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Occulta

• White Dream, New Forest Pony ♀

Stute | Schimmel

• White Dream, New Forest Pony ♀
Occulta, 29 Juli 2016
    • Occulta
      Alte Pflegeberichte:

      Feb 16 2012 09:14 PM
      Ankommensbericht Seeeed!, White Dream, Love is Wicked, Arsil, Chester le Rue

      Zufrieden wanderte ich in den Stall runter um 5. Boxen herzurichten. Entspannt begann meine Arbeit im Stutenstall, wo ich zwei Boxen ruckzuck herichtete und viel stroh reinmachte und verteilte, dazu noch die Tröge füllte. Dann waren die ersten Boxen einziehbereit und ich zischte nochmal schnell zum Hengststall rüber, wo ich auch gleich mit den nächsten drei Boxen weitermachte. Nach einer Weile waren auch diese fertig und wir konnten uns auf dne Weg zu Magena,Flair, Bine und niolee machen.
      Dafür hatten wir heute einen riesigen Hänger dabei mit Platz für 6. Einstellpferde. Also machten wir uns sofort auf dne Weg udn fuhren zu aller Erst zu Magena, um die drei gekörten Araber abzuholen. Die Fahrt dauerte auch nicht lange und wir kamen bei ihr an, voller Freude, das sie währendessen die Araber aufgenommen hatte umarmte ich sie fröhlich und unterhielt mich kurz mit ihr. Bis wir
      Love is Wicked, Arsil und Chester le Rue holten und verfrachteten, dann verabschiedeten wir uns und fuhren nun zu niolee um Seeeed! abzuholen. Glücklich fuhren wir nun weiter, bis wir schließlich auch bei niolee ankamen, glücklich umarmte ich sie. Daraufhin unterhielten wir uns kurz und verluden dann Seeeed. Danach verabschiedete ich mich von niolee und unser Fahrt konnte weiter gehen zu Bine. Wir fuhren mal wieder lange, bis wir endlich ankamen und ich Bine freundlich grüßte. Dort besprachen wir die Zahlung und ich verlud anschließend White Dream. Dann fuhren wir wieder vom Hof und endlich Richtung nach Hause.
      Es dauerte knapp 3.Stunden und wir kamen endlich 22.Uhr Zuhause an, wo ich erschöpft mit meiner Mum die Pferde in ihre Boxen brachte und das Zubehör, sowie Ausrüstung & Putzkasten verfrachtete, anschließend nochmal die Boxen kontrollierte und wir endlich ins Haus gingen und Abendbrot aßen. Danach schmiss ich mich erschöpft ins Bett und schlief ein.


      [1855.Zeichen / Text © by StefStef]

      Sammelpflegi Stuten am 14.05.2012

      An diesem Morgen fuhr ich zum Gestüt Traumfänger. Ich hatte in der Zeitung gelesen, dass das Gestüt für den heutigen Tag Hilfe bei den Stuten brauchte. Ich hatte mich gemeldet und bekam eine Zusage. Als ich ankam wurde ich freundlich begrüßt. Ich wurde kurz über das große Gestüt geführt, damit ich mich ein wenig zurecht fand. Dann bekam ich den Auftrag die Pferde zu putzen. Sie waren eigentlich alle einfach zu putzen, bis auf Shining Dancer und White Dream. Die beiden hatten ja weißes Fell und sich dazu noch im Matsch gewälzt. Nach 2 Stunden waren alle Stuten bis auf das Sorgfältigste geputzt. Es hatte keiner wirkliche Zicken gemacht, sondern waren sehr lieb beim Putzen. Nun holte ich jede Stute wieder einzeln aus der Box und mistete diese aus. Zumindest das, was auszumisten war. Ich hatte den Eindruck, es würde hier alle 2 Stunden ausgemistet werden. Der ganze Hof war in einer solchen Reinheit. Nun, wieder eine halbe Stunde später wurde mir noch gesagt, ich solle alle ein wenig bewegen. Ich packte jeweils White Dream, Litzi La La, Shinig Dancer, Frenja und Fate Fraction, Love is wicked, Tenbee und Classic Chocolat zusammen in die Führanlage. Vatra longierte ich ein wenig und mit Else machte ich einen kleinen Ausritt. Nun fuhr ich glücklich aber erschöpft nach Hause.

      1279 zeichen, Copyright by Varien

      Sammelpflegi Stuten 1/6

      Heute war Arbeit angesagt und das mit einigen Stuten. Ich lächelte und holte mir die ersten Opfer heraus. Sissi de Luxe und White Dream, waren schnell angebunden und bereit zum putzen.
      Bei
      Sissi ging es schnell, da sie nicht sonderlich dreckig war, doch bei White Dream dauerte es länger, da die Schimmelstute mit Dreck übersät war... Also striegelte ich das New Forest Pony eione ganze Weile, bis sie einigermaßen sauber war... Dann kratze ich zuerst White's Hufe aus, dann kamen Sissi'sHufe dran und so schnell war dann auch das Langhaar der Beiden gekämmt und sie waren bereit fürs Training...

      Zuerst nahm ich mir
      White Dream vor, den diese würde ich heute nur etwas Longieren, also schnappte ich mir die Longierleine und Longiergerte, führte draufhin White Dream zum Round Pen und ließ sie sich im Schritt erstmal aufwärmen... Sie ging ganz entspannt und war heute wohl nicht sehr aufgebraust, ich grinste und begann sie nun traben zu lassen, elegant setzte sie einen Huf nach den anderen in den Sand und führte diesen auch schnell wieder heraus. White schnaubte ab und zu, doch ließ sich nicht aus der Fassung bringen, den auch im Galopp, schien sie die Ruhe selbst zu sein. Wieder lächelte ich, ehe ich sie wieder zum Schritt durchparierte und noch ab und zu aus den Stand die Gangarten probierte, es klappte recht gut und wir waren schnell fertig, sodass ich sie wieder zum Putzplatz führte und ihren Bauch etwas striegelte. Dann landete sie auf der Weide und ließ sich die Sonne auf das Fell scheinen.

      Zufrieden kehrte ich zum Stall zurück und holtze die Dressurausrüstung von
      Sissi. Den mit ihr würde ich ein paar Figuren üben und sie schien auch heute in Top-Form zu sein... Ich lächelte und machte ihr die Ausrüstung sorgfältig ran, ehe ich sie täschelte und zur Halle führte. Dort angekommen stieg ich auf dne Rücken der DRP-Stute und ritt ein paar Bahnfiguren, größtenteils: Ganze Bahn, Halbe Bahn und Schlagenlinien. Sie sollte sich erstmal ordentlich aufwärmen... Als wir nun endlich soweit waren begann ich erstmal die Passage zu üben, Sissi war ziemlich konzentriert und machte entspannt die Bewegungen, ehe wir zu einen versammelten Trab wechselten und auf der anderen langen Bahnseite dann zum Schritt durchparierten. Dann begann erstmal das Üben an der Piaffe. Sissi's Bewegungen machten sich gut und sie schien heute wirklich Spaß daran zu haben. Ich lächelte und ritt dann erstmal ein paar Runden im versammelten Galopp, ehe wir zweimal an den langen Bahnseiten, ein paar fliegende Galoppwechsel durchführten. nachdem wir schon einiges geübt hatte, ritt ich sie trocken und stieg dann ab, um sie erschöpft zum Putzplatz zu führen udn ihr die Ausrüstung abzunehmen. Schnell waren Sissi'sSachen verstaut und die Stute bereit zum gründlichen Nachstriegeln. Gut gelaunt brachte sich sie nach der Fellpflege auf die Weide und machte mich an die nächsten Stuten...

      [2884. Zeichen / Text © by StefStef]

      Geburtstag von White Dream

      Heute war ein wirklich sonniger Tag und dazu noch ein besonderer. Den White Dream, meine einzige New Forest Stute wird stolze 7. Jahre alt. Lächelnd holte ich also die Geburtstagsstute aus dem Stall und brachte sie zum Putzplatz. Zum Glück war sie nicht sonderlich dreckig, sodass ich länger mit dem striegeln brauchen würde. Die Hufe waren denoch etwas dreckig, also brauchte es da seine Zeit. Das Langhaar aber war schnell gemacht und ich konnte ihr die Trense anlegen. Als sie das Gebiss im Maul hatte und alles bereit war, stieg ich schließlich ohne Sattel auf.
      Dann lobte ich sie und ritt los, Richtung Wald. Wir genossen die Zweisamkeit und galoppierten eine zeitlang, einen Waldweg entlang. Ehe wir auf eine Wiese abbogen und ich sie zum Trab parierte, während ich wieder Richtung Zuhause steuerte. Nach einer knapp Viertelstunde, kamen wir Zuhause an und ich legte ihr entspannt die trense ab und brachte sie in ihre Box, dort bekamm sie richtig Leckers zu fressen, mit viel Obst und ihren Lieblingsfutter.


      [1014. Zeichen / Text © by StefStef]

      Pflegebericht

      7:00 Uhr.
      Heute ist es so weit. Ich kuemmere mich um die Pferde von ihr. Sie ist fuer eine Weile nur ab und zu auf ihrem Hof. Stef muss zur Zeit was fuer ihr Leben tun.

      7:24 Uhr.
      Am Hof angekommen hole ich den Schluessel aus der Tasche und geh in den Stall. Dort stehle ich meine Tasche hin und hole ein Halfter. Zu erst mache ich was mit Baccardi. Der Hengst ist gekoert und einfach ein Traumpferd. Ich fuehre ihn aus der Box und geh raus zum Anbinder. Er steht still und ich putze ihn schnell. Baccy bekommt das Sattelzeug rauf und wir gehen zum Reitplatz. Stef hat mir erzaehlt das er gut Laeuft und auch sehr erzogen ist. Ich gurte noch einmal nach und steige dann auf. Das deutsche Reitpony geht los. Erst mal ein bisschen Schritt zum warm werden, auf beiden Haenden. Nach dem er dann relativ warm ist trabe ich ihn auf dem Zirkel, bei C, an und bleibe dort erst mal. Anschliessend geh ganze Bahn und parriere ihn nach 2 Runden durch. Baccy reagiert sehr gut auf Gewicht und sonstige Hilfen. Ich reite ohne Gerte. Das hab ich mir jetzt schon angewoehnt, weil ich nun oeffter Fremde Pferde reite und nicht weiss wie sie drauf reagieren oder wie sie es finden. Ich wechsel die Hand und trabe ihn an der naechsten langen Seite an. Sein Kopf ist ab und zu in der Senkrechten, aber das stoert mich nicht so. Nach ein paar Runden parriere ich ihn durch und reite ihn ab. Das reicht fuer heute. Baccy darf noch ein zwei Runden am langen Zuegel laufen und dann steige ich in der Mitte ab. Ich oeffne die Tuer und geh raus. Am Hof wieder mach ich sein Zeig ab, gebe ihm ein Apfel und bringe ihn auf die Koppel.


      8:37 Uhr.
      Als ich wieder am Hof bin mache ich seine Box sauber und mache wieder alles frisch. Als ich fertig bin hole ich ein Halfter und laufe raus zu der Stutenkoppel. Von da hole ich Litzi la la. Die Stute kenne ich schon. Ich hab ihr beim Abfohlen geholfen. Sie guckt mich an auf der Koppel und ich mache ihr das Halfter ueber den Kopf. Danach geh ich mit ihr zum Hof und putze sie. Anschliessend mach ich das Longierzeug ran. Dann gehen wir zu einem grossen Grasstueck. Ich weiss nicht ob ich das darf, aber ich machs einfach. Danach ist man immer schlauer, sag ich mir. Sie spinnt rum. Litzi will nicht im Schritt rum gehen. Das faengt ja toll an. Aber egal. Pferde sind auch nur Tiere. Man ist nicht in ihnen. Ich motiviere sie, dass sie wieder raus geht und es klappt. Dann lobe ich sie und sie weiter draussen im Schritt. Nach vier bis fuenf Runden wechsel ich wieder die Hand lasse sie antraben. Litzi schlaegt den Kopf hoch und versucht sich zu waehren. Doch da kennt sie mich nicht. Ich treibe sie so lange bis sie trabt. Nach einer Weile hat sie gemerkt, dass ich weiss wie es geht und testet nicht mehr weiter. Die Stute ist sehr raffiniert. Wir arbeiten noch ein bisschen und dann gehen wir wieder zum Anbinder. Ich mache alles ab und gebe ihr eine Karotte. Anschliessend geh ich wieder zur Koppel und hole Lady.


      9:13 Uhr.
      Am Hof angekommen putze ich sie und laufe mit ihr in den Wald. Ich geh mit der Stute nur eine kleine Runde spazieren. Wir gehen einfach durch den Wald. An uns kommen ein paar Fahrrad fahrer vorbei. Alle gucken uns ein bisschen komisch an, nur weil ich nicht reiten. Aber man muss ja nicht immer reiten. Nach einer Weile seh ich auch schon die Weide wieder. Dort stelle ich Lady wieder hin und hole White Dream.


      9:49 Uhr.
      Ich geh mit der Stute zum Hof und binde sie an. Anschliessend sattel ich sie und fuehre sie vom Anbinder weg. Dann steige ich auf und gurte noch mal nach. Wir reiten wieder in den Wald. White laeuft total endspannt. An einer Lichtung trabe ich sie an und White geht in der Senkrechten. Ich mag dieses Pferd sehr. Doch weiss ich nicht ganz warum, aber ist ja auch egal. Sie ist total gechillt und jammert nicht rum. Die Stute wird langsam immer schneller im Trab. Etwas komisch, weil sie sich auch nicht bremsen laesst. Ich setze mich in den Sattel und zuppel an den Zuegeln. White wird langsamer. Niemand hat es gesehen. Danach trabe ich noch ein bisschen weiter und dann parriere ich sie durch. Sie bekommt ein etwas Zuegel. Wir biegen links ab und reiten durch ein Monfeld. Ich trabe sie wieder an und es fuehlt sich so verboten an hier zu reiten. Dann galoppiere ich sie an und komme irgentwann auf der anderen Seite an. Ich parriere sie durch und reite wieder Richtung Reiterhof. Angekommen sattel ich sie ab und gebe ihr ein Apfel. Danach bringe ich sie zur Koppel zurueck.


      10:54 Uhr.
      Ich mache die Boxen von Litzi, Lady und White sauber. Es ist ziemlich anstrengt, weil ich immer hin und her laufen muss. Nach einer Weile bin ich dann fertig und gehe zu meiner Tasche. Ich trinke etwas und setze mich kurz hin. Einfach mal kurz entspannen. Mein Handy klingelt, es ist Stef und fragt wie weit ich bin. Dann erzaehl ich ihr in kurz was bisher passiert ist und wir reden noch kurz.


      11:06 Uhr.
      Nach dem Telefonieren geh ich raus und hole Milka Luflee von der Koppel. Das wird cool. Endlich mal jemand der auch ein Islaender hat. Auf der Stuten Koppel seh ich schon ein Teddy stehen und weiss sofort, dass ist sie. Ich hole sie runter und geh zum Stall. Dort putze ich sie schnell und mach ihr eine Halsring um. Dann geh ich mit ihr durch den Wald und komme endlich dort an, wo ich mit Lady war. Perfekt zum reiten. Ein grosses Acker, das ziemlich platt gewaelzt ist. Stef gehoert das. Ich springe auf Milka und reite sie erst mal warm. Ihr Ruecken ist etwas unbequem, aber ich hab Islaender die noch unbequemer sind. Sie ist warm und ich toelte sie an. Mir wurde gesagt, dass sie gut toelten kann, aber ich finde nicht so. Es ist jetzt so dramatisch, aber sie sollte mehr trainiert werden. Das merke ich schon nach ein zwei Meter Toelt. Ich zuppel am Halsring. Sie laeuft schon etwas besser. Milka rollt nicht mehr so doll, aber sie tut es noch. Ich parriere sie wieder durch, reite eine groessere Volte und toelte darin an. Jetzt geht sie schon viel besser. In der Biegung toelten hilft immer super. Anschliessend wechsel ich die Hand und lasse sie weiter toelten. Bis jetzt rollt sie nicht mehr, aber ich will auch nicht uebertreiben und parriere sie wieder durch. Sie darf ein paar Runden entspannen. Milka schwitzt schon. Komisch. Nach den Runden trabe ich sie an und anschliessend eine Runde Galopp. Die Stute macht das super. Nach dem parriere ich sie durch und mache das selbe noch mal auf der anderen Hand. Als wir dann fertig sind reite ich im Schritt zurueck. Sie ist voellig geschaft. Scheinbar hat sie nicht so viel Kondition. An der Koppel angekommen stehle ich sie hin und laufe zur Fohlenweide.


      12:30 Uhr.
      Hamingja spielt mit den anderen Fohlen. Ich beobachte sie ein bisschen, bevor ist sie rufe. Sie guckt und ich geh ihn. Die Stute laesst sich ein bisschen streicheln. Hami geht wieder weg. Ich schauhe noch ein bisschen und geh dann wieder zum Hof.


      12:46 Uhr.
      Ich mach noch die Box von Milka sauber und packe den Halsring wieder in die Tasche. Dann nehme ich meine Sachen, schliesse alles wieder ab und geh zum Auto. Ich steige ein und fahre nach Hause. Es war heute ziemlich anstrengt.


      7079 Zeichen © flyka

      Party Time 1#
      - White - Dreamer - Vienie - Missy -

      So heute ist die Silvesterparty. Ich habe die letzten Tage schon vorkehrungen gemacht und alles. Doch jetzt ist es endlich so weit. Ich laufe mit zwei Halfern los. Mit White und White fange ich an. Nur mein Problem ist, die beiden jetzt auseinader zu halten. Vom Namen her. Doch White, das NFP, nenne ich Dreamer. Ist einfacher. Also laufe icg mit Dreamer und White zur Stallgasse. Die beide putze ich. Doch White, die Zicke, will Dreamer immer beissen. Nach einer Weile beisst Dreamer zurück und White hört auf. Die beiden sind fast weiss wieder, auch wenn White nicht weiss ist sonder beige. Aber egal. Dreamer führe ich nach drinnen. White sattle ich und mach ihr die Trense ins Maul. Dann wechsel ich die Schuhe und hole ne Gerte. Anschliessend laufen wir zur Halle. Die Reitplätze sind total Matschig und ich will nicht die Stute dreckig machen. Ausserdem macht es kein Spass. Also gehen wir in die Halle. Dort angekommen gurte ich noch mal nach, mache die dreieckszügel fest und steige auf. Die Stute hat relativ viel energie. Gut das die hilfszügel dran sind. Kann ich besser gegenhalten. Ich reite Bahnfiguren und mach anhaltübungen. Dann fängt sie endlich an mir zu zuhören. Ich gurte noch mal nach und trabe dann an. Sie hat einen weichen trab. Man kann gut aussitzen. Einglück. Ich trabe nicht gerne Leicht. Das ist mir zu anstrengt, ausserdem laufen meine Pferde beim Aussitzen besser und ich spüre besser fehler. Frag mich nicht wie. Die ersten Zu schauer kommen. Wir haben heute nähmlich eine Art Tag der iffnen Tür und Party zusammen. Es gibt feste Zeiten wegen essen. Die stehen so wohl im Internet auf unserer Homepage, als auch hier auf dem Hof, wo blätter überall hängen. Ich geh mit White auf den Zirkel. Sie gibt mit dem Maul gut nach. Das sind aber nicht die hilfzügel, weil die sehr sehr locker sind. Während ich reite, spreche ich etwas über das Pferd ubd was ich mache. Wie auf einer Messe. In der nächsten Ecke pariere ich sie wieder durch und reite weiter ganze Bahn. Dann reite ich durch die ganze Bahn wechseln und trabe wieder an. Dort gehe ich dann auf den Zirkel und mache ein paar Tempi unterschiede. Wie es mal schön ist einen dreigänger zu reiten. Nach ein paar wechslen von den Zirklen und den Tempounterschieden parriere ich sie wieder durch und lasse mir die zügel aus der Hand kauen. Ich erzähle:„ White Pearls Sunset, war eins der ersten Pferde auf diesem Hof. Es war liebe auf den ersten Blick. Sie ist mehr wert als ich gezahlt hatte, weil meine Eltern am Anfang mein Hobby nicht mehr unterstützt haben. Doch als ich auf Turnieren mit ihr ein paar Preise bekommeb habe, durfte ich mir noch ein Pferd kaufen. Irgentwann hat mein Vater diesen alten Hof gekauft. Inzwischen gehört meiner Familie über 40 Pferde. Dann stehen hier ja noch die Pferd von Niolee, wegen unserer Gemeinsanen zucht. Mehr erzähle ich später da ich mit diesem Pferd fertig bin und das nächste hole.“ Ob es die Zuschauer interessiert weiss ich nicht. Doch jetzt muss ich White absatteln, ab trensen, die Abschwitzdecke rauf tun und ihr fressen geben im Stall. Als das dann geschafft war hole ich Dreamer aus der Box und sattel sie draussen. In der Halle sind schon sprünge aufgestelkt worden. Sie bekommt Köhlerzügel und Gamschen für hinten und vorne ran. Ich lobe sie und laufe zur Reithalle. Es werden immer mehr Besucher. Das freut mich. Dann gehen auch schon ein paar der mitarbeiter vom Hof rum etwas zu trinken und zu essen zu verkaufen. Zur gleichen Zeit steige ich auf und gurte vorher noch mal nach. Dreamer ist ruhig und Schläft schon fast. Dann treibe ich sie los und reite sie erstmal warm. Mit Bahnfiguren reiten ist jetzt wohl ehr doof. Doch man kann ja auch um die Hindernisse reiten. Die sprünge sind zwischen 50 cm und 85 cm. Also eine kleine Vielzahl von unterschieden. Am anspruchsvollsten ist die Kombi mit den 55 cm, 62 cm und 80 cm Sprüngen, weil es erst 4 Galoppsprünge sind und dann nur noch 2. Ausserdem geben viele von meinem Pferden richtig gas nach dem Sprung. Was auf dem grossen Platz sehr gut ist, aber nicht in dieser Halle. Die Dreamer ist warm, ich gurte noch mal nach und trabe an. Ausser Spünge habe ich auch noch Cavaletties hier. Da mit fange ich erst mal an. Immer wenn ich eine „Aufgabe“ geschafft habe klatschem die Leute. Ich finde es etwas übertrieben ist aber auch egal. Jetzt fange ich mit Springen an. Ich trabe zum 50 cm Kreuz, spring rüber und galoppiere los. Wir galoppieren zu einem Oxer. Sie springt perfekt rüber. Dreamer macht hier schon sehr fortschritte. Ich lobe sie und halte bin einer Ecke an. Sie bekommt ein Leckerlie. Ich reite sie wieder an, ein bisschen Schritt und dann Trab. Anschliessend nehme ich das Kreuz und galoppiere an. Dann nehmen wir wieder den Oxer und anschliessen ein 60 cm Planke. Anschliessend parriere uch durch und reite zwei Runden Schritt. „Tür frei?“, fragt jemand von draussen. „Ist frei!“, antworte ich. Da kommt Niolee rein mit Vieni. Sie reitet ihn warm und ich trabe ein bisscehn um die Hindernisse rum. Dann fängt Nio auch schon an mit Trab und springt über die Planke. Ich erzähle ein Bisschen was über ihren Hengst. „Niolee ist nun auch da. Sie ist mit einen ihrer Hengste da. Es ist La Vienqueuer. Er ist ein Drp und hat auf mehreren Turnieren schon auf dem Treppchen gestanden. Durch seine vielen Talente soll er als Zuchthengt eingesetzt werden. Doch zur Zeit kommen keine Körungen, wo er Teilnehmen könnte. Aber wir haben Zeit.“ Nio lässt sich nicht ablänken, si wue es sich gehört. Dann macht sie was ganz unglaubliches. Sie möchte mit Vieni die Kompi springen. Mal sehen. Doch sie schafft es. Sooo schwer ist es auch nicht. Ich klatsche trotzdem mit. Dann bin ich dran mit versuchen. Ich reite einen Zirkel, galoppiere an und springe. Sie macht es super und wir haben es geschafft. Nio kommt zu mir und fragt ob wir mal zusammen über die Planke springen wolleb gesagt wie getan. Wir galoppieren zusammen zum Hinterniss. Vor diesem halten wir uns ihnen an den Händen und Springen dann. Das Publikum tobbt. Wir freuen uns. Nio reitet noch ein bisscehn und geh raus. Dreamer bekommt ebenfalls noch Kraftfutter und die abschwitzdecke drauf. Anschliessend gehe ich kurz rein um was zu trinken. An der Box von Dreamer rede ich mit ein paar Leuten die sich nähr für sie interessieren. Manche wollen sie kaufen, wir verkaufen sie aber nicht, und andere wollen ein Fohlen von ihr Ziehen. Aber sie wird jetzt erst mal geritten. Dann kommt nio auch irgentwann dazu. Sie redet auch mit. Vieni bekommt auch noch Kraftfutter und ne Abschwitzdecke rauf. Anschliessend gehen wur Missy von ihr holen und zeigen sie in der Halle. Die Hindernisse wurde wieder rausgeholt. Schnell putzten wir die Stute und machen uhr Longierzeug ran. Anschliessend gehen wir zur Halle. Nio longiert und ich gucke zu. Sie läuft fleissig und macht was man ihr sagt.
      By mkay


      Ausritt mit White Dream

      Der Montag Morgen begann wie jeder Montag Morgen halt so war. Stress. Mit dieser unglaubliche Motivation die an diesem Präzisen Wochentag schon von weitem zu Riechen war, war ich bestimmt kein Einzelfall. Tausenden von Menschen ging es so, aber es gab schließlich auch die jenigen, die im Montagmorgen einen riesigen Ansporn fanden. Ich jedoch war ein Mensch der Ersten Varianten.

      Also wie jeden Montag, klingelte mein Wecker, ich schleppte mich unter die Dusche, machte mich fertig, und Frühstückte, um einigermaßen Frisch in den Tag zu starten. Blinzelnd machte ich mich auf den Weg in den Stall, und holte Dream aus ihrer Box. Auch die Schneeweiße Stute hatte keine sonderliche Begeisterung für den vorrausstehenden Ausritt übrig, allerdings hatte ich dafür vollkommene Verständniss. Ich führte sie zum Putzplatz und begann sie zu Putzen. Als ich so in Kreisförmigen Bewegungen das Fell Dreams bürstete, Verspührte ich auf einmal Große Lust auf den Ausritt, und beschleunigte meine Bewegungen. Bald war ich fertig, und machte mich dran Mähne und Schweif der New Forest Schimmel Stute zu verlesen. Relativ Rasch beendete ich die Mühsame Prozedur und kratzte schnell noch die Hufe aus. Dann verschwand ich in der Sattelkammer, nahm Trense, Sattel und Gamaschen aus White Dream's Spind, und fing an die Stute fertig zu machen. Ich ruckelte den Sattel zurecht, schloss den Sattelgurt, und Trenste die Stute, ehe ich die Gamaschen an allen vier Beinen der Stute mit dem Klettverschluss verschnallte. Ich setzte meinen Helm auf, und zog die Sicherheitsweste über meine Pulli. Dann stieg ich auf, und wir gingen in den Wald.

      Ich strich über den Hals der Stute, und ließ sie am Langen Zügel Flotten Schritt gehen, während ich den Vögeln beim Zwitschern zuhörte, die Augen schloss, und die Sonne auf meinem Rücken genoss. Vielleicht würde ja wirklich bald Frühling... Ich öffnete die Augen gerade wieder als wir auf einen schmalen Feldweg abbogen. Ich kannte den Weg in und aus Wendig. White Dream schlug mit dem Kopf und stellte sich quer. Ich lachte herzhaft und klopfte ihr den Hals. Ich wusste genau was sie wollte: Galoppieren. Dies war unsere Galoppstrecke. Ich gab mit den Händen ein wenig nach, ging in den Leichten Sitz. Die Stute sprang sanft an, und wir befanden uns sofort in ihrem total Taktklaren Schaukelpferd Galopp. Ich schnalzte im Takt lehnte mich weiter nach vorne, legte die Hände weiter nach vorne auf ihren Hals, und gab ihr Leichten Schenkeldruck. Sofort reagierte die Stute, und wurde schneller. Sie machte Ein - Zwei Bocksprünge, und ich hatte Mühe mich im Sattel zu halten, jedoch wurde sie danach Langsamer, so das ich mich in Ruhe ordnen konnte. Als ich in der Ferne Leise Motorgeräusche hörte, realisierte ich, das wir schon am Ende der Strecke waren, setzte mich Tief in den Sattel, atmete aus, gab eine leichte Parade und keuchte ein Beruhigendes 'Brrr Dream Brrrrt'. Nach 5 Sekunden stand die Stute, und ich reichte ihr ein Leckerlie. Im gemütlichen Trab ging es quer übers Stoppelfeld und nach Fünf Minuten waren wir wieder Zuhause auf dem Hof angekommen.

      Ich führte sie zum Putzplatz und sattelte sie ab. Die Abschwitzdecke kam über ihren Rücken, und ich stellte sie wieder in ihre Box. Ich fütterte sie und gab ihr noch eine Scheibe Heu, ehe ich ins Haus ging, um mich aufzuwärmen.

      3342 © Chanel
    • Occulta
      Ankunft von White Dream

      Ich sass gerade am Küchentisch, als das Telefon klingelte. Ich hatte schon auf diesen Anruf gewartet, deshalb hatte ich das Telefon auch schon neben mir auf dem Tisch liegen. "Hallo mKay, wann kann ich sie holen?" "Du kannst eigentlich gleich kommen, ich hab grad Zeit.", tönte es vom anderen Ende her. Ich sagte zu und verabschiedete mich auch schon wieder, dann hüpfte ich ins Auto und fuhr los. Auf mKay's Hof angekommen stieg ich aus und machte den Transporter bereit, während mKay, die mein Auto gehört hatte, auch schon Dream zu mir führte. Ich begrüsste die Schimmelstute mit einem Karottenstück und sah sie mir genauer an. Sie machte einen wachen, gesunden Eindruck und stand auch schön gerade. Kurz darauf hatte ich mit mKay alles Geschäftliche geklärt und einen Tee getrunken, und war wieder auf dem Heimweg, mit der New Forest Stute im Gepäck. Auf dem Hof lud ich sie aus und brachte sie erstmal zum Nebenstall in ihre neue Box. Sie beschnupperte alles, blieb aber aussergewöhnlich ruhig. Die blauen Augen strahlten Sicherheit und Ruhe aus, so dass ich mich immer wieder fragte, was sie wohl dachte. Am späteren Nachmittag sattelte ich sie und Ritt mit ihr in die Halle. Obwohl sie weder mich noch das Gelände kannte, war sie auch dabei vollkommen relaxt. Ich beobachtete immer wieder ihre Ohren, doch die zeigten nur Neugierde. In der Halle zeigte ich ihr erstmal alles, dann ritt ich ein paar einfache Dressurlektionen mit ihr. Sie Hatte zwar nicht überragende Gänge, aber sie war bequem und wendig, "ebenso wie ein kleiner Gummiball", machte später Quinn lachend einen Vergleich. Sie schien sich sofort in die hübsche Stute verliebt zu haben. Ich beschloss deshalb, dass Quinn zukünftig häufiger mit ihr arbeiten dürfe. Schliesslich hatte sie eine feine Hand die ihr auch im täglichen umgang mit den Vollblütern half. Dream war anscheinend auch recht fein im Maul. Jedenfalls half mir Quinn beim versorgen von Dream, und als sie die hübsche Stute in ihrer Box sah, leuchteten ihre grün-grauen Augen.
      28 Mai 2013
    • Occulta
      Ein nicht ganz so toller Sommertag

      Es hatte schon die ganze Woche heftig geregnet und mein Mann hatte schon gemeint, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis der Fluss über die Ufer treten würde. Heute Morgen passierte es dann. Als ich aufwachte hörte ich draussen das Rufen der Pfleger und jemand kam gerade die Treppe hochgerannt. Die Tür wurde aufgerissen: "Schnell Occu, der Nebenstall steht circa 10 Zentimeter tief unterwasser! Tendenz eher steigend..." Ich sprang auf, zog mich an und hüpfte die Treppe runter zur Haustür. Draussen schien auf den ersten Blick ein riesen Chaos zu herrschen. Vom Nordosten her kam eine braune Suppe durch die Tannen der Galoppbahn geflossen, zwar nicht sehr tief, dafür breitflächig. Die Hälfte des Reitplatzes war unterwasser und die Wassermasse floss weiter zum Nebenstall, der ebenfalls schön umspült wurde. Wenigstens ein paar der Weiden und der Hauptstall, sowie das Haupthaus und der Parkplatz waren einigermassen trocken. Ich schlüpfte schnell in meine Gummistiefel und zog im Rennen die blaue Regenjacke an. Beim Nebenstall waren die Helfer gerade dabei, die Pferde zu evakuieren und in den Hauptstall zu bringen. Dort hatte es noch genügend leere Boxen, in denen die Tiere provisorisch untergebracht werden konnten. Ich schnappte mir Halfter und Seil und schob die Boxentür von Moon auf, während Lewis und Lisa Co Pilot und Costa rüber brachten. Als ich mit Moon zum Hauptstall joggte, kamen uns Quinn und Rosie entgegen, die Feline, Silver und Risandro schon in eine Trockene Box gebracht hatten. Mein Mann hatte mit einem Nachbar, Ajith und Jonas ein paar Sandsäcke organisiert und versuchte nun den Strom aus Schlamm und Wasser vom Hauptstall fernzuhalten. Ich watete mit Moon weiter aus dem Wasser und führte sie durch eine Lücke im Schutzwall. Ich stellte sie in eine der freien Boxen und holte dann nacheinander Donut, Ocean und Dream. Als alle Pferde im Hauptstall waren und der Schutzwall stand, lief ich mit Quinn und Lisa zu den Weiden, um nach den Fohlen und Minis zu sehen. Dort schien zum Glück alles in Ordnung zu sein. Kaum hatten wir uns umgedreht, als wir auch schon wieder nach oben gerufen wurden. Oliver und Lily waren inzwischen auch eingetroffen und mein Mann wollte planen, was als nächstes getan werden musste. Also trommelten wir alle anwesenden zusammen. Ich stellte mich neben meinen Mann und strich mir die nassen Haare aus dem Gesicht, denn im Eifer des Gefechts hatte ich die Kapuze nicht hoch gezogen. "Okay, so weit so gut. Alle Pferde stehen wieder im Trockenen und das Wasser wird vom kleinen Schutzwall zurückgehalten. Im Verlauf des Nachmittages sollte der Regen aufhören, mit etwas Glück ist das Wasser heute Abend weg. Die Pferde bleiben aber ganz bestimmt über die Nacht hier im Hauptstall. Also müssen wir jetzt dafür sorgen, dass sie es für die Nacht schön bequem haben. Einstreuen der leeren Boxen währe zu verschwenderisch, aber wir können ihnen Heu und Wassereimer hinstellen, eine Nacht ohne zu liegen werden sie ja wohl überleben. Trocknet ausserdem die Beine derjenigen, die nass geworden sind." Alle murmelten zustimmend und machten sich an die Arbeit. Ich brachte Peace und Burggraf einen Wassereimer und zog Ronja, die am durchweichtesten von allen war, eine warme Fleece Decke an. Den drei Western Pferdchen Summer, Shadow und Flint ging es anscheinend auch gut, sie waren jedenfalls schon wieder am Heuhalme sortieren. Als alle Pferde genügend zu fressen hatten, bekamen auch die Menschen eine kleine Aufwärmung: Der freundliche Nachbar und Lewis hatten in der Zwischenzeit für alle warmen Kakao und trockene Handtücher hergezaubert. So sassen wir alle in der Stallgasse des Hauptstalls und trockneten uns gegenseitig. Am Nachmittag liess der Regen dann wie erhofft nach und auch die braune Suppe wurde weniger. Am Abend schliesslich war der Strom vollständig verschwunden, der Boden um den Hauptstall war aber noch sehr matschig. Ich sah bevor ich ins Bett ging nochmals nach den Pferden, dann fielen mir erschöpft die Augen zu. Was für ein Tag!
      3 Juni 2013
    • Occulta
      Ein kleiner Spätsommerausflug

      Es war ein kühler Morgen, aber die ersten Sonnenstrahlen tauchten bereits hinter den Pinien in der Ferne auf. Ich war gerade auf dem Weg zum Parkplatz, um dort das Transportfahrzeug, ein Miet-Camion, für den Ausflug bereitzumachen: wir hatten vor, nach Waterloo (in der Nähe von Liverpool) an den Strand zu fahren und dort baden zu gehen. Ich brachte ein paar Bürsten und Heu, sowie Zaumzeuge verschiedener Art in die kleine Seitenkammer für das Zubehör. Wir konnten maximal 6 Pferde mitnehmen, waren uns aber noch nicht ganz einig welche. Als ich die Ausrüstung vorbereitet hatte, lief ich zum Nebenstall, wo sich Quinn, Lewis, Jonas, Lisa und mein Mann bereits versammelt hatten. „So, habt ihr euch schon entschieden, wen ihr mitnehmt?“ Die meisten nickten, nur Lisa schien unentschlossen. Mein Mann erklärte kurz: „Quinn nimmt Summer, Lewis möchte gerne Islah, Jonas schnappt sich Blüte. Lisa kann sich nicht entscheiden zwischen Peace und Dream…“ „Lisa, nimm doch Dream, mit der verstehst du dich sicher gut und sie ist nicht so gross, du bist dir ja eher kleine Pferde gewöhnt.“, schlug ich vor. Sie nickte zustimmend. „Und wen nimmst du Jack?“, fragte ich meinen Mann. „Shadow, die mag Wasser ja so gerne und dann fühlt sich Summer auch wohler.“ Die Westernpferde wurden meistens zusammen trainiert und waren zusammen deutlich ruhiger. „Gut, dann nehme ich Gray.“ Sagte ich, anschliessend holten wir die Pferde. Summer war etwas irritiert durch die Transportgamaschen, sie war noch nicht oft gereist. Islah machte wiedermal ihren Trippelschritt, denn auf dem Weg zum Parkplatz stiess Lewis ausversehen einen Eimer an, der laut scheppernd vor dem Nebenstall umfiel. Da die Stute sehr Lärmempfindlich war, hatte er seine liebe Mühe sie zu halten. Er fluchte gut hörbar, beruhigte sich aber schnell und lief zielgerichtet weiter. Islah tänzelte zwar noch etwas, aber liess sich führen. Blütenzauber und die restlichen liefen schön brav mit. Wir fuhren los, als alle eingestiegen waren. Jack kannte die Route, weshalb wir kein Navi brauchten. Die Fahrt war schnell vorbei, und Waterloo kam in Sicht. Wir hatten unterwegs gefrühstückt, die Pferde genossen ihr Heu. Wir parkierten auf einem kleinen Parkplatz in der Nähe des Strandes und luden alle aus. Summer war etwas aufgeregt, sie blähte die Nüstern und hatte die Augen weit aufgerissen als sie rückwärts raus lief. Aber das hatte ich schon erwartet, denn die Stute mochte fremde Gegenden nicht wirklich. Sobald Shadow ganz relaxt ausgestiegen war, beruhigte sie sich aber doch ein wenig. Wir hörten ein paar Möwen schreien, und die Luft war feucht und salzig. Ich cremte mich kurz ein; als Rothaarige verbrannte man sich nunmal schnell. Auch Lewis musste aufpassen, seine Haare waren ja noch feuriger. Ich zäumte Gray mit einem einfachen Mexikanischen Zaum, zog das T-Shirt und die kurzen Hosen aus, denn ich hatte wie die anderen die Badekleider schon darunter an, und führte sie ein wenig abseits zu einem Grasstreifen, damit sie noch ein wenig fressen konnte, bis die anderen fertig waren. Es dauerte aber nicht lange, und schon machten wir uns auf den Weg zum Wasser. Die Sonne brannte schon jetzt auf meine Schultern. Vor mir lief Quinn barfuss und genoss den warmen Sand. Ich hatte noch meine Sandalen an, die ich später ausziehen wollte. Vorne beim Wasser half ich Quinn beim Aufsteigen und schwang mich dann selber auf den blanken Rücken von Gray. Fast wäre ich wieder heruntergerutscht, aber ich klammerte mich an der Mähe fest und schaffte es, mich hochzuziehen. Ich strich mir die von der feuchten Luft gekräuselten Haare aus dem Gesicht und tätschelte Grays Hals. Noch bevor alle oben waren, trabte Islah plötzlich an und wollte Richtung Parkplatz flüchten. Offensichtlich mochte sie das laute Rauschen der Wellen nicht. Auch Summer begann etwas zu tänzeln, aber Quinn hatte auf ihrem breiten Rücken guten Halt und nahm sie ihn einen kleinen Kreis, um sie zum Stehen zu bringen. Schliesslich schaffte es auch Jonas, sich auf Blütes Rücken zu schwingen. „Antraben?“, fragte Jack hoffnungsvoll. Ich blickte zu Lewis, der immer noch Islah in schach hielt. „Schon okay, ich bin froh, wenn ich die Zicke müde machen kann.“, rief er mir zu. Ich nickte und folgte Jonas im Trab, der vorausritt. Neben mir holte Quinn auf und sah fröhlich umher. Unter mir spannte sich Gray, sie war wie ein kleines Gummibällchen, schön locker und im Spicktrab hüpfte sie durch den Sand. Ich fühlte jede Bewegung der kräftigen Muskeln, die schön rhythmisch angespannt wurden. Islah lief zügig vorwärts, aber Lewis hielt die Araber-Pinto Stute schön zurück. Dennoch trug sie den Schweif aufgeregt hoch. Als Jonas Blüte angaloppierte, schoss Islah plötzlich buckelnd nach vorne und Lewis klammerte sich an ihren Hals. Er schafte es sich im Renngalopp zurück in den Sattel zu retten und zügelte die Stute ein wenig, bis wir aufgeholt hatten. "Alles okay?", fragte ich besorgt, er hatte ein vor Anstrengung rotes Gesicht und schnaufte fast so wie Islah. Aber er nickte und meinte mit ironischem Unterton: "Na klar, ist denn was passiert?" Dann grinste er und legte ein wenig zu im Galopp. Wir flogen eine Weile über den Sand, ab und zu steuerte ich auch ein Stück ins Wasser, wobei dieses bei jedem Galoppsprung bis zum Sattel hochspritzte. Gray schüttelte kurz den Kopf, weil ihr etwas Salzwasser ins Ohr gespritzt war, dann streckte sie sich und wir überholten Islah. Als der Strand wieder schmaler wurde und weiter vorne Kieselsteine in Sicht kamen, bremsten wir ab. "Das war toll!", rief Lisa aus. Dreamy war ganz nass, weil sie fast die ganze Zeit durch die heranschwappenden Wellen geritten war. "Au ja! Gehen wir jetzt noch richtig ins Wasser? Summer hat sich bisher noch nicht so getraut...", fragte Quinn hoffnungsvoll. Wir diskutierten kurz, wobei wir uns eigentlich sowieso einig waren: ab ins Wasser! Dann ritt ich mit Gray vorsichtig voraus. Wir achteten darauf, dass es keine Felsen unterwasser hatte und wateten bald schon Bauchtief im Wasser. Weiter gingen wir aber nicht, da die Pferde die Wellen nicht gewöhnt waren. Dream hielt den Kopf ganz hoch, um ja kein Wasser in die Nüstern zu bekommen. Sie war schliesslich auch die Kleinste. Gray scharrte ein wenig mit den Hufen im Sand. Wir ritten langsam schräg zum Strand zurück. Als der Boden anstieg und das Wasser flacher wurde, lief Gray wieder etwas schneller. Schliesslich verliessen wir das Wasser ganz und die Hufe der Pferde wurden nur noch von den sanften Wellen umspühlt. So ritten wir unter dem tosenden Wellengeräusch noch eine Weile weiter, zurück in Richtung Parkplatz. Dort banden wir die Pferde an einem alten Holzzaun an, lange genug, dass die grasen konnten. In der Zwischenzeit gingen wir Zweibeiner nochmal zum Wasser und badeten. Das Wasser war ziemlich kalt, schliesslich waren wir ja nicht in Spanien, sondern in England. Aber nach einer kurzen Überwindungszeit und nachdem Jack schonmal alle nassgespritzt hatte, waren alle im Meerwasser. Ich liess mich von den mässig hohen Wellen tragen und beobachtete, wie Lewis und Quinn sich nass spritzten. Aber spätestens als ich auch etwas abbekam, stürtze ich mich auf sie. Am Ende liessen wir uns wieder müde treiben. Als eine unerwartet grosse Welle kam wurde ich vor schreck kurz untergetaucht. "Woa, die war riesig!", rief Jonas aus. Ich stimmte zu und beobachtete, wie die Welle an den Strand rollte. Nach etwa einer Stunde liessen wir uns schliesslich müde in den Sand fallen und sonnten noch ein wenig. Es war immernoch recht kühl, aber die direkten Sonnenstrahlen wärmten mich. Ausserdem kam Jack schon wieder angeschlichen und umarmte mich. Nach einer weiteren halben Stunde stiess ich ihn spielerisch beiseite und stand auf. "Ich denke, wir sollten uns langsam etwas zu Essen suchen. Ich hab ordentlich Hunger.", schlug ich vor. Die anderen stimmten zu und wir ernannten Jonas zum Aufpasser. Einer sollte schliesslich bei den Pferden bleiben. Wir anderen machten uns auf in Richtung Stadt. Wir wurden schnell fündig und kauften in einem kleinen Supermarkt Zutaten für ein anständiges Sandwich. Ausserdem noch eine Wassermelone und genügend Getränke für alle. Zurück beim Parkplatz hatte es sogar Campingtische, an die wir uns setzten. Nach dem jeder sein eigenes Sandwich gamacht und gegessen hatte, teilten wir uns noch die Melone. Als alle satt waren und noch Melone übrig war, schnappten wir uns je ein Stück und gaben es den Pferden. Blüte schmazte gleich drauf los, Summer schnupperte zuerst daran und schleckte dann vorsichtig etwas dran rum, Shadow mochte ihr Stück nicht und Islah schnappte es sich liebend gerne auch noch. Gray war am Anfang auch etwas skeptisch, nahm ihr Stück dann aber mit Begeisterung. Danach verluden wir die Pferde auch schon wieder und machten uns auf den Heimweg. Zuhause durften die Sechs dann noch zu den anderen Stuten auf die Weide.
      Anschliessend trainierte ich Stromer, Winter und Paint, die übrigens ihre erste Körung gleich gewonnen hatte. Ich war unheimlich stolz auf sie. Mein Mann, Lily und Oliver trainierten mit mir, sie nahmen dabei nacheinander Spot, Sunday und Felicita; Iskierka und Light; Und Crack und Pina. Wir absolvierten ein paar Trainingsrennen und übten saubere Starts aus den Startboxen. Danach liessen wir sie austraben und brachten sie auf die Weiden, damit sie den Abend noch draussen geniessen konnten. Schliesslich war es bald Winter und dann würden sie früher in den Stall zurück müssen. Ich mochte den Winter trotzdem und freute mich schon auf den flockigen weissen Schnee und die Eiszapfen an den Dächern. Aber nun beobachtete ich erstmal noch die Stuten auf der Weide, mit einem Wassereis in der Hand und im schönen Schein der untergehenden Sonne.
      14.09.2013
    • Occulta
      Der Bericht

      Es war Abend und ich hatte es mir gerade draussen auf der Hängematte bequem gemacht, bereit mein Erdbeer-Frappé zu schlürfen. Da kam Lily vom Nebenstall her angelaufen. "Guten Abend, ich dachte ich komm noch kurz vorbei und sag gute Nacht." Sie lächelte mir mit diesen Worten freundlich entgegen. "Das ist aber lieb. Musst du denn gleich gehen, oder bleibst du noch etwas hier?", erwiderte ich und stellte den Becher beiseite. "Nö, ich hab's nicht eilig.", kam die Antwort. Ich schlug vor, dass sie neben mir auf die Hängematte kommen solle und mir vom heutigen Tag erzählen könne. "Also gut", fing sie an und liess sich neben mir nieder. "Wie jeden Morgen haben wir zuerst alle hungrigen Mäuler gestopft. Dann habe ich Peace rausgenommen und mit ihm ein wenig Gelände Training gemacht. Währenddessen haben Lewis, Jonas, Lisa und Quinn mit Summer, Flint, Moon und Shadow auf dem Platz trainiert. Anschliessend haben wir die Hengste auf die Weiden gebracht, wie immer diejenigen zusammen, die auf der Liste standen. Die Stuten durften am Nachmittag raus. Die Mini Stuten haben wir ausserdem wieder freilaufen lassen. Nach dem Misten hab ich mir Pilot geschnappt und Oliver Sun; wir sind mit den beiden rausgegangen. Ich glaube Rosie hat in der Zwischenzeit mit Dream gearbeitet, ich weiss aber nicht was. Ach ja, Lewis hat zusammen mit Quinn Silver und Bella longiert. Nach dem Mittag bin ich nochmal raus gegangen, diesmal mit Ocean. Rosie ist mit Islah mitgekommen. Das ging ziemlich gut, Islah hat nur einmal bei der Brücke ein bisschen gezickt." "Ach ja, das kennen wir ja", unterbrach ich sie und rollte mit den Augen. "Jaaa, immer an derselben Stelle... Aber irgendwann kurieren wir auch das noch." "Und wie macht sich Bandit?", wollte ich wissen. "Ahh der Neue, ja, der ist ganz brav. Hat sich gegen Abend ohne Probleme von Jonas longieren lassen und am Schluss ist er mit ihm um die Galoppbahn geritten." "Das ist ja toll! Hatte er nicht Angst vor den Tannen?" "Ja, aber jetzt nicht mehr. Er ist brav wie ein Lamm. Vorhin hab ich noch Oliver und Lisa mit Donut und Anubis auf dem Platz gesehen. Schau, das Licht brennt noch." "Ahh ja", antwortete ich und beobachtete die beiden kurz. Lilys stimme riss mich aus meinen Gedanken. "Und wie war der Distanzritt?" "Toll, wir haben zwar nicht gewonnen, aber ich wurde mit Ronja Dritte und mein Mann mit Burggraf Fünfter." "Echt gut! Ich will unbedingt auch mal mitkommen und zuschauen. Wann geht ihr das nächste Mal?" "Erst in ein paar Monaten, ich weiss das Datum gerade nicht. Aber ich sag's dir morgen.", antwortete ich. "Gut." Sie sah auf die Armbanduhr und meinte dann "Ich muss jetzt leider los, bis morgen also." Ich verabschiedete mich und schlürfte mein Frappé fertig. Es war ein herrlicher Abend.
      5 Okt. 2013
    • Occulta
      Spass-Schnee-Turnier

      Heute war mal wieder ein etwas besonderer Tag, denn wir durften nicht nur einen Neuankömmling begrüssen, sondern auch gleich noch ein ganzes Turnier organisieren! Zugegeben, es war kein grossartiger Spring- oder Dressurevent, aber ‚ein bisschen Spass muss sein‘ zählt doch sicherlich auch. Wir waren alle schon emsig am Vorbereiten, denn der Schnee musste präpariert werden, sodass die Pferde anständig darauf laufen konnten. Immerhin war der ganze Platz zugeschneit! Gebaut wurden unter anderem zwei Hindernisse ganz aus Schnee, eine Schneebar für die Zuschauer, ein Posten, bei dem man Schneebälle an eine Zielscheibe werfen musste, ein kleiner Schneetunnel (der mit Abstand am aufwändigsten war, da er hoch genug für Ross und Reiter sein musste) und ein stinknormaler Flattervorhang. Weitere Posten waren ausserdem ‚der Tee-Express‘ und das Schlitten Ziehen. Bei letzterem wurden zur Sicherheit schnell reissende Seile verwendet, was gleichzeitig eine erschwerte Bedingung darstellte. Ich half Lewis gerade mit dem Bau des Schneetunnels. Wir durften die Decke nicht zu dick machen, wegen der Einsturzgefahr, also war es umso schwieriger die Konstruktion stabil zu bauen. Der Tunnel war am Ende gerade so hoch, dass ein Reiter auf einem mittelgrossen Pferd leicht geduckt hindurchreiten konnte. Meine Handschuhe waren bereits durchnässt, doch ich musste noch weiter um beim ‚Tee-Express‘ zu helfen. Dort mussten die Teilnehmer eine Tasse warmen Tee durch einen Slalom transportieren und dann in einen Messbecher kippen. Anschliessend wurde gemessen, wie viele Zentiliter Tee das Ziel erreicht hatten. Der Parcours war recht anspruchsvoll, aber bei den jüngeren Teilnehmern wollten wir die Bewertung entsprechend milder vornehmen. Um halb Zwölf fingen wir an die Pferde zu putzen, damit wir nach dem Mittag gleich mit dem Einwärmen anfangen konnten. Das Turnier sollte um halb Zwei starten. Ich nahm mit Pilot Teil, den ich zuerst noch zusammen mit den anderen von der Weide holen musste. Sein wunderschönes, schwarz geflecktes Fell war ordentlich dreckig. Er hatte seinen Weidegang offensichtlich genossen. Wir riefen den Pferden vom Tor aus, worauf sie gleich angetrabt kamen. Die anderen gaben mir ein Zeichen, dass der Weg zum Stall abgegrenzt war, also konnte ich den Zaun öffnen und die Hengste strömten nach draussen in Richtung Nebenstall. Sie fanden ihre Boxen selber, denn dort wartete Frisches Heu für alle. Nur die Neueren, Filou und Dod, vertauschten ihre Boxen ausversehen. Wir brachten sie kurzerhand in die jeweils Richtige, dann wurde ich durch einen Anruf unterbrochen. Es war Jack, der gerade mit dem Anhänger auf der Autobahn war, um die neue Vollblutstute abzuholen. „Hey Schatz, wir haben Stau hier, es wird wohl etwas später als geplant, aber ich sollte vor vier Uhr zurück sein.“ Ich seufzte und verabschiedete mich dann, ehe ich die Putzbox von Pilot aus der Kammer holte. Sein Fell war zum Glück nicht sehr schmutzig, wir hatten ihn schon am Vortag hübsch gemacht. Aber besonders die Beine musste ich nochmals putzen. Immer wenn ich an Dancer, der hinter Pilot angebunden war, vorbeilief, um etwas aus der Sattelkammer zu holen, wurde ich von dem frechen Hengst in die Seite gestupst. Zweimal war ich jedoch gefasst und stupste zurück, mitten auf die Nüstern. Als ich fertig war, zeigte die Stalluhr bereits auf die Zwölf und auch die anderen schienen Fertig zu sein. Ich klatschte in die Hände und rief alle zum Mittagessen zusammen, das Lily grosszügigerweise vorbereitet hatte. Es waren zwar nur Sandwiches, aber es würde am Abend dafür ein Festmal geben. Ich würgte mein Sandwich hinunter und zäumte dann Pilot. Wir gingen in die Halle zum Einwärmen, dort herrschte bereits Hochbetrieb. Viele bunte Pferde und Reiter in schöner Turnierkleidung wuselten durcheinander; wir hatten darauf bestanden, dass jeder angemessen gekleidet kommen sollte, trotz dem es nur ein Spassturnier war. Ich ritt zuerst zusammen mit Rosie und Peace im Schritt. Draussen fielen ein paar kleine Schneeflöckchen und ein Rotbrüstchen hüpfte vor der Fensterseite der Halle im Schnee. Ich entfernte die Fleecedecke und Trabte mit Pilot durch die vielen Teilnehmer hindurch, was gar nicht so leicht war. Er war etwas aufgedreht durch die vielen Fremden, was auch gut verständlich war. Offenbar war ich nicht die einzige, die Mühe mit der Konzentration ihres Vierbeiners hatte, denn etwas weiter hinten in der Halle bewies Islah wiedermal ihre Bockkünste. Als Ajith, der wohl wiedermal Pech beim Pferdeauslosen gehabt hatte, sogar runterfiel, ritt ich zu den beiden hinüber, während Lewis schon von Vychahr’s Rücken runtergehüpft und ihm zu Hilfe geeilt war. „Alles in Ordnung?“, fragte ich etwas teilnahmslos, da mir gerade aufgefallen war, wie schön Numair unter Jonas lief. „I’m fine“, murmelte Ajith, aus meinen Gendanken gerissen blickte ich ihn wieder an und sah, dass er sehr schwankend aufstand. „Are you sure? I don’t want to see you fall down again…“ meinte ich ernst, und beobachtete den jungen Pfleger noch ein Weilchen skeptisch, ehe ich es Lewis überliess, sich um ihn zu kümmern. Pünktlich um zehn vor Eins war ich an der Reihe, bisher klappte also alles reibungslos. Ich sah gerade noch Lisa auf Bandit vom Platz reiten, dann konzentrierte ich mich vollständig auf die erste Aufgabe, dem ‚Tee-Express‘. Als ich die Tasse in die Hand nahm, drang der wundervolle Duft von warmem Früchtetee in meine Nase. Er war extra nicht zu heiss, dass sich das Pferd beim Verschütten nicht verletzen konnte. Zu gerne hätte ich einen Schluck riskiert, doch ich zwang mich, der Versuchung zu widerstehen und den Slalom im Trab zu meistern. Ich verschüttete leider gleich in der ersten Wendung eine ordentliche Portion, was nicht gerade ein vielversprechender Start war. Egal – weiter ging es zum ersten Schneehindernis, das Pilot locker übersprang. Ich musste ihn danach in seinem Eifer bremsen, sonst hätten wir den Schneetunnel verpasst. Auch dort ging er sauber hindurch. Dann ritt ich vorbei an der Schneebar zum Schneeballwerfen. Ich warf zwei Bälle, traf aber beim ersten mal die Scheibe gar nicht erst und beim zweiten Versuch bloss den äussersten Ring. Da hörte ich eine Vertraute Stimme lachen; es war Oliver, der ganz vorne im Publikum stand und sich köstlich über meine Trefferquote amüsierte. Als er bemerkte, dass ich zu ihm sah, meinte er schelmisch „Da würde sogar Jackie besser treffen!“, und hob die Hündin, auf die er aufpassen musste, grinsend hoch. Na warte – dachte ich, schnappte mir den dritten Ball und traf in seinen Nacken. „Ups“, lachte ich, dann ritt ich weiter. Einen Punkt hatte ich so zwar verspielt, aber es hatte sich durchaus gelohnt. Nun kam ich zum Flattervorhang, der für Pilot kein Hindernis war, der Schneewall dahinter jedoch schon, denn dies war gleich die zweite Schneehürde. Nur noch zum Schlittenziehen – dachte ich, und trabte zu dem alten Holzschlitten. Ich nahm das Seilende im vorbeireiten vom Pfosten, denn ich musste dringend Zeit aufholen. Pilot erschrak etwas, als er den plötzlichen Widerstand spürte, doch ich hielt ihn erfolgreich und manövrierte ihn durch die Zielstangen. Wir waren recht langsam gewesen im Vergleich zu Elliot und Silver, die beiden lagen bisher an der Spitze. Ich klopfte Pilot trotzdem stolz den Hals und verliess den Platz. Kaum war ich auf dem Weg zur Galoppbahn, wo ich ihn noch ein wenig trockenreiten wollte, kam auch schon die Antwort von Oliver geflogen, sie traf mich an die Schulter. „Hey!“, lachte ich und trabte auf ihn zu, sodass Pilot ihn zur Strafe abschlabbern konnte, war er auch tat. Der Hengst mochte es, seine Schnauze ins Gesicht der Zweibeiner zu drücken. Es endete damit, dass Oliver uns begleitete, um seine „müden Knochen etwas zu bewegen“. Zurück im Stall brachte ich Pilot noch etwas Heu, wobei ich unterwegs auch Ocean etwas durch die Gitter stopfen musste, denn dem süssen Röcheln der Stute konnte ich nicht wiederstehen. Dann lief ich zum Platz zurück, um den Durchgang von Quinn und Ronja nicht zu verpassen. Die beiden waren echt gut, leider wollte Ronja beim ersten mal nicht durch den Tunnel laufen. Am ende gewann eine nette junge Dame aus dem Nachbardorf mit ihrem Knabstrupper Wallach. Die beiden hatten fast alles im Galopp gemeistert und das auch noch Fehlerfrei. Ich gratulierte ihnen herzlich. Auf dem zweiten Platz war die kleine Schwester von Elliot gelandet, die auf White Dream hatte teilnehmen dürfen. Ich war stolz auf die Schimmelstute und Elliot auf seine Schwester. Nach dem Turnier begannen wir mit dem Aufräumen. Als ich endlich das lang ersehnte Rufen von Jack vernahm, der gerade die Klappe des Anhängers öffnete, rannte ich gleich hin um die Stute zu begrüssen. Sie hiess Sumerian und kam von einem hübschen kleinen Hof in der Nähe von Manchester. Sie sah noch etwas dürr und schlaksig aus, was aber nicht weiter von Bedeutung war, wenn man ihre schönen Gänge und die klaren Augen sah. Ich brachte sie gleich in den Hauptstall (nachdem ich Jack einen Kuss auf die Backe gegeben hatte), damit sie durch die Aufräumarbeiten nicht gestresst wurde. Sie machte sich direkt über das frische Heu her, hob aber ab und zu wieder aufgeregt den Kopf in die Höhe und drehte eine Runde in der Box. Ich beobachtete sie eine Weile, dann ging ich wieder zu den anderen, um zu helfen. Als wir fertig waren mussten noch einige Pferde versorgt werden, ehe wir Feierabend hatten. Zum einen waren das die Vollblüter, die heute etwas vernachlässigt worden waren, und zum anderen die vier übrigen Pferde aus dem Nebenstall, die nicht am Turnier teilgenommen hatten. Ich führte also wenig später Lila auf den Platz, nachdem ich ihren dicken Schweif endlich entwirrt hatte. Ich wollte etwas Bodenarbeit mit der Stute machen. Ich liess sie am langen Seil hinter mir her laufen und stoppte zwischendurch, um zu sehen, ob sie aufmerksam war. Ich übte auch ein paar Seitengänge und das Tölten an der Hand. Lange waren wir nicht ungestört, denn nach rund zwanzig Minuten kamen Lily, Lewis und Rosie auf den Platz geritten und wollten mich ins Gelände entführen. Ich willigte ein und schwang mich ohne Sattel auf Lilas Rücken. Wir ritten in Richtung der Galoppwiese, wo wir sogar einen Schneegalopp wagten. Ich fasste dabei Lilas Mähne, damit ich bei ihren kurzen Galoppsprüngen nicht das Gleichgewicht verlor. Rosie war auf Dod mitgekommen, Lily hatte Moon und Lewis Baccardi. Zurück auf dem Hof beobachtete ich die Jockeys beim Training, dann half ich Jack und Elliot mit dem Abendessen. Wir genossen den Abend mit allen Pflegern im Wohnzimmer, ein guter Film durfte natürlich auch nicht fehlen.
      1 März 2014
    • Occulta
      Und der bunte Rest…

      Nachdem ich Sheela im Haus versorgt hatte, lief ich mit Jonas zurück zum Hauptstall. Merino döste erschöpft im Stroh und Blüte knabberte entspannt an ihrem Heu, dort war also alles okay. Jonas kam sich etwas unnütz vor, wie er mir verriet, da er noch nicht wieder arbeiten oder reiten konnte. Also bot ich ihm an, mir beim Training zuzusehen und mir Tipps zu geben. Er half mir ein wenig dabei, Peace zu putzen. Als wir fertig waren, verpasste ich Peace noch einen neuen Haarschnitt, was er dringend nötig hatte. Danach sah er wieder sportlich und frisch aus. Ich führte ihn nach draussen auf den Dressurplatz und stieg auf, um ihn einzuwärmen. Der kräftige Hengst hielt aber nicht viel von langsamem Schritt und schreckte immer wieder vor Vögeln oder ähnlichem zurück. Bei einem weiteren Seitensprung war es mir genug und ich beschloss, ihn endlich anzutraben um ihn zu beschäftigen. Wie erwartet lief er nun konzentrierter und brav. Ich übte einige Übergänge zur Lockerung und im späteren Verlauf des Trainings arbeitete ich viel im Galopp. Galoppwechsel waren mittlerweile kein Problem mehr für den talentierten Genossen, weshalb ich mich an die Galopppirouetten wagte. Kein Meister fällt vom Himmel – so auch nicht Paco, aber immerhin drehte er nach fünf Versuchen schon beinahe auf der Stelle. Nach einer halben Stunde intensivem Training lobte ich ihn und ritt mit Jonas im Schlepptau auf der Galoppbahn etwas Schritt. Es war ein schöner Spaziergang, denn heute war es zum Glück nicht mehr ganz so heiss. Trotzdem war ich froh um die schattenspendenden Äste der Tannen und den kühlen Luftzug, der zwischen ihnen hindurchfegte. Ich bemerkte, dass es für Jonas nicht gerade angenehm war, so viel zu laufen mit seinen Wunden, denn er verzerrte ab und zu das Gesicht, wenn er dachte, ich sähe es nicht. „Willst du aufsteigen?“, fragte ich mit abenteuerlichem Tonfall. Der kräftige Hengst würde sicherlich nicht gleich zusammenklappen und wir waren beide eher schlank. „Hmm, eigentlich…. Warum nicht?“ Ich hielt Paco an und Half ihm, sich hochzuziehen. Damit wir beide Platz hatten, musste ich vor den Sattel rutschen, während er im Sattel selbst sass. „Ich steuere, du treibst“, bestimmte ich, und nahm die Zügel auf. Paco lief zunächst etwas zögerlich, weil ihm das Gewicht und das auf dem Hals sitzende Occu ungewohnt waren. Aber als er merkte, dass alles in Ordnung war und ich ihn ausgiebig lobte, zeigte er seinen üblichen, fleissigen Schritt. Nach einigen Metern schlang Jonas plötzlich seine Arme um meinen Bauch. „Ich muss mich schliesslich festhalten“, flüsterte er mir erklärend ins Ohr. Ich schwieg und genoss die Berührung insgeheim. So ritten wir entspannt eine ganze Runde auf der Bahn. Irgendwann musste ich zurück zum Hauptstall wenden, so sehr es schmerzte diesen Ritt zu beenden. Jonas half mir beim Versorgen von Peace und ging anschliessend mit Rosie und Lisa auf den Platz, denn die beiden wollten eine Reitstunde halten. Dass er einfach so davonschlich enttäuschte mich etwas, ich hatte gehofft, den restlichen Morgen mit ihm zu verbringen. Aber warum sollte er auch bei mir bleiben, es ist ja nicht so dass ich ihm mehr bedeute als die anderen. Ausserdem bin ich immer noch der Boss hier, und mit dem Boss ist man nun mal nicht gerne freiwillig unterwegs. Ich blieb gleich bei den Trakehnern und sattelte Filou. Ich beschloss ausserdem, den anderen nicht in die Quere zu kommen und stattdessen einen Ausritt zu machen. In Stimmung dazu war ich ja schon. Als ich am Reitplatz vorbeiritt, übte Rosie gerade mit Baccardi Schulterherein, während Lisa auf Piroschka ihr Glück versuchte. Ich trieb Filou in Richtung Dorf und trabte viel. Auch einen rassigen Feldgalopp liess ich mir nicht nehmen, aber trotz allem kroch die Einsamkeit mir überall hinterher. Als ich zurückkam war schon fast zwei Uhr und ich hatte gewaltig Kohldampf. Dennoch reichte die Zeit nur für ein Sandwich, Jack hätte heute für mich gekocht, danach sattelte ich Aerith und übte etwas Trail mit ihr. Ajith und Oliver ritten Islah und Anubis auf dem Geländeparcours. Ich schloss mich ihnen um halb vier mit White Dream an. Um halb fünf mussten nur noch Donut, Ocean und Gianna bewegt werden, Ronja und Burggraf hatten bereits Lewis und Quinn übernommen. Rosie, Oliver und ich gingen also nochmals gemeinsam ausreiten, ich nahm dabei Ocean. Wir ritten über die Galoppwiese und durch den Pinienwald, die übliche Runde. Sogar für einen Abstecher zum Fluss reichte die Zeit, schliesslich hatten wir nicht mehr viel zu tun bis das Vollbluttraining vom Morgen weiterging. Die Rennpferde wurden nämlich immer nur morgens und abends trainiert, aufgrund der Hitze. Am Ende des Tages, um halb elf Uhr, setzte ich mich mit den anderen Pflegern ins Wohnzimmer und wir sahen uns gemeinsam einen Film an. Ich veranstaltete solche Abende oft, denn das stärkte meiner Meinung nach den Teamgeist und förderte ein gutes Arbeitsklima. Der Film, den Oliver ausgesucht hatte, war zwar schrecklich, doch wir machten uns dennoch einen tollen Abend.
      9 Aug. 2014
    • Occulta
      Old and New Fellows

      Caruso quietschte aufgeregt, als Ocean an ihm schnupperte. Dream liess alles gelassen geschehen, sie wusste, dass Ocean ihrem Sohn nichts antun würde. Die beiden waren das erste mal seit Carusos Geburt wieder draussen und er lernte gerade seine ‚Tante‘ kennen. Gespannt beobachtete ich die Szene vom Zaun aus und betrachtete liebevoll die langen Ohren des Fohlens. Obwohl der kleine Hengst erst wenige Tage alt war, verhielt er sich doch schon frech und wild. Dauernd versuchte er, seine Mutter zum Spielen zu bewegen. Und tatsächlich war es ihm bereits vorhin einmal gelungen, die weisse Stute zu einem raschen Galopp über die Weide anzutreiben. Dream schien sich in ihrer Rolle als Mutter wohl zu fühlen, denn sie umsorgte den kleinen liebevoll. Ocean hatte die Nüstern in das weiche Fohlenfell an der Schulter gedrückt und begann nach einigen Augenblicken des Ausharrens, Caruso zu kraulen. Ich lächelte zufrieden und sah meine Anwesenheit als überflüssig an, weshalb ich mich auf den Weg zum Hauptstall machte, um dort nach dem Rechten zu sehen. Am Nachmittag würden ganze drei neue Fohlen ankommen, davon zwei vom selben Züchter. Ich hatte sie sorgsam ausgesucht und war sogar mehrfach herumgereist, um sie mir live anzusehen. Doch sie würden erst um vier Uhr ankommen, daher hatte ich noch etwas Zeit für Frame, der mir aus seiner Box entgegenröchelte. Der Hengst hatte seine starke Bindung zu mir weiter aufgebaut, offenbar erinnerte er sich daran, dass Eowin und ich ihn gerettet hatten. Sie war letztens hier gewesen, um Noir für die Körung zu untersuchen. Ich betrat die Box und kraulte den Schecken liebevoll hinter dem linken Ohr. Was für ein erbärmliches Fellbündel er doch gewesen und was für ein prächtiger Hengst nun aus ihm geworden war. Ich war mittlerweile schon zweimal auf ihm gesessen und es war beide male ein unglaublich tolles Gefühl gewesen. Frame reagierte schon jetzt so fein auf Hilfen und verliess sich blind auf mich. Und ich mich auf ihn. Ich halfterte ihn und führte ihn nach draussen, um einen Spaziergang zu machen. Jacky lief am Boden schnuppernd neben mir her und Sheela tapste freudig und wild um sie herum. Die beiden kamen prima miteinander aus und Jonas hatte Recht behalten – Jacky war wieder viel aufgeweckter, seit die junge Hündin dazugekommen war. Obwohl Sheela schon jetzt grösser als sie selbst war, erzog Jacky den Welpen bei jeder Gelegenheit. Am Abend lagen sie meist eng zusammengerollt neben mir oder in ihrem Körbchen. Ich hob einen Tannenzweig vom Boden auf und warf ihn Jacky, als wir bei der Galoppbahn waren. Es war kühler geworden und ich hätte schwören können, dass die Isländer bereits dichteres Fell hatten. Wir würden sie schären müssen, wenn es so weiter ging.
      Ich fühlte plötzlich das Verlangen, einfach Frames Seil zu lösen um das Vertrauen des Hengstes zu prüfen. Also hängte ich den Strick aus und lief weiter, als sei nichts gewesen. Frame spitzte etwas die Ohren und drehte, in seiner neu erlangten Freiheit, den Kopf zu Seite, um die Landschaft genauer zu betrachten. Er blieb jedoch neben mir und trabte hinterher, als ich mit Jacky losrannte. Sheela hielt sich auf der rechten Seite, denn sie war bereits einmal fast von einem Pferd getreten worden und nun vorsichtiger. Jacky wusste sowieso Bescheid, was den Umgang mit Pferden anging. Als ich ausser Atem war, hielt ich abrupt an, woraufhin auch Frame sofort stoppte. Ich entschied lächelnd, dass ich wohl zukünftig kein Seil mehr brauchen würde. Irgendwie gab mir sein eisiges Auge als er an mir vorbei zu den Weiden starrte das Gefühl, dass er bei mir bleiben würde, komme was wolle. Ich kraulte sanft seine Schulter und bog auf den Schnitzelweg zu den Weiden. Bei den Minis machte ich halt, damit Frame sie beschnuppern konnte. Rosie kam mir entgegen und lachte als sie sah, wie mir Frame beim Laufen von hinten die Haare zerzauste. Er wollte mit mir spielen. Ich hüpfte showmässig zur Seite auf den breiten Grasstreifen neben dem Weg und wich ihm immer wieder aus, rannte ein wenig, bis er mir den Weg abschnitt. Immer wieder stiess er sich kraftvoll vom Boden ab und machte einige Bocksprünge aus purer Lebensfreude. Bei dem Spektakel vergass ich alles andere und war einfach nur wunschlos glücklich, wie ich es schon lange nicht mehr gewesen war. Rosie machte ein kleines Filmchen mit ihrem Handy und zeigte es mir, als ich keuchend mit Frame im Schlepptau angerannt kam. Der Hengst stoppte kurz vor Rosie und verkroch sich misstrauisch hinter meinem Rücken. Ich rollte die Augen und wir lachten beide, denn dieses Verhalten war üblich für den sensiblen Schecken. Ich sah auf die Uhr und stellte erschrocken fest, dass es bereits fünf nach vier war. Rasch lief ich in Richtung Parkplatz, wobei mir Rosie noch etwas Unverständliches nachrief. Erst, als vor dem Transporter Halt machte, der bereits dort stand, fiel mir ein, dass Frame immer noch hinter mir stand. Da er brav gefolgt war und sich nun unsicher nach einem Grasflecken am Rand des Parkplatzes umdrehte, liess ich ihn vorerst in Ruhe. Er versicherte sich mit einem Blick, ob ich auch nicht weglief und senkte dann entspannt den Kopf. Ich widmete mich dem Transporter und dessen Inhalt, der bereits unruhig zappelte. Hans, der freundliche Pferde-Chauffeur half mir beim Öffnen der Klappe und teilte mir nochmals seine Trauer und sein Beileid wegen Jack mit, was er besser hätte sein lassen. Ich nickte nur abwesend und konzentrierte mich auf das, was vor mir lag. Frame kam neugierig angelaufen um die drei wunderschönen Geschöpfe im inneren des Transporters zu beschnuppern, die zuvor so schrill gewiehert hatten. Das Fuchsfohlen streckte ihm mutig die Nüstern entgegen und machte kurz darauf unterwürfige Kaubewegungen, wie es sich gehörte. Kaythara die kleine Nachzüglerin von Edfriend starrte aufmerksam zum Hauptstall. Nur die zweite Stute, Riven, blieb in der hinteren Ecke verborgen. Sie war zwar eine Handaufzucht, doch relativ scheu geblieben und mochte keine ungewohnten Situationen. Lewis brachte gerade rechtzeitig die Halfter, die ich natürlich auch vergessen hatte, und übernahm Kaythara. Ich schnappte mir Simba und Hans nahm kurzerhand Riven. Er lud die Stute sanft ein, ihm zu folgen, woraufhin sie zögerlich die Rampe runterkletterte. Simba folgte mir relativ zügig und schubste mich ein wenig zur Seite, weshalb ich ihm einen Klaps auf die Schulter gab. Ich staunte, wie weich sein Fell war und wie golden es in der Nachmittagssonne glänzte. Ich habe die richtige Wahl getroffen
      Frame trottete brav wie ein Lamm neben mir her, während ich Simba gemeinsam mit den anderen zu den Fohlenweiden führte. Riven und Kaythara wurden sofort von den anderen Stütchen begrüsst und umringt, besonders Ciela interessierte sich für die Neuankömmlinge. Pointless hingegen blieb hinter Penny auf Abstand und beobachtete uns nur mässig interessiert. Sweets, Liquor und Bluebell wurden fast schon etwas zu aufdringlich für Kaythara, doch zu unserer Überraschung schien sich die schüchterne Riven von Anfang an bei ihnen sicher aufgehoben zu fühlen. Ich hatte Simba inzwischen auf die Weide nebenan geführt und abgehalftert. Er flüchtete nun vor Mano, der ihn spielerisch jagen wollte. Simba verstand dies anscheinend jedoch nicht als Spiel, sondern nahm sein Verhalten ernst. Auch nach zwanzig Minuten war es nicht besser geworden; immer wenn Simba anzuhalten versuchte, wurde er sofort weitergetrieben. Alysheba kam nun ebenfalls hinzu, weshalb ich eingriff und Simba vorerst wieder einfing. Ich dachte angestrengt nach, was ich nun zu tun hatte. Ihn alleine in eine Box stellen? Auf keinen Fall. Ich muss es morgen nochmal versuchen, bis dahin stelle ich den kleinen neben Blüte und Merino. Gedacht getan, ich brachte Campina in ihre alte Box zurück und stellte Simba in die leere neben Blüte, die vor einiger Zeit Coulee gehört hatte. Ausserdem brachte ich bei Gelegenheit auch gleich Frame zurück in seine Box, er hatte genug Freilauf gehabt für heute. Merino streckte neugierig die weichen Babynüstern durch die Gitterstäbe und knabberte mit den Zähnen am Metallrand, bis Simba ihm Beachtung schenkte. Die beiden schnüffelten kurz durch die Stäbe, dann kreiste Simba weiter in der Box herum. Er beruhigte sich aber rasch, offenbar würde die Nacht nicht allzu schlimm für ihn werden. Merino blieb noch immer am Gitter und beobachtete den hellen Fuchs. Seit wir seine Zwillingsschwester an Sarah Kyren verschenkt hatten, war er wohl etwas einsam gewesen. Zum Glück durfte er in wenigen Monaten zu den anderen Fohlen. Wir hatten die kleine Primo Viktoria von ihm und Blüte trennen müssen, da sie bei der Geburt zu schwach gewesen war. Sie wurde mit der Flasche aufgepäppelt, doch da dies sehr aufwendig war, übergab ich sie Sarah, die die nötige Zeit für die Kleine aufbringen konnte.
      Erleichtert verliess ich den Hauptstall, um nochmals nach den Stütchen zu sehen. Kaythara und Riven waren zwar noch etwas abseits, grasten aber einigermassen entspannt. Zufrieden klopfte ich mir auf den Schoss, um Jacky anzulocken und mit ihr ein wenig Ball zu spielen. Auch Sheela kam freudig angerannt und hopste durch das Gras.
      26 Aug. 2014
    • Occulta
      Abendstunde mit Spannung

      Burggraf röchelte, als er merkte, dass ich auf seine Box zukam. Erwartungsvoll streckte er mir die gepunkteten Nüstern entgegen, nicht weil er ein Leckerli wollte, sondern weil er wusste, dass er nun arbeiten durfte. Ich wollte mit ihm in die Reitstunde von Elliot, die um 5 Uhr beginnen würde. Jetzt war halb fünf und ich band Burggraf im Schein der Lampen unter dem Nebenstallvordach am Holzgeländer an. Neben mir führten die weiteren Teilnehmer der heutigen Stunde die Pferdeaus den Boxen. Es waren Darren und David, Jason, Anne, Rosie und Jonas. Und Rita. Die ehemalige Besitzerin von Calico war mittlerweile fest angestellte Pflegerin und verbrachte beinahe ihre ganze Freizeit bei dem Hengst. Sie schlief aber, anders als die anderen Pfleger, im Moment noch zuhause. Wir hatten für die heutige Reitstunde, die eigentlich eher eine Springstunde war, extra die Warmblüter und Ponys ausgewählt. Nämlich Pilot, Peace, Ronja, Vychahr, Ocean, Dream und Baccardi. Sie waren allesamt schon längst geschoren und am Morgen auf der Weide gewesen, sodass sie in der Stunde gut laufen würden. Ich hatte heute auf meinen Liebling Co Pilot verzichtet, weil Muffin anscheinend in der letzten Stunde mit David ordentlich gebockt hatte und dieser sogar runtergeflogen war. Ich wollte herausfinden, ob er heute wieder zickte, oder ob es an Davids Reitweise lag. Ich zog die Fleece-Decke nicht ganz aus, da es Schneite und kalt draussen war. Dann bürstete ich das kurze Stoppelfell und kämmte das eher feine Langhaar des Achal Tekkiner Hengstes. Einen Moment lang genoss ich die Wärme, die von seinem Körper ausging und lehnte mich gegen die weiche Schulter. Er zuckte etwas mit dem Widerrist, als wollte er eine Fliege verscheuchen, und schnüffelte dann an meinem Arm. Ich streichelte die rosa Nüstern liebevoll und zupfte den Schopf zurecht. Als nächstes holte ich den Sattel. Die anderen waren noch nicht ganz so weit, also konnte ich mir Zeit lassen und in aller Ruhe die Bügel einstellen, was ich normalerweise erst beim Aufsteigen tat. Rosie neben mir kratzte Oceans Hufe aus, danach holte sie ebenfalls bereits den Sattel. Jason war am wenigsten weit mir Ronja, denn die ungeduldige Stute zog immer wieder die Hufe weg, wenn er sei auskratzen wollte. Ausserdem zappelte sie beim Bürsten oft. Ich hatte Mitleid mit ihm und kam ihm rasch zu Hilfe. Auch beim Satteln ging sie etwas zur Seite. Ich gab ihr einen warnenden Klaps und schimpfte „es reicht jetzt Zicklein“. Wenigstens liess sie sich gut gurten. Ich ging zurück zu Muffin und zäumte ihn, dann zog ich mir die Sturzweste und den Helm an. „Darren, don’t you want to wear a helmet?“, bemerkte ich mit mahnendem Blick, als ich sah, dass der junge Mann Pilot ohne Helm auf den Weg führen wollte. Er hielt inne, als wollte er sich eine Ausrede überlegen, gab dann aber die Zügel kurz Anne in die Hand, die mit Filou hinterher kam. Ich bestand darauf, dass alle Pfleger einen Helm trugen, oft genug hatte ich auf Turnieren schlimme Stürze beobachten müssen. Ausserdem war Pilot manchmal etwas empfindlich unter dem Sattel und konnte den einen oder anderen Bocksprung machen. Der Scheckhengst war und blieb ein Sensibelchen. Ich hatte ihn Darren nur anvertraut, weil er mit den anderen Pferden eine feine Hand gezeigt hatte und sehr sanfte Hilfen gab. Endlich führte auch ich Burggraf auf den Weg und stieg auf. Ich musste ihn in seinem Eifer bremsen, als er direkt nachdem ich im Sattel sass loslaufen wollte. Ich rückte die Decke auf seiner Kruppe zurecht und schlang sie um meine Beine, sodass auch ich schön warm hatte. Dann wartete ich auf die restlichen sieben Teams, damit wir gemeinsam zur Halle reiten konnten. Dort wartete bereits Elliot und war emsig am Hindernisse einstellen. Er hatte zwei kleine Kreuze, einen Steilsprung auf der Diagonalen, eine Kombination und ein In-Out aufgebaut. Gespannt überlegte ich mir mögliche Reihenfolgen aus, wurde aber von Jonas aus meinen Gedanken gerissen, der mich mit Dream eingeholt hatte. Die beiden waren ein seltsames Paar, doch auch sie mussten lernen, miteinander umzugehen. Jonas hatte mir einmal verraten, dass er lieber Grosspferde ritt, da sie etwas schwerfälliger waren und nicht so schnell auf dumme Gedanken kamen. Wir unterhielten uns eine Weile über den Schnee und die vergangene Woche, dann war es Zeit anzutraben und sich auf das Pferd zu konzentrieren. Burggraf war geladen und lief ziemlich schwungvoll. Ich ritt viele Volten, um ihn zu beschäftigen. Nach einigen Runden löste er sich und lief am Zügel, zwar noch immer zügig, aber nun angenehm weich im Hals. Ich kam mir vor wie auf einem Gummiball, als ich angaloppierte und kurz darauf über das erste Kreuz hüpfte. Vor der Wand bremste ich den Hengst wieder in den Trab und ritt dann die Kombination an. Im Moment durften wir noch frei einwärmen, Elliot gab uns lediglich zwischendurch Tipps oder korrigierte uns. Doch bald räusperte er sich und die richtige Stunde begann. „Rosie, come from the left side and take the In-Out”, hiess es, und wir sahen alle gespannt zu, während wir im Schritt Runden um die Hindernisse drehten. Es sprang jetzt einer nach dem anderen ein paar Hindernisse, dann kam etwas mehr Bewegung ins Spiel und wir sprangen in kürzeren Abständen hintereinander. Ich folgte einmal David, der mit Peace über den Oxer voraus ritt. Doch beim Absprung flatterte eine Taube von einem der Dachbalken auf, sodass der Hengst sich erschrak und nach dem eigentlichen Sprung einige Bocksprünge anhängte. David konnte den kopflos gewordenen Schecken mit Mühe gegen die Wand richten und bremsen, wobei er beinahe über den Hals gefallen wäre. Muffin wollte sich schon anstecken lassen, doch ich gab eine scharfe Parade und ritt eine kleine Volte, sodass er wieder ruhiger wurde. Auch Darren hatte ein paar spannende Momente, da Pilot sich sehr von der allgemeinen Anspannung der Pferde beeinflussen liess. Nach einer halben Stunde meinte Elliot kopfschüttelnd dass es besser sei, wenn wir wieder einzeln springen würden. Gesagt getan – tatsächlich klappte es danach wieder besser. Alles in Allem war die Stunde interessant und alles andere als langweilig, und die Pferde erfüllten die Erwartungen ihrer Reiter. Nach dem austraben drehten wir alle eine Runde um den Hof und versorgten die Pferde dann in aller Ruhe. Beim Absatteln schnaubte Muffin und schüttelte sich, sodass seine Mähne über seine Ohren fiel, was lustig aussah. Ich streichelte ihn zum Abschied in seiner Box und gab ihm seine Karotte, die er sich wirklich verdient hatte. Er schlang sie gierig runter und sah mich dann mit seinem erwartungsvollen Hundeblick an, doch ich blieb hart und packte lediglich freundschaftlich sein Ohr. Dann verliess ich die Box und schloss den unteren Teil der Holztür.
      12 Feb. 2015
    • Occulta
      Wasser und Wellen

      Ich war auf dem Weg zu Parkplatz, denn ich wollte sehen, wie weit der Bau des neuen Stallgebäudes fortgeschritten war. Neues Stallgebäude? Richtig. Ich hatte vor einigen Monaten beschlossen, dass es Zeit währe, Pineforest Stable etwas zu erweitern. Wir hatten langsam ziemlich viele Pferde auf dem Hof und dadurch zwar noch nicht wirklich Platzmangel, aber für Gastpferde wurde es immer knapper. Und da der Park, in dem sich das Gestüt befand, ein sehr beliebtes Ausflugsziel für Wanderreiter und überhaupt für alle Pferdenarren war, hatten wir bisher jeden Sommer reichlich Feriengäste zu Besuch gehabt. Das war schliesslich auch eine gute Einnahmequelle, neben den paar Reitschülern, die Regelmässig mit ihren Pferden aus der Nachbarschaft in die Halle zum Trainieren kamen. Geplant waren daher ein neuer Stall im Nordwesten des Gestüts, ein grosser Offenstall im Südosten, dort wo im Moment die oft ungenutzten Weiden lagen; entsprechend eine neue Weideaufteilung und die Krönung des Ganzen: Eine neue 1500m Galopprennbahn. Auf die freute ich mich besonders, denn so konnten wir die Vollblüter endlich anständig trainieren. Bisher hatten wir zwar auch das Beste aus der Situation gemacht, doch auf Dauer war die alte Bahn einfach zu klein und eng. Wie viel angenehmer würde es sein, nicht mehr für spezielle Trainings zur nächstbesten Rennbahn fahren zu müssen, sondern auf der Stalleigenen, grosszügigen Strecke zu trainieren? Ich sehnte mich danach, endlich neben den grossen Tannen um die Kurve zu kommen, danach auf die Gerade zu biegen und über die wundervoll lange und breite Bahn zu fliegen. Die Bahn würde kunftig um den Galoppweg herum verlaufen und damit Pineforest Stable noch etwas mehr von der Aussenwelt abschotten. Die Bahn würde zwar immernoch relativ bescheiden sein, doch zumindest viel angenehmer als die Alte. Dort wo die gestanden hatte, entstand nebenbei eine Ovalbahn; der kleine Militaryparcours im inneren blieb bestehen.

      Der ‚Nordstall‘, wie die Pfleger und ich ihn nannten, nahm langsam Form an. Die Wände Standen und das Dach war in Arbeit, Danach würde vor allem noch die Inneneinrichtung fehlen. Geplant waren 19 Boxen, wobei eine davon eine grössere Eckbox war, in der zwei Ponys Platz fanden. Wir waren uns schon jetzt alle einig, dass diese Box wie gemacht war für Herkir und Ljóski. Ich rieb mir zufrieden die Hände und begab mich dann wieder in Richtung Weiden, wo der Bau des grossen Offenstalls ebenfalls in vollem Gange war. Es war brütend heiss und ich lief in Shorts und Trägertop herum. Beim Offenstall angekommen versuchte ich mir vorzustellen, wie das ganze aussehen würde, wenn es fertig war. Die Weide wird riesig!, dachte ich entzückt. Trotzdem müssen wir aufpassen, dass das Gras nicht überbeansprucht wird. Zum Glück habe ich mit der Parkverwaltung über zusätzliches Weideland diskutiert. Von den Miniature Horse Weiden her rief mich Lewis. Ich lief zügig zu ihm, Elliot und Lisa hin. Sie waren gerade dabei, die Fohlen und die Miniature Horses in die Offenställe zu sperren, denn die Weiden mussten neu abgesteckt werden. Ich beschloss natürlich mitzuhelfen und schnappte mir ebenfalls zwei Stricke und Halfter. Zunächst fingen wir die Mini-Stuten ein, danach die Hengste auf der gegenüberliegenden Weide. Das selbe geschah mit den Fohlen. Die Gekörten Stuten, die auf den unteren Weiden standen, mussten ebenfalls weg, doch ihre Offenställe wurden abgerissen, da sie veraltet und reparaturfällig waren. Da sie dank des neuen grossen Offenstalls nicht mehr gebraucht wurden, mussten sie weichen. Die beiden kleinen Offenställe und die Zäune im Osten waren bereits weg. Ich führte Gianna und Piro zur Halle und liess sie dort drin laufen. Lewis brachte Islah und Ronja, Elliot nahm Dream. Lisa fing währenddessen noch die letzten Fohlen ein. Dann bauten wir alle gemeinsam die Zäune ab. Es fühlte sich komisch an, die massiven Pfosten einer nach dem anderen auszubuddeln und auf einen Haufen zu tragen. Wir wurden nicht fertig bis zum Mittag und es war mittlerweile so heiss geworden, dass ich den Nachmittag frei gab. Ich wollte nicht riskieren, dass jemand einen Hitzschlag erlitt. Auch die Bauarbeiter zogen nach und nach ab.

      Zum Mittagessen trafen wir uns alle vor dem Pflegerheim im Schatten der Bäume. Jonas und Oliver hatten ein paar Tische und Bänke aufgestellt, denn wir grillierten. Bald sassen alle fröhlich plaudernd beim Essen und es kam die Frage auf, was man am Nachmittag tun könnte. Da hatte ich plötzlich einen Geistesblitz. „Es ist Sommer! Was machen wir im Sommer?“ “Ehh, I don’t know…“ “Es ist nicht Sommer, noch nicht“ „Ja - but it feels like summer, and it’s very hot today. Also gehen wir doch an den Strand!”, rief ich mit gespielter Ungeduld. Einige der Pfleger jubelten begeistert, andere grinsten nur, weil sie nicht verstanden hatten was ‚Strand‘ heisst. Ich sagte „Beach“ zur Erklärung, und sie stimmten mit ein. „But what about feeding and cleaning the barns?“, wollte Elliot wissen. Ich ordnete an, dass gleich nach dem Mittag alle Boxen gemistet und die Pferde gefüttert werden mussten, ausserdem würden ein paar Pfleger hier bleiben und nach dem Rechten sehen müssen. Lisa und Darren meldeten sich sofort freiwillig um zu bleiben. Lisa hatte die Begründung, dass sie ohnehin schon fast einen Sonnenstich hatte und daher kaum Energie um mit uns an den Strand zu kommen, und Darren hatte einfach keine Lust. Ich fand dies etwas fragwürdig, diskutierte jedoch nicht weiter, denn irgendwer musste ja bleiben. Auch ein paar weitere meldeten sich, sodass zum Glück niemand allzu enttäuscht war. Fröhlich und ausgelassen liefen wir nach dem Essen zu den Ställen, um den Plan umzusetzen. Als alles fertig war, machten wir den grossen Transporter bereit und dann die Pferde, die mit durften. Wir (Ajith, Lily, Quinn, Lewis, Jonas und ich) hatten uns für Numair, Anubis, Baccardi, Donut, Amor und Dod enschieden. Ich zog Dod keine transportgamaschen an, denn die Fahrt nach Newport würde nicht allzulange dauern. Beim Verladen bewies Dod mal wieder seinen Sturkopf. Er wollte partout nicht einsteigen und sträubte sich, sobald man in die Nähe der Rampe kam. „Oh come on budd, we’ll have a lot of fun!“, versuchte ich ihn zu überzeugen. Natürlich verstand er micht nicht und liess sich auch durch die Karotte, die ihm Lewis hinstreckte, nicht beeindrucken. Wir schafften es nur mit viel Geduld und Durchsetzungsvermögen, ihn Schritt für Schritt die Rampe hoch zu befördern. Endlich waren alle Pferde verladen und die eineinhalbstündige Fahrt stand an. Die Zeit verging wie im Flug und als wir in Newport auf einem abgelegenen Parkplatz beim Strand die Klappen des Transporters öffneten, schnupperten alle sechs Pferde bereits aufgeregt die Meerluft. Wir führten sie hinaus, halfen uns gegenseitig beim Satteln und stiegen schliesslich auf. Numair, Anubis, Amor und Dod waren allesamt sehr aufgeregt. Besonders Numi blähte die Nüstern und spitzte die Ohren. Doch Ajith hatte ihn soweit im Griff. Es schien dem Indischen Pfleger sogar Spass zu machen, auf einem solch temperamentvollen Tier zu sitzen. Ich hatte ein wenig Streit mit Dod, als wir den Trampelpfad zum Strand hinunter ritten, denn er wollte nicht hinter Baccardi bleiben. Unten angekommen trabten wir direkt zum Wasser und ritten ein wenig hinein. Die Wellen kamen Dod bis zum Bauch, was ihm nichts auszumachen schien, denn er scharrte freudig mit dem Huf. Salzwasser spritzte mir ins Gesicht und wir lachten. Donut war das Meer wohl noch immer nicht ganz so geheuer, denn er brauchte wieder mal am längsten um rein zu kommen. Wir waren nicht das erste mal hier – schon letztes und vorletztes Jahr hatten wir einige Strandausflüge unternommen, um möglichst mit allen Pferden einmal herzukommen. Die meisten behielten den Strand in guter Erinnerung und freuten sich beim zweiten mal schon deutlich sichtbar auf die langen Galopps und das Wasser. Manche hingegen, wie Sunday, Iskierka, Islah und eben Donut, konnten gut auf die Salzigen Wellen verzichten. Nach einer Weile trabten wir die Pferde auf dem trockenen Sand ein. Wir ritten Zirkel und formten einen Hufschlag, indem wir immer an den selben Stellen ritten. Anschliessend reihten wir uns in der Nähe des Wassers auf und bretterten dann nebeneinander über den Strand. Nasser Sand spickte von den Hinterhufen der Pferde und ich hielt den Kopf zum Schutz etwas schräg. Neben mir und Dod holte Amor mit ausholenden Bewegungen auf, den Schweif arabertypisch wie eine Fahne aufgestellt. Ich erhaschte einen Blick auf Jonas‘ grinsendes Gesicht und beschloss, Dod noch etwas mehr Zügel zu geben. Baccardi und Donut hatten trotz ihrer Grösse keine Probleme mitzuhalten, aber die Araber waren ja abgesehen von Anubis auch nicht viel grösser. Und Dod selbst hatte ebenfalls Kleinpferdemasse. Nach über einer Stunde am Strand waren endlich auch Amor und Numair ruhiger geworden, denn der Sand und das Wasser zehrten sehr an ihren Kräften. „I hope they’ll not have sore muscles tomorrow“, bemerkte Quinn. Wir beschlossen, zurück zum Parkplatz zu reiten und es für heute gutsein zu lassen. Die Pferde hatten allesamt geschwitzt, doch wir mussten, als wir zurück auf dem Hof waren, so oder so den Sand und das Salzwasser abwaschen, also wurden alle gleich beim Hauptstall angebunden und geduscht. Danach brachten wir sie gemeinsam zur alten Galoppbahn, denn die Fläche im inneren der Bahn wurde ebenfalls als Weide genutzt und war jetzt, da sich alles im Umbau befand, eine der einzigen Weiden überhaupt.

      Der Abend hielt nocheinmal eine grosse Überraschung bereit. Ich wollte gerade nach den Fohlen sehen, als ich einen Anruf von Elisa Cranfield erhielt. Ich hatte grosses Interesse an ihrem Paint Hengst ‚Unbroken Soul of a Rebel‘ gezeigt, jedoch nicht damit gerechnet, so schnell eine Antwort zu bekommen. Zu meiner positiven Überraschung rief sie nämlich an um mir zu verkünden, dass sie Pineforest Stable als geeignetes Zuhause für den Hengst sah. Wir einigten uns auf einen Preis und besprachen den Transport, dann bedankte ich mich und legte gut gelaunt auf. Der Hengst würde in drei Wochen kommen, gerade zur rechten Zeit um in den Nordstall ziehen zu können. Nun musste nur noch alles nach Plan verlaufen.
      10 Juni 2015
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  • Album:
    Gnadenweide
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    Occulta
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    29 Juli 2016
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  • Offizieller HG

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    Vom: Emonosk

    Aus der: Sugar Dunja


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    Rufname: Dream
    Geburtstag: 02.08.
    Alter: 12 Jahre
    Stockmaß: 1.42 m
    Rasse: New Forest Pony
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Schimmel
    (Ee,aa,Gg)
    Abzeichen: -
    Gesundheit: sehr gut
    Hufe: Barhuf, gutes Horn



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    Lieb, treu, Verlasspferd.


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    White Dream ist eine treue und zuverlässige Stute. Sie bewährt sich schon seit den ersten Tagen des Reiterhofes, als sehr gutes und auffallend hübsches New Forest Pony. Ihr Charakter ist einwandfrei und auch während der Rosse ist diese Stute nur wenig zimperlich. Mit diesem Pferd hat man einen treuen und liebenswürdigen Partner gefunden. Man kann sich auf sie verlassen, in Guten und in Schechten Zeiten, passt sie auf ihren Reiter gut auf.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Delilah
    VKR: Delilah
    Verkäuflich: Nein



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    Gekört: Ja
    Nachkommen: White's Fairy, PFS' Caruso, PFS' Skydive
    Decktaxe: nicht leihbar!



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    Galopprennen Klasse: A
    Western Klasse: M
    Spring Klasse: S

    Military Klasse: A
    Dressur Klasse: L
    Distanz Klasse: A


    Eignung: Western, Springen
    Eingeritten: Ja



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    [SK 5]
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    [SW7]
    [BSW8]
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    1. Platz 250. Dressurturnier (Nikolaus-Quadrille)
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    3. Platz 13. Distanzturnier
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    3. Platz 237. Springturnier
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    1 Platz 29. Westernturnier
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    3. Platz 8. Westernturnier
    3. Platz E-Klasse Westernturnier
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    3. Platz 32. Militaryturnier
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    1. Platz 36. Galopprennen
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    3. Platz EHP - Spring Derby
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    3. Platz 2. Militaryturnier der Lake Mountain Ranch
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    Gewinnerin des 1. JV-Amateurrennens (Kategorie Ponys & Kaltblüter)
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    Dream's Spind