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Laraya13

Éamonn

Éamonn
Laraya13, 14 Feb. 2020
Bracelet gefällt das.
    • Laraya13
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      Mai 2016, by Veija
      Éamonn Springen E- A

      Heute war ich auf dem Weg zum Agnus Og Stud im idyllischen Irland. Geführt wurde dieses Gestüt von Canyon, Backfett und DisneyHorse. Warum ich zwei Auftrgäge bei Canyon angenommen hatte wusste ich nicht mehr, auf jeden Fall musste ich jetzt zu erst zu Éamonn nach Irland, ehe mein Flug nach Frankreich auf den Hof Saint Gorge ging. In Irland würde ich mich jedoch nicht lange aufhalten, da dort genug Trainer herumliefen, die das Pferd fördern konnten.
      Auf Agnus Og Stud angekommen fragte ich mich zunächst durch, ehe ich den Schimmel fand. Zwei Vollblüter und zwei weitere Irish Draughts standen hier, nur Éamonn war weiß, also leicht zu erkennen. "Na großer", begrüßte ich den Hengst und halfterte ihn sogleich auf, ehe ich ihn aus der Box nahm und am Putzplatz anband, um ihn zu putzen. Damit war ich auch schon schnell fertig, ehe mir Braclet begegnete. "Super, dann kannst du ihn gleich reiten.", sagte ich zu ihr. Zwar schaute sie mich mit großen Augen an, nickte jedoch und nahm ihren Helm, bevor ich auf den Platz vorging und einen kleinen Parcours aufbaute. Dabei variierte ich die Sprunghöhe von 80 - 90cm und die Weite von 75 - 105 cm. Es waren insgesamt 7 Hindernisse, davon eine zweifache Kombination. Dazu baute ich ein paar Cavalettis auf, die man im Trab überspringen konnte. "Reit ihn einfach mal in allen Gangarten und auf beiden Händen warm, dann trab über die Cavalettis.", wies ich sie an und lehnte mich zurück. Bracelet war jemand, die wusste, wie man reitet und was zu beachten war. Sollte Éamonn kein total fieses Pferd sein, kam Bracelet schon alleine klar, zumindest beim Aufwärmen. "Gib die Zügel etwas mehr frei beim Springen.", war der einzige Tipp, den ich ihr bei den Cavalettis geben musste. "Schaffst du den Parcours oder sollen wir tauschen?", fragte ich sie dann. "Ich reite den.", sagte sie mutig und ich nickte. "Okay, da fängst du an, dann da, das Hindernis, dann die zweifache und dann einfach im Kreis, du findest den Weg schon.", sagte ich lachend und schaute ihr zu. "Zügel frei geben.", musste ich ihr ein paar Mal sagen, sonst klappte alles super! Éamonn kam auch nur einmal an eine Stange dran. "Spring die zweifache Kombination nochmal.", sagte ich und schaute Bracelet zu. "Da musst du ihm mehr Hilfen geben. Er sucht deine Hand, die nicht da ist. Zügel kürzer und Sprünge regulieren.", erklärte ich ihr und schickte sie nochmal drüber. "Super! Fertig.", erklärte ich und gab Bracelet noch Tipps, wie sie in Zukunft besser mit dem Pferd klar kommen würde, ehe ich zurück zu meinem Leihwagen ging und in Richtung Flughafen fuhr.
      Einige Stunden später war ich auf Saint Gorge, auf dem größeren Hof von Canyon. Dort kannte ich mich schon etwas besser aus. Auch die beiden Pferde Chosposi und Morrigans Hidalgo waren mir mehr als bekannt. "Hallo!", begrüßte ich Canyon. "In Irland habe ich mir Backfett unter den Nagel gerissen, die musste Éamonn dann reiten.", erzählte ich ihr lachend und fragte, ob sie Hidalgo selbst reiten wolle. "Gut, das nimmt mir einiges an Arbeit ab. "Gut, geh du den Hengst fertig machen, ich bau einen Parcours auf.", erklärte ich und ging dann zum Platz, ehe ich mir nochmal anschaute, wie die Höhen sein mussten. Die Sprunghöhe variierte in der Klasse L von 110 - 120cm und die Sprungweite von 95 - 125cm. Eine zweifache Kombination musste drin vorkommen und ich brauchte, genau wie eben in Irland, 7 Hindernisse. Gesagt getan, ich baute alles auf und wartete auf Canyon. Sie kam auch schon bald mit ihrem Hengst und ritt ihn selbstständig warm. "Ich will mal schauen wie er springt, knüpf dir mal das Hindernis da hinten in der Ecke vor.", erklärte ich ihr und zeigte ihr das einzige Hindernis, welches 1,05 Meter hoch war und nicht zum Parcours gehörte. Kritisch schaute ich ihr zu, verwandelte meinen grimmigen Blick jedoch schon bald in ein Lächeln. "Das sieht doch super aus. Spring den Parcours einfach mal durch, ohne dass ich etwas sagte." Gesagt, getan. Ich zeigte Canyo die Reihenfolge, sie war etwas tricky, doch das würde sie schon schaffen. Ein Mustang war, genau wie ein Quarter Horse, sehr wendig. Bei ihrem Ritt schmiss sie die zweite Stange der zweifachen Kombination. Ich lachte. "Genau das selbe Problem hatte ich in Irland... Der Hengst sucht deine helfende Hand, die jedoch nicht da ist. Nimm die Zügel kürzer, regulier seine Galoppsprünge und gib ihm mehr Sicherheit. Er ist sehr unsicher am Sprung, wenn du ihn nicht leitest", erklärte ich ihr und sie nickte. "Damit kann ich etwas anfangen, danke.", sagte sie und ich nickte. "Super, mach du weiter, ich schnapp mir Chosposi.", erklärte ich ihr und fand einen fertig geputzt und gesattelten Hengst vor. "Was ein Service", lachte ich und streichelte den Hengst kurz, ehe ich die Bügel auf mich einstellte und auf den Reitplatz ging, da Canyon mit Morrigans Hidalgo in der Halle war. Auf dem Platz gurtete ich nach und stieg dann auf. Zu erst ritt ich ih ordentlich warm, ehe ich ihn im Schritt ganze Bahn ritt. Dabei gab ich ihm immer mehr Zügel, so dass sie nach drei Runden total locker hingen. Dann trabte ich ihn an und versuchte, ihn über meinen Sitz zu lenken. "Oh, da hatte wohl jemand geübt.", lachte ich und erfreute mich daran, dass Chosposi super easy über Gewichtshilfen zu steuern war. Auch im Galopp lief er klasse am lockeren Zügel. Lediglich beim durchparieren musste ich ihn mit Stimme unterstützen, was jedoch nicht schlimm war. Nun kam Canyon auch zu uns. "Du hast heimlich geübt, oder?", fragte ich sie lachend und sie nickte. "Mach nur weiter, der ist auf einem guten Weg ein super Pleasurepferd zu werden. Er ist zwar ein bisschen schnell, aber das macht nichts, der geht super an den Hilfen!", schwärmte ich von dem Hengst und drückte ihn ihr in die Hand. "Los, probier es aus", sagte ich und half ihr beim Aufsteigen. Sie ließ die Zügel lockerer und sah mich fragend an. "Noch lockerer... noch... noch... So." Sie ritt ihn erst ein wenig im Schritt und dann Trab. Dort wollte sie sich nur andauernd an den Zügeln festhalten. "Wenn du unsicher bist, greif ans Horn und lass die Zügel in Ruhe.", sagte ich ernst und schaute ihr dabei zu, wie sie meine Anweisungen umsetzte. "Gut, galoppier ihn in der Ecke mal an. Denk an das Sattelhorn und an die Zügel, auf Whoa hat er zu stoppen, das kennt er mittlerweile.", erklärte ich ihr und sah zu, wie sie ihn angaloppierte. Chosposi galoppierte bei ihr viel langsamer als bei mir eben, was vielleicht auch daran liegen konnte, da er Sporen nicht so sehr mochte und ich welche an hatte, Canyon dagegen jedoch nicht. "Gut.", lobte ich beide, als sie ihn wieder im Schritt hatte. "Ich glaube meine Arbeit ist getan.", lachte ich und machte mich wieder auf den Heimweg, denn dort wartete schon das nächste Pferd. Vielleicht musste ich auch gar nicht bis nach Hause, sondern von Frankreich gleich weiter fliegen.

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      Springen E → A
      31.05.16 | 6820 Zeichen | © Veija

      Heute war ich auf dem Weg zum Agnus Og Stud im idyllischen Irland. Geführt wurde dieses Gestüt von Canyon, Backfett und DisneyHorse. Warum ich zwei Auftrgäge bei Canyon angenommen hatte wusste ich nicht mehr, auf jeden Fall musste ich jetzt zu erst zu Éamonn nach Irland, ehe mein Flug nach Frankreich auf den Hof Saint Gorge ging. In Irland würde ich mich jedoch nicht lange aufhalten, da dort genug Trainer herumliefen, die das Pferd fördern konnten.
      Auf Agnus Og Stud angekommen fragte ich mich zunächst durch, ehe ich den Schimmel fand. Zwei Vollblüter und zwei weitere Irish Draughts standen hier, nur Éamonn war weiß, also leicht zu erkennen. "Na großer", begrüßte ich den Hengst und halfterte ihn sogleich auf, ehe ich ihn aus der Box nahm und am Putzplatz anband, um ihn zu putzen. Damit war ich auch schon schnell fertig, ehe mir Braclet begegnete. "Super, dann kannst du ihn gleich reiten.", sagte ich zu ihr. Zwar schaute sie mich mit großen Augen an, nickte jedoch und nahm ihren Helm, bevor ich auf den Platz vorging und einen kleinen Parcours aufbaute. Dabei variierte ich die Sprunghöhe von 80 - 90cm und die Weite von 75 - 105 cm. Es waren insgesamt 7 Hindernisse, davon eine zweifache Kombination. Dazu baute ich ein paar Cavalettis auf, die man im Trab überspringen konnte. "Reit ihn einfach mal in allen Gangarten und auf beiden Händen warm, dann trab über die Cavalettis.", wies ich sie an und lehnte mich zurück. Bracelet war jemand, die wusste, wie man reitet und was zu beachten war. Sollte Éamonn kein total fieses Pferd sein, kam Bracelet schon alleine klar, zumindest beim Aufwärmen. "Gib die Zügel etwas mehr frei beim Springen.", war der einzige Tipp, den ich ihr bei den Cavalettis geben musste. "Schaffst du den Parcours oder sollen wir tauschen?", fragte ich sie dann. "Ich reite den.", sagte sie mutig und ich nickte. "Okay, da fängst du an, dann da, das Hindernis, dann die zweifache und dann einfach im Kreis, du findest den Weg schon.", sagte ich lachend und schaute ihr zu. "Zügel frei geben.", musste ich ihr ein paar Mal sagen, sonst klappte alles super! Éamonn kam auch nur einmal an eine Stange dran. "Spring die zweifache Kombination nochmal.", sagte ich und schaute Bracelet zu. "Da musst du ihm mehr Hilfen geben. Er sucht deine Hand, die nicht da ist. Zügel kürzer und Sprünge regulieren.", erklärte ich ihr und schickte sie nochmal drüber. "Super! Fertig.", erklärte ich und gab Bracelet noch Tipps, wie sie in Zukunft besser mit dem Pferd klar kommen würde, ehe ich zurück zu meinem Leihwagen ging und in Richtung Flughafen fuhr.
      Einige Stunden später war ich auf Saint Gorge, auf dem größeren Hof von Canyon. Dort kannte ich mich schon etwas besser aus. Auch die beiden Pferde Chosposi und Morrigans Hidalgo waren mir mehr als bekannt. "Hallo!", begrüßte ich Canyon. "In Irland habe ich mir Backfett unter den Nagel gerissen, die musste Éamonn dann reiten.", erzählte ich ihr lachend und fragte, ob sie Hidalgo selbst reiten wolle. "Gut, das nimmt mir einiges an Arbeit ab. "Gut, geh du den Hengst fertig machen, ich bau einen Parcours auf.", erklärte ich und ging dann zum Platz, ehe ich mir nochmal anschaute, wie die Höhen sein mussten. Die Sprunghöhe variierte in der Klasse L von 110 - 120cm und die Sprungweite von 95 - 125cm. Eine zweifache Kombination musste drin vorkommen und ich brauchte, genau wie eben in Irland, 7 Hindernisse. Gesagt getan, ich baute alles auf und wartete auf Canyon. Sie kam auch schon bald mit ihrem Hengst und ritt ihn selbstständig warm. "Ich will mal schauen wie er springt, knüpf dir mal das Hindernis da hinten in der Ecke vor.", erklärte ich ihr und zeigte ihr das einzige Hindernis, welches 1,05 Meter hoch war und nicht zum Parcours gehörte. Kritisch schaute ich ihr zu, verwandelte meinen grimmigen Blick jedoch schon bald in ein Lächeln. "Das sieht doch super aus. Spring den Parcours einfach mal durch, ohne dass ich etwas sagte." Gesagt, getan. Ich zeigte Canyo die Reihenfolge, sie war etwas tricky, doch das würde sie schon schaffen. Ein Mustang war, genau wie ein Quarter Horse, sehr wendig. Bei ihrem Ritt schmiss sie die zweite Stange der zweifachen Kombination. Ich lachte. "Genau das selbe Problem hatte ich in Irland... Der Hengst sucht deine helfende Hand, die jedoch nicht da ist. Nimm die Zügel kürzer, regulier seine Galoppsprünge und gib ihm mehr Sicherheit. Er ist sehr unsicher am Sprung, wenn du ihn nicht leitest", erklärte ich ihr und sie nickte. "Damit kann ich etwas anfangen, danke.", sagte sie und ich nickte. "Super, mach du weiter, ich schnapp mir Chosposi.", erklärte ich ihr und fand einen fertig geputzt und gesattelten Hengst vor. "Was ein Service", lachte ich und streichelte den Hengst kurz, ehe ich die Bügel auf mich einstellte und auf den Reitplatz ging, da Canyon mit Morrigans Hidalgo in der Halle war. Auf dem Platz gurtete ich nach und stieg dann auf. Zu erst ritt ich ih ordentlich warm, ehe ich ihn im Schritt ganze Bahn ritt. Dabei gab ich ihm immer mehr Zügel, so dass sie nach drei Runden total locker hingen. Dann trabte ich ihn an und versuchte, ihn über meinen Sitz zu lenken. "Oh, da hatte wohl jemand geübt.", lachte ich und erfreute mich daran, dass Chosposi super easy über Gewichtshilfen zu steuern war. Auch im Galopp lief er klasse am lockeren Zügel. Lediglich beim durchparieren musste ich ihn mit Stimme unterstützen, was jedoch nicht schlimm war. Nun kam Canyon auch zu uns. "Du hast heimlich geübt, oder?", fragte ich sie lachend und sie nickte. "Mach nur weiter, der ist auf einem guten Weg ein super Pleasurepferd zu werden. Er ist zwar ein bisschen schnell, aber das macht nichts, der geht super an den Hilfen!", schwärmte ich von dem Hengst und drückte ihn ihr in die Hand. "Los, probier es aus", sagte ich und half ihr beim Aufsteigen. Sie ließ die Zügel lockerer und sah mich fragend an. "Noch lockerer... noch... noch... So." Sie ritt ihn erst ein wenig im Schritt und dann Trab. Dort wollte sie sich nur andauernd an den Zügeln festhalten. "Wenn du unsicher bist, greif ans Horn und lass die Zügel in Ruhe.", sagte ich ernst und schaute ihr dabei zu, wie sie meine Anweisungen umsetzte. "Gut, galoppier ihn in der Ecke mal an. Denk an das Sattelhorn und an die Zügel, auf Whoa hat er zu stoppen, das kennt er mittlerweile.", erklärte ich ihr und sah zu, wie sie ihn angaloppierte. Chosposi galoppierte bei ihr viel langsamer als bei mir eben, was vielleicht auch daran liegen konnte, da er Sporen nicht so sehr mochte und ich welche an hatte, Canyon dagegen jedoch nicht. "Gut.", lobte ich beide, als sie ihn wieder im Schritt hatte. "Ich glaube meine Arbeit ist getan.", lachte ich und machte mich wieder auf den Heimweg, denn dort wartete schon das nächste Pferd. Vielleicht musste ich auch gar nicht bis nach Hause, sondern von Frankreich gleich weiter fliegen.

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      Fahrtraining E → A
      31.08.2016 | 13.237 Zeichen | © Canyon

      Ein kleiner Notruf hatte den Tyrifjord Ausbildungsbetrieb nach Irland gerufen, doch zum Glück hatte ich gerade etwas Zeit gehabt, sodass ich einer jungen Frau zusagen konnten, sie und ihre Pferde zu besuchen.
      Es war nicht gerade ein normaler Auftrag, denn die junge Grace wünschte sich, dass wir vier ihrer Irish Draughts vor der Kutsche trainieren sollten und das auch noch alle zusammen. Drei Hengste und eine Stute erwarteten mich also, denn Petyr würde mich diesmal leider nicht begleiten und tatkräftig unterstützen.
      Klar kannte ich die Cliffs Of Moher aus dem berühmten sechsten Teil von Harry Potter, aber dass ich selbst einmal diesen Anblick genießen durfte, daran hatte ich nie gedacht.
      Das Angus Og Stud war ein kleines Gestüt, welches sich vor allem auf die Zucht von Irish Draughts fokusiert hatte. Die junge Grace McAllister wurde von Ginger Odair unterstützt, welche ich auch sogleich kennenlernen konnte. Nachdem wir uns gegenseitig vorgestellt hatten, brachten die Beiden mich zu den vier Pferden, welche bereits geputzt und frisiert vor dem Stall angebunden waren.
      Da ich nicht allzu viel Zeit hatte, war das auch ganz praktisch so. Ich würde zwar mit jedem erst mal einzeln trainieren, aber um die Pferde betrachten und kennenlernen zu können, ging es so am Besten. Die Stute hieß Touchable und laut Ginger lebte sie noch nicht lange auf Angus Og und so war sie noch etwas ängstlich, als ich mich ihr näherte. Trotzdem blieb sie brav und hatte ihre Ohren entspannt zu mir gerichtet. Ich war gespannt, wie sich sich mit den drei Hengsten abgeben würde. Etwas weiter neben „Touchi“ standen die beiden Brüder namens Belmonts Brock und Belmonts Beo. Außer, dass der eine Bruder Daples hatte und ein paar andere Abzeichen, glichen sie sich aufs Haar und benahmen sich auch noch gleich. Der vierte im Bunde war Éamonn, ein schneeweißer Draught Hengst, welcher anscheinend gerne mal den Angeber spielte, aber ansonsten mehr als lieb war. Nachdem mir Grace und Ginger alles Wichtige über die vier erzählt hatten, brachten wir die drei Hengste zurück in den Stall und ich nahm mir Touchi mit auf den Platz. Sie hatte noch die wenigste Erfahrung im Fahren, denn die anderen hatten schon erfolgreich an ein paar Turnieren teilgenommen. Mit ihr ließ ich mir viel Zeit, da sie noch neu und dazu auch noch recht jung war. Mit Hilfe der Doppellonge versuchte ich die hübsche Stute an die Zügel der Kutsche zu gewöhnen, baute ihr mit Kegeln einen Slalom auf und verringerte den Abstand immer mehr, bis sie es tatsächlich schaffte, um die Kegel herum zu laufen, ohne einen einzigen zu Boden zu schmeißen. Außerdem übte ich mit ihr viele Stimmkommandos und versuchte, sie durchparieren zu lassen, ohne, dass ich etwas mit den Zügeln tat. Am Ende der Stunde klappte dies auch einwandfrei, sodass ich sie zurück in den Stall brachte und mich dann mit Brock und Beo beschäftigte. Damit das Training schneller voran ging, bekam ich etwas Hilfe von einem junge Iren namens Cináed O'Mordha, welcher zu mir auf dem Platz dazu stieß und sich selbst immer mit einem der Belmont Brüder beschäftigte. Auch mit diesen Beiden arbeiteten wir an der Doppellonge, mit kleineren Hindernissen und Kegelfiguren und versuchten sie so gut wie möglich auf die spätere Kutschfahrt vorzubereiten. Ich war erstaunt, mit welcher Ruhe die beiden riesen durch den Sand stapften und sich von keinem Geräusch ablenken ließen. Solche Pferde waren schon etwas besonderes und dann noch so im Doppelpack! Aber auch der vierte, der hübsche Ea, war noch an der Reihe. Bei diesem brauchte ich allerdings die Hilfe von Cináed nicht, sodass sich dieser außerhalb des Platzes auf den Rasen setzte und mich dabei beobachtete, wie ich mit dem Hengst arbeitete. Dieser war wieder eine ganz andere Persönlichkeit, hatte andere Gänge, aber besaß auch diese schweren und gleichmäßigen Schritte wie die anderen Draughts. Ich konnte mir gut vorstellen, dass sie vier zusammen vor der Kusche harmonieren würden, hoffte nur, dass sich Touchi nicht mit einem der Hengste in die Wolle bekommen würde! Auch mit Ea zog ich das Training nicht allzu in die Länge und beendete diese nach knapp einer Stunden. Mittlerweile war auch ich ganz schön ins Schwitzen gekommen, auch wenn das Wetter hier in Irland fast dem bei uns in Norwegen glich. Für heute reichte es auch für mich und so beließ ich es dabei und stromerte noch etwas mit Cináed übers Gestüt, bevor ich mich in mein Gästebett begab und einschlief.
      Am nächsten Morgen war ich noch früher als sonst auf den Beinen, denn es musste einiges vorbereitet werden! Natürlich besaß das Angus Og eine perfekte Ausrüstung für jede Kutsche und jedes Pferde, denn sie hatten sich aufs Springen und Kutschieren festgelegt und da war dies natürlich höchste Priorität. Ich kontrollierte nochmal genau das Geschirr des Vierspänners, prüfte, ob alle Räder saßen und fing dann an, die Pferde zu putzen. Als alle Pferde geputzt waren, kamen Cin, Ginger und Grace hinzu und zu viert schafften wir es tatsächlich, alle vier Pferde anzuspannen. Damit Touchable keine Hengste hinter sich hatte, würde sie hinten laufen und neben sich Éamonn haben. Brock und Beo durften das Gespann führen, da die beiden immer nebeneinander laufen mussten. Als alles abflugbereit war, entschied sich Cin mit mir zu kommen und zu zweit ließen wir uns auf dem Kutscherbock nieder. Ich merkte wie die vier Pferde vor Aufregung und Energie nur so sprühten und so ließ ich sie nicht lange warten und gab ihnen das Zeichen zum Antreten. Es war für alle ein neues Gefühl, vor dem Vierspänner zu laufen. Brock und Beo hatten nun die große Verantwortung für zwei weitere Pferde und Éamonn und Touchable mussten sich an das Gefühl gewöhnen, noch jemanden vor sich und die Kutsche hinter sich zu haben. Ich ließ allen genügend Zeit zum einlaufen, blieb im entspannten Schritt und lenkte sie auf sicheren Feldwegen entlang, auf welchen uns höchstens mal ein Fahrradfahrer begegnete. Cin hatte die Augen geschlossen und schien das gleichmäßige Hufgeklapper der Pferde und die warmen Strahlen der Spätsommersonne zu genießen. Auch bei mir fiel endlich mal der Stress der letzten Tage ab und so wagte ich mich nach einiger Zeit auch an die weite Gangart, den Trab. Auch hier war es wichtig, dass die vier Pferde aufeinander achteten und niemand das Tempo erhöhte, bevor es nicht ausdrücklich verlangt war. Ich merkte, dass Ea immer wieder von hinten schob, doch zum Glück hatte Brock so einen ruhigen Charakter, dass ihn das nicht zu stören schien. Stur lief er einfach weiter. Touchable musste ich im Gegenteil dazu immer etwa antreiben, doch je länger wir unterwegs war, desto mehr gewöhnte sich sich an das Tempo und verstand auch, dass sie sich einfach nur nach Ea und Beo richten musste. Auch einen kleinen Galopp wagten wir zum Schluss. Die Straße war gerade schön eben und lud so zu einem Abschlussgalopp ein, dass ich nicht nein sagen konnte. Auch die Pferde schienen nichts dagegen zu haben und als ich ihnen das Kommando zum Galopp gab, sprangen sie alle an und galoppierten mehrere hundert Meter im Gleichschritt, bevor Beo stolperte und aus dem Takt kam. Ich parierte alle durch und ließ sie verschnaufen, denn das hatten sie echt gut gemacht und es war klar, dass am Anfang noch ein paar Fehler passierten. Nach einer gelungenen ersten vierspännigen Kutschfahrt kamen wir alle gesund und munter wieder auf dem Angus Og Stud an. Begrüßt wurden wir natürlich sofort von Grace und Ginger. Die beiden rothaarigen und typisch irisch aussehenden Frauen freuten sich riesig, als sie von mir berichtet bekamen, dass ihre Pferde das Training hervorragend gemeistert hatten und dazu auch noch die Bestätigung von Cináed bekam, welcher, trotz der ihm gut bekannten Landschaft, nur so von der Fahrt schwärmte. Es ging sogar so weit, dass mich alle drei zu überredeten, noch einen Tag länger zu bleiben und gleich noch ein weiteres Training zu veranstalten. Dieses sollte jedoch auch einen kleinen Spaßfaktor haben und so versprach mir Cin, sich eine Überraschung für mich auszudenken. Nachdem alle vier Pferde abgesattelt und abgeputzt waren, führte mich Cin zu einem Hengst, welchen ich auf Anhieb mochte. Anscheinend ging es nicht nur mir so, denn seine Boxentür war mit gemalten und fotografierten Bildern so zugehängt, dass man sie kaum noch öffnen konnte. In geschnörkelter Schrift stand ganz groß in der Mitte: Angus. Es war nicht schwer zu erkennen, dass der große, dicke, wuschlige Fuchs im Innern der Box eines der beliebtesten Pferde auf dem ganzen Gestüt war. »Angus«, meinte Cináed und ich musste mir ein Lachen verkneifen. Stattdessen grinste ich nur. »Ach wirklich, darauf wäre ich nicht gekommen.« Meine Stimme tropfte nur so vor Ironie und auch Cin musste gemerkt haben, dass dies unübersehbar Angus war. »Was hältst du von einem gemeinsamen Distanztraining? Ich habe darin auch etwa Erfahrung und zusammen macht das Ganze gleich mehr Spaß. Und außerdem« fügte er noch hinzu »Kenne ich eine wunderbare Reitstrecke genau an den Klippen entlang. Wenn du dieses Angebot jetzt ausschägst, dann verpasst du wirklich etwas!« Ich konnte nicht anders, ich musste einfach zustimmen, denn die Cliffs Of Moher hatten mich schon immer begeistert und jetzt dort entlang reiten zu können war schon lange eine Wunschvorstellung von mir gewesen. Eine halbe Stunde später waren wir beide bereit zum Start. Ich hatte niemanden anderen als Angus bekommen und Cin würde seinen eigenen Vollblut Hengst Valentines Alysheba reiten, welcher zwar noch jung, aber jetzt schon ein wahrer Prachtkerl war. Beide liefen in der Distanz noch auf E, sodass das Training für mich ein Kinderspiel werden würde. Auch Cin sah so aus, als hätte er etwas Ahnung und deswegen war ich mir sicher, dass das alles schnell von Statten gehen würde. Zum Glück hatte ich immer meine komplette Ausrüstung dabei, was praktisch war, denn so hatte ich auch jetzt meinen Pulsmesser mit dabei. Auf ein GPS-Gerät verzichtete ich heute, denn ich vertraute Cináed soweit, dass er wusste, wie wir wieder nach Hause kommen würde. Irland war perfekt für einen Distanzritt. Viele weite Flächen, nur leicht ansteigende Hügel und trotzdem stets einen gigantischen Blick. Nachdem wir die Pferde im Schritt erwärmt hatten, ging es in den Trab und je näher wir den Klippen kamen, desto aufgeregter wurde ich. Natürlich mussten wir einen gewissen Sicherheitsabstand zum Abgrund halten, vor allem jetzt mit den Pferde, und doch war es die atemberaubendste Landschaft, welche ich je vom Rücken eines Pferdes aus gesehen hatte. Rechts von uns lagen die Klippen und das brausende Meer und links waren unendliche Weiden und Felder und nur ab und zu tauchten kleine Hütten auf. Leider waren auch die Touristen hier nicht gerade wenig, was mich etwas störte. Trotzdem konnte ich sie gut verstehen, denn dieses Bild hätte jeder Mal in seinem Leben sehen sollen. Einmal bemerkte ich, wie mich jemand fotografierte und ich konnte mir vorstellen, dass das bestimmt ein hübsches Bild geworden war. Leider blieb es mir verwehrt anzuhalten und zu fragen, denn immerhin war ich mitten im Training. Angus war ein Suffolk Punk der gemütlichsten Art. Ruhig ausgeglichen und doch sehr lauffreudig und auch schnell auf den Beinen, was man von einem Kaltblut selten erwartete. Er hielt locker mit dem großen Vollbluthengst Shebe mit und das erstaunte mich jeden Kilometer aufs Neue. Trotzdem wollte ich ihn nicht sofort überfordern und nach etwa acht Kilometern gab ich Cináed das Zeichen zum Halten. Wir parierten in den Schritt durch, ließen sie noch etwas weiter laufen, bevor wir abstiegen und die beiden noch ein kleines Stück zu einem passenden Platz führten. Wir waren etwa 50 Meter von der Kante entfernt und ich konnte nicht anders, als Cin den Pulsmesser und die Zügel von Angus in die Hand zu drücken und zu den Klippen zu rennen. Es war gigantisch und je länger ich an der Kante lag, desto strahlender wurde mein Lächeln. Ich meinem Kopf konnte ich ganz genau Dumbledore erkennen, wie er da unten auf einem Felsen stand und zu mir hinaufschaute. Einfach nur fantastisch. Und trotzdem gab es in diesem Moment wichtigeres, denn ich wollte auch das Distanztraining gut durchführen und beenden, sodass ich mich dazu zwang, zu den Pferden und Cin zurückzugehen. Auch der zweite Teil des Ritts klappte dann genau nach Plan. Cináed gab ich hin und wieder kleine Tipps, was er besser machen könnte, welche er auch alle dankend annahm und so lernte nicht nur sein Pferd Sheba, sondern auch er selbst. Es war erstaunlich, was Angus und Sheba, aber auch Cináed alles geleistet hatten, als wir nach knapp 17 Kilometern wieder auf dem Angus Og Stud ankamen. Beide Pferde hatten ihr Distanztraining erfolgreich bestanden und auch ihre Draughtfreunde hatten hoffentlich viel von mir gelernt. Ich konnte gar nicht anders, ich musste Cináed, Ginger und Grace hoch und heilig versprechen, dass ich bereits nächsten Monat wiederkommen würde. Natürlich freute ich mich auch selber drauf, denn das Angus Og Stud hatte seine eigene tolle Atmosphäre und diese zog einen immer wieder an, wenn man zu lange wegblieb. Ausführlich verabschiedete ich mich von allen, bevor ich mich wieder auf den Weg nach Norwegen machte, denn auch da wurde ich dringend gebraucht.

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      Die Glut des Herzens ist am besten in den Tagen voller Dunkelheit zu erkennen

      14.09.2016 | 11.243 Zeichen | © Canyon

      Das Angus Og Stud war noch nicht lange die Heimat meiner Stute und trotzdem hatte ich den großzügigen, aber dennoch gut überblickbaren Hof schnell lieben gelernt, wie ich keines der anderen Gestüte je geliebt hatte. Irgendetwas war hier anders, irgendwas rief in mir dieses Gefühl der Geborgenheit hervor und ließ mich gerne hier an diesem Ort sein. Es war ein Zusammenspiel von vielen Faktoren, welches es ermöglichte, dass hier bereits seit rund fünfzig Jahren ein Gestüt stand, welches nie mit Geldsorgen oder anderweitigen Problemen zu kämpfen hatte. Natürlich lag es an dem guten Konzept und an der unbeschreiblich idyillischen Lage, aber vermutlich war das Wichtigste davon, der Gründer des Ganzen. Genauso wie eine Mutter ihre Kinder liebt, liebte der alte Gerald McAllister die Weiten Irlands, die langen Galoppstrecken und die Vielfalt der Pferde, welche hier entstanden waren. Schon früh hatte er seinen ganzen Lebensinhalt der Pferdezucht und der Erhaltung seltener Pferderassen gewidmet und so war, Tag für Tag, Jahr für Jahr, aus einem anfänglich kleinen Projekt ein großes Ganzes geworden. Geralds Mittelpunkt war immer das Irish Draught gewesen, welches die Eigenschaften des Springens und des Fahrens miteinander verband und somit eines der geeignetsten Sport- und Freizeitpartner in seinen Augen war.
      Niemand hätte je gedacht, dass auch die Zeit des immer so freundlichen und hilfsbereiten Hofbesitzers Geralds so abrupt zu Ende gehen würde, jedoch war es eines Morgens im sommerhaften Mai der Fall, dass Gerald nicht wie gewöhnlich zur Stallarbeit erschien und auch wenig später nicht am gemeinsamen Frühstück teilnahm. Bis dahin hatte es noch keiner geahnt, aber an diesem schönen Maitag, hatte Gerald ein letztes Mal eingeatmet, bevor er in die weichen Betten des Himmelreichs gefallen war.
      Wie der Zufall es wahrscheinlich vorhergesehen hatte, passierte dies alles, als ich meinen jährlichen Urlaub dafür opferte, einen guten alten Freund auf der anderen Seite der Erde zu besuchen und zufälligerweise von Kanada auch ein Pferd mit zurück nach Irland brachte. Drei Wochen lang, eine Woche länger als geplant, blieb mein Handy aus und auch mein Laptop verstaubte sicherlich in den tiefen meines Rucksacks und so hatte ich natürlich niemanden die Chance gegeben, mich über die neuesten Vorfälle aufzuklären. Ich vermutete allerdings, dass auch so sich niemand die Mühe gemacht hätte oder wahrscheinlicher war noch, dass niemand außer dem alten Gerald je meine Nummer besessen hatte. Nicht, dass ich je etwas gegen diese Menschen dort gehabt hätte, jeder von ihnen war etwas besonderes auf seine Art und Weise und ich konnte mir auch vorstellen, dass ich mich mit einigen, nicht mit allen, gut verstehen würde, aber ich war und blieb nun mal ein Einzelgänger, welcher es anderen Leuten schwer machte, Kontakt zu schließen.
      Jedenfalls war es für mich eine große „Überraschung“, als ich wenige Tage nach dem Tod des alten Geralds dessen Gestüt betrat und alles in Trauerstimmung vorfand. Selbst die Pferde schienen begriffen zu haben, dass die ganzen letzten glücklichen Jahre mit dem alten Gerry zu Ende waren, denn niemand konnte den Hof so gut zusammen halten, wie es Gerald immer getan hatte.
      Ich sah fast schon alles in Trümmern liegen und die Pferde auf dem Weg zum Schlachter, aber anscheinend schien der alte McAllister die Engel davon überzeugt zu haben, dem Ganzen noch eine Chance zu geben.
      Kurz vor der Beerdigung, auf der jeder Mitarbeiter und Stallnutzer und Pferdefreund und jeder noch so unwichtige Hund eingeladen war, wurde jedoch das Testament veröffentlicht, in dem der alte Mann all seinen Besitz in die Hände seiner Enkeltochter Grace McAllister legte. Gerald hatte mit seiner einzigen, jedoch früh verstorbenen Frau nur eine Tochter gehabt, welche wieder herum nur eine Tochter zur Welt brachte, welche dann dazu bestimmt war, in die Fußstapfen ihres Großvaters zu treten. Sobald sie die Freiheit der Volljährigkeit hatte, zog sie auf das Angus Og Stud und griff ihrem Großvater unter die Arme, doch trotz all ihrem Wissen, war sie dennoch recht jung und natürlich schwirrten kurz darauf schon einige Sprüche durch den Gerüchtekessel, dass die Enkeltochter des bekannten und beliebten Geralds das Gestüt bereits an reiche Investoren, für nicht allzu wenig Geld verkauft haben soll. Ich lebte nahe genug am Geschehen um mich vergewissern zu können, dass dies nicht der Fall war.
      Grace war zwar noch jung, aber der Traum eines eigenen Gestüts vor Augen ließ sie hoffnungsvoll die Fäden in die Hand nehmen, welche ihr Großvater ihr überlassen hatte.
      Mit Grace hatte ich vielleicht ein oder zweimal gesprochen, vielleicht auch mehr, keine Ahnung, jedenfalls kam sie mir meist recht vernünftig vor, vielleicht aber auch etwas zu übereifrig. Das Wichtigste war jedoch, dass ich ihr tatsächlich zutraute, das zu meistern.
      Nur wenige Wochen nach der Übernahme wurde das Haupthaus renoviert und die Einfahrt erneuert und was mich besonders glücklich machte, das große Logo des Gestüts am Eingang durch ein neues und nicht mehr verdrecktes und verblasstes ersetzt. Ansonsten ging alles seines Laufes weiter, auch wenn die Trauer über das Ableben von Gerald noch einige Zeit in der Luft hing.
      Glück hatte ich auch darin, dass Grace es mir nicht übel nahm, dass ich nicht vor dem Kauf des neuen Pferdes angefragt hatte, ob das überhaupt in Ordnung war, besser gesagt freute sie sich darüber, ein wenig anderes Blut auf dem Hof zu haben. Als sie mir dann auch noch einen Arbeitsplatz auf dem Hof anbot, konnte ich nicht nein sagen und wenig später hatte ich meinen Kleinjob im Elektrogeschäft gekündigt und arbeitete als Stallbursche auf dem Angus Og Stud.
      Natürlich hatte es Nachteile, dass Gerry nun nicht mehr unter den Lebenden weilte, allerdings war ich mir sicher, dass trotz allem das Ende des Gestüts noch nicht in Sicht war.
      Damit Grace nicht alles alleine managen musste, kam kurz darauf eine weitere Frau auf das Gestüt. Ginger Odair hieß sie, war verdammt hübsch und außerdem auch noch schlau. Sie schien eine gute Freundin oder gar Verwandte von Grace zu sein und auch Ahnung von Pferden zu haben, sodass sie zusammen mit Grace die Führung des Gestüts übernahm.
      Ginger und Grace, ein junges Frauenpowerpaar, welches es tatsächlich schaffte, Angus Og am Leben zu halten.
      Auch ich war glücklicher als je zuvor und ich wusste nicht woran es lag, aber mit der Zeit lernte ich Ginger und Grace so gut kennen, dass wir uns anfreundeten.
      Jetzt, nicht mal ein halbes Jahr später, blühte das Gestüt in neu erstrahlter bunter Pracht und lockte Woche für Woche neugierige Besucher an, die sich die gemütlichen Riesen anschauten und das wunderschöne Gestüt betrachteten.
      Ich war mittlerweile zu einem festen Bestandteil des Teams geworden, was mich wahrscheinlich am meisten verwunderte, und hatte in meinem Leben noch nie einen so abenteuerlichen und fantastischen Sommer erlebt.
      Der Tod von Gerald schmerzte, aber dank ihm war aus Angus Og das geworden, was es jetzt war. Ein fantastischer Ort zum Leben.

      Mein Tag begann immer gleich. Ich hatte die Ehre, als einziger zusammen mit Grace und Ginger im Wohnhaus schlafen zu dürfen, sodass ich jeder Zeit bereit war, falls etwas sein sollte. Das kleine Zimmer auf dem Dachboden hatte ich mir gemütlich eingerichtet und teilte es mir nun mit meiner Hündin Jonna teilte.
      Um sechs jeden Morgen weckte mich der unangenehme Ton meines Handyweckers und auch wenn ich ihn verabscheute, so war es doch die einzige Methode mich früh aus dem Bett zu bekommen. Ich liebte die Arbeit auf dem Hof, aber das schien ich in aller Frühe immer zu vergessen.
      Unser gemeinsames Frühstück, was man nicht so nennen konnte, da wir uns vor einiger Zeit darauf geeinigt hatten, dass immer einer von uns länger schlafen durfte und so immer nur zwei am Tisch saßen, fand in unserer gemeinsamen Wohnküche statt.
      Meist gab es nicht viel, da auch die Pferde Hunger hatten und wir sie nicht warten lassen wollten.
      Danach ging es für uns in den Stall. Der Stall hatte zwei Seiten und gab insgesamt Platz für etwa 30 Pferde. Sollte dies mal nicht ausreichen, so gab es noch einige kleinere Stallgebäude und mehrere Offenställe.
      Aber Angus Og hatte nicht nur irgendwelche Pferde nein, das waren besondere. Ganz besondere. Das wichtigste war definitiv der Suffolk Punch Angus, welcher sozusagen das Maskottchen des Gestüts war. Auch die beiden Irish Draught Brüder Belmonts Beo und Belmonts Brock hatten eine wichtige Bedeutung für das ganze Gestüt.
      Um sich jedoch nicht nur auf die kräftigen Draughts zu konzentrieren, gab es auch einige Englische Vollblüter, weit entfernte Verwandte von den Iren, und sogar Shire Horses waren geplant, von welchen vor allem Ginger und ich begeistert waren.
      Von den Vollblütern hatte vor allem der kleine Sir Golden Mile, ein Nachkomme unseres gekörten Deckhengstes Sir Benny Miles die Herzen aller im Sturm erobert. Mein eigenes Vollbut Alysheba hatte in Miles Senior einen echten Freund gefunden und so war aus den beiden Hengsten ein unzertrennbares Paar geworden.
      Die Pferde verbrachten den Tag über natürlich auf den weitläufigen Weiden, kamen jedoch alle über Nacht wieder in den Stall. Auch den Stall liebte ich und das konnte ich nicht von jedem Stall sagen.
      Er war luftig gebaut mit vielen Glasfenstern, welche nur leider auch geputzt werden mussten, und großen Boxen, welche so errichtet waren, dass die Pferde Kontakt zu einander hegen und auch mit ihrem Kopf in die Stallgasse blicken konnten. Die dicken Draughts, selbst Éamonn, ein schneeweißer Hengst, welcher nur leider gerne sehr viel fraß, hatten genügend Platz zum bewegen und ich war mir sicher, dass es ihnen hier gut gefiel.
      Aber ich liebte nicht nur die Pferde, mein Zimmer und den Stall, ich liebte auch die Landschaft. Nicht vielen taten das bei ihrer Heimat, aber ich wusste, dass ich hier nie wieder weg wollte.
      Die Cliffs of Moher waren etwas ganz besonderes und das genau unser Gestüt nur ein paar Kilometer von diesem tollen Ort entfernt war, dass hatten wir Gerald zu verdanken, welcher alles daran gesetzt hatte, sein Gestüt nicht irgendwo aufzubauen, sondern genau da. Genau hier, um genau zu sein. Genau hier an der berühmtesten Westküste Irlands.
      Jeden Morgen nach dem kurzen Frühstück ging es also dann in den Stall. Alle Pferde wurden gefüttert und wenig später nacheinander auf die Weiden gebracht. Zu zweit war das leicht zu schaffen, weswegen all die anderen Mitarbeiter meist erst später kamen, wenn es darum ging, die Boxen zu misten oder Heu zu ernten.
      Nach den Hengsten folgten immer die Stuten. Unser neuester Zugang war da die hübsche Touchable, welche in Ireland‘s Destiny und Forestfairy gute Freunde gefunden hatte. Die drei kräftigen Stuten bildeten ein super Team und es war toll mit anzusehen, wie schnell sie sich gegenseitig ins Herz geschlossen hatten.
      Das letzte Jahr hatte zwar mit einem so tragischem Erlebnis begonnen, hatte sich aber so zum Besten gewendet, wie es niemand erhofft hatte. Und auch ich hatte eingesehen, dass nun ein neues Zeitalter für das Gestüt und für mich begonnen hatte und ich war gespannt, was in den nächsten Wochen, Monaten und Jahren noch so alles geschehen würde.
      Grace, Ginger und ich waren bereit, egal was kommen würde!

      c Canyon

      Heute führte mich mein Weg mal wieder zu uns in den Stall. Wegen einiger Reisen, war ich hier in letzter Zeit seltener gewesen, freute mich jedoch zu sehen, dass es allen wie immer gut ging. Grace und Ginger gingen mit mir von Box zu Box und vor allem bei Belmonts Brock und Belmonts Beo freute ich mich über das Wiedersehen. Éamonn schien mich nicht wirklich zu erkennen und auch Touchable zeigte nur Interesse an den mitgebrachten Mohrrüben. Trotzdem freute ich mich, sie alle endlich wiederzusehen!
    • Laraya13
      Eine ungewisse Zukunft

      Es war ein sonderbarer Besuch, den ich Ende diesen Monats einer alten Bekannten zur Liebe durchführte. Gin, wie ich sie früher immer genannt hatte, erwartete mich dabei schon vor den Toren des wunderschönen irischen Hofes, der den Namen Angus Og Stud trug.
      Ich kam um mir die Pferde anzusehen, welche ich in Zukunft übernehmen würde. Auch der wunderbaren Hof sollte in meinen Besitz gelangen, da Ginger, die diesen mit zwei ihrer Freunden führen wollte, der Aufgabe nicht gewachsen war. Allerdings nicht nur wirklich nicht der Aufgabe. Eher war es die finanzielle Belastung, die Monat für Monat auf die drei zukam, weshalb es zu zahlreiche Konflikte unter ihnen kam und genau dies schien der Anfang vom Ende gewesen zu sein. Geldsorgen waren nunmal nicht schön, aber, so überheblich das nun auch klingen mag, gottseidank keine meiner Sorgen.
      Dennoch war es eine große Verantwortung den idyllischen Hof zu übernehmen und auch die fünf neuen Pferde bei mir aufzunehmen. Interessiert sortierte ich nun aber erstmals meine neuen Pferdepässe: ,,Destiny, Red Carpet, Forestfairy, Éamonn und.." ich stockte ,,Touchable?",murmelte ich entsetzt, überrascht und erfreut zugleich. War dies die hübsche, sportliche Schimmelstute, die vor langer Zeit in meinem Besitz war?
      Als ich im Stall angekommen war bestätigte sich meine Vermutung. Tatsächlich. Wunderschön wie eh und je stand sie vor mir und beäugte mich interessiert. Sie schien sich an mich zu erinnern. Zumindest sagten mir dies ihre Augen.
      Nachdem ich mir auch die anderen drei Pferde angesehen hatte unterzeichnete ich noch einmal einen Verkaufsvertrag. Nun war es amtlich. Ich hatte einen zweiten Hof gekauft und dies nur mehr oder weniger um Ginger zu helfen, auch wenn sie ohnehin sehr traurig war, da sie schon drei Pferde abgeben musste. Eines war nun in Norwegen und zwei andere, darunter ihr Liebling, wie sie mir traurig anvertraute, waren nun in Südkorea.
      Die Situation bereitete mir definitiv keine gute Stimmung, doch ich war sicher das Richtige zu tun. Weitere administratorische Dinge gab es noch zu klären und somit war die Zukunft des Hofes dennoch ungewiss. Man würde sehen, was die Zeit so brachte.
    • Laraya13
      Kurzer Pflegebericht für:
      Éamonn, Belmonts Beo, Caddylack, VK Gunna Whiz, Chestnut, Vina, Brouk, Poltergeist, Costa de la Bryére, HGT's Nightmare, N'oubliez jamais, Party Shaker, Seattle's GT' aime, Takada, Batman's Rendezvous, Waldjunge, Master of Gold, Christmas Joy, Dreaming Of Better Days, Winterzauber, Vaconda, Vintage Gold, It's Showtime, Dempsey, Hummels Enterprise, Roommate, Traumfänger, Raffinessca, Akira, Give me Chocolate, Take my Hand, Magic Attack, Dreammaker, Mihály, Lead me Home, Cornetto, Last in Love, Cotsworlds Eik, Romulus, Sir Donnerhall, Wastl, Scarlet Sun, Hollywood Kind Gun, Only Known in Texas, Pinochio, Nephilim Son of Angel & Devil, Sookie, Angels Kiss, Birdcatcher, Black Pearl, Donella, Golden Eye, Herbstblüte, I've got the moves like Jagger, Simple Little Melody, Aiana, DVTS' Takinou, DVTS' Magic Movements, Sir Bacardi, DVTS' Seattle's Wintertime, DVTS' Cascadeur de la Vie, DVTS' Colour the Nightsky, Backfett, Bambina, Capri

      Es war ein ganz kurzer Besuch bei Bracelet und ihren Pferden, denn das Frühjahr und damit der alljährliche Stress um den Frühjahrsputz ließ auch sie und ihren Hof nicht aus. Ich hatte mir vorgenommen zu erst am Angus Og Stud vorbeizuschauen, denn dort standen zwei Pferde. Èamonn und Beo. Schicke Tiere, die leicht zu händeln waren. In der Youngsterstallung traf ich ein altes Gesicht, VK Gunna Whiz. Es freute mich zu sehen, dass er sich gut bei Bracelet machte. Trakehner hatte sie eine ganze Menge, fast mehr als wir Westernpferde- und fast genauso bunt. Fohlen! Fohlen hatte sie eine ganze Menge. Sir Bacardi und Movements, das fleckige Vollblut, gefielen mir dabei besonders gut. In den Nebenstallungen erkannte ich auch ein paar Pferde wieder. Magic Attack, von dem ich schon viel gehört hatte zum Beispiel. Doch auch King Gun, der mal der alten Gips Reminder Ranch gehört hatte. Er hatte sich auch toll entwickelt.
      Das war es auch schon für dieses Mal gewesen, alle Pferde waren versorgt und Bracelet musste sich keine Sorgen um ihre Schützlinge mehr machen.
    • Laraya13
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      Das Ende der Testphase

      Ein Jahr war nun vergangen, seit ich das Angus Og Stud gekauft hatte und meiner guten Freundin Ginger die vorübergehende Leitung übertragen hatte. Sie hatte, zusammen mit einigen Mitarbeitern, die sie sich durch meine Finanzspritze leisten konnte, den Hof wieder komplett auf Vordermann gebracht und weiter ausgebaut. Inzwischen lebte sie hier mit Èamonn und ihrem Herzenspferd Belmonts Beo, den sie aus Südkorea zurückkaufen konnte.
      Was aus dem wunderschönen Grundstück noch genau werden sollte war noch ungewiss. Was allerdings klar war, war, dass der traumhafte Stall im Herzen Irlands bald weit aus mehrere Pferde beheimaten sollte als derzeit.
      Diesen August sah ich mir alles genau an, erledigte einige finanziellen Angelegenheiten und besprach mich mit Ginger, ehe ich dann auch wieder guten Gewissens auf das DVTS zurückkehren konnte.
    • Laraya13
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      Das Wintertraining am Angus Og Stud lief dieses Jahr hervorragend, wie mir Ginger übermittelt hatte. Belmonts Beo machte noch mehr Fortschritte als wir gehofft hatten und Èamonn tat es ihm gleich. Zusammen liefen sie auch häufig in unserer großen Halle vor der Kutsche, was sich noch gerade so ausging um als effektiv zu gelten. Doch zur Zeit gab es auch endlich mal wieder ein paar schöne, sonnige Tage in Irland und der Frost schien sich für ein paar Tage zu verziehen weswegen wir nun etwas damit begannen wieder im Gelände auszufahren. Da gingen die Pferde einmal wieder auf wie schon lange nicht und auch Ginger schien wieder motivierter den je zu sein. Schön.
    • Laraya13
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      Éamonn & Belmonts Beo schoben langsam aber sicher schon eine Menge Winterfell. Immerhin begann es in Irland auf dem Angus Og Stud so richtig kühl zu werden. Der Sommer war wohl endgültig zuende. Ich sah dies jedoch dieses Jahr mit einem weinenden, aber auch einem lachenden Auge. Immerhin bedeute dies, dass bald einige tiefgreifende Veränderungen anstehen würden, denn ich plante ja nun schon lange das AOS als Zweithof aufzubauen und bald war dies endlich geglückt. Eine spannende Angelegenheit.
    • Laraya13
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      Ein zweiter Neuanfang

      Das letzte Jahr über hatte ich intensiv daran gearbeitet meinen Zweitstall, einen idyllischen Hof in Irland, bezugsbereit für einige meiner Pferde, die zur Zeit auf dem DVTS standen, vorzubereiten.
      Es handelte sich dabei um ein nun wieder unbezahlbares Juwel in Mitten der weitläufigen, märchenhaften Natur, die es umgab. Bevor die letzten Besitzer es besaßen, war es bereits vor über 50 Jahren erbaut worden, hatte einen altertümlichen Cham, konnte jedoch locker mit all den neuen Reitställen mithalten, die ich so kannte. Es hatte etwas magisches; man fühlte sich hier sofort wohl, geborgen.
      Aber was das wichtigste war: es war ein Paradis für meine Vierbeiner. Untertags bat es die Möglichkeit alle Pferde auf weitläufige Graskoppeln zu stellen und auch Schlechtwetterkoppeln standen zur Verfügung. Im letzten Jahr hatte ich auf sämtlichen Wiesen und Paddocks Selbsttränken installiert und überdachte Heuraufen, sowie Unterstände, aufgestellt. Einige Wiesen hatte ich neu umzäunt, andere waren nach wie vor in gutem Zustand geblieben. So zum Beispiel auch die von Èamonn und Belmonts Beo, die ich damals ja samt Hof übernommen hatte und praktisch komplett in Gingers Obhut standen; damit also bloß auf dem Papier mir gehörten.
      Das hübsche Angus Og Stud besaß einen hübschen Stall, dessen Stallgebäude aus 2 Trakten bestand und Platz für 30 Pferde besaß. Es handelte sich dabei um ein lichtdurchflutetes Gebäude, was den vielen Glasfenstern zu verdanken war. Auch ein großer Pluspunkt war einerseits die wirklich optimale Belüftung; dennoch zog es zu keinem Zeitpunkt, andererseits die pferdegerechte Haltungsmöglichkeit; die Boxen waren nämlich so konzipiert, dass die Vierbeiner Kontakt zu einander hegen konnten, auch größere Pferde genug Bewegungsfreiheit hatten und in die Stallgasse blicken konnten. In der wärmeren Jahreszeit konnte man die Fenster öffnen, wodurch die Fellnäschen auch das Geschehen außerhalb des Stalles mitverfolgen, oder sich auch einfach nur ein wenig die Sonne aufs Köpfchen scheinen lassen konnten.
      Als ich das AOS übernommen hatte, bot es ebenso Platz für Pferde in insgesamt 4 Offenställen, wovon ich nur zwei so beibehielt. Die übrigen beiden wollte ich zu Schlechtwetterkoppeln umfunktionieren; einer erneuten Umwidmung stand jedoch nichts im Wege, falls die Kapazität einmal nicht mehr genügen würde.
      Abgesehen davon besaß das Gestüt ein hübsches Haupthaus, wie auch die übrigen Gebäude in einer netten Steinoptik, mit einer hölzernen Veranda davor. Ein bisschen Efeu schlängelte sich gleich einiger Kletterrosen an den Wänden empor. Im Gebäude fand man einen leicht rustikaler Look, klassisch mit einem Kamin im Wohnzimmer, vor. Ginger besaß ein nettes Zimmer im zweiten Stock und auch ich hatte mir eines für die Tage eingerichtet, in denen ich hier war.
      Allmählich hatte ich es hier lieben gelernt. So gerne ich auch auf dem DVTS in Schweden war, war dieser Ort ein wahrer Traum; nicht unweit der Cliffs of Moher, an der Westküste Irlands. Umso schöner, dass dieses Juwel tatsächlich mir gehörte.
      Zum Glück hatte dieser Platz etwas, was einem einem neue Energie gab, denn die Vorbereitungen für den Umzug, Renovierungsarbeiten und die Leitung eines Zucht- und Sportpferdestalls war wohl keine leichte, unanstrengende Aufgabe. Ebenso die Entscheidungen zu treffen welche Pferde denn nun tatsächlich umziehen sollten.
      Die Youngsters Caddylack, VK Gunna Whiz, Vina und Chestnut waren davon genauso wenig betroffen wie meine Fohlen. Immerhin sollten diese die Grundausbildung bei mir und meiner besten Bereiteren genießen.
      Bei den Trakehnern war die Entscheidung durch die gleiche Überlegung geprägt; Balounito, CHH’ Sence of Humor, Cherokee Gold, Brouk, Poltergeist, Waldjunge, Vaconda, Dreaming of better days, Christmas Joy, It’s Showtime, Dempsey, Hummels Enterprise, Roommate, Traumfänger, Raffinessca, Akira, Give me Chocolate und Take my Hand sollten weiterhin gefördert werden und ihre Turniere laufen. Costa de la Bryére, HGT’s Nightmare, N’oubliez Jamais, Party Shaker, Seattle’s GT’aime, Takada, Batman’s Rendezvous, Master of Gold, Winterzauber und Vintage Gold standen als Zuchtpferde; aktiv oder nicht, ebenso nicht zur Disposition.
      Interessant war es also bei den Pferden die zur Zeit in den ,,Nebenstallungen’’ standen. Für meine beiden Vollblüter Last in Love und Cotsworlds Eik würden sich durch die zahlreichen Galoppstrecken um das AOS herum eine gute Trainingsmöglichkeit bieten. Dennoch haderte ich nach wie vor mit mir, da ich bei ihrem Training sehr heikel war. Magic Attack hingegen war ein Kandidat bei dem ich mir ziemlich sicher war, dass der gute bald den weg nach Irland einschlagen würde. Er hatte schon einige Fohlen gezeugt und Tiefkühlsperma war von ihm auch noch reichlich vorhanden. Schon länger hatte ich darüber nachgedacht ihn denn nicht in seine wohlverdiente Pension zu schicken; nicht endgültig, geritten werden sollte er sehr wohl noch und eventuell eignete er sich auch als Lehrmeister um mit Ginger noch ein paar kleine Turniere zu gehen. Immerhin war der Zwölfjährige noch gut in Form und wusste sich zu präsentieren. Wastl war ebenso ein Kandidat dafür, weswegen er Magic wohl folgen würde und wo wir schon bei Warmblütern waren: Sir Donnerhall, Scarlet Sun und Golden Eye sollten ebenso schon sicher nach Irland ziehen. Nephilim Son of Angel & Devil, Cornetto und Mihály hingegen würden zu 100% bei mir in Schweden bleiben. Bezüglich Dreammaker, Lead me Home, Romulus, Hollywood King Gun, Pinochio, Sookie, Birdcatcher, Angels Kiss, Black Pearl, Donella, Herbstblüte und I’ve got the moves like Jagger war jedoch noch alles offen.
      Einige Pferde überlegte ich auch in die Vollpension, in einen der Offenställe in Irland, zu schicken. Genau genommen handelte es sich dabei um Donella, Angels Kiss und Golden Eye. Dies stand allerdings noch in den Sternen.
      Nun hieß es erstmal den September über noch alle nötigen Handlungen durchzuplanen, die notwendigen Papiere zu besorgen und die Transportfirmen zu engagieren und anschließend hoffte ich, dass alles gut ging. Die Vorfreude auf meinen zweiten Stall überwiegt jedoch gegenüber allen Sorgen.
    • Veija
      Kurzer Besuch bei Thjalfe van de Jötunheimr, BOS Pink Chrome, Éamonn, Levianthan's Levisto, Horik, Pilgrim | HMJ 8400, Deamon, Coco, Lamiro, Sweet Revenge, HGT's Be My Sunshine, WHC Jaydee, Levante
      Heute machte ich einen spontanen Abstecher zu Laraya und ihren Pferden. Einerseits wollte ich meinen Revenge und Thjalfe nochmal wiedersehen, andererseits war ich neugierig auf die anderen Pferde.
      Ich kam bei Laraya an, sie zeigte mir kurz mein Zimmer und ich verstaute meine Tasche dort. Dann gingen wir raus auf die Koppeln. Die Pferde hatten hier viel Platz. Bald würde Laraya selbst wieder viel Zeit haben, sich um die Pferde zu kümmern. Ich streichelte jedes einmal kurz über die Nase, ging mit ein paar der Pferde spazieren und dann war der Tag auch schon wieder vorbei.
    • Wolfszeit
      23.01.2021|Wolfszeit
      Pflegebericht für alle Pferde der Black Oak Stables

      Heute war ich zu Besuch auf den Black Oak Stabels. Die Gestütsleiterin ist aktuell auf einer wichtigen Fortbildung und hatte mich darum gebeten. Auf ihren Hof nach dem Rechten zu sehen. Als ich auf dem Hof ankam, konnte ich gleich sehen, dass die Mitarbeiter alles so weit im Griff hatten. Die meisten Pferde standen auf der Koppel. Am Putzplatz stand ein junger Mann, der nachdenklich den Huf von Thjalfe van de Jötunheimr. Ich ging auf ihn zu und fragte ihn freundlich was denn das Problem sei. Der junge Mann erklärte mir, das er den Hengst lahmend auf der Koppel gefunden hatte. Ich sah mir das problematische Vorderbein an und tastete es ab. Es war ein wenig warm und angelaufen. Ich riet ihm das Bein zu kühlen und den Hengst für die nächsten paar Tage nur schritt zu führen. Am besten sollte er auch nur auf den Paddock, nicht auf die Koppel. In der Reithalle arbeitete zwei junge Damen mit Lamiro und HGT's Be My Sunshine. Auf der Koppel bot sich ein friedliches Bild. Pink Chrome und Horik kraulten sich gegenseitig das Fell, während Éamonn, Daemon und Coco Seite an Seite grasten. Einzig Pilgrim HMJ 8400 stand ein wenig Abseits der anderen und beobachte mich misstrauisch aus der Ferne. Die Fohlen Sweet Revenge, WHC Jaydeen und Levante rauften sich und übten schon mal wie es ist, ein Hengst zu sein. Ich freute mich, dass der kleine Hengst sich so gut entwickelte. Jaydeen kam vom Körperbau inzwischen sehr nach seiner Mutter. Auf der Stutenkoppel war einiges mehr an Action Atlanta, Bittersweet und EBS Dafina lieferten sich ein kleines Wettrennen und ließen ihr Temperament durchscheinen. BOS Melody Of Spring, Funny Sugar und Mini dösten lieber ein wenig unter der Eiche. Zufrieden machte ich mich auf den Rückweg und rief nachmittags, bei Laraya an um ihr vom Hof zu berichten.
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  • Album:
    Verkaufsalbum
    Hochgeladen von:
    Laraya13
    Datum:
    14 Feb. 2020
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  • [​IMG]
    | Éamonn|


    Abstammung:
    von: ubk
    aus der: ubk

    Grunddaten:
    Rufname: Ea
    Alter: *2008
    Stockmaß: 1.71 m
    Rasse: Irish Draught
    Geschlecht: Hengst
    Fellfarbe: Schimmel
    Abzeichen: //
    Gesundheit: Sehr gut

    Beschreibung:
    folgt

    Besitzerdaten:
    Vorbesitzer: //
    Ersteller: Nuray
    VKR: Nuray
    Verkäuflich: nein

    Zuchtdaten:
    Gekört: nein
    Nachkommen: //
    Gencode: EeaaGg

    Qualifikationen:
    Galopprennen: E
    Western: E
    Springen: A
    Military: E
    Dressur: E
    Distanz: A
    Fahren: E

    Eingeritten: Ja
    Eingefahren: Ja

    Erfolge:
    //

    Zubehör:
    //