Canyon

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| Trakehner | Stute | gekrönt |

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Canyon, 12 Aug. 2017
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    • Canyon
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      Bericht
      2. September 2015 | Elsaria
      „pitsch patsch pitsch patsch“hörte ich wie der regen leise rythmisch auf das Dach trommelte. Die dunkelheit umhüllte den stillen hof. Ich blickte auf den Wecker und stellte fest das es gerade mal 2 uhr morgens war. Warum war ich denn schon wach?. Ich drehte mich auf die andere seite und versuchte weiter zu schlafen.

      Ich war also wieder eingeschlafen bemerkte ich als ich diesmal mein wecker hörte und geräusche aus der küche hörte. Der hof erwachte langsam von seinem schlaf. Ich zog mich an und ging in die Küche rein. „haPPy Birthday tooo you!“ hörte ich amilie die kleine tochter von sam als erstes singen. Achja ich hatte Geburtstag, 27 Jahre alt wurde ich heute. Wieder ein jahr älter. Als ich dann mit amilie auf dem arm die Küche betritt feierten die anderen. Der tisch war schön gedeckt und alle waren fröhlich. Auch wenn heute wieder ein anstrengender Tag werden würde freute ich mich auf das grillen heute abend. Wir aßen gemeinsam frühstück. „ So leute auch wenn ich heute Geburtstag habe muss gearbeitet werden. Sam kümmert sich heute bitte um die zwei araber , Jaya und Mystical Star. Tim um Cadiz donnerschall und Shari Avril um Bifröst und Celbi und ich kümmere mich um Skadi und Connery.“ Gab ich anweisungen. Da gestern erst gemistet wurde sttreuten wir alle gemeinsam ein und fütteren die Pferde. Ich beschloss zuerst mit Connery zu arbeiten. Ich halfterte einen Trakehnerhengst auf und brachte ihn auf den Putzplatz Dort putzte ich ihn über und bandagierte seine Beine. Da er eisen hatte zog ich ihm noch glocken an und dann sattelte ich den hengst auf. Zum schluss zäumte ich ihn auf und ging schon mal in die halle dort stieg ich auf und ritt ihn warm. Währenddessen holte sam Sansanja, die nervöse Arastütchen wurde bis jetzt nicht geritten weil die zeit fehlte. Sam wollte sich heute wohl das erste mal draufsetzten, wir wussten zwar das die stute eingeritten ist aber was genau sie kannte wussten wir eben nicht. Ich war gerade dabei den hengst zu lösen als Sam mit Sansi in die halle kam, sie longierte sie zuerst mal einige runden ab. Ich merkte wie das Training mit Sarah Connery gut tat und wieviel lockerer er wurde. Nun nahm ich die zügel auf und stellte meinen hengst in die korrekte anlehnung. Wir arbeitetn konzentriert und gewissenhaft. Nur im augenwinkel konnte ich sehen das sansi einige Bocksprünge hin legte. Ich klopfte conni lobend den hals, er war wohl sehr in seiner Arbeit vertieft. Wir trabten in einem schönen arbeitstrab, dieser sehr schwungvoll war, ich versuchte diesen schwung beizubehalten. Als ich einnige Bahnfiguren machte saß sam nun auf Sansanjia die sich stark an connery orientierte. Sie wollte immer das machen was er gerade macht. Sam bremste sie ab. Die junge Araberstute hat gewaltig Pfeffer im hintern. Als sie aber verstanden hat das es nicht nach ihrer Pfeife tanzte arbeitete sie brav mit Sam. Tim kümmerte sich zuerst um den Deckhengst Donnerschall er sollte heute nur ein paar runden an er longe gehen. Ich war nun mit connery für heute fertig und stieg ab. Ich lief in der halle noch einige runden damit sein Atem wieder normaliesieren konnte und beobachtete Sam. Sansanjia machte sich wirklich gut. Nun verließ ich die halle auf dem weg zum Putzplatz sah ich wie timm auf dem reitplatz donner longierte. Der Hengst trat sehr unter. Er war momentan er einzige zur zuchtzugelassene hengst und ich hoffte das ich bald neuen schub haben werde. Und auf dem Roundpen versuchte Mary Bifröst ans halfter zu gewöhnen. „ Ist gut so weier so nicht aufgeben „ rief ich belustigt ihr rüber. Bifröst hatte sich wohl zur aufgabe gemacht wegzulaufen stehen zu bleiben und warten bis sie am kopf war um wieder davon zu laufen. Ich zog meinen hengsten alles aus und duschte ihn ab. Das Wetter war herrlich warm und somit war die dusche eine willkommene verwöhnprogramm als ich ih abgezogen hatte durfte er noch auf die weide. Nun holte ich Skadi meine Andalusiermixstute. Nach ihren Verletzungen hatte sie noch einen monat schonfrist bekommen und heute sollte sie wieder langsam an die Arbeit gewöhnt werden. Auch wenn die Stute nicht meine Rasse war, ich liebte sie abgöttisch. Ich brachte meine Schimmelstute naja Graufalbe passt eher zum putzplatz und begann das fell sauber zu striegeln. Da kam auch schon sam. „ So ist das mit schimmeln sie wollen immer ne andere Farbe haben!“ lachte sie. Sie band sie an und zog sie aus. „ Na wie war sie?“ fragte ich „ Sie war okay, anfangs schwierig aber danach war sie brav!“ gab sie mir zur antwort. „ Ich bin am überlegen Sabrid und Sansi zu verkaufen, sie kommen hier einfach zu kurz!“ sagte ich nachdenklich. „ Da hast du wohl recht.!“ „JUHHHHHUUUU!!!“ hörten wir aus dem Roundpen und drehten uns um. Mary tanzte triumphierend sie hatte es wohl geschafft dem kleinen das halfter anzulegen. „ Super Mary lob ihn und bring ihn wieder zurück sobald Tim zeit hat dir zu helfen! Es reicht für heute, halfter lässt du an!“ gab ich meinem lehrling anweisungen. Ich hab skadi gerade fertig gesattelt da kam auch schon ein neues mädchen die sich als Reitbeteiligung für Skadi beworben hatte. Ich sagte ihr sie soll mal guggen und danach dürfte sie kurz rauf. Ich erzählte ihr die vorgeschichte von skadi das sie letzten monat einiges durchgemacht hat und desshalb wieder von vorne aufgebaut werden muss. Mary hatte sich inzwischen Celbi geschnappt. Die stute war schon etwas weiter. Mary beschloss die junge stute den hof langsam zu zeigen. Sam hatte inzwischen Sabrid geholt und Tim war mit Cadiz beschäftigt. Er wollte mit ihm ausreiten gehen. Ich schwang mich währenddessen auf Skadi. Das junge mädchen lief mir nach. Eine halbe stunde ritt ich skadi im Schritt ehe ich langsam zu trabe begann. Skadi verhielt sich sehr gut. „Wie heißt du eigentlich?“ versuchte ich das mädchen in ein gespräch zu verwickeln. „ India Alcaraz und Sie?!“ fragte sie mich. „ Adrianna van Helsing, alle nennen mich aber adria darfst du natürlich auch wenn es mit der Reitbeteiligung klappt. Skadi ist da eigen. Skadi war heute sehr brav nun lies ich india auf ihr reiten um zu sehen ob sie mit ihr klar kam. „Hey! Scheint gut zu gehen!“ sagte tim der gerade vom ausritt kam. „ Ja. Scheint so!“ sagte ich kurz und war immer noch auf india fixiert. Sam kam nun mit Sabrid in die halle. Auch da schien alles gut zu laufen. Tim übernahm von Sam Jaya un Avril durfte das erste mal unter meiner aufsicht Star reiten. Sie freute sich wie ein honigkuchen pferd. Sam dankte es mir und grinste. Das grinsen veriet mir das sie was vorhatte. Sie brachte sabrid zurück in die box schnappte sich lilly ihre tochter und war verschwunden. Nun sagte ich zu india das sie skadi bitte boxfertig machen sollte und sie in die Box bringen da jede Box beschriftet war war das leicht und dann wiederkommen. Avril machte sich gut auf Mystical Star. Die Junge stute hatte es noch nicht so viele Reiter auf ihrem Rücken, eigentlich nur mich und Sam. Doch sie schien das nichts auszumachen und absolvierte die Reitstunde fertig. Als Tim mit Jaya kam fiel ihm ein das er shari noch nicht gemacht hatte. Das war kein problem dann liesen wir sie eben danach noch schnell in der halle laufen und morgen solle er sie als erstes machen. Als die Reitpferde fertig war durfte nun shari in die halle. „ Und wie war Jaya so?!“ fragte ich Tim. „ Sie schien heute etwas aufgeregt zu sein, aber sonst brav wie immer!“ „ Das ist gut!“.
      So wir machtten den abenddienst und die feier konnte beginnen.

      Mein erster Arbeitstag
      9. Oktober 2015 | Elsaria
      Gestern hatte ich bei Adrianne van Hesling als Pfleger und Bereiterin angefangen. Zugegeben nicht ohne hintergedanken. Vor einiger Zeit sind meine eltern verstorben und am krankenbett erläuterte mir meine Mutter das ich eine Tante hatte die in Craignure lebt und sie keinen kontakt haben weil sie sich nicht ausstehen konnten darum kannte ich diese Tante ja auch nicht. Kurz darauf schloss meine Mutter für immer die augen. Und ich forschte über diese besagte Tante nach. Ich fand ein inserat wo eine Adrianne von Craignure wieder nach Deutschland ziehen wollte. Kurzer Hand bewarb ich mich auf die Stelle und siehe da ich arbeite nun für sie. Ob ich ihr jetzt offenbaren musste das ich ihre 16 jährige bereiterin ihre nichte sein soll wusste ich bis jetzt noch nicht. Irgendwie hatte ich etwas angst vor ihrer Reaktion. Klar schmerzte der verlust der eltern sehr und eigentlich sollte ich ja gestern zum Jugendamt. Ich hatte auf die eigene Faust entschieden nicht hinzugehen. Ich wollte einfach nicht in ein Blödes heim. Als ich gerade mit der letzten Box fertig war kam Adrianne in den Stall. „Broooke, was machst du schon so früh hier.!“ fragte sie mich. „ Ich konnte nicht mehr schlafen!“ sagte sie. „ Na komm erstmal was frühstücken dann geht’s an pferde bewegen.!“ sagte sie und ging zurück ins Haus. Ich war es nicht gewohnt zu frühstücken aber anstandshalber ging ich in die Küche. Adrianne hatte sich echt mühe gemacht es gab weichgekochte eier, speck, käse wurst marmelade nutella erdnussbutter und frisch aufgebackene brötchen und nicht vergessen es gab kaffee. „ Das sieht gut aus!“ sagte ich und setzte mich an den gedeckten Tisch. Ich schenkte mir eine Tasse Kaffee ein und löffelte 3 löffel zucker rein und einen schuss milch. Als Adrianne das sah musste sie schmunzeln ehe mir auffiel das wir den Kaffee genau gleich mögen. „ Ich hab heute noch einige Tierartzaufträge desshalb bist du heute alleine. Mach so viele du kannst. Wenn was ist ruf mich an oder Jill oder Hunter!“ sagte adria zu mir und stand auf. Ich belegte mir mein Brötchen und überlegte was und mit wem ich heute alles machen würde. Ich as mein Frühstück auf und räumte alles auf. Dann ging ich wieder zurück in den Stall inzwischen hatten alle Pferde ihre Ration gefressen. Ich beschloss heute mit Celabration of Dance anzufangen. Die 3 Jährige Stute war nun soweit anlongiert zu werden. Ich zog ihr ihr Trense auf und schnallte das halfter auf und führte sie in die halle. Dort hatte ich zuvor ein band gespannt so das ich nur die hälfte der halle nutzen konnte. Anfangs raste Dance nur im kreis. Ich ließ sie erstmal laufen, als sie ihr Tempo veringerte lobte ich sie. Nach einiger zeit hat sie begriffen das sie das tempo erhöhen oder veringern sollte wenn ich entsprechende komandos gab. Nach einer viertel stunde arbeit beendete ich diese. Ich brachte die Stute auf die Weide. Nun holte ich den kleinen zwerg Bifröst heraus. Dieser musste heute das Hufe geben lernen. Das kleine winzige Fohlen hat einen ganz schönen Sturkopf. Immer wieder versuchte der racker sich zu entziehen aber ich lies ihm das nicht durchgehen. Als er das endlich begriffen hatte lobte ich ihn und ging zur nächsten. Skadi mit ihr würde ich länger brauchen. Da die stute etwas schwierig war wollte ich sie heute jedoch nur longieren, nicht das was passieren würde wenn ich alleine auf dem hof war. Die schimmelstute war nie dreckig. Wie eine kleine Prinzessin. Schnell hatte ich ihre longiersachen aufgelegt und ging auch mit ihr in die halle. Ich forderte sie in trab und gallopp. Machte einige Tempowechsel. Skadi buckelte auch mal hin und da wen sie ein grusseliges Geräusch hörte. Nun änderte ich die richtung und auch da musste skadi alle 3 Grundgangarten durch machen. Dann beendete ich das Training. Ein blick auf die Uhr verriet mir das es schon 11 Uhr wäre. 1 Pferd würde ich noch vor der mittagspause schaffen. Wenn die Praxis so gut läuft bräuchten wir dringend verstärkung den täglich alles alleine machen wäre auch für mich zu viel. Ich beschloss mit den Stuten weiter zu machen. Ich holte Shari die Braune Trakeherstute. Ich putzte sie schnell über und legte den Sattel auf. Trenste sie auf und ging mit ihr an den außen platz da das wetter schön war. Ich wärmte sie großzügig auf und trabte sie anschließend an. Shari arbeitete eifrig mit. Es machte mir eine wahnsinnige freude sie zu reiten. Als ich einige lektionen mit ihr geübt habe brachte ich sie zurück in die Box. Jetzt war erstmals eine Mittagspause an der reihe.

      Nach der mittagsruhe ging es mit Petit Jayaprada weiter. Sie striegelte die Stute und legte ihr nur die Trense auf. Auch sie wollte ich nur longieren. Petit jayaprada wäre an die nächste die auf tunieren vorgestellt werden musste für die Körung. Aber zuerst musste Mystical Star diese bestehen. Nach einer halben stunde beendete ich das Training und Holte Star aus der Box . Die Falbstute war relativ erfolgreich auf tunieren aber noch nicht gut genug das würde sich ändern. Ich sattelte die junge stute auf und schwang mich auf den Rücken. Ich ritt mit ihr A Dressuraufgaben durch immer und immer wieder bis wir das pefekt konnten. Nun war es schon 16 Uhr die zeit verflog. Die hengste hatten heute frei, diese würden morgen an der reihe sein. Ich fütterte noch zu abends und flog müde ins bett.

      Emely, Grace und Ethan ziehen ein und der Ausflug
      17. Oktober 2015 | Elsaria
      Einige wochen später hatte Adria 3 Gefängnisjugendliche aus Amerika geholt. Ich freute mich darauf endlich arbeitserleichterung zu haben deshalb holte adria die drei rechtzeitig vom flughafen ab. Ich war gerade im Stall beschäftigt als ich Autoreifen hörte. Ich dachte das Adria zurückkam mit den neuen Mitarbeiter und ging desshalb aus dem Stall. Als ich auf dem hof ankam sah ich aber Polizeiautos und die olle Jugendamtmitarbeiterin Frau Sonsorna . „ Brooke was soll das, glaubst du echt das wir dich nicht finden werden. Du kommst jetzt mit!“ sagte sie. Die Polizisten umstellten mich so das ich nicht mehr abhauen konnte. „ Nein ich kann für mich alleine Sorgen, ich will nicht in ein olles Heim wo man nicht man freizeit haben kann! Ich will hier bleiben!“ raunte ich.
      Als die Polizisten mich anpackten tauchte Adria auf. „ Was ist den hier los?!“ hörte ich eine leicht aufgebrachte und verwunderte Adria. „ Wie hole die flüchtige Jugendliche wieder in ihr heim zurück. Brooke van Canover!“ erklärte die Jugendmitarbeiterin. „ was wie flüchtig? Ich versteh das jetzt nicht van Canover? So hieß doch meine ach so liebe schwester mit der ich seit 17 jahren keinen kontakt hatte.!“ gab Adria an. „ hieß ihre Schwester zufällig Susanne van Canover und ihr mann Bernhard van Canover?!“ fragte die mitarbeiterin. Mir rannen schon die Tränen. „ Ja, was ist losß!“. „Susanne und Bernhard hatten vor gut einem halben jahr einen schweren autounfall, bernhard kam dabei sofort ums leben und susanne kämpfte eine woche lang um ihr leben das sie leider verlor, es tut mir leid ihnen mitteilen zu müssen das sie tot ist und Brooke war ihre Tochter und riss nach dem Krankenhausbesuch aus.!“ „ Brooke?!“ sagte adria dann etwas strenger zu mir.
      „ Äh es tut mir leid.... das ich nicht die wahrheit gesagt habe über meine Herkunft. Aber ich war so verzweifelt. Als mama da so im Bett lag und mit letzter kampf von dir erzählte musste ich es einfach versuchen, in ein heim will ich nicht, da kann man nichts machen. Ich wusste auch nicht wie ich es dir sonst sage hätten solle. Hallo Tante? Hier ist deine nichte von deiner verhassten schwester? Außerdem kannte ich dich ja nicht und wollte dich erst kennenlernen.“ kam ich mit der Sprache heraus. Adria war geschockt und ich war mir sicher das ihr Vertrauen weg war.
      „Wenn sie meine Nichte ist, hab nicht ich das Sorgerecht?!“ hörte ich meine Tante fragen. „ ja das ist so aber wir konnten sie nicht finden?!“ gab die Trulla an. „ Das lag daran das ich gerade von Craignure hergezogen bin!“ erklärte sie. „ Dann kann Brooke hier bleiben?!“ „ Ja muss ich was ausfüllen´?“ hörte ich. Die Trulla übergab irgendwelche Papiere und verlies zusammen mit der Polizei den Hof. „ Du hast jetzt eindeutig klärungsbedarf mädel, zeig den dreien ihre Unterkünfte nd dann komm in das Büro!“ sagte sie streng.
      Nach einer kurzen Verschnaufpause zeigte ich den dreien ihre Unterkünfte und dann machte ich mich auf dem Weg ins Büro mein Herz pochte.
      „ WAS Soll das?!“ schrie sie mich an. Verständlicher weise. „ ich wusste nicht was ich tun sollte!“ gab ich zurück. „ Warum sagst du mir nicht von anfang an wer du bist wovor hattest du angst?!“ „ Vor deine Reaktion das ich den job nicht kriege und ich dann doch wieder zurück ins Heim muss!“ gestand ich.. Minuten langes schweigen. „ Naja jetzt ist jedenfall passiert, ran an die arbeit du nimmst die drei unter deine Fittiche Brooke ich muss nochmal los!“ hörte ich. „ Gut!“ Ich ging ins Haus um zu sehen ob die 3 fertig waren. Sie saßen in ihren Zimmern und wirkten erleichtert. „ Ethan, Emily und Grace? Ich zeig euch jetzt den Hof die Pferde und dann die heutige arbeit.!“ sagte ich und wartete bis die drei bereit waren. „ Grace du bist auf einem Pferdehof, high heels sind hier verboten, viel zu gefährlich!“ sagte ich und grinste wir warteten noch bis Grace passende schuhe angezogen hatte. So „ Hier ist die Halle, dort wird gearbeitet , wenn es zu heiß zu kalt oder regenwetter gibt. Neben der Halle geht’s zu den Weiden und hier ist der außenplatz, dort ist der Putzplatz und der Duschbereich der pferde. Hier ist der Zuchtstall der Stuten, wie ihr seht sehr helle und große Boxen, weil die Stuten tragend sind und später mit ihre Fohlen hier gut bewegen sollten. Das ist der Hengststall. Zurzeit haben wir 3 Hengste einer ist Bereits geköhrt, der Rappschecke hier heißt Donnerschall. Der Braune heißt Connery und der fuchs bei dem müsst ihr aufpassen der is gefährlich, den lasst ihr auch in Ruhe sein name Sir Outlaw. Dann kommen wir zu den Privatpferden momentan 2 ein schimmelfohen und eine schimmelstute Skadi. Da ich heut morgen bereits gemistet habe beginnen wir mit der Arbeit von Pferdepflege. Das heißt wir gehen jetzt wieder zum Hengststall und kümmern uns um die 3 Hengste. Ethan und Grace ihr macht Connery zusammen, das heißt aufhalftern, hufe kratzen, zum Putzplatz führen und striegeln. Emily und ich wir machen Donnerschall. Als wir die Pferde draußen hatten erklärte ich den dreien der ablauf. Ich schaute zu und die drei machten es toll. Den beiden mädchen sah man freudiges grinsen und der junge war noch etwas reserviert. „ Wer von euch ist schon mal geritten?!“ fragte ich aus neugierde. „ Ich!“ sagte Grace. Die Putzaktion dauerte eine halbe stunde. So wir machen die zwei jetzt zum longieren fertig. Wir brauchen, Schabracke, Gurt, Trense , Bandagen und die Longe. Wir liese Connery und Donner auf dem Putzplatz stehen und holten unser Zeug. Zuerst zeigte ich wie das Bandagieren ging und ließ es die jugendlichen nachmachen. Dann legten wir die Gurte um und trenste die Stute auf. Anfang machen Grace und ich. Grace nimmt Connery ich Donner. Kommt mit in die Halle. Ethan spannst du bitte das Band in der mitte der halle. Emily folgte mir zum unteren Zirkel und ethan und Grace nahmen den oberen. Grace machte es gut, sie ließ Connery einige Runden im Schritt warm laufen. „ Warum war eigentlich die Polizei auf dem hof?!“ wollte emily wissen. Naja ich bin abgehauen zu meiner Tante, sie wusste von nichts und joa meine eltern sind leider verstorben und in ein heim wollte ich nicht gab ich zu. Ich verstand mich mit denen 3 Gut. Nun trabte ich Donnerschall an, der Rappscheckenhengst war der älteste im Bunde. Im Augenwinkel sah ich das Grace mit Connery bereits im Gallopp war. „ Lass mal Ethan rann!“ rief ich ihr zu. Nun nahm ethan vorsichtig die longe in die hand, Grace blieb aber in der Mitte. Ich wechselte Donner die seite und übergab die longe emi wie ich sie nennen durfte. Nachdem die hengste einige zeit gearbeitet hatte machten wir sie Boxfertig. „ So jetzt mus Sir outlaw an die reihe, hier könnt ihr nur zusehen.!“ sagte ich. Vorsichtig öffnete ich die Türe von dem hengsten. Dieser stieg mit angelegten ohren vor mir hoch. „ Ist gut jetzt!“ raunte ich. Geschickt hatte ich das halfter angezogen und legte ihm die Hengstkette um. „ wie ihr seht ist jeder hengst anderst.! Donner und connery haben eine gute erziehung genossen dieser hier, muss irgendwas erlebt haben was ihm so geprägt hat, trozdem hat Adria Hoffnungen in diesem jungen hengst. Ich brachte ihn zum Putzplatz und putzte ihn über. Dort entspannte sich der Fuchs wieder leicht. Da das bandagieren zu gefährlich war zu diesem zeitpunkt bekam er gamaschen um. Als er zum longieren fertig war gingen wir in die halle. Die drei standen ausen und schauten zu. Ich verschnallte die zügel beim gurt um den kopf in der richtigen haltung zu bekommen.
      Dann forderte ich den Hengsten auf sich zu bewegen. Er stemmte zuerst seine Beine in den sand, erst als ich ihn leicht mit der Pitsche antippte donnerte er wild los. „ How how ruhig angehen lassen!“ sagte ich und versuchte den hengst zu bändigen. „ Mit dem wurde wohl nichts gemacht!“ hörte ich Grace rufen. Nach einiger zeit lief der Fuchshengst nun brav im kreis in allen Gangarten.
      Auch da wusste ich mit dem richtigen Training und der richtigen Konsequent könnte der Trakehner wirklich ein Juwel werden, der zuerst geschliffen werden muss.
      Als Law endlich fertig war ging es zu den zuchtstuten über. Petit Jayaprada und Mystical Star hatten heute frei und durften die Weide genießen. Da Shari ein verlasspferd war durften nun Ethan, Grace und Emily auf ihr reiten. Wir Putzten die Stute und sattelten sie auf. „ Nach Shari gibt’s mittagesse um halb eins geht’s dann weiter!“ klärte ich die dreien auf. Wir gingen in die halle und Grace durfte den anfang machen. Sie saß fest im Sattel und fand sich schnell wieder ein.
      Nach dem Grace fertig war setzten wir ethan auf den ich anfangs noch führte. Er fühlte sich zunächst unsicher aber dies besserte sich von minute zu minute. Shari erlies das geduldig ergehen zum schluss kam noch emily auf ihren Rücken dann war auch diese Stute fertig. Nach dem wir sie versorgt hatten gingen wir in die küche und machten uns was zu essen dann gingen wir in den zimmern um etwas auszuruhen.
      Nach dem die halbe stunde fertig war machten wir das fohlen Dance wuchs sehr schnell und bald wurde es an der zeit mit ihr zum arbeiten aber jetzt durfte sie noch das Fohlen sein genießen sowei bifröst der kleine Welsh A hengst.
      Als letztes kam Skadi an der Reihe. „ jetzt musst du reiten Brooke!“ hörten ich die anderen rufen.
      Na gut ich reite skadi. Wir machten die Schimmel stute fertig und ich ritt mit ihr in die halle.
      Begeistert sahen sie mir zu. Nachdem skadi fertig war gings ans abend füttern. Der erste Arbeitstag von Grace, Ethan und Emily war nun vorüber und die drei würden bestimmt gleich in ihr Bett fallen und schlafen.

      Einreiten und Erfolgreiche SK
      20. November 2015 | Elsaria
      Ein kalter November Tag erwartete uns bereits als ich die augen aufschlug. Gestern hatten wir sämtliche Ställe ausgemistet und darum war ich noch so fertig. Es half alles nichts, ich musste aus den Federn. Schließlich habe ich und die Pferde hunger und von alleine stillt sich dieses Bedürfniss nicht. Grace Emily und Ethan schmieß ich ebenfalls aus dem Bett. Gemeinsam frühstückten wir und danach ging es für uns an die Stallarbeit. Heute stand das anreiten von Celabration of Dance an. Die 3 Jährige Stute war nun soweit. Danach bekam Mystical ein Wellnessprogramm die Stute war in letzter zeit sehr erfolgreich. Bald könnte sie zur Zucht zugelassen werden, was wir natürlich hofften.Ich teilte Ethan im einstreuen ein und Grace sollte die Weiden abäbbeln, Emily sollte mir mit füttern helfen und danach mit Celabration of Dance behilflich sein. Seit genau einem monat wurde sie longiert und auch an den sattel gewöhnt. Heute würde ich mich zum ersten mal draufsetzen. Die Stallarbeit hatten wir schnell fertig und so machte mir Emily Celabration fertig. Ich kontrollierte schnell ethan und emily. Dann sollten sich beide mit Bifröst beschäftign. Cela stand nun fertig in der Stallgasse und so gingen wir in die halle dort longierte ich die Stute erstmal schön ab übergab dann emily die longe und zog meinen Reithelm auf. Vorsichtig schwang ich mich in den sattel. Lobend klopfte ich die Stute noch stand sie brav da. Nun sollte sie in den Schritt gehen, doch daraus wurde nichts. Wild bockend hüpfte die Stute im kreis. Ich konnte mich gerade noch halten. Auch wenn sie einige Hasensprünge hinlegte ich blieb im sattel. Es dauerte auch nicht lange als sie begriff das es gar nicht weh tat. Wir liefen einige runden im Schritt. Ich lobte Celabration of Dance.Dann trabte ich sie vorsichtig in den Trab, dort buckelte sie und ich blieb oben. Nach einigen runden parrierte ich die stute und wir wechselten die seite, dort ritten wir ebenfalls nur schritt und Trab. Noch musste cela ihre Balance finden, aber mit mehr Training würde sie das bekommen. Sobald man sie frei in allen Grundgangarten reiten konnte würde man sie zu einer Trainerin schicken.Emily brachte die junge stute in ihre Box zurück und holte anschließend Mystical star. Sie wurde heute geduscht und mit schampoo gewaschen, dann wurde schweif ausgeschnitten mähne verzogen und sie dann trocken geführt. Mystical Star war die best ausgebildete Stute die wir hatten und alle legten große Hoffnung in die Falbstute mit blauen augen hatte gerade eine Stutkörung gewonnen und so konnten wir endlich beginnen mit der zucht sobald der passende hengst gefunden wurde. Nun kamen Emily und Ethan wieder. Sie durften heute shari und Petit jayaprada reiten. Die zwei freuten sich und holten sofort die zwei aus ihren Boxen. Grace und ich ritten heute Donnerschall und Connery aus. Einen Ausritt hatten wir reglich verdient. Adria würde am hof sein, fals mit emily und ethan passierte, aber eigentlich konnten sie schon gut reiten nur für einen ausrittn war es mir riskant. Beim ausritt fragte mich Grace wo eigentlich Outlaw sei. „ Outlaw ist in England er wird für die Körung vorbereitet und evtl wird auch rausgefunden warum er so ist wie er ist!“ sagte ich, nun trib ich connery in den trab, der hengst folgte mir brav. Grace tat es mir gleich, als ich rechts abbiegen wollte merkte ich das connery direkt auf einen herausragenden ast trabte. Ich konnte ihn noch rechtzeitig abbremsen. „ Was war das denn bitte?!“ schrie Grace. „ Ich weiß nicht, hat er wohl nicht gesehen, ich muss eddi mal anrufen!“ sagte ich und beschloss den hengsten nur noch im schritt zu reiten, Der Junge hengst hatte wohl ein schlechtes sehvermögen, ich hoffte das es nicht so schlimm ist wie befürchtet. Langsam ritten wir wieder zurück auf den hof dort machten ethan und emily gerade ihre Pferde boxfertig und ich sah wie adrianna ihre lieblingsstute Skadi ritt. Die schöne Schimmelstute ist fein herausgeputzt worden. Adria hatte skadi am besten im griff. Sie waren ein richtiges team. Grace und ich machten unsere Pferde auch fertig und begannen mit der Abendfütterung. Ethan, Emily und grace fuhren heute auf eine Party, dies haben sie sich verdient und ich schaute noch adria zu ehe mich nach einem hengst für Mystical Star suchte. Da fiel mir ein das ich ja noch den Tierarzt anrufen musste wegen connery. Ich vereinbarte einen Termin am nächsten Tag.

      Das Herbstunwetter
      8. Januar 2016 | Elsaria
      <<Knarx, klirr whuhhuuuuu schsch >> Ich konnte kaum die augen zu machen. Das Unwetter hatte uns in der Nacht erreicht und treibt nun sein Unwesen. Uns hat das völlig überrascht, den sonst hätten wir die Pferde von ihren Weiden reingeholt, jetzt bleibt nur noch zu hoffen das nichts passierte. Das Tief war nun über unser Haupthauses man spürrte wie die wände leicht bebten und somit konnte ich erst recht nicht schlafen. Ein Blick auf die Uhr verriet mir das es gerade mal nach zwölf war und ich erst 2h lang geschlafen hatte. Das kann ja heiter werden murmelte ich im kopf und tapste leise im dunkeln in die küche um die anderen nicht zu wecken. Hin und wieder wurde der lange Gang von den blizten erhellt. Auf dem Weg in die Küche kam ich an Adria´s Zimmer vorbei dessen Tür ein spalt offen war was sie tagsüber auch gerne lies um Frodo ihren alten Goldenretriver einen Rückzugsort zu bieten. Leise schaute ich hinein und endeckte nur Frodo auf ihrem Bett schlafen, wo war adria? Ist sie nicht nachhause gekommen? Oder hatte sie einen unfall? Unwillig kroch mir die Panik an mir hoch, ich hatte bereits meine Eltern verloren und wollte jetzt nicht auch noch meine Tante verlieren. Mit einem Herzrasen ging ich weiter in die Küche dort machte ich mir einen warmen Kakao und setzte mich an den Tisch. Auf dem Tisch fand ich einen zettel dort stand drauf:

      Hallo Brooke!
      Ich weiß ich hätte es mit dir bereden müssen,aber es kam immer was dazwischen und heute schliefst du schon und wollte dich nicht wecken. Ich bin zuerst in England eine Kundin bedienen dann in Amerika um mich Fortzubilden und danach brauche ich eine Auszeit für mich.
      Ich muss klar werden wie es weiter gehen soll. In letzter Zeit kam soviel neues, du, die nachricht das meine Schwester und mein Schwager tot sind. Auch wenn wir uns nie sonderlich verstanden haben,wenn es darauf ankam hielten wir doch zusammen., Und du Brooke, weißt du eigentlich wie sehr du deiner Mutter ähnelst??Manchmal glaubte ich da kommt sie durch die Tür derweil warst es du Brooke.
      Bitte versteh mich einwenig.
      Es kommen noch leute fürs Vorstellungsgespräch Stalljungen und Bereiterin die auch auf Tunieren geht. Und außerdem kommen noch 2 Hengste, Schwarzgold und Golden Jam, beide Hengste gehören dir Brooke.
      Ich weiß das du das packst, es ist alles gesorgt.
      Deine Tante, Adria

      Ich musste den Brief zweimal lesen, Adria war also weg und ließ mich alleine. Auch wenn ich mich freute das ich zwei Hengste von nun an mein eigen nennen konnte, hatte ich angst das ich das nicht alles schaffen werde. In genau 6h hatte ich 3 Vorstellungsgespräche und das Unwetter ließ noch nicht nach. Ich beschloss daher nochmal ins bett zu gehen.
      Nach einiger zeit klingelte das Handy erneut . Nun war es an der zeit aufzustehen. Ich weckte die anderen und machte das Frühstück. Beim Frühstücktisch möchte ich die neuigkeiten verkünden. Grace Ethan und emily trudelten ein. „ Morgen! Bei dem unwetter kann man ja kaum pennen!“ raunte ethan. Ich erzählte den dreien die neuigkeiten. Da ich ja den Tag mit vorstellungsgesprächen beschäftigt bin, beauftragte ich die drei zuerst die tägliche stallarbeiten zu machen und dann die pferde zu longieren. Grace sollte außerdem zu der weide gehen und schauen ob alles in ordnuing war. Es waren eigentlich nur Skadi, Mystical Star mit ihrem Fohlen auf der weide und ich bereitete mich schon mal psychisch vor. Gegen 10 uhr kam eine junge frau. Rieke ullenson las ich auf ihre Bewerbung als Bereiterin und Tunierreiterin. Ich bat ihr einen Kaffee an und hörte mir sie an. Dann ließ ich sie mir auf Connery vorreiten. Rieke hatte eine sehr feine hand und ist sehr einfühlsam. Ich beschloss sie einzustellen als ich das mit ihr besiegelt hatte kamen die brüder Finn und Phil, sie wollten als Stalljungen arbeiten, dies hieß boxen misten, anlage sauber und instant halten und weiden und wenn was außergewöhnliches ist da mithelfen. Auch diese stellte ich ein. Zufrieden machte ich mittagessen, um 14 uhr würde Schwarzgold und Golden Jam kommen. Zu mittag gab es für alle Lasagne. Rieke blieb da um sich mit den anderen zu beschäftigen. Am Mittagstisch teilte ich nun neu ein. Rieke sollte Skadi, Bargeld, S´Cada und Donnerschall reiten. Grace bekam Mystical star mit ihrem fohlen, die sie in der halle einwenig laufen lassen sollte und shari durfte sie heute reiten, Ethan und Emily durften sich um Bifröst und Jayaprada kümmern. Ich bereitete mit Phil und Finn die zwei neuen boxen für die Hengste vor. Gegen 14 Uhr kam Muemmi mit Schwarzgold an. Der junge Rapphengst war ein juwel für unsere Zucht. Ich beschloss Schwarzgold und Golden Jam sofort für die Körungen vorzubereiten. Wir luden Schwarzgold aus dem hänger und brachten den etwas aufgeregten hengsten erstmal in die box, morgen werde ich ihn zum ersten mal reiten. Ich verabschiedete mich von meiner Freundin und sie fuhr los. Bald kam auch Golden Jam an. Der braune war wesentlich entspannter als der rapphengst. Jam bekam die box neben schwarzgold. Auch ihn wollte ich morgen reiten. Nun waren wir fertig und wir gingen schlafen.

      Bifröst auf Endeckungsreise
      20. Januar 2016 | Elsaria
      Es war nun ein monat vergangen als bekannt wurde das meine Tante in Amerika verschollen war. Jedes mal wenn eine Tür aufging hatte ich immer noch die Hoffnung Adrianne war endlich heimgekommen. Doch es war nur Phil, der aufgeregt in die küche rannte. „ Brooke, ich hab ja keine ahnung wieviele pferde du hast, aber ich glaube es fehlt eins!“ meinte er und klopfte der schnee von der Hose. Es hatte heute nacht geschneit und es schneit immer noch, wir hatten heute morgen nur das nötigste gemacht, die Pferde gefüttert und die Tränken frei gemacht und da waren alle noch da. „ Was bist du dir sicher Phil?!“,sagte ich und stand sofort auf. „ Ja ich glaube schon!“ . „ Gut, trommel alle zusammen wir treffen uns im Stall!“ In windeseile zog ich mich an und stapfte in den stall und schaute alle boxen durch. Tatsächlich Bifröst mein 5 monate altes Fohlen ist verschwunden. „ Was ist los?!“ fragten Rieke, Grace und Emily. „ Bifröst ist abgehauen, wo sind eigentlich Ethan und Finn?!“ fragte ich. „ Ethan schlich sich heute früh raus, er ist sowieso seit ein paar tagen sonderbar, hat ständig neue sachen, ich hoffe nicht das er rückfällig wurde!“ meinte Emily besorgt. Grace und Emily hatten wohl begriffen, das ihre vergangenheit nicht gut war. „ Ähm Finn ist krank, hab ich vergessen zu sagen sorry!“ entschuldigte sich Phil. „ Na gut, um Ethan kümmern wir uns später! Phil du bleibst bitte hier, falls er zurück kommt oder jemand kommt fals ihm aufgefallen war das irgendwo ein pferd rumgeistert, die anderen schnappen sich die pferde und wir teilen uns auf in 10 min abständen rufen wir uns gegenseitig an!“. Grace sollte Shari nehmen, Emily nahm Petit jayaprada, Rieke Skadi und ich nahm Schwarzgold. Wir waren nun auf den Pferden, Grace und Emily ritten richtung wald, Rieke richtung Autobahn und ich nahm den weg in die Stadt, irgendwo musste der kleine Lauser schon sein.
      „Bifrööööööööööööst!“ rief ich immer wieder, die Hauptstraße war heute sehr stark befahren, ich hoffte das er einen anderen weg genommen hatte. Hin und wieder hielt ich autos an um zu fragen ob sie eventuell ein cremfarbiges fohlen gesehen haben. Die Fahrer bedauern es und wünschten mir glück. Nach einer weile rief ich die anderen an um zu fragen ob sie schon was gesichtet haben. „ Bist du Gagga? Der Wald ist rießig, wir sehen schon fast die bäume nicht mehr!“ versuchte Grace etwas lustig zu wirken, doch man merkte, das sie in panik ist, Bifröst war ihr ein und alles. Sie liebte das kleine unschuldige ding. Naja streichen wir unschuldig mal kurz.
      Ich seufzte auch Rieke hatte kein glück.
      „Na schwarzi, wohin würdest du stiften gehen?!“ fragte ich meinen rapphengsten. Ich kam nun langsam in die Stadt herein, die blicke zogen auf uns, als ob sie noch nie einen rappen gesehen haben. Zugegeben mein Rappe war am schönsten!
      Ich dachte immer wieder wo mein kleines freches Fohlen stecken könnte, wir suchen inzwischen schon eine Stunde fieberhaft nach ihm.
      Da viel mir ein, das heute in der stadt markt Tag war, eventuell wäre er dort aufzufinden. Ich bog weiter in die Stadt ab und suchte nach dem kleinen fohlen.
      „Wirst du wohl das sein lassen du freches ding!“ hörte ich einen Markthändler wütend kreischen. Das konnte nur Bifröst sein! Wenn es um Unsinn und Quatsch geht, ist er Nummer eins. Ich lenkte meinen hengsten in diese Richtung und siehe da, ich hab ihn gefunden.
      Schnell tippste ich eine rundmeldung an die anderen.
      „ Ich hab den ausreiser gefunden, könnt nachhause reiten, der kleine wollte wohl einkaufen gehen!“. Ich stieg von Schwarzgold ab und entschuldigte mich bei dem Händler.
      „Der kleine ist uns entwischt, anscheinend wollte er einkaufen gehen!“ scherzte ich.
      Ich bezahlte den Sachschaden und entschuldigte mich abermals. Der händler sah es jetzt gelassen und schenktem jedem Pferd einen apfel. „ Eigentlich hast du dir das nicht verdient Bifröst!“ ermahnte ich ihn lachend. Ich klickte den strick ein und schwang mich auf meinen Hengsten.
      Nun ritt ich heimwerts mit Bifröst im Schlepptau.
      Ich war froh das alles gut gegangen ist.
      Auf dem Hof angekommen wurden wir schon erwartet. „ Da ist der kleine, und zufrieden sieht er aus!“ kreischte Grace. „zum glück ist nichts passiert!“ riefen Phil,emily und rieke gleichzeitig aus. „ Ist ethan inzwischen zurück, und was macht das Polizei auto da!“.
      „Die Herrschaften kamen 10 minuten später als ihr wegwart, und ich dachte, es wäre besser wenn deine leitung frei wäre wegen bifröst, die warten in der küche, muss wohl um ethan oder adrianne gehen, sie wollten mir nichts sagen um was es geht!“ sagte Phil.
      Ich überlegte kurz und sah in die runde. Grace schüttelte den kopf ethan war wohl immer noch nicht zurück. Langsam machte ich mir schon sorgen, Grace hatte recht Ethan ist in letzter Zeit sonderbar geworden!. Mein Bauchgefühl sagte mir nichts gutes. „ Macht bitte die pferde boxfertig und beginnt weiterzuarbeiten, alles hört auf Rieke!“ sagte ich und ging in die küche.
      Dort wurde ich von einem Polizisten und einer Polizistin erwartet. „ Tut mir leid, aber uns ist heut morgen ein Fohlen abgehauen.!“ Sagte ich , nichts ahnend, das dies ein ablenkungsmanöver von Ethan gewesen war. Ich blickte in die Runde und endeckte Ethan wie ein häufchen elend am stuhl sitzen. „ Ethan? Was ist los?!“ fragte ich ihn. „ Er versteht kein Deutsch, nur englisch!“ meinte die Polizisten. „ so ein Quatsch ethan ist inzwischen 3 Monate hier und kann sehr wohl deutsch!“ klärte ich verärgert auf. „ Was hat er angestellt?“ fragte ich nun.“ „ Herr Brudway hatt in letzter zeit einige Raubüberfälle begangen und der letzter sogar mit Körperverletzung mit Todesfolge! Er wird nun ins Gefängnis kommen.!“ Sagten mir die Polizisten.
      „Ethan du hast was? Warum was soll das, ich dachte du willst dein leben ändern? Adrianne hat dir die Chance gegeben, dir und Grace und Emily, ist das der Dank, das du in Deutschland weiter machst, wie in den Staaten?!“ brülllte ich ihn an.
      „E.E.s tut mir leid. Und Bifröst ist wegen mir abgehauen, ich brauchte zeit das es nicht gleich auffiel wenn ich fehlte!“ gestand ethan noch
      Ich war fassungslos. „ Du hast was? Bist du vollkommen bescheuert, was hätte da alles passieren können. Ich werde nun in Amerika im Gefängnis anrufen die sollen dich holen nach dem Prozess hier in Deutschland, du kannst von hier verschwinden, ich will dich nie wieder sehen!“
      Ich hatte alles gesagt, was zu sagen gab, wutentbrand stampfte ich aus dem Haus richtung stall.
      „ So was, so ist der dank dafür das man leute die keine chance mehr hätten im leben doch noch eine chance gibt es besser zu machen, und dann das, und dann lässt er ein unschuldiges Fohlen frei, nur das er zeit schinden kann, so ein arsch aye, warum hat sich adria dieses Projekt ausgesucht, kann doch nicht gut gehen!“ schimpfte ich vor mich hin, ich merkte nicht , das die anderen vorallem grace und emily mithörten.
      Grace und emily sahen sich verdutzt und etwas verängstigt an.
      Ich knallte die Sattelkammertüre zu nachdem ich Golden Slam´s sachen geholt hatte.
      Eine gute Dressurstunde würde mir bestimmt gut tun nein besser noch einen Ausritt.
      Schnell griff ich mir das nächstbeste Halfter mit strick und stampfte weiter schimpfend in Richtung Golden Jam´s Box. Jam erhob seinen Kopf als ich die Türe regelrecht aufprügelte weil sie nicht gleich von anfang an aufging. „ so einen scheiß aye! Gibt’s doch nicht!“ murrte ich und zog etwas unsanft das halfter auf, war natürlich unbeabsichtig.
      Rieke platzte der kragen und nahm mir Jam weg.
      „Brooke, jetzt beruhig dich mal und erklär uns was da drinnen abgelaufen ist, so hab ich doch noch nie erlebt und Grace und Emily machen sich sorgen weil das wort Projekt gefallen war!“ sagte sie mir und band Jam am Putzplatz an. Verdutzt sah ich in die Runde, ihr habt das mitgehört? Ich dachte ich hab es mir gedacht.
      „Nein, wir haben es gehört!“ sagte grace eingeschüchtert und leise.
      Ich ließ einen seufzer aus und tätschelte meinen braunen hengst. „ Na gut, Ethan hat mist gebaut, sehr großen mist, er hat einige Überfälle beganngen und der letzte war sogar mit gewalt und das Opfer verstarb wenig später im krankenhaus!“ erzählte ich. „ Und das bedeutet wir müssen zurück? Wir wollen nicht mehr ins gefängnis, wir haben nichts gemacht!“ schrieen die zwei schon in panik. „Hey ruhig mädels, klar der Gefängnisleiter von amerika wollte das gesamte projekt absagen, da es die vereinbarung war, aber ich konnte überzeugen, das ihr zwei auf dem weg der besserung seit, und ihr dürft bleiben.! „,,,, vorausgesetzt ihr baut keine Scheiße!“ nur Ethan wird nach dem Prozess hier in Deutschland zurück nach Amerika müssen, und eins steht schon fest noch so eine chance wird er nicht mehr bekommen. Es tut mir leid das ihr meinen Ärger und zorn abbekommen habt, ich konnte einfach nicht mehr, vorallem weil er Bifröst mit in Gefahr gebracht hat!“ sagte ich und striegelte weiter.
      „Wie Bifröst in Gefahr gebracht?!“ fragte Grace nun. Wenn es um ihren Liebling ging kennt sie nichts.
      „Naja, er hat Bifröst heut morgen aus dem Stall gelassen, damit es in der aufregung nicht auffiele das er nicht da ist!“ sagte ich und sattelte nun Jam auf.
      „ Ich geh ausreiten, füttert alles und macht dann feierabend!“ sagte ich und ritt los.
      Ich spürte den Wind in meinem gesicht und merkte wie dier meine hitze abkühlte, das tat gut

      Auszeit
      3. Juli 2016 | sadasha
      Mit einer großen Reisetasche, einem Wanderrucksack und Autoschlüsseln ging ich den am wenigsten besuchten Weg zum Parkplatz und bekud den Wagen. „Wo geht’s hin?“ Isaac stand mit Come Back Cupcake am Rand des Springplatzes und konnte durch die Bäume den Parkplatz und somit auch mich sehen. Als er mich ansprach fuhr ich zusammen und wandte mich hektisch um. „Ehm, ich bin für eine Woche in Deutschland.“ erklärte ich kurz und öffnete die Fahrertüre zum Auto. Isaac grinste jetzt breit über's ganze Gesicht. „Und da tust du so geheimnisvoll?“ Da hatte er recht, für einen Außenstehenden sah das vermutlich komisch aus. Aber meine Psychologin meinte, dass es keine gute Idee für mich wäre den Hof großartig zu verlassen, da ich mich noch immer nicht an alles erinnerte. Meine Eltern standen voll hinter ihr und so würden sie mich nie einfach so fahren lassen, wenn ich ihnen davon erzählt hätte. Das alles musste also niemand wissen. Isaac's Eingeweihtheit war da lediglich ein zu verkraftendes Übel. „Es soll niemand wissen.“ sagte ich schließlich eindringlich, stieg in den Wagen und bekam beim rückwärtssetzen noch Isaac's verwirrtes Gesicht mit, bis ich den Wagen umlenkte und den Hof in Richtung Fähre verließ.

      Nach etwa einem halben Tag Reise konnte ich endlich das Eifelgebirge vor mir sehen. Joicy hatte mich kurzfristig gebeten nach ihren Pferden zu sehen, sie war außer Haus und hatte mir den Schlüssel unter einer Pferdefigur auf einem Sockel am Tor hinterlassen. Soweit so gut. Der Schlüssel war tatsächlich an besagter Stelle und so lud ich erstmal meinen Krempel aus. Es war schon seltsam niemanden auf dem Hof zu sehen, aber es war mir recht so. Vom Innenhof aus konnte ich die Ponystuten Talya, Schlumpfine und Dream of Linnea sehen, die gemeinsam in einem großen Offenstall standen. Da Joicy mich nur um eine schnelle Pflege bat würde ich heute nur für die Verpflegung und Pflege sorgen. Morgen gibt es dann zusätzlich etwas Bewegung. Beim Betreten des Wohnhauses wurde mir mulmig. Spuren des Lebens waren hier deutlich zu sehen, aber es war niemand da. Es war als würde man in ein fremdes Leben unerwünscht einbrechen. Das besserte auch der Blick in den Kühlschrank nicht. Zwar lebte ich für meine Ausbildung zeitweise bei Joicy und kannte so ihre Gepflogenheiten, aber ganz alleine in ihrem Haus zu stehen war ungewohnt und unangenehm für den Moment. Plötzlich klingelte auch noch das Telefon. Ich beschloß es zu ignorieren und stattdessen meine Taschen ins Gästezimmer zu bringen, eine Dusche zu nehmen und dann mit dem Misten der Boxen zu beginnen. Circa 20 Pferde warteten außerdem auf ihr Futter. Auf dem Nachttisch im Gästezimmer lag eine Notiz.

      „Hey Hunter,
      ich hoffe dir geht es gut?
      Heute morgen hab ich es noch geschafft zu misten und gefüttert habe ich die Pferde auch.
      Die Futterpläne hängen an den Boxen. Mittags brauchen nur die Zuchtpferde eine kleine Ration und Abends nochmal alle.
      Danke, dass du dich kümmerst! Wir sehen uns die Tage, ich hoffe etwas früher fertig zu sein.
      Bis dann!“

      Ein riesengroßer Stein fiel mir vom Herzen als ich las, dass ich heute so gut wie Nichts mehr tun musste. Die Reise hierher hatte mich schon sehr ausgelaugt. An Schlaf dachte ich allerdings noch nicht. Stattdessen machte ich mir erstmal in Ruhe einen Kaffee, setzte mich damit ins Wohnzimmer und schaltete den Fernseher ein um etwas Leben in die Räume zu bringen. Die unangenehme Stille war verschwunden und ich fühlte mich gleich etwas wohler. Der Kaffe wirkte seinen Zweck und so machte ich mich keine fünfzehn Minuten später schon wieder auf in den Stall. Bei jeder Box blieb ich kurz stehen und versuchte mir so gut es ging die Futterpläne einzuprägen. Direkt nebeneinander standen Bargeld, Skadi und Bifröst. Skadi war ein besonderer Schatz von Joicy, den sie niemals hergeben würde. Die hübsche Schimmelstute hatte es mir schon beim ersten Treffen angetan und ich machte auch heute immer noch gerne Scherze darüber, dass ich sie irgendwann stehlen würde, wenn Joicy mal nicht hinsieht. Hmm... das wäre wohl jetzt DIE Gelegenheit für einen Meisterstreich. Aber es war nicht meine Art. So seltsam wie ich zur Zeit auch gestimmt war, Pferde würde ich nicht verschwinden lassen. Die restlichen Boxen waren leer. Die Trakehnerstuten standen in Herdenhaltung auf einer großen Weide draußen. Die Hengste waren nach Verträglichkeit sortiert und so auf ein paar kleinere Wieden und Offenställe verteilt. Übrig blieben danach nur noch die beiden Fohlen Sacre Fleur und Magic Lanijos. Wie geplant fütterte ich den Zuchtpferden mittags ihre Portion Extra-Futter und abends bekam die ganze Meute ein Mahl.

      Hier in Deutschland herrschten zur Zeit große Unwetter. Kurz bevor es dunkel wurde entschied ich mich die Pferde, die jetzt noch draußen standen in die Ställe zu holen. Es stellte sich schnell heraus, dass das länger dauern würde als gedacht. Die Fohlen brachte ich als erste rein. Als nächstes die drei Ponystuten. Auch diese stellten mich vor keine Heruasforderung. Von meinen Pferden wusste ich, dass sich Hengste sehr gerne von ihren Stuten ablenken ließen und so holte ich erst die Trakehnerstuten in den Stall. Währenddessen begann es fürchterlich an zu regnen. S'cada und ich hatten Glück noch einigermaßen Trocken die Box zu erreichen. Gut für sie, ich musste nochmal raus. Bolonya Joleen, Shari, Petit Jayprada, Mystical Star und Celebration of Dance waren plitschnass als ich sie reinbrachte. Da es mittlweile dämmerte, konnte man den Regen auch nicht als angenehm erklären. Er war nicht nur nass sondern auch kalt und hart. Der Wind dabei war unerbitterlich. Die Hengste wiehrten und liefen zum Teil wie die Bekloppten am Zaun entlang. „Mein Gott...“ fluchte ich als ich Donnerschall tänzelnd und feixend am Strick hatte. „Jetzt reichts!“ Mit einem kräftigem Ruck vorwärts brachte ich den Hengst aus seiner Fassung und er lief irritiert mit. Auch die anderen Hengste ließen sich nicht so einfach abtransportieren wie erhofft. Der Sturm hatte ihnen wohl das Hirn weggeblasen. Nach gut einer Stunde waren auch Schwarzgold, Golden Jam, Sir Outlaw und Connery in ihren trockenen Boxen. Da die Hälte der Pferde nun klatschnass war hatte ich noch keinen Feierabend. Den Rest des ersten Abends verbrachte ich mit dem Auflegen von Decken auf nasse Pferderücken. Nach Mitternacht ließ ich mich totmüde aufs Gästebett fallen und schlief schneller ein als mir lieb war.

      Die restlichen Tage verbrachte ich wie auf meinem eigenen Gestüt damit, die Pferde zu beschäftigen. Ich brachte die Pferde abwechselnd auf Wieden, wo ich sie am häufigsten sehen konnte, wenn ich +ber den Hof lief und reiten war nur in der Halle möglich, da der Platz von der ersten Nacht einem See glich. Besonders die Hengste und etwas aufmüpfigeren Stuten versuchte ich mittels Longieren und Bodenarbeit auszulasten. Weitestgehend gelang mir das auch. Irgendwann nachmittags am dritten Tag der Woche in Deutschland hörte ich dann einen Wagen auf den Hof rollen. Joicy war wieder da!

      Mit einem strahlenden Lächeln kam sie mir entgegen und umarmte mich kurz zur Begrüßung. „Gut dich zu sehen. Siehst geschafft aus.“ Die Braune Shari schnaubte ungeduldig und riss den Kopf hoch um einem Wiehren hinterherzusehen, das aus dem Stall kam. „Alleine auf zwanzig Pferde aufzupassen und darauf zu achten, dass das Wetter keine größeren Schäden anrichtet laugt etwas aus.“ erklärte ich ebenfalls lächelnd. „Du solltest die Hengstpaddocks ablaufen, da waren zwei, drei Pfosten beschädigt, weil die Hengste abgedreht sind am ersten Abend.“ Joicy nickte. „Komm gleich mal rein.“ schlug sie vor und verschwand im Haupthaus, während ich Shari zurück in ihre Box brachte. Im Haus erklärte mir Joicy dass das diese Woche nicht so oft vorkäme und entschuldigte sich für die Kurzfristigkeit. Für mich war das kein Problem, es war eine Auszeit und neben dem etwas stressigen ersten Tag lief es ja ganz gut. „Wann geht es mit deiner Ausbildung weiter?“ fragte sie schließlich. „Wahrscheinlich nächstes Jahr. Sicher weiß ich es noch nicht.“ meinte ich schulterzuckend. Zwei Tage blieb ich noch auf dem Hof, bis ich meine sieben sachen abermals packte und zurück nach Hause fuhr.

      Der Giftanschlag
      9. September 2016 | Elsaria
      Seit einigen monaten hatten wir einen komischen Nachbarn, der irgendwie nie gut auf uns zu sprechen war. Wir wussten nicht warum. „ joicy? Schwarzgold sieht komisch aus!“ hörte ich meine neue mitarbeiterin Kate mir sagen. Ich ließ alles liegen und rannte in den Stall. Mein Rapphengst war gerade dabei für die körung vorzubereiten das er jetzt krank werden würde, passte so gar nicht in unser Zeitplan. Ich erreichte Schwarzgold´s Box und da lag er schon nassgeschwitzt im stroh. „ holt den Tierarzt!“ schrie ich und in die Box. Ich versuchte meinen Rapphengsten wieder auf die beine zu kriegen. „ komm schon du schaffst das!“ munterte ich ihn mit zittriger stimme auf. Es stand fest das jemand ihn vergiftet hatte, den Schwarzgold, lief derzeit sehr gut im synchronspringen und desshalb stand er in der Box und wurde per hand zum graß geführt. Schwarzgold war einer meiner hoffnungsträger der werdenden Trakehnerzucht die ich mir mühsahm aufbaue. Inzwischen hatte ich bereits 2 Deckhengste und 1 Zuchtstute. Wobei Donnerschall nur noch 2 Jahre Deckzeit hatte bevor ich ihn in Rente schicken werde. Der Alte Hengst hatte dies wohl gut verdient, jedoch müssten die anderen hengste schon geköhrt sein, und dieser Giftanschlag schlug uns wieder einen meilenstein zurück. „Kate ruf den tierarzt an!“ rief ich. Ich wartete im Stroh auf den tierarzt. Von der box aus wies ich meinen Mitarbeitern an,die arbeiten zu erledigen. „Kate heute kommen noch 2 Neuankömmlinge an, um du dich dann kümmerst, davor, bringt ihr die fohlen auf die weide, dann kümmerst du dich um die Stuten, skadi, Petit Jayaprada, Shari, Scada Schlumpfine.. Somit war kates aufgaben gesagt. Elena sollte sich um Tayla.Dream of Linnea,celabration of Dance, mystical star kümmern. John sollte sich um die hengste widmen, donnerschall, connery, Sir outlaw der seit kurzem wieder hier war,und golden jam kümmern. Bolonya joleen würde ich mich nach dem tierarzt kümmern. Nun herrschte ein reges treiben auf meinem hof, Es wurden die Pferde nach einander aus den Boxen geholt und gearbeitet. „ Der Tierarzt kommt so schnell wie möglich!“ rief kate mir zu. Ich versuchte meinen Hengsten mit stroh zu trocknen. Es gingen ewigkeiten bis der Tierarzt endlich da war. Nun musste ich ihn arbeiten lassen und hoffte auf das beste.

      Der Tierarzt war gerade vom Hof abgefahren und ließ mich noch im dunkeln. Nun schaute ich mich um und sah das bereits alle Pferde gemacht worden waren nun konnte ich zu Bolonya Joleen. Die Rappstute mit blauen augen, hat es fast dick hinter den ohren, aber ich liebte die Stute. Ich striegelte die stute, die heute außnahmsweiße mal ruhig da stand. Ich legte dann den Sattel auf und trenste sie . Dann longierte ich die stute ab. Und schwang mich in den Sattel. Heute würde ich nur leichte arbeit machen, den meine Gedanken waren nun wirklich nicht bei ihr sondern bei Schwarzgold.
      Nachdem ich mit der Stute fertig war, ging ich ins haupthaus in der hoffnung das mein Tierarzt sich meldete.
    • Canyon
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      28. Dezember 2016 | 4.067 Zeichen | Canyon
      Dressur E → A

      Malte »
      Zwischen Weihnachten und Neujahr gab es, zu meinem Bedauern, noch immer übermäßig viel zu tun. Petyr und ich lagen mit unserem Trainingsplan so zurück, dass wir schon befürchteten, nicht mehr alles zu schaffen.
      An einem Donnerstag vor Silvester schmiss ich Petyr recht früh aus seinem Bett und zwang ihn dazu, sich so schnell wie möglich anzuziehen und dann zu mir in den Stall zu kommen. Während Petyr mal wieder gefühlte Stunden länger brauchte als ich, um im Stall zu erscheinen, hatte ich die beiden Pferde für heute bereits fertig gemacht.
      Bijou und Shari waren die einzigen Dressur- und Springpferde des Hofes und so verschwanden sie des öfteren im ganzen Trubel zwischen all den großen Vollblütern. Charly hatte uns jetzt jedoch die Aufgabe gegeben, Bijou und seine neue Freundin mal endlich zu dem zu trainieren, was sie sein könnten. Auch ich musste zugeben, dass die Dressur nicht unbedingt mein Lieblingsgebiet war, aber wenn der Boss dies nunmal von mir verlangte…
      Da Shari noch eine sehr neue und unerfahrene Stute war, hatte ich sie mir gekrallt, während Petyr Bijou reiten durfte, welcher wegen seiner tollen neuen Reitbeteiligung und natürlich der hübschen Shari zu einem überaus gelassenen Pferd geworden war.
      Da der Schnee mir bis zu den Knien reichte, gingen wir in die Halle, stiegen dort auf und erwärmten die beiden Trakehner einige Minuten im Schritt. Wir wussten beide was zu tun war, sodass wir bei dem leisen Gedudel des Radios Stück für Stück die neuen Lektionen mit den Pferden erarbeiteten.
      Shari brauchte viel Aufmerksamkeit und Abwechslung. Ich entschied mich also dafür, bei ihr mit den Schritt – Galopp Übergängen anzufangen. Ich liebte den sanften Galopp der jungen Stute und auch das Angaloppieren saß bei ihr meistens genau auf dem Punkt. Wichtig war nur, und daran versuchte ich zu arbeiten, dass sie sich auf meine Hilfen und Befehle einließ und nicht das tat, was sie gerade gerne wollte. Immer wieder holte ich ihre Aufmerksamkeit zu mir zurück, in dem ich Volten oder verschiedene Bahnfiguren ritt. Gleich nebenbei erlernte ich so mit ihr auch durch die Länge der Bahn wechseln. Hier konnte man perfekt die Übergänge üben und nebenbei der Stute zeigen, dass sie immer gerade auf der Mittellinie bleiben musste und nicht davon abweichen durfte.
      Petyr übte währenddessen mit dem völlig entspannten Bijou, so hatte ich ihn selten gesehen, den Mitteltrab und kurz darauf das Rückwärtsrichten. Ich entschied mich, nachdem die Übergänge so gut wie immer funktionierten, mit dem Viereck verkleinern und vergrößern anzufangen. Shari war leider noch etwas verspannt und steif und auch die Schlangenlinien durch die ganze Bahn mit vier Bögen konnten sie nicht so wirklich lösen. Trotzdem versuchte ich es weiter und tatsächlich wurde sie mit der Zeit immer lockerer und auch ihre Bewegungen immer weicher. Das Zügel aus der Hand kauen lassen klappte, nachdem sie gelöst lief, auch nahezu perfekt, sodass ich mich für heute nur noch mit dem Mitteltrab und dem Mittelgalopp beschäftigen wollte.
      Während Petyr auf Bijou fleißig und erfolgreich die Kehrtwende auf der Vorderhand einstudierte, nutzte ich den restlichen Platz der Halle dafür, um mit dem Mitteltrab zu beginnen. Am Anfang hob Shari ihre Beine kaum, aber nachdem wir das Training vor allem auf die Zirkel verlegt hatten und sie sich unter meiner Führung immer besser bog, kamen auch ihre Beine immer höher und ihre Schritte wurden kräftiger. Auf dieser guten Grundlage fing ich noch den Mittelgalopp an, sah aber schnell ein, dass Shari für heute genügend geleistet hatte und verschob diesen dann doch auf den nächsten Monat.
      Auch Petyr war mit Bijou ein ganzes Stückchen weiter gekommen, sodass wir uns beide dafür entschlossen, für heute aufzuhören. Wir ritten Shari und Bijou noch in Ruhe trocken und brachten beide dann zurück in ihren Box, wo eine warme Decke, sowie frisches Heu und Kraftfutter auf sie warteten. Ich war zufrieden mit mir, dass wir jedenfalls das trotz des ganzen Weihnachtsstresses geschafft hatten und die beiden Pferde nun in der A-Dressur starten konnten.
    • Canyon
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      19. Januar 2017 | 3.104 Zeichen | Möhrchen
      Routineuntersuchung

      Früh am Morgen machte ich mich auf den Weg zu Charlotte. Sie hatte mich gebeten, ihre drei Turnierpferde durchzuchecken. Als ich auf den Hof fuhr, kam Charly mir schon entgegen und gab mir zur Begrüßung die Hand. Sie führte mich über den Hof zum Putzplatz, wo die schon die ersten beiden Patienten Bijou und Shari angebunden hatte. Sie erzählte mir, dass die beiden beste Freunde waren und dass Shari sich deshalb am besten in Bijous Gegenwart behandeln lassen würde.
      Ich fing mit Bijou an. Der weiße Hengst stand ganz entspannt da und ließ mich brav Augen, Ohren und Zähne kontrollieren. Es sah alles vollkommen normal aus und ich tastete mich weiter nach hinten, über den Hals zum Rücken. Er zeigte keinerlei Schmerzreaktionen und alles fühlte sich locker und geschmeidig an. Ich tastete seine Beine ab, konnte aber auch hier nichts Auffälliges feststellen.
      Ich bat Charly, den Hengst einmal auf dem Hof im Schritt und Trab zu führen, damit ich mir seine Gänge anschauen konnte. Alles sah vollkommen normal aus und Bijou trabte brav und schwungvoll neben seiner Besitzerin her. Zum Abschluss hörte ich sein Herz, seine Lunge und seinen Bauchraum nach auffälligen Geräuschen ab, konnte aber auch hier nichts finden.
      „Das sieht alles wunderbar aus, er ist kerngesund“, sagte ich zu Charly, „Ich würde sagen, wir machen dann mit dem schwierigeren Kandidaten weiter...“
      Shari hatte mich die ganze Zeit misstrauisch angesehen, während ich ihren Freund untersucht hatte. Die kleine braune Stute hatte wohl schon viel schlechtes erlebt und daher wenig Vertrauen zum Menschen. Charly stellte sich an ihren Kopf und beruhigte sie, während ich sie zuerst abhörte. Sie war nicht begeistert, dass ich sie anfassen wollte, aber sie blieb widerwillig einigermaßen ruhig stehen. Alles hörte sich gut an und ich machte mich daran, ihren Rücken und ihre Gelenke abzutasten. Sie machte sich sehr fest und verspannte sich, aber es fühlte sich nicht nach festen Verspannungen an. Sie war einfach nur angespannt und unsicher und machte sich deshalb fest.
      Ich wanderte langsam vor zum Kopf, und versuchte, ihr ins Maul zu schauen. Sie wehrte sich, aber ich hatte Erfahrung mit solchen Pferden und schaffte es schließlich, einen Blick in ihr Maul zu werfen. Ihre Augen ließ sie mich relativ brav anschauen. Auch hier war alles ok und ich hatte keinen Grund zu Sorge.
      Zum Abschluss sollte Charly auch sie eine Runde im Schritt und Trab auf hartem Boden führen. Als sie den Strick löste, schmiss Shari sich dagegen. Sie wollte einfach nur weg. Aber Charly kannte die Stute und schaffte es, sie einigermaßen ruhig auf dem Hof auf und ab zu führen, obwohl Shari aufgeregt um sie herum tänzelte.
      „Es sieht alles wunderbar aus, ich glaube du kannst sie wieder auf die Koppel entlassen“. Charly ging mit Shari gleich in Richtung Koppel, ich löste Bijous Strick und folgte den anderen beiden mit ihm. Der Hengst hatte die ganze Zeit über entspannt am Balken gestanden und das Spektakel seelenruhig betrachtet. Als wir jetzt beide Stricke auf der Koppel lösten, fetzte er aber doch hinter seiner Freundin her auf die riesige Koppel.
      19 Jan. 2017 Melden


    • Canyon
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      28. Januar 2017 | 8.381 Zeichen | Canyon
      Dressur A → L

      Malte »
      Ich konnte es selbst kaum begreifen, was diesen Monat alles auf uns zukommen sollte. Wir hatten das Training über den Winter weitestgehend eingestellt, jedoch war der Winter verhältnismäßig recht mild, sodass Charly angeordnet hatte, diesen uns zu nutze zu machen. Ich merkte das viele Reiten jetzt schon in den Knochen. Zum Glück half mir Charly dabei einen guten Plan aufzustellen, an welchen ich mich halten konnte. Vormittags war also meist die Bodenarbeit an der Reihe, weswegen wir dann den Nachmittag für das individuelle Training freihatten. Für zwei Wochen hatte Charly die Rennbahn in Sylling jeden Tag für zwei Stunden gemietet und sie verlangte von uns, dass wir diese auch nutzen sollten. Da Petyr in der ersten Januarwoche noch beruflich unterwegs war, begann ich mit Vuyo zwei unserer jungen Vollbluthengste zu trainieren. Vuyo war früher einige Zeit Jockey gewesen und würde mich so sehr gut bei der Ausbildung der beiden unterstützen. Osgiliath war ein hübscher und ziemlich sportlicher Hengst und da er erst seit zwei Monaten zum Gestüt gehörte, drückte ich ihn Vuyo in die Hände. Mir blieb dann wohl nur noch unser Cotsworlds Eik, dessen Name ich ziemlich scheußlich fand, seinen Charakter jedoch vergötterte. Unser Eiki war eines der schlausten, aber auch gefährlichsten Tiere der Tyrifjord Ranch, kannte man ihn jedoch erstmal richtig, ging es gar nicht anders, als sich in ihn zu verlieben.
      Das Training fand jeden Nachmittag auf der großen Rennbahn statt. Nachdem wir die ersten Tagen vor allem damit verbracht hatten die beiden and die Startbox zu gewöhnen, ging es in den letzten Tagen vor allem dann um die Geschwindigkeit und dafür erhöhten wir die zurennende Strecke jeden Tag um einige Meter. Da Eik noch einige Gleichgewichtsprobleme während des Starts hatte, arbeitete ich mit ihm vor allem daran. Vuyo absolvierte ein umfangreiches Schrecktraining mit Osgiliath, da der junge Hengst ungewohnte Geräusche gar nicht mochte. Am Ende der Wochen hatten wir den ersten Schritt gewagt und aus den beiden unerfahrenen Hengsten junge Rennpferde gemacht. In der zweiten Woche ging es dann mit den nächsten Pferden weiter und zum Glück war auch Petyr von seiner Reise zurückgekehrt, da Vuyo und ich dringend seine Unterstützung brauchten. Diesmal waren es drei Pferde, welche trainiert werden sollten und dazu kam noch, dass alle drei bereits auf A liefen. Zum Glück fiel dadurch das Startboxtraining aus und wir konnten uns die ganze Woche auf die Rennbahn konzentrieren. Petyr teilte ich Alysheba zu, welcher bereits recht jung sein erstes Training bekommen hatte und außerdem noch aus einer bekannten Zucht stammte. Charly und Nico hatten bei seinem Kauf große Hoffnungen in ihn gesetzt und bis jetzt waren sie auch nicht enttäuscht wurden. Vuyo würde sich der verrückten Teufelstanz annehmen, welche ihm letzten Jahr einen riesigen Schritt nach vorne gewagt hatte. Für mich blieb dann nur noch des Teufels Schwester und das war natürlich niemand anderes als Grenzfee. Beide Stuten würden wohl nie mehr eine Karriere auf der Rennbahn hinlegen, nachdem sie bereits in jungem Alter kaputt gespielt worden waren, jedoch wollte Charly trotzdem, dass die beiden ihre Angst überwanden. Außerdem brauchten sie Bewegung und in diesem Punkt stimmte ich Charly zu.Auch mit den drei Pferden versuchten wir zu dritt das Training so abwechslungsreich und leerreich wie nur möglich zu gestalten und tatsächlich schien diese Taktik auch zu funktionieren. Bereits nach den ersten Tagen waren vor allem Fee und Teufel viel gelassener geworden und auch Sheba, welcher Stute nicht allzu sehr mochte, hatte sich daran gewöhnt mit den beiden auf der Rennbahn zu stehen. Am Wochenende nahmen wir mit allen drei Pferden an einem Turnier teil und auch wenn es bei uns eher die hinteren Plätze wurden, waren wir trotzdem stolz auf den Fortschritt unserer Vollblüter. Zwei Wochen waren bereits geschafft und auch wenn mir das Training viel Freude bereitete, sehnte ich mich nach einer Erholungspause. Zum Glück stand als nächstes ein Distanztraining mit drei Tekken an. Vuyo würde wie immer Raja reiten, während mein Trainingspartner Worgait war. Ich hatte keine Ahnung, was sich Nico dabei gedacht hatte, als er den fast nicht zu reitenden Worgait aufs Gestüt geholt hatte, aber ich konnte Nicos Taten meist sowieso nicht nachvollziehen. Für Petyr blieb dann nur noch die hübsche Himmawallajugaga und so waren alle recht zufrieden mit ihren Trainingspartnern. Die drei Tekken liefen in der Distanz bereits auf A, sodass unser Ziel war, dass alle drei die 45 Kilometer für die L-Distanz schaffen würden. Tag für Tag ging es also hinaus ins matschige Gelände und es war ein Wunder, dass es nicht bereits am ersten Tag Verletzungen gab. Jedoch lag der Vorteil darin, dass sich die Pferde so viel schneller an gefährliches Gelände gewöhnten und das war bei einem Distanzritt natürlich sehr brauchbar. Den ersten Tag begannen wir mit 35 Kilometern, also in etwa der Strecke eines E-Ritts. Die geplante Strecke für die nächsten Tagen wurde dann jedoch immer länger und auch das Tempo erhöhten wir Schritt für Schritt. An den Vormittagen boten wir den Pferden in der Bodenarbeit einen Ausgleich und während ich die Halle für mich und Worgait beanspruchte, nutzen Vuyo und Petyr mit Raja und Walla den Außenplatz. Irgendeinen Vorteil musste das wilde Pferd ja haben, welches Nico angeschleppt hatte. Am Ende der Woche war ich ziemlich geschafft, allerdings hatten wir unser Ziel erreicht und alle drei Pferden liefen am letzten Tag des Trainings erfolgreich mit guten Pulswerten die 45 Kilometerstrecke durch den norwegischen Wald. Als letztes Training für diesen Monat, und das erste Mal in meinem Leben war ich froh darüber, dass das Training in der Halle stattfand, war das Dressurtraining. Leider, ich bedauerte dies sehr, hatte Vuyo andere wichtige Termine, sodass Nico seinen Part übernahm. Hinzu kam noch, dass zwei der Stuten ihm gehörten und er natürlich jeden der auch nur in die Nähe der beiden kam genauestens beobachtete. Ich schaffte es mich aus der ganzen Angelegenheit herauszureden, indem ich mein eigenes Pferd trainieren würde. Ich liebte Óslogi und obwohl er bis jetzt noch nie unter dem Dressursattel gegangen war, wollte ich ihn so vielseitig wie nur möglich ausbilden. Petyr würde Shari reiten, welche bereits letzten Monat unendlich viel Talent in der Dressur gezeigt hatte und Nico würde sich mit seinem neuen Liebling Colore Splash beschäftigen. Für mich und Nico standen also die Lektionen aus der A-Dressur an, ich versuchte jedoch ihm nicht allzu oft über den Weg zu laufen, denn auf sein ständiges Kommandieren hatte ich keine Lust. Wir beide übten nu also Schritt - Galopp Übergänge, Viereck Verkleinerung und natürlich dann gleich auch die Vergrößerung, das Überstreichen im Galopp und zum Schluss dann auch die Kehrtwende auf der Vorhand. Nico beobachtete mein Training mit viel Genugtuung, denn ich wusste genau, dass mein Hengst nicht das gleiche Talent besaß wie seine Stute. Logi brauchte bei den meisten Lektionen etwas Länger, dafür absolvierte ich das Training nicht nur in der Halle, sondern auch im Gelände oder auf der Weide. Hier merkte ich, dass Logis Elan um einiges anstieg und auch meiner war leicht erhöht, was vielleicht auch daran lag, dass ich nicht ständig Nico über den Weg lief. Petyr kämpfte währenddessen mit Shari. Er war nicht der geduldigste und die Stute schien dies auch nicht gerade zu sein. Immer wieder verweigerte den Außengalopp oder die Hinterhandwendung, wenn sie sich jedoch dazu überreden ließ, dann klappte es zu meist sofort perfekt. Das Überstreichen im Trab oder den einfachen Galoppwechsel erlernte sie mit links und so erschien Petyr immer öfter mit einem selbstgefälligen Strahlen auf den Lippen nach einem gelungenen Training im Stall. Alle drei Pferde schafften den Aufstieg bis zum Ende der Woche. Shari zeigte die wenigste Veränderung, da sie vieles bereits konnte, Logi hatte keine Lust mehr auf den Dressursattel und Splash trug ihren Kopf noch ein Stückchen höher als sonst. Aber am meisten war ich auf mich, und natürlich auch auf meine Helfer stolz. Wir hatten das unmögliche geschafft und jedes Pferd erfolgreich trainiert. Am Ende des Monats gönnte ich mir also ein freies Wochenende, bei welchem ich die geniale Natur Norwegens vom Rücken der Pferde aus erkundete, denn das hatte ich mir verdient!
    • Canyon
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      20. Februar 2017 | 3.863 Zeichen | Arktiswolf
      Neue Hufeisen

      Etwas rumpelnd fuhr der Lieferwagen über die Landstraße zwischen zwei brach liegenden Feldern entlang. Die Hauptstraße war wegen Bauarbeiten gesperrt und Malte Osswald war gezwungen den Wagen über diese unschöne Umleitung zu steuern.
      Er war froh das er an diesem Morgen so früh los gefahren war und das der morgendliche Berufsverkehr seine Stoßzeiten hinter sich gelassen hatte. Diese schmale Straße, wenn sie den Namen als solche überhaupt verdient hatte, lies kaum großen Spielraum zu sollten sich zwei Fahrzeuge begegnen.
      Er hatte Glück das ihm kein weiteres Fahrzeug entgegen kam und er erst einmal durchatmete, nachdem die Umleitungsschilder ihn wieder auf die eigentliche Straße führten.
      Er war auf dem Weg zur Tyrifjord Horse Ranch. Wieder einmal. Eine treue Kundschaft die der Hufschmied gerne einen Besuch abstattete.
      Den Weg kannte er bereits und er brauchte kaum auf sein Navi zu achten. Eine Straße einmal gefahren, so viel es ihm nicht schwer sich an diese zu erinnern.
      Auf dem Hof angekommen stellte Malte den Grünen Lieferwagen mit der Aufschrift „Hufschmiede- Tänzelndes Pony“ vor dem Stallgebäude ab. Nach dem aussteigen streckte er sich erst einmal augiebig und wurde auch schon von Nicolaus du Martin begrüßt. Nach einer kurzen Unterhaltung trennten sich die Wege, wo der Eine seine Schmiedeausrüstung bereit stellen würde und der Andere das Pferd holte um das sich gekümmert werden sollte.
      Shari, hieß die braune Trakehnerstute, welche nun zu Malte gebracht wurde.
      Mit wachsamen Blick sah Shari den fremden Mann an der sich ihr selbstbewusst näherte und ihr nur zum beschnuppern die Hand entgegen hielt.
      Zunächst schien die Stute ein wenig misstrauisch, dann aber traute sie sich doch etwas näher heran und schnoberte an der Jacke des Schmiedes herum.
      Ehe er mit seiner Arbeit beginnen würde, bat er darum das ihm die Stute einmal vorgeführt wurde.
      Shari musste also ein paar Male hin und her laufen, damit der Schmied sich die Hufe und den Bewegungsapparat genau ansehen konnte ehe das Pferd wieder zu ihm gebracht wurde.
      Malte strich dem Tier freundlich lobend über den Hals, ehe er in seine Schmiedeschürze griff und den Hukratzer hervorholte.
      Zunächst brauchte der Hufschmied ein paar Überredungskünste der Stute das Bein anheben zu lassen und als sie ihm den Gefallen tat, begann der Mann sogleich damit den Huf zu säubern.
      Malte befreite den Huf von allen Fremdkörpern und tastete auch gleich die Hufsohle und den Strahl nebenbei ab. Auch den Tragrand überprüfte der Schmied sorgfältig. Das Horn war soweit tadellos. Kaum gab es Einbrüche oder nennenswerte Unebenheiten. Gute Voraussetzungen den geplanten Kunststoffbeschlag anzubringen.
      Malte drückte sich zwischendurch immer mal wieder gegen das Pferd. Shari schien zwar eine ganz Liebe zu sein. Allerdings eine Schwere.
      Die Trakehnerstute machte es sich mit Malte als fehlendes Standbein regelrecht bequem und lies dem Mann ihr Gewicht spüren. Dies war auf Dauer bei vier Hufen recht anstrengend. Regelrecht schweißtreibend nebenbei die Hufe auszuschneiden und abzufeilen.
      Die kleine, spaßig gemeinte Rüge gen Shari, lies das Pferd dann natürlich kalt und diese sah den Mann mit unschuldigen Augen entgegen, während er sich mit einem Stofftaschentuch den Schweiß von der Stirn wischte.
      Die Hufeisen waren schnell in dem mitgebrachtem, mobilem Ofen hergerichtet und angepasst.
      Zwar merkte man das Shari nicht mehr wirklich dort stehen wollte, da sie anfing ungeduldig umherzuwandern, aber der Hufschmied blieb ruhig und strich der Stute beruhigend über das Fell.
      Nachdem die Eisen befestigt waren und die letzten Schritte beendet, durfte die Stute noch ein letztes Mal umherlaufen ehe Malte zufrieden war.
      Nicolaus du Martin bedankte sich für die Arbeit an dem Pferd und Malte Osswald verlies kurz darauf die Tyrifjord Horse Ranch.

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    • Canyon
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      28. Februar 2017 | 3170 Zeichen | Canyon
      Military E → A

      Malte »
      So kurzfristig! Ich seufzte. Mittlerweile hätte ich mich dran gewöhnen müssen, aber ich konnte es nicht. Nico hatte natürlich zufällig keine Zeit, seine Stute selbst zu trainieren, weswegen ich natürlich wieder ran musste. Ich musste ja nicht auch noch den ganzen Stall versorgen, oder die Zackelschafe füttern, neeein, die wenigen Tage hatte ich immer übrig. Heute schien meine Ironie ungewohnt hoch zu sein, woher das bloß kam...
      An einem kühlen und windigen Abend sattelte ich also die braune Stute, welche heute mit ihrem Charakter dem Wetter glich. Auch sie schien den Sinn eines so späten Trainings nicht zu verstehen und war dementsprechend zickig und unglaublich missgelaunt. Ich beeilte mich also mit allem und führte sie dann zur Halle. Nach einem ausgiebigen Aufwärmen und einigen Lockerungsübungen, schien auch Shari sich geschlagen zu geben und arbeitete ungewohnt gut mit. Ziel für die nächsten Tage war, dass sie in der Vielseitigkeit voran kam und da war die Dressur der erste Schritt. Da Shari allerdings bereits gut ausgebildet war, würde ich heute Abend nur nochmal die wichtigsten Grunddinge wiederholen und festigen.
      Wendungen auf der Vorder- und Rückhand, Bahnfiguren und verschiedene Gangarten vom Mittelschritt bis hin zum versammelten Galopp warteten auf uns. Ich schaffte es, die etwas verspannte Stute an einem Abend wieder fit zu bekommen und ließ es dann auch dabei.
      Am zweiten Tag ging es für Shari und mich auf den Springplatz. Auch hier hatte sie bereits einiges an Erfahrung sammeln können und zeigte sich ausnahmsweise von ihrer besten Seite. Nervig war bloß Nico, welcher es nicht sein lassen konnte, zu Training zu erscheinen und jeden meiner Bewegungen zu kommentieren. Ich ließ Shari bis L springen, ließ ihr jedoch die benötigte Zeit, sich darauf einzulassen.
      Am dritten Tag ging es für uns beide in Richtung Sylling zu einer Geländestrecke. Manchmal waren Nicos Verbindungen doch gar nicht so übel. Bis jetzt hatte Shari noch nicht viel Erfahrung mit einer solchen Strecke gemacht, da sie jedoch sehr ausdauernd und nervenstark war, sollte dies für sie kein Problem werden.
      Nach einer kurzen Erwärmung auf einer offenen Fläche vor dem Start, lenkte ich sie zum Anfang der Waldstrecke und gab ihr dann die Galopphilfen. Aufmerksam sprang sie an und galoppierte erst langsam, dann jedoch immer schneller werdend den Waldweg entlang. Viele der Hindernisse nahm sie mit links, jedoch irritierten sie einige der Bäume und auch Pfützen, in denen sie ihr Spiegelbild sah. Meist wurde sie langsamer, ließ sich jedoch dann mit etwas Überzeugung dort hinüber treiben. Auch der Steinboden machte ihr nichts aus und die von den letzten Regengüssen durchnässte Wiese erst recht nicht. Wir schafften es, den Parcours bereits beim ersten Mal fast fehlerlos zu reiten. Nur einige Kurven und Wendungen waren von uns im falschen Winkel angeritten wurden, aber das sollte kein Problem sein. Ich beendete das Training also und erklärte wenig später Nico, dass alles nach Plan verlaufen war und Shari nun im Military auf der Stufe A starten konnte. Er bedankte sich mürrisch bei mir und ließ mich, recht zufrieden mit meiner Leistung, im Stall stehen.
    • Canyon
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      08. April 2017 | 3.997 Zeichen | Canyon
      Return of an old friend

      Nico »
      "Welcome back Sweetie!" Charly breitete die Arme aus und man konnte sehen, wie sehr ihr diese Stute gefiel. Sie strahlte übers ganze Gesicht und selbst ihre braunen Augen verkündeten die Vorfreude, welche sie beim Anblick der Stute in ihr verbreitete. Nico stand neben ihr, auf dem Arm dem kleinen Bart, welcher munter das Pferd vor ihm anstarrte.
      "'Back' ist in dem Fall der falsche Ausdruck, immerhin war Samarra noch nie bei uns."
      "Das nicht, aber es fühlt sich so an, als wäre eine längst aufgegebene Freundin endlich zurück nach Hause gekehrt. So lang' haben wir auf unsere kleine Sammy gewartet und nun steht sie endlich vor uns!"
      "So langsam habe ich das Gefühl, dass du auch Interesse an Warmblütern entwickelt hast. Sag' Schatz, wie kommt's?"
      Charly boxte Nico in die Seite, Samarra fand dies allerdings gar nicht witzig und machte einen Ausweichschritt zur Seite, sodass Charly sie erst einmal wieder beruhigen musste. "Du weißt ganz genau, dass ich auch die deutschen Warmblüter mag, ich mag nur nicht den blöden englischen Sattel unterm Hintern. Aber ansonsten sind das genauso schöne Tiere, vor allem unsere Sammy hier-" Sie stockte einen Moment und blickte die dunkle Fuchsstute nachdenklich an. "Dass aus Bijou und Shari so ein Fohlen rauskommt, das hätte ich nicht gedacht. Bist du dir sicher, dass man die Eltern nicht aus Versehen verwechselt hat?"
      Nico rollt mit den Augen und antwortet nicht auf Charlys Frage. Bevor das Gespräch weitergehen konnte, kam Malte hinzu. Er rieb seine dreckigen Hände an der Stallhose ab und blieb dann auf der anderen Seite von Charly stehen. Alle drei schauten sich die am Stalltor angebundene Samarra an.
      "Die ist aber hübsch", meinte auch Malte zu Charly gewandt, während er Nico befließend ignorierte. "Die Abzeichen sind der Hammer! Ist das die Tochter von Jou und Shari?"
      Charly nickte. "Ein wahres Prachtexemplar, nicht?"
      "Ok Freunde!" Nico beendete das ihm eintönig erscheinende Gespräch abrupt. "Genug. Ich bringe die Wunderstute jetzt in ihre Box!" Er drückte den plötzlich zu nängeln anfangenden Bart in Charlys Arme, löste dann Sammys Strick vom Hacken an der Wand und führte die unruhig tänzelnde Stute in den Stall hinein. Samarra hatte das letzte Jahr in England ein ausführliches Training erhalten, welches natürlich auch das Einreiten beinhaltete. Nun war es soweit, dass sie in ihrem neuen Zuhause zusammen mit den anderen Pferden trainiert und auf Turnieren vorgestellt werden würde. Samarras Box lag gleich neben der ihrer Mutter und auch wenn sie diese schon einige Zeit nicht mehr gesehen hatte, wurde auch Shari unruhig, als die zierliche ihr so unähnlich sehende Tochter neben ihr einzog. Es schien, als wüsste sie genau, dass sie dieses Pferd aufgezogen hatte und wahrscheinlich war dies auch der Fall. Samarra war angekommen und vielleicht hatte Charly wirklich recht und sie war das fehlende Puzzleteil gewesen, um alles komplett zu machen.

      Bereits zwei Tage später stand Samarra glücklich und zufrieden mit Mutter Shari und Colour Splash auf der Weide. Nico versuchte beharrlich auch die beiden anderen Stuten Seattle's Scarlett und Sweet Prejudice mit dem Neuankömmling bekannt zu machen, jedoch wehrte sich die eigensinnige Judi gegen das neue Mitglied. Ihre Weide lag gleich neben an, sodass sie jeder Zeit Blickkontakt haben konnten, Fortschritte gab es jedoch nur geringe. Auch Petyr, Vuyo und die Restlichen vom Hof waren von der neuen Stute begeistert. "Der perfekte Misch aus den Eltern", war Teodors Kommentar zu Charly, als sich die beiden begegneten und selbst Tjarda, welche sich nicht mit Pferden auskannte, verfolgte Nicos Handgriffe unentwegt und das musste was bedeuten.

      "Welcome back!" Meinte schlussendlich wenige Tage später auch Nico. Auch er hatte die Stute ins Herz geschlossen und er musste zugeben, dass Charly gar nicht so unrecht gehabt hatte. Nico hatte gerade die beiden Hengste Phenomenon und Volente von der Weide geholt und hatte kurzerhand vor Sammys Box Halt gemacht. "Welcome Sammy."
    • Canyon
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      1. Mai 2017 | 2.210 Zeichen | Canyon

      Das mysteriöse S

      Malte »
      »Haha Malte schau‘ dir das mal an!« Petyr verfiel ohne Vorwarnung in einen Lachanfall. »Les‘ dir mal die Namen der Stuten durch.« Meinte er, während er sich immer noch den Bauch hielt. Er reichte mir einen Zettel, auf welchen uns Charly gestern vor ihrer Abreise die Fütterungsmengen für Nicos Pferde notiert hatte. Als ob ich die nicht bereits kannte. Auf diese Liste warf ich nun einen Blick, verstand jedoch nicht ganz, was Petyr von mir wollte. Verständnislos blickte ich ihn an. »Ja und?«
      »Na ließ mal, du Pflaume!«
      »He! Nenne mich nicht Pflaume!« Wieder versuchte ich den Sinn von Petyrs Lachanfällen auf dem verschmutzten und zerknitterten Stück Papier zu finden. Ich zuckte mit den Schultern und reichte Petyr den Zettel zurück. »Kein Plan was du meinst.«
      Petyr atmete tief durch, verdrehte die Auge und setzte dann zu einem Erklärungsversuch an. »Wenn man Witze erklärt, sind sie nicht mehr witzig.« Meinte er genervt. Dann blickte er in mein verständnisloses Gesicht und gab sich geschlagen. »Schau her«, meinte er und deutete auf den ersten Namen. »Die neue Stute heißt Shyvana. Sharis Fohlen heißt Samarra. Sweet Prejudice und Seattle‘s Scarlett stehen genau darunter. Colour Splash nenne wir immer Splash und sollten mich meine Ohren nicht getäuscht haben, hat Nico letztens eine Stute namens Sawanna gekauft.« Er grinste mich breit an. »Meinst du, dass das Absicht ist?
      Ich zog meine verwirrt Augenbrauen nach oben. »Was meine ich, was Absicht ist?«
      »Alter Malte! Willst du mich verarschen oder ist deine Leitung wirklich so lang, wie du vorgibst?« Petyr mochte es gar nicht, wenn niemand verstand, warum er lachte. »Alle Stutennamen fangen mit „S“ an und viele klingen verdammt ähnlich! Shyvana – SawannaSamarra
      Ich verzog angewidert mein Gesicht. Und ich hasste es, wenn jemand mir so direkt ins Ohr schrie. »Und was ist daran dein Problem? Phenomenon, Volente und Bijou fangen ja nicht mit deinem mysteriösen „S“ an und der kleine Royal Champion auch nicht, welchen ich übrigens ziemlich niedlich finden würde, würde er nicht ausgerechnet Nico gehören.«
      »Argh!« Brüllte Nico und drückte mir das mittlerweile hoffnungslos zerknüllte ehemals genanntes Stück Papier in die Hände. »Ach vergiss‘ es!«
    • Canyon
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      1. Mai 2017 | 29.147 Zeichen | Canyon
      Ein Brief an Dich

      Charly »
      Liebste Mio
      Da du mittlerweile weder per Telefon, noch per Skype oder gar per E-Mail erreichbar bist, muss es nun also über den langen Weg gehen, nämlich per Post. Die Vorstellung ist witzig, dass dieser Brief einen weiteren Weg zurücklegen wird, als ich es je getan habe und das für wenige Euro.
      Seit mittlerweile mehreren Monaten herrscht Funkstille. Was ist nur passiert? Was ist mit der alten Zeit geschehen? All die Jahre, in denen du mir nie von der Seite gewichen bist, verweht vom Winde. Ich konnte dich gut verstehen, aber mittlerweile ist eine lange Zeit seit dem vergangen. Ich will meine beste Freundin nicht verlieren!
      Allerdings will ich dir nicht schreiben, um dich mit Vorwürfen zu bewerfen. Ich brauche dich, dich meine Freundin und ich hoffe, dass du mir die Ehre erweist und diesen Brief nicht ignorierst. Es ist mein letzter Versuch, das Alte zu erhalten und trotzdem neu zu beginnen.
      Bei uns auf der Tyrifjord Ranch hat sich in den letzten Monaten so einiges getan. Wir sind gewachsen und gewachsen, haben unsere Können bewiesen und erste Fohlen gezogen. Die Ranch würde dir gefallen, glaube mir. Ich weiß, dass du in Nevada glücklich bist, aber auch Norwegen ist etwas ganz besonderes.
      Bart kann mittlerweile von einer Box zu nächsten laufen und vor allem die Katzen haben es ihm angetan. Endlich kann er zu ihnen ins Heu krabbeln und sich auf die Kleinen stürzen. Capucine hat sich mittlerweile damit abgefunden, dass auch Asuka einen Platz im Schlafzimmer hat, auch wenn alles auf dem Bett ihr gehört und sie dieses Gebiet agribisch verteidigt.
      Seit Weihnachten habe ich endlich einen Ersatz für meine geliebte Anaba gefunden. Es war ein Geschenk des ganzen Hofes und ich kann mich an kein Weihnachten erinnern, welches so überraschend für mich war. Striga ist noch jung und ziemlich unerfahren, jedoch habe ich endlich wieder ein Pferd gefunden, welches es mit meiner heiß geliebten Anaba aufnehmen kann.
      Auch Nico hat endlich etwas gefunden, was ihn antreibt. Mittlerweile beherbergen wir auf unseren Hof sechs Warmblüter für den Vielseitigkeitssport. Nicos Auswahl: Nur Pferd mit Macke ist Pferd. Vielleicht kennst du Bijou noch. Kurz vor Weihnachten zog seine Freundin Shari ein und kurz darauf auch schon Colour Splash. Beide Stuten sind nicht nur hübsch, sondern auch ziemlich zickig, zeigten jedoch von Anfang an Talent. Die Krönung wollen wir auch nicht mehr lange hinauszögern, nur fehlte uns bis jetzt die Zeit für die Reise. Shari ist mittlerweile trächtig und du glaubst es nicht, aber Nico sprüht nur so vor Vorfreude!
      Seit einigen Tagen kamen dann auch die letzten drei Sportpferde hinzu. Unsere gemeinsame Freundin Bracelet überließ Nico ihren Hengst Deo Volente und wir nutzten die Chance, sie gleich in Schweden zu besuchen. Nicos größtes Heiligtum: Ghostly Phenomenon. Du weißt gar nicht, wie er aus dem Häuschen war, als das Pferd seiner Träume dann endlich in unserem Stall stand. Meine Freude hielt sich etwas in Grenzen, so hübsch er auch ist, es wird eine Menge Arbeit kosten, ihn auszubilden. Über Sweet Prejudice kann ich dir leider noch nicht so viel erzählen, interessant ist das einzige, was mir zu ihr einfällt.
      Ach Mio, wie sehr vermisse ich deine Stimme und wie sehr hoffe ich, dass es dir gut geht! Irgendwann komme ich dich besuchen meine Kleine, irgendwann. Vielleicht nehme ich Malte mit, auch er wollte schon immer einmal Wildpferde sehen. Ich glaube, mit Malte würdest du dich gut verstehen, er ist ein guter Freund.
      Habe ich dir schon erzählt, dass Bella und ihr, mittlerweile Ex-Freund, Robin nach Norwegen gekommen sind? Es gab einige Komplikationen in Dänemark und ich glaube, mittlerweile ist auch Bella mit ihrer Entscheidung zufrieden. Sie hat ziemlich oft nach dir gefragt, sagen konnte ich ihr leider nicht sehr viel.
      Leider gibt es auch schlechte Neuigkeiten. Grenzfees Hufehe haben sich wieder bemerkbar gemacht, sodass sie nun wieder in der Box leben muss. Ich habe so gehofft, dass sie es für immer überstanden hat... Damit sie nicht alleine ist, steht nun auch Teufelstanz wieder im Stall. Ich hoffe jedoch auch, dass wir diesmal früh genug eingegriffen haben und der Tierarzt bis zum Beginn des Frühlings wieder grünes Licht für die Weide gibt.
      Außerdem ist vor wenigen Tagen Nicos Vater gestorben. Ein Autounfall, ich will nicht tiefer ins Detail gehen, es weckt zu viele Erinnerungen. Unerwartet hat Nico den Großteil des Vermögens geerbt und auch wenn noch nicht genau geklärt ist, wie viel es sein wird, kann dies ein weiterer Schritt für uns sein! Du weißt, von Nicos Vater habe ich nie viel gehalten und auch Nicos Verbindung war nie allzu tief, aber er trauert doch ganz schön. Gestern früh habe ich ihn nach Drammen zum Flughafen gebracht, mittlerweile sollte er gut gelandet sein. Er will sich bis zum Abend bei mir melden.
      Ich weiß nicht, was in Zukunft auf uns zukommen wird, aber ich bin mir sicher, dass es ziemlich spannend wird!
      Es tat gut dir zu schreiben, auch wenn ich nicht weiß, wann und wo er dich erreicht. Vielleicht sinkt das Schiff oder das Flugzeug stürzt ab, ich weiß es nicht. Aber eines weiß ich genau: Ich will dich nicht verlieren.
      Von ganzem Herzen,
      Deine Charly

      Mio » Liebe Charly,
      Ich empfing deinen Brief gestern Abend mit großer Verwunderung. Hast du jemals vorher einen Brief geschrieben?
      Du hattest Glück, dass ich ihn noch erhalten habe, denn mittlerweile sollte ich auf dem Weg nach Utah sein. Sei mir also nicht böse, wenn meine Antwort aus Zeitgründen ziemlich knapp ausfällt.
      Ich freue mich sehr von dir, deiner Familie und den Pferden zu hören und sobald ich die Zeit finde, werde auch ich dir berichten, weshalb ich in den letzten Monaten eine so unzuverlässige Freundin gewesen war. Ich hatte wichtige Gründe und ich bin mir sicher, dass du sie verstehen wirst.
      Fühle dich gedrückt,
      Mio

      Charly » Liebste Mio
      Es erwärmte mir dein Herz, das kleine Stück Papier von dir in den Händen halten zu dürfen. Dir geht es also gut, das ermöglicht mir meine erhoffte Erleichterung. Und ja, vor wenigen Jahren schrieb ich einen Brief an meine Großmutter, obwohl ich leider zugeben muss, dass dieser nie ankam.
      Viel verändert hat sich bei uns noch nichts. Noch nicht. Gestern kam Nico ziemlich erschöpft aus London wieder. Ich merkte jedoch sofort, dass ihn etwas anderes beschäftigte, was nicht mit seinem Vater zu tun hatte. Am Abend unterbreitete er mir dann seine Idee: Ein neues Gestüt. Diese Vorstellung passte gerade so überhaupt nicht in mein Leben. Ich bin hier doch glücklich? Unsere kleine verträumte Ranch mitten am See. Aber Nico schwärmte so sehr von einem internationalen Sportgestüt, einer kleinen Zucht und einer eigenen Reitschule, dass ich ihm nicht lange widersprechen konnte. Er meinte, dass wir jetzt das Geld und die Kraft hätten, dies zu tun und wer weiß, wann dies nochmal der Fall sein sollte.
      Ach Mio, so viel Veränderung, schon wieder! Bereits heute morgen ist er in seinen Wagen gestiegen und gen Norden gefahren. Zurückgekommen ist er noch nicht. Ich spüre die Entdeckungslust und die Vorfreude in mir. Es wäre wieder ein Umzug für die Pferde, aber diesmal ein endgültiger, das steht für mich fest!
      Aber was rede ich da. Erst einmal muss ein Ort gefunden werden und das Gestüt muss gebaut werden. Das wird dauern, ziemlich lange dauern.
      Ansonsten hat sich nicht viel geändert. Malte hat sich in den letzten Tagen intensiv mit Prejudice beschäftigt und versucht, die eigenwillige Stute besser kennenzulernen. Ein bisschen mag ich sie mittlerweile ja auch, sie hat etwas besonnenes an sich, vor allem dann, wenn sie auf der Weide ist. Sie scheint das Leben abseits des Stalls zu lieben und plötzlich eine ganz andere zu sein.
      Rubina steht kurz vor der Geburt des Fohlens. Nico leidet darunter, dass er sie und seinen Marid in den nächsten Tagen unbedingt trennen muss, er hat es schon viel zu lang hinausgezögert.
      Weißt du, ich glaube Excelsior und Jeanie vermissen dich immer noch. Ich habe eine gute Reitbeteiligung für beide gefunden und Vuyo tut sein bestes, die beiden zu beschäftigen. Er gibt jetzt hin und wieder Reitunterricht und scheint voll in seinem Element gelandet zu sein. Den Pferden scheint es zu gefallen und auch von den Schülern bekommen wir nur positive Rückmeldungen. In der Hinsicht wäre es gar nicht so schlecht, auch die Reitschule zu erweitern. Allerdings bräuchten wir dazu noch einige weitere Pferde. Nur Abs, Milosch, Jeanie und Exel sind einfach zu wenig. Zum Glück haben wir die Befugnis, auch noch Elliot ab und zu einzusetzen und der junge Braum macht immer größere Schritte in Richtung Schulpferd. Trotz seines unerfahrenen Alters fliegen dem Süßen die Mädchenherzen nur so zu! Er suhlt sich richtig in der Aufmerksamkeit. Aber ich muss wirklich zugeben, dass er ein hübscher Kerl geworden ist.
      Du glaubst es nicht, aber letztens hat Nico tatsächlich nach dem Verkauf eines Pferdes geweint. Das Pferd hieß Eik und auch ich habe den großen Kerl geliebt. Allerdings mussten wir einsehen, dass wir uns etwas überschätzt hatten, was ihn betraf. Er war echt ein guter Kerl, jedoch brauchte viel Aufmerksamkeit und die konnten wir ihm leider nicht geben. Immerhin haben wir mit Worgait, Marid und Co bereits so einige Pferde, welche es nicht scheuen, ihre Meinung offen kundzutun. Aber natürlich gibt es auch andere Kunden. Unsere drei Vollbluthengste Golden Ebano, Valentines Alysheba und Osgiliath haben sich gesucht und gefunden. Die drei bleiben mittlerweile auch über Nacht, wenn die Temperaturen nicht in den Minusbereich sinken, auf der Weide und verstehen sich trotz ihrer Hengstmanieren prächtig. Ach Mio, wie sehr wünschte ich dich zu mir. Bei einem Glas Wein auf der Veranda könnten wir uns unsere Geschichten austauschen, lachen und das Leben genießen. Es fällt mir schwer, ohne eine Freundin wie dich, das Leben vollkommen zu lieben. Klar, mit Tuva verstehe ich mich sehr gut und es hat nicht lang gedauert, bis wir bemerkten, dass wir den selben Alkoholgeschmack teilen, aber sie ist nur eine Freundin.
      Ich will deine Zeit nicht allzu sehr verbrauchen, aber es freut mich, dass wir nun einen Weg gefunden haben, unsere Freundschaft aufrechtzuerhalten.
      Die wärmsten Grüße,
      Deine Charly

      Mio » Liebe Charly,
      Wieder habe ich dich warten lassen. Allerdings sind wir erst vor wenigen Tagen aus Utah zurückgekehrt und wie du dir vorstellen kannst, ist der Weg nach Vegas zum nächsten Briefkasten nicht der kürzeste. Da ich heute morgen jedoch für uns einkaufen war, habe ich gleich die Chance genutzt und den Brief auf die Reise geschickt.
      Irgendwo in deinen Worten versteckt sehe ich noch die alte Ranch, welche wir beide zusammen entstehen lassen. Saint Gorge, wenige Boxen, nur ein alter Reitplatz, dafür das Meer gleich vor den Füßen. Warum ist es euch beiden so wichtig geworden, alles immer größer werden zu lassen? Gibt es nicht bessere Möglichkeiten so viel Geld einzusetzen?
      Es freut mich allerdings zu hören, dass auch meine liebste Bella den Weg zu euch gefunden hat. Richte ihr die liebsten Grüße aus! Vielleicht werde ich mich in den nächsten Tagen mal bei ihr melden. Hast du auch etwas von Linn gehört? Wie geht es ihr auf Island?
      Addison versucht mich ständig dazu zu überreden, dass wir euch mal besuchen kommen. Er möchte dich und natürlich auch die Pferde selbst einmal kennenlernen. Ich bin noch nicht soweit Charly, noch nicht. Lass mir die Zeit, lass mich abschalten, lass mich wer anders sein. Nevada und die Mustangs geben mir all das, was ich so lange gesucht habe. So lang. Ich will es noch nicht hergeben oder teilen, erst wenn ich all das schöne hier in mir aufgesogen habe. Verstehe mich bitte.
      Der kleine Kuckunniwi entwickelt sich prächtig. Endlich hat Anaba ihn freigegeben. Ich merke die Veränderung die er gerade durchlebt, merke, wie er sich und seine Freiheit findet und wie sehr Anaba ihn liebt. Fast schmerzt es mich, dass sie mich nicht an ihn heranlässt, aber wir wollten es ja so. Er sollte so aufwachsen, wie es die Pferde auf den weiten Weiden Amerikas tun sollten.
      Für Hidalgo, Morrigans Hidalgo, und Chosposi tut es mir Leid, dass sie aufgrund ihres Hengststatus nicht mit zu den anderen Pferden dürfen. Dafür haben sie sich beide und die Verbindung zu ihnen hat sich in letzter Zeit um einiges verstärkt.
      Du glaubst es nicht, aber Varys und Imagine There's No Heaven sind mittlerweile, du wirst es nicht glauben, ausgewachsen. Zusammen mit Triumph genießen sie die Jugend, auch wenn Addi vor hat, im Sommer anzufangen sie jedenfalls etwas auszubilden.
      Ach ja, Addi, er ist ein guter Freund für mich geworden. Wir sind uns näher, als ich mich jemals bei einem Menschen gefühlt habe, näher als Shadow mir je gewesen war und doch sind wir kein Paar. Wir sind Gefährten, welche zusammen das tun, was sie für richtig erhalten. Wir wollen die Wildpferde erhalten und die Menschheit davon abhalten, diese wunderbaren Tiere wie Müll zusammenzutreiben, wieder auseinanderzureisen und dann auf dem ganzen Erdball zu verteilen.
      Wenn wir einmal bei diesem Thema sind, so werde ich dir gleich erzählen, was ich in Utah zu suchen hatte. Eine Freundin von Addi rief an. Sie meinte, dass sie ein komisches Paar entdeckt hatte. Ein weißer Hengst und eine junge braune Stute, verletzt. Amy, seine Freundin, erzählte, dass die beiden neu in der Gegend sind und es so schien, als wären sie extra so nah an die Auffangstation gekommen, um Hilfe zu suchen. Anfänglich wusste ich nicht, was Addi so in Aufregung versetzte. Ich sollte ihm vertrauen und da ich das sowieso tat, vertraute ich ihm. Erst im Nachhinein, nachdem Hengst und Stute mithilfe von Addi eingefangen wurden, erzählte er mir die ganze Geschichte. Vielleicht werde ich dir die Geschichte auch irgendwann erzählen können, heute würde der Brief jedoch zu lang werden. Es war ein Abenteuer pur und auch jetzt, nachdem beide Pferde wohlbehalten auf einer Weide bei uns stehen, fühle ich immer noch das Adrenalin der Freiheit in meinen Adern pochen. Für dich wird es unverständlich sein, für mich war es das Beste, was mir je passiert ist. Der Hengst heißt Cloud, während seine hübsche Freundin den Namen Zonta trägt. Ihre Beine schienen von einem Zaun verletzt wurden zu sein, in welchem sie sich verfangen hatte. Obwohl sie viel Blut verloren haben muss, steht sie immer noch sicher auf allen Vieren und lässt sich nichts anmerken. Anbei schicke ich dir ein Bild von den Beiden, damit du die Schönheit verstehen kannst, welche sie ausstrahlen.
      Ich habe dir auch noch nicht erzählt, dass seit einiger Zeit ein Paint Horse bei uns wohnt. Vielleicht hast du schonmal von ihr gehört. Sie stand lange bei Rachel und später bei Verena, welche ja auch... du weißt es ja, ich muss es nicht erwähnen. Raised from Hell steht deswegen zusammen mit Addis My Canyon und Battle Cry auf einer Weide und auch wenn Canyon oft genervt von Raised ist, hat sie sich hier doch ganz gut eingelebt. Ich bin gespannt, wie sie allerdings im Sommer mit den Temperaturen zurecht kommen wird.
      Ansonsten gibt es auch hier nicht allzu viel neues. Chill und Buck sind von der Schule genervt und Heather ist immer noch eine bemerkenswerte Frau. Sie hat es uns ermöglicht nach Utah fahren zu können und hat Tag für Tag alleine die Pferde versorgt. Zum Glück sind unsere drei Jüngsten, Dawn, Time In A Bottle und Kwatoko, mittlerweile soweit, auch einige Tage alleine überleben zu können. Das hätte ich mir nie erträumt. Sie waren unsere Sorgenkinder und mittlerweile benehmen sie sich genauso wie Kuckunniwi.
      Nun bist auch du auf dem neuesten Stand, was die Triple R Ranch angeht. Ich erwarte bereits jetzt deinen nächsten Brief und auch wenn ich es nur ungern zugebe, so hat es doch seinen Reiz, per Brief eine Konversation zu führen.
      Mit aller Liebe,
      Mio

      Charly » Liebste Mio
      Was für eine Geschichte und vielleicht ist es dir ja schon bald möglich, mir die Vollversion davon anzuhören! Clouds und Zontas Bild hat mich tief berührt. Diese Anmut und Wildheit, sie steckt den beiden in allem Knochen. Aber was habt ihr nun mit ihnen vor? Cloud ist ein Wildpferd, Zonta ebenso. Wollt ihr gegen euer Ziel arbeiten und die beiden eingesperrt lassen?
      Da du mir Bilder geschickt hast, muss auch ich dich mit welchen von unseren Pferden erfreuen. Rubina hat vor zwei Tagen erfolgreich ihren zweiten Sohn zur Welt gebracht. Ich hätte Nico filmen müssen, als er ihn das erste Mal gesehen hat! Er war begeistert und begeistert, aber das war ich auch, denn der kleine ähnelt nicht nur stark seiner hübschen Mutter, sondern hat auch interessante Markierungen an Kopf und Flanke, welche auch Marid im Gesicht trägt. Der kleine Mytos ist ein wahrer Prachtkerl geworden und ein guter Start in die Fohlensaison dieses Jahr!
      Auch hat sich wegen des neuen Gestüts einiges ergeben. Sicher war, dass wir am Tyrifjord bleiben wollen. Wir lieben ihn und es wäre sinnlos, diese Heimat bereits aufzugeben. Drei Tage dauerte es nur, bis Nico mit einer faszinierenden Idee zurück kam. Im nördlichen Teil vom Tyrifjord liegt eine recht große Insel namens Sorøya. 1.7qkm groß und nahezu unbewohnt. Nur ein paar wenige Bauernhäuser stehen dort, der Rest ist Wald, Wiese und Feld. Nico schaffte es, genau diese Insel für uns zu gewinnen! Es tut mir fast Leid um dieses Paradies, aber noch mehr freue ich mich darauf, eine eigene kleine Welt nur für uns und unsere Pferde.
      Die Verhandlungsgespräche laufen bereits und ich bin, wie du dir sicherlich vorstellen kannst, ziemlich gespannt, was das betrifft.
      Das Training mit den Pferden läuft nun langsam wieder an. Einen Großteil übernimmt natürlich Malte, da Petyr nun öfter wieder in der Welt unterwegs ist. Ihn zieht es hinaus, während Malte das ruhige und stetige Leben auf dem Gestüt genießt. Ich bin ganz erstaunt, dass Nico mittlerweile ordentlich zupackt und auch wenn sein Fokus nur auf seinen eigenen Pferden liegt, so ist seine Aufenthaltszeit im Stall in den letzten Wochen um einiges gestiegen.
      Am Wochenende war uns meine Schwester besuchen. Sie wohnt, wie du ja weißt, in Oslo und hat leider mit Pferden nichts am Hut. Dafür konnte ich ihren neuen Freund, sowie ihren Adoptivsohn endlich kennenlernen. Etwas enttäuscht bin ich schon, dass Alexandra so lange gebraucht hat, mich hier zu besuchen, der Weg ist ja nicht unendlich weit! Trotzdem ist sie meine Schwester und man liebt seine Schwester. Dimitri schien ganz fasziniert von dem Gestüt, während Alex natürlich nicht begeistert war. Ich kann das gar nicht verstehen, dass es Menschen geben kann, die diese fantastischen Geschöpfe nicht mögen. Wie kann man in einem Pferd nichts weiter sehen als ein Pferd?
      Ansonsten nimmt hier alles seinen gewohnten Lauf. Die Sonne geht auf, und sie geht wieder unter. Genauso wie es immer war.
      Ich vermisse dich!
      Deine Charly

      Mio » Liebe Charly
      Der kleine Mytos berührt mir mein Herz, denn in ihm sehe ich seinen Vater. Auch wenn ich mich nie mit Marid verstanden habe, so ist es doch ein Stück Erinnerung und ein Teil meiner Vergangenheit.
      Wieder habe ich länger gebraucht, um dir zu antworten. Aber bei uns wird die Arbeit wieder mehr, denn die Winterpause ist vorbei und schon bald beginnt wieder die Zeit des Einfangens und da müssen wir bereit sein.
      Cloud und Zonta werden so lange bei uns bleiben, bis Zontas Wunden verheilt sind. Addi hat sich die größte Mühe gegeben und auch wenn es nicht immer einfach war ein Wildpferd zu versorgen, schien auch Zonta mit der Zeit zu bemerken, dass wir nur helfen wollen.
      Addi ist seit Clouds Ankunft anders. Oft liegt er draußen auf der Weide und beobachtet den Hengst. Er scheint tief in Gedanken versunken zu sein und in Erinnerungen zu schwelgen. Er erzählte mir, dass er Cloud bereits kannte. Es verwunderte ihn, wie der Hengst nach Utah kam, da er Cloud hier in Nevada kennengelernt hatte. Er meinte, dass Cloud es gewesen war, welcher ihm nach dem Tod seiner Frau wieder Kraft gegeben hatte. Er selbst konnte es nicht erklären, aber er erzählte mir von dem Bild eines leuchtenden weißen Pferdes, so anmutig und edel, so ehrlich und voller Hoffnung, dass ich nicht daran zweifelte, dass es so gewesen war. Cloud bedeutet für Addi alles und vielleicht ist es ein Zeichen, dass genau dieser Hengst jetzt wieder aufgetaucht ist.
      Natürlich forschten wir weiter, denn Addi hatte Fragen. Wie kam Cloud nach Utah? Wo war seine Herde? Es dauerte nicht lange und wir fanden beim BLM unsere Antwort. Mittlerweile haben wir dort einige Kontakte, mit welchen wir wegen der Mustangs in Verbindung stehen und mit der Hilfe einer Freundin, fanden wir heraus, dass Cloud und eine braune Stute, vermutlich Zonta, die Flucht geschafft hatten, kurz nachdem sie transportiert worden waren.
      Vielleicht hat Addi gar nicht so unrecht. Vielleicht ist dieser Hengst wirklich ein Zeichen der Hoffnung und wahrscheinlich ist es Absicht, dass er bei uns gelandet ist. Cloud scheint sich nicht unwohl zu fühlen, obwohl er von den Zäunen umgeben ist. Trotzdem ist er noch ein freies Pferd und sobald der Zeitpunkt gekommen ist, werden wir uns von ihm verabschieden müssen.
      Allerdings muss ich dir dringend noch etwas erzählen! Heather hat, du glaubst es kaum, ihren Neffen aufgenommen. Das ist nicht irgendein Neffe, nein, dass ist ein entlassener Häftling mit einigen Vorstrafen und hinzu kommt, dass er genauso alt ist wie ich. Problem des Ganzen: Er sieht ziemlich gut aus und ist natürlich ein riesiges Arsch. Heather meint, dass die Ranch die beste Möglichkeit sei, Jacob wieder auf die Bahn zu bringen, auch wenn ich mich frage, ob das bei ihm überhaupt noch möglich ist. Er ist ein Angeber und ein ziemlich fauler Idiot. Chill und Buck freuten sich natürlich über „ihren großen Bruder“ und dank Jacob ist die Aufmüpfigkeit der beiden nochmals gestiegen.
      Addi freute sich gar nicht über den plötzlichen Einzug. Verständlich. Er kennt Jac nicht und hat Angst um seine Pferde. Jedoch konnte er Heather den Gefallen nicht abschlagen, immerhin ist auch Jac sein Neffe und auch wenn Addi lange keinen Kontakt mehr zu seiner zweiten Schwester hatte, sind sie trotzdem miteinander verwandt.
      Ich selbst weiß noch nicht genau, wie ich zu Jac stehe. Bis jetzt hat er mich meist ignoriert und etwas enttäuscht bin ich schon, dass solch nette Menschen wie Addi und Heather solche unhöflichen Verwandte haben.
      Jedenfalls versucht Addi nun, Jac mit in die tägliche Arbeit einzugliedern. Etwas Erfahrung mit Pferden hat er bereits, da auch seine Mutter Pferdebesitzerin gewesen ist. Anscheinend liegt das in der Familie. Bis jetzt hat er sich nur meistens um die Arbeit gedrückt, ob er selbst auch Pferde mag, weiß ich also noch nicht so genau.
      Ich bin gespannt, wie sich das Ganze entwickelt. Immerhin ist Jac der erste Fremde seit meiner Ankunft auf der Ranch und das birgt für uns alle ein Gefahrenrisiko. Jacob Moore, ich bin ziemlich gespannt, ob das gut ausgehen wird.
      Mit den besten Grüßen,
      Mio

      Charly » Liebste Mio!
      Oho! Ein junger, gut aussehender Mann, welcher total unhöflich ist? Na wenn das kein Anfang einer Liebesgeschichte sein kann! Auch ich habe daran nie geglaubt, bis es mir selbst widerfahren ist. Und schau, wo ich jetzt gelandet bin. An meiner Seite ein Mann, der genauso ein Idiot ist wie die Jungs, die mich früher in der Schule immer bloßgestellt haben und mit so einem habe ich auch noch ein Kind. Pass‘ also ja auf dich auf! Aber ich meine das wirklich ernst. Solche Männer sind meist so von sich überzeugt, dass sie nicht auf eventuelle Opfer achten. Die Geschichte mit Cloud, puh, da musste ich mir die Tränen von der Wange wischen. Das Ganze hat sich fast wie ein Film vor meinen Augen abgespielt. Ich stelle mir das wahrhaftig vor, wie ein weißer und reiner Hengst, einem zerstörten jungen Mann wieder ein Ziel zum Leben gibt. Fast könnte ich darüber ein Buch schreiben, oder, warum schreibst du kein Buch darüber? Grüße Addi von mir, ich mag ihn, er scheint ein anständiger Kerl zu sein und er scheint dafür verantwortlich, dass du wieder so lächeln und nach vorne schauen kannst!
      Vuyo hat sich nun auch endlich wieder ein Pferd gekauft und erstaunter hätte ich nicht sein können, als er da mit einer zierlichen Edelhaffi Stute stand, welche auch noch den Namen Curly Lure trägt und als ob das noch nicht genug wäre, ist sie auch noch ziemlich eigensinnig und zickig. Aber er hat vor, sie mit in die Reitschule zu nehmen und sie dort vielleicht zu einem anständigen Reitpferd ausbilden.
      Mittlerweile haben auch die Planungen für das neue Gestüt begonnen. Die Insel ist bereits vermessen und wir machen uns zur Zeit auf die Suche nach Pferdebesitzern, welche mit auf die Insel ziehen wollen und uns so unterstützen. Nico hat einen Freund in der Türkei, welcher mit einer Freundin zusammen ein kleines Arabergestüt leitet. Sie scheint ziemlich still und einzelgängerisch zu sein, jedoch will sie wegen der Unruhen in ein sicheres Land und wird wahrscheinlich zu uns nach Norwegen ziehen. Ihre Forderungen waren jedoch, dass sie ein eigenes und beheiztes Stallgebäude für ihre Araber bekommt, in welchem sie auch wohnen kann. Das wird sie jetzt wohl auch bekommen. Nico meint, dass sie dem Gestüt gut tun wird und ich bin gespannt, wie er das meint.
      Auch kommt Fiona mit ihren Pferden aus den USA zurück zu uns. Petyr freut sich natürlich höllisch auf sie und auch ich bin froh, wieder ein bekanntes Gesicht zu sehen. Wir werden so viel Hilfe wie möglich gebrauchen, wenn es soweit ist.
      Nicos angehende Zucht nimmt zur Zeit krasse Ausmaße an. Anstatt es bei ein paar wenigen Pferden zu belassen, ist die Anzahl seiner Stuten mittlerweile auf sechs gewachsen, wobei jedoch eine weitere bereits gekauft ist. Zum Glück sind es bis jetzt nur drei Hengste und ein Jungpferd, welche tatsächlich auch alle mal recht anständig sind.
      Ich freue mich auf deinen nächsten Brief!
      Deine Charly

      Mio » Liebe Charly,
      Bei uns wird es wieder wärmer und im Sonnenuntergang kann man wunderbare Bilder der Pferde schießen. Ich habe leider nicht viel Zeit, deswegen wird dies ein sehr kurzer Brief. Ich hoffe trotzdem, dass du dich über die Bilder freust!
      Anbei natürlich noch kleine Erklärungen zu den hübschen Pferden, welche du siehst.
      » Varys und Imagine There‘s No Heaven kennst du natürlich noch. Hier endlich mal ein aktuelles Bild von ihnen. Der gefleckte Popo gehört natürlich zu Triumph.
      » Unsere Jüngsten: Time In A Bottle, Dawn und Kwatoko. Seit einigen Tagen dürfen sie mit auf die große Weide, es ist erstaunlich, wie schnell sie sich an ihre Herde gewöhnt haben.
      » Es ist das erste Bild von Anaba und Kuckunniwi, dass ich dieses Jahr schießen konnte. Immer noch hält Anaba Abstand zur Herde und selbst Addi ist so langsam verwundert. Dafür geht es dem kleinen Kucku blendend und so langsam sieht man auch den Vater in ihm.
      » Raised from hell zusammen mit Aquena. Na? Kennst du Raised noch? Sie ist ein tolles Pferd und selbst ich sehe kaum, dass sie eigentlich kein Wildpferd ist. Zusammen mit Flotten von Mutanten erobert sie die Wildnis, wie ich es anfangs nicht für möglich gehalten hatte.
      » Hier eine kleine Hengstherde im Sonnenuntergang. Silent Bay sieht man nur sehr schlecht hinter dem Strauch, dafür steht Imoad, oder eigentlich In the Middle of a Dream gut sichtbar im Vordergrund, wie immer. Daneben siehst du Frekur und etwas weiterhinten Quisquilloso, obwohl du den wahrscheinlich schon von meinen letzten Bildern kennst, er ist ziemlich fotogen.
      » Auf dem letzten Bild sind, von links nach rechts, die drei restlichen Stuten zu sehen. Valhalla, Quicksilver und Atius Tirawa.
      Ich hoffe, du freust dich über die Bilder!
      Mio

      Charly » Liebste aller Mios!
      Die Bilder sind der Hammer! Ich vermisse deine fotografischen Künste auf unserer Ranch, auch wenn Tjarda auch ziemlich gute Bilder schießt, malt sie trotzdem besser.
      Da auch meine Zeit wegen Umzug ziemlich knapp ist, habe ich es dir gleichgetan und in den Umschlag einfach einige Bilder gesteckt, in der Hoffnung, dass sie dir gefallen.
      » Na, erkennst du, wer hier auf der Weide abgebildet ist? Charelle und April Rain müsstest du erkennen, bei den anderen habe ich Nachsehen mit dir. Die Namen sind auch nicht leicht zu merken. Himmawallajugaga, Devrienterreuth, Sysahlreuth, Zuckerschock und Raja, sie bilden unsere Vollblutherde und zeigen auch mit aller Macht, wie viel Energie sie besitzen.
      » Malte. Anfangs wehrte er sich gegen ein Foto, aber als er hörte, dass es für dich ist, konnte ich ihn endlich umstimmen. Das wunderhübsche Tier auf dem er sitzt heißt Angus, ein Suffolk Punch und der neue Liebling aller. Am Strick sind natürlich seine Schätze Félagi und Óslogi. Jeden Sonntag macht er einen Ausritt mit ihnen. Du würdest ihn wirklich mögen.
      » Und schon wieder Malte. Diesmal jedoch heimlich geschossen, wie man an der schlechten Qualität unschwer erkennen kann. Zu seiner rechten siehst du Black Lemontree, während das junge Mädchen, eine Reitschülerin, seinen Junghengst Dynur hält.
      » Hier nochmal unsere Jungpferde Aspantau, Abe‘s Aelfric und Mios Jelda, sowie ein hübsches Portrait von I‘ve got a blue soul.
      » Und zum Schluss nochmal ein unbekanntes und ein bekanntes Gesicht für dich. Einmal Abraham van Helsing, sowie natürlich deine Ocarina of Time, welche bei den Bildern nicht fehlen durfte. Auch sie entwickelt sich so langsam prächtig!
      Ich hoffe, dass wir beide endlich mal wieder mehr Zeit für einander finden!
      Deine Charly!

      Mio » Charly, ich komme! Ich komme zu dir! Ich habe es getan, ein Flugticket ist gekauft, erwarte mich...
    • Canyon
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      18. Mai 2017 | 10.251 Zeichen | Canyon
      Inselwind

      Malte »
      "Leute!" Wenn Charly so anfängt, dann hat sie eine Ankündigung zu machen, denke ich und löse meinen Blick von dem Häufchen Pferdeäpfel vor mir, welche Óslogi mir hinterlassen hatte. "Ich habe eine Ankündigung zu machen!" Aha, denke ich, habe ich es doch gewusst. "Ihr wisst ja, dass ich schon seit längerem auf der Suche nach Stallhilfe bin und ich denke, dass ich nun jemanden gefunden habe. Darf ich vorstellen? Eyvind Engh!" Ihre Stimme schallt durch den Stall und an ihrem Grinsen erkenne ich, dass sie wirklich zufrieden ist mit der Wahl. Hinter ihrem Rücken tritt jedoch ein Junge hervor, welchen ich am allerwenigsten einem Stallgebäude zugeordnet hätte. Er schiebt sich die runde schwarze Sonnenbrille auf seinen hellweißen Schopf und blickt die versammelte Stallgenossenschaft mit unverändertem Ausdruck an. Mein Blick tastet ihn vorsichtig ab und auch Petyr, einige Meter neben mir, scheint noch etwas verdutzt. Einen Nasenpiercing, dann noch einige an den Ohren und ziemlich unbequem aussehende Kleidung in schwarz. Sein Gesicht ist zart und weich, seine Augen stechen jedoch wieder hervor wie Zitronen unter einer Herde Erdbeeren. Vuyo ist der sozialste von uns und tritt mit ausgestreckter Hand auf ihn zu. "Vuyo, herzlich willkommen auf der Tyrifjord Ranch!" Das restliche Gespräch verpasse ich, weil Petyr mir in die Rippen boxt und so meine Aufmerksamkeit auf sich lenkt. Ich stöhne und schlage Petyr aus Rache gegen die Schulter. Er hält nun also seine Schulter mit der einen Hand und ich meine Rippen.
      "Was'n dat für nen Kerl?" Fragt er mich und nickt in Richtung Eyvind. Ich zucke nur mit den Schultern.
      "Keine Ahnung, sieht doch ganz nett aus." Allerdings habe ich mir selbst noch keine wirkliche Meinung gebildet, versuche jedoch so offen wie möglich zu sein.
      Charly kommt nun auf uns zu, oder eher auf mich. Vuyo hat sich wieder seiner Arbeit zugewandt und als ob ich nicht wüsste, was jetzt kommt, stellt Charly die erwartete Frage. "Hey Malte, du, hast du zufällig Lust Eyvind die nächsten Tage etwas einzuarbeiten? Petyr ist ja leider wieder unterwegs und Vuyo hat mit der Reitschule so viel um die Ohren." Praktisch, dachte ich, mir bleibt dann nämlich der komplette Stall plus Eyvind. Ich lächle jedoch und sage: "Klar Charly, mache ich gerne!"
      "Auf dich ist immer Verlass!" Meint sie, klopft mir auf die Schulter und verschwindet dann mit einem kurzen Nicken zu Eyvind in Richtung Ausgang.
      "Dich scheint etwas daran zu stören?" Eyvind blickt mich fragend an. Er scheint wirklich nett, aber auf mein Gefühl verlasse ich mich schon lange nicht mehr. Ich zucke mit den Schultern und weiß noch nicht genau, was ich sagen soll. Er kommt mir jedoch zuvor. "Kann ich verstehen, Charly hat mir schon erzählt, dass du hier als treibendes Rad ständig etwas zu tun hast. Aber ich denke, ich kann dir ganz gut unter die Arme greifen." Beim näheren Hinsehen erkenne ich die dicken Ringe um seine Augen, sehe einige Sorgenfalten in seinem Gesicht und die ungewaschene Kleidung. Ich blinzle.
      "Danke", sage ich nur. Wie viel zu oft habe ich ein Loch im Kopf, wenn es darum geht, die passenden Wörter zu finden.
      "Also, was kann ich tun?" Fragt Eyvind mich und ein Lächelnd erscheint auf seinen Lippen. Er scheint wirklich begeistert von dem Gedanken, hier arbeiten zu können.
      "Äh", sage ich wieder wenig produktiv und stelle die Mistgabel zur Seite. "Du kannst mich zu den Weiden begleiten, ich will das Wasser kontrollieren." Meine ich und zeige in Richtung Ausgang. Eyvind nickt nur. Ich ziehe ihn also mit mir aus dem Stall, nicke im Vorbeigehen Petyr kurz zu und schlage dann den Weg in Richtung Weiden ein. Es ist ein kalter Frühlingstag. Wie gefühlt immer. Der Nebel liegt noch an den Ufern des Fjords und bedeckt die eigentlich schon grünenden Wiesen mit einer Schicht aus grau. Die erste Weide, die wir erreichen, ist die kleine Hengstweide. Unsere vier verbliebenden Vollblüter stehen hier. Vollblüter waren nie mein Spezialgebiet und trotzdem habe ich (fast) alle ins Herz geschlossen. Ich passiere den Zaun geschickt und winke Eyvind dann zu, er solle mir folgen.
      "Osgiliath", sage ich und zeige auf den Hengst, der uns am nächsten steht. "Bei ihm, wie fast bei jedem anderen Pferd welches Nicolaus angeschleppt hat, würde ich etwas Abstand halten. Das gleiche kannst du bei Worgait", ich zeige auf den hellen Tekkiner Hengst, "Und natürlich auch bei Marid beachten." Diesmal nicke ich nur in Richtung Marid, welcher mit gespitzten Ohren am Offenstall steht. Ich spüre seinen Blick auf mir, seinen hinterlistigen Blick. Er weiß genau, dass ich über ihn red. Dann stelle ich ihm noch Valentines Alysheba vor und mache mich an die Arbeit. Während ich frisches Wasser nachfülle, fallen mir endlich einige wenige Frage ein. "Sage mal, Eyvind, was ist so deine Vorliebe bei Pferden? Reitest du selbst?"
      "Vorliebe?" Er erscheint einen Moment verwirrt und runzelt die Stirn. "Du meinst, was ich für Rassen mag und so?" Ich nicke. "Ich bin da offen, ich habe keine Vorlieben." Meint er nur. Aha. Denke ich und fühle mich nicht schlauer als zuvor. Das Wasser ist auch fertig und so sehe ich die Möglichkeit, das kleine Gespräch schnellstmöglich zu beenden. Nachdem wir noch Grenzfee und Teufelstanz auf ihren Weiden besucht haben, geht es zurück in den Stall. Ich bin erstaunt Petyr noch anzutreffen, meist verdrückt er sich bei der erstbesten Möglichkeit. Mir zusammengekniffenen Augen verfolgt er jede Bewegung Eyvinds und auch als ich in böse anstarre, lässt er nicht von ihm ab. Ich seufze. Eyvind dreht sich erstaunt zu mir um und blickt mich fragend an. "Alles ok?" Ich nicke schnell und erzwinge mir ein kleines Lächeln. "Ok, wohin geht es als nächstes?"
      "Ich muss eine unserer Stuten versorgen. Sie hat vor zwei Tagen ein Fohlen zur Welt gebracht und ist - etwas eigensinnig seit dem." Was jedoch für mich nicht verwunderlich ist, wenn man einen Besitzer namens Nicolaus du Martin hat, denke ich, spreche es jedoch nicht laut aus. Colour Splash steht mit angelegten Ohren in ihrer großzügigen Box. Nicht nur das, wir haben ihr sogar eine Trennwand entfernen lassen, sodass die beiden Stuten genügend Platz haben. Zu ihren Füßen liegt der neue Stern des Gestüts und bereits am Namen kann man die Spuren Nicos erkennen. "Simplicity of Sophistical, oder einfach nur Simple." Sage ich zu Eyvind gewandt und etwas kann ich den Stolz in meiner Stimme nicht verstecken. Auch ich bin froh, dass Splash es endlich geschafft hat. "Ihre Mutter heißt Colour Splash." Ich deute auf Splash, welche die Ohren nach hinten legt und mit einem Huf scharrt.
      "Sie scheint unruhig." Meint Eyvind und betrachtet die Stute fasziniert. "Ist sie immer so?"
      Ich schüttle den Kopf. "Nein, nicht immer. Aber sie mag das Boxenleben nicht." Ich nicke in Richtung Nachbarbox. "Seit dem wir jedoch halbtags ihre Freundin Shari drinnen lassen, geht es schon besser."
      Ich bin recht froh, als ich wenig später Eyvind eine Mistgabel in die Hand drücke, mit der Aufgabe, in den Offenställen der Jungpferde etwas Ordnung zu machen. Ich atme erleichtert auf, als sich eine Hand auf meine Schulter legt. Erschrocken fahr eich herum und blicke in das Gesicht Petyrs. "Gott!" Rufe ich und funkle diesen böse an. "Du sollst das lassen!"
      Petyr grinst. Dass ich ihn Gott genannt hatte, schien ihm zu gefallen. "He Malte, du, sag' mal, wie ist denn dieser Eyvind so? Is' er nett?"
      "Petyr, weißt du, dass du durchgängig die Endungen von Wörtern verschluckst?" Sage ich nur und greife nach meiner Mistgabel.
      "Jaja, weiß ich. Aber los sag' mal, ich muss doch wissen, wer hier so auf dem Hof unterwegs ist." Er lässt wie immer nicht locker.
      "Da habe ich eine Idee." Sage ich und drücke Petyr die Gabel in die Hand. "Hilf ihm doch einfach bei den Offenställen." Ich grinse ihn an und als er sich nicht von der Stelle rührt, nicke ich mit meinem Kopf in Richtung Ausgang. "Los, du Faulpelz!"
      Er sieht ein, dass er aus mir nichts rausbekommt und funkelt mich böse an, macht sich aber trotzdem auf den Weg zu Eyvind. Mein Weg führt mich jedoch in die andere Richtung zu unseren Paddocks. Seit einigen Tagen steht hier zur Eingewöhnung Sawanna. Ihre Reise hier her ist lang und anstrengend gewesen und ich sehe ihr an, dass sie erschöpft ist. Hinzu kamen ihre Vertrauensprobleme und auch wenn Nico und auch ich tagtäglich mit ihr arbeiten, ist es noch nicht viel besser geworden. Ich nehme das Halfter vom Hacken, stehe jedoch noch einige Minuten unbeteiligt hinterm Zaun, bevor ich mich auf ihr Territorium getraue. Sawanna wird ihrem Namen ziemlich gerecht. Nicht nur der hübsche helle Fuchston, auch der hitzige und stürmische Charakter passten dazu. Ziel war es, sie innerhalb der nächsten Tage an Shyvana und Samarra zu gewöhnen und so wie Petyr es letztens deutlich erwähnt hatte, passten die jungen Stuten nicht nur vom Namen zusammen. Während ich schließlich mit Sawanna den Weg in Richtung Wald einschlage, versuche ich krampfhaft einen Spitznamen für sie zu finden. Samarra hat von mir bereits den Namen Sammy erhalten und Shyvana heißt meist nur Shyva. Es muss also etwas genauso schönes her. Obwohl Sawanna schreckhaft ist, scheinen sie die Hengstweiden nicht zu stören. Weder Bijou, noch Volente oder Phenomenon schenkt sie einen Blick und auch den neuen Brego, welcher genauso wie sie noch einzeln gehalten wird, beachtet sie nicht. Auch von mir hält sie durchgängig einen gewissen Abstand, scheint sich jedoch jedenfalls ein bisschen an mich gewöhnt zu haben. Das Ziel von Sawanna und mir ist eine kleine Weide in der Nähe der Zackelschafe und Bellas Pferden. Auch sie habe ich schon länger nicht gesehen, sodass ich die Chance ergreife und meine Schritte zu den Isländern lenke, nachdem ich Sawanna auf ihre Weide entlassen habe. In der Hoffnung, Bella bei ihren Pferden zu entdecken, schlage ich mich durch die rasant gewachsenen grünen Äste, rechts und links des Weges. Bellas Weiden lagen etwas abseits. Ihre Isländer standen durchgängig auf der Weide und so verwundert es mich nicht, dass ich auch dieses Mal die versammelte Mannschaft erblicke. Den jungen Fafnir am Zaun erkenne ich sofort und das niedliche Jungpferd daneben enttarne ich als Litfari. Von Bella ist jedoch keine Spur zu sehen. so gebe ich mich geschlagen und mache mich zurück auf dem Weg zum Hof.
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  • Album:
    » Südstall
    Hochgeladen von:
    Canyon
    Datum:
    12 Aug. 2017
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    EXIF Data

    File Size:
    444,5 KB
    Mime Type:
    image/jpeg
    Width:
    960px
    Height:
    640px
     

    Note: EXIF data is stored on valid file types when a photo is uploaded. The photo may have been manipulated since upload (rotated, flipped, cropped etc).

  • Shari
    (x)


    Abstammung
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Von unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt

    Aus der unbekannt
    Von unbekannt Aus der unbekannt


    Exterieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Stute
    *2010
    Trakehner | 166cm
    Bay
    2x Socke | 1x Fessel


    Interieur
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    sensibel | stürmisch | unruhig
    Shari ist eine freche und stürmische Stute. Sie ist nicht leicht zu bändigen. Sie ist äußerst sensibel und schnell aufgebracht, mit Gewalt geht bei der Stute also nichts. Leider wurde das bei ihrer Ausbildung missachtet und aufgrund ihres Verhaltens her wird sie wohl bereits viel schlchtes erlebt haben.

    Besitzer: Canyon (Charlotte von Eylenstein)
    VKR/Ersteller: BellaS
    im Besitz seit: 23. Dezember 2016
    Kaufpreis: 400 Joellen


    Qualifizierungen
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

    Schleifenaufstieg Trainingsaufstieg Potential

    Dressur E A L M S S* S** S***

    Western E A L M

    Springen E A L M S S* S**

    Military E A L M S

    Distanz E A L


    Erfolge

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

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    284. Militaryturnier | 393. Dressurturnier | 368. Westernturnier | 361. Galopprennen

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    279. DIstanzturnier | 374. Westernturnier | 302. Fahrturnier | 173. Synchronspringen

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    176. Synchronspringen | 283. Distanzturnier | 380. Westernturnier


    Zucht

    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

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    [SK 449]

    Gencode: Ee Aa
    Zur Zucht zugelassen: Ja
    Eingetragene Zucht: Tyrifjord Ranch

    Nachkommen
    Samarra - *2014 (v. Bijou)


    Gesundheit
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    Letzter Tierarztbesuch: 19. Januar 2017 durch "Horse Heaven"
    Gesamteindruck: sehr gut
    Aktue Krankheit/en: x
    Chronische Krankheit/en: x
    Erbkrankheit/en: x

    Letzter Hufschmiedbesuch: 20. Februar 2017 durch "Tänzelndes Pony"
    Hufbeschaffenheit: hart und gut gebaut
    Hufkrankheit/en: x
    Beschlag vorne: Kunststoff
    Beschlag hinten: Kunststoff


    Zubehör
    ¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯¯

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