Canyon

» Shyvana ♞

| Trakehner | Stute | gekrönt |

» Shyvana ♞
Canyon, 12 Aug. 2017
Zasa gefällt das.
    • Canyon
      Alte Berichte
      Die Ammenstute und die kleine Hexe
      unbekannt | Waldvoegelchen
      In Kanada war der Alltag eingekehrt. Ich bewunderte immer noch jeden Morgen die atemberaubende Landschaft, aber den Tag über widmete ich mich nur der Arbeit. Ich ritt auch oft aus, das war eine willkommene Abwechslung, vor allem weil ich noch lang nicht alles erkundet hatte.
      Heute stand auch etwas anderes an als sonst. Von einem Gestüt in unserer Nähe hatte ich einen Anruf bekommen, ein Fohlen wurde von seiner Mutter nicht angenommen und die einzige Ammenstute, die ihnen zur Verfügung stand war diejenige, die ich mir einige Tage zuvor angeschaut hatte und mit dem Gedanken spielte, sie zu kaufen. Wenn dies nämlich der Fall wäre, müsste ich das Fohlen ebenfalls übernehmen. Also machte ich mich auf und fuhr dorthin.
      Ned, der Besitzer des Gestüts, ein älterer, kleiner Mann mit Schnurrbart, begrüßte mich mit einem kräftigen Händedruck. Ich mochte ihn, er ging gut mit seinen Pferden um und er war immer zu Scherzen aufgelegt. Während er sich über meine Arbeitswoche erkundigte, führte er mich zu der Mutter- und Fohlenweide. Shyvana erkannte ich von weitem, sie stand relativ weit hinten und graste gemütlich. Hinter ihr hopste ein kleines, dunkles Fohlen, zwickte sie in ihre Kruppe und stolperte davon, als die Ammenstute sich umdrehte, um zurückzuzwacken.
      „Einen Namen hat das Fohlen noch nicht. Es ist ein kleines Stütchen, unglaublich lebensfroh – aber auch ganz schön frech!“ begegnete Ned.
      Ich lachte: „Ja, das sieht man. Das kannst du doch nicht machen, Ned, bei so süßen Fohlen kann ich doch nicht Nein sagen!“
      „Mir blieb keine andere Wahl, aber sag mir nicht, dass dieser kleine Wildfang dich nicht glücklich machen würde!“ grinste er.
      „Ach man… ich schau sie mir nochmal von nahem an, aber ich nehm sowieso beide mit, das weiß ich jetzt schon.“

      So kam es dann auch. Problematisch wurde es nur beim Verladen, die Kleine kannte das Halfter nicht, folgte der Ammenstute nicht einmal auf Schritt und Tritt und Shyvana selbst war anscheinend auch kein Fan vom Hänger.
      „Worauf hab ich mich da bloß eingelassen?“ seufzte ich, als die beiden nach einer geschlagenen Stunde sicher im Hänger standen. Als wir auf die Lake Mountain Ranch fuhren, erwarteten Rose und Eileen uns schon mit neugierigen Blicken. Das Ausladen verlief weitaus problemloser als das Einladen und auch der Weg auf die Weide verging ohne Tücken.
      In den nächsten Tagen würde sich bestimmt ein schöner Name für das kleine Fohlen finden, sie musste sich natürlich erst einleben. Aber eins stand von Anfang an fest: Die Süße hat uns alle verhext.

      Die Sieger
      unbekannt | Waldvoegelchen
      „Wahnsinn!“ dröhnte es aus dem Smartphone, „Ist das dein Ernst?“ – „Ja, na klar ist das mein Ernst, ihr werdet wohl noch länger ohne mich auskommen müssen.“ lachte ich. Gerade hatte ich auf der Ranch angerufen, dass sich Donnerschall, Shyvana und Jack für den Summer Cup des Gestüts Keep Smiling qualifiziert hatten. Die Konkurrenz war groß gewesen und vor allem stark, trotzdem hatten wir es geschafft. Von Jack war ich Glanzleistungen gewöhnt, aber wie Shyva einfach ihr gesamtes Potential gezeigt hatte – traumhaft! Donner wurde gerade erst eingeritten und auch er hat direkt überzeugt.
      Ich ging zu meinen Pferden und machte die anderen verladefertig, sie würden von einem unserer Pfleger direkt wieder zur Ranch gebracht werden, um unnötigen Stress zu vermeiden. Von den Süßen verabschiedete ich mich ausgiebig, bis ich meinen drei Champions eine richtig tolle Putzmassage gönnte. Vor dem großen Turnier würde ich sie noch waschen, aber jetzt ging es ums Verwöhnen, die drei hatten es sich wirklich verdient.
      Donner gnabbelte dabei natürlich an allen Bürsten herum, bevor ich den Putzkasten aus seiner Reichweite geschoben hatte. Ansonsten schnaubte er friedlich und man merkte richtig, wie er sich entspannte, seinen Kopf herunternahm und die Muskeln geschmeidiger wurden. Er fing sogar leicht an zu dösen. Zum Abschluss kraulte ich ihn noch am Mähnenkamm, da, wo er es so sehr liebte.
      Auch an Shyvana konnte man die Anspannung abfallen sehen. Es war einfach viel Stress die letzten Tage und die Pferde waren froh, es mal wieder so richtig ruhig zu haben, ohne viele fremde Pferde um sich herum.
      Lediglich an Jack merkte ich keinen Unterschied, er war natürlich immer tiefenentspannt, aber ein wenig wunderte es mich trotzdem. Das wird bestimmt nur die ungewohnte Situation im fremden Land sein, dachte ich mir und direkt tat es mir Leid, dass wir demnächst auch nach Italien zum Royal Peerage Event fahren würden. „Och Kleiner, wir schaffen das schon.“ Und ich hing im Gedanken fest, ob ihm das nicht zu viel werden würde.
      Am Abend trafen sich die Teilnehmer des Turniers noch zu einem Grillfest, um die Sieger zu feiern. Wir redeten ausgelassen, bis wir alle erschöpft ins Bett fielen.

      Die große Reise
      22. Januar 2015 | Zasa
      Nach langen Vorbereitungen war es nun soweit, zwar hat es länger gedauert aber jetzt konnte es losgehen.
      Die letzten Tage habe ich schon fleißig Cartons gepackt, Möbel verschickt und den Hof von Interessenten anschauen lassen. Es hat nicht lange gedauert bis mein kleines Gestüt einen neuen Besitzer fand, doch trotzdem werde ich es mit kleinen Tränen verlassen. Vor etwa einem Jahr habe ich auf einen Mittelalterevent in Südeuropa Ally kennengelernt, eine junge Frau welche die gleichen Begeisterungen wie ich hatte.
      Ich traf mich das Jahr über öfter mit ihr, mal hier, mal da, bis uns die große Idee kam -
      Wir verwirklichen unsere Faszination für die alten Zeiten zusammen auf einem eigenen Hof.
      Dann begann auch schon die Suche nach einem geeigneten Grundstück. Zum Glück hatten wir keine wirklichen Begrenzungen was Land und so anging, deshalb stoßen wir aus Zufall über eine Anzeige
      im Internet, zu verkaufen war ein kleiner ausgebauter Hof in Irland, genauer in Luggala.
      Es besaß alles was wir uns vorgestellt haben und so war es uns klar. Dort beginnen wir
      ein neues Leben! Uns begleiten viele Ideen in Form von Mittelalter Events und auch eine eigene Reitweise,
      basierend auf Vertrauen zum Pferd war schon in Planung. Alles perfekt soweit.
      Vor einem Monat habe ich den Flug gebucht. Es war die größte Hürde die ich zu überbrücken hatte,
      den kaum ein passender Flug hatte Platz für 15 Pferde. Doch nach langen Suchen und hin und her telefonieren war auch dies geplant. Ebenfalls hatte ich eine Fähre für den ganzen Möbel und Schnickschnak kram gebucht, welche innerhalb eines Tages auch ankommen sollte.
      Zunächst ging ich raus in den Stall, ich fütterte und mistete ein letztes mal.
      Ich glaube die Pferde konnten es ebenfalls fühlen das bald Stress anstand. Sie wirkten irgendwie nervös
      und unruhig. Nach dem füttern ging ich zurück zum Haus wo mich schon einer der 3 LKWs erwartete.
      Jeder von ihnen hatte Platz für 5 Pferde, welche zum Flughafen gebracht werden sollten.
      Ich bat die Fahrer auf einen Kaffee pause zu machen und packte in der Zeit allen restlichen kram zusammen, so das nur noch die Pferde und ich fehlen. Die Möbel seien schon in Luggala angekommen was mich sehr beruhigte, denn ein Leben ohne Möbel? Ich schmunzelte und packte weiter zusammen.
      Nach cirka einer Stunde kam auch die Käuferin der Gestüts zur Schlüsselabgabe also dachte ich das nun ein guter Zeitpunkt war die Pferde zu verladen. Mit genügend Hilfe verluden wir Pferd für Pferd, jedoch waren alle sehr verschieden. Shapaan zum Beispiel ging hoch wie eine eins, da er durch viele Tuniere da ein alter Hase war, aber Pferde wie Hnakki machten da schon mehr Probleme, aber nach gut einer Stunde haben wir es trotz Turbulenzen endlich geschafft. Ich überreichte den Fahren die Pferdepässe und schickte sie los zum Flughafen.
      Noch kurz unterhielt ich mich mit der Hauskäuferin und Checkte mit ihr noch einmal die ganze Anlage das auch ja alles geklärt war. Wir unterschrieben den Vetrag und dann verabschiedete ic mich mit tränenden Augen bis mein Taxi da war. Nun war noch einmal die Zeit gekommen in sich zu gehen. Ich dachte über die vielen schönen Tage hier nach, und wie alles anffing. Die Zeit verging schnell da ich vermeindlich eingeschlummert war, doch
      der Taxifahrer weckte mich aus meinen Träumen. "Wir sind da, das macht dan 21,50€".
      Schnell übergab ich ihm das Geld und ging zum Check In. Mein Flug startete in einer Stunde und auch die LKWs waren bereits eingetroffen. Ich schaute noch einmal im Tierbereich vorbei, lies die Pässe checken und ging zurück zum Passagierbereich. Dann wurde mein Flug auch schon aufgerufen und nervös ging ich zum Flieger.
      Freundlich wurde ich auf meinen Platz gewiesen. Es war erstaunlich leer, aber wer flog auch schon groß nach Irland, schmunzelte ich erneut. Der Flug würde nur etwa 2 Stunden dauern was mich sehr beruhigte.
      Nachdem ich noch ein wenig am Laptop spielte und Ally berichtete das ich bereits im Flieger saß.
      Etwas aufgeregt war ich ja schon, den jetzt gab es kein zurück und alles musste einfach gut gehen. Nach kurzem einschlummern hieß es auch schon das wir in kürze landen werden und ich war sofort wieder Hellwach.
      Direkt nach dem Landen Ging ich flott zu den Pferden um zu schauen ob alles okay war. Alle außer Zuckerschock waren wohlauf, sie war leider etwas müde da die radau machte und sediert werden musste.
      Zum Gkück waren auch schon die organisierten Transporter da und wir luden nach einer Futterpause die
      Pferde erneut auf. Diesmal ging sogar Hnakki brav hoch. Ich durfte im LKW mitfahren und lehnte mich entspannt zurück und schaute mir ein wenig die Landschaft an. Insgesamt fuhren wir noch einmal 2 Stunden da Luggala etwas abseits aller Städte lag, doch dann htten wir es auch schon geschafft. Ich stieg aus und schaute mir zunächst die Ställe an. Eine unheimliche Stille lag momentan noch in der Luft, aber das sollte sich bald schon legen.
      Mit Hilfe einer Anwohnerin bereitete ich die Boxen und Ställe vor. Heu und Stroh wurde zum Glück bereits geliefert.
      Dann luden wir alle zusammen die Pferde ab und brachten die ind die vorher eingeteilten Ställe.
      Man man man war das vielleicht ein Stress. Erschöpft setzte ich mich auf einen Holzstamm neben den Offenställen und beobachtete die Pferde, ob alles gut gehen würde, wie sie sich verhalten und träumte bereits von der Zukunft.
      Nun war es an der zeit die Möbel einzuräumen, denn gerade als ich eine Runde laufen wollte hupte es im Wald.
      Gott sei dank hatten sie genug Hilfen dabei, denn alleine war es doch..etwas schwierig. Nach gut 2 Stunden war das gröbste eingeräumt, fehlten nur noch die Gästehäuser, aber dies hatte noch 2 Tage zweit.
      Langsam wurde es dunkel und ich machte meine Runde über das Gelände, alle Pferde bekamen noch einmal Futter, und dann genoss ich die letzten Stunden des Tagen. Ich chattete noch ein weinig mit Ally welche bald eintreffen wird und schlief dann nach einem langen stressigen Tag endlich ein.

      Drei Neuzugänge in Luggala
      31. Januar 2015 | Zasa
      Heute stand wieder ein ereignisreicher Tag an. Nachdem ich und meine Pferde uns bereits gut eingelebt haben sollte sich der Hof um einzelne Tiere erweitert werden. Zunächst ging es aber wie jeden Tag in den Stall. Schnell war das Futter angerichtet und ich stritt zur Gabel, zum Glück standen nur 4 Pferde in den Boxen, schmunzelte ich.
      Die Zeit verging schnell undso ertönte auch schon das Handy. Es war mein Bekannter, welcher für mich die neuen Pferde am Flughafen abholen sollte, es hieß er sei in 30 Minuten schon da.
      Wie ein kleines Kind sprang ich auf und machte schnell die Ställe für die neuen fertig. Es handelte sich un Nachtschwärmer, ein Haflingerhengstfohlen, welchen ich vom Käufer wieder zurpckholte, da diese leider keine Zeit mehr hatte. Desweiteren konnte ich eine Hannoveranerstute namens Golden Wonder ergattern. Sie war die Mutter der vielseitig bekannten To Where the Skies are Blue aus dem Stalle Saleras. Ein wenig stolz war ich auf den dritten aus der Runde, Nachtfalke aus dem Stalle Occultas. Ein kleiner Amarican Miniatur Horse Hengst von einem Jahr. Dann war es auch schon soweit. Ich hörte bereits den LKW im Walt, dann durfte ich ihn auch erblicken. Wir luden alle Pferde ab, brachten sie in ihre Ställe und ließen sie natürich zunächst in Ruhe.
      Morgen würde ich noch einmal nach ihnen schauen und alle ein wenig mehr umkümmern.

      Tierarztbericht
      22. Februar 2015 | Sevannie
      [​IMG]
      Heute hatte ich einen Auftrag bei Zasa, diese wollte das ich zusammen mit meiner Zuchtpartnerin, welche auch meine Kollegin der Tierarztpraxis war, das wir ihre Pferde durch checkten. Sie würde bald einen Umzug planen und wollte somit auch das die Pferde eben dafür in guter Verfassung war. Ein vernünftiger Gedanke. Mittlerweile war ich auch schon auf ihrem Hof angekommen. Zasa stand schon bereit und empfing mich herzlichst. ,,Na.'',schmunzelte ich und holte mein kleines Köfferchen aus dem Kofferraum. ,,Ich hab dir schon den ersten bereit gestellt.'',lächelte sie und ich nickte. ,,Das ist schön.'',murmelte ich und lief mit ihr dann zu ihrem Putzplatz wo der erste Hengst schon stand. ,, Er heißt Shapaan und ist ein Englisches Vollblut mit Saddlebred drin.'',erklärte sie und ich nickte. ,,Naja er ist eigentlich ganz umgänglich. Er ist anhänglich aber kann auch temperamentvoll sein, mutig ist er auch.'',lächelte sie und ich nickte. ,,Naja da weiß ich ja was los sein wird.'',murmelte ich und streichelte derweil schon den Hengst nachdem er meine Hand etwas beschnuppern durfte. ,,Na du.'',lächelte ich und streichelte seinen Hals entlang. ,,Gut trainiert ist er ja.'',stellte ich fest und begann dann vom Streicheln über in das Abtasten zu gehen. Als erstes kamen die Beine dran, welche er immer wieder etwas anhob. ,,Lass sie ruhig stehen ich will sie nicht haben.'',meinte ich scherzend und tastete dann weiter ab. Langsam begriff er auch das ich nur abtastete. Alles war fertig abgetastet und die Zähne nach geguckt. Alles in bester Ordnung, als nächstes sah ich mir die Augen an. Sie hatten eine gute Reaktionszeit und verklebt waren sie auch nicht. Ich lobte kurz den Hengst und schmunzelte. ,,So ist's brav.'',meinte ich und nahm mein Stethoskop herauf. ,,Gut festhalten nicht das er sich erschreckt und zu Seite springt.'',meinte ich zu Zasa und sie nickte. Ich legte das Stethoskop an und zu meiner Verwunderung blieb der Hengst stehen. Seine Atemfrequenz lag bei 15 Atemzügen pro Minute, er hatte einen Puls von 36 Schlägen pro Minute. Ich legte das Stethoskop weg und nahm mir das Fieberthermometer heraus. Zasa lenkte den Hengst weiter ab und hielt ihn auch gut fest. Ich maß die Temperatur und nach einer Weile bekam ich das Ergebnis: 38,1 °C. ,,Okay, dem Hengst geht es prächtig. Er atmet gut und Fieber hat er auch keines. Beim abtasten tut ihm nichts weh und er hat weder eckige Zähne noch schlechte oder verklebte Augen, für ihn steht nichts mehr im Wege!'',schmunzelte ich und lobte den Hengst. Nun kamen wir zum nächsten Pferd, eine Stute namens Shyvana, diese Stute war ein Trakehner und ein Fuchsschecke, ein hübscher Fuchsschecke. Zasa hatte Shapaan weg gebracht und brachte mir diese Stute nun zum Putzplatz, auch sie sah schon geputzt aus. Natürlich wollten die Besitzer ja auch immer ihre Pferde ins beste Licht rücken. ,,So das ist Shyvana! Sie ist eine kleine Kämpferin.'',verriet mir Zasa und ich nickte. Naja sie sah sehr lieb aus dafür das sie eine Kämpferin sein sollte. Aber sie beschnupperte mich mit aufgestellten Ohren und freundlichem Blick, schon mal was gutes. ,,So große Maus, ich werde dir nichts schlimmes tun.'',murmelte ich und schmunzelte, ehe ich dann anfing sie wieder abzutasten. Bauch, Beine, Kruppe, Hals, Widerrist, alles was an dem Pferd eben dran war, außer eben der Kopf. Diesen schaute ich mir genauer an, also die Augen. Die Augen tränten nicht und waren auch nicht verklebt oder trüb. Die Zähne waren auch nirgends Spitz oder waren in irgendeiner weiße nun in keinem guten Zustand. ,,Rund um Glücklich, die Kleine, hm?'',fragte ich als ich sei ansah und sie kurz aufbrummelte. Herzzerreißend dieses wundervolle Geschöpf. Ich schmunzelte erneut und nahm mir mein Stethoskop zur Hand. Ich horchte sie ab und raus kamen die Normwerte, welche ich auch erwartet hatte: Der Puls lag bei 42 Schlägen pro Minute und die Atemfrequenz bei 15 Atemzügen pro Minute. Ich lobte die Stute, bis jetzt war ja alles glatt gelaufen. Als ich mir jedoch das Thermometer schnappte, Zasa sich an ihren Kopf stellte um sie zu loben und ich zur Kruppe lief wurde die Stute schon etwas misstrauisch, da ihre Ohren sich zum Nacken neigten. ,,Ganz ruhig.'',murmelte Zasa und ich hob vorsichtig den Schweifansatz an und die Stute machte schon Andeutungen als wolle sie auskeilen, so entfernte ich mich etwas von ihr und ließ den Schweifansatz wieder los. Zasa hatte die Idee sie mit etwas Müsli und Möhren abzulenken, was schließlich auch klappte. So kam ich dazu der Stute die Körpertemperatur doch noch zu messen. Als das Piepen des Thermometers ertönte blickte ich darauf und sah 37,6°C. ,,Gut das ist auch im Normbereich, also kann sie auch mit.'',lächelte ich und Zasa nickte. Sie brachte die Stute weg als sie fertig gefressen hatte und kam dann mit einer, mir bekannten, Stute wieder. Golden Wonder, ja an ihr hatte ich auch Interesse gehabt und hätte sie auch gerne bei mir im Stall, aber die ehemalige Besitzerin hat sich für Zasa entschieden. Auch gut, immer hin durfte ich sie nun durchchecken. Zasa band die Stute fest und wie erwartet kannte sie mich noch etwas. Also dauerte das beschnuppern nicht lange und ich begann sie abzutasten. Alles in bester Ordnung, auch die Augen und die Zähne. Das Abhören war noch ein leichtes Spiel, doch wie bei Shyvana machte diese Stute auch Andeutungen auszukeilen beim Messen der Körpertemperatur. Aber auch bei ihr klappte dies wunderbar mit dem Futtereimer und so hatten wir schnell alle Werte zusammen gekratzt. ,, Also ihr Puls liegt bei 37 Schlägen, ihre Atemzüge bei 12 und die Körpertemperatur bei 37,8°C. Sie darf also auch ohne Probleme mit Fahren.'',lächelte ich und Zasa lächelte ebenfalls, der Futtereimer war eine gute Idee gewesen, so ging das ganze wie am Laufband. Kaum war die Stute hier gewesen war sie auch schon wieder weg. Als nächstes kam Zasa mit einem, so schien es mir, Englischen Vollblut in einer äußerst schicken Farbe. Sie band das Pferd an und meinte dann; ,, Das ist Zuckerschock, sie ist ein Englisches Vollblut und eigentlich sehr umgänglich.'',lächelte sie und ich ließ mich derweil etwas abschnuppern. Sie schien eher desinteressiert als ich sie abtastete und auch das Abhören machte ihr nichts. Interessant. Sie war wirklich sehr umgänglich. Ich lobte die Stute kurz und meinte zu Zasa das alles bis jetzt im grünen Bereich wäre, sie stellte sich dann wieder nach vorne und ich begann mit dem Messen der Körpertemperatur, doch auch dies ließ die Stute eher unbeeindruckt. Gut sie legte kurz die Ohren an, aber als sie merkte das es nicht wirklich schlimm war beruhigte sie sich auch wieder. Auch die Körpertemperatur lag im Normbereich und Zasa führte die Stute dann mit einem Schmunzeln weg. Nun kam Cloud dran. Ja über ihn hatte ich auch schon einiges gehört und hatte auch nicht gedacht das ich ihn so schnell mal zu Gesicht bekommen würde. Sie band den Hengst an und er beschnupperte mich ebenfalls, wie alle Pferde zuvor. ,,Er ist der Vorletzte.'',erklärte mir Zasa und nickte. Über seinen Charakter brauchte sie mir nicht viel erzählen.. Wie ich ihn schon vom Hören und Sagen kannte war er ziemlich guckig, aber er kannte seinen Hof ja schon nur mich eben nicht. Ich tastete ihn vorsichtig ab und Zasa streichelte ihn ausgiebig was ihn mehr interessierte als diese Tierärztin die sich an ihm zu schaffen machte. Als ich mir die Augen anschaute blickte er etwas … treudoof drein. Richtig süß. Ich begann zu Lächeln und hörte ihn dann ab. Er zuckte kurz etwas vor Schreck weil das Stethoskop doch schon etwas kälter war, aber es legte sich auch wieder. Somit waren seine Atemfrequenz gerade etwas höher sowie der Puls aber das mochte am Schreck liegen, nahm ich ihm auch nicht übel. Als letztes kam es zum Messen. Ich lief hinten zu seiner Kruppe und Zasa streichelte und betüddelte ihn weiterhin. Ihn interessierte es herzlichst wenig was ich gerade machte, er war vollstens auf Zasa fixiert, aber er zuckte auch kurz zusammen. ,,Alles in Ordnung.'',meinte ich dann und säuberte wieder einmal das Thermometer, ehe sie ihn weg brachte und mit dem letzten Pferd ankam. ,,Das ist 'The Circle of Unbroken', ein Friesen-Mix.'',erklärte ich und nickte. Hatte nicht eine meiner Zuchtpartnerinnen auch an ihm Interesse gehabt? Wie klein doch die Welt war. Schnell war der noch junge Hengst abgetastet und auch seine Augen und Zähne angeschaut. Auch abgehört. Er war echt brav wie ein Lämmchen! Ich schmunzelte und gab ihm kurz ein Möhrchen, ehe ich seine Körpertemperatur maß und nichts auffälliges feststellte. ,,So liebe Zasa, das war nun auch das letzte Pferd. Somit sind alle deine Pferde Startklar für den Umzug!'',lächelte ich und Zasa begann ebenfalls zu Lächeln. ,,Das ist schön, ich danke dir!'',,murmelte sie und ich verabschiedete mich von ihr als ich mein ganzes Zeug wieder gepackt hatte. Auch verabschiedete ich mit von Circle und ging zu meinem Wagen, ich verstaute meine Tasche und fuhr los.

      Willkommen in Luggala & Pflegebericht
      15. April 2015 | Zasa
      Leider hatte ich heute nur wenig Zeit, so weckte mich mein Handy bereits um 6. Seit der Zeitumstellung war es mittlerweile schon hell und das aufstehen fiel mir umso leichter. Nachdem ich mich kurz anzog, huschte ich mit einem Brot durch die Küche. Schnell aß ich auf und lief rüber zum Boxenstall. NAch etlichen wiehren fütterte ich Colour Paint, Flopp oder Hopp, Shyvana und Crazy in Love. Während die Pferde aßen, mistete ich die Boxen und verteilte die Heusäcke in den Paddocks. Als nächstes kümmerte ich mich um die Offenställe, wo Calle Cool, Filou und Circle standen. Die drei Friesenhengste kamen auch direkt neugierig vorbei und holten sich ihr Frühstück ab. Auch hier füllte ich die Heuraufen auf, sodass sie bis morgen reichen würden.
      Im nächsten Offenstall standen nur Shapaan und Hnakki, wie zuvor auch versorgte ich sie mit Kraft und Raufutter.
      Der letzte Weg führte zur Sommerkoppel, wo mich meine Stuten und Jungpferdeherde erwartete. Desire H, Jinx, Nachtschwärmer, Nachtfalke, All about und Golden Wonder warteteten bereits sehnsüchtig auf das Heu. Da die Herde ganztags viel mehr Gras als die anderen hatten, gab es für sie kein Kraftfutter, aber brauchten sie nicht, sichtlich wohl genährt, schmunzelte ich über die Vierbeiner. Nun hieß es warten..im laufe des Nachmittages sollten
      zwei neue Pferde Luggala bereichern. Es handelte sich um ein Fohlen, Pantoffelchen, welches bei mir geboren, verkauft und verwahrlost wurde, sowie um ein Fohlen von Cloud, welches bei einer befreundeten Bereiterin geboren wurde.
      Kurz nach dem ich darüber nachdachte traf der Transporter auch schon ein, und wir brachten die Pferde wie es sich gehört zunächst in eine Box, wo sie sich erstmal erholen konnten. Am Abend als ich erneut fütterte, brachte ich die beiden Fohlen auf die Sommerkoppel.


      Tierarztbericht
      26. August 2015 | Sevannie
      [​IMG]
      ,,Joyce!'',empfing mich Zasa lächelnd, als ich endlich wieder Zeit fand auf ihren Hof zu kommen. ,,Hey.'',schmunzelte ich und sie führte mich in den Stall hinein, dort wartete mitten auf der Stallgasse die wünderschöne Trakehnerstute Shyvana. ,,Ich verstehe.'',meinte ich grinsend und begann dann auch schon die Stute zu streicheln. Sie kannte mich anscheinend noch von meinem letzten Besuch, als ich sie durchsucht, geimpft und entwurmt hatte. Heute ging es nur an's durchchecken. So lobte ich sie sanft und begann dann sie abzutasteten. An keiner Körperregion der Fuchsscheckstute war etwas auffälliges zu finden, zucken tat sie auch nicht. Das war ja schon ein super Zeichen. So schaute ich mir noch irhe Augen an und diese schienen mir nicht trüb, noch tränten sie - im Gegenteil auch die waren in bester Ordnung. Sanft lobte ich die Stute und Zasa streichelte gerade ihre Nüstern, als ich ihr nur kurz ins Maul schauen wollte. Die Zähne die ich ohne Gefahr abtasten konnte, waren alle in der bester Ordnung, keiner hatte eine gefährliche Spitze die ihr weh tun könnte beim kaum. Shyvana sah ja auch nicht abgemagert aus, sie war gut im Futter - eben genau richtig. ,,So hast es gleich geschafft.'',murmelte ich und nahm mir mein Stethoskop zur Hand. Ich hörte die Trakehnerstute ab und der Puls als auch die Atemfrequenz lagen im Normbereich, somit war sie von der Lunge und dem Herzen her topfit. Sanft lobte ich sie, ehe es nun zum letzten und sicherlich schlimmsten überging. Ich legte das Stethoskop weg und nahm mir mein Thermometer zur Hand. Zasa blieb am Kopf der Stute während ich mich neben die Hinterhand an der Kuppe stellte und den Schweifansatz anhob, damit ich die Körpertemperatur messen konnte. Shyvana zuckte und lief einige Schritte, so brach ich den Vorgang ab und ließ die Stute zur Ruhe kommen. Beim zweiten anlauf klappte das ganze und die Stute blieb ruhig. Sanft lobte ich sie als das Piepen ertönte und blickte auf das Thermometer; 38,0°C. ,,So deiner Stute geht es blendend. Sie kann auf Turnieren und Krönungen starten ohne jegliche Bedenken.'',schmunzelte ich und verabschiedete mich von Shyvana. ,,So dann bis die Tage.'',lächelte ich noch und verabschiedete mich somit von ihr. Ich stieg in meinen Wagen ein und fuhr wieder vom Hof.

      Willkommen kleine Fliege!
      28. November 2015 | Zasa
      Wie gewohnt klingelte der Wecker sehr früh..Zwar störte mich dies immer noch, doch heute gab es ja einen freudigen Anlass.
      Vor einigen Tagen habe ich mir in Holland eine hübsche Shetty Stute angeschaut, Dragon Fly hieß sie.
      Es gab viele andere tolle Ponys, mit enormen Zuchtwert, doch ich entschied mich für die kleine Rappstute mit
      den blauen Augen. Auch wenn sie Im Zuchtkommitee durch die Augenfarbe leider keine Chance hat, wird sie in Luggala bestimmt irgendwann trd ein
      Fohlen begrüßen. Die kleine war gerade 3 Jahre alt, also komplett roh und direkt von der Koppel.
      Natürlich wurde trd sehr viel mit ihr gemacht, sodass sie keinerlei Scheu zeigt und auch vor alltäglichen Dingen nicht abgeschreckt wird.
      Gemütlich trank ich meinen Kaffee leer bevor ich mich in die Stallklamotten schmiss.
      Zunächst führte mich der Weg in den Boxenstall, wo Colour Paint und Calle Cool bereits auf mich warteten. Die zwei unterschiedlichen Hengste
      wiehrten aufgeregt, als endlich trubel im Stall war. Nach dem füttern der zwei brachte ich sie auf ihre Paddocks und mistete schnell die 2 Boxen.
      Nun machte ich mich zu den Offenställen, zuerst zu den Jungs, wo Shapaan zusammen mit Fohlen All About standen. Hier brauchte ich natürlich nicht misten.
      Ich fütterte beide mit den Wintercops, immer ab Ende November und hing die Heunetze neu bestückt zurück auf die Koppel.
      Im nächsten Offenstall wartete meine Stuten und Fohlen Gruppe bestehend aus Emese, Salea, Nandalee, Ala Forza, Nachtfalke, Meilenstein und Crazy in Love.
      Auch diese bekamen die Wintercobs, allerdings mit einem Mineral/Protein Zusatz.
      Ich beendete die aktuelle arbeit als plötzlich Jolien rief das der Lkw da ist.
      Ich nahm die Beine in die Hand und lief zurück zum Haupthaus, wo mich der charmante holländische Fahrer bereits erwartete.
      Verwundert wie gut er Deutsch sprach, machten wir und beide dran den LKW auf zu machen.
      Ich belächelte das Bild der riesen LKWs und der kleinen schwarzen Stute darin. Irgendwie echt süß!
      Wir klärten alles schriftliche, während Jolien die kleine in eine der Boxen im Stall brachte.
      Unser Offenstall ist leider noch nicht auf Shettyhöhe gebaut, sodass sie erstmal im alten Stall von Flopp oder Hopp stehen darf.
      Ich verabschiedete mich vom netten Holländer, und schaute nochmal bei Fly vorbei, doch gönnte ihr heute die verdiente Ruhe.
      Wippernd vor Kälte freute ich mich auf den warmen Kamin.
      Jolien hatte vorgeschlagen endlich hier mal etwas Weihnachtlich zu schmücken, was wir eute auch umsetzen würden.

      Pflegi + Erste Trainingsstunden mit Fraena
      24. Januar 2016 | Zasa
      Seit ein paar Tagen ist die hübsche Stute Fraena bei uns in Luggala zuhause. Die kleine ist eine Dunkelfuchs-Shettydame mit einem zarten Stockmaß von 0,81m. Es ist echt herrlich sie zu sehen! Ihr langes, dichtes Winterfell ließ sie wie ein aufgeblasenen Plüschbär aussehen. Doch so Massen an Fell kommen für sie sehr gelegen, aktuell haben wir nämlich eine herrliche Schneestiefe von 30cm bei etwa -10°C. Wobei, mittlerweile
      störten mich solche Temperaturen gar nicht mehr, Irland ist ja nicht für sein Dauerschönwetter bekannt. *Denkstunde aus* Ich schlüpfte in meine wärmsten Sachen die ich nur finden sollte. Mich schupperte es bei dem Gedanken, das es draußen kalte -9°C waren. Der erste Schritt nach draußen brauchte mich einiges an Überwindung.
      Ich Offenstall angekommen war es wie gewohnt pferde-leer, denn die meisten der Pferde standen trotz dem doofen Schneewetters weit hinten. Mit einem Strick bepackt ging es wieder raus in den Schnee - Fraena suchen. Allerdings ist die kleine Dame sehr menschenbezogen und kam direkt neugierig zu mir. Aktuell habe ich umsortiert, die Shettys stehen jetzt zsm mit den Mini Fohlen im Offenstall neben dem Wohnhaus. Die anderen stehen noch wie vorher. Ich begrüßte also die kleine Stute mit einem netten Streicheln und schnallte den Führstrick an. Willig folgte sie mir bis in den Putzvorstand im Offenstall, sodass ich auch keine Bedenken hatte sie fest anbinden zu müssen. Ich begann nun mit dem Putzen, wobei ich mich ja fast hinknien musste, doch was opfert man nicht alles für die Zwerge?
      Heute wollte ich ihr das erste mal den Gurt umlegen, ich machte mir den größten Kopf, wie ich es ihr angenehm bereitete, doch letztendlich stand sie totbrav da. Nach so einigem Wiederholen konnte ich also beruhigt den Gurt ein wenig zu machen.
      Auch das meisterte sie tapfer, worauf ich sie an die Longe schnallte.
      Zusammen spazierten wir über eine der aktuell leeren Weiden, kein mux von ihr.
      Freudig begeistert ließ ich mir von Janaii den Gurt abmachen und tragen, ich machte die Longe lang und so konnte sie sich etwas im Vertrauen meines Beiseins die Beine vertreten. Nach einer halben Stunde kroch die Kälte über mich und ich brachte die kleine zurück in den Offenstall. Dort holt sie sich noch ein Leckerlie ab und spazierte ruhig zu ihren Freunden auf die Weide. Ich begann also meine Pferde für den Abend zu füttern, die Boxenpferde fütterte ich noch einmal kräftig mit Heu und schloss für heute die Türen zu den Paddocks. Gerade ebend rief nämlich ein befreundeter Ranchbesitzer aus der Umgebung an, dass es dort bereits heftig unwetterte. Schwerer Schneesturm, sowie Temperaturen unter -20°C erwarteten uns. Geschockt beeilte ich mich die restlichen Boxen frisch zu machen, denn ich werde ein paar Pferde aus den Offenställen reinholen, die anderen bekommen unter anderem Decken. Ich entschied nach den Pferden, die die am wenigsten Kälteresistent waren, sowie Pferde die bei diesem Sturm Angst haben werden. Schnell war ich fertig und stiefelte zu den Offenställen. Dort streute ich mit Hilfe noch einmal kräftig ein, versorgte die Heunetze und verschloss die Tore zu den Weiden, heute durften sie drinne bleiben, bzw ist besser so. Dragon Fly bekam eine Decke, denn sie war geschoren, genau wie Colour Paint. Auch Shapaan bekam eine, denn er war bereits alt und es kommt nicht mehr genug Winterfell. Außerdem brachten wir nun noch Meilenstein & Jink, Nachtfalke & Forza, Crazy in Love und Shapaan in die Boxen. Beruhigt, aber dennoch unruhig ging ich nach drinnen. auch meine Fenster schloss ich, Türen unterlegt und Kamin an. - Na dann wollen wir mal -

      Wildes Trubel in Luggala
      4. April 2016 | Zasa
      Wie jeden morgen klingelte mein Wecker punkt 6. Schon fast wie ein Ritual zog ich meine Stallklamotten an, griff mir auf den Weg die kalte Tasse Kaffee von gestern nachmittag und schlürfte sie genüsslich weg..mehr oder weniger genüsslich sagen wir. Mit Luna bei Seite ging mein erster Weg in die Boxenställe, dort steht seit gestern Abend bereits Colour Paint, welcher wie ich auf seinen neuen Kumpel wartete. Vor kurzem hab ich einen schicken Lewitzer Hengst namens Cheveyo gefunden. Ein 16jähriger gekörter Mann, gefahren und viel allgm gefördert, mit wunderbaren Bewegungen und viel Ausstrahlung. Perfekt für Zasa dacht ich mir.
      Luggala wird bald etwas umgestaltet werden, es wird die Möglichkeit geben Lehrgänge auf unseren Pferden zu bestreiten, sowie Ausritte etc., die Zucht von Shetlandponys und Friesen wird kristalisiert und ich möchte meine Reit- und Ausbildungsart den Menschen nahebringen. Oder vllt doch ganz anders..man ist ja kreativ in der Lebensplanung *grins*. Genug ins leere gedacht, mistete ich in Ruhe Clouds Box, meine Pferde waren Futter erst ab um 7 gewohnt, also alles im Lot. Ich streute ein und fütterte meinen gierigen Scheißer endlich. Gar genervt von mir, von wegen: Warum mehrt die Alte so?! steckte er seinen Kopf in den Trog während ich den Stall verlies. Nun ging es in den Zweiteiler-Offenstall, nämlich zu meinen gelieben Zwergen. Nach dem mich alle Shettys erfolgreich angefressen hatten mit viel Suchmühe in die Hosentaschen steckten, begann ich auch hier neu einzustreuen und füllte alle Raufen mit Heu. Nun waren Fraena, Dragon Fly, Spencer und Flop grundversorgt..ja er ist wieder bei mir da die Käuferin wegen einem Zuchtumstiegs auf mich zurück kam, aber hey, nun wird er hier bleiben und mit Spencer das Wallach sein genießen. Weiter ging es im Offenstall von Crazy in Love, Jinx, Shyvana, Emese und der neuen..schon wieder nix erzählt. Nienke, eine hübsche Friesenstute, Niederlande geboren, durfte vor 2 Tagen ebenfalls Luggala begrüßen. Sie ist 6 Jahre alt, im schweren Typ stehend und soll bei mir neben der speziellen Reitweise, Dressur gefördert werden. Auch hier im Stall versorgte ich fix alle, bis es dann zu den Hengsten Calle Cool und Shapaan, welche ich genau wie die Ponys und Fohlen Nandalee, All About, Nachtfalke, Forza, Nachtschwärmer und Meilenstein grundversorgte.
      Mit vorerst ruhigem Gewissen spazierte ich wieder zurück ins Haus, wichtige Planungen standen an!

      Der Weihnachtsmann naht!
      11. Dezember 2016 | Zasa
      Es ist bereits sehr frisch und eisig geworden in Luggala. Heute stand ein kurzer Stallcheck auf dem Plan, da ich später wohl ein neues Pferd empfangen würde.
      Ich war schon putzmunter als mich der Wecker versuchte aus dem Schlaf zu reißen. Nach einer ruhigen Tasse Kaffee und einem kleinen Frühstück machte ich mich auf den Weg in den 2. Offenstall wo mich Calle Cool und Caplin v. Hoel schon freudig erwarteten. Ich fütterte die beiden Rappen zunächst ihr tägliches Kraftfutter, bevor ich anfing das Stroh neu aufzustreuen, sowie das Heu in den Vorrichtungen zu verteilen. Nun schnappte ich mir die Karre und befreite die Koppel von sämtlichen Pferdeäpfeln. Als die beiden Burschen fertig waren, schnappte ich mir die rumliegenden Putzsachen und putze sie kurz über. Nun ging der Weg zu meinen anderen männlichen, in den Offenstall Nummer 3..lustig, denn der 1. war immer noch frei. Genau wie bei den Friesen, fütterte ich die 4 Burschen und säuberte stall und Koppel. Auch Calour Paint, Alvari, Nachtschwärmer und Descarado freuten sich über die kleine Putzeinheit. Im Offenstall 4. standen meine 3 Stuten, Kabaal, Fraena v. Hulshóf und Mahamadou. Nach kurzem Streitschlichten, da sich die Zicken um ihr Futter beklauten, ging es auch hier wie bei den anderen zur Sache.
      Ich legte eine kurze Mittagspause kam auch schon der heiß erwartete Anruf, das mein Neuzugang mich gleich erwarten würde. Der schöne Rapphengst Thorin, ein Noriker, darf nun das Leben auf Luggala mit meinen anderen 9 Pferden genießen. Ihn erwartet eine abwechslungsreiche Ausbildung, er soll kein Sportpferd werden, aber er darf wohl gefördert werden.

      Kurz-Besuch
      1. Mai 2017 | Sevannie
      Der Wecker klingelte früh, die Sonne schien bereits und es schien heute ein etwas wärmerer Tag zu werden. Nach meinem allmorgendlichen Kaffee, sprang ich in meine schon leicht schmutzigen Arbeitsklamotten und machte mich raus in die Ställe.
      Im kleinen Offenstall 2 begrüßte ich zuerst Calle Cool sowie Caplin van Hoel. Die zwei Friesenhengste tretelten schon ungeduldig vor sich her.
      Nach dem das Kraftfutter verschlungen war sperrte ich den Unterstand zu und fing an gründlich zu misten. In einer der Ecken kam eine Strohmatte, der Rest war eher trocken gestaltet..es ist einfach besser für die Hufe.
      Nun lief ich das Paddock nach Äpfeln ab, öffnete das Tor und erlaube den zwei Hengsten nun freien Zugang zur Koppel.
      Der nächste Stop war der Offenstall 3, dort standen Colour Paint, Nachtschwärmer, Alvari und Thorin. Ebenfalls eine kleine Gruppe von Hengsten, welche sich sehr harmonisch zusammen gefügt haben. Ähnlich wie bei den Friesen, ging es auch hier zu, allerdings bekamen nur Colour Paint und Alvari ein wenig Kraftfutter.
      Als ich hier fertig war, öffnete ich nun auch den Koppelzugang.
      Laut Wetterbericht soll es nun keinen Bodenfrost mehr geben, weshalb ich die Offenställe wohl bald Sommer-tauglich machen müsste.
      Als letztes besuchte ich meine Stuten, Kabaal, Mahamadou und Fraena. Von ihnen bekam keiner Kraftfutter, allerdings verteilte ich ein wenig Heu zum knappern in ihrem Unterstand.
      Später ging es an das Training.
    • Canyon
      [​IMG]
      1. Mai 2017 | 2.210 Zeichen | Canyon

      Das mysteriöse S

      Malte »
      »Haha Malte schau‘ dir das mal an!« Petyr verfiel ohne Vorwarnung in einen Lachanfall. »Les‘ dir mal die Namen der Stuten durch.« Meinte er, während er sich immer noch den Bauch hielt. Er reichte mir einen Zettel, auf welchen uns Charly gestern vor ihrer Abreise die Fütterungsmengen für Nicos Pferde notiert hatte. Als ob ich die nicht bereits kannte. Auf diese Liste warf ich nun einen Blick, verstand jedoch nicht ganz, was Petyr von mir wollte. Verständnislos blickte ich ihn an. »Ja und?«
      »Na ließ mal, du Pflaume!«
      »He! Nenne mich nicht Pflaume!« Wieder versuchte ich den Sinn von Petyrs Lachanfällen auf dem verschmutzten und zerknitterten Stück Papier zu finden. Ich zuckte mit den Schultern und reichte Petyr den Zettel zurück. »Kein Plan was du meinst.«
      Petyr atmete tief durch, verdrehte die Auge und setzte dann zu einem Erklärungsversuch an. »Wenn man Witze erklärt, sind sie nicht mehr witzig.« Meinte er genervt. Dann blickte er in mein verständnisloses Gesicht und gab sich geschlagen. »Schau her«, meinte er und deutete auf den ersten Namen. »Die neue Stute heißt Shyvana. Sharis Fohlen heißt Samarra. Sweet Prejudice und Seattle‘s Scarlett stehen genau darunter. Colour Splash nenne wir immer Splash und sollten mich meine Ohren nicht getäuscht haben, hat Nico letztens eine Stute namens Sawanna gekauft.« Er grinste mich breit an. »Meinst du, dass das Absicht ist?
      Ich zog meine verwirrt Augenbrauen nach oben. »Was meine ich, was Absicht ist?«
      »Alter Malte! Willst du mich verarschen oder ist deine Leitung wirklich so lang, wie du vorgibst?« Petyr mochte es gar nicht, wenn niemand verstand, warum er lachte. »Alle Stutennamen fangen mit „S“ an und viele klingen verdammt ähnlich! Shyvana – SawannaSamarra
      Ich verzog angewidert mein Gesicht. Und ich hasste es, wenn jemand mir so direkt ins Ohr schrie. »Und was ist daran dein Problem? Phenomenon, Volente und Bijou fangen ja nicht mit deinem mysteriösen „S“ an und der kleine Royal Champion auch nicht, welchen ich übrigens ziemlich niedlich finden würde, würde er nicht ausgerechnet Nico gehören.«
      »Argh!« Brüllte Nico und drückte mir das mittlerweile hoffnungslos zerknüllte ehemals genanntes Stück Papier in die Hände. »Ach vergiss‘ es!«
    • Canyon
      [​IMG]
      04. Mai 2017 | 2.949 Zeichen | Cooper
      Prävention A

      Nach einigen Tagen Stillstand in der Klinik ging es weiter. Ich hatte einen Auftrag von Nicolaus du Martin aus Norwegen bekommen, hier sollte ich lediglich eine Prävention A bei einer sechsjährigen Trakehnerstute durchführen. "Alles klar, ich kann in drei Tagen bei Ihnen sein" sagte ich freudig am Telefon, zudem wies ich ihn noch daraufhin, das er den letzten Auftrag mit Rabatt erlangt hatte. "Sehr schön!" erwiderte die nette Stimme am Telefon und legte auf. Ich googelte sofort nach dem Wetter in Norwegen, was zu dieser Jahreszeit nicht am schlechtesten war und zurzeit Sonne und bis zu einnundzwanzig Grad versprach. "Du kennst doch das Wetter, das ändert sich immer und Wettermenschen haben keine Ahnung" beschwerte sich Simon. "Meckertante" antwortete ich, lachte und traf dann einige Vorbereitungen wie, den medikamenten Koffer packen, eine neue Akte für Nicolaus du Martin anlegen und ein Patientenblatt für Shyvana erstellen. Der Alltag ging ganz normal bis zu meiner Abreise weiter, ich verabschiedete mich umfangreich und einige Stunden später kam ich in Norwegen an. Der Zeitunterschied zwischen Kanada und Norwegen beträgt 7 Stunden, was nicht als so viel ist. Nicolaus Empfang mich auf seiner schönen Ranch, genannt Tirifjord Ranch, gegen zehn Uhr morgens. Wir tauschten uns erstmal ein wenig übereinander aus, sprachen über einige Pferde seiner Ranch und gingen dann auf sofortigem Wege zur Shyvana. "Und du brauchst wirklich eine kleine Auszeit oder Pause? Wir können dir gern einen Schlafplatz anbieten" sagte Nicolaus. "Nein Danke, ich muss wegen einen Körung sofort wieder zurück, aber vielen Dank" erwiderte ich. Die Ranch hatte einen Tunierpferdestall, dort stand die Fuchsscheckenstute. Ich wusste das sie etwas misstrauisch war, aufgrund ihrem aufwuchs in einer teilweise wilden Herde. Dennoch klappte der Annäherungsversuch sehr gut und ich konnte mit der Untersuchung sofort beginnen. Wie so oft fing ich zuerst mit der Begutachtung der Ohren, Nüstern, Augen und Pupillenreflex, Haut, Fell und ebenso auch Hufen. Weiter tastete langsam und behutsam die Stute ab um Verletzungen und Parasiten, zudem auch Verspannungen oder andere Knochen, Muskel oder Sehnenprobleme auszuschließen. "Sieht alles gut aus". Ich lobte die Stute und dokumentierte alles. Nachdem ich dies erledigt hatte kontrollierte ich noch Shyvana's Vitalzeichen, dies beinhaltete das abhören der Lunge und des Herzens. Zudem lies sie sich ohne Komplikationen die Temperatur messen. Alles war in Ordnung, ich teilte dies Martin mit und dokumentierte weiter. Nachdem bat ich noch nach dem Impfpass von der Stute um nachzuschauen ob und wie lange sie noch geschützt war. "Das ist alles noch im Rahmen. Allerdings empfehle ich bald eine Auffrischung" sagte ich und händigte ihm den Impfpass wieder rüber. Shyvana wurde ausreichend belohnt und versorgt, währenddessen bereitete ich mich auf meine Rückreise vor und verließ die Tyrifjord Ranch gegen spät Abend.
    • Canyon
      [​IMG]
      18. Mai 2017 | 4.275 Zeichen | Canyon
      Distanz E → A

      Malte » »Stört dich das nicht? Das mit den Namen?« fragt Petyr Nico. Nico zieht jedoch nur seine Augenbrauen nach oben und blickt Petyr herablassend an.
      »Stört es dich, lieber Petyr, dass es hier in Norwegen ganz viele Jonsens gibt?« Petyr antwortet nicht. »Na also. Und jetzt putze Sawanna, auch nur die kleinste Schürfstelle würde ich dir übel nehmen.«
      Grimmig blicke ich Nico an, was er jedoch nicht zu bemerken scheint. Ich hasse es, wenn er so großkotzig ist, vor allem wenn er so mit meinen Freunden umgeht. Ich halte mich jedoch davon ab, mich einzumischen und konzentriere mich weiter auf das Putzen von Prejudice.
      »In zehn Minuten ist Abflug!« Ruft Charly etwas weiter über den Rücken von Samarra hinweg. Ich seufze genervt, beeile mich jedoch mit Judis Sattelzeug, sodass ich wenig später pünktlich im Sattel sitze und ungeduldig auf die anderen vier Reiter mit ihren Pferden warte, welche alle mal wieder länger brauchen. Mit etwas Verspätung reiten wir jedoch dann vom Hof. Meine Motivation auf das Training war sehr gering, dafür würde ich nächste Woche zwei Freitage haben und endlich mal wieder Zeit für meine eigenen Pferde finden. Der Himmel war stark bewölkt und es war kälter als in den letzten Tagen. Eigentlich die perfekten Voraussetzungen für ein Distanztraining. Jedoch hatten wir hier fünf unerfahrene Pferde im Gelände. Alle waren jung und auch wenn sie die Umgebung durch unsere Ausritte schon kannten, war ein Distanztraining nochmal härter und anstrengender. Vuyo ritt dieses Mal Shyvana. Eine neue und recht wenig trainierte Stute, welche jedoch bereits in den letzten Tagen unter dem Sattel große Fortschritte gemacht hat. Außerdem ist Nico ja bekannt für sein schnelles Training. Zum Glück hat er damit bis jetzt durchgängig Erfolg gehabt. Nach einem gemächlichen Start erhöhen wir das Tempo, als wir die weichen Waldwege erreichen, welche sich rings um das Gestüt erstrecken. Nico und der Hengst Brego führen die weitere Stutengruppe an. Da Judi bereits in den höheren Klassen in der Dressur und im Springen mitspielt, ist sie dementsprechend trainiert und erkämpft sich nach kurzer Zeit den Platz direkt dahinter. Hinter mir kam Charly mit Sammy und den Schluss bildeten Vuyo und Shyvana. Im langsamen und gleichmäßigen Trab führt uns Nico die Waldwege entlang. Dreißig Kilometer stehen auf unserem Plan und ich befand meine Idee als immer noch gut, bereits am Vorabend Wasser auf dieser Strecke zu verteilen. Nicos Einschätzung ist, dass wir nur etwas mehr als zwei Stunden brauchen würden. Ich zweifele daran etwas, lasse ihm jedoch seine Hoffnung. Keins der Pferde ist lange Trabstrecken im Gelände gewöhnt und so müssen wir immer wieder kleine Schrittpausen einlegen. Hin und wieder zwingt uns auch das Gelände zu einer Verringerung des Tempos, sodass Nico auf Grund des nicht Einhaltens seines Zeitplans immer muffliger wird. Ich versuche ruhig zu bleiben und mich vor allem auf Judi zu konzentrieren, welche sich zwischendurch den ersten Platz sogar mit Brego teilt. Nico scheint jedoch es nicht für nötig zu sehen, den Hengst davon abzuhalten, Judi immer wieder mit Kopf und Huf zu drohen, sodass ich das Tempo wohl oder übel etwas zügeln muss.
      Nach der Hälfte der Strecke legen wir unsere Pause ein. Bereits auf der ersten Hälfte gab es kurze Wasserpausen, diesmal steigen wir jedoch ab, nehmen die Pulswerte und gönnen den Pferden eine kurze Pause. Kurz nachdem jedes Pferd wieder bereits für den zweiten Teil ist, steigen wir auf und führen den Ritt weiter. Mittlerweile galoppieren wir im ruhigen Tempo an geeigneten Stellen, geben den Pferden dafür mehr Schrittpausen, denn auch ihre Kraft versiegt so langsam. Petyr und Vuyo haben mittlerweile sogar aufgehört, ununterbrochen zu sprechen, sodass ich nur noch umgeben von den Geräuschen der Natur und dem Geklapper der Hufe bin. Nach etwas mehr als dreißig Kilometern kommen wir durchnässt wegen des eingesetzten Regens und mit müden Pferden wieder auf der Tyrifjord Ranch an. Bella und Tjarda sind zum Glück bereits zur Stelle und werfen allen Pferden zügig Abschwitzdecken über, sodass wir nur noch den Puls unserer Tiere nehmen brauchen und sie nach dem Absatteln auf die Weiden entlassen können. Wir waren uns einig, dass jeder der Fünf einen Aufstieg in die nächsthöhere Klasse verdient hatte.
    • Canyon
      [​IMG]
      18. Mai 2017 | 10.251 Zeichen | Canyon
      Inselwind

      Malte »
      "Leute!" Wenn Charly so anfängt, dann hat sie eine Ankündigung zu machen, denke ich und löse meinen Blick von dem Häufchen Pferdeäpfel vor mir, welche Óslogi mir hinterlassen hatte. "Ich habe eine Ankündigung zu machen!" Aha, denke ich, habe ich es doch gewusst. "Ihr wisst ja, dass ich schon seit längerem auf der Suche nach Stallhilfe bin und ich denke, dass ich nun jemanden gefunden habe. Darf ich vorstellen? Eyvind Engh!" Ihre Stimme schallt durch den Stall und an ihrem Grinsen erkenne ich, dass sie wirklich zufrieden ist mit der Wahl. Hinter ihrem Rücken tritt jedoch ein Junge hervor, welchen ich am allerwenigsten einem Stallgebäude zugeordnet hätte. Er schiebt sich die runde schwarze Sonnenbrille auf seinen hellweißen Schopf und blickt die versammelte Stallgenossenschaft mit unverändertem Ausdruck an. Mein Blick tastet ihn vorsichtig ab und auch Petyr, einige Meter neben mir, scheint noch etwas verdutzt. Einen Nasenpiercing, dann noch einige an den Ohren und ziemlich unbequem aussehende Kleidung in schwarz. Sein Gesicht ist zart und weich, seine Augen stechen jedoch wieder hervor wie Zitronen unter einer Herde Erdbeeren. Vuyo ist der sozialste von uns und tritt mit ausgestreckter Hand auf ihn zu. "Vuyo, herzlich willkommen auf der Tyrifjord Ranch!" Das restliche Gespräch verpasse ich, weil Petyr mir in die Rippen boxt und so meine Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Ich stöhne und schlage Petyr aus Rache gegen die Schulter. Er hält nun also seine Schulter mit der einen Hand und ich meine Rippen.
      "Was'n dat für nen Kerl?" Fragt er mich und nickt in Richtung Eyvind. Ich zucke nur mit den Schultern.
      "Keine Ahnung, sieht doch ganz nett aus." Allerdings habe ich mir selbst noch keine wirkliche Meinung gebildet, versuche jedoch so offen wie möglich zu sein.
      Charly kommt nun auf uns zu, oder eher auf mich. Vuyo hat sich wieder seiner Arbeit zugewandt und als ob ich nicht wüsste, was jetzt kommt, stellt Charly die erwartete Frage. "Hey Malte, du, hast du zufällig Lust Eyvind die nächsten Tage etwas einzuarbeiten? Petyr ist ja leider wieder unterwegs und Vuyo hat mit der Reitschule so viel um die Ohren." Praktisch, dachte ich, mir bleibt dann nämlich der komplette Stall plus Eyvind. Ich lächle jedoch und sage: "Klar Charly, mache ich gerne!"
      "Auf dich ist immer Verlass!" Meint sie, klopft mir auf die Schulter und verschwindet dann mit einem kurzen Nicken zu Eyvind in Richtung Ausgang.
      "Dich scheint etwas daran zu stören?" Eyvind blickt mich fragend an. Er scheint wirklich nett, aber auf mein Gefühl verlasse ich mich schon lange nicht mehr. Ich zucke mit den Schultern und weiß noch nicht genau, was ich sagen soll. Er kommt mir jedoch zuvor. "Kann ich verstehen, Charly hat mir schon erzählt, dass du hier als treibendes Rad ständig etwas zu tun hast. Aber ich denke, ich kann dir ganz gut unter die Arme greifen." Beim näheren Hinsehen erkenne ich die dicken Ringe um seine Augen, sehe einige Sorgenfalten in seinem Gesicht und die ungewaschene Kleidung. Ich blinzle.
      "Danke", sage ich nur. Wie viel zu oft habe ich ein Loch im Kopf, wenn es darum geht, die passenden Wörter zu finden.
      "Also, was kann ich tun?" Fragt Eyvind mich und ein Lächelnd erscheint auf seinen Lippen. Er scheint wirklich begeistert von dem Gedanken, hier arbeiten zu können.
      "Äh", sage ich wieder wenig produktiv und stelle die Mistgabel zur Seite. "Du kannst mich zu den Weiden begleiten, ich will das Wasser kontrollieren." Meine ich und zeige in Richtung Ausgang. Eyvind nickt nur. Ich ziehe ihn also mit mir aus dem Stall, nicke im Vorbeigehen Petyr kurz zu und schlage dann den Weg in Richtung Weiden ein. Es ist ein kalter Frühlingstag. Wie gefühlt immer. Der Nebel liegt noch an den Ufern des Fjords und bedeckt die eigentlich schon grünenden Wiesen mit einer Schicht aus grau. Die erste Weide, die wir erreichen, ist die kleine Hengstweide. Unsere vier verbliebenden Vollblüter stehen hier. Vollblüter waren nie mein Spezialgebiet und trotzdem habe ich (fast) alle ins Herz geschlossen. Ich passiere den Zaun geschickt und winke Eyvind dann zu, er solle mir folgen.
      "Osgiliath", sage ich und zeige auf den Hengst, der uns am nächsten steht. "Bei ihm, wie fast bei jedem anderen Pferd welches Nicolaus angeschleppt hat, würde ich etwas Abstand halten. Das gleiche kannst du bei Worgait", ich zeige auf den hellen Tekkiner Hengst, "Und natürlich auch bei Marid beachten." Diesmal nicke ich nur in Richtung Marid, welcher mit gespitzten Ohren am Offenstall steht. Ich spüre seinen Blick auf mir, seinen hinterlistigen Blick. Er weiß genau, dass ich über ihn red. Dann stelle ich ihm noch Valentines Alysheba vor und mache mich an die Arbeit. Während ich frisches Wasser nachfülle, fallen mir endlich einige wenige Frage ein. "Sage mal, Eyvind, was ist so deine Vorliebe bei Pferden? Reitest du selbst?"
      "Vorliebe?" Er erscheint einen Moment verwirrt und runzelt die Stirn. "Du meinst, was ich für Rassen mag und so?" Ich nicke. "Ich bin da offen, ich habe keine Vorlieben." Meint er nur. Aha. Denke ich und fühle mich nicht schlauer als zuvor. Das Wasser ist auch fertig und so sehe ich die Möglichkeit, das kleine Gespräch schnellstmöglich zu beenden. Nachdem wir noch Grenzfee und Teufelstanz auf ihren Weiden besucht haben, geht es zurück in den Stall. Ich bin erstaunt Petyr noch anzutreffen, meist verdrückt er sich bei der erstbesten Möglichkeit. Mir zusammengekniffenen Augen verfolgt er jede Bewegung Eyvinds und auch als ich in böse anstarre, lässt er nicht von ihm ab. Ich seufze. Eyvind dreht sich erstaunt zu mir um und blickt mich fragend an. "Alles ok?" Ich nicke schnell und erzwinge mir ein kleines Lächeln. "Ok, wohin geht es als nächstes?"
      "Ich muss eine unserer Stuten versorgen. Sie hat vor zwei Tagen ein Fohlen zur Welt gebracht und ist - etwas eigensinnig seit dem." Was jedoch für mich nicht verwunderlich ist, wenn man einen Besitzer namens Nicolaus du Martin hat, denke ich, spreche es jedoch nicht laut aus. Colour Splash steht mit angelegten Ohren in ihrer großzügigen Box. Nicht nur das, wir haben ihr sogar eine Trennwand entfernen lassen, sodass die beiden Stuten genügend Platz haben. Zu ihren Füßen liegt der neue Stern des Gestüts und bereits am Namen kann man die Spuren Nicos erkennen. "Simplicity of Sophistical, oder einfach nur Simple." Sage ich zu Eyvind gewandt und etwas kann ich den Stolz in meiner Stimme nicht verstecken. Auch ich bin froh, dass Splash es endlich geschafft hat. "Ihre Mutter heißt Colour Splash." Ich deute auf Splash, welche die Ohren nach hinten legt und mit einem Huf scharrt.
      "Sie scheint unruhig." Meint Eyvind und betrachtet die Stute fasziniert. "Ist sie immer so?"
      Ich schüttle den Kopf. "Nein, nicht immer. Aber sie mag das Boxenleben nicht." Ich nicke in Richtung Nachbarbox. "Seit dem wir jedoch halbtags ihre Freundin Shari drinnen lassen, geht es schon besser."
      Ich bin recht froh, als ich wenig später Eyvind eine Mistgabel in die Hand drücke, mit der Aufgabe, in den Offenställen der Jungpferde etwas Ordnung zu machen. Ich atme erleichtert auf, als sich eine Hand auf meine Schulter legt. Erschrocken fahr eich herum und blicke in das Gesicht Petyrs. "Gott!" Rufe ich und funkle diesen böse an. "Du sollst das lassen!"
      Petyr grinst. Dass ich ihn Gott genannt hatte, schien ihm zu gefallen. "He Malte, du, sag' mal, wie ist denn dieser Eyvind so? Is' er nett?"
      "Petyr, weißt du, dass du durchgängig die Endungen von Wörtern verschluckst?" Sage ich nur und greife nach meiner Mistgabel.
      "Jaja, weiß ich. Aber los sag' mal, ich muss doch wissen, wer hier so auf dem Hof unterwegs ist." Er lässt wie immer nicht locker.
      "Da habe ich eine Idee." Sage ich und drücke Petyr die Gabel in die Hand. "Hilf ihm doch einfach bei den Offenställen." Ich grinse ihn an und als er sich nicht von der Stelle rührt, nicke ich mit meinem Kopf in Richtung Ausgang. "Los, du Faulpelz!"
      Er sieht ein, dass er aus mir nichts rausbekommt und funkelt mich böse an, macht sich aber trotzdem auf den Weg zu Eyvind. Mein Weg führt mich jedoch in die andere Richtung zu unseren Paddocks. Seit einigen Tagen steht hier zur Eingewöhnung Sawanna. Ihre Reise hier her ist lang und anstrengend gewesen und ich sehe ihr an, dass sie erschöpft ist. Hinzu kamen ihre Vertrauensprobleme und auch wenn Nico und auch ich tagtäglich mit ihr arbeiten, ist es noch nicht viel besser geworden. Ich nehme das Halfter vom Hacken, stehe jedoch noch einige Minuten unbeteiligt hinterm Zaun, bevor ich mich auf ihr Territorium getraue. Sawanna wird ihrem Namen ziemlich gerecht. Nicht nur der hübsche helle Fuchston, auch der hitzige und stürmische Charakter passten dazu. Ziel war es, sie innerhalb der nächsten Tage an Shyvana und Samarra zu gewöhnen und so wie Petyr es letztens deutlich erwähnt hatte, passten die jungen Stuten nicht nur vom Namen zusammen. Während ich schließlich mit Sawanna den Weg in Richtung Wald einschlage, versuche ich krampfhaft einen Spitznamen für sie zu finden. Samarra hat von mir bereits den Namen Sammy erhalten und Shyvana heißt meist nur Shyva. Es muss also etwas genauso schönes her. Obwohl Sawanna schreckhaft ist, scheinen sie die Hengstweiden nicht zu stören. Weder Bijou, noch Volente oder Phenomenon schenkt sie einen Blick und auch den neuen Brego, welcher genauso wie sie noch einzeln gehalten wird, beachtet sie nicht. Auch von mir hält sie durchgängig einen gewissen Abstand, scheint sich jedoch jedenfalls ein bisschen an mich gewöhnt zu haben. Das Ziel von Sawanna und mir ist eine kleine Weide in der Nähe der Zackelschafe und Bellas Pferden. Auch sie habe ich schon länger nicht gesehen, sodass ich die Chance ergreife und meine Schritte zu den Isländern lenke, nachdem ich Sawanna auf ihre Weide entlassen habe. In der Hoffnung, Bella bei ihren Pferden zu entdecken, schlage ich mich durch die rasant gewachsenen grünen Äste, rechts und links des Weges. Bellas Weiden lagen etwas abseits. Ihre Isländer standen durchgängig auf der Weide und so verwundert es mich nicht, dass ich auch dieses Mal die versammelte Mannschaft erblicke. Den jungen Fafnir am Zaun erkenne ich sofort und das niedliche Jungpferd daneben enttarne ich als Litfari. Von Bella ist jedoch keine Spur zu sehen. so gebe ich mich geschlagen und mache mich zurück auf dem Weg zum Hof.
    • Canyon
      [​IMG]
      08. Juni 2017 | 23.781 Zeichen | Canyon

      Rakkaus Ja Epätoivo

      Mio » Zwei Jahre später stand ich an einem Punkt in meinem Leben, wo ich mir nie hätte denken können zu stehen. Die Zweifel plagten mich, Nächte lag ich wach und blickte in das stets friedlich ruhende Gesicht von Jacob. Die Mondstrahlen spiegelten sich auf seiner Haut wider und brachten seine dunklen Locken zum teuflischen Glänzen. Ich lag im tiefen Schatten.
      Als die ersten Sonnenstrahlen einige unruhige Stunden später den Weg durch die Vorhänge suchten, war ich längst munter. Ich stand im T-Shirt in der Küche und rührte in einem Topf umher, welcher eigentlich so etwas wie Schokopudding enthalten sollte. Es sah jedoch eher nach aufgeweichten Pferdeäpfeln aus. Der Schneebesen in meiner Hand wollte einfach nicht verstehen, dass ich keine Klumpen in meinem Essen haben wollte. Ich biss die Zähne zusammen, um für Jacob jedenfalls so etwas ähnliches wie ein Frühstück auf die Beine zu stellen. Mein Blick fiel auf den Garten hinter dem Fenster. Jacob hatte sich wunderbar darum gekümmert und fast konnte ich mit Stolz sagen, dass unsere blühenden Blumen die prächtigsten waren. Hinter dem Garten erstreckte sich die trübe See. Dunkles Wasser schwappte immer wieder gegen die Brandung und hielt das Geschehen in Bewegung. Es war so anders, so vollkommen anders und doch fühlte ich mich wohl.
      Mein Gedanke fiel auf Addi. Er war nicht glücklich gewesen, aber er hatte es getan. Er hatte es für mich getan. Aber sein Leben war nun gezielter geworden. Er lebte nicht nur noch von Spenden, sondern verdiente sich mit seiner Arbeit viel Geld. Er hatte seine Prinzipien geändert, hatte sie den meinen angepasst und da waren wir nun. Familie Moore und Mio mitten auf einer Insel im norwegischen Fjord.
      Ich hatte gerade die Schokoklumpensoße in eine Schüssel gefüllt und auf den Tisch gestellt, als Jacob unsere Küche betrat. Er gähnte ausgiebig und schlurfte dann zu seinem Stuhl, wo er sich erschöpft niedersinken ließ.
      "Guten Morgen, Jac." Meinte ich liebevoll und drückte ihm einen Kuss auf die Stirn. Dieser brummte nur zustimmend, schnappte sich seinen Löffel und begann wild zu essen. Nach den ersten Bissen hielt er jedoch inne und blickte zu mir hoch, denn ich stand immer noch neben ihm.
      "Willst du denn nichts essen?"
      Ich schüttelte den Kopf. "Mag keinen Schokopudding."
      "Mio", meinte er warnend, "du isst zu wenig."
      "Tue ich nicht!" Wehrte ich mich. "Und außerdem mag ich wirklich keinen Schokopudding." Ich setzte mich gegenüber von ihm nieder. Jac zuckte nur kurz mit den Schultern und begann dann weiterzuessen.

      Addison » "He Chill! Das ist mein T-Shirt!" Erfolglos versuchte Buck seinem Bruder das Badmanshirt aus den Händen zu reisen.
      "Das stimmt nicht! Das ist meins!" Chill stemmte beide Füße in den Boden, um seinem Bruder standzuhalten.
      "Daaad! Chill will mir nicht mein T-Shirt wiedergeben!" Rief Buck laut.
      Addison steckte den Kopf durch die Tür. Er war in den letzten Monaten stark gealtert. Seine Augen lagen tief in ihren Höhlen und die Haare hatten erste graue Strähnen. Er schien kraftlos, als er beschwichtigend nach dem T-Shirt griff, trotzdem zog er es seinen Kindern ohne Probleme aus den Händen. Er suchte den kleinen Zettel im Nacken heraus, laß den Namen und gab es dann Buck. "Dein Bruder hat Recht, Chill, das T-Shirt gehört Buck. Schaue mal in deinem Schrank, wo sich deins versteckt haben könnte." Meinte er liebevoll und klopfte Chill aufmunternd auf die Schulter. "Beeilt ihr euch bitte? Ich will nicht, dass ihr den Bus verpasst."

      Charly » "Warum schreit Bart denn schon wieder?" Mit grimmigen Gesicht steckte Nico seinen Kopf durch die Küchentür und versuchte verschlafen etwas zu erkennen.
      "Guten Morgen, Nico. Gut, dass du dich auch endlich dazu bereit erklärt hast, aufzustehen." Gestresst blickte Charly über die Schulter zu ihm hin.
      "Was ist denn jetzt schon wieder los?" Meinte dieser genervt und betrat den Raum.
      "Ach nichts!" Lachte Charly hölzern und warf sich dann ihr wildes Haar über die Schulter. "Es ist ja nur Montagmorgen, die Arbeit wartet und dein Sohn wehrt sich krampfhaft gegen alles, was ich ihm aufs Brot schmiere und was kein Lolligeschmack hat, also gegen alles!" Wütend ließ sie das Messer fallen, drehte Barts Stuhl zu sich herum und hob den immer noch schreienden und nun auch strampelnden Jungen heraus. "Dann geht er heute ohne Frühstück in den Kindergarten!"
      "Charly, hey", Nico war an sie heran getreten und legte ihr beruhigend eine Hand auf die Schulter. "Komm', gib ihn mir."
      Grob reichte Charly ihren Sohn an Nico weiter, welcher sich von ihr abwendete und versuchte sein Kind zu beruhigen. Charly ließ sich erschöpft aufs Sofa fallen und verbarg ihr Gesicht hinter ihren Händen.
      Zwei Minuten später hatte Bartholomäus sich beruhigt und Nico setzte sich neben Charly, auf seinem Schoß Bart sitzend. "He Charly," meinte er sanft. "Du bist ganz schön fertig. Ich kümmere mich heute um Bart, mache du mal einen ruhigen, das hast du dir verdient."
      Als Charly nicht antwortete, stand Nico auf und verließ mit Bart den Raum.

      Malte » Mittlerweile hatte ich mich daran gewöhnt, nicht allzu hastig aufstehen zu können. Die Decke meines kleinen Zuhauses war nur wenige Zentimeter über meinem Kopf. Langsam rollte ich mich deswegen aus dem großen Bett und lief leicht gebückt bis zur Holzleiter. Gery nahm es mir übel, dass er alleine unten schlafen musste, dafür hatte er auch in unserem neuen Zuhause seinen geliebten Kamin bekommen. Obwohl dieser nicht brannte, schlief der große Rüde jede Nacht davor, als würde dieser ihm die Wärme geben, die er zu brauchen glaubte. Der schwerhörige alte Hund hob erst den Kopf, als ich auf den Knopf meines Radios drückte und dieses mit einigen Startproblemen ansprang. Er murrte jedoch nur kurz und ließ seinem Kopf dann wieder zurück auf die Pfoten sinken. Ich betrachtete den alten Herren einige Sekunden, während aus dem Radio "Keep on the sunny side" erklang. Gute Einstellung, dachte ich, während ich im Takt den Abwasch der letzten Tage machte. Leise summte ich die Melodie mit, richtete meinen Blick aus dem Fenster und betrachtete die Natur vor meiner Haustür. Ich hatte den hübschesten Platz erwischt. Der Wald um mich herum bot mir jede Menge Schutz vor der Sonne und vorm Wind, welcher an manchen Tag recht frisch vom Fjord zu uns herüber wehte.
      Nachdem der Abwasch erledigt war, zog ich mich an und machte mich auf den Weg zum Stall. Gery ließ ich im Haus zurück. Seit ein paar Wochen schon, begleitete er mich nicht mehr täglich, seine Kraft schien zu schwinden. Ich hatte damit gerechnet und es war in Ordnung, so wie es war.

      Mio » Ich stand pünktlich wie immer am Weidezaun, den Hut trotz der fehlenden Sonnenstrahlen auf meinem Kopf und eine dicke Jacke über mein helles Hemd gezogen. Auch die Pferde hatten ihre Zeit gebraucht, um sich von vierzig Grad täglich auf eine Durchschnittstemperatur von 17 Grad umzugewöhnen. Im Gegenteil zu Addison, welcher sich komplett den Klimaverhältnissen angepasst hatte, hielt ich meinen Stil aus vergangenen Zeiten so gut wie möglich bei. So schnell würde ich nicht alles aufgeben.
      Addison kam wie immer zu spät. Chill und Buck forderten, seitdem wir in Norwegen wohnten, durchgängig seine Aufmerksamkeit. Heather half ihm so sehr wie möglich bei der Erziehung der Zwillinge, jedoch hatte auch sie noch ihr eigenes Leben.
      Abgehetzt und mit grimmigem Blick, kam Addi auf mich zu, er nickte mir kurz zu, ich nickte zurück und gemeinsam machten wir uns an die tägliche Arbeit. Unsere Mustangs hatten einen schönen Platz bekommen. Sie hatten ihren eigenen Teil der Insel. Zwei weitläufige Weiden, mit Bäumen, Sträuchern und kleinen Hügeln waren so natürlich angelegt wie nur möglich und viele der Pferde hatten sich schnell daran gewöhnt.
      Während wir zusammen neues Heu schleppten, merkte ich, wie Addi mir immer wieder Blicke zuwarf. Er schien mich zu begutachten und seine Skepsis war nicht zu übersehen. "Mio", er legte einen Arm auf meine Hand, als ich gerade einen Wassereimer anheben wollte, "Mio, seit wann hast du schon nichts mehr gegessen?"
      Ich ließ den Eimer los und richtete mich auf. "Seit wann, macht sich jeder darum Gedanken, dass ich zu wenig esse?! Ich bin erwachsen und kann selbst gut genug einschätzen, wann und was ich esse!" Ich zog meine Hand aus seinem Griff und blickte Addi in die Augen. Ich sah den Schmerz in ihnen, den Verlust, die Angst. Ich sah seine grauen und mageren Haare, die Falten auf seiner Stirn und die knorrigen Hände. "Du solltest lieber selbst einmal in den Spiegel schauen, du siehst nicht besser aus." Meinte ich schwach und hob den Eimer ein weiteres Mal. "Warum machst du dir zu erst um mich Sorgen, anstatt um dich selbst?" Sagte ich, bevor ich mich von ihm abwendete.
      "Das weißt du Mio." Flüsterte Addi zerschlagen. "Du wärst dumm, wenn du es nicht sehen würdest."

      Petyr » "Saga Glasberg, was soll bitte dieses eklige Gummiband auf meinem Schreibtisch?" Grinsend hob Petyr ein breites Band in die Höhe und hielt es seiner Freundin vor die Augen. "Bitte nicht schon wieder ein neues Hobby!"
      "Ach quatsch!" Saga riss ihm das himmelblaue Band aus der Hand. "Das ist mein neues Stretchband. Das haben seit neuestem alle in meiner Balettgruppe und ich finde es auch ziemlich hilfreich!"
      Petyr verzog angeekelt den Mund und ließ das Band fallen. Bevor es auf dem Boden aufkam, hatte Saga es aufgefangen und sich mit einem dramatischen Nebeneffekt in die Arme von Petyr geworfen. Dieser hielt sie fest umschlungen und drückte ihr dann einen Kuss auf den Mund. Als sie sich wieder von einander lösten, lag auf beiden Gesichtern ein rötlicher Schleier und sie lächelten verliebt.
      "Malte wartet bestimmt schon im Stall auf mich. Du weißt, dass er es nicht leiden kann, wenn ich zu spät komme."
      "Jaja, renne nur zu deinem Malte." Saga dreht sich eingeschnappt und mit verschränkten Armen um, sodass Petyr sie noch einmal zu sich ziehen musste und sie innig küsste. Dann schnappte er sich eilig seine Jacke und verließ die Dachbodenwohnung, ohne noch einmal zurückzublicken.

      Eyvind » Während alle anderen noch schliefen, war Eyvind wie immer der erste im Stall. Ihn trieb nichts anderes an, als die Pferde. Die tägliche Arbeit, beginnend beim Morgengrauen, hielt ihn in Bewegung. Er brauchte den Ausgleich zu den Stunden in der Nacht, die er im Bett verbrachte und selbst diese wurden in manchen Nächten von Spaziergängen durchbrochen. Er war der stille Nachtwächter, welcher mit seinem wachen Auge jede Regung genau auffasste. Er war so unauffällig, wie sonst keiner auf dem Gestüt. Jeder hatte seine Probleme zu tragen und jeder trug dies offensichtlich als Rucksack. Nur Eyvind schien seine Sorgen in dem Platz vor den Zehen in den Schuhen zu verstauen und hatte sogar noch Freiraum für die seiner Freunde.
      Die Pferde waren bereits gefüttert, als Malte und Petyr zu ihm hinzu stießen. Die letzten kauten friedlich an den restlichen Körnern. Der Hauptstall war riesig, mit neuester Technik ausgestattet und perfekt an die Wünsche der Sportpferde angepasst, welche hier ihr Zuhause gefunden hatten. Die Boxen besaßen allesamt ein kleines Paddock, welches die Pferde ganztägig benutzen durften.
      "Wie du nur immer so früh wach sein kannst..." Petyr gähnte ausgiebig und blieb vor Eyvind stehen.
      Malte währenddessen klopfte Eyvind auf die Schulter. "Danke man, was würden wir nur ohne dich tun." Dankbar schaute er seinem Freund an und lächelte. Es hatte seine Zeit gedauert, bis die drei sich als Team verstanden hatten, denn vor allem Malte war es schwer gefallen, einen weiteren Arbeiter zwischen ihm und seinem langjährigen Freund Petyr zu akzeptieren.
      Die drei Männer wollten sich gerade an die Arbeit machen, als Heather in den Stall gehetzt kam. Die junge und auffällige Frau mit den blonden Locken hatte keine Probleme gehabt, sich in der Stallgesellschaft einzufinden. Sie war offen, warmherzig und stets voller Energie.
      "Leute!" Trällerte sie lauthals und hastete auf die kleine Versammlung zu. "Los, los! Ihr habt eine Minute Zeit mir zu sagen, was ihr aus der Stadt braucht!" Sie kramte einen Notizblock samt Stift aus ihrer Tasche und schaute die drei Männer erwartungsvoll an.
      Malte schüttelte bloß den Kopf. "Danke, ich brauche nichts."
      Heathers Blick schwankte weiter zu Petyr. "Und was ist mit dir, du Faulpelz?"
      "Öh", überfordert zuckte Petyr mit den Schultern. "Kein Plan. Ruf' aber mal Saga an, die hat bestimmt was für dich."
      Auch Eyvind lehnte dankend Heathers Angebot ab, sodass diese ihren Stift einsteckte und seufzte. "Ich bin jetzt extra wegen euch zum Stall gerannt. Den Weg hätte ich mir ja dann auch sparen können." Sie boxte Eyvind gegen die Schulter und zwinkerte Malte kurz zu. "So bis dänne, ihr Pappnasen!" Rief sie, als sie sich bereits wieder umgedreht und mit großen Schritten den Stall verließ.

      Tjarda » Tjarda liebte diesen hochgewachsenen Mann mit dem kantigen und doch so weichen Gesicht und viel mehr liebte sie jedoch die hellen Augen, welche sich so von seinem dunklen Körper abhoben. Es war ihre liebste Zeit, wenn sie nebeneinander im Bett lagen, er noch schlief und sie am frühen Morgen die Erste war, die in diese Augen blicken durfte. Vuyo schlief jede Nacht friedlich, während Tjarda oft stundenlang wach lag. Es war diese Gegenteiligkeit, an welcher beide Gefallen gefunden hatten.
      Als Tjarda wenig später das gemeinsame Haus verließ und sich auf den Weg zum Haupthaus machte, stieß sie auf Heather. Stürmisch umarmte diese ihre Freundin, erzählte ihr dann von dem geplanten Einkauf und bot Tjarda an, sie in die Stadt mitzunehmen.
      Die Wälder und Berge, Seen und kleine Dörfer zogen nun an ihr vorbei, während sie verträumt aus dem Fenster blickte. Heather am Steuer erzählte ununterbrochen, lachte über ihre eigenen Witze und fand zu jedem Thema ein weiteres Thema, welches damit in Verbindung stand. Heather erzählte immer. Egal ob es ihr gut ging oder nicht. Tjarda mochte diese offene Art, sie selbst war eher das Gegenteil. Verschlossen und ruhig. Sie wollte nicht hoch hinaus, der ihr angebotene Modeljob hätte das erbracht, sondern ihr reichte das stille Kunstmuseum in der Innenstadt. Menschen zu beobachten und zu zeichnen war ihre große Stärke und seit einigen Jahren war sie mit dem bisschen Einkommen schon zufrieden.
      Heather parkte ihren kleinen Flitzer genau im Parkverbot vor dem Museum, schaffte es, ihre Freundin schwungvoll im Auto zu umarmen und sie mit reichlich Worten zu verabschieden. Tjarda winkte ihr noch lächelnd zu, bevor Heather Gas gab und um die nächste Ecke brauste. Lächelnd betrat Tjarda die schmuckvolle Eingangshalle und begann ihren Arbeitstag.

      Mio » Ich schaffte es, Addi die nächsten Stunden aus dem Weg zu gehen. Erst kurz nach Mittag traf ich in der kleinen Reithalle auf ihn. Quisquilloso lief erst seit einigen Wochen unter dem Sattel und so musste ich einen Moment bewundert stehen bleiben, als ich Addi mit dem Hengst arbeiten sah. Quisquis Start war nicht einfach gewesen. Er hatte immer wieder Rückenprobleme und leichte Verletzungen gehabt, obwohl er sein Bestes tat sich schnell anzupassen. In Gedanken versunken lehnte ich an der halboffenen Tür. Addis Arbeit begeisterte mich immer wieder und obwohl ich seit drei Jahren Tag für Tag mit ihm verbrachte, hatte ich mir noch längst nicht alles abschauen können. Hinzu kam, dass die Beziehung zwischen uns schon seit längerer Zeit abgekühlt war, seit genau dem Tag, an dem ich Jacob lieben gelernt hatte. Addison mochte seinen Cousin nicht.
      Ich war so in Gedanken versunken, dass ich nicht merkte, wie Addi vor mir zum Stehen kam, leichtfüßig aus dem Sattel rutschte und dann vor mir landete. Er hatte geweint, ich erkannte einen leichten roten Rand um seine Augen und mittlerweile kannte ich ihn so gut, dass ich wusste, dass es ihm nicht gut ging.
      "Hallo Mio."

      Malte »
      "Was sind das denn für fette Brocken?" Sagas tiefe Lache schallte durch die Stallgasse, als sie die beiden Irish Draughts sah. Ich schaute sie wütend an. Man merkte, dass sie von Pferden nicht allzu viel Ahnung hatte, denn ihre Lautstärke schaffte sie nicht zu zügeln.
      "Der eine davon heißt sogar Brock." Flüsterte ihr Petyr ins Ohr und sie brach wieder in Gelächter aus.
      "Petyr, musste das sein?" Mein wütender Blick galt nun Petyr, welcher sich kindisch hinter Saga versteckte und so tat, als wäre er dort sicher vor mir. Ich hatte mir immer erhofft, dass er in einer Beziehung endlich seine reife Seite finden würde, aber genau das Gegenteil war geschehen. "Saga, was machst du eigentlich hier? Musst du nicht arbeiten?"
      "Nö, erst heute Nachmittag." Sie grinste. "Aber Malte, jetzt mal ehrlich, die beiden kenne ich noch nicht, oder? An den Namen Brock würde ich mich sonst erinnern." Vergnügt gluckste sie und stieß Petyr an.
      Ich ließ Saga mit einer Antwort warten, bis ich erst Belmonts Brock und dann Belmonts Beo in ihre Boxen gebracht und beide Türen verschlossen hatte. "Beo und Brock. Nein kennst du noch nicht, sind erst seit ein paar Tagen hier und es wird hoffentlich auch nur eine Übergangslösung." Antwortete ich ihr knapp, während ich meine stets verdreckten Hände an meiner Hose abzuwischen versuchte. "Noch mehr Pferde und ich erwarte von Charly eine Gehaltserhöhung."

      Charly » Unruhig stieß Charly immer wieder mit dem Bleistift auf den Tisch. Hunderte von kleinen Einkerbungen hatten sich bereits angesammelt, diese schien sie jedoch nicht zu merken. Der helle Bildschirm zeigte Dokumente, Tabellen und Internetseiten, mehrere leere Kaffeetassen standen neben ihr und Briefe aller Art stapelten sich auf dem ganzen Tisch. Charly hatte Nico seit heute Morgen nicht mehr gesehen, aber auch das schien sie verdrängt zu haben. Auch Charly hatte schon bessere Zeiten gesehen. Sie hatte zugenommen und ihre sonst so makellose Haut sah unrein aus. Auch der Konsum an Zigaretten war wieder gestiegen und das, obwohl sie genau wusste, dass sie das Geld nicht hatten. Viele Jahre lang hatte sie drauf verzichtet, aber mit ihren entstandenen Problemen war sie wieder in alte Gefilde gefallen.
      Es klopfte. Es klopfte selten jemand an ihre Tür, die meisten spazierten herein wie sie wollten und es erstaunte sie noch mehr, als Nico den Kopf zur Tür herein steckte. "Charly?"
      Sie drehte sich zu ihm um, wusste einen Moment nicht, was sie sagen sollte und meinte dann: "Ja? Alles gut?"
      Nico nickte und trat ganz ein. "Hast du kurz Zeit? Ich würde dir gerne jemanden vorstellen." Aufgewühlt blickte Charly zu ihm auf. Nico verwirrte sie. Er schien fast unsicher in seiner Art, als wüsste er selbst nicht so genau, was er gerade tat. Es versetzte ihr einen Stich, ihn leiden zu sehen. Sie hatten sich mal geliebt und vielleicht liebten sie sich immer noch.
      "Nico?"
      "Ja?"
      "Wirklich alles in Ordnung? Geht es Bart gut?"
      Nico nickte hastig. Charly stand auf und ging durch die offene Tür, welche Nico ihr aufhielt.
      "Was ist das?" Erschrocken blieb Charly stehen, als sie einen Transportkorb im Wohnzimmer stehen sah. "Nico!"
      "Bitte sei mir nicht böse!" Flehentlich presste er die Hände zusammen. "Bitte, gib ihr eine Chance."
      "Wem eine Chance?" Charly blieb ruhig, ihre Augen funkelten jedoch. "Nico, wem soll ich eine Chance geben?"
      Nico zögerte, dann ging er zum Transportkorb, öffnete ihn und drehte sich dann zu Charly um. Auf seinem Arm saß ein kleiner Welpe, einige Wochen alt. Nur ein Fleck am Ohr, ein blaues und ein braunes Auge.
      "Nico was soll das?! Ich habe dafür keine Zeit!" Charly hielt sich die Hand an die Stirn. "Nico..."
      "Charly, es tut mir Leid, bitte, ich wollte dir einen Gefallen tun. Wir können uns zusammen um sie kümmern, als Familie. Du weißt, wie sehr Bart Hunde mag."
      "Sind wir überhaupt noch eine Familie, Nico?"
      "Charly", schmerzhaft verzog Nico das Gesicht. Er trat einen Schritt auf sie zu, den ängstlich schauenden Welpen immer noch auf dem Arm. "Sage so etwas nicht, ich liebe dich. Ich liebe dich so sehr, du hast mich verzaubert und ich sehe nun, dass ich so viele Fehler begangen habe. Bitte, gib mich nicht auf!"
      "Woher weiß ich, dass du dich wirklich verändert hast? Warum sollte ich dir glauben, dass du nun wahrhaftig auf meiner Seite bist? Es ist so viel passiert."
      "Ich liebe dich", verzweifelt flüsterte Nico die magischen Worte. "Ich liebe dich." Seine Stimme versagte.
      "Ich liebe dich doch auch." Charly flüsterte ebenfalls und trat einen Schritt auf ihn zu. Zärtlich streichelte sie den weichen Kopf des Hundes und blickte dann ins Nicos Gesicht. Er lächelte vorsichtig, zog eine Hand unter dem Bauch des Hundes hervor und strich sanft eine dunkle Strähne aus Charlys Gesicht.
      "Also gut." Charly seufzte und trat einen Schritt zurück. "Wie soll unsere neue Mitbewohnerin denn heißen?"

      Mio »
      Addison schwang die Zügel über den Kopf des Pferdes und trat dann noch einen Schritt auf mich zu. "Schön dich zu sehen." Ich blinzelte. Wie meinte er das? Er verhielt sich komisch. Ich hatte plötzlich das Gefühl, als ragte Addison bedrohlich vor mir auf und mit einem Mal spürte ich so etwas wie Angst vor ihm. Seine hochgewachsene Gestalt drängte mich zurück, doch konnte ich nicht weichen, nur wenige Zentimeter hinter fühlte ich das schwere Tor. Er streckte eine Hand nach mir aus, legte sie an meine Hüfte und zog sich zu mir heran.
      "Addi," mein Atem stockte. "Addison!" keuchte ich und versuchte ihn von mir wegzuschieben. "Addison, was soll das?"
      "Mio, ich kann nicht mehr, du kannst mir das nicht mehr antun." Er beugte seinen Kopf zu mir herunter, kam meinen Lippen bedrohlich nahe, während ich mit aller Macht versuchte, mich seinen starken Armen zu entwinden. "Vielleicht muss ich dich dazu zwingen, damit du siehst, was du verpasst." Die Zeit schien still zu stehen. Ich presste meinen Mund zusammen, doch Addison legte den seinen erstaunlich sanft auf den meinen, um dann mit jeder Menge Energie seinen Mund mit meinem zu verbinden.
      Mit einem befreienden Stoß stieß jemand das Tor auf und drückte Addisons Körper von mir weg. Helles Licht flutete ihn die Halle und erleuchtete Eyvind, welcher sich schützend vor mir aufgebaut hatte. Addison stolperte zurück, ich sah den Schock und die Verständnislosigkeit in seinen Augen, bevor er sich auf Quisquilloso stürzte und mit dem erschrockenen Hengst im Galopp die Halle verließ.
      Ich stand unter Schock. Die Tränen flossen, ich merkte sie kaum. Nur Eyvinds Arme, welche sich um mich schlossen und an sich zogen. Stumm weinte ich, während die ruhige Stimme von Eyvind ein Lied summte. Er hielt mich fest, bewahrte mich davor zu versinken und auch ich krallte mich an ihn, verkrampfte mich, während immer wieder Schüttelanfälle über mich hereinbrachen.
      Ich sah Addison nicht mehr. Nicht an diesem Tag und auch am nächsten nicht. Ich trocknete meine Tränen, Eyvind brachte mich zu meinem Haus und nachdem ich ihm versichert hatte, dass alles gut war, ließ er mich alleine. Jacob erzählte ich nichts. Er merkte, dass es mir nicht gut ging, hackte jedoch nicht weiter nach. Ich versank am Abend in seinen Armen und tauchte ab in einen unruhigen Schlaf.

      Eyvind » Nachdem Addison spurlos verschwunden war und nur Eyvind und Mio die Geschichte wussten, zog Heather für eine Nacht zu Chill und Buck ins Haus. Beide waren verwirrt, erwarteten eine klare Antwort von ihrer Tante und erfuhren jedoch nur noch mehr neblige Ausreden.
      Als Addi kurz nach um zehn noch immer samt Quisquilloso verschwunden war, stiegen Nico und Vuyo, sowie Malte und Tjarda in ihre Autos und machten sich auf dem Festland auf die Suche nach dem verschwundenen Addison. Als auch nach Mitternacht noch keine Spur von ihm zu finden war, gaben die vier es auf und kehrten zurück auf die Insel. Nach einer kurzen Besprechung im Haupthaus, verteilten sich alle auf der Insel und wenig später lag diese von einem stummen Tuch umhüllt, unruhig schlafend da. Nur ein Schatten, wachend, schlich am südlichen Ufer entlang. Seinen wachen Blick über dunkle Wasser in die Ferne gerichtet
      "Rakkaus ja epätoivo." Flüsterte Eyvind in seiner Sprache und wendete seinen Blick dann zum Himmel. "Wer braucht das schon?"
    • Canyon
      [​IMG]
      26. Juni 2017 | 5.105 Zeichen | ceres

      Eisen für Sawanna & Shyvana

      Ständig auf Achse, ständig unterwegs auf der Suche nach Pferden, welche seine Hilfe brauchten. Das war Xavier Cote höchstpersönlich, als er am frühen Montagmorgen die Landstraße am Tyrifjord entlang fuhr. Er selbst konnte sich schon gar nicht mehr daran erinnern, wann er das letzte Mal in seinem Bett geschlafen hatte – Aber genau das brauchte er gar nicht zu wissen. Er liebte seinen Job und freute sich Tag für Tag, neue Menschen und neue Pferde kennenzulernen.
      Der leuchtend orange Bus, natürlich in den Farben der Big Bear Ranch, holperte die kleine Brücke entlang, über welche es auf die Insel zur Tyrifjord Ranch ging. Denn genau diese war diesmal sein Ziel. Zwei Pferde brauchten heute seine helfenden Hände und beide wollten in wenigen Stunden mit neuen Hufen und auch das erste Mal mit Hufeisen laufen.

      Xavier wurde von einer jungen Frau begrüßt, die sich als Charlotte von Eylenstein vorstellte, und ihn zum Stall begleitete. Der Stall war leer, bis auf die beiden Stuten, welche es gar nicht prickelnd fanden, dass sie nicht hinaus auf die Weiden durften. Charly holte als erstes eine junge Fuchsschecken Stute aus ihrer Box und stellte sie ihm als Shyvana vor. Kurz berichtete sie noch, was Xavier bei ihr beachten musste, sagte jedoch auch, dass sie eigentlich kein Problem darstellen sollte.
      Xavier nickte und begrüßte die Stute mit einem Apfelstück aus seiner Jackentasche. „Können Sie mir Shyvana bitte einmal im Schritt und einmal im Trab vorführen, damit ich einen guten Eindruck auf ihren Laufapparat bekomme?“ Fragte er höflich Charly, welche dies natürlich sofort tat. Mit zusammengekniffenen Augen betrachtete Xavier das hübsche Tier und nickte dann wissend. „Danke! Das reicht, sie hat sehr schön fließende Bewegungen.“ Etwas pustend kam Charly wieder neben ihm zum stehen, lächelte jedoch glücklich.
      Als nächstes sortierte der Hufschmied sein Werkzeug und begann dann, mit dem Säubern und Begutachten des Hufes. „Viel ist bei ihr nicht zu tun“, erklärte er währenddessen. „Ich würde bei ihr vorne Innen etwas mehr wegnehmen, hinten sieht es jedoch gut aus, da werde ich nur kürzen.“ Charly war einverstanden und so knipste Xavier erst und raspelte dann die unsauberen Ränder aller vier Hufe ab. Shyvana durfte währenddessen als Ablenkung etwas Heu zu sich nehmen, welches Charly ihrer Stute vorausdenkend vor sie gehangen hatte.
      Als nächstes folgten die Eisen. Der mobile Ofen im Wageninneren hatte der Schied selbstverständlich schon vorheizen lassen, sodass er nun nur noch die passende Hufgröße der Eisen finden musste und diese dann nach kurzem anprobieren passgenau auf die Hufform von Shyvana anfertigte. Nachdem alle vier neuen Hufeisen an den Hufen befestigt wurde, musste Charly ihre Stute noch einmal mit neuem Beschlag vorführen. Shyvana schien leicht verwundert, Charly jedoch sehr zufrieden und so steckte Xavier der Stute ein weiteres Leckerli zu, bevor ihre Besitzerin sie zurück in den Stall brachte.
      Kurze Zeit später kam Charly mit einer weiteren Stute aus dem Stall. Diese war wieder ein Fuchs, diesmal jedoch ohne Scheckung, und auch sie spitzte neugierig und gelassen die Ohren. Die Stute hieß Sawanna und würde keinerlei Probleme machen, wie Charly Xavier erklärte. Sie hatte schon öfter Beschläge getragen, auch wenn Eisen das erste Mal an ihre Hufe kommen würde. Auch Sawanna begrüßte er wieder mit einem kleinen Geschenk, beschäftigte sich liebevoll mit der Stute und warf einen ersten Blick auf die vier zierlichen Hufe. Dann musste Charly schon wieder dem Schmied Sawanna in Bewegung zeigen. Einmal im Schritt und dann ein zweites Mal im Trab. Auch hier hatte er wieder nichts auszusetzen und machte sich sogleich an die Arbeit. Sawannas Hufe mussten vor allem gekürzt werden, was Xavier mit der Hornzange erledigte. Dann erneuerte er die Form des Strahls und raspelte zum Schluss die Hufe in eine ansehnliche Form. Trotz der kleinen Hufe schienen diese bei Sawanna ausgesprochen hart und widerstandsfähig und der Hufschmied hoffte, dass die Eisenbeschläge gut halten würden. Abermals suchte er nach den passenden Eisen, hielt sie an jedem Huf kurz an und machte sich dann an seinem Ofen zu schaffen, um die Hufeisen passend genau anbringen zu können. Stück für Stück brachte er die Eisen in die richtige Form und nagelte diese dann mit Hufnägeln einer nach dem anderen an den vier Hufen der Stute fest.
      „Und nun bitte nochmal kurz vorführen.“ Meinte er, nachdem er jede neue Hufbegeleidung noch einmal begutachtet hatte. Charly nickte und führte ihre Stute wie vorgeschrieben dem Hufschmied vor, welcher zufrieden nickte. „Danke, das sieht sehr gut aus! Die Eisen scheinen ihr nichts auszumachen.“ Erleichtert lächelte er, auch Charly nickte einverstanden und brachte Sawanna zurück in ihre Box neben Shyvana.
      Xavier und Charly regelten noch die geschäftlichen Dinge, bevor der Hufschmied der jungen Frau eine Visitenkarte in die Hand drückte und zurück in seinen Wagen stieg. Er winkte ihr ein letztes Mal und verließ dann, leise summend, die kleine Insel. Sein Weg war vorausbestimmt und irgendwann würde er sicherlich zurück auf die Tyrifjord Ranch kommen.
    • Canyon
      [​IMG]
      30. Juli 2017 | 8.623 Zeichen | Canyon

      Jeder hat jemanden, den er nicht hat

      Malte »
      "Ich spreche nun ganz offen meine von Misstrauen geprägte Abneigung zu Paul aus!"
      "Wer ist Paul?"
      "Anscheinend der LKW-Fahrer da vorne, an dessen Scheibe ein Schild mit dem Namen "Paul" klebt. Er kann natürlich auch Erwin heißen und trotzdem dieses Schild dort hängen haben, ist ja jedem selbst überlassen. Ich will ja auch nicht so schnell solche subjektiven Vorurteile verstreuen, aber mir scheint er verdächtig."
      "Was hast du denn gegen Paul?"
      "Was ich gegen Paul habe? Das fragst du noch?!"
      "Ja."
      "Mhm. Keine Ahnung. Wahrscheinlich nichts. Ich habe nur gerade Langeweile."
      "Du bist komisch."
      "Ich weiß."
      "Das ist doch schonmal ein Anfang."
      Petyr und ich sitzen vor dem Stallgebäude wie üblich auf der roten Bank und genießen wohl die letzten warmen Sonnenstrahlen dieses Jahres. Es ist Mittag, die Pferde stehen gemütlich auf den Weiden und die wichtigste Arbeit im Stall haben wir auch schon hinter uns. Petyr neben mir kaut nachdenklich an einem Strohhalm, während ich gedankenlos das Geschehen auf dem Parkplatz vor uns betrachte. Charlys Haare sind in den letzten Monaten lang geworden, mittlerweile kräuseln sie sich nach unten hin. Das gefällt mir. Nico neben ihr trägt seit kurzem einen Zopf. Ich gebe es ungerne zu, aber dieser lässt ihn noch attraktiver aussehen und das mag ich nicht.
      "Malte?"
      "Mpf?"
      "Du starrst sie schon wieder an."
      "Was?" Verwundert blicke ich zu Petyr, welcher mich mit zusammengekniffenen Augen betrachtet.
      "Charly, dein Blick liegt ununterbrochen auf ihr." Meint Petyr. Ich sehe ihm an, dass er mit aller Macht versucht sein Grinsen zu verbergen. "Sag' mal, merkst du das wirklich nicht? Dann wärst du bestimmt der perfekte Stalker."
      "Haha." Lache ich trocken. "Sehr witzig." Mehr fällt mir zu meiner Verteidigung nicht ein. Zum Glück brauche ich das auch gar nicht, Petyr wechselt von ganz alleine das Thema.
      "Was machen die da eigentlich? Ich will endlich sehen, wer oder was da im Hänger ist!"
      Pause. Wir schweigen. "Malte, normale Menschen würden jetzt etwas sagen. Das nennt man Kommunikation."
      "Du sagst doch etwas." Sage ich abwesend und betrachte weiter die kleine Gruppierung. Was für schöne Finger, denke ich, als Charly mit fließender Handbewegung eine Unterschrift auf das Klemmbrett gibt, welches ihr Paul entgegen hält. Was für geschmeidige Bewegungen...
      "Du brauchst dringend eine Freundin und damit meine ich nicht Charly." Petyr boxt mich gegen die Schulter. "He! Aufwachen! Zu wenig Kaffee getrunken oder was? Das ist ja unaushaltbar!" Klagt Petyr genervt. "Ich gehe da jetzt hin und finde es heraus!"
      "Gute Idee." Murmle ich, als Petyr aufsteht und mit großen Schritten auf den LKW zugeht. Er ist noch nicht ganz angekommen, da lässt Paul die Klappe herunter und kommt wenige Sekunden später mit einem Pferd heraus. Ich seufze. Warum muss auf der Welt nur alles so schön sein? Charly ist schön, Nicos Haare sind schön, dieses Pferd ist schön. Jetzt merke ich es selbst. Komisch. Gut möglich, dass Petyr ausnahmsweise Recht hatte. Heute stimmt mit mir wirklich etwas nicht.
      Ich stehe auf, bleibe einen Moment unschlüssig stehen, mache mich dann aber schlussendlich auf den Weg zurück nach Hause. Meine Haustür ist kaum aufgeschlossen, da kommt Petyr angehetzt, drängelt sich an mir vorbei und lässt sich auf mein kleines Sofa fallen. Ich bleibe verwirrt stehen - Genau da hatte ich mich hinsetzen wollen. Jetzt war ich überfordert. Unschlüssig blickte ich mich im Raum um. Petyr machte es sich reichlich bequem, legte die Beine auf den kleinen Tisch davor und beobachtete mich aus zusammengekniffenen Augen. "Ich weiß jetzt übrigens, was das für ein Pferd da war."
      "Ein neues", murmle ich.
      "Was?"
      "Nichts, nichts."
      Petyr murrt verwirrt. "Auf jeden Fall ist das endlich die lang ersehnte Stute. Für Nico, versteht sich. A Touch Of Peace, geniale Abstammung und die besten Voraussetzungen für gigantische Siege."
      "Ich muss wohl doch eine Gehaltserhöhung verlangen."
      "Was?"
      "Nichts nichts."
      "Malte, du bist heute komisch."
      "Ich weiß."
      "Na das ist doch schonmal ein Anfang."
      "Gut gekontert, du Pflaume."
      Petyr richtet sich auf. "Ach Malte, hätte ich fast vergessen, ich habe gerade Charly versprochen, dass wir heute anfangen die neuen Boxenschilder im Südstall anzunageln. Deswegen bin ich ja eigentlich hier."
      Sagte ich doch, denke ich, Gehaltserhöhung.

      In der Sattelkammer begegne ich Tjarda. Sie schließt gerade ihre Tür und obwohl das dämmrige Licht in dem kleinen Raum kaum den Boden berührt, leuchten Tjardas Augen in der Dunkelheit. Tjarda war auch schön, sehr schön sogar. Ich bleibe stehen. Mein Blick liegt auf ihr, auf ihren dunklen Haaren, der zarten Figur und den bunt gemixten Klamotten, welche ihr so gut stehen. Ich wollte sie nicht erschrecken, aber sie erschreckt sich trotzdem, als sie sich zu mir herum dreht und mich hier stehen sieht. Ich Malte, klein, trostlos und unschön. Sie keucht auf und legt sich die beruhigend Hand auf die Brust.
      "Malte! Erschrecke mich nicht so!" Schnell hat sie sich wieder beruhigt und lächelt mich an. Ihr Lächeln ist auch schön. Und die Lippen, aus ihnen entspringt dieses Lächeln, welches ich immer wieder erkennen würde. Ich lächle nicht. Seit einem Jahr lächle ich bereits nicht mehr, wenn ich Tjarda begegne, ich kann es nicht und dazu zwingen will ich mich auch nicht. Erst als sie sich an mir vorbei gedrängt hat, kann ich wieder atmen. Was wollte sie in der Sattelkammer? Frage ich mich noch, bevor ich meinen Weg fortsetze. Klick. Mit dem Lichtschalter zu meiner Linken erhelle ich den Raum. Ich hätte erstaunt sein sollen, bin es jedoch nicht, als ich Vuyo auf einer der Kisten sitzen sehe. Der dunkelhäutige Afrikaner lächelt beschämt und sammelt hektisch die weit verstreuten Klamotten zusammen, bevor er hastig tippelnd, ohne etwas zu mir zu sagen, sich auch an mir vorbei drängt. Ich bleibe einen Moment stehen. Die Gedankenwelt ohne Gedanken erscheint mir so friedlich.
      "Aaaah Malte, da steckst du ja, du Gnom." Petyr betritt den Raum, bleibt neben mir stehen und stützt sich die Arme in die Seite. "Du, war das gerade Vuyo, der ohne Shirt zur anderen Seite raus ist? Also so warm ist es nun heute auch nicht."
      "Ihm war es wahrscheinlich in der Sattelkammer etwas warm." Sage ich trocken.
      Petyr blickt sich fragend um. "Also ich habe jetzt keinen Unterschied zu draußen gemerkt."
      "Mensch Petyr", sage ich seufzend und erwache aus meiner Starre. "Ich bin Tjarda begegnet, als ich die Tür geöffnet habe."
      "Achsooo!" Petyrs Augen hellen sich begeistert auf. "Du meinst, die beiden haben es heimlich im Dunkeln in der Sattelkammer-"
      Ich unterbreche ihn. "Du musst nicht immer alles in Worte fassen. Manchmal sollte man es dabei belassen."
      Petyr grinst glücklich. "Du musst es mal anders sehen. Ich finde es super, dass hier mal ein bisschen Liebe ins Spiel kommt."
      "Da bist du aber auch der Einzige", flüstere ich und sage dann laut zu Petyr gewandt: "Wo sind nun diese blöden Dinger, die wir annageln sollen?"

      Die Boxenschilder anzunageln ist schwerer als gedacht. Zweimal muss ich die Nägel wieder aus dem Holz ziehen, weil Petyr durch sein unaufmerksames Arbeiten schräg oder das komplett falsche Schild angehalten hat.
      "Das ist Sasanchos Box, nicht Deo Volentes", murre ich und reiche Petyr das Schild zurück.
      "Hä?" Fragt Petyr entsetzt. "Seit wann das denn? Da stand doch immer Volente."
      "Seit dem Tag, an dem Sancho zu uns zog, eben weil das die einzige Möglichkeit ist, dass er neben Brego II stehen kann und nun gib mir dieses verdammte Schild!"
      "Nicht so ungeduldig!" Sagt Petyr und kramt in der Tüte. Bevor er das richtige Schild gefunden hat, hält er inne. "Aber wo steht dann Volente?"
      "Petyr", sage ich warnend. "Gib mir sofort das Schild."
      "Achso!" Er schlägt sich an den Kopf. "Bijou und Ghostly Phenomenon stehen ja nun ganz vorne. Ich Schlaukopf."
      Ich schaffe es, Petyr zu ignorieren und mit ihm auch noch die Boxenschilder für die Stuten anzubringen. Shari, Colour Splash, Seattle's Scarlett, Sweet Prejudice, Samarra, Shyvanna, Sawanna und Fannie Mae anzunageln, bevor noch die drei Fohlen an die Reihe kamen.
      "Und was sollen wir mit Picturesque Diova machen? Aufheben?" Fragt Petyr wenig später und hält eine weiteres Boxenschild in die Höhe. Ich kann die Dinger langsam nicht mehr sehen. Augenkrebs.
      "Das machen wir unten drunter. Und das von Simplicity of Sophistication auch." Sage ich bestimmend. "Mir egal, wer die dann abnagelt."
      "Tz Tz", macht Petyr. "Malte mein Freund, das ist heute nicht dein Tag."
      "Habe ich auch nie behauptet", knurre ich und schlage einen weiteren Nagel ins Holz. Noch eins, denke ich, als Petyr mir das von Royal Champion reicht. Noch eins, dann habe ich es geschafft.
    Keine Kommentare zum Anzeigen.
  • Album:
    » Südstall
    Hochgeladen von:
    Canyon
    Datum:
    12 Aug. 2017
    Klicks:
    79
    Kommentare:
    8

    EXIF Data

    File Size:
    470,7 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Shyvana
    (Shyva)

    Abstammung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Von Donnerschall
    Von Don Calandrio Aus der Marah

    Aus der Mon Chérie
    Von unbekannt Aus der unbekannt


    Exterieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Stute
    *2011
    (6 Jahre)
    Trakehner | 162cm
    Fuchsschecke - Chestnut Tovero
    x


    Interieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    munter | fröhlich | stark
    Shyvana war immer etwas anders, sie wuchs in einer halbwilden Pferdeherde auf, nachdem ihr Züchter schon von Anfang an kein Potential in ihr sah. Dort kämpfte sie tagtäglich um die Rangfolge, doch war nie angesehen unter den anderen und fühlte sich ausgestoßen. Nun blüht die Große vollkommen auf. Sie feiert erste Erfolge und zeigt sich munter auf den Weiden Norwegens. Ihre Kämpfernatur merkt man ihr noch immer an, so kennen und lieben wir sie.

    Besitzer: Canyon (Nicolaus du Martin)
    VKR/Ersteller: Waldvoegelchen
    im Besitz seit: 1. Mai 2017
    Kaufpreis: 700 Joellen

    Qualifizierungen
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential

    Dressur E A L M S S* S**

    Military E A L M S S*

    Springen E A L M S S* S**

    Distanz E A L


    Erfolge
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Fohlen ABC ✔ | Eingeritten ✔ | Eingefahren x

    [​IMG][​IMG][​IMG][​IMG]
    278. Springturnier | 59. Synchronspringen | 189. Militaryturnier | 285. Dressurturnier

    [​IMG][​IMG][​IMG]
    283. Springturnier | 192. Militaryturnier | 416. Dressurturnier


    Zucht

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    [​IMG]
    [SK 453]

    Gencode: x
    Zur Zucht zugelassen: Ja
    Eingetragene Zucht: Tyrifjord Ranch

    Nachkommen
    -


    Gesundheit
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Letzter Tierarztbesuch: 04. Mai 2017 durch "Equine Hospital CHH"
    Gesamteindruck:
    Aktue Krankheit/en:
    Chronische Krankheit/en:
    Erbkrankheit/en:

    Letzter Hufschmiedbesuch: 26. Juni 2017 durch "Big Bear Farrier"
    Hufbeschaffenheit: breit und weich
    Hufkrankheit/en: x
    Beschlag vorne: Eisen
    Beschlag hinten: Eisen


    Zubehör
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    PNG | Puzzle PNG | JPG