Cayenne [gekrönt] - Engl. Vollblut
- Benutzer: Splash (Alle Bilder & Alben)
- Hochgeladen: 02.10.2008 - 16:56 Uhr
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- Kategorie: Himmel - ungepflegte Pferde
Cayenne xx
Die Supermama.
Mutter: Can't Resist xx
Vater: Monsun xx
Rasse: Englisches Vollblut
Fellfarbe: Rappe
Geschlecht: Stute
Geburtsdatum: 30.07.2002
Charakter: Cayenne ist ein junges, aufstrebendes Rennpferd. Wir hoffen, dass sie im Rennsport noch eine Karriere hinlegt. Ihr liegen besonders die Sprinterdistanzen. Bisher war sie wegen Krankheit noch nicht großartig auf der Rennbahn. Ihre generelle Leichtrittigkeit und Sensibilität öffnen ihr Möglichkeiten in allen möglichen Sparten, man darf sie nur nicht durch grobe Behandlung verderben.
Stockmaß: 162 cm
Besitzer: LeFay
Pferd erstellt von: LeFay
VKR: LeFay
RB: Nano
Qualifikationen:
Dressur: E
Springen: E
Western: E
Distanz: E
Millitary: E
Galopprennen: A
Züchterisches
Cayenne ist Zuchtpferd der Zucht Raw Diamonds.
Nachkommen:
Thorros, gekörter Hengst v. Thorondor
Con Fuego, Hengst v. Con Brio
Capallonia, Stute v. Thorondor
Calvana, Stute v. Chronos
Siegerin der BSK 196
3. Platz 85. Galopprennen
Cayenne schnaubte entspannt und dehnte ihren Hals nach vorne. Erleichtert wechselte ich in den Schritt. Ich befand mich gerade auf dem Abreiteplatz und wartete auf das Zeichen zum Einreiten in die Halle. Nach einigen bangen Minuten kam es dann und ich wechselte in den Trab, den ich versammelte. Gott sei Dank war Cayenne sehr leichtrittig und gehorchte. So ritt ich in die Halle ein. Bei X führte ich eine ganze Parade aus und grüßte. Meine Stute stand schön ruhig.
Dann begaben wir uns auf den Zirkel, wo ich zunächst eine Schrittrunde hinlegte. Cayenne war etwas nervös und trat nicht ganz so locker auf, wie ich mir das gewünscht hätte. Der Trab war dann besser: Ich versammelte sie dezent und sie zeigte eine schöne Längsbiegung. Zum Galopp hin steigerte sie sich erneut: Ich gab die Hilfe und sie zündete sofort, fußte fleißig unter und galoppierte einen gleichmäßigen Zirkel.. Ich parierte wieder durch zum Trab und ließ sie Schlangenlinien durch die ganze Bahn gehen, wobei ich sie ordnungsgemäß beim Kreuzen der Mitte umstellte. Gott sei dank war sie so locker. Ich galoppierte wieder an und ging auf dem Zirkel, wo ich vor X zum Schritt durchparierte, aus dem Zirkel wechselte und dann erneut die Galopphilfe gab. Das gelang sehr gut. Unsere letzte Bahnfigur war eine Volte im Trab. Auch hier bog sie sich sehr schön, gegen Ende musste ich aber ordentlich treiben, damit sie fleißig blieb.
Nächster Punkt: Die Sprünge. Wieder ab in den Galopp, Tempo und schon lag der Steilsprung hinter uns. Auch der Oxer war eher easy-going. Vor dem Wassergraben merkte ich ihre Unsicherheit, wusste aber auch, dass ich viel Geschwindigkeit brauchte, um darüber zu setzen. Also setzte ich kurz und entschlossen die Gerte ein und sie schoss überrascht vorwärts. Der Absprung gelang jetzt aber sehr gut und wir blieben fehlerfrei. Das Kreuz war dann wieder sehr einfach und Cayenne nahm es mit einwandfreier Manier. Ich war wirklich stolz auf meine junge Stute.
Nach der Springertour hatte ich dann doch etwas Mühe, sie wieder dressurmäßig versammelt zu bekommen. Seltsam, dass die Veranstalter das in der Aufgabenstellung so mixten. Egal, da musste sie jetzt durch. Da ihr der Galopp lag, präsentierte ich sie auf der langen Seite auf dem zweiten Hufschlag und ließ sie alle 4 Sprünge wechseln. Das hatten wir vor ein paar Tagen erst angefangen, sie mochte die Wechsel aber sehr gerne und stellte sich unheimlich geschickt an. Beim zweiten Wechsel rumpelte es etwas, der dritte war dann wieder sehr flüssig.
Ich parierte zum Schritt durch und ritt zu X, wo ich ordnungsgemäß absaß und mein Helfer kam, um den Sattel abzunehmen. Mein Pferd wurde begutachtet, ich konnte aber aus den Mienen der Richter nicht lesen, was sie für Noten ziehen würden. Nach der Begutachtung kam der Sattel wieder drauf, ich saß auf und trabte aus der Halle. Dort ließ ich die Zügel lang und ließ unsere Vorstellung Revue passieren, während ich Cayenne noch ein wenig über das Gelände ritt, um sie trocknen zu lassen.
Leider schaffte es Cayenne nicht bis zum Sieg, trotz ihrer hervorragenden Leistung.
Als wir das Zeichen bekamen, galoppierte ich mit Cayenne an und wir fegten im starken Galopp in die Halle. Wegen unseres Tempos bereitete ich sie schon früh mit Paraden vor, damit wir bei X schön korrekt halten würden. Es gelang ganz gut, eine halbe Länge stand sie darüber hinaus. Schnell trabte ich sie wieder an und ging nach der Ecke auf die Diagonale. Dort stellte ich die Hinterhand nach innen und Cayenne ging einige korrekte Traversaltritte.
Nun war der Springteil dran: Ich verkürzte die Zügel und galoppierte wieder an. Dann lenkte ich Cayenne auf das erste Hindernis zu, einen Oxer. Sie nahm ihn mit Leichtigkeit und steuerte schon zum nächsten Hindernis, einer Mauer. Wer denkt, das dieses sensible Pferd bei Mauern zimperlich ist, hat weit gefehlt. Cayenne ist ein Brecher. Sie schoss geradezu drüber, ich musste sie nur bremsen, damit sie genug Höhe erreichen konnte. Vor dem Wassergraben ließ ich sie richtig Tempo machen, wodurch sie auch diesen schaffte. Etwas Probleme hatten wir dann mit dem Steilsprung. Mir gelang es nur schlecht, sie nach dem Graben wieder einzufangen, weshalb sie zu nah an die Stangen kam. Dann riss sie mit dem Vorderbein die oberste Stange ab. Machte nichts, es ging ja hier nicht nach Fehlern, sondern nach Manier.
Nach den Sprüngen ritt ich auf der Länge der Bahn, bis wir etwa ein Drittel galoppiert waren. Dann saß ich tief ein, streckte die Beine nach vorne weg und senkte Cayennes Hinterhand so in den Sand. Diese Übung mochte sie. Schnaufend schritt sie weiter zu X, wo ich sie erst steigen und dann das Kompliment machen ließ. Dazu saß ich ab und touchierte die Beine mit der Gerte. Nach den Kunststücken saß ich wieder auf und sortierte mich neu. Dann schickte ich sie auf die ganze Bahn. Cayenne war mittlerweile wieder etwas ruhiger, warf aber sofort den "Motor" an, als ich sie ganze Bahn galoppierte. Meine Zügel gingen nach vorne und Cayenne flog. Es war unbeschreiblich, was dieses Pferd leistete. Nach einigen Runden fing ich sie wieder etwas ein und hielt notdürftig bei X, um zu grüßen. Jetzt nichts wie raus. Schritt war da, Zügel nachgeben war nach der Heizer-Runde etwas dürftig. Naja.
Ich fuhr heute wiedereinmal zur Zucht von LeFay und Angy. Als ich ausstieg kam gerade LeFay auf mich zu.
"Könntest du mit Cayenne und Thorros spazieren gehen?Also nur wenn du möchtest",fragend sah sie mich an und ging schon
auf den Stall zu. "Das mach ich doch gerne", ich freute mich wircklich schon auf den kleinen spaziergang.
"Thorros niemst du besser auch mit Halfter und Führstrick mit, der kleine Wildfang haut sonst noch ab", meinte sie lachend
und erzählte einmal wie er abgehauen war. Vor der Box angekommen öffnete LeFay sie und halfterte Cayenne und ich Thorros auf.
Nun führten wir beide zum Putzplatz. Sie stellte mir noch eine Putzbox hin und musste dann gehen. Ich begann zuerst Cayenne
mit kräftigen massierenden bewegungen zu putzen. Als ihr Fell einen seidigen Glanz erreichte, kämmte ich ihr Langhaar.
Nun beugte ich mich hinunter und kratze ihre vier Hufe aus. So, sie hatte ich nun geputzt und ging zu Thorros, der
schon ungeduldig mit dem Huf scharrte. LeFay hatte gesagt sie und Angy hatten ihn schon ein bisschen ans Putzen gewöhnt.
Ich fuhr mit einer bürste vorsichtig aber doch kräftig über sein pechschwarzes Fell. Sein Langhaar verlas ich einfach und sein Hufe
hob ich nur leicht hoch, als er das brav mitmachte gab ich ihm lobend ein Leckerli. Jetzt stellte ich mich zwischen die beiden und nahm die Führstricke
in die Hand. Cayenne ging brav neben mir her, doch als sie merkte das es nicht wie sonst auf die Weide ging stellte sie die Ohren
auf und sah sich mit aufgewecktem Gesicht um. "Na, du, gefällt dir woll mal wieder etwas anderes als die Weide. Bald können wir auch wieder
mit dem reiten beginnen", ich lächelte sie glücklich an. Denn nun war die Mutter meines geliebten Fohlens mein pflegepferd.
Cayenne rubelte vertrauensvoll ihren edlen Kopf an meiner schulter und ging dann in einem federnden schritt weiter.
Sie kannte mich ja schon von den vielen Besuchen die ich bei Thorros gemacht hatte. Zuerst schien sie ja misstrauisch gewesen zu sein
aber nun schien sie mir völlig zu vertrauen. Thorros sah sich mit spielenden Ohren um und wieherte immer wieder.
Er kannte das alles ja noch nicht. Dann begann ich zu joggen. Cayenne fiel in einen weit ausgreifenden trab, sie hatte wircklich
wunderschöne Gänge, ich freute mich schon sie zu reiten. Als ich zu Thorros hinübersah staunte ich nicht schlecht.
Denn er hatte den genau gleichen weit ausgreifenden Gang wie seine Mutter! "Wie ähnlich ihr euch bloss seit",sagte ich kopfschüttelnd.
beim zurückweg gingen wir wieder im schritt an einer Weide vorbei. Da hob Cayenne den Kopf und wieherte laut. Ich
sah zur weide hinüber, dort stand Thorondor, thorros Vater! Thorondor hob den Kopf und sah mit gespitzen Ohren in unsere richtung.
Cayenne begann zu tänzeln und schnaubte. Thorros ging normal neben mir her aber sah auch zu seinem Vater hin.
Der Rapphengst galoppierte nun wild bockend über die Weide. Er schien uns imponieren zu wollen.
"Du hasst wircklich einen tollen Vater Thorros", sagte ich bezaubert von dem Anblick des schönen Hengstes.
Nach einer kleinen Weile kamen wir wieder auf dem Hof an und ich versorgte beide gut. In der Box gab ich Cayenne Futter und verabschiedete
ich mich von den beiden. Ich stieg ins auto und fuhr los.
Ich fuhr heute wiedereinmal zu meiner RB Cayenne. Sie stand dösen am Weidenzaun. Thorros war nicht
mehr hier, ihn hatte ich schon vor einigen Tagen abgeholt. Bei dem Motorengeräusch schreckte die Rappstute auf
und sah mir mit aufmerksam gespitzen Ohren entgegen. Ich strich ihr zur begrüssung sanft über die Stirn bis zu den Nüstern
hinunter. Cayenne wieherte leise und scharrte mit dem Vorderhuf. "Ja,ja, heut werd ich dich das erstemal reiten!",ich freute
mich schon auf ihre tollen Gänge. Ich halfterte sie nun auf und führte sie zu dem Putzplatz. Dort band ich sie gut an und holte in der
Sattelkammer nebenan, ihren Putzkasten. Als ich zurück kam, döste Cayenne mit einem angewinkelten Bein.
Ich schüttelte lachend den Kopf:"Dich werde ich schon noch wach kriegen!" Dann begann ich ihr Fell zu putzten, das sowieso
schon ganz sauber zu schein schien. Danach nahm ich einen Kamm und durch kämmte ihre Mähne. So, nun noch den Schweif.
Als ich auch den durchgekämmt hatte hob ich den ersten Huf auf und kratzte den vorsichtig aus. Das gleiche machte ich auch mit den
anderen drei hufen. Als ich auch damit fertig war, ging ich wieder in die Sattelkammer und holte Sattel und Zaumzeug.
Das Zaumzeug hängte ich zuerst an einen Pfosten und sattelte die Cayenne. Als sie merkte das sie endlich wieder geritten wurde
und nicht wieder zu einem spaziergang geführt wurde, hob sie mit spielenden Ohren den Kopf und und konnte es jetzt kaum erwarten.
Ich lächelte und zäumte sie ncoh auf. Nun führte ich sie an den Rand der Rennbahn. Ich hatte beschlossen sie etwas rennen zu lassen und
dann nachher einen gemütlichen schrittausritt. Ich gurtete nach und stieg elegant auf. Cayenne tänzelte nervös
als ich sie auf die Rennbahn lenkte. Bis jetzt hielt ich die Zügel locker in der Hand und lies sie im ruhigen schritt gehen.
Als sie warm war nahm ich die Zügel etwas auf und legte meine Schenkel leicht an. Cayenne trabte sofort gehorsam los.
Nach einer kleinen Weile galoppierte sie an. Im federnden Kanter ging Cayenne an der Innenbahn entlang.
Bevor vor uns nun die Startmaschine raufragte parierte ich sie in den schritt durch und lies die Stute in einer
der Startkabinen halten. Cayenne wurde leicht nervös und schnaubte. Ich stand in ihrem Rennsattel auf und lehnte mich nach vorne.
Dann gab ich ihr plötzlich die Hilfen für den renngalopp. Cayenne schoss reaktionsschnell los und wollte immer schneller werden.
Doch ich hielt sie dann zurück sie sollte sich die Kraft lieber für den Endspurt aufhalten. Cayenne wurde brav etwas langsamer
und ging dann immer schön in ihrem Tempo auf der Innenbahn entlang. Als wir kurz vor dem gatter waren, sah ich Angy auf Atlantik Sky
hinein reiten. Sie winkte mir zu und ich nickte ihr zu. Dann lief Cayenne auf der schlussgeraden. Ich beugte mich noch tiefer
in ihre wehende Mähne und nahm nun die Zügel etwas mehr an und legte die schenkel noch mehr an.
"Los mein Mädchen! Lauf!", sagte ich in ihr Ohr und da ging ein ruck durch den körper der Stute.
Sie streckte sich und wurde immer schneller. Nun schien sie schon kaum den Boden zu berühren doch sie
wurde noch schneller. Sie gab alles. Kurz vor dem Ziel kam sie nochmals aus ihrer Reserve.
Hinter dem Ziel richtete ich mich auf und parierte sie in einen lockeren trab durch. Ihr Fell war noch dunkler
als es schon war geworden von dem schweiss. Angy ritt mir entgegen. "Hey, das war super, aber vielleicht hättest du sie
nicht gleich beim erstenmal so rennen lassen sollen",sie musterte Cayenne nachdenklich. Cayenne hatten den Kopf
gestreckt und gesenkt. Entspannt trottete sie nun im Schritt dahin und schnaubte zufrieden. Ich wurde bei ihren Worten¨
etwas unsicher. "Ich muss jetzt los, ciao", sagte ich dann und ritt mit Cayenne aus der Rennbahn hinaus.
Angy nickte mir noch zu und trabte Atlantic Sky an. Als Cäyenne merkte das es hinten wieder zu einem kleinen Ausritt hinausging,
legte sie wieder einen eifrigen trab zu. Ich lies sie ein bisschen locker traben und dann auf dem rückweg wieder im ruhigen schritt.
Als wir wieder auf dem Hof ankamen wär sie vollkommen trocken. Auf der Rennbahn donnerte gerade Angy mit der Stute vorbei.
Ich versorgte Cayenne gut und futterte sie noch, dann verabschiedete ich mich von ihr mit einem leckerli und fuhr nachhause.
Als ich auf den Hof fuhr sprang ich rasch aus dem Auto und rannte gleich zu Cayenne meiner RB
auf die Weide. Sie wieherte mir laut zu und leicht empört. Grinsend schwang ich mich auf den Koppelzaun
und gab ihr ein leckerli. "Tut mir leid meine kleine, aber ich hatte keine Zeit in letzter Zeit",das hörte sich ja komisch an!
Naja auch egal, dachte ich und liebkoste die Stute ausführlich. "Nun bist ja schon zum drittenmal Mama geworden!
Zuerst Thorros,dann Capallonia und jetzt vor kurzem Con Fuego. Du bist eben ne tolle Vererberin und eine wunderschöne Stute!",
redete ich auf sie ein. Ich redete immer ein bisschen mit ihr das mochte sie. Auch jetzt hörte sie mir wieder geduldig zu
und spielte mit den ohren. Sie hatte ihren edlen Kopf auf meine Schos gelegt und schloss genüsslich die Augen
als ich sie zwischen den ohren zu kraulen begann. "Heute reiten wir aus!", sagte ich mit einem zufrieden grinsen
und halfterte die Stuet auf. Dann führte ich sie auf den Putzplatz und band sie dort an. Sie blieb ruhig stehen und ich begann sie zu putzen.
Als ihr Fell sauber war und ihre Mähne locker auf ihre Schulter fiel holte ich ihr Zaumzeug. Ich zäumte sie auf, das ging ganz gut da sie sich nicht
dagegen wehrte. Ich hatte ausserdem beschlossen mit ihr auszureiten und zwar ohne Sattel!
Das würde ein Spass werden auf der schnellen und temperamentvollen Stute! Ich schwang mich auf ihren schlanken
und blanken Rücken und liess sie im Schritt aus dem Hof gehen. Sie ging gelassen dahin aber in einem gleichmässigen tempo.
Beim traben liess ich ihre schritte immer länger werden, bis sie locker dahintrabte. ich genoss ihre weichen und geschmeidigen
Tritte und sass aus, da sie einen kaum warf. Auf der galoppstrecke preschte sie gleich los,als ich die Schenkel leicht anlegte.
Ich setzte mich im Jockeyposition über ihren Hals auf und genoss die Geschwindigkeit.
Sie wurde immer schneller. Im federnden Renngalopp flogen wir nur so dahin. Als ein Baumstamm im Weg lag
sprang sie leichtfüssig darüber und galoppierte danach etwas langsamer weiter. Nach der Strecke
fiel sie von selbst in einen trab. Ich hielt die Zügel ziemlich locker,mit stetiger Verbindung zu ihrem kauenden
Maul. Sie sah sich mit wachem und aufgewecktem blick um und schnaubte manchmal fröhlich. Als sie kurz fröhliche
übermütige Buckler machte lachte ich nur gut gelaunt und sass die Buckler locker aus.
Als wir wieder auf dem Hof ankamen schwang ich mich von ihrem schweissnassen Rücken hinunter
und kratze ihre Hufe aus. Dann tauschte ich das Zaumzeug mit dem Halfter aus und führte sie noch trocken.
Als sie trocken war brachte ich sie wieder auf die Weide und verabschiedete mich mit einem langen schmusen von ihr.
Heute fuhr ich wiedereinmal zu meiner RB Cayenne. Wie immer wenn ich kam stand sie auf der Weide schon am Zaun und wartete
mit gespitzten Ohren auf mich. Sie scharrte ungeduldig mit dem Huf und wieherte mir schon lauthals entgegen.
Ich umarmte sie fest und sie schmiegte sich zufrieden schnaubend an mich. Dann gab ich ihr das Begrüssungsleckerli
und holte rasch einen grossen Plastiksack aus dem Auto. Cayenne betrachtete das Ding intereissiert und schnupperte daran.
Ich lachte als sie daran knabbern wollte und sagte:"Ich hab dir ein neues Stallset gekauft, na wie findest du es?"
Vorsichtig nahm ich die neuen Sachen heraus und legte die Decke auf ihren Rücken dann halfterte ich sie mit dem neuen Halfter auf und legte
ihr die Bandagen an. Sie wieherte leise und stupste mich an. "Ich finde violett steht die sehr!", sagte ich grinsend un führte sie richtung Putzplatz.
Dort band ich sie an und nahm ihr wieder Decke und bandagen ab. Ich holte ihren Putzkasten aus der Sattelkammer und ebgann sie zu putzten.
Anscheinend hatte sie sich im Dreck gewälzt, den ihr Fell war schlammverkrustet und ihre Hufe voller Erde und kleiner steinchen.
Ich schüttelete lächelnd den Kopf und putzte sie gründlich durch. Als ihr Fell endlich ganz sauber war und den alten seidigen schimmer zurück gewonnen hatte
begann ich ihre Mähne zu durchkämmen und dann ihr schweif und ihr schopf. Nun kratzte ich noch vorischtig ihre Hufe aus.
Die ganze zeit stand sie still da und hielt die Augen geschlossen. Als ich mit allem fertig war legte ich ihr wieder das komplette neue Stallset an und betrachtete
sie stolz. Sie sah mit dem violett noch hübscher aus als sonst, und ich beschloss sie heute richtig hübsch zu machen! Ich suchte aus der Putzkiste
ein paar violette Mähnenhaargummis heraus und flocht so ihre Mähne zu kunstvollen kleinen zöpfchen. Zum Schluss flocht ich noch ihren langen schweif
ein auch mit einem violetten Haargummi. Nun nahm ich sie am führstrick und ging mit ihr spazieren. Die Leute an denen wir vorbeikamen
musterten Cayenne bewundernd und ich ging stolz neben der gut gelaunten Stute her. Sie ging mit federnden Schritten und aufgeweckt spielenden
Ohren neben mir her.Sie sah wircklich toll aus, wie ein Top Turnierpferd! Ich lächelte zufrieden und wir machten uns wieder auf den heimweg.
Zurück auf dem Hof versorgte ich Cayenne und brachte sie in ihre Box. Dort fütterte ich sie und veraabschiedete mich mit einem Klaps von ihr.
Sie sah mir schnaubend nach und begann zu fressen. Ich fuhr heim.
Cayenne mit ihrem neuen Stallset:

Ich hatte ein schlechtes Gewissen weil ich eine Weile keine Zeit gehabt hatte mich um Cayenne zu kümmern. Deshalb und weil ich sie vermisste
fuhr ich heute zu LeFays Stallungen. Dort stieg ich rasch aus dem Auto und ging zu den Weiden. Cayenne stand schon am Zaun, mit gespitzen Ohren
erwartete sie mich. Als ich bei irh war und ihr ein Leckerli zur Begrüssung gab schnaubte sie anklagend und warf mit einen vorwurfsvollen Blick zu.
Ihr blick schien zu sagen:"Hey, wo warst du? Ich hab dich schon vermisst!" Ich lachte gut gelaunt und strich ihr liebevoll über die Strin.
Cayenne wieherte leise und legte mir ihren edlen Kopf auf die Schulter. Ich strich nun mit der Hand über ihren schlanken Hals und redete leise mit ihr.
Sie hörte mit mit aufmerksam spielenden Ohren zu. Nach einer Weile halfterte ich sie schliesslich auf. Doch eigentlich bräuchte ich sie nicht am Strick zu führen.
Als ich nämlich den Strick über ihre Schulter warf ging sie freiwillig und dicht neben mir her. ich lächelte glücklich und band sie dann aber trotzdem zum putzen an.
Sie genoss die prozedur sehr und senkte mit geschlossenen Augen den Kopf. Auch mir machte die Arbeit Spass. Als ihr Fell seidig schimmerte kratze ich ihre
Hufe gründlich aus. Nun richtete ich mich wieder auf. Ich bemerkte das ihre Mähne und auch ihr Schweif gewachsen waren.
Cayenne rieb ihren Kopf an mir und schnaubte zufrieden. Ich klopfte ihr auf den Hals und kämmte noch ihr Langhaar durch. So,jetzt holte ich aus der Sattelkammer
ihre Ausrüstung und legte sie ihr sorgfältig an. Als sie fertig da stand setzte ich mir noch meinen Reithelm auf bevor ich sie auf den Reitplatz führte.
Dort sass ich geschmeidig auf und ritt sie warm. Cayenne ging munter und frisch im eifrigen Schritt um die Bahn. Schliesslich als sie warm war, trabte ich sie an.
Wir ritten einige einfache Dressurübungen,die uns ganz gut gelangen. Heute hatte ich mir vorgenommen wiedermal etwas Dressur mit ihr zu üben.
Nun lenkte ich sie auf die Mittellinie. Dort liess ich sie mit einem Schenkeldruck steigen. Als sie wieder mit allen vieren aufsetzte tippte ich mit der Gerte
an ihre rechte Vorderhand,damit sie sich zum Kompliment niederlassen würde. Doch anscheinend kannte sie das nocht nicht. Sie spielte mit den Ohren und
schnaubte fragend. Ich stieg ab und ging an ihre rechte Seite. Dann legte ich eine Hand auf ihr rechtes Vorderbein und gab einen sanften Druck ab.
Die Rappstute zögerte. Schliesslich knickte sie mit dem Knie langsam ein, bis sie mit beiden Vorderbeinen dakniete. Ich lobte sie schonmal, doch
wir waren noch nicht fertig. Ich ging an ihre linke Seite und legte die Hand auf ihr linkes Vorderbein. Es musste gestreckt sein und nicht eingeknickt.
Als ich leicht daran zog streckte sie es gehorsam aus. Nun gab ich ihr ein Leckerli und lobte sie. Dann liess ich sie wieder aufstehen.
Nun führte ich sie ein bisschen herum bevor wir wieder stehen blieben. Ich legte nun wieder die Hand auf ihr rechtes Vorderbein. Diesesmal kniete sie sich
ohne zu zögern hin, das linke Vorderbein ausgestreckt. Gleichzeitg, als sie sich hinkniete, tippte ich mit der Gerte auf ihr rechtes Vorderbein.
Dann lobte ich sie ausiebig. Wir wiederholten das einige Male bevor sie verstand und es mit einem leichten antippen der Gerte bravurös ausführte.
Zufrieden stieg ich wieder auf und wir ritten weiter. Am Ende des Trainings stellten wir uns in der Mitte auf. Ich wollte gleich das erstemal versuchen von oben
den Befehl auszuführen das sie sich hinknien musste. Ich setzte mich im Sattel zurecht und tippte mit de r Gerte leicht auf ihr rechtes Vorderbein.
Cayenne spielte mit den Ohren und kniete sich schliesslich zum Kompliment nieder. Ich lobte sie und stieg ab um ihr ein leckerli zu geben.
Die Stute schnaubte zufrieden und ich versorgte sie mit Futter in ihrer Box. Ich verabschiedete mich von ihr und ging.
Ich fuhr mit dem Auto eine holprige Strasse entlang und schmipfte mich selber aus, dass ich nicht die normale Strasse genommen hatte sondern unbedingt ne Abkürzung nehmen musste. Als ich endlich auf die Einfahrt des Gestüts von LeFay einbog sah ich mich erstaunt um. Einiges war erneuert geworden und mehrere neue Pferde grasten auf den Weiden, zwischen denen ich durchfuhr. Ich parkte und stieg aus. Stimmt, Fay hatte ja nun ein neues Gestüt,diesesmal führte sie es alleine. Ich ging rasch in Richtung des grössten Stalles, und richtig, dort war ein Plan aufgehängt worden, welches Pferd, wann auf und von der Koppel gebracht werden sollte. Ich hielt nach dem Namen meiner RB ausschau. Da, Cayenne, sie war momentan zusammen mit einer anderen Stute, Jamaica, auf der Weide. Ich drehte mich um und da gerade ein Pfleger vorbei ging, mit einer Schubkarre fragte ich ihn denn auf welcher Weide Cayenne und Jamaica standen. Er deutete vage in eine Richtung und ging dann weiter. Okey, ich finde die schon, dachte ich und lief los, mich immer nach den beiden Stuten umschauend, ich war ausserdem neugierig wie die Nachbarin von Cay aussah. Da! Ich erblickte weit hinten auf eine der eher kleineren Weiden Cayennes schwarzen Kopf, sie galoppierte gerade übermütig um eine Rappschecke herum, die den Kopf hochwarf und wieherte. Ich grinste und schwang mich über den Zaun. Als hätte sie mich gehört schwang Cay`s Kopf herum, ihre Ohren gespitzt, in meine Richtung. Als sie mich erkannte wieherte sie erfreut und trabte federnd zu mir hin, dicht hinter ihr die andere Stute. Cayenne schnaubte mir zu und schob zutraulich ihren hübschen Kopf auf meinen Schoss, ich sass auf dem Koppelzaun. Sie spielte mit den Ohren und schloss genüsslich die Augen als ich sie zwischen den Ohren kraulte. Ich flüsterte ihr liebevolle Sachen in ihre gespitzten Ohren die sch auf mich gerichtete hatten, und zufrieden meinen Worten lauschten, um ja nichts davon zu verpassen. Ich lachte leise, da fiel mir auf das die fremde Stute immernoch hinter Cay stand und mich misstrauisch musterte. Als ich nach ihr rief, sie musste Jamaica sein, kam sie zögernd näher und schnupperte an meiner Hand. Ihre Scheckung sah echt speziell aus und gefiel mir. Ich kraulte beide eine ganze Weile lang, bevor ich schliesslich aufhörte und Jamaica noch einen Klaps gab, bevor ich mich auf den blanken Rücken von Cay schwang und mit ihr aus dem Tor ritt. Souverän blieb Cay dann stehen und ich konnte das Tor wieder problemlos schliessen. Ich hielt mich mit lockerem Griff mit einer Hand in ihrer kurzen Mähne fest und trieb sie nur mit kaum merklichen feinen Hilfen an, auf die sie gehorsam reagierte, mit gespitzten Ohren ging sie flott vorwärts. Als ich gerade am Stall,von vorhin, vorbei ritt, richtung dem Putzplatz draussen, kam gerade wieder der nicht gerade freundliche Pfleger von vorhin vorbei. Er sah mich auf Cayenne und stellte sich dann uns in den Weg. Cay schnaubte unwillig und scheute zurück. "Hey, geh aus dem Weg. Du hast sie erschreckt!",ich strich Cay beruhigend über den Hals, sie tänzelkte nervös auf der Stelle. "Du bist hier unbefugt, das ist ein Gestüt, auf dem man nicht einfach jedes Pferd holen und dann reiten kann! Steig von ihr herunter!",er schien nicht viel älter zu sein als ich, ich hatte ihn noch nie gesehen, was woll auch besser gewesen war. Er sah mich mit drohendem Blick an und kam näher. Cayenne wich mit hoch erhobenem Kopf zurück, sie starrte den Pfleger misstrauisch an. "Siehst du nicht? Sie hat Angst vor dir, also lass uns vorbei! Ausserdem bin ich sehrwohl befu..", ich konnte den Satz nicht zu ende sprechen, da drehte sich Cayenne auf der Hinterhand um, und das so schnell das ich mich nur reflexartig in ihrer Mähne festhalten konnte. Kaum hatte sie den Boden wieder berührt, schoss sie wie von einer Rakete verfolgt los. Ich war so überrascht von dem Ruck und ihrem losschiessen das ich herunter fiel, ich schlug hart auf dem Steinbeton auf. Vorhin war der Pfleger Cayenne zu nahe gekommen, so das sie so nervös geworden war , dass sie es nicht aushalten konnte und weg von dem Pfleger wollte. Ich stöhnte und versuchte mich aufzusetzten. Mein Kopf brummte und mein Rücken tat extremst weh. Als ich mich langsam aufgesetzt hatte wurde mir schwarz vor Augen für einen Moment. Ich wartete bis ich wieder sehen konnte und sah mich dann nach Cayenne um. Die Vollblutstute stand gleich hinter mir und prustete mir besorgt auf den Nacken. Als ich mich vorsichtig umdrehte und sanft über ihre Nüstern strich, schien sie mich entschuldigend aus grossen Augen anzuschauen. Plötzlich legte sie die Ohren leicht an und stiess ein unwilliges schnauben aus. Ich lehnte mich an sie und wandte mich um. Dort stand der Pfleger er sah unsicher zu uns hin. Er räusperte sich:"Alles okey? Das wollte ich nicht, ich dachte...bist du etwa Nano?" Ich nickte leicht und hielt mir den Kopf, ich hatte das Gefühl das ich mich gleich übergeben musste. Da kam LeFay aus dem Gutshaus. Als sie die Bescherung sah, kam sie als erstes zu mir und half mir aufzustehen. Dann führte sie mich ins Haus und versorgte mich mit allem was ich brauchte und ich legte mich schliesslich auf ihr Gästebett und döste erschöpft. Durch das offene Fenster hörte ich der Diskussion von Fay und dem Pfleger zu, bis sie ihn dann immernoch leicht wütend anwies Cayenne zu versorgen. Doch als die Stute wieder vor ihm zurück wich nahm LeFay sie selber am Halfter und versorgte sie. Nach einer Weile kam sie wieder zu mir, fragte ob mit mit wieder alles okey sei, ich hätte wircklich glück gehabt. Ich nickte und stand langsam auf. Mir war noch leicht schwindlig und ich hatte Rücken- und Kopfschmerzen, die aber schon weniger geworden waren. Fay sagte das sie mich gleich nach hause fahren würde, Auto konnte ich später holen. Doch bevor wir los fuhren ging ich zu Cay in den Stall und streichelte ihr über den seidigen Hals. Die Stute schnaubte und rieb liebevoll ihren Kopf an mir und schnoberte mir sanft übers Gesicht. Ich lächelte leicht und als ich plötzlich wieder meine Blauenflecken spürte verabschiedete ich mich von ihr und LeFay fuhr mich nach Hause.
Nun ging ich zu LeFays Vollblutstute Cayenne. Ich begrüßte sie mit einen Apfel und streifte ihr das Halfter über. Nun befestigte ich noch den Strick und führte sie aus der Box zu den Weiden. Sie durfte mit zu Sungold und Tringle. Als ich sie frei ließ tobte sie sich nach Herzenslust aus. Ich ging stattdessen zurück zum Stall und holte Schubkarre und Mistgabel. Ich mistete ihre ganze Box aus und säuberte auch den dazu gehörigen Paddock. Als ich damit fertig war schaffte ich alles zum Mist und stellte dann Schubkarre und Mistgabel wieder an ihren alten Platz. Nun streute ich die Box frisch ein und füllte auch das Heunetz mit duftenden Heu. Ich säuberte noch die Tränke und tat in den Trog Kraftfutter. Ihre Box war jetzt fertig so ging ich wieder zur Weide und holte Cayenne in den Stall. Ich band sie beim Putzplatz an und holte ihr Putzzeug. Zuerst bürstete ich mit Kardätsche und Striegel das fell, danach kratzte ich die Hufe mit den Hufkratzer aus und zum Schluss kämmte ich noch Mähne und Schweif mit den Kamm. Als ich mit allen fertig war räumte ich die Putzbox wieder weg und holte das Sattelzeug. Ich sattelte Cayenne auf und schnallte noch die Trense zu. Danach führte ich sie in die Springhalle. Sie sollte heute mal wieder ein bissel im Springen gefördert werden. Ich gurtete nach und stieg auf. Im Schritt ritt ich sie warm. Nach 10 Minuten trabte ich an und gleichmäßig gingen wir im leichten Sitz üer Trabstangen und Cavaletti. Ich machte diese Erwärmung da sie lange nicht gesprungen war und heute seit langen es mal wieder tat. Nach einer halben Stunde über Trabstangen traben und über Cavaletti springen traute ich mich wieder an meinen Parcour. Er bestand aus 2 Oxern, 1 Wassergraben, 1 Steilsprung, 2 Gattern und 2 Mauern. Zuerst kam ein einfaches Gatter, danach folgte eine höhere Mauer. Alles beides schaffte Cayenne wunderbar nun folgte der Wassergraben wo ich sie mehr antrieb. Jetzt folgten noch ein Oxer, danach ein Kombi aus Gatter und Mauer und zum Schluss der große Steilsprung. Cayenne war aber sehr gut in Form hatte man gemerkt. Ich hatte sie auch schon wieder bei einen Springturnier angemeldet und es würde mich nicht wundern wenn wir dort siegen würden. Für heute reichte es aber und so ritt ich sie im Schritt am langen Zügel ab und brachte sie dann wieder in den Stall. Dort sattelte ich sie ab und putzte sie nochmal. Ich verstaute noch schnell Putzzeug und Sattelzeug und brachte dann Cayenne in ihre Box wo ich ihr noch ihre dünnere Stalldecke überlegte. Ich tätschelte ihr nochmal den Hals eh ich sie in Ruhe fressen ließ.








Da ich heute nicht allzu viel Zeit hatte, beschloss ich, meine Pferde nur alle zu füttern und mich dann denen zuzuwenden, die es am nötigsten hatten.
Zuerst holte ich Steve, Laura und Rapsoul von der Weide und fütterte sie. Mit Steve war ich gestern erst ausreiten gewesen, deswegen hatte er heute Pause. Laura und Rapsoul stellte ich in die Führanlage.
Dann holte ich Cayenne und Frozen Love Affair. Letztere war gestern schon unter ihrer Reitbeteiligung gelaufen, sie ging also direkt in die Box. Cayenne brauchte allerdings etwas mehr Zuwendung: Die junge Stute hielt beim Anbinden kaum still und zappelte, was das Zeug hielt. Also warf ich ihr schnell das Longierzeug über und ließ sie im Roundpen etwas arbeiten. Sie verspannte sich noch ziemlich leicht, deswegen war ich vor allem damit beschäftigt, sie mit Volten und viel Ruhe etwas zu bremsen.
Nach der Longenarbeit ließ ich Cayenne fressen und holte derweil Laura und Rapsoul aus der Führanlage. Während Cayenne noch fraß, marschierte ich zu den Hengsten. Connor und Casino Royal standen bereits drinnen, ihre Bereiter hatten sie bereits versorgt. Vertigo und Thorondor standen noch auf ihren Paddocks. Beide vertrugen sich einigermaßen, sodass ich sie nebeneinander führen konnte. Unterwegs traf ich ein Mädchen vom Hof, das Vertigo schon öfters geritten hatte. Sie erbot sich sofort, heute etwas mit ihm zu machen. Dankbar drückte ich ihr den Hengst in die Hand.
Thorondor wurde ich allerdings nicht so leicht los. Seufzend putzte und sattelte ich ihn, nachdem ich Cayenne in ihre Box gebracht hatte. Eine kurze Runde im Gelände würde nicht schaden. Der Rappe lief nach dem Aufsitzen eifrig vom Hof. Ich ritt ihn eine halbe Stunde übers Feld und ließ ihn ordentlich galoppieren, was er dankbar annahm. Ein paar erlöste Buckler konnte er sich aber nicht verkneifen. Ich bekam sofort ein schlechtes Gewissen, der Hengst brauchte eindeutig mehr Beschäftigung, trotz seines Alters.
Wieder auf dem Hof angekommen, sattelte ich ihn schnell ab und gab ihm Futter. Ich war heilfroh, dass Yerai und Prince schon von einer Freundin geritten worden waren, sie standen bereits zufrieden in ihren Boxen. Ich sah nur kurz nach ihnen und brachte dann Thorondor weg.
Jetzt fehlte nur noch einer: Atlantic Sky. Der Hengst sollte morgen gekört werden, ich wollte ihn heute abend noch einmal gründlich locker reiten und dann die erste Grundsäuberung erledigen. Also marschierte ich ein letztes Mal zu den Hengstpaddocks und warf meinem Vollblüter das Halfter über. Schnaubend marschierte er mit, er hatte schon auf mich gewartet. Seiner Meinung nach war die Dämmerung schon viel zu weit fortgeschritten, um einen armen kleinen Vollbluthengst auf seinem Paddock zu lassen.
Wir erledigten die übliche Routine flott und ich saß eine Viertelstunde später im Sattel. Bei den ersten Schrittrunden merkte ich, wie ich mich immer mehr entspannte. Meine Hektik fiel von mir ab und ich wurde im wahrsten Sinne des Wortes "losgelassen". So erging es auch Atlantic Sky, der meine Stimmung widerspiegelte wie kein zweiter. Beim Antraben waren unsere Muskeln dann doch noch sehr steif, ich ritt viele gebogene Linien und merkte, wie der Braune langsam seinen Hals fallen ließ. Ich wärmte heute sehr lange auf und arbeitete viel an der Biegung, weniger an der Versammlung. Zum einen war es sehr kalt und ich wusste, dass er dann steifer war als üblich, zum anderen sollte er für morgen fit und entspannt sein und keinen Muskelkater oder ähnliches haben.
Nach gut 40 Minuten Arbeit mit gebogenen Linien und Stangen ließ ich ihn noch eine Weile im Schritt gehen und stieg dann ab. Erleichtert klopfte ich meinem Pferd den Hals.
"Geschafft für heute."
Ab in den Stall, und dann ab nach Hause.