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Occulta

• Burggraf, Achal Tekkiner ♂

Hengst | Dreifarbschecke

• Burggraf, Achal Tekkiner ♂
Occulta, 9 Dez. 2018
    • Occulta
      Alte Berichte:
      Ein Tag auf Nasty Past - Zeit für alle Pferde

      [...]Wir ritten weiter und kamen nun zu den Hengstweiden. Auf der ersten standen It’s My Destiny, Burggraf, Nawarin, Slush und Puzzle. Fünf Hengste, aber alle verstanden sich prima. Fee lief gleich zu ihrem Destiny. Sie liebte das Hackney schon sehr. Ich kraulte Slush und Puzzle. Die beiden waren auch einfach zu süß und natürlich kamen auch Nawarin und Burggraf nicht zu kurz. Wobei Burggraf mir nicht unbedingt geheuer war, er war ziemlich groß und schaute frech drein. Da blieb ich lieber bei Nawarin. Der Araber würde bestimmt bald zu Bekki gehen, sie würde sich super um ihn kümmern. Wir brachten auch den Hengsten eine Ladung frisches Heu. Das wurde bis jetzt noch draußen gelagert, solange es nicht regnete. Die Hengste stürzten sich wie wild darauf, aber es gab keine Streitereien. Fee konnte sich nur schwer von Destiny trennen und so versprach ich ihr einen abendlichen Ausritt, sie mit Destiny und ich mit Hijo. Wir schwangen uns wieder auf die beiden Hengste und ritten zur nächsten Weide.[...]
      By unbekannt, 2011


      Von einem sonnigen Tag und einem Findelkind.

      Gähnend lag ich immernoch im Bett und genoss den sanften Sonnenschein der auf mich herabschien. Ich grinste und stand auf. Zwar war ich fertig für den Stall aber ich konnte mich immernoch nicht von meinem Bett trennen. Die Uhrzeit war einfach zu früh. Mühsam rappelte ich mich auf und stapfte den Flur entlang. Ich schlüpfte in meine alten Turnschuhe, de mir nun als Stallschuhe dienten, und ging nach draußen. Draußen wurde ich ebenfalls von sanftem Sonnenschein begrüßt und ein Grinsen huschte über meine Lippen. Summend ging ich zum Stall. Viele Pferde warteten schon auf ihren Weidegang. Im Stall kontrollierte ich einmal jede Box und wünschte jedem Pferd mit einer Möhre guten Morgen. Nachdem jedes Pferd zufrieden eine Möhre mampfte ging ich nach draußen um die Weiden zu kontrollieren. Alle Weiden waren eigentlich ok, aber die Fohlenweide glich einem Chaos. Der Zaun hatte dem gestrigen, sehr starken Wind nicht ausgehalten und das Tor war kaputt. Ich seuftze und überlegte. Dann mussten die Fohlen heute wohl mal auf dem Paddock. Schnell ging ich noch zu der Weide für die Jungstuten und ging danach zurück zum Stall.Doch als ich den Stall betreten wollte hörte ich ein Auto. Ich drehte mich um und sah Feeling. Sie brachte mir Burggraf von Nasty Past. Eilig rannte ich auf den geparkten Wagen zu und begrüßte Feeling. Sie erklärte mir schnell die Situation und ich nickte.Feeling lud Burggraf aus dem Hänger und übergab ihn mir.Dann verabschiedeten wir uns auch schon wieder und ich stand leicht verpeilt, mit dem Hengst am Strick, vor dem Stall.So schnell wie Feeling gekommen war, war sie auch wieder weg. Ich nickte nur leicht perplex und führte Burggraf erstmal in den Stall. Zum Glück hatte ich noch eine paar Boxen frei.Nachdem Burggraf sicher in der Box verstaut war ging ich nun zur Box neben dem neuen Hengst.Empire State of Mind stand in der Box und wartete nur auf seinen Weidegang. Ich lächelte und griff nach seinen Halfter. In der Box zog ich ihm das weiche Lederhalfter an und führte ihn aus seiner Box. Nun ging es für den Hengst auf die große Hengstweide. Empire tänzelte leicht neben mir her und ich lächelte. Auf der Weide befreite ich Empire vom Strick und legte diesen dann vor dem Tor ins Gras. Empire war bereits davongaloppiert und vollführte wilde Bocksprünge. Ich lächelte und ging zurück zum Stall.[...]

      By CrazyCleo, 25.04.2011

      Ein Langweiliger Tag & endlich hab ich ein iPhone

      [...]Nachdem ich wieder im Stall war ging ich zu Damian. Der Ponymixhengst durfte nun auch auf die Weide, sollte aber vorher in die Führanlage. Burggraf durfte dem kleinen Hengst dort Gesellschaft leisten. Die beiden Hengste drehten ruhig ihre Runden in der Führanlage und ich ging wieder in den Stall.
      [...]Accino und Empire State of Mind durften mit Damian und Burggraf die Plätze in der Führanlage tauschen. Die anderen beiden Hengste durften wieder in den Stall.[...]
      By CrazyCleo, 01.08.2011
    • Occulta
      Ankunft von Burggraf

      Heute kam ein Pferd auf Pineforest Stable an, auf das ich mich ganz besonders freute. Burggraf war der Bruder von Ronja und ich hatte den Hengst schon eine Weile im Auge gehabt. Nun war es endlich so weit und ich konnte ihn mein Eigen nennen. Er hatte die selbe, wunderschöne und exotische Färbung wie Ronja. Er hatte auch schon zwei Nachkommen, die beide recht vielversprechend gewesen waren, jedoch waren beide verfrüht verstorben. Um punkt zwei Uhr kam der Transporter auf dem Parkplatz an. Aufgeregt öffnete ich die Klappe und ging langsam auf den Hengst zu. Er blickte mir neugierig entgegen. Ich streichelte kurz über seine Stirn, dann band ich ihn los und führte ihn aus dem Anhänger. Draussen kam sein seidiges Fell erst recht zur Geltung. Es schimmerte schön, wie sich das für Achal Tekkiner-Fell gehört. Ich führte ihn in den Hauptstall zu den anderen Hengsten. Anschliessend putzte ich ihn und er durfte seine neue Box erkunden.
      26.02.2013
    • Occulta
      Alltag auf Pineforest Stable

      Wie jeden Samstag stand ich früh auf und schlang mein Müsli runter, bevor ich dann in den Hauptstall lief und den Stallburschen beim Füttern half. Alle Pferde warteten schon ungeduldig und besonders Spot klopfte mit dem Huf gegen die Boxentür. Er bekam deshalb als Letzter sein Futter. Die Vollblüter im Hauptstall bekamen eine spezielle Futtermischung, die ihnen die nötigen Vitamine und Mineralstoffe für ihre Rennleistungen brachte. Diese Futtermischung schmeckte wohl auch besonders gut, denn wenn Pferde, die aus irgendeinem Grund gerade nicht im Rennsport tätig waren, stattdessen normales Futter, wie das der Nebenstall-Pferde bekamen, assen sie deutlich weniger und langsamer. Auch im Nebenstall wurde die Schubkarre mit dem Futter schon freudig erwartet und viele der Pferde „röchelten“ aufgeregt. Anschliessend brachten wir den Pferden auf den Weiden ihre Heu und Stroh Portionen, denn die bekamen wenn überhaupt nur wenig Getreidefutter. Es war schon recht warm an diesem Morgen und der Schnee war fast gänzlich geschmolzen. An manchen Stellen tauchten erste Frühlingsblumen auf und die Gräser begannen sich wieder aufzurichten. Auch die Luft roch nach Frühling und man hörte überall Vögel zwitschern. Da der geschmolzene Schnee die Weiden matschig werden liess, wurden Teile der Weiden zur Schonung des frischen Grases abgetrennt. Die Mini-Pferdchen waren immer süss anzusehen, wenn sie angerannt kamen, sobald der Futterwagen in Sicht war. Arco wieherte schon aufgeregt als wir die Weide betraten. Anschliessend liessen wir erstmal alle Pferde in Ruhe fressen, dann lief ich erneut zur Mini-Pferdchen Weide. Um neun Uhr kamen dann ein paar Kinder, die regelmässig am Wochenende mit den Mini-Pferdchen spielten und sie putzten. Ich blieb zuerst wie immer etwas dabei und half mit. Unsere Minis waren zwar allesamt super lieb im Umgang und sehr menschenbezogen, aber kommunizierten natürlich auch untereinander als Herde und dabei gab es öfter mal kleine Zankereien. Daki’s Nüstern durchstöberten schon wieder meine Hosentaschen nach Leckerlies und Chip versuchte gerade Goldy in den Hintern zu beissen. Ich packte sie am Ohr und ermahnte sie, denn solange die Kinder anwesend waren, hatte sie sich gefälligst zu benehmen. Arco und Prinz wurden separat geputzt, weil sie ja Hengstchen waren. Besonders an Diva’s knallrotem, flauschigen Winterfell hatten die Kids Freude. Die Minis sahen allgemein wie kleine Plüschkugeln aus. Bei Prinz kam man kaum noch durch den dichten Schweif; ein Frisör-Termin stand für alle an. Später am Morgen arbeitete ich mit Light und Stromer auf der Rennbahn, während mein Mann Spot und Sunday bewegte. Auch Felicita und Iskierka waren trainiert worden, allerdings schon am frühen Morgen. Am Mittag ritten ich und mein Mann gemeinsam mit Ronja und Muffin aus. Der Boden war auf den Feldwegen recht gut, sodass wir auch viel galoppieren konnten. Auf den Feldern war es dafür allerdings zu matschig. Auf dem kleinen Gelände-Parcours in der Mitte der Rennbahn trainierten wir anschliessend noch etwas für die kommenden Distanzprüfungen. Beim Mittagessen liessen wir uns etwas mehr Zeit. Wir assen wie eigentlich immer mit allen Lehrlingen und Stallhelfern gemeinsam im Restaurant in der Halle. Dort wurde über den Tagesplan und die bereits verrichteten Arbeiten geredet, oder auch über allerlei sonstige Themen.
      Danach ritt ich mit Julia und Jonny, zwei der Helfer, auf den Aussenreitplatz. Ich ritt auf Flint, Julia auf Shadow und Jonny auf Summer. Wir stellten ein paar Stangen auf und bereiteten einen kleinen Western-Parcours auf. Während 45 Minuten trainierten wir diverse Bahnfiguren, Stops, Spins und vieles mehr. Flint war langsam richtig gut im Stoppen, er reagierte auf die feinsten Gewichtshilfen. Auch Summer machte gute Fortschritte, sie hatte allerdings ordentlich Winterfell, was das Westernpferde-Image ein wenig verfälschte. Sie sah lustig aus, wie sie mit all dem Teddy-Fell umher galoppierte. Shadow hingegen hatte sehr feines Fell und fror schnell, wenn sie gerade nicht bewegt wurde. Etwa um 3 Uhr nachmittags ritt ich mit Pilot in der Springstunde mit, die immer Samstags auch offen für Leute aus der Nachbarschaft war. Es kamen oft andere Leute mit ihren Pferden um in der grossen Halle zu trainieren. Einer der Helfer, Freddy, ritt mit Costa mit. Wir machten wieder mal Witze und lachten viel, alle waren fröhlich aufgelegt weil der Frühling kam. Nach der Springstunde ritt ich Peace, den ich ebenfalls noch nicht lange hatte. Er war noch sehr schreckhaft und unkonzentriert, was das Training zur Herausforderung machte, allerdings war bereits eine deutliche Besserung bemerkbar. Trotzdem erschreckte er sich vor einer Taube, die vor seiner Nase durch die Halle flog. Der kräftige Dreijährige bockte mich beinahe runter. Als ich ihn wieder beruhigt hatte, war er dann auch ganz schön verschwitzt, obwohl er geschoren war. Ich beschloss noch ein wenig mit ihm Seitengänge zu üben, zum Abkühlen ritt ich ihn dann noch eine Runde auf der Galoppbahn im Schritt. Nun war ein wenig Spass und Abwechslung mit den Criollos geplant: Ich sattelte Moon, nachdem ich Peace zurück in die Box gebracht hatte, und mein Mann holte Feline. Moon zappelte ungeduldig während wir auf Feline und meinen Mann warteten. Als er endlich kam stiegen wir vor dem Nebenstall auf und ritten zur Galoppbahn. Dort wärmten wir die beiden erstmal im Schritt ein. Anschliessend trabten wir an und machten einige Tempowechsel. Auch Schulterherein übten wir ein wenig. Schliesslich galoppierten wir auch. Nun da es schon fast 6 Uhr war kam starker Wind auf und fegte durch die Tannen des Galoppweges. Es war aber trotzdem noch recht warm und die Abendstimmung mit dem rötlich gefärbten Himmel war wunderschön. Wir beschlossen ein kleines Rennen zu machen. Zuerst ritten wir zur Begrenzung der Rennbahn und zogen den Pferden die Sättel aus. Wir legten sie über den Zaun, dann stiegen wir wieder auf und begaben uns auf die Startposition. Auf sein Zeichen hin preschten wir los. Es war ein herrliches Gefühl gegen den Wind zu galoppieren und die Tannen links und rechts vorbeifliegen zu sehen. Am Anfang lag mein Mann in Führung, dann holten Moon und ich aber auf. Nach der halben Runde waren wir Kopf an Kopf, aber Moon wurde langsam etwas müde. Deshalb verloren wir am Ende knapp. Aber das machte nichts, schliesslich war es ein Spass-Rennen. Wir holten die Sättel wieder und versorgten Moon und Feline. Danach ging ich mit Bella in die Halle und mein Mann mit Sparrow ins Gelände. Ich arbeitete mit Bella an der Losgelassenheit und der Balance, dazu liess ich sie auch über Stangen traben. Um 9 Uhr abends lief ich dann erschöpft zum Haus zurück um das Abendessen zu geniessen. Danach schauten mein Mann und ich einen Horror-Film bevor wir um 11 Uhr nochmals zur Kontrolle durch die Stallgassen liefen. Alles war ruhig und viele Pferde schliefen schon. Pilot röchelte mir zu, als ich an seiner Box vorbei lief. Ich ging ein wenig zu ihm in die Box und kraulte ihn an der Stirn. Dann ging ich ins Bett, voller Vorfreude auf den nächsten Tag.
      05.03.2013
    • Occulta
      Ein nicht ganz so toller Sommertag

      Es hatte schon die ganze Woche heftig geregnet und mein Mann hatte schon gemeint, dass es nur eine Frage der Zeit sei, bis der Fluss über die Ufer treten würde. Heute Morgen passierte es dann. Als ich aufwachte hörte ich draussen das Rufen der Pfleger und jemand kam gerade die Treppe hochgerannt. Die Tür wurde aufgerissen: "Schnell Occu, der Nebenstall steht circa 10 Zentimeter tief unterwasser! Tendenz eher steigend..." Ich sprang auf, zog mich an und hüpfte die Treppe runter zur Haustür. Draussen schien auf den ersten Blick ein riesen Chaos zu herrschen. Vom Nordosten her kam eine braune Suppe durch die Tannen der Galoppbahn geflossen, zwar nicht sehr tief, dafür breitflächig. Die Hälfte des Reitplatzes war unterwasser und die Wassermasse floss weiter zum Nebenstall, der ebenfalls schön umspült wurde. Wenigstens ein paar der Weiden und der Hauptstall, sowie das Haupthaus und der Parkplatz waren einigermassen trocken. Ich schlüpfte schnell in meine Gummistiefel und zog im Rennen die blaue Regenjacke an. Beim Nebenstall waren die Helfer gerade dabei, die Pferde zu evakuieren und in den Hauptstall zu bringen. Dort hatte es noch genügend leere Boxen, in denen die Tiere provisorisch untergebracht werden konnten. Ich schnappte mir Halfter und Seil und schob die Boxentür von Moon auf, während Lewis und Lisa Co Pilot und Costa rüber brachten. Als ich mit Moon zum Hauptstall joggte, kamen uns Quinn und Rosie entgegen, die Feline, Silver und Risandro schon in eine Trockene Box gebracht hatten. Mein Mann hatte mit einem Nachbar, Ajith und Jonas ein paar Sandsäcke organisiert und versuchte nun den Strom aus Schlamm und Wasser vom Hauptstall fernzuhalten. Ich watete mit Moon weiter aus dem Wasser und führte sie durch eine Lücke im Schutzwall. Ich stellte sie in eine der freien Boxen und holte dann nacheinander Donut, Ocean und Dream. Als alle Pferde im Hauptstall waren und der Schutzwall stand, lief ich mit Quinn und Lisa zu den Weiden, um nach den Fohlen und Minis zu sehen. Dort schien zum Glück alles in Ordnung zu sein. Kaum hatten wir uns umgedreht, als wir auch schon wieder nach oben gerufen wurden. Oliver und Lily waren inzwischen auch eingetroffen und mein Mann wollte planen, was als nächstes getan werden musste. Also trommelten wir alle anwesenden zusammen. Ich stellte mich neben meinen Mann und strich mir die nassen Haare aus dem Gesicht, denn im Eifer des Gefechts hatte ich die Kapuze nicht hoch gezogen. "Okay, so weit so gut. Alle Pferde stehen wieder im Trockenen und das Wasser wird vom kleinen Schutzwall zurückgehalten. Im Verlauf des Nachmittages sollte der Regen aufhören, mit etwas Glück ist das Wasser heute Abend weg. Die Pferde bleiben aber ganz bestimmt über die Nacht hier im Hauptstall. Also müssen wir jetzt dafür sorgen, dass sie es für die Nacht schön bequem haben. Einstreuen der leeren Boxen währe zu verschwenderisch, aber wir können ihnen Heu und Wassereimer hinstellen, eine Nacht ohne zu liegen werden sie ja wohl überleben. Trocknet ausserdem die Beine derjenigen, die nass geworden sind." Alle murmelten zustimmend und machten sich an die Arbeit. Ich brachte Peace und Muffin einen Wassereimer und zog Ronja, die am durchweichtesten von allen war, eine warme Fleece Decke an. Den drei Western Pferdchen Summer, Shadow und Flint ging es anscheinend auch gut, sie waren jedenfalls schon wieder am Heuhalme sortieren. Als alle Pferde genügend zu fressen hatten, bekamen auch die Menschen eine kleine Aufwärmung: Der freundliche Nachbar und Lewis hatten in der Zwischenzeit für alle warmen Kakao und trockene Handtücher hergezaubert. So sassen wir alle in der Stallgasse des Hauptstalls und trockneten uns gegenseitig. Am Nachmittag liess der Regen dann wie erhofft nach und auch die braune Suppe wurde weniger. Am Abend schliesslich war der Strom vollständig verschwunden, der Boden um den Hauptstall war aber noch sehr matschig. Ich sah bevor ich ins Bett ging nochmals nach den Pferden, dann fielen mir erschöpft die Augen zu. Was für ein Tag!
      03.06.2013
    • Occulta
      Kleiner Wanderritt

      Ich war gerade am Frühstück essen, als ein Spatz durch das Fenster hereingeflattert kam. Er war noch eher jung, konnte aber offensichtlich fliegen. Er flatterte wild in der Küche herum, umso mehr als ich versuchte ihn einzufangen, um ihn rauszubringen. Schliesslich gelang es mir, ein Küchentuch über den zierlichen Vogel zu werfen und ihn beim Fenster wieder fliegenzulassen. Nach dieser kleinen Abwechslung machte ich mich an die eigentliche Arbeit: Pferde trainieren. Ich half wie immer zuerst den Pflegern beim Füttern, dann schnappte ich mir Ronja und Muffin. Ich putzte und sattelte die beiden, denn ich wollte zusammen mit Quinn einen kleinen Wanderritt als Übung für Distanzritte machen. Wir nahmen gewöhnliche Vielseitigkeitssättel und beim einen befestigte ich Satteltaschen für die Karte, Proviant und Wasser. Anschliessend führte ich Muffin nach draussen und stieg auf, während Quinn das Selbe mit Ronja tat. Wir ritten los, vorbei an der grossen Halle und den Weiden, dann an der Rennbahn. Als wir die Galoppbahn gekreuzt hatten und an einem grossen Laubbaum vorbei ritten, umwehten uns ein paar gelbliche Blätter. "Nun ist der Herbst also wirklich hier.", stellte Quinn fest. Ich nickte. "Gestern sah ich bereits Kastanien an den Bäumen und die Äpfel bei Ms Tsubakis Stall sind auch schon reif." Wir ritten eine Weile ruhig weiter, dann bogen wir auf ein Feld ab. Ab und zu vergewisserte ich mich mit hilfe der Karte, dass wir noch auf dem rechten Pfad wandelten. Die meisten Wiesen hier waren weder eingezäunt, noch wurde hier angebaut. Lediglich an manchen Stellen um den Wald musste man eine Schaf- oder Kuhwiese durchqueren, die oftmals mit einfachen Steinmauern abgegrenzt waren. Ronja lief schön ruhig, kam aber nicht so leicht an den Zügel, wenn ich sie aufnahm. Ich liess sie heute aber sowieso eher in lockerer Anlehnung laufen. Wir trabten nun in Richtung Wald, dann auf einem Trampelpfad hindurch. Anschliessend ritten wir weiter in Richtung Fluss, überquerten diesen mittels einer Brücke und galoppierten dann ein Feld hinab. Insgesamt ritten wir eine grosse Runde und kamen schliesslich auch bei Ms Tsubakis Hof vorbei. Dort banden wir die beiden Pferde am Weidenzaun an und gaben ihnen ein wenig Wasser mit den Kübeln von der Weide. Wir durften das, denn Tsubaki war eine gute Freundin. Ich tätschelte Ronja zufrieden, dann lief ich zu Muffin und streichelte seine Stirn. "Wollen wir Tsubaki noch besuchen gehen oder lieber zurückreiten?", fragte ich Quinn. Sie sah in Richtung Sonne und meinte, dass wir besser weiter sollten. Ich nickte und band Ronja wieder los. "Wollen wir für den Restweg Pferde tauschen?", fragte ich. "Jap, why not.", kam die Antwort sogleich. Ich übernahm die Zügel von Graf und hielt Ronja noch kurz fest, damit Quinn gut aufsteigen konnte. Dann schwang ich mich selbst in den Sattel. Muffin war zum Reiten ganz anders als Ronja. Er versammelte sich fast von selbst und präsentierte sich stolz. Ab und an tänzelte er ein wenig, schien vor Energie zu zerbersten. "Der ist ja heute gut gelaunt", bemerkte ich zu Quinn gewannt. Sie murmelte etwas von wegen "wohl schonwieder zu viel Müsli gekriegt" und nickte. Wir genossen den restlichem Ritt in vollen Zügen. Wir pausierten noch einige Male, bis wir schliesslich Zuhause ankamen. Dort wurden wir schon freudig von den Mini Stuten empfangen, die mal wieder freilaufen durften (oder ausgebüxt waren). Wir verräumten Muffin und Ronja und gesellten uns dann zu den anderen Pflegern, die währenddessen ein paar Plastikstühle auf den Grasstreifen vor der vordersten Weide gebracht hatten. Wir tranken selbstgemachte Limonade und beobachteten dazu die Mini Hengste auf der hinteren Weide. Und natürlich liessen auch die Stütchen nicht lange auf sich warten. Kaum ein paar Minuten nachdem wir uns gesetzt hatten, kamen sie vom Nebenstall her angetrabt und bettelten nach Aufmerksamkeit. Goldy stiess mit ihrer feinen Oberlippe fast Lewis Glas um. Zum Glück konnte Quinn dies gerade noch verhindern. "Du hast gute Reflexe Kleine." bemerkte Lewis dankbar. Quinn wurde ein wenig rot und lächelte schüchtern. Ich wandte mich wieder den Minis zu. Die Hengstchen spielten ein wenig, jetzt da sie zu dritt waren, war deutlich mehr Bewegung in der Gruppe. Caress verfolgte Arco im Galopp, während Prinz ihm spielerisch in die Kruppe zu beissen versuchte. Die Stuten waren jetz vollkommen relaxt neben uns am grasen. Ich machte mit dem Handy ein Foto von Queenie und Chip, die Kopf an Kopf das saftige Gras zupften. Schon kam wieder Daki und versuchte an meinem Handy zu knabbern. Offensichtlich wollte sie beschäftigt werden. Also joggte ich mit ihr zum Hauptstall (sie lief mir ohne Seil hinterher), holte dort ein paar Karottenstückchen aus dem Schrank und machte wieder bei den Stühlen ein paar Übungen mit ihr. Die anderen sahen erst begeistert zu, dann sprang Rosie plötzlich auf und holte ebenfalls Karottenscheibchen. Bald darauf hatte sich fast jeder ein Mini geschnappt und trainierte das Kompliment, Absitzen, oder Abliegen. Daki arbeitete super mit und plumpste sofort ins kühle Gras, wenn ich "down" sagte und ihr auf den Rücken tippte. Auch Lady wa brav, hatte aber spätestens beim Steigen keine Lust mehr. Also liessen Jonas und Ajith, die zuvor mit ihr gearbeitet hatten, sie in Ruhe. Auch die anderen hörten nach fünfzehn Minuten auf und liessen die Pferdchen wieder grasen. Wir genossen den restlichen Abend draussen und gingen erst um halb elf nach Hause.
      02.10.2013
    • Occulta
      Der Bericht

      Es war Abend und ich hatte es mir gerade draussen auf der Hängematte bequem gemacht, bereit mein Erdbeer-Frappé zu schlürfen. Da kam Lily vom Nebenstall her angelaufen. "Guten Abend, ich dachte ich komm noch kurz vorbei und sag gute Nacht." Sie lächelte mir mit diesen Worten freundlich entgegen. "Das ist aber lieb. Musst du denn gleich gehen, oder bleibst du noch etwas hier?", erwiderte ich und stellte den Becher beiseite. "Nö, ich hab's nicht eilig.", kam die Antwort. Ich schlug vor, dass sie neben mir auf die Hängematte kommen solle und mir vom heutigen Tag erzählen könne. "Also gut", fing sie an und liess sich neben mir nieder. "Wie jeden Morgen haben wir zuerst alle hungrigen Mäuler gestopft. Dann habe ich Peace rausgenommen und mit ihm ein wenig Gelände Training gemacht. Währenddessen haben Lewis, Jonas, Lisa und Quinn mit Summer, Flint, Moon und Shadow auf dem Platz trainiert. Anschliessend haben wir die Hengste auf die Weiden gebracht, wie immer diejenigen zusammen, die auf der Liste standen. Die Stuten durften am Nachmittag raus. Die Mini Stuten haben wir ausserdem wieder freilaufen lassen. Nach dem Misten hab ich mir Pilot geschnappt und Oliver Sun; wir sind mit den beiden rausgegangen. Ich glaube Rosie hat in der Zwischenzeit mit Dream gearbeitet, ich weiss aber nicht was. Ach ja, Lewis hat zusammen mit Quinn Silver und Bella longiert. Nach dem Mittag bin ich nochmal raus gegangen, diesmal mit Ocean. Rosie ist mit Islah mitgekommen. Das ging ziemlich gut, Islah hat nur einmal bei der Brücke ein bisschen gezickt." "Ach ja, das kennen wir ja", unterbrach ich sie und rollte mit den Augen. "Jaaa, immer an derselben Stelle... Aber irgendwann kurieren wir auch das noch." "Und wie macht sich Bandit?", wollte ich wissen. "Ahh der Neue, ja, der ist ganz brav. Hat sich gegen Abend ohne Probleme von Jonas longieren lassen und am Schluss ist er mit ihm um die Galoppbahn geritten." "Das ist ja toll! Hatte er nicht Angst vor den Tannen?" "Ja, aber jetzt nicht mehr. Er ist brav wie ein Lamm. Vorhin hab ich noch Oliver und Lisa mit Donut und Anubis auf dem Platz gesehen. Schau, das Licht brennt noch." "Ahh ja", antwortete ich und beobachtete die beiden kurz. Lilys stimme riss mich aus meinen Gedanken. "Und wie war der Distanzritt?" "Toll, wir haben zwar nicht gewonnen, aber ich wurde mit Ronja Dritte und mein Mann mit Burggraf Fünfter." "Echt gut! Ich will unbedingt auch mal mitkommen und zuschauen. Wann geht ihr das nächste Mal?" "Erst in ein paar Monaten, ich weiss das Datum gerade nicht. Aber ich sag's dir morgen.", antwortete ich. "Gut." Sie sah auf die Armbanduhr und meinte dann "Ich muss jetzt leider los, bis morgen also." Ich verabschiedete mich und schlürfte mein Frappé fertig. Es war ein herrlicher Abend.
      5 Okt. 2013
    • Occulta
      Ausritt mit Anubis, Burggraf und Donut

      „Occu? Hey Occu!“ Die Stimme von Lisa riss mich aus meinen Gedanken. Ich war gerade dabei, den Rennsattel von Spot zu putzen, als die aufgedrehte Pflegerin hereingestürmt kam. „Wow wow wow, was ist denn mit dir los?“, fragte ich lachend. Sie räusperte sich, dann trällerte sie in übertrieben hoher Stimme: „Jonas fragt, ob du mit uns ausreiten kommst!“ Im Hintergrund hörte ich ein Geräusch und Sekunden später tauchte Jonas verlegen im Türrahmen auf. „Nunja, falls du Zeit hast natürlich. Muffin, Donut und Anu brauchen mal wieder Auslauf.“ Ich überlegte kurz und ging im Geiste meinen Tagesplan durch, ehe ich zufrieden nickte und den Schwamm weglegte. „Ich denke, das dürfte noch reinpassen, wir haben ja nicht gleich 3 Stunden oder?“, meinte ich in herausforderndem Tonfall. Die beiden nickten eifrig und Lisa überflutete mich gleich mit Fragen. „Welchen der drei nimmst du? Welchen Sattel willst du? Oder sogar ohne Sattel? Und Schabracke? Wollen wir bis zum Ende der Galoppwiese oder noch weiter oder in die andere Richtung? Sollen wir nochwartenmitputzenjetztbleibdoch hiiieeer!“ Ich war bereits am Putzzeug holen, nämlich das von Donut. Jonas grinste belustigt und schnappte sich das Halfter von Muffin, so blieb für Lisa nur noch Anu übrig. Wir liefen ‚Somewhere Over the Rainbow‘-summend zu den dreien. Ich band Donut direkt hinter Muffin an, Anu stand weiter vorne. Immer noch vor mich hin pfeifend begann ich, den Rappen durchzubürsten. Zuerst mit dem Striegel, dann mit der groben und schliesslich mit der weichen Bürste. Als ich auch die Hufe und das Langhaar geputzt hatte, holte ich den Sattel und die Trense. Donut machte beim Zäumen einen ganz runden Hals und suchte das Gebiss regelrecht. Auch Anubis liess sich ohne weiteres aufzäumen, Muffin sträubte sich jedoch zuerst ein bisschen, indem er den Kopf hochstreckte. Mit seiner üblichen Geduld schaffte es Jonas trotzdem, den Hengst zum Maul-Öffnen zu bewegen. Ich beobachtete, wie er ihm lobend auf die Schulter klopfte, kaum war das Nackenstück über die Ohren gestreift. „Seid ihr fertig?“, fragte ich rasch, um meinen leeren Blick zu begründen. Beide waren so weit, also liefen wir nacheinander aus dem Stall auf den kleinen Platz im Innenhof des Hauptstalls. Dort stiegen wir wie immer auf und gurteten nochmal nach, dann ritten wir los in Richtung Fluss. Ich hörte eines der Minipferdchen wiehern als wir in die Nähe der Weiden kamen. „Ist denen etwa schon wieder langweilig? Die durften doch erst heute Morgen auf dem Platz mit den Kindern spielen.“, bemerkte ich belustigt. „Mit den Kindern spielen – das ist der richtige Ausdruck!“, lachte Jonas. Lisa begann nach ein paar Minuten der Stille eifrig von ihren Erlebnissen als Trainerin zu erzählen. Jonas und ich sahen uns gleichzeitig an und rollten mit den Augen, um gleich darauf in Lachen auszubrechen. Lisa schwatzte währenddessen munter weiter, als hätte sie es nicht bemerkt, vielleicht hatte sie das ja tatsächlich nicht. Nach dem Fluss bogen wir rechts ein wenig ins Feld und galoppierten an. Es entwickelte sich ein kleines Rennen, bei dem Donut und ich anfangs vorne lagen, jedoch schnell eingeholt wurden durch den temperamentvollen Araber Anubis. Uns blieb auch nicht erspart, dass Muffin aufholte und an uns vorbeizog. „Macht nix mein dicker, die haben nen Vorteil.“, murmelte ich dem Ponyhengst ins Ohr. Am Waldrand bremsten wir wieder in den Trab, dann ritten wir südwärts und schliesslich in einer grossen Schlaufe zurück zum Hof. Dabei mussten wir den Fluss nochmals überqueren, diesmal bei einer Betonbrücke, die Muffin nicht geheuer war. Ich ritt extra nahe vor den beiden, damit Muffin sich anhängen konnte und es klappte; wir schafften es beim dritten Versuch doch noch. Muffin tänzelte zwar auf dem ganzen Weg darüber, aber er blieb bei uns. Da er sich auch auf dem restlichen Rückweg nicht wirklich beruhigte, gab mir Jonas seine Gerte, in der Hoffnung, dass er so etwas ruhiger werden würde. Es klappte leider nicht wirklich, aber Jonas nahm dafür bei unserer Wiederankunft noch ein paar Sprünge auf dem Platz. So konnte er den Achal Tekkiner noch etwas auspowern. Wir verräumten die Pferde in ihre Boxen und liefen anschliessend zu den Mini-Weiden. Ich öffnete das Zauntor und schon kamen die Stütchen angerannt. „Heyy Daki, halllooo, Chip lass das! Ach Queenie das kann man nicht fressen, au!“ Goldy, mit ihrem goldenen Charakter, war die einzige, die nicht versuchte, mich irgendwie zu beknabbern oder meine Schuhbändel aufzumachen. Dann war der Spuk auch wieder vorbei, denn Daki hatte wohl eine Stelle mit etwas frischem Gras unter dem Schnee entdeckt. Sie lief davon und alle anderen folgten ihr eifrig. Jonas schüttelte lachend den Kopf, denn die Hengstchen hatten so gar nicht Freude daran, dass sich ‚ihre‘ Stütchen vom Zaun entfernten. Arco und Caress standen beide mit gespitzten Ohren und geblähten Nüstern da, Arco trug ausserdem den Schweif elegant aufgestellt. In solcher Pose sah er richtig edel aus, fast wie ein zu klein geratener Araber. Plötzlich flitzte etwas Weisses an mir vorbei. Ich drehte mich erstaunt und entdeckte Kiwi, die in Richtung Lewis trabte, der vom Nebenstall her angelaufen kam. Die Kleine hatte sich gut gemacht, sie war kräftig geworden und hatte wolliges Babyfell. Lewis streichelte sie zur Begrüssung wie man es bei einem kleinen Hund getan hätte, und Kiwi verhielt sich auch nicht viel anders als ein solcher. Sie trottete Lewis hinterher, sogar als er weg von den anderen Minis zur Halle lief. Ich rief ihm noch hinterher, dass er auf die Kleine aufpassen solle. „Achja, Lisa, heute kommt noch ein neuer Pflegling für dich an. Eine Ministute namens Alufolie. Wir haben sie…“ Ich wurde durch Jonas‘ Gelächter unterbrochen. „Alufolie? Echt jetzt?“ „Ja, ihr Vater heisst Klofolie.“ Nun lachten wir alle herzhaft, denn die Namen waren nun wirklich etwas… seltsam. Doch nichts desto trotz mussten wir die Stute empfangen, weshalb wir pünktlich um sieben Uhr auf dem Parkplatz standen. Dort wurde sie nun rückwärts herausgeführt, unsere Alu. Der Name war schnell vergessen als wir die toll gefärbte Stute sahen. Ihre Kruppe war komplett weiss gesprenkelt und sie hatte einen ausgezeichneten Körperbau, daher war sie ja auch gekrönt worden. Wir bedankten uns beim Fahrer und führten die Stute erstmal alleine in den Offenstall, die anderen waren ja noch daran, den Hof unsicher zu machen und so konnte sie sich in Ruhe eingewöhnen. Sie machte sich auch gleich daran, mit den überaus neugierigen Hengstchen zu quietschen.
      7 März 2014
    • Occulta
      Und der bunte Rest…

      Nachdem ich Sheela im Haus versorgt hatte, lief ich mit Jonas zurück zum Hauptstall. Merino döste erschöpft im Stroh und Blüte knabberte entspannt an ihrem Heu, dort war also alles okay. Jonas kam sich etwas unnütz vor, wie er mir verriet, da er noch nicht wieder arbeiten oder reiten konnte. Also bot ich ihm an, mir beim Training zuzusehen und mir Tipps zu geben. Er half mir ein wenig dabei, Peace zu putzen. Als wir fertig waren, verpasste ich Peace noch einen neuen Haarschnitt, was er dringend nötig hatte. Danach sah er wieder sportlich und frisch aus. Ich führte ihn nach draussen auf den Dressurplatz und stieg auf, um ihn einzuwärmen. Der kräftige Hengst hielt aber nicht viel von langsamem Schritt und schreckte immer wieder vor Vögeln oder ähnlichem zurück. Bei einem weiteren Seitensprung war es mir genug und ich beschloss, ihn endlich anzutraben um ihn zu beschäftigen. Wie erwartet lief er nun konzentrierter und brav. Ich übte einige Übergänge zur Lockerung und im späteren Verlauf des Trainings arbeitete ich viel im Galopp. Galoppwechsel waren mittlerweile kein Problem mehr für den talentierten Genossen, weshalb ich mich an die Galopppirouetten wagte. Kein Meister fällt vom Himmel – so auch nicht Paco, aber immerhin drehte er nach fünf Versuchen schon beinahe auf der Stelle. Nach einer halben Stunde intensivem Training lobte ich ihn und ritt mit Jonas im Schlepptau auf der Galoppbahn etwas Schritt. Es war ein schöner Spaziergang, denn heute war es zum Glück nicht mehr ganz so heiss. Trotzdem war ich froh um die schattenspendenden Äste der Tannen und den kühlen Luftzug, der zwischen ihnen hindurchfegte. Ich bemerkte, dass es für Jonas nicht gerade angenehm war, so viel zu laufen mit seinen Wunden, denn er verzerrte ab und zu das Gesicht, wenn er dachte, ich sähe es nicht. „Willst du aufsteigen?“, fragte ich mit abenteuerlichem Tonfall. Der kräftige Hengst würde sicherlich nicht gleich zusammenklappen und wir waren beide eher schlank. „Hmm, eigentlich…. Warum nicht?“ Ich hielt Paco an und Half ihm, sich hochzuziehen. Damit wir beide Platz hatten, musste ich vor den Sattel rutschen, während er im Sattel selbst sass. „Ich steuere, du treibst“, bestimmte ich, und nahm die Zügel auf. Paco lief zunächst etwas zögerlich, weil ihm das Gewicht und das auf dem Hals sitzende Occu ungewohnt waren. Aber als er merkte, dass alles in Ordnung war und ich ihn ausgiebig lobte, zeigte er seinen üblichen, fleissigen Schritt. Nach einigen Metern schlang Jonas plötzlich seine Arme um meinen Bauch. „Ich muss mich schliesslich festhalten“, flüsterte er mir erklärend ins Ohr. Ich schwieg und genoss die Berührung insgeheim. So ritten wir entspannt eine ganze Runde auf der Bahn. Irgendwann musste ich zurück zum Hauptstall wenden, so sehr es schmerzte diesen Ritt zu beenden. Jonas half mir beim Versorgen von Peace und ging anschliessend mit Rosie und Lisa auf den Platz, denn die beiden wollten eine Reitstunde halten. Dass er einfach so davonschlich enttäuschte mich etwas, ich hatte gehofft, den restlichen Morgen mit ihm zu verbringen. Aber warum sollte er auch bei mir bleiben, es ist ja nicht so dass ich ihm mehr bedeute als die anderen. Ausserdem bin ich immer noch der Boss hier, und mit dem Boss ist man nun mal nicht gerne freiwillig unterwegs. Ich blieb gleich bei den Trakehnern und sattelte Filou. Ich beschloss ausserdem, den anderen nicht in die Quere zu kommen und stattdessen einen Ausritt zu machen. In Stimmung dazu war ich ja schon. Als ich am Reitplatz vorbeiritt, übte Rosie gerade mit Baccardi Schulterherein, während Lisa auf Piroschka ihr Glück versuchte. Ich trieb Filou in Richtung Dorf und trabte viel. Auch einen rassigen Feldgalopp liess ich mir nicht nehmen, aber trotz allem kroch die Einsamkeit mir überall hinterher. Als ich zurückkam war schon fast zwei Uhr und ich hatte gewaltig Kohldampf. Dennoch reichte die Zeit nur für ein Sandwich, Jack hätte heute für mich gekocht, danach sattelte ich Aerith und übte etwas Trail mit ihr. Ajith und Oliver ritten Islah und Anubis auf dem Geländeparcours. Ich schloss mich ihnen um halb vier mit White Dream an. Um halb fünf mussten nur noch Donut, Ocean und Gianna bewegt werden, Ronja und Burggraf hatten bereits Lewis und Quinn übernommen. Rosie, Oliver und ich gingen also nochmals gemeinsam ausreiten, ich nahm dabei Ocean. Wir ritten über die Galoppwiese und durch den Pinienwald, die übliche Runde. Sogar für einen Abstecher zum Fluss reichte die Zeit, schliesslich hatten wir nicht mehr viel zu tun bis das Vollbluttraining vom Morgen weiterging. Die Rennpferde wurden nämlich immer nur morgens und abends trainiert, aufgrund der Hitze. Am Ende des Tages, um halb elf Uhr, setzte ich mich mit den anderen Pflegern ins Wohnzimmer und wir sahen uns gemeinsam einen Film an. Ich veranstaltete solche Abende oft, denn das stärkte meiner Meinung nach den Teamgeist und förderte ein gutes Arbeitsklima. Der Film, den Oliver ausgesucht hatte, war zwar schrecklich, doch wir machten uns dennoch einen tollen Abend.
      9 Aug. 2014
    • Occulta
      Abendstunde mit Spannung

      Burggraf röchelte, als er merkte, dass ich auf seine Box zukam. Erwartungsvoll streckte er mir die gepunkteten Nüstern entgegen, nicht weil er ein Leckerli wollte, sondern weil er wusste, dass er nun arbeiten durfte. Ich wollte mit ihm in die Reitstunde von Elliot, die um 5 Uhr beginnen würde. Jetzt war halb fünf und ich band Burggraf im Schein der Lampen unter dem Nebenstallvordach am Holzgeländer an. Neben mir führten die weiteren Teilnehmer der heutigen Stunde die Pferdeaus den Boxen. Es waren Darren und David, Jason, Anne, Rosie und Jonas. Und Rita. Die ehemalige Besitzerin von Calico war mittlerweile fest angestellte Pflegerin und verbrachte beinahe ihre ganze Freizeit bei dem Hengst. Sie schlief aber, anders als die anderen Pfleger, im Moment noch zuhause. Wir hatten für die heutige Reitstunde, die eigentlich eher eine Springstunde war, extra die Warmblüter und Ponys ausgewählt. Nämlich Pilot, Peace, Ronja, Vychahr, Ocean, Dream und Baccardi. Sie waren allesamt schon längst geschoren und am Morgen auf der Weide gewesen, sodass sie in der Stunde gut laufen würden. Ich hatte heute auf meinen Liebling Co Pilot verzichtet, weil Muffin anscheinend in der letzten Stunde mit David ordentlich gebockt hatte und dieser sogar runtergeflogen war. Ich wollte herausfinden, ob er heute wieder zickte, oder ob es an Davids Reitweise lag. Ich zog die Fleece-Decke nicht ganz aus, da es Schneite und kalt draussen war. Dann bürstete ich das kurze Stoppelfell und kämmte das eher feine Langhaar des Achal Tekkiner Hengstes. Einen Moment lang genoss ich die Wärme, die von seinem Körper ausging und lehnte mich gegen die weiche Schulter. Er zuckte etwas mit dem Widerrist, als wollte er eine Fliege verscheuchen, und schnüffelte dann an meinem Arm. Ich streichelte die rosa Nüstern liebevoll und zupfte den Schopf zurecht. Als nächstes holte ich den Sattel. Die anderen waren noch nicht ganz so weit, also konnte ich mir Zeit lassen und in aller Ruhe die Bügel einstellen, was ich normalerweise erst beim Aufsteigen tat. Rosie neben mir kratzte Oceans Hufe aus, danach holte sie ebenfalls bereits den Sattel. Jason war am wenigsten weit mir Ronja, denn die ungeduldige Stute zog immer wieder die Hufe weg, wenn er sei auskratzen wollte. Ausserdem zappelte sie beim Bürsten oft. Ich hatte Mitleid mit ihm und kam ihm rasch zu Hilfe. Auch beim Satteln ging sie etwas zur Seite. Ich gab ihr einen warnenden Klaps und schimpfte „es reicht jetzt Zicklein“. Wenigstens liess sie sich gut gurten. Ich ging zurück zu Muffin und zäumte ihn, dann zog ich mir die Sturzweste und den Helm an. „Darren, don’t you want to wear a helmet?“, bemerkte ich mit mahnendem Blick, als ich sah, dass der junge Mann Pilot ohne Helm auf den Weg führen wollte. Er hielt inne, als wollte er sich eine Ausrede überlegen, gab dann aber die Zügel kurz Anne in die Hand, die mit Filou hinterher kam. Ich bestand darauf, dass alle Pfleger einen Helm trugen, oft genug hatte ich auf Turnieren schlimme Stürze beobachten müssen. Ausserdem war Pilot manchmal etwas empfindlich unter dem Sattel und konnte den einen oder anderen Bocksprung machen. Der Scheckhengst war und blieb ein Sensibelchen. Ich hatte ihn Darren nur anvertraut, weil er mit den anderen Pferden eine feine Hand gezeigt hatte und sehr sanfte Hilfen gab. Endlich führte auch ich Burggraf auf den Weg und stieg auf. Ich musste ihn in seinem Eifer bremsen, als er direkt nachdem ich im Sattel sass loslaufen wollte. Ich rückte die Decke auf seiner Kruppe zurecht und schlang sie um meine Beine, sodass auch ich schön warm hatte. Dann wartete ich auf die restlichen sieben Teams, damit wir gemeinsam zur Halle reiten konnten. Dort wartete bereits Elliot und war emsig am Hindernisse einstellen. Er hatte zwei kleine Kreuze, einen Steilsprung auf der Diagonalen, eine Kombination und ein In-Out aufgebaut. Gespannt überlegte ich mir mögliche Reihenfolgen aus, wurde aber von Jonas aus meinen Gedanken gerissen, der mich mit Dream eingeholt hatte. Die beiden waren ein seltsames Paar, doch auch sie mussten lernen, miteinander umzugehen. Jonas hatte mir einmal verraten, dass er lieber Grosspferde ritt, da sie etwas schwerfälliger waren und nicht so schnell auf dumme Gedanken kamen. Wir unterhielten uns eine Weile über den Schnee und die vergangene Woche, dann war es Zeit anzutraben und sich auf das Pferd zu konzentrieren. Burggraf war geladen und lief ziemlich schwungvoll. Ich ritt viele Volten, um ihn zu beschäftigen. Nach einigen Runden löste er sich und lief am Zügel, zwar noch immer zügig, aber nun angenehm weich im Hals. Ich kam mir vor wie auf einem Gummiball, als ich angaloppierte und kurz darauf über das erste Kreuz hüpfte. Vor der Wand bremste ich den Hengst wieder in den Trab und ritt dann die Kombination an. Im Moment durften wir noch frei einwärmen, Elliot gab uns lediglich zwischendurch Tipps oder korrigierte uns. Doch bald räusperte er sich und die richtige Stunde begann. „Rosie, come from the left side and take the In-Out”, hiess es, und wir sahen alle gespannt zu, während wir im Schritt Runden um die Hindernisse drehten. Es sprang jetzt einer nach dem anderen ein paar Hindernisse, dann kam etwas mehr Bewegung ins Spiel und wir sprangen in kürzeren Abständen hintereinander. Ich folgte einmal David, der mit Peace über den Oxer voraus ritt. Doch beim Absprung flatterte eine Taube von einem der Dachbalken auf, sodass der Hengst sich erschrak und nach dem eigentlichen Sprung einige Bocksprünge anhängte. David konnte den kopflos gewordenen Schecken mit Mühe gegen die Wand richten und bremsen, wobei er beinahe über den Hals gefallen wäre. Muffin wollte sich schon anstecken lassen, doch ich gab eine scharfe Parade und ritt eine kleine Volte, sodass er wieder ruhiger wurde. Auch Darren hatte ein paar spannende Momente, da Pilot sich sehr von der allgemeinen Anspannung der Pferde beeinflussen liess. Nach einer halben Stunde meinte Elliot kopfschüttelnd dass es besser sei, wenn wir wieder einzeln springen würden. Gesagt getan – tatsächlich klappte es danach wieder besser. Alles in Allem war die Stunde interessant und alles andere als langweilig, und die Pferde erfüllten die Erwartungen ihrer Reiter. Nach dem austraben drehten wir alle eine Runde um den Hof und versorgten die Pferde dann in aller Ruhe. Beim Absatteln schnaubte Muffin und schüttelte sich, sodass seine Mähne über seine Ohren fiel, was lustig aussah. Ich streichelte ihn zum Abschied in seiner Box und gab ihm seine Karotte, die er sich wirklich verdient hatte. Er schlang sie gierig runter und sah mich dann mit seinem erwartungsvollen Hundeblick an, doch ich blieb hart und packte lediglich freundschaftlich sein Ohr. Dann verliess ich die Box und schloss den unteren Teil der Holztür.
      12 Feb. 2015
    • Occulta

      [​IMG] Distanz A-L
      Distanztraining mit Burggraf und Ronja

      Wie auch gestern schon war es tolles Wetter, doch zum Glück nicht ganz so heiss. Perfekte Bedingungen also für das schon lange geplante Distanztraining mit meinen beiden Achal Tekkinern. Ich war schon lange nicht mehr auf diese Weise mit ihnen unterwegs gewesen und hatte deshalb ein schlechtes Gewissen (Lisa war ein/zwei Mal länger mit ihnen unterwegs gewesen), aber Ronja begrüsste mich dennoch freudig, als ich die Box betrat. Ich putzte und sattelte die Stute. Dabei stellte ich besonders gründlich sicher, dass der Gurt nirgends kniff. Lewis machte unterdessen Burggraf im Hauptstall fertig. Gepackt hatten wir schon, geplant war ein Wochenende, in dem wir pro Tag ca 50 Kilometer schaffen wollten. Als ich Ronja nach draussen führte, warteteten Muffin und Lewis bereits. Wir stiegen beide auf und besprachen nocheinmal die Packliste, um festzustellen, dass wir die Wanderkarte vergessen hatten. Ich hüpfte also nochmal runter und holte sie rasch aus dem Haus. Dann konnte es endlich losgehen. Wir ritten in richtung Süden vom Hof weg und trabten die Galoppwiese runter, um Kräfte zu sparen. Ronja war sehr fleissig eingestellt und hielt die Ohren stets vorne. Auch Burggraf war flott unterwegs, hielt die Ohren jedoch konzentriert zu Lewis gerichtet, der ihn sehr fein dirigierte. Wir ritten 10 kilometer bis wir die erste Pause machten. Dabei hielten wir bei einem kleinen Fluss und liessen die Pferde trinken und grasen. Lewis und ich assen je einen Apfel, die Resten bekamen natürlich auch die beiden Tekkiner. „How alike they look… I wonder if they would pass the special colour on to their offspring“, bemerkte ich nachdenklich, während ich die beiden Halbgeschwister friedlich beim fressen beobachtete. „Why do you not try it out?“, meinte Lewis. Ich zuckte mit den Schultern. Warum nicht? Gute Frage. Ich hab einfach noch nie drüber nachgedacht ein Fohlen aus Ronja zu ziehen. Und Burggraf wäre sicher auch ein toller Deckhengst für externe Stuten, so interessiert wie er sich jeweils an den Vollblutdamen in der Stallgasse zeigt. Auch an Ronja schnüffelte er hin und wieder, doch die Stute legte jeweils drohend die Ohren platt und machte klar, dass sie an ihrem Halbbruder kein Interesse hatte. Ob sie wohl weiss, dass er den selben Papa hat wie sie selbst? Ich bezweifelte dies, denn sie war auch anderen Hengsten gegenüber bisher immer sehr zurückweisend aufgetreten. Irgendwann vielleicht, mein Mädchen. Wer weiss. Ich stand wieder auf und band Ronja los, dann verräumte ich die Trinkflasche in einer der Satteltaschen und stieg auf. Lewis tat es mir gleich und wir ritten zu einem kleinen Waldstück. Dort drin war es schön schattig und kühl. Ich genoss das dichte Blätterdach, obwohl es auch sonst bewölkt war und angeneme Temperaturen herrschten. Wir beschlossen, einen der Trampfelpfade, der sich, gesäumt von hohem Gras, zwischen den Bäumen hindurchschlängelte, zu nutzen um zu galoppieren. Ronja zog ordentlich an und ich musste schauen, dass wir Muffin nicht abhängten. Am Ende des Wegs, der gleichzeitig auch das Ende des Waldes markierte, konnte ich sie schliesslich wieder ruhig stellen und wir trabten entspannt nebeneinander über die gemähte Wiese. Ich nahm einfach an, dass wir noch immer im Einflussgebiet des ‚Reiterpaktes‘ waren. Dieser bestand aus einer Abmachung zwischen Reitern und Bauern, dass frisch gemähte und nicht bereits wieder zu hoch gewachsene Felder überritten werden durften. Dafür achteten die Reiter darauf, die Wege sauber zu halten und Pferdeäpfel entsprechend zu entfernen. Jedenfalls war kein Bauer da, der uns händefuchtelnd entgegen rannte, also überquerten wir das Feld und ritten dann einen kurzen Abschnitt auf der Teerstrasse, ehe wir wieder auf einen Waldweg bogen.

      Gegen Abend, nach etlichen Pausen und tollen Reitwegen, kamen wir beim geplanten Übernachtungsort an. Es handelte sich um ein kleines Restaurant mit Betten, dessen Wirte ich schon mehrere Jahre kannte, da sie mit meinen Eltern befreundet waren. Es war idyllisch etwas ausserhalb des nächsten Städtchens gelegen. Für die Pferde gab es einen alten Kuhstall als Unterbringung. Wir hatten vor dem Ritt mit dem Auto Heu und sonstiges Futter hergeschafft, sodass wir dieses nun bloss noch gerecht aufteilen mussten. Burggraf schlang seine Portion gierig hinunter, Ronja sortierte hingegen gemütlich die Hälmchen. Lewis und ich wünschten uns nach dem köstlichen Abendessen bald einmal eine gute Nacht und krochen dann hundemüde unter die Decken. Am Morgen sahen wir uns vor dem Losreiten nochmal die Route an. Trotzdem verirrten wir uns nach eineinhalb Stunden. Ich versuchte, auf der Karte den Weg zu finden, auf dem wir uns befanden. Ich hatte dabei immer mehr das Gefühl, dass dieser gar nicht verzeichnet war. Schliesslich meinte Lewis, man solle einfach mal nach Norden reiten, dann würde man schon wieder in bekanntes Gebiet kommen. Gesagt, getan; wir trieben die Pferde einen Hügel hinauf und danach über etliche Felder. Endlich kamen wir an eine Hauptstrasse, die ich nur allzugut kannte. “Ahh, here’s the M42! Now it will be easy to find home.“ Am Nachmittag waren wir dann auch schon wieder zurück und wurden freudig von den Minis begrüsst, an deren Weiden wir vorbeiritten. Die kleinen Pferdchen hatten hohe Stimmen und ich musste immer wieder schmunzeln, wenn sich die Hengstchen aufspielten und elegant neben dem Zaun hertrabten. Ronja liess sich von dem Gehabe kaum beeindrucken. Sie lief schwungvoll am langen Zügel zum Nebenstall und wartete brav, bis ich abgestiegen war. Offensichtlich hatte ihr der Ausflug gut getan, denn sie war viel ruhiger und wohl seit langem wiedermal richtig ausgepowert. Und trotzdem hatte sie mit ihrem kurzen Tekkinerfell kaum geschwitzt. Sie schien auch nicht k.o. zu sein, einfach eben ruhig und zufrieden. Muffin hatte etwas mehr geschwitzt, aber es hielt sich im akzeptablen Rahmen. Ich war stolz auf die beiden und sicher, dass sie nun bereit für die höheren Distanzklassen waren.



      Nach dem Wanderritt Bürstete ich Ronja gründlich, denn das war gleichzeitig auch eine Massage für die beanspruchten Muskeln. Dann kontrollierte ich die Hufeisen, prüfte ob alle noch hielten. Hinten links war es ein wenig locker, aber ich war sicher dass es noch hielt, bis der Schmied wieder kommen würde. Ich führte Ronja an ihrem hellvioletten, gepolsterten Halfter zurück zu den Offenställen, wo sie erstmal von Islah begrüsst und beschnuppert wurde. Die beiden quietschten kurz, dann hatten sie sich wieder geeinigt und grasten Kopf an Kopf.
      Burggraf wurde abgeduscht, dann zum trocknen mit Peace, Pilot und Vilou auf die Weide gebracht.
      5 Juni 2015
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  • Album:
    Gnadenweide
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    Occulta
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    9 Dez. 2018
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    Vom: Bandit

    Aus der: Queen Diana

    Von: Jesco

    Aus der: Prinzessin von der Erbse


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    Rufname: Aristo
    Geburtstag: unbekannt
    Alter: 13 Jahre
    Stockmaß: 1.50 m
    Rasse: Achal Tekkiner
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Tricoloured Tovero
    (Ee,Aa,Toto,Oo,X)

    Abzeichen: Schmale Laterne
    Gesundheit:
    sehr gut



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    stolz, ehrgeizig, unkompliziert


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    Burggraf ist ein sehr stolzer Hengst mit außergewöhnlichem Ehrgeiz. Für seinen Erfolg kämpft er alleine, stellt sich aber auch immer gut auf den Reiter ein, sodass beide eine perfekte Kombination darstellen. Auf Grund seines Talentes ist er für viele Sportarten geeignet, wobei er im Springen S-Potenzial erreichen kann. Schon mit 3 Jahren hatte er ein erstaunliches Bewegungspotenzial, freilaufend sowie unter dem Sattel. Dort stellte er sich angeritten auch schon sehr gut an, arbeitete eifrig und konzentriert mit und beherrschte auch schon ein wenig schwierigere Dressurübungen.

    Seine Abstammung ist ebenfalls nicht ohne, außerdem ist Burggraf sehr stuteninteressiert, sodass er auf jeden Fall geeignet für hochwertige Zucht ist. Seine Farbe hat er von seinem Vater geerbt, weshalb auch er sie vielleicht an seine Nachkommen weitergibt...



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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Delilah
    VKR: Delilah
    Verkäuflich: Nein



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    Gekört: Ja
    Nachkommen: Grafina
    , Trafic Blues, Blomquist, Ashinta, PFS' Dahu
    Decktaxe: 160J



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    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: A
    Spring Klasse: L
    Military Klasse:A
    Dressur Klasse: L
    Distanz Klasse: M

    Eignung: Springen,
    Military
    Eingeritten: Ja



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    [HK 169]
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    1. Platz 54. Westernturnier
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    3. Platz 59. Dressurturnier
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    3. Platz 56. Springturnier
    3. Platz 6. Synchronspringen
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    3. Platz 160. Militaryturnier
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    3. Platz 166. Distanzturnier
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    Graf's Spind