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Occulta

• ♦ Mikke, EVB ♀

Stute | Fuchs

• ♦ Mikke, EVB ♀
Occulta, 12 Okt. 2016
Rinnaja, Cooper und Rhapsody gefällt das.
    • Occulta
      Alte Berichte:
      Mikke an der SK 130

      Pfeifend ging ich durch die Stallgasse.
      Ich konnte es einfach nicht fassen!Heute war Mikkes und mein größter Tag bisher überhaupt!
      Wir würden unsere Arbeit der letzten Wochen und Monate vorstellen müssen.
      Wir würden beweisen müssen,dass wir nicht geschlafen hatten ,so wie es die Konkurrenz vielleicht getan hatte.
      Gestern hatte ich noch am letzten Schliff unserer Vorstellung gearbeitet.
      Wir hatten den Spanischen Schritt perfektioniert und die Serienwechsel im Galopp geübt.
      Ursprünglich hatte ich ja vor den Galoppwechsel alle zwei Sprünge durchzuziehen,doch heute sollte es jeden Galoppsprung klappen.Das würde wirklich ganz schön in die Beine gehen!Da das Piaffieren gestern wirklich gut geklappt hatte, machte ich mir heute mal ausnahmsweise gar keine Sorgen über diesen Teil der Prüfung.Nicht das ich mir bei den anderen Teilen allzugroße Sorgen gemacht hätte...Wir hatten ja schließlich genug geübt.
      Das einzige was mir Sorgen bereitete waren Mikkes Haare.Sie schienen vorgestern gar nicht so schön geglänzt zu haben wie sonst.Daran musste sich etwas ändern.
      So hatte ich mich gestern besonders aufopferungsvoll Mikkes Mähne gewidmet; mit einem hervorragendem Ergebnis.So schön hatte Horsegirls Stute wirklich selten ausgesehen.
      Und das schien sie gewusst zu haben,denn sie war dafür bekannt ehrgeizig zu sein, und schien nicht nur die schönste im ganzen Stall zu werden, sondern auch die Erfolgreichste.
      Hochkonzentriert gingen wir auf dem Sandplatz unseres Stalls noch einmal alle Punkte der Aufgabe durch; einschließlich der freiwilligen Punkte, denen ich vor einigen Tagen noch eine sechsfache Schlangenlinie und Wechsel durch die halbe und ganze Bahn hinzugefügt hatte.
      Ja, wir hatten uns wirklich so gut vorbereitet wie überhaupt möglich.

      Mittlerweile war ich an Mikkes Box angekommen, aus deren Fenster mich Mikke erregt begrüßte.
      Sie schien ebenfalls aufgeregt zu sein.
      "Ist ja gut, du Hohe Schule Pferd.", ich lachte und holte die Stute an Halfter und Strick aus der Box um noch einmal über sie drüberzubürsten bevor es losgehen würde.
      Schnaubend ließ Mikke sich alles wohlig gefallen und entspannte sich zusehends, was auch besser für uns beide war,denn so würden wir uns zumindest nicht gegenseitig hochschaukeln.
      Dann packte ich alle Sachen in den Hänger die wir erst am Krönungsplatz benötigen würden.
      Neugierig beobachteten mich alle Pefrde bei meinem Treiben, naja , zumindest die meisten.
      Einige der Erfahreneren kannten die ganze Prodezur schon, sodass das sie alles ziemlich kalt ließ.
      Aus dem Hänger nahm ich direkt Mikkes Transportsachen,die aus Transportgamaschen, Schweifschoner und Transportdecke bestanden und legte sie der Stute fachgerecht an.
      Genervt versuchte Mikke ihren Schweifschoner loszuwerden,doch ich hatte keinesfalls vor irgendwelche schöngepflegten Schweifhaare nur durch Mikkes Ungeduld zu verlieren, deshalb brachte ich sie mit einem strengen "Nein!" dazu von ihrem Schutz abzulassen.
      Dann brachte ich sie in ihren Hänger, einen Ort , den sie im Laufe der Zeit zu lieben begonnen hatte, schließlich bedeutete Hänger Spaß und Aufregung.
      Wer mochte schon keinen Spaß?
      Zufrieden schnaubend stand die Stute also recht schnell in ihrem Hänger und so konnte es losgehen,schließlich hatten wir keine Zeit zu verlieren.

      Am Ziel angekommen klappte ich die Hängerklappe herunter und holte eine sich neugierig umguckende Stute aus ihrem Hänger.
      "Ja, jetzt gehts gleich los." grinste ich und sattelte Mikke.Mit ihrer weißen Decke und ihrer Turnierkandarre sah sie wirklich umwerfend aus.
      Auf zum Abreiteplatz.
      Dort tummelten sich schon die anderen Reiter, die vor mir drankommen würden.
      Sie sahen alle professionell aus.Ja, es würde nicht einfach werden, aber ich war überzeugt das wir unser Bestes geben würden.
      Hoffentlich würde es reichen.
      Konzentriert arbeiteten Mikke und ich unsere Aufgabe durch, wir waren wirklich ein Team, ein schönes Gefühl.
      An der langen Seite übte wir zunächst etwas Schulterherrein, nachdem ich ihr am hingegebenem Zügel Zeit gegeben hatte sich zu lockern und zu entspannen.
      Dann begann ich zu traben, zuerst viele gebogene Linien,wie dreifache Schlangenlinien oder Zirkel und Volten, dann begann ich zu galoppieren und übte Tempis.
      Als wir dann in allen Gangarten Versammlung und Verstärkung geritten waren, fing ich an ,die einzelnen Übungen der Aufgabe nochmal zu reiten.
      Bei B piaffierten wir als erstes, dann übte ich Kurzkehrtwendungen im Trab und zwischendurch eine im Schritt.
      An der kurzen Seite ließ ich Mikke im spanischen Schritt gehen, wobei ich darauf achtete das sie ihre Beine auch korrekt hob, streckte und wieder absetzte.
      Schließlich ließ ich sie bei E aus dem Schritt angaloppieren und wechselte samt fliegendem Wechsel bei X durch die ganze Bahn.
      Kurz vor M ritt ich dann eine Galoppvolte, die zugegeben fast etwas eng wurde.
      Zum Glück war mir das nicht in der Prüfung passiert.
      Nun ritt ich noch eine Galopppiroute aus der ich heraus anhielt und Rückwärtsrichtete.
      Dann hielt ich an und galoppierte wieder aus dem Stand an.
      Mikke reagierte sofort.
      Zuletzt ritt ich eine Hinterhandwendung, dann wurde ich aufgerufen.
      Jetzt ging es um alles oder nichts.

      Im spanischen Schritt ritten wir in die Halle und ich konnte spüren wie Mikke sich konzentrierte.
      Ja natürlich wusste auch sie ,dass es jetzt um alles ging.
      Alles oder nichts...
      Wir schritten eine Runde bis zur kurzen Seite und wendeten ab, bis wir bei X ankamen.
      Dort hielten wir , ich grüßte und ließ ihn ihn auf der Stelle piaffieren, dann hielten wir erneut und galoppierten an.
      Wir wendeten erneut und ich ließ Mikke bei einem Wechsel durch die ganze Bahn die Serien Galoppwechsel zeigen, welche ich wie geplant nach jeweils einem Sprung wechselte.
      An der kurzen Seite ließ ich sie danach noch einmal den Galopp wechseln, so dass wir nun im Außengalopp ritten.
      Wir gingen auf den Mittelzirkel und galoppierten zweimal herum , bis wir wieder ganze Bahn ritten und ich Mikke bei A erneut den Galopp wechseln ließ.
      Sie folgte prompt und schnaubte entspannt, denoch achtete ich darauf ,dass ich nicht die Anlehnung verlor, als sie schnaubte.
      Nun,da wir wieder im "richtigen" Galopp waren bereitete ich sie darafu vor ,die Galopppirouette zu reiten,was im Training nie ganz so gut geklappt hatte.
      Doch Mikke schien wirklich gewinnen zu wollen, deshalb lgte sie sich richtig ins Zeug und zeigte ihre beste Piourette überhaupt.
      Ein strahlendes Lächeln breitete sich langsam auf meinem Gesicht aus.Nach einer weiteren Galoppvolte parierten wir zum Trab durch und zeigten eine ausdrucksstarke Passage.
      Mikke zeigte eine hohe Knieaktion und stark versammelten ,verlangsamten Trab.Ich machte sie weiter aufmerksam und schon wechselten wir im starken Trab durch die halbe Bahn.Jetzt konnte die Stute ihr ganzen Taktgefühl und ihre Ausdrucksstärke zeigen.
      Ich spürte förmlich wie alle Blicke auf uns gerichtet waren.
      Unser Tag... dachte ich und spornte uns weiter zu Höchstleistungen an.
      An der kurzen Seite begann ich das Tempo rauszunehmen ,bis wir bei A im versammelten Trab gingen.
      Daran anschließend ritten wir abermals auf dem Mittelzirkel und wechselten durch den Zirkel.
      Auf der Höhe des Zirkelpunktes zeigten wir zum ersten Mal öffentlich unsere Kurzkehrtwendung und wir waren beide wirklich überrascht ,dass das so klappte wie ich es mir vorgestellt hatte.
      Angenehm überrascht. Jetzt wieder ganze Bahn und dann halten. überdachte ich den nächsten Punkt und schon hielten wir.
      Ich bereitete sie wieder mit halben Paraden vor ,dann richtete ich sie rückwärts.
      Ein,zwei,drei,vier,fünf Schritte.Wunderbar.
      Im starken Schritt schritten wir abermals vorwärts, Mikke war gelöst und durchlässig, so wie es sich jeder Reiter wünschte.
      nach einer einfachen und einer zweifachen Schlangenlinie versammelte ich Mikkes Schritt wieder und warf verstohlen eibnen Blick in den Spiegel, welcher mich abermals davon überzeugte ,dass Mikke weder gegen den Zügel, noch hinter der Senkrechten ging, wie sie es manchmal zu machen pflegte ,wenn wir zu hause waren und sie keine Lust hatte sich ordentlich zu benehmen.
      Nein, sie bewegte sich so ,wie es in allen Lehrbüchern beschrieben wurde.
      Nun begann ich mit dem Schulterherein, wobei Mikke vorschriftsmäßig die Hinterhand auf ungefähr dem dritten Hufschlag bewegte während ihre Vorhand weiterhin auf dem ersten Hufschlag verweilte.Nach der wundervollen Galopppirouette eben, war es für uns nun ein Leichtes,die verlangte Schrittpirouette vorzuzeigen.Als wir wieder auf dem Hufschlag ankamen galoppierten wir an und verstärkten an der langen Seite den Galopp, sodass Mikke sich richtig streckte und schwungvoll vorwärtsgaloppierte.
      Am hingegebenen Zügel bewiesen wir,dass unsere Anlehnung auch bestehen konnte ,wenn der Zügel nicht so lag wie normal.
      Das zeigte wieder einmal, wie gut Mikke nach der Skala der ausbildung ausgebildet worden war.Nach einer Runde nahm ich die Zügel wieder auf und begann sogleich mit der Schlangenlinie in drei Bögen, bei der wir jedes Mal bei passieren des Wechselpunktes einen fliegenden Wechsel zeigten.Bei A ritt ich wieder auf den Zirkel ,schließlich mussten wir noch durch den Zirkel wechseln.
      Schön gebogen wechselte Mikke durch den Zirkel und sprang nun fast schon alleine in den richtigen Galopp.
      Als wir wieder A erreichten ließ ich die mitlerweile schon recht erschöpfte Mikke zum Schritt durchparieren und zeigte zuerst die Hinter- und daran anschließend unsere Vorhandwendung.
      Zuletzt ritten wir aus der Ecke kehrt und marschierten bei erreichen der Mitte der kurzen Seite auf die Mittellinie auf.
      Kurz vor X zeigten wir nocheinmal eien Kurzkehrtwendung im Schritt, dann, bei X hielten wir und ich ließ Mikke zum Abschluss steigen.
      Dann grüßte ich und wir verlieren am hingegebenen Zügel die Halle.

      Glücklich lächelnd ritt ich aus der Halle.
      Nein, ich musste meine Aussage von eben korrigieren:
      Wir hatten nicht nur unser Bestes gegeben, wir hatten alles gegeben.
      Es musste einfach reichen.
      Auf dem Abreiteplatz trabte ich noch zur Lockerung ein paar Runden leicht, achtete aber sehr darauf die anderen Reiter nach mir nicht zu behindern,schließlich hatten sie den wichtigsten Teil noch vor sich.
      Dann ritt ich Mikke am hingegebenen Zügel noch so lange bis sich ihre Flanken regelmäßig und ruhig hoben und senkten und sie aufhörte zu schnaufen.
      Danach lobte ich sie noch einmal ausgiebig und stieg ab.
      Ich löste die Kinnkette der Kandarre und führte Mikke zu ihrem Hänger, wo ich sie absattelte und samt zwei Äpfeln in den Hänger führte.
      Mikke liebte Äpfel, besonders die Grünen, von denen sie geradeeben zwei bekommen hatte.
      Ich stieg in den Hänger und fuhr den Schatz in den Stall zurück.
      Dort angekommen erwartete Mikke schon eine frisch ausgemistete Box, Futter , Heu und erfrischendes Wasser.
      Aber zuerst spritzte ich ihr noch die Beine ab, denn ich wusste, das sie es mochte wenn das Wasser ihre Beine kühlte.
      Dann nahm ich die Transportdecke und den Schweifschoner ab und legte die Sachen zu den schon vorher abgelegten Transportgamaschen.
      Ich führte Mikke in ihre Box, streichelte sie lange udn halfterte sie dann ab.
      Für heute hatte sie wirklich genug getan.

      Ich für meinen Teil fuhr wieder ohne Hänger zum Turnierplatz zurück.
      Dort beobachtete ich die anderen Teilnehmer der Prüfung beim Ankommen , warmreiten und wieder Trockenreiten.
      Ich sah glückliche zufrieden Gesichter, aber auch viele die anscheinend mit ihrer Leistung und der ihres Pferdes nicht zufrieden waren.
      Ein glück das das bei uns nicht so war.
      Wir hatten wirklich alles gegeben heute.
      Ich schlenderte durch die Gassen und kaufte an einem Eckstand noch schnell eine Cola und ein belegtes Brötchen,denn langsam meldete sich bei mir der Hunger.
      In den Verkuafsreihen erstand ich zunächst noch ein Boxenschild für Mikke und Apfelleckerlies für alle , danach sah ich mir die Verkaufspferde an.
      Es waren wirklich schöne dabei.
      Bald würde es soweit sein, die Ergebnisse der Prüfung würden bekanntgegeben werden, deshalb as ich schnell meine sachen auf und machte mich auf den Weg zu den Richtern ,die nun den Sieger verkünden würden.

      Besuch bei Husky! (by niniana)

      Heute besuchte ich Husky. Ich fuhr sofort los zu ihr um rechtzeitig fertig zu werden. Angekommen lief ich in den Stall zu ihr wo die ganzen Pferde schon auf husky warteten. Mann merkte ihnen sichtlich an wie enttäuscht sie waren als ich hinein kam. Zunächst ging ich zu einem Araber der mir sofort ins Auge stach ; Husky. Ich holte die Stute aus ihrer Box und putze sie. Dann Sattelte ich und führte auf den Platz. Nachdem ich sie warm-geritten hatte trabte ich über einige Stangen und sprang über ein kleines Kreuz. Zum Schluss ritt ich noch trocken und versorgte sie. Als Belohnung durfte sie noch auf die Weide. Nun kam Knocked Down an die reihe. Ich schrubbte das dicke Fell des Hengstes und legte ihm das Longierzeug auf den Rücken. Nun gingen wir in die Halle und ich lies ihn 6 Minuten Schritt laufen. Dann band ich ihn aus und trabte ihn an. Er reagierte auf jede Stimmhilfe und nach 25 Minuten Arbeit versorgte ich auch ihn , stellte ihn auf die Weide und verräumte das Zeug des Arabers. Nun holte ich Schachfigur und führte sie zunächst erstmal in die Halle. Dort schnappte ich mir eine Peitsche und trieb ihn vorwärts. Er imponierte und lies seine Hengst Manieren Spielen. Der Hengst genieste den anschließenden Weidegang und lies sich schön Sonnen.
      Nun war die nächste Araberstute dran. Blümchen hieß sie und ich puzte die braune Stute. Dann kam der Sattel drauf und ab geht die Post! Wir gingen auf den Platz und ich ritt sie warm. Anschließend folgten einige Dressur Lektionen und ich richtete sie wieder ab. Wir waren schließlich schon 1 Stunde in der Bahn. Vintage Gold und Glanzstück Durften heute ihren gesamten Tag auf der Weide verbringen. Sie freuten sich sichtlich . Nun holte ich Horror Kid und longierte den wunderschönen Araber etwa 15 Minuten am Halfter. Bin ich dein Fluch war heute nicht sehr motiviert. Als ich die Stute im gelände Reiten wollte wehrte sie sich bei jeder Kreuzung weiter zu gehen. Ich gab es auf und ritt zurück. Miss Seventeen dagegen war voller Lebensfreude. Sie wollte gar nicht mehr aufhören zu Galoppieren als ich sie auf dem Platz ritt. Schließlich durfte sie den Rest der Tage in der milden Herbstsonne verbringen. Ich lief zu Meine Fäden , der schon ungeduldig mit den Hufen scharrte und darauf wartete aufmerksamkeit zu bekommen. "So großer" , murmelte ich leise in ihre Ohren. Sie schnaubte als ich sie puzte und Sattelte fast die ganze Zeit aus. Nun eine halbe Stunde im Schritt im Gelände und schon war die Stute ficks und alle. Aloha from Hell stand ruhig in seiner Box , was mich wunderte. Als er jedoch auf die Weide durfte rannte er freudig neben mir her. Ebenfalls Talmih und Eismann die auch einen freien Tag hatten. Als nächstes war Halluzination an der Reihe. Ich ging mit ihm nur Spazieren da er etwas müde aus sah. Dagegen war Exorzismus heute einer der aufgewecktesten , als er jedoch ablongiert war lief er erschöpft auf die Wiese! I can feel your Heartbeat musste heute etwas mehr schaffen! Ich Baute mir einen kleinen Springpacour auf und sprang ihn einige male ab. Kruzifix Longierte ich , was ihn nicht sehr erschöpfte. Possibility ritt ich heute im Westernstill. Rayon de Solei und Tigra durften ebenfalls einen freien Tag geniesen! Es wurde kühl und dunkel darum musste ich mich beeielen. Husky hatte viele wunderschöne Saddelbreds die ich alle nach und nach in der Halle freilaufen lies nachdem ich sie gepuzt hatte. Zuerst Laurencio dann Sir Lancelot,Fine Frenzy,Season's Princess,Schokolade,Draugsa,Casablanc und zu guter lezt Yanetha. Es sind seit dem 5 Stunden vergangen und wir hatten Punkt 7 Uhr. Soldiers Pride longierte ich im Flutlicht was eigentlich ein sehr schönes Bild war. Ich holte jezte Black Star und puzte schnell über ihn drüber. Schnell den Sattel drauf und ab in die Halle! Ich ritt ihn warm und fing an zu traben. Galoppieren wollte ich ihm ersparen also hörte ich nach einer halben Stunde mit der Arbeit auf um ihn abzurichten und zu behlonen. Amalia,Zingara und King of Darkness lies ich in die Halle zum wälzen . Währendesen holte ich Chramisa zum Longieren aus der Box. Ich hatte noch einiges zu tuen und es war schon sehr spät. Also schnell über Khadir,Teasie und meine altes Pferd arsil gepuzt und ab zum Reiten! Als sie fertig waren holte ich Mikke und longierte sie noch. Albaran ox und Muh! ritt ich jeweils noch eine halbe stunde .Saddy und Albaran ox mussten ihren Tag heute in der Box verbringen da es sich nicht mehr lohnte sie auf die Weide zu bringen. Nun nur noch ihre Ponys versorgen ! Als erster war Herbsttraum dran denn ich ritt. Star durfte zusammen mit Star's Diamond in die Halle. Dancer in the Moonlight,Alufolie,little Jim und Shalom hatten heute einen steh Tag. Ich mistete noch alle Boxen aus und die anderen Pferde kamen von der Weide rein. Nun noch allen Heu und Kraftfutter geben und ab nachause ins warme!

      Vertretung bei Husky

      Ich stöberte gerade durch einige Pferdeforen im Internet, da stieß ich auf eine Internetanzeige, die mein Interesse erweckte.
      "Hallo, da ich die nächsten Wochen keine Zeit habe, suche ich eine nette Person, die sich verantwortungsvoll um meine 42 Pferde kümmern kann." Darunter eine Telefonnummer, die mir irgendwie bekannt vorkam. Weil ich die nächsten Wochen nichts zu tun hatte, beschloss ich, mich mal zu melden und rief dort an.
      Als HuskyJenny ans Telefon ging, musste ich lachen. Hatte ich mich also doch nicht getäuscht!
      Husky und ich kannten uns flüchtig, weswegen sie erfreut war, dass ich mich meldete. Wir besprachen alles weitere und damit war die Sache klar gemacht: Ich war vorerst für ihre vierbeinigen Lieblinge zuständig, und weil ich heute sowieso nichts mehr vor hatte, machte ich mich gleich mal auf den Weg auf die schöne Anlage der jungen Frau.
      Im Stallgebäude traf ich zwei Pferde an, Knocked Down und Husky, zwei hübsche Araber. Beide waren sehr liebe Gesellen und waren zufrieden, wenn sie jeweils auf ein großes Paddock in der Sonne durften, so hatte Husky es mir jedenfalls erklärt. Ich kümmerte mich also erst um die beiden Stallpferde und führte sie nacheinander auf zwei benachbarte Ausläufe, wo die beiden sich ein wenig die Beine vertreten konnten.
      Zufällig fiel mein Blick von hier aus zu den Weiden, weshalb ich beschloss, mich nun um die Pferde zu kümmern, die ganztags auf der Koppel standen. Gemütlich schlenderte ich dort hin und wurde sofort von Talmih, einer ziemlich freundlichen Scheckstute begrüßt. Fröhlich streichelte ich ihr über die Nase und schaute mich weiter auf der Koppel um. Aloha from Hell beäugte mich mit schelmischem Glanz in den Augen und schien ztu überlegen, welchen Spaß er sich wohl mit mir erlauben konnte. Bevor dies jedoch geschehen konnte, schnappte ich mir Miss Seventeen, um sie zu putzen und anschließend ein wenig Bodenarbeit mit der schönen Saddlebred Stute zu machen. Sie benahm sich sehr gut, trotz ihres jungen Alters, sodass wir schnell fertig waren und ich mit der Arbeit fort fahren konnte. Husky hatte mich davor gewarnt, dass viele der Weidepferde eher schwierig waren, doch mit Ptroblempferden kannte ich mich ja aus. I can feel your Heartbeat war eine sehr hinterhältige Stute, doch ich nahm mich in Acht und passte gut auf, weshalb es kaum Probleme hab, während ich sie putzte und anschließend longierte. Nach der Schimmelstute widmete ich mich dem stolzen Friesen Exorzismus. Trotz seiner Schönheit konnte ich ihn nicht wirklich als angenehm empfinden, da er alles andere als freundlich war und versuchte, mich mit allen Mitteln zu ärgern. Ich versuchte, mich nicht aus der Ruhe bringen zu lassen, gab jedoch schließlich auf und beendete die Arbeit mit ihm, die eigentlich nur aus halbwegs ordentlichem Putzen bestanden hatte, um ihn wieder zu entlassen. Zufrieden über seinen Triumph trottete er davon und gesellte sich zu Halluzination, mit dem er ein spielerisches Kämpfchen startete. Ich schaute kurz zu und machte dann weiter im Programm. Für heute hatte ich noch einen Kandidaten auf der Liste, dann wollte ich hier im Stall übernachten und morgen weiterarbeiten. Ursprünglich hatte ich geplant, Eisenmann zu reiten, doch auch er schien keine Lust auf mich zu haben und warf mir nur ein paar arrogante Blicke zu, deshalb schnappte ich mir lieber Vintage Gold, die sich ausnahmsweise mal als sehr angenehm war und mir die Arbeit leicht machte, sodass ich sie sogar dressurmäßig ritt und richtig Spaß daran hatte. Als ich die schöne Warmblutstute auf die Koppel zurück gebracht hatte, kam der schwarz gescheckte Playboy zu mir getrabt. Er schien ziemlich verschmust zu sein, denn zärtlich rieb er seinen Kopf an mir und genoss es richtig, dass ich ihm einige Streicheleinheiten schenkte. Nach einer kurzen Schmuserunde machte ich mich dann auf ins Gästehaus, wo ich übernachtete.

      Am nächsten Tag ging es dann früh wieder raus, heute war der zweite Teil der Weidepferde dran, und vielleicht sogar noch ein oder zwei der Zuchtpferde.
      Obwohl Husky Meine Fäden als misstrauisch und auch nicht so leicht beschrieben hatte, schien sie heute einen sehr guten Tag zu haben. Die Roanfarbene ließ sich brav einfangen und benahm sich auch mehr oder weniger gut, als ich mit ihr einen Spaziergang machte, auch, wenn sie vielleicht etwas zu schnell unterwegs war. Nach Meine Fäden kümmerte ich mich um Bin ich dein Fluch, die sich als ziemlich heimtückisch herausstellte. Sie versuchte ständig, mich beim Putzen in den Po oder sonst wo hin zu kneifen, aber ich wich ihr geschickt aus. Schließlich schien sie die Fellmassage auch ziemlich zu genießen, zumindest gab sie ihre Boshaftigkeiten am Ende auf. Nach der Pflege der Araberstute fing ich Horror Kid ein und machte mit ihr einen kleinen Ausritt ins Grüne. Anfänglich versuchte auch sie mich zu piesacken, und mich mit Bucklern loszuwerden, als sie aber merkte, dass sie mich nicht runter bekam, wurde sie ruhiger und der Spazierritt nahm entspannte Züge für uns beide an. Nachher führte ich sie wieder zu ihren Artgenossen auf die Wiese. Ich fing währenddessen Glanzstück ein, wobei mich Blümchen, eine sehr ängstliche und nicht zu unterschätzende Araberstute, mit missmutigem Blick beobachtete. Glanzstück war eine kleine Diva, doch bis auf ihre Sensibilität und ein wenig Eingebildetheit, war sie sehr ruhig und auch mit ihr machte das Dressurtraining Spaß.
      Nach der Falbstute hatte ich mich um alle Weidepferde gekümmert. Da es noch nicht allzu spät war, marschierte ich noch zu dem Trakt des Gehöfts, wo sich die wertvollen Zuchtpferde befanden. Weil ich Lust auf etwas gemütliches hatte, widmete ich mich jetzt den beiden Kaltblütern, Tigra und Rayon de Solei. Beide waren Shire Horses, was für meine geringe Körpergröße eine kleine Herausforderung darstellte. Weil die beiden Schimmel jedoch sehr brav waren, schaffte ich es mit eine Stuhl schließlich doch, beide zu putzen. Dann brachte ich sie gemeinsam in die Halle, wo sie sich zu zweit etwas austoben durften. Während die Kolosse übermütig durch die Halle preschten und bewiesen, dass sie trotz Kaltblut auch sehr temperamentvoll waren, schaute ich fasziniert zu. Nachdem Rayon und Tigra ihren Bewegungsdrang gestillt hatten, führte ich zurück in ihren Stall. Auch heute war die Zeit wieder wie im Fluge vergangen, und es begann schon zu dämmern, weshalb ich mich erstmal zurück zog und die weitere Arbeit auf morgen verschob.

      Nach einer mehr oder weniger erholsamen Nacht begann nur ein neuer pferdiger Tag auf der Anlage von HuskyJenny. Auf meinem Plan hatte ich jetzt als nächstes die Zuchtponies des Gestüts der jungen Frau. Da es nur fünf an der Zahl waren, konnte ich möglicherweise sogar noch mit den Vollblütern anfangen, wenn alles klappte.
      Zuerst widmete ich mich Alufolie, dem kleinen American Miniatur Horse, welches mich fröhlich wiehernd begrüßte und scheinbar höchst erfreut war, als ich sie für einen Spaziergang aus der Box holte. Flüchtig putzte ich die schöne Stute und machte mich mit ihr auf den Weg. Sie zeigte sich sehr gehorsam, aber legte auch ein ordentliches Maß an Temperament an den Tag, sodass mir keineswegs langweilig wurde. Anschließend wollte ich mit Dancer in the Moonlight trainieren. Er war ein sehr gehorsamer Hengst, testete zwar wie weit er gehen konnte, benahm sich jedoch super gut, nachdem ich ihn etwas zur Ordnung gerufen hatte. Nach dem Braunen kümmerte ich mich nun um die Jungstute Star's Diamond. Sie war erst vier und noch ziemlich verspielt. Das deutsche Reitpony schien sehr gerne neue Dinge kennenzulernen, aus diesem Grund ließ ich sie in der Halle ein bisschen frei Springen, natürlich nur mit niedrigen, sicheren Hindernissen. Man merkte, dass Diamond viel Spaß an der Sache hatte, ich musste sie nicht mal dazu bitten, die Sprünge zu überwinden.
      Nach der jungen Stute kam nun deren Mutter Star zum Zuge. Sie war schon zwölf, hinterließ jedoch einen ganz anderen Eindruck bei mir. Ich longierte die Gute und hatte Mühe, die Longe in der Hand zu behalten, so aufgeweckt und übermütig sprang die Braune umher. Nachdem sie ruhiger wurde und zufrieden vorwärts abwärts lief, durfte sie wieder zurück in ihre Box und ich kümmerte mich noch um Herbsttraum, das letzte der gekörten und gekrönten Ponies. Die Welsh B Stute hatte einen klasse Charakter, welche das Springtraining, welches ich mit ihr machte, zu einem sehr schönen Ritt machte.
      Aus Erfahrung wusste ich, dass mit vollblütige Pferde nicht so sehr zusprachen. Ich entschied mich also, einen Teil der blütigen Zuchtpferde auf die Koppel zu entlassen, damit sie ihren für gewöhnlich hohen Bewegungsdrang ausgiebig ausleben konnten. Da Teasie und Muh! Western geritten waren, gehörten sie schonmal zu den Kandidaten, die ihre Freiheit auf der Koppel genießen durften, damit kannte ich mich nämlich kein bisschen aus. Auch Silberpfeil und Albaran ox durften mit nach draußen. Das Fohlen war nämlich noch etwas jung für die Arbeit, und der Fuchshengst schien ziemlich wild und aufgeregt. Nacheinander brachte ich die Vollblüter auf die Weide, wo sie sich sofort in den Galopp setzten und freudig buckelnd davon sprengten. Ich schaute den möchtegern Rennpferden eine Weile zu, ehe ich mich wieder in den Stall begab und mich nun Saddy annahm. Die Scheckstute war etwas zickig, ansonsten jedoch relativ brav. Das typische Arabertemperament zeigte sich natürlich, doch nach einigen Galopprunden auf dem Dressurplatz legte sich das Feurige und wir konnten toll gemeinsam arbeiten. Anschließend war Mikke an der Reihe. Husky hatte mir erzählt, dass die Fuchsstute ziemlich stur sein konnte. Deswegen entschied ich mich für Bodenarbeit, um ihr zu zeigen, dass sie sich manchmal einfach unterordnen musste. Anfänglich dachte ich, die hübsche, aber auch ziemlich launische Stute würde nie aufgeben, doch letztendlich ergab sie sich und die Übungen schienen ihre Wirkung zu zeigen. Zuletzt war sie wirklich lammfromm, sodass ich sie stolz in ihre Box zurück brachte und mich als letztes für heute noch Khadir, dem wundervollen Schimmelhengst. Mit ihm unternahm ich einen relaxten Abendausritt, der wirklich traumhaft schön war. Zum einen, weil wir in den Sonnenuntergang ritten, zum anderen, wiel Khadir unglaublich rittig und feinfühlig war. Dies war ein grandioser Abschluss für den dritten Tag bei Husky, und später fiel ich todmüde ins Bett.

      Am nächsten Morgen schlief ich etwas aus, ehe ich mich zu den zuchtfähigen Warmblütern begab, welche zwölf an der Zahl waren. Ich begann damit, Sir Lancelot, Laurencio und Soldiers Pride auf die Koppel zu bringen. Heute war Stutentag angesagt! Die drei Friesenstuten Amalia, Black Star und Zingara verwöhnte ich mit ausgiebigen Pflegeeinheiten, was sie sichtlich genossen und sich auch mal schön entspannten. Nach der Schönheitskur für die schwarzen Perlen, machte ich mit Yanetha weiter. Auch diese fühlte sich pudelwohl, und schien sich auch in ihrer Rolle als Diva bestätigt zu fühlen, denn bei der anschließenden Longenarbeit zeigte sie sich ziemlich faul und unmotiviert. Schließlich beendete ich das Longieren und brachte dannach Cassablanca und Schokolade in die Halle, wo ich sie rennen ließ. Freudig spielten die Stuten Rodeopferd und zeigten, wie ganggewaltig sie waren, typische Saddlebreds eben. Nachdem sich beide ausgetobt hatten, machte ich mit der faulpelzigen und ziemlich schreckhaften Draugsa weiter. Sie mobilisierte ich mit einer Art Schrecktraining, doch es schien nicht viel zu bringen, denn letztendlich hatten wir beide die Nerven verloren, Draugsa hatte sich nicht mehr gerührt und ich hatte Kopf schüttelnd, aber dennoch lachend aufgegeben. Hatte ich ahnen können, dass ein L aus Stangen gerne 1,61 m große Warmblutstuten auffraß?!
      Als letztes von Huskys Pferden ritt ich jetzt Season's Princess, mit der ich einen schönen Abschluss erlebte. Wir ritten aus, ganz gemütlich, zwischen durch aber auch mal rasant, und die Braune benahm sich einfach wundervoll.
      Nach der Arbeit machte ich einen Rundgang über den Hof und rief mir die letzten tage nochmal in Erinnerung. Ich hatte einiges erlebt, Spaß gehabt und mich manchmal auch geärgert, aber trotzdem war es eine klasse Zeit gewesen. Ich tippte Husky eine SMS, dass alles erledigt war, dann winkte ich symbolisch nochmal dem Hof und machte mich auf den Heimweg.

      Ohne Titel

      Der Nachmittag versprach ein wenig Ruhe, zumindest was die körperliche Anstrengung anbelangte. Eine Stunde Entspannung mit einem Ausritt auf Samantha mit Believe Me als Handpferd waren eine willkommene Abwechslung zum sonstigen Tagesablauf im Stall. Der Ausritt führte die drei Damen am Waldrand vorbei, durch die Felder. Es war en wirklich gemütlicher Ausritt, es passierte nichts außergewöhnliches. Nach etwa einer Stunde waren sie wieder daheim und die zwei Trakehnerstuten wurden auf die Weide entlassen.
      Brown Bear, Glenkyle Andy, Sleep Lady, Merrily, Kingdom, Mayflower, Nite Spot, und Belinda wurden nun herausgeholt aus ihren Tagträumereien auf der Weide. Sie mussten heute ran, als Schulpferde für Kinder. Eine Reitstunde lang. Am nächsten Tag würden sie von besseren Reitern Korrektur geritten werden. Die Kinder waren teilweise wirklich schwierig im Umgang, aber die Pferde waren meistens geduldig und ließen einige Tortouren über sich ergehen. Auf diese Reitstunde folgte eine nächste, diesmal jedoch mit Mikke, Locks, Manchasters Memory, Dreamgirl, Lizzy, Lothlorien, Tigerwood, und Björn. Die Gruppe war nicht nur von den Pferden aus gemischter. Auch die Kinder hatten größere Altersunterschiede, als in der vorigen Gruppe. Wie das zu Stande kam, wusste auch Fleur nicht, die mit der gemischten Gruppe hier weitaus glücklicher war, als mit der Gruppe davor. Alle Schulpferde wurden nach der Stunde von den Kindern abgesattelt und auf die Wiesen zurück gebracht, das war schon immer so und wird auch immer so bleiben. Es nahm Fleur eine Menge Arbeit ab.
      Abends brachte Fleur sämtliche Pferde in den Stall, da es nach Regen aussah. Zwar macht den Pferden Regenwetter nicht so viel aus, aber bei diesem kalten Wetter ist es sicherer, wenn sie trotzdem über Nacht im warmen Stroh schlafen können. Die Gelegenheit, dass die Pferde nicht auf den Wiesen standen, nutzte Fleur sogleich um diese abzuäppeln. Sie hatte Glück, denn ein paar Kinder aus den Reitstunden am Nachmittag waren noch da und halfen ihr dabei. So waren sie sehr schnell damit fertig und konnten endlich, nach diesem langen Arbeitstag nach Hause fahren oder gehen.

      Pflege von Angy. [02.10.2010]

      Heute fuhr ich zu meiner Zuchtpartnerin, bzw sie züchtet ich fertige zubehör an. Denn ich hatte ihr versprochen mich um ihre Pferde zu kümmern. Ich wusste das viel Arbeit auf mich wartete. Ich war schon um 5 uhr morgens da, und begann gleich mit dem Füttern. Als ich mit dem heuwagen vorbeifuhr hörte ich hin und da wiehern oder gebrummel der hungrigen geschöpfe. Als ich nun alle mit ihrer Ration heu und hafer gefüttert hatte, genehmigte ich mir noch einen schnellen Kaffee bevor ich alle auf ihren Paddocken rausschmies. Die alte Kafeemaschine erledigte mühsam und qualvoll ihren Job. Ne neue Kaffeemaschine wär nicht schlecht Delilah! summte ich leise und nahm die Tasse mit voll dem köstlichkeit und nahm den Schluck. Die Heiße brühe wandert direkt durch die speißeröhre in den magen und hinterlässt einen warmen atem. Ich sah nach draußen wo sich der nebel langsam zurückzog. Nun stellte ich die leere Kaffeetasse ab und ging nach drausen um erstmal sämtliche Pferde auf die Weide zu entlassen, damit ich ihre boxen machen konnte. nach geschlagenen 1 einhalb stunden fing ich mit lauter musik an die Boxen auszumisten. Als ich dies alles hatte fegte ich den gang und den hof sauber und verräumte alles wieder. Dann entschloss ich mich dazu mich für ein Paar der Pferde zu bewegen. Also ging ich auf die Koppel zuerst holte ich I´m Ounderground. Die stute folgte mir willig. ich putzte sie und sattelte und trenste sie auf, dann ging ich auf den Reitplatz. Dort übten wir einige Dressuraufgaben wie schenkelweichen, Traversahle, Piaffe und Co. Groundi so wie ich sie nannte arbeitete mit. Nach einer stunde beendete ich das Training und entlies sie wieder auf die weide. Nun holte ich mir Wiliam Turner. Ein eifersüchtiger und hinterlistiger hengst aber ein wunderschöner dazu. Ich machte den hengsten fertig und machte mich ohne Sattel auf einen Ausrittes mit langen zügeln. William hatte wirklich weiche gänge und heute scheint er wirklich gut drauf zu sein.
      Nach einer weile, lies ich ihn wieder auf die koppel und holte mir Orca die Rappstute von Delilah. Die Barockpintostute sah mich anmutig an. Ich zog ihr langsam den Halfter auf und führte sie auf den Reitplatz denn ich wollte sie nur etwas ablongieren. Denn ich war fertig mit ihr und brachte sie auch noch auf die weide. Die Restlichen Pferde fraßen und tollten auf der weide rum.

      Angy war da!

      Viel Arbeit wartete auf mich heute, denn ich hatte Fleur verprochen ihre neuen Pferde zu pflegen, dafür bekam ich einen gekörten Haflinger Hengst. Pfeifend fuhr ich auf Fleur's Hof auf. Heute war auch der Tag als ich noch Yin-Yang als RB bekam, der wunderschöne Trakhenerhengst, würde nacher noch genügend Zeit mit mir verbringen, zuerst arbeitete ich die Liste von Fleur ab. Ich zog die schwere Stalltüre auf und schaute erstmal nach seiner Ordnung. dann verteilte ich ihr Futter, und während sie fraßen, ketete ich schnell die weide zu, so das sie von der Box aus, auf die große Weide hinaus konnten. Ich klickte bei jeder Box die kette weg, so das sie durchrennen konnten. Da sie immer noch am fressen waren, wartete ich kurz bis sie fertig waren, und jagte sie mit der Peitsche hinaus. Dann öffnete ich den Durchgang wieder und versperrte somit den Rückweg mit dem Zaum, und schaltete den Strom an. Ich wollte zuerst mit den Misten von den Pferden beginnen. Royal Champion stand mal ne zeitlang bei mir. Ich fing mit seiner Box an. Da ich mit ihm nicht recht gut klar kam, musste Fleur jemand anderen suchen, der ihn bewegt. Als seine Box sauber war, ging ich zu Cor de la Bryere. Auch ihre Box fing ich an sauber zu machen. Sie hatte nicht viel Dreck gemacht, so konnte man das meiste Einstreu nochmal verwenden. Schnell ging ich weiter zu Pauline. Ihr Name war wunderschön und saghaft. Ihre Box war im nu fertig. Doch etwas störte mich, ich hatte das Radio vergessen, ich rannte zur Stalleingang, da stand das Radio und schaltete auf Ö3 um. Fleur würde mich sicherlich killen, aber das war mir im Moment scheiß egal. Nun huschte ich in die Box von Nisi. Die Stute war sichtlich krank, da Stroh fast rötlich wirkte, also mistete ich schnell die Box aus, und holte Nisi wieder rein. Damit sie sich nicht noch mehr verkühlte. Ich legte ihr ne Abschwitzdecke über damit sie es nicht so kalt hatte, Nisi war eine sehr sensible Stute, und ihr schlechte Vorbesitzerin, hatte das schlicht ignoriert und vergammeln lassen. Nun kam ich zur Box meines neuen RB. Ein Rappschecken Trakhenerhengst, von ihm würde ich mir soo gerne eine Tochter oder ein Sohn wünschen, doch bei der Zucht Secret Creek Stud war sooo schwer einen Zuchtauftrag zu geben. Seufzend strich ich über Yin´s Boxschild und malte aus was ich heute mit ihm machte, doch das musste erstmals warten. Als ich mit Yins box fertig war, ging ich zu Shiny Pants box. Bei ihm war der Futtertrog herunter gerissen, also musste ich ihn festmachen. Dann mistete ich auch seine Box sauber und schob die Schubkarrette zum Misthaufen. Der Tag schien, heiß zu werden, also konnte ich sowieso erst am abend mit Yin was machen. Jetzt tollte er bestimmt auf der weide rum. Ein lautes Gebollter ließ mich von meinen Tagträumen aufschrecken. Erschrocken fuhr ich um und hinter mir stand grinsend Arija, die mir meine halbvolle Schubkarrette umgeschmiessen hatte. " Ach kannst du nicht aufpassen?!" sagte ich zaghaft. arija entwichte nur ein kurzes sorry bevor sie in einen lachkrampf verfiel. Ich machte das wieder rein, und ging zum Misthaufen. Arija stand wie angewurzelt vor der sauberen Box. " Was machst du eigentlich da?!" fragte ich als ich zur Box von Beauty Love ging um da weiterzumachen. " Ich wollt dich überraschen und besuchen kommen!" meinte sie. Weniger als 4 minuten war auch seine Box sauber und ich konnte zu Jack. Seine Box war auch sauber, und schon war ich bei Nite Spot. Nite war ein ausergewöhnlicher name, jedoch hatte ich keine ahnung wie er sie aussah, die box war nun wie neu und dann kam ich zu locks. Locks war ein prachtvollerhengst, dieser doch bie Alyssa stand vor kurzem.
      Auch seine Box war fertig. Nun machte ich im schnell tempo Mikke,Manchester's Memory xx,
      Teasie,Hera,Dreamgirl,Lothlorien,Fiona,Dark Shadow's Night,Prima Vera,Guantanamera,Boss Black Rose,Jade Fox,Birdy,Gismo,Litzi La La,Tovero,Pikassoro,Starlight Express,Slater,Samara
      Ramitio,Slewey,Josie,Dream of Wyoming,Tainted Love Toffifee,Shaking Girl`s Boxen sauber, und dann konnte ich endlich Yin-Yang von der Weide holen. Arija war inzwischen auch schon gegangen. Nun striegelte ich den hengst schön sauber, und dann sattelte ich ihn auf. Ich wollte mit ihm noch etwas Ausreiten gehen, nach der ganzen arbeit kam ich schon ins Schwitzen. Son ausritt bei anbruch der dunkelheit, war doch schon was schönes. Wir ritten durch die Felder, und wegen. Yin hatte einfach tolle Gangarten und ich hatte mich jetzt schon nochmehr in ihn verliebt. Nach dreiviertelstunde kehrten wir auf dden hof ein, und lies die pferde in ihre Boxen, so kriegten sie noch das abendbrot und ich fuhr heim.

      Pflegebericht-Tag der offenen Tür im Gestüt

      Morgen soll der Tag der offenen Tür stattfinden. Dafür habe ich mit meinen Mitarbeitern und meiner Zuchtpartnerin sowie vielen freiwilligen Helfern heute noch jede Menge zu tun. Wir trafen uns also schon früh am Morgen und besprachen unseren Schlachtplan. Zu erst fütterten wir alle Pferde. Ich übernahm den Stall Nummer 1, in diesem Standen unsere Ponys und Kleinpferde. Ich hatte also Bonito, Lover, Klaus, Don Rico, Mississippi und Abajo zu Füttern und Anschließend nach weideplan auf die Hengstpaddocks und Auf die Stutenweide zu bringen. Rajandra kümmerte sich um ihre Zuchtpferde, die alle Zusammen in einem anderem Stalltrakt standen. Meine Beste hatte alle Hände mit ihren geliebten arabern zu tun. Sie musste sich schließlich um Apfel, Grey Feather, Teasie, Ara, Kakashi Hatake, La Hija del Viento, Twango Yigg und Anadil kümmern. Für meine Warm- und Kaltblüter Let it Be, Maroni, Tigerwood, Sketch, Quinetha, Shiny Pants, Greta Garbo, Bucks, Calimera, Rokko und Ariabolo hatte ich Stallpersonal eingestellt. Schließlich gab es noch meine 'Engländer' zu verteilen. Irgendwie riss sich keiner um die aufgabe mit den besonders Nervösen Vollblütern also musste letztendlich mein bester Freund dafür herhalten^^ Nachdem er Miss Love, Desecration Smile, Golden Dream, Solo, Vanka, Shew O'Gold, Mr. Manchester, Black Bloom, Call him Crack, Snow white Queen, Shirocco, Mikke und Halloween Versorgt und auf die Koppel gebracht hatte Trafen wir uns zum gemeinsamen Frühstück. Mit leerem magen sinkt nunmal die arbeitsmoral und wir alle konnten eine Stärkung vertragen. Die jenigen die Sich nämlich nicht um die pferde gekümmert hatten begannen bereits mit den aufbauarbeiten oder brachten das Gesamte Gestüt auf Hochglanz. Heute Abend werde ich noch die Plätze Eggen und die Hallen wässern, damit es Morgen dort nicht staubt. Doch vorher mussten auch noch die Boxen gemistet, die Generalproben durchgeführt und alle Pferde auf Hochglanz gewaschen werden. Mit den schimmeln hatten wir es besonders Schwer, diese bekamen hionterher auch eine leichte Stalldecke- wie zur kalten Jahreszeit alle Vollblüter bekommen- damit sie sich nachts nich zu dreckig machen^^ Schließlich bleibt morgen früh nciht so viel Zeit zum Putzen bevor die erste Zuchtshow beginnt. Dafür haben wir auch Nachzucht eingeladen für die ich heute persöhnlich Boxen zurechtmachte. Abend fütterten wir noch gemeinsam alle Pferde und stellten die letzten Festzelte auf. Dann gingen wir alle ins Reiterstübchen und es gab leckeres Buffet aus der Gaststätte für alle Helfer.

      2. Bericht
      Heute wollte ich mal wieder zu meinen Zuchtpferden gehen. Als erstes Sah ich den Imposanten Hengst Tigerwood. Ich tätschelte seite breite Stirn und entwirrte etwas seine Mähne. Dann bekam er einen Apfel und ich ging in die nächste Box. Haloween wartete schon geduldig eine box weiter. Auch er bekam eine kleine Leckerei bevor ich Sketch begrüßte. Als nächstes waren Bonito und Lover an der Reihe. Ich kraulte die Kopfe der beiden ausgiebig und klopfte den Hengsten auf den Hals. Dann wiherte Quinetha. Die hübsche Stute ist sehr verschmust und kann es gar nicht leiden wenn man sie warten lässt. Deswegen musste ich wohl oder übel etwas mehr Zeit mit ihr verbringen. Der kleine Klaus lief auch heute wieder frei herum, nachdem er wohl mal wieder über den Koppelzaun gesprungen war. Ich führte den Kleinen Racker erstmal in seine Box und ging den Zaun reparieren. Glücklicherweise waren keine Weiteren Pferde ausgebrochen.Shiny Pants und Sjirocco standen noch friedlich grasend auf der Weide. Ich nahm die beiden Hengste an den AHlftern und brachte sie rein um den Zaun in Ordnung zu bringen. Es war sowieso bald fütterungszeit, deswegen holte ich auch Mikke und Snow white Queen von der Weide rein. Dann führte ich meine Begrüßungstour weiter. Don Rico wartete schon auf meine Karotte. Call him Crack und Black bloom warteten natürlich auch auf ihre Bergüßung. Dann war ich auch schon wieder bei leeren Boxen angelangt. Mr. Manchester war noch auf dem Paddock. Zur Fütterung holte ich auch ihn hinein. Shew O#gold und Vanca standen auchnoch zusammen auf dem sandplatz. Ich brachte die sensieblen Tiere vorsichtig in ihre Box und fuhr ihnen durch die seidige Mähne. die Box von solo war zu Zeit nicht eingestreut. Er war im Deckeinsatz auf einem anderem Gestüt. Ein netter junger MAnn hatte ihn für die Freisprünge seiner Stuten bis zum nächsten Wochenende ausgeliehen. Greta Garbo uund Bucks waren zur Zeit noch im Training, würden abder sicher zurück sein wenn der Haver in den krippen war. Ichs chob also mit meinem Kraftfutterwagen durhc die Stallgasse und verteilte das Abendbrot. Die beiden noch fehlenden bekamen ihre Leckerlies in die Futtertröge. Zum Schluss kontrollierte ich noch die HEunetze und brachte die Stuten auf die Weide. Sie würden morgen früh wieder reingeholt werden. Die HEngste dagegen bleiben generell nachts drinnen. So ist sichergestellt das sie nicht vllt. Nachts nach einer Rossenden Stute eifern. Endlich hatte ich feierabend und traf mich zur Lagebesporechung mit einigen anderen Im reiterstübchen.

      1. Bericht

      Heute wollte ich bei Middaygirl und Lavrico vorbeischauen. Lavrico hatte heute Springtraining und Midday wollte ich longieren. ''wenn ich noch zeit habe kann ich noch mit Barkadi ausreiten'' sagte ich zu mir selbst. Ich schnappte mir meine Sachen, stand auf und drückt auf den Türöffner des Busses. Es ist immer herrlich aus der Stadt in diese Ländliche gegend zu kommen. Hier war es einfach viel schöner, trotzdem es eigtdl. garnicht weit weg von der Innenstadt ist. Als ich den Hof Betrat musste ich natürlich ersteinmal bei meinen Fohlen vorbeischauen. Clee, Sunrise Manor, Moria, Seaside attraktion, Nite Spot und Mondrian drängten sich schon an den Zaun. Sie wussten das ich immer zum heufüttern komme. Carabbian Blue stand noch etwas abseits, schien sich aber gut eingelebt zu haben. Ich brachte schnell mein zeug zum spint und kam dann mit einer Schubkarre voll heu wieder zurück. Dieses verteilte ich dann möglichst gleichmäßig in alle raufen und las die Pferdeäpfel auf. Nachdem ich die Schubkarre weggebracht hate machte ich mich auf zum Stall. Hier musste ich zum Glück nur am wochenende misten. Ich fütterte Call him Crack, Martini, Cherry Lady Nazeera, Carus und Crackdown. Dann ging ich weiter. Ich holte Middaygirl aus iher Box, putzte sie gründlich und longierte sie. Dann bekam auch sie ihr futter. Jetzt musste ich mich sputen und putzte Lavrico im Schnelldurchlauf. Meine Freundinnen waren schon dabei Kentucky, Dressed to Dance und Californiagirl zu satteln, die ich ihnen für den Springunterricht geliehen hatte.
      Nach dem Unttericht versorgte ich Lavrico gewissenhaft und sattelte Barkadi. Ich hatte mich dazu entschlossen den Stuten auf meiner Zuchtweide einen Besuch abszustatten. Zum Glück weis Barkadi wohl garnicht das er ein Hengst ist, sonst wären solche Sachen sicher nicht möglich. ich steig also in meinen Sattel, drückte die Beine an Barkadis wuschelige Winterfell und amchte mich auf in Richtung Gestüt zu reiten. Vom Sattel aus öffente ich das Koppeltor und schloss es auch wieder ohne abzusteigen. Barkadi stand die ganze Zeit ruhig da, solche Aktionen war er als mein Trekkingpferd gewöhnt. Ich trabte an und sah mich um. Links standen Mikke, Shew O'Gold und Miss Love. Ich Stieg ab und legte meinem Hengst die Zügel über den Hals. Wie angepflockt stand er da und graste. Meinen Stuten schien nichts zu fehlen als sie mich freundlich begrüßen kamen. Ich bleib etwas stehen und streichelte sie, dann ging ich weiter zu Vanka und Desecration Smile. Auch ihnen ging es blendet. Ganz in der Nähe sah ich nun auch La hija del Viento die mich großäugig ansah und Twango Yigg, die offensichtlich auf Greta Garbo's rücken döste. Auch Calimera und Mississippi kamen an um sich liebkosen zu lassen. Ich sah mir alle nochmal genau an, doch keine hatte Anzeichen einer Verletzung. Der Hufschmied sollte morgen kommen, da hatte ich dann gelegenheit sie alle zu putzen. Ich pfiff Barcadi zu mir und rit wieder zum Gestüt zurück. Dort überprüfte ich dann meine Zuchthengste. Don Rico, Abajo und Bucks wurden gerade im Gelände von ihren Bereitern ausgebildet, ich legte jedem ein löeckerlie in den Trag und ging weiter. Rokko, Aribolo und Anadil hatten heute Stehtag. Sie waren auf der Hengstweide bzw dem Paddock. Ich ging jeden von Ihnen Besuchen und kraulte sie ein wenig. Kaksahi hatake hate ich früh bereits longiert und dann auf die große Weide gelassen. Ich fing ihn ein und brachte ihn für die Nacht in die Box. Auch Barkadi durfte wieder in seinen Stall. ich sah auf die Uhr und bemerkte das es Zeit wurde Solo für seine Fahrt fertiog zu machen. Ich Wusch den Braunen und wärend er im solarium trocknete Putzte ich Black Bloom. Anja war gerade gekommen und hatte mich gefragt ob wir beide nicht mit ihr und Mr.Manchester ins Gelände gehen wollten. Doch bevor ich Sattelte kam schon der anhänger. Solo's Plfeger legte ihm eine Decke um und führte ihn die Rampe hoch. Dann fuhren sie zu einem anderem gestüt wo Solo 3 Stuten decken sollte. Wir machten noch einen gemütlichen ausritt, dann fuhr ich nach Hause.

      Pflegebericht für Horsegirl's Pferde

      Heute bekam ich einen wahren Massenauftrag. Alle Pferde von Horsegirl sollte ich pflegen! Endlich mal eine richtige Herausforderung. Ich machte mich sofort auf den Weg zu dem Hof, auf dem die 42 Pferde von Horsegirl untergebracht waren. Sie standen bei dem schönen Wetter allesamt auf der Weide. Als ich kam, trabten ein paar an den Zaun. Ich las die Namensschilder an ihren Halftern. Die drei Pferde vor mir waren Crackdown, Tequila Sunrise und California Girl.
      ,,Na ihr? Da werd ich viel zu tun haben... Heute werdet ihr alle gepflegt!´´, sagte ich.
      Ich holte 42 Stricke, was schon lange dauerte, und legte sie neben die Weide. Dann nahm ich drei davon und befestigte sie schnell an den Halftern von Crackdown, Tequila Sunrise und California Girl, damit sie nicht auch noch wegliefen. Ich führte die drei nacheinander auf den Hof und band sie dort an. Nach einer halben Stunde standen alle Pferde auf dem Hof. Eine Schülerin kam mit ihrem Pferd grade und sah sich verwirrt um.
      ,,Moment, gleich ist wieder ein Platz frei!´´, rief ich ihr schnell zu.
      Ich putzte schnell Abajo und Ariabolo, die ich kannte, sie waren mal meine Pferde gewesen. Dann brachte ich sie beide zurück auf die Weide. Mit allen 42 Pferden konnte ich ja nun auch nichts machen, ich konnte nur ein paar bewegen. Aber erst musste ich die restlichen 40 Pferde putzen. Das Mädchen war so nett und half mir, nach dem sie ihr Pferd geputzt und wieder in seine Box gebracht hatte. Sie putzte Black Bloom, Golden Dream und Shew O' Gold, dann musste sie nach Hause. Ich brachte Black Bloom und Golden Dream auf die Weide zurück und sattelte und trenste Shew O' Gold auf. Ich stellte die Steigbügel richtig ein, stieg auf und ritt mit ihr in den Wald. Nach 10 Minuten Schritt trabte und galoppierte ich ein wenig und kehrte schnell, nach 20 Minuten, wieder zurück. Ich sattelte und trenste Shew O'Gold ab und brachte das Reitzubehör weg, dann rubbelte ich sie trocken, kratzte ihre Hufe aus und brachte sie wieder weg. Verzweifelt sah ich zu den vielen Pferden.
      ,,So wird das nichts...´´, sagte ich.
      Ich brachte alle auf eine Weide, die leer war. Die anderen, also Abajo, Ariabolo, Black Bloom und Golden Dream waren auf der richtigen Weide. Ich holte Calimera und Don Rico von der Weide, band sie an und putzte sie ordentlich. Ich nahm beide Stricke in je eine Hand und führte sie 5 Runden über die große Wiese hinter dem Stall, dann brachte ich sie zurück auf die Weide wo auch Shew O'Gold usw. standen. Jetzt waren noch die anderen dran.
      ,,Ihr werdet schon noch alle gepflegt werden, keine Angst!´´, rief ich ihnen zu.
      Dann holte ich La hija del viento, Mikke, Vanka und Solo raus, putzte sie und brachte alle ausser Mikke wieder weg. Mikke führte ich eine Runde um den Hof, bevor ich das Pferd zurückbrachte. So ging es den ganzen Tag weiter, bis jedes Pferd geputzt und die meisten bewegt waren.
      ,,Danke, das ihr so gut mitgemacht habt...´´, sagte ich zu den Pferden. ,,Bis irgendwann!´´
      Und dann ging ich nach diesem anstrengendem Tag.

      1. Bericht

      Heute wollte ich mal wieder meine Pferde besuchen gehen. ICh radelte also gleich anch dem Aufstehen und fertigmachen los und kam binen kürzester Zeit an. Meinen rekord hatte ich ncoh nciht gebrochen aber ich hatte immerhin nur 10 min. gebraucht. Es war ein kühler Morgen und man konnte noch den Frost auf der wiese sehen. Deswegen stanen auch die Pferde noch im Laufstall. Als erstes ging ich wie gewohnt in meinen Hengststall. Dort wurde ich gleich mit einem Dionerndem Wiehren empfangen. ES war mein Neustes Pferd , Resident Evil. Ich weiß nciht wie er an den Namen gekommen ist, aber er üpasste nicht. Er war docvh keinesfalls böse! Allerhöchstens ein bisschen übermütig . Dann ging ich die Stallgasse weiter bis nach hinten zum heuballen. Ich zog meine Jacke aus, wechselte die schuhe und machte mich auch gleich an die Arbeit. Schnell schnappte ich mir eine Heugabel und legte los. Nachdem Kentucky, Lavrico, Westminster und Fair Play Heu bekommen hatten machte ich bei Solo, Resident Evil und Rageti weiter. Dann füllte ich ein schubkarre und brachte Masse d'or und Dark shaddow's Night etwas heu auf ihren extrapaddock. Nun ging ich zu den Fohlen. Außer Martini und Cherry Lady hatte ich ncoh ein anderes neues Fohlen. Das kleine hatte nochj keinen Anmen, bekam aber trotzdem etwas zu Fressen. Dann trabte ich im Lajufschritt rüber zum Stutenauslaufstall.
      California Girl, Fashion, Dressed to Dance u. Middaygirl hatte ich schnell gefüttert. Ihre boxen waren direkt bei den Heu und strohballen. Schwieriger gestalltete es sich dan schon bei Silversera u. Tequila Sunrise. zu ihnen musste ich das heu per schubkarre bringen , dass war vllt. ein Aufwand . Egal, dachte ich und hastete zum Zuchtstall rüber. Dort warteten schon Miss Love, Rokko, Desecration Smile, Mr. Manchester, Vanca und Shew O' Gold auf mich und das Heu. Endlich war ich fertig . Ich trabnk ein Paar schlucke und fütterte dann noch das Kraftfutter. Mittlerweile war auch die Wiese wieder Taufrai und ich konnte alle Pferde auf die Umliegenden weiden verteilen. Jetzt ritt ich noch ein Paar der Pferde persöhnlich, nämlich Solo, Ragetti, Kentucky, Mikke und Mr. Manchester. Die anderen wurden Heute von meinen Zuverlässigen Bereitern Trainiert.Am Ende des Tages ging ich noch auf Fashion ins Gelände und Fütterete nochmal.

      27. Bericht

      Heute wollte ich wieder zu Meinen Tollen Pferden gehen, unruhig saß ich in der letzten Stunde der schule- außgerechnet Chemie-- Stat über die und gestellte aufgabe zu grübeln dachte ich anch mitm wem ich heute wie trainieren wollte.. doch dann immer wen amns am wenigsten erwartet wurde ich asn die Tafel gerufen Typisch. doch noch bevor ich fertig war klingelte es zu Pause, wir hatten 10 min eher angefangend eswegen löieß uns under lehrer außnahmsweise mal Mit dem klingeln gehen, eine Seltenheit, er überzog IMMER so auch Heute aber egal, jetzt mkonnte mich nichts Mehr halten. schnell klährte ich mit meiner freundin wann ich sie auf dem reiterhof erwartete, dann stürtzte ich durch die Menge zu den Fahradständen und war schon unterwegs. Es war ein wunderschöner sommertag, warm aber nciht schwühl und mit einer kalten Briese, perfektes Wetter. Nach ungefähr 20min kam ich am stall an und schloss Mein Fahrrad an. Nichts wie zu meiner Satelkammer. Dort schmiss ich eminen Rucksack in den Spint und zog mich shcnell um. In windeseile schnappte ich mit ein paar löeckerlies die ich in meine Tasche stopfte und auch noch nen Apfel für mich. Dann rannte ich quer über den schön gepflegten Hof auf meine Stutenweiden zu. ich nahm den letzten berg und schon stand ich vor der Gasse die an 2 seiten durch Widen begrenzt war. weiter hinten waren die Privatstutenboxen von uns. Und etwas links unsere Boxen für die Zuchtstuten. Ich rief nun erstmal meine Kleine Herde zu mir und halfterte Mikke auf. Mikke ist die Leitstute und alle Stuten weürden ihjr folgen. Ich führte sioe voran und sah schon wie Ihr meine Stutenherede folgte.
      ein lustiges Bild musste das abgeben. Mikke,Aisha, Steppenfee,Desecration Smile, Shew o'gold,Silversera,Midday girl Dresset to dance,Fashion California girl und auch Meine Miss Love folgten wir im gänsema rsch und liefen dan wie gewohnt in ihre Paddockboxen. Glücklicherweise half Mir ehute das Stallpersonal, schließlich ahbe ich wenn ich in derr schzule bin weniger Zeit. sie hatens chon die Bopxen gemistet und halfen mir nun dabei ersteinmal alle Stuten zu Putzen während ich noch die Hengste putzte: Nachdem acuh Solo, rageti,Mtr. Manchester,Fair Play,Westminster,Rokko,Lavrico und kentucky sauber waren Ritt ich gemeinsam Mit meinen Trainern und Freunden alle Pferde.Besonderes Springtraining hjatten Heute meine Hengste,schließlich sollte bald ein Springtunier extra für junghengste sein and em ich mit Mit Solo große Chancen ausrechnete. Nach dem TrainierenFüpttere Ich alle und Ließ sie wieder auf die weide. in der schönen Sommerszeit sollen sie sich natürlich soviel wie möglich aufnunseren riiiesigen Koppekln aufhalten statt im stall wo die Luft vom stoh staubig ist,. nachdem ich alle Versorgthate Ging ich zu meiner kleinen Fohlenherde. bei ihnen graßte auch Dasrk Shadow's Night da sie sicher bei dne großpferden Zertramopelt werden würde. ich sah nach ob alle da waren . Niote Spot war an der Tränke wo er sich mitr Masse D' Or stritt wer zu erst ans kühle wasser durfte, es war süß wie die 2 sivh neckten. etwas weiter hinten standen dösend iom unterstand Cerry Ladfy Und champangne. die zusammen mit Sound of sorrow am heu knabberten. Links in der großenweidenanschlusskoppel stürmten allerdings Time to get real uns Showman gerum was ihnen ein dorn imauge war. Plöötzlich hörte ich es Galoppieren und ging schnell zutr seite als sioch bockend und soielend No limits und Princess on Midnigfht auf mich zu bewegten, sie rannten dann mit den 2 anderen unruhefrieden über die weide wie wildpferde. ich freue mich sehr wenn ich sie so ausgelassern spielen sehe. Das zeigt für mich dass sie asich auf ihrer großen Weide einfach nur Pudel- oder eher Fohlenwohl fühlen. Dann sah ich mich um und streichele Meine Dark Shadiow's Night und kraulte sie durch. ich holte dann ein Paar bürsten und lockte die Fohlen mit leckerlies zu mir, ich schupperte und säuberte alöle einmaö grob durch damit sie mich annehemn als ihre 'leitstute' denn Fellpflege im offenstall ist grade für den Sozialkontakt sehr wichtig.
      Dann ging ich nochmal die runde rum und streicheklte alle. Morgen würde ich vierl mehr zeit ahben alle zu reiten. Zufrieden und erschöpft landete ich anch dem Duschen im bett und schließ sofort ein.

      31. Bericht

      Heute wollte ich meine Beiden hengste Ragetti uind Solo von einer Bekannten Züchterin abholen-Fleur.Ihre pferde waren weit bekannt für das schöne aussehen, deen guten charakter und ihre Tollen Leistungen im Sport, Natürlich auch ind er Zucht . Mein ganzer körper kribbelte als ich mit meinem pferdeanhänger den schön gefegten Hof ansteuerte und mich auf dem großen Platz vor dem Stzall hinstellte. Solo stand schon bereit,. er sah hinreißend in seinem Transportzeug aus. Ich Nahm ihn und begutachtete ihn ein letztes mal freudenstrahlend, dann wollte ich ihn in den Hänger führen, Ich liebte seinen charakter, er war so ruhig und gelassen dass man meinen könnte er währe gar kein vollblut,er ist zäh und nervenstrak einfach himmlisch--ich abnd ihn an und war schon auf dem weg zu ragetti als mir auffiehl das ich das heunetz vergessen hatte zu füllen ! 'So ein Mist wie immer wenns schnell gehen muss 'dachte ich und fragte die Züchterin' haben sie wohl noch ewtas heu übrig? ich hab dummerweise vergessen das netzt zu Füllen' und deutee auf den Anhänger 'klar' antwortete Fleur lachend und holte mir welches,Dass ich dan in emine Heunetz füllte. Solo kaute schon genüsslich an einem halm als ich
    • Occulta
      Wie wir an Mikke kamen...

      Ich bekam an diesem einen Abend einen Anruf, was für die Tageszeit eher ungewöhnlich war. Mit der Vermutung, dass es sich um meine liebe Cousine handle nahm ich ab und wurde sogleich überrascht. Die Stimme am anderen Ende konnte gewiss nicht von einem Verwandten stammen, zudem berichtete sie von einem längst vergessenen Ereignis. Es ging um den Kauf einer Vollblutstute, den ich vor gut vier Monaten eingefädelt hatte. Ich hatte damals keine Antwort mehr erhalten und somit die Sache als erledigt abgehakt. Nun war ich umso glücklicher, dass Verhandlungen fortgeführt wurden. Eifrig warf ich mich aufs Sofa und besprach den Preis und die Übergabe des wertvollen Tiers. Ich musste eine ordentliche Summe aufbringen, doch das war sie mir wert. Der Name der Stute war Caprice, doch wurde sie von allen Mikke genannt. Es war eine achtjährige Fuchsstute, reines Vollblut, gute Abstammung und einige Erfolge. Ich vereinbarte das Abholdatum und bedankte mich, dann war das Gespräch zuende. Ich liess das Telefon langsam sinken, meine Finger kribbelten vor Aufregung. Jacky hüpfte neben mir aufs Sofa und kuschelte sich an meine Pyjamahose. Ich kraulte sie mit liebevollem Blick. Seit Jack nicht mehr war, war sie viel verschmuster geworden und wollte öfter gestreichelt werden. "Na Süsse, wie soll das weitergehen? Meine Freude kann ich vorerst nur mit dir teilen, wenn Jack da wäre würde ich auf ihn zurennen und ... Aber das ist er nicht. Jetzt erzähl ich's eben dir: Wir kriegen einen neuen Kumpel. Eine hübsche Stute, du wirst sie mögen. Freust du dich? Ja freust du dich!" Ich verwuschelte ihr spielerisch den Kopf und nahm sie auf den Arm. Sie wand sich etwas, dann hielt sie still und liess sich auf dem Rücken wie ein Baby halten. Schliesslich liess ich sie runter und ging zu Bett.

      Eine Woche später stieg ich müde, aber überglücklich aus dem Auto. Ich war noch froher gewesen, dass die Stute ihr neues Zuhause auf Pineforest Stable fand, als ich ihr altes Zuhause zu Gesicht bekommen hatte. Die Besitzerin hatte es wohl nicht ohne Grund eilig gehabt, die Pferde loszuwerden, denn als ich auf dem Hof angekommen war, herrschte dort Totenstille. Das Gelände war schon beinahe verwahrlost und verlassen gewesen, nur noch wenige Pferde in dreckigen Boxen gestanden. Als ich den Anhänger öffnete, zuckte Quinn, die neugierig auf den Parkplatz gerannt kam, beinahe zusammen. Erwartet hatte sie, wie alle, ein edles, glänzendes Vollblut mit schickem Lederhalfter und feiner Mähne. Tatsächlich aber führte ich eine verstaubte, magere Stute von der Rampe, einzig das schöne Lederhalfter, welches ich mitgebracht hatte, zierte den eigentlich hübschen Kopf mit der weissen Blesse. Wir brachten Capri, wie ich sie zu nennen pflegte, in den Innenhof des Hauptstalls. Dann ging alles zügig: ich band sie an einem der Halteringe an, holte den Schlauch, wusch vorsichtig den gröbsten Dreck aus dem roten Fell, rieb sie mit hautschonendem Shampoo ein. Besonders aus dem feuerroten Schweif kam viel Dreck, der Schaum färbte sich rasch braun. Sogar die Beinabzeichen wurden allmählich wieder ganz weiss. Nun spritzte ich sie gründlich ab, achtete darauf, dass auch in der Mähne kein Schaum übrig blieb, bearbeitete das nasse Fell mit dem Schweissmesser, trocknete es danach mit einem Handtuch so gut wie möglich ab, da es doch nicht mehr so warm war. Ich warf ich eine neue, schwarze Abschwitzdecke über den Rücken, die künftig ihr gehören würde, damit sie sich nicht erkältete. Der Nebel kroch bereits über das Hofgelände, denn die Sonne ging langsam unter und die Luft war angereichert mit dem kühlen Flusswasser. Ich liess es mir dennoch nicht nehmen, ihr die eisenlosen Hufe ein wenig zu raspeln (dies hatte ich bei einem Kurs über das Schmieden gelernt) und einzufetten. Zum Schluss wusch ich den Kopf nochmals an den Stellen, an die sie mich mit dem Schlauch nicht gelassen hatte mit einem Schwamm und kämmte das noch sehr feuchte Langhaar mit Hilfe von Glanzspray. Endlich war die Stute so sauber, wie es sich für ein Rennpferd gehörte. Noch etwas feucht folgte sie mir zögernd ins Innere des Hauptstalls, ab in die Wärme. Dort wartete in ihrer frisch hergerichteten Box ein Haufen Heu, duftendes Stroh und ein paar versteckte Karotten. Ich tätschelte ihr den beinahe trockenen Hals und zupfte die Decke nochmals etwas zurecht, dann verliess ich die Box und beobachtete sie eine Weile. Ajith kam an meine Seite, gemeinsam mit Quinn. "Now she looks like a Thoroughbred. Hope she was not too distressed, now at least she must feel better." Ich nickte nachdenklich, denn ich überlegte gerade, ob ich sie alleine lassen konnte oder eine Überwachungskamera aufstellen sollte. Sie sah zwar deutlich besser aus, war aber immernoch etwas matt und natürlich dünn. Ich beschloss auf Ajith zu hören, der zuversichtlich war. Wir liessen die Stute in Ruhe und kümmerten uns etwas um die anderen Vollblüter. Ich kam nocheinmal vorbei um nach Capri zu sehen, ehe ich ins Haus verschwand.

      Am Nächsten Morgen lief ich gespannt als erstes zu der roten Stute. Ich fühlte mich von Anfang an sehr zu ihr hingezogen, wie zu all meinen Pferden, denn Capri hatte schon viel erlebt in ihrem Leben. Schon früh hatte sie beachtliche Erfolge, wechselte mindestens dreimal den Stall und wurde von mehreren Leute vor mir geliebt und gepflegt. Als ich in Sichtweite kam stellte ich erleichtert fest, dass sie mir schon entgegen sah. Sie röchelte sogar etwas, offensichtlich hatte sie gewaltig hunger. In wenigen Minuten würden die Pfleger die erste Heuration verteilen, also musste sie sich nicht mehr lange gedulden. Ich schob die Hand unter ihre Decke um zu prüfen, ob sie trocken war. Ihr Fell war weich und warm und auch die Beine fühlten sich normal an. Zufrieden kraulte ich sie hinter dem Ohr und holte eine Bürste, um die Mähne und den Schweif zu kämmen. Nun da sie vollständig trocken war ging es leichter und ich zupfte ihr kaum mehr Haare aus. Sie sah nun genauso schick und gepflegt wie die restlichen Vollblüter aus und hatte sich offenbar sogar schon mit den Boxennachbaren geeinigt. "Willkommen in deinem neuen Leben", flüsterte ich liebevoll, während ich die weisse Stirn kraulte.
      7 Okt. 2014
    • Occulta
      Wie wir an Mikke kamen...

      Ich bekam an diesem einen Abend einen Anruf, was für die Tageszeit eher ungewöhnlich war. Mit der Vermutung, dass es sich um meine liebe Cousine handle nahm ich ab und wurde sogleich überrascht. Die Stimme am anderen Ende konnte gewiss nicht von einem Verwandten stammen, zudem berichtete sie von einem längst vergessenen Ereignis. Es ging um den Kauf einer Vollblutstute, den ich vor gut vier Monaten eingefädelt hatte. Ich hatte damals keine Antwort mehr erhalten und somit die Sache als erledigt abgehakt. Nun war ich umso glücklicher, dass Verhandlungen fortgeführt wurden. Eifrig warf ich mich aufs Sofa und besprach den Preis und die Übergabe des wertvollen Tiers. Ich musste eine ordentliche Summe aufbringen, doch das war sie mir wert. Der Name der Stute war Caprice, doch wurde sie von allen Mikke genannt. Es war eine achtjährige Fuchsstute, reines Vollblut, gute Abstammung und einige Erfolge. Ich vereinbarte das Abholdatum und bedankte mich, dann war das Gespräch zuende. Ich liess das Telefon langsam sinken, meine Finger kribbelten vor Aufregung. Jacky hüpfte neben mir aufs Sofa und kuschelte sich an meine Pyjamahose. Ich kraulte sie mit liebevollem Blick. Seit Jack nicht mehr war, war sie viel verschmuster geworden und wollte öfter gestreichelt werden. "Na Süsse, wie soll das weitergehen? Meine Freude kann ich vorerst nur mit dir teilen, wenn Jack da wäre würde ich auf ihn zurennen und ... Aber das ist er nicht. Jetzt erzähl ich's eben dir: Wir kriegen einen neuen Kumpel. Eine hübsche Stute, du wirst sie mögen. Freust du dich? Ja freust du dich!" Ich verwuschelte ihr spielerisch den Kopf und nahm sie auf den Arm. Sie wand sich etwas, dann hielt sie still und liess sich auf dem Rücken wie ein Baby halten. Schliesslich liess ich sie runter und ging zu Bett.

      Eine Woche später stieg ich müde, aber überglücklich aus dem Auto. Ich war noch froher gewesen, dass die Stute ihr neues Zuhause auf Pineforest Stable fand, als ich ihr altes Zuhause zu Gesicht bekommen hatte. Die Besitzerin hatte es wohl nicht ohne Grund eilig gehabt, die Pferde loszuwerden, denn als ich auf dem Hof angekommen war, herrschte dort Totenstille. Das Gelände war schon beinahe verwahrlost und verlassen gewesen, nur noch wenige Pferde in dreckigen Boxen gestanden. Als ich den Anhänger öffnete, zuckte Quinn, die neugierig auf den Parkplatz gerannt kam, beinahe zusammen. Erwartet hatte sie, wie alle, ein edles, glänzendes Vollblut mit schickem Lederhalfter und feiner Mähne. Tatsächlich aber führte ich eine verstaubte, magere Stute von der Rampe, einzig das schöne Lederhalfter, welches ich mitgebracht hatte, zierte den eigentlich hübschen Kopf mit der weissen Blesse. Wir brachten Capri, wie ich sie zu nennen pflegte, in den Innenhof des Hauptstalls. Dann ging alles zügig: ich band sie an einem der Halteringe an, holte den Schlauch, wusch vorsichtig den gröbsten Dreck aus dem roten Fell, rieb sie mit hautschonendem Shampoo ein. Besonders aus dem feuerroten Schweif kam viel Dreck, der Schaum färbte sich rasch braun. Sogar die Beinabzeichen wurden allmählich wieder ganz weiss. Nun spritzte ich sie gründlich ab, achtete darauf, dass auch in der Mähne kein Schaum übrig blieb, bearbeitete das nasse Fell mit dem Schweissmesser, trocknete es danach mit einem Handtuch so gut wie möglich ab, da es doch nicht mehr so warm war. Ich warf ich eine neue, schwarze Abschwitzdecke über den Rücken, die künftig ihr gehören würde, damit sie sich nicht erkältete. Der Nebel kroch bereits über das Hofgelände, denn die Sonne ging langsam unter und die Luft war angereichert mit dem kühlen Flusswasser. Ich liess es mir dennoch nicht nehmen, ihr die eisenlosen Hufe ein wenig zu raspeln (dies hatte ich bei einem Kurs über das Schmieden gelernt) und einzufetten. Zum Schluss wusch ich den Kopf nochmals an den Stellen, an die sie mich mit dem Schlauch nicht gelassen hatte mit einem Schwamm und kämmte das noch sehr feuchte Langhaar mit Hilfe von Glanzspray. Endlich war die Stute so sauber, wie es sich für ein Rennpferd gehörte. Noch etwas feucht folgte sie mir zögernd ins Innere des Hauptstalls, ab in die Wärme. Dort wartete in ihrer frisch hergerichteten Box ein Haufen Heu, duftendes Stroh und ein paar versteckte Karotten. Ich tätschelte ihr den beinahe trockenen Hals und zupfte die Decke nochmals etwas zurecht, dann verliess ich die Box und beobachtete sie eine Weile. Ajith kam an meine Seite, gemeinsam mit Quinn. "Now she looks like a Thoroughbred. Hope she was not too distressed, now at least she must feel better." Ich nickte nachdenklich, denn ich überlegte gerade, ob ich sie alleine lassen konnte oder eine Überwachungskamera aufstellen sollte. Sie sah zwar deutlich besser aus, war aber immernoch etwas matt und natürlich dünn. Ich beschloss auf Ajith zu hören, der zuversichtlich war. Wir liessen die Stute in Ruhe und kümmerten uns etwas um die anderen Vollblüter. Ich kam nocheinmal vorbei um nach Capri zu sehen, ehe ich ins Haus verschwand.

      Am Nächsten Morgen lief ich gespannt als erstes zu der roten Stute. Ich fühlte mich von Anfang an sehr zu ihr hingezogen, wie zu all meinen Pferden, denn Capri hatte schon viel erlebt in ihrem Leben. Schon früh hatte sie beachtliche Erfolge, wechselte mindestens dreimal den Stall und wurde von mehreren Leute vor mir geliebt und gepflegt. Als ich in Sichtweite kam stellte ich erleichtert fest, dass sie mir schon entgegen sah. Sie röchelte sogar etwas, offensichtlich hatte sie gewaltig hunger. In wenigen Minuten würden die Pfleger die erste Heuration verteilen, also musste sie sich nicht mehr lange gedulden. Ich schob die Hand unter ihre Decke um zu prüfen, ob sie trocken war. Ihr Fell war weich und warm und auch die Beine fühlten sich normal an. Zufrieden kraulte ich sie hinter dem Ohr und holte eine Bürste, um die Mähne und den Schweif zu kämmen. Nun da sie vollständig trocken war ging es leichter und ich zupfte ihr kaum mehr Haare aus. Sie sah nun genauso schick und gepflegt wie die restlichen Vollblüter aus und hatte sich offenbar sogar schon mit den Boxennachbaren geeinigt. "Willkommen in deinem neuen Leben", flüsterte ich liebevoll, während ich die weisse Stirn kraulte.
      7 Okt. 2014
    • Occulta
      Eowin Tierarztbericht für Mikke

      Nun war Mikke an der Reihe. Ich hatte am Rande mitbekommen, dass sie in letzter Zeit leider häufiger den Besitzer gewechselt hatte, sodass ich sie etwas misstrauisch beäugte. Doch sie schien sich in ihrem neuen Zuhause recht wohl zu fühlen.
      Sie beäugte mich misstrauisch und wandte sich dann – beinahe etwas arrogant – wieder ab.
      Ich machte die Spritzen fertig und impfte dann. Dabei giftete sie mich heftig an und biss nach mir, aber ich konnte schnell genug ausweichen.
      Dafür nahm sie die Wurmkur recht artig.
      Ich lobte sie, dann durfte sie auch schon wieder in den Stall.
      8 Jan. 2015
    • Occulta
      White Storm

      Sonnenstrahlen wärmten meinen Rücken, als ich mit Lila den Feldweg entlang töltete. Es war Sonntag, kurz nach dem Weihnachtsball. Ein Blick auf die Armbanduhr unterrichtete mich von der Tageszeit – zehn nach zwei Uhr. Es war ein vollgepackter Morgen gewesen. Zwei neue Pferde hatte ich begrüssen dürfen, und morgen würde nochmals eines folgen. Um fünf Uhr war ich aufgestanden, um beim Füttern zu helfen und anschliessend mit den Rennpferden und Jockeys ins Training zu gehen. Kaum war Cantastor wieder abgesattelt und versorgt gewesen, hatte ich Gini auf dem verschneiten Platz bewegt. Es waren sogar immer noch ein paar Flöckchen gefallen, während ich mit ihr Slaloms, Stops und Seitwärtsgänge geübt hatte. Richtig hübsch hatten die weissen Fetzen sich ihren Weg durch den nebligen Himmel getanzt. Danach hatte ich Amor Casdove vom Flughafen abgeholt. Der Pintoaraber hatte wohl einen echten Kulturschock gehabt, als er vom warmen Australien ins verschneite England verfrachtet worden war. Er hatte sich auch entsprechend verhalten und war trotz seiner Winterdecke extrem zappelig gewesen, als hätte es ihm an die Beine gefroren. Ich nahm es dem temperamentvollen Jungspund nicht allzu übel. Er hatte sich in der Box einige Male gedreht und gewiehert, danach war aber auch schon Ruhe eingekehrt. Ich hatte anschliessend Anubis bewegt, der zum Glück einiges ruhiger gewesen war. Nachdem ausserdem auch Donut und Hallu bewegt gewesen waren, hatte ich mich auf den Weg in den Süden gemacht, um meine neue Paint Stute abzuholen. Sie war ein interessantes Projekt, da sie vollkommen militärisch ausgebildet worden war. Ich hatte zwar gute zwei Stunden bis Bristol gehabt, doch die Fahrt hatte sich gelohnt: Echo war bereits mit einigen anderen Pferden angebunden auf dem Parkplatz gestanden, denn sie war nicht das einzige Pferd gewesen, das heute abgeholt worden war. Der alte Bauer, der aufgrund seiner Demenz seine Hobbyzucht aufgeben musste, war etwas verwirrt in Begleitung seiner Tochterzwischen den Pferden und Anhängern hindurch gewuselt und es war ihm sichtlich schwer gefallen zu verstehen, warum seine Pferde weg mussten. Als ich Echo endlich hatte die Rampe hochführen dürfen, hatte ich ihm versichern müssen, dass ich sie weiterhin kavallerietauglich ausbilden würde. Er hatte mir ihr Zaumzeug geschenkt, da sie dieses in der Ausbildung so gut angenommen hatte. Ich hatte beschlossen, ihm diesen Wunsch zu erfüllen und es für mich als Challenge zu betrachten. Nun war die Stute in ihrer neuen Box und lebte sich ein, während ich auf dem Ausritt mit Lila war.
      Mein Mopho summte, ich bremste die Islandstute. "Hey, bist du noch lange weg?", stand auf dem Display, darüber fand ich das Profilbild von Jonas. Ich verneinte und fragte warum, konzentrierte mich dann aber wieder auf Lila. Mein Pferdchen war fleissig heute: kaum nahm ich die Zügel wieder auf, spurtete sie auch schon im Trab los. Die wollige Mähne tanzte dabei im Takt auf und ab. Überhaupt war alles an ihr wollig. Ich hatte sie noch nicht geschoren, da es so schnell so kalt geworden war, doch nun schien es langsam Zeit zu werden. Sie wird sich sonst zu Tode schwitzen, wenn sie so Gas gibt. Der Schnee war bereits wieder am Schmelzen, doch er stand noch immer knöchelhoch. Und für die nächste Woche war ein Schneesturm angekündigt worden. Ich mochte den Schnee, sehr sogar. Und ich mochte es, gemütlich im warmen Wohnzimmer zu sitzen, während draussen der Wind heulte und der Schnee wirbelte. Alles um mich herum lag still und weiss da, nur hin und wieder lösten sich das schmelzende Pulver von einem Ast und hinterliess einen glitzernden Nebel aus Eiskristallen in der Luft. Irgendwo in der Ferne rief eine Krähe, als ich den Weg beim Flussufer erreichte. An einer steil abfallenden Stelle beim Ufer, dort wo Schmelzwasser in den Fluss lief, entdeckte ich einige wunderschöne Eiszapfen. Ich hielt Lila und liess mich zu Boden gleiten, um einen abzubrechen. Den muss ich unbedingt Lewis zeigen! Er behauptet immer noch, dass 'seiner' bei der Reithalle der grösste sei. Ich sah nochmal auf das Display meines Mophos, ehe ich wieder aufstieg. "Wir wollen Schlitteln gehen. Keine Angst - die Pferde sind schon alle versorgt." Ich lächelte kopfschüttelnd und lenkte mein Pferdchen auf den Heimweg.

      Vor dem Nebenstall stieg ich ab und führte Lila unter das Vordach zum Anbinden. Sie stützte entspannt den Huf auf, während ich den Sattel von ihrem Rücken nahm und das lange Winterfell kurz durchbürstete. Ich schäre sie später gegen Abend. Schon kamen Lewis und Jonas um die Ecke. "Ah, you're back! Okay, let's groom Lila and then go, while it's still sunny", rief Lewis freudig. Ich nickte und die beiden halfen mir kurz beim Hufe Auskratzen und Beine Bürsten. Dann brachten wir Lila rein und holten meinen Holzschlitten aus dem Keller. Rosie, Lisa, Elliot, Darren und Oliver standen schon bereit; Quinn war nicht dabei weil sie sich eine Grippe eingefangen hatte. Ajith fehlte ebenfalls, da er keinen Schlitten hatte und sich nicht so geeignet für den Schneesport fand. Die anderen hatten versucht, ihn zu überreden, doch Ajith bleibt hart Granit wenn er sich einmal entschieden hat. Wir liefen los in Richtung Galoppwiese, dann ein wenig südöstlich. Dort gab es, weit vom Hof entfernt, einen grossen Hügel, den ich letztens mit Numair hochgaloppiert war, um dessen Kondition zu verbessern. Es war mühsam, durch den bereits schmelzenden Schnee zu stapfen. Der Weg auf den Hügel kam mir ewig vor. Doch die Mühe lohnte sich: trotz des klebrigen Schnees fuhren die Schlitten schnell. Dumm nur, dass mein Schlitten bei der zweiten Abfahrt einige Meter neben der Piste eine unliebsame Begegnung mit ein paar Felsen erlitt, die hinterhältig unter der Schneedecke schlummerten. Ich landete unsanft im Tiefschnee und der Schlitten sah mitleidserregend aus. Ich sammelte die linke Kufe und das restliche Holzgestell ein und lief damit die Piste hinunter, wo die anderen halb besorgt, halb lachend warteten. Jonas bot mir an, auf seinem Schlitten mitzufahren, was ich nach einigem Zögern auch annahm. Dankbar hastete ich neben ihm den Hügel hinauf, während er den Schlitten zog. Ich setzte mich vorne hin, er sich hinten, da er so besser lenken konnte. Die Abfahrt war turbulent aber lief gut, bis Lewis uns hinauswarf, indem er den Schlitten hinten packte und herumriss. Wir machten ständig solche Spiele beim Schlittenfahren - das machte es um einiges spannender. Ich lag lachend neben dem Gefährt im Schnee und sah zu Jonas, der sich ärgerlich die Mütze ausschüttelte. Schon entdeckte ich das typische, herausfordernde Glitzern in seinen Augen und wir erklimmten den Hügel erneut. Noch einige Male landeten wir im Schnee, und oft revanchierten wir uns an diesem Nachmittag. Ich genoss es in vollen Zügen und das Beste war, dass Jonas und ich ein hervorragendes Team bildeten. Als der Spass schliesslich zu Ende ging, da es bereits dunkel wurde, liefen wir fröhlich lachend und schnatternd zurück zum Stall. Im Pflegerheim liess ich mich erschöpft aber glücklich mit einem warmen Punsch in der Hand auf die blaue Couch fallen. Jonas setze sich neben mich. Wir redeten eine Weile, ehe wir beschlossen, einen Film zu schauen. Doch zuerst mussten die Pferde versorgt werden. Ich trank aus und zog mich wetterfest an. Es war sechs Uhr und dunkel draussen, ausserdem kam ein starker Wind auf, der eisig durch meine Jacke zog.
      Ich stampfte durch den bloss noch knöchelhohen Schnee zu den Weiden, wo ich Pina und Indiana auf halfterte. Die beiden liefen zügig und aufgeregt schnaubend neben mir den Weg hinauf, offenbar spürten sie den herannahenden Sturm. Ich liess, im Hauptstall angekommen, Diana los, damit sie selber in ihre Box laufen konnte. Währenddessen brachte ich Pina in die ihrige. Auch Jonas kam gerade mit Caprice und Crack angelaufen. Beim Zurückgehen schob ich auch Dianas Tür zu und warf einen Blick in die Box von Cassy, die bereits nass, aber zufrieden am Heu knabberte, dann lief ich erneut los um zwei weitere Stuten zu holen. Beim Eingang wich ich Ajith aus, der Kierka und Blüte hineinführte. Auf dem Weg zu den Weiden hielt mich Lisa auf um zu fragen, wann die Pfleger füttern sollten. Sie schaffte es kaum, Paint und Gray ruhig zu halten. Paint stand breitbeinig da, den Kopf hoch erhoben, und sog hin und wieder geräuschvoll Luft ein. Gray stand mit gespitzten Ohren daneben. Ich beschloss, dass wir das Füttern und Misten gleich erledigen sollten und anschliessend um neun nochmals Heu geben und Kontrolle machen würden. Lewis hatte inzwischen auch Sumerian geholt. Ich kümmerte mich also noch um die letzten beiden, Shio und Pointless. Doch auf dem Weg schüttelte Point die ganze Zeit heftig den Kopf und riss am Strick. Ich massregelte sie mehrfach, Wirkung zeigte es bei der sensiblen Stute kaum. Im Gegenteil: kurz vor dem Hauptstall nahm sie einen gewaltigen Satz in meine Richtung und warf mich beinahe um, sodass ich sie loslassen musste, um nicht überrannt zu werden. Knapp gelang es mir, Shio zu halten. Die gepunktete Stute hingegen raste im gestreckten Galopp zurück in Richtung Weiden. "Spinnvieh!" Ich fluchte vor mich hin und brachte Shio schleunigst in die Box, um gleich darauf ein paar Pfleger zusammenzutrommeln und Pointless zu suchen. Mittlerweile stürmte es fast schon, und es schneite. "Na toll, sie haben den Sturm doch erst für Montag angesagt!", beschwerte sich Lisa. Ich beachtete sie nicht und kniff die Augen zusammen, damit keine Schneeflocke hineingeweht wurde. Ich lief zielstrebig in Richtung Fohlenweide, denn dort vermutete ich die ausgerissene Stute. Die anderen folgten mir. Tatsächlich stand Pointless beim Zaun und sah uns entgegen, doch als wir zu nahe kamen, drehte sie ab und bewegte sich im Stechtrab weiter den Weg hinab. "No chance, she'll run to the field if we try to chase her. We have to block the way down there", rief ich durch den Wind und deutete auf das Ende des Weges zwischen den letzten beiden Weiden. Lewis und ich rannten in einem Bogen über die Weiden nach unten, indem wir uns unter den massiven Holzzäunen hindurch zwängten. Point beobachtete uns hin und wieder misstrauisch, dann wiederum sah sie zu Lisa und Ajith hoch. Als wir unten ankamen, streckten Lewis und ich die Arme aus und blockierten den Weg, von Zaun zu Zaun. Dann trieben wir die aufgewühlte Stute langsam nach oben zu Ajith. Er schaffte es schliesslich, ihr noch immer am Halfter baumelndes Seil zu fassen und ihr zusätzlich einen Strick um den Hals zu legen. Gemeinsam führten wir Pointless in den Stall, was diesmal bis auf einige grunzende Seufzer ihrerseits ereignislos verlief. Als sie endlich in der Box war, atmete ich auf. Wir waren alle vier Total durchnässt und zerzaust vom Wind, der draussen gerade erst seine volle Kraft zu entwickeln schien.
      Wir fütterten die ungeduldig schnaubenden Pferde rasch und säuberten die Boxen, danach machten wir uns gemeinsam auf den Weg zum Pflegerheim. Kaum waren wir da, legte der Sturm richtig los. Es flitzten eine Menge weisser Flocken am Fenster vorbei und der Wind heulte durch die Spalten des Hauses. Drinnen war es dafür umso gemütlicher: die Heizung lief auf Hochtouren und es wurden bereits Decken und heisser Tee verteilt. Ich zog die Jacke aus und stellte fest, dass nicht nur meine Haare, sondern auch meine Hosen durchnässt waren. Ich wickelte mich daher rasch auf dem Sofa in eine der Decken ein und liebäugelte mit einer blauen Tasse auf dem Tisch vor mir. Mit einem federnden Aufschlag liess sich Jonas neben mich fallen, wie ich es mir insgeheim erhofft hatte. Wir starteten den Film und verdunkelten den Raum. Es dauerte nicht lange, da fühlte ich eine Hand sich um meine Schulter legen, und eine sanfte Kraft zog mich weiter nach links. Ich liess es zu, bis ich mit dem Kopf an seine Schulter gelehnt war und wagte es nicht, aufzusehen. Als ich es doch tat, sah er mich mit solch einer Herzlichkeit an, dass ich mir ein glückliches Lächeln unmöglich hätte verkneifen können. Ich liebte seine tiefgründigen Augen, seine feinen und doch kantigen Gesichtszüge und das wollene Haar - alles an ihm war in diesem Moment wundervoll und ich vergass die schmerzenden Monate der Kälte und Nüchternheit. It's so silly, sagte ich zu mir selbst, but if this was a dream, I would never want to wake up. Die Zeit ging viel zu schnell vorüber. Und so kam das unweigerliche Ende der zärtlichen Liebkosungen. Still hatten wir unser Glück für ein paar Stunden gehabt, und ebenso schnell war es wieder vorüber. Das Licht ging an, unsere Wege trennten sich bei den Schlafzimmertüren. Ich lag noch lange wach, während draussen der Sturm an den Schindeln zerrte und alles in Dunkelheit tauchte. Wie wird es wohl morgen sein? Harmonischer Sonnenschein, oder Verwüstung?
      21 Jan. 2015
    • Occulta
      Ein schicksalhafter Tag

      Wie gewohnt lief ich morgens um 5 Uhr durch den Hauptstall und hielt vor der weissen Tafel in der Sattelkammer. Auch Lily und April standen bereits dort und suchten ihren Namen. Am Vorabend waren nämlich die neuen Einsatzpläne für den Februar ausgearbeitet worden. Ich hatte wie immer mitgeholfen beim Einteilen und wollte nun sehen, ob die Jockeys zufrieden waren. April fand sich auf der Liste und rief erfreut: „Yes! I hoped I’d get Fly and Sunday!“ Sie hatte ausserdem noch Blüte und Gray zugeteilt bekommen. Lily nickte ebenfalls zufrieden (sie hatte Light, Campina, Chiccory und Cantastor bekommen) und schien sich im Kopfe schon zu überlegen, wie sie diesen Monat Trainieren wollte. Ich selbst hatte darauf bestanden, wieder Winter und Stromer zu übernehmen, ausserdem hatte ich wie immer Frame bekommen, da der sensible Hengst bei mir mit Abstand am besten lief. Ausserdem hatte ich mich für die neue Stute gemeldet, die wir bei einem Ungarischen Pferdehändler gekauft hatten. Es handelte sich um einen Furioso, ein hübsches dunkelrotes Tier, das jedoch in einem recht schlechten Zustand war. Sie würde heute Nachmittag nach einer langen Auto- und Fährenfahrt ankommen. Noch am Morgen würde ein neuer Vollbluthengst ankommen, von dem wir uns viele Erfolge für die Zukunft erhofften. Ausserdem hatte ich beschlossen, Feline wieder zu mir zu holen. Die Stute hatte sich zu einer echten Schönheit gemausert und so wollte ich sie nicht länger verkaufen. Es fiel mir schwer zuzugeben, dass Elliot recht gehabt hatte und tatsächlich Potential in ihr steckte.
      Ich entschied, zuerst zu Stromer zu gehen und mich der ersten Morgengruppe für die Hengste anzuschliessen. In dieser Gruppe liefen bisher anscheinend Muskat, Empire, Light und Sunday mit. Eine gute Gruppe, dachte ich zufrieden, denn Muskat und Empire waren ja schon etwas älter und erfahren, die jungen Pferde konnten viel von ihnen lernen. Sie wurden eigentlich auch nicht mehr offiziell zum Rennen eingesetzt, nahmen jedoch immer noch regelmässig am Training teil damit sie fit blieben und Kondition fürs Springen hatten. Ich löste die Schnallen von Stromers babyblauer Fleece-Decke und faltete sie über der Kruppe. Dann schnappte ich mir die Langborsten Bürste und wischte damit über sein geschorenes Fell. Für den Kopf nahm ich eine kleinere Kopfbürste, denn er mochte die Grossen Bürsten nicht bei den Ohren. Nachdem ich auch mit der Kardätsche und dem Fellhandschuh über den Körper des Hengstes gefahren war, befand sich kein Stäubchen mehr auf dem Stoppelfell. Auch die Mähne wurde schön gekämmt und auf eine Seite gelegt, doch nach einmal schütteln hatte sie Stromer wieder kreuz und quer über den Hals fallend. Ich musste schmunzeln bei dem Anblick, denn er schien sich immer dann zu schütteln, wenn ich einen Bändigungsversuch an dem weissen Langhaar unternommen hatte. Als nächstes holte ich den kleinen Rennsattel und das Zaumzeug, wobei ich zu Empire und Thomas rüber schielte und feststellte, dass der Jockey auch erst am Satteln war. So weit so gut – als ich fertig war, führte ich meinen Cremello nach draussen zum Aufsteigen. Er wartete geduldig bis ich oben war und die Bügel eingestellt hatte. Ich schloss mich Light und Sunday an, sobald die beiden in Richtung Galoppbahn ritten. Wir würden wie immer zuerst dort aufwärmen und danach auf die Grasbahn gehen, die noch immer von einer dünnen Schneeschicht bedeckt war. Stromi war gut drauf und machte schön lange, geschmeidige Schritte. Ich freute mich also auf ein tolles Training. Während dem Schrittreiten plante ich, was heute noch alles zu tun war. Um vier Uhr fand ein Qualifikationsrennen in Nottingham – Colwick Park statt, bei dem the Cold Crack of Dawn und Campina eingetragen waren. Tom und Lily würden sich beim Training unter keinen Umständen verletzen dürfen. Endlich trabte die Gruppe an und ich tat es den anderen gleich. Wir ritten schön hintereinander den Schnitzelweg entlang, dann bogen wir auf den Kiesweg in Richtung Trainingsbahn. Wir starteten heute im Feld und jeder trainierte für sich, wobei wir ab und zu kleine Kopf-an-Kopf Sequenzen einbauten. Einmal rief ich zum Beispiel April, die daraufhin etwas abbremste damit ich aufholen konnte. Sunday gab sich alle Mühe, meinen sechsjährigen Cremello nicht nach vorne zu lassen, doch Stromer streckte sich wie eine geschmeidige Katze und schob sich bei jedem Sprung einige Zentimeter vor. Am Ende des Trainings fiel mir auf, dass Light ein paarmal hustete. Zur Sicherheit sagte ich Oliver Bescheid, der es ebenfalls schon von seiner Beobachterposition am Rand der Bahn bemerkt hatte. Er verordnete einen Ruhetag und eventuell einen weiteren, falls es nach einem längeren Longieren wieder passieren würde. Auf meine Frage hin meinte er, dass es nichts Ernstes sei und sich der fast schwarze Hengst vermutlich etwas erkältet hatte. Ich nickte, beruhigt, dass er dasselbe dachte. Wir verräumten die Pferde, wobei ich Stromer lange mit der Fleecedecke trockenführte, damit er nicht auch noch zu husten anfing. Danach holte ich das Putzzeug von Winter, denn der war als nächstes dran. Mein grosser Schneemann sah mich ungeduldig an und verdrehte die Augen beim ausgiebigen Gähnen. Ich bürstete das weisse Fell liebevoll und kratzte die Hufe aus, ehe ich ihn sattelte und zäumte. In dieser Gruppe liefen Fly, Chiccory und Spot mit, ausserdem einige der Stuten: Paint, Capri und Diana. Dies klappte normalerweise Problemlos, da die Jockeys die Hengste voll im Griff hatten und diese sich sowieso eher auf das Training konzentrierten. Ich beobachtete beim Aufsteigen belustigt, wie Spot herumalberte, als Quinn auf seinen Rücken klettern wollte. Dem Vollblüter mit den lustigen Flecken konnte man einfach nicht böse sein. Er zählte zu meinen absoluten Lieblingen, doch natürlich liebte ich alle meine Pferde. Jedes von ihnen hatte seine eigene Geschichte und seinen eigenen Charakter, was das Reiten immer wieder aufs Neue spannend machte. Es kam auch häufig vor, dass ich mich mit den Pflegern absprach und spontan ein Pferd ritt, welches nicht bei mir eingeteilt war. Ich hatte kein Problem damit, den ganzen Tag im Sattel zu sein.
      Das Training mit Winter verlief wiederrum gut, allerdings war er nicht in Bestform gewesen und hatte seine Zeit vom letzten Mal überboten. Ich lobte ihn trotzdem sehr beim Absteigen, und hielt ihm ab und zu ein Karottenstück hin beim Trockenführen. Ich lief mit ihm hinunter zu den Weiden, liess ihn an den Minis schnuppern und die Nase zu den Hengstfohlen stecken. Die ganze Zeit über machte Winter ein fröhliches Gesicht und hatte die Ohren entspannt nach vorne gerichtet. Das Wetter war auch herrlich: Die Sonne schien und obwohl es noch immer ziemlich kalt war, kam es mir vor wie an einem Frühlingstag. Doch ich liess mich nicht täuschen, es war erst Februar und der Winter würde sich bestimmt nicht so leicht geschlagen geben. Ich brachte meinen Hengst nach zwanzig Minuten zurück in den Hauptstall und schaute, dass es ihm an nichts fehlte, ehe ich die Boxentüre schloss. Ich sah auf die Uhr. Schon acht! Herrjeh, ich muss noch Frame beschäftigen ehe ich den Vollbluthengst und Feline abhole. Ich beschloss, den Hengst zu longieren, denn das hatte ich schon länger nicht mehr mit ihm gemacht. Er war, seit seine Wunden vollständig verheilt waren, intensiv trainiert worden und hatte ordentlich Muskeln und Kondition aufgebaut. Von dem schwächlichen Jährling, den ich damals auf der Wiese gesehen hatte, war äusserlich keine Spur mehr. Innerlich spukten jedoch immer noch die Bilder von damals in dem Hengst, sodass er kaum eine Person ausser mir wirklich nahe an sich heranliess. Immerhin hatten wir ihn so weit, dass er sich auch von anderen Pflegern einigermassen problemlos führen liess. Doch es war noch ein langer, vielleicht unendlicher Weg bis zum nervenstarken, coolen Leistungssportler. Wie Oliver so schön sagte – das beste Rennvermögen nützt nichts, wenn sich das Tier beim Start erschreckt und den Jockey runterbockt. Ich seufzte bei dem Gedanken an den letzten Versuch mit Lily. Das war nun beinahe zwei Wochen her. Frame hatte sich nicht nur geweigert, in die Startbox zu gehen, er hatte sich auch mitten im Trainingsrennen erschreckt und war aus der Gruppe ausgebrochen, wobei er nur haarscharf an Muskat vorbeigestolpert war. Es hätte übel ausgehen können und Lily war danach so wütend, dass sie sich weigerte, wieder aufzusitzen. Bei mir war der Hengst, aus welchen Gründen auch immer, brav wie ein Lamm. Er folgte mir ohne Seil, zickte nicht rum beim Aufsteigen, tat überhaupt alles, was ich von ihm verlangte. Nur ab und zu vermochte ihn ein plötzliches Geräusch oder eine schnelle Bewegung im Gebüsch zu erschrecken. Jedenfalls putzte ich ihn an diesem Morgen rasch, legte ihm den Longiergurt an und hängte die Doppellonge ein. Dann ging ich mit ihm in die Halle, da dort die Ablenkungsgefahr geringer war. Ich übte mit ihm eine halbe Stunde diverse Übergänge, die Biegung und das schwungvolle Schieben aus der Hinterhand. Danach nahm ich mir Zeit, ihn zu versorgen und hastete anschliessend auf den Parkplatz zum Auto. Zuerst fuhr ich mit dem Anhänger eineinhalb Stunden nach Bristol um den Hengst namens Caspian zu holen. Ich hatte ihn direkt von seinem Züchter gekauft, den ich an einer Auktion kennengelernt hatte. Er hatte mir Caspian weit unter seinem Wert überlassen unter der Bedingung, dass seine Tochter, der er sehr ans Herz gewachsen war, ihn später hin und wieder besuchen durfte. Es war ein rührender Abschied vor Ort, denn die 16 Jährige kannte den Hengst seit seinen ersten wackeligen Schritten. Doch so war das nun mal, sie hatte von Anfang an gewusst, dass der Tag kommen würde, an dem sie ihn loslassen musste. Ich für meinen Teil war froh, Caspian nun endlich nach Hause fahren zu können. Doch auf dem Rückweg ging es erstmal noch zu Feli, die mich mit Diana zusammen schon erwartete. Diana wollte auch in Zukunft immer mal wieder rüber auf Pineforest Stable kommen um Feli zu besuchen, doch sie hatte mittlerweile endlich ein eigenes Pferd von ihrem Vater bekommen, sodass sie sicherlich genug zu tun hatte. Zurück auf dem Hof half mir Jonas beim Ausladen und brachte Feli gleich in den Nebenstall, während ich Caspian vorerst in die Box neben Shio stellte. Falls das gut klappen würde, würde er auch dort bleiben dürfen, wenn nicht, dann mussten wir mal wieder eine neue Boxenordnung ausarbeiten. Der Schimmel schnupperte zwar interessiert an Shio, wandte sich dann jedoch gierig dem Heu zu.
      Am Nachmittag kam wie erwartet Satine, die Furioso Stute. Sie sah noch übler aus, als ich sie in Erinnerung hatte, doch wenigstens schien sie unverletzt. Traurig betrachtete ich das ehemalige Zirkuspferd aus der Nähe. Sie hatte kaum Muskeln und war mager bis auf die Rippen. Selbst ihre strahlend blauen Augen wirkten nichts als gestresst und müde. Ich fasste sie etwas näher am Halfter, als die den Kopf vor meiner Hand wegziehen wollte und murmelte beim Streicheln „Everything’s allright, you’re at home now.“ Sie senkte den Kopf etwas und blinzelte, weil sie Angst hatte, dass ich ihr in die Augen fasse. Ich führte sie nach einigen Minuten langsam in den Nebenstall, denn sie lief von der langen Fahrt noch wackelig und unsicher. In der Box machte sie sich nur halbherzig über das Heu her, sodass ich mich gezwungen sah, einen Tierarzt zu rufen. Hoffentlich ist sie nicht ernsthaft krank, betete ich innerlich. Die Diagnose war eine mittelschwere Lungenentzündung. Würden keine Komplikationen auftreten, so konnte sie in etwa zwei Wochen grösstenteils genesen sein. Sie bekam Antibiotika und strikte Stallruhe verordnet. Die Stute tat mir leid, denn sie hustete nun auch hin und wieder, was ihr Schmerzen zu bereiten schien. Wenigstens bestand kein Risiko für die anderen Pferde. Nachdem ich noch eine Weile bei ihr geblieben war und sie besorgt beobachtet hatte, ging ich zum Hauptstall um zu sehen, wie weit Tom und Lily waren. Sie hatten die Sättel und das restliche Zubehör bereits in den Anhänger gebracht und zogen nun gerade den Vollblütern die Transportgamaschen an. Campina stand bockstill und liess Lily an sich herumzupfen, während Crack wie immer vor und zurück zappelte. Ich half kurz, die Stute festzuhalten und streichelte sie liebevoll, während ich das Halfter hielt. Sie bedeutete mir sehr viel, denn ich hatte sie damals von Jack zum Geburtstag geschenkt bekommen, das machte sie unbezahlbar. Endlich waren die Gamaschen fest um die Beine gelegt und die Pferde wurden zum Parkplatz geführt, wo sie ohne zu zicken die Rampe hochliefen. Ich wünschte den fünfen eine gute Fahrt (Oliver ging als Trainer natürlich auch mit, ich hingegen hatte heute noch zu viel zu tun) und viel Glück beim Rennen. Besonders von Campina erhoffte ich mir eine gute Platzierung, denn die Stute war im Training ausgezeichnet gelaufen und schien auch heute in Topform zu sein. Fröhlich summend ging ich zu Rita, die beim Nebenstall Calico sattelte. Ich hatte versprochen, ihr heute eine Reitstunde zu geben. Die junge Frau, die mittlerweile sogar die Ausbildung zum Jockey in angriff genommen hatte, war extrem fleissig und saugte neues Wissen über Pferde auf wie ein Schwamm. Sie hatte sich von der gnadenlos überforderten Anfängerin zur zuverlässigen Pflegerin gemausert und wohnte nun sogar endlich mit den anderen im Pflegerheim. Ihr Vater hatte sich anfangs dagegen gesträubt, doch schliesslich hatte sie gewonnen, da sie ja schon 24 war und damit gedroht hatte, externe Hilfe anzufordern. Sie konnte zwar nun nichtmehr vom Reichtum ihres Vaters profitieren, doch das brauchte sie auch nicht. Sie verdiente sich ihr Geld nun selbst. Ich war anfangs sehr skeptisch gewesen, was ihren Charakter betraf, hatte ich sie doch als verwöhntes einzelkind eingeschätzt. Doch die Pfleger und ich hatten sie nun wirklich lieb gewonnen und sie war ein fester Teil von uns geworden. Als wir auf dem Platz waren stellte ich einmal mehr fest, dass sich das harte Training gelohnt hatte: Rita sass gerade und selbstsicher auf dem Schimmelhengst, hielt die Absätze tief und am rechten Ort. Ich musste sie jedoch ab und zu daran erinnern, die Hände nicht zu hoch zu halten. Calico spielte brav mit. Er hatte gelernt, respektvoll mit seiner ehemaligen Besitzerin umzugehen und lief bei den restlichen Pflegern und mir sowieso wundervoll. Ich hatte recht behalten: der Hengst hatte eine ausgezeichnete Veranlagung und lernte so schnell wie Rita. Nach der Stunde ging ich mit Sorrow ins Gelände. Es wäre eine Schande gewesen, solch wundervolles Wetter nicht zu nutzen. Vor dem Aufsteigen flocht ich dem stämmigen Hengst einen französischen Zopf in die Mähne. Es stand ihm ausgezeichnet. Wir ritten zum Fluss, überquerten die Brücke und dann nach Süd-Osten zu den beliebten Galoppstrecken. Sorrow gab ordentlich Gas auf den grasüberwachsenen Feldwegen, liess sich jedoch stets wieder bremsen. Einmal kam uns eine Frau mit einem schwarzen Hund entgegen, an dem der Hengst interessiert schnupperte. Dann hüpfte der Hund wieder davon und wir setzten unseren Ritt gemütlich fort. Genoss die Sonne und auch Sorrow drehte die Ohren zufrieden in der Umgebung herum. Auf dem Rückweg liess ich ihn etwas Schulterherein laufen und stellte ihn an den Zügel. So hatten wir auch unsere heutige Protion Dressur.
      Als ich auf dem Kiesweg an den Weiden vorbei ritt, klingelte plötzlich mein Handy. Huch, Was ist denn nun wieder los? Ich nahm ab und erkannte erschrocken Olivers besorgte Stimme. „We‘ve had an accident, you must come quickly to decide what to do with the horses.“ Wie in Trance stieg ich ab, rief Rosie, die Sorrow übernahm und rannte zum Parkplatz. Man hatte entschieden mich vor Ort zu rufen, da die Unfallstelle nur zwanzig Minuten entfernt war. Vor Ort fand ich einen Krankenwagen und mehrere Polizeiautos, ausserdem war bereits ein Tierarzt da. Wie sich herausstellte, hatten die drei eine Kollision mit einem betrunkenen Geisterfahrer gehabt. Dabei hatte sich der Transporter überschlagen. Tom, der gefahren war, war bewusstlos und hatte einige Brüche erlitten, sein Zustand war aber so weit stabil. Lily hatte einen gebrochenen Arm und Prellungen und Oliver war mit einer blutenden Nase davongekommen. Doch am schlimmsten hatte es die Pferde erwischt. Campina hatte starke Prellungen und lahmte. Für Crack gab es keine Rettung mehr. Ich stimmte zu, die Stute von ihren Leiden zu erlösen, denn sie hatte mehrere komplizierte Brüche erlitten und konnte nicht mehr aufstehen. Es war ein schrecklicher Augenblick, als der Tierarzt die Spritze aufzog, und ich drehte mich weg zu Pina, vergrub mein Gesicht in ihrem weichen Fell. Meine wunderschöne kleine Crack, das Geschenk von Jack! Es kam mir so unfair vor, dass mir nun auch diese Erinnerung an ihn genommen wurde. Doch es war besser für die Stute, alles andere wäre Quälerei gewesen. Campina wurde in eine Klinik in der Nähe gebracht, wo sie umfassend untersucht und behandelt wurde. Tom landete im Krankenhaus, durfte zum Glück aber schon nach vier Tagen nach Hause zu seinen Eltern. Auf Pineforest Stable würde er erst wieder in ein paar Monaten zurückkehren, wenn er wieder einsatzfähig war. Lily kam noch am selben Tag mit uns zurück auf den Hof, den Arm in eine Schlinge gehüllt. Sie wurde liebevoll von den anderen begrüsst und Ajith übernahm die ihr zugeteilten Pferde für den restlichen Monat. Ich wanderte nach all den aufmunternden und mitleidigen Worten der anderen still ins Haupthaus, wo ich mir erstmal einen Tee machte. Ich starrte während dem Trinken aus dem Fenster und beobachtete, wie Jonas den Kiesweg entlang zur Tür kam und klopfte. Soll ich aufmachen? Eigentlich will ich nicht… Ich bewegte mich nicht von der Stelle und wartete, bis er wieder verschwunden war. Trotzig dachte ich: wenn etwas passiert bin ich gut genug für dich und sonst behandelst du mich wie Luft. Spar dir die Mühe. Dann legte ich mich aufs Sofa und versank bis zum Abend in Melancholie. Der Tag hatte so schön begonnen, und nun das.
      Am Abend schlenderte ich lustlos zur Halle, wo Lisa gerade eine Reitstunde gab. Es waren ein paar Leute von auswärts da und vier Pfleger: Darren mit Herkir, Jason mit Bluebell, Jonas mit Loki und Anne mit Sweets. Ich setzte mich in den Zuschauerraum hinter die Scheibe und sah zu. Blue lief wiedermal zügig, sodass Jason ständig abwenden musste. Sweets ging beinahe konstant in Anlehnung, doch Anne liess sie zwischendurch strecken, damit sie nicht zu müde wurde. Schliesslich waren beide Pferde erst seit kurzer Zeit unter dem Sattel und noch nicht vollständig ausbalanciert. Herkir und Loki liefen mittlerweile richtig toll und nur Herkir gab ab und zu Gas – immer dann wenn Darren angaloppieren wollte. Ich war zufrieden mit den vieren. Nach der Stunde wollte ich mich wegschleichen, doch Jonas erwischte mich. „Warum hast du nicht reagiert, als ich geklopft habe?“, wollte er wissen. „Ich hab dich nicht gehört.“ „Aber ich war echt laut…“ „Kann passieren. Gute Nacht.“ Es schmerzte, so kalt zu sein, doch er hatte es verdient, da war ich mir sicher. Er sollte ruhig sehen, wie sich das anfühlte. Ich lief nocheinmal durch die Ställe und ging sicher, dass alle Pferde eingedeckt waren, dann legte ich mich ins Bett. Was für ein Tag
      8 März 2015
    • Occulta
      Of Sudden Deaths and Pointed Beasts

      Als ich am Morgen aufwachte, oder eher feststellte, dass ich noch immer wach war, fielen gerade die ersten Sonnenstrahlen durch das Fenster. Ich beschloss, dass Weiterschlafen keinen Sinn hatte und zog mich an. Im Kühlschrank stand noch eine angefangene Schüssel Birchermüsli, welche ich mir gleich schnappte. Nach diesem göttlichen Mahl verliess ich das Haus in Richtung Hauptstall und half, die erste Kraftfutterportion vorzubereiten. Danach ging ich zu Shio, die mir noch bis Woche zugeteilt war. Die Cremellostute sah mich mit verschlafenen, blauen Augen an und spitzte die Ohren, als ich die Box betrat. Ich streichelte sie zur Begrüssung, dann zog ich ihr das grüne Halfter vor ihrer Box über und führte sie nach draussen. Im Sommer putzten wir die Pferde gerne im Innenhof des Stalls. Ich befestigte den Strick an einem der vielen Halteringe und begann, das weisse Fell gründlich zu bürsten. Sie hatte einen gelben Fleck am Po, da half alles Schrubben nichts. Ich griff zum Schwamm und bearbeitete den Fleck mit Wasser, so bekam ich ihn beinahe weg. "Weisse Pferde", murmelte ich liebevoll, und klopfte Shio uf den Hals. Mein Geisterpferdchen drehte sich neugierig um und beknabberte meine Hand. Die rosa Lippen verzogen sich in die Länge, als ich ein Karottenstück hinstreckte. Quinn war mit Cassy schon fast fertig, also beeilte ich mich mit dem Satteln. Dann stiegen wir alle auf. Blütenzauber, Capri, Cassy und Shio stampften nun im Entenmarsch zur Galoppbahn. Ich ritt heute das erste mal mit Shio bei den richtigen Trainingsgruppen mit, denn die junge Stute war noch mitten in der Ausbildung. Bisher war sie vor allem Longiert und getrabt worden. Auch Cassy war noch nicht allzu lange regelmässig in den Fortgeschrittenen Gruppen, aber sie hielt schon gut mit. Wie immer wärmten wir die Pferde auf der Galoppbahn auf, ehe wir auf die Grasbahn wechselten. Kaum trabte Blüte, die zuvorderst war, an, da dampfte Shio schon los und wollte nach vorne drängeln. Sie war es sich eben noch nicht gewöhnt in der Gruppe zu laufen und dementsprechend heiss. Ich massregelte sie mit einigen Paraden und konnte sie so knapp halten. Cassy, direkt vor uns, schlug zu allem Überfluss auch noch zickig mit dem Schweif, als wir zu nahe kamen. Ich spürte förmlich wie Shio zerknirscht den Hals steif machte und sich erneut auflud, als ich mit ihr schimpfte und sie so schliesslich vorerst ruhig stellte. Wir kündigten uns gegenseitig jeden Tempowechsel durch Zurufen an, wie immer. Irgendwann rief April “Canter!“ nach hinten, woraufhin alle in einen ruhigen Galopp wechselten. So jedenfalls die Theorie, doch Shio hielt davon reichlich wenig. Sie nahm einen Satz nach vorne, den ich kaum abfangen konnte und auf den Cassy mit den Hinterhufen reagierte. Sie traf Shio vorne bei der Brust und beim Vorderfusswurzelgelenk, sodass die junge Stute erschrocken stieg. Ich balancierte die Bewegung geschickt aus und hielt Shio auf der Stelle. Dann stieg ich ab, um die getroffenen Stellen rasch abzutasten. Vorher gab ich den anderen das Okay, dass sie weiterreiten sollten. Ich fand keine Verletzungen, und auch als ich sie kurz im Trab ein paar Meter führte, war am Gangbild nichts ungewöhnlich. Erleichtert stieg ich wieder auf und ritt in grossem Abstand zu den anderen im Trab auf der Bahn. Die anderen Bogen schliesslich auf die Grasbahn, um dort noch einige Sprints zu wagen. Shio und ich blieben jedoch auf der Galoppbahn und bauten noch etwas Kondition auf. Sie verhielt sich die restliche Zeit viel ruhiger, offenbar war sie noch etwas verwirrt von dem Tritt. Schliesslich war das auch fast wie eine Massregelung von Cassy, denn sie ist die ältere und die Kleine wollte sich vordrängeln, dachte ich amüsiert. Nach einer halben Stunde ritt ich im Schritt zurück zum Hauptstall und sattelte die Stute ab. Sie hatte recht geschwitzt, da es trotz der frühen Morgenstunde schon ziemlich warm war und sie ja noch kaum Kondition hatte. Ich wusch die verschwitzten Stellen mit einem Schwamm, da ich sie nicht schon wieder ganz waschen wollte, dann ging ich mit ihr an der Hand grasen, bis sie trocken war. Sie würde gegen Abend noch auf die Weide kommen, wenn es nicht mehr so viele Insekten hatte. Ausserdem war die rosa Haut der Stute empfindlich auf die starke Sonne. Deshalb brachten wir im Frühling und Sommer grundsätzlich alle hellhäutigen Pferde erst abends raus. Zuletzt versorgte ich Shio in die Box und half anschliessend den Pflegern beim Misten. Mittlerweile waren auch Blüte, Cassy und Capri zurück. Capris Fell glänzte so wunderschön, als sie im Innenhof geputzt wurde. Die Fuchsstute hatte sich prächtig entwickelt und strotzte nur so vor Energie. In zwei Wochen würde sie wieder an einem Rennen in Brighton starten, von dem wir uns viel erhofften.

      Nach dem Misten kümmerte ich mich zugegebenermassen etwas widerwillig um Pointless. Nach der Geschichte mit dem Schneesturm war ich vorsichtiger mit ihr umgegangen. Nur Oliver und ich persönlich arbeiteten im Moment mit ihr, alles andere war zu riskant, denn die Stute hatte sich als echte Knacknuss herausgestellt. Als Fohlen war sie zwar zickig und schreckhaft gewesen, jedoch nie böswillig, denn man hatte ja auch nie etwas von ihr verlangt. Nun jedoch, da das leichte Weidenleben vorüber war und der Spass zunehmend dem Ernst wich, wehrte sie sich mit aller Kraft gegen jeglichen Druck. Man brauchte viel Geduld und Konsequenz im Umgang mit ihr, denn bei jedem Fehlschlag, so kam es mir vor, lernte sie ein Stück mehr, dass sie Kraft hatte. Besonders gefährlich war es letzte Woche gewesen, als Oliver mit ihr spazieren gegangen war und sie beinahe auf die Landstrasse gerannt wäre. Seither hatten wir das Training nur auf dem Hof fortgeführt. Seufzend band ich die Stute an und putzte das gepunktete Fell rasch. Sie war kaum schmutzig, also hatte ich nicht viel zu tun. Danach führte ich sie auf eine der leeren Weiden, denn so war sie für den Fall der Fälle eingezäunt. Ich arbeitete mit Pylonen, einem Flattervorhang und Blachen, um irgendwie das Vertrauen der Stute zu gewinnen. Es klappte sogar erstaunlich gut, heute war sie anscheinend freundlich gestimmt. Vielleicht lag es auch am Knotenhalfter, durch das ich etwas mehr Einwirkung hatte. Ich machte eine dreiviertel Stunde lang Bodenarbeit, allerdings mit kleinen Pausen, in denen sie im Schatten eines Baumes grasen durfte.

      Gerade als ich zusammenräumen wollte, kam Ajith über den Feldweg gehastet. “Heh Occu, Phone for you!“ Erstaunt nahm ich unser Stalltelefon entgegen, dass er extra von der Sattelkammer hier runtergetragen hatte. Bei einem knappen Gespräch erfuhr ich, dass Shio’s Besitzer, der Japanische Geschäftsmann, letzte Woche überraschend verstorben war. Es sei noch unklar, was jetzt mit dem Pferd geschehe, man werde uns weiter informieren. Toll, und jetzt? Nachdenklich folgte ich Ajith mit Pointless im Schlepptau zum Hauptstall, wo ich erst einmal das gepunktete Ungeheuer versorgte. Danach erzählte ich Oliver und ein paar anderen, die neben ihm standen, was ich erfahren hatte. Oliver runzelte die Stirn. Keiner war wirklich betroffen, denn wir hatten den Mann kaum gekannt. Er war bloss einmal zu Besuch gewesen um Shio’s Fortschritte zu sehen. Die Stute selbst war hingegen allen ans Herz gewachsen und man wollte sie nicht mehr hergeben, da waren sich alle einig. Nach einer Weile meinte Oliver scherzhaft: “Now we know why he didn’t pay last Monday“ Da hatte ich einen blendenden Einfall. “Exactly, he didn’t pay, so they can give us the horse instead of the money he owes us!” Ich bekam viel Zustimmung, allerdings äusserte Lily ihr bedenken, dass Shio ja deutlich mehr wert sei al seine Monatszahlung. Lewis lachte und meinte: “We’re talking about judges; they hardly even know what a spur is! So they can never discern between a cheap nag and a precious thoroughbred” Ich schmunzelte und stimmte zu, dass man es versuchen sollte. Als ich am Abend desselben Tages schliesslich anrief und den Vorschlag machte, waren alle Beteiligten einverstanden und froh, ein Problem mehr gelöst zu haben. Und ich war froh, Shio von nun an ganz nach meinen Vorstellungen trainieren zu können.
      28 Mai 2015
    • Occulta
      Der Herbst kommt…

      Die ersten Blätter wehten Shades of Gray und mir um die Ohren, als wir im Laubwald unterwegs waren. Ein starker Wind war aufgezogen – ein richtiger kleiner Herbststurm. Ich fand es herrlich. Die kurze Mähne der Vollblutstute wurde mit jedem Windstoss von neuem zerzaust, sodass sie ungebändigt über ihren schmalen Hals fiel, der seinerseits einen hübschen Bogen machte. Noch waren nicht viele Blätter auf dem feuchten Waldboden, doch der Herbst brach an allen Enden und Ecken ins Land herein und lange würde es nicht mehr dauern, bis ich wieder zwischen feurigen Ahornbäumen Galoppieren konnte. Ausserdem hatte Lisa versprochen, heute Abend die erste Kürbissuppe für uns alle zu kochen; eines meiner Lieblingsgerichte. Der Herbst war eine seltsame Jahreszeit für mich, denn er weckte in mir Erinnerungen an das vergehende Jahr, als läge es bereits lange zurück. Es lag eine seltsame, gemütliche und zugleich bedrückende Stimmung in der Luft, die vom goldenen Schein der untergehenden Sonne noch verstärkt wurde.
      Ich schnalzte und trieb Gray in den Trab. Wir trotteten den Schotterweg entlang, bis der Pinienwald wieder in Sicht kam. Der Übergang zwischen den beiden Wäldern verlief nahtlos, sodass grün-bunt angehauchte Blätter in olivgrüne verflossen, wie zwei Flüssigkeiten. Hier lagen die Stämme weiter auseinander und der Waldboden war kaum bewachsen. Nur hin und wieder besetzte ein mächtiges Gebüsch den Nadelboden. Auch der Weg hatte sich verändert: Aus gelblichen Steinchen war feiner Sand geworden, aus dem die Parkwege in diesem Bereich gemacht waren. Ich liebte die Abwechslung, die der grosse Park bot und war immer wieder froh, dass er für die Reiter frei zugänglich war. Gray verlor unterwegs eine Streifkappe, sodass ich absteigen und sie aufheben musste. Wenigstens hab ich’s bemerkt, dachte ich schulterzuckend. Als ich mich bückte, sah ich ganz in meiner Nähe ein heruntergestürztes Vogelnest. Es war leer und verlassen. Ich hob es auf und betrachtete bewundernd die kunstvoll geflochtenen Äste. Ich beschloss, es mitzunehmen und steckte es, soweit es Platz hatte, in die Tasche meiner Fleece Jacke. Dann setzten Gray und ich unseren Ausritt fort und verzichteten auch nicht auf einen letzten Galopp am Waldrand. Die Stute war wie immer feurig, doch blieb stets kontrollierbar, sodass die Ausritte mit ihr richtig Spass machten. Zurück auf dem Hof versorgte ich sie und stellte das Nest auf das Fensterbrett in der Küche. Ich beschloss, es später etwas zu verzieren. Doch erstmal kümmerte ich mich um Mikke. Da es jetzt kühl genug war, spielte es keine Rolle mehr, wann genau die Vollblüter trainiert wurden. Im Winter wurde ebenfalls trainiert, allerdings vor allem Dressur und Springen in der Halle. Mit der Fuchsstute wollte ich heute etwas an der Steuerbarkeit arbeiten, da sie mit ihrem eher sturen Charakter nicht gerade angenehm zu lenken war. Dazu sattelte ich sie und ritt zur Grasbahn. Ich liess sie nach dem Einwärmen immer wieder kurze Strecken zulegen und zügelte sie dann wieder. Ausserdem steuerte ich sie mal nach innen, mal auf die äussere Bahn. Dabei musste ich stets konsequent bleiben. Der Effekt war, dass sie lockerer im Hals wurde und nach einigen Wiederholungen schneller nachgab, wenn ich die Spur wechseln wollte. Zufrieden liess ich sie nach zwanzig Minuten austraben und ritt sie anschliessend im Schritt auf der Galoppbahn trocken. Nun war es dunkel und ich konnte unter den Tannen kaum noch etwas erkennen, doch auf dem Feld nebenan schien der Mond hell durch die Wolken. Capri schüttelte sich entspannt, als ich sie absattelte. Dann gähnte sie demonstrativ. Ich lächelte und streichelte der feuerroten Stute über die weisse Stirn, die sie als Reaktion an meinem Bauch rieb. „Ist ja gut du hübsche, gleich bist du erlöst.“ Ich führte sie in die Box und zog ihr das schwarze Lederhalfter ab, um es wieder an seinen Platz an der Boxentür zu hängen. Danach schlenderte ich zur Halle, um zu sehen, ob die Hindernisse für die nachfolgende Reitstunde schon bereitstanden. Elliot und Darren bauten sie gerade auf. Als wir den kleinen Parcours fertig hatten, gingen wir gemeinsam zurück zum Hauptstall und holten die Pferde für die Stunde raus. Rosie und David kamen etwas später, also putzten wir ihre beiden Pferde gleich mit. Ich hatte mich für Blütenzauber entschieden, da Parányi, die ich diesen Monat eigentlich betreute, noch kaum eingeritten war und Lisa, die eigentlich für Blüte zuständig war, eh gerade die Suppe verkochte. Nebenbei putzte ich Cassy für Rosie. Die beiden Vollblüter vertrugen sich einwandfrei, sodass ich sie direkt nebeneinander anbinden konnte. Ich wechselte beim Putzen immer hin und her, während ich zu ‚Waiting for Love‘, das gerade aus dem Radio neben der Reiterstube hervortönte, mitsummte. Der freundliche Elektriker hatte vor einem halben Jahr, bevor er ermordet worden war, auf meinen Wunsch hin bei allen Stallgebäuden Radios installiert, damit die Pfleger während der Arbeit Musik hören konnten. In der Halle war sowieso von Anfang an beim Eingangstor eine grössere Musikanlage mit verteilten Lautsprechern an den Hallenwänden eingebaut worden. Beim Hufeauskratzen bemerkte ich, dass Cassy’s Hufe hinten schon wieder etwas lang waren. Ich überprüfte am Infobrett, wann sie den letzten Hufschmiedetermin gehabt hatte und schrieb sie gleich für den nächsten ein. Dann widmete ich mich dem Satteln der beiden. Rosie kam kurze Zeit später hinzu und übernahm das Verschliessen der restlichen Schnallen des Zaumzeugs. Mit Blüte war ich schon fertig. Wir warteten noch kurz auf die anderen, damit wir gemeinsam zur Halle laufen konnten. Elliot stand in der Mitte bereit, er würde uns heute Coachen. Ich wärmte Blüte wie die anderen im Trab und im Galopp auf, was mit der Musik im Hintergrund echt Spass machte. Ausserdem war die Stimmung sehr ausgelassen und wir bekamen alle fast einen Lachkrampf, als Darren, beim Versuch, seine Jacke an einem Hindernispfosten aufzuhängen, fast das Gleichgewicht verlor und seitlich am Pferd hing. Cantastor war das Gezappel zu blöd, also lief er im Schritt weiter, trabte dann sogar an und machte schliesslich, als Darren ihn zu sehr mit dem Fuss am Bauch kitzelte, einen einzigen gezielten Buckler, der ihm den Rest gab. Er plumpste in den Hallensand. Der Hengst blieb stehen und sah ihn ‚lächelnd‘ an (seine zuvor ausgeprägten Falten bei den Nüstern waren verschwunden und die Ohren nach vorne gerichtet). Darren klopfte sich den Sand von den Reithosen und stieg wieder auf, leicht rötlich anlaufend – was ganz bestimmt nicht von der Kälte stammte, die mit dem Einbruch der Dunkelheit angekrochen gekommen war. Elliot unterbrach das Gekicher und begann die Stunde, um von Darren abzulenken, der dankbar jede Anweisung aufsog. Wir begannen mit einer Gymnastikreihe bestehend aus Kreuzchen, In-Outs und niedrigen Steilsprüngen. Blüte war heute etwas faul, denn ich musste sie mit der kurzen Springgerte motivieren, die Beine zu heben. Wir räumten in dieser Stunde schon zu Beginn ein paar Stangen ab, sodass ich aufpassen musste, dass ich mir am Ende der Stunde nicht den berüchtigten Titel des ‚Pole-Knockers‘ verdiente (Ich mochte auch den Begriff ‚Stangen Narr‘). Den Titel hatten wir eingeführt, nachdem Jonas es einmal geschafft hatte, in einer einzigen Stunde 12 Stangen abzuräumen, weil er jedes Mal zu schräg angeritten war und runter geschaut hatte. Das war aber noch am Anfang seiner Reitkarriere auf Pineforest Stable gewesen und längst Vergangenheit. Heutzutage wurde ‚Pole-Knocker’, wer mindestens 10 Stangen zum Fall brachte. Derjenige oder diejenige musste am Ende der Stunde allen anderen Reitschülern ein Bier spendieren.
      Wir wechselten zu den Cavaletti, die in einem Viereck aufgestellt waren und die Beingeschicklichkeit förderten. Darüber war ich froh, denn so musste Blüte etwas aufwachen, um nicht darüber zu stolpern. Ich galoppierte auf der linken Hand an, wendete die Stute auf der langen Seite nach innen in Richtung des Vierecks und übersprang die ersten beiden Cavaletti. Dann musste ich vor der Wand rechts abbiegen und bei A auf die Mittellinie reiten, alles im Galopp. Hier musste ich Blüte gut zusammenhalten, damit der Abstand stimmte und sie auch diese beiden Cavaletti problemlos überwinden konnte. Sie schlug beim zweiten etwas mit den Hinterbeinen an, also wiederholte ich das Ganze gleich nochmal. Es war tricky, weil die Wendungen über die Breite der Bahn sehr eng waren und man extrem auf die Länge der Galoppsprünge achten musste. Doch auch die Pferde waren trotz der geringen Höhe gefordert, denn sie mussten unpassende Abstände auskorrigieren indem sie früher bzw. später abdrückten und danach gleich wieder bremsen um auch sauber über das zweite Cavaletti zu kommen. Caspian grunzte jedesmal, wenn er aus der engen Wendung übers Cavaletti hüpfte. Er sprang aber auch übertrieben hoch darüber. Nach den Hindernissen zog er den Kopf jeweils in die Tiefe um sich zu strecken, sodass er David erfolgreich etwas Zügel klaute. Elliot wies ihn darauf hin, und David gab fortan eine halbe Parade, wenn der Hengst den Trick versuchte. Mit Erfolg: Er versammelte sich schön und blieb aufgerichtet. Darren und Canto hatten schon mehr Mühe. Canto zog immer vor den Hindernissen an, weil Darren zu früh mitging. Elliot zeigte ihm, dass er bis kurz vor dem Sprung aufgerichtet bleiben musste, wenn er den Hengst ruhig halten wolle. Es klappte gegen Ende der Stunde schon viel besser, doch er musste immer noch ruhiger werden. Ich hatte Verständnis für die Mühe des Pflegers, denn im Winter waren die sonst schon fleissigen Vollblüter nochmal eine Stufe fitter und feuriger unterwegs. Besonders wenn draussen der erste Schnee lag, was zum Glück noch nicht der Fall war.
      Wir beendeten die Stunde nachdem wir die verschiedenen Hindernisse aneinandergehängt und so einen kleinen Parcours geritten hatten. Danach liessen wir die Pferde austraben und versorgten sie nach gründlicher Pflege wieder in ihre sauberen Strohboxen. Caspian liess sich gerade in sein weiches Bett plumpsen, als ich neben seiner Box vorbeiging. Später am Abend wollte ich nochmal kontrollieren, ob alles gut versorgt war, doch erstmal gönnte ich mir mit den anderen Pflegern eine Tasse Tee.
      17 Okt. 2015
    • Occulta
      Schwarz wie die Nacht

      Parányi!“, rief ich meine lackschwarze Jungstute. Sie stand weit weg auf der anderen Seite der Weide und glotzte mich nur verständnislos an. Ich wollte sie heute das erste Mal in ihrem Leben reiten, aber dazu musste ich sie zuerst zu fassen bekommen. Sie konnte manchmal richtig stur sein, das hatte ich in den Wochen seit ich sie gekauft hatte schon gemerkt. Begleitet wurde ich, als ich auf sie zu lief, von den letzten Sonnenstrahlen des Tages. Es herrschte eine seltsame Stimmung am Himmel. Alles leuchtete kitschig rosa und orange, doch im Vordergrund bauschten sich dunkle Wolken auf. Ausserdem war es bitterkalt geworden, aber das war mir schon den ganzen Tag aufgefallen. Ob es wohl schneien wird? Mir gefiel das rötliche Licht, in welches die Tannen und Wiesen getaucht wurden. Es schien ebenso melancholisch und nachdenklich, wie ich mich den ganzen Morgen gefühlt hatte, sei mich die schreckliche Nachricht von Sarahs Tod erreicht hatte. Sie war mitsamt ihrer Familie bei einem Unfall mit Gas ums Leben gekommen. Ich konnte es noch immer kaum glauben, denn ich hatte oft mit ihr zu tun gehabt und sie war eine hervorragende Trainerin gewesen. Es war ein Verlust, den alle auf Pineforest Stable zutiefst bedauerten. Daher waren selbst die Pfleger schon den ganzen Tag schweigsam gewesen, sogar Ajith hatte ausnahmsweise auf sein fröhliches Summen und Pfeifen verzichtet. Die Pferde waren den ganzen Tag besonders brav gewesen, als spürten sie, dass etwas uns bedrückte. Nur Parányi wollte nicht mitspielen. Sie blieb lieber bei ihren Kollegen auf der Weide, anstatt artig angetrottet zu kommen. Ich überlegte einen Moment, gleich alle Stuten reinzuholen, denn sonst würde ich wohl ein riesen Theater mit dem Jungspund haben. Ausserdem waren sie seit dem Mittag draussen gewesen. Ich entschied mich und trommelte ein paar Pfleger zusammen. Wir hatten, nun da alles fertig umgebaut war, damit angefangen, die Pferde selber zu den Boxen laufen zu lassen. So sparte man viel Zeit. Dazu mussten wir lediglich sämtliche Fluchtmöglichkeiten auf dem Weg mit Elektroband schliessen und die Boxentüren öffnen. Wir hatten vor einer Weile bei allen Durchgängen Bänder abgemessen und befestigt, sodass wir sie jeweils nur noch umhängen mussten. Genau das taten wir jetzt, und danach wurde das erste Weidetor geöffnet. Die Stuten bemerkten unser Pfeifen und begannen, sich trabend auf uns zu zubewegen. Sie wussten genau, dass in den Boxen das Kraftfutter auf sie wartete, wie immer nach dem abendlichen Weidegang. Nacheinander flitzten Sweets, Halluzination, Lady Liquor, Islah, Dream, Bluebell, Ronja, Parányi und zuletzt Satine durch das offene Tor. Sie überquerten die Galoppbahn und kamen erst vor dem Nebenstall zum Halt, wo bereits Lisa und Jonas bereit standen, um sie in die richtigen Boxen zu lotsen. Als alle drin waren, pfiffen die beiden Pfleger und wir öffneten das Tor der zweiten, oberen Weide. Hier standen die Vollblutstuten schon am Zaun und scharrten zum Teil ungeduldig. Sie hatten beobachtet, wie die anderen reingerannt waren und warteten nun selbst darauf. Auch hier öffneten wir, als alles bereit war. Sumerian, Paint, Caprice, Campina, Kierka, Gray, Blüte, Cassy, Shio, Pointless und Indiana nahmen es lustigerweise dann doch etwas gemütlicher als die anderen Stuten. Vielleicht lag es daran, dass sie auch sonst immer genug Gelegenheit zum Rennen hatten. Sie trabten vom Hauptstall und wurden von den Pflegern in Empfang genommen, die sie an den Weidehalftern zu den Boxen führten. Nur Pointless entwischte und machte einen Abstecher zum Hengsttrakt. Die Jungs sahen ihr natürlich prompt interessiert durch die Gitterstäbe nach und versuchten, sie näher zu locken. Doch Point legte nur die Ohren platt und lief zielstrebig innenherum zum Stutentrakt. „Dass du immer eine Ehrenrunde brauchst!“, schimpfte ich kopfschüttelnd und scheuchte sie in ihre Box. Die Jungs waren übrigens am frühen Morgen auf der Weide gewesen, da wir sie immer getrennt von den Stuten raus liessen. Zufrieden schob ich die letzte Tür zu und begab mich zu Parányis Box im Nebenstall. Sie hatte noch nicht ganz fertig gefressen, also nutzte ich die Gelegenheit, um noch rasch die Putzsachen und den Sattel vorzubereiten. Danach bürstete und sattelte ich sie. Beim Zäumen wollte sie den Mund nicht so recht öffnen, also schob ich ihr den Daumen seitlich in den Mund, sodass sie diesen Öffnete. Als ich die kurzen, eher spärlichen Schopfhaare entwirrt und alle Riemen geschlossen hatte, führte ich sie zum Sandviereck. Ich hatte sie bisher schon einige Male mit Sattel und Zaum longiert, aber aufgestiegen war ich noch nie. Auch heute longierte ich sie zuerst etwas, worüber ich im Nachhinein froh war. Denn so musste ich die Freudenbuckler die folgten nicht im Sattel miterleben und konnte einschätzen, wie fit sie war. Schliesslich hängte ich die Longe aus und führte die Stute zur Aufstiegshilfe. Eigentlich wäre ich auch ohne hochgekommen, aber ich wollte es dem jungen Pferd am Anfang so etwas erleichtern. Zunächst liess ich sie neben dem Treppchen stillstehen. Dann lehnte ich mich vorsichtig über den Sattel und kraulte sie gleichzeitig am Hals. Sie war konzentriert, aber ruhig. Also machte ich weiter, bis ich das Bein auf die andere Seite nehmen konnte. Allerdings blieb ich immer noch stehen mit ihr – so jedenfalls geplant. Denn kaum sass ich ganz drauf, lief Parányi im Schritt los. Ich wollte sie mit der Stimme beruhigen und bremsen, aber sie lief zielgerichtet zu den Büschen, die das Viereck säumten. Dort hielt sie dann doch; nämlich um zu fressen. Ich liess mich aus dem Sattel gleiten und führte sie zurück zur Treppe, um das ganze Spiel zu wiederholen. Diesmal steuerte ich sie (so gut es ging). Plötzlich spürte ich eine Schneeflocke auf meiner Nase. Es war mittlerweile wirklich beinahe dunkel und nur ein letztes, rotes Glimmen hinter den Bäumen erinnerte an den vergangenen Tag. Feine Schneeflocken tanzten aus der dunklen Wolkendecke und liessen beinahe Weihnachtliche Stimmung aufkommen. Ich lächelte glücklich und genoss die kalten Kristalle auf meinem Gesicht. Parányi und kurvten unterdessen ein wenig auf dem Platz herum. Sie hatte noch nicht das Gleichgewicht, um gerade Lilien zu laufen, also kam ich mir vor wie jemand der besoffen reitet. Auch Jonas grinste schelmisch, als er mit der Schubkarre vorbeikam. „Du musst gar nicht so schauen, es ist ein junges Pferd!“, entgegnete ich. „‘türlich, ich kenne dich doch, Boss“, bekam ich als Antwort, während er seinen Weg fortsetzte. Ich schüttelte lachend den Kopf und stieg ab. Parányi hatte genug für heute und ich wollte ihre Konzentrationsfähigkeit nicht überspannen.

      Ich versorgte die mit der Dunkelheit verschmelzende Stute und liess Jacky, Sheela und Zira wieder aus dem Haus. Ich sperrte sie jeweils ein, wenn ich sie aus dem Weg haben wollte. Es schneite nun schon ein Bisschen stärker, vor allem waren es grössere Flocken als zuvor. Lily, wo steckst du wieder? Fragte ich mich selbst, während ich zu den Offenställen lief, stets begleitet von meinem kleinen Rudel. Tatsächlich sass sie dort bei den Miniature Horses im Gras und bürstete Tiki. Na toll, ihre Hosen sehen bestimmt wieder schön eingesaut aus, stellte ich fest, denn der Boden war herbstlich feucht. „Siehst du überhaupt noch etwas?“, rief ich ihr von weitem fragend zu. Sie erklärte mir, als ich nahe genug war, dass Tiki so langes ‚Flauschefell‘ hatte und sich damit immer wälzen täte. „Hast du eine Idee, was man dagegen tun könnte?“, fragte ich sie. „Nö, ich hab’s auch schon mit dem Kuhstriegel versucht, aber bei den kleinen Beinchen trau ich mich nicht.“ „Komm, bring Tiki mit – ich bring dir was neues bei.“, meinte ich verschwörerisch und führte die beiden (selbstverständlich mitsamt Queeny und Kiwi und den Hunden) in den Innenhof des Hauptstalls, wo es zum Glück taghelle Lampen hatte. Dann holte ich eine der Akku-Schermaschinen aus der Sattelkammer und zeigte Lily an der ersten Körperhälfte von Tiki, wie sie vorgehen musste. Die halbstarke Stute blieb geduldig stehen; sie kopierte ihre Ziehmuttter, die komplett relaxt an dem dünnen Grasstreifen zwischen Kiesplatz und Karussell knabberte. Als ich zum Bauch kam, wurde sie dann doch etwas zappelig. „Das ist normal, weil das lose Fell sie kitzelt“, erklärte ich. Nun legte meine keine Schülerin selber Hand an. Sie machte es ganz gut für das erste Mal. Natürlich musste ich am Schluss noch ein paar Streifen ausgleichen, aber viel hatte ich nicht zu bemängeln. Ich lobte beide, Schülerin und Testobjekt, und wir brachten die Truppe gleich zurück zum Offenstall, doch nicht, ohne Tiki eine Fohlendecke („Ohhhh süss, die ist ja so gross wie ne Hundedecke!“) anzulegen, damit sie nicht kalt hatte. Die Hengstchen nebenan bewiesen, dass man Minis durchaus als Pferde, und nicht als Spielzeug betrachten sollte: Arco und Caress drehten buckelnd ein paar Showrunden, als wir Queeny zurückbrachten. Auch der kleine Caillean mischte kräftig mit.

      Ich wurde von den Worten „Occu, wann kommt das Zebra?“ aus meinen Gedanken gerissen. „Öhh, um… Warte, jetzt!“, stellte ich fest, als das Mädchen in Richtung eines sich dem Parkplatz nähernden Transporters zeigte. Zum Glück hatte ich am Morgen schon eine Box vorbereitet, denn ich hatte damit gerechnet, dass das seltsame Tier irgendwann im Verlaufe des Tages ankommen würde. Lily stürmte mit den begeisterten Hunden voraus und ich liess mich zugegebenermassen auch zu einem Joggen verleiten. Ich gab es nicht gern zu, aber war unheimlich gespannt, was mich mit dem Exoten erwartete. Gesehen hatte ich die Zebrastute schon einmal, denn ich hatte sie aus der Gruppe des Zoos aussuchen dürfen. Sie stamme nicht etwa aus der Wildnis, sondern aus einer Zucht in Afrika und war Pferde gewöhnt; Ausserdem total handzahm – einer der Gründe, warum ich sie schlussendlich doch genommen hatte. Die Klappe wurde bereits geöffnet und ich entdeckte einen gestreiften Po im Inneren des Transporters. Dann drehte sie mir den Kopf zu und ich war augenblicklich verliebt in die grossen, runden Ohren, die sich mir zuwandten. Mit einem Mal war ich aufgeregt und froh, solch einen aussergewöhnlichen Equiden zu besitzen. ‚Thairu‘ trug ein breites Lederhalfter, an dessen Seite ein kleines Metallplättchen mit ihrem Namen glitzerte. „Ein Abschiedsgeschenk ihrer Fans“, murmelte die Zoowärterin und lächelte beim Anblick des kleinen Mädchens, das ehrfürchtig starrte. „Sie war nicht lange bei uns, aber hatte schon eine grosse Fangemeinschaft, weil sie so zahm ist.“ Ich nickte beeindruckt und löste dann den Strick, mit dem das Zebra angebunden war. Sie lief vorbildlich aus dem Transporter und wirkte auch nicht sonderlich aufgeregt. Das überraschte mich, denn ich hatte mir sogar schon die Handschuhe aus meiner Jackentasche angezogen, weil ich das Schlimmste befürchtet hatte. Mit ihren grossen Ohren scannte sie die Umgebung nach potentiellen Gefahren, aber offenbar schien nichts da zu sein, was sie beunruhigen konnte. Ich bedankte mich bei der Wärterin und unterzeichnete ein paar letzte Formulare, dann standen Lily und ich alleine mit dem Zebra da. „And now?“, fragte ich Lily herausfordernd, und streichelte dabei die schwarze Schnauze von Thairu. Das Zebra zuckte etwas mit dem Kopf, liess sich die Berührung dann aber gefallen. „Du wolltest sie doch zu Dante stellen, nicht wahr?“, meinte Lily, und bettelte im nächsten Atemzug „Darf ich? Biiiite!“ Ich vertröstete sie auf ein andermal, da ich immer noch nicht sicher war, wie brav das Vieh sich benahm. Dann setzten wir uns in Bewegung. Das gestreifte Tier liess sich nicht ganz so wunderbar führen, wie ich es nach der Glanzleistung beim Transporter erwartet hatte. Sie drängelte hin und wieder, oder versuchte, mich an den Rand zum Gras zu ziehen. Ich setzte mich aber durch und schaffte es bis zu dem hübschen, mittlerweile zumindest temporär Wallach gewordenen Eselherrn. Die Tierärztin hatte mir auf mein Zögern bezüglich der anstehenden Kastration hin angeboten, ihn nur chemisch kastrieren zu lassen. So konnte ich mir immernoch alle Optionen offenhalten. Ich hatte natürlich eifrig zugestimmt, sodass er nun seit etwa einer Woche Wallach war. Seinen hengstigen Charakter hatte er aber vorerst noch behalten, dies würde sich erst in ein paar Wochen auch legen. Er rief dem Zebra schon von weitem mit seiner Schrillen Stimme und schnüffelte ganz genau an Thairu, als wir sie über den Zaun die Köpfe zusammenstecken liessen. Thairu schien nicht abgeneigt gegenüber ihrem zukünftigen Gefährten. Dante schien noch nicht so recht zu wissen, was er von dem Gestreiften Tier halten solle. Lily öffnete vorsichtig das Tor zur Weide und ich brachte das Zebra hinein. Die beiden beschnupperten sich sofort wieder. Dante trieb Thairu ein wenig im Kreis herum, bis es ihr zu doof wurde und sie den Kopf zum Fressen senkte. Dann war Friede im Paradies eingekehrt, so schien es jedenfalls. Als ich später am Abend nochmal vorbeischaute, standen die beiden dösend nebeneinander und Thairu hob den Kopf, als sie mich entdeckte. „Gute Nacht mein Mädchen, alles okay“, murmelte ich beschwichtigend und liess die beiden in Ruhe. Doch ganz war der Tag für mich noch nicht vorbei. „Na mein Süsser“, murmelte ich, als ich zu Pilot’s Box im Nordstall kam. Ich erinnerte mich noch gut an den Tag, als ich ihn das erste Mal gesehen hatte. Er war damals als sensibler, aber begabter Junghengst ausgeschrieben gewesen. Trotzdem war er noch ziemlich untrainiert und eher gestresst gewesen, als ich ihn schliesslich anschauen ging. Doch ich hatte das Potential des Hengstes gesehen und beschlossen, ihm eine Chance zu geben. Mittlerweile war er in der Höchsten Spring-Liga erfolgreich unterwegs und zeigte mir jeden Tag von neuem, dass ich damals richtig ausgewählt hatte. Niemals könnte ich ihn verkaufen, denn er war ein fester Bestandteil von Pineforest Stable. Und wer könnte diesen intelligenten, dunklen Augen schon wiederstehen? Pilot blickte mir manchmal fast schon etwas schelmisch entgegen, als hätte er wieder etwas geplant. Dabei war der Hengst in den richtigen Händen ein richtiges Lamm, das nach Zuneigung hungerte. Deshalb senkte er auch den Kopf, als ich ihn an den Ohren kraulte, schmiegte sich mit der Stirn an mich und döste fast ein. Ich fuhr nach einer Weile, so leid es mir tat, mit dem Bürsten des gescheckten Stoppelfells fort und kämmte auch den Schweif vorsichtig durch. Dann kratzte ich die Hufe aus und holte das Sattelzeug. Ich hatte vor, einen gemütlichen Ritt am Fluss entlang zu machen, was ich auch umsetze. Es war zugegebenermassen ab und zu etwas unheimlich alleine durch die neblige Dunkelheit zu reiten, doch irgendwie war es auch seltsam beruhigend. Pilot war zügig unterwegs, verhielt sich aber wie ein Musterschüler und scheute auch nicht stark, als vor uns ein Reh aus dem Gebüsch sprang. Wieder zuhause angekommen, gab ich Pilot seine verdiente Portion Karotten und einen Apfel, den er genüsslich zu Brei verarbeitete.
      8 Dez. 2015
    • Occulta
      Silhouetten im Nebel

      Ich befand mich gerade bei meiner neuen, gestreiften Freundin, als Lily wieder angerannt kam. Sie war schon den ganzen Morgen so hibbelig drauf und ich machte mir langsam Sorgen, dass in ihrem Müsli zu viel Zucker drin sein könnte. Thairu liess sich auch ein wenig anstecken und trabte den Kopf verdrehend von mir weg, nur um einige Meter entfernt einen kräftigen Buckler zu machen und danach wieder zu mir zu glotzen. „Komisches Tier“, murmelte ich grinsend, dann sah ich mich nach meiner kleinen Nichte um. Wenigstens hatte sie von dem kleinen Drama mit Golden Sunset nicht viel mitbekommen, das sich vorgestern ereignet hatte. Ich konnte es noch immer kaum ertragen, daran zu denken, wie die kleine Stute geschwitzt und sich gewälzt hatte. Sie hatte eine schwere Kolik bekommen, vermutlich, weil Spaziergänger ihr überreife Früchte gefüttert hatten. Wir hatten sofort den Tierarzt gerufen als Lewis es bemerkt hatte, aber es war auch gegen Abend trotz der ausgezeichneten Betreuung in der Tierklinik nicht besser geworden. Ich hatte daraufhin schweren Herzens mein Einverständnis gegeben, die Palominostute zu erlösen. Noch am selben Abend brachten die Pfleger Schilder an den Weidezäunen an, die das Füttern der Tiere verboten. Lilys Stimme brachte mich zurück in die Gegenwart. „Tante Occu, darf ich heute auf White Dream reiten?“ Ich seufzte erschöpft. Lily hatte die ganze vergangene Woche immer wieder danach gefragt und ich überlegte langsam ernsthaft nachzugeben, alleinschon, damit ich endlich Ruhe hatte. Das Mädchen war nun seit zwei Wochen hier und mindestens einmal am Tag auf dem Pferd gesessen; Trotzdem schien sie nie genug zu haben. „Biiiite“, las ich von ihren runden, dunkelbraunen Augen ab. „Na gut, aber nur in der Halle, und nur nachdem Lisa mit ihr gearbeitet hat.“ Das reichte anscheinend schon völlig, denn ich bekam eine kräftige Umarmung und musste augenblicklich lächeln. So nervig Kinder auch manchmal sein konnten, so waren sie doch immer sehr ehrlich und zeigten einem, was sie fühlten. Nicht so wie manche Erwachsene… Jonas winkte uns von der Halle her zu. „Hey Boss, warst du schon mit Empire draussen?“ „Vergiss es, ich hab mich schon mit Quinn verabredet“, murrte ich zurück, was sogar der Wahrheit entsprach. Er zuckte mit den Schultern und verschwand wieder um die Ecke. „Und was soll ich in dieser Zeit tun?“, fragte Lily erwartungsvoll. „Uhhm, what about… Du hast heute frei, darfst selbst entscheiden.“ Sie nickte fröhlich und lief zu den Mini Weiden. Na wer hätte das gedacht, schmunzelte ich und stand ebenfalls zum Gehen auf. Ich pfiff nach Zira, die durch das nasse Gras angehoppelt kam. Ihr Bauchfell kräuselte sich schon vor Feuchtigkeit und sie hatte dreckige Pfoten, mit denen sie an mir hochstehen wollte. Ich stiess sie etwas unsanft weg und liess sie sitzen, dann lobte ich sie. Ich musste die junge Hündin erst noch erziehen, aber die Grundkommandos klappten schon ganz gut. Auch die anfänglichen Stubenreinheits-Probleme hatten wir bereits überwunden. So konnte ich sie auch ohne Bedenken im Haus lassen, als ich zum Hauptstall ging, um Empire zu putzen. Stromer stand bereits in der Stallgasse angebunden und drehte sich nach mir um, als er das Stalltor knarren hörte. Ich streichelte ihn liebevoll und entdeckte im selben Moment Quinn, die mit der Wurzelbürste seine matschigen Beine bearbeitete. Ich meinte zu ihr, dass das nicht viel bringe und man die Beine auch morgen noch waschen könne, weil er ja sowieso wieder dreckig von der Weide käme. Daraufhin befasste sie sich in erster Linie mit der Sattellage. Ich führte unterdessen Empire aus seiner Box und band ihn ebenfalls an. Der völlig ausgeschimmelte Hengst hatte wiedermal ein paar schöne Mistflecken, die ich am liebsten mit Bleichmittel bearbeitet hätte, aber das wäre wohl keine gute Idee gewesen. Daher beschränkte ich mich auf einen Kuhstriegel und mehrfaches durchbürsten, bis nur noch ein paar hellgelbe Flecken übrig waren. Das Langhaar war ebenfalls verdreckt, aber ich entwirrte es nur etwas und löste die gröbsten Klumpen, den Rest würde ich morgen machen. Dafür kratzte ich die Hufe gründlich aus, damit keinerlei Steinchen mehr darin verklemmt waren. Weil er so schön geduldig dastand und die Beinchen artig hob, bekam Empire ein Karottenstückchen. Natürlich musste ich daraufhin auch Stromer eines geben, der schliesslich auch stillgestanden war. Endlich konnten wir satteln, zäumen und die beiden Hengste nach draussen führen. Ich war gut eingepackt in meine Winterjacke, mit Mütze, Handschuhen und Schal. Auf Empires Fleecedecke hatte ich aber diesmal verzichtet, da wir heute viel galoppieren wollten. Quinn und ich ritten los in Richtung Dorf, bogen dann nach Norden und kamen endlich zu einem Laubwald. Der Nebel als dicke Suppe über der Landschaft und man sah nur ein paar Meter weit. Wir liessen Stromer und Empire auf dem Waldweg lange traben, dann bogen wir auf einen Trampelpfad und jagten durch die Gebüsche bis zum Waldrand. Dort trabten wir wieder kurz, bevor wir zu einem geeigneten Feld kamen und die beiden Blüter erneut ziehen liessen. Es machte unheimlich Spass, durch den dichten Nebel zu preschen. Wir konnten es auch nicht lassen, auch ein kleines Rennen daraus zu machen, wer zuerst am Feldende ankam. Natürlich gewann Quinn mit Stromer überlegen, denn im Gegensatz zu Empire war er noch deutlich leichter. Empire hatte dafür länger Ausdauer, doch solch kurze Feldgalopps konnten die beiden Vollblüter ohnehin nicht erschöpfen. Nach einer halben Stunde im Gelände waren die zwei erst richtig fit und liessen sich kaum mehr zügeln in ihrem Eifer. Aber ich erinnerte Empire jeweils durch halbe Paraden daran, dass ich auch noch da war. Der Hengst versammelte sich schön und machte einen runden Hals, kombiniert mit feinstem Spicktrab. “Oi, I’m not used to this behaviour of yours, you could do that more often. “Though we’re not in a dressage competition right now, ‘kay”, meinte ich lachend. Empire drehte bloss die Ohren zurück um zu hören, ob ich etwas Wichtiges gesagt hatte. Dann stolzierte er weiter. Ich wollte dieses Jahr mit ihm an einem Weihnachts Dressurturnier teilnehmen und war daher glücklich, ihn so toll laufen zu fühlen. Es war, als würden wir über den Feldweg tanzen, mit einem immer gleichbleibenden Takt. Stromer hatte mittlerweile auch kaum mehr Mühe, den Takt zu halten und ausbalanciert zu traben. Das war früher ganz anders gewesen, als er frisch auf Pineforest Stable gewesen war. Die meisten Vollblüter wurden in erster Linie auf Geschwindigkeit getrimmt, Balance und versammeltes Tempo wurden oft unterschätzt, obwohl die meisten Pferde erst dadurch ordentlich Kraft in der Hinterhand entwickelten.

      Wir kehrten nach fast eineinhalb Stunden auf den Hof zurück und sattelten die Pferde ab. Als wir sie versorgt hatten, suchte ich Lily und fand sie noch immer mit einer Bürste bewaffnet bei den Mini-Hengstchen. Sie erzählte mir stolz, dass sie bisher Daki, Alu, Diva, Chip, Papillon und auch noch Tigrotto geputzt hatte. Ich prustete los vor Lachen, als ich die Frisuren bemerkte, die sie Arco mit ihrem Haargummi verpasst hatte. „Das ist nur zum hochstecken, damit ich besser an den Hals rankomme! Lach doch nicht so!“ Ich entschuldigte mich, noch immer Tränen in den Augenwinkeln. Die kleine lachte nun aber selbst auch herzhaft. „Okaaay, es sieht bescheuert aus. Aber es hilft!“ Plötzlich wurde sie leiser und senkte den Blick. „Sunny hatte auch so ne schöne, helle Mähne…“ Ich klopfte ihr tröstend auf die Schulter und fragte, ob ich ihr ein paar schöne Flechtformen zeigen solle, um sie abzulenken. Sie nickte eifrig. Wir nahmen uns gleich Arco als Modellpferdchen. Mein kleiner Schatz hatte kürzlich die Körung bestanden und war als drittplatzierter aus der Gesamtwertung hervorgegangen. Ich war unglaublich stolz, nun einen weiteren hervorragenden Miniature Zuchthengst zu besitzen. Und nächsten Frühling würden auch schon seine ersten Fohlen auf die Welt kommen, was ich bereits frühzeitig geplant hatte. Ich zeigte nun aber Lily erstmal einen Französischen Zopf mit der Mähne des kleinen Charmeurs. Es ging leider nicht ganz so gut, da ich seine Mähne erst kürzlich wieder geschnitten hatte, aber Lily sah trotzdem beeindruckt aus und die Sache mit Sunny war vorerst wieder verdrängt. Wir gingen zu den Stuten und fingen uns Rose ein, denn sie hatte noch ihre volle Haarpracht. Daran durfte Lily nun üben. Sie bekam am Anfang noch leicht ein Durcheinander mit den verschiedenen Strähnen, aber nach einer Weile klappte es ganz gut. Ich zeigte ihr auch noch das Einflechten des Schweifs, dann machten wir uns auf den Weg zum Haus um zu Mittag zu essen.

      Am Nachmittag war Lisa mit Dream in der Halle und Lily drängte mich, mein Versprechen zu halten. Schade, dass sie es nicht vergessen hat, dachte ich augenrollend, doch dann nickte ich und wir sahen Lisa bis sie fertig war zu. Lily klebte förmlich an der Scheibe der kleinen Reiterstube in der Halle. Dream lief durchaus hübsch und artig, aber ich machte mir dennoch Sorgen, ob die kräftige Ponystute das richtige Modell für meine kleine Nichte war. Die kleine schien sich jedenfalls keine Sorgen zu machen. Der von grauen Strähnchen durchzogene Schweif der Forest Stute wehte wie eine Fahne hinter ihr her, als sie über die Kombination sprang. Lisa hatte einen kleinen Parcours aufgebaut, weil sie für das Adventsspringen nächste Woche trainierte. Ich nickte zufrieden, als Dream auch das In-Out und den Oxer überflog. So würden die beiden garantiert gewinnen. Als sie fertig war, winkte uns Lisa zu sich. Offenbar hatte ihr Lily bereits von ihrem Vorhaben erzählt, denn sie stieg ab, als wir näher kamen und übergab dem kleinen Mädchen die Zügel. Lily strahlte wie ein Kleinkind, das gerade einen riesigen Lolli in den Fingern hielt. Sie streichelte die Stute liebevoll, dann half ich ihr in den Sattel. Wenigstens ist Dream kein Riese, dachte ich noch immer skeptisch. „Soll ich dich zuerst führen?“ Ich bekam ein bestimmtes „Nein!“ als Antwort. Lily nahm die Zügel auf und trieb Dream in den Schritt. Die Stute streifte mit ihrem blauen Augen meinen Blick und ich flüsterte kaum hörbar: „Sei lieb.“ Augenblicklich richteten sich die kleinen weissen Öhrchen auf, als hätte sie mich verstanden. Lily ritt zunächst im Schritt eine Runde auf der ganzen Bahn, bis sie sich an den Schritt der Stute gewöhnt hatte, dann machte sie eine Volte und liess Dream dehnen, wie ich es ihr gezeigt hatte. Die Stute begann, den Kopf zu senken und zu schnauben. Es wirkte, als sei sie total entspannt. Als Lily die Zügel wieder aufnahm (wobei sie ein wenig ein Durcheinander bekam), machte Dream sofort einen runden Hals und lief am Zügel. Ich musste schmunzeln, denn die Stute kam normalerweise nicht so freiwillig zurück. Vielleicht, weil Lily nur ein Federgewicht ist und daher wie ein Ausbinder wirkt, überlegte ich mir. Plötzlich trabte die Stute an und ich sah Lily bereits am Boden liegen, aber alles war okay: Dream zockelte brav auf dem äusseren Hufschlag, während sich Lily an ihren Takt anpasste und leichtritt. Nach einer Runde klappte es schon hervorragend. Nun musste selbst ich zugeben, dass die beiden ziemlich harmonisch wirkten. Vielleicht passt es auch einfach, stellte ich lächelnd fest. Lily tastete sich immer mehr an die Stute heran und begann, sie ein wenig anzupacken. Sie ritt ein paar Schlangenlinien und galoppierte am Ende sogar auf der Volte an. Dann musste ich sie aber bremsen und daran erinnern, dass Dream ja schon müde von der vorherigen Stunde war. Lily sah kurz enttäuscht, akzeptierte es dann aber grinsend und liess sich vom Rücken der Stute gleiten. „Das war richtig toll! Sie ist soooo lieb“, berichtete sie vergnügt. Lisa sah mich lächelnd an und meinte: „Ich verstehe wirklich deine Bedenken nicht. Dream war schon immer sehr brav und ausgeglichen.“ „Ja, aber im Parcours und im Gelände gibt sie immer extra Gas“, antwortete ich verteidigend. „Welches Pony schon nicht? Ich bin sicher, dass Paulchen sogar schlimmer war.“ Ich gab mich geschlagen und erlaubte Lily, fortan auch auf Dream Stunden zu nehmen. Wenn ich so darüber nachdachte, kamen mir meine anfänglichen Sorgen wirklich schon fast übervorsichtig vor. Aber ich war nunmal verantwortlich für das Wohl meiner Nichte und hatte mit Rachel genau geplant, welche Pferde sie reiten durfte. Mit einem Schaudern wurde mir klar, dass Rachel von diesem Planwechsel nicht sehr begeistert sein würde. Sie war von Anfang an nicht begeistert von dem Projekt gewesen, hatte aber ihrer Tochter zuliebe zugestimmt. Einerseits verstand ich die sorgenvolle Mutter, denn sie hatte auch selbst immer erfolgreich geritten, bis sie eines Tages einen üblen Unfall gehabt hatte und seither die meisten Pferde mied. Sie hatte sich aber hin und wieder dazu überreden lassen, auf Pineforest Stable auszuhelfen, wenn auch ohne sich selbst auf’s Pferd zu schwingen. Als ihre Tochter begonnen hatte, sich für die Vierbeiner zu interessieren, hatte sie ihr erlaubt, sich mit Shettys und kleinen Ponys abzugeben. Doch Lily reichte das auf Dauer nicht, also hatten wir vereinbart, dass sie einen Monat lang hier bleiben durfte. Rachel wusste, dass ich gut auf ihre Tochter aufpassen würde. Sie vertraute aber auch darauf, dass ich mich an die Spielregeln hielt. Dream ist ja wirklich lieb, da wird sie schon nicht ausflippen…, beruhigte ich mein Gewissen. Lily führte Dream selbstsicher zum Nebenstall und versorgte sie. Die zwei boten einen niedlichen Anblick, weil Lily die Stute immer wieder liebevoll kraulte und Dream genüsslich die Lippe verzog. Danach half mir Lily dabei, Die Stuten rauszubringen. Sie musste sicherstellen, dass der Weg überall mit den Zaunstücken abgegrenzt und das Weidetor offen war. Als sie mir rief, öffnete ich die Boxen der Stuten im Hauptstall und liess sie selber zur Weide laufen. Unterstützend lief ich hinterher und klatschte in die Hände, wenn die Gruppe irgendwo Halt machte.

      Als auch das erledigt war, halfen wir kurz beim Misten und kümmerten uns dann gemeinsam um Herkir. Das wollige Islandtier hatte sich so dermassen eingesaut, dass wir ihn duschen mussten, um ihn je wieder sauber zu bekommen. Da er am Abend noch mit April in der Dressurstunde laufen sollte, hatten Lily und ich uns die Aufgabe gestellt, der beschäftigten Pflegerin vorsorglich unter die Arme zu greifen. Ich machte das Shampoo und die Putzkiste bereit, während Lily dem Hengst das Halfter überstreifte. Danach führten wir ihn gemeinsam zum Innenhof des Hauptstalls, wo wir ihn anbanden. Ich weichte das lange Winterfell erstmal gründlich ein, bevor Lily es mit Shampoo und Wurzelbürste bearbeitete. Leider war Herkir ungeschoren, was die Prozedur nicht gerade erleichterte. Die Mähne und den Schweif mussten wir dreimal neu einweichen und ausspülen, bis sie wieder einigermassen blond waren. Wir badeten ihn übrigens mit warmem Wasser, was für alle Beteiligten angenehmer war. Herkir gefiel das baden trotzdem nicht so wirklich. Um uns zu strafen, schlug er mit dem Schweif hin und her, als wollte er eine Fliege verscheuchen, und spritzte uns so nebenbei nass.

      Am Abend kümmerte ich mich um Caprice. Die feuerrote Stute drehte sich sofort zu mir, als ich ihre Box betrat, denn sie wusste, dass ich immer ein paar Karottenstücke dabei hatte. Beim Putzen war sie dann aber doch wieder zickig und legte die Nüstern in Falten. Vielleicht war das auch einfach ihre Art zu zeigen, dass sie sich wohl fühlte, denn eigentlich fehlte es der Stute an nichts. Seit sie vor einem Jahr hier angekommen war, hatte sie sich prächtig entwickelt. Sie wurde zwar mittlerweile vor allem zur Zucht eingesetzt und nicht mehr zum Rennen, aber dazwischen förderten wir sie im Springen und insbesondere in der Dressur, worin sie ein Naturtalent zu sein schien. In der ganz grossen Liga konnten wir aber natürlich trotzdem nicht mithalten. Ich strich nachdenklich mit der Hand über das Seidige, aber stoppelige Fuchsfell. Wie wohl das diesjährige Fohlen wird? Wir hatten alle grosse Erwartungen in den kommenden Jahrgang, sowohl was den Rennsport, aber auch was die Farbenpracht anging. Ich hoffte, dass ihr Fohlen denselben, wunderschönen Kopf wie die Mutter haben würde. Mit ihren dunkel umrandeten Augen und der eleganten Blesse, kombiniert mit einer edlen Kopfform und feinen Ohren, war die Stute einfach ein Bild von einem Vollblut. Ich longierte sie eine halbe Stunde lang in der Halle und arbeitete dabei besonders an der Stellung und dem lockeren Gang. Die Stute neigte noch immer dazu, ihren eigenen Sturkopf durchsetzen zu wollen und nach aussen zu ziehen. Aber wenigstens lief sie in letzter Zeit schön ruhig auf dem Zirkel. Ausser, wenn es wieder ans Angaloppieren ging; dann folgten, wie auch heute, erstmal ein paar Bocksprünge. Solange sie dabei nicht gegen mich zielte, hatte ich nichts dagegen. Soll sie sich ruhig auspowern, dann läuft sie hinterher schöner. Gerade, als sie richtig schön zu dehnen anfing, hörte ich auf und liess sie austraben. So konnte sie das Training in guter Erinnerung behalten. Ich lobte sie ausgiebig und führte sie zurück zum Hauptstall, um sie zu versorgen. Ich packte sie für die Nacht in ihre warme Stalldecke, da ich nicht das Gefühl hatte, dass sie noch grossartig nachschwitzen würde. Dann ging ich weiter zum Nordstall, wo der Neuankömmling Skyrim auf mich wartete. Ich hatte den gekörten, sechsjährigen Reitponyhengst kürzlich von einer Bekannten erworben und unter meine Fittiche genommen, um ihn weiter zu fördern. Er zeigte Potential für die ganz hohen Klassen, weshalb er in Zukunft auch für die Zucht eingesetzt werden sollte. Der hübsche Hengst bestach ausserdem mit seiner tollen Scheckung und einem makellosen Charakter. Er war erst gestern angekommen, weshalb ich noch sachte mit ihm umging. Lily kam mit Zira, Jacky und Sheela angehüpft, kaum hatte ich Skyrim in der Stallgasse angebunden. „Ahhh, der Hübschling. Ich mag ihn“, meinte sie beiläufig, und streichelte Sky am Hals. „Er hat so einen lieben Gesichtsausdruck.“ Ich lächelte und drückte ihr eine Bürste in die Hand. „Da, wenn dir langweilig ist, kannst du mir gleich helfen.“ „Nur, wenn ich dann auch eine Runde auf ihm reiten darf!“ Ich rollte die Augen. „Nur im Schritt, du darfst mich auch zur Sicherheit führen“, meinte sie unnachgiebig. „Fine. Aber wehe du bürstest nicht sauber!“, scherzte ich. Wir hörten während dem Putzen noch etwas Musik und summten mit. Die Stimmung war hervorragend, auch die Pfleger, die vorbei liefen machten mit. Nur Jonas schien etwas kurz angebunden. Ob er wohl beleidigt ist wegen heute Morgen? Ich führte Sky in die Halle zum Aufsteigen. Eine halbe Stunde lang erprobte ich intensiv, was der Hengst schon alles kannte. Auch ein paar kleine Hindernisse übersprang ich, um zu sehen, wie er sich handeln liess. Ich hatte ihn nicht probegeritten, sondern auf das Urteil der alten Besitzerin vertraut, was ich nicht bereute. Er lief sehr fein und fast konstant am Zügel. Dressurmässig war er etwas weiter als im Springen; er hatte auch eher die Veranlagung für diese Richtung. Am Ende führte ich, wie versprochen, Lily ein paar Runden Schritt (okay, zugegebenermassen nahm ich es mit dem Führen nicht ganz so genau und lief eher einfach nebenher). Dem Mädchen gefielen die weichen Gänge des Ponys. Sie schwärmte später noch den ganzen Abend davon. Auch begann sie sich auszumalen, wie ein Fohlen von ihm und Dream aussehen würde, wozu ich vorerst nur schmunzelte. Denn was Lily nicht wusste war, dass Dream schon längst ein Fohlen von Sky erwartete. Deshalb war sie auch so ‚untrainiert‘, wie Lily gleich zu Beginn bemerkt hatte. Wir genossen den restlichen Abend drinnen bei einer Tasse heissem Kakao und einem Krimi, aber natürlich erst nachdem wir um neun Uhr nochmal nach den Pferden gesehen hatten.
      15 Dez. 2015
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  • Album:
    Gnadenweide
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    Occulta
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    12 Okt. 2016
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  • Offizieller HG

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    Vom: Monus xx

    Aus der: Candy xx


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    (Zuchtname: Caprice)
    Rufname: Mikke, Red, Capri
    Geburtstag:
    Alter: 12 Jahre
    Stockmaß: 1.60 m
    Rasse: Englisches Vollblut
    Geschlecht: Stute
    Fellfarbe: Fuchs
    (ee,Ff,Aa)

    Abzeichen: 4x halbweisse Fessel, breite Blesse
    Gesundheit: sehr gut


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    Temperamentvoll, schnell, manchmal Zickig, versteht sich nicht mit Jedem, Will immer ihren schönen Kopf durchsetzen


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    Mikke ist ein typisches Vollblut. Sie ist zwar nicht böse, will sich aber in allen Situationen durchsetzen, weswegen sie eine starke Reiterhand braucht. Sie ist zickig und temperamentvoll, würde aber niemals ihren Reiter beißen. Das ein oder andere Steigen oder Buckeln ist zwar schon beim Reiten passiert, aber hinuntergefallen ist noch niemand. Man muss konsequent mit ihr umgehen, aber wenn man zu hart anpackt, kann sie hochgehen wie eine Rakete. Sonst ist sie eine treue Seele, die sich an ihre Vertrauensperson bindet und auf Turnieren zeigt sie sich von ihrer besten Seite.
    Sie hat eine grosse Vergangenheit als Rennpferd, besonders in Rennen über weite Distanzen. Jedoch reichte es nie aufs oberste Treppchen, doch das wird sich vielleicht noch ändern.


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    Besitzer: Occulta
    Ersteller: Delilah, umgemalt by Husky Jenny, umgemalt by Occu
    VKR: Husky Jenny
    Verkäuflich: Nein


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    Gekört: Ja
    Nachkommen: Odyn, Wunders Champion
    , CHH' Guinness, PFS' Gamble Away, PFS' Cryptic Spots, PFS' Whirlwind (mit Leihmutter)
    Decktaxe: nicht leihbar!



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    Galopprennen Klasse: A
    Western Klasse: E
    Spring Klasse: L
    Military Klasse: L
    Dressur Klasse: E
    Distanz Klasse: L

    Eignung: Galopprennen, Springen, Military
    Eingeritten: Ja



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    [SK 130]
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    2. Platz 10. Distanzturnier
    2. Platz 19. Distanzturnier

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    2. Platz 31. Militaryturnier
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    2. Platz 32. Galopprennen
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    Mikke's Spind