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Canyon

● Экстраординарный ♞

ausgesprochen Ekstraordinarny | inoffizieller HG von sadasha | тавро: 7-13

● Экстраординарный  ♞
Canyon, 23 Juli 2018
Any, MeisterYoda, Veija und 3 anderen gefällt das.
    • Canyon
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      Springen E → A
      Brrrr...war das kalt! dachte ich, nachdem ich mich auf die Rücksitzbank des Taxi’s fallen ließ und meine Hände aneinander rieb um sie zu wärmen. Normalerweise fuhr ich immer selbst, doch da die Monate vor dem Winter immer stressig waren, hielt ich es für besser, gefahren zu werden. Immerhin war ich schon seit 3:00am auf den Beinen. Ich gab dem Fahrer die Adresse des Zuchtgestüt’s Fominow und lehnte mich zurück. Während der ganzen Fahrt beobachtete ich wie die Landschaft am Fenster vorbei zog. Knapp Drei Stunden später hielt der Wagen vor dem massiven Tor des Gestüt’s und ich bezahlte den Fahrer, bevor ich ausstieg und über den Hof zum Haupthaus ging. Dimitri öffnete gerade die Tür, als ich die Klingel betätigen wollte. “Добро пожаловать обратно! Du bist früh dran.” begrüßte er mich und dieses Mal verstand ich zumindest, dass er mich willkommen hieß, da ich, seit dem letzten Besuch auf dem Gestüt und dem Versprechen, wiederzukommen, ein paar Worte gelernt hatte. “Надеюсь, ты в порядке?” fragte ich und Dimitri sah mich erschrocken an. “Wundervoll, einfach wundervoll! Mir geht es, wie immer, sehr gut. Denk dran, auch an schlechten Tagen musst du dir deine gute Laune behalten. Schlechte Laune tut einem nicht gut.” sagte er lachend und trug meine Tasche ins Haus in das Gästezimmer. “Wenn du magst, kannst du direkt loslegen. Экстраординарный steht noch in seiner Box.” bot Dimitri mir an und ich folgte ihm in den Stall. “Du kennst dich ja aus.” sagte er, als er mir den Spind des Hengstes gezeigt hatte und ging zurück ins Haus. Ich begrüßte den Hengst und öffnete das Tor seiner Box um ihm das Halfter anzuziehen, welches an der Boxentür hing. Nachdem ich ihn in die Stallgasse geführt- und angebunden hatte, putzte ich den Hengst, den man Ekstraordinarny aussprach, ausgiebig. Ich kratzte seine Hufe aus und ließ ihn für einen Moment allein um aus seinem Spind Gamaschen, Hufglocken und Streichkappen zu holen um seine Beine während des Trainings zu schützen. Mit einem Stockmaß von 1.60m hatte der Budjonny eine für mich optimale Größe und ich freute mich schon darauf ihn zu reiten. Ich holte den Sattel und die Trense aus der Sattelkammer und legte die Trense über die Putzbox, während ich den Sattel auflegte und die Satteldecke glatt zog, bevor ich den Gurt locker anzog. Ich öffnete das Halfter und zog es Ekstraordinarny auf den Hals, damit ich ihn auftrensen konnte. “Ich hab alles vorbereitet!” rief Dimitri mir aus dem Fenster zu, als ich den Hengst, auf dem Weg zum Springplatz, am Haus vorbei führte. Das hatte er wirklich. Er hatte ein paar Cavalettis vorbereitet, in-out Sprünge, Kombinationen und Einzelsprünge. Ich stellte den Hengst auf und stellte die Steigbügel auf meine Länge ein, bevor ich einen Fuß in den Steigbügel stellte, in den Zwiesel griff und mich in den Sattel von Ekstraordinarny setzte. Im Schritt ritt ich ein paar Runden auf der ganzen Bahn und trabte dann an um den Hengst aufzuwärmen. Nachdem er damit begann auf dem Gebiss zu kauen hielt ich ihn für einen Moment und gurtete nach um mit dem Training beginnen zu können. Der Hengst war sofort bei der Sache als ich ihn angaloppierte und an den Hindernissen vorbei ritt. Ekstraordinarny war sofort bei der Sache und ließ sich gut aussitzen. Ich hielt eine konstante Verbindung zum Pferdemaul und taxierte dann die Cavalettis zum aufwärmen an. Der Hengst blieb entspannt und sprang mit Leichtigkeit über die Hindernisse, die etwa 50 Zentimeter hoch sein mussten. Ich hielt den Hengst auf dem Zirkel im Galopp und ging dann in den Parcours über. Ich taxierte einen Oxer mit einer Höhe von einem Meter und als der Hengst das Tempo beschleunigte, hielt ihn etwas zurück und zählte die Galoppsprünge vor dem Absprung mit. Wir überwunden das Hindernis fehlerfrei. Um ihn konzentriert bei der Sache zu halten ging ich in die In-Out Sprünge über, die das Rhytmusgefühl des Hengstes verbessern sollten. Die Sprünge waren jeweils nur 70cm hoch und obwohl es beim ersten Versuch nur mäßig funktionierte, war schon beim 2. Anlauf eine deutliche Verbesserung zu sehen. Dimitri war inzwischen dazu gekommen und beobachtete uns vom Zaun aus. “Das Rick da hinten liegt auf 1.10m.” rief er mir zu und deutete auf das blau/gelb gestreifte Hindernis. Ich nickte und wechselte durch den Zirkel um das Hindernis anzureiten. Es war höher, als die Sprünge die mir heute überwunden haben, doch da Dimitri seinen Hengst besser kannte als ich, ließ ich es zu. Ekstraordinarny taxierte das Hindernis genau, wählte den richtigen Absprung und überwund das Hindernis ohne die Stangen zu berühren. Freudig klopfte ich dem Hengst den bemuskelten Hals und galoppierte ihn eine Runde gelassen aus, bevor ich ihn parierte und auf Höhe von Dimitri hielt. “Sieht gut aus! Ich weiß, er ist teilweise zu stürmisch, aber daran arbeiten wir bereits.” erklärte er und stieg über den Zaun auf den Platz. “Bringst du ihn auf die Weide? Ich bring sein Zubehör in die Sattelkammer und komme dann nach. Dann zeige ich dir Алёна für das Springen morgen.” sagte er und zog die Steigbügel nach unten. Die Trense sollte ich noch drauf lassen. Der Hengst würde sich in der Gegenwart von Stuten sehr aufführen und er wollte mich nicht in Gefahr bringen. Ich nickte und brachte den Hengst auf eine Weide, wo ich ihm die Trense abnahm und ihn in den Feierabend schickte. Keine 5 Minuten später war Dimitri bei mir und zeigte mir die Stute, die ich morgen trainieren würde.

      29.09.2018 | 5424 Zeichen | adoptedfox
    • Gwen
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      Springen A → L
      Endlich wieder gesund genug zu sein, um in den Sattel zu steigen, war eines der schönsten Gefühle überhaupt. Ende September hatte es mich vollkommen umgehauen und ich hatte mir, wo auch immer, eine unschöne Grippe eingefangen. Hatte ich zu Beginn nur auf das Reiten verzichtet, war nach ein paar Tagen nicht mal mehr Ausmisten oder Longieren möglich gewesen.
      Eva hatte mich kurz darauf gnadenlos nach Hause und ins Bett geschickt und so hatte ich dort mein Dasein gefristet. Schrecklich! Den ganzen Tag zu liegen und nichts tun zu können. Irgendwann wollte man auch nichts mehr lesen und die Wohnung war in der Zeit bestimmt viermal umgeräumt worden.
      Natürlich hatte mich Eva nicht direkt aufs Pferd gelassen. Ich hatte erst langsam wieder anfangen dürfen, aber zumindest direkt alles gegriffen, was ich machen durfte und sei es nur Pferde von der Weide holen gewesen.
      Dimitri sah das Ganze nicht so eng und hätte mich schon viel eher wieder reiten lassen, doch Eva hatte kurz und knapp bei solchen Angelegenheiten das Ruder in die Hand genommen und so erging es Tasillo ähnlich, als er wie ich anfing zu kränkeln. Ihn hatte Eva direkt nach Hause geschickt und so war er tatsächlich fast zeitgleich wieder fit wie ich.
      So kam es, dass wir zusammen mit Маэстро und Экстраординарный eine Schrittrunde um das Gestüt ritten, um die Pferde für die heutige Springstunde aufzuwärmen. Und ich konnte mir ein durchgängiges Lächeln nicht verkneifen. Denn der Herbst war meine absolute Lieblingsjahreszeit und besonders hier auf Fominow zeigte sie sich in voller Pracht.
      Die Bäume leuchteten in allen möglichen Farben, unter den Hufen der Pferde knisterte das Laub und die Sonne wärmte angenehm unsere Gesichter, ohne dabei unangenehm zu werden. Auch hatte ich das Gefühl, die Natur wurde, nach dem teilweise doch heißen Sommer, jetzt langsam wieder aktiv. Die Vögel zwitscherten ohne Unterlass und auch so manch anderes Tier sah man durch die Wälder streifen.
      Angenehm war das schöne Wetter aber auch, weil es hinaus auf den Springplatz ging. Das Springtraining fand immer draußen statt und Dimitri war gnadenlos, er ließ uns bei jedem Wetter dort reiten. Dafür waren Pferde und Reiter aber auch abgehärtet und gerade bei so manchen Turnieren kam uns das doch zu Gute.
      Dimitri war nicht gerade glücklich über meinen Ausfall gewesen, denn so fiel Маэстро im Training doch vermehrt zurück. Dimitri sah es nicht ein, andere Reiter auf die jeweiligen Pferde zu setzen. Natürlich wurden sie in der Zeit dennoch bewegt, aber er wollte die festgelegten Konstellationen nicht auseinanderreißen.
      Dementsprechend würde ich mich nun ranhalten müssen, um den Rückstand aufzuholen. Für Маэстро und mich stand täglich Training an. An manchen Tag auch früh und abends. Wir gingen zusätzlich zum Training dreimal die Woche ins Gelände, um Kondition aufzubauen. Aus diesem Grund schlief ich abends besonders früh und gut, aber die Mühen lohnten sich.
      Экстраординарный befand sich auf dem gleichen Niveau wie Маэстро und deshalb trainierten wir aktuell häufig zusammen. Heute legte Dimitri die Latte aber wortwörtlich höher und forderte sowohl die Pferde als auch uns mit anspruchsvollen Kombinationen und Höhen. Immer abwechselnd ritten Tasillo und ich den Parcours, während der jeweils andere sein Pferd anderweitig beschäftigte und arbeitete.
      Das funktionierte einwandfrei und inzwischen sah man bei uns beiden wieder deutliche Fortschritte. Маэстро stand heute super an den Hilfen und das noch so kleine Kommando kam sofort beim Pferd an. So hatten wir mit den geforderten Tempiwechsel innerhalb des Parcours keine Probleme.
      Ekstra legte es manchmal ein wenig drauf an und ließ Tasillo gut arbeiten, aber der bekam den manchmal etwas forschen Hengst mit Leichtigkeit gehändelt.
      Der heutige Parcours bestand aus acht Hindernis, welche mindestens eine Höhe von 1,15m aufwiesen. Darin befanden sich zwei zweifache und eine dreifache Kombination. Am Ende der Stunde waren sowohl Reiter als Pferde verschwitzt, aber Dimitri sichtlich zufrieden. Er dankte uns und entschwand dann auch schon, während wir die Pferde noch abritten.
      Am Stall nahm ich Маэстро direkt den Sattel ab und warf ihm eine Abschwitzdecke über, dann hieß es erst einmal ein wenig trocken führen, ehe ich ihm den getrockneten Schweiß aus dem Fell bürstete und er sein Futter fressen durfte.
      Als der Hengst dann mit allem fertig war, fettete ich noch die Hufe ein und brachte ihn dann wieder hinaus auf die Weide. Für mich stand nun noch das Putzen des Sattelzeugs an und so konnte ich mich direkt zu Tasillo gesellen, der es sich auf dem Hof in der Sonne gemütlich gemacht hatte und gerade die Trense von Ekstra reinigte.

      15.10.2018 | 4.666 Zeichen | Gwen
    • Gwen
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      Springen L → M
      Es regnete und wir hatten Minusgrade. Das bedeutete, dass jeglicher Tropfen, der den Boden berührte, fror. Die sehr schmerzhafte Konsequenz für mich war, dass es mich zweimal auf dem gefrorenen Hof hingelegte, als ich gemeinsam mit Tassilo streute. Abgesehen davon waren der Regen und der peitschende Wind auch besonders undankbar und ich war froh, heute schon mit beiden Pferden fertig zu sein. Stattdessen standen die üblichen Arbeiten an, die sich aber zum Glück auf den trockenen und warmen Stall beschränkten.
      Gemeinsam mit Tassilo holte ich nach unserer mühsamen Arbeit Экстраординарный und Фантастика von der Weide in den Stall. Wie die meisten Budjonnys besaßen auch die beiden Füchse nur wenig Fell, zumindest verhältnismäßig zu anderen Pferden. Doch trotzdem froren unsere Pferde bisher kein Stück. Das Fell war zwar kurz, aber unglaublich dicht und schützte sie so vor Kälte und Wind. Nur wenn, wie heute auch noch ein starker Regen hinzukamen, deckten wir die Pferde mit Regendecken ein, immerhin verbrachten sie den gesamten Tag draußen.
      So hatten Tassilo und ich nun aber zum Glück sowohl trockene als auch saubere Pferde als wir die Decken abnahmen. Lediglich die Köpfe und Hälse der beiden waren nass und etwas dreckig. Das Putzen ging also schnell voran und danach sattelten und trensten wir schon. Ich jedoch würde heute nicht mehr reiten, sondern meine Aufgabe war es, Фантастика für Dimitri vorzubereiten.
      Theoretisch bevorzugte er es, seine Pferde selbst fertig zu machen und war immer sehr mürrisch, wenn ich es übernahm. Praktisch hatte er als Gestütsleiter aber nicht immer die Zeit dafür, besonders, wenn man so eine strukturierte Person wie Dimitri war. Mir machte es nichts aus, denn ich half gerne überall wo ich konnte. Dementsprechend hatte ich vorhin auch bereits beim Aufbau des Parcours geholfen und angeboten, nachher die Hindernisse zu erhöhen und gegebenenfalls gefallene Stangen wieder aufzulegen. Ich nutzte jede Chance, um zu lernen und den beiden Reitern beim Training zuzuschauen war ideal. Sowohl Tassilo als auch Dimitri waren begabte Springer und man konnte immer was für sich mitnehmen.
      Als wir fertig waren, führten wir die Pferde in die Halle. Tassilo schwang sich in den Sattel und wärmte Экстраординарный bereits auf, während ich Фантастика noch ein wenig warm führte bis Dimitri erschien und sie übernahm. Фантастика stand noch nicht lange in unserem Stall. Sie wurde regulär von Dimitri geritten und trainiert und ihm schien die Abwechslung zu den Hengsten wirklich Spaß zu machen.
      Фантастика war eine sehr selbstbewusste Stute, die genau wusste, was sie wollte. In der Herde war sie auch sehr ranghoch und machte das oft deutlich. Dennoch war sie ein super Sportpferd. Motiviert, fleißig und ausdauernd. Besonders im Distanzsport glänzte sie, aber bei der aktuellen Wetterlage hatte niemand etwas dagegen, dem Springen vorerst den Vorrang zu lassen.
      Dimitri hatte die Stute erst einmal ankommen lassen und in Ruhe antrainiert, inzwischen waren die beiden auf einem soliden Stand und Фантастика ging auch schon ihre ersten Turniere. Offiziell bisher noch auf E-Niveau, um zunächst die Turnierluft schnuppern zu dürfen und sich an alles zu gewöhnen. Im Gegensatz zu Экстраординарный war sie also absolut grün hinter den Ohren. Der fuchsfarbene Hengst hingegen war mit Tassilo nämlich schon ein eingespieltes Team und gehörte seit Anbeginn zu Fominow. Im Springen behaupteten sie sich bereits auf L Niveau und wollten vor Ende des Jahres noch den Sprung in die M Klasse schaffen.
      Bisher waren sie auch auf dem besten Weg dorthin und auch das heutige Training sah besonders gut aus. Zunächst ritten beide Reiter ihre Pferde warm, dann nahmen sie allmählich Trabstangen und Cavaletti hinzu, ehe es zu den ersten Sprüngen ging. Für Фантастика begannen wir mit einer niedrigeren Höhe. Экстраординарный hätte auch durchaus schon höher einsteigen können, doch schaden, tat ihm das auch nicht.
      Mit der Zeit erhöhte ich die Hindernisse immer mehr, bis sie gut L-Höhe erreicht hatten. Während Фантастика inzwischen gut arbeitete und ihre volle Konzentration benötigte, merkte man Tassilo und Экстраординарный an, dass sie bereits diese Höhe und Schwierigkeit des Parcours gewöhnt waren und solide jedes Hindernis nahmen. Фантастика zeigte sich aber sehr erfolgreich, auch wenn Dimitri als erfahrener Reiter auf jeden Fall eine große Hilfe war und sie gut unterstützen konnte.
      Während Tassilo mit Экстраординарный ein wenig an den Feinheiten wie den fliegenden Wechseln und Versammlung arbeitete, sprang Dimitri die Stute noch einige Male, bat noch um ein paar Zentimeter Erhöhung, bis er nach einem einwandfreien Durchlauf entschied, es für heute gut sein zu lassen. Er ritt die Stute ab, während ich nun für Tassilo die Hindernisse auf M Höhe setzte. Dimitri nahm sich direkt die Zeit, um seinem Reiter noch hier und da ein paar Tipps und Anweisungen zu zurufen.
      Экстраординарный war heute sehr fleißig unter dem Sattel und reagierte sofort auf jede Hilfe. Er sprang kraftvoll ab, zog die Beine sauber über dem Sprung an und verweilte auch nicht zu lange in der Schwebephase. So kamen die beiden souverän durch den Parcours und nach einem weiteren fehlerfreien Durchgang beendete auch Tassilo sein Training. Die beiden ritten ihre Pferde ab, während ich begann, den Parcours abzubauen und die Halle so wieder frei zu räumen. Um die Pferde kümmerten sich die Reiter und als ich mit der Halle fertig war, machte ich mich stattdessen an die noch anstehende Stallarbeit, während es draußen immer noch stürmte, aber genau dann machte die Arbeit drinnen am meisten Spaß.

      30.11.2018 |5.608 Zeichen | Gwen
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    • Gwen
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      снег, снег, снег
      Bereits früh am Morgen begann mein Arbeitstag und doch freute ich mich jedes Mal. Schon lange waren die Tage so kurz, dass mein Wecker klingelte, wenn es draußen noch dunkel war. Zu meinem Glück wohnte ich nicht weit entfernt vom Zuchtgestüt Fominow und war so schnell da. Bereits seit vorgestern musste ich morgens immer die Scheibe des Autos freikratzen, keine schöne Arbeit, aber heute, als ich das Haus verließ, konnte ich kleine weiße Schneeflocken fallen sehen. Sofort schlug mein Herz höher, denn ich liebte den Schnee. Als ich mich umschaute, sah ich, dass bereits die Landschaft von einer dünnen weißen Schneeschicht bedeckt war. Zwar fror ich auch heute wieder beim Freikratzen, aber ich freute mich über den Schnee und beschwerte mich deshalb nicht.
      Als ich am Gestüt ankam, schneite es immer noch und hier lag mittlerweile bereits mehr Schnee. Ich machte mich auf den Weg in den Stall, um Henning bei den morgendlichen Arbeiten zu helfen. Inzwischen war ich so lange hier, dass ich die Routinen kannte und mit den anderen ein eingespieltes Team war. Während Henning sich um die Fütterung kümmerte, schaute ich einmal in jede Box hinein und kontrollierte kurz die Pferde. Dimitri hielt nicht viel vom Eindecken, doch der ein oder andere benötigte bei der Kälte und dem zusätzlichen Wind dann doch zumindest eine dünne Decke. Also machte ich mich daran, diese Pferde einzudecken. Nachdem dann alle gefüttert waren, teilten Henning und ich uns die Pferde auf und brachten sie auf die jeweiligen Koppeln.
      Er übernahm heute die Stuten und begann mit Анжелика und Алёна. Als die anderen das Hufgeklapper auf der Stallgasse hörten, wurden sie wach. Юрий, welchen ich gerade aufhalfterte, wieherte mir indes lautstark ins Ohr und ich musste unwillkürlich zusammenzucken. "Hey, geht's noch?", fragte ich lachend und führte ihn aus der Box und weiter zu Маэстро. Auch ihn halfterte ich auf und dann durften die beiden schon einmal hinaus auf ihre Weide. Sobald die Halfter ab waren und ich außer Reichweite, sprangen die beiden förmlich im Dreieck. Sie buckelten, galoppierten und jagten sich gegenseitig. Der Schnee schien auch die Lebensgeister der Pferde zu wecken.
      Wieder im Stall angekommen, hängte ich die Halfter zurück an ihre Haken. Henning kam auch soeben zurück und schüttelte den Kopf. "Hatten deine beiden auch so eine Macke?", fragte er und erzählte, wie die beiden sonst so ruhigen Stuten auf der Weide abgegangen waren. Ich musste lachen und während wir uns kurz unterhielten, wurde es im Stall immer unruhiger. Also machten wir uns daran, die nächsten Pferde hinauszuschaffen. Henning verließ mit Роса und Фантастика den Stall und die beiden Fuchsstuten tänzelten bereits jetzt aufgeregt neben ihm her. Doch Henning ließ sich davon nicht anstecken. Seelenruhig und wie ein Fels in der Brandung lief er voran, ein göttliches Bild mit den beiden aufgeregten Hühnern zu beiden Seiten.
      Ich sorgte mich ja bereits ein wenig, doch meine Sorge war unbegründet, denn Намисо und Экстраординарный schienen nicht besonders viel von der Aufregung zu halten. Entspannt schritten die großen Hengste neben mir her und waren vorbildlich wie eh und je. Bei ihnen ging es auf der Weide auch gesitteter zu. Zwar trabten sie mit erhobenen Schweifen davon, aber Экстраординарный wälzte sich zunächst genüsslich und Намисо scharrte direkt im Schnee, um vielleicht doch noch etwas Gras zu entdecken. So schieden sich also die Geister unserer geliebten Vierbeiner, die einen flippten aus und die anderen blieben tiefen entspannt.
      Zuletzt verblieben im Stall nur noch unseren beiden neusten Budjonnys, zwei wahre Prachttiere. Dabei handelte es sich um den hellen Fuchs Барышников und die ebenso recht hell geratene Stute Чайка. Beide Pferde gehörten noch gar nicht so lange zum Gestüt Fominow, hatten sich aber bereits mehr als gut eingelebt und auch schon einige Erfolge bei den Turnieren erzielen können. Барышников war zudem nicht alleine gekommen, sondern hatte seinen Reiter direkt mitgebracht. Die beiden waren ein eingespieltes Team und obwohl ich sie bisher nur wenige Male hatte reiten sehen, konnten sie sich wirklich sehen lassen.
      Nachdem alle Pferde nun auf ihren Weiden standen, befüllten Henning und ich zunächst die Heuraufen der Winterweiden neu, damit die Pferde auch wie gewohnt ihr Futter ad libitum hatten. Danach kontrollierten wir noch fix die Tränken, doch dann guter Dämmung war nichts eingefroren. Also hieß es nun misten. Alle elf Boxen mussten gründlich gemistet und für den Abend vorbereitet werden. Neben dem misten und frisch einstreuen gehörte auch das Befüllen der Heunetze dazu. Zudem reinigten wir täglich die Tränken und Tröge, um Keimen und Bakterien keine Chance zu lassen. Als wir fertig waren und ich nur noch fix die Stallgasse kehrte, kamen bereits die ersten Reiter in den Stall und begrüßten uns fröhlich.

      17.12.2018 | 4.842 Zeichen | Gwen
    • Canyon
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      Der Moment davor
      »Die Stuten platzen bald«, sagte Eva. „Jeden Moment könnten sie einfach bumm machen. Wie ein Luftballon.«
      Ich lächelte und blickte kurz zu Eva, die am Zaun zur Stutenweide stand. Verträumt hatte sie sich auf einen Besen gestützt und beobachtete nun schon mehrere Minuten die Stuten mit ihren kugelrunden Bäuchen, anstatt mir zu helfen, den Weg zu den Weiden zu kehren und von gewachsenem Gras zu befreien. Es nieselte leicht, endlich etwas Regen. Erst gestern Nacht hatte durch die Hitze und den dazu noch sehr starken Wind ein Waldgebiet ganz in unserer Nähe gebracht. Die ganze Nacht waren die Sirenen zu hören gewesen. Es war der Albtraum jedes Hausbesitzers, das es einmal sein Haus, sein Feld oder seine Scheune sein würde, die in den lodernden Flammen untergehen würde. Diese Nacht hatten wir Glück gehabt.
      Drei der fünf Stuten waren in der letzten Phase ihrer Schwangerschaft, jede Minute könnten sie gebären. Die Boxen waren mit Kameras ausgestattet und zusätzlich gab es noch Sitzwachen, die die Nacht über nur auf den kleinen Bildschirm starrten und darauf warteten, dass der Nachwuchs zur Welt kam. Es war schwer zu sagen, ob Анжелика, Роса oder Алёна zu erst gebären würde, die ersten Wetten und Namensvorschläge waren aber schon längst im Gange.
      Фантастика, Нимфадора und Чайка, sie waren erst letzten Herbst auf das Gestüt gezogen, würden voraussichtlich auch im Herbst erst fohlen. Das ermöglichte uns, dass wir uns vollkommen auf das Aufziehen von nur drei, anstatt sechs Fohlen konzentrieren mussten.
      Dimka war zwar den Winter über viel auf dem Gestüt gewesen, hatte Pferde trainiert und kleinere Bauarbeiten gemacht, war aber seit Frühlingsbeginn nun wieder viel unterwegs, um vor allem die Hengste auf Turnieren und anderen Shows vorzustellen und den Namen seines Gestüts in aller Munde zu verbreiten. Ich hatte es zu erst nicht glauben wollen, zu groß war die Sehnsucht gewesen, aber mittlerweile hatte der Name Fominow im Pferdegeschäft durchaus einen Platz weiter vorne eingelegt und immer öfter kamen nun Interessierte, die die Budjonnys kennenlernen und manchmal auch mit den stolzen Hengsten des Gestüts züchten wollten.
      Eva wachte aus ihren Gedankengängen auf und kam mit schnellen Schritten hinter mir her getippelt. »Habe ich wieder geträumt?« Ihre Augen waren unschuldig aufgerissen, sodass ich lachen musste. Ich winkte ab und küsste sie kurz freundschaftlich auf die Stirn. Dann legte ich einen Moment meinen Kopf in den Nacken, spürte den feinen Nieselregen auf der Stirn und auf dem Mund und war mir sicher, dass ich gerade an keinem anderen Ort auf der Welt sein wollte.

      16.06.2019 | 2.599 Zeichen | Canyon
    • Canyon
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      Ungeduld und Nagellack
      „И не могли бы вы отправить заявление Клаусу? Мне срочно нужна эта форма к концу года. Речь идет о отчёте для компании, у которой он купил лекарство для Анжелики.“
      Geduldig hörte ich Dimka dabei zu, wie er mal wieder Geschäftsgespräche führte. Dabei war Mittwoch eigentlich unser Tag. Das bedeutete, ab 16:00 Uhr keine unnötigen Telefonate mehr, kein Abstandhalten der Berufsbeziehung wegen und auch kein „von oben herab“, wie es Dimka gerne tat, wenn er in seiner Rolle als Gestütsleiter auftrat.
      „Спасибо. Увидимся завтра“, beendete Dimka endlich sein Gespräch. Ich hatte mich derweil meinen Fußnägeln zugewandt und obwohl ich Nagellack noch nie besonders schön fand, hatte ich ttsächlich in der hinteren Ecke des Badschranks noch ein helles Grün gefunden. Ohne den Blick zu heben, beschäftigte ich mich also mit der Lackierung meiner Fußnägel.
      „Tut mir Leid“, sagte Dimka, endlich wieder auf Deutsch. „Ich hatte dir versprochen, das sein zu lassen.“
      Ich zuckte mit den Schultern ohne den Blick zu heben. „Schon okay“, sagte ich. Innerlich schmollte mein Kleinkind jedoch so sehr, dass es seine Unterlippe aus den Augenwinkeln wahrnehmen konnte.
      „Wollen wir einen Ausritt machen?“, fragte Dimka.
      „Ich weiß nicht“, sagte ich gedehnt. „Meine Fußnägel müssen erst trocknen und vielleicht mache ich für einen besseren Glanz dann noch eine zweite Ebene drauf.“
      „Hast du das von Instagram?“, fragte er und ich merkte, wie er breit grinste.
      Mist, erwischt. Er kannte mich zu gut. Ich hatte nämlich keinen Plan von diesem Zeug, geschweige denn wie man es anwendete. Dafür hatte ich in der letzten halben Stunde während seines Telefonats definitiv genug Zeit für meinen sinnlosen Instagram-Feed gehabt.
      „Na gut“, sagte ich ergeben und gab meine Fassade auf. Sie hatte sowieso nicht so viel Spaß gemacht. „Lass uns ausreiten.“
      Ich kramte alte Socken aus meinem Schrank und zog sie ungeachtet der noch frischen Farbe auf meinen Fußnägeln, über meine Füße. Dann zog ich Dimka von der Couch hoch und drückte ihm seine Mütze in die Hand.
      Es war erst kurz nach halb fünf, aber draußen sah es aus wie finsterste Nacht. Ausritte waren in letzter Zeit viel zu kurz gekommen. Die Scheu vor der Dunkelheit da draußen war bei uns allen recht groß. Aber Vormittags gab es einfach zu viel zu tun und ab 15 Uhr begann es oft bereits zu dämmern.
      Dafür war der Stall noch erleuchtet. Ganz vorne stand Барышников. Der wilde Hengst aus Russland, welchen ich gerne als Ersatz für meine Анжелика geritten wäre.
      Aber natürlich hatter er einen ebenso guten Reiter, der mit großem Verstand alles daran setzte, aus dem bereits fünfjährigen Hengst noch ein akzeptables Turnierpferd zu machen. Sascha hatte nicht die Hoffnung, noch die Bühnen der Welt mit ihm stürmen zu können, aber die goldene Farbe seines Fells und das natürliche Talent, dass er mit sich brachte, waren Grund genug, um ein wenig hoffen zu können.
      Саша Давыдов war genauso ein Wunderreiter, wie sein Pferd ein Wunderpferd war. Ich schätzte deswegen Dimkas Überzeugungskünste noch mehr, dass er einen der erfolgreichsten Juniorreiter aus Russland dazu veranlasst hatte, auf unser Gestüt nach Deutschland umzusiedeln. Mit ihm war natürlich auch Барышников gekommen, sein Baletttänzer, wie er ihn gerne nannte.
      Sascha und Dimka verstanden sich gut. Aus den beiden waren so etwas wie Freunde geworden, auch wenn das bei Dimka nur schwer zu glauben war. Viele konnten Sascha nicht leiden. Innerhalb kürzester Zeit hatte er sich einen Posten recht weit oben in der Gestütsrangliste ergattern können, ohne viel dafür tun zu müssen. Mittlerweile war er in alle wichtigen Angelegenheiten verstrickt, hatte genauen Zugriff auf das Finanzielle und war zu Dimitri Fominows engstem Berater geworden. «Den roten Fuchs» nannte man ihn mittlerweile.
      Auf jeden Fall gab es keinen Zweifel, welches Pferd Dimka wählen würde. Sein Маэстро nahm er überall mit hin. Das einzig wahre Vorzeigepferd, wie er immer sagte.
      Für mich wahr die Entscheidung um einiges schwieriger. Viele der restlichen Pferde standen mit ihren Turnierreitern gut im Training, wie Фантастика, Экстраординарный, Намисо oder Алёна. Юрий war nun leider schon seit einiger Zeit auf einem Gestüt in Süddeutschland, diente dort als Deckhengst. Nicht nur Henning freute sich auf seine Heimkehr. Schlussendlich blieben für mich also nur noch Нимфадора und Чайка. Beides hübsche Stuten, die zur Zeit nur langsam Anschluss am täglichen Training fanden. Ich mochte beide wirklich sehr.
      Ich entschied mich für Nymphe. Alleine aus dem Grund, weil ich wusste, dass sie kein Problem mir anhänglichen Hengsten hatte und es auch gut schaffte, ihre Rosse zurückzuhalten. Im Gegensatz zu einigen der anderen Kandidatinnen.
      Nymphe wurde von mir von allen Seiten gut mit reflektierenden Streifen ausgestattet und sowohl der leuchtende Halsring, als auch die blinkende Schweifbeleuchtung sollten wohl genug Licht darstellen, um nicht zu übersehen zu werden. Dimka war zwar etwas sparsamer an die Sache herangegangen, «der Meister» würde aber trotzdem gut zu sehen sein. Mir selbst zog ich noch eine Warnweste an und setzte mir die Stirnlampe auf den Helm.
      «Kann losgehen!», sagte ich und grinste Dimka an. Er musterte mich etwas skeptisch, musste dann aber auch grinsen.
      «Ja, kann losgehen», sagte er und schwang sich in den Sattel von Маэстро.

      18.12.2019 | 5.294 Zeichen | Canyon
    • Cooper
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      Экстраординарный| Grundimmunisierung

      Mitte Januar erreichte mich einen Auftrag von Dimitri Fominow. Es ging lediglich um eine Grundimmunisierung eines Tieres. Da jedoch diesen Monat nicht sehr viele Auftrage vorlagen, war der Auftrag in Deutschland möglich. Es ging nach Mecklenburg- Vorpommern auf das Zuchtgestüt Fominow. Das Gestüt züchtet erfolgreich Budjonnys für den Spring und Distanzsport und machte sich somit schnell einen guten Namen. Ich kontaktiere Herrn Fominow und erkannte das ich vor einiger Zeit ihm eines der Budjonny’s verkauft hatte. Dies war auch das Tier, welches immunisiert werden musste. „Er heißt mittlerweile Экстраординарный, das heißt so viel wie Ekstraordinarny“ sagte Dimitri am Ende des Telefons und wir vereinbarten einen Termin.

      Routinemäßig packte ich alles zusammen und meldete die Stoffe der Immunisierungen am Flughafen an. Wie immer hatte ich in Deutschland dennoch Probleme am Zoll. Als ich eine Stunde später als erwartet dann meinen Mietwagen abholte, freute ich mich einfach auf das Hotelzimmer. Dort angekommen nutze ich das Wellnessprogramm und kontaktierte Herrn Fominow, um ihn darüber zu informieren das ich angekommen war. Ich erfragte erneut ob der Termin noch feststeht und stellte mich dann am Abend auf den darauffolgenden Tag ein.

      Ich fuhr mit dem Mietwagen dann in der früh zum Gestüt Fominow. Es war noch dunkel und schlürfte den Kaffee den ich mir beim Frühstück im Hotel, in einen Becher abfüllte. Das Hörbuch, welches ich schon seit über mehreren Monaten hörte, war pünktlich beim Eintreffen auf dem Gestüt zu ende. Ich wurde sehr herzlich begrüßt. „Der Hengst hat sich großartig entwickelt. Ist wohl schwer zu halten, wenn Stuten in der Nähe sind“ lachte Dimitri, der mir eine kleine Führung des Gestüts gab. Wir unterhielten uns über viele verschiedene Dinge und begaben uns dann in den Stall. Ich begrüßte den braunen mit sanfter Stimme und hielt meine Hand zum Schnuppern hin. Großes Interesse zeigte der Hengst nicht. Erst als ich dann die Vitalzeichen kontrollierte war ihm bewusst das ich für etwas hier war und begutachtete mich. Ich lächelte und streichelte ihn am Schopf. „Vitalzeichen sind alle im Normbereich. Wir können also immunisieren“ sagte ich. Kurze Zeit später war der Hengst geschützt. Während der Prozedur war Ekstra sehr entspannt. Dies lag aber auch daran das Dimitri ihn gut festhielt und er ihn respektierte. Es schien so, als wäre es ganz anders gelaufen, wäre ich mit dem Hengst allein gewesen. Ich lobte ihm zum Schluss mit einem Apfel und verabschiedete mich dann von beiden. Dimitri begleitete mich noch zum Wagen. „Gute Heimfahrt. Und Danke“. „Kein Problem, immer gerne und vielen Dank“ gab ich zurück, lächelte und stieg dann ein.

      2265 Zeichen | by Cooper
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    • Canyon
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      Hufkorrektur
      Heute eilte mich ein dringender Auftrag ein Dimitri Fominow brauchte mich für eins seiner Pferde darum mach ich mich auf dem Weg zu ihm. Meine Fahrt verlief sehr gut und Dimitri stand mit Extra schon bereit. ich ließ mir den Budjonnyhengst vortraben. Dann band Dimitri ihn an und ich säuberte zuallererst seine Hufen. Schon bei der ersten Begutachtung bemerkte ich das das Horn sehr fest und Stabil war. Die Hufen waren auch noch nicht all zu lang, hin und da etwas ausgefranst diese danach definitiv nicht mehr da sein sollten. Ich fing an das Horn zu kürzen. Der Brauner war sehr neugierig aber brav. "Extra das gehört mir!" lachte ich und schob seinen Kopf sanft weg. Er war gerade dabei meine Jacke zu bearbeiten. Ich rundete die Hufen dann noch ab und zu guter Letzt fettete ich die Hufen für schöneren Optik ein. Extra benahm sich sehr brav. Während Dimitri zufrieden den Hengsten versorgte fegte ich den Platz und verabschiedete mich, so schnell wie ich gekommen war genauso schnell verschwand ich wieder. Ich hoffte er war zufrieden mit mir, ich musste ja nicht viel machen, da die Hufen von Extra wirklich fantastisch gepflegt waren.

      30.01.2020 | 1143 Zeichen | Elsaria
    • Gwen
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      Herbst

      Es war ein kalter und trüber Morgen. Fröstelnd rieb ich meine Hände aneinander und bereute es, keine Handschuhe angezogen zu haben. Tassilo grinste mich nur an, als er bereits mit Анжелика, Алёна und Poca den Stall verließ. Auch er war dick eingepackt, aber ihm schien das schlechte Wetter immer recht wenig auszumachen. Ich war da schon wesentlich jammernder unterwegs. Also still jammernd, immerhin brachte das weder den Pferden noch mir etwas. Wir hatten die Pferde bereits gefüttert und während Tassilo sie nacheinander auf ihre Weiden brachte, begann ich direkt, die freigewordenen Boxen zu misten und für die kommende Nacht vorzubereiten. Das hieß, altes Stroh raus, frisches Stroh rein und die Heunetze auffüllen.
      Was das betraf, waren wir ein super Team und gegen sieben Uhr waren wir mit allem fertig. So langsam wurde es draußen auch hell, nur, dass es jetzt auch begann zu regnen. "Не снова", murmelte ich und verdrehte die Augen. Der dritte Tag in Folge, an dem es einfach nur regnen würde. Юрий und Маэстро standen bereits am Putzplatz. Tassilo hatte die beiden Hengste direkt drin gelassen, denn gleich ging das erste Springtraining los. Routiniert machte ich Маэстро fertig und führte ihn dann aus dem Stall zum Springplatz. Wir wärmten die Pferde auf und kurz darauf erschien Dimitri. So ruhig und ungesprächig, wie immer bei solchem Wetter, stand er mit Regenmantel in der Mitte des Platzes und legte direkt los.
      Der Boden war gut, so dass wir nichtsdestotrotz hoch sprangen. Aktuell arbeiteten wir daran, auch bei den höheren Höhen die Form und Technik beizubehalten. Beide Hengste machten ihren Job heute wirklich gut, so dass wir schnell vorankamen. Ein knappes Lob von Dimitri zum Abschluss und dann verschwand er wieder. Wir ritten die beiden Budjonnys ab und brachten sie dann in den Stall. Dort hieß es fix absatteln, etwas mit Stroh abreiben, während sie ihr Futter bekamen und dann durften sie hinaus auf die Weide. Und während Tassilo die beiden versorgte, holte ich bereits Намисо und Экстраординарный für die nächste Runde.
      Als Tassilo wieder kam, waren die beiden bereits gesattelt, so dass wir direkt starten konnten. Wieder ab in den Regen und etwas springen. Mit den beiden jedoch ein gemütlicheres Training. Aktuell trainierten wir sowieso ein wenig ab, da in der Wintersaison nicht zu viel passieren würde. Hier und da vielleicht ein Hallenturnier, ansonsten hielten wir die Pferde fit und minderten das Trainingspensum, damit sie genügend andere Reserven für die Temperaturen hatten. Экстраординарный zeigte sich heute von seiner besten Seite und ließ sich das Wetter nicht anmerken. Намисо hingegen war heute sehr sensibel unterwegs. Ich hatte das Gefühl, durch den Regen wirkte jede meiner Schenkelhilfen dreimal so stark oder Намисо war einfach eine Mimose bei schlechtem Wetter.
      Tendenziell machten sie beiden ihren Job dennoch sehr gut, so dass wir zufrieden das Training beenden konnten.
      Abschließend waren unsere drei Stuten an der Reihe. Sie hatten heute ihren freien Tag, was so viel bedeutete wie entspannteres Training. Wir machten Чайка, Нимфадора und Фантастика fertig und warteten dann noch auf Eva, welche sich trotz des Wetters auf einen Ausritt eingelassen hatte. Dankend nahm sie die Zügel von Чайка und schwang sich auf den Rücken der großen Fuchsstute. Ich hingegen ritt Нимфадора und Tassilo nahm Фантастика. Es wurde ein entspannter Ausritt, zu großen Teilen durch den Wald. Wir redeten auch gar nicht viel, sondern genossen einfach die Abwechslung von der Arbeit. Den Stuten ging es ähnlich und sie schritten zufrieden am langen Zügel die Waldwege entlang.
      "Тассило, помоги мне на кухне", meinte Eva, als wir wieder im Stall waren und die Pferde abgesattelt am Putzplatz standen. Ich lächelte leise in mich hinein. Tassilo war kein Fan davon, in der Küche zu helfen. Vorzugsweise machte er lieber alle Stallarbeiten, aber Eva war der Meinung, dass jeder überall mal half. Also gingen die beiden hinein, um sich um das Mittagessen zu kümmern. Ich brachte sie Stuten wieder hinaus und holte mir zum Ende noch Барышников. Der wunderschöne helle Fuchs wurde nur noch einmal für gut zwanzig Minuten locker longiert. Er hatte gestern ein anspruchsvolles Training gehabt, weshalb er gerade in der Regenerationsphase war und wir gerne Muskelkater verhindern wollten.
      Als ich Барышников wieder auf seine Weide gebracht hatte, kam ich auf dem Rückweg bei unseren Kleinsten vorbei. Алевтина, Юноно und Молотов standen zufrieden in ihrem Offenstall im Unterstand und mümmelten Heu. Die drei Kleinen waren einfach goldig und sie entwickelten sich prächtig, ich hätte den ganzen Tag bei ihnen verbringen können. So blieb ich auch diesmal wieder länger stehen, bis ich Evas Stimme über den Hof rufen hörte: "
      еда готова!"

      15.10.2020 | 4.767 Zeichen | Gwen
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  • Album:
    Zuchtgestüt Fominow
    Hochgeladen von:
    Canyon
    Datum:
    23 Juli 2018
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    Kommentare:
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    Экстраординарный

    ● ○ ● ○

    Hengst | *2013 | 160cm
    Budjonny
    Brauner

    ● ○ ● ○

    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt

    Von unbekannt Aus der unbekannt

    ● ○ ● ○
    Extra ist ein durchsetzungsfähiger und gerne im Mittelpunkt stehender Hengst, der seinem Namen alle Ehre macht. In ihn wurde viel Training von erfahrenen Trainern gesteckt, sodass er eine wunderbare Grundausbildung hat. Seine Talente liegen deswegen auch vor allem in der Klassischen Reitkunst - das Springen. Er hat beste Voraussetzungen und Charaktereigenschaften für ein gutes Turnierpferd und späteren Zuchthengst.
    Allerdings braucht er immer mal wieder klare Anweisungen und vor allem bei Aufregung und nahenden Stuten, stolziert er gerne über den Hof, als könnte ihn nichts aufhalten. Wenn er denkt, etwas zu sagen zu haben, dann wiehert er und sein Wiehern ist das lauteste auf dem ganzen Gestüt.


    ● ○ ● ○

    Besitzer: Canyon
    VKR/Ersteller: Cooper
    im Besitz seit: 23. Juli 2018
    Kaufpreis: 350 Joellen

    ● ○ ● ○

    Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential

    Springen E A L M S S* S**

    Military E A L M S

    Dressur E A L M S S* S**

    Distanz E A L M S

    Western E A L M S

    Fahren E A L M S

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    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren

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    476. Westernturnier | 431. Dressurturnier | 480. Westernturnier | 418. Fahrturnier

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    532. Dressurturnier | 386. Militaryturnier | 387. Militaryturnier | 378.Distanzturnier

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    535. Springturnier | 389. Militaryturnier

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    HK 504

    Gencode: ee Aa
    Zur Zucht zugelassen: Ja
    Eingetragene Zucht: Zuchtgestüt Fominow (ZGF)

    Nachkommen
    -


    ● ○ ● ○

    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt

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    PNG | Puzzel PNG | offizieller HG