Steckbrief: AMERIKANISCHES STANDARDBRED

Dieses Thema im Forum "Pferde Steckbriefe" wurde erstellt von danieell, 28 Dez. 2005.

  1. danieell

    danieell Guest

    Die Rasse des American Standardbred wird ausschließlich für Trabrennen gezüchtet; die Zucht ist seit noch nicht 100 Jahren anerkannt.Wie die Englischen Vollblutpferde für Galopprennen gezüchtet werden und ihre Galoppeigenschaften weitervererben, so wird das Standardbred als Traber und/oder Pacer (Paßgänger) gezüchtet, wobei jedes Pferd die ihm eigene Gangart weitervererbt. Diese Rasse ist robuster als Vollblüter und sehr ausdauernd.
    Trotz der angeborenen Tendenz, zu traben oder im Paß zu gehen, kann die enorm hohe Geschwindigkeit - bis zu 48 Stundenkilometer - nur durch hartes Training erreicht werden. Die Versuchung, bei dieser Geschwindigkeit in den Galopp zu fallen, ist auch bei den Standardbreds groß. Die Pferde bekommen einen Spezialhutbeschlag, wobei das Eisen am Zeh besonders schwer ist. Dadurch soll das Pferd veranlaßt werden, große, weit ausholende Schritte zu machen. Paßgänger werden in ein Geschirr eingespannt, das ihnen keine andere Gangart erlaubt als eben Paß.
    Paßgänger sind im allgemeinen etwas schneller als Traber. Bevor sie zu Rennen zugelassen werden, müssen sie eine Meile (1609 m) in einer Höchstzeit von 2.20 Minuten laufen. Diese Zahl ist ein »Standard«, daher hat das Pferd seinen Namen. Heutzutage bewältigen die Pferde diese Distanz in bedeutend kürzerer Zeit; das schnellste Pferd brauchte nur 1.52 Minuten.
    Das Standardbred hat eine sehr interessante Geschichte. Der Begründer dieser Rasse war der Hengst Messenger xx, in dessen Pedigree alle drei Gründerhengste des Englischen Vollbluts zu finden sind, wobei Darley Arabian und Godolphin Arabian wohl die größte Rolle spielten. Messenger geht zurück auf Darley Arabian aus Hying Childers und kam im Jahr 1788 aus England nach Amerika. Er war mehr als zwanzig Jahre im Gestüt tätig, und obwohl er selbst nie an einem der damals schon in Amerika sehr beliebten Trabrennen (unter dem Reiter oder vor dem Sulky) teilgenommen hatte, war er der Vater vieler berühmter Traber.
    Einer seiner Nachkommen, Hambieton, ein großer, starker Hengst aus einer Mutter, in der das Blut verschiedener Norfolk Trotters und das des Messenger floß, wurde 1849 geboren. Er und seine Nachkommen wiederum waren so hervorragende Traber, daß fast alle anderen Linien ausstarben und alle heute lebenden Traber auf Hambieton zurückzuführen sind. Nur zwei andere Zuchten haben die des Standardbred beeinflußt, nämlich die Morgan Horses und die Clays (eine aus den Berbern hervorgegangene Rasse). Die Standardbreds selbst hatten großen Einfluß auf Trabrennen mit dem Sulky in Rußland, Australien, Neuseeland, Italien, Holland, Norwegen, Schweden, der Bundesrepublik Deutschland, Dänemark und Ungarn. Größe: zwischen 152 und 165 cm.
    Farbe: alle Farben zugelassen, meistens braun, schwarz oder fuchsfarben.
    Allgemeines: Das Standardbred ist die robustere, stämmigere, kurzbeinige Variante des Vollbluts.
    Kopf: ziemlich edel und gut ausgeprägt, intelligent. Kleine Ohren, freundlich blickende Augen.
    Hals: kräftig, aber elegant.
    Schulter: gut abgeschrägt und bemuskelt.
    Gebäude: viel Gurtentiefe. Manchmal sehr langer Rükken. Hohe Kruppe, kräftige Hinterhand.
    Gliedmaßen: sehr kräftig, kurz, >viel Bein
     

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