Steckbrief: Mangalarga Marchador

Dieses Thema im Forum "Pferde Steckbriefe" wurde erstellt von Sadmoon, 27 Juni 2006.

  1. Sadmoon

    Sadmoon Fliegen wie ein Vogel!

    Die genaue Enstehunng der Mangalarga Marchadores lässt sich nicht mehr zurückverfolgen. Tatsache ist aber, dass auch die Wurzeln dieser Rasse bei iberischen Pferden liegen. Als Brasilien vor fünfhundert Jahren von Portugiesen entdeckt und bevölkert wurde, brachten sie die unterschiedlichsten Pferde aus Portugal mit.

    Edler Stammvater

    Diese Pferde vermischten sich im Laufe der Zeit unkontroliert. Das änderte sich erst, als der edle Altér Real-Hengst Sublime mit brasilianischen Stuten Nachwuchs zeugte. Seine Söhne und Töchter zeigten nämlich alle eine ganz besonderen Eigenschaft: einen ungewöhnlich weichen Gang. Er war für den Reiter so angenehm, das man auf diesen Pferden weite Strecken bequem zurücklegen konnte. Um ihn zu erhalten, begann man jetzt gezielt weiterzuzüchten. Damit war die rasse der Mangalarga Marchadores geboren und der komfortable Gang wurde ihr Kennzeichen.
    Beim "Marcha", wie der Gang in Südamerika heisst, hat das Pferd immer mindestens zwei Hufe auf der Erde. Die Schwebephase, die unsere Pferde im Trab haben, entfällt und der Reiter sitzt deshalb ganz ruhig. Der Marcha ist den Mangalarga Marchadores angeboren. Manche zeigen ihn zusätzkich zum regulären Trab, andere stattdessen.

    Alles, nur nicht einheitlich

    Über hundert Jahre lang züchtete man die Marchadores ohne Zuchtbuch. Erst 1949 wurde der brasilianische Zuchtverband gegründet. Um in das Zuchtbuch aufgenommen zu werden, muss ein Pferd natührlich den Marcha beherrschen. Ausserdem darf es nicht kleiner als 140 Zentimeter Stockmass und nicht grösser als 157 Zentimeter sein.
    Der Körperbau ist hingegen egal. Weil sich über die Jahrhunderte viele unterschiedliche Pferde vermischt hatten, besitzen auch die Marchadores kein einheitliches Aussehen. Manche von ihnen sind kräftig und rund, andere zierlich und elegant. Der Körperbau ist in den Zuchbüchern nich festgestellt; wichtig ist nu, dass die Pferde den Marcha beherrschen. Ausserdem wird grosser Wert auf die Ausdauer der Tiere gelegt.
    Ein Marchador sollte pro tag problemlos über 50 Kilometer zurücklegen können. Und auch der Charakter ist in den Züchtern sehr wichtig. Gutmütigkeit und ein freundlicher Charakter sind ebenso ein Muss wie Leistungsbereitschaft und Ausgeglichenheit.

    Für jeden das richtige Pferd

    Dank all dieser Vorzüge gehört die Rasse in Brasilien zu den beliebtesten. An die 400.000 Tiere gibt es heute und über 6.000 eingetragene Züchter. Nach wie vor werden die Pferde auf grossen Ranches verwendet, um die weitläufigen Ländereienbequem vom Sattel aus zu kontrolieren. Ein weiteres grosses Einsatzgebiet haben sie aber auch im Distanzsport gefunden, der in Brasilien sehr beliebt ist. Und auch als Freizeitpferde sind Mangalarga Marchadores natürlich super!


    Grösse:
    140-157 Zentimeter Stockmass

    Farbe:
    Es sind fast alle Farben erlaubt. Nur Palominos, Cremellos und Albinos sowie Pferde mit blauen Augen werden von der Zucht ausgeschlossen. Besonders begehrt sind Schecken.

    Heimat:
    Die Rasse stammt aus Brasilien, wo auch das Zuchtbuch geführt wird. Inzwischen sind die Pferdeaber auch in Europa immer beliebter und es gibt auch in Deutschland einige Züchten.


    Körperbau:
    Einen einheitlichen Körperbau gibt es bei dieser Rasse nicht. Es wurde zu lange mit unterschiedlichen Pferden gezüchtet. Man findet sowohl barocke Pferdetypen mit eher kräftigem Körperbau als auch elegante, feingliedrig Exemplare, die an Berber erinnern.

    Besonderheiten:
    Mangalarga Marchadores sind Gangpferde, die neben oder statt dem Trab über den Marcha verfügen, das ist eine Art Tölt , wie ihn auch die Isis haben.

    Haltung:
    Die Pferde stellen keine grossen Ansprüche an ihr Futter und verfügen über eine gute Gesundheit. Daher fühöen sie sich im Offenstall sehr wohl.


    Einsatzmüglichkeiten:
    Dank ihrer grossen Ausdauer sind die Pferde super für Distanz- oder Wanderritte geeignet, den sie legen problemlos weite Entfernungen zurück. Auch als Freizeitpferde sind sie toll, denn sie haben einen freundlichen Charakter, sind umgänglich und aufgeschlossen. Leichte Dressurübungen lernen sie eben so wie den Westernreitstill oder auch Kunststückchen.

    Hier noch paar Fotos:

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