Steckbrief: HIGHLANDPONY

Dieses Thema im Forum "Pferde Steckbriefe" wurde erstellt von danieell, 2 Jan. 2006.

  1. danieell

    danieell Guest

    Das Highlandpony (oder auch der Highland Garron) gilt als das größte und kräftigste Exemplar der Britischen Berg- und Moorlandponys. Es handelt sich dabei um bodenständige Pferde der Schottischen Hochlande, die auch auf vielen Western-Inseln gezüchtet werden. Vor nicht zu langer Zeit gab es noch zwei verschiedene Zuchtlinien - das leichtere, etwa 143 cm große Inselpony und das etwas schwerere Highlandpony. Beiden Typen bestehen zwar noch, werden aber nicht als unterschiedlich eingetragene Rassen geführt.
    Die Highlands haben wunderschönes dichtes, aber feines, seidiges Langhaar, das sie vor den eisigen Stürmen und dem Regen ihrer Heimat schützt. Die Pferde können die unterschiedlichsten Fellfarben aufweisen. Außer den heute vorwiegenden Schimmeln gibt es noch Pferde mit allen möglichen Schattierungen, die Falben haben können. Die ursprüngliche Farbe war wohl die von Wolfsfalben. Auch heute noch sieht man, daß die einzelnen Haare an den Wurzeln schwarz sind und bis zur Spitze einen immer stärker werdenden Goldton annehmen. Dieser Goldschimmer wird in seiner Wirkung noch verstärkt durch die dunklen Ohren, das dunkle Gesicht und das teilweise recht dunkle Langhaar.
    Highlandponys waren schon damals vielseitig einsetzbar. Sie dienten als Tragtiere, zogen den Pflug, brachten den Kleinbauern zum Markt und trugen schwere Torflasten über rauhes, steiniges Gelände. Ebenso fanden sie Verwendung als Reittiere bei der Gebirgsjagd, wobei ihre Ruhe und Trittsicherheit dem Jagdreiter auch auf dem unwegsamen Gelände der schottischen Berge Freude und Vergnügen bereiten. Die kraftvollen Pferde ziehen das geschossene Wild (bis zu 100 kg schwer) die Hügel hinunter. Seit einiger Zeit werden die Ponys auch als Reitpferde eingesetzt und zeigen auch dabei ihre vielseitigen Veranlagungen. Sie gehen sicher und aufmerksam, sind gute Springpferde und lassen sich vor den Wagen spannen. Sie gelten als willig und gutmütig im Umgang; ihre Ruhe ist besonders für ältere, nicht supersportliche Reiter sehr angenehm. Es ist jedoch oft kaum möglich, so mageres Futter zu bekommen, wie es die Pferde brauchen, um nicht zu dick zu werden. So sind sie wohl die genügsamsten Pferde, die man haben kann. Im Laufe Ihrer Entwicklung hat man verschiedene Blutlinien eingekreuzt, vor allem Araber, aber auch Clydesdales, Norwegerponys und in einem Fall auch amerikanisches Traberblut.
    Die wichtigste Zuchtstätte wurde zweifellos von den Herzögen von Atholl gegründet. In deren Gestüt lebte der für die Rasse einflußreichste Hengst, Herd Laddie. Er war ein edler Schimmel und stand seit seinem sechsten Lebensjahr im Gestüt. Alle Schimmel der heutigen Zucht lassen sich auf diesen Hengst zurückführen. Größe: nicht mehr als 148 cm.
    Farbe: viele Schattierungen von Falben - Mausfalben, Wolfsfalben, Goldfalben, Cremfalben, Fuchsfalben. Außerdem Schimmel, Braune, Rappen und gelegentlich Füchse mit silberner Mähne und silbernem Schweif. Die meisten Tiere haben noch den Aalstrich, einige auch Zebrastreifen an der Innenseite der Vorderbeine. An weißen Abzeichen ist nur ein kleiner Stern zugelassen.
    Kopf: gut aufgerichtet. Breites Gesicht mit aufmerksamen, freundlichen Augen. Kurzer Nasenrücken zwischen Augen und Maul. Maul nicht zu klein mit großen Nüstern.
    Hals: kräftig, nicht zu kurz, schön gebogene Linie. Ganaschenfreiheit. Mähnen und Schweifhaare müssen lang, fein und seidig sein, keinesfalls grob.
    Schultern: gut zurückgesetzt, ausgeprägter Widerrist.
    Gebäude: kompaktes Quadratpferd. Gute, gebogene Rückenlinie. Tiefe Brust, leicht tonnig.
    Hinterhand: mächtig mit kräftigen, gut ausgebildeten Ober- und Unterschenkeln. Gut aufgesetzter Schweif.
    Gliedmaßen: flache, harte, kurze Röhren. Vorderbeine mit kräftigen, breiten Kniegelenken, steile, aber nicht zu kurze Fesseln. Vorderbeine stehen weit unter dem Pferd. Sprunggelenke trocken, ausgeprägt. Etwas seidiger Kötenbehang.
     

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