Canyon

● Morrigans Hidalgo

Mustang ○ Darkbay Splashed White ○ Hengst ○ 7 Jahre ○ 150cm ○ gekört

● Morrigans Hidalgo
Canyon, 28 März 2018
Mohikanerin und adoptedfox gefällt das.
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      Saint Gorge

      So viel an einem Tag!
      Freundlich öffnete ich den beiden die Tür zur „Eingangshalle“, es war ja eher unser unaufgeräumter Eingangsbereich. Aber Eingangshalle klang einfach besser.
      »Ich freue mich auf Morgen!« sagte ich zu ihnen, als wir uns die Hände schüttelten. »Ihr fangt doch morgen schon an, oder?«
      Anouk, eine kleine stämmige Frau, nickte breit lächelnd. »Oh ja klar! Wir können es gar nicht abwarten.« sagte sie und blickte dabei zu ihrem Bruder, welcher nickend zustimmte. »Natürlich, wir wollen die Zeit ja sobald wie möglich nutzen. Danke nochmal, dass sie uns sofort eingestellt haben.« bedankte sich Aimé, der Zwillingsbruder von Anouk, bei mir.
      Ein letzter Händedruck und die beiden Geschwister, welche von nun an unsere neuen Mitarbeiter, besser gesagt, unsere ersten Mitarbeiter, sein würden, stiegen in ihren alten hellblauen Renault Twingo und fuhren dann im gemächlichem Tempo die Ausfahrt entlang.
      Ich beobachtete sie noch bis sie die Ausfahrt passiert hatten und wollte mich gerade umdrehen, als von hinten ein »Buh!« mich erschrecken sollte.
      Ohne zu zucken drehte ich mich um und stand Shadow gegenüber, welcher ganz verärgert schaute, weil ich mich nicht erschreckt hatte.
      »Du Kasper!« sagte ich. Und boxte ihn in die Seite. Er schaute mich jedoch nur kurz an und beugte sie dann zu mir hinunter, um mir einen Kuss zu geben, welchen ich genüsslich erwiderte.
      Es war noch nicht lange her, dass wir den nächsten Schritt unserer Freundschaft gewagt haben und so war es für uns beide noch neu.
      Komisch war nur, dass es auch Charly und Nico erwischt hatte und nun alles viel komplizierter war als vorher.
      »Und«, fragte er mich »Waren das unsere neuen Angestellten?«
      »Jap. Und sie passen perfekt. Morgen früh um sieben stehen sie bei uns auf der Matte und begrüßen die drei neuen Pferde.«
      »Wow! Super! Die sahen ja auch ganz nett aus, mal schauen was daraus wird.« sagte er leicht lächelnd und folgte mir dann wieder ins Haupthaus.

      Zum Glück verschlief ich am nächsten Morgen nicht und konnte Anouk und Aimé pünktlich um sieben vor dem Haupthaus begrüßen.
      Beide hatten sich, im Gegenteil zu gestern, in Arbeitskleidung gehüllt. Sie trugen bequeme Reithosen und feste Arbeitsschuhe, mit welchen man auch ohne Probleme reiten konnte.
      Shadow, Nico und Charly wollten die beiden „Neuen“ auch unbedingt kennenlernen und so schlossen sie sich uns an, als wir in den Hauptstall zu den Pferden gingen.
      Wie drei neugierige Hühner reihten die drei sich hinter mir und den beiden Zwillingen ein und machten lange Hälse, um ja alles sehen zu können.
      Grimmig blickend verschränkte ich die Arme und blickte zu den dreien.
      »Ab mit euch zum Offenstall und zum Hengststall! Der Hauptstall gehört heute mir.« bestimmte ich und Charly, Shadow und Nico verließen den Stall mit hängenden Köpfen.
      »So«, sagte ich zufrieden »Schön, dass ihr da seid. Ich habe euch ja gestern schonmal kurz die Ställe gezeigt, das würde ich heute nochmal vertiefen.«
      Anouk und Aimé nickten aufgeregt und wie kleine Kinder versuchten sie alles aufzunehmen.
      Ich fühlte mich in der Position des Lehrenden, obwohl wir gleich alt waren und das verunsicherte mich etwas.
      »Also, zu erst stelle ich euch alle Pferde aus dem Hauptstall vor. Die drei aus dem Offenstall und die fünf Hengste zeige ich euch dann im Laufe des Tages, aber ich denke, ihr werdet sowieso erstmal hier arbeiten. Außerdem kommen heute Nachmittag drei neue Pferde an, da können wir eure Hilfe auch gut gebrauchen« sagte ich gekonnt freundlich.
      Ich ging zur ersten Box, in welcher schon seit jeher mein Wallach Excelsior stand.
      »Darf ich vorstellen? Das ist mein erstes Pferd: Wallach Excelsior und ich warne euch! Wenn ihr ihm ein Haar krümmt, seid ihr dran!« sagte ich spaßig. Die beiden schienen nicht ganz zu wissen, ob ich das ernst gemeint hatte und schauten mich etwas verunsichert an.
      »Äh, ja, das war natürlich ein Scherz.« sagte ich und machte dann weiter mit den nächsten Boxen. Anouk schien vorallem einen Narren an Valentines Jeanie gefunden zu haben, welche wie immer gleich die Nähe suchte. Aimé schien sich besonders für meine Isländerstute Hryða zu interessieren, und ich legte mir schon im Kopf die beiden kleinen Stuten für die erste Reitstunde bereit.
      Als wir die Reihe durch hatten, teilte ich ein, wer wen nehmen würde. Da vier Pferde auf Aphrodite und vier auf Artemis kommen sollten, bekamen Anouk und Aimé bei beiden Durchgängen ein Pferd und ich nahm die anderen beiden.
      Der erste Durchlauf bestand aus Exel, Jeanie, Hryða und Changa, welche zur Zeit Artemis besetzten.
      Anouk drückte ich gleich die Fellponystute Jeanie in die Hände, während Aimé Hryða bekam. Ich würde nun die beiden Streithähne Exel und Changa nehmen, was nicht gerade angenehm war.
      Sie standen zwar schon seit Monaten auf einer Koppel, taten jedoch immer so, als würden sie sich nicht verstehen. Das war einfach nur kindisch und nicht ernst zunehmen, fast könnte man glauben, die beiden sind ineinander verknallt, was natürlich total absurd wäre.
      Aimé und Anouk zeigten von Anfang an viel Gefühl für die Tiere und als Jeanie ihr restliches Müsli in Anouks Haare spukte, konnte diese nur lachen.
      Es schien, als seien auch die Tiere zufrieden mit der Wahl, welche ich gestern getroffen hatte.
      Nachdem die vier auf ihrer Koppel standen, brachten wir noch die anderen vier Stuten auf die benachbarte Weide.
      Winterzauber, welche in letzter Zeit viel Training erlebt hatte, Mon Amie, die Trainingspartnerin von Wizza, Vaconda und Charelle. Alle vier kamen von der gleichen Vorbesitzerin und da war es nur sinnvoll gewesen, die bestehende Gruppe gleich so zu lassen.
      Aimé bekam Nelly, während Anouk Vaconda nahm und ich die beiden anderen Stuten Wizza und Amie. Auch diese vier standen schnell auf ihrer weitläufigen Koppel, wo sie sich nach belieben bewegen konnten.
      Als ich wieder zurück im Stall war, wartete dort bereits Shadow auf mich. Er saß auf einem Heuballen in der Ecke und streichelte die Katzenjunge von Capucine, welche ihn als Klettergerüst benutzten.
      »Sind alle Hengste schon auf der Weide?« fragte ich ihn erstaunt.
      »Nein, nicht ganz. Charly und Nico sind mit Marid und Acapulco Gold in der Halle und danach wollen sie noch Happy longieren. Deswegen suche ich jemanden, der mir beim Ausmisten des Hengststalls hilft und gleich zwei Boxen für die beiden neuen vorbereitet.«
      Ich blickte zu Aimé, welcher unseren Worten aufmerksam gefolgt war. »Würdest du mit zu Shadow gehen? Dann bleibe ich mit Anouk im Hauptstall und kümmere mich um Grenzfee.«
      Aimé war einverstanden und so machten sich die beiden Jungs auf den Weg zum Hengststall, während ich mit Anouk die Stallgasse entlang zu einer der hinteren Boxen lief, wo meine Hufrehkranke Stute Grenzfee stand.
      Da Grenzfee von unserer Tierärztin Boxenhaltung auf weichem Untergrund verordnet worden war, hatten wir eine Wand herausgenommen, sodass die kranke Stute nun den doppelten Platz hatte. Ihr schien das immer noch zu wenig, aber da musste sie nun durch. Unruhig spielte sie mit ihren Ohren, als ich die Boxentür öffnete und ihren Putzkasten in die Box stellte. Ich winkte Anouk, welche bis eben noch in der Stallgasse gewartet hatte, zu mir und drückte ihr das Halfter von Fee in die Hand.
      »Legst du es ihr bitte an? Ich muss jetzt Ihre Hufpolster wechseln und das klappt am besten, wenn sie mit Fressen beschäftigt ist und jemand sie festhält.«
      Anouk nickte stumm und kam zu mir in die Box. Geschickt legte sie der großen Stute das helle Halfter an und kraulte sie dann an ihren Lieblingsstellen. So schnell, aber auch so ruhig wie ich konnte, suchte ich alle Medikamente zusammen, die meine Fee mit ins Futter bekam. Ihr schienen diese zu schmecken, denn aufgeregt beobachtete sie mich dabei und machte Anstalten sich vom Strick loszureisen und auf das Futter zu stürmen. Gekonnt vermischte ich alles in einem Eimer mit dem morgendlichen Müsli und hängte es der Stute dann an die Boxentür.
      Grenzfee war schon immer sehr ängstlich gewesen, was ihre Füße betraf, und das war nun mit den Hufrehen noch schlimmer geworden, was es nicht gerade erleichterte, ihr jeden Tag neue Verbände um die angeschwollenen Füße zu legen.
      Während Anouk die genüsslich fressende Stute, ihr Hunger war zum Glück nicht gesunken und auch die Medikamente nahm sie gerne an, festhielt, hob ich vorsichtig den ersten Huf hoch, sodass ich den Verband abwickeln und einen Neuen anlegen konnte. Anouk sicherte mir dadurch etwas die Lage, dass sie einen Strick in der Hand hielt. Fee war zwar eigentlich eine recht liebe Stute, hatte jedoch viel Kraft und Energie, die sie oft ungünstig einsetzte.
      Auch dem zweiten Huf hatte ich nach wenigen Versuchen mit viel Geduld den Verband gewechselt, sodass Anouk Grenzfee wieder das Halfter abnehmen konnte. Zu zweit verließen wir die Box. Die Vollbutstute hatte nun alle Ruhe der Welt, ihre Mahlzeit zu sich zu nehmen.

      Als gegen Mittag alle Boxen ausgemistet waren, versammelten wir uns in der Wohnstube des Gutshauses zu einer warmen Tasse Tee und einigen, von Weihnachten übrig gebliebenen, Plätzchen.
      In wenigen Minuten würde ein Transporter mit drei neuen Pferden aufkreuzen und dafür wollten wir alle Fit sein. Zwei davon würden Hengste sein. Zwei Hengste, welche ich vielleicht später als Zuchthengste vor Augen hatte. Außerdem würde eine Warmblutjungstute auf die große Koppel zu Ocarina of Time und Flotten von Mutanten ziehen, welche großes Potenzial als späteres Turnier- und Zuchtpferd zu haben schien.
      Ich war aufgeregt, immerhin würden es gleich drei Neue sein, um die ich mich kümmern musste.
      Mit einer kleinen Verspätung von einer viertel Stunde, hörte ich einen großen Wagen die Einfahrt in Richtung unseres Parkplatzes rollen.
      Hastig sprang ich auf, zog mir meine Jacke über und stürzte nach draußen. Anouk, Aimé und Shadow folgten mir, während Charly und Nico alles langsamer angingen ließen.
      Ein grauer Pferdetransporter, welcher Platz für drei Pferde bot, parkte gerade auf unserem kleinen Parkplatz. Als der Motor des großen Gefährtes ausging und die Fahrertür aufgestoßen wurde, hatten wir einen kleinen Halbkreis, bestehend aus sechs Personen gebildet. Der Fahrer war noch jung, nicht viel älter als Nico und er schien recht erstaunt darüber, dass wir eine so große Willkommensparty veranstalteten.
      Er begrüßte uns alle und ging dann an die lange Seite des Wagens, wo er eine große Heckklappe herunter ließ. Er war so lieb und führte die Pferde zu uns nach draußen.
      Das erste Pferd war die Jungstute, Seattle's Scarlett. Hübsch gescheckt, jetzt schon recht groß, mit einem aufmerksamen Blick.
      Ich wusste noch nicht ganz, was genau ich mit ihr tun wollte, aber das würde sich ja noch entwickeln. Trakehner waren sehr beliebt, vorallem im Pferdesport.
      Shadow trat vor und nahm dem Fahrer die aufgeregte Stute ab. »Bringst du sie schon in den Stall? Etwas Ruhe würde ihr sicherlich nicht schaden.« sagte ich zu meinem Freund, welcher sich sogleich auf den Weg in Richtung Hauptstall machte, wo Scarlett erst einmal untergebracht werden sollte.
      Mittlerweile hatte der Fahrer bereits das zweite Pferd aus dem Hänger geführt. Ein Isländer. Rabenschwarz und mit einer Mähne, die ihm sicherlich bei jedem Schönheitswettbewerb Punkte einbringen würde. Das schönste an ihm, war seine große Blässe, welche sich bis zu den Ohren erstreckte. Diesmal griff Aimé zu und Shadow, welcher gerade aus dem Hauptstall zurückkehrte, folgte ihm zum Hengststall.
      Auf das letzte Pferd freute ich mich besonders. Seine Ankunft war gut geplant und durchdacht wurden, denn es würde ein Mustanghengst sein.
      Ich wurde nicht enttäuscht, als der Fahrer ein drittes Mal aus dem Hänger kam und diesmal ein geschecktes Pferd hinter sich her zog, welcher den Kopf in den Himmel streckte und sein neues Heim bewunderte.
      Morrigans Hidalgo hieß er und war ein hübscher Braunschecke. Ich hoffte, dass er vielleicht der erste Hengst in einer eventuellen Mustangzucht sein würde, denn das Potenzial hatte er.
      Nico wollte gerade Anstalten machen, dem Fahrer den Hengst abzunehmen, doch ich war schneller bei ihm und griff nach dem Strick.
      Hidalgo schien alle Versprechen zu erfüllen. Man merkte ihm die Sturheit eines Mustangs an und genau das brauchte ich. Ein Pferd mit den Genen der Vorfahren.
      Ich dankte dem Fahrer und drückte ihm etwas Geld in die Hand, dass unsere neuen Pferde die weite Reise so gut überstanden hatten. Das restliche Geld würde heute Abend noch auf seinem Konto landen.
      Aufgeregt trippelte der Hengst neben mir her, als ich ihn hinter dem Hauptstall entlang zum Hengststall führte. Die letzte Box würde nun belegt sein, auch wenn die Pferde wohl zu wärmeren Zeiten ganztägig auf ihren Koppeln stehen werden.
      Shadow und Aimé schlossen gerade die Tür zu dem neuen Isländer, Leiðtogi hieß er, als ich mit Hidalgo den Stall betrat. Hilfsbereit öffnete mir Aimé die Tür der letzten Box, in welche ich meinen Hengst führte.
      In der Box neben ihm stürzte sich bereits Togi, wie wir ihn wohl nennen würden, auf sein Willkommensmenü, welches auch Hidalgo bekommen hatte.
      »Guten Appetit euch!« sagte ich noch zu den beiden, bevor ich mit den anderen den Stall wieder verließ. Immerhin wollte ich ja auch nochmal nach Scarlett schauen, ob sie den Umzug genau zu entspannt hingenommen hatte.

      19-01-2016 | 13.174 Zeichen | Canyon
    • Canyon

      Saint Gorge

      Neuigkeiten
      »Wo bleibt Charly den heute?«, fragte ich etwas angespannt. Shadow und ich saßen am Frühstückstisch und warteten auf unsere zwei anderen Mitbewohner, namens Charly und Shadow, welche so langsam mal aufkreuzen sollten.
      »Genauso gut kannst du fragen wo Nico bleibt«, sagte Shadow und schob sich einen großen Löffel Müsli in den Mund. Seine Essmanieren waren noch nie die Besten gewesen.
      »Haben die etwa schon wieder verschlafen?« Nervös tippte ich mit meinen Fingern auf den Tisch. »Die wissen doch ganz genau, dass wir heute richtig viel zu tun haben.«
      »Ach Mio«, nuschelte Shadow mit vollem Mund. »Das machen die sicherlich nicht absichtlich. Wie oft musste ich dich jetzt schon wecken?«
      Bevor ich etwas erwidern konnte, hörte ich Schritte auf der Treppe und einige Momente später kam ein sichtlich missgestimmter Nico in die Küche geschlürft. Erstaunt folgte ich ihm mit meinen Blicken. Was war denn mit dem los? Ich hätte nie gedacht, dass auch ein Nico mal deprimiert sein könnte. Nico ließ sich auf seinen Stammplatz fallen, zog seine Schüssel zu sich heran und ließ einen Schwall Müsli hinein klatschen, sodass ein Großteil entweder auf dem Tisch oder auf dem Boden landete. Auch mit der Milch ging er nicht fürsorglicher um und das ganze krönte er noch, in dem er es schaffte, Shadow mit seinen Essmanieren zu übertrumpfen.
      Ich schaute ihn die ganze Zeit mit großen Augen an. Was anderes konnte ich in dem Moment gar nicht tun.
      »Was?«, fragte Nico mich aggressiv, als er meinen Blick spürte.
      »Alles gut mit Charly?« fragte ich nur perplex. Shadow hielt sich gekonnt im Hintergrund. Nico senkte den Kopf wieder, schob sich einen weiteren Löffel in den Mund und sagte zwischen einem weiteren Löffel: »Ja, alles okay.«
      Ich blinzelte. Das klang aber nicht so, als wäre wirklich alles in Ordnung. »Habt ihr euch gestritten?« fragte ich deshalb nochmal nach.
      »Hörst du schlecht? Es ist alles OKAY!« giftete mich Nico an, schob seinen letzten Löffel in den Mund und stand dann so schnell wie möglich auf. Kaum konnte ich etwas erwidern, da war er schon in Richtung Bad verschwunden. Ok.
      Mit offenem Mund starrte ich ihm nach. »Hast du das gesehen?» fragte ich verblüfft Shadow, welcher endlich seinen Kopf hob.
      »Jap, der scheint nicht wirklich gut drauf zu sein. Vielleicht schaust du mal nach Charly, nimm aber vorsichtshalber eine Schutzweste mit. Wenn Nico schon so wütend drauf ist, will ich nicht wissen, wie es Charly geht.«
      Ich musste lachen und boxte ihm in die Seite. Shadow verzog gekonnt schmerzhaft das Gesicht und hielt sich die Stelle (vielleicht etwas zu weit oben), wo ich ihn getroffen hatte. Ich befolgte seinen Rat und entschied mich dafür, nach meiner Freundin zu sehen, entschied mich aber dagegen, eine Schutzweste mitzunehmen.
      Ich fand Charly in ihrem Bett liegend, mit schmerzhaft verzogenen Gesichtsmasen. »He du«, begrüßte ich sie leise und schob mich durch die Tür in ihr Zimmer. »Was ist denn mit dir los?« fragte ich besorgt und kam zu ihrem Bett. Charly schüttelte nur den Kopf und nuschelte etwas in sich hinein.
      »Was ist denn los?« fragte ich sie abermals, als ich keine ordentliche Antwort bekam. »Nico hat dort unten gerade eine Show abgezogen, die mich dazu veranlasst hat, mal nach dir zu schauen.«
      Ich konnte die Worte »Dieses Arschloch« aus Charlys verkrampften Mund hören, bevor sie sagte: »Alles gut, mir geht es nur nicht so gut.«
      »Nicht so gut? Du siehst nicht so aus, als würde es dir nur nicht so gut gehen. Sag an, was hast du und wie kann ich dir behilflich sein?«
      »Ach Mio, ich habe nur etwas Magenkrämpfe und Übelkeitsanfälle, wahrscheinlich irgendeine Erkältung. Mir geht es gut, ich werde heute wohl nur im Bett bleiben. Du solltest vielleicht langsam in den Stall.«
      Kam es mir nur so vor, oder versuchte sie mich tatsächlich abzuwürgen und wegzuschicken? Ich wollte jedoch ihr Gemüt nicht noch weiter reizen und drückte ihr einen Kuss auf die Stirn, bevor ich das Zimmer verließ.
      Als ich wieder in der Küche war, schien Shadow bereits im Stall zu sein. Ein Blick auf die Uhr sagte mir, dass es dringend Zeit wurde und die Pferde sicherlich schon Radau machten, weil sie verspätet auf die Weiden kommen würden. Schnell warf ich mir eine Jacke über und kontrollierte die Temperatur auf dem Thermometer. Perfekt, wenn es weiterhin den Tag über trocken blieb, konnte ich meine Grenzfee vielleicht auf eine Weide stellen.
      Ich öffnete die Haustür und machte mich dann auf den Weg zum Hauptstall. Shadow war tatsächlich schon hier und machte bereits die ersten Pferde fertig, in dem er ihnen ein Halfter anlegte und den Strick über den Hals warf.
      »Ah Mio, da bist du ja. Alles gut bei Charly?« begrüßte er mich. Ich schüttelte den Kopf und erzählte ihm von meinem Besuch. Shadow schien nicht sonderlich besorgt und versuchte mich mit ein paar Argumenten davon zu überzeugen, dass es meiner besten Freundin nichts so schlecht ging, dass sie gleich sterben würde. Er überzeugte mich.
      »Nico ist im Hengststall und kümmert sich dort um die Bande. Hättest du Lust, zu Ocarina, Flotte und Scarlett zu gehen? Ich würde hier im Hauptstall anfangen und außerdem sollten Anouk und Aimé auch jeden Moment auftauchen. Ach so und dann kannst du gleich weiter zu den Kleinen gehen? Wenn Bärchen nicht alles aufgefressen hat, sollten die auch noch genügend Heu haben.« erklärte mir Shadow. Ich blickte ihn schmunzelnd an. Niedlich war es schon, dass er mir auf meinem eigenen Hof erklärte, was ich tun sollte. Ich drückte ihm einen Kuss auf den Mund und beeilte mich dann, zu meinen Pferden zu kommen.
      Ich schnappte mir aus einer Ecke eine Schubkarre, füllte diese mit Heu und machte mich dann auf den Weg zum Offenstall. Im Offenstall standen zur Zeit drei Stuten von mir. Zwei davon waren wild und unhandlich, eine davon war verschmust und anhänglich. Ich war selber extrem überrascht gewesen, dass die beiden großen Stuten die junge Stuten ohne Probleme in ihrer Mitte aufgenommen hatten. Vorallem Ocarina of Time fühlte tat manchmal so, als wäre sie die Mutter der kleinen Scarlett, was natürlich ungeheuer niedlich war.
      Auch heute war Scarlett wieder die erste, die mir auf die Nerven ging. Die Schubkarre über die hügelige Koppel zu schieben war schon schwer genug und wenn dann auch noch eine junge Stute ständig geknuddelt werden wollte, war es keine Freude.
      Als die Schubkarre endlich am Offenstall stand, nahm ich mir die Zeit, um die gescheckte Warmblutstute ausreichend zu kraulen. Oca und Flotte beobachteten das ganze aus einigen Metern Entfernung, entschieden sich aber doch schnell dafür, doch zum Heu zu kommen, obwohl ich noch da war. Vor einiger Zeit hätte das noch nicht funktioniert, dessen war ich mir sicher. Beide Stuten waren halb wild zu mir gekommen und es hatte mich einige Stunden Arbeit gekostet, die beiden auf diesen Stand zu bringen.
      Als Scarlett merkte, dass ihre beiden Freundinnen ihr alles wegfraßen, ließ sie schnell von mir ab und begab sich zur Fressstelle. Ich beobachtete die drei noch einen Moment, bevor ich mich wieder samt Schubkarre auf den Rückweg machte. Zum Glück war der Stall unserer drei Kleinsten näher am Geschehen, sodass ich zu ihnen nicht allzu lange brauchte. Zur Zeit standen hier drei Ponys, welche das Leben als kleine Racker so richtig genossen.
      Slaughterhorse, Lambardo und Happy lebten zu dritt in unserem zweiten Offenstall. Slaughter war der größte, während Lambardo und unser Bärchen Happy um einiges kleiner waren. Trotzdem hatte ganz klar Lambardo die Herrschaft, welche er ruhig, aber gezielt anführte.
      »Na ihr drei?« begrüßte ich sie und bückte mich zu Happy, welcher mit gerade mal einem Meter recht klein war. Ich hatte vor kurzem angefangen, Happy mit viel Geduld einzufahren und nun, da auch Lambardo dazu gekommen war, konnte ich das mit Beiden zusammen machen. Happy hatte sich gleich viel mehr angestrengt, nachdem der ältere Lambardo dazugekommen war.
      Bei den drei Pferden ließ ich nur neues Wasser in die Wanne ein und kontrollierte den Heuvorrat, allerdings hatte Shadow recht gehabt und für den Tag war noch genügend da.
      Zurück im Hauptstall musste ich zu erst den Radiosender wechseln. So ein Gejaule, das war ja kaum zu ertragen. Shadows Kopf kaum aus einer der Boxen hervor und blickte mich gespielt wütend an. »He, lass meine Musik an!«
      »Kannst'e knicken, mit so einer Musik kann ich nicht arbeiten.« sagte ich lächelnd, nahm mir eine Mistgabel und verschwand in der nächsten Box. Zu viert, Anouk und Aimé waren mittlerweile da, waren wir schnell fertig und als wir zur Mittagspause zurück ins Haus gingen, fanden wir Charly auf der Couch im Wohnzimmer sitzen. Sie hatte ihren Laptop auf den Beinen und begrüßte uns mit einem freundlichen Lächeln. »Tut mir echt Leid, dass ich euch nicht helfen konnte! Ich musste mich erstmal so richtig auskotzen, jetzt geht es mir aber besser.«
      »Das wollte ich gar nicht wissen«, meinte Shadow und ließ sich neben Charly aufs Sofa fallen.
      »Mio komm du auch mal her, ich habe etwas für euch.« meinte Charly und winkte uns zu sich heran. »Schaut mal, habe gerade eine Mail von meiner Cousine bekommen, die habe ich echt schon seit Jahren nicht mehr gesehen. Sie lädt mich und auch euch nach Norwegen ein. Sie hat sogar ein paar Bilder mitgeschickt. Schaut mal!«
      Ich quetschte mich noch auf Charlys andere Seite um auch einen Blick auf ihren Laptop erwischen zu können. »Wollen wir damit nicht noch auf Nico warten?« fragte ich zu Charly. »Der hat sicherlich auch Interesse daran zu sehen, wo unser nächster Urlaub hingeht.«
      Charly schüttelte den Kopf. »Die kann ich ihm auch noch später zeigen. Wer weiß, vielleicht möchte er ja gar nicht mit.«
      »Nico und nicht mit wollen? Charly-? Ist wirklich alles in Ordnung bei euch?« fragte ich etwas ängstlich. Es war überhaupt nicht gut, wenn wir uns zerstreiten würden.
      »Jaja, alles gut. Wir hatten nur einen kleinen Meinungsunterschied, aber das wird schon wieder.« Eine kleine Träne rollte aus ihren Augen. Ich merkte, wie sie mit aller Kraft versuchte weitere zurück zu halten, jedoch schaffte sie es nicht und mit einem Mal lag sie mir heulend in den Armen.
      Hilflos schaute ich zu Shadow, welcher jedoch auch nur mit den Schultern zuckte und mir einen mitleidigen Blick zuwarf.
      Ich wollte Charly gerade mit irgendwelchen Worten trösten, da kam Nico zur Tür herein. Er blieb stocksteif stehen und schaute zu Charly, welche ihn noch nicht bemerkt zu haben schien.
      »Charly, was ist denn jetzt los? Warum heulst du schon wieder?« fragte er sie genervt. »Das war nicht so gemeint, du weißt, dass ich immer zu dir stehe.«
      Charly schreckte auf und schaute Nico mit verweinten Augen an. »Spinnst du? Du stößt mich von dir und sagst dann, dass du an meiner Seite bist? Du bist ein Lügner und ein Idiot noch mit dazu!«, schrie sie ihn an und brach dann wieder in meinen Armen zusammen. Shadow hatte eine Augenbraue hochgezogen und schaute seinen Freund Nico fragen an. Dieser machte nur ein finsteres Gesicht, sagte aber nichts weiter.
      »Könnte mir mal jemand erklären, was hier los ist?«, fragte ich in die Runde. Nicos Blick wanderte zu mir, bevor er fragte: »Hat sie dir das noch nicht erzählt?«
      Charlys Kopf schnellte wieder hoch. »Bist du bescheuert? Denkst du wirklich, dass ich das ohne dich jemanden erzähle? Wenn du das glaubst, dann kennst du mich wirklich schlecht«, fauchte sie.
      Nico schien wirklich etwas betroffen. »Charly, es tut mir wirklich Leid! Ich war einfach überrumpelt und hatte nicht damit gerechnet. Bitte, lass mir etwas Zeit, nur ein wenig.«
      »Weißt du Nico, jeder normale Mann wäre vor Freude in die Luft gesprungen und du bittest um Zeit? Dann geh! Nimm dir die Zeit, aber wundere dich nicht, wenn ich dann keine Zeit mehr für dich habe.«
      Jetzt standen mir die Tränen in den Augen. Hilflos blickte ich in die Runde. Ein leises, fragendes »Hallo?« kam aus meinem Mund.
      Geschlagene zwei Minuten herrschte Stille. Charly heulte, ich heulte, Shadow und Nico saßen und standen nur da. Niemand rührte sich. Shadow war der erste der das Schweigen brach. »So wie es scheint, ist hier niemand dazu in der Lage zu reden, also bringt es auch nichts, bei dem schönem Wetter hier drinnen zu sitzen. Ich gehe reiten. Ihr findet mich in der Halle.« So stand Shadow auf, drängelte sich an Nico vorbei und einige Sekunden später fiel die Tür ins Schloss.
      Ich tätschele Charly den Kopf und folgte Shadow dann eilig. Ich musste auch aus dieser verrückten Bude raus! Mir egal, wenn die beiden da drinnen sich gleich anschreien würden, ich brauchte frische Luft!
      So wie ich es mir gedacht hatte, fand ich Shadow im Hauptstall, wo er behänd seine Stute Charelle putzte. Sie war sein erstes Pferd gewesen und so waren die Beiden zu einem festen Team zusammen gewachsen. Als Shadow mich kommen sah, hörte er auf zu putzen und nahm mich in den Arm. Ich fühlte mich geborgen und das mochte jetzt etwas komisch klingen, aber mir ging es gleich viel besser.
      »Hast du auch das Gefühl, dass es bei diesem Streit nicht nur um ein geklautes Bonbon ging?« fragte ich ihn, ohne mich aus seiner Umarmung zu lösen. Ich merkte wie er nickte. Auch er war etwas geschockt und verwirrt von dem plötzlichen Streit der Beiden, denn so lange hatten wir mehr oder weniger friedlich beisammen gelebt. Natürlich hatte auch er die Vorstellung im Kopf, um was es ging und ich konnte mir vorstellen, dass wir das gleiche dachten. Trotzdem war es noch nicht so weit, dass wir uns trauten, es laut auszusprechen.
      Auch ich entschied mich dafür eine Runde zu reiten und Shadow in der Halle Gesellschaft zu leisten. Ich hatte mir in letzter Zeit viel zu selten Zeit genommen, einfach mal gemütlich auf einem Pferd zu sitzen. Heute hatte ich sowieso keinen Nerv für Training.
      Alle Pferde standen noch auf ihren Weiden, weswegen ich mich auf den Weg zu jener machte, wo unsere kleineren Pferde standen. Dort lehnte ich mich an einen Pfosten und blickte zu den gemütlich grasenden Pferden. Meine Entscheidung viel mir nicht schwer, im Gegenteil, ich hatte es wohl schon vorher gewusst, nur nicht laut gedacht, auf welchen meiner Schützlinge ich mich heute setzen würde.
      Mein liebster von allem, der mit dem alles begonnen hatte. Excelsior. Fast schien es, als hätte er gespürt, dass ich ihn brauchte und so riss er sich von seinen Weidefreundinnen los und kam langsam zu mir getrottet. Ich musste zugeben, ich hatte ihn echt vernachlässigt in letzter Zeit, Aimé hatte ihn immer bewegt, doch als ich ihm sein Halfter umlegte und mich mit einem Schwung auf seinen Rücken zog, bereute ich das Ganze.
      Er blieb ruhig stehen, ging erst los, als ich ihn ansprach und obwohl der Weg zum Stall keine Weltumrundung war, genoss ich jeden seiner Schritte. Ich war mir sicher, dass viele Sprichwörter nicht der Wahrheit entsprachen, aber das Glück der Erde lag wirklich auf dem Rücken der Pferde. Hier vergaß man so schnell alle Sorgen, dass man, sobald man den Pferderücken betrat, ein anderer Mensch wurde.
      Ich ritt gemütlich zum Hauptstall, wo Shadow gerade seine Nelly aus dem Gebäude führte. Ich schenkte ihm ein kleines Lächeln und er schien zu verstehen, dass ich gleich nachkommen würde. Vor dem Stall glitt ich von Exels Rücken und band ihn an seiner Box an, welche gleich die erste im Stall war. Leise vor mich hin summend, putzte ich ihm sein dunkleres Fell, sprach ab und zu mal mit ihm und genoss es, endlich wieder einfach mal Zeit für ihn zu haben.
      Nach dem Putzen nahm ich den Halsring von dem Haken vor seiner Tür, streifte ihn Exel über den Kopf und zog mich wieder auf seinen Rücken. Im gemütlichen Schritt lenkte ich ihn zur Reithalle. Bereits von Weitem konnte ich Shadow erkennen, er saß auf seiner Nelly und galoppierte Runde für Runde in einem gemütlichen Galopp, natürlich passend zum Soundtrack welche im Hintergrund aus den Lautsprechern ertönte.
      Ich schaute ihm einige Momente zu, bevor ich gekonnt das Tor aufstieß und zu ihm in die Halle kam. Jetzt würde ich erstmal eine Runde reiten, dann sah die Welt schon viel heiler aus, dachte ich bei mir, bevor ich meinen Exel auf die ganze Bahn lenkte und ihn zum Trab antrieb.

      Als ich zusammen mit Shadow unsere Wohnung wieder betrat, duftete es herrlich nach Waffeln. Ich liebte Waffeln und ich wusste, dass es Shadow, Charly und Nico genauso ging. Wenn wir wollten, könnten wir uns sicherlich nur von Waffeln ernähren, vorallem wenn auf dieser eine dicke Schicht Schokolade ihr Unwesen trieb.
      Charly und Nico fand ich nebeneinander stehend in der Küche. Die Stimmung schien immer noch gekränkt und etwas frostig zu sein, jedoch hatten sie sich wohl ausgesprochen und konnten sich wieder in die Augen sehen.
      Ich fühlte mich etwas unwohl, als ich die Küche betrat, denn ich wusste nicht, was jetzt kommen mochte. Shadow folgte mir und spendete mir mit seiner Anwesenheit etwas Trost. Vielleicht hätte ich jetzt so etwas sagen sollen wie: »Oh hier riecht es aber lecker!« oder »Lecker Waffeln! Jetzt habe ich aber Hunger« oder andere sinnlose Sätze. Ich jedoch sagte – nichts.
      Shadow und ich standen in der Tür und beobachteten die Beiden dabei, wie sie still vor sich hinarbeiteten. Nico und Charly kannten sich verdammt gut, was man bei ihre Handgriffen auch genau sah. Charly schmeckte den Teig ab, schüttelte sacht den Kopf und sofort hielt ihr Nico den Salzstreuer hin.
      Shadow zeigte stumm zu unserem Küchentisch und als ich nickte, gingen wir beide zu diesem, wo wir uns fallen ließen. Charly und Nico mussten uns mittlerweile bemerkt haben, jedoch schien ihnen irgendwas so peinlich zu sein, dass sie es nicht schafften, sich zu uns umzudrehen.
      Eine gefühlte Ewigkeit später wendeten beide ihre Aufmerksamkeit zu uns, als sie einen Teller dampfender Waffeln und ein Schokoladenglas auf den Tisch stellten. Nico holte noch vier Messer aus einer Schublade und fertig war unser leckeres Gericht.
      Nachdem wir Waffel für Waffel alles aufgegessen hatten, lehnte ich mich entspannt und mit vollem Bauch im Stuhl zurück.
      Nach dieser Stärkung konnte mich, egal was jetzt kommen würde, nichts mehr aus der Ruhe bringen.
      Eine Zeit lang blickten wir uns stumm an, Charly spielte nervös mit ihrer Unterlippe und Nico saß tatenlos mit verschränkten Armen da. Irgendwann, ich war schon fast dabei, meinen Kopf auf Shadows Schultern zu legen und einfach einzuschlafen, begann Charly zu sprechen. »Es tut uns Leid, dass wir heute so viel Stress gemacht haben. Es war alles etwas kompliziert. Ich hoffe, ihr seid uns nicht böse, aber ich bin schwanger.«
      Natürlich hatte ich mir so etwas gedacht, auch wenn ich es nicht hatte fassen können. Nie hatte ich mir darüber Gedanken gemacht, dass es irgendwann so weit sein könnte, aber nun war es soweit und hoffentlich, hoffentlich würde alles gut enden.
      Ich stand von meinem Stuhl auf, ging um den Tisch herum zu meiner Freundin und nahm sie fest in den Arm. Ich merkte, wie sie anfing zu schluchzen, doch diesmal war es keine Wut oder Trauer die sie dazu brachte, sondern Dankbarkeit. Als ich mich von Charly löste, stand auch schon Shadow hinter mir und nahm sie fest in den Arm. Außerdem hörte ich Shadow ihr einen Glückwunsch zusprechen und viel Glück wünschen.
      Auch wenn ich es mit Nico nicht lange alleine aushielt, trotzdem war er mein Freund. Er war manchmal ein riesen Arsch, aber er gehörte zu uns. Auch ihn drückte ich, was ihn anscheinend etwas erschrak, wann hatten wir uns je gedrückt, aber er erwiderte die Umarmung.
      »Nico, du bist der perfekte Freund für Charly, zeige ihr, dass du den Platz an ihrer Seite auch wirklich verdienst. Lass dir etwas einfallen, wie du das Ganze wieder gerade biegen kannst!« flüsterte ich ihm zu, so dass es Charly nicht hören konnte. Der Lockenkopf nickte und ich sah eine Träne in seinen Augen glitzern. Es war die erste Träne, die ich bei ihm sah und ich wusste, dass er alles bereute.

      Natürlich entschieden wir uns dafür, dies zu feiern und zwar, in dem wir uns alle auf unsere Sofaecke lümmelten und unseren diesjährigen Urlaub planten.
      Wie Charly uns heute morgen bereits gesagte hatte, Nico fühlte sich etwas überrumpelt, denn er hatte noch nichts davon gewusst, hatte ihre Cousine uns alle nach Norwegen eingeladen. Sie besaß mit ihrem Mann und ihrem kleinen Sohn eine kleine Hütte in der Nähe der Stadt Sylling und wollte uns alle einmal kennenlernen. Die Bilder waren so bezaubernd, dass wir natürlich gleich eine Mail zurück schrieben. Es würde unser erster gemeinsamer Urlaub sein und ich hoffte, dass wir vier uns nicht so schnell verlieren würden.

      Am Abend ging ich mit einem unglaublichen Gefühl ins Bett. Meine beste langjährige Freundin Charly bekam ein Kind. Hätte man mich vor einem Jahr gefragt, wer von meinen Freundinnen zu erst ein Kind bekam, Charly hätte ganz am Ende der Liste gestanden. Ich wusste jedoch, dass es Charly und auch Nico gut tun würden, wenn sie endlich mal etwas Verantwortung lernen würden und außerdem war die Wahrscheinlichkeit groß, dass Nico das Rauchen endlich mal aufgeben würde. Natürlich freute ich mich auch riesig auf den Urlaub in Norwegen und wer hätte es erwartet, dass genau dieser bald mein Leben verändern könnte.

      26-03-2016 | 20.970 Zeichen | Canyon
    • Canyon

      Saint Gorge

      Denkarium
      Mio | Geschafft von der Arbeit des Tages, ließ ich mich in meinem Zimmer auf mein Bett fallen. Trotz zwei Wochen 'Urlaub', waren diese Tage noch stressiger gewesen, als sie eh schon immer waren. Meine Hand bewegt sich zu dem kleinen Schränkchen neben dem Bett. Ich zog eine Schublade auf und holte aus dem verstaubten Fach ein kleines, in Leder eingebundenes Notizbuch heraus. Es war nichts besonderes, ich hatte es vielleicht irgendwann einmal geschenkt bekommen und nun existierte es als ein 'Denkarium', wie ich es gerne nannte, in meinem Schrank. In diesem notierte ich alles, was in letzter Zeit passiert und nun war es mal wieder soweit, die neuesten Geschehnisse zusammen zu fassen. Der Kuli klickt und kaum lag das Buch aufgeschlagen auf meinen Schenkeln, begann ich auch schon damit, mit dem kratzigen Stift über das Papier zu streichen.

      Eintrag vom 21. Mai 2016 – Eine kleine Zusammenfassung
      Kurz nachdem uns unsere Trakehnerstute Winterzauber verlassen hat und zu Bracelet nach Slowenien gezogen war, zog schon wieder ein neues Pferd bei uns ein. Diesmal war jedoch nicht ich die Schuldige, sondern mein Freund Shadow. Schon lange ist er ein großer Tekkenfan und die Rappstute April Rain war da einfach perfekt für ihn und seine Charelle. Es dauerte nicht lange nach Aprils Einzug auf dem Gestüt und die beiden Stuten waren beste Freundinnen. Ich gönne es meinem Freund, dass es so leicht gewesen war, denn ich weiß, wie schwer es ist, wenn es nicht so gewesen wäre. Was für ein verschachtelter Satz! Kurz darauf fiel bei Charly, Nico Shadow und mir die Entscheidung, uns von sechs weiteren Pferden zu trennen, welche wir bestimmt nicht leicht fertig entschieden. Mit jedem Pferd hatten wir eine tiefe Beziehung aufgebaut, hatten allerdings bereits nach kurzer Zeit schon für jedes Pferd einen neuen guten Platz gefunden. Auch Vaconda und Vintage Gold würden Winterzauber nach Slowenien folgen, während Hryða nun doch auf das Isländergestüt nach Dänemark zu meinen beiden Kolegginen Linn und Bella ziehen würde. Auch Changa, GH's Acapulco Gold und EBS Mon Amie hatten ein passendes zu Hause gefunden. Natürlich fiel uns der Abschied von so vielen Pferden schwer, allerdings wird es langsam Zeit, dass wir und auf unser Ziel konzentrieren und spezialisieren. Eine Überraschung war es auch, als ein weitentfernter Bekannter, Sveijn Àlfarsso, seinen Junghengst Braum van Ghosts verkaufen wollte. Ich kannte Braum nur von Erzählungen und Bildern, denn unter uns Pferdebesitzern wurde natürlich viel erzählt und getratscht und so fiel mir die Entscheidung nicht schwer zu sagen, dass ich den Kleinen liebend gerne zu mir nehmen würde. Es dauerte nicht lange und der Mix zog bei mir ein. Mit dem Einzug von Braum veränderte sich auch die Weideaufteilung: Excelsior und Braum würden erstmal zusammen auf eine Weide kommen und vielleicht würde unser kleiner Slaughterhorse noch hinzu stoßen, falls sich das Trio verstehen sollte. Slaughter steht zur Zeit noch zusammen mit den beiden Shettys Lambardo und Happy auf einer Weide, welche jedoch eine viel geringere Größe haben als er. Meine Valentines Jeanie steht zur Zeit leider mit California's Small Caramel Candy allein auf einer kleinen Wiese, was jedoch nicht weiter schlimm war, da wir doch tatsächlich unseren ersten Nachwuchs von Jeanie erwarten! Meine erste Stute würde unser eigenes erste Zuchtfohlen zur Welt bringen, was mich als Züchterin und Besitzerin natürlich sehr stolz machte. Außerdem konnten wir noch damit prahlen, dass die langwierige und schwierige Zusammenführung von Anaba und dem Trio Flotten von Mutanten, Ocarina of Time und Seattle's Scarlett endlich erfolgreich war! Desweiteren ist Anaba endlich bereit für ihre Krönung, dank Charly, und wird demnächst auch von Charly auf einer vorgestellt werden. Der unerwarteste Neuling von allen war mit Sicherheit eine junge Vollblutstute, welche das gleiche Schicksal wie unsere Grenzfee hinter sich hatte. Als Rennpferd geboren, als Rennpferd viel zu früh ausgebildet und als Rennpferd untergegangen, wurde sie wegen zu vielen Krankheiten HOCHTRÄCHTIG an den Schlachter verkauft. Jedoch hatte sie das Glück, dass sie vom gleichen Tierschützer gefunden wurde, welcher auch Grenzfee an uns weiter gegeben hatte. Ein Anruf und wenig später kam die Stute, mit dem bereits geborenen und zum Glück gesunden Hengstfohlen zu uns auf den Hof. Teufelstanz und ihr Fohlen Aspantau sind nun bereits gut angekommen und man merkt, dass es den beiden Tag für Tag besser geht. Auch Grenzfee schien nun endlich das Glück gefunden zu haben, denn sie durfte nun endlich wieder aufs Gras und freundete sich natürlich auf den ersten Blick mit Teufelstanz und ihrem Fohlen an, sodass die drei zur Zeit in einer unserer Offenstallungen leben. Sobald Aspantau alt genug ist, wird das junge Fohlen zu unserer Junghengstbande kommen, in der Hoffnung, dass die sich auch alle vertragen werden, denn ich konnte mir vorstellen, dass sich das eingeschworene Trio aus Sleipnir, Varys und Imagine There's No Heaven dreimal überlegen werden, ob sie ein Vollblut dabei haben wollen. Aber wir werden sehen, was die Zeit so bringen wird. Es ist immer wieder ein Geschenk des Himmels, wenn ein so junges Fohlen wie Aspantau das Licht der Welt erblickt und so unbesorgt und nichts ahnend im hier und jetzt lebt. Unser 'Problem' ist zur Zeit noch Nicos Marid, welcher allein auf einer Wiese steht. Hoffentlich wird Nico dafür bald eine Lösung finden, denn mit Chosposi, Leiðtogi und Morrigans Hidalgo versteht sich der wilde und unausgeglichene Hengst kein bisschen. Für Charly, Nico, Shadow und mich geht es in wenigen Tagen auf nach Norwegen! Endlich mal wieder raus hier und KEINE Pferde um sich, dass kann bestimmt auch mal schön sein, auch wenn ich weiß, dass ich diesen Satz bereits am zweiten Tag bereuen werde. Anouk und Aimé würden sich dann hier um die Bande kümmern und ich bin mir sicher, dass sie das auch schaffen werden. Es geht mir gut, es geht uns allen gut und dafür sollten wir dankbar sein.

      Ich schlug mein Buch zu. Was so ein Eintrag alles bewirken konnte. Während man schreibt, vergisst man alles andere um sich herum und lebt nur in dem Gekritzel auf einem Blatt Papier. Schreiben entspannte mich immer, auch wenn ich, so wie heute extrem gestresst gewesen war. Ich klappte mein Denkarium zu und verstaute es wieder in der Schublade, welche, als ich sie zuschob, eine Staubwolke hinterließ. Ich sollte mal wieder putzen, dachte ich bei mir, heute aber nicht mehr, das mache ich wann anders. Ich schlug die Bettdecke zurück schlüpfte in mein Bett und kaum lag ich, da kam meine treue Freundin Capucine zu mir gesprungen. So ein tolles Tier, dachte ich noch mit einem Lächeln auf den Lippen, bevor ich mit einer schnurrenden Katze an meiner Brust einschlief.

      20-05-2016 | 6.795 Zeichen | Canyon
    • Canyon

      Training

      Western Trail LK 5 → LK 4
      "Riley schnapp dir Bellamy und Finn und mach drei Boxen im Gästestall fertig, wir bekommen heute neue Trainingspferde", sagte ich zu Riley und blickte dann zu Caleb. "Und du schnapp dir Murphy und Octavia und fahr die drei vom Flughafen abholen", dirigierte ich weiter herum. "Wir gemacht Chef", sagte Caleb süffisant grinsend und verschwand dann mit Murphy und Octavia in Richtung des Wagens. Mittlerweile gab es so viele Arbeiter auf dem Hof, dass ich gar nicht so recht wusste, was ich sie anstellen sollte, damit sie nicht dumm in der Gegend herumstanden und auf besseres Wetter warteten, wovon wir im Moment wirklich welches hätten gebrauchen können. Jetzt im Moment ging es, aber in der letzten Woche hatten wir mit -25°C zu kämpfen, was einigen der Pferde zu schaffen machte, besonders meinen Vollblütern tat die Kälte gar nicht gut, weshalb sie fast alle im Stall standen. Das war nicht optimal, aber es war besser als draußen zu stehen und krank zu werden.
      "Verena?", fragte mich jemand und ich drehte mich um. "Was ist denn Amy?", fragte ich freundlich. "Dürfte ich mit Gipsy ausreiten gehen?", sprach sie dann endlich ihre Frage aus, auch wenn sie mich ängstlich ansah. Ich hasste es wenn jemand mein Lieblingspferd ritt, aber bei ihr musste ich mir keine Sorgen machen, das hatte sie schon oft genug unter Beweis gestellt. Leider machten es seine Sliding Eisen unmöglich im Schnee auszureiten. "Tut mir Leid Amy, aber so lange seine Sliding Eisen noch drauf sind geht er nicht ins Gelände... du darfst dir aber gerne ein anderes Pferd aussuchen..." "Enjoy Nature?" "Klar, ab mit dir.", sagte ich lachend und gab ihr einen Klaps auf die Schulter, damit sie endlich abhaute. Wer fehlte jetzt noch von den Mitarbeitern? Alexis, Aaron und Aliena. Nach kurzem Umsehen fand ich die drei in der Reiterstube der Reithalle und stellte mich mit verschränkten Armen in die Tür. ""Na was macht ihr hübschen denn hier?", fragte ich skeptisch und sah, wie alle drei zusammen zuckten. "Äh.. wir gehen jetzt die Ställe misten", sagte Alexis und sprang auf. "Schön schön", sagte ich dann lächelnd und drehte mich um. Nach einem Blick auf die Uhr schaute ich auf den Hof. Ja, da waren die drei Pferde auch schon. Schnell ging ich zum Hänger und half die Tiere ausladen. Hendersin, Morrigans Hidalgo und Eisblume würden einige Wochen bei uns zu Gast sein, einige etwas kürzer, andere etwas länger. Nun durften die Pferde ihren Rausch ausschlafen, ehe es morgen an die eigentliche Arbeit ging.
      Schon früh war ich auf den Beinen, um mit den drei Trainingspferden anzufangen. Zu erst schnappte ich mir Hendersin, den ich im Auftrag von Cooper hier hatte. Den Hengst sollte ich in Showmanship at Halter trainieren, was eine sehr einfache Aufgabe war und kaum mehr als drei Tage dauern würde. Nach dem Putzen zog ich ihm eines meiner Showhalfter an und überlegte kurz, ihm die Kette über die Nase zu machen, ließ es dann jedoch sein und ging in die Halle, wo er sich neugierig umschaute. Wir waren nicht alleine, drei andere Pferde trabten und galoppierten um uns herum, doch damit musste der Ponyhengst fertig werden, wenn er auf Turnieren laufen sollte. Die erste Übung war sehr einfach: ich ging los, blieb stehen, schaute ob er geschlossen stand und ging wieder los. Damit das Ganze nicht langweilig wurde ging es mal rechts rum, mal links rum, mal etwas rückwärts und und und. Nach etwa einer dreiviertel Stunde hörte ich für heute auf. Besonders anstrengend war das Training zwar nicht, aber ich musste dem Hengst oft gegen sein rechtes Vorderbein treten, naja, antippen, damit er es hochhob und ein paar Zentimeter weiter hinten wieder aufsetzte. Man musste sich ja zu helfen wissen.
      Nun war Morrigans Hidalgo an der Reihe, den ich von Mio bekommen hatte. Ihn sollte ich von der LK 5 auf die LK 4 bringen, in was, das war egal. Dementsprechend ging ich völlig ohne Erwartung an die Sache dran. Vielleicht eignete sich das Pferd für eine spezielle Disziplin, vielleicht auch nicht. Nach ausgiebigem Putzen sattelte ich den Hengst schnell und ging in die Halle, in der es nun leer geworden war. Nur noch Caleb war da, der ein paar Stangen wegtrug. Sofort beauftragte ich ihn, einen Trail Parcours aufzubauen, da sich Hidalgo als sehr flink und wenig unter dem Sattel bewies, was ich beim Aufwärmen feststellte. Nachdem Caleb fertig war ging ich die Pattern im Kopf nochmal durch. Work gate right hand, Back into chute, Trot out of chute, trot serpentine, Trot over poles, Walk over polesinto chute, Turn 360° either way, walk out of the box, Trot over poles .
      Gesagt, getan. Wir fingen mit einem Tor an, das jedoch nur aus zwei Ständern und einem Seil bestand. Das reichte jedoch locker um das Ganze zu üben. Ich stellte Hidalgo parallel zum Tor und nahm das Seil, dann schickte ich ihn hindurch, drehte ihn und hängte das Seil wieder auf. Es ging ein paar Schritte nach vorne, ehe ich ihn rückwärts lenkte und anhielt. Wir verharrten kurz, ehe es im Trab über 3 Stangen ging, die kreisförmig angelegt waren. Eine auf 5 Uhr, eine auf 9 und eine auf 2 Uhr. Dann ging es in einem leichten Rechtsbogen über 3 parallel liegende Stangen, bevor wir erneut eine leichte Rechtskurve ritten und im Schritt über 3 Stangen in ein Quadrat aus Selbigen gingen. Nach einem kurzen Blick zu Caleb, der uns skeptisch zuschaute, konzentrierte ich mich wieder auf Hidalgo, mit dem ich eine 360° Drehung machen musste. Da er das noch nie gemacht hatte, entschleunigte ich unsere Arbeit und ließ ihn immer kleine Bewegungen machen und sich ganz langsam drehen. Mio konnte im späteren Training Schnelligkeit reinbringen. Jetzt reichte es jedoch, wenn sich Hidalgo langsam, aber korrekt und sauber drehte. Zum Schluss trabten wir aus der Box und ritten über insgesamt 6 Stangen, die wieder kreisförmig angeordnet waren. Zwei auf 9, die wir zu erst ritten, dann zwei auf 6 und zwei auf 3. Dann trabten wir noch einige Schritte und ich hielt ihn aus dem Trab an, was er auch sofort mitmachte. Für heute war es dann auch genug, so dass ich Caleb die Stangen wegräumen ließ und den Hengst selbst wieder fertig für die Box machte. Nun fehlte nur noch Eisblume, die ich nicht in der Westernreitkuns fördern sollte, sondern in der Dressur, und das von A nach L. Ich schnappte mir die Stute, putzte sie und sattelte sie, ehe es auch mit ihr in die Halle ging. Sie war geschoren und draußen war es für sie dann einfach zu kalt. Zum Aufwärmen ritt ich sie auf jeder Hand in jeder Gangart gründlich warm, ehe ich viele Biegungen ritt und die einzelnen Lektionen der A-Klasse mit einband, die die Stute sehr gut beherrschte, was mir die Arbeit zur Klasse L wohl sehr erleichtern würde. Zu erst wollte ich mich an den versammelten Gangarten testen, wobei ich mit dem Trab anfing. Es war gar nicht so einfach zu treiben, die Stute vom Angaloppieren hindern und zu versuchen, dass sie nicht in den Schritt fiel, da ich vorne doch recht viel Zug hatte. Nach ein paar verständnislosen Galopphopsern fügte sie sich jedoch ihrem Schicksal und trabte im versammelten Trab vor sich hin. Dann galoppierte ich an und versuchte das gleiche erneut. Ein paar Mal fiel sie mir fast in den Trab zurück, doch nach einer weile Training blieb sie im versammelten Galopp. Für heute wollte ich dann noch den Außengalopp, Außengalopp auf dem Zirkel und einfache Galoppwechsel versuchen, dann würde es gut sein für heute. Ich ritt die Stute trocken, sattelte sie ab und brachte sie wieder in die Box, ehe ich mir noch ein paar andere Pferde von mir selbst schnappte und trainierte.
      Am nächsten Tag trainierte ich mit Hendersin das Selbe wie gestern, Hidalgo wurde auch wieder durch den selben Parcours geritten, nur dass sein Trab diesmal ein bisschen flotter sein sollte und die 360° Drehung schon besser saß. Mit Eisblume wiederholte ich ganz kurz die Lektionen von gestern, ehe es an neue Lektionen ging: Kehrtwendung auf der Hinterhand, Kurzkehrtwendung, Überstreichen im Trab und einige Schlangenlinien und Volten.
      Die nächsten Tage festigte ich bei jedem Pferd die gerittenen Lektionen, so dass die Tiere am Ende der Woche jedes für sich eine Klasse aufgestiegen war.
      Hendersin konnte nun in der LK 3 bei Showmanship at Halter starten, Morrigans Hidalgo in der LK 4 einer Walk and Trot Pattern für die Trailprüfungen und Eisblume beherrschte die Lektionen der Klasse L der Dressur perfekt. Guten Gewissens fuhr ich die Pferde auf den Flughafen und sah, wie sie wieder die Heimreise antraten.
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      30-01-2016 | 8.432 Zeichen | Veija
    • Canyon

      Training

      Western Trail LK 4 → LK 3
      Ungeduldig trommelte ich auf meinen Beinen herum. Heute sollten wieder zwei neue Trainingspferde auf den Hof kommen, die eigentlich schon lange hätten da sein müssen. Es ging um Morrigans Hidalgo von Mio und Pünktchen von Catalina.
      Kurz schaute ich auf mein Handy, ehe ich dann endlich den Transporter sah, der auf den Hof fuhr. "Da bist du ja", murrte ich und schaute Caleb fragend an. "Ja, ist ein Baum umgefallen auf der Straße, Pünktchen macht schon ganz schön radau im Hänger, wird Zeit, dass der raus kommt", erklärte er mir und ich ging sofort zum Hänger, öffnete ihn und schnappte mir zu erst Pünktchen, der mit angelegten Ohren hinter mir her ging, ehe er nach mir schnappte. "Das lässt du ganz schnell bleiben", zischte ich und rückte an seinem Führstrick, damit er nach nach hinten gehen musste, bis er mit einem Hinterbein wieder auf der Laderampe stand. Natürlich erschreckte er sich kurz und machte einen Satz zur Seite. Ich ließ den Führstrick einfach durch meine Finger gleiten, da ich mit so was gerechnet hatte, und hielt diesen ganz am Ende fest. Langsam ging ich auf den Hengst zu und wollte ihn weiterführen, ehe er wieder nach mir schnappte. Erneut schickte ich ihn ruckartig nach hinten. "Das können wir den ganzen Tag so weiter machen mein Freund", knurrte ich ihn an und versuchte nun zum dritten Mal, den Hengst zu führen. Endlich ließ er das zu und so konnte ich langsam und mit Caleb und Hidalgo im Schlepptau in den Gaststall gehen. Heute würden wir nichts mehr mit den Pferden machen, sie durften erst einmal "ausnüchtern". "Caleb morgen früh schnappst du dir Hidalgo und gehst mit ihm ein wenig ins Gelände, reit ruhig quer durch den Wald, der soll nämlich in Trail trainiert werden", erklärte ich ihm. "Mit dem hier..", sagte ich und zeigte auf den schicken Gepunkteten: "Geh ich erst mal in den Round Pen.. das Schnappen brauch der bei mir gar nicht erst versuchen", erklärte ich und strich Pünktchen kurz über die Nase, ehe er seinen Kopf wegzog. "Außerdem muss ich mal schauen welche meiner Sättel ihm passen, ich will den auch in Trail trainieren, aber er hat nur einen Englischsattel dabei, damit fange ich da leider nicht so viel an", erklärte ich und ging mit Caleb zusammen ins Haus, ehe der Abend sich dem Ende zuneigte.
      Schon früh am nächsten Morgen ging ich in den Stall zu Hidalgo und Pünktchen. Ersterer war schon weg, weshalb der gepunktete Hengst nun alleine im Gaststall stand. "Dann wollen wir mal gucken welcher Sattel zu dir passt", erklärte ich und holte das Tier aus der Box, ehe ich mit ihm zum Trainingsstall ging und ihn draußen anband. Noch immer legte der Hengst die Ohren an, was wohl so seine Art war. Das war mir auch ganz egal, aber sobald er anfing zu schnappen hörte der Spaß bei mir auf, dass ich da konsequent gegen vorgehen würde, darüber mussten sich die Pferdebesitzer im klaren sein, wenn sie Tiere zu mir ins Training gaben. Dabei war ich noch lange nicht so streng wie Caleb, da hatten die Pferde oft nicht viel zu lachen, wenn sie solche Unarten zeigten. Aber nun war erstmal alles gut.
      In der Sattelkammer schnappte ich mir erstmal ein Pad, welches ich draußen hinhängte und zwei Sättel, die ich beide ausprobieren würde. Zu erst nahm ich Pünktchens Decke ab, ehe ich das Pad auf seinen Rücken warf und er schon wieder Andeutungen machte, nach mir zu schnappen. Ich zischte kurz, was ihn wohl doch verwirrte, ehe er seinen Kopf wieder wegnahm. Dann folgte Sattel Nummer 1, der schon halbwegs passte. Ich zurrte den Sattel fest, nachdem ich noch kurz über Pünktchens Bauch gebürstet hatte, ehe ich mir das Ganze nochmal genauer ansah. So konnte man arbeiten. Perfekt passte er nicht, aber da eh nicht jedes Pferd seinen eigenen Sattel hier hatte und nur unterschiedliche Pads mit verschiedenen Unterlagen, würde Pünktchen das da auch überleben. Ich schnappte mir noch eine von meinen Trensen und eine Longe sowie Longierpeitsche, dann konnte es auch schon losgehen. Ich gurtete im Round Pen nochmal nach, ehe ich die Zügel am Sattelknauf festband und die Longe in die Trense einharkte. Dann schickte ich den mürrischen Hengst von mir weg und ließ ihn seine Runden laufen. Der Westernsattel schien ihm doch etwas suspekt, doch nach ein paar Runden gewöhnte er sich daran. Nun kam auch Caleb von seinem Ausritt mit Hidalgo zurück. "Und wie macht der sich?", fragte ich ihn. "Wenn es nach mir geht brauchst du mit ihm gar nicht mehr in die Halle, der macht das alles so super und ist immer bei der Arbeit dabei.. Wenn ich den noch ein paar Mal mit ins Gelände hole dann kann der schon in der LK 3 starten", erklärte er mir. "Das ist gut", lachte ich. "Aber geh jetzt mit ihm trotzdem noch in die Halle, ob er da auch so motiviert ist." "Okay, Chef", sagte er und ritt mit dem Hengst in die Halle, wo ein LK 4 Parcours aufgebaut war, den ich nachher mit Pünktchen reiten würde. Der war mittlerweile schon etwas fertig, weshalb ich das Longieren abhakte und auch in die Halle ging. Zunächst beobachtete ich Caleb eine Weile, der Hidalgo präzise über die Hindernisse lenkte. "Der ist echt gut!", sagte ich lobend zu den Beiden, gurtete Pünktchen dann doch mal nach und stieg auf. "Holla", sagte ich, als der einen Satz zur Seite machte und genau in Hidalgo reinsprang. "Weg", sagte ich zu Caleb, der momentan mehr Kontrolle über sein Pferd hatte, als ich über meins. Er gab Hidalgo kurz Galopphilfen, so dass dieser in ein paar Sprüngen von uns weg war und wieder locker vor sich hin trabte. "Pünktchen", sagte ich laut und nahm die Zügel wieder an, ehe ich ihn antrieb. Nun konzentrierte er sich auch und trabte schön vor sich hin, ehe ich ihn auf die Trabstangen zulenkte und er erstmal davor stehen blieb. Ich schmunzelte, trieb ihn näher an die Stangen und trabte dann darüber. Zwar kam er an die ersten beiden dran, aber das war nicht so schlimm. Aufgebaut war in der Halle alles, was man auf einem Trailturnier finden würde. Eine Brücke, ein Tor, diverse Stangenkombinationen, eine "Box", in der man sich um 360° drehen musste und und und.. Am Ende des Tages beherrschten die beiden Pferde diesen Parcours wirklich gut. In den nächsten Tagen veränderten wir die Anordnung immer wieder und bauten für Hidalgo auch Galopppassagen ein, die Pünktchen noch nicht gehen musste.
      Nun war auch der Tag der Abreise gekommen. Kurz rief ich Mio und Catalina an, um ihnen von ihren Pferden zu berichten. "Mio dein Pferd ist wirklich Spitze! Der läuft so super unterm Sattel und konzentriert sich auf alles was man von ihm will, ich glaub der kann im Turniersport mal groß rauskommen!", erklärte ich lachend, ehe ich auch Catalina anrief: "Du hast ein ganz schön zickiges Pferdchen", sagte ich lachend. "Der hat wirklich ein paar Mal nach mir geschnappt, sogar sofort nach dem Ausladen.. aber das hab ich dem wieder ausgebtrieben.. zumindest hat er nicht mehr nach mir geschnappt", murmelte ich. "Was das Training angeht läuft er jetzt locker in er LK 4, aber du musst da schon dran bleiben, der wird viel zu schnell ab und zu und dann räumt der die ganzen Stangen ab. Kommt nicht so gut auf dem Turnier", erklärte ich lachend und legte nach einer Weile auf. Bis zum nächsten Mal![​IMG]
      11-02-2016 | 7.139 Zeichen | Veija
    • Canyon

      Training

      Distanz L → M
      »So Freunde, ihr wisst, was heute ansteht, nehme ich an?« fragte ich in die gemütlich Runde zu unserem zweiten Frühstück. Bevor wir die Pferde fütterten und auf die Weiden brachten, hatten wir meist nicht die Zeit, gemütlich unseren Kaffee zu trinken und den Plan für den Tag zu besprechen, weswegen wir das immer etwas später taten.
      »Och nö» Nico seufzte theatralisch. »Dann tut mir heute Abend wieder alles weh!«
      »Nico du bist selbst schuld, wenn du es nicht schaffst, mal etwas länger auf einem Pferd als eine Stunde zu sitzen. Aber ich habe an dich gedacht und dir für heute unseren lieben Morrigans Hidalgo zugeteilt. Der muss nur auf L gebracht werden und das wird dein verweichlichter Hintern doch wohl schaffen, oder?« fragte ich mit einem zuckersüßen Lächeln Nico.
      Dieser brummte nur kurz und wollte dann zu einer Erwiderung ansetzen, als ihm Charly eilig dazwischen fuhr. »Und wen hast du für uns Auserwählt?«
      »Ich werde natürlich meinen Chosposi reiten, der muss ja auch schon auf Stufe S aufgestuft werden und mit ihm muss ich noch etwas mehr machen als mit den anderen. Charly, du bekommst natürlich Anaba und Shadow, deine Nelly würde auch mal wieder etwas Training brauchen. Seid ihr damit einverstanden?«

      Selten fanden wir einen Tag, an welchem wir alle konnten. Umso schöner war es natürlich, wenn dieser Tag kam und wir zu viert mit unseren Pferden trainieren konnten. Natürlich gab es nicht nur diesen einen Tag, oft wurden unsere Pferde mehrmals die Woche trainiert, um die Aufstufung zu schaffen. Mit meinem Chosposi hatte ich fast jeden Tag trainiert, was bei uns meistens aus etwas Longier- und Ausdauerarbeit bestand. Heute würden wir es dann mit einem Ritt versuchen, der einem richtigen Distanzritt gar nicht so unähnlich war. Nur würden wir selbst Arzt spielen müssen, was bedeutete, dass wir eine große Verantwortung trugen.
      Um nicht im Dunkeln reiten zu müssen, beeilten wir uns, dass wir die Pferde sattelten. Wie ausgemacht, würden Shadow und Charly Nelly und Anaba auf Stufe M trainieren, Nico unseren Hidalgo auf Stufe L und ich meinen Jo nach S. Die ersten 25 Kilometer würden wir zusammen reiten, dann würde Nico mit Hidalgo einen Abzweig nach Hause einschlagen und etwas später würden dann auch Shadow und Charly mich verlassen. Bei Nelly und Anaba war es das Ziel, dass sie 40 Kilometer schafften. Jo und ich mussten es noch länger durchhalten, damit er auf S laufen konnte.
      Nachdem wir alle gemütlich unsere Pferde geputzt und gesattelt hatten, kontrollierte jeder von uns nochmal den Inhalt seines Rucksacks. Mittlerweile wussten alle meine Gehilfen, auf was es bei einem Distanztrainings im Gelände ankam.
      Bevor wir starteten, nahm ich bei jeden der vier Pferde die Pulswerte und notierte sie auf meiner Liste. Alle fünfzehn Kilometer würden wir eine Pause einlegen und in jeder würden wir weitere Werte nehmen, um uns zu vergewissern, dass es allen unseren Schützlingen nach wie vor gut ging.
      »Ok, seid ihr alle soweit?« rief ich in die Runde, als ich den Pulsmesser wieder in meinem Rucksack verstaute. Als ein lautes zustimmendes Murmeln zurückschallte, deutete ich das als ein 'ja' und schwang mich in den bequemen Sattel meines Hengstes. Er war in letzter Zeit zu einem meiner besten Pferde heran gewachsen und ich konnte mir vorstellen, dass er ein guter Zuchthengst werden würde.
      Zum Glück war das Wetter heute recht angenehm. Die strahlende Sonne war von einem dünnen Schleier Wolken umhangen, sodass die Temperaturen um die 15° waren. Zu viert verließen wir unser Gestüt, jeder auf seinem Pferd. Wir fingen langsam an, ließen die Pferde in Ruhe einlaufen, bevor wir unser Tempo stetig erhöhten und kurz darauf in einen flotten Trab fielen.
      Da Nelly die größte war und auch die längsten Beine hatte, ritt sie vorneweg. Die drei Mustangs mit den deutlich kürzeren Beinen mussten sich ganz schön anstrengen, um mit der großen Stute mithalten zu können, was sie natürlich durch ihr tägliches Training schafften.
      Mein Jo machte wie immer kaum Probleme. Er lief entspannt aber zügig, hatte die Konzentration bei mir und passte trotzdem darauf auf, dass auch die anderen nicht zurückblieben.
      Vorallem Hidalgo merkte man die Anspannung bald an, da er noch nicht auf einer so hohen Stufe lief wie die anderen. Auch Nico stand schon der Schweiß auf der Stirn und ich merkte, wie beide sich die erste Pause wünschten.
      Nach knapp 15 Kilometern hielten wir an unserem ersten Rastplatz an. Wir sind bereits öfter diese Strecke geritten und der Platz war perfekt, um sich etwas auszuruhen; Ein kleiner Teich lag hier am Weg, welcher den Pferden Wasser spendete. Wir planten unsere Distanzstrecken zwar immer so gut wie möglich am Wasser entlang, aber machbar war das natürlich kaum.
      Wir ließen die Pferde fünf Minuten saufen, bevor jeder seinen Pulsmesser aus dem Rucksack kramte und seinem Trainingspferde die Werte abnahm.
      Wie bei einer Runde würfeln fragte Charly in die Runde: »Und, wer hat die besten Werte?«
      Nach kurzem Vergleichen stand fest: Charelle. Die ausdauernde Stute hatte aber auch mit das größte Potenzial und die richtige Vererbung, dafür hatten unsere Mustangs mehr Ruhe und Geduld: Jo und ich lagen auf dem guten zweiten Platz, mit welchem ich mich auch zufrieden gab.
      Als wir gestärkt wieder aufbrachen, merkte ich schnell, dass Jo voller Motivation war, denn der junge Hengst blieb hartnäckig an der Seite von Charelle und Shadow.
      Das Wetter spielte immer noch mit, weswegen mir das Training heute eher wie ein Sommerausritt vorkam. Gut so, umso entspannter ich war, desto entspannter war auch mein Jo.
      Da Nico auf Hidalgo immer mehr zurückfiel, entschied er sich kurze Zeit später dafür, alleine weiter zu reiten und eine andere Route zu nehmen. Ich vertraute Nico soweit, dass ich wusste, dass er keinen Unfug mit meinem Hengst anstellen würde. Die beiden würden hoffentlich gesund und munter nach ihren dreißig Kilometern zu Hause ankommen!
      Nun nur noch zu dritt, ritten wir etwas weiter ins Inland, wo wir die Pferde eine steinerne Gebirgskette hinauf trieben. Auch bei einem richtigen Distanzritt konnte das Gelände anstrengend sein und so schön es auch war auf sandigem Boden zu laufen, auch Berge und Steine gehörten nunmal dazu.
      An einem Unterstand legten wir unsere zweite Pause ein und machten es genauso wie schon in der ersten. Wir ließen die Pferde aus einem kleinen Brunnen saufen, bevor wir ihnen wieder die Pulswerte nahmen. Außerdem gaben wir ihnen im Nachhinein noch jedem eine Möhre, damit sie sich etwas stärken konnten.
      Da die Pferde auch immer langsamer wurden, bauten wir an passenden Stellen kleine Galoppepisoden mit ein, damit sie sich etwas entspannen konnten und wir trotzdem noch schnell voran kamen. Mittlerweile hatte sich Nelly an das Tempo von Jo und Anaba angepasst, sodass wir zu dritt und ohne großen Abstand zueinander reiten konnten.
      Der Weg führte uns immer mehr in Richtung zu Hause und das merkte die Pferde auch. Schwierig war es, als sich die Wege von Charly, Shadow und mir trennten. Die beiden würden etwas früher zu Hause sein und das wollte mein Chosposi partout nicht einsehen. Mit viel Überredungskunst brachte ich ihn schließlich doch noch dazu, noch weitere fünf Kilometer zu gehen.
      Mittlerweile waren die Steine wieder dem Sand gewichen, sodass ich nun, alleine, den restlichen Weg galoppierte.
      Nach ungefähr 45 Kilometern erblickte ich vor uns unser zu Hause. Ich parierte Chosposi in den ruhigen Schritt durch und ritt mit ihm die lange Straße zu unserem Gestüt entlang.
      Auf dem Hof angekommen, ließ ich mich sogleich aus dem Sattel gleiten, nahm dem Hengst diesen auch ab und warf ihm eine Abschwitzdecke über. Er hatte verdammt viel geschwitzt und ich wollte nicht, dass mein Liebling sich erkältete.
      Außerdem nahm ich gleich die letzten Pulswerte, welche jedoch genauso gut waren wie eh und je. Eine Möhre bekam er außerdem noch, bevor ich ihn zu den anderen auf die Weide entließ.
      Zum Schluss machte ich noch einen Rundgang, um mich zu vergewissern, dass es jedem der heute trainierten Pferde gut ging. Als dies der Fall war, wendete ich mich glücklich zum Haupthaus um. Alle vier Pferde schienen die Aufstufung geschafft zu haben und durften nun eine Stufe höher laufen!
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      26-03-2016 | 8.162 Zeichen | Canyon
    • Canyon

      Training

      Springen E → A
      Heute war ich wieder auf dem Weg zu Mio und drei ihrer Pferde. Darunter Morrigans Hidalgo, den ich schon ein paar Mal trainiert hatte, Anaba und Chosposi. Um Morrigans Hidalgo im Springen von E nach A zu bringen hatte ich mir Aaron mitgebracht. Das würde er locker alleine schaffen. Anaba würde ich selbst in der Reining von LK 5 auf LK 4 bringen und Chosposi würde Amy in der Pleasure von LK 3 auf LK 2 bringen.
      Bei Mio angekommen begrüßten wir sie kurz, stellten unsere Sachen ab und verschwanden dann alle zu den Pferden, die an unterschiedlichen Stellen zu finden waren. Schnell waren alle Tiere geputzt und gesattelt und wir fanden uns in der Halle wieder. Kurz musterte ich meine beiden Mitarbeiter und gab ihnen ein paar Anweisungen, ehe ich selbst raus auf den Platz ging und nach dem Nachgurten aufsaß. Hohe Klassen würde Mio mit Anaba nie reiten dürfen, da ab der LK 3 eine Westernkandare pflicht war. Anaba wurde jedoch gebisslos geritten, was in niedrigeren Klassen durch aus erlaubt war. "Dann wollen wir mal sehen was du so kannst, Mädchen.", sagte ich und ritt sie im Schritt und Trab warm. Sofort merkte ich, dass bei ihr das Motto galt: weniger ist mehr. Sie reagierte auf die kleinsten Hilfen und blockierte sofort, wenn ich energischer wurde. "Du bist echt nicht so einfach, Anaba", sagte ich und fing an ihr die ersten Schritte zum Spin zu zeigen, was eigentlich super klappte, wenn sie verstanden hatte was ich wollte. Ich ließ es dann auch dabei, galoppierte ein paar große und kleine Zirkel auf beiden Händen und brachte sie dann wieder in den Stall. Amy war auch schon fertig mit ihrem Training, lediglich Aaron und Hidalgo waren noch voll bei der Sache, so dass Amy und ich uns an die Bande stellten und ihm zusahen. Er wurde immer besser und lernte immer schneller. "Lassen wir ihn trainieren...", meinte ich zu Amy und ging mit ihr ins Haus, um zusammen mit Mio das Essen vorzubereiten. Wir quatschten noch eine Weile mit ihr, ehe wir ins Bett gingen. Die nächsten Tage waren weniger spektakulär. Aaron und Hidalgo wurden immer besser, Amy kitzelte alles aus Chosposi heraus und auch Anaba und ich wurden ein immer besseres Team, so dass wir nach einer Woche sagen konnten, wir ließen gut trainierte Pferde zurück. "Bis irgendwann", sagte ich zu Mio und wir verabschiedeten uns, ehe wir zum Flughafen fuhren.
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      23-04-2016 | 2.335 Zeichen | Veija
    • Canyon

      Training

      Springen A → L
      Heute war ich auf dem Weg zum Agnus Og Stud im idyllischen Irland. Geführt wurde dieses Gestüt von Canyon, Backfett und DisneyHorse. Warum ich zwei Auftrgäge bei Canyon angenommen hatte wusste ich nicht mehr, auf jeden Fall musste ich jetzt zu erst zu Éamonn nach Irland, ehe mein Flug nach Frankreich auf den Hof Saint Gorge ging. In Irland würde ich mich jedoch nicht lange aufhalten, da dort genug Trainer herumliefen, die das Pferd fördern konnten.
      Auf Agnus Og Stud angekommen fragte ich mich zunächst durch, ehe ich den Schimmel fand. Zwei Vollblüter und zwei weitere Irish Draughts standen hier, nur Éamonn war weiß, also leicht zu erkennen. "Na großer", begrüßte ich den Hengst und halfterte ihn sogleich auf, ehe ich ihn aus der Box nahm und am Putzplatz anband, um ihn zu putzen. Damit war ich auch schon schnell fertig, ehe mir Braclet begegnete. "Super, dann kannst du ihn gleich reiten.", sagte ich zu ihr. Zwar schaute sie mich mit großen Augen an, nickte jedoch und nahm ihren Helm, bevor ich auf den Platz vorging und einen kleinen Parcours aufbaute. Dabei variierte ich die Sprunghöhe von 80 - 90cm und die Weite von 75 - 105 cm. Es waren insgesamt 7 Hindernisse, davon eine zweifache Kombination. Dazu baute ich ein paar Cavalettis auf, die man im Trab überspringen konnte. "Reit ihn einfach mal in allen Gangarten und auf beiden Händen warm, dann trab über die Cavalettis.", wies ich sie an und lehnte mich zurück. Bracelet war jemand, die wusste, wie man reitet und was zu beachten war. Sollte Éamonn kein total fieses Pferd sein, kam Bracelet schon alleine klar, zumindest beim Aufwärmen. "Gib die Zügel etwas mehr frei beim Springen.", war der einzige Tipp, den ich ihr bei den Cavalettis geben musste. "Schaffst du den Parcours oder sollen wir tauschen?", fragte ich sie dann. "Ich reite den.", sagte sie mutig und ich nickte. "Okay, da fängst du an, dann da, das Hindernis, dann die zweifache und dann einfach im Kreis, du findest den Weg schon.", sagte ich lachend und schaute ihr zu. "Zügel frei geben.", musste ich ihr ein paar Mal sagen, sonst klappte alles super! Éamonn kam auch nur einmal an eine Stange dran. "Spring die zweifache Kombination nochmal.", sagte ich und schaute Bracelet zu. "Da musst du ihm mehr Hilfen geben. Er sucht deine Hand, die nicht da ist. Zügel kürzer und Sprünge regulieren.", erklärte ich ihr und schickte sie nochmal drüber. "Super! Fertig.", erklärte ich und gab Bracelet noch Tipps, wie sie in Zukunft besser mit dem Pferd klar kommen würde, ehe ich zurück zu meinem Leihwagen ging und in Richtung Flughafen fuhr.
      Einige Stunden später war ich auf Saint Gorge, auf dem größeren Hof von Canyon. Dort kannte ich mich schon etwas besser aus. Auch die beiden Pferde Chosposi und Morrigans Hidalgo waren mir mehr als bekannt. "Hallo!", begrüßte ich Canyon. "In Irland habe ich mir Backfett unter den Nagel gerissen, die musste Éamonn dann reiten.", erzählte ich ihr lachend und fragte, ob sie Hidalgo selbst reiten wolle. "Gut, das nimmt mir einiges an Arbeit ab. "Gut, geh du den Hengst fertig machen, ich bau einen Parcours auf.", erklärte ich und ging dann zum Platz, ehe ich mir nochmal anschaute, wie die Höhen sein mussten. Die Sprunghöhe variierte in der Klasse L von 110 - 120cm und die Sprungweite von 95 - 125cm. Eine zweifache Kombination musste drin vorkommen und ich brauchte, genau wie eben in Irland, 7 Hindernisse. Gesagt getan, ich baute alles auf und wartete auf Canyon. Sie kam auch schon bald mit ihrem Hengst und ritt ihn selbstständig warm. "Ich will mal schauen wie er springt, knüpf dir mal das Hindernis da hinten in der Ecke vor.", erklärte ich ihr und zeigte ihr das einzige Hindernis, welches 1,05 Meter hoch war und nicht zum Parcours gehörte. Kritisch schaute ich ihr zu, verwandelte meinen grimmigen Blick jedoch schon bald in ein Lächeln. "Das sieht doch super aus. Spring den Parcours einfach mal durch, ohne dass ich etwas sagte." Gesagt, getan. Ich zeigte Canyo die Reihenfolge, sie war etwas tricky, doch das würde sie schon schaffen. Ein Mustang war, genau wie ein Quarter Horse, sehr wendig. Bei ihrem Ritt schmiss sie die zweite Stange der zweifachen Kombination. Ich lachte. "Genau das selbe Problem hatte ich in Irland... Der Hengst sucht deine helfende Hand, die jedoch nicht da ist. Nimm die Zügel kürzer, regulier seine Galoppsprünge und gib ihm mehr Sicherheit. Er ist sehr unsicher am Sprung, wenn du ihn nicht leitest", erklärte ich ihr und sie nickte. "Damit kann ich etwas anfangen, danke.", sagte sie und ich nickte. "Super, mach du weiter, ich schnapp mir Chosposi.", erklärte ich ihr und fand einen fertig geputzt und gesattelten Hengst vor. "Was ein Service", lachte ich und streichelte den Hengst kurz, ehe ich die Bügel auf mich einstellte und auf den Reitplatz ging, da Canyon mit Morrigans Hidalgo in der Halle war. Auf dem Platz gurtete ich nach und stieg dann auf. Zu erst ritt ich ih ordentlich warm, ehe ich ihn im Schritt ganze Bahn ritt. Dabei gab ich ihm immer mehr Zügel, so dass sie nach drei Runden total locker hingen. Dann trabte ich ihn an und versuchte, ihn über meinen Sitz zu lenken. "Oh, da hatte wohl jemand geübt.", lachte ich und erfreute mich daran, dass Chosposi super easy über Gewichtshilfen zu steuern war. Auch im Galopp lief er klasse am lockeren Zügel. Lediglich beim durchparieren musste ich ihn mit Stimme unterstützen, was jedoch nicht schlimm war. Nun kam Canyon auch zu uns. "Du hast heimlich geübt, oder?", fragte ich sie lachend und sie nickte. "Mach nur weiter, der ist auf einem guten Weg ein super Pleasurepferd zu werden. Er ist zwar ein bisschen schnell, aber das macht nichts, der geht super an den Hilfen!", schwärmte ich von dem Hengst und drückte ihn ihr in die Hand. "Los, probier es aus", sagte ich und half ihr beim Aufsteigen. Sie ließ die Zügel lockerer und sah mich fragend an. "Noch lockerer... noch... noch... So." Sie ritt ihn erst ein wenig im Schritt und dann Trab. Dort wollte sie sich nur andauernd an den Zügeln festhalten. "Wenn du unsicher bist, greif ans Horn und lass die Zügel in Ruhe.", sagte ich ernst und schaute ihr dabei zu, wie sie meine Anweisungen umsetzte. "Gut, galoppier ihn in der Ecke mal an. Denk an das Sattelhorn und an die Zügel, auf Whoa hat er zu stoppen, das kennt er mittlerweile.", erklärte ich ihr und sah zu, wie sie ihn angaloppierte. Chosposi galoppierte bei ihr viel langsamer als bei mir eben, was vielleicht auch daran liegen konnte, da er Sporen nicht so sehr mochte und ich welche an hatte, Canyon dagegen jedoch nicht. "Gut.", lobte ich beide, als sie ihn wieder im Schritt hatte. "Ich glaube meine Arbeit ist getan.", lachte ich und machte mich wieder auf den Heimweg, denn dort wartete schon das nächste Pferd. Vielleicht musste ich auch gar nicht bis nach Hause, sondern von Frankreich gleich weiter fliegen.
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      23-05-2016 | 6.820 Zeichen | Veija
    • Canyon

      Tierarzt

      Routinebehandlung
      Kurz nach Mios kurzfristigem Besuch, verschlug es mich ebenfalls wieder zu ihr nach Südfrankreich. Doch diesmal begrüßte mich nicht die schöne lauwarme Sonne sondern ein strömender Regen. Kurz nach meiner Ankunft, huschten wir in den Stall zu den drei Hengsten die auf eine Untersuchung warteten. Mio erklärte mir alles was zu beachten war und die Geschichte ihrer Mustangs. Ich war damals in Amerika oft auf Entdeckungsreise um Mustangs zu sehen und hier hatte ich 2 Prachtexemplare auf einmal.
      Nachdem ich die Pferde begrüßt hatte, find ich auch schon mit dem Untersuchen an. Keines der Pferde hatte am Körper irgendwelche Auffälligkeiten. Die Lymphknoten waren auch nicht geschwollen. Chosposi war etwas nervös als ich vorsichtig an sein Hinterteil ging um die Temperatur zu messen. Mio beruhigte ihren schönen Hengst und ich konnte die Körpertemperatur messen die bei 37,1°C lag, also alles im grünen Bereich. Impfungen brauchten die Pferde heute nicht es ging bloß um die normale Untersuchung. „Mio gab es bei deinen Pferden in letzter Zeit etwas Auffälliges?“, fragte ich während ich die Herz/Pulsfrequenz maß. Sie schüttelte den Kopf. „Seine Herzfrequenz ist normal und liegt bei 30 Schlägen pro Minute.“ Ich hörte mir mit dem Stethoskop den Darm von Chosposi, Togi und Hidalgo ab. Alle hatten eine gesunde Darmfunktion.
      Nun fast am Ende der Untersuchung, maß ich die Atemfrequenz von den Dreien. Diese lag zwischen 8-12 Züge pro Minute – ebenfalls alles okay. Nun zu guter Letzt schaute ich in die Mäuler der Pferde und stellte keinerlei Symptome von Krankheiten fest. Das Zahnfleisch war hellrosa und die Zähne waren frisch geschliffen.
      Ich lobte die drei Pferde und ging mit Mio noch auf einen Kaffee ein. Ich gab ihr noch ein paar Tipps zur Fütterung ihrer Pferde und verabschiedete mich. Abends fuhr ich mit dem Zug zurück nach Hause.
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      20-03-2016 | 1.846 Zeichen | Zion
    • Canyon

      Hufschmied

      Briar Cliff Farrier
      „Frankreich ist so weit weg…“, stöhnte Smetti erschöpft von den vielen Reisen. „Weißt du, demnächst ziehen sie weiter weg und wir ziehen eh nach Mazedonien, dann müssen wir noch mehr reisen“, grinste ich ihn an. Ich kann auch mies sein. Aber einerseits hat er schon recht, das Reisen ging auch mir langsam auf die Nerven… „Die letzten zwei Male verreisen wir noch, demnächst schauen wir uns nach einer neuen Methode um unsere Kunden zu erreichen.
      Nach einigen Stunden Flug waren wir beide so erschöpft, dass wir uns zuerst in ein Hotel begaben und dort nächtigten. Den nächsten Tag ging es dann los. Es waren eine halbe Stunde Fahrt bis zum Hof ehe wir ankamen und Mio uns gleich den Hengst brachte. Ein Tovero mit viel weiß und ein Mustanghengst. Ich war jedoch nicht zum begaffen hier, sondern für seine Hufe und um diese kümmerte ich mich nun. Die Kontrolle verlief einwandfrei. Seine Hufe waren nicht zu lang und nicht zu kurz und das Hufhorn hatte eine annehmbare Konsistenz und ich musste nicht viel machen. Nur hinten links hatte er eine Fehlstellung, die ich korrigierte. Ab und zu stellte er sich quer, aber blieb stets händelbar. Smetti stand neben uns und gähnte nur. Ihn schlauchte das ganze ganz schön…
      Ich kürzte dem Hengst die Hufe nur minimal und brachte sie dann in Form.

      15-06-2016 | 1.290 Zeichen | Sosox3
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  • Album:
    Phoenix Valley
    Hochgeladen von:
    Canyon
    Datum:
    28 März 2018
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    18

    EXIF Data

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    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

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    Morrigans Hidalgo

    ● ○ ● ○

    Hengst | 25-06-2011 | 150cm
    Mustang
    Darkbay splashed White

    ● ○ ● ○

    Von Hidalgo III
    Von Hidalgo II Aus der Lalik

    Aus der Morena

    Von Mustafo Aus der Mila

    ● ○ ● ○

    Hidalgo ist ein spezieller Mustang, eigentlich schon fast typisch aber auch irgendwie wieder nicht typisch. Er ist mutig und traut sich vieles, schreckt einfach vor nichts weg. Dazu ist er freundlich, was aber nicht bei jeder Person der Fall ist. Er ist wild und eigensinnig, was man oft zu sehen mag, da er gerne mal den typischen Hengst raushängen lasst und zeigt wenn ihm was nicht passt.
    Morrigans Hidalgo wurde in der Wildnis gezeugt aber in Gefangenschaft geboren, weshalb er kein bisschen Wilde Freiheit genießen konnte. Er kam zu einen alten man der sich liebevoll um den Kleinen kümmerte und ihm behutsam einritt, was eine weile dauerte, da er im Jugendalter ziemlich bockig wurde.


    ● ○ ● ○

    Besitzer: Canyon
    VKR/Ersteller: Auguri/kira
    im Besitz seit: 05-01-2016
    Kaufpreis: 600 Joellen

    ● ○ ● ○

    ● Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential


    Western E A L M S S* S**

    Distanz E A L M S

    Dressur E A L

    Springen E A L M


    ● ○ ● ○

    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren

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    319. Westernturnier | 235. Distanzturnier | 321. Westernturnier | 331. Westernturnier

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    332. Westernturnier | 128. Synchronspringen | 252. Distanzturnier

    ● ○ ● ○


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    [HK 483]

    Gencode: EeAaToToOo
    Zur Zucht zugelassen: Ja
    Eingetragene Zucht: Phoenix Valley (PV)

    Nachkommen
    Morrigan's Chaa - *2017 (aus der Anaba)


    ● ○ ● ○

    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt
    Gesamteindruck: sehr gut
    Akute Krankheit/en: x
    Chronische Krankheit/en: x
    Erbkrankheit/en: x

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Hufbeschaffenheit:
    Hufkrankheit/en:
    Beschlag vorne:
    Beschlag hinten:

    ● ○ ● ○

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