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Canyon

» Valentines Jeanie ♞

| Haflinger-Fellpony | Stute | gekrönt

» Valentines Jeanie ♞
Canyon, 8 Aug. 2017
    • Canyon
      Alte Berichte
      Ausritt mit Handpferd
      10.08.2012 | Eddi
      Heute ging ich zu Helia, meiner jungen Araberstute. Ich begrüßte sie und halfterte die Braune flott auf. Sie ließ sich alles gefallen und kam brav hinter mir her zum Putzplatz, wo ich sie ordentlich sauber machte. Als sie blitzeblank war holte ich ihr Sattelzeug und sattelte auf, beim Auftrensen zickte sie etwas herum und wollte das Gebiss nicht nehmen, ich schaffte es trotzdem sie davon zu überzeugen und schließlich führte ich die fertig gesattelte Stute auf den Hof. Ich hatte mir ein Halfter mit langem Führstrick mitgenommen da ich auf den Ausritt auch Jeanie mitnehmen wollte, damit sie sich schon einmal daran gewöhnte als Handpferd mitgenommen zu werden. Ich hatte nicht vor sie ständig nur auf der Weide stehen zu lassen. An der Weide angekommen rief ich die kleine Stute zu mir und legte ihr das Halfter an. Sie verfolgte alles aufmerksam und lief brav neben Helia her, der das kleine Fohlen neben sich nichts auszumachen schien. So ritt ich mit den beiden ca. 1 ½ Stunden durch die Feldmark, bis ich mich schließlich auf den Rückweg machte. Wieder beim Hof band ich beide an, sattelte und trenste ab und brachte als erstes Jeanie wieder auf die Fohlenweide, eh ich mich noch um Helia kümmerte. Ihr spritzte ich gründlich die Beine ab und schmuste noch ein wenig. Danach kratze ich noch ihre Hufen aus und brachte sie zurück zur Weide. Ich gönnte mir eine kleine Pause und beobachtete die Pferde noch ein Weilchen.

      Morgendlicher Besuch
      10.08.2012 | Eddi
      "Hetze mich doch bitte nicht so!" stöhnte ich genervt und entging knapp einem Sturz vom Heuboden. Ich hatte in der einen Hand mein Handy und mit der anderen warf ich schon Strohbündel herunter. "Ich beeile mich, aber die Pferde haben eben Vorrang.". Es handelte sich um eine sinnlose Diskussion mit meinem Vater, der wollte, dass ich ja nicht den äußerst interessanten Auftritt meines Bruders verpasste, wobei den das sowieso nicht interessierte ob ich anwesend war. Kommen würde ich, dennoch musste erst der Stall fertig sein. "Ja, alles klar. Tschüss." eiskalt legte ich auf, sonst würde ich nie fertig werden. Genervt stieg ich die Leiter wieder herunter und schnappte mir schnell vier Halfter. Hintereinander halfterte ich Romance, Zarin, Summer und Altyn auf. Die vier Raufbolde brachte ich auf ihre Weide und ließ sie tobend davonrennen. Dadurch, dass Romance und Zarin Ponys waren, war der Jüngste, Altyn, dennoch der größte. Ich war gespannt wie sich mein Tekke entwickelte. Er war eine Eigenzucht aus Alazar und Sonja und hatte schon erfolgreiche seine erste Fohlenschau hinter sich gebracht. Ebenso wie es mit Summer weiterging. Erst einmal hatte ich ihn gründlich aufgepäppelt und nun würde das Training beginnen. In dem waren meine beiden Füchse schon mittendrin, welche langsam erwachsen wurden. Doch ich durfte mich nicht zu lange aufhalten! Flott marschierte ich zurück in den Stall und schnappte mir Mississle, Darling und Joyce. Die drei Stutfohlen brachte ich auch auf ihre Weide. Vom Charakter her waren sie sich alle sehr ähnlich und Darling ging es mit ihren beiden Freundinnen auch zunehmend besser. Nun waren Destiny, Fairy und Jeanie an der Reihe. Wie immer machte Destiny einen riesen Theater, und erschreckte sich vor jeder Kleinigkeit. Ich war froh, als ich sie auf der Weide hatte. Nun folgten nur noch Tiny Girl, Damn und Icetea. Als auch die drei Stuten auf ihrer Weide standen, begann ich flott mit der Stallarbeit. Ich mistete alle Fohlenboxen aus und verteilte dann die heruntergeworfenen Strohbündel in den Boxen. Nachdem ich mit einstreuen fertig war, verteilte ich schon das Abendheu und machte in der Sattelkammer auch schon das Futter für heute Abend fertig, da ich erst spät wieder kommen würde und Chrissi so kaum Arbeit hatte. Kurz kehrte ich noch die Stallgasse, besuchte nochmals die Fohlenweiden und fuhr dann direkt los.

      Welcome Jeanie!
      27.12.2012 | AliciaFarina
      Piep, Piep, Piep machte mein Wecker und ich wachte auf, schlaftrunken machte ich ihn aus und setzte mich hin. Plötzlich war ich hellwach denn ich dachte daran das heute meine Jungstute Jeanie kommen sollte. Ich machte mich schnell fertig und ging in die Küche um etwas zu essen. Als ich fertig war ging ich schnell in den Stall um ihre Eingewöhnungs Box vorzubereiten. Als ich damit fertig war kuckte ich auf die Uhr und bemerkte das ich noch drei Stunden zu früh dran bin. Also ging ich zu meinem Dreijährigen Hengst Nandengo. Ich halfterte ihn auf und führte ihn dann zum Putzplatz. Nachdem ich ihn angebunden hatte ging ich zurück zu seiner Box und fegte die Strohhalme die beim Raus-führen auf die Stallgasse gekommen sind zurück in die Box. Dann holte ich Nandis Putzbox und fing an ihn zu putzen als er sauber war brachte ich die Putzbox wieder weg und holte seinen Sattel. Ich sattelte ihn und prüfte ob meine Steigbügel von der Länge noch passen. Natürlich passten sie noch danach schnappte ich mir seine Trense und trenste ihn mit seiner Schenkeltrense. Dann nahm ich meinen Helm vom Regal und führte Nandi in die Halle. In der Halle angekommen gurtete ich den Sattel fest und stieg mit Hilfe der Aufstiegshilfe auf. Ich setzte mich zurecht und ließ dann Nandi losgehen. Ich ritt einige Minuten Schritt und ritt am langen Zügel viele Wendungen und Volten. Dann trabte ich an und trabte leicht. Ich ritt fast nur Volten und viele Handwechsel. Als ich auf der linken Hand war galoppierte ich an und ritt Zirkel. Nandi machte das toll mit und obwohl er erst seit Kurzer Zeit eingeritten ist ließ er sich ein bisschen biegen. Auf der anderen Hand wollte er nicht angaloppieren aber das wird noch. Ich ritt ihn nachher nur noch im Trab und Schritt. Danach ritt ich ihn trocken. Ich sattelte und trenste ihn in der Halle ab und ließ ihn sich wälzen. Nach dem Wälzen sah er aus wie ein Paniertes Schnitzel. Ich legte ihm den Zügel um den Hals und führte ihn den Sattel auf dem Arm in den Stall. Im Stall angekommen band ich ihm mit seinem Halfter an und brachte schnell seine sonstigen Sachen weg. Dann putzte ich ihn und nachdem ich die Hufe ausgekratzt hatte brachte ich den Putzkasten weg. In der Sattelkammer schnappte ich mir ein paar Leckerchen und ging zurück. Ich gab Nandi die Leckerchen und führte ihn zurück in seine Box. Dort angekommen machte ich ihm das Halfter ab und ließ ihn mit einem großen Haufen Heu alleine. Mittlerweile war es spät genug und ich ging raus um Jeanie in Empfang zu nehmen. Als ich draußen war sah ich schon einen Transporter auf den Stall zu halten. Als der Hänger stand begrüßte ich den Fahrer und nahm Jeanie`s Papiere entgegen. Dann lud ich Jeanie aus und schloss schnell die Tür, dann verabschiedete ich den Fahrer der promt drehte und weg fuhr. Ich betrachtete Jeanie. Sie war eine Schönheit. Ich ging mir ihr in den Stall und brachte sie in ihre Eingewöhnungs Box. Jeanie beschnüffelte die box und wandte sich mir anschließend zu. Sie beknabberte mich und schmuste mit mir. Nach einer Weile verabschiedete ich mich schweren Herzens von Jeanie und ging nach Hause.

      Dressage Time
      02.01.2013 | AliciaFarina
      Mhhh?, machte ich und drehte mich auf meine andere Seite, ich machte die Augen auf und schaute mich um. Dann nahm ich mir mein Handy und kuckte mach der Uhrzeit. Mist, dachte ich schon so spät! Ich setzte mir meine Brille auf und zog mich an, dann ging ich ins Bad und machte mich fertig. Als ich fertig war aß ich schnell etwas und ging dann raus ich ging direkt zum Stall. Im Stall angekommen ging ich zu der Box von meiner Stute Baldintáta. Ich begrüßte sie und holte sie aus der Box, danach band ich sie vor der Sattelkammer an und holte ihr Putzzeug. Während ich sie putzte fing sie an zu dösen. Nachdem sie sauber war holte ich ihren Sattel. Auch während dem satteln döste sie weiter. Dann holte ich die Trense, als ich sie aufweckte kuckte sie mich schläfrig an. Ich trenste sie und sie nahm willig das Gebiss. Dann führte ich sie in die Reithalle, ich schloss hinter mir das Hallentor und zog es komplett zu damit uns nichts stört. Dann führte ich sie eine Runde lang und gurtete anschließend nach. Dann führte ich sie an die Bande und klappte die Aufstiegshilfe herunter. Ich stieg auf und gurtete noch mal nach und ritt los. Ich ließ ihr die Zügel lang und ritt am Ganze Bahn und Zirkel. Nach ein paar Runden hielt ich an und gurtete noch mal nach. Dann ritt ich wieder an, nahm die Zügel auf und trabte an. Ich trabte leicht und ritt wie vorher Ganze Bahn und Zirkel. Nachdem ich sie auf beiden Händen im Trab gelöst hatte saß ich aus und arbeitete an den Volten. Tata ging sie gut auch wenn noch etwas unrund, aber das ist nicht schlimm da sie ja erst kurz unterm Sattel ist. Dann galoppierte ich an und galoppierte Zirkel und Ganze Bahn. Tata bog sich auf den Linien und ich freute mich das ich eine so tolle Stute habe. Danach parierte ich durch und ließ Tata verschnaufen. Während Tata verschnaufte holte ich mein Handy raus und rief eine Freundin an und fragte sie ob sie nicht Lust auf eine Reitstunde hat. Sie sagte mir zu und fragte ob sie nicht ihren Sohn mitbringen könnte und ob ich nicht ein Pony für ihn habe. Ich sagte ihr zu und legte anschließend auf. Dann ritt ich Tata trocken und stieg anschließend ab. Nachdem ich abgestiegen bin führte ich Tata in den Stall. Ich sattelte sie ab und da sie noch warm war legte ich ihr eine dünne Abschwitzdecke über und stellte sie nachdem ich ihre Hufe ausgekratzt hatte in ihre Box. Dann kam auch schon meine Freundin, ich ging mit Ihr zusammen in den Stall. Ich fragte sie nach ihren Sohn und sie sagte das er nachkommt. Also strich ich What you Want und Drachenkämpfer meine beiden Welsh Bs von der Liste in meinem Kopf. Ich fragte sie ob sie meinen Hengst Checker oder Outlaw Dancing Jive reiten möchte. Sie frage ob sie auch beide reiten kann, ich sagte ja und wir holten als erstes Checker. Während sie ihn putzte holte ich mir meine Reitpony Stute Hot Spot. Ich band sie vor der Sattelkammer an und Checker versuchte sie anzuflirten aber Spot ließ sich nicht davon beeindrucken. Wir putzten die beiden und dann kam auch schon der Sohn, Sven, meiner Freundin. Als er vor mir stand dachte ich nur OMG! Ist der Riesig. Ich entschied schnell welches Pferd er nimmt und dann gingen wir zusammen zu dem Offenstall meiner Freizeitpferde. Als ich ihm sein Pferd zeigte kuckte er mich ungläubig an, denn hatte meinen zwei Meter großen Shire Hengst Big John ausgewählt. Sven halfterte ihn dann auf und wir führten ihn in den Stall. Er band ihn in einer Leeren Box an und putzte ihn. Als wir alle fertig waren holten wir die Sättel. Nach dem wir gesattelt haben gab ich Sven die Trense für John und ich nahm die für Hot, Tina gab ich das Sidepull für Checker und sie kuckte mich sparsam an. Ich sagte ihr das er sehr empfindlich ist und daher Gebisslos geritten werden muss. Sie trenste ihn dann auf und Sven war ebenfalls fertig. Wir führten unsere Pferde in die Halle und stiegen nacheinander auf. Als wir alle auf unseren Pferden saßen ritten wir sie im Schritt warm. Ich korrigierte nebenbei immer den Sitz, die Hand haltung und die Hilfen. Nach einer Weile trabten wir an und wieder korrigierte ich nebenbei. Auch im Galopp korrigierte ich immer wieder und gab etwas Unterricht. Als wir alle fertig waren ritten wir unsere Pferde trocken und brachten sie in den Stall. Nachdem wir sie abgesattelt, geputzt und eingedeckt haben holten Tina und ich unsere nächsten Pferde sie ritt Outlaw und ich Nandengo. Ich fragte Sven und er wollte noch mal reiten also holten wir mein Verkaufspferd Hermann. Sven putzte und sattelte ihn selbstständig und Tina und ich taten das gleiche. Als wir fertig waren gingen wir in die Halle und ritten wieder unsere Pferde im Schritt warm. Dann aber kam eine Mitarbeiterin von mir und ich fragte sie ob sie uns nicht eine Dressuraufgabe vorlesen kann. Sie sagte ja und las sie uns vor während wir sie ritten. Als wir fertig waren ritten wir unsere Pferde ab und brachten sie in den Stall, danach sattelten wir sie ab, putzten sie über und stellten sie in ihre Boxen. Dann verabschiedete ich mich von ihnen und ging in den Stall. Ich holte mir meine neue Jungstute Jeanie und putzte sie vor der Sattelkammer. Dann führte ich sie in die Halle und ließ sie laufen. Jeanie tobte sich aus und ich beobachtete sie. Nachdem sie sich ausgetobt hat fing ich sie wieder ein und brachte sie in den Stall. Dann putzte ich sie und brachte sie in ihren Laufstall zu den anderen Fohlen. Anschließend verabschiedete ich mich von den Fohlen und ging nach Hause.

      Pflegebericht
      06.04.2013 | AliciaFarina
      Endlich Schulschluss! dachte ich, ging aus dem Schulgebäude und stellte mich dann an die Bushaltestelle. Auf dem Weg nach Hause hörte ich Musik. Zu Hause angekommen aß ich etwas und zog mich dann für den Hof um. Als ich fertig war schnappte ich mir meinen Helm und den Hund. Schon war ich unten beim Fahrrad ich schloss es auf, nahm den Hund an die Leine und fuhr los. Nach eine halben Stunde fahrt kam ich endlich an. Ich stellte mein Fahrrad ab und ließ den Hund von der Leine. Ich ging in den Offenstall und holte als erstes Táta und Silfra raus. Ich band die beiden am Putzplatz an und fing an sie zu putzen. Nach fünf Minuten war ich von Oben bis Unten voller Haare. Ich schnappte mir einen Gummistriegel und fing an die beiden zu enthaaren. Als ich nach einer guten halben Stunde noch immer genau so viel Fell rausbekommen habe als ich Angefangen hatte hörte ich auf und kratzte schnell die Hufe aus. Dann wartete ich auf meine Reitschüler. Nach einer Weile kamen sie ich ließ sie die Pferde putzen während ich meine Stute Wendy mit ihrem Westernsattel sattelte. Wendy war nicht so stark im Winterfell wie die beiden Offenstall Stuten, da ich sie auf Grund ihres hohen Alters in den Stall gestellt hatte. Als ich sie gesattelt hatte half ich meinen Reitschülerinnen die beiden Stuten zu satteln. Nachdem alle Pferde gesattelt waren half ich den beiden ihre Stuten zu trensen. Danach trenste ich Wendy mit einer Hackamore. Zum Schluss überprüfte ich die Trensen von Silfra und Táta, alles war richtig verschnallt und wir setzten unsere Helme auf. Anschließend stellten wir unsere Steigbügel ein und ich half den Reitschülerinnen beim Nachgurten und Aufsteigen, als die beiden auf ihren Pferden saßen gurtete ich nach und saß ebenfalls auf. Wir ritten in Richtung Hofausgang, ritten über die Straße und bogen rechts ab am Ende der Straße bogen wir links in eine Parallel Straße ab dort ritten wir nach Rechts auf einen Waldweg. Wir ritten den Waldweg entlang und unsere Pferde gingen am langen Zügel entspannt den Weg entlang. Am Ende des Weges bogen wir nach rechts ab und danach direkt wieder nach links. Auf dem Weg lag ein umgestürzter Baumstamm und unsere Ponies mussten ihre Beine heben um darüber u kommen. Als wir alle den Baumstamm geschafft hatten rittten wir weiter und folgten dem weg. Nach einer Weile kamen wir an eine Straße wir kuckten ob ein Auto kam und als alles frei war ritten wir auf die andere Seite. Ein paar Meter weiter hielten wir an und gurteten nach. Danach ritten wir weiter. Wir bogen nach rechts ab auf einen Breiten Sandweg. Auf dem Sandweg trabten wir an und als wir von der Straße nicht mehr sichtbar waren galoppierten wir an. Unsere Pferde griffen weit aus und hatten sichtlich Spaß. Kurz vor erreichen einer Lichtung parierten wir durch und ließen unsere Pferde verschnaufen. Anstatt den Weg weiter entlang zu reiten bogen wir nach rechts ab zum Wasser. Wir ließen unsere Pferde darin planschen und nach einer halben Stunde Verschnaufspause ritten wir den Weg zurück. Auf der Galoppstrecke trabten wir nur etwas. Wieder an der Straße angekommen ritten wir drüber. Wir ritten den gleichen Weg zurück den wir auch auf dem hinweg geritten sind. Als wir wieder am Stall angekommen waren sattelten wir unsere Pferde ab, kratzten die Hufe aus und ließen sie wälzen. Dann brachten wir die drei zusammen auf die Weide. Anschließend holte ich Dafina, Ima Banana Split, Mina, Shakira und Püppchen aus ihren Boxen. Ich band sie am Putplatz an und fing an sie zu putzen während ich dabei war kam eine meiner Freundinnen vorbei und ich spannte sie sofort beim Putzen mit ein. Als wir fertig waren brachten wir die fünf in den neuen Offenstall damit ich die Boxen leer bekomme. Anschließend holten wir Everthing und Giacomo, wir putzten die beiden, als sie sauber waren funktionierten wir die Stricke als Zügel um, ritten zum Paddock und ließen sie danach laufen. Wir beobachteten sie beim spielen und ingen anschließend in den Stall um uns um Drafna, Annie, Betty und Jeanie zu kümmern. Wir holten uns als erstes Drafna und Jeanie da die beiden am besten von der Größe her zusammen passen. Wir banden die beiden nebeneinander an und fingen an zu putzen, Drafna hampelte ein bisschen herum und ich wies sie zurrecht. Jeanie machte keine Probleme da sie bereits zwei Jahre alt ist und das putzen schon kennt. Als wir mit dem Putzen fertig waren gingen wir eine kleine Runde Spazieren. Während Jeanie gemütlich neben meiner Freundin her ging trabte Drafna neben mir aufgeregt her. Nach einer Weile beruhigte sich Drafna und wir waren schon bald wieder Zuhause. Wir putzten die beiden schnell sauber und stellten sie dann in den Jungpferde offenstall. Danach holten wir Betty und Annie aus dem Stall und putzten sie dann ließen wir sie auf dem Platz spielen und während sie spielten ließ machte ich viele Fotos. Als die beiden sich ausgetobt hatten fingen wir sie wieder ein, putzten sie schnell über und brachten sie anschließend zu den anderen Fohlen in den Jungpferdeoffenstall. Nun kam eine große Gruppe Hengste an de Reihe. Wir gingen in den Stall und holten Big John, Callin the Night, Leviathan, Stiffler und Griffindor aus dem Stall wir banden sie vor den Boxen an und putzten sie, danach brachten wir sie in den Offenstall und trennten von der Anschließenden Weide ab und öffneten das Tor zwischen Weide und Offenstall. Nun kümmerten wir uns um Faitanos Little Girl, Hot Spot, Buried alive by love, Clair de Lune und What you want?. Wir brachten die Stuten schnell in den Offenstall und machten ebenfalls das Tor zur Weide auf. Die Stuten liefen direkt auf die Weide und fraßen es gab nicht viel da wir vorher leicht abgemäht hatten. Danach holten wir Free Vanille und Frenchlover. Die beiden Jungpferde putzten wir und gingen dann mit ihnen Spazieren. Als wir fertig waren durften sie zu den anderen Hengsten. Nun holten wir Are you scared of me?, Dusty und Drachenkämpfer. Die drei durften sich auf dem Platz auspowern und dann zu den anderen Hengsten. Danach holten wir Mister Blockhead, Outlaw Dancing Jive und Devel's Gift. Die drei ließen wir ebenfalls laufen und stellen sie dann in den Stall. Zum Schluss holten wir uns Mutant einen seit kurzem bei mir stehenden Norwegermix Henst und Nandeno meinen Norwegermix Hengst den ich besitze seit er ein Fohlen war. Wir banden die beiden an und putzten sie gemütlich. Dann sattelten wir sie ich nahm Nandengo da er erst seit kurzem unter dem Sattel war. Als wir die beiden gesattelt hatten ritten wir ins Gelände. Nach gut zwei Stunden waren wir wieder da und sattelten die beiden wieder ab. Dann putzten wir sie und stellten sie in den Stall. Nun waren wir fertig und wir fegten schnell alles sauber. Dann fütterten wir alle Pferde und gingen dann nach Hause.

      Sammelbericht
      06.05.2013 | AliciaFarina
      Nach einem schrecklichen Schultag fuhr ich nach Hause und zog mich für den Hof um. Ich aß schnell noch etwas, schnappte mir meinen Hund und fuhr los zum Stall. Als ich dort angekommen war ließ ich Finchen laufen und ging in den Stall. Als erstes holte ich Annie und Betty aus dem Fohlenlaufstall und band sie am Putzplatz an. Ich putzte die Beiden und entfernte das restliche Fohlen-Plüüsch-Winterfell. Als ich die beiden entfellt hatte ging ich mit ihnen eine große Runde spazieren. Wieder auf dem Hof angekommen ließ ich die beiden auf den Paddock. Anschließend holte ich Jeanie und Drafna, ich führte die beiden auf den Platz und ließ sie laufen. Danach holte ich Silfra, ich band sie am Putzplatz vor dem Reitplatz an und putzte sie. Nachdem der grobe Dreck weggeputzt war fing ich an sie zu enthaaren. Nach gefühlten drei Stunden bürsten hatte ich den Großteil des Felles von ihr runter gekämmt. Anschließend holte ich meinen Kappzaum, eine Longe und eine Peitsche. Dann legte ich Silfra den Kappzaum an und hakte die Longe ein, dann führte ich sie in die Halle und führte sie etwas im Schritt. Nach einigen Runden auf jeder Hand stellte ich mich in die Mitte und ließ Silfra laufen. Ich wärmte sie anschließend im Trab auf und ließ sie dann auch auf jeder Hand galoppieren. Als sie aufgewärmt war ließ sich sie erst im Schritt auf jeder Hand übertreten und anschließend auch im Trab. Als Silfra locker war durfte sie austraben und ich ließ sie noch etwas im Schritt gehen. Dann führte ich sie zurück zum Putzplatz und tauschte den Kappzaum gegen ihr Halfter. Ich kratzte ihr die Hufe aus und putzte noch einmal über ihr Fell. Anschließend führte ich sie auf den Paddock neben den Fohlen. Danach holte ich Jeanie und Drafna von dem Platz, putzte die beiden über und stellte sie dann zu Betty und Annie. Nun holte ich Mina, Ich band sie am Putzplatz an und putzte sie, sie hatte mittlerweile ihr Winterfell verloren sodass ich nicht viel zu putzen hatte. Nach dem ich ihre Hufe ausgekratzt hatte 'longierte' ich sie im Roundpen, nach einer Stunde Schritt und Trab im Wechsel hörte ich auf und ließ sie auf den Paddock zu Silfra. Nun holte ich Shasta aus ihrer Box, ich putzte sie und stellte sie auf den Paddock neben Silfra und Mina damit sie sich kennen lernen können. Danach holte ich Giacomo und Mutant aus dem Stall. Ich band sie am Putzplatz an und fing an sie zu putzen, nachdem sie sauber waren scheuchte ich sie auf dem Platz. Anschließend durften sich die beiden auf dem Platz entspannen. Ich fing sie nach einer halben Stunde ein und stellte sie in ihren Offenstall. Danach holte ich die Jungpferde rein. Ich stellte sie zusammen in ihren Offenstall und kraulte sie zum Abschluss. Zum Schluss holte ich Silfra und Mina in den Stall. Als ich fertig war fütterte ich alle und fuhr anschließend nach Hause.

      Bald ist es so weit...
      30.06.2013 | AliciaFarina
      Ja,.. bald ist es so weit ich ziehe mit allen meinen Pferden um. Mein alter Hof war zu klein geworden und ich hatte mich dazu entschlossen einen größeren Hof zu kaufen und dorthin umzuziehen. Heute wollte ich meine Sachen zusammenpacken und meine Pferde bewegen.
      Ich hatte heute frei und war daher ziemlich früh am Stall, ich hatte ja heute auch viel vor. Als ich um neun angekommen war ging ich als erstes in das Büro und plante meine heutigen Reitstunden. Es war schönes Wetter also entschied ich, dass wir entweder Ausreiten oder auf dem Außenplatz reiten wollen. Ich ging in den Stall in dem meine Stallarbeiter bereits dabei waren die Boxen zu misten. Ich konnte nicht mehr helfen, denn sie waren bereis fertig, ich sagte ihnen das sie Baldintáta, Silfra, Hot Spot, Outlaw Dancing Jive, Devels Gift, Annie get your Gun, Batteries not included, Jeanie, Mina und Drafna auf Geschlechter getrennte Paddocks bringen sollen. Ich schappte mir Just like the Wind, ich hatte sie lange nicht mehr geritten und wollte sie daher als erstes reiten. Nachdem ich sie angebunden hatte putzte ich sie. Ich war froh das ich sie geschoren hatte da ich sonst mindestens eine Stunde nur am Winterfell raus-putzen wäre. Als sie sauber war kratzte ich ihr die Hufe aus und kämmte ihr den Schweif und die Mähne. Ich flocht die Mähne in einen Bauernzopf ebenso den Schweif. Dann sattelte ich sie mit einem Dressursattel mit Petrol-Farbener Satteldecke. Danach bandagierte ich sie und trenste sie, ich schnappte mir eine lange Gerte und führte Wind auf den Reitplatz.. Auf dem Platz angekommen führte ich Just eine Runde und zeigte ihr alles da sie den Platz sehr aufregend fand., nach einigen Runden entschied ich mich dafür sie erst an der Longe laufen zu lassen. Ich schnappte mir eine Longe und harkte sie ein, dann ließ ich Wind laufen. Wind lief und bockte los nachdem sie sich ausgebuckelt hatte holte ich sie zu mir und gurtete nach dann durfte sie weiter laufen. Nach einer halben Stunde Buckeln war sie fertig und ich harkte die Longe aus, hängte sie weg und stieg auf. Ich ließ sie ihr Gleichgewicht unter mir finden, und trabte nach kurzer Zeit an ich trabte leicht und ließ die Zügel lang, nach vier Runden Ganze Bahn und Zirkel galoppierte ich an und ging in den Leichen Sitz. Nach drei Ganzen Bahnen galoppierte ich einen Zirkel und Wind wurde allmählich locker. Auf der anderen Hand machte ich das gleiche und nun fing ich an richtig zu arbeiten. Ich parierte Wind in den Trab durch und ritt Viele Handwechsel, Zirkel und Schlangenlinien. Sie reagierte sehr Gut und schon bald war sie locker. Ich parierte in den Schritt durch und ich fing an im ausgesessenen Trab weiter zu arbeiten. Wind galoppierte lieber im Linksgalopp als im Rechtsgalopp also wollte ich nun daran arbeiten. Ich ritt auf dem C Zirkel und stellte Wind in die Bewegungsrichtung, Wind bog sich schön und ich gab kurz vor der Kurzen Seite die Galopphilfe parallel dazu gab ich eine Parade mit dem inneren Zügel. Wind verstand nicht ganz was ich von ihr wollte und blieb im Trab. Beim nächsten Zirkel gab ich die Galopphilfe entschlossener, Wind galoppierte auf der richtigen Hand an und ich ließ sie Ganze Bahn gehen. Wind griff schön aus und ich konnte sie gut sitzen. Nach einer Runde parierte ich sie durch und ließ sie kurz verschnaufen. Dann trabte ich wieder an und kurz vor der Kurzen Seite galoppierte ich sie wieder an und wieder sprang sie richtig an. Dies wiederholte ich noch ein Paar Mal als sie jedes Mal richtig angaloppierte ließ ich sie noch einmal auf ihrer Lieblingshand am Langen Zügel galoppieren. Anschließend ritt ich sie im Schritt ab. Ich nahm ihr den Sattel ab und ließ sie sich wälzen. Dann führte ich sie vom Platz, kratzte ihre Hufe aus und stellte sie anschließend auf den Paddock. Anschließend holte ich Everything aus seiner Box. Everything schnaubte mir entgegen,ich halfterte ihn auf und führte ihn zum Putzplatz. Dort angekommen band ich ihn an und holte sein Putzzeug. Als ich mit dem Putzzeug wieder kam prustete er mir entgegen und ich Streichelte ihm über die Nase, dann fing ich an ihn zu putzen. Nachdem er sauber war brachte ich sein Putzzeug weg ich holte sein Sattelzeug aus der Sattelkammer. Danach sattelte ich ihn und bandagierte ihn bevor ich ich ihn trenste. Als er fertig bandagiert war führte ich ihn in die Halle, dort angekommen führte ich ihn drei Runden, anschließend gurtete ich den Sattel nach und stieg auf. Everything wartete bis ich mich zu recht gesetzt hatte und ihm die Los-Geh-Hilfe gegeben hatte. Ich ließ ihn losgehen und er durfte sich erstmal am langen Zügel entspannen.. Nach 10 Minuten Schritt trabte ich ihn an und ich nahm die Zügel langsam auf und begann Everything an den Zügel zustellen und ich begann ihn auf dem Zirkelzn stellen. Als Everything sich auf beiden Händen gut bog fing ich an den Zirkel zu vergrößern und zuverkleinern. Everything reagierte gut auf meine Hilfen und die Zirkel wurden schön gleichmäßig Kleiner und größer Nun fing ich mit dem Galopp an ich galoppierte in einer Ecke an und ließ ließ ihn erstmal eine ganze Bahn galoppieren. Everything sprang sofort an ich genoss seinen gleichmäßigen Galopptakt und ging erst mal in den leichten Sitz. Nach drei Runden setzte ich mich normal hin und verlangsamte sein Tempo, Everything versammelte sich zunehmend und ich fing an ihn auf dem Zirkel zu reiten. Er bog sich schön auf jeder Hand und als ich ihn komplett durchlässig hatte ritt ich auf meinen Trab Parcour, der aus Trabstangen, Durchreitstangen und an den Enden höhergelegten Trabstangen bestand die ich auf den oberen Zirkel gelegt hatte. Die ersten male trabte ich außen rum. Dann lenkte ich ihn auf den Kleineren Zirkel und begann über den Parcour zu traben. Bei den ersten malen trabte er nicht durch alles durch sondern ließ etwas aus aber je öfter ich es trainierte desto besser wurde er. Als er auf beiden Händen ohne Probleme über die Stangen trabte hörte ich auf. Ich ritt Everything trocken und stellte ihn anschließend auf die Weide. Nun holte ich Shakira, Jeanie und Dafina aus ihren Boxen und stellte sie zusammen auf eine Weide. Nun holte ich Nandengo, Mister Blockhead, Mutant und Giacomo Casanova aus ihren Boxen. Ich brachte sie an den Putzplatz und band sie an, anschließen putzte ich sie grob über und stellte sie anschließend auf die Weide. Während ich mich um Gaitanos Little Girl, Pounts Püppchen, Mina und Shasta Moon kümmerte versorgten meine Mitarbeiter Shadow Of A Murderer und Drafna. Ich ging immer mit Zwei Pferden spazieren und wechselte anschließend. Als die vier bewegt waren brachte ich sie auf die Weide zu den anderen. Es war so weit und ich ging in mein Haus und fing langsam an meine letzten Sachen zu packen. Als ich gegen frühen Nachmittag den letzten Karton gepackt hatte rief mich meine gute Freundin Monsterflosse an und fragte ob ich weiterhin Interesse an einer Tinker Stute hätte die ich vor einer Weile bei ihr entdeckt hatte. Ich sagte ihr zu und wir wurden uns auch schnell über den Preis einig. Sie fragte ob ich sie heute noch holen könnte, ich musste ihr leider sagen das ich heute keine Zeit habe und sie schlug mir vor sie noch schnell zu bringen. Ich sagte ihr zu und machte mich daran eine vorübergehende Box für sie fertig zu machen. Ich spannte im Stutenoffenstall etwas vom Innenraum ab und etwas vom Paddock ich streute innen ein und mistete schnell noch. Dann ging ich in den Stall und holte die Stuten und Hengste rein und stellte sie in ihre Boxen oder in den Offenstall. Bald darauf kam Monster angefahren und wir luden Lady Lu schnell aus. Die Stute kuckte sich neugierig den Hof an und durfte erst mal alles beschnuppern. Anschließend stellte ich sie in ihre neue Herde. Natürlich in den abgesperrten Bereich. Monsta lud noch ihr Sattelzeug aus und verstaute es in meiner Sattelkammer. Monsta und ich regelten noch das geschäftliche und schon verabschiedete ich mich von Monsta und winkte ihr zum Abschied. Ich versorgte alle Pferde mit frischem Stroh und Heu. Als alle Pferde Stroh und Heu hatten bekamen sie ihr Kraftfutter, als alle aufgefressen hatten sammelte ich die Eimer wieder ein und stellte sie in die Futterkammer. Ich äppelte den Offenstall und die Boxen ab. Dann ging ich zu Luna, ich holte sie aus ihrer Box raus und ließ sie im Round Pen laufen damit sie sich noch etwas bewegen durfte. Als sie keine Lust mehr hatte zu laufen fing ich sie ein, kratzte ihre Hufe aus und brachte sie zurück in ihre Box. Nun musste ich mich nur noch um meine Freizeitspferde und um meine Verkaufs Pferde kümmern. Ich ging als erstes zu meinen drei Hengsten die nicht aktiv geritten werden und putzte sie nach einander. Stiffler, Big John und Leviathan genossen es sichtlich und ich brachte sie nach dem putzen zurück in ihren Paddock. Nun kümmerte ich mich noch um meine Freizeit Pferde. Ich holte als erstes Are you scared of me, Dusty, Monster Energy und Free Vanille aus dem Paddock. Ich band die vier am Putzplatz an und putzte sie, dann ließ ich sie noch auf dem Platz laufen und powerte sie damit aus. Als die vier ausgepowert waren brachte ich sie zurück in ihren Paddock. Jetzt musste ich nur noch Buried alive by Love bewegen. ich holte die junge Stute aus ihrer Box und band sie am Putzplatz an, beim Putzen stellte ich einige Macken fest deshalb verarztete ich diese als erstes. Dann legte ich ihr einen Kappzaum an und machte etwas Bodenarbeit und Longentraining. ich ließ sie Schulterherein und viele Seitwärts Lektionen gehen damit sie locker wurde. Ich übte ebenfalls das Kopfschütteln. Als sie es perfekt machte beschloss ich für heute Schluss zu machen und brachte sie zurück zum Putzplatz. Ich putzte sie über und stellte sie anschließend in ihre Box zurück. Anschließend ging ich in mein Haus und suchte mir die Sachen für den nächsten Morgen raus. Als ich alles fertig hatte machte ich mir etwas zum Abendessen und stöberte im Internet nach schönen Reithosen, Schabracken, Bandagen und nach einem passenden Sattel für Luna. Ich suchte bis Abends aber fand nichts, daher beschloss ich am nächsten Tag mit meinem Sattler zusammenzusetzen, ich hatte schon eine Vorstellung, deshalb schrieb und Zeichnete ich auf was der Sattel alles besitzen sollte. Als ich damit fertig war machte ich mich fertig und ging schlafen, der nächste Tag sollte anstrengend genug sein.

      Welcome Vipke!
      11.08.2013 | AliciaFarina
      Heute sollte mein Shetlandpony Hengst Vipke van de Zandhoven ankommen. Ich hatte ihn in Holland entdeckt und mich in ihn verliebt. Als ich hörte das er zum Verkauf stand schlug ich zu. Nun war es so weit er wurde zu mir gebracht. Voller Vorfreude hatte ich bereits gestern eine der Pony-Übergangs-Boxen mit Stroh eingestreut und auch schon Heu hinein gemacht. Während ich auf den Transporter wartete kümmerte ich mich um alle meine Pferde. Silfra, Just like the Wind, Shakira, Wendy, Pount's Püppchen, ebs Dafina und Mina brachte ich zusammen mit meinen Mitarbeitern auf die Weiden die in der nähe des Hofes liegen. Give me everything tonight, Devels Gift und Giacomo Casanova stellte ich zusammen auf einen Paddock am Stall. Anschließend ging ich noch einmal auf die Weide und kuckte ob die Tränken noch funktionieren. Da sie alle funktionstüchtig waren ging ich zurück und füllte vier große Heunetze, diese brachte ich auf die Weide und hängte sie in die Unterstände. Dann holte ich mir Annie get your Gun, Batteries not included und River's Drafna aus dem Fohlenauslauf ich führte die drei in die Reithalle und ließ sie laufen. Als sie sich ausgepowert hatten fing ich sie wieder ein und brachte sie auf einen Paddock. Die Jungpferde bekamen ebenfalls ein Heunetz und Wasser. Dann kamen auch schon deivi, Bracelet, Ronii, Gwen, Sheyla und Friese an, sie wollten heute mit mir ausreiten und ich hatte ihnen Pferde von mir zur Verfügung dafür gestellt. Ich zeigte ihnen ihre Pferde und wo sie das Zubehör und Putzzeug finden. Während die anderen sich mit ihren Pferden vertraut machten brachte ich Baldintáta zu den anderen auf die Wiese. Anschließend holte ich mir Gaitano's Little Girl aus dem Stall und band sie am Putzplatz an um sie für unseren Ausritt fertig zu machen. Als wir alle fertig waren setzten wir unsere Helme auf und ich sagte wer eine Gerte braucht und wer nicht. Dann verteilte ich Ausreitmarken die in der Senne Pflicht sind und wir stiegen auf. Ich ritt voran über die Straße danach konnten wir nebeneinander reiten und wir unterhielten uns nett. Im Gelände galoppierten wir eine lange Sandstrecke, wir ritten durch die Lippe und durch zwei kleine Bäche. Als wir wieder am Hof angekommen waren duschten wir unsere Pferde ab und stellten die Stuten mit auf die Weide auf der sie heute Nacht bleiben durften und die Hengste kamen mit auf den Paddock. Nun war die anstehende Reitstunde dran. Ich holte Stiffler, Big John und Leviathan und band sie schon einmal am Putzplatz an. Meine Fortgeschrittenen Reitschüler putzten und sattelten ihre Pferde selbstständig und ich suchte währenddessen die Sachen zusammen die ich für die Sitzschulung brauchen würde. Da er keinen eigenen Englisch Sattel hat legte ich ihm ein Barebackpad auf den Rücken und einen Kappzaum an den Kopf. Dann ging es los in die Halle. Als erstes durften alle meiner drei Reitschüler reiten nach einer Weile als alle aufgewärmt waren sollten immer Zwei meiner Reitschüler auf dem einen Zirkel ihre Pferde selbstständig arbeiten und einer ist bei mir und macht die Sitzschulung. Nachdem meine Reitschüler fertig aber glücklich waren brachten wir die Pferde auf den Paddock und ich verabschiedete mich anschließend von ihnen. Nun kümmerte ich mich um meine Verkaufspferde Are you scared of me, Dusty, Monster Energy, Buried alive by love und Free Vanille. Die Hengste stellte ich zusammen auf eine Weide und die Buried stellte ich auf die Stuten weide zu den anderen. Danach wollte ich mich um Lady Lu kümmern, sie hatte sich mittlerweile gut bei mir eingewöhnt und heute wollte ich etwas Dressur reiten. Ich holte sie aus dem Stall und band sie am Putzplatz an. Nach dem Putzen flocht ich ihre Mähne ein und holte ihren Maßgefertigten Dressursattel. Unter diesen Sattel legte ich meine Neue Eskadron Schabracke. Ich gurtete ihn an und bandagierte anschließend ihre Beine. Dann holte ich ihre Trense, trenste sie und führte sie in die Halle. Dort angekommen führte ich sie zwei Runden und gurtete den Gurt anschließend fest sodass er nicht rutscht. Dann stieg ich auf. Ich ließ die Zügel lang und Luna durfte am langen Zügel ein paar Runden gehen. Danach parierte ich zum Stand durch und gurtete noch einmal nach. Nun ritt ich Luna im Schritt, Trab und Galopp ab. Nach der Abreitphase kam die Arbeitsphase und ich ritt viele Zirkel und Schlangenlinien um Luna zu lösen. Nach Anderthalb Stunden waren Luna und ich fertig. Ich ritt sie trocken und stieg vorm Stall ab. Dann sattelte ich sie ab und ritt ohne Sattel eine kleine Runde ins Gelände um uns ab zu kühlen. Wieder am Stall angekommen durfte Luna auf den Paddock vor ihrer Box. Damit sie Gesellschaft hat holte ich Wendy, Gaitano's Little Girl und Hot Spot. Nun kümmerte ich mich um meine Fellpony-Haflinger Stute Jeanie sie war vor kurzem Drei geworden und kräftig gebaut sodass ich entschieden hatte sie langsam einzureiten. Ich holte die Junge Stute und band sie am Putzplatz an. Ich putzte sie, kratzte ihre Hufe aus und tauschte anschließend ihr Halfter gegen ein Knotenhalfter. Dann schnappte ich mir eine Schabracke mit einem Longiergurt und ging in das Roundpen. Dort angekommen ließ ich Jeanie etwas laufen. Als sie auf jeder Hand etwas gelaufen war fing ich sie wieder ein und begann mit dem training. Ich fing damit an ihr die Schabracke zu zeigen und nach einer Weile ließ sie sich die Schabracke auf den Rücken legen nun versuchte ich es mit dem Longiergurt. Nach kurzer Zeit akzeptierte sie dieses Gewicht auf ihrem Rücken und auch das ich mit dem Gurt unter ihrem Bauch hantierte. Auch als ich den Gurt angurtete machte sie keine Probleme. Als der Gurt locker war führte ich sie ein Paar Runden und ließ sie nach kurzem Nachgurten in allen Gangarten laufen. Jeanie zeigte keine Probleme und ich war glücklich ein so nettes Pferd zu haben. Jeanie war so lieb sodass ich den Longiergurt gegen einen baumlosen Sattel eintauschte. Da Jeanie auch das akzeptierte hörte ich für heute auf und beschloss morgen weiter zu machen. Ich brachte Jeanie zu den anderen Stuten auf den Paddock und brachte meine benutzten Sachen in die Sattelkammer. Nun wartete ich noch auf den Hänger in dem Vipke gebracht werden sollte. Eine Stunde später kam der Hänger an. Der Zuchtstall von Vipke lud ihn aus und übergab mir die Papiere ich übergab ihnen das Geld und bekam noch seine Zubehörteile. Ich stellte Vipke in seine neue Box und holte die anderen Hengste rein, ich stellte sie in die Boxen um Vipke herum. Anschließend holte ich noch die Stuten rein und stellte sie in ihre Boxen. Dann bekamen die anderen Pferde ihr Futter und ich ging ins Haus und machte mich schnell Schlaf-fertig, denn ich hatte morgen noch sehr viel zu tun.

      Ein kalter November Morgen
      26.11.2013 | AliciaFarina
      Brrrr ist das Kalt! Dachte ich mir als ich kurz den Hund rausgehen ließ, ich schloss schnell die Tür als der Hund wieder drin war. Dann zog ich mich warm an und zwengte mich in meine Softshell Hose. Anschließend aß ich schnell etwas und ging dick eingepackt in die Kälte. Im Stall angekommen sah ich, dass alle Boxen gemistet waren und meine Pferde am Fressen, meine Mitarbeiter waren bereits dabei die Pferde, die weiterhin tagsüber auf die Wiesen und Paddocks gehen, wenn nötig mit einer Decke auszustatten. Ich half ihnen dabei einige Pferde hinauszubringen. Jana nahm als erstes Baldintáta und Just like the Wind, Michael nahm Gaitano`s Little Girl und Hot Spot ich nahm Give me Everything tonight, Mister Blockhead und Giacomo Casanova. Jana und Michael brachten ihre Pferde auf zwei Weiden nebeneinander und ich stellte meine drei Hengste auf einen Paddock. Im nächsten Gang nahm Jana Silfra, Shakira und Dafina und stellte sie zu Táta und Windy. Michael brachte Pounts Püppchen und Shasta Moon zu Girlie und Spotty. Ich brachte Vipke van de Zandhoven, Big John, Nandengo, Leviathan und Stiffler zusammen auf einen großen Paddock da sie sich gut verstanden konnte ich alle sechs zusammen führen. Nun brachten Jana, Michael und ich Wendy, Mina, Lady Lu, Nadeln in Dir und Jeanie auf einen Paddock. Anschließend kümmerten wir uns um unsere Jungpferde, wir nahmen jeweils zwei: Jana nahm Annie get your Gun und Batteries not Included, Michael nahm River's Drafna und Trú fra Frelsi und ich nahm RiverDance und Kangee. Wir gingen mit ihnen eine kleine Runde spazieren und stellten sie nach einer halben Stunde zusammen auf eine Weide. Mittlerweile war es Mittag geworden und wir aßen im Team zu Mittag. Danach ging es weiter mit der Arbeit. Ich ging zu einem Paddock und schnappte mir auf dem Weg dorthin ein Halfter. Auf der Weide angekommen halfterte ich Everything auf und führte ihn in den Stall, da band ich ihn an und fing an ihn zu putzen. Als er sauber war nahm ich mir sein Knotenhalfter und eine lange Rope ebenso wie eine Bogenpeitsche. Ich ging in die Halle und stellte die Bogenpeitsche an die Bande. Ich ging erstmal vor Everything her und ließ ihn hinter mir her gehen. Wenn ich stehenbleibe sollte er ebenfalls stehenbleiben ich ließ ihn nur durch meine Körpersprache anhalten und Rückwärtsrichten. Evervthing machte alles mit und ich trabte vor ihm her, Everything joggte langsam hinter mir her und blieb sofort stehen als ich stoppte. Da dies alles funktionierte schnappte ich mir die Bogenpeitsche und ließ ihn im Schritttempo um mich herum an der Rope gehen. Ich legte die Bogenpeitsche auf den Boden und trieb mir dem Ende der Rope. Ich ließ ihn nur durch die Einwirkung der Rope und meiner Körpersprache die Hand wechseln. Als dies auch im Trab klappte hörte ich auf und ließ ihn noch kurz in der Halle laufen. Ich fing ihn wieder ein, legte ihm eine dünne Fleecedecke auf und stellte ihn in seine Paddockbox. Jana, Michael und ich begannen nun die Pferde wieder reinzuholen. Jana nahm Táta, Windy, Silfra, Shakira und Dafina auf einmal und stellte sie in ihre Boxen und Offenställe. Michael tat es ihr gleich und brachte Girlie, Spotty, Püppchen und Shasta ebenso auf einmal hinein. Ich nahm Mister und Casanova auf einmal und stellte sie in ihre Boxen. Dann halfen mir Jana und Michael die restlichen Stuten und Hengste hinein zu holen. Ich nahm Nandi, Vipke, Stiffler, Wendy und Mina die restlichen teilten Jana und Michael unter sich auf. Als die erwachsenen Pferde alle in ihren Boxen standen holten wir noch die Fohlen und Jungpferde rein. Ich nahm wieder RiverDance und Kangee, Michael übernahm diesmal Annie und Betty und Jana nahm Drafna und Trú. Als alle meine Pferde in ihren Boxen oder Offenställen standen machten wir das Futter fertig. Ich fuhr derweil zu meinen Verkaufspferden, Are you scared of me und Dusty, die den Winter über in einem Offenstall am Hof standen, ich gab ihnen das Futter und sie bekamen ein riesiges Heunetz an die innere Wand. Als die beiden fraßen überprüfte ich die beiden nach Verletzungen und als ich keine fand verabschiedete ich mich von ihnen und fuhr wieder zum Stall. Nachdem ich wieder angekommen war half ich noch schnell dabei die Stallgasse zu fegen und verabschiedete mich dann von Michael und Jana. In meinem Haus aß ich eine Kleinigkeit bevor ich den Fernseher anstellte und den Computer anschmiss um meine Nachrichten zu überprüfen.

      Pflegebericht
      25.01.2014 | AliciaFarina
      „Guten Morgen meine Süßen!“, sagte ich zu meinen Pferden als ich morgens zum Stutenoffenstall kam. Meine Mitarbeiter waren bereits dabei die Pferde auf die Wiesen und Paddocks zu bringen damit sie die Boxen misten können. Ich hatte mir für heute vorgenommen weiter mit meinem Jungen Norweger Hengst Rudsmo Remi zu arbeiten und ihn langsam an den Sattel zu gewöhnen. Auch wollte ich den kleinen Haflinger Hengst Mikasi als Handpferd mit ins Gelände zu nehmen und Drafna wollte ich heute longieren und eventuell an den Sattel gewöhnen. Nachdem ich alle Pferde über die Nase gestreichelt, hatte holte ich mir ein Halfter und ging zu Rudsmo Remi. Den Jungen Hengst hatte ich komplett Roh gekauft, mittlerweile hatte ich ihn so weit das man ihn führen und anbinden konnte ohne Angst haben zu müssen das er wegrennt. Auch in den Hänger ging er als hätte er es schon immer gemacht. Mittlerweile hatte ich ihn auch so weit das er vorbildlich an der Longe lief und auch keine Angst vor der Peitsche und Gerte hat. Ich halfterte Remi auf und führte ihn aus dem Henstoffenstall und brachte ihn in den Stall und band ihn vor der Sattelkammer an. Als ich den Putzkasten geholt hatte fing ich an ihn zu putzen, Remi entspannte sich beim striegeln richtig und ließ den Kopf hängen. Da Remi nicht sehr dreckig war war ich schnell fertig, ich holte einen Sattel der halbwegs passt, denn zum an den Sattel gewöhnen muss er noch nicht zu 100% passen. Den Sattel brachte ich schon zur Halle. Dann ging ich zurück in den Stall, ich holte Remi's Knotenhalfter und halfterte ihn damit auf. Anschließend führte ich ihn in die Halle. In der Halle longierte ich ihn an der Rope, bis Remi locker war. Dann machte ich ein paar Führübungen. Ich ging mit ihm zum Rand und holte ein Pad herunter. Ich ging mit Remi zurück in die Mitte und ließ ihn am Pad schnuppern. Remi fand es nicht gruselig und wollte sogar hinein beißen, ich rette es und strich mit dem Pad über seinen Rücken. Da er auch das nicht schlimm fand legte ich es ihm auf. Ich ließ ihn das Pad auf seinem Rücken beschnuppern, dann führte ich ein paar Schritte und hielt das Pad fest damit es nicht runter rutscht. Remi machte die Ohren nach hinten aber nicht böse sondern um zu wissen das das Pad ihn nicht frisst. Als er das Pad akzeptiert hatte stellte ich ihn in der Mitte ab und holte den Sattel. Ich ließ Remi den Sattel beschnuppern und er knabberte ihn an, da er nicht schmeckte hörte er schnell damit auf bevor ich ihn dafür rügen könnte. Ich hob den Strick auf damit Remi nicht hinein treten konnte. Dann hob ich langsam den Sattel auf seinen Rücken. Remi sprang eine Stück zur Seite und ich folgte ihm langsam, der Sattel lag noch auf seinem Rücken aber fast auf der Kippe hielt ich ihn fest und ließ Remi sich an das Gewicht auf seinem Rücken gewöhnen. Als er ruhig mit dem Sattel da stand führte ich ihn ein paar schritte damit er bemerkte das der Sattel ihm nicht gefährlich wird. Ich ging auf seine andere Seite und ließ den Sattelgurt runter. Das geklimper der Schnallen ließ ihn mit den Ohren spielen aber er vertraute mir. Ich wechselte erneut die Seite und holte den Sattelgurt unter seinem Bauch hervor. Da ich ihn auf der anderen Seite heruntergegurtet hatte konnte ich ihn schließen. Aber bevor ich ihn schloss berührte ich mit dem Gurt seinen Bauch. Remi spielte beunruhigt mit den Ohren aber da ich viel Ruhe ausstrahlte blieb er ruhig. Ich schloss den Gurt und machte ihn leicht fest damit er nicht bei der ersten Bewegung herunter rutscht. Dann führte ich ihn los, Remi trat vorsichtig vorwärts und lief als würde er auf Eiern laufen. Nach einigen Runden wurde er sicherer und ich ließ ihn auf dem Zirkel laufen. Auch dort schritt er immer sicher-werdender voran, ich ließ ihn die Hand wechseln und er schritt auch auf der anderen Hand locker voran. Ich hielt ihn an und gurtete nach, Remi ließ es geschehen und ich lobte ihn ausgiebig. Nachdem der Sattel fester war ließ ich Remi sich im Schritt an das Gefühl gewöhnen. Nach einer Runde ließ ich Remi auf der rechten Hand antraben. Die Sattelblätter flatterten und klapperten auf den Sattel, Remi erschrak und galoppierte an. In einem Kreis um mich herum galoppierte er, ich blieb ruhig und beruhigte ihn indem ich ruhig mit ihm sprach. Nach einigen Runden wurde er langsamer und parierte schließlich durch, mittlerweile hatte er sich an das klappern gewöhnt und ließ sich nicht dadurch aus der Ruhe bringen. Ich ließ ihn durch den Zirkel wechseln, und auf der anderen Hand ließ ich ihn weiter traben. Remi trabte um mich gelassen herum und ließ den Kopf sinken. Als er auch im Galopp sich nicht von dem Sattel stören ließ hörte ich auf. Heute wollte ich ihm nicht auch noch die Gewöhnung an das Gebiss antuen, das hatte noch Zeit. Ich führte ihn aus der Halle zum Putzplatz zurück und sattelte ihn dort ab, dann brachte ich ihn auf einen Paddock damit er sich dort entspannen kann. Nun holte ich mir meine Haflinger-Fellpony Mix Stute Jeanie aus ihrer Box. Die Junge Stute hatte ich selber eingeritten und ich wollte heute etwas mit ihr weiter arbeiten. Ich band Jeanie am Putzplatz an und fing an sie zu putzen. Jeanie genoss es eindeutig denn sie fing an den Kopf zu senken und entlastete ein Bein. Als sie sauber war holte ich ihren Sattel, nachdem ich sie gesattelt hatte ging ich mit ihr in die Halle. Jeanie führte ich eine Runde und gurtete nach. Dann ließ ich die Steigbügel herunter und gurtete nach bevor ich sie neben die Aufstiegshilfe stellte. Obwohl sie nicht gerade groß gewachsen ist steige ich so auf da es einfach gesünder für das Pferd und mich ist. Als ich oben saß bleib Jeanie stehen, sie hatte es ja nicht anders gelernt. Ich konnte in aller Ruhe nachgurten und meine Zügel sortieren. Nachdem ich alles sortiert hatte ließ ich Jeanie losgehen. Ein paar Runden ließ ich sie am langen Zügel gehen. Dann nahm ich ihn etwas auf aber noch so das sie sich strecken kann. Ich ließ Jeanie viele gebogene Linien gehen. Bei den Volten merkte ich das sie immer balancierter wird. Als sie im Schritt zehn Minuten gegangen war ließ ich sie antraben. Im Trab arbeitete ich nach dem gleichen Motto. Jeanie wurde immer lockerer und dehnte sich langsam an das Gebiss heran. Sie schnaubte ab und ich ließ sie auf dem Zirkel einmal Galoppieren. Beim X saß ich aus, den äußeren Zügel ließ ich anstehen, mein Gewicht verlagerte ich nach hinten außen, mein äußeres Bein legte ich nach hinten und dann beim Zirkelpunkt trieb ich mit dem inneren Bein nach. Als sie in den Galopp sprang legte ich das äußere Bein zurück an den Gurt und trieb weiter damit Jeanie im Galopp bleibt. Jeanie sprang an und ich ließ sie auf dem Zirkel bleiben. Sie galoppierte wundervoll weich unter mir und beim C ließ ich sie auf die ganze Bahn gehen. Auf der geraden ließ ich sie etwas das Tempo verstärken. Für ein junges vor kurzem eingerittenes Pferd machte sie dies bereits gut. Ich parierte sie nach einer Runde durch und wechselte durch die ganze Bahn. Beim A ließ ich sie wieder angaloppieren. Sie sprang auch hier in den richtigen Galopp, ich lobte sie und parierte nach einer Runde wieder durch. Dann ritt ich im Trab weiter gebogene Linien und Jeanie lief brav unter mir. Als sie anfing etwas am Hals feucht zu werden beschloss ich aufzuhören und ritt sie noch etwas trocken. Anschließend stieg ich ab und führte Jeanie, nachdem ich den Gurt gelockert und die Steigbügel hochgeschoben hatte, in den Stall zurück. Jeanie durfte nach dem absatteln unter dem Rotlicht trocknen und entspannen. Als sie trocken war legte ich ihr einen Strick um den Hals und eine dünne Decke über den Rücken. Danach durfte sie in ihre Box zurück. Nun war es so weit ich holte mir meine alte Stute Wendy aus dem Offenstall und band sie im Stall an. Ich putzte sie gründlich und zog ihr die Hufschuhe an. Dann legte ich ihr den Lammfellsattel mit einer stoßdämpfenden und Wirbelsäulenfreie Schabracke auf. Ich gurtete den Sattel locker an und ging dann los um meinen Haflinger Junghengst L'ombre de la Mikasi zu holen. Mikasi stand zusammen mit Kangee in dem Laufstall der Junghengste. Er ließ sich bereitwillig einfangen und folgte mir brav. Als ich ihn neben Wendy anbinden wollte streubte er sich und hatte vor Wendy angst. Ich blieb aber ruhig und ließ ihn kucken. Nach einer Weile bemerkte er das von Wendy keine Gefahr ausgeht und er ließ sich neben ihr anbinden. Nun fing ich an ihn zu putzen, er war nicht sehr dreckig, daher war ich schnell fertig. Ich schnallte ihm eine lange Rope in das Halfter und zog Wendy schnell noch das Sidepull über. Dann führte ich die beiden nebeneinander aus dem Stall. Draußen angekommen ging ich erst einmal in die Halle, damit die beiden sich an das Handpferdereiten gewöhnen. Wendy kannte es bereits, daher hatte ich bei ihr keine Sorgen. In der Halle stieg ich mit Hilfe der Ausfstieghilfe auf und hielt Mikasi in der anderen Hand fest. Als ich oben saß gurtete ich nach und ließ Wendy langsam antreten. Mikasi folgte und langsam. Nach einigen Runden wurde er sicherer und ich trabte in einem langsamen Tempo an. Mikasi machte einen Sprung und galoppierte los. Ich hielt ihn fest und er wurde langsamer als er merkte das ihm keine Gefahr drohte. Mikasi trabte neben mir her und auch als ich die Hand wechselte und er außen an der Bande traben musste blieb er ruhig. Ich wechselte erneut die Hand und galoppierte an. Mikasi rannte neben uns her und ich schaffte es ihn nach einer Runde durchzuparieren. Ich trabte noch etwas und parierte dann in den Schritt durch. Im Schritt ritt ich aus der Halle und in Richtung Gelände. Wir ritten eine Kurze Runde um die Teiche und wir trabten auch ein kurzes Stück. Mikasi benahm sich Vorbildlich und überholte nicht. Als wir wieder am Stall waren sattelte ich Wendy ab und brachte sie zurück in den Offenstall. Mikasi kam zurück in den Laufstall zu Kangee. Nun war es so weit, ich wollte meine Jungstute Drafna auf das Einreiten vorbereiten. Ich holte sie aus dem Laufstall der Stuten und band sie im Stall an. Die junge Stute war bereits seit sie ein Fohlen war bei mir am Stall. Nachdem ich sie angebunden hatte putzte ich sie ordentlich über. Dann legte ich ihr ein Knotenhalfter an, darüber eine Knebeltrense und schnappte mir den Lammfellsattel von Wendy und einen Longiergurt und eine Doppellonge. In der Halle fing ich direkt mit dem Training an. Ich legte ihr den Sattel auf den Rücken und gurtete an. Drafna war zwar manchmal ein kleiner Teufel, aber wenn man mit ihr arbeitet ist sie immer zu 100% da. Mit dem Sattel auf dem Rücken durfte sie ein paar Runden laufen, da sie sich nicht davon stören ließ gurtete ich den Sattel fester und legte den Longiergurt herüber. Diesen gurtete ich ebenfalls fest, dann verschnallte ich die Doppellonge und rief eine Freundin herbei die mich gerade besuchen wollte. Sie durfte Drafna anführen und ich lenkte sie nebenbei nach außen. Als Drafna brav auf dem Zirkel lief harkte meine Freundiin den Strick aus und lief noch ein Paar Schritt mit, bevor sie sich dann an den Rand stellte und mir bei der Arbeit zusah. Drafna kannte das Longieren schon, daher hatte sie keine Probleme, mit dem um mich herum laufen. Auch der Sattel auf ihrem Rücken schien sie nicht zu stören. Dadurch das ich mit der Doppellonge arbeitete reagierte sie sehr gut und ich konnte sie schon an das Lenken gewöhnen. Nachdem ich sie in allen Gangarten auf beiden Händen auf dem Zirkel gelassen hatte, kam meine Freundin zu mir zurück und harkte den Strick in das Halfter ein und führte gerade aus. Ich nahm die Doppellonge als Langzügel und ging hinter Drafna her. Meine Freundin und ich sprachen uns ab wo wir langgehen, sie ging zur Sicherheit und um Drafna wenn nötig die Richtige Richtung zu zeigen neben ihr her. Als wir im Schritt und Trab Hufschlagfiguren gegangen waren hörten wir auf und gingen noch eine Kurze Runde am Langzügel den Weg hoch und runter. Dann hörten wir auf und gingen in den Stall. Im Stall angekommen, sattelten wir sie ab und banden sie dann an. Als sie angebunden war putzten wir sie erneut über und brachten sie anschließend in ihre Box. Meine Freundin und Ich gingen dann in mein Haus und ließen den Tag zusammen ausklingen.

      Welcome Burnin' Awake and Lifeless
      25.02.2014 | AliciaFarina
      Heute war es so weit, der kleine Hengst Burnin' Awake and Lifeless welcher aus der Zucht von Ivi.Kiwi stammte und mir von HuskyJenny verkauft wurde sollte ankommen. Am frühen Morgen brachten mein Mann Finn, meine Mitarbeiter und ich alle Pferde raus. Baldintáta, Silfra, Just like the Wind, Shakira, Dafina, River's Drafna, Jeanie und Mina kamen zusammen auf eine Weide, auf die nächste kamen Annie get your Gun, Batteries not included, Pount's Püppchen, Gaitno's Little Girl und Hot Spot kamen auf die Wiese daneben. Auf die Wiese daneben kamen Wendy, Lady Lu, RiverDance, Nadeln in Dir, Trú fra Frelsi und Tiva. Als alle Stuten auf der Wiese waren stellten wir die Hengste auf zwei verschiedene Weiden. Auf die eine kamen Give me Everything tonight, Mister Blockhead, Nandengo und Giacomo Casanova. Vipke van de Zandhoven, Kangee, Rudsmo Remi, L'ombre de la Mikasi, Big John und Stiffler kamen auf die andere, in diese Gruppe würde ich später auch versuchen Awake in diese Gruppe zu integrieren. Als alle Pferde auf den Wiesen standen fingen wir damit an die Boxen, die Laufställe und die Offenställe zu misten. Nachdem wir damit fertig waren fuhr auch schon der Anhänger von HuskyJenny auf meinem Hof. Ich lief ihr entgegen und half ihr dabei den kleinen Hannoveraner Hengst der später in meine Zucht kommen sollte auszuladen. Wir brachten ihn in einen abgetrennten Teil des Hengstlaufstalls, dort sollte er sich zunächst an die beiden anderen Jungpferde gewöhnen. Awake prustete und schaute sich aufgeregt in seinem neuen Zuhause um. Husky und ich gingen in mein Büro und regelten alles geschäftliche. Nun verabschiedete ich mich von Husky und begleitete sie noch zu ihren Auto. Um ca. 4 Uhr am Nachmittag holten wir alle Pferde wieder rein und Awake beschnüffelte vorsichtig Kangee und Mikasi. Da die drei sich scheinbar gut verstanden ließ ich sie allein und fing an mich noch etwas mit meiner vor Kurzem eingerittenen Reitpony Stute Tiva. Die kleine Stute hatte sich beim einreiten sehr gut angestellt und ich wollte heute nur etwas mit ihr Spazieren gehen. Als ich sie aus dem Stall holte fiel mein Blick auf meine alte Stute Wendy, mit der ich schon lange nicht mehr etwas gemacht hatte da ich mit der Ausbildung meiner anderen Pferde genug zu tun hatte. Ich schnappte mir die alte Dame und legte ihr einen Strick als Halsring um. Dann führte ich die beiden zum Stall, vor dem Stall angekommen stellte ich Wendy neben eine Bank und stieg auf. Tiva schaute mich an und man sah förmlich die Fragezeichen in ihren Augen. Sie vertraute mir aber soweit das sie obwohl ich auf Wendy saß mit kam. Wir ritten einmal bis zum See um die Ecke und drehten dann um. Tiva benahm sich hervorragend und Wendy genoss den kurzen Ausritt. Als wir wieder auf dem Hof angekommen waren ließ ich die beiden zurück in die Herde. Anschließend fütterten wir alle noch und machten dann für diesen Tag Feierabend.

      Ankunft von Fina, Silver Blade und Parányi
      26.07.2014 | AliciaFarina
      Heute war es so weit, drei neue Pferde würden ankommen. Fina, eine Vollschwester zu meiner Mina, würde zusammen mit Silver Blade einer Highland Pony Stute ankommen, sie kamen beide aus der gleichen Richtung und wurden daher zusammen transportiert. Das dritte Pferd war ein Fohlen aus der Zucht des Guts Sanssouci, aus dieser Zucht hatte ich bereits ein Fohlen und als ich hörte das ein weiteres zum Verkauf stand schlug ich sofort zu.
      Bereits am frühen Morgen wachte ich voller Energie auf und machte mich für die Arbeit im Stall fertig. Als ich fertig war ging ich runter in die Küche und aß etwas. Anschließend ging ich in den Stall und begrüßte die Pferde die über Nach im Stall standen. Ich streichelte meiner Stute Mina über die Nüstern, danach Give me everything tonight, Jeanie, Rudsmo Remi, Nadeln in Dir, Giacomo Casanova, Dafina und Lady Lu. Die restlichen zwölf Boxen standen leer da meine Pferde den Sommer nachts auf der Weide standen und nur tagsüber wenn sie gebraucht werden in ihren Boxen oder Offenställen standen. Das restliche Jahr stehen sie in Offenställen oder den anderen Boxen. Da heute drei neue Pferde ankommen sollten streute ich drei Boxen für sie ein. Dann kamen auch schon meine Stallhelfer, meine Freundinnen Johanna und Svenja begannen die Pferde die in den Boxen standen zu putzen und anschließend auf die Wiesen zu bringen. Ich nahm mir die Drei Hengste, Give me everything tonight, Rudsmo Remi und Giacomo Casanova und brachte sie zusammen auf die sechste Koppel. Die Stuten, Mina, Jeanie, Nadeln in Dir, Dafina und Lady Lu, die im Stall standen wurden von Johanna und Svenja geputzt und kamen auf die dritte Koppel. Als alle draußen standen kam eine andere Freundin. Wir gingen zu den Fohlen und einer hielt das Fohlen und der andere Putzte. Im ersten Durchgang nahm jede von uns eins der älteren Pferde, die in dieser Gruppe eine Erzieherische Funktion hatten. Ich nahm Drafna, Johanna nahm Batteries not included, Svenja nahm Annie get your Gun und Madleen nahm Tiva. Wir putzten sie und überprüften sie auf äußerliche Verletzungen. Dann durften sie auf die Wiese und wir nahmen die nächsten Pferde, wir nahmen RiverDance und Kangee. Johanna und Madleen hielten sie fest während Svenja und ich putzten. Abschließend holte ich noch Trú fra Frelsi, sie wurde ebenfalls geputzt und durfte auf die Wiese. Nachdem wir sie geputzt hatten durften auch sie auf die Wiese. Nun holten wir L'ombre de la Mikasi und Burnin' Awake and Lifeless diesmal hielten Svenja und ich die beiden fest und Madleen und Johanna putzten. Als auch die beiden auf der Wiese waren holten wir Wendy und Shakira, die beiden waren die „Muttis“ der beiden Jungpferdeherden. Shakira und Wendy kamen beide zu den Jungstuten. Danach holten wir uns Big John, Stiffler, Nandengo und Mister Blockhead. Die vier kamen auf Zuruf ans Tor des Offenstalls und wir halfterten sie auf, putzten kurz über und stellten sie zu den Junghengsten. Als wir die vier auf die Wiese gestellt hatten holten wir und Stangen, Litze und Griffe. Wir teilten auf der zweiten Koppel einen kleinen Teil ab in den später Silver Blade kommen sollte auf der ersten Wiese auf der bereits die Jungstuten standen teilten wir einen etwas größeren Teil ab für Parányi und Fina. Die Jungstuten beobachteten uns, aber als sie merkten das wir nichts zu essen für sie hatten ließen sie uns in Ruhe. Nachdem wir es aufgebaut hatten holten wir die Stuten die noch im Stall standen. Nun gingen wir zu den restlichen Pferden die noch im Stall standen, putzten kurz drüber und stellten sie auf die erste Wiese. Baldintáta, Just like the Wind, Silfra, Gaitano`s Little Girl und Pounts Püppchen freuten sich richtig und buckelten über die Weide. Danach gingen wir auf den Hofplatz und wir warteten auf die Transporter. Der erste Transporter der kam war aus Österreich. Ich ging zum Transporter, den Fahrer erkannte ich auf den ersten Blick nicht, aber als sie ausstiegen erkannte ich das es Amy und Ty waren die es sich nicht haben nehmen lassen Fina und Silver Blade persönlich zu bringen. Wir luden die beiden ab, brachten sie in den Stall und stellten sie in die vorbereiteten Boxen. Während sich die Pferde die Boxen ankuckten gingen Amy, Ty und ich in mein Haus und klärten das Geschäftliche. Anschließend zeigte ich den beiden Mikasi, den kleinen Haflinger Hengst hatte ich aus ihrer Zucht und daher wollten sie ihn sehen. Dann verabschiedeten sie sich und fuhren, kaum waren sie um die nächste Ecke gefahren kam auch schon der Transporter des Gutes Sanssouci um die Ecke. Ausnahmsweise brachte Elii nicht persönlich das Fohlen, sondern sie hatte einen Fahrer geschickt. Da ich bereits bezahlt hatte musste ich nur Parányi ausladen und schon konnte der Fahrer wieder fahren. Ich stellte Parányi in die Box neben Fina sodass sie sich kennen lernen konnten.
      Am frühen Nachmittag brachte ich Parányi und Fina zusammen in den Abgetrennten Teil auf der Jungstuten Wiese. Silver Blade kam auf die Stutenwiese in den abgetrennten Bereich und fing nachdem sie sich die anderen angekuckt hatte zu fressen. Die anderen Stuten fanden es sehr Interessant das dort ein neues Pferd stand und sie warteten darauf das Blade was machte, aber Blade dachte nicht daran und fraß ungerührt weiter. Ich nahm von der ersten Wiese direkt Táta und Silfra mit denn heute stand noch eine Reitstunde an, von der zweiten Wiese holte ich noch Wendy und schon hatte ich alle Pferde zusammen. Ich ging zum Stall und holte anschließend meine Freundinnen. Jede putzte ihr Pferd selber, nur ich musste Svenja kurz beim Satteln helfen da sie noch nie mit einem Westernsattel gesattelt hatte. Als die drei gesattelt waren holte ich je einen Kappzaum und eine Trense nur für Wendy blieb es beim Kappzaum da sie gebisslos geritten wird. Die drei trensten selbständig und ich nahm eine Longe und eine Peitsche mit zum Reitplatz. Das Warmreiten durften sie selbständig machen ich gab nur ab und an kleine Hilfestellungen. Jede kam einmal für eine Sitzkorrektur an die Longe. Am Ende der Stunde holte ich schnell Mina und ritt ohne Sattel und Trense nur mit Knotenhalfter eine Runde ums Gelände. Als wir fertig waren durften sich die Pferde wälzen, danach brachten wir sie zurück auf die Wiese und füllten Heunetze. Anschließend überprüften wir die Automatischen Tränken und holten die neuen Pferde rein, die erste Nacht sollten sie noch nicht mit draußen bleiben. Selbst die Pferde die sonst immer drinnen standen durften draußen bleiben. Parányi, Fina und Blade kamen zusammen in einen Offenstall und wir hängten ihnen drei Heunetze rein.
      Als wir damit fertig waren füllte ich mein Auto mit den Dingen die ich für meinen Auftrag brauchen würde den ich am nächsten Tag antreten würde. Anschließend verabschiedete ich mich von meinen Freundinnen, denn ich wollte früh schlafen gehen damit ich am nächsten Tag erholt losfahren konnte.

      Pflegebericht
      31.10.2014 | AliciaFarina
      Heute war es soweit, Gisela eine Quarter Pony Stute würde von einem Gestüt aus der Nähe einziehen und Pounts Püppchen meine Araber-Mix Stute würde von ihrer neuen Besitzerin abgeholt werden. Meine Freundin Larissa hatte ihr Gestüt aufgelöst und ich hatte die junge Stute Gisela übernommen, da ich mich bereits in sie verliebt hatte als sie noch ein Fohlen war. Außerdem würde meine Stute Pounts Püppchen den Stall wechseln, zu Icelandgirl, da sie nach einer Weidengefährtin für ihre Stute gesucht hatte.
      Ich hatte heute neben der Abfahrt von Püppchen und der Ankunft von Gisela vor einige meiner Pferde vom Boden und vom Sattel aus zu arbeiten. Nachdem ich fertig angezogen war und gefrühstückt hatte ging ich in den Stall, meine Mitarbeiter waren schon dabei die Boxen und Offenställe zu misten. Ich sagte ihnen, dass ich ihnen eine Liste ans Schwarte Brett hänge, auf der Steht welches Pferd auf die Wiese kommt und ob es eine Decke braucht oder nicht.
      Shakira, Lady Lu, Nandengo, Big John, Vipke und Mister gehen ohne Decke raus!
      Giacomo, Just, Wendy, Girl, Spot, Dafina, Stiffler und Naddel gehen mit einer gefütterten Regendecke raus!
      Als die Boxen und Offenställe sauber waren deckten meine Mitarbeiter die Pferde ein und brachten sie auf die Weiden. Ich machte mich daran die Pferde zu bewegen, ich fing mit Baldintáta an, ich holte sie aus dem Offenstall und band sie im Normalen Stall an. Während ich sie putzte kam Maren, ich sagte ich das sie gerne mit Silfra holen kann und dann gleich mitreiten kann. Sie tats und ich putzte weiter. Als Maren wieder da war half ich ihr schnell beim putzen, dann legten wir unseren Pferden Glocken an den Vorderbeinen an. Dann sattelten wir sie und trensten sie mit einer englisch-kombinierten Biothanetrense mit einfach gebrochener Schenkeltrense. Danach nahm sich jeder von uns eine Gerte, wir setzten unsere Helme auf und gingen in Richtung Ovalbahn. Dort angekommen führten wir erst mal eine Runde, gurteten dann nach und stiegen auf. Wir ritten die beiden im Schritt warm, an den langen Seiten baute ich immer wieder ein Schenkelweichen ein um Táta zu lockern. Anschließend trabte ich Táta an und ritt immer wieder Tempiwechsel, damit sie aufmerksam wird. In der anschließenden Galopparbeit verlängerte ich die Sprünge an der langen Seite und verkürzte sie an der kurzen Seite. Nun war die Töltarbeit an der Reihe, im Tölt ließ ich Táta Tempiwechsel gehen. Zum Ende der Töltarbeit ließ ich die Zügel immer länger werden und töltete am Ende am komplett hingeschmissenen Zügel. Dann parierte ich sie durch und ritt sie trocken. Als Maren auch fertig war ritten wir zusammen zum Offenstall, sattelten die dort ab und nahmen Jeanie und Mina mit. Die beiden bekamen die Sättel auf den Rücken und durften sie bis zur Sattelkammer bringen. Während Maren Jeanie putzte holte ich schnell Tiva und begann ebenfalls zu putzen. Als sie sauber war sattelte ich sie mit ihrem neue angepassten Dressursattel. Ich trenste sie mit ihrer doppelt gebrochenen Schenkeltrense, nahm eine Gerte und setzte meinen Helm auf. Anschließend machte ich mich mit Maren auf zur Reithalle. Nach einer Runde führen gurteten wir nach und stiegen auf. Tiva ritt ich warm indem ich viele große Linien ritt und immer wieder Schenkelweichen auf geraden und gebogenen Linien ritt. Im Trab ließ ich Tiva am langen Zügel vorwärts abwärts auf gebogenen Linien gehen. Danach ließ ich Tiva zwei Runden auf jeder Hand galoppieren und arbeitete im Trab noch etwas an ihrer sicheren Anlehnung und an den Schritt-Trab Übergängen. Dann ritt ich sie am langen Zügel trocken, als sie trocken war ritt ich in den Stall zurück, sattelte sie ab und brachte sie mit einer leichten Decke auf die Wiese. Gerade als ich auf dem Weg zurück in den Stall war kam ein Anhänger auf den Hof gefahren. Icelandgirl stieg aus und ich begrüßte sie. Wir gingen in den Stall und ich übergab Ice Püppchens Halfter. Sie halfterte sie auf und wir verluden sie, ich hängte ihr noch ein Heunetz in den Anhänger. Dann gab Ice mir das Geld und ich ihr den Pass, wir verabschiedeten uns voneinander und schon fuhr sie vom Hof. Ich ging wieder zurück in den Stall, Maren kam auch gerade, ich half ihr beim absatteln von Jeanie und wir brachten sie anschließend in ihren Offenstall. Nun holten wir Mina und Give me everything tonight. Wir putzten sie und anschließend sattelten wir sie gemeinsam. Dann gingen wir in die Halle, Maren übernahm Mina, die heute nur locker nach vorne geritten werden soll, da sie erst aus dem Beritt kam. Give sollte heute auf die M-Lektionen vorbereitet werden, da er demnächst wieder in Beritt ging. Zuerst ritt ich Give in allen Gangarten locker warm, dann nahm ich die Zügel auf und überprüfte ob die L-Lektionen noch sicher sitzen. Der Kurzkehrt war noch etwas unsicher aber der würde in der M-Dressur noch vorkommen sodass diese Lektion dort noch einmal gefestigt wird. Der versammelte Trab und die 10m Volten saßen sehr sicher, ebenso der Mitteltrab und der versammelte Galopp. Im Mittelgalopp hatten wir auch keine Probleme, nur im Außengalopp musste ich Give Ruhe geben, da er immer schneller wurde. Nur beim einfachen Galoppwechsel hatten wir ein paar Probleme. Aber nach etwas üben klappte der Wechsel ohne Tadel. Nun wagte ich mich an die M-Lektionen. Mit dem starken Trab fing ich an. Ich nahm Give auf, vor der diagonalen gab ich ihm eine halbe Parade, machte ihn wach und ließ ihn auf der diagonalen den Trab verstärken, kurz vor der kurzen Seite nahm ich ihn zurück. Auf der nächsten Geraden machte ich es genau so, auch auf den normalen langen Seiten übte ich es und Give reagierte sehr schön. Als diese Lektion im Trab sicher saß probte ich es im Galopp. Auch hier gab ich vor dem Abbiegen eine halbe Parade, machte ihn somit wach und ließ ihn dann durchstarten. Vor Ende der Diagonalen versammelte ich ihn wieder und ließ ihn einen einfachen Wechsel springen. Ich übte es noch ein paar Mal und ging weiter zu den fliegenden Wechseln. Auf der diagonalen bereitete ich ihn durch eine halbe Parade vor und ließ ihn einen Wechsel springen. Give meisterte diese Aufgabe mit Bravour. Ich übte noch ein paar Mal diese Lektion und ließ Give dann erst mal im Schritt entspannen, dabei entdeckte ich das Maren mir zuschaute, ich sagte ihr das sie sich Drafna fertig machen kann für einen kurzen Ausritt zum entspannen. Sie lief sofort los und ich ließ Give noch kurz auf jeder Hand einmal wechseln und ritt dann im Schritt aus der Halle in Richtung Stall. Im Stall angekommen holte ich eine Abschwitzdecke, legte sie Give über und ritt etwas auf und ab während ich auf Maren wartete. Als sie fertig war ritten wir los, Drafna durfte sich erst mal von ihrem Gang-Beritt erholen. Nachdem wir wieder am Stall waren sattelten wir sie ab und ließen sie auf die Wiese, Give bekam eine dünne Decke. Nun waren die Jungpferde an der Reihe ich wollte sie heute laufen lassen. Als erstes waren die Stuten an der Reihe. Wir holten RiverDance, Trú fra Frelsi, SilverBlade, Parányi und Fina. Die fünf durften sich austoben und nach Herzenslust wälzen. Nachdem die Fünf fertig waren brachten wir sie nach kurzem putzen zurück in ihren Offenstall. Anschließend holten wir die Hengste Kangee, Rudsmo Remi, L'ombre de la Mikasi und Burnin' Awake and Lifeless. Auch die vier Hengste durften Toben, spielen und wälzen. Wie die Stuten brachten wir sie nach kurzem putzen zurück. Nun machten wir uns daran die Eingewöhnungsbox für Gisela im Offenstall fertig zu machen. Wir streuten sie dich mit Stroh ein und hängten ein großes Heunetz auf. Gerade als wir fertig waren fuhr ein Hänger auf den Hof. Ich erkannte Monsterflosse und ging sie sofort begrüßen, nach der Begrüßung luden wir Gisela aus und brachten sie in ihre neue Box. Danach übergab ich Monster das Geld und ich bekam vom ihr den Equidenpasswir verabschiedeten uns und ich ging wieder in den Stall. Maren und ich holten anschließend die Pferde wieder rein, deckten sie ab und fütterten sie. Die Stuten im Offenstall bemerkten erst nicht das ein neues Pferd in der Box steht aber als der erste Hunger gestillt war schauten sie sich Gisela neugierig an. Anschließend gingen Maren und ich ins Haus, aßen etwas und setzten uns vor den Fernseher und ließen den Abend ausklingen.

      Pflegebericht
      23.03.2015 | AliciaFarina
      Heute wollte ich mich um alle meine Pferde kümmern. Zuerst ging ich in den Stall und ließ alle meine Stuten auf die Wiese. Shakira, Baldintáta, Lady Lu, Just like the Wind, Silfrra, Wendy, Gaitanos Little Girl, Hot Spot, ebs Dafina, Jeanie, Mina, Drafna, RiverDance, Trú fra Frelsi, Tiva, Parányi, Fina, Gisela, Nökkvadís und Nienke van de Flierthoeve galoppierten buckelnd davon und spielten auf der Wiese. Die älteren Semester ließen sich davon anstecken und buckelten mit aber nach einer kurzen Zeit fingen sie an zu grasen. Nun ließ ich die Hengste raus, da sich nicht alle zusammen verstanden ließ ich sie in zweier Gruppen auf die Paddocks vorm Stall. Big John und Stiffler kamen zusammen auf einen, ebenfalls Giacomo Casanova und Nandengo, Give me everything tonight und Vipke van de Zandhoven, Kangee und Mikasi, Awake and Lifeless, Rudsmo Remi und River`s Haru. Die Hengste tobten etwas und fingen danach an zu dösen. Anschließend mistete ich mit meinen Angestellten die Ställe und streute sie neu ein. Dann machten wir gemeinsam das Futter fertig und ich longierte Annnie get your Gun etwas damit meine Freundin Verena kein untrainiertes Pferd bekommt. Nachdem sie fertig war brachte ich sie auf die Weide der anderen und beobachtete sie noch etwas. Am Abend holte ich sie alle wieder rein und fütterte die abendliche Heu-Ration.

      Wilkommensbericht für Frieda
      10.06.2015 | AliciaFarina
      Aufgeregt ging ich aus dem Haus nachdem ich dort alles fertig hatte, denn heute würde ein neues Pferd ankommen. Die junge Freiberger Stute Frieda hatte ich von meiner Freundin Occulta Smith gekauft, sie war mir auf ihrer Homepage aufgefallen und ich hatte gefragt ob sie zufällig zu verkaufen war. Ich hatte Glück, wie war zu verkaufen, Occu und ich wurden uns schnell einig und wenige Tage später durfte ich Frieda in Empfang nehmen. Ein Transport Unternehmen brachte sie mir, ich hatte bereits alles vorbereitet und wartete ungeduldig auf den Transporter. Da das Unternehmen Verspätung hatte holte ich mir meine junge Stute Jeanie, ich putzte sie gründlich über und arbeitete sie dann etwas im Roundpen. Anschließend stellte ich sie auf die Wiese und ging dann mit etwas Litze, Torhaken und Stäben auf die Wiese und zäunte einen großen Paddock für Frieda und Jeanie ab, damit Frieda sich mit Jeanie anfreunden kann und wenn sie in die Herde kommt schon eine Freundin hat. Als das fertig war ging ich nach vorne und wartete auf den Transporter, vorher holte ich aber Jeanie noch ein mal und stellte sie auf den Sandpaddock am Stall damit, wenn Frieda kommt sie sich auf einem relativ neutralen Boden kennen lernen. Endlich kam das Unternehmen, ich half dem Fahrer beim Ausladen, unterschrieb die Papiere und nahm alles an mich. Dann brachte ich Frieda auf den Paddock zu Jeanie und ließ sie sich beschnüffeln. Nach einiger Zeit ließ ich sie alleine und kümmerte mich um meine anderen Pferde. Nun brachte ich meine Stuten nach einander auf die Wiese. Zuerst Lady Lu, Shakira, Baldintáta und Just like the Wind, danach Silfra, Wendy, Gaitano`s Little Girl und Hot Spot, anschließend Dafina, Mina, Drafna und RiverDance. Die nächsten waren: Trú, Páranyi, Tiva, Fina und Nienke. Als alle Stuten draußen waren stellte ich die Hengste auf ihre Koppel am anderen Ende des Hofes. Den Anfang machten: Giacomo Casanova, Big John, Give me everything tonight und Nandengo, ihnen folgten Stiffler, Vipke van de Zandhoeve, Kangee und Remi und die letzten waren L'ombre de la Mikasi, Burnin' Awake and Lifeless, Haru und Spirit of the Age. Danach machte ich kurz Pause und brachte dann Frieda und Jeanie in ihren Wiesenpaddock. Nun wartete ich auf meine Freundin, sie hatte mich gefragt ob wir wieder ein mal ausreiten können und ich hatte ihr zu gesagt, da sich kurz bevor Maren da war eine weitere Freundin ankündigte holte ich schnell noch meine Stute Tiva und stellte sie zusammen mit Gisela und Nökkvadis auf den Putzplatz. Als alle da waren putzten wir die drei, sattelten sie und schon ging es los, ich saß auf Gisela, da ich heute einen entspannten Ausritt machen wollte und nicht auf einem Pferd sitzen wollte auf das ich die ganze Zeit achten muss. Nachdem wir gut drei Stunden im Gelände waren kamen wir glücklich wieder am Hof an, wir sattelten ab und ritten ohne Sattel auf die Weide. Dort nahmen wir ihnen die Trense ab und ließen sie laufen, wir kontrollierten auf allen Wiesen noch das Wasser und stellten Frieda und Jeanie einen Bottich in den Paddock, da ich Frieda aber nicht die erste Nacht draußen lassen wollte holte ich sie und Jeanie rein und stellte sie zusammen in einen Laufstall damit sie sich bewegen können. Nach einer gewissen Eingewöhnungszeit würden auch sie über Nacht auf der Weide bleiben und nur dann auf den Hof kommen wenn sie gebraucht werden. Damit endete mein Arbeitstag und ich viel müde ins Bett.
    • Canyon
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      26. September 2015 | 25.874 Zeichen | Canyon

      Die Reise beginnt!
      Mio » Südfrankreich! Große Berge, steile Schluchten, kleine Dörfer. Es war schon immer meine Traumgegend gewesen, und jetzt, viel früher als ich es je gedacht hätte, würde das meine neue Heimat werden. Es hatte tatsächlich geklappt! In den letzten Tagen spukte nur noch ein Gedanke in meinem Kopf herum: Ich würde mit Charly, ihrem Hund und natürlich meinem Pferd Excelsior nach Saint Gorge ziehen, auf den alten Hof meiner Tante. Ich würde Deutschland verlassen und ich wusste nicht, ob ich jemals wieder hierher ziehen würde. Bald würde ich Saint Gorge mein zu Hause nennen und nicht mehr Deutschland, wo ich meine komplette Kindheit verbracht hatte. Ich war völlig fertig... Nun würde das wirkliche Leben beginnen! Bereits vor zwei Tagen war unser Umzugswagen mit den Dingen von mir und Charly abgefahren. Heute würde Exel in einem Langstrecken Transporter und Charly und ich in Charlys Auto folgen. Der Rest war schon gut verpackt und stand am frühen Morgen startbereit vor der Haustür meiner Eltern. Beide hatten sich herzlich von mir verabschiedet, mit einem tränenden und einem lachenden Auge und auch ich hatte gerade noch so meine Tränen zurückhalten können. Kurz nach sieben rollte der alte Lada in unsere Einfahrt und heraus stieg Charly, eine Freundin seit etlichen Jahren, die immer für jeden Scheiß zu haben war, wie z.B. alleine nach Südfrankreich zu ziehen. Charly hatte sich, genauso wie ich, in bequeme Kleidung gesteckt um die lange Fahrt so bequem wie möglich zu machen. Asuka, ihr Hund, sprang fröhlich aus dem Auto auf mich zu. Asuka war ein kleiner Whippet, schwarz mit weißen Pfoten. Ein wunderschönes Tier, wie ich fand. Ich kraulte ihn hinter den Ohren, drückte dann meine Eltern ein allerletztes Mal und stieg mit Charly wieder ins Auto. Dann fuhren wir los. Zuerst würde es auf den Borderhof gehen, denn um neun würde dort der Transporter aufkreuzen, mit dem Exel bis nach Südfrankreich gebracht werden würde. Unterwegs war eine Nacht Pause in einem Stall, kurz vor der französischen Grenze geplant. Dort hatte ich eine Box gemietet und drei Betten; für Charly, den Fahrer (der sich später als Fahrerin entpuppte) und für mich. Charlys Auto fuhr durch die Einfahrt des Borderhofes, welche ich wohl nicht zu schnell wieder sehen würde. Hatten die Vögel schon immer so gut gesungen, oder taten sie es heute nur wegen mir? Der Strauch dort trüben, waren seine Blüten nicht über Nacht noch größer geworden? Als ich aus dem Auto stieg, zog ich den Duft des Gestüts noch einmal tief ein. Genoss es, ein letztes Mal auf den Stall zuzugehen und das große Tor zur Seite zu schieben und dahinter 40 Pferde stehen zu sehen.
      Wie immer lief ich auf die letzte Box zu und wie immer blieb ich kurz davor stehen um zu schauen, was mein Pferd tat. Heute stand er jedoch mit gespitzten Ohren da, anstatt noch tief und fest zu schlafen. Ich wusste, er wusste, heute würde sich so einiges ändern. Ich machte die Boxentür auf, streichelt ihn kurz an der Nase und gab ihm dann frisches Heu, etwas Kraftfutter und einen Apfel. Das würde erstmal reichen. Im Anhänger hatte er die ganze Zeit Heu und wenn alles klappte, würde er heute Nachmittag schon wieder auf einer Koppel stehen. Danach suchte ich mit Charly alles zusammen was uns gehörte. Exels Sattelzeug legten wir schon draußen hin, das würde mit in den Transporter kommen. Die kleinen Dinge, wie Putzzeug, Halfter, etc., würden wir noch in Charlys Auto stopfen.
      Dann holte ich Exel, welcher in der Zwischenzeit in Ruhe fressen konnte, aus seiner Box. Ich holte ihn das letzte Mal aus seiner Box. Hierher würden wir wohl nicht so schnell wieder kommen. Ich führte ihn durch die Stallgasse, an den Boxen seiner Freunde entlang, mit denen er die letzten Wochen verbracht hatte. Auch ich blickte nochmal in jede Box. Sah die Pferde, welche ich schon seit vielen Jahren kannte und welche immer noch hier waren. Sah die Pferde, bei denen ich noch nicht die Möglichkeit hatte, sie kennenzulernen. Und sah die Pferde, die nicht mehr da waren, weil sie verkauft worden waren oder ihr Leben jetzt nicht mehr hier verbrachten, sondern im Himmel. Ich sah alle Pferde, alle Pferde zum letzten Mal. Als ich den Stall hinter mir ließ und vor das Tor trat, durchbrach gerade die kalte Herbstsonne die dicke Wolkendecke und brachte mich zum stehenbleiben. Wollte ich das wirklich alles hinter mir lassen? Meine Familie? Meine Freunde? Die deutsche Sprache? War es wirklich das was ich wollte? Ich wusste es nicht. Jedoch war es jetzt zu spät. Meine Entscheidung war gefallen und nun würde ich wegziehen. Ich seufzte einmal tief, schaute Exel von der Seite an und sah einen Freund fürs Leben. Nein, ich würde nicht alles hinter mir lassen. Ich würde mit meinen Freunden einen Schritt weitergehen und mit ihnen zusammen ein neues Leben aufbauen. Ich fiel Exel um den Hals und drückte ihn ganz fest an mich. Er jedoch fand meine roten Haare sehr lecker und stürzte sich gleich drauf. Ich musste lachen und wischte die Spucke aus meinem Haar. Alles würde gut werden! Charly stand etwas Abseits und betrachtete mich mit hochgezogenen Augenbrauen. Als ich zu hier hin blickte, wusste ich, dass es manchmal schwierig werden könnte, mit ihr unter einem Dach zu leben, aber trotzdem war sie meine Freundin und ich achtete ihre guten Seiten. Ich winkte sie zu mir her und zusammen bereiteten wir Excelsior auf die lange Reise vor. Wir legten ihm Transportgamaschen an und legten ihm noch eine leichte Abschwitzdecke drauf. Dann warteten wir zusammen auf den Transporter. Keiner von uns sagte ein Wort. Wir saßen auf einer Eisenstange und blickten in Richtung Einfahrt, von wo jeden Moment das Auto mit dem Anhänger kommen könnte. Pünktlich um acht rollte ein kleiner LKW auf den Hof. Er war silbern lackiert und an der Seite stand groß: Pferdetransporte in alle Ecken der Welt. Er parkte ein paar Meter von uns entfernt und das laute Motorengeräusch erlosch. Die Fahrertür ging auf und unerwartet stieg eine junge Frau aus. Sie kam mit großen Schritten auf uns zu und reichte uns die Hand.
      „Ihr müsst Mio und Charly sein, oder?“, fragte sie freundlich.
      Ich nickte und schüttelte ihre Hand, Charly tat es mir gleich.
      „Gut, gibt es noch fragen, oder wollen wir loslegen?“
      Diesmal schüttelte ich mein Kopf. „Nein, eigentlich keine Fragen.“ Ich blickte kurz zu Charly, die dem aber auch nichts hinzuzufügen hatte, sondern nur die Achseln zuckte.
      „Ok, das ist schön!“, sagte die Frau „Kommt mal mit, ich zeige euch den Anhänger!“
      Ich band Exel nochmal fest (seinen Führstrick hatte ich die ganze Zeit in der Hand gehalten) und lief hinter der Frau her. Auf halbem Weg blieb sie stehen und schlug sich mit der flachen Hand an die Stirn. „Ich hatte doch ganz vergessen mich vorzustellen! Ich bin Klara!“
      Ich nickte wieder mit dem Kopf und lächelte schwach. Nett war sie ja, aber auch sie konnte auch sicherlich sehr anstrengend werden, wenn sie immer so viel und vorallem so laut erzählte.
      „Ich sollte euch vielleicht noch sagen, dass wir heute nochmal kurz anhalten müssen um ein zweites Pferd mitzunehmen. Das wird aber sicherlich nicht lange dauern. Es soll auch in eure Gegend.“
      Ich verkniff mir einen Kommentar, aber es gefiel mir überhaupt nicht, dass die Fahrt hinausgezögert werden würde. Ich wollte jedoch jetzt keine große Diskussion starten und nahm es dann einfach so hin. Im Transporter waren zwei großzügige Boxen vorbereitet. Es war frisches Stroh ausgeteilt, es gab jeder Zeit frisches Wasser aus einer Tränke und an der Wand hingen in jeder Box zwei volle Heusäcke. Ich war zufrieden mit der Ausstattung. Zu dritt schafften wir es, Exel in nur ein paar Minuten in den Hänger zu locken. Er war wirklich ein großartiges Pony. Ich klappte die Ladeklappe nach oben und verriegelte sie gut. Klara warf nochmal einen kurz Blick darauf und nickte dann zufrieden. Klara stieg in den großen Wagen, Charly und ich in den kleinen Lada, und dann ging die Fahrt los. Ich war so in Gedanken versunken, dass ich ganz vergaß, noch einen letzten Blick auf den Borderhof zu werfen. Im Nachhinein könnte ich mir dafür selbst gegen den Kopf klatschen. Ich würde ihn so schnell nicht wieder sehen. Klara fuhr mit dem Transporter vorneweg, Charly blieb die ganze Zeit direkt hinter ihr. Wir fuhren die Landstraße entlang. Die Landstraße, welche ich seit vielen Jahren Tag für Tag gefahren bin, um auf den Borderhof zu kommen. Ich kannte jeden Baum, oder jedenfalls kam es mir in diesem Moment so vor, als würde ich jeden Baum kennen. Eine Träne rollte mir übers Gesicht. Ich konnte sie nicht aufhalten, sie kam einfach. Asuka fiebte auf meinem Schoß und begann dann meine Hand abzulecken. Ich brachte ein Lächeln zustande und schaute nach rechts zu meiner besten Freundin, mit welcher ich jetzt in einen neuen Lebensabschnitt fuhr. Sie nahm das ganze einfach so hin, machte sich kaum Gedanken darüber, was passieren könnte. Sie freute sich einfach nur auf Saint Gorge. Ich konnte nicht so einfach wie sie, mein altes Leben hinter mir lassen. Irgendwann bogen wir nach links in Richtung Autobahn ab und ich hob zum Abschied an mein zu Hause nochmal die Hand und winkte der vertrauten Umgebung zu. Die nächsten zwei Stunden fuhren wir auf der Autobahn in Richtung Süden und ich verbrachte die meiste Zeit damit, einfach aus dem Fenster zu schauen und die Landschaft an mir vorbeiziehen zu lassen. Charly war eine sehr stumme Fahrerin. Irgendwann hatte ich das Radio angemacht, da die Stille mir zu unerträglich wurde.
      Irgendwann brummte mein Handy in meiner Jackentasche. Ich war mir fast sicher, dass es Klara war. Ich nahm es heraus, schob den grünen Riegel zur Seite und legte es mir ans Ohr.
      „Ja Hallo?“, fragte ich in den Hörer.
      „Hey, hier Klara! Wir sind in etwa 20 Minuten an dem Gestüt, wo wir das zweite Pferd einladen. Eine Pause lohnt sich vorher nicht. Reicht euch das, oder braucht ihr vorher doch nochmal einen kleinen Halt?“ Ich gab Charly die Infos weiter, doch diese zuckte nur mit den Schultern und ich entschied mich dafür, die paar Minuten noch durchzufahren. Hoffentlich würde das nicht allzu viel Zeit in Anspruch nehmen!

      Das Gestüt auf dem wir ein paar Minuten später einbogen, hieß „Reiterhof von der Schildburg“ und bestand aus einer riesigen Anlage mit allem drum und dran. Klara parkte auf dem Parkplatz in der Nähe des Stallgebäudes. Charly stellte das Auto etwas weiter Abseits ab und entließ Asuka erstmal an die frische Luft. Der junge Rüde sprang glücklich aus dem Wagen und verschwand erstmal im Gebüsch. Ich ging mit Charly zu Exel, welcher ganz entspannt im Transporter stand und nichts tat, außer genüsslich das Heu zu kauen. Ich kraulte ihn hinter den Ohren und entfernte im das ein Heuhalm aus der Mähne. Ich öffnete alle Klappen des Transporters, um Exel so viel frische Luft wie möglich zu geben und setzte mich dann mit Charly auf die Reifen des großen Gefährtes und genoss unser Brot, welches wir vor unserer Abfahrt noch geschmiert hatten. Zehn Minuten später kam Klara aus dem Stall zurück. An der Hand hatte sie eine wunderschöne kleine Stute, welche stark nach einem Haflinger Mix aussah. Die Süße hatte eine dicke weiße Mähne und starken weißen Behang an den Hufen, ansonsten hatte sie die typische Farbe eines Haffis. Um den Hals trug die Kleine eine dicke pinke Schleife, ein kleiner Zettel baumelte daran. Klara kam auf uns zu, stellte sich zusammen mit der Stute vor mir auf und reichte mir den Strick entgegen. Verblüfft schaute ich zu ihr hinauf. Klara grinste breit.
      „Hier nimm mir mal ab. Der Zettel dort am Hals ist für dich.“ Noch völlig unklar was das hier sollte, nahm ich ihr den Strick aus der Hand und ließ meine Hand dann wieder sinken. „Ich esse noch schnell etwas, in der Zeit kannst du den Brief da mal lesen und dann laden wir die Stute zusammen auf, ja?“
      Ich nickte, Charly blickte mich schräg von der Seite an und Klara entfernte sich. Ohne aufzustehen riss ich den Zettel vom Hals der Stute. Diese hatte den Kopf gesenkt und suchte nun vor unseren Füßen nach etwas zu fressen, wo sie aber nicht viel fand. Mit zittrigen Händen faltete ich den Brief auseinander und breitete ihn vor mir und Charly aus. Dann begannen wir zu lesen:
      Liebe Mio,
      es ist wunderschön, dass du deine Wünsche nun erfüllst und nach Südfrankreich ziehst. Trotzdem vermissen wir dich jetzt schon und machen uns natürlich auch Gedanken darüber, wie es dir geht. Deswegen wollen wir dir einen Glücksbringer schenken. Wir hoffen, dass diese wunderschöne Stute dir, Charly und Excelsior Glück bringen wird und euch auf dem langen Weg ins neue zu Hause zur Seite steht.
      Die Stute heißt Jeanie, lebte bis jetzt auf diesem Gestüt und fährt nun mit euch nach Südfrankreich. Ich hoffe, ich habe deinen Geschmack getroffen und sie wird dir gefallen!
      Sie ist ein Mix aus Haflinger und Fellpony und 5 Jahre alt.
      Habe viel Freude mit ihr!

      Wir haben dich ganz doll lieb!
      Knutsch, Mama und Papa
      (PS: Sattelzeug, Papiere etc. warten bereits in Frankreich auf euch!
      Ich hielt den Brief in meinen zitternden Händen. Unfähig etwas tun und sagen zu können. Dann blickte ich zu Charly, welche bereits strahlte und fiel ihr dann in die Arme. Jeanie zuckte kurz wegen der Ruckartigen Bewegung etwas zurück, blieb dann aber ganz entspannt stehen. Als ich Charly genügend an mich gedrückt hatte, stand ich auf und legte auch beide Arme um die junge Stute. Diese blieb ganz entspannt stehen und schnupperte mich nur etwas ab.Ich hatte ein neues Pferd!
      Als wir wieder ins Auto stiegen, hatte sich das beklemmende Gefühl in meinem Magen gelegt. Ein leichtes Grinsen lag auf meinen Lippen und nun konnte ich tatsächlich positiv in die Zukunft schauen. Meine Eltern hatten mir einen großen Wunsch erfüllt und mir ein zweites Pferd gekauft. Jeanie, was für ein schöner Name und dann noch so passend für so eine schöne Stute. Nachmittags um fünf kamen wir auf dem kleinen Hof an, wo wir die Nacht verbringen würden. Wie sich herausstellte, hatten meine Eltern auch hier mitgedacht und gleich eine zweite Box mit großem Paddock gemietet. Zusammen luden wir die beiden Pferde ab. Jeanies Fell war Nass vom Schweiß, Exel, der Angeber, war noch völlig trocken und entspannt. Exel putzte ich nur etwas über und entließ ihn dann schon in die geräumige Box mit frischem Stroh und Heu, etwas Kraftfutter und Müsli und natürlich reichlich Wasser. Jeanie brachte ich erstmal zum Waschplatz. Langsam drehte ich das Wasser an und bespritzte erstmal den Boden vor ihren Füßen, bevor ich langsam die Beine empor kroch. Sie zuckte leicht, blieb aber ansonsten ruhig stehen und erleichtert, dass sie keine Angst vor Wasser zu haben schien, machte ich sie dann am ganzen Körper nass, um ihr den Schweiß aus dem Fell zu waschen. Dann trocknete ich sie noch gründlich ab und entließ auch sie in die Box, welche gleich neben Exels war. Sie hatten sich im Hänger schon großartig verstanden und als ich dann am Abend nochmal nach beiden sah, standen sie gemütlich draußen auf ihrem Sandpaddock nebeneinander. Nur der dünne Zaun trennte sie voneinander und sie genossen die Zweisamkeit. An diesem Abend ging ich recht spät ins Bett. Noch lange hatte ich in dem kleinen Zimmer mit Charly auf der Couch gesessen und über die Pläne für unser späteres Leben nachgedacht. Was würden wir tun wollen? Wo arbeiten? Würden wir schnell die französische Sprache perfekt beherrschen werden? Wollten wir uns noch mehr Pferde anschaffen und zusammen in Richtung Zucht oder Training gehen? Mitternacht stand für uns fest, dass wir uns mehr Pferde anschaffen und diese auf Turnieren vorstellen wollten. Charly war eine perfekte Westernreiterin und so würde sie sich am liebsten Quarter Horse anschaffen. Saint Gorge hatte, so wie meine Mutter mir das erklärte und auf Bildern zeigte, eine große Scheune, welche schon vor vielen Jahren in einen Stall umgebaut worden war. Dieser besaß bis jetzt vier großräumige Boxen und Platz für mindestens doppelt so viele. Wir einigten uns darauf, es erstmal bei fünf Pferden zu belassen und noch am gleichen Abend schauten wir die Anzeigen im Internet durch, ob es passende Pferde gab. Meine Tante wollte mir etwas Geld bereitstellen, welches ich für Hof und Pferd benutzen darf und so hatten wir mit Geld erstmal keine Probleme. Auf Dauer könnten wir uns davon aber nicht ernähren. Schon am ersten Abend fanden wir zwei vielversprechende Anzeigen. Beides waren Quarter Horse, leicht handelbar und auch für Anfänger geeignet, was wir für den Anfang erstmal brauchten. Das Problem war, dass das eine ein Hengst war und wir diesen nicht mit zu den Stuten stellen konnten. Charly verliebte sich jedoch sofort in diesen und so suchten wir ein weiteres Pferd heraus, welches dem Hengst Gesellschaft leisten konnte. Wir nahmen uns vor, bei allen drei Verkäufern nächste Woche anzurufen und gingen dann, recht zufrieden mit dem Ergebnis des Tages, ins Bett.

      Am nächsten Morgen stand ich früh auf, fütterte meine beiden Pferde selber und nahm dann beide Pferde nochmal mit auf einen kurzen Spaziergang durch das hügelige Gelände. Am früheren Vormittag packten wir dann alle unsere Sachen wieder ins Auto und machten die beiden Pferde startbereit. Legten beiden wieder die dünnen Decken über und hüllten sie in die Reisegamaschen. Gegen elf fuhr dann der Transporter und Charlys Lada vom Hof und weiter in Richtung Südfrankreich. Kurz darauf überquerten wir erfolgreich die Grenze und befanden uns nun wirklich in einem fremden Land. Alle zwei Stunden machten wir ab nun eine kleine Pause, schauten kurz nach den Pferde, aßen selbst etwas und besprachen dann die weitere Reise. Wir kamen unserem Ziel nun immer näher und je näher Saint Gorge rückte, je mehr wurde auch meine Aufregung.

      Am späten Nachmittag, als wir gerade den Kamm eines großen Hügels erreichten, sahen wir dann zum ersten Mal das Mittelmeer. Am Fuße des Hügels lag das kleine Dorf Saint Pierre la mer und von dort aus waren es nur noch einige Minuten bis zu Saint Gorge. Aufgeregt knabberte ich an meinen Fingern, schaute jedem Baum und jedem Busch hinterher, um alles auf einmal einzusaugen und es nie wieder zu vergessen. Saint Pierre la mer lag, wie der Name schon sagte, direkt am Meer. Das kleine Dörfchen ernährte sich von Tourismus und Erholung und ich verliebte mich sofort in es. Hier würde ich vielleicht auch Arbeit finden und der Weg zum Einkaufen würde mich wohl auch hierher bringen. Auch Charly schien die Stimmung zu gefallen, trotzdem hatte sie ganz schöne Schwierigkeiten mit ihrem alten Auto in dem großen Verkehr nicht stecken zu bleiben. Es war traumhaft schön und ich fühlte mich gleich wie zu Hause. Irgendwann bog Klara vor uns mit dem großen Transporter nach rechts in eine kleinere Gasse ab, welche wieder stetig nach oben auf einen Berg führte. Die Vegetation war hier sehr spärlich. Es gab zwar große Flächen mit genügend Platz, aber trotzdem war alles sehr trocken und stachlig. Mir kamen etwas Bedenken auf, ob sich meine beiden Pferde damit anfreunden würden, aber jetzt war es nicht mehr zu ändern und wir mussten das Beste daraus machen. Nach einiger Zeit verwandelte sich die gerade Straße in eine schlängelnde Serpentine und der Hang vor uns wurde noch steiler. Als ich schon fast dachte, dass wir den Berg wieder rückwärts hinab rollen würden, wurde es plötzlich flach und vor uns lag eine weite Eben. Ich erkannte sofort, dass dieses Gebiet zu Saint Gorge gehörte. Die weitläufigen Flächen waren mit einem Holzzaun eingezäunt, an der Innenseite natürlich mit Stromzaun verstärkt. Und genau vor uns, am Ende der nun wieder geraden Straße, konnte ich den Hof erkennen. Klara fuhr zielstrebig darauf zu und parkte dann am Straßenrand. Auch Charly parkte gleich hinter ihr und noch bevor das Auto ganz stand, hatte ich mich schon abgeschnallt und die Wagentür geöffnet. Ich war schneller draußen als Asuka und das sollte etwas bedeuten. Rechts und links von der schmalen Straßen waren Koppeln. Koppeln soweit das Auge reichte. Ich war jetzt schon vollkommen glücklich und zufrieden. Weiden waren das wichtigste und die gab es hier definitiv ausreichend. Ich rannte zu dem kleinen Häuschen, welches aus großen weißen Steinblöcken bestand und Charly und mein zu Hause sein würde. Das Wohnhaus stand auf der linken Seite, auf der linken Seite hinter diesem konnte ich einen großen Reitplatz entdecken und geradeaus, Waagerecht zu der Einfahrt, stand die große Scheune, welche als Stall dienen würde. Klar, es war nicht viel und alles war nicht groß, aber ich war glücklicher als ich es je in meinem Leben gewesen war und das war die Hauptsache. Jeanie und Exel hatten genügend Platz und auch die anderen Pferde, die noch folgen würden, würden sich hier sicherlich wohlfühlen. Saint Gorge würde unser neues zu Hause sein!

      Am Abend, gerade als die Sonne unterging, verabschiedeten wir uns von Klara und ich bedankte mich überschwänglich für die gelungene Reise bis hierher. Ich hatte ihr angeboten über Nacht bei uns zu bleiben, was sie aber dankend abgelehnt hatte, da sie schon wieder weiter musste. Jeanie und Exel hatten nun ihre Boxen bezogen, welche wir schnell für sie vorbereitet hatten und schienen zufrieden. Morgen früh, gleich nachdem wir eine der Koppeln kontrolliert hatten, würden sie zusammen raus gebracht werden. Den restlichen Abend verbrachten Charly und ich damit, das kleine Wohnhaus einigermaßen wohntauglich zu machen. Es war fast genau quadratisch und bestand aus zwei bewohnbaren Etagen, der Dachboden, welchen wir später sicherlich auch noch ausbauen wollten, war nun bis obenhin vollgestopft mit den alten Sachen von meiner Tante. Die Umzugsfirma hatte einfach alle Möbel in die große Wohnstube gestellt und so sah diese nun aus wie ein Schlachtfeld. Viel hatten wir nicht und weil es schon so spät war, verzichteten wir beide noch aufs Betten aufbauen und nahmen einfach nur unsere beiden Matratzen. Asuka machte sich auf dem Sofa bequem. Zum Glück war das Bad noch einigermaßen funktionstüchtig und brauchte nur mal eine größere Putzaktion, da seit mehr als zwei Monaten sich niemand mehr um das Haus gekümmert hatte. Wir hatten viel zu tun in den nächsten Wochen!
      Völlig erschöpft und ausgelaugt fielen wir gegen Mitternacht auf unsere Matratzen, welche wir im oberen Geschoss ausgelegt hatten und als ich rechnete, dass ich nur noch wenige Stunden Schlaf vor mir hatte, wurde ich nur noch müder. Trotzdem hatten wir es geschafft! Saint Gorge war nun unser neues zu Hause und ab nun würden wir alles tun, damit wir uns hier bald vollkommen wohlfühlten.

      Kurz nach sieben war ich im Stall. Der Nebel wabbelte noch über das weite Gelände und so war meine Sichtweite sehr eingeschränkt. Exel und Jeanie standen beide entspannt in ihren großen Boxen und spitzten die Ohren, als ich das große Tor aufschob, damit die Sonne den dunklen Stall erhellte und vielleicht ein paar Spinnen von den Fenstern vertrieb. Auch der Stall brauchte dringend eine Putzaktion. Vermodertes Stroh lag in einer Ecke und überall hingen von der Decke dicke Spinnenweben. Die fünf Boxen an der gegenüberliegenden Wand waren noch recht neu und so musste dort nicht viel gemacht werden. Sie bestanden aus einfach Holzlatten, welche Pferdeschulterhoch zusammen genagelt worden waren, und einer kleinen Gittertür. Mit einem neuen Anstrich würden auch sie sicherlich bald wieder im alten Glanz erstrahlen. Die beiden Pferde bekamen jeweils ihre Portion Heu und Kraftfutter, worauf sich beide wie die Wilden stürzten.
      Ich war gerade fertig mit füttern, da kam Charly in die Scheune. Sie hatte zerfetzte Schlabberhosen an und wie immer ein enges Top drüber.
      „Morgäääähhhn!“, grüße sie mich und ich musste lachen. Das konnte ja was werden. Charly war definitiv eine Langschläferin! Charly, Asuka und ich machten uns dann auf den Weg, die erste Koppel vorzubereiten, auf der unsere beiden Pferde erstmal stehen würden. Wir entschieden uns für die Koppel direkt vor unserem Wohnhaus, da wir von dieser aus unsere Pferde die ganze Zeit beobachten können. Zusammen kontrollierten wir ob der Zaun an allen Stellen noch ganz war und ob der Strom überall entlang lief. Zum Glück war das der Fall, was unsere Arbeit sehr erleichterte. Zusammen trugen Charly und ich noch einen großen Wassereimer auf die Koppel, stellten den Strom nochmal kurz ab und gingen dann in den Stall die beiden Pferde zu holen. Gestern Abend hatte ich noch die Sachen von Jeanie durchgeschaut. Sie bestanden aus einem einfachen Sattel, mit einer einfachen Trense ohne viel Verzierungen und noch ein paar Kleinigkeiten wie Decke, Halfter und Gamaschen. Für den Anfang würde das alles reichen und ich konnte mich erstmal damit zufrieden stellen, bis wir Geld für etwas besseres hatten. In der Scheune angekommen, schnappte ich mir das Halfter von Excelsior und Charly sich das von Jeanie und zusammen brachten wir die Beiden Pferde auf die Koppel. Charly und ich setzten und einige Minuten an den Rand, um den Beiden zuzuschauen. Zusammen galoppierten sie von uns Weg den Hügel hinab und waren nach einigen Sekunden verschwunden. Charly und ich warteten noch kurz, ob sie vielleicht wieder kamen, doch als kurze Zeit später von beiden ein glückliches Wiehern zu uns hinauf schallte, wussten wir, dass wir überflüssig waren und widmeten uns dann wieder den wichtigeren Dingen. Den restlichen Tag putzten wir unsere Wohnung. Machten das Bad gemütlich, stellten in der Küche einen Tisch und zwei Stühle auf sortierten unsere Essensvorräte und das Geschirr in die Schränke. Am Abend war die Wohnung einen Schritt näher an der Gemütlichkeit, jedoch immer noch nicht ganz fertig. Schränke und Betten waren immer noch nicht aufgebaut, aber Charly war froh darüber, dass die Spinnen samt Spinnenweben nun endlich von unseren Wänden verschwunden war. Nachdem wir die Pferde von der Weide geholt hatten, setzten wir uns zusammen an ein kleines Lagerfeuer bei uns im Hof, grillten Stockbrot und Marshmallows und genossen unser neues zu Hause; Saint Gorge.
    • Canyon
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      23. Oktober 2015 | 8.204 Zeichen | Canyon
      Ausfahrt nach Saint-Pierre

      Mio »
      Trrrrrrrrrrr.....Trrrrrrrr... Trrrrrrrrr.... „Blöder Wecker!“ knurrte und ich und ließ meine Hand auf den Ausmacheknopf (oder wie der auch immer hieß) fallen. Nachdem nun auch das fünfte Pferd auf Saint Gorge eingezogen war, hieß es, nochmal eine halbe Stunde früher aufstehen und mein Rhythmus hatte sich noch nicht den Bedürfnissen der Pferde angepasst. Ich zog mir nochmal kurz die Decke über den Kopf und versuchte ein letztes Mal die mollige Wärme von ihr zu genießen, bevor ich diese mit einem Schwung nach hinten schlage und aus dem Bett hüpfe. Jetzt, wo die Decke einmal weg ist, ist es total unangenehm ich kalten Zimmer und ich beeile mich ins Bad zu kommen. Die gute Morgen Fee Charly hat wie immer schon das Bad vorgeheizt und so empfängt mich eine Wärme, wie ich sie im Bett hatte. Schnur... Hier könnte man gleich wieder einschlafen... Nein! Ich ringe mich dazu durch mir meine Stallklamotten anzuziehen, meine Haare zu kämmen und kurz das Gesicht erfrischen. Danach schlurfe ich, halb stolpere ich, die Treppen hinab in die große Küche. Dort sitzt Charly wie immer an ihrem Laptop, mit einer dampfenden Tasse Kaffee vor sich, und spielt irgendeins ihrer Spiele.
      „Morgen...“, murmelte ich und setzte mich an die andere Seite des alten Küchentischs, welcher schon einige Schrammen vorzuweisen hatte. Wir hatten ihn billig in Saint-Pierre-La-Mer ersteigert und er erbrachte ja seine nötigen Dienste. Auch Charly hob kurz den Kopf, zog sich die Kopfhörer aus den Ohren und blickte mich schräg an. „Morgen.“, sagte sie und ihre Stimme machte dabei einen Bogen nach oben. Wie sie es immer schaffte schon früh so munter zu sein! Vielleicht sollte ich mir auch mal ein paar Computerspiele kaufen und deswegen schon früh aufstehen. Auf dem Tisch standen zwei Schüsseln, mein Schokomüsli, Charlys Dinkelmüsli und eine Packung Milch. Für mehr waren wir dann doch beide zu faul. Während wir unser Müsli nach unten schluckten, gingen wir den Plan für den heutigen Tag durch:
      „Also...“, fing ich sehr produktiv an. Als sich meine Gedanken sortiert hatten, sprach ich weiter „Zu erst versorgen wir Pferde, schmeißen diese dann alle auf die Koppeln, misten aus und -“ Weiter kam ich noch nicht. Dafür hatte Charly noch eine dringende Angelegenheit: „Wir brauchen dringend einige Dinge aus dem Supermarkt aus Saint Pierre. Wir wärs, wenn wir nach dem Ausmisten mal ins Auto steigen und einkaufen fahren?“
      „Gute Idee!“, stimmt ich ihr zu und blickte dabei traurig auf mein Lieblingsmüsli. Meine Mutter hatte es mir mit der letzten Post geschickt, da es dieses nicht hier zu kaufen gab. Nun war es fast alle und ich musste mir wohl oder übel eine Alternative im Supermarkt suchen.“ *Seufz!*
      Nach dem kläglichen Frühstück gingen wir zusammen in den Stall, eine alte Scheune, in welcher nun fünf Boxen standen. Unsere fünf Pferde erwarteten uns schon aufgeregt. Nein, wahrscheinlich warteten sie nicht auf uns, sondern auf ihr essen. In der Mitte der fünf Boxen stand mein Liebling. Excelsior, ein Deutsches Reitpony. Rechts neben ihm stand seine beste Freundin Jeanie und daneben einer unserer letzten Neuzugänge, Changa. Links neben Exel, wie er liebevoll von mir genannt wurde, standen die beiden Hengste Happy (ein Shetty) und Acapulco Gold, oder auch einfach nur Coco (ein Quarter Horse Mix). Wir begrüßten alle fünf Pferde mit einer kleinen Knuddeleinheit, gaben dann allen ihr Kraftfutter und warteten, bis sie dieses aufgefressen hatten. Zu erst brachten wir Exel, Jeanie und Changa auf ihre Koppel. Diese lag rechts an der langen Einfahrt. Da Exel und Jeanie sich am besten verstanden, nahm ich die beiden zusammen und führte sie raus. Charly schnappte sich die ruhige Changa, welche sich große Mühe gab, sich nicht von den beiden Ponys unterkriegen zu lassen. Als wir sie jedoch auf der Koppel von ihren Halftern befreiten, galoppierten sie glücklich über die Koppel ans andere Ende. Happy und Coco waren nicht ganz so enthusiastisch und liefen nebeneinander im langsamen Schritt am Zaun entlang. Zum Glück hatten sich beide von Anfang an verstanden und es gab keine Probleme bei der Zusammenführung.
      Zurück im Stall schaltete Charly das Radio an. Sie immer mit ihrem klassischen Gedöns! Charly war echt ein Mensch der Gegenteile. Sie war normal groß, trotzdem kleiner als ich, hatte kurze schwarze Haare und olivgrüne Augen. Sie zockte alle möglichen Spiele, hörte nebenbei klassische Musik von Mozart und stieg dann aufs Pferd, um einmal richtig Gas zu geben. Sie war echt ein verrückter Mensch. Im Eiltempo misteten wir die fünf Ställe aus, füllten die Heunetze auf und kehrten nochmal durch. Asuka, der Hund von Charly, vertrieb sich die Zeit, indem er im Heu herum sprang und all die gemachte Arbeit wieder zunichte machte. Nach getaner Arbeit zogen wir uns beide schnell andere Klamotten an und stiegen in den alten Lada von Charly. Wir waren beide froh gewesen, dass er den weiten Weg bis nach Südfrankreich ohne Probleme gemeistert hatte, trotz seines, nicht mehr geringen, Alters. Ohne ihn, hätten wir uns erst noch ein neues Auto kaufen müssen, denn ohne überlebt man es nicht in unserer Gegend. Wir holperten die Einfahrt zwischen den beiden Koppeln unserer Pferde entlang. Asuka hatte es sich auf dem Rücksitz bequem gemacht. Nachdem wir die Koppeln hinter uns gelassen hatten, fuhren wir ewig lange Serpentinen hinab, um auf die Höhe des Meeres zu kommen. Irgendwann waren aber auch diese zu Ende und wir fuhren nun eine lange Landstraße entlang. Rechts ging es steil einen Berg hinauf, welcher überwachsen von Pinien war und recht lag eine verlassene Einöde, welche sich bis zu einer Hügelkette in weiter Ferne zog. Als wir eine Anhöhe erreichten und nur wenige hundert Meter unter uns Saint-Pierre-La-Mer erkennen konnten, war es fast wie im Märchen. Laut der Anzeige im Lada waren es noch volle 20°, die Sonne schien und es war strahlend blauer Himmel. Von hier oben konnten wir das Mittelmeer erkennen und das kleine Touristendorf Saint-Pierre-La-Mer.
      Der kleine Supermarkt lag blöderweise auf der der anderen Seite und so mussten wir uns durch die vollen Gassen schlängeln. Autos, Qualm, Verkäufer und Touristen und überall wurde auf französisch erzählt. Es war so wunderschön hier und ich fühlte mich wie früher, als ich mit meiner Familie hier Urlaub gemacht hatte. Charlys Auto parkten wir etwas abseits von dem ganzen Trubel und liefen dann zu Fuß noch einige Meter durch Saint Pierre zum Supermarkt. Im Supermarkt kauften wir nur schnell das nötigste, fürs Wochenende hatten wir uns vorgenommen, in die nächst größte Stadt Narbonne zu fahren um dort nochmal einen Großeinkauf starten zu können. Mit voll gepackten Rucksäcken Taschen liefen wir zum Auto zurück. Dort einigten wir uns darauf, nochmal eine Runde an den Strand zu gehen, dann hatte Asuka, welcher die ganze Zeit brav neben uns her gelaufen war, auch nochmal etwas Freude. Trotz des milden Wetters, war der Strand vor Saint Pierre noch relativ voll. Es gab mehrere Jogger, einige wagemutige, die sich trotz des kalten Wassers noch in Badehose zeigten und junge Leute, die den Sand unter ihren Füßen genossen, genauso wie Charly und ich. Wir hatten die Schuhe ausgezogen und schlenderten zusammen am Ufer entlang. Asuka stürzte sich immer wieder in die Fluten und kam dann wegen der Kälte immer wieder heraus gerannt. Wir genossen die Ruhe und die Zufriedenheit und wussten beide, dass das bald ein Ende haben würde. Ich und auch Charly waren auf der Suche nach Jobs, um uns den Hof leisten zu können. Außerdem wollten wir auch noch studieren, dass würde dann aber wohl erst nächstes Jahr klappen. Bis dahin mussten wir uns mit Kleinjobs das täglich Brot verdienen. Irgendwann mussten wir uns aber doch wieder auf den Heimweg machen. Die Arbeit auf dem Hof schrie laut nach uns und das schlechte Gewissen, heute noch nichts gemacht zu haben, lag schwer auf unserem Gemüt. Zu dritt spazierten wir am Strand entlang zurück, bogen dann nach rechts auf die Promenade ab und suchten uns den Weg zurück zu unserem Auto. Ich fühlte mich wohl hier, wo ich jetzt war, und wahrscheinlich ging es Charly, Asuka und den Pferden genauso so. Hoffentlich ging es ihnen genauso!
    • Canyon
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      25. Oktober 2015 | 9354 Zeichen | Canyon
      Erste Reitstunde

      Mio
      » Mein Gott! Ich hatte ja gewusst, dass es in Südfrankreich um einiges wärmer ist als bei meinen Eltern in Norddeutschland, aber dass es fast 15° Unterschied sind, hätte ich nicht gedacht. Mein Thermometer zeigte mir 21° an, soviel hatten wir an manchen Sommertagen in Deutschland nicht. Nun war es Herbst. Hier schien die Sonne, zu Hause war schon der erste Schnee gefallen. Charly und ich hatten heute vor, unsere beiden Stuten Jeanie und Changa das erste Mal zu reiten. Ich war mega gespannt darauf, ob beide gut zu uns passten. Jeanie war ein Geschenk meiner Eltern gewesen und Changa hatten wir vor wenigen Wochen gekauft. Als wir am Morgen Excelsior, Happy und Coco auf ihre Koppeln brachten, behielten wir die beiden Stuten gleich im Stall um ihnen so das hin und her gerenne zu ersparen. Den Reitplatz hatten wir in der letzten Woche Mühsam gereinigt und repariert und jetzt sollte er erstmal so weit fertig sein. Wenn Geld und Zeit da war, würden wir neuen Sand aufschütten und vielleicht ein paar Pfosten austauschen, doch jetzt musste er erstmal so halten. Charly und ich waren uns von vorn herein einig gewesen, dass ich die Fellpony Stute und Charly die Quarter Stute nehmen würde. Nachdem ich Exel etwas beruhigt hatte, der das gar nicht gut fand, dass seine beiden Frauen nicht mit ihm auf die Weide kamen, ging ich zurück in die Scheune, krallte mir das Putzzeug und ging zu Jeanie in die Box. Charly war nebenan schon fleißig am Bürsten um auch jeden Krümel aus den langen Haaren von Changa zu bekommen. Ich kraulte die kleinen Stute erstmal hinter den Ohren und steckte ihr dann noch schnell ein Leckerli zu, bevor es ans Putzen ging. Jeanie stand die ganze Zeit aufmerksam mit gespitzten Ohren da und ließ sich, wie immer, ohne jegliche Probleme putzen. Brav hob sie ihre Hufe, bevor ich ihre Beine auch nur berührt hatte und verlagerte sich gut auf die andere Seite, damit die Last ihres Körpers nicht in meinen Händen lag. Nach einer guten viertel Stunde intensiven putzens, war ich fertig. Auch Charly hatte das Putzzeug schon zur Seite gelegt und zusammen gingen wir in eine hintere Ecke der alten Scheune, wo wir wir uns eine kleine Sattelecke, eine Kammer war es ja noch nicht, eingerichtet hatten. Bis jetzt hingen dort fünf Sättel. Alle waren etwas älter und nicht mehr wirklich in Schuss, aber sobald wir einen ordentlichen Sattler in der Gegend gefunden hatten, würden wir das ändern. Ich schnappte mir den alten Dressursattel von Jeanie und die passende Trense dazu. Dann ging ich zurück zur Box, in welcher Jeanie lieb auf mich wartete. Zu erst hielt ich ihr das Sattelzeug unter die Nase und sie schnupperte ausgiebig daran. Ich legte den Sattel vorsichtig auf den breiten Rücken von Jeanie und gurtete ihn erstmal nur ganz locker zu, damit er nicht gleich wieder herunter fiel. Sie stand wie immer brav da, hatte die Ohren nach vorne gespitzt und schielte aufmerksam in meine Richtung. Angst vorm Sattel hatte sie schon mal nicht. Das war gut! Auch beim trensen machte sie keine Anstalten sich zu beschweren und so war sie nach weniger als zehn Minuten perfekt gesattelt und getrenst. Charly, in der Box nebenan, hatte da schon größere Probleme. Changa zuckte immer wieder zusammen, wenn sie den Sattelgurt zu fest zuschnallte und schnaubte mit angelegten Ohren in die Richtung meiner Freundin. Puh... Das konnte ja was werden! Zwei anstrengende Mädels und dann noch zusammen als eins! Hoffentlich würde Charly sich etwas Geduld aus den hinteren Ecken ihres Bewusstseins kramen, damit unsere erste Reitstunde nicht die Schlucht hinab stürzte.
      „Ich gehe schon mal raus!“, rufe ich Charly zu, während ich die Boxentür öffne und Jeanie nach draußen führte.
      Der Reitplatz war schon länger nicht mehr benutzt wurden und war so nicht gerade gut gepflegt. Das würde mir und Charly viel Arbeit kosten, das Ganze wieder herzustellen. Dafür konnten wir hier aber kostenlos wohnen und das war doch die Hauptsache. Jeanie stellte ich in die Mitte des Platzes, zog mir dann meine Jacke aus, denn hier prallte die Sonne schon noch ganz schön, und gurtete nach. Sie zuckte nur kurz mit den Ohren in meine Richtung, blieb aber ansonsten total entspannt stehen. Die Steigbügel waren schon genau für mich eingestellt, da muss wohl jemand zuletzt drauf gesessen haben, der die gleichen langen Beine wie ich hatte. Bevor ich aufstieg, kraulte ich Jeanie nochmal hinter den Ohren und kontrollierte wie die Trense saß. Perfekt war es nicht, aber jetzt nicht besser zu machen. Dann nahm ich die Zügel kurz, man wusste nie wie sie beim Aufsteigen reagieren würde, und zog mich hinauf in den Sattel. Ich atmete tief aus, rutschte nochmal an die richtige Stelle und schnalzte dann kurz. Federleicht setzte sich meine Stute in Bewegung und ich lenkte sie erstmal auf die rechte Hand, meine bessere. Die Zügel ließ ich noch lang, lief erstmal zwei Runden im Schritt und versuchte mich, in ihren Takt einzufuchsen. Nach der zweiten Runde kam Charly mit Changa dazu und ich wendete Jeanie auf den oberen Zirkel ab, damit die Beiden sich in Ruhe am unteren Ende aufs Reiten vorbereiten konnten. Ich nahm die Zügel jetzt etwas weiter auf, wechselte mit Jeanie einmal durch den Zirkel und lief vier Zirkelrunden auf der linken Hand. Charlie war nun auch Antrittsbereit und saß auf Changa. Charly fing, wie ich, am langen Zirkel, aber auf der linken Hand an und ich wechselte aus dem Zirkel und ging dann ganze Bahn. Die nächste viertel Stunde lief ich Volten, Schlangenlinien und Bahnwechsel, bog Jeanie in alle möglichen Richtungen und schaute, was sie konnte und was man noch üben musste. Als ich mir sicher war, sie auch im Trab noch gut im Griff haben zu können, trabte ich zur geschlossenen Seite hin an. Jeanie wurde langsam schneller, fand den Rhythmus mit mir auf dem Rücken und nach zwei Runden ganze Bahn im Trab, lief sie sicher. Nun machte ich das ganze wieder. Ging erst Zirkelrunden, lief dann einige Bahnfiguren und erfreute mich daran, wie gut Jeanie mitarbeitete. Charly und Changa hatten ebenso Freude. Changa wollte immer wieder angaloppieren und Charlie musste sie immer wieder mit viel Durchsetzungsvermögen aus dem Galoppsprung ins traben zurück holen. Trotzdem sah man ihr die Freude an, endlich wieder auf einem Pferd zu sitzen, auch wenn es so eine schnelle wie Changa war. Nach einer guten dreiviertel Stunde harter Trab- und Schrittarbeit, bat ich Charlie darum, mir für meinen ersten Galoppversuch die ganze Bahn freizumachen. Charly stellte Changa zwischen X und A und beobachtete mich dabei, wie ich Jeanie auf den Zirkel lenkte und dann zur geschlossenen Seite meinen ersten Galoppversuch startete. Ich ließ die Zügel etwas länger und gab Jeanie die Galopphilfen. Uuuund – Mist, Außengalopp. Mein Problem aus früheren Zeiten. Ich parierte wieder durch, ging weiter Zirkel, machte dann in der Ecke eine Volte und gab Jeanie nochmal die Galopphilfen. Die Stute galoppierte langsam, und diesmal auf dem richtigen Bein, an und ich lenkte sie auf die ganze Bahn. Jeanie galoppierte weich durch die Ecken, schaukelte mich auf ihrem sanften Rücken fast in den Schlaf und brachte mich zum strahlen. So ein schöner Galopp! Nach drei Runden Galopp parierte ich durch, für heute würde das erstmal reichen. Ich lief noch eine Runde Trab, ging dann in den Schritt über und lief noch eine letzte Runde. Dann stellte ich mich n den Platz, wo bis gerade eben noch Charly und Changa artig gewartet hatten und schaute Charly bei ihrem ersten Galoppversuch zu. Bei Charly klappte es beim ersten Mal. Changa galoppierte an der kurzen Seite an, ging dann auf den Zirkel, wechselte den Zirkel und ging dann ganze Bahn. Charly saß konzentriert auf ihrem Rücken, gab an den richtigen Stellen die Hilfen und blickte vorausschauend nach vorne. Auf der ganzen Bahn ließ Charly die Zügel etwas lockerer und gab damit Changa das Zeichen, schneller laufen zu dürfen. Die Schritte der Stute wurden langsam größer, Charly lehnte sich etwas mehr nach hinten und genoss so richtig die Schnelligkeit. Changa legte die Ohren an und ließ ihrer Energie freien Lauf. Mit großen Augen beobachtete ich das Zusammenspiel von Changa und Charly und noch größer wurden diese, als Charly an der langen Seite die Zügel aufnahm, sich schwer in den Sattel setzte und Changa aus dem Galopp zum stehen brachte. Ich konnte nicht anders als bewundert zu pfeifen und Charly für das tolle Manöver, was schon fast einem Sliding Stop ähnelte, zu loben. Charly und ich ritten unsere Pferde nach knapp einer Stunde Arbeit trocken. Jeanie ließ entspannt den Kopf nach unten gleiten und schnaubte zufrieden den Sand an. Ich war zufrieden mit meiner Stute und dankte in Gedanken noch mal AliciaFarina für das gute Einreiten der Stute. Sie hatte echt gute Arbeit geleistet! Ich hielt Jeanie genau bei X an, ließ mich dann sanft aus dem Sattel gleiten und zog die Steigbügel hoch. Charly tat es mir gleich und zusammen führten wir unsere Pferde wieder in die Scheune. Dort sattelten wir ab, steckten beiden Stuten ein Leckerli zu und halfterten auf. Dann brachten wir beide zu meinem Wallach Exel, welcher schon sehnsüchtig auf seine beiden Damen wartete. Changa galoppierte von dannen und Jeanie trabte erstmal leichtfüßig zu ihrem Excelsior. Zufrieden atmete ich tief durch. Ich war zufrieden damit, wie die Dinge zur Zeit standen und freute mich auf die Zeit, welche noch kommen sollte.
    • Canyon
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      27. Oktober 2015 | 11.079 Zeichen | Canyon

      Neue(r) Bewohner

      Mio »
      Heute nahm ich mir endlich mal wieder Zeit, etwas mit meinem Excelsior zu machen. Ich hatte ihn in den letzten Wochen stark vernachlässigt, da unsere neuen Pferde und der neue Hof meine Aufmerksamkeit brauchten. Da ich heute beim aufräumen unseres Schuppens ein paar Cavalettis und Stangen gefunden hatte, wollte ich endlich mal wieder etwas mit meinem Reitpony springen. Bei den Cavalettis sowie bei den Stangen konnte man die ursprüngliche Farbe kaum noch erkennen. Wenn ich das nächste Mal in der Stadt war, musste ich dringend etwas Farbe kaufen. Auch der Reitplatz brauchte mal wieder einen Neuanstrich und so war das der perfekte Grund, es endlich mal zu tun.Die Stangen und Cavalettis reichten für drei einigermaßen hohe und einfallsreiche Hindernisse und ich war mit dem Ergebnis eigentlich recht zufrieden. Charly hatte endlich einen kleinen Job in einem Andenkenladen gefunden und musste heute Nachmittag arbeiten. Ich genoss also etwas die Ruhe, auch wenn ich wusste, dass auch ich bald irgendwo eine Arbeit finden musste. Am späten Nachmittag, als es gerade nicht mehr ganz so warm war, holte ich meinen Wallach von der Koppel. Wie wir beide es auch schon in Deutschland geübt hatten, legte ich ihm nur das Halfter um und ließ ihn ansonsten frei hinter mir her laufen. Zum Glück hatte er es noch nicht verlernt, doch der Weg von der Weide zum Stall war auch nicht gerade weit. Ich band ihn unter dem Vordach der Scheune, welche uns als Stall diente, fest und holte aus unserer provisorisch eingerichteten Sattelkammer seinen Sattel sowie seine Trense.
      Exel war wie immer fast sauber und so brauchte ich nicht lange um ihn zu putzen und seine Hufe auszukratzen. Frisch geputzt, sattelte und trenste ich ihn und führte ihn dann zum Reitplatz. Voll Tatendrang brauchte ich recht lange, ihn in der Platzmitte zum stehen zu bringen, doch als er endlich stand, stand er auch. Seine Ohren wirbelten von der einen Richtung zur anderen, um all die neuen Gerüche des Reitplatzes einzuziehen. Ich stellte die Steigbügel schnell ein, gurtete nach und schwang mich in den bequemen Sitz des Sattels. Bevor ich losritt kraulte ich ihm nochmal am Mähnenansatz und sortierte die Zügel. Als alles fertig war, trieb ich ihn leicht mit Bein und Stimme. Es tat gut, endlich mal wieder auf meinem Liebling zu sitzen.
      Ich ritt mit Exel eine Runde am langen Zügel, nahm diese dann auf und fing an, leichtere Bahnfiguren zu reiten. Ich ging im starken Schritt Zirkel, wechselte durch den Zirkel, dann aus dem Zirkel, wieder durch den Zirkel und ging ganze Bahn. Ich bog ihn in alle möglichen Richtungen, lief Volten und Schlangenlinien und als er warm geritten war, trabte ich an. Wieder lief ich verschiedene Bahnfiguren und bezog diesmal die Trabstangen mit ein, welche ich an einer langen Seite aufgestellt hatte. Beim ersten Mal stolperte er über eine und kam etwas aus dem Rhythmus. Danach kannte er jedoch den Abstand und beging den Fehler nicht noch einmal. Irgendwann war Exel so gut im Rhytmus, dass ich ohne Probleme angaloppieren konnte. Ich blieb zuerst auf dem Zirkel, ließ den Zirkel kleiner werden und dann wieder größer. Dann wechselte ich auf die ganze Bahn und übte etwas leichten Sitz, welchen ich schon lange nicht mehr geritten war. Als ich mir sicher war, dass wir das erste Hindernis schaffen würden, ritt ich Exel eine Runde ganze Bahn und steuerte dann das kleine, nicht hohe Hindernis an. Zur Hilfe hatte ich noch eine Absprungstange auf den Boden gelegt, diese brauchte Exel jedoch überhaupt nicht und als ich mich langsam in den leichten Sitz gleiten ließ, flog er wie ein Pegasus über das Cavaletti und landete sortiert auf der anderen Seite. Ich trieb ihn gleich im Galopp weiter ganze Bahn und steuerte wieder das erste Hindernis an. Wieder nahm er es ohne große Problem. Danach war das zweite und dritte Hindernis dran. Beide waren um einiges höher und ich gönnte Exel nochmal eine kurze Trabrunde. Das zweite nahm er noch ohne zu stolpern, beim dritten verschätzte er sich und haspelte sich gerade noch so drüber. Als wir es erneut versuchten, gab ich ihm im falschen Moment die passenden Hilfen und Exel wendete kurz davor noch ab. Puh... So hoch war es nun aber auch nicht! Das dritte Mal gab ich die richtigen Hilfen und auch Exel sprang an der richtigen Stelle ab, nur streifte er mit dem Hinterfuß eine Stange, welche klappernd zu Boden fiel. Wohl oder übel musste ich absteigen und die Stange wieder auflegen. Das war natürlich der Nachteil, wenn man alleine auf dem Hof war! Die restliche Zeit übten wir abwechseln die drei Hindernisse und liefen zum Schluss einen kleinen Parcours. Am Ende der Reitstunde war ich überaus zufrieden mit dem Ergebnis von Exel. Er hatte sich richtig toll entwickelt, seitdem ich ihn besaß und ich konnte auch stolz auf mich sein!
      Als ich gerade absaß um den schweißnassen Hengst abzusatteln, fiel mein Blick auf meine Uhr. Fünf vor halb sechs, in fünf Minuten müsste Charly von der Arbeit wieder kommen. Was wäre da passender, als sie gleich am Tor zum Hof zu begrüßen? Ich entschied mich binnen Sekunden dafür, Excelsior nochmal kurz zu belasten und schwang mich mit einem kräftigen Sprung auf den nackten Rücken des Grauschimmels. Exel blickte erstmal kurz verwundert, wehrte sich aber nicht dagegen, als ich ihn vom Reitplatz trieb und Richtung Einfahrt lenkte. Im gemütlichen Schritt liefen wir zwischen den beiden Weiden hindurch. Links standen Exels beide Freundinnen Changa und Jeanie, links blickten uns die beiden Hengste Coco und Happy nach.
      Als wir die Koppeln und somit unser Grundstück hinter uns gelassen hatten und Charlys Lada immer noch nicht in Sicht war, trabte ich Exel leicht an und ritt mit ihm den holprigen Weg in Richtung Saint Pierre. An einer Kurve saß ich ab, setzte mich auf einen Stein und ließ Exel gemütlich am Wegesrand grasen. Das sind dann die Vorteile einer gebisslosen Trense. Ich blickte wieder auf die Uhr. Schon sieben nach halb. Bis jetzt war Charly immer pünktlich gewesen. Warum nur jetzt nicht? Ungeduldig wippte ich mit meinen Füßen. Exel schien das alles nicht zu stören und er fraß genüsslich das Gras. Wieder blickte ich auf die Uhr. Neun nach halb. Wo blieb sie denn nur? Charly war immer pünktlich und verabscheute zu spät kommen um alle Maße! Ich zückte mein Handy. Keine Nachricht von ihr. Oh oh... Nicht das etwas passiert war! Nein! Ich musste mir dringend abgewöhnen, wenn jemand mal 10 Minuten zu spät kam, gleich das schlimmste zu befürchten! Aber jetzt waren es schon elf. Durfte ich mir jetzt Gedanken machen? Ängstlich kaute ich an meinen dreckigen Fingernägeln. Wenn ich das tat, war ich wirklich schon sehr fertig. Gerade als ich aufstehen wollte um zurück zureiten und mit Fahrrad in die Stadt zu fahren, bog der Dunkelgrüne Lada um die Ecke. Ein Stein fiel mir vom Herzen, als ich Charly gesund und munter hinter dem Lenkrad erkennen konnte. Ich sprang von dem Stein auf und erschreckte dabei Exel, welcher mit einem Satz nach hinten sprang und wild mit den Ohren umher wirbelte, auf der Suche nach der Gefahrenquelle. Erstaunt, dass ich hier war, hielt Charly ihren Wagen an und kurbelt umständlich die Fenster hinunter.
      „Was machst du denn hier?“, fragte sie verblüfft „Wartest du auf den ersten Schnee?“
      „Ich habe mir Sorgen gemacht!“, quetsche ich zwischen den wütend zusammengebissenen Zähnen hindurch. „Du bist mehr als eine viertel Stunde zu spät und dein Handy ist auch nicht an! Es hätte alles mögliche passieren können!“
      Charly lachte. „Du bist echt niedlich! Vorallem wenn du so wütend bist. Aber eigentlich bist du gar nicht wütend, einfach nur froh, dass ich wieder da bin. Aber das würdest du ja nie zugeben. Los steige auf dein Pferd, ich habe etwas leckeres zu Essen gekauft und außerdem eine Überraschung für dich!“
      Widerwillig ließ ich Charly mit ihrem Lada an mir vorbeifahren, stieg dann, mit Hilfe des Steins, wieder auf Exels Rücken und trabte entspannt zurück zum Hof. In mir brodelte es und so war ich froh, dass sich Exel einfach auf der Koppel abliefern ließ und ich dann zu Charly ins Haus konnte. Eigentlich wollte ich nicht wissen, was sie wieder für eine „Überraschung“ hatte, meistens fielen diese bei ihr nicht gerade humorvoll aus. Als ich in die Wohnstube kam, hockte Charly vor unserem alten Sofa und verdeckte irgendwas. Etwas neugierig war ich ja schon, ließ es mir aber nicht anmerken. Ich wollte ja nicht, dass Charly den Abend gewonnen hatte. Immerhin hatte sie meine Nerven ganz schön auf die Folter gespannt! Erst zu spät kommen und nicht Bescheid sagen und dann das Ganze auf die leichte Schulter nehmen und mich auslachen! Immerhin waren wir hier in einem fremden Land weit ab vom Schuss, als Ausländer lebte man immer gefährlicher, vorallem wenn man so hübsch wie Charly war.
      „Was hast'n da?“, nuschelte ich, als ich langsam auf Charly zuging und diese etwas zur Seite hopste. Auf dem Sofa lag etwas sehr unerwartetes und mein erstes Wort war ein „Oh!“.
      Charly hatte eine wunderschöne Kätzin aufgegabelt. Mit grau weiß geflecktem Fell und großen grünen Augen. Sie schien aus einem älteren Semester zu stammen und war zu dem noch mehr als kugelrund. Eine trächtige Katze! Ich ließ mich neben Charly auf die Knie fallen und hielt der Süßen meine Hand hin. Diese zog erschrocken den Kopf ein und ihre Augen weiteten sich noch mehr.
      „Habe ich auf der Straße gefunden. Saß neben den Mülleimern eines Restaurants. Sie scheint sich ein Bein verletzt zu haben und kann nicht mehr laufen. Ich muss morgen nicht arbeiten und würde nach Narbonne zu einem Tierarzt fahren. Du hast doch nichts gegen ein paar mehr Tiere auf dem Hof, oder?“, fragte Charly und lächelte mich dabei selig an. Selbst ohne diesen Treu-Doof-Blick hätte ich nie und nimmer Nein sagen können, einem armen Tier zu helfen.
      Von diesem Tag an, hatten wir einen (oder mehrere) neuen Bewohner auf Saint Gorge. Auch auf einen Namen einigten wir uns schnell: Capucine. Typisch französisch, damit die Kätzin ihn auch verstehen konnte. Der Ärger, welchen ich gerade noch auf Charly hatte, war vom Winde verweht und wir beide lachten zusammen, als wir Capucine ein Nest einrichteten und etwas Futter von unseren Vorräten zusammen suchten. Eine Katze war wirklich unser letzter Schritt zum Glück gewesen! Charly nahm Asuka mit auf ihr Zimmer, damit Capucine jedenfalls die erste Nacht noch ihre Ruhe haben würde. Meine Zimmertür ließ ich offen stehen und als ich am nächsten Morgen aufwachte, lag zusammen gerollt in meinen Kniekehlen Capucine.
      „Guten Morgen, meine Kleine!“, gähnte ich und streichelte ihr den Kopf. Die kräftige Kätzin öffnete kaum merklich ein Auge und blinzelte mich an. Dann schloss sie es wieder und tat so, als würde sie nicht merken, was ich dachte.
      Bevor ich mich leise aus dem Bett schälte, flüsterte ich ihr noch zu: „Willkommen auf Saint Gorge!“ und dann begann auch für mich ein neuer Tag auf unserem Hof.
    • Canyon
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      1. November 2015 | 2.990 Zeichen | Arktiswolf
      Hufschmiedbesuch

      „Oh, das ist ja gar kein Haflinger,“ bemerkte Malte Osswald lachend, als sein tierischer Kunde vor geführt wurde,
      Das Pferd, was er fälschlicherweise als Haflinger erkannt haben wollte, stellte sich als lichtfarbene, Fellponystute heraus, welche auf den Namen Jeanie hörte.
      Wobei der Schmied nun auch hier korrigiert wurde. Mio Michalski, so hieß die Besitzerin der Stute, erzählte ihm das es sich hierbei tatsächlich um eine Kreuzung zwischen Haflinger und Fellpony handelte. Daher also auch die kleine Ähnlichkeit zum Haflinger. So verkehrt lag der Mann da also ja doch nicht.
      Jeanie schien das alles gar nicht zu stören. Sie war zufrieden mit dem was sie war und glücklich über ihr Dasein. Neugierig schnupperte sie an Maltes Schmiedeschürze, die ja nach allem Möglichem roch, aber auch nach Karotten, die der Man stets mit sich führte wenn er seine Aufträge abarbeitete.
      Mio jedoch zog die aufdringliche Schnauze von dem Mann weg und band das Pony an der Stallwand fest, damit der Schmied nun seine Arbeit beginnen konnte.
      Dieser hatte schon soweit alles vorbereitet, nachdem er Frau Michalski auf dem Hof begrüßt hatte und sie ihr Pony holen ging.
      Nun bückte Malte sich nach dem ersten Huf, vorsichtig da er das Tier ja auch noch nicht kannte, aber auch nicht zimperlich.
      Jeanie gab brav ihren Huf als sie die große Hand an ihrem Bein spürte und dem Impuls folgte. Da die Hufe wohl schon vorher gesäubert worden waren, brauchte der Schmied nur schauen wo unter Umständen ausgebessert werden musste. Der Tragrand am Huf musste nur ein wenig abgefeilt werden und ausgetretene Kanten bekamen einen kurzen Schliff mit. Ansonsten sah der Huf fest und gesund aus und fühlte sich auch so an.
      Die anderen drei Hufe sahen ähnlich aus. Die Stute hatte ein gesundes Bild was ihren Körperbau anging und so wirkte es sich auch auf den Gang und der gleichmäßigen Abnutzung der Hufe aus. Das Horn war an keiner Stelle unregelmäßig beansprucht und die Sohle hatte zusammen mit dem Strahl die richtige Konsistenz. Ein wirklich schönes Bild von einem gesundem Huf, so wie Malte es gerne sah.
      Ein letztes Mal setzte Malte das Schmiedemesser an und schnitt nur ein wenig am letztem Huf die Strahlfurche aus, ehe er zufrieden nickte.
      Das Pony war die ganze Zeit über ruhig geblieben und hatte die Behandlung anstandslos über sich ergehen lassen. Mio stand bei Jeanie vorne am Kopf, welcher sich an ihre Brust schmiegte und die Streicheleinheiten genoss, die man ihr zuteil werden lies. Nur die Ohren waren nach hinten gerichtet und zeugten davon, das das Pony keinesfalls das Geschehen dort ignorierte.
      Malte klopfte dem Tier die Kruppe als er fertig war und kramte nun eine der begehrten Möhren aus der Tasche, die sofort Jeanies Aufmerksamkeit auf sich zog.
      Genussvoll zerkaute sie kurz darauf den Leckerbissen, während Malte nun zum Abschluss seines Besuches kam. Kurz unterhielten er und Mio sich noch, bis der Schmied sich dann auch verabschiedete und seine Sachen in den blauen Kleinlaster verstaute.
    • Canyon
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      5. November 2015 | 2.774 Zeichen | Canyon
      Kälte des Südens

      Mio »
      Br... Diese Kühle war ich nicht mehr gewohnt! Ich zog den Reißverschluss meiner Jacke zu und zog die Ärmel über meine Hände. 9° hatte das Thermometer heute morgen bei mir angezeigt! Das war Rekord! Komisch, wie schnell man sich an die Wärme vom Süden gewöhnt hatte. In Deutschland wäre ich um diese Jahreszeit froh darüber gewesen, wenn es am morgen schon so warm war. Ich blickte auf meine Uhr. Halb Acht, die richtige Zeit um meine Pferde zu füttern und auf die Koppel zu bringen. Vorsichtig schloss ich die Tür unseres Wohnhauses hinter mir, in welcher ich bis gerade noch gestanden hatte, und lief eilig über den kleinen Hof zum Stall. Ich stemmte mich gegen die schwere Schiebetür und drückte diese auf. Es quietschte laut.
      „Guten Morgen alle zusammen!“, begrüßte ich meine fünf Pferde, welche alle noch total verschlafen und teilnahmslos in ihren Boxen standen.
      Zu erst begrüßte ich alle, fing da bei Changa an, welche in der Box ganz links stand und kraulte sie kräftig. Dann wechselte ich zu Jeanie, dann zu Excelsior, Happy und zum Schluss Coco.
      „Ihr habt Hunger, wa?“, fragte ich sie, als Coco mir meine Taschen mit der Nase durchsuchte. „Ihr bekommt ja schon was. Nur kein Stress!“
      Ich lief zu unserem Futterlager, sammelte die fünf Eimer ein und gab jedem Pferd die passende Portion Kraftfutter. Dann stellte ich jedem seinen Eimer hin und beobachtete, wie sich alle fünf auf das Futter stürzten. Changa verteilte den ganzen Inhalt auf dem Boden, Happy ließ seinen Kopf einfach im Eimer und schaufelte sich dort alles hinein und Coco zog den Eimer wie immer von der Tür weg, damit es ihm auch ja niemand stehlen konnte! In der Zeit wie meine Pferde genüsslich fraßen, fegte ich den Stall. Das war genauso wie im Herbst die Blätter wegzufegen: Man wurde nie fertig. Als alle aufgegessen hatten und in ihren Boxen umher tänzelten, schnappte ich mir die Halfter und brachte diese auf ihre Weiden. Zu erst nahm ich die beiden Hengste Coco und Happy mit, da Coco so etwas langsamer lief, da er seine Frauen nicht zurücklassen wollte. Als ich das Tor der Koppel schloss, blieb Coco noch am Zaun stehen und wieherte laut.
      „Jaja, schon gut!“, beruhigte ich den großen Hengst „Deine Mädels kommen ja bald!“
      Ich beeilte mich, dass ich die anderen drei auch noch nach draußen brachte. Im Stall legte ich den drein, welche auch schon ungeduldig darauf warteten aus ihren Gefängnissen zu entkommen, die Halfter an und führte alle drei zusammen auf ihre Koppel. Als ich sie dort frei ließ und sie glücklich von dannen stürzten, wendete sich auch Coco ab und trabte die Weide entlang zu Happy, welcher schon fröhlich graste. Zufrieden wendete ich mich ab und betrat wieder den Stall. Tja, jetzt wartete wohl die Stallarbeit auf mich!
    • Canyon
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      10. November 2015 | 24.637 Zeichen | Canyon
      Neue Bekannte

      Mio » „Willst du wirklich beide Fenster rausreißen?“, fragt mich Charly entsetzt. „Weißt du wie viel Arbeit das macht und außerdem noch Geld kostet?“ Ich verdrehe die Augen und seufze genervt. „Wenn du ein Pferd wärst- Nein, warte, lass mich aussprechen! Wenn du ein Pferd wärst, würdest du dich da nicht auch über etwas Sonnenschein freuen?“
      „Ich bin aber kein Pferd!“, murrt Charly und wendet ihren Blick dann wieder auf unsere Aufzeichnungen. Wir sitzen zu Zweit am Küchentisch und planen. Ja, wir planen. Wir planen tatsächlich erstmal eine neue Box als Versuch in die Scheune zu bauen. Seit zwei Tagen haben wir überlegt wie diese aussehen soll, wie viel Geld alles kostet und ob die Idee überhaupt gut ist.
      „Google doch mal, wie viel so ein schönes großes Fenster kosten würde!“, forder ich Charly heraus und ziehe den Laptop zu mir ran.
      „Mio mein Gott!“, fährt mich Charly an und rückt den (ihren) Laptop wieder zu sich zurück. „Lass das blöde Fenster doch einfach wo es ist und wir klären lieber wichtigere Dinge!“ Ich muss lachen. „Ich als dein Gott befehle dir, mir sofort zwei neue Fenster zu kaufen, sonst wirst du in der Hölle landen!“, rufe ich mit verstellt tiefer Stimme. Am Ende muss ich wieder lachen.
      „Mensch, mit dir kommen wir ja nie zu einem sinnvollen Ende!“, schnaubt Charly.
      „Na gut“, gebe ich mich geschlagen. „Die Fenster bleiben vorerst-“, ich hebe meinen Finger und schaue Charly streng an. „-vorerst drinnen.“ Charly wischt sich mit der Hand übers Gesicht und schüttelt dann fassungslos den Kopf. Die Wörter bleiben ihr im Hals stecken.
      „Ok“, sagt Charly wenig sagend. „Dann lass uns jetzt nochmal alles durchgehen und gleich notieren. Die Box kommt neben die von Changa. Bis zur Wand haben wir da noch fast 5 Meter Platz. Wenn wir die Box genauso wie die anderen fünf machen wollen, dann würde das genau passen. Diese sind nämlich-“, Charly wühlt in den Unterlagen „Genau 3,51 m breit.“ Ich nicke und versuche einen weiteren Lachanfall zu unterdrücken. Was ist heute nur los mit mir?
      Während meine Laune immer besser wird, zieht Charly immer mehr ein Gesicht und das ist nicht gut. Gar nicht gut. Ich versuche mich etwas zu beruhigen und zum Thema „Bau einer neuen Box“ auch etwas konstruktives beizutragen. „Wenn wir gut weg kommen und es schaffen, mindestens die Hälfte davon zur Marke „Eigenbau“ zu machen, wird es hoffentlich nicht teurer als 1500 werden und das ist schon teuer genug.“ Charly schaut mich mit verschränkten Armen an und trommelt ungeduldig mit den Händen. Dazu zieht sie noch die Augenbrauen nach oben, was ihre, sonst schon großen Augen, noch größer macht.
      „Und du wolltest tatsächlich nochmal das Doppelte ausgeben, nur um zwei neue Fenster zu haben?“
      Ich seufze. „Ist ja schon gut, man kann doch mal Träume haben!“ Charly gluckst und zieht den Kopf an den Hals. „Jetzt hast du ein Doppelkinn.“, sage ich und muss wieder lachen.
      „Träume?!“, fragt mich Charly. „Süße, die meisten träumen von Mallorca oder New York und du verbringst deine Nächte damit, von einem neuen Scheunenfenster zu träumen? Dir kann man echt nicht mehr helfen.“ Währenddessen krümme ich mich und kann gar nicht mehr aufhören zu lachen.
      „Muss Klo-“, bringe ich noch heraus, bevor ich mich vom Stuhl hieve und Richtung Toilette stolpere.

      Als ich zurück komme, hat sich meine verdammt komische Stimmung allerdings gelegt und Charly und ich schaffen es, uns das Wichtigste zu notieren. Noch am gleichen Abend steht unser Entschluss fest, wirklich einen Versuch zu wagen. Es sollte erstmal nur eine sein, für mehr hatten wir keine Zeit und kein Geld
      Da Charly nun bereits zwei Jobs hat und ich einen, waren wir mittlerweile im Plus mit unseren Einnahmen und haben uns dazu entschlossen, diese nun sinnvoll zu nutzen. Charly hatte, neben ihrem Minijob im Andenkenladen, noch einen im Tierheim gefunden und ich bin echt zufrieden mit dem als Stall“Bursche“ auf einem Alles-Wunderbar-Strand-Meer-Urlaub-Pferde-Reiterhof in Fleury d`Aude. Ich verdiene ordentlich, habe nicht allzu viel zu tun und bin den ganzen Tag von Pferden und deren Hinterlassenschaften umgeben. Blöd ist nur, dass die eigene Hofarbeit dadurch deutlich den Rückzug gemacht hat und vieles, was ich schon längst habe tun wollen, noch nicht getan wurde. Aber jedenfalls haben wir jetzt erstmal etwas Geld in der Tasche. Als ich am Abend, oder besser Nacht, in mein Bett falle und die immer noch verdammt dicke Capucine zu mir ins Bett springt, frage ich mich, ob das Glück, in welchem ich jetzt schwelge, noch lange anhalten wird. Manchmal kommt es mir so vor, als ist es zu viel und ich werde darin ersticken. Aber das wird die Zeit bringen. Ich musste jetzt einfach nur aufpassen, in welche Richtung ich geschwemmt werde, um der Strömung so zum richtigen Zeitpunkt noch entkommen zu können.

      Am nächsten Morgen stehe ich gewohnt um sieben auf. Da Charly heute nicht arbeiten muss, hatte sie sich dazu bereit erklärt, die Stallarbeit zu übernehmen. Außerdem will sie, wenn die Zeit reicht, etwas mit Coco trainieren und sich später nochmal auf Changa setzen. Ich muss heute jedoch arbeiten. Und das sogar recht lange. Heute bin ich auf dem Alles-Wunderbar-Strand-Meer-Urlaub-Pferde-Reiterhof zur Frühschicht eingeteilt, muss also alle Pferde auf die Koppeln bringen, Heu vorbereiten und Ställe ausmisten. Das kann lange dauern! Zum Glück werde ich fair für meine Arbeit bezahlt. Wie immer brauche ich auch heute morgen sehr lange, um endlich in den Knick zu kommen und schaffe es erst kurz vor knapp auf mein Fahrrad, um damit nach Fleury zu radeln. Ich brauche dringend ein Motorrad! Vor allem wenn der Winter hereinbricht. Wie immer radle ich die Serpentinen herab und biege dann, kurz bevor ich Saint-Pierre erreiche, nach Fleury d'Aude ab. Fleury d'Aude, Saint-Pierre-La-Mer und Les Cabanes de Fleury bilden eine Gemeinde und liegen recht dicht aufeinander. Es sind alle drei wunderschöne Dörfer, wobei Saint-Pierre eher für seinen Strand bekannt ist, Fleury für seine Geschichte und Les Cabanes für seine Fischerei. Der Reiterhof von Fleury liegt nur wenige Meter vom Strand entfernt und ist für mich wie ein Paradies. Ich bin eigentlich mit unseren fünf Kilometern schon immer ganz zufrieden gewesen, aber 200 Meter sind da schon nochmal mehr zufriedenstellender. Eigentlich ist es nur ein kleiner Hof. Es gibt 20 Boxen und einen großen Offenstall. Dafür laufen die Pferde aber auch mehrere Stunden pro Tag und sahen alle nicht mehr wirklich glücklich aus. Blöderweise kann ich aber nicht das geringste dagegen machen. Die Haltung ist super, alles ist sauber und die Sättel sitzen gut. Wie ich es mir schon gedacht habe, ist heute wirklich viel zu tun und so komme ich gar nicht auf die Idee, weiter über unser Problem mit der Box nachzudenken. Erst kurz nach drei ist meine Schicht zu Ende und der andere Stallbursche beginnt mit seiner Arbeit. Ich kenne ihn nur vom kurzen sehen. Er ist vielleicht so alt wie ich, kommt immer mit einer übelst tollen Karre namens Schwalbe und sieht recht nett aus. Aber der erste Blick täuscht ja meistens. Gerade als ich auf mein altes, klappriges Fahrrad steigen möchte, klingelt das Handy in meiner Hosentasche. Charly ruft an.
      „Da hat sie aber Glück, dass ich schon Schluss habe.“ murre ich und drücke auf den grünen Hörer.
      „Ja?“, frage ich genervt.
      „Wann bist du denn zu Hause?“, schallt es laut in mein Ohr.
      „Mensch Charly, das kam auf der anderen Seite wieder raus!“ Ich seufze. Irgendwie bin ich vollkommen platt von der heutigen Arbeit und die gute Stimmung von gestern ist vom Winde verweht. „Ich will gerade auf mein Fahrrad steigen.“, füge ich noch hinzu.
      „Ah! Das ist gut. Ich habe mich nämlich mal nach einem Handwerker umgefragt, damit unsere neue Box jedenfalls etwas professionell aussieht und habe auch einen gefunden. Er hilft uns sogar sehr gerne und hat im Boxenbauen schon viel Erfahrung. Er sagt eben nur, dass wir es jetzt anmelden müssen, damit er dann noch frei ist. Hättest du etwas dagegen, wenn wir uns etwas Unterstützung ran holen?“
      Ich schüttele den Kopf. „Nein“, sage ich dann noch. „Mach nur. Hilfe ist immer gut.“
      „Ja das habe ich mir auch gedacht. Weißt du was mir noch eingefallen ist? Kannst du nicht auf dem Reiterhof einen Zettel hin hängen und drauf schreiben, dass Hilfe gebraucht wird? Vielleicht meldet sich ja jemand, der sich etwas Geld verdienen möchte.“
      „Charly, dass ist ein Reiterhof für reiche Menschen, welche gerne erste Klasse leben und nicht für ein bisschen Taschengeld Handwerker spielen.“
      „Komm schon“, versucht mich Charly zu überreden. „Mehr, als dass sich keiner meldet, kann nicht passieren. Ah, da ruft jemand an. Ich muss auflegen. Wir sehen uns nachher!“
      Ich seufze, stecke mein Handy zurück in die Hosentasche und lehne das Fahrrad wieder an einen Baum. Ich glaube, Charly und ich teilen uns immer rein in unsere verrückten Tage.Aus meinem Rucksack krame ich ein abgerissenes Stück Papier und einen Kuli und schmiere eine kaum lesbare Botschaft drauf. Für mehr war ich heute zu faul. Dann muss ich wohl oder übel nochmal zurück in den Stall. Dort gibt es eine große Pinnwand mit Neuigkeiten und ich hänge den Zettel unauffällig dazu.Erst als ich auf dem Fahrrad sitze und Fleury schon längst hinter mir gelassen habe, fällt mir auch, dass auf dem Zettel überhaupt keine Adresse steht. Ich zucke nur kurz mit den Schultern und fahre weiter. Wozu noch mehr Geld ausgeben wenn man es auch selber kann. So schwer wird das Bauen einer Box doch wohl nicht sein.

      Zu Hause angekommen würde ich am liebsten sofort in mein Bett fallen, doch Charly werkelt eifrig in der Scheune herum und bittet mich, ihr doch noch ein bisschen zu helfen. Asuka liegt friedlich schlafend im Heu und auf einem der Strohballen kann ich Capucine erkennen. Die haben es gut! Zusammen räumen wir die Fläche frei, wo in kurzer Zeit die sechste Box entstehen soll. Es ist erstaunlich wie viel Müll sich da so ansammelt, den man gar nicht mehr sieht! Im Radio läuft wieder klassische Musik, Charly pfeift dazu und ich will einfach nur noch in mein Bett. Dieser Wunsch wird mir aber erst am späten Abend erfüllt, als meine Uhr gerade 10 schlägt. Vollkommen fertig falle ich in mein Bett, beschwere mich innerlich beim lieben Gott, dass Charly heute unbedingt noch unsere Haustür hatte streichen müssen, das Loch in der Stallwand verputzen und natürlich eine neue Lampe in der Scheune anbringen musste. Ich bin sogar so müde, dass ich nicht mehr merke, dass Capucine gar nicht, wie gewohnt, zu mir ins Bett springt und ihr Futternapf noch unangerührt in der Küche steht.

      Am nächsten Tag müssen Charly und ich beide nicht arbeiten und haben uns deswegen dafür entschlossen, zusammen die Pferde zu versorgen und auszumisten, damit es schneller geht. Als ich in die Küche geschlurft komme, fällt mein Blick sofort auf Capucines vollen Napf und mit einem Ruck richte ich mich, plötzlich mehr als munter, auf. „Charly!“, rufe ich entsetzt. „Weißt du wo Capucine ist?“
      Charly streckt ihren Kopf aus dem Bad und schaut mich fragend an. „War sie heute Nacht nicht bei dir?“ Ich schüttele den Kopf und schnappe mir eine Jacke vom Hacken im Flur.
      „Wo willst du hin?“, fragt mich Charly erstaunt und tritt ganz aus dem Bad.
      „Na wohin denn wohl. Meine trächtige Katze suchen!“, gebe ich schnippisch zurück.
      „Mach nicht so ein Stress. Ihr wird es gut gehen!“ Ich beachte Charly nicht weiter und renne über den Hof zur Scheune. Vielleicht hatte sie die Nacht dort verbracht, wer weiß warum. Als ich das Tor aufmache kommt mir tatsächlich eine Katze entgegen. „Capucine!“, rufe ich erleichtert. „Wie kannst du mich nur so erschrecken?“Aber warte mal, denke ich, die sieht ja anders aus. Ich setze gerade an Charly zu rufen, da kommt diese auch schon zu mir herein und kniet sich neben mich auf den harten Stallboden. Capucine schmiegt sich an meine Beine und schnurrt laut. Fassungslos schaue ich sie an.
      „Ich würde mal sagen“, ergriff Charly das Wort „wir haben jetzt ein paar neue Bewohner auf dem Hof.“
      „Aber-“, stottere ich verwirrt, „-aber sie sollte ihre Junge doch bei mir im Zimmer bekommen! Das neue Körbchen, die Spielecke, ist das alles umsonst?“
      „Capucine will ihre Kinder wohl eher natürlich aufziehen. Kann ich verstehen.“
      Die nun nicht mehr trächtige Capucine wendet sich von uns ab, rennt in Richtung Strohballen und springt dann leichtfüßig bis nach oben.
      „Dort oben hat sie die?“, frage ich ängstlich und schaue enttäuscht zu dem Fleck, an dem Capucines Schweif verschwand.
      „Dort oben sind sie jedenfalls sicher.“, versucht mich Charly zu beruhigen und klopft mir sacht auf die Schulter.
      Ich will gerade wieder aufstehen, als Capucine wieder auftaucht. Diesmal jedoch nicht alleine. Sie springt von einem Ballen zum anderen und läuft dann wieder auf uns zu.
      „Sie hat ein Junges dabei!“, rufe ich und schaue sie entsetzt an.
      „He, bleib ruhig. Die weiß schon, was sie tut!“
      Sanft legt Capucine das kleine Fellbündel vor uns ab und ich nehme es sofort in die Hand. Das Junge ist grau getigert, mit dem gleichen dichten Fell wie Capucine.
      „Ist das niedlich!“, flüstere ich und Charly kommt nicht umhin, mir zuzustimmen.
      Bevor ich es jedoch richtig bewundern kann, nimmt mir Capucine ihr Junges aus der Hand und läuft damit wieder zu den Strohballen.
      „Meinst du, dass es ihnen da oben gut geht?“, frage ich Charly ängstlich. Doch diese erhebt sich und geht zurück zum Tor.
      „Stelle Capucine frisches Wasser und Futter hin, dann muss sie ihre Jungen nicht auffressen.“
      Dann geht Charly.

      Den restlichen Tag streichen Charly und ich die Pfosten des Reitplatzes und der beiden vorderen Koppeln und dann noch unsere Trabstangen und die Cavalettis. Die Pfosten werden alle hellblau, wer weiß warum und die Stangen und Cavalettis machen wir so bunt, dass es schon fast in den Augen weh tut. Jedenfalls macht es Spaß und wir können unserer nicht vorhandenen Kreativität freien Lauf lassen. Die Farbe für die letzte Trabstange reicht nicht mehr und so haben wir eben nun eine graue Trabstange, welcher wir spaßeshalber den Namen The Walking Dead geben. Warum auch immer. Am frühen Abend, kurz vorm Dunkelwerden, schnappe ich mir meine Jeanie und longiere diese. Charly sitzt am Rand und schaut mir zu. „Nimm mal die Longe etwas kürzer. Außerdem tritt sie unter.“, korrigiert sie mich. Ich verdrehe die Augen und murre eine Beleidigung in mich hinein. Trotzdem befolge ich ihre Ratschläge und ich muss wohl zugeben, dass es nun besser geht. Nach einer halben Stunde intensiver Arbeit beende ich das Training und bringe Jeanie gleich in ihre Box. Charly holt dann noch die beiden Hengste Happy und Coco und ich schnappe mir Exel und Changa. Capucine sehen wir heute nicht mehr und mit einem flauen Gefühl im Magen, steige ich nach dem Abendbrot ohne meine Kätzin ins Bett.

      Zwei Tage später habe ich wieder Stalldienst auf dem Reiterhof in Fleury. Capucine hat sich seit der Geburt nicht mehr blicken lassen und nur der leere Futternapf und ein leises Miauen ihrer Jungen deuten darauf hin, dass sie noch da ist. Diesmal habe ich Spätdienst, habe früh also noch genügend Zeit die Pferde zu versorgen. Charly will, sobald sie am Mittag von der Arbeit kommt die Ställe ausmisten und so stopfe ich nur die Heusäcke wieder voll und bringe alle auf die Weiden. Halb drei steige ich dann auf mein Fahrrad, hänge mir meinen Rucksack über die Schultern und klappere die Serpentinen herab in Richtung Fleury d`Aude. Auf dem Plan an der Pinnwand im Stall steht wie immer die Einteilung der Aufgaben. Der andere angestellte Stallbursche hat heute mit mir zur gleichen Zeit Dienst und darüber war ich recht froh, denn alleine ist es echt eine triste Arbeit. Bei meinen Aufgaben steht, dass ich den Sandpaddock des Offenstalls abäppeln muss. Seufzend mache ich mich an die Arbeit. Nach fünf Minuten stößt der junge Stallbursche zu mir, welchen ich schon vom Sehen kenne und hilft mir stumm, den Sand zu reinigen. Nach einiger Zeit frage ich ihn jedoch, wie er heißt, denn diese Stille vertrage ich nicht.
      „Shadow“, sagt er nur und schaut mich an. Er sprach es nicht wie Schädou aus, sondern eher wie Schadoow. Es klang also nicht Englisch sondern Französisch. Shadow hat schöne hellblaue Augen, schwarze, längere Haare und einen liebes Gesicht. So wie er die Mistgabel anpackt, hat er Erfahrung mit solchen Dingen und ich frage mich, ob er auch Ahnung von Pferden hat.
      „Mio“, sage ich, ohne, dass er gefragt hat.
      „Du kommst nicht aus Frankreich, oder?“, versucht nun auch Shadow ein Gespräch zu entwickeln.
      Ich schüttele den Kopf. „Nein, ich komme aus Deutschland und lebe erst seit drei Monaten hier.“
      „Dafür sprichst du aber gut französisch.“
      „Danke.“
      Nach dem Abäppeln des Paddocks sehe ich Shadow nicht wieder. Ich bin dran mit Reitplatz putzen und er ist irgendwo bei den Weiden unterwegs.
      Punkt um sechs werde ich von der Chefin entlassen und mache mich auf den Weg zu meinem Fahrrad. Ich schließe es ab, setzte mich drauf und Puff, der Reifen des Hinterrads platzt. Nein! So etwas kann doch nur mir passieren! Ich steige wieder ab, drehe mein Rad herum und untersuche den Reifen. Er ist wirklich geplatzt und definitiv nicht mehr zu reparieren. Wie soll ich jetzt nach Hause kommen? Mein Handy habe ich heute morgen in der Eile zu Hause vergessen und ein Bus fährt, wenn schon, nur bis Saint-Pierre und von dort sind es für mich auch nochmal fünf Kilometer, welche ich zu Fuß mit einem kaputten Rad zurücklegen muss.
      Missmutig setze ich mich auf einen Stein am Rand des Parkplatzes und lasse den Kopf in meine Hände sinken. Was nun? Gerade als ich kurz vorm Verzweifeln bin, kommt aus dem Stallgebäude Shadow auf mich zu.
      „Ist dein Fahrrad kaputt?“, fragt er mich.
      Ich hebe meinen Kopf leicht und blinzel ihn an. „Ähm, ja...“, mehr fällt mir nicht ein.
      „Soll ich dich mitnehmen?“, fragt er mich leicht lächelnd.
      Ich werde rot und wende meinen Blick ab. „Das wäre toll“, murmel ich und stehe auf.
      „Klar, kein Problem. Komm mit.“ Er reicht mir seine Hand und zieht mich in Richtung seiner himmelblauen Schwalbe, in welche ich so abgöttisch verliebt war.
      „Hier, nimm meinen Helm, ich fahre heute ausnahmsweise mal ohne.“, sagt er freundlich.
      „Danke!“, sage ich leise und nehme den Helm an. Mein Gott war das peinlich. Als er auf das Gerät steigt und ich hinter ihm Platz nehme, fühlt sich mein Gesicht immer noch warm und rot an und ich bin froh, dass er es nicht sehen kann. Shadow lässt die Schwalbe langsam angehen und tritt dann überaus fürsorglich auf das Pedal. Wir rollen mit einem angenehmen Brummen vom Hof in Richtung Saint-Pierre. In Gedanken frage ich mich, ob ich ihm erzählt habe, wo ich wohne, doch ich kann mich an keine Situation erinnern und bekomme es leicht mit der Angst zu tun. Vielleicht ist er ja doch kein lieber Stallbursche sondern ein Entführer und ich bin so blöd gewesen, ohne Nachzudenken auf seine Schwalbe zu steigen. Aber welcher Entführer fährt eine Schwalbe, welche gerade mal 60 km/h erbringt?
      Ich konzentriere mich wieder auf die Straße. Jetzt kann ich sowieso nichts mehr an der Situation ändern. An einer roten Ampel, kurz vor Saint-Pierre, hält Shadow an und dreht sich zu mir herum.
      „Wo wohnst du denn genau? Ich wusste nur, dass du aus Richtung Saint-Pierre kommst.“ Will er jetzt etwa auch noch meine Adresse wissen? Vielleicht will er mich ja stalken?!
      Mit zittriger Stimme sage ich: „Saint Gorge, oberhalb von Saint-Pierre.“ Seine Augen funkeln mich belustigt an. „Du musst ja saumäßig Angst vor mir haben, wenn du dich so duckst.“ Ich hatte mich geduckt?! Schnell richte ich mich wieder auf.
      „Ich weiß nicht, was du meinst.“, sagte ich mit versucht starker Stimme.
      Shadow gluckst nur und sagt dann: „Zufälligerweise kenne ich Saint Gorge. Ein toller Ort und ein toller Platz zum ausreiten-“ Er hätte vermutlich noch mehr gesagt, doch in diesem Moment schaltet die Ampel auf grün und wir fahren weiter. Shadow scheint den Weg die Serpentinen hinauf gut zu kenne und fährt mich gekonnt und recht zügig nach Hause. Als er sein Motorrad auf dem Hof abschaltet und mir beim Absteigen hilft. Schaut er sich staunend um.
      „Hier hat sich aber viel verändert! Natürlich nur zum Guten.“, fügt er hinzu.
      „Du warst hier schon mal?“, frage ich erstaunt.
      „Ja, mein Vater hat hier mal als Stallbursche gearbeitet und ich bin nach der Schule immer hierher gekommen.“
      „Oh“, sage ich wenig konspirativ.
      Shadow schaut auf die Uhr. „Ich muss los, wir sehen uns bei der Arbeit.“
      Er setzt seinen Helm auf und steigt auf seine verdammt coole Schwalbe. Shadow will gerade den Motor starten, da gehe ich schnell nochmal auf ihn zu. „Shadow! Danke fürs herbringen! Ohne dich hätte ich nach Hause laufen müssen.“
      „Kein Problem, schön wenn ich dir helfen konnte.“ Wieder will er den Motor starten doch mir kommt noch eine Idee.
      „Hast du zufällig Lust dir etwas Geld zu verdienen?“ Er neigt den Kopf und schaut mich schräg an. Mon Dieu! Was dachte er wohl in diesem Moment? Deswegen fügte ich noch schnell hinzu: „Also ich meine, dass ich etwas Hilfe hier auf dem Hof brauche. Wir haben vor, eine neue Box zu bauen und sind in solchen Dingen sehr unbegabt. Vielleicht hast du ja Lust etwas zu helfen und dir Geld zu verdienen?“ Er nickt grinsend und ich bin mir sicher, dass er das Gleiche gedacht hat wie ich. Warum muss ich immer so peinlich sein? „Klar, sag einfach Bescheid, ich helfe gerne.“
      Er kramt in seiner Tasche nach einem Zettel und einem Stift und krickelt eine Nummer drauf. „Hier“, sagt er und hält mir den Zettel an. „Melde dich, falls du Hilfe brauchst.“ Ich nehme ihn entgegen und bedanke mich nochmal überschwänglich. Dann steigt Shadow auf sein himmelblaues Gefährt und poltert die holperige Einfahrt entlang zurück in Richtung Saint-Pierre.

      Eine Woche später haben Charly und ich es geschafft, alle Materialien zu besorgen, welche man zum Bauen einer Box brauchte. Der Handwerker, von dem Charly gesprochen hatte, stellt sich als junger Mann Anfang 20 heraus, welcher gerade erst seine Lehre beendet hatte und ich war am Anfang etwas skeptisch, ob das so eine gute Idee gewesen ist. Nachdem er jedoch zweimal zum Kaffeetrinken vorbeischaute und beides mal leckeren Kuchen dabei hat, legen sich meine Befürchtungen etwas. Mit Shadow habe ich mich bis dahin nur bei der Arbeit unterhalten. Da wir nebenbei arbeiten müssen, habe ich noch nicht so viel über ihn erfahren, aber jedenfalls habe ich keine Angst mehr vor ihm und das war ein Anfang zur Besserung unseres Vertrauens. Am Samstag verabreden wir uns alle für halb neun auf dem Hof, um mit der Arbeit beginnen zu können. Laut dem Urteil des Handwerkers, welcher übrigens Nikolaus du Martin heißt, sollen wir es sogar an einem Tag schaffen, unseren Stall auf sechs Boxen zu erweitern. Nikolaus, welcher darauf besteht einfach nur Niko genannt zu werden, und Shadow sind beide pünktlich zur verabredeten Zeit auf dem Hof und so können wir ohne Verzögerung anfangen. Da die Katzenjungen immer noch im Stroh wohnen, verlegen wir das Sägen des Holzes nach draußen, um den Jungen nicht das Fell zum Stehen zu bringen. Während der Arbeit kommen wir endlich alle mal ins Gespräch und ich bombardiere Shadow zugleich mit allen möglichen Fragen. Als am Abend die sechste Box fertig dasteht, habe ich so einiges aus Shadow heraus gekitzelt und ihm auch alles mögliche von mir erzählt. Er hat die ganze Zeit interessiert zugehört und aufgeschlossen Fragen beantwortet und es war echt ein toller Tag gewesen. Ich habe so einiges über ihn erfahren. Zum Beispiel, dass er 19 ist, sein Abi letztes Jahr gemacht hatte und nun Biologie und Sport auf Lehramt studiert. Es war nicht gerade meine Vorstellung von Beruf, aber als er davon schwärmt Grundschullehrer zu werden und alles besser zu machen als seine Grundschullehrer, kann ich ihn doch etwas verstehen. Außerdem erzählt er mir von seiner Familie, welche nicht sehr groß ist. Eigentlich besteht sie nur aus seinem Vater, welche alte Motorräder billig aufkauft, diese repariert und dann wieder teurer weiterverkauft und seiner kleinen Schwester, welche gerade knapp 16 Jahre alt ist. Außerdem hat Niko Charly dazu verdonnert, mit ihm am nächsten Wochenende zu irgendeiner Party in Saint-Pierre zu gehen und Charly hat nicht ganz so abgeneigt gewirkt. Auch die Box konnte sich sehen lassen und ich denke, wir waren mit dem Resultat alle mehr als zufrieden. Es tat gut, endlich ein paar Kontakte geknüpft zu haben und es schien, als sei ich jetzt erst richtig in Frankreich angekommen. Am späten Abend, kurz nachdem wir das kleine Lagerfeuer gelöscht haben, verabschieden Charly und ich uns von Niko und Shadow und bedanken uns für ihre Hilfe. An diesem Tag und auch an keinem weiteren, wird je nach einer Bezahlung gefragt.
    • Canyon
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      11. November 2015 | 9.042 Zeichen | Canyon
      Jear, neues Pferd!

      Mio »
      Nur ein paar Tage nachdem unsere neue Box fertig gestellt wurde, zog auf Saint Gorge das sechste Pferd ein. Ich war von Anfang an in sie verliebt gewesen und nun, da der Platz bei uns da war, hatte ich mich dafür entschieden, die Rappscheck Stute zu kaufen. Sie hatte mich nicht nur vom Aussehen überzeugt, sondern auch vom Charakter und ich war überglücklich, dass sie tatsächlich nun zu uns gehörte. Ocarina kam aus Kanada zu uns geflogen und so hoffte ich, dass sie den weiten Weg übers Meer heil überstanden hatte. Shadow, Nico, Charly und ich trafen uns deswegen kurz nach halb acht bei uns auf dem Hof uns stiegen dann alle in die neue Karre von Nico, welcher auch einen Anhänger für uns besorgt hatte. Für einen eigenen reichte das Geld leider noch nicht. Der Flughafen, an welchem die Stute ankommen sollte, lag in Montpellier und so mussten wir schon einige Zeit fahren, bis die riesige Anlage in Sicht kam. Dort meldeten wir uns an, ich gab meine Papiere her und eine Stunde später durfte ich meine neue Stute das erste Mal sehen. Sie war noch etwas schläfrig und schien noch nicht ganz so auf Damm, so konnten wir sie ohne größere Probleme in unseren Anhänger verladen. Ich unterschrieb noch schnell ein paar Papiere und schon saßen wir wieder im Auto in Richtung Saint Gorge. Nach einigen Minuten wurde es im Anhänger unruhiger. Ocarina musste aufgewacht sein. Deswegen hielten wir auf der halben Strecke an, um Ocarina eine kleine Ruhepause zu gönnen.
      „Hallo Ocarina!“, flüsterte ich, als Nico vorsichtig die kleine Tür öffnete. Neugierig streckte die Stute ihren Kopf in unsere Richtung, sodass ich sie an den Nüstern streicheln konnte. Als jedoch ein Auto neben uns in die Parklücke des Parkplatzes fuhr, erschrak sie und riss ihren Kopf zurück. Die restliche Fahrt verlief ohne größere Probleme. Kurz nach Mittag waren wir wieder auf dem kleinen Hof und luden die schöne Stute aus. Sie war noch nicht eingeritten, gerade mal drei Jahre alt und sollte nicht ganz so einfach zu händeln sein, wie unsere anderen fünf Pferde. Ocarina bekam die neue Box, gleich neben Changa. Wir drückten alle die Daumen, dass sie sich vertragen würden und wir Ocarina ohne größere Probleme zu Changa, Jeanie und Exel gesellen konnten. Während der Fahrt war sie nun komplett munter geworden und stolperte wild aus dem Anhänger heraus. Mit meiner Stimme versuchte ich die schöne Stute etwas zu beruhigen, doch sie war so aufgeregt, dass ich damit nicht weit kam. Ihre Ohren wirbelten von der einen Richtung zur anderen und ihr war erhoben und blickte über alle hinweg. Sie tänzelte unruhig auf der Stelle und ich beeilte mich, dass sie in ihre Box kam. Dort würde sie sich hoffentlich etwas beruhigen. Shadow öffnete vorsichtig das Tor zum Stall und ich führte Ocarina hinein. Als ich Ocarina vorsichtig das Halfter abnahm und die Boxentür schloss, stieß sie ein lautes Wiehern aus und schnaubte aufgeregt. Die Möhren, das Kraftfutter und das Heu beachtete sie gar nicht, sondern drehte eine kleine Runde in der Box. Ich blieb noch, mit etwas Abstand zur Box, bei ihr stehen und beobachtete die Schöne.
      „Ocarina Of Time.“ murmelte ich. Ich war wirklich glücklich, sie gekauft zu haben. Irgendwann würde sie fressen, darüber machte ich mir jetzt noch keine Gedanken.
      Ich schloss vorsichtig das große Stalltor und gesellte mich zu den drei anderen, welche es sich auf unseren Gartenstühlen bequem gemacht hatten. Ein paar Minuten saßen wir schweigend da und lauschten den Geräuschen der Natur. Irgendwann brach ich die Stille mit einer Frage.
      „Hat jemand Lust auf einen Ausritt?“ Verdutzt blickten mich drei Gesichter an.
      „Doch nicht etwa jetzt, oder?“, fragte Shadow erstaunt.
      Ich zuckte die Schultern. „Doch, klar, warum nicht?“
      Charly erhob sich langsam aus ihrem Chefsessel und sagt: „Ich habe Bock. Coco gehört mir!“
      Dann ging sie in Richtung Hengstkoppel. Nun stand auch ich auf. „Jeanie ist meine!“, sagte ich bestimmend und ging in die andere Richtung zur zweiten Koppel. Die beiden Jungs blieben noch einen Moment sitzen, bevor auch sie sich seufzend aus ihren Stühlen erhoben und mir folgten. Wir banden die fünf Pferde diesmal nicht an der Stallwand fest, sondern nutzten die Latten unserer Terrasse dafür. Ich putzte eifrig meine Jeanie, während Charly Coco und Happy entstaubte, denn unser kleines Shetty sollte als Handpferd mitgenommen werden, Shadow putzte den, wie immer sauberen, Exel und für Nico blieb dann nur noch Changa übrig.
      Nach etwa einer halben Stunde waren alle Abflugbereit und wir saßen auf. Über die Richtung wurden wir uns schnell einig. Alle waren davon überzeugt, dass der Weg nach Saint-Pierre und, wenn wir es schaffen sollten, ein kleiner Abstecher zum Strand, die Beste Entscheidung war. Da Coco und Happy beide lieber vorneweg gingen, ritten Charly und Nico ein Stückchen vor uns. Ich hielt mit meiner Jeanie und Shadow mit Exel etwas Abstand. Der Weg führte uns die Serpentinen herab in Richtung Saint-Pierre. Da Charly und Nico in ein Gespräch vertieft waren, fing auch ich ein Gespräch mit Shadow an. Ich kannte ihn erst seit kurzem und trotzdem waren wir schon richtig gute Freunde geworden. Besonders erstaunt hatte mich, dass er reiten konnte. Zwar war er jetzt nicht der geborene Turnierreiter, aber er kannte sich mit Pferden aus und schaffte es, in allen drei Grundgangarten im Sattel zu bleiben. Wir unterhielten uns zu erst über Ocarina, wanderten dann zu Excelsior, den Shadow hatte den kleinen Wallach, genauso wie ich, sofort in sein Herz eingeschlossen und hatte, seitdem er auf unserem Hof ein und auskehrte, immer wieder etwas mit meinem Wallach unternommen.
      „Du hast doch eine Schwester, oder?“, fragte ich ihn zwischendurch.
      Er nickte mit dem Kopf. „Ja, Candida.“
      „Reitet sie auch?“ Er kniff ein Auge zusammen und überlegte. Dann sagte er nachdenklich: „Reiten kann sie nicht wirklich. Meinem Vater hat schon immer das Geld dafür gefehlt. Sie wollte es schon immer erlernen, aber hier in der Nähe gibt es nicht viele Reiterhöfe und der in Fleury ist jetzt nicht so Hammer.“
      Ein kleines Grinsen breitete sich auf meinem Gesicht aus und als mich Shadow anschaute, verstand er sofort was ich meinte. „Wie wäre es damit, wenn ich deiner Schwester Unterricht gebe und sie dafür mit die Stallarbeit macht? Sobald sie die Grundkenntnisse erlernt hat, kann sie sich ja auch selbstständig mit unseren Pferden beschäftigen.“
      Shadow lachte. „Du kennst meine Schwester nicht, die kann wirklich anstrengend sein. Aber ich kann sie natürlich mal fragen.“
      Kurz vor Saint-Pierre nahmen wir einen kleineren Weg, welcher uns um das kleine Städtchen herumführte, behielten die Richtung zum Meer aber ein. Auf einem kleinen Feldweg trabten wir an, bis wir vor uns eine größere Straße erkennen konnten. Auf der anderen Seite konnte ich den Zeltplatz von Saint-Pierre erkennen. Im Schritt ritten um diesen herum und standen dann vor einer großen großen Ebene, mit trockenen Pflanzen und viel Sand. In kleiner Entfernung konnten wir die Dünen erkennen, dahinter lag das Meer. Wir ritten im Trab einen trockenen Sandweg entlang. Links lag Saint-Pierre und rechts die Dünen und das Meer. Es war wunderschön, besser hätte es nicht sein können. Jeanie machte immer wieder kleine Freudensprünge und trat fast Exel, welchem die schöne Landschaft nicht zu interessieren schien. Gleichmäßig trabte er über den weichen Boden und ließ seinen Kopf leicht gesenkt. Besonders stolz war ich auf Happy, denn der kleine Kerl hielt tapfer durch und galoppierte neben dem trabenden Coco her. Charly hatte ihn an einem langen Strick, so dass er noch genügend Freiraum hatte. Nico saß auf Changa auch recht entspannt. Die beiden schienen gut miteinander auszukommen.
      Irgendwann verließen wir den Sandweg wieder und bogen in Richtung Saint-Pierre ab. In gemütlichen Schritt arbeiteten wir uns die Serpentinen wieder hinauf um wenige Kilometer später wieder unseren kleinen Hof vor uns zu sehen. Wir spritzten unsere Pferde alle gründlich ab und schickten die fünf dann wieder hinaus auf ihre Koppeln. Die letzten Minuten bevor die Sonne unterging, sollten sie nochmal zusammen verbringen dürfen. Ocarina hatte tatsächlich angefangen zu fressen. Das Kraftfutter und die Möhren waren spurlos verschwunden, während der Heusack noch vollgefüllt da hing. Ocarina knabberte nervös am Holz der Box und ich wusste, dass ich sie nicht lange drinnen lassen konnte. Sie musste so schnell wie möglich nach draußen, um sich hier drinnen nicht zu Tode zu langweilen. Den Abend verbrachten wir zu viert gemütlich vor dem Fernseher und aßen Poppcorn. Asuka hatte sich zwischen Charly und Nico auf der Couch breit gemacht und ich vermisste die zickige Capucine, welche mit ihren Jungen immer noch im Stall wohnte. Nico und Shadow verbrachten die Nacht bei uns und ich musste zugeben, dass es ein gutes Gefühl war, nicht mehr ganz so alleine hier draußen zu leben. Die Nacht schlief ich gut und mit einem kleinen Lächeln auf dem Gesicht ein. Wer weiß, was sich in nächster Zeit noch so entwickeln würde!
    • Canyon
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      19. November 2015 | 10.335 Zeichen | Gwen
      Dressur E → A

      Heute war ich etwas spät dran, der Grund war schlichtweg, dass ich verschlafen hatte. Dementsprechend beeilte ich mich jetzt, die Box noch ordentlich einzustreuen und das Heunetz zu füllen. Dann hörte ich auch schon die Hupe des Transporters, welcher auf unseren Hof fuhr. Ich lief aus dem Stall, begrüßte den Fahrer und unterschrieb seine Papiere.
      Während ich die junge Stute aus dem Hänger führte, lud der Fahrer die Ausrüstung aus und stellte sie in die Stallgasse. Dann verabschiedete er sich auch schon und war wieder weg. Jeanie stieß ein kräftiges Wiehern aus und erhielt auch direkt eine Antwort von meinen Pferden, was sie dann doch etwas irritierte.
      Lächelnd führte ich die junge Stute erst einmal auf ihre Gastweide. Dort durfte sie sich ausgiebig austoben und sich erst einmal die Beine nach der langen Reise vertreten. Jeanie war Fellpony-Haflinger-Stute und knapp fünf Jahre alt. Ihr Aussehen war auf jeden Fall interessant: Sie besaß das Exterieur und den Behang eines Fellponys, aber die Fellfarbe eines Haflingers.
      „Witzig“, murmelte ich, während ich die Stute ausgiebig musterte. Man sah es ihr auf den ersten Blick nicht an, aber sie hatte wirklich raumgreifende Gänge und auch von selbst schon eine sehr schöne Haltung, da würde sich noch viel draus entwickeln können.
      Nun rief ich aber erst einmal ihre Besitzerin Mio an und berichtete, dass Jeanie heil bei uns angekommen war und es der Stute bestens ging. Für heute würde sie außerdem Schonfrist haben und sich erst einmal eingewöhnen dürfen, es waren ja doch allerhand viele neue Eindrücke für sie.
      Erst Morgen würden wir allmählich mit dem Training beginnen. Dementsprechend hatte ich auch noch genügend Zeit, um zu planen, was wir wann machen würden und dafür musste ich Jeanie sowieso erst einmal genauer kennenlernen.

      Und genau das geschah am nächsten Tag, nachdem wir beide ausgiebig gefrühstückt hatten und Jeanie sich bereits eine Stunde lang auf der Weide hatte austoben dürfen. Ich holte mein Berittpferd in den Stall und begann sie in aller Ruhe gründlich zu putzen. Dabei konnten wir uns schon wunderbar kennenlernen und ich merkte schnell, dass Jeanie eine sehr sympathische Stute war.
      Sie genoss meine Massage sichtlich und auch beim späteren Satteln benahm sie sich wirklich vorbildlich. Da es heute draußen regnete, gingen wir in die Halle. Dort führte ich Jeanie eine Runde warm, ehe ich sie ein wenig dehnte und dann ging es für mich auch schon in den Sattel. Am langen Zügel ritt ich sie warm und nachdem sie allmählich lockerer wurde, nahm ich die Zügel auf.
      Jeanie kannte bereits die grundlegenden Dinge und diese testete ich heute auch aus: Alle drei Grundgangarten, einige Bahnfiguren und auch Handwechsel. Besonders auf der gebogenen Linie hatte Jeanie noch zu tun, dass sie sich ehrlich stellte und nicht auf die innere Schulter absackte. Da würden wir noch genügend Arbeit haben.
      Aber da Jeanie wirklich motiviert mitarbeitete und so gut es ging versuchte, meine Hilfen umzusetzen, war ich eigentlich guten Mutes, dass ich die Stute nach den vier Wochen auf A-Niveau haben würde. Heute arbeiteten wir nur an den Grundlagen und vor allem mit vielen Hand- und Tempiwechseln, so dass Jeanie an den Zügel herantrat und den Rücken anhob. Die Anlehnung war für sie noch sehr anstrengend, weshalb ich ihr viele Dehnungspausen bot.
      Für heute reichte es dann auch, ich hatte mir ein Bild von Jeanies Können gemacht und ritt die Stute nun ordentlich ab. Im Stall bekam sie direkt eine Abschwitzdecke über und ich führte sie noch ein wenig trocken. Als sie dann wirklich trocken war, durfte sie auch zurück auf die Weide und ich erstellte unseren detaillierten Trainingsplan.
      Der sah nun so aus, dass wir am Anfang viel an den Gangarten arbeiten würden. Jeanie sollte erst einmal ihre Balance finden und vor allem ein gleichmäßiges Tempo. Erst dann wollte ich mit Biegung und Stellung beginnen und dann langsam das Viereck vergrößern und verkleinern erarbeiten.
      Jeanie machte fleißig mit und nach einer Woche hatten wir eine sehr gute Grundlage, um an den Lektionen der L-Dressur zu arbeiten. Anfangen taten wir mit leichten Stellungsübungen auf der langen Seite. Ich stellte Jeanie leicht nach außen und sobald sie reagierte, gab ich nach. So lernte Jeanie schnell die Hilfe. Zwischendurch arbeiteten wir auch viel am Zirkel und an den Schlangenlinien. Denn die bedurften auch einer korrekten Biegung.
      Die ersten Versuche waren oft noch sehr ungerade und mehr ein Wirrwarr durch die Halle, aber Jeanie lernte schnell aus und nachdem es im Schritt klappte, konnten wir es uns dann auch schnell im Trab erarbeiten.
      Zur Abwechslung nahm ich zwischendurch das Halten aus Schritt und Trab dazu. Ersteres ging sehr gut, aber beim zweiteren hatte Jeanie noch zu tun. Jedoch brachte die Routine den Rest mit sich und schon blieb Jeanie auch aus dem Trab wirklich geschlossen stehen. Nur das Antraben haperte noch etwas, aber mit der Zeit würde auch das kommen.
      Den Fokus wollte ich in der zweiten Woche mehr auf die Übergänge legen. Die waren mir oftmals noch zu abrupt und das durchparieren (besonders aus dem Galopp in den Trab) war noch sehr holprig. Jeanie fiel es schwer, ihr Gewicht ehrlich auf die Hinterhand zu nehmen. Deshalb arbeiteten wir viel mit Stangenarbeit und nahmen auch immer wieder die Volten und Schlangenlinien dazu.
      In den Biegungen fiel es Jeanie wesentlich leichter, sich auf ihre Hinterhand zu setzen und das Tempo zurückzunehmen. Das Durchparieren übten wir zwischenzeitlich aus der Volte heraus, wenn Jeanie sich sowieso vermehrt auf die Hinterhand setzte und schon fiel es ihr wesentlich leichter. Bald klappte es auch auf der geraden.
      Wenige Probleme hatte Jeanie hingegen beim Rückwärtsrichten und bei den Seitengängen. Manchmal reagierte sie mir bei beidem fast zu stark und ging dementsprechend zu schnell rückwärts oder seitwärts. Aber das gewöhnte ich ihr schnell wieder ab und nutzte die Motivation positiv, um ihr noch ein wenig mehr allgemeine Aufrichtung und Spannung zu verpassen.
      Drei Tage widmeten wir und komplett den Bahnfiguren und ich achtete genauestens auf die Ausführung von Zirkeln, Volten, Handwechseln und Schlangenlinien. Da Jeanie noch jung war, ließ sie sich wunderbar von mir und meinem Sitz beeinflussen, so dass schon bald kaum mehr etwas schief ging und ich ein herrlich gestelltes Pferd unter mir hatte.
      Viele Dinge fehlten uns auch gar nicht mehr, um den Schritt zur A-Dressur zur bewältigen. Das Zügel aus der Hand kauen lassen war von Anfang an kein Problem, denn ich hatte es schon so oft als Pause ins Training eingebaut. Am Aufnehmen hatte es oftmals noch gehapert, da war dann Jeanies Kopf ganz schnell wieder hochgeschnellt. Aber inzwischen ließ sie sich wirklich „aufnehmen“ und kam dann wieder fast von alleine an den Zügel heran.
      Ihre Selbsthaltung hatten wir auch wirklich gut erarbeitet, denn während des Überstreichens im Galopp blieb sie in ihrer Haltung und fiel so gut wie nie heraus. Ein Geheimrezept bei Jeanie war das Stimmenlob. Darüber freute sich die Stute immer besonders und deshalb war sie zumeist auch die gesamte Stunde über hochmotiviert.
      Jeanie war so ein Pferd, welches zufrieden beim Aufwärmen und beim Abreiten schnaubte und gerne mitarbeitete. Die Dressur lag ihr wirklich, denn dann ging Jeanie ehrlich auf. Unsere letzte Hürde war nur noch die Kehrtwendung auf der Vorhand und die mittleren Gangarten. Aber auch das bekamen wir schon bald auf die Reihe.
      Da Jeanie so sensibel auf meine Hilfe reagierte, war es auch nicht sonderlich schwer, sie zurückzunehmen und zulegen zu lassen. Stattdessen musste man eher aufpassen, dass Jeanie nicht zu fleißig war und zu viel an Tempo zulegte oder zurücknahm, aber eigentlich war das gut, denn die versammelten und verstärkten Gangarten würden auch noch bald hinzukommen und da würde sich dieses Potenzial auf jeden Fall auszählen.
      Die vier Wochen neigten sich allmählich dem Ende zu und eigentlich fehlte uns nur noch der endgültige Feinschliff. Deshalb widmeten wir uns wirklich nur noch unseren Problemstellen. Stattdessen nahm ich in der letzten Woche noch einmal die Longenarbeit hinzu und aktivierte auch noch einmal von unten Jeanies Hinterhand- und Bauchmuskeln durch Stangenarbeit. Außerdem half diese Arbeit ihr auch noch einmal in der eigenen Haltung.
      Bei Jeanie musste man aufpassen, dass sie sich nicht einrollte, denn vom Exterieur war sie dafür geschaffen, so dass ihr das gerne mal gelegen kam. Da aber Jeanie sehr auf Stimmenlob reagierte, konnte ich ihr fix begreiflich machen, welche Art der Haltung mir wesentlich besser gefiel, nämlich die knapp vor der Senkrechten, wenn das Genick auch wirklich der höchste Punkt war.
      Für Mio schrieb ich nebenbei auch allerhand auf, was sie dann selbst im fortschreitenden Training beachten konnte. Noch hatte Jeanie viel Potenzial zum entfalten, aber wir waren jetzt ja auch erst auf A-Niveau angelangt. Und um unseren Training ein Sahnehäubchen aufzusetzen, besuchte ich mit Jeanie ein kleineres Hofturnier in unserer Nähe. Dort nahmen wir mit der Erlaubnis von Mio an einer E-Dressur und einer A-Dressur teil. Erstere fiel Jeanie wirklich leicht und sie behauptete sich sehr gut gegen die Konkurrenz. Bei den Warmblütern in der A-Dressur hatte sie schon wesentlich mehr zu tun und die Turnieratmosphäre war natürlich auch noch einmal etwas anderes.
      Aber für ihr Alter und ihren Ausbildungsstand bewältigte sie die von mir gestellten Aufgaben mehr als gut und lief auch sehr entspannt im Viereck, so dass ich Mio ein gut trainiertes Pferd nach Hause schicken würde. Drei Tage hatten Jeanie und ich noch. In diesen machte ich aber nicht mehr sonderlich viel, da wir unser Ziel mehr als erreicht hatten. Stattdessen durfte Jeanie sich noch ein wenig entspannen und gemeinsam erlebten wir tatsächlich den ersten Schneefall in Kanada.
      Es war früh am Morgen, als ich die Pferde auf die Weide brachte. Gerade als ich mit Jeanie an der Seite den Stall verließ, spürte ich die kühlen Flocken auf meinem Gesicht und als ich nach oben blickte, sah ich die weiße Pracht hinunterrieseln. Als Jeanie dann am Nachmittag abgeholt wurde, war der Boden schon vom Schnee weiß gepudert und ich erahnte, dass spätestens Morgen alles schneeweiß sein würde. Dementsprechend wünschte ich Jeanie noch eine angenehme und sichere Reise, ehe mich auch mein nächstes Berittpferd verließ.
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    Himmel - ungepflegte Pferde
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    Canyon
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    8 Aug. 2017
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    Valentines Jeanie
    (Jeanie)

    Abstammung
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    Von Look at my Hair
    Von Traquit Aus der Löckchens Haarpracht

    Aus der Julchen

    Von Justus Aus der Lara


    Exterieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Stute
    24. April 2010

    Fellpony - Haflinger | 144cm
    Lichtfuchs
    4x weißer Fuß | Schnurblesse



    Interieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    strapazierfähig | umgänglich | ruhig
    Jeanie ist eine junge hübsche Stute mit viel Potenzial. Sie ist sehr umgänglich, ruhig und unerschrocken. Außerdem ist sie sehr menschenfreundlich und anhänglich und zeigt viel Talent in der Dressur, wie im Springen und auch im Distanzen. Jeanie ist eine sehr strapazierfähige Stute, welche schnell lernt und später auch sicherlich ein gutes Turnier- und Zuchtpony werden wird.

    Besitzer: Canyon (Mio Michalski)
    VKR/Ersteller: verfallen/Ivi.Kiwi
    im Besitz seit: 19. September 2015
    Kaufpreis: 700 Joellen


    Qualifizierungen
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential

    Dressur E A L M

    Springen E A L

    Military E A L M

    Distanz E A L M S


    Erfolge
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren ✔

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    63. Synchronspringen | 223. Distanzturnier | 326. Springturnier| 231. Militaryturnier | 340. Dressurturnier | 233. Militaryturnier | [RS 51] Nikolausritt



    Zucht

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    [​IMG]
    [SK 438] Stuten mit Abzeichen

    Gencode: EeAaZz
    Zur Zucht zugelassen: Ja
    Eingetragene Zucht: Tyrifjord Ranch

    Nachkommen

    Mios Jelda - *2016 (von Elliot)
    Abe's Aelfric -*2015 (von Abraham van Helsing)


    Gesundheit
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Letzter Tierarztbesuch: 30. November 2015
    Gesamteindruck: sehr gut
    Aktue Krankheit/en: x
    Chronische Krankheit/en: x
    Erbkrankheit/en: x


    Letzter Hufschmiedbesuch: 1. November 2015
    Hufbeschaffenheit: fest
    Hufkrankheit/en: x
    Beschlag vorne: x
    Beschlag hinten: x

    Zubehör
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    PNG | Puzzel PNG | offizieller HG