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Hedone

~°He's a pirate°~

~°He's a pirate°~
Hedone, 30 Juni 2011
    • Hedone
      Alte Pflegeberichte

      Pflegebericht He's a pirate

      -Ankunft wird noch eingefügt-

      Nachdem ich Luigi gepflegt hatte, ging ich nun zu Pirate.
      Als erstes mistete ich seine Box aus, lies sie etwas trocknen, damit das Stroh, dass ich danach einstreute, nicht direkt wieder nass wurde.
      Als ich damit fertig war, verteilte ich über dem frischen Stroh noch Heu, welches süßlich nach Sommer duftete.
      Nachdem Pirtae etwas an dem Heu geknabbert hatte, ich ihm etwas Kraftfutter gegeben hatte, fing ich an ihn zu putzen.
      Als ich damit fertig war, legte ich ihm sein Lederhalfter an und machte mich auf den Weg, etwas mit ihm spazieren zu gehen.
      Immer wieder blieb ich stehen und kraulte ihn, am Hals, zwischen den Ohren, unterm Kinn.
      Er genoss die Aufmerksamkeit, schien sie förmlich aufzusaugen.
      Nachdem wir knapp eine dreiviertel Stunde durch den Wald gelaufen waren, zwischendurch mal gejoggt, beziehungsweise getrabt waren, waren wir nun wieder auf dem Hof angekommen. Nun brachte ich ihn zurück in die Box, putzte ihn nochmal, und scmuste dann noch einen ganzen Moment mit ihm, vergrub meine Finger in der Mähne von dem wunderschönen Wallach.
      "Schlaf Gut und träum was schönes.." murmelte ich, ehe ich den Stall verließ..

      Pflegebericht - So viel' Neues..

      Der Tag war bisher so ruhig verlaufen, dass es gar langweilig gewesen war – morgens war ich zeitig aufgestanden, hatte mit meinen Arbeitern die Boxen gemistet und den Stall gesäubert. Die Sattelkammer hatten wir auch mal wieder aufgeräumt, hatte dort doch ein unüberschaubares Chaos gewütet. Nachdem jeder Sattel an seinem Platz war, die Trensen mal wieder geschrubbt und die Halfter teilweise geflickt – vor allem Vicky und Momi hatten ein Talent dafür ihre Halfter zu zerreißen – sah alles schon wesentlich ordentlicher aus. Um ehrlich zu sein – vermutlich hätte ich es nie im Leben geschafft, das alles hier so auf Vordermann zu bringen, wenn wir nicht dem Rat einer Freundin gefolgt hätten und ein paar Stallburschen sowie einen Reitlehrer und einen Pferdepfleger einzustellen. Christian widmete sich nun mit Hingabe Carino, Held und Vicky. Diese drei waren diejenigen, die heute in der ersten Reitstunde gebraucht wurden – alle drei vollkommen verträgliche Pferde, womit sie perfekt für die Anfängerstunde waren. Held wurde geritten von der kleinen Sofia, die mittlerweile schon das zweite Jahr bei mir ritt, Carino's Reiter kannte ich nicht, er war heute das erste mal hier und auf Vicky ritt wie üblich Victoria. Vicky auf Vicky. Bei dem Gedanken schmunzelte ich, sah nur kurz zu, wie Tyler Christian half beim putzen und satteln der Pferde. Normalerweise machten das die Schüler ja selber, aber heute waren wir so früh fertig und Victoria hatte angerufen, dass sie etwas später kam, sodass wir gerne mal einsprangen. „Leon, Ty, wenn ihr fertig seid, mit dem was ihr macht, reitet ihr bitte Foxglove und AlCapone. Keine Experimente, ich will nur wissen wie sehr sich Fox' mit Hengsten verträgt, verstanden?!" Ich sah zwischen den beiden hin und her; währen Leon aufsah, der AlCapone grade sowieso schon putzte, und eifrig nickte, mich anlächelte, wirkte Tyler vollkommen verstört, nickte aber dennoch, ehe er sich wieder Helds Fell widmete. So einfach war das. Ich würde in der Zeit Galaska reiten, und danach wohl auch MissDixie. Momi, Lennie und Lulu würden in der zweiten Stunde gehen – in der der Fortgeschrittenen. Als ich bewaffnet mit Putzzeug in Galaskas Box ging, wurde mir sogleich wohlig warm ums Herz. „Hallo mein Spatz.." begrüßte ich die Stute, fuhr ihr mit den Fingern sogleich durch die weiße Mähne, hörte die Schritte hinter mir gar nicht. „Hay." Die Stimme war so tief, so verstellt und so dümmlich, dass ich mich nicht mal umdrehen brauchte um zu hören, wer da stand. „Hey Payty.." sagte ich, lachend. „Oder soll ich Vinnieh sagen?" jetzt drehte ich mich also um, strahlend, und bekam ein ebenso strahlendes Gesicht meiner besten Freundin zu sehen. „Was machst du denn hier?" ich zog sie halb in die Box, trat halb heraus „Na, dich besuchen, wonach sieht's denn aus?" – „Oh, welch Ehre. Magst du mit reiten?" fragte ich, sie verdrehte theatralisch die Augen. „Da dachte ich, drück' ich heute meinen Angestellten alles aufs Auge und drücke mich vorm reiten, jetzt willst du mich quälen?" Ich schüttelte nur den Kopf. „Dann nicht, musst' ja nicht. Pah." Mit den Worten knuffte ich ihr in die Seiten, was sie zusammenzucken ließ. „Und, wen soll ich reiten? Galaska?" Mit dem Zeigefinger tippte ich ihr gegen die Stirn. „Das kannste' ja mal total knicken.." Kurze Kunstpause. „Du kannst wen viiiiel besseren haben." Jetzt klang meine Stimme verschwörerisch, während meine Brust merklich anschwoll. Noch hatte sie den kleinen großen Schatz, meinen Neuerwerb ja gar nicht gesehen. „Hö? Wen denn?" sie sah mich reichlich verwirrt an, wusste das Sonntags Reitstunde war und fast alle Pferde in Beschlag waren. „Folgen Sie mir unauffällig, dann werde ich ihn Ihnen zeigen." Widerstandslos folgte Payty mir und ich zog sie die Stallreihen entlang – mir entging nicht, dass sie Leon, Tyler und Christian beäugte, was ich nur grinsend zur Kenntnis nahm. „Tadam tadam, darf ich vorstellen; He's a pirate." Da staunte sie nicht schlecht. „Wow.." war das erste, was sie hervor brachte. „Er ist toll, nicht?" Nur ein stummes nicken. „Und wenn du willst kannst du ihn heute reiten?" es war eine Frage, während ich dem Schecken den Hals klopfte, welcher mir in den Nacken bließ. „Gerne.." murmelte sie, es schien zu dauern, bis sie bemerkte, wie sie den Hengst anstarrte. „Also.. er ist ja schon viel rumgekommen, nicht?" fragte sie, streichelte die schwarzen Nüstern, während ich diesmal nickte. „Ja, aber ich denke, hier hat er ein zu Hause gefunden, wo er länger bleibt." Um ehrlich zu sein, würde ich ihn wohl nie wieder hergeben. „Also, du Pirate, ich Galaska und dann.. gehen wir springen?" Ich strahlte, übers ganze Gesicht als sie nickte. „Klar, stehen seine Sachen in der Sattelkammer?" – „Japp, er hat einen eigenen Spind, nicht zu übersehen." Leise lachend ging ich zurück zu Galaska, während Payty Pirates Zeug holte. „Wer ist das?" hörte ich Leon fragen, wenn auch nicht mich sondern Tyler, welcher nur hilflos mit den Schultern zuckte. „Meine Freundin, Payty." Wieder lachte ich, herrje, dass denn auch keiner mehr offen fragen konnte. Als ich nun zurück zu Galaska kam, sah diese mich vorwurfsvoll an. „Och Schatz, ich habe ihr doch nur kurz Pirate gezeigt, halb so wild.." ein demonstrierendes Schnauben. „Du weißt, ich liebe nur dich." Meine Stimme wurde sanfter, voller Liebe für mein Pferd – damit schien Galaska sich zufrieden zu geben. „Hallo Sasia, ich bin daa.." Sophia stiefelte durch den Stall, sie wusste, dass man mich meistens in einer der Boxen antraf, zumeist in der von Galaska. „Das ist aber schön Sophia, der liebe Tyler hat Held schon für dich geputzt." „Held?" fragte sie, stellte sich auf die Zehenspitzen und streckte den Kopf über die Boxentür. „Das ist mein neues Pony, und du darfst ihn als erste reiten." Jetzt bekam das kleine Mädchen ganz große Augen und sah sich um. „Wo ist Heldi denn?" ihre Stimme schnellte mit Sicherheit zwei Oktaven in die Höhe. „Na, da hinten, in der letzten Box – frag mal den Christian wo der steht." Sagte ich und damit hüpfte Sophia davon. Jetzt – nach dieser weiteren Unterbrechung – widmete ich mich vollends Galaska, die das Putzen in vollen Zügen genoss, genüsslich die Augen schloss und leise vor sich hinbrummelte. „Ja, mein Liebling, ich hab' dich ja auch lieb.." lachte ich leise, kratzte ihr nun die Hufe aus, während ich mitbekam, wie Christian samt der Reitschüler sowie Carino, Held und Vicky auf den Platz ging um seine Reitstunde anzufangen. Leon schien AlCapone nun fertig geputzt zu haben, denn er ging in die Sattelkammer, kam wenig später wieder raus – jedoch nicht mit Sattel und Trense sondern mit einem nagelneuen schwarzen Putzkoffer – Foxglove's Putzkoffer. „He, was wird denn das?" fragte ich, lehnte mich über die Box und Leon blieb stehen, mitten in der Stallgasse, drehte sich zu mir um, gar wie ertappt. „Ich.. ehm.. also.." stammelte er. „Hopp, wird's heute noch?!" forderte ich ungeduldig auf, schob mich aus Galaskas Box, den Putzkoffer meiner Stute in der Hand. „Ich wollte Foxglove fertig machen." Sagte er kleinlaut. „Wieso denn das? Du warst doch bei AlCapone?!" Er sah sich Hilfesuchen um, doch Tyler schob sich nur an ihm vorbei, wie ein Schatten. „Ich.. also.. Tyler.." Jetzt zuckte dieser zusammen. „Ne, nichts da ‚Tyler'. Du wolltest Fox reiten, richtig?" Natürlich war es spannender ein neues Pferd zu reiten, aber ich hatte mir schon was dabei gedacht, als ich sagte, dass sie AlCapone und Foxglove reiten sollte, als Leon schon dabei war Ali fertig zu machen – denn zugegeben, Leon konnte besser mit anfassen im Stall, dafür hatte Tyler aber einfach das bessere Händchen mit den Pferden. „Nein.. ich.. also.. Saskia.." Mehr beiläufig hob ich die Gerte auf, die auf dem Boden lag, schlug damit ungeduldig gegen den Schaft meiner Stiefel, was Leon zum schweigen brachte. „Pronto, Tyler nimmt Foxglove und Leon AlCapone, nachher will ich wissen wie es war – höchstens einen kleinen Kreuzsprung, verstanden?" die beiden nickten, sei es meiner ungeduldigen Stimme wegen oder der Tatsache, dass sie irgendwo och Respekt vor mir hatten. Keine zehn Minuten später stand Payty vor Galaskas Box, strahlte mich an. „Fertig geputzt, wie weit bist du? Kenn ich satteln?" sie klang aufgedreht, wie immer. „Klar, komm.." sagte ich, zog sie an der Hand mit zur Sattelkammer und zeigte ihr Pirates restlichen Sachen. „Ich wollte Springen, willst du auch springen? Dann nimm den Springsattel, sonst.. öhm ach egal." Sagte ich, lachte und winkte ab während ich nach Galaskas Springsattel griff und mir über den Arm warf, sowie nach ihrer Trense griff und wieder aus der Sattelkammer ging. Es dauerte bei mir nicht mehr lange, Galaska und ich waren ein eingespieltes Team – selbst ihren Sattelzwang hatte sie fast komplett abgelegt. „Wir gehen auf den hinteren Platz, Saskia." Rief Christian im Vorbeigehen und führte Held, auf der anderen Seite stapfte die strahlende Sophia. Der Junge der etwas verunsichert neben Carino herlief, immer wieder zu dem Wallach auf sah war mir wirklich gänzlich unbekannt nur Victoria schien heute gar nicht bei der Sache zu sein, ihr Blick hing in der Ferne, mit den Fingern nestelte sie an ihrer Kappe herum. „Vicky', alles in Ordnung bei dir?" fragte ich, verschnallte grade das letzte Riemchen an Galaskas Trense und sah sie an. Ihr Blick striff mich kurz, während sie nickte – noch immer vollkommen geistesabwesend. „Mh.. ja, ja klar." Murmelte sie nur ehe sie sich beeilte den andern beiden nach zu kommen, die schon um die Ecke verschwunden waren. Seltsam. „Kathyyyyyyyyyyyyy !" rief da jemand, die Stimme erkannte ich. Vermutlich war Payty zu klein um den Sattel auf Pirates hohen Rücken zu schwingen. Doch gerade als ich ihr zur Hilfe kommen wollte, sah ich wie Tyler in der Box verschwand. Okay, dann brauchte ich ja nicht helfen. Ich holte die Gerte – die ich vorhin aufgesammelt und wieder zurück in die Sattelkammer gebracht hatte – und überlegte einen ganzen Moment, schweigend starrte ich auf meine Schuhe; meine alten, schwarzen Chucks. Nein, ich würde die Schuhe jetzt nicht wechseln. Keine Lust.

      „Na, dein Stallbursche scheint ja nicht sehr redselig zu sein." Meinte Payty zu mir, als wir auf dem Springplatz waren, die Pferde warm ritten, noch die Zügel lang hatten. „Na, es ist halt Tyler." Ja, dass war eine Erklärung für alles. Wirklich alles. „Und?" – „Er redet nicht viel, aber schau mal." Ich deutete mit einem Kopfnicken in Richtung des Reitplatzes der am südlichsten lag. „Er kann unglaublich gut mit Pferden umgehen, ein helles Bürschchen, er brauch nur jemanden, bei dem er sich anlehnen kann." Unser beider Grinsen wurde breiter und ich wusste, dass wir beide das selbe dachten; Bei mir dürfte er sich gerne anlehnen. „Aber ich glaube ja, da läuft was." Sagte ich schließlich, wieder ernst geworden. Verwirrt sah Payty mich an, stellte die Hände etwas auf und nahm auch die Zügel an um Pirate durch zu stellen. „Zwischen wem?" – „Tyler und Felicitas. Das Mädchen was dort am Zaun steht, siehst du sie?" fragte ich, deutete mit zwei Fingern abermals auf den Platz und wieder sahen wir beide dorthin. „Tatsächlich, sie ist mir nicht aufgefallen. Wer ist das?" – „Felicitas, sie wohnt noch nicht lange hier, aber sie macht ihre Arbeit gut." – „Die ist doch kaum älter als wir." Stellte Payty fest. „Richtig, 16 ist sie. Also, Arbeit wäre übertrieben, aber sie hilft wo sie kann und macht ihre Sache gut." Erklärte ich kurz, sah wie mein Dad im Haus verschwand. Wahrscheinlich hatte er irgendetwas sagen wollen, aber bei dem regen treiben blieb er lieber drinnen. Mein liebenswürdiger Vater, diese ruhige Seele, die niemandem etwas antun konnte. Und ein Wimpernaufschlag seiner Tochter reichte, als das mir jeder Wunsch erfüllt wurde. Das ich mich eigentlich immer so verhielt, als wäre der Hof schon mein Eigen wunderte niemanden, denn bis auf die Finanzen war auch ich diejenige, die sich um alles hier kümmerte. „Ich weiß gar nicht wie ich das Heute alles schaffen soll, ich muss noch Dixie bewegen und mich um Wonder kümmern, ich bekomme noch einen Neuankömmling und ich will nachher noch auf eine Auktion." Murmelte ich, strich mir kurz mit dem Handrücken über die Stirn wie um alles weg zu wischen – vergeblich. „Hört sich ja stressig an, na dann lass uns mal Spaß haben." Sagte sie, versuchte mich abzulenken und schaffte dies auch, denn in dem Moment, in dem sie neben mir und Galaska antrabte, war es um Galaskas Fassung geschehen. Der Schweif hob sich in die Höhe, sie wölbte den Kopf – nicht das die Zügel noch durchhingen, nää – und sofort verfiel sie in einen schwungvollen Trab. „Hola, Fräulein, ich sage wann es los geht." Sagte ich, das hob meine Laune schon wieder, denn Galaska richtete die Ohren nach hinten, hörte mir zu.

      „Da den roten, dann die Doppelte, dann zum Graben über die Mauer und zum Schluss noch mal die Doppelte von der anderen Seite, okay?" ich sah sie an, ob Payty auch alles mitbekommen hatte doch diese nickte nur verhalten. „Ich fang an, dann siehst du schon einmal einen durchlauf." Sagte ich schnell. Die Reitstunde von Victoria, Sophia und dem Jungen – dessen Name ich noch immer nicht wusste – war beendet und scheinbar hatten sie ihre Pferde auch schon versorgt, denn jetzt standen sie am Zaun zum Springplatz und starrten zu uns. Foxglove und Ali waren sauber gegangen, nur einmal hatte letzterer gebuckelt, doch davon ließ sich das Stütchen auf dem Tyler saß überhaupt nicht beeindrucken. Fly war derweil mit der auf Hochglanz geputzten Vivianne über den Hof spaziert und im angrenzenden Wald verschwunden. Mir war nicht entgangen, dass Tyler ihr einen Sehnsüchtigen Blick hinterher warf - wie herrlich musste Liebe sein. Unbeeindruckt von all dem ließ ich Galaska aus dem Schritt angaloppieren, was die kleine Sophia schon aufquietschen ließ. Sie würde eines Tages eine erstklassige Reiterin sein, dass sah man schon jetzt. Ich ritt auf den ersten Sprung zu, das rote Kreuz und taxierte, Galaska hob sich Problemlos darüber – und es war als würden wir fliegen. Als würde in dem Moment die Welt um uns stehen bleiben. Dann auf die Doppelte zu, noch vor dem ersten Sprung nahm ich die Stute zurück, sonst würden wir mit den dreieinhalb Galoppsprüngen zwischen den zwei Hindernissen nicht hinkommen, dann müsste sie sich zu sehr strecken. Durch das gedrosselte Tempo warf all das kein Problem, wieder entflohen wir der Schwerkraft, das erste mal vielleicht etwas steil nach oben, denn das taxieren fiel weder mir noch Galaska so immer ganz einfach aber beim zweiten Sprung klappte alles Problemlos. Jetzt zum Graben, da ließ ich Galaska wieder schneller werden, sie machte sich lang, selbst vor dem Sprung drosselte sie sich nicht und auch für mich war es zu spät das zu tun. Grade als ich mich aus dem Sattel heben wollte, spürte ich einen Ruck am Bein wovon sich der Schimmel unter mir nicht beirren ließ – aber mein Halt fehlte, der Bügel war.. weg. Nicht rausgerutscht aus dem Steigbügel, nein er war weg. Sofort griff ich in den Sattelbaum, suchte dort halt und spürte wie ich die Beine fester um ihren Leib schloss. Jetzt gab es kein Halten mehr. Sie wusste, was sie machen konnte und was nicht, aber das war eindeutig zu viel. Ich bekam sie nicht durchpariert, drehte ein Volte, eine Zweite, zwar wurde sie langsamer aber letztlich vollführte sie eine Galopppiruette anstatt durchzuparieren. Okay, ganz wie sie wollte. Noch immer lagen meine Beine fest um ihren Leib geschlungen, was sie nun wieder anheizte, während wir die Mauer anpeilten. Der Boden unter uns schien zu verschwinden, es war als würden wir fliegen und nie wieder aufhören, als sie absprang – erst der dumpfe Aufprall als wir wieder auf den Boden aufsetzten holte uns die Schwerkraft wieder ein, aber nicht lange, denn da kam vor uns auch schon die Doppelte – baute sich regelrecht vor uns auf. Galaska schien zu verstehen, dass ich sie nicht weiter treiben wollte sondern lediglich Hat suchte, denn ihre Galoppsprünge wurden wieder ruhiger – vielleicht wusste sie auch einfach das sie sonst nicht beide Sprünge nehmen konnte. Als der zweite Sprung der Doppelten hinter uns lag, klopfte ich ihr den Hals. Natürlich, sie hatte Mist gebaut, aber ich hatte sie nicht zurück nehmen können, ich wusste das sie manchmal so war und konnte damit leben. Erst jetzt war ich wieder da, da in der Gegenwart, wo mich fünf verdutzte Augenpaare anstarrten und ich wieder durchparierte. „Was war denn das?" fragte Sophia, die sich sichtbare Sorgen gemacht hatte. Ich wischte mir die kleinen Schweißperlen von der Stirn. „Chris, der Bügel ist gerissen, kannst du ihn vielleicht aufheben?" sagte ich schnell, er nickte nur und ich sah nur kurz über die Zaunzuschauer, ehe ich zu Payty sah, ein verschmitztes Grinsen auf den Lippen. „Also, jetzt du ?!" erst jetzt spürte ich, wie außer Atem ich war, wie schnell mir das Herz schlug und wie laut das Blut in meinen Ohren rauschte, denn ihre Antwort verstand ich kaum. „Klar, hoffentlich dreht Pirate nicht so durch." Sie lachte, verlor kein Wort darüber, was eben passiert war. Pirate übernahm eindeutig die Führung, Payty zeigte ihm lediglich den Weg. Ja, er war ein Einzelgänger, dass war es, was mich an ihm so reizte, er brauchte keine starke Hand, nur jemanden der wusste ihn zu bändigen. Zwar passten die Proportionen der beiden nicht ganz, Payty sah etwas klein und verloren auf ihm aus, aber sie hatte ihn – mal abgesehen davon das er von alleine Taxierte – vollkommen unter Kontrolle. „Klasse, ihr versteht euch echt gut.." sagte ich, klatschte entzückt in die Hände als die beiden den Parcours beendet hatten.

      Während dem Trockenreiten redete wir über alles mögliche; Jungs, Pferde, Schule und das was danach kommt noch mehr über Jungs. Jetzt erst bemerkte ich, dass Christian schon mit Lennie, Momi und Lulu auf dem Platz war, die nächsten Kinder auf den Pferden saßen und grade irgendwelche durchaus interessanten Übungen machten, wie sich dem Pferd um den Hals werfen, die Hand des Reitlehrers abklatschen und solche Sachen. Wo war denn.. Mike, der Junge der normalerweise auf Fanta ritt, war nicht da und Fanta auch nicht. „Chris, wo sind Mike und Fanta?" rief ich herüber doch dieser zuckte nur mit den Schultern. Na toll, dann stand der Heute nur rum, tat nichts. Das hatte ja noch gefehlt. Doch gerade in dem Moment als Payty und ich vom Platz in Richtung Stall ritten hetzte der kleine, blonde Junge über den Hof. „'Tschuldigung, wir haben das voll verpennt und ich musste nachsitzen und.." er japste, schien den ganzen Weg mit dem Rad mehr als schnell gefahren zu sein. „Schon okay, mach dir Fanta einfach fertig und geh' zu den anderen auf den Platz." Sagte ich lächelnd, während ich schon aus Galaskas Sattel rutschte und Payty neben mir sich reichlich zusammenreißen musste nicht zu grunzen. Konnte ich durchaus nachvollziehen, denn unter dem wirren Blonden Haar leuchteten zwei Katzenaugen und ein stetiges Lächeln lag auf den schmalen Lippen. Mike verschwand schon im Stall, ich sah nur zu Payty. „Na? Wollen wir hier noch ein bisschen rum stehen oder..?" ich lachte und führte Galaska an ihr und Pirate vorbei, zurück in ihre Box. Grade als ich ihren Sattel und die Trense zurück in die Sattelkammer bringen wollte, verließ Tyler mit Compliet den Stall. Der junge Hengst hampelte am Führstrick, blieb stehen, rannte vor, biss und trat um sich – trotz all dem blieb Ty völlig ruhig. Schon bewundernswert.



      „Kann ich noch etwas helfen?" fragte das zierliche Mädchen mit den dunkelbraunen Haaren und den aufmerksamen Augen, doch sie bekam keine Antwort. Erst als sie den Hals über die Boxentür von Galaska streckte und Kathy erblickte. „Na, was ist nun?" sie klang ein wenig ungeduldig, tippte mit den Fingerspitzen auf der Boxentüre herum. „Naja, jemand müsste sich noch um Wonder kümmern." Sagte sie, drehte sich zu ihrer Freundin um und lächelte. Einen ganzen Moment schwiegen beide, bis sie das Geräusch trippelnder Hufe wie auf Kommando in der selben Sekunde zusammen zucken ließ. „Klar, ich helfe dir doch gerne." Murmelte Patricia und wusste nicht, wie viel das ihrer Freundin wirklich bedeutete. Wenige Sekunden später kam Fly, das kleine schwarzhaarige Mädchen strahlend zurück in den Stall, tätschelte Vivianne den Hals ehe sie sie zurück auf die Weide brachte und sich kurz darauf mit Bale beschäftigte. Geduldig putzte sie das kecke Stütchen ehe sie kurz darauf mit ihr über den Hof schlenderte. „Was soll ich mit ihr denn machen?" hörte man schließlich Patricias gar hilflose Stimme. „Was immer du möchtest, spazieren gehen, longieren oder in der Halle laufen lassen.. wenn du letzteres machst, bist du nicht so alleine." Erklärte Kathy ihr kurz, ehe sie sie umarmte, lächelnd. „Es tut mir so leid, ich muss los.. der Steigbügelriemen muss repariert werden, wir wollten noch zu der Auktion und nachher kommt noch ein Pferd – es tut mir so leid." Sagte sie hektisch, doch Patricia nickte nur. „Mach schon das du weg kommst." Rief sie und drohte ihr mit erhobenem Hufauskratzer. „Ist ja schon gut." Mit den Händen über dem Kopf zusammengeschlagen und leise lachend floh Kathy aus dem Stall, während Patricia mit dem dunkelbraunen Fohlen zurück blieb. „Na, wir beide schaffen das schon, nicht?" murmelte sie leise, ehe sie dem Stutfohlen das dunkelblaue Halfter anlegte und aus der Box führte, um in Richtung Halle zu gehen. Was hatte Kathy gemeint, als sie sagte, dann wäre ich nicht so alleine, überlegte Patricia während sie mit Wonder Richtung Reithalle schlenderte.

      „Es reicht jetzt du Spinner.." murmelte der Junge leise doch durchaus bestimmt, während er versuchte sich nicht weg zerren zu lassen, als er das Weidetor hinter sich und dem Hengst schloss. Noch einmal fuhr er mit der Hand durch das samtige Fell, ehe er den Führstrick löste und Compliet buckelnd davon galoppierte. Ein Blick zur Uhr ließ ihn regelrecht zusammen zucken, viel zu viel Zeit hatte er vertan, musste er doch noch mit Angel etwas machen und die Box für den Neuankömmling musste er auch vorbereiten. Schnell hetzte er in den Stall, putzte Angel nur flüchtig und überlegte sich dabei, sie einfach in der Hall laufen zu lassen, da es am einfachsten war und dem kleinen Schimmel wohl auch am meisten Spaß machen würde. Als Tyler mit Angel am Halfter zur Halle ging, tänzelte diese neben ihm her, so schnell ging er. Erst als er das Mädchen, Patricia erinnerte er sich, an der Bande stehen sah blieb er stehen und das Fohlen an seiner Hand schaute recht verdutzt drein. War es Zufall oder vielleicht hatte sie ihn auch gehört, doch in diesem Moment drehte sich das Mädchen um, lächelte leicht, gar schüchtern. „Entschuldigung.. eigentlich wollte ich.." setzte Tyler an, sah ihr nicht in die Augen sondern fixierte seine Schuhspitzen. „Kathy hat gesagt ich könne Wonder in der Hale laufen lassen.. und das du auch kommen würdest." Jetzt hatte sie also verstanden, was ihre Freundin ihr gesagt hatte, was sie gemeint hatte, dass sie nicht lange alleine bleiben würde. „Achso." Antwortete er nur leise, nickte kaum merklich und öffnete die Hallentür, ließ Angel zu dem Füllen, was dort nun mit gespitzten Ohren stand und schließlich neugierig auf ihn und Angel zugetrabt kam. „Hallo Kleine, dass ihr euch ja versteht, verstanden?!" sagte ich, lächelte so ehrlich wie man es wohl nur sah wenn er mit Pferden sprach. Nur schwer konnte er sich von den beiden trennen und dafür zu dem Mädchen gehen, doch schließlich schloss er die Hallentür hinter sich und ging die zwei Stufen hoch, damit er dann über die Bande sehen konnte. Patricia entging es nicht, dass Tyler am äußersten Rand stehen blieb, nein er stand viel mehr auf den Stufen als wirklich hier oben auf der Tribüne. Jetzt erst verstand sie was ihre Freundin ihr versucht hatte zu sagen, als sie meinte, dass ‚das' eben Tyler wäre. Na toll, er schüchtern, ich schüchtern.. das war's dann wohl – dachte sie sich verdrüsslich und wandte den Blick von dem schmalen Jungen, mit den grünen Augen und wirrsten und mattesten schwarzen Haaren, die sie je gesehen hatte, wieder ab. Dann halt nicht.

      Währendessen hatten Christian und Leon Let me Sign und Raban fertig gemacht, derweil auch gesattelt und getrenst und ritten die beiden Pferde auf dem Dressurviereck oder dem Springplatz – um genau zu sein war Leon mit Raban ins Viereck gegangen und Christian versuchte den Hengst erstmal zur Ruhe zu bringen, an die Hilfen zu gewöhnen und das er nicht mehr durchdrehte sobald man eine Hilfe gab – das würde dauern. Leon und Raban gaben ein solch perfektes Paar ab, das Fly, die derweil mit Bale zurück gekehrt war und diese nach nochmaligem Putzen zu ihren Freunden auf die Weide gelassen hatte, die beiden vollkommen fasziniert beobachtete. Gerade legte Raban zu, eben so, als wüsste er das Leon versuchte Felicitas zu imponieren. Das merkte auch das Mädchen und grinste, von einem Ohr zum anderen.

      Auch Christian machte seine Sache gut, denn obwohl Sign mehr als rum zickte, blieb er vollkommen gelassen und schaffte es schließlich gegen Ende sogar das der Hengst sauber an den Zügelhilfen ging und nicht jedes Mal austrat wenn man das Bein anlegte.

      Jetzt reiß dich zusammen, sie wird dich schon nicht beißen, dachte Tyler sich, kaute auf der Unterlippe herum und versuchte den Blick von den zwei in der Halle tollenden Füllen abzuwenden – gar nicht so einfach. „Du bist Tyler, oder?" riss es ihn schließlich aus seinen Gedanken und er nickte hilflos. „Ja." Sagte er schließlich lang gezogen und beim klang seiner eigenen Stimme zuckte er zusammen. „Ich bin Patricia." Stellte sie sich vor, versuchte ruhig zu bleiben und ihn nicht all zu lange an zu starren. Er nickte, ganz langsam, ganz verhalten und schaffte es wirklich sie für einen Moment anzusehen, für einen Moment den Blick zu erwidern. „Freut mich.." sagte er noch leise, ehe er den Blick wieder abwandte und die beiden Füllen beobachtete. Was war das denn gewesen? Was passiert mit mir? Noch einmal sah er verstohlen zu dem schlanken Mädchen neben sich, da war es wieder, das stolpernde Herz, der zu schnelle Atem.

      Pflegebericht für alle Pferde

      Tag 1

      Das heute ein stressiger Tag werden würde wusste ich schon, als ich aus meinem warmen Bett kroch. Samt Krücke humpelte ich wenig später – und noch halb verschlafen – über den Hof, in Richtung Stall. Noch während ich die ersten Pferde nach draußen brauchte und durch den Nieselregen stapfte dachte ich, dass es vielleicht besser gewesen wäre im Bett liegen zu bleiben. So weit war alles gut, bis Twilight meinte, er müsse steigen – mit einem Ruck brachte er mich auf den Boden der Tatsachen zurück. „Twi!" schimpfte ich halblaut, ruckte am Strick und zog ihn unsanft wieder auf zurück. Das hatte mir ja noch gefehlt, eine ausgekugelte Schulter oder so etwas. Nein danke.

      „Guten Morgen Tyler – kannst du die Fohlen..? Dankeschön.." der Junge mit den schwarzen Haaren nickte nur stumm und war schon in D' Compliets Box verschwunden. Was würde ich nur ohne ihn tun? Ein Seufzen entkam meiner Kehle, was Galaska dazu veranlasste besorgt zu brummeln. „Alles gut meine Klein.." flüsterte ich ihr ins das plüschige Ohr – sie bekam schon jetzt erstes Winterfell, so war das mit ihr.. Um alle 28 Pferde nach draußen zu bringen brauchten wir zu viert eine gefühlte Ewigkeit. Gegen 10 Uhr trudelte Alec ein – es war seine erste Woche.. da ging so was überhaupt nicht. Noch wohnte er eine dreiviertel Stunde Autofahrt weg, doch am Wochenende sollte er ins Arbeiterhaus ziehen – spätestens dann musste er pünktlich kommen. Ich war nicht die einigste, die ihm einen bösen Blick zuwarf, auch Leon war reichlich entnervt vom Neuen. „Auch schon da?" knurrte ich, mit bereits sehr schlechter Laune, schob die volle Mistkarre an ihm vorbei.

      „Hoppchen Vicky, die anderen sind gleich schon fertig.." sagte ich lächelnd, als Vicky die Hofeinfahrt hinaufgeradelt kam. „Entschuldige'.. hab' verschlafen.." japste sie, musste wirklich die ganze Strecke gerast sein. „Schon okay, Christian macht die Stunde.." und damit verzog sie sich in den Stall. Dort herrschte bereits reges Treiben. Die kleine Sophia war da, Leonie und Jasmin auch und Maxi holte Sam grad' von der Weide. Fly würde sicherlich auch jeden Moment kommen und dann fehlte nur noch.. Kathy. Himmel, wo war die denn? Sonst war sie eine der ersten die kamen und eine der letzten die gingen.

      Heute nicht, heute sollte sie mich überraschen.

      Das Schnurren des Motorrads war deutlich zu hören als es auf dem Hof hielt. Das war nichts ungewöhnliches mehr – Raphael kam öfter. Doch diesmal.. brachte er Kathy mit. ‚Die kennen sich..' war das erste was mir durch den Kopf schoss. Wieso störte mich diese Tatsache so sehr?

      „Vicky nimmt Vicky, Fly du reitest Foxglove, Carino wird von Leonie geritten und Jasmine, du nimmst Lennie." Damit war die erste Reitstunde schon mal eingeteilt. Alec würde die zweite machen. Er räusperte sich, angesichts der Tatsache, dass ihn acht paar Augen fixierten. „Ich habe mir gedacht, dass wir einen kleinen Ausritt machen – Sophia du nimmst Held, Kathy du Pirate, Maxi nimmt Sam und ich werde auf Lysanto mit reiten." Gesagt getan. So standen nun insgesamt acht Pferde auf der Stallgasse, die einen waren schon halb geputzt, die anderen strotzten noch vor Dreck. So wie Held. „Och Heldi.." murrte Sophia, ihre Stimme hallte durch den ganzen Stall. Die kleinen Hände in die Hüften gestemmt stand sie vor dem Pony, dass ihr immer das Hinterteil zudrehte. Ein Klaps auf besagtes Hinterteil und der drohende Finger zeigten Wirkung und eine halbe Stunde später marschierten vier Pferde gen Reitplatz und die anderen auf das Tor zu. Für einen Moment herrschte Ruhe im sonst so belebten Stall. Bis sich ein leises Stimmchen hinter mir räusperte. „Ehm.. S-saskia?" Es war Tyler, der da hinter mir stand, auf den Boden starrte. "Mh?" – "Ich.. ich mache dann Compliet fertig, ja?" Er.. fragte. Er fragte ob er das Pferd fertig machen durfte? "Klar.. pass nur auf." Ich machte mir Sorgen, ja, dass war doch normal oder nicht?

      Nachdem Tyler D' Compliet geputzt hatte führte er den Hengst hinaus, was schon eine furchtbare Arbeit war, so wie er tänzelte. Zurück blieb ich und ein leerer Stall, hatte Leon sich doch Angel von der Weide geholt, draußen angebunden und putzte sie – so war ich.. nein gar nicht, Raphael musste hier noch irgendwo sein!

      Wenn man vom Teufel sprach, eh? Just in diesem Moment kam er um die Ecke, mit einem Grinsen auf den Lippen, dass ich das letzte mal so gesehen hatte als er Abends in der Disco ein Mädchen aufgerissen hatte – ja, ich hatte mich verleiten lassen einer seiner Einladungen nach zu kommen. Dumme Idee. Wirklich dumme Idee.

      "Hey Kleine, was hastn gemacht?" fragte er, beäugte mein Knie für einen Moment, dass unter der engen Reithose deutlich dicker war – also, mal abgesehen davon dass ich eine Schiene trug.. "Kreuzband gerissen.." murrte ich, starrte in die schwarzen Augen, die noch immer schelmisch drein guckten. "Ouh.. das tut weh, ich könnte Pusten..?" – "Wag es ja nicht!" damit stand ich von meinem Sitzplatz – einem durchaus bequemen Strohballen – auf und humpelte in Richtung Wendys Box. Ich wusste, dass er mir folgen würde und hatte recht, seine Schritte hallten auf dem Betonboden. "Kathy, was hast du mit ihr am Hut?" fragte ich, drehte mich nicht um sondern entriegelte schon Wendys Box. "Was interessiert dich das..?" kam seine belustigte Gegenfrage. "Sie ist eine Reitschülerin, sie bringt Geld rein, was wir brauchen – und wenn du ihr auf dem Hof zu nah kommst Kastrier' ich dich. Höchst persönlich." Jetzt hatte ich mich ihm doch zugewandt, vor ihm aufgebaut, denn er war mit in die Box geschlüpft – und sein Grinsen war verblasst. "Wieso denkst du, ich mache mich an sie ran?" – "Weil du das immer tust." Funkelte ich, ehe ich mich umdrehte – Gespräch beendet, hatte keine Lust mehr. Es folgte ein Schweigen, ein verdammt unangenehmes und ja, es tat mir leid. Ich konnte so etwas nicht, lange böse sein.. eigentlich. Erst als ich eine Hand auf der Schulter spürte merkte ich, wie versunken ich in meine Gedanken gewesen war. "Ich mach' sie fertig.." sagte er und verschwand somit auch schon wieder aus der Box. „Was ist nur los..?" murmelte ich, lehnte mich für einen Moment an die Fuchsstute, seufzte. Besser, ich wäre heute Morgen im Bett geblieben, wirklich. Das ganze würde mir fürchterlich über den Kopf wachsen, dem war ich mir sicher.

      „Wir gehen in die Halle, draußen ist Unterricht.. zumal es nach Regen aussieht." Sagte ich, führte Zafira – meine wunderhübsche Araberstute – aus dem Stall, gefolgt von Raphael und Wendy. Die beiden schienen sich zu verstehen.. nunja, eigentlich gab es kaum jemanden, den Wendy nicht mochte.. Meinetwegen konnten sie mir heute alle den Buckeln runterrutschen. So! Es kam keine Antwort, er hatte seit meinem Ausbruch überhaupt nichts mehr gesagt. Okay, dann halt in friedlicher Koexistenz nebeneinander herlaufen. Pah. So schlechte Laune wie heute hatte ich schon lange nicht mehr gehabt, wieder überkam mich die Frage nach dem ‚Wieso?', doch Zafira riss mich sofort in die reale Welt zurück. Zu schnell war sie für mich, drängte viel zu sehr nach vorne, als das ich mich hätte halten können – halb in ihrer Mähne, halb auf dem Boden kämpfte ich mich wieder hoch, zog an den Zügeln. „Zafira!" ermahnte ich sie.. es war schon das dritte mal an diesem noch so frühen Tag, dass ich die Stimme erhob. Die Stute zuckte mit den Ohren, senkte Schuldbewusst den Kopf und ging dann wesentlich langsamer. War.. war das ein besorgter Blick von ihm gewesen, den ich da erhascht hatte..? Nein, mit großer Sicherheit hatte ich mir das nur eingebildet, oder?

      Als ich erstmal auf Zafiras Rücken saß, war alles okay. Wie viel größer die Welt doch von einem Pferderücken aussehen kann. Nach dem dritten oder vierten Versuch hatte ich es geschafft mein Bein über den schmalen Rücken zu schwingen und saß dann da, im ersten Moment vollkommen angespannt, wie das Dynamitfass unter mir – erst nach einigen Runden entspannten wir uns beide. Mit Schenkelhilfen würde es heute nicht viel werden, sollte Zafira mal zeigen, wie gelehrig sie war, wir würden Stimmkomandos üben. Das Raphael mittlerweile so eine gute Figur im Sattel machte, machte die ganze Sache für mich nicht einfacher, stattdessen ignorierte ich verbissen den stechenden Schmerz als ich antrabte und mit dem leicht Traben Zafiras Rücken entlastete. Wie gut er war, sah ich erst, als auch er anfing zu traben. Zwar waren die Zügel viel zu lang und von Paraden kaum eine Spur – dafür saß er grade auf dem Pferd, die Ellenbogen angewinkelt und am Oberkörper und die Beine sahen auch ganz gut aus, wenn auch etwas unruhig. Und Wendy rannte unter ihm weg – das war mein Triumph, denn ich hatte Zafira am Zügel (was nicht sonderlich schwer war bei dieser Dressurbegabung) und sie ging ruhig und harmonisch. Es war unfair von mir, alles. Obwohl ich Recht hatte und ihm dieser Dämpfer durchaus gut tun würde, überlegte ich mich zu entschuldigen, einfach des Anstands wegen, hatte ich doch eine gute Erziehung genossen. Als nun der Regen auf das Hallendach trommelte gab es dem Schweigen einen verdammt melancholischen Beigeschmack. „Rapha.." setzte ich leise an, wurde jedoch jäh unterbrochen, es polterte und dann tauchte Fly an der Bande auf. „Ich mach' Vivi fertig und gehe dann mit ihr in den Longierzirkel." Schweigend nickte ich – bei diesem Wetter war es doch ein Segen einen überdachten Longierzirkel zu besitzen. Wieder wurde es ruhig, ehe wir beide etwas sagten – und keiner etwas verstand. „Du zuerst.." bat ich, doch er schüttelte nur den Kopf. „Du." Okay, dann würde ich halt anfangen.. bei so was wurde er immer ganz Gentlemanlike. Ich seufzte leise, fuhr mir mit dem Handrücken über die Augen und starrte dann auf Zafiras Ohrenspitzen. „Es tut mir leid – das was ich vorhin gesagt habe. Es steht mir nicht zu so etwas.." Weiter kam ich nicht, wurde unterbrochen von ihm, ritt er jetzt neben mir her, sodass ich ihn spürte, sein Knie berührte das meine. „Schon gut, war ja von mir auch nich' das beste Verhalten." Gab er zu und.. dieses Geständnis verwirrte mich zugegeben.

      Als ich aufsah, spürte ich doch seinen Blick auf mir, musste ich wider willen lächeln.



      „Das reicht dann.." meinte ich nach gut einer Stunde, in der Alec mit Eclatee gesprungen war und Leon scheinbar gut mit Light from Above klar kam. Das schönste daran? Raphael war mir keine Sekunde seit dem wir die Pferde auf die Weide entlassen hatten von der Seite gewichen. Die beiden klopften den Pferden den Hals, ließen die Zügel locker und brachten die beiden kurz darauf in den Stall, um sie nochmals zu putzen und zu den anderen auf die Weide zu bringen. Die Reitschüler hatten uns derweil fast alle verlassen, lediglich Felicitas und Kathrin waren noch da. Letztere wurde grade in dem Moment abgeholt, wie ich fast erleichtert feststellte.

      Ich lehnte an Raphael, wir standen vor der Weide, auf der Balefulness, D' Compliet, Angel und Vivianne herumtollten. „Es ist ein wunderschöner Anblick.." seufzte ich, genoss den Moment – wäre auch gerne noch einmal so jung. „Ist es." Hörte ich die raue Stimme neben mir und es klang so ernst, dass ich aufsah – und feststellen musste dass er nicht, wie ich, den Fohlen zugesehen hatte. Nein, er.. er sah mich an. Nahezu nervös kicherte ich, spürte wie die Röte mir ins Gesicht schoss und die Sinne benebelte. „Ach was." Murmelte ich, legte die Arme um ihn und schloss kurz die Augen. Ich hatte den hochgewachsenen, muskulösen Raphael in den letzten Wochen so lieb gewonnen, wie sonst kaum jemanden – zu meinen besten Freunden würde ich ihn zählen. Mach das nicht kaputt.. rief eine Stimme in mir.

      „Ich muss gleich weg." Teilte ich ihm mit, nachdem wir eine gefühlte Ewigkeit so da standen. „Freunde von mir kommen und helfen mir bei den Pferden – wir machen einen Ausritt." – „Oh.. Achso. Na dann mach' ich mich gleich auf den Heimweg." Er sprach's und löste sich aus der Umarmung, drehte sich um, nicht ohne einen letzten Blick auf mich zu werfen. „Bis Morgen dann, ja?" Ich konnte nur mehr nicken, dieses Schwindelerregende Gefühl breitete sich in mir aus, dass ich noch einige Minuten unfähig am Gatter der Koppel stand, bis mich ein Motorengeräusch zurückholte.

      „Tabby!" rief ich, während ich so schnell ich eben konnte, über den Hof humpelte, auf das Auto zu, das dort gehalten hatte und das blonde Mädchen nun ausstieg. „Tabby Tabby Tabby Tabby!" mit den Worten fiel ich ihr um den Hals, kam sie mich doch heute das erste mal besuchen. „Lass mich Luft holen.." lachte sie, drückte mich entgegen ihrer Worte dennoch. Ha, da sag' noch mal einer, sie sei böse!

      Nach den üblichen Floskeln, die mir persönlich viel zu langsam und langweilig waren zog ich sie mit in den Stall, deutete auf die gefüllten Boxen, in denen die noch unbewegten Pferde standen. „Schau, dass sind Lord Fantastic und AlCapone – die haben heute einen Ruhetag. Und das ist Galaska.." – „Hallo Galaska – ist die" Kopfnicken in meine Richtung „immer so? Oh.. des tut mir herzlichst leid." Lachte sie, stieß mich in die Seite als ich schmollend die Unterlippe vorschob. „Und und und.. das da ist Miss Dixie und Twilight und.. Tabby?" ich sah mich um, war davon ausgegangen, dass sie mir folgte – doch sie war an einer der Boxen stehen geblieben, liebkoste den Dickschädel, der auf der Boxentür lag. „Luigi. Ich sehe, du hast ein Pony eeh.. Pferd gefunden. Ich dachte mich ja schon, dass du ihn gut finden würdest.." – „Sasüüüüüüüüüüüüüüüü!" schallte es da von der Stalltür und alle Köpfe blickten in die Richtung. „Payty!" lachte ich, knuddelte sie, bis sie – ihrer Geräusche nach – keine Luft mehr bekam. „Ich habe dir wen mitgebracht." Verkündete sie grinsend und trat einen Schritt zurück, so dass ich sehen konnte wer da noch mit kam. „Carly.." strahlte ich, kam aus dem Lächeln schon gar nicht mehr raus. IceLandGirl war auch mit gekommen. „Wie schön das du auch da bist.. herje.. dann kommst du jetzt auch mit!" beschloss ich, denn ja, ich hatte einen Ausritt geplant. Eigentlich nur zu dritt, aber wenn Carly jetzt schon mal da war..

      „Ich dachte mir das du Twilight reitest, braucht nur dauerhafte Beschäftigung der Kleine, ja Pay?" Das schmale Ding nickte und hopste schon die Stallgasse entlang – wie eh und je war sie, meine Payty. Meine beste Freundin.

      „Tabby, du hast ja schon ein Pferdchen gefunden.." neckte ich, ehe ich mich also zu Carly wandte. „Und du kannst.. Du kannst El Faro reiten." Fragte ich sie, führte Carly währenddessen schon zu dem Andalusierhengst. „Der ist ja hübsch.." strahlte sie, überschlug sich fast vor Freude und.. dann machten wir die Pferde fertig, jeder für sich und Gott für uns alle.



      „Schaut, da vorne ist ein Stoppelfeld.." sagte ich, frohlockend und lenkte Leviathan schon dorthin. Selbst jetzt behielt der Hengst einen ruhigen Kopf, trotte vor sich hin – wenn auch die Ohren aufgestellt – doch drängelte nicht. Mit ihm hatte ich wirklich einen super Kauf gemacht. Undauch Payty schien sich über den Rapphengst zu freuen, über den ich ihr schon so viel erzählt hatte. Tabby saß ebenso strahlend auf Luigi, der zu seinem Erstaunen wirklich Arbeiten musste. Nicht mal Carly schien ein Problem mit El Faro zu haben, so sehr er auch versuchte über die Schulter auszubrechen; sie hielt dagegen, fing ihn wieder ein.

      „Wer ist dabei..?" fragte ich, drehte mich grinsend in dem hübschen Westernsattel um und sah zu den anderen – die alle samt nickten. „Wer als letztes auf der anderen Seite ist, ist.. ist verdammt langsam!" Mit diesen Worten preschten wir vier los. Ganz vorne lag Faro, direkt an ihm klebte Twilight und Levi und Lulu waren gleichauf.. kaum eine Nasenlänge hinter den beiden. Das Stechen in meinem Knie wurde gnadenlos ignoriert, stattdessen trieb ich Levi vorwärts, auch Lulu und Tabby kamen nach und Stück für Stück holten wir zu Twilight, Payty, Faro und Carly auf – es Endete damit, dass alle vier Pferde vollkommen außer Atem am anderen Ende ankamen; gleichzeitig. Wie im Chor hörte man die vier hallenden Stimmen rufen „Gewonnen!" ehe alle in Gelächter ausbrachen.



      Auf dem Rückweg kamen wir noch an einer der Apfelplantagen vorbei, beinahe wäre ich daran vorbei getrabt, so fleißig arbeitete Levi unter mir, bis mir einer der grün leuchtenden Äpfel fast ins Gesicht sprang. Natürlich arbeiteten dutzende Arbeiter um diese Uhrzeit auf der Plantage und die guten Äpfel gab es sowieso nur weiter innen – aber warum es nicht wagen?

      „Hat jemand hunger?" fragte ich, schelmisch grinsend, während ich Leviathan durchparierte. „Ein Apfeldiebstahl? Ich bin dabei!" stimmte Tabby sofort zu, Payty nickte zögerlich und auch bei Carly sah es danach aus. „Rein, Apfel pflücken, raus – verstanden?" grinste ich, mit Tabby um die Wette und legte mit Leviathan, gefolgt von Luigi, Twilight und zum Schluss El Faro einen Galopp aus dem Stand hin. Levi schien zu wissen worum es ging, denn kaum hatte ich die Hand nach einer der vorbeifliegenden Früchte ausgestreckt – und das Geschrei der Arbeiter war schon zu hören – reichte der leichte Druck mit dem Schenkel und eine feine Zügelhilfe und Levi legte eine Showreife Kehrtwendung hin, um einen der Bäume herrum und zurück. Unter mir spannte sich jeder Muskel an, in der Baumreihe rechts neben mir sah ich den Falbfarbenen Schatten Luigis und zu meiner linken hetzten auch Twilight und Faro vor den Arbeitern davon. Anscheinend hatten die die Wendung nicht so eng hinbekommen, waren sie doch fast drei bis fünf Meter entfernt. Mit schallendem Gelächter und einem Apfel in der Hand brachen wir aus der Plantage, uns folgten die Schreie der aufgebrachten Arbeiter doch daran störten wir uns nicht, selbst Carly und Payty schienen nun ihren Spaß gehabt zu haben.

      Bis wir zurück auf dem Hof waren dämmerte es bereits, ließen wir den Pferden nun doch alle ihre vergönnte Ruhe. „Was hältst du davon.." fragte ich, sah Payty an die mit Twilight neben mir her ritt. „..du schläfst heute bei mir?" – „Oh ja, dass wird sicher toll." Stimmte sie ein – und so würden wir morgen einen weiteren Tag zusammen verbringen. Mit meiner besten Freundin..

      Als wir auf den Hof kamen viel mir erstmal gar nicht auf, dass das silberne Motorrad neben dem Haupthaus stand, war ich doch viel zu sehr in die Gespräche mit den anderen vertieft. Wir redeten, kreuz und quer, jeder mit jedem und alle auf einmal, so ging es auch weiter während wir abstiegen, die Pferde in den Stall brachten und für die Nacht fertig machten. Carly, Tabby und Payty halfen mir noch, die anderen Pferde rein zu holen – wo mein Stallbursche und der ganze Rest, war mir schleierhaft. Sollten die mal machen, wir konnten das ja auch.

      „Es war ein toller Tag, müssen wir bald mal wiederholen, ja?" ich blinzelte zu Tabby, breitete die Arme aus und fiel ihr um den Hals. Jetzt hatte ich sie mal in echt gesehen, und fand sie toll. Doch leider musste sie zurück, schließlich würde Felix mir ‚ne Standpauke halten, wenn ich seine Futtergeberin all zu lange für mich beanspruche. Auch Carly musste nach Hause, ihre Eltern hatten wir nicht überreden können, dass sie hier blieb. „Ein anderes Mal." Versprach sie, ehe sie in den Wagen ihres Dad's krabbelte und weg war.

      „So, nun sind wir alleine." Frohlockte ich. „Hrrrrr." Kam von Payty und lachend schlenderten wir zum Haus.

      „Ich dachte schon du kommst ga.." hörte ich Tylers leise stimme, bis er mitten im Satz abbrach, als er sah das ich nicht alleine war. Er senkte den Blick, wie immer, nestelte mit seinen Fingern an seinem T-Shirtsaum. „Was ist denn..?" fragte ich also, nachdem jetzt nur ein Schweigen folgte. „Nun.. er sagte, er hätte etwas vergessen.. und dann ist er nicht mehr gegangen." Ich runzelte die Stirn. „Wer?" sagten Payty und ich fast gleichzeitig.



      Es war bequem vor dem Kamin zu sitzen, an jemanden gekuschelt, den man mochte. Weshalb auch immer Raphael zurück gekommen war, er schien es vergessen zu haben, denn jetzt saßen wir zu viert am Kamin, aßen Brötchen und tranken dazu heiße Schokolade. Obwohl es hier drinnen, so direkt vor dem Kamin nicht kalt war, wärmte die Schokolade.. von innen. Wie lange wir da saßen kann ich nicht mehr sagen, wir hatten unseren Spaß, unterhielten uns gut.. und sogar Tyler schien sich wohl zu fühlen, sprach doch auch er mit – zumal im Payty's Gesellschaft irgendwie zu beruhigen schien. Süß.

      Als die Frage ‚Wie spät ist es denn?' durch mehrfaches Gähnen unterbrochen wurde, beschlossen wir das es spät genug war. Fast, aber nur fast hätte ich darauf bestanden, dass Raphael hier schlief – bis er sagte, dass das seine Eltern nicht erfreuen würde (was ihn ja sonst auch nicht störte..).

      „Und ehm.. schlaf gut.." murmelte ich, fröstelte, wie ich im T-Shirt in der Haustür stand und Raphael verabschiedete. „Bis morgen?" – „Mhm.." gähn. „..kommst du um.." doch soweit kam ich nicht, er hatte mich schon die ganze Zeit halb ihm Arm gehalten, als er gemerkt hatte, dass ich fror. Einfach so. Jetzt beugte er sich zu mir, Ich würde mich nicht wehren, dachte ich, dieses mal nicht. Und dann passierte etwas, von dem ich nicht gedacht hätte, dass er so etwas konnte; ich spürte, so zart wie ein Feder nur, seine Lippen auf meiner Stirn – doch dafür schien es mir unendlich lang – bis er sich wieder aufrichtete, ein „Schlaf gut." Murmelte und weg war. Einfach weg. Zurück blieb ich, vollkommen verwirrt und mit einem Flattern im Bauch.

      „Was war denn das?" mit einem mal stand Payty hinter mir, grinste bis über beide Ohren und sah so wissend aus, dass ich ein Stück zusammen sank, spürte wie ich rot wurde, was man in der Dunkelheit zum Glück nicht sah. „Ich hab ihm.. und er.. Nichts." Nein, es war nichts. Nichts, was er nicht auch schon bei dutzend anderen gemacht hatte. Nichts, als ein Kuss.

      Während wir nacheinander im Bad verschwanden redete sie nur von Tyler, wie süß er sei, so zuvorkommen und.. liebevoll. Ob ich mir denn sicher war, dass ich nichts von ihm wolle. Ich hätte ihn ja so angesehen, und habe ich die wunderschönen grünen Augen gesehen? Oder auf dieses leichte Lächeln geachtet, wenn er von Pferden sprach?

      Natürlich hatte ich. Und genauso hatte ich mitbekommen, wie sehr sie ihn mochte..



      Tag 2



      Das Wetter war so schnell umgeschlagen, dass an diesem Morgen der Atem in kleinen Wölkchen am Himmel hängen blieb und sich verewigte. Alleine, als ich nur kurz zum Stall ‚flitzte' – witzig, so mit kaputtem Knie – um Tyler und Leon zum Frühstück zu holen, erfror ich fast. Das Frühstück lief eigentlich ab wie immer, mal abgesehen dass es Sonntagmorgen war und heute somit keine Reitstunde stattfand, war alles wie immer. „Alle Pferde, die gestern in irgendeiner Weise gearbeitet haben, haben heute frei. Lord Fantastic, Al Capone und For a Moment haben auch frei, Fanta hustet, Capi lahmt und Momi steht ja nur in Pension – Eowin wollte sich eigentlich um ihn kümmern." Stellte ich fest und erinnerte mich daran, dass meine Freundin noch nicht einmal bei mir war, weder bevor ich Momi für sie untergebracht hatte noch danach. „Alec wird mit Bale arbeiten und Sign reiten – außer du willst heute reiten Leon, sonst hast du frei." – „Ach, den Burschen mach' ich gern.." schmunzelte er und nickte, ehe er in sein Brötchen biss. „Okay.. Tyler, würdest du Penguin nehmen, dann kann Payty mit Ilayka in die Halle – du müsstest ein Auge auf sie haben, Raphael kommt nachher und Galaska will auch bewegt werden." Paytys Augen funkelten, ich glaube nicht, dass es wegen der Stute war, immerhin war Ilayka eine Achal Tekkiner Stute – was ja so gar nicht ihr Fall war – aber die Tatsache, dass sie mit Tyler alleine in der Hall sein würde gefiel ihr wohl. „Geht klar.." murmelte Tyler, fixierte sein Brötchen, das Messer, das Brettchen.. alles schien interessanter zu sein wie die Menschen die hier saßen, also alles wie immer.

      Paytys Begeisterung wurde nur unwesentlich gedämpft, als sie erkannte wen sie da bekam, doch der Fröhlichkeit die von ihr ausging konnte keiner entgehen. Auch sie nicht. Wenig später waren Tyler und Payty also Richtung Halle abgedampft, Leon machte sich mit Sign auf den Springplatz und ich blieb alleine zurück, hatte endlich Zeit zum nachdenken.

      Und da waren verdammt viele Gedanken.. viel zu viele, wenn man mich fragen würde. Aber mich fragte ja keiner. „Hallo Kleine." Beim Klang der Stimme zuckte ich zusammen, noch einmal, als wenig später seine Hände auf meinen Schultern lagen. „Was machst du denn schon hier?" Klang meine Stimme wirklich so heißer wie in meinem Kopf? Bitte nicht.

      Er lachte nur, wie immer, dieses kehlige, raue Lachen. „Fahren nachher weg – also dachte ich mir, dass ich früher kommen muss, wenn ich dich armes Ding nicht im Stich lassen wollte." – „Ha ha, sehr witzig." Murrte ich, drehte mich zu ihm um, stand er doch noch immer hinter mir – nur um dann nach ihm zu Schlagen. „Ich hab' dir doch schon mal gesagt, dass ich dich nicht brauche, oder?" – „Na und?!" entgegnete er stumpf, doch dieses unverschämt gut aussehende Grinsen verschwand nicht. „Also, wo kann ich helfn?" Ja, dass war jetzt die Frage. „Ich ehm.. du könntest.. Hmpf. Pferde auf die Weide bringen?" – „Aye aye!" Damit machte er sich an die erste Box, Zafiras, holte die zappelnde Stute aus der Box und grinste, während ich Wendy am Halfter hatte.

      „Na los.. raus mit euch." Lachte er, als die beiden Stuten direkt dort stehen blieben und grasten, wo wir die los gemacht hatten. „Die Mädchen lieben mich, siehst du!" jubilierte er, ehe ich mit dem Führstrick rumwedelte und Wendy gemächlich weiter ging, während Zafira sich aufplusterte und davon trabte.. oh pardon, schwebte. So ging das hin und her, es war lustig zu beobachten, wie er mit den Halbstarken zu kämpfen hatte. Letztlich war da nur mehr Twilight, und Raphael wollte es sich nicht nehmen lassen, den Hengst raus zu bringen. Twilight schob ihm neugierig die Nüstern entgegen, würde er jetzt nicht aufpassen, würde er ihm gleich in die Finger beißen.. und, da warst passiert, Raphael zuckte zusammen, fluchte und kam kurz darauf mit Pferd aus der Box. Entweder es tat ihm wirklich nicht weh, oder aber er konnte das verdammt gut verstecken. Erst am Weidetor sah ich, das sein Finger bläulich anlief und dick war. „Warum sagst du denn nichts..?!" rief ich empört, hatte seine Hand geschnappt und die Finger begutachtet. Das musste höllisch wehtun. „Weil's nicht so schlimm ist." – „Tu nicht so.." knurrte ich, zog ihn mit, zum Haus, zum Medizingedöhns.

      Der nächste Aufstand kam, als ich ihm den Finger verbinden wollte. „Mein Vater ist Arzt, ich kann das alleine." – „Na und, das heißt ja nicht das du das auch kannst.. ich mach das jetzt." Damit zog ich ihm die Mullbinde aus der anderen Hand und fing an den Finger zu bandagieren, den es am schlimmsten erwischt hatte – die anderen waren nur etwas rot. Tat ja nicht weh, deswegen zog er auch so scharf die Luft ein, als ich den Verband stramm zog. „Und was krieg ich jetzt dafür?" Verwirrt sah ich auf. „B-bitte.. bitte was?" – „Naja, beim Arzt bekommt man doch immer was als Geschenk." Ich tippte mir an die Stirn, da war er wieder, das Arsch, dass ich kannte.

      „Und jetzt?" wir waren auf dem Sofa sitzen geblieben, mir war kalt, dass ich das Gefühl hatte meine Knochen seien eingefroren. Miss Dixie und Galaska fehlten noch. „Reiten geht wohl kaum, oder?" stellte ich fest, lehnte an ihm, hatte meinen Kopf auf seine Schulter gebettet und gähnte. Es war gestern wirklich zu spät gewesen. „Klar, das geht immer.." frohlockte er, mit diesem schelmischen Blitzen in seinen Augen, während seine Hand zu meinem Oberschenkel wanderte. „Oh nein.. nicht das reiten." – „Hast du nich' gesagt." – „Meinte ich aber." – „Und was jeheeetzt?" Ja, jetzt waren wir mit der Frage immer noch nicht weiter gekommen. Gestern Nacht hätte ich eine Antwort gewusst, aber jetzt.. es war komisch, er schien wieder jemand anderes zu sein – oder vielleicht war er gestern Abend jemand anderes, flüsterte die kleine gehässige Stimme in meinem Kopf. Ich beschloss sie ein für alle mal zu ignorieren.



      „Aufstehen, hinsetzen, aufstehen, hinsetzten.. okay. So ist's besser. Nicht so hektisch.. ja, du hast es." Da ich nicht reiten konnte, nicht ‚arbeiten', hatte ich mich selbst überredet, dass er Galaska reiten durfte. Als Ausnahme. Heilige Ausnahme. „Wieso darf sie eigentlich keiner reiten?" – „Wieso darf niemand anderes mit deinem Motorrad fahren?" – „Okay.. Das klingt logisch." Lachte er, ich zupfte an der Longe und Galaska wurde ruhiger, bis sie zum Schritt durchparierte. Sie. Nicht er oder ich, dass machte sie ganz alleine.

      „Ich hab' Angst sie zu verlieren." Erklärte ich langsam, während er trocken ritt, sichtlich angestrengt von dieser Longenstunde. „Aber deswegen verlierst du sie doch nicht.." – „Aber vielleicht liebt sie dann jemand anderen mehr als mich." – „Ach quatsch, wie sollte sie jemanden besseren finden als dich?" Ich zuckte mit den Schultern, meinem Kopf brauchte er nicht zu erklären, dass es Unsinn war, aber mein Herz wollte nicht verstehen. Als er sich aus dem Sattel rutschen ließ und das Gesicht verzog wusste ich, dass er morgen Muskelkater haben würde und das erheiterte mich schon wieder so sehr, dass ich Lachen musste. „Was?" fragte er, zeigte auf sich, mitten auf seine Brust. „Du findest es lustig wenn ich Schmerzen habe?" – „Natürlich nicht.. Muskelkater ist da was anderes.." kicherte ich, albern von mir, schon klar.. aber so war ich. Im Haus regte sich etwas hinter einem der Fenster, also waren sie schon fertig. Obwohl.. Leons Auto war nicht da.. na, dann sollten wir usn vielleicht etwas mehr Zeit im Stall lassen. Galaska genoss es, von beiden Seiten geputzt zu werden, konnte sich gar nicht entscheiden, wen sie als erstes abschlabbern sollte und stand am Ende halb dösend da. Alles wie immer. „Wohin geht's da eigentlich?" fragte Raphael und deutete auf die Holzleiter, die in der hintersten Ecke an der Wand lehnte und in ein offenes, schwarzes Loch zu führen schien. „Ist nur der Heuboden – willst du mal gucken?" – „Nur wenn du mitkommst." –„Das ist keine gute Idee.."



      Hätte ich doch mal auf mein inneres Ich gehört, kaum saßen wir oben im Heu, knackte es, erst ganz leise, dann immer lauter und mit einem mal brach die Leiter aus der Verankerung, mit der sie in der Wand fest gemacht war und kam schließlich mit einem lauten Knall auf dem Boden auf. „Toll.. jetzt sitzen wir hier fest." Meine Stimme überschlug sich fast, aber Raphael blieb ganz ruhig. „Sie werden schon nach uns suchen.." Klar doch, morgen oder so..

      „Darf ich also vorstellen, der Heuboden – wir werden ihn jetzt näher kennen lernen.." murrte ich, nein, fand das ganze nicht halb so amüsant wie Rapha der neben mir saß und sich gar nicht mehr einkriegte. „Es ist so süß wenn du dich ärgerst.." bekam ich kurz darauf die Antwort auf die Frage, was zum Teufel er denn so lustig fand. „Gar nicht..!" protestierte ich, doch er nickte nur, lachte weiter. Lachte mich aus. Pah! Meine Hand krallte sich um das Heu auf dem wir saßen und.. schon hatte er es in den Haaren, auf den Klamotten. „Ah.. du Sau!" fluchte er, noch immer lachend und jetzt konnte ich auch mit einstimmen, fand auch ziemlich lustig, wie es in eine Heuschlacht ausartete.. bis er halb auf mir lag, beide Hände auf den Boden drückte und grinste. „Wenn ich jetzt den Kopf schüttel' bist du voll damit.." grinste er und meine Augen weiteten sich. „Noooooin!" – „Schlag mir nen Deal vor." Meine Augen zuckten durch die Gegend, ich fand nichts hilfreiches. Doch ehe ich etwas antworte konnte war es da wieder, dass, was mich gestern so verwirrt hatte –es war ein regelrecht liebevoller Ausdruck in seinen Augen. Und als er diesmal den Kopf senkte, seine Lippen auf meine Stirn, Wangen und die Nasenspitze senkte, zuckte ich nicht mit der Wimper, meine Finger umschlossen seine, die ohne Verband, die andere Hand hob ich, legte sie ihm – eiskalt wie sie war – in den Nacken und zog ihn zu mir, Zentimeter waren da nur noch, die uns trennten, ehe ich die Augen schloss und.. „NORWI? RAPHAEL?!"

      Eine Sekunde bewegten wir uns beide nicht, eher seufzend zu kapitulieren schien, sich aufrichtete und an den Rand setzte, wo wir bis eben noch gemeinsam gesessen hatten. „Hier..!" rief ich, da sahen sie – ja, Himmel sie waren ja zu dritt – die Leiter auf dem Boden und machten sich daran sie wieder einigermaßen stabil an die Wand zu bringen.

      Das letzte, was ich von ihm hörte war „Es soll nich' sein." Und dann war er schneller unten und weg als ich gucken konnte.




      Es gibt Momente, die wir nicht verstehen.
      Es gibt Momente, die wir nicht beeinflussen können.

      Und es gibt Momente, denen man noch lange nachtrauert..

      Pflegebericht für He's a Pirate

      Nachdem ich mit Levianthan fertig war, ging ich zu dem dem Schecken Pirate.
      Ich musste zugeben, dass er heute recht ungezogen war, vermutlich der Stuten auf der Weide wegen.
      Dennoch kümmerte ich mich mit Herzblut um den Hengst.
      Ich hatte beim putzen meine liebe Mühe, da er immer wieder mit einem Huf beinahe in meinem Putzkoffer stand.
      Aber dennoch arrangierte ich mich mit ihm und schon bald war er sauber.
      Ich sattelte ihn und ging anschließend mit Pirate ins Gelände.
      Er war, im Gegensatz zu vorher, sehr brav und kein bisschen schreckhaft.
      Da ich ihm heute eigentlich Ruhe gönnen wollte, gingen wir nur eine kleine Schrittrunde..
      Auch ihn fütterte ich, nachdem er Levianthan wiehernd begrüßt hatte.
    • Hedone
      Alte Pflegeberichte

      Umzug der Pferde



      Grade, als ich mit Vampyrin wieder auf dem alten Hof kam, verlud Tyler Carino auf dem Transporter. „Schau mal, wir haben Hilfe bekommen!“ rief ich ihm entgegen und er nickte nur Lächelnd. „Ich weiß, ich weiß. Holst du Pirate?“ Klar, und wenn wir schon dabei waren, konnte Vampyrin auch gleich Frühnebel mitnehmen, immerhin war der Hengst ja auch eines ihrer Pferde. Es dauerte etwa eine halbe Stunde, bis schließlich alle sechs Hengste auf dem Hänger standen; Schneeleopard hatte sich noch recht Problemlos verladen lassen, Bruno und Red Cloud dagegen hatten versucht, ihren sturen Ponydickkopf durchzusetzen, mit wenig Erfolg. Die Rampe surrte, während sie langsam hoch fuhr und Vampy zu den Pferden ging – ich würde den Laster fahren und Tyler derweil die nächsten Pferde hier auf dem Hof fertig machen.

      Mit dem Auto brauchte man fast genauso lange wie mit den Pferd, weil man auch hier mehrere Umwege fahren musste und mit dem großen, voll geladenen Transporter fuhr ich noch langsamer, noch vorsichtiger – wollte ich ja schließlich, dass wir alle heile im neuen Zuhause ankamen.

      Auf der Autobahn hatte es sich gestaut und ich hatte mehrfach gehört, wie bemüht Vampyrin darum war, alle Pferde ruhig zu halten, was nur mit mäßigem Erfolg klappte, aber immerhin erhielt ich keinen dringenden Hilferuf und so erreichten wir nach dreieinhalb Stunden den neuen Hof und ich war froh mich wieder bewegen zu können – genauso schien es den Pferden zu gehen, denn als wir sie aus dem Hänger holten, merkten wir, wie schlecht die Idee war, sie in ihre Boxen zu bringen, waren die Hengste doch alle samt viel zu aufgekratzt. Also brachten wir einen nach dem anderen auf die Weide, auch Miss Dixie und Wohin du auch fliehst kamen nach draußen und Vampyrin und ich gönnten uns eine kurze Verschnaufpause.

      Als wir wieder auf dem alten Hof ankamen, war es derweil 15 Uhr und mein Magen machte sich bemerkbar.

      Nach einer verdienten Mittagspause ging das Bandagieren und Aufladen weiter, doch jetzt folgte der durchaus ruhigere Teil, waren es doch nur noch Stuten und ein Füllen, dass auf uns wartete. Und Quito. Mit dem Wallach dürfte es sowieso ein Spaß werden Hänger zu fahren, nach dem, was ich von seiner Besitzerin gehört hatte.

      Aber jetzt luden wir erst einmal Inga und Vicky in den Transporter, die beide ohne mit der Wimper zu zucken mitkamen, da sie das Verladen von den früheren Reitstunden schon kannten. Tyler kam mit Wendy hinterher, auch sie machte keine Anstalten und vor allem war sie ein super Puffer zwischen Inga und Vicky, die sich ja gerne einmal anzickten. Ich bandagierte noch Galaskas Beine, da brachten Vampyrin und Tyler schon Lady white sun und Quito auf den Hänger. Beide machten ein heiden Theater und erst mit Futter, Gerte am Hintern und der Drohung ‚das sie, würden sie nicht mitkommen, in der Wurst landen’ ließen sie sich schließlich verladen.

      In die integrierte Sattelkammer packten wir so viel wie irgend möglich, da war nur ein weiteres mal Fahren wollten und bei uns allen mittlerweile die Nerven blank lagen. Das ganze wurde auch nicht besser, als Pourquoi sich weigerte auf den Hänger zu gehen, auf dem Galaska schon ganz gelassen stand und am Heu knabberte. „Komm schon, Kleiner, deine Mami ist da und dir wird nichts passieren.“ Versicherte ich ihm nun zum hundertsten mal und endlich schien er mir zu glauben und ließ sich bereitwillig verladen.

      Drei Stunden später hatten wir also alle Pferde auf dem neuen Hof, es war fast halb acht und ich hundemüde. Ich war glücklich darüber, dass wir schon einen Großteil des Mobiliars in das neue Haus gebracht hatten, so musste ich nämlich nicht noch einmal nach ‚Hause’ fahren, nicht noch einmal drei Stunden fahren. Um kurz vor neun hatten wir alle Pferde in ihre neuen Boxen gebracht, das Geräusch der friedlich fressenden Pferde war wie Musik in meinen Ohren, ehe ich die Tür der Stutflügels von innen schloss, alle Boxen noch einmal kontrollierte und anschließend über den kleinen Weg vom Hengstflügel in das Haus floh – denn grade fing es an zu Regnen. Wie aus Eimern.
    • Hedone
      Pflegebericht für Robyn, Raffinesse, Pirate, Cordi, Merci und Angel


      Stallputz

      Da der Frühling ja schon vorbei war, der Sommer allerdings von den Temperaturen her irgendwie auf sich warten ließ, entscheid ich mich heute mit ein paar Freunden dazu, den Stall mal aufzuräumen und zu putzen. Also machten wir uns bereits früh morgens auf den Weg, denn es gab einiges zu tun.
      Zuerst brachten wir die ausgewachsenen Stuten, also Angel, Merci und Robyn auf den Paddock, da sie, wie alle anderen Pferde auch, die Nacht wegen des schlechten Wetters im Stall verbracht hatten. Mit einer Freundin, die Merci führte, während ich Robyn und Angel hielt, führten wir die Süßen erstmal zum Anbindeplatz, um sie kurz überzubürsten, danach ging es zum Paddock am anderen Ende des Hofes. Als wir die Stuten frei ließen, freuten sie sich erstmal unheimlich und stoben in irrem Tempo davon.
      Entspannt spazierten wir zum Stall zurück, um Pirate in den kleinen Paddock beim Stall zu stellen, da er bei den Stuten zu sehr druchdrehen würde. Auch er wurde erst einmal geputzt und dann zum Paddock gebracht.
      Fehlten nur noch die beiden Fohlen Raffinesse und Cordi. Die Zwei bewohnten gemeinsam eine große Laufbox und waren nicht ganz so begeistert davon, auf die Weide zu gehen.Nach einigem hin und her hatten wir auch die Zwerge am Halfter und trippelten mit ihnen Richtung Weide. Nach geschlagenen 10 Minuten "Nein, das darfst du nicht essen!" und "Cordi, jetzt komm!" kamen wir an und lösten die Führstricke der Kleinen, als wir auf der Weide standen. Etwas bedeppert schauten sie sich um, nach dem Motto "Dürfen wir jetzt echt?" und rannten dann begeisternd bockend davon.

      Zurück am Stall schalteten wir erstmal jedes Licht an, und während ich mit einer Freundin begann, die Boxen zu misten, stiegen meine Freunde auf Leitern und entfernten alle Spinnenweben und anderen Unrat von den Dachbalken und der Isolation.
      Was da so alles runterkam!
      Auch wir waren mit der ersten Box mittlerweile fertig und säuberten sie noch gründlich mit dem Dampftrahler, um sie dann trocknen zu lassen und uns an die Nächste zu machen.
      Die Jungs räumten in der Zeit das Reiterstübchen auf und staubten die Regale ab.
      Auch die zweite und dritte Box hatten wir endlich geschafft, als unsere Freund bereis an uns vorbei zogen, um den Hof zu schrubben.
      Wie dankbar ich ihnen war, dass sie mir alle so nett halfen!

      Nach etwa 4 weiteren Stunden hatten wir alles geschafft und gönnten uns ein leckeres Bier beim Grillen :D
    • Annikalihalimalischnali
      Tag der offenen Stalltür

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      „Guten Morgen“, begrüßte ich Edi die heute bei mir schlief. „Guten Morgen, ich liebe dein Bett hier, wirklich“, lachte sie mir zu. Schnell zog ich mir ein weites T-Shirt über und schlüpfte in die Hellgraue Jeans die wie immer über der Stuhllehne hing. Auch Edi zog sich hastig um, denn heute hatten wir viel zu tuen. Aber als erstes gab es erst einmal Frühstück. Während Tee und Müsli planten wir nochmal unseren Tag. „Wollen wir Ponyführen machen?“, fragte mich Edi die gerade einen riesen Schluck ihres Tees nahm. „Ponyführen, wer würde da denn in Frage kommen?“, überlegte ich laut. „Gute Frage“, meinte Edi. Kaum hatte ich einen Löffel meines Müslis genommen hatte klingelte es an der Haustür. „Morgeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeeen“, kreischte Key alias Kikiki. „Guten Morgen“, schrie Edi von hinten die sie schon an ihrer verrückten Stimme erkannt hatte. Auch ich begrüßte sie Freundlich. „Wie geht’s dir, bist du gut aus dem Bett gekommen?“, fragte ich sie als wir zusammen auf den Küchentisch zu liefen. „Gut geschlafen, es ist halb 8, wenn ich gut schlafe dann schlafe ich mindestens bis 12 Uhr“, lachte sie uns an. So frech wie sie war nahm sie meinen Löffel und probierte unsere Müslis. „Willst du auch eine Schüssel“, fragte ich sie. Edi antwortete schon mal für sie. Kurze Zeit später kehre eine herrliche Ruhe ein, da jeder damit beschäftigt war sein Müsli zu essen. „Ach damit ich hier mal so die Ruhe etwas breche, was hältst du denn von der Idee, Ponyführen zu machen?“, fragte Edi Key. „Ponyführen, mit unseren Pferden?“, Key stutzte aber nach einer Weile fing sie an zu schmunzeln. „Wen willst du denn dafür nehmen? , Odin, Hoppla und Angel ?“, grübelte Key. Schnell gab ich mein Kommentar zu der Sache: „Bist du dir sicher mit Odin, immerhin ist er ja noch ziemlich Jung und lässt sich ja kaum von uns Reiten“. „Aber führen müsste doch klappen“, antwortete Edi. „Ein versuch ist´s wert, vielleicht stellt er sich ja auch total super an“, lachte ich höhnisch. Doch bevor wir uns um die Rettungspferde kümmern konnten musste ich meine Pferde noch begrüßen. „Wann öffnen wir nochmal die Tür?, fragte mich Key, die gerade irgendwie auf dem Schlauch stand. „Immer noch um 14:00 Uhr“, lachte Eddi. „Jetzt ist es 10e, dann haben wir ja noch Massig Zeit“, meinte ich. Mit großen Schritten liefen wir hoch in meinen Offenstall. Calacirya, Jimi und Basanti warteten schon darauf dass sie wieder bewegt werden. „Wollen wir vielleicht Ausreiten oder lieber Arbeiten?“, fragte ich meine beiden Freundinnen. Die Mehrheit erschloss sich für Arbeiten und so begannen wir die 3 zu Putzen. Da Eddi ja totaler Fan von Calacirya war, durfte sie natürlich sich heute um die süße kümmern. Key war auch sichtlich begeistert mit Jimi, obwohl er gerne mal die Putzbox ausräumte. Ich freundete mich mit der neuen Stute, Basanti, an, irgendwie war sie ja schon etwas besonderes. Sanft tastete die Stute mit ihrem weichen Maul mein Gesicht.“Heey, hör auf das Kitzelt“, lachte ich sie an. „Heey Mini“, begrüßte Eddi das kleine Wesen was heute ziemlich mürrisch reinschaute. „Sei lieber Vorsichtig, bei ihr kann man nie so wissen“, flüsterte ich ihr zu die gerade ihre Hand auf Mini streckte. Wie ich es mir schon ausmalen konnte, war Eddis Hand in Minis Minimaul. „Woah das tut ja gar nicht weh, irgendwie ist das sogar eine Massage“, träumte Eddi laut. Key stutze aber Putze ihren Hengst weiter. Eine halbe Stunde verstrich bis wir auf unseren Pferden saßen und bereit für die Halle waren. Calacirya ging vor, danach kam Jimi und zum Schluss ich mit Basanti. „Eddi du hast hier die beste gezogen, Calacirya geht super am Zügel, auch ohne Gebiss und ist super fleißig“, meinte ich zu ihr, während ich mit Mühe versuchte Basanti etwas am Zügel gehen zu lassen. Kurz blickte ich zu Key nieder die auch super mit meinem kleinem Schlingen zurecht kam. Basanti dagegen hatte ich total unterschätzt, sie konnte wirklich eine Sture Ziege sein. Eddi passte gut zu Cala, die beiden sahen wirklich gut und sicher aus. Außerdem hatte Eddi dieses Grinsen, wie eine Sonne, was sie bekommt wenn sie sich gerade richtig gut fühlte. Auch Key sah recht Ordentlich aus, zudem sie das erste mal auf einem waschechtem Hengst saß. Nur ich fühlte mich total ungut. Basanti lies sich durch nichts beeindrucken, nicht einmal Schenkelhilfe erwiderte sie. Kaum hatte ich nachgegurtet spurtete sie los. Meinesachtens war sie noch nicht oft unter einem Reiter gewesen. Schon nach der ersten Trabphase schwitze ich wie ein Büffel. Ich konnte mir gar nichtmehr meine Freundinnen anschauen weil ich so beschäftigt war Basanti gerade reiten zu können. Nach einigen vielen Trab und Schritt Übergängen traute ich mich mal zu Galoppieren, ich musste es ja nicht Übertreiben, bei einem so Jungem Pferd. Ich hatte es mir schon gedacht das sie in den Falschen Galopp viel. Auch nach dem dritten mal änderte sich nichts. Handwechsel. Auf der linken Hand versuchte ich es nochmal, wieder nichts. Ein Versuch war es wert mal die Schulter einen Tick nach außen zu biegen, damit sie eigentlich Freie Bahn mit dem linken Bein hätte. Falsch gedacht, das hat auch nicht geklappt. Mir lief schon die Brühe hinunter und mittlerweile sahen sich Key und Eddi auch schon das Spektakel an. Ein letzer versuch, vielleicht hilft es ja wenn ich sie total nach innen Stelle. Nachdem Basanti kurz in den Renntrab flog galoppierte sie richtig an. Hastig lobte ich die Stute mit Stimme, ich strich auch mit der inneren Hand über ihre Mähne, was sie etwas ruhiger Galoppieren lassen hat. Doch kurz war ich nicht bei der Sache wurde die Stute langsamer. Schnell setzte ich mich in den Sattel und trieb sie wieder mit Kreuz und Stimme an. Ich wusste ja das Schenkel nicht viel bei ihr half, wahrscheinlich war sie schon zu abgestumpft. „Jetzt sind wir wirklich eine ganze Stunde geritten und ich bin keinmal von dem Hengst gefallen“, staunte Key als wir die Pferde wieder absattelten. Darym musste gestern schon dran Glauben, er hatte heute seinen Freien Tag. Als wir am Haus ankamen hatten wir noch 1 ½ Stunden bis die ersten Gäste ankommen sollten. Da das Wetter auch so gut mitspielte mussten wir uns bereit machen das schon welche Früher kommen würden. Aber jeder wollte sich nochmal Duschen, da wir echt ziemlich zerzaust aussahen und stanken. Mit Schnick-Schnack-Schnuck wählten wir wer als erstes unter die Dusche durfte. Es war Key, die Grandios alle mit ihrer Schere platt machte. Eddi und ich putzten in der Zeit schon mal Dancing Queen und Deep Silent Complete. Die beiden sollten nämlich auch zum Ponyführen genützt werden. Als Key immer noch nicht erschien putzen wir gleich Odin und Hoppla weiter. Kaum waren wir fertig kam sie angestampft. „Also, wir haben Queeni, Cömpi, Odin und Hoppla schon geputzt, ihr könnt ja schon die Stallgasse fegen oder die Blumen gießen oder einfach den Hof verschönern“, zwitscherte ich den beiden zu als ich ins Haus stapfte. Die Dusche tat gut und ich beeilte mich sogar, Eddi sollte ja auch noch Duschen. Innerhalb weniger Minuten war ich fertig zum umziehen. Ich zog mir eine Rosane Bluse an und meine schwarze Reithose. Auch Key hatte ihre Hellblaue Bluse an und auch eine schwarze Reithose. Lachend kam ich zu den beiden, als ich sah wie sie wirklich die Stallgasse fegten. Kaum war ich da rannte Eddi in das Haus um sich zu Duschen, was auch sonst. „Was muss noch gemacht werden“, fragte ich Key die wirklich gut aussah in ihrem Outfit. „Naja eigentlich müssen wir nur noch den Hof verschönern“, grinste sie mich an. Zusammen liefen wir auf den Hof wo wir Bilder von unseren Pferden an eine Schnur hingen. Über dem Eingangstor befestigten wir ein Schild mit der Aufschrift „Herzlich Willkommen auf Nasty Past“, wir wollten es unbedingt heute erst aufbauen. Kaum stand das Schild kam Eddi noch mit nassen Haaren aus dem Haus. „Hey, habt ihr schon von Edof gehört, diesem König der Hoffnung?“, fragte sie uns. „EDOOF?, kreischte Key, Was für ein cooler Name“. „Ja schon, aber ich hab ihn leider noch nie gesehen“, grinste ich ihr zu. Ich grübelte schon die ganze Zeit was Eddi nur hinter sich versteckte, aufjedenfall war es groß und Grün und hatte wahrscheinlich Flügel, oder sowas in der Art. „Das ist Edof“, grinste Edi und hob den riesigen Holz-Pegasus über sich. Key fing an voll auf meine Schulter zu schmeißen. Kaum lag sie bequem fing sie an zu lachen. Eddi konnte das Lachen auch nur schwer verkneifen und so lachten wir alle drei eine Weile. Eine Weile?, wir lachten bis wir das erste Auto hörten. „Mist“, zischte ich und rupfte Eddi Edof aus der Hand um in über das Schild zu Hängen. Wie wir feststellten passte er dort sichtlich gut hin. „Ja und wo ist jetzt das Auto?“, fragte sich Key. Eddi sah sich um und meinte verlegen: „ Es war der Nachbar“. Wir durften aber trotzdem keine Zeit verlieren da sie ja bald ankommen würden. Nach kurzer Besprechung der Lage teilten wir uns auf. Eddi und Key gingen hinunter um das Stallzelt nochmal auf Vordermann zu bringen. Ich kümmerte mich solange Die Schulpferde zu Satteln. Für Come Whatever May waren wir extra gestern noch Einkaufen, da ihr altes Zubehör wirklich nicht gerade schön anzusehen war. Jetzt hatte sie eine Rosane Decke, Schwarzen Sattel und eine Braune Mexikanische Trense, die ihr wirklich gut stand. Die Ausrüstung der anderes konnte sich noch sehen lassen, vor allem die von Dancing Queen war der Brüller. Einige Minuten verstrichen als ich Come Whatever May und Deep Silent Complete hinaus führte. „Hi Igof“, begrüßte mich Tequii die sich freundlicherweise zum Helfen anbot. „Guten Morgen, du kommst ja passend, willst du die beiden gleich mal auf den Platz bringen?“, fragte ich sie. Tequii nickte nett und lief samt den beiden Schwergewichten auf den Platz. Hastig huschte ich in den Stall um die nächsten beiden fertig zu machen. Odin war der einzigste der einen Westernsattel hatte, wahrscheinlich würden auch ganz viele Kinder auf ihm Reiten wollen. Fest nahm ich die Stricke der beiden Ponys in die Hand und führte diese aus dem Stall. Kurz wendete ich meine Blicke zu Tequii und den beiden Bären, es sah gut aus, sie kam gut mit ihnen zur recht. „Hey, Hallo“, schrie jemand von Richtung Boxenzelt. „Hey hier bin ich“, schrie sie abermals und fuchtelte wie wild mit den Armen. „Oh Hey, Sammy, schön dass du schon da bist“, begrüßte ich sie. „Keine Ursache, Sahira steht schon unten im Zelt und wird gerade von Edi betüddelt“, lachte sie. „Na Super, typisch Edi, kaum sieht sie ein Pferd geht’s rund“. Fröhlich fragte ich Sammy ob sie Hoppla und Odin mit zu Tequii führen konnte, damit ich die etwas kompliziertere Dancing Queen hohlen konnte. Sammy antwortete gar nicht, sie nahm die Stricke und lief hinunter auf den Platz. Der Weg hinunter bis zum Platz war nicht lang, höchstens 50 Meter, doch trotzdem schaffte es Odin immer wieder Sammy zu zwicken. Dancing freute sich hinaus zu dürfen, doch sie war etwas sehr hibbelig unterwegs. „Brrrrr“, flüsterte ich ihr zu und streichelte sanft ihren Hals. Dancing lies ihren Kopf fallen und schnaubte laut. „So is gut“, lobte ich die kleine Scheckenstute als ich es schaffte den Sattelgurt fest zu ziehen. Manchmal will sie sich ja gar nicht anfassen lassen, da war das ja schon ein richtiges Erfolgserlebnis. Kaum war ich fertig standen auch Key und Eddi vor der Tür. Key meldete sich ab, da sie ihre Stute holen wollte, mit der sie an der Quadrille teilnahm. Eddi baute das Kuchenbuffet auf und ich führte Dancing Queen hinunter auf den Platz. Kurz weihte ich die beiden Helfer noch ein was sie tun sollten, wenn die Pferde spinnen. Eddi schnitt währenddessen die ersten Torten an. Es gab eine Himmlisch duftende Erdbeertorte die Key mitbrachte und eine bezaubernd aussehende Schocko-Eierlickör-Torte die, man konnte es sich schon denken, von Edi war. Es dauerte nicht lange da kamen die ersten Pferdetransporter samt Pferd und Reiter, auch die ersten Gäste kamen und die Schulpferde drehten schon freudig ihre Runden. Key war nun auch wieder da und kümmerte sich unten um das Geschehen im Stallzelt. Ich kümmerte mich um die Organisation und schaute ab und zu mal bei dem Ponyführen vorbei. Das einzigste was mir auf anhieb auffiel war, das Dancing Queen wohl die begehrteste war. Auch Eddi hatte gut zu tun am Essenstand. Einige Gäste hatten auch Brötchen und Plätzchen dabei, die wir natürlich alle einmal probieren mussten. Über ein Woki Toki hielt ich ständig Kontakt zu Key, die mir immer sagte wer neues kam. Wir durften Lauren und Chris nicht vergessen, sie führten Neugierige Gäste durch die Stallungen. Die Tür der Pferde war offen und die Gnadenbrotpferde freuten sich auch als eine Gruppe Kinder sie kraulten. Den Fünf Pferden ging es sichtlich gut, denn die Kinder hatten sogar Mohrrüben dabei. Bei näherem Hinsehen fiel mir auf das ein Mädchen früher mit mir geritten ist. Sofort ging ich zu ihr. „Hallo, kennst du mich noch?“, fragte ich sie. Sie antwortete mich: „ Natürlich, wie kann ich dich nur vergessen“. Nach einem schnellen Small-Talk lies ich sie auf die Weide zu meinen Gnadenbrotpferden. „Ihr könnt sie streicheln, pflegen, liebhaben und putzen, die Putzkisten stehen in der leeren Box. Wenn ihr fertig seid, dann schließt bitte wieder das Gatter und passt auf das keiner Hinaushuscht, Champion ist nämlich noch ziemlich flink, was solche Sachen angeht“, lachte ich. Sofort stürmte sie mit ihren beiden Freundinnen auf die kleine Gruppe Pferde zu. Beim weg gehen sah ich noch wie sich eine von der Gruppe abkoppelte um die Putzsachen zu hohlen. „Das gefällt ihnen bestimmt“, murmelte ich freudig. Bis jetzt war ich ziemlich begeistert von dem Tag, obwohl er ja noch gar nicht richtig angefangen hatte. Kurz sah ich bei Edi und den Kuchen vorbei und nahm mir ein Stück Bananenkuchen mit, der vorzüglich schmeckte. „Wer hat den denn gemacht?“, fragte ich Edi interessiert. „Vämpy“, antwortete sie schnell, da schon wieder ein neuer Kunde auf ihre Aufmerksamkeit wartete. Hastig linste ich in die Kasse, wir hatten schon ganz schön viel eingenommen und Ausgaben waren gleich Null. Mit großen Schritten lief ich auf den Sandplatz zu der auch in Vollbetrieb war. Runde für Runde wurden die Pferde entspannter, aber dennoch ging es ganzschön auf die Muskeln, gutes Training für sie. Es gab auch 2 Showauftritte, einmal die Dressurquadrille die ehr am Nachmittag stattfand und noch eine Showvorführung der Zuchtpferde. Die Showvorführung dauerte nicht lange und Zeigte nur den Ablauf einer Körung oder Krönung eines Pferdes. Damit es den Gästen nicht ganz Langweilig wurde steckten wir eine kleine Graßfläche ab wo man den drei kleinen Falabella Fohlen beim Spielen zuschauen konnte. Damit es auch bequem war hatten wir einige Bierbänke mit Kissen bezogen. Shirley, Existenz und Calimero gefiel es sehr der Mittelpunkt zu sein und deshalb spielten sie noch wilder und witziger. Ganz viele kleine Kinder schwärmten von ihnen als sie sich in die Halle begaben um bei der ersten Show nicht zu fehlen. Auch Eddi schloss für kurze Zeit den Stand und nahm sich Fade to Black, die sehr besondere Stute mit den Raumgreifenden Schritten. Sammy und Tequii stoppten auch den Betrieb, nur sie mussten sich ja um ihre Pferde kümmern, deswegen haben wir uns gedacht das sie sie ja Reiten könnten. Nur Schritt und Trab oder so in der Art. Ich war natürlich die Glückliche die ihnen die Nachricht überbringen sollte. „Ihr könnt ruhig die restlichen Pferde frei lassen, es reicht wenn ihr das Eingangstor schließt“, meinte ich zu ihnen und half Sammy beim Aufsteigen auf Dancing Queen. Auch Tequii schwang sich auf den Pferderücken, aber nicht auf einen gefleckten sondern auf May, wahrscheinlich hatte sie der Duft des neuen Zubehörs angelockt. Vorsichtig huschte ich wieder in die Halle. Edi sah sehr professionell neben der Dunklen Stute aus. Die beiden gaben wirklich ein sehr gutes Paar ab. „Jetzt zeig Fade ihre Schritte, für die sie sehr gelobt wird“, erzählte Edi, sie musste schreien da die Akustik in der Halle nicht gerade sehr berauschend war, dennoch konnte man sie gut hören. Mit einem eleganten Peitschenschwung trabte Fade an. Sie fühlte sich gut da sie jeder beobachtete und ihre Schwungvollen Gänge musterte. Die Tür knallte, hastig drehte ich mich um. Es war Mercyy und Channii die heute die Aushilfe für Eddi spielten. Fast unsichtbar schlich ich zu den beiden und lief mit ihnen vor die Tür. „Hallo erstmal, danke das ihr noch so Kurzfristig einspringen konntet“, begrüßte ich die beiden. „Also hier ist euer Stand, hier ist die Kasse und die Kuchentheke, Eddi müsste die meiste Zeit hier sein, nur bei der Dressurquadrille reitet sie mit, aber ich denke, dass du, Channii da doch auch mitreitest oder?“, fragte ich die junge Frau. „Ja mache ich, sogar auf Mistery, sie hat sich schon super bei mir eingelebt“, schwärmte sie vor sich hin während Mercyy den Kuchen anschnitt. „Hey Fee“, ertönte es aus meinem Woki Toki. Interessiert starrte ich das Display an. „Das ist sicherlich Key, soll ich sie zittern lassen?“, dachte ich aber beschloss dann trotzdem ran zu gehen. „Ja was ist los?“, fragte ich sie. „Können wir mal Plätze tauschen?“, meckerte Key gequält. Ich willigte ein und verabschiedete mich von den Beiden die auch sofort Interessenten fanden. Auch halber Strecke kam mir schon Key entgegen, ich lachte ihr zu und lief weiter. Bevor ich zum Stallzelt kam packte es mich noch einmal nachzuschauen wie es den Gnadenbrotpferden ging. „So viel Ausdauer habt ihr?“, schrie ich zu meiner Freundin die samt ihren Freundinnen die Pferde putzte. Ganz schön Kompliziert. Nun musste ich mich etwas beeilen, wahrscheinlich war schon wieder ein neuer Reiter da. Es dauerte nicht mal eine Minute als ich am Stall ankam, die meisten Boxen waren noch frei, nur einige Pferde standen auf den Paddocks. Als erstes setzte ich mich auf den Stuhl vorne an der Straße, da ich hoffte dass gleich jemand kommen würde. Pech gehabt. Eine halbe Stunde verging und keiner kam. Ob sie uns im Stich lassen? . Ich stand kurz auf um meine Beine zu vertreten, denn ich hatte schon dieses komische kribbeln in den Oberschenkeln. „Hallo Igof“, lächelte mich Findu an. „Oh Hey, ich hab dich gar nicht erkannt in diesem fetten Wagen, bin ich ja gar nicht gewöhnt von dir“, lachte ich. Stets neben ihrer Seite wies ich sie auf ihren Parkplatz ein, sie bekam einen Schattenplatz. „So jetzt nochmal persönlich, Guten Morgen“, lachte sie und drückte mich fest. Hastig versuchte ich noch ein: „Guten Morgen“, aus mir zu quetschen bevor die Knuddel Attacke anfing. „Wow, der hat sich ja auch gemacht“, stotterte ich als ich den sehr gut bemuskelten Minty Star vor mir sah. Fröhlich schnaubte er mir ins Gesicht, wahrscheinlich kannte er mich noch. „Hast du ihm Vitamine gegeben oder warum ist er so ein Schmuckstück geworden?“, grinste ich und streichelte sanft seinen Hals. „Nein, jeden Tag gut Arbeiten, er geht ja auch schon S Niveau“, erzählte mir Findu freudig. „Schön dass er so ein gutes Heim bekommen hat“, dachte ich mir. „Komm dann zeig ich euch mal seine Box“, erzählte ich und lief schnurrgerade auf das Zelt zu. Minty durfte neben Yerai von Eddi stehen und auch später in der Quadrille neben ihm laufen. „Das wird für heute euer Partner sein“, meinte ich und deutete auf den schicken PRE Hengst. „Ich denke das die beiden sich sicherlich auf anhieb Mögen, schon nur wegen der Farbe sollte das eigentlich klappen“, lachte Findu. „Falls du Hunger hast, oben ist eine Kaffee und Kuchen Theke mit richtig leckeren Essen und wenn dir zu Spaß ist, die drei Fohlen sind Dauer Artisten. Ich denke sogar, das Edi nun gerade Armani Code vorführt, oder vielleicht auch schon Nawarin“, lachte ich. Kaum stand der Hengst in seiner Box machte sich Findu auf den Weg hoch, in die Halle. Auf dem Weg zu meinem Arbeitsplatz sah ich auf die Uhr. „Oh schon fast 3 Uhr, ich denke es ist Zeit für ein Häppchen für die Guten“. Mit großen Schritten lief ich abermals meinen Weg vom Stallzelt zum Arbeitsplatz und wieder zurück. Zum Glück hatte jeder seinen Futtereimer beschriftet und vor die Tür gestellt, so konnte ich Mühelos die Pferde füttern. Kaum waren die Pferde gefüttert kehrte eine Unheimliche Ruhe ein. Ängstlich sah ich mich um, neben mir war nichts außer Wald und Wege. Zum Glück wurde die Ruhe durch das laute ankommen einiger Hänger gestoppt. „Hallo ihr beiden“, begrüßte ich Cama und Naddie die zusammen ankamen. „Hattet ihr eine gute Fahrt?“, fragte ich Cama, die gerade das Navi ausschaltete. „Ja war sehr entspannt aber ohne das Navi hätten wir hier her wohl nie gefunden, ziemlich weit abgeschieden, aber ruhig ist es hier“, schwärmte sie. Naddie dagegen lachte mich nur Freundlich an und begann dann gleich die beiden Pferde auszuladen. „Wo können wir die abspritzen?“, fragte Naddie mich, die gerade Giacomos Strick ans Halfter knipste. „Dort hinten, ist ein Wasserhahn und ein Schlauch“, entgegnete ich. „Ich führ meine gute schon mal in die Box, zeigst du mir wo sie ist?“, fragte mich Cama und setzte ihren Hundeblick auf. „Natürlich mach ich das“, antwortete ich. Kaum waren wir im Stall ertönte ein donnerndes Wiehren aus der Box von Mistery. Kurz kontrollierte ich mit meinem Blick ob alles in Ordnung war und lief dann weiter zu der Box von Perfect Image. Sie stande neben dem Reitponyhengst Nacromancer in the Dark, der sich zu diesem Zeitpunkt leider noch nicht hier befand. „Wir hatten eine kleine Planänderung, wahrscheinlich läufst du neben Smarti und Naddie neben Ponyfreak“, erzählte ich ihr während ich sie verschmitzt ansah. „Ist ja kein Problem, ich dachte das die beiden sich eh nicht so mochten“, lachte Cama. Kaum stand die Stute in ihrer Box kam Naddie in den Stall. Das Fell von Giacomo glänzte nun viel stärker und sein Gesichtsausdruck war ziemlich, wirklich ziemlich Angeberisch. Cama wies schnell Naddie ein und gab danach ihren Pferden das Essen. Die Arbeit rief nach mir, denn Smartie kam auch schon angefahren. Wenn ich einmal nicht da war, sie hatte sich schon selbst einen Platz gesucht, stand dort auch ziemlich gut aber der Herr Nacro wollte einfach nicht aus seinem Hänger hinaus. „Hey Smarti, soll ich dir helfen?“, fragte ich sie und beobachtete das Geschehen. Was immer sie auch tat, Nacromancer bewegte sich keinen Fleck von der Stelle. Doch eigentlich musste er doch nur die Paar Schritte Rückwärts laufen. „Eigentlich bewegt er sich nur wenn ihn keinen beobachten, außerdem sehe ich von hier oben das Monster angefahren kommt“, lachte sie und reckte sich über die Böschung. Kaum drehte ich mich um stand Nacromancer vor dem Hänger. Schmunzelt lief ich zurück wo wirklich gerade Monster in die Einfahrt bog. Eigentlich wollte ich mal schnell Key anfunken und nach dem rechten Fragen aber das war ja jetzt auch Egal. Wie ein Flugzeugmensch wies ich Monster in die Parklücke die genau für den LKW reichte. „Ich versteh ja gar nicht was ihr mit diesen Riesen Fahrzeugen wollt?“, fragte ich Monster, sie war ja schon wirklich die vierte oder fünfte die mit so einem riesen Ding angefahren kam. „Naja, ist halt bequemer für die Pferde wenn sie Langstrecken fahren müssen“, erklärte sie schnell. „Ich muss mich ein wenig beeilen denn Salinera hasst es Auto zu fahren“, lachte sie. Kurz drehte ich mich zu Smarti die mit ihrem Ponyhengst ihre Runden drehte, er sah noch ziemlich Aufgeregt aus und es war wohl besser wenn sie ihn etwas Bewegen würde. „Ich bin ja immer noch total fasziniert das sich so viele gemeldet haben“, erzählte ich währenddessen sich ein fettes Grinsen in mein Gesicht schrieb. „Smarti du kannst schon rein, dein Nacro steht in der Box neben Perfect Image von Cama“, pfiff ich ihr zu als sie zu mir sah. Dankend nickte sie und machte sich auf den Weg. Stets tänzelte der Reitponyhengst neben ihr her. „Monsti, ich habs so gemacht das du neben Diamant von Headless reitest, du hast auch die Box neben ihm, doch leider ist er noch nicht da“, erzählte ich Monster die sich nebenbei beschäftigte Salinera zu beruhigen. Die edle Stute trabte mit erhobenem Haupte neben ihr her als wir uns auf den Weg in den Stall machten. „Woah eigentlich hasse ich ja Stallzelte, aber dieses ist wirklich groߓ, maulte Monster. „Ja eigentlich sollte es auch für 30 Pferde reichen, aber da haben wir einfach die Boxen vergrößert, also jedes Pferd hat jetzt eigentlich eine Doppelbox“, lachte ich. Salinera fühlte sich sofort wohl in ihrer neuen Box. „Hast du ihr schon was zu Essen gegeben?“, fragte ich Monsta. Sie nickte während sie das Halfter der Dunkelbraunen Stute aufhing. „Key, läuft alles gut bei euch, gibt’s was neues?“, fragte ich meine Freundin die sich um das Ponyführen kümmerte. „Ne, nichts neues, die Ponys laufen super und der Kuchen geht auch weg wie heiße Semmeln“, lachte sie durch das kleine komische Gerät. „Gibt’s hier was zu essen, ich habe so einen Hunger“, fragte mich Monster. „Ja klar, musst nur den weg hier hoch laufen, immer gerade auf dann kommst du genau auf den Stand zu, du kannst ja dann gleich einmal dein Törtchen probieren“, entgegnete ich ihr. Monster lachte. Nun trennten sich wieder unsere Wege, Monster lief in Richtung Essen, also immer der Nase nach und ich setzte mich auf den Stuhl der nun durch die große Weide im Schatten stand. Auf einmal ging es ziemlich schnell, Headless kam angefahren, kurz danach folgte Salera und Crazy. „Guten Morgen ihr drei“, begrüßte ich die Reiterinnen die gerade im Gleichtackt die Hängertür öffneten. „Headless dein Diamant hat die Box neben seiner Mutter, auch bei der Quadrille hab ich dich neben Salinera geschmissen, erzählte ich, Salera du stehst neben Hedone auf Pirate, sie ist aber auch noch nicht da, wahrscheinlich kommt sie gleich und du Crazy, du gehst neben Eisblume von Vämpy, ich glaube das gibt ein schönes Paar ab“. Fröhlich lief ich noch mit in das Stallzelt und wies die Reiter samt ihren Pferden in die Boxen ein. Diamant nahm alles sehr gelassen und trottete neben Headless her. Ardanos war das totale Gegenteil, der Hengst war wohl lange nichtmehr auf Turnieren gewesen, wobei dies heute noch nicht einmal eines ist. Ardanos riss den Kopf hoch und musste sich so manchen von Salera anhören, die ganz schön mit ihm Kämpfte. Für eine kurze Zeit dachte ich mir das es den Hengst gar nicht juckt was sie hier erzählt. Ardanos wurde immer Übermutiger. Nun fing er auch an zu Steigen und ziemlich verwirrt zu Piaffieren. „Da erkennt man das Dressurpferd“, lachte Headless und bot ihre Hilfe an. Crazy ging gleich den anderen weg um in das Stallzelt zu kommen. Auch Vanukas nahm alles ziemlich gelassen, wahrscheinlich hatte er Sehnsucht nach Eisblume, so wie er auf sie abfuhr. „Sag mal Spinnst du?!“, kreischte Salera von hinten und zupfte streng an der Hengstkette. Es gab einen ganz schönen Druck auf die Nase, wobei Ardanos eigentlich ruhe halten sollte. Auch Headless versuchte ihn irgentwie zu beruhigen. „Sag mal, habt ihr hier irgendwo eine kleine abgesteckte Weide, mit Strom?“, fragte mich Salera. „Ja klar, dort oben sind die Weiden, ich denke das sich nur die Fohlen gerade auf der einen Befinden, du kannst ihn ruhig auf die Zuchtpferde Weide schmeißen“, erwiderte ich. „Soll ich mal kurz deinen Dienst übernehmen solange du Sal die Weiden zeigst?“, fragte mich Headless nett. Ich war sehr begeistert und ich konnte wohl schlecht Ok sagen. Also setzte sich Headless auf den Stuhl und las eine Pferdezeitung. Ardanos wurde immer wilder den Weg hoch, er schaffte es sogar neben Salera zu Galoppieren. Doch Sal blieb standfest und lies sich nicht von dem Hengst überzeugen. „Wahrscheinlich finden die kleinen ihn total Interessant und rennen ihm als erstes nach“, lachte ich. Genau so war es auch. Kaum befand sich Ardanos auf der Weide machte Salera schnell den Strom an. Die kleinen beobachteten den Hengst erst mal als er elegant sich mit vielen Bucklern fortbewegte. Kaum stand Ardanos Sirius ganz oben auf der Weide, rannten ihm Fantasio, Moon River, Brooklyn Junior und Lulu entgegen. Die drei kleinen freuten sich einen neuen Spielkollegen zu haben und rannten ihm wieder hinterher als er die Weide runter düste. Um ein Haar landete er im Stromzaun. Immer Hoch und Runter, es schien als würde der Hengst nie Müde werden. Bei jeder Runde sammelten sich mehr Fohlen an ihn ran. Später nachdem Ardanos doch etwas den Kopf hängen lies standen Occani, Kaltes Herz, Tibular und Seerose neben Lulu, Moon River, Brooklyn und Fantasio und betrachteten den Muskelprotz von Pferd. „Ich glaube er hat sich ein wenig beruhigt“, lachte Salera die alles genauestens beobachtet hatte. Ich nickte schnell da ich ein Laster von links hörte. Im Sauseschritt düste ich zu Headless um sie wieder abzulösen und mich zu bedanken. Doch es war schon zu spät, alle Reiter samt Pferden waren angekommen. Husky lud gerade noch ihren Soldier aus. Auch Hedone und Ponyfreak betüddelten ihre Ponys. Headless hatte gut aufgepasst und die richtigen Boxen ausgewählt. Abermals bedankte ich mich sehr bei ihr. Die Zuchtpferdeshow war vorbei und langsam trudelten die Reiter ein um ihre Pferde zu putzen und zu Satteln, sie sollten ja auch noch ein wenig warmgeritten werden. Hastig rannte ich hoch auf den Hof wo ich Key und Eddi ablöste. Auch Sammy musste weg. Leider mussten jetzt Lauren und Chris dran glauben. Ich plante Lauren als Kuchenverkäuferin ein und Chris durfte noch ein wenig Stallrundführen. Auch das Ponyführen ging langsam aufs Ende zu. Die Pferde und Ponys schwitzen schon von dem ganzen Schritt gehen in der prallen Sonne. „Chris, willst du dir mal schnell ein Wagen hohlen und zum Abreiteplatz ein Paar Getränke bringen, am besten Wasser“, befahl ich ihm. „Aye Aye Sir!“, zischte er und lief in die Sattelkammer. „Undankbarer Junge“. Kurz bevor die Dressurquadrille anfing öffnete ich schnell den kleinen Rübenstand wo ich jeweils ein Büschel den Kindern gab die hier vorbei liefen. Sie wussten schon was sie dann machen sollten. „Key wie siehts aus, seit ihr bereit?“, fragte ich sie. „Ja wir können kommen“. Mit großen Schritten lief ich in das kleine Richterhaus was sich an der Kurzen Seite des Platzes befand. „Herzlich Willkommen auf Nasty Past, falls ihr die Dressurquadrille nicht verpassen wollt solltet ihr euch langsam um den Platz auf die Bänke setzten“, ertönte es durch den Lautsprecher. Kaum war die Durchsage fertig trudelten ganz viele Leute ein, ich sah auch bekannte Gesichter die das Spektakel natürlich nicht verpassen wollten. Lauren schloss den Kuchenstand und brachte schnell die 3 Fallafohlen auf die Weide. Auch Chris suchte sich einen Platz um zuzuschauen. „Kommt, die Dressurquadrille beginnt in 3 Minuten“, erzählte ich abermals. Das erste Paar machte sich schon einmal bereit. „Wir bitten um absolute Ruhe während der Vorstellung, am Schluss könnt ihr ruhig klatschen und toben“, lachte ich. Im Augenwinkel sah ich wie sich Lauren neben Chris setzte. Dies war mein Startzeichen. „So wir können beginnen, das erste Pärchen sind Edfriend mit dem Pura Raza Espaniola Hengst Yerai, neben ihr auf dem Dressurstar Minty Star befindet sich Findu“. In einem schönem Arbeitstrab trabten die beiden in die Halle und hielten bei X um sich aufzustellen. Yerai sah neben Minty wirklich gut aus, die beiden wirkten wie ein eigespieltes Team. „Die zweite Gruppe besteht aus Vanukas und Eisblume die Geritten von CrazyCleo und Vampyrin werden“. Auch die beiden hielten einen schönen Schritt. „Als nächstes sehen sie Cama auf Perfect Image neben Smarti auf Nacromancer in the Dark“. Image musste sich ziemlich Zügeln das Nacro neben ihr laufen konnte. Im Großen und Ganzen sah es aber ziemlich Chic aus. „Die Vierte Gruppe besteht aus Key und HuskyJenny, beide Reiten Falben. Key hat unter ihr die prämierte Stute Honey Dreams und HuskyJenny den Atemberaubenden Soldiers Pride“. Mir gefiel es wie die Leute den Pferden nachsahen und mit ihrem Nachbar redeten. Bei so manchen blitzte doch ein großes Lächeln über die Lippen. „Die Mitglieder der 5 Gruppe sind Giacomo Casanova unter Naddie und Black Lemontree unter Ponyfreak“. Giacomo sah wunderschön aus, sein Fell glänzte und wie Naddie drauf saß, da passte einfach alles. Aber Lemontree sah auch nicht gerade schlecht aus. Seine weichen Isländergänge sprachen für sich. „Wir haben es gleich geschafft, jetzt kommt nämlich Channii auf Mistery neben Sammy auf Sahira“. Die beiden harmonisierten total. Mistery gab ihr bestes und brachte mich nur zum Stutzen als sie elegant auf den Platz trabte. Langsam wurde es ziemlich Eng auf dem Platz, aber es war noch zu schaffen. „Die beiden letztes Gruppen bestehen aus Monsterflosse mit Swarovski’s Salinera neben Headless auf Diamant und Salera auf Ardanos Sirius neben Hedone mit It’s a Pirate. Ängstlich kniff ich die Augen zu als ich es schon sah wie Ardanos aufgeregt tänzelte. Zum Glück trabten sie als Viererpack nach vorne, sonst wäre der Hengst sicher schon längst ausgebrochen. Headless machte auf Diamant einen sehr guten Eindruck und sah richtig Professionell aus. Trotzdem zog Ardanos immer und immer wieder seine Aufmerksamkeit auf sich. „So und jetzt Ruhe bitte“, flüsterte ich und schaltete die Dressurmusik ein. Elegant viel Yerai neben Minty in den Trab. Die ganze Bande folgte den beiden. In der Mitte der kurzen Seite trennten sie sich und wechselten mit Traversalen die Bahnen. Unten angekommen vereinigten sie sich wieder als eine lange Schlange. Jedes Zweite Pferd also, Yerai, Eisblume, Nacromancer, Soldiers Pride, Black Lemontree, Sahira, Diamant und It’s a Pirate wendeten ab auf den Zirkel. Durch den Zirkel wechseln und auf den Hufschlag, Ganze Bahn. Die anderen trabten immer noch auf der linken Hand auf der ganzen Bahn. Die erste Gruppe viel in den Galopp, Yerai hob elegant seine Beine doch konnte leider nicht gegen den S Dressurler ankommen, Minty Star galoppierte mit so einer Eleganz, sie war unbeschreiblich. Wie eine Welle hinter fielen die anderen Pferde auch in den Galopp. Edfriend und Findu hörten auf sobald Cama und Smarti die Zeichen für ihr Pferd gaben. Alles sah sehr gut aus, bis es zu Ardanos kam. Salera kämpfte mit ihrem Hengst das er nicht hinterher raste. Zum Glück hatte sie Hedone mit Pirate neben sich. Plötzlich schwand Salera’s Kraft und Ardanos galoppierte los. Pirate daneben, aber gewollt damit es nicht total Chaotisch aussah. Ardanos wandte sich nach Rechts ab, also lenkte Hedone ihr Pferd nach links. Edfriend und Findu trabten stolz weiter. Nach zwei Runden versammelten sich die Pferde wieder und bildeten sich als eine Linie. Der Erste lies sein Pferd einige Schritte vorwärts laufen. Die danach kommenden immer eine halbe Pferdelänge weniger. Die letzten standen in der Mitte. Also Ardanos und Pirate. Jetzt ging es los. Die ersten 3 Gruppen galoppierten an, die restlichen trabten. Ardanos und Pirate mussten sich mit präzisen Vorderhandwendungen abgeben. Von hier betrachtet sah der Stern wirklich klasse aus. „Halt“, pfiff Findu und alle hielten an. „Super“, hörte man eine Stimme aus dem Publikum die die Pferde lobte und total von der Quadrille begeistert war. Kaum standen die Pferde ging es los mit dem Piaffieren. Nur bei einigen sah es wirklich wie eine Piaffe aus, die anderen produzierten ehr eine Passage. Zum Glück sollten Ardanos und Pirate vorpassagieren. Doch irgendwie klappte dies nicht so oder Eddi baute einfach die Quadrille um. Denn Ardanos, Pirate, Salinera und Diamant galoppierten Freudig los, bis vor zu der Reihe die genau ins Publikum starrte. Mit einem elegantem Halt bildeten die restlichen Pferde eine Linie und verabschiedeten sich. „So nun könnt ihr Jubeln und Klatschen“, sagte ich fröhlich durch das Mikrofon. Ich selber startete das Klatschen. Bis jetzt blieben alle noch ruhig, doch als dann auf einmal das ganze Publikum, tobte und Pfiff ging es los. Der doch so unscheinbare Lemontree stiftete alle an sich wie wild durch den Platz zu bewegen. Diamant gab seine Buckler Preis die Ardanos nur schwer toppen konnte. Ich verlies das Richterhäuschen und half mit Tequii, Chris, Lauren, lemone und Mercyy Die verrückten Biester einzufangen. Kaum hatten wir alle wurden sie wieder ruhiger. Mercyy schmiss wieder den Kuchenstand und ich verteilte noch die letzten Karotten. Denn gleich war es so weit. Die ganzen Reiter kümmerten sich schnell um ihre Pferde, duschten sie ab und fütterten sie bevor sie wieder hoch kamen um mir nun zu Helfen. Damit die Stallpferde auch was davon hatten baute ich schnell den Verbindungszaun von Stall zu Platz auf. Hastig öffnete ich die Boxentüren der Stallpferde die fröhlich auf den Platz düsten. Edi und Sammy waren die ersten die sich am Platz einfanden. Danach folgte Headless, Salera und die ganze andere Bande. Leider musste Findu schon heimfahren, da sie es ja nicht gerade kurz hatte. Jeder hatte einen Strick in der Hand mit einer anderen Farbe. Die Strickfarbe war Identisch mit der Halfterfarbe der Pferde, also musste sich jeder sein Pferd suchen, einige blieben übrig, und einige hatten Zwei Pferde in der Hand. Ich bat Lauren, Chris und die ganzen anderen Erwachsenen zu helfen sodass wir ruck zuck alle Pferde hatten. Nun waren die Kinder an der Reihe. Die Möhren gingen genau auf sodass jedes Kind sein Packet Möhren, wo der Name drauf stand, an sein Pferd brachte. Doch die meisten Kinder wussten ja nicht welches Pferd welches ist, so mussten sie sich rumfragen und durften Kontakt zu den Reitern haben die sie ziemlich begeisterten. „Dann lasst das Große Gerammel beginnen“, schrie ich von dem Platz aus und lies die ersten 10 Kinder rein. Ein Mädchen hatte auf Anhieb Strigoi gefunden und gab ihr eine Möhre von dem Büschel. Vampy hatte Strigoi und Ron. „Bleib gleich hier stehen“, flüsterte sie ihr zu. Auch Meister Propper, Dracular, Celyy und Key fanden sich schnell und durften schon in den Genuss einer Möhre kommen. Zwei kleine Jungs die auch beim Ponyreiten waren wussten auch gleich welche ihre sind, sie hatten Odin und Hoppla. Durch Zufall sind sie, sie auch geritten. Auch das letzte Mädchen fand gleichauf den Jungs ihr Pferd was auf den Namen Bubi hörte. „Der ist ja schön“, schwärmte sie zu Edi die ihn halten durfte. „Du kannst ihn ja mal streicheln“, lachte sie das Mädchen an. Natürlich lies sie sich das nicht zweimal sagen. Die Vier Blüter waren aufgeteilt bei Headless und Salera, da ich sie lieber an Starke Hände geben wollte. Als ich die nächsten 10 Kinder rein lies brachten Lauren und Chris schon die Ponys der letzten Runden auf die Weide. Vorsichtig lief eine auf Fiebertraum zu. „Ist das hier, Ostwind?“, fragte sie Headless. „Nein das nicht, aber schau mal neben ihn, der Braune, das ist Ostwind“, lachte sie. Das Mädchen gab Ostwind mit der flachen Hand eine Möhre und stellte sich neben Headless. Deep Silent Complete, Freeway und Dancing Queen wurden sehr schnell gefunden. Bintu, Fiebertraum und Success Story scharren schon ungeduldig mit dem Huf. „Hey hör auf, Bin“, zischte lemone. „Bin, oh, Binjus“, lachte sie schnell nach. Aber es war zu später ein 12 Jähriges Mädchen lies zu Bintu und streichelte ihn. Nebenbei gab sie ihm auch eine Möhre. Noch drei ungefähr 8 Jährige Jungs suchten ihre Pferde. Es waren aber auch nur noch Shiwoy, May und Story da. Sodass sie nur noch die 3 Chancen hatten. Nachdem Shiwoy gefunden war gab ich einen Tipp. „May ist doch der Mai, und welcher Monat ist er?“, fragte ich die Jungs. „Na der fünfte“, lachte einer und lief auf das fünfte Pferd zu. Durch Zufall passte dies sogar. Story freute sich auch sein Essen zu bekommen, ihn störte es nicht als letztes zu bekommen. Und wieder wurden die Pferde von dem Platz auf die Weide geführt. „Und jetzt kommt der letzte Schwung“, meinte ich lachend und lies die letzten sechs Kinder auf den Platz. Es war eine Sache von 2 Minuten bis jeder sein Pferd gefunden hatte. Die Führer von Jared, Geoffrey, Leitz, Farallas, Cual und Tiramusi hatten die ehre sie auf die Weide zu bringen. Vampy und Edfriend holten so lange noch die drei Zuchtpferde Abraham, Fürste und Wife auf ihrem Stall. Denn es gab noch ein Kind was so bepackt mit Möhren war das sie diese an die drei Pferde geben wollte. Wife freute sich vorallem Vampy wieder zu sehen. Nachdem nun alle Pferde auf der Weide waren und die Menge langsam den Hof verlies machten wir uns an die Arbeit die Boxen auszumisten. Zum Glück hatten wir so viele Helfer das das Ausmisten wie von Zauberhand ging. Alle Gäste waren weg also war es nun Zeit Edof zu Zeigen und mit einem Champagner auf den gut gelungenen Tag anzustoßen.

      40320 by IGottaFeeling
    • Hedone
      Pflegebericht für Tarifa, Keystone’s Cordamour, Raffinesse, Throw a diva, Crying Dream, Desert Angel, Robyn und He’s a pirate

      Hedone hatte mich angerufen, da sie heute ihre Pferde nicht bewegen konnte. Ich sagte ihr dass ich sofort kommen würde und trank den Rest meines Kaffees in einem Schluck auf. Dann setzte ich mich in meinen Wagen und machte mich auf den Weg zu ihr. Nach einiger Zeit war ich angekommen und sah, dass der Hof noch recht neu war.
      Nun ging ich in den Stall, wo ich noch Hedone traf, die es sehr eilig hatte, und mit ihr besprach, was ich heute machen wollte. Sie nickte nur bei jedem Punkt, den ich ihr aufzählte und hastete dann mit einem flüchtigen „bis später“ aus dem Stall.
      Nachdem ich mir einen Überblick über die Pferde verschafft hatte, entschied ich mich, zu aller erst Tarifa zu reiten. Ich holte ihr Halfter und einen Strick und führte sie auf die Stallgasse. Dann holte ich ihren Putzkoffer, ihren Sattel und ihre Trense und fing an sie zu putzen. Tarifas Behang war vollkommen verdreckt und ich brauchte einige Zeit, bis er nicht mehr verklebt und voller Knoten war. Als ich mit dem Putzen fertig war, sattelte ich sie auf und trenste sie danach auch auf. Sie war bei allem ziemlich lieb und schien im allgemeinen ein eher ruhiges Gemüt zu haben. Sofort war sie neben mir, als ich ihr bedeutete, dass ich in die Halle wollte. Sie schien sehr arbeitswillig und gut erzogen. Nachdem ich aufgestiegen war, ritt ich sie im Schritt warm. Die Anfängliche Schrittarbeit bestand bei mir immer aus drei Teilen: Tempounterschiede reiten, durch Schenkelweichen dehnen und durch große gebogene Linien dehnen und auf die weitere Arbeit vorbereiten. Mit dem Schenkelweichen hatte Tarifa kein Problem, sie meisterte mühelos das Schulter herein und heraus, das Viereck vergrößern und verkleinern und auch Anfänge der Vor- beziehungsweise Hinterhandwendung beherrschte sie. Bei den Vorhandwendungen brauchte sie anfangs zur Unterstützung die Bande, aber bald schaffte sie es auch einigermaßen ohne diese. Die großen gebogenen Linien und Bahnfiguren waren für Tarifa anscheinend nicht einmal richtige Arbeit, denn sie sah, während sie sich bog und an den Zügel herantrat, dass sie die Augen halb geschlossen hatte. Als ich jedoch die Tempounterschiede hinzunahm, passierten Tarifa im verstärkten Schritt immer wieder Taktfehler. Nach einer Viertelstunde schien sie mir warm genug, ich gurtete nach und trabte dann an. Sie trabte flott und schwungvoll, sodass ich wenig zu tun hatte. Sie machte alles sofort, was ich von ihr verlangte und versuchte es mir jederzeit recht zu machen. Ich hatte in einer Schrittpause kurz nachgedacht und mir die Aufgabe A2 wieder ins Gedächtnis gerufen. Ich hatte sie beim letzten Turnier geritten ohne Erfolg leider. Ich ließ sie vorher auf beiden Händen locker galoppieren und ritt dann die Aufgabe. Sie meisterte alles und es war einfach herrlich sich von der Stute tragen zu lassen. Danach ritt ich sie auseinander und lobte sie für ihren eifrigen Einsatz. Nach einer Weile war sie trocken und ich stieg von ihrem Rücken. Tarifa schnaubte mich an und ich hatte eine Menge Rotz am Ärmel. So lachte ich, als ich ihr beim herausgehen aus der halle die Hufe auskratzte. Sie schien zufrieden und schnaubte abermals, als ich sie abgetrenst hatte und sie gerade aufgehört hatte sich am Anbindepfosten zu scheuern. Ich streifte ihr dann das Halfter wieder über und sattelte Tarifa ab. Unter der Satteldecke schwitzte die schöne Stute sehr, weshalb ich ihr eine Abschwitzdecke überwarf und sie vorerst mit Decke in den Stall zurückstellte. Der nächste, der ein wenig laufen sollte war Keystone’s Cordamour. Er war noch recht jung, sodass ich mich für ein wenig Führtraining entschieden hatte. Er folgte mir, nachdem ich ihm sein Halfter übergestreift hatte und daran einen Strick befestigt hatte, bereitwillig auf die Stallgasse und ließ sich brav anbinden. Dafür lobte ich ihn und holte seine Putzsachen aus der Sattelkammer, womit ich anfing den kleinen zu putzen. Sein Fell war wollweich und traumhaft flauschig. Der Name ‚Cordi’ stand an seiner Box. Er passte wundervoll zu dem kleinen Scheckhengst. Als ich ihn fertig geputzt hatte, schloss ich den Putzkoffer und löste den Strick. Dann ging ich in Richtung Stall, wohin mir Cordi folgte. Hinter uns schloss ich die Tür, woraufhin er zu tänzeln begann und einmal grell wieherte. Ich ging einfach los um ihn abzulenken, redete mit dem kleinen und lobte ihn immer wieder. Nach einer Weile war er ruhiger geworden, was nicht hieß, dass er nicht mehr aufmerksam war. Stets hatte Cordi seinen Kopf erhoben und er spielte mit seinen Ohren. Sobald das leiseste Geräusch zu hören war, welches er nicht kannte, spitzten sich blitzschnell seine Ohren und ihn durch fuhr ein Ruck. Nach einiger Zeit wechselte ich mit ihm die Hand und beendete bald auch das Training. Er musste sich daran gewöhnen für eine gewisse Zeit von seinen Artgenossen getrennt zu sein, was heute zu Schluss ja recht gut geklappt zu haben schien. Nachdem ich die Hallentür geöffnet, Cordi für seine gute Mitarbeit gelobt und ihn herausgeführt hatte, blieb ich mit ihm im Eingang stehen um dem kleinen Hangst die Hufe auszukratzen. Das hatte er bereits beim Putzen artig über sich ergehen lassen und auch jetzt stand er ganz ruhig da und schaute ein Pferd an, auf dessen Box er geradewegs schaute. Die Anwesenheit anderer Pferde schien für ihn sehr wichtig zu sein, um sich geborgen zu fühlen. Auch ich fühlte mich in der nähe von Pferden viel Wohler und konnte deshalb seine Reaktion gut verstehen. Nach dem Hufeauskratzen stellte ich ihn zurück in seine Box und brachte das Halfter zurück. Ich jedoch ging nicht aus seinem Stall, sondern schloss die Tür fast gänzlich und stand erst einfach nur mal da. Cordi wurde schon bald neugierig, weshalb ich in seiner Box stand und kam mir näher. Ich fing an ihn zu streicheln, ihm den Mähnenkamm herauf und dann wieder herunterzukraulen. Er genoss es und legte seinen Kopf auf meine Schulter, als ich etwas in die Hocke ging. Es war sehr wichtig, dass Pferde von klein auf lernten sich überall anfassen zu lassen, damit es später keine Probleme bei Untersuchungen oder ähnlichem gab. Cordi war so anders in Gegenwart seiner Artgenossen, soviel ruhiger.
      Nachdem ich die Streicheleinheit für beendet erklärt hatte, holte ich Hedones zweites Fohlen heraus: Raffinesse. Nun gut, eigentlich durfte man die kleine Jungstute gar nicht mehr als Fohlen bezeichnen, vielmehr war sie seit kurzem Jährling. Auf dem Weg zur Sattelkammer brachte ich gleichzeitig Cordis Sachen weg und holte Rafinesses Putzkoffer her. Sie schien schon sehr erfahren in Sachen putzen, denn als ich anfangen wollte klaute sie mir mit einem gekonnten Kopfschwung die Bürste aus der Hand. Das hatte ich nicht erwartet und die kleine warf ihren Kopf hoch und wieder herunter und spielte mit der Bürste. Ich lachte herzlich, wie jung und verspielt sie für ihr alter noch wirkte. Dann nahm ich der frechen Raffinesse die Bürste weg und sie versuchte es wieder mir die Bürste zu nehmen, doch dieses Mal war ich vorbereitet und mit einer schnellen Handbewegung erzielte ich, dass die kleine ihr Ziel verfehlte und nach sich selbst schnappte. Nun schaute sie beleidigt drein, als ich anfing sie zu putzen und machte mir es so schwer wie möglich. Raffinesse drehte sich und scharrte zwischendurch, was mir schnell auf die nerven ging und ich ihr wohl oder übel Aufmerksamkeit schenken musste, die ihr eigentlich schon vollkommen galt. Nach kleinen Streicheleinheiten und so einigen Unterbrechungen hatte ich es doch fertig gebracht sie komplett zu putzen und brachte nun ihren Putzkoffer wieder weg. Aus der Sattelkammer brachte ich einen Kappzaum, eine Longe und eine Longierpeitsche mit, bei dessen Anblick Raffinesse, die während meiner Abwesenheit eingedöst war, wieder hallwach wurde und ihre Augen so weit öffnete und zu mir hinschielte, dass man das Weiße darin sah. Ich redete auf die kleine Stute ein, während ich ihr den Kappzaum überstreifte und ihn richtig verschnallte. Dann befestigte ich die Longe am Obersten Ring und hing das Halfter an eine der Vorrichtungen, wonach ich nach der Longierpeitsche griff und Raffinesse in die Halle führte. Zuerst führte ich sie auf dem Mittelzirkel und entfernte mich dann langsam immer weiter von ihr, bis ich schließlich nur noch einen kleinen Kreis in der Mitte drehte. Raffinesse hatte einen schönen Schritt, dessen Bewegungen sehr geschmeidig waren und aussahen, als wenn jeder Schritt vorher genau durchdacht worden wäre. Ich lächelte über den Gedanken, dass ein Pferd jeden Schritt vorher durchdenken könnte und ließ Raffinesse die Hand wechseln. Bald war sie warm genug zum Traben und sie sprang allein auf ein Stimmkommando vom Schritt in einen leichtfüßigen, eleganten Trab. Ich lobte ich ihn und sie senkte Den Kopf und nach einem Taktfehler musste sie einige male schnauben, bis ihre Nüstern wieder frei von Hallensand waren. Dann parierte ich Raffinesse wieder nur über Stimmkommandos durch zum Schritt und ließ sie abermals die Hand wechseln. Nach einigen Minuten Schritt ließ ich sie auch auf dieser Hand antraben. Die folgende Arbeit bestand in Hauptsache aus Tempo- und Handwechsel. Bald ließ ich Raffinesse auch galoppieren, doch nach einer halben Stunde führte ich die kleine, die sichtlich genervt war von dem langweiligen immer im Kreis rennen. Ich hatte mein bestes getan, um die Arbeit an einer einfachen Longe „abwechslungsreich“ zu gestalten, doch alle Mühe hatte scheinbar nicht genützt. Raffinesse trocknete erstaunlich schnell und schon eine kurze Zeit später verließen wir zusammen die Halle. Ich kratzte ihr die Hufen aus, wobei sie mir bei den Vorderhufen ihren Kopf auf den Rücken legte und ich mich wunderte, wie schwer ein Araberjährling seinen Kopf doch machen konnte. Als ich damit fertig war lobte ich sie und halfterte sie wieder auf. Raffinesse schien froh darüber, dass das Training vorbei war und ich holte Cordi wieder aus dem Stall. Die beiden Fohlen führte ich dann quer über den Hof zu den großen Wiesen und stellte sie auf eine davon. Sie tollten belustigt vom Wind, der sie kalt umspielte. Die Stricke hing ich ans Gatter und holte als dritte im Bunde auch noch Tarifa zu den beiden. Ich hatte ihr die Decke abgenommen, da sie vollkommen getrocknet war. Sie zeigte den Fohlen kurz, dass sie für die Weidezeit die Leitstute der kleinen Herde sein würde und würdigte die beiden Fohlen dann keines Blickes Mehr. Raffinesse und Cordi blieben davon völlig unbeeindruckt und spielten weiterhin um Tarifa herum. Ich schaute mit das Spektakel einige Minuten lang an. Cordi sah noch so ungelenk und zerbrechlich aus, doch wenn er mit Raffinesse um die Wette rannte, sah man den Hangst in ihm und die Gänge eines ganz Großen.
      Ich kehrte den Dreien den Rücken und schaute mich, bevor ich am Stall wieder ankam noch einmal nach ihnen um. Jetzt waren alle ruhig, die kleinen hatten sich vorerst ausgespielt und Tarifa nutzte die momentane Ruhe um sich Genüsslich der Wiese zu wälzen. Danach sah sie deutlich brauner aus als vorher. Im Stall warteten noch fünf Pferde auf mich. Throw a diva, Crying Dream und Desert Angel holte ich einen nach dem anderen aus ihren Ställen und stellte sie in die Halle. Dann trat ich selbst dazu und als ich mit einer Peitsche in der Mitte stand setzten sich die drei Damen in einen gemächlichen Schritt. Ich hielt mich mittig und ließ sie einige Handwechsel machen. Dann schnalzte ich und ließ die Peitsche hinter den Dreien auf dem Boden aufkommen. Der Boden der Halle bebete leichte, als sie anfingen zu traben. Crying Dream Galoppierte übermütig an und bockte. So arbeitete ich mit den Dreien im Schritt und Trab. Kurze Strecken ließ ich sie auch galoppieren, doch die Peitsche brauchte ich eigentlich nur als „Machtsymbol“. Wenn ich diese in der Hand hielt, reagierten die drei Stuten vorzüglich auf Stimmkommandos. Legte ich sie jedoch aus der Hand, scherten sie sich einen Dreck darum, was ich ihnen sagte oder zurief. Nach einiger Zeit ließ ich Diva, Angel und Dream nur noch schritt laufen, damit ihre Muskeln sich wieder entspannen konnten, ihr Puls herunter kommen konnten und sie aufhörten zu schwitzen. Nach einiger Zeit nahm ich eine nach der anderen am Halfter und führte sie zum Halleneingang, wo ich den Pferden die Hufe säuberte. Danach band ich sie auf der Stallgasse an. Als alle angebunden auf der Stallgasse standen, holte ich die drei Putzkoffer. Ich fing mit Desert Angel an und putzte die goldfarbene Palominostute. Sie war nicht sehr dreckig, staubte aber sehr. Angel schien sich wohlzufühlen und döste unter der sanften Massage mit dem verschiedenen Bürsten ein. Als ich ihr dann Mähne und Schopf gekämmt und den Schweif verlesen hatte, lobte ich sie und schloss ihren Putzkoffer. Schnell schritt ich weiter zu Crying Dream, die währenddessen mit ihrem Huf gescharrt hatte und nun Kratzspuren auf dem Boden zu sehen waren. Für einen Moment war ich fasziniert von ihrer wunderbaren schwarz-wallenden Mähne, die ihr lang den Hals herunterhing und streichelte ihren Hals wie ein Automat. Dann weckte mich Robyns leises Wiehern, das aus ihrer Box drang und ich fing an Dreams Fell zu bearbeiten. Sie schnaubte ruhig und zufrieden, als ich ihr die Mähne kämmte, wonach ich ihren Schweif verlas. Als nächstes putzte ich noch Throw a diva, was die kleine Stute sich gerne gefallen ließ. Als die drei Damen dann sauber waren, brachte ich Crying Dream und Desert Angel als erstes gleichzeitig auf die Wiese, damit sie sich wieder schmutzig machen und sich noch weiter austoben konnten. Tarifa schien genervt von Raffinesse und Cordi, die um sie herumsprangen, weshalb ich sie auf die Wiese zu den anderen Stuten stellte. Sie schien dankbar darüber und ich holte noch Throw a diva von der Stallgasse auf die Wiese. Die vier genossen das gemütliche Beisammensein und grasten alle direkt. Ich schaute noch eine Weile den Pferden zu und ging dann aber in den Stall zurück, um auch noch He’s a Pirate und Robyn zu bewegen.
      Ich nahm mir Robyn zu erst vor und holte die Mixstute aus ihrer Box. Dann putzte ich sie, was nicht lange dauerte, weil Robyn nicht wirklich dreckig war und holte seinen Sattel und seine Trense aus der Sattelkammer. Nachdem sie aufgesattelte war, ging ich in die Halle und stellte kleine Sprünge und Cavalettis auf, die dann einen Parcours bildeten. Als ich zufrieden damit war und die Abstände geprüft hatte, kehrte ich zu Robyn zurück. Die Stute war brav stehen geblieben und auch beim Auftrensen zeigte sie keinerlei Anzeichen, Anstalten zu machen. Danche führte ich sie in die Halle, wo sie sichtlich angetan von den „Sprüngen“ anhielt, damit ich aufsteigen konnte. Ich ritt Robyn warm und wechselte oft die Hand, wobei wir durch die Sprünge sehr eingeschränkt waren in Sachen Bahnfiguren. Trotzdem war sie nach einiger Zeit warm genug, dass ich nachgurten und antraben konnte. Ich ritt sie erst im Leichttrab dann im aussitzen und bald galoppierte ich auch mit Robyn. Sie war unwahrscheinlich gut zu sitzen und ich ritt im Trab ein Cavaletti an. Sie hob beim Rübertraben schön die Beine und ich trieb sie in den Galopp. Dann nahm ich den ersten kleinen Sprung und einen auch relativ kleinen Ochser hinterher. Ich wusste, das sie wesentlich höher springen konnte, doch sollte das Training ihre Springtechnik und gutes Verhalten überm Sprung fördern. Sie machte alles, was ich von ihr forderte und schon nach kurzer Zeit sprang sie den Parcours fehlerfrei. Bald lobte ich sie und ließ mir die Zügel aus der Hand kauen, während ich leichttrabte und dann zu Schritt durchparierte. Robyn war eine tolle Stute und ich fing an sie trocken zu reiten. Sie trocknete nur sehr langsam und das Trockenreiten dauerte so etwa eine Viertelstunde, bis ich absteigen konnte und ihr vor der Halle die Hufe auskratzte. Dann lobte ich sie für ihre Mitarbeit und Trenste und sattelte sie ab. Mittlerweile hatte sich recht viel auf der Stallgasse angesammelt und deshalb brachte ich ihr Sachen direkt weg, bevor ich sie zu den anderen Stuten stallte, die sie gleich begrüßten. Ich freute mich innerlich über den Herdenzusammenhalt, als die Stuten anfingen in der Gruppe zu galoppieren und ich wieder gen Stall ging.
      Der Letzte, den ich heute bewegen würde, war He’s a Pirate. Der Scheckhengst döste, als ich in seine Box trat und wachte erst auf, als er den Druck Merkte, den Ich über Strick und Halfter auf sein Genick ausübte. Er folgte mir auf die Stallgasse, wohin ich schon seine Putzkoffer und sein Sattelzeug geholt hatte. Er ließ sich das Putzen gern gefallen und döste schnell wieder auf der Stallgasse ein. Bald sattelte ich ihn auf und trenste ihn auch. Nachdem ich Pirates Trense geschlossen hatte, streifte ich ihm sein Halfter noch einmal über, denn ich hatte vergessen die Sprünge, die ich zur Arbeit mit Robyn gebraucht hatte wegzuräumen. Dabei kam mir die Idee, Einige der Stangen einfach liegen zu lassen und das Dressurtraining in Verbindung Mit Stangenarbeit zu machen. Mir schien dieser Einfall gut und so räumte ich nur die Cavalettis, Sprungständer und einige der Stangen weg. Als nun nur noch einige auf dem Boden lagen, holte ich Pirate in die Halle und stieg auf. Er war für einen Hengst noch erstaunlich ruhig, was ihn als guten Reithengst auszeichnete, doch vielleicht kam es auch daher, dass alle Stuten auf der Wiese standen und nur noch Taktlos im Stall. Auf jeden Fall schien er recht gelassen, als ich nacheiniger Zeit im Schritt nachgurtete und anfing zu traben. ER verlangte am Anfang viel Zügel und dehnte sich sehr Vorwärts- Abwärts. Dann nahm ich nach kurzer Zeit die Zügel weiter auf und Pirate stellte sich sofort an den Zügel. Ich hatte beinahe kein Gewicht in der Hand und nach einiger Trabarbeit, nahm ich auch den Galopp dazu. Pirates Galopp war schön federnd und er kostete jeden Galoppsprung aus. Die Übergänge waren einfach fabelhaft und ich wunderte mich, dass dieser Hengst noch nicht viel weiter ausgebildet war, schließlich bat er sich wunderbar an. Nach fast einer Stunde harter Arbeit, war auch endlich Schluss für Pirate. Ich ließ ihn die Zügel aus der Hand kauen und parierte ihn durch. Der Hengst trocknete schneller als gedacht und schon bald stieg ich ab und kratzte ihm die Hufe vor der Halle aus. Nachdem ich ihn abgesattelt und abgetrenst hatte, holte ich Taktlos mit auf die Stallgasse und führte die Beiden auf die letzte noch freie Wiese. Ich war ziemlich geschafft und räumte die ganze Stallgasse auf. Es standen noch einige Putzkoffer herum und einiges Sattelzeug hing noch hier und da. Mehrere Male lief ich zur Sattelkammer und fegte dann die Stallgasse sauber. Den Sand, der nun wegen dem Hufeauskratzen vor der Halle lag, fegte ich wieder herein. Als letztes richtete ich noch die Boxen wieder her, machte das Stroh gerade und streute teilweise neu ein. Es war über eine Stunde verstrichen, als ich die Pferde wieder in ihre Ställe holte und da kam auch Hedone wieder und fütterte die Pferde, bevor sie ins Haus ging und auch ich vom Hof nach hause fuhr.

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    • parahedi
      Mein Tag bei Hedone

      7 Uhr morgens, Samstag morgens, das Telefon klingelte.

      Super! Ich setzte mich auf und starrte auf das Display, ehe ich den Anruf annahm. "Ich hoffe du hast einen guten Grund, für den es sich lohnt, mich aus dem Bett zu klingeln." Hedone entschuldigte sich und erzählte mir, dass ihr kurzfristig was dazwischen gekommen war und dass sie sich heute nicht um ihre Pferde kümmern konnte. "Öh, klar. Mach ich!" Ich schälte mich aus meiner warmen Bettdecke und kippte in der Küche einen Kaffee an der Zunge vorbei, um wach zu werden.
      Als ich dann annähernd zurechnungsfähig war, zog ich mich um, packte Reithelm, Gerte, Handy und eine große Flasche Wasser in eine Tasche und begab mich zu meinem Rad, da mein Auto gestern endgültig den Geist aufgegeben hatte.
      So schnell wie nur irgend möglich brachte ich die paar Kilometer Weg hinter mich und lehnte den Drahtesel gegen die Stallwand.
      Die Pferde im Stall begrüßten mich freudig und ich entschied mich, erstmal die Ställe zu misten. Also brachte ich die ersten 10 Pferde erstmal auf ihre Weiden und machte mich, bewaffnet mit Mistgabel, Schubkarre und eisernem Willen, an die Arbeit und war in neuer Bestzeit fertig. Glücklich streute ich neu ein, füllte die Futtertröge auf, holte die Pferdchen wieder rein und wiederholte diese Prozedur so lange, bis ich mit allen Boxen fertig war.

      Ich entschied mich, erstmal die Fohlen zu beschätigen und holte mir Keystone’s Cordamours Halfter, um ihn herauszuholen und auf dem Platz ein bisschen Dominanztraining zu machen, damit es später, wenn er eingeritten wird, nicht so viele Probleme mit der Rangfolge geben würde. Auf dem Weg zum Platz wollte er einige Male überholen, was ich mir aber nicht gefallen ließ und siehe da: Nach 2 Minuten wusste der Kleine, dass er in der Rangfolge unter Menschen stand und war ein absoluter Schatz, umgänglich und freundlich. Ich versuchte, ihn rückwärts zu richten und es klappte wie am Schnürchen. Ich lobte den Kleinen und brachte ihn dann mit den anderen Fohlen Believe in Dreams, Cinnemonts Accento, Raffinesse und Racoon auf die Weide. Die Kleinen tobten übermutig über die Koppel und wieherten sich gegenseitig zu. Das alles sah so niedlich aus, dass ich noch eine Weile bei den Fohlen blieb und die Hübschen ausgiebig kraulte, da sie ganz selbstverständlich zu mir kamen.

      Danach ging ich zurück zum Stall und wollte mich erstmal den Hengsten widmen, da ich die anstrengendsten Pferde hinter mir haben wollte. Kinderlachen war mein erster Kandidat und fiel schon negativ auf, als ich ihn aus der Box holte und er miesgelaunt nach mir schnappte.
      "Lass es!" ich schubste seinen Kopf weg und begann, sein dreckiges Fell mit Bürsten zu bearbeiten, was der Lusitano märtyrerhaft über sich ergehen ließ. Ich trenste ihn auf und führte ihn in die Halle, um ihn zu longieren. Er benahm sich einigermaßen gut und selbst der Handwechsel an der Longe klappte gut, weshalb ich den Hengst lobte. Kindchen wurde immer besser und lief am Ende perfekt, was ihm ein Leckerchen einbrachte.
      Ich holte den Sattel und legte diesen auf seinen Rücken, machte ihn fest, schnallte die Longe ab und die Zügel ein. Der Hengst blieb ruhig als ich aufsaß, tippelte dann aber, als ich ihn in einen ruhigen Schritt treiben wollte. Nach einem kleinen Dominanzkampf, den ich zum Glück gewann, lief Kinderlachen schön und ich wagte einen Trab. Als dieser gut klappte trieb ich den Lusitano in einen Galopp, was dieser mir mit einigen übermütigen Bocksprüngen dankte. "So ein hinterlistiges Pferd!" staunte ich über den Gesinnungswechsel des Dunklen, nachdem ich ihn wieder unter Kontrolle hatte. Ich übte Galoppwechsel mit ihm und war ziemlich zufrieden, da er keinen erneuten Versuch unternahm, mich abzusetzen und gegen Ende wirklich wunderbar lief. "Super gemacht!" lobte ich den Hengst und tätschelte ihm die Mähne ehe ich ihn trockenritt und abstieg.
      Ich führte ihn zurück in den Stall, zog ihm das Halfter über den Hals und die Trense vom Kopf, ehe ich ihn absattelte und mit einem Striegel über das Fell glitt und ihm eine Weidedecke aufzog, mit der ich ihn dann zu seinem wohlverdienten Weideauslauf brachte.

      Lächelnd schloss ich das Koppelgatter hinter ihm und holte 4 Pferde raus, die ich in die Longiermaschine schnallen wollte. Con Brio, Blue Eyed Tiger, Spotted Black und Elvico ließen sich brav putzen und machten glücklicherweise auch keine Mätzchen, als ich sie in die Maschine führte und diese einschaltete. Nach 10 Minuten Schritt folgten 10 Minuten Trab mit kleinen Schrittpausen und dann, als alle warm waren, ein paar Runden Galopp.
      Nachdem sie sich ausgepowert hatten schaltete ich die Maschine stufenweise zurück und lies die Pferde sich auslaufen. Die Hengste waren, bis auf Con Brio, alle zufrieden, nur der Falbe war übermütig wollte noch eine Runde. Ich brachte die drei anderen ebenfalls mit ihren Weidedecken auf die Koppel, stellte die Maschine erstmal auf Schritt und machte in Windeseile Frisco, Baradur und He’s a pirate fertig, die sich zu dem Hengst gesellten und die gleiche Prozedur wie die Pferde vor ihnen durchliefen. Die Hengste waren eine wahre Augenweide und ich genoss es wirklich, den Tieren in der Longiermaschine zuzuschauen.
      Als dann endlich auch Con Brio genug Bewegung bekommen hatte, brachte ich die Pferde zurück in den Stall, band sie an und putzte noch schnell drüber, ehe sie, in ihre Weidedecken verpackt, ihren Auslauf genießen durften.

      Taktlos, ein junger, sportlicher Pintohengst, streckte mir neugierig seinen hübschen Kopf entgegen, als ich wieder in den Stall kam und wieherte leise. "Na Hübscher?" lächelte ich und strich ihm sanft über den Hals, "Willst du bewegt werden?" Als ob der Schecke mich verstanden hätte, schnaubte er laut und warf den Kopf hoch.
      Lachend schnappte ich mir sein Halfter und öffnete die Box, um es dem Pferd überzustreifen. Willig folgte er mir und ließ sich ohne zu Mucken anbinden, was schon mal ein guter Anfang war. Die Putzkiste war schnell herangeschleppt und Taktlos genoss es sichtlich, ausgiebig geputzt zu werden. Der Striegel glitt lautlos über das samtig glänzende Fell des Braunschecken, als dieser genüsslich und entspannt den Kopf hängen ließ und ein Hinterbein entlastete. Beim Anblick des Pferdes huschte mir ein Lächeln übers Gesicht und ich wechselte zur Wurzelbürste, bei der der Hengst leise brummelte. Auch Mähne und Schweif bekamen meine Aufmerksamkeit und ich staunte, wie seidig sein Langhaar war. Beim Hufauskratzen benahm er sich vorbildlich und hob brav einen Fuß nach dem anderen, was ihm eine kleine Streicheleinheit am Kopf einbrachte.Ich säuberte das Putzzeug gründlich und legte es zurück in die Kiste, ehe ich seinen Sattel und die Trense holte, um ihn für eine kleine Dressurstunde fertig zu machen. Gekonnt befestigte ich die verschiedenen Schnallen und Riemchen, ehe ich Taktlos abband und in die Halle führte.
      Voller Vorfreude folgt mir der bildschöne Schecke und hielt artig still während ich meinen Reithelm aufsetze und die Gerte unters Sattelblatt klemmte. Als ich dann fertig war schwang ich mich sanft auf den Pferderücken und holte meine Gerte hervor, ritt einige Runden im Schritt und gurtete noch mal nach. Danach ging ich 3 weitere Runden im Schritt, einige kleinere Bahnfiguren wie Schlangenlinien und Volten, ehe ich den Hengst versammelte und antrabte. Ein paar mal fiel er mir auseinander, wurde dann jedoch immer besser und hatte keine Probleme mit der Versammlung mehr. Ich lobte Taktlos und übte Traversalen, die der Hengst zu meiner Verwunderung perfekt beherrschte. "Super!" lachte ich und ließ trieb ihn nach zwei Runden Schritt in einen langsamen Galopp, in dem ich einige Schlangenlinien ritt und begeistert war, dass er ohne zu zögern gehorchte.
      Ich blieb noch ca. 20 Minuten in der Halle, die ich mit verschiedenen Bahnfiguren verbrachte und brachte den Hengst danach zurück in den Stall, wo ich ihn absattelte und noch mal etwas drüberputzte, ehe auch der Schecke sich zu seinen Kumpanen auf die Koppel gesellen durfte.

      Ich räumte das Pferdezubehör zurück an seinen Platz und kehrte noch mal über die Stallgasse, dann begab ich mich zu Hedones Stuten und lächelte, als sich mir dreizehn aufmerksame Pferdeköpfe entgegenstreckten. "Wo fange ich denn hier an?"
      Ich entschied mich erstmal dafür, Colonel’s Struggling Maid, Tu quieras, Crying Dream und Throw a diva, ebenso wie die Hengste, in die Longiermaschine zu stecken, da es mir einfach zu viel werden würde, die ganzen Pferde zu reiten und das auch gar nicht an einem einzigen Tag zu schaffen wäre.
      Die Stuten ließen sich ohne größere Probleme aufhalftern und putzen, wofür ich sehr dankbar war, da ich noch einige Pferde vor mir hatte und meine unversehrten Körperteile noch gut gebrauchen konnte. Als die Stute dann in die Maschine geführt und festgemacht waren, schaltete ich sie langsam ein und ließ sich die Stuten im Schritt aufwärmen, bevor ich das Tempo erhöhte und sie trabten. Ich beobachtete die Pferde und mir fiel vor allem Tu quieras tolle Bewegungsabläufe auf. Sie war wirklich ein prachtvolles Pferdchen.
      Als ich das Gefühl hatte, dass die Stuten nun einen Galopp vertragen konnten, erhöhte ich die Geschwindigkeit abermals und so vielen alle 4 in einen ruhigen Galopp, der wunderbar anzusehen war.
      Nach einer Weile schaltete ich die Geschwindigkeit wieder runter und ließ die Stuten sich 10 Minuten im Schritt trockenlaufen, während ich schon mal Lilium, Desert Angel, Robyn und Salvia Divinorum fertig machte, damit auch sie ihre Bewegung bekommen würden.
      Als die Stuten alle fetig waren holte ich die Pferde aus der Maschine zurück in den Stall und beeilte mich, die nächsten Kandidatinnen nicht allzu lange warten zu lassen.
      Ich wollte die Vier gemeinsam longieren lassen, da ich ihre Geschwindigkeiten aufgrund der Rassen ungefähr gleich einschätzte und als ich sie dann in der Maschine drinnen hatte, erwies sich meine Vermutung als richtig.
      Die Stuten waren schnell aufgewärmt und strebten nach einem schnelleren Tempo, also schaltete ich die Geschwindigkeit hoch in einen flotten Trab und, als das dann meiner Meinung nach genug war, in einen schnellen Galopp. Lilium, Desert Angel, Robyn und Salvia Divinorum hatten eine mordsmäßige Ausdauer, also ließ ich sie etwas länger als die Pferde vorher galoppieren. Lächelnd beobachtete ich die Stütchen und schaltete dann nach und nach das Tempo runter, bis sie sich schließlich in einem gemächlichen Schritt trocken liefen.
      Ich holte die vier Hübschen immer in Pärchen aus der Maschine und band sie in der Stallgasse an, um sie noch zu pflegen. Mehr oder weniger geduldig warteten die Stuten auf ihre Behandlung, die bei Robyn etwas länger dauerte, da die Goldfarbene es geschafft hatte, sich zwei Zecken an den Beinen zu holen.
      Als dann die Pferdchen dann endlich dreck- und zeckenfrei waren, brachte ich sie auf ihren Auslauf und beschloss, Wild Lady Roxanne selber zu bewegen. Brav folgte mir die Hübsche aus der Box und in die Stallgasse, wo ich sie anband und erstmal ihren Putzkasten holte, der etwas versteckt in einer Ecke der kleinen Kammer stand.
      Geduldig ließ sich die Holsteinerstute striegeln und brummelte leise, als ich ihr schwarzes Fell mit der Wurzelbürste bearbeitete. Entspannt ließ sie den Kopf runterhängen und schlug mit dem Schweif vereinzelt nach Fliegen, die, dank des warmen Wetters, auch wieder hervorkamen und Pferd und Reiter piesakten.
      In den Hufen befand sich nur der übliche Stalldreck, Streu und Pferdeäpfel, also waren die auch schnell sauber und ich konnte den Putzkasten zurückstellen und die hübsche Stute satteln. Schnell war alles an seinem Platz und ich band sie ab und führte sie in die Halle, wo sie brav wartete, während ich aufstieg und meinen Helm zurechtrückte.
      Brav trat sie an und reagierte perfekt auf meine Anweisungen, als ich sie in Bahnfiguren lockerte, um dann anzutraben. Die Rappstute trabte brav an, als ich sie dazu aufforderte und ich war begeistert von dem wunderbaren, federleichten Trab, den die Schöne zur Schau stellte. Versammelt tanzte die Stute durch die Halle und zeigte ein verdammt hohes Potential für die Dressur. Roxy ging absolut durchlässig am Zügel und reagierte auf die feinsten Hilfen, was das Reiten auf ihr zu einem absoluten Spaß werden ließ. Kein einziges Mal verweigerte sie Befehle oder zickte, erschrak nicht und versuchte nicht, ihren Willen durchzusetzen.
      Nach einigen Runden Trab trieb ich sie in einen Rechtgalopp und übte dann Galoppwechsel, die auch super funktionierten. Zurück im Trab machte ich einen Handwechsel und übte mit ihr Traversalen, die, bis auf ein paar kleinere Aussetzer, klappten. "Super!" Ich tätschelte Wild Lady Roxanne begeistert den Hals und lies sie dann im Schritt trocken werden.
      Dann brachte ich die hochgewachsene Rappstute zurück in den Stall, wo ich sie anband, absattelte und nochmals mit ein paar Bürsten übers Fell ging, ehe ich das Dressurtalent zur Weide brachte und mir Siamo solo noi, My Nightsky und Tarifa rausholte, die ich, wie auch die anderen Pferde zuvor, aufgrund von Zeitmangel in die Maschine schnallen würde.

      Brav folgten mir die drei Hübschen aus ihren Boxen und warteten geduldig, bis ich sie alle fertig geputzt hatte und sie nacheinander hinter die "Arme" der Konstruktion gebunden hatte. Brav tippelten die drei Mädchen los, als ich die Maschine hochschaltete und sie sich im Schritt so lange aufwärmen lies, bis sie für den Trab bereit waren. Freudig trabten die Stuten an und ich beobachtete die hübsche Scheckin Siamo, die einen wunderbaren Körperbau und klasse Gänge hatte. Die Hufe der drei Stuten flogen schneller über den Boden, als ich die Geschwindigkeit in einen flotten Trab schalteten und schließlich beim Galopp schwebten die Stuten beinahe.
      Ich beobachtete die Pferde ein bisschen und schaltete dann wieder zurück in den Trab, damit sie auslaufen konnten und dann noch eine lange Schrittphase, um ein schönes, rundes Ende zu haben. "Na kommt meine Hübschen!" Ich hakte bei allen dreien die Stricke ein und führte sie gleichzeitig in den Stall, wo ich kurz mit dem Striegel über das Fell der Stuten ging und mit dem Hufkratzer ein paar kleinere Steinchen aus den Hufen rausholte. "So meine Hübschen! Jetzt aber hopp!" Ich band die drei ab und führte sie gleichzeitig auf ihre Weide, wo sie, sofort nachdem ich sie losgelassen hatte, die Nüstern ins Grün der Wiese tauchten und die saftigen Grashalme knabberten.

      Fast fertig! Jetzt fehlte nurnoch Checkmate, mit der ich einen schönen Ausritt machen wollte. Eiligen Schrittes begab ich mich wieder in den Stall und ging zur Box der bildschönen Stute, die mich neugierig über ihre Boxentür hinweg anguckte und vorfreudig schnaubte. Ich nahm mir das Halfter vom Haken an der Tür und öffnete die Box, um die Fuchsstute mit dem wunderbaren Kopf aufzuhalftern und herauszuführen. Aufgeregt folgte sie mir und ich merkte schon jetzt, dass sie einen unglaublichen Vorwärtsdrang hatte. Sie stand zwar auf einer Stelle nachdem ich sie angebunden hatte, schlug aber schon mit dem Schweif und warf den Kopf hin und her. "Ganz ruhig, Süße! Du kommt ja noch raus!" murmelte ich, bevor ich ihren Putzkasten holte, ihn hinstellte und mir erstmal einen Plastikstriegel heraus nahm und den etwas gröberen Dreck aus Checkmates Fell entfernte. Die Stute wurde etwas ruhiger und schnaubte genüsslich, als ich die Wurzelbürste holte und dann damit über ihren seidig glänzenden Leib strich. "Na Süße? Das gefällt dir, oder?" Ich lächelte sanft und strich mit die Bürste sanft über den Hals, immer der Haarwuchsrichtung folgend. Die zuerst so hibbelige Achal Tekkinerstute wurde zusehends ruhiger und lies sich auch brav die Hufe auskratzen. Einen nach dem anderen bearbeitete ich, bis sie sauber waren und holte mir dann einen Mähnenkamm, mit dem ich ihr seidiges Langhaar etwas entwirrte, da sie an ein paar Stellen kleinere Zottel hatte. Als die Stute dann sauber war brachte ich die Putzbox weg und holte stattdessen den Sattel und die Trense der fuchsfarbenen Schönheit. Als diese ihr Zubehör erblickte begann sie wieder, freudig zu tänzeln und scharrte ungeduldig. Ich verdrehte die Augen und hang die Trense erstmal an einen Anbindehaken, um beide Hände für den Sattel frei zu haben, den ich ihr sanft auf den Rücken legte und unter ihrem Bauch hindurch den Gurt angelte. Geschickt verschnallte ich die Riemen miteinander und strich der Stute das Halfter auf den Hals, um die Trense anlegen zu können. Etwas ungeduldig stapfte sie auf, was ihr aber einen Klaps gegen das Vorderbein einbrachte. "Lass es!"
      Als die Trense endlich saß und ich meinen Reithelm aufhatte, nahm ich das Halfter vom Hals, ordnete die Zügel und stieg auf, wobei ich geschmeidig einsaß und der Füchsin den Hals klopfte. Die Steigbügel passten perfekt, also konnte ich losreiten.
      Ich ritt vom Hof und bog auf einen kleinen Waldweg ein, auf dem ich erstmal blieb. Nach einer Weile gurtete ich noch mal nach und trottete dann weiter, bis ich auf eine perfekte Galoppstrecke kam. Der Weg wandte sich zwischen zwei Hügeln entlang und war circa 400 Meter lang. Perfekt für uns.
      Auf das kleinste Zeichen hin galoppierte Checkmate kraftvoll an und ich stellte mich in die Bügel, um der Stute den Rücken frei zu geben. Die Galoppade der Stute war gestreckt und schnell, wie man es eben von einem Rennpferd erwarten würde. Immer schneller flogen wir beide über den Weg, bis er leider Gottes zu Ende war und ich die Fuchsfarbene durchparieren musste. Etwas unwillig schüttelte sie den Kopf, fiel jedoch wieder in einen langsamen Schritt. Begeistert kraulte ich den Mähnenkamm der Stute, die sich neugierig umschaute. Ihre Ohren spielten aufmerksam, als ich sie in einen kleinen Wald lenkte, durch den sich ein malerischer Reitweg schlängelte.
      "Wunderschön Check, oder?" sprach ich leise mit der Stute, die ein Ohr in die Richtung meiner Stimme drehte. Durch das Blätterdach fielen nun schon die gedämpften Strahlen der Abendsonne und ich bog auf einen kleinen Weg ein, der wieder in Richtung von Hedones Hof führte. Der rot-orangene Sonnenuntergang zeichnete sich hinter den Stallgebäuden ab und ich beeilte mich, Checkmate abzusatteln und ihre Hufe auszukratzen, ehe ich sie in ihre Box stellte und in den Stallungen die Futterkrippen auffüllte, ehe ich nach und nach alle Pferde wieder zurück in ihre geräumigen Boxen brachte.

      Ich kehrte die Stallgasse nochmals und verabschiedete mich dann von den Pferden, um auf meinem stolzen Drahtesel wieder nach Hause zu fahren.


      - 18.371 Zeichen [ohne Überschrift] by parahedi
    • Jumpinghigh
      Sammelpflegi - Stall von Hedone

      Heute fuhr ich mit meinem Auto auf den Hof von Hedone um dort all ihre Pferde zu pflegen. Ich freute mich schon wahnsinnig darauf sie und ihre Pferde kennen zu lernen.
      Als ich auf ihrem Hof angekommen war, parkte ich mein Auto, stieg aus und ging in Richtung Stall. Dort wartete sie schon auf mich und winkte. Wir begrüßten uns und sie zeigte mir wo jedes Pferd und deren Ausrüstung stand. Es war ein riesiger Stall, der hell und einladend war.
      Sie ließ mich alleine und ich fing mit dem ersten Pferd an.
      Es war Robyn, eine 5 jährige Palomino Stute mit einem beeindruckenden Auftreten. Ich band sie vor ihrer Box fest und fing erst einmal an ihr Fell zu putzen. Da Frühling war verlor sie massig viel Haare das man befürchten könnte, die hätte gleich gar kein Fell mehr.
      Ich holte Longiergurt, Kappzaum und Longe und machte die Stute fertig für die Arbeit. Ich zog meine Handschuhe an, nahm eine Longiergerte und schnallte die Longe in den Kappzaum. Robyn folgte mit willig zum Lonigerplatz. Dort ließ ich sie erst einmal einige Runden im Schritt auf beiden Händen laufen um sie warm zu machen. Darauf gab ich ihr ein Zeichen zum antraben. Dem folgte sie ebenfalls gehorsam und zeigte mir einen wunderschönen ausgedehnten fleißigen Trab. Nach einer Weile wechselte ich die Hand und ließ sie erneut Traben. Um das Ganze ein wenig spannender zu gestalten, legte ich einige Stangen auf den Boden. Robyn ließ sich aber nicht beirren und trabte in einem lockeren Trab über die Stangen. Ich räumte die Stangen wieder weg und ließ die schicke Stute sich im Galopp auf beiden Händen auspowern. Nach einer guten dreiviertel Stunde beendete ich das Longieren, warf Robyn eine Abschwitzdecke über und ließ sie trocken gehen. Danach gingen wir zum Stall zurück, ich sattelte sie ab und kratzte ihr noch kurz die Hufe aus. Danach brachte ich sie mit ihrer Abschwitzdecke aufs Paddock wo sie genüsslich am Gras knabberte. Ich hatte von Hedone einen Zettel erhalten auf dem stand, wer mit wem auf einem Paddock stehen konnte.
      Ich ging zurück in den Stall und widmete mich nun dem nächsten Pferd. Sie hieß Desert Angel und war ebenfalls eine schicke Palomino Stute. Ich holte sie mit dem Halfter was an der Boxentür hing, heraus und band sie vor ihrer Box an. Ich befreite sie von dem harten Dreck, den sie sich wahrscheinlich beim Wälzen im Schlamm geholt hatte. Sie warf ab und zu den Kopf hoch, aber insgesamt benahm sie sich sehr ordentlich. Nachdem ich ihr noch die Hufe ausgekratzt hatte holte ich ihre Ausrüstung. Ich würde mit ihr einige Dressuraufgaben reiten. Ich sattelte und trenste sie auf, setzte meinen mitgebrachten Helm auf und zog meine Handschuhe an. Ich nahm noch eine lange Dressurgerte und stieg dann auf. Wir ritten zum Dressurplatz und nach ein paar Runden am langen Zügel zum warmreiten im Schritt nahm ich die Zügel auf und ließ die Stute traben. Wir ritten einige Bahnfiguren und ich merkte, wie sich die Stute lockerte und auf dem Gebiss herumkaute. Am Ende galoppierten wir zwei Runden auf jeder Hand, da sie geschwitzt hatte, ritt ich sie noch trocken. Darauf ritten dann zurück zum Stall. Dort angekommen sattelte und trenste ich die Stute ab und warf ihr die Abschwitzdecke über. Ich brachte sie auf das Paddock auf dem auch schon Robyn stand und schloss das Tor um mich dem nächsten Pferd zuzuwenden.
      Das Pferd was mir entgegenguckte war ein 6 jähriger Pinto Hengst namens Taktlos. Ich holte ihn aus seiner Box, band ihn an der Box fest und putzte ihn ausgiebig. Auch er haarte wie verrückt und ich sah nach kurzer Zeit selber aus wie ein Pferd.
      Ich sattelte ihn und legte ihm seine gebisslose Zäumung an. Mit ihm wollte ich heute ein wenig springen. Ich hatte auf dem Weg zum Dressurplatz einen schicken Springplatz gesehen, der anscheinend ebenfalls zum Hof gehörte. Nachdem Taktlos fertig gesattelt war, ritten wir zu dem besagten Springplatz. Es war ein niedriger Parcours von E-Höhe aufgebaut, den ich gleich springen würde.
      Zuerst aber ließ ich den Hengst im Schritt warmlaufen. Nach ein paar Runden auf jeder Hand ließ ich ihn antraben und ritt ein paar Runden im Trab um ein Gefühl für den Hengst zu bekommen. Dann steuerte ich ihn auf den ersten kleinen Steilsprung zu und sprang mit ihm darüber. Er hatte viel Schwung, der einen aber nicht direkt aus dem Sattel warf. Auch der nächsten Sprung, ein kleiner bunter Oxer, sprang er mit Bravur. Ich beschloss, mit ihm den gesamten Parcours zu springen. Gesagt, getan. Wir sprangen zusammen den gesamten Parcours und auch den ein oder anderen schwierigeren Part löste Taktlos prima. Ich lobte ihn ausführlich und wir ritten noch eine kleine Kombination zum Abschluss. Er schwitzte, sodass ich ihn im Schritt trocken ritt.
      Wir ritten zurück zum Stall, wo ich ihn absattelte und abtrenste. Ich warf ihm eine Abschwitzdecke über und brachte ihn auf einen Paddock, der extra für die Hengste des Hofes war und wo sie die Stuten nicht sahen.
      Zurück im Stall kümmerte ich mich um ein zweijähriges Pferd. Keystone’s Cordamour hieß der kleine Hengst der eine außergewöhnliche Fellfarbe hatte.
      Ich holte ihn aus der Box und putzte ihn. Zum Glück haarte er nicht so viel wie die anderen. Die Stallgasse sah aus als hätte eine Katze den Pferden Massen an Fell rausgezupft. Ich würde sie gleich direkt mal fegen müssen. Nachdem Keystone sauber war, beschloss ich ein wenig Bodenarbeit mit ihm zu machen. Wir gingen in die Halle und ich ließ ihn erst einmal einige Runden rennen. Während er sich austobte legte ich Reifen, eine Plane und Flatterband in die Halle. Neugierig schnupperte er an all den Sachen. Ich schnallte das Bodenarbeitsseil an und führte ihn an den Reifen vorbei. Er schaute zwar interessiert, doch Angst schien er nicht zu haben. Auch vor den Reifen stehend zeigte er zwar Interesse aber keine Scheu oder gar Angst. Ich lobte ihn mit sanften Worten, Streicheleinheiten und Leckerlis. Die Plane hingegen war ihm nicht ganz geheuer. Er wich der Plane aus und ich führte ihn mit sanften Worten in Kreisen an der Plane vorbei bis er merkte, dass diese ihn nicht fressen würde. Nach einigen weiteren Versuchen traute er sich sogar einige Schritte über die Plane, welche mit Leckerlis und Streicheleinheiten meiner Seite belohnt wurden. Ich zeigte ihm noch das Flatterband, welches er aber weit gehend ignorierte. Darauf räumte ich alle Sachen wieder weg und führte den Hengst zurück zum Stall und brachte ihn auf ein Paddock.
      Ich ging nun zum nächsten Pferd, ein schicker Trakehner Hengst namens He’s a pirate. Er schaute schon ungeduldig über die Boxentür und konnte es anscheinend gar nicht erwarten geritten zu werden. Ich holte ihn heraus und putzte ihn. Mir kam die Idee mit ihm und einem weiteren Pferd auszureiten bzw. auf der Galoppbahn die um den Hof führte einige Runden zu drehen. Ich entschied mich für die Friesenstute Crying Dream, da sie ebenfalls ein schnelleres Pferd war. Ich holte sie aus der Box und putzte sie, wobei Massen von schwarzen Haaren auf dem Boden landeten. Ich sattelte He’s a pirate und legte Crying ein Kappzaum an und befestigte ein langes Bodenarbeitsseil daran. Die beiden verstanden sich gut und ich stieg auf. Beide gingen fleißig voran. Auf der Galoppbahn angekommen trabte ich zuerst eine Runde im Trab um die beiden warum zu reiten. Auch wenn Crying ein Friese war, hatte sie einen ordentlichen Trab und konnte mit Pirate mithalten. Beide waren nun gelockert und ich gurtete bei Pirate nach. Ich ließ das Bodenarbeitsseil länger und lockerer um Crying Spielraum nach hinten zu lassen, da ich nicht dachte das sie Pirate überholen könnte. Ich trabte an und galoppierte nach kurzer Zeit an. Ich konnte Pirate gut mit einer Hand halten und mit der anderen Hand Crying halten. Ich ließ Pirate’s Zügel etwas lockerer worauf er auch langsamer galoppierte. So ritten wir einige Runden auf jeder Hand mit Trabpausen zwischendurch. Nach einer halben Stunde kauten beide fleißig auf dem Gebiss und schwitzten ordentlich. Ich beschloss das Training zu beenden und beide zum Stall zurück zu bringen. Ich sattelte Pirate ab und nahm Crying den Kappzaum ab. Ich kratzte noch alle Hufe aus und brachte sie darauf hin auf zwei unterschiedliche Paddocks.
      Bevor ich zum nächsten Pferd ging, fegte ich die Stallgasse. Ich fegte die Haare in eine Ecke und machte sie noch nicht weg, da wahrscheinlich einige Haare dazu kommen würden.
      Raffinesse, eine dreijährige Araber Stute war die nächste auf meiner Liste. Ich holte sie heraus und band sie vor ihrer Box fest. Ich putzte sie ausgiebig und beschloss mit ihr und einem weiteren Jungpferd ein wenig spazieren zu gehen. Ich nahm Believe in Dreams. Während Raffinesse geduldig wartete, holte ich Believe aus der Box und putzte den kleinen süßen Hengst. Auch ihm legte ich eine gebisslose Zäumung an und ging mit beiden Pferden eine große Runde spazieren. Zwischendurch joggte ich mit Raffinesse an der linken Hand und Believe an der Rechten ein großes Stück und testete meine Kondition, die nicht mehr die beste war. Wieder am Hof angekommen, kratzte ich die Hufe der beiden aus und brachte sie ebenfalls auf‘s Paddock.
      Um Racoon kümmerte ich mich danach. Es war ein 4 jähriger süßer Hengst mit süßen kleinen Knopfaugen in die ich mich sofort verliebte. Er war zum Anbeißen. Ich beschloss ihn ein wenig zu longieren. Zuerst aber putzte ich ihn ausführlich und legte ihm danach den Longiergurt und den Kappzaum an. Ich schnappte mir noch einen Ausbinder den ich am Longiergurt befestigte und schnallte noch schnell die Longe ein bevor ich mit Longiergerte in der einen Hand und Racoon in der anderen Hand zum Longierplatz lief. Dort ließ ich ihn einige Runden auf jeder Hand im Schritt warm laufen, darauf antraben. Er war noch jung und hatte somit noch nicht sein richtiges Gleichgewicht gefunden. Deshalb ließ ich ihn nur eine Runde auf jeder Hand galoppieren. Er schwitzte ein wenig nach dem Training, doch nach dem Trockenführen hatte sein Fell wieder den Glanz von vorher. Ich sattelte ihm am Stall ab und brachte ihn zu den Hengsten auf die Paddocks.
      Da der gemeinsame "Ausritt" mit Pirate und Crying so gut geklappt hat, beschloss ich mit Elvico und My Nightsky das gleiche zu tun. Ich holte zuerst Elvico raus und putzte ihn, sodass nur so die Haare zu Boden segelten. Ich beschloss Elvico als Reitpferd zu nehmen und Nightsky als Handpferd daneben laufen zu lassen. Nachdem ich Elvico geputzt hatte, holte ich Nightsky aus der Box und putzte sie auch gründlich. Bevor ich Elvico sattelte, fegte ich noch die Haare zusammen. Nachdem ich Elvico gesattelt und Nightsky getrenst hatte ritten wir in einen benachbarten Wald. Dort ließ ich Elvico antraben um ein Gefühl zu bekommen ob ich ihn mit einer Hand reiten konnte. Und das war auch der Fall. Er war so gehorsam das ich auch freihändig hätte reiten können. Nightsky wollte zwar ab und zu überholen, doch ich konnte sie sehr gut zurück halten. Auf einer runden Strecke ließ ich Elvico angaloppieren und ließ ihn einfach laufen. Ich vertraute ihm auch wenn ich den Hengst nicht so gut kannte. Nightsky galoppierte gehorsam knapp hinter Elvico her. Nach einer guten Stunde kamen wir drei erschöpft auf dem Hof an. Ich ritt noch eine Runde am langen Zügel um den Hof und sattelte dann beide Pferde ab um sie auf die Paddocks zu stellen.
      Um Spotted Black kümmerte ich mich als nächstes. Es war ein wunderschöner Hengst, der eine unglaubliche Ausstrahlung hatte. Ich war hin und weg. Ich holte ihn aus der Box und putzte ihn. Er haarte am meisten und schon nach kurzer Zeit war der ganze Boden voller Haare. Ich klopfte ihm ein wenig Staub aus der Kruppe bevor ich seine Ausrüstung holte und ihn sattelte. Ich würde nun ein wenig Dressur mit ihm reiten. Ich setzte meinen Helm auf und stieg auf. Da die Bügel ein wenig zu kurz waren, stellte ich diese 2 Löcher auf jeder Seite länger und ritt dann zum Dressurplatz. Da es aber anfing zu regnen, wechselten wir in die Halle. Es war schön die Halle für sich ganz alleine zu haben.
      Ich ritt ihn auf jeder Hand im Schritt warm und ließ ihn dann antraben am langen Zügel. Er schnaubte ab und ich nahm die Zügel langsam Stück für Stück auf. Ich merkte schon recht schnell, dass Spotted auf dem Gebiss herumkaute und in Anlehnung lief. Er trat sehr gut unter und sein Trab bekam immer mehr Schwung. Nach mehreren Bahnfiguren wie Zirkel und Schlangenlinien ging er wirklich perfekt. Wir übten noch einige Dressurlektionen bevor ich ihn auf jeder Hand je zwei Runden galoppieren ließ. Er schwitzte und ich ritt ihn trocken. Am Stall wieder angekommen sattelte ich ihn ab, warf ich eine Abschwitzdecke über und brachte ihn auf einen Paddock.
      Wild Lady Roxanne war die nächste Stute um die ich mich kümmerte. Sie war eine schicke Holsteiner Stute. Da sie eine Zuchtstute war, beschloss ich sie nur ein wenig zu longieren. Ich holte sie aus der Box, putzte sie und machte sie fertig zum longieren. Ich packte den Longiergurt drauf und legte ihr ein Kappzaum an, indem ich die Longe einhakte. Außerdem nahm ich einen Ausbinder mit und schnappte mir die Longiergerte.
      Wir gingen zum Longier Zirkel und ich ließ sie im Schritt warmlaufen. Sie ging fleißig voran, drückte aber immer wieder den Rücken weg. Ich ließ sie antraben und siehe da der Kopf ging nach unten und der Rücken wurde nicht mehr weggedrückt. Außerdem trat sie gut unter. Sie schnaubte ab und zu ab und hatte ein gutes Tempo drauf. Ich wechselte oft die Hand und wollte sie nicht überstrapazieren. Nach einer halben Stunde war sie verschwitzt sodass ich sie noch trocken führte ehe wir zum Stall zurückgingen und ich ihr eine Abschwitzdecke überwarf und sie zum Paddock brachte.
      Die nächsten beiden Stuten mit denen ich erneut eine Runde auf der Galopprennbahn drehen wollte waren Siamo solo noi und Checkmate. Ich holte zuerst Siamo raus und putzte ihr außergewöhnliches Fell. Es glänzte richtig, auch wenn sie total staubig war. Danach putzte ich Checkmate. Da ich von den Steckbriefen, die an den jeweiligen Boxen hangen, erfuhr das Siamo die eher ruhigere Stute war, beschloss ich Checkmate zu satteln und Siamo als Handpferd zu nehmen. Nachdem Checkmate fertig gesattelt war, trenste ich Siamo auf und befestigte ein Bodenarbeitsseil mit einer Longierbrille an der Trense. Ich stieg auf Checkmate und nahm Siamo an die Hand. Wir ritten zur Galoppbahn und ich ließ Siamo lockerer um ihr Platz nach hinten zu lassen. Ich trabte mit Checkmate an und merkte das Checkmate rennen wollte, aber trotzdem haltbar war. Nach zwei Runden ließ ich Checkmate angaloppieren und Siamo folgte willig. Beide Stuten waren nicht die langsamsten, auch wenn Siamo eher ein Dressurpferd war.
      Nach einer dreiviertel Stunde waren beide nassgeschwitzt und ich brachte sie zurück in den Stall. Nach dem Absatteln und Hufe auskratzen brachte ich beide auf die Paddocks um mich um das nächste Pferd zu kümmern. Es war Lilium, eine süße Araber Stute. Ich beschloss mit ihr den kleinen E Parcours zu springen und sattelte sie dementsprechend. Ich legte ihr noch Gamaschen an und setzte meinen Helm auf bevor ich aufsaß. Sie tänzelte als ich oben war, wurde aber sofort wieder ruhig. Ich verzichtete auf eine Springgerte und trieb sie in Richtung Springplatz. Dort angekommen ritten wir einige Runden im Schritt, danach im Trab. Als sie warmgeritten war, sprangen wir einige Sprünge, damit ich schauen konnte ob alles in Ordnung war. Wir sprangen noch einige Male den Parcours in verschiedenen Ausführungen ehe wir wieder zum Stall zurück ritten, ich sie absattelte und aufs Paddock brachte.
      Als ich Salvia Divinorum sah, wusste ich das ich erneut eine Runde auf der Galopprennbahn verbringen würde. Sie war ein Rennpferd der Extra Klasse und hatte schon den einen oder anderen Sieg verbucht. Ich suchte noch ein passendes Pferd, welches ich als Handpferd mitnehmen konnte und wählte CH’s Unglück aus. Sie war ebenfalls ein Rennpferd. Ich holte beide raus und putzte sie nach einander. Erst Salvia und dann Unglück. Ich sattelte Salvia und trenste Unglück auf. Es waren beide zwei sehr sportliche Pferde. Wir ritten zur Galoppbahn und ich merkte wie Salvia sich anspannte. Sie wollte rennen und sie würde rennen. Das wusste ich jetzt schon. Ich trabte mit beiden Pferden an und lockerte erst einmal Salvia. Nach zwei Runden fing sie schon an zu schwitzen. Ich ließ sie am lockeren Zügel angaloppieren und nahm die Zügel auch nicht auf, den stramme Zügel sahen Rennpferde immer als Treiben an. Sie galoppierte in einem schönen Galopp bei dem Uglück mithalten konnte. Sie wollte ab und zu überholen doch Salvia ließ es nicht zu und wurde darauf immer ein wenig schneller. Nach einer halben Stunde beendete ich das Training, ritt die beiden trocken und brachte sie nachdem ich sie abgesattelt hatte auf die Paddocks.
      Nun widmete ich mich Kinderlachen, ein Hengst mit dem nicht zu spaßen war. Ich beschloss ihn zu longieren. Daraufhin holte ich ihn aus seiner Box, putzte ihn ausgiebig und sattelte ihn zum longieren. Wir gingen zum Longier Zirkel wo ich ihn lange Zeit im Schritt laufen ließ. Er schien angespannt und wurde mit jeder Runde lockerer. Als er dann ordentlich locker war durfte er antraben und seinen tollen Trab zeigen. Auf jeder Hand ließ ich ihn lange laufen, da er wieder im Trab angespannt wurde. Auch hier entspannte er sich nach einiger Zeit. Ich legte als Abwechslung einige Stangen auf den Boden über die er interessiert drüber "hüpfte" anstatt drüber zu traben. Ich lachte und ließ ihn angaloppieren. Die Stangen hatte ich so hingelegt, dass er auch drüber galoppieren konnte. Zum Schluss führte ich ihn ein wenig trocken und wir ginge zum Stall zurück wo ich ihn absattelte und auf einen Paddock brachte.
      Das nächste Pferd um das ich mich kümmern würde, hieß Colonel’s Struggeling Maid und war ein Westernpferd. Ich freute mich, endlich wieder mal ein Westernpferd reiten zu können. Ich holte die Stute heraus und putzte sie. Danach sattelte ich sie und stieg in den Westernsattel. Ich beschloss in der Halle einige Westernübungen die ich noch konnte zu üben. Zuerst aber ritt ich sie warm und trabte und galoppierte auf jeder Hand einige Runden. Es war ungewohnt ohne spürbare Anlehnung zu reiten, aber ich gewöhnte mich schnell daran. Zuerst übte ich ein paar Sliding Stops und danach ein paar Spins und zu guter Letzt meine Lieblingsübung: den Roll Back. Maid konnte all diese Übungen aus dem ff und machte eine wirklich gute Figur. Wir ritten zurück zum Stall wo ich Maid absattelte und auf den Paddock brachte.
      Ich ging weiter zu einem Friesen Hengst namens Satan, der göttliche Toaster. Ich wunderte mich über so einen ausgefallenen Namen und holte ihn aus der Box um ihn zu putzen. Da sah ich seinen Nachbar: einen 11 jährigen Vollblut Hengst namens Ride the lightning. Ich holte auch ihn heraus und putzte ihn. Da sich die beiden gut verstanden, sattelte ich Ride und legte Satan seine Trense an. Daraufhin ritt ich auf Ride und mit Satan als Handpferd zur Galoppbahn und drehte dort erneut meine Runden. Nach einer Stunde waren beide nass geschwitzt und nachdem ich sie trocken geritten hatte brachte ich sie zurück in den Stall wo ich sie absattelte und dann mit Abschwitzdecken auf Paddocks brachte.
      Das letzte Pferd um das ich mich heute kümmern würde war Picara, eine kleine süße junge Stute. Da sie aber noch sehr jung war konnte ich sie nicht longieren oder reiten, so beschloss ich die Stute zwar heraus zu holen aber nur zu putzen und ein bissche herum zu führen. Gesagt Getan. Nachdem sie sauber war, schnappte ich mir ihren Strick und führte sie einem um den Hof. Danach stellte ich sie wieder zurück in die Box.
      Bevor ich ging, mistete ich noch alle dreckigen Boxen aus und fegte alle Haare aus der Stallgasse. Als ich damit fertig war, ging ich in die Sattelkammer und hing alle restlichen Trensen und Sättel die noch an den Boxen hingen an ihren jeweiligen Platz.
      Außerdem holte ich alle Pferde wieder von den Paddocks und stellte sie in ihre Boxen. Zu guter Letzt bekam jedes Pferd seine tägliche Futterration bevor ich das Licht ausknipste und nach Hause fuhr.
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    • Eddi
      Pflegebericht für alle Pferde
      Verschlafen drehte ich mich um und schaute auf meinen Wecker. „Verflucht!“ stöhnte ich und sprang sofort auf, um direkt ins Bad zu laufen und mich fertig zu machen. Ich hatte zu Hedi gesagt, dass ich Punkt Neun auf ihrem Hof stehen würde, und jetzt war es schon 8.40Uhr! Ich packte mir meinen Cappuccino und ein Käsebrötchen ein und fuhr direkt los, um noch einigermaßen pünktlich zu kommen. Dank einiger roter Ampeln und einem kleinen Stau, ausgelöst durch einen Fahrradfahrer, kam ich dann eine Viertelstunde später bei Hedi an. Diese begrüßte mich dennoch fröhlich und sagte, dass sie die Pferde bereits gefüttert habe, so dass wir sie nun auf die Weide bringen konnten. Das war mit allen Pferden auch schnell erledigt und die Stallarbeit wartete schon. Dank dem langen Weideaufenthalt waren die Boxen jedoch recht sauber und so waren wir schnell fertig. Nachdem der Stall wieder picobello war, machten wir erst einmal eine Frühstückspause und ich genoss mein Brötchen und den Cappuccino. Dann machten wir uns daran, schon vor dem Mittag einige Pferde zu bewegen und entschlossen uns, erst einmal die Fohlen zu bespaßen. Ich schnappte mir Raffinesse und Hedi holte sich ihre Picara von der Weide. Gemeinsam putzten wir beide Fohlen gründlich frischten das Fohlen-ABC auf, welches die Stuten gerne einmal vergaßen. Als wir fertig waren, gingen wir gemeinsam in die Halle, um beide zu longieren. Raffinesse war ein Traum von Fohlen, sie arbeitete einfach immer super mit und lernte so dermaßen schnell! Deshalb gab ich ihr schon nach 20 Minuten frei und wartete noch auf Hedi, welche mit Picara noch ein wenig Stangenarbeit machte. Nach zehn Minuten war sie auch fertig und wir ließen die Fohlen ein wenig in der Halle umhersausen, ehe wir sie wieder auf ihre Weide brachten. Die nächsten auf unserer imaginären Liste waren Believe in Dreams und Racoon. Hedi überließ mir den zweiten Hengst, da er damals mal in meinem Besitz gewesen war. Es war schön zu sehen, wie super sich Racoon entwickelt hatte. Fratzi, seine Züchterin, wäre stolz auf ihn gewesen. Auch die beiden wurden gründlich geputzt. Dream, der Mixhengst, war jetzt schon ein Hüne, aber dennoch ein Traum. Er kam mir sofort bekannt vor und als Hedi seine Zucht erwähnte, konnte ich ihn auch direkt einordnen. Seine Abstammung war auch nicht so verkehrt. Wir gingen mit beiden Fohlen eine Runde im Wald spazieren und genossen dort den kühlen Schatten. Zwar sollten heute nur 25°C werden, aber da es die letzte Woche durchgängig geregnet hatte, war dieser Sonnenschein direkt wieder zu warm. Als die aufgeweckten Kerle wieder fröhlich über ihrer Weide tobten, waren die letzten an der Reihe. Es handelte sich um Heroin Junkie und Cordamour. Ersteren kannte ich bereits von Chequi, bei welcher er große Erfolge abgesahnt hatte und sich als Junghengst sehen lassen konnte. Cordamour stammte aus der gleichen Zucht wie Dream und beide vereinten das perfekte Freizeitpferd in sich. Die beiden Warmblüter wollten wir longieren und arbeiten, damit sie allmählich auf die spätere Arbeit vorbereitet worden. Allerdings übertrieben wir es nicht und machten nach 20 Minuten Schluss, um noch eine kleine Runde um den Hof zu drehen, ehe die Hengste wieder ihre Freiheit genießen konnten. „Lust auf einen Ausritt?“ lächelte mich Hedi an und ich stimmte sofort zu. Sie gab mir ihren Trakehnerwallach He's a Pirate, während sie sich Hedi ihren geliebten Satan von der Weide holte. Der Friesenhengst war auch eine Persönlichkeit für sich und es brauchte viel Dominanz von Seiten des Menschen, um mit ihm klar zu kommen. Um so sympathischer war mir der ruhige Pirate, welcher sich ohne Probleme fertig machen ließ und auch unter dem Sattel das absolute Verlasspferd war. Dennoch ließ er sich bei unseren Wettrennen nicht den Hahn abdrehen, sondern hielt äußerst überzeugend mit Satan mit, so dass Hedi und der Rappe zu tun hatten, doch noch ihren Sieg einzuholen. Es war schön, unbeschwert über Wiesen zu galoppieren und einfach mal allen Problemen zu entfliehen. Als wir wieder auf dem Hof waren, kühlten wir den beiden Pferden die Beine ab und brachten sie dann auf die Weide. Dann erzählte mir Hedi, dass heute eine Springstunde anstand und da ihre sonstige Mitreiterin erkrankt war, konnte sie noch ein Pferd von sich mitnehmen und mich natürlich. Also machten wir Elvico und Desert Angel abfahrtbereit und machten uns auf den Weg zum Trainingsplatz. Schnell waren die Pferde fertig und wir drehten im Schritt unsere Runden zum Erwärmen. Dann begannen wir mit einfacher Stangenarbeit und ich konnte mich mit Angel bekannt machen. Das Springen verlief gar nicht so schlecht. Elvico und Hedi waren ein eingespieltes Team und es machte Spaß, ihnen zuzusehen, wie sie immer höhere Hindernisse überwanden. Ich ritt heute ein wenig verhalten, da Angel heute anscheinend nicht so begeistert von Arbeit war, aber dennoch mitmachte. Wenigstens rissen wir nie, auch wenn wir oft unpassend auf den Sprung kamen, konnte Angel es immer ausgleichen. Nach einer Stunde ritten wir die Pferde ab und fuhren wieder nach Hause, denn dort wartete noch genügend Arbeit auf uns. „Ich glaube jetzt müssen wir uns ranhalten.“ lachte Hedi und warf mir das Halfter von Clover, ihrem Barockpinto, zu. Ich holte ihn von der Weide und am Putzplatz traf ich Hedi mit Spotted Black wieder. Wir machten schnell die Pferde fertig und gingen dann in die Halle, Dressurarbeit stand an. Beide Hengste arbeiteten traumhaft mit, so dass wir uns entspannen konnten und nach einer Stunde beide Pferde erfolgreich gearbeitet waren. Nachdem auch sie auf der Weide standen, mussten wir uns mit der Arbeit ein wenig kürzer fassen. Weshalb wir Crying Dream und Nightsky nur longierten, was den beiden Stuten aber auch nicht schadete. Ich kümmerte mich um die Friesenstute, welche heute ein wenig unmotiviert war, weshalb die Bodenarbeit nicht schlecht war und wir gut durch ihre Unlust durchkamen. Fünf Pferde standen noch an und wir hatten es schon 17 Uhr. Wir schnappten uns Lightning und ließen den Hengst seine überflüssige Energie beim Freispringen abbauen. Zwar war Lightning nicht gerade das Springpferd, Spaß machte es ihm dennoch und uns machte es ebenso Spaß ihm zuzusehen. Danach ließen wir noch Lilium und Salvia freispringen, wenn die Gassen schon einmal aufgebaut waren. Auch die beiden Vollblutstuten hatten Spaß daran mit aufgestellten Schweifen und geblähten Nüstern eine Show abzuziehen und waren danach auslastend bewegt. Um den Tag nun noch entspannter auslaufen zu lassen, schnappten wir uns Robyn und Checkmate und machten uns noch ein letztes Mal ins Gelände. Die beiden Stuten genossen den eher ruhigen Ausritt, während Hedi und ich quatschten. Wir verdrödelten uns auch ziemlich, so dass wir erst bei Abenddämmerung wieder am Stall waren und uns beeilen mussten, alle Pferde noch vor der Dunkelheit in den Stall zu bringen. Gerade die Fohlen machten schon Theater, weil es dunkel wurde. Der Rest wollte einfach nur sein Abendmüsli haben, welches Hedi dann auch verteilte, während ich überall noch das Heu für die Nacht hineinwarf.
    • Eddi
      Pflegebericht für alle Pferde
      Ich gähnte müde, als ich mich auf den Weg zu Hedone machte. Zu meiner Enttäuschung war heute Mistwetter und das dämpfte meine Lust sehr. Unmut machte sich breit, als es auf dem Hof mit Regnen anfing und schon hatte ich keine Motivation mehr heute etwas großartiges zu machen. Die Grundversorgung würde den Vierbeinern wohl reichen müssen. Im Stall wurde ich fröhlich wiehernd empfangen, was meine Laune wieder hob. Flott fütterte ich durch die Reihen, damit jeder sein Frühstück abbekam. Besonders die Fohlen Cordamour und Believe in Dreams machten ein tüchtiges Theater, um endlich ihr Futter zu bekommen. Dafür brauchten sie mit dem Fressen am längsten, so dass ich erst einmal Raffinesse und Picara auf ihre Weide brachte. Trotz des Regens konnte die Pferde ruhig raus, schließlich waren sie nicht aus Zucker. Auch Racoon und Heroin Junkie verließen den Stall und durften auf ihre Koppel. Die Fohlen hatten heute schlichtweg frei und ich konnte die Großen ein wenig beschäftigen. Doch erst einmal ging es für die alle auch auf die Weide, damit ich die Boxen ausmisten konnte. Nachdem die Stallarbeit geschafft war, holte ich mir Robyn und Desert Angel. Beide putzte ich gründlich und zweitere sattelte ich dann zum Ausritt auf. Robyn kam als Handpferd mit und so machten wir uns auf den Weg. Leider konnten wir größtenteils nur im Schritt und Trab reiten, denn der Waldweg war so stark aufgeweicht, dass wir im Galopp gnadenlos hingeflogen wären. Also fiel der Ausritt etwas kürzer als gedacht aus, aber die beiden Stuten waren bewegt. Als nächstes war He's a Pirate an der Reihe und auch ihn putzte ich gründlich. Der Süße war ein erfolgreicher Wallach und ich überlegte ernsthaft, mit ihm an Wallachschauen teilzunehmen. Schaden würde ihn das auf alle Fälle nicht und damit er fit blieb, longierte ich ihn heute ein wenig und gymnastizierte ihn mit Stangenarbeit. Danach durfte er wieder auf die Weide und ich suchte mir meinen nächsten Kandidaten. Crying Dream und Toster hatten heute frei, denn ich war generell kein Fan von Friesen und bei so einem Wetter musste ich mir das nicht noch antun. Stattdessen schnappte ich mir Elvico, sattelte ihn und sprang mit ihm nach einer ausführlichen Aufwärmung ein wenig in der Halle. Er war sehr motiviert dabei und ich hatte zu tun, dass er nicht eiskalt durch die Hindernisse preschte. Heute waren aber auch alle aufgedreht! Dementsprechend ließ ich auch die ehrgeizige Checkmate lieber da wo sie war. Stattdessen longierte ich nacheinander noch Lilium und Salvia, ehe ich noch eine Runde mit No leaf clover ausritt. Ride the lightning wollte ich eigentlich stehen lassen, doch bei den Temperament musste auch das Pferd bewegt werden. Also durfte er freispringen und dafür blieben Nightsky und Spotted Black stehen. Dann hatte ich alle Pferde geschafft, aber wir brauchten dringend einen Stallburschen oder so etwas ähnliches, denn alleine waren die Pferde kaum schaffbar. Müde füllte ich noch die Tröge und schaffte alle Pferde wieder in den Stall, bevor ich mich verabschiedete und nach Hause fuhr.
    • Eddi
      Pflegebericht für alle Pferde
      Ich gähnte müde, als ich mich auf den Weg zu Hedone machte. Zu meiner Enttäuschung war heute Mistwetter und das dämpfte meine Lust sehr. Unmut machte sich breit, als es auf dem Hof mit Regnen anfing und schon hatte ich keine Motivation mehr heute etwas großartiges zu machen. Die Grundversorgung würde den Vierbeinern wohl reichen müssen. Im Stall wurde ich fröhlich wiehernd empfangen, was meine Laune wieder hob. Flott fütterte ich durch die Reihen, damit jeder sein Frühstück abbekam. Besonders die Fohlen Cordamour und Believe in Dreams machten ein tüchtiges Theater, um endlich ihr Futter zu bekommen. Dafür brauchten sie mit dem Fressen am längsten, so dass ich erst einmal Raffinesse und Picara auf ihre Weide brachte. Trotz des Regens konnte die Pferde ruhig raus, schließlich waren sie nicht aus Zucker. Auch Racoon und Heroin Junkie verließen den Stall und durften auf ihre Koppel. Die Fohlen hatten heute schlichtweg frei und ich konnte die Großen ein wenig beschäftigen. Doch erst einmal ging es für die alle auch auf die Weide, damit ich die Boxen ausmisten konnte. Nachdem die Stallarbeit geschafft war, holte ich mir Robyn und Desert Angel. Beide putzte ich gründlich und zweitere sattelte ich dann zum Ausritt auf. Robyn kam als Handpferd mit und so machten wir uns auf den Weg. Leider konnten wir größtenteils nur im Schritt und Trab reiten, denn der Waldweg war so stark aufgeweicht, dass wir im Galopp gnadenlos hingeflogen wären. Also fiel der Ausritt etwas kürzer als gedacht aus, aber die beiden Stuten waren bewegt. Als nächstes war He's a Pirate an der Reihe und auch ihn putzte ich gründlich. Der Süße war ein erfolgreicher Wallach und ich überlegte ernsthaft, mit ihm an Wallachschauen teilzunehmen. Schaden würde ihn das auf alle Fälle nicht und damit er fit blieb, longierte ich ihn heute ein wenig und gymnastizierte ihn mit Stangenarbeit. Danach durfte er wieder auf die Weide und ich suchte mir meinen nächsten Kandidaten. Crying Dream und Toster hatten heute frei, denn ich war generell kein Fan von Friesen und bei so einem Wetter musste ich mir das nicht noch antun. Stattdessen schnappte ich mir Elvico, sattelte ihn und sprang mit ihm nach einer ausführlichen Aufwärmung ein wenig in der Halle. Er war sehr motiviert dabei und ich hatte zu tun, dass er nicht eiskalt durch die Hindernisse preschte. Heute waren aber auch alle aufgedreht! Dementsprechend ließ ich auch die ehrgeizige Checkmate lieber da wo sie war. Stattdessen longierte ich nacheinander noch Lilium und Salvia, ehe ich noch eine Runde mit No leaf clover ausritt. Ride the lightning wollte ich eigentlich stehen lassen, doch bei den Temperament musste auch das Pferd bewegt werden. Also durfte er freispringen und dafür blieben Nightsky und Spotted Black stehen. Dann hatte ich alle Pferde geschafft, aber wir brauchten dringend einen Stallburschen oder so etwas ähnliches, denn alleine waren die Pferde kaum schaffbar. Müde füllte ich noch die Tröge und schaffte alle Pferde wieder in den Stall, bevor ich mich verabschiedete und nach Hause fuhr.
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    Himmel - ungepflegte Pferde
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    Hedone
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    30 Juni 2011
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    Spitzname: Pirat
    Mutter:unbekannt
    Vater:unbekannt
    Geburtsdatum: 13. 3. 2001
    Geschlecht: Wallach
    Rasse:Trakehner
    Fellfarbe:Rapp-Schecke
    Charakter: Pirate ist ein total lieber, wenn auch etwas zu roß geraterner, Hengst, der trotzdem selten Hensgtmanieren aufweist..
    Stockmaß: ca. 1,79
    Besitzer: Hedone
    Vorbesitzer: Norwi
    Vorvorbesitzer: Gala
    Züchter(Ersteller):Fratzi

    Gesundheit:
    _______________________________

    Tierarzt:Lila
    Letzer TA-Besuch:14.Juni 2009, 04:32 PM
    Hufschmied:/
    Letzer HS-Besuch:/

    Qualifikationen:
    ________________________________

    Galopprennen Klasse: L
    Western Klasse: L
    Spring Klasse: E
    Military Klasse: E
    Dressur Klasse: L
    Distanz Klasse: E
    Fahren: A

    Beschreibung:
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    Er heißt nur Pirat.In wirklichkeit ist er ein ganz lieber.Er liebt es wenn ihn Leckerlis erwarten.Unterm Sattel bewegt er sich sehr schön und flott.Lange Spaziergänge am Strand entlang,findet er großartig.Doch manchmal ist er ein richtiger Dickschädel.


    Schleifen:
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    49. Wallachschau (grün)​
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