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Canyon

● Маэстро ♞

ausgesprochen Maestro | inoffizieller HG von sadasha | тавро: 5-15

● Маэстро ♞
Canyon, 22 Juli 2018
    • Gwen
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      Таисия Романов
      Ich war schon lange nicht mehr so aufgeregt gewesen, wie an dem heutigen Morgen. Halb sechs klingelte mein Wecker und ich war sofort hellwach. Bis neun Uhr hatte ich noch genügend Zeit, doch ich wollte früh genug da sein, um möglichst pünktlich zu kommen. Gestern Abend war ich angereist und hatte mein Hotelzimmer bezogen und heute war das Bewerbungsgespräch.
      Schon damals nach meinem Abschluss als Pferdewirtin hatte ich überlegt, ob es sich lohnen würde, nach Russland zu ziehen und dort zu arbeiten, doch ich hatte mich dagegen entschieden. Stattdessen hatte ich die letzten drei Jahre auf einem kleinen Sportgestüt Baden-Württemberg gearbeitet, bis zu dem Zeitpunkt, als ich die Stellenanzeige des Zuchtgestüts Fominow entdeckte.
      Allein der Name hatte mich aufmerksam gemacht, die präferierte Rasse umso mehr. Budjonnys für den Distanz- und Springsport. Sofort hatte mein Herz höher geschlagen und ich hatte die Bewerbung vorbereitet und siehe da, kurze Zeit später folgte die Einladung für heute: Bewerbungsgespräch und Vorreiten.
      Wie erwartet erschien ich viel zu früh am Gestüt, so dass ich mir auf dem Parkplatz noch ein wenig die Zeit vertrieb, ehe ich ausstieg, tief ausatmete und mich auf den Weg machte. Ein wenig Sorge bekam ich, denn wo ich genau hinmusste, wusste ich nicht so recht.
      Diese Sorge verpuffte jedoch kurz darauf, als mich ein junger Mann mit offenen Armen empfing. „Добро пожаловать“, begrüßte er mich und ich musste lächeln. „Taisija Romanow“, stellte ich mich vor, als ich die ausgestreckte Hand entgegennahm. „Dimitri Fominow, ich freue mich sehr!“.
      Dimitri war der Leiter des Gestüts und führte mich in sein Büro. „Ich würde sagen, beginnen wir mit den Formalien, ehe es an das wirklich wichtige geht, das Reiten“, sagte er lächelnd und wies auf den Stuhl am Tisch.
      Ich setzte mich und wir führten eines dieser üblichen Bewerbungsgespräche, nur dass nach kurzer Zeit sämtliche Anspannung von mir abfiel, da Dimitri vollkommen entspannt und freundlich war. Ich erzählte ihm, dass ich in Nürtingen Pferdewirtschaft studiert habe und danach nun drei Jahre lang auf dem Sportgestüt gearbeitet hätte, vor allem als Bereiterin und Turnierreiterin.
      Ebenso erklärte ich, dass ich aktuell über das deutsche Reitabzeichen 2 verfügte und somit in der Leistungsklasse zwei starten dürfte und auch schon den Trainerscheint C im Leistungssport absolviert hatte. Mein Plan war nun natürlich noch der Sprung in die Leistungsklasse drei, also in die Klasse S, ebenso überlegte ich, noch den Trainerschein B abzulegen.
      Dimitri hörte mir geruhsam zu, während er sich die bereits vorliegenden Dokumente anschaute. Irgendwann nickte er. „Das klingt alles sehr gut, bist du bereit für das Vorreiten?“, fragte er höflich und ich nickte. Gemeinsam verließen wir das Büro und gingen in den Stall.
      „Ева hat dir bereits dein Pferd vorbereitet“, meinte er lächelnd und deutete auf die Frau, die soeben den Braunen am Putzplatz trenste. Kurz blickte ich etwas enttäuscht in Richtung Pferd, zu gerne hätte ich ihn selbst fertig gemacht. Außerdem hätte ich ihn so direkt ein wenig kennenlernen können, aber diese Chance war mir nicht vergönnt gewesen, vielleicht auch mit Absicht.
      „Das ist Маэстро. Einer unserer Nachwuchshengste. Er ist aktuell dreieinhalb Jahre alt und auf einem soliden Grundniveau“, stellte Dimitri mir den Hengst vor. Ich nickte und musterte ihn eindrücklich, er war nicht größer als 160cm und wirkte sehr selbstsicher und ruhig. Er war mir auf Anhieb sympathisch.
      Wir gingen zu viert in die Halle. Dort half mir Eva noch, die Steigbügel einzustellen und nachzugurten, ehe sie die Bahn verließ und sich zu Dimitri an die Bande gesellte. Ich schwang mich derweil vorsichtig in den Sattel, überprüfte die Steigbügel und nahm die Zügel auf.
      Um uns beiden die Chance zu geben, uns kennenzulernen, ritt ich zunächst einige Runden im Schritt am langen Zügel. Маэстро hatte sehr angenehme Gänge und trat bereits jetzt fleißig unter, während er sich vorne schön an den Zügel dehnte ohne großartiges Zutun meinerseits.
      Ich fühlte mich auf ihm schneller wohl als gedacht und so dauerte es nicht lange, dass ich die Zügel vermehrt aufnahm und einige Bahnfiguren ritt. Nachdem er auch gut erwärmt war, nahm ich den Trab dazu und später den Galopp. Ich hatte schon längst vergessen, weshalb ich eigentlich hier war und ritt aus purer Freude dieses Pferd.
      Bis Dimitri sich zu Wort meldete. Ich versuchte möglichst ruhig zu reagieren, obwohl ich mich tüchtig erschrocken hatte. Doch Dimitri bat mich nur, durchzuparieren und mir aus der Halle auf den Springplatz zu folgen.
      Natürlich war gerade das eine Aufgabe, die ich beherrschen sollte, wenn seine Pferde im Springsport erfolgreich sein sollten. Also baute Dimitri uns einen soliden Parcours auf guter Höhe auf. Noch nicht zu hoch, denn Маэстро war noch am Anfang seiner Ausbildung. Dies wiederum war natürlich für mich eine Hürde und ich musste aufmerksamer sein als bei einem routinierteren Springer.
      Wir ritten zuerst ein paar Mal ein einzelnes Kreuz an, damit Маэстро wusste, was auf ihn zukam und dann sprangen wir den vorgesehenen Parcours. Hier kam mir das Selbstbewusstsein des Hengstes zu Gute, denn Маэстро sprang die Hindernisse selbstverständlich, war bei keinem guckig und vertraute auch auf meine Hilfen, so dass jeder Absprung passte und keine Stange fiel.
      Der Ritt verlief in meinen Augen richtig gut und ich lobte Маэстро danach ausgiebig, als ich ihm am langen Zügel austraben ließ. Dimitri und auch Eva nickten zufrieden, als ich Маэстро nach dem Abreiten bei ihnen anhielt. „Ева übernimmt ihn jetzt wieder und ich danke dir für dein Kommen. Wir werden dich in Kürze informieren, wie wir uns entschieden haben. Es war sehr erfreulich, dich kennenzulernen“, meinte Dimitri lächelnd und verabschiedete sich von mir.
      Auf dem Weg zum Auto konnte ich mir einen leisen Seufzer nicht verkneifen. Es war oft so, dass man so verabschiedet wurde, immerhin war man nicht der einzige Bewerber und eine Bedenkzeit sprach auch oft für den Chef, dennoch fühlte es sich beklemmend an. Zwar schien Dimitri sehr zufrieden mit meiner Bewerbung und meinen Ritten, doch großartig geäußert hatte er sich noch nicht. Also würde ich noch ein wenig in Ungewissheit baden müssen, ehe ich wissen würde, ob ich umziehen würde.

      13.08.2018 | 6.286 Zeichen | Gwen
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    • Gwen
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      Springen E → A
      Gut zwei Wochen war es nun her, dass ich den langersehnten Anruf von Dimitri Fominow erhalten hatte. „Willkommen im Team“, hatte er gesagt, nachdem er mich mit ein wenig Herumdrucksen auf die Folter gespannt hatte. Für einen Moment war meine Beherrschung dahingewesen und ich hatte fröhlich in das Telefon gequietscht, bevor ich mich sofort wieder zusammenriss.
      Spontanität gehörte leider nicht zu meinen Qualitäten, aber in diesem Fall blieb mir nichts anderes übrig, denn Dimitri wollte, dass ich so schnell wie möglich begann. Es war etwas seltsam, seine ganzen alten Bande hinter sich zu lassen, aber andererseits freute ich mich auch riesig auf den Neuanfang.
      Da das Zuchtgestüt Fominow recht abgeschieden lag, fiel mir die Wohnungssuche nicht schwer. Der Einfachheit halber noch bei meinen Eltern lebend musste ich keine Kündigungsfristen einhalten und so konnte es direkt von Dannen gehen, nachdem der Mietvertrag unterzeichnet war.
      Viele Kartons nahm ich gar nicht mit, so war ich doch sehr minimalistisch veranlagt und sicher, dass sich die Wohnung mit der Zeit auch so füllen würde. Lächelnd hatte ich die Wohnung dann zum ersten Mal alleine betreten: Meine eigene Wohnung. Und am nächsten Morgen folgte mein erster Arbeitstag.

      Das Ganze war bereits drei Tage her und so langsam lebte ich mich ein. Dimitri hatte klare Vorstellungen und vermittelte diese auch mit einer gewissen Strenge. Doch er war auch fair und das machte das Arbeiten auf seinem Gestüt mehr als angenehm.
      Am ersten Tag hatte er mich mit Argusaugen beobachtet, bis ihm aufgefallen war, dass Ева permanent an meiner Seite war. Schnell hatte sich die erfolgreiche Reiterin die Aufgabe auserkoren, mich Küken in alles einzuweisen, zeigte mir begeistert das gesamte Gestüt und half mir überall wo sie nur konnte. So fiel es schwer, sich nicht direkt wie zu Hause zu fühlen, auch wenn ich mich noch in meiner Probezeit fand.
      Dimitri hatte mir den Hengst Маэстро zugeteilt, eben jenen von meinem Probereiten. Vorerst ritt ich jedoch nur unter Dimitris oder Evas Aufsicht. Ansonsten gehörten zu meinen Aufgaben die alltäglich anstehenden Arbeiten des Hofes. Immerhin wollten die Pferde auch rundum versorgt werden und so hatte ich alle Hände voll zu tun.

      Heute stand erneut ein Springtraining bei Dimitri an, weshalb ich Маэстро gut eine Stunde vor Beginn von der Weide holte und fertig machte. Ich putzte ihn ausgiebig, während Eva mir fröhlich von allem möglichen erzählte. Danach half sie mir beim Satteln, auch wenn dies nicht von Nöten gewesen wäre. Dennoch war ich dankbar, dass die erfahrene Reiterin über meine Arbeiten wachte, so dass mir kein Fehler unterlaufen konnte.
      Маэстро war bereits fertig gesattelt und getrenst. Mit Vorderzeug und Gamaschen sah er richtig schick und sportlich aus. Ich schlüpfte noch fix in meine Stiefel und Handschuhe, ehe ich zuletzt den Helm aufsetzte und dann mit Маэстро zum großen Springplatz lief. Dort schwang ich mich in den Sattel und nutzte die verbliebenen 20 Minuten, um den Braunen in aller Ruhe aufzuwärmen.
      Pünktlich 10 Uhr erschien Dimitri am Zaun und beobachtete uns. Ich parierte an seiner Seite durch und grüßte ihn, um kurz darauf mit ihm den heutigen Plan zu besprechen. Zu Beginn ließ Dimitri uns einige Gymnastikreihen springen, welche besonders von Маэстро allerhand Koordination forderten.
      Mit der Zeit fiel mir auf, dass seine Augen heute weniger auf mir als auf Маэстро lagen. Nichtsdestotrotz korrigierte Dimitri jede kleinste Verschiebung meines Sitzes. Während der Übungen baute Dimitri einen kleineren Parcours auf und ich sah, dass er die Stangen höher legte als bei unseren vorherigen Stunden.
      Kurz erklärte er mir die Reihenfolge, ehe er sich an den Rand des Platzes zurückzog und mich reiten ließ. Konzentriert ließ ich Маэстро angaloppieren, ritt eine große Volte, um seine Durchlässigkeit und Aufmerksamkeit zu überprüfen. Der Hengst stand jedoch einwandfrei an meinen Hilfen und ließ sich durch ein Heben des kleinen Fingers regulieren. Also peilten wir das erste Hindernis an und begannen den Parcours.
      Ich achtete auf einen gleichmäßigen Rhythmus und ritt eher auf Stil als auf Schnelligkeit. Sauber nahm Маэстро jedes Hindernis. Die Abstände passten heute einwandfrei und auch die Galoppwechsel waren kein Problem für den jungen Hengst. Motiviert wie eh und je galoppierte er über den Platz.
      Ich freute mich innerlich noch immer darüber, dass Dimitri mir Маэстро zugeteilt hatte. Bereits beim Probereiten hatte mir der Hengst unglaublich viel Spaß gemacht und das hatte sich bisher nicht geändert. Er war stets motiviert und wollte es seinem Reiter recht machen.
      Mit viel Selbstsicherheit und Ruhe ging der junge Hengst in jede neue Situation und gewann so viele Anhänger für sich. Ab und an zeigte sich sein Alter in einem Freudenbuckler, doch im Großen und Ganzen hielt sich dies bisher in Grenzen, aber vermutlich sparte sich sogar Маэстро bei den Temperaturen seine Kräfte lieber für anderes.

      Nachdem wir den Parcours beendet hatten, ließ ich Маэстро ausgaloppieren, parierte dann zum Trab durch und ließ ihn die Zügel aus der Hand kauen, während ich ihn ausgiebig lobte. Im Schritt angekommen, parierten wir neben Dimitri durch.
      Dieser tätschelte seinem Hengst zufrieden den Hals. „Sehr schön“, meinte er und ein leichtes Lächelnd zeichnete sich auf seinem Gesicht auf. Er spürte meinen fragenden Blick und nickte. „Маэстро ist nun schon länger im Training und ich habe auf den Tag gewartet, an dem er bereit ist, auch in der Klasse A zu starten. Dies war bereits ein recht anspruchsvoller A-Parcours und ihr beide habt ihn wirklich souverän gemeistert“, meinte Dimitri zufrieden und ich freute mich über das Lob für uns beide.
      Dankend verließ ich den Platz und sattelte Маэстро am Putzplatz wieder ab. Kurz kontrollierte ich die Hufe, ehe ich den Hengst zum Waschplatz führte und ihm seine verdiente Dusche verpasste. Nachdem ich ihn abgezogen hatte, wartete bereits Eva mit seinem Futter auf ihn, welches Маэстро mehr als dankend annahm. „Und?“, fragte Eva neugierig und grinste mich an. So wie sie aussah, war sie eingeweiht gewesen und ich verdrehte nur die Augen. „Eine Vorwarnung wäre ja auch nett gewesen, statt mich ins kalte Wasser zu werfen“, meinte ich lachend.

      18.08.2018 | 6.238 Zeichen | Gwen
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    • Eddi
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      Pferdepraxis Sapala
      An diesem Morgen machte ich mich auf den Weg zum Zuchtgestüt Fominow. Hier lag der Fokus auf der Rasse der Budjonnys und zu denen gehörten auch meine beiden heutigen Patienten Алёна und Маэстро. Auf dem Gestüt angekommen, wurde ich herzlich von dem Chef Dimitri Fominow in Empfang genommen. Gemeinsam machten wir uns direkt auf den Weg in den Stall, wo bereits eine fuchsfarbene Stute angebunden am Putzplatz auf uns wartete.
      Dimitri stellte mir Алёна kurz vor.
      Die Stute war neun Jahre alt und eine erfahrene Turnierstute, aktuell auch noch im Sport unterwegs. Das sah man ihr auch an und ich bat Dimitri, mir die Stute einmal kurz im Schritt und dann im Trab die Stallgasse entlang zu führen. Dabei zeigte die Stute taktklare Gänge und wies keinerlei Blockaden auf. Dimitri band sie mir wieder am Putzplatz an und ich begutachtete kurz die etwas größere Narbe am Bauch, über welche mich Dimitri unterrichtet hatte.
      Doch dort war alles in bester Ordnung. Die Wunde war damals gut verheilt und außer der Narbe war nichts mehr zu sehen. "Wenn sich die Narbe mal sehr spröde anfühlt, könnt ihr sie mit einer Fettsalbe einschmieren, dass pflegt gut und macht die Stelle wieder geschmeidiger", meinte ich als kleinen Rat zu Dimitri und machte mich dann daran, die Stute zu untersuchen.
      Erst ein kurzer Blick in Ohren, Augen und Maul und danach hörte ich auch schon Herz und Lunge ab. Abschließend tastete ich noch nach den Lymphknoten und untersuchte auch die Beine, ehe ich abschließend die Körpertemperatur kontrollierte und dann zufrieden nickte. "Alles in Ordnung", meinte ich knapp und ließ mir von Dimitri den Impfpass geben.
      Алёна wurde heute gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut geimpft. Damit war alles wieder aktuell und die Stute konnte weiterhin bei Turnieren starten. Abschließend gab es direkt noch die Wurmkur hinterher, ehe ich die Fuchsstute kurz lobte und sie dann zurück auf die Weide entließ. Während Dimitri sie also wegbrachte, erneuerte ich den Impfpass und als ich aufschaute, war bereits der nächste Patient da: Маэстро.
      Geführt wurde er von einer jungen Frau und ich stoppte die beiden spontan und nachdem ich sicher war, dass es sich um das nächste Pferd handelte, bat ich sie direkt, ihn mir einmal im Schritt und einmal im Trab vorzuführen, ehe sie ihn anband. Wie ich erfuhr handelte es sich bei der jungen Frau um Taisija Romanow, die Reiterin des Hengstes.
      Die Gänge des Hengstes waren ebenso klar und schwungvoll wie von der vorherigen Stute und alles sah sauber aus. Also banden wir ihn an und ich machte mit der Untersuchung weiter. Ein kurzer Blick in Ohren, Augen und Maul und ich konnte Dimitri, welcher inzwischen wieder bei uns angekommen war, versichern, dass es auch Маэстро bestens ging. Weiter ging es mit dem Abhören von Herz und Lunge, danach dem Abtasten der Lymphknoten und Beine und abschließend noch die Körpertemperatur.
      Wie erwartet war auch der Hengst in bester Form und ich lobte die beiden für den guten Zustand des Pferdes. Rundum waren die Tiere hier versorgt und das sah man ihnen auch an. Sie waren wohl geformt, wirkten in sich harmonisch und auch die Hufe zeigten sich in einem guten Zustand. So konnte ich auch Маэстро guten Gewissens impfen. Auch er wurde gegen Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut geimpft und bekam heute seine Wurmkur.
      Danach war er ebenso fertig und durfte wieder hinaus. Ich erneuerte noch den Impfpass, verabschiedete mich von Dimitri und Taisija und machte mich dann auch schon direkt auf den Weg zum nächsten Termin, denn heute war mal wieder einer der etwas gefüllteren Tage, so dass ich mich gut ranhalten musste, um pünktlich bei dem nächsten Kunden anzukommen.

      26.08.2018 | 3.660 Zeichen | Eddi
    • Gwen
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      Springen A → L
      Endlich wieder gesund genug zu sein, um in den Sattel zu steigen, war eines der schönsten Gefühle überhaupt. Ende September hatte es mich vollkommen umgehauen und ich hatte mir, wo auch immer, eine unschöne Grippe eingefangen. Hatte ich zu Beginn nur auf das Reiten verzichtet, war nach ein paar Tagen nicht mal mehr Ausmisten oder Longieren möglich gewesen.
      Eva hatte mich kurz darauf gnadenlos nach Hause und ins Bett geschickt und so hatte ich dort mein Dasein gefristet. Schrecklich! Den ganzen Tag zu liegen und nichts tun zu können. Irgendwann wollte man auch nichts mehr lesen und die Wohnung war in der Zeit bestimmt viermal umgeräumt worden.
      Natürlich hatte mich Eva nicht direkt aufs Pferd gelassen. Ich hatte erst langsam wieder anfangen dürfen, aber zumindest direkt alles gegriffen, was ich machen durfte und sei es nur Pferde von der Weide holen gewesen.
      Dimitri sah das Ganze nicht so eng und hätte mich schon viel eher wieder reiten lassen, doch Eva hatte kurz und knapp bei solchen Angelegenheiten das Ruder in die Hand genommen und so erging es Tasillo ähnlich, als er wie ich anfing zu kränkeln. Ihn hatte Eva direkt nach Hause geschickt und so war er tatsächlich fast zeitgleich wieder fit wie ich.
      So kam es, dass wir zusammen mit Маэстро und Экстраординарный eine Schrittrunde um das Gestüt ritten, um die Pferde für die heutige Springstunde aufzuwärmen. Und ich konnte mir ein durchgängiges Lächeln nicht verkneifen. Denn der Herbst war meine absolute Lieblingsjahreszeit und besonders hier auf Fominow zeigte sie sich in voller Pracht.
      Die Bäume leuchteten in allen möglichen Farben, unter den Hufen der Pferde knisterte das Laub und die Sonne wärmte angenehm unsere Gesichter, ohne dabei unangenehm zu werden. Auch hatte ich das Gefühl, die Natur wurde, nach dem teilweise doch heißen Sommer, jetzt langsam wieder aktiv. Die Vögel zwitscherten ohne Unterlass und auch so manch anderes Tier sah man durch die Wälder streifen.
      Angenehm war das schöne Wetter aber auch, weil es hinaus auf den Springplatz ging. Das Springtraining fand immer draußen statt und Dimitri war gnadenlos, er ließ uns bei jedem Wetter dort reiten. Dafür waren Pferde und Reiter aber auch abgehärtet und gerade bei so manchen Turnieren kam uns das doch zu Gute.
      Dimitri war nicht gerade glücklich über meinen Ausfall gewesen, denn so fiel Маэстро im Training doch vermehrt zurück. Dimitri sah es nicht ein, andere Reiter auf die jeweiligen Pferde zu setzen. Natürlich wurden sie in der Zeit dennoch bewegt, aber er wollte die festgelegten Konstellationen nicht auseinanderreißen.
      Dementsprechend würde ich mich nun ranhalten müssen, um den Rückstand aufzuholen. Für Маэстро und mich stand täglich Training an. An manchen Tag auch früh und abends. Wir gingen zusätzlich zum Training dreimal die Woche ins Gelände, um Kondition aufzubauen. Aus diesem Grund schlief ich abends besonders früh und gut, aber die Mühen lohnten sich.
      Экстраординарный befand sich auf dem gleichen Niveau wie Маэстро und deshalb trainierten wir aktuell häufig zusammen. Heute legte Dimitri die Latte aber wortwörtlich höher und forderte sowohl die Pferde als auch uns mit anspruchsvollen Kombinationen und Höhen. Immer abwechselnd ritten Tasillo und ich den Parcours, während der jeweils andere sein Pferd anderweitig beschäftigte und arbeitete.
      Das funktionierte einwandfrei und inzwischen sah man bei uns beiden wieder deutliche Fortschritte. Маэстро stand heute super an den Hilfen und das noch so kleine Kommando kam sofort beim Pferd an. So hatten wir mit den geforderten Tempiwechsel innerhalb des Parcours keine Probleme.
      Ekstra legte es manchmal ein wenig drauf an und ließ Tasillo gut arbeiten, aber der bekam den manchmal etwas forschen Hengst mit Leichtigkeit gehändelt.
      Der heutige Parcours bestand aus acht Hindernis, welche mindestens eine Höhe von 1,15m aufwiesen. Darin befanden sich zwei zweifache und eine dreifache Kombination. Am Ende der Stunde waren sowohl Reiter als Pferde verschwitzt, aber Dimitri sichtlich zufrieden. Er dankte uns und entschwand dann auch schon, während wir die Pferde noch abritten.
      Am Stall nahm ich Маэстро direkt den Sattel ab und warf ihm eine Abschwitzdecke über, dann hieß es erst einmal ein wenig trocken führen, ehe ich ihm den getrockneten Schweiß aus dem Fell bürstete und er sein Futter fressen durfte.
      Als der Hengst dann mit allem fertig war, fettete ich noch die Hufe ein und brachte ihn dann wieder hinaus auf die Weide. Für mich stand nun noch das Putzen des Sattelzeugs an und so konnte ich mich direkt zu Tasillo gesellen, der es sich auf dem Hof in der Sonne gemütlich gemacht hatte und gerade die Trense von Ekstra reinigte.

      15.10.2018 | 4.666 Zeichen | Gwen
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    • Gwen
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      Springen L → M
      Fröstelnd zog ich mir den Schal enger um den Hals. Es war November und obwohl uns das Wetter bisher wohlgesonnen war, merkte man an den Temperaturen doch den kommenden Winter. Besonders morgens und abends musste man sich bereits warm anziehen und da mein Tag im Stall bereits früh begann, gehörten Mütze, Schal und Handschuhe neben einer warmen Jacke mit dazu.
      Heute hatte ich gemeinsam mit Tasillo Stalldienst. Der begann mit der Fütterung der Pferde, dem morgendlichen Kontrollgang über das Gestüt und dann wurden alle Pferde auf die Weiden gebracht. Danach wurden die Boxen gemistet und für den Abend hergerichtet, dementsprechend wurde bereits das Heu verteilt und während Tasillo danach die Futterrationen für den Abend herrichtete, fegte ich die Stallgasse.
      Es war kurz nach sieben, als wir mit allem fertig waren und der Tag im Stall beginnen konnte. So auch für mich und ich holte bereits die Ausrüstung von Маэстро aus der Sattelkammer und machte alles am Putzplatz bereit. Danach schnappte ich mir einen Strick und ging den braunen Hengst von der Weide holen.
      Seit nun vier Monaten arbeitete ich auf Fominow und ritt Маэстро. In dieser Zeit waren wir schon zu einem ganz guten Team geworden und konnten einige Erfolge nachweisen. Dimitri schickte uns inzwischen fast jedes Wochenende aufs Turnier und so hatten wir gut zu tun.
      Inzwischen war die Sonne rausgekommen und wärmte zumindest ein wenig, auch wenn die Kälte vom Boden noch überwiegte. Die Pferde standen friedlich grasend auf der Weide und so ganz motiviert schien Маэстро von meiner Idee von Arbeit nicht zu sein. Ein wenig mit der Möhre in der Luft wedelnd schien ihn aber dann doch zu überzeugen und gemächlich setzte er sich in Bewegung.
      Gemeinsam schritten wir zurück zum Stall. Dort putzte ich Маэстро gründlich und danach sattelte und trenste ich ihn. Momentan war es noch nicht so kalt, dass der Boden des Springplatzes gefroren war, deshalb widmeten wir uns vor allem jetzt noch viel dem Springen.
      Im Winter würden wir uns dann ein wenig zurücknehmen und den Fokus auf die Dressur legen. Vielseitigkeit war Dimitri wichtig und die Dressur war irgendwo doch auch die Grundlage für das Springen. Doch so lange der große Platz noch ohne Probleme bereitbar war, wurde er genutzt, besonders, wenn wir es mit so schönem Wetter zu tun hatten.
      Nachdem Маэстро komplett fertig war, schlüpfte ich noch schnell in meine Reitstiefel und setzte meinen Helm auf, dann gingen wir gemeinsam hinaus auf den Hof, wo ich mich in den Sattel schwang und zum Aufwärmen eine kleine Schrittrunde um die Weiden drehte.
      Am Springplatz angekommen, begannen wir mit ein wenig Vorwärts-Abwärts in allen Gangarten und nahmen später auch noch Trabstangen hinzu. Problemlos ließ sich Маэстро immer mehr aufnehmen und richtete sich auf. Dabei verlor er aber nicht an Schwung, sondern schritt fleißig voran.
      Generell war der Hengst heute wunderbar fein an den Hilfen und ein wahres Energiebündel – aber zum Glück ein kontrolliertes Energiebündel. Wir ritten noch ein paar Schritt-Galopp und Galopp-Schritt Übergänge und fliegende Galoppwechsel, ehe wir mit dem Springen begannen.
      Wie immer sprangen wir zunächst niedrigere Hindernisse zum Aufwärmen. Außerdem achtete ich stets auf den korrekten Abstand und die richtige Anzahl an Galoppsprüngen. Aufgrund seiner kleineren Größe musste man manchmal entweder einen zusätzlichen Galoppsprung einbauen oder die vorhandenen verlängern.
      Aber gerade wie heute, wenn Маэстро so einwandfrei auf die Hilfen hörte, war das kein Problem. Mittlerweile sprangen wir gut M-Höhe. Dahin hatten wir uns in den letzten Wochen gearbeitet, denn schon im Dezember standen unsere ersten Springen in dieser Klasse an – dementsprechend war Training angesagt.
      Маэстро machte seine Aufgabe wirklich gut und auch ich war mit mir mehr als zufrieden. Nach einem letzten fehlerfreien Durchgang ließ ich Маэстро austraben und ritt ihn dann noch im Schritt am langen Zügel ab. Zufrieden schnaubte der Hengst und nahm die Krauleinheiten als Belohnung gerne an.
      Danach ging es zurück in den Stall, wo ich zunächst Маэстро absattelte und kurz abbürstete, ehe es für ihn wieder hinaus auf die Weide ging. Ich putzte danach noch sein Sattelzeug und verstaute dann alles wieder in der Sattelkammer. Jetzt hatte ich ein wenig Puffer, ehe es zum Training mit Намисо gehen würde.

      15.11.2018 | 4.334 Zeichen | Gwen
    • Canyon
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      Hufpflege & Springeisen

      Ein neuer Tag, ein neuer Auftrag. Ich streckte meine müden Arme und trank meinen Kaffee aus. Mein heutiger Auftrag führte mich zu dem Zuchtgestüt Fominow. Vor einiger Zeit hatte ich schon einmal drei Pferde des Gestüts behandelt, wodurch es mich sehr freute dass ich ein zweites Mal kommen sollte. Immerhin bedeutete das, dass meine Arbeit gut war! Überhaupt für mich als junge Hufschmiedin, bedeutete dies sehr viel. So machte ich mich und meinen Truck fertig und fuhr los. Es dauerte nicht lange und ich war bei dem Budjonny Zuchtgestüt angekommen, dort wartete auch schon die Reiterin von meinem Patienten auf mich. "Hallo! Ich bin Taisija!", rief sie mir entgegen und schüttelte freundlich meine Hand. Ich lächelte ebenfalls und packte mein "Zeugs" auf den dafür vorhergesehenen Platz aus, als ich fertig war meinte Taisija:"Gut dann holen wir mal den kleinen." So folgte ich der Blondine zu meinem Patienten, Маэстро. Der braune Hengst erwartete uns bereits aufmerksam und wieherte zur Begrüßung. Taisija holte Маэстро aus seiner Box und gemeinsam führten wir ihn zu meinem Platz. Während ich Маэстро Hufe raspelte und zurecht schnitt, lenkte Taisija Маэстро mit Leckereien und Streicheleinheiten ab. So hielt der braune Hengst die ganze Zeit über still und ich konnte gut arbeiten. Als ich jedoch begann die Hufeisen auf seine Hufe zu hämmern, sah der Hengst zu mir zurück. Manchmal entriss er mir auch seinen Huf, aber dennoch konnte ich seine Hufe vollständig behandeln. Nach kurzer Zeit hatte Маэстро die Springeisen auf seinen Hufen und war bereit. Ich half Taisija noch dabei Маэстро zurück in seine Box zu führen und gab ihm zum Abschied einen Apfel. Als Маэстро versorgt war, regelten wir das geschäftliche und ich fuhr nachhause.

      24.11.2018 | 1.751 Zeichen | Sissicat
    • Gwen
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      снег, снег, снег
      Bereits früh am Morgen begann mein Arbeitstag und doch freute ich mich jedes Mal. Schon lange waren die Tage so kurz, dass mein Wecker klingelte, wenn es draußen noch dunkel war. Zu meinem Glück wohnte ich nicht weit entfernt vom Zuchtgestüt Fominow und war so schnell da. Bereits seit vorgestern musste ich morgens immer die Scheibe des Autos freikratzen, keine schöne Arbeit, aber heute, als ich das Haus verließ, konnte ich kleine weiße Schneeflocken fallen sehen. Sofort schlug mein Herz höher, denn ich liebte den Schnee. Als ich mich umschaute, sah ich, dass bereits die Landschaft von einer dünnen weißen Schneeschicht bedeckt war. Zwar fror ich auch heute wieder beim Freikratzen, aber ich freute mich über den Schnee und beschwerte mich deshalb nicht.
      Als ich am Gestüt ankam, schneite es immer noch und hier lag mittlerweile bereits mehr Schnee. Ich machte mich auf den Weg in den Stall, um Henning bei den morgendlichen Arbeiten zu helfen. Inzwischen war ich so lange hier, dass ich die Routinen kannte und mit den anderen ein eingespieltes Team war. Während Henning sich um die Fütterung kümmerte, schaute ich einmal in jede Box hinein und kontrollierte kurz die Pferde. Dimitri hielt nicht viel vom Eindecken, doch der ein oder andere benötigte bei der Kälte und dem zusätzlichen Wind dann doch zumindest eine dünne Decke. Also machte ich mich daran, diese Pferde einzudecken. Nachdem dann alle gefüttert waren, teilten Henning und ich uns die Pferde auf und brachten sie auf die jeweiligen Koppeln.
      Er übernahm heute die Stuten und begann mit Анжелика und Алёна. Als die anderen das Hufgeklapper auf der Stallgasse hörten, wurden sie wach. Юрий, welchen ich gerade aufhalfterte, wieherte mir indes lautstark ins Ohr und ich musste unwillkürlich zusammenzucken. "Hey, geht's noch?", fragte ich lachend und führte ihn aus der Box und weiter zu Маэстро. Auch ihn halfterte ich auf und dann durften die beiden schon einmal hinaus auf ihre Weide. Sobald die Halfter ab waren und ich außer Reichweite, sprangen die beiden förmlich im Dreieck. Sie buckelten, galoppierten und jagten sich gegenseitig. Der Schnee schien auch die Lebensgeister der Pferde zu wecken.
      Wieder im Stall angekommen, hängte ich die Halfter zurück an ihre Haken. Henning kam auch soeben zurück und schüttelte den Kopf. "Hatten deine beiden auch so eine Macke?", fragte er und erzählte, wie die beiden sonst so ruhigen Stuten auf der Weide abgegangen waren. Ich musste lachen und während wir uns kurz unterhielten, wurde es im Stall immer unruhiger. Also machten wir uns daran, die nächsten Pferde hinauszuschaffen. Henning verließ mit Роса und Фантастика den Stall und die beiden Fuchsstuten tänzelten bereits jetzt aufgeregt neben ihm her. Doch Henning ließ sich davon nicht anstecken. Seelenruhig und wie ein Fels in der Brandung lief er voran, ein göttliches Bild mit den beiden aufgeregten Hühnern zu beiden Seiten.
      Ich sorgte mich ja bereits ein wenig, doch meine Sorge war unbegründet, denn Намисо und Экстраординарный schienen nicht besonders viel von der Aufregung zu halten. Entspannt schritten die großen Hengste neben mir her und waren vorbildlich wie eh und je. Bei ihnen ging es auf der Weide auch gesitteter zu. Zwar trabten sie mit erhobenen Schweifen davon, aber Экстраординарный wälzte sich zunächst genüsslich und Намисо scharrte direkt im Schnee, um vielleicht doch noch etwas Gras zu entdecken. So schieden sich also die Geister unserer geliebten Vierbeiner, die einen flippten aus und die anderen blieben tiefen entspannt.
      Zuletzt verblieben im Stall nur noch unseren beiden neusten Budjonnys, zwei wahre Prachttiere. Dabei handelte es sich um den hellen Fuchs Барышников und die ebenso recht hell geratene Stute Чайка. Beide Pferde gehörten noch gar nicht so lange zum Gestüt Fominow, hatten sich aber bereits mehr als gut eingelebt und auch schon einige Erfolge bei den Turnieren erzielen können. Барышников war zudem nicht alleine gekommen, sondern hatte seinen Reiter direkt mitgebracht. Die beiden waren ein eingespieltes Team und obwohl ich sie bisher nur wenige Male hatte reiten sehen, konnten sie sich wirklich sehen lassen.
      Nachdem alle Pferde nun auf ihren Weiden standen, befüllten Henning und ich zunächst die Heuraufen der Winterweiden neu, damit die Pferde auch wie gewohnt ihr Futter ad libitum hatten. Danach kontrollierten wir noch fix die Tränken, doch dann guter Dämmung war nichts eingefroren. Also hieß es nun misten. Alle elf Boxen mussten gründlich gemistet und für den Abend vorbereitet werden. Neben dem misten und frisch einstreuen gehörte auch das Befüllen der Heunetze dazu. Zudem reinigten wir täglich die Tränken und Tröge, um Keimen und Bakterien keine Chance zu lassen. Als wir fertig waren und ich nur noch fix die Stallgasse kehrte, kamen bereits die ersten Reiter in den Stall und begrüßten uns fröhlich.

      17.12.2018 | 4.842 Zeichen | Gwen
    • Canyon
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      Der Moment davor
      »Die Stuten platzen bald«, sagte Eva. „Jeden Moment könnten sie einfach bumm machen. Wie ein Luftballon.«
      Ich lächelte und blickte kurz zu Eva, die am Zaun zur Stutenweide stand. Verträumt hatte sie sich auf einen Besen gestützt und beobachtete nun schon mehrere Minuten die Stuten mit ihren kugelrunden Bäuchen, anstatt mir zu helfen, den Weg zu den Weiden zu kehren und von gewachsenem Gras zu befreien. Es nieselte leicht, endlich etwas Regen. Erst gestern Nacht hatte durch die Hitze und den dazu noch sehr starken Wind ein Waldgebiet ganz in unserer Nähe gebracht. Die ganze Nacht waren die Sirenen zu hören gewesen. Es war der Albtraum jedes Hausbesitzers, das es einmal sein Haus, sein Feld oder seine Scheune sein würde, die in den lodernden Flammen untergehen würde. Diese Nacht hatten wir Glück gehabt.
      Drei der fünf Stuten waren in der letzten Phase ihrer Schwangerschaft, jede Minute könnten sie gebären. Die Boxen waren mit Kameras ausgestattet und zusätzlich gab es noch Sitzwachen, die die Nacht über nur auf den kleinen Bildschirm starrten und darauf warteten, dass der Nachwuchs zur Welt kam. Es war schwer zu sagen, ob Анжелика, Роса oder Алёна zu erst gebären würde, die ersten Wetten und Namensvorschläge waren aber schon längst im Gange.
      Фантастика, Нимфадора und Чайка, sie waren erst letzten Herbst auf das Gestüt gezogen, würden voraussichtlich auch im Herbst erst fohlen. Das ermöglichte uns, dass wir uns vollkommen auf das Aufziehen von nur drei, anstatt sechs Fohlen konzentrieren mussten.
      Dimka war zwar den Winter über viel auf dem Gestüt gewesen, hatte Pferde trainiert und kleinere Bauarbeiten gemacht, war aber seit Frühlingsbeginn nun wieder viel unterwegs, um vor allem die Hengste auf Turnieren und anderen Shows vorzustellen und den Namen seines Gestüts in aller Munde zu verbreiten. Ich hatte es zu erst nicht glauben wollen, zu groß war die Sehnsucht gewesen, aber mittlerweile hatte der Name Fominow im Pferdegeschäft durchaus einen Platz weiter vorne eingelegt und immer öfter kamen nun Interessierte, die die Budjonnys kennenlernen und manchmal auch mit den stolzen Hengsten des Gestüts züchten wollten.
      Eva wachte aus ihren Gedankengängen auf und kam mit schnellen Schritten hinter mir her getippelt. »Habe ich wieder geträumt?« Ihre Augen waren unschuldig aufgerissen, sodass ich lachen musste. Ich winkte ab und küsste sie kurz freundschaftlich auf die Stirn. Dann legte ich einen Moment meinen Kopf in den Nacken, spürte den feinen Nieselregen auf der Stirn und auf dem Mund und war mir sicher, dass ich gerade an keinem anderen Ort auf der Welt sein wollte.

      16.06.2019 | 2.599 Zeichen | Canyon
    • Canyon
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      Ungeduld und Nagellack
      „И не могли бы вы отправить заявление Клаусу? Мне срочно нужна эта форма к концу года. Речь идет о отчёте для компании, у которой он купил лекарство для Анжелики.“
      Geduldig hörte ich Dimka dabei zu, wie er mal wieder Geschäftsgespräche führte. Dabei war Mittwoch eigentlich unser Tag. Das bedeutete, ab 16:00 Uhr keine unnötigen Telefonate mehr, kein Abstandhalten der Berufsbeziehung wegen und auch kein „von oben herab“, wie es Dimka gerne tat, wenn er in seiner Rolle als Gestütsleiter auftrat.
      „Спасибо. Увидимся завтра“, beendete Dimka endlich sein Gespräch. Ich hatte mich derweil meinen Fußnägeln zugewandt und obwohl ich Nagellack noch nie besonders schön fand, hatte ich ttsächlich in der hinteren Ecke des Badschranks noch ein helles Grün gefunden. Ohne den Blick zu heben, beschäftigte ich mich also mit der Lackierung meiner Fußnägel.
      „Tut mir Leid“, sagte Dimka, endlich wieder auf Deutsch. „Ich hatte dir versprochen, das sein zu lassen.“
      Ich zuckte mit den Schultern ohne den Blick zu heben. „Schon okay“, sagte ich. Innerlich schmollte mein Kleinkind jedoch so sehr, dass es seine Unterlippe aus den Augenwinkeln wahrnehmen konnte.
      „Wollen wir einen Ausritt machen?“, fragte Dimka.
      „Ich weiß nicht“, sagte ich gedehnt. „Meine Fußnägel müssen erst trocknen und vielleicht mache ich für einen besseren Glanz dann noch eine zweite Ebene drauf.“
      „Hast du das von Instagram?“, fragte er und ich merkte, wie er breit grinste.
      Mist, erwischt. Er kannte mich zu gut. Ich hatte nämlich keinen Plan von diesem Zeug, geschweige denn wie man es anwendete. Dafür hatte ich in der letzten halben Stunde während seines Telefonats definitiv genug Zeit für meinen sinnlosen Instagram-Feed gehabt.
      „Na gut“, sagte ich ergeben und gab meine Fassade auf. Sie hatte sowieso nicht so viel Spaß gemacht. „Lass uns ausreiten.“
      Ich kramte alte Socken aus meinem Schrank und zog sie ungeachtet der noch frischen Farbe auf meinen Fußnägeln, über meine Füße. Dann zog ich Dimka von der Couch hoch und drückte ihm seine Mütze in die Hand.
      Es war erst kurz nach halb fünf, aber draußen sah es aus wie finsterste Nacht. Ausritte waren in letzter Zeit viel zu kurz gekommen. Die Scheu vor der Dunkelheit da draußen war bei uns allen recht groß. Aber Vormittags gab es einfach zu viel zu tun und ab 15 Uhr begann es oft bereits zu dämmern.
      Dafür war der Stall noch erleuchtet. Ganz vorne stand Барышников. Der wilde Hengst aus Russland, welchen ich gerne als Ersatz für meine Анжелика geritten wäre.
      Aber natürlich hatter er einen ebenso guten Reiter, der mit großem Verstand alles daran setzte, aus dem bereits fünfjährigen Hengst noch ein akzeptables Turnierpferd zu machen. Sascha hatte nicht die Hoffnung, noch die Bühnen der Welt mit ihm stürmen zu können, aber die goldene Farbe seines Fells und das natürliche Talent, dass er mit sich brachte, waren Grund genug, um ein wenig hoffen zu können.
      Саша Давыдов war genauso ein Wunderreiter, wie sein Pferd ein Wunderpferd war. Ich schätzte deswegen Dimkas Überzeugungskünste noch mehr, dass er einen der erfolgreichsten Juniorreiter aus Russland dazu veranlasst hatte, auf unser Gestüt nach Deutschland umzusiedeln. Mit ihm war natürlich auch Барышников gekommen, sein Baletttänzer, wie er ihn gerne nannte.
      Sascha und Dimka verstanden sich gut. Aus den beiden waren so etwas wie Freunde geworden, auch wenn das bei Dimka nur schwer zu glauben war. Viele konnten Sascha nicht leiden. Innerhalb kürzester Zeit hatte er sich einen Posten recht weit oben in der Gestütsrangliste ergattern können, ohne viel dafür tun zu müssen. Mittlerweile war er in alle wichtigen Angelegenheiten verstrickt, hatte genauen Zugriff auf das Finanzielle und war zu Dimitri Fominows engstem Berater geworden. «Den roten Fuchs» nannte man ihn mittlerweile.
      Auf jeden Fall gab es keinen Zweifel, welches Pferd Dimka wählen würde. Sein Маэстро nahm er überall mit hin. Das einzig wahre Vorzeigepferd, wie er immer sagte.
      Für mich wahr die Entscheidung um einiges schwieriger. Viele der restlichen Pferde standen mit ihren Turnierreitern gut im Training, wie Фантастика, Экстраординарный, Намисо oder Алёна. Юрий war nun leider schon seit einiger Zeit auf einem Gestüt in Süddeutschland, diente dort als Deckhengst. Nicht nur Henning freute sich auf seine Heimkehr. Schlussendlich blieben für mich also nur noch Нимфадора und Чайка. Beides hübsche Stuten, die zur Zeit nur langsam Anschluss am täglichen Training fanden. Ich mochte beide wirklich sehr.
      Ich entschied mich für Nymphe. Alleine aus dem Grund, weil ich wusste, dass sie kein Problem mir anhänglichen Hengsten hatte und es auch gut schaffte, ihre Rosse zurückzuhalten. Im Gegensatz zu einigen der anderen Kandidatinnen.
      Nymphe wurde von mir von allen Seiten gut mit reflektierenden Streifen ausgestattet und sowohl der leuchtende Halsring, als auch die blinkende Schweifbeleuchtung sollten wohl genug Licht darstellen, um nicht zu übersehen zu werden. Dimka war zwar etwas sparsamer an die Sache herangegangen, «der Meister» würde aber trotzdem gut zu sehen sein. Mir selbst zog ich noch eine Warnweste an und setzte mir die Stirnlampe auf den Helm.
      «Kann losgehen!», sagte ich und grinste Dimka an. Er musterte mich etwas skeptisch, musste dann aber auch grinsen.
      «Ja, kann losgehen», sagte er und schwang sich in den Sattel von Маэстро.

      18.12.2019 | 5.294 Zeichen | Canyon
    • Gwen
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      Herbst

      Es war ein kalter und trüber Morgen. Fröstelnd rieb ich meine Hände aneinander und bereute es, keine Handschuhe angezogen zu haben. Tassilo grinste mich nur an, als er bereits mit Анжелика, Алёна und Poca den Stall verließ. Auch er war dick eingepackt, aber ihm schien das schlechte Wetter immer recht wenig auszumachen. Ich war da schon wesentlich jammernder unterwegs. Also still jammernd, immerhin brachte das weder den Pferden noch mir etwas. Wir hatten die Pferde bereits gefüttert und während Tassilo sie nacheinander auf ihre Weiden brachte, begann ich direkt, die freigewordenen Boxen zu misten und für die kommende Nacht vorzubereiten. Das hieß, altes Stroh raus, frisches Stroh rein und die Heunetze auffüllen.
      Was das betraf, waren wir ein super Team und gegen sieben Uhr waren wir mit allem fertig. So langsam wurde es draußen auch hell, nur, dass es jetzt auch begann zu regnen. "Не снова", murmelte ich und verdrehte die Augen. Der dritte Tag in Folge, an dem es einfach nur regnen würde. Юрий und Маэстро standen bereits am Putzplatz. Tassilo hatte die beiden Hengste direkt drin gelassen, denn gleich ging das erste Springtraining los. Routiniert machte ich Маэстро fertig und führte ihn dann aus dem Stall zum Springplatz. Wir wärmten die Pferde auf und kurz darauf erschien Dimitri. So ruhig und ungesprächig, wie immer bei solchem Wetter, stand er mit Regenmantel in der Mitte des Platzes und legte direkt los.
      Der Boden war gut, so dass wir nichtsdestotrotz hoch sprangen. Aktuell arbeiteten wir daran, auch bei den höheren Höhen die Form und Technik beizubehalten. Beide Hengste machten ihren Job heute wirklich gut, so dass wir schnell vorankamen. Ein knappes Lob von Dimitri zum Abschluss und dann verschwand er wieder. Wir ritten die beiden Budjonnys ab und brachten sie dann in den Stall. Dort hieß es fix absatteln, etwas mit Stroh abreiben, während sie ihr Futter bekamen und dann durften sie hinaus auf die Weide. Und während Tassilo die beiden versorgte, holte ich bereits Намисо und Экстраординарный für die nächste Runde.
      Als Tassilo wieder kam, waren die beiden bereits gesattelt, so dass wir direkt starten konnten. Wieder ab in den Regen und etwas springen. Mit den beiden jedoch ein gemütlicheres Training. Aktuell trainierten wir sowieso ein wenig ab, da in der Wintersaison nicht zu viel passieren würde. Hier und da vielleicht ein Hallenturnier, ansonsten hielten wir die Pferde fit und minderten das Trainingspensum, damit sie genügend andere Reserven für die Temperaturen hatten. Экстраординарный zeigte sich heute von seiner besten Seite und ließ sich das Wetter nicht anmerken. Намисо hingegen war heute sehr sensibel unterwegs. Ich hatte das Gefühl, durch den Regen wirkte jede meiner Schenkelhilfen dreimal so stark oder Намисо war einfach eine Mimose bei schlechtem Wetter.
      Tendenziell machten sie beiden ihren Job dennoch sehr gut, so dass wir zufrieden das Training beenden konnten.
      Abschließend waren unsere drei Stuten an der Reihe. Sie hatten heute ihren freien Tag, was so viel bedeutete wie entspannteres Training. Wir machten Чайка, Нимфадора und Фантастика fertig und warteten dann noch auf Eva, welche sich trotz des Wetters auf einen Ausritt eingelassen hatte. Dankend nahm sie die Zügel von Чайка und schwang sich auf den Rücken der großen Fuchsstute. Ich hingegen ritt Нимфадора und Tassilo nahm Фантастика. Es wurde ein entspannter Ausritt, zu großen Teilen durch den Wald. Wir redeten auch gar nicht viel, sondern genossen einfach die Abwechslung von der Arbeit. Den Stuten ging es ähnlich und sie schritten zufrieden am langen Zügel die Waldwege entlang.
      "Тассило, помоги мне на кухне", meinte Eva, als wir wieder im Stall waren und die Pferde abgesattelt am Putzplatz standen. Ich lächelte leise in mich hinein. Tassilo war kein Fan davon, in der Küche zu helfen. Vorzugsweise machte er lieber alle Stallarbeiten, aber Eva war der Meinung, dass jeder überall mal half. Also gingen die beiden hinein, um sich um das Mittagessen zu kümmern. Ich brachte sie Stuten wieder hinaus und holte mir zum Ende noch Барышников. Der wunderschöne helle Fuchs wurde nur noch einmal für gut zwanzig Minuten locker longiert. Er hatte gestern ein anspruchsvolles Training gehabt, weshalb er gerade in der Regenerationsphase war und wir gerne Muskelkater verhindern wollten.
      Als ich Барышников wieder auf seine Weide gebracht hatte, kam ich auf dem Rückweg bei unseren Kleinsten vorbei. Алевтина, Юноно und Молотов standen zufrieden in ihrem Offenstall im Unterstand und mümmelten Heu. Die drei Kleinen waren einfach goldig und sie entwickelten sich prächtig, ich hätte den ganzen Tag bei ihnen verbringen können. So blieb ich auch diesmal wieder länger stehen, bis ich Evas Stimme über den Hof rufen hörte: "
      еда готова!"

      15.10.2020 | 4.767 Zeichen | Gwen
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    Zuchtgestüt Fominow
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    Canyon
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    22 Juli 2018
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    Маэстро

    ● ○ ● ○

    Hengst | *2015 | 158cm
    Budjonny
    Brauner

    ● ○ ● ○

    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt

    Von unbekannt Aus der unbekannt

    ● ○ ● ○

    Маэстро ist einer der vielversprechendsten Junghengste aus eigener Zucht auf dem Gestüt. Mit seiner für einen Budjonny gerade noch annehmbaren Höhe ist er jedoch unter Junghengsten trotzdem der Chef auf den Weiden.
    Seit kurzem ist er unter professioneller Hand unter dem Sattel und zeigt genau das, was man von ihm erwartet hatte: Ausdauer und Energie, sowie ein großes Maß an Ausstrahlung und Selbstsicherheit, die ihm auf dem ein oder anderen Turnier von Vorteil sein werden.
    Der Übermut, der hin und wieder zu Tage kommt, wird bis jetzt noch auf sein junges Alter geschoben. Die Hoffnung ist, dass sich das mit zunehmender Erfahrung noch legt.


    ● ○ ● ○

    Besitzer: Canyon
    VKR/Ersteller: Canyon
    im Besitz seit: 22. Juli 2018
    Kaufpreis: x

    ● ○ ● ○

    Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential

    Springen E A L M S S* S**

    Military E A L M S

    Dressur E A L M S S* S**

    Distanz E A L M S

    Galopp E A L M S

    Western E A L M S

    Fahren E A L M

    ● ○ ● ○

    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren

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    457. Galopprennen | 458. Westernturnier | 10. Synchronfahren | 369. Distanzturnier

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    414. Fahrturnier | 370. Distanzturnier | 473. Westernturnier | 266. Synchronspringen

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    467. Galopprennen | 529. Springturnier | 475. Westernturnier | 267. Synchronspringen

    ● ○ ● ○

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    [HK 500]

    Gencode: Ee Aa
    Zur Zucht zugelassen: Ja
    Eingetragene Zucht: Zuchtgestüt Fominow (ZGF)

    Nachkommen
    -


    ● ○ ● ○

    Letzter Tierarztbesuch: 26-08-2018 durch Eddi

    Letzter Hufschmiedbesuch: 24-11-2018 durch Sissicat

    ● ○ ● ○

    PNG | Puzzel PNG | offizieller HG