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Hedone

~°Raffinesse°~

~°Raffinesse°~
Hedone, 2 Juli 2011
    • Hedone
      Willkommen Raffinesse!

      Tagelang rannte ich mit dem Handy am Ohr herum, immer telefonierte ich mit der Bank.
      Irgendwie musste doch genug Geld für die Versteigerung des Araberfohlens Raffinesse von Julee locker zu machen sein! Und so plapperte ich mir den Mund fusselig, Stunde um Stunde, referierte über Referenzen und Hypotheken. Wie hoch das Endgebot werden würde, konnte niemand einschätzen, dass die Auktion zeitlich begrenzt war, sehr wohl. Und dann war es so weit: Der 02.07.11 war da. Der letzte Auktionstag. Und ich hatte für den absoluten Notfall 50.000 Joellen locker gemacht, na wenn das man reichen wird.
      Badadadam: 21:55 Uhr. Und das Gebot stand weit unter 50.000! Ich war soo glücklich. Als Höchstbietende durfte ich also die kleine Raffinesse mit zu mir nehmen!
      Überglücklich huschte ich nach der Auktion nach hinten zu den Boxen, wo Julee, ihre Züchterin, die Kleine für den Transport vorbereitete. Lächelnd trat ich näher und hielt dem agilen Fohlen meine Hand entgegen, die sie sogleich beschnupperte. Julee war schnell fertig, der Vertrag war ebenso schnell unterschrieben und auch das Geld hatte schnell den Besitzer gewechselt, also konnten wir endlich los!
      Aufgeregt und total zufrieden führte ich die Kleine auf meinen Hänger und schüttelte Julee ein letztes Mal die Hand, bevor wir den Heimweg antraten. Knapp 40 Minuten fuhren wir über Landstraßen, bis wir das weitläufige Gelände erreichten, auf dem mein Gestüt untergebracht war.
      Ich hielt auf dem Innenhof und lud das kleine Fohlen aus. "Nessie, willkommen zu Hause!" sagte ich leise und betrachtete sie verträumt, während Nessie sich umsah.
      Damit sie sich nach der Reise erstmal austoben konnte, entfernte ich nur schnell Bandagen und die Decke um sie dann zu Cordi auf die Fohlenweide zu bringen. Von Anfang an waren die Beiden ein Dreamteam. Gemeinsam tollten sie herum und jagten einander mit Begeisterung. Nach etwa einer halben Stunde ließ ich die Zwei getrost allein, mit dem Wissen, dass Nessie endgültig angekommen war.
    • Hedone
      Pflegebericht für Robyn, Raffinesse, Pirate, Cordi, Merci und Angel


      Stallputz

      Da der Frühling ja schon vorbei war, der Sommer allerdings von den Temperaturen her irgendwie auf sich warten ließ, entscheid ich mich heute mit ein paar Freunden dazu, den Stall mal aufzuräumen und zu putzen. Also machten wir uns bereits früh morgens auf den Weg, denn es gab einiges zu tun.
      Zuerst brachten wir die ausgewachsenen Stuten, also Angel, Merci und Robyn auf den Paddock, da sie, wie alle anderen Pferde auch, die Nacht wegen des schlechten Wetters im Stall verbracht hatten. Mit einer Freundin, die Merci führte, während ich Robyn und Angel hielt, führten wir die Süßen erstmal zum Anbindeplatz, um sie kurz überzubürsten, danach ging es zum Paddock am anderen Ende des Hofes. Als wir die Stuten frei ließen, freuten sie sich erstmal unheimlich und stoben in irrem Tempo davon.
      Entspannt spazierten wir zum Stall zurück, um Pirate in den kleinen Paddock beim Stall zu stellen, da er bei den Stuten zu sehr druchdrehen würde. Auch er wurde erst einmal geputzt und dann zum Paddock gebracht.
      Fehlten nur noch die beiden Fohlen Raffinesse und Cordi. Die Zwei bewohnten gemeinsam eine große Laufbox und waren nicht ganz so begeistert davon, auf die Weide zu gehen.Nach einigem hin und her hatten wir auch die Zwerge am Halfter und trippelten mit ihnen Richtung Weide. Nach geschlagenen 10 Minuten "Nein, das darfst du nicht essen!" und "Cordi, jetzt komm!" kamen wir an und lösten die Führstricke der Kleinen, als wir auf der Weide standen. Etwas bedeppert schauten sie sich um, nach dem Motto "Dürfen wir jetzt echt?" und rannten dann begeisternd bockend davon.

      Zurück am Stall schalteten wir erstmal jedes Licht an, und während ich mit einer Freundin begann, die Boxen zu misten, stiegen meine Freunde auf Leitern und entfernten alle Spinnenweben und anderen Unrat von den Dachbalken und der Isolation.
      Was da so alles runterkam!
      Auch wir waren mit der ersten Box mittlerweile fertig und säuberten sie noch gründlich mit dem Dampftrahler, um sie dann trocknen zu lassen und uns an die Nächste zu machen.
      Die Jungs räumten in der Zeit das Reiterstübchen auf und staubten die Regale ab.
      Auch die zweite und dritte Box hatten wir endlich geschafft, als unsere Freund bereis an uns vorbei zogen, um den Hof zu schrubben.
      Wie dankbar ich ihnen war, dass sie mir alle so nett halfen!

      Nach etwa 4 weiteren Stunden hatten wir alles geschafft und gönnten uns ein leckeres Bier beim Grillen :D
    • Hedone
      Pflegebericht für Tarifa, Keystone’s Cordamour, Raffinesse, Throw a diva, Crying Dream, Desert Angel, Robyn und He’s a pirate

      Hedone hatte mich angerufen, da sie heute ihre Pferde nicht bewegen konnte. Ich sagte ihr dass ich sofort kommen würde und trank den Rest meines Kaffees in einem Schluck auf. Dann setzte ich mich in meinen Wagen und machte mich auf den Weg zu ihr. Nach einiger Zeit war ich angekommen und sah, dass der Hof noch recht neu war.
      Nun ging ich in den Stall, wo ich noch Hedone traf, die es sehr eilig hatte, und mit ihr besprach, was ich heute machen wollte. Sie nickte nur bei jedem Punkt, den ich ihr aufzählte und hastete dann mit einem flüchtigen „bis später“ aus dem Stall.
      Nachdem ich mir einen Überblick über die Pferde verschafft hatte, entschied ich mich, zu aller erst Tarifa zu reiten. Ich holte ihr Halfter und einen Strick und führte sie auf die Stallgasse. Dann holte ich ihren Putzkoffer, ihren Sattel und ihre Trense und fing an sie zu putzen. Tarifas Behang war vollkommen verdreckt und ich brauchte einige Zeit, bis er nicht mehr verklebt und voller Knoten war. Als ich mit dem Putzen fertig war, sattelte ich sie auf und trenste sie danach auch auf. Sie war bei allem ziemlich lieb und schien im allgemeinen ein eher ruhiges Gemüt zu haben. Sofort war sie neben mir, als ich ihr bedeutete, dass ich in die Halle wollte. Sie schien sehr arbeitswillig und gut erzogen. Nachdem ich aufgestiegen war, ritt ich sie im Schritt warm. Die Anfängliche Schrittarbeit bestand bei mir immer aus drei Teilen: Tempounterschiede reiten, durch Schenkelweichen dehnen und durch große gebogene Linien dehnen und auf die weitere Arbeit vorbereiten. Mit dem Schenkelweichen hatte Tarifa kein Problem, sie meisterte mühelos das Schulter herein und heraus, das Viereck vergrößern und verkleinern und auch Anfänge der Vor- beziehungsweise Hinterhandwendung beherrschte sie. Bei den Vorhandwendungen brauchte sie anfangs zur Unterstützung die Bande, aber bald schaffte sie es auch einigermaßen ohne diese. Die großen gebogenen Linien und Bahnfiguren waren für Tarifa anscheinend nicht einmal richtige Arbeit, denn sie sah, während sie sich bog und an den Zügel herantrat, dass sie die Augen halb geschlossen hatte. Als ich jedoch die Tempounterschiede hinzunahm, passierten Tarifa im verstärkten Schritt immer wieder Taktfehler. Nach einer Viertelstunde schien sie mir warm genug, ich gurtete nach und trabte dann an. Sie trabte flott und schwungvoll, sodass ich wenig zu tun hatte. Sie machte alles sofort, was ich von ihr verlangte und versuchte es mir jederzeit recht zu machen. Ich hatte in einer Schrittpause kurz nachgedacht und mir die Aufgabe A2 wieder ins Gedächtnis gerufen. Ich hatte sie beim letzten Turnier geritten ohne Erfolg leider. Ich ließ sie vorher auf beiden Händen locker galoppieren und ritt dann die Aufgabe. Sie meisterte alles und es war einfach herrlich sich von der Stute tragen zu lassen. Danach ritt ich sie auseinander und lobte sie für ihren eifrigen Einsatz. Nach einer Weile war sie trocken und ich stieg von ihrem Rücken. Tarifa schnaubte mich an und ich hatte eine Menge Rotz am Ärmel. So lachte ich, als ich ihr beim herausgehen aus der halle die Hufe auskratzte. Sie schien zufrieden und schnaubte abermals, als ich sie abgetrenst hatte und sie gerade aufgehört hatte sich am Anbindepfosten zu scheuern. Ich streifte ihr dann das Halfter wieder über und sattelte Tarifa ab. Unter der Satteldecke schwitzte die schöne Stute sehr, weshalb ich ihr eine Abschwitzdecke überwarf und sie vorerst mit Decke in den Stall zurückstellte. Der nächste, der ein wenig laufen sollte war Keystone’s Cordamour. Er war noch recht jung, sodass ich mich für ein wenig Führtraining entschieden hatte. Er folgte mir, nachdem ich ihm sein Halfter übergestreift hatte und daran einen Strick befestigt hatte, bereitwillig auf die Stallgasse und ließ sich brav anbinden. Dafür lobte ich ihn und holte seine Putzsachen aus der Sattelkammer, womit ich anfing den kleinen zu putzen. Sein Fell war wollweich und traumhaft flauschig. Der Name ‚Cordi’ stand an seiner Box. Er passte wundervoll zu dem kleinen Scheckhengst. Als ich ihn fertig geputzt hatte, schloss ich den Putzkoffer und löste den Strick. Dann ging ich in Richtung Stall, wohin mir Cordi folgte. Hinter uns schloss ich die Tür, woraufhin er zu tänzeln begann und einmal grell wieherte. Ich ging einfach los um ihn abzulenken, redete mit dem kleinen und lobte ihn immer wieder. Nach einer Weile war er ruhiger geworden, was nicht hieß, dass er nicht mehr aufmerksam war. Stets hatte Cordi seinen Kopf erhoben und er spielte mit seinen Ohren. Sobald das leiseste Geräusch zu hören war, welches er nicht kannte, spitzten sich blitzschnell seine Ohren und ihn durch fuhr ein Ruck. Nach einiger Zeit wechselte ich mit ihm die Hand und beendete bald auch das Training. Er musste sich daran gewöhnen für eine gewisse Zeit von seinen Artgenossen getrennt zu sein, was heute zu Schluss ja recht gut geklappt zu haben schien. Nachdem ich die Hallentür geöffnet, Cordi für seine gute Mitarbeit gelobt und ihn herausgeführt hatte, blieb ich mit ihm im Eingang stehen um dem kleinen Hangst die Hufe auszukratzen. Das hatte er bereits beim Putzen artig über sich ergehen lassen und auch jetzt stand er ganz ruhig da und schaute ein Pferd an, auf dessen Box er geradewegs schaute. Die Anwesenheit anderer Pferde schien für ihn sehr wichtig zu sein, um sich geborgen zu fühlen. Auch ich fühlte mich in der nähe von Pferden viel Wohler und konnte deshalb seine Reaktion gut verstehen. Nach dem Hufeauskratzen stellte ich ihn zurück in seine Box und brachte das Halfter zurück. Ich jedoch ging nicht aus seinem Stall, sondern schloss die Tür fast gänzlich und stand erst einfach nur mal da. Cordi wurde schon bald neugierig, weshalb ich in seiner Box stand und kam mir näher. Ich fing an ihn zu streicheln, ihm den Mähnenkamm herauf und dann wieder herunterzukraulen. Er genoss es und legte seinen Kopf auf meine Schulter, als ich etwas in die Hocke ging. Es war sehr wichtig, dass Pferde von klein auf lernten sich überall anfassen zu lassen, damit es später keine Probleme bei Untersuchungen oder ähnlichem gab. Cordi war so anders in Gegenwart seiner Artgenossen, soviel ruhiger.
      Nachdem ich die Streicheleinheit für beendet erklärt hatte, holte ich Hedones zweites Fohlen heraus: Raffinesse. Nun gut, eigentlich durfte man die kleine Jungstute gar nicht mehr als Fohlen bezeichnen, vielmehr war sie seit kurzem Jährling. Auf dem Weg zur Sattelkammer brachte ich gleichzeitig Cordis Sachen weg und holte Rafinesses Putzkoffer her. Sie schien schon sehr erfahren in Sachen putzen, denn als ich anfangen wollte klaute sie mir mit einem gekonnten Kopfschwung die Bürste aus der Hand. Das hatte ich nicht erwartet und die kleine warf ihren Kopf hoch und wieder herunter und spielte mit der Bürste. Ich lachte herzlich, wie jung und verspielt sie für ihr alter noch wirkte. Dann nahm ich der frechen Raffinesse die Bürste weg und sie versuchte es wieder mir die Bürste zu nehmen, doch dieses Mal war ich vorbereitet und mit einer schnellen Handbewegung erzielte ich, dass die kleine ihr Ziel verfehlte und nach sich selbst schnappte. Nun schaute sie beleidigt drein, als ich anfing sie zu putzen und machte mir es so schwer wie möglich. Raffinesse drehte sich und scharrte zwischendurch, was mir schnell auf die nerven ging und ich ihr wohl oder übel Aufmerksamkeit schenken musste, die ihr eigentlich schon vollkommen galt. Nach kleinen Streicheleinheiten und so einigen Unterbrechungen hatte ich es doch fertig gebracht sie komplett zu putzen und brachte nun ihren Putzkoffer wieder weg. Aus der Sattelkammer brachte ich einen Kappzaum, eine Longe und eine Longierpeitsche mit, bei dessen Anblick Raffinesse, die während meiner Abwesenheit eingedöst war, wieder hallwach wurde und ihre Augen so weit öffnete und zu mir hinschielte, dass man das Weiße darin sah. Ich redete auf die kleine Stute ein, während ich ihr den Kappzaum überstreifte und ihn richtig verschnallte. Dann befestigte ich die Longe am Obersten Ring und hing das Halfter an eine der Vorrichtungen, wonach ich nach der Longierpeitsche griff und Raffinesse in die Halle führte. Zuerst führte ich sie auf dem Mittelzirkel und entfernte mich dann langsam immer weiter von ihr, bis ich schließlich nur noch einen kleinen Kreis in der Mitte drehte. Raffinesse hatte einen schönen Schritt, dessen Bewegungen sehr geschmeidig waren und aussahen, als wenn jeder Schritt vorher genau durchdacht worden wäre. Ich lächelte über den Gedanken, dass ein Pferd jeden Schritt vorher durchdenken könnte und ließ Raffinesse die Hand wechseln. Bald war sie warm genug zum Traben und sie sprang allein auf ein Stimmkommando vom Schritt in einen leichtfüßigen, eleganten Trab. Ich lobte ich ihn und sie senkte Den Kopf und nach einem Taktfehler musste sie einige male schnauben, bis ihre Nüstern wieder frei von Hallensand waren. Dann parierte ich Raffinesse wieder nur über Stimmkommandos durch zum Schritt und ließ sie abermals die Hand wechseln. Nach einigen Minuten Schritt ließ ich sie auch auf dieser Hand antraben. Die folgende Arbeit bestand in Hauptsache aus Tempo- und Handwechsel. Bald ließ ich Raffinesse auch galoppieren, doch nach einer halben Stunde führte ich die kleine, die sichtlich genervt war von dem langweiligen immer im Kreis rennen. Ich hatte mein bestes getan, um die Arbeit an einer einfachen Longe „abwechslungsreich“ zu gestalten, doch alle Mühe hatte scheinbar nicht genützt. Raffinesse trocknete erstaunlich schnell und schon eine kurze Zeit später verließen wir zusammen die Halle. Ich kratzte ihr die Hufen aus, wobei sie mir bei den Vorderhufen ihren Kopf auf den Rücken legte und ich mich wunderte, wie schwer ein Araberjährling seinen Kopf doch machen konnte. Als ich damit fertig war lobte ich sie und halfterte sie wieder auf. Raffinesse schien froh darüber, dass das Training vorbei war und ich holte Cordi wieder aus dem Stall. Die beiden Fohlen führte ich dann quer über den Hof zu den großen Wiesen und stellte sie auf eine davon. Sie tollten belustigt vom Wind, der sie kalt umspielte. Die Stricke hing ich ans Gatter und holte als dritte im Bunde auch noch Tarifa zu den beiden. Ich hatte ihr die Decke abgenommen, da sie vollkommen getrocknet war. Sie zeigte den Fohlen kurz, dass sie für die Weidezeit die Leitstute der kleinen Herde sein würde und würdigte die beiden Fohlen dann keines Blickes Mehr. Raffinesse und Cordi blieben davon völlig unbeeindruckt und spielten weiterhin um Tarifa herum. Ich schaute mit das Spektakel einige Minuten lang an. Cordi sah noch so ungelenk und zerbrechlich aus, doch wenn er mit Raffinesse um die Wette rannte, sah man den Hangst in ihm und die Gänge eines ganz Großen.
      Ich kehrte den Dreien den Rücken und schaute mich, bevor ich am Stall wieder ankam noch einmal nach ihnen um. Jetzt waren alle ruhig, die kleinen hatten sich vorerst ausgespielt und Tarifa nutzte die momentane Ruhe um sich Genüsslich der Wiese zu wälzen. Danach sah sie deutlich brauner aus als vorher. Im Stall warteten noch fünf Pferde auf mich. Throw a diva, Crying Dream und Desert Angel holte ich einen nach dem anderen aus ihren Ställen und stellte sie in die Halle. Dann trat ich selbst dazu und als ich mit einer Peitsche in der Mitte stand setzten sich die drei Damen in einen gemächlichen Schritt. Ich hielt mich mittig und ließ sie einige Handwechsel machen. Dann schnalzte ich und ließ die Peitsche hinter den Dreien auf dem Boden aufkommen. Der Boden der Halle bebete leichte, als sie anfingen zu traben. Crying Dream Galoppierte übermütig an und bockte. So arbeitete ich mit den Dreien im Schritt und Trab. Kurze Strecken ließ ich sie auch galoppieren, doch die Peitsche brauchte ich eigentlich nur als „Machtsymbol“. Wenn ich diese in der Hand hielt, reagierten die drei Stuten vorzüglich auf Stimmkommandos. Legte ich sie jedoch aus der Hand, scherten sie sich einen Dreck darum, was ich ihnen sagte oder zurief. Nach einiger Zeit ließ ich Diva, Angel und Dream nur noch schritt laufen, damit ihre Muskeln sich wieder entspannen konnten, ihr Puls herunter kommen konnten und sie aufhörten zu schwitzen. Nach einiger Zeit nahm ich eine nach der anderen am Halfter und führte sie zum Halleneingang, wo ich den Pferden die Hufe säuberte. Danach band ich sie auf der Stallgasse an. Als alle angebunden auf der Stallgasse standen, holte ich die drei Putzkoffer. Ich fing mit Desert Angel an und putzte die goldfarbene Palominostute. Sie war nicht sehr dreckig, staubte aber sehr. Angel schien sich wohlzufühlen und döste unter der sanften Massage mit dem verschiedenen Bürsten ein. Als ich ihr dann Mähne und Schopf gekämmt und den Schweif verlesen hatte, lobte ich sie und schloss ihren Putzkoffer. Schnell schritt ich weiter zu Crying Dream, die währenddessen mit ihrem Huf gescharrt hatte und nun Kratzspuren auf dem Boden zu sehen waren. Für einen Moment war ich fasziniert von ihrer wunderbaren schwarz-wallenden Mähne, die ihr lang den Hals herunterhing und streichelte ihren Hals wie ein Automat. Dann weckte mich Robyns leises Wiehern, das aus ihrer Box drang und ich fing an Dreams Fell zu bearbeiten. Sie schnaubte ruhig und zufrieden, als ich ihr die Mähne kämmte, wonach ich ihren Schweif verlas. Als nächstes putzte ich noch Throw a diva, was die kleine Stute sich gerne gefallen ließ. Als die drei Damen dann sauber waren, brachte ich Crying Dream und Desert Angel als erstes gleichzeitig auf die Wiese, damit sie sich wieder schmutzig machen und sich noch weiter austoben konnten. Tarifa schien genervt von Raffinesse und Cordi, die um sie herumsprangen, weshalb ich sie auf die Wiese zu den anderen Stuten stellte. Sie schien dankbar darüber und ich holte noch Throw a diva von der Stallgasse auf die Wiese. Die vier genossen das gemütliche Beisammensein und grasten alle direkt. Ich schaute noch eine Weile den Pferden zu und ging dann aber in den Stall zurück, um auch noch He’s a Pirate und Robyn zu bewegen.
      Ich nahm mir Robyn zu erst vor und holte die Mixstute aus ihrer Box. Dann putzte ich sie, was nicht lange dauerte, weil Robyn nicht wirklich dreckig war und holte seinen Sattel und seine Trense aus der Sattelkammer. Nachdem sie aufgesattelte war, ging ich in die Halle und stellte kleine Sprünge und Cavalettis auf, die dann einen Parcours bildeten. Als ich zufrieden damit war und die Abstände geprüft hatte, kehrte ich zu Robyn zurück. Die Stute war brav stehen geblieben und auch beim Auftrensen zeigte sie keinerlei Anzeichen, Anstalten zu machen. Danche führte ich sie in die Halle, wo sie sichtlich angetan von den „Sprüngen“ anhielt, damit ich aufsteigen konnte. Ich ritt Robyn warm und wechselte oft die Hand, wobei wir durch die Sprünge sehr eingeschränkt waren in Sachen Bahnfiguren. Trotzdem war sie nach einiger Zeit warm genug, dass ich nachgurten und antraben konnte. Ich ritt sie erst im Leichttrab dann im aussitzen und bald galoppierte ich auch mit Robyn. Sie war unwahrscheinlich gut zu sitzen und ich ritt im Trab ein Cavaletti an. Sie hob beim Rübertraben schön die Beine und ich trieb sie in den Galopp. Dann nahm ich den ersten kleinen Sprung und einen auch relativ kleinen Ochser hinterher. Ich wusste, das sie wesentlich höher springen konnte, doch sollte das Training ihre Springtechnik und gutes Verhalten überm Sprung fördern. Sie machte alles, was ich von ihr forderte und schon nach kurzer Zeit sprang sie den Parcours fehlerfrei. Bald lobte ich sie und ließ mir die Zügel aus der Hand kauen, während ich leichttrabte und dann zu Schritt durchparierte. Robyn war eine tolle Stute und ich fing an sie trocken zu reiten. Sie trocknete nur sehr langsam und das Trockenreiten dauerte so etwa eine Viertelstunde, bis ich absteigen konnte und ihr vor der Halle die Hufe auskratzte. Dann lobte ich sie für ihre Mitarbeit und Trenste und sattelte sie ab. Mittlerweile hatte sich recht viel auf der Stallgasse angesammelt und deshalb brachte ich ihr Sachen direkt weg, bevor ich sie zu den anderen Stuten stallte, die sie gleich begrüßten. Ich freute mich innerlich über den Herdenzusammenhalt, als die Stuten anfingen in der Gruppe zu galoppieren und ich wieder gen Stall ging.
      Der Letzte, den ich heute bewegen würde, war He’s a Pirate. Der Scheckhengst döste, als ich in seine Box trat und wachte erst auf, als er den Druck Merkte, den Ich über Strick und Halfter auf sein Genick ausübte. Er folgte mir auf die Stallgasse, wohin ich schon seine Putzkoffer und sein Sattelzeug geholt hatte. Er ließ sich das Putzen gern gefallen und döste schnell wieder auf der Stallgasse ein. Bald sattelte ich ihn auf und trenste ihn auch. Nachdem ich Pirates Trense geschlossen hatte, streifte ich ihm sein Halfter noch einmal über, denn ich hatte vergessen die Sprünge, die ich zur Arbeit mit Robyn gebraucht hatte wegzuräumen. Dabei kam mir die Idee, Einige der Stangen einfach liegen zu lassen und das Dressurtraining in Verbindung Mit Stangenarbeit zu machen. Mir schien dieser Einfall gut und so räumte ich nur die Cavalettis, Sprungständer und einige der Stangen weg. Als nun nur noch einige auf dem Boden lagen, holte ich Pirate in die Halle und stieg auf. Er war für einen Hengst noch erstaunlich ruhig, was ihn als guten Reithengst auszeichnete, doch vielleicht kam es auch daher, dass alle Stuten auf der Wiese standen und nur noch Taktlos im Stall. Auf jeden Fall schien er recht gelassen, als ich nacheiniger Zeit im Schritt nachgurtete und anfing zu traben. ER verlangte am Anfang viel Zügel und dehnte sich sehr Vorwärts- Abwärts. Dann nahm ich nach kurzer Zeit die Zügel weiter auf und Pirate stellte sich sofort an den Zügel. Ich hatte beinahe kein Gewicht in der Hand und nach einiger Trabarbeit, nahm ich auch den Galopp dazu. Pirates Galopp war schön federnd und er kostete jeden Galoppsprung aus. Die Übergänge waren einfach fabelhaft und ich wunderte mich, dass dieser Hengst noch nicht viel weiter ausgebildet war, schließlich bat er sich wunderbar an. Nach fast einer Stunde harter Arbeit, war auch endlich Schluss für Pirate. Ich ließ ihn die Zügel aus der Hand kauen und parierte ihn durch. Der Hengst trocknete schneller als gedacht und schon bald stieg ich ab und kratzte ihm die Hufe vor der Halle aus. Nachdem ich ihn abgesattelt und abgetrenst hatte, holte ich Taktlos mit auf die Stallgasse und führte die Beiden auf die letzte noch freie Wiese. Ich war ziemlich geschafft und räumte die ganze Stallgasse auf. Es standen noch einige Putzkoffer herum und einiges Sattelzeug hing noch hier und da. Mehrere Male lief ich zur Sattelkammer und fegte dann die Stallgasse sauber. Den Sand, der nun wegen dem Hufeauskratzen vor der Halle lag, fegte ich wieder herein. Als letztes richtete ich noch die Boxen wieder her, machte das Stroh gerade und streute teilweise neu ein. Es war über eine Stunde verstrichen, als ich die Pferde wieder in ihre Ställe holte und da kam auch Hedone wieder und fütterte die Pferde, bevor sie ins Haus ging und auch ich vom Hof nach hause fuhr.

      (c) by lemone | 19.018 Zeichen
    • parahedi
      Mein Tag bei Hedone

      7 Uhr morgens, Samstag morgens, das Telefon klingelte.

      Super! Ich setzte mich auf und starrte auf das Display, ehe ich den Anruf annahm. "Ich hoffe du hast einen guten Grund, für den es sich lohnt, mich aus dem Bett zu klingeln." Hedone entschuldigte sich und erzählte mir, dass ihr kurzfristig was dazwischen gekommen war und dass sie sich heute nicht um ihre Pferde kümmern konnte. "Öh, klar. Mach ich!" Ich schälte mich aus meiner warmen Bettdecke und kippte in der Küche einen Kaffee an der Zunge vorbei, um wach zu werden.
      Als ich dann annähernd zurechnungsfähig war, zog ich mich um, packte Reithelm, Gerte, Handy und eine große Flasche Wasser in eine Tasche und begab mich zu meinem Rad, da mein Auto gestern endgültig den Geist aufgegeben hatte.
      So schnell wie nur irgend möglich brachte ich die paar Kilometer Weg hinter mich und lehnte den Drahtesel gegen die Stallwand.
      Die Pferde im Stall begrüßten mich freudig und ich entschied mich, erstmal die Ställe zu misten. Also brachte ich die ersten 10 Pferde erstmal auf ihre Weiden und machte mich, bewaffnet mit Mistgabel, Schubkarre und eisernem Willen, an die Arbeit und war in neuer Bestzeit fertig. Glücklich streute ich neu ein, füllte die Futtertröge auf, holte die Pferdchen wieder rein und wiederholte diese Prozedur so lange, bis ich mit allen Boxen fertig war.

      Ich entschied mich, erstmal die Fohlen zu beschätigen und holte mir Keystone’s Cordamours Halfter, um ihn herauszuholen und auf dem Platz ein bisschen Dominanztraining zu machen, damit es später, wenn er eingeritten wird, nicht so viele Probleme mit der Rangfolge geben würde. Auf dem Weg zum Platz wollte er einige Male überholen, was ich mir aber nicht gefallen ließ und siehe da: Nach 2 Minuten wusste der Kleine, dass er in der Rangfolge unter Menschen stand und war ein absoluter Schatz, umgänglich und freundlich. Ich versuchte, ihn rückwärts zu richten und es klappte wie am Schnürchen. Ich lobte den Kleinen und brachte ihn dann mit den anderen Fohlen Believe in Dreams, Cinnemonts Accento, Raffinesse und Racoon auf die Weide. Die Kleinen tobten übermutig über die Koppel und wieherten sich gegenseitig zu. Das alles sah so niedlich aus, dass ich noch eine Weile bei den Fohlen blieb und die Hübschen ausgiebig kraulte, da sie ganz selbstverständlich zu mir kamen.

      Danach ging ich zurück zum Stall und wollte mich erstmal den Hengsten widmen, da ich die anstrengendsten Pferde hinter mir haben wollte. Kinderlachen war mein erster Kandidat und fiel schon negativ auf, als ich ihn aus der Box holte und er miesgelaunt nach mir schnappte.
      "Lass es!" ich schubste seinen Kopf weg und begann, sein dreckiges Fell mit Bürsten zu bearbeiten, was der Lusitano märtyrerhaft über sich ergehen ließ. Ich trenste ihn auf und führte ihn in die Halle, um ihn zu longieren. Er benahm sich einigermaßen gut und selbst der Handwechsel an der Longe klappte gut, weshalb ich den Hengst lobte. Kindchen wurde immer besser und lief am Ende perfekt, was ihm ein Leckerchen einbrachte.
      Ich holte den Sattel und legte diesen auf seinen Rücken, machte ihn fest, schnallte die Longe ab und die Zügel ein. Der Hengst blieb ruhig als ich aufsaß, tippelte dann aber, als ich ihn in einen ruhigen Schritt treiben wollte. Nach einem kleinen Dominanzkampf, den ich zum Glück gewann, lief Kinderlachen schön und ich wagte einen Trab. Als dieser gut klappte trieb ich den Lusitano in einen Galopp, was dieser mir mit einigen übermütigen Bocksprüngen dankte. "So ein hinterlistiges Pferd!" staunte ich über den Gesinnungswechsel des Dunklen, nachdem ich ihn wieder unter Kontrolle hatte. Ich übte Galoppwechsel mit ihm und war ziemlich zufrieden, da er keinen erneuten Versuch unternahm, mich abzusetzen und gegen Ende wirklich wunderbar lief. "Super gemacht!" lobte ich den Hengst und tätschelte ihm die Mähne ehe ich ihn trockenritt und abstieg.
      Ich führte ihn zurück in den Stall, zog ihm das Halfter über den Hals und die Trense vom Kopf, ehe ich ihn absattelte und mit einem Striegel über das Fell glitt und ihm eine Weidedecke aufzog, mit der ich ihn dann zu seinem wohlverdienten Weideauslauf brachte.

      Lächelnd schloss ich das Koppelgatter hinter ihm und holte 4 Pferde raus, die ich in die Longiermaschine schnallen wollte. Con Brio, Blue Eyed Tiger, Spotted Black und Elvico ließen sich brav putzen und machten glücklicherweise auch keine Mätzchen, als ich sie in die Maschine führte und diese einschaltete. Nach 10 Minuten Schritt folgten 10 Minuten Trab mit kleinen Schrittpausen und dann, als alle warm waren, ein paar Runden Galopp.
      Nachdem sie sich ausgepowert hatten schaltete ich die Maschine stufenweise zurück und lies die Pferde sich auslaufen. Die Hengste waren, bis auf Con Brio, alle zufrieden, nur der Falbe war übermütig wollte noch eine Runde. Ich brachte die drei anderen ebenfalls mit ihren Weidedecken auf die Koppel, stellte die Maschine erstmal auf Schritt und machte in Windeseile Frisco, Baradur und He’s a pirate fertig, die sich zu dem Hengst gesellten und die gleiche Prozedur wie die Pferde vor ihnen durchliefen. Die Hengste waren eine wahre Augenweide und ich genoss es wirklich, den Tieren in der Longiermaschine zuzuschauen.
      Als dann endlich auch Con Brio genug Bewegung bekommen hatte, brachte ich die Pferde zurück in den Stall, band sie an und putzte noch schnell drüber, ehe sie, in ihre Weidedecken verpackt, ihren Auslauf genießen durften.

      Taktlos, ein junger, sportlicher Pintohengst, streckte mir neugierig seinen hübschen Kopf entgegen, als ich wieder in den Stall kam und wieherte leise. "Na Hübscher?" lächelte ich und strich ihm sanft über den Hals, "Willst du bewegt werden?" Als ob der Schecke mich verstanden hätte, schnaubte er laut und warf den Kopf hoch.
      Lachend schnappte ich mir sein Halfter und öffnete die Box, um es dem Pferd überzustreifen. Willig folgte er mir und ließ sich ohne zu Mucken anbinden, was schon mal ein guter Anfang war. Die Putzkiste war schnell herangeschleppt und Taktlos genoss es sichtlich, ausgiebig geputzt zu werden. Der Striegel glitt lautlos über das samtig glänzende Fell des Braunschecken, als dieser genüsslich und entspannt den Kopf hängen ließ und ein Hinterbein entlastete. Beim Anblick des Pferdes huschte mir ein Lächeln übers Gesicht und ich wechselte zur Wurzelbürste, bei der der Hengst leise brummelte. Auch Mähne und Schweif bekamen meine Aufmerksamkeit und ich staunte, wie seidig sein Langhaar war. Beim Hufauskratzen benahm er sich vorbildlich und hob brav einen Fuß nach dem anderen, was ihm eine kleine Streicheleinheit am Kopf einbrachte.Ich säuberte das Putzzeug gründlich und legte es zurück in die Kiste, ehe ich seinen Sattel und die Trense holte, um ihn für eine kleine Dressurstunde fertig zu machen. Gekonnt befestigte ich die verschiedenen Schnallen und Riemchen, ehe ich Taktlos abband und in die Halle führte.
      Voller Vorfreude folgt mir der bildschöne Schecke und hielt artig still während ich meinen Reithelm aufsetze und die Gerte unters Sattelblatt klemmte. Als ich dann fertig war schwang ich mich sanft auf den Pferderücken und holte meine Gerte hervor, ritt einige Runden im Schritt und gurtete noch mal nach. Danach ging ich 3 weitere Runden im Schritt, einige kleinere Bahnfiguren wie Schlangenlinien und Volten, ehe ich den Hengst versammelte und antrabte. Ein paar mal fiel er mir auseinander, wurde dann jedoch immer besser und hatte keine Probleme mit der Versammlung mehr. Ich lobte Taktlos und übte Traversalen, die der Hengst zu meiner Verwunderung perfekt beherrschte. "Super!" lachte ich und ließ trieb ihn nach zwei Runden Schritt in einen langsamen Galopp, in dem ich einige Schlangenlinien ritt und begeistert war, dass er ohne zu zögern gehorchte.
      Ich blieb noch ca. 20 Minuten in der Halle, die ich mit verschiedenen Bahnfiguren verbrachte und brachte den Hengst danach zurück in den Stall, wo ich ihn absattelte und noch mal etwas drüberputzte, ehe auch der Schecke sich zu seinen Kumpanen auf die Koppel gesellen durfte.

      Ich räumte das Pferdezubehör zurück an seinen Platz und kehrte noch mal über die Stallgasse, dann begab ich mich zu Hedones Stuten und lächelte, als sich mir dreizehn aufmerksame Pferdeköpfe entgegenstreckten. "Wo fange ich denn hier an?"
      Ich entschied mich erstmal dafür, Colonel’s Struggling Maid, Tu quieras, Crying Dream und Throw a diva, ebenso wie die Hengste, in die Longiermaschine zu stecken, da es mir einfach zu viel werden würde, die ganzen Pferde zu reiten und das auch gar nicht an einem einzigen Tag zu schaffen wäre.
      Die Stuten ließen sich ohne größere Probleme aufhalftern und putzen, wofür ich sehr dankbar war, da ich noch einige Pferde vor mir hatte und meine unversehrten Körperteile noch gut gebrauchen konnte. Als die Stute dann in die Maschine geführt und festgemacht waren, schaltete ich sie langsam ein und ließ sich die Stuten im Schritt aufwärmen, bevor ich das Tempo erhöhte und sie trabten. Ich beobachtete die Pferde und mir fiel vor allem Tu quieras tolle Bewegungsabläufe auf. Sie war wirklich ein prachtvolles Pferdchen.
      Als ich das Gefühl hatte, dass die Stuten nun einen Galopp vertragen konnten, erhöhte ich die Geschwindigkeit abermals und so vielen alle 4 in einen ruhigen Galopp, der wunderbar anzusehen war.
      Nach einer Weile schaltete ich die Geschwindigkeit wieder runter und ließ die Stuten sich 10 Minuten im Schritt trockenlaufen, während ich schon mal Lilium, Desert Angel, Robyn und Salvia Divinorum fertig machte, damit auch sie ihre Bewegung bekommen würden.
      Als die Stuten alle fetig waren holte ich die Pferde aus der Maschine zurück in den Stall und beeilte mich, die nächsten Kandidatinnen nicht allzu lange warten zu lassen.
      Ich wollte die Vier gemeinsam longieren lassen, da ich ihre Geschwindigkeiten aufgrund der Rassen ungefähr gleich einschätzte und als ich sie dann in der Maschine drinnen hatte, erwies sich meine Vermutung als richtig.
      Die Stuten waren schnell aufgewärmt und strebten nach einem schnelleren Tempo, also schaltete ich die Geschwindigkeit hoch in einen flotten Trab und, als das dann meiner Meinung nach genug war, in einen schnellen Galopp. Lilium, Desert Angel, Robyn und Salvia Divinorum hatten eine mordsmäßige Ausdauer, also ließ ich sie etwas länger als die Pferde vorher galoppieren. Lächelnd beobachtete ich die Stütchen und schaltete dann nach und nach das Tempo runter, bis sie sich schließlich in einem gemächlichen Schritt trocken liefen.
      Ich holte die vier Hübschen immer in Pärchen aus der Maschine und band sie in der Stallgasse an, um sie noch zu pflegen. Mehr oder weniger geduldig warteten die Stuten auf ihre Behandlung, die bei Robyn etwas länger dauerte, da die Goldfarbene es geschafft hatte, sich zwei Zecken an den Beinen zu holen.
      Als dann die Pferdchen dann endlich dreck- und zeckenfrei waren, brachte ich sie auf ihren Auslauf und beschloss, Wild Lady Roxanne selber zu bewegen. Brav folgte mir die Hübsche aus der Box und in die Stallgasse, wo ich sie anband und erstmal ihren Putzkasten holte, der etwas versteckt in einer Ecke der kleinen Kammer stand.
      Geduldig ließ sich die Holsteinerstute striegeln und brummelte leise, als ich ihr schwarzes Fell mit der Wurzelbürste bearbeitete. Entspannt ließ sie den Kopf runterhängen und schlug mit dem Schweif vereinzelt nach Fliegen, die, dank des warmen Wetters, auch wieder hervorkamen und Pferd und Reiter piesakten.
      In den Hufen befand sich nur der übliche Stalldreck, Streu und Pferdeäpfel, also waren die auch schnell sauber und ich konnte den Putzkasten zurückstellen und die hübsche Stute satteln. Schnell war alles an seinem Platz und ich band sie ab und führte sie in die Halle, wo sie brav wartete, während ich aufstieg und meinen Helm zurechtrückte.
      Brav trat sie an und reagierte perfekt auf meine Anweisungen, als ich sie in Bahnfiguren lockerte, um dann anzutraben. Die Rappstute trabte brav an, als ich sie dazu aufforderte und ich war begeistert von dem wunderbaren, federleichten Trab, den die Schöne zur Schau stellte. Versammelt tanzte die Stute durch die Halle und zeigte ein verdammt hohes Potential für die Dressur. Roxy ging absolut durchlässig am Zügel und reagierte auf die feinsten Hilfen, was das Reiten auf ihr zu einem absoluten Spaß werden ließ. Kein einziges Mal verweigerte sie Befehle oder zickte, erschrak nicht und versuchte nicht, ihren Willen durchzusetzen.
      Nach einigen Runden Trab trieb ich sie in einen Rechtgalopp und übte dann Galoppwechsel, die auch super funktionierten. Zurück im Trab machte ich einen Handwechsel und übte mit ihr Traversalen, die, bis auf ein paar kleinere Aussetzer, klappten. "Super!" Ich tätschelte Wild Lady Roxanne begeistert den Hals und lies sie dann im Schritt trocken werden.
      Dann brachte ich die hochgewachsene Rappstute zurück in den Stall, wo ich sie anband, absattelte und nochmals mit ein paar Bürsten übers Fell ging, ehe ich das Dressurtalent zur Weide brachte und mir Siamo solo noi, My Nightsky und Tarifa rausholte, die ich, wie auch die anderen Pferde zuvor, aufgrund von Zeitmangel in die Maschine schnallen würde.

      Brav folgten mir die drei Hübschen aus ihren Boxen und warteten geduldig, bis ich sie alle fertig geputzt hatte und sie nacheinander hinter die "Arme" der Konstruktion gebunden hatte. Brav tippelten die drei Mädchen los, als ich die Maschine hochschaltete und sie sich im Schritt so lange aufwärmen lies, bis sie für den Trab bereit waren. Freudig trabten die Stuten an und ich beobachtete die hübsche Scheckin Siamo, die einen wunderbaren Körperbau und klasse Gänge hatte. Die Hufe der drei Stuten flogen schneller über den Boden, als ich die Geschwindigkeit in einen flotten Trab schalteten und schließlich beim Galopp schwebten die Stuten beinahe.
      Ich beobachtete die Pferde ein bisschen und schaltete dann wieder zurück in den Trab, damit sie auslaufen konnten und dann noch eine lange Schrittphase, um ein schönes, rundes Ende zu haben. "Na kommt meine Hübschen!" Ich hakte bei allen dreien die Stricke ein und führte sie gleichzeitig in den Stall, wo ich kurz mit dem Striegel über das Fell der Stuten ging und mit dem Hufkratzer ein paar kleinere Steinchen aus den Hufen rausholte. "So meine Hübschen! Jetzt aber hopp!" Ich band die drei ab und führte sie gleichzeitig auf ihre Weide, wo sie, sofort nachdem ich sie losgelassen hatte, die Nüstern ins Grün der Wiese tauchten und die saftigen Grashalme knabberten.

      Fast fertig! Jetzt fehlte nurnoch Checkmate, mit der ich einen schönen Ausritt machen wollte. Eiligen Schrittes begab ich mich wieder in den Stall und ging zur Box der bildschönen Stute, die mich neugierig über ihre Boxentür hinweg anguckte und vorfreudig schnaubte. Ich nahm mir das Halfter vom Haken an der Tür und öffnete die Box, um die Fuchsstute mit dem wunderbaren Kopf aufzuhalftern und herauszuführen. Aufgeregt folgte sie mir und ich merkte schon jetzt, dass sie einen unglaublichen Vorwärtsdrang hatte. Sie stand zwar auf einer Stelle nachdem ich sie angebunden hatte, schlug aber schon mit dem Schweif und warf den Kopf hin und her. "Ganz ruhig, Süße! Du kommt ja noch raus!" murmelte ich, bevor ich ihren Putzkasten holte, ihn hinstellte und mir erstmal einen Plastikstriegel heraus nahm und den etwas gröberen Dreck aus Checkmates Fell entfernte. Die Stute wurde etwas ruhiger und schnaubte genüsslich, als ich die Wurzelbürste holte und dann damit über ihren seidig glänzenden Leib strich. "Na Süße? Das gefällt dir, oder?" Ich lächelte sanft und strich mit die Bürste sanft über den Hals, immer der Haarwuchsrichtung folgend. Die zuerst so hibbelige Achal Tekkinerstute wurde zusehends ruhiger und lies sich auch brav die Hufe auskratzen. Einen nach dem anderen bearbeitete ich, bis sie sauber waren und holte mir dann einen Mähnenkamm, mit dem ich ihr seidiges Langhaar etwas entwirrte, da sie an ein paar Stellen kleinere Zottel hatte. Als die Stute dann sauber war brachte ich die Putzbox weg und holte stattdessen den Sattel und die Trense der fuchsfarbenen Schönheit. Als diese ihr Zubehör erblickte begann sie wieder, freudig zu tänzeln und scharrte ungeduldig. Ich verdrehte die Augen und hang die Trense erstmal an einen Anbindehaken, um beide Hände für den Sattel frei zu haben, den ich ihr sanft auf den Rücken legte und unter ihrem Bauch hindurch den Gurt angelte. Geschickt verschnallte ich die Riemen miteinander und strich der Stute das Halfter auf den Hals, um die Trense anlegen zu können. Etwas ungeduldig stapfte sie auf, was ihr aber einen Klaps gegen das Vorderbein einbrachte. "Lass es!"
      Als die Trense endlich saß und ich meinen Reithelm aufhatte, nahm ich das Halfter vom Hals, ordnete die Zügel und stieg auf, wobei ich geschmeidig einsaß und der Füchsin den Hals klopfte. Die Steigbügel passten perfekt, also konnte ich losreiten.
      Ich ritt vom Hof und bog auf einen kleinen Waldweg ein, auf dem ich erstmal blieb. Nach einer Weile gurtete ich noch mal nach und trottete dann weiter, bis ich auf eine perfekte Galoppstrecke kam. Der Weg wandte sich zwischen zwei Hügeln entlang und war circa 400 Meter lang. Perfekt für uns.
      Auf das kleinste Zeichen hin galoppierte Checkmate kraftvoll an und ich stellte mich in die Bügel, um der Stute den Rücken frei zu geben. Die Galoppade der Stute war gestreckt und schnell, wie man es eben von einem Rennpferd erwarten würde. Immer schneller flogen wir beide über den Weg, bis er leider Gottes zu Ende war und ich die Fuchsfarbene durchparieren musste. Etwas unwillig schüttelte sie den Kopf, fiel jedoch wieder in einen langsamen Schritt. Begeistert kraulte ich den Mähnenkamm der Stute, die sich neugierig umschaute. Ihre Ohren spielten aufmerksam, als ich sie in einen kleinen Wald lenkte, durch den sich ein malerischer Reitweg schlängelte.
      "Wunderschön Check, oder?" sprach ich leise mit der Stute, die ein Ohr in die Richtung meiner Stimme drehte. Durch das Blätterdach fielen nun schon die gedämpften Strahlen der Abendsonne und ich bog auf einen kleinen Weg ein, der wieder in Richtung von Hedones Hof führte. Der rot-orangene Sonnenuntergang zeichnete sich hinter den Stallgebäuden ab und ich beeilte mich, Checkmate abzusatteln und ihre Hufe auszukratzen, ehe ich sie in ihre Box stellte und in den Stallungen die Futterkrippen auffüllte, ehe ich nach und nach alle Pferde wieder zurück in ihre geräumigen Boxen brachte.

      Ich kehrte die Stallgasse nochmals und verabschiedete mich dann von den Pferden, um auf meinem stolzen Drahtesel wieder nach Hause zu fahren.


      - 18.371 Zeichen [ohne Überschrift] by parahedi
    • Jumpinghigh
      Sammelpflegi - Stall von Hedone

      Heute fuhr ich mit meinem Auto auf den Hof von Hedone um dort all ihre Pferde zu pflegen. Ich freute mich schon wahnsinnig darauf sie und ihre Pferde kennen zu lernen.
      Als ich auf ihrem Hof angekommen war, parkte ich mein Auto, stieg aus und ging in Richtung Stall. Dort wartete sie schon auf mich und winkte. Wir begrüßten uns und sie zeigte mir wo jedes Pferd und deren Ausrüstung stand. Es war ein riesiger Stall, der hell und einladend war.
      Sie ließ mich alleine und ich fing mit dem ersten Pferd an.
      Es war Robyn, eine 5 jährige Palomino Stute mit einem beeindruckenden Auftreten. Ich band sie vor ihrer Box fest und fing erst einmal an ihr Fell zu putzen. Da Frühling war verlor sie massig viel Haare das man befürchten könnte, die hätte gleich gar kein Fell mehr.
      Ich holte Longiergurt, Kappzaum und Longe und machte die Stute fertig für die Arbeit. Ich zog meine Handschuhe an, nahm eine Longiergerte und schnallte die Longe in den Kappzaum. Robyn folgte mit willig zum Lonigerplatz. Dort ließ ich sie erst einmal einige Runden im Schritt auf beiden Händen laufen um sie warm zu machen. Darauf gab ich ihr ein Zeichen zum antraben. Dem folgte sie ebenfalls gehorsam und zeigte mir einen wunderschönen ausgedehnten fleißigen Trab. Nach einer Weile wechselte ich die Hand und ließ sie erneut Traben. Um das Ganze ein wenig spannender zu gestalten, legte ich einige Stangen auf den Boden. Robyn ließ sich aber nicht beirren und trabte in einem lockeren Trab über die Stangen. Ich räumte die Stangen wieder weg und ließ die schicke Stute sich im Galopp auf beiden Händen auspowern. Nach einer guten dreiviertel Stunde beendete ich das Longieren, warf Robyn eine Abschwitzdecke über und ließ sie trocken gehen. Danach gingen wir zum Stall zurück, ich sattelte sie ab und kratzte ihr noch kurz die Hufe aus. Danach brachte ich sie mit ihrer Abschwitzdecke aufs Paddock wo sie genüsslich am Gras knabberte. Ich hatte von Hedone einen Zettel erhalten auf dem stand, wer mit wem auf einem Paddock stehen konnte.
      Ich ging zurück in den Stall und widmete mich nun dem nächsten Pferd. Sie hieß Desert Angel und war ebenfalls eine schicke Palomino Stute. Ich holte sie mit dem Halfter was an der Boxentür hing, heraus und band sie vor ihrer Box an. Ich befreite sie von dem harten Dreck, den sie sich wahrscheinlich beim Wälzen im Schlamm geholt hatte. Sie warf ab und zu den Kopf hoch, aber insgesamt benahm sie sich sehr ordentlich. Nachdem ich ihr noch die Hufe ausgekratzt hatte holte ich ihre Ausrüstung. Ich würde mit ihr einige Dressuraufgaben reiten. Ich sattelte und trenste sie auf, setzte meinen mitgebrachten Helm auf und zog meine Handschuhe an. Ich nahm noch eine lange Dressurgerte und stieg dann auf. Wir ritten zum Dressurplatz und nach ein paar Runden am langen Zügel zum warmreiten im Schritt nahm ich die Zügel auf und ließ die Stute traben. Wir ritten einige Bahnfiguren und ich merkte, wie sich die Stute lockerte und auf dem Gebiss herumkaute. Am Ende galoppierten wir zwei Runden auf jeder Hand, da sie geschwitzt hatte, ritt ich sie noch trocken. Darauf ritten dann zurück zum Stall. Dort angekommen sattelte und trenste ich die Stute ab und warf ihr die Abschwitzdecke über. Ich brachte sie auf das Paddock auf dem auch schon Robyn stand und schloss das Tor um mich dem nächsten Pferd zuzuwenden.
      Das Pferd was mir entgegenguckte war ein 6 jähriger Pinto Hengst namens Taktlos. Ich holte ihn aus seiner Box, band ihn an der Box fest und putzte ihn ausgiebig. Auch er haarte wie verrückt und ich sah nach kurzer Zeit selber aus wie ein Pferd.
      Ich sattelte ihn und legte ihm seine gebisslose Zäumung an. Mit ihm wollte ich heute ein wenig springen. Ich hatte auf dem Weg zum Dressurplatz einen schicken Springplatz gesehen, der anscheinend ebenfalls zum Hof gehörte. Nachdem Taktlos fertig gesattelt war, ritten wir zu dem besagten Springplatz. Es war ein niedriger Parcours von E-Höhe aufgebaut, den ich gleich springen würde.
      Zuerst aber ließ ich den Hengst im Schritt warmlaufen. Nach ein paar Runden auf jeder Hand ließ ich ihn antraben und ritt ein paar Runden im Trab um ein Gefühl für den Hengst zu bekommen. Dann steuerte ich ihn auf den ersten kleinen Steilsprung zu und sprang mit ihm darüber. Er hatte viel Schwung, der einen aber nicht direkt aus dem Sattel warf. Auch der nächsten Sprung, ein kleiner bunter Oxer, sprang er mit Bravur. Ich beschloss, mit ihm den gesamten Parcours zu springen. Gesagt, getan. Wir sprangen zusammen den gesamten Parcours und auch den ein oder anderen schwierigeren Part löste Taktlos prima. Ich lobte ihn ausführlich und wir ritten noch eine kleine Kombination zum Abschluss. Er schwitzte, sodass ich ihn im Schritt trocken ritt.
      Wir ritten zurück zum Stall, wo ich ihn absattelte und abtrenste. Ich warf ihm eine Abschwitzdecke über und brachte ihn auf einen Paddock, der extra für die Hengste des Hofes war und wo sie die Stuten nicht sahen.
      Zurück im Stall kümmerte ich mich um ein zweijähriges Pferd. Keystone’s Cordamour hieß der kleine Hengst der eine außergewöhnliche Fellfarbe hatte.
      Ich holte ihn aus der Box und putzte ihn. Zum Glück haarte er nicht so viel wie die anderen. Die Stallgasse sah aus als hätte eine Katze den Pferden Massen an Fell rausgezupft. Ich würde sie gleich direkt mal fegen müssen. Nachdem Keystone sauber war, beschloss ich ein wenig Bodenarbeit mit ihm zu machen. Wir gingen in die Halle und ich ließ ihn erst einmal einige Runden rennen. Während er sich austobte legte ich Reifen, eine Plane und Flatterband in die Halle. Neugierig schnupperte er an all den Sachen. Ich schnallte das Bodenarbeitsseil an und führte ihn an den Reifen vorbei. Er schaute zwar interessiert, doch Angst schien er nicht zu haben. Auch vor den Reifen stehend zeigte er zwar Interesse aber keine Scheu oder gar Angst. Ich lobte ihn mit sanften Worten, Streicheleinheiten und Leckerlis. Die Plane hingegen war ihm nicht ganz geheuer. Er wich der Plane aus und ich führte ihn mit sanften Worten in Kreisen an der Plane vorbei bis er merkte, dass diese ihn nicht fressen würde. Nach einigen weiteren Versuchen traute er sich sogar einige Schritte über die Plane, welche mit Leckerlis und Streicheleinheiten meiner Seite belohnt wurden. Ich zeigte ihm noch das Flatterband, welches er aber weit gehend ignorierte. Darauf räumte ich alle Sachen wieder weg und führte den Hengst zurück zum Stall und brachte ihn auf ein Paddock.
      Ich ging nun zum nächsten Pferd, ein schicker Trakehner Hengst namens He’s a pirate. Er schaute schon ungeduldig über die Boxentür und konnte es anscheinend gar nicht erwarten geritten zu werden. Ich holte ihn heraus und putzte ihn. Mir kam die Idee mit ihm und einem weiteren Pferd auszureiten bzw. auf der Galoppbahn die um den Hof führte einige Runden zu drehen. Ich entschied mich für die Friesenstute Crying Dream, da sie ebenfalls ein schnelleres Pferd war. Ich holte sie aus der Box und putzte sie, wobei Massen von schwarzen Haaren auf dem Boden landeten. Ich sattelte He’s a pirate und legte Crying ein Kappzaum an und befestigte ein langes Bodenarbeitsseil daran. Die beiden verstanden sich gut und ich stieg auf. Beide gingen fleißig voran. Auf der Galoppbahn angekommen trabte ich zuerst eine Runde im Trab um die beiden warum zu reiten. Auch wenn Crying ein Friese war, hatte sie einen ordentlichen Trab und konnte mit Pirate mithalten. Beide waren nun gelockert und ich gurtete bei Pirate nach. Ich ließ das Bodenarbeitsseil länger und lockerer um Crying Spielraum nach hinten zu lassen, da ich nicht dachte das sie Pirate überholen könnte. Ich trabte an und galoppierte nach kurzer Zeit an. Ich konnte Pirate gut mit einer Hand halten und mit der anderen Hand Crying halten. Ich ließ Pirate’s Zügel etwas lockerer worauf er auch langsamer galoppierte. So ritten wir einige Runden auf jeder Hand mit Trabpausen zwischendurch. Nach einer halben Stunde kauten beide fleißig auf dem Gebiss und schwitzten ordentlich. Ich beschloss das Training zu beenden und beide zum Stall zurück zu bringen. Ich sattelte Pirate ab und nahm Crying den Kappzaum ab. Ich kratzte noch alle Hufe aus und brachte sie darauf hin auf zwei unterschiedliche Paddocks.
      Bevor ich zum nächsten Pferd ging, fegte ich die Stallgasse. Ich fegte die Haare in eine Ecke und machte sie noch nicht weg, da wahrscheinlich einige Haare dazu kommen würden.
      Raffinesse, eine dreijährige Araber Stute war die nächste auf meiner Liste. Ich holte sie heraus und band sie vor ihrer Box fest. Ich putzte sie ausgiebig und beschloss mit ihr und einem weiteren Jungpferd ein wenig spazieren zu gehen. Ich nahm Believe in Dreams. Während Raffinesse geduldig wartete, holte ich Believe aus der Box und putzte den kleinen süßen Hengst. Auch ihm legte ich eine gebisslose Zäumung an und ging mit beiden Pferden eine große Runde spazieren. Zwischendurch joggte ich mit Raffinesse an der linken Hand und Believe an der Rechten ein großes Stück und testete meine Kondition, die nicht mehr die beste war. Wieder am Hof angekommen, kratzte ich die Hufe der beiden aus und brachte sie ebenfalls auf‘s Paddock.
      Um Racoon kümmerte ich mich danach. Es war ein 4 jähriger süßer Hengst mit süßen kleinen Knopfaugen in die ich mich sofort verliebte. Er war zum Anbeißen. Ich beschloss ihn ein wenig zu longieren. Zuerst aber putzte ich ihn ausführlich und legte ihm danach den Longiergurt und den Kappzaum an. Ich schnappte mir noch einen Ausbinder den ich am Longiergurt befestigte und schnallte noch schnell die Longe ein bevor ich mit Longiergerte in der einen Hand und Racoon in der anderen Hand zum Longierplatz lief. Dort ließ ich ihn einige Runden auf jeder Hand im Schritt warm laufen, darauf antraben. Er war noch jung und hatte somit noch nicht sein richtiges Gleichgewicht gefunden. Deshalb ließ ich ihn nur eine Runde auf jeder Hand galoppieren. Er schwitzte ein wenig nach dem Training, doch nach dem Trockenführen hatte sein Fell wieder den Glanz von vorher. Ich sattelte ihm am Stall ab und brachte ihn zu den Hengsten auf die Paddocks.
      Da der gemeinsame "Ausritt" mit Pirate und Crying so gut geklappt hat, beschloss ich mit Elvico und My Nightsky das gleiche zu tun. Ich holte zuerst Elvico raus und putzte ihn, sodass nur so die Haare zu Boden segelten. Ich beschloss Elvico als Reitpferd zu nehmen und Nightsky als Handpferd daneben laufen zu lassen. Nachdem ich Elvico geputzt hatte, holte ich Nightsky aus der Box und putzte sie auch gründlich. Bevor ich Elvico sattelte, fegte ich noch die Haare zusammen. Nachdem ich Elvico gesattelt und Nightsky getrenst hatte ritten wir in einen benachbarten Wald. Dort ließ ich Elvico antraben um ein Gefühl zu bekommen ob ich ihn mit einer Hand reiten konnte. Und das war auch der Fall. Er war so gehorsam das ich auch freihändig hätte reiten können. Nightsky wollte zwar ab und zu überholen, doch ich konnte sie sehr gut zurück halten. Auf einer runden Strecke ließ ich Elvico angaloppieren und ließ ihn einfach laufen. Ich vertraute ihm auch wenn ich den Hengst nicht so gut kannte. Nightsky galoppierte gehorsam knapp hinter Elvico her. Nach einer guten Stunde kamen wir drei erschöpft auf dem Hof an. Ich ritt noch eine Runde am langen Zügel um den Hof und sattelte dann beide Pferde ab um sie auf die Paddocks zu stellen.
      Um Spotted Black kümmerte ich mich als nächstes. Es war ein wunderschöner Hengst, der eine unglaubliche Ausstrahlung hatte. Ich war hin und weg. Ich holte ihn aus der Box und putzte ihn. Er haarte am meisten und schon nach kurzer Zeit war der ganze Boden voller Haare. Ich klopfte ihm ein wenig Staub aus der Kruppe bevor ich seine Ausrüstung holte und ihn sattelte. Ich würde nun ein wenig Dressur mit ihm reiten. Ich setzte meinen Helm auf und stieg auf. Da die Bügel ein wenig zu kurz waren, stellte ich diese 2 Löcher auf jeder Seite länger und ritt dann zum Dressurplatz. Da es aber anfing zu regnen, wechselten wir in die Halle. Es war schön die Halle für sich ganz alleine zu haben.
      Ich ritt ihn auf jeder Hand im Schritt warm und ließ ihn dann antraben am langen Zügel. Er schnaubte ab und ich nahm die Zügel langsam Stück für Stück auf. Ich merkte schon recht schnell, dass Spotted auf dem Gebiss herumkaute und in Anlehnung lief. Er trat sehr gut unter und sein Trab bekam immer mehr Schwung. Nach mehreren Bahnfiguren wie Zirkel und Schlangenlinien ging er wirklich perfekt. Wir übten noch einige Dressurlektionen bevor ich ihn auf jeder Hand je zwei Runden galoppieren ließ. Er schwitzte und ich ritt ihn trocken. Am Stall wieder angekommen sattelte ich ihn ab, warf ich eine Abschwitzdecke über und brachte ihn auf einen Paddock.
      Wild Lady Roxanne war die nächste Stute um die ich mich kümmerte. Sie war eine schicke Holsteiner Stute. Da sie eine Zuchtstute war, beschloss ich sie nur ein wenig zu longieren. Ich holte sie aus der Box, putzte sie und machte sie fertig zum longieren. Ich packte den Longiergurt drauf und legte ihr ein Kappzaum an, indem ich die Longe einhakte. Außerdem nahm ich einen Ausbinder mit und schnappte mir die Longiergerte.
      Wir gingen zum Longier Zirkel und ich ließ sie im Schritt warmlaufen. Sie ging fleißig voran, drückte aber immer wieder den Rücken weg. Ich ließ sie antraben und siehe da der Kopf ging nach unten und der Rücken wurde nicht mehr weggedrückt. Außerdem trat sie gut unter. Sie schnaubte ab und zu ab und hatte ein gutes Tempo drauf. Ich wechselte oft die Hand und wollte sie nicht überstrapazieren. Nach einer halben Stunde war sie verschwitzt sodass ich sie noch trocken führte ehe wir zum Stall zurückgingen und ich ihr eine Abschwitzdecke überwarf und sie zum Paddock brachte.
      Die nächsten beiden Stuten mit denen ich erneut eine Runde auf der Galopprennbahn drehen wollte waren Siamo solo noi und Checkmate. Ich holte zuerst Siamo raus und putzte ihr außergewöhnliches Fell. Es glänzte richtig, auch wenn sie total staubig war. Danach putzte ich Checkmate. Da ich von den Steckbriefen, die an den jeweiligen Boxen hangen, erfuhr das Siamo die eher ruhigere Stute war, beschloss ich Checkmate zu satteln und Siamo als Handpferd zu nehmen. Nachdem Checkmate fertig gesattelt war, trenste ich Siamo auf und befestigte ein Bodenarbeitsseil mit einer Longierbrille an der Trense. Ich stieg auf Checkmate und nahm Siamo an die Hand. Wir ritten zur Galoppbahn und ich ließ Siamo lockerer um ihr Platz nach hinten zu lassen. Ich trabte mit Checkmate an und merkte das Checkmate rennen wollte, aber trotzdem haltbar war. Nach zwei Runden ließ ich Checkmate angaloppieren und Siamo folgte willig. Beide Stuten waren nicht die langsamsten, auch wenn Siamo eher ein Dressurpferd war.
      Nach einer dreiviertel Stunde waren beide nassgeschwitzt und ich brachte sie zurück in den Stall. Nach dem Absatteln und Hufe auskratzen brachte ich beide auf die Paddocks um mich um das nächste Pferd zu kümmern. Es war Lilium, eine süße Araber Stute. Ich beschloss mit ihr den kleinen E Parcours zu springen und sattelte sie dementsprechend. Ich legte ihr noch Gamaschen an und setzte meinen Helm auf bevor ich aufsaß. Sie tänzelte als ich oben war, wurde aber sofort wieder ruhig. Ich verzichtete auf eine Springgerte und trieb sie in Richtung Springplatz. Dort angekommen ritten wir einige Runden im Schritt, danach im Trab. Als sie warmgeritten war, sprangen wir einige Sprünge, damit ich schauen konnte ob alles in Ordnung war. Wir sprangen noch einige Male den Parcours in verschiedenen Ausführungen ehe wir wieder zum Stall zurück ritten, ich sie absattelte und aufs Paddock brachte.
      Als ich Salvia Divinorum sah, wusste ich das ich erneut eine Runde auf der Galopprennbahn verbringen würde. Sie war ein Rennpferd der Extra Klasse und hatte schon den einen oder anderen Sieg verbucht. Ich suchte noch ein passendes Pferd, welches ich als Handpferd mitnehmen konnte und wählte CH’s Unglück aus. Sie war ebenfalls ein Rennpferd. Ich holte beide raus und putzte sie nach einander. Erst Salvia und dann Unglück. Ich sattelte Salvia und trenste Unglück auf. Es waren beide zwei sehr sportliche Pferde. Wir ritten zur Galoppbahn und ich merkte wie Salvia sich anspannte. Sie wollte rennen und sie würde rennen. Das wusste ich jetzt schon. Ich trabte mit beiden Pferden an und lockerte erst einmal Salvia. Nach zwei Runden fing sie schon an zu schwitzen. Ich ließ sie am lockeren Zügel angaloppieren und nahm die Zügel auch nicht auf, den stramme Zügel sahen Rennpferde immer als Treiben an. Sie galoppierte in einem schönen Galopp bei dem Uglück mithalten konnte. Sie wollte ab und zu überholen doch Salvia ließ es nicht zu und wurde darauf immer ein wenig schneller. Nach einer halben Stunde beendete ich das Training, ritt die beiden trocken und brachte sie nachdem ich sie abgesattelt hatte auf die Paddocks.
      Nun widmete ich mich Kinderlachen, ein Hengst mit dem nicht zu spaßen war. Ich beschloss ihn zu longieren. Daraufhin holte ich ihn aus seiner Box, putzte ihn ausgiebig und sattelte ihn zum longieren. Wir gingen zum Longier Zirkel wo ich ihn lange Zeit im Schritt laufen ließ. Er schien angespannt und wurde mit jeder Runde lockerer. Als er dann ordentlich locker war durfte er antraben und seinen tollen Trab zeigen. Auf jeder Hand ließ ich ihn lange laufen, da er wieder im Trab angespannt wurde. Auch hier entspannte er sich nach einiger Zeit. Ich legte als Abwechslung einige Stangen auf den Boden über die er interessiert drüber "hüpfte" anstatt drüber zu traben. Ich lachte und ließ ihn angaloppieren. Die Stangen hatte ich so hingelegt, dass er auch drüber galoppieren konnte. Zum Schluss führte ich ihn ein wenig trocken und wir ginge zum Stall zurück wo ich ihn absattelte und auf einen Paddock brachte.
      Das nächste Pferd um das ich mich kümmern würde, hieß Colonel’s Struggeling Maid und war ein Westernpferd. Ich freute mich, endlich wieder mal ein Westernpferd reiten zu können. Ich holte die Stute heraus und putzte sie. Danach sattelte ich sie und stieg in den Westernsattel. Ich beschloss in der Halle einige Westernübungen die ich noch konnte zu üben. Zuerst aber ritt ich sie warm und trabte und galoppierte auf jeder Hand einige Runden. Es war ungewohnt ohne spürbare Anlehnung zu reiten, aber ich gewöhnte mich schnell daran. Zuerst übte ich ein paar Sliding Stops und danach ein paar Spins und zu guter Letzt meine Lieblingsübung: den Roll Back. Maid konnte all diese Übungen aus dem ff und machte eine wirklich gute Figur. Wir ritten zurück zum Stall wo ich Maid absattelte und auf den Paddock brachte.
      Ich ging weiter zu einem Friesen Hengst namens Satan, der göttliche Toaster. Ich wunderte mich über so einen ausgefallenen Namen und holte ihn aus der Box um ihn zu putzen. Da sah ich seinen Nachbar: einen 11 jährigen Vollblut Hengst namens Ride the lightning. Ich holte auch ihn heraus und putzte ihn. Da sich die beiden gut verstanden, sattelte ich Ride und legte Satan seine Trense an. Daraufhin ritt ich auf Ride und mit Satan als Handpferd zur Galoppbahn und drehte dort erneut meine Runden. Nach einer Stunde waren beide nass geschwitzt und nachdem ich sie trocken geritten hatte brachte ich sie zurück in den Stall wo ich sie absattelte und dann mit Abschwitzdecken auf Paddocks brachte.
      Das letzte Pferd um das ich mich heute kümmern würde war Picara, eine kleine süße junge Stute. Da sie aber noch sehr jung war konnte ich sie nicht longieren oder reiten, so beschloss ich die Stute zwar heraus zu holen aber nur zu putzen und ein bissche herum zu führen. Gesagt Getan. Nachdem sie sauber war, schnappte ich mir ihren Strick und führte sie einem um den Hof. Danach stellte ich sie wieder zurück in die Box.
      Bevor ich ging, mistete ich noch alle dreckigen Boxen aus und fegte alle Haare aus der Stallgasse. Als ich damit fertig war, ging ich in die Sattelkammer und hing alle restlichen Trensen und Sättel die noch an den Boxen hingen an ihren jeweiligen Platz.
      Außerdem holte ich alle Pferde wieder von den Paddocks und stellte sie in ihre Boxen. Zu guter Letzt bekam jedes Pferd seine tägliche Futterration bevor ich das Licht ausknipste und nach Hause fuhr.
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    • Eddi
      Pflegebericht für alle Pferde
      Verschlafen drehte ich mich um und schaute auf meinen Wecker. „Verflucht!“ stöhnte ich und sprang sofort auf, um direkt ins Bad zu laufen und mich fertig zu machen. Ich hatte zu Hedi gesagt, dass ich Punkt Neun auf ihrem Hof stehen würde, und jetzt war es schon 8.40Uhr! Ich packte mir meinen Cappuccino und ein Käsebrötchen ein und fuhr direkt los, um noch einigermaßen pünktlich zu kommen. Dank einiger roter Ampeln und einem kleinen Stau, ausgelöst durch einen Fahrradfahrer, kam ich dann eine Viertelstunde später bei Hedi an. Diese begrüßte mich dennoch fröhlich und sagte, dass sie die Pferde bereits gefüttert habe, so dass wir sie nun auf die Weide bringen konnten. Das war mit allen Pferden auch schnell erledigt und die Stallarbeit wartete schon. Dank dem langen Weideaufenthalt waren die Boxen jedoch recht sauber und so waren wir schnell fertig. Nachdem der Stall wieder picobello war, machten wir erst einmal eine Frühstückspause und ich genoss mein Brötchen und den Cappuccino. Dann machten wir uns daran, schon vor dem Mittag einige Pferde zu bewegen und entschlossen uns, erst einmal die Fohlen zu bespaßen. Ich schnappte mir Raffinesse und Hedi holte sich ihre Picara von der Weide. Gemeinsam putzten wir beide Fohlen gründlich frischten das Fohlen-ABC auf, welches die Stuten gerne einmal vergaßen. Als wir fertig waren, gingen wir gemeinsam in die Halle, um beide zu longieren. Raffinesse war ein Traum von Fohlen, sie arbeitete einfach immer super mit und lernte so dermaßen schnell! Deshalb gab ich ihr schon nach 20 Minuten frei und wartete noch auf Hedi, welche mit Picara noch ein wenig Stangenarbeit machte. Nach zehn Minuten war sie auch fertig und wir ließen die Fohlen ein wenig in der Halle umhersausen, ehe wir sie wieder auf ihre Weide brachten. Die nächsten auf unserer imaginären Liste waren Believe in Dreams und Racoon. Hedi überließ mir den zweiten Hengst, da er damals mal in meinem Besitz gewesen war. Es war schön zu sehen, wie super sich Racoon entwickelt hatte. Fratzi, seine Züchterin, wäre stolz auf ihn gewesen. Auch die beiden wurden gründlich geputzt. Dream, der Mixhengst, war jetzt schon ein Hüne, aber dennoch ein Traum. Er kam mir sofort bekannt vor und als Hedi seine Zucht erwähnte, konnte ich ihn auch direkt einordnen. Seine Abstammung war auch nicht so verkehrt. Wir gingen mit beiden Fohlen eine Runde im Wald spazieren und genossen dort den kühlen Schatten. Zwar sollten heute nur 25°C werden, aber da es die letzte Woche durchgängig geregnet hatte, war dieser Sonnenschein direkt wieder zu warm. Als die aufgeweckten Kerle wieder fröhlich über ihrer Weide tobten, waren die letzten an der Reihe. Es handelte sich um Heroin Junkie und Cordamour. Ersteren kannte ich bereits von Chequi, bei welcher er große Erfolge abgesahnt hatte und sich als Junghengst sehen lassen konnte. Cordamour stammte aus der gleichen Zucht wie Dream und beide vereinten das perfekte Freizeitpferd in sich. Die beiden Warmblüter wollten wir longieren und arbeiten, damit sie allmählich auf die spätere Arbeit vorbereitet worden. Allerdings übertrieben wir es nicht und machten nach 20 Minuten Schluss, um noch eine kleine Runde um den Hof zu drehen, ehe die Hengste wieder ihre Freiheit genießen konnten. „Lust auf einen Ausritt?“ lächelte mich Hedi an und ich stimmte sofort zu. Sie gab mir ihren Trakehnerwallach He's a Pirate, während sie sich Hedi ihren geliebten Satan von der Weide holte. Der Friesenhengst war auch eine Persönlichkeit für sich und es brauchte viel Dominanz von Seiten des Menschen, um mit ihm klar zu kommen. Um so sympathischer war mir der ruhige Pirate, welcher sich ohne Probleme fertig machen ließ und auch unter dem Sattel das absolute Verlasspferd war. Dennoch ließ er sich bei unseren Wettrennen nicht den Hahn abdrehen, sondern hielt äußerst überzeugend mit Satan mit, so dass Hedi und der Rappe zu tun hatten, doch noch ihren Sieg einzuholen. Es war schön, unbeschwert über Wiesen zu galoppieren und einfach mal allen Problemen zu entfliehen. Als wir wieder auf dem Hof waren, kühlten wir den beiden Pferden die Beine ab und brachten sie dann auf die Weide. Dann erzählte mir Hedi, dass heute eine Springstunde anstand und da ihre sonstige Mitreiterin erkrankt war, konnte sie noch ein Pferd von sich mitnehmen und mich natürlich. Also machten wir Elvico und Desert Angel abfahrtbereit und machten uns auf den Weg zum Trainingsplatz. Schnell waren die Pferde fertig und wir drehten im Schritt unsere Runden zum Erwärmen. Dann begannen wir mit einfacher Stangenarbeit und ich konnte mich mit Angel bekannt machen. Das Springen verlief gar nicht so schlecht. Elvico und Hedi waren ein eingespieltes Team und es machte Spaß, ihnen zuzusehen, wie sie immer höhere Hindernisse überwanden. Ich ritt heute ein wenig verhalten, da Angel heute anscheinend nicht so begeistert von Arbeit war, aber dennoch mitmachte. Wenigstens rissen wir nie, auch wenn wir oft unpassend auf den Sprung kamen, konnte Angel es immer ausgleichen. Nach einer Stunde ritten wir die Pferde ab und fuhren wieder nach Hause, denn dort wartete noch genügend Arbeit auf uns. „Ich glaube jetzt müssen wir uns ranhalten.“ lachte Hedi und warf mir das Halfter von Clover, ihrem Barockpinto, zu. Ich holte ihn von der Weide und am Putzplatz traf ich Hedi mit Spotted Black wieder. Wir machten schnell die Pferde fertig und gingen dann in die Halle, Dressurarbeit stand an. Beide Hengste arbeiteten traumhaft mit, so dass wir uns entspannen konnten und nach einer Stunde beide Pferde erfolgreich gearbeitet waren. Nachdem auch sie auf der Weide standen, mussten wir uns mit der Arbeit ein wenig kürzer fassen. Weshalb wir Crying Dream und Nightsky nur longierten, was den beiden Stuten aber auch nicht schadete. Ich kümmerte mich um die Friesenstute, welche heute ein wenig unmotiviert war, weshalb die Bodenarbeit nicht schlecht war und wir gut durch ihre Unlust durchkamen. Fünf Pferde standen noch an und wir hatten es schon 17 Uhr. Wir schnappten uns Lightning und ließen den Hengst seine überflüssige Energie beim Freispringen abbauen. Zwar war Lightning nicht gerade das Springpferd, Spaß machte es ihm dennoch und uns machte es ebenso Spaß ihm zuzusehen. Danach ließen wir noch Lilium und Salvia freispringen, wenn die Gassen schon einmal aufgebaut waren. Auch die beiden Vollblutstuten hatten Spaß daran mit aufgestellten Schweifen und geblähten Nüstern eine Show abzuziehen und waren danach auslastend bewegt. Um den Tag nun noch entspannter auslaufen zu lassen, schnappten wir uns Robyn und Checkmate und machten uns noch ein letztes Mal ins Gelände. Die beiden Stuten genossen den eher ruhigen Ausritt, während Hedi und ich quatschten. Wir verdrödelten uns auch ziemlich, so dass wir erst bei Abenddämmerung wieder am Stall waren und uns beeilen mussten, alle Pferde noch vor der Dunkelheit in den Stall zu bringen. Gerade die Fohlen machten schon Theater, weil es dunkel wurde. Der Rest wollte einfach nur sein Abendmüsli haben, welches Hedi dann auch verteilte, während ich überall noch das Heu für die Nacht hineinwarf.
    • Eddi
      Pflegebericht für alle Pferde
      Ich gähnte müde, als ich mich auf den Weg zu Hedone machte. Zu meiner Enttäuschung war heute Mistwetter und das dämpfte meine Lust sehr. Unmut machte sich breit, als es auf dem Hof mit Regnen anfing und schon hatte ich keine Motivation mehr heute etwas großartiges zu machen. Die Grundversorgung würde den Vierbeinern wohl reichen müssen. Im Stall wurde ich fröhlich wiehernd empfangen, was meine Laune wieder hob. Flott fütterte ich durch die Reihen, damit jeder sein Frühstück abbekam. Besonders die Fohlen Cordamour und Believe in Dreams machten ein tüchtiges Theater, um endlich ihr Futter zu bekommen. Dafür brauchten sie mit dem Fressen am längsten, so dass ich erst einmal Raffinesse und Picara auf ihre Weide brachte. Trotz des Regens konnte die Pferde ruhig raus, schließlich waren sie nicht aus Zucker. Auch Racoon und Heroin Junkie verließen den Stall und durften auf ihre Koppel. Die Fohlen hatten heute schlichtweg frei und ich konnte die Großen ein wenig beschäftigen. Doch erst einmal ging es für die alle auch auf die Weide, damit ich die Boxen ausmisten konnte. Nachdem die Stallarbeit geschafft war, holte ich mir Robyn und Desert Angel. Beide putzte ich gründlich und zweitere sattelte ich dann zum Ausritt auf. Robyn kam als Handpferd mit und so machten wir uns auf den Weg. Leider konnten wir größtenteils nur im Schritt und Trab reiten, denn der Waldweg war so stark aufgeweicht, dass wir im Galopp gnadenlos hingeflogen wären. Also fiel der Ausritt etwas kürzer als gedacht aus, aber die beiden Stuten waren bewegt. Als nächstes war He's a Pirate an der Reihe und auch ihn putzte ich gründlich. Der Süße war ein erfolgreicher Wallach und ich überlegte ernsthaft, mit ihm an Wallachschauen teilzunehmen. Schaden würde ihn das auf alle Fälle nicht und damit er fit blieb, longierte ich ihn heute ein wenig und gymnastizierte ihn mit Stangenarbeit. Danach durfte er wieder auf die Weide und ich suchte mir meinen nächsten Kandidaten. Crying Dream und Toster hatten heute frei, denn ich war generell kein Fan von Friesen und bei so einem Wetter musste ich mir das nicht noch antun. Stattdessen schnappte ich mir Elvico, sattelte ihn und sprang mit ihm nach einer ausführlichen Aufwärmung ein wenig in der Halle. Er war sehr motiviert dabei und ich hatte zu tun, dass er nicht eiskalt durch die Hindernisse preschte. Heute waren aber auch alle aufgedreht! Dementsprechend ließ ich auch die ehrgeizige Checkmate lieber da wo sie war. Stattdessen longierte ich nacheinander noch Lilium und Salvia, ehe ich noch eine Runde mit No leaf clover ausritt. Ride the lightning wollte ich eigentlich stehen lassen, doch bei den Temperament musste auch das Pferd bewegt werden. Also durfte er freispringen und dafür blieben Nightsky und Spotted Black stehen. Dann hatte ich alle Pferde geschafft, aber wir brauchten dringend einen Stallburschen oder so etwas ähnliches, denn alleine waren die Pferde kaum schaffbar. Müde füllte ich noch die Tröge und schaffte alle Pferde wieder in den Stall, bevor ich mich verabschiedete und nach Hause fuhr.
    • Eddi
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      Ich trank den Rest meines Kaffees aus und stellte die Tasse dann in die Spüle, um mich fertig zu machen. Heute stand ein wortwörtlicher Großauftrag an, denn ich hatte Hedone angeboten, alle ihre Pferde durch zu checken und das würde ganz gewiss den Großteil des Tages einnehmen. Nun war der Auftrag aber einmal angenommen, da konnte man sich auch nicht mehr drücken. Ich backte meine Sachen sorgfältig zusammen und machte mich dann auf den Weg zum Auto. Dort kontrollierte ich noch einmal alle wichtigen Reserven, ehe ich mich schon auf den Weg zu ihrem Gestüt machte. Hedone war endlich wieder da und konnte sich um ihre Pferde kümmern, so wurde mir eine Last von den Schultern genommen, auch wenn ich es wirklich gerne gemacht hatte, es war anstrengend gewesen. Dennoch traf ich heute gegen neun wieder bei ihr ein und wurde schon herzlich begrüßt. Ich stellte mich auf angenehme Patienten ein, immerhin kannten mich alle Pferde schon und ich war nicht die böse Fremde. „Fangen wir mit den Fohlen an?“ fragte ich lächelnd und Hedone nickte leicht aufgeregt. Ich machte es mir am Putzplatz gemütlich und packte meine Sachen aus. Hedone kam einige Minuten später mit Keystone's Cordamour zurück, welchen ich kurz begrüßte. Cordamour war ein äußerst vorbildlicher Patient, denn er war immer äußerst gehorsam im Umgang mit Menschen. So ließ er sich sofort anfassen und untersuchen, so dass ich in Ruhe meine Sachen auspacken konnte. Danach warf ich einen groben Blick in Ohren, Augen und Maul, um eventuelle Anfälligkeiten festzustellen. Als nächstes schnappte ich mir mein Stethoskop, um Herz und Lunge abzuhören. Weiter machte ich mit dem Abtasten des Rückens und der Beine, um eventuelle Verspannungen zu entdecken. Nachdem dort alles okay war, kontrollierte ich noch die Körpertemperatur und da diese im Normalbereich lag, konnte ich beruhigt Impfen. Hedone beruhigte ihren kleinen Hengst, während ich ihm die vier Spritzen verpasste, denn er wurde gegen Influenza, Tetanus, Herpes und Tollwut geimpft. Tapfer hielt Cordamour durch und zum Schluss gab es nur noch die Wurmkur, danach war er auch schon fertig und durfte zurück in seine Box. Während Hedone ihn wegschaffte, machte ich mich daran, dass alte Besteck gegen frisches auszutauschen und auf den nächsten Patienten zu warten. Als nächstes kam Hedone mit ihrer kleinen Araberstute Raffinesse wieder, welche mich mit ihren großen braunen Augen betrachtete. Trotz ihrer Rasse war diese kleine Schönheit äußerst zutraulich und mutig. Da wir uns schon kannten, durfte ich sie auch ohne Wenn und Aber anfassen und untersuchen. So schaute ich auch bei ihr erst einmal Augen und Zähne grob an und erklärte Hedone kurz, dass die Kleine gerade mitten im Zahnwechsel war, deshalb sollte sie sich nicht wundern, wenn sie mal weniger fressen sollte als sonst. Danach tastete ich auch Raffinesse' Rücken ab und schaute mir danach noch die Gelenke und Sehnen an. Für ein Fohlen war sie schon jetzt wunderbar gebaut und sah einfach richtig vorbildlich aus. Auch ihre Körpertemperatur lag mit 37,2°C im vollkommenen Normalbereich und so konnte ich sie guten Gewissens impfen. Leider mochte Raffinesse Spritzen gar nicht und begann herumzuzappeln, so dass wir zu tun hatten, ihr die Impfungen sicher zu injizieren. Es war ein kleiner Kampf und wir waren alle froh, als das geschafft war. Danach bekam sie noch ihre Wurmkur und dann hatte auch die kleine Araberstute es geschafft.
    • Rajandra
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      05.03.2014 Hufschmiedbesuch bei Hedone
      Gähnend schlürfte ich meinen Kaffee und versuchte mit einer Hand meine Schuhe anzuziehen. Da mir dies nicht gelang kippte ich den braunen Trunk herunter und schlüpfte dann in meine Jacke bevor ich mir nun richtig die Schuhe anzog. Kurz danach ließ ich die Tür ins Schloss fallen und setzte mich in meine mobile Schmiede um mich auf den Weg zu Hedone zu machen. Eine dreiviertel Stunde Fahrt war ein ziemlich langer Weg war, den ich jedoch in Kauf nahm, da ich alle neunzehn ihrer Pferde checken sollte. Einmal von der Autobahn abgefahren war der Weg nicht mehr weit und ich stellte das Radio etwas leiser, damit ich den Weg wiederfand. Nachdem ich einmal die falsche Abzweigung genommen hatte fand ich den Hof schließlich und parkte meine mobile Schmiede in Reichweite zur Stallgasse. Da ich wusste, dass Hedone nicht da war ging ich mit meinem Werkzeug direkt in die Stallgasse. Sie hatte die Pferde heute extra drinnen gelassen, damit ich sie in Ruhe beschlagen konnte. Alle ihre Pferde waren barhufer, so brauchte ich nur mein normales Werkzeug und der Brenner blieb aus. Nachdem ich einmal durch die Stallgasse gewandert war um mir die Pferde anzuschauen beschloss ich, einfach vorn anzufangen. Das erste Pferd, dass ich aus der Box holte war eine palominofarbene Achal Tekkinerstute namens Robyn. Sie musterte mich neugierig und nachdem ich sie angebunden hatte fing ich gleich an, ihre Hufe auszukratzen und zu begutachten. Ihr Horn war etwas zu lang, sah aber gut aus und war nicht ausgebrochen. Am ersten Huf begann ich, mit dem Hufrinnmesser den Strahl sowie die Strahlfurchen auszuschneiden und danach das Horn mit der Hufzange und der Hauklinge zu kürzen und wieder in die richtige Stellung zu bringen. Nachdem dies getan war musste ich den Huf noch mit Hilfe des Hufbocks und der Hufraspel feilen. Robyn ließ sich dies lieb gefallen und musterte mich bei jedem Arbeitsschritt. Schnell waren die Ränder so rund gefeilt und ihr Huf sah wieder aus wie neu. Bei den anderen dreien ging ich genauso vor und alle viere waren schnell wieder in einem Topzustand. Die Palominostute konnte daher wieder in ihre Box entlassen werden und der nächste im Bunde, ebenfalls eine Palominostute der gleichen Rasse mit dem Namen Desert Angel durfte ihren Platz einnehmen. Auch sie stand sehr still beim Kontrollieren und machte auch keine großen Anstalten beim Ausschneiden und Korrigieren, allerdings war sie etwas zickiger als ihre Boxennachbarin und musterte mich mürrisch bei jedem Schritt. Das Hufe raspeln auf dem Bock gefiel ihr auch nicht so gut und so war Angel heilfroh, dass sie schnell wieder in ihre Box zurück durfte, nachdem ich auch ihre Hufe wieder auf Vordermann gebracht hatte. Als nächstes folgte ein wildes Mixfohlen vieler Rassen. Keystones Cordamour wirkte sehr gelassen und ließ sich problemlos anbinden sowie an den Beinen und Hufen anfassen. Das Hufeauskratzen und begutachten machte er mir sehr leicht und auch beim Ausschneiden stand der Fuchsschecke sehr ruhig. Den Hufbock kannte der Hengst zwar nicht, jedoch war Keystones Cordamour sehr brav und ließ sich alle vier Hufe in Rekordzeit pfeilen. Seine Hufe schienen sehr trocken weshalb ich diese noch mit etwas Lorbeeröl einpinselte bevor ich ihn zurück in die Box stellte und mir an seiner Stelle einen Trakehnerwallach namens He's a Pirate schnappte. Er war ein riesiger braver Rappschecke und machte mir die Arbeit sehr leicht. Zwar waren seine Füße etwas ausgebrochen gewesen und sahen nicht optimal aus, jedoch hatte ich bei ihm soweit Kürzen können, dass das kaputte Horn komplett weggeschnitten war und seine Hufe nach kurzer Zeit wieder einwandfrei aussahen. Auch er bekam Lorbeeröl auf die Hufe gepinselt und ich tauschte ihn gegen ein aufgeregtes Araberfohlen namens Rafinesse. Diese machte es mir nicht ganz so leicht, denn schon beim Hufeauskratzen knabberte sie an meiner Schürze und ich musste sie einige Male ermahnen bis sie mich in Ruhe meine Arbeit machen ließ. Bei ihr musste ich nur wenig ausschneiden und korrigieren und so war ich schnell mit allen Vieren fertig und konnte sie zurück in ihre Box lassen. Danach nahm ich mir die Friesenstute Crying Dream, die ich noch von früher kannte. Ich hatte sie schon als ich jünger war oft bewundert und freute mich, dass sie noch immer brav und umgänglich war und mir meine Arbeit leicht machte. Ihre Hufe waren ziemlich lang aber alles in allem von einer guten Hornqualität. Als ich mit der Rappstute fertig war sahen Crying Dreams Hufe wieder hervorragend aus und ich konnte sie zufrieden wieder in ihre Box entlassen. Die nächsten zwei Jungpferde Believe in Dreams und Racoon benahmen sich ganz passabel und ich konnte recht schnell mit einem fuchsfarbenen Traberhengst namens Elvico weitermachen. Ich mochte die Rasse sehr gern und er gefiel mir gut. Auch seine Hufe waren ebenfalls von guter Qualität und ich hatte nicht viel zum Ausschneiden. Danach folgte My Nightsky, eine Barockpintostute deren Hufe ziemlich ausgebrochen waren. Nachdem ich sie gekürzt und korrigiert hatte war noch recht viel zu pfeilen, doch als ich fertig mit ihr war sah das Horn wieder recht gesund aus. Da es jedoch sehr trocken war pinselte ich auch My Nightskys Hufe mit Lorbeeröl ein und brachte sie dann zurück in die Box. Als nächstes nahm ich mir Spotted Black, einen reinrassigen wildgeflechten Knabstrupper vor. Bei seinen Hufen gab es nicht viel zu meckern, allerdings musste ich den Strahl und die Strahlfurchen großzügig ausschneiden, da sie etwas zerfleddert waren. Die zwei Stuten Checkmate und Lilium hatten beide noch sehr sehr gute Hufe an denen ich nicht viel zutun hatte und schnell fertig war. Die Hufe der Rappstute Salvia Divinorum hingegen waren sehr lang geworden und ich musste viel Ausschneiden und Korrigieren. Das in Form bringen mithilfe des Hufbockes und der Hufraspel war ihr, sowie auch dem Friesenhengst Satan, den ich danach behandelte nicht sehr geheuer, doch sie ließen es über sich ergehen. Ride the Lightning, ein englischer Vollbluthengst hingegen hampelte wärend der gesamten Prozedur nur rum und war nicht zum Stillstehen zu bewegen. Ich war froh, als die Hufe des Palominos wieder gut aussahen und er zurück in die Box konnte. Picara, ein Welshcob Fohlen benahm sich verglichen mit ihm wirklich weltklasse und stand beim Ausschneiden und Korrigieren ihrer Hufe fest wie ein Fels. Das Deutsche Sportpferd Heroin Junkie musterte mich schon beim Halftern kritisch und nachdem ich ihn festgebunden hatte versuchte er konzentriert den Knoten zu lösen um wieder in seine Box spazieren zu können.Jedoch hatte dies den Vorteil, dass er beschäftig war und ruhig stand während ich seine Hufe behandelte. Bei dem letzten Pferd, dass ich für heute bei Hedone aus der Box führte handelte es sich um ein Warmblut namens No Leaf Clover, das wirklich sehr geduldig und freundlich war. Während der gesamten Prozedur des Ausschneidens, Korrigierens und Pfeilens stand der Barockpintohengst wie eine eins und machte mir die Arbeit sehr leicht. Als ich mit ihm fertig war strich ich ihm zurfrieden über den Hals und ließ ihn zurück in seine Box. Dann kehrte ich den ganzen Dreck auf, den ich gemacht hatte und räumte mein Werkzeug zurück in den Wagen. Die Rechnung würde ich Hedone zuschicken und so machte ich mich auf den Rückweg nach Hause zum Hofgut Tannenheide.​
    • Hedone
      Sammelpflegebericht für alle meine Pferde

      Heute hatte ich leider nur sehr kurz Zeit und schaute daher nur auf den Koppeln vorbei, ob mit meinen Pferden alles in Ordnung ist. Zuerst besuchte ich die Stutenkoppel. Robyn kam bereits fröhlich angetrabt und schnaubte leise, als sie bei mir ankam. Ihr dicht auf den Fersen war Desert Angel, die aber auf den letzten Metern von Crying Dream überholt wurde. Ich lachte "Ruuuhiig, ihr bekommt doch alle Liebe!" und streichelte die beiden Stuten. Schlussendlich erreichten mich auch My Nightsky und Lilium, während Salvia Divinorum, Checkmate und Ride the Lightning sich für einen Umweg zur Heuraufe entschieden. Throw a diva stand am hinteren Zaun und war zu beschäftigt damit, die Fohlen auf der angrenzenden Koppel zu beobachten, um mich zu bemerken.
      Dies nahm ich nach einer Kontrolle der Tränken auf der Stutenweide zum Anlass, um direkt zur Fohlenweide hinüber zu spazieren und Diva auf dem Weg dahin kurz zu streicheln. An der Fohlenweide angekommen, beobachtete ich Milailee und Picara, die Fellpflege betrieben und so taten, als könnten sie kein Wässerchen trüben. Der kleine Racoon entschied zusammen mit Believe in dreams, dass das zu viel der Idylle war und tobte dazwischen, was auch Raffinesse auf den Plan rief, die wild quietschend umher hopste. Keystone's Cordamour war allerdings der festen Überzeugung, für sowas zu alt zu sein, und stand unbeteiligt daneben. Den Fohlen schien es gut zu gehen, also wanderte ich zur Hengst- und Wallachweide weiter.
      Die Männer waren absolut unbeeindruckt von meinem Erscheinen. He's a pirate graste genüsslich neben Elvico, während Spotted Black und Satan Fellpflege betrieben. Heroin Junkie und No leaf Clover entspannten unter den Bäumen, während Feuertanz seinen Durst an der Tränke stillte.
      All meinen Pferden schien es super zu gehen und so machte ich mich nach diesem Rundgang zurück an die Arbeit.
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  • Kategorie:
    Himmel - ungepflegte Pferde
    Hochgeladen von:
    Hedone
    Datum:
    2 Juli 2011
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    19

  • [​IMG]
    von:
    Al Adiyat V.V: unbk. | V.M: unbk.
    aus: Rose de Soleil M.V: Sabiha | M.M: Raqqasa


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    Geburtsdatum: 03.07.2010
    Geschlecht: Stute
    Rasse: Araber
    Fellfarbe: Silver Bay
    Abzeichen Kopf: etwas dunkleres Maul
    Abzeichen Beine: v.l. & h.l. hochweiß gestiefelt, v.r. weiße Fessel (auf der Innenseite zieht sich das Abzeichen bis zur Hälfte des Beins hoch), h.r. halbweiß gestiefelt
    Stockmaß: wird ca. 150 cm groß
    Ursprung: arab. Halbinsel
    Gesundheit: gut
    Charakter: begeistert, verspielt, neugierig, freundlich, zutraulich, ehrlich und sozial, manchmal etwas dickköpfig
    Gekört/Gekrönt: noch nicht
    Note:
    Decktaxe:
    Nachkommen:
    Handelsinformationen:
    Wert:
    unbezahlbar
    Zu verkaufen: nein

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    Besitzer: Hedone
    Ersteller: Julee
    Vorkaufsrecht: Julee & Hedone

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    Galopprennen Klasse: -
    Western Klasse: -
    Spring Klasse: -
    Military Klasse: -
    Dressur Klasse: -
    Distanz Klasse: -
    Fahren Klasse: -


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    Raffinesse ist ein junges, fröhliches und leicht tollpatschiges Stutfohlen, das mit Begeisterung und Hingabe die Welt entdeckt und jedem Menschen zutraulich und freundlich begegnet.


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