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Canyon

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gekörter Pintoaraberhengst

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Canyon, 11 Nov. 2016
Wolfszeit gefällt das.
    • Canyon
      Alte Berichte
      unbekannt | (c) unbekannt
      Die Ankunft
      Ich dachte mir, das Zafinaah als einzigster Vollblüter bei mir ziemlich einsam seie und dachte das sie einen Partner brauche. Also fand ich im Internet eine Interessante Anzeige eines Pferdes namens Loveletter. Ebenfalls wie Zafinaah war er ein Pintaarabian. Er ist ein sechsjähriger und hatte mich beim ersten Anblick sofort beeindruckt. Ich suchte mir die Telefonnummer der Besitzerin raus und rief Juu an. Direkt vereinbarten wir einen Proberitt, welcher am 19.09.13 sein sollte. Also in einer Woche.

      Es war ein schöner Donnerstag und zum Glück war es nicht kalt und es regnete nicht, Ich musste weit fahren bis ich zu dem Gestüt von Juu kam.
      Es war mein erster Araberhengst den ich vielleicht haben würde. Ich sah mich in der Stallung um und fand Juu mit dem Pferd an der Box vor. Sie war ihn noch am putzen als sie mich bemerkte. "Ach du bist ja schon da", sagte sie verwundert und reichte mir die Hand. "Ja", sagte ich und stellte mich dann auch vor. "Rachel Wincox und fand das der Hengst gut in meine Reitschule und besonders zu meiner Pintaarabian Stute Zafinaah passt." Der Hengst reckte neugierig seinen Schön geformten Kopf und beschnupperte mich neugierig. "Na kleiner", grinste ich ihn an und ließ ihn meine Hand beschnuppern. "Ich geh noch einmal mit der Kardätsche drüber, dann kannst du ihn gleich Aufsatteln und ihn Probereiten", gab sie mir bescheid und erklärte mir den Weg zur Sattelkammer. Ich nahm mir direkt den Sattel und seine Trense und trenste den Hengst auf. Juu sattelte ihn derzeit und gemeinsam gingen wir dann auf den Reitplatz wo Juu die ersten Runden den sechsjährigen warmritt. Auf anhieb gefielen mir seine Gänge und als ich in den Sattel stieg war es um mich geschehen. Er war einfach nur bequem zu sitzen. Ich ritt ihn in allen drei Grundgangarten und machte mit Juu gleich im Anschluss den Kaufvertrag fertig. Den Transporter hatte ich auch schon dabei und so machten wir beide Loveletter verlade fertig. Er bekam eine Abschwitzdecke und Transportgamaschen an . Ein Stallhalfter hatte ich auch dabei und zog es ihm an. Dann führten wir ihn in den Hänger, in welchen er uns brav folgte und ließ sich anbinden. Ich gab Juu 3200 Joellen und unterschrieb den Kaufvertrag. Sie gab mir seine Equidenpass und wir verabschiedeten uns. Ich schloss die Tür meines Wagens und fuhr los.


      Es dauerte ein wenig Länger bis wir auf unserer Ranch ankamen, doch schien es für den Hengst kein Problem zu sein. Als wir auf der Ranch hielten und ihn ausluden, wieherte er einmal über den ganzen Hof. Ich führte ihn direkt auf eine der großen Weiden um sich einleben zu können.Am Abend kam er dann rein in den Schulstall.

      März 2014 | (c) unbekannt
      Pflegebericht
      Heute ging ich leider nur kurz zu Loveletter, da ich nur wenig Zeit hatte und gab ihm zur Begrüßung ein Möhrchen. Ich ihn aus seiner Box raus und putzte ihn erst einmal gründlich. Loveletter war mehr als dreckig. Er hatte fast schon eine Schlammkruste. Es dauerte lange bis ich ihn geputzt hatte und ließ ihn dann in der Halle sich austoben. Dann stellte ich ihn wieder in die Box.

      Der treue Hengst verbrachte nun jeden Tag, mehr und mehr auf der Weide und graste. Inzwischen hatte er sich einen Grasbauch gefressen und heute sollte er ein wenig laufen. Ich putzte ihn rasch und nahm ihn in die Halle, wo er laufen gelassen wurde. Letter tobte sich aus und keilte mehr mals aus. Es gefiel ihm und als er fertig war durfte er wieder auf die Weide.

      Dezember 2014 | (c) Elsaria
      Pflegebericht
      Heute ging ich zu Soso um mir ihre 28 Pferde zu kümmern um die sie mich letztens bat. Darum machte ich mich gegen halb acht morgens auf den Weg zu ihr Soundcloud würde als erste Bewegt werden.Das kleine Fohlen sollte heute die Hufe heben lernen. Nach dem ich Cloud geputzt hatte, begann ich vorsichtig an ihrem Vorderbein und sagte Huf. Die ersten paar male wehrte sich Cloud aber nach und nach verstand sie es was ich von ihr wollte und ich lobte sie ausgiebig als sie das brav machte. Danach brachte ich sie wieder in die Box und ging zu Nameless . Ich putzte ihn kurz über und brachte ihn in die halle. Ich beschloss das alle frei bewegen durften. Namless stürmte gleich los und buckelte freudig. Hin und wieder wälzte er sich genüsslich. Dann zeigte er mir was sie konnte danach durfte er wieder in seine Box und ich holte , Prove Me Wrong aus ihrer Box. Auch diese putzte ich ausgiebig und als ihr Fell wieder seidig war lies ich sie in die Halle. Die Hübsche vertrat sich die beine nachdem sie ne weile rumstand brachte ich sie zurück und widmete mich an , Sharon die schöne stute schlummerte gerade in ihrer Box als ich diese betrat. „ na du guten morgen!“ lachte ich und scheuchte sie auf ihre Beine dann putzte ich sie über und brachte sie in die halle. Müde lief sie einige runden und wollte dann wieder in die box, ich lies dies aber noch nicht zu war ja viel zu früh. Ich scheuchte sie in den Trab, wiederwillig folgte sie meinem „Befehl“ und setzte sich schwerfällig in den Trab. Nach einigen runden wurde sie wacher und wilder, sie liebte es anscheinend zu rennen, runde für runde wurde sharon schneller. Nach dem sie 20 minuten gelaufen war und sich auch trocken lief brachte ich sie in ihre Box und ging zu , Acacia eine wunderschöne Stute, ich striegelte sie sauber enzwierrte ihren schweif und befreite es vom Stroh dann brachte ich sie wie die anderen davor in die halle, dort tobte sie sich aus, nach einiger zeit kam sie zurück in die Box und ich ging weiter zu Rising Star den namen kannte ich schon, eine älteres Pferd und desshalb bekannt. Auch sie putzte ich schön über und sie durfte laufen, nach herzenslaune. Die stute scheint jung geblieben, zeigte sich in schönen gängen geschmeidigen übergängen und ihren Temprament. Nach dem sie sich ausgepowert hatte kam Commander ein wunderschöner hengst ich putzte ihn über und brachte ihn in die halle, dort konnte er seine anmu zeigen nach 20 minuten brachte ich comander wieder in seine box den ich hatte noch genügend andere pferde zu machen. Mir kam so vor als würde ich nicht voran kommen, Unitato war auch ein schööner hengst. Soso hatte sehr schöne pferde ich putzte und beschloss noch how we do payphone und del fuerta zusammen in die halle lassen. Also machte ich zuerst unitato fertig holte dann die anderen in die halle und lies die gruppe rennen. Unitato wollte immer an erster stelle sein, gleich wie how we do. Payphone buckelte sich die seele aus dem leib und del fuerte kullerte sich mehrmals. Dann rannten sie in der gruppe um die wette. Danach brache ich alle in ihre Boxen und holte die nächste Gruppe in die halle., Palla van Ghosts, Chandra , Leviathan, Rabiosa, Shirasagi, Stardust, Zafinaah, Rockabella, Loveletter, Yaris, als ich alle geputzt hatte und endlich alle zusammen in der halle hatte, schaute ich mir das spektakel an. Nach ihnen war nur noch eine gruppe zu machen und dann war ich auch fertig mit soso pferden. Zum glück hatte soso eine große halle. Nach dem diese gruppe auch bewegt hatten brachte ich sie in die Boxen zurück und holte dann Lonely Wild Horse, Bonbone, Adrenaline, Magic Attack , Brookton und Nobody loves him like me in die halle. Langsam merkte ich das ich müde wurde. Auch die letzte gruppe freute sich ihre beine zu vertreten und miteinander spielen. Nach 20 Minuten brachte ich sie auch in die boxen und gab allen noch ihr futtre ehe ich verschwand.

      Juni 2015 | (c) Sosox3
      Pflegebericht
      Vögel zwitscherten über die gesamte Weide auf der sich die Hengste befanden und trällerten ihr wundervolles Lied. Die Bäume spendeten Schatten wie es keine Behausung jemals tun könnte und mein treu dreinblickender Pintohengst stolzierte mit erhobenen Schweif auf mich zu. Der Araber hatte schöne Gänge, doch wollte ich ihn mehr im Western als in der Dressur ausbilden. Allerdings sollte bald der Sattler kommen und dann würde ich den Sattel jedes Pferde kontrollieren lassen, vielleicht spränge ja für Loveletter ein neuer Dressur oder Vielseitigkeitssattel raus. Naja mal schauen was die Zukunft so bringen würde. Letter kam auch gleich um sich aufhalftern zu lassen und schon gingen wir in Richtung Stall , wo ich ihn etwas putzte.
      Abby richtete währendessen die Boxen der Hengste her, da für die Nacht ein Sturm vorhergesagt war. Chad nahm gerade Meister Propper aus seiner Box und putzte auch ihn. Beide Hengste waren ruhig und beachteten sich so gut wie gar nicht. Chad schrubbte Propper so sauber wie es nur ging, denn er war wie übersäht von Mistflecken. Doch Chad kämpfte sich gut durch und sattelte auch gleich den Schimmel.
      „Gehst du auf den Platz?“, fragte ich meinen Bereiter und er bejahte. „Ich wollte den Guten neben mir ein wenig auf dem Platz longieren... Stört dich das oder ist das okey?“ „Geht in Ordnung. Ich wollte ihn auf dem Platz ein wenig arbeiten und dann ins Gelände gehen.“ „Dann nimm Abby auf Nephilim mit, aber als Handpferd. Der ist so’n bisschen schwierig.“ „Alles klar“, lächelte Chad und ich nahm mir den Longiergurt mit Longierunterlage. Dann ging es auch schon auf den Platz und ich begann mit aufwärmender Schrittarbeit. Nach ein paar Minuten kam auf Chad mit Meister Propper und ritt ihn gute Zehn Minuten im Schritt warm und dann ließ er ihn ein wenig traben. Es dauerte nicht lang und schon fing der Fellponyhengst an zu schwitzen. Ich musste schmunzeln, wusste aber das Chad ihn herausfordern würde, während ich Loveletter nun in den Trab trieb. Sanft folgte er meinen Anweisungen und nach ein paar Runden machte ich einen Handwechsel, welchen er sich sichtlich erhofft hatte, denn nun lief er auch um einiges Besser als vorher. Nach ein wenig Vorwärts-Abwärts Arbeit ließ ich ihn sich nun im Galopp austoben und er buckelte ein-zwei Mal, verhielt sich sonst aber im Gesitteten Galopp und am Ende führte ich ihn trocken. Chad arbeitete noch mit Meister Propper am versammelten Trab als ich den Platz verließ und in den Stall überging.
      Während ich Loveletter von seiner Arbeitskleidung befreite, machte Abby den Teufel von Nephilim fertig und putzte ihn so gründlich, dass er kaum noch staubte. Allerdings legte er die Ohren an und schien es eher über sich ergehen zu lassen. „Abby“, sagte ich und sie schaute kurz auf. „Kratz‘ ihn mal an der Brust, das liebt er“, gab ich ihr den Tipp und sie bedankte sich freundlich. Ich war fertig als ich die Sattelkammer verließ und Loveletter wieder auf die Weide brachte. Chad und Abby hingegen gingen noch eine Runde mit Nephilim und Meister Propper ausreiten.

      November 2015 | (c) Cooper
      Prävention A
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      Mein erster Auftrag nach der Neueröffnung der Klinik ging nach Rachel Wincox, einer guten Bekannten. Nach langer Anreise kam ich auf Briar Cliff Stables in New York an und durfte ich erstmal ein wenig ausruhen. Ich verbrachte nur ein Wochenende in New York, denn danach musste ich weiter nach Schottland und danach erst wieder nach Chtattahoochee Hill's. Am nächsten Morgen ging es dann punkt acht Uhr los. Rachel's Helferlein hatten schon alles für mich vorbereitet und auch Loveletter stand schon bereit. Da Love noch nicht beim Tierarzt war seitdem er auf Briar Cliff lebt und niemand wusste wie er sich Verhalten würde, näherte ich mich nur vorsichtig. Jedoch lief alles gut und Love zeigte sich sehr Vorbildlich und ich konnte gut seinen Kopf kontrollieren. Erst die Ohren, dann Zähne, Haut, Augen und Hufen, die in takt waren. Ich hatte eine kleine rötung im linken Ohr gesehen, dennoch hatte ich einen Druck und Schmerztest durchgeführt, ihm machte das nicht zu schaffen. Ich gab Rachel eine antibakterielle Salbe und zur Not Tabletten, damit es nicht zu einem ernsthaften Problem wurde. Zuletzt prüfte ich die Vitalzeichen, Atmung, Puls, Blutdruck und Körpertemperatur. "Alles im grünen Bereich" lächelte ich. Dem Araber wurde es langsam zu viel und wurde sichtlich nervös. "Alles gut, wir sind fertig" beruhigte ich ihn mit warmer Stimme und streichelte seinen Hals. Ich kontrollierte noch seinen Impfpass und stellte fest: "Er wird in der nächsten Zeit geimpft werden müssen, auch eine Wurmkur wäre fällig. Das kannst du gerne bei mir machen lassen oder bei einem örtliche Tierarzt" sagte ich lächelnd und gab ihr den Pass zurück. Ich aß noch mit ihnen zu Mittag und verabschiedete mich dann. "Schön dich wieder mal gesehen zu haben" sagte Rachel. Ich lächelte und stieg in den Leihwagen.

      November 2015 | (c) Veija
      Reining LK 5 - LK 4
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      Heute war ich auf dem Weg zu Rachel Wincox und ihrem Bria Cliff Stabes, wie ihre Ranch so schön hieß. Sie war die letzte Kundin, bei der ich einen Hausbesuch machen würde. In Zukunft würden meine Kunden zu mir auf den Hof kommen und ich würde ihre Pferde bei mir trainieren. Schließlich gab es bei mir alles- naja, fast. Einen Strand oder die Fähigkeit, Gangpferde zu trainieren, fehlte komplett. Aber Annabell würde mir da bald auf die Sprünge helfen, da war ich mir sicher.
      Bei Rachel angekommen kündigte ich mich kurz an und ging promt zu den falschen Pferden. Naja, nicht ganz. Ich begrüßte meine beiden alten Pferde Sue und Croatoan. Letzteren hatte ich schon ewig nicht mehr gesehen. Dann ging es jedoch zu meinem eigentlichen Kunden, Loveletter, ein Pinarabianhengst, bei dem ich keine Ahnung hatte, wie so eine Rasse überhaupt entstand. Loveletter war ein richtig schicker Hengst, der mir auch sofort wie ein Dackel folgte. Am Putzplatz angekommen band ich ihn fest, um kurz noch sein Putzzeug zu holen. Als ich wiederkam, stand er mit gestrecktem Hals und schiefgelegtem Kopf in meine Richtung da, um zu schauen, wann ich denn endlich wiederkommen würde. "Du bist mir einer", sagte ich lachend und stupste seine Nase an, ehe ich mit dem Putzen anfing, was auch relativ zügig von statten ging. Beim Satteln benahm er sich auch wirklich super, bis draußen ein Hund bellte. Mit einem Satz sprang er von mir weg und schaute sich so lange panisch um, bis der Hund ruhig war. "Oh je, da muss aber dran gearbeitet werden..", murmelte ich und dachte an Ausritte, bei denen sowas wirklich sehr gefährlich werden konnte. Ich legte ihm noch Gamaschen, Skid Boots und Springglocken an, was mir Rachel empfohlen hatte, weil der Hengst manchmal ein richtiger Trampel war und sich sehr schnell verletzte. In der Halle angekommen gurtete ich nach und ritt ihn ein wenig warm, ehe ich angaloppierte und zunächst Speed Control und Galoppwechsel übte. Auf dem Zirkel konnte er schon sehr gut langsam, aber auch schnell galoppieren, weshalb ich diesen Teil flink abharkte und mich um den Galoppwechsel kümmerte. Für die LK 4 brauchte er diesen nicht wirklich, weshalb ich kurz vor X in den Trab durchparierte, den Zirkel wechslete und ihn dann wieder angaloppierte. Das übte ich ein paar Mal, bis es wirklich gut funktionierte.
      Nun waren die Stops dran, die ich zunächst aus dem Schritt und Trab versuchte, ehe ich mich an den Galopp wagte. Der Hengst war sehr flink im Kopf und verstand sofort, was ich von ihm wollte. Die Sliding Stops waren ausbaufähig, aber für die LK 4 reichte es. Auch die Rollbacks bekamen wir nach einer Weile hin, so dass nur noch die Spins fehlten, bei denen mir Caleb einen Trick gezeigt hatte.
      Ich stieg ab, knotete den rechten Zügel locker am Sattelhorn fest und hielt den linken Zügel in der Hand, ehe ich den Hengst wie beim Longieren um mich herum schickte. Dann knotete ich auch den linken Zügel am Sattel fest, aber so, dass der Hengst seinen Hals stark nach links beugen musste, damit kein Zug auf den Zügeln war. Langsam ging ich einen Schritt von ihm weg, hob die Arme und schnalzte ein paar Mal. Da der Hengst wegen seines Kopfes nicht nach vorne gehen konnte, ging er nach links und fing ganz langsam an, sich nur noch auf den Hinterbeinen zu drehen. Nach einer Weile wechselte ich die Zügel, so dass der Rechte nun auf Zug stand und wiederholte die Übung. Auch hier verstand er sofort, so dass ich mich wieder auf seinen Rücken setzen konnte und das Ganze von oben übte. Es dauerte recht lange, bis er genau verstand, aber dann machte er wirklich super mit, weshalb ich es dann für heute gut sein ließ. Für die LK 4 reichte sein Wissen allemal. "Braver Junge", sagte ich nachher beim Absatteln noch und klopfte seinen verschwitzten Hals. Dann löste mich Rachel ab und ich konnte nach Hause fahren.

      Dezember 2015 | (c) BellaS
      Dressurtraining A → L
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      Ein kleine Motivationsproblem hatte ich öfter und gerade bei anstehendem Dressurtraining erwischte mich oft eine derartige Aufschieberitis, dass ich mich heute wirklich zusammenreißen musste um die Reise nach New York anzutreten. Es ging auf die Barier Cliff Ranch, einen Ort an den es mich innerhalb des letzten Jahres öfter verschlagen hatte. Zudem waren sowohl meine Hufschmiedin als ach meine Tierärztin hier zu Hause, sodass wir uns öfter in die eine oder andere Richtung besuchten. Heute ging es zu Rachel Wincox, eben jener Hufschmiedin und ihrem Hengst Loveletter. Ich wurde freundschaftlich und herzlich begrüßt und direkt zu meinem heutigen Trainingspartner geführt. Loveletter war ein Pintarabien, allerdings keine explosives Exemplar, wie sie öfter bei diesem Mix auftraten, sondern ein freundliches und aufmerksames Pferd. Seine erste Stufe in der Dressur hatte er sich durch eine Turnierplatzierung verdient und so würde das Arbeiten heute wohl recht entspannt verlaufen, da ich davon ausgehen konnte, dass Rachel bereits in der Dressur mit ihn trainierte. Zwar war ich grundsätzlich kein großer Fan von Pferden die in zwei Reitweisen gingen, aber in der Dressur würde das hoffentlich keine allzu große Rolle spielen. Ich kannte Westernpferde unterm Dressursattel, die Probleme mit der angespannten, strammen Haltung hatten, aber komische Prophezeiungen aus schlechter Laune verbot ich mir schnell. Putzen, satteln, Helm und Handschuhe greifen, auf in die Reithalle. Noch war es hier zwar wärmer als zu Hause in Dänemark, aber man bemerkte schon, dass der Winter sich ankündigte. Also lieber in die Halle.
      Wir begannen mit ein paar Runden Schritt. Nicht nur zum aufwärmen waren diese gut sondern auch um sich aneinander zu gewöhnen. Ich ließ mir Zeit, doch dann begann ich mit dem eigentlichen Training. Erst war eine kurze Überprüfung des Wissensstandes, also die Grundlagen dran. Loveletter kannte und beherrschte das ganze Prozedere offensichtlich, arbeitete aber sehr gut mit und gab sich redlich Mühe alles perfekt und mir recht zu machen. Ein Verhalten, das erst angenehm, doch auf Dauer immer anstrengender wurde. Für die Dressur auf L gab es einiges neues zu lernen, ganz besonders die Verstärkten Grundgangarten. Wie immer begann ich beim Schritt und arbeitete mich langsam und immer wieder von Pausen unterbrochen bis zum verstärkten Galopp hoch. Schnell bemerkte ich: Loveletter hatte durchaus Motivation und wollte lernen, er machte seine Sache recht gut doch ein bestimmtes Etwas, eine angeborene Eleganz, wie man sie bei Barockpferden und Dressurspezialisierten Warmblütern öfter fand, fehlte hier. Gut, das Ganze ließ sich lernen, aber daran würde wohl Rachel arbeiten müssen, die an der Bande stand und mir zu sah. Noch einmal Galoppverstärkung. Zurück in den Arbeitstrab. Auf den Zirkel. Durchparieren. Pause. Antraben. Trab verstärken. Loben. Pause. Angaloppieren. Loben. Pause. Ein recht ereignisloses, aber erfolgreiches Training. Als ich den Hengst schließlich wieder an seine Besitzerin übergab, war meine Motivation noch immer nicht großer als noch vor kurzem zu Hause in meinem Büro. Seltsam. Da mir aber alles gut von der Hand gegangen war, gab es wohl keinen Grund zur Beschwerde. Kurze Zeit später war ich bereits auf dem Weg nach Hause.

      unbekannt | (c) unbekannt
      Pflegebericht
      Auch heute verbrachte ich wieder viel Zeit im Stall und kümmerte mich mehr um meine Pferde als sonst. Loveletter stupste mich freundlich und vorsichtig an. "Ist ja gut", lächelte ich ihn an und führte ihn aus der Stallgasse. Draußen war es weiß. Und damit meine ich, dass eine sehr hohe Schneeschicht vorhanden war und demnach würde ich heute nur eine kleine Runde alleine mit ihm machen. Er benahm sich wie immer. Ruhig und doch war er im zügigen Schritt. Das Training, das er die letzten Monate genoss hatte ihm gut getan und er achtete mehr auf seinen Reiter. Als wir wieder in den Stall kamen, sattelte und trenste ich ihn ab und deckte ihn ein. Er hatte sehr feines und dünnes Fell und somit musste ich ihn eindecken. Dann fraß er sein Futter in der Box.

      Juni 2016 | (c) Jackie
      Pflegebericht
      Still schweigend saßen Amy und Ty auf dem Koppelzaun. Tys Arm lag um die Schulter des Mädchens, die Beiden genossen die Ruhe. Amy beugte sich hinüber zu seinem Ohr und hauchte ihm entgegen: "Ty, ich liebe dich". Er küsste sie liebevoll, glücklich über ihre Worte. "Ich dich doch auch", plötzlich wurden das verliebte Pärchen von einer schrillen Mädchenstimme in die Gegenwart gebracht. "AMY ich würde mich wirklich sehr freuen wenn du mir mal helfen könntest !!", Mallory fauchte sie an und lächelte Ty ein wenig sarkastisch an. "Ihr könnt ein ander mal in eurem Traumland schwelgen"
      "Mallory du bist einfach unmöglich ! Wir haben so schon kaum Zeit für uns", Amy war wirklich aufgeregt, sprang schließlich vom Koppeltor und folgte dem Mädchen. Ty tat es ihr gleich. "Fünf frische Boxen und eine saubere Stallgasse, das kannst du doch nicht ernsthaft von mir verlangen", Mallory deutete mit den Finger auf die dreckigen Boxen der Vorgänger.
      "Also möglich ist es schon..." räusperte sich Amy "Aber du hast Recht. Lisann Hohbuchen sollte in wenigen Stunden ankommen. "Ty willst du mir helfen ?", Amy sah ihn mit großen unwiederstehlichen Augen an. Er lachte "Dir doch immer". Amy und Mallory nahmen sich je eine Schubkarre, während Ty mit der Mistgabel bereits die Boxen aushob. Es dauerte nicht all zu lang bis die Boxen sauber und frisch eingestreut waren. Zu dritt ging es eben schneller. Amy wollte bereits aus dem Stall eilen, als sie beinahe einer jungen Frau in die Arme lief. "Nicht so stürmisch", erwiderte sie lachend. "Oh verzeihung!", Amy lief rot an "Ich bin Amy Fleming, meine Schwester Lou hat mit ihnen gesprochen... Ich nehme an, dass hier sind Moon River und Polka Dot?"
      "Ganz genau !"
      "Nun, Lou wird sie gleich auf die Ferienranch bringen, in der Zeit gönnen wir den Pferden etwas Pause. Gegen drei Uhr würde ich dann mit ihnen und Moon River ein Join Up machen", Lisann lächelte - begeistert über Amys Motivation. "Ich freue mich schon drauf" Ty nahm ihr die Pferde ab und führte sie in den Stall, da kam Lou und verwickelte Lisann in einem Gespräch. "Woher kommen sie denn ?", fragte Lou sie interessiert. "Deutschland, Nabburg"
      "Du liebe Zeit ! Sie haben ja einen ganz schön weiten Weg hinterlegt !" Lisann lachte und ging mit Lou zum Jeep. Amy stand währendessen vor Polkas Box, lehnte sich über die Tür um hinunter zum kleinen Shetty zu gucken. "Du willst also longiert werden ?", Polka schnaubte und verlor etwas schnodder beim blasen mit den Nüstern, Amys Gesicht wurde nass, sie lachte und wischte sich den Schleim aus dem Gesicht. "Du bist mir ja eine! Ruh dich erst einmal aus. Du hattest einen langen Weg hinter dir" Amy spürte mit einem Mal Tys warme Hand auf ihrer Schulter, sie drehte sich um und umarmte ihren Freund. "Wir könnten doch mit Schattenfalter arbeiten, er ist mittlerweile alt genug um eingeritten zu werden." Ty zögerte, lächelte verlegen und antwortete schließlich: "Würde ich ja gerne, aber ich muss mit Scott zu einem Kunden, das ist wichtig."
      "Oh... hm ok" ein wenig enttäuscht gab Amy ihm einen Kuss, lächelte schließlich und wünschte ihm viel Spaß.
      *
      Amy führte den Kohlfuchs in den Roundpen, holte anschließend ihr Sattelzeug und begann mit einem Join Up. Das sollte das satteln nachher erleichtern. Nachdem Figaros Schattenfalter die Zeichen gegeben hat, damit Amy mit dem Join up aufhören konnte, nahm zu zunächst eine Satteldecke. Sie zeigte die Decke dem Haflinger ehe sie sie auf den Rücken legte. Anschließend ging sie auf die rechte Seite des Pferdes um auch von dort die Decke drauf zu legen. Schattenfalter spitzte interessiert die Ohren. Das gleiche Prinzip wiederholte sie mit dem Sattel, erst nachdem sie den Sattel auf beide Seiten aufgelegt hatte, gurtete sie ihn langsam feste. Schattenfalter lehnte die Ohren an, Amy beruhigte ihn - tächelte seinen Hals und flüsterte "Guter Junge, fein machst du das". Es wirkte, er entspannte sich und entlastete sein Hinterbein. Nun war die Trense an der Reihe. Amy rieb seinen Kopf, brachte ihn zum entspannen und nahm die Trense um sie ihn zu zeigen. Er schnupperte interessiert an sie. Schließlich stülpte Amy ihm die Trense über und lobte ihn begeistert. "Super machst du das ! Braver Junge !". Als nächstes übte Amy auf der linken Seite, mit ihren Handflächen Druck auf den Sattel, das gleiche wiederholte sie auf der rechten Seite. Nachdem sie sicher gehen konnte, dass sich Schattenfalter an den Druck gewöhnt hatte, stieg sie in den Sattel und klopfte seinen Hals. Nun gab es zwei Möglichkeiten. Entweder er fing an für eine kurze Zeit zu buckeln, oder er vertraute ihr und blieb ruhig. Schattenfalter entschied sich wohl für die zweite Möglichkeit, er brubbelte kurz, stieß einen lauten Atemstoß aus und trottelte im Kreis durch den Roundpen. Nachdem er sich an Amys Gewicht und dem Sattel gewöhnt hatte, ließ Amy ihn kurze Zeit traben und auch eine Weile galoppieren. Sie lobte ihn ausführlich als er alles einwandsfrei machte. Schließlich stieg sie ab um ihn zurück in die Box zu bringen. Es war wichtig das Training mit einer positiven Erfahrung zu beenden.
      *
      Als Amy den Haflingerhengst putzte, hörte sie einen Jeep auf den Hof fahren. Entweder war Lou wieder zurück, oder eine weitere Kunden war angekommen. Sie legte das Putzzeug zurück und ging aus den Stall. Tatsächlich eine fremde Frau stieg aus, an ihrem Jeep befand sich ein Hänger in dem zwei Pferde waren. "Hallo ?", begrüßte Amy sie, wenn auch ein wenig fragend. Anscheinend hatte Lou ihr wohl etwas vergessen gehabt zu sagen ?.
      "Ich bin Amy", stellte sich das Mädchen vor, reichte der Frau die Hand und drückte sie fest.
      "Schön dich kennenzulernen, ich bin Kira Esenbeck"
      "Freut mich, hatten sie mit meiner Schwester gesprochen ? Ich wusste gar nicht das heute noch ein Kunde kommen wollte."
      "Oh nein, tut mir sehr Leid - Ich sollte eigentlich erst in einer Woche ankommen, allerdings ist es mir ziemlich wichtig, dass Valentines Candy Fireflies und Zanaro eingeritten werden. Ich möchte sie schon bald auf einem Turnier melden, allerdings haben die beiden noch nie ein Hindernis gesehen". Amy fühlte sich unbehaglich, sie hatte so schon alle Hände voll zu tun.
      "Wissen sie ich...", ehe Amy aussprach kam ihr Lou dazwischen. Anscheinend kam sie gerade von der Ferienranch zurück. "Hallo Kira! Sie sind ja früh dran ! Schön sie zu sehen", Lou lächelte sie an und schüttelte ihre Hand. "Weißt du Lou, ich wollte gerade sagen dass...", als könnte Lou Gedanken lesen sagte sie schnell :"Dass Amy ihren Auftrag gerne früher annimmt!", Amy blickte ihre Schwester ein wenig ärgerlich an. Kira lächelte begeistert. "Wirklich ? Das wäre echt super lieb ! Danke Amy !"
      "Kira, wenn du willst zeige ich dir mal unseren Hof", Lou wollte gerade los legen und ihre Führung beginnen, als Amy sie am Arm fasst und ihr etwas entgegen flüsterte "Kannst du mal kommen ?"
      "KÖnnten sie mich einen Augenblick entschuldigen ?", fragte Lou höflich und folgte ihrer Schwester. "Lou du weißt doch, ich habe so viel zu tun ! Ich schaff das irgendwann nicht mehr."
      "Ich weiß, aber weißt du wer Kira Esenbeck ist !? Hast du noch nie was von ihr gehört ?"
      "Ehm... Nein Lou?"
      "Kira ist eine sehr erfolgreiche Springreiterin. Wenn sie extra nach Heartland kommt... Dann können wir doch nicht ablehnen ! Sie kommt auch aus Deutschland, außerdem würde das unserer Farm echt gut tun !", Amy schmollte, seufzte und gab nach "Naja, vielleicht hast du ja Recht."
      Lou führte ihren Rundgang fort, während Amy die Pferde aus dem Hänger entlud. Es waren wirklich prachtvolle Junghengste. Am meisten hatte es ihr Zanaro angetan. Der braune Vollbluthengst."Na dann wollen wir euch doch mal in die Box bringen. Für heute hatten die Pferde genug Aufregung, lediglich Moon River könnte ein Join Up vertragen.
      *
      15 Uhr, Amy hatte Moon River bereits aus der Box gebracht. Sie führte sie in den Roundpen und wartete auf Lisann. Schließlich nahm sie die junge Frau war, welche freudig auf sie zu lief. "Amy, bin ich glücklich, dass du solche Ausbildungsmethoden anbietest. "Kein Ding, kann ich dich Lisa nennen ?"
      "Ja, warum auch nicht". Lisa lächelte freundlich und fragte was sie nun tun müsste. "Ok Lisa, nimm zuerst Moon River und löse ihren Strick".
      "Ihren Strick lösen ? Dann habe ich doch gar keine Kontrolle mehr über mein Pferd ?", Amy lächelte "Tu es einfach". Zögernd löste Lisa den Strick. Moon trottelte durch den Roundpen, witterte den Geruch der Pferde welche zu vor drinnen waren und blickte zu Lisa. "Und nun ?"
      "Du musst sie scheuchen ! Nimm den Strick und schmeiß ihn nach dem Pferd. Aber nicht zu sehr, sie sollte einfach nur wegrennen und in Bewegung bleiben. "Ok ?", etwas verwirrt schmiss Lisa den Strick. Zog ihn wieder zu sich und wiederholte das Spektakel. Moon guckte etwas doof nachdem sie einen Hopser zur Seite gemacht hatte. "Ich glaube das funktioniert nicht", sagte Lisa seufzend. "Du musst es ernergischer machen. Mach dabei einen Schritt auf sie zu und schmeiß deine Arme in die Luft. Du musst bedrohlich aussehen."
      "Bedrohlich ? Dann mach ich ihr doch Angst !", Lisa blickte etwas verwirrt zu Amy, sie wusste nicht ob sie es wirklich tun sollte "Ich kann mir nicht vorstellen das Moon mir darauf hin vertrauen wird".
      "Doch. Du zeigst ihr, dass du das Ranghöchste "Pferd" bist. Wenn sie dir Zeichen gibt, weil sie aufhören möchte vor dir wegzulaufen, dann lass den Strick fallen und dreh dich weg von ihr. Sie wird dir dann vertrauen, weil sie weiß, dass du sie schützen würdest wenn Gefahr besteht."
      "Hm ok. Das hört sich plausibel an. Aber woher weiß ich wann sie mir Zeichen gibt ?"
      "Das sag ich dir dann. Aber jetzt scheuch sie endlich", Amy lachte und stellte sich an das Gatter. Lisa hob schließlich die Arme und wedelte mit dem Strick, nun gab die Stute Gas, ein wenig irritiert warum ihr Besitzer auf einmal so bedrohlich war. Lisa machte weitere Schritte auf ihr Pferd zu. "Gut machst du das !", rief Amy der jungen Frau zu. Lisa wurde schon etwas rot im Gesicht, nicht nur für das Pferd - sondern auch für denjenigen der es scheuchte, war diese Aufgabe sehr anstrengend. "Nicht aufgeben. Sie ist noch nicht so weit !", Amy motivierte Lisa. Doch es machte den Anschein als würde die Stute sich weigern ihrer Besitzerin vertrauen zu wollen. "Amy, was hat das zu bedeuten ? Sie will mir keine Zeichen geben...", Amy konnte hören wie verzweifelt Lisa war. "Keine Sorge, das bedeutet, dass sie einen starken Charakter hat und sich durchsetzen möchte. Das ist sogesehen gut. Aber wir wollen ja, dass sie dir vertraut also hör bloß nicht auf." Lisa taumelte immer erschöpfter durch den Roundpen, schmiss den Strick nach ihrem Pferd, und hob die Arme bedrohlich nach oben. "Ruf ihr zu ! Lass sie schneller laufen!", Amy spürte die Spannung zwischen den Beiden, am liebsten hätte sie es für Lisa übernommen, schließlich war die Frau wirklich fix und fertig. Aber das Join-Up bestand aus Pferd und Reiter und nicht Pferd und Trainer. "LAUF ENDLICH!", Lisa fasste ihre letzte Kraft zusammen und schrie. Moon macht einen Satz nach vorne, wurde schneller und begann schließlich mit den Zähnen zu kauen und ihr Ohr nach innen zu drehen. "Da! Lisa! Siehst du es ? Das ist das Signal!". Lisa sah in der Tat das sich etwas an der Stute verändert hatte. Sie wirkte erschöpfter, genau so wie sie selbst. "Hör auf und dreh dich um". Lisa ließ den Strick fallen und drehte sich vom Pferd weg, ihr Blick sank Richtung Boden, ihre Arme baumelten neben ihren Körper. Langsam ging die Stute zu Lisa, blieb stehen, wartete und streckte schließlich den Kopf aus. Moons Nüstern berührten die Schultern der jungen Frau, welche plötzlich vollkommen erleichtert da stand und den Kopf hob. Langsam drehte sich Lisa um und sah ihr Pferd. Nahezu aufgelöst umarmte sie ihre Stute, rieb ihr Fell und sprach: "Fein gemacht, du bist eine so liebe Stute!". Amy lächelte zufrieden "Siehst du, es hat geklappt".
      "Ja Amy, das war echt etwas völlig anderes."
      "Und weißt du was das schöne an einem Join Up ist ?", Amy grinste schief.
      "Das Vertrauen ?"
      "Ja! Dein Pferd arbeitet jetzt viel besser mit dir, es ist ruhiger, weil sie dir vertrauen kann."
      "Ich muss schon sagen, das war wirklich schwieriger als ich gedacht hatte". Lisa rieb sich den Schweiß von der Stirn und lächelte immer noch ihre feine Stute an. "Komm, lass uns sie zurück in die Box stellen. Braucht sie eine Abschwitzdecke ? Ich habe noch mehrere in der Sattelkammer." Lisa bedankte sich für Amys Gastfreundschaft und begab sich mit ihr den Stall.
      *
      Es wurde sehr schnell dunkel. Amy beschloss mit Ty die Pferde zu füttern ehe sie selbst zu Abend aßen. Amy mischte das Trockenfutter für die Hengste zusammen, sie griff nach dem Eimer und ging durch die Stallgasse des Zuchtstalles. Den Zuchtstall hatten sie erst vor kurzem noch restauriert und vergrößert. Die Boxen sahen rustikal aus und überall standen Haflinger. Einzige Ausnahme, First von Rothen. Amys Anglo-Araber. Sie war so glücklich mit ihm. Mit den Gedanken bei Ty, füllte sie das Futter aus dem Eimer in die Futterbehälter. Einige der Haflinger standen noch auf der Wiese gegenüber vom Stall. So konnte sie ganz in Ruhe Golden Samurais und Figaros Futter auffüllen. Ty beschäftigte sich währenddessen mit dem auffüllen des Heus. Hochmotiviert begab er sich zur Stutenweide um die Heuraufe aufzufüllen. Die neugierige Haflingerstute Calla trabte schnell auf ihn zu. "Na du, wie geht es dir ?", lächelnd betäschelte er die Stute, sie war Lous Liebling und eines der ersten eigenen Zuchtfohlen. Die Arbeit flog nur so davon, zu guter letzt fütterten Amy und Ty die Neuankömmlinge und kontrollierten die Wassertränke. "Schau mal wie entspannt Moon aussieht", sagte Amy vollkommen glücklich und lehnte sich nebenbei an Ty. Er schlang seinen Arm um sie und küsste sie sacht. Ein Räuspern aus der Ecke. Es war Lisann. "Hey, ich wollte noch einen Abendspaziergang machen und dachte mir, dass ich gleich meine zwei Lieblinge besuchen könnte."
      "Sie gewöhnen sich wirklich schnell Lisa. Gefällt es dir denn hier auf Heartland ? Ich mein Kanada ist ein ganz schöner Unterschied zu Deutschland". Sie musterte die kleine Frau. "Ja! Ich finde es hier wirklich sehr harmonisch. Viel entspannter als in Deutschland. Wissen Sie...", Amy sprach ihr dazwischen "Du.. Du kannst mich gerne Duzen".
      "Weißt du... In Deutschland ist so viel Hektik. Alle wollen möglichst schnell wo anders hin. Alle müssen rund um die Uhr arbeiten...."
      "Das hört sich echt nicht schön an, aber hier müssen wir auch rund um die Uhr arbeiten", sagte Amy vergnügt.
      "Das schon, aber wenigstens ist das hier körperliche Arbeit, Arbeit mit Tieren. Ich bin Rechtsanwältin und ich muss sagen, dass mein Leben nicht so aufregend ist wie man meinen könnte." Amy dachte über Lisas Worte nach. "Du findest bestimmt noch deinen Weg", sprach sie schließlich. Amy dachte an Viktor nach, er hatte ihr geholfen mit Caballero wieder eins zu werden. "Nun Lisa, wenn du willst kannst du mit uns Abendessen", schlug Amy vor und lächelte. Lisa nahm das Angebot an und folgte den Beiden in das Farmhaus. Lou stand am Herd und schüttete das Nudelwasser ab. "Setzt euch doch, ich habe heute etwas Thailändisches gemacht".
      "Lou muss das sein ? Wir sind hier schließlich in Kanada", nölte Mallory durch das Esszimmer. Lou nahm die Pfanne und stellte sie auf den rustikalen Holztisch ab. Erst jetzt bemerkte sie Lisa "Hallo! Schön sie zu sehen". Lisa und Lou unterhielten sich munter, während Amy und Ty das Essen genossen, wenn auch bedingt. Amys Großvater Jack lachte laut - im gesamten war es eine wirklich harmonische Stimmung am Tisch. Nach dem Abendessen verbrachte Amy noch einige Zeit mit Ty ehe sie sich schlafen legte.
      *
      Ein schriller Klingelton holte Amy aus ihrem Tiefschlaf. Zeit zum füttern! Sie betrat den Stall und entdeckte ihren Freund in den Boxen der Pferde, er bereitete die Boxen vor für die Haflinger welche gleich von der Weide geholt werden sollten. "Ty, auf dich ist einfach immer verlass", sie gab ihm einen Guten-Morgen-Kuss und half ihm bei der Arbeit. "Ich fange gleich mit Polka Dot an, sie an der Longe zu gewöhnen. Wenn du willst kannst du mir helfen"
      "Das ist lieb gemeint Amy, aber ich muss gleich wieder los. Scott...", er lächelte etwas unbehaglich, doch Amy verstand ihn. "Mach nur, keine Sorge." Nachdem Ty zu Scott fuhr, brachte Amy die Shetty Stute aus der Box um in den Roundpen zu gehen.
      *
      Im Roundpen angekommen schnallte Amy die Longe an das Halfter des Shettys. In ihrer rechten Hand befand sich eine lange Longierpeitschte, diese stellte sie erst einmal bei Seite. Anschließend führte sie Polka zunächst im Schritt durch den Roundpen um sie an die etwas schwere Longe zu gewöhnen. Die Shetty Stute trottelte langsam mit ihr mit. Bald hat sich ihre Faulheit ausgespielt und sie müsste sich anstrengen. Amy begann damit, die Stute wie bei einem Join Up mit einem Schritt nach vorne, die Arme mit der Longe in den Händen nach oben zu schmeißen. Polka begann auf den Hufschlag zu traben. Nun griff Amy nach der Peitsche um das kleine Bändelchen hinter dem Pony schleifen zu lassen. Polka sollte nicht gleich in Berührung mit ihr kommen, sondern lediglich zur Kenntnis nehmen, dass eine Peitsche existierte. Immer wenn das Pony versuchte den Hufschlag zu verlassen, trat Amy einen Schritt auf sie zu um ihr den Weg abzuschneiden. Gleichzeitig gab die kleine Stute etwas mehr Gas, wodurch Amy wieder zurück gehen musste. Nicht nur die Stute auch Amy selber musste ständig in Bewegung bleiben. "Ok, feilen wir nun etwas an den Gangarten". Durch ruhige Worte wie "Whoo", oder "Easy", brachte Amy das Pony in den Schritt. Sie ließ die Longe länger werden, benutzte die Peitsche nun gar nicht mehr, nur in Notfällen wenn das Pony andeutete stehen zu bleiben. "Gutes Mädchen", lobte sie sie. Schließlich schnalzte sie und wedelte behutsam mit der langen Peitsche. Polka trabte, versuchte erneut die Richtung zu ändern, in dem sie sich vom Hufschlag zwang. Doch Amy macht einen großen Schritt auf sie zu und hob die Arme in die Luft. Polka lief wieder auf den Hufschlag entlang. "So ist fein, fein machst du das", Amy lobte sie ständig. Sie schnalzte erneut, schwang die Peitsche und hob die Arme. Nun galoppierte das kleine Shetty mit flinken Beinchen im Kreis. Es sah wirklich himmlich aus, wie das kleine Fellbündel mit den vielen Flecken im Roundpen lief und aufgeregte schnaubte und grunzte. "Ich glaube du bist ein kleines Schwein, kann das sein ?" - Amy dachte an ihr Erlebnis in der Box zurück, da hatte Polka sie vollgeschnoddert. Amy achtete weiterhin darauf, dass die Stute nicht den Weg abschnitt. Nach dem die Grundgangarten saßen, musste sie lernen die Richtung zu wechseln. Amy blieb stehen und fasste die Longe kürzer. Das Shetty trottelte auf sie zu und blieb schließlich stehen. In geschwinder Bewegung änderte Amy die Richtung um das Pony von der anderen Seite anzutreiben. Nun trabte Polka mit schnellen Schritten auf den rechten Hufschlag, immer wieder schüttelte die kleine Stute den Kopf und schnaubte erschöpft. "Immer weiter laufen Polka, nicht nachlassen", versuchte Amy die Stute zu motivieren. Sie schwang sanft die Peitsche hinter dem Shetty, Polka galoppierte. Nach einigen Runden ließ Amy sie wieder im entspannten Schritt gehen. Die Stute senkte den Kopf und bließ mit den Nüstern im Sand. Als ihr einige feine Körnchen in die Nüstern gerieten, flemte das Pony. Amy grinste breit. Sie machte einen Schritt auf Polka zu, wechselte wieder gewand die Richtung, sodass Polka wieder auf den linken Hufschlag ging. Dies wiederholte Amy einige Male, damit Polka genau wusste, wann sie den Hufschlag wechseln sollte. "Wow! Sie macht das echt gut!", sprach Lisann, welche von hinten auftauchte. Amy drückte ihr die Longe in die Hand. "Bitte probier es auch mal aus, sie soll es schließlich nicht nur bei mir können". Lisann nahm die Peitsche und bewegte sie sachte, sodass Polka registierte im Kreis zu gehen. "Sobald sie zu dir kommen möchte, mach einen Schritt auf sie zu und schneid ihr den Weg ab". Tatsächlich versuchte Polka nach wenigen Minuten abzukürzen, aber Lisa hatte sie gut im Griff. "Braves Mädchen", lobte Amy die Stute. "Nun wechsel mal den Hufschlag, mach einen Schritt auf sie zu und schneid ihr schnell den Weg ab damit sie sich dreht". Lisa machte dies großartig "Polka reagiert echt klasse auf die Hilfen. Danke ! Das hat mir echt eine Menge arbeit erspart". Nach dem longieren brachten sie die Shetty Stute zurück in die Box.
      *
      "Ich würde sagen damit wäre meine Arbeit getan", sagte Amy erleichtert. Lisa lächelte, zögerte und sprach schließlich "Da wäre noch was...", Amy hob eine Augenbraue in die Höhe. "So ? Was denn ?"
      "Weißt du, ich habe ein Angebot als Jockey bekommen"
      "Das ist ja großartig, wo denn ?"
      "Nicht weit weg von hier..." Amy lachte, stupste die kleine Frau an und sagte euphorisch: "Hey das ist doch großartig ! Aber was ist dem denn im Weg ?"
      "Ich habe noch keine Unterkunft. Ich will jetzt aber auch nicht zurück nach Deutschland, wenn ich mir hier eine Bleibe ansehen kann. Du weißt ja, im Internet sind die Fotos meistens nicht die Realität. Ich würde mich freuen wenn ich etwas länger bleiben könnte". Amy dachte nach. Eigentlich bräuchten sie die Boxen von Polka und Moon River. Aber da kam ihr eine Idee. "Geben sich deine Pferde auch mit einem Offenstall zufrieden ? Wir bräuchten noch die Boxen".
      "Aber sicher doch Amy! Ich bin froh, dass du mir so zur Seite stehst". Der Umzug von Polka Dot und Moon River erfolgte noch am Mittag, Lisa und Amy führten die Pferde in den Offenstall, indem sie von My Blue Gun schon begrüßt wurden. "Ich denke Lou hat nichts dagegen wenn du noch einige Tage auf der Ferienranch bleibst."
      *
      "Was stand denn noch für heute an ?", Amy dachte nach und blickte sich im Stall um. "Zanaro und Fireflies müssten eingeritten werden." Sie begann mit dem Vollblut. Zanaro tänzelte nervös am Strick zum Roundpen. Amy musste aufpassen, dass er ihr den Strick nicht aus der Hand riss. Es wäre am besten wenn sie ihm die Nacht Lavendel und etwas Hopfen in sein Futter mengen würde. Diese Kräuter sind gut gegen Nervösität und zur Beruhigung. Schließlich lößte Amy den Strick am Halfter, als sie im Roundpen angelangt waren. Ohne Ty hatte sie mehr Arbeit, daher ließ sie den Hengst erstmal alleine um in der Zeit Sattel und Zaumzeug zu holen. Draußen stand die Sonne bereits so hoch, das Amy von den hellen Strahlen geblendet wurde. Mit einer Hand über den Augen suchte sie den Stall um die Sattelkammer zu betreten. Kira hatte extra Sattelzeug und Zaumzeug maßschneidern lassen und Amy gegeben, damit die Beiden Pferde keine Druckstellen bekamen. Ein qualitativer Sattel war schließlich von großer Bedeutung. In der Sattelkammer griff Amy nach dem Zubehör für Zanaro, im schnellen Schritt ächzte sie zurück zum Roundpen. Es war ein ganz schön weiter Weg mit Zaumzeug und Sattel, aber Amy trug schwerere Westernsättel Tag ein Tag aus. Den Sattel legte sie nun auf einen der Holzbalken ab, welche das Pferd eingrenzten. Die Trense hing sie am Tor auf. Als sie den Roundpen betrat befestigte sie wieder den Strick an sein Halfter um ihn im Notfall festhalten zu können. Den Strick legte sie nun locker über seinen Hals. Amy griff nach der Satteldecke, hielt sie ihm vor die Augen und wartete bis er sie registriert hatte. Zanaro roch leicht verängstigt an der Decke. "Guter Junge", lobte sie ihn sofort. Seine Ohren richteten sich nach vorne auf als er bemerkte das nichts geschah. Amy verhielt sich sehr ruhig um den Hengst nicht zu verängstigen. Schließlich ging sie auf die rechte Seite und legte die Decke auf seinen Rücken. Erneut lobte sie den Hengst durch Worte und Streicheleinheiten. Dann nahm sie die Satteldecke vom Rücken und ging auf die linke Seite des Pferdes. Erneut legte sie die Decke auf seinen Rücken. Zanaro reckte den Kopf zum Rücken und schnupperte an der unheimlichen Decke. "Super machst du das", Amy kraulte seinen Hals und ging nun zum Sattel. Mit dem Sattel zwischen den Händen stapfte sie durch den Sand zum Pferd, sie bewegte sich langsam damit der Hengst Zeit hatte sich ein Bild von dem Sattel zu machen. Schließlich wiederholte sie das Spektakel, welches sie bei der Satteldecke angewendet hatte - diesmal jedoch mit dem Sattel. Als Zanaro sicher war, dass ihm tatsächlich nichts geschah, griff Amy unter seinem Bauch nach dem Gurt des Sattels um ihn zuerst locker und dann etwas fester -fest zu binden. Zanaro trat mit den Hinterhufen nach dem Gurt, einen solchen Druck hatte er schließlich noch nie gespürt. Amys Hände waren glücklicherweise nicht mehr unter dem Bauch, weshalb sie sich keine Sorgen machen musste verletzt zu werden. Sie lobte das Pferd sobald es aufhörte nach dem Gurt zu treten. Als der Gurt schließlich fest genug war, gab sie dem Pferd eine Belohnung und kraulte es zwischen den Ohren. "Siehst du, nichts passiert". Nun ging sie rüber zum Tor um die Trense zu holen. Zanaros Halfter legte sie ihm um den Hals, vorsichtig zog sie ihm die Trense über den Kopf. Als er schließlich auf das kalte Gebiss biss, erschrak er und riss den Kopf in die Höhe. "Ruhig, mein Junge", sprach Amy sanft und leise um das Pferd zu beruhigen. Er nachdem der Hengst ruhig da stand und nichts anstellte, griff sie nach den Zügeln um ihn durch den Roundpen zu führen. Sie zeigte ihm das Gatter, das Tor, sie öffnete es sogar. Schließlich blieb sie stehen und hiefte sich in den Sattel. Im Schritt ritt sie im Zirkel. "Super!", begeistert tätchelte sie das Vollblut, stolz war sie auf sich selber. "AMYYY?!", es war Chase der suchend über den Hof grölte. Zanaro erschrack und buckelte, er schmiss sein Hinterteil in die Lüfte und trat mit den Hinterbeinen um sich. Seine Hufe donnerten gegen den Holzzaun, wodurch er sich lediglich noch mehr erschreckte. Amy hatte Schwierigkeiten im Sattel zu bleiben, hier gab es nirgendwo ein Horn zum festhalten. Sie fasste die Zügel kürzer, ihr Körper hing nun schon über Zanaros Hals. Zanaro raste voraus, buckelte, riss den Kopf nach unten und warf Amy in der Kurve schließlich ab. "AAH", sie prallte auf den Boden auf, stöhnte und brachte sich schnell in Sicherheit. Erst jetzt blickte sie zu Chase, welcher auf einmal neben ihr stand um ihr aufzuhelfen. "Hast du dir was getan?", fragte er mit besorgter Miene. "Allerdings ! Mir tut alles weh", antwortete sie genervt. "Sag mal, was fällt dir eigentlich ein so über den Hof zu brüllen !?"
      "Sorry Mademoiselle! Ich dachte du bist die ultimative Pferdeflüsterin", er scherzte und zog die Brauen in die Höhe. Amy klopfte sich den Sand von den Beinen ab und sah Chase grimmig an. "Und überhaupt, was suchst du eigentlich hier ?"
      "Chase Powers Power-Gebiss", er präsentierte ihr ein einfaches gebrochenes Gebiss. "Was soll der Scheiß Chase ? Das ist das Gebiss einer einfachen Wassertrense...", sie blickte ihn zu tiefst genervt an. Wegen ihm war sie auch noch vom Pferd gefallen und konnte das Training mit Zanaro nicht positiv beenden. "Toll Danke Chase, wegen diesem Pille-Pall hast du mein Training ruiniert.", sie drehte sich weg von ihm und wollte wieder in den Roundpen, Chase jedoch griff nach ihrem Arm und sagte: "Warte doch Amy, ich will dass du es als erstes ausprobierst"
      "Wirklich sehr witzig Chase. Vielen Dank, ich hätte mich über nichts mehr gefreut, als eine einfache Wassertrense... Nein im Ernst, ich habe genug Wassertrensen im Stall, da brauch ich dein Power-Gebiss nicht auch noch".
      "Na gut, ich gebe zu, dass meine Manieren zu wünschen übrig lassen, aber probier es doch mal aus, bitte Amy. Wenn ich erzähle, dass du das Gebiss mit Begeisterung benutzt, dann lässt es sich bestimmt hervorragend verkaufen"
      "Mag sein, aber wer sagt denn, dass ich es hervorragend finde !?", Amy griff nach dem Gebiss welches er immer noch in seiner Hand präsentierte "Ich benutze es um Fireflies an die Trense zu gewöhnen, aber dann gib bitte endlich Ruhe und verschwinde, Ja !?" - Chase grinste motiviert, völlig überzeugt von sich selbst und lehnte sich an das Gatter an. Während Amy Zanaro zurück in den Stall brachte, kam Ty gerade von den Koppeln. Als er Chase sah blieb er abrupt stehen und blickte den Typen scharf an. Chase nahm ihn nicht war, Amy kam mit dem Holsteiner aus dem Stall und führte ihn in den Roundpen. Zu viel des guten, Tys Eifersucht platzte. Wenigstens hatte er mehr Verstand als Amy. Wie konnte sich Amy nur mit diesen Idiot abgeben ? Angekratzt ging Ty in den Stall um sich mit der alltäglichen Arbeit abzulenken.
      Amy löste den Strick vom Halfter, welches locker am Kopf des Hengstes lag. Schließlich fuchtelte sie mit dem Strick und ihren Armen durch die Luft um das Pferd fortzujagen. Im schnellen Schritt folgte sie dem Pferd. "Lauf !", forderte sie ihn. Fireflies quietschte lauthals und buckelte mehrmals. Davon ließ sich Amy jedoch nicht beirren, oder gar einschüchtern. Im Gegenteil, nun wurde sie etwas aggressiver und trat einige Schritte auf das Pferd zu. Offenbar tat die Bewegung dem Braunschecken sogar gut, Fireflies beruhigte sich und galoppierte wenige Minuten später etwas entspannter im Kreis, er schnaufte und kaute mit den Zähnen. Die Ohren waren immer noch nach vorne gerichtet. "Na los!", rief das Mädchen. Sie hatte inzwischen ihren heimlichen Beobachter vergessen. Chase liebäugelte das Mädchen, welche vollkommen in ihrem Element war. Der Hengst hechtete durch den Ring und richtete sein inneres Ohr schließlich auf Amy. Als sie es wahrgenommen hatte blieb sie stehen, ihre Arme hingen nun zum Boden, ihr Atem schwer. Sie drehte sich vom Pferd weg und wartete ab. Im ruhigen Schritt ging Fireflies auf Amy zu und prustete ihr in den Nacken. Er knabberte an ihr "In meinem Nacken findest du sicherlich nichts zu fressen", sagte Amy lachend und streichelte den Hengst sacht. Ty, welcher die Boxen ausmistete hörte seine Freundin lachen. Er lief rot an und schuftete härter. "Lacht sie etwa wegen Chase ?", dieser Idiot ging ihm einfach nicht mehr aus dem Kopf. Wieso tat Amy nur so etwas ? "Chase, wenn du willst kannst du mir helfen" - sagte sie kühl und drückte ihm den Strick in die Hand. "Einer so hübschen Dame helfe ich doch gerne", er schmachtete sie an und zwinkerte ihr schelmisch zu. "Hör auf, das ist ja widerlich", sagte Amy etwas entsetzt. Doch Chase grinste nur. Nachdem sie sicher war, dass Chase auch mit dem Pferd stehen blieb, ging sie in den Stall um Sattel und Zaumzeug zu holen. Dort traf sie auf Ty. "Hey!", sagte sie etwas überrascht. "Wie kommts dass du freiwillig die Boxen ausmistet", scherzte sie und warf ihm ein süßes Lächeln entgegen. "Wie kommts dass du auf einmal mit Chase arbeitest ?", Amy erkannte wie genervt Ty war. Sie seufzte, griff sich in die Haare und ging Richtung Sattelkammer. "Du kennst ihn. Das Arschloch hat sich wieder selbst eingeladen".
      "Dann entlädt man ihn gefälligst wieder!", rief ihr Ty hinterher. Schnell griff Amy nach einem klassischen Sattel, welchen Kira ihr gestellt hatte. Dann das Zaumzeug und schleunigst zurück zum Pferd. "Ty, wenn das so einfach wäre", sagte sie ihm beim vorbeigehen. Er stützte sich auf die Mistgabel ab und blickte ihr hinterher. "Sie kann so sonderbar sein" dachte er.
      "Danke", sagte sie stumpf als sie Chase sah und der Hengst weiterhin brav neben ihm stand. Sie legte Sattel und Zaumzeug auf den Zaun ab und griff nach der Satteldecke. Dann legte sie die Satteldecke auf die rechte und anschließend auf die linke Seite des Pferdes ab. Fireflies ließ die Prozedur brav über sich ergehen. Nun nahm Amy den Sattel, legte ihn auch auf die rechte und schließlich auf die linke Seite des Pferdes ab. Auch hier blieb Fireflies ruhig. Er zuckte kurz zusammen, entspannte sich aber relativ schnell. Amy atmete konzentriert ein und gurtete den Sattel locker um den Bauch. Der Hengst könnte sich schon mal an etwas Druck gewöhnen, in der Zeit wollte Amy das Gebiss der Trense umtauschen, um Chase endlich loszuwerden. Sie kam sich ein wenig blöd vor, als sie das gebrochene Gebiss mit dem vorherigen gebrochenen Gebiss tauschte. Ruhig hielt sie dem Holsteiner die Trense vor die Nüstern, er beschnupperte sie vorsichtig, nun zog Amy ihm die Trense über. Schnell kaute Fireflies auf das kalte Metall rum, in der Hoffnung diese fiese Kälte loszuwerden. "Guter Junge", lobte Amy ihn und tächelte seinen Hals. Sie klopfte ihm über die Schulter und kraulte ihn zwischen den Ohren. "Ganz fein machst du das", während sie sprach zog sie die Trense etwas zu, damit sie richtig saß. Anschließend gurtete sie das Pferd nach und stellte sich sicher, dass er entspannt genug war damit sie aufsteigen konnte. "Und diesmal bleib auch ruhig!", mahnte sie den Burschen als sie aufstieg. Langsam zog sie sich in den Sattel und streichelte von oben den Hals des Hengstes. "Fein...", flüsterte sie ihm leise zu. Seine Ohren richteten sich nach hinten. Sie wartete eine Weile bis sich Fireflies an ihr Gewicht gewöhnt hatte. Dann trieb sie ihn leicht an, drückte ihre Beine an seinen Bauch und ritt im Schritt im Roundpen. "Guter Junge!", lobte sie ihn. "Gutes Mädchen", äffte Chase ihr nach. "Böser Junge", äffte Amy zurück. Beide kicherten. Ty bekam es aus Entfernung mit, ihm war gar nicht nach kichern zumute. Ty konnte es einfach nicht verstehen, wieso ging Amy überhaupt auf ihn ein. Merkt sie denn nicht, dass er mit ihr flirtet ? Er hätte meinen können, dass zwischen den Beiden etwas war. Melancholisch widmete er sich seiner Arbeit.
      "So, dann wollen wir mal sehen ob du auch traben möchtest", Amy trieb ihm und ritt locker durch den Ring. Sie hielt die Zügel etwas locker, aber so, dass sie ihm Notfall eingreifen konnte. Fireflies Kopf war gesenkt, anfangs hatte er etwas Gleichgewichtsprobleme, wackelte unbeholfen im Kreis, aber fing sich nach einigen Minuten. Amy lobte ihn erneut und beendete das Training mit einem erfolgreichen Trab "Morgen wollen wir weiter machen", sagte sie entschlossen und stieg ab. Sie kramte eines ihrer Belohnungen aus der Tasche und überreichte es dem Hengst. Gierig zermalmte er das Leckerchen zwischen seinen Backen. Amy führte Fireflies zurück in den Stall um ihn von dort aus abzusatteln. Das Gebiss wusch im nächstgelegenen Becken und entfernte es schließlich von der Trense um es wieder auszutauschen. "Hier bitte", sie drückte Chase das triefende Gebiss in die Hand und funkelte ihn entschieden an. "Und nun verzieh dich". Sie drehte ihm den Rücken zu und deckte den Holsteiner ein.
      *
      Ein Blick auf die Uhr, "Schon 16 Uhr!", stieß Amy erschrocken aus, sie hatte noch gar nichts gegessen. Ehe sie jedoch in die Küche ging sah sie noch mal nach Ty. Er sah genervt aus, gar nicht so glücklich wie üblicherweise. Amy bekam Schuldgefühle und ging schmollend auf ihren Freund zu. "Ty. Ty es tut mir Leid, ich hätte energischer sein sollen und mich nicht von ihm beeinflussen lassen sollen". Er drehte sich zur ihr und blickte sie etwas enttäuscht an. "Es ist ja nicht nur das. Ich habe das Gefühl, dass er was von dir will". Nun prustete das Mädchen laut. "Was ? Von mir !? Das soll doch wohl ein Scherz sein". Ty kam sich verarscht vor. Nun, nur etwas lauter, bestätigte er seine Theorie und sah Amy mit ernster Miene an. "Hm. Ich glaube nicht Ty, Chase ist einfach nur etwas verrückt weißt du".
      "Amy, ich glaube du willst die Wahrheit nur nicht wahr haben", sprach er entschieden und fuhr mit seiner Arbeit fort. "Nein im Ernst Ty, Chase will doch nichts von mir. Wir sind ja noch nicht mals richtige Freunde!", sie fasste nach seiner Schulter und kam ihm näher. "Bitte Ty, sei deshalb nicht unglücklich. Ich liebe DICH doch.", bedrückt gab er seiner Freundin einen Kuss. "Wie wäre es wenn wir heute Abend einen Film zusammen gucken ?", schlug Amy vor. Ihre Augen funkelten vor Freude, diesem Lächeln konnte Ty nicht widerstehen. "Überredet."
      *
      Lou suchte Amy in der Küche auf. "Gott sei Dank, endlich habe ich dich gefunden!", rief sie erleichtert. "Was ist denn los ?", hakte Amy fragend nach. "Wir bekommen gleich Besuch von einer Misses Wincox. Du sollst ihr Pferd in Dressur trainieren.", Amy stöhnte auf "Aber Lou, die Boxen sind voll"
      "Ich weiß, was ein Glück das Rachel in Kanada wohnt. Also mach dich schon mal startklar." Schnell schnappte sich Amy ihr Butterbrot und zog sich ihre Jacke über, draußen hörte man schon den Jeep auf den Hof fahren. Eine junge Frau stieg aus und lud ihr Pferd aus dem Hänger.

      Rachel stand wenige Minuten später am Gatter und sah Amy beim reiten zu, das Mädchen versuchte so gut wie möglich der jungen Dame zu erklären was sie tat, damit Rachel mit Loveletter selbst umgehen konnte. Sie ritt ganze Bahnen ehe sie mit kleineren Volten, und schließlich Zirkeln begann. Im Arbeitstrab ritt Amy den Araberhengst im Kreis, verkleinerte diesen ehe sie in der Ecke kehrt machte um durch die halbe Bahn zu wechseln. Auf X blieb sie einen Moment stehen, der Vollbluthengst sollte eine Weile still stehen, Amy zog an den Zogeln, schnalzte und lehnte die Füße nach vorne. Nun ging er rückwärts. Schnell lobte sie ihn durch ein Schulterklopfen und galoppierte durch die ganze Bahn. Ruhig und gelassen flog Amy über den Platz hinfort und begann mit der schwierigsten Übung. Der Traversale. Sie benötigte einige Anläufe bis der Hengst auf ihre Hilfen reagierte. Nach einem erfolgreichen Training stieg sie schließlich ab und betüddelte den Hengst liebevoll. "Kommst du in nächster Zeit öfters her ?", fragte Amy Rachel. "Ja, wäre besser oder ?"
      "Ich würde mich weiter um ihn kümmern, damit er die Traversale perfekt beherrscht".
      "Klingt gut. Wir bleiben dann in Kontakt ja ?"
      "Ja!", Amy verabschiedete sich von Rachel, welche ihr Pferd schon mal absattelte und zurück in den Hänger verlud.
      *
      Erleichtert ließ sich Amy in das Sofa plumpsen. Neben ihr saß Ty, welcher seinen Arm um ihre Schulter legte. "Das war ein verdammt beschissener Tag", sprach sich Amy von der Seele. "Ich bin so glücklich, dass wir zwei endlich Zeit für uns haben." Ty drückte Amy an sich und gab ihr einen Kuss auf die Stirn. "An welchen Film hast du gedacht ?", fragte er sie. Amy antwortete nicht. "Schatz?", nun blickte er auf das blondhaarige Mädchen hinab, Ty registrierte, dass ihre Augen geschlossen waren. Seufzend stand er vom Sofa auf und bewunderte einen kleinen Augenblick seine Freundin. Anschließend hob er sie auf seinen Arm und trug sie auf ihr Bett. Dort legte er sie sachte auf die Matratze und deckte sie liebevoll zu. Amy blinzelte ihn verträumt an ehe sie schließlich in einen Tiefschlaf fiel. Da Ty eh auf den Dachboden schlief, beschloss er die Nacht neben Amy zu schlafen. Immerhin waren sie Beide zusammen und Jack konnte schließlich nicht ewig das letzte Wort haben.

      Um so größer war die Überraschung als Amy am nächsten morgen die Augen öffnete und genüsslich gähnte. Sie richtete sich langsam auf und erkannte schnell das sie nicht alleine war. Als sie Ty erblickte, richtete sich ihr Blick blitzschnell auf ihren Körper. Erleichtert stellte sie fest, dass sie noch Kleidung trug. Nun, als sie sich im klaren war, dass sie ihr Date verschlafen hatte, zupfte sie an Tys Bettdecke um ihn so angenehm wie nur möglich zu wecken. "Ty. Ty ? Ty.", wiederholte sie und pikste ihn nun. Er blinzelte mit schweren Augen. Seine Augen schmerzten durch das Licht, er drehte den Kopf und lächelte Amy an. "Guten Morgen mein Siebenschläfer", scherzte er mit einer Anspielung auf gestern. Amys Haare lagen kreuz und quer über ihr Gesicht, sie grinste und entschuldigte sich für ihre gestrige Abwesenheit.
      Nach einem Frühstück beschloss sie mit Ty die alltägliche Arbeit zu verrichten um schließlich die Pferde zu trainieren. Rachel sollte wieder gegen Nachmittag eintreffen, nun aber wollte sich Amy noch mal mit Kiras Pferden beschäftigen. Amy nahm sich vor, die gestrigen Übungen zu wiederholen um den beiden Jungpferden etwas mehr Sicherheit zu beschaffen.
      *
      Es waren bereits mehrere Tage vergangen an denen Amy mit den Jungpferden gearbeitet hatte, nun glaubte sie wären Kiras Pferde soweit um geritten,- und am Hindernis gewöhnt zu werden. Amy ging also in den Trainingsstall um Fireflies aus seiner Box zu führen und ihn anschließend zu satteln. Sie führte den Holsteiner zum Reitplatz, welcher gegenüber vom Stall lag. Dort angekommen gurtete sie den Sattel noch mal nach. Artig blieb der Hengst auf der Stelle stehen und spitzte die Ohren in Amys Richtung. "Scheint als hättest du gute Arbeit geleistet", sprach auf einmal Kira, welche Amy bis zum Platz gefolgt ist. "Danke, das ist von Pferd zu Pferd aber auch unterschiedlich", Amy lächelte und stieg in den Sattel. "Kira, ich möchte, dass du morgen selber reitest, es bringt ja nichts wenn sich die Pferde nur unter meinem Hintern so vorbildlich benehmen", sie kicherte und trieb Fireflies an. Mit großen Schritten ging der Hengst den Hufschlag entlang, wollte sich zwar ständig in die Mitte drehen, doch Amy drückte ihn zurück auf die Bahn. Wenn Fireflies erstmal verstand wo er hingehörte, würde er diese Manieren nicht mehr ausleben wollen. In der Ecke machte Amy kehrt um anschließend eine Volte zu reiten. Fireflies dehnte sich und schnaubte erleichtert. Anschließend ritt Amy den Hengst im Trab warm. "Kaum zu glauben, er ist ein richtiger Mann!", Kira schien glücklich, voller Stolz betrachtete sie ihren Hengst. "Irgendwann müssen sie ja groß werden", scherzte Amy. Zu guter letzt ritt sie den Hengst im Galopp, dabei machte Fireflies einen Freudensbuckler. Die Frühlingsgefühle, es war so typisch für Hengste. "So Kira, scheint als hätte sich die Arbeit gelohnt. Ich werde ihn jetzt an Hindernisse vertraut machen und morgen reitest du ihn noch mal, ok ?", Kira nickte und Amy stieg vom Pferd. Fireflies blieb auf der Stelle stehen als Amy in aller Seelenruhe die Holzbalken hinter den Busch herauskramte. Nun sah der Hengst das Ungetüm, seine Augen weiteten sich, er lehnte seine Ohren an. Amy ließ die Stange auf den Boden fallen ehe sie zum Hengst ging. Sie griff nach den Zügeln und führte ihn vorerst über den Platz. Sie wartete durch den tiefen Sand, geradewegs auf die bunt gemalte Stange zu. Fireflies erkannte schnell wohin Amy gehen wollte und stemmte seine Hufe in den Sand. Er zupfte in kurzen Abständen am Strick, doch der Hengst lies sich keinen Zentimeter bewegen. Also redete sie auf den Holsteiner ein und kramte währenddessen ein Leckerchen aus ihrer Jackentasche. Fireflies spitzte die Ohren und streckte seinen Hals nach dem Leckerbissen aus, doch Amy ging einen Schritt rückwärts, sodass sein Hals allein nicht ausreichte. Also lief Fireflies mutig und mit zögernden Schritten auf Amy zu. Nachdem er bereits fünf Schritte überstanden hatte, lobte Amy ihn und gab ihm schließlich die Belohnung. Diesen Vorgang wiederholte sie, bis sie an der Stange angelangt waren. Dort klopfte sie seinen Hals und ließ ihn an den langen Ungetüm schnuppern. Fireflies begriff schnell, dass das Ding harmlos war. Neugierig stieß er seinen Huf gegen die Stange, scharrte in den Sand und flehmte nachdem ein Sandkorn in seine Nüstern geflogen war. "Guter Junge", betonte Amy und blickte Kira erleichtert an. "Das klappt doch prima!". Amy stellte nun ein kleines Cavaletti und einen kleinen Steilsprung auf. Anschließend stieg sie auf Kiras Pferd auf und ritt auf das Cavaletti zu. Fireflies roch zuerst an das Hindernis und machte anschließend einen großen Schritt über den winzigen Sprung. "Er ist verrückt! Du hättest sehen müssen wie er seine Beine hochgehoben hat. Als bestünde der Boden unter ihm aus Lava, oder als würde die Stange brennen". Kira kicherte amüsiert und sah Amy weiterhin bei der Arbeit zu. Konzentriert trabte das Mädchen nun auf die Stange zu. Sie fixierte das kleine Cavaletti und trieb Fireflies als er kurz vor dem Hindernis war. Eine Vollbremsung, hätte ihr gerade noch gefehlt, also vermittelte sie ihm Mut. Und tatsächlich, Firefließ hob im Trab seine Beine an um das Hindernis ohne darüber nachzudenken zu überqueren. Nun ritt Amy im Galopp auf das Cavaletti zu, erneut trieb sie ihn kurz vor dem Hindernis und stellte erleichtert fest, dass Firefließ einen kleinen Hopser über die Stangen machte. Schnell lobte sie. "Super!", kommentierte Kira vom Gatter aus. Ehe Amy den kleinen Steilsprung fixierte, ließ sie den Hengst vorher an dem größeren Hindernis schnuppern. Er sollte sich damit vertraut machen, dass ihm nicht passiert sobald er dem Hindernis zu nahe kommt. Sie ritt einen Kreis um den Sprung, lobte ihn immer wieder und fixierte den Steilsprung schließlich im Galopp an. Kurz darauf trieb sie ihn erneut und flog schließlich mit Leichtigkeit über das Hindernis hinweg. "Wow!", rief sie der Besitzerin zu. "Er ist echt ein Naturtalent", schnaufend rieb Amy sich die Haare aus dem Gesicht und lobte den Hengst euphorisch.
      *
      Nach dem Training ging Amy in die Küche um sich eine Flasche Wasser zu gönnen. Lou fing sie jedoch ab und erklärte ihr das in wenigen Minuten eine Amerikanerin ankommen sollte. Joyce McConnor. Amy sollte ihr Pferd in Dressur trainieren. "Kein Problem", sagte Amy knapp und trank eine ordentliche Menge. Nachdem ihr Durst gestillt war, wartete sie draußen mit Lou auf den Hof. "Sie sollte jetzt kommen", sprach Lou und wartete. Tatsächlich, ein Jeep mit Anhänger fuhr über den sandigen Boden und hielt vor den beiden Frauen an. Amy half der jungen Frau, der sie sich schnell vorstellte, beim verladen (bzw. ausladen) des Pferdes. Nachdem sie Kathargo gesattelt hatten, wollte Amy ihn auf den Platz reiten um zu gucken wie er sich anstellen würde. Joyce hing am Gatter und sah dem Mädchen zu. "Ich werde Katahgo noch die nächsten Wochen trainieren müssen, du kannst währendessen gerne auf der Ferienranch übernachten". Nachdem der Hengst warm geritten war, ritt Amy im Mittelschritt den Hufschlag entlang ging dann aber in den Mitteltrab über. Der Hengst glitt über den Platz. Nun ritt Amy einen Zirkel im Arbeitsgalopp. Für die E-Prüfung wird Kathargo nicht all zu viel können müssen. Damit Amy das reiten in Schlangenlinien üben konnte, half ihr Joyce beim aufstellen der Pylonen. Nun konnte Amy schöne gleichmäßige Kreise reiten. Perfekt damit der Hengst sich ein wenig dehnen konnte. Schließlich wechselte sie aus dem Zirkel und trabte eine ganze Bahn leicht, danach wechselte sie durch die Bahn und hielt bei X an. "Er macht sich gut. Am besten gebe ich dir bis zur Prüfung Reitstunden. Ich soll ja nicht mit deinem Pferd an der Prüfung teilnehmen", sagte Amy lachend und klopfte den schwitzenden Hannoveraner den Hals.
      *
      Währendessen fuhr eine weitere Amerikanerin nach Kanada um ihre Pferde zu trainieren. Sie begab sich jedoch nach Briar Ridge. Vel Stanton begrüßte sie mit ihrem breitesten Lächeln und rief zwei Stallburschen welche die Pferde in die Box führen sollten. "Es freut mich das sie gut angekommen sind Elena.", während Vel der jungen Frau ihren Trainer vorstellte, wurden Elenas Pferde bereits zum Geländeparcours geführt. "Steve Commonwelth und Roger Kellington werden sich um Bellami und Kahlua kümmern. Du kannst gerne zusehen". Vel Stanton führte Elena zum Geländeparcours. Eine große weitflächige Weide war mit Baumstämmen, Hecken und Hügeln bestückt. "Natürlich reicht unser Parcours auch in die Wälder hinein, für den Anfang empfehlen wir jedoch die Wiese". Die Wiese erstreckte sich über mehrere tausend Meter, Steve stieg auf Kahlua auf und ritt auf das erste Hindernis zu. Er taxierte es genaustens an und trieb das Pferd kurz bevor damit es gar nicht erst dazu kam zu verzögern. Nun ritt er die Wiese hinunter, über einen Baumstamm hinweg. Kahlua stellte sich gut an. Die schicke, Niederländische Warmblutstute galoppierte über den weichen Boden hinweg über Lehmhügel und bewachsenen Hecken. Selbst die Holzbalken jagten ihr keine Angst ein. Da die Stute mit dem Geländereiten noch nicht so sehr vertraut war, fiel die Strecke jedoch etwas kurz aus. Ca. 5 Minuten lief die Stute in einem ruhigen, gleichmäßigen Tempo, ehe sie bei ihrer Besitzerin wieder ankam. "Wir würden die Pferde in den kommenden Wochen weiter trainieren und für die zukünftigen Turniere vorbereiten. Elena lächelte die ältere Dame an und nickte stumm, schließlich sprach sie "Das glingt gut. Könnte Roger mir einmal Bellami vorreiten ?"
      "Selbstverständlich", sprach Vel und gab dem Trainer die Anwesiung sich startklar zu machen. Bellami, ebenfalls eine Niederländische Warmblut Stute, tänzelte ungeduldig von einer Stelle zur anderen, ehe Roger seine Hacke in die Flanke drückte. Sie pretschte über den unebenen Boden hinweg. Bellami hatte bereits Geländeerfahrung gemacht, was sie auch bewies, als sie über die Hindernisse hinweg sprang. Lehm wirbelte durch die Luft gegen den Pferdebauch. Roger trieb die Stute als sie eine Hecke antaxierten, Bellami sprang früh genug ab und segelte über das Gestrüpp hinweg. Anschließend sprang sie einen Berg hinauf und glitt diesen vorsichtig wieder hinunter. Roger lobte die schnaufende Stute, ritt über mehrere Baumstämme hinweg zurück die Wiese hinauf um Bellami vor Vel Stanton wieder zum stehen zu bringen. "Wie gesagt, wir haben sehr potentielle Trainer, ihr Pferd wird in wenigen Wochen nicht mehr wiederzuerkennen sein." Elena lachte "Das wäre ja schon schön, kann man auch Unterricht nehmen ? So könnte ich auch dazu lernen."
      "Aber sicher doch", sprach Vel und lächelte. Sie führte Elena zurück zum Stall um sie mit allem vertraut zu machen, was sie wissen sollte. Da Elena von weiter her kam, beschloss sie die Wochen über in Kanada zu verbringen. "Vel, wissen sie wo ich übernachten könnte ?"
      "Wir selber bieten keine Schlafplätze mehr an, aber die Heartlandfarm neben an könnte ein paar Almosen vertragen", sagte sie schief lächelnd mit einem ironischen Unterton.
      *
      So traf Elena auf Amy. "Guten Tag ?", sprach sie verwirrt und blickte die schick gekleidete Frau an. Elena lächelte dezent und fragte nach einer Übernachtungsmöglichkeit. "Meine Schwester besitzt eine Ferienranch, ich kann sie ihnen eben holen". Amy brauchte sich nicht umdrehen, Lou stand bereits hinter den Beiden. Offenbar hatte sie das Gespräch von draußen gehört. "Selbverständlich haben wir noch freie Plätze, bringen sie ein Pferd mit ?", hakte sie fachmännisch nach. "Nein, meine Pferde stehen derzeit bei Briar Ridge", Amy blickte Lou genervt an, Elena fuhr fort: "Aber ich habe ein Fohlen mitgenommen welches mit den Grundlagen vertraut gemacht werden sollte".
      "Da kann ich Ihnen weiterhelfen", sagte Amy zufrieden "Wo finde ich denn den Frechdachs ?". Elena half dem Mädchen beim öffnen der Hängertür. Das Fohlen wollte offenbar ziemlich dringend aus dem Hänger. Amy wollte heute noch mit General's Coming Home arbeiten, also begann sie damit dem Quarter Hengst ein Halfter aus und an zu ziehen, damit sie ihn anschließend über den Hof führen konnte. Das erwies sich als eine Schwierigkeit, da der Hengst nicht einmal daran dachte dem Mädchen zu folgen. Mithilfe von Leckereien hatte sie vor ihn von der Stelle zu bewegen und an dem Strick vertraut zu machen. Als nächstes sollte der Fuchs geputzt werden. Sie befestigte den Strick an einer Putzstange und zeigte ihm jedes der Utensilien womit sie ihn hübsch machen wollte. Mit einer Kardätsche strich sie ihm über sein Fell. Bürsten und Kämme schien er zu aktzeptieren und teilweise sogar auch zu genießen, selbst die Hufe hob er nach wenigen Versuchen hoch. So konnte Amy sie problemlos auskratzen. In der Zeit, die Elena auf Heartland bleiben würde, hatte Amy vor das Fohlen an alle Grundlagen zu gewöhnen, die zum Fohlen ABC gehören. Zunächst aber müsse sie Kiras Pferd an Hindernisse gewöhnen.
      *
      Den Abend beendete Amy indem sie Zanaro an Hindernisse gewöhnte. Dazu holte sie den Vollblut Hengst aus der Box um ihn zu putzen und anschließend zu satteln. Sie führte den Braunen an der Trense auf den Reitplatz. In dem Moment kam Mallory um die Ecke. "Hey Amy, was machst du da ?"
      "Du kommst mir gerade echt gelegen ! Kannst du mal Zanaro halten ? Ich muss die Hindernisse aufstellen"
      "Ehm klar!", sie nahm ihr die Zügel ab und beobachtete das blondhaarige Mädchen. Amy hob die Stangen auf, die sie auf den Boden legte. Nachdem Amy einige Cavalettis aufgestellt hatte, sowie zwei kleine Steilsprünge, nahm sie Mallory den Hengst wieder ab. Mallory sah ihr vom Gatter aus zu und bewunderte den Vollblut Hengst, welcher nahezu vor lauter Selbstbewusstsein strotzte. Amy führte Zanaro über den Platz und zeigte ihm die liegenden Stangen, neugierig schnupperte er an den steifen Balken und ging desinteressiert weiter. Auch die kleinen Steilsprünge sah er ungeniert an. Nachdem sie den "Parcours" abgegangen war, stieg sie in den Sattel und ritt den Hengst warm. Im Schritt maschierten die beiden auf die Trabstangen zu, Zanaro machten einen großen Schritt über die Balken hinweg und ging zurück auf den Hufschlag. Das ganze wiederholte Amy erneut im Trab. Schließlich trabte sie auf das Cavaletti zu. Zanaro hob die Hufe etwas höher. Amy wiederholte die Übung mehrere Male um sicher zu gehen das Zanaro die Stangen auch nicht zufällig überwand. Nachdem sie die Stangen auch etwas höher überwunden hatten, wagte sich Amy an den Steilsprung. Sie gab Zanaro eine Galopphilfe und blieb auf der ganzen Bahn ehe sie auf das Hindernis zu ritt. Konzentriert taxierte sie den Steilsprung und verlagerte ihr Gewicht nach vorne. Zanaro machte einen Satz über das kleine Hindernis und kam schließlich wieder auf den Boden auf. Amy wiederholte den Sprung erneut und ritt das verschwitzte Pferd trocken. Nachdem sie Zanaro abgesattelt und eingedeckt hatte, erzählte sie Kira vom Erfolg. Die Wochen wollte sie noch sehen wie sich Kira auf ihr eigenes Pferd machte. Am Abend stand für Amy jedoch fest - Zunächst würde sie Urlaub benötigen !
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      Mit dem Regen

      Heute Morgen wachte ich mit einem komischen Gedanken auf. Ich wusste nicht so genau, ob mich wirklich der Gedanke aus meinem Schlaf gerissen hatte, oder ob es doch nur ein lauter Vogelruf gewesen war, aber der Gedanke war und blieb auf irgendeine Weise beängstigend.
      Auch beim knappen und wenig nahrhaften Frühstück tauchte die kleine Idee immer wieder auf, sodass ich mich irgendwann dazu gezwungen sah, diesen mal genauer zu betrachten. Ich fragte mich tatsächlich, ob es nicht langsam sinnvoll wurde, mir Hilfe anzuschaffen. Ich fragte mich das, ich, die seit Jahren die pure Alleingängerin war und das war echt gruselig. Klar, bis jetzt bekam ich noch alles selbst gestemmt, aber wie lange würde meine Kraft reichen? Wie lange würde ich die Energie finden, jeden Morgen aufzustehen? Wie schnell könnte mein Leben eine unvorhergesehene Wendung nehmen und was würde dann mit all den Pferden werden?
      Bereits nach einer Minute wurde mir der Gedanke an den Gedanken zu viel und ich brach den Strom mit lauter Musik auf den Ohren ab. Für heute reichte es, mit dem Nachdenken über solche Unsinnigkeiten. Ich mochte das allein sein. Punkt.
      Nachdem es die letzten Tage unheimlich angenehmes Wetter gewesen war, leicht bedeckter Himmel mit einem frischen Wind vom Meer, hatte es diese Nacht extrem umgeschlagen. Bereits in der Nacht war das ganze Himmelsdach in einem Blitzregen explodiert und das ständige Grollen des Donners war bestimmt bis auf die andere Seite der Welt zu hören gewesen. Erst in den frühen Morgenstunden hatte sich der Kampf im Himmel gelegt, übrig geblieben war nur noch ein heftiger Regenguss, welcher auch jetzt noch nicht aufgehört hatte. In dem ich mir meine gelben Gummistiefel und meine Regenjacke überwarf, versuchte ich mich die paar Metern bis zum Stallgebäude durchzuschlagen. Mein Plan, nicht nass zu werden, funktionierte unheimlich gut. Scherz. Bereits nach zwei Metern tropfte mir das Wasser von den Haaren und meine Hosen verfärbte sich dunkelblau.
      Ich seufzte, als ich den Stall erreichte und endlich die Stalltür aufschieben konnte. Ich war ein großer Fan des Regens, gar keine Frage, aber jetzt im Herz konnte und wollte ich auf keinen Fall krank werden. Der Nachteil war auch, dass ich meine Pferde so nicht auf die Weiden bringen konnte und ich wusste, dass das die meisten nicht gerade toll fanden. Obwohl die Boxen für türkische Maßstäbe riesig waren, war es auch für die Pferde nichts schönes, den ganzen Tag stehen zu müssen.
      In aller Ruhe, heute würde ich wohl den ganzen Tag im Stall verbringen, begann ich damit, meine Pferde zu versorgen. Erst Heu nachlegen, dann die verschiedensten Futtermischungen und zum Schluss noch die Kontrolle des Wassers. Es war mittlerweile pure Routine für mich und normalerweise brauchte ich dazu auch nicht lange, aber heute nahm ich mir bei jedem meiner Pferde die Zeit, es kurz zu streicheln, ihnen etwas zu erzählen oder einfach nur die Nähe zu den Pferden zu genießen.
      Baraija und Tiara erwärmten mir mal wieder mein Herz, als ich sah, wie nah bei einander die beiden Stuten standen und obwohl eine Trennwand zwischen ihnen war, schienen sie die Wärme des anderen zu genießen. Schon des Öfteren hatte ich mich vorgenommen, die Box etwas umzubauen und nun, da ich sowieso nichts anderes tun konnte, nahm ich es in Angriff. Tiara und Baraija mussten deshalb natürlich in eine andere Box neben Barakah umsiedeln, welche allerdings nichts dagegen hatte, etwas Gesellschaft ihrer Freundinnen zu bekommen. Mit einem Akkubohrer bewaffnet, ich war erstaunt, dass ich den tatsächlich in meiner unordentlichen Werkstatt fand, machte ich mich an die Arbeit, um einige der oberen Holzlatten abzuschrauben. Fada Fid zwei Boxen weiter fand die Lautstärke gar nicht in Ordnung und gerade als ich die letzte Schraube gelöst hatte, trat sie mit aller Heftigkeit gegen die Boxenwände aus Holz. Ich musste schmunzeln, denn so zickig war die Süße sie selten, auch wenn ich sie gut verstehen konnte, nachdem sie bereits eine Nacht mit der Lautstärke des Himmels hatten schlafen müssen.
      Zufrieden betrachtete ich mein Werk und auch wenn ich wusste, dass es nicht gerade eine Meisterleistung gewesen war, würde ich damit Tiara und Baraija eine unheimliche Freude machen.
      Die beiden Stuten waren schnell wieder in ihren eigenen Boxen und gerade als ich die Tür von Baraija schließen wollte, fiel mein Blick auf das verstaubte Boxenschild. Es war noch gar nicht so lange her, als ich sie mir hatte anfertigen lassen, aber anscheinend schien der Stall reichlich viel Staub zu produzieren, sodass bereits die nächste Schicht die Schriftzüge verdeckte. Ich zog die Augenbrauen hoch, blickte einen Moment unschlüssig auf das Schild und entschied mich dann doch dafür, es mal wieder zu putzen.
      Besonders bei Loveletter und seinem Freund Asfari-Sharin war es fettig und staubig, dafür waren die Schilder der beiden Fohlen des Gestüts noch wie nagelneu. Die Hengste waren unheimlich hübsch und ich wusste, dass beide später ein wichtiger Bestandteil meiner Zucht werden würden. Dazu noch die Farben, mein Gott, die wurden jeden Tag aufs Neue schöner. Ich konnte es selbst noch nicht ganz fassen, dass sie mir gehörten. Arias besaß die seltene Farbe Bloody Bay und Antar ibn Dahr war ein bis jetzt noch dunkles Fohlen, welches später definitiv noch ausschimmeln würde.
      Ich fühlte mich unheimlich tatkräftig und das, obwohl es draußen immer noch regnete. Mit einem warmen Kaffee aus dem Büro im Stall, setzte ich mich, an einen Heuballen gelehnt, ins große Tor des Stalls und blickte hinaus in die Welt, in welcher hundert kleine Tropfen, Sekunde für Sekunde vom Himmel fielen und große Pfützen auf dem vertrockneten Boden bildeten. Die Erde schluckte das Wasser, als wäre sie kurz vorm verdursten gewesen und genau das war bestimmt der Fall. Es war selten, dass so spät im Jahr nur so wenig Regen vom Himmel kam, sodass wir diesen nun dringend gebraucht hatten.
      Hinter mir hörte ich ein lautes Wiehern. Bestimmt Arsil, denn kurz darauf folgte ein sanftes Schnauben und das konnte nur Lilli sein, welche gleich in der Box neben an stand.
      Mit einem liebevollen Lächeln auf den Lippen schloss ich die Augen und lauschte den Geräuschen der Natur. Fast schon wäre ich eingeschlafen, als mich ein kleines krächzendes Geräusch vor meinen Beinen wieder aufwachen ließ. Es war, was ich erst nach längerem hinschauen erkannte, unglaublicherweise ein kleines Katzenjunges. Wahrscheinlich erst vor wenigen Wochen geboren, schneeweiß und mit hellblauen Augen. Ich hätte nie gedacht, dass genau dieses kleine Tier, mein Leben um ein vielfaches verschönern würde.

      Eine Katze, noch nie in meinem Leben war ich für so ein kleines Tier zuständig gewesen, aber jetzt, wo es so unsäglich durchnässt, mit bittenden hellblauen Augen vor mir gestanden hatte, musste ich es einfach hoch nehmen und das Junge in meine Jacke wickeln. Ich hätte es nie für möglich gehalten, aber ich bezeichnete den aufkommenden Schwung der Gefühle, als Muttergefühle und das beeindruckte mich selbst wahrscheinlich mehr, als jeden anderen. Durch den Regen rannte ich zurück zum Haus, mit diesem winzigen Jungen in meinen Armen. Es war eiskalt und schon fast befürchtete ich, dass er es nicht schaffen würde. Das erste Mal in meinem Leben bedauerte ich es, dass ich es noch nie für nötig gehalten hatte, mir Internet anzuschaffen, denn jetzt hätte ich dringend einen guten Rat gebraucht.
      Mit aller Mühe versuchte ich die nächsten Stunden das Junge aufzupäppeln und war ein weiteres Mal stolz auf mich, als ich wenig später am Abend dem kleinen Kerl beim Erkunden meiner Wohnung beobachten konnte. Er war zum Glück gut genährt und nur der kalte Regen schien ihn so geschwächt zu haben. Hätte ich ein Auto gehabt, so wäre mein erster Weg der zum Tierarzt gewesen. So musste ich es allerdings auf Morgen verschieben.
      Syntrofos, griechisch für Gefährte, nannte ich ihn, so, als hätte ich schon heute gewusst, dass er mich eine ganz schön lange Zeit begleiten würde.

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    • Canyon
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      Eine Begegnung der besonderen Art
      Der Junge, der meinem Auto die Reifen wechselte, war komisch. Immer wieder während seiner Arbeit blickte er zu mir hinüber und ich bereute schon die Entscheidung, mir keinen Leihwagen genommen zu haben, sondern einfach in der Werkstatt hatte warten wollen. Zugegeben, schlecht sah er nicht aus, aber diese Blicke brachten mich echt zum Schwitzen. Vom männlichen Geschlecht hatte ich mich schon immer fern gehalten.
      Klar, ich hatte vor Dreck stehende Stallschuhe, eine zerfetzte Jeans und ungekämmte Haare, aber der da am Boden sah mit seiner fettigen Arbeitshose und den schwarzen Hände auch nicht gerade sauber aus, als sollte das eigentlich nicht der Grund für sein Interesse sein.
      Es dauerte gefühlte Stunden bis die alten und abgefahrenen Reifen meines dreisig Jahre alten und ganz zufällig vor kurzem ersteigerten Chevrolet Trucks durch nagelneue ersetzt waren und ich rechnete jeden Augenblick damit, dass er sein Werkzeug fallen lies und mich irgendwo hin verschleppte. Bis er fertig war und sich mit seiner öligen Hand die Haare aus dem Gesicht strich, was eine dunkle Spur quer von einem Ohr zum anderen hinterließ, passierte nichts dergleichen, was mal wieder ein gutes Beispiel dafür war, dass ich einfach zu wenig unter Menschen war.
      Wie um sich von der schweren Arbeit zu erholen, stand er auf und lehnte sich erschöpft an mein blutrotes Gefährt, den einen Arm auf die Motorhaube gelegt.
      "Ein hübschen Wagen hast du hier." meinte er und klopfte mit der einen Hand nickend auf das Blech. Ich reagierte nicht darauf, wie auch, mein Mund war ausgetrocknet bis zum geht nicht mehr und ich wusste nicht so genau, ob das an dem Kerl da einige Meter vor mir lag oder an der genauso ekligen Luft in der Werkstatt, welche mich davon abhielt vernünftig atmen zu können.
      Aber anstatt mich nun nach keiner Antwort meiner Seits nach einem Date, dem Geld für die Reifen oder einem eventuellen Freund zu fragen, Achtung jetzt wird es äußerst unglaublich, spuckte sein Mund folgende Wörter aus: "Hast du am Wochenende Lust auf einen gemeinsamen Ausritt?" Mein bis dahin zugekniffener Mund fiel wahrscheinlich auf, als wäre er aus schwerem Stahl.
      "W-was?" fragte ich wenig elegant und blickte ihn verstörrt an.
      Er zuckte nur mit den Schultern und blieb immernoch ganz gelassen, würde ich übrigens auch gerne können.
      "Weiß nicht, du sahst einsam aus, ich bin einsam und da könnte man doch mal etwas zusammen machen, oder? Ein Ausritt war das naheliegendste, bei der uns gegebenen Situation."
      "Wo-woher weißt du denn, dass ich ein Pferd habe?" fragte ich immer noch leicht geschockt und ziemlich perplex. So als hätte er eine Brille auf, neigte er den Kopf nach unten und schaute dann mit einem leichten Grinsen zu mir hoch. Ich merkte, dass das bei meiner Kleidung und bestimmt auch meinem Geruch nicht gerade schwer zu erkennen war. So ein Mist, ich roch bestimmt meilenweit gegen den Wind, wie peinlich!
      "Nein wirklich! Ich fände es mega cool, wenn wir mal was zusammen machen. Ich bin übrigens-", kurzfristig besann er sich nochmal anders und zeigte mit einem Finger warnend auf mich. "Warte kurz, ja?" und dann huschte er, ohne eine Antwort zu erwarten, zu einem Waschbecken in der hinteren Ecke der Werkstatt, um sich den Dreck von den Händen zu schrubben.
      Witzig, so als hätte ich eine andere Möglichkeit als zu warten, denn immerhin hing mein Truck noch einige Zentimeter in der Luft.
      Ungeduldig trat ich von einem Fuß auf den anderen und wusste selbst nicht so recht, ob ich wollte, dass er schnell oder langsam wieder zurückkam. Schlussendlich dauerte es keine drei Minuten und der ansehnliche junge Mann kam mit sauberen Händen zu mir zurück. Bereits im Gehen kramte er auch einer Hosentasche einen abgerissenen Zettel und einen dreckigen Kuli, mit welchem einige Zahlen auf den Zettel pinselte. "Bittschön", meinte er, reichte mir den Zettel und blieb nur gefühlte 80 Zentimeter vor mir stehen. Ich hasste Jungs! Immer nahmen sie einem die Kraft zum Atmen und so ungerne wie ich es zugab, aber dieser Mechanikerboy, mit den langen lockigen Haaren und den olivgrünen Augen war echt mega heiß.
      Mein Aussehen war mir immer egal gewesen, aber nun strich ich mir nervös meine Haare glatt und tatsächlich war mein erster Gedanke, ob ich ihm gefiel. Aber logischerweise sollte ich das, denn welcher Junge sprach schon ein Mädchen an, was er nicht kannte und was er noch nicht mal als hübsch bezeichnete? Ja genau! Guter Gedanke Artemis! Ich nahm den Zettel nach längerem Zögern an.
      "Also nochmal. Ich bin Altair und es wäre mir eine große Ehre, wenn du mit mir am Wochenende einen Ausritt machen würdest."
      Altair. Ich mochte diesen Namen. Ich zuckte mit den Schultern und schaute kurz unschlüssig zu ihm hoch, bevor ich meinen Blick wieder auf den Zettel in meinen Händen richtete. Bevor ich ihm eine Antwort geben konnte, schallte eine tiefe Männerstimme aus einer der anliegenden Räume und nur wenig später kam ein älterer und sehr grimmig wirkender Mann durch eine Tür getrampelt.
      "Kara was soll das? Da drausen warten fünf weitere Wagen. Willst du deinen Job verlieren? Ja? Kein Problem! Denn wenn ich nochmal sehe, dass du während der Arbeitszeit dich mit anderen Dingen beschäftigst, dann fliegst du schneller hier raus als du denkst!" schrie er fast und zeigte wütend und mit schwabbelnden Fettbauch auf Altair vor mir, bevor er durch die Tür durch die er gekommen war, zurückwatschelte.
      Altair verdrehte genervt die Augen, drehte sich dann aber ohne noch etwas zu sagen um und ließ meinen Wagen mithilfe eines Hebels wieder zu Boden gleiten.
      Stumm bezahlte ich ihn, stieg in meinen Truck und ließ den Motor an. Ich war selbst überrascht von mir, aber bevor ich aufs Gas trat, kurbelte ich das Fenster nochmal nach unten. "Altair!" rief ich und Altair drehte sich nochmal zu mir um, "Ich melde mich bei dir."
      Ein glückliches Lächeln erschien auf seinem Gesicht und er nickte kurz. Dann gab ich Gas und verließ mit neuen Reifen die Werkstatt.

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      Nacht und Sterne

      Steif war mein Blick auf den kleinen Fernseher vor mir gerichtet. Fast schon unbemerkt kraulte ich den kleinen weißen Kater zu meiner Rechten hinter den Ohren. Seit Tagen und Wochen wurden die Nachrichten von Tag zu Tag kurioser. Mein Land, das Land in welches ich gezogen war, es lief dem Untergang entgegen und so langsam schlich sich bei mir die Angst ein. Die Angst, dass der nächste Schritt den Krieg bedeuten würde. Ich hatte Angst um meine Pferde, all diese Pferde!
      Die Tür meiner Wohnung würde quietschend geöffnet und nur wenige Sekunden später ließ sich seufzend Altair neben mir nieder. "Na, schaust du schon wieder Nachrichten?" fragte er mich und machte es sich auf meiner Linken bequem.
      "Bleibt mir leider nicht viel anderes übrig, wenn ich nicht unerwartet von einer Bombe getroffen werden möchte. So weiß ich jedenfalls, wann unser Untergang bevorsteht."
      "Positiv wie immer, die Artemis, was?" meinte Altair neckisch. Ich antwortete nicht sofort.
      "Altair, das ist wirklich kein Spaß. Schau dir das mal an, wir sind in der Vergangenheit gelandet!"
      "Ne nicht ganz, wir haben Popcorn!" meinte er fröhlich und hielt mir eine Plastiktüte mit ziemlich ekligen und süßen Popcorn unter die Nase, welche er definitiv in dem Billigladen um die Ecke gekauft hatte. Altair grinste.
      "Na da sind wir aber weit zurückgerutscht, immerhin wurden Puffmaiskörner gefunden, welche etwa 4000 Jahre alt sind." Manchmal verstand ich selbst nicht, wie Altair es schaffte, mich in meinen schlechtesten Zeit so zum Lächeln zu bringen. Ein Lachen würde er heute nicht von mir zu hören bekommen, aber das Lächeln schenkte ich ihm gerne.
      Altair wechselte das Thema und schaute mich nun mit einem ernsten und nachdenklichen Blick an. "Wenn du das wirklich willst, dass würde ich mich auf die Suche nach einem Platz für unsere Tiere machen, der in einem sicheren Gebiet ist." Ich zog eine Augenbraue hoch.
      "Du machst dich auf die Suche." Zweifelnd blickte ich ihn an. Syntrofos schien sich aus unserer Unterhaltung ausgeschlossen zu fühlen und kletterte auf meinen Schoß, wo er sich laut schnurrend niederließ. Altair zuckte die Achseln. "Ja, ich denke, ich weiß schon, an wen ich mich wende."
      "Willst du mir es vielleicht auch verraten?"
      "Nö, es soll eine Überraschung für Syntrofos werden." Ohne mit der Wimper zu zucken blickte er mich weiter an. "Kommst du jetzt? Ich habe gedacht, du willst deinen neuen Pferden vielleicht eine Box vorbereiten." Mit diesen Worten stand er auf und verließ pfeifend und mit den Hüften schwingend die kleine Wohnung. Wieder erschien ein Lächeln auf meinen Lippen, merkte jedoch gleich den prüfenden Blick des Katers auf mir ruhen. "Schau mich nicht so an! Da läuft nichts zwischen uns!" Syntrofos zog die Läfzen nach oben und schenkte mir ein gruselig aussehendes, aber klar erkennbares Grinsen. "Wir sind nur Freunde!" Energisch verteidigte ich mich. "Er hilft mir bei der Stallarbeit, nur deswegen ist er hier und jetzt runter mit dir! Ausnahmsweise hat Altair nämlich Recht, die Boxen stehen an." Ich schaltete den kleinen Fernseher aus, zog meine grüne Jacke über und verließ dann, gefolgt von meinem weißen Schatten, das kleine Haus.

      Altair hatte bereits in dem kleinen Stalltrakt begonnen die drei restlichen noch leeren Boxen von Spinnenweben und altem Heu zu befreien. In der einen hatte wir über längere Zeit das Kraftfutter gehortet, welches nun allerdings etwas weiter in der neuen Futterstube zu finden war. Schweigend nahm ich mir eine weitere Mistgabel und half ihm dabei. Die Stallarbeit war für uns beide mittlerweile Routine geworden und wir hatten uns still auf eine Teilung des Stalls geeinigt. Seit dem Altair bei mir eingezogen war, seine alte Wohnung war ihm kurzfristig gekündigt worden, half er mir ihm Gegenzug die Pferde zu versorgen und kümmerte sich um die technischen Dinge auf dem kleinen Gestüt.
      Gegen drei am Nachmittag setzte dann ein strömender Regen ein und die dunkle Wand aus dem Westen rückte immer näher. In eine warme Decke eingehüllt saß ich auf einem hölzernen Stuhl am offenen Stalltor und wartete auf die Ankunft der drei neuen Pferde. In letzter Zeit hatte es einige gegeben, die ihre Pferde für nicht allzu viel Geld verkaufen wollten und auch wenn ich innerlich lange mit mir gekämpft hatte, hatte ich mich für drei dieser Pferde entschieden. Shady war schon länger gekauft, Cardiacs Kaufvertrag erst vor wenigen Tagen unterschrieben wurden und kleine Abqa Hasna war eine Rettungsaktion gewesen. Ich hatte natürlich nicht nein sagen können, als mich der Tierschutz darum gebeten hatte, sie aufzunehmen.
      "Artemis, ein Fahrer hat angerufen." Altair gesellte sich zu mir und hockte sich neben mich. Erschrocken drehte ich mich zu ihm um. "Alles gut Süße!" Altair hob beide Hände in die Luft, während ich ihn immer noch angstvoll anblickte. "Die Ankunft verzögert sich nur, sie stehen im Stau." Erleichtert atmete ich aus, zog die heruntergerutschte Decke wieder auf meine Schultern und blickte weiter hinaus in den Regen. "Ich habe gerade Arias und Antar von der weide geholt, die beiden sind völlig durchgefroren. Hilfst du mir, die Beiden mit Handtüchern trocken zu rubbeln?"
      Ich war dankbar für die Aufgabe und folgte Altair zu der größeren Box der beiden Jährlinge, welche sich vom ersten Moment an vertragen hatten.
      "Ich nehme Antar." Bestimmend zog ich den kleinen Kerl zu mir, welcher au dünnen Beinen zitternd vor mir stand. Für einen Araber hatte er recht langes Winterfell, welches durch den Regen jetzt schwer an seinem Körper klebte. Stumm versuchte ich mit dem etwas zu kleinen Handtuch den kleinen Kerl trocken zu kriegen und nach etlichen Schrubben, stand ein völlig verwirrter und zerzauster Hengst vor mir. Auch Arias sah nicht besser aus, dafür waren beide jetzt verhältnismäßig trockener als vorher.
      Da der Regen immer noch noch nicht aufgehört hatte und weit und breit auch kein Pferdeanhänger mit den drei neuen Pferden zu sehen war, entschied ich mich dazu, auch die anderen Pferde nach Hause zu holen. Nur zwei der Hengste, Arsil und Khadir, welche weiter im Innenland geschützt von Bäumen standen, würden den Regen wohl ohne mein Zutun überleben. Während ich Asfari-Sharin und Loveletter von ihrem Paddock holte, nahm sich Altair Bahar und Tiramisu an, welche zur Zeit noch einzeln auf einer Weide in der Nähe des Strandes standen.
      Nach den Hengsten kamen die Stuten. Die Angelegenheit war weniger einfach, da alle auf einer Weide standen. An sich war das ja kein Problem, aber Belaja wollte dort nicht ohne Fada Fid stehen. Fada verlässt die Wiese jedoch nicht ohne Barakah und Barakah wiehert dann Tiara hinterher. Mittlerweile hatte ich wegen dieses Problems jedoch einen Plan aufgestellt, welcher so aussah: Als erstes gehen Belaja und Fada, zusammen mit Barakah und Tiara. Baraija und Bardiyah kommen danach, gefolgt von Püppchen und Lilli. Hestia war eine unserer ältesten Stuten und ich befolgte ihren Wunsch, immer als letzte auf der Weide bleiben zu dürfen.

      Es war ein Wunder, als es wenig später den letzten Regentropfen regnete und nur kurze Zeit später ein großer LKW mit drei Stuten im Gepäck die uneben Einfahrt entlang auf das Gestüt fuhr. Beide Männer waren recht nett und erledigten mit mir im Voraus den Papierkram, währenddessen sich Altair damit beschäftigte, alle drei Pferde aus dem Hänger auszuladen. Ich hatte mit Erstaunen festgestellt, dass Abby ein Kind von meiner geliebten Hestia war und war mir sicher, dass aus ihr eine wahre Pracht werden würde. Shady hatte bereits jetzt mein Herz im Sturm erobert, während Cardiac ziemlich eigenwillig war. Beide waren jedoch hervorragende Zuchtstuten und vielleicht würde es nicht mehr lange dauern, bis auch sie mir Süße Nachkommen schenken werden.
      Nachdem die drei Stuten ausgeladen waren und noch etwas perplex auf dem Hof standen, verabschiedete ich mich von den Pferdebringern und führte die drei zusammen mit Altair zu den neuen Boxen am Ende des Stalls. Es dauerte nicht lange und sie kauten glücklich an dem frischen Heu. Ich freute mich auf die Arbeit mit ihnen, entschied mich jedoch dazu, heute nichts mehr zu tun, außer gegebenenfalls etwas leckeres zu Essen und einen Film zu schauen, der lenkte immer gut von wichtigeren Themen ab. Altair sah ich bis zum Abendbrot nicht wieder und erst als der leckere Geruch von Brokkoliauflauf durchs Haus wabbelte.
      "Wo warst du denn so lange?" Frage ich erstaunt, als sich Altair von hinten näherte und sich dann auf der Arbeitsplatte neben mir aufstützte.
      "Ich sagte dir doch, dass ich unser kleines Problem klären wollte."
      "Und?"
      "Was und?"
      "Na hast du es geklärt?!"
      "Wenn du das sagst, dann klingt das so, als würde das Licht meines Autos nicht mehr gehen."
      "Das Licht deines Autos geht auch nicht mehr,"
      "Stimmt, da hast du nun auch wieder Recht."
      "Also? Was ist nun?"
      "Ich habe hunger."
      "Du Blödmann, du bekommst nichts, bevor ich nichts genaueres weiß!"
      "Jaja schon gut, du musst nicht immer gleich so brutal werden. Ich habe mit Nico gesprochen-" Endlich gab sich Altair geschlagen. Ich seufzte.
      "Mit dem weiteren Blödmann aus Norwegen? Woher kennst du den eigentlich?!?" Bestürzt schaute ich ihn an. Darauf hätte ich ja selbst kommen können, dass er gleich zu diesem "du Martin" rannte, immerhin hatte der ja jede Menge Geld und ich wusste, dass Altair sich gerne vom Geld locken ließ.
      "Ja genau der und Nico ist gar nicht so schlimm wie alle denken. Außerdem hatte ich dir schonmal erzählt, dass ich den im Urlaub vor ein paar Jahren kennengelernt hatte. Ich fand ihn nett und außerdem, was ja für uns der entscheidende Punkt ist, hat er uns seine Hilfe angeboten. Wir können unsere Pferde zu ihm nach Norwegen bringen und das ist immerhin eines der sichersten Länder dieser Welt."
      "Wie hieß das Gestüt? Irgendwas mit "T" oder so, ne?" Ich runzelte die Stirn, während ich aus dem warmen Ofen den lecker riechenden Auflauf holte und diesen eilig, weil ziemlich warm, auf dem Küchentisch abstellte.
      "Tyrifjord Ranch, genau. Unsere Pferde und auch wir wären sicher und mal ehrlich, juckt es dich nicht ein bisschen die Welt kennenzulernen?"
      Ich zuckte mit den Schultern. "Doch schon, ein bisschen."
      "Siehst du, dann steht dem ja nichts mehr im Weg."
      "Aber mein Gestüt-!"
      Altair kam auch mich zu und einen Moment hatte ich Angst, dass er mich küssen würde. Sein Blick lag weich auf meinem Gesicht und ließ mich automatisch einen Schritt nach hinten weichen. Altair legte jedoch nur seine Arme um meine Hüften und zog mich an sich. "Artemis, komm mit mir in den Norden. Öffne die Augen und sehe diese tolle Welt vor dir, nicht immer nur all das Negative."
      Lange Zeit sage ich nichts, ein Markenzeichen von mir, sondern genieße nur den warmen Körper meines Freundes. "Ok, ich komme mit."

      10.704 Zeichen | Canyon
    • Canyon
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      Helle Schatten
      Besorgt strich ich Hestia über die helle Stirn. Entspannt schloss sie die Augen und gab sich meinen Bewegungen hin. "Alles wird gut", flüsterte ich der Stute zu und lehnte vorsichtig meinen Kopf an den ihren. Erschrocken schreckte ich auf, als quietschend die Stalltür aufgeschoben wurde. Es war Addison. Ich war ihm dankbar, dass er sich um Hestia kümmerte, wir hatten nicht das Geld, uns von Außerhalb jemanden mehrmals die Woche auf den Hof zu bestellen. "Hey", sagte Addison und stellte seinen Koffer neben Hestias Box ab. "Hey", sagte auch ich und schob dann den Riegel zur Seite, um Addi in die Box zu lassen. "Ist dir eine Verschlechterung in den letzten Tagen aufgefallen?" Fragt er mich und betritt ihre Box. Ich schüttle den Kopf und erkläre ihm, während er Hestias Augen beleuchtete, wie sie sich in den letzten Tagen verhalten hatte. "Das Auge wird leider nicht mehr zu retten sein", erklärt mir Addi und nimmt mir damit meine restliche Hoffnung. Ich mochte diese Stute sehr und es tat mir Leid für sie, dass sie in der Mitte ihres Lebens ihr Augenlicht verlieren sollte. "Kann man denn gar nichts dagegen tun?" Fragte ich flehentlich. "Natürlich gibt es einige Medikamente dagegen, aber was ich dir raten würde, ist, dass ihr einfach versucht sie so gut wie möglich darauf vorzubereiten und ihr die Sicherheit gebt. Vielleicht holt ihr euch eine andere Stute dazu und gewöhnt Hestia daran, dass das ihre Leitstute ist." Versuchte Addi mich aufzumuntern. Er kam aus der Box und klopfte mir leicht auf die Schulter. "Ansonsten kann ich euch nur raten, so viel Stress und Unruhe wie nur möglich zu vermeiden und der Stute auf ihrem weiteren Weg Beistand zu leisten." Ich nickte. "Danke, wir werden natürlich alles versuchen. Es wird nur immer schwerer für sie in der Herde, vor allem da sie die Leitstute ist." "Ihr schafft das schon!" Sagte Addi aufmunternd und lächelte mich kurz an. "Ich habe gestern Abend Augentropfen für sie bestellt und ich hoffe, dass die nicht lange auf sich warten lassen werden." Dankbar lächelte ich. Es tat wirklich gut, einen Profi an der Seite zu haben, der uns dadurch führen würde. Addi verabschiedete sich von mir und ich blieb alleine zurück. Artemis war mit Bahar unterwegs, mehrere Tage wollte sie eine Trainingseinheit in den Alpen mit ihm machen. Sie hatte lange darauf gespart und ich freute mich für sie, dass sie es endlich geschafft hatte. Erst gestern hatte sie einige Bilder geschickt, von sich und natürlich von Bahar, wie er die steinige Landschaft erklomm. Als nächstes fütterte ich die Pferde. Ich liebte unseren neuen Stall. Vor allem den nordischen Charme und die warme Atmosphäre hatte mich beim ersten Betreten innehalten lassen. Er bot genügend Luft zum Atmen, geräumige Boxen mit so wenig Wand und Gitter wie nur möglich und einem guten Platz für Sättel und restliches Zubehör. Jedes Pferd hatte, wie vom Artemis gewünscht, sein eigenes Paddock und bekam täglich Auslauf. Allerdings machte mir die Arbeit zu schaffen. Oft fand ich zu wenig Zeit für mich oder Artemis und auch wenn Vuyo und Eyvind mehrmals die Woche halfen, so war es doch ein endloser Kreislauf. Ich hatte versucht mit Artemis darüber zu reden, jedoch war es ihr schwer gefallen, auch meine Sicht der Dinge zu verstehen. Sie liebte ihre Pferde über alles und manchmal kam es mir so vor, als würde diese Liebe auch die Liebe zwischen uns übersteigen. Es war nicht so, dass ich die Pferde aufgeben wollte. Ich wollte nur nach neuen Möglichkeit suchen, um auch die andern Dinge im Leben ausüben zu können. Und es gab neue Möglichkeiten, von Reitbeteiligungen bis zu Stallburschen. Es war noch früh am Morgen, die Pferde mussten gefüttert und dann auf die Weide geburracht werden. Eyvind hatte versprochen dann vorbeizukommen und mir zu helfen. Das beruhigte mich etwas. Ich begann bei den Hengsten. Bahars Box ganz vorne war leer und auch die Boxen der Jungpferde Antar ibn Dahr und Arias waren leer, da die beiden auf der Jungpferdeweide mit dem jungen Hengst von Nico standen. Tiramisu stürze sich verzweifelt auf den Hafer, als hätte er die letzten Stunden vor Hunger gequält in der Box stehen müssen. Khadir, Loveletter und Arsil nehmen den Hafer etwas entspannter entgegen, Asfari Sharin ignoriert den gefüllten Trog vollkommen. Nachdem auch die Stuten sind, kommt Eyvind püntklich wie immer zu mir in den Stall. Eyvind ist die gute Seele der Insel und jeder weiß, dass auf ihn immer Verlass ist. Er lebt stets ohne Vorurteile und es gibt niemanden, der sich nicht mit ihm versteht. Umso trauriger ist es, dass Eyvinds Glück in Sachen Liebe schon immer sehr bescheiden war und er seit vielen Jahren alleine lebt. "Du musst etwas raus, unter die Leute kommen, Mädchen kennenlernen!" Hatte ich schon oft zu ihm gesagt, doch er hatte nur den Kopf geschüttelt und mich angelächelt. "Ich bin doch glücklich, so wie es ist." War seine Antwort gewesen. Zusammen brachten wir die Pferde hinaus auf die Weiden. Die Stuten standen zusammen auf dem weitläufigen Gelände und mittlerweile kannten sie den Weg. Jeder von uns nahm immer drei der Stuten. Ich begann auf der einen Seite des Stalls, Eyvind auf der anderen. Cardiac, Abqa Hasna und Shady waren die ersten Kandidaten von mir, während sich Eyvind Hollybrooks's Barakah al Sanaa, Badriyah und Baraija genommen hatte. "Nimmst du nachher selber Hestia?" Rief er mir zu und zeigte mit vollen Händen auf die Stute. Ich nickte deutlich. Als nächstes nahm Eyvind I'll never leave you, Zanyah und Fada Fid, während ich für mich nur Hestia und Tiara Al-Bahri wählte. Addison hatte Recht, Hestia brauchte einen pferdigen Helfer an ihrer Seite und vielleicht war die junge Tiara dafür genau richtig. Eyvind brachte schnell noch Belaja und Pounts Püppchen auf die Weide und dann waren wir mit den Stuten fertig. Aber auch die vier Hengste waren schnell auf ihren Weiden. Schon lange teilten sich Tiramisu und Khadir eine Grünfläche und Asfari und Arsil, normalerweise stand bei den Beiden noch Bahar. Nach getaner Arbeit dankte ich Eyvind für seine Hilfe, wir verabredeten uns jedoch für den Nachmittag wieder zum gemeinschaftlichen Boxenausmisten. Ich war müde, die Arbeit zerrte an meinen Kräften und schon lange habe ich mich nicht mehr wirklich erholt gefühlt. Vielleicht war es ein Fehler gewesen, unsere Wohnung genau über den Stall zu bauen. Umso öfter und länger hielten wir uns deswegen dort auf. Allerdings war es nun auch um einiges leichter, für eine kleine Mittagspause mich einfach aufs Sofa zu legen und für einen Moment die Augen zu schließen. Tröge zog ich meinen Laptop zu mir heran und öffnete Safari. Ich brauchte Hilfe im Stall und vielleicht wurde ich ja im Internet fündig. Es gab genügend Reitbeteiligungen in unserer Nähe und ich markierte einige in den Favoriten, um Artemis bei ihrer baldigen Ankunft vielleicht doch von etwas Zuwachs im Stall überzeugen konnte. Müde schloss ich die Augen und verlor mich im Schatten des Tages.
      6932 Zeichen | Canyon
    • Gwen
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      Pflegebericht
      Bahar, Cardiac, Abqa Hasna, Shady, Hollybrook's Barakah al Sanaa, Hestia, Antar ibn Dahr, Arias, Badriyah, Barija, Khadir, Arsil, Tiramisu, Zanyah, Loveletter, Asfari-Sharin, Tiera Al-Bahri, I'll never leave you, Fada Fid

      Es war ein kühler Morgen als wir auf dem Gestüt Hara Artemis eintrafen. Trotz der Frühe herrschte dort bereits reges Treiben, denn das große Arabergestüt suchte für seine Schützlinge neue Liebhaber. Aus diesem Grund waren auch wir angereist und musterten neugierig die Umgebung. Hier und da wurden bereits Pferde für den Transport fertig gemacht oder auf Anhänger geführt. In Stall und Halle traf man wiederum auf potenzielle Interessenten, welche sich ihre Favoriten vorzeigen ließen. Auch wir wurden direkt herzlich in Empfang genommen und einmal herum geführt. Unsere Interesse betraf einen schneeweißen Araberhengst, einer der Vorzeigepferde des Gestüts. Sein Name war Khadir und mit seine zwölf Jahren war er bereits solide ausgebildet. Außerdem hatte er schon allerhand Nachkommen vorzuweisen, doch für uns war die Zucht nicht interessant. Khadir sollte stattdessen vielmehr als Showpferd fungieren und momentan schien sein Charakter perfekt. Auch beim Vorführen und Vorreiten zeigte er sich von seiner besten Seite und so stand für uns schnell fest: Der sollte es werden. Es wurden alle Einzelheiten mit der Besitzerin besprochen und dann verabschiedeten wir uns auch schon wieder und ließen den wilden Trubel des Gestüts hinter uns. Schon bald würde der hübsche Schimmel bei uns einziehen. ​
    • Canyon
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      Pflegebericht
      Angus, Ginnungagap, Abqa Hasna, Loveletter, I'll never leave you, Seattle's Scarlett, Philomena. Fearthainn, Peripeteia, Dauthdaert, Hestia, Braum van Ghosts, Asfari-Sharin, Fada Fid, Mios Jelda

      Der Herbst war endlich gekommen. Die ersten Linden verloren ihre Blätter und bei Ausritten in der schattigen Natur, rauschten die Blätter unter den Hufen der Pferde, wie die Wellen des Meeres. Genau wie die Bäume, war auch das Gestüt leer geworden. Das Bild des ehemals weitbekannten Hofes war aus dem Netz und aus dem Gedächtnis verschwunden. Geblieben waren einige Pferde. Zum Vergnügen, als Freund für die anstehenden kalten Tage und als Sportgefährte für wenige Turniere und Trainingsstunden. Der Winter würde kommen und nach ihm der Frühling. So wie es immer war und so, wie es auch jetzt wieder sein würde.
    • Canyon
      Ein trauriges Schicksal
      16.06.2019 | © Canyon

      Sacarina, Mirabelle, Shakespeare, Oblivia, My Holly, Curly Lure, Anni, Namica, Seattle‘s Scarlett, Dauthdaert, Angus, Abqa Hasna, Braum van Ghosts, Fada Fid, Asfari-Sharin, Loveletter, I‘ll never leave you

      Früh am Morgen betrat ich den Stall und ging die Boxen entlang. Viele der Pferde wartete noch immer auf einen neuen Besitzer, wurden immer wieder auf Veranstaltungen vorgeführt und manchmal wurden sie auch verkauft. Ansonsten hing von ihnen ein Bild im Internet, in der Hoffnung, dass auf diesem Weg sich jemand finden würde, der ihnen ein neues, schöneres Zuhause bieten konnte.
      Sie wurden von uns gefüttert und auf die Wiesen gebracht, die Trainer trainierten sie, stellten sie auf mittelmäßigen Turnieren vor und hofften, trotz mittelmäßiger Leistung, dass es Käufer gab. Es war ein trauriges Schicksal, aber wer weiß, vielleicht würde sich eines Tages alles zum Guten wenden.
      Auch heute gab ich wieder mein Bestes, jedem Pferd etwas Zeit zu schenken, aber bei so vielen vereinsamten Wesen war es schwer, dieser Bürde entsprechend nachzukommen.
      Vielleicht war es endlich mal soweit, dieses System zu durchbrechen und eine andere Geschichte zu schreiben und vielleicht sollte ich heute und jetzt damit anfangen. In diesem Moment.
    • Canyon
      Anruf aus der Ferne
      14. Juni 2020 | © Canyon

      Es war ein wunderschöner Sonntag. Ich pflegte alle Pferde: Seattle‘s Scarlett, Dauthdaert, Abqa Hasna, Braum van Ghosts, Mios Jelda, Fearthainn, Peripeteia, Hestia, GH’s Acapulco Gold und Loveletter.
      Dann klingelte das Telefon. Die Nummer war mir unbekannt, die Vorwahl erst recht. „Petyr“, murrte ich.
      „Hey alter Freund, Malte hier, wie stets im hohen Norden?“

      Erschrocken legte ich das Handy beiseite. Als ich mich beruhigt hatte, nahm ich es erneut zur Hand und begann vorsichtig ein Gespräch. Wir hatten uns lange nicht mehr gehört und gesehen, Malte war viel beschäftigt, umso schöner war es, dass er mich nach Kalifornien einlud. Am Ende willigte ich ein. Noch hatten wir uns für keinen Zeitpunkt geeinigt, aber irgendwann würde es schonmal klappen.
    • Canyon
      Weihnachten
      23. Dezember 2020 | © Canyon

      Morgen war Weihnachten - im Stallleben veränderte das nicht sonderlich viel. Den Pferden war es egal, welcher Tag war, obwohl sie sich vermutlich über den Weihnachtsschmuck sowie die liebliche Musik aus dem Radio wunderten, wenn sie sich nicht schon die letzten Jahre daran gewöhnt hatten. Hier in Norwegen lag Schnee, viel Schnee, auch wenn er hauptsächlich mathschig und vielerorts gräulich oder gar gelblich erschien. Hier im Norden war der Winter lang erhofft und stark gefürchtet. Mittag schien es, als würde die Sonne aufgehen und doch war sie halb eins bereits wieder am Horizont verschwunden. Mios Jelda war daran gewöhnt, sie war hier geboren. Auch Dauthdaert, Fearthainn und Peripeteia machte die Kälte nichts aus, während die anderen echte Frostbeulen darstellten. Allen voran Hestia und Loveletter, sowie der dritte Araber im Bunde Abqa-Hasna. Aber auch Seattle's Scarlett, sowie GH's Acapulco Gold waren nicht besonders angetan. Zum Glück gab es allerdings erwärmte Tränken und dicke Decken, so waren auch die kalten Tage gut zu überstehen.
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  • Album:
    Tyrifjord Ranch
    Hochgeladen von:
    Canyon
    Datum:
    11 Nov. 2016
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  • [​IMG]
    → Loveletter ←
    (Letter)

    Abstammung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Von Asis Baschir
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der Saddy
    Von El Sorit ox Aus der Santila ox

    Exterieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Hengst
    *2007
    (9 Jahre)
    Rasse: Pintoaraber
    Stockmaß: 154cm
    Deckhaar: Bay Sabino Tobiano
    Abzeichen: x

    Interieur / Beschreibung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Charaktereigenschaften:
    Ausgeglichen ●●● Unausgeglichen
    Aufmerksam●● Unaufmerksam
    Intelligent ●●●● Unintelligent
    Sozial●●● Unsozial
    Begabt●●●● Unbegabt
    Ruhig ●●●● Nervös
    Loyal●●● Untreu
    Gutmütig ●●●● Boshaft
    Nervenstark●●● Scheu
    Temperamentvoll●● Faul

    liebevoll | verspielt | respektvoll
    Auch wenn Loveletter noch ziemlich jung ist mit seinen 9 Jahren, versucht er aber sowohl im Umgang, als auch unter dem Reiter, alles richtig zu machen und jede Hilfengebung richtig auszuführen. Allerdings ist der Schecke relativ anfällig für Verletzungen, denn er nimmt keine Rücksicht auf sich, wenn er auf der Weide mit den anderen tobt und legt sich öfter auf die Nase. Letter ist wie ein Liebesbrief, denn er liebt alle anderen Tiere, sowohl Hengste, Kühe, Hunde, Ziegen oder andere Tiere, er kommt mit allen Klar. Aber er hat eine Angst, was Tiere angeht, und das sind kleine, bellende Hunde. Er fürchtet sich manchmal so sehr, dass er, wenn er auf der Weide ist losprecht und wenn er im Stall angebunden ist, tänzelt und am liebsten sich losreißen würde. In der Herde benimmt er sich immer wie ein Absetzer und spielt mit den anderen dauerhaft rum, scheint es kaum zu akzeptieren, das man auch eine Pause braucht. Er zeigt immer Respekt vor dem Reiter und ist im Handling echt ein Engel, vor allem wenn er Mais bekommt.

    Besitzer: Canyon (Artemis)
    VKR/Ersteller: verfallen/Juu
    im Besitz seit: 11. November 2016
    Kaufpreis: x

    Qualifizierungen & Erfolge
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential

    Dressur E A L M S S* S**

    Western E A L M S S* S**

    Springen E A L M

    Military E A L M

    Galopprennen E A L M S

    Distanz E A L M S S* S** S***

    Fahren E A

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    227. Westernturnier | 218. Dressurturnier | 184. Distanzturnier | 226. Distanzturnier | 227. Distanzturnier | 334. Springturnier | 102. Synchronspringen | 342. Dressurturnier | 341. Springturnier | 325. Militaryturnier | 349. Dressurturnier | 240. Distanzturnier

    Inoffiziell
    Tag der offenen Tür, 3. Platz Western A

    Zuchtverband
    -

    Ausbildung und Zuchtdaten
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    Fohlen ABC | Eingeritten | Eingefahren

    Distanz- & Westernpferdeausbildung (ab 3 Jahre)
    Einreiten | Einfahren | Geländetraining | Gelassenheitstraining | Stangenarbeit

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
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    [HK 485]

    Gencode: Ee Aa nT nSb
    Zur Zucht zugelassen: Ja
    Eingetragene Zucht: Hara Artemis

    Nachkommen
    -

    Gesundheitszustand
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    Letzter Tierarztbesuch: unbekannt
    gechippt [] zuletzt kontrolliert []

    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:

    Letzter Hufschmiedbesuch: unbekannt
    Ausgeschnitten/Korrigiert:
    Hufbeschaffenheit:
    Hufkrankheit/en:

    Beschlag vorne:
    Beschlag hinten:

    Zubehör
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯
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