1. Diese Seite verwendet Cookies. Wenn du dich weiterhin auf dieser Seite aufhältst, akzeptierst du unseren Einsatz von Cookies. Weitere Informationen
Canyon

○ Havanna Girl (4)

Mustang ○ Grullo ○ Stute ○ 6 Jahre ○ 155cm ○ 4/20

○ Havanna Girl (4)
Canyon, 20 Aug. 2019
Zion und Rinnaja gefällt das.
    • Canyon
      ▲▽▲
      Maplewood Stables

      Howdie Havanna!!!
      Was gestern passierte...

      "Morgen Angie!", sagte ich gähnend als ich in die Küche kam. Schnell fütterte ich Fussel,Centi und Balou und setzte mich dann an den Frühstückstisch. Nach dem Frühstück erhielt ich einen Anruf von Occulta:

      "Hey Fiona du hast bei der Auktion die Stute ersteigert, ich bringe sie dir heute Nachmittag, bin schon auf dem Weg. Aber vorsicht sie ist wild!"
      Ich hörte Occu gebannt zu und erwiederte: "Ok dass freut mich dann bis nachher!"

      Ich legte auf und berichtete Angie von dem Anruf. Wir machten uns gedanken wie sie heißen soll und wir kamen auf Havanna Girl, weil es sich irgendwie wild anhört. Nach der täglichen Stallarbeit, bauten wir schon etwas für Havanna auf. Denn wir konnte ein wildes um gottes Willen nicht in eine Box stellen, also richteten wir den Roundpen her und baute eine kleine Versorgungsanstalt. Heute wollte die Zeit einfach nicht vergehen, aber dann endlich nach dem Kaffee mit Carlo, Angelo, Angie und Fleur fuhr ein Auto mit Hänger auf die Ranch. Voller Freude gingen wir nach draußen. Occu hatte schon direkt vor dem Roundpen gepark und wir stellten kleine Gitter auf, damit Havanna nicht ausbüchsen konnte. Wir öffneten die Hängerklappte und ließen sie raus. Komischerweise schoß sie nicht raus, sonder trottete vorsichtig in den Roundpen und stürzte sich auf das frische Futter. "Howdie Havanna!",sagte wir alle im Chor und Havanna schnaubte, also ob sie verstand, dass sie gemeint war. Ich gab Occu das Geld und bedankte mich bei ihr. Heute wollten wir die Stute erstmal ankommen lassen.

      Heute...
      Carlo, Angelo und Fleur hatten bei uns geschlafen und machten sich nach dem Frühstück an die Stallarbeit. Angie machte was mit ihren Pferden, und ich beschäftigte mich mit Havanna. Ohne Angst und Gerte ging ich in den Roundpen und kniete mich in den Sand. Havanna schaute mich komisch an und stpst mich vorsichtig an. Dass ich kniete heißt, dass sie keine Angst haben muss. Langsam kam ich hoch und streckte meine Hand aus. Sie streckte ihren Kopf zu mir, sodass meine Hand ihre Nüstern berührte. Es war ein tolles Gefühl. Nun strich ich ihr langsam über den Hals und dann über den Körper, ich war erstaund, dass sie still hielt. Nun wagte ich einen weiteren Schritt, ich nahm das Knotenhalfter und zeigte es ihr. Sie machte keine Anstalten und ließ sich das Halfter anlegen. Das reichte fürs erste und ich ließ sie erstmal in Ruhe.

      Die ersten 10 Trainingstage...

      Havanna hat in den letzten Tagen große Fortschritte gemacht und so langsam fangen wir mit longieren und dem Spaziergehen an. Sie läst sich super aufhalfter und folgt einem auf Schritt und Tritt.

      Heute haben wir mit dem Longieren angefangen. Havanna darf nun auch immer regelmäßiger auf die Koppel mit ein paar anderen Stute mit denen sie sich verträgt. Im Roundpen trainieren wir immer.
      Mit einem Knotenhalfter und einem Rope bekannen wir gewaltfrei zu longieren. Mit Körperzeichen schickte ich Havi nach außen und sie machten einen Satz und wollte sich erst losreißen aber ich konnte sie schnell beruihigen, damit sie nur noch im Schritt im Kreis läuft. Mit Schnalzen brachte ich sie in den Trab und in den Galopp. "Prima Havanna so ist es gut!", lobte ich die Mustangstute und streichelte sie am Kopf. Wir übten Stunden und danach durfte sie sich am Kraftfutter begnügen und trinken so viel sie wollte. Da Sie noch immer sehr dünn ist müssen wir sie erstmal durch checken lassen.

      ubk | Zion
    • Canyon
      ► ▼ ◄
      Tierarzt

      Untersuchung
      Heute würde mich ein etwas anderer Patient erwarten. Havanna Girl sah nicht nur aus wie ein waschechtes Wildpferd, sie war es auch. Dementsprechend anstrengend würde wohl die Untersuchung auch werden. Zur Sicherheit hatte ich direkt die Beruhigungsspritze mit eingepackt, denn für Havanna stand das große Rundumpaket an. Ich bezweifelte ehrlich gesagt, dass sie das ohne Motzen über sich ergehen lassen würde.
      Auf dem Gestüt begrüßte mich gleich als erstes Fiona und führte mich direkt in den Stall. Dort stand Havanna in ihrer Box und knusperte zufrieden an ihrem Heunetz. Sie war tatsächlich sehr dünn und ich hatte schon eine Vermutung. Doch zuerst bat ich Fiona, mir ihre Stute im Schritt und Trab einmal über den Hof zu führen. Erstaunlicherweise lief Havanna vollkommen taktklar und zufrieden, dementsprechend schien es ihrem Bewegungsapparat sehr gut zu gehen. Dann ließ ich sie mir am Putzplatz anbinden und begann mit der Untersuchung.
      Der Blick in Augen, Ohren und Nüstern verlief problemlos. Zwar misstraute mir Havanna, aber da Fiona anwesend war und sie beruhigte, lief das ganze unspektakulär ab. Nur für die Zahnkontrolle musste ich ihr die Maulsperre einsetzen, damit ich mir in Ruhe ihre Zähne anschauen konnte. Außerdem mussten auch zwei Haken entfernt werden. Das gefiel Havanna nicht sonderlich, aber da musste sie nun durch.
      Danach hörte ich sie ab. Erst Herz und Lunge, dann noch die Darmgegend. Alles klang in Ordnung, also kam nun das Abtasten. Ich begann beim Genick und ging dann die Wirbelsäule abwärts. Auch hierbei war Havanna ganz brav. Nun musste ich ihr erst einmal das Blut für das Blutbild abnehmen. Havanna gefiel das gar nicht und sie hatte von Anfang an Angst vor der Spritze. Das Blutabnehmen war tatsächlich sehr kompliziert, aber dann war das schwierigste überstanden.
      Nun bekam Havanna alle vier Impfungen: Influenza, Herpes, Tetanus und Tollwut. Danach musste sie auch direkt ihre Wurmkur schlucken und sie bekam eine etwas stärkere. Außerdem ließ ich Fiona ein Pulver da, was sie alle drei Tage für die kommende Woche unters Futter mischen sollte, denn ich vermutete stark, dass Havanna unter Würmern litt. Leider war keine aktuelle Kotprobe zu finden, deshalb würde ich mich auf mein Gefühl verlassen müssen, aber das Blutbild würde uns auch noch einige Hinweise geben.
      Doch nun musste Havanna erst einmal noch geröntgt werden. Ein heldenhaftes Unternehmen bei dieser zappeligen Stute, aber nach einer halben Stunde war tatsächlich auch das geschafft. Die Bilder konnten wir uns direkt anschauen und man sah keine Auffälligkeiten, Havanna ging es also besten. Das kleine Blutbild brauchte noch ein wenig, aber Havanna musste sowieso noch gechippt werden.
      Ich bereitete die Spritze mit dem Präparat vor und schwupp war es unter ihrer Haut. Zu guter Letzt nahm ich noch ihr Blutbild unter die Lupe. Havanna litt unter Selen- und Eisenmangel. Dementsprechend gab ich Fiona zwei Zusatzpräparate mit, welche sie unter das Futter mischen konnte und dann waren wir auch schon fertig mit der Untersuchung.

      ubk | Eddi
    • Canyon
      ▲▽▲
      Maplewood Stables

      Pflegebericht
      Erschöpft stieg ich in ein Taxi, welches vor dem Flughafen wartete. Obwohl es das erste Mal war, dass ich in Kanada war, hatte ich gerade eigentlich nur noch Platz in meinem Kopf für mein Bett.
      Nachdem ich die letzten Stunden im Flugzeug verbracht hatte und dieses scheußliche Essen nicht mehr riechen und sehen konnte, schaffte ich es nicht, Winnipeg zu bewundern.
      Ich hatte mich, selbstverständlich, dafür bereit erklärt, die Pferde von Disney zu versorgen, da sie zur Zeit andere Dinge im Kopf hatte.
      Wir kannten uns schon etwas länger und nun war der passende Moment gekommen, ihr Gestüt, Maplewood Stables, endlich kennen zu lernen. Ich hatte also auf die Schnelle meine Sachen gepackt, hatte einen Last Minute Flug ergattert und war ins Flugzeug gestiegen. Ich hatte vor, ein paar Tage zu bleiben, bis Disney selbst wieder Zeit gefunden hatte.
      Es war noch früh am Morgen und das Taxi schiffte mich quer durch die Innenstadt der riesigen City. Grelle Lichter, laute Töne und viele Autos und Menschen. Für all das hatte ich jedoch keine Augen, besser gesagt, meine Augen fielen mir schon nach wenigen Minuten zu und ich wachte erst wieder auf, als wir den Stadttrubel schon längst hinter uns gelassen hatten und uns auf dem Weg in Richtung Vermont befanden.
      Es war eine wunderschöne Landschaft. Etwas ganz anderes, als ich aus Frankreich gewöhnt war. Es hatte einfach seinen ganz eigenen Charm.
      Das Taxi fuhr auf dem Hof des großen Gestüts ein und ich musste meine Beine dazu zwingen, aus dem Auto zu steigen. Dann bezahlte ich den stummen und ausdruckslosen Taxifahrer, schnappte mir meine Tasche und machte mich auf dem Weg zum Stall.
      Die Tasche schmiss ich irgendwo in eine Ecke, in der Hoffnung, sie später wiederzufinden und schlug dann den Weg zum Trainingsstall ein. Dort standen sie alle. Ich war in einige sofort verliebt und konnte es gar nicht abwarten, sie näher kennen zu lernen. Da es schon recht spät war, beeilte ich mich, alle auf ihre Koppeln zu bringen.
      Meine ersten Auserwählten waren Jim Beam Bastian und Sir Benny Miles. Ich brachte sie auf die Hengstkoppel, wo gleich noch die anderen beiden Hengste hin sollten. Am Anfang waren sie etwas vorsichtig – Äh – Wer ist denn das? Aber nach nur ein paar kurzen Streicheleinheiten und zwei leckeren Möhren, war es fast so, als würden wir uns schon ewig kennen. Beide freuten sich riesig, sich endlich mal wieder austoben zu können.
      Nach den beiden holte ich mir Slaughterhorse und Hendersin. Beide freuten sich sofort über die Streicheleinheiten und auch bei ihnen hatte ich mir innerhalb weniger Minuten ihr Vertrauen erschlichen.
      Sie galoppierten auf der Koppel den anderen beiden Hengsten freudig hinterher und schlugen einige kuriose Hacken.
      Nun waren die Stuten dran, welche schon alle mehr als unruhig in ihren Boxen standen. Zu erst suchte ich mir eine wunderschöne Rappstute namens April Rain aus. Sie stürzte sich wie wild auf die ihr mitgebrachten Möhren und nach nur wenigen Sekunden waren sie weg. Außerdem schnappte ich mir noch Ruby Light And Dark und brachte die beiden hübschen Stuten auf ihre Koppeln. Ihnen folgten dann Fire and Flame mit California's small Caramel Candy und zum Schluss die wilde Mustangstute Havanna Girl.
      Als alle glücklich grasten und die Freiheit genossen, machte ich mich wieder auf den Weg zum Stall.
      Die Boxen waren noch nicht gemacht und so überredete ich mich, bei der ödesten Arbeit von allen anzufangen – Ich schnappte mir einen Mistboy und eine Mistgabel, sowie eine Schubkarre und fing an, die Boxen zu misten. Mit Kopfhörern im Ohr war alles schon nur noch halb so schlimm und wenn man die Lieder noch mitsingen (Def.: jedes dritte Wort des Refrains) konnte, erleichterte das die Arbeit extrem.
      Nachdem ich alle Boxen gründlich von den Hinterlassenschaften der Pferde gereinigt hatte, legte ich zufrieden das Werkzeug weg und schaute mich um. Eigentlich war nichts mehr zu tun und so entschloss ich mich dazu, mich in meinem Gästezimmer noch etwas aufs Ohr zu legen, um den verlorenen Schlaf der letzten Nacht wieder auszubügeln.

      Nach einigen gelungenen Stunde Schlaf, machte ich mich wieder auf den Weg zum Trainingsstall. Von den Koppeln holen wollte ich sie noch nicht und so entschloss ich mich dafür, einen kleinen Ausritt zu wagen.
      Am Morgen hatte es mir besonders die kleine Candy angetan und so schnappte ich mir ihr Halfter und holte sie von der Koppel.
      Schon beim Putzen merkte ich, dass sie recht unruhig war und sich dringend mal wieder auspowern musste.
      Besonders viel Mühe gab ich mir bei ihrer schönen Mähne, welche ich mit viel Geduld von jeglichen Gräsern und Kletten befreite.
      In der Sattelkammer fand ich dann auch ihren Sattel und ihre Trense. Beides sorgsam beschriftet.
      Nach dem Satteln schnappte ich mir meinen Helm und schwang mich in den Sattel. Nun würden wir die Gegend um die Maplewood Stables unsicher machen!
      Zusammen mit Candys Hilfe erkundete ich die Reitwege durch die atemberaubende Landschaft von Kanada und konnte schon nach einer halben Stunde nicht mehr an mich halten, weswegen ich einfach an einem passenden Weg angaloppierte. Candy ließ ihrer Übermut freien Lauf und auch ich hielt sie nicht davon ab, die nächsten zehn Minuten durch zu galoppieren. Wie von alleine schlug die junge Stute den Weg in Richtung Heimat ein, sodass wir nach einer reichlichen Stunde die Maplewood Stables wiedersahen.
      Erschöpft von der Power der Stute und gleichzeitig glücklich wegen des gelungenen Ausritts, sattelte ich die Stute ab, putzte sie über und brachte sie zurück in ihren Stall. Gierig stürzte sie sich auf das Futter, was ich nun in alle Boxen legte, bevor ich die restlichen Pferde von der Koppel holen würde.
      Zu erst wieder Jim Beam und Miles, dann Slaughter und Hendersin, dann die Stuten Ruby, Havanna und zum Schluss Fire und April. Auch sie freuten sich, selbstverständlich, über die Mahlzeit und hatten alle keine Augen mehr für mich.
      Nach dem gelungenen ersten Tag bei den Maplewood Stables, fiel ich müde und zufrieden in das kleine Bett des Gästezimmers und war nach einigen Minuten auch schon eingeschlafen.

      Am nächsten Morgen machte ich mich zu erst auf den Weg in Richtung Ponystall. Schon gestern waren mir dort einige Ponys besonders aufgefallen und ich wollte heute nochmal alle etwas besser kennenlernen.
      Zu erst ging ich den Stall entlang, schaute mir alle Ponys an und entschied dann, wen ich mit wem auf die Koppel bringen würde.
      Zu erst brachte ich den kleinen Shetty Hengst Amigo auf seine Koppel. Dann folgten die Ponystuten Belle und Cremella, die kleine Snowwhite, Sternfee und Bateau und zum Schluss noch die Lewitzerstute Autumn Blossom. Alle ließen sich wohlerzogen und ohne Probleme auf die Koppel führen. Dort nahm ich allen die Halfter ab und entließ sie auf die weitläufigen Weiden des Gestüts.
      Zurück im Stall schnappte ich mir wie immer eine Mistgabel und machte mich an die Arbeit. Nachdem alle Ställe sauber waren, bereitete ich schonmal das Futter für heute Abend vor, damit ich dann nicht mehr so viel zu tun hatte.

      Am Nachmittag widmete ich mich noch den sechs Isländern, welche auf einer anderen Koppel standen. Ich stromerte etwas durch die Stallanlage, mistete alle Ställe aus und las mir die Boxenschilder durch. Als es dann am späten Nachmittag Zeit war alle Pferde wieder in den Stall zu bringen, fing ich diesmal bei den Isländern an, damit ich noch etwas Zeit hatte, sie zu putzen.
      Zu erst holte ich Zander und Hrydja, die beiden Stuten, von der Koppel, putzte sie und entließ sie dann in ihre Ställe.
      Nach den Stuten holte ich die Hengste: Vignir, Bleikskjóni, Alvari und Bjatur, welche ich auch überputzte.
      Nach den Isländern holte ich noch die Trainingspferde und die Ponys von den Koppeln, damit auch sie ihr Abendbrot genießen konnten.
      Es war zwar schon dunkel, aber da die Reithalle beleuchtet werden konnte, entschied ich mich dafür, nochmal etwas zu reiten.
      Unentschlossen spazierte ich die Stallgasse entlang, blieb bei jeder Box kurz stehen und überlegte dann, wen ich nehmen sollte.
      Irgendwann entschied ich mich dafür, Flame noch etwas zu bewegen. Ich holte die junge Stute aus ihrer Box, band sie in der Stallgasse an und putzte sie gründlich.
      Ich hatte schon gestern gemerkt, dass sie eine starke Hand brauchte, welche die Grenzen klar definiert und trotzdem mit viel Zuneigung an die Sache ging. Das Putzen und Kraulen ließ sie sich gefallen, blieb ganz entspannt stehen, aber als es ans Satteln ging, wurde sie zickiger.
      Beim Schließen des Sattelgurtes schwang sie ihren Kopf in meine Richtung und drohte zu beißen. Ich hob warnend die Hand und versuchte mein Glück nochmal, während ich sie nebenbei kraulte. Sie legte die Ohren an, traute sich aber nicht nochmal zu schnappen. Da sie den Bauch sehr anspannte, gurtete ich erstmal nur im ersten Loch zu. Ich würde nachher nochmal nachgurten.
      In der Halle führte ich Flame erstmal zwei ganze Runden, ging dann noch ein paar Bahnfiguren und versuchte dann noch einmal, den Gurt enger zu stellen. Ich schaffte es auch und konnte so wenig später aufsteigen.
      Die erste viertel Stunde lief ich nur Schritt, ging Bahnfiguren und wendete die Stute in alle möglichen Richtungen.
      Da sie immer versucht war abzukürzen, lief ich die meiste Zeit möglichst genau Schlangenlinien mit drei und vier Bögen und nach einiger Zeit war ihr es zu doof, schon immer vorher die Ecke nehmen zu wollen.
      Nachdem ich sie ordentlich warm geritten hatte, trabte ich an und nutzte auch die am Boden liegenden Trabstangen. Da merkte ich, dass Flames Schritte immer noch sehr unkontrolliert und ungleichmäßig waren, so dass ich viel im langsamen Trab, dafür möglichst genau ritt.
      Zum Schluss ließ ich Flame nochmal freien Lauf und wir galoppierten ein paar Bahnen. Als ich am Ende abritt, war sie Schweiß gebadet und ließ erschöpft den Kopf nach unten gleiten.
      Die Arbeit mit der Stute hatte mir viel Spaß gemacht und so war ich zufrieden, als ich abstieg und sie wieder in den Stall führte.
      Dort sattelte ich sie ab, steckte ihr noch zwei extra Möhren zu und putzte sie nochmal.
      Da mein Flugzeug am nächsten Morgen recht früh startete, verließ ich den Stall dann auch, aß noch etwas zum Abendbrot und fiel dann unglaublich müde in mein Gästebett.

      29-11-2015 | Canyon
    • Canyon
      ► ▼ ◄
      Training

      Einreiten
      Heute war ich auf dem Weg zu Fiona, um eines ihrer Pferd einzureiten und eines in Distanz zu trainieren. Ihre Mustangstute Havanna Gilr sollte ich Western einreiten, das würde ein Spaß. Lächelnd sah ich auf den Flugzeugsitz neben mir, auf dem mein Neuzugang Amy Lee saß, die mir beim Einreiten kräftig unter die Arme greifen würde. Bei dem Englischen Vollblut, welches ich in Distanz trainieren sollte, gab es eine Änderung. Eigentlich sollte ich ihn von E nach A bringen, was ein anderer Trainer jetzt jedoch schon gemacht hatte, weshalb ich ihn nun von A nach L bringen würde.

      Nach einer Weile landete unsere Maschine und wir wurden von Fiona abgeholt und auf den Hof gebracht. Eine Woche würden wir hier bleiben, in der viel zu tun war, weshalb wir auf dem Hof angekommen nur schnell die Koffer ins Zimmer stellten und dann sofort zu den Pferden gingen. Schnell fanden wir die beiden und schnappten sie uns, ehe es ans Putzen ging. "Und was machst du gleich als erstes mit Havanna Gilr?", wollte ich von Amy wissen, schließlich war sie ja bei mir, um zu lernen. "Als erstes longiere ich sie ausgiebig und gewöhne sie an Pad und Sattel. Wenn das klappt kommt die Trense dazu und das Reitergewicht." "Gut. Wie sieht es mit Ausbindern aus?" "Schlaufzügel kommen dran, sobald sie fleißig vorwärts läuft. Jedoch nicht sonderlich tief, sie ist ja noch jung und soll langsam lernen", erklärte sie mir und ich nickte. "Gut, dich kann man alleine arbeiten lassen", lachte ich und sattelte meinen Hengst. "Distanz A-L, wir kommen!", lachte ich und hielt sogleich wieder den Mund, als der Hengst erschrocken den Kopf hoch riss. "Ist ja gut, Sensibelchen", meinte ich beiläufig, zog mir meinen Helm an und verließ den Stall.

      Auf dem Hof gurtete ich nach und saß auf. Sogleich wollte das nervöse Vollblut lostraben, da nahm ich die Zügel an und ließ ihn in kleinen Runden im Kreis laufen, damit er sich wieder fangen konnte. Erst dann gab ich seinen Kopf wieder frei und wir verließen in einem schnellen Schritt den Hof. Fiona hatte mir schon gesagt, dass hier wirklich alle Wege ausgeschildert waren und wenn ich mich immer rechts halten würde, käme ich über einen anderen Weg wieder auf die Ranch. Da Sir Benny Miles nach einer Weile im Schritt warm genug war, zog ich das Tempo an und trabte eine ganze Weile, ehe ich einen Berg nach oben galoppierte und ihn dann wieder in den Schritt zurück nahm, da er ganz schön schnaufen musste. "Da werden wir morgen und übermorgen dran arbeiten", versicherte ich dem Hengst und sah in der Ferne schon Fionas Hof und hielt den Hengst bewusst im Schritt, da nicht er, sondern ich das Tempo bestimmten. "Ganz ruhig", sagte ich und sah beim Betreten des Hofes Amy und Havanna Girl auf dem Platz, wobei das Pferd wohl eher meine Mitarbeiterin longierte. Schnell stieg ich von Benny ab, drückte ihn lächelnd einem Mitarbeiter in die Hand und ging zu Amy. "Bleib doch mal stehen! Mach der mehr Druck, die soll sich bewegen und nicht du!", wies ich sie etwas scharf an, doch es schien zu helfen. Ich hörte Amy schnalzen und mit der Peitsche herum fuchteln aber Havanna Girl fügte sich ihrem Schicksal und galoppierte endlich an. "Jetzt mach Schluss, sie hat sich super benommen!", sagte ich zu ihr nickte lobend. "Morgen longierst du nochmal ohne alles, damit sie die Komandos lernt", erklärte ich und ging ins Haus, wo Fiona schon das Essen auf dem Tisch stehen hatte. Nach einer Weile traf dann auch Amy ein, die sich vor dem Essen noch duschen gehen wollte aber Fiona winkte lächelnd ab. "Setz dich nur, wir riechen alle nach Pferd." "Okay", sagte sie knapp und so verbrachten wir einen schönen Abend. Ich erklärte Fiona, dass ich die nächsten beiden Tage mit Benny Konditionstraining machen würde. Amy arbeitete an den Kommandos.

      Sechs Tage später, an unserem Abreisetag, stand ich am Reitplatz und schaute Amy zu, wie sie sich mit Havanna abmühte. Meinen Ritt mit Benny hatte ich schon hinter mir. Er hatte jetzt wesentlich mehr Kondition und konnte wirklich lange Traben, ohne aus der Puste zu kommen. Ein lautes Wiehren riss mich jedoch wieder aus meinen Gedanken. "Beine weg!", rief ich, als Havanna motzig den Kopf hochriss und nach vorne preschte. "Zügel kurz und nimm die Beine weg! Hol den Kopf rum", schrie ich nun fast und sah, wie Fiona zu uns stieß. "Havanna ist nicht einfach", sagte sie etwas frustriert. "Das wird, sie brauch einfach viel Zeit", erklärte ich und zeigte auf Amy und Havanna, die nun wieder fleißig trabten. "Ich glaub eben weil sie es nie gewohnt war etwas tuen zu müssen, hat sie solche Probleme sich zu unterwerfen. Ich denke auch, dass du bei ihr mit möglichst wenig Druck arbeiten musst. Sobald du sie energisch zu etwas zwingst, wird sie panisch und versucht dir abzuhauen", erklärte ich ihr und klopfte der Stute den Hals. Denn Amy war abgestiegen und hatte sich zu uns gesellt. "Machst du sie fertig?", fragte Amy Fiona. "Unser Flug geht gleich." "Alles klar, mache ich", meinte sie lächelnd und wir verabschiedeten uns, ehe wir zum Flughafen fuhren und zurück auf die Gips Reminder Ranch flogen.

      April 2016 | Veija
    • Canyon
      ▲▽▲
      Atomics Valley

      Sweet Home Idaho
      Sommer Spanien

      Immer wieder diese Vision, dieser Traum, dieser Albtraum!
      Meine Eltern waren tot, mausetot. Ein Autounfall, mein Leben war zerstört, Selbstmordgedanken verfolgten mich. Die zwei Personen die mir mein Leben geschenkt hatten und die wohl wichtigsten Personen in meinem Leben waren weg. Zu früh aus dem Leben gerissen.


      Nach circa einem Monat der Trauer, wagte ich es wieder auf ein Pferd zu steigen, um auf andere Gedanken zu kommen. Es war fatal gewesen dies zu tun. Man merkte mir die Unkonzentriertheit an, doch ich wollte nicht hören, stieg auf und bereute dies schon nach kurzer Zeit. Der junge Hengst, den ich ausbilden sollte, rannte los und fing an zu buckeln, sodass ich mich nicht mehr halten konnte und flog im hohen Bogen an den Zaunpfosten…
      Unweit von Málaga fand ich mich im Krankenhaus wieder – Schädelhirntrauma und ein gebrochener Arm. Zum Glück nur der Linke! Der Prozess der Heilung dauerte an. Während des Aufenthaltes im Krankenhaus, schrieb mir meine Tante Lucinda aus Idaho, meiner Heimat. Mal wieder brach ich in Tränen aus, zu Hause erinnerte mich an meine Eltern.

      My beloved Fiona,

      It acts to me so endlessly suffer with your parents! Where should I start? Oh my little girl I wished so much you would be here with me and the horses in Idaho then we could talk about everything and I show you the ranch! You have not seen the ranch already any more, since you were three years old. Hopefully you have recovered and come visit me with Havanna!

      See you soon my sweetness!

      In dear your aunt Luce!

      Nachdem ich wieder vollkommen gesund war, zumindest körperlich, waren die Koffer gepackt und ich flog zu Luce. Ach wie sehr ich sie doch vermisst habe und vor allem die wilden Pferde und die Ranch!

      Sommer Idaho

      Ich sah elendig aus, blasse Haut, platte Haare und schwach. Luce konnte mich nicht vom Flughafen abholen, weshalb ich ein Taxi nahm. Doch auf der Ranch rannte eine eher stärker gebaute Frau mit längeren, welligen braunen Haare auf mich zu und nahm mich fest in den Arm. Es war Luce ihr Geruch von süßen Blüten und Pferden war unverkennbar. Fast eine Minute lang hielten wir uns in dem Arm. „Oh dear Fiona! I missed you so much! Let me see well you are already twenty years old.“ flüsterte sie, während sie mich musterte und mir die Tränen aus dem Gesicht wischte. Erneut drückte ich meine Tante. In letzter Zeit hatte ich einfach nicht die Zeit gefunden sie zu besuchen, doch meine Eltern hatten mir immer Bilder von den Pferden geschickt. In diesem Moment hörte ich das Schlagen der Hufe auf dem Boden. Ruckartig drehte ich mich um und bestaunte diese kleine friedliche Herde. „Well Luce I’m glad to be here. I missed you and the ranch, everything!” Luce schmunzelte. In diesem Moment kam ein mittelgroßer Black Tri Aussi aus dem Haus gerannt und schmiegte sich bei mir an. „Hey little guy!“, sagte ich freudig zu dem Rüden. Meine Tante erklärte mir, dass dies Willow sei, ihr treuer Gefährte und ich erzählte ihr alles von meinem Blue Merle Welpen Finley und wie es den Pferden ging…
      Die Entscheidung stand fest! Ich musste zurück in meine Heimat. Zurück in die USA. Doch was war mit den Pferden und generell wie sollte alles ablaufen? Tausende Gedanken kreisten in meinem Kopf.

      Die Tage zogen durchs Land und ich verbrachte sie größtenteils mit dem Paint Wallach Pallaton. Ich verstand ihn und er mich. Vielleicht mag es komisch klingen, aber ich konnte ihm meine Sorgen anvertrauen! Auch Aiyana die Mustang Stute meiner Tante gewöhnte sich an mich.

      Eines schönen sonnigen nachmittags lag ich zwischen den Pferden auf der riesen Weide und schaute den Wolken zu. „Pay, schau mal dort! Siehst du den Hund oder ist es eine Schildkröte?“, er wieherte und ich legte mich anschließend auf seinen Rücken und er graste weiter. Ob Havanna auch wieder in ihre Heimat möchte? Zusammen mit Aiyana und den wilden Mustangs? Meine Gedankenüberschlugen sich erneut.

      „Sweetie? Sweeeeetie! Where are you?“, Luce rannte über die Ranch und rief nach mir, doch ich war gedankenversunken und hörte sie nicht. Luce seufzte. „Fiona I have a big surprise for you!” Erst jetzt hatte ich realisiert, dass sie neben mir stand. Ich sprang von Pallatons Rücken und schaute sie mit großen Augen an. „Really? I want to see the surprise!“ Luce legte einen Arm um mich und ging mit mir zu ihrem Auto. Ein alter Land Rover. Plötzlich war Luce weg und ich war total verwundert. Auf einmal sah ich sie mit einem etwas älteren Mann am Haus stehen, mit dem sie sich unterhielt. Später stellte sie ihn mir als Scott O’Dell vor, ihm gehöre auch Pallaton. Scott war sympathisch und man merkte ihm an, dass er Pferde liebte. Gemeinsam stiegen wir ins Auto und fuhren los. Komischerweise war ein Hänger am Auto und ich realisierte immer noch nicht was wir vorhatten. Wir kamen am Flughafen an. Immer mehr Fragen kreisten in meinem Kopf herum. „Darling come on!“, forderte Lucinda mich auf ihr zu folgen. Schnurstrags war dies getan. Wir liefen geradewegs auf einen Pferdehänger zu. Luce und Scott öffneten ihn und schickten mich vorne hinein. Mein Atem hielt an und meine Kinnlade fiel herunter. Diese beiden Pferde die mich mit ihren sanften Augen liebevoll anblickten, waren tatsächlich meine Havanna Girl und mein älterer Hengst GH’s Acapulcos Gold, den Mio mir geschenkt hatte, nachdem ich ihn ihr verkauft hatte. Ich rannte raus und umarmte Luce. Mir kamen die Tränen vor Freude. Sie sagte mir ich solle lieber Scott umarmen, da er die Pferde herbringen ließ. Ich schaute ihn mit großen Augen an und kurz darauf sclung ich meine Arme um ihn und sagte schluchzend „Thank you so much.“ Er grinste.
      Angekommen auf der Ranch schien die Überraschung noch nicht vorbei gewesen sein. Denn vor mir standen zwei Quarter Stuten namens Herectic Anthem und Freckles. Ich kam aus dem Weinen gar nicht mehr raus, denn ich war überwältigt.

      Nach und nach lebte ich mich in der Ranch ein und sogar mein kleiner Welpe Finley war nun bei mir und verstand sich blendet mit Willow. So langsam bewältigte ich die Sehnsucht nach meinen Eltern. Doch was würde aus meinen anderen Pferden werden? Petyr Holmqvist mein schwedischer Cousin, der mir schon immer geholfen hatte! Es war nur eine Frage der Zeit, bis alles geregelt war.

      25-09-2016 | Zion
    • Canyon
      ▲▽▲
      Atomics Valley

      Kurzes Update
      Buskerud – Norwegen
      Die einst kleine süße Ranch hatte sich zu einem relativ großen Reitstall entwickelt, allerdings ist dieser alte Charme erhalten geblieben. Wie jeden Morgen begannen Malte und ich mit der Stallarbeit. Vorher wurde die Pferde auf ihre Weiden gebracht und sie schienen sich sehr über den dicken Schnee zu freuen. „Malte, fährst du heute die Schubkarre?“, fragte ich. Er nickte genervt. Die klirrende Kälte machte uns nichts aus. Also begannen wir mit der Stallarbeit und arbeiteten uns durch die Boxen. Währenddessen unterhielten wir uns über die Zukunftsplanung und überlegten wie wir unser Training aufstellten. Wir kamen zum Entschluss, dass wir eine Reitschule aufmachen wollte, aber wann, das stand noch in den Sternen. Nachdem die Boxen blitzsauber waren und die Sonne durch die dicken Wolken gekommen war, entschloss ich mich dazu auszureiten und Malte schloss sich an. Zusammen machten wir Braddock und Oslogi fertig und stiegen auf. Die Ponys stapften schnaufend durch den Schnee und der warme Atem stieg in Nebelschwaben nach oben. „Na Lust auf ein kleines Wettrennen?“, stachelte Malte mich an. Ohne eine Antwort trieb ich Braddock an und ging vorerst in Führung. Doch diese Rechnung hatte ich ohne den sturen Braddock gemacht, denn der blieb schnurstracks stehen und katapultierte mich fast aus dem Sattel. Malte, der nun zu lachen begann, gewann das Rennen.

      Sandpoint – Idaho
      Nach dem ganzen durcheinander mit dem Verkauf der Ranch, dem Umzug und allem Drum und Dran war viel Zeit vergangen und es gab Höhen und Tiefen. Die Fohlen entwickelten sich prächtig und die anderen Pferde kamen auch super miteinander klar. Auch wir hatten uns hier auf Atomics Valley gut eingelebt und waren mehr als zufrieden. Mein kleiner Finley war mittlerweile schon ein Jahr alt und ist mein treuer Begleiter. Da Vriska im Moment eher wenig Zeit hat, habe ich ihr angeboten, ihre Painthorse Stute mitzuversorgen. Am Morgen brachten Scott, Lucy und ich brachten zuerst Kisshimbye, Aiyana, Havanna Girl, Magnificent Crow, Heretic Anthem, Pallaton, Spezial Luna Zip und Ginger Rose auf die eine Weide. Anschließend führten wir Mayor Jetsetter Oak, Chapter 24 und GH’s Acapulco Gold auf die Hengstweide. Heute hatten die Pferde ihren freien Tag und durften über die verschneiten Weiden tollen und einfach nur Pferd sein.

      Buskerud – Norwegen
      Als wir wieder zurück auf dem Hof waren, begrüßten uns Charly und Nico, die anscheinend gerade auf dem Weg zu den Weiden waren. Da Malte und ich im Moment nichts zu tun hatten, setzten wir uns an die Planung für die Reitschule und zählten die Pferde auf, die auf alle Fälle dazugehören werden. „Also die Ponys auf alle Fälle!“, sagte Malte. Ich zählte meine Ponys zusammen … Bixs, Bella Donna O Sole Mio (unsere beiden Neuzugänge), Glamour’s Rubina, Blazing Flame, Belle, Hendersin und Braddock. „Mhh ich glaube, Jupiter kommt auch dazu, hier hat er einfach zu wenig Verwendung“, warf ich ein. Malte stimmte zu und machte eine Liste mit allen Pferden.
      Nachdem unsere freie Zeit vorbei war, beschäftigten wir die anderen Pferde. Da ich meinen ganzen Pferden nicht mehr gerecht wurde, habe ich mir Reitbeteiligungen angeschafft, die mir so ziemlich bei allem helfen. Reitbeteiligungen sind eventuell das falsche Wort, da eine Person gleich mehrere Pferde versorgt und reitet. Angefangen bei den Vollblütern, um Sir Benny Miles kümmere ich mich höchstpersönlich, da er der Liebling von meiner Cousine Fiona ist. Die anderen also Ramazotti, Darjeeling, Stiffler, Scoubi, Nyanda, Drama Baby, Firewalker und Sir Golden Mile waren unter der Obhut von Liz Larson. Liz ist eine Powerfrau, die weiß wie man mit temperamentvollen Vollblütern umgeht. Sie ist gerade 20 Jahre jung und auf dem Weg Trainerin zu werden und hilft bei uns aus. Sie hat meistens rosa oder blaue Haare die ihr bis zur Schulter reichen. Ihre Augen sind eisblau und wie bereits gesagt ist sie eine Powerfrau mit Willensstärke. Für die Friesen, also Filou, Nienke, Modjo, Batman und Xinu übernahm ich selbstverständlich die Pflege. Die Ponys teilten wir uns immer unterschiedlich auf und in der Reitschule hatte sie ja dann genug Abwechslung. Sacarina und Strolch wurden ebenfalls von uns allen versorgt wie Scion und die anderen Fohlen auch. Harvey, Solsikke und Golden Comet standen unter meiner Obhut und der von James Gordon. Der Engländer hat eine Springkarriere hinter sich und suchte nun Abwechslung und Entspannung hier bei uns in Norwegen. Bevor White Face verkauft wurde, wurde er von Malte gepflegt und geritten.
      Am frühen Abend entschieden wir uns für eine Kutschfahrt mit den Friesen, da Nienke rossig war und es so für eine Kutschfahrt mit Hengsten eher ungünstig war, spannten wir das erste Mal Filou an. Nach anfänglichen Zickerein lief alles einwandfrei und Malte, Charly, Nico, Bart und ich als Kutscher verbrachten einen schönen Abend im Winterwonderland von Norwegen.

      28-12-2016 | Zion
    • Canyon
      ▲▽▲
      Atomics Valley

      Vorbereitungen auf den Umzug
      Für mich als Langschläfer war es ungewohnt, dass der Wecker punkt sechs Uhr klingelte. Widerwillig kugelte ich aus dem Bett und schlurfte ins Bad der Dachbodenwohnung. Finley schlüpfte hinter mir ins Bad und sah mich mit seinen süßen blauen Kulleraugen an. “Na du Frühaufsteher!”, sagte ich und kraulte ihn hinter den Ohren. Nachdem ich halbwegs menschlich und nicht mehr wie ein Zombie aussah, begab ich mich samt Finley nach unten. Mehr als eine Banane und ein Glas Milch bekam ich nicht runter. Finley hingegen verschlang sein Futter innerhalb von Sekunden. Als wir aus dem Haus gingen, stand Petyr schon draußen und drückte mir die Mistgabel in die Hand. “ Na los die Pferden machen ihre Boxen leider nicht selbst sauber!”, sagte er lächelnd und verschwand im Stall. Murrend folgte ich ihm und begann die Boxen zu misten. Edda und Finley schlichen über den Hof und ärgerten höchstwahrscheinlich die Katzen.
      Stöhnend ließ ich die Mistgabel fallen und wischte symbolisch mit der Hand über die Stirn. “Ist das Prinzesschen etwas überanstrengt?”, feixte Petyr. “Haha witzig, naja bald bin ich ja hier weg, obwohl es hier wunderschön ist.”, erwiderte ich. “Wo soll's denn hingehen? Hast du nun einen Hof gefunden?” Ich nickte und erzählte ihm von dem Gestüt am Niederrhein in Deutschland.
      Nathan Scott leitete das Gestüt und ich hatte mich mit ihm in Verbindung gesetzt. Schnell war alles geregelt und ein Transportunternehmen gebucht. Bald würden wir umziehen…
      Imagine Dragons und Sacarina hatten sich mittlerweile angefreundet und spielten quicklebendig auf der Weide. Dank Charly und Niko kamen meine Pferde auf einem benachbarten Hof unter, da hier so spontan wie ich gekommen war kein Platz war. Sir Benny Miles war bereits zweimal Vater geworden und ich bin froh ihn damals von Eddi gekauft zu haben. Meine Privatpferde also Belle, Bixs, Bella Donna O Sole Mio, Mayor Jetsetter Oak, Havanna Girl, Heretic Anthem, Pallaton und Braddock ‘The Parrot’ befanden sich in einem Offenstall. Die Zuchthengste Batman, Tiago, Colorido, Descarado, Castiel, Wild Cherry, Modjo, Xinu und Filou Farrige Etoile Filante standen zusammen mit Sence of Humor in einem kleinen Stallgebäude mit Paddocks. Meine Stuten Adrenaline, Arquera, Flame, Nienke van de Flierthoeven und Esmeralda standen in einem separaten Stall.
      Bald werden wir nun umziehen, obwohl mir bei dem Gedanken etwas flau im Magen wird. Ich bin sehr gespannt wie es in Deutschland ist, obwohl ich die Sprache beherrsche, war ich bisher nur in Brandenburg bei der Familie gewesen.

      30-05-2017 | Zion
    • Canyon
      ▲▽▲
      Forest Creek

      Pflegebericht
      In Deutschland kehrte der Herbst ein und das Wetter glich dem des Aprils. Es wurde spät hell und früh dunkel, die Pferde sind eingedeckt und alle rennen eingemummelt über den Hof und versammeln sich in der beheizten Sattelkammer.

      Schon wieder neigte sich der Tag dem Ende und ich befüllte die Futtertröge meiner Pferde. Ein Maß Hafer, faserreiches Müsli, Mineralien und Leinöl. Havana Girl befand sich mittlerweile in der Obhut eines guten Freundes und wird bald in den Norden Deutschlands ziehen. Also trieben wir die Pferde von den Weiden und nahmen sie am Treibeweg entgegen. Bei der ersten Fuhre nahmen wir zu dritt erst die Stuten California Dreamin‘, Adrenaline, Esmeralda und BS Je t‘aime. Danach folgten die Hengste Colorido, Dulce Soñador, Fenicio, Descarado, Sence of Humor, Castiel, Wild Cherry, Xinu und Major Jetsetter Oak. Alle stürzten sich freudig auf ihr Futter und schienen die Wärme des Stalls zu genießen.
      „Guten Appetit meine Liebe!“, sagte ich und fing an die Stallgasse zu fegen. Später würde ich noch einen Teil der Pferde bewegen.

      23-11-2017 | Zion
    • Canyon
      ▲▽▲
      Forest Creek

      Und so ging es weiter
      Meine Geschichte ist lang, und genauso langweilig wie lang. Zumindest in meinen Augen. Das Problem dabei ist nur, dass ich sie selbst erlebt habe. Kein Wunder also, dass sie mir langweilig erscheint.
      Ich habe meine Freizeit der letzten Tage genutzt und ein bisschen in meinen Sachen gekramt, auch in denen, die Erinnerungen bergen. Darunter fand ich mein Tagebuch, in das ich seit Jahren nicht mehr eingetragen hatte. Ich war um die dreißig, als ich den letzten Eintrag verfasste. Über zehn lange Jahre ist das nun her und so beschloss ich, dass es an der Zeit war, wieder einen Eintrag zu verfassen. Hier ist sie also, die kleine Fortsetzung meiner Geschichte
      Dass ich eigentlich Informatik studiert hatte, war kaum bekannt. Genausowenig wie die Tatsache, dass ich meine “Trainerkarriere” als Hobbyreiterin begonnen hatte. Keine Kindheit auf einem Gestüt, keine Eltern, die Pferde besessen hatten, nichts. Und dann kam mein erstes Pferd. Und das Zweite, und das Dritte.
      Eine ganze Geschichte voller Umzüge, Liebe, Dramen und Meilensteine, von denen ich mir niemals hätte träumen lassen. Beinahe filmreif, würde ich sagen.
      Und dann kam endlich alles so, wie ich sein sollte. Zumindest glaube ich das heute. Ich wurde schwanger, bekam Kinder und begann sie groß zu ziehen. Und schließlich einen Großteil meiner Pferde zu verkaufen, den Hof zum Offenstallbetrieb auszubauen und meinen eigentlichen. Beruf wieder aufzunehmen. Inzwischen ist das Leben im Helstorfer Moor eingezogen.
      ***
      “Sie kommen!!” Ich lächelte und freute mich innerlich über die Freude und Aufregung meiner jüngsten Tochter. Zwar waren vor einigen Wochen bereits einmal neue Einsteller angekommen, aber die Aufregung über ein weiteres neues Pferd waren gleichwohl stark wie eh und je. Mit der Mustangstute, die in wenigen Minuten ankommen würde, waren dann alle Offenstallplätze für Externe belegt.
      Der Anhänger hielt auf dem Hof und ein etwa dreißigjähriger, resolut und sympathisch wirkender Amerikaner stieg aus dem Auto. Sin Bishop hieß er. Ich hatte ihn bereits kennen gelernt, als er sich unseren Hof anschaute. Mein Mann Robin hatte sich auf Anhieb gut mit ihm verstanden und ich war mir recht sicher, dass er sich über etwas männlichen Beistand mit weniger als vier Beinen freute. Immerhin musste Robin jeden Tag mit einem Haus voll Frauen und allen weiblichen Einstellerinnen klar kommen. Da kam Sin gerade recht. Eigentlich hatte ich mir für die Herde eher einen weiteren Wallach gewünscht, da die Rangfolge momentan rein stutendominiert war und die Kerle ein wenig untergebuttert wurden, doch damit das nicht auch bei den Menschen der Fall war, kam Sin gerade recht. Havana Girl war ihm auf Umwege in die Hände gefallen. Er hatte angefangen sie zu trainieren und schließlich hatte ihr alter Besitzer ihm die Stute überlassen. Der Grund war etwas kurios, aber solange das Pferd einen eingetragenen Besitzer hatte, umgänglich, gesund und auf vernünftige Art und Weise trainiert war, sah ich keine Probleme.
      Probleme entstanden momentan viel mehr in der Herde. Seit einigen Tagen floss Blut im großen Offenstall. Unsere letzte neuer Einstellerin, Ylvi Seidel, hatte ein Gespann aus Wallach und Stute mitgebracht. Während der Wallach Valravn zunächst vorsichtig gewesen war, aber keiner Fliege etwas zur Leide tat, war die Stute dazu ein soziales Biest. Fylgia war dominant und hatte noch nicht ganz begriffen, dass es durchaus noch dominantere Stuten gab. Bisher hatten sich meine Stuten Laufey und Vin den Kampf und die erste Position geliefert. Jetzt war Vion tatsächlich zurück getreten und hatte Fee das Feld überlassen. Das war mir lieb, denn Vin war wertvoll, doch Laufey frá Sólin als isländischer Import ebenso. Ihr Fohlen Ljóma von Atomic, welches aus einem meiner ehemaligen Spitzenhengste gezogen worden war, zeigte bereits jetzt fantastische Anlagen. Davon das Fee mein Lieblings- und Herzenspferd war, wollte ich zudem gar nicht erst anfangen. Da die Stuten aber ihre Rangfolge regeln mussten, gab ich mich damit zufrieden jeden Tag schuterzuckend kleine Platzwunden zu versorgen und mich darüber zu freuen, dass bisher noch kein Tierarzt von nöten gewesen war.
      Valravn hatten außerdem langsam begonnen sich etwas von Flygia zu lösen. Er neigte zwar immernoch zum kleben, doch war Trickling Snow sein neustes Opfer. Die zwei Lewitzer teilte die Neigung zu Unfug. Es war nur noch eine Frage der Zeit, bis sie gemeinsam begannen Dinge zu zerlegen, Tore zu öffnen und ähnliches anzustellen. Im Prinzip alles, was die Fantasie eines Pferdes zuließ.
      Ich drehte mich um um unseren neuen Einsteller zu begrüßen und sah von der anderen Seite Robin auf uns zu kommen. Er führte Vákur frá glaesileika eyjarinnar am Zügel. Einen jungen Hengst, der noch aus den Resten unserer gemeinsamen dänischen Zucht stammte und für den noch Körungsambitionen vorhanden waren. Immerhin besaß der Hof noch drei Padockboxen für Hengste, die auch alle drei belegt waren. Die Junghengste Vákur und Glanni frá glaesileika eyjarinnar und natürlich mein heimlicher Liebling Sólfari. Ich hatte es nicht übers Herz gebracht den umgänglichen und so gar nicht hengstigen Hengst zu verkaufen. Zwar hatte ich meine Zucht eigentlich auflösen wollen, doch bewegten trotzdem ein paar Fohlen “vom Hestorfer Moor” die Szene. Mit Vordís vom Hestorfer Moor, Vinkonas erstem Fohlen und einziger Nachkomme des Traumhengstes Óslogi, hatte ich vor kurzem erst eine Fohlenschau aufgemischt. Das Stütchen hatte bereits Talent und Temperament en masse.
      Die Männer begrüßten sich mit Handschlag und grinsten sich an, dann ging es ans Ausladen. Havana Girl hatte ruhig im Hönger gestanden und sah es auch nicht wirklich ein ihr Heunetz für einen unbekannten Offenstall herzugeben. Erst als Sin das Netz durch die fordere Hängertür entwendete, ließ sich die Stute aus dem Hänger bugsieren. Da es bereits herbstlich war, musste die dünne Stalldecke, die sich während des Transportes getragen hatte noch gegen ein etwas dickeres Exemplar getauscht werden, dann ging es in den eigens für sie abgetrennten Bereich des Offenstalls. Mit gespitzen Ohren stand die Stute am Zaun und beschnupperte die langsam ankommenden Mitglieder der Herde. Allen voran Laufey suchte Kontakt zum Neuankömmling, schließlich musste sie das fremde Pferd überprüfen um ihre Herde im Zweifelsfall zu warnen und zu schützen. Die angelegten Ohren stellten sich jedoch schon nach wenigen Sekunden auf und nun durfte auch der Rest der Pferde an die neue Stute heran. Zumindest so lange, bis es Havana zu viel wurde und sie sich in eine weiter entfernte Ecke verzog. Der Einzug schien ohne Stress zu verlaufen. Immer ein gutes Zeichen.
      Gemeinsam mit Robin lud Sid nun auch seinen Sattelschrank aus und begann sich häuslich einzurichten, zumindest was Pferdedinge anging. Bei seinem ersten Besuch hatte ich den Amerikaner bereits über unsere Stallordnung aufgeklärt. Zu meiner großen Freude hatte er alles in erinnerung behalten und räumte seine Dinge genau so weg, wie ich es angedacht hatte. Wenn ein Einzug so unkompliziert verlief, konnte das nichts Schlechtes bedeuten.
      ***
      “Hey, aufstehen.”, sanft streichelte ich Helena über die Wange, die noch im Traum versunken war. Egal wie meine Töchter morgens murrten, wenn ich sie um sechs Uhr morgens aus dem Bett holte, ich freute mich, dass ich sie noch wecken durfte. Ich hatte erwartet, dass die sechzehnjährige Helena irgendwann in die “Eltern sind scheiße”-Phase verfallen würde, doch ich hatte mich getäuscht. Die Pubertät war bisher zwar nicht spurlos, doch recht milde an ihr vorüber gegangen. Ganz anders Nieke. Obwohl erst dreizehn Jahre alt, hatte der schwarzhaarige Wirbelsturm immer einen ganz eigenen Kopf. Streit oder schlecht gelaunte Eltern waren ihr relativ egal, sofern es nicht allzu erst wurde. Trotzdem verzichtete auch sie noch jeden Morgen auf die Nutzung eines Weckers, sondern vertraute voll und ganz auf Mamas morgendlichen Weckservice. Auf den beschränkte es sich jedoch, da ich mich beim besten Will nie in die Küche stellen würde, um meinen Kindern ihr Pausenbrot hinterher zu tragen und mir anzuhören was sie alles nicht mochten. Kinder, die nicht zur Selbstständigkeit erzogen wurden, waren mir schon immer ein Graus gewesen. Außerdem waren die Pferde an der Reihe, ehe ich selbst zur Arbeit musste.
      Um sechs Uhr klingelte mein Wecker, um neun Uhr hatte ich an meinem Schreibtisch zu sitzen und mir anzuhören was wieder alles “kaputt” war. Drei Tage die Woche zu Hause, zwei in der Firma.
      Während ich einer Arbeit außerhalb des Hofes nachging, war der Hof die Arbeit meines Mannes. Instandhaltung des Hofes, Training und Pflege der Pferde die keinen Einstellern gehörten füllten seinen Tag.
      Ich klaubte einen Arm voll Heu von der überladenen Schubkarre und stopfte es in das vor mir ausgebreitete Heunetze. Sieben über den gesamten Paddockbereich verteilte Futterstellen bedeuteten sieben Futterstellen die es galt jeden Morgen aufzufüllen. Vor der Arbeit versteht sich. Das Auffüllen am Abend übernahm mein Mann, der sich grundsätzlich den Luxus gönnte bis acht Uhr zu schlafen. Allerdings beneidete ich Robin nicht um die Arbeit, die jeden Tag auf unserem Hof anfiel. Kleinigkeiten, wie ein kaputter Strahler auf dem Reitplatz, eine lose Tür an Excelsiors altem Sattelschrank, ein undichtes Dach an einem Unterstand oder eine gebrochene Zaunlatte gehörten nicht zu meiner Lieblingsarbeit, auch wenn ich Handwerklich durchaus versiert war. Allerdings schaffen es die Mitarbeiter meiner Firma ebenfalls regelmäßig mich mich Kleinkram in den Wahnsinn zu treiben. Ich meine: Wie ich aller Welt wollte ein Rechner laufen, wenn der Stecker nicht eingesteckt war? Dass studierte Architekten oft nicht in der Lage waren nach den einfachsten Fehlerursachen an Computern zu suchen, raubte mir hin und wieder den letzten Nerv. Da war mir die Betreuung der Betriebssoftware lieber. Die zickte war auch, aber nie so wie ein Kollege, der den Fehler ausschließlich am Gerät suchte und nicht an ihm selbst.
      Mein Ausgleich waren die Pferde in deren Mitte ich inzwischen mehr als die Hälfte meines Lebens verbracht hatte. Ausritte auf Blaer frá glaesileika eyjarinnar, Mayalie oder Vinkona, gemeinsam mit meinen Töchtern, meinem Mann oder Einstellern entpuppten sich als das, was ich mir immer gewünscht hatte. Weg vom dere großen Zucht und dem Verdienen meines Lebensunterhalts mit den Pferden, hin zum Partner Freizeitpferd war ein großer Schritt gewesen. Und einer, den ich noch nie bereut hatte.
      Ich saß am offenen Fenster und erledigte meine Arbeit von zu Hause aus, als Theresas Wagen auf dem Hof parkte. Sie schien heute frei zu haben, denn es war noch Vormittags. Lächelnd winkte ich ihr zu, während sie mit Silfurtoppas Halfter in der Hand den Paddock betrat. Silfurtoppa frá glaesileika eyjarinnar stammte ebenfalls aus meiner alten Zucht, doch als es zwischen ihr und Theresa gefunkt hatte, hatte ich die Stute mit Freude verkauft. Obwohl ich immer wieder gehört hatte, dass es nicht gut sei ein eigenes Pferd zu verkaufen, wenn es auf dem Hof blieb, war ich bisher immer zufrieden gewesen. Ob ich nun ein gutes Händchen hatte oder unverschämtes Glück, beides sollte mir recht sein.
      Mein Nachmittag bestand darin Reitunterricht zu geben. Josephine Silber, Tochter von Katrin Silber, der Besitzerin von Soul Dance, bekam jeden Montag Reitunterricht von mir. Dass ich einmal Trainerin gewesen war, kam mir hin und wieder doch noch zur Gute. Nicht selten schlossen sich dann Nieke auf Crime Time oder unser Skywalker, Luke, an, der Cielo von Amelie entwedet hatte. Meiner Meinung nach war es nur noch eine Frage der Zeit, bis es zwischen den beiden funkte. Der blonde und heitere Casanova tat der ernsten und rationalen Amelie nur gut. Zumindest sah ich das so. Und wenn ich dann Abends in den letzten Strahlen der Herbstsonne neben meinem Mann auf der Bank vor der Eingangstür sitzen und Yasuara zuschauen konnte, wie sie mit ihrer Stute Layali Freiheitsdressur übte, kam ich mir zwar vor als währe ich bereits achtzig Jahre alt, doch ich war glücklich und das war die Hauptsache.

      29-03-2018 | BellaS
    • Canyon
      ▲▽▲
      Forest Creek

      Hitze & Viecher
      Mittlerweile ist es dermaßen heiß draußen geworden, dass es schon fast unmöglich ist, ordentlich mit den Pferden zu arbeiten. Außerdem hatte sich eine Menge geändert, denn ein neuer Charakter Valeria Martens zog auf Atomics Valley mit zwei Paso Stuten und einem Isländer ein. Collin verkauft schweren Herzens viele seiner Pferde, da er sich auf die wichtigsten konzentrieren möchte. Ein Teil seiner Pferde gab er an ein älteres Pärchen in die Altmark. Dieses Pärchen wird in Zukunft noch eine größere Rolle spielen, denn der Mann ist Liebhaber von iberischen Pferden und seine Frau ist passionierte Reiterin nach der Ecole Legerete. Ludwig und Eleonore stammen aus einer Adelsfamilie aus den Niederlanden und fanden ihren Sitz in Sachsen-Anhalt in einem wunderschönen Herrenhaus mit Stallungen, doch bisher fehlten ihnen die Pferde. So gingen Espiritu, Descarado, Castiel, Flame und Xinu in ihren Besitz.

      Valeria

      Es ist nun schon eine Weile her, dass ich mit den Pferden auf Atomics Valley eingezogen bin. Auch klein Prada hat sich eingelebt und flitzt über den Hof wie eine Rakete. Maybach und Mercedes verstehen sich sehr gut und haben sich recht schnell an die neue Umgebung gewöhnt. Die Hitze macht mir mehr zu schaffen als den beiden, naja es kann ja nicht jeder aus Südamerika kommen. Fast täglich erkunden wir das Gelände und eine der beiden Stute läuft als Handpferd nebenher. Prada sitzt meistens bei mir mit im Sattel, denn der Vaquerosattel bietet schließlich viel Platz. Mit Dynur arbeite ich an einem taktreinen Tölt und gelegentlich üben wir die Freiarbeit.

      Collin
      Meine Pferde beschränkten sich nun auf eine Anzahl von vier, was mir die Arbeit aber deutlich erleichtert! MAyor Jetsetter Oak (Sky) macht riesige Fortschritte und auch mit dem Reiten klappt es sehr gut. Er vertraut mir mittlerweile auch unter dem Sattel und momentan arbeiten wir an seinem Rhythmus und der Balance. Havanna Girl ist momentan etwas außer Acht, aber sie genießt ihre Zeit auf der Weide und wird demnächst weiter gefördert von Sin. Mein liebster Wild Cherry ist gekört und wir arbeiten an den 2er Wechseln. Natürlich darf man mein Seelenpferd Valquiria nicht vergessen, denn sie beherrscht mittlerweile die Levade und die Arbeit vom Boden aus ist zu unserer Paradedisziplin geworden.

      Ludwig & Eleonore

      Nach etlichen Jahren leerer Stallungen sind wir nun überglücklich fünf Pferde unser eigen zu nennen. Flame wird für die nächste gedeckt und wird unseren ersten Nachkommen zur Welt bringen, aber unser Bestand soll auch über die Jahre überschaulich bleiben. Die Pferden wollen wir definitiv mit der Zeit einfahren und sie kören lassen. Im Vordergrund steht aber der Ausbau der Stallungen zu einem Offenstall.

      07-06-2018 | Zion
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    Phoenix Valley — Offenstall
    Hochgeladen von:
    Canyon
    Datum:
    20 Aug. 2019
    Klicks:
    474
    Kommentare:
    19

    EXIF Data

    File Size:
    355,6 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • [​IMG]
    Havanna Girl
    x

    ● ○ ● ○

    Stute | 18-07-2013 | 155cm
    Mustang
    Grullo

    ● ○ ● ○

    Von unbekannt

    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt

    Von unbekannt Aus der unbekannt

    ● ○ ● ○

    Havanna ist eine frisch gefange Stute aus den USA und sie ist wild und unberechenbar.
    Sie hatte ein freies Leben, aber ein hartes. Wir sind dabei sie aufzupäppeln und sie zu trainieren. Sie ist eigentlich eine sehr lernfähige Stute, wenn sie Vertrauen gefasst hat. Man kann sie nicht einfach mit einer Möhre überreden. Sie ist sehr zäh und wird schnell bockig, außerdem ist sie sehr misstrauisch gegenüber Menschen. Ich denke, man kann aus ihr ein tolles Verlasspferd machen, mit viel Geduld und Training. Mittlerweile lässt sie Vieles über sich ergehen und macht sich gut unterm Sattel. Ihre Nerven sind wie Stahl und auch in der Bodenarbeit ist sie sehr weit fortgeschritten.
    Mittlerweile ist die vierjährige Stute angeritten und wird vielseitig ausgebildet.


    ● ○ ● ○

    Besitzer: Canyon
    VKR/Ersteller: verfallen/Occulta
    im Besitz seit: 22-August-2019
    Kaufpreis: 1000 Joellen

    ● ○ ● ○

    ● Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential


    Western E A L M S S*

    Distanz E A L M S

    Dressur E A L

    Springen E A L M


    ● ○ ● ○

    Fohlen ABC | Eingeritten x | Eingefahren x

    [Schleife]
    Thema

    ● ○ ● ○


    [Schleife]
    Thema

    Abstammung: 0
    Schleifen: 0
    HS: 0
    TA: 0
    Trainer: 4
    Zubehör: 0
    Gesamt: 4

    Gencode: Ee aa Dd
    Zur Zucht zugelassen: Nein
    Eingetragene Zucht: Phoenix Valley (PV)

    Nachkommen
    -


    ● ○ ● ○

    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt

    ● ○ ● ○