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Mohikanerin

◌ Hawking von Atomic | 5 Punkte

Hengst | Isländer | Ungekört | (c) Mohikanerin

◌ Hawking von Atomic | 5 Punkte
Mohikanerin, 23 Aug. 2018
Tassila, Zion, Muemmi und 3 anderen gefällt das.
    • Mohikanerin
      Frühlingsbeginn

      Willa | Vinkona frá Sólin | Totbringer | River's Fjörgyn | Krít | Kempa | Aqua
      Kvest Halsnaes | Hnakki van Ghosts | Capital | Blossi | Alvari

      Þögn | Snúra | Saints Row | Aska | Ylfa | Trú fra Frelsi | Snotra | Maekja van Ghosts | Eimyja | Blávör
      Wild Reflex | Yuva | Topa’s Comtesse | Tamana | Snuff | Mademoiselle | Layers of Fear | Kisshimbye | Jule | Friede sei mit dir | Atom Bomb

      Voodoozirkus | Litfari | Blaer frá glæsileika eyjarinnar | Skrýmir | Glanni frá glæsileika eyjarinnar
      Tesla | Ryuk | Ruvik | Party in the Clouds | Overo | Gnani | Flic Flac’s Milano | Amjad Amir | Almost Illegal | Absolutely Right

      Tvífarí van Frelsi | Skjanni vom Helstorf Moor | Nautilus | Lu'lu'a | Hawking von Atomic
      St. Pauli’s Amnesia | Songbird | Milska | Feuergeist di Royal Peerage

      Der Frühling beginnt schon langsam und das Ende Februar. An den Bäumen sind die ersten Knospen und Krokusse habe ich auch schon am Weidezaun erblicken können.
      Die erste Kontrolle ist bei den Stuten draussen auf den Weiden: Willa, Vinkona, Tot, Fjörgyn, Krít, Kempa und Aqua. Die sieben Stuten haben schon kleine Frühlingsgefühle und freuen sich über meinen Besuch. Aufgeregt kommen sie angetrabt, teilweise auch im Galopp, und schnauben mich begrüßend an. Als sie merken, dass ich keine Leckerlis habe, rennen sie wieder weiter und scheinen alle sehr gesund. Ich werfe noch einige Möhren auf die Koppel und dann geht es weiter.
      Da die Paddocks gerade renoviert werde und die Hengste aktuell nicht auf die Weide können, stehen sie noch in der Box. Erst nach her ist der übergangs Paddock fertig. Kvest, Hnakki, Capital, Blossi und Alvari stehen im Stall und suchen im Stroh nach Ähren. Ich fülle bei allen das Heu noch mal auf und verlasse den Stall wieder. Nachher werde ich noch Helfen sie auf die Paddocks zu bringen.
      Der nächste Besuch ist auf dem ersten Stuten Paddock. Dort stehen Ylfa, Snotra, Eimyja, Blávör und Aska. Die fünf Stuten sind eher rangniedrig und konnten sich in der anderen Herde nicht durchsetzen. Jetzt zusammen vertragen sie sich prächtig. Ich hole eine Schubkarre Pferdeäppel und fülle das Heu auf. Im Anschluss öffne ich die Weide und die Stuten dürfen für einige Stunden raus. Die Männer haben die anderen Stute von der Weide geholt und gehe zu ihnen auf den Paddock.
      Thögn, Snúra, Saint, Maekja und Trú schlendern langsam zum Tor, als ich mit der Schubkarre komme. Natürlich wissen sie, was jetzt kommt. Auch hier hole ich eine Schubkarre herunter und fülle das Heu nach. Mit einigen Rangeleien werden sie sich der Reihenfolge an den Heuraufen klar und fangen an zu knabbern.
      Dann sind die Männer auch schon bei den Großen Pferden und machen ebenfalls sauber. Wie immer komme ich dazu und helfe. Als wir fertig sind gucken wir uns alle die Tiere noch einmal an. Reflex, Yuva, Comtesse, Tamana, Snuff, Mademoiselle, Fear, Kiss, Jule (die neu in der Truppe ist), Friede sei mit mir und Bomb. Natürlich stehen die beiden Shettys nicht bei den großen, aber trotzdem geniessen sie den Besuch! Allen geht es gut und wir gehen zu den Hengsten.
      Die Isländer Hengste sind alle soweit für die Körung und wir gehen mit den Pferden noch mal die Prüfung durch und stimmen die Kleinigkeiten ab. Voodoo, Litfari sind als erstes dran, danach folgen Blaer, Glanni und Skrýmir. Die drei sind nämlich noch nicht so weit. Besonders Glanni ist noch ziemlich vorsichtig und unsicher unter dem Sattel.
      Auch die Großen bekommen noch etwas Aufmerksamkeit. Ich hole Milano und Ryuk von dem Paddock und longiere sie im Round Pen. Tesla und Gnani sind im Moment erkältet und stehen deshalb in Quarantäne. Ruvik steht wie immer in der Box und möchte mit keinem Menschen etwas zu tun haben, obwohl ich mit ihm schon ein Stückchen weiter gekommen bin und die Box betreten kann, ohne das er mich angreift. Overo, Illegal, Right, Party und Amir stehen auf den Weiden. Die beiden Welsh Ponys spielen, hingegen die anderen den Kopf ins Gras stecken, auch wenn es nicht mehr viel gibt.
      Das gemeinsame Mittagessen haben wir beendet und es geht wieder an die Arbeit. Wir fahren noch zu den Jungpferden. Als erstes zu den Jungs. Tri und Nautilus sind mittlerweile ziemlich alt und könnten schon zum Hof, um ein Reitpferd zu werden. Leidere fehlt uns allen noch die Zeit, Jungpferde einzureiten. Deshalb dürfen sie noch weiter Pferd sein. Skjanni, Lu und Hawking sind noch nicht so weit, aber wachsen wohl auf. Allen Pferden geht es gut und wir fahren weiter zur Stutenweide.
      Schon als sie das Auto hören, kommen Amnesia, Bird, Milska und Feuergeist zum Zaun. Auch hier sind drei Pferde bei, die eigentlich unter den Sattel gehören. Ein weiterer wichtiger Grund ist, dass die Truppe so bleibt, ist Feuergeist. Sie hätte keinen Anschluss mehr und scheint sich auch nur mit den drei zu verstehen. Wir hatten sie bereits in einer Jungstutengruppe bei Freunden, aber dort fühlte sie sich nicht wohl und kam nicht ans Futter. Hoffentlich kommen bald neue Fohlen, damit die aktuelle Generation sich weiter entwickeln kann.
      Der Abend ist angerückt und nach einem derart erfolgreichen Tag fällt es mir nicht schwer schnell einzuschlafen.
    • AliciaFarina
      Zu Besuch auf Atomics Valley
      Hnakki van Ghosts | Capital | Blossi | Saints Row | Alvari | Willa | Vinkona frá Sólin | Totbringer | River's Fjörgyn | Kvest Halsnaes | Krít | Kempa | Aqua | Þögn | Wild Reflex | Voodoozirkus | Snúra | Litfari | Blaer frá glaesileika eyjarinnar | St Pauli's Amnesia | Songbird | Nautilus | Milska | Lu'lu'a | Hawking von Atomic | Feuergeist di Royal Peerage | Aska | Yuva | Ylfa | Tesla | Tamana | Snotra | Ruvik | Overo | Maekja van Ghosts | Kissimbye | Jule | Gnani | Glanni frá glaesileika eyjrarinnar | Friede sei mit dir | Blávör | Almost illegal | Absolutely Right


      Da demnächst ein Hengst der Familie Earle meine Stute Drafna decken sollte, machte ich mich auf den Weg nach Atomics Valley, denn ich wollte mir die in Frage kommenden Hengste in Natur ansehen. Auf dem Hof angekommen wurde ich begrüßt, da aber niemand Zeit hatte mich herum zu führen durfte ich alleine den Hof erkunden. Zuerst beobachtete ich wie einige Pferde, unter anderem auch die Hengste für die ich mich interessiere für die Arbeit vorbereitet wurden. Im Umgang schienen sie absolut problemlos zu sein. Hnakki van Ghosts, Capital, Blossi, Saints Row und Alvari wurden nun geritten. Für die gekörten Hengste ging es auf die Ovalbahn oder auf den Platz für Dressurliche Arbeit. Ich ließ die Mitarbeiter in Ruhe warmreiten und besuchte währenddessen Willa, Vinkona frá Sólin, Totbringer, River's Fjörgyn, Kvest Halsnaes, Krít, Kempa, Aqua, Þögn, Wild Reflex, Voodoozirkus, Snúra, Litfari, Blaer frá glaesileika eyjarinnar, St Pauli's Amnesia, Songbird, Nautilus, Milska, Lu'lu'a, Hawking von Atomic, Feuergeist di Royal Peerage, Aska, Yuva, Ylfa, Tesla, Tamana, Snotra, Ruvik, Overo, Maekja van Ghosts, Kissimbye, Jule, Gnani, Glanni frá glaesileika eyjrarinnar, Friede sei mit dir, Blávör, Almost illegal und Absolutely Right auf ihren Weiden. Sie waren logischerweise nach Geschlechtern getrennt, aber auch nach Aufgabenbereich. Die Stuten und Hengste die auf die Körung vorbereitet wurden standen in ihren großen und lichtdurchfluteten Boxen, die Stuten die bereits gekört waren standen teilweise mit Fohlen bei Fuß oder ziemlich dickem Bauch auf den umliegenden Wiesen. Alle Pferde waren in einem tadellosen Zustand, also machte ich mich wieder auf den Weg zu den Hengsten um mir dort ein weiteres Bild von ihnen zu machen.
      Am Ende des Tages schwankte meine Entscheidung zwischen Hnakki van Ghosts und Capital, die Gestütsleitung half mir bei der Entscheidung und sie fiel auf Hnakki, er würde also der Vater des ersten Fohlens von meiner Drafna werden.

      1992 Zeichen by AliciaFarina
    • Mohikanerin
      Ein Fohlenwirrwarr | Fohlen ABC
      Hawking | Lu'lu'a | Songbird | St.Pauli's Amnesia

      Mittlerweile war der große Brand überstanden und allmählich fügte sich der Alltag. Auch unser benachbarter Hof hatte viel abbekommen, weshalb nun alles auf Eis gelegt war, nichts desto trotz hatten wir uns entschieden den Pferden einen normalen Alltag zu bieten.

      “Na dann sind wir ja quitt!”, begrüßte ich Vriska lachend, die erst vor Kurzem Mo eingeritten hatte. Sie boxte mir auf den Oberarm und stimmte lächelnd zu. “Ich darf jetzt also den Kleinen beibringen, wie man sich wie ein Erwachsener benimmt oder wie?”, fragte ich rhetorisch. “Naja wenn du dich dazu in der Lage fühlst…”, entgegnete Vriska frech. “Also welche sollen erzogen werden?”, hakte ich nach. Vriska begann aufzuzählen: Hawking von Atomic, Songbird, Lu’Lu’a und St, Pauli’s Amnesia. Außerdem unterbreitete sie mir, dass alle drei bereits ans Halfter und ans Führen gewöhnt seien, was den ganzen Prozess erleichtert.

      Da sich meine Lieblingsblondine bereit erklärt hatte mir bei der Ausbildung unter die Arme zu greifen, begaben wir beide uns zu den Fohlen beziehungsweise Heranwachsenden. Zwar gehörten Vriska die Pferde nicht, aber da sie nunmal auf Atomics Valley lebte und ausgebildete Trainerin ist, bot sich diese Gelegenheit an.


      Nach einem gefühlten Stundenmarsch waren wir endlich an der Weide angekommen und schnappte uns die am Zaunpfahl hängenden Stricke und holten die Youngster. Es war nicht gerade einfach die kleine Songbird einzufangen, zumal ich mich als ziemlich großer Mann jedes Mal zu ihr hinunter bücken musste, obwohl sie meistens wieder kehrt machte. “Jaja so viel zum Thema sie sind es gewöhnt geführt zu werden...naja von der Weide holen scheint nicht dazu zu gehören.”, sprach ich zu mir selbst. Letztendlich standen Vriska und ich vor dem Gatter der Weide, sie mit Hawking von Atomic und Lulu in der Hand und ich mit St. Paulis Amnesia und Songbird. Anscheinend sah man mir die leichte Anstrengung vom “wilde Fohlen einfangen” an, denn Vriska lachte mich herzhaft aus. “Awwwr ist dein Ego jetzt angekratzt? Mach dir nichts draus, sie kennen dich noch nicht.”, brachte sie gackernd hervor. Ohne ihr Beachtung zu schenken stolzierte ich mit den beiden Mädels an ihr vorbei bis zum Putzplatz.


      Ich hatte zuvor mit den Earles besprochen, dass ich nur die Grundlagen legen und sie in Zukunft mit ihnen weiterarbeiten würden. Zunächst banden wir die drei locker an, was sie aber schon das ein oder andere mal kennengelernt hatten, denn bis auf Hawking waren die anderen schon fast drei Jahre alt. Gemeinsam begannen wir den “Ponys” die Bürsten erneut vorzustellen und sie damit abzustreichen. Zu meinem Erstaunen, ließ sich keiner der drei davon beirren. Die kleine Songbird allerdings knabberte mir an der Potasche, während ich über ihre Kruppe striegelte. Dadurch, dass die drei von Anfang an mit Menschen in Kontakt standen, waren sie jegliche Berührung am Körper bereits gewöhnt. “Ich muss gestehen, so liebe Kandidaten hatte ich schon lang nicht mehr”, erklärte ich Vriska. Kurz darauf bereute ich auch schon diesen Satz, denn das Hufe geben und auskratzen entpuppte sich als kleine Katastrophe. Die kleine Songbird, wollte er gar nicht ihre Beine anheben und stellte sich auf stur. Amnesia im Gegensatz ließ alles über sich ergehen und zog höchstens mal das Bein weg. Auch bei Lulu schien das Temperament durchzudrehen, da er einmal in die Luft sprang und das andere mal zwicken wollte. Trotz Allem ließ er es zum Schluss über sich ergehen. Obwohl ich erwartet hatte, dass Hawking sich am besten benehmen würde, schien er bei Vriska zu steigen, weshalb ich ihr zur Hilfe kam und ihn beruhigte und sie zu seinem Kopf ging. Nun nachdem sie ihn am Kopf krauelte, versuchte ich erneut seinen Huf vorsichtig zu heben und immer schnell wieder abzusetzen. Nach einer allgemeinen Pause für alle setzte ich erneut an und kratzte die Hufe bei Hawking ebenfalls aus und diesmal benahm er sich.


      Aufgrund der ganzen Aufregung und kurzen Konzentrationsspanne, entschieden wir uns die Pubertiere in Ruhe zu lassen und sie wieder auf die Weide zu bringen. Als sie freudig buckelnd und quiekend auf die Weide rannten, gaben Vriska und ich uns ein High five.

      (c) Zion
    • Mohikanerin
      2019 - Ein Jahresüberblick | 29. Februar 2020
      Wynja von Atomic | Vösk von Atomic | Kría von Atomic | Bjama von Atomic | Teigur von Atomic | Halldór von Atomic | Ávaldi von Atomic
      Hawking von Atomic | Feuergeist di Royal Peerage | Nautilus | St.Pauli's Amnesia | Milska | Lu’lu’a
      Glanni frá glæsileika eyjarinnar | Litfari | Tesla | Almost Illegal | Overo | Ruvik | Voodoozirkus
      Mademoiselle | Songbird | Ryuk | Flic Flac's Milano | Friede sei mit dir
      Wild Reflex | Willa | Krít | Kempa | Blávör | Snotra | Otra | Fönn | Saints Row | Snúra | Þögn | Ylfa


      Bruce
      Das Jahr begann tragisch, sehr tragisch. Vater verstarb in Folge eines Herzinfarktes im Krankenhaus, zu dem Zeitpunkt fing der Hof bereits an rote Zahlen zu schreiben. Also mussten wir anfangen Lösungen zu finden und konnten nicht sehr lange trauern. Deswegen sind viele Pferde gegangen und wir haben das erste Land verkauft, um wieder etwas Guthaben zu haben. Doch auch das half nur für einige Zeit, da auch mein Dasein als Trainer schrumpfte. Immer mehr Aufgaben mussten auf dem Hof übernommen werden und das Geld fehlte für die Angestellten, weswegen wir nur noch zwei bei uns behalten konnten. Fünf Leute zu beschäftigen war nicht mehr möglich. Doch auch einiges Gutes ist passiert. Die Fohlen haben gute Noten bei der Beurteilung bekommen und für einige von ihnen, gibt es bereits Interessenten. Snót und Blávör haben sich verbessert. Sie sind entspannter geworden und auch unter anderen Reitern besser unter Kontrolle. Besonders im Distanzreiten sind die Beiden begabt, was einen guten Ausgleich bildet zur Ovalbahn. Auch Willa, Krít und Kempa befinden sich im Training und sollen demnächst wieder auf dem Turnier mitlaufen. Die drei Stuten genießen es wieder mehr Kontakt zum Menschen zu haben. Ihre Fohlen sind tolle Pferde und ich bin gespannt was aus ihnen wird.
      Nachdem unsere Lage sich ein wenig verbesserte hatte, kam der nächste Schlag. Im Wald, der direkt an das Atomics Valley grenzt, brach ein verheerender Waldbrand aus. Das Feuer loderte Wochen lang. Auch wenn wir rechtzeitig uns und die Pferde evakuieren, konnte der Hof nicht gerettet werden. 95% sind abgebrannt, kein Gebäude steht mehr. Die Versicherungssumme war zwar ziemlich hoch, doch es kamen noch mehr Kosten auf uns zu, mit denen wir nicht rechnen konnten. Einige Paddocks hatten wir errichtet, um die Pferde wieder zu uns stelle zu können, doch die Angst der Tiere durch die den Abgebrannten Geruch war deutlich zu spüren. Wieder mussten wir überlegen welches Pferd bleiben kann und welches nicht. Diesmal war es sogar noch schwieriger. Vriska hat Ylfa gekauft und sie möchte bei uns bleiben um uns zu helfen. Nach langer Überlegung haben wir auch ihr Ruvik angeboten und sie hat zugesagt. Unsere beiden Problempferde hätten wir sonst an sonst niemanden verkaufen können. Sie hat schon oft mit den beiden Pferden gearbeitet und die Drei passen gut zueinander.
      Dann kam die Idee des Umzugs auf und wir bekamen ein gutes Angebot in Schweden. Dort gab es ein Ausschreiben für ein 120 ha großes Land, das bewirtschaftet werden soll und einen kulturellen Nutzen bekommen. Also bewarben wir uns mit dem Konzept, dass wir mit unseren langjährigen Freunden und Nachbarn erarbeitet hatten: Ein Akademisches Reitzentrum. Wir wollen Reitunterricht anbieten, Beritt machen und verschiedene Events veranstalten. Es war schon immer mein Traum auszuwandern und diesmal ist die Möglichkeit zum greifen Nah. Wir mussten nun nur noch auf die Entscheidung des Landes warten. Diese würden uns auch dabei unterstützen, den Umzug zu organisieren.

      Collin
      Im Gegensatz zu unseren Nachbarn hatten wir das Jahr 2019 als äußerst positiv wahrgenommen. Pferde kamen und Pferde gingen, doch der Kern blieb erhalten und die zukünftige Zucht von Barockpferden sollte nun endlich ins Rollen gebracht werden. Mit wechselnden Rassen zur Auswahl kam der Plan von der Zucht wieder auf die Wartebank und stattdessen kam das Horsemakeover ins Spiel. Morian HMJ 6345 war eine Bereicherung in vielerlei Hinsicht, obwohl sein Training äußerst zeitaufwendig war. Nichts desto trotz ging es voran, denn Valeria und ich kamen endlich zusammen und unser Azubi Joris hatte seine Abschlussprüfung bestanden. Leider hatte wir auch gewisse Verluste zu bedauern, denn unsere liebe Flo war gezwungen zurück nach Lateinamerika zu gehen, da ihr Arbeitsvisum abgelaufen war, weshalb wir gezwungen waren I’m a Playboy zu verkaufen. Außerdem war Sky aufgrund einer Verletzung unreitbar und so gut wie nicht bewegbar geworden, weshalb er trotz des extrem jungen Alters nun seine Frührente verbringen musste.
      Mittlerweile waren wir auch mit der Planung vorangeschritten und entschieden uns für die Zucht von Knabstruppern und Barockpintos, die beide alles vereinten, was wir uns wünschten. Doch wie nach jedem Höhenflug folgte auch bei uns der Fall, denn das ganze Land um Forest Creek und Atomics Valley war abgebrannt. Einige Pferde waren mit leichten Wunden davon gekommen, doch Peter, der die Pferde heroisch retten wollte, erlitt stärkere Verbrennungen und verbrachte einige Zeit im Krankenhaus. Alles was wir uns mühsam aufgebaut hatten war nun in Schutt und Asche gerichtet. Doch wie sagt man so schön, der Phönix steigt aus der Asche empor, denn wie es das Schicksal anscheinend wollte wurde uns gewissermaßen ein Wink gegeben, der uns letztendlich nach Schweden führte. Letztendlich machten wir auch so die Bekanntschaft mit Robin Wolff, ein junger akademischer Reiter anfang der dreißiger, der uns bedingungslos seine Hilfe anbot und nun ein Zuchtpartner in Schweden sein wird. Robin, ein attraktiver Rotschopf, der sich den Knabstruppern primär widmen wird.

      Bruce
      Der Umzug stand natürlich schneller vor der Tür als gedacht. Somit mussten die Pferde so schnell wie möglich transportfähig gemacht werden. Im Haus waren schon so gut wie alle Sachen eingepackt, nur noch die Dokumente unserer Tiere lagen verteilt im großen Schlafzimmer sortiert auf dem Boden. Mein Bruder, Tyrell, befindet sich bereits auf unserem neuen Grundstück und kann somit in den nächsten Tagen schon einige Pferde in Empfang nehmen. Somit werden als Erstes die Jungpferde auf die Reise in die neue Heimat gehen. Dafür haben Vriska und ich uns schon bereit gemacht. Gemeinsam holen wir die ersten beiden Stuten von der Weide. Es sind Wynja und Vösk, doch es war auch nicht wirklich einfach die beiden aufzuhalftern, deswegen waren sie die ersten. Am Stall putzen wir sie noch mal über und machen ihnen kleine Glocken an die Hufe, nur zur Sicherheit, da die Reise mehr als 10h dauert und in Dänemark eh Pause gemacht werden muss. Weiter ging es dann mit Bjama, Kría, Teigur, Halli und Ávi. Als alle Jährlinge endlich am Hof und verladefertig waren, fängt die Arbeit erst richtig an. Mithilfe von Max sortierten wir noch einmal die Papiere und übergaben sie den Fahrer. Jedes Pferd hatte seine eigene Folie in einem Ordner. Dort sind alle Unterlagen der Tiere drin, unter anderem die Bestätigung des Tierarztes, dass das Pferd gesund ist sowie dem Impfpass. Auch hatten wir extra sonder Papiere für die Überführung besorgt. Damit stand die Reise für die ersten Pferde fest.
      Vorsichtig fuhr der Transporter an und macht sich auf dem Weg richtig Schweden. In Zwei Wochen werden wir die Jährlinge wieder sehen. Sie kommen dort erst mal auf die Weide. Tyrell hat und auch noch einmal bestätigt, dass die Zäune stehen und sicher sind.
      Natürlich ist es nicht immer ganz leicht in ein anderes Land zu ziehen. Also hatten auch noch wir Rennerein, bis der nächste Transporter vor der Tür steht.
      Nun werden die nächsten Jungpferde verladen. Feuergeist, Amnesia, Milska, Hawking, Lu und Nautilus gehören zur Truppe. Diesmal gehen allerdings einige Pferde mehr mit. Der Transporter hatte noch einen Anhänger dabei, in den die beiden Jungstuten kommen. Lu, Hawking und Nautilus dürfen mit bei den großen Jungs fahren. Dort stehen Voodoo, Glanni, Litfari, Tesla, Ruvik, Illegal und Overo. Die Hengste haben alle Glocken um die Hufe, zum Schutz vor Verletzungen.
      Die letzten Tage rücken immer näher und der größte Teil unserer Kartons sind schon auf dem Weg nach Lindö. Auch sind schon so gut wie alle Pferde auf der Reise. Mademoiselle, Songbird, Milano, Fried, Ryuk und Wild sind gemeinsam auf den Weg. Der letzte Transporter hatte die Isländer bei sich. Thögn, Fönn, Snúra, Saint, Otra, Krít und Kempa waren das. Nun sind nur noch Willa, Ylfa, Snotra und Blávör noch hier am Hof. Die Vier werden wir mit nehmen, wenn wir fahren.

      Vriska
      Während die Jungs die Kartons und den ganzen Rest in die Autos bringen, stehe ich auf dem Paddock und versuche Ylfa aufzuhalftern und in den Hänger zu bringen. Da ich weiß, dass dies etwas länger werden könnte, werde ich direkt Willa mitnehmen, um der Stute mehr Sicherheit zu geben. Schon seit mehreren Wochen üben wir diese Situation, doch Ylfa hat gemerkt, dass es nun ernst ist. Nur noch drei andere Stuten sind da und das verunsichert sie sehr. Als ich die Stute nach langer Überzeugung am Halfter zum Hof führen kann, ist sie völlig schockiert, als sie den Hänger sieht. Sie versucht aus der Situation zu flüchten und steigt. Deswegen lasse ich Willa einfach los, die entspannt neben uns stehen bleibt. Daran merkt Ylfa, dass alles okay ist und schnaubt ab. Ich streichle sie beruhigend über den Hals und warte noch einen Moment, bevor wir näher an den Hänger gehen. Willa ist mittlerweile soweit, dass sie benah alleine in den Hänger geht. Ich ziehe den Strick vom Halfter ab und schicke sie hinein. Mit Ylfa in der Hand versuche ich hinter Willa die Stange zu befestigen, was sich als sehr schwierig herausstellt als gedacht. Die Stute hat offenbar panische Angst vor der Stange, also muss Willa erst mal ohne im Hänger stehen. Ich führe Ylfa noch mal vom Hänger weg und lasse sie einige Minuten grasen auf dem kargen Grasstreifen am Wegesrand.
      Nach fast einer Stunde ist es endlich geschafft. Ylfa steht entspannt im Pferdehänger und fummelt am baumelden Heunetz herum.

      Collin
      Erneut warf ich einen Blick auf die Checkliste für die Reise. Hatten wir tatsächlich an alles gedacht? Waren wir überhaupt gut genug vorbereitet für Schweden? Mir schossen unzählige Gedanken durch den Kopf, die mich mehr und mehr zum Zweifeln brachten, doch nun gab es kein zurück mehr. Die Pferde wurde allesamt in Transport LKWs verladen und erreichten unsere kleine Insel schließlich mit der Fähre. In Gedanken vertieft zählte ich die Pferde auf: “Aurelia, Morian, Fortun, Frans, FC Encantador, Sakura Blomst, Tacito il Vero, Wild Cherry, Valquiria, Xinu…” “Babe hattest du schon mit Familie Lindström Kontakt aufgenommen?”, fragte Val und riss mich aus meinem Gedankenkarussell. Erschrocken schüttelte ich den Kopf und zückte mein Handy. Familie Lindström besaß einen kleinen Hof in Mittelschweden und hatte einige Schicksalsschläge erlitten und nun mangelte es ihnen an Geld und eigentlich allem. Ich habe sie durch ihren Hengst Haldor kennengelernt, den ich für meine Zucht ins Auge gefasst hatte, doch stattdessen lernte ich ihre Familie ein und entschied sie auf unserem Hof einzuladen, da wir mehr als genug Platz hatten. Zuerst zögerten sie und versuchten das Angebot aus Scham und Höflichkeit abzulehnen, doch ich konnte sie überzeugen und schließlich verhandelten wir die letzten Angelegenheiten.

      Robin
      Um ehrlich zu sein, war ich sehr aufgeregt auf das neue Leben in Schweden und den neuen Menschen, die nun meine neue Familie werden würden. Es wird auch eine Umstellung sein, eigene Pferde zu besitzen, da ich bisher immer nur welche in Beritt hatte und somit die Verantwortung nicht auf mir lastete, dennoch freute ich mich darauf. Collin Jones, mein zukünftiger Arbeitgeber und Zuchtpartner hatte mich bereits in Deutschland mit meinen baldigen Vierbeinern vertraut gemacht. Wir beide teilten die Leidenschaft für Barockpferde, doch ich interessierte mich mehr für die “farbigen” unter ihnen, um nicht so zu sagen die Knabstrupper. So teilte er mir Tacito il Vero, Sakura Blomst und Frans zu, die nun in Schweden unter meiner Obhut stehen werden. Trotz der ganzen Aufregung freute ich mich riesig auf die neuen Möglichkeiten, die sich auf unserem Gelände und der Umgebung ergaben - ich meine hallo eine eigene kleine Insel?! (Na gut zumindest ein Teil davon)

      -to be continued-

      © Mohikanerin & Zion | 11733 Zeichen

    • Wolfszeit
      Ein Besuch auf Atomic Valley | 23. August 2020
      Skrúður| Voodoozirkus| Glanni frá glæsileika eyjarinnar | Willa | Wynja von Atomic | Vösk von Atomic| Teigur von Atomic| Kría von Atomic| Halldór von Atomic| Bjama von Atomic| Þögn| Saints Row| Otra| Krít| Hawking von Atomic| Milska

      Heute war ich auf atomics Valley um dort ein wenig auszuhelfen. Als erstes bekamen alle Pferd ihr Frühstück, bevor sie nach und nach auf die Koppel durften. Die Fohlen durften als letztes raus und gaben auch gleich vollgas, als sie draußen waren. Als nächstes hieß es Boxen ausmisten. Nachdem alles erledigt war nahm ich mir noch etwas Zeit und beobachtet die Pferde noch eine Weile.

      © Wolfszeit | 383 Zeichen

    • Mohikanerin
      Arbeitslos und stolz darauf? | 05. April 2021
      tc Herkir // Litfari // Skrúður // Milska // Voodoozirkus // Glanni frá glæsileika eyjarinnar // Otra // Hawking von Atomic // Saints Row
      "Komm Elsa, wir gehen zu den Pferden“, rief ich meinen Hund zu mir, als ich meine Schuhe an der Haustür anzog. Elsa holte ich einige Wochen nach dem Umzug nach Schweden aus einem Tierheim um die Ecke. Die Malinois Hündin fühlte sich ziemlich wohl bei mir. Sie konnte den ganzen Tag raus, ich saß mit ihr in meiner kleinen Hütte herum und regelmäßig gab es etwas zum Futtern. Wirklich viele Ansprüche hatte die Gute nicht. Über den kleinen Trampelpfad entlang meines Gartens reichten wir die Brücke zum kleinen Hof, den ich so übernahm und nur die Ovalbahn aufgebaut hatte. Elsa hatte es wieder mal eilig, verschwand vor mir eh sie mit ihrem Ball wieder kehrte und mich zum Spielen aufforderte. Bückte mich nach dem Ball und warf ihr das quatschende Ding Richtung Wiese. Mein Blick schweifte über die leeren Sandplätze zu meiner Rechten. Die Zuchtstuten standen bei meinem Bruder Tyrell auf der Weide und genossen ihre Zeit, wohingegen die Hengste immer mehr wurden und sich bestens entwickelten. Hechelnd stand Elsa wieder vor mir, wedelte mit dem Schwanz und schob den Ball immer weiter an meine Füße. Ich warf ihr den Ball wieder, eh ich die Sattelkammer aufschloss und mir ein Halfter Griff. Herkir war vor einigen Tagen angekommen, ausnahmsweise würde ich heute mal ausreiten gehen. “Na komm, Kleiner. Du lernst jetzt den Wald kennen”, sagte ich zu ihm, während ich das Halfter umlegte und die Mähne sortierte. Den Verschluss an der Ganasche verschloss ich nicht, sondern band ihn locker vor der Sattelkammer an. Wald also. Vermutlich übertrieb ich mit der Bezeichnung ein wenig, denn um mein Grundstück herum standen mit der meisten Bäume. Sobald man den Weg zur Hauptstraße nahm, sah man hauptsächlich die Felder von einigen Bauern. Mehr Bäume gab auf der anderen Seite, doch es gab nicht viel. Die kleine Insel agierte als Weg Richtung Ekerö, gehörte jedoch mit zu dieser Gemeinde. Das wohl spannendste war, dass auf einer der kleinen Inseln die Tochter des Königs geboren wurde. Aber davon wusste ich nicht viel mehr, denn ich bin nur meines Bruders zur Liebe mitgekommen, um etwas Neues zu erleben, wie er zu sagen pflegte. Ich saß jedoch allein mitten im Nirgendwo mit einem überdrehten Hund und meinen Pferden. Nachbarn hatte ich nicht und Einkaufen tat ich auch nur selten, denn im Garten baute ich mein eigenes Gemüse an, Milchprodukte konnte ich an so einem Automaten am Tor des Bauern kaufen. Viel mehr brauchte ich zum Leben nicht. Manchmal überlegte ich, ob einige Hühner mein Leben bereichern könnten, doch hatte bisher mich dagegen entschieden.
      Herkir stand entspannt am Anbinder, während ich darüber nachdachte, wie es weitergeht in Schweden. Zwischendurch fuhr ich rüber, um die Pferde in den Beritt von Vriska zu schicken, da ich selbst nicht viel Zeit hatte. Vergleichbar mit dem, was Tyrell leitet, war das Grundstück hinterm Haus auf keinen Fall. Meine Isländer standen hauptsächlich auf den Paddocks, denn Weiden gehörten nicht mit zu meinem Grundstück. Manchmal spannte ich Litze und sie konnten für einige Stunden etwas den Rasen mähen. Hätte mir jemand vor einem Jahr gesagt, dass ich den größten Teil meiner Zeit mit Premium Streaming Diensten verbringen würde, hätte das für Gelächter gesorgt. Aus der Sattelkammer holte ich meinen Sattel, der sonst auf jedes Pferd passte, doch Herkirs Rücken war noch kürzer und ich brauchte einen anderen. In der letzten Ecke entdeckte ich altes Modell, dass ich seit Monaten auf keinem Pferd mehr hatte. Einige Spinnweben hingen an ihm und der Staub hatte sich breit gemacht auf ihm. Mit meinem Shirt wischte ich alles ab und versuchte ihn auf ihm aus. Die Schulterfreiheit war gewährleistet, es gab keine Brückenbildung. Jedoch kippte er minimal nach vorn, wo nur ein Pad Abhilfe verschaffen konnte. “Wo ist das blöde Ding”, rief ich durch die Kammer. Mehrere Halfter und auch Glocken flogen quer durch den Raum. Innerlich getrieben suchte ich weiter und stellte fest, dass diese Unordnung dringend ein System brauchte. Berge bestehend aus verschiedenen Inhalten, die zufällig übereinandergestapelt waren. Hier eine Glocke, da ein Halfter und selten eine Schabracke befanden sich zwischen den Schichten eines Berges. Triumphierend halte ich das Pad nach oben, als ich die Sattelkammer verließ und zeigte Elsa meinen Erfolg. Freundlich bellte sie mich an.
      “Na komm Herkir, wir erkunden das Land”, sagte ich zu dem Fuchsschecken, als ich nachgurtete. Die Steigbügellänge passte ich noch an und stieg auf. Im Schritt ritt ich den Trampelpfad entlang der Ovalbahn entlang und stellte mich auf meinen Gefährten ein. Elsa eilte aufgeregt uns nach. Ihre Zunge schlackerte heraus und Sabberfäden glitten durch die Luft. Einige blieben in ihrem Fell hängen. Wir folgten dem Weg entlang der Felder, vorbei an mehreren Baumreihen. Im Hintergrund hörte man ein Rauschen, dass von der Schnellstraße gute sechs Kilometer entfernt kam. Das gedämpfte Geräusch zischte gleichmäßig durch meine Ohren. Die Hündin folgte uns auf Schritt des Weges, auch wenn ich Herkir antöltete, blieb sie mühelos an unserer Seite. Der klare Viertakt des Hengstes auf dem harten Unterboden lenkte mich vom Hintergrundrauschen ab. Aktiv im Ohrenspiel achtete Herkir auf den Hund lief vorwärts. Gleichmäßig in Anlehnung zum Zügel senkte er seinen Kopf und entspannte im Genick. Seine Hinterhand trat sicher in die Abdrücke der vorderen. Bevor der Tunnel passiert werden sollte, bremste ich das Pferd und überlegt, wie ich weitermachte. Es gab zwei Möglichkeiten, entweder überquerten wir den Tunnel durch den Wald oder langsam weiter auf dem Weg nach rechts zum Hof zurück. Herkir entspannte sich mit herabsenkten Kopf unter mir im Sattel und sah müde vom Flug vom Vortag aus. Also beschloss ich, zur Stallung zurückzukehren. Elsa rannte immer noch aktiv neben uns her und hob jeden Stock auf, um ihn durch ein paar Meter zu ersetzen. Dieser Hund sprudelte beinah über vor Energie.
      Als Herkir das Futter genoss, das ich im Voraus vorbereitet hatte, hob ich den Sattel vom Rücken des Pferdes, der sich vom Ausritt im Fell abzeichnete. Zur gleichen Zeit war Elsa wieder mit ihrem Ball beschäftigt und spielte glücklich mit ihm in der Sonne. Litfari und Skrú spielten ebenfalls. Die Pferde gehörten zu meinen zuchtfähigen Hengsten und werden mangels entsprechender Nachfrage selten eingesetzt. Ihr Trainingsniveau musste verbessert werden, da ich für beide nicht genug Zeit hatte, standen sie zusammen auf dem Paddock und verbrachten Zeit miteinander. Leistung verlangte ich keinem meiner Pferde ab, dafür fehlte es mir selbst an der Übung. Ich saß viel meiner Zeit im Wohnzimmer vor meinem Fernseher, aß allerhand Arten von Süßigkeiten. Es fiel mir schwer, mich zu motivieren, die Paddocks der Pferde zu reinigen. Eine Bekannte meines Bruders besuchte mich einmal die Woche, um nach dem rechten zu schauen, übernahm Aufgaben und versuchte soziale Interaktionen mit mir zu haben. Ich mochte sie nicht. Joanna schaute auf mich herab und versuchte nur freundlich zu sein, obwohl sie nicht in der Stimmung war wie ich.
      Der Tag, den ich geplant hatte, war jenseits meiner Möglichkeiten. Ich wollte Milska longieren, weil sie nicht zu meinem Bruder auf den Hof konnte. Vriska befand sich zu dem Zeitpunkt nicht in Schweden und dort würde sie genauso herumstehen wie bei mir. Die junge Stute hatte viel Potenzial, dass gefördert werden müsste. Für mich war das jedoch nicht. Seit dem Tod meines Vaters hatte mein Interesse an allen Veranstaltungen rapide abgenommen und ich wollte niemanden mehr sehen. Der Abschied war kurz. Ich vermisste ihn sehr. Elsa half mir mehr durch die Zeit, als ich mir eingestehen wollte.
      Ein Besuch auf dem Paddock der Stuten zeigte mir, dass Otra, Saint und Milska fit waren. Die Hengste Glanni, Hawking und Voodoo ebenfalls. Herkir hatte ich schon zurückgestellt und trat mit Elsa wieder den Heimweg über den Trampelpfad an. Zusammen liefen wir dem unzugänglichen Weg und kamen am Tor meines Gartens an. Im Wohnzimmer funkelte mich meine Couch an, die sich genauso sehr freute, mich wiederzusehen, wie ich sie. Ich ließ meinen Blick durch den Vorgarten schweifen, als ich es mir gerade bequem gemacht hatte. Der Briefkasten vor dem Fenster quoll fast über. Das letzte Mal war ich vor ungefähr zwei Wochen dran und es wäre der richtige Moment, alles wegzuschmeißen. Kurz schaute ich durch und bemerkte einen blauen Umschlag mit der Aufschrift ‘sekretessbelagd’. Interessierte drehte ich diesen um und entdeckte den Absender. Den Brief bekam ich von der Ausländerbehörde, was nichts Gutes vermuten ließ. Alles andere schmiss ich unsanft in die Papiertonne, ohne den Blick vom blauen Umschlag schweifen zu lassen.

      Sehr geehrter Herr Earle,
      wir bitten um ihre Mithilfe. Im Frühjahr 2019 stellten Sie den ersten
      Antrag zur Einreise nach Schweden. Leider haben wir festgestellt,
      dass ein erneuter Antrag zur Bewilligung des Wohnsitzes nicht ein-
      gereicht wurde. Somit müssen wir Ihnen mitteilen, dass bis zum
      Herbst 2020 ein Antrag sowie Arbeitsvertrag eingereicht werden
      muss, um das Visum zu verlängern. Andernfalls müssen Sie unser
      Land verlassen und zurück nach Deutschland kehren.
      Wir bitten um Rückmeldung [...]

      Arbeitsvertrag? Worauf ich noch weniger Lust hatte als unter Menschen zu gehen, war arbeiten. Entschlossen griff ich nach meinem Handy, dass seinen Platz in der Couchritze hatte und wandte mich an meinen Bruder. Mein Finger schwebte über dem Touchscreen. Sollte ich ihn wirklich anrufen?


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  • Album:
    Atomics Valley
    Hochgeladen von:
    Mohikanerin
    Datum:
    23 Aug. 2018
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  • [​IMG]
    W10
    ____________________________________


    [​IMG]

    Hawking von Atomic (Hawking)
    Hengst

    Rasse: Isländer
    14.03 | 5 Jahre // 2016
    Fellfarbe: Mausfalbfarbwechsler Tovero
    Geno: EE aa Dd Rr nT nSpl
    Stockmaß: ca. 141 cm

    [​IMG]

    0 = wenig ausgeprägt 10 = stark ausgeprägt

    Sozialverhalten: 7
    Temperament: 6
    Lauffreudigkeit: 7
    Aufmerksamkeit: 8
    Nervenstärke: 7

    Eigenschaften:
    Sportlich, Aufmerksam, Fleißig, Eigenwillig


    [​IMG]

    Hnakki van Ghosts
    Unbekannt | Unbekannt
    Unbekannt | Unbekannt - Unbekannt | Unbekannt

    River's Fjörgyn
    Branda Phönix | Frekja
    Unbekannt | Unbekannt - Unbekannt | Unbekannt

    ____________________________________

    Diese Daten werden erst nach einer Teilnahme an einer Fohlenschau erfasst.

    Fohlenbeurteilung
    -

    Exterieur | -
    Interieur | -
    Gang | -

    Richterspruch | -
    = -
    ____________________________________

    Diese Daten werden erst nach einer erfolgreichen Teilnahme an einer Zuchtprüfung erfasst.

    Zuchtbeurteilung

    Schritt | -
    Trab | -
    Galopp | -
    Tölt | -
    Rennpass | -

    Richterspruch | -
    = -

    ____________________________________

    Nachkommen | Mutter

    Schleife

    [​IMG]


    Dressur E | A
    Springen E | L
    Military E | E
    Fahren E | E
    Galopprennen E | E
    Gangreiten E | L
    Western -
    Distanz E | E


    Ganveranlagung: 4 Gänge

    ____________________________________

    [​IMG]
    FS 266 (05.10.2018)

    ____________________________________

    0 = sehr unruhig / -sicher 10 = sehr ruhig / sicher

    neue Umgebungen/Situationen: 8
    Fahrzeuge: 6
    Gelände: 8
    Straße: 5
    Wasser: 5
    Platz/Ovalbahn: 8
    Halle: 7

    Hänger: 5
    Hufschmied: 6
    Tierarzt: 6

    ____________________________________

    Bestanden ● Unbekannt


    Ausbildungsdaten
    Fohlen ABC
    | Einreiten | Einfahren
    Eintölten | Einpassen ●

    [​IMG]

    Unterbringung: -
    Weidezeit: 24h
    Paddockzeit: -
    Einstreu: -
    Futter: -
    sonstiges: Hawking ist noch zu Jung, um ihn oben am Hof zu halten.

    ____________________________________

    Tierarzt | Datum Unbekannt
    Influenza Nein
    Tetanus Nein
    Herpes Nein
    Zähne Nein

    keine Beschwerden

    ____________________________________

    Hufschmied | Datum Unbekannt
    Hufeisen Nein
    Beschlag Vorne: -
    Beschlag Hinten: -

    keine Beschwerden

    ____________________________________

    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Decktaxe: Nein
    Wert: 560 Joellen
    Züchter: Atomics Valley
    Ersteller: Mohikanerin

    ____________________________________

    PSD | Puzzel PNG | Offizieller HG