1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Canyon

○ PFS' Stromer's Victory (5)

Englisches Vollblut ○ Palomino ○ Hengst ○ 4 Jahre ○ 174cm ○ Reiter:

○ PFS' Stromer's Victory (5)
Canyon, 16 Nov. 2020
    • Canyon
      ▲▽▲
      Sportpferdegestüt Jasmund
      Umzug Teil I
      „Beeilt euch. Der Flieger für die ersten Pferde geht bald!“ rief ich total gestresst in den Stall. Dann flog mein Blick wieder nach draußen. Ich ging zum Hänger und kontrollierte dort alles. Gestresst holte ich mein Handy aus der Hosentasche und sah auf die Uhr. Verdammt wir waren zu spät! Ich schaute in einen der zwei großen Trailer. Meine Pferde waren so gut wie verladen und auch bei Joyce sah es sehr gut aus. Heute begann unser Umzug nach Jasmund und wir hatten bereits früh angefangen alles in die Wagen zu packen. Insgesamt würden heute 14 Pferde mit uns die Reise antreten. Nur ein kleiner Teil, aber immerhin ein Anfang. Simon und Tyler würden noch auf Zasas Hof bleiben und die restlichen Kleinigkeiten regeln. Sie hatten den Hof auch noch nicht mal in echt gesehen. Joyce und ich waren über eine Internetanzeige auf ihn gestoßen und sofort überzeugt gewesen. Ein Besuch hatte uns gezeigt, dass er genau das bat was wir für unser Vorhaben brauchen würden. Der große Stallkomplex war auf dem neusten Stand und konnte uns sowohl mit den Paddockboxen als auch mit dem Aktivstall gleich überzeugen. Zudem hatte unser Team weitere Mitarbeiter bekommen. Einer von ihnen war Linus, welcher bereits auf dem Gestüt auf unsere Ankunft wartete. Ihm hatte ich die Anweisung gegeben, dass er bitte bereits den Stuten und Hengstoffenstall herrichten solle und die Boxen für acht Pferde. Des Weiteren hatte er die Aufgabe den Offenstall für die Hengste und Stuten auf Vordermann zu bringen. Hier würden meine Pferde einziehen, welche heute mit uns hergeflogen waren. Joyce und ich setzten uns nun endlich in Richtung Flughafen in Bewegung. Sowohl die Fahrt als auch alles am und um den Flughafen herum verliefen problemlos. Genauso wie der Flug und die Fahrt danach. Meine Augen strahlten als wir auf das Gestüt fuhren. Ich freute mich bereits sehr auf den Umzug und unseren neuen Plan zu verwirklichen. Wir parkten und stiegen dann aus. Linus begrüßte uns gleich freundlich und erzählte uns, dass die Boxen bereits für die Pferde fertig waren und wir nur noch ausladen mussten. Als erstes luden wir Mistery, Veronica und Linara aus dem Hänger. Wir hatten in Deutschland nur einen Hänger mieten müssen, da dieser größer war. Wir brachten die drei Stuten in den Stall. Die Türen zum Paddock waren offen, dass sie sich ein bisschen mehr bewegen und auch umschauen konnten. Ich holte Muemmi aus dem Hänger und übergab sie an Linus. Dieser brachte sie zu den anderen Stuten und kam dann wieder zu uns. Nun fehlten nur noch ihre Hengste und meine Pferde. Ich holte Scottland Yard aus dem Hänger und ging bereits zum Stall vor. Mir folgte Linus mit Cafe Latte und hinter ihm Joy mit Invincible und Belstaff. Wir brachten die vier in den Hengststall und ließen auch sie auf den Paddock. Die Pferde waren im Vergleich zu anderen Umzügen bereits relativ ruhig. Sie hatten es jedoch nun auch in kurzer Zeit sehr oft mitmachen müssen. Wir gingen wieder zum Hänger und holten aus diesem Fallen Godness und Almost Illegal. Fallen übergab ich an Linus und Almost an Joyce. Ich selbst nahm Overo und ging dann mit den beiden anderen zum Offenstall der Hengste. Wir ließen die drei laufen und sie nahmen dies dankend an. Die anderen Pferde dürften später auch noch kurz auf die Weide, aber erst sollten sie sich in ihren neuen Boxen einleben. Der Zugang zum Offenstallpaddock mit Gras beziehungsweise Erde waren noch gesperrt. Sie durften das überdachte Gelände und das geteerte Stück erst mal erkunden. Wir gingen nochmal zu Hänger und ich holte die letzten Pferde aus diesem. Ich übergab Elanor an Linus und Spotted Face an Joyce. Ich selbst nahm Hollywood Undead. Auch sie durften in den abgetrennten Offenstall. Wir luden das Zubehör der mit uns gereisten Pferde aus dem Hänger und dem Auto. Dieses räumten wir in die jeweiligen Spinde der Ställe, in welchem die Pferde eingestellt waren. Ich schaute noch kurz im jeweiligen Stall nach den Ponies und Pferden. „ Bringen wir die anderen jetzt nach draußen?“ fragte mich Joyce mit müder Stimme. Ich nickte kurz und ging dann in den Hauptstall der Stuten. Gemeinsam mit diesen liefen wir zur Weide und ließen sie dann auf dieser laufen. Nachdem wir auch die Hengste auf der Weide hatten, rief uns Linus zum Essen. Er hatte eine kleine Brotzeit hergerichtet und ich war ihm dafür sehr dankbar. Wie wir alle wohnte er auf dem Gestüt und hatte für sich ein bisschen eingekauft und extra für unseren Besuch natürlich auch.

      Der nächste Tag war bereits wieder unser Abreisetag. Schließlich wartete noch einige Arbeit auf dem Hof von Zasa auf uns. Wir wollten ja bald komplett umziehen. Dennoch konnten wir den ganzen Tag mit unseren Pferden verbringen, da der Flug erst abends ging.

      Mit einem lauten Knallen landete ich einen knappen halben Tag später direkt vor Joyce Füßen. Wir waren im Morgengrauen am Hof angekommen und ich wollte in das Haus, welche Zasa uns vieren zur Verfügung gestellt hatte. Unsere werten Freunde waren jedoch so schlau gewesen und hatten die Umzugskartons direkt in den Eingangsbereich gestellt, damit jeder drüberflog der nichts davon wusste. Naja dieser jemand war natürlich ich gewesen. Wer auch große Töne spucken muss von wegen was soll schon passieren wenn wir das Licht nicht an machen oder ich brech mir schon nichts, hatte es eigentlich nicht anders verdient. Wäre Joyce nicht so geschockt und müde gewesen, dann hätte sie wahrscheinlich laut losgelacht. Jetzt war ihre Reaktion jedoch nur ein entsetztes und unterdrücktes Schreien. Wir wollten ja schließlich nicht, dass Tyler und Simon aufwachten. Die beiden mussten heute nochmal richtig mithelfen, da bereits morgen ein weiterer Flug gebucht war. Zwei Mal hieß es nun noch nach Deutschland fliegen. Das letzte Mal jedoch ohne Rückflug. Ich freute mich schon, dennoch würde ich Zasas Gestüt auch vermissen. Die Pferde hatten gerade sich eingelebt und nun mussten wir sie wieder aus dem gewohnten Feld reißen. Doch es würde ihnen auch in Deutschland gefallen. Ich rappelte mich auf und ging dann mit Joyce ins Wohnzimmer. Wir wollten eigentlich nur kurz noch ein bisschen Fernsehen, aber dies ging nach hinten los. Wir schliefen nämlich beide ein und wachten erst wieder auf als die Männer uns weckten. Wir gingen uns schnell duschen und dann ging es auch schon wieder in den Stall. Wir packten die letzten Koffer und richteten den Hänger her. Eigentlich war geplant gewesen, dass wieder ein Teil von meinen Pferden mitkommen sollte und ein Teil von Joyce. Simon und ich hatten jedoch einen Auftrag erhalten und so musste er auf die Bahamas fliegen. Da Tyler sich mit Joyce Pferden besser auskannte, blieben diese nun bei ihm. Für den jetzigen Flug brauchten wir hier drei Hänger und in Deutschland zwei größere. Es handelte sich immerhin um 26 Pferde. Ich holte als erstes die niederländischen Warmblüter aus ihren Boxen und brachte sie mit Hilfe der anderen dreien in den ersten Hänger. Der erste Hänger war damit schon voll und wir konnten die Klappe schließen. Als nächstes würden die Pferde folgen, welche in Deutschland ihren neuen Offenstall beziehen durften. Eins nach dem anderen wurde im Hänger verladen und angebunden. Sie bekamen alle noch Heu und Wasser, genauso wie die Warmblüter vor ihnen. Als letztes folgten die Fohlen und Jungpferde. Wir hatten bei ihnen zum Glück auch nicht weiter Probleme, da sie es gewohnt waren. Das Hängertraining stand bei uns immer wieder auf dem Programm und da auch ein paar von ihnen mit uns schon umgezogen waren. Als alle im Hänger waren fuhren wir los. Simon fuhr den einen Hänger, Joyce den direkt hinter ihm und das Schlusslicht bildete ich. Am Flughafen angekommen verluden wir alle Pferde in die Reiseboxen und checkten dann ein. Simon hatte sich am Gate noch von mir verabschiedet und war nun auf dem Weg zu seinen Flug auf die Bahamas. Der Flug nach Deutschland kam mir dieses Mal viel länger vor und auch die Kontrolle durch den Flughafentierarzt dauerte unfassbar lange. Nachdem alle Pferde als gesund befunden worden waren und ihnen nichts fehlte durften wir sie in die großen Hänger verladen. Wir fuhren schließlich hintereinander zum Hof und nach geraumer Zeit kamen wir auf diesem auch an. Ich begrüßte Linus und fragte, ob alles gut geklappt hatte. Er bejahte dies und meinte dann, dass er sich freute die neuen Pferde kennenzulernen. Wir erklärten ihm kurz die Neuerung und luden dann als erstes die Fohlen aus. Als erstes durften die Stuten in ihren neuen Aktivstall. Als erstes Baghira, Batida de Coco und Easy Going. Die drei waren in ihrem neuen Stall scheinbar sehr zufrieden, denn sie sahen sich bereits fröhlich um. Als nächstes durften Northern Dancer, Cup Cake und Gabriella zu ihnen. Die drei sahen sich auch um und wir ließen sie in Ruhe laufen. Ich holte General’s Coming Home aus dem Hänger und fragte Joyce, ob sie Stromer’s Victory mitnehmen konnte. Sie brachte ihn gemeinsam mit mir in den Aktivstall der Hengste und ließen die zwei laufen. Als nächstes holten wir die Hengste aus dem Hänger, welche zu den Ponies in den Offenstall durften. Ich führte The Circle of Unbroken, Linus Zokni und Joyce hatte ich Hall of Fame übergeben. Die drei kannten die Ponies ja schon ein bisschen trotzdem wollte ich erst mal ein bisschen zuschauen wie sie sich miteinander verstanden. Nachdem ich mir sicher war, dass alles in Ordnung war ging ich wieder zum Hänger. Aus diesem durften als nächstes Gigolo, General Jack und San Diago heraus. Ich übergab wieder zwei meiner Pferde an die anderen beiden und ging mit ihnen zum Offenstall. Die Gruppe würde ganz schön groß werden, aber ich konnte mir vorstellen, dass sie trotzdem gut harmonieren würden. Als nächstes holte ich Galawayn aus dem Hänger. Ich übergab ihn Linus, welcher ihn zur Weide brachte. Ich selbst brachte Face Down in den Offenstall der Stuten. Dieser war noch leerer und würde es auch vorerst bleiben. Als nächstes durften meine Haupttrainingspferde aus dem Hänger raus. Ich holte als erstes Louis, Chester und Spat Split and White nach draußen. Ich übergab sie an Joyce und Linus und holte dann Nightstorm und Underground nach draußen. Ich führte sie selber in den Stall und ließ sie dann in Ruhe ihre neuen Boxen begutachten. Ich hatte Nightstorm und Underground in den vordersten Boxen des KWPN-Hengstabteils untergeberacht und die anderen hinter ihnen. Louis durfte auch mit im KWPN-Abteil stehen, da ich keine weiteren Hannoveraner hatte und er eher von mir als von Joyce geritten wurde. Nun fehlten nur noch die Stuten für den Hauptstall. Hier übergab ich als erstes Bellami an Joyce, dann Kahlua an Linus und ich führte Kentucky Bourbon in ihre Box. Ich klopfte allen drei die Hälse und ließ sie dann nach draußen auf ihre Paddocks. Ich holte die beiden letzten Pferde aus dem Hänger. Hierbei handelte es sich um Royal Kiss und Anouk. Die beiden folgten brav und durften dann auch ihre Boxen beziehen. Sie sahen sich auch sofort wie die anderen drei auf den Paddocks um. Später würden alle noch auf die Weide dürfen. Ich räumte zusammen mit Joyce und Linus den Hänger aus. Das Zubehör wurde in den dazugehörigen Sattelkammern verstaut und ich kontrollierte alles. Bei dem Flug und der Fahrt war zum Glück nichts beschädigt worden. Ich holte meine Kwpn-Hengste zusammen mit Linus wieder aus den Boxen. Joyce bereite in der Zwischenzeit das Abendessen für uns vor. Nun holte ich auch noch die Stuten nach draußen und ließ sie ihre neuen Weiden erkunden. Sie genossen es merkbar, dass sie sich die Beine vertreten durften. Sowohl ich als auch Linus gingen nach drinnen und aßen dann zusammen mit Joyce ihr bereits gekochtes Essen. Ich ging schließlich noch duschen und ging danach mit Linus und Joyce wieder nach draußen. Die beiden waren auch schon duschen gewesen und außer die Pferde noch reinzuholen, waren wir fertig mit unserem heutigen Tag. Ich gab allen meinen Pferden noch etwas zum Fressen und ging dann wieder in mein Zimmer. Es dauerte nicht lange dann schlief ich auch schon tief und fest in meinem Bett. Ich wachte erst wieder am nächsten Morgen auf, als es eigentlich schon wieder abreisen hieß. Ich verabschiedete mich noch von allen meinen Pferden und flog dann gemeinsam mit Joyce wieder auf unseren alten Hof.

      25-08-2016 | Friese
    • Canyon
      ► ▼ ◄
      Training

      Fohlen ABC
      Diesen Monat sollte es für mich meine Tätigkeit als Pferdetrainer und Ausbilder zu einem wirklich traumhaften Hof führen. Um genau zu sein aufs Sportpferdegestüt Jasmund. Ein paar tage zuvor hatte ich mit der Besitzerin des Gestüts telefoniert, welche mich über meinen Aufgabenbereich informierte. PFS' Stromer's Victory sollte das Fohlen ABC lernen und für den KWPN-Hengst Spat Split And White stand Fahrtraining, Stufe A auf L, auf dem Plan.
      Am Tag meiner Anreise wurde ich freundlich empfangen. Ich bekam einen Schlüssel für das Haupthaus, in welchem ich ein hübsches Zimmer zugeteilt bekommen hatte und durfte mich erstmal ausruhen. Anschließend zog ich mir meine schlichte, schwarzgraue Reithose an und band mir meine Haare zu einem lockeren Pferdeschwanz zusammen. So konnte es losgehen. Die Besitzerin des Anwesens zeigte mir dieses, ihre Pferde, deren Sattelzeug und alles was ich für die kommenden Wochen wissen sollte.
      Nachdem ich mich ganz herzlich bedankt hatte machte ich mich zu aller erst mit dem Dunkelfuchs mit den vier hochweißen Beinen bekannt. Als ich zu ihm kam stand er gerade auf der Koppel. Er bemerkte mich zwar sofort, schenkte mir aber dennoch wenig Beachtung. Interessanter war für ihn das grüne, leckere Zeug unter seinen Hufen, welches er genüsslich und in aller Ruhe ausrupfte. Ich beobachtete ihn dabei ein wenig. Dann schnalzte ich mit der Zunge und näherte mich ihm. ,,Naa Großer?'',fragte ich und rief Spat, wie er liebevoll genannt wurde, während ich den Weidezaun öffnete. Ich ging zu ihm und halfterte den Hengst. Dann nahm ich ihn an den Strick und führte ihn in den Stall, wo ich ihn zwischen den Boxen locker anband und seine Putzbox holte. Ich begann mit dem hellgrünen Gummistriegel. Damit massierte ich gründlich seinen Körper und holte groben Staub und Dreck aus dem Fell. Anschließend bürstete ich diesen mit einer Wurzelbürste und einer speziellen Staubstriegel ab. Er genoss das Ganze und schnaubte sogar immer wieder gelassen ab. Ich schien mir mein vorläufiges Bild gemacht zu haben: Spat schien ein sehr freundliches und ruhiges Pferd zu sein. Zumindest im Umgang außerhalb des Sandplatzes. Unterm Sattel würde ich ihn ja nicht erleben. Aber vor der Kutsche und da war mit einem nervenstarken Pferd schon zu 90% der Sache gewonnen.
      Nachdem ich Spat fertig geputzt hatte begann ich ihm das Geschirr und den Rest des Zubehörs anzulegen und ihn anschließend vor die Kutsche zu spannen. Er kannte den Einspänner bereits - immerhin war er ja schon in der Klasse A erfolgreich gewesen. Ja er hatte, wie mir seine Besitzerin erzählte, sogar schon ein Turnier gewonnen.
      ,,Na dann wollen wir uns das mal ansehen, ne.'',sagte ich freudig und nahm die Zügel korrekt in die Hand. ,,So. Los geht's Spaty.''
      Die kleine Runde, welche ich zuerst im Schritt auf dem Hof drehte, war sehr entspannt und ich war mir darüber klar, dass der Hengst alle meine Signale gut verstand. Zum Fahrsport gehörten mehrere Disziplin. Dressur im Viereck, Geländefahren und Hürden- beziehungsweise Hindernisfahren. Heute arbeitete ich viel mit ihm am Viereck. Hier lernte ich ihm noch feiner zu werden und probte einige Lektionen der L-Fahrdressur. Dies sollte für heute auch gut sein, da es noch sehr anstrengend für den jungen Fuchs war sich auszubalancieren und damit auch die ihm gestellten Aufgaben zu erfüllen. Trotzdem war ich wirklich begeistert von ihm. Er zeigte sich deutlich arbeitswillig und sehr zuverlässig.
      Zur Belohnung bekam er Möhrchen und wurde von Oben bis Unten mit lauwarmen Wasser geduscht, was der Hengst bei dem warmen Wetter absolut genoss.
      Für Spat hieß es nun den Tag auf der Koppel ausklingen lassen. Für mich jedoch ging die Arbeit nun erst wirklich los. Für den bildhübschen Palomino PFS' Stromer's Victory sollte nämlich der Ernst des Lebens beginnen. Nicht ganz, aber dennoch würde nun seine uneingeschränkte Freiheit zu Ende sein. Er musste lernen einen Menschen als Führungsperson zu akzeptieren, dieser blind zu folgen und zu gehorchen. Ganz so tragisch wie es klingt sollte es aber nicht werden. Heute ging es mal ganz langsam los: Halftern stand auf dem Programm.
      Als ich mich Vic näherte bemerkte ich sofort seine großen Kulleräugchen und seine Öhrchen, die sich sofort in meine Richtung spitzten. ,,Wiehü?'',gab der Kleine von sich. Ich grinste und murmelte seinen Namen. Er zeigte sich aufgeschlossen und kam auf mich zu. Sein Ohrenspiel deutete auf ein sehr intelligentes Pferd hin; so sagte man zumindest, dass ein Pferd, das viel mit seinen Ohren machte besonders schlau wäre.
      Vic ließ sich ohne Probleme berühren und ausgiebig mit Streicheleinheiten verwöhnen, was eine gute Basis für das darstellte, was nun folgte: Ich hielt ihm das dunkelblaue Fohlenhalfterchen vors Gesicht, welches seine Besitzerin vor kurzem für ihn gekauft hatte. Er beäugte es neugierig und ließ es sich etwas überziehen. Auch am örper damit abgerieben zu werden war kein Problem. Diesen Vorgang wiederholte ich einige Male. Dann belohnte ich den kleinen Hengst lächelnd und schloss die Arbeit für heute ab.
      Am darauffolgenden Tag ging es am frühen Morgen zu Spat in den Stall. Er hatte soeben sein morgendliches Müsli aufgefressen und wartete nun schon auf eine Aufgabe oder den Gang zur Wiese. Als er mich sah kam er zur Boxentür und ließ sich kraulen. Ich öffnete die Tür und er stupste meine Hosentasche vorsichtig an. Er erinnerte sich daran, wo ich gestern ein Leckerli versteckt hatte. ,,Neein.'',sagte ich grinsend: ,,Jetzt noch nicht mein Hübscher.''
      Erneut putzte ich den Dunkelfuchs ausgiebig. Er war wie gestern auch gelassen und genoss die Prozedur. Beim Hufeauskratzen gab er ganz brav seine Beine und auch mit dem Fliegenspray ließ er sich besprühen ohne herumzuzicken. Dann ging es auch schon wieder an die Fahrausrüstung und zur Kutsche. Ich drehte anschließend eine zehnminütige Schrittrunde im Gelände mit ihm um den Spat aufzuwärmen. Danach durchfuhr ich mit ihm in Trab und Galopp eine kleine Hindernisstrecke. Ich verschärfte den Schwierigkeitsgrad immer mehr, bis wir auf L-Niveau angekommen waren. Er tat sich damit zwar nicht leicht, aber man merkte, dass er großes Potential besaß.
      Nach dem Training versorgte ich Spat und ließ ihn auf der Wiese grasen. Dann ging ich hinüber zum Aktivstall, wo ich meinen kleinen, vierbeinigen Schüler Vic wiedersah. Er kam sofort ein paar Schritte auf mich zu und genoss meine Streicheleinheiten. Dann zog ich ihm sein Halfter immer weiter an bis es tatsächlich schon ganz korrekt lag. Ich zog es ihm anschließend lobend wieder aus und noch dreimal an. Er machte sich wirklich ausgezeichnet.
      Am dritten Tag hieß es für Spat Geländefahrtraining. Dabei ging es draußen über Stock und Stein. Nun konnte der Hengst beweisen, wie nervenstark er tatsächlich war und siehe da: Ich war wirklich begeistert von ihm. Wie auch die Tage zuvor zeigte er sich von seiner besten Seite und arbeitete absolut willig und mit Herz bei der Sache mit. Nach dem anstrengenden Training mit Spat vertiefte ich mit Victory das Halfter anlegen.
      Am darauffolgenden Tag hatte sich Spat einen Ruhetag verdient. Victory wurde zum ertsen Mal geführt. Es dauerte nicht lange, bis er auf Druck nicht mehr mit Gegendruck reagierte sondern nachgab und mir folgte. Der Palomino lernte tatsächlich ausgesprochen schnell. Nach nur einer weiteren Woche ging er wie ein ganz großer neben mir am Strick her, blieb stehen wenn ich stehen blieb und stand am Putzplatz, wenn ich ihn dort anband. Er ließ sich auch mit allen möglichen Sachen abreiben und zeigte sich immer nur freundlich und lernwillig.
      In den restlichen drei Wochen die ich auf dem Sportpferdegestüt verbrachte lernte Vic auch Huf zu geben, sich duschen zu lassen, dass Spays keine bösen Geister sind die ihn beißen wollen und aus einer Wurmkurspritze pürierten Apfel anzunehmen. Ich konnte guten Gewissens sagen, dass er das Fohlen ABC wunderbar beherrschte. Und Spat? Der wurde zu einem ausgezeichneten Fahrpferd, welches sich in der Klasse L nahezu spielte. Seine Begabung schien vor allem im Gelände zu liegen. Da war er vollkommen willig bei der Sache und kämpfte absolut für seinen Fahrer.
      Damit war meine Aufgabe dann auch getan und ich verließ das Gestüt wieder. Was wohl aus den Beiden werden würde? Ich würde sie jedenfalls vermissen. Man schloss Pferdchen ja doch sehr schnell ins Herz.

      31-08-2016 | Bracelet
    • Canyon
      ▲▽▲
      Sportpferdegestüt Jasmund
      Umzug Teil II
      Auf dem alten Hof angekommen, überkamen mich einige Erinnerungen. Vor einigen Wochen erst hatte ich den Sturz mit Get a Movie gehabt. Uns beiden ging es gut, doch seither war da etwas die Bindung angeknackst, nur konnte ich nicht sagen an wem es wirklich gelegen hatte, dass wir gestürtzt waren. Der Scheckhengst war beim Springen immer aufmerksam, auch im Gelände brachte ihn nichts aus der Ruhe. Anscheinend waren wir beide etwas Unaufmerksam gewesen, daher hatte ich mich derzeit an der Bodenarbeit mit ihm versucht, doch halfen tat es nicht wirklich. Vielleicht brachte ja der neue Umzug dann wieder ein neues Umfeld und neue Begebenheiten mit sich, so das dies auch wieder was wird. Ich holte den Hengst in den frühen Morgenstunden aus seiner Box, ich hatte mal wieder nicht wirklich schlafen können und daher machte ich mich daran, ihn zu putzen und seine Transportausrüstung ihm anzulegen. Nachdem ich mit Get a Movie fertig war, torkelte auch Elena schlaftrunken in den Stalltrakt des alten Hofes. ,,Guten Morgen.'',murmelte sie und musterte mich mit meinem Hengst. ,,Morgen.'',murmelte ich leise und streichelte über die Scheckung am Halse von dem Hannoveraner. ,,Get ist feritg.'',murmelte ich und sie nickte nur. Kurz musterte ich erneut seine Beine, welche keine Blessuren aufwiesen, nein es war eindeutig nur ein seelischer Knacks - bei uns beiden. Er hatte zwar einige Tage gelahmt und ich hatte einige böse Hämatome, doch nichts gebrochen oder geprellt. Nur ich hatte wie ein Schlosshund geweint, weil mir es für meinen Hengst so leid tat. Ich führte ihn zum LKW, welcher wiedereinmal der Transporter darstellte. In diesem hatte ich Heu und Wasser für die Fahrt bereitgestellt, wie es eben üblich war. Zuerst kam Get rein, danach folgte Clouds Angel, welcher von Elena fertig gemacht worden war. Tyler brachte währenddessen die ganze Ausrüstung der Pferde in den Hänger, sowie das Auto. Er fuhr extra, da wir mit einem Schwung gleich alle Hengste rüber schaffen wollten. Wir verluden nach Cloud noch Cinnemont's Accento, Schwachkopf, Admiral's Wings, For Pleasure und Antaris. Damit waren die meisten schon einmal drin. Wir legten eine kurze Kaffeepause ein, ehe es weiter ging. Zum Glück waren meine Hengste diesen 'Stress' gewohnt und fühlten sich in dem geräumigen LKW sehr wohl, wie es mir schien. Irgendwelche Probleme untereinander gab es ja auch nicht, da alle zusammen auf der Koppel standen und sich kannten. Nach der kleinen Pause ging es dann weiter mit Starmen, Burnin' Awake and Lifeless, Kaltenbach's Ostwind, Karthago, Hero of Heaven und Ramires. Damit waren alle meine Hengst verladen und ich half Tyler noch mit dem restlichen Equipment. Als alles, aber auch wirklich alles, der Hengste verstaut war, ging es dann endlich los auf dem Weg zum Flughafen.
      ...
      Der Flug kam mir immer länger vor, umso öfters wir diesen tätigten. Das Schlimme war ja wir hatten noch zwei bis drei Flüge vor uns. Ich hatte etwas Bange vor den nächsten Flügen, vor allem vor dem mit den Kleinen.. Immer wieder biss ich mir nervös auf die Unterlippe, wenn ich über solche Sachen nach dachte, ehe dann auch schon die Landung angesagt wurde. Kurz sprang mein Herz etwas höher und ich schnallte mich wieder an, Elena schlief tief und fest, so tat ich dies für sie und weckte sie sanft. ,,Wir landen gleich.'',murmelte ich und schmunzelte bedenklich, ehe sie dieses Schmunzeln erwiderte.
      Nach gut vier Stunden kamen wir mit zwei LKW's auf dem Hof an. Wie immer brauchten wir hier mehr Hänger, als ind er alten Heimat, aber das war ja alles kein Problem. Wir ließen nicht viel Zeit vergehen und luden die Pferde aus, sie durften sofort auf die Weide und sich dort etwas die Beine vertreten, nach und nach wurden die Hänger leerer und die Weiden füllten sich wieder mit Leben, da die Hengste auch hier und dort mal buckelten vor Freude. Schmunzelnd betrachtete ich das ganze, doch war bei Gedanken immer noch bei Get und dem Unfall, sowie bei dem Umzug der Fohlen. ,,Alles in Ordnung?'',murmelte Elena, welche neben mir stande und ich nickte nur kurz. ,,Ja klar.'',murmelte ich und drehte mich um zum Stalltrakt und lief auf diesen zu. Linus hatte auch hier alles vorbereitet und die Boxen waren startklar für die Hengste. Hoffentlich war der Umzug schnell gemeistert und ich fand dann eventuell mehr Schlaf. Es dauerte nicht lange und der Abend brach an, so holten wir die Pferde, welche bis jetzt schon auf dem Hof waren, in ihre Boxen rein und gaben ihnen ihr Futter. ,,Ich hab noch Essen von heute Mittag, für euch beide.'',meinte Linus mit einem Lächeln und ich winkte dankend ab. ,,Ich dusche und lege mich ins Bett. Ich hab keinen Hunger.'',murmelte ich und schmunzelte kurz, ehe ich dann auch schon meinen Plan in die Tat umsetzte. Als ich im Bett lag hörte ich Elena und Linus noch reden, ehe ich dann die Augen schloss und versuchte zu schlafen.
      ...
      Der nächste Morgen war wieder einmal mit Hektik geplant, denn seitdem ich diese Schlafstörungen hatte, verschlief ich kontinuirlich.. Elena hatte mich kurz vor knapp geweckt, so war ich noch schnell ins Badezimmer gehüpft und stand nun mehr als verschlafen neben ihr am Flughafen, darauf wartend, dass wir endlich in das Flugzeug konnten. Auch diesen Flug fand ich erneut keinen Schlaf, Elena hingegen schon. Heute Abend noch würde der nächste Flieger gehen, so hofften wir das Zuhause alles bereits geklappt hat und Tyler und Simon klar kamen, denn viel Zeit blieb nicht. Wir kamen nur kurz auf den Hof, halfen noch die restlichen Pferde in den Hänger zu laden, ehe es dann wieder los ging. Mit Tyler hatte ich heute kein Wort gewechselt, auch wenn er es versucht hatte. Mein Fokus lag zur Zeit einzig und alleine auf meinen Pferden, das sie alle ohne Probleme in Deutschland ankamen und und und.. Mein Kopf war voll und der Stress für mich viel zu Groß. Ebenso die Zukunftsängste die mich zur Zeit etwas plagten.. - Wie lief das Geschäft in Deutschland als Tierarzt? Wie würde die Zucht laufen und der Verkauf der Fohlen? Würde es diesmal der letzte Hof sein den wir beziehen würden? Fragen um Fragen und keiner konnte mir Antwort geben. Da blieb eben die Zeit mit Tyler auf der Strecke, aber wir waren ja auch nicht zusammen oder so was, auch wenn Elena desöfteren nachgehakt hatte. Kurz lächelte ich, als ich daran dachte wie sie immer und immer wieder nachstocherte. Ich blickte auf die Hänger, insgesamt waren es 16 Pferde die nun die Reise antraten. In dem einem Hänger befanden sich die Stuten; Irritable, Gameover, Shiny Sunlight, Royal Rubina, Millenium GC, Epona, Golden Wonder, Lotte Buff und Alice Cullen. Im anderen Hänger meine kleinen Schützlinge, welche ich aus verschiedenen Gründen bei mir aufgenommen hatte; Velvedere, Staccato, Klein aber Oho, Calero, Neskur, Wild Reflex und Massacre Boy. Damit war der heutige Umzug dieser Pferde vorbei, morgen gäbe es erneut einen solchen Stress mit den Fohlen und in drei Tagen kämen dann noch die Kaltblüter und die zwei Welsh-Ponies. Tief atemte ich ein und aus und blickte kurz zu Tyler, Simon und Elena, welche etwas abseits standen und redeten. Vielleicht über mich? Ich blickte auf die Uhr und seufze auf. ,,Elena wir müssen.'',rief ich zu der kleinen Gruppe und Tyler nickte Elena zu, ehe er auf mich zu kam. Kurz schenkte er mir ein Lächeln, ehe er in den einen LKW einstieg. ,,Ty, was machst du da?'',fragte ich nach und lief zum Führerhaus. ,,Ich komme mit dir. Elena wollte sich mit Simon hier um die Pferde kümmern, um deine Fohlen etc.'',murmelte er und ich blickte zu Elena welche mich herzlichst anlächelte und winkte. Kurz verengten sich meine Augen, ehe ich diese Entscheidung akzeptierte, immerhin kannte sich mich zu gut und sie kannte vor allem meine Fohlen auch am Besten. Ich nickte kurz und lief zum anderen LKW, Ty fuhr vor und ich hinter her.
      ...
      Mitten in der Nacht kamen wir auf dem neuen Hof an, wir ließen die Pferde natürlich nicht auf die Weide, sondern führten sie in ihre neuen Boxen. Während des Flugs hatte Tyler das Gespräch gesucht, doch ich blieb ruhig und hatte dann so getan als würde ich schlafen. Ich wollte erst einmal den Umzug hinter mich bringen, ehe er mich vollprabbeln konnte. Als die Stuten und auch die 'Privatpferde' in ihren Boxen waren, bekamen sie noch etwas Kraftfutter und durften dann auch ihre Ruhe genießen. ,,Ein anstrengender Tag.'',murmelte ich leise und blickte kurz zu Tyler, bevor ich dann zum Haupthaus lief. Er ergriff sanft meine Hand und zog mich mit. ,,Was hast du denn vor? Wir müssen schlafen, morgen früh geht es früh los und..'' - ,,- pscht!'',murrte er kurz, dennoch sanft und zog mich in eine Box. ,,Wir werden schlafen, aber nicht in einem normalen Bett.'',grinste er keck und ich schüttelte den Kopf. ,,Für sowas haben wir keine Zeit, Ty. Wir sind mitten im Umzug, was ist wenn wir verschlafen oder sonst was?'',murmelte ich fraglich und blickte mich in der Box um. Es waren Decken bereitgelegt und auch einige Strohballen. Süß war es schon, aber für so etwas hatten wir definitv keine Zeit, eigentlich. ,,Ich will doch nur das es dir gut geht.'',murmelte er und setzte sich auf die Strohballen, ehe er mich zu sich zog. Unwillkürlich landete ich auf seinem Schoß, atmete tief ein und aus und schüttelte etwas den Kopf.. ,,Tyler, ich hab zuviel im Kopf ich will doch einfach nur..'' - ,,-Entspannen.'',beendet er meinen Satz und strich mir eine Haarsträhne hinter mein Ohr. ,,Aber nicht so! Ich will den...'' - ,,Umzug hinter dich bringen und das alles wieder normal läuft, in deiner gewohnten Rutine.'',beendet er erneut meinen Satz und ich blickte ihn leicht verärgert an. Er legte sich gegen die Wand zurück und zog mich weiter an seine Brust. Kurz schloss ich die Augen und vergaß alles um mich herum. Ein leichtes Schmunzeln legte sich auf meine Lippen und ich vergaß den leichten Ärger über Tyler, genoss einfach die Ruhe, das Kauen der Pferde im Hintergrund, bevor ich dann tatsächlich einschlief.
      ...
      Mein Handy weckte mich mit einem lauten, schrillen Ton, welchen ich seit neustem als Wecker hatte. Ich schrak auf und blickte mich in der Box um. Die Decke über mich gewunden und es roch seltsamer weiße nach Kaffee im Stall. Ebenso hörte ich die Pferde immer noch kauen. Oder wieder? Ich rieb mir verschlafen die Augen und stand auf. Was ein Tag, oder eher eine Nacht.. Ich stand auf und blickte mich um, Tyler kam gerade mit einer Tasse Kaffee in die Box gelaufen und einem Teller mit zwei belegten Brötchen darauf. ,,Guten Morgen.'',lächelte er und übergab mir das Frühstück, ehe ich mich wieder setzte und einen Schluck vom Kaffee nahm. ,,Morgen und Danke.'',schmunzelte ich herzhaft und blickte ihn an. ,,Gut geschlafen?'',fragte er nach und ich nickte, als ich gerade in das Brötchen hinein biss. ,,Ja! Und wie.'',murmelte ich mit halbvollen Mund und er lächelte, ehe er sich wieder weg machte. Ich frühstückte zu Ende und folgte ihm dann. Kurz blickte ich mich im neuen Stalltrakt um, ehe ich auf die Uhr schaute. Es war noch einiges an Zeit übrig. So machte ich mich auf den Weg in das Haupthaus und machte mich in das Badezimmer. Nach gut einer halben Stunde war ich dann auch wieder fertig für den Tag und machte mich runter zu den LKW's. Tyler stand startklar am Hof und ich musterte ihn kurz. ,,Danke.'',murmelte ich leise, als ich vor ihm stand und er nickte. ,,Nicht dafür.'',murmelte er ebenso leise und ich umarmte ihn. So machten wir uns wieder auf den Weg zum alten Hof..
      ...
      ,,Das ständige Pendel geht mir langsam auf die Nerven, zum Glück ist es das letzte mal!'',murrte ich mittlerweile etwas sauer und blickte auf den kleinen Bildschirm im Flugzeug. Die Fohlen hatten wir gestern rüber gebracht und sie hatten es alles gut überstanden. Ich hatte mir nämlich bei ihnen gestern die Zeit genommen und hab sie abends beim reinholen noch durchgecheckt. Ich hatte bei ihnen am meisten Sorge, dass es irgendwie nicht gut laufen würde. Elena war seitdem auf dem neuen Hof geblieben und ich war gerade auf der letzten Reise zum neuen Hof mit Tyler an meiner Seite. Im Gepäck waren die letzten dreiundzwanzig Pferde. Die Kaltblüter und die beiden Welsh-Ponies. Damit wäre der Umzug erledigt, da wir jeden Tag auch immer wieder Umzugskartons geschleppt hatten, waren unser Hab und Gut, abgesehen von den Pferden, auch alles auf dem neuen Hof. ,,Danach haben wir es endlich geschafft.'',murmelte Tyler leise und streichelte mir mit seinem Daumen über meine Hand, ehe er seine wieder entfernte und sich durch die kurzen Haare griff. Kurz blickte ich auf dem Fenster, ehe ein letztes Mal das signal ertönte man solle sich anschnallen. Tyler und ich taten dies auch sofort, ehe die Ansage ertönte das wir gleich landeten. Nach mehreren Stunden war dann auch alles geregelt und wir konnten endlich los fahren. Auf dem Hof angekommen luden wir erneut die Pferde nach und nach aus. Tyler übernahm Amaretto und Winter's End. Ich nahm mir Hermann, Elena nahm Götterdämmerung, Simon nahm Battle Scars und Linus übernahm King of Night. Somit war der erste Hänger fast leer. Die Kaltblüterhengste kamen auf eine extra Weide und buckelte sich dort for Freude erst einmal aus. Die zwei Welsh- Ponies kamen zu den anderen 'Privatpferden' - zu der Hengstkoppel derer. Die nächsten sechs Pferde wurden aus dem ersten Hänger entladen; A Brave Hearts Freedom, Time to go, Darling, Sharon IV, Geoffrey's Brother, Hope in Despair und Arikado. Auch die sechs Hengste wurden auf ihre Weide gebracht, ehe ich zu der Fohlenweide hinüber blickte, auf welcher sich meine Fohlen und die von Elena freudig austobten. Sie dürften die ersten Tage noch die Ruhe genießen, da wir sonst auch erst einmal alles einrichten mussten und einiges an Papierkram zu erledigen hatten. Mit Amaretto und Winter's End brachten wir auch die letzten beiden Pferde aus dem ersten Hänger, welche nun entgültig leer war. Es stand der letzte Hänger an, der mit meinen Kaltblüterstuten. Die ersten die auf die Weide gebracht wurden, waren: Wolkentraum, Golden Gate, Augenblick, Ch's De la Luna, Winter Cloud und Hermelin Jaela. Auch die Stuten preschten erst eine Runde im Galopp über die Weide, machten jedoch auch Halt an den verteilten Heustationen. Noch hatten wir keine Raufen, daher war das Heu lose auf dem Boden verteilt. Es war wie gesagt noch alles eher Roh hier, doch auch bald wären solche Kleinigkeiten Geschichte. Die letzten fünf Stuten, welche da waren Roxy, Grey Love, Walking to the Moonlight, Calacirya und unser Neuzugang und das passende Gegenstück zu Hermann -> Hannelore. Auch diese fünf Stuten preschten erneut im Galopp los, ehe sie auch Halt machten an den Heustationen. Schmunzelnd betrachtete ich das Schauspiel und legte dann das Halfter von Hannelore weg. Tief atmete ich ein und wieder aus, schloss die Augen und lächelte kurz. Es war endlich geschafft, alle Pferde waren nun hier in Deutschland auf dem neuen Gestüt! Innerlich kam ein kleiner Siegesschrei und natürlich ganz viel Freude, doch ich bewahrte die Ruhe und machte mich zur Fohlenweide. Über diese tobten in kleinen Grüppchen verteilt unter anderem meine fünfzehn Sprösslinge, welche auch teilweise bald auf die Weide der Großen kamen. Karl, Gino und Tomenko hielten sich etwas Abseits von dem Getümmel und herum Gebuckel der anderen. Sie fraßen lieber gemütlich ihr Heu. Saevita, Soulmate's Death, Bajau und Torte bildeten die erste Gruppe und fegten im Galopp über die ellenlange Weide. Mir fiel immernoch ein Stein vom Herzen, wenn ich dran dachte, dass es meinen Kleinen so gut ging und sie so unbeschwert ihre Fohlenzeit genossen. Rando, Be my Sunshine, Pancake Killer, Ramazotti Amaro und Dark sweet Temptation waren die zweite Gruppe und rangelten sich unter einander etwas, während Krisu, Quintessa und Millenium's Pride eher wie zwei verliebte Stutfohlen auf die jungen Hengste vom anderen Zaunende rüber blickten. Auch im Fohlenalter waren die Geschlechter getrennt. Elena kam neben mich getreten und blickte auf ebenfalls auf die Fohlen. ,,Wir haben es wieder einmal geschafft.'',lächelte sie und blickte mich dann an. Schmunzelnd nickte ich und sah dann auch zu ihr. ,,Wieder einmal und hoffentlich auch das letzte Mal, hoffentlich ist das nun der Hof, von dem wir sagen können, dass er für immer unser ist.'',murmelte ich nachdenklich und sie zwickte mich kurz in die Seite. ,,Jetzt hör auf so zu denken!'',grinste sie keck und lief dann zu Simon, Linus und Tyler, welche vor dem Stalltrakt standen.
      Hör auf.. hallten ihre Worte mit sanfter Stimme in meinem Kopf nach und ich blickte auf die Viere. Kurz biss ich mir auf die Unterlippe, ehe ich wieder auf die Fohlen blickte, von den ganzen Gedanken und Ängsten der letzten Tage gefesselt. Gefesselt von dem Moment, wo ich auch entfliehen konnte, als mir Tyler in dieser nicht ganz so einfachen Zeit geholfen hat.. Lächelnd machte ich auf dem Absatz kehrt und lief zu den Vieren. ,,Wo ist der Sekt? Ich glaube wir haben was zum Anstoßen!'',grinste ich freudig und biss mir erneut auf die Unterlippe. Elena wackelte mit beiden Flaschen in den Händen vor meine Nase herum. ,,Hier!'',grinste sie ebenfalls so froh und munter wie ich, ehe die Korken knallten und wir uns einige Gartenstühle schnappten und uns vor den Stalltrakt setzten. Ein gelungener Umzug musste natürlich auch etwas gefeiert werden.

      24-10-2016 | Sevannie
    • Canyon
      ▲▽▲
      Sportpferdegestüt Jasmund
      Pflegebericht
      Die Pflege der Jungpferde stand heute an und so ging es für mich bereits früh morgens in den Aktivstall. Ich mistete und fütterte alle. Nachdem ich damit fertig war, schaute ich nach allen Pferden. Ich schaute als erstes nach den Stuten und dann nach den Hengsten. Ich klopfte ihnen die Hälse und klackte den ersten Strick in Erdbeerflavours Halfter. Er folgte mir brav aus dem Aktivstall und ich band ihn am Putzplatz an. Dort putzte ich den kleinen Hengst und ging schließlich eine Runde mit ihm spazieren. Nachdem ich wieder am Hof war, putzte ich ihn nochmal und brachte ihn dann wieder in den Aktivstall. Dort fraß er in Ruhe und ich holte mir General’s Coming Home. Auch ihn putzte ich und klopfte ihn den Hals. Ich ließ ihn in der Halle ein bisschen laufen und nachdem er sich ein bisschen ausgetobt hatte. Bald würde er auch ein bisschen mehr trainieren dürfen, denn schließlich wurde er schon 3 Jahre. Ich fing ihn wieder ein und brachte ihn zurück zu den anderen beiden. Ich holte Easy Going und Northern Dancer von der Weide. Ich putzte die beiden Stuten und ging spazieren. Hierbei konnten sowohl ich als auch die Stuten gut entspannen. Ich brachte sie wieder auf die Weiden und ging dann wieder auf den Hengstaktivstall. Dort holte ich PFS‘ Stromer’s Victory und klopfte ihm den Hals. Auch er war schon zwei Jahre alt. Ich klopfte ihm sanft den Hals und ließ auch ihn ein bisschen in der Halle laufen. Mir war wichtig, dass er sich jetzt schon an diese gewöhnte. Schließlich sollte er in einem Jahr auch hier ausgebildet werden. Die letzten die nun noch fehlte waren Averything Black und Gabriella. Ich putzte sie und ging dann nochmal eine kleine Runde mit ihnen spazieren. Nach dem Spaziergang klopfte ich sanft ihren Hals und brachte sie zurück in den Aktivstall. Ich klopfte sanft ihren Hals und ließ sie in aller Ruhe laufen. Ich räumte noch weiter im Stall auf und kümmerte mich schließlich noch um die buchhalterischen Sachen.

      09-02-2017 | Friese
    • Canyon
      ▲▽▲
      Sportpferdegestüt Jasmund
      Pflegebericht
      Natürlich waren die Fohlen im stressigen Stallalltag viel zu kurz gekommen. Dies sollte heute endlich geändert werden. Ich machte mich auf den Weg zu den Aktivställen. Genau deshalb war es nicht schlimm, dass die Fohlen und Jungpferde nicht oft arbeiten mussten. Sie hatten genug Bewegung in ihrem Stall und Kontakt zu Menschen hatten sie auch, da Simon sie jeden Tag fütterte und putze. Als erstes war Easy Going an der Reihe. Die Stute sollte demnächst eingeritten werden und hierfür wollte ich nochmal mit ihr arbeiten. Ich putzte sie und hängte sie schließlich an die Doppellonge. Gemeinsam gingen wir zum Platz und ich führte Easy warm. In aller Ruhe klopfte ich ihr den Hals und begann dann mit der Arbeit an der Longe. Simon hatte mir versprochen, dass er in der Zwischenzeit die Aktivställe ausmisten und die Futtertröge auffüllen würde. Ich war ihm hierfür sehr dankbar, weil dann könnte ich mich besser beziehungsweise länger mit den Jungpferden beschäftigen. Zurück aus meinen Gedanken wand ich mich wieder Easy Going zu. Ich klopfte ihr nochmal den Hals und fing dann richtig mit der Arbeit an. Hierbei band ich alle drei Gangarten ein und auch beide Hände wurden abgedeckt. Nachdem ich mit ihr fertig war, brachte ich sie wieder zu den anderen Pferden. Ich klopfte ihr sanft den Hals und holte mir im Gegenzug Roses are Red und Averything Black. Die beiden Fohlenstuten durfte ein bisschen in der Halle rennen und mit dem großen Ball spielen, welchen wir für das Fußballspielen mit den Pferden verwendeten. Ich wollte auch, dass sie hierdurch ein bisschen die Angst vor so raschelnden Gegenständen verloren. Ich schoss den Ball in ihre Richtung und sie galoppierten beide los. Roses bockte in die Richtung und Avery schoss wie ein geölter Pfeil durch die Halle. Ich beruhigte die Beiden ein bisschen und schoss noch ein paar Mal den Ball. Nach einer gewissen Zeit hatten sie sich wieder beruhigt und ich brachte sie in den Stall. Ich wollte nun noch mit General’s Coming Home arbeiten und eventuell mit Erdbeerflavour. Mit Coming Home ging ich eine schöne Runde um den Stall spazieren, damit er das Gelände auch mal wieder zu sehen bekam. Hierbei stellte er sich wirklich gut an und war sehr brav. Ich war stolz auf den Hengst und auch für ihn würde ich die nächsten Tage oder Wochen einen Ausbilder suchen wollen. Mir war es immer ganz Recht, wenn andere Leute das Einreiten übernahmen, vor allem weil ich aktuell gerade keine Zeit hatte. Ich holte Erdbeer aus dem Stall als ich Coming zurück brachte. Auch mit ihm würde ich spazieren gehen und dann war es für heute auch schon geschafft. Mein Zeitplan ließ es leider nicht mehr zu sich um Gabriella, PFS‘ Northern Dancer und PFS‘ Stormer’s Victory zu kümmern, aber das würde bestimmt in den nächsten Tagen passieren und Simon hatte sie ja bereits geputzt. Erdbeere stellte sich nicht so brav an wie Coming Home beim Spaziergang sondern bockte immer wieder ein bisschen. In der Halle ließ er dann seine ganze Power durch Buckeln und Steigen raus. Scheinbar spielten die anderen Hengst wohl doch nicht so mit ihm wie es geplant war, aber sie waren auch schon ein bisschen älter als er. Ich klopfte dem Hengst den Hals und brachte ihn schließlich wieder auf die Weide. Meinen restlichen Tag musste ich nun im Büro verbringen.

      02-09-2017 | Friese
    • Canyon
      ► ▼ ◄
      Training

      Bodenarbeit
      Der nächste Auftrag stand schon an. Dieses Mal ging es zu Bellamy und das besondere daran war, dass ich nicht nur mit einem Pferd trainieren sollte, sondern zugleich auch Reitunterricht geben sollte. Ich bot dies schließlich auch an und freute mich, dass jemand das Angebot nun in Anspruch nahm. Des Weiteren würde mein Junghengst Stormer’s Victory mit mir reisen. Bellamy und ich waren bei einem Telefonat draufgekommen, dass er ja der Halbbruder zu seinem Snap in Style war und so hatten wir beschlossen ein kleines Familientreffen zu machen. Ich freute mich schon sehr darauf und war gespannt wie die beiden Hengste aufeinander reagieren würden. Ob Pferde wussten, wenn sie miteinander verwandt waren? Ich bezweifelte es, aber wir fanden es einfach eine schöne Idee und Occu würde sich bestimmt auch über Bilder von dem Treffen freuen. Zudem konnte mein Hengst so schon Auswärtserfahrung sammeln. Ich machte ihn in der Früh fertig, den Hänger hatten wir bereits gestern schon geladen und so konnten wir schnell los. Ich band den Hengst an und klopfte ihm dann den Hals. Simon saß bereits im Auto. Er sollte mich und Vic zum Flughafen fahren und mir noch bei all den schriftlichen Sachen helfen. Nachdem wir damit fertig waren, verabschiedete ich mich von ihm und ich checkte ein. Der Flug verlief relativ reibungslos und wir kamen zur angezeigten Zeit am Flughafen in New Mexico an. Hier holte ich Bellamy ab und half mir dabei Vic aus seiner Transportbox zu holen. Wir luden ihn in seinen Hänger und er meinte, dass er jetzt schon ein paar Ähnlichkeiten mit seinem Hengst hatte. Wir fuhren zu seinem Hof und er half mir auch hier wieder dabei Vic auszuladen. Ich klopfte ihm den Hals und brachte ihn vorab in seine Box. Ich klopfte ihm ein weiteres Mal den Hals. Bellamy führte mich zur Weide und zeigte mir auf dieser Magnificient Crow. Bei ihr handelte es sich um eine hübsche dreijährige Rappstute. Gemeinsam holten wir sie nach drinnen und putzten sie. Heute würden wir mit dem Freispringen starten. Hier konnte ich das Potenzial eines Pferdes beurteilen. „ Als erstes fange ich mit freispringen an, damit ich beurteilen kann, ob ein Pferd überhaupt das Potenzial hat, auf die neue Stufe. Des Weiteren kann ich hierbei auch sehen, ob das Pferd überhaupt Lust an der ganzen Sache hat. Klar kann man ein Pferd auch trainieren, wenn es keine Lust hat, aber das ist dann für einen selbst und das Pferd nur Qual. Auf den Turnieren macht es ja auch relativ wenig Sinn, wenn das Pferd keine Lust hat“ erklärte ich ihm und er nickte. Ich würde ihm alles ganz genau erzählen, damit er es bei seinem Trainingshof auch anwenden konnte. Wir machten die Stute fertig und gingen dann in die Halle. Bellamy’s Schwester hatte bereits die Halle mit Hindernissen und der Absperrung bestückt. Wir ließen die Stute vom Strick und trieben sie ein bisschen an. Crow fiel in den Galopp und preschte auf das erste Hindernis zu. Sie war ein bisschen zu schnell dafür, deshalb sprang sie auch viel zu weit. Ich kicherte ein bisschen und schrieb mir dies jedoch trotzdem auf. Die ersten Anläufe sahen alle wirklich sehr ulkig aus, nachdem sie sich jedoch eingesprungen hatte klappte es auch. Ich klopfte ihr nach den Runden den Hals und führte sie noch ein bisschen mit Bellamy ab. „ Also Potenzial ist bestimmt da, aber das muss natürlich jetzt gefordert werden. Würde sagen wir fangen morgen mit der ersten Stunde an, okay?“ erklärte ich und wir brachten die Stute noch ein bisschen auf die Weide. Danach gingen wir mit unseren beiden Jährlingshalbbrüdern spazieren. Wir unterhielten uns über Bellamy’s Jobwechsel und was er beachten sollte. Ich war hierbei nicht so eingestellt, dass ich ihm nicht helfen würde. Es gab genug Aufträge für jeden und so könnten meine Pferde bei einer weiteren Person ins Training gehen. Und wie hieß es immer so schön? Konkurrenz belebt das Geschäft!

      Am nächsten Mittag stand die erste Einheit an. Wir gingen mit der Stute, nach dem Putzen und fertig machen in die Halle. Dort standen bereits die Hindernisse auf E-Höhe und Bellamy begann damit die Stute warm zureiten. „ Bellamy, du musst auf deine Fersen achten“ meinte ich und er lachte. Scheinbar war dies ein ihm bekanntes Problem. Nachdem die Stute war warm, begann wir mit einfachen Lösungsarbeiten. „Mehr mit dem Schenkel dran. Sie wird dich gleich einfach wegdrücken“ sagte ich und noch während ich es aussprach trabte die Stute einfach in eine andere Richtung wie Bellamy eigentlich wollte. „Macht nichts, das passiert mir auch manchmal.“ Gerade wenn man selbst viele Pferde hatte und sich immer wieder auf andere einstellen musste, dann dauerte das Zusammenfinden immer ein bisschen. „ Wollen wir mit den ersten Sprüngen anfangen?“ fragte ich nachdem dies einigermaßen von Statten gegangen war. Er nickte und wir besprachen wie er auf die Sprünge reiten sollte. Direkt vor dem Sprung gab ich ihm nochmal ein paar Tipps. Den ersten Sprung riss die Stute dennoch. „ Du musst dich beim ersten Mal tiefer in den Sattel setzten und die Zügel ein bisschen fester halten. Verstehst du wie ich meine? Du hast die Zügel während du auf den Sprung zu geritten bist und dann kurz vor dem Absprung einfach weggeschmissen“ meinte ich und klopfte der Stute den Hals als er an mir vorbeikam. Ich ließ ihn auf ein weiteres Hindernis zureiten. „ Du musst sie führen. Überlass nicht ihr die ganze Arbeit“ waren meine Anweisungen. Die Stute zögerte kurz und genau da sagte ich „ Schenkel dran!“ Wir trainierten noch ein bisschen. Das folgende Training würde sich abwechseln zwischen ihm und Octavia. Diese war leider noch wegen einem Turnier verhindert, aber auch sie wollte noch etwas lernen für den Ausbildungsberuf. Nach dem Training sprachen Bellamy und ich alles Positive und Negative nochmal durch. Ich erklärte ihm ein weiteres Mal wie er auf einen Sprung hinreiten musste. „ Du darfst die Wendungen nicht zu eng machen. Sie kann sonst nicht einschätzen wie sie abspringen muss und das könnte gefährlich werden. Es sollten mindestens immer drei bis vier Galoppsprünge vor dem Hindernis in der Geraden sein. Du musst währenddessen auch mehr Spannung am Pferd halten. Damit meine ich nicht unbedingt die Zügel viel kürzer nehmen, sondern einfach die Ellenbogen am Pferd lassen und angewinkelt lassen. Du hast sie oft einfach ausgestreckt vor oder über dem Sprung. Du solltest nicht unbedingt mehr Tempo aufnehmen vor einem Sprung. Wenn wir uns später ein paar Videos ansehen, dann kann ich dir zeigen was ich meine. Oftmals kommen gerade unerfahrene Pferde nicht damit klar, wenn du kurz vor dem Sprung bremst oder treibst. Viele Pferde kommen dann nicht mit der Vorderhand hinterher und könnten stolpern. Dazu kommt, dass das Hindernis dadurch oft gerissen wird“ erklärte ich ihm ausführlich. Das heutige Training war somit beendet und ich wollte noch ein bisschen mit meinem eigenen Hengst trainieren. Ich band ihn vor seiner Box an und putzte ihn dann. Damit kam er mittlerweile schon gut klar. Wir hatten es auch oft geübt. Ich ging mit ihm auf den Platz und übte dort Vorderhand- und Hinterhandwendungen an der Hand. Ich klopfte ihm den Hals. Er machte wirklich gut mit und folgte auf den Druck, welchen ich ihm gab. Er drehte die Hinterhand brav um, wenn ich leicht gegen seinen Schenkel drückte. Ich klopfte ihm nach dem Training seinen Hals und brachte ihn auf seine Gastweide. Seine Box war von einem der Stallburschen gemacht worden. Prinzipiell hätte ich dies auch alleine gemacht, aber ich sollte meinen Arm noch nicht zu stark belasten. Der Tag verstrich noch relativ schnell und abends kam Octavia wieder auf dem Hof an. Wir besprachen nochmal alles zu dritt und klärten auch, dass ich morgen die Stunde mit ihr machen würde. Hierfür würden wir jedoch nicht Crow nehmen sondern ein bereits weiter trainiertes Pferd. Ich ging noch duschen und dann ging es ins Bett.

      Am nächsten Morgen machte ich gemeinsam mit Bellamy Crow fertig. Wir gingen in die Halle. Dort würden wir die nächste Zeit trainieren, da das Wetter noch nicht sehr beständig war. „ Schauen wir mal, ob es heute ein bisschen besser klappt“ meinte ich und Bellamy ritt die Stute in aller Ruhe warm. Danach ging es mit dem Reitunterricht los. Ich gab ihm immer wieder Tipps und er bemühte sich sehr diese umzusetzen. Er hatte scheinbar auch noch über das Training von gestern nachgedacht, weil er versuchte das bereits gestern genannt richtig zu machen. Nachdem er ein paar Runden gesprungen war und es eigentlich relativ gut ausgesehen hatte, tauschten wir. Ich stieg auf den Rücken der Stute und ritt erst einmal alle drei Gangarten und ein paar Bahnfiguren. Sie sollte sie kurz auf mich einstellen. Als nächstes ritt ich die Rappstute auf einen Sprung zu. Ich klopfte ihr den Hals nachdem sie brav mitgemacht hatte und gut über den Sprung gezogen hatte. Wir überwandten noch ein paar Sprünge und ich lobte sie ausgiebig. Ich ritt sie am langen Zügel ab und brachte sie auf die Weide. Bis ich wieder in der Halle war, hatte Octavia Gun and Slide bereits warmgeritten. Ich klopfte ihm zur Begrüßung kurz den Hals und dann begannen wir auch schon. „ Du kennst dich ja ein bisschen besser aus. Reit erst mal und ich korrigier dich dann“ meinte ich. Gesagt, getan. Ich sah mir alles genau an und gab ihr ein paar Tipps. Sie hatte schon öfter Unterricht gehabt als ihr Bruder und so waren diese mehr Feinheiten als Grundlagen. Wir konnten das Training nach ein paar Tipps und Aufgaben beenden. Sie musste die nächsten Tage über alleine einige Sachen üben und ich würde sie mir nochmal anschauen, wenn wir das nächste Mal Unterricht hatten. Nachdem mein Auftrag für heute erledigt war, ging ich wieder zu meinem kleinen Hengst. Ich klopfte ihm den Hals und ging gemeinsam mit ihm auf den Platz. Ich übte wieder ein bisschen mit ihm. Ich wollte heute das Rückwärtsrichten nochmal verfeiner und war echt froh, dass ich meinen Hengst hatte mit zu Bellamy und Octavia nehmen können. So hatte ich endlich mal richtig Zeit für ihn. Nachdem Training putzte ich meinen kleinen Hengst nochmal und sah Bellamy und Octavia dann bei der Arbeit mit ihren anderen Pferden zu. Auch hier gab ich hin und wieder Tipps. Ich konnte das Trainer sein einfach nicht so leicht abstellen. Abends half ich Octavia noch beim Kochen und nach dem Essen ging ich duschen. Da morgen wieder ein langer Tag werden würde, würde ich heute auch nicht mehr zu lange machen. Dennoch wollte ich noch ein bisschen in meinem mitgebrachten Buch lesen. Hier wurde das Westernreiten nochmal genauer erklärt.

      Am nächsten Morgen traf ich mich als erstes mit Bellamy und seinem Jährling. Gemeinsam gingen wir mit unseren beiden EVBs auf den Platz und ich zeigte ihm wie ich mit dem Hengst arbeitete. Ich half ihm bei dem Rückwärtsrichten und wir lobten die beiden. Morgen wollten wir sie ein bisschen zusammen laufen lassen, die beiden hatten sich durch den Zaun schon kennengelernt. Ich brachte die beiden auf ihre Weiden und Bellamy machte in der Zwischenzeit Magnificient Crow fertig. Ich klopfte ihr den Hals als wir uns in der Halle trafen und übernahm sie dann von ihm. Ich wollte sie heute ein bisschen reiten und morgen würden wir wieder Reitunterricht machen. Ich klopfte der Stute den Hals und ritt sie in aller Ruhe warm. Danach begann ich mit dem Training. Die Hindernisse waren minimal höher als ihre gewohnten Sprunghöhen und so trieb ich sie vorsichtig, aber bestimmt über die ersten Hindernisse. Am ersten stießen ihre Füße an, aber sie merkte so, dass sie bei den weiteren die Beine einfach ein bisschen näher an den Körper ziehen musste. Dies tat sie dann auch und nachdem wir den Parcours mehrere Male gesprungen waren, ritt ich sie ab. In der Zwischenzeit ritt Octavia Gun and Slide warm. Mit ihm wollte sie heute meine gestellten Aufgaben durchgehen. Bellamy verstellte hierfür die Hindernisse und wir redeten ein bisschen. Ich übergab ihm danach Magnificient Crow und er kümmerte sich um die Rappdame. Octavia ritt nun die Sprünge, welche ich ihr gestern mit auf den Weg gegeben hatte. Hin und wieder gab ich ihr nochmal Tipps, aber heute sollte kein normaler Reitunterricht werden. Ich klopfte Gun and Slide den Hals und ging zu den Jährlingen auf die Weide. Ich sah ein bisschen zu und klopfte beiden den Hals. Ich holte meinen kleinen am Abend wieder rein und gab ihm sein Heu. Ich klopfte ihm noch ein letztes Mal den Hals und ging ins Haupthaus. Dort half ich Octavia beim Essen machen und beim Tisch decken. Als Bellamy zu uns kam, war das Essen schon fertig und wir konnten essen. Ich ging danach noch duschen und bald schon ins Bett.

      Die nächsten Tage verliefen auch nicht wirklich anders. Ich trainierte jeden zweiten Tag Magnificient Crow und konnte hier wirklich Fortschritte vermerken. Auch beim Unterricht mit Bellamy und Octavia ging es sehr gut voran und ich war mehr wie zufrieden mit meinen Klienten. Des Weiteren trainierten wir immer wieder mit unseren beiden Jährlingen und es würde mich wirklich traurig machen, den Hof zu verlassen, aber ich war mir sicher, dass ich mit allen in Kontakt bleiben würde und sie auch auf Turnieren wieder sehen würde. Ich freute mich hier schon sehr drauf.

      Ein paar Tage vor meiner Abreise ritt nur noch ich Magnificient Crow. Ich wollte nochmal ein bisschen intensiver mit der Quater Horse Stute arbeiten und sie auf das neue Level heben. Dies gelang mir auch und so konnte ich sie Bellamy und Octavia an meinem vorletzten Tag auf A-Niveau vorreiten. Ich gab ihnen danach beiden ein letztes Mal Unterricht. Octavia wieder auf Gun and Slide und Bellamy auf einem anderen Pferd. Nachdem wir damit fertig waren, ging ich eine große Runde mit Vic spazieren. Hierbei leistete mir Bellamy mit Snap in Style Gesellschaft. Dies würde mein letzter Spaziergang mit ihnen werden und so kosteten wir die ganze Zeit aus. Wieder auf dem Hof angekommen packte ich meine Sachen in den Hänger des Gestüts. Ich half Octavia am Abend wieder zu kochen und aß danach mit ihnen noch in aller Ruhe. Wir blieben noch lange sitzen und ließen den letzten Tag gemeinsam schön ausklingen.

      Am nächsten Morgen packte ich bereits im Morgengrauen meine Sachen und machte Vic für die Reise fertig. Er durfte vorher noch ein bisschen in der Halle laufen und sich hier seine Energie komplett rauslassen. Ich klopfte ihm danach den Hals. Nun ging es schon ans Verladen. Bellamy half mir hierbei und Octavia übergab mir noch ein kleines Carepaket für mich und meinen Hengst. Kurz darauf verabschiedete ich mich bereits herzlich von ihr und fuhr mit Bellamy zum Flughafen. Dort half er mir beim einchecken und allen weiteren Sachen. Ich war zwar auf der einen Seite traurig, aber auf der anderen auch wieder froh bald daheim zu sein.

      x-12-2017| Friese
    • Canyon
      ▲▽▲
      Sportpferdegestüt Jasmund
      Pflegebericht
      Dragons Heartbreaker, Snap Cat, Xanti, Didga, Boston, Shades of Grey, Vermillion, Easy Going, Spat Split and White, Finn, Pennyroyal, River’s Batida de Coco, Averything Black, Erdbeerflavour, Vision, Classic Cinnamon, Gabriella, PFS’ Stormer’s Victory, Underground, Nightstorm, Kahula, Cup Cake, Bellami, Circle of Unbroken, Sweet Poison, Love Me Lara, Legacy of Gold, Inspiration, Schwalbenfeder, General’s Coming Home, Zokni, Kentucky Bourbon, Paintball Gun, Avalon-Fiffenity, Roses are Red, Northern Dancer, Chester, Hall of Fame, Face Down, Louis, San Diago, General Jack, Galawayn, A Rose from Nevada, Fireball, Ghost’s Phenomena, Hollywood Dragon, Anouk, Royal Kiss, Overo, Almost Illegal

      Elena hatte gerade viel damit zu tun die Fotos für die Inserate der Pferde zu machen, welche sie nun verkaufen wollte und so war ich bereit sie zu besuchen. Sie war schließlich auch oft für uns dagewesen. Des Weiteren wollte heute noch ein Interessent kommen und sich Overo und Almost Illegal anschauen. Ich brachte die anderen Pferde nach draußen und machte gemeinsam mit Joyce die Boxen sauber. Danach richtete ich noch das Futter her. Elena kam mir relativ schweigsam entgegen und auf meine kurze Frage, bekam ich keine Antwort. Dies verstand ich auch. Bei ihr ging es gerade einfach drunter und drüber. Sie musste einiges im Stall ordnen und auch der Verkauf ihrer geliebten Pferde machte ihr ganz schön zu schaffen. Deshalb wollte ich ihr wenigstens das Nötigste abnehmen.

      09-12-2017 | Veija
    • Canyon
      ▲▽▲
      Sportpferdegestüt Jasmund
      Pflegebericht
      Die letzten Monate war ich sehr oft in Mexiko gewesen oder jemand aus Mexiko hatte mich besucht. Ganz zur Missgunst von Simon war das Bellamy gewesen. Wir beide hatten einfach so viele Gemeinsamkeiten, dass sich seine Besuche oder meine Besuche natürlich nicht immer nur um die Arbeit drehten. Irgendwann hatte dies schlussendlich zum Streit zwischen mir und Simon geführt. Immer wieder war er der Meinung ich vernachlässige ihn und er wäre mir eigentlich schon gar nicht mehr wichtig, sondern Bellamy. Durch den vielen Streit und die anhaltenden Diskussionen war das Klima zwischen uns und unsere Beziehung im Allgemeinen nicht besser geworden. Tyler und Joyce hatten das ewige Gezanke zwischen uns natürlich auch mitbekommen und lagen sich deswegen auch teilweise in den Haaren. Er hielt zu Simon und sie hielt zu mir. Ich wollte eigentlich gar nicht, dass die beiden mit in unsere Meinungsverschiedenheiten gezogen wurden. Natürlich kam alles wie es kommen musste und Simon packte irgendwann mal stinksauer seine Sachen. Hierbei beließ er es jedoch nicht, denn wenige Tage später war bei uns bereits Post vom Anwalt im Briefkasten. Er klagte. Und zwar auf seinen Teil des Hofes oder einen Ausgleich. Ich konnte seinen Standpunkt schon verstehen. Denn schließlich hatten wir vier den Hof zusammen gekauft und alle Geld und Zeit investiert. Ersteres wollte er nun wiederhaben. Der Brief warf ein erneutes Streitthema bei uns auf. Irgendwie waren wir uns alle nicht einig, ob es nun okay war oder nicht. Gerade, weil wir das Geld auch nicht so üppig hatten. Aber das war mit unter sein verletzter Stolz der bei dem Brief noch mitschwang. Natürlich hatte ich kurz darauf unseren Anwalt kontaktiert und er meinte, dass wir versuchen konnten, dass wir das ganze außergerichtlich regeln würden. Ich machte mich also heute für den Termin fertig und meinte zu Joy, dass ich mich melden würde, wenn ich beim Anwalt fertig war. Dies tat ich auch und erklärte ihr, dass Simon ein Anrecht auf einen gerechten Ausgleich hatte, aber wir noch eine Chance hatten, dass wir nicht komplett Bankrott gingen. Dies hatten wir mit einer Klausel im Vertrag über den Kauf und die Partnerschaft festgehalten und jetzt war ich mehr wie nur froh darüber. Am Hof angekommen diskutierten wir zu dritt über alles. Tyler stand hierbei komplett hinter Simon und kreidete mir die Freundschaft mit Bellamy mehr wie nur ein bisschen negativ an. Ich ging bereits vor Joyce und Tyler ins Bett, denn ich hatte keine Lust auf weitere Diskussionen. Den Tag heute konnte ich nicht nach meinen Pferden schauen und so hoffte ich, dass sich alles bald legte.

      Früh am Morgen war ich schon auf und lief in die Küche, mehr als einen Kaffee bekam auch heute ich nicht runter. Ich hatte die letzten Tage noch weniger gegessen als sonst. Tyler fiel das vor lauter Streitigkeiten gar nicht auf und auch sonst kümmerte er sich eher weniger um mich oder mein Wohlbefinden. Mir war es weniger egal was aus uns allen werden würde, als ihm. So schnell es begonnen hatte vom gemeinsamen Traum schien nun auch alles wieder zu zerplatzen. Ich wollte doch nicht viel. Ty schlief noch genauso wie Elena. So zog ich mir meine Stiefelletten an und begab mich in den Stall. Ich wollte dem Alltagsstress entfliehen und mich den Pferden widmen. Mit einem heiteren Wiehern wurde ich begrüßt, ehe ich begann die Pferde nach und nach zu füttern. Immer wieder mischten sich jedoch in meine Gedanken die ganzen Szenarien der letzten Tage. Ich wollte nicht, dass es so endet und Elena schien mir so zuversichtlich, dass alles gut gehen würde. Es war wie immer. Sie der Optimist und ich der Pessimist. Als ich fertig gefüttert hatte, machte ich mich in die Box von Neskur und begann ihn nebenher noch etwas zu putzen. Er war zwar mein Neuzugang und dennoch befürchtete ich, den kleinen Isländer bald wieder aufgeben zu müssen. Er hatte schon einige Reitstunden hinter sich und einige erfolgreiche Turniere und nun sollte er bald wieder weg, damit wir Simon und gegebenfalls Ty auszahlen können? Ty trat in diesen Moment in den Stall, denn er rief zaghaft meinen Namen durch die großen Stallungen. Ich zögerte einen Moment, ehe ich ihm doch antwortete mit einem heiseren ,,Ja?'', da mir die Tränen wieder in den Augen standen. Ich lauschte seinen Schritten, wischte mir die Tränen weg und besann mich wieder. , ,Alles okay?'', hauchte er und streichelte dem Hengst über seine Blesse. ,, Ja alles bestens'', murmelte ich und legte das Putzzeug wieder in die Kiste zurück. ,, Ich wollte etwas ausreiten mit ihm, nachdem die anderen auf der Weide sind'', erklärte ich und er nickte. Früher hätte er keine Sekunde gezögert und hätte eines seiner Pferde auch zurecht gemacht. Er lief die Stallgasse stattdessen wortlos entlang und brachte nach und nach die Pferde auf ihre Weiden. Ich sattelte derzeit Neskur und schwang mich vor dem Stall auf seinen Rücken. Gerade als ich los ritt, kam Elena aus dem Hauptgebäude und nickte mir lächelnd zu. Ich tat es ihr gleich, ehe ich mir die Handschuhe anzog und meinen Blick auf die Straße richtete.
      Nachdem Neskur und ich wieder auf dem Hof angekommen waren, sattelte ich ihn ab und brachte ihn ebenfalls auf die Weide. Elena am auf mich zu und meinte sie müsste mal mit mir reden. ,, Nun der Anwalt sagte gestern, wir könnten das ganze auch so begleichen, dass wir ihm 'seine' Pferde überlassen. Also quasi als Bezahlung, solange er dies einwilligt.'', meinte sie in einem Atemzug und ich schluckte den Kloß in meinem Halse herunter. ,,Okay.. und wie viele Pferde wären das?'' murmelte ich und sie meinte es wäre noch keine genaue Zahl bekannt, es käme auch darauf an, welche Pferde er in Anspruch nehmen würde. Ich nickte nur und blickte auf die Weiden. ,, Wir wissen doch schon von einigen welche er haben möchte'', sagte ich und blickte in ihre leeren Augen. Nun war sie es, die stumm nickte. Das Leben hatte uns zurzeit echt auf dem Kicker. Als wäre das nicht genug kam gerade Ty wieder um die Ecke, der gerade sein Handy wegpackte. Elena nickte erneut und machte sich in Richtung Stall, ich verstand sie ja auch, dass sie kein Ton mehr mit ihm wechseln wollte. ,, Hey.'', murmelte Ty und streichelte mir kurz über den Rücken, ehe er mir in die Augen blickte. ,, Wir müssen reden.'', hauchte er und ich wusste worauf das hinaus gehen sollte. Ich wusste es schon seit geraumer Zeit, wenn ich ehrlich zu mir selbst war. Er erklärte mir seine Situation, dass er ja immer noch Simon recht gab und diesem zustimmte, dass er mit der Gesamtsituation nicht mehr zufrieden war und er ausziehen wollte. Kurz gesagt, er machte Schluss und er bat mich um seine Einwilligung seine Pferde mitnehmen zu dürfen. Das wären unter anderem einige meiner Lieblinge wie Scottland Yard, Ramires und und und. Ich atmete tief ein und aus, ehe ich ihm die Augen sah. Und zu meiner Verwunderung hatte selbst ich nun keine Tränen in den Augen, doch man sah ihm auch den Schmerz an. ,, Ich verstehe dich, verstehe auch dass du unzufrieden bist nur weißt du auch, wie lange Elena und ich schon befreundet sind und dass dies hier unser Traum war. Simon ist dabei das Ganze zu zerstören und du… Naja ich kann und will dich zu nichts zwingen und ich merke selbst, dass dies alles hier keinen Sinn für und mit uns beiden hat'', meinte ich trocken, da ich mir nichts anmerken lassen wollte. Ich stelle dir nachher eine Liste mit den Pferden auf, dann sprechen wir darüber. Einige davon hast du dir ja so oder so selbst gekauft aber wahre Schätze wie meinen Dark sweet Temptation wirst du nicht bekommen, dass dir das klar ist.'' - ,,Völlig klar und solch Pferde verlange ich auch gar nicht von dir'', meinte er und ich nickte. Er gab mir noch einen zögernden Kuss auf die Stirn, ehe ich mich wortlos entfernte. Elena wollte ich zuerst nichts von der neuen Situation erzählen. Also setzte ich mich in mein Büro und machte mir Gedanken um die Pferde.

      Vor Joy verheimlichte ich immer wie viele Sorgen ich mir gerade machte und wie viel Angst ich vor der Zukunft hatte. Am nächsten Tag flatterte bereits ein Schreiben ein, welches von einem Anwalt beglaubigt war. Mehr konnte ich nicht lesen. Mit Tränen in den Augen legte ich den Brief wieder weg. Leise seufzte ich und versuchte es dann nochmal. Es war ein Schreiben von Simons Anwalt mit einer Auflistung unserer kompletten Pferde und ihrer Werte. Ich laß mir die Namen nochmal genauer durch. Hierbei bemerkte ich, dass nicht nur meine Pferde sondern auch die von Joyce auf der Liste standen. Ich runzelte die Stirn. Genervt stand ich auf und suchte draußen nach Joy. Diese hatte sich aber wieder eines ihrer Pferde geschnappt und war nach draußen ins Gelände verschwunden. Ich konnte sie was das anging voll und ganz verstehen. Jedoch war ich gerade nicht fähig mich viel mit meinen Pferden zu befassen. Ich hatte hier oftmals nur den Gedanken: „Was wenn er mir einen meiner Liebsten nimmt?“ Ich klappte den Brief nochmal auf. Dort waren ein paar Pferde mit einem gelben Marker markiert und ein paar mit grün. Erstere waren meine Pferde und die anderen die von Joyce. Ich seufzte kurz. Mir war fast klar, dass die gelbe Markierung für die Pferde stand, welche Simon beanspruchte und die Grüne für Ty. Ich seufzte nochmal kurz und wartete dann auf Joy. Sie hatte mir gestern Abend noch kurz von ihrem Gespräch mit Tyler erzählt, dass jetzt aber alles so schnell gehen würde und er sich bereits mit Simon und dessen Anwalt in Verbindung gesetzt hatte, war mir schon ein bisschen suspekt. Warum hatte er dann nicht bereits früher das Gespräch mit Joyce oder mir gesucht? Vielleicht wollte er alles in trocknen Tüchern wissen wollen, bevor er damit zu Joyce oder mir kam. Ich seufzte ein weiteres Mal und schrieb Joyce eine SMS, dass sie doch bitte zu mir ins Büro kommen sollte, wenn sie wieder da war. Im Büro erstellte ich eine Exceldatei, in welcher ich genau aufschrieb, welche Pferde Simon verlangte und welche Tyler. Dazu schrieb ich die geschätzten Werte und faxte unserem Anwalt danach noch das Schreiben durch. Die Liste schickte ich gleich mit damit, er sich ungefähre Gedanken über die Werte machen konnte. Ich öffnete die Datei nochmal. Simon forderte die kompletten Lewitzer. Ich seufzte leise. Eigentlich zählten sie zu meinen Lieblingspferden, aber die Verhandlung über alleine diese sechs Pferde würde ewig dauern und es müssten andere Pferde ausziehen. Bestimmt hatte er bereits einen Käufer für alle sechs zusammen. Irgendwie glaubte ich einfach nicht, dass er sie behalten wollte. Er mochte sie nie wirklich. Den gleichen Gedanken hatte ich auch bei den Friesenmixen. Hier hoffte ich jedoch sehr, dass es sich um meinen Bekannten aus den Niederlanden handelte. Er hatte bereits vor längerer Zeit mal Interesse an den Pferden geäußert. Ich konnte mir also gut vorstellen, dass Erdbeerflavour, Averything Black, Classic Cinnamon und The Circle of Unbroken also an ihn gehen würden. Bei den restlichen Pferden konnte ich mir noch nicht wirklich vorstellen an wen sie gehen sollten. Galawayn vielleicht noch mit an Jan. Das ganze Gedankenzerbrechen würde mir aber auch nichts bringe. Genau in diesem Moment klopfte es an der Türe und Joyce trat ein. Sie wollte wissen, was ich von ihr brauchte. Ich seufzte leise. „ Es kam ein Brief vom Anwalt“ meinte ich und gab ihn ihr. Danach zeigte ich ihr meine Aufstellung in Excel und teilte ihr meine Gedanken mit.

      In Elenas Büro angekommen hoffte ich, dass sie zur Abwechslung mal etwas erfreulichere Nachrichten hatte. Aber nein. Es war eine Exeldatei, welche sowohl meine als auch ihre Pferde und dessen Werte beinhaltete. Sie schilderte mir Ihre Gedanken und anscheinend auch die von Ty. Ich seufze kurz auf und starrte auf die Liste der Pferde die Ty haben wollte. Es waren so Unmengen viele. Es blieben mir nur meine Schätze wie Staccato und Velvedere, meine alte Liebe Sweet Poison und mein erster und bislang einziger Isländer Neskur. Noch dabei einige Pferde der Zucht wie Royal Rubina, Alice Cullen, Dark sweet Temptation, Hero of Heaven, Antaris. Auch einige Tinker waren noch dabei, aber im Großen und Ganzen hatte er mehr Pferde, die aber ungefähr gleich viel wert hatten, also auf dem Markt nicht von unserer moralischen Seite aus. ,,Das sollen wir jetzt so hinnehmen? Die meisten verkaufen sie doch eh nur weiter.“, murmelte ich und sah es schon kommen, das wir wieder einmal umziehen mussten, denn der Hof würde für uns viel zu groß werden mit den wenigen Pferden und wir könnten es auch nicht bezahlen also müssten wir wahrscheinlich einige von den eh schon wenigen Pferden ebenfalls verkaufen. Ich raufte mir die Haare und atmete tief ein und aus. Was Elena von Ty‘s Masche hielt, ließ ich ganz außen vor, denn davon wollte ich gerade nichts hören. Ich schüttelte den Kopf und sah aus dem Fenster, direkt auf die Weiden wo die Pferde genüsslich grasten und so gut wie gar nichts von dem ganzen Trubel mitbekamen. ,,Was machen wir nun? Klein bei geben und alles so einwilligen? Dann müssen wir wieder umziehen!“, meinte ich aufgebracht und sah wieder zu Elena. Elena meinte sie müsse sich das alles noch einmal durch den Kopf gehen lassen und sie würde ihren Anwalt, oder eher unseren, kontaktieren. Ich nickte und machte mich wieder von dannen. Ich wollte das alles auch noch nicht so wahrhaben.
      Ich nahm mir eine Tasse aus den Schrank, als ich in der Küche angekommen war, und füllte diese mit Kaffee. Wenigstens ein was beständiges bei Elena und mir. Ich nahm einen Schluck, ehe ich raus auf die Treppe ging. Seufzend sah ich zu den Weiden und erblickte Neskur grasend. Zumindest versuchte der Isländer die wenigen Halme abzuknabbern. Wie sollte das alles bitte nur weiter gehen? Ein dickes großes Fragezeichen zeichnete sich in meinem Kopf ab, ehe ich wieder einen Schluck aus der Tasse nahm.
      ________________________________
      Nach zwei Tagen war es dann soweit, der Termin beim Anwalt. Erst allein um alles nochmal durchzugehen, ehe der Anwalt der Jungs sowie sie selber dazu kommen würden. Ich zuppelte mein schwarzes Kleid zurecht, Elena und ich hatten es uns Business-Chick gekleidet, was eigentlich gar nicht unser Stil war aber bei solchen Terminen einfach Pflicht für uns. Mit zittrigen Händen sah ich zu Elena, ehe wir in den Konferenzraum gingen. Der Anwalt erklärte uns, welche Pferde nun genau gefordert wurden. Dies waren beispielsweise Scottland Yard und Café Latte. Zwei meiner liebsten und ältesten Hengste. ,,Da müssten besitmmte Forderungen noch mit einher gehen, damit ich diese Pferde an ihn abgebe. Ich hätte gerne sowas wie einen Schutzvertrag, dass ich erst einmal informiert werde, sollten diese Pferde in Zukunft weiter verkauft werden. Bei einigen möchte ich wenigstens dann noch mitbestimmen wo sie hin kommen, oder möchte sie gegebenfalls auch zurück kaufen.'',meinte ich und der Anwalt nickte, eher er sich meine Forderung notierte. Bei Elena sah dies ganz genauso aus. Wir wollten wissen wo manche unserer Pferde hinkommen, sollten sie von den Jungs verkauft werden. Jedoch war Elena zudem immer noch etwas verärgert darüber, dass Simon so einen Weg zu rate zog. Nachdem wir alles geklärt hatten, kamen die Jungs herein sowie ihr Anwalt. Die neuen Forderungen wurden notiert und wir klärten noch einmal einige Pferde genauer ab. Ty zeigte sich einsichtig und konnte verstehen, wie schwer es für mich war die Pferde abzugeben. Er willigte sogar ein, bei allen Pferden diesen ''Schutzvertrag'' zu leisten. Für mich liefen die Verhandlungen glimpflich aus. Elena und Simon diskutierten über mehrere Pferde lautstark, aber Simon zeigte auch keine Einsicht, Elena in manchen Dingen schon.
      Nach gut vier Stunden wurde das Ganze auch beendet. Elena und Simon sind sich etwas einig geworden, jeder hatte Verluste auf seiner Seite und für Elena war ein manches Pferd ein harte Schlag, doch sie wollte Simon nicht mehr unter die Augen treten oder weiter diskutieren, weil es doch keinen Sinn machte. So fuhren wir beide wieder nach Hause. ,,Ich hätte niemals gedacht, dass er so einen Schuh draus macht, sondern dachte eher er zeigt etwas mehr Einsicht dass es deine Lieblinge sind..'',murmelte ich und sie nickte. Auch diesmal sah ich die Tränen in ihren Augen. ,,Lass gut sein.'',murmelte ich als sie gerade zum Stall gehen wollte. ,,Ich ziehe mich rasch um und mache die Pferde fertig. Ruh' du dich aus.'',meinte ich und streichelte ihr über den Rücken, ehe wir zum Haupthaus gingen. Gesagt - getan. Ich zog mich um und holte die Pferde nacheinander wieder rein, ehe sie ihr Heu und Kraftfutter bekamen. Zu guter Letzt wagte ich mich in die Box von meiner geliebten Velvedere. Sie war nun auch schon stolze sieben Jahre alt und immer noch mein ein und alles. Sie durfte auch eine lange Weidenzeit genießen, da sie nicht rechtzeitig eingeritten wurde. Zudem hatte sie auch noch einen Sehnenschaden auf der Sommerkoppel erhalten vor zwei Jahren. Nun war aber alles verheilt und bald sollte es soweit sein. Aber erst einmal wollte ich schauen wo das ganze hinführte. Sie war einer der wenigen Pferde die ich mit Sicherheit behalten durfte, weil Ty wusste ich würde für sie sterben. Ich hatte sie damals von einer guten alten Freundin bekommen und seitdem war sie mein Ein und Alles. Ich streichelte der jungen Holsteiner-Pinto Stute über die Nüstern, ehe ich ihr noch eine Möhre zusteckte. ,,Morgen wirst du auch mal wieder longiert, meine Maus.'',flüsterte ich ihr zu, bevor ich ihre Box verließ. Ein kurzer aber dennoch anstrengender Tag war dies heute. Somit machte ich im Stall alle Lichter aus und machte mich ins Haupthaus. Nach dem ich geduscht war, ging es auch für mich ins Bett, denn Elena schien schon längst zu schlafen.

      Ein neuer Tag ein neues Glück, oder? So heißt es zumindest. Heute durfte ich mal ausschlafen, denn mein Wecker hatte nicht geklingelt und Elena hatte mich nicht geweckt, anscheinend hatte sie das ganze auch manipuliert. Ich machte mich rasch fertig und begab mich in den Stall. ,,Guten Morgen.'',sagte ich zu Elena, ehe ich zusammen mit ihr die Pferde rausstellte, bis auf Velvedere. Ich hatte es der Stute gestern versprochen und so band ich sie draußen am Putzplatz an und fing an sie zu putzen. Sie sollte heute etwas longiert werden, zusätzlich noch etwas Stangenarbeit. Elena stieß dazu. ,,Na was steht heute auf den Plan?'',fragte sie neugierig. Ich erklärte ihr meinen Plan. ,,Du scheinst ja heute etwas besser gestimmt zu sein?'',hakte ich vorsichtig nach und sie nickte. ,,Ich kann nichts mehr dran ändern, die Verhandlungen sind durch und wir sollten eher nach vorne blicken. Wir haben schon so vieles geschafft, also schaffen wir das erst recht!'',sagte sie entschlossen und ich nickte schmunzelnd. ,,Da hast du recht.'',lächelte ich nun und sie verschwand daraufhin wieder im Stall. So machte ich mich weiter daran Velvedere zu putzen. Ich legt ihr danach das Kappzaum an und machte mich mit ihr auf den Longierplatz. So das hieße dann wohl auch bald Abschied nehmen von fast allen Pferden. Mir würden hier auf Jasmund lediglich vier Pferde bleiben, die da wären: Staccato, Neskur, Velvedere und Sweet Poison. Das würde aber auch mehr Zeit für diese bedeuten. Andere Pferde hätte ich auch, aber die hatte ich beschlossen zu verkaufen. Zum Beispiel Grey Love oder Calero, Arikado oder Roxy. Das war ja nur eine kleine Auswahl von deren die ich behielt, doch ich musste es auch realistisch sehen und wir brauchten in Zukunft auch etwas mehr Geld. Nachdem Velvedere warm gelaufen war, legte ich noch die Stangen zurecht und ließ sie über diese drüber traben und galoppieren. Ich longierte sie insgesamt eine dreiviertel Stunde, ehe sie danach wieder auf die Koppel zu den anderen Pferden durfte.

      Die nächsten Tage beziehungsweise Wochen zogen nur so an mir vorbei. Wirklich etwas davon bekam ich nicht mit. Und dann war es auch schon soweit. Meine Laune an diesem Tag war ungefähr genauso super wie das Wetter. Hust, Irnonie, Hust. Es goss nur so wie aus Eimern, als der erste Transporter vorfuhr. Es war ein Auto mit niederländischem Kennzeichen. Simon hatte die Friesenmix und Galawayn zusammen an Jan van de Berg verkauft, so wie ich mir das gewünscht hatte. Ich half ihm beim Einladen und war mehr als nur froh, dass Simon nicht da war. Er und Jan hatten bereits in der Früh alles geregelt und ich hatte nun nichts mehr mit dem Papierkram zu tun, denn rechtlich gesehen waren es nicht mehr meine Pferde. Ich hatte mich gestern dennoch ausgiebig von allen verabschiedet, denn in meinem Herzen waren sie doch einfach noch MEINE Babys. Ich seufzte leise als ich Galawayn zu Classic Cinnamon und The Circle of Unbroken auf den Hänger führte. Als letztes folgten noch die beiden Jungpferde, Averything Black und Erdbeerflavour. Ich gab jedem der Pferde eine letzte Möhre und verabschiedete mich nochmal kurz. Wenige Minuten später rollte der erste Hänger für heute bereits vom Hof. Weitere würden folgen und weitere würden mit neuen Pferden kommen. Die Hälfte unsere Weiden und Stallanlage war ab sofort an einen Reitbetrieb verpachtet worden. Wir konnten es uns nämlich weder leisten den Hof alleine zu betreiben, noch einen neuen zu kaufen. Die Reitschule hatte mir angeboten hin und wieder ein paar Stunden bei Ihnen zu halten und Joyce durfte sich als Tierärztin um die Pferde kümmern. So kam wenigstens nochmal zusätzlich ein bisschen mehr Geld rein. Als nächstes fuhr jedoch wieder ein Hänger auf den Hof. Die Boxen leerten sich nach und nach und ich machte sie sauber. Wir hatten abgemacht, dass wir sie auch neu herrichteten und das machte ich nun auch. Nachdem alle Pferde, welche Simon gefordert hatte, den Hof verlassen hatten, kehrte kurze Zeit Ruhe ein. Nach knapp einer Stunde jedoch kamen bereits die Pächter an. Ich zeigte ihnen ihren Stallteil und schaute nochmal nach meinen Pferden. Abends stand nochmal ein Gespräch mit den Pächtern an und ich wusste jetzt schon, dass ich hier nicht wirklich Lust drauf hatte. Es würde nochmal genauer darum gehen, wer, was, wie und wo. Davor schaute ich jedoch noch nach ein paar Pferden, welche auf dem Gestüt verbleiben durften. Hierrunter fielen zum einen meine Warmblüter wie Finn, Spat Split And White, Vision, Chester, Underground, Nightstorm und mein neuer Hengst Brego. Mein Bestand an Warmblutstuten war auf eine überschaubare Zahl von 3 gesunken. Sowohl Kentucky Bourbon, als auch Bellami und Kahlua, konnte ich nicht gehen lassen und Simon hatte sie zum Glück nicht gefordert. Ich seufzte kurz und schaute durch eines der Paddockfenster auf die Weiden. Auf dieser standen meine englischen Vollblüter. Aus PFS‘ Stomer’s Victory war mittlerweile ein erwachsener Hengst geworden. Dennoch wusste er nicht was er mit dem ganzen Trouble anfangen sollte, welcher heute hier so um ihn herum passierte. Nervös trabte er am Zaun auf und ab und steckte damit auch noch PFS‘ Snap Cat an. Der junge Hengst hatte ihn als sein Vorbild angenommen und versuchte nun mit ihm mitzukommen. Ich seufzte leise. Dann schaute ich, ob ich ein anderes meiner Pferde entdecken konnte und dies tat ich auch. San Diago und Hall of Fame grasten ein paar Meter abseits und versuchten so dem ganzen Stress zu entkommen. Auch bei ihnen war ich mehr wie nur froh, dass sie bei mir bleiben durften. Hall of Fame war nun immerhin schon seit über 5 Jahren in meinem Besitz und ich konnte ihn mir einfach nicht mehr wegdenken. Mein drittes und letztes Vollblut war PFS’ Northern Dancer. Sie durfte auch bei mir bleiben und auch hier war ich mehr wie nur froh drüber. Denn sie war damals ein Fohlen aus einer Wunschverpaarung gewesen. Ich seufzte ein weiteres Mal. Vor geraumer Zeit hatte ich und Joy zwei Welsh A Ponys wieder zurück in unseren Besitz geholt. Nachdem sie schon ein paar Mal den Besitzer wechseln mussten, waren wir uns auch jetzt wieder sicher, dass auch die beiden bei uns bleiben durften. Ich klopfte Love me Lara den Hals und seufzte dann kurz. Danach schaute ich noch kurz zu dem zweiten der beiden Pferde, welches zu Joys Pferden gehörte. Er hörte auf den Namen Sweet Poison und stand neben Staccato. Beide grasten in Ruhe vor sich her und schauten nur gelegentlich nach oben. Mir waren noch River’s Batida de Coco und Gabriella geblieben. Beide standen bei den anderen drei Stuten, welche ich noch hatte. Der Abend rückte immer näher und ich seufzte jetzt bereits leise. Vor dem Gespräch wollte ich noch in Ruhe duschen gehen und mich fertig machen. Genau dies machte ich auch und ging danach in unseren kleinen Aufenthaltsraum. Ich goss Wasser in eine Karaffe und stellte ein paar Gläser für das Gespräch auf den Tisch, zusammen mit der Karaffe. Dann holte ich die bereits ausgearbeiteten Verträge und legte sie auf den Tisch. Für jede Person gab es eine Kopie. „ Joy kommst du?“ rief ich laut in den Stall und ging gemeinsam mit ihr nach drinnen. Wir besprachen gemeinsam nochmal alles und holten schließlich noch schnell die Pferde nach rein. Danach fand auch schon das Gespräch statt und wir konnten nochmal alle Einzelheiten haargenau regeln. Nach dem Gespräch verbrachten Joy und ich den Abend noch gemeinsam und versuchten uns gegenseitig aufzubauen. Ich wusste, dass sie genauso wie ich an dem Verlust zu knabbern hatte. Die nächsten Tag und Wochen würden noch sehr anstrengend und nervenzehrend für uns beide sein, aber anders ging es gerade einfach nicht und wir mussten durch diese Zeit. Ich war mir auch sicher, dass wir auch dies überstehen würden, denn immerhin hatten wir uns beide noch. Die Zeit würde schon alles regeln.

      30-03-2018 | Sevannie & Friese
    • Canyon
      ▲▽▲
      Sportpferdegestüt Jasmund
      Pflegebericht
      Es war einige Zeit vergangen und fiele Pferde hatten unseren Hof derweil verlassen. Es war eine nervenaufreibende Zeit gewesen und auch sehr schmerzhaft durch die ganzen Verluste die Elena und ich hatten einstecken müssen. Kurz blickte ich über den Rücken der jungen Holsteiner-Pinto Stute Velvedere, ehe ich sei weiter putzte. Vor uns lag einer der großen Koppeln, auch dem die Stuten standen, allesamt zusammen. „ Sie ist so groß geworden und auch so hübsch'' - Kurz lächelte ich und blickte auf die gescheckte Stute, bevor ich mich zu Elena umdrehte. „ Ja das ist sie und sie ist vor allem mein ganzer Stolz. Ich bin heilfroh das Ty sie mir nicht hat weggenommen...'', murmelte ich und die Stute hinter mir brummelte leise vor sich her, schaute dabei zu den Stuten auf der Koppel die gerade an den Zaun galoppiert kamen. „ Was hast du heute mit ihr vor?'', fragte Elena mich und ich beantwortete ihre Frage: ,,Ich wollte sie noch etwas longieren, bevor du das Einreiten mit ihr beginnst.'' Sie nickte stumm und schmunzelte, lief dann zu der Stutenkoppel und holte sich Love me Lara. „ Ich werde die kleine Maus auch etwas longieren.'', erklärte sie mir und band daraufhin die Stute an dem Putzplatz neben mir an. Ich kratze Vel noch die Hufe aus, ehe ich ihr den Kappzaum anlegte und einstellte. Ich benutzte dieses nämlich für mehrere Pferde. Brav folgte mir dann die Scheckstute auf den Longierplatz und lief fleißig im Schritt die äußeren Kreise. Ich hatte sie schon des Öfteren longiert und auch hierbei ganz gut auf Kurs gebracht. Auch der Handwechsel klappte mittlerweile einwandfrei, wobei es anfangs doch eher ein Problem darstellte. Wir hatten festgestellt, dass die rechte Hand ihre Schwächere war, dennoch ziemlich ausbaufähig. Elena als Trainerin meinte, dass sie auch mit einigen Trainigsstunden die ''Angst'' an dieser Seite verlieren würde. Sie würde sich erstmal auf das Einreiten beschränken und das weitere Balance halten. Deswegen strapazierte ich sie auf der rechten Hand eher weniger und wir tasteten uns jedes Mal etwas mehr an diese Seite heran. Nach der Aufwärmphase kam auch schon Elena mit ihrer Welsh-A Stute heran. Die kleine Rappscheckin war früher mal in meinem Besitz, wurde als Wanderpokal herumgereicht und landete wieder auf unserem Hof und hier sollte sie auch bleiben, solange bis wir sie gehen lassen mussten oder in ihren wohlverdienten Ruhestand schicken konnten. Schmunzelnd blickte ich zu beiden hinüber, ehe ich dann Vel antraben ließ. Wir starteten immer mit der linken Hand, damit sie nicht gleich die Lust am Training verlor.
      Nach fast einer Dreiviertelstunde beendete wir auch das heute Training und ich führte Vel wieder auf den Putzplatz, tauschte ihr Kappzaum gegen das Weidehalfter und brachte sie auch auf die Koppel zu den anderen Stuten. Tief atmete ich ein und wieder aus, streckte mich und räumte meinen Teil des Putzplatzes auf. Wir waren mit den Renovierungsarbeiten nicht sehr weit gekommen, da erst einmal alles verhandelt wurde mit den Jungs. Mittlerweile war dies alles geklärt und Elena und ich konnten nun planen wie wir was gestalten wollten. Auf alle Fälle mussten wir an das Dach heran, da waren einige Stellen undicht. Ich blickte von dem Gibel herab auf die Stalltüren und begab mich in diesen. Ich wollte vor dem Essen noch einige Boxen ausmisten. Elena trat nach der dritten Box zu mir. „ Wir sollten nachher mal einen Plan aufstellen, was wir als erstes machen wollen, was am dringendsten ist und weiteres.'', schlug ich vor und sie nickte zustimmend. „ Ja, können wir ja dann nach dem Essen machen. Auf alle Fälle müssen wir streichen.'', meinte sie und ich schaute sie an. „ Hier drin oder draußen?'', fragte ich nach und sei schaute sich noch einmal um. „ Beides, hätte ich gesagt.'', meinte sie und blickte auf die Boxenwand die früher sicherlich einmal weiß gewesen war. „ Ja da hast du auch recht..'', murmelte ich und sah es dann auch ein. ,, Aber das wäre ja ein Thema das etwas mehr Zeit hätte, ich finde die Futterkammer mit ihrem Mäuseproblem und die kaputten Stellen im Dach doch etwas gravierender.'', erklärte ich ihr mein Anliegen und diesmal stimmte sie mir zu. „ Ich geh schon mal rein und fange mit dem Kochen an, komm bitte so in einer halben Stunde.'', sagte sie zu mir, während sie schon auf dem Sprung war. Ich lächelte und machte mich weiter an die Arbeit. Hatte dann auch in kürzester Zeit die Hälfte der Boxen fertig, da wir ja jeden Tag misteten war es ein leichtes viele Boxen in kürzester Zeit zu misten. Die halbe Stunde hatte ich leicht überzogen, so lief ich zum Haupthaus, zog die Schuhe und die Jacke aus, wusch mir die Hände und lief dann in die Küche. „ Das riecht lecker!'', bemerkte ich und Elena fing an zu Schmunzeln. „ Danke, das ist ein Rezept meiner Oma. Lass es dir schmecken!'', grinste sie mich an und wir aßen zu Mittag.
      Vollgefuttert saßen wir auf dem kleinen Balkon des gemeinsamen Wohnzimmers. „ Also das Dach schlägst du als erstes vor?'', fragte Elena nach und ich nickte. „ Ja genau, dann hätten wir im bevorstehenden Winter sicherlich auch nicht solch einen Durchzug wenn die Pferde mit ihrem dicken Winterfell drin stehen und noch etwas geschwitzt sind.'' – „ Da hast du recht. Also zuerst das Dach.'', nickte sie und schrieb es auf den Block, der auf ihrem Schoß ruhte. „ Und die Futterkammer, wir sollten schauen, wo sich dort Löcher befinden und diese dann zu machen. Ganz vermeiden kann man es sicherlich nicht, aber wenn die Hauptwege erst einmal zu sind dann wird es zumindest weniger.'', sagte ich und blickte über die wenigen Koppel die wir zur Verfügung hatten. Es war deutlich weniger Land als vorher, aber wir hatten ja auch weniger Budget und weniger Pferde... Vielleicht kann man nach und nach noch etwas Land dazu kaufen und die ein oder anderen Pferde werden sicherlich auch wieder dazu kommen. Ich kenne ja mich und ich kenne auch meine liebste Elena, wenn wir eben ein Traumpferd sehen, dann ist es im Kopf schon gekauft.
      Für mich begann der Tag heute mal zur Ausnahme im Stall und nicht im Büro. Ich wollte mich mal um Love me Lara kümmern. Die kleine Stute war leider immer wieder viel zu kurz gekommen, aber ich war mir sicher gewesen, dass sie nicht weiter rumgereicht werden sollte. Und wenn sie zukünftig nur eine weitere Auszeit auf der Weide führen würde, dann wäre das immer noch besser als würde sie immer wieder von Stall zu Stall gereicht werden und irgendwann zu verwahrlosen. Danach ging es aber wieder zum Bürokram. Der Bau eines neuen Daches stand an. Ich setzte mich vor meinen PC und setzte mich daran ein paar Firmen im Internet zu recherchieren. Danach folgten die Anrufe bei den einzelnen Anbietern und ungefähre Preisvorschläge. Diese trug ich mir in eine Exceldatei ein und druckte sie aus. Joyce war in der Zwischenzeit bereits wieder im Stall am Schaffen. Sie hatte sich Sweet Poison geholt und putzte sein Fell. Als ich kam sah sie kurz von ihrem Pony auf. „ Ich habe mal alle Firmen in der Nähe angerufen und eine Datei erstellt mit den Preisen. Ich glaube es wird um einiges teurer als wir dachten.“, erklärte ich ihr kurz. „Komm doch bitte rein, wenn du hier fertig bist.“, fügte ich schließlich noch hinzu. Ich machte mich wieder an meinem Computer zu schaffen, doch dieses Mal ging es um die Bestellung von Futter und weiteren Vorräten. Dies machte ich meistens ohne Absprache mit Joyce, da es ja sein musste und wir eigentlich immer die gleichen Marken und Mengen bestellten. Ich war gerade fertig mit den Bestellungen als Joy in mein Büro kam. „ Hast du Zeit?“ fragte sie mich und ich nickte zustimmend. Gemeinsam gingen wir alle Unternehmen und Preise durch. Wir waren uns sicher, dass es keinen Sinn machte, den günstigsten Anbieter zu nehmen, wenn dann womöglich gefuscht wurde, aber ebenso wollten wir nicht mehr Geld in die Hand nehmen als nötig war. Wir entschieden uns dafür drei Unternehmen in die engere Auswahl zu nehmen, aber davor nochmal eine Nacht drüber zu schlafen. Nachdem ich mit dem Bürokram für heute soweit fertig war, machte ich Chester fertig. Ich klopfte kurz seinen Hals und putzte ihn danach. Ich wollte ein bisschen mit ihm auf dem Springplatz trainieren, denn er sollte ein bisschen mehr gefördert werden. Ich war wirklich froh einen so ruhigen Hengst in meinem Stall zu haben, denn es war sehr entspannend mal mit einem angenehmeren Pferd arbeiten als mit einem dauergeladenen Hengst. Ich konnte jedoch nicht nur ruhige Pferde haben, das wäre mir viel zu langweilig. Nachdem ich ihn geputzt hatte, sattelte und trenste ich den Fuchs noch und schwang mich dann vor dem Stall auf seinen Rücken. Ich ritt bis zum Platz und ließ danach die Zügel wieder lang. Den Parcours hatte ich bereits aufgebaut bevor ich den Hengst geholt hatte und klopfte seinen Hals. Nachdem ich den Hengst lange genug warmgeritten hatte, begann ich damit erstmal alle drei Gangarten auf dem Platz zu gehen. Schließlich sollte er sich noch ein bisschen lockern und alle Bewegungsabläufe in den Grundgangarten durchgehen bevor wir den Parcours gingen. Schließlich sollte er sich ja nicht irgendwas verziehen, reißen oder überdehnen. Verletzungen waren sehr schnell zugezogen und diese wieder auszukurieren dauert meistens lange. Ich klopfte dem Hengst den Hals und ging danach eine Runde mit ihn den Parcours. Er machte wirklich brav mit. Zog schön auf die Sprünge und nahm meine Hilfen brav an. Genauso half er mir dabei die richtigen Abstände zu finden und ich war wirklich froh, dass er so brav war. Mir kam so ein Pferd nicht nur für das eigene Training mehr als gelegen, sondern auch wenn ich ein Pferd zum Beritt hatte, dessen Besitzer Reitstunden auf einem brav trainierten Pferd wollte. Hier konnte ich auf Chester ohne weitere Probleme zurückgreifen. Bei ihm brauchte ich mir keine Gedanken oder Sorgen machen, dass er mal durchdrehte oder verweigerte, denn eigentlich nahm er die meisten Hindernisse brav, außer man machte grobe Fehler. Ich trainierte noch ein bisschen mit ihm und ließ ihm danach die Zügel lang. Zum Abreiten ging ich eine kleine Schrittrunde mit ihm um die Koppeln. Hierbei durfte er sich einfach ein bisschen entspannen. Ich wollte nicht, dass er direkt nach dem Training wieder einfach weggestellt wurde, sondern noch ein bisschen ruhig mit ihm Zeit verbringen. Ich putzte ihn also in aller Ruhe und brachte ihn danach auf die Weide. Die Pferde standen aktuell nur nachts in den Boxen, hieß sobald es hell wurde durften sie raus und sobald es dunkel wurde mussten sie wieder rein. Hierdurch wurden sie auch gleich abgegrast, da die Tage immer kürzer wurden und sie nicht mehr so viel Gras auf einmal bekamen als noch im Hochsommer. Unsere Pferde durften auch bei schlechtem Wetter oder Schnee nach draußen. Aktuell hatten wir auch das Glück genug Wiesen zu haben, so dass es nicht schlimm war, wenn eine mal matschiger war und trotzdem gefetzt wurde. Schließlich sollten die Pferde trotzdem rennen dürfen und sich bewegen können. Ich war komplett dagegen, dass sie nun in der Box oder auf dem Paddock standen und genauso ging es Joy auch. Nachdem ich ihn auf die Weide gebracht hatte, holte ich San Diago nach drinnen. Ich klopfte seinen Hals und putzte den gefleckten Hengst danach auch. In aller Ruhe holte ich seinen Sattel und die Trense. Ich platzierte ersteres auf dem Rücken des Hengstes mitsamt einer Schabracke und verschnallte dann alles in Ruhe. Kurz klopfte ich ihm nochmal den Hals und zog dabei auch gleich das Halfter vom Kopf des Schecken. Dieses tauschte ich nämlich gegen die zuvor geholte Trense und führte ihn danach nach draußen. Gemeinsam mit dem Hengst lief ich zum Platz und stieg dort auf seinen Rücken. Ich ritt ihn in aller Ruhe warm und nahm danach die Zügel auf. Mit ihm wollte ich ein paar Grundaufgaben durchgehen, einfach damit er auch mal wieder geritten wurde und auch die Grundlagen gefestigt wurden.

      29-09-2018 | Sevannie & Friese
    • Canyon
      ▲▽▲
      Sportpferdegestüt Jasmund
      Pflegebericht
      Chester, San Diago, Brego II, Finn, Nightstorm, Underground, Vision, Spat Split and White, Bellami, Kahlua, Kentucky Bourbon, PFS' Snap Cat, PFS' Norther Dancer, PFS' Stormer's Victory, River's Batida de Coco, Gabriella, Hall of Fame, Cup Cake, Love me Lara, Velvedere, Sweet Poison, Neskur, Staccato

      Wie jeden Tag wollten heute auch die Pferde wieder nach draußen und frische Boxen bekommen. Genau dies und ich übernahmen Joyce und ich nun auch. Als erstes brachten wir alle unsere geliebten Vierbeiner nach draußen und gingen danach wieder in den Stallkomplex. Gemeinsam machten wir alle Boxen sauber und füllten die Heunetze auf. Ebenso wurden bei den Pferden, bei welchen es nötig war die Tröge auf. Nicht jedes unserer Pferde bekam Müsli oder ein anderes Zusatzfutter neben dem Heu. Die Futtermenge und Sorte war genau mit unserem Tierarzt bestimmt worden und Joyce, als gelernte Tierärztin hatte natürlich auch ihre Finger mit im Spiel. Für uns hieß es jedoch statt Ausreiten und Seele baumeln lassen Büroarbeit. Wir hatten in letzter Zeit wieder einiges zu tun. Gemeinsam mit der To-Do-Liste saßen wir im Büro und legten los. Am Abend holten wir die Pferde wieder nach drinnen und kontrollierten nochmal alle Tränken.

      28-03-2019 | Friese
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    Phoenix Valley — Hauptstall Hengste
    Hochgeladen von:
    Canyon
    Datum:
    16 Nov. 2020
    Klicks:
    108
    Kommentare:
    18

    EXIF Data

    File Size:
    388,1 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • [​IMG]
    PFS' Stromer's Victory
    Vic

    ● ○ ● ○

    Hengst | 29-12-2015 | 174cm
    Englisches Vollblut
    Palomino

    ● ○ ● ○

    Von Stromer

    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt

    Von unbekannt Aus der unbekannt

    ● ○ ● ○

    ruhig, brav, unkompliziert, verschmust

    Victory hat die guten Eigenschaften seines Vaters mitbekommen, welche er bereits als Fohlen hatte. Er ist ein kleiner Clown, neugierig und verspielt. Alles in allem ist der Hengst ein freundliches und liebevolles Pferd. Er ist um einiges ruhiger als sein Vater und bleibt auch in den meisten Stresssituation gefasst.

    Vic hat eine gründliche Grundausbildung erhalten. Bereits in jungen Jahren wurde darauf Wert gelegt, dass er einen umfangreichen Grundschatz in Sachen Fohlen ABC, sowie Bodenarbeit erhält. Mit drei Jahren wurde er schonend angeritten, erst im Military, dann aber auch in der Dressur und im Springen vorgestellt, wo er sich gut beweisen konnte.

    Stromer's Victory stammt aus der Zucht Pineforest Stable.

    ● ○ ● ○

    Besitzer: Canyon
    VKR/Ersteller: Occulta
    im Besitz seit: 16-11-2020
    Kaufpreis: 400 Joellen

    ● ○ ● ○

    Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential

    Galopp E A L M S

    Military E A L M S

    Distanz E A L M S S*

    Dressur E A L

    Springen E A L M

    Fahren E A

    ● ○ ● ○

    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔

    [Schleife]
    Thema

    ● ○ ● ○

    [Schleife]
    Thema

    Abstammung: 1
    Schleifen: 0
    HS: 0
    TA: 0
    Trainer:4
    Zubehör: 0
    Gesamt: 5

    Gencode: ee Aa Crcr
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Phoenix Valley (PV)

    Nachkommen:
    -

    ● ○ ● ○

    Letzter Tierarztbesuch: x

    Letzter Hufschmiedbesuch: x

    ● ○ ● ○

    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]
    [​IMG]