Occulta

• La Bella Goia, DRP

Stute | Rappe

• La Bella Goia, DRP
Occulta, 1 Aug. 2016
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      Alte Berichte:
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      Ankunft im neuen Stall I 21.09.2012

      Endlich kam die riesige Galoppbahn in Sicht; die Tannen verbargen noch den Blick auf das Innere des Hofes. Ich war total aufgeregt. Klar war ich schon vorher auf dem Hof gewesen und hatte mich vergewissert, dass alles fertig war. Mein Mann und ich hatten ebenfalls hart mitangepackt und so war der Bau relativ rasch vorangekommen. Aber dennoch: nun würde ich die Reaktion der Pferde sehen, und ob - und das war das wichtigste – es ihnen gefiel. Ein paar Kleinigkeiten fehlten noch, wie z.B. der Belag für den Sandplatz. Aber im Grossen und Ganzen war alles fertig. Auch ein paar Möbel im Haupthaus waren schon da. Nun bogen wir mit dem Camion auf das Strässchen zum Hof ab. Schon fuhren wir an den Tannen vorbei und ich erhaschte einen kurzen Blick auf die lange galoppbahn. Die Dimensionen versprachen unglaublich tolles Galopp Training und ich stellte mir bereits Stromer vor, mit dem ich über die Bahn preschte. Ich wurde aus meinen Gedanken geweckt, als wir auf den kleinen Parkplatz bogen. Wir hielten und ich stieg aus, um meine Beine nach der langen Fahrt zu bewegen. Ich atmete die frische Landluft ein und den leichten Geschmack von frischem Tannenholz, Farbe und einen Hauch des Pinienwaldes. Dann lief ich mit meinem Mann nach hinten und öffnete die Klappe des Camions. Daki röchelte mir gleich entgegen, so nach den Motto „Ich will zuerst raus, nimm mich zuerst!“ ich zögerte nicht und nahm sie an den Strick um sie die Rampe runter zu führen. Klack – Klack – klack, ihre Hufe klangen lustig auf dem frischen Asphalt. Aufgeregt schnupperte Daki in der Luft und sah rund herum. All die neuen eindrücke waren einzigartig spannend für die Mini Stute. Hinter uns führte mein Mann Sunset von der Rampe. Die beiden steckten kurz die Köpfe zusammen um zu checken, ob alles okay sei (Daki mit ihrer starken Persönlichkeit war schliesslich die Leitstute und Sunset schloss sich an), dann wollte Daki schon loslaufen zu den nächsten Grasbüscheln. Schliesslich musste sie in „ihrem“ neuen Territorium alles gleich probieren. Aber ich lief in die andere Richtung los und sie folgte. Wir führten die beiden erst mal in ihre neue Box, direkt im Nebenstall. Dort wurden nämlich die fohlen und Kleinpferde untergebracht. Neugierig beschnupperten die beiden je ihre box. Sie befanden sich gleich nebeneinander und waren, im Gegensatz zu jenen im hauptstall die Gitter oben hatten, nur halbhoch und oben vollständig offen, sodass grosszügiger sozialkontakt möglich war. Miss mini Daki scharrte neugierig in der frischen Einstreu, Schnaubte laut und schüttelte den Widerrist. Sunset blickte auf und wieherte kurz, um zu prüfen, ob noch andere Pferde da waren. Ihre hohe stimme war so niedlich! Dann liessen wir die beiden vorläufig alleine und holten die restlichen Pferde. Wir hatten noch nicht alle mitnehmen können, weil zu wenig Platz im Camion war. Wir brachten also nacheinander noch Campina, Flower, Fake und Bella auf den Hof. Die drei fohlen brachte ich gleich auf ihre neue gemeinsame Weide (sie teilten sich vorläufig eine 2er weide mit grossem unterstand). Bella würde später auch in den hauptstall kommen, ich brachte sie jedoch erst mal in den nebenstall zu Daki und Sunset, damit sie nicht alleine war. Dann machten ich und mein Mann uns wieder auf den langen Weg, um die restlichen Pferde zu holen.

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      Ankunft im neuen Stall II 01.10.2012

      Endlich fuhren wir mit den restlichen Pferden auf den Hof. Es war schon spät am Nachmittag. Am Vortag hatten ich und mein Mann schon einige Pferde hergebracht, nun waren die Letzten auch da. Diesmal hatten wir noch Stromer, Sunday Morning, Co Pilot, Darling und Andersland dabei. Zuerst führte ich Stromer und Sunday in den Hauptstall. Die beiden hatten sich so gut miteinander angefreundet, dass ich sie beide gleichzeitig führen konnte. Unterwegs wieherte uns bereits frech Daki entgegen. Sunday hob den Kopf und wieherte zurück, Stromer hingegen blieb erst mal noch unsicher und sah andauernd unruhig umher. Klipp, Klapp, Klipp, Klapp tönten die Hufe auf dem frischen Asphalt vor dem Hauptstall. Sunday schnupperte an den kleinen Zierbüschen im mittleren Rasenteil des Innenhofes. Ich führte die beiden durch die weit geöffneten Stalltore und zeigte ihnen ihre Boxen. Sie waren im Bereich für die Vollblüter am einen Ende des Stalles. Sie waren bereits grosszügig mit neuem Einstreu befüllt und es duftete nach frischem Heu. Sunday machte sich sofort daran, die grünen Halme zu zermalmen, während Stromer immer noch leicht aufgeregt in seiner Box Runden drehte und immer wieder wieherte. Man sah deutlich, dass er neue ungewohnte Umgebungen nicht mochte. Als ich die Boxentüre öffnete, wollte er mir schon wieder entgegen springen und flüchten. Ich beschloss ihn erst mal ein wenig auf dem Hof umher zu führen. Währenddessen brachte mein Mann auch Co Pilot, Andersland und Darling einer nach dem andern in den Hauptstall. Darling und Andersland kamen in den Bereich für besonders grosse Pferde, während Co Pilot im mittleren Bereich Platz fand. Er brachte ausserdem Goia vom neben- in den Hauptstall. Sie bekam die box neben Pilot. So hatte jeder einen Kumpel neben sich. Währenddessen lief ich mit Stromer auf der Galoppbahn eine Runde, dann an den Weiden vorbei zur Rennbahn, in die Halle und wieder hinaus, auf den Aussenplatz und zum Longierzirkel. Sogar das Haupthaus zeigte ich ihm nochmal. Je mehr er sah, umso ruhiger wurde er. Ich vermutete, dass er nun beruhigt war, weil er seine Umgebung kannte und gleichzeitig sein neues Zuhause. Als ich ihn wieder neben Sunday in die Box führte, machte auch er sich endlich ans Fressen. Ich tätschelte noch einmal seinen Hals und flüsterte ihm ins Ohr: „Jetzt bist du wirklich zu Hause.“ Ich lief zur Kontrolle noch einmal durch den gesamten Haupt- und Nebenstall und stellte zufrieden fest, dass alle Pferde versorgt und glücklich waren. Am Nachmittag durften sie dann das erste Mal auf die neuen Weiden.

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      Sammelpflegebericht für alle Pferde: Ein typischer Arbeitstag.09.11.2012

      Heute war wiedermal ein purer Arbeitstag: zuerst eilte ich zu den Weiden um bei Daki, Sunset und Chip um ihre Weideboxen auszumisten und Wasser und Raufutter nachzufüllen. Neben mir hüpfte meine neue Jack-Russel Hündin Jacky ungeduldig auf und ab. Ich hatte sie mit acht Wochen von der Züchterin abgeholt, was eher früh war, aber sie war jetzt mit 10 Wochen schon neugierig und in keiner Weise ängstlich. Sie hatte sich gut eingelebt und tapste mir brav hinterher. Allerdings hatte sie eine kurze Leine an, damit ich sie anbinden konnte, wenn ich zu den Pferden ging. Ich wollte ja nicht, dass sie getreten wurde. Die drei mini Stütchen bekamen noch etwas dünnere Decken, denn es war wieder etwas wärmer geworden (trotzdem wollte ich nicht, dass sie zu viel Fell bildeten). Als ich die Weide verliess, um zu den beiden mini Hengstchen zu gehen, wollte mir Daki schon hinterher laufen. Ich sagte amüsiert zu ihr: „Zu den Hengstchen kommst du besser nicht mit. Aber…“ nach kurzem Zögern gab ich ihrem treuen Blick nach und öffnete das Weidetor so weit, dass nur sie hinausschlüpfen konnte. Ich wusste genau: Miss Mini Daki kam überall mit mir mit wie ein Hund. Auch ohne Seil. Und wenn sie abhauen würde, dann eh in die Futterkammer. Ich band Jacky vom Weidepfosten los und sie beschnupperte Daki sofort neugierig. Als ich zu den Hengstchen reinging, begann Daki entspannt aussen am Zaun zu grasen, während Jacky ihr zwischen den Beinen hindurch flitzte. Ich machte mir keine Sorgen um sie, weil Daki ja klein war und die Hufe vorsichtig aufsetzte. Ich kümmerte mich nun um Blue und Prinz. Die beiden hatten sich seit Prinz‘ Ankunft prächtig verstanden und dösten oft entspannt nebeneinander. Ich mistete zuerst wieder die Box und streute neues Stroh rein, dann legte ich noch einen Heuhaufen hin, weil Raufutter besser ist für die Zähne und füllte die beiden Wassereimer wieder auf. Jeder hatte einen eigenen, damit sie auch sicher genug hatten. Dann zog ich auch ihnen die leichteren Decken an und lief anschliessend zu den Fohlen. Die sahen, weil es Winteranfang war, besonders pelzig aus. Ich hatte ihnen zwar schon eine Decke angezogen, jedoch eine eher dünne. Schliesslich sollten sie auch etwas robust werden. Ich lief an Campina vorbei, die mir kurz darauf gelangweilt hinterher lief. Ich wusste, dass sie meine Anwesenheit immer mit Spannung und Abwechslung verbanden, aber heute mussten sie ausnahmsweise verzichten. Auch Flower lief mir hinterher und kniff mir spielerisch ins Hosenbein. Ich packte ihr Ohr um ihr zu signalisieren, dass ich in Ruhe gelassen werden wollte. Währenddessen spielte Jacky mit Fake und Kabuki. Auch Daki fand schnell jemanden zum Zanken: Flower, die sich wieder von mir entfernt hatte. Nur Winter stand etwas abseits und beobachtete die Anderen. Nach dem ich auch mit der Box der Fohlen fertig war, lief ich zu ihm und kraulte ihn ein wenig. Er taute sofort auf und begann mir frech in den Ärmel zu kneifen. Ich joggte etwas davon und forderte ihn auf, mir zu folgen. Nach einer Weile trabte und galoppierte er mir hinterher und auch Campina schloss sich uns an. Aber ich musste bald weiter und mich auch noch um die Anderen kümmern. Deshalb verliess ich die Weide und lief mit Jacky und Miss Mini Daki zum Nebenstall. Daki Blieb bei Goia stehen und leistete ihr etwas Gesellschaft, während ich bei der neuen Criollo-Stute Moon Kiddy anfing. Ich hatte sie, Goia, Flint, Summer, Pilot und Love in den Nebenstall umgesiedelt, damit der Hauptstall nun vollkommen für die Vollblüter genutzt werden konnte. Als ich in allen Nebenstallboxen die Einstreu gewechselt und frisches Heu hingelegt hatte, rief ich Daki und lief die kurze Strecke zum Hauptstall. Neugierig erkundeten Daki und Jacky das Gebäude, während ich mich der Reihe nach um Stromer, Sunday, Light und Spot kümmerte. Spot und Light waren ebenfalls neu. Nach ihrer Ankunft hatte ich beschlossen, dass die Stuten im südlichen Teil des Hauptstalles und die Hengste im nördlichen stehen sollten. Als ich mit den Hengsten fertig war, lief ich zu den Stuten wo Daki und Jacky schon warteten und mit Felicita schmusten. Iskierka, die kleine Diva, war etwas speziell und fand Daki anscheinend nicht besonders anziehend. Auch vor Jacky hatte sie eher Angst, weil ihr das kleine, wilde, bällende Ding nicht geheuer war. Ich mistete die Box des Sensibelchens und befasste mich zu guter Letzt mit Felicita. Am Nachmittag durften alle Pferde auf die Weiden.

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      Arbeiten mit La Bella Goia 25.12.2012

      Gleich nachdem ich bei Sunday war, lief ich auch schon in den Nebelstall zu Bella. Sie röchelte als ich kam und ich begrüsste sie ebenfalls mit einer karotte. Die schicke schwarze Ponystute liess sich problemlos aufhalftern. Sie wollte schon ungeduldig an mir vorbei aus der Box drängeln, aber ich hielt sie zurück. Dann führte ich sie ruhig aus der Box und band sie an der Stange vor dem Nebenstall an. Anschliessend putzte ich sie gründlich bis ihr schwarzes Fell glänzte. Sie hatte ordentlich Winterfell gebildet, aber auch dieses war seidig wie ihr Sommerfell. Ich sattelte und zäumte sie, zuvor hatte ich ihunkelblau bandagiert. Dies passte hervorragend zur ebenfalls dunkelblauen Schabracke. Als ich fertig war führte ich sie in die halle, denn draussen war es mir zu kalt zum Arbeiten. Ich liess das Licht in der Halle nicht an, denn der Nebel war inzwischen ein wenig lichter geworden und die Sonne schickte ein paar müde Strahlen hindurch, hell genug. Ich liess sie zehn Minuten gemütlich im Schritt einlaufen, dann trabte ich locker an. Sie machte wie immer äusserst weiche Schritte. Ich liess sie viel dehnen und machte Volten um sie zu lockern. Bald schon trat sie freiwillig ans Gebiss und ich begann mit der Arbeit. Zuerst übte ich die Biegung durch Schlangenlinien. Anschliessend machte ich mit ihr Schulterherein und wechselte nach einer Weile diagonal. Das selbe auf die andere Seite. Dann übten wir Tempowechsel. Im starken Trab spickte sie wundervoll mit den Beinen. Kurz darauf galoppierten wir. Sie lief zur Abwechslung mal schön ruhig, denn sonst gab sie im Galopp immer besonders Gas. Wir galoppierten auch ganze Bahn und ich machte sogar einen Galoppwechsel auf der Diagonale. Nachdem ich auch auf der anderen Seite mit ihr galoppiert hatte, machten wir ein paar korrekte Übergänge. Schritt - Trab - Galopp - Schritt - Stand - Trab - Stand - Schritt und wieder Galopp. Ihr machte das anscheinend Spass, denn sie arbeitete konzentriert und mit nach vorne gerichteten Ohren. Nach ein paar weiteren Übungen liess ich sie auch schon wieder austraben, denn ihre Konzentration liess nach. Sie durfte wiederum ausgebig dehnen. Nach einer letzten Schrittphase stieg ich ab und nahm ihr Sattel und Zaum ab. Dann durfte sie noch etwas in der Halle herumlaufen und sich wälzen. Danach bürstete ich sie wieder gut durch, um den Hallensand aus ihrem Fell zu bekommen. Als sie sauber war brachte ich sie in die Box, wo sie ihre Karotten bekam.

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      Alltag auf Pineforest Stable 05.03.2013

      Wie jeden Samstag stand ich früh auf und schlang mein Müsli runter, bevor ich dann in den Hauptstall lief und den Stallburschen beim Füttern half. Alle Pferde warteten schon ungeduldig und besonders Spot klopfte mit dem Huf gegen die Boxentür. Er bekam deshalb als Letzter sein Futter. Die Vollblüter im Hauptstall bekamen eine spezielle Futtermischung, die ihnen die nötigen Vitamine und Mineralstoffe für ihre Rennleistungen brachte. Diese Futtermischung schmeckte wohl auch besonders gut, denn wenn Pferde, die aus irgendeinem Grund gerade nicht im Rennsport tätig waren, stattdessen normales Futter, wie das der Nebenstall-Pferde bekamen, assen sie deutlich weniger und langsamer. Auch im Nebenstall wurde die Schubkarre mit dem Futter schon freudig erwartet und viele der Pferde „röchelten“ aufgeregt. Anschliessend brachten wir den Pferden auf den Weiden ihre Heu und Stroh Portionen, denn die bekamen wenn überhaupt nur wenig Getreidefutter. Es war schon recht warm an diesem Morgen und der Schnee war fast gänzlich geschmolzen. An manchen Stellen tauchten erste Frühlingsblumen auf und die Gräser begannen sich wieder aufzurichten. Auch die Luft roch nach Frühling und man hörte überall Vögel zwitschern. Da der geschmolzene Schnee die Weiden matschig werden liess, wurden Teile der Weiden zur Schonung des frischen Grases abgetrennt. Die Mini-Pferdchen waren immer süss anzusehen, wenn sie angerannt kamen, sobald der Futterwagen in Sicht war. Arco wieherte schon aufgeregt als wir die Weide betraten. Anschliessend liessen wir erstmal alle Pferde in Ruhe fressen, dann lief ich erneut zur Mini-Pferdchen Weide. Um neun Uhr kamen dann ein paar Kinder, die regelmässig am Wochenende mit den Mini-Pferdchen spielten und sie putzten. Ich blieb zuerst wie immer etwas dabei und half mit. Unsere Minis waren zwar allesamt super lieb im Umgang und sehr menschenbezogen, aber kommunizierten natürlich auch untereinander als Herde und dabei gab es öfter mal kleine Zankereien. Daki’s Nüstern durchstöberten schon wieder meine Hosentaschen nach Leckerlies und Chip versuchte gerade Goldy in den Hintern zu beissen. Ich packte sie am Ohr und ermahnte sie, denn solange die Kinder anwesend waren, hatte sie sich gefälligst zu benehmen. Arco und Prinz wurden separat geputzt, weil sie ja Hengstchen waren. Besonders an Diva’s knallrotem, flauschigen Winterfell hatten die Kids Freude. Die Minis sahen allgemein wie kleine Plüschkugeln aus. Bei Prinz kam man kaum noch durch den dichten Schweif; ein Frisör-Termin stand für alle an. Später am Morgen arbeitete ich mit Light und Stromer auf der Rennbahn, während mein Mann Spot und Sunday bewegte. Auch Felicita und Iskierka waren trainiert worden, allerdings schon am frühen Morgen. Am Mittag ritten ich und mein Mann gemeinsam mit Ronja und Burggraf aus. Der Boden war auf den Feldwegen recht gut, sodass wir auch viel galoppieren konnten. Auf den Feldern war es dafür allerdings zu matschig. Auf dem kleinen Gelände-Parcours in der Mitte der Rennbahn trainierten wir anschliessend noch etwas für die kommenden Distanzprüfungen. Beim Mittagessen liessen wir uns etwas mehr Zeit. Wir assen wie eigentlich immer mit allen Lehrlingen und Stallhelfern gemeinsam im Restaurant in der Halle. Dort wurde über den Tagesplan und die bereits verrichteten Arbeiten geredet, oder auch über allerlei sonstige Themen.
      Danach ritt ich mit Julia und Jonny, zwei der Helfer, auf den Aussenreitplatz. Ich ritt auf Flint, Julia auf Shadow und Jonny auf Summer. Wir stellten ein paar Stangen auf und bereiteten einen kleinen Western-Parcours auf. Während 45 Minuten trainierten wir diverse Bahnfiguren, Stops, Spins und vieles mehr. Flint war langsam richtig gut im Stoppen, er reagierte auf die feinsten Gewichtshilfen. Auch Summer machte gute Fortschritte, sie hatte allerdings ordentlich Winterfell, was das Westernpferde-Image ein wenig verfälschte. Sie sah lustig aus, wie sie mit all dem Teddy-Fell umher galoppierte. Shadow hingegen hatte sehr feines Fell und fror schnell, wenn sie gerade nicht bewegt wurde. Etwa um 3 Uhr nachmittags ritt ich mit Pilot in der Springstunde mit, die immer Samstags auch offen für Leute aus der Nachbarschaft war. Es kamen oft andere Leute mit ihren Pferden um in der grossen Halle zu trainieren. Einer der Helfer, Freddy, ritt mit Costa mit. Wir machten wieder mal Witze und lachten viel, alle waren fröhlich aufgelegt weil der Frühling kam. Nach der Springstunde ritt ich Peace, den ich ebenfalls noch nicht lange hatte. Er war noch sehr schreckhaft und unkonzentriert, was das Training zur Herausforderung machte, allerdings war bereits eine deutliche Besserung bemerkbar. Trotzdem erschreckte er sich vor einer Taube, die vor seiner Nase durch die Halle flog. Der kräftige Dreijährige bockte mich beinahe runter. Als ich ihn wieder beruhigt hatte, war er dann auch ganz schön verschwitzt, obwohl er geschoren war. Ich beschloss noch ein wenig mit ihm Seitengänge zu üben, zum Abkühlen ritt ich ihn dann noch eine Runde auf der Galoppbahn im Schritt. Nun war ein wenig Spass und Abwechslung mit den Criollos geplant: Ich sattelte Moon, nachdem ich Peace zurück in die Box gebracht hatte, und mein Mann holte Feline. Moon zappelte ungeduldig während wir auf Feline und meinen Mann warteten. Als er endlich kam stiegen wir vor dem Nebenstall auf und ritten zur Galoppbahn. Dort wärmten wir die beiden erstmal im Schritt ein. Anschliessend trabten wir an und machten einige Tempowechsel. Auch Schulterherein übten wir ein wenig. Schliesslich galoppierten wir auch. Nun da es schon fast 6 Uhr war kam starker Wind auf und fegte durch die Tannen des Galoppweges. Es war aber trotzdem noch recht warm und die Abendstimmung mit dem rötlich gefärbten Himmel war wunderschön. Wir beschlossen ein kleines Rennen zu machen. Zuerst ritten wir zur Begrenzung der Rennbahn und zogen den Pferden die Sättel aus. Wir legten sie über den Zaun, dann stiegen wir wieder auf und begaben uns auf die Startposition. Auf sein Zeichen hin preschten wir los. Es war ein herrliches Gefühl gegen den Wind zu galoppieren und die Tannen links und rechts vorbeifliegen zu sehen. Am Anfang lag mein Mann in Führung, dann holten Moon und ich aber auf. Nach der halben Runde waren wir Kopf an Kopf, aber Moon wurde langsam etwas müde. Deshalb verloren wir am Ende knapp. Aber das machte nichts, schliesslich war es ein Spass-Rennen. Wir holten die Sättel wieder und versorgten Moon und Feline. Danach ging ich mit Bella in die Halle und mein Mann mit Sparrow ins Gelände. Ich arbeitete mit Bella an der Losgelassenheit und der Balance, dazu liess ich sie auch über Stangen traben. Um 9 Uhr abends lief ich dann erschöpft zum Haus zurück um das Abendessen zu geniessen. Danach schauten mein Mann und ich einen Horror-Film bevor wir um 11 Uhr nochmals zur Kontrolle durch die Stallgassen liefen. Alles war ruhig und viele Pferde schliefen schon. Pilot röchelte mir zu, als ich an seiner Box vorbei lief. Ich ging ein wenig zu ihm in die Box und kraulte ihn an der Stirn. Dann ging ich ins Bett, voller Vorfreude auf den nächsten Tag.

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      Ein nicht ganz so toller Sommertag 03.06.2013

      Es hatte schon die ganze Woche heftig geregnet und mein Mann hatte schon gemeint, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis der Fluss über die Ufer treten würde. Heute Morgen passierte es dann. Als ich aufwachte hörte ich draussen das Rufen der Pfleger und jemand kam gerade die Treppe hochgerannt. Die Tür wurde aufgerissen: "Schnell Occu, der Nebenstall steht circa 10 Zentimeter tief unterwasser! Tendenz eher steigend..." Ich sprang auf, zog mich an und hüpfte die Treppe runter zur Haustür. Draussen schien auf den ersten Blick ein riesen Chaos zu herrschen. Vom Nordosten her kam eine braune Suppe durch die Tannen der Galoppbahn geflossen, zwar nicht sehr tief, dafür breitflächig. Die Hälfte des Reitplatzes war unterwasser und die Wassermasse floss weiter zum Nebenstall, der ebenfalls schön umspült wurde. Wenigstens ein paar der Weiden und der Hauptstall, sowie das Haupthaus und der Parkplatz waren einigermassen trocken. Ich schlüpfte schnell in meine Gummistiefel und zog im Rennen die blaue Regenjacke an. Beim Nebenstall waren die Helfer gerade dabei, die Pferde zu evakuieren und in den Hauptstall zu bringen. Dort hatte es noch genügend leere Boxen, in denen die Tiere provisorisch untergebracht werden konnten. Ich schnappte mir Halfter und Seil und schob die Boxentür von Moon auf, während Lewis und Lisa Co Pilot und Costa rüber brachten. Als ich mit Moon zum Hauptstall joggte, kamen uns Quinn und Rosie entgegen, die Feline, Silver und Risandro schon in eine Trockene Box gebracht hatten. Mein Mann hatte mit einem Nachbar, Ajith und Jonas ein paar Sandsäcke organisiert und versuchte nun den Strom aus Schlamm und Wasser vom Hauptstall fernzuhalten. Ich watete mit Moon weiter aus dem Wasser und führte sie durch eine Lücke im Schutzwall. Ich stellte sie in eine der freien Boxen und holte dann nacheinander Donut, Ocean und Dream. Als alle Pferde im Hauptstall waren und der Schutzwall stand, lief ich mit Quinn und Lisa zu den Weiden, um nach den Fohlen und Minis zu sehen. Dort schien zum Glück alles in Ordnung zu sein. Kaum hatten wir uns umgedreht, als wir auch schon wieder nach oben gerufen wurden. Oliver und Lily waren inzwischen auch eingetroffen und mein Mann wollte planen, was als nächstes getan werden musste. Also trommelten wir alle anwesenden zusammen. Ich stellte mich neben meinen Mann und strich mir die nassen Haare aus dem Gesicht, denn im Eifer des Gefechts hatte ich die Kapuze nicht hoch gezogen. "Okay, so weit so gut. Alle Pferde stehen wieder im Trockenen und das Wasser wird vom kleinen Schutzwall zurückgehalten. Im Verlauf des Nachmittages sollte der Regen aufhören, mit etwas Glück ist das Wasser heute Abend weg. Die Pferde bleiben aber ganz bestimmt über die Nacht hier im Hauptstall. Also müssen wir jetzt dafür sorgen, dass sie es für die Nacht schön bequem haben. Einstreuen der leeren Boxen währe zu verschwenderisch, aber wir können ihnen Heu und Wassereimer hinstellen, eine Nacht ohne zu liegen werden sie ja wohl überleben. Trocknet ausserdem die Beine derjenigen, die nass geworden sind." Alle murmelten zustimmend und machten sich an die Arbeit. Ich brachte Peace und Burggraf einen Wassereimer und zog Ronja, die am durchweichtesten von allen war, eine warme Fleece Decke an. Den drei Western Pferdchen Summer, Shadow und Flint ging es anscheinend auch gut, sie waren jedenfalls schon wieder am Heuhalme sortieren. Als alle Pferde genügend zu fressen hatten, bekamen auch die Menschen eine kleine Aufwärmung: Der freundliche Nachbar und Lewis hatten in der Zwischenzeit für alle warmen Kakao und trockene Handtücher hergezaubert. So sassen wir alle in der Stallgasse des Hauptstalls und trockneten uns gegenseitig. Am Nachmittag liess der Regen dann wie erhofft nach und auch die braune Suppe wurde weniger. Am Abend schliesslich war der Strom vollständig verschwunden, der Boden um den Hauptstall war aber noch sehr matschig. Ich sah bevor ich ins Bett ging nochmals nach den Pferden, dann fielen mir erschöpft die Augen zu. Was für ein Tag!

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      Vorbereitung für den Wanderritt und allgemeine Arbeit 08.08.2013

      Ich war schon den ganzen Morgen damit beschäftigt, den morgigen Wanderritt bei Morrigan sorgsam vorzubereiten. Allerdings musste ich dazwischen natürlich auch meinen Alltäglichen Pflichten nachgehen, wie zum Beispiel Pferde auf die Weide bringen, oder Vollblüter trainieren. Zwar hatte ich viele Pfleger, die auf dem Hof pausenlos herumwuselten, aber ich bestand darauf auch einen Grossteil selber zu machen, schliesslich waren es meine Tiere. Ich war gerade dabei, Moons Westernsattel mit Lederseife einzureiben. Wir wollten ja einen guten Eindruck hinterlassen. Moon selbst hatte ich am Morgen schon geputzt und anschliessend auf die Weide gebracht, damit sie sich noch etwas ausruhen konnte vor dem Ritt. Neben mir rannte Jacky aufgeregt von einer Ecke zur anderen, wo sie immer wieder nach einer Maus schnüffelte, die vorhin gerade gemächlich hinter den Spinds verschwunden war. Mein Mann betrat die Sattelkammer. „Bist du bald fertig Schatz? Wir sollten noch mit Campina und Paint trainieren.“ „Ja, ich muss nur noch schnell hier fertig machen, dann komm ich. Dauert nicht lange.“ Er nickte und ging wieder raus. Ich seufzte und liess die Seife einwirken, ehe ich den Sattel einfettete und verräumte. Dann schnappte ich mir das Sattelzeug von Paint und hopserhüpfte zu ihrer Box, weil ich mich freute sie wiedermal unterm Sattel zu haben. Jacky rannte voraus, aber nicht ohne noch eine Extrarunde um mich zu drehen. Mein Mann erwischte mich im durchhüpfen und stupste mir in die Seite, worauf wir einen kleinen Stupskrieg anfingen, wie in alten Zeiten. Er gewann natürlich, aber das war mir egal. Jacky sprang wild umher und bellte. Am Ende kugelten wir uns vor Lachen und kamen uns fast schon wieder ein wenig kindisch vor. Aber das machte nichts. Man lebt schliesslich nur einmal. Wir stellten Pina und Paint draussen auf den Waschplatz und putzten sie dort nebeneinander. Wir schnatterten fröhlich miteinander wie wir es immer taten beim Pferdeputzen, während es langsam Mittag wurde. Wir entschieden kurzerhand, dass wir nicht auf der Bahn, sondern auf der Galoppwiese und im Schatten des Waldes trainieren würden. Kurze Zeit später ritten wir mit Rennsätteln und Wassertrensen ausgerüstet im kühlen Pinienwald. Jacky war auch hier mit dabei, sie trottete mit gespitzten Ohren neben Paint her. An der Abzweigung zu einem der Galoppwege fragte mein Mann: „Ein kleiner Galopp gefällig?“ Schon preschten Paint und Pina im gestreckten Galopp über den weichen Sandboden. Geschickt vergrösserten sie die Galoppsprünge um den Wurzeln der Pinien auszuweichen, wie immer gutes Training für die Trittsicherheit. An einer erneuten Abzweigung bremsten wir wieder und parierten sie in einen lockeren Trab, bis wir am Waldrand ankamen. Dort gab es einen Trampelpfad dem Waldrand entlang, der schön kühl im Schatten lag. Neben uns erstreckte sich in saftigem Grün die grosse Galoppwiese. Paint fing schon an zu zappeln und auch Pina wollte anscheinend lossprinten. Ich wartete auf das Okay meines Mannes und liess sie dann gehen. Wir rasten am Waldrand entlang und genossen die Kühle Briese, die durch den ‚Fahrtwind‘ noch verstärkt wurde. Am Ende des Weges liessen sich die beiden ohne Probleme wieder durchparieren; ein Zeichen dass sie in Sachen Gehorsamkeit schon Fortschritte machten. Ich und Pina hatten das kleine Rennen selbstverständlich gewonnen. War ja klar. Aber knapp. Ich zog meinen Mann natürlich trotzdem den ganzen Weg zurück damit auf, was als Spass gemeint war und von ihm auch so verstanden wurde. Als wir die Pferde versorgt hatten rächte er sich dann, indem er mich von hinten packte und auskitzelte. Solche kleinen Unsinnigkeiten waren bei uns eben an der Tagesordnung. Ich packte nach dem Mittagessen meine restlichen Sachen zusammen und lief dann zu Pilots Box. Ich holte ihn raus, putzte ihn gründlich und longierte ihn anschliessend eine halbe Stunde. Danach durfte er noch auf die Weide. Als letztes holte ich noch Bella von der Weide und ging mit ihr Ausreiten, dann holte ich Moon in den Stall und machte sie transportfertig. Um drei Uhr verlud ich sie und verabschiedete mich von meinem Mann, der mir noch geholfen hatte den Pass und die restlichen wichtigen Formulare für Moon zu finden. Ich stieg ein und Jacky hüpfte auf die Rückbank, wo ich sie in eine gesicherte Transportbox schickte. Dann machte ich mich auf den Weg zum Flughafen in Birmingham, der nächstgrossen Stadt. Wir hatten bloss eine halbe Stunde, wir hatten auch Glück mit dem Verkehr. Beim Flughafen angekommen meldete ich mich beim Flughafenpersonal, die mir den Weg zur Tierverladestelle zeigten. Ich fuhr mit dem Anhänger soweit ich konnte und parkierte dann auf einem kleinen Parkplatz vor einer der grossen Hallen. Draussen stand das Flugzeug schon bereit. Ich öffnete die Klappe des Anhängers und hängte die Stange hinten aus, dann betrat ich den Anhänger durch die kleine Seitentur vorne. Ich beruhigte Moon, die durch den ganzen Lärm ziemlich aufgeregt war. Sie wieherte schrill, und als keine Antwort kam begann sie zu zappeln. Ich hielt ihr eine Karotte hin, aber sie wollte sie nicht. Ich stiess einen leisen Seufzer aus und löste den Strick vorne. Dann lief ich vorsichtig mit ihr rückwärts aus dem Anhänger. Draussen beruhigte sie sich etwas, sah aber immer noch aufgeregt umher. Ich erinnerte sie mit einem leichten Klaps auf die Schulter daran, dass ich auch noch da war und sie mich nicht überrennen sollte. Schon kam uns Moons Flugbegleiter entgegen, ein junger Herr mit dunklen Haaren. Er sah sich kurz die Papiere an, dann hakte er Moon auf einer Liste ab und ich übergab ihm den Führstrick. Wir liefen zügig auf eine Art Container zu, dessen inneres in provisorische Boxen umgebaut worden war. Ich kontrollierte noch einmal, ob Moons Transportgamaschen auch fest sassen und rückte ihr Lammfellhalfter zurecht, dann wurde sie hineingeführt. Sie zögerte zunächst, als ich aber nebendran mitlief folgte sie dem Fremden in den Container. Ich verabschiedete mich, ein wenig besorgt war ich schon. Wie würde die Criollo-Stute ganz alleine im Dunkeln reagieren? Ob sie wohl bemerkte, dass sie Flog? Nun war noch Jacky an der Reihe. Ich hatte sie bewusst noch im Auto gelassen, damit sie nicht wild herumwuselte und am Ende noch von Moon getreten wurde. Ich übergab die Hündin mitsamt der Transportbox einer Dame vom Personal, die auch bei ihr kurz die Papiere ansah und sie dann zu den anderen Hunden brachte. Ich machte mich nun ebenfalls auf dem Weg zu meinem Flugzeug, das allerdings erst eine Stunde später abfliegen würde. Zuerst parkierte ich das Auto und den Anhänger um, dann brachte ich meine Reisetasche zur Gepäckabgabe. Ich hatte nur das Nötigste dabei, alles was man für einen längeren Wanderausritt so brauchte. Von der Aussichtsplattform aus beobachtete ich, wie weitere Pferde verladen wurden, dann wurde der Container von einem kleinen Transportfahrzeug abgeholt und zum Flugzeug gebracht. „Bis später Moon“ murmelte ich, und bestellte mir einen Schwarztee in einem der Flughafen Restaurants. Ich sass gerade neben einem Fenster und konnte so den Abflug des Transportflugzeugs beobachten. Alles klappte reibungslos und das Flugzeug hob in Richtung München ab. Ich las noch ein bisschen Zeitung, die ‚Birmingham Mail‘. Ich las unter anderem, dass ein Stinktier einen Schönheitswettbewerb gewonnen hatte und musste schmunzeln. Da ertönte auch schon die Ansage, dass das Boarding für meinen Flug eröffnet war. Ich trank meinen Tee aus und machte mich auf den Weg zum Boarding. Ich zeigte mein Ticket und lief den Gang entlang zum Flugzeug. Dort setzte ich mich in Reihe 17 auf die Fensterseite. Wenig später setzte sich noch eine etwas ältere Frau neben mich, die von einer seltsam duftenden Parfum Wolke umgeben war. Ich atmete nur so viel wie nötig war und sah weiter aus dem Fenster gerade hob ein weiteres Flugzeug ab. Flugangst hatte ich keine. Im Gegenteil: ich freute mich darauf, hoch in der Luft über den Wolken zu fliegen. Schade, dass Moon davon nichts mitbekam. Oder vielleicht auch besser so, sonst hätte sie wohl den ganzen Container auseinandergenommen. Nun setzte sich auch unser Flugzeug in Bewegung und fuhr langsam auf die Rollbahn. Alle Passagiere schnallten sich an und eine freundliche Frauenstimme begrüsste uns im Flugzeug. „…please read the safety instructions carefully…“ mehr verstand ich nicht, ich war zu abgelenkt, denn gleich würde das Flugzeug beschleunigen. Das tat es auch. Und kurze Zeit später waren wir auch schon in der Luft. Ich genoss den Flug und freute mich schon auf München und auf den Ausritt.
      Die Landung verlief Problemlos und ich fand auch mein Gepäck schnell wieder. Von weitem sah ich das Transportflugzeug, in dem sich Moon befinden musste. Aber ich würde sie erst morgen holen können, denn sie musste zuerst noch ein paar Quarantäneuntersuchungen über sich ergehen lassen. Für die Nacht konnte ich bei einem alten Freund aus Wolfratshausen übernachten, bevor er mich am nächsten Tag wieder zum Flughafen und anschliessend mit Moon und Jacky zu Morrigans Hof brachte. Er war Bauer, deshalb hatte er einen Viehtransporter, in dem Moon mitfahren durfte. Dort angekommen bedankte ich mich und lud Moon aus. Ich sattelte sie, damit ich den Sattel nicht tragen musste, und legte ihr ausserdem die Reisetasche über den Sattel. Nun liefen wir die letzten paar Meter zu Hof.

      Occulta
      Der Bericht 05.10.2013

      Es war Abend und ich hatte es mir gerade draussen auf der Hängematte bequem gemacht, bereit mein Erdbeer-Frappé zu schlürfen. Da kam Lily vom Nebenstall her angelaufen. "Guten Abend, ich dachte ich komm noch kurz vorbei und sag gute Nacht." Sie lächelte mir mit diesen Worten freundlich entgegen. "Das ist aber lieb. Musst du denn gleich gehen, oder bleibst du noch etwas hier?", erwiderte ich und stellte den Becher beiseite. "Nö, ich hab's nicht eilig.", kam die Antwort. Ich schlug vor, dass sie neben mir auf die Hängematte kommen solle und mir vom heutigen Tag erzählen könne. "Also gut", fing sie an und liess sich neben mir nieder. "Wie jeden Morgen haben wir zuerst alle hungrigen Mäuler gestopft. Dann habe ich Peace rausgenommen und mit ihm ein wenig Gelände Training gemacht. Währenddessen haben Lewis, Jonas, Lisa und Quinn mit Summer, Flint, Moon und Shadow auf dem Platz trainiert. Anschliessend haben wir die Hengste auf die Weiden gebracht, wie immer diejenigen zusammen, die auf der Liste standen. Die Stuten durften am Nachmittag raus. Die Mini Stuten haben wir ausserdem wieder freilaufen lassen. Nach dem Misten hab ich mir Pilot geschnappt und Oliver Sun; wir sind mit den beiden rausgegangen. Ich glaube Rosie hat in der Zwischenzeit mit Dream gearbeitet, ich weiss aber nicht was. Ach ja, Lewis hat zusammen mit Quinn Silver und Bella longiert. Nach dem Mittag bin ich nochmal raus gegangen, diesmal mit Ocean. Rosie ist mit Islah mitgekommen. Das ging ziemlich gut, Islah hat nur einmal bei der Brücke ein bisschen gezickt." "Ach ja, das kennen wir ja", unterbrach ich sie und rollte mit den Augen. "Jaaa, immer an derselben Stelle... Aber irgendwann kurieren wir auch das noch." "Und wie macht sich Bandit?", wollte ich wissen. "Ahh der Neue, ja, der ist ganz brav. Hat sich gegen Abend ohne Probleme von Jonas longieren lassen und am Schluss ist er mit ihm um die Galoppbahn geritten." "Das ist ja toll! Hatte er nicht Angst vor den Tannen?" "Ja, aber jetzt nicht mehr. Er ist brav wie ein Lamm. Vorhin hab ich noch Oliver und Lisa mit Donut und Anubis auf dem Platz gesehen. Schau, das Licht brennt noch." "Ahh ja", antwortete ich und beobachtete die beiden kurz. Lilys stimme riss mich aus meinen Gedanken. "Und wie war der Distanzritt?" "Toll, wir haben zwar nicht gewonnen, aber ich wurde mit Ronja Dritte und mein Mann mit Burggraf Fünfter." "Echt gut! Ich will unbedingt auch mal mitkommen und zuschauen. Wann geht ihr das nächste Mal?" "Erst in ein paar Monaten, ich weiss das Datum gerade nicht. Aber ich sag's dir morgen.", antwortete ich. "Gut." Sie sah auf die Armbanduhr und meinte dann "Ich muss jetzt leider los, bis morgen also." Ich verabschiedete mich und schlürfte mein Frappé fertig. Es war ein herrlicher Abend.
    • Occulta
      Snoopy
      Ankommensbericht

      Ein ruhiger aber sehr kalter Morgen brach an und heute war wieder mal ein tag wo ich ein Pferd aufnahm und diesmal eine wirklich süße Reitponystute vom Gestüt Pineforststable. ich hatte sie damals beim Halloweenritt schon mal gesehen nur da stand sie noch nicht im verkauf. Doch durch eine Anzeige in der Zeitung fand ich sie und musste unbedingt mal ein Probereiten ausmachen, was sogar super lief Und die Entscheidung gefallen war, das ich sie die nächsten tage abhole.
      Lächelnd weckte ich mein Schatz und machte Frühstück, wobei wir noch etwas Fernseher schauten und dann gegen 10 Uhr uns auf den Weg machten. Es war eine lange Reise bis in den wunderschönen Wald Pineforst, doch wir nahmen es auf uns und fuhren die letzte Abfahrt nach zwei Stunde ab und drifteten fast um die Kurve. Zum Glück hielt der Hänger noch. Lachend sahen wir uns an und machten dann Musik an. Nach ein paar Minuten kamen uns die Bäume entgegen und es war nicht mehr weit. ,,Da!´´, reif ich meinen freund fast die Ohren taub und zeigte auf das kleine Hofstück was herausragte. Und schon standen wir nach einer kurve auf dem Hof. ,,Na denn 2 Stunden haben sich ausgezahlt!´´, lachte ich und stieg aus dem wagen, mein Freund kam mir nach und wir grüßten Occu als hätten wir sie erst gestern gesehen.
      Sie führte uns sogleich zum Stall, wo wir auch gleich Bella auffanden. ,,Na du Süße?´´, ging ich auf die Rappstute zu und strich ihr liebevoll über die weiche Nase. Sie schnaubte mir liebevoll entgegen und ging ein paar Schritte zurück als ich die box öffnete und sie her rief. Folgsam, wie wir sie vom Probereiten kannten ließ sie sich aufhalftern und rausführen. ,,Ich bringe euch den Rest nach!´´, sagte Occulta zu uns und mein Freund half ihr, die Sättel zu tragen und sie übernahm den kleinen Rest. Als das Zubehör verladen war, machten wir die Stute in den Hänger und schlossen diesen dann hinter hier. ,,So ein Engel!´´, strahlte ich und wir verabschiedeten uns von Occu. Dann stiegen wir ein und Maxi startete den Motor des Golf 3's.l Dann ging die ganze fahrt wieder zurück und wir hatten den Pineforstwald bald hinter uns. ,,Schön dort gel?´´, meinte ich zu mein Schatz und er nickte. Als wir eine der Tankstellen, auf der Mitte der Strecke erblickten hielten wir an um etwas frische Luft zu tanken und die Stute kurz eine Runde zu führen. Maxi war schon auf den weg zur Toilette, ich nahm mir erstmal Bella vor und öffnete den Hänger und wurde gleich angeschaut. ,,Na du?´´, lächelte ich und täschelte ihren Hals, ehe ich sie abband und aus dem Hänger führte und zur Wiese brachte, wo sie kurz graste und etwas entspannte. Als mein Freund wieder zurück kam brachte ich auch meine Stute wieder in den Hänger und Maxi half mir dabei. Als sie sicher verladen war, stiegen wir wieder ein und machten uns weiter auf den weg zum Gestüt Nightingale. Bald war die ganze Stunde vorüber und der Wagen rollte gemütlich auf unseren Hof. ,,Endlich!´´, grinste ich und stieg aus und rannte hinter zum Hänger um diesen zu öffnen. Mal wieder blickte uns die Stute neugierig an und ich lächelte, ehe ich hineinging und sie losband. Maxi machte dies was er immer tat die Sachen in den Spind räumen. Ich brachte derweil Bella auf die Weide, wo sie sich etwas einleben könne.
      08.01.2014

      Eddi
      Clinic Caen - Prophylaxe, Zahnheilkunde, Augenheilkunde

      Nachdem ich gestern noch gut zwei Stunden im Stau gestanden hatte, weil die Autobahn plötzlich gesperrt wurden war, hatte ich meinem letzten Patienten leider absagen müssen. Doch Snoopy hatte verständnisvoll reagiert und da es vor allem um einen Gesundheitscheck ging und nichts tragisches, konnte sie es verkraften. So war sie heute die erste, die ich besuchen würde, als ich mich auf den Weg machte. Zuvor hatte ich noch alle meine Sachen zusammengepackt und flott gefrühstückt, ehe es an die Arbeit ging. Den Weg auf Snoopys Gestüt fand ich ohne Probleme und war auch schneller als gedacht da, so dass Snoopy noch gar nicht mit mir rechnete. Ich stieg aus und schnappte mir meine Tasche, um dann in den Stall zu gehen. Während ich die Stallgasse entlang schlenderte, traf ich Snoopy in einer der Boxen. Sie begrüßte mich herzlich und war dankbar über mein vorzeitiges Kommen, da sie heute auch noch alle Hände voll zu tun hatte. Während ich mich nun am Putzplatz ausbreitete, holte sie die Stute aus der Box und band sie neben mir an. La Bella Goia war eine schwarze Schönheit und schaute mir mit neugierigen Augen entgegen. Ich machte mich kurz mit ihr bekannt und kraulte ihr ein wenig die Stirn. Wie ich hörte, wollte Snoopy mit ihr demnächst an einer Krönung teilnehmen, weshalb ich heute hier war. Ich schaute mir die Stute kurz an, um einen Überblick zu gewinnen und packte dann mein Stethoskop aus, um Herz und Lunge abzuhören. Dort klang alles wunderbar, so dass ich direkt weitermachte und ihren Rücken abtastete. Dabei konnte ich jedoch keine Verspannungen entdecken und auch die Gelenke und Sehnen der Stute sahen wunderbar aus. Ich lobte Snoopy für ihre gesunde Stute und kontrollierte nur noch die Körpertemperatur, ehe ich guten Gewissens impfen konnte. Zuerst gab es die Impfung gegen Influenza und Tetanus. Bei der Spritze hielt die Stute noch wunderbar still, doch bei den nächsten musste Snoopy sie festhalten, da sie sich weigerte, ruhig zu bleiben. Nach einem kleinen Kampf hatte ich sie dann aber auch erfolgreich gegen Herpes und Tollwut geimpft. Ich lobte die Stute kurz und verabreichte ihr danach mit Hilfe von Snoopy noch die Wurmkur. Dann hatte La Bella Goia den ersten Teil meines Besuches auch schon tapfer überstanden. Nun kontrollierte ich ihren Pupillenreflex, ehe sie in beide Augen jeweils ein paar Augentropfen bekam. Ich wartete einige Minuten, damit sich die Pupille weitete, ehe ich mir mit meiner Leuchte die Augen der Stute genauer betrachtete. Die Hornhaut war wohlauf und auch im inneren sah alles gut aus, auch die Linse war in Ordnung und ich konnte keine Auffälligkeiten entdecken. Auf der anderen Seite sah ich auch keine Trübungen oder Verschleimungen, so dass die Stute kerngesunde Augen besaß. Als das geschafft war, hieß es nur noch einen Blick ins Gebiss werfen. Also holte ich die Maulsperre, welche mir einen Überblick verschaffen würde. Die Zähne der Stute standen alle in Reih' und Glied und sie hatte nirgendwo unangenehme Stellen oder Kanten. Einzig auf der rechten Seite ging ich einmal mit der Raspel drüber, damit die Kaufläche wieder eben wurde, wahrscheinlich hatte sie sich einmal etwas eingebissen und dadurch die Fläche schief gekaut. Nachdem dieser Makel behoben war, befreite ich die Stute von der Maulsperre und nickte Snoopy zufrieden zu. Ihre Stute war kerngesund und durfte nun auch wieder in ihre Box, während ich meine Sachen zusammenpackte. Danach verabschiedete ich mich von Snoopy und fuhr direkt weiter zum nächsten Patienten.
      06.02.2014

      Rajandra
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      Hufschmiedbesuch bei La Bella Goia

      Nachdem ich heute morgen schon bei Roxy gewesen war zum beschlagen fuhr ich nun zu Snoopy. Ihre Stute La Bella Goia sollte heute beschlagen werden. Auf ihrem Hof angekommen wies sie mich auch schon zum Parkplatz und begrüßte mich. Ich nahm mein Werkzeug und folgte ihr in die Stallgasse, in der die Reitponystute schon angebunden war. Ich machte mich kurz mit der freundlichen Schwarzen bekannt und find dann an erstmal ihre Hufe auszukratzen und dabei zu begutachten. Ich Horn war ein wenig brüchig, der Strahl hingegen sah super gepflegt aus. Am ersten Huf fing ich an das wenige, was am Strahl und in den Strahlfurchen ab musste wegzuschneiden. Dann begradigte ich das Horn mit der Hauklinge und raspelte den Huf danach mit Hilfe des Hufbocks in Form. Bella Goia ließ den Huf brav auf dem Bock stehen und beobachtete mich neugierig. Ich lobte sie, da sie so brav war und ging dann stahlverstärkte Kunststoffeisen in verschiedenen Größen holen. Ich verglich sie mit dem Huf der Rappstute und entschied mich dann für Größe 2. Gewählt hatte ich außerdem geschlossene Kunststoffeisen, da diese falls es noch schneien sollte das Aufstollen von Schnee verhinderten. Nachdem ich es noch ein wenig angepasst hatte nagelte ich es fest und machte mit den anderen drei Hufen genauso weiter. Nachdem alle viere beschlagen waren ließ ich Snoopy ihre Stute noch einmal die Stallgasse auf und ab führen. La Bella Goia's Bewegungsablauf mit den Eisen war einwandfrei und die Stute durfte wieder zurück in ihre Box. Mein Werkzeug räumte ich wieder zurück in die mobile Schmiede und kehrte, dann verabschiedete ich mich wieder von Snoopy und machte mich auf zu meinem nächsten Kunde.
      07.02.2014

      Mongofisch
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      Dressur E-A

      Die Ankunft

      Nachdem Tiva vor einigen Tagen wieder nach Hause durfte, stand heute schon die Ankunft meines nächsten Schützlings auf dem Plan.
      Ich war gerade damit beschäftigt einige meiner Pferde auf die Koppel zu bringen, als ein Wagen die Einfahrt entlang fuhr. Schon von weitem konnte ich Stefanie erkennen, die mir ihre Stute zum Training brachte.
      „Hallo und herzlich Willkommen“, rief ich der jungen Frau schon zu, bevor ich ihr Auto erreicht hatte.
      Lachend kam sie mir entgegen und schüttelte mir die Hand: „Vielen Dank für die nette Begrüßung! Geht es dir gut?“ Während wir zum Hänger schlenderten bejahte ich die Frage und gab sie zurück. Auch Stefanie konnte sich nicht beklagen und freute sich, dass ihre Stute nun trainiert werden sollte.
      „Dann wollen wir die Kleine mal rausholen“, sagte ich und positionierte mich an der Klappe. Stefanie hingegen schlüpfte durch die kleine Seitentür vorne am Hänger und rief mir nach kurzer Zeit zu, dass sie bereit wäre. Vorsichtig ließ ich die Klappe runter und öffnete anschließend die Stange hinter dem schwarzen Pony. Stefanie führte ihr Pferd langsam rückwärts, bis sie vollständig auf dem sicheren Boden stand. Kurz blickte die Stute sich um, schien aber nichts Interessantes zu finden, sodass sie sich Streicheleinheiten bei ihrer Besitzerin abholte.
      „So eine Hübsche“, sagte ich bewundernd und hielt dem Rappen meine Hand hin. Neugierig beschnupperte sie diese, war aber wenig angetan. „Komm, ich zeig dir ihre Box.“
      Stefanie folgte mir in den Stall, in welchem ich eine Box für die Stute vorbereitet hatte. Rasch schrieb ich noch den Namen, La Bella Goia, auf die Tafel, dann gingen Stefanie und ich ins Büro, um alles Wichtige zu besprechen.
      Nachdem ich mir ausführlich den Charakter der Stute, ihren Futterplan und das Verhalten unter dem Reiter aufgeschrieben hatte, gab es nichts weiter zu tun, sodass Stefanie sich schweren Herzens von ihrem Pony verabschiedete und den Rückweg antrat.

      1. Woche

      Die ersten zwei Tage hatte Bella frei bekommen, sodass sie sich erstmal eingewöhnen konnte. Ich hatte jedoch nicht untätig rumgesessen, sondern war mit der Stute spazieren und habe sie ausgiebig geputzt. So konnten wir uns schon ein bisschen kennen lernen und ich war dem Pony nicht ganz fremd, wenn ich das erste Mal auf ihren Rücken steigen würde.
      Nun war es aber an der Zeit, dass wir mit dem Training beginnen mussten. Zunächst ging es nur darum, die Lektionen einer E-Dressur zu wiederholen und zu festigen.
      Nachdem ich Bella von der Weide geholt hatte, band ich sie auf der Stallgasse an und begann mit der Körperpflege. Sie genoss das in vollen Zügen, schien sogar etwas beleidigt, als ich fertig war und den Striegel weglegte. „Du bist hier ja nicht im Wellnes-Urlaub“, lachte ich, während ich das Putzzeug wegbrachte und ihren Sattel, sowie die Trense holte.
      Es dauerte nicht lange, bis die Stute startklar war und ich mit ihr in die Halle ging. Bevor es aber an die Arbeit ging, wärmte ich Bella ordentlich auf. Im Schritt ritt ich auf beiden Händen am langen Zügel. Hierbei baute ich direkt einige Bahnfiguren mit ein, so konnte ich ein Gefühl dafür entwickeln, wie die Stute auf Schenkel- und Gewichtshilfen reagierte. Es klappte hervorragend, sodass ich nach einer ausgedehnten Aufwärm- und Kennenlernphase die Zügel langsam aufnahm und die Stute zum Trab antrieb.
      Bella hatte weiche Gänge und es machte mir schon jetzt Spaß, mit ihr zu arbeiten. Sehr genau achtete sie auf meine Hilfen und war stets bemüht, alles richtig umzusetzen.
      Neben vielen Schritt-Trab und Schritt-Halten Übergängen, wiederholten wir einige Bahnfiguren, unter anderem Zirkel, aus dem Zirkel wechseln und einfache Schlangenlinien. Anfangs tat Bella sich mit dem Biegen und Stellen noch etwas schwer, mit der Zeit wurde es aber stetig besser, sodass ich dann mit der Galopparbeit anfangen konnte.
      Zunächst hielt ich mich auf dem Zirkel auf und führte mehrere Übergänge zwischen Galopp und Trab durch. Hier und da reagierte Bella etwas zögerlich, vor allem beim Durchparieren, schnell wurde sie aber aufmerksamer und arbeitete wieder vorbildlich mit.
      Ich entschied mich, nachdem ich auf beiden Händen ordentlich im Galopp gearbeitet hatte, das Training für heute zu beenden. In Ruhe ritt ich die Stute trocken, anschließend brachte ich sie zurück in den Stall und versorgte sie ordnungsgemäß.
      In den folgenden Tagen arbeitete ich mit Bella weiter an den E-Dressur Anforderungen. Sie wurde mit jeder Trainingseinheit entspannter und schien mir langsam zu vertrauen. Auch die Anlehnung klappte immer besser, sodass wir sicher bald mit den neuen Lektionen anfangen konnten.

      2. Woche

      Seit einer Woche war die Stute Bella nun schon bei mir im Training und so langsam wollten ich damit beginnen, ihr das Neue näher zu bringen. Wie gewohnt holte ich sie von der Koppel, putzte sie und machte sie dann fertig fürs Reiten.
      Nach der Aufwärmphase begann ich zunächst mit den verschiedenen Tempi in den Gangarten. In der A-Dressur kommt der Mitteltrab, sowie der Mittelgalopp hinzu. Dabei soll das Pferd sich deutlich im Rahmen erweitern, die Schritte verlängern, den Takt aber nicht verschnellern.
      Um Bella auf den Mitteltrab vorzubereiten, ritt ich mit ihr viele Übergänge zwischen Schritt und Trab, um sie locker und aufmerksam zu machen. Nach einiger Zeit, wagte ich den ersten Versuch. An der kurzen Seite nahm ich die Stute zurück, trieb sie aber stetig weiter. Nach der Ecke, lenkte ich sie auf die Diagonale, gab die Hand vor und schob Bella mit dem Kreuz voran. Die Stute verstand nicht recht, sondern gab die Anlehnung auf und fiel völlig auseinander.
      Ich lieb ruhig und ging einen Schritt zurück. Erneut machte ich viele Schritt-Trab Übergänge und nahm nun auch Tempiwechsel im Trab hinzu. Als Bella wieder aufmerksam mitarbeitete, versuchte ich erneut auf der Diagonalen den Mitteltrab. Dieses Mal klappte es sogar, sodass ich die Stute einige Schritte laufen ließ und sie dann wieder zurücknahm, um sie nicht zu überfordern.
      Ich legte eine kurze Schrittpause ein, so konnte mein Schützling sich etwas entspannen. Für heute reichte es an neuen Sachen, sodass ich mit Bella zum Abschluss noch einige Bahnfiguren ritt, sie ein paar Mal aus dem Trab anhielt und schließlich das Training beendete.
      Weiterhin arbeitete ich mit Bella am Mitteltrab und Mittelgalopp, sodass ich nach einigen Tagen eine neue Lektion dazu nehmen wollte.
      Nach dem Aufwärmen begann ich zunächst mit dem Schenkelweichen, da die Stute heute das Viereck verkleinern und vergrößern sollte. Ich war wirklich gespannt, wie es verlaufen würde, da Bella sehr konzentriert und immer bemüht war.
      Es war überhaupt kein Problem, die Stute auf beiden Seiten dem Schenkel weichen zu lassen. Sie reagierte sehr gut und strengte sich wirklich an.
      Ich versuchte nun also, den Richtungswechsel mit einzubauen. Nach der Ecke zur langen Seite ging es zunächst nach links. Bevor ich Bella umstellte und dem anderen Schenkel weichen ließ, ging ich eine Pferdelänge geradeaus. Zurück an der Bande lobte ich die intelligente Stute, sie lernte wirklich schnell und versuchte immer alles richtig zu machen.
      Bevor ich die Trainingseinheit beendete, wollte ich heute noch den einfachen Galoppwechsel anschneiden.
      Zunächst machte ich Bella wieder aufmerksam, indem ich viele Übergänge zwischen den Gangarten ritt. Auch das Angaloppieren aus dem Schritt übte ich einige Male, es klappte aber schon jetzt erstaunlich gut.
      Auf der rechten Hand ging ich nun mit der Stute auf den Zirkel und ließ sie dort locker und entspannt galoppieren. Kurz vor X parierte ich zum Schritt durch, was noch nicht perfekt klappte. Normalerweise würden hier nur 3 bis 4 Schritt folgen, bis es auf der neuen Hand wieder in den Galopp ging. Um es dem Pony jedoch einfacher zu machen, verlängerte ich den Schritt, stellte Bella deutlich um und gab ihr dann die Galopphilfe auf der neuen Hand. Sie galoppierte zwar über den Trab an, ich lobte sie dennoch, da sie es für den Anfang wirklich gut machte.
      Im Laufe der Woche arbeitete ich weiter an den neuen Lektionen und übte auch weiter an den Bahnfiguren, vor allem den 10-Meter Volten im Trab und den Schlangenlinien durch die ganze Bahn mit 4 Bögen. Von Tag zu Tag verbesserte die Stute sich, verstand immer schneller, was ich von ihr verlangte und war bald soweit, dass sie wieder nach Hause zu Stefanie konnte. Bevor es jedoch soweit war, verfeinerten wir die verschiedenen Lektionen und arbeiteten weiter am Rückwärtsrichten und dem Zügel aus der Hand kauen lassen.

      La Bella Goia darf nach Hause

      Zum Ende der zweiten Woche konnte ich Stefanie Bescheid geben, dass ihre Stute fertig auf A-Niveau ausgebildet war und sie nun wieder nach Hause konnte. Meine Auftraggeberin konnte es gar nicht erwarten, das Pony abzuholen, sodass wir den nächstmöglichen Termin abmachten und Bella in den verbleibenden Tagen Ruhe bekam.
      Als es dann soweit war, bereitete ich die Abfahrt der Stute vor. Ich packte ihre Sachen zusammen, putzte sie noch einmal ordentlich und wartete dann gespannt auf Stefanie.
      Es dauerte nicht lange, bis sie voller Vorfreude auf dem Hof ankam und zuerst ihre Stute begrüßte. Bevor ich sie nach Hause entlassen konnte, ging es aber erst ins Büro, wo wir alles Wichtige besprachen, wie das Training verlaufen ist und an was Stefanie noch etwas arbeiten musste.
      Dann packten wir gemeinsam Bellas Sachen ins Auto und verluden die Stute schließlich. Winkend verabschiedete ich Stefanie, als sie langsam mit ihrem Pferd vom Hof fuhr.
      11.02.2014

      Snoopy
      Sammelbericht für die Stuten

      Früh war ich auf den Beinen und machte mich auf den Weg zu den Stuten die ich heute gründlich putzen würde und etwas trainieren. Der Stall war heute ruhig und die Pferdeköpfe blickten mir sogleich entgegen, während sie schnaubten und ich lächelte. Dann schnappte ich mir das erste Halfter an den Haken neben den Boxen und ging zu der Fuchstute Arcany: ,,Na du?´´, lächelte ich und schloss die Box auf.
      Die Fuchstute kam mir entgegen und ich lächelte und legte ihr liebevoll das Halfter an, ehe ich sie hinausführte und anband. Dann nahm ich mir aus ihren Putzkasten, der vor ihrer Box stand, einen Striegel sowie Kardätsche und striegelte gründlich ihr Fell. Das natürlich auch ausfiel, da der Winter endetete. Das war eine Abeit, doch bald hatte ich soweit alles weg gemacht und nahm mir einen Hufkratzer, ehe ich ihre 4 Hufe gründlich säuberte und dann mit dem Langhaar weitermachte. Schnell war es gekämmt und ich schnappte mir Arcany's Dressursachen und legte ihr die Ausrüstung an. Daraufhin waren wir auch schon in der Halle und ich stieg auf und ritt die Fuchsstute warm. Dann begann ich ein paar Dressurlektionen zu üben und hatte Erfolg, da sie alles brav und gehorsam machte und ich konnte mit dem Training enden und brachte die stute zurück zum Stall. Dort angekommen sattelte und trenste ich sie ab und veräumte alles, dann brachte ich sie wieder in ihre Box.
      Nun war meine einzige Isländerstute tran, mein kleines Herstück Frejka. ,,Na Süße?´´, grüßte ich sie und kraulte der kuscheligen Stute die Ohren, ehe ich mit der anderen Hand nach dem Halfter griff und die Box öffnete um sie rauszuholen und mich um sie zu kümmern. Im Nu stand die isländerstute draußen und sah mir neugierig zu, wie ich die Putzutensilien fürs Fell holte und begann das ganze Winterfell wegzustriegeln. Als nach einer halben Stunde soweit alles am Boden lag, nahm ich den Hufkratzer heraus und hob jedes Bein nach dem anderen an, um die Hufe gründlich auszukratzen. Als dies auch erledigt war, nahm ich mir den Kamm und bändigte die wilde Mähne sowie den verfilzten Schweif der Stute und hatte nach knapp 10 Minuten wieder wunderschönes Langhaar. Dann schnappte ich mir Longiersachen und ging mit der Stute zum Round-Pen. Dort begann ich sie in allen Gangarten zu longieren und hatte sogar ein paar Verbesserungen der Gänge geschafft. Nun brachte ich Frejka zurück zum Stall und nahm ihr die Longiersachen ab und stellte sie dann wieder in ihre Box, wo sie zu Fressen begann.
      Meine hübsche rappstute La Bella Goia war an der reihe und sie blickte mir strahlend entgegen. ,,Na meine Hübsche?´´, grüßte ich die Stute und strich ihr liebevoll über die Stirn, ehe ich mir das Halfter vom Haken nahm und die Box öffnete. Dann legte ich es ihr an und holte sie heraus, wo ich sie anband und mir aus ihren Putzkasten den Striegel, sowie Kardätsche rausnahm und das restliche Winterfell wegputzte. Mal wieder war eine Ewigkeit vergangen, doch sie erstrahlte schnell im neuen Glanz. Nun kümmerte ich mich auch um ihre Hufe und hob alle an und säuberte sie gründlich. Nun waren die Hufe gemacht und das Langhaar war an der Reihe, also schnappte ich mir den Kamm aus dem Putzkasten und begann ihre Mähne, sowie Schopf und Schweif zu verlesen und gründlich durch zu kämmen. ,, Na also! Nun trainieren wir dich ein wenig.´´, sprach ich zu dem Rappenstütchen und holte ihre Dressurausrüstung, die in Kürze angelegt war und ich mit Bella zur Halle ging. Dort stieg ich auf und ritt sie warm, wie Arcany zu vor. Dann begannen wir das Training und man merkte das Bella heute super Leistung vollbrachte, dies erfüllte mich sehr mit Stolz. Wir trainierten noch eine Weile, dann machten wir Schluss und führte Bella zurück zum Stall. Angekommen, nahm ich erstmal die Ausrüstung ab und verstaute sie, ehe ich auch Bella in ihre Box stellte.
      Nun kam meine farbenfrohe Hackneystute dran und ich grüßte auch sie liebveoll mit einem: ,,Hey Kleine!´´, ehe ich sie kraulte und dann ihr Halfter am Haken ergriff und die Box öffnete. Sie schien auch einiges an Winterfell vorzuweisen, also konnte ich wieder ewg alles Fell enfternen. Sofort schnappte ich mir Striegel und Kardätsche und begann mit der Arbeit, bis nach einer knappen halben Stunde all das Fell oder fast alles entfernt war. Nun verschwanden die beiden Sachen wieder im Putzkasten und ich machte weiter mit den Hufen. Diese säuberte ich gründlich nacheinander und legte den Hufkratzer dann weg. Jetzt war ihr kurzes Langhaar an der Reihe und ich kämmte es gründlich durch. Schon war sie fertig und ich legte ihr die Fahrausrüstung an und brachte sie zur Rennstrecke, wo ich den Fahrwagen an ihr befestigte und dann mit dem Training begann. Folgsam hörte die Stute auf meine Hilfen, während ich sie warm ritt, bzw. fuhr. Dann begann die eigentliche Arbeit und ich ließ sie ordentlich durchziehen und merkte auch hier verbesserungen, sie nahm die Beine höher und beschleunigte schnell, sowie hatte einen perfekten Gang drauf. Zufrieden mit ihrer Leistung, parierte ich sie durch und ließ sie trocken werden, dann nahm ich das Fahrgestell ab und führte sie zu ihrer Box. Dort angekommen nahm ich die Ausrüstung ab und brachte diese weg. Dann stellte ich die Hackneystute in ihre Box und ging zu der nächsten Kanidatin.
      ,,Na meine Große?´´, grüßte ich die Hannoveranerstute und täschelte ihren kräftigen Hals. Sie schnaubte mir liebevoll entgegen und ich lächelte, dann nahm ich ihr Halfter vom Haken und legte es ihr an, ehe ich sie rausführte. Dann band ich sie fest und suchte mir aus dem Putzkasten, Kardätsche und Striegel heraus. Nun begann ich auch schon ihr dunkles Fell zu striegeln, wo wieder einges an Winterfell herabfiel. Nach einer ewigkeit war ihr Fell soweit befreit von überschüssigen Haar und ich begann ihre Hufe auszukratzen. Als diese sauber waren, nahm ich mir den Kamm aus der Putzbox und kämmte ihr Langhaar gründlich durch. Als sie im neuen Glanz erstrahlte, holte ich mir ihre Springausrüstung aus der Sattelkammer und kehrte zu Flow zurück. Dann legte ich ihr gründlich die Ausrüstung an und führte sie zur Halle, wo ein paar A-Sprünge aufgestellt waren. Dort angekommen stieg ich auf und ritt die Hannoveranerstute warm und drehte einige Runden in verschiedensten Gangarten, ehe ich beschloss mit dem Taining zu beginnen. Perfekt überwand die Stute die Hindernisse und zeigte einwandfreie Leistung, auf sowas konnte man Stolz sein. Wir überwanden noch einige Sprünge und drehten dann nur noch ein paar Runden im Schritt, das sie trocken wurde. Dann stieg ich ab und führte Oricono Flow zurück zum Stall, wo ich ihre Ausrüstung abnahm und in der Sattelkammer verstaute. Die Stute brachte ich dann in ihre Box.
      Nun war die letzte Stute an der Reihe und ich ging zu ihrer Box: ,,Na Sympathy?´´, grüßte ich sie lächelnd und tächelte ihren Hals, ehe ich das Hafter vom Haken nahm und die Box öffnete. Schon war ihr Halfter befestigt und die Hübsche herausgeführt. Dann begann ich das Winterfell, von ihrem Roanfell zu entfernen und brauchte wieder ein wenig, doch diesmal ging es schneller. Als die Stute dann schließlich fertig war, nahm ich mir ihren Hufkratzer und begann die Hufe des Vollblut's zu säubern. Schnell waren sie sauber ausgeputzt und ich nahm mir den Kamm aus der Putzbox und begann das kurze Langhaar zu kämmen und war in Kürze damit fertig. Nun holte ich die Rennausrüstung der Roanstute und legte sie ihr gründlich an, ehe ich sie zur Rennbahn führte und dort aufstieg. Hibbelig trabte sie über die Strecke und ich musste mir Mühe geben sie zurück zu halten. Doch nach einer Runde, ließ ich die Stute in den Galopp fallen und drehte eine etwas langsamer Runde, ehe ich Mitte der nächsten Runde durchstartete und sie antrieb. Fleißig und flott jagte die die Runde durch und legte eine gute Zeit hin. Nun ritt ich eine normale Galopprennrunde und hielt sie anfangs zurück und ließ sie erst gegen Ende in vollen Galopp fielen. Schon hatten wir eine neue Bestzeit geschafft und trainierten noch etwas, ehe ich Schluss machte und sie zum Stall führte. Dort nahm ich ihr die Ausrüstung ab und verstaute sie, ehe ich auch sie in die Box brachte.
      Nun waren alle Stuten versorgt und ich machte mich an die Arbeit das ganze Fell und den Dreck aus der Stallgasse zu entfernen. In Kürze war alles entfernt und ich war mit der Arbeit fertig.
      26.02.2014

      Snoopy
      Sammelpflegi - Stuten

      Früh stand ich auf um mich um die ganzen Stuten zu kümmern. Flott stand ich in der großen Stallgasse und holte mir den ersten Kandidat hinaus.
      Schon begann ich Arcanys Fell gründlich zu striegeln und hatte die Hufe genauso schnell gesäubert und die Mähne frisch gekämmt. Also legte ich ihre Ausrüstung an und drehte eine Runde auf den Reitplatz, ehe ich zurückkehrte und die Ausrüstung abnahm, denn Stall mistete und Arcany zurück in die Box stellte.
      Nun war Code of Mystic Girl an der Reihe und ich holte den dunkle Stute aus der Box, ehe ich ihr Fell striegelte, die Hufe säuberte und das Langhaar kämmte. Schon war sie sauber und ich mistete ihre Box, ehe ich sie mit der Longe ausrüstete und ebenfalls etwas auf dem Platz bewegte. Als auch sie etwas Bewegung bekommen hatte, nahm ich ihr die Ausrüstung ab und brachte sie in ihre Box.
      Nun kam Frejka an die Reihe und ich begann sie ebenfalls gründlich zu striegeln, das Langhaar zu kämmen und die Hufe auszukratzen. Dann mistete ich ihre Box, legte ihre Ausrüstung an und bewegte sie auf der Rennbahn in Tölt, sowie Pass und den anderen Ganarten. Als sie genug Bewegung hatte, legte ich ihree Ausrüstung ab und brachte sie in ihre Box.
      Nun kam La Bella Goia an der Reihe und ich striegelte sie gründlich, säuberte ihre Hufe, kämmte ihr Langhaar und mistete ihre Stallbox. Dann legte ich ihre Ausrüstung an bewegte sie auf dem Reitplatz und brachte sie anschließend, mit abgelegter Ausrüstung, in die Box.
      Nayeli war die fünfte Stute und ich begann sie gründlich zu striegeln, ihre Hufe zu säubern und ihr Langhaar zu kämmen, ehe ich den Stall mistete und ihr ihre Ausrüstung anlegte. Nun bewegte ich die Hackneystute auf den Reitplatz und führte sie nach dem Training zurück zum Stall, wo ich ihre Ausrüstung ab nahm und sie in die Box stellte.
      Jetzt kam Oricono Flow an die Reihe und ich begann die dunkle Stute ordentlich zu striegeln, ehe ich ihre Hufe auszukratzte und ihr Langhaar gründlich kämmte und anschließend ihre Box mistete. Dann legte ich ihre Dressuraustrüstung an und bewegte sie auf dem Reitplatz und brachte ihn anschließend wieder in die frisch gemistete Box.
      Die Vorletzte war dran und ich führte Possy Pleasure Mainstream aus der Box. Dann begann ich ihre Fuchsiges Fell zu striegeln, die Hufe zu säubern und das lange Langhaar zu kämmen, ehe ich die Box mistete und der Trakhenerstute ein Halfter ran machte. Dann bewegte ich sie etwas auf dem Platz, übte ein paar Vertrauensübungen und brachte sie anschließend wieder in die Box.
      Nun war die letzte in der Runde an die Reihe und ich holte die Englische Vollblutstute, namens Sympathy of the Devil aus der Box. Draußen angekommen begann ich gründlich ihr Fell zu striegeln, die Hufe zu säubern, das Langhaar zu kämmen und anschließend den Stall zu misten. Dann legte ich ihre Ausrüstung an und bewegte sie ein paar Runden auf der Rennstrecke, wo sie wieder Höchstleistungen bewies. Nach dem Training nahm ich ihre Ausrüstung ab und brachte sie in ihre Box.
      Fertig waren die Damen.
      13.05.2014

      Ofagwa
      Bericht ~ Dressur von A auf L

      Ich trieb sie vorran, Bella lief fleißig am Zügel, obwohl sie nun zum ersten mal mit Kandarre lief, was zu den meisten L Dressuren dazu gehörte. Sie war sehr durchlässig und versuchte gut mitzuarbeiten, ich versuchte nun zuerst sie im Trab mehr zu versammeln, am Anfang lief sie mir davon, wurde hecktisch und nicht unbedingt Langsamer, doch nach ghut 10 Minuten legte sich das " Sie macht es gut, ist vielleicht etwas ungeduldig", sagte ich zu Stefanie und ließ Bella angaloppieren, erst ließ ich sie normal laufen, sie ging gut an den Zügel und nahm auch gut den äußeren an. Dann versammelte ich sie immer mehr, ich merkte wie sich ihre Atmung verschnellte und sie sicht sichtlich anstrengen musste, dann gab ich ihr Zügel und sie donnerte los " Klasse", lobte ich sie und ging in den leichten Sitzt für eine lange Seite. Nun holte ich sie wieder zu mir ein und wechselzte durch die gante Bahn, ich ließ sie Starktraben, sie machte es klasse, auch wenn sie nach den letzten 2 Metern angaloppieren wollte, was ich jedoch nicht zuließ."Guut", sagte ich und trabte fleißig vorran, Bella ging nun etwas gegenan, als amtwort versammelte ich sie noch mehr so das sie diesem Problem keine Beachtung mehr schenkte, sie war viel zu beschäftigt damit die Beine im Takt hochzuheben." Klaassseee", lobte ich sie und ließ sie angaloppieren, für ein DRP hatte sie klasse gänge und hoch artich die Füße hoch, es machte spaß sie zu reiten, so viel das ich glatt die Zeit aus den Augen verlor und Stefanie mich anhielt," Oke ich denke 45 Minuten hartes Training sollten reichen", sagte sie lachend und zeigte auf die mit Schaum an den Beinen übersähte Bella ," Haha ja stimmt, sie macht es echt gut", warf ich ein und lobte die Stute .. ich setzte Stefanie einen Trainings Plan auf und bat sie um eine Rückmeldung nach dem nächsten reiten...
      16.07.2014

      Sunnyyy
      Pflegi - Stuten

      Heute war ein besonderer Tag, da ich mich um die Stuten von Snoopy kümmern durfte. Ich kam in den Stall und die erste, die mir in den Blick fiel, war Arcany. Ich holte ihren Putzkasten und nahm sie aus der Box. Fix putzte ich ihr Fell, kratzte ihr die Hufe aus und bürstete Mähne und Schweif. Als sie sauber war, holte ich ihren Sattel und ihre Trense und machte sie fertig. Ich ging mit ihr auf das Dressurviereck und ritt ein paar Runden mit ihr. Sie war zwar brav, aber nicht wirklich motiviert zu arbeiten. Nach etwa einer halben Stunde ritt ich sie dann trocken und brachte sie zurück. Erst nahm ich ihr alle Sachen wieder ab, dann machte ich noch schnell die Box sauber, legte ihr eine Portion Heu hinein und tat ein wenig Kraftfutter in den Trog. Nun konnte sie auch hinein und fing gleich an zu fressen.
      Als zweites war Code of Mystic Girl an der Reihe. Auch sie holte ich aus ihrer Box und putzte sie erst einmal. Nachdem ich sie fertig geputzt hatte, die Hufe ausgekratzt und die Mähne gekämmt waren, holte ich ihren Springsattel und ihre Trense. Ich legte ihr beides an und ging mit ihr auf den Springplatz. Die Sprünge stellte ich alle auf E-Höhe und ritt sie erst einmal warm. Wir ritten die Sprünge in verschieden Reihenfolgen an und Code war fleißig dabei. Durch regelmäßiges Abschnauben, machte sie deutlich, dass sie Spaß an der Arbeit hatte. Als sie dann langsam müde wurde, ritt ich sie nur noch trocken und ging dann wieder zu ihrer Box. Ich zog ihr alles aus und putzte sie noch einmal über. Danach machte ich noch ihre Box sauber und tat ihr Heu und Kraftfutter hinein. Sobald Code in ihrer Box war, fing sie zufrieden an zu fressen.
      Nun war Frejka an der Reihe. Ich holte sie aus der Box, putzte sie, kratzte ihre Hufe aus und kämmte ihr Langhaar. Dann holte ich Sattel und Trense und ging mit ihr auf die Ovalbahn. Zu Anfang war sie kaum zu bremsen und flitzte nur so im Kreis umher, doch nach einer Weile hatten wir uns ganz gut arrangiert und sie ließ sie anständig kontrollieren. So machten wir immer wieder Gangarten- und Tempowechsel bis sie locker wurde und richtig schön angenehm lief. Am Ende ritt ich sie in Ruhe trocken und brachte sie dann wieder zurück zu Box. Ich zog ihr alles aus und machte auch ihre Box noch sauber und tat Heu und Kraftfutter hinein. Zufrieden schnaubend machte sie sich über ihr Futter her.
      Nach Frejka war Glammy dran. Ich putzte sie, machte ihre Hufe sauber und kämmte Mähne und Schweif. Danach legte ich ihr ihr Westernzubehör an und ging mit ihr auf den Platz. Sie war sehr fleißig und man konnte mit ihr jede Lektion sehr exakt reiten. Es machte richtig Spaß mit ihr zu arbeiten und so machten wir auch etwas länger als ursprünglich geplant. Nachdem ich sie trocken geritten hatte, ging es wieder zu ihrer Box. Ich sattelte und trenste sie ab und machte ihre Box sauber, abschließen kam noch Heu und Kraftfutter hinein, damit sie schön fressen konnte. Mit einem letzten Krauler verabschiedete ich mich und ging weiter.
      Als nächstes war La Bella Goia an der Reihe. Nachdem ich sie geputzt hatte und ihr die Hufe ausgekratzt und die Mähne gekämmt hatte, legte ich ihr Sattel und Zaumzeug an und ging mit ihr auf den Springplatz. Für sie stellte ich die Sprünge alle eine Nummer höher. Ich ritt sie erst warm, um danach die Sprünge in verschiedenen Reihenfolgen anzureiten. Sie war sehr ehrgeizig und sprang sehr energisch. Nur einmal nahm sie eine Stange mit. Nach getaner Arbeit ritt ich sie in Ruhe trocken. Danach nahm ich ihr alles ab und brachte sie zurück in ihre Box, die ich zuvor noch sauber machte und Heu und Kraftfutter hinein tat.
      Folgend war Oricono Flow dran. Ich putzte sie, kratzte ihr die Hufe aus und kämmte ihr ihr Langhaar. Danach sattelte und trenste ich sie und ging mit ihr auf das Dressurviereck. Doch ritt ich sie erst einmal locker um dann alle möglichen Lektionen zu reiten. Sie reagierte sehr sensibel auf die Hilfen und es gab im Grunde nichts, was sie nicht konnte. Um so mehr Spaß machte die Arbeit mit ihr. Da sie im Grunde unermüdlich war, hörte ich nach einer Weile auf, obwohl sie noch nicht ansatzweise erschöpft war. Ich ritt sie in Ruhe trocken und brachte sie wieder zu ihrer Box. Dort nahm ich ihr alles ab und machte noch eben die Box sauber. Nachdem ich ihr Heu und Futter hinein getan hatte, stellte ich sie in die Box.
      Als Vorletzte war Possy Pleasure Mainstream an der Reihe. Sie wollte ich nur longieren, da sie wohl einen ziemlichem Dickkopf haben konnte und sie noch nicht ausreichend kannte. Also putzte ich ihr Fell, kratzte ihr die Hufe aus und kämmte ihr ihr Langhaar. Danach legte ihr ihr den Longiergurt an und trenste sie auf. Wir gingen auf den Longierzirkel und ich ließ sie erst einmal ein wenig im Schritt gehen. Als ich sie dann schneller laufen ließ, buckelte sie erst einmal los. Aber nach einer Weile merkte sie, dass sie damit bei mir nicht weit kam und wurde friedlicher. Ich konnte sie schön locker longieren und ließ sie am Ende noch ein wenig im Schritt gehen. Nach getaner Arbeit brachte ich sie dann wieder zur Box und nahm ihr alles ab. Ich machte die Box sauber, tat Heu und Futter hinein und stellte Possy wieder rein.
      Als Letzte ist Sympathy of the Devil dran. Auch sie putzte ich schnell über, machte ihre Hufe sauber und kämmte ihr Mähne und Schweif. Danach bekam sie ihr Rennoutfit an und wir gingen auf die Ovalbahn. Ich wärmte sie erst ein wenig auf, bevor wir mit dem Galoppieren anfingen. Man merkte sofort welchen Spaß sie hatte. Sie flitzte nur so über die Ovalbahn. Nach einer Weile war sie aber sehr erschöpft und so ritt ich sie nur noch trocken und brachte sie dann wieder zu ihrer Box. Dort nahm ich ihr alles ab und machte die Box sauber. Nachdem ich ihr ein wenig Heu und Futter hinein getan hatte, konnte sie dann auch rein.
      Ein letztes Mal ließ ich meinen Blick durch die Stallgasse schweifen und machte mich dann auf den Weg nach Hause.
      29.08.2014

      Sissicat
      Hufschmiede Kriegerherz:

      Nun machte ich, Ich also wieder Lusie zum nächsten Hof auf diesmal ging es zu Snoppy.Ich wollte gerade los fahren als mein liebes Bruderherz Jacob meinte er wolle mitkommen.So fuhren wir zu zweit los und ließen Vici mit den Hunden den Hof zu bewachen.Das Navi führte uns hoffendlich zu unserem Ziel.Erleichtert erblickte ich den Hof von Snoppy.Ich fuhr zu dem Parkplatz und ließ meinem Bruder dort warten werend ich die Besitzerin suchte hoffendlich fiel ich diesmal nicht über einen Rechen wie letztesmal nach diesem Gedanken erblickte ich einen Hund der auf mich zu gerasst kam.,,Oh nein.."stöhnte ich doch bevor ich die flucht ergreifen konnte landete der Labradormix auf mir und stieß mich um. ,,Na toll!Diesmal lande ich auch wieder im Dreck wenigstens diesmal nicht wegen einem Rechen..." ,,Jerry!Aus!"ertönte eine Stimme hinter mir und eine Frau trat aus einem Haus.Der Hund ging von mir runter so das ich endlich aufstehen konnte. ,,Tut mir leid sowas macht er normalerweise nicht...sorry!" ,,Macht nichts..."murmmelte ich vor mich hin und ging begleitet von der Frau zurück zu meinem Wagen und ja auch zu meinem Bruder.Dann stellte ich uns freundlicher vor:,,Tut mir leid das ich mich noch nicht vorgestellt habe ich bin Lusie und das ist mein Bruder Jacob wir also eigendlich ich bin die Aushilfe von der Hufschmiede Kriegerherz...Da meine Chefin zurzeit nicht erreichbar ist..."meinte ich.Die Frau stellte sich als Snoppy vor und so zeigte sie uns die Pferde. Bei den Stuten zeigte sie mir La Bella Goia die ich behandeln sollte.Freundlich kam sie zu mir und lies sich streicheln.Mein Bruder hingegen sah sich die anderen Stuten an.Ach ich sollte ihn einfach ignoriren.So führten Snoppy und ich La Bella Goia von der Weide und riefen meinen Bruder der wie es aussah lieber auf der weide stehen wollte.Verzweifelt sagte ich zu ihm:,,Nur das du es weißt du bist ein Mensch kein Pferd und wenn dann bist du noch weniger eine Stute!" Mein Bruder sah mich traurig an und Snoppy lachte.Dannach banden wir La Bella Goia bei einem geeigneten Platz an und bauten alles auf. Ich hatte auch wiedermal schon den Michelle's Zuckervorrat im vorraus gestolen und machte mich werend mein Bruder mit Jerry den Hund spielte und Snoppy La Bella Goia beruigde machte ich mich bereits an die Arbeit.Als erstes machte ich mich daran die alten Hufe vorsichtig zu entfernen nach dem ich das bei allen Hufen getan hatte machte ich mich an eine gründige Hufkontrolle und stellte zufrieden fest das keine Probleme waren.Die nächste aufgabe dauerte etwas länger, ich hämmerte die 4 Eisen perfekt um sie dann zu brennen und zu kühlen es waren kunst stoff eisen mit eisen stollen.Vorsichtig hämmerte ich die neuen eisen auf das nackte Pferdehuf und streichelte beruhigend La Bella Goia denn Bauch. Als ich fertig war gab ich La bella goia ein paar zuckerstückchen und führte sie gemeinsam mit Snoppy zurück auf ihre Weide.Ich sah ihr noch lange beim herumtollen zu.Dann jedoch wurde ich von meinem Bruder am Arm gezogen so das ich mich von Snoppy schnell verabschieden musste und noch schnell das Geld entgegen nahm dann fuhren wir weg zurück zu unserem eigenen hof.
      03.09.2014

      Cascar
      ƨтσпεƨ σғ ʛяεεпʟαпԃ - Ausbildung
      Stufenerhöhung Springen (E/A)

      Der Tag ist wolkenverhangen und grau, alle zehn Minuten gibt es leichte Nieselschauer. Nicht unbedingt optimistisches Wetter, um mit einem Pferd zu arbeiten, aber laut Stefanie macht La Bella Goia, die Stute, die ich heute trainieren soll, jede negative Einstellung wett.
      Schon allein deshalb pfeife ich beim Betreten des Stalls optimistisch und werde direkt vom Blick einer auffallend hübschen Rappstute erwischt. Meine Methode, Pferde aufzuspüren.
      Ich mache mich kurz mit Bella bekannt, sie beschnuppert mich ehrlich interessiert und lässt sich schließlich lieb aus der Box holen. Ich binde sie kurzerhand auf der Stallgasse an und mache mich auf die Suche nach der Sattelkammer. Gerade als ich unschlüssig den Stall verlasse, taucht Stefanie auf und siehe da, sie bringt mir Putz- und Sattelzeug. Insgesamt bleibt sie bei mir, hilft mir und redet mit mir über Stärken und Schwächen des Hühs. Ich folge ihr, so gut es geht und als wir wohlbehalten in der Reithalle eintreffen, ist mir in Etwa klar, was mich erwartet.
      Die Hindernisse werden aufgebaut und ich führe Bella warm. Das Stütchen läuft bequem und achtet auf mich - auch wenn ich stehen bleibe oder abbiege. Sie unablässig lobend gurte ich nach und stelle die Steigbügel ein, schwinge mich im Anschluss auf ihren schmalen Rücken. Sie hat eine nette Größe, stelle ich fest. Goia spielt mit den Ohren und nimmt schließlich bereitwillig meine Hilfen entgegen. Das Warmreiten erfolgt auf dem Hufschlag und ist geprägt von Biegungen und Gangartenwechseln. Dann geht es an den Gymnastikparcours und mein Eindruck von der Stute verschlechtert sich nicht, nein. Sie ist super drauf, kaut auf dem Gebiss und setzt wieder und wieder gekonnt und schön abschätzend über die Sprünge. Ich lobe sie nach der dritten fehlerfreien Runde und pariere durch, während sie abschnaubt. Im Trab beobachten wir, wie Steffi die Hindernisse aufstockt und uns schließlich über das erste A winkt. Ich galoppiere an, wir springen, aber die Stange fällt. Äbschätzen, fällt mir dazu ein, und Gewohnheitstier. Ich nehme die Zügel etwas mehr auf und dosiere die Galoppsprünge so, dass mein Pferd sich vollkommen auf die Höhe konzentrieren kann - mit Erfolg. Das ist schonmal geschafft.
      Die nächste Stunde besteht aus Kreuzen und Steilsprüngen und kleinen Wassergräben aus blauen Planen; schließlich beginnen wir den Qualifikationsparcours. Ich habe mittlerweile keine Zweifel mehr, Bella und ich haben zueinander gefunden und die neue Höhe ist ihr vertraut. So verläuft schließlich alles einwandfrei und ich pariere ein letztes Mal durch. Der Tag war wohl gelungen und ich reite Goia zum Schluss noch am langen Zügel, sie ständig lobend, trocken. Mehr Zeit habe ich dann leider auch nicht. Ich steige ab übergebe an Stefanie, bestätige kurz die Stufenerhöhung und verlasse dann eilig die Halle - Bella ist natürlich nicht die einzige im Training.
      09.09.2014

      SopherlMacaulay
      Tieraztbericht September 2014

      Mein nächster Patient war eine hübsche Rappstute, die keinerlei Berührungsängste hatte. Noch bevor ich mich auf sie eingestellt hatte, machte sie schon einen Schritt auf mich zu und unterzog mich einer eingehenden Prüfung. Ich hielt still und ließ sie an mir schnuppern und knabbern, was mir wohl einige Pluspunkte einbrachte – auf jeden Fall hatte ich die Prüfung bestanden denn danach blieb sie ruhig stehen und beobachtete mich ganz genau. Was mir jedoch entgegen kam, da ich sowieso ihre Augen genauer ansehen wollte. Ein Prüfender Blick hinein, ein ruhiger Blick kam zurück. Schön geformt und klar, aufmerksam blickte es mir daraus entgegen. Ich musste lachen und klopfte der Stute den Hals. Dieses Tier gefiel mir, sie war zwar brav, aber hatte immer alles im Blick, bereit sich zu verteidigen falls es nötig wäre. Solche Tiere mochte ich, auf sie war Verlass beim Reiten.
      Weiter ging es mit den Zähnen, die auch alle in Ordnung waren. Schnell noch die Wurmpaste in den Mund, die sie brav nahm und darauf herumkaute. Gespannt wartete ich, nicht dass Bella die Paste wieder ausspucken würde! Jedoch, meine Sorge war unbegründet, brav wurde geschluckt. Auch die Impfspritzen wurden zuerst kritisch beäugt bevor sie als unbedenklich befunden wurden und ich impfen durfte. Hinterher gabs noch ein Leckerli aus der Hosentasche, die Bella natürlich schon ganz zu Anfang aufgefallen waren. Doch als braves Pferd, das sie ohne zweifel war, hatte sie nicht gebettelt – weswegen ich eine noch größere Freude hatte ihr etwas zuzustecken.
      10.09.2014

      Occulta
      Besuch bei Fake, Bella, Devil und Bateau

      Heute war ich auf Snoopys Ranch in Kanada zu Besuch - jap, Kanada. Ich war ja nicht gerade arm und so hatte ich mir den (Aus-)Flug geleistet. Auf dem Hof erwartete mich Snoopy bereits und führte mich herum. Ich warf im vorbeigehen neugierige Blicke in die Boxen, denn ich suchte nach etwas bestimmtem: vier meiner ehemaligen Pferde befanden sich auf der Ranch. Endlich wurde ich fündig und stoppte begeistert vor der Box einer schicken schwarzen Stute. "Bella!" Ich streichelte liebevoll ihre Stirn durch die Gitterstäbe und stellte erfreut fest, dass die Stute ebenso topfit war, wie ich sie damals verabschiedet hatte. Wir gingen weiter und ich traf auf Sympathy, die kleine Vollblutstute hatte ich vor Ewigkeiten - so kam es mir vor - an jemanden aus Deutschland verkauft und nun war sie hier gelandet. Ich erkannte sie kaum wieder, sie war nun kräftig und sah aus wie ein Pferd, nicht mehr wie eine Art Reh-Giraffe. Ihre strahlend blauen Augen waren jedoch noch immer dieselben. Weiter ging's zu den Fohlen, wo ich schon von Weitem Bateau erkannte. Wie konnte es auch anders sein, bei all den bunten Fleckchen in seinem Fell. Er kam nicht auf mich zu, aber das erwartete ich auch nicht - es war ein gutes Zeichen dafür, dass er sich eingelebt hatte. Schliesslich kamen wir zum eigentlichen Hauptgrund meines Besuchs: Fake. Ich hatte die Jungstute erst vor kurzem verkauft und wollte sehen, wie sie sich machte. Es schien ihr gut zu gehen, jedenfalls war die Weide auf der sie stand so saftig, dass meine Pferdchen Zuhause bestimmt neidisch geworden wären, hätten sie sie sehen können. Ich schmunzelte, als sich die kleine Stute verrenkte, um sich mit dem Hinterhuf an der Wange zu kratzen. Bald war es jedoch wieder Zeit zu gehen, das Flugzeug würde mich in Kürze zurück nach England führen.
      11.09.2014

      Ally
      Hufschmiede Relient - Der zweite Besuch bei Snoopy

      "My eyes are closed, no control ..", sang ich leise mit und tippte auf dem Lenkrad meines BMWs, während ich in die Einfahrt einbog. "Powerless, and I don't care it's obvious ..." Mein Singen wurde langsam zum Murmeln, als ich mich umsah und einen Parkplatz suchte. Snoopy hatte mich wieder auf ihren Hof geboten, mich aber dieses Mal vor den sieben Pferden gewarnt. Ich schaltete den Blinker an und bog in einen der Parkplätze ab, stellte dann den Motor aus und summte noch die letzten Wörter des Liedes mit, ehe ich das Auto komplett ausmachte und die Tür öffnete. Sofort wehte mir der Stallgeruch entgegen und ich spürte, wie meine Fingerspitzen langsam kalt wurden. Ich hustete und beobachtete dann, wie mein Atem in kleinen Wölkchen hochging, ehe ich die Tür zuschlug und meinen Kofferraum öffnete. "Hey Ally!", rief Snoopy. Sie wusste, wie sehr ich meinen vollen Namen hasste, und ich hatte sie dazu gezwungen, mich Ally zu rufen, obwohl sie mich manchmal damit nervte. "Hi Snoops.", sagte ich grinsend und holte den kleinen Koffer heraus, schlug den Kofferraum zu und klickte auf meinen Autoschlüssel drauf. Die Lichter blinkten zweimal, dann war das Auto geschlossen. "Mit wem fangen wir heute an?", fragte ich, als wir die Einfahrt herunter liefen. "Mit wem auch immer. Alle sollen kontrolliert und ausgeschnitten werden, alte Hufeisen ab und neue dran.", sagte sie und ich nickte. Einer der Stallburschen war gerade dran, ein schwarzes, deutsches Reitpony zum Zaun führte und dort anband. Ich entschied mich allerdings, mit der ersten Stute aus der Reihe anzufangen. Es war eine Rappstute mit schönem Blanket auf dem Po. "Das ist Girly, sie sollte eigentlich keine Probleme machen. Bloß ist sie manchmal ein wenig stur, wenn ihr was nicht passt.", sagte Snoopy und ich nickte. Ich klopfte der Stute auf den Hals und massierte sie kurz dort, ehe ich ihr Vorderbein abtastete. Girly spielte ein wenig mit den Ohren, verwundert, was ich da machte, und ich entschied mich, ein paar Lieder auf meinem iPod spielen zu lassen. "I know they'll be coming to find me soon ..", murmelte ich und Snoopy lachte. "Ich kann mich so besser konzentrieren!", sagte ich grinsend und sie nickte grinsend. Ich tastete ihr Vorderbein nach Entzündungen oder warmen Stellen ab, entdeckte aber nichts, und hob dann ihren Huf. "Feines Mädchen.", sagte ich und murmelte weiter das Lied. "Who's this man that's holding your hand .." Ich klemmte mir ihren Huf zwischen meine Beine und spürte, wie Girly an meinem Rücken herumspielte, und grinste. Snoopy schubste ihren Kopf lachend weg und sie stellte ihr Hinterbein, das vorher angewinkelt war, auf den Boden, um mehr Gleichgewicht zu haben. Ich tastete ihren Strahl und ihre Strahlfurche ab, ebenfalls die Sohle und streckte mich dann nach dem Hufmesser. Snoopy gab es mir schließlich nachdem ich es nicht erreichen konnte, und ich dankte ihr kurz, ehe ich ihre Sohle ein wenig begradigte und ihren Strahl etwas tiefer schnitt. Ich feilte ein wenig an ihren Zehen, bis der Huf gerade war, und setzte ihn dann wieder auf den Boden. Duckend prüfte ich, ob sie gerade stand, und lobte Girly dann. Bei dem Hinterhuf brauchte sie ein wenig, bis sie ihn nach hinten streckte, stand dann aber ganz entspannt da und legte nur ab und an die Ohren in den Nacken, wenn ich das Hufmesser oder die Feile auf den Boden fallen ließ. So arbeitete ich mich weiter und war schließlich fertig mit dem Ausschneiden und Kontrollieren. Ich schob ihr ein Leckerli in die Maulspalte und drehte mich dann um - Eine schwarze Stute mit weißer Laterne streckte mir ihren Kopf hin, die Ohren nach hinten gelegt und grinsend schob ich auch ihr ein Leckerli ins Maul, das sie genüsslich kaute. "Das ist Flow, sie ist eigentlich auch ganz okay ..", sagte sie, während ich ihren ersten Huf hob. "Everybody wanna steal my girl, everybody wanna take her heart away.", summte ich, während ich ihren Huf betatschte und nach Krankheiten Ausschau hielt, doch ihre Hufe sahen allesamt sehr gesund aus. Bei dem letzten Hinterhuf zog sie ihn allerdings so ruckartig zurück, das ich fast hinfiel, und grinsend knuffte ich ihre Hinterhand. "Du böses Mädchen.", sagte ich lachend und holte dann die Zange, um ihre alten Eisen zu entfernen. Ich musste ein wenig rütteln bei den ersten drei Eisen, da sie ziemlich fest saßen, aber der letzte war schon ein wenig locker und kam so sehr gut ab. Ich warf das Eisen weg und Flow erschrak ein wenig und auch Girly, die noch neben ihr stand, wich ein wenig zurück. "Sorry!", sagte ich und klopfte den beiden auf den Hals, ehe ich das Hufmesser holte und Flows Hufe ausschnitt. Sie waren eigentlich schon sehr gepflegt und gerade, deswegen musste ich nicht viel feilen. "Couple billion in the whole wide world, find another one 'cause she belongs to me.", summte ich weiter und setzte Flows letzten Huf auf den Boden, ehe ich mich zu einem schwarzen Hannoveraner umdrehte. "Das ist Ramml. Okay, nein, Ramires ..", verbesserte sich Snoopy, nachdem ich laut lachte. "Ramml? Oh Gott, okay .. Wahrscheinlich ein Zuchthengst, was?", grinste ich und Snoopy lachte. "Er ist eigentlich lieb, aber .. ein bisschen mutig und launisch, also würde ich aufpassen.", sagte sie und ich nickte, gab dem schwarzen Hengst ein Leckerli und er wurde sofort etwas entspannter, präsentierte sich aber immer noch mit gewölbtem Hals. Ich hob seinen ersten Huf und kontrollierte ihn, wiederholte das dann alles und nach einiger Zeit wurde ihm anscheinend langweilig, weil er auf dem Holz des Zaunes herumkaute. Ich schob seinen Kopf weg und er legte die Ohren nach hinten und zeigte mir kurz seine Zähne. "Woah, ist okay.", sagte ich grinsend, ehe ich weiter machte und seine alten Hufeisen entfernte, ehe ich die Hufe ausschnitt und feilte. Es war nicht viel zu machen bei ihm, deswegen drehte ich mich zu der Stute, die der Stallbursche vorhin hingeführt hatte. "Das ist Bella, sie ist eigentlich ganz lieb.", sagte Snoopy und ich nickte. "Where do broken hearts go?", sang ich mit und drehte mich grinsend zu Snoopy, ehe das Lied endete und ein weiteres anfing, doch ich übersprang dieses. "She floats to the room on a big balloon, some say she's such a fake, that her love's made up ..", sang ich mit und hob Bellas Hufe. Sie beschnupperte mich kurz, stand dann aber ruhig da. "The only, only believer that something happened in here, I hope you feel what I'm feeling tooooooo.", sang ich grinsend und tastete all ihre Hufe ab, beobachtete sie rundherum und fing dann an, ihre Hufe auszuschneiden. Auch bei ihr musste ich nicht viel feilen, und ich kontrollierte noch kurz, ob sie gerade stand, ehe ich zu einem hellen Hengst lief. "Let's have another toast to the girl almighty!", rief ich und Snoopy schüttelte grinsend ihren Kopf. "Das ist Deli, ders eigentlich ganz ruhig.", erklärte sie und ich hob seinen ersten Huf. Er wackelte ein wenig auf seinen Hufen und ich vermutete, dass er auf einem seiner Beine nicht ganz gerade stehen konnte. "Who's that shadow holding me hostage, I've been here for days .." Das nächste Lied startete, während ich seine Hufe und Beine kontrollierte und sie danach ausschnitt. Ich hatte Recht, er stand auf einem seiner Hinterhufe nicht ganz gerade, weil der Huf einen kleinen Hubbel geformt hatte, der aber wahrscheinlich nur von einem Stein war, denn eine Krankheit konnte ich nicht erkennen, und ich konnte ihn auch ohne Probleme wegschneiden. Nachdem ich alle Hufe gerade gefeilt hatte ging es zu einer glänzenden, braunen Stute. "Das ist Arcany, mein kleines Prachtstück.", grinste Snoopy. Ich nickte und übersprang ein paar Songs auf meinem iPod, bis ich ein passendes fand, und begrüßte die Stute kurz. Doch sobald ich mich bückte und ihren Huf zwischen meine Beine klemmen wollte, wurde sie zickig und lief ein paar Schritte zurück, sodass ich ihren Huf fallen lassen musste. Snoopy lachte laut und ich rollte meine Augen. "Pupsi, lass mich das hier mal machen, okay?", sagte ich grinsend und schob ihr ein Leckerli in die Maulspalte, ehe ich wieder anfing. Sie blieb diesmal ruhiger und ließ mich alle Hufe kontrollieren. Auch beim ausschneiden hielt sie recht still, bloß zickte sie beim letzten Huf ein wenig rum und wurde ungeduldig. Ich klopfte ihr auf den Hals und drehte mich dann zu einem etwas dunkleren Sabinoschecken. "Das ist Hugo.", sagte Snoopy und ich lachte. "Immer diese komischen Namen. Erst Ramml, jetzt Hugo ..", grinste ich und Snoopy zuckte mit den Schultern. "Er ist ziemlich neugierig, da würde ich aufpassen.", sagte sie und ich begrüßte den schönen Fuchshengst, ehe ich sein erstes Bein hob. Ich spürte, wie er an meinem Rücken herumfummelte und auch an meinen Haaren, ignorierte das aber und arbeitete weiter, bis ich fertig war. Auch bei ihm entdeckte ich keine Krankheiten. "So, jetzt gehts an die Eisen.", sagte ich, streckte mich und holte dann zusammen mit Snoopy alle Eisen sowie die mobile Hufschmiede. Ich ging zu Girly und begrüßte sie wieder kurz, ehe ich die passende Größe für ihre Eisen suchte und sie dann erhitzte, mit dem Hammer anpasste und wartete, bis sie abkühlten. Auch bei den anderen sechs Pferden wiederholte ich das, und ich ließ alle Eisen abkühlen, während ich die Nägel heraussuchte. Als Girlys Eisen kalt waren, befestigte ich sie an ihren Hufen, und einer der Stallburschen fing an, sie herum zu führen, um sie an die neuen Eisen zu gewöhnen. Flow und Ramires bekamen kurz danach auch ihre neuen Eisen drauf, während Snoopy fegte und die alten Eisen wegräumte. Bella war etwas unruhig, weil sie anscheinend Angst vor dem Hammer hatte, aber auch das war geschafft. Arcany keifte mich kurz an, als ich ihrem Gesicht zu nah kam, aber sobald ich mich wieder ihren Hufen widmete, blieb sie einigermaßen ruhig. Hugo blieb auch schön still stehen und grölend ließ ich mich auf den Boden fallen. "She belongs to me!", rief ich, als das Lied auf meinem iPod sich dem Ende zuneigte und ein neues anfing. "There's a lining in your eyes I can't deny, then there's me inside a sinking boat, running out of time.", summte ich und Snoopy kam lachend zurück, als sie mich auf dem Boden fand. Alle Pferde waren schon weg und die - kalte - Hufschmiede stand neben mir. Wir packten zusammen alle Sachen in mein Auto und seufzend setzte ich mich in meinen wunderschönen BMW. "Tschüss, ich komm nie wieder. Viel zu anstrengend hier.", grinste ich und Snoopy lachte. Wir verabschiedeten uns und zuhause gönnte ich mir erst einmal eine kalte Dusche.
      06.12.2014

      Eddi
      Sammelpflegebericht - Deutsche Reitponys

      Alle guten Dinge sind drei. Und so sprang ich auch ein drittes Mal für Stefanie ein, als sie einem wichtigen Geschäftstermin am anderen Ende der Stadt nachgehen musste. Als ich auf dem Gestüt ankam, war sie schon längst weg, aber ich kannte mich inzwischen gut genug aus, um zu wissen, was zu tun war. Dementsprechend stand erst einmal die Morgenfütterung auf den Plan und während die Pferde zufrieden futterten, stellte ich mir schon Schubkarre und Mistgabel bereit. Kurz darauf brachte ich alle Ponys auf die Weiden und machte mich an die Stallarbeit. Das hieß zuerst alle Boxen misten, danach wieder einstreuen und die Heunetze auffüllen. Als das geschafft war, war es dann schon fast Mittag.
      Nun wurde es langsam Zeit, was mit den Vierbeinern zu machen. Ich holte mir als erstes Parwaaneh von der Weide, putzte den kleinen Kerl äußerst gründlich und trainierte mit ihm das Fohlen ABC, da saß nämlich definitiv noch nicht. Es dauerte ein Weilchen, aber dann lernte auch er dazu. Danach war Before the Dawn an der Reihe. Zuerst putzte ich das Stutfohlen gründlich, dann führte ich einige Entspannungstechniken durch, ehe wir eine kleine Runde im Gelände spazieren gingen. Das schien Dawn auch sichtlich zu genießen. Nun war Bateau an der Reihe. Sie war schon etwas älter als die anderen und kannte bereits die Grundlagen. Aus diesem Grund machte ich mit ihr vermehrt Bodenarbeit, was dem Stütchen auch zu gefallen schien.
      Nachdem die Kleinen geschafft waren, ging es an die Großen. Zuerst holte ich Delicius von der Weide, putzte den Hengst gründlich und sattelte ihn. Gemeinsam gingen wir in die Halle, wo ich mit ihm an den Seitengängen und den Übergängen arbeitete. Wir hatten sehr viel und schnell Erfolg, so dass wir die Einheit zufrieden beendeten. Hugo Boss war als nächster an der Reihe. Ich putzte ihn gründlich, wärmte ihn dann mit einem kleinen Spaziergang auf, ehe ich ihn noch circa zwanzig Minuten longierte. Als das dann geschafft war, durfte sie zurück auf die Weide.
      Als Abschluss des Tages gönnte ich mir einen Ausritt mit La Bella Goia geplant, bei welchem Arcany als Handpferd mitkam. Wir waren fast zwei Stunden in dem schönen Gelände unterwegs und kamen pünktlich kurz vor dem Dunkelwerden wieder am Stall an. Ich brachte alle Pferde in den Stall, kümmerte mich um die Abendfütterung und fuhr dann nach Hause.
      22.01.2015

      Snoopy
      Ein wunderschöner Tag!

      Heute war wieder ein wahnsinns Tag, wo ich mich um Mutter und Tochter kümmerte. Die liebe Goia stand grasend mit ihrem 1jährigen Fohlen auf der Weide. Ich pfiff und erblickte den erhobenen Kopf der schwarzen Stute, die nun trabend in unsere Richtung kam, dicht gefolgt von Laila Nahara. ,,Na ihr Beiden?´´, fragte ich die Beiden Stuten grinsend und hakte den Strick ein. Nun holte ich sie von der Weide und bat Maxi, Nahara zu übernehmen, die erstmal skeptisch vor de Tor stand und wartete. ,,Na komm Kleine!´´, rief mein Freund und die junge Stute kam näher, sie schien Männer zu mögen, weswegen sie sich schnell aufhalftern ließ und hinterhertrottete. Nun war erstmal putzen angesagt und ich holte den Striegel aus Goia's Kasten und begann das Rappfarbende Fell zu säubern bis es glänzte und ich ihr fitziges Langhaar kämmte. Dann säuberte ich ihre dreckigen Hufe und kümmerte mich um die Kleine Nahara. Ich striegelte sanft ihr helles Fell und hatte ein wenig zu tun mit den ganzen Grasflecken in ihrem Fell. Ich konnte sie zwar nicht ganz entfernen aber wenigstens relativ gut. Somit kämmte ich ihr kurzes Langhaar zurecht und war endlich fertig.
      Jetzt musste ich die Rappin nur noch satteln und auftrensen, was innerhalb 5 Minuten geschehen war und wir bereit waren für das Training.
      Jetzt ging es in die Halle, wo beide etwas Bewegung bekamen, Maxi hatte alles vorbereitet und trainierte grad mit Fürst van Maximilian. Ich machte mich mit beiden Stuten erstmal auf die Ganze Bahn, wo ich beide erstmal etwas aufwärmen würde. Somit stieg ich in Goia's Sattel und legte ein paar Schrittrunden hin und begann dann der 10 Runde mit den Traben durch den Zirkel. Verfolgt wurden wir von Nahara, die aber auch Fürst interessant fand aber ihre Mutter sie immer mit einen kräftigen Schnauben ermahnte. Nachdem ich sie nun komplett aufgewärmt hatte begann das Springen und ich überwand die ersten Hindernisse mit Bella, ihr Fohlen bewunderte die Hürden eher skeptisch aber traute sich nach ewigen beknabbere doch mal ihrer Mutter zu folgen. Den was die Mutter konnte, konnte natürlich auch die Tochter. Somit wurden wir von einer kleinen Schimmelscheckigen Stute verfolgt. Doch Goia ließ sich nicht groß ablenken und hörte brav auf meine Hilfe, den wir wollten sie ja wieder fit machen und ihren Babybauch loswerden. Deswegen war Training die nächsten Tage angesagt, doch Goia machte sich super, somit konnten wir für heute Schluss machen. Gut wir wollten sie ja auch nicht überlasten. Entspannt stieg ich ab und führte sie weg, verfolgt wurde die Stute mal wieder von Laila, die ganz schön aus der Puste war. Somit wollte ich die Beiden heute nicht mehr viel belasten und legte der Rappstute das Zaum und den Sattel ab. Nun führte ich sie in ihre Box, die der Stallbursche heute schon frisch gesäubert hatte. Dort stelle ich die Beiden rein und gab ihnen noch ein paar Karotten, ehe ich für heute Schluss machte und meinen Schatz noch beim Training mit Fürst zusah.
      11.04.2015

      Snoopy
      Sammelpflegi Reitponys

      Der heutige Tag sollte eigentlich sonnig sein, doch bei uns war das Wetter wohl anderer Meinung. Nun ja man musste damit Leben, also machte ich mich auf den Weg zu den Reitponys.

      Anfangen würde ich mit Arcany, der kleinen Fuchsstute aus dem Stutenstall. Somit führte ich sie aus ihrer Box und band sie drinnen fest, ehe ich mit der Fellpflege der jungen Stute begann. Also striegelte ich gründlich ihr fuchsiges Fell und entfernte gründlich ihr übriges Winterfell. Als dies getan war, schnappte ich mir den Hufkratzer aus ihren Putzkasten und säuberte gründlich alle ihre Hufe, bis diese keinen einzigen Stein mehr beinhalteten. Dann machte ich weiter mit der Mähne der jungen Dame, ehe ich mit dem Ausrüstung anlegen begann. Heute wurde sie im Dressur gefördert, weshalb ich ihr den schwarzen Dressursattel anlegte, festgurtete und ihre Englische Trense anlegte. Dann führte ich sie in die Halle und ritt sie warm. Dies brauchte knapp 10 Minuten, doch dann war ich sicher, sie war fertig für das Trainieren und begann mit denen ihr bekannten Dressurfiguren. Diese absolvierte sie heute befriedigend, weshalb ich dann ihre Ausrüstung ablegte, in die frisch ausgemistete Box stellte und ihr etwas Kraftfutter gab.
      Nun machte ich mit Before the Dawn weiter, die junge Stute war frisch eingeritten, weswegen ich ihr erst öfters alles einprägen musste, was mir die Ausbilderin dringend empfohlen hatte. Somit war heute das Training in der Halle angesagt, wo ich alle Bahnfiguren und Hilfen durchnehmen wollte. Doch davor musste die braune Stute erstmal sauber werden und das war wohl heute ein schwieriger Fall, da sie bis über beide Ohren verdreckt war. Also schnappte ich mir ihren Putzkasten und holte Striegel plus Kardätsche raus, ehe ich mit der Kardätsche über das ganze Fell Kreisbewegungen machte, damit der gröbste Dreck von allen verschwand. Dies dauerte seine Zeit, weshalb mir mein Freund mit Delicus half und den kleinen schon mal fertig striegelte. Als das grobe Entfernen von Unrat aus dem Fell sich endlich dem Ende nahte, putzte ich mit den Striegel alles weg, bis ihr Fell kaum noch Staub und Dreck verlor und ich wusste: Das Säubern der Hufe war an der Reihe. Also hob ich einen Huf nach dem Anderen, säuberte ihn gründlich und putze den restlichen Schlamm vom Huf herunter. Schon konnte ich ihr langhaar kämmen, was am schnellsten ging und ich ihr in Kürze die Ausrüstung anlegen konnte und somit beschloss mit dem Training an zu fangen. Also führte ich sie zur Halle und stieg auf, ritt sie ein paar ganze Bahnrunden warm und begann dann mit den Grundwissen des Reitens. Das hieß, dass ich ihr wieder alles von neu einprägte und es sehr oft wiederholte, bis sie wieder auf den neusten Stand war und ich mir sagte, das es das erstmal war. Also stieg ich ab und führte sie zurück zum Stall, es hatte mittlerweile angefangen mit Regnen. Doch daraus machte ich mir nichts und beeilte mich Dawn unter das trockenes Dach zu bringen. Dann legte ich ihre Ausrüstung ab und striegelte nochmals über ihr Fell, ehe ich auch sie in ihre Box stellte.
      Somit übernahm ich Delicius von meinen Freund Maximilian und striegelte nochmals kurz über sein Fell, ehe ich mit der Hufpflege begann, seine Außenhorn säuberte und die Steine und den Dreck aus den inneren Huf entfernte. Schon waren seine Hufe sauber und ich kämmte sein Langhaar, das am aller schlimmsten aussah und auch mäßig dauerte, doch wieder schön war als ich fertig war. Also konnte ich mit dem Bewegen des Hengstes beginnen weshalb ich ihm seine Springrüstung anlegte und den Buckskin zur halle führte, wo ich ein paar Hindernisse aufgebaut hatte, denn die Halle war für alles da, falls es draußen regnete und die eigentlichen grundsätzlichen Plätze belegt waren. Deli stellte sie heute sehr gut an, was mich ziemlich mit Stolz erfüllte und ich viel mit ihm Lernen konnte. Doch irgendwann hatte alles mal ein Ende, sowie das Training mit dem Reitpony, da er nicht der Einzige war der Bewegung wünschte. Also ritt ich ihn nur noch trocken und führte ich ihn bei nieselnden Wetter zurück zum Stall, wo er seine Ausrüstung abbekam und in seine Box durfte.
      Nun machte ich weiter mit der Rappstute La Bella Goia, eine der ältesten aus meinen Stall, die heute eine der Saubersten war von allen, weswegen ich nicht lange ihr Fell striegeln musste, da sie außer ein wenig Staub nichts an Dreck hatte und verlor. Somit hob ich dann ihre Hufe nacheinander hoch und säuberte sie gründlich aus, ehe ich mit ihrem Langhaar weitermachte und es sorgfältig kämmte. Nach einer Viertelstunde war ich auch schon mit der Pflege der Stute fertig und legte ihr die Dressurausrüstung an, ehe ich sie in die Halle brachte und ein wenig mit dem praktischen beschäftigte. Sie lernte fleißig und brac mit und war beim Trockenreiten ganz entspannt, ihr hatte das Training einfach gut getan. Also führte ich sie nun nur noch zum Stall, nahm ihre Ausrüstung ab und brachte sie in ihre saubere Box.
      Nun waren die drei Fohlen Laila Nahara, Parwaaneh und Pitch Perfect, jeder übernahm eines der drei kleinen Reitponys. Maximilian nahm Laila, Loona unsere gute Freundin übernahm Parwaaneh und ich übernahm den kleinen Pitch Perfect. Also begannen wir alle drei gründlich zu striegeln, bis sie wieder richtig glänzten. Dann übten wir bei allen das hufe heben und bei Pitch dauerte etwas, doch langsam verstand er es und folgte brav. Somit musste ich nur noch das Langhaar kämen und mit ihm das Führen üben. Die anderen waren mittlerweile auch fertig, die Longierten aber die Fohlen. Also gingen wir alle bei Nieselregen zur Halle und machten mit dem kleinen Training weiter. Somit übten wir alle drei mit den Fohlen und hatten viel diesen heute gelernt, weshalb sie sich eine pause im Offenstall gönnen durften.
      Schon war alles fertig und die Reitponys waren alle zusammen gut versorgt.
      26.05.2015

      Ranjit
      Bericht für Stuten

      Gut gelaunt verließ ich das Haus und ging auf direktem Wege zum Stallgebäude der Stuten. Als erstes ging ich in die Sattelkammer, schnappte mir dort Halfter, Führstrick, Putzbox, Kappzaum und Longe und begab mich auf den Weg zu der Box, in der Before the Dawn stand. Dort angekommen, stellte ich die Putzbox ab, hängte den Kappzaum an den Haken, der an der Box befestigt war und öffnete die Boxentür. Ich betrat die Box und begrüßte die Stute, indem ich sie hinter den Ohren kraulte. Anschließend legte ich ihr Halfter an, befestigte den Führstrick daran und führte sie aus der Box heraus. Nachdem ich sie angebunden hatte, putzte ich die Stute, bis sie nur so glänzte. Anschließend nahm ich ihr das Halfter ab und legte ihr den Kappzaum an. Als ich auch noch die Longe daran befestigt hatte, führte ich die Stute aus dem Stall heraus und in die Halle rein. Nachdem ich die Stute longiert hatte, versorgte ich sie noch und räumte ihre Sachen auf. In der Sattelkammer schnappte ich mir die Sachen von Code of Mystic Girl und machte mich auf den direkten Weg zu ihrer Box. Nachdem ich die Stute aus ihrer Box geholt hatte, putzte ich die Stute und holte anschließend ihr Sattelzeug und sattelte sie. In der Halle gurtete ich nach und stieg auf. Zuvor hatte ich ein paar kleine Sprünge aufgebaut. Nachdem ich sie warmgeritten hatte, ließ ich sie über die Hindernisse springen und machte zwischendurch Bahnfiguren. Nachdem ich fertig war, versorgte ich die Stute und holte die Sachen von Frejka. Nachdem ich die Isländerstute aus ihrer Box geholt und davor angebunden hatte, fing ich an sie zu putzen. "Mensch", seufzte ich,"heute bist du etwas hibbelig, meine Liebe." Nachdem ich ihr Fell nun sauber hatte, entwirrte ich ihr Langhaar und fuhr danach noch mals mit der Mähnenbürste hindurch. Zum Schluß kratzte ich noch ihre Hufe aus und räumte die Putzbox wieder auf. Nun nahm ich das Sattelzeug mit und sattelte die Stute. Nachdem ich sie in die Halle geführt hatte, gurtete ich nach und stieg auf. Nach der kleinen startschwierigkeit die wir kurz hatten, ließ die Stute sich wunderbar lenken. Ich machte mit ihr ein paar Sprünge und Bahnfiguren, ehe ich wieder abstieg und sie versorgte. Ich räumte noch ihre Sachen auf und nahm die von La Bella Goia mit. An ihrer Box angekommen, stellte ich die Putzbox ab und öffnete die Boxentür. Nachdem ich der Stute ihr Halfter angelegt und den Führstrick daran befestigt hatte, führte ich sie aus der Box heraus und band sie davor an. Als ich sie geputzt hatte, sattelte ich die Stute und führte sie in die Halle. Nachdem ich nachgegurtet hatte, stieg ich auf. Nach einer stunde stieg ich wieder ab und versorgte die Stute. Aus der Sattelkammer nahm ich nun die Sachen von Mikado mit und ging zu ihrer Box. Die Stute schaute mich neugierig, aber schüchtern an. Ich begrüßte die Stute und legte ihr das Halfter an, befestigte den Führstrick daran und band sie vor der Box an. Ich öffnete die Putzbox, nahm Striegel und Kardätsche heraus und fing an, sie zu putzen. Die Stute war etwas hibbelig drauf, aber man merkte ihr an, dass sie versuchte, es zu genießen. Als ich mit putzen fertig war, entwirrte ich noch ihr Langhaar und kratzte ihr die Hufe aus. Nun holte ich ihre Longiersachen und zog ihr diese an. Ich führte die Stute in die Halle, wo ich sie erst mal im Schritt laufen ließ. Die Stute schaute sich immer wieder etwas schüchtern und ängstlich um. Nachdem ich sie longiert hatte, brachte ich die Stute wieder zurück in den Stall und versorgte sie. Anschließend holte ich die Sachen von Moon River und ging zu ihrer Box. Nachdem ich die Stute aus ihrer Box geholt hatte, band ich sie davor an und putzte die Stute ausgiebig, was bei ihr etwas schwierig war. Nachdem ich ihr den Kappzaum angelegt hatte, befestigte ich die Longe daran und führte die Stute in den Roundpen. Dort ließ ich sie erst im Schritt laufen, bis sie sich aufgewärmt hatte. Anschließend ließ ich sie abwechselnd im Trab, Schritt und Galopp laufen, bis sie müde war. Danach gab ich ihr noch eine Belohnung und versorgte die Stute. Ich räumte noch ihre Sachen auf und nahm die von Oricono Flow mit. Ich holte die Stute aus ihrer Box heraus, band sie an und putzte sie. Anschließend holte ich ihr Sattelzeug und sattelte die Stute. Nun führte ich sie in die Halle und gurtete nach. Nachdem ich aufgestiegen war, ließ ich sie im Schritt los laufen. Nach einer Stunde stieg ich wieder ab und führte sie in die Stallgasse zurück. Als ich sie versorgt hatte, räumte ich ihre Sachen auf und nahm die von Sympathy of the Devil mit. Ich stellte die Putzbox vor der Box ab und öffnete die Boxentür. Nachdem ich die Box betreten hatte, begrüßte ich die Stute und legte ihr das Halfter an. Als auch der Führstrick am Halfter befestigt war, führte ich die Stute aus der Box heraus und band sie davor an. Nun putzte ich die Stute und sattelte sie. In der Halle gurtete ich nach und stieg auf. Ich ritt mit ihr ein paar Bahnfiguren und machte mit ihr ein paar kleine Sprünge. Nachdem ich sie bewegt hatte, stieg ich wieder ab und führte sie zurück in den Stall. Ich versorgte die Stute, räumte ihre Sachen wieder auf und fegte die Stallgasse.
      18 Sep. 2015

      Seimure
      Pflegebericht Februar

      Wieder einmal war eine Anfrage eingeflattert, dieses Mal von Stefanie Westside, welche etwas Unterstützung bei ihren sechs Stuten und vier Hengsten brauchte, ob ich mich zu ihr auf den Weg machen könnte, um die Pferde einen Tag lang zu pflegen und zu betüddeln. Ich freute mich immer, wenn ich neue Pferde kennenlernen konnte, sodass ich mich gerne auf den Weg zu Stefanie machte.
      Auf dem Hof angekommen würde ich sogleich von Stefanie begrüßt, die sehr viel zu tun hatte, weshalb sie mich nur kurz einwies und dann wieder in einem der Stallgebäude verschwand. Ich entschloss mich dazu, zuerst die Stuten zu pflegen. Also holte ich ein Halfter und öffnete die erste Boxentür, hinter der mich eine Rappscheckstute mit einem sanften Nasenstupser begrüßte. Nachdem ich sie in der Stallgasse angebunden hatte, entnahm ich dem Boxenschild, dass der Name der Stute Sayidah lautete. Ich holte ihren Putzkasten aus der Sattelkammer und begann sie zu putzen, was sie sichtlich genoss. Dann holte ich ihren Sattel aus der Sattelkammer und ging dann mit ihr in die Halle. Stefanie hatte mir erlaubt, die Pferde einen wenig zu bewegen, und warum sollten sie auch die ganze Zeig nur in der Box oder auf der Weide rumstehen? Mit Sayidah machte ich ein paar einfache Dressurlektionen, bevor ich sie wieder absattelte und sie ihr Futter bekam, während ich ihre Box ausmistete. Dann entließ ich sie auf die Weide und holte die nächste Stute, ein Englisches Vollblut namens Mikado, aus ihrer Box. Auch Mikado putzte ich gründlich, bevor ich sie sattelte und mit ihr ein paar Runden auf dem Außenplatz drehte, wobei ich merkte, dass sie mir mit ihrem eher schüchternen aber auch verlässlichen Charakter sehr ähnelte. Die nächste Stute,
      La Bella Goia, entpuppte sich als Sayidahs Mutter und ich bemerkte schnell, dass sich die beiden vor allem in ihrer Verschmustheit ähnlich waren. Nachdem ich Bella ein wenig longiert hatte, wobei sie sich als echtes Traumpferd herrausgestellt hatte, bekam auch sie ihr Futter und durfte dann auf die Weide zu Sayidah und Mikado. Die Stute in der nächsten Box trug den Namen Code of Mystic Girl und hatte zudem eine äußerst interessante Schabrackenscheckung. Sie benahm sich weitestgehend gut beim Putzen, allerdings bockte sie ziemlich rum, als ich ihr die Hufe auskratzen wollte. Da ich mit einem so hartnäckigen und mir fremden Pferd kein Risiko eingehen wollte, longierte ich sie nur kurz, damit sie sich austoben konnte, bevor ich ihr ihr Futter gab und sie schließlich auf die Weide entließ.
      Delia's Capricciosa hingegen war mir sofort ein Vertrauenspferd. Sie begrüßte mich mit einem neugierigen Schnauben und rieb ihren Kopf an meine Jacke. Bei Capricciosa dauerte das Putzen leider etwas länger, da sich die Stute die Boxenstreu regelrecht ins Fell eingearbeitet hatte. Beim Hufgeben jedoch war Capricciosa das genaue Gegenteil von Code, sodass ich sie schnell gesattelt hatte, um mit ihr ein paar Runden in der Reithalle zu drehen. Sie freute sich sehr über ihr Futter und noch mehr darüber, dass sie danach zu den anderen Stuten auf die Weide durfte. Das letzte Pferd in dem Stallabschnitt war Before the Dawn. Das Fell der braunen Stute war sauber und gepflegt, sodass ich nicht viel an ihr machen musste, bevor ich ihr den Longiergurt umschnallte und mit ihr in den Roundpen ging. Ich war froh, als sie nach einigen Runden im Trab und im Schritt und ihrer täglichen Futterportion auf der Weide war, denn nun musste ich nur noch die Boxen der Stuten ausmisten. Sayidahs Box hatte ich vorhin schon neu eingestreut, aber die nasse Streu aus den Nachtunterkünften der anderen Stuten füllte auch so schön zwei große Schubkarren, weshalb ich froh war, als ich meine Aufgaben im Stutenstall als erledigt abhaken konnte. Nach einer kleinen Pause würde ich mich dann um die Hengste kümmern.
      23 Feb. 2016

      Snoopy
      Stuten
      Before the Dawn, Code of Mystic Girl, La Bella Goia, Mikado, Possy Pleasure Mainstream, Sayidah

      Mal wieder musste ich mich um die Stuten der Ranch kümmern, und begannen tat ich mit meiner süßen Before the Dawn. Ich holte sie sogleich aus ihrer Box und band sie fest, dann mistete ich ihre dreckige Box, als diese wieder sauber war holte ich mit der Schubkarre frisches Stroh und legte es hinein. Nun war ihre Box wieder sauber und ich wandte mich wieder zurück an die braune Stute. Diese beschnupperte meine Hand und ließ mich dann weiter gemütlich das Fell striegeln. Bald war es wieder strahlend schön und ich verlas die Mähne, ehe ich das restliche Langhaar gründlich durchkämmte und und die Hufe gründlich säuberte. Als sie nun endlich richtig sauber war, legte ich der Stute ihre Ausrüstung an und brachte sie auf den Reitplatz. Dort begann ich sie etwas aufzuwärmen. Als sie warm genug war, begann ich mit dem Dressurreiten und führte verschiedene Bahnfiguren durch. Wir trainierten gemütlich auf dem Platz und machten bald Schluss, dann brachte ich die Reitponystute in ihre Box.
      Code war dran, ich holte das Warmblut aus der Box und mistete diese, bis sie sauber war und legte dann neues Stroh rein. Dann begann ich das dunkle Fell mit dem Striegel zu säubern, zufrieden mit dem nun sauberen Fell, schnappte ich mir ihren Kamm und begann die Mähne gründlich zu säubern. Nachdem die Stute oberflächlich wieder sauber war, ging ich zu den Hufen und kratze, sowie putzte diese aus. Als sie nun komplett sauber war, machte ich weiter mit dem aufsatteln. Als Code bereit stand, stieg ich auf und begann sie auf dem Reitplatz zu bewegen. Wir trainierten verschiednene Figuren und Biegungen und waren bald soweit, das ich sie trocken ritt und nach dem absatteln auf die Weide brachte.
      Goia die älteste vom Hof, durfte heute einen kleinen Ausritt genießen, also hatte ich sie schon gestern vorbereitet. Somit legte ich ihr liebevoll den Sattel auf den Rücken und begann sie warm zu reiten. Als sie warm genug war, bewegten wir uns auf den Feldweg zu und drehten die große Runde um den Hof. Die junge Stute hatte dieses Jahr ihr letztes Fohlen geworfen und durfte nun ihren Ruhestand genießen. Wir kamen bald zurück am Hof an und ich sattelte die Rappstute ab. Sie war schon ein Herzchen, doch wollte ich ihr wohl wo anderes ihren Ruhestand gönnen. Ich brachte si nun erstmal auf die Weide zu Dawn, die sich super mit der Dame verstand.
      Mikado die kleine Rennsemmel des Hofes, ein Goldstück, ich liebte dieses Tierchen, es war so hübsch und lieb zugleich, ein wahrer Goldschatz.Ich holte die Dame nun erstmal aus der Box, band sie fest und mistete die Box aus. Sie durfte heute nämlich ein wenig auf der Bahn rennen, also schnappte ich mir das Putzzeug und reinigte ihr Fell, sowie Hufe, die Mähne wurde nur gründlich durchgekämmt. Dann kam der Sattel drauf und die Trense ran, dann übergab ich sie Loona, denn sie kümmerte sich heute um die junge Galopperin.
      Possy war ein Schätzchen, nur passte leider gar nicht bei uns rein. Mir viel es dennoch sehr schwer sie wieder abgeben zu müssen, da ich sie schon seit klein auf kenne aber es war besser so, als das sie nicht gut genug gefördert wird. Doch heute kümmerte nur ich mich um sie, holte Possy aus der Box und band sie fest. Der Stall wurde gemistet und dann säuberte ich ihr Fell, kämmte die Mähne und säuberte die Hufe. Nachdem die Fucchsschecking sauber war, kam sie an die Longe, dort wurde sie im Roundpen erstmal bewegt, den hierbei blieb es diesen Tag. Wir waren bald fertig und ich konnte den Trakehner auf die Weide bringen. Das was ich wollte haben wir erreicht.
      Sayidah, um die kleine kümmerte sich heute Maxi, er mistete ihre Box und säuberte dann die Stute. Ich beobachtete ihn zufrieden dabei und brachte dann ihn mit Pferd zum Platz, dort gab ich ihm ein paar Anweisungen und schaute zu. Er übte ein paar Sprünge und Bahnfiguren und konzentrierte sich gut. Lächelnd nahm ich ihm dann den Schecken ab und brachte sie nach dem ablegen der Ausrüstung auf die Weide.
      Später holte ich wieder alle Pferde rein und fegte die Stallgasse.
      29.07.2016
    • Occulta
      Fly Away

      Tschilp, tschilp, tschilp – das hörte ich mir nun schon den ganzen Tag an. Ursprung davon war ein kleiner Piepmatz, der hungrig in seiner Müslischüssel auf dem Fensterbrett sass und auf einen Snack wartete. Ich hatte ihn am Morgen in der Halle gefunden, vermutlich war er aus dem Nest gefallen und hatte sich dabei den einen Flügel gebrochen, denn dieser hing etwas schief. Ich machte mir Sorgen um den kleinen Federball, denn er frass zwar, war aber dauernd etwas aufgeplustert. Lisa hingegen war optimistisch: „Der wird schon Occu, solange er frisst und kackt ist alles in Ordnung.“ Ich war etwas genervt über ihre saloppe Ausdrucksweise, zuckte dann aber mit den Schultern und fing noch ein paar Heuschrecken, die ich ihm später in den Schnabel stopfen wollte. Sie versuchten mit aller Kraft mir zu entkommen, dem ein oder anderen gelang es auch, aber die meisten landeten trotz der Strapazen in der kleinen Schachtel mit dem Löcherdeckel. Gefühlte 100 Jagdversuche später stellte ich den Behälter zufrieden neben das improvisierte Nest und machte mich auf den Weg zur Stutenweide. Auf dem Plan stand ein Ausritt mit Lily, Rosie und Lewis. Nein, eigentlich standen auf dem Plan nur in Olivers Handschrift „Moon Kiddy“ und die Namen der weiteren Pferde, die ich diesen Monat persönlich betreute. Aber da es wundervolles Spätsommerwetter war und wir nach den Regenfällen letzte Woche endlich wieder baden gehen wollten, war etwas anderes als Ausreiten gar nie in Frage gekommen. Um mich herum zirpten die Heuschrecken, als ich auf dem Trampelpfad zum Weidetor lief. Piroschka und Feline sahen mir entgegen, senkten dann aber wieder die Köpfe zum Grasen. Sie hatten das einzig Vernünftige gemacht und unter den Bäumen Schatten gesucht. Ich hatte schon heiss vom blossen laufen. Umso mehr freute ich mich auf die Abkühlung. Ich pfiff als ich die Weide betrat, sodass sich die kleine Herde in meine Richtung bewegte. Allen voran kam Islah, nur um kurz vor mir anzuhalten und anschliessend demonstrativ wieder in den Schatten zu schlendern. Sie war die unangefochtene Leitstute, aber die anderen blieben zum Glück erstmal bei mir, sodass ich Moon und Feline zu fassen bekam. Rosie und Lewis können sich Adrenaline und Piroschka nachher selber einfangen, beschloss ich. Ich führte sie beiden Stuten zum Nebenstall, ohne mir die Mühe des Halfterschliessens zu machen. Die gingen sowieso nirgends sonst hin. Ich band beide unter dem Dach an und begann sie zu putzen. Hier hatte ich wenigstens auch etwas Schatten, sodass ich während des Bürstens nicht in meinem eigenen Schweiss ertrank. Trotzdem liefen mir die Tropfen schon nach kurzer Zeit die Stirn runter. Ausserdem hatte ich beim Knoten meines Bikini Oberteils wohl ein paar Haare erwischt, die nun die ganze Zeit unangenehm zwickten. Lily hatte ihre Badesachen auch endlich angezogen (und vermutlich den Piepmatz endlich fertig gestreichelt, obwohl ich sie gebeten hatte, ihn in Ruhe zu lassen). Sie setzte ihr unschuldiges Grinsen auf und striegelte Feline. Kurze Zeit später waren Lewis und Rosie mit ihren beiden Reittieren bei uns. Weil es seit drei Tagen wieder trocken war, hatten es die Pferde auch geschafft, abgesehen von etwas Staub sauber zu bleiben. Ausserdem putzen wir sie sowieso nicht allzu gründlich, weil wir nachher ins Wasser wollten. Daher sassen wir bald schon ohne Sattel und in Badesachen oben und ritten in Richtung Fluss vom Hofgebiet weg.

      Das Ufer war bei der Übergangsstelle zur Insel schön flach, sodass wir über den Trampelpfad ohne Schwierigkeiten ins Wasser kamen. Linn wollte nicht sofort rein, aber als sie sah, dass Moon und Feline ohne zu zögern vorausgingen, folgte sie mit einem zögerlichen Satz. Piroschka begann sofort zu scharren, als sie den ersten Huf im Wasser spürte. Lewis musste sie sogar energisch antreiben, dass sie sich nicht ablegte, als die beiden tiefer drin waren. Wir wateten zu einer tieferen Stelle, sodass die Stuten sogar ein wenig schwimmen mussten. Moon strecke Ohren und Nüstern so weit in die Höhe wie es ging, damit kein Tröpfchen Wasser rein kam. Ich klammerte mich an ihre dichte Mähne, damit ich mich auf dem schwimmenden Nilpferd halten konnte und nicht unter die Paddelhufe kam. Lily tat es mir gleich, sie war diesen Sommer schon ein paarmal mitgekommen und wusste, dass sie aufpassen musste. Am Ende kletterten wir tropfend wieder an Land und die Pferde schüttelten sich erstmal kräftig, sodass wir allesamt fast von den Rücken runtergerutscht wären. Dann machten wir uns erfrischt auf den Heimweg, aber nicht ohne am Wegrand einen kleinen Galopp zu wagen. Ich fragte Lily vorher, ob sie sich traue, doch sie verdrehte als Antwort nur die Augen und galoppierte bereits an. Wobei sie sich dann doch ziemlich gut festhalten musste, um nicht das Gleichgewicht zu verlieren.

      Zuhause versorgten wir die vier Criollos und kümmerten uns um die nächsten Kandidaten. Islah, Echo, Coffee, Shadow und Noir waren bereits bewegt worden – erstere drei ebenfalls auf einem Ausritt mit Jonas, Elliot und Lisa. Shadow und Noir waren am Morgen an der Longe gequält worden. Ich machte nun die Sachen von Lila Wolken bereit. Ja, die Stute war wieder Zuhause. Sie war bei Eddi in besten Händen gewesen und hervorragend trainiert worden, aber Eddi hatte einfach nicht mehr genug Zeit für zu viele Pferde, deshalb hatte sie ihren Bestand ziemlich reduziert. Auch Caruso und Flintstone waren aus diesem Grund zurückgekehrt. Alle drei hatten die Reise gut überstanden und sich schnell wieder eingelebt – das war nun auch schon wieder ein paar Wochen her. Ich war besonders froh dass ich Flint wieder hatte, denn so hatte ich nun schon zwei meiner ursprünglichen drei Westernpferde aus der Anfangszeit von Pineforest zurück. Wenn ich mir den Hengst ansah, kamen mir sofort Erinnerungen in den Sinn und ich fragte mich, wie es wohl Lovely Summertime ging. Ich wusste wenigstens, dass sie noch lebte, denn ich hatte sie kürzlich auf einem Foto eines Kanadischen Turniers wiedererkannt. Doch nun zurück zu Lila, die mittlerweile gesattelt vor dem Nebenstall angebunden stand. Ich zog ihr das Halfter aus und schob ihr die Trense in den Mund. Sie nahm sie willig an und kaute darauf herum, während ich versuchte, die drahtige Wuschelmähne unter dem Genickband zurecht zu zupfen. Als ich es geschafft hatte, kam mir Jonas entgegen. „Hey Boss, soll ich mit Ronja raus gehen oder im Roundpen Seitengänge üben?“ „Was weiss ich? Du bist kein Kind mehr, entscheide selbst“, antwortete ich gereizt. „Was hab ich jetzt schon wieder verbrochen?“, wollte er daraufhin gerechtfertigter Weise wissen. Ich sah ihm nicht in die Augen, aber murmelte entschuldigend: „Okay tut mir Leid, du kennst mich doch - ich hab immer viel um die Ohren.“ „Schon gut, ich verzeihe dir nochmal“, beschwichtigte er grinsend. „Wobei ich wünschte, du hättest mehr Zeit.“ „Mehr Zeit wofür?“ Er schien überrascht, dass ich seine Worte gehört hatte und meinte rasch: „Ach, für Ausritte oder Filmabende...“ Ich sah ihn stirnrunzelnd an und überlegte. „Wenn du unbedingt willst, können wir heute Abend zusammen mit Lily einen Film schauen.“ „Ich meinte eher, nur wir zwei“, murmelte er, fügte dann aber auf meinen allessagenden Blick hin rasch hinzu: „aber mit Lily ist natürlich auch vollkommen okay, ich würde mich freuen.“ Ich wandte mich kopfschüttelnd wieder Lila zu und dachte laut: „Diese Männer, immer nur das eine im Kopf.“ Er rief im Weggehen lachend: „Was denn? Ich hab nicht mal im Entferntesten an sowas gedacht, wenn du das reininterpretierst ist das nicht meine Schuld.“ Meine Ohren wurden heiss, aber ich liess es gut sein und kümmerte mich um mein Pferd, anstatt nochmal etwas anzufügen.

      Lila lief brav auf der Ovalbahn, wie ich es mir von ihr gewohnt war. Sie beherrschte mittlerweile sogar Renntölt und war sehr fein an den Hilfen. Sie hatte auch schon ein paar entscheidende Turniere bei Eddi gewonnen und war nun in die Höchstklasse aufgestiegen, also hatte ich mit ihr nun drei Gang-Cracks im Stall. Zufrieden liess ich sie nach einer halben Stunde austraben und führte sie nach dem Absteigen im Schatten der Tannen trocken. Ich musste bis zum Abend noch Satine, Rebel und Pilot bewegen, ausserdem La Bella Goia in Empfang nehmen. Die Siebzehnjährige Stute durfte in ihr altes Zuhause zurückkehren und hier ihren Lebensabend geniessen. Aber im Moment war sie noch äusserst gut in Form und würde als erfahrenes Turnierpony für Lily dienen – und als Freizeitpartner für mich. Sie wurde pünktlich um sechs Uhr von Hans gebracht und ich führte sie sogleich in ihre neue Box im Nebenstall. Mit Pilot ging ich zuvor nochmal raus ins Gelände, denn der Hengst hatte gestern eine anstrengende Dressurstunde gehabt. Satine bewegte ich auf dem Sandplatz, ebenso Rebel. Wobei ich mit letzterem noch etwas an unseren Pleasure-Fertigkeiten feilte. Um acht Uhr war ich endlich mit allen fertig und half noch rasch Lily beim Verräumen von Areion, mit dem sie fleissig Gymkhana Übungen gemacht hatte. Dann wollte ich gemeinsam mit ihr nach dem Piepmatz sehen, den ich zuletzt um sieben Uhr gefüttert hatte. Lily rannte voraus durch die Haustür. Als ich hinterherkam, stand sie geschockt da. „Occu, es bewegt sich nicht mehr!“ Ich ahnte schon, was los war; ein Blick in die Schale bestätigte meine Vermutung. „Er hat’s nicht geschafft… Da war wohl doch etwas nicht mehr ganz in Ordnung mit seinen Organen.“ Lilys Augen füllten sich mit Tränen und sie schluchzte leise: „Er war ein Vogel, aber durfte in seinem kurzen Leben nicht einmal fliegen… Dabei haben wir uns so Mühe gegeben! Das ist einfach ungerecht.“ „Manchmal reicht Mühe allein nicht aus, und die Natur ist erbarmungslos. Aber da wo er jetzt ist, kann er sicher fliegen und ist schmerzfrei. Komm, wir begraben ihn im Garten.“ Mir bildete sich zugegebenermassen auch ein Kloss im Hals, als ich beobachtete, wie meine Nichte das tote Vögelchen schluchzend in ihre kleinen Hände hob und hinaustrug. Wir buddelten ein Loch und Lily sammelte ein paar Blümchen, die sie hineinlegte, um dem Piepmatz ein hübsches Blumennest zu machen. Dann legten wir ihn hinein und schoben die Erde langsam zurück ins Loch. Wir standen noch einen Moment da, dann legte ich den Arm um Lilys Schulter und führte sie ins Haus.

      Wir schauten wie versprochen mit Jonas einen Film, was meine Nichte auf andere Gedanken brachte. Ich war an diesem Abend froh und dankbar, Jonas bei uns zu haben. Denn auch mich brachte der gemeinsame Abend auf andere Gedanken. Trotzdem träumte ich in dieser Nacht von einem hüpfend-flatternden Federball, der mich vorwurfsvoll ansah, laut tschilpte und dann über eine Wiese mit vielen Grashüpfern hinweg flog. RIP Piepmatz…
    • Occulta
      Sich die Seele frei reden

      Ich stand mit Satine unter dem Dach des Nebenstall und bürstete die Stute. Der August war beinahe vorbei und somit würde ich nächsten Monat auch wieder andere Pferde zugeteilt bekommen, wie jedes Mal. Ich wollte die restlichen Tage nun aber noch geniessen, an denen ich Satine und meine anderen Augustpferde so intensiv betreute. Natürlich hatte ich jeden Tag irgendwie mit allen Pferden zutun, aber die zugeteilten Pferde waren jeweils die, die ich ritt und persönlich umsorgte. Mit Satine war ich für heute aber schon fertig – ich bürstete nur noch die feuchten Haare ordentlich, die vom Schweiss-Abwaschen mit dem Schwamm übrig waren. Das feuerrote Fell der Stute schimmerte in allen Orangetönen die das Sonnenlicht wecken konnte. Die mittellange, gewellte Mähne fiel aufgrund des staubigen, heissen Wetters nicht ganz so seidig über den wohlgebogenen Hals, sondern fühlte sich eher etwas klebrig an, wenn man mit den Fingern hindurchfuhr. Aber ohne genaueres Hinsehen fiel das nicht auf. Ich kontrollierte nochmals die Hufe, dann löste ich den Strick und führte die Stute in ihr Strohbett. Ich achtete beim Halfterausziehen darauf, dass sie nicht den Kopf wegzog und zu den Äpfeln stürmte, die in der Krippe warteten, sondern geduldig stillhielt. Dann klopfte ich ihr zufrieden zum Abschied auf die Kruppe und schloss die Boxentür hinter mir. Draussen packte ich die Putzbox, um sie in die Sattelkammer zurück zu bringen. „Hey Boss!“ Ich drehte mich um, wohlwissend wem diese Stimme gehören musste. „Was läuft Jonas?“ „Alles was nicht angebunden ist.“ Ich rollte die Augen, zum Zeichen, dass ich keine Zeit für doofe Scherze hatte. „Schon gut. Ich wollte fragen, ob du mit auf einen Ausritt kommen würdest.“ „Hat Lisa keine Zeit?“, fragte ich abweisend. „Doch, aber ich will heute wiedermal mit dir ausreiten.“ „Und womit habe ich die Ehre verdient?“, fragte ich leicht sarkastisch. Seine Antwort war verschwörerisch: „Ich muss mit dir reden.“ „Willst du die Kündigung einreichen?“ „Nein, natürlich nicht!“, versicherte er. „…Ist es denn sehr wichtig? Kann es nicht bis morgen warten? Ich wollte eigentlich mit Bluebell in die Halle“, versuchte ich als Ausrede, natürlich nicht gut genug. „Ja, es ist wichtig. Es geht um etwas Persönliches.“ Irgendetwas an dieser Aussage liess mich aufhorchen. Was könnte das wohl sein? Er wird doch nicht… Ich verwarf den Gedanken nicht ganz, auch wenn es mir lächerlich schien. Aber in letzter Zeit lief es gar nicht schlecht, wir haben wieder mehr zusammen geredet und auch öfter als mir lieb war etwas zusammen unternommen – meist zwar durch Zufall, aber er wirkte immer sehr glücklich… Und ich war es doch irgendwie auch. Entschlossen verkündete ich: „Na wenn es dir so wichtig ist, dann komme ich eben mit.“ Er machte eine triumphierende Geste und lief mit dem Satz „Ich mach dann mal Lila Wolken bereit“ davon. Kaum war er im Hauptstall verschwunden, um das Putzzeug zu holen, atmete ich tief durch. Auf was hab ich mich da wieder eingelassen? Dann fiel mir ein, dass ich ja auch in die Sattelkammer wollte.

      Als ich reinkam, redete Jonas gerade mit Darren und David. Die beiden lachten laut und ich fragte, alle drei überraschend, was denn so lustig sei. „Ach Darren hat gerade erzählt, dass Halluzination wiedermal nicht ins Wasser wollte. Vermutlich war ihr Name Programm und sie sah Krokodile im Fluss.“ „Aber sonst lief sie gut?“ Ein bisschen zickig und faul sei sie gewesen, aber ganz okay im Vergleich zu gestern, meinte der Pfleger. „Und wie lief’s mit Parányi?“, hakte ich bei seinem Zwillingsbruder nach. Er klagte über die üblichen Jungpferde Herausforderungen, aber das war ja nichts Ungewöhnliches. Zufrieden holte ich die Pony-Putzbox. Darren und David machten sich auf den Weg um Sugar and Sweets und La Bella Goia von der Weide zu holen.

      Während dem Putzen diskutierten Jonas und ich fröhlich über die Amerikanischen Präsidentschaftswahlen. Aus irgendeinem Grund war ich total locker und freute mich mittlerweile sogar auf den Ausritt. Ich gebe ja zu, dass mir der Gedanke gefällt, alleine mit ihm unterwegs zu sein, dachte ich insgeheim. Bluebell spürte, dass ich gute Laune hatte und versuchte, das auszunutzen um Blödsinn zu machen. Zum Beispiel während dem Hufauskratzen an meinen Unterhosen ziehen, oder dauernd den Huf zum Betteln heben. Ich fand das nicht ganz so toll und ermahnte sie ein paarmal, ohne dabei wirklich streng zu werden. Junges Pferd eben. Ich sattelte und zäumte, Jonas war ebenfalls soweit. Dann führten wir die Pferde auf den Kiesweg, stiegen auf und ritten in Richtung Fluss vom Hofgelände runter. Blue war entspannt und mutig, weil Lila dabei war und ihr Sicherheit gab. Sonst gingen wir oft alleine mit den jungen Pferden raus, damit sie lernten unabhängig von der Gruppe auf den Reiter zu hören. Wir überquerten den Fluss per Holzbrücke und ritten dann im Trab dem Flussbett entlang bis zur Mündung des kleineren Seitenbaches, der von der Wilkinson Ranch her floss. Wir nutzten eine flache Uferstelle, die durch die Mäandrierung des Flusses entstanden war und wateten durch das Wasser auf die andere Seite der Bachmündung, dann folgten wir dem Verlauf weiter bis zu den Büschen am Uferrand. Wir gelangten zur Feuerstelle, die wir vor langer Zeit einmal auf einem Halloweenausflug gebaut und seither ab und zu auch wieder benutzt hatten. Wir ritten heute aber daran vorbei und folgten weiterhin dem Trampelpfad, der sich zwischen Fluss und Büschen durch das halbhohe Gras schlängelte. Es hatte viele Mücken, aber die Landschaft war herrlich und ich genoss den Schatten, den die Bäume und Büsche lieferten. „So, what was it that you wanted to talk about?“, fragte ich schliesslich, nachdem wir eine gefühlte Ewigkeit dem Vogelgezwitscher gelauscht hatten. „Nun… ich weiss nicht wie ich anfangen soll… Ach was soll’s. Occu, vielleicht hast du es gemerkt, aber da ist jemand, den ich mag“, begann er ausweichend. Mein Herz pochte mir bis in den Hals, aber ich sah ihn nicht an. „Oder anders gesagt, sie mag mich, und ich sie irgendwie doch auch, weil ich sie schon sehr lange kenne und weiss, dass sie ein guter Mensch ist.“ Es wird immer schlimmer. Ich hatte Angst, dass ich rot anlaufen könnte, also drehte ich den Kopf in Richtung andere Uferseite, so tuend, als würde ich beiläufig die Natur beobachten. Als er nicht fortfuhr, fragte ich zögernd: „Und woher bist du dir so sicher, dass sie dich auch mag?“ Doch die Antwort war alles andere als erwartet. „Sie hat es mir gestern gesagt.“ Ich fühlte mich gerade ziemlich geohrfeigt. Nun war jedenfalls bestimmt keine Farbe mehr in meinem Gesicht. Stirnrunzelnd drehte ich mich zu ihm um, so ruhig wie möglich. „Von wem reden wir?“ „Lisa.“ Ein Kloss bildete sich in meinem Hals, und selbst Schlucken brachte nichts. „Aha… Nein, ich hatte nichts davon bemerkt.“ „Du hast vermutlich keine Zeit für so Kleinigkeiten, aber wir haben jetzt schon oft zusammen geredet und…“ „Ja ja schon gut“, unterbrach ich harsch, denn ich hatte keine Lust mir anzuhören wie er Kuscheln oder Spasshaben sagte. Ich fügte schnell hinzu, um keinen Verdacht zu wecken: „Was ist das Problem? Warum willst du darüber reden?“ „Ich bin mir nicht sicher, ob das eine gute Idee ist. Ich kenne sie schon so lange, und habe eigentlich nie mehr für sie empfunden – das fing erst an, als sie auf mich zukam. Daher weiss ich nicht, ob ich mehr Ärger als nötig provoziere, wenn wir zusammenkommen…“ Ich war kurz davor zu sagen: Klar gibt das Ärger! Tu das bloss nicht! Doch ich konnte nicht. Das wäre unfair. Ich darf mich da nicht dazwischen stellen, wenn ich mir selbst unsicher bin, was ich empfinde. So sehr ich das auch möchte. Deshalb sagte ich neutral: „Ich glaube nicht, dass das grosse Probleme geben würde. So wie ich die anderen kenne, würden sie euch bestimmt auch unterstützen.“ „Und du? Was haltest du davon?“ „Spielt das eine Rolle? Ist doch mir egal, was du tust. Ist dein Leben, nicht meins“, blaffte ich, aufgebrachter als gewollt. Er schwieg einen Moment, dann meinte er: „Schätze du hast Recht. Danke, ich werde es versuchen. Ich denke, das ist es wert.“ Ich nickte, doch mein Magen verzog sich und ich wäre am liebsten einfach weit weg geritten. Ich habe ihn noch ermutigt! Aber das war das Richtige… Oder? Den ganzen Heimweg über wechselten wir kaum noch ein Wort, weil alles gesagt schien – jedenfalls für ihn. Meine Gedanken verwirrten sich so sehr, dass ich wohl ein Buch hätte schreiben können. Die Hauptsätze wären dabei wohl gewesen: Hätte ich früher die Initiative ergreifen sollen? Habe ich meine Chance verpasst? Oder hatte ich gar nie eine?

      Ich konnte meine geknickte Laune kaum verbergen, sodass mich Ajith beim Füttern fragte, was mich denn so beschäftige. Die anderen waren weiter vorne, sodass niemand auf uns achtete und ich zögernd beschloss, mich dem dunkelhäutigen Pfleger zu öffnen. Jedenfalls Ansatzweise. Ich fragte ihn: „You know how it feels, if someone you love asks you about going out with someone else?“ Er zögerte überrascht, dann nickte er. “Wanna talk about it?” Ich war dankbar, dass er mich nicht auf der Stelle ausfragte, den die anderen näherten sich schon wieder. „Okay. I think I need that…“ Ajith nickte verständnisvoll und schlug vor: „Nine o’clock, straw storage?“ „Yep.“ Er lächelte und verschwand in der nächsten Box, um dem Hungrigen Insassen sein Abendessen zu überreichen. Ich fühlte mich seltsam erleichtert, nun da ich wusste, dass ich jemandem von meinen Gefühlen erzählen konnte. Ich war zwar noch immer erstaunt über mich selbst, dass ich dem Pfleger überhaupt etwas davon gesagt hatte. Doch andererseits kannte ich Ajith schon seit den Anfängen von Pineforest, und ich vertraute dem Pfleger mehr als jedem sonst. Wenn es jemanden gab, der mich verstehen konnte, dann war es Ajith, der mit seinen Worten und Taten das Beste in den Menschen um ihn herum weckte und es immer wieder schaffte, sie zum Lachen zu bringen.

      Wie versprochen kletterte ich um Neun Uhr die Leiter zum Strohlager im Hauptstall hoch. Das Stroh war direkt über den Boxen gelagert, und man sah hinunter in die Stallgasse. Ich setzte mich auf einen Ballen und wartete nachdenklich. Lange dauerte es nicht. Ajith setzte sich neben mich und begann: „I know very well how this feels. And I guess you know to whom I refer. So wouldn’t it be fair to tell me about your grief, too?” Ich seufzte und erklärte ihm die Situation. Alles. Ich erzählte von all den Jahren, die ich still gewartet und mitgespielt hatte. Ich erzählte, wie er in mir immer wieder Hoffnung geweckt hatte, nur um sie dann, Tage oder gar Augenblicke später wieder zunichte zu machen. Wie ich mich dabei gefühlt hatte und was meine Bedenken oder Gründe für mein Zögern gewesen waren. Und dann schliesslich, was heute passiert war. Er hörte die ganze Zeit über aufmerksam zu und unterbrach mich nie. Am Ende kamen mir dann doch ein paar Tränen, die ich nicht länger unterdrücken konnte. Da nahm er mich in den Arm und wartete, bis ich mich gefasst hatte. Dann erzählte er mir von Quinn, und wie sie einen hübschen jungen Mann beim Schwimmen kennengelernt hatte. Und wie er selbst daneben gestanden war, als sie sich rücksichtslos umarmt und liebkost hatten. Doch bei ihm war es dasselbe Dilemma: Quinn wusste nicht, was er wirklich fühlte, und er war zu scheu und unsicher, um es ihr zu sagen. Besonders jetzt, da sie anscheinend jemand anderen gefunden hatte. Es tat so unglaublich gut, mit ihm über diese Dinge zu reden. Ich fühlte mich danach erholt und mit neuer Kraft gestärkt. Wir versprachen uns nämlich gegenseitig, dass wir unser Bestes tun würden, um dem jeweils anderen zu helfen. Ich nahm mir fest vor, Quinn einmal auszuhorchen und nach ihren wahren Gefühlen für diesen ‚Pool Boy‘ zu fragen. Was Ajith vorhatte, konnte ich nur erahnen – doch ich hoffte, dass er nicht zu eilig an die Sache ranging. Ich war mir schliesslich nicht sicher, ob Jonas überhaupt je etwas für mich empfunden hatte. Bei Quinn hingegen hatte ich das Gefühl, dass sie Ajith durchaus sehr mochte.

      Wir wünschten uns eine gute, erholsame Nacht und gingen getrennte Wege. Ich starrte im Bett liegend lange die Decke an, weil es einfach zu heiss zum Einschlafen war. Vielleicht drehte sich aber auch einfach mein Kopf noch zu viel. Ich konnte es, nun da ich alleine war, nicht so recht fassen, dass ich tatsächlich mit Ajith darüber geredet hatte. Ich fragte mich langsam, ob das nicht nur wieder irgendein dummer Traum gewesen war. Doch am nächsten Morgen lächelte mir der Pfleger schief entgegen, und ich wusste sofort, dass wir nun eine spezielle Verbindung hatten. Ich lächelte zurück und war froh, einen so guten Freund zu haben. Aber Kummer blieb mir nicht ganz erspart, denn kurz darauf beobachtete ich Jonas und Lisa, Arm in Arm zu den Weiden schlendernd.
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  • Album:
    Pensionspferde (Gnadenweide)
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    Occulta
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    1 Aug. 2016
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  • Offizieller HG

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    Aus der: Prima Valerie

    Vom: Donatos


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    Rufname: Bella, Joy
    Geburtstag: 23.02.
    Alter: 17 Jahre
    Stockmaß: 1.47 m
    Rasse: Deutsches Reitpony
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Rappe
    (Ee,aa)
    Abzeichen: Blesse, vl weißer Fuß, vr halbweiß gestiefelt, hl halbweiß gestiefelt, hr weiß gestiefelt
    Gesundheit: Sehr gut


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    Aufgeweckt, willensstark, mutig, lieb, treu, verschmust


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    Bella ist eine hübsche Rappstute mit großem Springpotential und Dressurpotential. Sie ist anders gesagt der typischer Allrounder für gross und klein. Auf Bella kann man sich jederzeit verlassen, da sie sehr aufgeweckt und mutig ist. Sie checkt ihre Lage gründlich und verteidigt ihren Reiter bei Gefahr. Dadurch das sie sehr willensstark ist, kann es ab und zu so sein das sie nicht aufhören will oder im guten Sinne sich stark durchsetzt bei Turnieren oder anderem. Sie ist sonst recht lieb und verschmust, daher hat man immer mit ihr eine treue Freundin fürs Leben.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Dali, umgemalt by Occulta
    Vkr: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: ja
    Nachkommen: Sayidah, Lascivio, Laila Nahara, Lakota Lambrasco
    Decktaxe: nicht leihbar!


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    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: M
    Military Klasse: A
    Dressur Klasse: M
    Distanz Klasse: E

    Eignung: Springen, Dressur
    Eingeritten: Ja


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    [SK 425]
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    1.Platz im 1. Sommerturnier der Komaham Ranch - (Dressur L)
    2. Platz 29.Dressurturnier
    3. Platz 244.Dressurturnier
    3. Platz 284. Dressurturnier
    2. Platz 47. Synchronspringen
    1. Platz 62. Synchronspringen
    3. Platz 288. Springturnier
    2. Platz 159. Militaryturnier
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    Bella's Spind​