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Occulta

• Numair, Araappaloosa ♂

Hengst | Schabrackentiger

• Numair, Araappaloosa ♂
Occulta, 26 Okt. 2013
Cooper gefällt das.
    • Occulta
      Ankunft von Numair

      Aufgeregt legte ich das Telefon auf und rannte zu Jack. "Du glaubst nicht wer gerade angerufen hat!", rief ich während ich schlitternd vor ihm Halt machte und ihn mit glitzernden Augen ansah. "na wer denn?", fragte er lachend. "mKay! Sie hat wegen Numair angerufen, du weisst doch, der wunderschöne Araappaloosa von dem ich dir gleich nach Islah's Ankunft erzählt hatte! Er steht zum Verkauf!" Ich war immer noch ausser Atem, sah ihn aber erwartungsvoll an, neugierig auf seine Reaktion. "Ich schätze, dann muss ich heute Nachmittag anrufen und deinen Appaloosa auf seine lange Reise schicken.", schloss Jack und grinste schelmisch. Ich stiess ein leises "yes!" aus und fiel ihm um den Hals. Er gab mir einen zärtlichen Kuss, den ich allzu gerne erwiderte.

      Wenige Tage später sassen wir beide ihm Auto. Die Fahrt zum Flughafen verlief zum Glück recht staufrei und wir fanden schnell einen Parkplatz. Es würde noch eine ganze Stunde dauern bis Numair in Birmingham ankam, denn der Flug hatte ein wenig Verspätung. Als dann das Flugzeug endlich von der Landebahn gefahren kam und die Transportcontainer ausgeladen wurden, war ich wie immer besorgt, ob alles geklappt hatte. Aber als die Klappe des Containers, in dem sich der Hengst befand, geöffnet wurde, sah er uns auch schon neugierig entgegen. Beim Umladen in den Anhänger zeigte der temperamentvolle Appaloosa sein ganzes Repertoire an Verweigerungsversuchen, doch schlussendlich brachten wir ihn doch noch die Rampe hoch. Die Fahrt nach Hause war kurz und schmerzlos und er schien das frische Heu in seiner neuen Box schon sehnsüchtig erwartet zu haben. Auch mit seinen neuen Nachbaren verstand er sich gut. Während er da so zufrieden am fressen war, meinte ich glücklich zu Jack: „Jetzt müssen wir ihn nur noch an eine Körung bringen.“
    • Stelli
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      Numair - Routineuntersuchung, Entwurmen

      Nachdem ich bei meiner vorherigen Kundin fertig war, fuhr ich direkt weiter zu meiner nächsten Auftragsgeberin Occulta. Ich parkte in der Nähe des Stalls, stieg aus und wurde sofort von der netten Hofbesitzerin begrüßt. Nachdem ich meine Utensilien eingepackt hatte gings in den Stall. Dort war bereits das wunderschöne Pferd Spotted Timeout angebunden. Ich war begeistert von dem wundervollen Vollblut und machte mich direkt ans Werk. Zuerst nach ihm ich die Temperatur des Tieres, welche im völligen Normbereich lag. Zunächst griff ich nach meinem Stethoskop und hörte Herz und Lunge gründlich ab, welche sich kräftig und gesund anhörten, was besonders wichtig für Rennpferde war. Anschließend nahm ich die Anzahl der Atemzüge und der Pulsschläge. Hier war alles regelmäßig und die Atemzüge ruhig. Weiter gings mit der Kontrolle der Augen. Der verschmuste Hengst ließ sich brav die Augen ansehen und hielt vorbildlich still. "Braver Junge", flüsterte ich ihm zu und streichelte über seinen Hals als ich zum Maul überging. Sein Zahnfleisch hatte eine gesunde Färbung und sonst konnte ich keine Schwellung und Verletzungen sehen. Nun fing ich an, Gelenke und Knochen des Schecken abzutasten. Nichts war heiß oder dick und auch der Rücken war unempfinflich. Beim Vortraben bestätigte sich mein erstes Bild, der Hengst bewegte sich fleißig und gleichmäßig. Somit war ich voerst sehr zufrieden. Nun musste ich noch schnell Blut des Blüters abnehmen, um auch innere Befunde ausschließen zu können. Schnell hatte er den unangenehmen Teil hinter sich und bekam noch schnell die Paste der Wurmkur ins Maul, bevor er zurück in seine Box konnte. Occulta kam mit einem neuen Pferd im Schlepptau zu mir zurück. Co Pilot de la Bryère, ein alter Bekannter aus Alyssas ehemaliger Zucht. Ich begrüßte den Hengst und machte mich mit ihm vertraut bevor ich anfing. Er war schon etwas vorsichtiger als Spottet Timeout, deswegen ging ich umso behutsamer vor. Auch hier begann ich mit der Abnahme der Temperatur und machte mit Abhören von Herz und Lunge weiter. Hier war alles im grünen Bereich, ebenso wie Puls und Atemfrequenz. Die Augen den Trakehners waren klar, die Mundschleimhaut schön rosa und ohne Wunden. Dannach prüfte ich Knochen und die Gelenke des Dressur- und Springpferdes sowie den Rücken und andere sensible Stellen des Pferdes. Anschließend betrachtete ich noch das Gangbild des Hengstes und konnte nichts auffälliges feststellen. Zu guter letzt musste ich Co Pilot allerdings noch Blut abnehmen. Mein Patient wurde etwas zögerlich, als ich mit den Alkoholtupfern kam und seine Halsvene reinigte. Occulta beruhigte ihn sorgsam, während ich behutsam die Nadel in die Vene schob und das Blut in meine Röhrchen auffing. Occulta schob ihrem Pferd ein Leckerli zu, nachdem ich die gebrauchte Nadel in den Müll schmiss und das Blut zu dem von Spotted Timeout in die Kühlbox im Auto brachte. Doch bevor der Trakehner zurück in den Stall durfte, musste er noch die bittere Wurmkur bekommen, was ihm erst überhaupt nicht passte. Occulta verhinderte, das er sie wieder ausspuckte, bevor sie ihn zurück in seine Box brachte. Wir machten weiter mit Moon Kiddy, einer freundlich wirkenden Criollostute. Neugierig betrachtete sie mich, ließ mich aber während meiner beginnenden Behandlung nicht aus den Augen. Temperatur, Herztöne und Atmung waren super und ich machte mit den Augen und dem Maul weiter. Moon Kiddy hatte schöne, klare Augen und keinerlei auffällige Symptome was das Zahnfleisch betraf. Ihr Fell glänzte, und auch als ich ihre Beine und den Rücken abtastete konnte ich keine Hautveränderungen, so wie geschwollene Gelenke oder anderes feststellen. Nun ließ ich sie draußen vor dem Stall vortraben, sowohl grade Strecken als auch enge Wendungen. Moon Kiddy lief gleichmäßig und klar. Ich rief meine Kundin zu mir, denn nun war die Blutabnahme dran. Vorschriftsgemäß reinigte ich die Halsvene und legte schnell die Kanüle, um das Blut aufzufangen. Die Stute legte beim Stechen kurz die Ohren an und hob leicht den Kopf, war aber sonst brav und hielt schön still. Nachdem ich genug gesammelt hatte, zog ich die Nadel heraus und brachte das Blut ins Auto. Jetzt bekam sie nurnoch die bestellte Wurmkur, die ich ihr oral ins Maul abgab. Angewidert nahm sie die Wurmkur an und folgte ihrer Besitzerin mürrisch in den Stall zurück. Der letzte Kandidat auf diesem Hof war Numair, ein optisch sehr auffallendes Pferd. Der Araappaloosa begutachtete mich kritisch während ich anfing, ihn zu untersuchen. Er war nicht einfach und legte allein bei dem Messen der Temperatur die Ohren an. Occulta tadelte mit ihm, während ich zu Herz und Lunge übergehen konnte. Auch hier schien alles in Ordnung, die Anzahl der Atemzüge waren im Normbereich, das Herz schlug kräftig und gleichmäßig und es waren keine raschelnden Geräusche zu hören. Vorsichtig sah ich mir die Augen des temperamentvollen Hengstes an, der das nicht ganz so prickelnd fand und versuchte, den Kopf wegzudrehen. Bei der Untersuchung des Mauls war es aber schon etwas einfacher. Als ich nichts entdecken konnte ging ich zum Abtasten von Rücken und Beinen übergehen. Auch hier war nichts schmerzhaft oder verändert. Das Gangbild des Schecken bestätigte es nochmal. Occulta hatte alle Mühe, den temperamentvollen Hengst unter Kontrolle zu haben, als sie gradeaus traben sollte. Nun musste ich allerdings noch Blut abnehmen. Mit einem getränktem Tupfer desinfizierte ich den Bereich um die Halsvene von Numair und legte fix die Kanüle. In diesem Moment zuckte der Araappaloosa ziemlich und war überhaupt nicht erfreut über diesen Teil der Behandlung. Der Hengst konnte sich glücklicherweise nicht stark bewegen, da wir dicht an der Stallwand standen. Als ich genug Blut hatte, zog ich die Nadel heraus und lobte den schwierigen Hengst, der offenbar keinen guten Tag erwischt hatte. Die Wurmkur begünstigte das auch nicht wirklich, nur widerwillig nahm er die Wurmkur. Nun war auch dieses Pferd versorgt und ich war fertig bei Occulta. Schnell nahm ich noch Kotproben aus den Boxen der behandelten Pferde bevor ich mich von meiner Kundin verabschiedete. Ich fuhr direkt ins Labor um das Blut auszuwerten. Bei zwei meiner Patienten, Moon Kiddy und Spotted Timeout war das Blutbild tadellos, Co Pilot hatte einen leichten Selenmangel und Mumair einen ebenso leichten Magnesiummangel. Ich teilte Occulta die Ergebnisse mit und würde ihr morgen eine Selen- und Magnesiumkur an den Hof bringen, die sie den Pferden einmal durchfüttern sollte. Sonst waren aber alle Pferde in einem optimalen, sehr gepflegten Zustand.

      6557 Zeichen (c) Stelli
    • Occulta
      Spass-Schnee-Turnier

      Heute war mal wieder ein etwas besonderer Tag, denn wir durften nicht nur einen Neuankömmling begrüssen, sondern auch gleich noch ein ganzes Turnier organisieren! Zugegeben, es war kein grossartiger Spring- oder Dressurevent, aber ‚ein bisschen Spass muss sein‘ zählt doch sicherlich auch. Wir waren alle schon emsig am Vorbereiten, denn der Schnee musste präpariert werden, sodass die Pferde anständig darauf laufen konnten. Immerhin war der ganze Platz zugeschneit! Gebaut wurden unter anderem zwei Hindernisse ganz aus Schnee, eine Schneebar für die Zuschauer, ein Posten, bei dem man Schneebälle an eine Zielscheibe werfen musste, ein kleiner Schneetunnel (der mit Abstand am aufwändigsten war, da er hoch genug für Ross und Reiter sein musste) und ein stinknormaler Flattervorhang. Weitere Posten waren ausserdem ‚der Tee-Express‘ und das Schlitten Ziehen. Bei letzterem wurden zur Sicherheit schnell reissende Seile verwendet, was gleichzeitig eine erschwerte Bedingung darstellte. Ich half Lewis gerade mit dem Bau des Schneetunnels. Wir durften die Decke nicht zu dick machen, wegen der Einsturzgefahr, also war es umso schwieriger die Konstruktion stabil zu bauen. Der Tunnel war am Ende gerade so hoch, dass ein Reiter auf einem mittelgrossen Pferd leicht geduckt hindurchreiten konnte. Meine Handschuhe waren bereits durchnässt, doch ich musste noch weiter um beim ‚Tee-Express‘ zu helfen. Dort mussten die Teilnehmer eine Tasse warmen Tee durch einen Slalom transportieren und dann in einen Messbecher kippen. Anschliessend wurde gemessen, wie viele Zentiliter Tee das Ziel erreicht hatten. Der Parcours war recht anspruchsvoll, aber bei den jüngeren Teilnehmern wollten wir die Bewertung entsprechend milder vornehmen. Um halb Zwölf fingen wir an die Pferde zu putzen, damit wir nach dem Mittag gleich mit dem Einwärmen anfangen konnten. Das Turnier sollte um halb Zwei starten. Ich nahm mit Pilot Teil, den ich zuerst noch zusammen mit den anderen von der Weide holen musste. Sein wunderschönes, schwarz geflecktes Fell war ordentlich dreckig. Er hatte seinen Weidegang offensichtlich genossen. Wir riefen den Pferden vom Tor aus, worauf sie gleich angetrabt kamen. Die anderen gaben mir ein Zeichen, dass der Weg zum Stall abgegrenzt war, also konnte ich den Zaun öffnen und die Hengste strömten nach draussen in Richtung Nebenstall. Sie fanden ihre Boxen selber, denn dort wartete Frisches Heu für alle. Nur die Neueren, Filou und Dod, vertauschten ihre Boxen ausversehen. Wir brachten sie kurzerhand in die jeweils Richtige, dann wurde ich durch einen Anruf unterbrochen. Es war Jack, der gerade mit dem Anhänger auf der Autobahn war, um die neue Vollblutstute abzuholen. „Hey Schatz, wir haben Stau hier, es wird wohl etwas später als geplant, aber ich sollte vor vier Uhr zurück sein.“ Ich seufzte und verabschiedete mich dann, ehe ich die Putzbox von Pilot aus der Kammer holte. Sein Fell war zum Glück nicht sehr schmutzig, wir hatten ihn schon am Vortag hübsch gemacht. Aber besonders die Beine musste ich nochmals putzen. Immer wenn ich an Dancer, der hinter Pilot angebunden war, vorbeilief, um etwas aus der Sattelkammer zu holen, wurde ich von dem frechen Hengst in die Seite gestupst. Zweimal war ich jedoch gefasst und stupste zurück, mitten auf die Nüstern. Als ich fertig war, zeigte die Stalluhr bereits auf die Zwölf und auch die anderen schienen Fertig zu sein. Ich klatschte in die Hände und rief alle zum Mittagessen zusammen, das Lily grosszügigerweise vorbereitet hatte. Es waren zwar nur Sandwiches, aber es würde am Abend dafür ein Festmal geben. Ich würgte mein Sandwich hinunter und zäumte dann Pilot. Wir gingen in die Halle zum Einwärmen, dort herrschte bereits Hochbetrieb. Viele bunte Pferde und Reiter in schöner Turnierkleidung wuselten durcheinander; wir hatten darauf bestanden, dass jeder angemessen gekleidet kommen sollte, trotz dem es nur ein Spassturnier war. Ich ritt zuerst zusammen mit Rosie und Peace im Schritt. Draussen fielen ein paar kleine Schneeflöckchen und ein Rotbrüstchen hüpfte vor der Fensterseite der Halle im Schnee. Ich entfernte die Fleecedecke und Trabte mit Pilot durch die vielen Teilnehmer hindurch, was gar nicht so leicht war. Er war etwas aufgedreht durch die vielen Fremden, was auch gut verständlich war. Offenbar war ich nicht die einzige, die Mühe mit der Konzentration ihres Vierbeiners hatte, denn etwas weiter hinten in der Halle bewies Islah wiedermal ihre Bockkünste. Als Ajith, der wohl wiedermal Pech beim Pferdeauslosen gehabt hatte, sogar runterfiel, ritt ich zu den beiden hinüber, während Lewis schon von Vychahr’s Rücken runtergehüpft und ihm zu Hilfe geeilt war. „Alles in Ordnung?“, fragte ich etwas teilnahmslos, da mir gerade aufgefallen war, wie schön Numair unter Jonas lief. „I’m fine“, murmelte Ajith, aus meinen Gendanken gerissen blickte ich ihn wieder an und sah, dass er sehr schwankend aufstand. „Are you sure? I don’t want to see you fall down again…“ meinte ich ernst, und beobachtete den jungen Pfleger noch ein Weilchen skeptisch, ehe ich es Lewis überliess, sich um ihn zu kümmern. Pünktlich um zehn vor Eins war ich an der Reihe, bisher klappte also alles reibungslos. Ich sah gerade noch Lisa auf Bandit vom Platz reiten, dann konzentrierte ich mich vollständig auf die erste Aufgabe, dem ‚Tee-Express‘. Als ich die Tasse in die Hand nahm, drang der wundervolle Duft von warmem Früchtetee in meine Nase. Er war extra nicht zu heiss, dass sich das Pferd beim Verschütten nicht verletzen konnte. Zu gerne hätte ich einen Schluck riskiert, doch ich zwang mich, der Versuchung zu widerstehen und den Slalom im Trab zu meistern. Ich verschüttete leider gleich in der ersten Wendung eine ordentliche Portion, was nicht gerade ein vielversprechender Start war. Egal – weiter ging es zum ersten Schneehindernis, das Pilot locker übersprang. Ich musste ihn danach in seinem Eifer bremsen, sonst hätten wir den Schneetunnel verpasst. Auch dort ging er sauber hindurch. Dann ritt ich vorbei an der Schneebar zum Schneeballwerfen. Ich warf zwei Bälle, traf aber beim ersten mal die Scheibe gar nicht erst und beim zweiten Versuch bloss den äussersten Ring. Da hörte ich eine Vertraute Stimme lachen; es war Oliver, der ganz vorne im Publikum stand und sich köstlich über meine Trefferquote amüsierte. Als er bemerkte, dass ich zu ihm sah, meinte er schelmisch „Da würde sogar Jackie besser treffen!“, und hob die Hündin, auf die er aufpassen musste, grinsend hoch. Na warte – dachte ich, schnappte mir den dritten Ball und traf in seinen Nacken. „Ups“, lachte ich, dann ritt ich weiter. Einen Punkt hatte ich so zwar verspielt, aber es hatte sich durchaus gelohnt. Nun kam ich zum Flattervorhang, der für Pilot kein Hindernis war, der Schneewall dahinter jedoch schon, denn dies war gleich die zweite Schneehürde. Nur noch zum Schlittenziehen – dachte ich, und trabte zu dem alten Holzschlitten. Ich nahm das Seilende im vorbeireiten vom Pfosten, denn ich musste dringend Zeit aufholen. Pilot erschrak etwas, als er den plötzlichen Widerstand spürte, doch ich hielt ihn erfolgreich und manövrierte ihn durch die Zielstangen. Wir waren recht langsam gewesen im Vergleich zu Elliot und Silver, die beiden lagen bisher an der Spitze. Ich klopfte Pilot trotzdem stolz den Hals und verliess den Platz. Kaum war ich auf dem Weg zur Galoppbahn, wo ich ihn noch ein wenig trockenreiten wollte, kam auch schon die Antwort von Oliver geflogen, sie traf mich an die Schulter. „Hey!“, lachte ich und trabte auf ihn zu, sodass Pilot ihn zur Strafe abschlabbern konnte, war er auch tat. Der Hengst mochte es, seine Schnauze ins Gesicht der Zweibeiner zu drücken. Es endete damit, dass Oliver uns begleitete, um seine „müden Knochen etwas zu bewegen“. Zurück im Stall brachte ich Pilot noch etwas Heu, wobei ich unterwegs auch Ocean etwas durch die Gitter stopfen musste, denn dem süssen Röcheln der Stute konnte ich nicht wiederstehen. Dann lief ich zum Platz zurück, um den Durchgang von Quinn und Ronja nicht zu verpassen. Die beiden waren echt gut, leider wollte Ronja beim ersten mal nicht durch den Tunnel laufen. Am ende gewann eine nette junge Dame aus dem Nachbardorf mit ihrem Knabstrupper Wallach. Die beiden hatten fast alles im Galopp gemeistert und das auch noch Fehlerfrei. Ich gratulierte ihnen herzlich. Auf dem zweiten Platz war die kleine Schwester von Elliot gelandet, die auf White Dream hatte teilnehmen dürfen. Ich war stolz auf die Schimmelstute und Elliot auf seine Schwester. Nach dem Turnier begannen wir mit dem Aufräumen. Als ich endlich das lang ersehnte Rufen von Jack vernahm, der gerade die Klappe des Anhängers öffnete, rannte ich gleich hin um die Stute zu begrüssen. Sie hiess Sumerian und kam von einem hübschen kleinen Hof in der Nähe von Manchester. Sie sah noch etwas dürr und schlaksig aus, was aber nicht weiter von Bedeutung war, wenn man ihre schönen Gänge und die klaren Augen sah. Ich brachte sie gleich in den Hauptstall (nachdem ich Jack einen Kuss auf die Backe gegeben hatte), damit sie durch die Aufräumarbeiten nicht gestresst wurde. Sie machte sich direkt über das frische Heu her, hob aber ab und zu wieder aufgeregt den Kopf in die Höhe und drehte eine Runde in der Box. Ich beobachtete sie eine Weile, dann ging ich wieder zu den anderen, um zu helfen. Als wir fertig waren mussten noch einige Pferde versorgt werden, ehe wir Feierabend hatten. Zum einen waren das die Vollblüter, die heute etwas vernachlässigt worden waren, und zum anderen die vier übrigen Pferde aus dem Nebenstall, die nicht am Turnier teilgenommen hatten. Ich führte also wenig später Lila auf den Platz, nachdem ich ihren dicken Schweif endlich entwirrt hatte. Ich wollte etwas Bodenarbeit mit der Stute machen. Ich liess sie am langen Seil hinter mir her laufen und stoppte zwischendurch, um zu sehen, ob sie aufmerksam war. Ich übte auch ein paar Seitengänge und das Tölten an der Hand. Lange waren wir nicht ungestört, denn nach rund zwanzig Minuten kamen Lily, Lewis und Rosie auf den Platz geritten und wollten mich ins Gelände entführen. Ich willigte ein und schwang mich ohne Sattel auf Lilas Rücken. Wir ritten in Richtung der Galoppwiese, wo wir sogar einen Schneegalopp wagten. Ich fasste dabei Lilas Mähne, damit ich bei ihren kurzen Galoppsprüngen nicht das Gleichgewicht verlor. Rosie war auf Dod mitgekommen, Lily hatte Moon und Lewis Baccardi. Zurück auf dem Hof beobachtete ich die Jockeys beim Training, dann half ich Jack und Elliot mit dem Abendessen. Wir genossen den Abend mit allen Pflegern im Wohnzimmer, ein guter Film durfte natürlich auch nicht fehlen.
    • Occulta
      Having troubles or what?

      Die ganze letzte Woche über war wundervolles, aber verdammt heisses Wetter gewesen. Die Sonne strahlte auch an diesem Morgen unbarmherzig auf den rissigen Boden, als hätte sie es sich zum Ziel gemacht, auch das letzte Tröpfchen Wasser zu verdunsten. Besorgt betrachtete ich meine Topfpflanze auf dem Fenstersims, die einst saftig grün gewesen war – jedoch beruhte ihr jetziges Aussehen mehr auf meiner Faulheit als auf der Witterung. Ich seufzte leise und hüpfte die Stufen hinab in die Küche. Dort machte ich mir schnell noch ein Sandwich, ehe ich in die schwüle Mittagsluft trat. Ich beobachtete belustigt Rosie, die absichtlich von Schatten zu Schatten eilte, um ihre empfindliche Haut zu schützen. Ich musste selbst auch immer aufpassen, dass ich nicht zu einem tomatenähnlichen Etwas wurde. Ich betrat den Nebenstall, der zum Glück einigermassen kühl war und kontrollierte die Arbeit der Pfleger. Moon, Lila, Álaedis, Noir, Halluzination, Horror, Ljóski, Herkir, Bandit, Numair, Dod, Dancer und Pilot hatten allesamt duftend frisches Stroh und einen ordentlichen Haufen Heu in der Box, den sie sichtlich genossen. Ajith und Quinn hatten wie immer gute Arbeit geleistet. Ich erwischte sie dabei, wie sie im Schatten hinter dem Nebenstall ein Schokoeis genossen und gönnte es ihnen von ganzem Herzen. Ich schlich mich schnell wieder davon um sie nicht zu stören und machte mich daran, das Putzzeug von Hallu zu holen. Die hübsche Stute sah mich vorwurfsvoll an als sie bemerkte, dass ich kein Leckerli dabei hatte. Ich führte sie dennoch nach draussen um sie unter dem Dach des Nebenstalls an den Holzbalken anzubinden. Heute schien die launische Gesellin gut gelaunt, jedenfalls hob sie brav alle Hufe und war auch nicht so kitzlig wie sonst. Als Jacky angebraust kam und zwischen ihren Beinen hindurchwuselte legte sie trotzdem ein wenig die Ohren platt. Ich liess Jacky in sicherer Distanz Platz machen und hielt Ausschau nach Jack, der vom Einkaufen zurück sein musste wenn die Hündin auch wieder hier war. Tatsächlich sah ich ihn gerade noch durch die Haustür schlüpfen. Etwas enttäuscht, dass er mich nicht begrüsst hatte bürstete ich kräftig weiter. Er musste mich sicherlich gesehen haben, vielleicht kam er ja gleich wieder raus. Ich glättete Hallus Fell mit einem Lammfellhandschuh bis sie richtig schön schimmerte und holte eine Schere um die Mähne wieder ein wenig zu stutzen. Schliesslich sah sie wie ein Showpferd herausgeputzt aus und hatte den linken Hinterhuf entspannt aufgestützt. Einen leichten Schrumpelmund machte sie allerdings trotzdem noch. Das war der standard Ausdruck der Stute, egal ob zufrieden oder nicht. Ihr Beinabzeichen vorne leuchtete richtig im grellen Sonnenlicht und auch der Stern der ihre Stirn zierte wirkte noch weisser als sonst. Ich löste den schwarzen Führstrick und brachte Hallu zurück in ihre Box. Als nächstes war Noir dran, zum Arbeiten war es allerdings immer noch zu heiss. Also beschloss ich, mir ihr zum Fluss zu gehen und einen Badeausflug zu machen. Rasch hatte ich auch Lisa und Rosie mit der Idee angesteckt; Sie rannten begeistert in die Sattelkammer um ihre Badesachen zu holen (auch ich ging mich kurz umziehen), sattelten Herkir und Ljóski und folgten mir nach draussen. Die Sättel brauchten wir nicht nasszumachen, da waren wir uns einig, also schwangen wir uns im Bikini auf den blanken Pferderücken. Ich liebte es, barfuss zu reiten, denn so spürte ich Noirs weiche Fell an meinen Zehen kitzeln. Ich hielt mich etwas an ihrer dichten Mähne als wir das Ufer hinunter ritten und sie sich einen Schritt nach dem anderen ins Wasser vorarbeitete. Sie scharrte und stampfte im Wasser, sodass ich froh war, den Bikini anzuhaben. Ich trieb Noir weiter rein, Ljóski hinterher. Herkir und Lisa folgten uns nur langsam. Lisa hatte noch etwas Mühe mit dem jungen Hengst, denn er wurde erst eingeritten und kannte viele Hilfen noch gar nicht wirklich. Auch Loki war frisch eingeritten, aber immerhin schon etwas länger unter dem Sattel. Schliesslich waren wir so weit drin, dass Noir schwimmen musste. Ich klammerte mich an die nasse Mähne und achtete darauf, ihr nicht in den Weg zu kommen. Es lief alles glatt und wir genossen den Ausflug richtig.
      Als wir auf dem Rückweg waren, ertönte plötzlich ein lautes Knattern über unseren Köpfen. Erschrocken beobachteten wir ein kleines Motorflugzeug, welches bedrohlich tief über den Hof hinweg brauste und nur knapp die Tannen beim Hofeingang verfehlte. Noir scheute augenblicklich und stieg kerzengerade in die Höhe als ich sie zurückhalten wollte. Ich klammerte mich verzweifelt an den panisch hochgerissenen Hals und versuchte, mich oben zu halten. Es gelang mir knapp, ich hätte keine Sekunde länger genügend Kraft gehabt, als sie endlich einigermassen ruhig stand. Rosie, Lisa und ich wechselten kurz einen Blick um uns zu vergewissern, dass alle noch unversehrt oben sassen. Dann vergass ich das eben geschehene und galoppierte mit den anderen sofort zum Nebenstall, wo wir unsere Pferde anbanden und in Richtung Parkplatz rannten. Jack, Jonas, Ajith und Quinn standen bereits völlig entgeistert da und warteten auf uns, Quinn hatte das Mopho noch in der Hand da sie bereits die Ambulanz gerufen hatte. Gemeinsam liefen wir auf der Strasse in Richtung Westen und sahen schon von weitem die unheilverheissende, schwarze Rauchsäule aufsteigen. Das Flugzeug war auf einem der grossen Felder abgestürzt und schien zu brennen, jedenfalls sah man hin und wieder eine leuchtende Stichflamme auflodern. Gerade als ich auf das Feld abbiegen wollte um dabei zu helfen, den Piloten vielleicht noch zu retten, hielt mich Jack grob zurück und die Gruppe machte auf sein rufen hin Halt. „Ihr bleibt hier, das ist viel zu gefährlich! Jonas und ich gehen alleine nachsehen und ihr lauft der Ambulanz entgegen und zeigt ihnen den Weg!“ Zu gefählich, pha! Ich war augenblicklich sauer und wollte seine Anweisungen schon ignorieren, doch dann fiel mir ein, dass ich so die Rettung eher behindern würde. Ich wandte mich schnaubend ab und lief die Strasse weiter entlang um den Krankenwagen an der Kreuzung zu empfangen. Während ich wartete, sah ich nervös zum Flugzeugwrack und betete, dass den beiden nichts passierte. Ich sah, wie Jonas verzweifelt um das Wrack herumrannte und nach einem Zugang suchte, während Jack geradewegs auf das Cockpit zusteuerte. Plötzlich zerriss ein Ohrenbetäubender Knall das leise Knistern und Zischen in der Ferne und Flugzeugteile wurden in einer orangen Glutwolke quer über die Wiese geschleudert. Entsetzt schrie ich auf und rannte so schnell wie meine Beine mich trugen durch das hohe Gras. „JACK!! JONAS!!!“ Auch Ajith hatte sich von den anderen losgelöst und ignorierte die Rufe, die ihn zurückhalten wollten. Eine weitere kleine Explosion erfolgte, nicht so stark wie die erste aber stark genug, um mich und Ajith zur Vorsicht zu zwingen. Wir näherten uns nun langsamer und hielten Ausschau nach den beiden Rettern. Grauenvolle Szenen spielten sich in meinem Kopf ab, eine blutrünstiger als die andere. Ich hatte die Hände vor Aufregung zu Fäusten geballt und suchte das versengte Gras nach irgendeinem Menschlichen Zeichen ab. Bitte lass ihn leben! Lass beide leben! Endlich bog ich um das Heck des ehemaligen Motorflugzeugs und entdeckte einen Kopf mit krausen, dunklen Haaren zwischen den Trümmern. Ich zögerte einen Moment, angstvoll, dass noch etwas im inneren des Wracks explodieren könnte, und rannte dann zu dem am Boden liegenden Körper. „Jonas!“, wimmerte ich beinahe schon und untersuchte ihn rasch auf ein Lebenszeichen. Als er seinen Namen hörte, stöhnte er und drehte mir den Kopf zu. Ich schloss einen Moment erleichtert die Augen und riss sie im nächsten wieder auf um konzentriert zu bleiben und ihn nach lebensgefährlichen Wunden abzusuchen. Die Zeit drängte – immerhin waren wir mitten in der Gefahrenzone. Bis auf ein paar üble Verbrennungen am Oberkörper konnte ich nichts entdecken, weshalb ich mich sogleich daran machte, ihn über die Wiese weg vom Wrack zu schleifen. Er versuchte, sich aufzurappeln und mir zu helfen, doch ich gebot ihm ruhig zu liegen, das würde mir schon Hilfe genug sein. Als wir in sicherer Distanz waren, liess ich ihn, so weh es mir tat, alleine zurück und rannte nochmals zum Wrack um Ajith zu helfen. „Have you found him!?“ er schüttelte verzweifelt den Kopf. Fieberhaft durchkämmte ich auf einen Gedankenblitz hin das umliegende Gras. Er konnte durch die Wucht der Explosion auch weggeschleudert worden sein. Tatsächlich entdeckte ich kurz darauf ein Bein – doch daran hing kein Körper. Entgeistert starrte ich es an und begann noch stärker zu zittern, bis mir auffiel, dass ich die verkohlte Hose nicht erkannte. „This is not Jack!“, rief ich voller Hoffnung zu Ajith, der neben mich gestürmt war. Es musste der Pilot sein. Der arme Kerl, dachte ich verbittert, und riss mich los um weiterzusuchen. Plötzlich schrie mir Ajith von der Rückseite des Flugzeugs zu. Ich stolperte zu ihm und kniete mich neben den leblosen Körper meines Mannes. Ajiths Gesichtsausdruck verdüsterte sich schlagartig, als er den Puls von Jack prüfte. Mir stockte der Atem. Das kann nicht sein… Das darf nicht sein!
      To be continued…
    • Occulta
      Tierklinik Sakura: Tierarzt Besuch für Numair und Moon Kiddy
      Als nächstes wurden mir Moon und Numi vorgestellt. Moon kam sofort zu mir um an mir zu schnuppern, während sich Numi in Entfernung hielt – ich beschloss Numi erst einmal zusehen zu lassen was ich mit Moon machen würde. Die Stute war absolut brav. Sie ließ sich von mir geduldig abtasten, auch als ich ihr Nüstern kontrollierte hielt sie still. Sie blies mir nur ihren warmen Atem ins Gesicht und schnaubte einmal kurz. Auch mit der Impfspritze hatte sie keinerlei Probleme. Geduldig stand sie dran, während ich die Spritze setzte. Numi taute nun langsam auf. Vorsichtig kam er näher und machte den Hals lang. Ich zeigte ihm die Spritze und die die Ruhe der Stute tat ihr übriges. Der Hengst blieb bei mir, während ich Moon die Entwurmungspaste gab, welche sie anstandslos schluckte.
      Nun wandte ich mich Numi zu. Der Hengst, der die Prozedur nun ja schon gesehen hatte, blieb brav stehen und ließ sich abtasten. Vorsichtig inspizierte ich die Beine und auch die Nüstern, um das Tier nicht zu erschrecken. Numi schien das alles nicht zu stören. Auch die Impfspritze, die er nochmal beschnuppern durfte juckte ihn nicht. Der kleine Pieks war noch nicht mal ein Schnauben wert. Die Entwurmungspaste schmeckte ihm nicht so ganz – er versuchte sich zwar der Prozedur zu entziehen, doch ich war schneller und schon war die Paste in seinem Maul Mit angewidertem Gesichtsausdruck schnaubte er, schüttelte sich und wandte sich von mir ab. So schnell würde er nichts mehr von mir wissen wollen! Ich verabschiedete mich noch von Moon und streichelte ihr noch einmal über den Rücken, bevor ich mich auch von Occu verabschiedete und den Hof verließ.
      By SopherlMacaulay
    • Sissicat
      Hufschmied Kriegerherz:

      Heute schaute ich gleich nach meiner Arbeit im Grafikbüro auf mein Handy ich hatte einenAuftrag bei meinem Zweitjob Hufschmied ich fuhr mit meinem Hufschmiedwagen los zu dem Hof von Occulta als ich durch das Hoftor fuhr dachte ich daran ob das mit Timo wirklich alles gut geht er kommt mir irgendwie geheimnisvoll vor...Doch ich rief mir sofort ins gedächnis:,,Erledig deine Arbeit und dann ist alles gut!" Ich hört auf mein Gewissen und parkte meinen Wagen dann stieg ich aus und die Hofbesiztzerin kam mir Entgegen und sagte mir:,,Hallo schön Sie kennen zu lernen sie müssen der Hufschmied sein kommen sie ich zeige ihnen den Platze wo sie alles aufbauen können."Ich folgte ihr mit meinem Zeug aber so richtig war ich nicht bei der Sache als ich alles Aufbaute.Dannach riss ich wieder zusammen und folgte Occulta zur weide wo das erste Pferd Moon Kiddy wartete ich ging zu ihr und streichelte sie ,,Na du bist ja eine brave!" Ich führte sie zu dem Platz den wir ausgesucht hatte und band sie an Ich machte mich sofort an meine Arbeit und begang ihr das erste Huf zu rasspeln aber ich konnte mich immer noch nicht richtig konzentrieren so das ich mir mal versehendlich in den Finger rassplete dannach riss ich mich mehr zusammen und war schneller mit dem rasspeln fertig dannach hammerte ich die Hufeisen fertig und hammerte sie dannach an die richtigen Hufe.Dannach wischte ich mir mit den Handschuh die Stirn und führte Moon Kiddy weg dannach hollten wir das nächste Pferd den temperamentvollen Numair Ich streichelte ihm über die schnauze und fing auch bei ihm mit dem rasspeln an der hengst jedoch schien keine Notiz von mir nehmen zu wohlen doch ich blieb stur und nach ein paar weiteren minuten konnten wir auch den Hengst zurück auf seine weide.Das nächste Pferd wurde Circus Dancer genannt und war eigendlich ziemlich nett was Occulta erzählt hatte bei ihm war ich schnell fertig und gab ihm noch ein kleines stück zucker weil er so brav still gehalten hatte.Das letzte Pferd das ich behandeln musste war Halluzination ich hollte sie aus ihrer Box und sie sah mich zickig an und blieb immer wieder stehen und zog immerzu in die andere richtung so das ich lange brauchte bis ich sie endlich in meinem griff hatte und anband.Ich rasspelte schnell ihre hufe und hämmerte ihr dann vorsichtig die Hufeisen an.
      Dannach verabschiedete ich mich von Occulta und fuhr weg mit meinem Wagen.



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    • Occulta
      Stufenerhöhung Springen (E/A) (E/A) (E/A)
      5482 Zeichen | © Cascar

      "Occu, Altes Haus, WAS verschafft mir die Ehre?", fragte ich überschwänglich, als Samstagabend mein Handy klingelte. Innerhalb von ein paar Minuten stellte sich heraus: ich sollte wieder mal trainieren.
      Begeistert legte ich den Termin auf Montag und da bin ich jetzt.
      Marc sitzt neben mir und manövriert den Jeep über den eher unebenen Schotterweg auf den Parkplatz. Mit einem Schwung steigen wir aus und werden prompt von der Auftraggeberin empfangen, die am Tor auf uns wartet. Nach einer herzlichen und ehrlich erfreuten Begrüßung bringt Occu uns Beide in den Nebenstall. Ich sehe mich praktisch sofort neugierig um, denn hier war ich noch nie. Daraus schließe ich außerdem, dass unsere heutigen Kameraden keine Vollblüter sind.
      Zumindest keine Englischen.
      Mein Verdacht bestätigt sich, als wir vor einer Box mit einem nicht ganz sportlichen Schimmel halten. "Also das ist Bubi. Er springt eigentlich ganz gern -", ich unterbreche Occu, denn an der Box steht etwas von "Circus Dancer". Kurz darauf sprechen wir über Pferdespitznamen. Marc bringt uns dann wieder auf den rechten Weg und mir werden noch Loki und Numair vorgestellt. Der Name des letzten Hengstes kommt mir gleich bekannt vor und auch das klärt sich auf, als seine Besitzerin erwähnt, dass er mit nach Neuseeland kommen wird.
      Ich bin eigentlich ganz begeistert von den neuen Hottas und zu dritt räumen wir Sattel- und Putzzeug auf die Stallgasse.
      Dort stehen nach kurzer Zeit auch die drei Hengste und Occu, Marc und ich nehmen sich jeder einen vor. Ich kralle mir aus Neugier Numair und werde freundlich empfangen. Der Schecke ist nicht nur überaus hübsch, sondern mir gegenüber auch kompromissbereit. Allerdings ist schwer zu sagen, ob das ein typischer Charakterzug ist oder ob er mich einfach noch nicht einschätzen kann. Wie dem auch sei, die Säuberung von Hufe und Fell verläuft reibungslos, das Hüh döst irgendwann weg.
      Beim longieren auf dem bereits mit Sprüngen gefüllten Reitplatz wacht der Liebe auch nicht mehr so Recht auf und ich tausche mein Pferd mit Occus.
      Am anderen Ende der Leine geht nun Circus Dancer (alias "Bubi") und das im Stechtrab, mit hoch erhobenem Kopf und Schweif. Ich grinse darüber nur und lasse ihn ordentlich arbeiten, damit er sich auf etwas anderes konzentrieren muss. Die Rechnung geht übrigens auf und fünfzehn Minuten später gehen alle drei ordentlich und gesittet. Wir treffen uns bei X, gurten nach und stellen die Steigbügel ein.
      Dann geht es endlich weiter.
      Wir bilden optimistisch eine Abteilung, in der jeder Mal an der Spitze reiten und willkürlich bestimmen darf, was gemacht wird. So stellen wir ein doch recht taugliches Aufwärmprogramm für unsere Pferde zusammen. Ein bisschen wie Kindergarten fühle ich mich trotzdem. Ich reite Bubi, da ist (abgesehen vom Spitzname...) zum einen der Größenunterschied zwischen Loki und Numair unterhaltsam zu betrachten, zum anderen sind das hier komplett unterschiedliche Pferdetypen, die gerne ein großes, fettes "A" im Springen haben wollen.
      Ich grinse über meinen Gedankengang, werde aber wieder ernst, als wir alle angaloppieren und Bubi ziemlich abrupt den Kopf hochreißt. Ich gehe automatisch in den leichten Sitz, worauf der Schimmel die Hufe in die Luft reißt und voller Freude die Abteilung verlässt und seine erste Runde im Renngalopp beginnt. Ich glaube, Occu und Marc schaffen es, ihre Hottas noch zurückzuhalten; ich brauche mehrere Runden, ehe der Hengst wieder runter kommt.
      Dann kann ich irgendwie nur lachen. Das Warmreiten schließe ich also ab, Marc murmelt irgendwas von "Zirkus".

      Wie schon beim longieren bemerkt, wird Bubi ruhiger und konzentrierter, wenn man ihn beschäftigt. Hervorragend zeigt sich das während der Gymnastiksprünge zu Anfang der Stufenerhöhung. Wir alle haben kaum Probleme mit unseren Pferden; Loki scheint nur aufgeregt, denn er schwitzt mächtig.
      Dafür meistert er seine Sache am souveränsten, als es an die ziemlich höheren Sprünge geht. Ich pariere zeitweise absichtlich durch, um Occu bei der Arbeit zuzusehen. Die Beiden sind einfach mal ein eingespieltes Team.
      Auch Marc und Numair geht es prächtig. Wohl einfach, da der Hengst lange Beine und augenscheinlich Spaß am Springen hat.
      Natürlich kann ich mich über meinen Bubi nicht beschweren, nur wird er immer unkonzentrierter und nachlässiger. Ein klares Zeichen für mich; ich arbeite mehr auf ihm, signalisiere sicher und deutlich, wann er Galoppsprünge verkürzen oder abbiegen muss.
      So klären wir alles nötige, als wir absteigen, um den Qualifikationsparcours zu bauen, sind alle Pferde auf dem gleichen Stand. Also gleichermaßen bereit.
      Überraschenderweise hat ausgerechnet Numair leichte Schwierigkeiten, wieder auf den Trip zu kommen und nimmt vorerst einige Stangen mit. Das lässt Occu und mich einmal mehr auf den Boden zurückkehren, sodass wir uns fünfzehn Minuten mit dem gescheckten Araber beschäftigen. Im Anschluss ist die Stufenerhöhung geglückt und Marc muss für uns Mädels Sprünge aufbauen.
      Bubi und Loki machen ihre Sache dann aber doch ziemlich gut, ich bin entzückt von meinem weißen Hengst, der gegen Ende des Trainings zu seiner Selbstsicherheit zurückzufinden scheint.
      Im Großen und Ganzen beenden wir die Stufenerhöhung also für alle erfolgreich, wir loben einheitlich und steigen dann ab.

      Nach dem Trockenführen satteln wir im Stall ab, putzen noch einmal, bevor unsere Schützlinge auf die Weide dürfen und Marc und ich uns verabschieden.
      So mit "Bis dann!", denn wir wissen, dass wir wiederkommen.
    • Occulta
      An Autumn Tale...

      Es war einmal in einem wunderschönen, herbstlichen Pinienwald eine junge Reiterin auf einem hübsch gefleckten Araber. Der Hengst trug den Schweif elegant und den Hals schwungvoll gebogen. Mit feurig stolzem Blick stapfte er über den Waldboden.
      Ich hätte wirklich ein Märchen schreiben können, an diesem kalten aber magischen Abend. Numi war zwar nicht wirklich stolz, sondern eher feucht vom Nebel, aber er hatte Feuer und lief zügig durch den weissen Zauberwald, dicht gefolgt von Jacky und Sheela. Ich ritt in Richtung Süden, um später die Runde über den Bach zu drehen. Der Ausritt verlief entspannt, nur einmal hatte ich einen kleinen Machtkampf mit Numi, er wollte bei der Galoppstrecke beim Bach frühzeitig lospreschen.
      Ich war bereits wieder auf dem Heimweg, als mir etwas seltsam vorkam. Am Wegrand, an einen Baum gelehnt, lag ein felliges Etwas. Ich stoppte Numi und stieg ab, um nachzusehen. "Oh...", entfuhr es mir erstaunt, als ich einen toten Hund erkannte. Sofort rief ich Sheela und Jacky zu mir, damit sie nicht zu sehr daran schnupperten. Er hatte braun-weisses Fell und war schon steif, er musste also schon länger hier liegen. Bei genauem Hinsehen entdeckte ich eine blutige Stelle an seinem Hals. Etwa ein Biss?
      Ich schwang mich zurück in den Sattel und trieb Numair zügig nach Hause, um den Pflegern von dem Fund zu berichten.
      Kaum hatte ich Numi in die Box gebracht, als Oliver um die Ecke kam. "You wanted to see me Ma'm?" "Iep, I found somehing disturbing in the forest." Ich erzählte ihm davon und wartete gespannt auf seine Reaktion. "Do you think... It might be possible... Could there be Wolves out there?" "Wolves? In England? You must be kidding." Wölfe waren in der Tat äusserst unwahrscheinlich. Sie waren schon vor Jahrzehnten auf der Insel ausgerottet worden. Ich beschloss, mir vorerst nicht weiter den Kopf darüber zu zerbrechen und lief stattdessen mit Oliver zum Hauptstall. Doch ehe ich durch den Torbogen gehen konnte, summte mein Handy. Ich klaubte es ungeschickt aus der Jackentasche. Rasch erfuhr ich, dass es sich bei dem Anrufer um die Vorgesetzte einer mir sehr vertrauten Tierschutzorganisation handelte. Sie erklärt mir in knappen Sätzen, dass bei ihr im örtlichen Tierheim zwei beschlagnahmte Miniature Horses stünden, die dringen ein neues Zuhause benötigten. Ich willigte ein, mir die beiden anzusehen. Rasch brachte ich die beiden Hunde ins Haus und fuhr zum Tierheim. Die Anlage war überschaubar, aber hübsch und sauber. Ich wurde von der Vorgesetzten, Maria, persönlich herumgeführt, während sie mir mehr über die Minis erzählte. Sie waren bei einem Pferdedieb gefunden worden, der bis vor kurzem die 'gestohlene Wahre' nach Irland verkauft hatte. Besorgt hörte ich zu. Wie viele Pferde sind wohl schon auf diesem Wege verschwunden? Endlich kamen wir bei den provisorisch aufgebauten Boxen an. "The bigger horses have been brought to a few stables in the north, until we find a place for them. But these two here were small enough to stay. It leaped into my mind that you have some Miniatures at PineforestStable, so I was wondering whether you could take them", informierte mich Maria. Ich nickte nur und schob das Gatter auf, um einen näheren Blick auf das Diebesgut zu werfen. Erschrocken stellte ich fest, dass das kleine, weisse Fohlen kaum vier Monate alt sein musste, die windfarbene Stute aber nicht aussah, als wäre sie die Mutter. Maria begegnete meinem Blick und erklärte: "They were the only miniatures... We don't know where the mother of the filly is, she is probably already in Ireland. I'm afraid there's no hope that we will find her..." Sie meinte weiter, dass die kleine einigermassen Heu fresse und soweit fit sei. Die Frage war nur, ob sie auch gesund bleiben würde, ohne die stärkende Milchzufuhr. Vielleicht würde Rapunzel die kleine aufnehmen... Plötzlich weckte die windfarbene Stute mein Interesse. Irgendwoher kannte ich sie doch... Endlich fiel es mir wieder ein. Ich hatte die Stute einmal auf einem Foto mit Queenie gesehen. Ich war mir jedoch nicht sicher, ob es die gleiche war. Wie war noch gleich der Name gewesen? Genau Dornröschen! Maria fragte, als Reaktion auf mein Starren erstaunt: "You know that horse?" Ich erzählte ihr von dem Bild. Insgeheim beschloss ich, unbedingt bei meiner Zuchtpartnerin Flairi nachzuhaken, ob es sich tatsächlich um Dornröschen handelte.
      Ich unterzeichnete die Formulare für die Übernahme der beiden Pferde und rief Elliot mit dem Anhänger zum Tierheim. Die Entscheidung war gefallen, denn das potentielle Dornröschen konnte ich unmöglich hier lassen und die kleine durfte nicht alleine bleiben. Ausserdem würde Kiwi endlich einen neuen Spielgefährten haben. Seit Caillean weg war, nervte sie andauernd Queenie. Das Hengstchen war das erste Fohlen von Alu gewesen, das bei uns das Licht der Welt erblickt hatte. Er war erst vor wenigen Tagen in sein neues Zuhause gereist.
      Als der Anhänger vorfuhr, stand ich mit den beiden Minis schon bereit und übergab Elliot den Strick von Rose, wie ich sie nun vorerst nannte. Ich selbst hob Tiki, wie die Pfleger das Fohlen liebevoll nannten, auf den Arm und trug sie die Rampe hoch. In diesem Alter war das noch möglich, sie wog etwa so viel wie ein Hund. Doch auch Rose liess sich problemlos verladen. Wir verabschiedeten und bedankten uns bei Maria und den Angestellten. Zuhause brachten wir beide Stuten gleich zu den Weiden, denn sie waren im Tierheim schon komplett durchgecheckt und geimpft worden. Die Stuten kamen neugierig durch die bunten Blätter der Weidebäume getrabt und beschnupperten Rose durch den Zaun. Kleine Atemwolken stiegen auf und die Minis sahen noch flauschiger aus als gestern. Es hatte vergangene Woche einen ziemlichen Kälteeinbruch gegeben. Rose schien sich für Daki zu interessieren, die hingegen schnupperte an Tiki. Kiwi schien zunächst unbeeindruckt und hielt sich im Hintergrund. Ich öffnete vorsichtig die Weide und liess die beiden Neulinge hineinlaufen, still beobachtend. Indem ich selbst ruhig und entspannt blieb, erleichterte ich die Integration, denn die Minis reagierten auf meine Körpersprache sehr fein. Ich war zufrieden mit meinen Ladys, denn sie beliessen es bei einem ausgiebigen Schnüffeln, ohne jegliche Beissereien. Besonders Tiki wurde wie erhofft von Queenie verteidigt, als wäre die kleine Stute ihr Schatz. Ich tauschte mit Elliot einen Handschlag aus Freude und machte mich auf den Weg ins Haus, denn mit der Sonne war mittlerweile auch die letzte Tageswärme verschollen. Als ich die Tür öffnete, schoss mir Jacky freudig schwanzwedelnd entgegen und schmiegte sich wild an meine Beine. „Na nu, wo ist denn Sheela?“, murmelte ich erstaunt. Die schwarze Hündin war normalerweise ebenso stürmisch, doch ich sah keine Spur von ihr. Ich schloss die Türe hinter mir und rief nach ihr, hörte irgendwo aus den Zimmern ein Bellen und zuckte mit den Schultern. Dann eben nicht. Ich warf mich auf die Couch und wollte gerade mein Buch vom Stubentisch klauben, als mich jemand von hinten packte. Vor Schreck holte ich blitzschnell aus und verpasste der Gestalt einen harten seitlichen Schlag mit dem Buch in meiner Hand. Sie sank stöhnend zu Boden. „Jonas!“ Empört sprang ich auf und beugte mich über ihn. „Was fällt dir ein mich so zu erschrecken! Das geschieht dir ganz recht!“ Sheela kam von der Treppe her angetappt und schleckte ihm zärtlich am Arm. Er richtete sich etwas benommen auf, beschwichtigend mit der Hand fuchtelnd. Ich seufzte und setzte mich wieder, ihn, erwartungsvoll auf eine Erklärung wartend, beobachtend. Als er sich gesammelt hatte meinte er, sich das rechte Ohr reibend: „Ich wollte dir einen Schrecken einjagen, das ist mir offenbar gelungen. Allerdings hatte ich nicht mit einem so raschen Rachezug gerechnet…“ Er grinste, ich verzieh ihm den Spass. „Und jetzt?“, fragte ich nach einer kurzen Pause. „Willst du mich etwa raus in die Kälte jagen?“, kam die Antwort mit herausfordernder Note. „Du musst ja nur um die Ecke zum Pflegerhaus laufen.“ „Unterwegs erfrier ich bestimmt.“ Ich rollte die Augen und nickte. „Meinetwegen. Gucken wir einen Film?“ Ich lief zum Regal und tippte im Vorbeigehen auf die DVD-Hüllen. „Wie wär’s mit ‚Shining‘?“ „Ich wär für ‚Finding Nemo‘. Sonst krieg ich noch Albträume.“ Ich lachte ungläubig und konterte: „Da kommt aber ein grosser böser Hai vor! Und ein Zahnarzt.“ Wir lachten herzhaft und ich kehrte Ideenlos zum Sofa zurück. „Wir können einfach ein wenig herum zappen, vielleicht läuft ja was Gutes, das wir beide nicht kennen“, meinte er. Ich schnappte mir die Fernbedienung und zuckte überrascht zusammen, als er sich nach dem Lichtausschalten neben mir auf das Polster fallen liess. Ich beachtete ihn nicht weiter und schaltete um, bis ich auf etwas Interessantes stiess. Es dauerte etwa zehn Minuten, dann versuchte er den Arm über meine Schulter zu legen. Ich tauchte peinlich berührt ab und war froh um die Dunkelheit, in der mein Rotwerden nicht auffiel. Tut mir leid, ich bin mir nicht sicher, ob das gut ist… Andererseits… Ist es nicht das, was ich mir schon die ganze Zeit über erhoffe? Ich fühlte seinen enttäuschten Blick im Nacken und fasste nach langem hin und her einen Entschluss. Ich lehnte mich an ihn und legte den Kopf auf seine Schulter. Er legte den Arm um mich und schien zufrieden. Bin ich es auch? Schätze – ja. Ich lächelte stumm und schloss die Augen, um den Moment zu geniessen. Davon bekam er natürlich nichts mit. Es war eine wundervolle Stunde, die wir da beisammen verbrachten, und es tat mir leid, ihn nach dem Film gehen zu lassen. Ich schauspielerte jedoch gekonnt weiter. Auch er schien wieder derselbe, als er sich im Türrahmen umdrehte, um sich zu verabschieden – kalt und ungerührt, als wäre alles nur ein Spass gewesen. Ich schloss verwirrt die Tür, die Gedanken kreisten in meinem Kopf. Wie konnte er so mit mir spielen? Dachte er etwa, dass ich ein Gefühlloser Stein sei? Oder begriff er tatsächlich nichts? Ich seufzte verbittert und lief zum Fernseher, um ihn auszuschalten. Doch ich hielt inne, denn etwas an diesem eingeblendeten Bild störte mich, besonders in der Kombination mit der Überschrift. Die lautete ‚Serial killer – 3 victims already‘, darunter war ein Foto von einem Tatort im Nachbardorf. Mit offenem Mund liess ich mich vollkommen konzentriert auf die Couch sinken und saugte jedes Wort auf. Die Sprecherin sagte, dass bisher kein Muster aus den Morden erkennbar sei, er also seine Opfer vermutlich willkürlich wählte. Wenn dies tatsächlich stimmte, so waren auch alle Höfe in der Umgebung, inklusive Pineforest Stable, gefärdet. Schaudernd dachte ich an den toten Hund im Wald. Was wenn dieser auch zum Opfer dieses Killers geworden war? Das würde bedeuten, dass er sogar schon viel näher als erwartet gekommen war. Ich beschloss, morgen nicht nur alle Pfleger zu informieren, sondern auch nochmals zum Wald zu reiten, um die Halswunde des Kadavers zu untersuchen. Vor ein paar Stunden haben wir noch von Wölfen gescherzt… Jetzt ist die Sache ernst. Todernst.
    • Occulta
      Abendstunde mit Spannung

      Als ich bei Burggraf fertig war, war es bereits sieben Uhr. Nun stand noch ein Ausritt im Dunkeln an, mit Circus Dancer. Als ich ihn aus der Box holte, brachten auch die anderen Pfleger aus der Stunde gerade ihre nächsten Pferde zum Anbinden. Dies waren die letzten für heute. Auch sie hatten einen Ausritt geplant, doch ich hatte keine Lust mitzugehen. Ich wollte wieder einmal die Wälder und Galoppwege mit Bubi alleine geniessen. Auch durch Rosies Drängen liess ich mich nicht umstimmen. Sie verstanden wohl nicht, wie jemand die Stille der Einsamkeit der heiteren Gesellschaft vorziehen konnte. Sie waren fast schon beleidigt, das spürte ich, und ich hätte ihr gerne gesagt, dass es nicht an ihnen läge, doch das hätte auch nichts geändert. Überflüssige Worte waren für mich schon immer wertlos. Also putzte ich stumm den beinahe weissen Knabstrupper vor mir. Als ich den Widerrist striegelte, spitzte er entzückt die Lippen und streckte den Kopf nach oben, wie eine Giraffe. Ich war rasch fertig mit dem Putzen, da er ohnehin eine Decke an hatte und geschoren war. Nur die weissen Beine waren etwas schmutzig. Nachdem ich auch die Hufe ausgekratzt hatte, sattelte ich ihn und führte ihn an den Zügeln seines schwarzen Zaumzeugs auf den Schotterweg, wo ich schliesslich aufstieg. Er konnte kaum stillstehen und warten, so energiegeladen war er. Den Schweif hob er jetzt schon stolz. Hinter uns stiegen Darren und Anne auf Dod und Piro auf. Die Schimmelstute legte die Ohren platt, wenn Dod zu nahe kam. Dieser hingegen blieb völlig cool, schliesslich war er mittlerweile top ausgebildet und gehorsam. Früher war das ganz anders gewesen. Der Hengst war stur und unwillig gelaufen, auch jetzt fiel er ab und zu in sein altes Muster, jedoch selten. Ich wollte Piro bald von ihm decken lassen. Dies würde ihr erstes Fohlen sein, und ich hatte grosse Erwartungen in die hervorragende Blutlinie. Ich löste meinen Blick von den beiden Criollos und trieb Bubi an. Ich brauchte kaum mit den Beinen den Bauch zu kitzeln, schon lief er los. Ich ritt in Richtung Fluss, dann folgte ich diesem nach Süden und Trabte anschliessend durch den Wald. Es wäre stockfinster gewesen, wäre da nicht Schnee wie eine riesige Fläche aus zertrümmerten Spiegeln gelegen. Bubi und ich galoppierten insgesamt dreimal; einmal im Wald und zweimal auf einem Feldweg. Ausserdem trabte ich viel, damit wir schnell genug für eine grosse Runde waren. Bei der Wegverzweigung mit der grossen Eiche begegneten wir den anderen. Ich hatte sie schon von weitem kommen sehen, und auch gesehen, dass David mit Numair Probleme hatte. Der Arabermix war die ganze Zeit über am Tänzeln, erschreckte sich vor jedem Fels, der am Wegrand aus dem Schnee ragte und wollte bei jedem lauteren Knirschen des Eises unter ihm lospreschen. Rosie, die auf Moon ritt, versuchte, ihm Tipps zu geben und den Hengst am Zügel zu führen. Zum Glück ist Moon so gutmütig. Wir kreuzten die bunte Gruppe, deren Gesichter nicht mehr ganz so fröhlich wie zuvor wirkten. Auch Islah machte einen Seitensprung, als Dancer mit mir durch den tieferen Schnee am Wegrand stampfte. Jason konnte sie mühevoll abbremsen, ehe sie in Jonas und Argenté krachten. Loki hingegen zockelte brav hinterher, was mich sehr beeindruckte. Der Isländer war immerhin erst ein paar Monate eingeritten. Sie hatten ihn am Führstrick mitgenommen, da Rita nicht mehr mitgekommen war und ihnen so ein Reiter gefehlt hatte. Ich gab David die Anweisung, Numi etwas mehr Zügel zu geben und dafür Volten zu drehen und seinen Kopf zur Seite zu lenken, falls er lossprinten wolle. Tatsächlich wurde er augenblicklich etwas ruhiger. Ich ritt mit Bubi in Richtung Galoppwiese heimwärts. Der ehemalige Trampelpfad am Waldrand war vor lauter Schnee nicht mehr zu erkennen. Dancer hatte etwas Mühe, durch den halb gefrorenen, tiefen Schnee zu stapfen. Immer wieder sank er plötzlich ein und stolperte fast. Irgendwie schafften wir es dann aber doch in den Wald zu kommen, wo weniger Schnee durch die dichten Baumkronen der Pinien gedrungen war. Zuhause trocknete ich die Beine des Hengstes, prüfte, ob noch alle Eisen da waren, fettete seine Hufe und zog ihm seine warme Decke an. Dann flocht ich ihm die Mähne zu einem französischen Zopf, damit die ganze Entwirr-Arbeit heute nicht umsonst gewesen war. Ich gab ihm eine Karotte und schloss dann die zweiteilige Boxentür für die Nacht komplett, schliesslich war es nun fast zehn Uhr.
    • Veija
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      Western (Trail) S-S*

      Heute war ich endlich auf dem Weg zu Occulta und ihrem Araappaloosahengst Numair. Ich hatte schon lange vorbeischauen wollen, doch es bis jetzt leider noch nicht geschafft. Jedoch hatte ich mir genug Gedanken darum machen können, was ich dem Hengst noch alles zeigen könnte, denn Occulta hatte mir gesagt, der Hengst würde sich sehr schnell langweilen. Nach einem kurzen Blick in den Himmel stand mein Plan: strahlend blauer Himmel und kalt war es auch nicht. Was das hieß? Ich würde Numair mit ins Gelände nehmen und zunächst ein paar Basics trainieren, ehe wir kreuz und quer durch den Wald reiten würden. Sozusagen ein richtiger Trailritt im Gelände.
      Endlich bei Occu angekommen begrüßte ich sie kurz, ehe sie mir in der Stallgasse ihren Hengst zeigte. Er war heute noch nicht draußen gewesen; entsprechend energiegeladen war er. Doch das war umso besser, dann konnte er im Gelände alles geben.
      Beim Putzen stellte mich der Hengst immer wieder auf die Probe, doch als erfahrene Reiterin und Trainerin, konnte ich sein Verhalten immer angemessen strafen oder loben. Jenachdem, was ihm gerade wieder einfiel. Endlich war ich fertig mit Putzen und konnte mit dem gesattelten Hengst die Stallgasse verlassen. Auf dem Hof gurtete ich nach, ehe ich mich in den Sattel schwang und in Richtung Wald ritt. Gott sei Dank waren an allen Wegen Schilder, weshalb ich mich nicht verreiten konnte. Zunächst wollte ich den unruhigen Hengst dazu bringen, dass er sich auf mich konzentrierte, indem ich ihn einfach quer auf den Weg stellte und Hilfen zur Traversale gab. Sichtlich verwirrt zuckte er mit den Ohren, ehe er anfing die Beine zu kreuzen und seitwärts zu gehen. Als uns Fußgänger entgegen kamen, stellte ich ihn wieder gerade und ritt ihn im Schritt geradeaus, bevor die Fußgänger mich ansprachen. "Das sah schon nach höherer Kunst aus, aber warum machst du das im Geländer?", wollten sie von mir wissen. Ich lächelte nur kurz, ehe ich antwortete: "Numair reite ich heute zum ersten Mal. Laut seiner Besitzerin ist er schnell gelangweilt; und da er den Platz, die Halle und den Hof schon ausreichend kennt, wollte ich ihn einfach mal im Gelände testen. Schließlich muss ein Pferd da auch ordentlich und konzentriert laufen..." Das leuchtete dem älteren Ehepaar ein. Wir unterhielten uns noch kurz über die Reiterei, ehe sie weitergingen und ich Numair wieder quer stellte. Diesmal jedoch andersrum, so dass er auch auf der anderen Hand Traversalen im Schritt gehen. Welche im Trab oder Galopp, würde ich auf einer Wiese versuchen. Jetzt war es noch recht egal, wenn man mal kurz auf eine Wiese ritt. Doch zunächst gab ich ihm ein Lekerlie vom Rücken aus, was ihn ziemlich freute. Dann schaute ich mir den Weg vor uns an: Es schien, als würde er lange geradeaus gehen, weshalb ich Numair versammelt angaloppierte. Nach ein paar Galoppsprüngen, gab ich Hilfen zum Galoppwechsel. Zunächst sprang er nicht um, doch nach einiger Zeit bekam der Herr das dann doch auf die Reihe. Wir waren jedoch noch nicht fertig, da ich im alle paar Schritte Hilfen zum Wechsel gab. Schließlich parierte ich ihn zum Trab durch und schließlich zum Schritt, ehe ich ihn nach einer Weile anhielt und ihm wieder ein paar Lekerlies gab. Nun war es jedoch an der Zeit, dass wir uns ein wenig um Trailhindernisse kümmerten: Also ritt ich abseits des Weges über Stock und Stein, sprang sogar über einen umgestürzten Baum und fand sogar eine Stelle, an der ich in L-Form Rückwärtsrichten konnte. Erneut hielt ich an und lobte, ehe wir uns auf den Heimweg machten. Numair konnte wirklich alles und war nun doch etwas aufmerksamer als zuvor.
      Am Hof angekommen erzählte ich Occu von unseren Fortschritten und erklärte ihr nun stolz, dass der schicke Hengst in der Klasse S* ohne Probleme Pokale abräumen konnte. Zudem sollte sie doch auch ab und an ins Gelände mit ihm gehen, damit er nicht den Spaß an der Sache verlor. Freundlich nickend übernahm sie ihren Hengst, so dass ich mich recht schnell wieder in meinem Auto befand und nach Hause fahren konnte. Bis zum nächsten Mal!
      4045 Zeichen, by Veija
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  • Album:
    Gnadenweide
    Hochgeladen von:
    Occulta
    Datum:
    26 Okt. 2013
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  • ~Panther~

    Offizieller HG

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    Vom: -

    Aus der: -


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    Rufname: (Numi)
    Geburtstag: 08.10.
    Alter: 9 Jahre
    Stockmaß: 1.55 m
    Rasse: Araappaloosa
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: black roan sabino blanket appaloosa
    (EE,aa,Rnrn,Sbsb,Lplp,PATN-1PATN-1)

    Abzeichen: Unregelmässige breite Blesse, hoch weiss gestiefelt HL und HR
    Gesundheit: sehr gut


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    Temperamentvoll, manchmal etwas schwierig im Umgang


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    Numair ist kein Anfängerpferd, er stellt seinen Besitzer oft auf die Probe. Der Hengst faßt schnell Vertrauen, kann es aber auch schnell wieder verlieren. Sonst ist er ein friedvoller, freundlicher Hengst, der Feuer unterm Po hat.
    Numair liebt das Springen, Dressur und Western sind auch noch seine Stärken, aber sonst ist er nicht so geeignet für die höheren Turniersportarten. Numair ist ein sehr tempramentvoller Hengst. Bei Rossigen Stuten ist er kaum zu bändigen, geschweige den händelbar bzw reitbar. Er hat was gegen Kinder und Katzen.


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    Besitzer: Occulta (Rosie Wilkinson)
    Ersteller: Delilah
    VKR: Delilah
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: Ja
    Nachkommen: Chessqueen, Namuna
    Decktaxe: 90 J


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    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: S
    Spring Klasse: A
    Military Klasse: E
    Dressur Klasse: E
    Distanz Klasse: E

    Eignung: Springen, Western
    Eingeritten: Ja


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    [HK 470]
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    1. Platz 273. Westernturnier
    1. Platz 264. Westernturnier
    1. Platz 258. Westernturnier
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    2. Platz 261. Westernturnier
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    Numair's Spind