierte Stute und für alles zu haben, so machte ich mir eigentlich keine großen Sorgen wegen der Pylonen. Diese würde meine junge Stute, neugierig wie sie war, ohne Probleme annehmen. Schon zum warm reiten begann die erste Übung, nur mit Schenkeldruck und Gewichtsverlagerung am langen Zügel lenkte ich Baby Doll zuerst die äußere Bahn entlang und danach kreuz und quer über den Platz. Die Pylone wurden interessiert beäugt, mehr aber auch nicht. Nach einigen Runden übte ich uns in der Vorhandwendung, welche in den Westerndisziplinen zwar nicht gefragt wird, aber man trotzdem unabhängig von der Hinterhand bewegen können muss. Nach dem Aufwärmen ging es im Trab um die Pylonen herum. In der Geraden gab ich mehr Tempo vor und nahm es wieder deutlich zurück kurz bevor wir die Pylonen erreichten. Als das Hindernis umrundet war gaben wir wieder Tempo. Diese Übung soll die Lastenaufnahme der Hinterhand fördern und wir ritten sie jeweils auf jeder Hand.
      Besonderen Wert legte ich darauf, dass um die Pylonen herum die Hinterhand in der Spur der Vorhand lief und korrigierte uns wenn dem nicht so war. Nach einer Weile steigerte ich die Anforderungen indem wir auch die Stellung veränderten. Wir legten wie gewohnt auf der Geraden zu und verlangsamten dann das Tempo um die Pylonen herum, aber diesmal sollte Baby Doll leicht nach außen gestellt laufen. Die Übung sollte dabei Helfen in Genick und Schulter lockerer zu werden. Auch das übten wir auf beiden Händen bis ich nach einer erfolgreichen Runde das Training für beendet erklärte. „Braves Mädchen, wir werden immer besser“, lobte ich meine junge Stute und bereitete sie nach. Zur Belohnung des Tages gab ich ihr noch einen Apfel zu fressen, ehe es wieder auf die Weide ging.
    • Veija
      Trail Ausritt

      März 2015, by jojomaus
      Das Wetter zeigte sich heute zwar nicht von seiner besten Seite, doch ich hatte mir gerade etwas Zeit erarbeitet und wollte sie bei einen Ausritt genießen. Zudem brauchte Baby Doll wirklich mal wieder ein wenig Bewegung und zwar woanders als nur auf der Koppel oder der Reitbahn. Ich machte mich also mit ihrem Halfter bewaffnet zur Koppel und fing sie mir dort ein. Eine nicht immer so einfache Aufgabe, da ich sehr neugierige Stuten hatte, welche Beschäftigung liebten, klebte mir immer mehr als nur mein erwünschtes Mädchen an der Backe. Irgendwie schaffte ich es aber dann doch nur Baby Doll von der Koppel zu bekommen. Zuerst begab ich mich mit ihr zum Putzplatz wo ich sie ordentlich Bürstete und einiges an Winterfell erntete. Meine kleine Appaloosastute genoss das striegeln und ließ sich auch brav Mähne und Schweif verlesen. Das Hufe säubern war zum Schluss auch noch fällig und mir wurde wieder einmal Bewusst das ich den Hufschmied rufen müsste. Danach tausche ich die Putzsachen gegen Sattel und Trense und machte meine Stute für den Ausritt fertig. Mein Blick huschte noch einmal kurz über den Hof um mich zu vergewissern, dass wirklich alles dringende erledigt war, ehe ich erleichtert in den Sattel stieg. „Auf geht’s, mein Süße.“ Wir verließen den Hof an den Weiden vorbei in Richtung Wald und einige Stuten auf der Weide blickten uns nach. Für den Anfang ritten wir am langen Zügel bis Baby Doll genügend aufgewärmt war und ich in den Trab wechseln konnte. Gehorsam sprang sie in die nächst höhere Gangart und ich achtete auf einen leichten Sitz.
    • Veija
      Besuch bei Hafifreund und Paras

      Juli 2015, by jojomaus
      Einige Tage zuvor:
      Das Telefon klingelte und so nahm ich den Anruf entgegen. Hafifreund war am anderen Ende der Leitung. "Hi, Jojo. Ich wollte dich gern zu einem längeren Ausritt einladen, hast du lust dazu? Für Verpflegung habe ich gesorgt und sollte es zu spät werden für die Rückfahrt wäre auch eine Box für dein Pferd und ein Bett für dich vorhanden." Gerne nahm ich auf dieses Angebot an und fing auch sogleich mit den damit verbundenen Vorbereitungen an. Denn der Hof und vor allem die Pferde mussten auch während meiner Anwesenheit versorgt werden. Auch musste ich überlgen wen ich zu dem Ausritt mitnehmen wollte.

      Der Ausflug:
      Mein Hof lag in guten Händen und auch Jay würde ein wachsames Auge über die Pferde haben, so konnte ich ruhigen Gewissens Baby Doll für den Transport fertig machen. Meine Stute freute sich schon über den Ausflug, zumindest bildete ich es mir ein. Nervös trippelnd folgte mir meine Appaloosastute in den Hänger. "Schon gut Dolly, es wird keine lange Fahrt. Wirst schon sehen, ein herrlicher Ausritt in einer neuen Gegend. Mal was anderes." Ich tätschelte sie noch einmal ehe es dann mit der Fahrt losgehen konnte.
      Hafifreund winkte mir zu als ich auf den Hof fuhr. Sie war gerade dabei Paras zu striegeln. Der kräftige Schimmel war herrlich herausgeputzt, weißer ging es gar nicht. Neben ihm stand ein glänzender Rappe. Herzlich wurde ich begrüßt und Alyssia vorgestellt, auch beide Hengste schloß ich in die Begrüßung mit ein und erfuhr das der Rappe Legolas hieß. Gleich danach beeilte ich mich Baby Doll aus den Hänger zu holen und auch für den Ausritt fertig zu machen, denn die beiden Hengste waren mitlerweile gesattelt. Neugierig sah sich meine Stute um und begrüßte wiehernd ihre Artgenossen, das ruhige stehen bleiben beim überputzen und satteln fiehl ihr merklich schwer. Wenig später waren wir alle fertig für den Ritt und ich war gespannt wo es lang ging. An guter Laune mangelte es uns jedenfalls nicht, wir redeten und alberten in einer Tour und die fröhliche Atmosphäre übertrug sich auch auf die Pferde. Sie stolzierten eifrig vorwärts, als währen sie neugierig was hinter jeder neuen Biegung auf sie wartete. Die Landschaft tat ihr übriges, wir begegneten einigen Eichhörnchen welche über unseren Köpfen hinweg von Baum zu Baum sprangen und nicht wenige Wege luden zum Traben oder Galoppieren ein. Unsere erste Rast fand auf einer großen Waldwiese statt auf der unsere Vierbeiner etwas grasen konnten, während wir unsere Brote aßen. Hafifreund hatte eine wirklich schöne Strecke rausgesucht, welche uns zur zweiten Rast an einen See führte. Dieser lud uns zum Badespaß ein und wir sattelten die Pferde ab. Dolly schritt vergnügt bis zur Brust ins Wasser, die beiden Hengste dagegen genierten sich anfangs und brauchten ein bisschen mehr Überzeugungsarbeit, aber am Ende fanden auch sie das herum planschen richtig toll. Der Rückweg kam mir gar nicht wie einer vor und so war ich mehr wie Überrascht den Hof vor uns zu entdecken. "Wow, das war wirklich ein schöner Tagesritt." Ich grinste Hafifreund an. "Ich würd dich auch gern zu einer Übernachtung einladen, denn wir haben noch vor bei dem schönen Wetter den Grill an zu schmeißen. Heim fahren kannst du morgen immer noch." Grillen hörte sich gut an, vor allem nachdem mein Magen sich lautstark bemerkbar machte. Und so verbrachten wir nach dem herrlichen Ausritt noch einen wunderbaren Abend zusammen, natürlich erst als unsere Vierbeiner bestens versorgt waren.
    • Veija
      Hufschmiedbesuch

      Juli 2015, by Bracelet
      Gegen 9 Uhr morgens kam ich auf Jojos Hof an. Gähnend öffnete ich die Tür meines Wagens und streckte mich erstmal. Dann nahm ich meinen Hufschmiedkoffer und schlenderte zum Stutenstall, wo ich auch schon von Jojo begrüßt wurde.
      Anschließend ging es auch schon zum ersten Pferd, welches schon tip-top geputzt in der Stallgasse stand. Baby Doll Melody war ihr Name. Ich gab ihr ein Leckerli, woraufhin sie mich anscheinend auch schon mochte. Neugierig beäugte sie mich und stupste mich sanft, da sie noch eins haben wollte, welches sie auch bekam. Grinsend machte ich mich dann an ihre Hufe. Die 3-jährige gab brav jedes Bein, was mir die Arbeit erleichterte. Man sah deutlich, dass der Strahl sich etwas 'verwachsen' hatte und etwas Sohlenhorn zu viel vorhanden war. Also nahm ich mein Hufmesser zur Hand und machte erstmal einen kleinen Probeschnitt, um fest zu stellen wie viel Horn ich weg nehmen sollte. Es war weniger als es ausgesehen hatte. Nachdem ich sie also ausgeschnitten hatte, ließ ich sie mir nochmal im Schritt und Trab vorführen, was Teil der Untersuchung war. ,,Sehr schön.'',stellte ich fest und die süße Appaloosastute durfte wieder in ihre Box zurück.
      Als nächstes war Cetera dran. Jojo führte sie aus ihrer Box in die Stallgasse und stellte sich beruhigend daneben. Auch bei ihr stand eine Hufkontrolle an. Wie zu erwarten war, war Ausschneiden nötig. Ebenso waren ihre alten Hufeisen schon sehr abgenutzt und mussten ausgetauscht werden. Von der Bewegung her, lief sie lahmfrei und zeigte keine Probleme. Zu aller erst knipste ich mit einer speziellen Zange die umgebogenen Nägel ab. Anschließend konnte ich den Beschlag ohne Probleme abnehmen. ,,Feeein'',lobte Jojo dabei und das hübsche Füchschen blieb ruhig und kooperativ. Nun entfernte ich loses Horn von ihrer Sohle und schnitt ihren Strahl in Form. Zusätzlich bearbeitete ich ihren rechten Vorderhuf noch etwas, um die Form zu korrigieren. Anschließend sollte sie noch Aluminiumeisen bekommen. Dazu nahm ich ihre alten Eisen und suchte die passende Größe aus. Als diese gefunden war, hatte Jojo Cetera auch schon zu mir und meinem Auto geführt. Dort gab ich den neuen Beschlag in meinen speziellen In-Auto-Ofen und erhitzte diese. Dann nahm ich sie heraus und brannte sie auf Ceteras Hufe auf. Als dies getan war, kamen sie in ein Wasserbad. Ich wartete etwas, bis sie kalt waren und nagelte sie dann auf die Hufe auf. Die hübsche Trakehnerstute drehte dabei leicht ihren Kopf, um das 'Spektakel' zu beobachten. Als ich fertig war, ließ ich sie mir nochmal von ihrer Besitzerin vorführen. ,,Perfekt.'',stellte ich fest und auch Cetera konnte wieder entlassen werden.
      Das letzte Pferd war Belaja, ebenfalls eine Stute. Auch sie war schon fertig geputzt und ich konnte sofort mit meiner Arbeit beginnen. Dennoch ließ ich ihr erst etwas Zeit sich an mich zu gewöhnen, da sie mich sehr intensiv, eher skeptisch, beobachtete. Jojo streichelte sie dann, was sie beruhigte. ,,Na gut, dann fangen wir mal an.'',beschloss ich und kontrollierte ihre Hüfchen. Sie wollte sie zwar hier und da weg ziehen, das war aber nicht schlimm. Immerhin musste man ja auch bedenken, dass sie noch sehr jung und damit unerfahren war. Zumindest unerfahrener als manch anderes Pferd. Auch bei ihr war der Strahl etwas verwachsen. Sonst zeigte sich mir die zurzeit barfuß laufende Stute sehr gesund, was die Hufe und den Bewegungsapparat betraf. ,,Braav.'',lobte ich sie, woraufhin sie neugierig ihre Ohren spitzte und sie von da an nicht mehr von mir drehte, bis ich sie fertig ausgeschnitten hatte, was natürlich auch bedeutete, dass ihr Strahl wieder perfekt war. Dann wurde es ernst. Sie sollte ihre ersten Hufeisen bekommen. Renneisen. Davon hatte ich welche; spezielle, die super leicht und dünn waren, dennoch aber Huffehlstellungen vermieden, beziehungsweise korrigierten, und vor der Abnützung schützten, die wohl auf Belajas Hufe zu kommen würde. Ich ging also voraus zu meinem Auto und Jojo folgte mir mit ihrer Stute. Draußen angekommen testeten wir einige Eisengrößen, wobei die Vollblutstute sich sehr geduldig zeigte. Nur beim Aufbrennen der Eisen erschrak sie zuerst durch das Zischen etwas und sprang zur Seite. Dennoch gelang es sie perfekt zu beschlagen, was sich auch beim vortraben zeigte.
      Damit war meine Arbeit auch schon getan.
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  • Album:
    BRR Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Veija
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    17 Aug. 2017
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    EXIF Data

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    Height:
    640px
     

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  • Exterieur
    Name: Baby Doll Melody
    Rufname: Melody, Dolly, Baby
    Alter: 10 Jahre
    Geschlecht: Stute
    Größe: 1,52m
    Rasse: Appaloosa
    Fellfarbe: Black Blanket with Spots (EeaaLplp)


    Stammbaum
    von: unbekannt
    aus der: unbekannt

    Charakter:

    Melody ist eine kleine Appaloosastute, die alles entdecken will und mit Allem und Jedem spielen will. Sie ist im Training wahnsinnig fleißig und zeigt große Intelligenz beim Abfragen der Übungen.

    Zuchtinfos
    Gekört/Gekrönt: ja
    [​IMG]
    [SK 455] Alle Stuten
    Nachkommen: BR Heart N' Soul, von Hollywoods Silver Dream

    Besitzer: Veija
    Vorbesitzer: Nuray
    Gezüchtet bei/Zucht:

    VKR: Nuray

    Kaufpreis: 0 Joellen
    Zu Verkaufen: nein


    Qualifikationen:
    eingeritten
    eingefahren


    Dressur E
    Springen E
    Military E
    Distanz E
    Galopprennen E
    Fahren A

    Western
    Reining LK 2

    Erfolge:
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    2. Platz 305. Westernturnier, 2. Platz 365. Westernturnier, 3. Platz 297. Fahrturnier, 2. Platz 365. Westernturnier, 3. Platz 298. Fahrturnier, 2. Platz 326. Fahrturnier, 2. Platz 413. Westernturnier, 3. Platz 350. Fahrturnier, 1. Platz 417. Westernturnier, 1. Platz 419. Westernturnier, 3. Platz 354. Fahrturnier, 1. Platz 222. Synchronspringen 2. Auslosung

    Gesundheit:
    Gesundheitszustand: geimpft, gechippt, entwurmt, Zahnbehandlung
    Letzter Besuch: November 2017

    Hufschmied
    Letzter Besuch: Juli 2015

    Beschlag: keiner