Occulta

• Après la Pluie, Französischer Traber ♀

Stute | smoky cream

• Après la Pluie, Französischer Traber ♀
Occulta, 18 Feb. 2018
Ofagwa, Rinnaja und Mohikanerin gefällt das.
    • Occulta
      Alte Berichte:
      07.02.2015 von Occulta
      After the Rain

      "Àpres la Pluie, 2 years old, cremello, French Trotter." Sie war eine von einigen, und doch fiel sie mir ins Auge. Die hübsche, beinahe weisse Stute sah auf dem Foto in der Internet Anzeige zwar eher verstört und nervös aus, doch ihr Körperbau und die Abstammung schienen vielversprechend. Ist sie's wert? Schon seit einer Woche überlegte ich hin und her. Ich wollte schon immer einen Traber trainieren, und ein Cremello würde bestimmt ein Hingucker sein. Es war schwer, Entscheidungen alleine zu fällen, was ich seit Jacks Tod wieder viel häufiger tun musste. Wie schon so oft in den letzten Tagen klickte ich die Seite weg und sah aus dem Fenster. Ob sie bald gekauft wird? Dann ist meine Chance dahin... Ich klappte den Laptop seufzend zu und lief die Treppe runter zur Tür. Das Haus ist einfach zu gross für mich allein. Rasch hatte ich mich Wetterfest gekleidet und trat hinaus in den Schnee. Der Winter hatte ein erfolgreiches Comeback geliefert und hielt England nun schon zwei ganze Wochen im eisigen Griff. Beim Schneesturm vergangene Woche waren ein paar geringe Schäden am Dach des Nebenstalls entstanden und eine Regenrinne bei den Offenställen hatte dem Gewicht der weissen Masse nicht länger widerstehen können. Sonst war alles glimpflich verlaufen und bis auf ein paar Erkältungen ging es allen Pflegern und Pferden hervorragend. Ich half beim Füttern im Hauptstall und holte schliesslich um halb zwei Uhr Lychee aus ihrer Box. Ich befasste mich zügig mit dem vom Weidegang am Morgen noch etwas feuchten Fell, dann kratzte ich die noch immer eisenlosen Hufe aus und entwirrte das Langhaar so gut es ging. Die eisblauen Augen verfolgten meine Bewegungen neugierig, die Ohren waren freundlich nach vorne gerichtet und die Oberlippe zuckte vergnügt. Schliesslich führte ich die Dreijährige in die Halle, da auf dem Platz zu viel Schnee lag. Da sie geschoren war, liess ich ihre Fleecedecke noch über der Kruppe und wärmte sie so gemütlich im Schritt auf. Sie liess sich im Schritt und Trab mittlerweile schon ordentlich arbeiten, im Galopp hatte sie noch das eine oder andere Gleichgewichtsproblem und glich dies mit Geschwindigkeit aus. Da ihre Kondition aber erst im Aufbau war, fiel sie jeweils rasch in den Trab zurück. Daran wollte ich heute arbeiten. Ich trabte nach sechs Runden an und liess sie erstmal Volten laufen. Dann machte ich einige Tempowechsel. Schliesslich galoppierte ich ganze Bahn und liess sie in ihrem Tempo den Takt finden. Nach einigen Runden wurde sie schon deutlich ruhiger und fiel auch nicht schon in der nächsten Kurve wieder durch. Ich war ziemlich zufrieden mit ihren Fortschritten und beendete das Training mit dem lockeren Austraben am halblangen Zügel. Dann ging ich noch eine Runde raus in den Schnee und watete mit ihr um die Halle. Um sie nicht weiter zu quälen, brachte ich sie endlich zurück in den Nebenstall und gab ihr nach dem Absatteln eine wohl verdiente Karotte. Nun war es Zeit, mit Echo rauszugehen. Ich hatte noch immer keinen geeigneten Sattel für die Stute, daher ritt ich sie im Moment ohne. Auch sie putzte ich gründlich, wobei ich das ungeschorene Teddyfell wieder zum Glänzen brachte. Die Mähne lag schön ordentlich auf dem langen Hals, als ich mit ihr fertig war. Nun zog ich ihr das Zaumzeug mit den breiten Riemen an und führte sie hinaus. Ich ritt mit der Stute auf der Galoppbahn unter den Tannen hindurch um sie aufzuwärmen, anschliessend machte ich etwas Galopparbeit mit ihr. Ich ritt vor allem viele Übergänge und Tempowechsel. Nach einer dreiviertel Stunde rieb ich mir die kalten Hände und ritt zurück. Ich sah anschliessend um zehn nach drei Uhr Ajith beim Longieren von Sumerian im Roundpen zu. Er hatte noch nicht so oft Pferde longiert, daher gab ich ihm quasi Unterricht, doch er hatte es schon ganz ordentlich im Griff. Irgendwann während des Plauderns fragte ich ihn nach seiner Meinung bezüglich der Traberstute. Er schien begeistert von der Idee, also entschloss ich mich zum Kauf.

      Zwei Wochen später beobachtete ich Pluie gespannt durch die Gitterstäbe ihrer neuen Box im Hauptstall. Es lag noch immer Schnee draussen, und jetzt war der Boden häufig mit Eisfeldern überdeckt, sodass Pferde und Pfleger Gefahr liefen, auszurutschen und sich zu verletzen. Pluie schnupperte an Cassys Nüstern, die ihr durch die Stäbe entgegengestreckt wurden. Sie machte dabei einen runden, edlen Hals. Was für ein Prachttier! Ich hatte sie vorhin gebürstet und mit frischem Heu versorgt, welches Cassiopeia nun eifersüchtig beäugte. Ich freute mich schon jetzt auf das Einfahren der Stute im Frühling.

      08.03.2015 von Rinnaja

      Als ich Morgens am Frühstücks Tisch saß. Lass ich die Zeitung und sah eine Anzeige. Drin stand "2 Jahre alte Cremello Stute abzugeben" das hatte mich Interessiert und ich rief an. Zu meinen verwundern ging eine junge Dame ran. Als sie mich Begrüßte muss ich lach. Ich meine auf ein mal "Hallo Occulta und auch sie war stumm. Ich meinte den ich bin es Rinnaja kennst mich nicht und wir muss beide lachen. Sie meinte du willst bestimmt mehr über die Cremello Stute wissen. Ich nickte ohne dran zu denken das sie mich nicht sehen konnte. Sie mein den nur was nun. Ich sagte den nur schnell ja. Sie sagte mir nur Zeit und ich stimmte zu. Also Trank ich schnell meinen Kaffee aus und ging in den Stall damit die Stute sich nach der Langfahrt gleich erholen konnte.Als ich Fertig war packte alle sachen ins Auto und führ los. Als ich nach zwei Stunden Fahr auf Occu Hof an kam war sie mit der Stute schön auf den Hof und Putz sie grade. Ich packte das Auto und ging zu Occu. Wir Begrüßten und und sie erzahlte mir ein wenig über die 2 Jahre alte Stute. Sie hieß Après la Pluie und war ein Trotteur Français. Ich war von hiere Schönheit so eingenommen das ich Occu nicht mehr zu hore bis sie mich mit einen lauten RINNAJA raus riss. Ich lachte und meinte " Tut mir leid die Schönheit von der Stute hat mich sehr geband grade" sie lachte und frage ob wir nicht zusammen auf den Reitplatz gehen wollen damit ich sehe wie sie lief. Auf dden weg da hin erzahlte mir Occu das sie noch nicht ein geritten ist aber alle Gründ Ausbildungen beherrschte für hieren alter. Als wir auf den Reitplatz angekommen waren ließ Occu sie an der Logne Laufen und Zeit mir alle gang arten. Ich warverzaubert und begeistet wie gut sie horte. An Anfang teste sie zwar wenig zum aber schnell lief sie ohne rum zu Zicken. Als wir Fertig waren ging wie wieder zum Platz und ich sagte zu Occu das ich sie nehm wurd. Wir brachten sie erst mal auf die weide und machten den papierkram als wir Fertig waren. Ging wir zu Stute und machten sie Transport Fertig. als wir Fertig waren und sie im hanger war sagte ich bye und ich fürh los. wieder Zwei stunden zurück. Pluie war sehr ruhig und machte keine Zicken auf den Hof angekommen brachte ich sie in den Stall und gab hier heu und hier Futter. Als ich mit allen Fertig war beobachte ich sie noch ein Wenig und machte meiner rest der Pferde Fertig.

      23.03.2015 von Wolfszeit

      Heute kümmerte ich mich um Aprè la Pluie da Rinnaja krank war. Also ging ich ihn den Stall und begrüßte die Stute. "Na süße" begrüßte ich sie und kraulte sie hinter den Ohren. Ich halfterte sie und führte sie zum Putzplatz wo ich Aprés ausgiebig puzte. Nun brachte ich sie aud die Weide wo er sich ertmal austobte. Wären sie auf der Weide war begann ich die Box auszumisten und neu einzusteuen. Als ich fertig war schaute ich der Stute noch ein bisschen zu. Nach dem sie wieder graste holte ich sie rein und barchte sie in die Box.

      06.04.2015 von Rinnaja

      Als ich runter in die Kuche ging saßen Sascha und Colin beide schon am Tisch und tranken hieren Kaffee nach der ersten Arbeits Runde. Ich setzte mich hin und wie immer holte Colin mir einen Kaffee. Es war schon wie ein eingespieltes team am Morgen. Nach einer weile kamm Auf Ida rünter und auch sie bekamm hieren Kaffee von Colin. wird redet ein wenig und Sascha erzahlte das er alle Boxen Fertig hatte und die Pferde Durchgefuttert hatte, so wie alle auf der Weide gebracht hatte. Er sagte auch das er sich später um die Fohlen nd Jahrlinge kümmer wurde. Die waren Fashion Girl, Beam me up, Aprea la Pluie,Happy Fantasy, Golden Douglas, Red Nose Rendeer so wie seine Stute Goodbye my Darking. Ich nickte ihn zu und sagte ihn das ich den mit den rest Heute versuchte zu Arbeiten. was für mich nicht all zu schwer ware. Ich trank den letzten Schluck aus und ging in den Stall um mir meine sachen zu rest zu legen. Ich holte zu erst Little Prince mit den ich ein wenig an seiner Dressur Arbeiten wollte so wie es mir die Traninerin DysneyHorse gezeigt hatte da er da noch besehr werden sollte. Als ich mit Little Prince Fertig war nahm ich mir Lughnasadh vor mit ihn wollte ich an seiner Spring Fähikeit weiter ausbauen so was er nicht aus der übung kamm. Mit Lady Fantasy machte ich nicht viel da sich Sascha um sie kümmerte da sie ein Fohlen bei füß hatte. also ging ich zu Sir Fashion der nur an der Longe bewegt werden sollte. Mit Lucian und Rosendaler ging ich ein wenig in der Halle und arbeite an den Gründgang arten und mit Waking up as a Malik an der Dressur. Ich machte ne kurze Raucherpause und war schön am überlegen was ich mit Miss leika Herkules und Sasancho machen wurde. Also ich mir Plan machte ging wie wieder an die Arbeit Walking on Sunshine Ritt ich eine runde im Gelande und genoss mal die kurze pause. auf den hof angekommen machte ich weiter. Butterfly Effect und MissGriselda Braun machte ich ein wenig spring übungen so muss ich die Spring Paagur nicht ab zu bauen. Wantanischa und Behindet of my Life ging ich wieder in die halle und arbeitet an dressur und den gründgang arten. Ich muss sagen das mein Po langsam von vielein reiten der arsch weeh tat. aber ich werde es nun durch ziehen dachte ich mir. Mit Fantasy Europa die zu besucht da war Ritt ich eine paar runden über das gelande und guckte ab die weide zaune noch alle im top zustand war. mit Captain Morgan spnnte ich vor der Kutsche und nahme Sascha mit damit wir uns besehr kennen lern konnten und wir über viel reden konnte. zuhause angekommen .Machte ich mit sSascha das abend bord für die Pferde Fertig. Da wird alle Bewegt und gspielt hatten.

      14.05.2015 von Rinnaja

      Heut stand ich früh auf da ich mich um meine Stuten kümmern wollte. Sascha mein Stallhelfer hatten schon alle Boxen sauber gemacht und sie Stuten wie jeden Morgen auf die Weide gestellt. Ich muss sie nur noch bewegen und Futtern abends. Zuerst ging ich zu Lady Fantasy und Rosendaler die beiden mause wollte ich eine Runde in der Reithalle Bewegung. Als ich mit den beiden Fertig war brachte ich sie auf die Weideals nösten warteten auf mich Miss leika, Walking on sunshine und Fashion Girl. Nach und Brustet ich sie und bewegte sie untern den Sattel oder an der Longe so das jeder von den3 Bewegung hatte. danach ging es weiter es waren ja noch nicht alle stuten. Es ging zu Beam my up, Miss Griselda Braun und Apres la Puie. Mit den beiden jahrlingen machte ich leichte boden Arbeit und ging eine Runde über den hof spatzieren und Miss Griselda Braun Ritt ich auf den Springplatz paar runden das sie da besehr wurde. Ich trank zwichen durch was und mir viel auf das ich die helfte der Pferde hinter mir hatte.Aber den noch eine menge arbeit auf mich wartete. Als ich mich wieder erholt habe und voler Power war ging es weiter mit Goodbye my Darling. Mit hier muss ich nicht viel machen da es Sascha´s Pferd war und er sie jeden Tag bewegte für ein bis zwei stunden. nach der Maus ging ich noch zu Techno Girl und BRitish Gold um die beiden unter Sattel ein wenig zu Reiten. Ich kannte die beiden zu gut und wusste wie Techno Girl oder auch liebe voll die Zicke war also ritt ich sie nicht lang. Mit Gold Ging ich in die Halle um sie ein wenig an der Longe zu bearbeiten. Als Ich mit allen Stuten Fertig war brachte ich sie nach und nach in den Stall zuruck da es abend geworden war. Ich futterte alle durch und guckte noch mal alle Pferde durch ab sie alles hatten.

      03.06.2015 von Rinnaja

      Also ich mit den Hengst Fertig war und ich auf die Uhr sah dachte ich mir ab zu den Stuten.
      Sascha war auch im Stuten Stall Fertig und so brauchte ich die Damen nur alle zu Bewegen damit sie auch nicht zu Kurz kamen. Zu erst ging ich mit den Jahrlingen Apres la Pluie, Beam my up und Fashion Girl spazieren und übte mit ihn ein wenig unterwegs. Danach ging ich in der Halle mit Miss Griselda Braun, British Gold, Mystic Fantasy Dahlia und Miss Leika um mit dem unter den Sattel ein wenig zu arbeiten. Miss Braun und Miss Leika Zickten zwar ein wenig aber sonst gab es keine Problme. Danach waren Walking on Sunshine, Lady Fantasy Rosendaler und Techno Girl drane. Ich ging mit den ein wenig über den Hof und Putze sie ausgiebig. Als das Fertig war ging ich noch kurz zu Goodbye my Darling die von Sascha grade bewegt wurde und achte für heute feier abend.

      29.07.2015 von Rinnaja

      Es war wieder Zeit mich um meine Stuten zukümmern. Ich stand Morgens Früh auf und ging runter in die Kuche um mir mein Kaffee Fertig zu machen. Es war Uhr Morgen um dieser Zeit war keiner auf unser Hof wach und ich konnte alles auf hof nutzen ohne nach zu denken ob da jemand sein konnte. Die Stall muss ich zum Glück nicht sauber machen das wurde später Sascha machen. So konnte ich ohne Sorgen mich erst mal um Lady Swan, Miss Griselda Braun und British Gold kümmern. Zuerst machte ich sie sauber und Bewegte jedes Pferd so wie sie es grade Brauchten Braun ein wenig in Dressur mit Swan machte ich Boden Arbeit und mit Gold ein wenig Training im Spring Reiten. Als ich mit den 3 Fertig war ging es mit Mystic Fantasy Dahlia, Beam my up und Miss Leika weiter auch sie bewegt ich so wie sie es grade Nötig hatten und weiter kommen mussten. Als ich mit den auch fertig war mache ich mit den rest weiter und zwar mit Walking on Sunshine, Fashion Girl, Lady Fantasy, Happy Fantasy, Apres la Pluie, Goddbye my Darling, Rosendaler und Techno Girl . Als das alles gemacht war ging ich in Haus und meine Pferde waren alle Happy auf der Weide nach gemachter Arbeit. Es zwar in Zwichen 19uhr mal wieder geworden und ich vergass auch die Zeit. Zum Abendbord saßen wir alle von hoff zusammen und Redeten über den Tag und was sonst noch alles so war.

      14.09.2015 von Rinnaja

      Ich hatte sehr viel zu tun so das ich zu Zeit nicht zu kam meine Pferde zu Pflegen. So blieben meine 18 Pferde von mir ungepflegt. Es waren zwar Wolfzeit, Sascha oder andere Leute da die sie Bewegen und Pflegen so ist es nicht aber ich sehnte mich danach auch mal wieder was mit den Tieren zu machen. Heute zwar so ein Tag wo ich nix zu tun hatte und so nahme ich mir meine Pferde nach und nach vor. Zuerst Bewege ich meine Fohlen und Jahrlinge wie Lady Swan, Happy Fantasy, Silver Moonlight,Apres la Pluie und Fashion Girl. Ich machte mit den ein oder anderen Halfter tranig oder Bodenarbeiten oder was sonst noch Putze sie ausgiebig. Als ich damit Pferde war nahme ich mir A King of Magic und Mystic Fabtasy Dahlia vor mit Magig ging ich in der Halle um ein wenig mit ihn an der Dressur zu arbeiten mit Dahlia mache ich das gleiche wenn ich schon mal bei war. Mit Vintage und Behänd o my Life Ritt ich aus damit ich auch nach der ganzen Arbeit die ich hinter mir gelassen habe auch enspannen konnte. Mit fast jeden eine Stunde. Man merkte es mir sehr an das es mir echt gut tat mit meinen Pferden zu Arbeiten. Mit Walking on Sunshine,Sasancho, Herkules und Waking up as a Malik mache ich leichte boden arbeit in unser schön großen halle und lies sie danach frei laufen. Man versteht sich das ich das nach und nach machte da ich ja nicht alle Pferde auf ein mal Reiten Konnte. Zum schluss nahme ich mir die letzen Pferde vor Lucian, sir Fashion, lady fantasy, Lughnasadh und Little Prince die bewegt ich auch noch wenig bevor der Tag zu ende ging und ich mich enspannt vor der tu setzte mit Wolfzeit.

      18.11.2015 von Wolfszeit

      Heute kümmerte ich mich um Rinnajas Pferde. Ich begann damit alle zu füttern und dann die Hengst, Stuten und Fohlen auf die Koppel zu bringen. La Pluie, Sisko und Vintage wurden erst gründlich gepuzt und bekamen etwas Fahrtrainig. Malkin und Macig durften in der Halle frei laufen. Herkules, Sunny, Fashion Girl, Swan, Prince, Lucian, Lugi, Max , Deleihla, Sanacho und Sir bekamen alle eine Dressurlektion, nach dem auch sie gepuzt wurden, was gerade bei Swan lange dauerte da sie sich schön gewälzt hatte. Silver Moonlight und Happy Fantasy übten Halfterführigkeit und Lady Fatasy durfe eine Runde um die Rennbahn drehn. Als alle bewegt waren mistete ich die Boxen aus udn brachte die Pferde zurück in den Stall. zurück im Haus leiß ich mich aufs Sofa fallen und beschloss heute nicht mehr viel zu tun.

      04.01.2016 von Rinnaja

      Es war mal wieder so weit und ich musste mich um meine Pferde Kümmern. Silvester hatte die bande Gut überstanden und sie waren alle Top Fit. Ich hatte mir Zwei Neue Fohlen zugelegt. Ich kümmerte mich erst mal um die zwei Fohlen die bei mir waren Sternschnuppe und Snowhite. Ich Putze die beiden erst mal Richtig sauber bevor ich mit den beiden in die Halle ging. Snowwhite konnte so weit das Fohlen ABC schön und wir waren dabei schön mit der Trensen Arbeit anzufangen. Hingegen zu Sternschnuppe die nur Hufegeben konnte für paar minuten und Halfter tragen konnte und paar schriette lauft. Ich lies sie eine weile in der Reithalle laufen und versuchte beiden was bei zu bringen Spielerich. Als wir Fertig waren durften beide noch ne weile auf die Fohlen weide zu den anderen Pferden auf hof. Ich machte weiter mit Apres La Pluie. Die der cremfarben Stute war ich schon so weit das ich sie Sattelen konnte und mich schön drauf setzten konnte für 1 bis 2 Runden. Bald sollte e Richtig los gehen da sie am 10.01.2013 Endlich 3 Jahre alt wurde. Sie war schon so weit für hier alter was mich Richtig stoltz machte und bald war es so weit das sie an tunieren Teilnehmen konnte und den mal bei der Stutenbuch eintragung mit machen wird. Ich machte Apres La Pluie Fertig und ging mit hier in die Reithalle um sie an der Longe ein wenig auf zu lockern. Naturlich mit Sattl und den gansen recht wa zugehorte. Wir arbeiten am Schritt,Trab und zum Schluss noch am Galopp bis ich sie wieder ab Laufen lies. Später durfte sie noch auf die weide als wir Fertig waren mit alles. Nach einer kleinen affee Pause im Haus mit Wolfzeit und den rest machte ich mich wieder an die Arbeit. die mal mit meinen Araber A King of Magic mit ihn wollte ein wenig an seiner Dressur Arbeiten und so mit ging ich auch mit hin in die Halle. Nach ein paar gründ übungen in alles 3 Gangarten waren wir nach einer Stunde Fertig mit allem und ich konnte ihn zuruck in den Stall zu den anderen Hengsten bringen wo mein Stallbursche auch schon wartet. Ich wechelte paar Worter mit Sascha und machte den weiter mit Behind of my Life und Herkules. Mit den beiden Hengsten machte ich nur leichte Boden Arbeit. wie sonst auch immer Herkules Zeigt mir auch bei der übungen immer wieder das er ein ganzer Mann war und seinen Kopf immer durch setzten wollte.Aber mit ein paar Bestimmen käftigen Worter lief er den Normal. Mit Behind of my Life ging das alles leichter der Gute Junge horte auf wort und machte zu 99% immer das was ich von ihn Wollte. Als ich mit den beiden Hengsten Fertig war machte ich naturlich mit Lady Fantasy, Little Prince und Lucian Weiter. Ich musste sagen Lady Fantasy hatte sich sehr gut raus gemacht seid sie in meinen Besitz war. Sie zeigte zwar immer noch angst gegen über den menschen aber bei mir nicht mehr so konnte ich die Stute ohne Probleme in der Halle reiten und ein paar Dressur übungen durch führen bevor ich mi hier die Galopp runden machte die sie so Liebte. Mit Little Prince hatte ich auch keine Problme er war halt in Kleiner prince und machte immer das was ich wollte ich kannte ihn nicht anderes. So machten wir unser Spring übungen weiter die ihn schön groß Raus gebracht hatten und ich so stoltz auf ihn war. Später war Lucian drane mit ihn machte ich nur boden Arbeit und Zurkus lektion was er sehr gut beherschte er war halt mein kleiner Clow. was er am meisten mochte war Zunge raus strecken und das machte er bei jeder kleinen gelegenheit um ein stuck leckerlie zu bekommen. Aber auch begrüßungen machte er gerne. Als ich nach einer kleinen Mittag Pause wieder in den Stall kam wartet noch 7 Pferde auf mich. Ich dachte nur los gehts und machte mich an Lughnasadh ran. Ich wollte nur mal wieder mit meinen Guten Jungen raus Reiten. Da ich wusste das er das Liebte und ich einfach wieder Zeit mit ihn verbringe wollte. In letzter zeit kamm er zu kurz dabei war er doch mein erstes Pferd im Stall wie Prince. Ich Ritt mit Luigi 2 Stunden durch den Wald über die Felde selber an unser Kleinen See sind wir vorbei gegangen wo wir den pause gemacht hatten. zu Schluss kammen wir noch an dein klein Springplatz vorbei der im Wald extra für unser Reitergof angelegt wurde. Das nutz ich gleich aus weil ich wusste das Luigi gerne Sprang. als wir fertig waren ging wir Richtung hoffe machte meinen großen fertig und machte mich an Mystic Fantasy Dahlia und Sasanacho ran. mit Sascha machte ich nur doppel Logen arbeit und mit Mystic Fantasy Dahliha arbeite ich wenn wenig an hieren Springen. so entschloss ich sie paar mal frei s´springen zu lassen damit ich sehen konnte was wir näste mal aus besehr konnen und üben konnten. als ich auch mit den beiden fertig war machte ich mich an die nästen 3 Pferde ran die waren Sir Fashion,Siski und Waking up as a Malik um walking on Sunshine kümmerte ich mich später. Mit meinen fast 2 Meter hengst Sir Fashion machte ich nur eine kleine gelnade runde bevor ich mich Sisko kümmerte ich micht bevor ich ihn stallte und wenig übrer das gelande in vollen galopp ritt. selbst nach 10 runden hatte er noch lust weiter zu rennen aber ich brachte ihn nach hause weil auch er durch nasst war. Als nästet stand Waking up as a malik auf Program mit ihn machte kleine Dressur Arbeiten was ihn spaß machte bevor ich mit walking on Sunshine Spring übungen machte was sehr witzig war und spaß gemacht hatte da Wolfzeit mir untericht gegeben hatte. weil man leider allein nicht alle Fehler sieht die man machte. Als der Tag Fertig war brachte ich nur noch alle Pferde in den Stall helfte Sascha und Wolfzeit bei Futtern und gingen den in Hause um uns zu enspannen es war ein sehr langer und harter Tag und Morgen fing wieder alles von Voren an.

      04.01.2016 von Rinnaja

      Es war mal wieder so weit und ich musste mich um meine Pferde Kümmern. Silvester hatte die bande Gut überstanden und sie waren alle Top Fit. Ich hatte mir Zwei Neue Fohlen zugelegt. Ich kümmerte mich erst mal um die zwei Fohlen die bei mir waren Sternschnuppe und Snowhite. Ich Putze die beiden erst mal Richtig sauber bevor ich mit den beiden in die Halle ging. Snowwhite konnte so weit das Fohlen ABC schön und wir waren dabei schön mit der Trensen Arbeit anzufangen. Hingegen zu Sternschnuppe die nur Hufegeben konnte für paar minuten und Halfter tragen konnte und paar schriette lauft. Ich lies sie eine weile in der Reithalle laufen und versuchte beiden was bei zu bringen Spielerich. Als wir Fertig waren durften beide noch ne weile auf die Fohlen weide zu den anderen Pferden auf hof. Ich machte weiter mit Apres La Pluie. Die der cremfarben Stute war ich schon so weit das ich sie Sattelen konnte und mich schön drauf setzten konnte für 1 bis 2 Runden. Bald sollte e Richtig los gehen da sie am 10.01.2013 Endlich 3 Jahre alt wurde. Sie war schon so weit für hier alter was mich Richtig stoltz machte und bald war es so weit das sie an tunieren Teilnehmen konnte und den mal bei der Stutenbuch eintragung mit machen wird. Ich machte Apres La Pluie Fertig und ging mit hier in die Reithalle um sie an der Longe ein wenig auf zu lockern. Naturlich mit Sattl und den gansen recht wa zugehorte. Wir arbeiten am Schritt,Trab und zum Schluss noch am Galopp bis ich sie wieder ab Laufen lies. Später durfte sie noch auf die weide als wir Fertig waren mit alles. Nach einer kleinen affee Pause im Haus mit Wolfzeit und den rest machte ich mich wieder an die Arbeit. die mal mit meinen Araber A King of Magic mit ihn wollte ein wenig an seiner Dressur Arbeiten und so mit ging ich auch mit hin in die Halle. Nach ein paar gründ übungen in alles 3 Gangarten waren wir nach einer Stunde Fertig mit allem und ich konnte ihn zuruck in den Stall zu den anderen Hengsten bringen wo mein Stallbursche auch schon wartet. Ich wechelte paar Worter mit Sascha und machte den weiter mit Behind of my Life und Herkules. Mit den beiden Hengsten machte ich nur leichte Boden Arbeit. wie sonst auch immer Herkules Zeigt mir auch bei der übungen immer wieder das er ein ganzer Mann war und seinen Kopf immer durch setzten wollte.Aber mit ein paar Bestimmen käftigen Worter lief er den Normal. Mit Behind of my Life ging das alles leichter der Gute Junge horte auf wort und machte zu 99% immer das was ich von ihn Wollte. Als ich mit den beiden Hengsten Fertig war machte ich naturlich mit Lady Fantasy, Little Prince und Lucian Weiter. Ich musste sagen Lady Fantasy hatte sich sehr gut raus gemacht seid sie in meinen Besitz war. Sie zeigte zwar immer noch angst gegen über den menschen aber bei mir nicht mehr so konnte ich die Stute ohne Probleme in der Halle reiten und ein paar Dressur übungen durch führen bevor ich mi hier die Galopp runden machte die sie so Liebte. Mit Little Prince hatte ich auch keine Problme er war halt in Kleiner prince und machte immer das was ich wollte ich kannte ihn nicht anderes. So machten wir unser Spring übungen weiter die ihn schön groß Raus gebracht hatten und ich so stoltz auf ihn war. Später war Lucian drane mit ihn machte ich nur boden Arbeit und Zurkus lektion was er sehr gut beherschte er war halt mein kleiner Clow. was er am meisten mochte war Zunge raus strecken und das machte er bei jeder kleinen gelegenheit um ein stuck leckerlie zu bekommen. Aber auch begrüßungen machte er gerne. Als ich nach einer kleinen Mittag Pause wieder in den Stall kam wartet noch 7 Pferde auf mich. Ich dachte nur los gehts und machte mich an Lughnasadh ran. Ich wollte nur mal wieder mit meinen Guten Jungen raus Reiten. Da ich wusste das er das Liebte und ich einfach wieder Zeit mit ihn verbringe wollte. In letzter zeit kamm er zu kurz dabei war er doch mein erstes Pferd im Stall wie Prince. Ich Ritt mit Luigi 2 Stunden durch den Wald über die Felde selber an unser Kleinen See sind wir vorbei gegangen wo wir den pause gemacht hatten. zu Schluss kammen wir noch an dein klein Springplatz vorbei der im Wald extra für unser Reitergof angelegt wurde. Das nutz ich gleich aus weil ich wusste das Luigi gerne Sprang. als wir fertig waren ging wir Richtung hoffe machte meinen großen fertig und machte mich an Mystic Fantasy Dahlia und Sasanacho ran. mit Sascha machte ich nur doppel Logen arbeit und mit Mystic Fantasy Dahliha arbeite ich wenn wenig an hieren Springen. so entschloss ich sie paar mal frei s´springen zu lassen damit ich sehen konnte was wir näste mal aus besehr konnen und üben konnten. als ich auch mit den beiden fertig war machte ich mich an die nästen 3 Pferde ran die waren Sir Fashion,Siski und Waking up as a Malik um walking on Sunshine kümmerte ich mich später. Mit meinen fast 2 Meter hengst Sir Fashion machte ich nur eine kleine gelnade runde bevor ich mich Sisko kümmerte ich micht bevor ich ihn stallte und wenig übrer das gelande in vollen galopp ritt. selbst nach 10 runden hatte er noch lust weiter zu rennen aber ich brachte ihn nach hause weil auch er durch nasst war. Als nästet stand Waking up as a malik auf Program mit ihn machte kleine Dressur Arbeiten was ihn spaß machte bevor ich mit walking on Sunshine Spring übungen machte was sehr witzig war und spaß gemacht hatte da Wolfzeit mir untericht gegeben hatte. weil man leider allein nicht alle Fehler sieht die man machte. Als der Tag Fertig war brachte ich nur noch alle Pferde in den Stall helfte Sascha und Wolfzeit bei Futtern und gingen den in Hause um uns zu enspannen es war ein sehr langer und harter Tag und Morgen fing wieder alles von Voren an.

      28.03.2016 von Rinnaja

      Es wurde wieder Zeit mich um meine 15 Pferde zu kümmern. Ich fing wie immer an alle Pferde auf die Weide zu bringen und mich den nach und nach um die Stalle zu kümmern. Als ich fertig war mit den Stallen und alles wieder an hieren Platz geräumt hatte. Fing ich an nach und nach mich um meine Pferde zu kümmern. Ich fing mit den 15 Pferde an Sasancho, Sir Fashion, Lady Fantasy, Waking up as a Malik, Herkules und Lucian, Mystic Fantasy , Walking on Sunshine, Behind of my Life, Lughnasadh, Little Prince, Apres la Pluie, A King of Maic, Lady Luna Sturmwind. Ich Putze alle Pferde und machte mit manchen Pferden was in der Reithalle, manchen ging ich eine Runde Sparzieren und wieder rum mit anderen machte ich bodenarbeiten. Als ich mit allen Fertig war abend brachte ich sie naturlich alle nach und nach wieder in den stall und gab ihn heu und hier kraftfutter.

      02.05.2016 von Rinnaja

      Ich machte mich Morgen Fertig und ging mit einer Tasse Kaffee rüber zu meinen Pferden. Ich wollte Heute paar Pferde wieder mals Tranieren andere wollte ich nur wieder über Putzen und eine kleine Runde mit denen Laufen. Zu erst Kümmerte ich mich um meine Hengste. Da unter Waren Sasancho,Sir Fashion, Waking up as a Malik,Herkules,Lucian, Behind of my Life, LughnAsh,Little Prince, A King of Magic und zum Schluss Strumwind. Ich hatte schon immer mehr Hengst als Stuten gehabt weil mir hier Carackter sehr geviel und hiere ausdruck schon immer in meinen Augen Starger war. Ich fing an und holte mir einen Hengst nach dem anderen runter. Jeder genoss auf seiner Art die Putz einheiten und die Leckerlies wie streichel ein heiten. Mit ein Paar Hengsten wie Stumwind und A King of Magic machte ich eine kleine Spatzier runde. Mit anderen wieder rum wie Little Prince und Lucian. Arbeite ich ein wenig in der großen reithalle damit sie nicht auser der übung kammen. Als ich mit meinen Hengsten alle Fertig war war der halbe tag schon vorbei. schnell ass ich noch was in unser gemeinschafst Kuchte und machte mit meinen Stuten weiter. Die Stuten waren Lady Luna, Apres la Pluie, Lady Fantasy und zum schluss Mystic Fantasy Dahlia. Ja ich hatte nur 4 Stuten und trotzdem war es eine schöne abwechlung zu meinen Hengst und ich liebe sie jeder einzelde auf hiere weiße. Als es abends war war ich auch fertig mit meinen Stuten so das es nur noch futterung Zeit war. Als auch das erledigt war war ich auch erledigt und viel nur so ins Bett. Morgen wurde der Spaß wieder von vorne beginnen und ich muss sagen ich freue mich sehr drauf.

      12.08.2016 von Rinnaja

      Es war ein schoner Sonniger Tag um mich um meine 12 Pferde zukümmeren.
      Zuerst brachte ich alle raus nach der reihe Little Prince, Sir Fashion, Lughnasadh, Lady Fantasy, Lucian, Rosendaler, Mystic Fantasy Dahlia, apres la Pluie, a king of Magic, Walking on sunshine, Maeyr und Delmara. Als alle draußen waren mache ich in Ruhedie Stall sauber da mein Stall Helfer krank war war ich auf mich allein gestellt. nach paar stunden war auch das alles geschaft undich konnte noch paar kleine sachen machen bevor ich am abend wieder alle rein holen wurde. Leider hatte ich nicht viel Zeit um auch noch paar pferde zu bewegen.

      28.08.2016 von Rinnaja

      Ich war unglaublich heiß und ich hatte alle Pferde auf die weide gebracht um die ganzen Stall sauber zu machen. Ich fing an mich mit den Pferden zukümmeren als ich die stall Fertig hatte. Zu erst nahm ich mir Little Prince zur Brust. Ich holte ihn von der weide und er kam mir schon voller freunde engegen gelaufen. Da er hoffte das ich wieder apfel stück in der Tasche hatte. so wie es auch war. ich streifte ihn das halfter drüber und ging mit ihm zum Putzplatz wo ich alles schon hingeleckt hatte. Zuerst Brustet ich ihn und machte die Hufen Sauber. Bevor ich den Wasserschlau holte um ihn komplett sauber zu machen. er kannte das schon des wegen bliebt er einfach stehen und lies alles über sich ergehen. da es so heiß was wurde er schnell trocknen. So mein gedanke halt. Als ich Fertig was machte ich noch mahne und schweif und schnitt sie zurest so das es Ordenlich aus sah und gab ihn kleinen Eimer voll Fressen. Ich raumte in der zwichen Zeit wieder alles bei Seite und brachte Little Prince wieder auf die Weide.
      Als ich eine Kurze pause gemacht hatte holte ich Sir Fasion von der Weide auch er war erfreud mich zu sehen und in meiner nahe zu sein. Auch mit ihn ging ich zum Putzplatz und Brustet ihn und machte seine Hufen sauber und holte die Trense aus der Sattelkammer und ging mit dem großen ruhen Hengst eine kleine runde im Schritt da es sehr heiß war heute. als wir nach 20 min auf hof wieder angekommen sind stieg ich ab. packte die trense weg und machte auch Sir Fashion nass mit dem schlauch und gab auch ihn was kleines zufressen bevor ich auch ihn wieder auf die weide packte.
      Als nästes holte ich Lughnasadh u Lucian von der weide und brachte naturlich auch die beiden zum Platz umd beide sauber zu machen und nass zu machen. Luigi war nicht so begeistet und versucht wie eine Katze immer wieder weg zu Springen aber später ging es den einiger massen. Lucian endgegen war ne coole socke und blieb stehen und genoss die kalte dusche und dosste auch leicht dabei ein. als fertig war guckte er wie nach dem motto was los schön fertig. Beide machte ich noch mahne und scheif sauber und schitt sie zurecht und den bekammen sie auch hiere eimer voll Fressen bevor es wieder zur weide zuruck ging.
      Als ich was kleines gegessen habe und wieder zu kraften gekommen bin holte ich Lady Fatansy u Rosendaler runter von der Weide und brachte auch sie zum Platz. alle Pferde waren heute mit grundreinigung drane. bei dieser hitz lohnt es sich auch und die Pferde freuden sich auf eine abkühlung glaube ich. Lady Fantasy wurde ich naturlich nicht mit schlauch nass machen da sie sehr schreckhaft und angstig ist.als nahm ich für sie einen eimer und einen schwamm und fing an langsam und vorsichtig sie nass zu machen. zu mein erstauene war sie für hiere verhaltnisse sehr ruhg und blieb stehen. zwar sehr misstrauisch aber sie blieb stehen. als ich fertig war nahm ich mir rosi vor. Rosendaler war auch ne cool socke und so war sie auch schnell fertig und zum abfutteren bereit. danach ging es wieder ab auf die weide zu den anderen stuten.
      Als nästen nahm ich mir Apres la Pluie, Delmara u Walking on Sunshine vor. Alle 3 brachte ich zum Putzpkatz und fing auch gleich an bevor es heute anfing zu regnen. erst brusten den mal wieder hufen und den alle 3 druchwaschen und naturlich schweif und mahne ordenlich schneiden. Als das gemacht war gab ich den 3 Stuten futter und brachte sie auf die weide. es hatte langer gedauert als ich dachte.
      Als nästes holte ich mir Mystic Fantasy Dahlia drane ich brachte sie zum Putz platz brustet sie und machte den rest an hier und machte sie ritt Fertig. auch mit hier machte ich eine 30 min runde im gelande damit sie ein wenig bewegung hat. als wir wieder auf hof angekommen waren machte ich sie auch nass gab hier futter und naturlich wieder auf die weide. meine Pferde waren im sommer ganz zeit auf weide und nur im winter im stall was ich besser finde personlich.
      Zum schluss waren nur noch zwei Hengste drane ein mal A king of Magic u Maeyr. die beiden waren pflege leicht und schnell zu machen. beide wie bei alle anderen werden grünlich geputz und geschaubt und natulich mahne und schweif her gerichtet bevor auch die beiden hier futter bekommen und zuruck auf die wiese durften was den beiden sehr freude.
      Allen in alllen war das ein sehr enspannter tag und ich hatte heute alle meine aufgaben auf hof fertig gebracht was mich sehr freude. mal gucken was morgen mich alles erwartet der gründputz bei mein pferden war drine und ich freude mich sehr das alles geschaft zu haben.

      21.10.2016 von Rinnaja

      Ein schöner Stuten Tag sagte ich mir leise das wurde mir jetzt echt gut tun. Ich zock mich an und ging runter in die Küche, um mir einen Kaffee zu machen und um Anschließen auf die Stuten Weide zu gehen. Ich kümmerte, mich erst mal um die Jungen Stuten die besaß und machte sie sauber. Erst um Après La Pluie den um Delmara und später um Happy Fantasy. Als ich mit den 3 Stuten fertig war, könnte ich mir ein Kaffee, um zu entspannen. Ich bin extra früh auf gestanden um alle Stuten heute zu pflegen hoffe ich Schaffee es, bevor es Dunkel wurde. Als nastes nahm ich mir Keezheekoni,Lady Fantasy und Fashion Girl vor. Die 3 Stuten Putz ich über und verbrachte die Zeit in der Reithalle, um wenig mit denen Bodenarbeiten zu machen. Als das nach 3 Stunden auch erledigt war, nahm ich mir Lady Luna und Miss Leika

      17.01.2017 von Rinnaja

      Gestern hatte ich mich mit meinen Hengsten Beschaftig heute waren natürlich die Stuten dran. Ich war schon lange wach und Arbeite im Stall. Da nicht gut schlafen konnte dachte ich das war das beste was machen kann. Nach einiger Zeit kam auch Sascha er brachte mir Netter weiße auch gleich Kaffee mit was mich sehr freude. Sascha meine ich sollte eine Pause machen er wurde den Rest über nehmen. Es war ja nur noch ein paar Boxen so konnte er später noch andere Wichtig dinge auf den Hof machen. Es war wieder viel Arbeit wie immer. Der Hof wie die Pferde wollten jeden Tag auf neue Versorgt werden und einig sachen muss erneuert oder repariert werden. Ich brachte nach und nach alle Stuten raus und fing mit Lady Fantasy an. Das ging den die Reihe weiter mit Ashinta, Fannie Mae Rosendaler, Fashion Girl, Apres la Pluie, Volia, Meecglands Dragon Fly, Uschi, Summer Holiday, Delmara, Mystic Fantasy Dahlia, The Papillon Pinata, Malika from Vefas, British Gold und zum guten Schluss Keetheekoni. Mal nahme ich sie zu Zwei oder erleine wie ich grade lust hatte die Stuten auf die Weide zu bringen. Sie wurden zu glück allein alle wieder rein kommen da jeder wusste es wartet Futter auf sie und so rannte sie auch allein in die jeweilig Box wo sie hingehorten. Naturlich gab es immer ausnahmen und einer der Pferde Verwirrte sich in einer anderen Box aber die konnte man ja immer schnell wieder raus holen und in die Richtig Box Bringen. Als alle draußen war machte ich schon mal das Abendbrod fertig und fing an einig Stuten in der Halle zu Bewegen. Manche an der Longe und mansche Ritt ich einfach so aus spaß herraus. Bis mich es mit Lady Fantasy raus in gelade trieb aber nur nie kleine Runde. Wir hatten beide echt Spaß und die angstig und scheue Stute vertraute auch mir langsam so das es ein sehr ruhger und schöner Ausritt wurde. Spät am abend bringen wir wie immer alle Stuten rein und gingen unser letzt Runde. Es war ein sehr anstrengern Tag aber auch wieder rum echt schön.

      02.02.2017 von Möhrchen
      Pflegebericht für Rinnajas Zuchtstuten

      Nachdem ich morgens in aller Frühe meine eigenen Pferde versorgt hatte, machte ich mich auf den Weg zu Rinnaja. Ich hatte ihr versprochen, ihr einen Tag auf dem Hof zu helfen, und mich um ihre Zuchtstuten zu kümmern.
      Als ich auf dem Hof ankam, sah ich die Stuten bereits in einer großen Herde auf der Wiese stehen. Ein paar dösten in der Sonne, andere grasten und ein kleines Fohlen sprang zwischen den anderen umher. Wir hatten im Vorfeld lange telefoniert und sie hatte mir viele Informationen über die Stuten gegeben.
      Zuerst schnappte ich mir eine Schubkarre, ging ins Stallgebäude und fing an, die Boxen zu misten. Es dauerte eine ganze Weile und ich musste etliche Male zum Misthaufen fahren, aber schließlich waren alle Boxen sauber. Ich holte eine große Karre Heu und verteilte in jede Box eine große Portion.
      Nun machte ich mich endlich daran, die Stuten zu bewegen. Ganz vorne auf der Wiese stand British Gold, eine hübsche gescheckte Stute. Ich holte ihr Halfter, einen Kappzaum und einen Longiergurt und holte sie von der Weide. Sie folgte mir ganz artig und stand auch beim Putzen ganz ruhig am Anbinder. Ich putzte sie, kratzte ihre Hufe aus, und legte ihr den Longiergurt auf. Dann zog ich ihr den Kappzaum und ein paar Gamaschen an und ging mit ihr in die Reithalle. Zuerst ließ ich sie im Schritt einige Runden gehen, dabei war sie ziemlich flott, blieb aber artig im Schritt. Anschließend ließ ich sie auch traben und galoppieren. Sie war flott unterwegs und schoss auch einige male los, aber im Großen und Ganzen hatte sie Spaß und arbeitete sehr artig mit. Zufrieden nahm ich ihr den Longiergurt und die Gamaschen ab und brachte sie zurück zu den anderen auf die Weide.
      Anschließend nahm ich die kleinen Stuten mit von der Weide: Voilá, Dragon Fly, sowie die Jungstuten Malika, Delmara, Ashinta und Papillon Pinata. Ich brachte sie sechs Stuten in die Halle und ließ sie dort frei. Als erstes wärmte ich sie ein bisschen im lockeren Trab auf, dann verteilte ich ein paar Stangen und Cavalettis in der Halle und ließ sie ein paar Runden darüber laufen. Die beiden Shettys gaben ordentlich Gas und auch die Fohlen und Jungstuten spielten und tobten wie verrückt durch die Halle. Nach 20 Minuten wurden alle deutlich ruhiger und ich ließ sie noch eine Weile in Ruhe. Ashinta und Dragon Fly wälzten sich nochmal im weichen Sand, während ich schonmal Mailka und Delmara zurück auf die Wiese brachte. Als auch alle anderen wieder zufrieden auf der Wiese angekommen waren, legte ich erstmal eine kleine Pause ein und setzte mich mit einer Tasse Tee auf den Hof.
      Nach der Pause baute ich in der Halle ein paar kleinere und größere Sprünge auf und verband diese mit niedrigen Stangen am Rand zur Absperrung. Als erstes brachte ich Walking on Sunshine in die Halle, wärmte sie kurz am Halfter an der Longe auf und machte sie dann los. Mit der Peitsche dirigierte ich sie über die Sprünge, wobei ich diese kaum brauchte, da sie eh von alleine sprang. Sie hatte sehr viel Spaß dabei und arbeitete super mit.
      Als nächstes war Mystic Fantasy Daliah dran, die ich ebenfalls kurz an der Longe aufwärmte und dann in der Halle springen ließ. Sie war etwas stürmisch und lief einige Male an den Sprüngen vorbei, dann hatte sie aber doch Spaß daran und gab sich auch sehr viel Mühe. Mit den beiden süßen Stuten Summer Holiday und Uschi machte ich einen gemütlichen Spaziergang im Wald. Die beiden gingen ganz artig links und rechts neben mir her und genossen den Ausflug in die Natur. Auch ich hatte sehr viel Spaß und genoss das schöne Gelände. Zufrieden brachte ich die beiden wieder zurück auf die Weide und nahm gleich das nächste Pferd mit.
      Mittlerweile war es Nachmittag geworden und es wurde schon langsam dunkel. In der Halle baute ich die Sprünge wieder ab und ließ nur noch einige Stangen liegen. Nacheinander longierte ich Après la Pluie, Fashion Girl, Rosendaler und Fannie Mae. Alle vier Stuten waren motiviert bei der Sache, wobei Rosendaler ein paarmal versuchte, mir die Longe aus der Hand zu reißen. Ich konnte sie aber halten und zurück auf Kurs bringen und schon bald ließ sie die Spielchen sein. Die anderen drei liefen brav an der Longe und machten keinerlei Probleme. Nach dem longieren brachte ich alle vier Stuten gleich wieder in ihre Boxen, denn ich würde die Pferde sowieso bald reinholen. Da sie auch ein bisschen geschwitzt hatten, war es besser so.
      Lady Fantasy war etwas skeptisch, als ich sie von der Weide holen wollte und wollte sich nicht so richtig von mir anfassen lassen. Da sie so misstrauisch war, gab ich mich damit zufrieden, dass sie sich brav von mir als Fremde putzen ließ, und ließ sie ansonsten in ihrer Box in Ruhe.
      Als letztes war Jule dran. Mit der süßen Norikerstute machte ich in der Halle ein bisschen Bodenarbeit, machte Führübungen, übte Seitengänge vom Boden aus und spielte ein bisschen mit ihr. Anschließend brachte ich auch sie zurück in die Box und holte auch alle anderen Stuten von der Weide rein.
      Gegen 20 Uhr standen alle Stuten wieder zufrieden in ihren Boxen und mümmelten an ihrem Heu. Ich hinterließ Rinnaja noch eine Nachricht an der Pinnwand, dass alles gut gelaufen war und ich alle Stuten bewegt hatte. Dann machte ich mich müde und zufrieden zurück auf den Heimweg.

      |02.02.2017 ©Möhrchen (5.927 Zeichen/ 906 Wörter)

      Rinnaja
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      Kurz nach Vier. Der Blick auf die Uhr ließ mich das Gaspedal nochmal ein Stück weiter durchtreten. Ich war spät dran. Rinnaja wartete schon seit gut zwei Stunden auf mich, aber der Verkehr auf dem Weg nach Holland war höhere Gewalt. Ich hatte schon mehrfach angerufen, dass es später wird. Zum Glück waren die niederländischen Autobahnen so gut ausgebaut, dass ich sobald ich im Lande war gut voran kam.

      „Scheiße siehst du aus.“ begrüßte mich Rinnaja, als ich dann endlich ankam. „Macht nichts. Hast du dein Pferd schon fertig?“ – „Komm doch erst mal an.“ wies mich Rinnaja zurecht und schob mich schon Richtung Haus, doch ich machte sofort wieder kehrt. „Wir sollten keine Zeit verlieren, im Dunkeln arbeite ich nicht.“ Mit diesen Worten ging ich zum Stall. Après La Pluie hieß die Stute, deren Hufe ich kontrollieren sollte. Nachdem ich gefühlt hundert Boxen entlang gelaufen war sah ich endlich den Namen auf einem Boxenschild. In der Box stand… Nichts. Rinnaja lachte schon, als ich mich verwirrt zu ihr umdrehte. „Die ist bestimmt draußen, wir haben doch Offenstallhaltung.“ Ein Wunder, dass sie die Worte so deutlich heraus bekam. Sie musste sich wirklich zusammenreißen keinen Lachanfall zu bekommen. Unzufrieden brummend schob ich die Stalltür auf und fand die helle Stute tatsächlich draußen. „Führst du sie mir bitte kurz vor, du weiß ja wie.“ bat ich und sah regelrecht wie es in Rinnaja ratterte; Veräppeln oder nicht? Sie entschied sich dagegen und schmunzelte nur, während sie mir ihre Stute vorführte. „Sie kennt keinen Hufschmied. Beim Tierarzt ist sie sehr unsicher.“ erklärte mir Rinnaja. Peach, wie sie wohl gerufen wurde, und ich näherten uns erst mal an und ich versuchte die Zeit etwas außer Acht zu lassen um nicht zu angespannt auf die junge Stute zu wirken. Ich kraulte sie am Mähnenkamm und schob ihr ein paar Bananenchips zu. Gelassen senkte sie den Kopf und versuchte an meine Hosentasche zu kommen. Wo einer ist, da sind meistens auch noch ein paar mehr. Das begriffen Pferde schneller als alles andere. Ich arbeitete mich zu den Hufen vor. Peach gab mir den ersten sogar an, als ich das Röhrbein berührte. Da sie gerade vom Paddock kam putzte ich den Huf zuerst normal mit dem Auskratzer und prüfte dann mit meinem Hufmesser die Hornqualität. Es war relativ weich. Ein Schicksal, dass viele doppelt aufgehellten Pferde hatten. Doch bei Peach war es verhältnismäßig harmlos, sodass man gut damit arbeiten konnte. Schweigend verrichtete ich meine Arbeit und schnitt einen nach dem anderen Huf aus und besserte jeweils mit der Raspel nach. Zuletzt brachte ich noch ein härtendes Huföl auf alle vier Hufe auf. Bei regelmäßiger Behandlung würde sich die Hornqualität nochmal verbessern.

      Wie erwartet war es nach getaner Arbeit schon fast dunkel. Dafür war Peach versorgt und die Stallgasse schon wieder aufgeräumt. Vielsagend sah ich Rinnaja an. „Ja ja, hast Recht gehabt. Aber jetzt kannst du rein kommen.“ meinte sie mit einer abfälligen Geste. „Für eine Dusche wäre ich sehr dankbar.“ erwähnte ich. Wieder bekam ich diesen seltsamen Blick von ihr. Wieder rechnete ich jeden Moment mit einem Scherz, doch wieder blieb er aus. Vermutlich sah ich so entnervt aus, dass ich heute das Schonprogramm bekam. Sie zeigte mir wo das Bad war und ich verschwand für ein paar Minuten. Frisch geduscht und gut versorgt mit Essen und Kaffee machte ich mich am späten Abend noch auf den Heimweg.
      8 Juni 2017

      Rinnaja
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      Tierarztbericht – Pferdeklinik & mobiler Tierarzt „Horse Heaven“ | Après la Pluie
      |01.05.2017 ©Möhrchen ( 1.878 Zeichen, 306 Wörter)

      Nachdem ich gegen Mittag meine Stallarbeit erledigt hatte, machte ich mich auf den Weg zu Rinnaja und ihrer Stute Après la Pluie, genannt Peach, die heute einmal komplett durch gecheckt werden sollte. Als ich auf dem Hof ankam, wusste ich bereits, wo Rinnaja auf mich wartete, da ich schon öfters Untersuchungen auf ihrem Hof gemacht hatte. Und so war es auch: Rinnaja hatte Peach bereits am Putzplatz angebunden.

      Peach stach mir sofort ins Auge, denn sie hatte eine extrem auffällige Fellfarbe. Die Traberstute streckte mir sofort die Nase entgegen und wühlte in meinen Taschen nach etwas Leckerem. Ich kraulte ihr den Hals und fing dabei schonmal an, ihre Augen und Ohren zu untersuchen. Dass ich ihr auch ins Maul schauen wollte, fand sie zwar nicht toll, ließ es aber beim dritten Versuch dennoch zu. Soweit sah alles gut aus, also tastete ich mich über den Hals und den Rücken langsam weiter und untersuchte dabei jeden einzelnen Wirbel. Peach zeigte keinerlei Schmerzen und ließ sich brav überall anfassen.

      Ich bat Rinnaja, sie eine Runde im Schritt und Trab über den Hof zu führen und dabei am Ende eine enge Wendung in jede Richtung zu gehen. Peach folgte ihr zwar etwas stürmisch, aber doch recht brav über den Hof. Ihre Bewegungen waren schwingend und gleichmäßig, ich konnte nichts Auffälliges entdecken.

      Wieder am Putzplatz hob ich ihre Hufe einzeln an und untersuchte ihre Gelenke. Das Aufheben der Hinterhufe war ein bisschen schwierig, aber ihre Beine fühlten sich gesund an. Zu guter Letzt hörte ich noch ihre Lunge, ihr Herz und ihren Bauch ab, dann konnte ich Rinnaja Entwarnung geben: „Alles in Ordnung, ich konnte nicht Beunruhigendes finden“. Ich verabschiedete mich von den beiden und machte mich dann wieder auf den Weg nach Hause.
      8 Juni 2017

      Rinnaja
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      Da ich heute wenig Zeit hatte und keine Termin anstanden wollte ich zu meinen Zweit hof Fahren der ganz in der Nähe war. Ich hatte zwar genug Helfter aber muss mich auch nach den resten da um sehen. Ich guckte zuerst nach meinen 3 Fohlen , Ashinta, Lucifer und Lady Fox. Ich kontrollierte auch gleich neben bei die anderen Stuten, Cheesqueen, Apres la Pluie, Sysahlreuth, Solsikker auch bei den 4 Stuten war alles okay und ich konnte nix besonderes Fest stellen. Also ging weiter auf den Hof rum ich wurde von jeden Herzlich begrüß und man sah das sie froh waren das ich mal wieder vorbei kamm und reinschaute ob alles okay war. Als mein Rund gang auf hof fertig war und ich mit paar Notizen gemacht hatte was alles zu erledigen werden muss. Ging noch bei mein Hengst Vorbei die waren Little Prince,Lucian, Thjalfe de Jötunheimer, Sasancho Kirin, Magnus von Störtal und Der Physiker. Da schien auch alles okay zu sein außer bei Thjalfe de Jötunheimer da sein Sommer Ekzem wieder zu Vorschein kam aber da konnten wir leicht behandelen und sollte kein große Problem sein. Auch bei Magnus wurde die Dämpfikeit wieder schlimmer aber das lag auch wieder rum an der Irren Hitze und den staub drum rum. Alles zum glück nur Kleinigkeiten die ich schnell oder die arbeit auf hof in griff bekommen wurden. Ich sprach mich noch ab mit den Haubtarbeiter auf diesen hof und gab ihn den zettel und sagt ihn das das alles erledigt werden muss. Er nickt nur und so ging ich zu mein Auto und wieder zu anderen Hof zu fahren
      8 Juni 2017

      Rinnaja
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      Pflegebericht
      26. Juni 2017 | 5703 Zeichen von sadasha

      “Du darfst nicht Auto fahren!” beschwerte sich meine Mutter, als ich meine Krücke auf dem Beifahrersitz neben mir platzierte. “Mom… Es geht mir gut, ich schaff das schon. Bis später!” mit diesen Worten schlug ich die Wagentür zu und ließ den Wagen an. Rinnaja wollte mich treffen und im Moment konnte ich etwas Ablenkung ganz gut vertragen, also fuhr ich los.
      Meine Mutter hatte Recht. Ich hätte nicht fahren dürfen. Mein Fuß tat schon nach ein paar Minuten Fahrt höllisch weh, aber weit war es nicht mehr bis zum Stall von Rin, also biss ich die Zähne zusammen und fuhr weiter. Endlich auf dem Hof angekommen blieb ich noch einen kurzen Augenblick im Auto sitzen um die Ruhe zu genießen. Erst dann packte ich mir meine Krücke und stieg aus um Rinnaja zu suchen. Als ich sie fand ging sie erst ein paar Schritte lächelnd auf mich zu und blieb dann stehen, als hätte sie die Krücke jetzt erst bemerkt. “Hi. Freut mich auch dich zu sehen.” meinte ich grinsend um ihr die Begrüßung vorweg zu nehmen. “Was hast du angestellt?” fragte sie, den Blick immer noch auf der Krücke. “Nichts der Rede wert. Gehen wir rein?” Sie nickte und ging los. Man sah ihr an, dass sie das Thema Krücke noch nicht abgehakt hatte. Rinnaja war stur und würde auf kurz oder lang nochmal nachfragen was passiert ist. Für’s Erste jedoch setzten wir uns in die Küche ans Fenster und tranken Kaffee. Von diesem Platz aus konnte man die Pferde auf der Weide sehen. Sehr idyllisch.
      Wie erwartet ließ Rin meine Verletzung keine Ruhe. “Und jetzt erzähl mal: Was ist passiert?” Ich holte tief Luft und überlegte wo ich anfangen sollte und wie ich mich am kürzesten fassen konnte. “Eigentlich…” fing ich an und vermied es sie anzusehen. “Könnte man das ganze unter ‘Jugendlichem Leichtsinn’ abhaken. Ich habe einen meiner Hengste unterschätzt und wurde abgesetzt.” erklärte ich. “Dabei habe ich mir den Fuß verstaucht, dem Hengst geht es gut.” Rinnaja nickte. “Das war ziemlich dumm von dir.” erkannte sie und grinste. Für mich war das Thema nun erledigt und ich ließ meinen Blick wieder nach draußen schweifen. “Deine Traberstute ist aber ganz schön gut im Futter.” meinte ich lachend, als ich die dicke Kugel von Après La Pluie entdeckte. Rinnaja lachte ebenfalls. “Meinst du? Dabei bekommt sie nicht mehr als die anderen.” Wenn dem so war, war es wirklich seltsam, dass sie so extrem zugenommen hatte.
      Als wir unseren Kaffee ausgetrunken hatten beschlossen wir uns die Stute nochmal von Nahem anzusehen. Ich hatte einen gar nicht mal zu abwegigen Verdacht, wie der Bauch noch zu seiner aktuellen Form gekommen sein könnte. Doch ich wollte mir das erstmal aus der Nähe ansehen, bevor ich ihn äußerte. “Und?” fragte Rin, als wir vor den grasenden Pferden standen. “Immer noch außerordentlich dick.” gab ich zurück und streichelte die hübsche Smoky Cream Stute vor mir. “Ich hab jetzt eine vielleicht merkwürdig klingende Frage an dich.” sagte ich wieder zu Rinnaja gewandt, die mich neugierig ansah. “Stand sie in den letzten fünf bis zehn Monaten mal bei einem Hengst oder ist ausgebrochen? Oder ist einer der Hengst ausgebrochen?” Ihre Augen weiteten sich, je weiter ich meine Frage formulierte. “Du meinst…?” Ich nickte. “Niemals!” sie schüttelte eifrig den Kopf und sah ihre Traberstute an, die immer noch friedlich graste. Ihr Gesichtsausdruck veränderte sich zu einem nachdenklichen Grübeln. Ich fuhr über Après Bauch und warf einen Blick darunter zwischen ihre Hinterläufe. Auch das Euter kam mir ungewöhnlich groß vor. Wenn sie tragend war, dann würde es vielleicht noch einen oder zwei Monate dauern. Rinnaja kam nicht umher zu lachen, als sie sah was ich machte. “Gefällt dir was du siehst?!” meinte sie immer noch lachend. Als ich mich wieder aufrichtete sah ich sie an. “Ich denke sie ist tragend. Aber mit Gewissheit kann dir das wohl nur ein Tierarzt sagen. Sicher, dass sie nicht bei einem Hengst stand?” Das konnte doch nicht sein, dass man das nicht wusste! Dann erhellte sich Rinnajas Gesicht. “Es gab da an einem Tag eine merkwürdige Situation.” begann sie, doch es schien so als würde sie die Erinnerung noch nicht klar sehen. “Da war der Weidezaun durchbrochen, aber die Pferde standen auf den richtigen Weiden. Ich hab mir nichts dabei gedacht. Den Zaun hab ich natürlich gleich repariert.” - “Vielleicht ist Après aber auch einfach nur zu gut im Futter.” meinte ich schmunzelnd und ging zum Zaun um mich dort anzulehnen.
      “Was soll ich jetzt machen?” fragte Rinnaja, als sie nachkam. “Was wenn sie nicht tragend ist, das wäre ja auch nicht gut.” Ich nickte. “Tragend oder nicht, du solltest sie einem Tierarzt vorstellen.” schlug ich vor. Rinnaja seufzte. “Das wird ein Spaß, wenn sie tatsächlich trächtig ist.”
      Rinnaja tat mir leid. Im schlimmsten Fall war ihre Stute von einem Hengst tragend, dessen Rasse gar nicht zu einem Traber passte. Dann würde sie enorme Verluste einfahren mit ihrer Zucht. Als wir wieder im Haus waren rechneten wir gemeinsam sämtliche Szenarien durch, damit Rinnaja vorbereitet war, egal was Après La Pluie bereit hielt.
      Gegen Abend verabschiedeten wir uns. “Du fährst mit dem Fuß?” fragte sie argwöhnisch. “Ich fahre mit dem Fuß.” meinte ich und sah sie vielsagend an. Sie schüttelte nur den Kopf. “Fahr vorsichtig, du Trottel!” Ich lachte. “Bis bald, halte mich auf dem Laufenden. Melde dich, wenn der Tierarzt da war!” Manchmal war ich mir nicht sicher ob Rinnaja mich wirklich für einen Idioten hielt oder ob sie das Ganze liebevoll meinte. Ich machte mir nicht allzu viele Gedanken darum. Wieder auf dem eigenen Hof setzte ich “Zäune auf Baufälligkeit kontrollieren” auf meine To Do Liste für den nächsten Tag. Das war wenigstens etwas, das ich auch auf Krücken erledigen konnte.
      26 Juni 2017

      Rinnaja
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      Ich machte heute einen kurzen aber Ordentlich Rundgang und Kontrollierte alle Pferde.
      Ich fing an mit Happy Fantasy und kontrollierte sie einmal durch bevor sie ihr Futter bekam
      und ich zu Lu´lu´a ging und das selbe machte. Natürlich bekam sie auch was und ich ging anschließen zu Ronja
      und guckte auch bei ihr nach allen nach. Das machte ich bei Kirin,Black Lady Malika from Vegas Magnus von Störtal,Sunny empire, DOO WOP
      Schneemann, Delmara,Venetia,Little Prince,Okoto,Majd,Maeyr,Uschi,LMR Fashion Girl,Chessqueen,Sir Fashion,Lady Fantasy, Piroschka,
      Walking on Sunshine
      und Apres la Pluie. Alle Pferde sahen gesund und munter aus und keiner der Tiere hatte ne wunde die mir sogen bereiten sollte.
      Morgen sollte so oder so der Tierarzt kommen und die Helfte der Pferde Impfen und wurmkur verteilen. Als alle gefuttert hatte und durch war redet
      ich noch kurz mit Sascha um anschließen. Noch mal in die Statd zu fahren und paar sachen zu erledigen.
      29 Juli 2017

      Rinnaja
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      Ich mache mich mal wieder auf den Weg zu meinen Pferden.
      Ich wusste zwar das alle gut verogt waren aber denoch wollte ich auch einen Blick drüber werfen.
      Zu erst ging ich zum Offenstall wo meine ganzen Stuten waren und die Fohlen.
      Ich lief über die Weide um den Zaun zu Kontrollieren und die Pferde.
      Mitlerweile waren sie auch in hieren Winterquatier um gezogen damit die Sommerweide sich
      erholen konnte. Die erst Stute die mich Begrüßte war Apres la Pluie mit hieren Fohlen Hengst Lu´lu´a.
      Beiden Sagen sehr gut aus und hatten keine schrwammen oder Verletztungen. Auch Lu´lu´a war groß geworden
      und war gesund und munter wie es sein sollte. Ich streichelte beide noch kurz bevor ich zum den anderen Stute
      ging und da auch Kontrolierte. Baroness of the Guard war den zufallig über meinen Weg gelaufen und ich kontrollierte
      auch sie gleich. Die kleine Maus war Frech wie immer und Stupste mich immer an weil sie wusste das sie immer
      was von mir bekommte. Auch Black Lady und Chessqueen hatten gemerkt das ich auf der Weide war und kammen gleich zu
      mir um hiere belohnung abzuholen wie sie dachten. Naturlich bekammen sie waas und ich kontrollierte auch gleich
      alle 3 auf verletzungen oder auffalligkeiten. Delmara, Fashion Girl,Happy Fantasy, Lady Fantasy, und Malika form Vegas
      Kontrollierte ich beim vorbei Laufen. da sie mehr mit Fressen beschaftig wren als mit allen anderen auf der Welt.
      Piroschka und Ronja hingegen liefen mir wie Hunde mal wieder Hinterher und versuchten noch mehr Leckerlies abzustauben.
      Sunny Empire stand wieder bei hiere Mutter Walking on Sunshine. Aber es sah aus als waren auch die beiden Wohl auf
      und von weiten konnte ich auch da nix vestellen so ging ich weiter zu Uschi und Venetia die beide am rande der Koppel
      standen und hinter Zaun versuchten was leckeres ran zu Fischen aber werder Uschi noch Venetia hatten auffalligkeiten.
      So muss ich auch da nicht hingehen um genau zu kontrollieren. Als fertig war bekammen Ronja u Piroschka noch die restliches
      Leckerlies bevor ich runter lief um auch mir die Hengste in den Paddocks zu Kontrolieren. Doo Wop Spring mir durch hiere
      Frabe auch noch in Auge ich hatte die kleine fast vergessen da sie sehr gut war sich in welchen ecken zu verstecken.
      Auch sie hatte sich gut raus gemacht und ich war langsam echt gespannt wie sie unter dem Sattel machen wurde aber
      das dauerte noch seine Zeit. Bei den Hengsten angekommen begrüßte mit gleich Little Prince u Sir Fashion wie immer
      Das war naturlich gutes Zeichen und ich wusste das es meine Alten Heeren gut ging. Kirin uns Magnus von Störtal waren
      auf den ersten Blick auch okay und so ging ich zu Majd, Meayr und Okoto. Okoto und Meayr Zickten mal wieder rum aber
      das war nix neues für mich nur Majd stand am rande und guckte nur doof was die beiden machen und kam den zu mir um
      gekrault zu werden wie immer. Auch hier nix neues was ich nicht werwarten wurde. zum Schluss noch Schneemann und den war
      Ich hoffentlich durch seid wenig Pferd hatte hatte ich auch eigentlich einen Guten überblick undm her zeit bei allen
      durch zu Kontrolliernen.
      14 Okt. 2017

      Bracelet
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      Ranch Zauberwald. Ein wirklich zauberhafter Name für die idyllische Ranch, dich sich im Herzen einer mit weißem Glitter überzogenen, malerischen Landschaf befand. Ich hatte der Stallbesitzerin, einer guten Freundin von mir, zugesichert ihr für die nächsten Wochen ein wenig unter die Arme zu greifen, da es ihr selbst nicht möglich war sich um alle ihre Pferde zu kümmern. Ich hatte jedoch zur Zeit nur wenig zu tun; also machte ich mich auf den Weg.
      Vor Ort angekommen wurde ich sofort herzlich von meiner Freundin begrüßt. Sie zeigte mir mein Zimmer für dich nächsten Tage und führte mich anschließend auf ihrer Ranch umher. Anschließend wurden mir meine Aufgaben genau erklärt. Ich bekam ebenfalls einen liebevoll gestalteten, laminierten Bogen, in welchem alle Pferde mit Bildchen vorgestellt wurden und auf ihre Eigenheiten und Vorlieben eingegangen wurde. Danach musste sich die Besitzerin aber auch schon wieder auf den Weg machen und ich begann sogleich mit meiner Arbeit.
      Am ersten Tag meines Aufenthaltes wollte ich mich erstmal mit allen Pferden bekannt machen, was ich tat, indem ich den Stallburschen half die Pferde raus auf die Koppeln zu bringen und sie gegen Abend wieder rein zu holen. Ebenso half ich beim Füttern und Misten mit.
      Am nächsten Tag beschäftigte ich mich nachdem die meisten Pferde auf der Koppel waren mit Sasancho. Der wunderschöne, gekörte Warmbluthengst hatte heute einen reitfreien Tag, weshalb ich mit ihm nur ein Stück spazieren gehen wollte, damit er sich ausreichend bewegte. Den Rest der Woche standen für ihn einige Longe- und Dressureinheiten auf dem Plan. Heute jedoch durfte er einen ganz entspannten Tag mit mir verbringen. Zuerst wurde er ausgiebig geputzt, was dem Großen sehr gefiel. Danach ging es eine Runde an der Hand mit Halfter um den Hof. Der Elfjährige zeigte sich dabei sehr brav und machte keine Probleme.
      Nachdem Sasancho wieder zurück in seiner Box war holte ich Kirin, Ronja und Black Lady von der Koppel herein, ritt sie ein wenig in der Halle Dressur und brachte sie anschließend wieder nach draußen.
      Dann gab es erstmal einen warmen Tee um mich aufzuwärmen. Gut gewappnet mit dickem Pullover und meiner gemütlichen Winterjacke ging es anschließend wieder nach draußen, wo ich mit der braven Araberstute Malika from Vegas einen genügsamen Schrittausritt im Gelände unternahm. Auch für Magnus von Störtal, Delmara und Schneemann ging es daraufhin im Schritt raus.
      Da mir dabei dann langsam wieder kalt wurde beschloss ich mir ein Pferd für eine anspruchsvollere Dressureinheit auszusuchen. Uschi, die bereits L-Dressur lief, eignete sich dafür besonders gut. Sie zu reiten machte wirklich Spaß, da sie ein unfassbar gehorsames Pferd war, das sehr interessiert an mir zu sein schien. Ihr Ohren zeigten beinahe immer in meine Richtung, was mir ihre andauernde Aufmerksamkeit während des Reitens signalisierte. Sie machte sich wirklich super.
      Nachdem ich mit Uschi fertig war longierte ich Majd, Maeyr und Okto, bevor ich mit dem gekörten Hengst Little Prince und danach auch mit Venetia eine kleine Cavalettieinheit einlegte, wobei beide Pferde sich sehr anstrengen mussten; körperlich und mental.
      Danach ging es für mich erstmal ans Essen und anschließend gab es auch für die Pferde Futter. Dabei griff ich den Stallburschen erneut unter die Arme. LMR Fashion Girl hatte dies scheinbar schon am härtesten von allen erwartet. Die kleine Möchtegernbieberdame knabberte nämlich als ich mit dem Kraftfutter vorbei kam gerade an ihrer Boxentür. Als das Futter dann in ihrem Trog war fiel sie darüber her und schmatze zufrieden guckend. Was ein Hunger!
      Nach meiner kleinen Pause sollte es dann dem Papa des kleinen Vielfrass' an den Leim gehen. Sir Fashion. Ein Hengst, den ich immer schon toll fand. Ja, ich kannte ihn. Schon lange. Er war auf zahlreichen Turnieren gestartet, bei denen ich auch dabei gewesen war und fast immer habe ich gebannt zugesehen wie der Hengst nur so mit Leichtigkeit schwierige Dressurlektionen zeigte oder Sprünge überwand, wo andere Pferde ernsthaft Probleme bekamen. Es war mir wirklich eine Freude das hübsche Pferd am heutigen Tag reiten zu dürfen. Es stand Dressur auf dem Plan und es war ein unglaubliches Gefühl mit dem Schecken über das sandige Parkett der Reithalle zu schweben.
      Anschließend ging ich noch mit Chessqueen und Lady Fantasy spazieren. Dann ging es daran alle Pferde von der Koppel in die Box zu holen, was für mich bedeutete, dass sich mein Tag fast dem Ende zuneigte. Es mangelte mir also wie praktisch immer in meinem Leben an Zeit. 24 Stunden reichten im Umgang mit Pferden einfach nicht. Ich musste mich also reinhängen, wenn ich noch alle übrigen Tierchen bewegen wollten, die für heute auf meinem Plan standen. Gott sei dank war morgen der Bereiter Sascha Cartwright wieder da und ich musste nur die Pferde arbeiten, die Rin geritten wäre und dem Stallpersonal behilflich sein. Für heute ging es nun aber noch mal richtig los. Piroschka, Walking On Sunshine und Aprés La Pluie standen nämlich noch auf dem Plan. Eine der Stuten wollte ich freilaufen lassen. Die anderen Beiden ritt ich an diesem Tag noch.
      Am dritten Tag meines Aufenthaltes ging es wie immer früh aus dem Bett. Bereits um 6 Uhr morgens sprang ich in meine Stallstiefel und machte mich auf den Weg in den Stall, wo schon fleißig gefüttert wurde. Ich brachte inzwischen schon mal die Pferde auf die Wiese, die bereits fertig gefuttert hatten. Die Kleinsten werden die Ersten sein. Hieß es nicht so? So war es zumindest an diesem Morgen, denn DOO WOP, Sunny Empire, Lu'lu'a und Baroness of the Guard waren zuerst fertig, weshalb ich sie paarweise bereits kurz nach 6 auf die Weide ließ. kaum waren sie vom Strick gelassen worden stürmten die kleinen los in das weiße Nass und sprangen fröhlich umher. Es war wirklich spannend den Süßen beim Spielen zuzusehen, weshalb ich ein wenig zu viel Zeit damit verbrachte. Als ich nämlich zurück zum Stall kam war der Bereiter bereits da und putzte fleißig sein Pferd zu Ende.
      Auch ich begann mit dem Putzen. Die Stute mit der Sonderlackierung, Malika from Vegas, war heute meine erste. Mit ihr machte ich heute etwas, was ich mir gestern ausgedacht hatte. Einen ganz besonderen Stangenparcours, den ich noch gestern Abend in der Halle aufgebaut hatte und mit allen Rin-Pferdchen, je nach Ausbildungsstand, durchreiten wollte. Der kleine, große Parcours bestand aus 4 Trabstangen, 3 erhöhte Schrittstangen, zwei Cavalettis am Ende zweier Galoppstangen und ein kleines Stangen-L, was für einige der Pferde ihr erstes zu sein schien. Mit Malika, wie ich sie bereits heute liebevoll nannte, lief das ganze so gut, dass ich das Stangen-L sogar einmal komplett rückwärts durchreiten konnte. Sie machte sich wirklich hervorragend! Aber auch die anderen Pferdchen machten einen wirklich guten Job. Manche mehr als Andere; aber bemüht hatten sich die Hottehüs alle allemal.
      Die kommenden Tage meines Aufenthaltes übernahm ich Rins reiterlichen Aufgaben weiterhin und unterstützte auch sonst alle, wo ich nur konnte und flutsch war mir die Zeit auch schon wieder durch die Finger gerutscht und es ging für mich an die Heimreise. Rin dankte mir und ich dankte ihr, für die tollen Tage und die schönen Momente und Erfahrungen, die mir ihre Pferde geschenkt hatten.
      27 Dez. 2017
    • Occulta
      Reunion
      Painting Shadows, Lindwedel, Unbroken Soul of a Rebel, Diarado, Co Pilot de la Bryére, Vychahr, Flintstone, White Dream, Moon Kiddy, Dancing Moonrise Shadows, Feline, Lovely Summertime, Phantom, Matinée, Farasha, Islah, Glenns Caress, PFS’ Arctic Silver Lining, PFS’ British Oreo Rascal, PFS’ Glenn’s Dare to Shine, Après la Pluie

      Es war ein gemütlicher Morgen. Zwar frohr ich mir in der eisig kalten Luft beinahe die Finger ab, obwohl ich Handschuhe trug, aber es hatte keine Wolken am Himmel und die Wettervorhersage kündigte einen sonnigen Tag an. Der Himmel färbte sich langsam hellblau, als ich zum Nordstall schlenderte, um Diarado zu bewegen. Sobald ich durch die Tür kam, grunzten mir aus allen Ecken des Stalls her Pferde zu. Sie warteten auf ihre Frühstücksration. "Man könnte meinen, ihr verhungert gleich!", lachte ich, und streichelte im Vorbeigehen Pilot. Auch Diarado streckte mir schon die Schnauze entgegen, sobald ich bei seiner Boxentür angelangte. Ich gab ihm ein Stück Karotte zur Begrüssung und streifte ihm sein Lederhalfter über. In der Stallgasse angebunden, striegelte und bürstete ich ihn, währed er mit der Anbindekette spielte. Bein Hufeauskratzen bemerkte ich, dass seine Eisen etwas locker waren und der Schmied bald wieder draufschauen musste. Eigentlich war ich ja Barhuf-Fan, aber die Sportpferde in den höheren Klassen, gerade auch Military, musste ich auf Gras stollen können, damit sie nicht rutschen konnten. Ich achtete aber immer darauf, fass die Hufe richtig bearbeitet wurden, denn ich hatte mir selbst mit Kursen und Büchern ein Wissen angeeignet, das mir erlaubte, eine gute Bearbeitung zu erkennen. Jedenfalls machte ich mit dem Putzen weiter und kämmte das dichte, rabenschwarze Langhaar des Hengstes durch, ehe ich ihn sattelte. Heute war wiedermal Dressur auf dem Programm, denn wir hatten bald die ersten Frühlingsturniere. Ich schwang ihm eine dunkelbraune Abschwitzdecke mit blauem Rand über den Rücken und führte ihn in die Halle, weil es mir auf dem Reitplatz zu kalt war mit der leichten Bise, welche die Tannen auf dem Galoppweg bewegte. Diarado war motiviert und marschierte schon beim Warmlaufen fleissig vorwärts. Einmal hielt er trotzdem von selbst an; musste er ein paar an der Wand aufgehängte Stangen untersuchen, als hätte er sie erst jetzt bemerkt. "Die sind schon seit immer da oben, du Dummerchen", bemerkte ich liebevoll. Wenig später waren wir bereits im Trab und übten Seitengänge. Diarado wich vor meinem Schenkel und kreuzte die Beine deutlich, wie es sich gehörte. Er hatte zwar nicht so schöne Schwebegänge und Knieaktion wie zum Beispiel Vychahr, denn er war eher auf Springen ausgelegt, aber er hatte trotzdem viel Gang und vor allem Schub von hinten. Ich feilte an unserem Tempo, bis es mir passte und er seine Beine optimal sortieren konnte. Im Verlaufe des Trainings machte ich viele lockernde Übergänge und auch Tempowechsel - besonders im Galopp war mir das sehr wichtig, damit ich ihn vor Hindernissen optimal dirigieren konnte. Ich verlangte von ihm, dass er auf meinen Schenkeldruck hin sofort zulegte, aber auch ebenso schnell wieder zurückkam. Wir arbeiteten eine gute Dreiviertelstunde an abwechslungsreichen Lektionen, dann liess ich ihn austraben. Er hatte schliesslich gut mitgemacht und es brachte nichts, ihn stundenlang alles widerholen zu lassen. Ich klopfte ihm beim Absteigen zufrieden auf den Hals und führte ihn zurück in den Stall.

      Es war halb zehn Uhr, als ich von einem Ausritt mit Painting Shadows zurückkehrte und sie versorgt hatte; beinahe Zeit für die Ankunft eines besonderen Neulings. Mustangstute Matinée war in diesem Moment unterwegs vom Flughafen hierher - so hoffte ich zumindest. Sie hatte eine lange Reise als Preis für ihr Neues Zuhause und (um es unverblümt auszudrücken) für ihre Rettung erdulden müssen. Ich hatte einen Anruf bekommen, dass sie sicher in England angekommen war, aber ob auch das Umladen geklappt hatte, wusste ich nicht. Jonas fuhr den Transporter, also vertraute ich einfach darauf, dass er alles im Griff hatte. Um mich etwas abzuenken, sah ich bei den Minis vorbei. Die Herde hatte ordentlich Zuwachs bekommen: zum einen ja Silver Lining, aber ich hatte auch noch ein paar Nachkommen meiner Pferdchen eingekauft, beziehungsweise zurückgekauft. Ich wollte meine Minizucht ausbauen, und zwar mit den Linien, mit denen ich bisher gute Erfahrungen gemacht hatte. Daher hatten wir vor einigen Tagen Glenn's Dare to Shine und British Oreo Rascal begrüssen dürfen. Ausserdem war noch ein weiteres Mini unterwegs; eine Tochter von Arco. Die Ponys sahen einfach wunderschön aus, wenn auch im Moment noch etwas wollig. Für die kommenden Shows musste ich sie komplett scheren, damit man überhaupt ihr Exterieur richtig erkannte.
      Eine Bewegung neben dem Offenstall der Stuten fiel mir ins Auge. Ich erkannte Lewis, der an die Wand gelehnt um die Ecke schaute und anscheinend die Pferde beobachtete. Er bemerkte mich, als ich, die Hände lässig in den Hosenaschen versorgt, zu ihm rüberlief. "Come here Occu, watch this", flüsterte er übers ganze Gesicht grinsend, auf eine selbstgebastelte Vogelscheuche deutend, die mitten in der Weide stand. "What the...", begann ich, dann sah ich Phantoms Ausdruck, als er aus dem Inneren des Stalls kam und das fremde Ding entdeckte - und musste loslachen. Der Rappe frohr sofort in an Ort und Stelle ein, machte grosse Augen und prustete laut Luft aus. Er senkte und hob seinen Kopf immer wieder, um den unheimlichen Eindringling einzuschätzen. Dann bewegte er sich in gleichbleibender Entfernung zur Seite, indem er den schönsten Bluff-Trab auspackte und sich mit gehobenem Schweif aufplusterte. "Seriously, what's the plan behind this?", hakte ich nach, den Rappen und die mittlerweile dazugestossenen, ebenfalls aufgeregt die Ohren spitzenden Stuten weiterhin beobachtend. "I just wanted to see their reaction", meinte er Schulterzuckend. "It's a great way to keep them busy." Ich sah ihn skeptisch an, aber schaden tat es den Pferdchen gewiss nicht, also sparte ich mir die Zurechtweisung. So langsam trauten sich die ersten Pferde näher ran. Wie ich jetzt erst erkannte, hatte Lewis einen Heuhaufen in der Nähe der Vogelscheuche platziert, der bestechend füllig aussah. Den Pferden war er nicht entgangen, und sie rangen förmlich mit sich selber. Ich war gespannt was siegte; Appetit oder Fluchttrieb. Nach etwas unsicherem Hin und Her, entschied sich Moon schliesslich als erste, das Vogelscheuchending zu ignorieren. Summer, Shadow und Feline folgten ihr zögerlich. In der Gruppe fühlten sie sich stark, und das Ungeheuer war nach kurzer Zeit vergessen. Feline berührte es sogar mit der Schnauze und rupfte etwas Stroh aus einem der Ärmel. "Knock it off, that was a lot of work!", rief Lewis bei dem Anblick empört. Die Pferde bemerkten uns und sahen kurz rüber. Nun traute sich endlich auch Phantom näher und inspizierte die Strohfigur. Selbst beim Fressen beäugte er sie noch misstrauisch, blieb aber standhaft. Plötlich hob er den Kopf und wieherte ohrenbetäubend laut in unsere Richtung. Ich sah Lewis ratlos an, dann warf ich einen Blick über die Schulter und entdeckte Jonas, der eine auferegt wirkende, graue Stute im Schlepptau hatte. "I believe he remembers his childhood friend", lachte ich, als der schwarze Mustang an den Zaun getrabt kam und Matinée zubrummelte. Jonas hatte auch so schon Mühe, den Wildfang zu halten. Er liess sie um sich kreisen, wenn sie versuchte im Trab davonzuschiessen - mit dem Knotenhalfter konnte sie nirgendwo hin, aber dennoch versuchte sie kopfschlagend zu entkommen. "Oi, you adopted a little monster right there", bemerkte Jonas, als er nahe genug bei uns war. "And you didn't even help me to get her here." "Aww, sorry - Lewis had one of his crazy Ideas so... Oh right! Put it away!" Ich gestikulierte an Lewis gerichtet mit den Armen, bis er davonhastete, um die Vogelscheuche abzubauen. Wir wollten Matinée ja nicht gleich zu Tode schocken. Sie war ohnehin schon ausser sich, machte Telleraugen und schnaufte, als wäre sie soeben einen Marathon gerannt. Ich betrachtete die Stute, während wir warteten. Sie war ziemlich dünn und ihr Winterfell glich einem zerfressenen Mottenteppich. Aber abgesehen davon schien sie gesund zu sein. Musste ja – sie hatte wochenlange Quarantäne hinter sich und vor dem Flug war sie auch nochmals gründlich durchgecheckt worden. Ich berührte ihren Hals und kraulte sie vorsichtig mit den Fingerspitzen. Sie zuckte, spannte sich an und versuchte schliesslich, Jonas wegzudrängen. Phantom streckte seinen hübschen Kopf über den Zaun. Wir liessen die beiden rasch schnuppern, um die Reaktion abzuschätzen. Phantom berührte Matinées Nüstern zärtlich mit seinen eigenen und die beiden tauschten ein paar Atemzüge aus. Matinée schien nun eher ruhiger als vorher, also machte ich mir keine Sorgen um die Integration der kleinen Grullo Stute. In der Herde waren auch keine übermässig dominanten Stuten, also erwartete ich keine allzu grosse Dynamik. Lewis gab uns, mit der Scheuche unter dem Arm, endlich einen Daumen hoch und wir konnten Matinée in die Weide reinlassen. Jonas löste das Knotenhalfter. Die Stute trabte selbstbewusst, aber mit eingeklemmtem Schweif ein paar Meter weg von uns und sah sich mit hoch erhobenem Kopf um. Phantom lief ihr natürlich sofort hinterher und die beiden steckten abermals ihre Schnauzen zusammen. Jonas äusserte seine Skepsis, ob sie nicht zuerst noch etwas mehr Gewicht sammeln sollte, ehe wir die Herde auf sie loslassen konnten. Matinée quietschte aufgeregt, aber es wirkte auf mich nicht ablehnend, sondern freudig. Ich konnte nicht anders, als die ganze Zeit zu lächeln. Es war einfach wundervoll, die Pferde so miteinander interagieren zu sehen und zu erraten, was wohl in ihren Köpfen vorgehen musste. Nach so langer Zeit waren sie wieder vereint, und das obwohl es unter normalen Umständen wohl beinahe unmöglich gewesen wäre und nur durch eine Reihe von Zufällen überhaupt zustande gekommen war. Auf unerklärliche Weise hatte ich das Gefühl, dass jetzt gar nichts mehr schief gehen konnte. Es war einfach wie in einem Film, kitschig und surreal. Ich beobachtete den Rappen, der nun in ganz anderem Glanz dastand und energievoller denn je wirkte. Mir war, seit ich ihn kannte, nie so sehr aufgefallen, wie wild und stolz der Mustang eigentlich war. Vielleicht lag es daran, dass die grossen, dunklen Augen bisher immer den Eindruck in mir erweckt hatten, dass etwas fehlte. Anfänglich hatte ich vermutet, dass es die riesigen Weidegründe waren, die Berge und das Gefühl der Freiheit. Aber nun wurde mir klar, dass es mehr als das war. Was Phantom wirklich gefehlt hatte, war ein Stück Familie gewesen. Egal, wie sehr ich mir Mühe gegeben hatte, um ihm sein neues Leben schmackhaft zu machen; egal, wie sehr ich ihn zu Spiel und Abenteuer ermutigt hatte – am Ende hatte ich nie seinen ganzen Charakter bewundern dürfen. Aber die Zuversicht machte sich in mir breit, dass sich das nun ändern würde. Mit Matinée hatte er ein Stück seines alten Lebens zurückgewonnen und er zeigte seine Freude darüber schon jetzt. Gefühle von Erleichterung und Glück machten sich in mir breit; es fühlte sich an, als hätte ich etwas längst Verlorenes wiedergefunden. "Occu? Hey, are you awake?" Lewis' Stimme drängte an mein Ohr. "Sorry, I got carried away", antwortete ich leicht durcheinander. "Jedenfalls sollten wir uns jetzt aufwärmen gehen, meinst du nicht? Meine Finger sind schon ganz taub", drängte Jonas, symbolisch die Hände reibend. Ich warf nochmals einen Blick auf die Weide. Die anderen Stuten waren dazugekommen und beschnüffelten Matinée. Sie schienen aber friedlich eingestellt und Phantom blieb schützend an der Seite der mausgrauen Stute. Also stimmte ich zu und folgte den beiden jungen Herren in die Reiterstube. Wir sassen bis halb elf in der Wärme und plauderten über den Neuzugang. Jonas berichtete, wie das Umladen der Mustangstute vonstattengegangen war; offenbar ähnlich unkompliziert wie bei Phantom. Ich hörte erleichtert zu. "But you're gonna have some trouble with her. She already tried to bite me several times when I took her out of the trailer." "I'm sure she was just terrified after the flight and all. Imagine all the stress she must have gone through. So it's understandable that she would try to defend herself." Jonas schüttelte den Kopf. "Phantom was also afraid and stressed, but he never once tried to charge at you. I'm tellin' you, this horse has, for some reason, switched from defending herself to offensive behaviour. That is probably the reason why she was returned to the BLM." Nachdenklich nippte ich an meinem Tee. Ich werde sie schon wieder hinbekommen; schlimmer als bei Pointless kann es ja wohl nicht werden. Ausserdem ist sie ein ehemaliges Wildpferd, also sollte sie genauso fein auf Körpersprache reagieren wie Phantom. Wenn sie merkt, dass ich ihr nichts tun will, wird sie schon auftauen. Entschlossen stand ich auf und stellte meine Tasse in die Abwaschmaschine. "Was hast du als nächstes vor?", erkundigte sich Jonas. Ich lächelte verschmitzt. "Ausreiten mit Rebel, aber das weisst du ja. Warum fragst du also?" "Ich frage, damit ich weiss, wie ich garantiert einem Ausritt mit dir entgehe." "Oi, da musst du dich aber ganz schön anstrengen, ich hab nämlich schon fest mit dir gerechnet." Ich zwinkerte ihm zu, woraufhin er meinte: "Na schön, ich gebe mich geschlagen, ich weiss ja, dass ich keine Chance habe." Er war inzwischen ebenfalls aufgestanden und gab mir einen flüchtigen Kuss, dann wandten wir uns in Richtung Tür. Lewis rief empört hinterher: "Hey, wait for me!"

      Eine halbe Stunde später sassen wir auf Rebel und Flint, Pineforest Stable dem Fluss entgegen verlassend. "Schauen wir bei Rosie vorbei?", schlug ich vor. Er nickte, also überquerten wir die Brücke und folgten dem Kiesweg bis zur kleinen Wilkinson Farm. "Huch, das gibt's doch nicht! Siehst du das helle Pferd da? Das ist Peach!" Ich deutete auf die Weide neben uns, auf der, abgesehen von eben jenem Tier auch noch Islah, Farasha und Lindwedel grasten. "Tatsache! Seit wann hat Rosie denn Interesse an Trabern?" "Let's find out, da drüben steht sie." Wir lenkten die Pferde zu der dunkelrothaarigen jungen Frau rüber und begrüssten sie. Wir plauderten zunächst über die allgemeinen Neuigkeiten auf dem Hof, aber ich drängte rasch zu dem Thema, das mich davon am meisten interessierte. “And what about Après la Pluie? How come she’s here now?” “Hah, so you recognised her. I found her on the internet and was thinking ‘well, why not’. She looks gorgeous, don’t you think? A little round, tough. She obviously didn’t get much training and is a bit out of shape, but I’m sure she’ll do great once she’s back on track.“ Ich stimmte lachend zu. Dass Peach etwas pummelig war, stimmte sehr wohl, aber abgesehen davon sah sie wirklich gut aus. Und laut Rosie verstand sie sich auch ausgezeichnet mit Farasha und Islah. Wir blieben, unseren ungeduldig scharrenden Reittieren zuliebe, diesmal nicht zum Tee. Rosie wünschte uns einen guten Ritt und wir setzten unseren Weg in Richtung Wald fort.

      Gerade erst vom Ausritt zurückgekommen, versorgten wir Rebel und Flint, verstauten die Ausrüstung und bereiteten das Mittagessen vor. Lily kam irgendwann geräuschvoll durch die Haustüre und warf ihren Rucksack an die Wand. "Hoppla, was hat denn der Rucksack böses getan?", fragte ich, verwundert die Augenbrauen hebend. "Heute war ein scheiss Tag." "Junge Dame, erstens kann der Rucksack nichts dafür, zweitens ist der Tag noch nicht vorbeibund drittens sagt man 'scheiss' nicht", meinte ich leicht amüsiert. "Sorry, heute hatte ich einen von gründlich verdauter Nahrung geprägten Morgen." Jonas prustete los und Lilys eigene Laune schien sich aufzuhellen. "Iss erstmal was, dann kannst du uns erzählen, was denn so zum Runterspülen war." "Es hat schon beim Aufstehen angefangen", begann sie wenig später am Tisch, "ich hab mir den Fuss an der Tür angeschlagen und das hat wahnsinnig wehgetan." "Ach, das war dieses dumpfe Geräusch heute Morgen." "Jup, meine kleine Zehe ist jetzt blau-grün." "Zeig mir die später, dann machen wir etwas Salbe drauf." "Jedenfalls hatte ich meinen Rucksack noch im Büro, also wollte ich ihn holen gehen, aber deine doofe Katze ist mir förmlich entgegengesprungen!" "Oh, ist sie noch drin?" "Nein! Sie ist davongerannt, bevor ich überhaupt reagieren konnte." Ich liess den Blick durch die Wohnung schweifen, aber natürlich sah ich vom Tisch aus keine Spur der schwarzen Langhaarkatze, die ich ursprünglich im Badezimmer, und dann aus praktischen Gründen im Büro zu zähmen versucht hatte. "Wenigstens haben wir wegen der Kälte noch kein Fenster aufgemacht, also muss sie noch irgendwo im Haus sein...", stellte ich fest. Moya war in den vergangenen Tagen zwar ein wenig aufgetaut und hatte sich sogar freiwillig von mir bürsten lassen, aber sie war immernoch ziemlich scheu und liess sich leicht erschrecken. "Also, keiner öffnet ein Fenster, bis ich sie gefunden habe. Und passt auf beim Rein- und Rausgehen." Die beiden nickten belustigt. Jonas meinte ausserdem scherzhaft: "Wehe das Tier taucht in unserem Bett auf!" "Jedenfalls bin ich dann zur Schule gegangen und auf dem Weg dahin bin ich mit dem Fahrrad zweimal auf dem Glatteis ausgerutscht." "Ohweh, die blauen Flecken zeigst du mir nachher auch." "Schule war eh langweilig, und in der Pause hat Fiona meine Leuchtstifte versteckt. Ich hab's zwar der Lehrerin gesagt, aber die meinte nur, ich solle sie eben wieder suchen. Zwei davon hab ich immernoch nicht wieder." Jonas mischte sich ein. "Was ist denn das für eine Lehrerin? Ich glaube, mit der müssen wir mal ein Wörtchen reden Occu." Ich nickte zustimmend, aber etwas anderes beschäftigte mich mehr. "Diese Fiona, macht die sowas öfter?" Lily antwortete wie erwartet ausweichend. "...Manchmal. Wir vertragen uns nicht so gut." Jonas rief aus: "Aber du revanchierst dich und versteckst ihre Sachen hoffentlich auch, oder?" "Jonas!" Ich sah ihn lachend und zugleich tadelnd an. Lily zuckte mit den Schultern. "Ich hab ihr mal eine Spinne in die Haare gesetzt. Sie ist mitten im Unterricht schreiend aufgestanden." Auf meinen überraschten Blick hin fügte sie an: "Keine Angst Occu, der Spinne ist nichts passiert." Jonas war begeistert und lobte das Mädchen, ich selbst war skeptisch, konnte mir ein Grinsen aber nicht verkneifen. "Nein aber ernsthaft, wenn es Probleme gibt in der Schule, egal ob mit Lehrern oder anderen Schülern, dann gib uns frühzeitig Bescheid, okay?" Lily nickte. Jonas beugte sich zu ihr und kitzelte sie plötzlich aus, während er lachend rief: "Wirklich, versprich es, wir machen uns solche Sorgen um unser kleines Mädchen!" Danach war Lily wieder aufgemuntert und ging fröhlich mit den Hunden raus in die Kälte. Jonas half mir beim Suchen der Katze. Ich sah unter den Sofas nach, hinter Kisten und zwischen Regalen. Schliesslich fand Jonas das sich sträubende Tier unter der Treppe. Ich nahm sie ihm ab und hielt sie auf meinem Arm fest. Nach einer Weile beruhigte sie sich etwas und steckte mir zumindest nichtmehr die Krallen durch den Pullover. "Sperrst du sie jetzt wieder ins Büro?", fragte Jonas, sich die feinen Haare abwischend. "Jup, mir bleibt nichts anderes übrig. Sie ist immernoch zu scheu." Ich brachte Moya zurück in das Bürozimmer, füllte ihr etwas Wasser nach und schloss die Tür.

      Am Nachmittag machte ich einen Spaziergang mit Thairu dem Zebra - sie war mir etwas zu fit für's Reiten. Ich kannte das Streifentier langsam gut genug um zu spüren, wann sie motiviert wirkte und wann eher nicht mit ihrer Kooperation zu rechnen war. Sie hatte eben ganz schön viel Persönlichkeit. Anschliessend folgte eine Ausfahrt mit Lenny und um circa halb vier putzte ich Vychahr für die Dressurstunde. Zwischendurch sah ich ausserdem wieder auf der Stutenweide vorbei, ob noch alles in Ordnung war. Auch Lily ritt in der Stunde mit, diesmal auf ihrer geliebten White Dream. Die Ponystute mit den eisblauen Augen war sanft und rücksichtsvoll, sodass meine Nichte sie problemlos händeln konnte. Die Stunde bei Elliot war wiedermal besonders intensiv. Er hatte für jedes Pferd-Reiter-Paar die richtigen Aufgaben parat und wusste genau, wo es noch haperte. Bei Vilou und mir waren es die Seitengänge nach rechts, die noch nicht ganz so gelangen, wie gewünscht. Natürlich war das auch gegen Ende der Stunde noch nicht perfekt, aber er war ein paarmal schön weich vom Schenkel gewichen, also war ich ziemlich zufrieden mit ihm. Abgesehen davon lief Vilou heute in verstärkten Trab einfach traumhaft. Wir schwebten durch die Halle, und mir wurde einmal mehr bestätigt, dass er eher Dressurbegabt war und nicht vor allem im Springen glänzte, wie ich das zuerst gedacht hatte.
      Nach der Stunde versorgte ich den Fuchshengst und nahm mir Zeit, den Sattel und das Zaumzeug zu putzen. Ich säuberte alle Riemen und Lederflächen mit Sattelseife, dann fettete ich alles gründlich ein, bis es schön geschmeidig glänzte. Gerade als ich mit dem Wegräumen begann, kam Jonas herbeigelaufen. "Hey, kannst du mir rasch helfen?" "Kommt drauf an wobei", neckte ich. "Ich muss eine der Lampen im Hauptstall austauschen, die seit heute morgen nicht mehr funktioniert." Ich nickte, brachte Vilous Zeug in den Schrank und folgte ihm. Unterwegs holten wir eine Leiter, denn die Lampe hing ja direkt unter dem Dachgebälk. "Ich hätte ja Ajith gefragt, aber den hat Oliver losgeschickt, um die bestellten Futterergänzungsmittel abzuholen", erklärte Jonas im Laufen. Wir stellten die Leiter auf. "Willst du, oder soll ich?", fragte ich. "Du bist besser im Klettern. Ich geb dir die Sachen hoch und sichere die Leiter." Ich kletterte hoch und schraubte die alte Lampe ab, dann über gab ich sie Jonas und erhielt von ihm die neue. Beim Runterklettern schaffte ich es irgendwie, einen Misstritt zu machen. "Hoppla, nicht dass du noch runterfällst!", rief Jonas und stützte mich. "... Du würdest mich auffangen, nicht war?", murmelte ich leise, den Worten insgeheim mehr Bedeutung zumessend. Er antwortete lachend "Klar", und pflückte mich auf den letzten Stufen von der Leiter. Ich umschlang seinen Nacken und gab ihm einen Kuss, dann lehnte ich meinen Kopf an seine Schulter und genoss den Moment.
    • Occulta
      Badewetter
      Empire State of Mind, Mikke, Indiana, PFS’ Sarabi, PFS’ Stop Making Sense, Unbroken Soul of a Rebel, Areion, Diarado, Co Pilot de la Bryére, Vychahr, Flintstone, Nosferatu, White Dream, Yoomee, Ronja Räubertochter, River’s Lychee, PFS’ Shadows of the Past, Nimué, Nera, Dancing Moonrise Shadows, Feline, Lovely Summertime, Farasha, Après la Pluie, Antarktik, Dakota S, Tigrotto, Blue Dawn’s Nachtfalke, PFS’ Arctic Silver Lining, PFS’ British Oreo Rascal, PFS’ Skydive, PFS’ Cupid, PFS’ Simply Priceless

      Es war herrliches Wetter draussen - behaupteten die einen, für die anderen (mich eingeschlossen) war die Hitze ein Graus. Ich wollte mich am Morgen kaum aus dem Haus bewegen, weil ich genau wusste, dass mir der Schweiss auch heute wieder nur so runterlaufen würde. Nichts desto trotz stand wie immer zuerst das Vollbluttraining an, und noch war die Luft angenehm kühl. Ich ritt auf Indiana mit, aber nicht zum Rennen, sondern um Trackpony zu spielen. Naja, ein bisschen rennen sollte die Stute schon, denn sie wurde ja mittlerweile im Military trainiert und da war so ein Renntraining zwischendurch ganz gut. Wir holten heute die Trackponys schon so früh raus, weil wir die jüngsten Vollblüter zuerst trainierten. Die der normalerweise ersten, erfahrendsten Gruppe waren vor kurzem fast alle ein Rennen gelaufen, also hatten sie heute noch frei, um sich vollständig zu erholen, und nahmen das Training erst morgen wieder auf. Für die Arbeit mit den Jungpferden war das "Ponying" ideal, weil die ruhigen Begleitpferde (wenn sie sich denn tatsächlich ruhig benahmen) ihnen Sicherheit vermittelten. Weil sie aber später an den Rennen kein Begleitpferd hatten (ponying war ja in England und allgemein Europa nicht üblich) trainierten wir so oder so beides. Nach einer Viertelstunde Vorbereitung, gingen die Jockeys und Pferde raus zum Aufsteigen. Ich kletterte selbstständig auf Indianas Rücken, während die Jockeys von Ajith und Oliver hinaufbefördert wurden. Iniana trug eben einen normalen Springsattel - da war das Aufsteigen kein Problem im Vergleich zu den kleinen Rennsätteln. Indiana und ich führten die Sechsergruppe auf dem Marsch zur Bahn an. Die weiteren Track Ponys waren heute Feline, Summertime, Caprice, Shadow und Flint, wobei letzterer Mambo begleitete. Wir trabten zuerst ausgiebig und ritten danach im leichten Sitz einen lockeren Galopp. Wie zuvor mit Oliver abgesprochen arbeiteten heute alle einzeln (nachdem die Track Ponys sie losliessen) und dem entsprechenden Pferd angepasst. Mit Indiana machte ich einen erfrischenden, etwas zügigeren Galopp bis zum 500-Meter-Pfosten und legte von dort an über 400 Meter etwas zu. April machte es mit Mambo ähnlich. Indiana und ich überholten die beiden unterwegs, denn er lief noch längst kein Finish-Tempo, aber der Hengst war gefordert und seine Nüstern weit geöffnet. Erst mit zunehmender Kraft würde er schneller werden und länger durchhalten. Nach dem Sprint nahm ich Indiana zurück und liess sie wieder im selben Tempo wie zuvor galoppieren, was ich mit meiner Armbanduhr überprüfte. Sie wehrte sich etwas gegen die Einschränkung und kaute missmutig auf ihrer Wassertrense herum. Ihre Nase war jetzt wieder auf der Senkrechten und ihre Galoppsprünge versammelt. Ich liess sie noch ein zweites Mal strecken, was sie freudig annahm. Oliver prüfte unterdessen die Geschwindigkeit der Jungpferde. Er sagte nichts, nickte aber zufrieden, als er die Zeit stoppte. Quinn klopfte Sarabi im leichten Sitz in den Bügeln stehend auf den Hals und liess sie langsam ausgaloppieren. Die anderen taten es ihr gleich. Ich arbeitete mit Indiana noch etwas weiter, bis ich das Gefühl hatte, dass sie genug ausgepowert war. Auch Caprice lief noch mit uns mit, die anderen waren schon mit den Jungpferden zurück zum Stall gelaufen. Als Darren und ich schliesslich auch zurückritten, sahen wir in der Ferne, dass Lisa, Jason und David mit den drei Westernpferden auf einen kurzen Ausritt zum Entspannen gegangen waren. Feline wurde gebadet, weil sie morgen mit Robin für ein 80er Springturnier gemeldet war. Die junge Frau machte den Schimmel-Criollo schick und wollte ihr sogar den Schweif einflechten. Auch Lily nahm an dem Turnier morgen teil, allerdings in der 60er Höhe und mit White Dream. Ich musste ihr höchstwarscheinlich später auch noch beim Einshamponieren helfen. Ich versorgte Indiana und half beim Vorbereiten der zweiten Rennpferdegruppe mit, dann brachte ich mit Ajith zusammen die Jungspunde aus dem Freilauftrainer, wo sie zum Abkühlen gewesen waren, zurück in ihre Boxen. Ich sah bei den Fohlen vorbei, quatschte mit Lewis, während Skydive mit meinem T-Shirt Ärmel spielte und beobachtete eine eher halbherzige Rauferei zwischen Simply Priceless und Cupid, ehe ich weiter zu Thairu ging.

      Das Zebratiergraste zufrieden mitten an der Sonne und zuckte weitaus weniger wegen der Fliegen als Zazou. Für die beiden war die Sommerhitze ideal, denn sie waren dafür ausgelegt, bei hohen Temperaturen in den Savannen Afrikas zu weiden. Die grossen, runden Ohren richteten sich interessiert nach vorne, als ich die Weide betrat. Thairu wusste mittlerweile, dass ich Abwechslung brachte, und natürlich auch immer etwas Essbares dabei hatte. Ich ging zu ihr und streichelte über ihre schwarze Schnauze, was sie sich stillhaltend gefallen liess. Dann fiel mir ein, dass ich vergessen hatte, das Halfter mitzubringen. Also probierte ich aus, ob die Zebrastute mir auch ohne Ausrüstung folgte. Ich lud sie mit eingedrehter Schulter ein und versuchte sie zu rufen. Doch Thairu sah mich nur einen Moment lang blöd an und graste dann friedlich weiter. Ich seufzte und holte das Lederhalfter des Zebras. Am Führstrick folgte sie mir brav und ohne Zögern sodass ich mich leicht veralbert vorkam. In solchen Momenten war ich froh, dass mir niemand zusah. Nichts desto trotz bürstete ich das gestreifte Fell durch und kämmte, was an der Stehmähne und dem dünnen Fliegenwedel zu kämmen war. Zazou belagerte uns hartnäckig. Er schien ebenfalls auf eine Massage zu hoffen, denn er stand immer wieder direkt neben mich und schleckte an meinem Arm. Die warme Zunge war etwas unanenehm bei dem Wetter. Thairu spitzte die Lippe, wenn ich sie vorne an der Brust kraulte. Vermutlich schwitzte sie dort besonders viel, und der getrocknete Schweiss juckte. Es war mittlerweile viertelvorzehn und die Sonne heizte die Atmosphäre immer weiter auf. Ich musste mit dem Zebra in den Schatten der Reithalle wechseln. Dort kratzte ich noch rasch die Hufe aus. Danach 'sattelte' ich das gestreifte Tier mit einem Bareback-Pad - der einzige Sattel, der auf den beinahe widerristlosen Rücken wirklich passte. Ich zog ihr ein Kopfstück mit Trense an, das nur einen Kinnriemen hatte. Sie mochte es, den Kopf möglichst frei zu haben und lief damit williger als mit einem komplett verschnallten englischen Zaum. Am liebsten mochte sie immer noch das Knotenhalfter, aber ich wollte heute etwas Dressur mit ihr machen und testen, wie gut sie sich an den Zügel anlehnen konnte. Es war auch mit Trense schwer genug, denn das Tier hatte mehr Unterhals als sonst was. Das war einfach Köperbau bedingt, denn Zebras waren nunmal nicht fürs Reiten gezüchtet. Ich führte Thairu auf den Sandplatz und stieg auf, indem ich an ihrer Seite hochsprang. Ich konnte das Aufsteigen ohne Sattel mittlerweile schon viel besser, aber manchmal brauchte ich trotzdem mehrere Versuche. Ich ritt Thairu im Schritt warm (wobei mir 'Warmreiten' heute etwas ironisch vorkam) und übte dabei schonmal an der Biegung der kurzen Reittiers. Gar nicht so leicht, wenn sich der Hals beliebig in einen starren Balken verwandeln konnte. Ich gab jedes Mal sofort nach, wenn sie sich darauf einliess und nachgiebig wurde, aber wir würden das sicherlich noch oft üben müssen. Wann immer ich zu viel verlangte, begann der Schwanz unwillig zu schlagen und die Ohren klappten nach hinten. Darauf musste ich hören, weil ich sonst Gefahr lief, in die Ungunst des Zebras zu fallen - was gewiss grenzenlose Sturheit nach sich ziehen würde. Ziel war es nicht, das Zebra zu dominieren, sondern es mit Abwechslung bei Laune zu halten und zur Mitarbeit zu ermuntern. Lily und ich waren ja schon ziemlich weit mit Thairu gekommen. Wir hatten ein freundschaftliches Verhältnis aufgebaut und sie liess inzwischen sehr viel mit sich machen. Aber wir mussten das gute Verhältnis bewahren und uns dem Tempo des Zebras anpassen. So kamen wir am Ende am besten voran. Heute bot mir Thairu zum Beispiel auf meine Hilfen hin einen schönen, fleissigen Trab an, den ich dankend annahm. Ich übte nun auch im Trab kleine Volten und Schlangenlinien um die vom Vortag noch aufgebauten Hindernisse herum. Später galoppierte ich sogar an und schaffte es, ein paar grosse Volten zu drehen, ehe Thairu wieder in den Trab fiel. Sie hatte einfach noch nicht genug Gleichgewicht unter dem Reiter, was es für sie umso anstrengender machte. Das verstand ich auch; ich war schon froh um die paar Runden, in denen sie sich echt bemüht hatte. Diese Leistungsbereitschaft, die bei ihr alles andere als selbstverständlich war, galt es zu fördern. Am Ende war sie zwar nie so am Zügel gelaufen, wie man es von Pferden kannte. Aber Elliot, der uns kurz zugesehen hatte, meinte, dass sie zumindest schön aktiv hinten gefusst hatte und einigermassen über den Rücken gelaufen war - sofern er das beurteilen konnte. Ich führte das Zebra zum Nebenstall und nahm ihr die Ausrüstung ab. Dann führte ich sie am Knotenhalfter in den Innenhof des Hauptstalls und parkierte sie bei den aus der Wand ragenden Anbinderingen. Ich schnappte mir den Schlauch und drehte den Wasserhahn auf, bis es in einer angenehmen Stärke aus dem Duschkopf floss. Thairu genoss das Bad mehr als ich dachte. Sie stand entspannt da und ihre Maulspalte wirkte zufrieden. Auch der Schwanz bewegte sich ruhig, was immer ein gutes Zeichen war. Ich entfernte das meiste Wasser mit dem Schweissmesser und nutzte danach die Gelegenheit, um die Hufe des Zebras ein wenig zu kürzen. Wenn das Horn feucht war, ging das deutlich leichter. Um halb Elf durfte das Tier zurück auf die Weide zu Zazou, der schon sehnsüchtig gewartet hatte.

      Vor dem Mittag wollte ich nun noch mit Empire ein paar Naturhindernisse springen. Es ging mir nicht darum, ihn total ins Schwitzen zu bringen, sondern eher ein wenig Gymnastik zu machen und seine Geschicklichkeit in Sachen Distanzen zu schulen. Oft verschätzte er sich nämlich und sprang noch etwas unpassend, wenn ich nicht ganz genau aufpasste. Das endete jeweils in lustigen Hasensprüngen oder eben mit fallenden Stangen. Auch heute hatten wir wieder ein paar Startschwierigkeiten, besonders, weil er den einen Kastensprung (obwohl schon gefühlte 1000 mal gesprungen) unheimlich fand. Vielleicht war das Licht heute anders, oder er sah eine Heuschrecke darauf sitzen - ich konnte wiedermal nur raten, was im Kopf des Schimmelhengstes vorging. Aber nach ein paar zögernden, grotesken Sprüngen glaubte er mir schliesslich, dass der Kasten keinen Appetit auf Pferdefleisch hatte. Und wenn Empire sich mal entschloss zu gehen, dann war er ein Traum. Wir hüpften mit Leichtigkeit über die Hindernisse, und selbst beim Wasser bremste er nicht, sodass es nur so um uns hochspritzte, als wir hindurchrasten. Deshalb lachte Jonas auch laut, als ich an der Halle vorbei zurück zum Hauptstall ritt. "Bist du runtergefallen?" "Nö", sagte ich, "Empire wollte einfach testen, ob man im Wasser genauso gut rennen kann." Er half mir schmunzelnd und übernahm den Hengst, als ich abstieg. Wir liefen gemeinsam zu Empires Box und versorgten den Schimmel, der zufrieden auf seinen Karotten herumkaute.

      Lily kam am Mittag pünktlich nachhause. Am Nachmittag hatte sie frei, also wollten wir zusammen zum Fluss reiten. Sie war schon eifrig am Badesachen bereitlegen. "Willst du wirklich ganz rein?", fragte ich, denn eigentlich hatte ich nur ein rasches Beine-Annässen im Sinn gehabt. "Klar! Es ist mehr als heiss genug!" Ich sah Jonas fragend an und er meinte schulterzuckend: "Lewis und ich waren gestern kurz mit Summer und Shadow am Ufer - das Wasser war jedenfalls gar nicht so kalt wie ich dachte." "Okay..." Ich überlegte kurz, dann holte ich mein eigenes Bikinioberteil und die Badeshorts. Nach dem Essen zog ich die Badesachen an und darüber ein Trägertop, nachdem Lily und ich uns gegenseitig eingecremt hatten. Wir mussten uns noch entscheiden, welche Pferde wir nehmen wollten. "Teddy will ich heute Abend in der Dressurstunde reiten, er hat das nötig", überlegte Lily laut. "Aber Nossi wäre bestimmt froh um ne Abkühlung - mit ihrem schwarzen Fell..." Ich nickte und beschloss: "Dann nehme ich Yoomee, die geht gut und gerne ins Wasser." Wir liessen Jonas mit den abzuwaschenden Pfannen in der Küche zurück und schlenderten zum Nebenstall. "Die Pfleger kommen nicht mit, oder?", fragte Lily. "Nö, die haben genug zu tun." "Gut." Sie grinste zufrieden, weil sie gerne ab und zu etwas mit mir alleine unternahm - das hatte sie mir jedenfalls mal so erklärt. Mir war es auch recht, keine grosse Sache daraus zu machen, sondern das Baden einfach unkompliziert zu zweit mit den Pferden zu geniessen. Wir putzten die beiden Ponystuten nur rasch, schliesslich gingen wir ja ganz ohne Sattel oder Pad. Als Zaumzeug reichten uns Knotenhalfter; so konnten wir auch nicht ausversehen im Maul herumziehen, falls wir das Gleichgewicht verloren. Sheela schlich gelangweilt um den Nebenstall herum, also beschloss ich, die Labradorhündin auch mitzunehmen. Sie mochte Wasser ohnehin sehr gerne. Auf mein Rufen hin kam sie sofort freudig angerannt und wollte gestreichelt werden. Zira wurde prompt eifersüchtig und drängte sich ziwschen mich und Sheela, sich auf meine Füsse setzend. Ich kraulte beide, lachend, weil das so typisch war. Kurz darauf führte ich Yoomee auf den Kiesweg und schwang mich auf ihren angenehm breiten Rücken. Lily kletterte ebenfalls bei Nossi hoch und rückte sich zurecht, dann warf sie einen bestätigenden Blick zu mir und wir konnten losreiten. Nosferatus Fell glänzte in der Nachmittagssonne und die rotbraunen Stellen wirkten besonders kontrastreich. Sie war einfach schick anzusehen, mit ihrem typischen, edlen Welsh-Kopf und der sportlich geschnittenen Mähne. Wenn ich nach hinten sah, konnte ich Yoomees Popo gemütlich auf und ab wippen sehen, ihr Schweif war leicht angehoben und wischte manchmal ein paar Fliegen von ihrer Flanke. Die beiden Vierbeiner spürten wohl ganz genau, dass sie heute nicht arbeiten mussten, sondern nur Spielereien auf dem Plan standen. Beim Wasser angekommen, forderten wir Nossi und Yoomee auf, ein paar erste Schritte hineinzugehen. Sheela machte es vor und sprang auf mein Handzeichen hin übermütig hinein. Zira trank erstmal ein paar Schlücke, ehe sie weitaus vornehmer hineinwatete. Die Pferde sahen sich zuerst den Flussboden an, bevor sie sich entschieden, hineinzusteigen. Yoomee fand, einmal drinnen, sofort Gefallen an der Abkühlung und scharrte kraftvoll. Nossi und Lily gingen nach kurzem eingwöhnen ‚all-in‘ und schwammen tatsächlich einen kleinen Bogen. Es war herrlich hier, wo das Flussbett über Jahrzehnte eine Art Mulde gebildet hatte, in der das Wasser langsamer floss und tief genug zum schwimmen war. Auch Yoomee und ich spielten eine Runde Flusspferd, wobei sie typischerweise die Oberlippe hochzog und ihre Zähne zeigte. Das war immer so lustig anzusehen. Lily fragte auch lachend, ob Nossi saubere Zähne habe, als die beiden auf uns zuschwammen. Später liessen wir die Pferde am Flussufer grasen und badeten alleine noch weiter, damit es ihnen nicht verleidete. Ums Abhauen machte ich mir keine Sorgen. Pineforest war in Sichtweite, also würden die beiden ohnehin als erstes dorthin zurückkehren. Und das tolle am Pineforest Park war, dass es hier kaum Strassen gab, und die paar wenigen waren kaum befahren. Aber Yoomee und Nossi entschieden sich am Ende sowieso wie erwartet dazu, das saftige Gras im Schatten der Bäume zu geniessen, anstatt stiften zu gehen. Die Zügel hatten wir natürlich abgenommen, damit sie sich nirgens verheddern konnten.

      Der Badespass hielt knapp eine Stunde an. Weil der Fluss heute etwas mehr Strömung hatte als die letzten Tage, und kurz darauf auch noch ein angenehmer, aber rauer Wind aufzog, wurde ich misstrauisch. Tatsächlich entdeckte ich daraufhin ein paar mächtig aufgebauschte Wolken am Horizont. Ich rief Lily zurück und wir machten uns, nass aber glücklich, auf dem Heimweg. Nachdem wir die Ponys versorgt hatten, begann es bereits zu tropfen. Ein typisches Sommergewitter, das in einer halben Stunde oder so bestimmt schon weitergezogen sein würde, vermutete ich. Lily fand es lustig, in den Badesachen unter dem bald darauf herunterprasselnden Platzregen herumzurennen. Ich joggte, erwachsen wie ich war, einfach zurück ins Haus und zog mich um. Obwohl ich meine Nichte insgeheim um ihre Sorglosigkeit und Freiheit beneidete. Waren wir nicht irgendwann alle so gewesen? Ich streichelte Moya, die mir schon wieder um die Beine schlich. Die schlaue Langhaarkatze hatte im Haus Schutz vor dem Regen gesucht - ein bisschen feucht war sie trotzdem. Ein lautes, eher krächzendes Miauen ertönte plötzlich, als Reaktion auf das Streicheln; aber es konnte nicht Moya gewesen sein, denn sie hatte eine hohe, niedliche Stimme. Die Quelle stand hinter mir, und schaute mich mit senkrecht aufgestelltem Schwanz, blinzelnd an. "Kafka, ich mach dich zu einem Sitzpolster, ich schwör's!" Der Kater erkannte, dass ich nicht so erfreut war ihn zu sehen, wie es umgekehrt der Fall sein musste. Er nahm reissaus, sobald ich aufstand. Vielleicht hatte er mich auch absichtlich provoziert, das traute ich ihm sehr wohl zu. Ich hatte ihn schon so oft aus dem Haus rausgeschmissen, dass er doch mittlerweile wissen musste, dass er hier nicht reingehörte. Moya durfte auch nur drinnen wohnen, weil sie noch nie tote Tiere reingebracht hatte und mittlerweile stubenrein war - ganz im Gegenzug zu dem Schildpattkater. Kafka flitzte durch die Katzenklappe, bevor ich ihn zu fassen bekam. Und ich fragte mich einmal mehr, ob sich die Investition in eine Chip-Erkennungs-Klappe nicht lohnen würde. Die restlichen beiden Katzen, Gismo und Shiva, probierten es gar nie. Sie waren im Hauptstall zuhause, wo die Pfleger sie fütterten und sie auf den alten Fleece-Decken schliefen. Kafka schien höhere Ansprüche zu haben, aber dann musste er zuerst lernen, sich zu benehmen. Ich hatte das Gefühl, dass Moya es einfach mehr in ihren Genen hatte, Hauskatze zu sein. So wie sie auch das Langhaar im Gegenzug zu den anderen geerbt hatte. Aber ich konnte wiedermal nur spekulieren.

      Draussen schüttete es wie aus Kübeln. Ein wunder, dass ich keine Hagelkörner sehe, dachte ich bei dem Krach den die schweren Tropfen machten. Aber bereits nach zehn Minuten liess die Intensität nach. Lily kam rein, den ganzen Boden volltropfend. "Ab ins Bad! Du machst mir den ganzen Parkett feucht", tadelte ich. Ich rubbelte ihre Haare mit dem Handtuch trocken. Danach zogen wir uns wieder richtige Reitsachen an und verliessen das Haus. Es roch nach nassem Asphalt und Gras - ein Geruch den ich liebte. Die Luft war durch den Schauer leider kaum abgekühlt, sondern bloss etwas feuchter geworden. Trotzdem gab es noch ein paar Vierbeiner zu beschäftigen. Während ich Vilou putzte, bekam ich eine SMS von Rosie. Sie fragte, ob ich einen Sonnenuntergangsritt mit ihr machen wolle. Ich willigte sofort ein, denn ich konnte es kaum erwarten, wiedermal mit ihr zu plaudern. Vilou scharrte ungeduldig, weil ich dem Smartphone anstelle von ihm meine Aufmerksamkeit widmete. Ich beeilte mich und striegelte den Fuchshengst dann eifrig weiter. Er genoss die kreisenden Bewegungen und wippte je nach dem mit dem Kopf mit. Es schien ihm aber auch widermal zu viele Fliegen zu haben, weshalb er nicht immer schön still stand, sondern mit dem Schweif wischte und sich zu kratzen versuchte. Er zeigte mir manchmal mit einer Kopfbewegung, wo es ihn juckte, damit ich ihn dort besonders intensiv striegeln konnte. "Faulpelz", murmelte ich, als er wieder so eine Stelle anzeigte, bei der er sich hätte verbiegen müssen, um sie zu erreichen. Ich entfernte den Staub aus seinem Fell mit der Bürste und säuberte mit dem Schwamm seinen eigentlich weissen Nasenrücken und die Nasenlöcher. Manchmal, wenn die Sonne besonders stark schien, cremten wir ihn sogar mit Sonnenschutz ein. Bei Winter, Ciela und den anderen Pferden mit viel rosa Haut musste das sogar noch gründlicher gemacht werden. Sie alle waren im Hochsommer gefärdet für Sonnenbrand und wir bemühten uns, sie jeweils erst gegen Abend oder die Nacht hindurch auf die Weide zu lassen. Nur, wenn sie früh morgens Renntraining hatten, dann mussten sie erholt sein und konnten nicht die ganze Nacht lang spielen.

      Vilou war wegen der Hitze verständlicherweise etwas träge. Ich motivierte ihn trotzdem zu einem anständigen Schritt, beschränkte die Lektionen aber auf leichte Trabarbeit und ein paar Seitengänge, ohne viel Galopp. Er war trotzdem ziemlich verschwitzt am Ende unserer Übungseinheit, genauso wie ich. Man könnte nicht meinen, dass ich vorher im Wasser war, stellte ich seufzend fest. Ich klebe schon wieder. Ich duschte Vilou gründlich ab und wusch mein Gesicht bei der Gelegenheit auch gleich nochmal. Eine fette Pferdebremse kam angebraust und wollte sich auf das Hinterteil des Fuchshengstes setzen. Ich zielte vorsichtig und erwischte sie mit der flachen Hand. Vilou, der beim Surren des dicken Brummers bereits angespannt die Ohren zurückgeklappt hatte, schien erleichtert und verscheuchte stattdessen mit seinem Maul ein paar Fliegen an der Brust. Jetzt gerade schwirrten besonders viele Viecher um ihn herum, weil er nass war. Also zog ich ihn rasch mit dem Schweissmesser ab und brachte ihn dann im Nordstall in Sicherheit. Es war schon halb fünf, aber ich war zu faul, um mich zu hetzen. Ich beschloss, Co Pilot bloss an die Longe zu hängen. Geputzt war der Rappschecke schnell, denn er war überhaupt nicht schmutzig. Auch in den Hufen war fast nichts drin – der Boden auf der Weide war zu trocken, um sich in den Strahlfurchen zu verfangen. Pilot folgte mir brav wie ein Lamm zum Roundpen und war trotz der unbarmherzigen Sonne motiviert. Ich achtete darauf, dass er schön untertrat und vorwärts-abwärts lief, um den Rücken zu heben. Ich fand jedoch, dass er hinten links nicht ganz taktklar ging und tastete besorgt sein Bein ab. Erfühlen konnte ich nichts, und warm war es auch nicht. Trotzdem liess ich ihn sicherheitshalber Schritt gehen und versorgte ihn nach zwanzig Minuten. Ich beschloss, am Abend nochmal mit ihm Spazieren zu gehen, damit er trotzdem genug Bewegung bekam. Vorläufig rief ich den Tierarzt nicht, denn es war gut möglich, dass er einfach verspannt war, oder eine unvorteilhafte Bewegung auf der Weide gemacht hatte. Ich erkannte auch, dass er nach der leichten Longenarbeit schon etwas besser lief, also sah ich meine Vermutung bestätigt.

      Ich hörte ein Auto auf den Parkplatz fahren, während ich Pilot zurück in seine Box brachte. Als ich aus dem Nordstall in die heissen Sonnenstrahlen trat, sah ich Angelina Moore aussteigen. „Good afternoon Angie“, grüsste ich die Pensionärin freundlich. Sie erwiederte es und öffnete die Autotür für ihre Kinder, Alec und Susan. Die beiden waren heute zum ersten Mal dabei. „Hey you two. Are you going to ride today, too?“, fragte ich lässig. Alec sah seine Mutter kurz an, dann meinte er: „We only watch and help grooming Nera, until she’s a bit older and not so wild.“ “Ahh, I see. But you did ride before, didn’t you?” “Yes. With Barney. A lot”, antwortete die kleine Susan. Angie fügte rasch hinzu: “…Our old horse. He was very gentle and sweet tempered, and, at his age, no longer feeling the need for speed. It was too cute how he paid attention tho the kids.” “Hmm, if your Mum is okay with it, we have some very gentle ponies here aswell, so you don’t have to wait and watch only.” Ich schmunzelte, als Alecs Augen zu leuchten begannen, und er sich abermals begeistert umsah. Angie nickte, und Susan quetschte erfreut. Gerade, als ich mich fragte, wo sie sich schon wieder herumtrieb, hörte ich Lilys Stimme hinter mir. „Occu, do you want me to look after them? I’d like to show them around.“ Meine zwölfjährige Nichte versuchte erwachsen zu klingen, ich wusste aber genau, dass sie sich darauf freute, Unsinn mit den beiden auszuhecken. „Alright, you can take over for me later, since I still have to take care of some four-legged friends after that.” Auch Angie kam mit, als wir zum Nebenstall liefen. Wir hatten hier kürzlich etwas umstrukturiert und Ronja auf die Stutenweide umgesiedelt. Die Ponys standen nun alle zuvorderst, die Warmblut Stuten näher bei den Weiden. Susan kam aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. „So many pretty ponies!“, rief sie aus, während sie bei einem nach dem anderen auf Zehenspitzen über die Boxentür spähte. Von Lychee bekam sie sogar einen etwas groben ‚Kuss‘, sodass sie fast rückwärts umfiel. Alec und Lily lachten laut, und Susan selbst fand es nach einem kurzen Schrecken auch lustig. Lily verkündete entschlossen: „Alec can take Nimué. I would have gone on a hack with her later, but that doesn’t matter. She’s a very nice pony, don’t worry.“ Alec reagierte auf den letzten Teil mit Empörung. „I wouldn’t mind even if she was bucky. I ride pretty well.“ “That so?”, entgegnete Lily schulterzuckend. Ich schlug vor, dass wir für Susan entweder Peppy oder eines der Miniature Horses satteln konnten. „Ich bleibe mit Alec hier, wir putzen Nim schonmal“, beschloss Lily. Der rothaarige Junge sah sie verwundert an, als hätte sie gerade Chinesisch gesprochen. „You speak german?“ Lily grinste nur stolz. Wir liessen die beiden zurück und begaben uns zu den Weiden. Angie nannte Susan schon von weitem die Namen der Ponys, die man sah – jedenfalls so weit sie sie selbst schon wusste. „That beautiful silver gray one over there is Silver Lining. The black one is Nachtfalke, I think”, mit einem fragenden Blick zu mir. Ich nickte. „The black and white one is easy to remember – he’s called Oreo, just like the cookies you like so much.“ “And the white one?“, wollte Susan wissen, mit dem Finger deutend. „She’s not white, she has creamy fur. Her name’s Daki, and she’s the big boss out here”, antwortete dismal ich. Wir betraten die Weide und ich musste auch alle restlichen Ponys noch nennen, ehe die Sechsjährige zufriedengestellt war. Dann führte ich sie zu Tigrotto, die ich am geeignetsten hielt. Gemeinsam putzten wir das braune Stütchen, und Susan durfte sogar selbst den kleinen, baumlosen Sattel auf ihren Rücken legen. Beim Führen verlangte das Mädchen meine Hilfe, weil sie sich noch nicht ganz selbst getraute und ihr ihre Mutter dabei sonst auch immer geholfen hatte, wie sie mir erklärte. Ich versprach ihr aber unterwegs schonmal, dass Tio ganz lieb war. „Sometimes, the ponies at the other barn tried to bite me…“, erzählte sie schüchtern. Angie bestätigte: “Yeah, they got a bit naughty when the kids brought carrots.” Alec und Lily waren schon auf dem Sandplatz. Alec stieg gerade mit Hilfe von Lilys Räuberleiter in Nims Sattel. „Willst du selbst nicht auch reiten?“, fragte ich meine Nichte. „Nö, ich hab ja später noch Reitstunde.“ Angie sah noch zu, wie ihre beiden Kinder die ersten paar Runden drehten, dann wandte sie sich ab, um Nera putzen zu gehen. Weil ich kein Risiko eingehen wollte, pfiff ich Lisa zu uns rüber, die gerade zum Pflegerheim unterwegs war, und fragte sie, ob sie ein Auge auf die Kinder haben könne. Bei der Gelegenheit begann sie auch gleich wieder zu plaudern, sodass ich am Ende doch noch fast eine Viertelstunde vertrödelte. „… And then Diarado saw that deer, just a few meters away, and the deer stared back at him – you should have seen his face, it was hilarious!“ “Yea, I’m sure it was… I really need to get going now”, drängte ich, mit einem symbolischen Blick auf die Uhr. Ich entkam ihren Fängen und schaffte es, mich bis halb neun Uhr mit Shira, und nochmals mit Pilot zu beschäftigen. Letzteren führte ich wie versprochen ein wenig auf den Feldwegen in der Nähe des Hofs herum und liess ihn immer mal wieder ein paar Grashalme knabbern, während Zira und Jacky nebenher liefen und durch das hohe Maisfeld streiften. Langsam wurde es ein wenig kühler, worüber ich sehr dankbar war.

      Um neun Uhr brachte ich schliesslich Rebel zum Aufsteigen auf den Kiesweg und ritt dann Richtung Wilkinson Farm. Die Familie Moore war längst wieder nachhause gefahren, und Lily ritt wie angekündigt mit Teddy in Elliots Abenddressurstunde mit. Ich musste noch rasch auf Rosie warten, als ich bei der Farm angelangte. Sie ritt auf Farasha, hatte aber Antarktik zusätzlich als Handpferd dabei. Rebel brummelte beim Anblick der beiden Araberstuten zur Begrüssung. Bei den hübschen Damen verstand ich das nur zu gut. Bei dem liebevollen Grunzen blieb es aber, und er benahm sich während des ganzen Ausritts tadellos. Sobald die Sonne untergegangen war, schwirrten und sirrten die Mücken um uns herum, was ziemlich nervig war. Ich versuchte, sie so gut es ging zu ignorieren, aber selbst Rosie schlug immer mal wieder genervt um sich. Wir lachten herzhaft darüber und unterhielten uns über die letzten paar Tage. „Pluie gives me a bit of concern these days. She is very thin, but the vet is unsure why…” “Ahh, it did not yet get better? Maybe she still hasn’t adapted to her new home?” “I can’t tell if she’s unhappy, she doesn’t really look like it. Tough she is full of beans and very jumpy at the moment. I feel like she just uses up way too much energy and that might be the reason.” “Did you try giving her magnesium? I heard that if they’ve got a lack of it, they act all nervous and stressed.” “I think I’ll try that. If it doesn’t help, it won’t hurt either, I guess.” Wir kehrten erst gegen halb elf Uhr zurück und verabschiedeten uns. Ich ritt alleine im Dunkeln mit Rebel zurück nach Pineforest Stable. Die Hengste aus dem Nordstall waren auf der Weide – sie durften im Sommer über Nacht raus. Ich sattelte Rebel ab, bürstete ihn durch und brachte ihn dann ebenfalls dorthin, wo seine Kumpels bereits friedlich grasten.
    • Occulta
      RS Halloween 2018

      Après la Pluie wandte den Kopf sofort nach hinten, als ich die Klappe des Anhängers öffnete. Die Traberstute lauschte mit aufmerksam gerichteten Ohren den Geräuschen des Parkplatzes, dessen Boden sie im nächsten Moment rückwärts betrat. Es hatte etwas Überwindung gekostet, an diesem kalten, nebeligen Abend die Stute zu verladen und mit ihr hierherzukommen. Am Ende hatte Occu mich doch überzeugt. Wir standen kurz davor, einen kleinen Gymkhana Parcours im Halloween-Stil zu absolvieren. Vorher musste Peach aber noch mit ihrem Kostüm geschmückt (oder eher verunstaltet?) werden. Es war nichts sonderlich Originelles; ein alter Spitzen Vvorhang, zerrupft, zerschlissen und umgenäht zu einer Spinnwebendecke, ein paar Plüsch- und Plastikspinnen passend dazu und ein klein wenig Theaterblut. Ich malte mir keine grossen Chancen auf einen Sieg aus, denn schon alleine beim Umsehen auf dem Parkplatz musste ich feststellen, dass sich die anderen zum Teil ziemlich Mühe gegeben hatten. Occu hatte aber natürlich Recht wenn sie sagte, dass es nur um’s Mitmachen und den Spass ging. Die Spinnen befestigten wir mit Bändern, so gut es eben ging. Ich hoffte, dass sie nicht zu sehr verrutschen würden, bevor wir mit dem Parcours fertig waren. Peach schien ganz ruhig zu sein, jedenfalls, bis ich mit der grössten der Plüschspinnen angelaufen kam. Die gehörte auf ihren Rücken, aber das schien der Stute dann doch nicht so ganz zu passen. Sie warf mir vorwurfsvolle Blicke zu und ihre Eisblauen Augen waren etwas geweiteter als sonst. Als ich sie vom Anhänger losband und anführte, machte sie gleich zuallererst einen Satz nach vorne, weil die Bewegung der grossen Spinne sie erschreckte. Auch danach blieb ihr Ohrenspiel noch alles andere als relaxt, aber wenigstens lief sie anständig neben mir. Peach war eigentlich nicht so ein Angsthase, normalerweise mochte sie jegliche Form von Aufmerksamkeit. Aber das Kostüm fand sie nun wirklich nicht so prickelnd, oder vielleicht schämte sie sich auch, in solch einer lächerlichen Aufmachung vor Publikum aufzutreten – ja, als so stolz schätzte ich die Stute durchaus ein. Es war stockfinster. Der Weg war zwar immer wieder von Laternen beleuchtet, aber es gab dazwischen Stellen, zu denen das Licht nicht hinreichte. Deshalb stolperte ich auch fast über einen Erdklumpen. Occu, mitfühlend wie sie war, lachte sich ausgiebig ins Fäustchen über meine Ungeschicktheit. Sie bog wenig später auf die Zuschauertribüne ab, die ebenfalls im Dunkeln lag, damit der mit Lampions geschmückte Platz besser zur Geltung kam. Ich meldete mich und Peach bei den Veranstaltern und wartete dann noch kurz am Zaun, bis ich an der Reihe war. Der erste Posten war ein Slalom, ausgelegt mit leuchtenden Kürbissen. Peach interessierte sich nicht für die Kürbisse, sondern zeigte bereits ihr Unbehagen gegenüber der schwarzen Plane, die zum zweiten Posten gehörte. Vielleicht sah es für sie im Dunkeln aus wie ein Abgrund? Das hätte ich ja verstanden, wenn da nicht noch die ganzen komischen Dekoartikel gewesen wären, die darauf platziert waren. Ich führte Peach hin und liess sie sich selbst vergewissern, dass sie nirgens runterfallen konnte. Sie schnüffelte an der Blache, dann folgte sie mir, zu meiner Überraschung, ohne zu Zögern darüber. „I knew you weren’t such a chicken“, murmelte ich stolz. Entsprechend war auch der darauffolgende Flattervorhang kein Problem – Peach duckte einfach den Kopf und legte die Ohren an, bevor sie ihre Schnauze voran durch den Vorhang tauchte. Die Holzbrücke von posten vier war sowieso kein Thema, denn wenn wir Occu auf Pineforest besuchen wollten, überquerten wir jeweils auch eine echte Holzbrücke. Ob sie geschmückt war oder nicht, machte dabei keinen Unterschied. Das Wasser der letzten Aufgabe forderte nochmal etwas mehr Konzentration, denn Peach war nicht scharf darauf, ihre Hüfchen nass zu machen. Sie brauchte einen Moment und etwas hin- und hergehampel, bis sie schliesslich einen Fuss nach dem anderen reinsetzte. Zuletzt mussten wir nur noch ruhig hinstehen und unser Kostüm präsentieren, während wir von einem Scheinwerfer angeleuchtet wurden. Ich erklärte rasch, wie ich auf die Idee gekommen war, und was es darstellen sollte – es war etwas peinlich, zumal ich nicht wirklich viel zu erzählen hatte und entsprechend nach Worten rang. Aber wir brachten es hinter uns und konnten den Platz unter akzeptablem Applaus verlassen. Occu empfing uns und gratulierte mir zu der tollen Leistung. Peach war froh, zurück beim Anhänger endlich die nervigen achtbeinigen Anhängsel loszuwerden.
      30 Okt. 2018
    • Occulta
      Das Grosse Rennen der kleinen Pferde
      PFS’ Captured in Time, Snottles Peppermint, Lindwedel, All Pride, Nosferatu, Après la Pluie, Antarktik, Mikke

      Es war Freitag, der Tag vor Beginn der International Horse Show in London. Ich sass im Moment noch in der Schule, überlegte aber längst wieder, wie es morgen ablaufen musste und was ich heute mit Peppy noch last-minute Zuhause trainieren sollte. "Lily, hast du deinen Kopf schon wieder anderswo?" Ich schreckte hoch und bedeuerte der Lehrerin, dass ich mich auch die letzte Stunde hindurch noch konzentrieren wollte. Es gab nichts Schlimmeres für mich als Mathematik. Ich sah keinen Sinn darin, sich selbst neue Probleme zu schaffen, um sie dann stundenlang auf Übungsblättern lösen zu können. Besonders dann nicht, wenn sie so einfach waren und ich die dazugehörige Theorie längst begriffen hatte. So musste sich ein Springpferd fühlen, dass in einer Reitstunde fünfmal denselben Sprung machen musste, obwohl es ja schon beim ersten Versuch drübergekommen war. "Dann muss es aber trotzdem noch trainieren und Muskeln aufbauen, oder zumindest erhalten", geisterte Occus Stimme in meinem Kopf. Ja ja, mag schon sein. Ich war jedenfalls unglaublich froh, als das Läuten der Glocke die Winterferien ankündigte. "Lily, hurry up!" "Just a moment." Ich stopfte mein Heft in den Rucksack, dann folgte ich Suri und den anderen nach draussen. "Are you comin' to Pineforest today aswell? I wanna practise one last time with Peppy for tomorrow", fragte ich Suri. "Of course!" In dem Moment wurden wir von Victoria und ihren beiden Kolleginnen angehalten. "Awww, you want to train one last time today. Do you think that's gonna change anything for you?", stichelte sie. Ich blieb unbeeindruckt und zuckte mit den Schultern. "Even if we don't win, I wont mind it." Sie sah mich verwundert an. "Really now? You have such low ambitions? I always thought you were so full of yourself." "I do have ambition. But it will be sufficient to beat you." Leicht verärgert erwiderte sie "we'll see about that" und wandte sich ab. Ich kam mir vor wie in einer stereotypischen Teenager TV-Serie. Suri lachte nur, als ich meine Gedanken aussprach.
      Schon eine halbe Stunde später stiegen wir auf dem Parkplatz Zuhause von unseren Fahrrädern und brachten die Schulsäcke ins Haus. Suri kam manchmal auf diese Weise direkt nach der Schule vorbei, weil Pineforest sozusagen auf ihrem Nachhauseweg lag, jedenfalls wenn sie einen kleinen Umweg machte. Aufgeregt diskutierten wir über ein paar Gerüchte, die in der Schule kursierten, nach denen ein Lehrer am Wochenende betrunken Fahrrad gefahren und dabei gestürzt war (es war kein besonders beliebter Lehrer). Da er sich dabei die rechte Schulter angeknackst hatte, war heute der Werkunterricht von einem anderen Lehrer durchgeführt worden (und es hatte viel mehr Spass gemacht als sonst). Im Nebenstall angekommen, öffnete Suri die Boxentür von Nossi und halfterte sie, dann brachte sie sie nach draussen vor das Holzgeländer und band das Pony an. Sie machte das mittlerweile, als wäre es selbstverständlich; am Anfang hatte sie noch grossen Respekt vor Pferden und Ponys gehabt. Ich hastete weiter zur Mini-Weide und fing Peppy ein. Wobei 'einfangen' übertrieben gesagt war - besser passte 'einsammeln'. Das Shetty war nämlich am grasen gewesen und hatte mich bloss kauend angesehen, als ich mit dem Halfter gekommen war. Sie lief brav mit mir mit, aber traben wollte sie nicht, als ich sie auf den letzten paar Metern dazu ermunterte. Ich band sie neben Nossi an und striegelte ihr gesticheltes Fell gründlich durch. Ihr Winterfell war so dicht und wollig wie das eines Alpackas, deshalb hatten wir sie für die Rennen auch geschoren. Als ich den rasierten Bauch schrubbte, spitzte sie genüsslich die Oberlippe, weil es sie wohl juckte. Suri fand das lustig und versuchte auch bei Nossi eine Stelle zu finden, die diese mochte. Ich zeigte ihr, dass sie es nur lange genug beim Hals versuchen musste. Ich bürstete Peppys Mähne und trauerte über jedes verlorene Schweifhaar, das sie sich wieder weggescheuert hatte. Manchmal rieb sie ihren Popo am Holzzaun, das hatte ich schon ein paarmal beobachtet. Ich rannte dann jeweils hin und schimpfte mit ihr, aber natürlich half das kein bisschen. Occu meinte einfach, ich solle sie lassen und dass es ganz normal sei, solange sie es nicht die ganze Zeit mache. Ich mochte es trotzdem nicht, wenn ihr Schweifansatz danach wieder so zerzaust war. Es wurde Zeit für die Sättel. Wir holten sie zusammen in der Sattelkammer und ich sah Suri über die Schulter, um zu sehen, ob sie alles richtig machte. Sie legte ihn zuerst über den Widerrist und zog ihn dann nach hinten, wie Occu es ihr gezeigt hatte. Sie schaute, dass es keine Rümpfe in der Schabracke hatte und zog den Gurt vorsichtig unter Nossis Bauch durch. Sie gurtete ins erste Loch ubd sah mich dann erwartungsvoll an. Ich gab ihr ein 'Daumen-hoch'. Auch das Zäumen klappte schon viel besser, auch wenn Suri noch ein Durcheinander mit Nossis schwarzer Stirnfranse veranstaltete. Als wir fertig waren, führten wir sie auf den Weg und stiegen auf. Als Suri ihren Fuss in den Steigbügel stellte, hielt ich sie an. "Didn't you forget something?" "What?" Ich deutete auf den losen Gurt. "Oops!" Sie gurtete rasch ins vierte Loch, dann stieg sie, rückversichert durch mein Nicken, auf. Wir ritten wie so oft zuerst zur Wilkinson Farm, um Lindwedel einen Besuch abzustatten. Suri gab mittlerweile offen zu, dass das Schimmelpony ihr gefiel. Als wir heute auf die Weide liefen, um ihn zu streicheln, war er total mit Schlamm verkrustet. Es hatte letzte Nacht ein wenig geregnet und heute Morgen war der Boden wohl gerade feucht genug für ein ausgiebiges Schlamm-Bad gewesen. Er graste friedlich Kopf an Kopf mit Peach, die ebenfalls paniert aussah. Wir gingen Rosie fragen, ob wir ihn putzen durften. Sie arbeitete gerade mit Antarktik auf dem Reitplatz, hatte uns aber längst herumschleichen sehen. Nossi und Peppy hatten wir unterdessen abgesattelt auf eine kleinere Weide gestellt, damit ihnen nicht langweilig wurde. Beim Striegeln des Bleistiftgrauen Fells gab es regelrechte Staubwolken, sodass Suri den Wallach lachend auf den neuen Namen 'Staubwedel' taufte (ich verriet ihr den passenden deutschen Ausdruck). Wir brauchten eine halbe Ewigkeit, um die mit üppigem Behang geschmückten Beine des Fellponys sauber zu bekommen. "Are you finished girls?", klang Rosies Stimme bald einmal durch die Stallgasse. Zu diesem Zeitpunkt löste Suri gerade noch die letzten Krümel aus Lindwedels Schweif. "Yeah Rosie, look how handsome he is now." "Perfect. What would I do without you guys?" Suri und ich lächelten stolz. "You've been visiting him very often these days and helped me a lot. I want to give you a little reward for that, so what would the two of you like?" Ich sah Suri an, die schüchtern ihre Hände betrachtete, und beschloss: "Suri would very much like to ride Lindwedel." Sie sah mich schockiert an und stupste mir in die Seite. Rosie kicherte amüsiert. "That so? Well, that's no problem. I was planning on asking if you'd like to do that anyways." Suris Augen strahlten begeistert und sie nickte eifrig, als Rosie meinte: "Just come over anytime, I only ride him a few times a week at the moment, so he is in dear need of some more work." Wir plauderten den ganzen folgenden Waldweg entlang über nichts anderes mehr. "But seriously Lily, just deciding that without asking me first..." "Why ask you? The answer was written all over your face!" Wir lachten herzhaft. Am Waldrand fanden wir einen kleinen Trampelpfad vor, der dem Feld entlang führte und hervorragend geeignet zum Galoppieren war. Ich musste ja noch ein bisschen mit Peppy trainieren, also kam der gerade gelegen. Weil Suri aber noch nicht so oft frei galoppiert war, und erst einmal draussen im Gelände, beschränkten wir uns auf ein langsames, kontrolliertes Tempo. Auch das war ein gutes Training, denn beim langsamen Galoppieren konnte man manchmal sogar noch mehr Muskeln aufbauen, hatte mir Occu erklärt. Peppy war zwar ziemlich enttäuscht darüber, dass sie nicht gasgeben durfte, aber ich hielt sie erfolgreich zurück. Nossi war eh brav, die blieb schön hinter uns und Suri musste sich nur festhalten. "Well done!", rief ich am Ende des Pfades nach hinten - Suri hatte ein zufriedenes Grinsen aufgesetzt. "It is much easier than I thought. And it's fun!" Ich stimmte ihr zu, wobei ich insgeheim korrigierte, dass es nur bei braven Ponys wie Nossi für einen Anfänger so einfach war. Aber ich brauchte sie ja nicht unnötig zu verunsichern. Wir ritten nach dem Galopp nach Hause, damit ich noch auf der Grasbahn ein paar Starts üben konnte. Occu hatte zwar gemeint, dass wir gut genug vorbereitet waren, und ich nicht mehr zu viel mit Peppy machen solle, damit sie morgen top fit war; aber ich musste einfach noch etwas üben, um mit gutem Gewissen an den nächsten Tag denken zu können. Ich gab Peppy beim Wegräumen eine Karotte extra, sozusagen als Bestechung. Dass es nicht viel bringen würde wusste ich schon, aber vielleicht war sie dann besonders gut gelaunt. Sie genoss die Karotte jedenfalls unter geräuschvollem Kauen. Suri hatte Nossi bereits versorgt und half mir beim Verstauen der Ausrüstung. Jonas hatte uns bemerkt und kam zum Eingang der Sattelkammer. Er stellte sich in vorwurfsvoller Haltung in den Türrahmen und tadelte: "Mit der Ausrüstung willst du morgen ans grosse Rennen? Das Zeug wird noch geputzt und eingefettet, Madame." "Kann ich auch später noch machen, wenn Suri weg ist", murmelte ich, aber er bestand darauf, dass ich es jetzt tun solle. "Fine!" Ich streckte ihm die Zunge raus und motzte: "Dann must du mir aber die Lederseife vom Schrank runtergeben!" "Du bist doch sonst so gut im Klettern?", bekam ich aks Antwort, aber er drückte mir die blaue Verpackung kurz darauf in die Hand. Suri half mit, obwohl ich ihr gesagt hatte, dass sie das nicht müsse. Weil wir zu zweit so schnell fertig wurden, und es doch ein bisschen Spass machte, putzten wir Nossis Zeug auch gleich. Danach sah alles wieder schön schwarz und wie neu aus.

      Suri ging pünktlich zum Abendessen Nachhause, wie sie es ihrer Mutter versprochen hatte. Ich wünschte ihr schöne Weihnachten und sie mir viel Glück. Occu, Jonas und ich assen Spaghetti mit handgemachter Pesto-Sauce von einem unserer freundlichen Nachbarhöfe. Ich blieb auf Occus Befehl hin nicht mehr allzu lange wach, damit ich für Morgen nicht müde war. Wir mussten zwar nicht wahnsinnig früh aufstehen, aber ich widersprach nicht. Als ich jedoch im Dunkeln in meinem Bett lag, war ich mir plötzlich nicht mehr so sicher, ob wir wirklich ausreichend vorbereitet waren. Ich grübelte bis spät in die Nacht und fürchtete mich davor, mich vor allen zu blamieren. Besonders schlimm war der Gedanke daran, gegen Victoria zu verlieren. Sie würden mich gewiss die nächsten paar Jahre auslachen und damit aufziehen, wenn das passierte. Ich schaffte es mit diesen Befürchtungen einfach nicht einzuschlafen. Als ich um zwei Uhr morgens immernoch wach war, liess ich mich aus dem Bett gleiten und ging in die Küche runter, um mir ein Glas Wasser zu füllen. Jacky hob den Kopf, als ich an ihrem Korb vorbeilief. Die Jack Russel Hündin stand auf und folgte mir in die Küche. Sie sah mich fragend an, also streichelte ich sie rasch, um ihr zu zeigen, dass alles okay war. Sie setzte sich hin und ihr Blick folgte mir aufmerksam, als ich den Kühlschrank öffnete. Ich legte einen Eiswürfel in mein Wasserglas, weil ich viel zu heiss hatte, obwohl es draussen eisig kalt sein musste. Durch das Küchenfenster sah ich, dass der Mond ziemlich hell schien. Auf einmal hatte ich Lust kurz nach draussen zu gehen. Schlafen konnte ich ja sowieso nicht, und vielleicht half die kühle, frische Luft ein wenig. Ich zog mir also Socken und Schuhe an, schlüpfte mitsamt Pyjama in meine Winterjacke, schlich durch die Tür raus und lief zu den Weiden. Jacky quetschte sich ebenfalls noch durch den Türspalt, bevor ich es verhindern konnte. Sie folgte mir, als wollte sie mich beschützen. Bei den Offenställen angekommen, schlich ich mich zu Peppy rein, während die Hündin draussen im Gras herumstreunerte und wohl Pipi machte. Die Ministuten sahen auf, als ich mich durch das Stroh tastete. Sie blieben aber dort, wo sie gerade waren. Manche standen, manche lagen. Peppy lag, und knabberte sofort an meiner Hand, als ich sie ihr vor die Nase hielt, damit sie am Geruch erkannte, dass ich es war. Ich streichelte ganz vorsichtig ihren Hals unter der wolligen Mähne und setzte mich neben sie. "Wir zeigen's ihnen am Finale, nicht wahr?", murmelte ich leise. Ich erkannte im Dunkeln Peppys Augen, weil ich das Tor einen Spalt offengelassen hatte. Ich sah sie an, und sie schien zum Tor raus zu starren. "Bitte bitte, gib in den nächsten drei Tagen alles. Ich geb dir so viele Karotten wie du fressen kannst, versprochen. Nur bitte sei schneller als Victoria's Pony. Ich kann mich in der Schule nicht mehr blicken lassen, wenn sie gewinnt." Peppy's Unterlippe hing entspannt ein wenig lose und sie strahlte eine unglaubliche Ruhe aus. Als hätte sie keinerlei Sorgen auf dieser Welt. Ich blieb noch einen Moment länger, um mich von dieser tiefen, inneren Ruhe anstecken zu lassen. Es war doch ziemlich kalt, also kuschelte ich mich ein wenig mehr an Peppys Winterfell. Als mir schliesslich die Zehen fast abfrohren, schlich ich zurück ins Bett, wobei mir Jacky wieder brav ins Haus hinterherlief, und schlief tatsächlich kurze Zeit später ein.

      Am nächsten Morgen klingelte der Wecker um Punkt 8 Uhr und ich war hellwach, trotz dem ich nicht so viel geschlafen hatte. Sofort stand ich auf und ging in die Küche runter. Occu und Jonas waren natürlich schon draussen bei den Pferden, also ass ich rasch eine Schüssel Müsli und folgte ihnen dann. "Mornin' little Miss", grüsste mich Ajith freundlich; ich erwiderte es grinsend. Occu fand ich in der vorderen Sattelkammer im Stutenbereich. "Ahh, fit und wach?", fragte sie, als sie mich sah. Ich nickte und half ihr, Winter's Trainingssattel wieder mit der Schutzhülle zu überdecken. "Ich denke wir fangen langsam damit an, Peppy hübsch zu machen und die Ausrüstung einzupacken - du hast ja alles schön geputzt gestern, oder?" Sie kam mit, als ich zur Weide ging um Peppy zu holen. Es war neblig und kühl heute, man merkte, dass der Herbst nun wirklich gekommen war. Das Shetty schien etwas verwirrt, weil wir es schon am frühen Morgen belästigen kamen. Trotzdem liess sie sich brav weg von ihrer kleinen Herde führen. Sie hatte einen zackigen Schritt und ihr Hinterteil wippte locker mit, als ich sie zum Nebenstall führte. "Willst du sie nicht im Hauptstall bereitmachen? Schliesslich bist du in den nächsten Tagen auch Jockey. Ich muss nachher noch rasch zu Caprice und ihr den Hustensaft geben, den die Tierärztin mir vorgeschlagen hat." Ich nickte eifrig und bog ab. Wir stellten Peppy in eines der Putzabteile für die Rennpferde und ich begann, sie gründlich mit dem Gummistriegel zu bearbeiten. Alle Pfleger die durchkamen, grinsten amüsiert wenn sie uns so sahen. Ich kämpfte, um Peppys Schweif komplett zu entwirren - was mir am Ende auch gelang. Ich war froh, dass Occu genug Zeit eigeplant hatte... Peppy stiess ein kurzes, begrüssendes Grunz-Wiehern aus, als die Jockeys mit einer Gruppe Rennpferde zurück von der Bahn kamen und an uns vorbeiliefen. Es war total süss, als wollte sie ihnen sagen, dass sie jetzt auch dazu gehörte. Ciela drehte sogar neugierig den Kopf zu ihr, aber Parker merkte es nicht und lief weiter, sodass Ciela keine Zeit hatte, die Nase zu Peppy hinzustrecken. Ich kratzte noch die kleinen Shettyhufe aus, dann waren wir ready. Occu und ich luden die Ausrüstung ein, Ajith bestand darauf, Peppy in den Anhänger zu führen. "That will bring you good luck", beteuerte er als Begründung. "Ask Occu. Whenever I lead a horse into the trailer, it wins the race." Ich sah stirnrunzelnd meine Tante an, und sie lächelte schief. Ich zuckte mit den Schultern und liess den Pfleger machen. Jonas belud einen zweiten PW mit der Dekoration für Peppys 'Olympia-Box'. Es war so eine Art Tradition, die Boxen der Ponys möglichst weihnachtlich zu schmücken. Das Namensschild mit goldenen Sternen und Kunstschnee drauf hatte ich ganz alleine gemacht.
      Die Fahrt verlief ziemlich ruhig - fast schon zu ruhig. Ich wurde dadurch nur noch nervöser, weil ich so optimal Zeit hatte darüber nachzudenken, was passieren würde, wenn ich verlöre. Bis zum finalen Rennen dauerte es zwar noch zwei Tage, aber davor hatten wir immer wieder Trainingsrennen vor Publikum. Ich war froh, als ich endlich aus dem Auto steigen und ins Gras stehen konnte. Die Parkplätze waren auf einem Feld angelegt worden. Es standen schon viele Anhänger da, denn schliesslich war das hier eine der grössten Internationalen Pferdeshows. Mal abgesehen vom Grand National war ich entsprechend aufgeregt, die vielen berühmten Pferde aus vielen verschiedenen Ländern zu sehen. Ich öffnete die Klappe zusammen mit Jonas und lief dann hinein, um Peppys Seil zu lösen. "Heyy meine Süsse, alles klar bei dir?", fragte ich sie, mehr, um mich selbst zu beruhigen. Sie nahm sehr gerne die Karotte an, die ich ihr hinstreckte. Anschliessend lud ich sie aus und brachte sie, begleitet von Occu und Jacky, in das Stallzelt für die Shettys. Es war bereits voll mit anderen Leuten und Ponys, die meisten waren dabei, emsig ihre Boxen zu dekorieren. Wir stellten Peppy erstmal rein, damit ich die Hände frei hatte um Ausrüstung zu tragen. Nachdem alles sauber in einem kleinen Holzschrank verstaut war, begannen wir ebenfalls mit dem Boxenschmücken. Occu half mir, ein paar Girlanden aufzuhängen, weil ich dafür zu klein war. Da sie aber selbst nicht so gut herankam, musste es am Ende doch Jonas machen. Stolz befestigte ich das selbstgebastelte Namensschild und rundherum noch ein paar ausgeschnittene Sterne aus Holz. Als ich fertig war, sah ich mich gespannt um und stellte ernüchtert fest, dass unsere Box fast schon kahl aussah, im Vergleich zu den anderen. Occu und ich hatten gedacht, wir würden mehr als genug vorbereiten - aber offenbar waren alle anderen noch viel fleissiger gewesen. Weil ich zum ersten Mal dabei war, hatte ich keine Ahnung gehabt, was normal sein würde. Und dass das Dekorieren als SO wichtig erachtet wurde, hatte ich nicht erwartet. Etwas beschämt schlich ich umher und betrachtete die vielen farbigen Schilder, Girlanden, ja sogar Vorhänge und Tannenbäumchen hatte es. Jemand hatte sogar seinem Pony ein Kostüm angezogen - das wiederum fand ich doof. Rentiergeweih und Weihnachtsmütze waren zwar lustig anzusehen beim Ausreiten durchs Dorf, aber in der Box fand ich es übertrieben. Trotzdem war ich etwas neidisch auf die Mäschen und Jungs, die so tolle Ideen gehabt hatten. Bei einer Box mit einem riesigen roten Socken davor hielt ich einen Moment und bewunderte das Werk. Ein Mädchen öffnete die Boxentür und kam heraus; ich hatte gar nicht bemerkt, dass jemand dort drin gewesen war. Sie lächelte freundlich und sprach mich an. Ich kannte das Mädchen nicht, hatte sie aber schon ein paarmal gesehen. "Hi. You've been at Rutland County and Worcestershire too, right?" Ich nickte. "So we seem to be from the same region..." Sie schien trotzdem sie mich sofort angesprochen hatte leicht schüchtern. Sie war etwas grösser als ich, hatte hellbraune, leicht gelockte, hochgebundene Haare und war schlank. Sie stellte sich mir als Lea vor, das graue Pony in der Box hinter ihr nannte sie Flora. "Are you excited?" Ich hielt einen Moment inne, dann antwortete ich "yeah, very." Vor ihr brauchte ich mich ja nicht zu verstellen. "Me too. Flora here is pretty chilled, but my pulse is pretty high all the time. Even tough I already know we'll not win." Ich sah sie schief an. "Why not?" "We're not fast enough, it's as simple as that. We've only once won a race, and it was pure luck - enough to be qualified in the end, but basically we're just happy to be here and came to enjoy it all." Ich wollte nicht so recht glauben, dass sie ihre Ziele nicht höher steckte. Doch bevor ich etwas bemerken konnte, fügte sie hinzu: "Well, of course I wouldn't mind winning it. I just don't want get my hopes up." Sie lächelte schief. "How about you?" "...I would very much like to win. But I'm not sure if we can..." "Is your pony fast then?" "She - Peppermint - is fast, yes. At least at home. We trained very hard for this." Ich merkte noch während ich sprach, dass es etwas lächerlich klang - schliesslich musste vermutlich jeder hier so hart trainiert haben, und vermutlich dachten die meisten, ihr Pony sei das schnellste. Aber Lea lächelte ermutigend und stellte fest: "Then you seem to be very prepared and ready. Just try and believe in your pony." Ich nickte und verzog den Mund ebenfalls zu einem Lächeln - wenn es doch nur so einfach wäre. Aber sie hatte schon Recht. Ich konnte jetzt nichts mehr tun, ausser in den kommenden Rennen alles zu geben und die Zeit hier zu geniessen. Bei dieser Erkenntnis entspannte ich mich etwas. "Can you show me your Peppermint? I want to meet as many ponies as possible while I'm here!" Ich nickte. "Sure, follow me." Als wir vor Peppys Box hielten, bemerkte ich schüchtern: "Well - our decoration is not thaaat good..." "No, it is! I like the name plate very much. Did you write that? You have a really nice handwriting! Mine looks so childish compared to it." "Nah, I think it's very pretty, too! And that giant sock of yours is so cool!", rief ich aus. Wir lachten beide und Lea streichelte Peppy vorsichtig zur Begrüssung. Die Shettystute rieb sogleich die Stirn an ihrer Hand, weil es sie wohl unter ihrem Schopf juckte. "Oh, what a cutie. Flora doesn't like it when I touch her head. But Pride does." "Who is Pride?", hakte ich nach, neugierig mehr über Lea zu erfahren. "He's a Welsh Stallion - and he's mine", erklärte sie stolz. "I bought him a few months ago, my first own pony." "What about Flora?" "I just ride her for the races, she belongs to some folks that my parents know." "Ah..." Ich verstummte, weil ich in diesem Moment Victoria und ihre Begleiterin, vermutlich ihre Mutter, sah. Lea folgte meinem Blick und fragte beiläufig: "Someone you know?" "...Yeah", antwortete ich zögernd, während ich beobachtete, wie sie vermutlich ihre Box öffnete; "I don't like her..." Lea konnte nicht wirklich etwas dazu sagen, also schwieg sie und wartete, bis ich mich wieder ihr zuwandte. Um den Unterbruch zu überspielen, schlug ich vor, dass wir uns ein wenig umsehen konnten - jedenfalls, wenn sie nichts anderes vorhatte. Sie stimmte begeistert zu. Ich informierte Occu, die gerade vom Auto zurückkam und stellte sie so nebenbei Lea vor. Jonas war verschwunden, um Peppys Pass und die anderen nötigen Unterlagen beim Sekretariat zu zeigen. Dafür war Leas Begleitperson inzwischen wieder bei Floras Box aufzufinden - sie stellte sich als älteste Tochter der Besitzerin von Flora vor. Lea sagte auch ihr Bescheid, dann zogen wir los. Wir kannten uns zwar gerade erst ein paar Minuten, aber irgendwie verstanden wir uns auf Anhieb wie alte Kolleginnen. Während dem wir durch die Stallungen liefen und die grossen Sportpferde bewunderten, verging die Zeit wie im Flug. Wir sahen auch tatsächlich ein paar berühmte Reiter, wie zum Beispiel Charlotte von Garten, Ellen Wintaker, oder den Springreiter Ben Mäher. Aber ihre Pferde interessierten uns beide mehr. Wir ergatterten auch einen sneak-peak in die grosse Halle, in der unsere Rennen stattfinden würden. "Woaa, I bet there will be thousands of people watching on these seats while we race. It makes me kind of nervous", meinte Lea ehrfürchtig. "Don't worry. They will focus on the ponies, 'cause they're all fluffy and cute." “Do you think the Queen will be up there, too?” “Nah, probably not. But who knows…”
      Irgendwann liefen wir zurück zu den Shettys und gingen eigene Wege. Occu bemerkte grinsend, als ich zurückkam: "Schon neue Freunde gefunden? Das ging ja schnell." Ich streichelte Peppy und checkte, ob bei ihr alles in Ordnung war. Sie wühlte zufrieden in ihrem Heu und schien von dem ganzen Trubel relativ unbeeindruckt zu bleiben. Nur ab und zu hob sie ruckartig den Kopf und spitzte die Ohren, manchmal ging sie dabei sogar zur Tür und reckte ihren Kopf darüber; nämlich immer dann, wenn ein fremdes Pony vorbeilief.

      Am Abend schlief ich in dem Gruppenschlafraum für die Jockeys, zusammen mit den anderen Mädchen. Die Jungs waren im Zimmer nebenan. Occu und Jonas übernachteten in einem Hotel ganz in der Nähe. Unsere Betten waren gewöhnliche mehrstöckige, die Matratzen ziemlich dünn. Aber das machte mir nichts aus, ich war bequem in meinen Schlafsack eingekuschelt. Lea hatte sich gleich unter mir einquartiert, sodass wir noch ein wenig plaudern konnten. Irgendwann fielen uns aber die Augen zu, und das war auch gut so.

      Die nächsten paar Tage vergingen wie im Flug. Wir waren so beschäftigt damit, die vielen tollen Sportpferde und ihre Reiter zu bewundern, nach der Queen Ausschau zu halten, und natürlich unsere Trainingsrennen zu absolvieren, dass wir kaum einmal stillsassen. Ich war häufig mit Lea und ein paar anderen meiner Mitstreiterinnen unterwegs, manchmal aber auch nur mit Occu und Jonas. An einem der Verkaufsstände kaufte ich für Peppy ein schickes neues Lederhalfter das blau unterlegt war. Das war aber abgesehen von einem Sack Bananenleckerlis auch schon alles, was ich einkaufte. Schabracken und so hatte ich ja schon genug. Ausserdem reichte mein Taschengeld auch nicht viel weiter. In den Trainingsrennen waren Peppy und ich ziemlich gut. Wir gewannen zweimal und waren in den anderen auch vorne dabei. Für das Publikum sah es aus, als wären die Rennen jedes mal ernst, aber die Resultate zählten nur bedingt zur finalen Rangliste. Das wichtigste Rennen kam am letzten Tag der London International Horse Show.
      In aller Ruhe sattelten Occu und Jonas Peppy, ich zog mir unterdessen meinen Helm und den Rückenpanzer an. Als alles montiert war, führten wir Peppy ein wenig herum. Sie war inzwischen überhaupt nicht mehr ängstlich oder aufgeregt in den grossen Hallen mit all dem Trubel, weil sie so gut eingewöhnt war. Trotzdem drängelte sie etwas, aber mehr im Stil von "Ich kann's kaum erwarten". Wir liefen an den anderen Teilnehmern und Ponys vorbei, hinaus unter freien Himmel, um zur Eventhalle zu gelangen. Ich verhielt mich mittlerweile fest entschlossen, und versuchte so meine eigenen, leider immernoch vorhandenen Zweifel zu verdrängen. Vielleicht merkte Peppy ja nichts davon. Kurz vor dem Eingang der Halle trafen wir dann auch noch auf Victoria. Sie band ihrem Pony gerade ein rotes Schleifchen in den Schweif. Ich war ihr in den vergangenen Tagen so gut wie möglich aus dem Weg gegangen. Zeitweise hatte ich mit Lea sogar eine Art Versteckspiel daraus gemacht. Auch jetzt versuchte ich, unbemerkt an ihr vorbeizuschlendern, aber natürlich hob sie genau in diesem Moment ihren Kopf. Und prompt meinte sie, in einem Versuch mich zu verunsichern: "Pass auf, mein Pony ist ein bisschen zickig heute. Aber ich denke du wirst eh nicht in unsere Reichweite kommen." Ich zuckte mit den Schultern und meinte: "Sofern dein Pony nicht nach vorne ausschlagen kann, ja." Es war äusserst befriedigend zu sehen, wie sie nach einem passenden Konter suchte, ihn aber nicht fand. Ich lief weiter, und kreuzte mit zu einer schmalen Linie verengten Lippen einmal mehr die Finger, dass sich meine coolen Sprüche auch bewahrheiteten. "Ach Peppy, siehst du, was ich meine?" Die Shettystute sah mich an, weil sie dachte, ich hätte ihr gerade ein Leckerli angekündigt. Ich kraulte sie lächelnd und versprach: "Nach dem Rennen - du weisst ja, wenn du gewinnst umso mehr." Wir liefen weiter, bis uns jemand winkte.
      Ich betrat mit Peppy den Eingangsbereich der Halle. Hier mussten wir quasi backstage warten bis der Kommentator uns ankündigte. Lea und deren Begleiterin kamen kurz nach uns rein, und mit ihnen auch gleich Occu und Jonas. Die Erwachsenen unterhielten sich, während Lea und ich unsere Konkurrenz ein letztes Mal musterten und zu bewerten versuchten, wer uns heute wie gefährlich werden konnte. "I think Emmy and her black Pony could be a serious problem. What was it's name again?", bemerkte Lea. "Fairytale's Zorro", antwortete ich knapp. Ich kannte die Namen der meisten meiner Konkurrenten. Ich hatte sie auch die ganzen letzten Tage im Auge behalten, aber am Ende war es trotzdem schwierig, eine genaue Einschätzung zu machen. Es waren zum Beispiel zwei Jungs dabei, die beide behaupteten, sie hätten in den Trainingsrennen ihre Ponys absichtlich zurückgehalten. Ob ich das glauben durfte oder nicht, wusste ich nicht. Aber so langsam wurde es ernst. Bevor wir zum Start durften, mussten wir die Ponys nochmal durchchecken lassen. Peppy und Flora kamen beide ohne Probleme durch die Kontrolle. Überhaupt sah ich niemanden, der herausgewunken worden wäre. Die Ponys waren ja schon am ersten Tag einmal unter die Lupe genommen worden. Eine der Veranstaltungshelferinnen, die auch bei fast jedem meiner Quali Rennen und beim allerersten offiziellen Training dabei gewesen war, sammelte uns um sich. Sie erklärte uns nochmal rasch den Ablauf und bat uns dann, für das Einreiten des grossen Finales eine Zweierkolonne zu bilden, wie es geplant war. Jonas und alle anderen, die nicht offizielle Begleitpersonen waren, verliessen uns nun. Occu übernahm den Führstrick und ich stieg auf Peppys Rücken. Wir wurden in dieser Zweierformation am Publikum vorbei geführt und machten ein paar einfache Bahnfiguren, auch im Trab. Als die Ponys bereit waren, und die Helferin das Zeichen gab, reihten wir uns in eine lange Linie auf der Bahn auf, alle auf gleicher Höhe. Die Führstricke wurden ausgeklinkt und die Begleiter stellten sich bei den Hindernissen auf, damit man schnell eingreifen konnte, falls etwas passierte. Ich biss die Zähne zusammen und fasste Peppys Zügel nochmal etwas nach. Den Kopf wollte ich lieber nicht drehen; ich brauchte die vielen Gesichter nicht zu sehen. Stattdessen richtete ich meinen Blick nach vorne und spannte meinen Körper an, bereit, um Peppy das Startsignal weiterzugeben. Ich hielt beinahe die Luft an, bis der Starthelfer das Tuch fallen liess. Die Kinder begannen alle gleichzeitig zu rufen und ihre Ponys anzufeuern - Reitgerten waren in den Shettyrennen nicht erlaubt. Peppy schoss gleichzeitig mit den anderen los. Wir waren gleich von Anfang am im vorderen Teil des Feldes dabei, und der Galopp meines Shettys fühlte sich extrem gut an. Irgendwie locker und mühelos, trotz des Tempos. Ein Lächeln breitete sich auf meinem Gesicht aus. Ich hatte das Gefühl, jederzeit gasgeben und Peppy an die Spitze schicken zu können. Angst hatte ich keine mehr - ich wusste, dass alles nur davon abhing, wie gut ich Peppy dirigierte. Ich sah mich um und erkannte, dass Flora ein paar Ponys hinter uns war. Mein Blick sprang wieder nach vorne, denn das nächste Hindernis kam. Mit jedem weiteren fielen die anderen ein bisschen zurück. Irgendwann waren Peppy und ich alleine, und vor uns lagen nur die Hindernisse. Erst jetzt hörte ich, wie das Publikum uns Jockeys anfeuerte, und irgendwo mittendrin meinte ich auch Occu und Jonas zu hören. Vor uns lagen nur noch wenige Hindernisse, als Peppy plötzlich bei der Landung etwas rutschte und kurz vorne einknickte, sich aber geschickt rettete und weitergaloppierte. Nur hatte ich durch die Ruckartige Bewegung den Bügel verloren und war ein wenig in Seitenlage geraten. Ich klammerte mich in Peppys Mähne fest und versuchte, mich wieder aufzurichten, aber die nächste Hürde kam bereits. Auch das Publikum stockte kurz, als Peppy sprang - offenbar sahen sie mich alle bereits ins Gras fallen und überrannt werden. Aber irgendwie schaffte ich es, mich oben zu halten. Mich trieb nur ein Gedanke: Nicht jetzt! Wenn ich jetzt falle, war alles umsonst! Ich richtete mich gleich nach der Landung auf, die mit dem Sprung verbundenen Kräfte nutzend, und brachte Peppy wieder auf Kurs. Für sie war es sicherlich auch schwierig gewesen, mit meinem verschobenen Gewicht klarzukommen. Die anderen hatten den Abstand zu uns durch den Patzer etwas verringert, aber bis zum Ziel konnte es noch reichen. Ich rief "go Peppy, GO!" und das Shetty, beflügelt von meinen Rufen, bretterte über die letzte Hürde und passierte als erste das Ziel. Ich hätte sie auf der Stelle umarmen und in Freudentränen ausbrechen können. Sie hatte es allen gezeigt. Ich fasste mich jedoch zu einem simplen, aber äusserst breiten Grinsen und bremste Peppy in den Trab. Lea und Flora schlossen zu uns auf und sie gab mir ein high five. "Congratulations, and well done Peppy!" Wir liessen die Ponys kurz ein wenig austraben, dann wurde ich zu der Dame mit dem Mikrofon gerufen. Stolz liessen mein Pony und ich uns fotografieren und Peppy bekam einen hübschen Kranz umgelegt. Sobald der Trubel etwas vorbei war, brachten wir sie zurück zu ihrer Box. Occu nahm ihr unterwegs schon den Sattel ab und ich löste die Riemen am Zaumzeug. "Sah es schlimm aus, als Peppy gerutscht ist?", fragte ich besorgt. "Nö, man hat kaum was gesehen. Sie ist eigentlich nur kurz aus dem Takt gefallen", meinte Occu zu meiner Überraschung. "Echt? Das hat sich angefühlt, als wäre sie in die Knie gegangen!" "Ich glaube das hat sich für dich ziemlich viel schlimmer angefühlt als es war, wegen der Geschwindigkeit und der damit verbundenen Kräfte." "Wie lange hat das Rennen eigentlich gedauert? Es kam mir ewig lang vor, obwohl wir so schnell waren..." "Weiss nicht wie lange genau, aber nicht länger als sonst. Die Fellkugeln waren wie immer total süss anzusehen", schwärmte Occu, und zwinkerte mir zu. Für sie hatte sich das Rennen längst nicht so ernst angefühlt wie für mich. Ich zuckte mit den Schultern und beschloss für mich selbst, dass ich eifach nur froh war, gewonnen zu haben. Bei der Box tauschten wir das Zaumzeug zu einem Halfter um. Während Occu es zu schliessen versuchte, streckte Peppy mir den Kopf entgegen, weil ich mit der versprochenen, extra grossen Ladung Äpfel in den Armen auf sie zukam. An ihrem zufriedenen Blick erkannte ich, dass sie die Aufmerksamkeit genoss und wusste, wie gut sie gerade eben gewesen war. Wir führten sie nach draussen und liessen sie grasen, während ihr Fell trocknete. Ich wunderte mich nach einer Weile, ob Lea schon am packen war, und fragte Occu, ob ich nachsehen könne. Sie übernahm Peppy für mich. Jetzt wo das Final vorbei war, begannen die ersten bereits, ihre Boxen zu ent-schmücken und die Heimreise anzutreten. Lea fand ich aber ebenfalls noch draussen, sie liess Flora auch noch ein wenig trocken-grasen. Occu hatte mir erzählt, dass die beiden fünfte geworden waren. "Hey... I was wondering if we could exchange numbers or a mail adress?", fragte ich vorsichtig. Sie strahlte über meine Frage und meinte: "Of course! Maybe we can meet again and go on a hack or something." Ich gab ihr unsere Haustelefonnummer, denn ein Handy hatte ich noch nicht. Ich bekam ihre Nummer im Gegenzug. Ich kraulte Flora kurz, ehe ich zurück zu Peppy und Occu hopserhüpfte. "Wollen wir langsam?", rief mir Jonas entgegen. Ich gab ein Daumen Hoch und nahm Peppys Strick wieder entgegen. Wir brachten sie ein letztes Mal zur Box zurück und räumten alles zusammen. Occu meinte, ich könne das Namensschild ja zuhause am Offenstall annageln; das fand ich eine tolle Idee. Als wir die ganze Deko weggenommen und die Ausrüstung in den Anhänger gebracht hatten, mussten wir nur noch Peppy verladen. Sie stieg brav ein und frass drinnen sofort an ihrem Heunetz weiter. Offenbar war sie ganz schön hungrig vom Galoppieren und freute sich darauf, endlich wieder Nachhause zu kommen. Wir sagten Lea und ihrer Begleiterin auf Wiedersehen, dann fuhren wir los. Ich sah etwas traurig aus dem Fenster - der Event war viel zu schnell vorbeigegangen. Aber ich freute mich auch darauf, Skydive und Areion wiederzusehen.

      Am Abend sah ich mir stolz nochmal die Resultate an, die nun Online zu finden waren. Da standen mein und Peppys Namen, ganz zuoberst auf der Liste. Aus Neugier sah ich gleich noch nach, wie Lea mit Nachnamen hiess. "Occu!", als ich den Namen sah, hüpfte ich aufgeregt die Treppe runter. "Lea heisst mit Nachnamen Reed, du kennst doch Leute die so heissen, nicht wahr?" "Ja, die Reeds bei denen ich meistens Kürbisse für Halloween hole. Aber ich weiss nicht, ob die eine Tochter haben. Die Frau die als Begleitperson dabei war, kenne ich jedenfalls nicht..." Ein wenig Enttäuschung schlich sich in meine Miene, aber so schnell gab ich nicht auf. Ich zückte das Telefon und tippte Leas Nummer ein, die ich mir auf einem kleinen Zettel notiert hatte. Occu sah mir dabei gespannt über die Schulter und meinte nach wenigen Sekunden: "Brauchst gar nicht weiterzumachen. Das ist dieselbe Nummer." Entzückt sah ich zu ihr auf und beschloss: "Das ist kaum mehr als eine halbe Stunde zu Pferd - morgen gehe ich sie besuchen. Ich wette, sie wird überrascht sein!" Occu lächelte nickend. „Du könntest sie auch gleich zum Winterlager nächste Woche einladen. Vielleicht hat sie ja spontan Zeit - wir hätten jedenfalls noch ein Plätzchen frei.“ „Awesome!“ Wir sahen noch etwas fern, dann knuddelte ich Sheela durch, die mich anscheinend vermisst hatte, und kuschelte mich schliesslich in mein eigenes, weiches Bett, auf das ich mich genauso gefreut hatte, wie auf alles andere hier. Es war eben doch schön, nach einem Abenteuer wieder Nachhause zu kommen. Und ich hatte die allerbesten Träume, von springenden Ponys und seidigen Schleifen.
    • Occulta
      Some Sell, others Buy
      Iskierka, Gleam of Light, A Winter's Day, Spotted Timeout, Painting Shadows, Shades of Gray, One Cool Cat, Cabinet of Caligari, Captured in Time, Kaythara El Assuad, Coulee, Campina, Caspian of the Moonlightvalley, tc Miss Moneypenny, PFS’ Merino, Simba Twist, PFS’ Cryptic Spots, Primo Victoria, PFS’ Stromer’s Painting Gold, PFS’ Stop Making Sense, PFS’ Sarabi, PFS’ A Winter’s Tale, Daedra, Subsyndromal Symptomatic Depression, PFS’ Counterfire, Anubis, Numair, Islah, Lindwedel, Après la Pluie, Mansur, Tayr al-Diyari, Farasha, Ljóski, PFS’ Ljúfa, Feline, Lovely Summertime, PFS’ Dancin’ to Jazz, Dancing Moonrise Shadows, Chanda, Raving Hope Slayer, Stars of Magic, Louvré, Thomas

      Wie jeden Morgen war es bitterkalt, und auch heute benahm sich Jacky etwas zögerlich, als ich sie beim Rausgehen vorgehen lassen wollte. Sie sah, sich rückversichernd, zu mir hoch als wollte sie sagen: «Bist du absolut sicher, dass das sein muss?» Ich seufzte und strubbelte rasch mit beiden Händen ermutigend ihr Fell durch, dann liefen wir zwei und natürlich auch Zira zusammen zum Hauptstall. Sheela würde dann wohl mit Jonas folgen – sie bevorzugte vorerst noch die Wärme ihres Körbchens. Beim Gehen bemerkte ich, dass ein paar wenige Schneeflocken vom dunklen Himmel segelten. Der Wetterbericht hatte eigentlich bis nächste Woche keinen Schnee gemeldet, also würde es wohl gleich wieder aufhören und England grün belassen. Ganz gab ich die Hoffnung aber nicht auf. Zira schnupperte pflichtbewusst an den Ecken ihres Territoriums und prüfte, ob irgendwelche unbekannten Kreaturen den Hof nachts überquert hatten. Jacky hingegen trottete einfach hinter mir her bis zum Tor und bog dann in Richtung Weiden ab. Ich betrat den Hauptstall und machte das Licht an – offenbar war ich wiedermal die erste. Die Pfleger, angeführt von Ajith, folgten aber kurz darauf, sodass wir den heutigen Trainingsablauf für die Vollblüter besprechen konnten. Oliver lag mit einer hartnäckigen Grippe im Bett, also musste ich alles selbst in die Hand nehmen. Er hatte mir sogar einen Spickzettel geschrieben, damit ich genau seinem Plan folgte. Ich las ihn mir rasch durch, dann stopfte ich ihn schmunzelnd zurück in meine Jackentasche und beschloss: «Wir machen heute Ausritte. Etwas Abwechslung tut gut.» Die Jockeys jubelten erfreut und zerstreuten sich dann zu den Boxen. Bei dem kalten Wetter war Ausreiten allen lieber als die unbarmherzige, sämtliche Jacken durchdringende Zugluft beim Renntraining zu spüren. Ausserdem fand ich es auch besser für die Pferde, wenn sie ihre Lungen nicht übermässig mit der kalten Luft strapazieren mussten. Die Pferde bekamen zuerst eine kleine Ration Heu, damit sie nicht mit ganz leerem Magen starten mussten. Ich holte inzwischen die Ausrüstung aus der Sattelkammer und begrüsste dann liebevoll Spotted Timeout. Der gesprenkelte Hengst fiel gerade gierig über seine Heuration her, also liess ich ihn am Anfang zum Putzen in der Box. Sein Rücken war unter der Decke schön sauber geblieben, aber sein Hals war dafür umso gründlicher verkrustet. Ajith hatte gestern etwas viel zu tun gehabt und es so wohl nicht mehr geschafft, alle besonderen Dreckspatzen vorzuputzen, wie er es sonst häufig tat, um uns am frühen Morgen die Arbeit zu ersparen. Heute hatten wir es aber sowieso nicht eilig, also war es kein Problem. Spot interessierte es wenig, dass ich seine Backe ebenfalls noch entkrusten musste. Er wollte nur ungestört sein Frühstück geniessen und machte deshalb keine Anstalten, für mich den Kopf zu heben. Ich kniete mich ins Stroh und massierte seinen Kopf mit dem Gummistriegel, während er rhythmische Kaubewegungen ausführte. Seine Mähne und der Schweif waren staubig und verklebt. Ich brach die Dreckrastas auf und zerzupfte liebevoll die weissen Strähnchen, die darunter zum Teil hervorkamen. Dann kratzte ich noch die Hufe aus, wobei ich auch aussenherum den Kronrand «ausgraben» musste. Schliesslich war er zwar immer noch staubig, aber sauber genug für die Ausrüstung. Ich zog ihm seinen Springsattel an – der war bedeutend bequemer als der Trainingssattel fürs Rennen. Die Glücklichen, deren Pferde schon sauber gewesen waren, standen natürlich inzwischen bereits draussen und warteten, fröhlich plaudernd. Offenbar waren die Leute auch früh morgens motiviert, was mich freute. Andererseits waren sie das ja auch gewohnt. Spot und ich gesellten uns dazu und alle stiegen auf. Wir ritten an den Weiden vorbei zur Galoppwiese, wobei die Miniature Horses, die von Lewis gerade rausgelassen wurden, übermütig dem Zaun entlang über das gefrorene Gras flitzten. Spot tänzelte etwas, als hätte er sich von dem Getue anstecken lassen. Ich hielt ihn schmunzelnd im Schritt und liess dann die Zügel wieder lang, sobald er sich beruhigt hatte. Auch die anderen Pferde wachten dank der Minis etwas auf; die Jockeys waren darauf vorbereitet, weil sie ihre Reittiere mittlerweile zur Genüge kannten. Quinn wusste zum Beispiel genau, dass sie Iskierka gar nicht erst zu kurz aufnehmen durfte, weil diese das nur als weiteres Signal zum Durchstarten verstand. Sie blieb aber auch einigermassen ruhig – ausser, dass sie Gray neben ihr anzickte, weil diese sie zu überholen drohte. Das konnte sie auch sonst im Training nicht leiden. Wir verliessen den Hof durch die offenen Rails der Galoppbahn (Lisa öffnete sie für uns und lief dann zurück zu den Offenställen) und folgten dem Waldrand. Die Natur wachte langsam immer mehr auf. Inzwischen war es auch schon hell geworden, was nun jeweils wieder deutlich früher passierte. Es war neblig und die Sonne wirkte am Horizont leicht rötlich gefärbt. Man sah nicht besonders weit voraus, also blieben wir besonders wachsam, als wir antrabten, damit wir rechtzeitig bremsen konnten, falls wir auf andere Reiter oder sonstige Vorkommnisse trafen. Wobei die Gefahr dazu so früh morgens eher gering war. Die Pferde brachten deutlich zum Ausdruck, dass sie mehr als bereit für ein anständiges Training gewesen wären. Wir mussten die ganze Gruppe gut beisammenhalten und sie schnauften alle übermütig, besonders, wenn sie Gras unter die Füsse bekamen. Winter lief direkt neben Spot und mir, geritten von Charly. Sein Atem formte weitere Nebelstückchen, die sich aber gleich wieder auflösten. Wir drehten eine grosse Runde, waren aber trotzdem etwas früher zurück als geplant. Das war den Pferden zu verdanken, die so fleissig vorwärts gezogen hatten. Wir beschlossen, mit der nächsten Gruppe eine etwas andere Route zu nehmen. Ich versorgte Spot, der kaum geschwitzt hatte, und holte die Ausrüstung des nächsten Vierbeiners hervor. April und Parker stellten Gleam of Light und Painting Shadows noch einen Moment zum Trocknen unter die Solarien. Die nächste Gruppe war etwas schneller bereit, weil wir jetzt quasi eingewärmt waren. Diesmal nahmen wir Cool Cat, Caligari, Ciela, Kaythara, Coulee, Campina und Caspian mit. Die Gruppen waren neu organisiert worden nach dem Unfall mit Frame und Sumerian. Es waren ja auch sonst in letzter Zeit ein paar Pferde aus dem Rennsport verabschiedet worden, so zum Beispiel auch Sunday. Ich hatte ihn schweren Herzens in Rente geschickt und Hunter Crowley zur Verfügung gestellt. Seine Rennleistung hatte etwas abgenommen und ich fand, dass es an der Zeit war ihn umzuschulen, damit er anderweitig eine neue Karriere beginnen konnte. Natürlich war mir die Entscheidung, ihn nicht mehr Rennen zu lassen, nach dem Unfall deutlich leichter gefallen. Mittlerweile war es mir gelungen, die Bilder grösstenteils zu verdrängen und einigermassen normal weiter zu machen. Aber ich ertappte mich selbst immer wieder dabei, wie ich das Renntraining mied – so auch heute. Es würde wohl noch etwas länger dauern, bis ich die Krise gänzlich überwunden hatte. Diesmal kümmerte ich mich um Coulee. Wenn ich zurückblickte, bekam ich bei ihr auch irgendwie Gewissensbisse; Ich hatte sie trotz der Strapazen, die sie erlitten hatte, stur wieder aufgebaut und zurück auf die Bahn geschickt. Wäre es nicht fairer gewesen, sie zu einem normalen Reitpferd umzuschulen? Ist sie wirklich glücklich im Rennalltag? Ich suchte förmlich nach Anzeichen, die mir Grund gaben, sie davon zu befreien. Aber wenn ich sie beobachtete, während ich sie putzte und auch später beim Aufsteigen, machte sie eigentlich einen zufriedenen Eindruck. Ihre Augen leuchteten, ihre Nasenfalten waren entspannt und den Schweif trug sie locker angehoben. Im Vergleich zu der Zeit kurz nach ihrem Rückkauf war sie wieder ein völlig anderes Pferd. Auch ihre Muskeln hatten sich erholt und neu definiert. Nur die Kopfscheue war ihr geblieben: sie mochte es einfach nach wie vor nicht, wenn man in einer unvorbereiteten Geste ihr Gesicht oder die Ohren berühren wollte. Das fand ich schade, denn als Zweijährige war sie richtig verschmust gewesen und hatte jeweils neugierig mit der Schnauze die Welt erkundet. Es führte einem wieder vor Augen, wie sehr der Umgang mit einem Lebewesen dieses verändern konnte – zum Guten und zum Schlechten.

      Wir ritten diesmal bei der Wilkinson Farm durch, wobei mir ein geschecktes Pferd auffiel, dass ich noch nie gesehen hatte. “Don’t wait for me, I’m just going to chat for a second”, informierte ich die Gruppe, und bog neugierig ab um Rosie zu suchen. Coulee war etwas rückhaltig, denn sie hatte eigentlich kein Interesse daran, sich von den anderen weg zu bewegen. Ich trieb sie konsequent vorwärts, bis wir den Anbindeplatz erreichten. «Rosie?» Gerade als ich dachte, ich müsse absteigen und sie suchen gehen, kam sie mit Farasha aus der Halle. «Occulta! I didn’t expect you to come by so early.” “Oliver is still bedridden, so we changed the plan a bit and headed out.” “I see. Coulee seems to be in good shape.” “Yeah, she’s doing fine. That chestnut piebald on your pasture seems to be quite handsome as well.” “Ahh, so you already saw him. He is a Son of Antarktik, his name is Mansur. He will be a new breeding stallion.” “That’s great to hear. From what I saw he looks stunning.” “Yes, I’m very proud to have him. He’s also quite the character – a bit goofy, sometimes.” “I’m looking forward to meeting him up close. How is his mother doing?” “…I sold her.” “Oh.” “There was a young woman who seemed to be very fond of her. I still have her bloodlines through Mansur, so it was fine to let her go. I couldn’t quite connect with her anyway. She’s in a super nice place now, and getting lots of love and attention, too.” “Okay, I understand. I’m sure she will be fine. How about the others?” “Tayr is in training for his first race, coming up in spring. He had a little break to get used to our climate, but now he’s doing great and I’m very positive that he will shake our British Arabian racing society. Anubis is also waiting for spring, to compete in the upcoming endurance season. Numair and Islah will be retiring from breeding and we will have to talk about what to do with them, since I need some space for the youngsters who will be arriving in the beginning of summer...” “Yeah… You had already mentioned something. I would like to take them to Malvern Hills, where my other retired horses are.” “I’m fine with that. They will have a beautiful life there. I’m also going to sell Lindwedel, so if you know someone who is looking for a nice riding pony…” “I’ll keep my ears open.” “Thank you.” “But you’re going to keep Peach, right?” “Yes! Of course. She is such a sweet darling, I could never give her away again.” Ich lachte und war froh, das zu hören. “I think I need to catch up to the others now – or they will come home without me. Thanks for the update – see ya!” “Come by again soon, we can go on a hack with Mansur and Tayr.” “Sure!”, rief ich, bereits im Gehen. Ich trabte mit Coulee durch den Wald und nahm eine Abkürzung im Galopp über einen Holzrückerweg. Coulee hatte es ebenfalls eilig, wieder zur Gruppe zurück zu kommen. Wir holten sie auf einem Feldweg ein – sie warteten auch kurz, als sie uns kommen sahen. «Welcome back», begrüsste mich Quinn. Wir trabten noch ein Stück, dann bogen wir in Richtung Pineforest ab. Mit Penny, Merino, Simba, Cryptic, Primo und Goldy gingen wir eher in Richtung Dorf, um die Gruppe in Sachen Strassenverkehr zu schulen. Die Quartierstrassen waren dazu sehr gut geeignet, denn es gab nur wenige Begegnungen mit Autos, dafür viele Fahrradfahrer und Stoppschilder zum Üben.

      Es war nun fast zehn Uhr und wir hatten mit Mambo, Sarabi, Thalia, Daedra, Dolly und Counterfire noch die letzte Gruppe vor uns. Wir machten die Runde zu den grossen Hecken, dem Fluss entlang. Die Sonne hatte es geschafft, durch den Nebel zu drücken und unsere Jacken mit ihren Strahlen zu wärmen. Trotzdem war die Luft eisig und ich war wiedermal froh um Handschuhe und Schal. Am gegen Mittag zogen bereits wieder Wolken auf, und um halb Eins begann es sogar wieder zu schneien. Ich hatte nach den Ausritten ein wenig mit der flauschigen Summertime auf dem Platz gearbeitet und anschliessend den noch viel wolligeren Ljóski rasch auf die Ovalbahn mitgenommen. Die beiden hatten zumindest keine Mühe mit der Kälte. Ljúfa war im Moment nicht nur wollig, sondern auch kugelig. Sie erwartete diesen Frühling ihr erstes Fohlen, von einem Hengst namens Blossi. Bisher hatte man davon nicht sehr viel gesehen, aber in den letzten Wochen hatte sie ordentlich zugelegt. Wir ritten sie bereits jetzt nicht mehr, um sie zu schonen, auch wenn es noch ein Weilchen dauern würde. Ich hoffte, dass das Fohlen das Dun Gen von seinem Vater erbte, und nicht nur ein gewöhnlicher Brauner werden würde – aber das konnte ich mir nun mal nicht aussuchen. Ausserdem hoffte ich auf ein Stutfohlen, denn ich hatte beschlossen, es in dem Fall zu behalten. Einen weiteren Hengst konnte ich nicht wirklich gebrauchen, es sei denn, er hätte einen aussergewöhnlich schicken Körperbau. Schlussendlich musste ich mich wie immer überraschen lassen und abwarten.

      Jonas, Lily und ich assen wie immer gemeinsam zu Mittag und machten dann noch eine kurze Pause, ehe wir uns um halb Zwei Uhr wieder raus in die Kälte wagten. Lily hatte am Nachmittag keine Schule, also half sie im Stall mit. Wir holten die Hengste aus dem Nordstall von der Weide und brachten stattdessen die Stuten des Haupt- und Nebenstalls raus. Am späteren Nachmittag beziehungsweise Abend waren dann noch die Vollbluthengste an der Reihe. Lisa hatte Jazz und Shadow bereits bewegt, also pickte ich mir Chanda von der Stutenweide. Mit ihr übte ich im Moment hartnäckig an den Basics, damit sie endlich lernte, ihre vier Füsse geschickter zu koordinieren und besser auf meinen Schenkeldruck hin zu weichen. Sie hatte nämlich etwas Mühe mit dem Kreuzen. Ich arbeitete an diesem Problem auch oft vom Boden aus mit ihr, und es zeigte auch tatsächlich langsam Wirkung. Immerhin wich sie jetzt überhaupt irgendwie, wenn ich Druck machte. Am Anfang war sie dabei ziemlich sturköpfig gewesen. Aber vermutlich hatte sie auch gar nicht verstanden, was ich von ihr wollte und musste zuerst lernen, meine Hilfen zu verstehen. Als ich für heute mit ihr zufrieden war, brachte ich sie zurück und holte stattdessen Feline. Sie fühlte sich so herrlich einfach und fein zu reiten an, im direkten Vergleich mit der unerfahrenen Chanda. Bei ihr brauchte ich kaum das Gewicht zu verlagern, und schon bewegte sie sich in die gewünschte Richtung. Aber auch sie war einmal jung und ‘grün’ gewesen; auch sie hatte zuerst ihr Gleichgewicht und einen sicheren Takt finden müssen. Nun übten wir Galopppirouetten und ganz gesetztes Galoppieren, denn nun war bei ihr das oberste Thema die Versammlung. Gerade als ich erneut bei A angaloppieren wollte, klingelte mein Smartphone. Ich parierte Feline überrascht in den Schritt und liess die Zügel lang, um den Anruf entgegen zu nehmen. Ich mochte es eigentlich nicht, während dem Reiten zu telefonieren, aber als ich Hunter Crowleys Nummer auf dem Display sah, nahm ich ab. «Hallo!.. Gut, danke – selber?.. Du würdest WAS? Aber er ist doch einer deiner top Zuchthengste, und so ein schicker noch dazu! Bist du wirklich sicher? Ich meine, nicht dass ich so ein Angebot jemals ablehnen würde, aber… Also wenn du das wirklich willst, dann komme ich nachher schnell vorbei – sofern du gerade Zeit hast. Ja, klar. Also dann, bis nachher, und danke schonmal!» Perplex legte ich auf und stopfte das Smartphone in meine Reithosentasche zurück. Hunter hatte mir gerade seinen Vollblut Hengst Raving Hope Slayer angeboten. Ich konnte mein Glück kaum fassen; der Hengst hatte bei mir schon immer Eifersuchtsattacken ausgelöst, wenn ich ihm auf Hunters Gestüt oder auf Turnieren begegnet war. Ich konnte beim besten Willen nicht verstehen, wie Hunter ihn verkaufen konnte, wo er doch so wunderschön und talentiert war. Aber das brauchte ich eigentlich gar nicht weiter zu hinterfragen, für mich zählte nur, dass ich soeben eine äusserst wertvolle Ergänzung zu meinem Gestüt angeboten bekommen hatte. Die Nachricht gab mir einen gewaltigen Energieschub, den sogar Feline zu spüren schien. Sie gab sich nämlich bei den folgenden Pirouetten besonders Mühe, wie ich fand. Ich liess sie nach getaner Arbeit am langen Zügel austraben und -schreiten. Beim Absteigen lobte ich sie überschwänglich.

      Eine halbe Stunde später war Feline versorgt und kaute zufrieden mit den anderen Stuten an einer Portion Heu herum. Ich war unterdessen auf dem Weg zum Auto, um Hunter wie versprochen einen Besuch abzustatten und dem aussergewöhnlichen Angebot nachzugehen. Ich wunderte mich unterwegs, ob ich ihn am Telefon vielleicht doch falsch verstanden hatte, und er mir den Hengst nur irgendwie ausleihen wollte. Gespannt stieg ich auf dem Parkplatz aus und suchte Hunter im Stallgebäude. Als wir uns begrüsst hatten, fragte ich zweifelnd: «Habe ich dich richtig verstanden? Du willst ihn doch sicher nicht verkaufen, oder?» Hunter meinte nur locker, dass ich schon richtig verstanden hätte. Er wolle etwas umstrukturieren, und da sei er auf die Idee gekommen, mich wegen ‘Raver’, wie er ihn gerne nannte, anzusprechen – zumal ich ihm ja auch gerade erst Sunday Morning anvertraut hatte. Ich fühlte mich geehrt und fragte mich trotz allem, wie ich das verdient hatte. Hunter zeigte mir Raver in seiner Box und ich musterte ihn bewundernd. «Er ist wirklich ein Bild von einem Vollblut. So schön bemuskelt und exterieurmässig auf den ersten Blick makellos. Ich weiss gar nicht, was ich noch gross sagen soll, ausser danke! Ich schätze, beim Preis werde ich dafür wohl leer schlucken können..?» Er schüttelte den Kopf und machte mir einen freundschaftlichen Preisvorschlag, bei dem ich schon fast ein schlechtes Gewissen bekam. «Du spinnst doch… Der ist mindestens doppelt so viel wert!» Hunter winkte ab und meinte, der Platz sei ihm wichtiger als der Preis. Nebenbei erwähnte er auch gleich, dass er noch andere Pferde habe, die einen neuen Platz suchten. Ich hatte zwar vorläufig nicht geplant, weitere Pferde anzuschaffen, aber ich liess mich dennoch aus Neugier herumführen. Ich wusste ja bereits, dass Hunter einige schicke Pferde besass, aber da war einer, der jedem wohl sofort aufgefallen wäre. «Woaa, ist das ein Shire?», rief ich beeindruckt aus, als wir vor der Box eines grossen Schecken hielten. Er musste mindestens 1.80 Stockmass haben, schätzte ich. Später erfuhr ich, dass ich damit voll ins Schwarze getroffen hatte. «Das ist Thomas. Du hättest nicht zufällig noch eine Box frei für ihn?» Ich runzelte die Stirn. «Naja, er ist ja schon richtig toll, versteh mich nicht falsch – ich bin hier gerade schockverliebt. Das Problem ist nur, dass ich tatsächlich nicht mehr besonders viel Kapazität habe…» «Dann wird er wohl gelegt werden und in Frührente gehen müssen. An jemand fremden möchte ich ihn lieber nicht verkaufen.» Gequält murmelte ich «aber das wäre einfach nur schade, so ein hübscher…» Hunter sah mich fragend an, weil ich zu leise war. Ich kräuselte die Lippen und überlegte angestrengt, dann beschloss ich: «Irgendwie schaffe ich Platz für den Grossen. Ich weiss zwar noch nicht genau wie, aber ich finde sicher eine Lösung. Improvisation ist meine Königsdisziplin.» Ich wusste, dass ich mir damit ein wortwörtlich ordentliches Stück Zusatzarbeit einbrockte, aber die freundlichen, dunklen Augen und der imposante Bau des Vierbeiners gefielen mir zu gut. «Fohlen habe ich auch noch», meinte Hunter, beinahe scherzhaft. Wir spazierten zur Fohlenweide des Gestüts und ich warf einen Blick auf die Gruppe. Der langbeinige Nachwuchs graste unweit vom Zaun, sodass man sie wunderbar betrachten konnte. Ich erkannte schnell, dass es gefährlich war, genauer hinzusehen. Die Jungpferde waren wirklich bestechend schön. Eines entsprach genau meinem berüchtigten Beuteschema: ein fast ganz weisser Hengst. «Der hat leopard Gene?», fragte ich verwundert. «Ja, das ist Louvré, ein Warmblüter. Bei den Vollblütern haben wir übrigens auch ein paar mit leopard – zum Beispiel den da.» Er deutete auf einen gesprenkelten Fuchs mit heller Mähne. «Der sieht ja lustig aus. Aber ich glaube, Oliver, Pineforests Renntrainer, täte mir den Hals umdrehen wenn ich noch so ein buntes Pferd anschleppen würde.» «Die da ist etwas dezenter gesprenkelt.» Ich brauchte Hunters Handbewegung gar nicht zu folgen; die Stute fiel mir gleich von selbst auf. Sie war ein Rappe mit einer kontrastreich leuchtenden Schabrackenscheckung auf der Kruppe. Aber nicht ihre Farbe überzeugte mich, sondern die Art, wie sie sich über das kurzgefressene Gras bewegte. Ihr Schritt war raumgreifend und die Hinterhand schwang tief unter den Schwerpunkt, ohne dass ihr Gang wackelig aussah. «Welche Abstammung?», wollte ich neugierig wissen. «Von Magic Attack, aus einer unserer Zuchtstuten – Scarlet, hast du sicher auch schon gesehen.» «Hah! War ja klar, bei der Farbe. Ganz der Papa.» «Gefällt sie dir? Sie heisst Stars of Magic.» «Pah, gefallen tun sie mir alle! Aber die ist schon besonders, ja. Ich hab noch kein Blut aus diesen Linien in meiner Zucht. Und Louvré wäre sicherlich auch interessant, sowohl für Sport als auch für die Farbzucht.» «Du brauchst nur zu sagen, dass du sie haben willst.» «Du wärst ein verdammt guter Verkäufer, für Immobilien oder besser noch; Haushaltsgeräte – weisst du das?» Wir lachten, dann machten wir Geschäfte. Vier neue Pferde, murmelte ich kopfschüttelnd, als ich zurück zum Auto lief. Aber gleichzeitig freute ich mich wie ein kleines Kind, das bunte Quartett auf Pineforest willkommen zu heissen.
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    Wilkinson Farm
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    Occulta
    Datum:
    18 Feb. 2018
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    147,7 KB
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    image/jpeg
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    Height:
    400px
     

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  • Offizieller HG

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    Vom: -

    Aus der: -


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    Rufname: Peach
    Geburtstag: 20.03.
    Alter: 5 Jahre
    Stockmaß: 1.62 m
    Rasse: Französischer Traber
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Smoky cream
    (Ee,aa,CrCr)
    Abzeichen: -
    Gesundheit: sehr gut


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    nervig, aufmerksam, ruhig, verschmust, neugierig


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    Peach, wie sie als Anspielung auf ihre rosa Haut liebevoll von den Pflegern genannt wird, ist ein Powerpaket mit Ausdauer und Eleganz. Sie brilliert nicht nur auf der Trabrennbahn, sondern macht auch in Dressur eine gute Figur. Ihre besondere Farbe und ihr Siegeswille machen sie rasch zum Publikumsliebling, der Jubel spornt sie umso mehr an. Sie liebt Aufmerksamkeit und kann ganz schön nervig sein, wenn sie diese nicht bekommt. Aber sie braucht immer etwas Zeit, um sich in einer neuen Umgebung zurecht zu finden, dann könnte man sie jeweils sogar als scheu bezeichnen.

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    Besitzer: Occulta (Rosie Wilkinson)
    Ersteller: Occulta
    VKR: Occulta
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: Ja
    Nachkommen: Lu'lu'a


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    Galopprennen Klasse: E
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: S***
    Military Klasse: E
    Dressur Klasse: E
    Distanz Klasse: E
    Gangreiten Klasse: S***

    Eignung: Trabrennen, Dressur, Springen
    Eingeritten: ja


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    [SK 451]
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    1.Platz 162. Synchronspringen
    1.Platz 167. Synchronspringen
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    2.Platz 161. Synchronspringen
    2.Platz 169. Synchronspringen
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    3.Platz 160. Synchronspringen
    3.Platz 163. Synchronspringen
    3.Platz.165. Synchronspringen
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    1.Platz 104. Gangturnier
    1.Platz 117. Gangturnier
    1.Platz 122. Gangturnier
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    2.Platz 108. Gangturnier
    2.Platz 111. Gangturnier
    2.Platz 119. Gangturnier
    2.Platz 121. Gangturnier
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    3.Platz 118. Gangturnier
    3.Platz 113. Gangturnier
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    Peach's Spind​