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Occulta

• Deadly Ambition, EVB ♀

Stute | dunkler Palomino

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• Deadly Ambition, EVB ♀
Occulta, 30 Juni 2019
Cooper, Tassila, Zion und 3 anderen gefällt das.
    • Occulta
      Leben bei Eddi

      Wieder Zuhause
      "So schnell kann's gehen.", murmelte ich leise und blätterte die Zeitschrift zu. Kurz zögerte ich noch, doch dann tippte ich die Telefonnummer aus der Anzeige in mein Handy. "Guten Abend! Hier ist Eddi Canary. Ich rufe wegen der Verkaufsanzeige Ihrer Stute Deadly Ambition an."
      Es dauerte nicht gar so lange und der Kauf war mit Handschlag besiegelt. Allerdings würde es noch gut eine Woche dauern, ehe die junge Vollblutstute wieder bei mir ankommen würde, in der Zeit konnte ich hier aber alles für sie vorbereiten.
      Schneller als gedacht war Deadly Ambition auf den Weg nach Kanada. Sie hatte den Vet-Check am Flughafen gut überstanden und war nun schon in Wyoming, nun musste sie nur noch mit dem Trailer auf die Ranch gebracht werden.
      Ich hatte bereits eine der geräumigen Boxen im Stall für sie hergerichtet und war gerade in der Futterkammer dabei, eine Schüssel warmes Mash mit Obst für sie zuzubereiten. Es dauerte auch nicht lange und ich hörte den großen Wagen.
      Fix unterschrieb ich die Papiere des Fahrers und lud die aufgeregte Vollblutstute aus. "Pssst, alles ist gut, du bist wieder zu Hause.", murmelte ich lächelnd und brachte die Stute in den Stall. Wie eine Wilde lief sie im Kreis umher und wieherte, doch als ich ihr die Schüssel Mash hinstellte, beruhigte sie sich und begann direkt zu fressen.
      "Ruh' dich erst einmal aus, Morgen darfst du mit zu den anderen."

      Der Weg zum Rennpferd
      "Du wirst eine richtige Siegern.", meinte ich lächelnd und begrüßte meine Stute Deadly Ambition mit einigen Möhrenstückchen, welche sie genüsslich von meiner Hand nahm und zerkaute. Sie war erst seit einem Tag hier, aber ich wollte nicht zögern, sie auf die kommende Saison vorzubereiten. Also halfterte ich die junge Amazone auf und band sie vor ihrer Box an.
      Gründlich putzte ich die Vollblutstute, welche neugierig ihren Kopf zur Seite schwang, um mich beobachten zu können. Geschwind bürstete ich ihr Fell glänzend und holte dann aus der Sattelkammer Kappzaum und Longiergurt. Zweiterer war nur dazu gut, dass Deadly Ambition das Gefühl hatte, etwas auf dem Rücken zu tragen.
      Dann marschierte ich hinaus mit ihr auf den Reitplatz. Dort führte ich sie einige Runden um Schritt, um sie aufzuwärmen. Außerdem testete ich auch die neusten Übungen zum Dehnen aus, um die Stute richtig zu erwärmen, ehe ich sie an die Longe nahm, um Balance und Kondition zu schulen.
      Nach einer halben Stunde war Deadly Ambition ziemlich verschwitzt, schnaubte aber zufrieden ab. Ich führte sie etwas trocken, ehe ich sie im Stall mit weichen Handtüchern noch trocken rubbelte. Dann gab es für sie zwei Kellen Müsli zum Futtern, während ich sie putzte, ehe sie auf ihre Weide durfte.

      Eine neue Freundin
      Sie war das ideale Gegenstück zu Deadly Ambition und genau deshalb gehörte sie auch auf unseren Hof!
      Als ich kürzlich erfuhr, dass die Vollblutstute Coulee zum Verkauf stand zögerte ich keine Sekunde, sondern meldete mich sofort. Sie war jung, sportlich, motiviert und wunderschön – anders konnte man es nicht sagen. Sie würde nun den weiten Weg von Tschechien zu uns antreten, um hier für die großen Rennen trainiert zu werden und ich war mir sicher, dass sie ein Star werden würde!
      Den ganzen Tag hatte ich an die junge Stute gedacht und mich kaum auf meine Arbeit konzentrieren können und dann kam sie endlich! Es war schon kurz nach fünf und es dämmerte bereits, als der Trailer auf den Hof fuhr. Wir luden die aufgeregte Stute aus, welche sich erst einmal in aller Ruhe umschauen durfte und dann brachte ich sie in den Stall. Dort erwartete sie eine frische und warme Box, wo sie sich erst einmal ausruhen konnte.
      Während Coulee ihre neue Heimat erkundete, kümmerte ich mich noch um meine zweite Vollblutstute, denn Deadly war heute noch nicht an der Reihe gewesen. Geschwind holte ich sie von ihrer Weide, putzte sie fix und ging dann mit ihr zum Longieren auf den Reitplatz. Wir arbeiteten noch bis ins Dunkel hinein und eilten dann spät abends müde in den Stall. Dort warf ich Deadly eine Abschwitzdecke über, säuberte ihre Beine und Hufen und brachte sie in ihre Box.
      Sie stand direkt neben Coulee und so konnten sich die beiden hübschen Damen schon einmal kennenlernen, während ich das Abendessen vorbereitete, denn heute gab es warmes Mash. Die beiden Vollblüterinnen schienen sich gut zu verstehen und futterten zufrieden ihr Futter. Nachdem Deadly wieder trocken war, nahm ich ihr die Abschwitzdecke ab und verschwand ins Haus.

      Weihnachtliches Training
      „Na los! Schwing dich rauf, umso eher sind wir fertig!“, meinte ich grinsend zu Joe. Der kleine Übungsreiter nahm meine Aufstieghilfe gerne an und schwang sich in den Sattel der großen Palominostute. Deadly Ambition tänzelte aufgeregt unter ihrem Reiter, als sie auf die Ovalbahn ritten. Anfangs hatte Joe zu tun, sie zu bändigen, aber nach ein paar Trabschritten entspannte sich die junge Vollblüterin. „Bereit?“, meinte ich lächelnd zum nächsten Übungsreiter und warf ihn dann in den Sattel. Er ritt den Schimmel Pawaneeh. Momentan musste dieser dringend wieder in Form kommen. Die Pause im Herbst hatte dem Hengst nicht sonderlich gut getan. Er war sehr angespannt und sollte sich nun allmählich wieder im üblichen Morgentraining an seine alten Zeiten herantasten. Heute stand nur ein lockeres Training an. Viel Trab und ein wenig lockeren Galopp für die beiden Pferde. Es war früh um sechs am Weihnachtsmorgen und ich wollte meine Mitarbeiter gerne so schnell wie möglich entlassen, aber die Pferde mussten dennoch bewegt werden. Während die Reiter die Pferde bewegten, eilte ich in dem Stall, um einen der Stallburschen zu helfen. Er hatte schon Coulee aus der Box geholt, geputzt und war gerade dabei sie zu satteln. Ich tat es ihm gleich und halfterte Sir Benny Miles auf. „Guten Morgen mein Hübscher. Bist du fit?“, fragte ich den Braunen lächelnd und kraulte ihn sanft hinter den Ohren. Miles war schnell geputzt und gesattelt, so dass ich ihm nur noch die Decke überwarf und ihn schon aus dem Stall führen konnte. Dort kamen Joe und sein Kumpel gerade von der Bahn geritten und stiegen ab. Joe übernahm direkt Coulee und ich half Mike in den Sattel von Miles. „Fünf Meilen locker durchs Gelände, dann könnt ihr sie trocken führen und danach ist Feierabend.“, meinte ich lächelnd, gab Miles einen sanften Klaps auf die Schulter und entließ die beiden. Stattdessen nahm ich Deadly Ambition wieder entgegen und führte die verschwitzte Stute trocken, ehe ich sie im Stall versorgte.

      Training
      „Leute? Das Teil habe ich nicht umsonst „Trainingsstall“ getauft“, seufzte ich und schaute Kat und Ethan genervt an. Ich gebe ja zu, ein richtiger Stall war unsere Ranch nicht, aber trotzdem sollten die Stuten und Hengste auf die Leistungsprüfungen vorbereitet werden! Und was ich am wenigsten leiden konnte, waren Menschen, die sich mit mir um die Bedeutung eines blöden Wortes stritten, anstatt einfach ihre Arbeit zu machen.
      Ich beendete diese Diskussion einfach, indem ich ihnen wortlos den Rücken zukehrte, ein Halfter schnappte und nach draußen verschwand. Der Tag hatte eindeutig zu wenig Stunden ich und ich wollte diese zumindest ein wenig nutzen. Als erste sollte Animby an der Reihe sein. Die junge Stute hatte ich in letzter Zeit arg vernachlässigt, dementsprechend wurde es wieder Zeit, mit ihr zu arbeiten. Doch erst einmal putzte und sattelte ich sie ausgiebig.
      Dann gingen wir in die Halle, wo ich sie aufwärmte und mich dann in den Sattel schwang. Wir trainierten die Grundlagen, übten bessere Gangwechsel, das Anhalten und Antraben. Animby lernte schnell und gab sich alle Mühe und wenn sie mich nicht verstand, gab sie mir das vorsichtig zu verstehen und so konnte ich es ihr noch einmal in Ruhe erklären. Zufrieden beendete ich dann die Stunde und versorgte Animby.
      Nun holte ich erst Sir Benny Miles und dann Deadly Ambition von der Weide, um beide im Stall anzubinden. Kat sollte Miles ordentlich putzen, ihm dann die Transportdecke und die Gamaschen anlegen. Das Gleiche tat ich auch mit Ambition, während Ethan für uns den Hänger vorbereitete und vor den Stall fuhr. Dann lud ich die beiden Vollblüter ein und wir machten uns auf die fast einstündige Fahrt zur nächstgelegenen Rennbahn.
      Dort luden wir beide Pferde aus, gönnten ihnen eine kurze Pause, ehe sie auch schon vorbereitet wurden. Ich hatte nur einen Jockey engagiert, denn die Stute würde ich selbst reiten. Vorsichtig legte ich Deadly Ambition den Trainingssattel auf und machte sie fertig. Danach half Ethan mir hinauf und ich ritt sie auf der Ovalbahn warm. Der Jockey, Joe, ritt des Öfteren Pferde für mich und verstand sich sofort mit Miles.
      Nachdem wir uns aufgewärmt hatten, ritten wir die Pferde nebeneinander im leichten Galopp und als wir den 800er Pfosten erreichten, ließen wir ihnen mehr Freiraum. Deadly Ambition hatte schon die ganze Zeit widerwillig das Tempo zurückgehalten und stob nun sofort los. Miles ließ sich das aber nicht zweimal sagen und jagte direkt hinterher. Meine Stute konnte sehr gut beschleunigen, aber ihr fehlte es noch an Ausdauer und Erfahrung, die Miles hingegen in Massen besaß.
      Dementsprechend endete das Rennen äußerst interessant Kopf an Kopf und wir verloren nur knapp. Beide Zeiten waren aber ideal und so machten wir uns zufrieden auf den Heimweg. Dort wurden die Vollblüter von Kat versorgt, während ich mir bereits The Unwritten Performance fertig machte und mit der Stute in die Halle ging. Ich wärmte sie ausgiebig auf und dann widmeten wir uns der Stangenarbeit, damit ich ihre Hinterhand besser aktivieren konnte. Außerdem sollte Unwritten mehr auf ihre Beine achten und diese besser koordinieren, denn manchmal stolperte die Stute tatsächlich über ihre eigenen Hufe.
      Danach waren die beiden neuen Lewitzer an der Reihe, welche eigentlich wirklich noch aufgebaut werden mussten, Dementsprechend longierte ich Sikari ausgiebig und nahm auch die Stangen hinzu um die Stute aufzulockern. Danach schwang ich mich noch in Cheveyos Sattel und wärmte ihn erst einmal ausgiebig für unsere Dressurarbeit auf. Mit diesem Schecken zu arbeiten war ein Traum und ich war überglücklich, dass er in meinem Stall stand und ich mit ihm arbeiten durfte.
      Das Gleiche galt für den Oldenburger Café au Lait. Der heute allerdings für Ethans Reitunterricht herhalten musste. Ethan konnte reiten, aber nicht besonders gut. Aber Café war das perfekte Pferd für ihn und die beiden lernten gemeinsam ziemlich schnell, so dass auch die heutige Stunde schon wesentlich besser aussah als die letzten, dafür dann aber Pferd und Reiter auch echt k.o. waren. Während Ethan seinen geliebten Warmblüter versorgte, holte ich Talya aus der Box.
      Ich liebte diese kleine Lewitzerstute abgöttisch und hätte mir kein besseres Fohlen aus Fiorina vorstellen können als sie. Talya war aufmerksam, liebenswürdig und lernte dermaßen schnell, dass ich mich jetzt schon auf die Zeit freute, wenn sie selber als Zuchtstute agieren würde. Heute stand für meine Hübsche aber nur ein lockeres Longentraining an, da wir die letzten beiden Tage unter dem Sattel gearbeitet hatten und sich ihre Muskeln natürlich nicht überarbeiten sollten. Dennoch machte Talya wie immer motiviert mit und hatte sich so ihren morgigen freien Tag schnell verdient.
      Stirnrunzelnd holte ich Ehawee von der Weide und putzte die Traberstute in aller Ruhe. Dann massierte ich sie ausgiebig und löste die eine oder andere Verspannung der Stute, ehe ich sie seufzend betrachtete. Ich fand Ehawee wundervoll, aber ich konnte mich noch nicht so ganz entscheiden, in welche Richtung ich die Stute nun fördern wollte. Dementsprechend sattelte ich sie heute und arbeitete nur die Grundlagen heraus, um zu schauen, was Ehawee alles konnte und wo es noch fehlte. Tatsächlich schien die Stute eine große Begabung für die Dressur zu haben und das würde ich weiterhin im Auge behalten.
      Dressur war ein tolles Stichwort für Touchdown! Der siebenjährige Hengst hasste die Dressur, denn sie bedeutete Arbeit. Er war jetzt schon ein wahres Talent darin, sich jeglichen Mühen zu entziehen und momentan arbeitete ich daran, dass so gut wie möglich zu vermeiden, auch wenn das leider gar nicht so leicht war, wie gehofft. Ganz im Gegensatz dazu stand Heart of Ocean. Dieser Reitponyhengst war jedem Reiter eine pure Freude. Auch heute zeigte er sich wieder von der besten Seite und arbeitete motiviert mit, so dass ich ihn nach einer Stunde zufrieden auf die Weide entließ.
      Als letztes stattete ich den neusten Pferden einen kurzen Besuch ab. Die Criollostute Chepi nahm ich auf einen kleinen Spaziergang mit, um ihr die Ranch zu zeigen und ihr ein wenig Abwechslung zu verschaffen, ansonsten hatte sie aber ein wenig Ruhezeit. Danach holte ich mir Strigoi und putzte die Stute ausgiebig, ließ sie kurz in der Halle toben und brachte sie dann wieder zurück. Die Welshstute sollte mich erst einmal kennenlernen dürfen, ehe sie irgendwas machen musste. Und gleiches galt auch für Hugo Boss, auch wenn es mich schon jetzt in den Fingern juckte, mit dem Reitponyhengst zu arbeiten und am liebsten hätte ich ihn schon auf einer Körung vorgestellt, aber mein Herz sagte mir, dass das einfach noch zu früh war und so wollte ich noch ein wenig abwarten, ehe dann wirklich für ihn die Zeit kommen würde.
      Die letzte die heute versorgte war Acacia. Ich hatte sie von Soso zurück gekauft und nun stand meine Schwere Warmblutstute wieder bei mir in den vier Wänden. Ich putzte sie ausgiebig und zeigte ihr während ein bisschen Bodenarbeit die neue Halle. Noch hatte Acacia sich noch nicht so wirklich eingelebt, aber es wurde langsam, natürlich wollte ich der Stute aber auch genügend Zeit lassen und so brachte ich sie danach wieder zurück in ihre Box. Alle Pferde bekamen noch ihr abendliches Futter, ehe auch ich müde in mein Haus verschwand, duschte und mich dann auf die Couch bequemte.

      Leben bei Veija

      Ankommen
      Lächelnd streichelte ich der schicken Palominostute über den Kopf, als sie sich ihr neues Zuhause ansah. Leise wiehrte sie und schaute sich mit zuckenden Ohren um, als ein paar Pferde ihren Ruf erwiderten. "Du wirst dich hier in Kanada wohlfühlen", sagte ich zu ihr und brachte sie zum dem Stalltrakt, wo meine Vollblüter standen. Neben den Laufställen, geteilt nach Stuten und Hengsten, waren auch ein paar einzelne Boxen, falls mal ein Pferd erkranken sollte oder dergleichen. In eine dieser Boxen kam die Stute und scharrte sofort im Stroh rum, ehe sie die anderen mit großen Augen anschaute, die sich alle neben ihrer Box versammelt hatten.
      Lächelnd schüttelte ich den Kopf und scheuchte sie weg, damit Ambition ein wenig Ruhe hatte.
      Als sie jedoch immer wieder zurück kamen, spannte ich ein Flatterband in ca 5 Metern Entfernung zur Box auf, so dass die Pferde nicht mehr ganz bis zu ihr gehen konnten und sie so ein wenig Ruhe hatte.

      Pflegebericht für alle Pferde
      Langsam reckte ich mich in meinem Bett, ehe ich mich dann doch begannte und aufstand. Nach einer kurzen Dusche, die mal wieder sinnlos war, da ich in einer Stunde wieder nach Pferd riechen würde, zog ich mir eine Jeans und ein kurzes, kariertes Hemd an. Natürlich durfte mein Hut nicht fehlen, wobei ich heute einen schwarzen anzog. Meine Haare band ich davor noch zu einem tiefen Zopf, ehe ich in meine Boots schlüpfte und nach unten an den Frühstückstisch ging, den Aaron freundlicherweise schon gedeckt hatte. "Danke", sagte ich zu ihm, ehe ich mich an den ansonsten leeren Tisch setzte. "Wo ist der Rest?", fragte ich ihn dann, worauf er nur mit einem schulterzucken antwortete. Auch gut, dachte ich mir und schmierte mir mein Brot, ehe ich die neuste Post checkte, die seit neustens Nachts mit der Zeitung kam. Es war mir ganz recht, da ich Post sowie Zeitung dann schon am Frühstückstisch lesen konnte, allerdings tat mir der Postbote leid, da es nachts doch ein wenig ungemütlich hier draußen wurde- besonders im Winter.
      In letzter Zeit bekam ich vermehrt Bewerbungen zu Praktikas oder Ausbildungen, ja auch Jobanfragen! "Eigentlich könnten wir hier noch Unterstützung gebrauchen, oder Aaron? Besonders wenn wir bald auf das neue Gestüt ziehen.", sagte ich mehr zu mir selbst als zu ihm, ehe ich ein Räuspern in der Tür vernahm. Da stand ein fremder junger Mann in Jeans und Karohemd, der bestohlen zu Boden sah. "Ja, bitte?", fragte ich ihn, ehe ich einen Blick hinter ihn warf. Dort stand Caleb und schaute mich mit hochgezogenen Augenbrauen an. "Mein Auto ist hier in der Nähe liegen geblieben, ich habe eine kleinen Isländerhengst dabei und wir wussten nicht wohin, leider habe ich hier mit meinem Handy keinen Empfang", erklärte er mir kleinlaut, ehe ich einen Blick mit Caleb tauschte und ihm zunickte. Das hieß, dass der Fremde wohl keine bösen Absichten vorhatte und ich mit Aaron zusammen wohl mit ihm klarkommen würde. "Wo ist dein Pferd denn?", fragte ich ihn dann, ehe ich ein fremdes Wiehren hörte und nach draußen sah, wo ich einen kleinen Red Dun farbenen Isländerhengst sah, der wie verrückt um Alexis herumtänzelte.
      "Gut, lass uns mal nach deinem Pferd schauen", sagte ich und stand auf. Er wollte zwar protestieren, ich stahl mich jedoch einfach an ihm vorbei und ging zu dem Hengst der sich panisch umsah. "Whoaaaa", sagte ich leise und beruhigend zu dem Tier und nahm ihn Alexis aus der Hand, ehe wir auf den Stall zugingen. "Ich stelle ihn gerade in eine Box, abseits meiner Pferde, dann kann er sich ein wenig beruhigen, ehe wir den Wagen holen und zu deinem Auto fahren, okay?", fragte ich ihn und wartete die Antwort nicht ab, vernahm jedoch aus dem Augenwinkel ein kurzes Nicken.
      "Wie heißt er denn?", fragte ich ihn beiläufig und nickte dann. "Dynur, ein schöner Name", erwiderte ich dann, ehe Caleb schon mit dem Pick Up auf dem Hof stand, in den der Fremde und ich einstiegen. "Wie heißt du eigentlich?", kam es mir dann in den Sinn, ehe ich einen Blick über die Schulter zu dem Mann warf, der auf der Rückbank des Pick Ups Platz genommen hatte. "Riley", sagte der junge Mann leise. "Riley Fortin." "Ein schöner Name.."murmelte ich noch, ehe auch ich mich vorstellte. "Ich bin Verena O'Connor und der Herr hier neben mit ist Caleb O'Dell."
      Nun waren wir auch an seinem Auto angekommen, welches sich Caleb sofort anschaute. In dieser Zeit unterhielt ich mich weiterhin mit Riley, da Caleb ihm unmissverständlich erklärt hatte, dass er niemanden brauchte, der ihm über die Schulter schaute. "Nimm's ihm nicht krumm, er ist eben so", erklärte ich ihm schulterzuckend, worauf hin er mich nur fragend ansah. "Wo wolltest du eigentlich hin?", fragte ich ihn dann. "Ach.. ich fahre ein wenig durch die Gegend, immer auf der Suche nach einem Job", antwortete er mir und Caleb blickte kurz mit einer hochgezogenern Augenbraue zu mir, ehe er sich die Hände an seiner Hose abklopfte und zu uns kam."Der hier fährt nirgendwo mehr hin, der Motor ist hin", erklärte er Riley, der die Hände über dem Kopf zusammenschlug. "Und jetzt?", murmelte er eher zu sich selbst als zu uns, dennoch beantwortete ich seine Frage für ihn: "Da du ja ein Pferd hast, wirst du ja wohl reiten können. Wie wärs wenn du ein paar Tage bei uns bleibst und im Stall bei den Pferden hilfst, dafür brauchst du nichts zu bezahlen?", fragte ich ihn und er nickte dankend. "Gut, lass uns zurückfahren, wir rufen einen Abschleppdienst."
      Eine gute Stunde später waren wir samt seinem Auto und Hänger auf der Ranch. Riley ging natürlich sofort zu seinem Hensgt, der sich grummelnd an ihn schmiegte.
      Ich räusperte mich kurz. "Nichts da, an die Arbeit junger Mann!", sagte ich lachend und ging mit ihm zum Offenstall, wo die Jungpferde standen. Wir hatten vorher noch Kraftfutter gemischt, welches wir in die Futterraufen im Stall schütteten. Außerdem standen verteilt auf den Koppeln Eimer, damit auch die rangniedrigeren Pferde Energie bekamen. Viele verteufelten ja das Kraftfutter bei Jungpferden, da es nur in den Kopf gehen solle, doch ich war ein totaler Befürworter. Man sah es den Tieren an, dass sie allmählich immer kräftiger wurden.
      Zunächst ließ sich kein Pferd blicken, ehe ich laut nach ihnen rief.Zu erst kamen Crescent Wolf, Magnificient Crow und Natsu's Little Harley. DIcht dahinter Miss Holly Golightly und Snapper Little Lena, wobei diese nie bei der Gruppe waren sondern immer den Eimer nahmen, der am weitesten vom Stall weg war.
      Ocarina of Time kam auch noch zum Stall, während Raised from Hell nie zum Fressen kam. Das würde noch lustig werden mit der Stute, dachte ich mir seufzend und betrachtete Striga und Princess Peppy Ann, die sich immer mehr angefreundet hatten in letzter Zeit. Auch Aquila T Mistery und Bella'S Dun Gotta Gun standen immer zusammen und hielten sich auch ein wenig vom Stall weg, da sie zusammen mit Gunna Whiz die jüngsten Vertreter waren.
      Bei den Stuten fertig ging es zu den Hengsten. Wildfire kam sofort auf uns zugerannt und wollte seine Streicheleinheiten abholen, die Riley ihm auch gab. Kunis kam auch sofort zu uns, während Lil Nucu Omira sich ein wenig Zeit ließ, dann aber auch zu uns kam. Zues bekam kein Kraftfutter, der hatte genug Energie und zeigte sie uns jedes Mal aufs Neue, wenn wir zu ihm gingen. "Was ist denn mit dem passiert?", wollte Riley wissen. "Ich habe ihn vom Schlachter aus schlechter Haltung geholt, wurde leider viel zu früh von der Mutter getrennt und war immer Rangniedrigster. Aufgrund seiner Farbe, da ich ja auch auf Farbe züchte, konnte ich den Hengst nicht stehen lassen. Mal schauen, was aus ihm wird", erklärte ich ihm, ehe wir zu den Vollblütern gingen.
      Die Pferde waren auch aufgeteilt nach Stuten und Hengsten und standen bei dem schönen Wetter alle auf der Koppel. Die übliche Bande, also Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf ich komme, Zuckerschock und Wild Reflex, kamen sofort angelaufen, als sie uns mit den Eimern sahen. Rasch waren sie im Stall am Trog, um die ersten zu sein, die etwas zu fressen bekommen. Nyanda, Praimos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid und Deadly Ambition ließen sich deutlich mehr Zeit, ehe sie doch langsam in den Stall kamen. Gott sei Dank vertrugen sie sich alle super gut, weshalb es be ihnen nie Kämpfe oder ähnliches gab.
      Bei den Hengsten waren Firewalker und Lamperd recht schnell bei uns, ehe nach und nach Sacramento, Scoubidou und Seattle Slew kamen, die sich wohl nich nicht so wohl bei mir fühlten- leider. Nun schauten wir in der Zuchtstallung vorbei, wo alle Pferde auf ihren Paddocks standen. Lächelnd bekamen Bella Dun Del Cielo. Spooks Gotta Gun, Supernova, Funky Powerbabe, Amarula van Helsing, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Soul Sisters Brother of Time und Stormbringer, meiner neusten Ergänzung der bunten Truppe, ihr Futter. Im Trainingsstall trafen wir kein Pferd an, da diese alle auf der Koppel standen und sich den Bauch vollschlugen.
      Je nach Training bekamen dann Genuine Lil Cut, Cielos Double Dun It, Lil Princess Gun, Skrúður
      Wimpys Little Devil, Cherokee Rose, What Lies Ahead, Gun and Slide, Dancing Moonrise Shadow, Lovely Summertime, Crusing's Dawn of Hope, Emilio, Like Honey and Milk, Flintstone, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, Sheza bat Cat, My sweet little Secret, Siku, Náttdís, Eldiran Antrax, Solitary, Marly's Pluie, Cauldron of Renascence, Annie get your Gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Hollywood's King Gun, Black Sue Dun It, Ravi, Blazing Flame, Snuff, HGT's Enjoy Nature, Ahyoka und schließlich die zwei neusten Woodstock Lady und Call of Pripyat ihr Futter. "Fertig", sagte ich und sah auf die Uhr. Ich war um 6 aufgestanden, um 18 Uhr waren wir jetzt fertig mit den Pferden. "Ach Dynur fehlt noch, oder?", fragte ich ihn und ging wieder in die Futterkammer, wo wir das Futter für den jungen Hengst vorbereiteten, dem Riley es dann auch gleich brachte.
      Nun gingen wir rein und setzten uns an den Küchentisch, wo meine anderen Mitarbeiter schon etwas gekocht hatten. Zusammen aßen wir zu Abend, ehe wir ins Büro gingen und ein wenig Papierkram regelten. "Ab sofort bist du auf Zeit hier eingestellt, Riley. So wie du heute mit den Pferden umgegangen bist, kannst du auch gerne länger bleiben, da wir hier dringend neue Unterstützung gebrauchen könnten!", erklärte ich ihm doch er nickte dankend ab. "Ich bleibe erstmal diesen Monat, dann können wir ja weiter sehen", erklärte er lächelnd, drückte mir die Hand und verließ mein Büro.
      Nach einem Blick auf den Kalender stockte mir fast der Atem. Morgen würden Catalina und Clarence kommen!
      Schnell schlich ich mich also ins Bett, um morgen ausgeruht früh aufzustehen.

      Trainingsbericht E -> A
      Zufrieden schaute ich meinen Mitarbeitern zu, wie Riley Deadly Ambition fertig machte, Aliena Wild Reflex, Aaron Nyanda, Caleb Seattle Slew, Alexis Priamos und schließlich ich Sacramento. Wir wollten die 6 Vollblüter heute im Rennen aufstufen, wobei Ambition von E auf A musste, Wild Reflex vo L auf M, genauso wie Nyanda, Seattle Slew und Pria. Sacramentos und mein Ziel war die Klasse S.
      Gesattelt gingen wir mit den Pferden auf die Bahn, machte jedoch am Reitplatz Stop und ritten die Tiere ordentlich warm, ehe es auf die Bahn ging. Ich gab allen die nötigen Anweisungen, vor allem Riley, der schon nach einer halben Meile die Stute langsam bremsen sollte, da sie definitiv nicht mit Sacramento oder Pria mithalten konnte und sollte. Schließlich wurde Mento für die Stufe S trainiert.
      Nach der kurzen Besprechung ging es dann auch los. Pria und Sacramento schossen natürlich sofort nach vorne und ich sah Alexis, dich total geschockt auf Pria saß und sich in der Mähne festkrallte. Nach ein paar Galoppsprüngen jedoch hatte sie sich gefangen und konnte sie ordentlich antreiben. Nach einer halben Meile sah ich kurz nach hinten und schaute zu, wie Riley Ambition langsam auslaufen ließ. Zufrieden schaute ich wieder nach vorne und preschte mit Sacramento an Pria vorbei. Der Hengst wusste was er konnte und zeigte es auch gerne auf der Bahn. Ich nickte Aliena zu, dass sie Pria ein wenig zurücknehmen sollte. Die Stute war mir noch zu jung um so hohe Leistungen auf der Rennbahn zu vollbringen, weshalb ich sie gerne ein wenig schonte.
      Nun waren auch Sacramento und ich im Ziel. Alle Pferde hatten ihre Aufstufung erfolgreich bestanden, weshalb sie nun ihren wohlverdienten Weidegang erhielten.

      Trainginsbericht A -> L
      Arbeit, Arbeit, Arbeit, dachte ich mir als ich die Stallgasse entlang schlurfte. Im Schlepptau hatte ich Drag me to Hell, Augen auf! Ich komme, Sacramento und My lovely Horror Kid. Mento und Horror mussten beide von E nach A gebrachte werden, Hell von A auf L und Abby von M auf S. Da ich das Ganze natürlich nicht alleine meistern konnte, hatte ich mir fleißige Bienchen gesucht, die mich unterstützen wollten. Aliena, Aaron und Alexis. Aaron kam auf Horror, Aliena auf Mento, Alexis auf Hell und ich ritt Abby.
      Nachdem wir sie nun alle gründlich geputzt und gesattelt hatten, ging es in die Halle, wo wir sie zunächst einmal gut warm ritten, bevor wir mit den Lektionen anfangen wollten. Um die Pferde zu lockern, ritten wir alle Lektionen aus der E Klasse, darunter zB Zirkel, Mittelzirkel, Aufmarschieren, Schlangenlinien und und und...
      Weiter ging es für alle mit den A Lektionen, wobei ich Abby nicht viel mitmachen ließ, da sie gleich noch genug zu tun hatte. So wurden Volten, Mitteltrab, Mittelgalopp, fließende Übergänge, Viereck verkleinern & vergrößern und Kehrtwendungen geübt. Somit waren Horror und Mento auch schon fertig, so dass sie wieder in den Stall konnten. Übrig blieben Aliena auf Hell und ich auf Abby. Aaron blickte der Stute betrübt nach, so war es doch eigentlich seine Stute, die aber voll im Training stand und zur Zeit nicht von ihm geritten werden konnte.
      Aliena übte derweil mit Hell Außengalopp, versammelter Trab & Galopp, Kehrtwendungen, Kurzkehrtwendung, einfache Galoppwechsel und doppelte Schlangenlinien. Hell verstand alles recht schnell, so dass ich mich weiter um Abby kümmern konnte. Die Lektionen der Klasse M beherrschte sie schon wunderbar, was daran lag, dass sie sehr intelligent war. Was wir jetzt noch üben mussten war jedoch alles andere als einfach: Schulterherein, Traversale, Travers, Traversalverschiebungen im Trab und Galopp, Renvers, fliegender Galoppwechsel, Schaukel, Pirouette, Piaffe und Passage. Abby kämpfte sich ziemlich ab, um alles auf die Reihe zu bekommen, hatte es am Ende jedoch geschafft, sich alles zu merken! Die Dressurturnier konnten kommen!
      Nun waren I've got the moves like Jagger und Faster an der Reihe. Beide mussten im Springen von A auf L gebracht werden. Da ich mir Aaron zur Hilfe geholt hatte ging das auch recht schnell, weshalb wir uns nun unseren Galoppern widmen konnten. Hier waren es Zuckerschock und Deadly Ambition die von A auf L gebracht werden mussten, Massacre Boy, der von L auf M gebracht werden musste und Nyanda, Seattle Slew und Priamos Ruffia Kincsem, die von M auf S gebracht werden mussten. Wir hatten bei keinem der Pferde Probleme, außer bei Pria, die wieder nach vorne preschen wollte wie von der Tarantel gestochen. Ich seufzte auf ihrem Rücken und versuchte sie zurück zu halten, gab es jedoch irgendwann auf. Wenn sie sich kein Bein während eines Rennen brachs, war sie die geborene Gewinnerin.

      The Prisoners
      Es war Anfang Oktober, 5 Uhr morgens. Das Wetter war bescheiden- eher schlecht als recht, denn es regnete. Ab und zu donnerte es auch, aber es war ja auch Gewitter gemeldet- schon wieder. Heute würden wir die Sonne wohl nicht zu Gesicht bekommen, doch das brauchten wir auch nicht, denn wir würden heute mit der gesamten Mannschaft ins Gefängnis fahren. Warum? Tja, das wussten die anderen auch noch nicht. Zu erst mussten wir jedoch die Pferde füttern, weshalb wir alle ja auch schon um 5 Uhr aufstehen mussten. Alexis übernahm den Verkaufsstall, Caleb kümmerte sich um die Zuchtstallung, Aliena übernahm die Vollblüter und Aaron später die Jungpferde. Zu guter Letzt übernahm ich die Trainingspferde.
      Als wir damit fertig waren, sprangen wir alle schnell unter dich Dusche, packten etwas zu essen ein und machten uns mit dem 7-Sitzer und dem Pick Up auf den Weg zum Gefängnis, wo wir eine Aktion unterstützen wollten, die jugendlichen Kriminellen half, wieder festen Boden unter den Füßen zu bekommen. Es dauerte gute 2 Stunden, ehe wir am Gefängnis ankamen, die Autos am Parkplatz parkten und erstmal alle Sachen im Auto ließen, die wir wahrscheinlich nicht durch die Sicherheitskontrolle bekommen hätten. So blieben alle Handys im Auto und auch Caleb ließ, wenn auch wiederwillig, sein Messer im Wagen. So gingen wir also "unbewaffnet" zum Eingang und wurden sofort in eine große Mensa geführt, wo die Gefangenen schon auf uns und andere Rancharbeiter warteten. Ich hatte eine Präsentation vorbereitet, so wie die anderen auch, die wir den Gefangenen zeigen würden, damit sie eine Ahnung davon hatten, was sie auf den Höfen erwartete. Beim Rundumblick fielen mir sofort 4 Personen ins Auge, drei Jungs und ein Mädchen, die zusammen an einem Tisch saßen, wovon zwei Jungs den dritten argwöhnisch ansahen. Dieser grinste sie jedoch nur süffisant an und das Mädchen legte ihm eine Hand auf den Arm, sagte ihm etwas und schon wandte er den Blick wieder nach vorne, während die anderen beiden Jungs ihn noch seltsam anschauten. "Schaut euch die vier da hinten mal an", sagte ich zu meinen Mitarbeitern und sie nickten. Caleb setzte ebenfalls sein süffisantes Grinsen auf und schaute damit das Mädchen der vier an. Von dem Jungen rechts von ihr, der ihr sehr ähnlich sah, bekam er einen ziemlich eindeutigen Blick ab, so dass Caleb den Blick abwendete. Nun erhob der Chef des Gefängnisses das Wort.
      "Da nun alle eingeladenen Personen angekommen sind, herzlich willkommen Ihnen allen. Sie wissen hoffentlich alle warum Sie hier sind", begann er seine Rede und uns wurde etwas zu trinken gebracht. "Von einem Gefängnis in Colorado wissen wir, dass die Arbeit mit Pferden Jugendliche stark verändern kann. Sie alle", sagte er und zeigte zu erst auf die Gefangenen, dann auf uns: "haben ein besseres Leben bei diesen Leuten verdient. Sie werden die Chance haben, auf einer Ranch zu leben und zu arbeiten, wieder zur Schule zu gehen und sich ihren Lebensunterhalt selbst zu verdienen. Die Arbeit auf der Ranch wird so lange dauern, wie sie Ihre Gefängnisstrafe hier eigentlich absitzen müssten. Wenn sie dann Fuß gefasst haben, können sie selbst entscheiden, ob sie weiterhin auf der Ranch bleiben wollen, oder ob Sie einen anderen Weg einschlagen möchten. Ich wiederhole es nur gerne noch einmal, es ist eine riesen Chance für Sie, etwas aus ihrem Leben zu machen. Ruinieren Sie sich das nicht. Over and out.", sagte der stämmige Mann zum Schluss noch und gab das Wort an die erste Ranch. Insgesammt standen 7 Ranches zur Auswahl, wovon wir die letzte waren, die sich vorstellte. Ich schmiss meinen Stick in den Laptop, startete die Präsentation und wandte mich den Jugendlichen zu.
      "Hallo und herzlich willkommen auch noch einmal von mir und meinen Mitarbeitern. Ich bin Verena O'Connor, das ist meine Cousine Alexis O'Connor, das Aaron Felhorn, Caleb O'Dell, Aliena O'Dell und unser neusterZugang Riley Fortin. Wir kommen von der Gips Reminder Ranch in Kanada und möchten Sie heute aufmerksam auf unseren Hof machen.", sagte ich und atmete einmal tief durch. Es waren doch viele Augen die mich anstarrten und wissbegierig zwischen der Leinwand und meinen Mitarbeitern hin und her sahen. Nun ergriff Caleb das Wort, der nicht so nervös war und mir einfach nur unter die Arme greifen wollte, obwohl er keine Ahnung von der Präsentation hatte. "An erster Stelle steht das Wohl der Pferde auf unserer Ranch. Ich sag es Ihnen sofort klipp und klar wie es ist. Sehen wir einen von euch, der die Pferde misshandelt, seinen es unverdiente Schläge, Tritte oder Sonstiges, sei es mutwillig falsch gemischtes Futter...", sagte er und merkte, wie das Mädchen, welches sich als Octavia herausstellte große Augen machte. "Ja Octavia, man kann ein Pferd umbringen, wenn man sein Futter falsch mischt. Das ist so. Also wo war ich.. ach ja.. wenn ihr den Pferden Leid antut, geht es für euch zurück ins Gefängnis. Es kommt jedoch auf die Schwere des Vergehens an, wir werden da jedoch nicht zimperlich sein. Wenn ihr jedoch meint, euch gegenseitig an die Gurgel zu gehen, dann schön. Wir schicken euch nicht zurück, aber ihr müsst mir Konsequenzen rechnen..", erklärte er und ich räusperte mich, damit ich wieder die schönen Seiten des Ranchlebens erläutern konnte. "Zur Zeit besitzen wir um die 60-70 Pferde. Es kommen und gehen immer andere Pferde, so dass ihr nie mit den Selben arbeiten werdet. Wenn ihr also mit uns auf den Hof kommt, sollte euch bewusst sein, dass wir euch zunächst einen Monat beobachten, wie ihr füttert, mistet, Pferde auf die Koppel bringt, im Haushalt helft und und und.. Bemerken wir besonderes Interesse an den Pferden, bringen wir euch das Reiten bei und ihr dürft uns auf Turniere und Ausritte begleiten.", erklärte ich und setzte dann zu meiner ersten Frage an. "Wer von euch ist denn schon einmal geritten?", fragte ich die jungen Menschen und sah zu meiner Erleichterung, dass Octavia aufzeigte. Ich schenkte ihr ein kurzer Lächeln und sah dann in die Runde. Es sah relativ karg aus. "Wer von euch möchte denn reiten lernen?", zaghafte Hände hier und da, Octavias Hand ganz weit nach oben gestreckt. Die anderen 3 an ihrem Tisch hoben ebenfalls kurz die Hände. "Gut", sagte ich. "Sehr gut. Wisst ihr warum ihr auf der Gips Reminder Ranch besonders gut aufgehoben seit? Wir haben viele Pferde der Westernsparte, Quarter und Paint Horses. Wir haben jedoch auch zwei Missouri Foxtrotter, die es nicht so oft gibts. Zudem haben wir eine ganze handvoll Englische Vollblüter, wir haben Dressur, Spring, Distanz und Military Pferde. Eininge sind auch im Fahrsport tätig. Isländer und Ponies gibt es auch!", erklärte ich ihnen freundlich und sah, wie Octavia sich zu dem Mann an ihrer rechten wandte und ihm freudenstrahlend etwas erzählte. Er strich ihr sanft über den Arm und bewegte sie dazu, wieder nach vorne zu schauen. "Ihr werdet also eine riesige Auswahl an Pferden haben, mit denen ihr täglich arbeiten könnt. An Wochenenden gilt es auch früh aufstehen, auch wenn ihr abends mal raus feiern wart.. ja, das dürft ihr bei uns auch. Jedoch kommt immer einer oder ein paar von uns mit. Wir sind schließlich auch noch jung und möchten das Leben genießen.", sagte ich und lachte kurz, als Caleb mir einen vorwurfsvollen Seitenblick zuwarf. "Ich denke das war alles, wenn ihr noch fragen habt kommt gerne hier zu uns rüber. Danke für eure Aufmerksamkeit!", beendete ich meine Rede und setzte mich unter Applaus wieder an unseren Tisch. Wir redeten eine ganze Weile mit den jungen Leuten, erklärten ihnen noch mehr über den Hof und verließen dann mit den anderen Arbeitern den Raum. Wir bekamen Mappen vorgelegt und sollten uns die Jugendlichen näher anschauen. Es dauerte eine ganze Weile, ehe wir alle Mappen durch hatten und uns wirklich für die 4 entschieden, die ich mir am Anfang schon ausgesucht hatte. Zu meiner Freude hatte jeder der 35 Jugendlichen einen Platz auf einer Ranch gefunden...
      Voraussetzung war, dass sie dort hin wollten. Auf einer Liste die uns vorgelegt wurde, standen die Namen derer drauf, die auf unsere Ranch wollten. Es waren 7 Leute, von denen wir vier sicher mitnehmen würden, die anderen 3 waren unsicher, weshalb wir zunächst die sicheren Kandidaten verkündeten. "Bellamy Blake, Octavia Blake, Finn Collins und Jonathan Murphy, wenn ihr möchtet, könnt ihr mit zu uns", sagte ich ihnen und die vier nickten. Sie durften aufstehen und ihre Sachen zusammenpacken. Nun standen noch 3 Leute auf unserer Liste.
      Emily, Grace und Ethan. Ich schaute meine Mitarbeiter kurz an. Wir hatten im Auto keine Plätze mehr frei, da im Pick Up nur 3 Sitze waren. Sie schüttelten bedrückt den Kopf. "Leider können wir im Moment nur 4 neue Arbeiter aufnehmen, doch ich weiß welche Ranches euch gerne hätten, da werdet ihr es auch sehr gut haben!", erklärte ich Emily, Grace und Ethan. Ich schüttelte ihnen die Hand und wir 6 machten uns dann zu unseren vier auf. Sie stellten sich uns nochmal einzeln vor und Jonathan wollte einfach nur John oder Murphy genannt werden.
      "Finn und Murphy zu mir, Bellamy und Octavia zu Caleb", sagte ich freundlich und hielt Finn und Murphy die Tür auf, so dass sie in den 7-Sitzer steigen konnten. Bellamy und Octavia gingen zusammen mit Caleb in den Pick Up. Die restlichen Mitarbeiter kamen mit zu mir, so dass es auch gleich losgehen konnte. Die Fahrt dauerte nicht allzulange, so dass wir recht schnell am Hof ankamen und Octavia ohne zu warten aus dem Auto raussprang, um sich umzusehen. Ich wollte ihr noch nachrufen, da nickte mir ihr Bruder, wie ich erfahren hatte, zu und sprang ihr hinterher, um sie am Arm fest zu halten. "O, warte doch", sagte er leise und schaute etwas eingeschüchtert zu mir rüber. Finn und Murphy waren auch schon ausgestiegen und schauten sich mit großen Augen um. "Willkommen in eurem neuen Zuhause!", sagte ich freundlich und blickte in 4 endlos zufriedene Gesichter. "Ich habe euch 2 Zimmer fertig gemacht, eins mit 3 Betten, eins mit 2. Wenn es für dich, Octavia jedoch oke ist, können du und dein Bruder zusammen in einem Zimmer schlafen, anstatt du alleine und die drei Jungs zusammen?", fragte ich sie und sah, wie sie fragend zu ihrem Bruder sah. "Okay, dann das Einzelzimmer. Die Zimmer liegen ja nebeneinander", sagte ich und zeigte auf ihr Gepäck. "Holt euer Zeug, ich zeig euch die Zimmer. Und ihr anderen, ab an die Arbeit!", frügte ich mit Nachdruck an, weil ich sah, wie Caleb mich wieder angaffte. "Caleb, now", sagte ich lachend und gab ihm einen Klaps gegen den Arm. Entschied mich dann jedoch, Caleb mitzunehmen. Ich traute John und Bellamy noch nicht so wirklich über den Weg, vor allem da sie sich die ganze Zeit herablassend anschauten. "Das klappt ja mit euch 3 auf einem Zimmer, oder?", fragte ich skeptisch und schaute zwsichen den 3 Jungs hin und her. "Ja..", sagte Bellamy dann und setzte ein Lächeln auf, ehe er seiner Schwester einen Arm um die Schultern legte und sie zu sich heran zog. Er flüsterte ihr etwas ins Ohr, ehe sie zu strahlen anfing und sich umschaute. "Ich glaube, ich habe genau das richtige Pferd für dich, Octavia", sagte ich und zauberte ihr ein noch größeres Lächeln ins Gesicht. Unterwegs kam uns Amy Lee entgegen, die auch erst seit kurzem hier war. "Amy hat zur Zeit ein Einzelzimmer, aber falls du dich mit ihr verstehst, Ocativa, könnte ihr gerne zusammen in eins", erklärte ich lächelnd, nachdem ich Amy vorgestellt hatte. Dann waren wir an den Zimmern angekommen und ich ließ die 4 in Ruhe auspacken. In der Zwischenzeit ging ich runter in die Küche und bereitete einen kleinen Snack vor, da die vier bestimmt Hunger hatten. Zwischendruch kam Amy in die Küche, um zu fragen, was sie arbeiten solle. In der letzten Zeit ging leider alles etwas drunter und drüber, weshalb die Arbeitspläne natürlich auch hinterher hingen. "Geh die anderen fragen welche Pferde noch übrig sind, die kannst du dann arbeiten", sagte ich lachend. "Spätestens in zwei Tagen sind die neuen Pläne fertig, dann hast du fest zugeteilte Pferde", erklärte ich ihr und fing Octavia ab, die schon fertig mit auspacken war. Sie setzte sich an den Tisch und aß meine Snacks mit Freude, während sie etwas über ihr bisheriges Leben erzählte. Auch Bellamy, Finn und Murphy kamen nach einer Weile in die Küche, um sich zu uns zu gesellen.
      Dann gingen wir zum Offenstall, wo die Jungpferde der Gips Reminder Ranch standen. Nach und nach stellte ich ihnen die Pferde vor. Snapper Little Lena, Miss Holly Golightly, Striga, Natu's Little Harley, Raised from Hell, Ocarina of Time, VK Aquila T Mistery, Magnificient Crow, Crescent Wolf, Blossom Magic, Invest in Enterprise, VK Funky's Wild Berry, Day Gone By, das namenlose Fohlen, welches wir Bellamy 'O tauften, Dynur fra Frelsi, Call of Pripyat, VK Bella's Dun Gotta Gun, Kunis, VK Gunna Whiz, Lil Nucu Omira, Wildfire xx und Zues. Octavia war sofort von den Fohlen begeistert, während Murphy sich besonders für Zues interessierte. Na das konnte ja was werden, dachte ich mir lachend und ging dann mit den vier in den Stall. Zu erst waren die Zuchpferde dran: Amarula van Helsing, Bella Dun Del Cielo, Cherokee Rose, Funky Powerbabe, Goodbye Graceful, Hollywood's Silver Dream, Souls Sisters Brother of Time, Sacramento xx, Spooks Gotta Gun, Stormbringer, Supernova, Wimpys Little Devil und Yoomee. Anscheinend war kein Pferd dabei, was den vier gefiel. Aber das lag wahrscheinlich auch daran, dass sie sowieso nicht mit ihnen arbeiten durften. Dann ging es weiter zu den Vollblütern: Drag me to Hell, I've got the moves like Jagger, Faster, Augen auf! Ich komme, Zuckerschock, Wild Reflex, Nyanda, Scoubidou, Seattle Slew, Priamos Ruffia Kincsem, My lovely Horror Kid, Deadly Ambition, HGT's Massacre Boy, Chocolate Dream und Versatilely Gold. Hier war Octavia nun Feuer und Flamme. Sie wusste gar nicht, welches Pferd sie als nächstes Steicheln sollte. Kurz lachte ich. "Leider dauert es noch eine ganze Weile, bis du eines von diesen reiten darfst, Octavia.", entmutigte ich sie und sah ihr an, wie enttäuscht sie war. "Naja, vllt darfst du dich bald mal auf Chocolate Dream setzen", sagte ich lächelnd und zeigte ihr den Hengst, der ihr brummelnd die Nase entgegenstreckte. "Der ist wunderschön", sagte sie leise und streichelte über seine Nase. "Ja, das ist er."
      Flink klapperten wir nun die Pferde im Trainingsstall ab: Siku, Firewalker, Solitary, Skrúður, Eldrian Antrax, Cauldron of Renascence, Ravi, Blazing Flame, Snuff, Ahyoka, Horror Halloween, Nojrsodsch, Maracuja Limes, Bijou, Náttdís van Ghosts, Genuine Lil Cut, What Lies Ahead, Gun and Slide, Lovely Summertime, Sympathy for the Devil, Comeback of a fallen Goddess, My sweet little Secret, Marly's Pluie, Crusing's Dawn of Hope, Annie get your gun, My Blue Gun, Your possible Pasts, Hot Smoking Chex, Sheza bat cat, HGT's Enjoy Nature, Woodstock Lady, Ciel.os Double Dun It und Lucy never say goodbye.
      Spätestens jetzt war mindestens ein Pferd dabei, wofür sich die vier begeistern konnten. Außer natürlich Octavia, denn sie war für jedes Pferd zu begeistern. "Ich hoffe, euch hat der kleine Rundgang gefallen und ihr habt ein Pferd gefunden, das ihr später mal arbeiten möchtet.", erklärte ich ihnen fröhlich. "Doch bis da hin, ab an die Arbeit", fügte ich nun lachend bei und drückte jedem eine Mistgabel in die Hand, mit denen ich sie in die Boxen schickte, wo die Pferde schon auf der Koppel standen.
    • Occulta
      Cooper
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      06|12|15

      "Zu Nikolaus ein neues Pferd?". Simon stand mit offenen Mund vor mir, war nicht unbedingt wütend, aber auch nicht erfreut. "Och Mensch, wir bekommen doch grade erst unsere in Pflege gegebenen Pferde wieder" sagte er nervös. Ich schaute ihn mit großen Augen an und wusste das er jetzt nicht mehr nein sagen würde, ginge ja auch schlecht. "Komm schon, ich bekomme sie von einer Freundin die leider nicht mehr die Zeit hat um sich um einen Hof zu kümmern. Sie ist eine super junge Stute und stammt von Far Cry und Burning Spring, Far Cry ist ja auch Cryfirra's Mutter". "Ja, letztendlich sind die Käufe und alles drum und dran, ja sowieso dir überlassen und unser Bestand muss ja eh langsam wachsen wenn das mir der Zucht was werden soll". Er küsste mich auf die Stirn und verschwand in den Stutenstall um dort die Box vor zu bereiten. Glücklich wartete ich auf Deadly Ambition.

      Einige Tage später kam Ally an. "Es ist ja grade mal zwölf Uhr, habe dich später erwartet" sagte ich und bekam die Info das sie relativ schnell reisen konnten. Ally musst sich sichtlich beeilen, und das merkte auch 'Dee'. "Ruhig" sagte ich und streichelte die Stute, die ich nervös und kopfnickend erstmal auf die Weide brachte um ihr Auslauf zu geben. Ally verabschiedete sich von Dee und darauf dann auch bei mir. "Keine Sorge, sie wird es gut haben, ich kann dich ja auf dem laufenden halten. Und wenn du mal wieder lust auf Pferde hast, komm einfach vorbei, hier ist immer ein Platz" sagte ich und sprach ihr für ihren weiteren Weg Mut zu.

      Dee hatte sich inzwischen ein wenig ausgetobt, dennoch schien sie immer noch nervös. "Hoffentlich wird es nicht wieder so eine Schlafen im Stall- Aktion geben" sagte Simon mit verzogenem Gesicht. Ich lachte "Nein, sie wird das schaffen. Sie ist kein Fohlen mehr, sie ist einfach viel zu durcheinander und verwirrt, das legt sich." Das hoffte ich zumindest.
      7 Dez. 2015 Bearbeiten Löschen Melden
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      Cooper
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      Prävention | Immunisierung
      Ambition hatte sich langsam an ihr neues Zuhause gewöhnt und heute hatte ich Zeit gefunden sie gesundheitlich zu Untersuchen. Ich war selbst Tierärztin, und spezielle auf die Equinemedizin ausgerichtet. Oftmals habe ich andere Ärzte geben sich meine Pferde und Fohlen an zu sehen, aber nur durch Zeitmangel.

      Simon holte Ambition aus der Box und band sie an. Ich begrüßte sie erstmal und streichelte sanft ihren Kopf. Ihr Winterfell war sehr weich und fluffig, und einfach zum Knuddeln. Sobald ich aufhörte sie zu streicheln, wurde sie bockig und bettelte. Jedoch führte kein Weg an der Untersuchung vorbei. Zuerst entnahm ich verschiedene Proben, inklusive eine Probe der Schleimhäute und des Blutes, eine der wichtigsten, und steckte sie in die Zentrifuge. "Bis die fertig sind können wir schon anfangen". Doch mit Ambition war nicht zu spaßen. Als wir zurück kamen und ich versuche mir einen Überblick in ihren Ohren und Mundbereich zu verschaffen zog sie ununterbrochen den Kopf weg, auch Simon konnte nichts dagegen tun. "Mensch, jetz reichts aber" zischte ich. Aber Ambition legte nur die Ohren an und wenn sie wie ein Hund knurren könnte, würde sie es jetzt in diesem Moment tun. Aber stattdessen gab sie nur lautes schnaufen von sich und die Anspannung wuchs. Letztendlich haben wir die Kontrolle mit hängen und würgen hinter uns gebracht, mit hier und da eine Bissspur. "Verdammt!". Ich lief zum nächsten Sattelhäuschen um mir kaltes Wasser über den Unterarm laufen zu lassen, Simon kam natürlich hinterher und Ambition blieb erstmal alleine im Stall stehen. "Baby, alles gut?" "Ja, klar. Ambition hat mich nur stark erwischt als ich ihre Herzfrequenz gemessen habe" antwortete ich mit einer wackeligen und zittrigen Stimme. Simon tröstete mich, machte mir eine Salbe auf die betroffene Stelle und liefen dann gemeinsam zurück. "Jetzt benehme dich mal, du kannst das doch". Ich spritzte ihr noch die Immunisierungen und wertete dann die Ergebnisse der Proben aus. "Und, wie siehts aus?" frug Simon und alles was ich sah waren seine verwirrten Augen die auf das Stück Papier mit den Ergebnissen starrten. "Alles gut. Krankheitsbilder sind negativ und alle anderen wichtigen Werte liegen alle im Normalbereich" lächelte ich.

      Zufrieden konnte ich Ambition wieder nach der gelungenen Entwurmung in ihre Box stellen und gab ihr zur, wenn auch nicht ganz verdienten, Belohnung eine halbe Banane. Sie wiederum kaute genüsslich auf der Banane rum und bedankte sich mit einem Kopfnicken, dass mir den ganzen Pulli versaute, weil sie dabei ihren Speichel nicht unter Kontrolle hatte. Simon lachte, nahm mich bei der Hand und lief mit mir zur kleinen Rennbahn wo grade Guinness und Grammar trainiert wurden.
      27 Dez. 2015 Bearbeiten Löschen Melden
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      Cooper
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      Pflegebericht | 24..03.16
      Stutenstall
      Es war schon seit einiger Zeit geplant dass ich mich mal einen Tag komplett um die Pferde in den verschiedenen Ställen widme, und heute war dieser anstrengende, aber sicherlich spaßige Tag da. Simon war hingegen nicht sehr begeistert, er hatte sich vorgenommen mit Eskador eine Runde auf der Rennbahn zu drehen, was er aber mit zu liebe nach Hinten verschob.
      Es war der erste richtig sonnige, aber keineswegs warmer, Tag. Trotzdem genoss ich die Sonnenstrahlen und ich beschloss alle Stuten auf die Weide zu stellen. Jede von ihnen bekam aber eine Decke, angefangen mit Cryfirra, dann Sajé, Deadly Ambition, Smelyalata, Phaeleh, Tabita, Felicita und zuletzt Sekuoia. Die einzige die die neuen 'Kuscheldecken' nicht mochte war Sajé. Sie mochte die Decke gar nicht und versuchte sie mit aller Kraft ab zu streifen. "Jetz hör aber auf!". Mein Ton war harsch. Die Marwaristute bemekte dass, wackelte mit ihren Ohren und schaute mich mit großen Augen an. "Du brauchst mich jetzt nicht so an zu sehen. Auch für dich ist das noch viel zu Kalt, wenn du was länger draußen bist". Man wusste ja nie ob Pferde einen Wortwörtlich verstehen, das tun sie denke ich auch nicht. Dennoch sprach mit trotzdem mit Ihnen, wie, als wären es kleine Kinder. Meiner Meinung nach war das auch richtig so. Simon lachte mich, bevor er noch nicht so viel Kontakt mit Pferden hatte, aus. Mittlerweile weiß aber auch er dass man das einfach so macht. Als alle Stuten weidebereit waren, brachten Simon und ich sie zweiweise auf die Weiden, dort fütterten wir auch Frühstück. "Frühstück ist doch ein gutes Stichwort". Simon nahm mich an die Hand und wir verschwanden ins Haus für's Frühstück. Die Küche war groß und super toll eingerichtet sowie ausgestattet. Rachel stieß noch hinzu und wir genossen eine gemütliche morgendliche Runde. "Oh, ich muss los" sagte Rachel als sie um kurz nach zehn auf die Uhr schaute und verschwand nach dem gemeinsamen aufräumen. Auch Simon und ich machten uns wieder auf den Weg in den Stutennstall und misteten dort alles Boxen aus. Einige der Stuten wie, Sekuoia und Phaeleh setzten wir um auf Späne, da sie sich dauerhaft von Heu voll fraßen und das gute Futter dann nicht aßen. Zudem erneuerten wir den ganzen Boxenplan, Futterplan und die Weidezeiten. Alles hatten wir auf eine Pinnwand gehängt, somit jeder Zugriff auf die Unterlagen hatte. Nach der Prozedur, waren unglaubliche drei Stunden vergangen und die Sonne stand hoch am Himmel.
      Nach einer kleinen verdienten Pause holte ich mit drei Stuten hinunter. Sekuoia, Felicita und Tabita. Alle drei waren sehr angenehme Genossinen und vertrugen sich untereinander außerordentlich gut. Ich machte mich daran die drei zu putzen und zu pflegen. Alle drei bekamen zusätzlich ein schönes Öl für das Fell und auch eine nette Frisur. Dann schickte ich einen Mitarbeiter mit ihnen zum Selbsttrainer. "Eine halbe Stunde für jede reicht heute. Es ist Feiertag" sagte ich humorvoll, was es nach seinem Gesichtausdruck zu Urteilen, nicht so wirkte. Die nächsten waren Sajé und Cryfirra, da Simon mit Smelyalata, Deadly Ambition und Phaeleh zuvor genommen hatte. Ich trauerte ein wenig um die Gesellschaft von Yalata und Eleh, dennoch würde ich sie dann einfach am nächsten Tag mal besuchen. Zudem war ich froh, dass Simon sich eingelebt hatte, das machte mich am glücklichsten. Mit Sajé und Cryfirra machte ich das gleiche wie bei der Dreiertruppe von eben. Die beiden genossen es, nur Cryfirra war nach kurzer Zeit schon genervt und ließ sich keine Frisur mehr machen, was aber auch nicht unbedingt nötig war. Ich sattelte und trenste Sajé und beschloss mit ihr noch einen kleinen schönen Ausritt in den Wald zu machen. Ich sagte Simon bescheid und verschwand dann.
      27 März 2016 Bearbeiten Löschen Melden
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      Veija
      Pferd wird ab sofort hier weiter gepflegt!

      https://www.joelle.de/media/albums/8-sonstiges-der-grr.3534/
      25 Mai 2016 Bearbeiten Löschen Melden
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      Veija
      Kurzer Besuch bei Coopers Pferden

      Heute hatte ich mir zur Aufgabe gemacht, einmal bei Coopers Pferden vorbei zu schauen. Ich hatte ihr versprochen, dass ich mich um die Tiere kümmern würde, während sie keine Zeit hatte, also tat ich das dann auch.
      Bei den Jungpferden waren es Sorayia, Cyoue, CHH' Elhae, Glamour of Death, Nour, Light up Hell, Aywy, Pantoffelchen, Taliah Cableah und Laarnié, die meiner Aufmerksamkeit bedurften. Ich schaute sie mir alle genau an, kontrollierte ihre Beine auf Verletzungen und ließ sie dann auf der Koppel in Ruhe. Als nächstes folgten jetzt die Stuten von Chattahoochee Hills. Cryfirra, Sajé, Deadly Ambition, Smelyalata, PFS' Phaela, Tabita, Felicita II und Sekuoia brachte ich alle zu erst auf die Koppel, ehe ich die Boxen ausmistete und nach dem Futter schaute. Als ich damit fertig war, folgten die Hengste. So brachte ich Aikon Aszu, Eskador, CHH' Guinness, London Grammar, Losco, Seattle Slew und Odyn ebenfalls auf die Koppel. Danach mistete ich die Boxen und kümmerte mich, genau wie bei den Stuten, um das Futter. Das waren jedoch noch nicht alle Pferde, ein paar fehlten noch. Aldaire, Siropòn, Quiet Giant, Vintage und Moment of Truth brachte ich zuletzt auf die Koppel, bevor ich auch ihre Boxen mistete und nach dem Futter schaute. Dann machte ich mich wieder auf den Heimweg, bis zu einem nächsten Besuch.
      29 Aug. 2016 Bearbeiten Löschen Melden
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      sadasha
      Chattahoochee Hill's
      Stuten
      Cryfirra, Sajé, Deadly Ambition, Smelyalata, PFS' Phaeleh, Tabita, Felicita II, Skuoia

      Am zweiten Tag meines Kurzurlaubs in den Chattahoochee Hills sah ich nach den Stuten des Guts. Cryfirra, Sajé, Deadly Ambition, Smelyalata, PFS' Phaeleh, Tabita, Felicita II und Skuoia waren alle top in Form und standen nach wie vor in der Obhut von Pflegern, die die Stuten umsorgten und bewegten. Gerade als ich vorbeilief beschäftigte sich jemand mit der Berberstute Tabita. Da es für mich interessanter war nahm ich mir heute die Vollblutstuten vor. Sechs an der Zahl gab es hier und ich tat mein Bestes sie ordentlich auszulasten, bevor ich sie wieder in ihre Boxen verabschiedete. Besonders angetan hatte es mir Felicita II, die den besten Eindruck hinterlassen und wunderbar mit gearbeitet hatte. Aber auch Phaeleh würde mir im Gedächtnis bleiben, weil sie so auffällig gefärbt war. Im ersten Augenblick hätte ich gedacht, sie sei eine Spotted timeout Tochter. Nach einem Blick auf ihr Boxenschild wusste ich dass ich damit falsch lag. Dieser Zufall wäre wohl zu groß gewesen.
      10 Jan. 2017 Bearbeiten Löschen Melden
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      sadasha
      Chattahoochee Hill‘s Stables
      03.April 2017 | 6459 Zeichen von sadasha
      Pflegebericht für alle Pferde

      Nein, es sieht im Moment noch immer unverändert stressig aus. Es wäre super, wenn du nochmal aushelfen könntest! Du bist der Beste! – Cooper

      Genau diese Antwort hatte ich bereits erwartet. Da für den eigenen Hof endlich eine Aushilfe (die sich gut einfügte und für nichts zu schade war) gefunden wurde, konnte ich mich ohne schlechtes Gewissen auf den Weg machen. Eine Aushilfe, damit man selber aushelfen konnte. Die Ironie wurde mir erst so richtig bewusst, als Isaac mich mit der Nase drauf stieß. Würde ich nicht nach Amerika fliegen und die Pferde von Cooper versorgen, wer tat es dann? Meine Vernunft sagte mir zwar, dass Cooper da schon jemanden finden würde, mein Gewissen redete mir ein, dass ich unabdingbar war um die Situation zu retten. Also packte ich meine Tasche. Eine Woche wollte ich in Amerika bleiben.
      Der Flug nach Georgia war unruhig und an Schlaf war die meiste Zeit nicht zu denken. Entsprechend fertig sah ich aus, als ich endlich auf dem Gestüt ankam. „Ach Hunter!“ seufzte Cooper und umarmte mich herzlich. „Du brauchst Kaffee, oder?“ mitleidig musterte sie mich.

      Cooper gab mir gut drei Stunden Zeit mich zu sortierten, ehe sie mir zeigte, dass sich auf dem Gelände nichts Gravierendes verändert hatte. Sogar die Pferde belegten noch die gleichen Boxen, wenn ich mich recht erinnerte. Dieser Umstand machte es mir leichter mich wieder einzufinden. Für heute jedoch war nicht mehr viel mit mir anzufangen. Das Jetlag hing mir nach und zog mich wie ein schwerer Sack Kartoffeln nach unten. Im Vorbeigehen erhaschte ich aber schon einen Blick auf die Youngsterkoppel und erkannte sofort Glamour of Death wieder. Das erste von mir gezogene Fohlen. Wie immer war ich stolz zu sehen wie gut sich mein Nachwuchs entwickelt hatte. Den Abend verbrachten wir damit die Woche zu planen. Wir waren zu zweit, also konnten wir uns aufteilen. Cooper würde sich jeden Tag um die Fohlen und Jährlinge kümmern, während ich die ausgewachsenen Pferde so gut es mir möglich war bewegte und bestenfalls etwas förderte.
      Nach einer durchgezechten Nacht wachte ich immer noch totmüde auf. Es hatte die Nacht lang heftig Gewittert und draußen war es nass, aber immerhin warm. Als ich das Haus verließ kam mir Cooper mit Sorayia und Cyoue entgegen. Sie waren auf dem Weg zur Weide. Wir brauchten nicht viele Worte um abzuklären, dass sie mit den Jungpferden weiter machen würde, während ich schon anfing die Boxen zu misten. Das Misten war mühselig, weckte meine müden Knochen. CHH‘ Elhae beobachtete mich neugierig von der Box gegenüber. Neben ihr drehte Nour schon Kreise, weil er endlich raus wollte. Doch Cooper holte vorher Light up Hell und Aywy ab. Mit dem Misten kam ich gar nicht hinterher so schnell fertigte sie ihre Jungpferde ab. Auch Taliah Cableah und Laarnié waren jetzt schon auf der Weide. Am Ende fehlte nur noch Pantoffelchen, die sogar fast vergessen wurde. „Man, immer wieder das Gleiche!“ beschwerte sich Cooper und beeilte sich etwas um vor 9am noch die Verkaufspferde rausbringen zu können. Mich hatte sie noch gut zwei Stunden beschäftigt bis ich mit dem Misten der Fohlen- und Verkaufspferdeboxen durch war.
      Die einzigen Pferde draußen, die wohl älter als ein Jahr waren, waren Morgaine, Sence of Humor und Neela. Die drei Pferde standen zum Verkauf und standen zusammen mit einem Knabstrupper Stutfohlen sowie einem Paint Horse Jährling auf der Weide direkt am Eingang des Gestüts. Schließlich sollte jeder, der her kam ein Auge auf diese Pferde werfen und vielleicht Gefallen an einem oder zwei finden. Für einen kurzen Moment blieb ich am Zaun stehen und sah den Pferden beim Herumtollen zu. Die nassen Wiesen boten viel Spaß und während ich mir die nach wenigen Minuten bis zum Scheitelverdreckten Tiere ansah überlegte ich mir die restlichen Pferde heute erst zu reiten und sie danach ins Paradies zu entlassen. Cooper hatte wohl den gleichen Gedanken, denn als ich mich wieder dem Stallzuwandte, sah ich wie sie zusammen mit der gesattelten Cryfirra in Richtung Reithalle verschwand. Im Stall hatte ich nun die Qual der Wahl. Ich entschied mich aber einfach der Reihe zu folgen und zuerst Sajé zu reiten. Mittlerweile war es nach 10am. In der Halle plauderte ich ein wenig mit Cooper, die mir erklärte, dass sie gleich bei den Jungpferden weiter machen würde. Den Ritt brauchte sie als kleinen Motivationskick. Eine Stunde später hatte ich Sajé am langen Zügel und ließ sie noch ein paar Runden abkühlen, bevor sie direkt von der Halle auf die Weide kam. Übrig blieb nur ihr Reitzubehör, dass ich zurück in die Sattelkammer brachte. Auf keinen Fall würde ich heute alle Pferde reiten. Das war leider nicht drin. Daher brachte ich eine Hand voll Stuten schon auf die Weide. Deadly Ambition, Smelyalata, PFS‘ Phaeleh, Tabita und Felicita II wirkten soweit ganz zufrieden mit dieser Entscheidung. Sekuoia hingegen fand es nicht so prickelnd jetzt alleine auf der Stallgasse zu stehen und von mir geputzt und gesattelt zu werden. Die Zuchtstute schrie förmlich nach Bewegung und die Stunde in der Halle mit ihr bereitete mich nur schon darauf vor, was mich Nachmittags bei den Hengsten erwarten würde. Als ich die Reithalle verließ sah ich, dass Cooper Aikon Aszu und Eskador schon raus gelassen hatte. Auf dem Weg zur Sattelkammer kam sie mir entgegen. „Ich helfe doch noch kurz bei den Hengsten. Ich nehm CHH‘ Guinness und du London Grammar und danach nur noch die letzten beiden.“ Gesagt getan. Die Hengste waren anspruchsvoller und so beschäftigen wir uns jeweils zwei Stunden mit ihnen, ehe sie in ihre Offenställe entlassen wurden. Auch Losco und Odyn platzten fast vor überschüssiger Energie.

      Am Abend waren wir beide froh, dass alle Pferde soweit versorgt waren. Auch die nächsten Tage wurden nicht ruhiger und wir lernten uns die Zeit noch besser einzuteilen. Wir bauten hier und da kleine Verschnaufpausen ein und schafften es ein gutes Gleichgewicht zu finden, sodass jedes Pferd mindestens alle zwei Tage bewegt wurde. Vor allem die Jungpferde mussten täglich trainiert werden, damit sie nicht auf dumme Gedanken kamen. Nach der Woche war ich froh wieder nach Hause zu fliegen, wo der Alltag etwas ruhiger verlief. Cooper hatte nun wieder die Unterstützung ihres Personals und würde ebenfalls zurechtkommen. Vermutlich würde es nächstes Jahr wieder um exakt die gleiche Zeit eng werden. Sie wusste, dass sie sich auf mich verlassen könnte. Auch dann würde ich wieder zur Stelle sein und ihr über die harte Zeit helfen.
      3 Apr. 2017 Bearbeiten Löschen Melden
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      Cooper
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      Privat | Prävention (CheckUp) im Stutenstall| 06.05.2017
      Heute spielte das Wetter nicht wirklich mit, die offizielle Weideseason war damit nur für die Pferde eröffnet, die den Niederschlag ab haben konnten. "Zum Glück sind alle unsere Pferde relativ robust" murmelte ich und brachte alle Pferde außer die Stuten, die hinaus konnten mit den Stallgehilfen auf die Weide. Da ich am Vortag die Fohlen von Chattahoochee Hill's medizinisch Versorgt hatte, versorgte ich nun die Stuten. Smelyalata wurde gestern vorgezogen, da sie eigentlich bei einer Stutenkörung laufen sollte, leider hatte es unser Hufschmied nicht rechtzeitig zu uns geschafft, da es kräftig stürmte. Davon ließ ich mich nicht unterkriegen, sowas passierte nun mal und es war auch nicht die letzte Stutenkörung gewesen. Vertieft in Gedanken lief ich zum Klinik Gebäude um alle Utensilien zu holen die ich benötigte, darunter waren, Grundimmunisierungen, Wurmkuren und auch mein Stethoskop und die Sachen die ich brauchte um Vitalzeichen zu kontrollieren. Ich kramte sorgfältig in eine große Holzkiste und lief damit in den Stutenstall. "Ich hab schon mal alle Stuten aus der Box genommen und angebunden. Die Boxen habe ich ebenfalls frisch gemacht" sagte eine Mitarbeiterin, ich dankte ihr und bat Sie zu bleiben um mir mit den Pferden zu helfen. "Sehr gerne" erwiderte sie und lächelte. Als erstes war Cryfirra an der Reihe. Sie hatte das hellblaue Halfter an, was zuvor Affirmed gehörte, es passte ihr perfekt. "Na meine kleine, ich vermiss deinen Papa ganz schön" sagte ich und klopfte ihr auf den Hals. Die Palominostute war unglaublich temperamentvoll und ich wusste ab wann es schwierig wurde, bei den Immunisierungen. Wie folgt kontrollierte ich Nüstern, Ohren, Mundhöhle und Zähne, Augen und deren Pupillenreflex sowie Haut, Fell und Hufen. Ich bemerkte das sie etwas trockene und brüchige Hufen hatte, nicht stark, nur ein wenig. Ich murmelte etwas vor mich hin und dokumentierte das. Ich lies mir ihren Futterplan von der Mitarbeiterin geben und bemerkte das sie bis dato kein Mineralfutter bekam, weil sie es auch nicht brauchte. Ich ergänzte den Futterplan mit Mineralfutter und schrieb am Bemerkungsblock an Cryfirra's Boxentür: "Bitte auf Flüssigkeitszufuhr achten!". Somit hoffte ich das das Problem verschwand. Als nächstes untersuchte ich ihre Vitalzeichen, wie Herzrhythmus, Atmung, Temperatur und Puls, alles war in bester Ordnung. Zudem lies ich die Stute einen Trab in der Halle ausüben um nach Problemen vom Bewegungsapparat zu erkennen, aber auch dort war alles wie es sein sollte. "Schön". Zuletzt kam die Grundimmuniserung dran, die nicht sehr leicht von statten ging, da die Palominostute hohes Temperament besitzt und sich nicht scheut dieses zu benutzen. Mit der gleichen Prozedur ging es mit Deadly Ambition weiter, sie war eben ein Palomino, was man auf den ersten Blick nie glauben würde. Deadly sieht für unwissende beziehungsweise Menschen die sich nicht mit Pferden so gut auskennen, wie ein Fuchs aus, sie ist aber erwiesenermaßen ein dunkler Palomino. Die beiden sind Halbgeschwister, ihre Mutter ist Far Cry, daher die Palominofarben. Deadly war im Gegensatz zu Cryfirra aber einfacherer Handhaben und ihre Untersuchung sowie Immunisierung dauerte Nichtmal halb so lang wie bei der anderen Stute. Es ging ohne Pause direkt weiter zu Felicita oder 'Nummer Zwei' wie Simon sie nannte. Diese Stute hatte keinen Stammbaum, ist sechs Jahre alt und vertraut so gut wie keinen Menschen, feierte aber schon in jungen Jahren viele Erfolge. Ich nahm die Stute aus ihrer Box und band sie an. Behutsam führte ich die Untersuchung durch. Zwischendurch erschreckte sie sich wenn ein Mitarbeiter des Stalls um die Ecke kam, was aber nicht weiter störte. Nach Felicita war Phaeleh an der Reihe, sie war unsere jüngste Stute und war noch im Training, Erfolge hatte sie bis Dato noch nicht, das würde aber bald kommen. Nach ihr hatte ich noch Sajé, Sekuoia und Tabita die gleiche Prozedur durch machen lassen, diese hatten aber alle kein Problem mit der medizinischen Untersuchung und genossen meine Anwesenheit. "Ich werde versuchen mich mal mit euch allen zu beschäftigen, versprochen" sagte ich und hoffte das ich dieses Versprechen nicht brechen musste. "Die verstehen dich nicht, das weißt du!" lachte Simon. "Ich weiß. Sie spüren trotzdem das ich ihnen nicht so viel Aufmerksamkeit gewidmet habe". Ich war mit dem Stutenrundgang fertig und räumte auf, Smelyalata hatte schon zuvor eine Untersuchung bekommen.
      8 Mai 2017 Bearbeiten Löschen Melden
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      sadasha
      Chattahooche Hill's Stables
      06. Oktober 2017 | 1512 Zeichen von sadasha


      Chattahooche Hills. Wiedermal. Ich musste mich beeilen nicht zu spät zu kommen, denn die Pferde von Cooper waren seit ein paar Tagen ohne Aufsicht. Als ich auf dem Hof ankam wirkte jedoch alles ruhig. Zuerst ging ich zu den Jährlingen und Fohlen. Aywy, CHH’ Elhae, Cyoue und Glamour of Death kamen mir gleich freudig entgegen getrabt, als ich an der Weide vorbeilief. Auch Laarnié, Light up Hell, Nour und Sorayia wirkten sehr fit auf mich. Doch das Futter war leer und so ging ich gleich durch zum Stall, wo Cryfirra und Deadly Ambition gierig aus ihren Boxen schauten. Vermutlich waren auch hier die Futterkrüge leer. Nachdem die Jungpferde versorgt waren ging ich also bei den Stuten die Boxen ab. Am Ende hatten auch Felicita II, PFS’ Phaeleh, Sajé, Sekuoia, Smelyalata und Tabita neues Futter. Nun waren noch die Hengste übrig. Ian, Losco, Aikon Aszu, CHH’ Guinness, Eskador, London Grammar und Odyn hatten nicht nur Hunger, sie waren außerdem maßlos unruhig. Auch die Showpferde Aldaire, Moment Of Truth, Quiet Giant und Siropòn liefen in ihren Boxen einen Hufschlag ins Stroh. Doch viel Zeit hatte ich dieses mal nicht. Auch die Verkaufspferde brauchten neues Futter und das war erstmal wichtiger als Bewegung. CHH’ Emanaé, Morgaine, Taliah Cableah und Vintage waren die letzten, die ich heute fütterte.
      Nachdem alle Pferde versorgt waren beeilte ich mich Cooper eine Nachricht zu hinterlassen. Ihre Mitarbeiter würden sich ab morgen wieder kümmern, sodass alle Pferde weiter bewegt und gefördert würden.
      6 Okt. 2017
    • Occulta
      Quinzel
      Chattahooche Hill's Stables
      Zu Besuch bei Cooper - 26. April - 2141 Zeichen

      An diesem sonnigen Donnerstag im Spätapril, beschloss ich Coopers Vierbeiner auf dem CHH' Gestüt zu besuchen. Sie hatte aktuell nicht so viel Zeit, deswegen dachte ich mir, ein kurzer Besuch um ihr unter die Arme zu greifen, würde sie bestimmt freuen. Ich spazierte als erstes auf dem großen Gelände herum und kontrollierte Zäune und Zauntore. Alles stand wie es sollte - Coopers Abwesenheit war kaum zu bemerken. Zuerst kümmerte ich mich um alle Jungpferde, also Aywy, CHH' Elhae, Light up Hell, Cyoue, Laarnié, Glamour of Death, Nour und Sorayia. Anschließend kümmerte ich mich um die Stuten. Ich mistete die Boxen von Ian und Losco, als ich danach in den Ställen den Gang entlang lief, stellte ich fest, dass Aikon Aszu, London Grammar und Eskador's Futter sich dem Ende neigte. Nachdem alle gefüttert wurden, führte ich CHH' Guinness und Odyn zu den Jungpferden auf die Weide. Auf der Hengstweide galoppierten Cryfirra, Deadly Ambition und Felicita II entspannt umher. Sekuoia stand etwas abseits und graste ruhig vor sich hin. Gegen Vormittag kümmerte ich mich noch um die Boxen von Sajé und PFS' Phaeleh. Als Weidenwechsel anstand, führte ich auch noch Smelyalata, Aldaire, Moment Of Truth und Tabita auf die Weide. Anschließend füllte ich das Futter von Siropòn und Quiet Giant auf. Bei Coopers Verkaufspferden kontrollierte ich nur die Boxentüren und ob noch genug Futter da war. Vintage begrüßte mich freundlich mit einem wiehern und auch Morgaine schaute mich mit großen Augen an. Die Boxentür von Taliah Cableah war nicht gut verschloßen, also half ich nach. CHH' Emanaé ist so zuckersüß, am liebsten hätte ich den Kleinen mitgenommen, leider ging das nicht. Am Ende des Tages waren alle versorgt. Langsam brauch auch schon die Dunkelheit an, also beschloss ich mich auf den Heimweg zu machen. In den nächsten Tagen war Coopers Team wieder da und würde sich um ihre Pferde kümmern. Bevor ich ins Auto stieg, musterte ich den gesamten Hof noch einmal um mir zu versichern, dass ich nichts vergessen hatte. Auf dem Telefon teile ich Cooper mit, dass ich mich um alles gekümmert habe, ehe ich mit dem Auto davon fuhr.
      26 Apr. 2018 Bearbeiten Löschen Melden
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      Cooper
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      Pflegebericht | Mares and Stallions
      Der Tag auf Chattahoochee Hill's begann wie jeder andere Tag auch. Die Pferde wurden um 6 Uhr gefüttert.
      Simon und ich machten unseren Rungang und prüften die Extemitäten der Tiere. Dann wurden die einen auf die Weide gebracht, die anderen genossen ein Training in der Fühmaschine oder hatten Frühsport in den Trainingsringen. Dadurch das die Pferde eigene Reiter und Pfleger haben, konnten wir sicher stellen das wenn ein Problem, physischer oder psychischer Natur auftritt, wir diese sofort beheben können, ohne das es sich weiter verfestigt. Sekuoia und Smelyalata wurden erst vor kurzen gedeckt und erhielten somit Fohlenpause. Ich hatte die beiden heute Morgen untersucht und sie schienen beide Fit zu sein. Nach der morgendlichen Routine erhielt ich von jedem Pfleger Auskunft über den Zustand unserer Pferde und dokumentierte sie. Sajé und Sorayia erhielten heute Konditionstraining, Deadly Ambition und Felicita || durften heute zum ersten mal in den Seawalker, deswegen beschloss ich, sie selbst zu begleiten. Felicita mochte den Seawalker und empfand das Training als sehr angenehm, jedoch ließ ich das Tempo nicht steigern und ließ auch den Strick dran damit wir, falls sie Panik bekommt, Kontrolle über sie hatten. Ambition fand das alles nicht sehr toll. Sie konnte die Situation nicht einschätzen und verfiel in große Hysterie. Wir beschlossen somit das Training doch an Land fortzusetzen. Da sie aber ein Springer war wurde sie auf dem Platz trainiert. Cryfirra war einer der großen Nachkommen von Affirmed. Sie erhielt heute Morgen schon Training und konnte am Nachmittag entspannen. Auch sie ist noch sehr jung, erzielte jedoch schon deutliche Erfolge. PFS' Phaeleh ist im gleichen Alter wie sie und gewann bis jetzt nur erste Plätze in Sprintrennen. Die zwei wurden als Paar trainiert, welches ich heute mit einer Stoppuhr und einen außenstehenden Trainier beobachtete und leitete. Lethal Combination war erst vor einigen Tagen auf CHH angekommen und befindet sich derzeit noch in der Eingewöhnungsphase. Lethal ist allgemein kein einfaches Pferd, wie uns von unseren irischen Freunden gesagt wurde. Sie sollte für die Dressur eingesetzt werden, konnte davon aber nichts umsetzen. Wir erhielten dann vor einigen Tagen einen Anruf, und boten uns die Stute zu einem sehr guten Preis an. Nun wird die Stute behandelt wie eine zweijährige und absolviert zunächst das Pre-Training.

      Bei unseren Hengsten sah die Routine genauso aus. Aikon Aszu ist einer unserer nicht englischen Vollblüter. Er ist ein arabisches Vollblut und begleitet mich schon lange. Aikon Aszu war eines der ersten Pferde die ich mir zugelegt hatte. Damals gab es unseren Rennstall von nicht. Ich hatte ihn damals schon auf vielen Rennen gesehen und war geschockt als er zum verkauf stand. Durch ein Sehnenverletzung wurde er schnell aussortiert. Unser Glück ihn bei uns zu haben. Seine Verletzung ist nun vollends geheilt, jedoch läuft er nur noch in Dressur und dient als Deckhengst für Interessierte. Aszu war heute im Seawalker.
      London Grammar war für uns ein schwieriger Kandidat. Wir sind auf Rennen spezialisiert, jedoch war unser Schimmel in recht vielen Disziplinen begabt. Um dies zu fördern anagierten wir einen speziellen Trainer. Heute hatte Grammer Tempotraining, das ich ebenfalls ein bisschen beobachtete um Fortschritte zu dokumentieren. Eines unserer älteren Pferde Odyn diente uns heute als Leithengst im Pre-Training und gab den unerfahrenen Pferde somit ein bisschen Sicherheit. CHH' Chroma hatte ich besonders unter Beobachtung. Er war in der ersten Woche des Pre-Trainings uns hatte den Tag voll zu tun. Ich lobte den Schecken als die Gelegenheit kam und freute mich darauf ihn laufen zu sehen. Mit Simon lief ich dann über das Gelände. Wir besprachen die anstehenden Aufgaben und trennten uns dann. Er war heute dabei Pferde für Turniere anzumelden und machte neue Trainings und Fütterungspläne. Ich ging weiter um den Pflegern und Trainern beiseite zu stehen. Losco ist einer unserer größten Vollblüter und hatte heute Tempotraining gemeinsam mit CHH' Ian und unserem neuen Marwari CHH' Jeevan. Ich beobachtete die drei, untersuchte sie nach dem Training nochmal und dokumentierte die Fortschitte. Vor allem Ian hatte einen sehr guten Tag. Glücklich mit den dreien ging ich auf die Suche nach Light Up Hell. Der junge Hengst war grade aus dem Pre-Training raus und sah in Bestform aus. Ich besuchte ihn auf der Weide und streichelte ihn für eine Weile. Zwischendrin wurde ich angerufen. Es war einer unserer Trainer, er arbeitet grade mit CHH' Guinness und Nour. Leider hat Guinness die letzten Monate keine großen Erfolge erzielt. Deshalb hatten wir für ihn einen sehr speziellen Trainingsplan erstellt und freuten uns auf das Ergebnis. Ich schaute bei dem Training kurz rein um sicher zu stellen das wir den Hengst nicht überforderten. Guinness schien aber Spaß zu haben und meckerte nicht. Ich lobte ihn und suchte Simon.
      9 Aug. 2018 Bearbeiten Löschen Melden
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      Cooper
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      Pflegebericht | Mares
      Ein weiteres Jahr auf Chattahoochee Hill’s neigte sich dem Ende zu und ein neues Jahr begann. Anders als die anderen Jahre hatten wir dieses Jahr nicht wirklich vorgeplant, wir ließen alles auf uns zu kommen. Das einzige interessante war, dass wir mit dem Gedanken spielten Chattahoochee Hill’s umzubenennen, aber ich befand mich mit dieser Entscheidung in einem Zwiespalt und ging davon aus, dass es sowieso so bleiben würde wie es ist. Zudem würden einige unserer Jungpferde bald an den Start gehen und an Wettbewerben teilnehmen und unser Stall füllte sich langsam mit Zuchtfähigen Tieren. Die Klinik lief mäßig gut, aber da das nicht unsere Haupteinkommensquelle ist, ist das auch nicht schlimm.

      Nachdem ich den Tag davor mich um die Fohlen von Chattahoochee Hill’s kümmerte, waren nun die Stuten an der Reihe. Insgesamte hatte ich im Stutenstall neun Tiere zu versorgen, deshalb fing mein Morgen auch um 5:30 an. Zunächst half ich den Mitarbeitern bei den Stalltätigkeiten aus und tauschte mich danach allgemein mit ihnen ein wenig aus während die Tiere ihre üblichen Trainingseinheiten liefen. Ich optimierte mit dem Team die Fütterungen und Traininspläne. “So müsste es jetzt passen” sagte ich motiviert und freute mich. Da es unmöglich ist alle 9 Stuten auf einmal zu bewegen entschied ich mir dazu zwei Mitarbeiter zu schnappen.
      Nach der Fütterungspause und dem etwas gekürztem täglichen Training sattelten wir Glamour of Death, Sekuoia und Smelyalata. Grundsätzlich war Dee noch nicht offiziell eingeritten, jedoch hatte sie mit einem Reiter ohne Sattel kein Problem, was ich natürlich nutze. Es war immer noch sehr kalt und wir achteten sehr darauf die Pferde und uns warm einzupacken. Zudem wollten wir keine Route laufen wo es vereist sein könnte, weshalb wir auch nach knapp ein und halb Stunden wieder die Heimkehr antraten. Für die restlichen 6 Stuten, Sajé, Deadly Ambition, Felicita ||, Cryfirra, PFS’ Phaeleh, Lethal Combination und Sorayia entschied ich mich für eine gute Stunde englisches Reiten. Natürlich teilte ich alle auf einige Mitarbeiter auf, somit konnte alle zusammen in der Halle bewegt werden. Alle Mitarbeiter auf CHH hatten Reiterfahrung, das war aber kein wirkliches Einstellungskriterium. Ich freute mich einigen etwas beibringen zu können und darauf das sie Erfahrung mit den verschiedensten Charakteren machen konnten.

      Im Anschluss ließ ich alle Mitarbeiter ihren wohlverdienten Feierabend machen und nahm mir die Zeit entspannt die sechs Stuten zu putzen. Somit konnte ich auch mit ihnen noch eine ruhige Minute verbringen, welche ich sehr genoss. Zudem war CHH an diesem frühen Nachmittag sehr sehr ruhig, was mir vor allem nach dem stressigen Neujahrsanfang sehr gut tat.
      27 Jan. 2019 Bearbeiten Löschen Melden
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      Cooper
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      Pflegebericht | All Horses!
      „Wenig Zeit, wenig Zeit“ sagte ein Mitarbeiter genervt zu mir und verdrehte die Augen, als ich genau diese Worte sagte. Ich ignorierte den Vorfall, würde aber keinen zweiten mehr dulden, obwohl er Recht hatte und ich auch mit der Größe die CHH in den letzten Jahren angenommen hat, überfordert war. Ich überlegte mich demnächst zu verkleinern, eventuell mich auch komplett zurückzuziehen. Diese Entscheidung war aber noch unschlüssig.

      Ich besuchte erst die Fohlen, Newton, CHH‘ Primary Secession, Aywy und Cyoue. Ich streichelte alle einmal durch, schrieb neue Daten in ihr Buch und ging sofort weiter in den Stutenstall.

      Dort stand Glamour of Death, Sekuoia, Smelyalata, Sajé, Deadly Ambition, Felicita ||, Cryfirra, PFS‘ Phaeleh, CHH‘ Lethal Combination und Sorayia. Auch bei ihnen ging ich Box für Box durch, schaute mir Grob ihren Zustand an, ließ mir Leistungen sowie Komplikationen und physische Probleme Berichten. Ich gab jeder Stute einen Apfel, notierte alles in die individuellen Bücher und rannte zu den Hengsten, da ich erneut im Zeitdruck stand. „Ich werde den Tierarztjob aufgeben müssen. Zumindest im Ausland“ sagte ich leise zu mir selbst. Aikon Aszu, London Grammar, Odyn, CHH‘ Chroma, Losco, CHH‘ Elhae, Light up Hell, CHH‘ Guinness, CHH‘ Ian und CHH‘ Jeevan standen auf meine Anweisung hin ebenfalls alle in der Box. Auch hier ging ich die Prozedur wie bei den Stuten durch. „Ich weiß, etwas Herzlos“ sagte ich traurig als eine treue Trainerin der Hengste vorbei lief. Sie schüttelte den Kopf und sagte „Ich werde immer hinter dir stehen, das weißt du. Es ist doch vollkommen nachvollziehbar das auf lange Dauer eine Tierklinik auf der kompletten Erdkugel zu viel wird. Vor allem wenn man sich auch noch einen Namen gemacht hat. Lass die Leute doch hier her kommen wenn sie unbedingt dich als Ärztin haben wollen und nimm nicht unlimitierte Aufträge an sondern reduziere sie auf ein paar im Monat“. Ich schaute sie an, lächelte, bedankte mich und nahm sie in den Arm. Sie hate auch Grundsätzlich einfach recht.

      Die letzte Station war für mich der Stall der Showhorses. Dort standen Quiet Giant, Kholáya und Siropón. Sie waren alle sehr gut trainiert und auch Kholáya hatte Muskelmasse aufgebaut. Ich lobte die Trainer die für diesen Abteil zuständig waren und gab ihnen den Wohlverdienten Mehrlohn. Erneut inspizierte ich alle Tiere und notierte die Daten.

      Zum Ende rief ich alle zu einem Teamgespräch.
      15 Juni 2019
    • Occulta
      Eine Herde bekannter Gesichter
      Deadly Ambition, Odyn, Felicita II, Piroschka, Riven in a Dream, PFS' Strolch, PFS' Savory Blossom, PFS' Straight Alignment, Corde de la Cerise, Eismärchen, Blue Moon II, Louvré, PFS' Ljúfa, PFS' Lyskra, Raving Hope Slayer, Co Pilot de la Bryére, Moon Kiddy, Dancing Moonrise Shadows, Iskierka, A Winter's Tale, Empire State of Mind, Senda Oscura, Dourada Estrada, One Cool Cat, Unbroken Soul of a Rebel, Daedra, PFS' Counterfire, Phantom, Mikke, Kaythara El Assuad, All Pride, Nosferatu, Drømmer om Død

      Vor gut einer Woche hatte ich das Team informiert, dass heute «besondere Umstände» unsere unsere Zeit in Anspruch nehmen würden. Die Rede war von der Ankunft einer ganzen Horde von Pferden, die wir von Hunter Crowley und dessen Bekannten übernahmen. Es gab auf den jeweiligen Gestüten eine Umstrukturierung und in Folge dessen waren viele der Pferde zum Verkauf gestanden. Schon vor nicht allzu langer Zeit hatte ich ein paar von Hunters Pferden zu mir geholt, unter anderem den von mir heiss geliebten Vollblüter Raving Hope Slayer. Diesmal waren es aber vor allem Pferde, die ich bereits kannte und die zum Teil sogar auf Pineforest ihre ersten Schritte überhaupt getan hatten. So etwa Savory Blossom, die hübsche Blütenzauber-Tochter. Auch zwei Stromer-Nachkommen waren unter den Rückkehrern: Straight Alignment und Strolch. Auf letzteren war ich besonders gespannt, denn vom Hören-Sagen her glich er seinem Vater auf’s Haar, abgesehen von der leicht dunkleren Fellfarbe. Ally war ein stattlicher junger Hengst mit reichlich Potential für Military, wie ich ihn einschätzte. Piroschka kehrte ebenfalls wieder zurück - sie hatte seit ihrem Verkauf irgendwie ihren Weg zu Hunter gefunden, und nun durfte sie ihre alten Kolleginnen, insbesondere Moon, wiedersehen. Ausserdem war da noch Corde de la Cerise - eine Warmblutstute von, wer hätte es gedacht, Co Pilot. Praktische Grösse, hübsch dunkelbraun mit Dapples und ähnlich sensibel wie ihr Vater. Das war auch einer der Gründe, warum ich sie zu mir hatte nehmen wollen; in fremden Händen wäre ihre Zukunft recht ungewiss gewesen. Da ich aber die Launen und Macken dieser Blutlinie nur zu gut kannte, war ich sicher, damit umgehen zu können. Eine weitere Herausforderung bot sich mit Eismärchen, einer halbblinden Ponystute. Womöglich machte ich mir dazu aber mehr Gedanken als nötig, denn die Stute war laut Hunter unkompliziert und ruhig. Ganz neu war auch Mikado, eine Vollblutstute, die mich rein äusserlich ein wenig an Sympathy of the Devil erinnerte, jedoch charakterlich eher auf der scheuen Seite zu sein schien. Und natürlich der kleine Louvré, den ich schon vor einer Weile gekauft hatte, der aber bis anhin noch bei Hunter auf der Fohlenweide einquartiert war. Zu guter Letzt gab es noch einen Rückkehrer besonders zu erwähnen: Riven in a Dream. Die schwarzbraune Stute war auf dem Bear Brook Gestüt liebevoll umsorgt worden und befand sich körperlich in einem top Zustand. Ich freute mich schon darauf, sie wieder unter dem Sattel zu haben.

      Wir waren schon am Vortag nebst den Routinearbeiten eifrig damit beschäftigt gewesen, die Boxen einzurichten. Ich hatte beschlossen, ein paar Verschiebungen in der Boxenreihenfolge vorzunehmen, damit es bei den Neulingen keine Zankereien mit den benachbarten Pferden gab. Natürlich konnte ich nur raten, wer sich am besten mit wem vertragen würde. Aber meistens hatte ich eine Art Gespür dafür – schliesslich hatte ich es schon öfter mit wählerischen Kandidaten wie zum Beispiel der zuckersüssen Iskierka zu tun gehabt, die ihren ersten paar Nachbaren am liebsten durchs Gitter an die Kehle gegangen wäre und erst Ruhe gegeben hatte, als sie die Box mit nur einseitiger Nachbarschaft, verkörpert durch A Winter’s Tale, bekommen hatte. Das lag vermutlich daran, dass Thalia gegenüber anderen Pferden nicht so aufdringlich war wie viele andere der vierbeinigen Genossen. Jedenfalls hoffte ich, dass sich alle irgendwie arrangieren würden. Vor dem Mittag bereiteten wir nun auch die Transporter vor; den vierplätzigen Camion und zwei gewöhnliche Zweier-Anhänger. Die Fahrt nahmen wir kurz nach dem Mittag in Angriff. Im Nachbardorf trafen wir wie geplant auf Rosie, die ebenfalls zwei Pferde abholen wollte. Unsere Karavane kam ohne tragische Verspätung am Zielort, dem Bear Brook Gestüt, an. Dort wurden wir fröhlich in Empfang genommen, sobald wir organisiert-praktisch auf dem Parkplatz verteilt waren. Um die weniger verladefreudigen unter den Pferden nicht unnötigem Stress auszusetzen, planten wir kurz, wem welche Aufgabe zuteilwurde. Leute hatten wir mehr als genug zur Verfügung. So wurde Schlag auf Schlag ein Pferd nach dem anderen in die Transportvehikel geführt und alles gesichert. Weil wir geschickterweise die mutigeren Kandidaten gleich als Vorbilder voraus verluden, gingen eigentlich alle problemlos rein, sogar die zappelige Cerise. Die Klappen wurden schwungvoll geschlossen und es wurden zufriedene High-Fives oder Schulterklopfen ausgetauscht. «Ich hoffe, wir hören trotzdem bald wieder von euch», wandte ich mich leicht besorgt an Hunter. Der beschwichtigte mit einer Handbewegung und einem Zwinkern. «Keine Angst, wir sind ja nicht von der Welt. Aber in nächster Zeit werden wir nur leider sehr beschäftigt sein.» Ich grinste und nickte wohlwissend, dann verabschiedeten wir uns mit einer freundschaftlichen Umarmung.

      Zuhause wurde es doch noch etwas hektisch. Zwischen dem aufgeregten Wiehern der Pferde und dem tänzelnden Hufgetrappel dirigierte ich so gut es ging die Zweibeiner, während ich selber eine schnaufende Cerise am Strick hatte. Es gab Gequietsche zwischen den neuen Boxennachbaren, und manche der Neulinge drehten zunächst unruhige Runden im Stroh. Als der Heuwagen kam, beruhigte sich die Stimmung deutlich. Ich half noch mit, die Transporter zu reinigen und zu versorgen, dann machte ich eine Kontrollrunde, wobei ich zuallererst zur Fohlenweide stiefelte, um nach Louvi zu sehen. Der junge Hengst wurde wie erwartet aufdringlich beschnuppert und sein helles Fell gründlich inspiziert, aber die Begrüssung schien friedlich zu bleiben. Ich bat Lewis trotzdem, ein Auge auf die Gruppe zu halten. Als nächstes lief ich durch den Innenhof des Hauptstalls und warf einen Blick durch die Fenster. Strolch kaute zufrieden auf seinem Heu herum, aber Ally schien noch immer unruhig zu sein und rührte seinen Haufen nicht an. Ich ging ins Innere des Stalls und betrat die Box des Hengstes. «Hey, big boy. It’s allright, you’re home», murmelte ich, und streichelte seinen dunkelbraunen Hals. Er wieherte mir zum Dank direkt ins Ohr. Ich rieb mir symbolisch die Ohrmuschel und verzog das Gesicht. «Got a tinitus?», lachte Ajith, der mit der Schubkarre durchkam. «Almost…» Der Pfleger kam näher und warf ebenfalls einen Blick in die Box. Dann meinte er: «Don’t worry, I’ll check frequently to see if he’s fine.” Er ahnte, dass ich mir mehr Sorgen als nötig machte, weil ich noch zu genau im Kopf hatte, was mit Allys Vater geschehen war. Ich wusste, dass die beiden Pferde trotz ihrer Verwandtschaft völlig unterschiedlich waren und es bei Stromer einfach Pech gewesen war, aber ich konnte nicht anders als daran zu denken, wenn ich die Nachkommen meines Lieblings so aufgewühlt und gestresst sah. Ich bedankte mich bei Ajith – der Pfleger war in solchen Momenten ein Segen. Mikado und Savory waren ruhig, Riven schien sich auf Anhieb wieder wohlzufühlen. Cerise konnte sich kaum entscheiden zwischen Fressen, Nachbaren beschnuppern und in der Gegend herumglotzen. Ich lachte bei dem Anblick der höchst beschäftigten Stute. Typisch junges Pferd. Wenig später ging ich zur Stutenweide, um Ljúfa zu putzen. Ljúfa und ihre kleine Tochter, um genau zu sein. Das Fohlen war seit ein paar Wochen auf der Welt und bereits ziemlich mutig unterwegs. Sie verlief sich auch öfter mal und folgte dann einer anderen Stute, bis Mama Ljúfa sie mit angelegten Ohren zurückeroberte. Besonders frech in dieser Hinsicht war Chanda. Die Criollo Stute war ein ausgesprochener Fan des Föhlchens und lockte die Kleine jeweils fast schon zu sich. Aber natürlich liess Ljúfa nicht zu, dass das graue, flauschige Ding zu lange von ihrer Seite wich. Anfangs hatte ich die Situation besorgt aufmerksam beobachtet, aber nun waren die beiden aus dem gröbsten raus. Die kleine trug übrigens den Namen Lyskra.

      Gegen Abend wollte ich bereits zum ersten Mal eines der neuen Pferde ausprobieren. Ich entschied mich für Strolch. Sein cremefarbenes Fell war besonders beim Hals vorne ganz weich und hatte einen seidigen Glanz, typisch für Champagne. Vom Farbton her war es dem seines Vaters sehr ähnlich, aber die Haut darunter war an manchen Stellen nicht rein rosa, sondern ganz leicht dunkelgrau gesprenkelt. Von weitem erkannte man das kaum, aber als ich direkt neben ihm stand und mit den Fingern den Nüstern entlangstrich, konnte ich die einzelnen Fleckchen zählen. Strolch spielte mit seiner Oberlippe, als ich den Zeigfinger darauf tippte. Wenig später gähnte er ausgelassen und streckte dabei seine Zunge raus, weil ich eine etwas verspannte Stelle beim Kreuzdarmbein mit dem Striegel traf. Ich massierte dort noch etwas länger und er verzog genüsslich das Maul. «Na du Albino-Giraffe», grüsste Jonas laut, und strich dem jungen Hengst ebenfalls kurz über die Stirn. «Was machst du mit ihm?» «Bisschen auf den Platz, dachte ich.» Ich gab ihm einen Begrüssungskuss. «Ich hab ne bessere Idee.» «Die wäre?» «Ich nehm Empire und wir gehen zusammen zu Rosie rüber. Sie hat uns zu einer Tasse Tee eingeladen.» «Mit Strolch? Er ist gerade erst angekommen, ich weiss nicht, ob das schlau ist…» «Ach was. Das ist nicht anders, als wenn er auf einem Turnier wäre. Sagen wir, ein Patrouillenritt. Oder eine Fuchsjagd.» «’Kay, wenn man es so betrachtet…» «Genau. Ich hab immer recht.» «Stimmt doch gar nicht», protestierte ich lachend, und stupste ihm in die Seite. Wir einigten uns auf einen kurzen Besuch und ich machte Strolch fertig, während er Empire sattelte. Wir liessen die beiden beim Aufsteigen einander beschnuppern – es gab nicht einmal ein Gequietsche. Es schien, als würde Strolch den älteren, erfahreneren Hengst ohne Hinterfragen als Chef akzeptieren. «Cleverer Bursche», murmelte ich und klopfte ihm auf den Hals. Wir ritten los und kamen bis zur Holzbrücke, ehe Strolch dann doch ein wenig Unwohlsein zeigte. Die vom Regen der vergangenen Tage noch etwas feuchten Planken schienen ihm nicht geheuer zu sein. Ich ritt ihn geduldig heran und liess ihn den Untergrund untersuchen, doch auch das überzeugte ihn zunächst nicht von unserer Idee. Schliesslich klappte es, als Empire direkt vorausging und er sich quasi hinter dem Schimmel verstecken durfte. Ich lobte ihn ausgiebig und war froh, ein so wohlerzogenes Lehrpferd an unserer Seite zu haben. Empire konnte zwar auch anders, das wusste ich, aber zumindest im Moment war auf ihn verlass. Wir setzten den Weg fort und kamen in ganzen Stücken bei Rosie an. Die junge Stallbesitzerin empfing uns und wir konnten die beiden Pferde wie gewohnt in zwei ihrer leeren Boxen stellen – derer sie auch nicht mehr so viele hatte, wie ursprünglich. Zwei neue Morgan Horses wohnten nämlich nun auf der Wilkinson Farm, zwei prächtige Tiere. Das eine mit goldgelbem, glänzenden Fell und das andere so schwarz wie die finsterste Nacht. «How do you like them? I must admit - I instantly fell in love when I saw them”, schwärmte Rosie. “They are quite handsome, that’s true. The golden one is a champagne, I suppose?” “Of course. Dourada Estrada. The mottled skin and green eyes are unmistakable. I love that green sheen.” “This is kinda funny. Did you take a close look at my new fellow over there?” Wir wechselten zu Strolch und Rosie musterte ihn neugierig. «He’s a son of Stromer, right?” “Jup.” “He sure looks like his daddy…» «Nah, look at his eyes.” “OH!” Wir lachten herzhaft. “I really didn’t notice – must have been the dim light in here…” “What a coincidence, right?” “Yeah!” Wir blieben noch einen Moment im Stall bei den Pferden (Senda Oscura wurde uns auch noch vorgestellt), dann wechselten wir ins Haus und genossen eine Tasse Tee. Bevor es ganz eindunkelte machten Jonas und ich uns schliesslich auf den Heimweg.

      Bei der letzten Stallkontrolle vor dem Zubettgehen hatte Ally seinen Heuhaufen schliesslich auch ratzeputz aufgefressen, und Savory streckte sich diese Nacht sogar schon entspannt im Stroh aus, was man an ihrem reichlich dekorierten Schweif am nächsten Morgen erkannte. Überhaupt hatten sich viele der Neuen über Nacht schon etwas eingelebt. Wir begannen an diesem Morgen, alle in den gewöhnlichen Tagesablauf zu integrieren. Dazu gehörte natürlich auch Bewegung. Ich ritt am Morgen deshalb nebst One Cool Cat, Rebel, Moon und Phantom auch Riven – allerdings nicht auf der Rennbahn, sondern auf dem Sandplatz. So kurz vor dem Mittag war die Luft schon sehr aufgeheizt und wir schwitzten beide so viel, dass wir nach dem Galopp fast frisch geduscht aussahen. Ich wollte Riven (und mich selbst, mit meiner zarten, bleichen Haut) nicht mehr zu lange der Sonne aussetzen, also verzichtete ich auf allzu ausgiebiges Ausschreiten und steuerte schon den Ausgang an, beziehungsweise Waschplatz. Aber so weit kam ich nicht – mein Smartphone klingelte vorher. Überrascht nahm ich ab. «Cooper?» «Hi Occulta. I have to reorganize my barn and prepare for future breeding projects. Would you like to take back Felicita? And there’s Odyn, too – the son of Mikke. And I have a Mare out of Burning Spring that I’m sure you would like.” “Are you kidding me??” “No, why?..” Ich konnte es nicht fassen – noch mehr Pferde? Die Sonne brannte auf meine Oberschenkel, und Riven scharrte ungeduldig. «Coop?», fragte ich, um zu sehen ob sie noch dran war. «Yes?» «I have to think about it – and discuss with Jonas…” “No Problem. Hey – is it so very hot in England, too? We had to train the horses even earlier in the morning than usual. At eight o’clock it was already 77 °F over here…” “Yeah Cooper, I’m drowning in my own sweat right now. That’s why – let’s hang up, I really need to go take a bath together with my horse”, drängte ich. “Oh my, you’re still out? I’m sitting here with an ice cream, enjoying the fan in front of me.” “Whatever. Bye, I’ll call you back later.” Ich hängte lächelnd auf, dann stopfte ich das Smartphone in die Po-Tasche und ritt Riven zügig zum Hauptstall zurück. Ich sprühte sie gründlich von Huf bis Kopf ab und streifte dann das überschüssige Wasser mit dem Schweissmesser ab. Sie schnaubte ein paarmal und hielt den Hals entspannt waagrecht. «That’s much better girl, right?», murmelte ich liebevoll. Ich wusch mir selbst rasch das Gesicht, dann führte ich die Stute in ihre Box, wo sie bis zum Abend bleiben würde – wir stellten die Pferde im Sommer erst Abends auf die Weide, um sie nicht den Bremsen zu servieren. In der Stallgasse des Hauptstalls war es zum Glück etwas kühler als draussen. Alle Fenster waren geöffnet und eine leichte Brise sorgte für gelegentlichen Luftaustausch. Trotzdem machte ich mir natürlich Gedanken, wie man es den Pferden noch angenehmer machen konnte. Eine Klimaanlage im ganzen Stall kam jedoch leider nicht in Frage – die Stromkosten wären nicht tragbar. Etwas Besseres fiel mir momentan auch nicht ein. Ich begab mich ins Haus, um das Mittagessen, ein Birchermüsli mit Früchten, vorzubereiten. Auf etwas warmes hatte niemand Lust. Zum Nachtisch gab’s dann auch ein Eis. Lily hatte im Supermarkt Wassereis gefunden, in das Gummibärchen eingefroren waren. Unerwartet lecker für ein vermutlich überzuckertes, künstlich gefärbtes Produkt. Ich rollte die Augen beim blossen Gedanken daran und schleckte genüsslich weiter. Beiläufig stellte ich mich neben Jonas und lehnte mich leicht an ihn. Er durchschaute mich sofort. «Was führst du jetzt wieder im Schilde?» «Gar nichts. Verdächtige mich doch nicht immer gleich.» «Dann darfst du mir aber keinen Grund dafür geben.» «…Okay, nächstes Mal. Cooper hat angerufen…» Ich brauchte gar nicht weiterzureden. «Noch mehr Pferde??» Ich stiess ein kleinlautes «Ja» aus. Sein Tonfall wurde ernst. «Wir müssen noch mehr anbauen, wenn das so weiter geht. Der Hauptstall hatte noch nie, seit ich hier bin zumindest, alle Boxen besetzt. Zum Glück ist die Besitzerin von Muskat letztens mit ihm umgezogen, sonst hätten wir sogar eine zu wenig gehabt." "Ich weiss ja... Ich hatte auch nicht vor, so viele aufzunehmen. Aber ich kann doch unsere alten Freunde nicht im Stich lassen! Ich meine - Felicita kommt zurück! Ich kann es kaum fassen, dass ich sie nach so langer Zeit wiedersehe. Ich bin so gespannt darauf wie sie jetzt ist. Sie muss inzwischen richtig erwachsen und zuverlässig geworden sein. Aber sie war sowieso immer schon ein Schatz." "Nichts desto trotz müssen wir aufpassen, dass wir uns nicht zu viel aufhalsen. Vermutlich müssen wir noch einen Pfleger mehr einstellen, und die ganzen Kosten für Tierarztbesuche und Futter darfst du auch nicht vergessen. Bisher kamen wir relativ sorglos über die Runden, aber mit so vielen Mäulern zu stopfen wird das nicht ewig so bleiben." Ich seufzte. Er hatte vollkommen recht, das war mir auch bewusst. Ich sah ihn nicht direkt an, meinte aber: "Die Saison ist noch lange nicht zuende. Iskierka ist dieses Jahr noch stärker als sonst und wir haben mit Counterfire und Daedra gleich zwei ausgezeichnete Jungpferde am Start. Cool Cat und Kaythara sind ebenfalls beinahe ungeschlagen - und vergessen wir mal nicht Raving Hope Slayer, dessen volles Potential wir noch gar nicht kennen. Ich wollte mit Oliver sowieso darüber sprechen, ob wir uns im September mit Counterfire an die St. Leger Stakes in Doncaster wagen können." "Die St. Leger Stakes?? Glaubst du sie hat ne Chance? Das ist ein Gruppe-1 Rennen, und erst noch das älteste der British Classics - Es geht über 2900 Meter! So eine Distanz ist Daedra bisher nie gelaufen." "...und das Preisgeld für den Sieger ist £421,355", stellte ich beiläufig fest. "Und Oliver meint, dass sie das kann?" "Sie ist ungeschlagen, Jonas. Keiner der Zweijährigen konnte ihr das Wasser reichen, und die Dreijährigen können es bisher auch nicht. Oliver wird mir sicher zustimmen."

      "You wanna do WHAT?!?" Oliver sah mich an, als hätte ich mein letztes bisschen Vernunft an die Schwalben unter dem Dach des Hauptstalls verfüttert. "Well, don't you always rave about how she is oh so outstanding and should race group-1?" "That's a completely different story! What you are suggesting ist Great Britain's oldest classic race, the last race of the tripple crown! This is not some freshwater race like the ones that we've done so far. This one is of international importance!" "You fear that she could embarrass you in front of international trainers. You're a coward." "I'm only being realistic!" "I think we should give her a chance to prove herself." "I think you should ask her first, if she wants to run a whole Mile and six furlongs against three-year-olds that were trained specifically for that." "There's still time to train her specifically, too." Schweigen stellte sich für einen Moment ein. Oliver sah nachdenklich aus, und ich überlegte mir, ob ich mit meiner Idee vielleicht doch zu sehr nach den Sternen griff. Schliesslich ergriff Oliver wieder das Wort. "We would have to train hard to achieve this level of stamina. We would have to train her first in the morning, and even then it will still be too warm for that amount of training. You know I will try to fulfill your every wish, but only if you are sure about it. I don't want to hear another harangue from you about how I abuse your precious horsey-babies and about how overambitious I am. You still remember our little discussion after Frame's accident, don't you?" Ich zögerte. "Yes - and you're right, it probably is a stupid idea. I still thought you would be more excited and help me get upbeat about it, too." Er fixierte mich mit ernster Miene. "I AM excited about it. I would gladly try to train a champion horse for a challenge like that. But my experience tells me that you will not let me finish the plan once you realise what you're asking of that horse." Entschieden antwortete ich: "I will. I will agree with whatever you deem necessary, as long as Counterfire does not get hurt in the process. I will keep an eye on you, but I will not blame you if something goes wrong. I promise." "It's decided then. We start tomorrow, we have a lot to catch up on." Ich nickte, unsicher, ob ich erleichtert oder besorgt sein sollte. Auch wenn ich es schönzureden versuchte - ich hatte im Grunde genau das vor, wofür ich so viele andere Rennpferdebesitzer anprangerte: Geldverdienen.

      Später am Nachmittag rief ich Cooper erneut an und bestätigte, dass ich Odyn, Felicita und die Stute namens Deadly Ambition bei mir aufnehmen würde. Ich setzte alle Hebel für den Einflug der drei aus Kanada in Gang, dann ging ich in den Stutenoffenstall, um Shadow zu holen; aber vorher zog ich meine Badesachen an. Die Stute hatte mit ihrem schwarzen Fell noch heisser als die anderen und brauchte dringend eine Abkühlung. Und wo bekam man die besser, als bei der Badestelle im Fluss nebenan? Lily, und auch Lea, die gerade um fünf Uhr gekommen war, stiessen begeistert hinzu. Lea durfte einen Badeanzug von Lily ausleihen. Sie nahm ihren Ponyhengst All Pride, während Lily die ebenfalls dunkle Nosferatu auswählte. Die beiden Ponys kannten sich übrigens bereits von früher: sie hatten ziemlich lange auf dem selben Gestüt gelebt. Kurz bevor wir losreiten wollten, kam Jonas in seinen Badehosen über den heissen Asphalt gejoggt - ausrufend, dass er auch noch mitwolle. Er holte Dod aus dem Nordstall. Wir warteten ungeduldig in der heissen Sonne auf ihn, aber er beeilte sich zum Glück. "Man darf die Ladies nicht warten lassen, stimmt's?" Wir rollten allesamt die Augen, dann machten wir uns auf den Weg. Ich war unglaublich froh, als wir das Wasser erreichten, denn ich klebte förmlich auf Shadows Rücken fest und ihr Fell war richtig heiss zum Berühren. Die Pferde stiegen bereitwillig das Ufer hinunter und auch sofort stampfend ins Wasser. Der Fluss führte trotz der Hitze noch relativ viel Wasser, vermutlich weil es zuvor lange geregnet hatte. Wir genossen die Abkühlung eine ganze Dreiviertelstunde lang, ehe die Vierbeiner ungeduldig wurden und wir uns auf den Heimweg machen mussten. Dort lockte nämlich das Kraftfutter.
    • Occulta
      [​IMG] S-S*
      Deadly Ambition, Odyn, Felicita II, PFS‘ A Winter's Tale, Daedra, PFS' Counterfire, tc Miss Moneypenny, PFS’ Stop Making Sense, PFS’ Sarabi, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS’ Colours of Life

      „Thinking about the St. Leger Stakes, there is mainly one big problem for us: the distance. 1 mile, 6 furlongs and 115 yards is challenging, and Counterfire never raced that far before. Any stayer-type horses will have a big advantage and we are likely to run out of energy before we get to the final two furlongs. So our focus must lie on training stamina and strength for a massive acceleration at the very end of the race.” Oliver und ich sassen in der Reiterstube und sahen uns auf dem Smartphone Videos von vergangenen St. Leger Stakes an. „Watch him come from way behind there. That’s what we need to aim for.” “But that’s not really Counterfires style, is it? She likes to run at front and stay there rather than wait behind…” “We have to try. She cannot stay in front over such a distance.” Wir erhoben uns entschlossen von unseren Plätzen und begaben uns zum Hauptstall. Die Jockeys und Ajith sattelten bereits. „Everyone feeling good today?“, fragte ich in die Runde, als sie nach draussen zum Aufsteigen kamen. „Aye boss“, klang es von Quinn zurück, wie immer leicht neckisch. „You are exactly the right person to say so, Miss Callahan. Your mount is our St. Leger champion horse to be, after all.” “We’ll see about that”, murrte Oliver, kaum überzeugt. Ich wusste aber, weil ich ihn seit Jahren schon kannte, dass er innerlich brodelte und es kaum erwarten konnte, Counterfire im September rennen zu sehen. Die anwesenden Pferde für die erste Trainingsgruppe waren eben Counterfire, Deadra, Mambo, Sarabi, Dolly und die etwas ältere Miss Moneypenny. Thalia hatte ich für heute in die nachfolgende Gruppe gesteckt, weil wir sonst nicht genug Jockeys hatten. Penny hatte bereits Erfahrung mit weiteren Distanzen und würde dafür sorgen, dass Counterfire sich bis zum Schluss anstrengen musste. Die Fuchsstute war nämlich wie die meisten Rennpferde motivierter, wenn sie im Kopf-an-Kopf Stil trainiert wurde. Ich selbst gesellte mich zu Oliver zu den Rails und beobachtete das Geschehen, ohne selbst mitzumischen. Wir hatten nämlich noch viel zu fachsimpeln und zu diskutieren, während das Training lief. Oliver gab Quinn nach dem Einwärmen ein Mikrofon, das sie sich hinters Ohr klemmen musste. Damit konnten wir während der ganzen Runde mit ihr in Kontakt bleiben und ihr direkt Anweisungen geben. Dann stellten sich die Pferd-Jockey-Paare zu einem freien Start auf. Oliver gab das Zeichen, woraufhin alle losschossen. Wie besprochen galoppierten Penny und Counterfire in einem taktgleichen, für Rennverhältnisse ruhigen Tempo nebeneinander. Die übrigen Jockeys achteten darauf, aus dem Weg zu bleiben und ihr eigenes Intervalltraining ganz normal zu absolvieren. Nach 1‘200 Metern bremsten sie ab und liessen ihre Reittiere in den Trab fallen. Nur Daedra schien sichtlich unzufrieden, als Counterfire und Penny einfach weiterliefen und davonzogen. Ich stellte mit dem Feldstecher schmunzelnd fest, dass Parker alle Mühe hatte, die Rappstute durchzuparieren. Dann suchte ich durch die Gläser wieder Counterfires Position auf. Die beiden Stuten liefen noch immer dicht beieinander und streckten sich rhytmisch. Allerdings schien es spätestens nach 2‘000 absolvierten Metern so, als müsste Counterfire schon deutlich mehr Kraft aufwenden, um sich neben Penny halten zu können. Als die beiden schliesslich ab 2500 Metern zum Endspurt ansetzten, fiel Counterfire hoffnungslos immer weiter zurück. Sie trudelte schliesslich stark atmend drei Längen hinter Penny bei der Zielmarkierung ein. Oliver und ich sahen uns an; wir beide wussten, dass wir noch viel Arbeit vor uns hatten. Counterfire schlich am langen Zügel zurück zum Hauptstall, wo sie sofort abgesattelt und eifrig von Ajith umsorgt wurde. Sie sah ziemlich müde aus, aber das war zu erwarten gewesen. Ich klopfte ihr auf den verschwitzten, orangenen Hals und murmelte „don’t worry baby, it will get easier.“

      Die zweite Gruppe hatte eine interessante Konstellation. Wir liessen nämlich Thalia und Life zusammen mit Felicita, Deadly Ambition und Odyn laufen. Die drei „neuen“ mussten heute ihren Trainingsstand demonstrieren, denn ich hatte keine Ahnung, auf welchem Niveau sie liefen. Klar war hingegen, dass alle drei eher anspruchsvolle Zeitgenossen waren, die vor allem mit ihrem eigenen Charakter zu kämpfen hatten. „Sensibelchen, wie sie im Buche stehen“, meinte Jonas dazu, als er beobachtete, wie die drei draussen schon beim Aufsteigen zappelten. Felicita war diesbezüglich noch ganz die alte. Auch Quinn schwelgte in Erinnerungen. „I still remember the first time I rode her. She freaked out because of a blackbird. I did not exactly love her for that.” “And yet you begged to ride her today”, bemerkte ich zwinkernd. “Of course! Are you not at all curious about her progress?” “I am.” Unsere Gruppe von Zwei- und Vierbeinern lief gemeinsam zur Bahn. Zunächst wurde fleissig aufgewärmt, dann gab es wiederum einen freien Start – die Maschine wollten wir ein anderes Mal mit den Neulingen austesten. Deadly setzte sich sofort an die Spitze der kleinen Herde. Interessiert beobachtete ich, wie sich die blonde Stute kraftvoll streckte. Sie hatte eine schöne Galoppade und griff weit vor. „This is quality“, stellte auch Oliver laut fest. Ich nickte zufrieden. Am Ende überraschte uns aber eher Odyn. Er war mit seinen neun Jahren schon so etwas wie ein Veteran im Rennsport, und ich war mir unschlüssig gewesen, ob ich ihn überhaupt noch rennen lassen wollte. Aber als Oliver und ich sahen, wie der rote Hengst sich mit kraftvollen, mühelosen Sprüngen vor seine deutlich jüngeren Mitstreiter setzte, waren wir uns sofort einig, dass er noch ein, zwei Seasons vor sich hatte, wenn seine Gesundheit es zuliess. „I think I just fell in love“, hauchte ich zum Chef-Trainer von Pineforest Stable. Der lächelte schief und meinte nur: „Careful, or Jonas might get jealous.“ Felicita schwankte ein wenig und kam nicht so richtig in Fahrt – offenbar war sie Grasboden nicht mehr so gewohnt. Ich glaubte zu wissen, dass es in Amerika drüben viele Sandbahnen gab. Ob es allein daran lag, war aber schwierig festzulegen. Sie war nunmal auch schon acht Jahre alt und damit wie Odyn eigentlich eher auf der abnehmenden Seite des Hügels angelangt. Oliver nahm mir die Aussprache der Gadanken ab und schlug vor, die Stute aus dem Rennsport zurückzuziehen. Vielleicht wartete eine neue Karriere als Springpferd und Zuchtstute auf sie. Das heutige Training hatte ihr aber sicherlich nochmal gut getan. Life und Thalia liefen übrigens brav ihre gewohnten Zeiten. Man konnte nicht jeden Tag neue Bahnrekorde erwarten, und bei ihnen ging es ohnehin im Moment eher darum, Muskulatur und Ausdauer aufzubauen.
    • Occulta
      Stutenkörung mit Deadly Ambition und Felicita

      Es war so weit, meine beiden Stuten Deadly Ambition und Felicita, die ich beide erst vor kurzem wieder auf Pineforest hatte begrüssen dürfen, wollte ich heute an einer Stutenkörung vorstellen. Die beiden erwarteten Fohlen für den kommenden Frühling, also musste ich mich beeilen, die nötigen Formalitäten zu klären, damit die Fohlen volle Papiere haben würden. Ich machte mir keine Sorgen über das Resultat der Körung, denn beide waren Musterexemplare von Vollblütern und hatten nicht nur tolle Abstammungen, sondern auch schon einige Erfolge im Sport vorzuweisen. Sie wurden heute beritten vorgestellt.
      Zunächst war Deadly Ambition dran. Die Fuchsstute war nicht gerade dafür bekannt, ein frommes Tier zu sein. Das zeigte sie auch heute wieder. Sie wartete nur ungern auf den Beginn der Kür, und einmal in der Halle angekommen, waren ihr die Tribüne und der Richtertisch alles andere als geheuer. Ich überzeugte sie dennoch irgendwie, dass sie hier nicht gefressen wurde und hielt zum Grüssen vor den Richtern. Ich hatte schon länger keine Kür mehr geritten, deshalb war ich etwas aus der Übung. Aber wir meisterten alle drei Gangarten auf beide Seiten und konnten auch mit einer exakten Schlangenlinie, einem schön geraden Wechsel durch die Mittellinie und einer sauberen Schulterwendung brillieren. Nur den letzten Galopp vereitelte mir die hübsche Fuchsstute leider, indem sie meinte, einen Sprint nehmen zu müssen. Ich fing sie zwar kurz darauf wieder ab, aber dafür würden wir womöglich etwas Abzug in der Rittigkeit bekommen. Ich lobte Deadly Ambition trotzdem ausgiebig, sobald wir uns erneut vor den Richtern positioniert und sie mit Gruss verabschiedet hatten. Draussen bekam sie dann auch noch zwei Leckerlis für ihre Leistung. Danach sattelte ich auf Felicita um.

      Nachdem ich mit Deadly Ambition eine anständige Vorstellung abgeliefert hatte, war nun auch Felicita dran. Sie war nicht geschoren und erinnerte mit ihren Plüschigen Ohren ein wenig einem Teddybär. Ihr Fell war aber immernoch kurz genug, dass sie nicht übermässig schwitzte - jedenfalls war das bisher im Training so gewesen. Ich führte sie vom Parkplatz zur Halle und Stieg auf. Zunächst mussten wir uns noch einen Moment lang aufwärmen; dazu blieben uns etwa zwölf Minuten. Ich machte in dieser Zeit viele Übergänge, damit sie schön durchlässig wurde. Gut vorbereitet betraten wir die Halle und grüssten die Richter. Ich ritt im Trab an und bog zunächst auf eine grosse Schlangenlinie. Danach folgten ein diagonaler Wechsel und eine grosse Mittelvolte. Nach letzterer galoppierten wir an und ich leiss sie auf der ganzen Bahn ein wenig strecken. Sie zeigte einen balancierten, stabilen Galopp und liess sich auch schön durch die Ecken lenken. Wir bogen durch die Breite der Bahn und machten dabei einen fliegenden Wechsel in der Mitte. Auch auf diese Hand zeigte ich den fleissigen Galopp von Felicita. Dann parierte ich sie in den Schritt durch und liess sie die Zügel aus der Hand kauen. Sie streckte sich sofort nach unten und schnaubte zufrieden. Ich musste mich zurückhalten, sie nicht zu offensichlich dafür zu loben. Stattdessen sass ich gerade und wechselte abermals durch die Breite der Bahn. Schliesslich trabten wir wieder an, bogen auf die Mittellinie und beendeten die Kür mit einem erneuten Gruss an die Richter. Ich klopfte Felicita zufrieden auf den Hals und ritt sie am langen Zügel aus der Halle.
    • Occulta
      Neujahr ohne Schnee – oh jehmineh
      Khiara El Assuad, Indiana, Vai Alida, Coulee, Gleam of Light, Caspian of the Moonlightvalley, Spotted Timeout, Shades of Gray, A Winter’s Day, Compliment, PFS’ Stromer’s Painting Gold, Cabinet of Caligari, PFS’ Captured in Time, tc Miss Moneypenny, PFS’ Cryptic Spots, Primo Victoria, PFS’ Sarabi, PFS’ A Winter’s Tale, PFS’ Stop Making Sense, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS’ Snap in Style, Thomas, Co Pilot de la Bryére, Circus Dancer, Estragon Sky, Ljóski, PFS’ Bacardi Limited, PFS’ Navy Sniper, Halluzination, PFS’ Ravissante, Cinnemont’s History, Eismärchen, Moon Kiddy, Feline, Lovely Summertime, PFS’ Dancin’ to Jazz, Maekja van Ghosts, PFS‘ Dahu

      Die Festtage waren auf Pineforest stressig wie immer gewesen. Wir mussten auch an Weihnachten jeweils die Versorgung der Pferde gewährleisten und trotzdem den Pflegern irgendwie die verdiente Auszeit mit ihren Familien gönnen. Dies erforderte gründliche Planung. Zum Glück war niemand kurzfristig krank geworden, sonst wäre alles durcheinander geraten. Irgendwie hatten wir die besinnliche Zeit überlebt, und der Start ins neue Jahr war ebenfalls gelungen. Schade war nur, dass es die ganze Zeit über nicht geschneit hatte, weder an Weihnachten noch zu Silvester. Ich vermisste die Galopps im weissen Pulver und das Schlitteln inzwischen so sehr, dass ich mir überlegte, einen Trip irgendwo in den Norden zu machen. Aber dazu fehlte mir schlichtweg die Zeit. Inzwischen ging alles wieder seinen gewohnten Gang - zumindest fast. Ein paar Pferde mussten das Gestüt in nächster Zeit verlassen, um Platz zu schaffen für den im Frühling erwarteten Nachwuchs. Ich hatte mich lange mit der Entscheidung gequält, wen das betreffen würde. Sie sind ja nicht von der Welt, erinnerte ich mich immer wieder, doch es tröstete nur bedingt. Schliesslich hatte ich mich dazu entschlossen, dass Felicita, Deadly Ambition, Campina und Savory Blossom nach dem Absetzen ihrer Fohlen an Bekannte von mir verkauft werden würden. Dort erwartete sie ein toller Endplatz mit viel Weidegang und langen Ausritten. Bauchschmerzen bereitete mir, dass ich Lily irgendwie beibringen musste, dass ich White Dream verkauft hatte. Eine Verwandte von Lisa war auf der Suche nach einem Pony für ihre Tochter gewesen, und Dream war einfach perfekt dafür. Aber ich befürchtete, dass Lily alles andere als erfreut darüber sein würde, denn sie hing sehr an Skydives Mama. Merino und Simba sollten kastriert und an ambitionierte Nachwuchsreiter geliehen werden. Bei den beiden schmerzte es besonders, denn ich hatte sie hier aufwachsen sehen und sie lagen mir sehr am Herzen. Aber ich konnte nunmal einfach nicht unbegrenzt viele Pferde unterbringen, und aus züchterischer Sicht war es sinnvoller, Deckhengste anderer Blutlinien einzusetzen. Trost fand ich in der Vorfreude auf das Fohlen von Merino - einen Nachkommen von ihm hatte ich trotz allem gewollt, damit das ganze Theater mit der Körung nicht umsonst gewesen war. Zuerst wurde aber die Geburt von Ronjas Nachwuchs erwartet, und zwar schon in wenigen Tagen. Es handelte sich dabei zugegebenermassen um ein kleines Experiment, denn ich hatte schon seit Jahren überlegt, ein Fohlen aus ihr und Burggraf zu Züchten. Das machte Sinn, um die seltene Farbe der beiden womöglich reinzuzüchten – oder zumindest weiter zu erhalten. Wenn ich Pech hatte, konnte das Fohlen aber auch gewöhnlich braun oder schwarz werden; ausserdem brachte Inzucht natürlich immer ein gewisses Risiko mit sich. Wir hatten die beiden Achal Tekkiner zwar im Voraus zur Sicherheit auf häufige Erbkrankheiten getestet, aber ein Restrisiko blieb immer. Ich war aber zuversichtlich, dass das Fohlen gesund zur Welt kommen würde. Weiteren Nachwuchs erwarteten wir übrigens auch bei den Reitponys: Cinni war tragend von einem schicken Palominohengst namens Feuervogel. Ich war gespannt, welche Farbe das Fohlen bekommen würde. Auch Lily war schon ganz ungeduldig. Und dann erwarteten wir auch noch Nachwuchs von unserer neuen Stute Eismärchen. Der Vater war Navy Sniper, es würde für beide Elternteile das erste Fohlen werden. Ich machte mir aber keine Sorgen, dass die halbblinde Stute eine gute Mutter werden würde - schliesslich hatte sie solch einen goldigen Charakter. Und zuletzt erwartete ich gespannt das Fohlen meiner neuen Isländerstute Maekja, die ich erst vor kurzem erworben hatte. Sie war eine Tochter des bekannten Fuchshengstes Mellamo, dessen heimlicher Fan ich schon seit langem war.

      Ich machte mich an diesem Morgen wie immer zuerst auf den Weg in den Hauptstall, wo ich dem Training der Vollblüter beiwohnte. Allerdings ritt ich nur in einer Gruppe mit, nämlich auf meinem geliebten Winter. Shades of Gray überholte uns beim Kopf-an-Kopf Sprint gnadenlos – offenbar war der schneeweisse Vollbluthengst heute nicht in Bestform. Ich verwöhnte ihn nach der Arbeit trotzdem mit Karotten und brachte ihn mit einer kuscheligen Fleece-Decke in den Freilauftrainer, wo er trocknen konnte. In der kalten Morgenluft dampften die frisch trainierten Pferde richtiggehend. Spotted Timeout und Gleam of Light trieben etwas Blödsinn im Karussell: Spot lief absichtlich langsam und liess sein Hinterteil das Trenngitter berühren, während Light ihn durch das Metallgeflecht angiftete. „Er provoziert ihn regelrecht“, meinte auch Parker augenrollend. Ich lief eine Runde mit und trieb Spot mit fuchtelnden Armen vorwärts, danach benahmen sich die beiden einigermassen. Als ich zurück in die Stallgasse schlenderte, um die Putzsachen von Winter zu verräumen, hätte Zira, die mir seit dem Absteigen wieder wie ein Schatten folgte, beinahe eine Maus erwischt, die sich jedoch gerade noch in die Sattelkammer retten konnte. „Von denen hat es auch wieder zu viele, was meine Süsse?“, murmelte ich an die Malinois Hündin gewandt. Sie sah mich erwartungsvoll an, also knuddelte ich sie rasch. Die nächste Gruppe wurde bereits in der Stallgasse gesattelt. Ich lief an Mambo vorbei direkt zu einem altbekannten Neuling: Snap in Style. Erneut hatte ich ihn von einer Kollegin zurückgekauft, und diesmal hatte ich nicht vor, ihn wieder herzugeben. Er hatte sich inzwischen von dem schlaksigen Jungtier, dessen Bild ich noch klar im Kopf hatte, zu einem kräftigen Rennpferd gemausert. Mambo war jetzt in dieser Gruppe also nicht mehr der einzige Hahn im Korb. A Winter’s Tale, Counterfire, Sarabi und Dolly standen bereits draussen bereit, als ich den Hauptstall verliess, um zum Nebenstall zu laufen. Ich wechselte noch kurz ein Wort mit Oliver, dann öffnete ich Halluzinations Boxentür. Die Fuchsstute schien nicht allzu begeistert von meinem frühen Besuch. Sie rümpfte die Nase und bewegte sich kein Bisschen auf mich zu. „Was ist denn das für eine Begrüssung?“, motzte ich liebevoll. Wenigstens dreht sie sich nicht gleich weg. Ich lief zu ihr hin und bot ihr ein Karottenstück an. Dadurch taute sie sofort auf und liess sich brav aufhalftern. Ich putzte sie im Eilgang durch – das kurz geschorene Fell unter ihrer Decke war ohnehin sauber – und sattelte sie mit ihrem Dressursattel. In der Halle war bereits Lisa mit Artemis. Sie hatte zwei Cavaletti auf der Mittellinie platziert und übte mit dem Schimmel Galoppwechsel. Wenig später stiessen auch Jonas mit Loki und Darren mit Circus Dancer dazu. Eine Weile ritten wir alle stumm und konzentriert, möglichst ohne einander in den Weg zukommen. Man hörte nur die Huftritte im Hallensand und das gelegentliche schnauben eines Pferdes. Beim Ausschreiten plauderten wir dann wieder ausgelassen miteinander, während die Pferde sich strecken durften. Als David mit Thomas reinkam, kratzte ich gerade Hallus Hufe aus. „Ahh, good Timing – we’re already finished, so you have enough space”, scherzte ich als Andeutung auf die Grösse des Scheckhengstes. Hallu bekam ihre Belohnung und eine kurze Rückenmassage. Es wurde langsam hell, als ich mich auf den Weg zum Offenstall der Stuten machte. Offenbar war ich die erste, die die Weide heute betrat, denn das Stalltor war noch geschlossen. Ich schob es auf und liess die Stuten raus auf das spährliche Wintergras. Jazz schob sich vor allen anderen als erste an mir vorbei in die Freiheit und der Stall leerte sich langsam; als letzte Nachzügler folgten Feline und Summer. Nur eine Stute blieb zurück – oder auf den zweiten Blick doch zwei. „Oh my! I didn’t expect to see you already today. Hello little sweetheart!” Neugierig näherte ich mich der schlaksigen kleinen Gestalt, die neben Ronja im Stroh lag. Das Fohlen sah zu meinem Entzücken genau gleich aus wie seine Eltern: es hatte dieselbe seltsame, zweifarbige Scheckung. Der Kopf erinnerte mich sehr an den seiner Mutter, denn er hatte ebenfalls einen hohen Weissanteil und nur ein paar Flecken an Nüstern und Augen. Die kleine war wohl noch nicht aufgestanden, machte aber einen gesunden ersten Eindruck. Begeistert beobachtete ich sie eine Weile, ohne zu nahe heranzugehen. Ich durfte die ersten Momente von Mutter und Tochter nicht stören. Ronja beschnupperte das Fohlen immer wieder, als wollte sie sichergehen, dass es noch da war. Die kleine machte kurz darauf Aufstehversuche – vermutlich hatte sie zuvor schon damit begonnen, war aber durch mein Eintreten unterbrochen worden. Jedenfalls stand sie bereits nach wenigen Minuten auf ihren wackeligen Beinen. Ich hätte den ganzen Tag zusehen können, aber die Arbeit rief, und ich erinnerte mich, weshalb ich eigentlich hergekommen war. „Moon!“ Die Stute wandte mir draussen sofort den Kopf zu, als sie ihren Namen hörte, und kam auf mich zu. Ich streichelte sie und führte sie am Halfter zum Stall. Dort band ich sie an einem der Halteringe and der Wand an und machte sie startklar für einen ausgiebigen Ausritt mit Jonas und Co Pilot. Wir entkamen dabei gerade noch einer ganzen Horde von Pflegern, nämlich Lisa, Anne, Darren, Alan und Jason, die allesamt mit Bacardi, Khiara, Life, Indiana und Sniper auch gerade raus in den Wald wollten. Da sowohl Jonas als auch mir aber gerade eher nach einem entspannten Ausritt zu zweit zumute war, schlichen wir uns vor ihnen weg. Wir kehrten vor dem Mittag zurück und ich kümmerte mich anschliessend noch um Ravissante, ehe ich kochen ging. Die Stute musste ein ausgiebiges Training mit Cavaletti über sich ergehen lassen, dass ihr vielleicht sogar ein wenig Muskelkater beschehren würde. Aber es war wichtig, dass sie ihre Koordination verbesserte und ihre vier Beine in den Griff bekam. Die Cavaletti halfen dabei, ihr einen Takt vorzugeben und ihren (und auch meinen) Sinn für die Abstände zu schulen. Sie wurde im Verlauf des Trainings etwas heftig - ich vermutete, dass ihre Konzentration nachliess. Deshalb wählte ich als letzte Übung nur noch eine Art Slalom mit Seitwärtsverschiebungen im Schritt, damit wir positiv abschliessen konnten. Es war eben noch kein Meister vom Himmel gefallen.

      Nach dem Mittag brachte ich Caspian, Compliment und Cryptic zusammen auf eine der kleineren Weiden. Auf der grossen unteren Weide, die neben dem Stutenoffenstall, durften zuerst Goldy, Ciela, Caligari, Penny und Primo sich austoben. Das war ein wenig zum Problem geworden in letzter Zeit: besonders viel Gras hatte es nicht mehr, dadurch wurde den Pferden rasch langweilig. Sie rannten häufiger herum und spielten ruppig miteinander, nebenbei pflügten sie das letzte bisschen intakten Weideboden um. Wenigstens hatten wir für den Frühling die ganz grossen Weiden ausserhalb. Womöglich würden wir sie dieses Jahr aufteilen müssen, bis die kleineren sich erholt hatten. Als ich summend von den Weiden zurück zum Hauptstall lief, sah ich gerade Oliver mit Vai Alida losreiten. Ich wünschte ihm einen schönen Ausritt. Dann streckte ich mich genüsslich, um mich für die restlichen Aufgaben des Tages zu wappnen. Am Horizont meinte ich, ein paar verdächtig aussehende Wolken zu sichten. Vielleicht endlich der erste Schnee im neuen Jahr?
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  • Album:
    Gnadenweide
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    Occulta
    Datum:
    30 Juni 2019
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  • Offizieller HG

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    Vom: Burning Spring

    Vom: Burning Hell
    Aus der: Spring Flower


    Aus der: Far Cry

    Vom: Faszination

    Aus der: Fantastic Sweetness


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    Rufname: Deadly, Amber
    Geburtstag:
    Alter: 5 Jahre
    Stockmaß: 1.75 m
    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: dunkler Palomino
    (ee,Ff,Aa,Crcr,Stysty)

    Abzeichen: grosse Schnippe und unregelmässiger Stern, vl weiss gestiefelt, vr, hl und hr unregelmässig hochweiss
    Gesundheit: sehr gut


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    temperamentvoll, stur, frech


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    Ambition ist im Umgang nicht gerade ein Engel. Passt man nicht genau auf, kann sie ziemlich frech sein. Ambition ist kein Kuscheltier, sondern eher ein Pferd für den erfahrenen Sportreiter.
    Deadly Ambition ist ein Rennpferd durch und durch. Schon jetzt zeigt sich ihr Naturtalent in Bezug auf Schnelligkeit und Ausdauer. Ambition ist eine unglaublich schnelle und ausdauernde Läuferin, die jedoch jetzt schon schwer zu händeln ist. Wenn ihr Temperament mit ihr durchgeht, ist sie nicht mehr zu halten, dann heißt es konsequent bleiben, denn verbissen wie die Stute ist, hilft kein Bitten und Betteln mehr. Schon jetzt treibt sie einem mit ihrer Sturheit in den Wahnsinn. Bekommt man sie jedoch unter Kontrolle, hat man eine klasse Jungstute vor sich, welche später sicherlich große Erfolge nach Hause bringen wird.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: Ja
    Nachkommen: PFS' Murphy's Law

    Decktaxe: nicht leihbar!


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    Galopprennen Klasse: S**
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: S***
    Military Klasse: E

    Dressur Klasse: A
    Distanz Klasse: A

    Eignung: Galopprennen, Springen, Military
    Eingeritten: Ja



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    [SK 466]
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    1. Platz 283. Galopprennen
    1. Platz 327. Galopprennen
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    3. Platz 461. Galopprennen
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    1. Platz 350. Springturnier
    1. Platz 556. Springturnier
    1. Platz 192. Synchronspringen
    1. Platz 211. Synchronspringen
    1. Platz 212. Synchronspringen
    1. Platz 221. Synchronspringen
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    2. Platz 349. Springturnier
    2. Platz 199. Synchronspringen
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    3. Platz 339. Springturnier
    3. Platz 203. Synchronspringen
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    1. Platz 555. Dressurturnier
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    3. Platz 405. Distanzturnier
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    Deadly's Spind