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Mohikanerin

Černobílý Svět | Kladruber | Ungekört

Name Černobílý SvětRasse KladruberGeschlecht StuteAlter 7 Jahre, 4.12Fellfarbe Rapschimmel mit Splash (Black Gray Splash) - EeaaGgnSplStockmaß 173 cmCharakterSvět ist eine aktive Stute mit wenig Temperament. Trotzdem ist sie immer Konzentriert und Arbeitet steht's mit. Ihr Gemüt macht alles mit von kleinen schreienden Kindern bis Bahnverkehr, nichts bringt sie aus dem Konzept. Im Umgang ist sie leicht zu führen und hat viel Spass an neuen Aufgaben.BeschreibungDie Stute zeigt immer was sie kann und kann im Gelände auch mal etwas flotter werden. Trotzdem ist sie noch leicht zu kontrollieren und lässt nie den Chef raushängen. Besonders in der Dressur ist sie begabt und braucht eine Förderung, die sie auch immer sucht. Mit anderen Pferden ist sie friedlich und neigt nie zu Neid oder ähnlichem Verhalten. In der Box kann sie auch mal die Ohren anlegen, wenn es Zusatzfutter gibt, aber mehr kann man nicht als Unart bei ihr anrechnen.ReitschulpferdNeinShowpferdJaTherapiepferdJaDressur A/S*Gangveranlagung 3 GängeAusbildungsdaten Dressur (E-A) | ZirkuslektionenPilé - Ja und Nein sagen - Steigen - AdoptierenErfolge//Mutter | VaterHerkunftsland/ZuchtTschechien - UnbekanntNachkommenKeineGekört | Ungekört[Schleife]PSDoffizieller Hintergrund

Černobílý Svět | Kladruber | Ungekört
Mohikanerin, 4 Dez. 2014
    • Mohikanerin
      Was zu viel ist, ist zu viel!

      Die Tür öffnet sich und ich führe Svět aus dem Hänger. Mit einem Schnauben wird Georgio begrüßt, der nicht ganz so begeistert ist wie ich. „Du sagtest, dass es eine KLEINE hübsche Stute ist.“, wiederholt er meine Worte. „Ich hab sie mir ja auch kleiner Vorgestellt. Außerdem hatte ich dich gerufen, dass du dir die Anzeige anguckst.“, versuche ich mich raus zureden. Doch er winkt nur ab und begrüßt die Kladruber Stute. „Nun gut, hübsch ist sie schon. Doch was willst du mit ihr? Langsam haben wir genug Pferde!“, meint Georgio mit ernstem Ton. „Das besprechen wir nach her.“, sage ich und führe sie weg. Im Stall, der jetzt auch fertig ist, lege ich die Decke ab und mache eine Weidedecke drum. Ohne sich wirklich zu Bewegen steht sie damit im Gang herum. Vorerst stelle ich sie einem Paddock. Morgen kommt ein Tierarzt um sie einmal durch zu Impfen und Wurmkur.
      „Also?“, fragt Georgio und erwartet eine Antwortet. Meinen Atem kann bei der Kälte schon, auch wenn noch kein Schnee liegt. „Am besten wir gehen erst mal rein. Da ist nicht so kalt.“, sage ich und versuche vom Thema abzulenken. Doch noch immer ist mein Freund sichtlich genervt. Im Privatraum der Reithalle heizt er noch mal den Ofen nach und ich setzte für uns Tee auf. „Ich wollte mit einer Kladruberzucht anfangen.“, erkläre ich nun mit vollem Selbstbewusstsein. „Dein Ernst? Unserer Ziel war die anderen in Tschechien populär zu machen und nicht noch mehr Tiere zu kaufen.“, sagt Georgio. „Ja ich weiß, doch wir können die Großen auch mit im Zirkus einsetzten.“, schlage ich vor. Kurz ist er still und nickt dann. Da hatte ich noch mal Glück gehabt. Wobei er eigentlich weiß, dass ich den Hof groß mache. Dann denke ich auch nicht weiter drüber nach und gehe wieder.
      Jetzt im Dezember hat es bereits einmal geschneit, aber ich Glücklicherweise nicht liegen geblieben. Svět scheint auch sich dran gewöhnt zu haben mit Decke draußen zu stehen. In der gleiche Zeit holt Erik bereits die ersten Pferde hoch und läuft immer hin und her. Kurz zeige ich ihm die neue Stute und erzähle ihm, dass sie erst mal so bleiben soll. Kein Futter oder ähnliches. Das mache ich. Er freut sich immer, wenn neue Pferde da sind. Wir unterhalten uns noch kurz bevor ich in das Büro ins Haus gehe.
      Auch im Haus muss wieder geheizt werden, also stopfe ich neues Holz in den Ofen, der besser als jede Zentralheizung ist. Im Gästehaus ist aber eine Heizung mit Fernwärme. Die Rohre mit dem heiß Wasser verlaufen unter den Wegen, dass wir kein Schneeschüben müssen, gleiches System wie in Island. Beim Einschalten des Computer bemerke ich, dass Georgio Briefe verstecken wollte, aber es wohl nicht geschafft hat. Aus der Seite des Mülleimers ziehe ich einige Rechnungen mit hohe, wirklich sehr hohen Beträgen. Mit dem Finger gehe ich die Liste herunter und merke, dass die Preise viel höher sind als geplant. Schnell besuche ich meine Bankseite und sehe, dass das Gestüt für diesen Monat nicht mehr als 500€ noch ausgeben kann. Das heißt wir müssen mehr Einnahmen machen oder ich muss sparen. Eigentlich müssten wir neue Weidedecken holen, doch die sind wohl erst im Februar dran. Doch für Heu und Silage muss das alles noch reichen. Zur Not habe ich noch was im Kleiderschrank versteckt für 'schlechte' Zeiten. Das hat mein Papa auch schon immer gemacht und mir erzählt im Geheimen. Plötzlich steht Georgio in der Tür. Ich schrecke mich. „Ach … Hast du die Rechnungen gefunden?“, fragt er rhetorisch mit einem Seuftzer. Ich nicke nur und mache ein bedrücktest Gesicht, dann umarme ich ihn. Jetzt verstehe ich auch den Aufstand vorhin. Das Gestüt muss nun sparen, da die Nebenkosten immer Anfang des Monats abgezogen werden, haben wir das schon weg. „Wir schaffen das!“, füge ich noch hinzu und gebe ihm ein Kuss. „Jetzt hört auf rumzumachen, macht lieber mal was zu futtern. Es ist schon 17 Uhr und so wirklich hat Niemand was von uns schon gegessen.“, sagt Erik der am Büro vorbei läuft. Es geht hier entlang wenn man zu seine Zimmer möchte. Eigentlich mag ich die Galerie sehr, aber manchmal ist es schon nervig, dass man immer alles sieht. Auch Valkýra kommt auch zusammen mit Riley reingetappelt. „Na dann sind wir ja vollständig.“, sage ich und gehe raus. Alle folgen mir. Zusammen machen wir in der Küche essen und gehen dann runter ins Wohnzimmer. Langsam ist es warm, dass ich meinen Rollkragenpulli ausziehen kann. Wieder mal geht ein aufregener Tag zu Ende.
      4439 Zeichen | © Mohikanerin | 2014
    • Ravenna
      Dressur E auf A | (c) Ravenna | 5507 Zeichen

      An diesem Wochenende führte mich mein Weg mal wieder von der Insel herunter, in einem geräumigen Mietwagen, eine richtige(!) Straße herunter fahrend nährte ich mich Prag. Auf de Gelände einer ehemaligen Rennbahn, befand sich der Hof von Vina. Dies war bereits mein zweiter Besuch bei der besten Freundin von Sarah, die jedoch momentan keine Zeit hatte. Die Autobahn war nicht sonderlich befahren, aber trotzdem blieb ich bei meinen 100 km/h – die Straße war links und rechts voller Schneematsch und auch Eis. Irgendwann bei einem Schild, dessen Name ich nicht einmal auszusprechen wagte signalisierte mir das Navi abzufahren, also fuhr ich ab und folgte den weiteren Anweisungen.
      Etwa eine Stunde später befand ich mich am Tisch, vor mir ein ordentlicher Pott Kaffee und vor mir die zierliche Vina, gleich daneben Georgio, die mir gemeinsam ein wenig über die Stute erzählten und auch was sie bereits konnte. „Alles in allem scheint sie also so ziemlich fast das A Niveau erreicht zu haben, was ihr da so erzählt“ ich nahm genüsslich einen Schluck des Kaffees und grinste dann „Macht mir meine Arbeit sogar ein wenig leichter“. Nachdem also mein riesiger Wanderrucksack mit den nötigsten Sachen im Gästezimmer verstaut war – beziehungsweise einfach hinein geschleudert – ging es zusammen mit Georgio in den Stall. Dort wurde mir dann auch gleich mal das Zeug von Svet gezeigt, welches Futter sie nach der Arbeit bekommen würde und die Notiz. „Auch wenn wir eine Halle haben, aber die mag sie bisher nicht wirklich leiden…also eher dicker anziehen und auf den Platz.“
      Also fand ich mich bald die Stute putzend in der Stallgasse wieder -die vollkommen modern war, nicht so historisch wie auf Caed Crevan – aber dennoch nicht schlecht…ich vermisste nur die Musik, während der Arbeit. Da ich jedoch keinen MP3 Player besaß und auf dem Handy nur wahnsinnige drei Lieder hatte…erübrigte sich diese Möglichkeit auch gleich wieder. Mit der fertigen Kladruberstute am Zügel, stand ich vor dem was wohl mal der Platz gewesen war…jetzt ähnelte es eher einer Suhlgrube für Schweine mit kleinen „Sahnehäbchen“ aus Schnee. „Zum Glück hab ich Gummistiefeletten“ murmelte ich zu Svet. Mit einer Aufstiegshilfe schwang ich mich in den Sattel um mit der ersten Stunde zu beginnen – oder eher um die Stute unter dem Sattel erst mal kennen zu lernen.
      Nach dieser ersten Stunde im Matschland war klar - sie war in der Dressur außerordentlich begabt, eine solide Grundausbildung hatte sie bereits genossen und die Weihnachtszeit war genutzt worden mit ihr zu üben. Wir hatten erst eine kleine Ewigkeit benötigt um einander kennenzulernen, ihr schwungvoller Trab war um so vieles anders gewesen als der den ich von Gwyn gewöhnt war. Mit einiger Mühe war es mir gelungen ihr eine konstante Anlehnung nahe zu bringen – im Laufe einiger Minuten hatte sie jedoch so ziemlich begriffen was verlangt worden war.
      Am Abend gab es eine vegetarische Lasagne – zugegeben als ich nach Caed Crevan gekommen hatte ich eine ordentliche Feischbeilage lange vermisst, mittlerweile störte es mich nicht mehr. Das beisammen sitzen war wie immer herzlich und fast so vertraut wie auf meiner eigentlichen Arbeitsstelle. Ich erzählte von unserer ersten Kennlernstunde und berichtete von meinem Plan für die nächsten Tage.
      Svet lernte enorm schnell dazu, den einfachen Galoppwechsel bekam sie sogar am schnellsten auf die Reihe, die Schwierigkeiten stellten sich erst ein als es darum ging die verschiedenen Tempowechsel einzubauen. Svet rannte im Trab oftmals unter dem Sattel fort, dann musste ich mich etwas schwer machen ihr ein wenig an Tempo nehmen, sonst wirkte das Reiten von ihr bald zu hektisch. Unabdingbar klemmte ich mich also dahinter ihr dieses hektische also ein wenig „auszutreiben“ - auch an der Longe. Ich longierte sie öfter , nahm ihr mit der Stimme stetig Tempo aus der jeweiligen Gangart und alsbald rannte sie weniger unter dem Sattel. Am dritten Abend unternahm ich einen kleinen Spazierritt zusammen mit Georgio auf Saints Row und Svet. Ab und an gingen wir auch gemeinsam auf den Platz, trainierten beide Pferde und quatschten allgemein ein wenig. Die Ritte durch den Schnee taten Svet mehr als gut, es klärte ihren Kopf machte sie frei für neues. Auf dem Platz arbeitete sie freudiger mit, ließ sich regulieren fort an brachten uns die einzelnen Tempowechsel keine Schwierigkeiten mehr – im Mitteltrab durchquerten wir die Diagonale wechselten in eine 10 Meter Volte um schließlich aus ihr an zu galoppieren. Doch immer wieder sah ich gern wie wir im gestreckten Galopp um die Bahn preschten – am Ende der Arbeit schien dies eine Art der Lösung für sie zu sein…vielleicht so etwas wie eine Belohnung ihrer Arbeit. Für heute stieg ich von ihrem Rücken, sattelte sie mit steifen Fingern ab und wärmte mir die Finger noch ein wenig unter ihrer warmen Mähne. In der vergangenen Woche hatte sie wirklich viel aufgenommen, wenn man davon absah das bereits viel Vorarbeit geleistet worden war. Seufzend und mit klammen Fingern setzte ich mich an die Heizung hielt die Finger dagegen – sobald die wieder warm waren würde ich mir einen Kaffee machen! Da plötzlich klopfte es an der Tür, verdutzt öffnete ich die Tür – Vina stand vor ihr „Das Essen ist fertig!“ und winkte mich zu sich. Georgio stellte gerade die letzten Teller auf den Tisch, Eric rührte beständig an etwas das nach übergekochten Nudeln aussah. „Deine Henkersmahlzeit hier“ meinte dieser lachend, während ich erwiderte. „Ja klar, als wäre das mein letzter Besuch!“
    • Eddi
      Verschoben am 05.07.2015
      Grund: 6 Monate lang nicht mehr gepflegt.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Mohikanerin
    Datum:
    4 Dez. 2014
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