Canyon

○ Westatlanta

Englisches Vollblut ○ Rapp-Tigerschecke ○ Stute ○ 3 Jahre ○ 158cm ○ 16/20

○ Westatlanta
Canyon, 16 Aug. 2019
Wolfszeit gefällt das.
    • Canyon
      ▲▽▲
      Gestüt von Landsberg

      Pflegebericht
      Käthe | “Du gehörst ins Bett, my Dear.” ermahnte mich Erin, als ich den Stall betrat und meine Thermoskanne auf der Futterkiste abstellte. Ich seufzte. “...aber mir fällt die Decke auf den Kopf.” sagte ich mit erstickter Stimme und folgte ihr in die Sattelkammer. “Wie läuft es mit Funny Sugar?” fragte ich sie und nahm mir einen Führstrick. “Sehr gut! Die letzten Tage habe ich mit ihr vermehrt Bodenarbeit gemacht und unsere Verbindung wird immer besser!” erzählte sie euphorisch und ich freute mich darauf, die Entwicklung der beiden miterleben zu dürfen. Erin hatte die junge Stute im Oktober letzten Jahres gekauft um sie selbst ausbilden zu können und ich versprach ihr zu helfen, sollte sie meine Unterstützung benötigen. Sie öffnete den Spind von Hibana und nahm den Sattel, ein paar Gamaschen und die Putzkiste heraus. “Was möchtest du heute machen?” fragte sie mich auf dem Weg zu ihrer Box und ich überlegte einen Moment. “Ich denke ich striegel die Pferde nur ab, bringe sie auf die Weiden und vielleicht gehe ich eine gemütliche Runde ins Gelände.” antwortete ich und Erin nickte zustimmend. Wir unterhielten uns noch einen Moment, bevor ich mich auf den Weg machte und mich um die Pferde kümmerte. Nachdem sich die Fohlen Granada, Ivy’s Rhapsody und Missing Misty auf der Weide neben dem unteren Stallgebäude befanden und um die Wette galoppierten, ging ich zur Box von Lorelei. Lorelei war seit einer Woche auf dem Hof und stach, als Kaltblut, deutlich zwischen den Vollblütern hervor. “Na meine Große, wie geht es dir heute?” fragte ich sie und ging in die Box um ihr grobe Verschmutzungen und Streu, die sich im Fell verfangen hat, abzubürsten. Tiefenentspannt, stand sie mit ihrem dichten Winterfell vor mir und genoss die massierenden Bewegungen der Bürste.
      Da sie noch in der Eingewöhnung war, brachte ich sie auf die Koppel neben dem Haus, die wir abgetrennt hatten damit auch Westatlanta ihren Freigang genießen konnte. Ases Maskwamozi, Echo’s Maiden und Smooth Gravity brachte ich zusammen auf eine der großen Weiden und Bearing Spot's, Bear Brooks Denahi, Grenzfee und Sympathy of the Devil auf eine anschließende Weide, damit die Stuten untereinander trotz der Litze Kontakt halten konnten. For an Angel brachte ich zu den Fohlen auf die Weide. Als auch Amistad, Compliment und Valentine’s Cantastor auf den Weiden waren, kontrollierte ich noch einmal dass alle Tore fest verschlossen waren und ging in den Stall um Smarty Jones für den Ausritt fertig zu machen. Der Hengst war das Verlasspferd schlechthin und ich vertraute ihm in jeder Situation. Da ich angeschlagen war hielt ich es für besser, ihn für einen Ausritt zu wählen. Ich holte den Hengst aus der Box und band ihn in der Stallgasse an um ihn gründlich zu putzen. Nachdem ich seine Hufe ausgekratzt hatte ging ich in die Sattelkammer und holte ein paar Gamaschen, seinen Sattel und die Trense. Mit einer Grippe war es ein Kraftakt, den schweren Westernsattel auf den Rücken des Hengstes zu bekommen, doch ich nahm alle Kraft zusammen und legte ihn mit Schwung auf. Der Hengst schnaubte und wandte mir seinen Kopf zu als wolle er fragen, ob alles okay sei. Ich streichelte über seine Stirn und lachte. “Womit hab ich dich nur verdient, hm?” fragte ich ihn und er rieb sein zartes Maul an meinem Oberschenkel. Ich holte eine Abschwitzdecke aus seinem Schrank und legte sie ihn über die Kruppe. Wir hatten zwar keine Minusgrade, doch der Wind fühlte sich eisig kalt an. Ich trenste den Hengst und führte ihn auf den Hof zur kleinen Bank um aufzusteigen. “Nimm das mit, zur Sicherheit.” sagte Erin und drückte mir mein Smartphone in die Hand. Dankbar steckte ich es in meine Jackentasche und trieb den Hengst vorwärts. Als wir an den Weiden vorbeigeritten waren, schlugen wir den Weg entlang der Felder ein. Im Schritt ritten wir auf einem kleinen Pfad zwischen Waldrand und frisch gepflügtem Feld bis es zu nieseln begann und wir in den Wald abbogen. “Wir sollten viel öfter ausreiten, meinst du nicht auch?” fragte ich Smarty Jones und streichelte den Hals unter seiner nachgewachsenen Mähne. Als würde er mir zustimmen, stieß er ein kurzes Schnauben aus und richtete ein Ohr nach hinten. Auch wenn es mich fröstelte, genoss ich die Auszeit im Wald auf dem Rücken meines Lieblings. Die vergangenen Wochen waren nervenaufreibend gewesen. Beginnend mit der Heunot durch den heißen Sommer, über die Vorbereitungen für den Winter, bis hin zum Jahreswechsel hatten wir alle Hände voll zu tun und sogar Hunter, der ebenfalls nicht zu wenig Arbeit hatte, half wo es nur möglich war. Mit dem ersten Tag im neuen Jahr fiel alle Last von unseren Schultern und wir hofften auf ein besseres Jahr. Nach knapp 3 Stunden erreichten wir wieder den Hof. Ich sattelte den Hengst ab und brachte ihn mit einer Abschwitzdecke auf die Koppel zu Valentine’s Cantastor, mit dem er sich sehr gut verstand. Sichtlich am Ende räumte ich den Stall noch auf, bevor ich mich ins Haus zurück zog und mir ein Erkältungsbad einließ.

      07-01-2019 | adoptedfox
    • Canyon
      ▲▽▲
      Gestüt von Landsberg

      Pflegebericht
      Käthe | Ein paar Monate waren vergangen, seit Hunter sich dazu entschlossen hatte den Hofbetrieb für geraume Zeit einzustellen und die Pferde an befreundete Sport- und Zuchtanlagen verkaufte. Wir verbrachten nur noch wenig Zeit miteinander und doch genoss ich jede Minute seiner Anwesenheit. Um Erin zu entlasten, die einmal wöchentlich Seminare an der Universität in Nottingham besuchte um ihre Trainerlizenz zu erhalten, stellte ich zwei zusätzliche Pferdepfleger ein die uns unterstützten. Die Reitstunden hatte ich aus dem Programm genommen, dafür bot ich aber immer wieder Kurse zu verschiedenen Themen an die mehr als gut besucht waren. Auch bei meinen privaten Pferden lief es bestens. Die Fohlen werden mehr und mehr an das Fohlen ABC herangeführt und beinahe wöchentlich waren wir mit unseren Pferden auf Turnieren vertreten. Mal mehr, mal weniger erfolgreich. Jetzt im Sommer zogen wir es vor, die Pferde in den frühen Morgenstunden zu bewegen damit sie die heißen Temperaturen auf den Weiden verbringen konnten. Abends, nachdem die Pfleger sich in den Feierabend verabschiedeten, sattelten Erin und ich die Pferde und ritten aus um den alltäglichen Wahnsinn hinter uns zu lassen. “Wollen wir heute Abend zum See reiten?” fragte Erin und setzte den Huf ihrer Stute Hibana ab. “Ich kann leider nicht. Hunter kommt heute vorbei und ich möchte ihn mit einem Abendessen überraschen.” antwortete ich ehrlich und streichelte der Stute den Hals.
      “Da freut er sich bestimmt! Mensch… ich finde es schade das er alles auf Eis gelegt hat.” Ich stimmte ihr zu. Auch wenn ich hinter ihm stand, machte ich mir Sorgen wie es weitergehen würde. Ich blieb noch ein paar Stunden im Stall und half Erin dabei die Pferde für die Koppel fertig zu machen, bevor ich mir eine Einkaufsliste schrieb und in die Stadt fuhr um alles für das Essen zu besorgen. Die kommenden Wochen waren bereits gut durchgeplant. Am meisten freute ich mich auf einen Dressurlehrgang, den ich für mich und Bear Brooks Denahi gebucht hatte.

      15-06-2019 | adoptedfox
    • Canyon
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      Aus Asche erblühen
      | Grenzfee | Echo's Maiden | Far Cry | Amistad | Westatlanta | Light up Hell | CHH' Lethal Combination | Song of Peace | PV Gräfin | Alphabet Soup | Ivy's Rhapsody | Marid | Mytos | Arias | Chosposi | Anaba | Morrigans Hidalgo | My Canyon | Flotten von Mutanten | Cloud | Aquena | Zonta | Havanna Girl | Ghostly Phenomenon | Pítu | Óslogi | Félagi | Imagine Dragons |

      „Es ist bezeichnend, dass wir vor fast genau einem Jahr genau hier saßen und das Gespräch heute vermutlich genau das gleiche sein könnte, wie damals“, sagte ich und ließ mich neben Nico auf den Stein sinken.
      „Das stimmt nicht, wir haben viel erreicht im letzten Jahr.“ Nico zieht an seiner Zigarette. „Ein paar gewonnene Turniere, gelungene Pferdeverkäufe und mein Sohn hat seit fast zwei Monaten durchgängig die gleiche Freundin. Das wäre letztes Jahr um diese Zeit noch nicht denkbar gewesen.“
      „Ein Nicolaus du Martin wird seinen Sarkasmus und die darin eingebaute angebliche Hoffnung wohl nie verlieren.“
      „Das kommt alles von der Natur. Immerhin bezeichne ich dich nach zehn Jahre pure Feindschaft als meinen besten Freund. Das ist wahre Ironie. Mit dir habe ich das Gefühl, dass wir als einzige alle zehn Staffeln „The Walking Dead“ überleben würden.“
      Ich lächle dankbar. Vielleicht sieht Nico es im Licht seiner glühenden Zigarette, vielleicht ahnt er es und vielleicht sind seine Gedanken ganz wo anders. „Danke, mein Freund, das bedeutet mir viel.“ Wir schweigen einen Moment und lassen unseren Blick über die hügelige Ebene, die vom Halbmond nur spärlich beleuchtet wird, gleiten. „Was wäre, wenn wir dieses traurige Kapitel der letzten zwei Jahre hinter uns lassen uns neu anfangen? Seit einem Jahr haben wir kein neues Pferd mehr gekauft, unsere Zuchthengste sind alt und die Stuten haben seit Jahren kein Fohlen mehr getragen.“
      „Wir alle brauchen irgendwann Frieden. Ich habe meinen mit dieser Situation geschlossen. Wir halten und mit den Turniergewinnen über Wasser und verdienen und ansonsten noch ein paar Kröten mit Training hinzu. Warum immer mehr arbeiten, wenn das zum Leben reicht“, sagt Nico gedehnt.
      „Du bist faul geworden. Faul und dick. Du ruhst dich auf den Erschaffungen deiner Jugend aus!“
      „Und? Was ist daran falsch? Ich habe hart gearbeitet und jetzt ruhe ich. So will ich es.“
      Ich seufze. „Du bist ein Blödmann, das warst du schon immer.“
      „Und Dir stehen deine kurzen Haare nicht.“
      „Selber.“
      „Altwerden ist anstrengend.“
      „Ja.“
      „Apropos. Schiebst du mich zurück? Mit der Kippe in einer Hand fahre ich immer schräg.“

      „Ich habe mir was überlegt.“
      „Was?“
      „Ich habe mir was überlegt!“
      „Ja, was?“
      Ich beiße die Zähne aufeinander und grunze. Nico ignoriert mich. Er starrt seit einer Ewigkeit auf den Bildschirm seines IPads und schaut sich Dokumentationen über Friseursalons für Labrapudel an. „Wir kaufen ein paar neue Pferde.“
      „Ne“, sagt Nico.
      „Wieso nicht?“
      „Keine Lust und kein Geld.“
      „Investieren nennt man das. Geld ausgeben, um später mehr Geld einzunehmen.“
      „Ne.“
      „Doch.“
      „Okay.“
      „Hör auf damit!“
      „Mit was?“
      „Mich absichtlich zu nerven.“
      „Geht aber immer so erstaunlich gut.“
      Ich seufze und mache mir einen Tee. Die kleine Wohnküche war für die Besatzung des Hofes, die laut Barts Beobachtungen nur aus alten und verzweifelten Männern bestand, sich ausgerechnet, deutlich zu klein. Aber solange wir international keine Anerkennung erlangen werden, wird es zum Glück noch keine Tratsch-Artikel über die Schwulen-WG im Outback geben. Im Endeffekt hatten wir sowieso keine andere Möglichkeit, als unsere Sexualität an die Umgebung anzupassen und hübsche Norwegerinnen gab es hier draußen definitiv nicht. Die hatten es alle richtig gemacht und waren in Norwegen geblieben. So wie Jora.
      „Nicht an Jora denken“, sagt Nico und schaltet endlich den Bildschirm aus.
      „Woher weißt du...?“
      „Du denkst immer an Jora, wenn du so einfrierst und dein Blick in die Ferne geht. Mensch Malte, ich bin auch ein Mann.“
      Ich sage nichts und nehme einen Schluck heißen Tee. Jora mochte Tee mindestens genauso wie ich.
      „Ich dachte, wir wollten los?“, fragt Nico und chauffiert seinen Rollstuhl umständlich zwischen Sofa und Sessel hindurch.
      „Wo los?“ Bart betritt in diesem Moment den Raum. Dreckige Jogginghose und Muskelshirt, fettige Haare und nur eine Socke.
      Nico hebt die Hände zum Himmel. „Warum bestraft mich Gott nur mit meinen eigenen Fehlern jeden Tag aufs Neue!“
      „Schick“, sage ich nur und proste Bart mit meinem Tee zu. Nico hatte das Gesicht in den Händen vergraben deswegen antworte ich. „Wir kaufen jetzt neue Pferde.“
      „Also ich weiß ja nicht, warum ihr ich so über mich beklagt, aber ihr müsst euch mal zuhören und zuschauen, kindlicher geht’s ja echt nicht mehr. Wir kaufen neue Pferde“, äfft er uns nach. „Als würdet ihr in den Spielzeugladen gehen und Fillypferdchen kaufen.“
      „Was sind Fillypferdchen?“, frage ich und Nico wirft mir einen bösen Blick zu.
      Bart seufzt. „Es scheint, als müsste ich, als Erwachsene und reife Person“, Nico schnaubt, „die in der modernen Welt angekommen ist, euch begleiten.“ Er nimmt sich eine Cappi vom Hacken und öffnet die Tür. „Kommt ihr, Jungs?“

      Bart hat darauf bestanden, mit seinem roten Jeep zu fahren. Obwohl er sich farblich schon lange nicht mehr von dem von Nico unterscheidet und der ist basicgrey. Leider hatte sich Barts Musikgeschmack, im Unterschied zur Länge seiner Beziehungen, nicht verändert.
      Während der Fahrt. Von Kalifornien aus ging es im Endeffekt nur in eine Richtung, wenn man nicht nach Kanada oder Mexiko wollte, hatte ich einige interessante Pferde ausgesucht. Es war erschreckend, wie viele Gestüte in letzter Zeit bankrott gegangen waren. Entweder ein Zeichen, dass es auch uns nach dieser wenig durchdachten Aktion so gehen würde, oder dafür, dass wir nun die Chance hatten, aus der Asche der anderen neu zu erblühen.
      Unser Wochenende bestand also daraus, durch die Staaten zu fahren und Pferde zu kaufen. Meistens waren es Gestüte, mehr oder weniger bekannt, die ein paar ihrer Perlen verkauften. Glück hatten wir allerdings bei einem Ausverkauf. Dort ergatterten wir einen jungen Hengst und in ebenso auffallender Lackierung eine Stute dazu. CHH’ Lethal Combination war eine Augenweide und neben Light up Hell wahrscheinlich der Grund, warum Nico, Bart und ich ab Seattle in den Flieger stiegen und sogar nach England flogen, um „einzukaufen“. In England stieß eine ältere Zuchtstute zu uns. Ich hatte vielleicht etwas Mitleid mit der verwirrt schauenden Palominostute Far Cry, Nico hingegen war ganz hin und weg von ihrem bissigen Charakter.
      Am Ende unserer Reise hatten wir acht neue Pferde und drei, die durch einen Ausverkauf wieder zu uns zurückgehen sollten. Mythos und Arias hatten ihre Jungpferdezeit gemeinsam anderswo verbracht und Bart, der ein wahrer Araberfreak war, hatte sich nicht nehmen lassen, die beiden Rubinafohlen zurück nach Kalifornien zu holen.
      Die größte Beute hatten wir wohl auf dem Gestüt von Landsberg gemacht. Fünf Vollblüter mit der besten Abstammung. Unter ihnen Grenzfee, bei der allerdings schon immer klar gewesen war, dass sie wahrscheinlich eines Tages zurück nach Hause kehren würde. Amistad, Echo‘s Maiden, Ivy’s Rhapsody und Westatlanta.
      „Westatlanta“, sagt Nico. „Was für ein bescheuerter Name.“
      „Wir finden schon einen guten Spitznamen für sie“, sage ich und unterschreibe auch für die gepunktete Stute den Kaufvertrag.
      „Klar. Wessi oder Atti dann wohl. Klingt ja viel besser“, antwortet Nico hämisch.
      „Ich finde Westatlanta cool“, sagt Bart. „Das klingt so nach—.“
      „Nach dem Westen von Atlanta?“ Nico schüttelt fassungslos den Kopf, als Bart daraufhin begeistert mit dem Kopf nickt.
      „Genau!“, sagt er begeistert.

      Die letzte Stute sammeln wir kurz vor unserer Heimat an. Sie stammt aus keiner großen Zucht, hat laut Vorbesitzer aber die perfekten Anlagen, auch in der Distanz. Alphabet Soup ist vielleicht ein Fehler, aber wir sind nicht losgezogen, um keine Fehler zu machen.
      Sie ist hübsch und hat eine angenehme Größe, ein ruhiges Temperament und schöne Augen. Der Verkäufer will sie trotzdem loswerden und leiht uns sogar einen Hänger aus, damit wir sie gleich mitnehmen können. Ich sehe mich die nächsten Jahre schon auf dem unbequemen Rücken der Vollblüter sitzen. Warum war aus meinem Wunsch einer Curly-Zucht nur nichts geworden?
      Vollblüter sind schon immer Nicos Traum gewesen. Vielleicht auch Charlys, aber von Charly sprach man hier sowieso nicht mehr. Sie existiert nur noch in unserer Erinnerung.
      Sollte mein schöner Hintern an den Rippen der Pferde zerbrechen, hatte ich immerhin noch Óslogi und Félagi, die meine empfindlichen Körperteile mit ihrem dicken Fell wieder weich klopfen würden.

      Zwei Wochen später sind alle Pferde angekommen. Ich hatte die Stallgemeinschaft in den letzten Tagen zusammengerufen und den Stall wieder auf Vordermann gebracht. Der Einzug einiger neuer Pferde und die Belegung länger leerstehender Boxen war selbst für Bart ein guter Grund mitzuhelfen. Es tat gut, alle mal wieder versammelt zu sehen. Seit Monaten waren wir nur noch lauter orientierungsloser Männer, die durch die Welt ohne Ziel streiften.
      Mary Ann hatte uns damals verlassen und uns mit genau diesen Worten beschimpft. Sie war das einzige Mädchen gewesen, das es länger bei uns Männern ausgehalten hatte. Bis auf Barts Babysitterin. Sie war geblieben bis Bart fast 16 Jahre alt war, obwohl Nico sie seit Barts sechstem Geburtstag nicht mehr bezahlt hatte. Dafür hatte sie zusammen mit ihm eine Hanfplantage einige Hundertmeter weiter im Wald angelegt und hatte sich damit etwas Geld verdient.
      Am Sonntagabend sitzen wir nun also gemeinsam auf den klapprigen Holzstühlen, vor uns einen Grill und im Wind über uns traurig flatternde Luftschlangen als Symbol der Freude. Bis auf Ike, er ist mal wieder seit Wochen mit Pítu unterwegs, sind alle da. Selbst Eli hat sich dazuverdienen erklärt, wieder etwas mitzuhelfen. Bart kuschelt auf dem alten Stallsofa mit seiner Freundin, die beiden haben einen großen Ausritt mit Marid und Ghostly Phenomenon hinter sich. Sie kann zwar nicht reiten, aber Phenomenon kommt mit allen Schwierigkeiten des Lebens zurecht.
      Eyvind sitzt etwas abseits. Er ist der einzige, der aktiv mit dem Training der Pferde beschäftigt ist. Nebenbei kümmert er sich noch um die übriggebliebene Mustangs und gibt Reitunterricht auf ihnen. Nur wegen den Wildpferden gab es viele, die hierherkommen und für eine Stunde retten jeden Menge Geld auf den Tisch legten. Eyvind hatte uns damals mit dieser Idee vor dem ersten Bankrott gerettet, hoffentlich würde es jetzt mein Vorhaben tun.
      Ich weiß noch nicht, in welche Richtung sich alles entwicklen würde. Oder ob es überhaupt dieses Mal im Leben weitergehen würde, alles ist ungewiss, aber die Zeit wird auch diese Frage klären.

      19-08-2019 | Canyon
    • Canyon
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      Military E → A
      Nico war zur Zeit oft in Kanada. Das war einerseits gut, denn so war zumindest auf Phoenix Valley eine angenehme Herbstruhe. Dagegen sprach, dass Nico einfach nicht da war und das ganz schön auf die Stimmung schlug.
      Nico war nicht da. Und der Grund dafür war sein neues „Projekt“, wie er es nannte. Ein internationales „Horse-Makeover“, bei dem er den Veranstalter mimte und die Bow River Ranch den Veranstaltungsort zur Verfügung stellte. Ein großer Aufriss mit eigenem Filmteam und großer Erregung der Öffentlichkeit, dessen Aufregung zum Glück einige tausend Kilometer entfernt stattfand.
      Auf Phoenix Valley fand der alltägliche Trott statt. Jeder ging seinen Aufgaben nach und am Abend war ein gemeinsames Training geplant. Vielseitigkeit, auf der neu angelegten Crossstrecke, ein paar hundert Meter entfernt vom Gestüt. Ich hatte die Pferde bereits mit Eyvind von der Koppel geholt und vor dem Stall zum Putzen angebunden, als Eli, Bart und Ike zu uns dazustießen. Fünf Pferde, fünf Reiter, so passte es.
      „Boar, dieses Braun sieht verdammt geil auf Soup aus“, sagt Bart, als Eli gerade Alphabet Soup den neuen Sattel auf den Rücken legt, der am Ende des letzten Monats von dem übrigen Geld gekauft worden war. Der Sattler hatte es endlich geschafft, den braun-marmorierten Sattel an die helle Stute anzupassen und ich sah Eli an, wie er sich auf das Training damit freute.
      Ich würde unsere Gräfin reiten. Sie hatte viel von ihrer Mutter Grenzfee geerbt, welche mittlerweile ihr Leben als Zuchtstute genießen durfte, und das Training mit ihr lohnte sich unheimlich. Sie war selbstsicher und in den Bewegungen gleichzeitig kraftvoll und präzise, mit einer guten vielseitigen Begabung in der Distanz und im Military und das würde ich heute aus ihr herauskitzeln. Wenn alles gut laufen würde, könnten wir demnächst bei einem Turnier auf A-Höhe starten.
      Als alle ihre Pferde gesattelt hatten, ritten wir, Bart auf Song of Peace allen voran, zur Aufwärmung den Waldweg entlang zur Crossstrecke. Hinter ihm folgten Ike und der neue Last in Love, Eyvind mit Westatlanta, dann Eli und Alpha und zum Schluss ich mit Gräfin.
      Unsere Militarystrecke glich definitiv keinem Olympiastadion. Sie war matschig und von Blättern bedeckt, die Wassergräben grün und die Baumstämme unter einer dichten Schicht aus Moss versteckt. Aber sie gehörte uns und deswegen liebten wir sie alle. Vor allem Gräfin. Sie tänzelte unter mir wie eine junge Ballerina, die Nüstern waren geweitet und die Ohren nach vorne gerichtet. Sie wusste, was kommen würde. Zu oft hatten wir in den letzten Wochen hier unsere Zeit verbracht.
      Gestern hatte ich mit Eyvind die Strecke etwas geräumt. Äste beiseite geschafft und alles auf A-Niveau ausgerichtet. Ob Gräfin das bereits wusste?
      Immer wieder warf ich auch einen Blick zu Ike. Lovely, wie er liebevoll genannt wurde, war ein neues Projekt. Ein weiteres von Nico. Welches hieß: „Weniger Problempferde — mehr Langeweile“. Aber ich mochte den entspannten Kerl. Klein und zierlich und doch mit viel Kraft in den Beinen.
      Als wir an der Strecke angekommen waren, verteilten wir uns etwas auf der Bahn, erwärmten die Pferde ein letztes Mal und nahmen erste Übungssprünge, die an der Seite aufgestellt waren. Nichts großes, aber besser als nichts, wie Nico immer zu sagen pflegte. Wie auf ein stilles Kommando versammelten wir uns schließlich und legten eine Reihenfolge fest. Immer so, dass einer am Start und am Ziel warten würde, um die Zeit zu nehmen. Das würde Bart als erster übernehmen, während ich mich mit Gräfin als erster Reiter meldete. Sie schnaubte, stampfte auf und warf den Kopf in die Höhe.
      „Aber das müsste ihr vor eurem ersten Turnier nochmal üben!“, hörte ich Barts Stimme noch, bevor ich mit Gräfin die Linie übertrat und ins Fliegen geriet. Und wie Gräfin flog. Sie flog wie das Flugzeug damals, als ich Jora zurückgelassen hatte, um Nico in Kalifornien zu helfen. Immer höher, der Sonne näher, sodass es fast brannte.
      Gräfin nahm die Sprünge ohne Anstrengung. Ob es ihr Talent, oder nur die ungebändigte Energie war, konnte ich nicht sagen. Einige Hindernisse ritt ich zu grob an, eins wiederholte ich an geeigneter Stelle, nur damit Gräfin beim zweiten Versuch nochmal höher sprang, den Körper gestreckt und gerade wie ein Streichholz.
      „Ho“, sagte ich, als wir ins Ziel galoppierten. Gräfin leckte am Gebiss und trotz der Kälte schwitzte sie.
      „Respekt“, sagte Bart, der als einziger noch am Start wartete. „Das war schnell!“ Er grinste und reichte mir die Stoppuhr, bevor er sich und Song of Peace selbst für den Start vorbereitete.
      Kurz nachdem Bart gestartet war, kam Eli mit Alphabet Soup ins Ziel. Ich notierte unsere Zeiten und obwohl Gräfin bereits gut vorgelegt hatten, waren auch alle weiteren nur einen Ticken langsamer. Eyvind und Westatlanta folgten, dann Eli und Last in Love, und als letztes, einige Minuten später, galoppierte Peace ins Ziel.
      Bevor die Pferde auskühlten, alle hatten bereits Decken drüber liegen, ritten wir zurück zum Stall, duschten die Pferde kurz ab und deckten sie dann dick ein. Alle hatten das Training gut überstanden und konnten nun offiziell auf A laufen.

      29-11-2019 | 5127 Zeichen | Canyon
    • Canyon
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      Hufschmiedbesuch
      Stefanie konnte den Auftrag leider heute nicht machen, da ihr was auf der Ranch dazwischen kam also machte ich, James Mickaleson mich heute auf den Weg. Es war ein Flug nach Kalifornien geplant, genauer gesagt zum Hof Phoenix Valley, dort würde ich mich heute mit dem besten Freund des Besitzers Malte Tordenværson. Mein Flug dauert ca. drei Stunden, doch ich würde erst am nächsten Tag nach Hause fahren. Ich war schon am Flughafen angekommen und ließ mein Wagen verladen, dann stieg ich ein und wir flogen nach 20 Minuten los. Während der Flugzeit, blickte ich aus dem Fenster und ließ mir nochmal den Auftrag durch den Kopf gehen, haben sollte ich alles...
      Nach einem ruhigen Flug kam ich am Flughafen in Kalifornien an und wartete nach dem Ausstieg auf meinen Wagen. Nach 15 Minuten konnte ich diesen entgegennehmen und fuhr vom Flughafen, am Navi stellte ich mir die restliche Strecke nach Phoenix Valley ein. Nach knapp 45 Minuten kam ich auch schon auf dem Hof an und erblickte viele bunte Pferde auf der Weide. Ich fuhr am Parkplatz vorbei und Richtung Hauptstallungen, wo ich heute zwei Stuten behandeln werde. Über Telefon hatte ich schon ein paar Informationen erhalten, dass beides Englische Vollblüter waren und momentan eine schlechtere Marke trugen als die, die sie jetzt bekommen werden. Vor den Hauptstallungen angekommen, stellte ich den Motor meines Wagens ab und stieg aus. Ich musste nicht lange warten, da kam ach schon Malte mit den beiden Vollblütern um die Ecke. ,,Guten Tag! Ich bin James der Hufschmied für heute, Stefanie konnte leider heute nicht kommen, da ihr was dazwischen kam! Ich hoffe mit mir sind Sie auch zufrieden!", grinste ich und zückte den Cowboyhut. ,,Alles gut, kein Problem, hauptsache heute kommen die alten Eisen ab und neue mit besserer Qualität rauf!", antwortete er mir freundlich und ich entgegnete: ,,Natürlich! Dafür bin ich ja heute hier!". Er erkundigte sich noch nach meinen Flug und dann band er auch schon beide Stuten an. Zuerst nahm ich mir die bunte Westatlanta vor, sie hatte laut Malte kurz vor meinen Ankommen eines ihrer Eisen verloren, weswegen bei ihr dringenderer Handlungsbedarf war. Es war ihr linkes Vorderbein, mit welchen ich auch gleich anfing. Ich entfernte die restlichen noch steckenden Nägel aus dem Horn und säuberte dann ihr Huf, ehe ich das Innenhorn ausschnitt. Während ich gerade bei der Arbeit war, begann mich die bunte Stute beknabbern, sie fand wohl meinen Hosenträger äußerst faszinierend... Malte musste sie zwischendurch kurz zurechtweisen und entschuldigte sich, was für mich kein Problem war, lieber so als beißen, man hat ja einiges als Hufschmied schon durch. Ich bockte ihr Huf dann auf de Hufbock auf und schnitt überstehendes Horn am Außenhorn weg, besserte es mit der Hufraspel alles aus und konnte zu meinen Van, um im Gasofen das erste Eisen zu erwärmen. Hier legte ich die anderen drei dazu und nahm das erste nach kurzer Zeit raus, hielt es mit der Zange an den Huf und besserte die unpassenden Stellen am Amboss aus. Als es richtig angepasst war, kühlte ich es im Eimer ab und ging zurück zu der Tigerscheckendame. Dort begann ich das neue Aluminumeisen mit speziellen Nägeln zu befestigen und stellte das Huf ab, bog die Nägel um, knipste sie zurecht, haute mithilfe meines speziellen Werkzeugs Kerben rein und bettete die Nägel mithilfe der Krokodils-Zange ein, zu guter letzt hobelte ich den Rand glatt. Nun ging ich zum zweiten Vorderhuf, hier musste das alte Eisen ab, also nietete ich die Nägel auf, nahm mir meine Hufzange zur Hand und zog das alte Eisen von Huf ab. Dann klemmte ich mir ihr Beim zwischen meine und schnitt nach dem säubern und kontrollieren das Innenhorn zurecht. Entfernte überstehendes Horn beim Innenstrahl und korrigierte diesen zurecht, nun bockte ich ihr Huf auf den Hufbock auf und ging mit der Hufraspel um den Rand des Hufes, begradigte ihre ungeraden Stellen und gab dem Huf seine Form zurück. Westatlanta konnte das Huf erstmal wieder abstellen, ehe ich mir mit meiner Zange das heiße Eisen aus dem Gasofen holte und ihr Huf wieder hochhob um es einbrennen zu lassen. Hier musste nur eine Kleinigkeit verbessert werden, als klopfte ich am Amboss das Eisen zurecht und kühlte es im Wassereimer ab. Dann kehrte ich zurück zu der Vollblutstute und befestigte das Aluminiumeisen an ihrem Huf, bog die Nägel um und knipste sie zurecht. Nun kamen wieder die Kerben rein und ich begradigte das Außenhorn über den Nägeln. Vorne stand die Stute schon auf neuen Eisen, somit ging ich nach hinten, nietete die Nägel auf, glitt an der Hinterhand hinab und begann das Eisen vom Huf zu hebeln. Dann schnitt ich das abgestorbene Horn Innen und am Strahl weg, hobelte das Außenhorn auf dem Hufbock zurecht und bearbeitete das nächste Aluminumeisen am Amboss. Nun kehrte ich zurück zu der Stute, welche versuchte wieder an meine Hosenträger ran zu kommen und machte meine Arbeit weiter. Hier kühlte ich das Eisen vorher ab und befestigte es am Huf. Die Nägel wurden wieder umgebogen, abgeknipst und nach dem Kerben rein machen glatt gehobelt. Das letzte Eisen war dran, hier musste ich einen Moment warten, da sich die Stute an diesem Bein kratzen wollte. Sie schüttelte sich nach den abstellen und hob das Huf schon an. ,,Da will jemand aber schnell sein letztes Eisen!", lachte ich und blickte zu Malte welcher sich anschloss. Natürlich ließ ich die Stute nicht lange warten und nietete ihre Nägel auf, hob das Hinterbein an und hebelte das alte Eisen es von ihren Huf. Das neue Eisen hatte ich kurz vorher schon angepasst also musste ich nur das Horn schneiden und konnte es befestigen. Dies machte ich wieder mit den speziellen Nägeln aus meiner Seitentasche und bog sie gleichzeitig um. Dann durfte ihr Huf zurück auf den Boden und ich knipste sie kurz. Ihr Huf wurde wieder aufgebockt und ich machte die Kerbe rein und bettete sie wieder mit der Krokodilszange ein. ,,Fertig!", sagte ich als die Nägel geglättet waren und bat Malte um eine Runde mit der Stute. Er nickte und tat dies, sie lief super also konnte sie entlassen werden. Während Malte die Stute zurück in den Stall brachte, widmete ich mich der nächsten Stute mit dem Namen Alphabet Soup. Die Kleine, ja für mich war sie das mit ihren 1,66 m und ich mit meinen 1,85 m hatte eine schöne Cremello Farbe, es gab auch welche die nicht sehr schön waren. Ich machte mich der Dame kurz bekannt welche sich eher zurückhaltend zeigte, ehe ich das Vorderbein hob und das Eisen nach dem aufnieten mit der Zange abnahm. Dann schnitt ich mit dem Hufmesser das abgestorbene Horn weg und bockte ihr Huf danach auf wo ich das Außenhorn bearbeitete und dann mit dem Eisen befestigen weiter machte. Mit den speziellem Hufnägeln wurde es wieder befestigt und ich bock die überstehenden Nägel um, ehe ich sie wegknipste und einkerbte. Dann glättete ich mit der Hobel die Stellen und konnte mit dem zweiten Vorderbein weiter machen. Malte war inzwischen wieder da und streichelte der Cremellostute über das Fell. Soup machte keinerlei Spinnereien aber blieb skeptisch bei der Sache. Ich hatte mittlerweile schon das alte Eisen ab und war gerade dabei das neue am Amboss anzupassen. Als es angepasst war schnitt ich erstmal das abgestorbene Horn innen weg und bockte ihr Huf auf, wo ich mit der Hufhobel nach dem Schneiden die Seiten glättete. Nun nahm ich mir das bearbeitete Eisen aus dem Gasofen und brachte es an Soups Huf an, wo es erstmal zischte und ich es dann im Eimer abgekühlte, da die Form passte. Soup wollte gerade das Bein wegziehen, doch ich hielt es fest und Malte beruhigte sie nach dem Zurechtweisen. Zum Glück hatte er sie genug vorbereitet, damit die Dame auf meine tägliche Arbeit wenig zickte auch wenn sie das Zischen dennoch beunruhigte. Ich machte einfach meine Arbeit weiter und befestigte mit den Hufnägeln das abgekühlte Eisen am Huf. Die herausstehenden Nägel bog ich um und knipste sie anschließend weg, ehe ich mit meinen speziellen Werkzeug eine Kerbe in diese schlug und dann mit der Krokodilszange den Nagel einbettete. Die Hobel erledigte den Rest und die Stute stand auf neuen Eisen vorne. Nun waren die Hinterbeine an der Reihe, also nietete ich links die alten Nägel auf und glitt dann am linken Bein herunter. Sie hob es nach ein paar Sekunden überlegen an und ich hebelte das Eisen vom Huf. Dann säuberte ich ihr Huf und schnitt das abgestorbene Horn weg, besserte den Innenstrahl aus und bockte ihr Huf auf dem Hufbock auf. Dort bearbeitete ich mit dem Hufmesser das überstehende Horn und hobelte dann den Rand glatt. Dann nahm ich mir das heiße Eisen aus dem Gasofen und legte es an das Huf, es zischte und der Abdruck war in Ordnung also konnte ich das Eisen abkühlen und begann es mit den Hufnägeln zu befestigen. Dann bog ich die Nägel um, knipste sie ab und machte eine Kerbe rein ehe ich sie mit der Hobel glättete. Dann konnte ich auch schon das letzte Huf machen, hier nietete ich wieder die alten Nägel auf und hebelte das Eisen ab. Dann schnitt ich mit dem Hufmesser ihr Innenhorn aus und bockte das Hinterbein auf, da hobelte ich den Rand rund und bereitete dann das nächste Aluminiumeisen vor. Dieses bearbeitete ich nach dem Anpassen am Huf nochmal auf dem Amboss und kühlte es dann ab. Es zischte nochmal ein letzes Mal laut und ich konnte mit dem Anbringen am Huf weiter machen. Schnell war der Vorgang hinter mir und ich bat Malte um eine Runde mit Alphabet Soup. Die Stute lief sauber auf ihren neuen Eisen und ich konnte auch sie entlassen.
      Nach einem kurzen Gespräch mit Malte verabschiedete ich mich von ihm und machte mich auf den Weg zu meinen Hotel bis morgen früh.

      18-12-19 | 9.603 Zeichen | Snoopy
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  • Album:
    Phoenix Valley — Hauptstall Stuten
    Hochgeladen von:
    Canyon
    Datum:
    16 Aug. 2019
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    Westatlanta
    x

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    Stute | 19-12-2016 | 158cm
    Englisches Vollblut
    Rapp-Tigerschecke

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    Von unbekannt

    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt

    Von unbekannt Aus der unbekannt

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    ausgeglichen| trittsicher | neugierig | verspielt

    ● ○ ● ○

    Besitzer: Canyon
    VKR/Ersteller: Canyon
    im Besitz seit: 16-August-2019
    Kaufpreis: x Joellen

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    Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential


    Military E A L M S S*

    Distanz E A L M S

    Dressur E A L

    Springen E A L M

    Galopp E A L M S S*

    Western E A L M

    Fahren E A L M S S*


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    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren x

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    490. Galopprennen | 507. Westernturnier | 433. Fahrturnier | 508. Westernturnier

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    434. Fahrturnier | 435. Fahrturnier | 493. Galopprennen | 438. Fahrturnier

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    419. Distanzturnier | 34. Synchronfahren | 301. Synchronspringen

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    Thema

    Abstammung: 0
    Schleifen: 11
    HS: 2
    TA: 0
    Trainer: 1
    Zubehör: 2
    Gesamt: 16

    Gencode: x
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Phoenix Valley (PV)

    Nachkommen
    -


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    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt

    Letzter Hufschmiedbesuch: 18-12-19

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